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Jänner 2017

Einzelverkaufspreis: € 8,– • GZ 03Z035333 M • P.b.b. A&W Verlag, Inkustr. 16, 3400 Klosterneuburg

Elektroautos

FÜNF JAHRE ENTSCHEIDEN Autoverkäufer

Was bringt der neue Kollektivvertrag?

AutoZum

Vorschau auf die Messe in Salzburg

Migration

Wenn Ausländer Betriebe übernehmen

E-Autos in China

Westliche Hersteller verlieren Anschluss

EXTRA für Sie!

Erstmals präsentieren wir Ihnen den MarkenMonitor: Händler geben ihren Importeuren Noten. Eine spannende Sache, aber lesen Sie selbst!

www.autoundwirtschaft.at


Eni Schmierstoffe Mit der Leidenschaft des sechsbeinigen Hundes

18.–21. .Jänner 2017 Halle 10, Stand 0601

Wir freuen uns über Ihren Besuch! Eni lubricants – technology comes alive eni.com/at


Spannend wie in Hollywood!

MARKENMo nitor 2016

Die erste Zufried

K

eine Sorge: Ich bin nicht beleidigt, wenn Sie sich – bevor Sie jetzt diese Zeilen lesen – schon den MarkenMonitor zu Gemüte geführt haben, der diesem Heft beiliegt. Das ist mehr als verständlich! Denn seit in der Branche die Runde machte, dass unser Verlag dieses Produkt auf den Markt bringt, sind wir uns manchmal vorgekommen wie die Juroren beim „Oscar“ in Hollywood. Auch von ihnen wollen Schauspieler, Regisseure und Kameramänner am liebsten schon vorher wissen, wer gewonnen hat. • Doch wir sind stolz: Bis auf die Basisinformationen für jene Marken, mit denen wir Sieger-Interviews geführt haben, sind keine Details nach außen gedrungen. Und das ist gut so: Denn das steigert das Überraschungsmoment. Durchaus wahrscheinlich, dass wir es in Zukunft auch so machen wie die Zampanos in Hollywood: große Bühne, weißes Kuvert, Trommelwirbel. „And the winner is …“ Die Bühne beim „A&W-Tag“ haben wir ja! Mehr darüber im Lauf dieses Jahres! • Man kann sicher sein, dass dieses Jahr spannend wird! Spannend im wahrsten Sinn des Wortes: Denn es ist klar, dass Elektroautos nicht zuletzt dank der neuen Förderungen immer stärker verkauft werden – auch weil immer mehr davon wirklich alltagstauglich sind. Den Batterieherstellern ist da in den vergangenen Jahren Großes gelungen. Hut ab! • Wir von Lederers Medienwelt freuen uns auch, weil wir uns gleich zu Beginn mit Ihnen treffen können: Nicht nur auf der Vienna Autoshow (12.–15. Jänner), sondern auch auf der AutoZum in Salzburg (18.–21. Jänner).

enheitsumfrage

unter österrei

chischen Kfz-Mar

kenbetrieben

Alle Händler. Alle Marken. Alle Sieger.

Das Special von Auszüge aus

einer Studie

ANSICHT

im Auftrag von:

Wissenschaf tliche Durchführun g:

Mit dieser Ausgabe von „AUTO & Wirtschaft“ erscheint unser Special zum MarkenMonitor – der ersten Zufriedenheitsumfrage unter österreichischen Kfz-Markenbetrieben!

„Der Wunsch nach 270.000 oder 280.000 ‚ehrlichen‘ Neuzulassungen ist nett, aber völlig unrealistisch.“

Mag. Heinz Müller, Chefredakteur

Zu Tode optimiert ist auch gestorben Das Jahr 2016 ging mit einem „ausgezeichneten“ Neuzulassungsergebnis zu Ende – das ließ sich schon vor Bekanntgabe der offiziellen Statistik sagen. Doch diese Zahlen allein sind wenig Anlass zum Jubel, denn sie wurden auch im vergleichsweise guten vergangenen Jahr durch Exportgeschäfte, Eigenanmeldungen und Mietwagendeals geschönt. Wäre es nicht besser, fragt so mancher, stattdessen einfach 270.000 oder 280.000 „ehrliche“ Neuzulassungen auszuweisen? • Der Gedanke ist nett, aber natürlich völlig unrealistisch: Er widerspricht der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, deren Grundgedanke die Maximierung ist. In Form der sozialen Marktwirtschaft hat sich dies als tauglichstes gesellschaftspolitisches Modell erwiesen. Doch gerade seit der Wirtschaftskrise 2008/09 scheint das richtige Maß verloren gegangen zu sein: Allerorts wird maximiert und optimiert ohne Ende – auch bei den Autoimporteuren, wo 2 Personen die Arbeit von einst 5 oder 6 Mitarbeitern machen. Auch bei den Autohäusern, denen immer unrealistischere Zielvorgaben auferlegt werden. • Diese Entwicklung lässt sich jedoch nicht unbeschränkt fortsetzen. Bei schrankenloser Optimierung geht zuerst die Offensivkraft der eigenen Organisation verloren, dann die Motivation der Partner (wie aus dem MarkenMonitor hervorgeht) – und, zum bitteren Ende gedacht, mangels wegoptimierten Arbeitsplatzes schlussendlich auch der Kunde.

Philipp Hayder, Geschäftsführer

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

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INHALT

Der elektronische Informationsdienst für die österreichische Automobilbranche

ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

Aspekte

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Ausgabe: 1/2017, 30. Jahrgang Cover-Werbung: KS Tools Medieninhaber, Anzeigenverwaltung: A&W Verlag GmbH (FN 238011 t) 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-0 F: +43 2243 36840-593 E: redaktion@autoundwirtschaft.at I: www.autoundwirtschaft.at Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014) Herausgeber: Gerhard Lustig, DW 527 M: +43 664 8229485 E: lustig.gerhard@autoundwirtschaft.at Geschäftsführung: Philipp Hayder, DW 526 M: +43 664 8223301 E: hayder.philipp@autoundwirtschaft.at Stefan Binder, DW 522 M: +43 664 5285661 E: binder.stefan@autoundwirtschaft.at Chefredaktion: Mag. Heinz Müller, DW 523 M: +43 664 8221660 E: mueller.heinz@autoundwirtschaft.at Redaktion: Gerald Weiss (Chef vom Dienst), DW 593 M: +43 6642359044 E: weiss.gerald@autoundwirtschaft.at Dr. Nikolaus Engel, DW 525 M: +43 664 8493231 E: engel.nikolaus@autoundwirtschaft.at Matthias Pilter, DW 579 M: +43 664 88368584 E: pilter.matthias@autoundwirtschaft.at Dieter Scheuch, DW 575 M: +43 664 2359052 E: scheuch.dieter@autoundwirtschaft.at Redaktionelle Mitarbeit: Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Matthias Kreutzer, Dr. Friedrich Knöbl, Dipl.-Ing. Heinz Lukaschek, Dr. Michael Sikora, Mag. Leo Szemeliker Anzeigenmarketing: Uschi Ernst, DW 529 M: +43 664 8222224 E: ernst.uschi@autoundwirtschaft.at Alexander Keiler, DW 521 M: +43 664 8229487 E: keiler.alexander@autoundwirtschaft.at Werner Ecker, DW 520 M: +43 664 88368591 E: ecker.werner@autoundwirtschaft.at Hbv. und Leitung Administration: Annemarie Lust, DW 597 M: +43 664 8229479 E: lust.annemarie@autoundwirtschaft.at Grafik: graphics – A. Jonas KG 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 16 T: +43 2243 36840-594 E: jonas.alexander@autoundwirtschaft.at Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH 3580 Horn, Wiener Straße 80 Bezugspreis: Jahresabonnement (11 Ausgaben) Inland: ¤ 68,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: ¤ 8,– inkl. 10 % MwSt); Ausland: ¤ 85,– Bankverbindung: Bank Austria UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901 IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901 BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg Verbreitete Auflage: 12.500 Stück Erscheinungsweise: monatlich (Juli/ August Doppelnummer) mit Supplements laut Mediadaten 2017 Grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Schwesterpublikationen Österreich: AUTO BILD Österreich AUTO-Information AUTO-info4you FLOTTE & Wirtschaft 4wd + ALLRADKATALOG FAMILIENAUTOS automotive GUIDE Schwesterpublikationen Schweiz: AUTO&Wirtschaft Schweiz AUTO BILD Schweiz Eurotax AutoInformation aboutFLEET

Die Kurzzulassungs-Kaiser

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A.T.U will in Wien wachsen

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Thema

E-Autos: Die nächsten 5 Jahre entscheiden

Handel Thema E-Autos gegen Verbrennungsmotoren Seite 10

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Porsche Holding: Auf Wachstum eingestellt

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Nissan: Wien, Wien, nur du allein

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Opel: Das Jahr der Neuheiten

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Bundesgremium: Staffelübergabe

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Toyota: Welt braucht Mobilitätsharmonie

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Hyundai Personal Premium: „Es kostet nichts“ 22 Seat: Die Millionenwette

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Kollektivvertrag: Sozial oder fatal?

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Sonnleitner: Wachsen – nicht um jeden Preis

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Kärntner Kfz-Tag: Zukunft in der Region

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Migrationsbetriebe: Multikulti ist angesagt

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Moser: Keine Messe, dennoch Aktion

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Management

China: Westliche Marken verlieren Anschluss

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Forstinger: Wenn Kredite verschwinden …

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Handel

Mobile G.: Garantiert die richtige Garantie

37

Umfrage: Was bringt der neue Handels-KV?

38

Was bringt der neue Kollektivvertrag?

Statistik: Viele Gewinner, kaum Verlierer

40

Die

2016 NMonitor MARKENM denhe erste Zufrie

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Kfz-Markenb

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Seite 25

Der MarkenMonitor zeigt erstmals, welche Marken in Österreich bei den Händlern am beliebtesten sind – und wo es Nachholbedarf gibt. ung: aftliche Durchführ Wissensch

Auszüge aus

einer Studie

im Auftrag

von:

JATO: Höchster Zuwachs seit der Krise

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AutoZum: Klein, aber fein

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VREI: An einer Adresse

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KS Tools: Der Marktpräsenz entsprechend

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Carsulting: Zukunft wird Alltag

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WM-Trost: Die Kraft zweier Marken

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VRÖ: Hier trifft sich die Reifenbranche

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ContiTech: Fünfjahresgarantie und Antriebsinfo 52

Wirtschaft

Studie: Im Osten geht die Elektrosonne auf

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Automobile Megatrends von A bis W (Teil 3)

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Insolvenzen: Weniger Pleiten, höhere Passiva

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Aftersales-Kongress: Teilehandel im Wandel

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CarGarantie: Sicherheits-Check mit Garantie

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Finanzen: Schnell verdientes Geld

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Porsche Bank: Bei jedem Klick …

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AutoBank: Die Zukunft der Finanzierung

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Gewerbe

Wirtschaft Die Mega-Pleiten in der Branche

Seite 57

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

NGK: Im neuen Look zum 80. Geburtstag

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AkzoNobel: Zukunftsfit dank Schulung

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Goodyear: Noch näher beim Kunden sein

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Eurolub: Gesucht und gefunden

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Göggel: „Goeggeln“ statt googeln!

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Hochvolt: Hochspannendes Geschäftsfeld

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Neue Produkte

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DIREKT Mit dem Smartphone in der Hand Ansicht Klare Worte von Prof. Dudenhöffer Seite 36

Eingang 9

09 08 07 06

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01 02 Eingang 10

Eingang 1

Eingang 3

Presse

AutoZum Was Sie in Salzburg erwartet

ab Seite 43

Alle Marken, alle Importeure, alle Ansprechpartner samt Telefonnummer und E-Mail-Adresse – sowie die Zahl der Händler und Werkstätten pro Marke

Menschen

Toyota: Pressesprecher kehrt zurück Renault: neuer Direktor für After Sales Leserbriefe

Ansichten

Hayder und Müller Dudenhöffer Lukaschek

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Automatisiertes Fahren! Schön und gut. Und wer sind die Nutznießer? Die Kapitalgiganten! Die knöpfen dem zunehmend besitzlosen Volk das wenige Geld, das sie verdienen, auch noch ab. Die Frage was kommt, wenn unsere Infrastruktur keinen Freiraum mehr lässt für lokale Wertschöpfung, stellt sich aus den globalen Konzernen zunächst keiner! • Auch wenn der Grüne Alexander Van der Bellen mit den rot-schwarzen Verhindererstimmen zum Bundespräsidenten gewählt wurde, warten die Populisten rund um H.C. Strache auf ihre nächste Chance. Außerhalb der urbanen Zonen leuchtet es dunkelblau vom Wählerhimmel. Wer kann, zieht in die Ballungsräume, und da braucht es nur eingeschränkt Mobilität. Die Grünen leisten sich – auf Kosten der zahlenden mobilen Allgemeinheit – farbige Radwege, breite Gehsteige, Öffis ohne jede Einschränkung usw., nur keine leistungsfähige Wirtschaft. Bildung wird zur Ausnutzung der letzten sozialen Staatsleistungen verwendet. Jobs? Brauchen wir keine. Der Staat zahlt ja Mindestsicherung! Wer keine Ausbildung hat, zieht à la longue die Arschkarte. Und die will er schnell wieder anbringen, indem er sich in der Masse zusammenrottet und das etablierte System angreift. Mit dem Smartphone in der Hand! Während sich Sozialisten und Bürgerliche am erodierenden Systemerhalt ergötzen, verheißen uns die Grünen „blau“äugig das Paradies und nehmen letztlich auch nur, was sie greifen können. • Und die Automobilwirtschaft? Gute 10 bis 15 Jahre noch treiben uns die Verbrennungsmotoren an. Da etwas Hybrid dazu, dort etwas mehr Batterie. Jedenfalls wird es, macht die globale Kapitalmacht so weiter, massiv weniger Jobs geben und ist die lokale Wohlstandsarmut erschöpft, ist Krawall angesagt. • Aber in aller Ruhe! Mit Elektromobilität allein und mit dem autonomen Fahren lässt sich nicht mobil machen für den Generalstreik, für den Aufstand. Konflikte werden konventionell ausgetragen. Mit dem Fahrrad jedenfalls nicht. Daran orientiert sich meine Hoffnung, dass uns noch weit länger als 15 Jahre die individuelle Mobilität demokratiepolitisch aufrecht halten wird. • Mit diesem Ein- und Ausblick begleiten wir Sie ins Jahr 2017 verbunden mit der Gewissheit, das Defätismus einfacher zu ertragen ist als die Konsequenzen daraus!

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Gerhard Lustig Herausgeber AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

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ASPEKTE

Die Kurzzulassungs-Kaiser

Suzuki startet mit dem Ignis Nach der Vienna Autoshow (12.–15. Jänner) geht es mit dem Verkauf des Suzuki Ignis

so richtig los. Deputy Manager Helmut Pletzer erwartet sich einen Absatz von rund 2.000 Einheiten. Das wäre etwa ein Viertel jener 8.200 Stück, die der japanische Allrad- und Kleinwagenspezialist in Österreich 2017 verkaufen will. Der neue Swift startet zu Beginn des 2. Quartals.

Caruso nicht bei Teilehandelstagung Die von der TecAlliance betriebene Telematik-Plattform Caruso hat eine Teilnahme an der Bundestagung des Teilehandels in Wien (13. Jänner) abgelehnt. Hingegen sind das deutsche Datenzugangskonzept OTP und die von Mag. Walter Birner betriebene Initiative Carmunication bei der

Tagung mit dabei. Komm.-Rat Ing. Wolfgang Dytrich, Vorsitzender des Berufszweigs Großhandel mit Kfz-Teilen im Wiener Landesgremium des Fahrzeughandels, bedauert diese Entscheidung und vermutet, „dass sich Caruso auf die Seite der Hersteller geschlagen hat“.

ATE mit neuem Markenauftritt Eine emotionalere Bildsprache und ungewöhnliche Motive sind Kernpunkte des neuen Markenauftritts des Bremsenspezialisten ATE. Damit will Continental ein klares Signal an den Markt senden, dass ATE Vorreiter bei Bremsenprodukten

ist. Das ATE-Logo bleibt als Symbol der innovativen Unternehmensgeschichte jedoch erhalten. Mit den neuen Bildern will ATE „aus der Werkstatt heraus und in die Welt automobiler Höchstleistung hinein“ führen.

Michelin startet „Movin’on“

MPKA feiert bei Toyota Mit einer Feierstunde bei Toyota Frey Austria zelebrierte der Motorpresseklub Austria am 14. Dezember sein 60-jähriges Bestehen. Die letzten drei Viertel war die japanische Automarke ein Begleiter des MPKA. Höhepunkt des Abends waren die lustig-launigen Geschichten rund um Weihnachten, die der Schauspieler Heinz Marecek vortrug. Im Bild v. l.: Heinz Marecek, MPKA-Präsidentin Renate Okermüller, 1. Vizepräsident Johannes Mautner Markhof und Importeurschef Dr. Friedrich Frey. Sein Unternehmen importierte in den vergangenen 45 Jahren mehr als 600.000 Toyota; sein Ziel: „Toyota nachhaltig unter den Top-10-Marken zu positionieren.“

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Der Hyundai i20 mit 1,25-Liter-Motor führt nach den ersten 11 Monaten des abgelaufenen Jahres mit 1.154 die Liste der Kurzzulassungen bis 7 Tage an. An zweiter Stelle folgt der Hyundai Tucson 1,6 GDI (801) vor dem Ford Fiesta 1,25 (752). Ein weiteres Tucson-Modell, jener mit 2.0-Liter-CRDI-Motor, steht mit 651 Einheiten an vierter Stelle. Auch bei den Marken ist Hyundai nach 11 Monaten mit 6.215 Stück Spitzenreiter in der 7-Tages-Klasse, gefolgt von Renault (5.702). Mit deutlichem Abstand rangieren Peugeot (1.836), Ford (1.664), Nissan (1.539), Audi (1.310), Fiat (1.245), Mitsubishi (832), Citroën (710) und Kia (570) ebenfalls unter den Top 10.

In Montreal findet von 13. bis 15. Juni die 13. Auflage der Michelin Challenge Bibendum statt: Sie ist unter der Bezeichnung „Movin’on“ ein aktualisiertes und neu ausgerichtetes Gipfeltreffen für nachhaltige Mobilität. Etablierte Unternehmen werden sich dort ebenso präsentieren wie Start-ups; Wissenschafter sollen genauso das Wort ergreifen wie Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs). Der Reifenhersteller verfolgt seit dem Launch der ersten kraftstoffsparenden Reifen im Jahr 1992 das Ziel einer effi-

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

zienten, nachhaltigen Mobilität. Die Wahl von Montreal fiel nicht zufällig, denn die kanadische Stadt will ihre Treibhausgase bis 2020 wieder auf den Stand von 1990 reduzieren. Michelin bekräftigte auf dem internationalen Klimagipfel in Paris im November 2015 das Ziel, bis zum Jahr 2030 die durch seine Reifen erzeugten CO2-Emissionen um 20 Prozent zu reduzieren.


ASPEKTE

A.T.U will in Wien wachsen Auch unter dem neuen Eigentümer, der französischen Mobivia-Gruppe, verfolge A.T.U in Österreich einen Wachstumskurs, sagt Alexander Maier, Regionalleiter für Österreich und die Schweiz. Fünf der 25 österreichischen Filialen befinden sich in Wien. In der Bundeshauptstadt sei ein weiterer Ausbau nötig, meint Maier. So gibt es Pläne, einen neuen Standort in der Hadikgasse an der Westausfahrt zu errichten.

Wer kauft welche Autos?

In der ÖAMTC-Studie „Alles rund um Autokosten“ zeigt sich wenig überraschend, dass Haushalte mit höherem Netto-Einkommen mehr Neu-

wagen kaufen. Ab 4.201 Euro kauften 45 Prozent ein neues und 39 Prozent ein gebrauchtes Auto. Bei Einkommen bis 1.500 Euro erwarben 37 Prozent einen Neu- und 52 Prozent einen Gebrauchtwagen. Bei 4.201 Euro Einkommen kostet das Auto durchschnittlich 21.798 Euro, bei Einkommen bis 1.500 Euro sind es im Schnitt 13.442 Euro.

Ausgezeichneter Nachwuchs Große Feierstunde in Wolfsburg mit steirischer Beteiligung: Unter den 45 Auszubildenden, die am 8. Dezember 2016 von Matthias Müller, dem Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, am Konzernsitz in Wolfsburg ausgezeichnet wurden, befindet sich auch ein Österreicher: Es handelt sich um Stefan Frühwirth, der sich am Grazer Standort der Porsche Inter Auto GmbH & Co KG zum Kfz-Techniker/Systemelektroniker ausbilden lässt. Wenig überraschend kommt fast die Hälfte der Ausgezeichneten, nämlich 20, aus Deutschland. Dann folgen China (4), Polen (3), Spanien und Tschechien (je 2 Prämierte). Aus Belgien, Brasilien, Großbritannien, Indien, Italien, Mexiko, Österreich, Portugal, Russland, Schweden, der Slowakei, Südafrika, Ungarn und den USA wurde jeweils ein Nachwuchs-Mitarbeiter ausgezeichnet. Insgesamt bildet der VW-Konzern weltweit rund 19.500 junge Männer und Frauen aus, und zwar in 60 Berufen und 50 dualen Studiengängen.

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

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„Sieben neue Modelle in 2017. Unsere Opel-Händler finden exzellente Rahmenbedingungen vor und können auf ein stabiles Importeursteam vertrauen. Alles zusammen schafft Kontinuität und berücksichtigt ausreichend lokale Bedürfnisse in einer umbruchsorientierten Zeit!“ Alexander Struckl, Opel Austria sehr gut gut befriedigend

Werbung

ausbaufähig

(V. l.) Manfred Oberhauser (CFO Opel), Alexander Krammer, Clemens Vohryzka, Andrea Linser-Winzer, Sepp Wiener, Alexander Struckl (Geschäftsführer Opel), Gerhard Öllinger, Philipp Wipplinger, Walter Hermann

Wollen – nicht müssen! Nutze die besten Produkte und bereite sie mit tollen Dienstleistungen zum exzellenten Kundenerlebnis. Jahr für Jahr mit immer neuen Erfolgskreationen!


Opels beste Köche Verkaufsleistung, Aftersaleserfolg, Kundenzufriedenheit und Kundenhandling sind die Ingredienzien für fortlaufenden Markterfolg. 2017 kann kommen! Warum die Opel Händler und Servicepartner untereinander viel ausprobieren, neugierig auf die Arbeit und Kreationen der KollegenInnen schauen, ist einfach erklärt. Die besten im Händlernetz wollen nicht einfach kopieren. Der Vorwurf wäre billig! Die innovativsten Vermarktungskräfte sind immer auf der Suche nach Neuem, ihr natürlichster Feind bei der täglichen Arbeit ist die Routine, die bei einigen zu betulicher Langeweile führt. Opel ist eine wiedererstarkte Qualitätsmarke, die ihre Marktbedeutung mit dem 2. Platz im Vermarktungsranking behauptet und sogar ausbauen kann. Wie bei allen sehr guten bis exzellenten Köchen finden sich bei allem Bemühen um das

Brechen der Routine immer wieder Verbesserungselemente, welche beim Kunden das Bild eines Opel-Partners prägen und zu den modernen Klassikern einer tollen Markenküche gehören. Neben den innovativen Produkt- und Vermarktungselementen sind wir auch regional verankert einsichtig mit den Wünschen und Notwendigkeiten unserer Kunden, von denen es traditionell über Jahrzehnte hinweg eine Treue gibt. Garniert wird das alles mit neuen Einfällen, die das Markengericht für den OpelKunden wohltuend und für alle Geschmacksrichtungen leistbar bekömmlich machen. Hier das kulinarische Fest, da der ebenso erfreuliche Alltag. Die Mischung macht es aus und ist vorbildlich für Opel.


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In der Automobilindustrie, im Automobilhandel und im Servicebereich stehen entscheidende Jahre bevor. Die Vorbereitungen zum Einsatz der Elektromobilität, der vermehrte Einsatz von Elektronik, Vernetzung und die Digitalisierung werden die bestimmenden Themen. Hauptträger des Geschäfts bleiben noch auf lange Zeit Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

THEMA

Die nächsten fünf Jahre entscheiden

Elektroauto auf den Markt bringen und allein davon eine Million Stück pro Jahr verkaufen).

A

n der Elektromobilität führt kein Weg mehr vorbei. Denn es ist absehbar, dass die Verpflichtung zur Absenkung der Flottenverbräuche bis zum Jahr 2020 auf 95g/km CO2 ohne massiven Einsatz der Elektromobilität in Europa nicht erreicht werden kann. Die Konsequenz wären Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Angesichts dessen ist die Entscheidung richtig, den Einsatz der Elektromobilität vorzuziehen und das Geld besser in die rasche Verfügbarkeit von Elektroautos zu investieren – auch wenn es derzeit noch viele offene Fragen gibt und die Akzeptanz der aktuell am Markt befindlichen Elektroautos noch sehr bescheiden ist. Das könnte jetzt alles schneller gehen als bisher angenommen, denn es gibt ermutigende Entwicklungen auf dem Batteriesektor (auch ein österreichisches Start-up-Unternehmen mischt hier kräftig mit), die Reichweiten von rund 300 km auch bei schon heute verfügbaren Elektroautos ermöglichen. Die allein damit gedehnte Reichweite deckt schon die wesentlichen Tages-Fahrstrecken ab. Der künftigen Elektroauto-Generation, an der alle Hersteller mit Hochdruck arbeiten, bleibt es aber vorbehalten, in tatsächliche Volumenbereiche vorzudringen (Volkswagen etwa will 2021 ein völlig neu konzipiertes

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AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

Um 2025 Elektro- zu Verbrennerautos gleichpreisig Damit ist schon klar: Es werden noch sehr lange Zeit auch weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gebaut (und natürlich auch jede Form der Hybride),

weil es die infrastrukturellen Voraussetzungen für reine Elektroautos in weiten Gegenden bei uns und in der Welt schlichtweg nicht gibt. Allerdings wird der Aufwand für die Reduktion der Abgasschadstoffe deutlich höher. Benzin- und Dieselfahrzeuge werden schon aus diesem Grund auf Sicht teurer. Gleichzeitig sinken die Kosten für Batterien. Mitte der 2020er-Jahre sollte es kaum mehr Preisunterschiede zwischen einem Elektroauto und Auto mit Verbrennungsmotor geben, meinen die Experten. Am schnellsten dürfte die Durchdringung des Marktes mit Elektroautos vermutlich in China erfolgen. Dort existieren bereits staatliche Programme, die das massiv fördern. Elektroautos haben aber auch ihre Schattenseiten. Das ist primär die Frage, woher der Strom kommt. Sauberer Strom, also ohne große CO2-Belastung, kommt nur aus Wasser-, Wind- oder Atomkraftwerken. Jede fossile Erzeugung von Strom führt den Einsatz von Elektrofahrzeugen ad absurdum. Darüber hinaus setzt die Elektromobilität auch Investitionen


THEMA

in eine Infrastruktur (Starkstromnetz) voraus, die nicht billig ist und deren Kosten derzeit noch gar nicht abgeschätzt werden können. Und offen ist, wer das letztlich bezahlt. Der Einsatz von Elektromobilität hat aber auch unmittelbare, immense Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette. Bekanntlich ist ein Elektromotor mit wenigen Handgriffen herzustellen und in China vermutlich für weniger als die Hälfte der Kosten in Europa. Gar kein Vergleich zu den technisch aufwendigen Dieselmotoren etwa. Der Elektromotor bedarf auch keiner hochkomplexen Fertigungsstraße, wie sie heute in den Motorenfabriken weltweit existieren. Ein Elektromotor ist praktisch wartungsfrei und hält beinahe ewig. Das wird langfristig auch Auswirkungen auf alle nachfolgenden Bereiche in den Servicewerkstätten haben. Elektromotoren werden einfach getauscht. Da gibt es weniger zu tun. Und dort kommen aber zusätzliche Investitionen zur technischen Betreuung und zur Sicherheit von E-Fahrzeugen dazu. Für die Hersteller ist der Einsatz der Elektromobilität sofort sehr wohl ein Einschnitt in bisherige Profitabilitäten und auch bei Arbeitsplätzen. Das moniert die Arbeitnehmerseite bereits heftig. Die Ideen von reinen Batteriefabriken durch Autohersteller betrieben, schaffen keine Ersatzarbeitsplätze, weil dort vielmehr Roboter den Dienst versehen – Stichwort Industrie 4.0. Elektroautos kosten Arbeitsplätze. Das scheint unvermeidlich.

Wo also sollen Erträge her? Die Suche nach neuen Renditemöglichkeiten hat branchenweit daher längst begonnen. Und das gelingt vermutlich nur via Elektronikbereich. Wie das geht, machen ja die Apples und Googles dieser Welt vor: In allen noch so kleinen Geräten, seien es Smartphones oder Tablets, gibt es eine Unzahl von Anwendermöglichkeiten, die sogenannten Apps, mit denen zusätzliches Geld verdient werden kann. Bei den Produktionskosten spielt das ohnehin kaum mehr eine Rolle. Alle denkbaren Anwendermöglichkeiten werden grundsätzlich vorgesehen und auf Bedarf, sprich Bestellung, einfach freigeschaltet. Das ist keine Utopie: Schon heute sind in vielen verbauten Scheinwerfern alle möglichen Lichtquellen bereits vorgesehen. Noch im Bereich von PR-Aktivitäten bewegt sich hingegen die Diskussion über die selbstfahrenden Autos. Selbstverständlich kann man mit der Kombination von Navigation, Elektronik und Kameras jedes Vehikel steuern. Aber weder lösen selbstfahrende Autos die aktuelle Verkehrsproblematik, noch liefern sie einen entscheidenden Beitrag zur Mobilität in den Städten. Frühestens in 10 Jahren werden

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sie als Mittelding zwischen Öffis und Roboter-Taxis in den Metropolen auftauchen – also als eine neue Form des Carsharing. Sehr viel realitätsnäher ist hingegen die Vernetzung von Automobilen im Hinblick auf Verkehrssteuerung und Datenübermittlungen aller Art. Das kann durchaus ein interessantes Geschäft werden. Damit sind wir beim Thema der Digitalisierung. Und da ist man bereits mitten im Automobilgeschäft von heute. Heute kann sich niemand mehr diesem Thema entziehen. Denn schon seit dem Einsatz des Internets ist die Verfügbarkeit von Information in einem Maße gegeben, wie es sie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit gab.

Kunden sind bestens informiert Heruntergebrochen auf den Automobilhandel bedeutet das schlichtweg, dass jeder Kunde über alle Informationen blitzartig verfügt und in den meisten Fällen heute schon konkreter und tiefer informiert in den Schauraum kommt. Das ist eine völlige Umkehr früherer Begegnungen. Kein Verkäufer kann heute beispielsweise alle Nutzungsmöglichkeiten für elektronische Geräte, die heute im Automobil verbaut oder eingesetzt werden können, bis in die Tiefe erklären. Noch dazu bei der gewaltigen Angebotsdichte. Das verlangt einen komplett neuen Zugang zu den Wünschen der Kunden und Information zu den technischen Möglichkeiten. Tablets liefern als Informationsmedium die allerbesten Dienste, weil hier die Fülle der Information quer durch die Modellpalette handlich verpackt und anschaulich aufbereitet werden kann. Gleiches gilt hier auch für die Serviceannahme bezüglich Kunden- und Fahrzeugdaten. Die nächsten fünf Jahre bringen für die Automobilhersteller eine wichtige Weichenstellung in Richtung Elektromobilität. Sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion und Beschäftigung. Sowohl in den Fragen der Investitionen und der künftigen Rentabilität. Auch das Thema Abgasreinigung ist weiterhin Hauptthema Nummer 1. Für den Automobilhandel ist nur mit weiterer Digitalisierung das immer größere Angebotsprogramm für den Kunden darstellbar. Das ist auch die Chance für kleinere Betriebe. Die Zukunft hat hier bereits begonnen. Bei den Servicebetrieben ändern sich ebenso die Zeiten durch die notwendigen Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung. Denn auch im Werkstattbereich wird die Digitalisierung den Kundenkontakt künftig entscheidend mitprägen. Durch die kommende Elektromobilität wird sich im Servicebereich abgesehen von der Erweiterung der infrastrukturellen Notwendigkeiten wohl noch nicht viel ändern. Denn im Fahrzeugbestand dominieren in den nächsten 20, 30 Jahren mit Sicherheit die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Und da gibt es noch Arbeit genug. • (LUS/RED)

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HANDEL

„Wir bieten gute Produkte, mit denen man wertschöpfend arbeiten kann“, meint Lars Bialkowski (Nissan) auf Seite 16

„Weil wir auch ein bisschen Zocker sind, machen wir jetzt die nächste Wette“, sagt Mag. Wolfgang Wurm (Seat) auf Seite 24

Teslas neuer Flagshipstore im Hochhaus Herrengasse „Die Historie des Gebäudes war neben zentraler Lage samt Frequenz ein Grund, warum wir uns für diesen Standort entschieden haben“, erklärt Daniel Hammerl, Country Director Austria & Italy bei Tesla. Trotz der schwierigen Parkplatzsituation mitten in der Wiener City ist es möglich, direkt vom 300 m2 großen Store aus mit den Fahrzeugen Testfahrten zu machen. „Natürlich ist es uns wichtig, dass unsere Fahrzeuge auch direkt erlebt werden können. Die Hauptaufgabe des Flagshipstores ist aber eigentlich der Kontakt zur Marke“, erklärt Hammerl.

Meisinger startet mit Jeep und Abarth in Dornbirn Seit 2. Jänner verkauft die Auto Meisinger Vorarlberg GmbH (Rankweil) am ehemaligen Standort der Autohaus Bruckner GmbH (Dornbirn) die Marken Jeep und Abarth. Nach Anbringung der Marken-CIs ist eine offizielle Eröffnung geplant. Das Autohaus in Dornbirn hatte Heinz Bruckner Mitte 2016 nach 27 Jahren – mit den Marken Chrysler, Jeep, SsangYong und Peugeot – geschlossen. Markus Meisinger (B.) ist stolz darauf, dass seine Tochter Mag. Teresa Meisinger in Vorarlberg als Geschäftsführerin fungiert.

Matthias Kreutzer

Der Blick auf das große Ganze Auch wenn noch nicht offiziell eröffnet, so stehen die Türen des neuen Flagshipstores von Tesla in Wien schon jetzt jedem offen. Dabei ist das Konzept,

Kia-Händlerverband nimmt Tätigkeit auf

in belebten urbanen

Der bereits seit längerer Zeit geplante „Verein österreichischer Kia-Händlerbetriebe“ wurde im Dezember ins Vereinsregister eingetragen. Als provisorische Funktionsträger scheinen Dieter Schindler (Zitta, Wien), Paul Schweighofer (Autohaus Robinson, Graz) und Mag. Alfred Mittendorfer (Auto Höller, Eugendorf) auf. Die Gründungsversammlung soll im Rahmen der Vienna Autoshow Mitte Jänner stattfinden. Der Verein wird neben Haupthändlern auch Agentur- und Servicebetrieben offen stehen.

sein, nicht neu. Aber

Gebieten präsent zu während viele Marken hier verzichten, ist Tesla mit der direkten Vertriebsstruktur ähnlich aufgestellt wie Apple. Die meisten anderen Marken erinnern jedoch

Vierrädrige Oldtimer im Harley-Zentrum

eher an Windows, wo

Autos, bei denen sich Fehler nicht durch ein Diagnosegerät auslesen lassen, stehen im Vordergrund der im Dezember eröffneten Oldtimer-Werkstatt im Gebäude von Harley-Davidson auf der Triester Straße 260–262 in Wien-Liesing. Firmenchef Ferdinand O. Fischer (l.) setzt auf die Kenntnisse von Rudi Förster (r.), der 26 Jahre Erfahrung in der Oldtimerszene hat. Förster ist auf italienische, britische und US-Cars spezialisiert.

dukt verkaufen. Und

viele Händler das Prodenen ist es einfach zu kostspielig, nur zu Imagezwecken präsent zu sein. Es fehlt hier, vor allem aus Herstellersicht, am Blick auf das Ganze. Denn auch

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VW Polo: Online bestellt, beim Händler ausgeliefert

wenn viele Nicht-­

Im Februar startet VW mit der Auslieferung der Sonderserie „Polo beats“, die auf 50 Stück limitiert wurde. Eine Besonderheit des Autos ist nicht nur das 300 Watt starke Soundsystem, sondern auch die Tatsache, dass es ausschließlich im Internet bestellt werden kann. Erhältlich ist dieser Polo in Weiß, Schwarz oder Rot und in zwei Motorisierungen (Benziner mit 60 oder 90 PS). Bei der Bestellung ist eine Anzahlung von 1.000 Euro fällig; der Kunde muss auch einen Händler in der Nähe nennen, bei dem das Auto ausgeliefert wird.

frequentieren: Wo und

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Direkt-Käufer den Shop wann gekauft wird, ist egal, Hauptsache es ist ein Produkt aus eigenem Haus. Und gutes Image hilft dabei – auch in der Autobranche.


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HANDEL

Neueste Idee von Alain Favey (l.) ist der car.advisor für Autohäuser (r.)

Auf Wachstum eingestellt Die Million beim Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen ist geknackt, und das soll auch in Zukunft so weitergehen: Die Porsche Holding ist auf stetem Wachstumskurs, auch bei der Zahl der Länder.

um 16 auf 644, die Zahl der Mitarbeiter um 2.400 auf 35.500. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 hatte die Porsche Holding mit 557.473 Stück erst knapp mehr als die Hälfte des derzeitigen Volumens erreicht. Übrigens: Demnächst startet das Unternehmen mit dem car.advisor: Kunden können via Internet Autohäuser bewerten. Die Bewertungen werden auf der Homepage des Betriebes veröffentlicht; das Unternehmen kann auch auf die Stellungnahmen der Kunden reagieren. • (MUE)

W

aren Sie schon einmal in Singapur? Wenn ja, dann wissen Sie, dass dort sehr viele luxuriöse Fahrzeuge das Stadtbild behübschen. Oder kennen Sie den Sultan von Brunei? Nein? Er ist der Besitzer der exklusivsten Autosammlung der Welt: Mehr als 3.000 Stück sollen es mittlerweile sein, vor allem Porsche, McLaren, Rolls-Royce, Ferrari und dergleichen. Wie viele Volkswagen der Herr Sultan besitzt, ist nicht genau bekannt. Wenn er sich einen neuen bestellt, wird er dies demnächst über die Porsche Holding in Salzburg (PHS) tun müssen. Denn Europas größter Autohändler wird ab April auch in Brunei und Singapur als VW-Importeur aktiv (und in Singapur drei Einzelhandelsbetriebe führen).

Bis auf Porsche sind alle Marken der Porsche Holding in Österreich unter den Top 10

„Wir haben noch Luft nach oben“ Dass der im Herbst des Vorjahres erfolgte Einstieg in Malaysia nicht die letzte Aktivität in Südostasien sein würde, war von Anfang an erwartet worden. Übrigens: In Singapur wurden im Vorjahr rund 3.600 Volkswagen abgesetzt, in Malaysia waren es 6.100. „Wir haben also noch Luft nach oben“, gab Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding, im Dezember die Marschrichtung vor. Tatsächlich sind die Zahlen aus dieser Weltregion nur ein kleiner Tropfen, wenn man die übrigen Aktivitäten betrachtet. 2016 verkaufte die Porsche Holding in den 26 Ländern, in denen sie tätig ist, erstmals mehr als eine Million Neu- und Gebrauchtwagen, eine Steigerung von rund 7,8 Prozent im Vergleich zu 2015. Die Zahl der Einzelhandelsstandorte stieg

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Die Porsche Holding verkaufte weltweit von Jahr zu Jahr mehr Neu- und Gebrauchtwagen

Die Länder Ost- und Südosteuropas haben Österreich beim Pkw-Absatz überholt

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2 70 ! um d 0 ns oZ n u ut ta i e A 0/S n S 1 e le ch al u H Bes


HANDEL

Wien, Wien, nur du allein

Lars Bialkowski (hier mit dem E-Auto Leaf) leitet seit Herbst die Importeursaktivitäten von Nissan in Österreich

Die Suche nach Händlern ist für Lars Bialkowski, den neuen Chef von Nissan in Österreich, sehr wichtig: Vor allem in Wien sieht er viel Potenzial. Wichtig ist ihm auch die Rentabilität der Händler. Von Mag. Heinz Müller

W

enn man als Journalist mit den Geschäftsführern von Importeuren spricht, dann bleibt die Frage nach der Umsatzrendite der Händlerschaft oft unbeantwortet. „Kein Kommentar“, heißt es. Lars Bialkowski ist viel offener: „Aktuell sind es im Schnitt unserer Händlerpartner 2,1 Prozent. Es lohnt sich also, Nissan-Händler zu sein“, sagt er: „Wir bieten gute Produkte, mit denen man wertschöpfend arbeiten kann. Und wir haben gute Perspektiven in den kommenden Jahren. Unser Ziel ist ganz klar: mehr Volumen, mehr Ertrag.“ Erfreuliche Worte also für eine Händlerschaft, die im vergangenen Jahrzehnt nicht immer derartige

Erfolgsmeldungen zu hören bekam. Doch wie es scheint, hat der Deutsche zu den Händlern schon wenige Monate nach seinem Amtsantritt ein gutes Verhältnis aufgebaut.

Neue CI wird schrittweise umgesetzt Das zeigt sich auch, wenn es um das – bei allen Marken hochsensible – Thema einer neuen CI geht. In den vergangenen Monaten hätten dies bereits 10 Betriebe (zum Beispiel Vogl in Graz und Sonnleitner in Linz) bereits umgesetzt, sagt Bialkowski, und es gebe sehr positive Rückmeldungen. „Bei unserem Schauraumkonzept steht der Kunde im Mittelpunkt: Die Räume sind offener gestaltet, die Verkäufer sind mit den Kunden mitten im Produktbereich.“ Auch gebe es nun eine deutliche Auffrischung des Erscheinungsbildes, da die bisher letzte derartige Aktion schon vor mehr als 10 Jahren erfolgt sei. Nun werde

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man sich mit jedem einzelnen Händler unterhalten, sagt Bialkowski: „Es gibt keinen fixen Termin, bis zu dem wir fertig sein wollen. Doch da die Investitionen in einem überschaubaren Rahmen sind, finden wir in jedem Fall individuelle Lösungen. Eine Rentabilisierung ist in einem angenehmen Zeitrahmen möglich.“

Großes Potenzial für zusätzliche Händler in Wien

Die neue CI von Nissan wird schrittweise in ganz Österreich umgesetzt

Wichtig ist für Bialkowski auch ein anderes Thema, nämlich die Händlersuche: Mit 46 Haupthändlern (inklusive 24 Filialen) und 26 Subhändlern sei die Abdeckung von Österreich zwar sehr gut: „Dennoch wollen wir diese Zahl optimieren.“ Das stärkste Potenzial besteht in Wien, wo es neben den beiden konzerneigenen Betrieben im 10. und 22. Bezirk noch die Auto Stahl Reparatur und Vertriebs Gesellschaft m.b.H. im 20. Bezirk gibt. Diese wird (wahrscheinlich noch im 1. Quartal) den zweiten Standort im 21. Bezirk eröffnen. „In Wien wollen wir möglichst zeitnah etwas anbieten.“ Kleinere weiße Flecken hat Nissan auch in den Bezirken Spittal/Drau und Hallein. Im Schnitt habe jeder Händlerpartner im Vorjahr 184 Neuwagen verkauft, erklärt Bialkowski. Viel wichtiger sei aber die Leistungsfähigkeit pro Standort, die derzeit bei 90 Einheiten liege. „Ich sehe Potenzial, das zu erhöhen. Wir wollen sowohl bei den Stückzahlen wie auch bei der Profitabilität wachsen.“ Das sei auch für die Händlerpartner wichtig. „Eine leistungsfähige Organisation ist ein Schlüsselfaktor für uns.“ Dieser Aufwärtstrend werde 2017 weitergehen: „Wir treten an, um mehr Geschäft zu machen.“ Man wolle den Händlern in den kommenden Monaten einen klaren Ausblick darauf geben, wohin die Marke Nissan steuere. Fix ist die Einführung des Micra im März, und auch der 2.0-Liter-Diesel beim X-Trail soll demnächst für zusätzliche Stückzahlen sorgen. •

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Das Jahr der Neuheiten

Opel-ÖsterreichChef Mag. Alexander Struckl kann noch kein fixes Datum nennen, wann der Ampera-e (r.) in Österreich auf den Markt kommt

Opel will die Rolle als Nummer 2 am österreichischen Markt heuer weiter festigen. Neben dem neuen Insignia (als Limousine und Kombi) kommen auch zwei Crossovers im B- und C-Segment neu zu den Händlern.

B

ald sind es sieben Jahre, dass Mag. Alexander Struckl das Steuer von General Motors Austria übernahm – in schwierigen Zeiten, wie viele in der Branche schon vergessen haben. Denn die Zukunft von Opel galt damals keineswegs als gesichert. Heute steht die Marke wieder blendend da: Noch vor dem Sommer wird (wenn man vom Antara absieht) das letzte Modell aus der schwierigen Ära in die Pension geschickt, nämlich der Insignia. Die ersten Bilder, die im Dezember veröffentlicht wurden, zeigen ein flott geschnittenes Auto, das im nicht gerade einfachen D-Segment sicher viele Fans finden wird. Ebenfalls noch vor dem Sommer rollt der Crossland X zu den Händlern, der knapp unter-

Der neue Insignia kommt noch vor dem Sommer

halb des Mokka X positioniert wird. Und im Herbst startet der Grandland X: Das Crossover soll Opel endlich auch im C-Segment abseits des Mainstreams (Astra) zu mehr Marktanteilen verhelfen. „Wir haben also sehr gute Chancen, den Marktanteil weiter auszubauen“, sagt Struckl. Das abgelaufene Jahr bezeichnet Struckl als „herausfordernd“: Dennoch sei es gelungen, beim Händlervolumen – „dem echten Geschäft“, wie es Struckl bezeichnet – mitzuwachsen. Man sei mit dem Mokka X weiterhin die Nummer 1 im B-SUV-Segment, auch der Meriva sei in seiner Klasse ungeschlagen. „Und der neue Astra ist bei den Kunden sehr, sehr gut angekommen.“

1,2 Millionen Autos als Ziel für 2017 Was für Österreich gelte, könne man auch von anderen Ländern behaupten: „Opel hat sich 1,2 Millionen Autos für 2017 als Ziel gesetzt, und das werden wir ganz sicher erreichen“, sagt Struckl. Viel wird davon abhängen, wie es mit dem „Brexit“ in Großbritannien, einem der wichtigsten Märkte für Opel bzw. Vauxhall, weiter geht. • (MUE)


HANDEL

Staffelübergabe im Gremium Per 1. Jänner 2017 übergab Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst die Obmannschaft im Bundesgremium des Fahrzeughandels an Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner. Anlässlich dieses Wechsels erläutern die beiden Interessenvertreter die Lage der Branche. Von Philipp Hayder

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&W: Trotz der deutlichen Absatzsteigerung im Jahr 2016 steht die österreichische Autobranche vor großen Herausforderungen. Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner: Der Autohandel befindet sich in einer Umbruchphase. Das reicht von der Technologie über die bedauerlicherweise sehr autofeindliche öffentliche Meinung und die daraus resultierenden politischen Belastungen bis zu den von den Fahrzeugherstellern geforderten Investitionen. Die Hauptaufgabe der nächsten Jahre wird es sein, die Betriebe durch diese sehr schwierige Zeit zu führen. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Mitglieder überleben können.

Wie viele Betriebe werden solche Werte erreichen? Edelsbrunner: Wohl nicht alle, zumal die Zahl der Autohandelsbetriebe pro Einwohner in Österreich viel höher ist als in anderen Ländern. Das ist nur teilweise durch die topografische Struktur erklärbar. Andererseits werden jene Betriebe, die sich

Ein bekannter Name

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Stichwort Importeure: Die Zusammenarbeit zwischen Groß- und Einzelhandel war in den vergangenen Jahren nicht immer friktionsfrei. Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst: Dass Einzel- und Großhandel manchmal gegensätzliche Standpunkte haben, liegt in der Natur der Sache. Diese Themen machen aber nur den geringeren Teil unserer Arbeit aus. In der Vergangenheit mag dies mitunter anders gewesen sein, zum Beispiel bei der Öffentlichkeitsarbeit, doch das hatte wohl auch persönliche Gründe. Edelsbrunner: Beispiele für Gemeinsamkeiten sind die zukünftige Kfz-Besteuerung, die sowohl die Importeure als auch wir stärker vom CO2-Ausstoß als von der Motorleistung abhängig machen wollen, oder die Neuberechnung des NoVA-Schlüssels bei einer Änderung der Verbrauchszyklen. Worin sehen Sie weitere wichtige Forderungen? Ernst: Aktuell ist es zweifellos das wichtigste Anliegen, im Zuge der Gewerberechtsnovelle den Fahrzeughandel zum gebun-

Welche Umsatzrendite ist nötig, um als Markenautohaus zukunftssicher aufgestellt zu sein? Edelsbrunner: 2 Prozent Umsatzrendite reichen wahrscheinlich zum Überleben. Um in die Zukunft investieren zu können, muss es jedoch mehr sein – da müssen wir wieder hin.

Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner (54), geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Grazer Peugeot-Autohauses und Vorstandsmitglied des Peugeot-Händlervereins, ist seit 2007 Landesgremialobmann des steirischen Fahrzeughandels. Im Bundesgremium engagierte er sich zuletzt schon als stellvertretender Obmann sowie als Vorsitzender der Fachausschüsse für Gebrauchtwagenhandel und Öffentlichkeitsarbeit. Edelsbrunner kommt aus einer jahrzehntelang in der Interessenvertretung engagierten Familie: Sein Vater Alois war bis 2004 Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker.

konsequent gemäß der Kundenbedürfnisse und der eigenen betriebswirtschaftlichen Erfordernisse ausrichten, auch in Zukunft Bestand haben. Das heißt auch mehr Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein gegenüber den Importeuren.

Klaus Edelsbrunner wird künftig häufig zwischen Graz und Wien pendeln

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denen Gewerbe zu machen. Da ist ein ganz dickes Brett zu bohren, doch ich gebe nicht auf – genauso wenig wie beim Kampf um eine neue Ökoprämie. Edelsbrunner: Mit den Ankaufsprämien für Elektroautos hat sich die Regierung für eine andere Maßnahme entschieden. Unserer Auffassung nach wäre eine Ökoprämie aber viel sinnvoller, weil sie einem wesentlich größeren Teil der Bevölkerung zugute kommen würde. Auch nach Inkrafttreten der Ankaufsprämien wird schließlich nur eine vergleichsweise kleine Minderheit in der Lage sein, sich ein Elektroauto zu kaufen.

Ernst: Das wird nicht ewig so bleiben. Außerdem sollte man nicht jene Prozesse übersehen, die das KraSchG verhindert hat, weil es bei manchen Importeuren ein Umdenken angeregt hat – aber natürlich nicht bei jenen, deren Manager von irgendwoher kommen, die von Österreich und der österreichischen Gesetzeslage keine Ahnung haben und während ihrer maximal drei- oder vierjährigen Aufenthaltsdauer ausschließlich die Konzernvorgaben durchpeitschen. Wie werden Sie mit der bereits angesprochenen BWB-Stellungnahme zum möglichen Marktmachtmissbrauch durch Importeure umgehen? Edelsbrunner: Jetzt haben die Händlerverbände die Chance, mit den Importeuren auf einer juristisch fundierten Basis konstruktive, aber in der Sache harte Gespräche zu führen. Bei einem allfälligen Musterprozess hätte der Einzelhandel aufgrund der BWB-Stellungnahme zweifellos gute Karten und kann sich unserer Unterstützung gewiss sein – sei es mit Rat und Tat in Hinblick auf die Prozesskosten.

Welche Leistung der Interessenvertretung würden Sie als wichtigsten Erfolg der vergangenen Jahre bezeichnen? Ernst: Um das Kraftfahrzeugsektor-Schutzgesetz (KraSchG) beneiden uns die Händlerkollegen in ganz Europa. Von daher ist diese Leistung wohl am höchsten zu bewerten. Die jüngste Stellungnahme der Bundeswettbewerbsbehörde kann einen weiteren wesentlichen Beitrag zur rechtlichen Absicherung des Fahrzeughandels leisten. Auch sie sorgt international für Aufsehen und wurde bereits in diverse Sprachen übersetzt.

Wie passt das zum Interessenausgleich, der im Kammergesetz vorgesehen ist? Edelsbrunner: Gegen eine objektive Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen kann niemand etwas einwenden. Darüber hinaus ist mir aber wichtig zu erwähnen, dass es nicht „die Importeure“ oder „den Handel“ gibt: Auf beiden Seiten gibt es mehr und weniger nachvollziehbare Anliegen oder Positionen. Eine systematische Benachteiligung einer Seite ist jedoch nicht akzeptabel.

Allerdings kam es auf Basis des KraSchG bisher zu keinem einzigen Prozess.

Ihr Vater war langjähriger Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker. Wäre eine Zusammenführung der beiden Standesvertretungen sinnvoll? Edelsbrunner: In der Steiermark haben wir dies mit einem gemeinsamen Büro für Landesinnung und Landesgremium bereits mehr oder weniger umgesetzt. Das ist sicher die Zukunft – wenn es von den Kolleginnen und Kollegen so gewünscht wird, auch auf Bundesebene. •

Rückzug auf Raten Burkhard Ernst verabschiedet sich vorerst auf Bundesebene aus der Standesvertretung

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Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst (61), Mazdaund Yamaha-Händler, Immobilienentwickler sowie erfolgreicher Filmproduzent, übernahm 2010 die Führung des Bundesgremiums des Fahrzeughandels. In den verbleibenden 2 Jahren der aktuellen Funktionsperiode will sich der bekennende „Multifunktionär“, der sich auch für die Filmwirtschaft engagiert, in der Kfz-Branche auf die Führung des Wiener Landesgremiums sowie auf die von Edelsbrunner an ihn übertragene Leitung des Öffentlichkeitsausschusses konzentrieren.

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Welt braucht Mobilitätsharmonie Toyotas Umweltgrundsätze beinhalten zwar alle mobilen Alternativlösungen zum klassischen Auto mit Verbrennungsmotor, dennoch gibt man sich in der Toyota-City in Nagoya realitätsnah und fördert den Teilzeitstromer.

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as alleinige E-Auto hat Zukunft mit Schwächen. Das klingt wenig visionär, ist aber realitätsnah. Denn keiner, der die autonome Massenmobilität verspricht, hat bislang eine zeitnahe Lösung. Die breite Masse, die die Wirtschaft treibt, braucht weiterhin das Auto. Im Umfeld dessen neue Wege der Dienstleistungskultur aufzuzeigen, dient lediglich der Ausrede, denn alle globalisierten Hersteller haben mit rückläufigen Verkaufsmärkten zu tun. Es fehlt ihnen an Antworten, neuen Konzepten, politischen Verträglichkeiten. Sie sind ratlos, wie zum Beispiel der Volkswagen-Konzern, der noch vor Kurzem der weltgrößte Autobauer werden wollte und jetzt im steilen Personalabbau bei der konventionellen Autoproduktion Tausende neue Stellen für die Elektroauto-Sparte schaffen will. Ein Plan voller Haken. Eine rigorose Automatisierung würde rasch den Grad der sozialen Steuerungslosigkeit erreichen, Sozialsysteme außer Kraft gesetzt werden, Anarchie eintreten. Anders geht Weltmarktführer Toyota vor: Vor allem will man sich in der Batterientechnologie und Elektroautofertigung nicht einem chinesischen Wirtschaftsdiktat ausliefern und setzt realitätsnah auf Hybridtechnologie.

der Wissenschaftler: „Denken und Handeln sind zwei grundverschiedene Verhaltensmuster mit unabsehbaren Chancen und Risiken.“

Das Beispiel Toyota Hisashi Nakai, Grand Master Technology Communications, widmete sich ausführlich den Fragen von AUTO & Wirtschaft

Globalisierung ein Faktor der Zeit Für den Wiener Dr. Michael Kuba, Kognitionsforscher am Okinawa Institute for Science and Technology (OIST), braucht Globalisierung Regeln, die auch regionale Erfordernisse berücksichtigt: „Dem Shareholder Value darf nicht alles untergeordnet werden. Es gilt, die vielen Unwahrheiten aus der vom Kapital ventilierten Realität herauszufiltern, und das wird ohne Regulierungen nicht funktionieren.“ Die Wissenschaft, die mit beiden Beinen fest im Wirtschaftsprozess verankert ist, misst dem ToyotaHybridkonzept wachsende Bedeutung mit weltweiter Geltung zu. Sich rein auf die E-Mobilität zu stützen, würde neue Abhängigkeiten, die unseren Lebensräumen gar nicht gut täten, schaffen, warnt

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Plug-in-Hybrid bildet für die Toyota-Entwicklungsstrategie den Übergang, beim reinen E-Auto bewegen sich die Japaner in der Warteschleife und beim autonomen Fahren sieht sich der Weltmarktführer zwar dabei, aber noch weit entfernt von einer wirtschaftlich lebensfähigen Lösung. Unterzieht man alle in Diskussion befindlichen Konzepte einer genauen Prüfung, merkt man rasch, dass die etablierten Fahrzeughersteller sich orientierungslos im Datenstrom bewegen. Es ist verdammt viel da und keiner kann es wirklich greifen. Das Geld wird in absehbarer Zeit konventionell verdient und unkonventionell Marketing betrieben. Dazu kommt, dass rigoroses Outsourcing massiven nicht mehr steuerbaren Qualitätsverlust bringt. Daran sind schon Giganten zugrunde gegangen und vor diesem Fehler hütet sich Toyota. Toyota macht nicht jede auf dieser Welt gerade propagierte Entwicklung mit, setzt unter Berücksichtigung aller vom Wettbewerb gesetzten Alternativen verstärkt auf Wasserstofftechnologie. So steht es auch im jüngsten Zukunftspapier zu den Umweltgrundsätzen. Eine für das kleinteilige Österreich mit nahezu unerschöpflichen Wasserressourcen große Chance, die Umwelt nachhaltig freundlicher zu gestalten als mit reiner Batterietechnologie. „Unsere Umwelt braucht eine Mobilitätsharmonie“, fordert Toyota-Sprecher Hisashi Nakai am Ende


HANDEL

Für Dr. Michael Kuba, Kognitionsforscher in Okinawa, braucht es zur Globalisierung Regeln, die Gerhard Lustig (r.) in die Diskussion mit einbrachte

Toyota baut, was die jeweilige Region auf dieser Welt für wichtig hält und achtet mit größtmöglicher Produktionsflexibilität auf Eigenständigkeit

seiner Präsentation der „Zukunftsvision zur nachhaltigen Gesellschaft“ zur weltweiten Mitarbeit auf. Auf dem Weg dorthin begleitet uns noch lange der Verbrennungsmotor, denn – unter dem Motto Mobi-

Obiges Logo wurde via Toyota zum weltweiten Begriff für verständliche Umweltstandards

lität für alle – steht weit und breit kein neues leistbares alternatives Mobilitätsmodell zur Verfügung. Konsumieren, benutzen, nehmen, ohne auch nur einmal seriös zu hinterfragen, was all diese Selbstverständlichkeiten an Leistungen, an Rahmenbedingungen voraussetzen, wird in der Beantwortung der Frage zur Mobilitätsharmonie bald von immenser gesellschaftspolitischer Bedeutung sein und im Kaufmannsbegriff von Angebot und Nachfrage uns Menschen rasch wieder zu lokal orientierten Spielregeln zurückkehren lassen. • (LUS)


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Das HyundaiAutohaus in Felixdorf (NÖ)

Geschäftsführer Andreas Leodolter (o. l.) mit Verkaufsleiter Hans-Peter Pusch, am linken Bild Pusch mit Juniorchef Marcel Ebner (r.)

„Es kostet nichts“ Hyundai zeigt mit dem Markenversprechen „Personal Premium“, dass Kunden keine Nummer sind, sondern die Betriebe ihre Bedürfnisse verstehen.

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enn ein Autohaus 31.000 Kunden hat, darf es getrost als groß bezeichnet werden – auch wenn diese Kunden auf drei Standorte (Brunn/Gebirge, Oeynhausen und Felixdorf) verteilt sind. Die Rede ist vom Imperium des Toni Ebner, der nicht nur mit seinem Verkaufstalent für Furore sorgt, sondern auch mit seinen Liedern („I bin da Toni“ oder „Was mach i denn im Zillertal?“).

Investition in emotionalen Mehrwert „Der Toni“ erholte sich auch vom Schock im Dezember 2013, als das GM-Management beschloss, den Chevrolet-Verkauf in Europa zu stoppen. Doch die Schrecksekunde war nur kurz, immerhin lautet sein Lebensmotto „Geht net – gibt’s net“. Gemeinsam mit Geschäftsführer Andreas Leodolter kam die

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Marke Hyundai als perfekter Ersatz. Für sie wird ab Februar in Brunn am Gebirge ein völlig neues Autohaus auf die grüne Wiese gestellt – um 4,5 Millionen Euro, wie Leodolter stolz erzählt. Dort wird dann „Personal Premium“ gelebte Philosophie! Natürlich auch im Ebner-Betrieb in Felixdorf, in dem die Autos von Hyundai schon seit zwei Jahren verkauft werden. Hier, nicht allzu weit von Wiener Neustadt entfernt, stehen die Mitarbeiter seit jeher hinter den Zielen, die Hyundai verfolgt: „Ein guter Kontakt zu den Kunden spricht uns aus dem Herzen“, sagt Verkaufsleiter Hans-Peter Pusch. „Doch jetzt mit Hyundai können wir diese Philosophie noch weiter ausbauen und bekommen auch Unterstützung vom Importeur in Form von Schulungen.“

Kleine Gesten machen den Unterschied Oft sind es Kleinigkeiten, die verantwortlich sind, ob sich Kunden wohl fühlen: „Etwa wenn sie auf der Probefahrt von einem Verkaufsberater begleitet werden oder mit kleinen Gesten überrascht werden“, sagt Pusch. Es sind also oft Dinge, die wenig bis gar nichts kosten. Dass Ebner bei Hyundai im Dezember auch als „Best Performer“ ausgezeichnet wurde, ist nur das logische Resultat.

Zufriedene Mitarbeiter, zufriedene Kunden Viel Wert legen Leodolter und Pusch auch auf ein gutes Betriebsklima: „Wenn meine Kollegen zufrieden sind, springt das auf die Kunden über.“ In Felixdorf arbeiten 40 Mitarbeiter, insgesamt sind es bei Ebner 130. Das Autohaus hat sogar einen Wellnessbereich. „Und aus dem Massagesessel im Schauraum mussten wir manchmal sogar Kunden aufwecken“, sagt Leodolter: „Hyundai ist eine Marke, die stets nach vorn strebt: Das ist auch unser Firmenmotto. Je mehr Emotionen, desto mehr Aufmerksamkeit und desto höher auch der Kaufreiz.“ Mittlerweile wurden alle 80 Haupthändler auf „Personal Premium“ geschult. Heuer werden auch die Subhändler und die Servicemitarbeiter ins Schulungsprogramm aufgenommen. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, werden auch die Führungskräfte in ihren Leadership-Kompetenzen gestärkt, erzählt Mag. Barbara Weiss, die bei Hyundai Import für die Personalentwicklung im Händlernetz verantwortlich ist. Mehrwert war noch nie so persönlich! • (MUE)


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Der Ateca (l.) brachte Seat im Vorjahr gute Zahlen; der Leon (r. o.) kommt demnächst. Der Ibiza (r. u.) läuft eine Zeitlang parallel zum Nachfolger.

Die Millionenwette Schafft Seat heuer erstmals einen Marktanteil von mehr als 5 Prozent, schüttet der Importeur eine zusätzliche Million Euro an Prämien an die Händler aus. Außerdem wird die Auslieferung des neuen Leon beschleunigt.

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s ist schon einige Jahre her, da sorgte Mag. Wolfgang Wurm, damals frisch gekürter Geschäftsführer von Seat in Österreich, mit einer Wette für Aufsehen: Er wolle, sagte er 2008, gemeinsam mit seinen Händlern den Marktanteil auf über 4 Prozent anheben. Die Aktion gelang: Nach 3,53 Prozent (2008) standen Ende 2009 exakt 4,49 Prozent in der Statistik – und die Seat-Händler waren um eine Million Euro reicher. Seither pendelte die spanische Marke stets zwischen 4,26 und 4,84 Prozent. „Das nervt“, sagt Wurm freimütig: „Und weil wir auch ein bisschen Zocker sind, machen wir jetzt die nächste Wette.“ Die Chancen stehen gut, dass sich die Händler zu Silvester 2017 über eine zusätzliche Million an Bonus freuen dürfen. Denn das im Herbst eingeführt neue SUV namens Ateca verkauft sich deutlich besser, als es selbst Optimisten erwartet haben – 3.000 Bestellungen sollen bis Jahresende vorliegen. Der Nachteil sind die Lieferzeiten: Wer den Ateca heute bestellt, bekommt ihn erst im Mai oder Juni 2017.

Drei Markteinführungen binnen weniger Monate

Viel Lob vom neuen Vertriebsvorstand

Mag. Wolfgang Wurm, mit Seat in Österreich erfolgreich

Wayne Griffiths, Vertriebsvorstand von Seat, lobt Österreich

2017 das Jahr der Markteinführungen: „Hatten wir früher alle drei Jahre ein neues Auto, so sind es nächstes Jahr gleich drei“, meint Wurm etwas überspitzt. Den Anfang macht im 1. Quartal der erneuerte

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Leon (der auf der Vienna Autoshow im Jänner seine Weltpremiere feiert). Noch vor dem Sommer folgt der neue Ibiza (Premiere in Genf Anfang März): Für Kunden, die lieber das alte Modell bestellen, werden eine Zeitlang beide Fahrzeuge parallel angeboten (der „Alte“ kostet samt „Österreich-Paket“, fünf Jahren Garantie und 15-Zoll-Alu-Rädern 9.990 Euro). Große Dinge erwartet man sich auch vom zweiten SUV der Marke: Der Arona basiert auf der neuen Ibiza-Plattform, ist etwa so groß wie ein Opel Mokka bzw. Mazda 3 und wird im 4. Quartal anrollen.

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Kein Wunder also, dass der Importeurschef optimistisch ist. Viel Lob bekam er Anfang Dezember auch vom neuen Vertriebschef der Marke Wayne Griffiths: „Wenn ich auf Urlaub in Österreich bin, sehe ich seit Jahren so viele Seat wie sonst nirgendwo“, sagt der Brite, der jahrelang für Audi in München werkte. Auch die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Österreich war auch 2016 mit 4,7 Prozent Marktanteil Nummer 2 hinter dem Heimmarkt Spanien (6,9 Prozent), dann folgen Mazedonien (4,3 Prozent) und Portugal (3,9 Prozent). Daher will Griffiths mit den doch so erfolgreichen Österreichern ab Februar 2017 die sogenannte „Fast Lane“ ausprobieren: Wer den fünftürigen Leon bestellt, erhält diesen schon nach 2 Wochen in der Wunsch-Konfiguration geliefert – und nicht erst nach 3 Monaten wie bisher. Zur Auswahl stehen je ein Benzin- und ein Dieselmotor und fünf Farben. „Eine große Herausforderung für uns alle, aber auch ein immenser Wettbewerbsvorteil“, sagt Griffiths. Übrigens: Die bereits erwähnte 5-Jahres-Garantie wird es nicht nur beim „alten“ Ibiza geben, sondern für alle neuen Seat, die ab sofort bis 30. Juni 2017 zugelassen werden. Ein Argument mehr, dass Wurm die Wette gewinnt … • (MUE)


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Der neue Kollektivvertrag für Handelsangestellte hat Auswirkungen auf die Autobranche. Um eine Neuformulierung der Dienstverträge werden Autohäuser nicht umhin kommen. Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst übt heftige Kritik Adolf Seifried rät zu einer Neueinstufung der Mitarbeiter

Sozial oder fatal?

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öbelverkäufer ist kein Traumjob – vor allem dann nicht, wenn das Fixgehalt so weit unter dem kollektivvertraglichen Mindestlohn liegt, dass dieser in provisionsschwachen Monaten (zum Beispiel in der Urlaubszeit) nicht erreicht werden kann. Bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst 2016 wollte die Gewerkschaft diesen Missstand abstellen. Das gelang auch – freilich mit Auswirkungen auf alle Branchen, wovon der traditionell mit einem hohen Provisionsanteil arbeitende Automobilverkauf besonders betroffen ist. Konkret sieht der seit 1. Jänner 2017 geltende Kollektivvertrag für Handelsangestellte vor, dass monatlich mindestens 75 Prozent des kollektivvertraglichen Mindestgehalts als Fixum ausbezahlt werden müssen. Am Monatsende müssen Fixum und Provisionen mindestens 100 Prozent des Mindestgehalts ausmachen, für bereits aufrechte Dienstverhältnisse gilt eine Übergangsfrist bis 1. April.

Lesen Sie dazu auch unsere aktuelle Umfrage auf Seite 38/39!

Nach kammerinterner Rücksprache hat Seifried einen möglichen Ausweg parat. Er verweist darauf, dass von der Neuregelung nur Handelsangestellte bis zur Beschäftigungsgruppe 3 betroffen seien: „Mit Angestellten in der Beschäftigungsgruppe 4 oder darüber kann aber auch in Zukunft ein Provisionsmodell wie bisher vereinbart werden. Diesen Weg beschreiten wir im eigenen Unternehmen.“ Allerdings ist es laut Wirtschaftskammer auch in diesem Fall erforderlich, bestehende Dienstverträge bis spätestens 31. März neu zu formulieren. • (HAY)

„Nivellierung nach unten“ Manche Autohändler sind damit alles andere als glücklich und sprechen von „fatalen“ Folgen für die Verkäufermotivation. „Das ist eine weitere Nivellierung nach unten, die den Leistungsanreiz massiv reduziert“, beklagt beispielsweise der Wiener Landesgremialobmann Komm.-Rat Prof. Burkhard Ernst. Sein oberösterreichischer Kollege Adolf Seifried nahm an den Kollektivvertragsverhandlungen teil, konnte die Provisionsregelung aber nicht beeinflussen – diese wurde nämlich in Parallelgesprächen von der Gewerkschaft direkt mit der Sparte Handel der Wirtschaftskammer beschlossen. Immerhin habe man die ursprüngliche Gewerkschaftsforderung nach einem Fixgehalt in Höhe von 100 Prozent des kollektivvertraglichen Mindestgehalts abwehren können, heißt es aus der WKO.

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HANDEL

Wachsen – nicht um jeden Preis In den vergangenen 50 Jahren ist der Mehrmarkenbetrieb Sonnleitner stetig größer geworden. Fixe Konstante: Entscheidungen fallen innerhalb der Familie. Von Matthias Pilter

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Die beiden Geschäftsführer Max Sonnleitner (l.) und Mag. Wolfgang Sonnleitner führen das Familienunternehmen seit 2008

m Jahr 1966 wurde mit dem Betrieb einer Kfz-Werkstatt und einer Tankstelle der Grundstein für den Familienbetrieb Sonnleitner gelegt. Heute führen die beiden Geschäftsführer Mag. Wolfgang und Max Sonnleitner ein Autohaus mit 13 Standorten und rund 350 Mitarbeitern sowie 35 Partnerbetrieben in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich.

Bei Elektroautos gut aufgestellt Eine größere Rolle nimmt an den Standorten auch die Elektromobilität ein. In jedem Betrieb gibt es fachlich geschulte Werkstattmitarbeiter, die an Hochvoltsystemen arbeiten dürfen. Mit den von Renault und Nissan angebotenen Elektrofahrzeugen zeigt sich Max Sonnleitner zufrieden: „Bisher konnten wir mehr als 800 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge absetzen.“ Er möchte mit der Mobilitätswende einhergehende Rückgänge beim Reparaturaufwand durch den Absatz zusätzlicher Fahrzeuge kompensieren. Sonnleitner erwartet, dass ab 2020 zwischen 15 und 20 Prozent der abgesetzten Neuwagen Elektroautos sein werden: „Das heißt, 80 Prozent werden weiterhin Thermische sein.“

Gemeinsam gewachsen Aktuell gebe es keine Bestrebungen, auf Zwang zusätzliche Standorte zu eröffnen. „Die Größe, die wir jetzt haben, ist zufriedenstellend. Etwaiges Wachstum muss sich ergeben und Sinn machen“, erklärt Max Sonnleitner dazu: „Dies müsse auch vom Hersteller gewünscht sein. Wir sind über die Jahre als Familienbetrieb gemeinsam mit den Herstellern gewachsen.“ So wären massive Erweiterungen mit der vorhandenen Infrastruktur nicht abdeckbar, betont Sonnleitner, der daher größeres Augenmerk auf die bestehenden Standorte legt und etwa in notwendige Anpassungen investieren möchte.

Hohe Auszeichnung

Vöcklabruck vor Fertigstellung Eine komplette Neuerrichtung findet aktuell in Vöcklabruck statt. Ein Grundstück mit 26.000 m2 Gesamtfläche wurde erworben und Ende September 2016 mit dem Bau gestartet. Aufgrund der guten Witterung ist die Eröffnung des Betriebs mit Schauraum, Spenglerei und Lackiererei für 9. März 2017 geplant. Zusätzlich zu den Marken Renault und Dacia wird nun auch an diesem Standort die Marke Nissan in die Produktpalette aufgenommen.

Der Neubau des Standorts Vöcklabruck – mit den Marken Renault, Dacia und Nissan – soll am 9. März 2017 eröffnet werden

Am „Staatspreis Unternehmerqualität 2016“, den das Autohaus in der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ gewinnen konnte, hat man teilgenommen, um das stetige Wachstum des Familienbetriebs von außen durchleuchten zu lassen. „Wir haben uns jemanden mit ins Boot geholt, der sich strukturell den Betrieb angeschaut hat. Selbst geht man oft den gleichen oder ähnlichen Weg. Es kam bei den Mitarbeitern gut an. Und dann haben wir auch noch gewonnen!“, bilanziert Max Sonnleitner die Teilnahme positiv. •

Sonnleitner GmbH & Co KG, Linz-Urfahr Gegründet: 1966 Standorte: 13 Partnerbetriebe: 35 Absatz 2016: 13.000 Neu- & Gebrauchtwagen Marken: Renault, Dacia, Nissan Mitarbeiter: 350 www.sonnleitner.at

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AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017


HANDEL

Zukunft in der Region Wenn Qualität und Seriosität in den Mittelpunkt gestellt werden, ist die Zukunft der Branche kein Glücksspiel: Das wurde Ende November beim Tag der Kärntner Kfz-Wirtschaft im Casineum Velden deutlich.

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echnologisch hat die Zukunft des Autos längst begonnen: Dies wurde beim Fachvortag von Robert Czetina, Vice President des Elektronikunternehmens Infineon, deutlich. An der Bedeutung regionaler Vertriebs- und Servicestrukturen wird sich dadurch jedoch nichts ändern, waren sich die meisten der rund 140 Tagungsteilnehmer einig. Wichtigster Garant der Zukunft sei daher die „verlässliche Qualität der Meisterbetriebe“, unterstrich Komm.Rat Walter Aichwalder, Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik.

Regionale Rücksichtnahme Für den Fahrzeughandel erhob Gremialobmann Komm.-Rat Ing. Mag. Hubert Aichlseder die

Über die zahlreichen Besucher der gemeinsamen Fachgruppentagung … Forderung nach regional angepassten Herstellervorgaben. Ansonsten drohe gerade im ländlichen Raum großer wirtschaftlicher Schaden: „Schlussendlich wird dadurch die Individualität unserer Betriebe zerstört.“ Hilfreich könnte in diesem Zusammenhang die jüngste Stellungnahme der Bundeswettbewerbsbehörde zum möglichen Marktmachtmissbrauch durch die Importeure sein, so Aichlseder: „Wenn eine Behörde mit Exekutivfunktion so deutliche Worte findet, dann wiegt das schwer.“ Den Importeursmanagern müsse nunmehr klar sein, dass sie nicht alle Konzernvorgaben in Österreich „eins zu eins“ umsetzen dürfen: „Das ist auch eine Frage der persönlichen Haftung.“ • (HAY)

… freuten sich Dr. Günter Schmidauer (Gremium), Gremialobmann Ing. Mag. Hubert Aichlseder, Robert Czetina (Infineon), Innungsmeister Walter Aichwalder und sein Geschäftsführer Dr. Walter Preisig (v. l.)


HANDEL

Multikulti ist angesagt Auch wenn die fetten Jahre im Kfz-Geschäft längst vorbei sind, finden sich immer wieder Newcomer, die bereit sind, in diesem Geschäft ganz von vorn anzufangen. Nicht wenige von ihnen haben einen sogenannten „Migrationshintergrund“. Von Dr. Friedrich Knöbl

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m Branchen-Rating der KMU Forschung Austria liegen die Kfz-Betriebe bei der Beurteilung der Ertragslage und Bonität von den 50 gelisteten Wirtschaftszweigen an 50. Stelle. Daher gibt es immer mehr Kfz-Unternehmer, die lieber heute als morgen aussteigen möchten – und dies oft auch tun. In diese Lücke stoßen Türken, Leute aus dem ehemaligen Jugoslawien, aber auch aus Ländern, die man bisher kaum in unserer Branche kannte. „AUTO & Wirtschaft“ hat die Motivation zu diesem Risiko anhand einiger Betriebe näher unter die Lupe genommen.

Gastarbeiter, Fremdarbeiter, EU-Bürger, … Als man sie vor Jahrzehnten in der Hochkonjunktur dringend brauchte, kamen sie als Gastarbeiter. Als die Konjunktur abflaute, waren sie Fremdarbeiter. Sie erledigten jene Arbeiten, für die es am Arbeitsmarkt keine heimischen Interessenten gab. Als der Zuzug erschwert wurde, kamen sie als Flüchtlinge oder als Wirtschaftsflüchtlinge. Und mit der Integration Europas waren viele neue EU-Bürger. Im Kfz-Gewerbe profitieren sie davon, dass Autos weltweit überall gleich sind. Die Technik kennt keine Landesgrenzen. Wer sein Handwerk beherrscht, ist überall ein gefragter Mann. „Sobald die sprachlichen Barrieren überwunden sind, gibt es für ihren Einsatz keinerlei Beschränkungen“, ist für Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Fritz Nagl die Kfz-Technik ein idealer Integrationsmotor. Allerdings gab es in dieser Branche in frühen Jahren starke Konkurrenz. Schließlich war auch für viele junge Österreicher die Kfz-Ausbildung ein Traumberuf. Das hat sich etwas geändert. Um beruflich weiter zu kommen, reichen technische Kenntnisse nicht aus. Das gilt für Inländer genauso wie für Ausländer. Zur Vermittlung dieses Wissens gibt es die HTLs und

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Michael Brandl betreut bei Wiesenthal derzeit 17 Lehrlinge

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im Lehrbereich die duale Berufsausbildung mit den technischen Berufsschulen und der parallelen Praxis in den Lehrbetrieben. So betreut Michael Brandl bei Mercedes Wiesenthal in Wien-Favoriten derzeit 17 Lehrlinge „Die Nachwuchsbesetzung ist in letzter Zeit nicht einfacher geworden“, sagt er und verweist auf das Problem, dass sich viele Jugendliche „einfach die Hände nicht dreckig machen wollen“. Ein Trend, der von heimischen Eltern oft unterstützt wird: „Papa und Mama wollen, dass ihre Kinder studieren gehen.“ Das führe zu einer Inflation von Absolventen – und einem damit verbundenen Frust beim Berufseinstieg.

Immer mehr Lehrlinge über 18 Jahren Brandl ist vor 27 Jahren aus Deutschland nach Österreich gekommen, hat also selbst einen – sprachlich einfacheren – Migrationshintergrund. „Manchmal merk’ ich noch immer, dass ich kein Einheimischer bin“, gesteht er schmunzelnd. Seit 20 Jahren Lehrlingsausbilder, kommt es ihm nicht darauf an, woher einer kommt: „Wenn die familiären Verhältnisse und das soziale Umfeld stimmen, sind diese Jugendlichen einfach besser. Egal, ob sie einen österreichischen Stammbaum haben oder nicht.“ Generell hat er in den vergangenen Jahren einen leichten Anstieg ausländischer Lehrlinge bemerkt. Dabei gibt es auch ältere Jahrgänge über 18 Jahren, die sich auf das Kfz-Gewerbe umschulen lassen. „In unserer Branche kann man im Verhältnis doch mehr verdienen als im Einzelhandel oder der Gastronomie.“ Das Handwerk scheint bei Immigranten einen besseren Ruf zu haben als beim heimischen Nachwuchs. •


HANDEL

Von Sofia nach Mödling

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ipl.-Ing. Nikolay Takev, Jahrgang 1980, kommt aus Bulgarien. Er hat eine Tante in Wien. Und einen Großvater in Sofia, der unbedingt wollte, dass sein Enkel in Wien studieren soll. So reiste er 2002 nach seiner Ausbildung als Kraftfahrzeugtechniker an der HTL Sofia an die TU Wien. Büffelte hier vier Semester lang. „Danach wurden Studienbeiträge eingeführt. Da konnte ich mir das nicht mehr leisten“, sagt er und beendete sein Studium 2006 in Sofia. „Dazwischen habe ich immer wieder in Werkstätten gearbeitet, auch in Österreich, um Geld zu verdienen.“ Dadurch wurde ihm auch klar, dass ihm die an der Uni vermittelte Theorie in der Praxis nur wenig weiter hilft: „Im Studium waren wir recht wenig mit dem Auto verbunden.“

Mit einer kleinen Werkstätte in Wien begann es „Als ich das erste Mal nach Wien kam, konnte ich kein Wort Deutsch.“ Doch mithilfe der Tante war für Takev die Umgangssprache kein Problem. „Schwierig war das technische Deutsch. Dafür habe ich zwei Semester gebraucht.“ Dafür konnte er sich mit dem Studienabschluss die Meisterprüfung ersparen. 2011 beschloss er, sich nach einem beruflichen Intermezzo bei einer bulgarischen Tuning-Firma dank einer kleinen Erbschaft seiner Frau eine kleine Werkstätte in Wien-Liesing zu kaufen. „Dadurch habe ich hier nicht ganz unten anfangen müssen.“ Er war froh, als EU-Bürger in Österreich gleich als Jungunternehmer starten zu können. „Ich kann mir nicht vorstellen, für einen anderen 40 Stunden zu arbeiten und am Wochenende nichts zu machen.“ So hat sich Takev mit seinem Betrieb eine 7-Tage-Woche eingekauft. Fünf Jahre später machte ihn ein bulgarischer Kunde aus Mödling darauf aufmerksam, dass dort Peter Moll, ein kleiner Mitsubishi-Händler, in Ruhestand gehen will und für seine Werkstätte einen Nachfolger sucht. So

wagte er 2016 den Sprung von seiner kleinen freien Werkstätte zum Markenbetrieb. Den bisherigen Betrieb hat er verkauft – an einen befreundeten Landsmann. „Einen Mechaniker habe ich mir mitgenommen.“ Und ihm blieb in Mödling Molls Betriebsleiter Johann Bayer erhalten. Darüber hinaus stand ihm in den ersten sechs Monaten Moll als Berater und Kundenbetreuer zur Seite. „Mödling ist da eine schwierige Gegend. Die sind gegenüber Ausländern vorsichtig. Die wollen erst sehen, ob der auch was kann.“ Takev versucht, diese Barriere durch intensives Service zu überwinden. Und hat am Wochenende zusätzlich die Administration des Betriebs am Hals. Damit mussten sich seine drei Buben daran gewöhnen, ihren Papa nur selten zu sehen.

Dipl.-Ing. Nikolay Takev wagte den Sprung von einer kleinen Werkstätte zum Markenbetrieb

Jetzt muss der Kredit zurückgezahlt werden Auch seine Frau hat dafür Verständnis. Schließlich ist der für den Start in Mödling aufgenommene Kredit von 100.000 Euro – ebenso viel hatte Takev an Eigenmittel – zurückzuzahlen. Die dafür benötigte Betriebsauslastung kommt durch Mundpropaganda. „Wir bieten gute Leistung, ohne zu teuer zu sein“, erklärt Takev. Er ist beim Stundenlohn um eine gute Balance bemüht: „90 Euro finden die Kunden in Mödling für eine Markenwerkstätte okay.“ Der Bulgare betreut wie schon sein Vorgänger aber alle Marken. „Nur von Mitsubishi können wir hier nicht leben.“ Dafür sei derzeit der Bestand in seinem Einzugsgebiet zu gering. Als B-Händler von Denzel wird es ihm vielleicht künftig möglich sein, auch dieses Manko auszugleichen. • (KNÖ)

Keine Messe, dennoch Aktion Auch wenn Moser Tachoservice nicht auf der Branchenmesse AutoZum vertreten ist, gewährt man den Kunden 20 Prozent Nachlass.

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n den vergangenen Jahren hat sich Moser Tachoservice aus Rastenfeld (NÖ) einen guten Namen in der Branche gemacht: Denn in Zeiten, in denen immer mehr Menschen aufs Geld schauen (müssen), kommt es gut an, wenn eine Werkstätte den Kunden eine Reparatur vorschlägt – sei es nun bei einem Tacho oder einem anderen Instrument. Doch da die wenigsten Werkstätten derartige Reparaturen allein bewerkstelligen können, gibt es

Moser Tachoservice. Repariert werden natürlich nicht nur Tachos, sondern auch Kombiinstrumente sowie Steuergeräte für Motoren, ABS und andere Anwendungen. Auch Klimaund Mittelinfo-Displays stehen am Programm, ebenso Navigationsgeräte oder Servolenkungen. In den Genuss der Messeaktion kommen alle bestehenden Kunden, aber auch solche, die es noch werden wollen. Der 20-prozentige Nachlass gilt für alle Dienstleistungen von Moser Tachoservice, und zwar bis 31. Jänner. • (MUE)

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Eine Reparatur ist meist günstiger als ein neues Instrument

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MANAGEMENT

„In Europa werden die Bäume langsamer als 2016 in den Himmel wachsen“, glaubt Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer auf S. 36

„Für besonders erfolgreiche Verkäufer wirkt dies sicher demotivierend“, erklärt Bernhard Kalcher auf Seite 39

ÖAMTC: keinerlei Nachteile nach Update Der ÖAMTC unterzog neuerlich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) der TU Wien weitere 3 Fahrzeuge der Marke VW einem „Vorher-Nachher-Test“. 2 Modelle waren mit dem 2,0-TDI-Motor, eines mit dem 1,2-TDI-Motor ausgestattet. Laut Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, kommt es durch das Update zu keinerlei Nachteilen im Hinblick auf Verbrauch und Leistung. Auch der Grenzwert liegt bei allen 3 Fahrzeugen unter 180 mg/km.

E-Autos: zusätzliche Förderung in Niederösterreich Die mit 1. März 2017 startende und rückwirkend ab 1. Jänner 2017 geltende Bundesförderung für E-Autos wird vom Land Niederösterreich um 1.000 Euro für Private und Unternehmen aufgestockt. Damit wollen Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav und Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf den „E-Mobil-Turbo in Niederösterreich zünden“. Weiters sind 2017 fünf E-Mobilitätstage in je einer Hauptregion geplant. Auch die E-Fuhrparkumstellung in Betrieben soll vorangetrieben werden.

Matthias Pilter

Schleichende Strukturänderung? Immer mehr Hersteller fördern Vertriebskanäle abseits der klassischen Autohäuser. So gibt es auf Online-Portalen schier unglaubliche Prozentschlachten

Santander und carplus kooperieren

oder es wird in Innen-

Santander und carplus werden ab sofort kooperieren, wie Michael Schwaiger, Kfz-Direktor der Santander Consumer Bank (r.), und carplus-Geschäftsführer Dr. Franz F. Gugenberger (l.) bestätigten. Unter „Santander Plus“ bietet die Bank Händlerpartnern gemeinsam mit carplus Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherungen sowie eine GAP-Deckung für Kredite und Leasing zu speziellen Konditionen, aber auch Zusatzpakete an – unter anderem die Totalschaden-Reparatur oder Kostenzuschüsse für Ersatzfahrzeuge.

Virtual-Reality-Brille

stadt-Stores über die ein Fahrerlebnis vorgespielt, das zum Online-Vertragsabschluss begeistern soll. Nur wohin geht die Reise? Schaffen die Hersteller Struktu-

Kia: rundes Jubiläum in Žilina

ren, mit denen die

Vor 10 Jahren startete Kia Motors seine Produktion in Europa. Seit Beginn der Serienfertigung im Dezember 2006 verließen über 2,5 Millionen Fahrzeuge und 3,8 Millionen Motoren das slowakische Kia-Werk in Žilina. Insgesamt hat der koreanische Hersteller bis heute mehr als 1,7 Milliarden Euro in den Standort investiert und über 20.000 neue Jobs bei Kia Motors Slovakia und seinen 40 wichtigsten Zulieferern geschaffen. Produziert ­werden aktuell die Modellfamilie Kia cee’d, der Sportage und der Venga.

tig überflüssig und zu

Autohändler langfrisreinen Auslieferstellen werden? Wer weiß, ob der Kunde dann eines Tages überhaupt noch ein Autohaus benötigt. Der Neuwagen wird

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„SnapSkan“: automatische Reifenkontrolle

möglicherweise direkt

Mit „SnapSkan“ stellte der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres die laut eigenen Angaben „weltweit erste intelligente technische Lösung zur Ermittlung des Profilzustandes von Autoreifen“ vor. Die neue 3D-Scan-Technologie ermöglicht eine schnelle und effiziente Kontrolle der Profiltiefe und der Sicherheit des Reifens. Der SnapSkan-Service soll in Zukunft an Wegstrecken und Parkgelegenheiten wie zum Beispiel öffentlichen Parkhäusern vorerst in Finnland und später in anderen Ländern angeboten werden.

vor die Tür geliefert

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mit dem Transporter oder gänzlich autonom fahrend zugestellt. Dahingehend heißt es wohl bereits heute, mit den Händlerverbänden Position zu beziehen.


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MANAGEMENT

Das Elektroauto DENZA, von Daimler und BYD gemeinsam entwickelt, entpuppte sich als Ladenhüter

Von den einstigen Ankündigungen deutscher Autohersteller, bei Elektroautos die Nummer 1 sein zu wollen, ist in China nicht viel zu sehen. Vielmehr dominieren einheimische Hersteller den Markt, und das scheinbar nach Belieben. Von Dr. Michael Sikora

Daimler lahmt gewaltig Aus der Ehe zwischen BYD und Daimler wurden im Jahr 2015 exakt 2.888 DENZA-Elektroautos zum Preis von 38.380 Euro verkauft (nach Abzug der staatlichen Förderung von 11.600 Euro). 2016 waren es bis Ende Oktober nur mehr 1.420 Einheiten. Kein Wunder, denn der Elektromotor (86 kW, 290 Nm) mit Lithium-Eisen-PhosphatBatterie (62 kWh) von BYD beschleunigt die biedere Stufenhecklimousine mit 2,1 Tonnen erst in 14 Sekunden auf 100 km/h. Von 0 auf 60 km/h schafft es der Wagen in 4,5 Sekunden. Seit Produktionsstart im Jahr 2014 wurden insgesamt 4.500 Einheiten verkauft, ein echter EV-Flop aus dem Hause Daimler in China. Mit dem DENZA EV sichert sich Daimler dieses Jahr einen Marktanteil von 0,6 Prozent im NEV-Segment der Batterie- und Hybrid-Fahrzeuge.

Westliche Marken verlieren Anschluss I

m Jahr 2010 verkündete der ehemalige VW-Boss Dr. Martin Winterkorn vollmundig, dass der VWKonzern bis 2018 circa 3 Prozent des Umsatzes mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen erzielen werde: „Wir wollen der Autobauer sein, der das Elektroauto im Massenmarkt etabliert.“ Im gleichen Jahr schritt Daimler mit seinem chinesischen Partner BYD zum Traualtar und besiegelte den elektrischen Mobilitätsbund mit der Daimler New Technology Co. Ltd, ein 300 Millionen Dollar schweres Joint Venture, das den Markt in China für hochwertige Elektroautos aufrollen sollte. Daimler-Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche orakelte 2010: „Mit der BYD-Kooperation setzen wir unseren Anspruch fort, weltweit Marktführer in der Elektromobilität zu sein.“ Sechs Jahre später ist der EV-Markt in China für deutsche Autobauer in noch weitere Ferne gerückt: VW hat bis heute kein einziges Hybrid- oder Elektroauto in China produziert, BMW hat immerhin schon 432 (!) Fahrzeuge vom Mild-Hybrid BMW 531Le aus dem Werk in Shenyang verkauft.

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Hybrid-Limousinen wurden weiter entwickelt Dass es auch ganz anders gehen kann, zeigt die chinesische Braut: Im gleichen Zeitraum seit 2014 verkaufte BYD auf dem Heimmarkt mehr als zehn Mal (48.041) so viele Elektroautos der Marke Qin 300 EV, e6 und e5. Der smarte BYD-Chef Wuang Chan Fu stärkt die EV-Eigenmarken durch die Weiterentwicklung der Plug-in-Hybrid-Limousine Qin zum Vollelektriker und drängt damit den LV-Elektriker DENZA weiter ins Abseits: Bis Ende Oktober 2016 wurden 60.000 Fahrzeuge verkauft. Mit dem leistungsfähigem BYD EV 300 und seinem 218 PS starken Elektromotor (310 Nm, 7,9 s auf 100 km/h) und mehr Komfort-Elektronik ist er dem DENZA überlegen.


MANAGEMENT

BYD Qin 300 EV (r.), Kleinwagen Geely Zhidou D20 (u.)

Dank der BYD-eigenen Batterie, gleicher Akku wie im DENZA wohlgemerkt, sind 250 Kilometer Reichweite realistisch.

Ausländische Unternehmen müssen kooperieren Der Anteil aller deutschen Autobauer in dem stark wachsenden NEV-Markt beträgt lächerliche 0,75 Prozent: Tendenz fallend. Dabei stieg die Anzahl aller neu zugelassenen Elektro- und Hybridfahrzeuge in China 2016 auf circa 300.000 Stück; seit 2011 waren es etwa 750.000 Einheiten. Grund für die geringe Marktpräsenz sind die angeblich harschen Regierungsvorgaben im „NEV Industry Development Plan 2011 – 2020“. Darin werden die ausländischen Joint-Venture-Partner zum Technologie-Transfer in Schlüsselkomponenten (Batterie, Elektronik, …) verpflichtet. Kein deutscher OEM wollte 2010 die (vermeintliche) Technologie-Führerschaft in diesem Segment mit seinem lokalen Partner teilen; japanische bzw. koreanische Autobauer und Batterie-Lieferanten wie Samsung waren hier einfach pragmatischer.

Chinesische Marken dominieren EV-Segment Die chinesischen OEMs hatten nach „Ausschaltung“ des westlichen Partners genügend Zeit, die Technologie von internationalen Tier-1/2-Lieferanten legal zu erwerben und konnten dank extrem hoher Subventionen die Früchte ernten. Der Markt für Elektroautos in China wird zu 95 Prozent von lokalen Marken dominiert; unter den sechs absatzstärksten OEM-Marken finden sich drei alte Bekannte, die schon in einer EV-Studie aus dem Jahr 2009 bekannt waren. Damals standen auf der einen Seite westliche, etablierte Autobauer aus Amerika, Westeuropa, Japan und Südkorea; auf der anderen Seite gab es die chaotische Welt der mehr als 30 chinesischen EV-Startups, die Golf-Carts, Squads oder langsam fahrende Elektroautos im Kleinformat produzierten. Doch jetzt ist alles anders: Im Ranking der meistverkauften LS-EV Ende Oktober 2016 liegt der Geely Zhidou D2 auf Platz sechs. Mit 15.928 verkauften

Fahrzeugen hat der Kleinwagen mit Straßenzulassung einen Marktanteil von 7 Prozent. Unter den bis Ende Oktober verkauften Top-5-NEV-Autos ist BYD mit drei Modellen vertreten: An erster Stelle liegt der Power-Hybrid SUV BYD Tang (505 PS, 850 Nm). 22 Prozent des gesamten Pkw-Umsatzes macht BYD inzwischen mit Hybrid- und Elektro-Fahrzeugen. BYD wird heuer mehr als 120.000 Hybrid- und Elektroautos verkaufen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Batteriefahrzeug. Bis Ende Oktober waren 63 Prozent aller verkauften NEV-Modelle rein elektrisch angetrieben. Man kann gespannt sein, wie Daimler-Chef Zetsche seinen Aktionären bei der nächsten Aufsichtsratssitzung das Joint-Venture-Erfolgsmodell verkaufen wird. •

Innenraum des BYD Qin 300 EV

Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch die Studie auf Seite 55!


MANAGEMENT

Wenn Kredite verschwinden … Zuletzt schien bei Forstinger relative Ruhe eingekehrt zu sein: Nun holt die Gruppe die Vergangenheit in Form von staatsanwaltlichen Ermittlungen wieder ein. Von Dr. Friedrich Knöbl

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Klaus Müllner kam von IKEA zu Forstinger

Martin Schmid Schmidsfelden

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iele Jahre ist es bei Forstinger rund gegangen. Der 1962 von Norbert Forstinger in einem 25 m2 großen Kellerlokal gegründete Autozubehörhandel erlebte 2001 seine erste Megapleite. In der Folge gab es einen munteren Reigen von Insolvenzen und Eigentümerwechseln. Zuletzt schien es, dass mit dem Einstieg der Unternehmerfamilie Schmid Schmidsfelden alle Altlasten erledigt wurden. Doch nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Bilanzfälschungen. Ein Rückblick: Nach dem Konkurs der Forstinger Privatstiftung im Jahr 2001 stieg Erhard Grossnig mit seinen beiden Sanierungsvehikeln Value Management Services (Wien) und der Orlando Management GmbH (München) bei der maroden Autozubehör-Kette ein. Er stellte der 2002 durch einen Ausgleich entschuldeten Firma frisches Kapital zur Verfügung und erreichte unter der Geschäftsführung von Dr. Paul Niederkofler und Dr. Collin Schmitz-Valckenberg den Turnaround. Als größter Einzelhändler für Zubehör und Ersatzteile erzielte Forstinger 2003 mit seinen 113 Filialen und 900 Mitarbeitern bei 120 Millionen Euro den beachtlichen Ertrag vor Steuern und Zinsen von 6,8 Millionen Euro. 2004 wurde die Forstinger-Kette im Rahmen eines Management-Buy-outs mit Unterstützung des paneuropäischen Finanzinvestors Bridgepoint Capital Ltd. an die Geschäftsführer verkauft. Bridgepoint-Geschäftsführer Dr. Anthony Bunker erklärte,

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diese Transaktion ermögliche es, die Expansion in Österreich und in den Nachbarländern weiter voranzutreiben. Nach der angekündigten Expansionsoffensive gab es im Frühjahr 2009 eine neue Hiobsmeldung: Bridgepoint, die 2004 angeblich über ein Kapital von 4 Milliarden Euro verfügt hat, konnte oder wollte die Kosten des Management-Buy-outs nicht finanzieren. Forstingers Muttergesellschaft, die FHS Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Wien-Liesing, musste mit 43 Millionen Euro Passiva Konkurs anmelden. „Die Schulden kommen zum Großteil noch vom Erwerb der Kette 2004“, erklärte der damalige Forstinger-Chef Walter Karger den verdutzten Gläubigern.

Viele Eigentümerwechsel in wenigen Jahren Banken und Lieferanten wollten Forstinger nicht hängen lassen. So erklärte sich drei Monate später Alcar-Chef Alexander Riklin „vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigungen“ bereit, bei Forstinger einzusteigen. Schließlich wäre Forstinger ein blendendes Vehikel, um Alcars Stahl- und Leichtmetallräder zu vermarkten. „Das Unternehmen soll gemeinsam mit dem Forstinger-Management langfristig solide entwickelt werden und weiter expandieren“, erklärte Riklin. Doch der Deal platzte. Der Masseverwalter schritt zur Verwertung. Er verkaufte im September 2009 das Kerngeschäft, die Forstinger Handel- und Service GmbH, um 11 Millionen Euro an eine Eigentümergruppe um die eMobile, ehemals Better Place. Davon übernahm kurz darauf die Bank Austria mit ihrer EK Mittelstandsfinanzierungs AG (EK FIN) 32 Prozent. „Die Banken wollten beim Gesellschafterwechsel von den neuen Eigentümern auch Bares sehen“, erläutert Kurt Wayd, ein ehemaliger Freund des


MANAGEMENT

eMobile-Hauptgesellschafters Dr. Wolfram Themmer, den zusätzlichen Finanzbedarf. Den konnten Themmer und seine Partner, der Wirtschaftsberater Walter Dienstl und Norbert Gertner, Ex-Chef der Constantia Privatbank, nicht decken.

Darlehen wurden nicht zurückgezahlt Alexander Riklin (Alcar) kam nicht zum Zug

Michael Tojner stieg bei Forstinger ein

Sanierer Dr. Erhard Grossnig

„Um Forstingers Eigenkapitalsituation besser darzustellen, habe ich Forstinger mit Freunden eine Million als nachrangiges Darlehen zur Verfügung gestellt“, sagt Wayd. Dieses Geld sollte binnen fünf Jahren retourniert werden. Ein weiteres Darlehen von 900.000 Euro kam von der EK FIN. Doch die Gesellschafter kamen sich wegen strittiger Beraterhonorare kräftig in die Haare. 2011 wurde die Forstinger International GmbH abgespalten, die Forstinger Handel und Service GmbH in Forstinger Österreich GmbH umbenannt und diese gemeinsam mit der Forstinger spol.s.r.o. in die neue Holding integriert. Auf eines wurde vergessen – auf die Rückzahlung der ausgeliehenen 1,9 Millionen Euro. Diese Darlehen gingen durch die Abspaltung auf Forstinger Österreich über, wurden Ende 2011 wieder von Forstinger International übernommen. Sie verpflichtete sich, diese Darlehen samt Zinsen bis 31. März 2014 zurückzuzahlen. Dann gab es im März 2013 einen neuen Eigentümerwechsel: Die Bank Austria wollte ihre EK FIN los werden und verscherbelte dieses Finanzierungsvehikel an den Bestbieter, Michael Tojners Montana Tech Components AG (MTC). Damit wurde Tojner nebenbei auch stolzer Eigentümer von 32 Prozent an der Forstinger International GmbH und der damit verbundenen Darlehensforderung von 900.000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt Für Tojner war klar, dass er die EK FIN so schnell wie möglich filetiert und deren drei Beteiligungen – darunter auch Forstinger – so lukrativ wie möglich veräußert werden sollten. Das war für Norbert Gertner und seine Mitgesellschafter der Anlass, sich ebenfalls von Forstinger zu trennen. Interesse zeigte DI (ETH) Martin Schmid Schmidsfelden, dem als Manager der Schweizer Finanzierungsgruppe Patrimonium Asset Management AG auch die entsprechende Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung stand. Mit dem von IKEA kommenden Manager Klaus Müllner war er bereit, die Gesellschaftsanteile von Tojners EK FIN (941.176,48 Euro) und der eMobile Austria GmbH & Co KG (2 Millionen Euro) ihre Anteile abzukaufen. Neue Eigentümerin wurde die dafür im Oktober 2013 gegründete PS-Markt GmbH, deren Grundkapital von mageren 10.000 Euro die im Schweizer Baar ansässige CMC Capital Management & Consulting AG hält. „Die jetzigen Eigentümer sind die Retter der Gesellschaft“, beurteilt der kurz-

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fristige Forstinger-Aufsichtsrat Weyd die derzeitige Geschäftsentwicklung. Ärgerlich ist für ihn nur, dass es Rechtsanwalt Themmer im Zuge der Spaltungen und Umstrukturierungen „übersehen“ hat, das Millionen-Darlehen in den Bilanzen auszuweisen. Im Jahresabschluss 2012 verzichtete Forstinger International gegenüber Forstinger Österreich auf diese Forderung und hat diese mit einer Wertberichtigung von 2,28 Millionen Euro auf null reduziert. Womit sich automatisch auch der Buchwert der Firma erhöhte. Die neuen Eigentümer durften daher davon ausgehen, dass diese Forderung gar nicht mehr existiert – und daher künftig auch nicht zu bezahlen ist. Gleichzeitig konnten Themmer, Tojner & Co durch diese Bilanzkosmetik für ihre Gesellschaftsanteile einen besseren Preis lukrieren. Wie viel die Forstinger-Kette Schmid Schmidsfelden tatsächlich wert war, ließ sich anhand der Bilanzen nicht eruieren.

Strafanzeige gegen (Ex-)Manager Weyd nahm den Beteiligten ihre „Gutgläubigkeit“ nicht ab und erstattete Strafanzeige. Diese richtet sich gegen einen noch immer aktiven und zwei ehemalige Geschäftsführer von Forstinger Österreich und Forstinger International. Wobei nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz auch die beiden Unternehmen selbst betroffen sind. Daneben gibt es auch noch einen Zivilprozess beim Handelsgericht. „Dr. Themmer war mein Freund und kämpft jetzt wie ein Löwe, dass er nichts zurückzahlen muss“, bedauert Weyd diese Entwicklung. „Ich verstehe das, wenn sie nicht zahlen könnten. Bei einer neuerlichen Forstinger-Pleite wäre das nachrangige Darlehen tatsächlich wertlos geworden. Aber durch das Einsteigen von Schmid Schmidsfelden ist die Firma komplett saniert.“ Vielleicht wird sich durch ein von der Staatsanwaltschaft bestelltes Sachverständigen-Gutachten letztlich doch noch klären, ob Kredite wie von Zauberhand aus Bilanzen verschwinden können. Wenn das tatsächlich gelingt, könnten sich viele andere Kfz-Betriebe an diesem Trick ein Beispiel nehmen. •

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ANSICHT Ein Autojahr mit Donald Trump

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raditionell erfolgt der Start ins neue Jahr mit der Detroit Motor Show, diesmal vom 8. bis 22. Januar. Dummerweise schmilzt das Interesse an Detroit wie Schnee in der Sonne. Sogar Fiat-Chrysler, mit mehr als zwei Millionen Autoverkäufen der viertgrößte Autobauer in den USA, hat Detroit einen Korb gegeben. Zuvor hatte schon Porsche Detroit „abgewinkt“. Das mag überraschen: Denn mit 55.000 Verkäufen sind die USA nach China der zweitgrößte Markt für die Zuffenhausener. Und selbst Zulieferer wie Bosch oder Schaeffler bleiben zurückhaltend. Das neue Mekka ist Las Vegas und die CES (Consumer Electronics Show), die drei Tage vor Detroit aufschlägt und auf der sich alle tummeln. Las Vegas liegt 90 Flugminuten von San Francisco und dem Silicon Valley entfernt, Detroit mehr als 5 ½ Stunden. Die Entfernung zwischen alter und neuer Autowelt könnte nicht größer sein. • Dabei will der neue US-Präsident der alten Welt, dem Rust Belt und Detroit neuen Schwung geben. Der Slogan „Make America Great Again“ bedeutet, die alten V8-Motoren wieder auspacken, die US-Produktionsbänder für die großen Pick-ups und mächtigen SUVs – nicht in Mexiko – wieder schneller laufen zu lassen. Es spricht einiges dafür, dass der US-Automarkt un-

„Die USA laufen Gefahr, ihre technologische Vormachtstellung aufs Spiel zu setzen.“

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer ist Direktor des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen sowie Inhaber des Lehrstuhls für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen

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ter Donald Trump im Jahr 2017 auf mehr als 17,8 Millionen Verkäufe wächst. Das wäre ein neues „ever high“, wie es die Amerikaner ausdrücken. Durch die neue Freundschaft zu Russland stehen fossile Energieträger, Öl und Gas, für die USA im Mittelpunkt. Klimawandel ist eine Geschichte für Träumer. „Make America Great Again“ heißt Detroit, den Rust Belt mit billigem Benzin ohne lästige CO2-Regulierungen heißlaufen zu lassen. Trumps Tweeds zur Detroit Motor Show müssen nur noch online gestellt werden. • Detroits Achtzylinder könnten zum Pyrrhussieg für die USA werden. Die neue Autowelt der CES mit Silicon Valley Akteuren wie Tesla, Apple oder Google ist durch den Rust Belt nicht aufzuhalten. Alles was passiert, ist, dass man sich weiter vom größten und wichtigsten Markt der Welt, von China, entfernt. Die USA laufen Gefahr, ihre technologische Vormachtstellung aufs Spiel zu setzen. Das 19. Jahrhundert „zurückzubeamen“, klappt auch mit Twitter-Botschaften nicht. Schon deshalb, weil der Zukunftsstaat der USA, Kalifornien, mit seinem demokratischen Gouverneur ausschert. • Die US-Autobauer können sich 2017 über die Trumpschen Zusatzverkäufe freuen. Europa wird notgedrungen, auch wegen seiner großen Instabilitäten in der Europäischen Gemeinschaft und den gefährlich hohen Staatsschulden in den Südstaaten, im Jahr 2017 langsamer laufen. Ohnehin sind die Automärkte in Österreich und Deutschland gesättigt. Nur herausragende Innovationen, die in Großserie in die Märkte kommen, motivieren Käufer. Hinsichtlich Innovationen bleibt 2017 ein „normales“ Jahr mit Facelifts und zusätzlichen SUVs. • Dieselgate und künstlich schön gerechnete Umweltbelastungen und Verbräuche könnten Käufer eher abschrecken. Fazit: Trump löst eine Sonderkonjunktur für das weltweite Autogeschäft aus. Dennoch bleibt China das Machtzentrum und in Europa werden die Bäume langsamer als 2016 in den Himmel wachsen.


MANAGEMENT

Garantiert die richtige Garantie Schon bisher punktete Mobile Garantie mit einem breiten Angebot an Anschlussund Gebrauchtwagengarantien. Ab sofort gibt es auch maßgeschneiderte Garantielösungen für Taxis.

I

nnerhalb eines halben Jahres konnte sich Mobile Garantie einen fixen Platz in der österreichischen Autobranche erarbeiten. Das liegt einerseits am kompetenten Vertriebsteam rund um Werner Kurath, andererseits punktet das Unternehmen mit seinen vielfältigen Garantieprodukten. Diese sind für alle Marken und, je nach gewählter Lösung, bis zu einem Fahrzeugalter von 15 Jahren oder einer Laufleistung von 200.000 Kilometern abschließbar. „Wir können somit wirklich jedem Partner eine Garantie nach Maß bieten“, unterstreicht Kurath.

Marktgerechtes Produkt Heuer wird das ohnehin breite Programm weiter ausgebaut. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Taxigarantien: „Nach dem Auslaufen der Werksgarantien ist diese Nutzergruppe bislang meist auf sich allein gestellt“, beschreibt Kurath den Mangel an geeigneten Garantien. Mit zwei genau auf die Taxibranche abgestimmten Paketen schließt Mobile Garantie diese Lücke: Die Garantieversicherungen können für Pkws aller Marken bis zu einem Alter von 18 Monaten abgeschlossen werden, wobei neben Benzin- und Dieselmodellen mit maximal 6 Zylindern auch Erdgas-, Autogas- und Hybridfahrzeuge versicherbar sind. Die Laufzeit reicht von 12 über 24 bis zu 36 Monaten, wobei Lohnkosten immer zur Gänze und Materialkosten gemäß eines parallel zur Kilometerleistung verlaufenden Schlüssels ersetzt werden. Ein weite-

Neben Vertriebsleiter Werner Kurath sind weiterhin Johannes Parzer (l.) und Manfred Suta (r.) für Mobile Garantie in Österreich tätig

Rene Schmid kümmert sich bei Mobile Garantie künftig um die Taxibranche

rer Vorteil für Taxibetreiber ist, dass für eine allfällige Reparaturfinanzierung zinsfreie Ratenzahlungen angeboten werden – und sollte ein Taxi den Be- sitzer wechseln, kann die Garantie optional übertragen werden. Für die Betreuung der Taxibranche konnte Mobile Garantie unterdessen einen kompetenten Brancheninsider gewinnen: Rene Schmid war beinahe 20 Jahre lang im Taxi- und Mietwagengeschäft tätig und weiß aus eigener Erfahrung, worauf es den Kunden ankommt. „Auch bei Taxigarantien werden wir seriös und verlässlich die Bedürfnisse des Marktes erfüllen“, sieht Kurath viel neues Potenzial für Mobile Garantie. • (HAY)


MANAGEMENT

Ihre

Meinung

ist

Neuer Handels-KV: Was ändert sich im Autohaus? Bremsklotz für Top-Verkäufer „Natürlich müssen wir uns mit dieser Regelung in unserem Betrieb auf Veränderungen einstellen und wir denken derzeit intensiv darüber nach, in welcher Form wir ein Modell entwickeln können, das auch Anreize mit sich bringt“, so Ing. Gottfried Koch, Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik und Geschäftsführer Autohaus Koch/Feldkirch. Das liege auch daran, dass derzeit unterschiedliche Verträge mit den Mitarbeitern bestünden. Koch glaubt, dass die alte Regelung größere Anreize für den Verkauf gebracht habe. „Nicht allzu hungrigen Verkäufern wird der neue KV wohl eher entgegenkommen als jenen mit Top-Leistungen, die diesen als Bremsklotz empfinden könnten.“

Für Ältere wird’s schwieriger „Wir haben diesbezüglich bereits Überlegungen angestellt, aber sind auch gleichzeitig in der glücklichen Lage, unsere Mannschaft in den letzten 2 bis 3 Jahren verjüngt zu haben. Bei jüngeren Mitarbeitern sind auch die KV-Verträge noch niedriger“, sagt Markus Meisinger, Geschäftsführer Autohaus Meisinger/Innsbruck. „Wir haben unseren Mitarbeitern auch mehr Zusatzaufgaben und mehr Verantwortung gegeben und daher das Gehalt entsprechend erhöht.“ Erhebliche Nachteile könnten die Änderungen für ältere Mitarbeiter bringen. „Hier hat die Gewerkschaft nicht bedacht, dass Unternehmen in Zukunft aufgrund höherer Kosten weniger ältere Mitarbeiter einstellen werden.“

38

Weniger Anreiz für Verkäufer „Ich glaube, dass der Anreiz, Autos zu verkaufen, durch diese Änderungen im Kollektivvertrag sicher gestört ist“, wie Komm.-Rat Konrad Steindl, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg und Inhaber der Autohäuser Steindl-Mayr OHG/Kuchl, Fissthaler GmbH in Oberndorf und Autohaus Scheidinger/Salzburg, erklärt. Wenn Verkäufer von Haus aus 75 Prozent des Kollektivvertrags bekämen, könne es schon vorkommen, dass sich der eine oder andere nur mehr mäßig anstrenge. „Damit ist der Fahrzeughandel mit einer weiteren schwierigen Situation konfrontiert, denn gerade beim Handel mit Automobilen ist die Erfolgskomponente deutlich höher als in anderen Sparten.“

Höhere Kosten, weniger Jobs „Wir sind von dieser Regelung nicht so stark betroffen, da unser Verkauf sehr strukturiert ist und wir den Vorteil haben, dass Familienmitglieder auch im Verkauf tätig sind“, meint Mag. Karin Radauer, Geschäftsführerin Auto Radauer/St. Veit an der Glan. Ein höheres Fixum werde zukünftig zulasten der Provision gehen. Aber viele Änderungen, die auf den Autohandel zukämen, stellten eine Belastung dar. „Es ist fast nicht mehr machbar, sämtlichen Gesetzen und Auflagen zu entsprechen. Sollte sich die Politik nicht ändern, wird dies Folgen haben. Denn steigen die Kosten weiter an, wird sich ein Unternehmer ganz genau überlegen, ob er Mitarbeiter einstellen wird oder nicht.“

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017


uns

wichtig!

Ab 1. Jänner 2017 gilt für Handelsangestellte ein neuer Kollektivvertrag. Provisionsbezieher müssen monatlich mindestens 75 Prozent des kollektivvertraglichen Mindestgehalts erhalten. Wie wirkt sich das auf den Autoverkauf aus? Von Dieter Scheuch

Keine Chance zu diskutieren „Was mich wirklich ärgert, ist, dass uns die Änderungen im KV einfach vorgelegt wurden, ohne davor mit der Händlerschaft zu diskutieren“, sagt Josef Frischmuth, Geschäftsführer Autohaus Danner/Schlüßlberg. „Wir wurden einmal mehr vor vollendete Tatsachen gestellt. Es gab keine Chance, sich mit Vorschlägen einbringen zu können. Nun müssen wir darauf reagieren.“ Jede Umstellung bringe Unfrieden, denn bei einem höheren Fixum werde sich die Provision reduzieren. „Ich persönlich hätte eine unbürokratische Lösung für sinnvoller gehalten. Die Neuregelung hätte nur für Verkäufer gelten sollen, die unter dem Mindestgehalt liegen, und für alle, die mehr verdienen, sollte alles beim Alten bleiben.“

Ordentliches Grundgehalt

Kein Problem mit neuem KV „Ich persönlich halte wenig davon, einen Menschen mit einem sehr geringen Fixum anzustellen und ihm dann zu sagen, dass er Autos verkaufen soll. Darüber hinaus gebe ich zu bedenken, dass der Verkäufer auch bis dato Anspruch auf sein KV-Mindestgehalt gehabt hätte, auch wenn er dieses mit Fixum und Provision nicht erreicht hätte“, sagt Ing. Josef Schirak, Einzelhandelssprecher im Bundesgremium des Fahrzeughandels. Dass Verkäufer in Zukunft weniger motiviert seien, sieht Schirak nicht: „Zwar wird sich aufgrund des höheren Fixums die Provision reduzieren, dennoch hat der Verkäufer die Möglichkeit, durch gute Leistungen mehr zu verdienen – da bin ich mir sicher.“

Ertragsprovision wird sinken „Ich habe das Gefühl, dass in die KV-Verhandlungen Menschen involviert waren, die nicht wissen, welch eine Lawine an Administration und Veränderung von aufrechten Dienstverträgen sie damit auslösen“, meint Bernhard Kalcher, Geschäftsführer Autohaus Kalcher/ Fehring. „Wenn Verkäufer ein höheres Fixum haben, werden sie zukünftig eine niedrigere Ertragsprovision akzeptieren müssen.“ Für besonders erfolgreiche Verkäufer wirke dies sicher demotivierend. „Für meine Mitarbeiter und für mich ist das kein Fortschritt, sondern nur für Verkäufer, die nichts getan haben. Diese werden aber in der Privatwirtschaft nicht bestehen können, daran ändert auch der neue KV nichts.“

Entsprechende Entlohnung

„Es hängt immer davon ab, auf welches System ein Betrieb setzt“, glaubt Ing. Peter Nemeth, Präsident der burgenländischen Wirtschaftskammer und Geschäftsführer Autohaus Nemeth/Eisenstadt. „Mir persönlich ist es ein Anliegen, dass meine Mitarbeiter ein ordentliches Grundgehalt erhalten und gleichzeitig auch die Möglichkeit haben, mit entsprechendem Fleiß mehr verdienen zu können.“ Daher gebe es im eigenen Betrieb auch keine großen Veränderungen. Natürlich habe er Verständnis, dass viele Händlerkollegen über zusätzliche Administration und Aufwand klagten. Dennoch bringe die Regelung, so Nemeth, auch für den Unternehmer punkto Rechtssicherheit Vorteile.

„Mir ist die Thematik, über die hier diskutiert wird bekannt, aber sie betrifft uns nicht“, so Ing. Gernot Keusch, Geschäftsführer Auto Stahl/Wien. „Bei uns werden die Mitarbeiter bereits nach dem Kollektivvertrag bezahlt, daher müssen wir uns weder umstellen noch wird es einen administrativen Aufwand geben.“ Für ihn sei es wichtig, dass die Mitarbeiter Gehälter erhielten, „die ihnen auch zustehen.“ Keusch glaubt, dass manche Händler ein „sehr sportliches“ Provisionssystem hätten, „was wir aber nicht wollen, weil es uns ein Anliegen ist, dass unser Verkauf, wenn er seine Leistung erbringt, auch entsprechend entlohnt wird und bei besonders guter Leistung auch mehr verdienen kann.“

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

39


MANAGEMENT

Viele Gewinner, kaum Verlierer Gebrauchtwagen November 2016 Stück

+/ – in % z. Vorjahr

Stück

MA in %

+/ – in % z. Vorjahr

VW

14.199

21,39

7,49

162.149

20,79

5,59

Audi

6.439

9,70

6,13

74.099

9,50

4,27

BMW

4.679

7,05

3,40

57.711

7,40

4,12

Opel

4.316

6,50

-0,96

51.219

6,57

3,18

Mercedes-Benz

3.677

5,54

6,86

43.352

5,56

5,69

Ford

3.550

5,35

-6,28

43.762

5,61

-2,35

Skoda

3.039

4,58

13,91

34.301

4,40

10,74

Renault

3.035

4,57

-3,89

35.567

4,56

-0,48

Peugeot

2.729

4,11

-1,12

32.217

4,13

-0,20

Seat

2.424

3,65

-0,41

28.104

3,60

3,76

Fiat/Abarth

2.132

3,21

2,16

24.497

3,14

-0,80

Mazda

2.094

3,15

-6,60

24.775

3,18

-1,53

Citroën

1.635

2,46

-3,60

18.636

2,39

-3,52

Toyota

1.550

2,33

-13,26

18.807

2,41

-3,77

Hyundai

1.338

2,02

-0,59

16.665

2,14

13,86

Suzuki

1.157

1,74

16,75

11.447

1,47

-0,96

Nissan

1.101

1,66

9,77

13.026

1,67

6,33

Kia

992

1,49

-9,82

12.597

1,62

8,61

Volvo

814

1,23

4,49

9.046

1,16

2,88

Mitsubishi

649

0,98

-10,73

7.495

0,96

-8,49

Alfa Romeo

588

0,89

-9,95

7.446

0,95

-3,31

Honda

538

0,81

-10,03

6.524

0,84

0,57

Dacia

435

0,66

26,82

4.640

0,59

20,61

Chevrolet/Daewoo

433

0,65

0,46

5.306

0,68

-1,12

Mini

359

0,54

-10,47

4.826

0,62

8,43

Jeep

325

0,49

-7,41

4.059

0,52

3,97

smart

302

0,45

-2,89

3.439

0,44

12,42

Subaru

257

0,39

-11,38

2.461

0,32

-10,35

Land Rover

255

0,38

-4,85

2.925

0,38

6,64

Porsche

246

0,37

-3,53

3.932

0,50

-0,25

Chrysler

236

0,36

-7,81

3.112

0,40

-12,63

Jaguar

152

0,23

12,59

1.857

0,24

14,49

Lancia

134

0,20

-13,55

1.722

0,22

-13,07

Daihatsu

75

0,11

-8,54

815

0,10

-8,84

Saab

73

0,11

-7,59

731

0,09

-14,00

Lexus

58

0,09

-10,77

749

0,10

3,17

Rover

55

0,08

-12,70

780

0,10

-13,72

SsangYong

37

0,06

-9,76

466

0,06

-12,57

Dodge

36

0,05

-18,18

466

0,06

4,48

Lada

24

0,04

33,33

201

0,03

39,58

Infiniti

35,71

Marke

11

0,02

175,00

57

0,01

Maserati

7

0,01

-12,50

242

0,03

2,98

MG

7

0,01

40,00

150

0,02

-10,18

Ferrari

40

Jän.–Nov. 2016

MA in %

4

0,01

-71,43

264

0,03

-13,16

Sonstige

194

0,29

18,29

3.228

0,41

33,17

Summe

66.390

100,00

1,82

779.870 100,00

3,10

S

ieht man sich die Neuwagenstatistik nach 11 Monaten etwas genauer an, so sticht ins Auge, dass fast alle Hersteller vom Zuwachs des Gesamtmarktes (6,38 Prozent) profitieren konnten. Konzentrieren wir uns dabei auf Marken mit einem Marktanteil von mehr als 0,5 Prozent: Hier war Honda mit einem Plus von 35,48 Prozent ganz vorn zu finden, gefolgt von Alfa Romeo mit +29,21 Prozent. Da sieht man, dass neue Modelle in der Palette wieder für deutlich bessere Abschlüsse sorgen. Auch Land Rover (+19,91 Prozent) und BMW (+18,02 Prozent) setzten ihren Höhenflug fort, ebenso Mercedes (+16,15 Prozent). Fiat (+15,07 Prozent) und Seat (+14,01 Prozent) brachte die ausgebaute Modellpalette ebenso Erfolge. Über dem Durchschnitt liegen auch Renault (+13,28 Prozent), Mini (+12,93 Prozent), Kia (+11,59 Prozent), Jeep (+10,12 Prozent), Ford (+9,99 Prozent), Dacia (+9,02 Prozent), Audi (+8,88 Prozent) und Suzuki (+7,65 Prozent). Weniger Autos verkauften in dieser Zeit lediglich Skoda, Citroën, Peugeot, Porsche, Toyota, smart, Mitsubishi und Hyundai.

Gebrauchtwagen unvermindert auf Rekordkurs Der Gebrauchtwagenmarkt steuerte nach 11 Monaten mit einem Plus von 3,1 Prozent unvermindert einem Allzeit-Rekord entgegen. • (MUE)

Modell-Ranking Neuwagen Marke/ Modell

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

VW Golf VW Tiguan Skoda Octavia VW Polo VW Caddy Fiat 500 VW Sharan Hyundai Tucson VW Bus Skoda Fabia

Nov. 2016

Jän.–Nov. 2016

Stück MA in %

979 736 630 598 492 467 462 459 449 429

3,8 2,9 2,5 2,3 1,9 1,8 1,8 1,8 1,8 1,7

Stück MA in %

14761 7903 8041 7067 3687 6650 3797 4771 5204 5898

4,9 2,6 2,6 2,3 1,2 2,2 1,2 1,6 1,7 1,9

Bundesländer Neuanmeldungen Bundesland B K NÖ OÖ S St T V W

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

Nov. 16 784 1.326 4.811 3.965 2.183 3.187 2.309 1.181 5.745

+/- % +11,52 +2,31 +12,04 +8,16 +10,98 +11,36 +21,02 +8,05 +2,74

Nov. 15 703 1.296 4.294 3.666 1.967 2.862 1.908 1.093 5.592

Alle Daten zum Fahrzeugmarkt finden Sie auch im MarketAnalyser von Eurotax!


Neuwagen Jän.–November 2016

MA +/ – in % in % z. Vorjahr

Stück

MA in %

VW

4.344

17,04

2,62

52.020

17,12

Opel

1.718

6,74

3,25

21.252

6,99

Mercedes Benz

1.662

6,52

52,48

14.292

Renault

1.468

5,76

23,99

Ford

1.458

5,72

2,97

BMW

1.421

5,57

Skoda

1.405

Audi

1.383

Hyundai

1.256

Seat

1.186

Fiat/Abarth

+/ – in % z. Vorjahr

Jän.–Nov. 2016 Anwendung (inkl. Kzl) Vermietung1

Diplomatie1

männl.

weibl.

betriebl.

Taxi1

5,03

11.623

7.215

33.182

117

2.602

1,98

3.350

2.393

15.509

20

3.258

7

4,70

16,15

3.789

1.395

9.108

397

1.476

90

17.548

5,77

13,28

3.867

2.417

11.264

62

462

7

17.883

5,88

9,99

5.603

3.334

8.946

135

758

4

-9,14

17.742

5,84

17,99

4.925

1.427

11.390

34

1.691

170

5,51

-10,22

19.713

6,49

-0,58

4.627

2.859

12.227

102

1.210

4

5,43

9,94

17.585

5,79

8,88

2.909

1.640

13.036

2

912

9

4,93

-4,92

15.379

5,06

-11,53

3.710

3.282

8.387

65

406

4

4,65

46,24

14.334

4,72

14,01

3.114

3.079

8.141

22

883

3

1.180

4,63

23,43

12.660

4,17

15,97

1.918

2.126

8.616

6

714

6

Mazda

873

3,42

-8,49

9.333

3,07

0,03

3.480

2.206

3.647

1

14

4

Peugeot

648

2,54

-4,57

9.243

3,04

-1,18

2.024

1.510

5.709

6

807

3

Suzuki

640

2,51

31,69

5.600

1,84

7,65

2.117

1.431

2.052

1

50

0

Dacia

613

2,40

15,44

7.320

2,41

9,19

3.839

2.647

834

44

4

2

Kia

601

2,36

-17,90

8.916

2,93

11,59

3.160

2.434

3.322

7

261

2

Citroën

568

2,23

16,63

6.794

2,24

-0,93

1.992

1.512

3.290

9

467

7

Toyota

527

2,07

57,78

5.718

1,88

-3,40

2.517

1.855

1.346

189

3

9

Nissan

497

1,95

10,44

6.610

2,17

0,29

1.468

836

4.306

26

497

2

Volvo

302

1,18

29,61

3.328

1,09

1,59

1.102

416

1.810

2

249

21

Mitsubishi

271

1,06

36,87

3.196

1,05

-10,15

1.116

593

1.487

1

3

2

Jeep

235

0,92

-0,84

2.819

0,93

10,12

588

247

1.984

1

196

2

Honda

219

0,86

42,21

2.230

0,73

35,48

1.030

569

631

2

0

3

Smart

207

0,81

95,28

1.367

0,45

-8,62

338

276

753

0

135

0

Mini

174

0,68

-19,44

2.700

0,89

13,02

606

679

1.415

0

471

8

Alfa Romeo

172

0,67

43,33

1.796

0,59

29,21

318

125

1.353

1

251

0

Land Rover

9

31

156

0,61

-9,83

1.927

0,63

19,91

676

280

971

1

5

Porsche

77

0,30

63,83

1.206

0,40

-2,35

488

121

597

0

10

4

Jaguar

48

0,19

11,63

873

0,29

148,72

255

72

546

1

72

2

Lexus

46

0,18

142,11

404

0,13

32,03

108

33

263

5

0

3

Tesla

45

0,18

15,38

666

0,22

47,67

149

16

501

2

27

0

Subaru

30

0,12

-43,40

453

0,15

-29,88

193

57

203

1

0

1

Lada

15

0,06

50,00

117

0,04

62,50

94

11

12

0

0

0

Maserati

11

0,04

175,00

118

0,04

68,57

39

8

71

0

11

1

Bentley

6

0,02

500,00

53

0,02

29,27

10

0

43

0

0

0

Infiniti

4

0,02

33,33

51

0,02

96,15

13

3

35

0

16

0

Aston Martin

3

0,01

0,00

10

0,00

11,11

1

0

9

0

0

0

Ferrari

2

0,01

0,00

31

0,01

72,22

17

2

12

0

0

0

SsangYong

2

0,01

-50,00

102

0,03

72,88

41

10

51

0

1

1

Cadillac

1

0,00

0,00

9

0,00

125,00

1

3

5

0

0

0

Chevrolet

0

0,00

-100,00

13

0,00

-75,93

7

1

5

0

0

0

KTM

0

0,00

-100,00

8

0,00

-50,00

1

0

7

0

0

0

Lamborghini

0

0,00

0,00

15

0,00

-11,76

8

0

7

0

0

0

Lotus

0

0,00

0,00

5

0,00

25,00

3

0

2

0

0

0

17

0,07

325,00

503

0,17

212,42

95

40

368

0

60

2

25.491 100,00

9,02

303.942

100,00

6,38

77.329

49.160

177.453

1.262

17.982

423

Sonstige

1

Summe

in betrieblichen Zulassungen enthalten

November 2016 Stück

Marke

Gewinner und Verlierer nach Segmenten Jänner – November 2016: 303.942 Kleinwagen

Stadtwagen

+8,2 %

+0,4 %

15.898

54.560

Microvans

Familyuntere vans Mittelklasse

7.252

59.270

17.335

-7,8 %

-0,2 %

-9,0 %

Mittelklasse

Oberklasse

Luxusklasse

Sportwagen

Geländewagen

+6,5 %

+23,9 %

+37,7 %

+29,5 %

+5,6 %

+20,4 %

+14,8 %

30.775

7.189

1.300

1.959

14.509

66.133

12.427

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

Geländew. Minivan medium

41


MANAGEMENT

Höchster Zuwachs seit der Krise Das Plus von 6,8 Prozent, das in den 29 von der JATO erfassten Ländern Europas in den ersten 11 Monaten 2016 registriert wurde, ist der höchste Zuwachs seit dem Jahr 2007. Auch die Auswirkungen des Brexit scheinen vorerst marginal zu sein.

Länderstatistik Veränd. Nov. 16

Nov. 15

in %

kum. 16

kum. 15

Belgien

39.645

36.329

9,10

505.996

468.325

8,00

Dänemark

17.999

17.101

5,30

203.616

189.121

7,70

276.567

272.377

1,50

1.880

1.611

16,70

Deutschland Estland Finnland Frankreich

B

lickt man nach Großbritannien, so fällt die Steigerung um 2,5 Prozent nach 11 Monaten ins Auge; der November war mit +2,9 Prozent sogar noch stärker. Mit 2.514.764 Neuzulassungen etablierte sich „die Insel“ heuer ganz klar als Nummer 2. Deutschland blieb mit 3.095.075 Einheiten weitaus voran, auf Rang 3 kam Frankreich mit 1.818.313 Stück, vor Italien (1.711.673) und Spanien (1.061.402). Auffallend ist, dass nach diesen 11 Monaten bis auf die Niederlande (-8,9 Prozent) und die Schweiz (-3,4 Prozent) in allen 29 untersuchten Ländern mehr Neuwagen verkauft wurden als im Vergleichszeitraum des Jahres 2015. Machen wir dieses Mal noch einen Blick auf die kleinen, exklusiven Autohersteller mit weniger als 1.000 Einheiten in 11 Monaten. Hier schaffte Morgan 476 Neuzulassungen, bei Cadillac waren es 682. Alpina kam auf 704 Stück, RollsDr. Ian Robertson, VerRoyce auf 733, Lotus auf 809 und triebs- und MarketingLamborghini auf 871 Fahrzeuge. vorstand von BMW

9.007

8.988

0,20

162.657

150.302

8,20

5.882

5.851

0,50

184.101

178.876

2,90

748

940

-20,40

Griechenland Großbritannien Irland Italien*

3.095.075 2.958.688

4,60

21.616

19.678

9,80

110.738

100.859

9,80

1.818.313 1.732.975 74.026

68.691

2.514.764 2.453.426 146.181

124.603

1.711.673 1.478.294

4,90 7,80 2,50 17,30

143.619

136.724

5,00

2.693

2.212

21,70

39.554

32.967

20,00

Lettland

1.275

1.128

13,00

15.216

12.706

19,80

Litauen

1.536

1.438

6,80

18.870

15.865

18,90

Luxemburg

3.838

3.412

12,50

47.496

43.837

8,30

Niederlande

32.114

40.472

-20,70

348.720

382.773

-8,90

Norwegen

13.248

12.637

4,80

143.035

139.538

2,50

Österreich

25.491

23.381

9,00

303.941

285.723

6,40

Polen

37.191

30.312

22,70

372.374

317.571

17,30

Portugal

15,80

15.068

13.379

12,60

188.942

165.416

14,20

Rumänien

9.645

8.022

20,20

85.588

72.423

18,20

Schweden

31.801

31.352

1,40

335.037

311.568

7,50

Schweiz

25.909

26.010

-0,40

279.780

289.555

-3,40

Serbien

1.742

1.741

0,10

21.309

18.098

17,70

Slowakei

7.842

6.896

13,70

79.894

70.153

13,90

Slowenien

5.337

5.095

4,70

59.596

56.017

6,40

Spanien

93.828

83.041

13,00

1.061.402

956.455

11,00

Tschechien

23.161

20.421

13,40

237.778

211.089

12,60

9.415

6.604

42,60

86.910

70.310

23,60

901

886

1,70

9.899

8.274

19,60

1.184.140

1.127.538

5,00 13.937.339 13.054.998

6,80

Ungarn Zypern* Total

* geschätzte Volumina für November 2016

Top-Ten-Marken Veränd.

Einer jener Hersteller, bei denen es im Moment ziemlich rund läuft, ist BMW: Mit 209.743 Auslieferungen (inklusive Mini und Motorrädern) erzielten die Münchner einen neuen Rekord für den Monat November. Nach 11 Monaten lag BMW weltweit mit 1.824.490 Einheiten um 5,6 Prozent über dem Vorjahr, bei Mini (324.417 Stück) war das Ergebnis um 7,4 Prozent besser und bei den Motorrädern (136.393) wurde das Ergebnis um 5,4 Prozent übertroffen. Dr. Ian Robertson, der bei BMW im Vorstand für die Bereiche Vertrieb und Marketing zuständig ist, freut sich über die zweistelligen Zuwächse für BMW in einigen Ländern Europas, etwa in Spanien (+19,9 Prozent), Italien (+17,5 Prozent) und Großbritannien (+10,4 Prozent). In Gesamteuropa lag BMW nach 11 Monaten um 11,0 Prozent über dem Vorjahr. Deutlich schlechter lief es für die Bayern hingegen in den ersten 11 Monaten 2016 in den USA, wo der Absatz um 7,7 Prozent einbrach. Man sollte jedoch auch erwähnen, dass insgesamt 412.873 BMW und Mini in Amerika verkauft wurden. • (MUE)

in %

Kroatien

BMW jagt den nächsten Rekord

42

Veränd.

Land

Veränd.

Nov. 16

Nov. 15

in %

136.304

137.840

-1,10

Renault

93.323

79.194

17,80

986.928

878.248

12,40

Ford

78.367

79.148

-1,00

977.331

959.722

1,80

Opel/Vauxhall

75.047

75.309

-0,30

919.488

868.904

5,80

Mercedes

70.095

62.452

12,20

775.541

681.898

13,70

BMW

68.511

60.613

13,00

751.391

676.624

11,00

Peugeot

66.214

67.591

-2,00

799.349

778.209

2,70

Audi

62.685

59.114

6,00

768.674

715.915

7,40

Skoda

54.723

50.520

8,30

610.806

573.855

6,40

Fiat

53.051

50.990

4,00

676.985

606.019

11,70

Volkswagen

kum. 16

kum. 15

1.562.417 1.592.219

in % -1,90

Top-Ten-Modelle Veränd.

Veränd.

Nov. 16

Nov. 15

in %

kum. 16

kum. 15

Volkswagen Golf

37.686

41.113

-8,30

455.203

496.575

-8,30

Renault Clio

27.716

22.979

20,60

282.666

277.499

1,90

Volkswagen Polo

25.989

24.501

6,00

286.386

280.473

2,10

Ford Fiesta

23.166

21.825

6,10

277.637

291.716

-4,80

Opel/Vauxhall Astra

21.312

15.881

34,20

232.447

179.219

29,70

Skoda Octavia

20.087

18.522

8,40

211.589

202.520

4,50

Opel/Vauxhall Corsa

18.642

20.810

-10,40

247.249

250.406

-1,30

Peugeot 208

18.197

17.950

1,40

230.747

210.904

9,40

Renault Captur

18.081

14.869

21,60

197.296

178.065

10,80

Volkswagen Tiguan

17.893

11.492

55,70

160.321

136.676

17,30

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

in %


AUTOZUM 2017

Klein, aber fein

Zu Unrecht wird die AutoZum gerne mit der Automechanika in Frankfurt verglichen. Die vergleichsweise kleine Fachmesse in Salzburg hat viele Vorteile und vor allem ist sie noch ein echter Branchentreff. Von Gerald Weiss

V

iele Aussteller haben schon in Frankfurt ihre Vorfreude auf die AutoZum zum Ausdruck gebracht: „Hier kommen noch die Mechaniker zur Messe“, so die Aussage vieler Repräsentanten. In der Tat: Gerade aufgrund der – im Vergleich zur Automechanika – überschaubaren Größe ist die AutoZum ein echter Treffpunkt der Kfz-Unternehmer, Werkstättenbetreiber und Mechaniker

Prof. Brachat am Mittwoch Auch das Rahmenprogramm ist traditionell gut besucht, allen voran natürlich der von „AUTO & Wirtschaft“ in Kooperation mit CarGarantie organisierte Vortrag von Prof. Hannes Brachat. Dieser findet diesmal unter dem Titel „Digitalisierung im Kfz-Betrieb“ am Mittwoch, dem ersten Messetag (18. Jänner), um 16 Uhr im Tagungsraum 8 statt. Ein Termin, den Sie nicht verpassen sollten!

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

Treffpunkt A&W-Stand Als Treffpunkt während der Messetage bietet sich einmal mehr der Stand von „AUTO & Wirtschaft“ in Halle 1, Stand 403 an. Auch wenn das große A&W-Team ständig zur Berichterstattung auf der Messe unterwegs ist, findet sich bestimmt ein Ansprechpartner aus dem Verlag. Darüber hinaus sind mit carplus, Lukoil und Willhaben.at wieder interessante Anbieter als Partner am Stand von „AUTO & Wirtschaft“ vertreten. Nutzen Sie die AutoZum, um sich auf die zukünftigen Herausforderungen in Ihrem Geschäft vorzubereiten und besuchen Sie uns in Halle 1.

AutoZum 2017 Mittwoch, 18. bis Samstag, 21. Jänner 2017 Öffnungszeiten: Mi – Fr von 09:00 bis 18:00 Uhr Sa von 09:00 bis 17:00 Uhr Messezentrum Salzburg, Am Messezentrum 6, 5021 Salzburg, www.autozum.at

43


AUTOZUM 2017

Reifenemotion im Mittelpunkt Auf einem eigenen, großzügigen Stand wird Apollo Vredestein seine Kunden und Partner auf der AutoZum empfangen. Die weiße, runde Bar, bekannt von internationalen Messeauftritten der Marke, wird das Kommunikationszentrum bilden. Schließlich steht das Team um Thomas Körpert und Harald Kilzer für Gespräche zur Verfügung. Der ausgestellte BMW M4 von Hamann-Tuning wird für Emotionen sorgen, ein Geschicklichkeitsspiel mit Gewinnmöglichkeit für Abwechslung. Im Produktbereich wird Vredestein den komplett neuen Comtrac 2 All Season vorstellen. Dieser Reifen wurde speziell für die Anforderungen von Kleintransportern entwickelt und stellt als Ganzjahresvariante eine besonders effiziente Lösung dar.

Mit CO2-Klimagerät in die Zukunft

Am Stand von Vertriebspartner Stahlgruber präsentiert AVL DiTest das gesamte Klimaservice-Programm. Nach der erfolgreichen Einführung der Geräte mit herkömmlichem Klimagas steht nun das innovative Gerät für die neuesten CO2-Klimaanlagen im Mittelpunkt. Das Modell ADS 310 ist bereits von Mercedes-Benz geprüft und positiv abgenommen. Im Bereich der Fahrzeugdiagnose wird bei den Vertriebspartnern Stahlgruber und Kastner ein besonderer Diagnoseschwerpunkt gestartet, der sich mit besonders attraktiven Hardwareangeboten über das ganze Jahr erstrecken soll.

Halle 10 / Stand 0702

Stahlgruber: Halle 06 / Stand 0429 Kastner: Halle 10 / Stand 0338

An einer Adresse Erstmals treten die Brancheninitiativen bei der AutoZum gemeinsam auf

Tausendundeine Idee verspricht ein Besuch in Halle 10, Stand 1000: Dort präsentieren sich Brancheninitiativen des freien Servicemarkts.

U

nter dem Motto „Mach mit! Starke Lösungen für die Branche“ haben sich mehrere Brancheninitiativen zusammengeschlossen, um gemeinsam die Besucher zu informieren: Neben dem Umweltdienstleister Partslife, der hierzulande schon für über 750 Werkstätten tätig ist, und den Datenprofis von TecAlliance sind dies das Wissensportal „mein-autolexikon.de“, die Wohltätigkeitsorganisation TEILEn e.V. sowie das Empfehlungsmarketingkonzept „Werkstatt des Vertrauens“. Außerdem wird die Initiative „Qualität ist Mehrwert“ für ein höheres Qualitätsbewusstsein rund um Fahrzeugteile und Reparaturfachbetriebe werben.

Treffpunkt für Brancheninsider

Partslife-Chef Wolfgang Steube und sein Team sind am Gemeinschaftsstand mit dabei

Der gemeinsame Messeauftritt der Branchenplattformen bietet sich auch deshalb an, weil die einzelnen Themenschwerpunkte einander ergänzen und

44

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

die grundlegende Philosophie identisch ist: Wissen und Knowhow werden gebündelt, um Mehrwert für die gesamte Branche zu erzielen sowie einen Beitrag zur sozialen und ökologischen Verantwortung zu leisten. Darüber hinaus sind die Initiativen bewährte Gesprächsplattformen für Brancheninsider, sodass erhellenden Standgesprächen nichts im Wege stehen sollte. Auch die Unterhaltung wird nicht zu kurz kommen, steht doch eine neue Variante des beliebten Spiels „Hau den Lukas“ am Programm – dabei kommt es allerdings nicht auf die rohe Kraft, sondern ganz im Sinne der nachhaltig agierenden Initiativen auf das Feingefühl der Besucher an. • (HAY)

Halle 10 / Stand 1000


AUTOZUM 2017

Neuauflage einer Legende

Topaktuelle Infos aus dem Newsroom Der Stand von Ersatzteilspezialist Birner ist hinsichtlich Größe, Marktbedeutung und Angebotsvielfalt ein Fixpunkt für jeden Besucher der AutoZum. Auf 1.000 Quadratmetern wird einmal mehr das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens präsentiert. Dazu gehören 14 Lieferanten, die ihre Produkte und Neuheiten direkt am Stand vorstellen. Der rasanten Entwicklung in der Automobiltechnik trägt Birner erstmals mit einem Newsroom Rechnung. Dabei handelt es sich um einen Vortragsraum, der als Kommunikationsplattform genutzt wird und wo sowohl Impulsreferate wie auch Diskussionen stattfinden werden. „Hier haben die Besucher die Möglichkeit, sich mit Experten über die Entwicklung der Branche auszutauschen“, erklärt Marketingleiter Stefan Kubina.

Halle 10 / Stand 0215

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

30 Jahre nach der Präsentation des Borbet A lässt die deutsche Felgenschmiede den Klassiker im neuen Glanz erstrahlen. „Die Felge prägte weltweit eine ganze Generation an AutoFans und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit“, so Borbet-Marketingleiterin Alexandra Marowsky. „Somit stellt das in diesem Jahr stattfindende 30-jährige Jubiläum dieses Rades einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte Borbets dar.“ Das originale A-Rad bleibt daher als Evergreen weiterhin im Programm, die Neuauflage wird in modifiziertem Design und beachtlichen Dimensionen mit 18 und 19 Zoll präsentiert. Zur Fortführung des ursprünglichen Designs bleibt die ikonische Fünf-Speichen-Form erhalten, das neue Modell ist durch eine reduzierte Linienführung gekennzeichnet. Das neue A-Rad wird neben zahlreichen weiteren Modellen auf der AutoZum präsentiert.

Halle 10 / Stand 1023

A


AUTOZUM 2017

Der Marktpräsenz entsprechend KS Tools ist dieses Mal mit einem deutlich größeren Stand auf der AutoZum präsent und unterstreicht damit die Bedeutung des österreichischen Marktes.

F

ür den dynamisch wachsenden Premium-Werkzeuganbieter KS Tools ist die AutoZum aus verschiedenen Gründen eine wichtige Veranstaltung: Für den Mechaniker, also den direkten Anwender, sind gute Werkzeuge pure Emotion. Im Gegensatz zur Automechanika, wo vermehrt internationale Entscheider auftreten, ist das Besucherspektrum bei der AutoZum sehr anwenderorientiert. So kommen viele Mechaniker und Kfz-Techniker, aber auch Kfz-Unternehmer, die noch selbst am Fahrzeug arbeiten, nach Salzburg. Der Besuch am Stand von KS Tools ist daher für viele Besucher Pflicht: Meterlange Präsentationswände mit den neuesten Handund Spezialwerkzeugen lassen das Herz eines Mechanikers höher schlagen. Kaum jemand, der nicht ein Techniker-Journal mitnimmt, um daheim noch einmal zu schmökern.

Österreich-Repräsentant Michael Trautenberger und KS-Tools-Geschäftsführer Orhan Altin

Wachstumsmarkt Österreich Nicht zuletzt aus diesem Grund hat KS Tools seine Präsenz auf der AutoZum im Vergleich zur vergangenen Messe deutlich vergrößert. Gleichzeitig – und damit kommen wir zur weiteren Bedeutung der AutoZum für den Premium-Werkzeuganbieter – unterstreicht der großzügige Messeauftritt auch die Bedeutung des österreichischen Marktes. Im Rahmen der Expansion des eigentümergeführten

Unternehmens, das seit der Gründung kontinuierlich wächst, spielt Österreich eine wichtige Rolle. Das zeigt sich auch in der personellen Entwicklung. „Nach Michael Trautenberger haben wir mit Peter Schaffenberger einen weiteren Österreicher im Team, der den Markt vor Ort betreut“, erklärt Thomas Schuster, KS-Tools-Vertriebsleiter Deutschland Süd, Schweiz und Österreich. „Während Trautenberger die Key-Account-Betreuung übernimmt, wird Schaffenberger mit einem komplett neuen Info-Mobil als technischer Betreuer zu den Kunden fahren.“

Digitalisierung des Prozesses Thomas Schuster, KS-Tools-Vertriebsleiter Deutschland Süd, Schweiz und Österreich

Wichtigste Neuheit am Messestand von KS Tools in Salzburg ist die Digitalisierung des kompletten Prozesses. So können Vertriebspartner nun die Abwicklung von der Verfügbarkeitsanfrage über die Bestellung bis zur Rechnung elektronisch abwickeln. • (GEW)

Halle 10 Stand 0438


Alles rund um Dellen Umfassende Kompetenz bei allen Fragen rund um Dellen am Fahrzeug bietet das Car-Rep-Profiteam Denk. So hat Dominik Denk Experten vom TÜV eingeladen, um interessierten Betrieben beim „TÜV-Zertifizierten Dellendrücker“ zur Verfügung zu stehen. „Das Thema wird neu belebt und wir erklären, warum es sinnvoll ist, sich zertifizieren zu lassen“, so Denk. Schließlich ist es sowohl für Sachverständige wie auch für Betriebe bei der Auftragsvergabe wichtig, über die Qualität eines Dellen­ drückers Bescheid zu wissen. Auch über das umfassende Schulungsangebot informiert das Car-Rep-Profiteam. Als Geschenk erhält jeder Besucher einen Dellenreflektor (Bild), mit dem die Fotodokumentation eines Dellenschadens deutlich einfacher und professioneller darzustellen ist.

Halle 10 / Stand 0627

Waschen als Geschäftserfolg Alle Anforderungen im Bereich der Fahrzeugwäsche kann Christ als „The Real Car Wash Factory“ erfüllen. Einen großen Teil dieser Angebote wird das Unternehmen auch auf der AutoZum in Salzburg präsentieren. Dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern um entsprechende Gesamtlösungen, die den Geschäftserfolg nachhaltig sichern, egal ob fürs Autohaus, für Tankstellen oder das Waschcenter. Von der umfangreichen Palette des Waschprofis wird unter anderem das Modell Sirius präsentiert. Dabei handelt es sich um eine Portalwaschanlage für Werkstätten, die besonders mit Zuverlässigkeit und Langlebigkeit punktet.

Halle 09 / Stand 0211


AUTOZUM 2017

So empfängt man Autos

Innovative Korrosionsschutzlösungen

Neu und exklusiv bietet Derendinger mit dem Driverbutler ein digitales Werkzeug zur Kundenannahme. „Der Driverbutler bietet der Werkstatt ein absolut neuartiges Konzept im Umgang mit seinen Autokunden. So wird Kundenannahme professionell und leicht gemacht – schnell, effizient und zukunftsweisend“, erklärt Geschäftsführer Bruno Weidenthaler. Mittels Handy oder Tablet kann das Kundenfahrzeug erfasst werden, mit vorgefertigten Checklisten sowie entsprechender Fotodokumentation rasch und effizient aufgenommen werden. Komplettiert wird der Derendinger-Messeauftritt mit den beiden Werkstattkonzepten plusService und Unicar, dem Angebot an Investitionsgütern sowie der Präsentation des neuen E-Shops.

Die AutoZum bietet auch dieses Mal wieder die Gelegenheit, am Stand von DKS mit den Experten für Klebstoffe, Fahrzeugpflege und Korrosionsschutz zu sprechen. Das Tiroler Unternehmen mit langjähriger Erfahrung in diesen Bereich bietet nicht nur die richtigen Produkte, sondern auch die entsprechende Beratung in diesem Segment. Da sich die Herausforderungen beim Korrosionsschutz laufend verändert, entwickelt auch DKS immer wieder neue Verfahren und Produkte. Jüngste Neuheit ist der Rostlöser der Eigenmarke kLine, der von DKS selbst entwickelt wurde. „Das war bislang eine Lücke in unserem Portfolio, die wir mit den beiden Produkten kLine Rostlöser Gel und kLine Power Rostlöser Spray schließen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Knapp.

Halle 10 / Stand 0138

Halle 10 / Stand 0300

Zukunft wird Alltag Was bedeutet die Vernetzung der Fahrzeuge für Kfz-Betriebe, Fuhrparks und Dienstleister? Diese Frage wird ein Kongress bei der AutoZum beantworten. Initiator Raimund Wagner, Geschäftsführer von Carsulting, wirft einen Blick in die bereit sehr nahe Zukunft der Mobilität. Von Philipp Hayder

A

&W: Die vernetzte Mobilität wird schnell zum Alltag. Was muss der Gesetzgeber jetzt tun? Raimund Wagner: Die legistische Herausforderung ist eine enorme, denn derjenige, der den prioritären Zugang zu den Fahrzeugdaten hat, besitzt einen klaren Wettbewerbsvorteil. Es muss daher sichergestellt werden, dass nicht nur die Fahrzeughersteller, sondern auch andere interessierte Marktakteure – seien es Markenhändler, freie Werkstattbetriebe oder Mobilitätsdienstleister gleichberechtigten Zugang zu diesen Daten erhalten. Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, dass von der EU-Kommission gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Welche Auswirkungen wird die vernetzte Mobilität auf Autohäuser und Werkstätten haben? Wagner: Bereits jetzt hat rund um das vernetzte Auto ein harter Verdrängungswettbewerb eingesetzt. Vor diesem Hintergrund gilt es, die Bindung und Loyalität der Kunden zur Marke, zum Händler, zur

48

Raimund Wagner ist mit seinem Unternehmen Carsulting auf Beratung rund um vernetzte Fahrzeuge spezialisiert

Werkstatt oder zu Servicedienstleistern nicht nur zu halten, sondern zu steigern. Haben sich die Kfz-Betriebe darauf bereits ausreichend vorbereitet? Wagner: Nein, bei Weitem nicht! Die meisten Unternehmen werden ernsthafte wirtschaftliche Auswirkungen erst in einigen Jahren konkret spüren, dann ist jedoch die Weichenstellung bezüglich der Verwendung generierter Daten bereits erfolgt! Aktuell haben viele der Verantwortlichen in den Kfz-Betrieben, aber auch in den großen Fuhrparks einen enormen Mangel an Informationen bezüglich der zukünftig vernetzten Fahrzeuge. Welchen Rat würden Sie als Experte den Betriebsinhabern geben? Wagner: Nur mit entsprechendem Wissen und Informationen haben die Verantwortlichen die Chance, die vielfältigen Möglichkeiten der Zukunft zu nutzen. Aktive Informationseinholung und offensive Auseinandersetzung mit dem vernetzten Fahrzeug ist das Gebot der Stunde. Dazu werden die kompetenten Referenten unseres Kongresses – beispielsweise von A.T.U, Uniqa oder dem auf elektronische Fahrtenbücher spezialisierten Unternehmen Carpanion – einen wichtigen Beitrag leisten. •

Der Fachkongress wird am 19. Jänner von 8 Uhr bis 12:30 Uhr stattfinden. Infos und Anmeldungen: www.carsulting.eu/kongress

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017


AUTOZUM 2017

Viele neue Öle

Perfekte Fahrzeugidentifikation

Die wachsende Vielfalt und Komplexität im Motorenbau, die vor allem der Verbrauchsreduktion und der CO2-Einsparung geschuldet ist, benötigt laufend neue Formulierungen und Viskositäten bei den Schmierstoffen. Um für seine Kunden immer am aktuellsten Stand zu sein und möglichst umfassende Lösungen für den Fahrzeugpark bietet zu können, erweitert Eurolub laufend seine Portfolio. So präsentiert Geschäftsführer Hubert Huber im Rahmen der AutoZum eine Reihe an neuen Lösungen. Speziell für freie Werkstätten ist diese umfangreiche Palette entscheidend, da alle Produkte aus einer Hand kommen und sich Eurolub als exklusiver Lieferant positionieren kann.

„Seit fast einem halben Jahrzehnt ist die AutoZum über die Grenzen Österreichs hinaus die führende Plattform für Automotive Produkte und damit der wichtigste Treffpunkt zum fachlichen Informationsaustausch der automotiven Branche“, weiß Martin Novak, Eurotax Country Manager Österreich. Eurotax ist traditionell in Halle 1 direkt beim Eingang eine der ersten Adressen für die Besucher. Produktseitig steht z. B. Eurotax EKS, das elektronische Kassensystem für den EurotaxWerkstattManager im Mittelpunkt. Schließlich muss ab spätestens März 2017 die Registrierkasse bei FinanzOnline angemeldet sein. Ebenfalls von großem Interesse für die Gäste wird die volle Integration von VINCHECK in EurotaxRepairEstimate2 sein. Mit der über EurotaxAutowert4 identifizierten Fahrgestellnummer können nun sofort die ab Werk eingebauten Ersatzteile identifiziert werden.

Halle 10 / Stand 0434

Virtuelles Rennerlebnis Mittels einer eigenen App bringt Falken die Motorsportdynamik entweder aufs Handy oder sogar noch eindrucksvoller auf die Virtual-Reality-Brille. Davon können sich die AutoZum-Besucher am Stand von Falken überzeugen, wo spezielle VR-Brillen zur Verfügung stehen. „In einem 360-Grad-Film erleben die Zuschauer als Co-Pilot eine Fahrt im Falken-Porsche über den Nürburgring – als würden sie auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, den es im originalen Rennfahrzeug natürlich gar nicht gibt“, erklärt Stephan Cimbal, Head of Marketing bei Falken Tyre Europe. Mit dem FK510 SUV und dem LINAM Van01 werden gänzlich neue Reifen vorgestellt. Als Blickfang wird dieses Mal der Drift BMW E30 M3 im Mittelpunkt stehen.

Halle 10 / Stand 1002

Halle 1 / Stand 0108


AUTOZUM 2017

Neue Werkstattausrüstung zum Anfassen Im Bereich der Diagnose sind die laufenden Software-Aktualisierungen für den Kunden nicht sichtbar und treten erst bei der Nutzung auf. Anders ist das bei den jüngsten Neuentwicklungen in der Werkstattausrüstung, die nun auch auf der Messe „zum Anfassen“ ausgestellt werden können. So werden bei Hella Gutmann Solutions neben den mega-macs-Modellen die Neuheiten in den Bereichen Scheinwerfereinstellung, Klimaservice und Kamerakalibrierung präsentiert. „Die neue Ausbaustufe des CSC-Tools erlaubt beispielsweise hochgenaue Kamerakalibrierungen an 28 Marken und unterstützt neben der Kalibrierung radarbasierter Fahrerassistenzsysteme auch die von Umfeld- und Rückfahrkamera-Systemen“, so Helmut Straberger von Hella Gutmann Solutions Austria.

Abscheiderkontrolle mittels App Mit einer innovativen und vor allem komfortablen Lösung kommt Abwasserspezialist Inowa zur AutoZum. Mit der Inowa App wurde ein Fernwartungsund Überwachungssystem für Inowa Abscheideranlagen entwickelt. „Dabei handelt es sich um ein benutzerfreundliches, innovatives Tool, welches ein breites Spektrum an Informationen und umfassende Steuerungsmöglichkeiten bietet“, erklärt Prokurist Martin Wiesinger. So ist die internetfähige Benutzeroberfläche über jeden Browser abrufbar und ermöglicht die Online-Überwachung, Visualisierung und Speicherung sämtlicher Messdaten. Zudem wird über das Alarm-Meldesystem das Erreichen der vorgeschriebenen Grenzwerte angezeigt.

Halle 06 / Stand 0419

Halle 09 / Stand 0206

Die Kraft zweier Marken

wurden die beiden Tochterunternehmen in Österreich zusammengeschlossen und treten nun als WM Trost mit entsprechender Marktpräsenz auf, die nun erstmals in Salzburg demonstriert wird.

Auf der AutoZum werden sich WM und Trost zum ersten Mal gemeinsam als WM Trost Fahrzeugteile präsentieren und die Kompetenz des neuen, großen Konzerns demonstrieren.

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7 Häuser und 200 Mitarbeiter

nter der WM TROST Fahrzeugteile GmbH werden wir uns noch mehr auf die Kernkompetenzen Verfügbarkeit, Service, Logistik sowie auf den Software- und Katalogbereich konzentrieren“, erklärt Hans Lorenz, Geschäftsführer der neuen Organisation. Nachdem WM SE die Trost Auto Service Technik SE in Deutschland übernommen hat,

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WM-TrostGeschäftsführer Hans Lorenz

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

„Als einer der europaweit führenden Großhändler für Kfz-Ersatzteile, -Zubehör, Werkstattausrüstung und Dienstleistungen unterstützen wir den freien Werkstattmarkt auch in Österreich weiterhin direkt vor Ort“, so Lorenz, der mit 7 Verkaufshäusern und rund 200 Mitarbeitern bestens aufgestellt ist. „Damit können wir noch kompetenter auf die Bedürfnisse unserer Kunden und die Anforderungen des Marktes reagieren.“ • (GEW)

Halle 2 / Stand 413 und 112


Mit VRÖ-Reifentag und Reifenforum hat die Branche im Rahmen der AutoZum einen absoluten Pflichttermin. Die Vortragenden des VRÖ versprechen eine interessante Veranstaltung.

Hier trifft sich die Reifenbranche

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um zweiten Mal findet das ReifenForum als Kooperation der Reed Messe (als Veranstalter der AutoZum) und dem Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) im Rahmen der wichtigsten heimischen Kfz-Messe in Salzburg statt. „Das ReifenForum hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt der Reifenbranche sowie für Fachbesucher etabliert, um kompakt über Neuheiten im Reifengeschäft informiert zu werden“, so James Tennant, VRÖ-Obmann. Das Reifenforum in Halle 10 ist sowohl ein Ort der Produktpräsentation, der Information wie auch der Möglichkeit zum Austausch und zur Pflege des Netzwerkes. „Zahlreiche Aussteller von Herstellern bis Händlerbetrieben bieten auf dieser – in der Messehalle integrierten – Reifeninsel Plattformen für Fachgespräche, Neuheiten und informative Vorträge“, so Renate Okermüller, VRÖ-Generalsekretärin und Initiatorin dieses Formates.

VRÖ-Reifentag am Freitag Höhepunkt ist der VRÖ-Reifentag am Freitag, 20. Jänner, der ebenfalls direkt im Reifenforum unter dem Motto „Zukunftsforum – Digitale Welt“ über die Bühne geht. Als Vortragende treten Ing. Wolfgang Stummer (Goodyear Dunlop), Mag. Andreas Obereder und Sanjay Sauldie (Experte für Internet Marketing) auf. Nach der Pause referiert Michael Borgert über die Zukunft des Reifenhandels, anschließend beleuchtet Herbert Wadel aus dem VRÖ-Vorstand die Situation aus der Sicht eines Reifenhändlers. • (GEW)

Halle 10/Reifenforum


AUTOZUM 2017

Jubiläum der Eigenmarke

Aktuelle Entwicklungen in der Werkstattausrüstung

1987 führte Interpneu mit Platin eine eigene Marke für Reifen und Felgen ein. Bei der bis heute sehr exklusiven Kombination werden die QualitätsProdukte nach den Vorgaben von Interpneu entwickelt und von Markenherstellern produziert. Mit dieser Produktschiene konnte sich der Reifen- und Felgen-Großhändler einen sehr guten Ruf schaffen. Mit dem 30-JahrJubiläum wird das Sortiment nun noch weiter ausgebaut. So wird es heuer sowohl im Reifen- wie auch im Felgenbereich neue Modellreihen geben, die bereits auf der AutoZum in Salzburg vorgestellt werden.

Beim Spezialisten für Werkstattausrüstung stehen die jüngsten und wichtigsten Neuentwicklungen im Mittelpunkt. Beim Messeauftritt von Kastner können sich die Werkstättenbetreiber über die aktuellen Trends und die richtigen Investitionen beraten lassen. Besonders hervorzuheben ist beispielsweise die Kalibriereinrichtung DAS 1000 von Bosch. Dabei handelt es sich um eine professionelle Arbeitsplatzlösung zum Vermessen, Einstellen und Kalibrieren moderner Fahrerassistenzsysteme von der VW-Gruppe. Auch dem Trend zur Befüllung mit AdBlue trägt Kastner mit zwei mobilen Geräten Rechnung.

Halle 10 / Stand 0338

Halle 10 / Stand 1016

Fünfjahresgarantie und Antriebsinfo ContiTech wird – wie bereits bei der letzten AutoZum – in Salzburg wieder gemeinsam mit Ate und VDO, den Schwestermarken im ContinentalKonzern, ausstellen.

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n Salzburg wird ContiTech die 5-Jahres-Garantie vorstellen, die in 47 europäischen Ländern ausschließlich für in Autoreparaturwerkstätten sach- und fachgerecht eingebaute Antriebsprodukte gilt.

Rasch informiert über ContiTech-Antriebsprodukte Der Garantievorteil gibt dem Werkstattpartner, der sich einmal unter www.contitech.de/aam registriert, zusätzliche Verkaufsargumente bei allen künftig in Pkws verbauten Antriebsriemen des Automotive-Aftermarket-Programms. Außerdem erhält der Kfz-Betrieb im vierteljährlichen E-Mail-Newsletter Werkstatttipps und Informationen zu neuen

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Im Fokus bei ContiTech in Salzburg: PIC, „Watch and Work“ (oben r.) und fünf Jahre Garantie auf die Antriebsprodukte

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

Produkten. Über den richtigen Einbau der Riemenantriebskomponenten informiert die neue Videoserie „Watch and Work“ in etwa fünf Minuten. Sie ist über YouTube, Facebook und das noch umfassender gewordene Product Information Center (PIC) abrufbar: Mit dem Online-Katalog verbunden enthält es auch alle neuen Produktgruppen – von Torsionsschwingungsdämpfern über Generatorfreiläufe und Montagesätze bis zu Keilriemenrippen-Kits. In den Stücklisten sämtlicher Kits werden jetzt Profilbilder der enthaltenen Riemen abgebildet. • (ENG)

Halle 10 / Stand 0302


AUTOZUM 2017

Automatikölwechsel als Geschäftsmodell Noch immer sind Werkstätten beim Ölwechsel für Automatikgetriebe vorsichtig. Dabei wird der Bedarf immer größer. Motorenöl- und Additivspezialist Liqui Moly zeigt mit Gear Tronic, wie einfach und effizient diese wichtige Tätigkeit funktionieren kann. „Gear Tronic ist nicht nur ein Gerät, sondern ein Rundum-Sorglos-Paket, das Werkstätten neue Kunden und Zusatzumsätze beschert“, so Österreich-Verkaufsleiter Thomas Paukert. Liqui Moly liefert nicht nur das Gerät, das Getriebeöl und die Additive, sondern bietet auch alle nötigen Informationen, Schulungen und das entsprechende Werbematerial.

Halle 10 / Stand 0607

Totales Motorsportfeeling Traditionell steht die Motorsport-Emotion bei Total im Mittelpunkt des Messeauftritts. „Dieses Mal wollen wir einen Boxenstopp simulieren und daraus einen Wettbewerb veranstalten“, erklärt Vertriebsleiter Günther Katzengruber die geplante Interaktion. Dabei soll es sowohl Einzel- wie auch Teamwertungen geben, als Referenz soll ein Werksmechaniker vor

Ort sein. Damit will Total nicht nur die Unternehmer, sondern auch Mechaniker und junge Messebesucher ansprechen. Welches Fahrzeug dieses Mal im Zentrum stehen wird, wollte Katzengruber noch nicht verraten. Möglicherweise profitieren die Messebesucher von der globalen Total-Kooperation mit Aston Martin. Komplettiert wird der Messeauftritt einmal mehr vom hochwertigen Total-Rennfahrsimulator.

Halle 10 / Stand 0606

Einfache Anwendung, problemlose Zuordnung Als Teil des Gemeinschaftsstandes der Original-Marken-Partner präsentiert sich Dana/Victor Reinz auf der AutoZum und ist damit handelsneutraler Anlaufpunkt für Werkstätten und für den Teilehandel. Dabei stehen die Just-Seal-It-Produkte, spezielle Dichtmassen und Dichtungsentferner, im Mittelpunkt. „Die einfache Anwendung und die problemlose Zuordnung scheinen genau die Bedürfnisse der Branche zu treffen. Hierzu haben wir aktuelle Produktvideos entwickelt, die wir auch auf dem Messestand präsentieren“, so Alois Peller, Gebietsverkaufsleiter, Vertrieb Ersatzteile Automotive, Dana Aftermarket.

Halle 10 / Stand 0202


„Seit Kurzem steht die Zinswende nicht bloß im Raum, sondern schon in den Zeitungen“,

WIRTSCHAFT

meint Dr. Hans-Georg Kantner (KSV 1870) auf Seite 57

„Künftig werden wir alle Finanzierungsanfragen vollkommen automatisiert abwickeln“, verspricht Gerhard Dangel (AutoBank) auf Seite 61

Magna Steyr auf Standortsuche Bereits innerhalb der nächsten Monate möchte das internationale Automobilzuliefererunternehmen Magna Steyr eine Entscheidung bei der Suche nach einem neuen Produktionsstandort treffen. Fix dürfte lediglich sein, dass die benötigte weitere Produktionsstätte aufgrund der zu hohen Kosten wahrscheinlich nicht in Österreich errichtet wird. Neben Standorten in Nordamerika und China soll nun auch ein Standort im Nachbarland Slowenien in die Überlegungen miteinbezogen werden.

MÖSt: Benzin senken statt Diesel erhöhen Der ÖAMTC schaltet sich in die Diskussion um die vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) geforderte Erhöhung der MÖSt auf Dieselkraftstoff ein. Dipl.-Ing. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC Interessenvertretung, schlägt vor: „Wenn das primäre Ziel ein einheitliches Steuerniveau ist, muss die Besteuerung von Benzin gesenkt werden. Das würde Steuerzahler entlasten und den Finanzminister im Unterschied zur Erhöhung der MÖSt auf Diesel deutlich weniger Geld kosten.“

Dr. Nikolaus Engel

Werkstätten sollen nicht überbleiben Eine Anpassung der Kaskoprämien an den Eurotax-Zeitwert des Fahrzeugs hat kürzlich der Abgeordnete Leo Steinbichler (Team Stronach) mit einem

Entwurf für Oldtimer-Pickerl finalisiert

Entschließungsantrag

Über einen Entwurf für eine einheitliche Oldtimerkennzeichnung freuen sich die Oldtimerverbände. Zusammen mit den öffentlichen Stellen sowie den Wirtschaftskammerbereichen Fahrzeughandel und Kfz-Technik wurde ein „rot-weiß-rotes“ Pickerl entworfen. In Anlehnung an das frühere „rote“ Pickerl wurde ein zusätzlicher weißer Ring ergänzt, der mit „Historisches Kraftfahrzeug“ sowie „Historic Vehicle“ beschriftet ist. Dieses Jahr sollen für das Old­ timer-Pickerl die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

ist diese Initiative für

gefordert. Interessant Autobesitzer nicht nur, weil sie von einem Versicherungsagenten kommt, sondern weil bei manchen Versicherern im Kaskogeschäft ganz besondere

Cecra für mehr Datenzugang

Regeln gelten: für

Einen derzeit in der EU-Kommission diskutierten Entwurf für neue Typengenehmigungsrichtlinien kritisiert die europäische Händler- und Werkstättenvereinigung Cecra. Dieser ist laut Generalsekretär Bernard Lycke (B.) unbefriedigend im Bezug auf den ungehinderten Zugang freier und markenfremder Werkstätten zu Reparatur- und Wartungsinformationen. Gegenüber den bislang geltenden Euro-6-Bestimmungen würden Punkte verloren gehen, kritisiert die Cecra.

die Betriebsauslastung

Partnerwerkstätten, über den Ertrag stellen, und für Kunden, die im Schadens- und besonders im Totalschadensfall manchmal gar nicht wissen, wie ihnen geschieht.

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Praxisrelevanter Wissenstransfer

So manche Reparatur

Sowohl für den Innen- und Außendienst von Großhändlern als auch für Mitarbeiter des Teilefachhandels und der Werkstätten bietet Meyle umfassende Schulungsangebote. Es werden dabei nicht nur themenspezifische Schulungen wie etwa zu Fahrwerk und Lenkung, sondern auch Produktschulungen zu Meyle-HD-Teilen angeboten. Die Schulungen werden zeitlich und örtlich flexibel gestaltet. So finden diese auf Messen oder in der Meyle-Zentrale statt, können aber auch direkt im Unternehmen abgehalten werden.

Werkstätten, wenn

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

bliebe in Österreichs nicht der Schädiger erklärte, was er bezahlen will, sondern der Geschädigte auf der ihm zustehenden Entschädigung bestünde.


GEWERBE

Im Osten geht die Elektrosonne auf

China ist nicht nur bei den Neuzulassungen von E-Fahrzeugen Spitzenreiter …

… sondern auch bei der relativen Zunahme des Marktanteils

2016 haben sich die Elektroautoverkäufe in China annähernd verdoppelt. Mittelfristig werden die anderen Weltregionen nachziehen, meinen die Experten des Center of Automotive Management.

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chon von Jänner bis November stiegen im Reich der Mitte die Neuzulassungen von „New Energy Vehicles“, worunter in chinesischer Diktion reine Elektroautos und Plug-in-Hybride verstanden werden, um 96 Prozent auf über 370.000 Stück. Damit war China der mit Abstand größte Markt für Elektromobilität. Zum Vergleich: In den USA gab es lediglich eine Steigerung um 33 Prozent auf 133.800 E-Fahrzeuge, in Norwegen wurden 41.250 „Stromer“ (plus 39 Prozent) abgesetzt. Dafür ist der mit großzügigen Forderungen agierende skandinavische Staat nach wie vor Spitzenreiter beim Marktanteil der Elektromobilität: 29,3 Prozent der Pkw-Neuzulassungen werden nirgendwo sonst erreicht.

Deutschland als Nachzügler Förderungen allein bewegen freilich wenig: In Deutschland legten trotz einer seit Juli geltenden Ankaufsprämie nur die Plug-in-Hybride um ein Viertel auf 12.263 Fahrzeuge zu. „Die reinen Elektrofahrzeuge wiesen dagegen sogar einen um 3,5 Prozent rückläufigen Trend auf“, so CAM-Direktor Prof. Dr. Stefan Bratzel. International ist er dennoch davon überzeugt, dass der Trend zum elektrischen Auto unumkehrbar ist: „Das Jahr 2016 markiert den internationalen ‚Tipping Point‘ für die Durchsetzung der E-Mobilität.“ • (HAY)

Prof. Dr. Stefan Bratzel sieht den „Tipping Point“ für Elektroautos erreicht

Lesen Sie zu diesem Thema bitte auch die Seiten 32 und 33!

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WIRTSCHAFT

Automobile Megatrends von A bis W

also winken und mitfahren, ist im Busverkehr in UK und Australien seit Jahrzehnten eine Tradition. Im Moskau stand man früher am Straßenrand, wachelte und wurde von fremden Privatpersonen mitgenommen, eine Art urbanes Autostoppen für kurze Wege. Uber & Co machen eine App daraus – und den herkömmlichen Taxlern, also einem uralten Ride-Hailing-Geschäft, Riesenkonkurrenz (so wie die Taxler einst den Fiakern). Das Teilen von Wohnungen, Autos, Konsumgegenständen oder Dienstleistungen via Apps und Homepages ist weltweit ein Milliardengeschäft. Proteste, Klagen, Jammern verändern das Business, ebnen das Spielfeld. Aber es verschwindet nicht. Man muss dabei sein. So wie Volkswagen mit Moia einen eigenen Dienst aufzieht oder die Shopping City Süd eigene Parkplätze für Uber anbietet.

Die Welt ändert sich rasant und mit ihr die Autobranche. Hier ist der 3. Teil der Serie – von Silver Drivers bis Wirklichkeit. Von Mag. Leo Szemeliker

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Silver Drivers

Ungleichheit

Aufopfernde Großeltern, die den ganzen Tag nur Enkelkinder hüten, bespaßen und bekochen? Das war einmal und ist nicht mehr. Die heutige Generation zwischen 50 und 70 sieht sich in der Mitte des Lebens. „Spending the Kids’ Inheritance“ wäre das Lebensmotto, schreibt die Unternehmensberatung Arthur D. Little in einer Studie. Das heißt, sie schmeißen lieber das Geld raus, das eigentlich ihre Kinder erben sollten. Der Tourismusmarkt umwirbt die silberne Spaßgeneration schon länger gezielt und intensiv. Der Automarkt auch? Silver Drivers wollen komfortable Autos, sichere Autos, verlässliche Autos. Und verlässliche Autohändler, mit denen sie eine persönliche Beziehung in ihrer Mission, das Erbe zu verjubeln, eingehen können.

Österreich und Deutschland weisen in der EU die größten Vermögensungleichheiten auf. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Die Realeinkommen stagnieren vor allem bei den unteren Einkommensschichten seit Beginn der 90er-Jahre, das heißt um die Inflationseffekte bereinigt, verdienen die meisten genau so viel wie vor 25 Jahren, wenn nicht weniger. Gleichzeitig wächst weltweit das Vermögen der Millionäre und Milliardäre rasant. Die Mittelklasse wird jedoch ausgedünnt. Ob sich diese angesichts alternativer Mobilitätsangebote noch Leasingraten für einen privaten Pkw leisten will? Oder kann?

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Social Media

Wirklichkeit

Was als Dienstleistung eines US-Studenten für seine Freunde begann, ist heute ein Riesenkonzern. Die Milliardenumsätze macht Facebook mit Firmen, die mehr gesehen werden wollen als andere, die mehr „Freunde“ und mehr Likes haben wollen. Die in Microtargeting investieren – also in Richtung einer gezielten, maßgeschneiderten Ansprache von Zielgruppen, die sich aufgrund gemeinsamer Interessen definieren und nicht mehr aufgrund von zufälligen Gemeinsamkeiten wie Geschlecht, Nationalität, Wohnort. Die gemeinsamen Interessen einer Kundengruppe werden heute digital registriert. Wer heute weiß, was sein Kunde auf Facebook liked, kann auch erkennen, welches Auto passt.

Ende der Kurzserie: Die ersten beiden Teile erschienen in A&W 11/2016 und 12/2016!

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Sharing Economy Uber, Lyft, Gett, Didi Chuxing und seit kurzem Moia. Interessanterweise müssen Mobilitätsdienstleister heutzutage offenbar Vier-Buchstaben-Namen haben. Ihr Geschäft ist das Ride Hailing. Hail and ride,

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„Männer lieben dabei die Einfachheit und die zeitliche Flexibilität des Internets, Frauen hingegen wünschen sich das echte Shopping-Erlebnis“, heißt es in einer Imas-Studie zum Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher. So einfach ist die Zuordnung der Vorlieben vermutlich aber nicht, zu fragmentiert sind Interessen und Vorlieben der Menschen heutzutage. Auch vom Autohandel erwartet sich der Großteil, dass alle Informationen und Services auch online verfügbar und zu organisieren sind. Einkaufserlebnisse der echten Welt werden also seltener. Sie sollten daher möglichst gut sein. Kunden interessieren die Grenzen der Einkaufskanäle nicht mehr. Wenn Fiat Italien Autos über Amazon verkauft, müssen die Wagen trotzdem beim Händler um die Ecke abgeholt werden. Das kann der Händler als Beleidigung empfinden. Oder als Chance. •


WIRTSCHAFT

Weniger Pleiten

Insgesamt 5.227 Unternehmen schlitterten laut KSV1870 Holding 2016 hierzulande in die Pleite, eine Steigerung um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen leichten Rückgang registrierten die Kreditschützer im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge.

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emnach wurden heuer 166 Unternehmen im Bereich Transportmittel/Kraftfahrzeuge zahlungsunfähig, ein Minus von 3,5 Prozent im Vergleich zu 2015, wo 172 Unternehmen Pleite gingen. Der Konkurs wurde 2016 über 107 Unternehmen (2015: 108) eröffnet, ein Rückgang um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der mangels kostendeckenden Vermögens nicht eröffneten Insolvenzverfahren verringerte sich von 64 auf 59 Fälle. Deutlich angestiegen sind hingegen die Passiva: Sie betrugen insgesamt 80,9 Millionen Euro, ein Plus von 43,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (56,3 Millionen Euro).

Transportmittel/Kraftfahrzeuge: die größten Pleiten 2016

KSV1870 warnt vor Anstieg der Zinsen Österreichweit waren heuer insgesamt 18.900 Dienstnehmer von den 5.227 Insolvenzen betroffen, um 13 Prozent weniger als im Jahr 2015. Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter des Bereichs Insolvenz beim KSV1870, warnt aber vor neuen Entwicklungen: „Seit Kurzem steht die Zinswen-

de nicht bloß mehr im Raum, sondern schon in den Wirtschaftszeitungen, zumindest für die USA. Diese könnten sich – einmal mehr – als Welt-Konjunkturlokomotive erweisen. In der Vergangenheit haben solche Konjunktur-Schübe regelmäßig zu Zinsanstiegen geführt, sobald die Nachfrage substanziell zugenommen hatte und eine Überhitzung der Märkte befürchtet wurde. Diese sind zuweilen auch drastisch ausgefallen.“ Vorerst rechnet der KSV1870 für das kommende Jahr allerdings mit keiner drastischen Zinssteigerung und folglich mit nur einer moderaten neuerlichen Steigerung der Unternehmenspleiten. • (DSC)

Dr. Hans-Georg Kantner

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• Reifen Ruhdorfer GesmbH, Graz (18,6 Mio. Euro Passiva) • Schuster Sport- & Classiccars GmbH, Zipf (7,8 Mio. Euro Passiva) • Schuster Premium GmbH, Zipf (6,0 Mio. Euro Passiva) • E. Bernhard GmbH, Langkampfen (4,6 Mio. Euro Passiva) • Ing. Gernot Franz (Autohaus), Judenburg (3,6 Mio. Euro Passiva) • Io Fahrzeuge Produktions- und Handels GmbH, Brunn am Gebirge (3,5 Mio. Euro Passiva)

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WIRTSCHAFT

Teilehandel im Wandel

Auch in Deutschland sind die meisten Kfz-Teilehändler regionale Kleinbetriebe

Laut einer deutschen Studie könnten 3 von 4 lokalen Teilegroßhändlern in den kommenden 15 Jahren zum Zusperren gezwungen sein. In Österreich zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab, sofern die Unternehmen nicht gegensteuern.

Düstere Prognose: Die Studienteilnehmer rechnen in allen Produktgruppen mit Rückgängen

Von Philipp Hayder

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und 1.400 Unternehmen sind in Deutschland im markenfreien Kfz-Teilegroßhandel tätig. Nur 3 Prozent von ihnen erwirtschaften einen Umsatz über 20 Millionen Euro, 87 Prozent sind dagegen typische Kleinbetriebe mit maximal 3 Millionen Euro Jahresumsatz. Diese gut 1.200 Firmen geraten immer stärker unter Druck, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Wolk After Sales Experts bestätigt.

Überregionale Konkurrenz Laut der Analyse sind freie Werkstätten mit einem Umsatzanteil von 40 Prozent derzeit die wichtigste Kundengruppe des lokalen Teilegroßhandels. Dahinter folgen Endverbraucher (27 Prozent) und „Feierabend-Monteure“ (12 Prozent). Gerade bei den freien Werkstätten gewinnen jedoch überregionale Wettbewerber an Boden, sodass die befragten Teilehändler in dieser Kundengruppe in den nächsten 5 Jahren einen anteilsmäßig um 2,4 Prozentpunkte rückläufigen Umsatz erwarten. Parallel dazu erhöht der Konkurrenzkampf den Preisdruck, sodass 7 von 10 lokalen Teilehändlern in den nächsten 5 Jahren mit sinkenden Roherlösen rechnen.

Die von Helmut Wolk und seinem Team erstellte Studie kann unter wolk-aftersales.com bestellt werden

Rückläufige Erträge Von der negativen Ertragsentwicklung besonders betroffen ist das markenübergreifende Verschleißteilegeschäft, das derzeit für rund drei Viertel des Umsatzes verantwortlich ist: In diesem Bereich befürchten 6 von 10 Firmen rückläufige Roherlöse. Wenig besser sieht es bei Werkstattausrüstung und Tuning aus. Auch bei Ersatzteilen in Erstausrüsterqualität

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überwiegen die negativen Einschätzungen – aber immerhin sehen mehr als 12 Prozent der lokalen Teilehändler hier Chancen auf steigende Erträge. „Insgesamt erwarten rund 70 Prozent der befragten kleinen Teilehändler sinkende Roherlöse“, fasst Helmut Wolk die Prognosen zusammen: „Demnach würden in 5 Jahren 87 Prozent der kleinen Händler eine Roherlösquote unter 30 Prozent ausweisen.“ Den Unternehmen selbst ist der Ernst der Lage bewusst: In Bezug auf das Vorjahr bezeichnen sich nur 6 von 10 Betriebsinhabern als erfolgreich, während in den vergangenen 5 Jahren noch drei Viertel der Firmenchefs mit dem Geschäftsgang zufrieden waren.

Massive Marktbereinigung Was folgt aus diesen Szenarien für die Zukunft der Branche? „Aus unserer Sicht ist bis zum Jahr 2030 mit einem Rückgang der Anzahl an lokalen Teilegroßhändlern um 60 Prozent zu rechnen“, sagt Wolk. Bei einem etwas positiveren Szenario sei „nur“ eine Marktbereinigung um 45 Prozent zu erwarten, schlimmstenfalls könnten 3 von 4 kleinen Händlern zum Zusperren gezwungen sein. Über die Entwicklung in Österreich gibt die Wolk-Studie keine Auskunft, doch Beobachter schätzen die Lage ähnlich ein. Auch hierzulande wäre der regionale Teilehandel gut beraten, sich rechtzeitig auf noch schwierigere Zeiten einzustellen – zum Beispiel durch Kooperationen, die es ermöglichen, den regionalen Kundenzugang mit attraktiven Einkaufskonditionen zu bündeln. Für Einzelkämpfer sieht die Zukunft zweifellos düster aus. •


WIRTSCHAFT

Sicherheits-Check mit Garantie Das Thema Sicherheit ist Volvo-Kunden wichtig. In Kooperation mit CarGarantie bietet Volvo Car Austria nun eine Fahrzeugüberprüfung in Verbindung mit einer entsprechenden Garantie.

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en Gebrauchtwagenkunden wieder in die Werkstätte zu bekommen, das ist die große Herausforderung aller Importeure und ihrer Markenhändler. Nachdem der Erstbesitzer sein Fahrzeug verkauft hat, ist es oft schwierig, den Herbert Gruber, CustoZweitbesitzer überhaupt zu er- mer Service Manager reichen. Das gilt vor allem für bei Volvo Car Austria Importfahrzeuge oder Autos, die nicht beim Marken-Partner gekauft wurden. Auch auf die Marke Volvo trifft dies zu, wobei Volvo-Kunden großen Wert auf Sicherheit legen. Diese Tatsache nutzen Volvo und CarGarantie nun für die Volvo Sicherheitsgarantie, welche sowohl der Werkstätte wie auch dem Kunden große Vorteile bietet. Zum Abschluss der Garantie muss der Kunde in die Werkstatt kommen.

Überprüfung der Sicherheitssysteme „Vor Abschluss der 12-monatigen Garantie führt der Volvo-Partner einen Sicherheitscheck durch, bei dem die Funktionalität aller Sicherheitssysteme des Fahrzeuges wie zum Beispiel ABS, Airbags oder City Safety überprüft wird“, erklärt Peter Bachmaier, Direktor Vertrieb Importeure, Banken, Versicherungen

Peter Bachmaier, Direktor Vertrieb Importeure, Banken, Versicherungen bei CarGarantie

bei CarGarantie. Natürlich kann die Garantie auch im Zuge eines Jahresservice oder des Volvo 6PLUS-Service realisiert werden. Die Lösung kann für Fahrzeuge bis zu einem Alter von zehn Jahren und bis maximal 200.000 Kilometern abgeschlossen werden.

Sicherheit und Kundenbindung „Das Thema Sicherheit ist einer der Kernwerte von Volvo und wird besonders stark mit der Marke assoziiert. Mit der Volvo Sicherheitsgarantie schaffen wir ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Reparaturund Servicemarkt“, so Herbert Gruber, Customer Service Manager bei Volvo Car Austria. „Mit der Sicherheitsgarantie bekommen wir und unsere Volvo-Partner, zusätzlich zu den bestehenden Kundenbindungsinstrumenten der Volvo Servicewelt, ein weiteres, wichtiges Tool in die Hand“, ergänzt Gruber. „Damit findet die seit 2003 bestehende Kooperation zwischen CarGarantie und Volvo Car Austria eine innovative Erweiterung“, freut sich Bachmaier. • (GEW)


WIRTSCHAFT

Schnell verdientes Geld Fast alle wissen, dass beim Neuwagenverkauf immer weniger zu verdienen ist und dass auch die Werkstatterträge geringer werden. Da bietet sich der Bereich Finanzierungen als Geldquelle an.

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rüher brachten viele Leute das Geld für den Autokauf noch bar zum Händler. Das ist in Zeiten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs längst vorbei. Auch die Zahl jener, die die Summe für den Autokauf gleich direkt von ihrem Konto auf jenes des Händlers überweist, ist überschaubar. Und dennoch: Da ein Auto – vor allem am Land – noch immer sehr wichtig und nicht selten ein Prestigeprodukt ist, wollen es die Kunden haben. Wenn schon das eigene Geld nicht reicht, dann läuft es eben per Kredit oder Leasing. Doch die früher oft konsultierten „Hausbanken“ sind vorsichtig geworden, seit sie in Zeiten von „Basel 3“ gewisse Reserven nachweisen müssen. Diese Geldquelle sprudelt also längst nicht mehr so stark wie früher.

Auf Fahrzeug-Finanzierungen spezialisiert Gut, dass es Alternativen gibt, die sich auf den Autobereich spezialisiert haben. Da wären zum einen die großen Banken der Hersteller bzw. Importeure, die sich auf alle möglichen und unmöglichen Angebote spezialisiert haben, um den Kunden den Erwerb

Bei jedem Klick … … wissen die Kunden der Porsche Bank ab sofort, ob ihr Leasingfahrzeug noch ins persönliche Budget passt. Der Online-Konfigurator kann nun auch am Smartphone oder Tablet verwendet werden.

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unden der Porsche Bank schätzen den Online-Konfigurator seit Jahren: Klick für Klick können sie hier ihr Wunschmodell zusammenstellen, samt den Extras aus der umfangreichen Sonderausstattungsliste. Doch bisher wussten die Kunden erst ganz zum Schluss, ob ihr Traumwagen ins persönliche Budget passt. Das wurde im Dezember geändert, denn beim neuen Online-Finanzierungsrechner

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AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

des Wunschautos zu ermöglichen. Oft können sich die Leute schon zu Hause mit ein paar Klicks einen Überblick darüber verschaffen, wie viel sie monatlich für ihr nächstes Fahrzeug ausgeben müssen. Neu bei der Porsche Bank ist zum Beispiel ein Tool, der jede Wunschausstattung gleich in die Finanzierung mit einbezieht. Andererseits gibt es aber auch die herstellerunabhängigen Banken, die ihre Dienste anbieten: Manche, wie die AutoBank, tragen ihr Hauptgeschäftsfeld praktischerweise gleich im Namen. Andere, z. B. die Santander Consumer Bank, haben sich zwar auf gewisse Importeure im Pkw- und Zweiradbereich spezialisiert, stehen aber natürlich für alle Marken offen – vor allem wenn es um die Finanzierung von Gebrauchtwagen geht. Alle Autohändler sind also gut beraten, sich in diesem Bereich verstärkt zu engagieren: Denn bei den Abschlüssen winkt der eine oder andere zusätzliche Euro. Und, nicht zu vergessen: Der Kunde ist zufrieden, dass er sich einen zusätzlichen Weg zur Bank erspart hat. • (MUE)

der Porsche Bank wird die monatliche Leasingrate bei jedem Klick aktualisiert. Jede Farbe und jedes Extra wird in Form einer monatlichen Rate angezeigt. Das neue Angebot gilt für alle Marken des VW-Konzerns. Außerdem können die Kunden die standardisierten Voreinstellungen (Operating Leasing, 4 Jahre Laufzeit, 15.000 km/Jahr, 30 Prozent Eigenleistung) jederzeit ändern – also zum Beispiel die Kilometerleistung verringern oder die Eigenleistung erhöhen. Auch diese Parameter können mit ein paar Klicks angepasst werden. Die Kunden sehen nicht nur den Gesamtbetrag sowie die monatliche Leasingrate für jedes Ausstattungsdetail, sondern können sich auch über Versicherungs- und Wartungsleistungen informieren. • (MUE)


WIRTSCHAFT

Die Zukunft der Finanzierung

Ob Händler- oder Absatzfinanzierung: Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten. Die Partner der AutoBank profitieren davon schon heute.

D Gerhard Dangel weiß, worauf es künftig bei der Kfz-Finanzierung ankommen wird

ie Beschleunigung und Vernetzung aller Lebensbereiche machen vor dem Autogeschäft nicht halt. Dies gilt auch für die Finanzierung, weiß Gerhard Dangel, Vorstand der AutoBank: „Das isolierte Finanzierungsprodukt rückt bei den Entscheidungen von Kunden und Händlern in den Hintergrund. Neue Serviceleistungen, aber vor allem die reibungslose und einfache Abwicklung werden verstärkt zu kaufentscheidenden Kriterien.“ Dieser Entwicklung trägt das herstellerunabhängige Finanzierungsunternehmen mit dem Projekt „AutoBank 4.0“ Rechnung.

Vorreiter in der Finanzierungsbranche „Künftig werden wir alle Finanzierungsanfragen vom Eingang über die Risiko- und Bonitätsprüfung bis hin zur Auszahlung vollkommen automatisiert abwickeln“, wirft Dangel einen Blick in die gar nicht mehr ferne Finanzierungszukunft. Frei werdende Kapazitäten sollen dazu verwendet werden, den Partnerhändlern noch mehr Service zu bieten. Auch in der Kommunikation will die AutoBank künftig verstärkt digitale Kanäle nützen – freilich ohne auf den persönlichen Kontakt zu den Händlern oder bewährte Plattformen des Meinungsaustauschs zu verzichten, wie Dangel erläutert: „Wichtig ist uns, dass wir zielgruppen- und themenorientiert kommunizieren, ohne unsere Partner mit Informationen zu überschwemmen.“ Dass die AutoBank ihre Vorreiterrolle ernst meint, hat sie schon vor knapp 2 Jahren unter Beweis gestellt: Damals wurde die elektronische Lagerüberprüfung eingeführt, durch die zeitraubende Vor-Ort-Kontrollen überflüssig wurden. Die AutoBank war nicht nur an der Entwicklung dieses Tools federführend beteiligt, sie ist nach wie vor die einzige Bank, die diesen Schritt in die Zukunft bereits gesetzt hat. • (HAY)

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„Wir nehmen hier bei Klein die erste Rolle ein“,

GEWERBE

sagt Hubert Huber (Eurolub) auf Seite 66

„Die Palette reicht von 201 Volt bei Hybridfahrzeugen bis zu 800 Volt bei rein elektrisch betriebenen Autos“, meint Ing. Deniz Kartal über Hochvoltschulungen auf Seite 68

VW-Rückruf: Neue Welle startet im Jänner Er rechne, dass bis Ende Jänner ein Großteil aller von der Dieselproblematik betroffenen Fahrzeuge des VW-Konzerns vom Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland für die Rückrufe freigegeben werden, sagt Johann Schmidinger, der für die Rückrufaktion Verantwortliche bei Porsche Austria. Von den insgesamt 388.000 betroffenen Fahrzeugen in Österreich wurden bisher 87.100 Stück umgerüstet, wobei die Quote der Umrüstungen bei den freigegebenen Modellen bei rund 84 Prozent liegt.

ÖAMTC eröffnete Stützpunkt in Mistelbach Am 16. Dezember ging der neue ÖAMTC-Stützpunkt in Mistelbach (NÖ) in Betrieb. Die ersten Wurzeln in Mistelbach hatte der Automobilclub in dieser Stadt vor 51 Jahren geschlagen, als an einer Shell-Tankstelle ein Rufposten für Pannenfahrer eröffnet wurde; außerdem gab es zwei Prüfspuren. Der erste wirkliche Stützpunkt existierte seit Anfang der 1980er-Jahre. Nun wurde auf einem 5.500 m2 großen Grundstück ein komplett neues Gebäude errichtet.

Gerald Weiss

Für die Zukunft rüsten Die nächsten Jahre werden gewaltige Veränderungen in der Automobiltechnik bringen. Selbstredend, dass auch in der Kfz-Reparatur kein

Tesa kooperiert mit Schleifmittelspezialist Mirka

Stein auf dem anderen

Im Jänner startet eine seit mehreren Monaten vorbereitete Kooperation des Schleifmittelspezialisten Mirka mit Tesa. Das Unternehmen, das auf professionelle Komplettlösungen für Klebeanwendungen spezialisiert ist und auch im automotiven Sektor stark vertreten ist, will durch die Kooperation ebenso wachsen wie Mirka. Beide Unternehmen wollen durch die Zusammenarbeit nun noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen, als dies bisher ohnehin schon geschehen ist.

sind die Chancen für

bleiben wird. Dennoch kleinere Werkstätten intakt. Bei wachsendem Fahrzeugbestand steigt auch der Bedarf an professionellen Service- und Instandsetzungsarbeiten zu

Automechanika: 3-stündige Workshops auch 2018

fairen Preisen: Das

Man habe jene Pessimisten, die sich stets gegen 3-stündige Workshops auf der Automechanika ausgesprochen hätten, überzeugt, bilanzieren die Aussteller jetzt, mehrere Monate nach Ende der Messe in Frankfurt. Doch die insgesamt 12 Workshops seien von mehr als 800 Besuchern frequentiert worden; daher werde man dieses Angebot auch bei der nächsten Automechanika im September 2018 durchführen.

Übergangsphase der

gilt vor allem in der nächsten Jahre, wo ein bunter Mix an Antriebssystemen und elektronischen Lösungen den Markt beherrschen wird. Dafür müssen die Betriebe rechtzeitig die

www.raederportal.de ist gestartet

Weichen stellen und

An kleine und mittelständische Unternehmen, die in den Bereichen Reifen, Räder, Felgen und RDKS-Systeme tätig sind, richtet sich das Angebot von www.raederportal.de. Dabei handelt es sich um einen Umrüstberater, der von der BMF GmbH angeboten wird. Deren geschäftsführender Gesellschafter Wolfgang Brender vermisst derzeit einen neutralen und ungebundenen Konfigurator: „Daher gehen wir nun an den Start.“

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sich positionieren. Die kommende AutoZum bietet übrigens eine ideale Gelegenheit, um bei den Werkstattausrüstern die aktuellen Trends zu erfragen.


GEWERBE

Im neuen Look zum 80. Geburtstag NGK und NTK sind zwei gleichberechtigte Marken, die ab sofort Seite an Seite auftreten. Das ist – kurz gefasst – der neue Markenauftritt von NGK Spark Plug Europe, der anlässlich des 80. Geburtstags des Zündungs- und Sensorenspezialisten vorgestellt wurde.

M

itarbeiter und Geschäftspartner hatten den Markenrelaunch mehrere Monate lang vorbereit: „Was sind die Werte von NGK und NTK? Zu welchen Leistungen sind die beiden Marken imstande?“, lauteten die Fragen. So kristallisierte sich Schritt für Schritt die neue Markenidentität heraus.

NGK und NTK haben seit Kurzem einen neuen Markenauftritt

Unter einem Firmendach vereint Klar ist: NGK Ignition Parts steht für Produkte aus dem Zündungs-Bereich (also Zündkerzen ebenso wie Glühkerzen, Zündspulen oder Zündleitungen). NTK Vehicle Electronics bietet hingegen Sensorik-Produkte wie Lambdasonden, Abgas-Temperatursonden, NOx-Sonden, Luftmassenmesser oder Saugrohr-Ladedrucksensoren. So wie NTK und

NGK unter einem Firmendach vereint auftreten, arbeiten Zündung und Sensorik auch in Fahrzeugen eng zusammen. Dabei treten die jeweiligen Werte der beiden Marken in den Fokus – für NGK ist es die kompromisslose Performance, für NTK die absolute Präzision. Ebenfalls neu ist eine Werbekampagne, die auch in Österreich eingesetzt wird: Herzstück der „Helden-Kampagne“ ist eine Figur, die sich in den unterschiedlichsten Situationen beweist. Laut Marc Kuntzsch, dem auch für Österreich zuständigen General Manager für den Aftermarket, will sich das Unternehmen damit vom Wettbewerb abheben. • (MUE)

Zukunftsfit dank Schulung Mit dem neuen Acoat-Selected-Partnerprogramm bereitet AkzoNobel seine Mitglieder auf die Herausforderungen der Branchenzukunft vor.

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amit sich die Betriebe optimal weiterentwickeln können, erarbeiten wir entsprechend den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Marktes kontinuierlich neue Schulungsthemen“, so Kai Gräper, bei AkzoNobel verantwortlich für das Acoat-SelectedPartnerprogramm in der D-A-CH-Region. So wurden auch im soeben vorgestellten Weiterbildungsprogramm 2017 einige neue Themen aufgenommen. „Mit unserem spezialisierten Beratungs- und Seminarangebot bieten wir den Partnern einen umfangreichen Extra-Service, der sie zukunftsfähig macht.“ Ein Beispiel ist das Beratungsprogramm „Unternehmensnachfolge“, wo mit Experten die steuerliche und erbrechtliche Thematik behandelt wird.

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Wichtige Prozessoptimierung Der Prozessoptimierung, die im Lack- und Karosseriebetrieb ständig an Bedeutung gewinnt, trägt AkzoNobel mit dem „Process Centered Environment“ (PCE) Rechnung. Hier werden in einem ganzheitlichen System die Abläufe im Betrieb optimiert. Führungs- und Management-Schulungen dürfen in diesem Schulungsprogramm ebenso wenig fehlen wie zielgerichtetes Marketing. So wurde beispielsweise das Seminar „1x1 der Marketing-Kommunikation“ neu aufgenommen. Hier werden die richtigen Kommunikationsmaßnahmen für das jeweilige Unternehmen behandelt. Das Werkstattportal www.fahrzeug-reparatur. com ist ebenfalls ein neuer Bestandteil des Acoat-Selected-Programms. Hier können sich die Mitglieder mit ihren Leistungen registrieren und damit neue Kunden gewinnen. Die Mitglieder werden wie immer durch den AkzoNobel-Außendienst über die Möglichkeiten des Schulungsprogramms informiert. • (GEW)

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ANSICHT Künstliche Intelligenz

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oftwarelösungen sind im gesamten Verkehrsbereich in einem scheinbar unaufhaltsamen Vormarsch. Neben absolut positiven Hilfsmitteln wie ABS, Gurtstraffern und Airbags werden das gesamte Motormanagement und eine Vielzahl an Assistenzsystemen ausschließlich über Software gesteuert. An den automatisch gesteuerten Tempolimits im Straßennetz blitzt es hinter dir, die per Software ausgefertigte Anonymverfügung kommt automatisch und genauso automatisch funktioniert die Abbuchung von deinem Konto. Die Krönung wird das selbstfahrende Automobil darstellen, welches (jetzt noch) mit Lobeshymnen präsentiert wird. Nichtsdestotrotz sollten wir uns die Frage stellen, ob wir der künstlichen Intelligenz eigentlich schon gewachsen sind. • Der durch Software bedingte und von den Medien als VW-Skandal bezeichnete Vorfall zeigte viele kuriose Nachwirkungen und Eigenheiten unseres Rechtsstaates auf, aber am deutlichsten wurde, wie hilflos alle staatlichen Kontrollorgane (mit Ausnahme der von amerikanischen Interessen instruierten) sind. Dass die Formulierung der Abgasrichtlinien mit genau festgelegten Fahrzuständen eine Einladung für Software-Entwickler darstellte, diese Fahrzustände zu identifizieren, war jedem Eingeweihten von vornherein klar. Abgesehen davon gibt es Fahrzustände im hohen Geschwindigkeitsbereich, die sowieso nicht erfasst sind. Vom teilweise zweifelhaften Zutun mancher Chiptuner soll hier gar nicht die Rede sein. An den Pranger gestellt müssten jene werden, die solch praxisfremde Regulative erfinden. Richtlinien, die nur im Labor und nicht im Verkehr überprüft werden können, sind per se praxisfremd. • Das Bild der totalen Hilflosigkeit wird abgerundet durch eine Justiz, die das heiße Eisen gar nicht angreifen will oder kann und daher einmal abwartet, wie in Deutschland entschieden wird. Was jedenfalls geklärt werden müsste ist, ob jene, die behaupten einen Schaden erlitten zu haben, tatsächlich einen

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Dipl.-Ing. Heinz Lukaschek ist Ziviltechniker mit Schwerpunkt Verkehr

„Richtlinien, die nur im Labor und nicht im Verkehr überprüft werden können, sind per se praxisfremd. “

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solchen erlitten hätten. Im Wesentlichen geht es um wirtschaftliche Interessen, und die werden sich in Österreich sicher anders darstellen. Darüber hinaus sollte man als einfach denkender Mensch meinen, dass der eigentliche Schaden an der Umwelt und durch Steuerausfall entstanden wäre und wir alle dafür aufzukommen hätten. Nicht zuletzt wären auch die technischen Größenordnungen und Auswirkungen auf den Schadstoffausstoß des Verkehrs abzuklären. Als einigermaßen erfahrener Praktiker behaupte ich, dass Verhaltensweisen der Lenker und veraltete Verkehrstechnik die Abgas- und Verbrauchswerte in zumindest gleicher Größenordnung beeinflussen. • Letzteres Problem wird uns das selbstfahrende Auto wohl abnehmen. Brav jede (vom Bauarbeiter übers Wochenende nicht entfernte) 30-km/h-Beschränkung einhaltend und mit optimiertem Gasfuß beschleunigend, werden wir umweltschonend durch die Lande gleiten und endlich genauso mit dem Handy spielen dürfen wie im öffentlichen Verkehrsmittel. In der Zwischenzeit reiben sich Juristen schon die Hände für jene Verkehrsunfälle, wo auch der Sachverständige das unausweichliche Schicksal nur bestätigen kann, aber das Softwarewunder vielleicht doch einen Ausweg finden hätte können/sollen/müssen. • Da sich unser Softwaregenie nur an dem orientieren kann, was ihm die Straßeninfrastruktur vorgibt, werden unsere bislang eher unbekümmerten Straßenbauverantwortlichen wohl auch etwas unruhiger schlafen. Der Straßenraum wird einer klaren Strukturierung bedürfen. Menschen haben sich gemäß gültiger Gesetzeslage eher unklaren Verkehrssituationen anzupassen, der Begriff unklar kommt im Vokabular der Software nicht mehr vor. • Eine andere Anwendung, wo der Übergang auf eine Softwarelösung nicht nur Vorteile gebracht hat, sind die elektronischen Tachographen. Früher hieß es: „Tachoscheibe raus!“ Eine Übung, die jeder normale Polizist erledigen konnte. Heute gelingt es oft sogar nach folgenschweren Verkehrsunfällen nicht einmal Gerichten, an Daten heranzukommen. • Wir haben einen langen Wahlkampf hinter uns. Eine Botschaft daraus sollten wir beherzigen: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Software wird uns nur überlisten, wenn wir sie ungehindert gewähren lassen.


GEWERBE

Das Goodyear-Dunlop-Team begrüßt seine Gäste ab sofort an der neuen Adresse Lehrbachgasse 13 in 1120 Wien

Das Ende des alten Jahres war von Veränderungen geprägt, im neuen Jahr möchte Goodyear Dunlop mit Highlights durchstarten. Von Matthias Pilter

Noch näher beim Kunden sein

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achdem im September Ing. Wolfgang Stummer die Geschäftsführung von Claus-Christian Schramm übernahm, folgte 2 Monate später die nächste Veränderung bei Goodyear Dunlop. Das Team übersiedelte in neue Büroräumlichkeiten. Geschäftsführer Ing. Wolfgang Stummer freut sich mit seinen Mitarbeitern über den neuen Standort: „Wir schätzen den innovativen Gebäudekomplex des Euro Plaza, wo uns moderne Büroräumlichkeiten und eine top IT-Infrastruktur zur Verfügung stehen.“ Für die Übersiedlung sprach vor allem das zentrale Element der Unternehmensphilosophie des Goodyear-Konzerns nach Nähe zu den Kunden und Endverbrauchern. Am Standort Wien steht den österreichischen Handelskunden daher ein Team mit den Kompetenzen Vertrieb, Marketing, Kommunikation und technischer Kundendienst zur Verfügung. Zusätzlich unterstützen moderne Goodyear Dunlop Servicetools bei der lokalen Vermarktung.

Geschäftsführer Ing. Wolfgang Stummer referiert beim Reifenforum der AutoZum 2017

Beim Reifenforum der AutoZum 2017 dabei Präsenz zeigt Goodyear Dunlop natürlich auch bei Messen. So ist es für das Unternehmen selbstverständlich, beim 2. Reifenforum auf der AutoZum 2017 mitzuwirken. Das Reifenforum wird in Zusammenarbeit von Messeveranstalter und dem Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) organisiert. An den Ständen 1028 und 1030 der

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Halle 10 werden die Produkthighlights von Goodyear und Dunlop für die kommende Sommersaison präsentiert. Im Rahmen des VRÖ Reifentages wird unter anderem Stummer unter dem Titel „Starke Marken für Ihre Zukunft“ über Marken und Produkte referieren.

Testsieger wird präsentiert Mit im Gepäck für die AutoZum 2017 hat Goodyear natürlich auch den neuen Eagle F1 Asymmetric 3, der in Größen von 205 bis 305 sowie von 17 bis 20 Zoll erhältlich ist. Mit dem Ultra-High-PerformanceSommerreifen verspricht Goodyear für Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse hervorragende Bremswege und gute Handling-Eigenschaften, die eine optimale Fahrzeugkontrolle auf nassen und trockenen Straßen ermöglichen sollen. Ausgezeichnet wurde der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 in der Dimension 235/40R18Y etwa im „sport auto Sommerreifentest“ mit „sehr empfehlenswert“ und konnte sich auch den Testsieg schnappen.

Hightech für kurze Bremswege Der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3, in dessen Entwicklung 36.000 Ingenieurstunden und über 5.000 Tests mit 330.000 Kilometern auf der Straße und Teststrecken in 5 Ländern investiert wurde, verfügt über eine Active Braking Technology. Sie bewirkt, dass der Straßenkontakt der Reifenaufstandsfläche während des Bremsvorgangs vergrößert wird, und sorgt damit für einen verkürzten Bremsweg. Verantwortlich hierfür ist die Kontur der Profilrippen und Profilblöcke. Sie ist nicht flach, sondern ballig. Durch diese ballige Kontur vergrößert sich die Kontaktfläche zur Fahrbahn, wenn der Reifen beim Bremsen durch die dynamische Radlastverlagerung auf die Vorderräder auf die Straße gepresst wird.

UHP-Reifen im Vormarsch Den Markt für Ultra-High-Performance-Reifen sieht Stummer weiter wachsen. Dies führt er auf den Anstieg der Zulassungen bei Mittelklasse-, oberen Mittelklasse- und Oberklasse-Fahrzeugen zurück. •

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GEWERBE

Gesucht und gefunden

Alles aus einer Hand

In der Kooperation von Autoteile Klein und Eurolub arbeiten zwei eigentümergeführte Unternehmen zusammen. Von dieser Leidenschaft fürs Geschäft profitieren die beiden Partner und natürlich die Kunden.

E

motion und Leidenschaft für das Geschäft, das merkt man sowohl bei Günter Klein und Rudolf Bayer von Autoteile Klein wie auch bei Hubert Huber, dem Eigentümer von Eurolub. In beiden Unternehmen sind die Chefs an der Front im Einsatz und treffen schnell und unbürokratisch Entscheidungen. Mit der inhabergeführten Struktur können sowohl Klein wie auch Huber schnell und effizient entscheiden und reagieren. Das unterscheidet die beiden Partner vom jeweiligen Wettbewerb. Die Kooperation von Klein und Eurolub hat sich in den vergangenen 11 Jahren daher zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. „Wir nehmen hier bei Klein die erste Rolle ein“, berichtet Huber stolz: „Es geht also sehr wohl auch ohne Premiummarke.“ Hier widerspricht ihm Klein-Geschäftsführer Rudolf Bayer: „Wir sehen Eurolub mittlerweile als Premiummarke, schließlich haben wir ein perfektes Produkt mit allen Freigaben.“ Auch Alfred Allerstorfer, Klein-Gebietsverkaufsleiter NÖ und OÖ, bestätigt: „Am Anfang war es natürlich nicht ganz einfach, unsere Kunden von einem neuen Produkt zu überzeugen. Aber Eurolub punktet mit Kontinuität, Präsenz und Qualität.“ Mittlerweile sind 17 Außendienstmitarbeiter und der gesamte Innendienst davon überzeugt. „Und wir pushen die Marke, weil wir wissen, dass der Kunde damit zufrieden ist“, ergänzt Allerstorfer.

Die Klein-Vertriebsleitung setzt auf Eurolub: Alfred Allerstorfer (NÖ, OÖ), Hubert Huber (Eurolub), Geschäftsführer Rudolf Bayer, Sonja Arocker, Gerhard Werginz (Kärnten, Steiermark) und Jürgen Hahn (NÖ, Burgenland, Wien)

„Eurolub ist unser exklusiver Lieferant bei Schmierstoffen und Chemie“, so Bayer. „Damit können wir alles aus einer Hand abdecken.“ Dabei nennt der Geschäftsführer Kundenservice, Produkt, Preisfindung und Zustellung als entscheidende Vorteile. Dazu kommt die Marketingunterstützung: „Eurolub hat den besten Katalog der Branche sowie eine professionelle Internetseite samt perfektem Oilfinder“, schwärmt Bayer. Komplettiert wird das Angebot mit der DVSE-Einspeisung, die komplette Range ist also digital dargestellt.

Schmierstoffe beim Teilehandel „Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Eurolub zeigen wir, dass Schmierstoffe und Chemie beim Teilelieferanten gut positioniert sind. Wir haben in diesem Bereich ein überproportionales Wachstum“, erklärt Bayer. Schließlich geht es bei der kompetenten Beratung im Bereich Schmierstoffe um die Daseinsberechtigung der Kfz-Werkstätte: „Das Thema ist sehr komplex und wird noch komplizierter. Dank der Unterstützung von Eurolub können wir als Autoteile Klein das Thema besetzen und unsere Kunden, die Werkstätten, bestens betreuen und beliefern“, erklärt Bayer. Nicht zuletzt spielt die perfekte Logistik eine große Rolle.

Selbstbewusstes Auftreten vor dem Kunden Wichtig, und hier sind sich Bayer und Huber ebenfalls einig, ist das selbstbewusste Auftreten der Werkstätte vor dem Kunden. „Der Kunde vertraut der Werkstätte. Dennoch: Der Preis muss stimmen und argumentierbar sein. Wichtig ist außerdem, dass Produkt und Preis nicht vergleichbar sind“, so Bayer. Hier hilft die Fachhandelstreue von Eurolub, die Produkte sind nur im Kfz-Fachhandel verfügbar. Und damit können Eurolub und Autoteile Klein sicherstellen, dass die Werkstätte auch zukünftig mit Schmierstoffen noch gute Erträge erwirtschaften kann. • (GEW)

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GEWERBE

„Goeggeln“ statt googeln!

1982 von Firmeninhaber Bruno Göggel gegründet, ist das in Gammertingen auf der Schwäbischen Alb beheimatete Unternehmen zu einem bedeutenden Reifen-Großhandelsbetrieb gewachsen.

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it einer Montagestation für Pkw-Reifen wagte Bruno Göggel vor mehr als 30 Jahren den Sprung ins Reifengeschäft. Bereits 1988 stieg er in den Reifengroßhandel ein, 2002 eröffnete der Online-Shop mit 24-Stunden-Bestellmöglichkeit und Preisauskunft. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich das Unternehmen von einem Ein-MannBetrieb zu einem international tätigen Reifengroßhandel mit 180 Mitarbeitern entwickelt.

Das Team von Reifen Göggel berät umfassend

1,2 Millionen Reifen Die momentane Lagerfläche umfasst 40.000 Quadratmeter, auf denen über 1,2 Millionen Reifen gelagert sind. „Von unserem Zentrallager in Gammertingen auf der Schwäbischen Alb bedienen wir

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unsere Kunden aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Auch Saisonspitzen bei Wintereinbruch bewältigen wir zuverlässig, unser Lager ist stets auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt“, sagt Marketingleiter Mike Hummel.

Umfangreiches Sortiment Zum Sortiment zählen Reifen aller namhaften Hersteller, ob für Pkws, 4x4/SUVs, Transporter, Lkws sowie Felgen. Darüber hinaus gibt es auch ein umfangreiches Angebot an Motorradreifen. „Zufrieden sind wir erst, wenn unsere Kunden zufrieden sind, dafür tun wir unser Möglichstes“, so Hummel. • (DSC)

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GEWERBE

Viele Arbeiten müssen mit Schutzhandschuhen durchgeführt werden

Das jüngst beschlossene E-MobilitätsFörderpaket wird den Absatz von E- und Hybrid-Fahrzeugen beschleunigen. Auch freie Werkstätten sollten für die Zukunft gerüstet sein.

Hochspannendes Geschäftsfeld

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rundsätzlich verfügen sowohl Elektro- als auch Wasserstoff- sowie Plug-in-Hybrid- und Hybridfahrzeuge über Hochvoltbatterien und dürfen nur mit spezieller Schulung gewartet oder repariert werden. „In nicht allzu ferner Zukunft, aber spätestens nach Ablauf der Fahrzeuggarantie werden damit auch freie Werkstätten konfrontiert sein“, wie Ing. Deniz Kartal, Geschäftsführer der Evalus Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz GmbH, sagt. Kartal geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Zunahme von Fahrzeugen, die Hochvoltbatterien an Bord haben, kommen wird.

Die Ausrüstung für Hochvolttechnik ist umfangreich

Knowhow ist erwerbbar Derzeit liege der Ball noch bei den Vertragshändlern der Importeure oder den Importeuren selbst, die bereits Schulungen durchführten. „Seitens der meisten freien Werkstätten sei das Interesse noch gering, weil noch zu wenig Fahrzeuge auf der Straße sind“, so Kartal. Tätigkeiten an Hochvoltfahrzeugen dürften nur von Fachkräften durchgeführt werden. Speziell bei havarierten Fahrzeugen seien nur Elektrofachkräfte befugt, diese auch zu reparieren. Das Knowhow dafür sei erwerbbar. „Kfz-Techniker, die ja grundsätzlich keine elektrotechnischen Laien sind, können die Spezialausbildung für Hochvoltsysteme machen. Damit erwirbt man eine zusätzliche Qualifikation und es eröffnet sich für freie Werkstätten auch ein neues Geschäftsfeld“, wie Kartal meint. Für die Herstellung einer Spannungsfreiheit und den darauffolgenden Komponententausch bei einem eigensicheren Fahrzeug genüge eine Grundschulung

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Bundesinnungsmeister Komm.Rat Friedrich Nagl

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Ing. Deniz Kartal (r.) führt Schulungen durch

in Hochvolttechnik. „Sobald das Fahrzeug aber nicht mehr sicher ist – also etwa nach einem Unfall – und entsprechende Beschädigungen vorhanden sind, braucht der Techniker genaue Ortskenntnisse, was eine Produktschulung für das jeweilige Modell unumgänglich macht. Der Techniker muss ganz genau über den Aufbau des Fahrzeugs Bescheid wissen, um so den nächsten notwendigen Schritt gefahrlos durchführen zu können. Gefahren sind durchaus gegeben. „Die Palette reicht von 201 Volt bei Hybridfahrzeugen bis zu 800 Volt bei rein elektrisch betriebenen Autos, wobei wir auch Produktschulungen anbieten“, so Kartal. „Bestimmen, wer auf welchem Fahrzeug arbeiten soll oder darf, wird in der Regel immer der Arbeitgeber und nicht der Hersteller“, meint Kartal. Im Prinzip erfolgt die Ausbildung in 3 Stufen: die 1. Stufe betrifft nicht-elektrotechnische Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltbatterien, die 2. Stufe umfasst Arbeiten am eigensicheren Fahrzeug, die 3. Stufe betrifft Arbeiten unter Spannung. (Info: www. hochvoltsysteme.at). Komm-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik, glaubt „dass Elektroautos künftig zweifellos die Realität des Werkstattalltags prägen, auch wenn viele Kunden derzeit noch zögern. Die Hochvolt-Ausbildung wird von zukunftsorientierten Kfz-Betrieben bereits in Anspruch genommen, selbst wenn derzeit noch nicht geklärt ist, wie die qualifizierte Ausbildung anerkannt werden wird.“ • (DSC)


J etz t t e k c i t e on l i n ! k au f e n

18.-21.01.2017 AUTOZUM.AT

INTERNATIONALE FACHMESSE FUR AUTOWERKSTATT UND TANKSTELLENAUSSTATTUNG, KFZ-ERSATZTEILE UND ZUBEHOR, CHEMISCHE ERZEUGNISSE UND UMWELTTECHNIK.


GEWERBE

Neues Design Nachdem in diesem Jahr bereits Fässer und Kartons von Motul weltweit einheitlich in den Markenfarben Rot und Weiß gestaltet wurden, haben nun auch die 20-Liter-Kanister des Schmierstoffherstellers die Markenfarbe Rot erhalten. Bisher waren diese in Orange gehalten. Mit dem neuen Produktdesign möchte Motul die Markenidentität innerhalb der Unternehmensgruppe weiter forcieren. Die roten Fässer mit weißer Schrift kommen im Auto- und Motorradbereich zum Einsatz. Für die Industrieprodukte wird das umgekehrte Farbbild gewählt: weiße Fässer mit roter Schrift. Motul Deutschland GmbH; www.motul.de

Ganz nach Kundenwunsch Einen weiteren maßgeschneiderten ThermFlex-Isolierschlauch für hocheffektives Thermomanagement im Abgassystem hat Federal-Mogul Powertrain in sein Sortiment aufgenommen. Um auf kundenspezifische Anforderungen eingehen zu können, wird dieser in einem computerbasierten Strickprozess gefertigt. Federal-Mogul Holdings Co.; www.federalmogul.com

Nochmals das Sortiment erweitert Jaguar F-Pace tiefer legen KW Automotive bietet für den Jaguar F-Pace nun auch individuell in der Tieferlegung einstellbare Fahrwerkfedern an. An beiden Achsen kann mit den Gewindefedern eine stufenlose Tieferlegung von 15 bis 30 mm vorgenommen werden. Der Federsatz ist um 849 Euro erhältlich und beinhaltet auch das erforderliche Teilegutachten. KW Automotive GmbH; www.kwautomotive.de

24 weitere Aggregate hat Denso seit Anfang Dezember in seinem Starter- und Generatoren-Programm für den Aftermarket aufgenommen. Mit den neuen Startern werden 124 neue TecDoc Fahrzeugtypen abgedeckt, was einem Bestand von 255.000 Fahrzeugen entspricht. Bei den Generatoren werden 126 TecDoc Fahrzeugtypen und 306.000 Fahrzeuge abgedeckt. Insgesamt umfasst das Denso-Aftermarketprogramm nun 230 Generatoren- und 100 Starter-Referenzen. Denso Automotive Deutschland GmbH; www.denso-am.de

Unterschiedlich je Einsatzzweck 4 neue Schnell-Wagenheber für den Renneinsatz hat B-G Racing in seinem Sortiment. Die Produkte zeichnen sich durch eine besonders niedrige Höhe aus. Sie können zwischen Differential oder vorn und hinten am Chassis platziert werden und das Fahrzeug in einem Zug auf eine fixe Höhe anheben. Brown & Geeson Ltd.; www.brownandgeeson.com

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Komplettes Bohr- und Schraubsystem Neue „Impact-Control“-HSS-Spiralbohrer und -Schraubenbits erweitern das Zubehörprogramm für Drehschlagschrauer von Bosch. Diese sind robust gebaut und für Einsätze mit hohen Drehmomenten entwickelt. Verwendet können diese auch bei Standard-Bohrschraubern werden. Die HSS-Spiralbohrer sind in 26 verschiedenen Durchmessern von 2 bis 12 mm verfügbar. Durch den 1/4-Zoll-Sechskantschaft wird ein schneller Zubehörwechsel ermöglicht. Robert Bosch GmbH; www.bosch.at

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Zündkerzen unbeschädigt wechseln Für Motoren, bei denen der Zündkerzenwechsel aufgrund erschwerter Zugänglichkeit nicht ohne Beschädigung vonstatten geht, hat KS Tools eine Spezial-Zündkerzen-Stecknuss mit Gelenk (Produktnummer 911.3999) entwickelt. Das Doppelsechskantprofil ermöglicht die Aufnahme von Sechskant- und Zwölfkant-Zündkerzen. Versehen wurde das Spezialwerkzeug auch mit einem speziellen Haltegummi, mit dem der Profi die Zündkerze sicher aus- und einbauen kann. Der Gummi soll auch Beschädigungen an der Zündkerze selbst vorbeugen. KS Tools WerkzeugMaschinen GmbH; www.ks-tools.at

Übersicht durch einheitliches Layout Die neuen Kataloge für Nüral Zylinderkomponenten und Glyco Gleitlager von Federal-Mogul Motorparts sollen mit einer verbesserten Katalogaufmachung trotz erweiterten Angebotsprogramms eine vereinfachte Produktsuche ermöglichen. Im Vergleich zu bisherigen Ausgaben können, basierend auf TecDoc-Daten, 30 Prozent mehr Motoren abgedeckt werden. Der Nüral-Katalog führt in 88 Kapiteln über 3.000 Artikelnummern für 6.800 Pkws und Lkws. Der Glyco-Katalog verknüpft 13.000 verschiedene Pkw- und Lkw-Motoren mit 110.000 Teilen. Federal-Mogul Holdings Co.; www.federalmogul.com

Individuell programmierbar Vorteile in der Lagerhaltung sieht Schrader beim RDKS im Einsatz von Universalsensoren: Die Logistik wird vereinfacht, Fehlkäufe werden ausgeschlossen und Lagerkosten gespart. Der hochmoderne EZ-Sensor 2.0 von Schrader etwa steht für die Riege der programmierbaren Sensoren. Dabei handelt es sich um einen „unbeschriebenen“ Rohling, der erst im Zuge des gerätegestützten Programmierprozesses mit dem für das Fahrzeug benötigten App-Code beschrieben wird. Updates für das Programmier-Tool Schrader EZ-Sensor Pad sind dauerhaft kostenlos und unmittelbar verfügbar. Schrader International GmbH; www.ez-sensor.com

Upgrade für bis 18 Jahre alte Motoren Nachdem für die B-Serie von Mazda seit dem Jahrtausendwechsel keine Originalglühkerzen mehr produziert werden, stellt NGK mit der CZ262 dem Handel und den Werkstätten eine Neue Keramische Hochtemperatur-Type (NHTC) zur Verfügung. Die Glühkerze entspricht der CZ27 und gilt als OES-Glühkerze für den Pick-up B2500. Die neue Glühkerze erreicht die erforderliche Betriebstemperatur von 1000 °C in weniger als 2 Sekunden und ermöglicht konstante Nachglühtemperaturen von 1.350 °C. NGK Spark Plug Europe GmbH; www.ngkntk.at

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Teilesuche per App Mit der neuen App „ZF Part Finder“ können Kunden das gesamte Ersatzteilangebot der Produktmarken ZF Aftermarket Sachs, Lemförder, TRW und Boge durchsuchen. Der Nutzer benötigt lediglich die Referenznummer des Teils oder den Fahrzeughersteller. Die Inhalte werden länderspezifisch angepasst. Die in 8 Sprachen verfügbare App steht für iOs und Android zur Verfügung. ZF Friedrichshafen AG; www.zf.com

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MENSCHEN Anfang Jänner kehrte Walter Wendt als Pressesprecher zu Toyota Frey zurück, wo er schon von Jänner 2005 bis April 2011 tätig gewesen war. In der Zwischenzeit arbeitete er als International Sales Manager bei Schnabl Stecktechnik, als Export Manager bei Idencom und in gleicher Position bei Dietzel-Inivolt GmbH.

Neue Karrieren bei Federal Federal-Mogul Motorparts hat in der Division Braking und Corporate Development einige personelle Veränderungen vorgenommen: Seit Dezember ist Andrew Sexton (o. l.) President Aftermarket EMEA, Neville Rudd (o. r.) wurde zum neuen Senior Vice President Global Braking ernannt. Detlev Baudach (u. l.) wurde Senior Vice President Global OE und EMEA Aftermarket Commercial Strategy. Und nicht zuletzt wurde Alok Agrawal (u. r.) zum Vice President Strategy und Corporate Development ernannt.

Bei Raiffeisen-Leasing hat Christine Scharinger die neue Stelle für Forschung und Entwicklung im Fuhrpark-Bereich übernommen. Sie war davor 5 Jahre lang in der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing Fuhrparkmanagement GmbH. Heinz Gossmann hat sich nach mehr als 30 Jahren in der Pkw- und Lkw-Branche als Unternehmensberater selbstständig gemacht. Er kümmert sich unter anderem um die Optimierung von Werkstatt- und Ersatzteillager-Prozessen und trainiert Mitarbeiter.

Bei der Visteon Corporation, die sich verstärkt im Bereich autonomes Fahren engagieren will, hat Matthias Schulze die Leitung der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen übernommen. Er kommt von der Daimler AG, wo er in ähnlicher Position tätig war.

Kärcher unter neuer Leitung Ing. Gerhard Schwab (r.) verlässt die Geschäftsführung von Kärcher Österreich und hat sein eigenes Beratungsunternehmen, die Schwab Engineering & Consulting GmbH, gegründet. Schwab war insgesamt 22 Jahre lang für Kärcher tätig. Auf Wunsch des Unternehmens Kärcher International wird Schwab weiterhin als Berater für die Produktgruppe Future Tech aktiv sein. Seine Agenden hat Michael T. Grüssinger (l.) übernommen. Er war bisher Geschäftsführer von Alfred Kärcher Österreich. Sein Ziel ist es, weiterhin am Ausbau der Marktposition von Kärcher bei Firmen- und Privatkunden zu arbeiten.

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Zetsche bleibt Präsident Die European Automobile Manufacturers Association (ACEA) bestätigte im Dezember Dr. Dieter Zetsche als Präsident. Der Chef der Daimler AG wird auch im Jahr 2017 der europäischen Herstellervereinigung vorstehen. Zetsche bezeichnete 2017 als herausforderndes Jahr, da es massive Veränderungen bei den CO2-Messungen geben werde. Außerdem würden durch die Fortschritte beim vernetzten und automatisierten Fahren große Veränderungen auf die Autohersteller zukommen.

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MENSCHEN

Gerald Beirer ist seit Dezember beim steirischen Baumaschinenausrüster Winkelbauer GmbH Verkaufsleiter für Österreich und Süddeutschland. Beirer war zuletzt Geschäftsführer bei der WM Fahrzeugteile GmbH.

Die Position des Vertriebsleiters für Zentraleuropa im Bereich Aftermarket bei der Schaeffler Gruppe übernahm am 1. Jänner Thomas Nelles (r.). Sein Vorgänger Lutz Sattler (l.) geht Ende Juli nach 27 Jahren bei Schaeffler in Pension und wird Nelles bis dahin aktiv unterstützen. Karl Reinhard Dungl ist seit Dezember in Wien als Vertriebsleiter für Gebrauchtwagen bei der Wiesenthal Handel und Service GmbH tätig. Er kommt von BMW Wien, wo seine Nachfolge vorerst ungeklärt geblieben ist.

Neuer Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei der Volvo Car Group ist seit Dezember Henrik Green. Der 43-Jährige arbeitet seit 1996 für den schwedischen Autohersteller, unter anderem war er auch in China tätig. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung hat 6.500 Mitarbeiter und werkt auch für die Zhejiang Geely Holding.

CarGarantie: Drechsel folgt Strobl Michael Drechsel (30, l.) folgt Bogdan Strobl, MBA (33, r.) als Distriktleiter bei CarGarantie. Drechsel war in den Jahren zuvor bei Toyota Frey, PSA und kurz bei Obereder tätig. Strobl übernahm die neu geschaffene Position des Spartenleiters „Technik“ beim Raiffeisen Lagerhaus in Korneuburg. Dieses hat vier Auto-Verkaufsstandorte in Korneuburg, Tresdorf, Ernstbrunn und Wolkersdorf.

Revirements bei Renault Seit 1. Jänner ist Jacques Chatain (45, l.) neuer Direktor des Bereichs After Sales für Renault in Österreich und der Schweiz. Sein Vorgänger Christophe Waag (52, r.), der als Kfz-Techniker von Renault in Straßburg begann und seit 1998 in Österreich tätig ist, übernimmt das operative Geschäft bei der Renault Retail Group in Wien. Chatain war bisher General Manager After Sales Europe Renault S.A.S.

Am 1. Februar 2017 wird Hans-Peter Mathe (B.), bisher Leiter des Bereichs Financial Services bei der BMW Group in Österreich, in die Zentrale nach München wechseln. Er übernimmt dort die Leitung des Bereichs Vertrieb und Marketing bei der BMW Bank GmbH. Über die Nachfolge Mathes in Österreich wurde bis Redaktionsschluss noch nicht entschieden.

Banner mit neuem Marketingleiter Dr. Wolfgang Chmelir, MBA (B.), ist seit Dezember Marketingdirektor des Batterienherstellers Banner in Leonding. Er folgt auf Mag. Günther Lemmerer, der – wie in der November-Ausgabe berichtet – neuer Marketingdirektor beim Armaturenhersteller Hawle in Vöcklabruck wurde. Chmelir ist studierter Medien- und PR-Fachmann.

Prof. Herbert Schedl Im 89. Lebensjahr ist am 18. Dezember 2016 Komm.-Rat Prof. Herbert Schedl verstorben. Er war nach seiner Tätigkeit beim ARBÖ auch als Leiter des Technischen Büros des Versicherungsverbands tätig und ein Techniker der alten Schule.

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LESERBRIEFE

ANSICHT

Die Frau, das en unbekannte Wes

V

Rede Monaten die vergangenen iel war in den ngen in der massiven Veränderu davon, dass von den Stelle: Also – auch an dieser verändern Autobranche immer mehr der Händler Teil des sich die Rolle selbst einen Hersteller entweder andere wird, weil die der eine oder en oder sich wird. Vertriebs übernehm abschneiden Teil des Kuchens Dritte einen • ÖAMTC macht der Da nun? wir Neuwagen Und was hören die sich einen über Frauen, Kurzum: eine Studie dabei erleben. – und was sie noch imkaufen wollen (ja, die sind ReAutoverkäufer bestätigen die So mancher , Ausnahmen e mer meist männlich gerade als vollwertig die Frau nicht gel) behandelt auszudrücken. es einmal vornehm Kundin, um • männKfz-Branche wir, dass die andere. Ausreden Natürlich wissen eine ist wie kaum Tipps lich dominiert Seminare mit nicht: Denn n Gegibt es dennoch mit dem weibliche Umgang man dort für den richtigen Jahren. Was es schon seit schlecht gibt mit ihren Wünschen dass Frauen mehr lernt? Vor allem, Dass sie nicht et, n werden wollen. ernst genomme sind, der entscheid zu einem Mann gekauft wird, das Beiwagerl Ausstattung in welcher welches Auto einmal war. wie es früher • in den Dass die Chefs wir daraus? müssen, Was folgern aben machen Hausaufg ihre Autohäusern habisher versäumt sofern sie das instruieben. Also: Verkäufer das natürlich ren, auch wenn kostet. Sonst Zeit und Geld diese Betriebe müssen sich also die über die Zukunft, ät auf E-Mobilit Umstellung ende Autos, und selbstfahr mehr magar keine Gedanken gar nicht sie dann chen. Weil es mehr geben

Betrifft: „Ansicht“ in „AUTO & Wirtschaft 11/2016

Mehr Mut zum Auto!

Viele Autooder Paris: , München am, dass sie Ob in Wolfsburg öffentlichkeitswirks konzern“ hersteller geloben auer zum Mobilitäts Tesla. Also sich „vom Fahrzeugb tut das nicht: wollen. Einer Jahre vor der entwickeln men, das eineinhalb ngen für sein jenes Unterneh Reservieru i3 in schon 400.000 Einführung es der BMW hat, während hat. Model 3 erhalten Verkäufe gebracht erst auf 55.000 drei Jahren • vom verstehen viel ersund seine Manager Elon Musk sie die Zukunftsp dass als würzu viel, Marketing – schlechtreden jaheigenen Produkte jene, die sich pektiven ihrer begehen nur eiten Fehler en Unterschr den. Diesen mit dem trickreich mit der relang zu sehr und zu wenig sgrenzwerten von Verbrauch beschäftigt haben. (über-)morgen Mobilität von • , selbstfahelektrisch mag noch der Zukunft Das Auto es wird immer sein – aber weiterhin als rend und vernetzt Menschen den nEs wird und Modegege ein Auto sein. Statussymbol geleast Alltagswerkzeug, gekauft und zuEs wird weiterhin stand dienen. ist Grund genug, werden. Das an die Öffentlich kunftssicher mit – und nicht keit zu treten n, Selbstverleugnunge bizarren spieHände die in die nur jenen einen Jahrzehnten len, die seit Kreuzzug motivierten h ideologisc lle Mobilität gegen die individue

„Bizarre Selbstverleugnungen nützen nur jenen, die einen Kreuzzug gegen die individuelle Mobilität führen.“

führen.

wird!

Philipp Hayder, Geschäftsführer

Mag. Heinz Müller, Chefredakteur

3 AUTO & Wirtschaft

• NOVEMBER

2016

Sehr geehrter Hr. Hayder, Ihr Leitartikel „Mehr Mut zum Auto“ entspricht wahrscheinlich nicht den Vorstellungen der Produzenten und Importeure, ich möchte Ihnen allerdings dazu gratulieren und Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Ansicht zu 100 % teile. Freundliche Grüße, Michael Schmidt, Geschäftsführung BMW Höglinger Denzel GmbH, Estermannstraße 2-4, 4020 Linz

Betrifft: „7 Millionen für ein Autohaus“ in „AUTO & Wirtschaft 12/2016 Sehr geehrter Herr Lustig, sehr geehrter Herr Hayder, in Ihrer aktuellen Ausgabe von „AUTO & Wirtschaft“ schreiben Sie in dem Bericht über die Firma Leeb, dass „der in Importeurshand befindliche Welser Peugeot-Betrieb in Folge geschlossen wird.“ Dies ist nicht korrekt und wir bitten um Richtigstellung. Unser Geschäftsführer, Herr Mathias Gabler, steht für ein Gespräch jederzeit gerne bereit! Mit freundlichen Grüßen, Clemens Gradischnig, Standortleiter Peugeot Autohaus, 4060 Leonding Anmerkung der Redaktion: PSA-Retail-Geschäftsführer Matthias Gabler widerspricht in unserem Bericht über die Investition der Firma Leeb in Wels dahingehend, dass die Peugeot-Standortleitung in Leonding nicht vor hat, den eigenen Betrieb in der Folge zu schließen. Wir bringen dieses Detail zur Kenntnis! (LUS)

Betrifft: Stellungnahme der Bundeswettbewerbsbehörde in „AUTO & Wirtschaft 11/2016 Lieber Herr Lustig! Ich danke Ihnen für die Übermittlung der Stellungnahme! Brisant, aber auch nicht ganz neu. Durch die angespannte Markt-

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In der Kolumne „Der A&W-Papierkorb“ sind Inhalte zu lesen, die zum Schmunzeln anregen können, ohne dass sie unbedingt immer mit der Automobilbranche zu tun haben.

Nützliches für daheim Es ist so eine Sache mit den schönen Sachen im Leben: Manchmal sind sie einfach zu teuer! Das gilt vor allem für den VW „Bulli“ aus den Fünfzigern, der in den vergangenen Jahren Bocksprünge beim Preis vollführte. Das hat Gorenje erkannt und stellte im Herbst eine Retro Collection an Kühlschränken vor. „Champagnerfarbenes Vintage-Design in Baby Blue oder Burgundy“ vermeldet der Hersteller, aber leider noch keinen Preis. Und auch der Zeitpunkt, wann der coole Klassiker auf den Markt kommt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

lage wird es auf beiden Seiten immer enger. Zehn brisante Noch ein Gedanke dazu: Seiten D Vielleicht wird der Konflikt auch dadurch verschärft und verzerrt, dass auf Seiten der Importeure in der Regel angestellte, überwiegend fix besoldete Leute sitzen, deren individueller Handlungs- und Gestaltungsspielraum stets nur nach unten, niemals aber nach oben reicht. Händler hingegen sind Unternehmer, die nicht selten auch mit ihrem Privatvermögen für die oft hirnrissigen Phantasien der Hersteller haften. Liebe Grüße, Peter Kainz, Ex-MVC-Mitarbeiter und Elektromobilitäts-Pionier, St. Andrä-Wördern

AUTO & Wirtschaft • JÄNNER 2017

THEMA

Standards, Margens zufriedenheitsumf ysteme, Garantievergütun gen, klagen Markenh ragen: Bei diesen und weiteren Kundenändler über immer Punkten bedingungen. schlechtere Rahmen Bei Gehör, doch die den Herstellern fanden sie bisher Bundeswettbewer kaum überraschend deutlichen Stellungnbsbehörde lässt mit einer ahme aufhorch und Dr. Friedrich en.

Von Philipp Hayder

THEMA

umso schwerer, je höher der Anteil von Gewährleis Garantie- und tungsarbeit en am gesamten kommen ist.“ Werkstattau Als weitere fIndizien für machtmissb einen Marktrauch werden „willkürlich einen bestimmten e“ oder nur Prozentsatz auf der Betriebe de Zielvorgabe abstellenn sowie mata“ bei Zufriedenh „unübliche Bewertung sscheSalopp ausgedrück eitsumfragen bezeichnet. t: Es gibt kaum vertraglich einen Aspekt en Zusammen der arbeit zwischen teuren und Händlern, Imporin denen die haltspunkt BWB nicht e für rechtswidr Anige Praktiken reagieren darauf sieht. Wie die Verantwor tlichen?

Knöbl

Unterschiedliche Realitäten

er „Missbrauc h einer marktbeherrsche nden Stellung“ ein berüchtigte ist r Begriff: Schließlich impliziert er, dass eine wirtschaftlich Konkurren mächtigere ten tummeln ihr von Rechtsweg Partei den würden. Daher nen frei, wie stehe es ihsie zur Optimierun denen Handlungs en zugestanVertriebsne g des Absatzes spielraum tz gestalten. ihr schreitet und überDiese zivilrechtlic tragsfreihei schwächer t hat aus der he Vere Gruppen übervorteil Sicht der BWB t. Genau ihre wettbewerb das könnte allerdings markengeb srechtliche im undenen Fahrzeugh n Grenzen. graf 4 Kartellgese Nach Parafach der Fall andel vieltz sei davon sein, meint Hersteller als auszugehen werbsbehö die Bundeswet , dass die Lieferanten rde (BWB) tbegegenüber in einer aufsehener als Abnehmer Stellungna ihren Händlern hme. eine marktbehe regenden hätten – vor rrschende Im Frühjahr Stellung allem, da 2016 hatte Letztere „zur sich das Bundesgrem schwerwieg Fahrzeugh Vermeidun ender betriebswir andels an die ium des g tschaftliche Wettbewer auf die Aufrechter um diese über bshüter gewandt, r Nachteile haltung der die angespann angewiesen Geschäftsb te wirtschaftli vieler Mitgliedsbe sind“. eziehung che Lage triebe zu informieren Es kommt an den Vertragsbed somit . Der Kritik darauf an, ingungen der welche Ausweichm lichkeiten BWB in einer Hersteller existieren. ögging die soeben veröffentlic Schon 1993 Gerichtsho Unter www.auto ist der hten Analyse f (OGH) in nach. undwirtsch einem Kartellverfa Oberste 3/93) davon aft.at ist starke Rechtsguta hren (Okt ausgegange chten als Download das 10 Seiten n, dass Vertragshä ihren Bedarf beschäftigt ndler, die verfügbar: nur bei einem sich mit der Es Importeur ligen Marke „Fallgrupp in Architektu – der jeweie Investition – decken können, r, Ausstattun en wechsel mit bei einem g und Einrichtun Schauräum Markenschwerwieg en, Werkstätte g von enden betriebswir lichen Nachteilen n etc.“ ebenso der „Fallgrupp tschaftwie mit rechnen müssen. e Vergütung Wettbewer von Leistungen fikationen“ Der für den b relevante sowie mit , BoniMarkt sei Abnahmev somit auf Betriebsein erpflichtungen Fahrzeuge richtungen dieser Marke für und Direktgesc eingeschrä Importeure nkt. Der Importeur häften der . sei auf diesem Markt keinem Wettbewer ausgesetzt, b Eindeutige Marktbeher somit werde „der Markt rschung von ihm beherrscht Bevor sich die Wettbewer “. Daran ist bshüter mit nen Kritikpunk aus der Sicht den einzelten beschäftige des OGH sich nichts an sie freilich n konnten, auszusetze klären, ob mussten n. Allerdings unter solchen überhaupt herrschend ist eine marktbeUmständen e Stellung die der Kfz-Liefera Dies wird nten vorliegt. von den gument bestritten, Herstellern gerne mit Die Stellungnahm dem Ardass sich unter www.autoune der BWB ist am Markt dwirtschaft.at zahlreiche als

Download verfügbar

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AUTO & Wirtschaft

• NOVEMBER

2016

Angemesse nheit vertragliche r Regelung prüfen. Die besonders BWB verweist zu dabei auf Paragraf Kartellgese tzes: Danach 5 des bestehe ein besondere Missbrauch „in der Forderung inssonstiger Geschäftsb dingungen, die von denjenigen ebei wirksamem abweichen , die sich Wettbewerb mit hoher lichkeit ergeben Wahrschein würden“. Nicht nichtig – sind erlaubt – und laut OGH (4 daher Ob187/02g denen „der ) Klauseln, Marktbehe mit rrscher dem Verpflichtungen Vertragspar auferlegt, die tner für die Verwirklich eines an sich legitimen Ziels ung entbehrlich Freiheit des sind und die Vertragspar tners unbillig einschränk en“.

Importeurssprecher Günther Kerle will keinen Handlungsbedarf erkennen

Zahlreiche Verdachtsm omente

In Anbetracht dieses Maßstabs ein Missbrauch kann laut BWB dann der marktbehe vorliegen, rrschenden wenn „der Stellung geforderte auffällig von Investition einer üblichen szyklus Abschreibu das betreffende ngsdauer für Vermögens gut abweicht“, titionen in einem „auffälligen die InvesMissverhäl Umsatz- und tnis zu den Ertragscha ncen“ stehen, Bezugsque llen vorgegeben bestimmte werden sowie wirtschaftli ch unvernünft „betriebsige oder unvertretba vestitionen gefordert werden“. re InVon einem möglichen Missbrauch auch, wenn spricht die bei GarantieBWB und Gewährleis „Richtzeite tungsfällen n oder Ähnliches systematisc tatsächlich h unter den für die Mängelbeh ebung erforderlich Zeiten festgesetzt en werden“, Vorund Nachbereit ungszeiten nicht verrechnet werden oder „Formvorschriften zum Anlass genommen werden, die Vergütung tatsächlich erbrachter Leistungen zu verweigern“. In ihrer Expertise berücksich tigt die BWB auch den Trend zu immer längeren Garantiefristen: „Diese Punkte wiegen

AUTO & Wirtschaft

Komm.-Rat Ing. Josef Schirak sieht die Forderungen des Kfz-Einzelhandels bestätigt

Das BWB-Papi er war naturgemä jüngsten Sitzung ß Thema bei der des Arbeitskrei importeure . Dessen Vorsitzend ses der Automobilzum Jahreswech er Günther Kerle, bis sel Chef von sich freilich Mazda Austria, gelassen. Die gibt Analyse zeige theoretisch vorstellbare lediglich rechtliche auf, darüber Problemfel hinaus würden der alle Markenver Schirm-GV O entspreche träge der n: „Daher haupt keinen sehe ich überHandlungs bedarf.“ Für se eigenwillig Juristen ist e Interpretat dieion überrasche Auswirkun nd, größere gen hat sie aber nicht: sche Vertragsde In markenspe tails kann der zifiImporteurs ohnehin nicht arbeitskreis eingreifen. Naturgemä ß anders Schirak, Einzelhand sieht dies Komm.-Ra t Ing. Josef elssprecher des Fahrzeugh im Bundesgrem andels: ium zeigt die Richtigkeit „Die Stellungnahme der BWB unserer Begehren es Sache der auf.“ Nun einzelnen sei Händlerver dieser Analyse bände, auf Verhandlun Basis gen mit den managern zu führen. Hersteller-

Juristische Schützenhil fe

Erste Vereine haben bereits Gespräche men. Sollte aufgenomes zu keiner Einigung kommen, betroffene Betriebe auf Basis der BWB-Anal können Kartellgeric ht beispielswe yse beim ise beantragen Hersteller , unwirtscha ftliche Investition dass der zu unterlassen svorgaben hat. Bei zweifelhaft forderunge en Garantierü n kann der ckjeweilige Händler rechtlichen den kartellAntrag stellen, jene Klauseln tievergütun der Garang, auf die der Hersteller stützt, für seine Forderung ungültig zu erklären. Dies jeweils über würde sich den Einzelfall hinaus auf Markennet das gesamte z auswirken. Die Händler und ihre Vertreter Gründe, künftig haben jedenfalls selbstbewu gute sster aufzutreten eindeutige und einflussreiche : Eine so Schützenh Einzelhand ilfe für den el, wie sie die BWB-Stell stellt, gab es ungnahme in Österreich darnoch nie. Sollte es tatsächlich zu Prozessen die Gerichte meist den Expertisen kommen, folgen wohl auch der BWB: den Juristen Das ist in den Rechtsabte Fahrzeugimporteure ilungen der bewusst. •

• NOVEMBER

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AUTO & Wirtschaft 01/2017