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HANDEL
Daten zum Fahrzeugbestand
WIRTSCHAFT
VW dreht
jeden Stein um
20. OKTOBER 2026, Hofburg, Wien
DIE VORBEREITUNGEN FÜR DEN 17. A&W-TAG LAUFEN AUF HOCHTOUREN!
In den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten hat sich der A&W-Tag zum wichtigsten Treffen in der heimischen Kfz-Branche entwickelt: Wir wollen Ihnen auch diesmal in Vorträgen und Podiumsdiskussionen die jüngsten Trends in der Kfz-Branche präsentieren und Ihnen einen Ausblick auf die künftigen Veränderungen geben. Doch natürlich wird der A&W-Tag traditionell auch zum Netzwerken genützt: Nirgendwo sonst treffen sich so viele Gleichgesinnte – und das im historischen Ambiente der Hofburg.
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Kevin Kada, Redakteur
Messe ist nur
einmal im Jahr
Als sogenannter „Digital Native“ würde ich von mir behaupten, dass ich digitalen Lösungen und Nutzererfahrungen gegenüber nicht abgeneigt bin. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: Digital ist besser. Aber ist daran wirklich alles besser? Mitnichten. Zum Beispiel die klassische Messe. Und im speziellen Fall Automessen. Auf engstem Raum hat man so viel geballte Information und nirgendwo hat man die Möglichkeit, in so kurzer Zeit die verschiedenen Modelle nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben. Und ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass das Gefühl, wenn man im Auto sitzt und das Lenkrad angreifen und die verschiedenen Schalter und Knöpfe ausprobieren kann, durch kein digitales Erlebnis zu ersetzen ist. Zumindest nicht bisher, wenngleich sich auch in diesem Bereich einiges tut – Stichwort Virtual Reality. Also nein, Digital ist bei Weitem nicht immer besser. Und das merkte das AUTO-&-Wirtschaft-Team auch bei seinen Besuchen der diversen regionalen Automessen in den vergangenen Wochen. Die Berichte dazu lesen Sie in der Fokus-Strecke dieses Magazins. Egal ob es die Motion Expo in Graz war oder der Eisenstädter Autofrühling, der mangels Messehalle in den Autohäusern der einzelnen Händler in der burgenländischen Landeshauptstadt stattfand. Die Menschen wollen wieder Auto. Und das nicht zu knapp. Denn quer durch Österreich jagten die (Haus-)Messen Besucherrekorde der Vorjahre.
Die hohe Kundenfrequenz bei einer Messe ist durch keinen digitalen Vertriebskanal oder Schauraum zu ersetzen.
Qualität statt Quantität Dabei unterscheiden sich die Konzepte mancherorts gewaltig. Konkret geht es schon mal darum, ob die Messe bei freiem Eintritt stattfindet oder die Besucher für ihre Gusto-Runde etwas bezahlen müssen. Wie heißt es in einem Sprichwort so schön: „Was nichts kostet, ist nichts wert!“ Und genau hier kann man schon, noch bevor sich die Messetore öffnen, die Spreu vom Weizen trennen. Die Gefahr, dass die üblichen Kugelschreiber-Sammler eine Messe besuchen, wenn der Eintritt etwas kostet, ist deutlich geringer, als wenn man sie kostenlos besuchen darf. Denn die anwesenden Händler, die durchaus gutes Geld für ihre Messestände bezahlen, wollen vor allem eines: potenzielle, echte Kunden. Also Personen, die nicht nur schauen, sondern im Idealfall auch wirklich ein Auto kaufen wollen. Und genau hier zeigt sich ein erfreulicher Trend.
Wie man von den Messen aus Graz, Innsbruck, Linz und Co. hört, haben diese „echten“ Kunden auch tatsächlich ihren Weg in die Messehallen gefunden. Nicht wenige Händler berichteten von Kaufabschlüssen direkt bei der Messe und viele weitere haben die Kalender in den kommenden Wochen üppig mit Probefahrten gefüllt. Die hohe Kundenfrequenz bei einer Messe ist also durch nichts zu ersetzen. Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Die Konsequenz darf nicht lauten, dass man seine digitalen Vertriebskanäle brach liegen lassen darf. Der Kunde, der dieses Mal nicht zur Messe kam, sucht vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten nach einem Auto. Denn Messe ist nur einmal im Jahr!
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„Alles Auto-Messe“ hieß es in den vergangenen Wochen in den Bundesländern, wir waren auf vielen Auto-Schauen dabei!
Schon abgehängt?
Nach 17,4 Prozent BEV-Anteil im Gesamtjahr 2025 haben die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen in der Europäischen Union im Jänner und Februar 2026 schon 18,8 Prozent betragen, wie die ACEA meldet. Der Herstellerverband sieht „anhaltendes Potenzial für weiteres Wachstum“ und streicht frappierende Unterschiede zwischen einzelnen Märkten heraus. Die meisten neu zugelassenen Fahrzeuge in der EU verfügten über einen Hybridantrieb, während Benzin- (22,5 %) und Dieselantrieb (8,1 %) weiter im Sinkflug waren. Die österreichische Leitstelle Elektromobilität (OLÉ) stellt angesichts der aktuellen Zahlen fest, dass Österreich bei der Transformationsgeschwindigkeit mittlerweile zu den europäischen Schlusslichtern zählt. „Wir haben nach vielen Jahren in den Top 10 den Anschluss an die Top-Länder verloren“, so OLÉ-Leiter Philipp Wieser. Bei der Wachstumsrate belege man nur noch Platz 20 von 27 Staaten. Zudem würden vergleichsweise viele Österreicher E-Mobilität prinzipiell ablehnen, so Wieser.
Foto: Adobe Stock/Adam Gregor
Krisensicherer Ladestrom
„Ladekarten mit festen Verträgen geben Sicherheit und machen Mobilität berechenbar, egal, wo man lädt“, bricht Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Bundesverbands Elek tromobilität Österreich (BEÖ), eine Lanze für das herrschende Tarifsystem.
Während geopolitische Krisen die Spritpreise über Nacht ansteigen hätten lassen, bleibe das Laden von E-Fahrzeugen kalkulierbar. Rund 84 Prozent der E-Auto-Nutzer in Österreich hätten Ladeverträge abgeschlossen. Schon die Energiekrise im Jahr 2022 habe sich auf Ladetarife kaum ausgewirkt, meint Reinhardt.
Erster Dream-Dealer in Österreich
Die erst vor Kurzem eröffnete Motor-City in Wien Simmering hat nun den ersten Dream-DealerSchauraum von Honda Motorrad realisiert.
„Hier wurden mit Adventure, Touring, Street und Supersport verschiedene Welten geschaffen, die neben den Modellen auch Zubehör und Bekleidung umfassen“, erklärt Philipp Kornfeld, Sales Manager Motorcycles von Honda Austria.
Damit wurde nach Xpeng und dem ebenfalls gerade fertiggestellten Opel-Schauraum nun die dritte Markenwelt in der neuen Motor-City finalisiert.
„Die Motorradwelt komplettiert unser „Alles-ineinem“-Konzept und hat sich in kürzester Zeit zu einem sehr wichtigen Bereich entwickelt“, erklärt Eigentümer und Geschäftsführer Fahri Gökbas.
„Das Motorrad ist ein Hobby und Luxus-Produkt, die Individualisierung ist sehr wichtig“, ergänzt Verkaufsleiter Wolfgang Wagner.
Weitere Informationen lesen Sie in der AUTOInformation Nr. 2814 vom 10. April 2026
Bereits zum sechsten Mal finden heuer am Rathausplatz der Bundeshauptstadt die Wiener Elektro Tage statt, und zwar vom 29. bis 31. Mai. „Die Veranstaltung steht wie keine andere für den Schulterschluss von Fahrzeugherstellern, Service-Anbietern, Infrastruktur-Schaffenden und der Wiener Stadtregierung, um die elektrische Transformation nachhaltig voranzutreiben“, sagt Thomas Beran, Geschäftsführer des Veranstalters Porsche Media & Creative. Über 60 neue Pkw- und Nutzfahrzeug-Modelle von 20 Herstellern sind angekündigt, wieder werden neben reinen BEVs auch Plug-in-Hybride gezeigt.
Lucid noch heuer in Österreich
Lucid Motors, US-Hersteller von LuxusElektroautos, erweitert seine Marktpräsenz in Europa von vier auf elf Länder und setzt künftig auf ein hybrides Handelssystem aus Direkt- und Händlervertrieb. Auch in Österreich sei man bereits mit interessierten Handelsorganisationen im Gespräch und will noch heuer starten, wie ein Sprecher bestätigte. Derzeit bietet
Lucid zwei Premium-Modelle, die Limousine Air sowie das SUV Gravity, an. Ab 2028 sollen dazu zwei Mittelklasse-SUVs auf einer völlig neuen Plattform kommen, die im Kaufpreis bei etwa 50.000 US-Dollar liegen sollen. Bisher hat Lucid lediglich mit Direktvertrieb operiert.
Einzigartig in Österreich!
Erste GAC rollen vom Magna-Band
Die ersten Modelle des GAC Aion UT sind bei Magna in Graz vom Band gerollt, wie der chinesische Hersteller bekanntgibt, der etwa zur Jahresmitte auch in Österreich starten will. Im März war die Marke mit einem Stand auf der Grazer MotionExpo vertreten und zeigte das Modell noch als Showcar.
Der Aion UT ist ein 4,3 Meter langes SUV im C-Segment, das – in Italien designt, in Österreich endgefertigt – besonders auf europäische Kunden zugeschnitten sein soll. Das Modell verfügt über eine 75-kWh-LFP-Traktionsbatterie und 510 km Reichweite nach WLTP. GAC ist unter den fünf größten chinesischen Automobilherstellern und bereits in mehreren europäischen Ländern präsent.
Wechseln Sie auf die
„Wir haben die Kosten in den drei großen deutschen Fabriken um 20 Prozent verbessert.“
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender VW AG
„Teile aus gestohlenen Fahrzeugen kommen auch in Westeuropa wieder in den Handel.“
Andreas Köck, SOKO Kfz
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Editorial Kevin Kada: Messe ist nur einmal im Jahr 03
Aspekte: Abgehängt bei der Transformation ...................04
Aus der Redaktion: Sind dort, wo andere nicht sind 07
FOKUS
Linzer Autofrühling: Das Design-Center ist voll ..............08
MotionExpo Graz: Messe platzt aus allen Nähten 10
Branchentreff Graz: Ein kleiner Blick in die Glaskugel 13
Zuwachs in der Mozartstadt 14
Verkaufsturbo Autoschauen ..............................16 Eisenstädter Autofrühling: Es tut sich was 18
Im Westen viel Neues 19 Innsbruck: Größte Messe in West-Österreich 20
Werner Überall: Datensicherheit als Erfolgsfaktor 21
HANDEL
Bestand: Die harte Währung in den Werkstätten 22 Interview: „Gestohlen wird, was der Markt verlangt“ 24 Autodiebstahl-Story: Gestohlen, gefunden, vermisst
GEWERBE
WIRTSCHAFT
Wir sind dort, wo andere nicht sind
Es hat Zeiten gegeben, wo das Verhältnis zwischen dem A&W Verlag und einigen wenigen Importeuren durchaus angespannt war (und es ist, man darf es aussprechen, nicht immer nur an uns gelegen). Seit einigen Jahren hat sich das massiv verbessert, und das gegenseitige Vertrauen ist (auch das darf man so sagen) groß. Wir erfahren manchmal Dinge unter der Auflage, sie erst zu einem bestimmten Zeitpunkt zu veröffentlichen. Und dass wir uns stets daran halten, ist Teil des hohen Vertrauensvorschusses, den wir uns in der Branche (keineswegs nur bei den Autoimporteuren, sondern auch bei den Reifen- und Ölfirmen, bei den Versicherungen, den Gebrauchtwagen-Plattformen und überall sonst) erwirtschaftet haben. Dieses Vertrauen schlägt sich auch in der Einladungspolitik nieder: Wir sind da, wo andere Medien nicht sind, weil es pro Land nur gewisse (teils sehr kleine) Kontingente gibt. Kurzer Einblick in den Terminkalender im März: Jahrespressekonferenz des Volkswagen Konzerns in Wolfsburg mit 3 österreichischen Medien („Kleine Zeitung“, „Oberösterreichische Nachrichten“ und wir), einen Tag später Round Table mit Klaus Zellmer, dem Vorstandsvorsitzenden von Škoda („Kurier“ und wir), in der Woche darauf die Audi-Jahrespressekonferenz in Ingolstadt („Die Presse“ und wir) sowie gleich danach die weltweit ersten Testfahrten mit dem getarnten Škoda Peaq („Kronen Zeitung“, „Kurier“, „auto revue“, „Alles Auto“ und wir). Das zeugt von einem gewissen „Standing“, das sich unser Verlag in der Branche in den vergangenen Jahren erwirtschaftet hat: Einladungen wie diese kann man nicht kaufen, man muss sie sich hart erarbeiten. Und man muss aufpassen, dass man dieses Vertrauen nicht wieder verliert.
Sie lesen in diesem Heft Geschichten, die Sie anderswo nicht finden.
Sie, sehr geehrte Leser und Leserinnen, dürfen die Resultate aus diesen Einladungen in diesem Heft lesen. Und das Interview mit Audi-Vertriebschef Marco Schubert wird in der Mai-Ausgabe nachgeliefert, versprochen! Dafür war diesmal leider kein Platz im Heft. Sie wissen schon: zu viele Einladungen ... •
DIE ÖSTERREICHISCHE FACHMESSE FÜR DEN AUTOMOTIVEN AFTERSALES MARKET
20.– 23. Jänner 2027 MESSEZENTRUM SALZBURG
Mag. Heinz Müller, Chefredakteur AUTO & Wirtschaft
Linz: Das Design Center ist voll
LINZER AUTOFRÜHLING
MESSENACHBERICHT
Der Linzer Autofrühling steigert erneut seine Besucherzahlen und platzt mit den neuen Marken aus allen Design-Center-Nähten.
Georg Staudinger (Xpeng Austria) und Marcus Gottlieb (Motormobil)
Mag. Doris Seipl (AH Seipl) ist mit Land Rover, Range Rover und MG am Autofrühling präsent
Seit Jahrzehnten liefert der Linzer Autofrühling höchste Qualität und ist für die Vereinsmitglieder sowie für den Autohandel im gesamten Zentralraum Oberösterreich ein unglaublich wichtiger Impulsgeber ist. Dabei geht der Autofrühling so unaufgeregt, selbstverständlich, partnerschaftlich und professionell über die Bühne, dass man genau das hervorheben muss.
In der beeindruckenden 54. Auflage wurde der Linzer Autofrühling heuer am 14. und 15. März durchgeführt und in der langjährigen Geschichte waren sich trotz Generationswechsel die Händler des Ausstellungsvereins immer einig und es gab und gibt immer wieder Unternehmer, die sich für die Umsetzung engagieren. Seit vielen Jahren stehen Michael Schmidt (Höglinger-Denzel) als Präsident, Ernest Wipplinger (Vizepräsident) und Christoph Günther (Finanzvorstand) an der Spitze der Erfolgsgeschichte.
Besucherzahlen wieder gesteigert Gegenüber den Vorjahren konnte die Besucherzahl wieder gesteigert werden, 15.000 wurden bis Sonntagabend gezählt. Am Samstagmorgen war die Schlange bereits so lang, dass man 9 Minuten vor 9 Uhr die Türen öffnete. Alle Mitglieder waren mit der Besucherfrequenz und dem Interesse hochzufrieden. „Es gab sehr viele Gespräche mit Interessierten,
Alle Mitglieder waren mit der Besucherfrequenz und dem Interesse hochzufrieden.
Michael Schmidt, Präsident Ausstellungsverein Linzer Automobilhändler
die Menschen sind gut vorinformiert und stellen sehr konkrete Fragen“, analysiert Schmidt. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Situation merke man eine starke Nachfrage, hohe Frequenz und deutlich mehr Probefahrten, so Schmidt.
Neue Marken als Luxusproblem
Für das nächste Jahr kommt wahrlich ein Luxus-Problem auf den Ausstellungsverein Linzer Automobilhändler zu: Das Design Center in Linz, die nahezu perfekte Location für eine Autoausstellung wird – wieder einmal – zu klein. Vor der Corona-Pandemie hat man das Platzproblem für die sogenannten Sub-Aussteller, also jene Händler, die nicht Mitglied im Ausstellungsverein sind, mit einem Zelt vor dem Design Center gelöst. Nach der Pandemie ist man wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt und hat auf zwei Tage und auf das Design Center reduziert. Doch nun sind es nicht die Sub-Aussteller, sondern die Marken-Erweiterung bei den Vereinsmitgliedern, die es im Inneren des hellen Design Centers eng werden lassen. Die Lösung wird in bewährter und einiger Weise im Verein diskutiert werden und mit Sicherheit eine Fortsetzung der Linzer Erfolgsgeschichte bringen. • Text und Fotos: Gerald Weiss
Dipl.-Ing. Markus Gollner, neuer Geschäftsführer Autowelt Linz GmbH
Mag. (FH) Thomas Herndl (Verbund-Geschäftsführer PIA OÖ), Heinz Quatember, Geschäftsführer Porsche Linz
Schmidt, Präsident des Ausstellungsvereins Linzer Automobilhändler, Mathias Schmidt (Höglinger Denzel)
Lukas Baschinger, erfolgreich mit Jeep und Jeep Individualisierung
Alexander Schilcher, Markenleiter Renault bei Sonnleitner, mit dem neuen Twingo
Daniel Jäger (BYD) mit dem neuen BYD-Partner Linz: Christoph Günther
Tobias Eder, Kia Eder, mit dem neuen PV5
Neuer, wichtiger CX5 bei Helmut Eder (Mazda Eder)
Michael
Jaecoo & Omoda bei Sonnleitner: Andreas Kostelecky, Philipp Maureder und Mateusz Gruca
Messe platzt aus allen Nähten
Die fast vollständig ausgebuchte Messe Graz begeisterte über 19.000 Besucher und hatte auch einige neue Marken mit im Programm.
EDie MotionExpo ist der beste Beweis, dass Messen über
Jahre hinweg wachsen können.
Martin Ullrich, Direktor Messe Graz
igentlich sind wir voll“, freute sich Martin Ullrich, Geschäftsführer der Messe Graz, bereits vor dem offiziellen Beginn der Messe im Rahmen eines Branchentreffs am Vormittag in der Messe (siehe nächste Seite). Denn die Ausstellerflächen in der Messehalle waren fast zur Gänze ausgebucht. „Die MotionExpo ist der beste Beweis dafür, dass Fachmessen über Jahre hinweg wachsen und an Stärke gewinnen können. Viele kommen mit klarem Interesse zu speziellen Neuwagenmodellen und sind von der Vielfalt beeindruckt – das ist das beste Kompliment, das wir bekommen können“, so Ullrich. Und der Besucherandrang bereits am Freitagnachmittag zeigte gut, wohin die Reise an dem Wochenende gehen würde. Die Besucher konnten an drei Tagen insgesamt 450 Neuwagen-Modelle bei mehr als 100 Ausstellern begutachten. Mit dabei waren
auch einige Österreich-Premieren und auch zahlreiche neue Marken, darunter die beiden chinesischen Marken Chery Tiggo und GAC.
Hohe Nachfrage
Für die anwesenden Händler war die Messe ein voller Erfolg, wie Peter Jagersberger, Landesgremialobmann Fahrzeughandel in der Steiermark, berichtet: „Ich habe viel positives Feedback bekommen und auch wir selbst haben mit unseren drei Ständen auf der Messe sehr guten Zulauf gehabt.“ Eines der bestimmenden Themen war, wie schon in den letzten Jahren, die E-Mobilität. Hier merkt man bei den Kunden allerdings bereits deutlich mehr Fachwissen und weniger Verunsicherung, wie Philipp Spes von Spes Automobile stellvertretend für die Händler berichtet:
„Die Fragen gehen weg von Reichweitenoder Ladeangst hin zu spezifischen Themen wie das Laden zu Hause und auch Vehicle-to-Grid.“ • Text: Kevin Kada, Fotos: Gerald Weiss, Kevin Kada
Breites Portfolio bei Vogl & Co: Geschäftsführer Mag. Gerald Auer mit dem neuen Twingo
MESSENACHBERICHT
MOTIONEXPO GRAZ
Philipp Spes von Spes Automobile berichtet von hohem Interesse der Kunden
Bundesgremialobmann, Peugeotund Citroën-Händler Komm.-Rat Klaus Edelsbrunner ist mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden
Xpeng bei Vogl & Co: Geschäftsführer Rene Pardon, Vertriebsleiterin Mag. Katharina Fischer mit Ferdinand Schelberger von Xpeng Austria
Chery Tiggo startet in Graz: Jürgen Keusch (Importeur freesbe) mit Julia und Maria Gaberszik
Gerhard Monsberger, Geschäftsführer bei Porsche Inter Auto Steiermark
GAC baut den AION in Graz und will in Kürze auch den Österreich-Vertrieb starten: Gavin Cheng von GAC Motor Austria
Vertriebsteam von BMW Gady mit dem neuen, begehrten iX3
Für Sanjin Arkus war es die erste Messe als neuer Geschäftsführer bei Robinson
Omoda & Jaecoo bei Jagersberger: Lara Reiner und Wolfgang Kollmann
Christian Bley, bei Stellantis für Fiat und Leapmotor verantwortlich, mit dem Fiat 500
Geschäftsführer Manfred Harb, Autozentrum Harb, sieht hohe Nachfrage bei E-Autos
KGM: Nikolaus Gutjahr (KGMImporteur Auto Wallis) und Händlerpartner Bernhard Kalcher
Elisabeth Gady von Toyota Gady mit ihrem Vertriebsteam und dem Urban Cruiser
MOTIONEXPO GRAZ
MESSENACHBERICHT
Moderator Oliver Zeisberger mit Günther Kerle, Markus Wildeis und Philipp Wieser
Ein kleiner Blick in die Glaskugel
Beim Branchentreff im Vorfeld der MotionExpo in Graz wurde die aktuelle Lage der Kfz-Branche aufgearbeitet und in die Zukunft geblickt.
Die Transformation der Automobilbranche war ein zentrales Thema des Branchentreffs – mit klaren Bekenntnissen zur E-Mobilität, aber auch mit kritischen Hinweisen auf offene Baustellen. Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure, betonte im Podiumsgespräch mit Philipp Wieser (AustriaTech) und Markus Wildeis (Stellantis Österreich), dass die Richtung klar sei: „Es
Technologieoffenheit bedeutet auch, dass in verschiedene Richtungen entwickelt wird.
Markus Tomaschitz, AVL List
gibt eine eindeutige Tendenz in Richtung E-Mobilität.“ Gleichzeitig verwies er auf bestehende Herausforderungen. Für Wildeis ist die aktuelle Lage ein entscheidender Moment für Europas Industrie. Die europäische Autoindustrie dürfe nicht riskieren, wichtige Entwicklungen zu verschlafen und am Ende ein „Nokia-Schicksal“ zu erleiden. Wieser von AustriaTech verwies auf positive Entwicklungen bei
IV-Steiermark-Geschäftsführer Christoph Robinson (M.) und Messedirektor Martin Ullrich eröffneten das Treffen
unter
Neuzulassungen und Infrastruktur, zudem sieht er in der Debatte rund um die E-Mobilität mittlerweile deutlich weniger Emotionalität.
Innovation und autonomes Fahren
Auch im Industrie-Panel war man sich einig, dass die Transformation in vollem Gange ist. Stefan Rohringer von Infineon brachte es auf den Punkt: „Der Hebel, den wir in Europa haben, ist Innovation.“ Zugleich wurde betont, dass Technologieoffenheit zwar wichtig, aber teuer sei. Markus Tomaschitz von AVL List sagte dazu: „Technologieoffen zu sein, bedeutet auch, dass man in verschiedene Richtungen entwickeln muss. Das ist eine Kostenfrage.“
Zum Abschluss ging es um die Koralmbahn und um Projekte zum autonomen Fahren, die im Zuge der Koralmbahn-Eröffnung ebenfalls ausgebaut werden sollen. •
Text und Fotos: Kevin Kada
Autoindustrie
sich (v. l.): Stefan Rohringer (Infineon), Christoph Schneider (IV), Stefan Seidel (Pankl) und Markus Tomaschitz (AVL List)
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AUTOMESSE SALZBURG
MESSENACHBERICHT
Zuwachs in der Mozartstadt
Salzburg eröffnete vom 6. bis 8. März den Reigen der regionalen Frühjahrs-Automessen in Österreich. Zum Messe-Trio aus Automesse, Garten Messe und Freizeit Messe kamen 20.000 (2025: 18.000) Personen.
In diesem Jahr waren rund 40 Marken mit über 230 Fahrzeugen am Start, darüber hinaus gab es einen Offroad-Parcours in Halle 9 und Möglichkeiten für Probefahrten im Innenhof. „Die Besucherfrequenz und die positive Stimmungslage der Aussteller belegen die gute Entwicklung der Frühjahrsveranstaltung“, bilanzierte Alexander Kribus, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg, zufrieden.
Der Verkäufer im Autohaus wird gebraucht
Ing. Thomas Otter, Vertriebsleiter BMW und MINI bei AutoFrey
Alexander Kribus, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg, mit Josef Nußbaumer Christian Ausweger, Standortleitung Salzburg bei Sonnleitner
Wir sind in unserer Branche mit einer hohen Veränderungsdynamik konfrontiert.
Pappas-Geschäftsführer Günter Graf
Im Rahmen der offiziellen Eröffnung stand auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der überregionalen und regionalen Autohandelsbranche auf dem Programm. „Wir sind in unserer Branche mit einer hohen Veränderungsdynamik konfrontiert“, stellte Pappas-Geschäftsführer Günter Graf fest. Trotz Herausforderungen wie neue Antriebstechnologien, neue Hersteller, Digitalisierung und der Entwicklung bei den Vertriebsmodellen besteht weiterhin der Kundenwunsch nach einem persönlichen Ansprechpartner im Autohaus. Auch Mag. Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria, rückte den Kunden in den Mittelpunkt: „Der Kunde entscheidet über den Erfolg am Markt und der Kunde macht auch die Veränderung mit.“
Alle Vertriebsmodelle hätten ihre Berechtigung
In puncto Vertrieb hätten alle Modelle ihre Berechtigung: „Auch die Agentursysteme sind gekommen,
Stellten sich der Diskussion: Wilfried Weitgasser (Porsche Austria), Günter Graf (Pappas) und Landesgremialobmann Josef Nußbaumer (Schmidt Automobile)
Knapp 20.000 Besucher strömten Anfang März in das Messezentrum Salzburg
Der Kunde entscheidet über den Erfolg am Markt und macht auch die Veränderung mit.
Mag. Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria
um zu bleiben“, so Graf. Er sieht aktuell keine Tendenz zum reinen Auto-Onlinehandel, vielmehr geht es in den Autohäusern um die Themen Beratung, Bedarfsanalyse und natürlich auch um Probefahrten. Angesprochen wurde von den Podiumsteilnehmern auch das Thema Fahrerassistenzsysteme (FAS). Bei diesen befindet sich die Automobilbranche derzeit „auf einem sehr hohen Niveau“, betonte Josef Nußbaumer, Geschäftsführer Schmidt Automobile und Landesgremialobmann des Salzburger Fahrzeughandels. Dass FAS den Fahrzeuglenker manchmal überfordern, gestand Weitgasser ein. Aus diesem Grund würde der Volkswagen Konzern hier bewusst eine „Kehrtwende“ einleiten und sich einen Schritt weg von Touch-Displays & Co in Richtung einfacherer Bedienbarkeit bewegen, so der Porsche-Austria-Geschäftsführer.
Robert Erlinger, Geschäftsführer PIAVerbund Salzburg und Mag. Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria
Tim Tschauner, Geschäftsführer öfag
Mag. Ferdinand Schelberger (Xpeng) und Siegfried Seitz, Standortleitung Salzburg bei Schmidt Premium Cars
Pappas-Geschäftsführer Günter Graf
Josef Nußbaumer, Geschäftsführer Schmidt Automobile und Landesgremialobmann des Fahrzeughandels
Die Diskutanten gingen auch auf die Möglichkeiten der E-Mobilität und des bidirektionalen Ladens ein: „Das Thema ist da, die Fahrzeuge können das schon“, verwies Nußbaumer auf letztgenannten Punkt. Die nächste Ausgabe der Automesse Salzburg ist für 5. bis 7. März 2027 terminiert. • Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl
In einer eigenen Halle konnten Offroader und 4x4-Fahrzeuge getestet werden
Enormes Interesse
„Wir haben am Linzer Autofrühling teilgenommen und waren wieder sehr zufrieden“, berichtet Christoph Günther, Auto Günther/Linz. Der Autofrühling blicke auf eine 55-jährige Tradition zurück, er sei ein Fixbestand im Kalender zahlreicher Händler. „Wir sind Gründungsmitglied und waren immer präsent und diese Veranstaltung bewirkt einen starken Impuls für die Region.“ Heuer sei ein enormes Interesse der Kunden zu verspüren gewesen, „sehr viele Private haben auch ihr Interesse an der E-Mobilität kundgetan, die zu Beginn teilweise starke Skepsis gegenüber E-Autos ist deutlich zurückgegangen“. Weiters würden Marketingmaßnahmen über unterschiedliche Kanäle beworben. In kleinerem Rahmen würden auch Veranstaltungen, etwa bei der Präsentation neuer Modelle, im Betrieb organisiert.
Intensive Kundenbetreuung
„Es gibt in unserem Haus keine speziellen Maßnahmen, dennoch bemühen wir uns mit einer eigenen Kundenzeitung schon sehr lange, unsere Kunden mit diversen informativen Inhalten zu Themen wie Kundendienst, Frühjahrsaktionen, Reifentermine und interne Storys aus unseren Autohäusern immer auf dem letzten Stand zu halten“, wie Ing. Alexander Dvorak, Geschäftsführer Dvorak & Co/Wien, erklärt. „So produzieren wir monatlich ein eigenes Magazin, in dem Aktionen und neue Modelle beworben werden, wir waren im Rahmen der Vienna Drive mit einem Verkaufsteam vor Ort, im Großraum Wien gibt es sonst kaum lokale Messen.“ Es würden auch maßgeschneiderte Newsletter, die inhaltlich an die Kundenzeitung angelehnt sind, versendet. Proaktiv agiere man auch auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.
Großer finanzieller Aufwand
„Wir nehmen auch heuer wieder an der Klagenfurter Messe, die mit der Freizeitmesse kombiniert ist, teil“, berichtet Komm.-Rat Mag. Ing. Hubert Aichlseder, Geschäftsführer Autohof Handels- und Service GmbH/Klagenfurt. „Das ist finanziell und zeittechnisch ein großer Aufwand. Wir sind dort seit 1997 mit den Marken, die wir vertreten, dabei.“ Die Messe werde sehr gut frequentiert, entsprechend groß sei auch das Kundeninteresse. Gleichzeitig sei man auch auf diversen Social-Media-Kanälen aktiv. „Weiters veranstalten wir auch Kundenevents im eigenen Haus. Im Gegensatz zu früher sind unsere Veranstaltungen, die wir markenspezifisch ausrichten, etwas kleiner und exklusiver geworden. Wir agieren etwa bei Neuvorstellungen von Modellen zielgruppenorientiert.“
Autoschau Lienz ist Erfolgsformat „Unsere große Automesse in Osttirol findet am 11. April 2026 in Lienz heuer bereits zum 20. Mal statt“, so Dipl.-Ing. Anton Thum, Geschäftsführer Thum & Unterberger/Lienz. Die Autoschau Lienz habe mit einer Ausnahme in der Coronazeit immer jährlich stattgefunden und sich zu einem Erfolgsformat entwickelt. „Das ist auch sehr strengen Regeln geschuldet. Wir haben alle Autohäuser von Anfang an immer mit dabeigehabt, jeder Markenhändler im Bezirk Lienz ist dann eingeladen und tut auch mit. Wenn man diese Veranstaltung nicht hätte, müsste man sie jetzt erfinden. Wir haben in der Lienzer Innenstadt 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, wollen Kundinnen und Kunden in lockerer Atmosphäre für das Produkt Auto begeistern und hoffen, dass die Konsumenten danach in die Autohäuser kommen, um ein Fahrzeug zu kaufen.“
Chance Kunden kennen zu lernen „Wir haben auch heuer an der Salzburger Automesse teilgenommen“, so Sabine Hödl-Wenger, Geschäftsführerin Autohaus Wenger/Kuchl. Die Kosten dafür habe der Hersteller getragen, weil man als Vermittler tätig sei. „Zu unseren weiteren Tätigkeiten zählt darüber hinaus die Vermarktung unserer Wohnmobile. Dazu gehört ebenso die Organisation eigener Hausmessen. Gleichzeitig waren wir mit den Wohnmobilen auch auf diversen regionalen Messen, aber auch im Ausland, wie zum Beispiel in München oder in Stuttgart, präsent.“ Generell sei die Teilnahme an Messen unverzichtbar: Die Chance, neue Kundinnen und Kunden kennenzulernen oder auch für die angebotenen Produkte zu begeistern, sollte man sich nicht entgehen lassen. „Schade ist, dass seit Corona die Zahl kleiner, regionaler Messen im Tennengau stark zurückgegangen ist.“
AustroMobil war voller Erfolg „Wir hatten in Vorarlberg früher keine Automessen, es gab Inhouse-Messen, in deren Rahmen mit viel Print- und Online-Werbung und diversen Aktionen die Konsumenten animiert werden sollten, an Wochenenden in die Autohäuser zu kommen, wobei dieses Angebot leider nicht so gut angenommen wurde“, sagt Nadja Malin-Potzinger, Geschäftsführerin Autohaus Malin/Sulz. Vor Kurzem habe nun zum 1. Mal die regionale Automesse AustroMobil in Dornbirn stattgefunden. „Dort waren wir dabei und sind sehr zufrieden. Die Messe wurde sehr stark frequentiert, wir haben auch viele Kontakte geknüpft und gleichzeitig enormes Interesse registriert.“ Des Weiteren veranstalte man mit der Vorstellung neuer Fahrzeugmodelle in kleinerem Rahmen Afterwork-Events: „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“.
Hubert Aichlseder
Christoph Günther
Sabine Hödl-Wenger
Anton Thum
Nadja MalinPotzinger
Alexander Dvorak
Verkaufsturbo Autoschauen
Als Starter für das Autogeschäft haben sich – wie sich auch an den aktuellen März-Zahlen ablesen lässt – Automessen und Präsentationen aller Art erwiesen. Das bestätigen auch die Händler.
Text:
Wenn man diese Veranstaltung nicht hätte, müsste man sie jetzt erfinden.
Anton Thum
Wir haben viele Kontakte geknüpft und gleichzeitig enormes Interesse registriert.
Nadja Malin-Potzinger
Für uns war der März ein hervorragender Monat.
Roland Schallgruber
Sehr viele Private haben auch ihr Interesse an der E-Mobilität kundgetan.
Christoph Günther
Roland Schallgruber
Bedarf für Kauf wecken „Unsere wichtigste Veranstaltung seit vielen Jahren ist der Auto-Sonntag, der heuer im März stattgefunden hat“, sagt Roland Schallgruber, Geschäftsführer Autohaus Schallgruber/Stockerau. „Die regionalen Händler in Stockerau machen mit. Unser Ziel ist, alle Konsumenten, die sich für ein Auto interessieren, im Kreise unseres Händlerrings zu bewegen. Die Besucher haben die Möglichkeit, von Autohaus zu Autohaus zu gehen und die neuesten Modelle verschiedenster Marken kennenzulernen. Das funktioniert sehr gut, die Händler sind im jeweiligen Autohaus vor Ort, es gibt die Möglichkeit für Probefahrten und es bietet sich die Chance, den Bedarf für den Kauf eines Fahrzeugs zu wecken. Grundsätzlich dient die Messe der Information, das Hauptgeschäft folgt in den darauffolgenden Wochen, für uns war der März ein hervorragender Monat.“
Überblick ohne Druck
„Vor Kurzem ist unsere Hausmesse, der Autofrühling Neusiedl am See, über die Bühne gegangen, an dem auch die Autohäuser Ermler, Weintritt und Kamper teilgenommen haben“, wie Roland Zsoldos, Autohaus Zsoldos, berichtet. Besucherinnen und Besuchern sei damit ein umfassender Einblick in die aktuelle Mobilitätswelt geboten worden.
„Es ist wichtig, dass die Kunden sich informieren und in diesem Rahmen in Ruhe und ohne Druck einen Überblick über das Angebot verschaffen können und in der Folge auch kaufen. Wir sind auch im Lauf des Jahres bei weiteren Veranstaltungen präsent, etwa im August auf dem Golser Volksfest.“ Insgesamt sei es schwieriger geworden, den Kunden Highlights zu bieten, da viele sich schon im Vorfeld online informiert hätten.
Erfolgreiche Hausmesse „Wir unterstützen die Frühjahrsmessen auch seitens des Gremiums: Den Konsumenten soll Lust auf den Kauf eines Fahrzeugs gemacht werden“, wie Komm.Rat Ing. Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels und Geschäftsführer Edelsbrunner/Graz, erklärt. Zu gemeinsam organisierten Automessen kämen in der Regel mehr Menschen als zu Einzelveranstaltungen in Autohäusern. „In unserem eigenen Autohaus führen wir am letzten Wochenende im Jänner regelmäßig eine Modellpräsentation der jeweils aktuellen Modelle durch, wir schreiben unsere Kunden gezielt an und diese Ausstellung war auch heuer wieder sehr erfolgreich, wobei hier Qualität vor Quantität zählt.“ Darüber hinaus sei man auch in Graz und Umgebung bei unterschiedlichsten Veranstaltungen präsent, etwa bei Sport- oder Kulturevents, so Edelsbrunner.
Dieter Scheuch
Roland Zsoldos
Klaus Edelsbrunner
Günter Buchreiter baut sein Toyota-Autohaus derzeit um
Auto-Ebner-Chef Andreas Leodolter mit Stargast Toni Polster (Ex-Fußballer)
Es tut sich was –auch in Eisenstadt
Auch wenn Eisenstadt kleiner ist als andere Landeshauptstädte: Für den Verkaufsstart im Burgenland ist der „Autofrühling“ sehr wichtig. Auch heuer war das nicht anders.
Natürlich sind die Zeiten, wo die Verkäufer an den beiden Tagen Mitte März einen Vertrag nach dem anderen abschlossen, überall vorbei: Das bestätigt auch Christian Kamper, der sein Autohaus nunmehr für alle Marken des Volkswagen Konzerns auf dem neuesten Stand der CI gebracht hat. „Aber in unseren Schauräumen war am 13. und 14. März sehr viel los, und auch im Nachhinein haben wir wieder Kaufverträge geschrieben.“
Um-, Aus- und Zubauten sowie neue Marken Ähnlich war die Situation in den anderen Autohäusern. Es war bereits die 26. Auflage des „Autofrühlings“ – und wie in den vergangenen Jahren waren auch diesmal alle wichtigen Marken vertreten: Neben Kamper (VW, VW Nutzfahrzeuge, Škoda, Audi, Seat, Cupra) auch Nemeth (Mazda, Kia), Ebner (Renault, Dacia, Omoda, Jaecoo), Weintritt (Ford, Suzuki), Buchreiter (Toyota), Denzel (Volvo, Hyundai, MG, Mitsubishi, Maxus, BYD), Bierbaum (BMW, Mini), AV Ott (Mercedes, smart, Citroën) und Horvath (Opel, Peugeot, Fiat, Abarth). Für die chinesischen Marken BYD (im neuen Schauraum in
AUTOFRÜHLING EISENSTADT
MESSENACHBERICHT
Klawatsch im Autohaus
Davor Dizdarevic vom Autohaus Weintritt (Ford, Suzuki)
Michael Ferdinand Nemeth präsentierte Mazda und Kia
einem Einkaufszentrum) sowie Omoda und Jaecoo war es eine Premiere in Eisenstadt.
Ein wichtiges Thema waren (und sind) die diversen Um, Aus und Zubauten: Kamper, AV Ott und Toyota Buchreiter haben ihre Baumaßnahmen fast fertig, hingegen geht es bei der Firma Bierbaum für BMW im Sommer erst so richtig los. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Müller (9), Auto Ebner (1)
Harald Kopecky, Verkaufsleiter bei BMW Bierbaum
Wolfgang Breithut im neuen Schauraum von Denzel für die Marke BYD
Heinz Wagner und Rene Mayer vom Mehrmarken-Autohaus Denzel
Nicolas Wagner, Markenleiter von Omoda und Jaecoo bei Auto Ebner
Christian Kamper verkauft Volkswagen, Škoda Audi, Seat, Cupra
Gerhard
Ott (Mercedes, smart, Citroën)
Bei der Eröffnung der AustroMobil 2026: Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, MesseGeschäftsführer Nilly Nail, LandesgremialobmannStv. Karin Seyfried, Landesgremialobmann Rudi Lins, WKVPräsident Karlheinz Kopf und Landeshauptmann Markus Wallner (v. l.)
Im Westen viel Neues
Mit der AustroMobil in Dornbirn hat seit heuer auch das westlichste Bundesland seine Mobilitätsmesse. Bericht einer gelungenen Premiere.
Von einem „starken Start“ und einem längst fälligen
Lückenschluss sprach Rudi Lins, Landesgremialobmann des Fahrzeughandels in Vorarlberg und ausstellender Unternehmer. „Diese Messe ist eine Bereicherung für die Region, und wir blicken mit großer Vorfreude auf die kommenden Ausgaben.“
Vergleich der Vielfalt
35 Marken und mehr als 150 Modelle waren im Messequartier Dornbirn vertreten, über 7000 Besucher verzeichnete der Veranstalter – und 96 Prozent von ihnen werden nächstes Jahr wiederkommen, wie eine Besucherbefragung ergab. Neben den alteingesessenen Marken waren auch die neuen Chinesen vor Ort zu bewundern: Zu BYD (Ellensohn), MG (Rehm, Maier) oder Maxus (Malin), die im österreichischen Straßenbild keine Exoten mehr sind, gesellten sich auch Xpeng (Branner Mobility), Chery (Freesbe) oder Leapmotor (Gerster). Manuel Brunner, Geschäftsführer des Autohauses Ellensohn,
Reges Besucherinteresse in den Hallen des Messequartiers Dornbirn
MESSENACHBERICHT
betonte: „Der Autohandel wünscht sich seit Längerem eine reine Automobilmesse für Endkunden in Vorarlberg. Jetzt zeigt sich, dass das Interesse da ist.“ Man habe viele kauf- und fahrzeuginteressierte BesucherInnen am Stand begrüßt.
Trend zur Elektrifizierung
Auch in Vorarlberg zeigt der Trend in Richtung Elektrifizierung, wie etwa Dipl.-Kfm. Christian Grabher, BA, Vertriebsleiter bei Auto Gerster mit Standorten in Dornbirn, Bludenz und Koblach, betonte: „Man merkte deutlich, dass der Trend stark in Richtung E-Mobilität geht und das Thema Umwelt bei den Menschen immer wichtiger wird.“ Abseits vom Neuwagen-Gusto konnten sich Besucher auch eine Portion Automobil-Geschichte abholen: Die Sonderausstellung „140 Jahre Automobil“ war für viele von besonderem Interesse. Neben legendären Automobilen wie dem Mercedes 300 SL oder dem Porsche 959 konnte so mancher Besucher auch ein Plauscherl mit der deutschen RennfahrerLegende Joachim „Striezel“ Stuck halten. • Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Messe Dornbirn
Rund 35.000 Besucher waren an vier Tagen auf der Tiroler Frühjahrsmesse mit dem Tiroler Autosalon zu Gast
TIROLER AUTOSALON
MESSENACHBERICHT
Größte Messe in West-Österreich
Über 180 Fahrzeugmodelle konnten die 35.700 Besucher in der Innsbrucker Messe entdecken. Die Händlerschaft war zufrieden.
Der Tiroler Autosalon verwandelte die Halle A und das Freigelände Ost der Messe Innsbruck erneut in das größte Autohaus Tirols. Im Rahmen der Tiroler Frühjahrsmesse präsentierten rund 40 Marken mehr als 180 Modelle und machten Westösterreichs größte Autoschau wieder zu einem Publikumsmagneten. Rund 35.700 Besucher strömten an den vier Tagen in die Innsbrucker Messe und besuchten sowohl die Frühjahrs- als auch die zeitgleich
Der Tiroler Autosalon ist eine wertvolle Plattform und auch 2027 für uns ein Fixtermin.
Michael Mayr, Geschäftsführer Autopark Innsbruck
stattfindende Auto- sowie Nachhaltigkeitsmesse. Auf über 8.000 Quadratmetern reichte das Angebot vom kompakten Stadtauto über SUVs und Familienfahrzeuge bis zu Elektro- und Hybridmodellen. Besucher konnten Fahrzeuge direkt vergleichen, Platz nehmen und Funktionen testen. „Die persönliche Beratung und der direkte Vergleich vieler Marken an einem Ort wurden vom Publikum besonders geschätzt. Besonders erfreulich war zudem das große
Interesse an den zahlreichen Modellpremieren“, berichtet Stefan Kleinlercher, Leiter Messen der Congress Messe Innsbruck.
Großes Interesse
„Für uns war der Tiroler Autosalon ein voller Erfolg. Besonders positiv war, dass nahezu alle Marken vertreten waren und die Besucher einen umfassenden Überblick über die aktuelle Fahrzeugvielfalt bekamen. Unsere neuen Marken stießen auf großes Interesse bei einem Publikum aus ganz Tirol, wir konnten bereits Fahrzeuge direkt auf der Messe verkaufen und viele Probefahrten für die nächsten Wochen vereinbaren. Für uns ist der Tiroler Autosalon eine wertvolle Plattform und 2027 für uns wieder ein Fixtermin“, erklärt Michael Mayr vom Autopark Innsbruck. Ähnlich sieht das auch Robert Weißsteiner von Porsche Inter Auto: „Wir konnten von Beginn an extrem viele Besucher an unserem Stand begrüßen und zahlreiche Beratungsgespräche führen. Das Interesse war groß und wir konnten sogar direkt auf der Messe Abschlüsse erzielen. Besonders wertvoll ist die Reichweite, da man auf kompakter Fläche Kunden aus ganz Tirol erreicht.“ •
Text: Kevin Kada, Fotos: Congress Messe Innsbruck
Werner Überall ist Geschäftsführer bei ANIO Solutions und Spezialist für IT-Lösungen und Datensicherheit
Der Schutz der eigenen IT-Sicherheit ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft, schreibt Werner Überall von ANIO Solutions in einem Gastkommentar.
Datensicherheit als zentraler Erfolgsfaktor
Der Montag beginnt wie gewohnt, doch plötzlich bleibt der Bildschirm schwarz –keine Kundendaten, keine Termine, keine Fahrzeughistorien. Was nach einem Ausnahmefall klingt, ist für viele Betriebe leider schon Realität geworden. Digitale Systeme sind heute fester Bestandteil des Werkstattalltags. Kundendaten, Fahrzeughistorien, elektronische Ersatzteilkataloge, Diagnoseinformationen oder die Kommunikation mit Versicherungen und Herstellern: Ohne funktionierende IT ist der Betrieb vieler Werkstätten praktisch unmöglich. Diese Entwicklung bringt große Vorteile in Effizienz und Servicequalität, erhöht aber gleichzeitig die Abhängigkeit von verlässlicher und sicherer Datenverarbeitung.
Wer die eigene IT-Sicherheit strategisch denkt, schützt nicht nur Daten, sondern die gesamte Betriebsfähigkeit.
Werner Überall, Geschäftsführer ANIO Solutions
Auch kleine Betriebe betroffen Cyberangriffe, Datenverluste oder Systemausfälle treffen auch kleine und mittelständische Betriebe. Ransomware-Angriffe, Phishing-Mails oder Fehlkonfigurationen führen schnell zu mehrtägigen Betriebsunterbrechungen und erheblichen finanziellen Schäden. Besonders kritisch ist der Verlust von Kundendaten, der nicht nur die Geschäftsbeziehung, sondern auch die Reputation nachhaltig beschädigen kann. Zudem unterliegen personenbezogene Daten strengen gesetzlichen Anforderungen – die Verantwortung für deren Schutz liegt immer beim Betrieb selbst. Datensicherheit und Datenverfügbarkeit sind daher keine rein technischen Themen, sondern ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Risikovorsorge. Effektive Sicherheitskonzepte umfassen regelmäßige Back-ups, klar definierte Zugriffsrechte, Systemhärtung sowie regelmäßige Überprüfung der eingesetzten IT-Systeme. Moderne Back-up- und Wiederherstellungslösungen ermöglichen es heute, selbst im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit wieder handlungsfähig zu sein, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einer zunehmend digitalisierten Branche.
Aus kleinen Schwachstellen werden große Lücken Als spezialisierter IT-Partner für Datensicherheit erleben wir bei Anio immer wieder, wie schnell aus kleinen Schwachstellen ernsthafte Ausfälle werden können und wie entscheidend Datensicherheit und eine durchdachte Strategie im Ernstfall sind.
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
Wer die eigene IT-Sicherheit strategisch denkt, schützt nicht nur Daten, sondern die gesamte Betriebsfähigkeit. Datensicherheit ist damit kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und in die Handlungsfähigkeit des Unternehmens. •
Text: Werner Überall, Foto: Miriam Mehlmann
Die harte Währung in den Werkstätten
Wie geht es dem Kfz-Bestand in Österreich? Wir haben die aktuellsten Zahlen aller Marken vom 28. Februar 2026 (in der Tabelle auf der rechten Seite) sowie nach Fahrzeugarten und Bundesländern sortiert.
Der Bestand, so heißt es allgemein, sei die harte
Währung in der Branche: Vor allem für die Markenwerkstätten, aber auch für jene Betriebe, die sich auf den einen oder anderen (meist mengen- und/ oder ertragsstarken) Hersteller konzentriert haben. Doch wie haben sich die Zahlen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt?
Blickt man auf die Zahlen auf diesen beiden Seiten, kann man den Trend nicht übersehen: Der Bestand steigt, vor allem bei den Pkw. Waren Ende 1990 in Österreich 2.991.284 Pkw zugelassen, so waren es zu Silvester 2025 bereits 5.286.101. Zwar ist der massive Anstieg von rund einer halben Million Einheiten,
der noch in den 1990er-Jahren im 5-Jahres-Abstand feststellbar war, vorbei, doch der Trend geht weiterhin nach oben (seit 2020 um fast 200.000 Stück).
Und auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres war es nicht anders. Der Bestand wuchs um 2.897 Pkws auf 5.288.998, oder anders gesagt: Jeden Tag kamen 49 hinzu.
Übrigens: Mit 257.717 Einheiten hat die Zahl der Elektro-Pkw in Österreich im Bestand mit 31.12.2025 erstmals die Grenze von einer Viertelmillion überschritten, das ist ein Plus von 28,5 Prozent im Jahresvergleich; Ende 2024 waren 200.603 BEVs gezählt worden. Damit haben 4,9 Prozent al-
55 0,0
WKE 5 0,0
29 0,0
34 0,0
69 0,0
302 0,0
33.160 0,6
ler Pkw im österreichischen Fahrzeugbestand einen Elektroantrieb; für Werkstätten bleibt also (zumindest momentan) noch kein Grund zur Sorge, dass sich das Geschäft mit dem Ölwechsel sehr rasch verringert.
Wo gibt es die wenigsten Pkw pro 1.000 Einwohner?
In Österreich entfielen mit 31. Dezember 2025 auf 1.000 Einwohner im Schnitt 573 Pkw, das ist geringfügig mehr als 1 Jahr davor (569). Am höchsten war der Motorisierungsgrad mit 702 Pkw je 1.000 Einwohner im Burgenland, gefolgt von Niederösterreich (670), Kärnten (667), Oberösterreich (651), der Steiermark (631) und Salzburg (577). Unter dem österreichweiten Durchschnitt lagen Tirol (555) und Vorarlberg (548), das absolute Schlusslicht bildet Wien mit 363 zugelassenen Pkw je 1.000 Einwohner. •
Text: Mag. Heinz Müller, Grafiken: A&W, Statistik Austria (Quelle)
Rückblick und Ausblick
Die Präsentation der Zulassungszahlen für das Vorjahr ist der Auftakt zum Autojahr: Die damals gemachten Prognosen für die kommenden 12 Monaten werden aber – wie wir erfreulicherweise feststellen können – seither stets übertroffen.
„Gestohlen wird, was der Markt verlangt“
Chefinspektor Andreas Köck, Leiter der SOKO KFZ im Bundeskriminalamt, über Trends bei Autodiebstählen, bevorzugte Marken –und was mit den Fahrzeugen passiert.
A&W: Auch wenn die Zahl der Kfz-Diebstähle seit einigen Jahren abnimmt, ist man in Österreich keineswegs davor gefeit, dass sein Auto gestohlen wird. Wie lauten die aktuellen Zahlen?
Andreas Köck: Als die SOKO KFZ 2009 gegründet wurde, wurden in Österreich pro Jahr knapp 10.000 Fahrzeuge gestohlen, also Pkws, Lkws, Motorräder und andere Kraftfahrzeuge. Diese Zahl ist auf weniger
Heuer wurden bis Anfang März in Österreich 3 Elektroautos gestohlen, von denen wir 2 sichergestellt haben.
als ein Fünftel zurückgegangen. Im Vergleich zu 2024, als 1.631 Kraftfahrzeuge entfremdet wurden, kam es im Vorjahr zu einem leichten Anstieg. In diesen Zahlen sind aber nicht nur klassische Diebstähle, sondern auch Betrugsdelikte enthalten. Von den 1.631 im Jahr 2024 entfremdeten Fahrzeugen waren 261 Sicherstellungen, also 16 Prozent. Von den klassischen Pkw-Diebstählen wurden mehr als 25 Prozent wieder aufgefunden.
Welche Autos werden am häufigsten gestohlen?
Köck: Das werde ich oft gefragt, und die Antwort ist: „Gestohlen wird, was der Markt verlangt.“ Es sind immer wieder spezielle Typen. Seit einigen Jahren ist Toyota massiv betroffen, und zwar europaweit. In Österreich hatten wir einige Ermittlungserfolge, sodass sich die Toyota-Diebstähle derzeit in Grenzen halten.
Wie viele Elektroautos wurden im Vorjahr gestohlen – und welche?
Köck: Die Zahl hält sich noch in engen Grenzen: Voriges Jahr wurden in Österreich 5 Elektroautos gestohlen: 2 Hyundai Ioniq 5, ein BMW iX3, ein BMW i4 und ein Nissan Leaf. Der iX3 wurde wieder gefunden. Heuer wurden bis Anfang März 3 Elektroautos in Österreich gestohlen, allesamt Ioniq 5, von denen wir 2 sichergestellt haben – je einen in Rumänien und in Bulgarien.
Und wie sieht es bei Hybridfahrzeugen aus?
Köck: Diese werden in ganz Europa gestohlen und gehen Richtung Russland, wo es derzeit ja keinen Neuwagen-Import und auch keine Ersatzteile gibt, oder in die Ukraine. Wir hatten eine Tätergruppe aus der Republik Moldau, die bei Toyota RAV4 und C-HR die Plug-in-Batterie unter der Sitzbank ausgebaut hat, die 50 bis 60 Kilo wiegt. Zwei Täter sind in Haft, wir konnten ihnen 15 Diebstähle nachweisen. Dabei weiß man, dass solche Batterien gar nicht in Autos gebraucht werden, weil sie ohnehin ewig lange halten. Daher gehen wir davon aus, dass diese Batterien anderweitig verwendet werden.
Dann kann es passieren, dass der Käufer beim Einbau in der Werkstätte eine böse Überraschung erlebt, weil die Polizei vor der Tür steht.
Wie darf man sich einen Autodiebstahl vorstellen?
Köck: Die Täter müssen 2 Angriffe starten: Man muss ins Fahrzeug reinkommen und man muss es in Betrieb nehmen. Die Fahrzeuge sind ja mit dem CAN-BusSystem komplett vernetzt und es gibt unterschiedliche Methoden, sie zu öffnen, etwa durch Andocken bei den Scheinwerfern oder indem man über die Kotflügel zu einem OBD-Stecker kommt. In Osteuropa wurden Tools entwickelt, mit denen man die Autos dann über Knopfdruck öffnen kann. Das erfolgt über das Auslesen der Schlüssel-Codierung. Diese Systeme kosten von einigen hundert Euro aufwärts bis 30.000 oder 40.000 Euro. Das System ist kinderleicht zu bedienen.
Meist sind solche Diebstähle also nicht spontan, sondern von langer Hand geplant, oder?
Köck: Ja: Wie ich bereits erwähnt habe, sind vorwiegend Fahrzeuge betroffen, die der Markt verlangt. Sieht ein Mitglied der Tätergruppe ein solches, wird das Fahrzeug nicht gleich gestohlen, sondern ein GPS-Sender am Fahrzeug platziert. Wir hatten zum Beispiel einen Fall, wo ein Toyota Land Cruiser in Wien mit einem solchen Tracker versehen und dann später in Niederösterreich gestohlen wurde, als die Täter einen Abnehmer dafür hatten. Die Täter blockieren oder durchtrennen dann das Kabel zur Antenne, mit der das Fahrzeug geortet werden kann, oder stecken diesen Zugang ab. Oft wird dafür sogar der Dachhimmel durchschnitten. Natürlich wird auch das e-Call-System ausgeschaltet. Als wir eine polnische Tätergruppe erwischt haben, fanden wir eine Liste mit 130 Autos, genau geordnet nach Hersteller, Modell, Farbe und sogar spezieller Ausstattung und dem jeweiligen Standort. 30 Fahrzeuge auf dieser Liste waren von den Tätern bereits „abgearbeitet“.
In Österreich waren auch Autohändler von Diebstählen betroffen. Oft waren die Täter nicht an den Fahrzeugen, sondern nur an Teilen interessiert. Köck: Wenn es um Räder geht, gehen die Täter manchmal besonders brutal vor: Manchmal wird auch mit einem Spreizer, wie ihn auch die Feuerwehren verwenden, der Kofferraum geöffnet, um zur Sicherungsnabe zu kommen, damit sie die Räder herunterschrauben können. Da die Fahrzeuge dann ohne Räder auf den Bremsscheiben stehen, ist der Schaden am Fahrzeug meist höher als der Wert des gestohlenen Gutes. Bei Autos des Volkswagen Konzerns oder bei BMW gibt es auch den Diebstahl der Multimedia-Geräte: Hier wird
Chefinspektor
Andreas Köck im Interview
fachgerecht das komplette Armaturenbrett oder Dashboard ausgebaut und am Ersatzteilemarkt verkauft. Teile, die in Europa aus Autos gestohlen wurden, hat man sogar in China entdeckt.
Wie hoch ist die Aufklärungsquote bei den Teilediebstählen?
Köck: Das hängt davon ab, ob das Land oder der Hersteller dem Invex-Verbund angehört. Österreich ist Mitglied, sodass bei jeder Anzeige alle Daten nicht nur in der nationalen Fahndung landen, sondern auch in der Schengen-Fahndung und am Interpol-Server. Auch der Hersteller bekommt die Daten in sein System: Wenn der gestohlene Bauteil dann irgendwo angedockt wird, schlägt das System Alarm. Interpol verständigt das Land, wo der Teil angedockt wurde, aber auch jenes, wo der Teil gestohlen wurde.
Wie viele der gestohlenen Autos werden zerlegt?
Köck: Wir gehen davon aus, dass es 70 bis 80 Prozent sind. Die Teile kommen auch in Westeuropa über offizielle Plattformen von lokalen Anbietern in den Handel.
Die Teile aus den gestohlenen Fahrzeugen kommen auch in Westeuropa über offizielle Plattformen von lokalen Anbietern in den Handel.
Genau der gleiche Teil wird in Deutschland, Frankreich oder Belgien über Plattformen angeboten.
Und was passiert, wenn jemand diesen Teil kaufen will?
Köck: Dann heißt es meist, dass der Teil gerade unterwegs ist und dass man sich zu einer gewissen Zeit irgendwo treffen soll. Der Teil wird aus einem Kastenwagen übergeben. Und dann kann es passieren, dass der Käufer beim Einbau in der Werkstätte eine böse Überraschung erlebt, weil die Polizei vor der Tür steht. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Mag. Bernhard Katzinger
Da war er noch unter uns, der Ioniq 5: Doch wo ist er heute?
Gestohlen, gefunden, vermisst
Begleiten Sie uns auf eine Reise: Der Ausgangspunkt ist allgemein bekannt, aber die Endstation kennen nur Eingeweihte, nämlich die – vermutlich in Rumänien oder Bulgarien sitzenden – Täter.
Vielleicht wäre alles nicht passiert, wenn das Auto an besagtem Wochenende nicht in der Kaisermühlenstraße/Ecke Industriestraße im 22.
Wiener Gemeindebezirk gestanden wäre. Denn am späten Montagabend, als ich von der U2-Station nebenan wieder zum Parkplatz ging, war er weg, der Hyundai Ioniq 5. Dreieinhalb Jahre alt, weiß, perfekt serviciert, die App war am Samstag bei exakt 73.385 Kilometern stehengeblieben. Mein Firmenauto.
Vermeintliche Erlösung
Der Parkplatz war leer, mitten in der Nacht. Anruf bei der Polizei und Abschleppdiensten: Nichts. Daher Anzeige bei der Polizei mit allen Daten und Fakten. Leasingfirma und Versicherung wurden informiert. Dann plötzlich, nur 25 Stunden später, der (vermeintlich) erlösende Anruf: „Die Kollegen in Rumänien haben Ihr Fahrzeug gefunden.“ Große Erleichterung: Erstens, weil ich den Ioniq 5 wirklich mochte, und zweitens weil im Auto einige wenige persönliche Gegenstände waren.
„Die Rückholung wird Probleme bereiten“, hatte der Polizist gleich gesagt. Und wirklich: Bei jedem Anruf wurde es mühsamer. Da das Auto in Rumänien mitsamt Fahrer „bei der letzten Mautstation vor der
bulgarischen Grenze“ gestoppt worden war, muss der Lenker laut rumänischem Recht eine „Verzichtserklärung“ abgeben. Und dann beginnen die Mühlen der Justiz zu mahlen, am Balkan geht das nicht schneller als bei uns. Mehrere vergebliche Anrufe, selbst bei der rumänischen Staatsanwaltschaft: Doch wenn niemand den genauen Standort weiß, fühlt sich auch niemand für die Rückholung zuständig. Dann, nach einem Monat und einem Tag, als das Fahrzeug laut Artikel 1.1 der Vollkasko-Versicherung bei der Allianz Elementar Versicherungs-AG als Totalschaden zu bewerten ist, weil das Fahrzeug „in Verlust
Ein Totalschaden liegt vor, wenn das Fahrzeug ... nicht innerhalb eines Monats nach Eingang der Schadenmeldung zur Stelle gebracht wird.
Allianz Elementar Versicherungs-Gesellschaft
geraten ist und nicht innerhalb eines Monats nach Eingang der Schadenmeldung wieder zur Stelle gebracht wird“, der nächste Anruf bei der Polizei. Und plötzlich ist alles anders. Denn der Beamte sagt, dass der Polizei ein Irrtum unterlaufen ist: „Bezüglich Ihres gestohlenen Fahrzeuges gibt es noch keine Erkenntnisse zum Verbleib. Es wurde zwar ein Hyundai Ioniq 5 sichergestellt, jedoch handelt es sich nicht um Ihr Fahrzeug. Die Ermittlungen zu diesem Fall sind aber noch nicht abgeschlossen.“
Noch mit Tarnfolie waren wir mit dem Škoda Peaq am Comer See unterwegs
Und plötzlich sind es vier!
Der Enyaq gab vor 5 Jahren die Richtung vor, im Vorjahr kam der Elroq. Nach dem Epiq folgt der Peaq als viertes E-Auto von Škoda. Was kann er?
Es ist immer wieder schön, wenn Passanten ihre Handys zücken, um Autos zu fotografieren: Vorwiegend jene, die entweder als sogenannte „Erlkönige“ mit weiß-schwarzen Folien oder (wie in unserem Fall) mit einer bunten Tarnung unterwegs sind. Hier war es der Škoda Peaq, der Ende März ausgewählten europäischen Journalisten für erste Testfahrten in Oberitalien zur Verfügung stand.
Um das Phänomen Elektroautos bei Škoda zu verstehen, muss man ein paar Jahre zurückblicken: Denn der Hype, der ab 2020 nach der Präsentation des Enyaq entstand, führte in Kombination mit der allgemeinen Lieferkrise dazu, dass Kunden in Österreich bis zu zwei Jahre (!) auf ihr Fahrzeug warten mussten. Heute ist das natürlich längst vorbei, auch bei der Lancierung des kleineren Elroq im Vorjahr hat man daraus gelernt. Elroq und Enyaq belegten im Vorjahr die Plätze 2 und 3 in der österreichischen E-Auto-Statistik. Und das Management verspricht auch für die beiden neuen E-Autos, die heuer noch starten, keine Lieferprobleme.
Preise gibt es zur Jahresmitte
Nach dem 4,17 Meter langen Epiq, der das Modellprogramm bei den Elektrischen bald nach unten abrundet, kommt wenige Monate später der Peaq
auf den Markt. Sein Name ist Programm, denn mit diesem Auto erreicht der tschechische Hersteller den Gipfel seines Modellprogramms. Das knapp 4,90 Meter lange Fahrzeug wird ab Spätsommer im Werk Mlada Boleslav gebaut und soll ab Spätherbst auch in Österreich ausgeliefert werden. Bestellungen werden ab Ende Juni, direkt nach der Weltpremiere, entgegengenommen, dann werden auch die Preise für den Peaq bekannt gegeben.
11 Zentimeter länger als der Kodiaq
Beim Importeur, der Porsche Austria GmbH & Co OG in Salzburg, heißt es jedoch bereits jetzt, dass sich das Fahrzeug preislich etwa an einem Kodiaq mit gleicher Leistung und Ausstattung orientieren wird; gerechnet wird mit einem Einstiegspreis von rund 60.000 Euro. Der Peaq ist das einzige siebensitzige Elektroauto im Volkswagen Konzern. Auf den Markt kommt er mit 2 Batteriegrößen: 63 kWh (430 km Reichweite) und 91 kWh (610 km Reichweite).
Der Peaq ist 11 Zentimeter länger als der Kodiaq; da er einen um 17 Zentimeter längeren Radstand hat, ist das Platzangebot im Inneren enorm (und auch in der dritten Reihe absolut ausreichend).
Nähere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden; nach den kurzen Testfahrten im Konvoi am Comer See kann man auch nicht viel über das Fahrverhalten sagen. Der Peaq ist aber deutlich kleiner als andere siebensitzige E-Autos wie etwa der Hyundai Ioniq 9 oder der Kia EV9. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Škoda
Transit City: Diese Baureihe erweitert Ende des Jahres das Nutzfahrzeug-Portfolio von Ford
Wieder in den Top 5
Mit Aktionen und dank der guten Performance der Händler schaffte Ford in den ersten Monaten positive Ergebnisse. Und in einigen Monaten folgt eine weitere Baureihe bei den Nutzfahrzeugen.
Auch bei Ford Austria weiß man: Ohne zufriedene Händler geht es nicht. Dass die Stimmung im Netz durch die neuen Verträge und den gleichzeitigen Wegfall einst wichtiger Verbrenner-Modelle zeitweise nicht die beste war, schlug sich auch im „Händlerradar“ nieder, obwohl im Vorjahr wieder ein Aufwärtstrend erkennbar war. Heuer will man diese positive Entwicklung fortsetzen. Erster Schritt: Vier auf Österreich verteilte Termine mit allen Eigentümern und Verkaufsleitern, bei denen man im Jänner nicht nur die Probleme austauschte, sondern auch die Chancen für 2026 sowie die Verkaufs- und Marketingstrategie besprach.
Nummer 1 bei den leichten Nutzfahrzeugen
Erster Punkt: dort ansetzen, wo Ford traditionell stark ist, also bei den Nutzfahrzeugen. Und so wurden die „Gewerbewochen“ ins Leben gerufen, die sich im Februar und März zu einem „Ertragsturbo für den österreichischen Handel“ entwickelt haben, wie es Ford-Austria-Chef Mag. Andreas Oberascher ausdrückt. Als „Türöffner“ hat sich die doppelte Bonus-Struktur erwiesen, also die Kombination aus „Ford Umstiegsbonus“ und „Lagerbonus“. Mit bis zu 10.000 Euro Preisnachlass für voll-
elektrische Nutzfahrzeuge hat sich Ford an die Spitze des Wettbewerbs gesetzt. Dazu kommt der „Lagerbonus“ von maximal 1.500 Euro, der auch für Verbrenner gilt. Das erfreuliche Resultat: Mit 592 Neuzulassungen (18,8 Prozent Marktanteil) lag Ford im Februar an der Spitze bei den leichten Nutzfahrzeugen (N1).
Als Erfolg hat sich auch die Kampagne für die Pkw-Modelle Puma und Explorer erwiesen: Oberascher spricht von einer „höchst zufriedenstellenden Schauraum-Frequenz. Im Februar haben sich so viele Kunden wie nie zuvor für den Explorer entschieden.“ Das Resultat: Addiert man die Neuzulassungen von Pkws und N1, kam Ford im Februar auf 1.238 Stück (5,1 Prozent Marktanteil) und damit wieder in die Top 5 des Markenrankings.
Diese Erfolge sollen weitergehen, wie im März bei einem Treffen mit der Spitze des Händlerverbands
Ford ist der Motor für den Handel: Im März haben wir neue Rekordzahlen erreicht.
Mag. Andreas Oberascher, Ford
in Linz besprochen wurde: Im März gab es das beste Volumen an vollelektrischen Autos aller Zeiten. Und Ende des Jahres startet der neue Transit City mit 56-kWh-Batterie und einer Reichweite von 254 Kilometern für den Einsatz im städtischen Umfeld – als Einzelkabine für Umbauten aller Art sowie als Kastenwagen mit zwei Radständen und zwei Höhen. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Ford
Audi-Markenleiter Thomas Beran mit dem neuen RS 5: Dieser ist als Plug-in-Hybrid dank der aktuellen NoVARegelung relativ günstig
Wer schnell kauft, spart
Was macht den neuen Audi RS 5 gerade jetzt so interessant? Wie plant Markenleiter
Thomas Beran die kommenden Monate? Was kommt auf die Händler zu?
Ein RS-Modell als Plug-in-Hybrid? Das hätte man sich vor ein paar Jahren nicht wirklich vorstellen können. Doch bei näherer Betrachtung hat das auch Vorteile, wie Ende März bei der Präsentation des RS 5 im „Audi House of Progress“ in der Wiener Kärntner Straße klar wurde. Denn durch diesen Antrieb ist der flotte Flitzer in Österreich ab sofort stark steuersparend unterwegs.
Wer den 4,90 Meter langen RS 5 mit 2,9-LiterBiTurbo-TFSi und zusätzlichem Elektromotor (Systemleistung von 639 PS) in der Basisausstattung bestellt, zahlt 0 Prozent NoVA: Der Preis startet bei 108.300 Euro für die Limousine und 110.400 Euro für den Avant, wobei der Kombi laut AudiMarkenleiter Thomas Beran für etwa 80 Prozent der Verkäufe verantwortlich sein wird. Doch warum schnell sein? Da sich die NoVA-Berechnung nach Einführung der EU7-Regelung (ab 29. November 2026 für neue Modelle, ab 29. November 2027 für alle Neuwagen) ändern wird, will man beim Importeur alles tun, um in diesem Zeitraum möglichst viele RS 5 nach Österreich zu bekommen. Beran rechnet zwar nicht mit Riesen-Stückzahlen, doch dürften in einem Gesamtjahr etwa 400 Einheiten des RS 5 in Österreich neu zugelassen werden.
Der RS 5 ist die erste Neuheit des Jahres, später folgen auch noch der Q7 sowie der große Q9 und vor allem der A2 e-tron, der sowohl den A1 als auch den Q2 beerben wird. Diese beiden Autos laufen heuer aus und die Audi-Händler tun bereits ihr Möglichstes, um Kunden noch mit Neuwagen dieser beiden Modelle zu versorgen.
Nicht zuletzt deshalb waren die Zulassungen von Audi im 1. Quartal so hoch: Mit 5.466 Einheiten liegt Audi (laut den vorläufigen Zahlen der Statistik Austria für März) nach 3 Monaten in Österreich um 13,9 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2025. Ob der Marktanteil von 7,1 Prozent auch halten wird, hängt wohl in erster Linie vom Gesamtmarkt ab.
Bei Audi will man die Zahlen keinesfalls pushen, so Beran: „Natürlich wollen wir den Schwung aus dem 1. Quartal mitnehmen.“ Doch wichtiger als ein
Wir wollen die Händler auf keinen Fall mit zu vielen Jungwagen belasten.
Thomas Beran, Markenleiter Audi
hoher Marktanteil seien zufriedene Händler: „Wir wollen sie auf keinen Fall mit zu vielen Jungwagen belasten, eine saubere Händlerrendite ist wichtiger als ein hoher Marktanteil.“ Die Audi AG in Ingolstadt hat Österreich jedenfalls eine gute Belieferung für die kommenden Monate zugesichert. •
„ELO“ steht für rEst, pLay und wOrk und dient der Marke als Ideenlabor
Die liebenswerte Automarke
Die Van-Studie ELO, Zukunftsvision und Ideenlabor von Citroën, wurde am Wiener Cobenzl Händlern und Journalisten gezeigt.
Geschäftlich will die Stellantis-Marke mit dem Doppelwinkel an das Wachstum des abgelaufenen Jahres 2025 insbesondere mit den neuen Modellen C3, C3 Aircross sowie C5 Aircross anknüpfen, wie Stephanie Haider, Managing Director für Citroën in Österreich, bei dem Event sagte.
Elektrisch wachsen
„Wir haben unsere Modellpalette in den letzten eineinhalb, zwei Jahren sozusagen runderneuert und erwarten, dass C3 und C3 Aircross wieder deutlich mehr als 50 Prozent unseres Volumens ausmachen werden. Mit dem C5 Aircross wollen wir zurück zu alter Stärke, das Fahrzeug ist als C-SUV in den
C3 und C3 Aircross werden auch 2026 mehr als die Hälfte des Volumens ausmachen.
Stephanie Haider, Managing Director Citroën
verschiedenen Antriebsvarianten genau, was die Zeit braucht“, so Haider. Beim Antriebsmix wolle Citroën sich von etwa 17 Prozent BEV-Anteil 2025
„in Richtung 20 Prozent bewegen“, so Haider. „Bei den Privatkunden des C3 sind es bereits 50 Prozent der Kunden, die sich für das elektrische Modell entscheiden.“
Auch die pfiffige Studie ELO ist als E-Auto mit Vehicle-to-Load-Kapazität angelegt, wiewohl ein detailliertes Antriebskonzept fehlt. Als „Ideenlabor“ soll das Konzept Zukunftsvisionen der Marke zeigen, wie es heißt. Die 4,10 Meter lange Karosserie lässt sich vielfältig nutzen – vom mobilen Büro bis hin zum Schlafplatz. Insbesondere der hohe Anteil recycelter Materialien sei wegweisend.
Jedenfalls stellt der ELO den Markenkern der Kreativität unter Beweis, den Haider besonders hervorhob. Marketingleiter Benedikt Peter ließ in seiner Präsentation damit aufhorchen, dass sich Citroën nicht zuletzt dadurch vom Mitbewerb abhebe, dass es eine „besonders liebenswerte“ Marke sei.
Das Händlernetz mit etwa 50 Standorten plus Service-Standorten sieht Haider als stabil und bei guter Stimmung. „Mich freut besonders, dass wir ein sehr stabiles Netz haben und dass die Stimmung sehr gut ist. Das hat sich sehr positiv entwickelt.“ Dass Kunden bei Citroën aus allen Antrieben wählen können, komme ebenso gut an wie die neue 8-JahreGarantie. Sie sorge für Sicherheit beim Endkunden und sei geeignet, Kundenvertrauen zu stärken, so Haider. •
Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Citroën, Georg Krewenka
Optisch sofort als Mitglied der C-HR-Familie erkennbar, doch der Antrieb beim Toyota C-HR+ ist rein elektrisch
Hybrid bleibt, Elektro kommt
Auch Toyota, bisher für seine Hybridfahrzeuge bekannt, steigt nun immer stärker bei Elektroautos ein: Jüngster Neuzugang ist der C-HR+, und weitere Modelle folgen in den kommenden Monaten.
Wer, Hand aufs Herz, hätte im Jahr 1999, als der Toyota Prius erstmals auf den österreichischen Straßen fuhr, gedacht, dass sich Hybridautos derart stark durchsetzen würden: Der Autor dieser Zeilen, der den Prius (damals noch mit Rechtslenker und eine kurzfristige Leihgabe der Europazentrale in Brüssel) seinerzeit für „Die Presse“ testen durfte, jedenfalls nicht. Zu gewöhnungsbedürftig war das System damals. Doch Toyota blieb hartnäckig, verbesserte das Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor und auch die Leistungsfähigkeit der Batterien von Generation zu Generation. Heute gibt es kaum ein Modell mehr ohne Hybridantrieb. Hut ab! Doch der Markt ändert sich, und nicht nur die Kunden, sondern auch viele Händler (zumindest die dem E-Auto wohlgesonnenen) riefen immer mehr nach reinen Elektroautos: Ansonsten könnten sie, so das Argument der Händler, viele Kundenanfragen (vor allem von Firmen) nicht mehr bedienen. Die Wünsche werden erfüllt; der schon vor einigen Jahren gelaunchte (und vor Kurzem technisch überarbeitete) bZ4X bekommt Zuwachs: Nach dem Urban Cruiser, der bereits seit einigen Wochen bei den Händlern steht, bereichert jetzt der C-HR+ das Angebot. Dieser wird im Gegensatz zum C-HR,
der seit 2023 in zweiter Generation als Hybrid und Plug-in-Hybrid verkauft wird, nicht in der Türkei, sondern in Japan für den Weltmarkt produziert. Angeboten wird der C-HR+ in 2 Batteriegrößen (57,7 und 77,0 kWh). Es gibt auch nur 3 Versionen: jene mit der kleinen Batterie als „Active“ um 40.990 Euro (167 PS, 458 km Reichweite) und 2 mit dem großen Akku als „Teamplayer“ (Vorderradantrieb, 224 PS, 607 km Reichweite, 45.390 Euro) oder als „Lounge“ (Allrad, 343 PS, 501 km Reichweite, 52.190 Euro). Rund 600 Fahrzeuge vom 4,53 Meter langen C-HR+ sind für heuer in Österreich eingeplant.
Wir wollen vom C-HR+ heuer in Österreich noch rund 600 Stück verkaufen.
Rudolf Glass, Toyota Austria
Auch ein elektrischer Hilux kommt bald
Und das ist noch nicht alles: Der bZ4X wird voraussichtlich ab Juni durch einen Kombi ergänzt; Letzterer dürfte nach den Erwartungen von Toyota Austria prozentuell mehr Käufer auf sich vereinen als die bisherige Variante. Weiters wird ab Mai oder Juni dieses Jahres eine Elektroversion des Hilux in Österreich erwartet: Dieser Pick-up hat eine Reichweite von 250 Kilometern. Den Proace City Verso und den Proace Verso aus der Kooperation mit Stellantis gibt es ebenfalls mit E-Antrieb. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Toyota (3), Müller (1)
Oben: Der Kia EV4 in seinen beiden Versionen, daneben der Seltos; in der unteren Reihe die PV5-Palette
Eine Marke im Umbruch
Aktuelle Modelle von Kia sind mit jenen vor 10 oder 20 Jahren schwer zu vergleichen. Wie bewertet Harald Hölzl, Chef von Kia Austria, die Situation? Und wie geht es im leicht ausgedünnten Händlernetz weiter?
Harald Hölzl, Geschäftsführer von Kia Austria, sieht das Partnernetz nach den im Vorjahr erfolgten Umstrukturierungen auf einem guten Weg: Zwar gebe es noch immer Unterschiede zwischen jenen Händlern, mit denen er „super happy“ sei und jenen, die den neuen Weg der Marke noch nicht richtig gefunden hätten, sagt Hölzl. Im Vorjahr hat sich der Importeur von 6 Betrieben getrennt; diese Partner würden auch „nicht nachbesetzt“, sondern man wolle deren Umsatz mit den bestehenden Partnern und den neuen Produkten kompensieren.
Wir haben ein sehr ambitioniertes Ziel bei unserer neuen CI: Nämlich, dass bis Ende dieses Jahres alle Partner umgestellt haben. Harald Hölzl, Kia Austria
Die Investments einiger Partner würden zeigen, dass diese sehr stark auf Kia setzen. Der Importeurschef nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Auto Maier in Götzis, Auto Höller in Salzburg sowie das Autohaus Greinecker in Gunskirchen bei Wels. Diese Partner würden mit ihren Investitionen „ein Commitment zur Marke weit über die vorgeschriebene CI hinaus“ setzen, so Hölzl.
Außerdem sehe man, dass auch Stand-alone-Betriebe funktionieren könnten: Derzeit hat Kia 7 exklusive Händler in Österreich. Top-Händler wie die 3 zuvor genannten gebe es in allen Bundesländern: „Das freut uns sehr, wir sehen Kia auf einem guten Weg.“
Management-Team ist wieder komplett
An „strategischen Stellen“ ist der Importeur auf der Suche nach neuen Partnern, etwa im Süden von Wien, der laut Hölzl „seit vielen Jahren nicht performt“. Dem Vernehmen nach sind bereits Gespräche im Gange. Auch optisch sollen alle Händler im gleichen neuen Glanz erstrahlen. „Wir haben ein sehr ambitioniertes Ziel bei unserer neuen CI“, gibt Hölzl unumwunden zu: „Nämlich, dass bis Ende dieses Jahres alle Partner umgestellt haben.“ Derzeit seien etwa 75 Prozent der Händler außen sowie 50 Prozent auch innen fertig: Es gebe „zig Projekte, die parallel laufen, und es ist ein wichtiger Punkt, dass wir Gas geben“.
In den vergangenen Monaten hat der Importeur das Vertriebsteam verändert: Der neue General Manager Sales heißt Ales Tulpa; er folgt auf Roman Deutner. Neuer Head of Corporate Sales and Used Cars ist Boris Vidovic. •
Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Kia
Der neue Micra teilt sich mit zwei Kleinwagen aus dem Renault-Konzern Plattform und Produktion, zeigt aber hohe Eigenständigkeit
Neuer Sympathieträger
Nissan will im laufenden Jahr 2026 mit mehreren Elektro-Modellen an die Pionierzeiten der 2010er-Jahre anschließen. Hoffnungs- und Sympathieträger Micra macht den Anfang.
Zum offiziellen Marktstart des Nissan Micra in Österreich gab Michael Kujus, Geschäftsführer des Nissan-Importeurs Astara Mobility Austria, das Ziel aus, im laufenden Jahr noch 750 Stück des rein batterieelektrischen Micra zu verkaufen. Der Subkompakte sei nunmehr bei allen Händlern verfügbar, nachdem er schon bei den diversen Bundes-
Nach dem Micra werden heuer noch der Leaf, der elektrische Juke und der Wave kommen.
Michael Kujus, Astara Mobility
ländermessen – beginnend mit der Vienna Drive im Jänner – den Kunden gezeigt wurde.
Wachsen mit E-Autos
Nach dem Micra bringt der Importeur heuer noch „zwei bis drei“ weitere E-Pkws. „Noch vor den Sommerferien“ soll laut Kujus der neue Leaf in den Verkauf gehen und dann ebenfalls noch für 750 Neuzulassungen gut sein, so der Plan. Gegen Ende des Jahres wird Nissan den vollelektrischen Juke auf den Markt bringen. „Dieser wird parallel zum Verbrenner-Juke laufen“, so Kujus. Und dann soll auch noch der „Wave“ kommen – ein A-SegmentBEV, wie der Micra ein Allianzprodukt mit Renault.
Bei diesen Fahrzeugen achte man – wie der Micra ohne Zweifel zeigt – besonders auf eigenständige Designelemente. Daneben hebt den Micra beispielsweise die Funktion des „e-pedal“ (für one-pedaldriving) oder die teils bessere Ausstattung von den Konzernbrüdern ab. Den Elektro-Anteil will man so von 10 Prozent im vergangenen Jahr in Richtung 30 Prozent der Verkäufe steigern, sagte Kujus. Wachsen soll die Marke Nissan quer über alle Antriebe. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei 2025 für Nissan um ein Übergangsjahr gehandelt habe, sei man mit dem Volumen von knapp über 3.000 Autos und einem Marktanteil von 1 Prozent zwar durchaus zufrieden gewesen. Für 2026 will man wieder in Richtung 4.000 Neuzulassungen gehen.
„Was das Händlernetz betrifft, suchen wir einen oder zwei neue Nissan-Partner im Burgenland sowie im Waldviertel“, sagt Kujus. Insgesamt verzeichnet die Marke derzeit 26 Haupthändler, 68 Handelsstandorte und 100 Service-Standorte in Österreich. Den Wettbewerb durch neue China-Marken sieht Kujus gelassen. „Die Händler müssen entscheiden, was sie wollen. Wir pochen aber darauf, dass unsere Händler unsere vertraglichen Kriterien einhalten. Wir werden keine Kompromisse zulasten unserer Marke eingehen.“ •
Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Nissan, Astara Mobility
Er wird das Sahnehäubchen
Ob Škoda, aktuell die Nummer 2 in Europa, irgendwann Konzernmutter Volkswagen überholen wird? Auf diese Frage reagiert Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Škoda, mit einem Vergleich aus dem Familienleben. Was er noch sagt, lesen Sie hier!
A&W: Škoda war im Vorjahr so etwas wie die Vorzeigemarke im Volkswagen Konzern.
Klaus Zellmer: Wir hatten ein Rekordjahr und zum ersten Mal mit mehr als 30 Milliarden Euro Umsatz abgeschlossen. Das operative Ergebnis lag bei 2,5 Milliarden Euro, die Umsatzrendite bei 8,3 Prozent. Das macht uns sehr stolz.
Zum ersten Mal seit einigen Jahren wurden auch wieder mehr als 1 Million Autos ausgeliefert …
Zellmer: Es waren 1.043.900 Fahrzeuge, das sind um 12,7 Prozent mehr als 2024. So eine Steigerung haben wir seit einigen Jahren nicht geschafft. Und während wir 2022 noch die Nummer 10 auf dem europäischen Automarkt waren, waren wir 2025 die Nummer 3 und in den ersten beiden Monaten 2026 sogar Nummer 2.
Ist Platz 1 irgendwann realistisch??
Zellmer: Das ist unrealistisch. Wir wollen auf keinen Fall die Nummer 1 werden, weil da steht Volkswagen. Ein gesunder Wettbewerb ist gut, doch es gibt innerhalb des Konzerns keine Stallorder: Auch bei Geschwistern darf es nicht zulasten des externen Wettbewerbs gehen.
Škoda ist im Gegensatz zu anderen Marken auch bei den Elektroautos sehr stark. Warum?
Zellmer: Obwohl wir den Elroq erst im März 2025 eingeführt haben, war er im Vorjahr schon die Nummer 2 unter den Elektroautos in Europa. Wir haben mit diesem Auto einen Volltreffer gelandet, und der Enyaq hat ohnedies seit Jahren einen soliden Stand.
Wir haben den Rückzug aus Russland und China kompensiert, indem wir in anderen Märkten 100.000 bis 140.000 Autos mehr verkauft haben.
Wird das nach dem Start der neuen, kleinen Generation an E-Autos so weitergehen?
Zellmer: Wir werden im Konzern das neue Portfolio genau positionieren und Cupra Raval, Škoda Epiq sowie VW ID. Polo und ID. Cross genau voneinander differenzieren. Wir wollen uns nicht gegenseitig das Leben schwer machen. Der Epiq ist der neue Hoffnungsträger und wir peilen einen Preis ab rund 26.000 Euro an. Dieses Auto muss ein deutlich höheres Potenzial realisieren
als die beiden anderen Elektroautos, die wir schon haben. Und damit werden wir auch die CO2-Ziele erreichen. Der Epiq ist das elektrische Pendant zum Kamiq, und eine Preisparität ist unser Ziel, so wie es uns auch schon beim Elroq und Karoq gelungen ist. Im Herbst kommt dann noch der Peaq: Er wird das Sahnehäubchen. Und wir sind die einzige Marke im Konzern, die einen elektrischen Siebensitzer im Angebot haben wird.
Dann kommt wieder ein neuer Verbrenner …
Zellmer: Die Transformationsgeschwindigkeit in Richtung Elektroautos hat sich verlangsamt. Daher haben wir uns vor eineinhalb Jahren entschlossen, dass es ab 2028 einen Nachfolger des Karoq geben wird. Wir haben 6 Elektroautos versprochen und das weitere Rollout bewusst nach hinten verschoben.
Wann kommen die weiteren Elektroautos?
Zellmer: Die neue SSP-Plattform des Konzerns kommt Anfang der 2030er-Jahre: Spätestens dann reden wir auch von der Realisierung der Vision O. Ob dieses Auto dann 800 Volt haben wird, kann ich derzeit noch nicht sagen, da bitte ich noch um etwas Geduld.
Wenn man auf die Länder schaut, in denen Škoda vertreten ist, fällt auf, dass der Großteil des Absatzes in Europa gemacht wird.
Zellmer: Ja, 80 Prozent unserer Autos werden in Europa verkauft. Das ist angesichts der Schwierigkeiten, die viele Hersteller in China oder den USA haben, gut. Aber auch Europa kann irgendwann geopolitische Dellen bekommen. Parallel haben wir unseren Absatz in Indien von 2024 auf 2025 verdoppelt: Das ist einer jener Wachstumsmärkte, den wir sehr stark verfolgen. Derzeit ist Indien weltweit die Nummer 4 oder 5, doch das Land hat das Potenzial auf die Nummer 3 hinter China und den USA. Da wollen wir mit dabei sein.
Die schweren Zeiten, wo Škoda sowohl aus dem Markt in Russland als auch aus China aussteigen musste, sind überwunden?
Zellmer: Wir haben in China 2025 weniger als 15.000 Autos verkauft, das Phase-out ist so gut wie abgeschlossen. Doch der Verlust des Marktes in Russland war sehr bedeutsam. Wir haben den Rückzug aus Russland und China bereits kompensiert, indem wir in anderen Märkten 100.000 bis 140.000 Autos mehr verkauft haben.
Wie wichtig sind eigentlich die niedrigen Personalkosten in Tschechien und Indien für Škoda?
Zellmer: Die sind nur zum Teil relevant, denn andere Hersteller, die auch in diesen Ländern Autos bauen, schaffen das nicht. Wir Škodianer sind allerdings extrem stringent. Wie Sportler, die jedes Fettpölsterchen wegtrainieren. Wir möchten uns die Flexibilität im
Konzern beibehalten und jene Autos bauen, die der Kunde möchte: In Mlada Boleslav fertigen wir Octavia, Enyaq sowie Elroq und können das Werk so flexibel steuern, wie es der Markt möchte.
Wie hoch ist der Vorteil durch die Personalkosten?
Zellmer: Das allein erklärt nicht unsere starke Position. Unser großer Vorteil ist, dass wir im vergangenen Jahr 111 Prozent der installierten Kapazitäten ausgenützt haben, also in den 3 tschechischen Werken bis zu 18 Schichten pro Woche gefahren sind. Bei dieser Skalierung des Geschäftsmodells spielen die Personalkosten keine so große Rolle mehr.
Welche Rolle werden Verbrenner ab dem Jahr 2035 für Škoda noch spielen?
Zellmer: Wir haben eine strategische Zielrendite von 10 Prozent, und unser Fitnessprogramm ist darauf ausgerichtet. Im vergangenen Jahr hatten wir einen Anteil von 20 Prozent an Elektroautos und 25,7 Prozent
Exklusivinterview!
Lesen Sie in jeder Ausgabe von „AUTO & Wirtschaft“ eines der hochkarätigen Interviews aus der wöchentlichen AUTO-Information.
Ich bin sehr dankbar, dass man in Österreich diese Extrameile geht, wir freuen uns über die extrastarke Position von Škoda in Österreich.
Plug-in-Hybriden. In Zentral-, Ost- und Südeuropa ist der Verbrenner auch heute noch die überwiegende Mehrheit. Wir begrüßen die aktuellen Regelungen in Europa. Aber mit der aktuellen Nachfrage sehen wir es als gefährdet, dass wir den Sprung, den uns die EU verordnet, auch erreichen. Denn ab 2030 wird das CO2Limit ja noch einmal halbiert. Für uns als Volumenhersteller ist das Verbrenner-Aus ab 2035 schwierig zu erreichen. Wir sind der Meinung, dass die Leitindustrie Europas nicht sturmreif geschossen werden darf.
Ist Österreich, wo Škoda ja schon seit einigen Jahren die Nummer 2 hinter VW ist und mit einem Marktanteil von knapp mehr als 10 Prozent einen großen Vorsprung zu den anderen Mitbewerbern hat, ein Vorbild für andere Länder?
Zellmer: Ja, in mehrerlei Hinsicht, aber nicht nur wegen der Position hinter VW als Nummer 2. Wir haben hier mit der Porsche Holding Salzburg einen sehr starken Handelspartner, der seit Jahrzehnten einen guten Job beim Profiling der Marke gemacht hat. Das sieht man auch bei den Elektroautos, wo der Elroq und der Enyaq die Position als Nummer 2 und Nummer 3 belegen. Man hat also den Geist der Kunden getroffen, und das wird mit Epiq und Peaq so weitergehen. Ich bin sehr dankbar, dass man in Österreich diese Extrameile geht, und wir freuen uns über die extrastarke Position von Škoda in Österreich. • Text: Mag. Heinz Müller, Fotos: Škoda
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Kompakte, aber sehr informative Ausstellung
Werkstattkonzepte: Dieter Kornfehl und Jessica Perauer
Stephan Schwarzer (E-Fuel Alliance): neue Kraftstoffe
Gemeinsam in die Zukunft
Die Birner RFC Partner-Days in Schladming haben nicht nur tolle Themen und interessante Präsentationen, sondern auch gute Stimmung und Gemeinschaftsgefühl gebracht.
Podium E-Mobilität: Franz Lettner (Birner), Gerald Weiss (A&W), Daniel Hammerl (DH Beratung) und Helmut Kastler (Cable Sherpa)
Sebastian Sorg (Bosch): die Werkstatt im Umbruch
Thomas Marxrieser: KI in der Werkstätte
Der Titel „RFC Partner Days“ trifft den Charakter dieses Events auf den Punkt: Denn bei der Veranstaltung am letzten März-Wochenende in Schladming trafen sich die Partner und loyale Kunden der Firma Birner um sich mit dem Team, den Lieferanten und – ganz wichtig –auch untereinander auszutauschen. Dazu gab es eine kompakte Ausstellung mit den wichtigsten Themen und Lieferanten sowie ein breites Informationsangebot. So haben Geschäftsführer Franz Lettner und Marketingleiterin Ulrike Kratochwill ein umfassendes Programm aus Vorträgen und Workshops zusammengestellt, das viele der aktuellen Themen und Herausforderungen für die Werkstätten beleuchtet hat.
Von KI bis Elektromobilität
Digitalisierung und KI wurde dabei ebenso vorgetragen und diskutiert wie die Chancen im Bereich der
Rechts: HV Batterie-Reparatur von Bosch: Florian Semmler und Valentin Slomo
Schwerpunkt Bremse:
Andreas
Ein E-Auto als Modell bei Valeo: Marco Thaler und Michael Wendt
Elektromobilität, der Status bei E-Fuels sowie weitere Trends in der Werkstatt. (Details zu den Vorträgen lesen Sie in der AUTO-Information 2814 vom 10. April.)
Damit unterstreicht Birner seine Position als Lösungsanbieter, die weit über Ersatzteile und Werkstatt-Ausrüstung hinausgeht: „Wir unterstützen Sie bei der Gestaltung der Zukunft“, erklärte Geschäftsführer Franz Lettner bei der Eröffnung und regte mehr Zusammenarbeit in der Branche an: „Wir müssen gemeinsam Lösungen entwickeln.“ Die Industrie ist an einer Zusammenarbeit sehr interessiert und hat in Schladming einige Lösungen präsentiert.
„Die Geschäftsmodelle verändern sich, sowohl in der Werkstätte, dem Teilehandel wie auch der Industrie. „Jetzt kann man jemandem die Schuld dafür geben oder die Herausforderung annehmen.“ •
Text: Gerald Weiss, Fotos: Birner/Markus Wache
Weitere Fotos vom Event finden Sie unter diesem Link
und Jürgen
Martina Biesenbach
Weichselgartner (Niterra)
Liqui Moly: Thomas Paukert und Christoph Strebinger
Banner Batterien: Christian Mitterbauer und Klaus Lödl
Markus Schreiber und
Henkelmann (ZF Aftermarket)
Gates: Marcus Hähner, Markus Sandbichler, Christopher Schmurr
Brembo: Ibrahim Celkin und Dennis Beyer
Dr. Fritz Knöbl ist emeritierter Rechtsanwalt und Publizist
Lade-Hemmung
Ich bin zugegebenermaßen ein Methusalem in der Autobranche. Ein Benzinbruder, der den alten Verbrennern nachtrauert. Zuletzt fuhr ich einen Diesel, der mir – fern aller Umweltgedanken – als besonders sparsam angeboten wurde. Inzwischen kostet der Diesel, trotz seines steuerlichen „Privilegs“ von 8,5 Cent, an der Zapfsäule 2 Euro: Um 30 Cent mehr als Normalbenzin. Verbrauchsarm ist der Diesel noch immer – aber bei solchen Dieselpreisen kann von „sparsam“ keine Rede mehr sein. Weil ich nicht hinter dem Mond erscheinen wollte, habe ich mich nun für etwas „Elektrisches“ entschieden. Leider gehöre ich nicht zu der bevorzugten Klasse, die ihr Auto zu Hause in der Garage elektrisch laden kann. Auch das Privileg eines angenehmen Dienstarbeitsplatzes mit stets frei verfügbarer Lademöglichkeit habe ich nicht. Um mein – nicht sehr ausgeprägtes – grünes Gewissen dennoch zu beruhigen, fiel meine Wahl auf einen Plug-in Hybrid – als „das Beste zweier Welten“.
Bei der Fahrzeugübernahme wurde mir alles erklärt und gezeigt – nur nicht, wie man ihn lädt. War auch nicht nötig, denn er war schon vollgeladen. Das heißt, ich konnte mit ihm vollelektrisch siebzig Kilometer fahren. Um ihn zu Hause an der Ladestation elektrisch erneut voll zu tanken. Dafür hat unsere Wohnanlage – rund 350 Wohnungen – gemeinsam mit der EVN im Freien zwei (!) E-Zapfsäulen hingestellt. Allerdings ohne Ladekabel – das müssen die fortschrittlichen Kunden schon selbst mitbringen.
Im Payment-Ökosystem um das Laden besteht erheblicher Verbesserungsbedarf.
Ich habe das etwas unhandliche, mehr als drei Kilo wiegende Trumm aus dem Kofferraum gehievt und mich ans Laden gemacht. Laut Herrn Google musste ich dafür die entsprechende EVN-App auf mein Handy laden. Mithilfe meiner Kreditkarte sollte ich einen via Internet übermittelten QR-Code einscannen. Bloß wie? Wie kann ich – ohne Zweitgerät – einen auf mein Handy übermittelten QR-Code gleichzeitig auch einscannen? Mein Anruf bei der EVN-Lade-Hotline brachte mich auch nicht weiter: Freitag – siebzehn Uhr Dienstschluss; Hilfe erst bei Dienstbeginn Montag früh.
Meine Alternative: Das EVN-Servicebüro, auch samstags bis zwölf offen. Dort wurde mir klar gemacht, dass ich zum Laden jedenfalls einen EVN-Ladevertrag benötige, mit dem ich eine EVNLadekarte bekomme. Gesagt – getan. Doch trotz Vertragsunterschrift wurde ich hinsichtlich der Ladekarte vertröstet. Diese seien im Büro gerade ausgegangen – meine werde mir umgehend von der EVN-Zentrale per Post zugesandt.
Doch die Ladekarte kam nicht. Um nicht ganz stromlos zu bleiben, hat mich nach einer Woche das Autohaus Göndle als Zwischenlösung mit einer BMW-Ladekarte versehen. Mit ihr wagte ich einen neuen Ladeversuch – der auch auf Anhieb funktionierte. Von der EVN-App wurde ich überdies umgehend informiert, was mich dieses neuerliche Volltanken für weitere siebzig Kilometer gekostet hat. Mit einer unangenehmen Überraschung: Die Ladegebühr war etwa gleich hoch wie die Standgebühr – die nur bei einer EVN-Ladekarte nicht angefallen wäre.
Der A&W-Verlag bildet ein breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
Einen Monat und drei Urgenzen später hatte ich die beantragte EVN-Ladekarte tatsächlich in Händen. Meine EVN-Erfahrung ist offenbar kein Einzelfall. Das Bezahlen an öffentlichen Ladesäulen sorgt weiterhin für Frust. Das zeigt sich auch in der neuen repräsentativen „Charging Payment Studie 2026“ der UScale GmbH in Deutschland. Ladekarten und Lade-Apps dominieren den Alltag. Trotz vieler Bezahlmöglichkeiten an der Ladesäule erfüllt keine Methode die Erwartungen der Nutzer vollständig. Komfort, Transparenz, Einfachheit und Kostenkontrolle konnten bisher nicht unter einen Hut gebracht werden. Convenience als Schlüssel zur Kundenzufriedenheit schaut anders aus. Mehr Auswahl bedeutet nicht automatisch mehr Zufriedenheit. Offensichtlich besteht im Payment-Ökosystem rund um das Laden ein erheblicher Verbesserungsbedarf. Mängel, die einen flotteren Wechsel zur E-Mobilität deutlich bremsen. •
Einfache §57a-Erstellung
Die §57a-Software Vecos ermöglicht für ermächtigte Betriebe eine einfache und effiziente Erstellung von §57a-Gutachten.
VBesonders herauszustreichen ist die hohe Benutzerfreundlichkeit.
Markus Singer, Vertriebsleiter Vecos
Support-Team:
ecos steht für Vehicle Control System und ist die in der Prüf- und Begutachtungsstellenverordnung vorgesehene Software für die Erstellung von §57a-Prüfgutachten. „Besonders herauszustreichen sind dabei die hohe Benutzerfreundlichkeit und der flexible Einsatz auf allen Endgeräten“, erklärt Vecos-Vertriebsleiter Markus Singer: „Die webbasierte Software ist kostenfrei, ermächtigte Betriebe können sich einfach registrieren und loslegen.“ Dabei unterstützt das Support-Team von ZBD und Vecos sowohl bei der Anmeldung und Registrierung wie auch bei allen anderen Fragen rund um die Bedienung. „Wir sind Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr erreichbar“, so Singer.
Immer am neuesten Stand
Sowohl die Software wie auch die gesetzlichen Regelungen werden automatisch aktualisiert und sind für den Nutzer immer am aktuellsten Stand. So ist auch die komplette Anlage 6 der PBStV integriert. „Der Prüfer kann beim jeweiligen Mangel direkt aus dem Programm auf die Mängelliste zugreifen, der jeweilige Mangel ist dabei eindeutig zugewiesen“, so Singer. Die richtige Zuordnung spielt eine große Rolle.“
„Das ist den Landesregierungen wichtig“, weiß Singer. Kosten fallen lediglich für den Mängelkatalog an, Euro 71,80 (zzgl. MwSt.) in der digitalen Variante, Euro 84,10 (zzgl. MwSt. und Versand) in der Print-Version. In der Online-Version kann aus Vecos heraus direkt auf den Mängelkatalog zugegriffen werden. •
Text: Gerald Weiss, Fotos: ZBD
Wir sind o zieller AUTEL Distributionspartner. Alle AUTEL Produkte zeichnen sich durch ihre intelligenten Produkttechnologien und ihre hohen Fahrzeugabdeckungen aus. Die Produkte bieten Ihnen schon heute die Technologien der Zukunft.
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Christina Gstundtner
Marcel Holy
Marina Schneeberger
Mihael Pejic
„Wir atmen mit dem Markt mit“
Beim Grazer Kfz-Diagnose- und MesstechnikUnternehmen AVL DiTest ist Anton Kohl seit Jahresbeginn neuer CEO. Was sind seine Pläne?
A&W: Wird es Änderungen in struktureller und strategischer Hinsicht gegenüber Ihrem Vorgänger Gerald Lackner geben?
Dipl.-Ing. Anton Kohl: Ich bin seit 1999 und damit quasi von der ersten Gründungsstunde an Teil von AVL DiTest. In weiterer Folge habe ich gemeinsam mit Gerald Lackner das Unternehmen maßgeblich mitgestaltet. Bei AVL DiTest achten wir sehr auf die Unternehmenskultur. Transparenz, Kundenorientierung und Agilität – das sind die wesentlichen Eckpfeiler des Unternehmens. Wichtige Punkte sind auch die Innovationen, das Produktportfolio und die strategische Ausrichtung. Ich verantworte seit 20 Jahren als Entwicklungsleiter die Innovationen bei AVL DiTest und kenne den Markt und die Produkte sehr gut. In diesem Zeitraum wurden viele neue Geschäftsfelder aufgebaut, welche sukzessive weiter ausgebaut werden.
Wie war der Geschäftsverlauf 2025?
Kohl: Die Geschäfte haben sich auf solidem Niveau stabilisiert, das war auch zu erwarten. Unser Markt ist ein sehr volatiler, mit starken Umsatz-Wellen. Diese
1999 gegründet, ist AVL DiTest stets mit einem volatilen Markt konfrontiert
werden von den Fahrzeugherstellern oder dem Gesetzgeber in Gang gesetzt – neue Fahrzeuge benötigen neue Diagnose- oder Reparaturwerkzeuge und Prüforganisationen benötigen neue Werkzeuge zur Überwachung verschärfter Abgasgrenzwerte. Generell sorgt unser agiler Ansatz dafür, dass wir auf reversible Strukturen achten. Wenn wir stark wachsen, dann nehmen wir Rücksicht darauf, dass die Strukturen nicht unwiderruflich stark mitwachsen. Diesen Weg gehen wir seit 25 Jahren mit Erfolg. Wir atmen mit dem Markt mit.
Wie wird sich der Geschäftsbereich Abgasüberprüfung in Zukunft entwickeln – auch vor dem Hintergrund einer stärkeren Durchdringung der E-Mobilität?
Kohl: Wir kennen diesen Markt ganz genau. Auf europäischer Ebene stehen mehrere AbgasgesetzgebungsWellen an, europaweit werden Abgasuntersuchungen eingeführt bzw. Abgasgrenzwerte verschärft. In diesem Zusammenhang sind neue Ausrüstungen zu erwarten, und zwar für Fahrzeuge, die sich bereits im Verkehr befinden. Das sogenannte Verbrenner-Aus bei Pkw ab 2035 ist vorerst für uns wenig relevant. Natürlich wird sich in weiterer Folge ein Umsatzrückgang einstellen, den wir allerdings unter anderem mit dem Geschäftsfeld E-Mobilität mehr als kompensieren werden.
Wird es gänzlich neue Produktgruppen geben?
Kohl: Es wird neue Entwicklungen geben, vor allem in der Überprüfung von Fahrerassistenzsystemen (FAS), die heutzutage noch nicht in der Gesetzgebung verankert ist. Die Systeme werden immer komplexer und aufwendiger, werden aber nicht überprüft. Wir wollen hier Verfahren etablieren, um die korrekte Funktion des FAS in kritischen Verkehrssituationen überprüfbar zu machen. In diesem Bereich wird es gesetzliche Vorgaben, konkret Homologations-Richtlinien, geben und die
Das sogenannte Verbrenner-Aus bei Pkw ist vorerst für uns wenig relevant.
Dipl.-Ing. Anton Kohl, CEO AVL DiTest
Die Langfassung des Interviews lesen Sie in der AUTO Information Nr. 2814 vom 10. April 2026
Einhaltung dieser Richtlinien wird künftig periodisch überprüft werden. Hier zeichnen sich auch Veränderungen im Markt ab, beispielsweise durch Software-Updates Over-the-Air (OTA). Die Diagnose kann das heute bereits leisten, es ist aber wichtig, dass diese Diagnosedaten zugänglich gemacht werden. Eine gewisse Herausforderung ist zum Beispiel die Wirkprüfung von Notbremsassistenten, an dieser arbeiten wir bereits. • Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: AVL DiTest
AutoZum-Team:
Sven Sauer, Stefanie Emeder, Daniel Herger
Die Hallen füllen sich
Die Vorbereitungen für die AutoZum 2027 sind voll im Laufen, die Aussteller-Liste wird ständig länger.
Die AutoZum 2025 war ein voller Erfolg und hat eine klare Trendwende eingeleitet. Die nächste Ausgabe vom 20. bis 23. Jänner 2027 verspricht eine weitere Steigerung. So ist das Team von AUTO & Wirtschaft bereits dabei, ein attraktives Rahmenprogramm zu gestalten, um mit umfassenden Inhalten den Besuchern ein breites Informationsangebot auf der Bühne zu bieten. Das ist freilich auch auf Aussteller-Seite bereits gewährleistet. „Zahlreiche Unternehmen, groß wie klein, haben sich schon angemeldet. Einer der größten Aussteller wird einmal mehr Würth Österreich sein“, berichtet Messeleiter Sven Sauer.
Österreichische Leitmesse
„Die AutoZum ist für uns DIE Leitmesse für den österreichischen Aftersales-Markt“, erklärt Bernhard Kreici, Divisionsleiter Automotive bei Würth: „Hier können wir unser gesamtes Paket, weit über unsere klassischen C-Teile, präsentieren und erklären.“ Dabei stehen – unter anderem –die Würth-Lösungen zur Ertrags- und Effizienz-Steigerung im Fokus. „Wir sind davon überzeugt, dass die AutoZum Werkstätten die perfekte Möglichkeit bietet, sich gut zu informieren und einen Überblick über die Optionen zu erhalten. Wichtig ist dabei dieses breite Spektrum an Ausstellern, die zahlreiche Lösungen bieten.“ Nicht zuletzt betont Kreici die Vernetzung innerhalb der Branche: „Das ist ein sehr wichtiger und positiver Faktor der Messe.“
Text: Gerald Weiss, Fotos: A&W/Hofer, Weiss
Ihr Duo für mehr Business in der Werkstatt
Kreici, Divisionsleiter Automotive bei Würth
Mit EValuate und practiCABLE bringen Sie Ihr E‑Mobility Service auf das nächste Level.
Das Testgerät EValuate ermöglicht die sicherheitsrelevante Prüfung von Potentialausgleich und Iso lationswiderstand am AC‑Lade port, und übernimmt zusätzlich die Überprüfung der Wegfahrsperre. practiCABLE im praktischen Koffer ergänzt Ihr Portfolio perfekt: Es prüft Ladekabel schnell, einfach und verlässlich.
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Bernhard
Würth-Stand in Halle 1
Die Teilnehmer der zweitägigen Fachtagung hatten sichtlich viel Spaß
Jubiläum mit Zukunftssignal
Mit einem zweitägigen Event in Saalfelden feierte Techno ihr 35-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt standen Innovationen, persönlicher Austausch und gemeinsame Erlebnisse.
Mit einem eindrucksvollen Jubiläumsevent feierte die Techno-Handelsgesellschaft m.b.H. im März ihr 35-jähriges Bestehen – und setzte dabei zugleich ein starkes Zeichen für die Zukunft der Branche. Im Hotel Gut Brandlhof in Saalfelden kamen Einkaufsleiter, Lieferantenpartner und ausgewählte Kunden zusammen, um über zwei Tage hinweg Innovation, Austausch und gemeinsame Erlebnisse auf höchstem Niveau zu verbinden.
Techno-Geschäftsführer Ernst Rohrer, Lisa-Sophie Rohrer und Andreas Suhrau (v. l.)
Messe-Charakter
Schon der Auftakt machte klar, dass diese Veranstaltung weit über eine klassische Tagung hinausging. In einem markenfreien Autohaus (einer bewusst gewählten und außergewöhnlichen Location) präsentierten führende Lieferanten ihre neuesten Produkte, Technologien und Lösungen. Die Lieferanten-Partner-Messe wurde damit zur Plattform für Innovationen und praxisorientierte Entwicklungen im Automotive-Bereich.
Im Zentrum der Veranstaltung stand vor allem der persönliche Austausch: direkte Gespräche, neue
Impulse und die Pflege gewachsener Partnerschaften. Genau dieser enge Schulterschluss zwischen Industrie, Handel und Anwendern ist es, der Techno seit 35 Jahren erfolgreich prägt. Auch der Abend bot den passenden Rahmen, um diesen Dialog in entspannter Atmosphäre fortzusetzen. Beim gemeinsamen Dinner wurde intensiv genetzwerkt, diskutiert und der Grundstein für weitere Kooperationen gelegt.
Auf der Rennpiste
Am zweiten Veranstaltungstag erhielt das Jubiläumsevent zusätzlich eine emotionale und erlebnisorientierte Note: Im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Saalfelden konnten die Teilnehmer Action, Dynamik und Teamgeist hautnah erleben. Ob beim Kart-Rennen, bei Drift-Erlebnissen oder Offroad-Fahrten – nicht nur der Wettbewerbsgeist wurde geweckt, sondern vor allem auch das gemeinsame Erlebnis stand im Mittelpunkt. Das Jubiläumsevent machte sichtbar, wofür Techno steht: Innovation, Partnerschaft und die Fähigkeit, Menschen und Unternehmen nachhaltig miteinander zu vernetzen. Die gelungene Verbindung aus Fachinhalten, persönlichem Austausch und Erlebnischarakter machte die Veranstaltung zu einem echten Highlight – und zu einem starken Signal für die Zukunft. •
Text: Kevin Kada, Fotos: Techno
Bernhard Hoffmann (GRS), Christian Kreuter (4Fleet), Frank Titz (Goodyear D-A-CH), Thomas Knirsch (Goodyear Österreich), Benjamin Obererlacher (GRS)
Stabiles Netzwerk
Auf 109 Betriebe ist die Anzahl der HMI-Betriebe im Vorjahr gewachsen. Das Goodyear-Konzept hat aber kein einfaches Jahr hinter sich.
In Österreich setzt der Reifenhersteller ausschließlich auf HMI (Handelsmarketing-Initiative) als Partnerkonzept für freie Reifenbetriebe. „HMI ist mit 109 Standorten die größte standortbezogene Gruppe in Österreich“, erklärte Bernhard Hoffmann, Retail Manager Austria bei Goodyear Retail Systems (GRS), bei der HMI Händlertagung im März in Aigen im Ennstal. 5 neue Standorte und 3 Verluste führten eben zu den genannten 109 Standorten (2024: 107) mit Jahresende 2025. Beim Sell-out vermeldete Hoffmann im Bereich Pkw/leichte Nfz Zuwächse (2 Prozent), während der Lkw-Bereich (-3 Prozent) leicht zurückgegangen ist. Für 2026 hofft er auf 3 neue Standorte, beim Sell-out im Pkw-Segment stellte er ein Plus in Aussicht, während der Lkw-Bereich auf konstantem Niveau erwartet wird. Das Vorjahr war generell für Goodyear und damit auch für die Partnerbetriebe in Österreich nicht leicht, Herausforderungen hat es laut Goran Zubanovic, Director Retail EU Central bei GRS in Köln, bei der Produktverfügbarkeit und der automatischen Nachbestellung gegeben. Ebenso wie beim Hersteller nimmt auch bei GRS die neue Goodyear-Zweitmarke Cooper Tires viel Raum ein. „Die Neueinführung von Cooper ist nicht einfach, bitte unterstützen Sie uns dabei“, lautete Zubanovics Appell an die anwesenden
Reifenhändler. Immer wichtiger wird neben dem Reifenverkauf auch der Reifen- und Autoservice. „Die Erträge sind im Service zu holen“, so Zubanovic. Beim Reifenhersteller selbst lobt man das Engagement der HMI-Partner: „Das Geschäft ist für uns relevant, wir verkaufen jeden dritten Reifen in Österreich über HMI“, betonte Frank Titz, D-A-CH-Verantwortlicher für das Ersatzgeschäft bei Goodyear. Thomas Knirsch, der das Segment Consumer-Reifen in Österreich verantwortet, verwies auf die kontinuierlichen Zuwächse der HMI-Partner beim Sellout (im Pkw-Bereich): „Dieses Wachstum kann nur aus einer tragfähigen Partnerschaft resultieren“, so Knirsch. Auch im Flottengeschäft ist die Bilanz im Vorjahr positiv, so Christian Kreuter von 4Fleet. • Text und Fotos: Mag. Andreas Granzer-Schrödl
Die Erträge sind im Service zu holen.
Goran Zubanovic, Director EU Central bei GRS
In einer neuen Dimension
Herth+Buss bietet als Vertriebspartner für den D-A-CH-Raum ab sofort AutelDiagnosegeräte der 2. Generation.
Mit den Diagnose-Tablets MaxiSys MS909 S2 und MS919 S2 können Kfz-Techniker Fahrzeuge noch schneller, präziser und effizienter analysieren. Die Geräte sind mit einem 9,7-Zoll-LCDTouchscreen ausgestattet und bieten vielfältige Funktionen. Das cloud-basierte Report-Management ermöglicht das Speichern, Versenden und Anzeigen von Berichten auf mobilen Endgeräten oder über den PC-Browser.
Beim MS909 S2 handelt es sich um ein leistungsstarkes Diagnosegerät ohne integriertes Oszilloskop, beim MS919 S2 ist ein integriertes 4-KanalOszilloskop für tiefgehende Analysen mit an Bord. Zu den Hauptfunktionen zählt unter anderem die
Die Diagnose geht nun noch schneller, präziser und effizienter vonstatten
„Topologie Ansicht 3.0“. Diese erlaubt die OE-Style Systemanalyse von Kommunikationsnetzwerken, die aktive Steuergeräte- und Netzwerkanalyse, eine farbcodierte Statusanzeige sowie Signal- und Netzwerktests. Die „Sprachsteuerung mit Max“ bringt freihändige Navigation, Sprachbefehle für Systemscans, Wartungsfunktionen und aktive Tests. Möglich sind zudem eine „Erweiterte digitale Fahrzeuginspektion mit Multi Point DVI“ sowie „Datengesteuerte Diagnosen mit erweiterter PID-Analyse“. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Foto: Herth+Buss
Das kann teuer werden
Schäden durch Marderbisse an unter schiedlichen Stellen im Fahrzeug können teuer kommen. Abhilfe schaffen Marder abwehrlösungen von K&K.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Allein im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 252.000 Marderschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen gemeldet, die Reparaturkosten stiegen damals im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 157 Millionen Euro. Kostentreiber sind die zunehmende Technisierung aktueller Fahrzeuggenerationen. Und hier besonders bei E-Fahrzeugen, wo ein beschädig tes Hochvoltkabel aus Sicherheitsgründen nicht repariert, sondern vollständig erneuert werden muss, werden die Kosten in die Höhe getrieben. Vor diesem Hintergrund sollten Kfz-Betriebe ihren Kunden den Einbau von Marderabwehrlösungen nahelegen. K&K Marderabwehr unterstützt Partnerbetriebe bei diesen Bemühungen und stellt dazu kostenlose Print- und Digital-Werbemittel sowie fachliche
Kunden sollten proaktiv auf das Thema Marderschutz angesprochen werden
Expertise bereit. Gerade die Reifenumstecksaison und Frühjahrsinspektionen bieten sich an, Kunden proaktiv auf das Thema anzusprechen. Damit können die Kundenbindung gestärkt und wichtige Zusatzerträge realisiert werden. Ein Einbautermin für eine Marderabwehranlage lässt sich problemlos mit einem regulären Servicetermin verbinden. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: K&K
Unschlagbar in Sachen Nachhaltigkeit: Die Gebinde sind bis zum letzten Tropfen entleerbar, es fällt nur wenig Abfall an
Schmierstoffe immer griffbereit
Die neuen Bag-in-Box-Gebinde von masteroil reduzieren im Kfz-Betrieb das Abfallvolumen und ermöglichen die platzsparende Lagerung einer
Vielzahl von Motor- und Getriebeölen. Auch der CO2-Fußabdruck wird verkleinert.
Bag-in-Box-Gebinde sind aus der modernen Kfz-Werkstatt nicht mehr wegzudenken. Gerade in Zeiten der starken Diversifizierung von Viskositäten und Freigaben bieten sie eine praktische Möglichkeit, verschiedene Öle stets griffbereit zu haben. Nunmehr hat Schmierstoffanbieter masteroil sein Sortiment um 25 Motoren- und Getriebeöle im praktischen Bag-in-Box-Gebinde mit je 20 Liter Inhalt erweitert.
Einfache Handhabung
„Unsere neue Bag-in-Box-Lösung entlastet Werkstätten im Alltag spürbar. Durchdacht in Handhabung und Lagerung, bringt das neue Verpackungskonzept gleich mehrere Vorteile: weniger Verschmutzungen, bessere Flächennutzung und ein geringerer ökologischer Fußabdruck“, so Andreas Fahrecker, Gebietsleiter Österreich und Italien bei masteroil. Die Boxen ermöglichen eine hohe Restentleerung und minimieren Produktverluste. Gleichzeitig sind die Gebinde deutlich leichter als Fässer.
Das Sortiment bietet sowohl auf Motoröl- als auch auf Getriebeölseite eine hohe Marktabdeckung. „Kombiniert mit einem Fass unseres C-Tec Power Longlife III 5W-30, decken Betriebe mit den Bag-in-Box-Motorölen 94,7 Prozent aller Fahrzeuge in Österreich ab“, betont Fahrecker. „Bei den Getriebeölen deckt das Sortiment der Bag-in-Boxen 58,9 Prozent der Automatik- und Schaltgetriebe in Österreich ab.“
Nachhaltigkeit
Unschlagbar sind Bag-in-Box-Verpackungen in Sachen Nachhaltigkeit: Sie benötigen weniger Material und sind stark komprimierbar, wodurch weniger Abfall anfällt. Sie sind recyclingfähig und tragen so maßgeblich zu einem geringeren CO2-Fußabdruck bei. „Für Unternehmen, die ihre Umweltbilanz verbessern möchten, bietet die Umstellung auf Bagin-Box einen schnellen und wirksamen Hebel“, so Fahrecker.
Das geschlossene System verhindert Auslaufen und verringert das Risiko von Verschmutzungen in der Werkstatt. Sauberere Arbeitsbereiche bedeuten weniger Reinigungsaufwand, geringere Entsorgungskosten und ein niedrigeres Gefährdungspotenzial –
Für Unternehmen, die ihre Umweltbilanz verbessern wollen, bieten die neuen Gebinde einen schnellen und wirksamen Hebel.
Andreas Fahrecker, masteroil
Vorteile, die nicht nur den Betrieb, sondern auch die Umwelt entlasten.
„Wer Arbeitsbereiche sauber halten, Lagerflächen optimal nutzen und zugleich Ressourcen schonen will, dem bieten wir hier ein überzeugendes Verpackungskonzept“, fasst Fahrecker zusammen. •
Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: masteroil
Driftshow im Innenhof als emotionaler Anziehungspunkt
Slobodan Trivic von Xenum: Produkte für Reinigung von Motor, Ansaugtrakt oder Turbo
Die andere Messe
Die „Customized“ in Salzburg, Messe für Tuning, Individualisierung, Motor und Lifestyle, ist keine klassische Kfz-Messe, aber Autos, Leidenschaft und Technik sind im Überfluss zu sehen.
Bei den meisten Branchen-Messen, die wir besuchen, steht das Geschäft im Vordergrund: Entweder es sind B2B-Veranstaltungen, wo Produkte und Lösungen für Kfz-Betriebe angeboten werden, oder wir besuchen unsere Leser, die Händler und Werkstätten, wenn sie selbst für ihre Kunden ausstellen (so wie im Fokus dieser Ausgabe). Die Customized, ein Zusammenspiel aus Performance, Community, Sound, Action und Szene-Kultur (O-Ton Veranstalter), ist etwas ganz anderes. Zugegeben: Viele bekannte Gesichter aus der Branche treffen wir dort nicht.
Leidenschaft für das Kfz
Aber es ist großartig zu sehen, wie viel Emotion und Leidenschaft das Kfz, sowohl Auto wie auch Motorrad, unverändert auslöst. Viele Vereine stellen ihre getunten Modelle vor, nicht alle sind in der Form für den Straßenverkehr vorgesehen. Dazu kommen freilich einige Anbieter, die wir auch aus unserem Umfeld kennen und die für den privaten Schrauber Lösungen zeigen, denn vieles wird in diesem Bereich noch selbst erledigt.
Im Innenhof des Messezentrum sorgen Drift-Shows für entsprechenden Akustik, Rauch und Reifen-
Audio-Tuning: Car Media World im Rahmen der Customized mit hochkarätigen Lösungen
Schrauberblog bietet mit Ehrenschrauber auch Lösungen
David Aigner repräsentierte die Innung der Fahrzeugtechnik und warb um Lehrlinge
geruch, hier lebt noch der automotive Urinstinkt. Mit den verschiedenen Bereichen bespielt die Customized das komplette Messegelände in Salzburg. Einen großen Teil nimmt dabei die CarMediaWorld ein, wo Audio-Tuning auf höchster Ebene gezeigt wird. • Text und Fotos: Gerald Weiss
Thomas Schneider von Audiotec Fischer
S C
HRAUBER-STORY
Matthias Teichgräber von ecu.de
Marian Gadau: Art in Motion
Für das Meisterwerk
ATE stellt den Menschen in den Mittelpunkt: Hochwertige Komponenten brauchen entsprechendes Know-how
Damit die Werkstätten und ihre Mitarbeiter regelmäßig und konstant ihr Meisterwerk durchführen können, bietet ATE ein ganzheitliches Konzept für die Betriebe.
Seit über 120 Jahren steht ATE für Bremsenkompetenz, OE-Qualität und präzise Technik. Alle Produkte werden mit höchsten Ansprüchen an Sicherheit und Leistung entwickelt, sorgfältig geprüft und in enger Zusammenarbeit mit Werkstätten kontinuierlich verbessert.
Moderne Bremstechnologie bildet dabei die Grundlage für sichere Mobilität. Ihre volle Wirkung entfaltet sie jedoch erst durch die fachgerechte Montage, Prüfung und Freigabe in den Werkstätten. Hier kommen Erfahrung, Präzision und handwerkliches Können zusammen – entscheidende Faktoren für die Qualität und Zuverlässigkeit eines Fahrzeugs.
Menschen im Mittelpunkt
Genau diesen Zusammenhang greift die Kampagne „Meisterwerk“ von ATE auf. Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die täglich Verantwortung übernehmen und mit ihrem Know-how dafür sorgen, dass aus hochwertigen Komponenten ein funktionierendes und sicheres Gesamtsystem entsteht. Ein Meisterwerk entsteht nicht allein durch technische Entwicklung. Erst das Zusammenspiel aus innovativer Bremstechnologie und professioneller Umsetzung in der Werkstatt gewährleistet höchste Standards im Straßenverkehr.
Kompetenz der Profis in der Werkstatt
Das Vertrauen von Millionen Autofahrerinnen und Autofahrern basiert daher nicht nur auf der Qualität der Produkte, sondern ebenso auf der Kompetenz der Werkstattprofis. Ihre Arbeit macht den entscheidenden Unterschied – und verwandelt Technik in ein echtes Meisterwerk.
Das „Meisterwerk“ steht für:
• Technische Perfektion
• Handwerkliche Präzision
• Verantwortung und Vertrauen
• Und nicht zuletzt auch Stolz auf das Erreichte
Ganzheitliches Konzept
Ein zentraler Vorteil des ATE-Konzepts ist die Kombination aus Technik, Know-how und Service. Werkstätten erhalten nicht nur hochwertige Ersatzteile, sondern auch speziell entwickelte Werkzeuge und Geräte, die den Arbeitsalltag erleichtern und beschleunigen.
Durchdachte Lösungen wie modulare Werkstattausrüstung oder strukturierte Ordnungssysteme sorgen dafür, dass alle benötigten Arbeitsmittel jederzeit griffbereit sind. Das spart Zeit, reduziert Fehlerquellen und steigert die Produktivität im Betrieb. • Text: Redaktion, Fotos: Aumovio/ATE
Andreas Inzinger (TEXA) mit Kunden
LKQ Stahlgruber in München: Diskussion zur E-Mobilität
Ludwig Obermaier (Marketingleiter D-A-CH) und Christoph Schön (LKQ-E-Mobilitäts-Experte und Head of Innovation)
Zukunft der Werkstatt-Welt
Die Leistungsschau von LKQ Stahlgruber – Mitte März in München – hat viele Lösungen für die Zukunft der Werkstätte gezeigt. Elektromobilität war einer der Schwerpunkte.
StahlgruberÖsterreichGeschäftsführer
Torsten Kluh
Die Leistungsschau von LKQ Stahlgruber – heuer in München (im März), Leipzig (im Juni) und Nürnberg (im November) ist längst traditionell und bewährt. Umso mehr hat das Team um Ludwig Obermaier (Director Marketing LKQ D-A-CH), Steffen Hardt (Division Director LKQ Deutschland) und Oliver Franik (CCO LKQ D-A-CH) dieses Mal die Zukunft der Werkstattwelt in den Fokus gestellt.
160 Aussteller haben bei der ersten Ausgabe des heurigen Jahres in der Messe München auf 12.000 m2 Platz gefunden.
Erlebe, was möglich ist
Unter dem Motto „Erlebe, was möglich ist“ wurde eine Vielzahl an Innovation und Lösungen für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen präsentiert. In mehreren Themenwelten am LKQ-Stahlgruber-Stand wurden digitale Lösungen unter STAkis gezeigt, gemeinsam mit Partnern wurden die Innovationen im Bereich der Werkstatt-Ausrüstung präsentiert, und im dritten Bereich wurden die LKQ Academy und die Werkstattkonzepte erklärt. Dort wurde ein eigenes Modul zur Elektromobilität präsentiert. Dieses Thema hatte auch entsprechend großen Raum auf der Bühne.
LKQ Stahlgruber Österreich plant mit der AutoZum Für die österreichischen Kunden will LKQ Stahlgruber Österreich übrigens wieder bei der AutoZum im Jänner 2027 in Salzburg präsent sein. •
Text und Fotos: Gerald Weiss
Standbetreuung aus Österreich: Markus Potzmader (ATE/VDO)
Dabei war man sich bei den Diskussionen einig, dass batterieelektrische Fahrzeuge und deren Betreuung in der freien Werkstätte an Bedeutung gewinnen werden. Schließlich geht es dabei nicht um neue Kunden, sondern lediglich um andere Autos. Arbeiten am Hochvolt-Akku sieht man dabei nicht an erster Stelle. Vielmehr geht es um klassische Tätigkeiten wie Reifen, Fahrwerk, Service, Glas- und Karosserie, die bei allen Antriebsarten anfallen. Danach kommen Komponenten und Bauteile im elektrischen Bereich, erst dann kommt die Antriebsbatterie.
(V. l) Stefan Gugerell (Mitglied der Geschäftsleitung Würth Österreich), Christian Baumgartner (Geschäftsführer itb Installationstechnik Böheimkirchen GmbH), Adel Shebl (Generalplaner), Franz Haunold (Bürgermeister Böheimkirchen), Georgine Rumpler-Heindl (Gesellschafterin Habau), Paul Lamprecht (Geschäftsführer Porr), Michael Hempt (CEO Würth Österreich), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Wolfgang Ecker (Präsident WKNÖ), Hermann Laister (Niederlassungsleiter Linz Caverion), Josef Kronister (Bezirkshauptmann), Andreas Kimberger (Geschäftsführer Accuro)
Würth erweitert
Logistikstandort
Mit einer Investition von 20 Millionen Euro bekennt sich Würth Österreich zum Standort Niederösterreich und setzt ein Zeichen für langfristiges Wachstum, Versorgungssicherheit und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Mit dem Spatenstich fiel der Startschuss für die Erweiterung des Logistikstandorts von Würth Österreich in Böheimkirchen. Der Zubau vergrößert den bestehenden Standort um eine Nutzfläche von 10.756 Quadratmetern. Damit werde Böheimkirchen nicht nur als zentrales Logistikzentrum für Österreich weiter ausgebaut, sondern zugleich als Logistik Hub für die Belieferung osteuropäischer Märkte positioniert. Die Erweiterung schaffe die infrastrukturelle Basis, um steigende Anforderungen von Handwerk und Industrie auch künftig bedienen zu können.
„In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, bewusst zu investieren – in unsere Infrastruktur und in unseren Standort in Niederösterreich“, sagte Michael Hempt, CEO Würth Österreich. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Würth Österreich zeigt mit diesem Projekt, wie unternehmerischer Erfolg, regionale Verantwortung und nachhaltige Standortentwicklung Hand in Hand gehen. Diese Investition stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Niederösterreich, sondern schafft auch langfristige Perspektiven für Beschäftigung und Wertschöpfung.“ Der Logistikzubau in Böheimkirchen wird von einem Netzwerk starker Projektpartner begleitet, das Bauprojekt soll mit März 2027 abgeschlossen sein.
Mit der Dubble KI kommt ein neuer Player auf den Markt, der die Arbeit im eigenen Betrieb vereinfachen soll.
Mit der Dubble KI bringen die deutschen Entwickler der Haiar GmbH einen neuen KI-Assistenten auf den heimischen Markt, der in den vergangenen drei Jahren bereits in Deutschland erprobt und von rund 15.000 Kunden benutzt wurde. „Wir starten da also mit einem echten Know-how-Vorsprung“, so Harald Krieger, der den Vertrieb der Software in Österreich organisiert. Die Nutzungsvarianten sind vielfältig, von der Reparaturannahme über E-Mail-Korrespondenz bis hin zur Einpflegung von Service- und Werkstatt-Daten kann die Dubble KI dem heimischen Autohaus dabei helfen, die Prozesse im eigenen Betrieb zu vereinfachen. Die Daten werden auf Servern in der EU gespeichert und sind dahingehend auch DSGVO-konform. Zudem arbeitet die KI vor allem mit den vorhandenen Daten des Autohauses. „Man muss also nicht mühevoll eine Schnittstelle zu
Mit der Dubble KI sollen mühevolle und vor allem wiederkehrende Prozesse vereinfacht werden
CRM oder DMS herstellen, sondern setzt die KI quasi obendrauf“, so Krieger. Die eingepflegten Daten werden dann von der KI als Grundlage genommen, um Reportings zu gestalten, Erinnerungen für Termine zu erstellen und sie hilft den Mitarbeitern bei der Formulierung von Angeboten usw. Der Marktstart der Software ist im April erfolgt und ist nach einer Einschulungsphase für jedes Autohaus verfügbar. • Text: Kevin Kada, Grafik: Dubble
WIRTSCHAFT
„Jeden
Vorstandsvorsitzender Oliver Blume (r.) mit Finanzvorstand
Arno Antlitz (M.) bei der Pressekonferenz in Wolfsburg
Stein umdrehen“
Der Volkswagen Konzern muss weiter sparen – und die Baustellen werden nicht wirklich kleiner: Wir waren bei der Bilanz-Pressekonferenz in Wolfsburg mit dabei.
Man sieht sie schon von Weitem, die 4 Schlote des Kraftwerks in Wolfsburg: Immer wieder modernisiert, versorgt es seit den frühen 1960erJahren das Volkswagen-Werk mit Energie. Direkt daneben ist die „Autostadt“, je ein Pavillon pro Marke des Konzerns – und dort sprachen Vorstandsvorsitzender Oliver Blume und Finanzchef Arno Antlitz heuer wieder zu Journalisten, auch 3 österreichische Medien waren vor Ort.
Wir haben die Kosten in den 3 großen Fabriken in Deutschland um 20 Prozent verbessert.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender
Vieles davon, was an diesem kalten Dienstag im März gesagt wurde, hatte Blume bereits am Abend davor in vertraulichen Gesprächen im Pavillon von VW Nutzfahrzeuge erzählt (und auch noch viel mehr). Auch andere Vorstandsmitglieder waren anwesend, und da setzt man sich dann mit VW-Chef Thomas Schäfer in den künftigen ID. Polo und bekommt viele Details erklärt (die man aber noch nicht schreiben darf). Auch fotografieren ist verboten, dabei wären die 4 kleinen Elektroautos des Konzerns nebeneinander (ID. Polo, ID. Cross, Cupra Raval und Škoda Epiq), die heuer im 3-Monats-Abstand auf den Markt kommen, ein schönes Motiv gewesen ...
Die Pressekonferenz am nächsten Morgen wird von offenen Worten dominiert: Auch wenn man in den vergangenen Jahren sehr gute Arbeit geleistet habe, müsse man diesen Weg weiter intensivieren, erklärte Blume vor den Medien aus aller Welt. „Wir werden weiterhin jeden Stein umdrehen.“ Gleichzeitig sprach Blume von positiven Signalen: „Wir haben die Kosten in den 3 großen Fabriken in Deutschland in den vergangenen Jahren um 20 Prozent verbessert.“ Aber man müsse weiterarbeiten, „weil wir noch immer deutlich zu hohe Kosten haben“. Man schaue sich auch die Mitbewerber aus China an: „Da müssen wir gegenhalten.“
Laut Blume wird es nicht ausreichen, bis 2030 die geplanten 35.000 Stellen abzubauen, es wird wohl in Richtung 50.000 gehen, weil der Neuwagen-Absatz in Europa generell weiter schwächelt: „Das ist das, was die Märkte verlangen, da die Zahl der verkauften Neuwagen im Vergleich zur Zeit vor Corona um 15 Prozent zurückgegangen ist, das sind bei uns im Konzern 700.000 Einheiten.“ Daher werde es nicht reichen, dass man das Audi-Werk in Brüssel geschlossen habe und jenes in Dresden zu einem Forschungsstandort umbaue: „Beim Werk in Osnabrück sind wir noch lösungsoffen: Hier gibt es Gespräche mit Rüstungsunternehmen und wir wollen noch heuer bekanntgeben, wie es weitergeht.“
WIRTSCHAFT
Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns bei E-Autos ist in Europa hoch
Fast 9 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden 2025 an Kunden ausgeliefert
Selbst eine Marge von 4,6 Prozent reicht nicht aus, um konsequent zu investieren.
Arno
Antlitz, Finanzvorstand
Konkrete Zahlen: Der Volkswagen-Konzern hat im Jahr 2025 weltweit 8.984.000 Neuwagen an Kunden ausgeliefert; das waren um 43.000 Einheiten bzw. 0,5 Prozent weniger als 2024. Produziert wurden von allen Konzernmarken im Vorjahr 8.866.000 Autos, das war ein Minus von 88.000 Stück im Vergleich zu 2024. Der weitaus größte Teil der abgesetzten Fahrzeuge, nämlich 5.125.000 Stück, entfiel auf die Markengruppe Core, zu der neben Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge auch Škoda, Seat und Cupra gehören; 2024 waren von dieser Gruppe 4.960.000 Stück abgesetzt werden. In der Markengruppe Progressive (Audi, Lamborghini, Bentley, Ducati) wurden 1.145.000 Stück abgesetzt (+22.000), im Bereich Sport Luxury (Porsche) waren es im Vorjahr 266.000 Stück (nach 313.000 von 2024). Porsche hat vor allem in China massive Probleme, aber auch die Zölle in den USA belasten das Ergebnis, und zwar im gesamten Konzern mit 5 Milliarden Euro.
Was passiert in den USA?
Trotz der Zölle, die dem Volkswagen Konzern im Vorjahr in den USA ein Absatzminus von 12 Prozent brachten, sieht Blume das Engagement in den USA nicht gefährdet: „Wir sehen perspektivisch Wachstum, auch wenn wir angesichts der Zollpolitik Druck verspüren.“ Die aktuell rund 4 Prozent Marktanteil seien absolut ausbaufähig, auch wenn sich ein Import von VW-Fahrzeugen aus der Fabrik in Mexiko derzeit wegen der Zölle bei vielen Fahrzeugen (27,5 Prozent) nicht lohne; bei Autos aus Europa sind aktuell 10 Prozent Aufschlag fällig.
Dann sprach Finanzvorstand Arno Antlitz: Obwohl es 2025 verschärfte geopolitische Spannungen und eine hohe Wettbewerbsintensität gegeben habe, sei es gelungen, die Substanz der Volkswagen Gruppe weiter zu stärken, meinte Antlitz. Doch obwohl man 2025 wichtige Kennzahlen verbessert habe, sei das operative Ergebnis um 53 Prozent eingebrochen. Dieses lag im Vorjahr bei 8,9 Milliarden Euro (2024: 19,1 Milliarden Euro). Dadurch sei die Umsatzrendite von 5,9 auf 2,8 Prozent zurückgegangen, der Großteil sei durch Abschreibungen bei Porsche (2,7 Milliarden) entstanden.
Lagerbestände wurden abgebaut Dass der Konzern einen Netto-Cashflow von 6,4 Milliarden Euro erzielt habe, sei unter anderem auf ein starkes 4. Quartal und ein verbessertes Management der Lagerbestände zurückzuführen: Der Lagerbestand sei seit der Chipkrise etwas höher gehalten worden, da man damals Fahrzeuge mit hohem Vorlauf gebaut habe, damit die Autos auf jeden Fall zum vereinbarten Termin fertig seien, so Antlitz. Doch diese Situation habe sich mittlerweile wieder deutlich verbessert. Wichtig sei es, jetzt mit einer hohen Ausgabendisziplin zu agieren, um weiterhin am Markt agieren zu können. •
Text und Fotos: Mag. Heinz Müller
60 Jahre Porsche Bank
Ein Chart nach dem anderen wird bei der Pressekonferenz veröffentlicht
Am 9. März 1966 wurde die Porsche Bank gegründet, heute ist das Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 16 Ländern tätig: eine Bilanz!
Versicherungen immer wichtiger
Die durchschnittlichen Kfz-Schadenssummen
steigen laut Analyse der CarGarantie auf 764
Euro. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.
Die aktuelle Schadenanalyse der CG Car‑Ga rantie Versicherungs‑AG (CarGarantie) aus Freiburg schreibt den Trend, der schon über die ver gangenen Jahre hinweg beobachtet werden konnte, weiter fort. Der Kostenanstieg erreichte im Jahr 2025 mit durchschnittlich 764 Euro pro Garantie bzw. Versicherungsfall eine neue Höchstmarke.
Globale Situation befeuert Teuerung
„Die Entwicklung bestätigt unsere Erwartungen“, kommentiert Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsit zender der CarGarantie, die Auswertung. „Schon in den vergangenen Jahren war absehbar, dass sich die Reparaturkosten aufgrund der globalen Lage und der immer komplexer werdenden Fahrzeugtechnologie weiter erhöhen würden.“
Gerade die zunehmende Anfälligkeit elektrischer Systeme bestätige diese Prognose. „Mit wachsender Komplexität steigen sowohl die Reparaturintensität als auch die Wahrscheinlichkeit von Defekten“, so die Autoren der Auswertung. Im Detail bleibt zwar bei den Gebrauchtwagen der Motor die kosteninten sivste Baugruppe (Anteil an der gesamten Schadenre gulierungssumme liegt bei 24,2 Prozent), wurde aber bei den Neuwagen bereits von der elektrischen Anla ge von der Spitzenposition abgelöst: 19,3 Prozent der gesamten Schadenssumme entfallen auf diese Bau gruppe, auf den Motor 16,9 Prozent. Dazu kommt, dass sowohl bei Neu als auch Gebrauchtwagen die elektrische Anlage die defektanfälligste Baugruppe ist: Bei Gebrauchten liegt die Schadenhäufigkeit bei 23,2 Prozent, bei Neuwagen bei 28,8 Prozent. „Eine baldige Entspannung ist nicht in Sicht“, so Söldner. „Umso wichtiger ist eine konsequente Ab sicherung gegen diese Risiken – für den Handel als auch für die Endkunden. Unsere Garantie‑ und Reparaturkostenversicherungen federn steigende Kosten ab und steigern die Kundenzufriedenheit.“ Alle Daten aus der aktuellen Schadenauswertung der CarGarantie finden Sie auf www.autoundwirtschaft.at! •
Text: Mag. Bernhard Katzinger, Foto und Daten: CarGarantie, Infografik: A&W
Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender der CarGarantie
Teuerste Schäden nach Baugruppe in Prozent der gesamten Schadenssummen
Neuwagen
Elektrische Anlage Motor
Kraftstoffanlage (inkl. Turbolader)
Gebrauchtwagen Elektrische Anlage
Kraftstoffanlage
Schadenshöhen
Petra Mühr, Contentmanager & Copywriter
Du bist nicht allein
Drei Sekunden. Sie haben exakt drei Sekunden, bis sich Ihr Kunde entscheidet, ob er bleibt oder weitergeht. Was hart klingt, ist längst Realität. Unsere Aufmerksamkeit wird ständig unterbrochen: Eine Nachricht ploppt auf, ein neuer Post erscheint, das nächste Angebot blinkt schon im Augenwinkel. Und mittendrin: Ihr Unternehmen, Ihre Botschaft, Ihr Angebot. Ob via Newsletter, Social Media Post, Inserat.
Das Entscheidende ist nicht mehr, ob Sie sichtbar sind, sondern ob Sie es schaffen, in diesen ersten Sekunden zu überzeugen. Denn Sie sind nicht allein. Sie konkurrieren nicht nur mit direkten Mitbewerbern. Sie konkurrieren mit allem. Mit dem Smartphone. Mit sozialen Medien. Mit der schieren Menge an Informationen. Wer heute sichtbar sein will, muss deshalb sofort und authentisch wirken: Ein starkes Bild. Eine unerwartete Aussage. Eine Überschrift, die hängen bleibt.
Der erste Eindruck entscheidet. Der zweite verkauft.
Eine starke Headline bringt den Klick. Erst der Inhalt bringt Vertrauen.
So wichtig der Einstieg ist: Er allein reicht nicht. Wer Aufmerksamkeit gewinnt, muss sie auch halten. Hier trennt sich Mittelmaß von Wirkung. Denn: Eine starke Headline bringt den Klick. Erst der Inhalt bringt Vertrauen. Und Vertrauen bringt Entscheidung. Das bedeutet: Klarheit statt Floskeln. Relevanz statt Blabla. Botschaften, die nicht nur gelesen, sondern gefühlt werden. Oder anders gesagt: Content muss wirken, sonst wirkt er nicht.
Die gute Nachricht? Sie können das steuern. Mit der richtigen Ansprache. Mit einem klaren Fokus. Mit auf Ihre Wunschkunden maßgeschneiderten Inhalten. Denn in einer Welt voller Ablenkung gewinnt der, der sofort trifft, berührt, wirkt. •
Der Mann mit dem Würfel
Er hat seinerzeit das Marketing für den Puch G aufgebaut, war Österreich-Chef von Chrysler und Jeep, Sprecher der Automobilimporteure. Und auch jetzt noch macht sich Ingo Natmessnig Gedanken über die Zukunft „seiner“ Branche.
Es waren tagelange Sitzungen im Finanzministerium, doch dann stand das Gesetz fest: Ein Würfel von einem Meter Länge musste hinter der letzten Sitzreihe Platz haben, so die simple Lösung. Und so dauerte es nicht lange, dass die neue Regelung als „Lex Chrysler“ bekannt wurde: Immerhin war der (in Graz gebaute) Voyager einer der Hauptprofiteure
Die Ökoprämie hat nach der Wirtschaftskrise wieder Schwung in den Automarkt gebracht.
Mag. Ingo Natmessnig
und ermöglichte den Besitzern von großen Minivans den Vorsteuerabzug. Mag. Ingo Natmessnig, damals Österreich-Chef von Jeep und Chrysler, war jener Mann, der das neue Gesetz hauptverantwortlich verhandelt hatte. Auch wenn sich der gebürtige Kärntner aus der Branche zurückgezogen hat, ist er immer wieder auf Automessen zu sehen.
Dabei war der Weg in die Autobranche nicht vorgezeichnet: Der Vater war Holzhändler, Natmessnig studierte Betriebswirtschaft in Graz. Bei einer Führung im Steyr-Werk sah er 1981 erstmals den Puch G. Der erste Job nach dem Studium führte zu Procter & Gamble: „3 Jahre, unter anderem im Waschmittel-Außendienst.“ Und als er beim Mittagessen die Besucher einer regionalen Autohändler-
der Alfetta ist
hier
den
tagung belauschte, dachte er sich: „Coole Branche!“
Dann ging es schnell: Bei Steyr-Daimler-Puch suchte man einen Assistenten für den Chef, und 1984 kam man drauf, dass man den Puch G mit einem guten Marketing noch viel besser verkaufen würde. Natmessnig war der richtige Mann, der Absatz stieg auf rund 200 Stück jährlich. 1986 wurde Natmessnig Marketingleiter bei Fiat, dann Verkaufsleiter für Fiat, Lancia und den Puch G. „1993 hat mich ÖAF Gräf & Stift abgeworben. Sie hatten den Import von Lada und haben für die neue Marke Chrysler jemanden gesucht.“ Die AC Austro Car wurde gegründet, und Natmessnig blieb über all die Jahre mit wechselnden Eigentümern bis 2011 auf dem gleichen Sessel. Auf ein Faktum legt Natmessnig Wert: Als nach der Finanzkrise die US-Autohersteller schwankten, galt das nicht für Österreich; „Wir haben ganz normal Autos verkauft.“ Erst nach dem Chrysler-FiatDeal und der Übersiedlung des Importeurs in die Schönbrunner Straße stieg Natmessnig aus.
Nach 3 Jahren als Sprecher der Automobilimporteure gab Natmessnig auch diesen Job auf: „Es war eine super-schöne Zeit.“ Übrigens: 30 bis 40 Leute von der alten Chrysler-Belegschaft treffen sich einmal im Jahr. „Immer an dem Tag, an dem wir die Felmayergasse zugesperrt haben.“ Heute ist Natmessnig mit einem Jeep Grand Cherokee oder der alten Alfetta seines Vaters unterwegs. „Vor allem in Italien freuen sich die Leute, wenn sie dieses Auto sehen.“
Und was ist Natmessnigs wichtigster Erfolg? Nein, nicht die „Lex Chrysler“, sondern die von den Importeuren gestützte Ökoprämie: „Als wir sie 2009 eingeführt haben, hat das nach der Wirtschaftskrise wieder Schwung in den Automarkt gebracht.“ •
Mag. Ingo Natmessnig am liebsten in Italien unterwegs,
bei
Trulli in Alberobello (Apulien)
Werben hilft immer!
Wie immer hat das Team vom „Observer“ die Medienpräsenz der Marken und Modelle untersucht.
Dieses Mal lief der Beobachtungszeitraum vom 15. Februar bis zum 15. März: Wie auch in den Vormonaten wies Volkswagen bei der Markenwerbung das höchste Anzeigenpreisäquivalent (APQ) in den österreichischen Printmedien auf, nämlich 625.986,17 Euro. Auf ungefähr die Hälfte des Werbewerts kam Škoda (322.016,41 Euro). Renault belegte mit einem Anzeigenpreisäquivalent von 229.735,17 Euro den 3. Platz.
Vergleichen leicht gemacht!
Bei den Händleranzeigen knackte Ford mit einem APQ-Wert von 1.587.712,76 Euro die Ein-Millionen-Marke. Platz 2 belegte Mazda (APQ-Wert: 759.105,89 Euro), gefolgt von Toyota (496.489,98 Euro).
In der PR hatte diesmal Volvo (APQWert: 391.484 Euro) knapp die Nase vor Toyota (349.573 Euro) und Mercedes (342.228 Euro).
Wie sieht es bei den Modellen aus?
Nun ein Blick auf die einzelnen Modelle: Bei der Markenwerbung lag zwischen 15. Februar und 15. März der Škoda Kodiaq mit einem Werbewert von 222.056,97 Euro an der Spitze des Rankings, dann folgten gleichauf der VW Golf und der VW Polo (jeweils 127.447,95 Euro).
Ein Vielfaches am Werbewert erzielten die Anzeigen der Händler: Hier übertrumpften Modelle der Marke Ford alle anderen Mitbewerber. Der Ford Puma wies einen APQ-Wert von 870.296,12 Euro auf, der Ford Explorer einen APQ-Wert von 609.027,87 Euro. Auf Platz 3 landete weit abgeschlagen der MG3 mit einem APQ-Wert: 233.540,95 Euro.
PR: Hyundai vor Volvo und Toyota
In der PR preschte zwischen 15. Februar und 15. März Hyundai mit dem Ioniq und einem APQ-Wert von 236.613 Euro auf den ersten Platz vor. Knapp dahinter lag der Volvo ES90 mit einem Werbewert von 202.997 Euro, auf Platz 3 kam der Toyota Corolla, bei dem die Experten vom „Observer“ einen APQ-Wert von 163.656 Euro errechneten. • (RED)
Marken nach Medienpräsenz (15.2.-15.3.2026)
Modelle nach Medienpräsenz (15.2.-15.3.2026)
INOWA SYSTEM C BIO VOLLBIOLOGISCHE WASSERAUFBEREITUNG Klares Wasser –für höchste Wascherfolge
IHRE VORTEILE:
• Nachhaltig und ressourcenschonend wird das Wasser vollbiologisch aufbereitet
• Geringere Verschmutzung in der Waschhalle, dadurch längere Reinigungsintervalle
• Kein Einsatz von Flockungsmitteln erforderlich
• Längere Standzeit der Filter und der Waschanlage
• Keine Geruchsbildung
• Wartungsfreier Festbett-Bioreaktor
• Klares Wasser
Unsere Kunden erhalten mit dem INOWA C BIO Zertifikat eine Bestätigung für geprüfte hohe Qualität und 100 % vollbiologische Waschwasser-Aufbereitung
KOMPATIBEL MIT ALLEN GÄNGIGEN WASCHWASSERFILTRATIONSANLAGEN
Die Präsentation des Quatrac Pro 2 wurde als Medien- und Influencer-Event zelebriert
Noch
Der neue All-Season von Vredestein ist für Räder zwischen 17 und 24 Zoll bis zu 355 mm Radbreite erhältlich
lange nicht ausentwickelt
Mit dem Quatrac Pro 2 verschiebt Vredestein die Grenzen im All-Season-Segment weiter. Bei der Präsentation im slowenischen Kranj konnten sich Journalisten und Handelspartner von den Qualitäten des Reifens überzeugen.
Wir haben bei der Entwicklung des Quatrac Pro besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Aquaplaning-Sicherheit und das Verhalten bei kalter Nässe weiter zu verbessern“, erzählt Dipl.-Ing. Robert Nau, Head R&D Product Development bei Apollo Tyres im niederländischen Enschede, wo der All-Season entwickelt wurde – gefertigt wird er in Ungarn und ist somit ein durchwegs europäisches Produkt. Gerade bei dieser Kombination aus Nässe und tiefen Temperaturen, die im europäischen Winter oft auftritt, stoßen viele Pneus an ihre Grenzen. Gleichzeitig verfügt der Quatrac Pro 2 über erstklassige Eigenschaften auf Schnee, wie der Hersteller betont.
Es ist uns beim neuen Quatrac Pro 2 gelungen, die Sicherheit bei kalter Nässe zu erhöhen.
Dipl.-Ing. Robert Nau, Apollo Tyres
Spürbar reduziert werden konnte auch das Abrollgeräusch – bis dato eine Achillesferse der Ganzjahresreifen und, wie der Reifenexperte erzählt, ein Haupthindernis dafür, dass All-Season-Reifen auch zur Homologation von Fahrzeugmodellen und für die Erstausrüstung verwendet werden. Obwohl in Österreich (insbesondere in ländlichen Regionen) der Ganzjahresreifen nach wie vor ein Minder-
heitenprogramm darstellt, werden in anderen Ländern, insbesondere im Umfeld großer Städte, längst signifikante Marktanteile erzielt.
Neue Mischung
Das Performance-Herzstück des Quatrac Pro 2 ist eine völlig neuartige, hochmoderne „Traktionsmischung“ der nächsten Generation, die eine einzigartige Kombination aus Harzen und Polymeren sowie eine komplexe Multi-Füllstoff-Technologie umfasst. Dass der Reifen noch lange nicht „ausentwickelt“ ist, bestätigte Nau. Erneut sei es gelungen, die klassischen Zielkonflikte zwischen Nassgrip, Verschleiß und Fahrkomfort weiter abzufedern. Dazu wurde das laufrichtungsgebundene Profil neu entwickelt und die Aufstandsfläche verändert.
Der Quatrac Pro 2 wird für Radgrößen bis 24 Zoll und damit für Supersport-SUVs à la Lamborghini Urus oder Audi Q8 angeboten. Nau räumt ein, dass All-Season-Reifen im Vergleich zu reinen Sommerreifen etwas geringere Laufleistungen aufweisen können – sofern man Sommerreifen jedoch über die Saison hinaus nutze, relativiere sich dieser Nachteil rasch. Durch gezielte Verbesserungen am Abriebverhalten habe man die Lebensdauer der neuen Generation überdies spürbar verbessert. •
Text: Mag. Bernhard Katzinger, Fotos: Vredestein, Katzinger
Sie haben’s wieder getan
Die Santander Consumer Bank eilt beim Neugeschäftsvolumen im Kfz-Finanzierungsbereich von Rekord zu Rekord.
Und so überrascht auch die Bilanz für 2025 nicht. Das Kfz-Finanzierungsvolumen der Bank stieg im Vorjahr um 19 Prozent auf 2,521 Milliarden (2024: 2,123 Milliarden) Euro. Zum Vergleich: Der heimische Markt ist 2025 um 12 Prozent gewachsen. Erstmals, und darauf sind die Verantwortlichen besonders stolz, konnten über 100.000, konkret 107.000 (2024: 89.000) Fahrzeuge finanziert werden. Der durchschnittliche Finanzierungsbeitrag blieb im Jahresvergleich konstant bei 23.500 Euro. „Im gesamten Consumer-Bereich haben wir erstmals die 3-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Das macht mich sehr stolz“, betonte Chief Commercial Officer Michael Schwaiger bei der Bilanz-Präsentation. Im Vorjahr wurde auch das Captive-Netzwerk, also jene Partner, bei denen die Santander als Bank der Fahrzeughersteller bzw. -importeure agiert, einmal mehr größer. Im Auto-Segment kamen Nio und Farizon hinzu, im Zweirad-Segment Bombardier und im Bereich Leisure die Erwin Hymer Group.
Über 1.900 Kfz-Händlerpartner
Der Erfolg der Santander im Kfz-Bereich liegt auch in einem breiten Netzwerk mit über 1.900 Händlerpartnern begründet. Dank flächendeckender Marktpräsenz und starker Verankerung im Handel sieht sich die Bank „als größter Whitelabel-Partner in Österreich“. Das Geschäft hat sich laut Schwaiger im Vorjahr zu 70 Prozent auf Kredite und zu 30 Prozent auf Leasing verteilt, der Anteil des Gebrauchtwagen-
Wir schaffen es Jahr für Jahr, die Spannung im Team hochzuhalten.
Michael Schwaiger, CCO Santander Consumer Bank
Volumens lag bei 60 Prozent, jenes von Neuwagen bei 40 Prozent. Die Stärke des Marktauftritts zeigt sich nicht nur bei den Händlerpartnern: Das Finanzinstitut unterhält 16 Kooperationen im Kfz-Segment, 13 Gebietsleiter halten engen Kontakt zum Handel. „Wir haben ein tolles Team und schaffen es Jahr für Jahr, die Spannung hochzuhalten“, so Schwaiger. Sehr gut entwickelten sich einmal mehr die Kooperationen im Auto-Segment mit den bewährten Marken Ford, Kia und Volvo. Laut Andreas Handl, Leiter Kooperationen, sind weitere Partner in der Pipeline, spruchreif ist derzeit aber noch nichts. •
Text: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, Fotos: Santander
„In unserem Autohaus verbauen wir Marderanlagen von K&K sowohl in PKWs als auch in Wohnmobile.
Gerade auf Reisen ist das Risiko durch häufige
Gerade auf Reisen ist das Risiko durch häufige Revierwechsel erhöht. Seit vielen Jahren sind wir und unsere Kunden von der Qualität und Zuverlässigkeit der Lösungen von K&K überzeugt.“
VON EXPERTEN EMPFOHLEN
FABIAN PRINZ
GESCHÄFTSFÜHRER AUTOHAUS PRINZ GMBH
MOBILITÄT. SICHER. GESCHÜTZT.
Hier geht‘s zum Videobeweis.
-MARDERABWEHR.at
KUK-MARDERA
Andreas Handl, Head of Cooperations & Stock Finance, stellt weitere Kooperationen in Aussicht
Dirigiert von der Pressesprecherin standen Audi-Chef Gernot Döllner (M.) und Finanzvorstand Jürgen Rittersberger (r.) Rede und Antwort
Nostalgie ist keine Strategie
Ein neuer RS 5, im Herbst der A2 e-tron und der Q9, nächstes Jahr dann die Serienversion des Concept C. Audi braucht diese Autos dringend!
Handy abgeben, Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, dann wird die Tür in Ingolstadt geöffnet: Noch sind sie verhüllt, die beiden Fahrzeuge – je ein kleines und ein ziemlich großes. Erst als die Tücher abgezogen werden, sieht man die Details: Das kleinere entpuppt sich als Audi A2 e-tron, das große als Q9. Beide kommen, so viel dürfen wir bekannt geben, noch heuer gegen Jahresende auf den Markt. Und während das Elektroauto, das A1 und Q2 ersetzen soll, auch bei uns in Europa eine wichtige Rolle spielen soll, wird der Q9 (auch wenn er in Bratislava gebaut wird) wohl vor allem jenseits des großen Teiches seine Abnehmer finden.
Wir brauchen Innovation, Tempo. Am Status quo festzuhalten, führt uns nicht in die Zukunft.
Gernot Döllner, Audi-Vorstandsvorsitzender
Von A2 e-tron und Q9 ist auch am Morgen danach bei der Pressekonferenz die Rede: Die Zeiten haben sich geändert im Vergleich zur Zeit vor Corona. Damals war ein Schwung von Journalisten aus China im Raum, heute sieht man vor allem Kollegen und -innen aus Europa, darunter zwei aus Österreich.
Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner lässt von Beginn an keinen Zweifel daran, dass Audi schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Marke habe in den vergangenen 2 Jahren intern kräftig umgebaut: „Wir haben eine schlankere Organisation, unsere Entscheidungsebenen von 4 auf 3 reduziert und klare Prioritäten sowie Fast-track-Teams geschaffen.“ In der Umsetzung der vor rund einem Jahr beschlossenen Zukunftsvereinbarung mit den Gewerkschaften sei man sehr weit: „Wir werden insgesamt 7.500 Stellen bis 2029 abbauen, davon 6.500 bis Ende 2027. 95 Prozent sind bereits umgesetzt oder verbindlich vereinbart.“
Und auf die Frage, ob die europäische Automobilindustrie den Ernst der Lage erkannt habe, antwortete Döllner ganz klar: „Wir brauchen Innovation und Tempo. Am Status quo festzuhalten, führt uns nicht in die Zukunft.“ Nostalgie sei keine Strategie, so der Audi-Chef: „Die Automobilbranche muss sich neu erfinden, denn die USA und China treiben die Megatrends, Deutschland und Europa sind zurückgefallen.“
Dann stellte Döllner Forderungen an die Politik: „Zuallererst brauchen wir mehr Verlässlichkeit, denn Deutschland steht wirtschaftlich unter Druck.“
Das Wirtschaftswachstum müsse wieder steigen, es müsse deutlich weniger Bürokratie und attraktive Energiepreise geben. Denn die Kosten für die Energie würden sich international erheblich unterscheiden, was die Fahrzeugproduktion in Europa erschwere: „Selbst bei der Vollladung eines E-Autos schwanken die Preise deutlich.“ Im Zuge der vielen
Aus dem Concept C (hier in geschlossenem Zustand) soll Ende 2027 ein Serienauto entstehen; viel wird nicht mehr verändert!
Rechts: Der Audi E5 Sportback feiert in China Erfolge, wird aber nicht nach Europa verkauft
geopolitischen Krisen der vergangenen Jahre habe Audi die Lieferketten klar diversifiziert und die Abhängigkeiten reduziert: „Dadurch haben wir in der Nexperia-Krise kein einziges Fahrzeug verloren.“
Lokalisierung in China mit der Wortmarke AUDI
In Europa wolle man in den kommenden Jahren mit einem „geschärften Portfolio und der nächsten Produktgeneration“ erfolgreich sein, in China setze man (auch mit der sogenannten Wortmarke AUDI ohne die 4 Ringe) auf eine starke Lokalisierung und in Nordamerika baue man mit Q7 und Q9 gezielt aus und prüfe derzeit intensiv, wie man die Lokalisierung stärken könne – eventuell auch mit einer eigenen Fabrik, die man möglicherweise im Volkswagen Konzern gemeinsam errichten werde.
Darauf ging auch Finanzvorstand Jürgen Rittersberger ein: Die politischen Unsicherheiten seien 2025 groß gewesen, die Handelsbarrieren und US-Zölle hätten sich negativ ausgewirkt und der Preisdruck sei spürbar gestiegen. Dies habe sich nicht nur in China und den USA negativ ausgewirkt, auch der Markt in Europa sei anspruchsvoll gewesen: Deshalb habe Audi mittlerweile „einige hundert Millionen Euro“ zurückgestellt, um für eventuelle Zahlungen an die EU wegen der möglichen Nichterreichung der CO2-Zielvorgaben gerüstet zu sein.
Nicht zuletzt wegen der Modellwechsel bei einigen wichtigen Fahrzeugen (Q5, A5, A6 und Q3) und der weltpolitischen Probleme kam es bei Audi im Vorjahr zu einem Rückgang im Neuwagen-Absatz um
Solche Cockpits lieben die chinesischen Autofahrer, hier im Audi E5 Sportback
2,9 Prozent auf 1.623.551 Fahrzeuge. In Europa war das Minus mit 646.046 Einheiten (-0,46 %) deutlich geringer als in Nordamerika (202.143 Stück, -12,2 %) und in China (617.514 Neuzulassungen, -5,0 %). Gestiegen ist hingegen der Absatz von Elektrofahrzeugen, und zwar weltweit um 35,6 Prozent auf 223.032 Einheiten. Knapp mehr als die Hälfte davon, 112.872 Stück, wurden in Europa abgesetzt, wo das Plus 39,8 Prozent betrug. Der Anteil von BEVs am weltweiten Absatz ist bei Audi von 2024 auf 2025 von 9,7 auf 13,6 Prozent gestiegen.
Bei Umsätzen von 65,5 Milliarden Euro erzielte Audi 2025 ein operatives Ergebnis von 3,4 Milliarden Euro und eine operative Umsatzrendite von 5,1 Prozent. Rittersberger: „Unser Ergebnis wurde mit 1,2 Milliarden Euro durch die US-Zölle belastet: Das hat uns fast 2 Prozent Umsatzrendite gekostet.“
Aus Europa importierte Fahrzeuge werden in den USA mit Zoll von 10 Prozent belastet, jene aus Mexiko sogar mit 27,5 Prozent. Dennoch soll die große
Unser Ergebnis wurde 2025 mit 1,2 Milliarden Euro durch US-Zölle belastet: Das hat uns fast 2 Prozent Umsatzrendite gekostet.
Jürgen Rittersberger, Audi-Finanzvorstand
Fabrik in Mexiko weiterhin eine wichtige Rolle im Produktionsnetzwerk spielen, da dort unter anderem der Q5 für den Weltmarkt produziert wird.
Der Autohersteller will seine Auslieferungen heuer auf 1,65 bis 1,75 Millionen Stück steigern, der Umsatz soll zwischen 63 und 68 Milliarden Euro liegen; eine operative Umsatzrendite von 6 bis 8 Prozent wird angestrebt. Und das Concept C, das in Ingolstadt zu sehen war? Das Cabrio trägt ein völlig anderes Design als alle aktuellen Audi – und das soll bis Ende 2027, wenn das Auto in Serie startet, so bleiben. • Text und Fotos: Mag. Heinz Müller
Prof. (FH) Dr. Kristina Kampfer (M.) vor Studentinnen und Studenten im Lehrsaal an der FH Kufstein Tirol
„Mehr
als ‚Benzin im Blut‘“
Die International Business School der FH Kufstein Tirol macht AutomotiveFührungskräfte fit für die Transformation der Mobilitätsbranche.
Benzin im Blut allein reicht heute nicht mehr aus“, sagt Prof. (FH) Dr. Kristina Kampfer, wissenschaftliche Leiterin der Weiterbildungsprogramme im Bereich Automotive & Mobility an der FH Kufstein Tirol. „Führungskräfte im AutomotiveBusiness müssen heute in der Lage sein, das bestehende Geschäft effizient zu führen und gleichzeitig neue, oft digitale Geschäftsmodelle aufzubauen.“
Im tiefgreifenden Wandel Nötig mache dies der tiefgreifende Wandel der Branche: Elektromobilität, digitale Geschäftsmodelle und neue Mobilitätsservices verändern
Unsere Weiterbildungsprogramme vermitteln fundiertes Management-Wissen und Antworten auf konkrete Herausforderungen der Branche.
Prof. (FH) Dr. Kristina Kampfer, FH Kufstein Tirol
bestehende Strukturen. Für Unternehmen wird es entscheidend, Führungskräfte zu entwickeln, die diesen Wandel nicht nur verstehen, sondern aktiv gestalten können.
Genau hier setzen die Weiterbildungsprogramme der International Business School der FH Kufstein Tirol an: Mit dem General Management MBA Fokus Automotive & Mobility sowie dem Zertifikatslehrgang Automotive & Mobility Management werden Fach- und Führungskräfte gezielt auf die Anforderungen der Branche vorbereitet. Während sich der viersemestrige MBA-Lehrgang an erfahrene Fach- und Führungskräfte richtet, bietet der Zertifikatslehrgang eine kompakte Weiterbildung für Nachwuchskräfte. Beide Programme sind berufsbegleitend als Blended-Learning-Format konzipiert. Die Kombination aus Online-Elementen und geblockten Präsenztagen ermöglicht eine flexible Integration in den Arbeitsalltag.
Aus der Praxis für die Praxis
„Die Programme der FH Kufstein Tirol vermitteln nicht nur aktuelles Managementwissen, sondern befähigen die Teilnehmenden, die Transformation aktiv und erfolgreich mitzugestalten“, ist Kampfer überzeugt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem direkten Praxistransfer: Die Teilnehmenden bringen eigene Fragestellungen aus ihrem Unternehmen ein und entwickeln daraus konkrete Lösungen – von neuen Geschäftsmodellen bis hin zur Optimierung von Vertriebs- und Kundenprozessen. •
Text: Redaktion, Fotos: FH Kufstein Tirol
Anspruchsvoll veredelt
Mit „Magneti Marelli Elaborazioni 1919“ bringt Magneti Marelli Parts & Services Tuning und Fahrzeugveredelung auf OE-Niveau auf den Markt. Das neue Angebot richtet sich an Werkstätten, Teilehändler und Tuning-Spezialisten, die hochwertige Lösungen zur technischen und optischen Individualisierung von Fahrzeugen anbieten wollen. Das Programm kombiniert das umfangreiche Motorsport-Know-how mit der bewährten Qualität von Magneti Marelli. Die Produktpalette der neuen TuningSchiene umfasst aktuell 130 Referenzen. Angebote werden Motormodule, Gaspedalmodule, Sport-Abgasanlagen sowie Fahrwerkskomponenten. Ergänzt werden die technischen Komponenten durch Spoiler, Frontblenden, Heckdiffusoren, Seitenschweller sowie Carbon-Anbauteile.
Cooper Tires, die neue Zweitmarke des Reifenherstellers Goodyear, hat ihren neuen globalen Markenauftritt präsentiert. Damit soll die Sichtbarkeit der über 100-jährigen (Traditions-)Marke Cooper erhöht, die Wiedererkennung bei Endkunden gestärkt und die Position in einem zunehmend wettbewerbsfähigen Markt gefestigt werden. Das neue visuelle Markensystem umfasst modernisierte Markenzeichen, eine verfeinerte Farbpalette und eine zeitgemäße Designsprache. Bereits in den 1940er-Jahren wurde der Ritterhelm Teil des Markenlogos, die aktuelle Überarbeitung greift den Ritterhelm erneut auf. Parallel dazu tritt mit dem amerikanischen Grauwolf eine neue Figur in den Mittelpunkt der Markenidentität. Das Design wird von den Farben „Valor Green“ und „Heritage Orange“ unterstrichen.
Goodyear Austria GmbH | www.coopertire.de
Wenn Reinheit über den Glanz hinausgeht
Beim Begriff „Reinheitsgebot“ kommt vielen wohl zuerst ein bekömmlicher Gerstensaft und das Jahr 1516 in den Sinn. Nun hat auch der deutsche Waschanlagenhersteller WashTec für seine hauseigene Chemiemarke AUWA ein Reinheitsgebot ausgerufen. Dieses steht für den ganzheitlichen Ansatz, der ökonomische Performance und ökologische Verantwortung miteinander vereint – sprich, wenn Reinheit über den Glanz hinausgeht. Und so setzt Waschchemie von AUWA auf schnell abbaubare Rezepturen, hochwertige Inhaltsstoffe und den Verzicht auf umweltbelastende Substanzen.
WashTec AG www.washtec.at
Neu für den IAM
Der Batteriehersteller Exide hat eine neue 12-V-AGM-Batteriegeneration in OE-Qualität für den Automotive Aftermarket eingeführt. Sie unterstützt Fahrerassistenzsysteme (ADAS), bietet niedrige Ausfallsraten sowie höchste Batteriekapazität auf dem Markt. Darüber hinaus ist sie ausgelegt für anspruchsvolle xEV-Anwendungen und punktet mit einer Vorbildfunktion in puncto Kreislaufwirtschaft.
Exide Technologies S.A.S. www.exidegroup.com
Melden Sie sich jetzt an!
Zufriedene Werkstattkunden und ein erfolgreiches Werkstättengeschäft sind in herausfordernden Zeiten essenziell. Mit der Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ können Sie die Zufriedenheit Ihrer Kunden ermitteln.
Zum neunten Mal wird heuer die Aktion „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich durchgeführt. „Werkstatt des Vertrauens 2027“ startet im April und endet Anfang Dezember. Nützen also auch Sie die Chance und melden Sie sich gleich an!
Im Gegensatz zu vielen anderen Auszeichnungen, die von Fachleuten oder einer Jury bewertet werden, lässt „Werkstatt des Vertrauens“ in Form von Empfehlungsmarketing jene Menschen darüber entscheiden, die es betrifft. So können alle österreichischen Kfz-Fachbetriebe an dieser Aktion teilnehmen und ihre Kunden dazu einladen, sie zu bewerten.
Jede Werkstätte, die im Abstimmungsjahr mindestens 50 positive Kundenbewertungen erhält, darf im Jahr darauf den Titel „Werkstatt des Vertrauens“ tragen. Es werden zudem verschiedene Werbemittel angeboten, der Kfz-Betrieb wird unter www.werkstatt-des-vertrauens.at angeführt und kann dort von potenziellen Kunden gefunden werden.
Kunde sucht Orientierung
Für den Kunden, der Orientierung im vielfältigen Angebot der Werkstätten sucht, ist diese Auszeichnung eine besonders große Hilfe. Im Gegensatz zu einer Auszeichnung, die nur eine geringe Zahl an Werkstätten hervorbringt, wird „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich flächendeckend ausgerollt. Damit soll jeder interessierte Kunde einen Partner in seiner Umgebung finden können.
BestDrive-Kunde ist der Gewinner
Der diesjährige Gewinner bei „Werkstatt des Vertrauens“ ist Kunde in der BestDrive-Filiale Graz-Puntigam und erhält damit den Betrag seiner Werkstatt-Rechnung refundiert.
BestDrive-Gebietsmanager Emanuel Habenbacher, Gewinner Bernhard Wegl, Standortleiter Vedran Vrzic und BestDrive-Marketingleiterin Manuela Leitgeb
Seit einigen Jahren vergibt AUTO & Wirtschaft in Kooperation mit ATZ das Gütesiegel „Werkstatt des Vertrauens“ in Österreich. Als Anreiz für Endkunden, ihren Kfz-Betrieb zu bewerten, kann der Betrag für die jeweilige Werkstatt-Rechnung zurückgewonnen werden. Die Ziehung des Gewinners aus allen Teilnehmern fand beim A&W-WERKSTATT-FORUM im Februar statt. Der Gewinner der Aktion 2026 ist Kunde bei BestDrive in Graz-Puntigam: Bernhard Wegl hat sich im Aktionszeitraum neue Reifen für seinen Citroën C4 Picasso gekauft. „Die alten Reifen waren abgefahren, weil die Spur verstellt war“, so Wegl. Beides wurde bei BestDrive in Graz-Puntigam gelöst. Wegl wohnt in der Nähe, hat schon öfter das Reifen-Service des Standortes genutzt und ist sehr zufrieden. „Entweder man kann online einen Termin vereinbaren oder einfach herkommen, das geht recht flott.“
BestDrive ist langjähriger Partner von „Werkstatt des Vertrauens“. „Wir haben mit unserem Standort die erforderliche Zahl an positiven Kundenstimmen jedes Jahr erreicht“, berichtet Standortleiter Vedran Vrzic: „Toll, dass einer unserer Kunden dieses Mal die Werkstattrechnung gewinnen konnte.“ BestDrive-Marketingleiterin Manuela Leitgeb ergänzt: „Werkstatt des Vertrauens ist für uns eine wichtige Auszeichnung. Damit zeigen wir, dass unsere Teams in den Filialen jeden Tag hervorragende Arbeit leisten.“
Der Ablauf
➜ Teilnahmeberechtigt sind österreichische Kfz-Fach- und Meisterbetriebe (Mitglieder der Innung der Fahrzeugtechnik).
➜ Nach erfolgter Anmeldung (Mail, Internet) erhalten die teilnehmenden Betriebe ein Startpaket mit entsprechenden Werbematerialien und Teilnahmekarten.
➜ Die Aktion läuft von April 2026 bis November 2026. Ein Einstieg ist bis kurz vor Ende jederzeit möglich.
➜ Der Kunde muss nachweislich einen Werkstattaufenthalt absolviert haben (Dokumentation über die Rechnungsnummer).
➜ Nach Einsendung von 50 Teilnahmekarten ist der teilnehmende Betrieb nach Auswertung der Teilnahmekarten im Dezember und entsprechender Bewertung berechtigt, den Titel „Werkstatt des Vertrauens“ zu verwenden.
➜ Das ganze Jahr 2027 darf der berechtigte Betrieb das Gütesiegel „Werkstatt des Vertrauens 2027“ nutzen und damit werben.
➜ Den berechtigten Betrieben wird dafür auch entsprechendes Werbematerial (Urkunde, Fahnen, Aufsteller, Aufkleber, …) angeboten.
Die Kunden gewinnen
Im Rahmen der Schlussveranstaltung wird ein Kunde als Gewinner des Hauptpreises gezogen.
Der Gewinner erhält den Betrag seiner Werkstattrechnung, die der Teilnahmekarte zugeordnet ist, (bis zu einem Höchstbetrag von 3.000 Euro) zurück.
Ein leichtes Minus in Europa
Es ist immer wieder interessant, in die ACEA-Statistik zu blicken: Da gibt es große Märkte wie Italien, wo die Neuwagenzulassungen heuer deutlich gestiegen sind. Oder auch Länder, wo es ganz anders aussieht, zum Beispiel in Frankreich. Und in den EU-Ländern plus EFTA plus Großbritannien insgesamt? Da halten wir bei -1,0 Prozent.
Neuwagenzulassungen Europa 02/2026
Top 5 Antriebsarten (%)
In Österreich wurde im Jänner und Februar kein einziges mit Wasserstoff, Erdgas, LPG oder E85 betriebenes Auto neu zugelassen. In Italien, Spanien oder Frankreich sieht es ganz anders aus!
NEUNUNDNEUNZIG
Man könnte glauben, dass Diesel-Pkws in Island mit seinen menschenleeren Gegenden ohne Tankstellen großen Anklang finden, auch weil man mit ihnen schwere Anhänger ziehen kann. Weit gefehlt! Im Jänner und Februar hatten nur 99 von insgesamt 2.200 Neufahrzeugen einen Dieselmotor.
Im Februar entschied Peugeot das Stellantis-interne Rennen in Österreich ganz knapp für sich: 752 Neuzulassungen (um 7 mehr als bei Opel) entfielen auf den französischen Traditionshersteller, das ist immerhin ein Plus von 44,34 Prozent zum Vorjahresmonat. Rechnet man auch den Jänner dazu, so darf sich das Peugeot-Management in Österreich über 1.605 Neuzulassungen bei den Pkws freuen, das sind sogar um 54,77 Prozent mehr als in den ersten beiden Monaten des Jahres 2025. Der Pkw-Marktanteil von Peugeot in Österreich stieg kumuliert auf 3,63 Prozent. • (MUE)
Neuwagenzulassungen
Österreich 02/2026
Gebrauchtwagenumschreibungen
Österreich 02/2026
Top 5 Herkunftsländer (%)
Opel schaffte im Februar in Österreich 745 Neuzulassungen bei den Pkws, das ist ein Zuwachs von 18,25 Prozent im Vergleich zum Februar 2025.
Auf 2,12 Prozent Marktanteil kam Citroën im Februar: 452 neue Pkws wurden zugelassen, das waren um 7,11 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2025.
Besonders deutlich fiel das Plus bei den Neuzulassungen im Februar bei Fiat aus: Inklusive Abarth kamen die Italiener auf 375 Stück, das sind um 89,39 Prozent mehr als im Februar 2025.
Laurent Fabre übernahm per 1. April 2026 die neu geschaffene Position des Chief Commercial Officers bei Aumovio. Fabre war zuvor Leiter des Segments Wheel Brake Solutions. Er wird für den Vertrieb in Nordamerika, Asien und Europa verantwortlich sein.
Neue Volvo-Chefin in Österreich
Nachdem Ende November 2025 Melisa Seleskovic nach knapp 3 Jahren als Geschäftsführerin Volvo Car Austria in Richtung Volvo Cars East Division verlassen hatte, wurde der Importeur interimistisch von Ana SedlacekSlijivic geleitet. Nun wurde eine permanente Lösung gefunden. Magdalena Ebmer übernimmt die Geschäftsführung, nachdem sie bereits seit vier Jahren bei Volvo Österreich im Bereich Sales und Service Operations tätig war und zuletzt die Vertriebsleitung innehatte. Zuvor war sie bei BMW in Wien als Sales Executive tätig.
Nach 7 Jahren bei Denzel hat Seyla Hodzic, MA, das Unternehmen Ende März verlassen. Seit 2022 war sie Marketingleiterin für die Marke MG und zuletzt auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Für Hodzic hat nun Josef Deimel die PR- und Marketingaufgaben für MG übernommen. Deimel war mehr als 20 Jahre bis Mai 2025 bei Mazda Österreich tätig, zuletzt als Director Communications.
Die Audi AG hat eine wichtige Managerin verloren. Yvonne Bettkober verließ das Unternehmen und wird ab 1. Oktober die neue Personalvorständin und Arbeitsdirektorin bei Daimler Trucks. Bettkober war erst im März 2025 zu Audi gewechselt.
Neuer Geschäftsleiter
Sanjin Arkus ist seit 1. März offiziell als neuer Geschäftsführer im Autohaus Robinson in Graz tätig. Arkus war zuletzt als Standortleiter bei Denzel Wien-Erdberg tätig und leitete zuvor fast 10 Jahre die Exclusive Cars Vertriebs GmbH.
Mit Anfang Mai übernimmt Gerald Melinz die Betreuung der Garanta Autohaus-Partner in Südösterreich von Martin Preschern, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Melinz bringt rund 15 Jahre Erfahrung im Außendienst in der Versicherungsbranche mit.
Nach vier Jahrzehnten stellt das Autohaus Grundnig in St. Gertraud seine Weichen neu. Seit 1. April hat Ing. Günther Findenig die Geschäftsleitung von Johann From bei Mazda Grundnig übernommen. Findenig war bereits seit 5 Jahren Betriebs- und Werkstattleiter.
Frank Böing übernimmt Anfang Juli die Geschäftsführung des Kfz-Teile-Großhändlers WM SE. Er folgt damit auf Frank Schröder, der das Unternehmen nach 25 Jahren verlassen wird. Böing war zuvor bei Obi, Fressnapf-Gruppe und zuletzt Dehner im Management.
Neu bei Rosenbauer
Barbara Gassner und Jörg Schuschnig sind die neuen Gesichter bei Rosenbauer. Schuschnig übernahm per 1. April die Funktion als Finanzvorstand für die kommenden drei Jahre. Gassner wird unterdessen die Funktion als Senior Vice President Human Resources übernehmen.
Ausgabe: 04/2026, 39. Jahrgang; Cover-Werbung: Aumovio; Medieninhaber, Anzeigenverwaltung: A&W Verlag GmbH (FN 238011 t), 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/Stiege 4/2. OG, T: +43 2243 36840-0, UID = ATU57361312; E: redaktion@awverlag.at, I: www.autoundwirtschaft.at; Verleger: Helmuth H. Lederer (1937–2014); Geschäftsführer: Stefan Binder, MBA, M: +43 664 5285661, E: stefan.binder@awverlag.at; Verlagsleiter B2B und Chefredakteur: Prok. Gerald Weiss, M: +43 6642359044, E: gerald.weiss@awverlag.at; Chefredakteur: Mag. Heinz Müller, M: +43 664 8221660, E: heinz.mueller@awverlag.at; Chef vom Dienst: Mag. Bernhard Katzinger, M: +43 664 1244870, E: bernhard.katzinger@awverlag.at; Redaktion: Mag. Andreas Granzer-Schrödl, M: +43 664 88368584, andreas.granzer@awverlag.at; Kevin Kada, M:+43 664 4558509, E: kevin.kada@awverlag.at; Mag. Severin Karl, M: +43 664 8222221, E: severin.karl@awverlag.at; Petra Mühr, M: +43 664 4699598, E: petra.muehr@awverlag.at; Johannes Richter, E.MA, M: +43 664 78976571, E: johannes.richter@awverlag.at; Roland Scharf, M: +43 664 1007939, E: roland.scharf@awverlag.at; Dieter Scheuch, M: +43 664 2359052, E: dieter.scheuch@awverlag.at; redaktionelle Mitarbeit: Dr. Fritz Knöbl; Werner Überall; Anzeigenmarketing: Alexander Keiler, M: +436648229487, E: alexander.keiler@awverlag.at; Daniel Löw, M: +43 664 789 76 570, E: daniel.loew@awverlag.at; Winfried Rath, MSc, M: +4366488368585, E: winfried.rath@awverlag.at; Leitung Administration: Beate Vogl, T: +43 2243 36840, DW: -531, E: beate.vogl@awverlag.at; Grafik: graphics - Alexander Jonas KG, 3400 Klosterneuburg, Inkustraße 1-7/4/2.OG, E: a.jonas@jonas.co.at; Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, 3580 Horn, Wiener Straße 80; Bezugspreis: Jahresabonnement (10 Ausgaben) Inland: € 85,– exkl. 10 % MwSt; Ausland: € 99,–; Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, IBAN: AT63 1200 0518 4409 7901, BIC: BKAUATWW; Gerichtsstand: LG Korneuburg; verbreitete Auflage: 11.000 Stück; Erscheinungsweise: 10-mal jährlich mit Supplements laut Mediadaten 2026; grundlegende Richtung: unabhängige Fachzeitschrift für alle, die vom Kraftfahrzeug leben; Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Schwesterpublikationen Österreich: u. a. AUTO BILD Österreich, AUTO-Information, FLOTTE, FAMILIENAUTOS, automotive GUIDE; Schwesterpublikationen Schweiz: AUTO&Wirtschaft Schweiz, AUTO BILD Schweiz, aboutFLEET Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Die Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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