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Mit der Präsentation dieser Discovery-Studie auf der New York Motorshow verrät Land Rover, dass der eingeschlagene Design-Weg künftig auch beim gleichermaßen praktischen wie geländetauglichen Siebensitzer weitergeführt wird.

Liebe Leserinnen und Leser, Luxus kennt keine Grenzen, davon durften wir uns bei der Zusammenstellung dieser Ausgabe intensiv überzeugen. Vermutlich haben Sie schon viel über den Porsche 911 Turbo S gelesen (in Fachmagazinen wie in Tageszeitungen) und doch kam vielleicht da und dort der Verdacht auf, der Autor hätte diesen Rennwagen bestenfalls im Alltag bewegt. Wir haben uns den 560 PS auf dem ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Wachauring in Melk gestellt und durften dabei erfahren, wie es ist, mit einem rund 245.000,– Euro teuren Auto den Asphalt durchs Seitenfenster zu inhalieren. Es ist großartig und wären die Winterreifen noch eine Spur besser beisammen gewesen, wir würden heute noch unsere Runden drehen. Dass wir es mit unseren Fahrerlebnissen sehr genau nehmen, zeigt auch der Bericht über die Mercedes-Benz S-Klasse, die wir von Wien nach Genf

und wieder retour gefahren sind, nur um die Frage zu klären, ob diese Form von Reisekomfort überhaupt eine Berechtigung hat. Sie hat es sogar dann, wenn der Tempomat in der Schweiz auf Tempo 124 eingestellt ist, da jeder km/h mehr das Redaktionsbudget intensiv belastet hätte. Abseits dieser beiden Traumautos durften wir im besten, nicht zuletzt weil günstigsten Mitsubishi Pajero aller Zeiten Platz nehmen und ihn, wie die Bilder verraten, auch intensiv testen. Als einzige Automobilredaktion des Landes haben wir den Luxus, womit wir wieder beim prägenden Thema dieser Ausgabe wären, dass wir mit jedem Geländewagen auch wirklich ins Gelände können und dort die Vor- und Nachteile intensiv erfahren dürfen. Dass wir dabei manchmal den Boden unter den Rädern verlieren, sei hier nur am Rande bemerkt.

Bleibt noch die Reise ins BentleyWerk (und wieder geht es um Luxus) zu erwähnen, die wir leider sehr stark kürzen mussten, um sie noch ins Heft zu bringen. In voller Länge lesen Sie diesen Bericht von Alexander Seger (der schon zuvor den Genfer See mit einem Land Rover queren durfte) dann Ende Juni im neuen ALLRADKATALOG, der heuer genauso wie die österreichische Allradmesse (4. bis 7. September in Gaaden im Wienerwald) sein 10-jähriges Bestehen feiert.

Herzlichst Ihr Johannes Mautner Markhof

4wd / 04-2014 / 1


28

INHALT

4wd

04/2014

Augenblick .................................................................4 Erstkontakt Eurotax SUV-Markt ...........................................8 Modellvorstellung Audi S1 und S3 Cabrio . ............................ 10 Mercedes-Benz GLA 45 AMG ........... 12 Jeep Cherokee........................................................14 Ziesel ...............................................................................16

34

10

Lifestyle Bentley Werksbesuch ................................ 32 Wintertraining Golf R . ................................. 48

48

24

Fahrerlebnis Mercedes-Benz S500 .................................. 24 Porsche 911 Turbo S ................................... 28 BMW X5 ................................................................... 34 Opel Insignia Country Tourer ................ 40 Range Rover Evoque ..................................... 50

Spezial Reifen . ......................................................................... 36 Dieselhybrid .......................................................... 42 Werbewunder Auto . ..................................... 52 Allradwerkzeuge Style-X Hardtop ................................................. 58 Mitsubishi Pajero ............................................ 60 Event Automobilsalon Genf ................................... 18 Absolut Allrad ..................................................... 46 Rubriken Editorial . ........................................................................1 Vorschau .................................................................. 64

18

42

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Lederers Medienwelt A&W Verlag GmbH, Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg T: +43 2243 36840-0, Fax: +43 2243 36840-593 E-Mail: redaktion@4wd.co.at, Internet: www.4wd.co.at, www.autoundwirtschaft.at Verleger: Helmuth H. Lederer (1937 – 2014) Eigentümervertreter: Peter Affolter Herausgeber/Geschäftsführer: Gerhard Lustig Chefredakteur: Johannes Mautner Markhof Chef vom Dienst: Ing. Alexander Seger Redaktion: Ing. Alexander Seger, Stefan Schmudermaier, Michael Brandner, Mag. Severin Karl, Mag. Heinz Müller Bildredaktion: Ing. Alexander Seger, Nikolaus Mautner Markhof, mmotors, ampnet, Red Bull Mediahouse Grafik & Layout: graphics – A. Jonas KG Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Marketing (Leitung): Prok. Stefan Binder, MBA Objektleitung: Andreas Dusovsky Anzeigenverwaltung: Annemarie Lust Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Vertrieb: Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH St. Leonharder Straße 10, A-5081 Anif/Austria Bezugspreis: Jahresabonnement: (6 Ausgaben) Inland: € 30,– inkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: € 5,– inkl. 10 % MwSt) Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901, BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg, FN 238011 t Verbreitete Auflage: 9.000 Stück Jahrgang 29; Erscheinungsweise: 6-mal jährlich Grundlegende Richtung: unabhängige Allradzeitung, für die, die diese Sparte lieben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Aus Gründen der Textökonomie verzichten wir auf geschlechtsspezifische Formulierungen.


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AUGENBLICK

Wasser marsch Das Finale vom Land-Rover-Wettbewerb f端r Nachwuchs-Abenteurer trug sich am Genfer See zu. Alexander Seger, unser Mann vor Ort, dokumentiert das Geschehen aus dem schwimmenden Discovery, Nick Dimbleby vom sicheren Festland aus.

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erstkontakt

So sehen sieger aus Heuer bereits zum zweiten Mal verliehen, kristallisiert sich der vom ÖAMTC und seinen Mitgliedern vergebene Marcus Preis als wichtigster Automobil­ preis des Landes heraus. Im für uns relevanten SUV-Segment gingen der Suzuki SX4 S-Cross und der BMW X5 als Sieger hervor. Der Suzuki gewann dabei die gesondert durchgeführte Wirtschaftlichkeitswertung, während der BMW von den Lesern zum Sieger gekürt wurde. Nach den Ereignissen rund um die Vergabepraktiken des ÖAMTCSchwester­clubs ADAC trat der heimische Club in die Offensive und zeigte eine Transparenz, wie wir sie in dieser Form weder vom ÖAMTC noch von irgendeinem anderen Club her gekannt haben. Diese Transparenz war es auch, die es sicherstellte, dass die Automobilindustrie viele Spitzenmanager nach Wien entsandte, um den Preis entgegenzunehmen. Als Austragungsort für die zweite Marcus-Vergabe fungierte der Festsaal des Museums für angewandte Kunst, der den Vertretern von Industrie und Presse einen überaus festlichen Rahmen bot. Zum ersten Mal hat auch Österreich einen Automobilpreis, mit dem wir uns in Sachen Professionalität nicht vor unseren Nachbarn verstecken müssen und von dem der große ADAC noch viel lernen kann. Alle Infos dazu auch unter www.oeamtc.at

Live in linz Erstmals macht die Unimog Roadshow auch in Österreich halt. Am 29. April bietet sich im Raum Linz für Interessenten und Fans der Marke die Möglichkeit, mehr als 15 verschiedene Unimog-Modelle zu sehen und die unterschiedlichsten Anbaugeräte auch auszuprobieren. Anmeldung und alle Infos zur Roadshow unter www.pappas.at/unimogtour

Weltrekord für Rasenmäher Mal schnell ein paar Hektar Rasen mähen, den einen Teil in Wien, den anderen in Salzburg. Mit dem 187 km/h schnellen Honda Rasenmähertraktor sollte das kein Problem sein. Ausgestattet mit Komponenten, die sonst bei Motorrädern und Quads verwendet werden, leistet dieser Traktor 109 PS und fuhr sich auf direktem Wege ins Guinness Buch der Rekorde.

Kommt 2016 Oftmals angekündigt, ist es jetzt eine beschlossene Sache. Auch Seat wird künftig ein eigenes SUV-Modell im Angebot haben. Dass dabei aller Voraussicht nach auf eine technische Basis aus dem Mutterkonzern zurückgegriffen werden wird, muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil, hat man doch mit dem Leon bereits gezeigt, wie ein spanischer Golf auszusehen hat.

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Zweitwohnsitz Bekannt für den Bau von Wohnkabinen, wie sie auf PickupModellen zum Einsatz kommen, hat sich Bimobil jetzt einer größeren Herausforderung gestellt. Vollgepackt mit Komfortausstattung, gut 2 Tonnen schwer und mit einer lenkbaren Vorderachse ausgestattet, ist der AX 575 mehr Wochenendhaus als klassischer Wohnwagen. Bedingt durch die Ausführung mit einer Drehschemel-Vorderachse entsteht keine Stützlast an der Anhängerkupplung des Zugfahrzeuges. Das Ergebnis ist ein perfekter Geradeauslauf, auch das Handling sollte einfacher als bei klassischen Wohnwagen dieser Größe ausfallen. Angeboten wird der AX 575 zu Preisen ab 70.000 Euro. INFO: www.bimobil.de

vollgas Gregor Bloéb geht vom 5. bis zum 11. Mai bei der Hellas Rallye in Griechenland an den Start. Infos dazu unter www.kini.at

volle kaNtE Als Konzeptfahrzeug bereits in Frankfurt gezeigt, debütiert das Serienmodell des ersten Kompakt-SUV aus dem Hause Lexus jetzt auf der Peking Motor Show. Zusätzlich zu modernster Hybridtechnologie und Allradantrieb bringt der von einem sehr großen Kühlergrill geprägte NX 300h auch viele Neuheiten in Sachen Cockpitgestaltung und Assistenzsysteme mit.


erstkontakt

Allrad für alle

Während der österreichische Automarkt in Summe schon bessere Jahre gesehen hat, wächst ein Segment nach wie vor: jenes der kompakten SUVs. Darüber hinaus ist der Anteil der Allradfahrzeuge in Österreich so hoch wie in kaum einem anderen europäischen Land. Vom Schilfgürtel des Neusiedler Sees bis zum Ufer des Rheins, vom Waldviertel bis zu den Karawanken: Österreich ist ein Allradland. Nicht nur jene Autofahrer, die häufig bei widrigen Witterungsverhältnissen oder abseits befestigter Straßen unterwegs sind, wissen den Vierradantrieb zu schätzen. Auch Stadtbe­w ohner wollen immer häufiger auf den damit verbundenen Zugewinn an Sicherheit und Fahrfreude nicht verzichten. Dies resultiert in einem außerordentlich hohen Allradanteil. Wie der Marktbeobachter EurotaxGlass’s mitteilt, entfielen im Vorjahr 63.573 der insgesamt 319.035 Pkw-Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit Vierradantrieb. Zum Vergleich: 2012 wurden 58.566 Allradautos neu zugelassen, im Jahr davor waren es knapp 52.000 und 2009 überhaupt erst weniger als 43.000 Fahrzeuge. Parallel ist in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach SUVs und ähnlichen (meist, aber nicht immer allradgetriebenen) Fahrzeugkonzepten massiv gestiegen. Mit einem Plus von 51.155 auf

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56.755 Neuzulassungen konnte das Segment der „mittleren Geländewagen“ 2013 als einzige Fahrzeugklasse deutliche Zuwächse vorweisen. Mit diesem hohen Anteil kompakter SUVs zählt Österreich europaweit zu den Spitzenreitern. Nur Spanien kann annähernd mithalten. Andere Märkte wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland liegen laut Eurotax deutlich dahinter. „2013 war bereits jeder fünfte neu zugelassene Pkw ein SUV“, sagt Heiko Haasler, Generaldirektor von Eurotax Österreich. Auffällig sei in diesem Zusammenhang aber auch, dass die Neuzulassungen von schweren SUVs bis zuletzt nicht an das Spitzenniveau von 2006 anschließen konnten, während sich die Stückzahlen im mittleren Segment im selben Zeitraum beinahe vervierfacht haben. Ein Zeichen dafür, dass Frau und Herr Österreicher die Qualitäten der SUVs schätzen, aber gleichermaßen Wirtschaftlichkeit und Ökologie im Kopf haben. Nicht nur bei Eurotax ist man überzeugt, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.


Ausgezeichnete Gelände-Performance Suzuki, Österreichs Allrad-Spezialist, stellt zwei echte Siegertypen für jedes Terrain vor. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

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er zwischen Bregenz und Eisenstadt gerne die Freiheit sucht, kennt die Vorzüge des Suzuki Jimny. Der kompakte Allradler kommt durch seine bullige Form und den starken 4-ZylinderMotor nämlich auch dort hinauf und hinunter, wo andere schon lange umgedreht sind. Auf unbefestigtem Untergrund und im unebenen Terrain fühlt sich der Jimny genauso zuhause – seinem extrem verwindungssteifen Leiterrahmen und der zuschaltbaren Gelände-Untersetzung sei Dank. Der sparsame Benzinverbrauch sorgt zusätzlich dafür, dass der Jimny auch fürs Börserl die richtige Wahl ist.

SX4 S-Cross – der offizielle Sparmeister Neu stellt Suzuki seiner Gelände-Legende Jimny einen geländetauglichen Crossover gegenüber: den neuen SX4 S-Cross. Der stylische Alleskönner hat den Genfer Automobilsalon und die Vienna Autoshow mit seiner Vielseitigkeit im Sturm erobert. Anspruchsvolle Feldwege sind für den stylischen Crossover

kein Problem – dem neu entwickelten, vierstufigen ALLGRIP Allradantrieb sei Dank. Angetrieben wird er von einem sparsamen, aber kraftvollen 1.6-Liter-Diesel- bzw. -Benzinmotor. Diese Wirtschaftlichkeit ist auch der Grund, weshalb der SX4 S-Cross seit Kurzem Preisträger des ÖAMTC Marcus-Awards ist: Ausgehend von einer fünfjährigen Haltedauer und umfangreichen Ausgaben wie Service, Kraftstoff, Versicherung u.v.m. haben die ÖAMTC Technik-Experten errechnet, dass es in der Kategorie „SUV und Geländewagen“ kein sparsameres Fahrzeug als die Crossover-Sensation von Suzuki gibt. Apropos Sparen: Wer jetzt bis zum 30. Juni einen SX4 S-Cross kauft, profitiert von bis zu sensationellen € 2.000,- SuzuperBONUS. Mehr dazu erfahren Sie auf cross.suzuki.at oder direkt beim Suzuki Händler Ihres Vertrauens.

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Modellvorstellung // Audi S1 und S3 Cabrio

Schnelle Post

Bilder: Werk

Wenns wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post: So wirbt der Ex-Zustellungsmonopolist f체r seine Logistikdienstleistungen. Und wenn es wirklich eilig ist, h채tten wir auch schon das passende Auto.

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in und wieder tut es gut, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Auch wenn man dazu von Ingolstadt nach München schauen muss, wo die elektronische Fahrsicherheitsgouvernante seit Jahren zweistufig deaktivierbar ist: DSC auf der Straße, DTC für Spaß ohne Reue und wenn das Lamperl „Off“ leuchtet, gilt „selber Schuld, kein Mitleid“. Genau das können die S-Modelle von Audi seit heuer auch. Wir durften den kleinen Neuzugang der S-Familie, den Kraftzwerg mit dem großen Namen in den mutigen Farbtönen Postkasterl, Feuerwehr und Froschkönig im schwedischen Jämtland durch den dortigen Frühling scheuchen: minus 14 in der Früh, minus 10 zu Mittag. Der zugefrorene See bei Åre präsentierte sich als perfekter Spielplatz, der (im Vergleich zu anderen Audis) kurze Radstand des S1 hingegen als tückischer Begleiter, wenn man den 231 PS starken ZweiliterTurbobenziner entsprechend fordert. Gerade beim heftigen Kurbeln stört

das unten obligat abgeflachte Lenkrad, womit aber schon alle Beschwerden über den Innenraum berichtet sind.

Geld gibt, ist ein Automatikgetriebe; der Rest ist ab sofort verhandel- und ab Mai auch lieferbar.

Auch fahrdynamisch gibt es nur hochgereckte Daumen. Nachdem im Polo-Baukasten von Allrad keine Spur ist, durfte der A3 die Hinterachse samt Haldex-Allrad spendieren. Sie ahnen es: Die Kunden-Resonanz auf den mit 333 Stück limitierten A1 quattro (anno 2012 mit 265 PS) machte den S1 zur Pflichtübung. Im Vergleich zum selbigen sind vor allem der schwarze Dachkantenspoiler weniger fett und die Auspuffrohre weniger Kanalrohr, aber wenn Ihr Nachbar einen Mini Cooper S Works fährt, weiß er garantiert auf den ersten Blick, dass nebenan ein Gegner eingezogen ist. Zu den S-typischen Erkennungsmerkmalen wie Alu-Spiegelkappen und große Nüstern gesellen sich in der Aufpreisliste noch ein paar Optik-Gimmicks, die den Preis müheloser in die Vierzigtausend treiben als Sie den A1 auf Tempo 250. Was es fix nicht für gutes

Ganz im Gegensatz zum S3 Cabriolet, dem einzigen offenen Allradler der Kompaktklasse. Der hat (gegen Einwurf kleiner Münzen) die geschmeidig schaltende S tronic, den Spagat zwischen entspanntem Cruisen und räudig rotzendem Motor mit Zwischengasgeprotz, unglaublich gut hingekriegt. Das Fahrwerk ist – typisch Audi, typisch S – hart, aber gerecht. Die Vordersitze werden zum (noch nicht bekannten) Serienpreis beheizt. Die aus der Kopfstütze säuselnde Warmluft kostet einen gut investierten Aufpreis, denn die Ingol­ städter erlauben die Dachbetätigung bis minus 15 Grad Celsius. Die Motorelektronik holt aus dem (mit dem S1 baugleichen) Vierzylinder (wie auch im Golf R) satte 300 PS, was für abgeregelte 250 km/h und entsprechend wirres Haupthaar gut ist. Hierzulande wird das S3 Cabrio im Sommer erwartet. Wir freuen uns schon jetzt. «

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Modellvorstellung // Mercedes-Benz GLA

JuniorOligarch

Bilder: Werk

In voller Kriegsbemalung ist der 360 PS starke Über-GLA für mitteleuropäische Geschmacksnerven wohl etwas zu heftig gewürzt, glücklicherweise gibt es auch eine zivilere Variante.

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ntrovertierten Persönlichkeiten wird es wohl kalt den Rücken runterlaufen, der neue Überflieger aus dem Hause AMG ist nicht unbedingt ein optischer Leisetreter. Die roten Zierstreifen, die seitliche Beklebung und vor allem der Dachkantenspoiler des Edition 1-Modells machen deutlich, dass dieser GLA ein bisserl mehr Power unter der Haube hat. Wobei 360 PS genau genommen ein bisserl viel mehr sind. Das Zweiliter-Triebwerk darf sich aktuell mit dem Titel „stärkster SerienVierzylinder der Welt“ schmücken. Dass diese Power im Idealfall an alle 4 Räder weitergegeben wird, haben die AMG-Ingenieure schnell erkannt und daher von Haus aus den 4matic-Allradantrieb eingebaut. Traktionsprobleme kennt der kompakte Überflieger glücklicherweise keine. Ganz im Gegenteil. Dieser Bolide ist derart neutral ausgelegt, dass es beinahe schon beängstigend ist. Wie auf Schienen brettert der GLA 45 AMG durch Kurven, ohne Anzeichen von Über- oder Untersteuern. Die weitläufigen, spanischen Straßen

Wem die Edition 1 zu dick aufträgt, der bekommt den GLA 45 AMG auch dezenter

hat Mercedes für die Präsentation perfekt gewählt, das Auto ist hier voll in seinem Element. Wie von der Tarantel gestochen, gehts bereits beim leichten Druck auf das Gaspedal vorwärts, reizt man die Leistungsreserven voll aus, zeigt die Tachonadel nach nur 4,8 Sekunden Tempo 100 km/h. Untermalt wird die beeindruckende Vorstellung von einem auspuffseitigen Donnergrollen, Gänsehaut pur ist angesagt. Die Doppelkupplung sortiert dabei blitzschnell die 7 Gänge und auch die Verbrauchsanzeige kommt in Stimmung. Wenig verwunderlich, dass bei forscher Gangart die werksseitig angegebenen 7,5 Liter äußerst theoretisch werden. Dem Fahrer wird das herzlich egal sein, wer im Minimum 64.470 Euro auf den Händlertresen legt, wird den ein oder anderen Liter Mehrverbrauch wohl ebenso locker schlucken wie sein fahrbarer Untersatz. Apropos Preis, die knapp 65 Tausender gelten für die zivilere Variante, wer sich für „einmal alles und scharf“ entscheidet,

blättert 73.220 Euro für die Edition 1 hin. Wuchtige Räder in 19 bzw. 20 Zoll unterstreichen den selbstbewussten Auftritt, auch das Interieur ist klarerweise auf Sport getrimmt. Die Sportsitze sorgen dafür, dass der Popometer nicht verrutscht, 450 Nm Drehmoment ab 2.250 U/min geben einem etwaigen Turboloch von Haus aus keine Chance. Hört man auf die Stimme der Vernunft, ist der GLA 220 CDI 4matic im Alltag eine Alternative. 170 PS sind zwar nicht einmal halb soviel Leistung, 41.950 Euro aber auch um ein gutes Drittel weniger Kohle, vom Verbrauch in der Praxis ganz zu schweigen. «


Bilder: mmotors

Modellvorstellung // Jeep Cherokee

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Geblieben ist nur der Name

Noch ist der neue Cherokee nicht am Markt, bedingt durch sein Design ist er aber längst in aller Munde.

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in extrem schmales Leuchtband an der Front und dazu eine an Geradlinigkeit kaum zu überbietende Heckansicht, so viel Polarisierung hatte die JeepGemeinde eigentlich nicht erwartet und doch hat diese Richtung schon zuvor der aktuell sehr erfolgreiche Grand Cherokee vorgegeben. In Natura sieht der neue Cherokee nicht annähernd so extrem aus wie auf den Bildern. Langweilig wirkt er deswegen aber noch lang nicht. Im italienischen Balocco bot sich uns die Möglichkeit, den neuen Cherokee erstmals zu fahren. Auf der Straße genauso wie im Gelände und natürlich auf der hauseigenen Verschränkungsbahn, auf der der Jeep zeigen durfte,

dass er auch Extremgelände nicht scheut. Der erste Eindruck zeigt klar, dass sich die Entwicklungsabteilung klar am Grand Cherokee orientiert hat, wodurch er den Anspruch eines hochwertigen Mittelklasse-SUV problemlos erfüllt. Dass es den jüngsten Jeep auch mit Frontantrieb geben wird, kann angesichts dreier verschiedener Allradsysteme (beim Topmodell sogar in Kombination mit einer Untersetzung) als Schönheitsfehler durchgewunken werden. Bei den Motoren darf zwischen Diesel mit 140 PS und 170 PS sowie einem 272-PS-V6-Benziner gewählt werden. Dazu servieren die Amis für das Einstiegsmodell ein manuelles Sechsganggetriebe, während

alle anderen Versionen die neue ZF9-Gang-Automatik an Bord haben. Einen großen Stellenwert hat beim jüngsten Jeep auch die Sicherheit, was sich in einer enormen Auswahl an aktiven und passiven Systemen und einem Fünfstern-Crashtest zeigt. Für den persönlichen Komfortanspruch wird der neue Cherokee in 3 Ausstattungsvarianten angeboten werden, zur Wahl stehen Longitude, Limited und der auch optisch in Richtung Offroad getrimmte Trailhawk. An den Start geht der neue Cherokee bei uns am 9. Mai zu Preisen ab 39.890 Euro für das AllradEinstiegsmodell. Das Topmodell mit V6-Benziner kommt auf mindestens 58.990 Euro. «

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Modellvorstellung // Ziesel

Jetzt wird gezieselt 2 Raupen, dazu 1 Schalensitz, 1 Elektromotor samt starker Batterien und obendrüber ein Überrollbügel. Fertig ist das Funmobil.

N

Kameras an allen Ecken und Enden konnten ihm ebenso wenig etwas anhaben wie die stressbedingte Fehlbedienung durch Stefan Raab und seinem Herausforderer. Entstanden ist die Idee für den ersten Ziesel im Prinzip dadurch, dass bei Mattro noch 2 ungebrauchte Kettensätze rumlagen, genauso wie ein paar

Bilder: mmotors

ur kurz nachdem Stefan Raab im Rahmen seiner „Schlag den Raab“-Show im Ziesel Platz genommen hatte, quittierte der Internetauftritt des Herstellers Mattro in Tirol seinen Dienst. Für 60.000 Zugriffe binnen weniger Minuten war dieser Server nie konzipiert worden. Der Ziesel selbst hat seine Premiere perfekt bestanden. Laufende

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Batterien und ein Schalensitz. Dass es gelang, aus diesen Komponenten recht schnell ein eigenständiges Fahrzeug zu bauen, lag daran, dass sich Mattro seit mehreren Jahren mit der Entwicklung von elektrisch angetriebenen Raupenfahrzeugen beschäftigt. Unter­stützt durch namhafte Partner aus der Industrie sollen hier schon bald extrem geländetaugliche Fahrzeuge für den Personentransport und für die Nutzung als Geräteträger gebaut werden. Der bereits vorgestellte Prototyp ist jedenfalls sehr vielversprechend. Teile der bei der Entwicklung gemachten Erfahrungen flossen folglich in den geländetauglichsten Schalensitz der Welt ein. Ganz wesentlich dabei war das technische Fachwissen hinsichtlich der Steuerung und der Wahl der Batterien, die vor Ort zusammengebaut werden.

hinten. Drückt man den Joystick parallel dazu zur Seite, so lenkt der Ziesel auch in diese Richtung. Nach ein paar Minuten Fahrzeit gelingen so erste Kurven, kurze Zeit später darf auch schon leichtes Gelände unter die Raupen genommen werden. Profis fahren mit dem Ziesel bis zu 35 km/h schnell und das abhängig vom gewählten Batteriepack rund 3 Stunden lang. Das gelingt auf jedem Untergrund, ist der Ziesel doch für Schnee und Eis genauso geeignet wie für Schlamm und Asphalt. Erst im Extremgelände verlangt der 8,8 Kilowatt starke und 500 Nm Drehmoment zur Verfügung stellende Ziesel nach einer kundigen Hand am Joystick, um das gut 20.000 Euro teure Fahrzeug nicht durch einen Überschlag, den Fahrer schützt in diesem Fall der solide Bügel, zu deformieren.

Einmal auf dem bequemen Schalensitz Platz genommen, die Hosenträgergurte angelegt und den gewünschten Leistungsmodus gewählt, reicht es, den zur Rechten liegenden Joystick nach vorn zu drücken oder nach hinten zu ziehen. Je nachdem fährt der Ziesel nach vorn oder eben nach

Zum Einsatz soll der Ziesel sowohl im Fun-Bereich als auch in der Landwirtschaft oder bei Rettungsorganisationen kommen. Die erste Probefahrt mit dem Ziesel in Tirol konnte erfolgreich abgeschlossen werden, ein Test am Gelände des Two Oaks Offroadtraining soll schon bald folgen. «


Event // Auto-Salon Genf

Fr端hling in

Genf Bilder: mmotors

Der Unterschied zwischen einer Messe und einem Salon in Zeiten, in denen Europa im Automobilvertrieb laufend an Bedeutung verliert.

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Event // Auto-Salon Genf

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n Europa- und Weltpremieren hat es auch dem heurigen Genfer Automobilsalon nicht gemangelt und doch ließ es sich nicht verleugnen, dass der europäische Automobilmarkt nicht zuletzt durch die Krise, in der er seit einigen Jahren steckt, an Bedeutung verloren hat. Die Industrie zeigt neue Modelle lieber in China oder in Amerika und das leider zu Recht. Überall dort, wo der Markt boomt, lassen sich neue Modelle auch gut verkaufen. Das vielleicht beste Beispiel dafür lieferte ausgerechnet BMW. Am offiziellen Eröffnungstag des Genfer Autosalons flatterte die erste Presseaussendung zum neuen X4 in die elektronischen Briefkästen der Automobiljournalisten. Ein Auto, dem Genf eine perfekte Bühne geboten hätte, wäre doch nur die Konjunktur etwas besser zu den Herstellern. So durfte Shanghai im letzten Jahr erstmals die Studie des X4 zeigen, das Serienmodell ist dann Ende April in New York zu sehen. Dass diese Vorgehensweise der Industrie nur für das Fachpublikum erkennbar ist, hat Genf auch dem Umstand zu verdanken, dass hier mehr als einfach nur eine Automesse geboten wird. Schon Monate vorher sind alle Luxushotels, und davon gibt es in Genf wirklich sehr viele, ausgebucht, gilt es doch, die wichtigsten Kunden und Journalisten auch außerhalb des Salons zu beeindrucken. Dazu dann diese einmalige Elegance der Palexpo-Hallen, in denen sich jeder Besucher wie in 1.000 und einer (Auto-)Nacht fühlt und natürlich ein Preisniveau, das jedem Nichtschweizer den Schweiß auf die Stirn treibt. Genau dieses Flair hat auch diesmal Lamborghini perfekt genutzt, um den Gallardo-Nachfolger Huracan in Szene zu setzen. Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann, Diplomatensohn und ehemaliger Fallschirmjäger, feierte sich selbst und auch das neue Auto in gewohnt eindrucksvoller Manier und durfte sich dabei dem Zuspruch der anwesenden Automobilpresse sicher sein. Der neue Huracan ist leichter und auch

stärker als sein Vorgänger und natürlich sieht er auch unheimlich aufregend aus. Ein ähnliches Bild bei Porsche, wo die allradgetriebene Targa-Version des 911er im Mittelpunkt stand. Beeindruckt vom Angebot aus Zuffenhausen zeigte sich dabei auch Wolfgang Porsche, der genauso wie die gesamte Porsche-Spitze nach Genf gereist war. Mit dem neuen TT und dem S3 Cabrio verriet Audi, dass es auch unterhalb der Toppreisliga echte Sportler gibt, während Bentley am Nachbarstand den Luxus stets aufs Neue zu definieren scheint. Eine große Zukunft durfte in Genf auch Skoda bescheinigt werden. Der Designausblick auf die nächste Superb-Generation konnte beim Publikum ebenso punkten wie der gelungene Octavia Scout. Den Golf als SUV durfte man sich auf dem Stand von Volkswagen vorstellen, um sodann von der T5-Alltrack-Studie in den Bann gezogen zu werden. Unglaublich, wie es VW gelingt, ein Modell, das vermutlich im nächsten Jahr komplett neu kommt, so attraktiv und modern erscheinen zu lassen. Stark auch der Auftritt von Hyundai. Die selbstbewussten Koreaner haben all ihr Wissen und viel Design in eine Studie, die klar dem SUV-Segment zugeordnet werden kann, gepackt und uns damit neugierig auf einen ix35-Nachfolger gemacht. Hinsichtlich der Größe könnte es sich aber auch um einen ix45-Vorboten handeln. Sehenswert im ersten Stock des Genfer Automobilsalons waren zudem noch die Rallye-Version des Mitsubishi Outlander sowie die Europapremiere dreier Studien, die einen Blick in die Zukunft von Mitsubishi erlaubten. Weit weg von der in der Vergangenheit vorgestellten Studie zeigte sich die Serienversion des neuen Subaru Impreza WRX STi. Mit 305 PS und als sportliche Limousine konzipiert, ist das Subaru-Topmodell aber auch in Zukunft an einem großen Heckspoiler zu erkennen. Die ebenfalls gezeigte Studie am Subaru-Stand machte Hoffnung darauf, dass sich die japanische Marke wieder auf alte Werte konzentriert und ihr Modellangebot nicht nur praktisch und gut, sondern auch wieder spannender macht.


Event // Auto-Salon Genf

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Rund 40 Treppen tiefer lockte dass der neue Cherokee in Natura deutNissan mit dem Nismo GT-R die Mas- lich besser rüberkommt, als auf den sen an. Optisch und technisch modifi- mitunter sehr polarisierenden Presseziert, braucht er den direkten Vergleich bildern und noch feiner, dass unterhalb zu den deutschen und japanischen Mit- des Cherokee mit dem Renegade ein bewerbern nicht zu scheuen. Ebenfalls Modell in den Startlöchern steht, das am Nissan-Stand zu sehen, war der für das Potenzial hat, größere Stückzahden Sommer angekündigte neue X-Trail len zu machen, als alle anderen Jeepund der überarbeitete Juke. Erstmals Modelle gemeinsam. Gebaut in Italien, seit Jahren frei von echten Neuerungen ausgestattet mit ordentlicher Allradtpräsentierte sich der Stand von Land echnik und einer erfrischenden Optik, Rover. Noch viel schlimmer, erstmals tritt der Renegade ab dem Herbst gegen war hier auch kein Defender zu sehen. Skoda Yeti, Opel Mokka und die kleiDass in der Zukunft nen Koreaner an. auch elegantes DeSofern KonzernmutErstmals seit Jahren frei sign eine Chance ter Fiat hier mit dem von echten Neuerungen hat, demonstrierte Preis nicht zu weit Volvo mit der Neuraufgeht, bekommen präsentierte sich der interpretation des wir es endlich wieStand von Land Rover. Schneewittchender einmal mit eiNoch viel schlimmer, Sarges. Auch wenn nem Jeep zu tun, der erstmals war hier auch auf den ersten Blick im Straßenbild aufnicht so ganz nachfallen wird, nicht als kein Defender zu sehen. vollziehbar, soll Exot, sondern vieldieses Design auch mehr als Bestseller, den längst überfälligen Nachfolger des der vielerorts zu sehen sein wird. Rund XC 90 prägen. Mit dem kompletten ein Jahr nach dem Renegade wird auch Allradprogramm war Mercedes-Benz Fiat ein kleines SUV präsentieren, das nach Genf gereist. Die Highlights dabei sich technisch in vielen Bereichen mit der GLA in AMG-Ausführung und die dem Renegade decken wird. Bis dahin neue C-Klasse, die schon bald mit 4 an- heißt es, sich am neuen Panda Cross getriebenen Rädern angeboten werden 4x4 und an einem im Auftritt gestärkten soll. Bei den Bayern drehte sich alles um Freemont zu erfreuen. den ersten Van der Marke. Standardmäßig erstmals mit Frontantrieb ausgerüs- Erstaunlich zurückhaltend war heuer tet, soll auch hier schon sehr bald eine der Auftritt der Tuning-Elite. Der VW Allradversion folgen. In frischem Glanz Amarok von MTM (in Österreich durch zeigte sich auch der X3, dessen Neue- Sperrer Motorsport vertreten) mit Achtrungen aber eher nur echten Fans auf- zylinder-Diesel unter der Haube bildete fallen dürften. Noch geringer fallen die mit einer ganzen Reihe getunter OberÄnderungen am neuen Kia Sportage klasse-SUV-Modellen, vorwiegend von aus. Den Presseunterlagen ist jedoch zu deutschen Herstellern, die Ausnahentnehmen, dass hier sowohl hinsicht- me. Interessant auch das Engagement lich der Fahrwerkabstimmung als auch des englischen Land Rover-Veredlers bei der Geräuschdämmung im Innen- Kahn, der auch in Österreich (unter anraum spürbare Verbesserungen einge- derem bei Bulla im Angebot) bereits das flossen sind. Infiniti, als Marke norma- eine oder andere Auto verkauft hat. lerweise recht zurückhaltend in Sachen Messeauftritt, zeigte ein Sondermodell Eine nette Überraschung dann am des neuen Q50 namens Eau Rouge, Ausgang. Mehrere Mercedes-Benz-Gdas satte 568 PS leistet. Damit sollte Modelle tummelten sich hier auf einem zumindest da und dort ein erfolgreicher eigens angelegten Offroad-Parcours. Das Angriff auf M-, AMG- und RS-Kunden Ziel dabei, die Aufmerksamkeit auf den möglich sein. Dass die Marke Jeep le- in der Schweiz wohl recht unbekannten bendiger als je zuvor ist, davon durften Hausberg der Grazer, den Schöckl, zu sich die Besucher des Genfer Salons in lenken. Auch dort bietet Mercedes-Benz aller Ausführlichkeit überzeugen. Fein, jetzt Offroad-Events an. «

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Bilder: mmotors / DC Towers

fahrerlebnis // Mercedes-Benz S 500

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meisterklasse

Wer hier die inneren Werte erleben darf, vergisst ganz schnell die paar Kanten, die der äußerlichen Hülle vielleicht fehlen.

G

erade eben erst eröffnet, bietet das höchste Gebäude Österreichs, der DC Tower, eine passende Kulisse, um die neue S-Klasse von MercedesBenz ins Bild zu rücken. Der Turm ist 250 Meter hoch, die S-Klasse 250 km/h schnell. Das befiehlt die Elektronik, die den technisch möglichen Vorwärtsdrang in Richtung Tempo 300 ohne Diskussion abbricht. Platz ist da wie dort reichlich vorhanden und auch der Preis ist in beiden Fällen deutlich überhöht. Das gilt sowohl für die Quadratmeter im Tower, als auch für jene in der S-Klasse. Nur wer es sich leisten kann, für Lage und Einrichtung mehr auszugeben, als dies für 99 Prozent der Österreicher möglich ist, ist da wie dort gut aufgehoben. In Zeiten von immer noch mehr Luxus ist es richtig schwer geworden, eine Benchmark zu setzen. Den Ruhm der 80er, in denen die S-Klasse das Maß der Dinge im Luxussegment war, zu verteidigen, ist in den letzten Jahren richtig schwierig geworden, zu stark hatten Audi und BMW aufgeholt. Zusätzlich scheiterte die Idee, die S-Klasse nach oben hin mit dem Maybach abzurunden. Dort war nur Platz für Bentley und Rolls-Royce.

In Zeiten von immer noch mehr Luxus ist es richtig schwer geworden, eine Benchmark zu setzen.

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fahrerlebnis // Mercedes-Benz S 500

Die Zielsetzung war für Mercedes-Benz demnach klar. Die neue S-Klasse sollte ähnlich dem in dieser Ausgabe ebenfalls vorgestellten Porsche 911 Turbo S die Spitze jenseits der Exoten markieren und das ist, soweit lässt sich hier locker vorgreifen, auch gelungen. Fast majestätisch rollt die neue S-Klasse heran. All die implantierte Technik zur Verkehrsüberwachung versteckt sich elegant hinter dem Kühlergrill und hinter der Scheibe. Die 455 PS unter der Motorhaube und ein Blick in die zweite Reihe des Innenraums werden nur dann erhascht, wenn dies der Fahrer auch zulässt. Mit der am kleinen CLA orientierten Seitenansicht und den vielen Kurven am Heck soll die S-Klasse dabei kompakter wirken, als sie in Wirklichkeit ist. Unter diesem Gesichtspunkt geht das Design in Ordnung, zumal im Innenraum die Luxusklasse in einer schwer imponierenden Art und Weise zur Schau gestellt wird. Von serienmäßig beheizten Armlehnen ist hier ebenso die Rede wie von einer in vielerlei Farben leuchtenden Ambientebeleuchtung und passend dazu von einem Nachtsicht-Assistenten, als hätte die gebotene Sicherheitsausstattung noch irgendwelche Lücken gehabt.

Feinste Detailarbeit ist in dieser Klasse Standard; das beginnt beim Telefon, reicht über die Hochtöner und endet bei den Dosenhaltern

Auf dem Fahrersitz findet jeder schnell die ideale Sitz­ position. Klein, groß, dick, dünn, ganz egal. Ein paar Knopfdrücke (viele von Ihnen bedürfen zuvor das Aufrufen eines Untermenüs) und schon wird der Fahrer umschlossen wie von einem Maßanzug. Nur das Lenkrad könnte noch eine Spur weiter herausfahren. Umgeben von hochwertigsten Materialien informiert das komplett auf einem TFT-Schirm basierende Infodisplay über alle für den Fahrbetrieb wesentlichen Dinge, um daneben noch ausreichend Platz für den vielleicht größten Navigationsschirm, den die Welt in einem Auto je gesehen hat, zu bieten. Noch luxuriöser geht es in der zweiten Reihe zu. Ausgestattet mit allerlei Optionen darf hier zwischen gemütlichem Fernschauen und konsequentem Arbeiten auf einem der Mittelkonsole entspringenden Schreibtisch

Mercedes-Benz S 500 4MATIC lang MOTOR

Biturbo Benziner

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

8 4.663 cm3 335/455 kW/PS 700 Nm bei 1.800–3.500 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Siebengang Automatikgetriebe/perm. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/4 Türen/4 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA Vierlenker mit Luftfeder/HA Raumlenker mit Luftfeder BREMSEN Scheiben innenbelüftet und gelocht LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

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REIFEN 245/50 R18 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 5.246/1.899/1.494 mm Länge/Breite/Höhe: 3.165 mm Radstand: Kofferraumvolumen: max. 530 l 2.070 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.750 kg Anhängelast: 2.100 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 4,8 s

V-max: 250 km/h abger.

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

13,3/7,5/9,6 l 11,2 l Benzin

CO2-AUSSTOSS

225 g/km

PREIS E: ab136.970,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 201.655,– inkl. aller Abg.

gewählt werden. Platz für kalte Getränke liefert der Kühlraum und an Verstelloptionen mangelt es den 2 Passagieren in der zweiten Reihe auch nicht. Damit schafft die S-Klasse den Spagat zwischen Selbstfahrer und Chauffeurlimousine (der Testwagen hatte auch das optionale Chauffeurpaket an Bord), reist es sich doch sowohl am Steuer als auch rechts hinten ganz vortrefflich. Theoretisch ließe es sich sogar auf beiden Plätzen schlafen, geht die S-Klasse doch, sofern gewünscht, ihre eigenen Wege. Sie bremst und beschleunigt wie es der Verkehr zulässt und lenkt gegebenenfalls auch ganz ohne Zutun des Fahrers über die Autobahn. Nur weil es der Gesetzgeber so will, wird ein paar Sekunden nach Auslassen des Lenkrads zur Vorsicht gemahnt, bevor der Autopilot dann recht überraschend deaktiviert wird. Kritik muss sich hier nur die Verkehrszeichenerkennung gefallen lassen, die oft völlig falsche Angaben macht. Ein Tempo-130-Aufkleber am Heck eines Lkw hat zu eben dieser Anzeige geführt und in der Schweiz sind 10 km/h zu viel schnell teurer, als ein österreichisches Durchschnittsgehalt bei unseren Nachbarn Wert ist. Nicht ideal gelöst ist auch die Sache mit dem weit in den Kofferraum hineinragenden Kühlschrank. Große Koffer müssen somit auf ein Begleitfahrzeug ausweichen. Dass die S-Klasse alle Komfortansprüche erfüllt, ist logisch, dass sie auch das Herz eines sportlich orientierten Nutzers erwärmt, ist neu. Zum Teil ist dafür der gleichermaßen starke wie gemessen an der Leistung sparsame V8Turbo-Benziner verantwortlich. Die elektronisch zugelassenen 255 km/h (laut Tacho) sind auch auf der schlechtesten deutschen Autobahn fahrbar und gibt es reichlich Kurven, markiert die neue S-Klasse nur zu gern den Sportler. Noch deutlicher wird das sportliche Talent auf der Landstraße. Erst wenn sich die ad absurdum geführte Physik zu Wort meldet, bedarf es einer geschulten Hand am Volant, doch das sind Bereiche, in die die S-Klasse vermutlich niemals vordringen wird. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die Genügsamkeit des neuen Achtzylinders. Mit knapp 9 Litern auf Schweizer Autobahnen und rund 16 Litern bei maximaler Ausnutzung der Leistung auf deutschen Autobahnen ist er zwar kein Sparmeister, doch sind die 11,2 Liter im Alltag ein Wert, mit dem es sich gut leben lässt. Auch hier hat Mercedes-Benz spürbar aufgeholt.


Dass die S-Klasse alle Komfortansprüche erfüllt, ist logisch, dass sie auch das Herz eines sportlich orientierten Nutzers erwärmt, ist neu.

Dem Anspruch, die beste Limousine der Welt zu bauen, wird die neue S-Klasse, mal abgesehen von den 2 in einer nochmals deutlich höheren Preisliga spielenden Mitbewerbern, in jedem Fall gerecht. Ein Umstand, den sich Audi und BMW vermutlich nur befristet gefallen lassen werden. Wir sind gespannt. «

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Bilder: mmotors

fahrerlebnis // Porsche 911 Turbo S

Ganz weit oben

Der Turbo S ist abseits der in kleinsten St체ckzahlen produzierten Exoten das Aush채ngeschild der Marke. Da ist das Beste gerade Mal gut genug.

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I

m Vorjahr war es der Carrera, der speziell als allradgetriebenes S-Modell die Herzen der Fans höher schlagen ließ. 400 PS in der zwischenzeitig doch recht in die Breite gegangenen Silhouette des Ur-911er, das ist immer noch eine Ansage und doch gibt es immer mehr sportliche Familienautos, die sich damit nicht mehr aus dem Rückspiegel entfernen lassen. Sie tragen die Kürzel RS, AMG oder M im Namen. Werden auch die echten Sportwagen noch dazu gezählt, muss auch der Nissan GT-R eine entsprechende Erwähnung finden, der dem Porsche nur einen kurzen Aufenthalt in seinem Rückspiegel vergönnt.

Auf das unangefochten hohe Prestige des Carrera hat dies alles keinen Einfluss und doch gibt es vermutlich immer noch Kunden, die mit einem Porsche sowohl Auftritt als auch Leistung verbinden und ein paar wenige nutzen diese dann auch. Gilt hier Allradantrieb als wesentliche Vorgabe, um nicht nur auf trockenem Asphalt die Latte möglichst hoch legen zu können, so führt kein Weg am neuen Turbo S vorbei. Für einen Aufpreis von in dieser Klasse durchaus vertretbaren 50.000 Euro (gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Carrera 4S) serviert Porsche ein Menü mit 160 zusätzlichen Pferdestärken und eine an allen Ecken und Enden spürbare Optimierung.

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fahrerlebnis // Porsche 911 Turbo S

Am Steuer des Turbo S gilt es, sich nur vor sich selbst zu fürchten. Im Alltag ein braver und überraschend bequemer Begleiter mit ausreichend Kofferraum und zumindest der Möglichkeit, eine dritte Person quer zur Fahrtrichtung sitzend in der zweiten Reihe unterzubringen. Gesetzeskonform gefahren findet dieser Porsche mit weniger als 10 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer das Auslangen. Unter diesen Bedingungen bleibt auch jede Menge Zeit, all die elektronischen Spielereien zu testen, dem Frühling durch das Schiebedach Zutritt zu gewähren und all die neidvollen Blicke der Passanten zu genießen.

Lack die zahlreichen Waschstraßenbesuche auf den ersten 10.000 Kilometern nicht verschweigen kann. Hier ist definitiv eine bessere Lackqualität gefordert. Damit gibt es mit dem Preis zumindest 2 Kritikpunkte.

Die Fassade zum Zittern bringt nur, wer die Chance hat, hinter dem Steuer Platz zu nehmen und den logischerweise links des Lenkrads angebrachten Zündschlüssel zu drehen. Es donnert, es brabbelt, das ist klar zu hören und doch ist von einer Aufdringlichkeit nichts zu merken. Erst jenseits der 4.000 Umdrehungen pro Minute kommt der Racer auch In der aufgehenden Sonne Frühmorgens am Gelände des akustisch durch und beglückt damit stellt der Turbo S jeden ÖAMTC Fahrtechnikzentrums in Fahrer und Umwelt gleichermaßen. Melk dann eine völlig andere SituaDie entsprechende Kraftverteilung einzelnen seiner zahlreichen tion. In der aufgehenden Sonne stellt beginnt schon deutlich früher und Muskel zur Schau. der Turbo S jeden einzelnen seiner findet bei 6.500 Umdrehungen ihren zahlreichen Muskel zur Schau. Die Höhepunkt in Form von 560 Pferden. erstmals verbaute und auf Knopfdruck Porsche ist es dabei gelungen, die ausfahrbare Frontlippe, der sich anLeistung in einer äußerst harmonidächtig aufbäumende Heckflügel, die schen Art und Weise zu liefern und weit geschwungenen hinteren Kotflüsofern alle Sicherheitssysteme aktigel und die zahlreichen Öffnungen für viert sind, kann zumindest auf langen die nötige Frischluftzufuhr ergeben Geraden nichts passieren. Mehr als gemeinsam ein unvergleichliches Bild. Tempo 260 haben wir im Test nicht Hier lauert der Quotenbringer in der ausprobiert und das nur, weil die WinLiga der Supersportwagen. Perfektioniert wohin der Blick terreifen bereits da und dort Auflösungserscheinungen geauch schweift, gefertigt, als wäre er aus einem Stück gefräst zeigt haben und doch sind wir sicher, dass er die 300er-Hürund gleichzeitig modern wie klassisch, das bekommt nur de ähnlich souverän meistert wie ein Kleinwagen Tempo dieses Auto auf die Reihe. Zu sehen ist dabei auch, dass der 100. Die sind im Porsche schon nach 3,1 Sekunden erreicht.

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Wer es darauf anlegt, kann den Turbo S auch auf trockenem Asphalt quer fahren. Gefährlich ist dabei nur das enorme Sucht­ potenzial, dem der Fahrer ausgesetzt ist

Dass das Fahrtechnikzentrum Melk in erster Linie der Fahrsicherheit dient, gilt es dann auszublenden, wenn alle Hilfen und Fangnetze deaktiviert sind und die Sport+ Taste gedrückt ist. Aus jeder Ecke zieht der Turbo S mit einer derartigen Kraft heraus, dass nur ein kurzer Zupfer am Lenkrad reicht, um das Heck zur Seite zu schwingen. Danke an die hecklastige Auslegung des Allradantriebs. Weite Kurven, enge Kurven, Senken, Kuppen, dieses Auto ist der Beweis dafür, dass es sie noch gibt, die Rennwagen aus der Auslage. Mindestens genauso beeindruckend wie die Beschleunigung ist die Verzögerung. Die Keramikbremsanlage ist ein Genuss, Fading auch unter maximaler Beanspruchung nie ein Thema. Selbst im absoluten Grenzbereich bleibt der Turbo S gut kontrollierbar, das ist Fahrvergnügen in seiner höchsten Form und stellt alle früheren Turbo-Generationen in den Schatten. Schlimmer noch, dieses Auto degradiert alle anderen 911er-Modelle, egal ob aktuell oder bereits abgelöst, zu subjektiv betrachtet untermotorisierten Spielzeugen. Die Vorstellung, anstelle der wie bereits angesprochen sehr ramponierten Winterreifen eine feine Sommermischung auf den 20-Zöllern zu haben, würde das Erlebnis nochmals steigern, auch wenn dies an sich nicht zu glauben ist. Die Puristen werden auch weiterhin den GT-Modellen den Vorzug gegen. Die, die den nötigen Reichtum erst ganz frisch verwalten, werden weiter mit ihren Standard-911ern das Auslangen finden. Doch wer den schnellsten und vielleicht auch besten alltagstauglichen Supersportwagen der Welt fahren will, wird unweigerlich zum Turbo S greifen, zumal hier wirklich ein einmaliger Gegenwert für die extrem hohen Anschaffungskosten geboten wird. «

Porsche 911 Turbo S MOTOR

Biturbo Benzin Boxermotor

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

6 3.800 cm3 412/560 kW/PS 700Nm bei 2.100–4.250 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Siebengang Doppelkupplungsgetriebe/ permanenter Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/ 2 Türen/4 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA McPherson/HA Mehrlenker (aktive Hinterachslenkung) BREMSEN innenbelüftete Scheiben (Keramik) LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt FELGEN/REIFEN VA 245/35 ZR 20; HA 305/30 ZR 20 ABMESSUNGEN; GEWICHTE Länge/Breite/Höhe: 4.506/1.880/1.296 mm 2.450 mm Radstand: Kofferraumvolumen: 115 l 1.605 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 1.990 kg keine Anhängelast: FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h:

3,1 s V-max: 318 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 13,2/7,7/9,7 l 11,9 l Super Plus Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

227 g/km

PREIS E: ab 243.266,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 253.868,– inkl. aller Abg.

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lifestyle // Bentley-Werk

Wo Handwerk zur Kunst wird Heute gehen wir Bentley kaufen – oder tun zumindest so, als ob: Ein Werksbesuch in den historischen Hallen von Crewe. Dort, wo man den Sicherheitsgurt in 16 Standardfarben haben kann.

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N

igel ist, man kann es nicht anders sagen, großartig. Er entschuldigt sich gleich zu Beginn mit einem freundlichen Lächeln und einem kräftigen Händedruck für sein schlechtes Deutsch, obwohl er meine Sprache um einen Karl-Marx-Hof besser beherrscht als ich die seine. 10.120 Automobile mit dem geflügelten B wurden 2013 an glückliche Kunden geliefert, niemals waren es mehr. Im Gegenteil: Zur Jahrtausendwende zählte man exakt 1.749. Mit dem derzeit in der Entwicklung befindlichen (und 2016 lieferbaren) SUV sollen es gut 15.000 pro Jahr werden.

Bilder: werk

Von 7 bis 15:30 Uhr läuft der Ein-Schicht-Betrieb, nur bei Holz und Leder wird in zwei Schichten gewerkt. „Ein Tag“ ist also flott dahingesagt, aber lachhaft, wenn man miterleben darf, wie manche Einzelteile Gestalt annehmen. So wird beispielsweise das gewünschte Holzfurnier bei exakt 153 Grad Celsius auf den Aluminiumträger gepresst und mehrfach lackiert, geschliffen und poliert, bis es endlich in die Nachbarhalle übersiedeln darf. Schön langsam wird es Zeit für einen Imbiss. Ein paar Sandwiches liegen bereit, ein paar alkoholfreie Getränke stehen daneben Spalier. Luc steckt den Kopf zur Tür herein, schüttelt die Besucherhände, greift sich ein belegZuerst treten wir in einen kleinen tes Brot und setzt sich zum Plaudern. Ausstellungsraum ein, der mit allerLuc trägt einen Rollkragenpullover, den lei Pretiosen geschmückt ist: ProNachnamen Donckerwolke und war totypen-Teile aus dem 3D-Drucker früher in Jungbunzlau bei Schkodda, finden sich hier ebenso wie ein bis wie er es nett ausspricht, unter Vertrag. zum Dachhimmel mit AusstattungsIn Sant‘Agata Bolognese hat er auch optionen hochgerüsteter Mulsanne, gearbeitet, dort mit einem Geodreieck lehrreiche Schautafeln, zwei histobewaffnet den Gallardo und den MurDas Datenblatt gibt rische Vehikel und ein Tonmodell cielago gezeichnet und heute spitzt des Continental GT. Weiter geht es er seinen virtuellen Bleistift für BentGewissheit: Janatürlichin die große Fertigungshalle, ein leys jüngstes Kind. Ein Schelm, wer schweinderlmetallic denkmalgeschütztes Objekt aus Ziebeim Weckerlkauen mit dem Designist für die USA bestimmt. gelsteinen. Dort kann man unbesorgt chef das nach einem Berbervolk aus vom Boden essen. Ich habe spontan dem Grenzgebiet zwischen Algeriein schlechtes Gewissen, weil meine en, Libyen, Mali und Niger benannte vom Zwischendurchregen (England Modell aus Wolfsburg ins Gespräch halt) nassen Schuhsohlen feuchte bringt (oder gar Reinhold Messners Flecken hinterlassen. Doch noch insagenumwobenen Himalaya-Schneetensiver ist der Traum, der sich mir menschen) – aber natürlich ist klar, dass hinter der aufschwingenden GlasBentley gern auf den großen Matadortür offenbart, zum Greifen nah und baukasten des VW-Konzerns zurückfinanziell doch so fern: eine Halle greift. Es ist ja auch kein Geheimnis, voller Traumautos. Ein Continental dass der weit unter seinem Wert geCabrio in unschuldsweiß, eines in schlagene Phaeton und der Continental einestundenachsonnenuntergangsBlutsbrüder sind. Natürlich ist es alles blau und gleich daneben ein Coupé andere als ein Zufall, dass der eine oder in einer Farbe, die aus dem Traum andere Q7 mit interessanten Spaltmaeinen Albtraum macht. Die Seitenßen unüblich geformter Karosserieeleleuchten lassen es vermuten, Nigels mente durch das Werk rollt, vollgepackt routinierter Griff zum Datenblatt mit Messinstrumenten. Und natürlich ist gibt Gewissheit: Janatürlichschweinderlmetallic ist für die auch klar, dass jeder Versuch, die Plauderei in die Richtung der USA bestimmt. sportlichen Nützlichkeit zu schubsen, lächelnd pariert wird. Die Hochzeit ist eine von 62 Stationen, die ein Continental durchfährt, bevor er gefahren wird. 62 Stationen und nur zwei Roboter bei der Hochzeit und für das Auftragen des Klebers am Rand der Windschutzscheibe. Davon abgesehen sind es Männer und Frauen, die Hand an die Automobile legen. Zweitürer und Viertürer, also GT/GTC und Flying Spur, wechseln sich jeweils am Band ab und ein ganzer Tag vergeht, bis das Auto aus seinen präzise ans Band angelieferten Komponenten fertiggestellt ist.

Zum Abschluss leitet uns Nigel noch zur Station, an der jenes Bauteil entsteht, an dem man sein Auto am öftesten berührt: das Lenkrad. Das Arbeitspensum ist enorm, der Output überschaubar: Eines vor dem Lunch, eines danach und wenns besonders gut läuft, sogar zweieinhalb pro Tag, denn Holz-Leder-Kombinationen sind logischerweise schneller fertig. Da werden nur drei Stunden pro Volant kalkuliert. Mit welchem Werkzeug die exakten Abstände der Stiche gesetzt werden wollen wir wissen – und bekommen von Nigel lächelnd eine Gabel präsentiert. «

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Bilder: mmotors

fahrerlebnis // BMW X5

Erfolgsmodell

Die Erinnerung an die ersten X5-Prototypen aus dem Jahr 1997 auf Basis des damaligen 5er-Touring sind noch wach. Jetzt ist bereits die dritte Generation im Handel.

F

Hochwertige Ledersitze dürfen in keinem BMW fehlen; diese hier sind auch noch sehr bequem

aszination und Tradition sind Dinge, die BMW nur zu gern miteinander verbindet, wenn es darum geht, die Grundwerte der Marke zu definieren. Es gilt heute wie damals, neben dem passenden Design ein Ambiente zu schaffen, in dem sich der Fahrer und auch die Fahrerin auf Anhieb wohl fühlen. Keiner fragt, ob der Sitz jetzt 5 oder 50-fach verstellbar ist, wenn die Sitzposition passt. Keiner fragt, ob die Audioanlage 4 oder 16 Boxen umfasst, wenn der Klang passt. Genau das macht es der Industrie so schwer, neue Modelle zu entwickeln. BMW gelingt es seit Jahrzehnten, ein ganz eigenes Flair zu wahren und

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das erklärt vielleicht auch, warum der neue X5 dem seit 2006 gebauten Vorgängermodell auf den ersten Blick so ähnlich sieht. BMW hat an Front und Heck viel Detailarbeit geleistet, im Innenraum an vielen Stellen optimiert und dabei nirgends richtig revolutioniert. Der neue X5 ist kein Auto, an dessen Design sich das BMW geschulte Auge stundenlang festhält, sondern vielmehr eines, in das man sich reinsetzt, losfährt und nach und nach bemerkt, dass hier viel Zeit und Geld in Optimierungen geflossen sind. Besonders zur Geltung kommt das auf langen Nachtetappen, bei denen sich das BMW-orange jetzt noch komplexer im gesamten Innenraum verteilt,

die Außenwelt auch bei hohem Tempo geräuschlos vorbeizieht und die Orientierung auf der deutlich größeren Navigationseinheit noch schneller als bisher funktioniert. Überraschend unverändert schlecht steht es um die Kommunikation zwischen iPhone und der Freisprechanlage. Eine Erfahrung, die wir aktuell auch bei anderen BMW-Modellen gemacht haben. Nichts Wesentliches verändert hat sich bei der harmonischen Motorisierungsoption. Der 3,0-Liter-Sechszylinder mit seinen 258 PS könnte vielleicht einen Tick sparsamer sein, hinsichtlich der Leistungsabgabe muss er sich aber auch vor seinem großen Bruder mit 3


Turboladern und 381 PS nicht verstecken. In weniger als 7 Sekunden auf Tempo 100 und bei Bedarf bis zu 230 km/h schnell, meistert er dank seines Drehmoments von 560 Nm auch bis zu 3,5 Tonnen schwere Herausforderungen als Zugfahrzeug. Und wenn es die Gegebenheiten erlauben, markiert er auch auf eindrucksvolle Art und Weise den Sportler im Segment. Hart an der Haftgrenze bewegt, zeigt sich auch die Achtgangautomatik von ihrer besten Seite und hinsichtlich des Fahrwerks gab es schon bisher keine Kompetenzzweifel. Auch die im Alltag eine Spur zu direkte Lenkung unterstützt den Wunsch, den Kurvenrausch intensiv zu genießen. Auch wenn das Traktionspotenzial vielversprechend ist, mag der Wunsch nach echten Offroad-Einlagen so gar nicht aufkommen. Die Idee, Geländestrecken unter die Räder zu nehmen, die den früheren BMW-ÖsterreichChef Dr. Felix Clary und Aldringen an Bord der ersten X5-Generation begeis-

terte, wird angesichts des weit nach unten hin reichenden Lacks und der schönen Felgen gleich wieder verworfen, daran ändert auch der optionale Unterfahrschutz als weiteres Designelement nichts. In der Not könnte der X5 auch durchs Gelände gescheucht werden, in der Praxis wird das aber die absolute Ausnahme bleiben. «

BMW X5 xDrive30d MOTOR

Common-Rail-Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

6 2.993 cm3 190/258kW/PS 560 Nm bei 1.500–3.000 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Achtgang Automatikgetriebe/perm. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/4 Türen/5 Sitzplätze (optional 7) FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA Doppelquerlenker/HA Integral IV BREMSEN Scheiben innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

REIFEN 255/50 R19 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.886/1.938/1.762 mm Länge/Breite/Höhe: 2.933 mm Radstand: Kofferraumvolumen: 650–1.870 l 2.070 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.780 kg Anhängelast: 3.500 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 6,9 s

V-max: 230 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

7,0/5,7/6,2 l 9,4 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

162 g/km

Das unheimlich praktische Head-upDisplay ist nur für den Fahrer sichtbar, das große Display in der Mitte ist auch aus dem Augenwinkel gut ablesbar

PREIS E: ab 65.600,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 99.523,– inkl. aller Abg.

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reifen // Kumho

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B o x e n s t o p p Nur wer den richtigen Reifen hat, kann die Vorteile eines Allradautos auch wirklich nutzen.

B

edingt durch den unverändert anhaltenden SUVBoom wächst auch das Reifenangebot in diesem Segment besonders stark. Als einer der weltweit führenden Reifenhersteller fungiert die in Südkorea ansässige Firma Kumho. Mit einer Jahresproduktion von mehr als 60 Millionen Reifen ist es Kumho möglich, Entwicklungs- und Forschungszentren in aller Welt zu betreiben und Verbesserungen sehr schnell in die Serienproduktion einfließen zu lassen. Die Garantie, dass das auf höchstem Qualitätslevel abläuft, liefern Erstausrüsterverträge bei vielen renommierten Automobilherstellern. Rechtzeitig zum Räderwechsel setzt Kumho auf drei Produkte, die speziell auf die Ansprüche von SUV- und Geländewagenfahrern abgestimmt sind. Konkret handelt es sich dabei um die Modelle Ecsta X3 KL17 und den Road Venture APT KL51. Diese beiden Modelle sind für den vorwiegenden Einsatz auf der Straße konzipiert, was

schon durch die Optik der jeweiligen Profile klar zum Ausdruck gebracht wird. Der Road Venture APT KL51 sicherte sich bereits bei einem Test des weltweit anerkannten Magazins „Consumer Reports“ einen Stockerlplatz unter insgesamt 20 Mitbewerbern. Getestet wurde dabei unter anderem in den Kategorien Handling, Brems­ leistung, Aquaplaning, Geräuschentwicklung oder Rollwiderstand. Der Ecsta X3 KL17 hat sich im Gegenzug bei den Fahrern von extrem leistungsstarken SUV-Modellen einen Namen gemacht. Freigegeben für Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h ist der Ecsta X3 KL17 bis zu 315 mm breit und in verschiedenen Dimensionen bis hin zu 22 Zoll lieferbar. Durch sein fesches Design unterstützt er auch den optischen Auftritt großer SUV-Modelle. Geht es regelmäßig ins Gelände, so bringt Kumho den Road Venture MT KL71 ins Spiel. Mit seinem überaus

groben Profil und einer sehr guten Selbstreinigung ging der Road Venture MT KL71 im Test des englischen Magazins „4x4“ als Testsieger hervor. Bei diesem Test wurden ausschließlich Reifen der Größe 235/85 R 16 auf einem Land Rover Defender montiert und auf Schlamm, Gras, Geröll, Schotter und Asphalt gefahren. Eine ausgezeichnete Leistung bot dieser MTReifen auch auf einem Mercedes-Benz Sprinter Allrad, der uns im Herbst des Vorjahres als Testwagen zur Verfügung stand. Ganz frisch montiert ist der hochgeländetaugliche Kumho auf einem unserer Redaktionsautos. Nach den ersten paar hundert Kilometern, vorwiegend auf Asphalt gefahren, besticht er durch eine unerwartete Laufruhe und gutes Grippniveau bei Nässe. Wie sich der Kumho MT im schweren Gelände schlägt, montiert auf einer kurzen Mercedes-Benz G Klasse, lesen Sie in der nächsten Ausgabe des 4wd Magazins. « INFO: www.kumhotire.at

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reifen // Falken

r n r h e u e f i M ls n re a enn B R t ete

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an ek . b ip in e e ge Gr n ze n rts e Me o d sp tor ad je o M llr len ma A a n tio The a n im er int ch be r u de In ken a Fal

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eim soeben veröffentlichten Reifentest des ÖAMTC gelang der Reifenmarke Falken erneut ein Top-Ergebnis. Die Grundlage dafür liefert die Zugehörigkeit der Marke zu Sumitomo Rubber Industries, einem der weltweit größten Reifenhersteller. Ausgestattet mit dessen Entwicklungs- und Test-


möglichkeiten gelingt es Falken, in verschiedenen Segmenten Höchstleistungen zu bringen. Beispiele dafür liefern das starke Engagement rund um das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring oder die erfolgreichen Auftritte bei der American Le Mans-Serie und auch in der deutschen Driftszene mischt Falken seit Jahren kräftig mit. Für Österreich noch recht neu ist hingegen das Engagement von Falken im 4x4-Segment. Um hier das für die jeweilige Klasse geeignete Profil zu liefern, stehen 2 neue Typen zur Wahl. All jenen, die recht regelmäßig mit ihrem SUV oder Geländewagen abseits der Straße unterwegs sind, steht der Wildpeak AT 01 zur Verfügung. Trotz seines prägnanten Profils soll dieser Allterrain-Reifen auch auf der Straße für eine gute Fahrstabilität und guten Komfort sorgen. Lieferbar in 16 verschiedenen Dimensionen deckt dieser Reifen den Bereich von 15 bis 18 Zoll ab.

Seinem Ruf als Spezialist für UltraHigh-Performance-Reifen wird Falken mit dem Azenis FK453CC gerecht. Konzipiert für große und damit auch schwere SUV-Modelle stehen hier sportive Eigenschaften im Vordergrund. Hinzu kommt durch die in der Reifenschulter integrierten Lamellen eine besonders hohe Aquaplaningresistenz. Lieferbar ist der Azenis in 22 Dimensionen mit Geschwindigkeitsindex W (270 km/h) und Y (300 km/h). Rechtzeitig zum Wechsel auf Sommerreifen verweist Falken darauf, dass fast jedes Profil binnen 24 Stunden zu einem österreichischen Händler geliefert werden kann. Möglich macht dies ein neues Zentrallager in Ungarn, durch das nicht nur Österreich, sondern auch ganz Osteuropa beliefert wird. «

INFO: www.falken-europe.de

Günther Riepl, Director für Österreich, Schweiz und Osteuropa, fasst zusammen: „Unser Produktportfolio bietet Reifen für alle Fahrzeug- und Bedarfsgruppen. Dank unserer langjährigen Zuverlässigkeit im Umgang mit unseren Handelspartnern konnten wir auch 2013 Kunden gewinnen. Durch unser neues Lager können wir noch schneller vor Ort agieren. Die Lieferung innerhalb einer 24-Stunden Frist ist nun weitgehend möglich.“

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fahrerlebnis // Opel Insignia

AlltagsAbenteurer Mit dem Lifting des Insignia beschert uns Opel jetzt auch eine höhergelegte Version namens Country Tourer.

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Bilder: mmotors

on den zwei Zentimetern mehr an Bodenfreiheit bemerkt nur derjenige etwas, der es zuvor schon irgendwo gelesen hat. Die beim weiß lackierten Testwagen besonders stark ins Bild rückenden Kotflügelverbreiterungen aus schwarzem Forststraßen und Kunststoff und der soFeldwege ja, Schlamm wohl an der Front als auch am Heck angeoder gar echtes deutete Unterfahrschutz Gelände nein. fallen hingegen auf. Sie heben den jetzt dank eines Facelifts generell adretter wirkenden Insignia eine Spur hervor, ohne dadurch gleich den echten Abenteurer zu markieren. Am Firmenparkplatz wird sich keiner daran stoßen und wenn doch, muss er einfach in schwarz gekauft werden, da fallen die Verbreiterungen kaum auf. Forststraßen und Feldwege ja, Schlamm oder gar echtes Gelände nein. Gar nichts vom Country, dafür aber viel vom frischen Wind bei Opel, verrät der Innenraum. Es wirkt aufgeräumter, die Bedienung erfolgt intuitiver und wer das neue Touchpad anfänglich

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übersieht, wird weiterhin hoch zufrieden den Touchscreen für Navigationseingaben nutzen. Die Gefahr von Fehlbedienungen reduziert sich dadurch deutlich. Den Namen Country im Ohr könnte die Sitzposition ruhig eine Spur höher ausfallen, ansonsten bietet der Innenraum keinerlei Anlass zur Kritik. Ausstattungsmäßig ist alles da, in der zweiten Reihe kann sich auch niemand über das Raumangebot beschweren und hinsichtlich des Laderaums unterscheidet sich der aktuelle Insignia nicht von seinem Vorgänger. Mit 195 PS ist der Opel am Papier sehr gut motorisiert und gewährt man ihm etwas Bedenkzeit auch ein zügiger Begleiter. Dass die Sechsgangautomatik gut und schnell arbeitet, sei an dieser Stelle ebenfalls erwähnt. Der große Unterschied zu den frontgetriebenen Insignia-Modellen ist, dass das Zerren am Lenkrad bei voller Beschleunigung entfällt. Souverän zieht er auf jedem Untergrund los und versorgt dabei jedes Rad mit genau

jener Leistung, die es gerade umsetzen kann. Verantwortlich dafür ist ein auf dem Haldex-Prinzip basierendes System, das mit einem entsprechend schweren Gasfuß auch sportliche Tendenzen erkennen lässt. Ein leicht ausschwenkendes Heck auf Schotter ist da schon Mal drin. Versteckt sich unter diesem Schotter ein Nagel, so erfreut es ganz besonders, dass Opel, im Gegensatz zu vielen Mitbewer-

bern, nicht auf ein Notrad an Bord verzichtet. Dieses ist schnell montiert, sichert die Weiterfahrt und schränkt die Nutzbarkeit des Autos nur durch ein reduziertes Reisetempo ein. Dass das Reserverad etwas Stauraum in Anspruch nimmt, wird in solchen Situationen nur allzu gern akzeptiert, zumal der Country Tourer ja dazu einlädt, dann und wann den Asphalt zu verlassen. «

Opel Insignia country Tourer 2.0 BiTurbo CDTI ECOTEC MOTOR

Biturbo Dieselmotor

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 1.956 cm3 143/195kW/PS 400 Nm bei 1750–2.500 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Sechsgang Automatikgetriebe/perm. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/5 Türen/5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA McPherson/HA Querlenker BREMSEN Scheiben vorn innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

REIFEN 245/40 R19 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.920/1.858/1.526 mm Länge/Breite/Höhe: 2.737 mm Radstand: Kofferraumvolumen: 540 l 1.843 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.435 kg Anhängelast: 1.900 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,9 s

V-max: 210 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

8,9/5,3/6,6 l 8,7 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

174 g/km

Das neu gestaltete Cockpit präsentiert sich deutlich aufgeräumter. Die einfachste Bedienung der Navigation erfolgt immer noch über den Touchscreen

PREIS E: ab 42.090,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 50.394,– inkl. aller Abg.

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spezial // Dieselhybrid

Sowohl beim Diesel- als auch ganz besonders beim Elektromotor sehen die Techniker noch viel Entwicklungspotenzial. Dass die Kombination schon heute eine spannende Alternative darstellt, zeigen Beispiele von Citroën, Volvo oder Land Rover.

Der Anfang D

er PSA-Konzern war es, der den ersten Diesel-Hybrid so weit entwickelt hat, dass er seinen Weg vom Entwicklungslabor in den regulären Verkauf gefunden hat. Volvo hat noch eins draufgesetzt und bietet die Option, die Batterien an der Steckdose daheim zu laden und mit dem neuen Range Rover tritt das Thema Diesel-Hybrid jetzt auch in der Luxusklasse an. Erwähnenswert wäre an dieser Stelle auch noch der Mitsubishi Outlander Hybrid, dem wir uns jedoch in einer der nächsten Ausgaben in aller Ausführlichkeit annehmen wollen. Mehr Technik im Auto zu haben bedeutet, hinsichtlich des Laderaums Einbußen in Kauf zu nehmen. Das gilt sowohl für den Citroën DS5 als auch für den Volvo V60, während es der große Range Rover erlaubt, die Hybrid-

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technik unterhalb des Fahrgastraumes zu verstecken. Allen dreien gemein ist das Zusatzgewicht, das im günstigsten Fall rund 120 Kilogramm (Range Rover) beträgt. Während Citroën DS5 und Land Rover Range Rover die Batterien nur durch entsprechende Fahrweise laden und somit nach knapp 2 Kilometern (Range Rover) oder nach knapp 3 Kilometern (Citroën DS5 Hybrid4) den Dieselmotor anwerfen, schafft es der Volvo, unter perfekten Bedingungen fast 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs zu sein. Dann ist auch hier Schluss. Für den Praxistest noch nicht verfügbar, muss der Range Rover Hybrid seine Qualitäten erst in ein paar Wochen unter Beweis stellen, Citroën DS5 und Volvo V60 standen im Gegenzug bereits zu einem ausführlichen Test bereit.


Bilder: mmotors / Land Rover

ist gemacht

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spezial // Dieselhybrid

Mal abgesehen von der Kriegsbeklebung des Testwagens deutet beim Volvo äußerlich nichts auf die technologische Kompetenz hin. Nur wer genau schaut, entdeckt die einem Tankdeckel zum Verwechseln ähnlich sehende Steckdose am linken vorderen Kotflügel. Auch im Innenraum eine ähnliche Situation, sieht man einmal von den zusätzlichen Anzeigen ab. Erst wenn es gilt, das Gepäck für die ganze Familie zu verstauen, wird klar, dass dieser Familienkombi und dafür steht Volvo eigentlich, weniger Kofferraum als ein normaler Golf aufweisen kann. Bei zukünftigen Modellen ist davon auszugehen, dass die Batterien flacher verteilt werden, wodurch sich die Einschränkungen reduzieren. Elektrisch losgerollt, macht es von Kilometer zu Kilometer mehr Freude, auf das Dieselgeräusch zu verzichten. Nicht, dass es am Klang des Fünfzylinders etwas auszusetzen gäbe, aber im City-Alltag lässt sich dieser ohnedies nicht so richtig genießen. Das rein elektrische Befahren der Stadtautobahn ist schon ein echtes Erlebnis, das war

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bisher mit keinem Allradauto möglich. Wenn der Strom zu Ende ist oder Sportlichkeit die Umweltfreundlichkeit verdrängt, zeigt sich der Volvo von seiner starken Seite. Kraftvoll schiebt er auch jenseits des heimischen Autobahnlimits an, rückt dabei den Fünfzylinder angenehm in den akustischen Mittelpunkt und macht erst bei Tempo 230 Schluss, zumindest steht es so in den Unterlagen. Während auf der Autobahn das Mehrgewicht kaum auffällt, ist auf der zügig angegangenen Landstraße jedes Kilogramm spürbar. Man hat hier den Eindruck, ein voll beladenes Auto zu fahren, nur dass keiner an Bord schreit, wenn eine Kurve doch einen Hauch zu schnell durchfahren wird. Viel zu schnell verhindert dies ohnehin die umfassende Sicherheitstechnik, die den Volvo, zumindest so lang die Räder Bodenkontakt haben, gut im Griff hat. Eher dem Gleiten als dem Rasen hat sich Citroën mit dem DS5 Hybrid4 verschrieben. Am Anfang herrscht Unklarheit darüber, ob es sich hier nun um eine Limousine, einen Kombi oder gar einen Van handelt. Zu sehr zieht einen das Design in den Bann, das auch dafür verantwortlich ist, dass das Raumangebot am ehesten mit dem einer Limousine vergleichbar ist. Wer einen Raumriesen sucht, ist speziell bei der Hybrid-Version mit ihrem reduzierten Kofferraum falsch. Auf der anderen Seite erwartet den Fahrer jedoch ein Arbeitsplatz, der Langstrecken zum Erholungsprogramm macht. Der Sitz sitzt wie angegossen, verfügt über eine Massagefunktion und sorgt für eine enge Verbindung zum Fahrzeug. Das auch einem modernen Flugzeug gut zu Gesicht stehende Cockpit stellt den Fahrer vor die Wahl, sich einen Abend lang der Betriebsanleitung anzunehmen oder einfach alle Schalter auszuprobieren, wobei es ein paar Durchgänge dauert, bis man sich merkt, was wofür steht. Auch der DS5 setzt sich flüsterleise in Bewegung und hält dem Elektromotor in den ersten Minuten des städtischen Verkehrs die Treue. Irgendwann greift dann auch der Diesel ins Geschehen ein, das geschieht aber verhältnismäßig leise. Da

ist das recht straff gehaltene Fahrwerk mitunter akustisch deutlich präsenter, das dank seiner Härte das Mehrgewicht des Hybrids gefühlsmäßig kompensiert. Der DS5 will reisen, auch wenn gerade der Hybrid dabei nicht so gut nutzbar ist wie im Stadtverkehr. Allradantrieb stellen sowohl Volvo als auch Citroën durch ihre jeweiligen Hybridantriebe zur Verfügung. Erstaunlich ist dabei, wie gut beide Modelle ihren Traktionsvorteil zu nutzen verstehen. Sogar auf Schotter oder blankem Eis müssen sich diese Elektrosysteme nicht vor anderen Allradsystemen verstecken, nur für Sporteinsätze sind sie beide ungeeignet. Nach vielen Kilometern an Bord der 2 unterschiedlich aufgebauten DieselHybrid-Modelle ist der Gleichstand beim Thema Verbrauch dann doch sehr überraschend. Mit Vernunft gefahren kommen beide Autos mit rund 6,5 Liter Diesel 100 Kilometer weit, sind beim Volvo die Batterien über Nacht vollgeladen worden, braucht er den Diesel nur auf rund 50 Kilometern. Mit großer Vorfreude erwarten wir den Range Rover Hybrid und den deutlich günstigeren Mitsubishi Outlander Hybrid. Sie beide könnten den Trend hin zu den Diesel-Hybriden in Zukunft unterstützen, ob sie dafür taugen, wird der Test klären. «

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Bilder: mmotors

event // Absolut Allrad

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Traktionsreiche Jagdgesellschaft Die Hohe Jagd ist zweifellos die wichtigste Jagdmesse des Landes, die daran angeschlossene Absolut Allrad war heuer etwas besser besucht, als im Jahr zuvor.

S

eit der Einführung der Salzburger Automesse kämpft die nur kurze Zeit davor stattfindende Absolut Allrad gegen Ausstellerschwund. Kaum ein Unternehmen kann oder will es sich leisten, zweimal hintereinander am gleichen Ort auszustellen. Nach einer recht leeren Halle im Vorjahr bot sich den Besuchern heuer zumindest ein Grundüberblick über für die Jagd relevante Fahrzeuge. Suzuki, Mitsubishi, Isuzu, Hyundai und Skoda hielten die Importeursfahnen hoch, während der neue Mercedes-Benz GLA in Kooperation mit der Pappas-Gruppe auf dem 4wd-Stand präsentiert wurde. Spannend wie immer, aber hinsichtlich der Stückzahlen immer noch ein Minderheitenprogramm, hatte das Autohaus Windhaber in Form der Marken DFSK (Kleintransporter mit Allrad) Mahindra mit nach Salzburg gebracht, während der tschechische Land Rover-

Spezialist Dajbych einen zum Mannschaftstransporter umgebauten Defender 130 auf seinem Stand zeigte. Erstmals in Salzburg mit dabei, die auf den Handel und Neuaufbau von Pinzgauer- und Puch-G-Modellen spezialisierte Firma S-Tec, die zusätzlich im Zubehörbereich als Importeur für verschiedene Topmarken fungiert. Wer schon immer tagsüber im Gatsch wühlen und den Abend im Luxushotel genießen wollte, kann solche Touren neuerdings bei der 3D Company buchen. Für Aufmerksamkeit sorgte dabei ein umfassend modifizierter Jeep Wrangler, der viele Besucher auf den Stand lockte. Ihrem Ruf als führender Anbieter von Off-Road-Zubehör machte die Firma Taubenreuther auf der Absolut Allrad alle Ehre. Mit einem im Auftrag von Porsche Austria zum professionellen Forst-Jagd-Fahrzeug umgerüsteten VW

Amarok zeigte Taubenreuther, was aus einem Serien-Pickup herauszuholen ist. Dass ein hochwertiges Expeditionsfahrzeug auch auf einer älteren Basis stehen kann, war wiederum anhand eines Toyota HDJ 80 zu sehen. Dass für den jagdlichen Einsatz ein kleines Auto von Vorteil sein kann, wurde am Beispiel eines liebevoll aufgerüsteten Jagd-Panda verraten. Weitere Highlights betrafen einen fünftürigen Lada Taiga, den das Autohaus Doifl aus Niederösterreich präsentierte und das Dachzelte-Programm von Allrad Just For Fun. Neben der Ausstellungshalle bot die Absolut Allrad erstmals auch ein Fahrgelände, auf dem sich Interessenten vom Beifahrersitz aus ein Bild von den Modellen der Marken Isuzu und Suzuki machen konnten. Eine nette Idee, die sich in Zukunft noch deutlich ausbauen lassen sollte. «

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lifestyle // Golf R Wintertraining

Dieser R macht mehr Spaß, als alle seine Vorgänger zusammen.

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Der neue Golf R feierte sein Österreich-Debut auf Schnee, Eis und Schlamm oder anders gesagt: So machen 300 PS wirklich Spaß.

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ine Verbrauchsreduktion bis zu 18 Prozent verspricht Volkswagen für den neuen Golf R, ein im Alltag sehr bedeutender und zugleich hart erarbeiteter Wert. Wer mit dem Vorgängermodell schon Mal von Frankfurt nach Wien gerollt ist und dabei trotzdem keinen Durchschnittsverbrauch von unter 10 Litern erzielt hat, darf sich dem neuen R jetzt mit viel Freude nähern, denn mit ihm sollte sich das machen lassen. Viel schöner aber ist es, den R auf der anderen Seite der Verbrauchsskala zu bewegen. Wenn alles passt, dürfen es bis zu 30 Liter Benzin sein, die sich

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dieser Golf genehmigt und im Gegenzug Fahrleistungen serviert, die nicht nur GTI-Fans begeistern. Die 5,1 Sekunden (mit DSG nur 4,9 Sekunden) für den Sprint auf 100 fühlen sich in der Praxis noch schneller an, als am Papier. Da macht es auch nichts, dass Volkswagen bei Tempo 250 dem Vortrieb ein elektronisches Ende setzt. Dass die Techniker den neuen Golf R weniger streng an die Sicherheitsleine nehmen, als den Vorgänger, verrät das komplett deaktivierbare ESP. Einem ausgiebigen Driftvegnügen auf abgesperrter Strecke steht hier nichts im Weg, nur wer es wirklich übertreibt, kann dem elektronischen Fangnetz in Form der nicht deaktivierbaren Traktionskontrolle nicht ausweichen. Das geht auch in Ordnung. Für ein erstes Kennenlernen auf heimischem Boden hat sich Volkswagen die Faistenau, und da das Wintertrainingsgelände, auf dem schon Jaguar-, Land Rover-, Subaru- und MercedesBenz-Modelle von uns am Limit bewegt wurden, ausgesucht. Ob es an der optisch eher peinlichen 205erBereifung im 17-Zoll-Format lag oder daran, dass die Bedingungen wirklich


Bilder: mmotors / Werk

grenzwertig waren, bleibt unbeantwortet, die Frage nach dem höchsten Speed auf dieser Strecke aber hat der Golf R ganz klar für sich entschieden. Nur zu Beginn spielt dieser Golf langweiliges Untersteuern vor, in einigermaßen kompetenten Händen wird er bei steigendem Leistungsabruf zum professionellen Übersteuerer und das war ein Golf noch nie. Schön, dass er auch im hohen Geschwindigkeitsbereich immer kontrollierbar bleibt und sogar an der Grenze der Physik noch Sicherheitsreserven bereithält. Dieser R macht mehr Spaß, als alle seine Vorgänger zusammen und einen entscheidenden Anteil daran hat überraschenderweise das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe. Mag das DSG-Getriebe auch noch so gut sein, auf losem Terrain ist es im Vergleich zu dieser Handschaltung zu träge.

Lachende Gesichter: ein Tag mit dem Golf R auf rutschigem Terrain begeisterte auch routinierte Motorjournalisten

Nach vielen Stunden des Querverkehrs ist der Tank leer, das Adrenalin für eine ganze Woche ausgeschüttet und der Golf vom Belastungsprogramm völlig unbeeindruckt. Die Frage, ob der neue R auch der sparsamste R aller Zeiten ist, ließ sich in der Faistenau „leider“ nicht klären. «

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Bilder: mmotors

fahrerlebnis // Land Rover Range Rover Evoque

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Unter der designten Hülle verbirgt sich weiterhin bodenständige Allradkompetenz.

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ie schnell die Zeit vergeht, lässt sich neuerdings auch an Automatikgetrieben ablesen. 3 Gänge plus Overdrive waren es in meiner Kindheit, 5 nach der Matura und jetzt kommt Land Rover mit einem neungängigen Automatikgetriebe daher. Mit jedem zusätzlichen Gang gelang es, die Drehzahl und damit auch den Verbrauch oder zumindest den Normverbrauch zu senken. Beim 190 PS starken Diesel-Evoque bedeutet dies nur knapp mehr als 3.000 U/min bei Tempo 200 und damit ein Verbrauch, der mit rund 12 Litern bei dieser Geschwindigkeit geradezu bescheiden ausfällt. Vorteile bringt die Neungangautomatik aber auch bei niedrigen Geschwindigkeiten wie etwa im Gelände, einfach, weil die ersten beiden Fahrstufen jetzt kürzer ausfallen und der Evoque dadurch langsamer klettert. Da das 99 Prozent der Kunden wohl nie ausprobieren werden, spielt das natürlich nur eine untergeordnete Rolle. Trotzdem ist es fein zu wissen, dass man könnte, wenn man wollte. Dazu passt dann auch die neue Allradtechnik, die nochmals schneller in Sachen Kraftverteilung agiert und das, obwohl sie sich im Alltag recht schnell zurückzieht. Ist die Straße trocken, werden nur beim Anfahren alle 4 Räder angetrieben, danach wird der Hinterachsantrieb weggeschaltet und zwar vollständig. Wieder ins Geschehen greift der Allrad nur jenseits von Tempo 180, um die Spurstabilität zu unterstützen, ein oder dann, wenn eines der beiden Vorderräder Traktionsdefizite meldet. Nur bei aktiviertem Terrain-Response-System werden stets alle 4 Räder mit Kraft versorgt. Die Antwort auf die Frage, warum Land Rover sich so viel technischen Aufwand antut, liefert einmal mehr der dadurch reduzierbare Verbrauch. Gut 8,0 Liter sind es im Alltag dennoch und das, obwohl der Motor an jeder roten Ampel brav ausgemacht wird. Da der Evoque rote Ampeln nicht sehen,

sondern nur vermuten kann, wird die Stopp-Start-Automatik (die per Knopfdruck abgeschaltet werden kann) auch bei jedem anderen noch so kurzen Stopp aktiv, was fallweise störend und in Ausnahmesituationen auch gefährlich ist. Generell entsteht im neuen Evoque der Eindruck, dass an der Souveränität des Fahrens eine Spur zu viel geknabbert wurde. Anstelle eines Vierzylinder-Dieselmotors wäre in dieser Preisliga ein weicherer Sechszylinder eine tolle Sache, mehr Leistung müsste dieser aber gar nicht mitbringen. Schade auch, dass die brandneue Automatik oft gerade nicht weiß, welchen der vielen Gänge sie einlegen soll und dadurch Unruhe ins Geschehen bringt. Einfach nur zu langsam ist hingegen das Navigationssystem, das speziell im Ausland Richtungswechsel gern erst dann meldet, wenn sie nicht mehr möglich sind. In Frankfurt bedeutet dies schnell mal 10 Minuten Extra-Fahrzeit. Um hier keinen falschen Eindruck zu transportieren, muss aber auch erwähnt werden, dass der Evoque nicht nur ein wunderschönes, bequemes, sehr leises und perfekt verarbeitetes Langstreckenauto ist, in der Stadt optional ohne Zutun des Fahrers einparkt und in jüngster Generation optional vor Fahrzeugen im Toten Winkel warnt. «

Range Rover Evoque 5-door 2,2 SD4 Prestige MOTOR

Common-Rail-Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 2.179 cm3 140/190 kW/PS 420 Nm bei 1.750 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Neungang Automatik/permanenter Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/5 Türen/5 Sitze

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.365/1.965/1.605 mm Länge/Breite/Höhe: 2.660 mm Radstand: Kofferraumvolumen: max 1.445 l 1.670 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.350 kg Anhängelast: 1.800 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 8,5 s V-max: 195 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

7,9/5,7/6,5 l 9,5 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

174 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

215 mm 500 mm 25/33 Grad (v/h) 22 Grad

FELGEN/REIFEN 235/55 R19

PREIS E: ab 54.750,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 66.595,– inkl. aller Abgaben

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA McPherson/HA Querlenker BREMSEN Scheibenbremsen vorn innenbelüftet

Tempo 100 im neunten Gang, Tempo 203 bei nur knapp mehr als 3.000 U/min

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Spezial // Fahrzeugbeklebung

Das Werbewunder Auto Bilder: mmotors

Was im Motorsport seinen Anfang nahm, ist heute ein eigener Wirtschaftszweig.

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Spezial // Fahrzeugbeklebung

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ie Sponsoren ins Rampenlicht zu rücken gelang im Motorsport in erster Linie dadurch, dass das eingesetzte Auto entsprechend lackiert beziehungsweise in weiterer Folge beklebt wurde. Ein paar Quadratzentimeter in der Formel 1 kosten heute Millionen, geht es doch darum, nicht nur den Fans an der Strecke, sondern auch jenen vor den TV-Geräten in aller Welt die jeweiligen Unternehmen ins Blickfeld zu rücken. Aus der ursprünglich recht wahllos wirkenden Zusammenstellung von Schriftzügen sind extrem aufwändige Designs geworden, die sich passend zum jeweiligen Produkt von sehr dezent bis hin zu fast unangenehm bunt präsentieren. Im Prinzip erst ein paar Jahrzehnte alt ist die Idee, Fahrzeuge, die im Alltag eingesetzt werden, mit Werbung zu bekleben. Beschränkte sich dies anfangs auf Lieferwagen und große Lkws, reicht das Spektrum an beklebten Fahrzeugen heute vom smart bis zur S-Klasse. Mitverantwortlich für den Erfolg des Werbewunders Auto sind natürlich die Rahmenbedingungen, die sich speziell in den letzten Jahren enorm verbessert haben. Das gilt sowohl für

Eine Rundumfolierung für einen Kleinwagen ist schon um etwas mehr als 1.000 Euro zu bekommen

die Beklebetechnik, die es ermöglicht, jede noch so kleine Ecke ins Design mit einzubeziehen, als auch für die dabei entstehenden Kosten. Eine Rundumfolierung für einen Kleinwagen ist schon um etwas mehr als 1.000 Euro zu bekommen, für einen hochwertig beklebten Geländewagen muss mit gut 2.000 Euro gerechnet werden. Neben der Werbebotschaft, die das Auto anschließend transportiert, ist auch der Lack unter Verschluss und somit der Witterung nur beschränkt ausgesetzt. Auch kleine Kratzer, wie sie im Gelände nun mal unumgänglich sind, werden durch die Folie verhindert, wobei hier die Stärke der Folie einen wesentlichen Faktor darstellt. Davon, dass eine Folierung ein Auto auch nach fünf Jahren noch wie neu aussehen lassen kann, durften wir uns in der Praxis bereits überzeugen. Zwar erforderte die Entfernung der Folie den intensiven Einsatz eines Föhns und eine einmalige Auffrischung des Lacks, doch dann stand der mehr als 100.000 Kilometer gefahrene Wagen wieder wie neu da. Etwas irritierend war dabei nur die neue Farbe, war doch das ursprünglich silberne Auto durch die Folierung komplett in Weiß getaucht worden.

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Spezial // Fahrzeugbeklebung

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Neben Design, Folien- und Verarbeitungsqualität ist es auch wichtig, dass das Auto zum beworbenen Produkt passt. Wie das im Idealfall aussehen kann, verrät uns der jüngste Werbeträger aus dem Hause Castrol. Hier steht der neue VW Amarok für das stärkste Motorenöl im Angebot und wirkt damit extrem glaubwürdig. Die Neutralität eines VW-Produkts wird hier mit einem sparsamen Diesel und echter Geländetauglichkeit in Einklang gebracht. Da passe es auch, dass sich knapp 1.000 Liter Öl auf der Ladefläche transportieren lassen und im Fall der Fälle ein Vielfaches davon auf einem entsprechenden Anhänger mitnehmen lässt. Passend auch die Höhe des Amarok, der sich dadurch aus dem Pkw-Allerlei hervorhebt, ohne dabei übertrieben zu wirken. Eingesetzt im Alltag der Castrol Mitarbeiter, taugt der Amarok auch als Blickfang bei Veranstaltungen und ist zusätzlich – wie

bereits angesprochen – auch noch überaus praktisch. So können Werbemittel, wie die hier gezeigten Castrol-Fässer, einfach auf der Ladefläche mitgenommen und am Eventort bequem aufgestellt werden. Das Titanium FST Öl aufs Auto gebracht hat im Falle des Castrol Amarok der Folierungsspezialist Gradinger. Die Erfahrung dieses Unternehmens zeigt sich dabei nicht nur in der blasenfreien Aufbringung, sondern auch in vielen kleinen Details: perfekte Übergänge auch an schwierigen Stellen wie dem Bereich rund um den Tankdeckel, sauber umschlossene Rückspiegel und die gelungene Einbeziehung des Dachbereiches. Dass die Folie den Amarok auch nach ein paar Stunden im Gelände noch einigermaßen sauber aussehen lässt, ist ein praktischer Zusatznutzen, wie unser Test bewiesen hat. «

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Bilder: mmotors

Allradwerkzeuge // Style-X

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Der österreichische Hardtop- und Pickup-Zubehörspezialist Style-X erweitert sein Programm um ein US-Modell.

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er Dodge Ram zählt in Europa zu den meistverbreiteten amerikanischen PickupModellen. In Österreich wird er unter anderem durch die Firmen Steinböck oder Pirmann vertrieben und das bedingt durch die vielen steuerlichen Vorteile auch in entsprechenden Stückzahlen. Während aber die meisten japanischen Pickups und auch jene der deutschen Hersteller zum Großteil mit Hardtops für die Ladefläche ausgerüstet werden, ist ein Ram mit Hardtop so gut wie nie zu sehen. Die Firma Style-X, seit vielen Jahren ein wesentlicher Produzent von Pickup- Zubehör mit Vertriebskanälen in vielen Ländern, hat diese Angebotslücke erkannt und behoben. Die Idee, amerikanische Hardtops zu importieren, wurde dabei, bedingt durch Gewicht, Sperrigkeit


und der nicht immer europäischen Ansprüchen gerecht werdenden Verarbeitung, schnell wieder verworfen. Ein eigenes Hardtop musste her. Entwickelt am Style-X-Hauptsitz in Amstetten, wird das erste europäische Hardtop für den Dodge Ram 1500 seit wenigen Monaten in einem österreichischen Nachbarland gebaut. Zur Wahl stehen dabei vier verschiedene Versionen. Das Modell „Work“ wird ohne Seitenfenster, jedoch mit einer getönten und auch beheizbaren Heckscheibe geliefert. Beim Modell „Protect“ rückt eine Fiberglas-Heckklappe an die Stelle der Heckscheibe und das Modell „Classic“ hat neben der Heckscheibe auch Schiebefenster an der Seite zu bieten. Wer anstelle der Schiebefenster lieber Ausstellfenster im hinteren Be-

reich haben möchte, greift zum Topmodell „Elegance“. Optional wird für alle Hardtop-Modelle auch eine indirekte Rundum-Innenraumbeleuchtung angeboten, während eine normale LED-Beleuchtung ebenso Standard ist wie eine Teppich-Innenverkleidung, Zentralverriegelung und ein Doppelverschlussmechanismus am Heck. Nicht minder relevant ist es, dass alle Hardtops ohne Bohrarbeiten an der Karosserie montiert werden können.

runter, in allen anderen Fällen macht es aber wirklich Sinn. Ladegut ist hier sicher und wetterfest untergebracht und da macht es keinen Unterschied, ob es sich um einen ganzen Motor, der auf einer Palette einfach hineingeschoben wird, oder um 200 Kanister Olivenöl handelt. Alternativ bietet der Laderaum auch Platz für mehrere nicht zusammengeklappte Kinderwagen, dazu fünf Fahrräder und Gepäck für einen mehrwöchigen Urlaub.

Nach einer Woche im Praxiseinsatz hat das Hardtopmodell „Work“, aufgebaut auf einem 2012er-Modell des Dodge Ram, gezeigt, wie praktisch ein überdachter Laderaum auch bei einem US-Pickup sein kann. Um Motorräder oder andere extrem sperrige Dinge zu transportieren, muss das Hardtop zwar

Bleibt noch die Frage nach dem Preis der Style-X-Hardtops. Dieser beträgt, abhängig von der gewählten Ausstattung, rund 2.500 Euro, was bei einem durchschnittlichen Neupreis eines Dodge Ram von 50.000 Euro nicht wirklich ins Gewicht fallen sollte. « INFO: www.style-x.at

4wd / 04-2014 / 59


Allradwerkzeuge // Mitsubishi Pajero Austria Edition 35

auf zu neuen höhenflügen

Bilder: mmotors

Mit Kampfpreis und vollwertiger Geländewagentechnik ausgestattet, startet der Mitsubishi Pajero ins Jahr 2014.

60 / 04-2014 / 4wd


ast 2 Jahrzehnte stand der Name Pajero für eines der erfolgreichsten Allradmodelle, die hierzulande jemals angeboten wurden. Anstatt den Erfolg als Antrieb zu nutzen, entschieden sich die Japaner just zu einer Zeit, in der der Wettbewerb spürbar härter wurde, nicht weiter in die Entwicklung zu investieren. So musste die zweite Generation dann bis zum Jahr 2000 und damit fast 10 Jahre herhalten. Als die Not dann groß, weil der Absatz klein war, versuchte man mit einem recht halbherzigen Modell wieder Fuß zu fassen. Das musste scheitern und das tat es auch. Nach einem weichgespülten und sehr kurvig gezeichneten Pajero hatte niemand gefragt. Mit dem aktuellen Modell, das in dieser Form seit 2009 angeboten wird, kehrte Mitsubishi dann endlich wieder zu einem ansprechenden Design zurück, ohne jedoch darauf zu achten, dass längst neue Trends in der SUV-Mittelklasse Einzug gehalten hatten. Der Wunsch nach echter Geländetauglichkeit war mehr oder weniger über Nacht jenem nach Komfort, Sportlichkeit und geringem Verbrauch gewichen und all das gab es auch beim Mitbewerb, in einzelnen Fällen sogar um deutlich weniger Geld. Ein starker Yen und der eigentlich für Leicht-Lkw entwickelte 3,2-LiterVierzylinder-Diesel waren auch nicht hilfreich. Mitsubishi konzentrierte sich daher auf Modelle wie den kleinen ASX und den Outlander, die sich beide recht gut verkauften und bis heute verkaufen. Vom fallenden Yen-Kurs beflügelt und mit dem Willen ausgestattet, verlorenes Terrain zurückzuerobern, machte Mitsubishi auf der heurigen Vienna Autoshow ungewohnt kräftig auf sich aufmerksam. Ein Pajero mit kurzem Radstand, komplexer Allradtechnik und ausreichender Komfortausstattung um weniger als 30.000 Euro, das ließ viele alte Pajero-Fans aufhorchen.

Uns stand das Austria Edition 35 genannte Einstiegsmodell 14 Tage zur Verfügung und wir haben es nur äußerst ungern zurückgegeben, das kann vorweg schon Mal gesagt werden. Hinsichtlich der äußeren Abmessungen kompakt wie ein Golf bietet die hoch aufragende Karosserie des Pajero Platz für 5 Personen. Hinter der zweiten Reihe ist nicht viel, aber dennoch genug Platz, um ein paar erwachsene Sporttaschen zu stapeln. Kinderwagen oder andere sperrige Dinge verstaut nur, wer einen Teil der Rückbank umklappt. Dass die Bezugsstoffe der durchwegs ordentlichen Sitze nicht den jüngsten Designtrends entsprechen und das Lenkrad nur eingeschränkt verstellbar ist, tut dem Wohlbefinden keinen Abbruch, zumal die herrschaftliche Sitzposition einen tollen Überblick garantiert. Zahlreiche Ablagen, CD-Radio mit 6 Lautsprechern, Bordcomputer und Klimaautomatik erfüllen bodenständige Komfortansprüche und auch bei der Materialwahl und der Verarbeitung braucht sich der Pajero nicht zu verstecken. Ungewohnt laut wird es, wenn der Zündschlüssel gedreht wird. Der 3,2-Liter-Motor kann seine Abstammung aus dem Lkw-Segment noch immer nicht wirklich leugnen, was aber nur die ersten paar Tage als störend empfunden wird. Später dann wird das als positives Lebenszeichen gesehen und der abstoßende Blick des Nachbarn als Kompliment gewertet. 200 PS verspricht Mitsubishi als maximale Leistungsausbeute und nachdem ja ohnedies niemand nachzählt, wollen wir dies auch gern glauben. Im Alltag ist stets genug Kraft vorhanden, um hurtig von der Kreuzung wegzukommen und auch Überholmanöver im Überlandbetrieb gelingen ohne schweißnasse Hände. Auf der Autobahn mahnt dann ohnedies der recht kurz gehaltene fünfte Gang, mehr gibt es nicht, die Drehzahl und damit auch den Verbrauch zu senken. Nur wer es wirklich wissen will, erfährt, dass dieser Pajero auch echte 180 läuft.

4wd / 04-2014 / 61


Allradwerkzeuge // Mitsubishi Pajero Austria Edition 35

62 / 04-2014 / 4wd


Geht es ins Gelände, fällt zu allererst der Blick auf die Stelle, an der sich bei den teureren Pajero-Modellen die Hinter­achsdifferenzialsperre aktivieren lässt. Diese ist beim Einstiegsmodell dem Sparstift zum Opfer gefallen. Einige Stunden später ist klar, dass dies die Offroad-Ambitionen des Pajero in keiner Art und Weise einschränkt. Der bullige Motor, die brauchbare Untersetzung und die erstaunlich effiziente Traktionskontrolle reichen für Bestwerte im Schlamm, auf Schotter und auf mit Ästen bedeckten Steilhängen. Die Bodenfreiheit ist gut, der Unterboden so stabil, dass er auch den einen oder anderen Aufsetzer wegsteckt und die kompakten Abmessungen sind überhaupt ein Traum. Dass es im Gelände gern auch Mal schneller dahingehen darf, spricht für das Serienfahrwerk, dessen stabile Auslegung auch die eine oder andere Sprungeinlage verkraftet. Hinsichtlich des Spaßfaktors reiht sich der Pajero in die Defender-Wrangler-Liga ein, unterbietet beide beim Preis und übertrifft beide bei der Leistung. Nur das Dach lässt sich für ein kurzes Frischluftvergnügen nicht entfernen. Das ist dann aber auch schon der einzige Nachteil. Nach 14 Tagen Spaß auf und abseits der Straße hinterlässt der Pajero einen insgesamt ausgezeichneten Eindruck. Hier passt das Preis-Leistungs-

Verhältnis und auch der Wertverlust wird sich vermutlich sehr im Rahmen halten. Dass der brandneue Motor im Alltag zu Beginn rund 12 Liter Diesel konsumiert ist nur ein Schönheitsfehler, mit ein paar tausend Kilometer am Tacho sollten Werte zwischen 10 und 11 Liter die Regel sein, das haben frühere, technisch idente Modelle gezeigt. Wer also einen echten Geländewagen ohne kultbedingte Nachteile (siehe Defender/Wrangler) im Alltag sucht, ist hier wirklich gut aufgehoben und genau das ist es auch, was die ersten Pajero-Generationen so erfolgreich gemacht hat. Das Auto ist schon länger gut, jetzt passt auch der Preis. «

Das Cockpit ist nicht neu und doch noch immer zeitgemäß. Die klassische Handbremse und der Hebel für das Untersetzungsgetriebe sind ergonomisch vorbildlich platziert

Mitsubishi Pajero 3,2 DI-D Metal Top 3-türig Austria Edition 35 MOTOR

Common-Rail-Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 3.200 cm3 147/200 kW/PS 441 Nm bei 2.000 U

KRAFTÜBERTRAGUNG Fünfgang Schaltgetriebe/permanenter Allradantrieb (abschaltbar) FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie/3 Türen/5 Sitze

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.385/1.845/1.840 mm Länge/Breite/Höhe: 2.545 mm Radstand: Kofferraumvolumen: max 1.120 l 2.085 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.665 kg Anhängelast: 2.800 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,7 s V-max: 180 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

9,5/6,9/7,8 l 10,8 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

207 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

205 mm 700 mm 34,6/34,3 Grad (v/h) 24,1 Grad

FELGEN/REIFEN 265/65 R17

PREIS E: ab 29.990,– inkl. NoVA & MwSt Testwagenpreis E: 29.990,– inkl. aller Abgaben

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) VA Doppelquerlenker/HA Mehrlenker BREMSEN Scheibenbremsen innenbelüftet

4wd / 04-2014 / 63


Skoda Yeti

VORSCHAU

4wd

06/2014

Die Highlights im nächsten HefT 10 Jahre Allradmesse Das 4wd Magazin ist als Medienpartner auch 2014 wieder mit vor Ort. Abenteuer, Freizeit, Lifestyle oder einfach nur Nutzwert. Das Thema Allrad lässt sich mit all diesen Begriffen verbinden, wodurch klar wird, warum die Nachfrage in diesem Segment immer noch steigt. Die erstmals 2004 umgesetzte Idee einer österreichischen Allradmesse war da nur logisch und zugleich auch sehr erfolgreich.

Infiniti Q50

SsangYong Rodius Audi RS Q3

10 Jahre später sind es einerseits viele Firmen, die von der ersten Stunde an mit dabei waren, und andererseits viele neue Unternehmen, die die Allradmesse dazu nutzen, ihre Produkte für volle vier Tage ins Rampenlicht zu rücken. Anschauen, informieren und gleich ausprobieren war das Motto der ersten Allradmesse und daran hat sich nichts geändert. Inmitten des Wienerwaldes und doch nur rund 15 Minuten von der Wiener Stadtgrenze entfernt findet heuer die Allradmesse vom 4. bis zum 7. September statt. Im Mittelpunkt stehen einmal mehr die heimischen Automobilimporteure, die eine enorme Bandbreite an Allradfahrzeugen vom kleinen Panda 4x4 bis zum großen Unimog mit nach Gaaden bringen. Mit dabei auch eine ganze Reihe an Österreich-Premieren neuer Modelle, von denen einige auch vor Ort gleich ausprobiert werden können. Den Unterschied zwischen einer reinen Autoshow und einer echten Allradmesse machen auch heuer die vielen Zubehör-, Reifen und Tuninganbieter. Hinzu kommen die Expeditionsfahrzeughersteller sowie Firmen, die sich mit dem Aufbau von Sonderfahrzeugen beschäftigen. Erstmals wird das Thema Offroad auch um das Angebot an einspurigen Fahrzeugen aus dem Enduround Trial-Bereich erweitert, da dies dem Trend hin zum „Erlebnis Freizeit“ genauso entspricht wie das ebenfalls neue Angebot an 4x4-Reisen in alle Welt. Aussteller- und Besucherinformationen unter www.allradmesse.at, ein ausführlicher Vorbericht und ein großer Überblick über das Angebot der wichtigsten Aussteller erscheint in der nächsten 4wd.

64 / 04-2014 / 4wd

Mitsubishi L200

Subaru Forester

Toyota Land Cruiser

Der Sommer kann kommen. Auch ganz ohne Cabrios verspricht die nächste Ausgabe jede Menge Fahrspaß. Damit dieser auch bildlich zur Geltung kommt, werden wir uns in Richtung Süden aufmachen und dort all die Neuerungen, die im Skoda Yeti, im Toyota Land Cruiser und im SsangYong Rodius stecken, erfahren. Auf und abseits der Straße kommt auch der Subaru Forester mit 240 Benzin-PS und Automatik zum Einsatz. Dem Thema Hybrid widmet sich die nächste Ausgabe in Form des Infiniti Q50 und für diverse Transportaufgaben steht der Mitsubishi L200 mit Klubkabine parat. Dem Thema Lifestyle nähern wir uns diesmal auf zwei Rädern. Grund dafür ist der boomende Trial-Markt, der sich abseits von Geschwindigkeitswahn und motorischen Höchstleistungen zum Trendsport entwickelt. Fix ist, dass auch bei Schritttempo die Möglichkeit besteht, kräftig auf die Nase zu fallen, was aber in der Regel keine weiteren Auswirkungen hat. Dazu packen wir dann die Premieren von Nissan X-Trail, fahren erstmals den neuen Range Rover Hybrid und gehen mit zwei umgebauten Pickup-Modellen an ihre technischen Grenzen.


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FÜR GEWÖHNLICH UNGEWÖHNLICH Außen innovatives Design und im Herzen ein waschechter Land Rover. Das revolutionäre 9-Gang-Automatikgetriebe adelt ihn zur effizienten Offroad-Größe auf den Straßen und abseits davon.

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4wd Magazin 04/2014