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ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

Eine Ikone im gelände

Unterwegs in der jüngsten G-Klasse

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ZweckmäSSig

VW T5 mit Seikel-Technik

Richtig schön

Der neue Range Rover Sport

Podersdorf 2013

der see ruft

Vielseitiger

Großes Update für den Ford Kuga

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Understatement

Innere Werte erfahren im Honda CR-V

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Frisch gemacht hat sich der Hyundai ix35 für seinen Auftritt am Genfer Automobilsalon. Zu erkennen ist das unter anderem an den neuen Leichtmetallfelgen und den optionalen BiXeno-Scheinwerfern. Unter der Haube steckt ein neuer Benziner, ein fein modifizierter Innenraum rundet die Neuerungen ab. Zu uns kommt der Neue im Herbst.

Liebe Leserinnen und Leser, das Frühjahr ist da und mit den steigenden Temperaturen wächst auch das Interesse am Neuwagenkauf. Da trifft es sich gut, dass wir Ihnen in dieser Ausgabe nicht nur den neuen Ford Kuga intensiv vorstellen können, sondern auch andere SUVBestseller wie den Honda CR-V für Sie gefahren sind. Was alles im neuen Autojahr auf Sie zukommt, das hat uns der Automobilsalon in Genf gezeigt, dem wir in dieser Ausgabe ganze zehn Seiten widmen. Jeder von uns weiß, wie es ist, wenn man einen richtig guten Lauf hat. Da gelingen dann die schwierigsten Aufgaben mit einer Lockerheit, die man nicht für möglich gehalten hätte. Wie es ist, wenn eine Marke einen Lauf hat, zeigt

uns zurzeit die englische Traditionsschmiede Land Rover. Nach grandiosen Erfolgen mit dem neuen Range Rover Evoque und dem neuen großen Range Rover steht jetzt der neue Range Rover Sport in den Startlöchern. Die internationale Fachpresse hat längst auch hier zu einem weiteren Lobeslied angestimmt, dem wir uns anhand der vorliegenden Eckdaten mit großer Freude anschließen. Der Erfolg von Land Rover zeigt aber auch, dass ohne entsprechenden Mut nichts gelingen kann. Mut, den neuerdings sogar Mercedes-Benz beweist. In Genf sind die Stuttgarter mit einem 360 PS starken Kompaktwagen in aller Munde gewesen, die wesentlichen Daten dazu liefern wir Ihnen bereits in dieser Ausgabe.

Die ersten Sonnenstrahlen nutzen wir zudem als Medienpartner des bevorstehenden Surf Worldcup in Podersdorf, wo dank Jeep auch die Traktionsfans auf ihre Kosten kommen. Natürlich haben wir uns in Sachen Lifestyle rechtzeitig zum Saisonschluss noch einmal nach Lech am Arlberg bewegt, um die dortige Gastronomie unter die Lupe zu nehmen. Wer nicht bis zum nächsten Winter warten will, kommt dort auch im Sommer auf seine Kosten.

Herzlichst Ihr Johannes Mautner Markhof

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INHALT

Auch nach 34 Jahren noch im schweren Gelände zu Hause. Unterwegs in der neuen G-Klasse

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Augenblick .................................................................4 Erstkontakt . ...............................................................6

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Jeep Wrangler Moab

Modellvorstellung Mercedes-Benz A . .......................................... 10 Range Rover Sport........................................... 12 Chevrolet Captiva ............................................ 14 Ford Kuga . ............................................................... 38 Fahrerlebnis VW T5 . ........................................................................ 16 Mercedes-Benz G ............................................ 20 Honda CR-V .......................................................... 26 Land Rover Freelander ............................... 30 Audi Allroad .......................................................... 36 Peugeot 4008........................................................ 42 Lifestyle Podersdorf Surf Worldcup ..................... 32 Range Rover Sport New York . ........... 54 Schwerpunkt Auto-Salon Genf . .............................................. 44 Unterwegs Arlberg mit dem Audi Q5 ......................... 56 Land Rover Tschechien ............................. 60 Automobilmessen Absolut Allrad ..................................................... 62

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Grenzen sind dazu da, sie zu überschreiten. Diesen Eindruck hinterließen in Genf gleich mehrere Tuning-Anbieter

62 Zu Hause ist auch der neue A6 allroad auf der Straße. Dass er ebenso abseits Spaß macht, haben wir erfahren

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Rubriken Editorial . ........................................................................1 Vorschau .................................................................. 64 In letzter Minute. ............................................... 64

56 Lederers Medienwelt A&W Verlag GmbH, Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Tel.: 02243 36840-0, Fax: 02243 36840-593 E-Mail: redaktion@4wd.co.at, Internet: www.4wd.co.at, www.autoundwirtschaft.at Herausgeber: Helmuth H. Lederer Geschäftsführer: Gerhard Lustig Prokurist und Verlagsleiter: Philipp Hayder Chefredakteur: Johannes Mautner Markhof Chef vom Dienst: Ing. Alexander Seger Redaktion: Ing. Alexander Seger, Stefan Schmudermaier, Alexandra Seger, Mag. Severin Karl, Mag. Heinz Müller Bildredaktion: Ing. Alexander Seger, Johannes Mautner Markhof, Nikolaus Mautner Markhof, ampnet, Red Bull Grafik & Layout: graphics – A. Jonas KG Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Marketing Leitung: Stefan Binder Projektleitung: Hartwig Scheicher Marketing: Wolfgang Bindberger Anzeigenverwaltung: Annemarie Lust Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Vertrieb: Valora Services Austria Gesellschaft mbH, St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif/Salzburg Bezugspreis: Jahresabonnement (6 Ausgaben + 1 ALLRADKATALOG) Inland: € 30,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: € 5,– inkl. 10 % MwSt) Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901, IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901, BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg, FN 238011 t Verbreitete Auflage: 10.000 Stück Jahrgang 28; Erscheinungsweise: 6-mal jährlich Grundlegende Richtung: unabhängige Allradzeitung, für die, die diese Sparte lieben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt. Aus Gründen der Textökonomie verzichten wir auf geschlechtsspezifische Formulierungen.

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GEOLANDAR – Genieß die Freiheit der Natur, auf Hochleistungsreifen. Fahr am Wochenende raus aus der engen Stadt und rein in die freie Natur. Fahr tausende Kilometer durch raues, schlammiges Gelände und üppig grüne Graslandschaften. Zeig was in Deinem SUV steckt, das auf GEOLANDAR unterwegs ist. Mit diesem Reifen fühlt sich die Fahrt auf unwegsamem und unebenem Gelände wie eine sanfte, leidenschaftliche Tanzbewegung an. Für den enthusiastischen Fahrer, der am Wochenende gern ins Gelände entflieht. Mit diesem Reifen kann er sich diesen Traum erfüllen und jeden Winkel der Erde erleben.

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AUGENBLICK

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Faszination F端r alle Fotografen stehen am Lamborghini-Stand die neuesten Modelle im Mittelpunkt. Nicht f端r alle, einer wendet sich der wahren Sch旦nheit zu und kehrt dem drei Millionen teuren Veneno den R端cken.

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erstkontakt REPORT

Mehr traktion Mit geringem Gewicht und kompakter Bauweise punktet die neue, am Polarkreis vorgestellte GenV- Kupplung aus dem Hause BorgWarner. Sie soll eine noch effizientere Kraftverteilung für kompakte Allradfahrzeuge ermöglichen und gleichzeitig die Fahrstabilität erhöhen.

Hupen, ganz ohne Druck. Eine optimierte Funktionalität, weniger Bauteile und ein leichteres Betätigen der Hupe verspricht sich TRW von einer neuen elektronischen Hupe. Serienreif soll sie 2014 sein.

Sieg in der Importwertung

Gu gabriel Der auch bei uns sehr erfolgreich angelaufene neue Isuzu D-Max wurde kürzlich von den Auto-Bild-Alles-AllradLesern zum beliebtesten Import-Pickup des Jahres 2013 gewählt.

7.450 Kilometer im Fiat Panda 4x4 absolvierte der deutsche Outdoor-Profi Volker Lapp bei seiner Reise zum Nordkap und wieder retour nach Deutschland. Dabei ging er, wie gewohnt, alleine auf Tour und übernachtete im Auto oder im Zelt.

Bereits seit Sommer 2012 fungiert die österreichische Sängerin als Markenbotschafterin der Marke Opel und wird im Gegenzug bei ihren Songproduktionen unterstützt.

Hella wahnsinn Um mehr Licht geht es bei den Produkten aus dem Hause Hella. Ganz egal, ob für die Landmaschine oder den Geländewagen. Neu im Programm ist der Rallye-ZusatzFernscheinwerfer 3003 Celis (Bild).

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Der neue Toyota RAV4.

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Symbolfoto. RAV4 Normverbrauch: 4,9 – 7,3 l/100km, CO2-Emission: 127 – 176 g/km * Für Ausstattungslinie Elegance (nicht für 2,0 Diesel). Angebot gültig solange der Vorrat reicht.

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Fahrspaß überall erleben – auf der Straße und Offroad. Ob Frontantrieb oder Allrad: Der neue RAV4 begeistert mit einzigartiger Fahrdynamik und kraftvollem Design. Dazu Design-Extras wie 18" Leichtmetallräder, abgedunkelte Scheiben hinten und elektrischer Kofferraumöffner zum halben Preis.* Das Abenteuer beginnt bei Ihrem Toyota Partner.

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erstkontakt REPORT

P(e)ace Man

Basierend auf dem Countryman bietet Mini ab sofort auch eine dreitürige Version des SUV-Modells unter dem Namen Paceman an. Gebaut wird er, wie der Countryman, bei Magna in Graz.

Luxuriös Unter dem Titel „Elegante Accessoires für Motorsport-Fans“ hat MercedesBenz sein diesbezügliches Angebot erweitert. Ins Auge sticht dabei zuallererst das schnittige Laufrad für all jene, die noch nicht treten können. Nicht minder gelungen die Kühltasche, die für erfrischende Getränke an der Rennstrecke taugt. Wer dabei immer genau wissen will, wann es losgeht, hat eine ganze Reihe an MercedesBenz-Uhren in allen Preisklassen zur Wahl.

ferngesteuert Für die kleinsten und junggebliebenen 4x4-Fans erweitert Carrera ständig sein Angebot. Jüngster Zugang im Fuhrpark ist dabei ein 21 km/h schneller Jeep Grand Cherokee, der sich wahlweise zwischen Wohnzimmerstühlen oder aber auch in der Sandkiste einsetzen lässt. Dank Allradantrieb und gutem Leistungsgewicht sind ihm im Gelände kaum Grenzen gesetzt.

Erprobung Viele Techniker sind der Meinung, dass man für den Durchbruch der Elektroautos eine komplett neue Fahrzeugarchitektur schaffen muss. Ob damit wirklich der Defender als Basis taugt, darf aber bezweifelt werden. Viel Platz für Batterien und eine hohe Zuladung prädestinieren ihn seitens Land Rover, die Funktion des rollenden Entwicklungslabors für neue Technologien einzunehmen.

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Es geht los

VW-Jäger Nach der Neuauflage des Octavia hat Skoda jetzt auch den Superb aufgehübscht. Ausgestattet mit einer komplett neuen Front und einem ebenfalls neuen Heck ist der Auftritt des Superb markanter denn je zuvor. Neu auch die verwendeten Materialien im Innenraum und die deutlich ausgebaute Liste an Sonderausstattungen. Start ist voraussichtlich im Juni.

Wo ein wille da ein weg Über acht Meter lang, mehr als dreieinhalb Meter hoch und mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 13 Tonnen ausgestattet, ist dieser Dreiachs-Unimog das ideale Auto für die ganz lange Weltreise. Gebaut wurde er im Kundenauftrag von Unicat.

belastbar Einen Transporter zu haben, der überall hinkommt und dabei auch noch jede Menge Zuladung verträgt, ist nicht nur im Bausegment eine wertvolle Hilfe. Bedingt durch das geringe Angebot an Serienmodellen hat Iglhaut dem Mercedes-Benz Sprinter eine dritte Achse (nicht angetrieben) gegönnt, wodurch jetzt sogar ein Heckkran aufgebaut werden kann. Aus dem serienmäßigen 4x4-Modell wurde somit ein 6x4.

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Erstkontakt // Mercedes-Benz A 45 AMG

Mutig wie nie.

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Ein Kompaktwagen mit 360 PS ist nichts, was einem Hersteller einfach so passiert. Ganz speziell nicht in Deutschland und schon gar nicht bei Mercedes-Benz.

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00 oder noch mehr Pferde­ stärken in einem einzigen Mercedes-Benz zu erleben, ist natürlich eine feine Sache, aber gleichzeitig auch nichts wirklich Ungewöhnliches. Viel Gewicht verlangt eben nach noch mehr Leistung, um beim Sprint von 0 auf 100 km/h oder 200 km/h einen ordentlichen, weil kräftigen Eindruck zu hinterlassen. Die Buchstaben AMG sind da praktisch eine Garantie, die im Regelfall mit mindestens 100.000 Euro oder deutlich mehr auch dementsprechend bezahlt werden will. Parallel zur Öffnung des MercedesBenz-Angebots für Personen, die noch ein paar Jahrzehnte bis zur Pensionierung haben, lehnt sich die Marke mit dem Stern jetzt so weit aus dem Fenster, dass sogar die Sportabteilungen anderer deutscher Hersteller ungläubig die Köpfe schütteln.

A 45 AMG Testimonial Usher am Fließband

Statt in weiß kann der A45 AMG auch in knalligen Farben geordert werden

Seine Weltpremiere feierte das wunderbare Stück Technik, das sich hinter dem Namen A 45 AMG versteckt, am Vorabend des Genfer-Automobil Salons. Die Rolle des Testimonials übernahm dabei der weltbekannte Sänger Usher, das Video zum neuen Modell wurde am Red Bull-Ring in Spielberg gedreht. Mercedes-Benz sprach an diesem Abend von einer neuen Ära für AMG und von Driving Performance für die neue Generation. Angesichts des eleganten Umfelds und der hohen Dichte maßgeschneiderter Anzüge eine Ansage, die viele vermutlich nur Stück für Stück realisieren können. Auf Basis der neuen A-Klasse-Generation hat AMG ein Auto erschaf-

fen, das 360 PS und ein Drehmoment von 450 Nm aus nur 2 Liter Hubraum zaubert (die Literleistung beträgt damit beeindruckende 181 PS) und seine Kraft permanent an alle 4 Räder leitet. Werte, die ausreichen, um den A 45 AMG in exakt 4,6 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und 250 km/h schnell zu machen, bevor die Elektronik den Vortrieb bremst. Für einen stets optimalen Kraftschluss sorgt das AMG Speedshift DCT Doppelkupplungs7-Gang-Sportgetriebe, das hinsichtlich der Schaltzeiten auf dem Niveau des Supersportwagens SLS AMG GT liegen sollen. Ergänzend zu den wählbaren Sportprogrammen verfügt der A 45 AMG auch über ein dreistufiges ESP, das sich für den Rennstreckeneinsatz zur Gänze deaktivieren lässt. Geliefert wird der A 45 AMG wahlweise so dezent, dass man ihn, von den Felgen und den Auspuffrohren abgesehen, nicht von einem Einstiegsdiesel unterscheiden kann, oder aber mit allem, was AMG an AerodynamikKits zu bieten hat. Eine fixe Ausstattungsvorgabe hat nur, wer sich für die Edition 1 entscheidet, bei der – wie es Mercedes-Benz so schön sagt – die Nähe zum Motorsport auch optisch im Vordergrund steht. Die schönste Überraschung liefert dieser HightechSportwagen im Kompaktformat dann, wenn es um den Preis geht. 54.740 Euro inklusive aller nationalen Abgaben verlangt Mercedes-Benz für die Basisversion des A 45 AMG und damit deutlich weniger, als sich das der durchwegs teurere Mitbewerb wohl wünschen würde. Bestellbar ist die spannendste A-Klasse aller Zeiten ab sofort, ausgeliefert wird ab Juni. «

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ErstKontakt // Land Rover Range Rover Sport

Frisch aus der Kraftkammer Stärkere Motoren, 400 Kilo weniger: Land Rover macht mit seinem neuen Modell deutlich, wofür das S in „SUV“ steht.

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an nehme ein praktisches Auto (wie zum Beispiel einen Discovery) mit viel Platz, reduziere selbigen durch eine flottere, weniger kastenförmige Linie und räume in den tendenziell eher funktionell konzipierten Innenraum ein bisserl mehr Luxus hinein. Sie wissen schon, schickes Holz, metallischen Glanz und so. Damit lässt sich flugs eine eigene Modellreihe gestal-

ten, die eher auf der Straße räubert als im Unterholz, aber auch richtig Dreck könnte, wenn sie dürfte. Ja, wir reden vom Range Rover Sport, der seit 2005 im Modellprogramm läuft. Der neue Sportler, ab sofort ab 68.700 Euro zu bestellen und selbst für Schnellentschlossene frühestens im September zu bekommen ist, ist hingegen ein „echter“ Range Rover. Er wur-

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Letzte Abstimmungsfahrten auf Eis und Schnee. Der Neue soll sich auf jedem Untergrund sportlich bewegen lassen

de parallel zum großen Range entwickelt und ist daher ebenfalls aus ganz, ganz viel Aluminium. Wie leicht Alu ist, zeigt der direkte Modellvergleich: Der große Bruder ist 15 cm länger, aber nur knapp 45 kg schwerer. Trotzdem geht nix unter 2.115 kg, und da haben Sie noch kein Kreuzerl im Aufpreislisten-Wunschkonzert gemacht. 3 Aggregate sind derzeit bestellbar, neben dem Supercharged-Benziner (5.0 V8, 510 PS, 625 Nm) stehen 2 Selbstzünder bereit (3.0 als TDV6 mit 258 PS, als SDV6 mit 292 PS, jeweils 600 Nm). Der große Diesel (4.4 SDV8, 339 PS, 700 Nm) folgt noch heuer, 2014 kommt der Diesel-Hybrid mit angepeilten 169 g CO2 am Rollenprüfstand. Dem geringeren Gewicht entsprechend ist als künftiges Einstiegsmodell natürlich auch ein Vierzylindermotor „vorstellbar“ – auf deutsch: es geht nur mehr um den Termin. Alle Neune spielt es nur im Evoque: Generell wird eine Achtstufen-Automatik von ZF eingebaut. Apropos Evoque: Das Design des Sport fügt sich formidabel in die Lücke zwischen den beiden anderen Range Rover-Modellen, nimmt aber auch deutlich auf den erfolgreichen Vorgänger Bezug. Mit 4,85 m Länge ist der Neue geringfügig (6,2 cm) gewachsen, satte 7,8 cm Radstandsplus äußern sich immerhin noch mit 2,4 cm mehr Kniefreiheit für die

zweite Sitzreihe (und schaffen Platz für eine elektrisch betätigte dritte Reihe, wenn’s denn sein soll – das Gepäck für 7 Insassen muss freilich woanders mitfahren). Die Breite wächst um 6,2 cm und die Anzahl der Parkpiepserlsensoren wird sicherheitshalber um 50 Prozent erhöht.

wir bereits im November, da sind uns ein paar getarnte Autos in den Tiroler Bergen aufgefallen. Erste Eindrücke vom Sitzen, Fühlen und Fahren und mehr Technik-Infos dürfen wir Ihnen schon im nächsten Heft und im Allradkatalog berichten. Für die AugustAusgabe wollen wir dann ein ausgesucht schönes Stück Gegend mit dem Im Innenraum überrascht den Pro- neuen Werkzeug umackern und die duktkenner auf den ersten Blick nur „Wading Sensing“ Funktion erproben der Schalthebel, – Sensoren in den rund ist out, der Außenspiegeln Sensoren in den AußenRest ist so hübsch schlagen Alarm, spiegeln schlagen Alarm, wie gewohnt, nur wenn die mögliwenn die möglichen halt noch einen chen 85 cm WasTick edler als bissertiefe in greifba85 cm Wassertiefe in her. Auf den zweire Nähe rücken. greifbare Nähe rücken. ten Blick wird 15 cm mehr als man vielleicht ein bisher. 26 cm FeHead-Up-Display erkennen, das erst- derweg vorn und 27,2 cm hinten gilt mals zur Verfügung steht. es auszunutzen und nicht zuletzt 29,2 Den ersten unverhofften Blickkon- cm Bodenfreiheit. takt mit dem neuen Modell hatten Spannend wird auch ein anderer Umstand: Der Allradantrieb Terrain Response 2 setzt erstmals auf 2 Versionen – ein standardmäßig auf 50:50 eingestelltes Verteilergetriebe (max. 100 Prozent vorn oder hinten) mit Untersetzungsmöglichkeit oder ein einstufiges Verteilergetriebe, das das Motormoment mit 42:58 leicht hecklastig portioniert und maximal 62 Prozent vorn bzw. 78 Prozent hinten aufbringen kann – nur halt nicht gleichzeitig. «

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Erstkontakt // Facelift Chevrolet Captiva

In Genf gezeigt, ist der neue Modelljahrgang des Chevrolet Captiva ab Mai im Handel

Aufgefrischtes Design trifft auf mehr Komfort Das Heck verrät die Neuerungen am deutlichsten. LEDRückleuchten und die neuen Auspuffrohre sorgen hier für einen stylischeren Auftritt

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och knapp vor dem Marktstart des neuen Trax hat Chevrolet den Captiva in vielen Details optimiert. Zu erkennen ist dies an einem neuen Frontstoßfänger, der durch seine niedrigere Form mehr Sportlichkeit vermitteln soll. Neu auch der Kühlergrill mit einer Maschenstruktur.

Heckseitig gibt sich das neue Modell durch LED-Leuchten und eckige Auspuffrohre in verchromter Ausführung zu erkennen. Dazu passend rollt der Captiva auf neuen 18-ZollLeichtmetallrädern ins Land. Für mehr Komfort steht in der Ausstattungslinie LTZ ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, während der Innenraum dank neuer Stoffe eine vergrößerte Auswahl an Farben ermöglicht. Neu auch die Instrumentenverkleidung und die abhängig vom gewählten Ausstattungsgrad verfügbaren Dinge wie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Sitzheizung für die Passagiere in der zweiten Reihe oder das AmbienteLichtpaket.

So aufgerüstet, sichert sich der mit bis zu sieben Sitzen lieferbar Captiva seine Stellung als Topmodell innerhalb des Chevrolet-SUV-Programms, unabhängig davon, dass sein kleiner Bruder Trax ihn in Zukunft hinsichtlich der Verkaufszahlen vermutlich deutlich überholen wird. Eine umfassende Modellvorstellung des neuen Trax ist in der nächsten Ausgabe zu lesen. «

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Während der Fahrt ist das Sprechen mit dem Fahrer erlaubt.

Der neue FORD Kuga. Smart Utility Vehicle

Der neue Kuga liest Ihnen sogar Ihre SMS vor, wenn Sie es wollen. Ganz schön smart, das sprachgesteuerte Kommunikationssystem SYNC. Genauso wie die sensorgesteuerte Heckklappe, die Ihnen mittels einer leichten Fußbewegung das problemlose Öffnen der Heckklappe ermöglicht. Ideal, falls Sie gerade keine Hand frei haben. www.ford.at

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fahrerlebnis // VW T5 4MOTION Seikel

Nutzwert ohne wenn und aber Individualit채t ab Werk bietet Volkswagen in Zusammenarbeit mit dem Allradspezialisten Seikel.

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ie ideale Konfiguration eines erkennt, ist Teil der Firmenstrategie. T5 war schon bisher eine Showcars, die beim ersten Gelände­ kleine Wissenschaft. Freie einsatz kapitulieren, will man seitens Wahl hat man hier als Kunde nicht Seikel gar nicht erst anbieten, vielmehr nur bei Karosserielänge, Aufbau und geht es darum, eine gute Basis so weit Motorisierung, sondern auch bei der zu optimieren, dass der Kunde einen Gestaltung des Innenraums, wobei hier entsprechenden Vorteil daraus zieht. die Bandbreite vom reinen Nutzfahrzeug bis zum Luxus-Van reicht. Damit So auch beim Testwagen, der uns ist im Prinzip jeder T5 ein Einzelstück für eine Woche zur Verfügung stand. und dennoch gibt es Kunden, denen Äußerlich deutet bei diesem mausgraudas noch nicht geen T5 nichts darauf nug ist. Wenn es dahin, dass er sich von Dass man die Seikelbei um zusätzliche den Serienmodellen Adaptionen von außen Offroad-Kompetenz unterscheidet. Ausoftmals nicht erkennt, geht, tritt die Firma gestattet mit der 140 Seikel auf den Plan, PS-Motorisierung, ist Teil der Firmenstradie den T5 wahl4MOTION-Technik tegie. Showcars, die weise leicht mound ein paar Exbeim ersten Geländedifiziert oder zum tras, die als solche einsatz kapitulieren, echten Geländegänbestenfalls auf der ger aufrüstet. Das Rechnung zu erwill man seitens Seikel Besondere dabei kennen sind, ist gar nicht erst anbieten ist, dass alle Seikelder Neunsitzer ein Modelle direkt über klassischer Mannden offiziellen Volkswagen Nutzfahr- schaftstransporter. Was wirklich in zeug-Händler bestellt werden können, ihm steckt, bemerkt nur, wer ihn fährt. womit dieser nicht nur die Servicearbei- Schon beim Losrollen fällt der sehr ten übernimmt, sondern auch im Fall kurze erste Gang auf, doch spätestens von Garantiearbeiten der einzige An- ab dem zweiten Gang glaubt man, mit sprechpartner ist. Dass man die Seikel- dem Seriengetriebe unterwegs zu sein, Adaptionen von außen oftmals nicht so perfekt folgt der Übergang. Dass dem

Seitlich angeschlagene Hecktüren für einfachere Beladung

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fahrerlebnis // VW T5 4MOTION Seikel

Nüchtern, aber auch praktisch präsentiert sich das Innere des T5. Wer es luxuriös haben will, muss entsprechende Aufpreise bezahlen

nicht so ist, verrät ein Blick in die technischen Daten. Die Gänge 1 und 2 sind hier um 18 Prozent kürzer übersetzt, die Gänge 3 bis 6 um immerhin noch 10 Prozent. Durch die gelungene Abstufung fühlt sich der T5 deutlich kräftiger an, als er eigentlich ist, zumindest bis Tempo 150 und schneller ist man ohnedies nur selten unterwegs. Auf der Straße mag das gekürzte Getriebe speziell bei leerem Fahrzeug anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, abseits davon ist es dafür ziemlich perfekt. Ganz ohne Kupplungseinsatz krabbelt der T5 Steigungen empor und auch si-

cher wieder herunter. Noch deutlich spürbarer wird das Seikel-Getriebe dann, wenn es darum geht, den voll ausgeladenen T5 zu fahren. Hier ist schon auf der Straße ein Vorteil gegenüber dem Serienmodell spürbar, der sich bis zur fünften Fahrstufe hält. Der sechste Gang ist im Falle voller Beladung ein Rollgang für die Ebene, was wiederum dem Treibstoffkonsum entgegenkommt. Im Test durfte der nicht einmal mit einer Differenzialsperre ausgestattete T5 Baustellen bezwingen, Waldwege unter die Räder nehmen und

rund 1.200 Kilogramm Papier von Wien nach Salzburg transportieren. Alles Aufgaben, bei denen sich das Seikel-Getriebe positiv bemerkbar macht, ohne den Verbrauch in die Höhe zu treiben. Noch deutlicher sollte der Vorteil der gekürzten Gänge dann sein, wenn man einen Anhänger durchs Land ziehen muss. Bleibt schlussendlich eigentlich nur noch die Frage, warum VW diese Übersetzung nicht zumindest für die echten Nutzfahrzeuge übernimmt, womit sich der doch recht beachtliche Aufpreis von rund 6.000 Euro (exkl. USt.) deutlich reduzieren ließe. «

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Advertorial

20 Jahre Offroad Hesch – feiern und gewinnen

Am 27. April feiert der österreichische Allradspezialist mit Kunden und Freunden am Firmensitz in Steyr-Gleink Geburtstag. Zwei Jahrzehnte Erfahrung rund um das Thema 4x4 gilt es, am 27. April in der Ennserstraße 41, zu feiern. Manfred Hesch hat sich hier als einer der führenden Offroad-ZubehörAnbieter des Landes etabliert. Am Beginn stand dabei eine kleine Automobilwerkstatt, heute befinden sich am Standort neben einer modernst ausgestatteten Werkstatt auch ein großer 4x4 Schauraum und ein Lager, in dem die wichtigsten Zubehörteile stets griffbereit sind. Das Angebot von Offroad Hesch umfasst heute unter anderem das komplette TJM Programm, Hubdächer, Dachzelte, Innenausbauten, Differenzialssperren und Expeditionszubehör. Ganz neu im Programm bei Offroad Hesch sind die spanischen Uro-Camper-Kabinen, die ab sofort exklusiv für Österreich, Deutschland und die Schweiz angeboten werden. Hesch lie-

fert aber nicht nur die Leerkabinen, sondern realisiert auch die individuellsten Wünsche, wenn es um den Innenausbau geht. Rechtzeitig zum großen Fest ist auch das neue Hubdach für den Defender fertig, das die bereits angebotenen Defender-Innenraumausbauten in allen Preisklassen ergänzt. Wo gefeiert wird, gibt es natürlich auch Etwas zu gewinnen. Als Hauptpreis winkt ein Scheelmann N Sitz im Wert von 700 Euro. Weitere Preise sind ein Jahresservice für Ihren 4x4, Zubehörartikel, Fahrtrainings und vieles andere mehr. Los geht es am Samstag, dem 27. April, bereits um 10.00 Uhr. Um eine Anmeldung per e-mail an belma@kfzhesch.at wird gebeten. Alle Infos auch unter www.offroadhesch.at

Qualitätszubehör seit 20 Jahren Offroad-Hesch Manfred Hesch GmbH, Ennserstrasse 41, 4407 Steyr/Gleink – AUSTRIA, Tel: +43(0)7252 81809, offroad@kfzhesch.at, www.offroad-hesch.at

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fahrerlebnis // Mercedes-Benz G 350 CDI

G wie Gel채nde

F체r immer jung w체nscht sich auch die Automobilindustrie ihre Modelle. Der G ist eines, bei dem das auch zu gelingen scheint.

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ie größte Herausforderung am Verfassen eines G-Testberichts ist es, all die gemachten Erfahrungen, all die gewonnenen Erkenntnisse und die vielen Erlebnisse, die man mit diesem Modell bereits hatte, bei jedem Facelift nicht erneut anzuführen, würde doch dadurch kaum Platz für all die Neuerungen bleiben. Kurzum, mit dem G verhält es sich wie mit dem Porsche 911er. Er hatte gute, sehr gute und weniger gute Jahrgänge. An seinem Nimbus, der beste Geländewagen der Welt zu sein, hat das aber nie ernsthaft gerüttelt.

Quadratisch, praktisch, gut. Diesem Slogan wird auch die jüngste G-Generation gerecht. Die neue Front samt integrierter Tagfahrlicht-Leiste unterhalb der Scheinwerfer stört den klassischen Auftritt ebenso wenig wie die modifizierte Stoßstange, und auch bei den erstmals auf einen reduzierten Luftwiderstand getrimmten Rückspiegeln ist kein echter Stilbruch zu erkennen. Ein wenig anders die Situation im Innenraum. Ein frei schwebender Monitor für optimales Navigieren, dazu eine neu gestaltete Mittelkonsole, und unten in der Mitte ein Wählhebelchen

für das Automatikgetriebe. Ein neuer Armaturenträger und ein modisches Lenkrad, all das ist neu und erinnert ein wenig an die Geschwister ML und GLK. G-Neulinge werden den Schritt in diese Richtung auf Anhieb begrüßen, während die Traditionalisten ein paar Tage Zeit brauchen, um sich darauf einzustellen, was aber dann problemlos gelingt. Am Raumangebot, an der militärisch korrekten Sitzposition und auch an den im Prinzip nicht vorhandenen Ablagen hat sich indes nichts geändert.

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fahrerlebnis // Mercedes-Benz G 350 CDI

Ein iPhone findet hochkant im Aschenbecher Platz und wer unbedingt eine Getränkedose im Auto braucht, kann diese in einem Netz im Beifahrerfußraum transportieren. Geöffnet sollte die Dose dabei aber besser nicht sein, würde man doch sonst den luxuriösen Innenraum beim ersten Schlagloch nachhaltig entstellen. Gereist wird im mit Extras um rund 30.000 Euro aufgewerteten Einstiegsmodell auf Ledersitzen, die sich mittels unzähliger Schalter genau den Konturen des Chauffeurs anpassen lassen. Im Gegensatz zu anderen Geländewagen war der G schon immer etwas für Menschen, die nicht nur viel Geld verdienen, sondern auch Jahr für Jahr sehr viele Kilometer fahren. Das erklärt die Ausstattung mit AbstandsTempomat ebenso wie die Integration eines Toter-Winkel-Assistenten, die die Vollausstattung in Sachen aktiver und passiver Sicherheit positiv ergänzen. Reisekomfort ist hier nicht nur für Einzelkämpfer, sondern für bis zu 4 weitere Fahrgäste garantiert. Dazu passend verfügt der G über einen Kofferraum, der bedingt durch seine Höhe nicht einmal vor XXL-Koffern kapitulieren muss, und wenn das Platzangebot dennoch nicht reicht, schleppt der G auch bis zu 3,5 Tonnen schwere Anhänger so souverän durchs Land, dass man als Fahrer mitunter darauf vergisst, mit Anhänger unterwegs zu sein. Was wiederum sehr teuer werden kann ...

Kunststoffseiten­leisten und außenliegende Scharniere kennzeichnen den G bis heute.

Technisch liefert der aus ML, GLK und GL hinreichend bekannte 350 CDI Motor die Basis für das Einstiegsmodell. Im G leistet dieser Motor 211 PS, was in Anbetracht des Eigengewichts von mehr als 2,5 Tonnen fast zu wenig ist. Auch wenn sich die Siebengang-Automatik redlich bemüht, die G-Klasse in Schwung zu halten, geht ihr ab Tempo 150 spürbar die Luft aus. Es stellt sich demnach die berechtigte Frage, warum hier nicht auch ein stärkerer Dieselmotor angeboten wird, zumal hier zum hohen Eigengewicht auch noch ein enormer Luftwiderstand dazu kommt. Dabei geht es ausschließlich um die Souveränität am Berg und nicht um Höchstgeschwindigkeit, denn wer diese braucht, bekommt sie ohnedies in Form der AMG-Modelle angeboten. Abstri-

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che heißt es auch, beim Lärmpegel im Innenraum zu machen. Vor 34 Jahren war das kein Thema und genau so alt ist die Form der Karosserie, die sich mit all ihren wunderbaren Kanten auch heute noch gegen den Wind stemmt. Eine Antwort auf die Frage, warum man mindestens 110.000 Euro für ein Einstiegsmodell ausgeben soll, bekommt man beim G entweder auf den ersten Blick oder nach 20 Jahren, weil er dann immer noch so viel Fahrspaß bietet wie am ersten Tag. Die kantige Karosserie macht es möglich, dass der G viel größer aussieht als er wirklich ist. Neben einem GL geparkt, wirkt er von der Höhe abgesehen fast wie zu heiß gewaschen. Nur 4,66 Meter lang und knapp 1,8 Meter breit macht der G die Parkplatzsuche im städtischen Bereich zu einer verhältnismäßig einfachen Übung, die durch eine perfekte Übersicht nochmals erleichtert wird.

Nach vorn sind zudem die Blinker an den Karosserieecken eine Hilfe, wenn es darum geht, den Abstand zu einer Ecke richtig einzuschätzen. Auch ein ungeübter Soldat musste 1979 mit dem G auf Anhieb umgehen können und das gelingt bis heute. Außerhalb der Stadt gilt es, sich mit Starrachsen wie sie heute nur noch der Land Rover Defender oder der Suzuki Jimny bietet, auszukommen. Mit letzterem teilt sich der G auch die Konstruktion der Lenkung. Da kommt es fast einem Wunder gleich, dass sich hier Überland und auch auf der Autobahn trotzdem ein komfortables Fahrgefühl einstellt, auch wenn die Exaktheit nicht annähernd das Niveau moderner Offroader erreicht. Sportlichkeit ist hier ohnedies kein Thema, und wer sich dieses Auto leisten kann, hat es ohnedies nicht notwendig, sich hetzen zu lassen.

Reisetempo 130 ist für den G perfekt. In diesem Bereich bleibt auch der Verbrauch auf einem vernünftigen Level und damit unter 15 Liter Diesel.

Links wird Diesel eingefüllt, rechts das für die ausgezeichneten Abgaswerte unverzichtbare AdBlue (oben). Zu erkennen ist die neue G-Generation an den etwas zu klein geratenen Rückspiegeln und an den neuen Lichtern

Auch wenn der G auf Asphalt eine gute Figur macht, ist es auch beim jüngsten Modell so, dass das Auto schwierigste Bedingungen braucht, um sich von all seinen Mitbewerbern abheben zu können. Schneewechten auf Motorhaubenhöhe verlieren an Bord des G ebenso ihren Schrecken wie überschwemmte Straßenstücke. Je härter, desto besser. Während andere Hersteller darum betteln, im Gelände möglichst langsam zu fahren, kann man dem G ungeachtet seiner noblen Ausstattung hier weit mehr abverlangen, als man dies für möglich halten würde. Mit Tempo 50 über Felsstufen zu springen ist genauso langfristig erlebbar wie Tempo 100 auf extrem schlammigen Feldwegen. Wenn es ans echte Klettern geht, macht der G seinem Ruf als bester Geländewagen alle Ehre. Ausgestattet mit 3 Differenzialsperren ist der Vortrieb immer dann gesichert, wenn zumindest ein Rad griffigen Bodenkontakt hat. Unterstützt wird der G bei seinen Kletterübungen durch ein Untersetzungsgetriebe. Warum allerdings erstmals in der G-Geschichte die Nutzung der Sperren an die Aktivierung der Untersetzung gekoppelt ist, wissen

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fahrerlebnis // Mercedes-Benz G 350 CDI

vermutlich nur ein paar Sicherheitsfanatiker aus der Entwicklungsabteilung, zumal auf diesen Umstand sogar mit einem eigenen Aufkleber hingewiesen wird. G-Fahrer nutzen ihre technischen Vorteile offensichtlich gerne aus. Genau das wird beim neuen Modell unpraktischer gemacht, als es bei vernünftiger Betrachtung notwendig erscheint. Hinzu kommt, dass speziell auf schnellen Schlammpassagen die Untersetzung hinderlich ist, während man die Sperren hier gerne nutzt. Schlussendlich reduziert sich durch diese unnötige Sicherheitsmaßnahme die Geländetauglichkeit, wenngleich das nur für einen sehr kleinen Anwendungsbereich gilt. Natürlich ist auch der jüngste G der beste G, den Mercedes-Benz jemals bei Magna in Graz gebaut hat. Eigenheiten wie eine Rückfahrkamera, die ausschließlich das Reserverad zeigt, nimmt man auch beim jüngsten Modell gelassen hin, während man sich am Klaaaaack der Türverriegelung weiterhin unheimlich erfreuen kann. Das Apple-Design im Innenraum mag man oder man mag es eben nicht, aber

auch in der G-Vergangenheit gab es Modellgenerationen, die speziell in der Armaturengestaltung sehr eigene Wege gegangen sind und doch begeistert gekauft wurden.

Im Cockpit weht neuerdings eine Mischung aus ML und Apple Design. Von den dadurch verdrängten traditionellen Werten einmal abgesehen, passt das gut zum G. Dafür stört die braune Umrandung der Mittelkonsole umso mehr

Heuer rechnet man seitens MercedesBenz mit einem weiteren Produktionsrekord für die G-Klasse. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies etwas mehr als 10.000 Stück, die bei Magna vom Band laufen sollen. Nur ein kleiner Teil davon betrifft die militärischen G-Modelle.

Auch der von uns gefahrene G350 CDI ist ein Minderheitenprogramm. Die Amerikaner und die Chinesen wollen Leistung und kaufen wahlweise den G 500 mit 388 Benzin-PS oder den 544 PS starken G 63 AMG. Wem das alles noch zu wenig ist, der darf aber auch 612 PS in Form des G 65 AMG ordern. In Österreich kostet dieses Modell inklusive aller Abgaben exakt 329.449,20 Euro, wodurch es auch gleichzeitig das teuerste Mercedes-Benz-Modell am Markt ist. «

Mercedes-Benz Geländewagen G 350 BlueTEC MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

V6 2.987 cm3 155/211 kW/PS 540 Nm bei 1.600–2.400

KRAFTÜBERTRAGUNG 7-Gang-Automatikgetriebe mit Untersetzung – permanenter Allradantrieb

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.662/1.760/1.931 mm Länge/Breite/Höhe: 2.850 mm Radstand: Kofferraumvolumen: keine Angaben 2.570 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 3.200 kg Anhängelast: 3.500 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,1 s

Vmax: 175 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

13,6/9,8/11,2 14,6 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

295 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) Kugelumlauf servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

210 mm 600 mm 36/27 Grad (v/h) 23 Grad

FELGEN/REIFEN 265/60 R18

PREIS E: ab 111.291,60 inkl. MwSt. Testwagenpreis E: 143.871,- inkl. aller Abg.

FAHRZEUGAUFBAU Leiterrahmen mit aufgeschraubter Karosserie, fünf Türen, fünf Sitze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Starrachsen an Schraubenfedern BREMSEN Scheiben

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Schwarzes Gold Die beste Technik, das ausgewogenste Fahrwerk und die umfassendste Sicherheit ist nur so viel wert wie die richtigen Reifen.

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or 33 Jahren begann die Produktion der heutigen G-Klasse. Ausgeliefert wurden die ersten Modelle dabei zumeist auf Reifen der Dimension 205 R16, von Alufelgen oder gar breiteren Reifen war anfangs nicht einmal in der (damals noch recht kurzen) Aufpreisliste etwas zu lesen. Heute bekommt bereits das Einstiegsmodell 18-Zöller im 265/60 Format mit auf den Weg, während die AMG-Modelle serienmäßig gar auf Reifen der Dimension 275/50 R20 gestellt werden. Was sich dabei, bedingt durch immer stärkere Motoren und das parallel dazu angestiegene Gewicht, verändert hat, sind die Anforderungen an die Reifen des stets mehr als 2,5 Tonnen schweren Fahrzeuges. Mercedes-Benz hat hier ganz klare Vorstellungen und die schreiben Belastungstests im Ext-

remgelände des Schöckls ebenso vor wie Highspeed-Tests auf der Rennstrecke. Ganz egal, ob Diesel oder AMG. Natürlich müssen die Reifen auch bei Schnee, Eis und jeder Menge Wasser brillieren und Komfort, Bremsweg oder Verschleiß sind auch ganz wesentliche Themen. Heute gibt es mehrere Reifenhersteller, die ausgezeichnete Reifen für viele große Geländewagen anbieten und doch kommt gerade hier dem Erstausrüster eine besondere Rolle zu. Seine Reifen sind es, die bei allen Test- und Entwicklungsfahrten aufgezogen werden, wodurch sich auch eine ständige Weiterentwicklung ergibt oder auch ergeben muss. Seit vielen Jahren setzt Mercedes-Benz bei der Erstausrüstung der G-Klasse auf das Geolander-Sortiment aus dem Hause Yokohama und damit auf einen Reifen, der in mehreren Dimensionen und unterschiedlichsten Profilen so gut zum G passt wie maßgeschneiderte Schuhe zu seinem Fahrer.

Dass das weit mehr als nur eine an den Haaren herbeigezogene Theorie ist, hat der aktuelle Test einmal mehr bewiesen. Das Winterprofil des Geolander war stets in der Lage, maximale Traktion auf unterschiedlichsten Untergründen sicherzustellen und parallel dazu auch hinsichtlich des Fahrkomforts zu begeistern. Schon zuvor bot sich die Möglichkeit, den All Terrain Geolander und den Mud Terrain Geolander am neuen G anlässlich der Allradmesse einem Härtetest zu unterziehen und auch dabei konnte er durchwegs überzeugen. Ein Reifen wächst mit seinen Herausforderungen und die sind beim G größer als bei fast jedem anderen Auto. Dass der Geolander diesen Herausforderungen stets gewachsen ist, zeigten in Genf mehrere Tuninganbieter, die ihre Allrad-Topmodelle erstmals auf Yokohama-Profile gestellt haben. «

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fahrerlebnis // Honda CR-V

Understatement auf hohem Niveau Der neue Honda CR-V ist eine unauff채llige, aber auch wichtige Bereicherung im Segment der kompakten SUV-Modelle.

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in immer stärker werdender Verdrängungswettkampf bei den SUV-Modellen veranlasst viele Hersteller dazu, mit allen Mitteln nach zusätzlicher Aufmerksamkeit zu heischen. Noch einen Tick sportlicher hier, noch einen Tick sparsamer (zumindest am Papier) dort, und wenn irgendwie möglich, noch eine Portion Abenteuer mit dazu.

dige Ruhe, während die Landschaft mit Tempomat gesteuerten 143 km/h draußen vorbeizieht. Über die Straßenbeschaffenheit muss man sich dabei dank des Überangebots an aktiver und passiver Sicherheit inklusive Allradantrieb keine Gedanken machen, und bei durchschnittlich knapp 8 Liter Verbrauch bleibt auch noch genügend Zeit bis zum nächsten Tankstopp.

Am Steuer des neuen CR-V hat man viel Zeit, sich über all diese Dinge Gedanken zu machen und gleichzeitig zu prüfen, wie relevant sie wirklich für eine Kaufentscheidung sind. Der CR-V bietet in jedem Fall die dazu notwen-

Wohlfühlen ist angesagt, egal ob der Japaner aus englischer Fertigung mit einer Person oder mit der ganzen Familie besetzt ist. Das gilt natürlich besonders für die Plätze in der ersten Reihe, wo nicht nur sehr gute Raumverhältnisse herrschen, sondern beim Topmodell Executive auch auf feinem Leder Platz genommen wird. Ähnlich komfortabel und natürlich ebenfalls mit Leder bezogen ist die zweite Reihe, die selbst von

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fahrerlebnis // Honda CR-V

groß gewachsenen Menschen keinerlei Verrenkungen erfordert. Hinten dran wartet gar noch ein Laderaum, der zu den größten im Segment zählt, wenn er nicht sogar der Allergrößte ist. Zu all dem passt auch die optionale Fünfgang-Automatik hervorragend, während das optionale Safety-Paket mit Abstandstempomat und Spurhalte-Assistent nur jene vermissen werden, die mangels Fahrpraxis gern auf Nummer sicher gehen. Eine gewisse Bevormundung gilt es aber zu akzeptieren.

Der ECO Modus hilft beim Treibstoff Sparen

Dann, wenn die mehrspurige Autobahn der engen Landstraße weicht, ertappt man sich dabei, wie man die Schaltwippen hinter dem Lenkrad in den gedanklichen Vorwärtsdrang mit einbezieht, um ein paar Minuten später festzustellen, dass in der Ebene die Fahrstufe „D“ eigentlich das Optimum darstellt, während im Hügelland die Fahrstufe „S“ – wie sportlich – die Gänge so lange hält, dass immer genug Kraft vorhanden beziehungsweise die Motorbremswirkung so stark ist, dass man nicht dauernd auf die Bremse latschen muss. Mit knapp 1,8 Tonnen sind die 150 PS dabei immer gut ge-, aber selten überfordert. Wer echte Sportlichkeit vermisst, kann dem mit mehreren Mountainbikes im Kofferraum entgegenwirken. Auf 2 Rädern ließe sich dann auch die Sonne genießen, die bedingt durch das nicht zu öffnende Glasdach nur sehr eingeschränkt in den Innenraum vordringt, vom fehlenden Fahrtwind ganz zu schweigen.

Am Ziel angekommen, heißt es die Heckklappe manuell zu öffnen, sich dabei die Finger unnötig dreckig zu machen, um dann mittels Knopfdruck die Heckklappe wieder zu schließen. Wenn schon eine elektrische Heckklappe, dann bitte eine, die in beide Richtungen arbeitet oder zumindest elektrisch öffnet. Deutlich klarer der Gedankengang bei jenen Technikern, die für die Innenraumvariabilität zuständig waren. Ein Handgriff genügt und schon liegt ein ebener Laderaum vor einem. Praktischer als hier, ist das auch bei keinem der Mitbewerber zu bewerkstelligen. Das gilt auch für die griffgünstige Halterung für das Warndreieck oder für die vielen Ablagen, die im Innenraum zur Verfügung stehen. Erst am Rückweg dann der heuer fast schon obligatorische Schnee neben und auch auf der Fahrbahn. Zeit, sich am jetzt deutlich schneller agierenden Allradsystem zu erfreuen, das es auch erlaubt, den einen oder anderen Feldweg problemlos zu passieren. Fürs echte Abenteuer reicht die gebotene Technik dann doch nicht aus. Da ist es wie mit der Sportlichkeit, und so genießt man lieber die Ruhe, stellt sich auf die bevor-

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stehende Arbeitswoche ein und stellt gedankenverloren fest, dass der CR-V auf der Landstraße auch mit knapp 7 Litern das Auslangen findet. Montags am Weg zwischen Deggendorf und Passau konsumiert das idente Auto dann gut 10 Liter, was aber ausschließlich daran liegt, dass sich die Tachonadel längst bei 180 eingependelt hat. Stress bedeutet auch das nicht, vielmehr hilft es, die Strecke so rasch als möglich hinter sich zu bringen und das ganz ohne Komfort-Verzicht und ungewollten Adrenalinstößen.

Gäbe es eine Wahl zum entspanntesten SUV-Modell, dem neuen CR-V wäre der Sieg sicher. Er kann all die Dinge, die man zu Recht von einem SUV erwartet, ist dabei hochwertig verarbeitet, abgesehen von der Heckklappensteuerung ungemein praktisch und bei entsprechender Fahrweise sogar sehr sparsam. Ein Auto, um die freie Zeit genauso zu genießen wie den hektischen Alltag. Vom dafür nötigen technischen Aufwand erfährt dabei nur, wer den CR-V-Prospekt lies. Um das Auto korrekt zu bedienen, ist das aber keinesfalls nötig. «

Honda CR-V 2.2 i-DTEC 4WD Executive AT MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 2.199 cm3 110/150 kW/PS 350 Nm bei 2.000

KRAFTÜBERTRAGUNG 5 Gang Automatikgetriebe – autom. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie – 5 Türen – 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) McPherson VO Double Wishbone HA BREMSEN Scheiben vorne innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange – servounterstützt

REIFEN 225/60 R18 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.570/1.820/1.685 mm Länge/Breite/Höhe: 2.630 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 589 max 1.669 l 1.782 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.250 kg Anhängelast: 1.500 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 10,6 s

Vmax: 190 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

8,2/6,0/6,8 7,9 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

180 g/km

PREIS E: ab 43.800,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 46.839,- inkl. aller Abg.

Hinsichtlich des Designs gelingt Honda der Mittelweg zwischen Elegance und Zeitlosigkeit

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fahrerlebnis // Land Rover Freelander

Der schafft das. Den Zeichen der Zeit folgend orientiert sich jetzt auch der Freelander an der neuen Land Rover-Designsprache.

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it der überaus erfolgreichen Einführung des Range Rover Evoque im Vorjahr ist das Interesse am technisch eng verwandten Freelander leicht zurück gegangen. Dennoch hat man seitens Land Rover nicht darauf vergessen, dass die erste FreelanderGeneration das meistverkaufte Geländeauto Europas gewesen ist und damit den Grundstein zum heutigen Erfolg der Marke in Form extrem hoher Stückzahlen gelegt hat. Um den

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Land Rover längst gelernt, die Annehmlichkeiten des Alltags in feinen AufpreisPackages zu schnüren.

Stellenwert des Freelander auch in Zukunft zu festigen, hat man den Freelander des Modelljahres 2013 optisch wie technisch aufgewertet. Zu erkennen ist dies an neuen Leuchten rundum sowie an einem modifizierten Kühlergrill. Dazu passend sind auch die neuen Nebelscheinwerfer und das nunmehr deutlich erweiterte Farbangebot. An der Grundlinie des Freelanders hat Land Rover aber auch bei der Überarbeitung des Innenraums nichts geändert, womit auch der bei allem Luxus gewollte rustikale Charme erhalten blieb. Trotzdem fällt die neu gestaltete Mittelkonsole ebenso positiv auf wie das neue Touchscreen-Navigationssystem. Unweigerlich stellt sich das Gefühl ein, in einem erwachseneren Auto als bisher Platz zu nehmen. Da freut es dann doppelt, dass das Einstiegsmodell des 2013er-Jahrgangs sogar günstiger geworden ist und bereits um knapp weniger als 30.000 Euro zu haben ist. Davon war unser Testwagen 2,2 TD4 Experience inklusive ein paar praktischer Extras wie dem Kommunikationsoder dem Winterpaket 1, den Bi-XenonScheinwerfern inklusive Sichtpaket und Metallic-Lackierung dann doch ein ganzes Stück entfernt, hat doch auch

Die Innenraum-Aufwertung zeigt sich auch in der CockpitGestaltung

150 Diesel-PS, eine leicht abgespeckte Version des aus anderen Land RoverModellen bekannten Terrain Response Systems und dazu ein manuelles SechsgangGetriebe gibt es aber auch schon beim Einstiegsmodell. Dazu gesellen sich ein aufgeräumter Unterboden, eine Watttiefe von einem halben Meter und ehrliche 21 Zentimeter Bodenfreiheit. Eckdaten, wie sie sonst nur reinrassige Geländewagen liefern. Diese Werte sind es auch, die dem Freelander eine Sonderstellung innerhalb der kompakten SUV-Modelle

sichert. Auf der einen Seite der innen wie außen recht große Allrounder und auf der anderen Seite ein Auto, das – mal abgesehen von der fehlenden Untersetzung im Gelände – auf Augenhöhe mit echten Offroadern ist. In dieser Hinsicht schlägt der Freelander auch seinen prominenten Bruder Evoque deutlich. So gerüstet macht der neue Modelljahrgang auf und abseits der Straße jede Menge Spaß, bietet dabei viel Platz und aufpreisfrei den Hauch Abenteuer, den jeder Land Rover in sich trägt. Wie weit seine Kompetenzen dabei reichen, lesen Sie auf Seite 60 im Bericht von Alexander Seger über das Winterfahrtraining in Tschechien, bei dem der neue Freelander oftmals sogar seine großen Brüder in den Schatten stellen konnte. «

Land Rover Freelander 2 2,2 TD4 Experience SE MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 2.179 cm3 110/150 kW/PS 420 Nm bei 1.750

KRAFTÜBERTRAGUNG 6 Gang Schaltgetriebe – permanenter Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie – fünf Türen – fünf Sitze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Einzelradaufhängung Schraubenfedern BREMSEN Scheiben vorne innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange servounterstützt

REIFEN 235/65 R17 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.500/2.005/1.740 mm Länge/Breite/Höhe: 2.660 mm Radstand: Kofferraumvolumen: 755 - 1.670 1.785 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.505 kg Anhängelast: 2.000 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 11,7 s

Vmax: 181 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

7,4/5,6/6,2 9,2 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

165 g/km

PREIS E: ab 40.300,- inkl. MwSt. Testwagenpreis E: 46.249,- inkl. aller Abg.

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Event // Surf Worldcup Podersdorf 2013

p u C d l r Surf Wo 3 1 0 2 f r o Podersd Die Stars

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Um dieses ehrgeizi Rekord angestrebt. ii wa f Ha or ht rsd n, bietet Pode odersdorf ist nic ge Ziel zu erreiche . ien rn i be lifo Ka m, eres Program und auch nicht ein noch komplex n ine kle ern ich stivalfans gle Das hindert de dem Sport- und Fe besten Surfer die ht, n kommen. Tagsnic ste er Ko ab Weinort maßen auf ihre ss da n, ke uc beeindr unterschiedlichsten der Welt so weit zu über wird in den m zu rb we Be einen und dann, sobald sie dort jedes Jahr Kategorien gesurft dun d Gr n eren. De geht, getanzt un Worldcup absolvi die Sonne unter rf Su le m sty ee ram ßten Fr ist das Prog stein zum heute grö feiert. Insgesamt Neusiedler- ge am e rd dass jeder Tag wu d, lt We sen r Event de dabei so umfas eOp rf Su s Form de auf der Homepage see bereits 1993 in eine einzelne Seite l ma ein t ch Ni gelegt. nötigt. ning in Mörbisch des Veranstalters be noch vorherrm rze Ku r vo die bis ht turen, die uns eher Veranstaltung zie schenden Tempera Eine erfolgreiche n me im ahw rm Sc no zum hmen, die zum Eislaufen als auch viele Unterne niga rt Or po die rfs nnten t mit dem Su motiviert haben, ko lerweise nicht direk so d . un , nn en Ba ng he bri hen, in ihren satoren aus der Ru in Verbindung ste we t see ark ler um ied r Neus orf vom Ba präsentiert sich de So sind in Podersd rt Sta n er lle ein zie dem offi bis hin zu nige Wochen vor über Radiosender den zu erwarf au tet kannte Marken rei be rbe le vo perfekt Biermarke vie g. ndran zielle Kunden bei tenden Zuschauera mit dabei, um poten und spannendem bester Stimmung hr rja Vo im suchern n. Nach 119.000 Be Sport anzuspreche er ein neuer ed wi r ue he ch wird au

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Event // Surf Worldcup Podersdorf 2013

Heuer engagiert sich erstmals auch die Marke Jeep, die als Partner de s Surf Worldcup Po dersdorf 2013 auch für Allradfans ein traktionsreiches Er lebnis garantiert. Jeep ist aber nicht nur einfach dabei, sondern auch mittendrin und präse ntiert die aktuelle Produktpalette mi t dem Hauptau genmerk auf den Offroad-Klassiker Wrangler – das M odell, das nicht nu r für Freiheit und Abenteuer, sondern auch für maximale s Cabrio-Vergnüge n auf und abseits de r Straße steht.

Marke Jeep dazu ins piriert, gemeinsam mit der Surflabel Qu iksilver eine ganze Serie an Events ins Leben zu rufen, die rund um den Gl obus ablaufen. Für Österreich erklärt diese Kooperation auf jeden Fall die ers tmalige Teil­nahme am Surf Worldcu p Podersdorf, wo nicht nur die neue sten Jeep- sondern auch die neuesten Quiksilver Produk te zu bestaunen sein werden. Im Rampenlicht wi rd aber natürlich de r bereits angesproche ne Moab Wrangle r stehen, der sich du rch eine ganze Reihe an Sonderausstattung Ganz speziell gilt en vom „normadies für das neue len“ Wrangler abhe Sondermodell Moa bt. Ausgestattet mit b, das erstmals in einem 200 PS starke Podersdorf gezeigt n Di eselmotor und wird. Die Inspiraeiner Fünfgang-Auto tion zu diesem So matik stehen für ndermodell liefert ihn gleich vier exklu die Gegend rund sive Sonderlackieum Moab im US - rungen zur Ve Bundesstaat Utah rfü gu ng . Gewählt werden . Weltberühmt als kann dabei zwisc Destination für he n schwarz, giftOutdoor-Enthusia s- grün, gelb un ten und Menschen d ein em grellen rot, und , die Sport, Erho - nur wer ihn lung und Gelände un be din gt etwas dezenter fahren lieben. De r haben will, Jeep Wrangler ist be ko mm t ihn dort auf den Streauch in reinem weiß angebo cken entlang des ten. Kennzeichnend Colorado River in für den Moab sind seinem Element un zudem der Powerd das wird er auch in dome auf der Moto Podersdorf am Ne rh aube, tief getönte usiedlersee sein. Seitenscheiben, ein Dualtop (das gut zum Cabrio-Vergnü Genau das war au gen passt) sowie ch schon in vielen 17-Zoll-Leichtmeta Filmen zu sehen, in llrä der, die immer in denen der Wranghalbglanz-schwarz ler das perfekte Au lac kie rt sind. Einen to für Surfer depersönlichen Eindru monstrierte. Blau ck vo er Himmel, weiße n diesem neur en Modell ka Strand und mitten nn man sich dann im Bild ein Wrangganz in Ruhe am Jeep-Stan ler, der braungebra d in Podersdorf ma nnte Surfer noch chen. Alle Details besser aussehen läs zum Programm un st. Vielleicht hat ge d - den Highlights nau das auch die Ve des Surf Worldcup rantwortlichen der 2013 finden Sie auf der nä chsten Seite.

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Volles Programm am See 25. April bis 5. Mai 2013 Das Programm der Worldcup-Partys findet ihr auf www.worldcuppartys.at! Alle Infos zum Zipfer Seaside-Festival gibt‘s unter www.seaside.at! Donnerstag, 25. April • Surf Worldcup Opening-Party Freitag, 26. April • PWA Freestyle-Bewerb • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner • Worldcup-Partys: Bacardi Oakheart Beach Bash – 15 Jahre Surf Worldcup Samstag, 27. April • PWA Freestyle-Bewerb • Chiemsee-Tow-In-Europameisterschaft • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner • Tom Öhler – Trialbike-Show • Worldcup-Partys: Bacardi Oakheart Beach Bash –Wildest Night Sonntag, 28. April • PWA Freestyle-Bewerb • Chiemsee-Tow-In-Europameisterschaft • Moderation, Musik, Trendsport­arten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner

Montag, 29. April • PWA Windsurf Freestyle-Contest • Chiemsee-Tow-In-Europameisterschaft • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung Dienstag, 30. April • PWA Windsurf Freestyle-Contest • Chiemsee-Tow-In-Europameisterschaft Finale & Siegerehrung • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Worldcup-Partys: Siegerehrung PWA Freestyle Worldcup @ Tonis Martinskeller Mittwoch, 1. Mai • Kiteboarding Team-Contest • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner Donnerstag, 2. Mai • Kiteboarding Team-Contest • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung

Freitag, 3. Mai • Kiteboarding Team-Contest • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner • Red Bull Brandwagen-Konzert • Worldcup-Partys: Zipfer Seaside Festival – Frank Turner u. v. m. Samstag, 4. Mai • Kiteboarding Team-Contest • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung • Ö3-Sundowner • Red Bull Brandwagen-Konzert • Red Bull-Flugshow • Worldcup-Partys: Zipfer Seaside Festival – Texta u. v. m. Sonntag, 5. Mai • Kiteboarding Team-Contest inkl. Siegerehrung • Moderation, Musik, Trendsportarten, Surfausstellung

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fahrerlebnis // Audi A6 allroad

Vom Erfinder des quattro

Es gibt Autos, denen auch der längste Winter nichts anhaben kann, der A6 allroad gehört zweifellos dazu.

A

uch wenn Audi das Thema allroad nicht erfunden hat, das war Subaru 1996 mit dem Legacy Outback, ist es den Ingolstädtern zu verdanken, dass diese Fahrzeuggattung heute populärer ist, als je zuvor. Wer kein SUV will, aber trotzdem gern den Abenteurer markiert, findet hier das passende Auto. Zumindest dann, wenn wie bei Audi auch vier angetriebene Räder serienmäßig sind.

Die beim ersten allroad noch zum Lieferumfang gehörende Untersetzung ist zwischenzeitig zwar Geschichte, ist sie doch dank Siebengang-Direktschaltgetriebe und 580 Nm Drehmoment einfach nicht mehr notwendig. Geblieben ist hingegen die Höhenverstellung in Form einer zusätzlichen Luftfederung und damit ein echter Vorteil gegenüber dem Standard-A6. 6 Zentimeter mehr oder weniger Luft unter dem Auto taugen dazu, eine kla-

re Entscheidung zwischen Durchkommen und intensivem Steckenbleiben zu treffen. Wer den A6 schon einmal mehrere Stunden lang ohne Schaufel ausgegraben hat (siehe Allradkatalog 2012), wird dies bestätigen können. In die Rubrik optisches Tuning fallen hingegen die farblich abgesetzten Kotflügelverbreiterungen, während wiederum der Unterfahrschutz an Front und Heck zumindest einen Grundschutz des Unterbodens bewirkt.

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Die Entscheidung zugunsten des optisch zweifellos spannendsten A6Modells wird, all den Vorzügen zum Trotz, doch zumeist aus dem Bauch getroffen. Sei es, weil es dem Käufer besser gefällt oder, weil er damit am Firmenparkplatz seine Manager-Kollegen überbieten kann. Egal. Ausgestattet mit dem 245 PS starken Dieselmotor, dessen großartige Charakteristik mit jeder neuen Abgasnorm ein wenig leidet, ist der allroad nicht nur eines der besten Reiseautos, sondern auch das passende Familienauto für die Upperclass, wie wir sie in den noblen Randbezirken Wiens nur allzu oft antreffen. Frei von unnötigem Protz verkörpert der A6 allroad einen ziemlich perfekten Mix aus Fahrspaß, üppigem Raumangebot und Sicherheit. Ob auch das Thema Luxus abgehakt werden kann, hängt davon ab, wie intensiv man sich mit der Aufpreisliste beschäftigt bzw. beschäftigen darf. Dinge wie Leder-Sportsitze in Milano-Ausführung, das extra Leder-

Paket, die 19-Zoll-Leichtmetallräder oder die Xenon plus-Scheinwerfer braucht in Wirklichkeit niemand, sind doch bereits die Serienkomponenten von hoher Qualität. Hat man sie einmal erlebt, will man sie aber keinesfalls mehr missen. Deutlich praxisbezogener sind da schon die MMINavigation, die Vorrüstung für die Anhängevorrichtung (mit 2,5 Tonnen Anhängelast übertrifft der A6 allroad manch echten Geländewagen) oder die überraschenderweise aufpreispflichtige Sitzheizung. Rechnet man die schönen und die nützlichen Extras zum Basispreis von 66.470 Euro hinzu, so ist schnell ein Wert jenseits der 80.000 Euro erreicht. Voll voll macht dann gar um die 100.000 Euro aus. Um das viele Geld serviert Audi dann auch den besseren und zugleich schöneren A6, der im Schnee oder beim Ausflug ins Schotterwerk nochmals mehr überzeugen kann, als dies von einem quattro ohnedies bereits erwartet wird. «

Wer kein SUV will, aber trotzdem gern den Abenteurer markiert, findet hier das passende Auto.

Audi A6 allroad quattro 3.0 TDI 180 kW S tronic MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

V6 2.967 cm3 180/245 kW/PS 580 Nm bei 1.750 – 2.500

KRAFTÜBERTRAGUNG 7DG Automatikgetriebe – permanenter Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie – 5 Türen – 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Fünflenker VA/Trapezlenker HA BREMSEN Scheiben innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange – servounterstützt

REIFEN 255/40 R19 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.940/1.898/1.474 mm Länge/Breite/Höhe: 2.905 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 565 max 1.680 l 1.855 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.505 kg Anhängelast: 2.500 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 6,6 s

Vmax: 236 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

7,4/5,6/6,3 8,2 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

165 g/km

PREIS E: ab 66.470,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 84.704,83 inkl. aller Abg.

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Modellvorstellung // Ford Kuga

Allrad ohne Treibstoff­ zuschlag

Nach dem internationalen Auftritt in seinem Geburtsland Spanien feierte der neue Ford Kuga seine Ă–sterreich-Premiere im verschneiten Salzburg.

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S

chon vor Kilometern ist der Asphalt einer harten Schneedecke gewichen, lange Geraden wurden gegen Kurven getauscht, die hinsichtlich ihres Radius zum automobilen Wedeln taugen, und natürlich geht es steil bergauf, hoch hinauf in die Salzburger Berge. Links und rechts prägen meterhoch mit Schnee bedeckte Almen die fast schon kitschige Kulisse, und ob dem nicht schon genug wäre, begleiten uns ein blauer Himmel und ungefilterter Sonnenschein. Noch vor wenigen Jahren wären echte Geländewagen vom Schlage einer G-Klasse oder eines Range Rovers notwendig gewesen, um diese Situation mit einem Auto zu erleben. Das ist Geschichte. Ford hat zur Präsentation des neuen Kuga und damit zur zweiten Generation des Erfolgsmodells in die Gegend rund um Saalfelden geladen und dabei vorsorglich die zweiradgetriebenen Modelle des Kuga zu Hause gelassen. Letztere sollen künftig zusätzliche Verkaufszahlen sichern, auch

wenn ein ausgewachsener Schneehaufen ausreicht, um den Vortrieb des dann nur optischen SUV ansatzlos zu beenden – und das zumeist gleich langfristig. Das Sicherheitsminus und der mit den Allradmodellen idente Verbrauch rauben der Frontantriebsfraktion ihre Daseinsberechtigung dann vollends. Uns kann es egal sein, steht doch zum ersten Kennenlernen die Topversion mit 163 Diesel-PS zur Verfügung und die hat immer vier angetriebene Räder. Die Umsetzung kontrolliert dabei eine Technik, die sich am bekannten HaldexSystem orientiert und bei Ford nicht nur ihren Namen verloren, sondern auch an Feinschliff dazu gewonnen hat. Die Kraftverteilung erfolgt beim neuen Kuga 20-mal schneller als der menschliche Lidschlag, was zugegebenermaßen recht eindrucksvoll klingt. Dem nicht genug, packen die Techniker ausgezeichnete Winterreifen, eine brauchbare Bodenfreiheit und ein Automatikgetriebe, das in Wirklichkeit ein Doppelkupp-

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Modellvorstellung // Ford Kuga

lungsgetriebe ist, dazu. Sie vergessen dabei nicht einmal auf die Option, das ESP per Tastendruck in seiner Wirkung deutlich einzuschränken. Für noch bessere Fahrdynamik ist der Allrad zudem so ausgelegt, dass er bis Tempo 30 die Traktion in den Vordergrund rückt, erst darüber hat die gewünschte Dynamik Vorrang. Umgesetzt wird dies durch die ursprünglich für den Focus RS (wir erinnern uns gern an 305 PS) konzipierte

Cockpit: sehr viel Information auf engem Raum

Torque-Vectoring-Control, die im Prinzip die Arbeit eines mechanisch sperrenden Differenzials erledigt, indem sie das entlastete kurveninnere Rad abbremst und dadurch ein ungewünschtes Durchdrehen verhindert. Beste Voraussetzungen also, um auch steilste Hänge im Wedelschritt zu erklimmen, was an diesem Tag besonders gut gelingt. Böse Überraschungen bleiben in weiterer Folge auch bergab völlig aus. Etwas langsamer, aber genauso sicher zieht der Kuga seine Spur, lässt sich dabei gern vom Tempomat leiten, während die etwas zu klein geratene Navi als Hilfe zur Erkennung der bevorstehenden Kurven nur bedingt taugt. Wer will, kann in solchen Situationen dank Sync mit dem Auto quatschen oder zumindest Befehle ausgeben, die die Elektronik zügig ausführt. Das Handy bleibt dabei in der Tasche, die Hände am Lenkrad, während sich Sync

um die Herstellung einer Verbindung mit dem Büro kümmert. Dass das in unserem Fall nicht auf Anhieb klappte, war dem mangelnden Empfang am Fuße der Bergstraße zuzuschreiben. Ohne funktionierendes Mobilfunk-Netz ist auch Sync in seiner Arbeit erheblich eingeschränkt und liefert anstatt der Büroverbindung lieber das Wunschlied, dessen Titel einfach nur laut ausgesprochen werden muss. Abgespeichert sollte aber auch dies sein. Als wäre die Bergwelt nicht genug Action gewesen, geht es in weiterer Folge auf die Heimstrecke des Rallyefahrers Manfred Pfeiffenberger, der das ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Saalfelden leitet und dort schon Felix Baumgartner das Driften gelehrt hat, lange bevor dieser die Schallmauer dann ganz ohne Auto durchbrochen hat. Auf den der Jahreszeit entsprechend rutschigen Hügeln, die man dort ins ebene Tal gebaut hat, demonstriert das Pfeiffenbergersche Trainer-Team den

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Unterschied zwischen Winter- und Ganzjahresreifen, ganz ohne dabei von einer Marke gesponsert zu werden. Während der winterbereifte Kuga auch an der steilsten Stelle stressfrei anfährt, geht es mit dem Ganzjahresgummi auch los, nur leider in die falsche Richtung. Die Idee, das Beispiel um eine Sommerreifenvariante zu erweitern, scheitert daran, dass dieses Modell erst gar nicht bis zum Hügel kommt. Wie wichtig Allrad wirklich ist, verrät dann auch die letzte Übung des Präsentationstages. Gut fünf Kilometer Eisbahn gilt es zu befahren und es liegt im Naturell eines Motorjournalisten, dies schneller als alle anderen Kollegen erledigen zu wollen. Dem neuen Kuga macht das nichts aus. Mit aktivem oder deaktiviertem ESP, mit 140 oder 163 PS oder mit dem manuellen Sechsganggetriebe anstelle der automatisierten Version, über den erzielten Speed entscheidet ausschließlich der Fahrer. Die bei den Zuschauern aufkeimende Theorie, dass sich dabei die stärkeren Modelle bei Fahrfehlern noch weiter in die Schneelandschaft schießen lassen als die schwächeren, entbehrt dabei jeder Grundlage. Maximal acht Personen sind nötig, um den Kuga aus dem Tiefschnee zu befreien. Zum Vergleich braucht es für die Bergung eines artgerecht versenkten und deutlich schwereren Ford Ranger-Pickup-Modells zumindest eine Pistenraupe. Den Praxisbeweis dafür lieferte der Fahrer des Safety Cars, der eigentlich als Bergefahrzeug für die Kollegen auf der Piste war.

der kompakten SUV-Modelle einzigartige Komfortgewinn so genutzt wie früher mal die Fernbedienung der Zentralverriegelung. Es würde daher sehr überraschen, wenn der Mitbewerb hier nicht sehr bald nachzöge. Neu am Kuga der zweiten Generation und damit ebenfalls erwähnenswert sind neben den optimierten Dieselaggregaten auch der komplett neue Benziner, der als Allradler nur mit 182 PS zur Verfügung steht. Die Rückbank lässt sich jetzt mittels eines einzigen Handgriffs umklappen und die fünf Sterne im NCAP Crashtest verraten, dass der Kuga auch eine überkomplette Sicherheitsausstattung an Bord haben muss. Hinsichtlich des gewünschten Komforts besteht zudem die Wahl zwischen Trend- und Titanium-Ausstattung und ein paar obligatorischen Extras, die angesichts des Inhalts des Titanium-Paketes inklusive Lederpolsterung, Zweizonen-Klimaautomatik,

Fahrfehler, die im Tiefschnee enden, verlangen nach einer Vielzahl helfender Hände

Scheinwerferassistent und 17-ZollLeichtmetallrädern recht kurz ausfällt. Ein kurzer Blick in die Preisliste zeigt 31.950 Euro für das Trend-Modell mit 140 Diesel-PS . Die gehen genauso in Ordnung wie die 37.850 Euro für das 163 PS starke Diesel-Topmodell mit Automatik in der Titanium-Ausstattung. Für Schnellentschlossene wird es dank eines Einführungsbonus noch günstiger. «

Zum Abschluss eines actionreichen Tages noch die obligatorische Pressekonferenz. Im Mittelpunkt das neue Design, die zusätzliche Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen und natürlich das gewachsene Kofferraumvolumen. Ganz wichtig ist auch die elektrische Heckklappe, die mit vollen Händen geöffnet und geschlossen werden kann. Dazu reicht es – den Schlüssel in der Hosentasche vorausgesetzt – einen Fuß unter der Heckstoßstange kurz zu schwenken und schon öffnet sich der Laderaum. Umgekehrt funktioniert das Ding genauso. Am zweiten Tag der Veranstaltung wird dieser im Segment

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fahrerlebnis // Peugeot 4008

Der Weg hin zur Allradmarke verlangt auch bei Peugeot eine Vielzahl an entsprechenden Modellen.

Ein Teil vom Ganzen

H

Der großen Lacke konnten wir nicht widerstehen (ganz oben). Durch die eigenständige Front passt der 4008 perfekt ins PeugeotModellangebot

eute gehört es für ein neues Modell fast schon zum guten Ton, eine Mehrmarkenstrategie zu fahren. Begonnen haben damit die Transporter, gefolgt von den Kleinwagen und jetzt gilt das auch schon für SUV-Modelle. Hohe Entwicklungsund Produktionskosten sind dafür ausschlaggebend. So ist auch der Peugeot 4008 ein enger Verwandter des Citroën C4 Aircross und natürlich des Mitsubishi ASX. Stellt sich die Frage, ob es schlecht ist, ein Auto zu fahren, das gleich drei Markenwerkstätten im Fall der Fälle reparieren können. Ist es nicht. Die Identität der Marke kommt dank eigener Designlinie auch nicht unter die Räder, und wer ob der BackstageZusammenarbeit etwas weniger gut informiert ist, wird diese auch nicht leicht bemerken. Viel schlimmer wäre es, wenn Peugeot kein SUV in der Kompaktklasse anbieten könnte, haben doch die Franzosen in den letzten zwei Jahren eine recht komplexe Allradpalette auf die Räder gestellt. Man denke nur an die Dangel-Modelle bei den Kombis und Nutzfahrzeugen auf der einen und die Hybridmodelle auf der anderen Seite. Der 4008, der nur in der gehobenen Ausstattung Alure angeboten wird, integriert sich dank

eines mit Ausnahme der Seitenansicht sehr eigenständigem Design sehr gut in das französische Portfolio. Dazu passen auch die vielen serienmäßigen Komfortfeatures und die recht komfortable Fahrwerksauslegung. So gerüstet, macht er in allen Lebenslagen einen guten Eindruck und taugt zusätzlich für Ausflüge ins leichte Gelände – für das Bezwingen tief verschneiter Straßen sowieso. Im Test durfte er sogar seine Klettereigenschaften erfolgreich unter Beweis stellen. Zu Hause ist er wie die meisten seiner Artgenossen auch in der Stadt oder auf der Langstrecke.

Mit einem 150 PS starken Diesel­ motor (kombiniert mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe) ausgestattet, ist gar eine Art von Sportlichkeit spürbar und auch hinsichtlich des Raumangebots bietet er zumindest für vier Personen samt Gepäck ausreichend Platz. Bedingt durch seine nicht mehr brandneue Basis fehlen ihm die beim Mitbewerb optional erhältlichen elektronischen Features der neuesten Generation. Stattdessen bietet er ausgereifte und damit auch gute Qualität und das ist ja auch nicht verkehrt. «

Peugeot 4008 1.8 Hdi 150 FAP Allure MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 1.798 cm3 110/150 kW/PS 300 Nm bei 2.000–3.000

KRAFTÜBERTRAGUNG 6-Gang Schaltgetriebe – automatischer Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie – 5 Türen – 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) McPherson VO Mehrlenker HA BREMSEN Scheiben vorne innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange – servounterstützt

REIFEN 225/55 R18 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.340/1.800/1.635 mm Länge/Breite/Höhe: 2.670 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 416 max 1.167 l 1.495 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.060 kg Anhängelast: 1.400 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 11,5 s

Vmax: 198 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

6,8/4,9/5,6 7,3 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

146 g/km

PREIS E: ab 34.390,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: ca. 42.400,- inkl. aller Abg.

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Der Allradprofi im Süden Wien´s Mit fünf Marken und zwei Standorten zählt das Autohaus a.ebner zu den wichtigsten 4x4 Anbietern in Niederösterreich. Das als Familienbetrieb geführte Unternehmen mit Hauptsitz in Guntramsdorf, direkt an der B17, hat vor Kurzem das ehemalige Autohaus Schörghofer in Baden bei Wien (Waltersdorfer Straße 8–10) übernommen und nach umfassender Adaptierung neu eröffnet.

haben dabei ein oder mehrere entsprechende Modelle im Programm. Im Mittelpunkt stehen aber natürlich die neuen Modelle von Jeep und Hyundai. Der koreanische Hersteller Hyundai bietet aktuell mit dem neuen Santa Fe ein Oberklasse-Allradmodell zum Preis eines gut ausgestatteten Kompakt-SUV an und mit dem Grand Sante Fe und dem umfassend gelifteten ix35 erwartet a.ebner hier heuer noch zwei weitere wichtige Modelle. Viel Neues gibt es auch im Jeep-Angebot. Das betrifft neben dem Wrangler Sondermodell Moab auch die jetzt

Advertorial

So gestärkt, widmet sich a.ebner noch intensiver als bisher dem Thema Allrad. Alle fünf angebotenen Marken

lieferbaren LKW-Versionen des Wrangler und natürlich den überarbeiteten Grand Cherokee, der für den Sommer erwartet wird. Mit einer top motivierten Verkaufsmannschaft und einem Serviceteam, das über viele Jahrzehnten Erfahrung in Sachen 4x4 mitbringt, ist a.ebner jetzt in den Bezirken Mödling und Baden für viele die erste Adresse, wenn es um neue oder auch gebrauchte Allradmodelle geht. Davon, wieviel Fahrspaß im Wrangler steckt, durften wir uns bereits überzeugen. Alle Infos auch unter www.aebner.at

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eventR端ckblick // Auto-Salon Genf 2013

Allrad in allen Preis- und Leistungsklassen

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Die größte, jährlich stattfindende Automobilmesse Europas hat ganz klar gezeigt, dass ohne Allrad auch in Zukunft nichts geht.

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ach dem Krisenjahr 2009 sah es fast so aus, als würde das Thema Elektroauto mit all seinen Nachteilen unsere mobile Zukunft bestimmen. Diese Gefahr ist definitiv vom Tisch, das ist spätestens nach dem heurigen Genfer-Automobil Salon der gesamten Automobilbranche klar. Künftig geht es um sparsame SUV-Modelle, allradgetriebene Sportund Luxusmodelle und um jene Fahrzeuge, die dank Hybridtechnologie zum vollwertigen Allradler mutieren. Dass der Versuch, Kunden mit falschen Versprechungen zu locken, vermutlich keine dauerhafte Lösung darstellen wird, werden speziell all jene erfahren, die in Genf die Optik von SUV-Modellen mit nur zwei angetriebenen Rädern kombiniert haben. Hoch sitzen allein macht noch kein SUV aus, und wer das erste Mal mit seinem optischen SUV im Schnee stecken bleibt oder – noch schlimmer – von der nassen oder vereisten Straße abkommt, wird sich dieser Fahrzeuggattung künftig vermutlich fernhalten. So hat beispielsweise Volkswagen diese Problematik bereits erkannt und rüstet immer mehr „Cross“-Modelle

optional auch mit Allradantrieb für mehr Sicherheit bei jedem Wetter aus. Weitere namhafte Hersteller dürften diesem Vorbild schon bald folgen. Wer genau schaut, entdeckt zudem, dass viele jener Marken, die heuer in Genf auf zweiradgetriebene SUVModelle gesetzt haben, zuvor im Elektroauto die künftige Mobilität gesehen und dabei sehr viel Geld verloren haben. Natürlich wird es auch weiterhin Märkte geben, in denen 4x2 SUVs stark nachgefragt werden. Länder wie Österreich, die Schweiz oder auch der bayerische Teil Deutschlands werden vermutlich nicht dazu gehören. Als österreichisches Allradmagazin hatten wir in Genf aber ohnedies nur Augen für echte 4x4-Modelle und genau hier erwarten uns auch in Zukunft überaus spannende Modelle. Ein Messerundgang in Genf ist für versierte Ausstellungsbesucher eine Sache von ein paar Stunden oder, sofern genug Zeit vorhanden ist, auch ein Thema für mehrere Tage. Um Ihnen die bestmögliche Information zu liefern, waren wir drei Tage vor Ort. Wie es uns dabei erging, lesen Sie hier.

So klein und doch schon neun Gänge; das neue Getriebe für den Range Rover Evoque (li). Beeindruckendes Showprogramm bei Audi (o.) und viele Journalisten bei den Ständen (u.)

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eventRückblick // Auto-Salon Genf 2013

Oben der neue Toyota RAV4, wie er bereits beim Händler steht; darunter die Studie, wie eine Offroad-Variante des RAV4 aussehen könnte

Den Anfang des Genf-Rundgangs macht im Normalfall Toyota, ist doch der Stand des japanischen Weltmarktführers der erste, über den man nach dem Durchschreiten des Haupteinganges stolpert. Im Mittelpunkt hier der neue RAV4, den wir Ihnen in der nächsten Ausgabe mit allen Details vorstellen können. Dass es für Toyota nicht nur bei einem RAV4-Modell bleiben wird, zeigte die Studie eines auf Geländetauglichkeit getrimmten Modells auf Basis des RAV4. Gleich neben Toyota zeigte Lexus die neuen Modelle, wobei auch hier die allradgetriebenen Hybrid-Modelle wie der LS 600h oder der RX 450h im Mittelpunkt standen. Vis à vis der Stand von SsangYong und damit einer Marke, die in Genf ein Neuheiten-Feuerwerk abfeuern wollte. Stattdessen bot sich dem Besucher ein gelifteter, aber technisch nahezu unveränderter Rodius Van, der

dem Original immer noch sehr ähnlich sieht und eine Studie, die noch meilenweit entfernt von einem Serienmodell zu sein scheint. Jeep verriet am Salon, dass hier wieder kräftig in die richtige Richtung gewerkt wird. Beispiele dafür sind der neue Grand Cherokee, der im Sommer mit modernster Antriebstechnik zu uns kommt und der geliftete Compass. Neu ist auch das Geburtstagsmodell des Wrangler Rubicon, das durch verschiedene Sonderausstattungen das Herz jedes 4x4Fans höher schlagen lässt. Dass Allrad auch aus Luxuslimousinen nicht mehr wegzudenken ist, wurde am Stand von Maserati klar, wo der neue allradgetriebene Quattroporte stets umlagert wurde. Bei Citroën beschränkte sich das Allrad-Engagement heuer auf den DS5 Hybrid, während Nachbar Infiniti die brandneue Mittelklasselimousine Q50 mit optionalem Allrad durch

Hybridtechnologie anbieten wird. Neu bei Infiniti ist auch die Bezeichnung für das SUV-Topmodell FX, das ab sofort unter dem Namen QX firmiert. Allrad war heuer auch bei Kia ein Thema. Bei dem koreanischen Hersteller drehte sich dabei alles um die Studie Provo, die dank elektrisch angetriebener Hinterachse über Allradantrieb verfügt. Eine echte Allradoffensive durfte bei Mercedes-Benz erlebt werden. Nach einer sehr familiär gehaltenen Präsentation am Vorabend des ersten Pressetages, bei dem die S-AMG Modelle (S steht dabei immer für Allradantrieb) und der neue A45 (Vorstellung ab Seite 10) erstmals gezeigt wurden, bot auch der Mercedes-Benz-Stand am Salon viele neue Allradmodelle. Darunter die 4MATIC-Versionen der frisch ge­stylten E-Klasse und natürlich der brandneue CLA, der optional ebenfalls mit 4MATIC angeboten wird.

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Deutlich weniger Neues hatte der Nachbarstand von BMW zu bieten, wo der 3er-GT als bayerischer Star gefeiert wurde. Auch von diesem Modell wird in Kürze eine xDriveVersion verfügbar sein. BMW-Tochter Mini rückte den neuen Paceman und damit die zweitürige Version des in Graz gebauten Mini SUV-Modells in den Vordergrund. Anhand eines elektrisch angetriebenen Defenders verriet Land Rover, dass man sich auch auf der Insel mit alternativen Antrieben beschäftigt. Während dieses Modell über den Studien-Status wohl nie hinauskommen wird, soll die ebenfalls gezeigte NeungangAutomatik schon ab dem Modelljahr 2014 im Range Rover Evoque angeboten werden. Dass Europa zunehmend an Bedeutung für die internationale Automobilindustrie verliert, verriet uns Land Rover nicht zuletzt dadurch, dass man sich für die Premiere des neuen Range Rover Sport nicht Genf, sondern ein paar Wochen später die New York Motorshow ausgesucht hat. Leider nicht zu sehen war auch das Evoque Cabrio, das Insidern zufolge aber schon bald auf den Markt kommen könnte. Allrad war auch bei Jaguar in Form der Modelle XF und XJ zu finden.

Mit dem Ecosport hat auch Ford ein neues SUV mit nach Genf gebracht. Auch wenn offiziell nur die zweiradgetriebene Version vorgestellt wurde, darf davon ausgegangen werden, dass das 4x4-Modell schon bald folgen wird. Allrad soll es zudem auch für die nächste Mondeo-Generation geben, die voraussichtlich in Frankfurt im Herbst enthüllt werden wird. Auf ein minimales Facelift beim CX-5 beschränkten sich die Allradneuheiten bei Mazda, während Honda erstmals die sportliche Black Edition des neuen CR-V zeigte. Größer (plus 15 Zentimeter in der Länge) als bisher und technisch mit einer neuen Allradtechnologie (sie hält vier Fahrprogramme bereit) ausgestattet, präsentierte Suzuki den brandneuen SX4. Preis und Markteinführungstermine wurden in Genf noch nicht verraten. Das Ende des 4x4-Rundgangs auf Ebene 1 bil-

dete der Nissan-Stand, auf dem neben dem 2013er-Modelljahr des GTR auch ein Ausblick auf den neuen Murano in Form einer Studie gewährt wurde. Mit der Rolltreppe aufwärts in die 2. Ebene und damit in jenen Teil des Genfer-Automobil Salons, der fast schon traditionell von der Kraft des Volkswagen-Konzerns dominiert wird. Während Volkswagen den neuen Golf Variant inklusive Allrad zeigte, stand bei Skoda der neue Octavia Combi als Weltpremiere. Ab Sommer auch mit 4x4 Technik an Bord zu haben, ist dieses Modell der vielleicht gelungenste Kompromiss aus Platz, Design, Fahrspaß und Preis und damit eigentlich der Star des diesjährigen Salons.

Vier Stars auf einem Fleck: Golf Variant, Suzuki SX4, Skoda Octavia Combi und Ford Ecosport

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eventRückblick // Auto-Salon Genf 2013

Drei Stück des teuersten Lamborgini aller Zeiten werden gebaut und alle sind, wie in diesen Kreisen üblich, bereits verkauft

Ein echter Star zeigte sich auch auf dem Bentley-Stand. Mit 625 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h ist die neue Flying Spur-Limousine der schnellste und zugleich auch stärkste Bentley. Audi hatte die Neuauflage des RS6 und den RS Q3 als Zeichen maximaler Sportlichkeit auf die Bühne geschoben und Porsche den neuen Cayenne S Diesel. Ebenfalls dem VW-Konzern zugehörig, wenngleich auf eine sehr abgehobene Art und Weise, präsentierte sich Lamborghini mit dem Veneno. Nur drei Mal gebaut und exakt drei Millionen Euro teuer – die vielleicht exklusivste Art, in einem Lamborghini Platz zu nehmen. Ausverkauft ist die Kleinstserie natürlich auch schon.

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Um „Längen“ besser: Der Grand Santa Fe verbindet die Vorzüge des normalen Santa Fe mit sieben Sitzplätzen

mit einem Dieselhybrid darf hier ein spannendes Modell erwartet werden. Erhältlich wird der neue Pickup aber voraussichtlich erst 2015 oder noch später sein. Schon in wenigen Wochen kommt dafür der ebenfalls gezeigte Outlander-Hybrid zu uns.

Nach so viel Luxus ist die Praxistauglichkeit der neuen Hyundai-Modelle eine willkommene Abwechslung. Die Koreaner zeigten den neuen Grand Santa Fe, der ganz im Stil des neuen Sante Fe mehr Radstand und sieben Sitzplätze offeriert, während das doch recht umfassende Facelift des ix35 nur Insidern wirklich ins Auge sprang. Letzterer ist deutlich aufgehübscht worden und ab dem Spätsommer auch in Österreich verfügbar. Noch deutlich früher kommt der technische Zwillingsbruder des Opel Mokka, der Trax, zu uns, der am ChevroletStand zu sehen war. Designelemente eines neuen L200 verriet Mitsubishi mit einer Pickup-Studie. Ausgestattet Ein kleiner Brauner heißt in Genf mitunter Mokka. Für Opel bedeutet dieses Modell, einen großen Schritt in Richtung Zukunft zu machen. Technisch ident, der rote Chevrolet Trax, der ab Juni zu uns kommt. Gewagt: Die Pickup-Studie aus dem Hause Mitsubishi mit Hybrid-Dieseltechnik an Bord (rechts unten)

Allrad in allen Modellreihen hieß es auch bei Cadillac. Aktuell mit nur einem Händler in Österreich vertreten, will Cadillac in Europa weiter wachsen und das gelingt mit neuen Modellen wie dem ATS nun mal am besten. Den Abschluss des Messerundganges bildete der Stand von Opel, wo mit einem speziell ausgestatteten Mokka ein Modell zu sehen war, das nicht zuletzt durch den optionalen Allradantrieb schon jetzt sehr lange Lieferzeiten aufweist. «

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Eventr端ckblick // Tuning Genf

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Nichts, was es nicht gibt. Einzige Voraussetzung dafür ist das nötige Kleingeld, wie es nicht mehr nur in der Wüste, sondern auch in China und Russland zu finden ist. Ein Streifzug durch das Angebot in Genf.

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ennen Sie den Witz vom Unternehmensberater und dem Schafhirten? Da kommt einer unaufgefordert, gibt Antworten, die man bereits wusste und nimmt sich dann anstelle des vereinbarten Schafs den Hirtenhund als Honorar, weil er ihn für das versprochene Schaf hält. So ähnlich ist auch die Situation in der obersten Preisklasse des Tuninggeschäfts. Da kommt jemand, baut ein ohnedies schon perfektes Auto um und verlangt dann ein Mehrfaches des Listenpreises. Überraschend viele Superreiche können mit dieser Idee etwas anfangen und viele von ihnen

wurden in Genf erwartet. Anders ließe sich das enorme Tuningangebot nicht erklären. Alle waren sie gekommen, um ihre immer stärkeren und damit auch immer teureren Modelle zu präsentieren. Neu ist dabei der Abschied von dezenten Tuningmaßnahmen und der Hang hin zu Farben, die einem die Augen verdrehen. Der neue Range Rover in Hochglanz-Pink, die G-Klasse in einem Gelb, das selbst Biene Maja erblassen ließe und ein Bentley in Metallic-Rot samt schwarzer Motorhaube. Da bot Audi/VW Tuner MTM mit dem silberglänzenden R8 zumindest auf den ersten Blick eine willkommene

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Eventr端ckblick // Tuning Genf

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Abwechslung. Wer den Audi jedoch näher betrachtete, entdeckte unweigerlich den knallroten Innenraum, der ganz bestimmt auf Kundenwunsch gefertigt wurde. Den Gegenpol zu den grellen Erscheinungen boten jene Marken, die mit matten Lackierungen oder Beklebungen die zuvor umgesetzte optische Brutalität wieder ein wenig entschärfen wollten. Auch dafür sind Kunden ganz offensichtlich bereit, sehr viel Geld locker zu machen. Kurios und faszinierend zugleich war, wie viele Tuner sich in diesem Jahr dem Land Rover Defender angenommen haben. Rennsitze mit weißer Kunststoffschale, an der Monitore für die Unterhaltung der Passagiere in der zweiten Reihe angebracht sind, waren ebenso zu sehen wie der Kühlergrill der ersten Land Rover-Generation am jüngsten Modell. Dass Luxus auch praktisch sein kann, verriet MTM am Beispiel eines knapp

500 PS starken VW T5, dessen Innenraum auf Knopfdruck zum Luxusschlafzimmer mutiert. XXL-Fernseher, Minibar und Kaffeemaschine natürlich inklusive. Bei soviel Tuning mussten sich die Designer größte Mühe geben, um überhaupt einigermaßen aufzufallen. Gelungen ist das beispielsweise mit einem höhergelegten Audi R8, der hinsichtlich seines Designs an die Neuauflage des Lancia Stratos erinnern sollte, was er auch tat. Deutlich bodenständiger war da schon der Auftritt der klassischen Tuner wie Brabus, Alpina oder Carlsson, die sich in erster Linie auf feine Optimierungen der Technik und maximalen Luxus im Innenraum konzentrierten. Zu sehen waren aber auch viele neue Edelmarken aus dem Segment der Gepäckhersteller. Feinstes Leder, geschmückt mit dezenten Logos, maßgeschneidert für die spär-

lichen Platzverhältnisse in Supersportwagen. Damit gelingt es ganz einfach, die Kosten eines Kleinwagens in zwei, drei Reiseutensilien zu investieren und ganz offensichtlich wird auch davon reger Gebrauch gemacht. Das gilt auch für Kofferraumausstattungen, die es der Dame von Welt erlauben, einen ganzen Schönheitssalon immer mit dabei zu haben. Das dadurch eingeschränkte Raumangebot werden die betroffenen Herren hoffentlich artig hinnehmen. Genf war 2013 im Tuningbereich bunt wie nie zuvor und auch wenn das eine oder andere Exponat hinsichtlich der Belastung der Geschmacksnerven zu hinterfragen war, haben doch alle Aussteller von den teuren Farbklecksen profitiert. Sie waren es, die den Salon deutlich bunter und damit auch interessanter gemacht haben. «

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lifestyle // Range Rover Sport

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An English man in New York Land Rover präsentiert den dynamischen Bruder des Range Rover im Big Apple und scheut sich dabei nicht, ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen.

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er größte Markt für den Range Rover Sport sind die Vereinigten Staaten und dort werden die meisten Autos wiederum in New York verkauft. In keiner anderen Stadt der Welt rollen mehr Range Rover Sport herum, wie man bei Land Rover stolz betont, was aber auch nicht schwer ist, weil es nicht viele Städte gibt, die größer sind als die Heimat von Sex and the City. Laut Wikipedia sind es exakt drei Metropolregionen, wie man die Städte samt Speckgürtel neumodisch nennt: Tokio, Seoul und Mexico City. In der Liste der Millionenstädte liegt New York „nur“ auf Platz 15 (Wien vergleichsweise auf 139), deutlich hinter Lagos und knapp vor Kinshasa, Teheran und Lima, also allesamt Städte, die nicht für gutbürgerlichen Wohlstand und ausgeprägten Hang zur stylishen geldvernichtenden Selbstdarstellung bekannt sind. Denn einen Range Rover kauft man sich, um der Subway wochentags zwischen Uptown und Downtown im Schritttempo aus dem Weg zu gehen und um am Wochenende von Manhattan nach Long Island zu fahren, nach Glen Cove oder in die Hamptons. Gut, der Straßenzustand im Big Apple ist nicht immer der feinste, da sollen die Lamborghinis bitte in Miami Beach

bleiben und die Bentleys in Brentwood und Pacific Palisades, aber die bekannt großzügig dimensionierte Geländegängigkeit, die den Produkten von Land Rover serienmäßig beigelegt wird, dürfte dann doch nicht täglich nötig sein, und auch das gutbürgerliche Strandhaus an der Atlantikküste wird im Regelfall straßenseitig erreichbar sein. Ohne 85 Zentimeter tiefe Schlaglöcher. Trefflich fügt es sich jedoch, dass der Big Apple seine eigene Automobilausstellung besitzt und selbige zu den wichtigeren Terminen im Jahresreigen zählt. Also wurde der neue Range Rover Sport am Vorabend des ersten Messetages der Weltöffentlichkeit präsentiert. Als Chauffeur konnte der ohnehin nur alle zwei Jahre zur Rettung der Welt ausrückende und somit heuer an Freizeit laborierende Daniel Craig gewonnen werden. Glücklicherweise zeigte der Brite, dass das routinemäßige Aufarbeiten von Automobilen nur auf der Leinwand sein tägliches Brot darstellt – zur Sicherheit war dennoch der Weg quer durch Downtown Manhattan zur Veranstaltungshalle, dem James Farley Post Office gegenüber des Madison Square Garden, großzügig abgesperrt. (Wir sprechen dabei immerhin von der 8th Avenue.) Vielleicht hatte man auch

Angst, dass der Geheimagentendarsteller vom rechten Weg abkommen könnte, aber sooo schlecht ist die zugegebenermaßen sehr vorgestrige Navigrafik auch wieder nicht. Dass sich die Verkehrssituation im ohnehin nicht gerade flüssigen New Yorker Abendverkehr dadurch nicht wirklich verbessert hat, sei dahingestellt. Ein Video im Internet zeigt den weiten Weg des neuen Range Rover vom britischen Gaydon nach New York. Dramaturgisch inszeniert, cineastisch geschönt, wie man es aus Hollywood gewöhnt ist. Dezent werden erste Designdetails beim Verladen in den Container in Zwischenschnitte verpackt, auf die Sicherung der kostbaren Fracht wird hingegen gepfiffen. In den New Yorker Docks öffnet sich der Spezialcontainer und das Auto nimmt die letzten Kilometer in Angriff. Wir sehen die Fahrt über die Manhattan Bridge, durch einen gesperrten Tunnel mit Wasserspielen und Klettereinlage, bis zur punktgenauen Landung auf dem Drehteller. Mr. Craig schnallt sich ab, steigt aus, winkt einmal kurz in die Menge und geht wortlos ab. Filmgerecht inszeniert bis zum letzten Augenblick – Craigs gefühlte Anwesenheit beträgt knapp 007 Sekunden. «

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unterwegs // Audi Q5 Lech am Arlberg

Kulinarische Gipfelstürme

Skiorte werden längst nicht mehr nur wegen ihrer tollen Pisten gestürmt. Die Gäste wollen deutlich mehr. Das gilt besonders für die Gastronomie.

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ie Idee, in Lech eingeschneit zu werden, ist etwas, das den Vorarlberger Nobelskiort auf eine besondere Art und Weise von seinen Mitbewerbern wie Kitzbühel oder Sölden abhebt. Man sucht den Luxus und bekommt eine Portion Abenteuer gleich mit dazu. Verantwortlich dafür ist die wilde Bergwelt, die mitunter ihre eigenen Spielregeln hat. Früher einmal war es so, dass ein eingeschneiter Ort in den Alpen schon nach kurzer Zeit mit zu wenig Nahrung oder mangelnder medizinischer Betreuung konfrontiert war. In Lech muss man sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Die Vorratsspeicher der Hotellerie sind so groß, dass die Gäste auch Wochen ohne Nachschub auskommen können und die niedergelassenen Ärzte besser ausgestattet sind, als so manches Landesklinikum.

Solange die Straßen offen sind, ist Lech auch ein Eldorado für all jene, die ihren 4x4 unter winterlichsten Bedingungen testen wollen. Lange Anstiege, eine Kettenpflicht, die oft nur für zweiradgetriebene Fahrzeuge gilt und jede Menge Kurven, da macht schon die Anreise richtig Spaß. Wer dann unter der Woche auch gern einmal die Ski gegen ein Auto tauschen möchte, kann sich diesen Wunsch bei einem Winter-Fahrtraining, wie es beispielsweise Mercedes-Benz in Lech anbietet, erfüllen. Unabhängig, ob den ganzen Tag Auto oder Ski gefahren wurde, am Abend kommt der Hunger, das gilt sogar für jene, die nur in der Sonne gelegen sind. Zwar sind Lech und die angrenzenden Gemeinden mit teils ausgezeichneten

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Skihütten ausgestattet, um auch untertags nicht zu verhungern, doch Winterals auch Sommersport verlangen nach einem besonderen Abendessen. Dieses wird in Lech nicht nur in den vielen Top-Hotels auf sehr hohem Niveau serviert, sondern ganz besonders auch in den eigenständigen Restaurants und Gastwirtschaften in und rund um den vielleicht schönsten Wintersportort des Landes. Anstatt das eigene Auto aus den Schneemassen zu befreien, ist es des Abends sinnvoll, stattdessen Skibusse, Nachttaxis oder Raupenfahrzeuge zu nutzen, sind sie doch alle mit sehr versierten Chauffeuren ausgestattet, und sogar der Privat-Chauffeur kommt immer noch billiger als eine Führerscheinabgabe, wie sie nach ein paar Schnäpsen auch hier obligatorisch ist. Ohne Auto lässt es sich der Bezeichnung Weltgourmetdorf deutlich entspannter auf den Grund gehen, speziell dann, wenn die Anfahrt zum Restaurant einem echten Fahrerlebnis gleichkommt. So erwartet ein echter Hägglund und damit eines der geländetauglichsten Kettenfahrzeuge der Welt all jene, die ihr Abendessen im Älpele, ein paar KiloSo erwartet ein echter meter außerhalb von Hägglund und damit Zug zu sich nehmen eines der geländetaugwollen. Gereicht

lichsten Kettenfahrzeuge der Welt all jene, die ihr Abendessen im Älpele, ein paar Kilometer außerhalb von Zug zu sich nehmen wollen.

werden wahlweise Fondue-Variationen oder erlesene Steaks und sofern es der eigene Magen noch zulässt, führt kein Weg am großartigen Kaiserschmarrn als Nachspeise vorbei. Untergebracht ist man dabei in sehr alten, von dunklem Holz geprägten Räumen, die trotz voller Auslastung ihre Heimeligkeit nicht verlieren. Für die gebotene Qualität gehen die Preise völlig in Ordnung, auch wenn die Hägglund-Fahrt nochmals extra zur Verrechnung gelangt. Ganz einfach mittels Taxi erreichbar ist der Arlberg-Klassiker, die Rote Wand. Ländlich rustikal eingerichtet, wird

hier eine überraschend moderne Küche geboten. Ausgezeichnet mit zwei Gault Millau Hauben, ist Qualität ebenso garantiert wie Preise, die diese Auszeichnung rechtfertigen. Dafür bekommt man dann aber auch ein entsprechendes Service und qualitativ hochwertige Speisen geboten. Gleich ums Eck, kulinarisch fast noch eine Spur ergiebiger und irgendwie ein Stück bodenständiger gelegen, ist das s‘Achtele. Reinkommen und Wohlfühlen, um nach intensivem Studium der Karte dann doch den Empfehlungen des Kellners zu folgen. Die betriebsame Atmosphäre wirkt nie störend, wenn es darum geht, sich auf die regionalen Qualitätsprodukte der ausgezeichneten Küche zu konzentrieren. Zudem erlaubt die umfangreiche Weinkarte Ausflüge in alle Welt. Hier will man wieder herkommen. Zu Fuß aus ganz Lech erreichbar ist das speziell bei einem Publikum, das bis zur Pension noch etwas Zeit hat, sehr beliebte hus8. 1760 erstmals urkundlich erwähnt und erst 1997 zum Wirtshaus umgebaut, gilt es hier, den Kopf einzuziehen, um nicht an einem der vielen Balken anzuschlagen und auch an den Tischen sind die Platzverhältnisse recht knapp geschnitten. Nur so gelingt es der Familie Walch, zumindest einen Großteil der Tischanfragen positiv zu beantworten. Auch hier

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unterwegs // Audi Q5 Lech am Arlberg

bietet die ganz bewusst recht ländlich gehaltene Wirtshaus-Küche (das Wort Restaurant will hier niemand hören) hohe Qualität zu einem für Lech geradezu günstigen Preis. Da empfiehlt es sich dann, nach abgeschlossener Labung den guten Schnaps anstelle des dürftigen Kaffees zu wählen. Nochmals günstiger und auch italienisch wird das Abendessen dann, wenn es in die Schneggarei geht. Mit dem Charme einer modernen Holzhütte ausgestattet, gelingt es hier, auch nach Pistenschluss eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Viel Licht, helles Holz und die vielleicht beste Pizza des Arlbergs, dazu eine Bar, an der gefeiert, aber nicht gegrölt wird, wodurch sich die direkt an der Piste gelegene Schneggarei auch für die Großfamilie eignet.

samt nicht spürbar teurer als die Massenabfertigungen, die man aus anderen Skigebieten kennt. Hier kommt man gern auch des Abends her, tagsüber sowieso.

Eine Schneegarantie ist für Lech fast obligatorisch; schön ist es hier aber auch im Sommer

Auch wenn es sich hier nur um eine kleine Auswahl der gastronomischen Speerspitzen von Lech beziehungsweise Zug handelt, muss an dieser Stelle noch ein Lokal unbedingt erwähnt werden. Geeignet für all jene, die gern auch zu Mittag gut essen und für jene, die möglichst früh

zu Abend essen, eignet sich Hagen´s Dorf Metzgerei. Wer hier nicht nur zum Einkaufen vorbeikommt, nimmt auf klassischen Heurigenbänken Platz und wird, egal was man von der Karte wählt, mit herausragender Fleischqualität belohnt. Wer im Appartement wohnt, kann natürlich auch alles mitnehmen, aber vor Ort schmeckt es einfach noch ein ganzes Stück besser. Jetzt ist Saisonschluss in Lech und nach einer kurzen Regenerierungspause geht es mit Vollgas in die Sommersaison, in der all die angeführten Betriebe natürlich auch geöffnet haben.

Sportlich muss hingegen sein, wer des Abends den Weg rauf zur Rud Alp zu Fuß bewältigt. Definitiv eine der besten Skihütten der Alpen. Hier wird traditionelle Skihütten-Kost auf einem Qualitätslevel serviert, wie man ihn einfach nicht erwarten würde. Dazu flinkes und zugleich höfliches Personal und insge-

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Q(5)uattro Ein Allradmagazin kommt nicht herum, auch bei kulinarischen Ausflügen auf 4 angetriebene Räder zu vertrauen. In diesem Fall bot sich der neue Audi Q5 als ideales Reisefahrzeug an, das uns von Wien nach Genf und anschließend mit einem längeren Zwischenstopp am Arlberg auch wieder sicher zurück nach Hause brachte. Ausgeführt in der stimmigsten Version mit dem wunderbaren SechszylinderDiesel samt Automatikgetriebe und einem ziemlich kompletten Paket an Sonderausstattungen war der Q5 nicht nur ein luxuriöser, sondern zugleich auch überaus sparsamer Begleiter. 7,0 Liter Durchschnittsverbrauch in der Schweiz, 7,6 Liter in Kombination mit Deutschland und Österreich, sind für

ein Auto dieser Größe ein beeindruckender Wert. Speziell in Kombination mit der Souveränität aus Leistung und Traktion, mit der jede Bergwertung zu sportlichen Höchstleistungen motiviert. Autobahntechnisch ist, sofern erlaubt, 200 km/h ein Wert, der schnell erreicht und ohne Komforteinbußen problemlos gehalten werden kann. Vermisst haben wir eigentlich nur Keyless Go und beim Entfernen von Tonnen an Streusalz in der Waschstraße elektrisch anklappbare Seitenspiegel. Natürlich gelingt das auch manuell, was für uneingeweihte Zuschauer aber nach einem unkontrollierten Vandalenakt aussieht. Gelungen ist auch das optische Understatement durch die zierlichen 17-ZollRäderchen, die anstelle der sonst üblichen 19-Zöller mon-

tiert waren und damit die Radhäuser gerade einmal bedeckten. Aufgefrischt durch allerlei Feintuning an Karosserie und Leuchten sieht man dem gelifteten Q5 die Jahre, die er bereits auf dem Markt ist, in keiner Art und Weise an. Das freut auch in Lech, wo ein Q5 als besserer Kleinwagen durchgeht. Letzterem ist der Audi durch ein ordentliches Raumangebot für 4 Personen samt überschaubarem Gepäck natürlich dramatisch überlegen. Zweifellos gibt es spannendere Reiseautos, aber wer darauf keinen besonderen Wert legt, bekommt die Klassenlosigkeit eines Golf mit dazu. Genau das ist es, was sich viele andere Hersteller viel Geld kosten lassen würden, wenn es denn zu kaufen wäre. «

Die SUV-Dichte in Lech ist noch deutlich höher, als in den allermeisten anderen Skiorten der Alpen

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event // Land Rover Tschechien

Das andere Links Land Rover zeigt das Facelift des Freelanders und den neuen Range Rover – und erfreut die Gäste der Medien mit Fahraktivitäten, die ihresgleichen suchen.

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eise rieselt der Schnee. Still und starr ruht – nein, kein Gewässer. Es ruht das ehemalige Panzerübungsgelände der tschechischen Armee in Písek unter der weißen Pracht, die seit Tagen unermüdlich vom Himmel fällt und aus kleinen, unbedeutenden Nebenstraßen eindrucksvolle Fahrerlebnis-Teststrecken macht. Weniger still ist hingegen der Defender. Er nagelt stoisch im Standgas vor sich hin und zieht behäbig seine Runden zwischen den grellorange leuchtenden Plastikpylonen und dem historischen Plumpsklo. Gerade noch haben die Vertreter der österreichischen Printund Onlinemedien die geheizten Sitze des brandneuen Range Rovers ge-

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nossen, mit der Massagefunktion des Denn die Pedale befinden sich im FußGestühls herumgespielt oder die Far- raum des Beifahrers, vor dem Fahrer ist ben der indirekten LED-Beleuchtung nur das belederte Lenkrad, das sich geper Touchscreen verstellt, jetzt stehen ringfügig in Form, Farbe und Funktion sie bis zu den Knien im Schnee. Neben vom Serienstandard unterscheidet. Der den Haberkornhuterln. Das Fahren vorliegende Ausstattungsgrad ist eine, mit Standgas ist definitiv keine schwie- in liebevoller Handarbeit entstanderige Aufgabe für den geländeaffinen ne, Einzelanfertigung und nennt sich Klassiker aus Land Rovers Produkt- „Reziprok“ – mit anderen Worten: palette. Für den Fahrer ist die Aufga- Drehst du links, fährst du rechts. Und be hingegen durchaus diffizil. Halt, umgekehrt. Das funktioniert überraKorrektur: Für die Fahrer – sind doch schend gut auf den ersten Metern, aber gleich zwei Personen mit dem Lenken kaum fährst du ein Stückerl geradeaus, beschäftigt. Die Richtungsvorgabe wird ist alles vorbei. Die tief sitzenden Reper Seilzug ferngesteuert erledigt, ein flexe sind wieder da, du lenkst in die wenig Absprache im Zweierteam ist gewohnt richtige Richtung, die jetzt unbei diesem „Onlinegewohnt die falsche Wettbewerb“ also ist und schnell findet Drehst du links, fährst vonnöten, um auf man heraus, warum du rechts. Und umgeder zeiteffizienten der Freelander mit Ideallinie zu bleiSchneeketten an kehrt. Das funktioniert ben und dennoch den Start geht. Ein überraschend gut auf keine Hütchen mit Team buddelt sich den ersten Metern, der Hinterachse in gar so tief ein, dass aber kaum fährst du die Horizontale zu die Schubkraft der befördern. versammelten (und ein Stückerl geradeaus, mit schwarzen Land ist alles vorbei. Nicht weniger inteRover Experienceressant ist die zweite Jacken verkleideten) Aufgabe, die Land Rovers Presseteam Gelben Engel benötigt wird, um den gemeinsam mit den humorvollen In- Freelander wieder auf den Parcours zu struktoren der ÖAMTC Fahrtechnik bringen. Damit ist die bisher gute Zwiin den böhmischen Schnee gezaubert schenzeit natürlich Geschichte – dass hat: Diesmal dürfen beide Personen im die beiden dennoch jede Menge Spaß Auto Platz nehmen, von Entspannung hatten, ist ihnen noch am späten Abend ist im Freelander jedoch keine Rede. am breiten Grinsen anzusehen. «

Ihil moluptatiur? Nem. Ga. Enimus ut es et venihil lautatum re, comnihici cupta que natus, que simusciliqui tectem a dolorum unt et ex essum sundaectior

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rückblick // absolut allrad 2013

Mittendrin statt nur dabei. 35.000 Besucher trafen in Salzburg auf ein überschaubares Allradangebot.

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ach der Vienna Autoshow präsentierte sich die 4wd auch auf der absolut allrad als das österreichische Allradmedium. Unterstützt durch die Pappas-Gruppe, die den neuen Mercedes-Benz ML am 4wd-Stand präsentierte, war dieser ein stets gut besuchter Anlaufpunkt für alle Fragen rund um das Thema Allradantrieb. Auch wenn die Zahl der ausstellenden Marken auf der absolut allrad heuer erneut zurückgegangen ist, bot sie den wenigen Verbleibenden eine gute und

zugleich auch sehr große Bühne. Ein Großteil der insgesamt 35.000 Besucher der Hohen Jagd (die Messe, an der die absolut allrad hängt) schaute auch bei den 4x4-Ausstellern vorbei, wenngleich sich das Interesse natürlich in erster Linie auf Waffen, Kleidung und Jagdreisen konzentrierte. Mitsubishi begegnete dieser Vorgabe mit einem L200 Pickup, der nach den Wünschen seines Besitzers seitens Denzel auf maximale Jagdtauglichkeit getrimmt worden war. Für die detaillierten Erklärungen stand zudem

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Offroad-Profi Christian Karlberger an allen Messetagen zur Verfügung. Mehr für den Weg ins Revier als direkt fürs Revier geeignet, zeigte sich die neue Hyundai Palette, bei der speziell der neue Santa Fe stets umlagert war. Hektische Betriebsamkeit auch bei Volkswagen, wo mehrere Amarok und T5 Versionen ebenso zu sehen waren wie ein allradgetriebener Crafter. Die 4x4-Kraft der Marke Skoda zeigte sich am Nachbarstand von VolkswagenNutzfahrzeuge mit den Modellen Octavia 4x4 und Superb 4x4. Mit einer Vielzahl an Modellen war auch Isuzu auf die absolut allrad gekommen. Dies bot den Besuchern die Möglichkeit, nicht nur alle Kabinenvarianten, sondern auch ein Modell mit einer aufgebauten Tischer-Wohnkabine live zu erleben. Traditionell stark war

auch das Engagement von Suzuki. Sowohl der neue Jimny, als auch der ebenfalls modifizierte Grand Viatara waren in sämtlichen Modellvarianten zu sehen. Bedingt durch das Fehlen vieler großer Marken durften sich die Zubehöranbieter über ein gesteigertes Kundeninteresse freuen. So nutzte beispielsweise Taubenreuther die absolut allrad für die erstmalige Präsentation eines komplett umgebauten Ford Ranger. Ausgestattet mit Spezialfahrwerk vom Old Man Emu, ARBHardtop und Dachzelt stach dieses Modell auch hinsichtlich seiner Höhe heraus. Ebenfalls mit an Bord hatte der Taubenreuther Ford Ranger eine Warn-Seilwinde, ein Schubladensystem für die Ladefläche und natürlich entsprechende Geländereifen. Abge-

rundet wurde das 4x4-Angebot durch die Quad Spezialisten Arctic Cat, Polaris und CanAm sowie durch einen Bekleidungsanbieter, der einen jagdgrünen Land Rover Defender als Besuchermagnet auf seinem Stand platziert hatte.

Isuzu präsentierte den neuen D-Max mit Wohnkabine und als praktischen Kipper. Ein neuer ML war am 4wd Stand zu sehen

Als Jagdmesse hat sich die Hohe Jagd einmal mehr behauptet, als Allradmesse hat sie hingegen nochmals an Bedeutung verloren. Verantwortlich dafür war die Automesse Salzburg, die drei Wochen später am gleichen Gelände stattfand, wodurch viele Aussteller die Entscheidung getroffen hatten, nur einmal und dann auf der regional wichtigeren Automesse auszustellen. «

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VORSCHAU

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+ + + In letzter Minute + + + Harrach siegt im Lavanttal: Zwei spannende Tage bot die Lavanttal Rallye – powered by car4you. Mit knapp 40 Sekunden Vorsprung auf den amtierenden Rallye-Staatsmeister Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S 2000) konnte Beppo Harrach (Mitsubishi EVO IX R4) den dritten Lauf zur Rallye ÖM 2013 für sich entscheiden. Den dritten Platz am Stockerl sicherte sich mit Gerwald Grössing ein weiterer Mitsubishi-Pilot. In der Meisterschaft führt weiterhin Baumschlager mit vier Punkten vor Harrach. Der nächste Lauf zur Rallye ÖM findet in Form der Wechselland Rallye vom 3. bis 4. Mai statt.

Die Highlights im nächsten HefT Mercedes-Benz GL Chevrolet Trax

VW Crafter

Land Rover EKTW 2013: Bereits zum fünften Mal geht heuer der von Land Rover veranstaltete Einsatzkräfte-Team-Wettbewerb über die Bühne. Gefordert sind einmal mehr jene Menschen, die ehrenamtlich Tag für Tag alles geben, um ihren Mitmenschen zu helfen. Die Anmeldung kann ab sofort unter www.ektw.at erfolgen. Nach einer Vorauswahl von 150 Teams durch die Jury finden im Sommer die Ausscheidungswettkämpfe in den Bundesländern statt. Die besten 30 Teams treffen beim Finale aufeinander. Der Hauptpreis: Die Heimorganisation fährt ein Jahr lang Discovery.

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04/2013

Mercedes-Benz CLS

Die großen Messen machen Pause und damit bleibt viel Zeit, um die neuesten Allradmodelle zu erfahren. Angemeldet haben sich bereits die Mercedes-Benz Modelle GL und CLS Shootingbreak sowie der kleinste Allradler aus dem Hause Fiat, der Panda. Gespannt sind wir auch schon auf den Chevrolet Trax, an dessen Steuer wir erste Eindrücke sammeln werden. Maximalen Fahrspaß verspricht der Offroadtest mit einem umfassend modifizierten VW Crafter. Neben all den Autos wird es aber auch viel über sommerliches Zubehör und über die steuerlichen Vorteile von Pickup-Modellen zu lesen geben. Nicht fehlen darf natürlich auch die eine oder andere Lifestylegeschichte. Die neue Ausgabe des 4wd Magazins ist Anfang Juni im Handel.

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