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four wheel drive 02/13

ALLRAD LIFESTYLE ABENTEUER

Spannend

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Verkaufspreis: EUR 5,– // GZ 12Z039269 M // P.b.b. Verlagspostamt 3400 Klosterneuburg

Eindrücke der Rallye Dakar

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4MOTION für den Golf

Elegant

Mit den Katzen auf der Eisbahn

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Konsequent

Vierradantrieb für die Langstrecke

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Spezial Fulda-Challenge

Der ultimative Härtetest für Mensch und Maschine. Wir waren vor ORT. 4wd-titel 02-13 **!ros_ok.indd 1

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So haben Sie den Caddy noch nie gesehen! Der neue Caddy Country lässt Sie nicht im Stich: Mit Berganfahrassistent, Nebelscheinwerfer und verfüg­barem 4MOTION Allradantrieb an Bord bringt er Sie sicher an jeden Ort. Optional gibt es weitere wertige Ausstattungshighlights wie beispielsweise Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenfahrlicht. Der authentische Offroad-Charakter und die robuste Optik bilden ein individuelles und unverwechselbares Erscheinungsbild. Auch die auf Wunsch erhältliche und auffallende Lackierung Viperngrün Metallic sorgt für ordentlich Style.

Der neue Caddy Country ab sofort bestellbar.

Der Produktname Caddy® ist ein eingetragenes Markenzeichen von Caddie S.A. und wird von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit f­ reundlicher Genehmigung von Caddie S.A. benutzt. Symbolfoto.Verbrauch:

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5,1 – 6,7 l/100 km, CO2-Emission: 137 – 174 g/km.

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In Paris präsentierte Suzuki eine Studie des neuen allradgetriebenen Crossover- Modells. Das hier noch teilweise verdeckte Serienmodell steht Anfang März in Genf. Mehr dazu dann in der nächsten Ausgabe der 4wd

Liebe Leserinnen und Leser, Unmengen an Schnee und Eis haben diesen Winter ebenso geprägt wie durch intensive Regenmengen ausgelöste Überflutungen. Glücklich, wer diesen Wetterkapriolen zumindest im Auto mit Allradantrieb und passendem Reifenmaterial trotzen konnte. Bereits ab einem Neuwagenpreis von rund 20.000 Euro ist es hierzulande nicht mehr nachvollziehbar, warum immer noch Menschen (es werden aber stets weniger) lieber in ein Navigationssystem als in vier angetriebene Räder investieren, ist doch der Allradaufpreis kleiner denn je zuvor und gute Navigationseinheiten gibt es alternativ zum Preis einer Garnitur Schneeketten im Zubehörhandel. Wir hatten in den letzten zwei Monaten das Glück, der weißen Pracht stets mit

unglaublich guten und zum Teil auch sehr teuren Modellen zu trotzen. So hat uns der neue Range Rover nach Kitzbühel ebenso begleitet wie zur Jänner-Rallye. Mit dem Porsche Cayenne GTS sind wir mal schnell nach Berlin gereist und mit dem VW Passat Alltrack konnten wir uns ein Bild von den Vorbereitungen zur Ski-WM in Schladming machen. Zwischendurch haben wir im Thomatal (Mitsubishi EVO IX mit NokianSpikereifen) und in der Faistenau (neue Jaguar Allradmodelle) auf teils spiegelblankem Eis getanzt. Ganz ohne Auto ging es hingegen zur FuldaChallenge nach Kanada, was nicht weniger eindrucksvoll war, und auch die Vienna Autoshow haben wir verkehrsbedingt mit der U-Bahn schneller und bequemer als mit dem Auto erreicht.

Zwei Monate echtes Allradwetter liegen hinter uns und damit genug Zeit, um Ihnen ein Magazin zusammen zu stellen, in dem die neuesten Modelle ebenso wenig zu kurz kommen wie eine Vielzahl an Reportagen. Vor uns liegt mit der „absolut allrad“ die wichtigste heimische Allradmesse des Winters, auf der wir das Ihnen vorliegende Magazin am 4wd-Stand einem breiten Publikum präsentieren werden. Sollten Sie dort sein, schauen Sie doch bei uns vorbei!

Herzlichst Ihr Johannes Mautner Markhof

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INHALT

Die Produktoffensive von Jaguar beschert uns zwei neue Allradmodelle. Die erste Ausfahrt hat uns auf die Postalm und in die Faistenau geführt

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4wd

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02/2013

Augenblick .................................................................4 Erstkontakt . ...............................................................6

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Modellvorstellung Jaguar XJ/XF......................................................... 10 Subaru Forester ................................................ 12 VW Golf VII ............................................................ 14 Fahrerlebnis Opel Insignia . ....................................................... 16 Suzuki Jimny ........................................................ 20 Mercedes-Benz ML ....................................... 24 Land Rover Range Rover . ........................ 26 Kia Sorento ............................................................ 34 Porsche Cayenne.............................................. 36 VW Passat Alltrack. ....................................... 44

36

Dauertest Ford Ranger ........................................................... 46 Lifestyle Fiat Allrad ................................................................ 30 Eistraining Thomatal .................................... 52 Schwerpunkt Motorsport ............................................................. 58

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Unterwegs Fulda-Challenge . ............................................... 40 Automobilmessen Rückblick VAS .................................................... 54

12Rubriken Editorial

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Zwei Brüder fahren nach Dakar

Ohne neuen Besucherrekord, aber dennoch mit extrem gut besuchten Hallen, hat die Vienna Autoshow das Autojahr 2013 würdig eröffnet

46 Allradfeeling pur genießt man am besten abseits des öffentlichen Straßennetzes. Das Thomatal bietet jede Menge Platz dafür

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. ........................................................................ 1 Termine....................................................................... 64 Vorschau .................................................................. 64 In letzter Minute. ............................................... 64

Lederers Medienwelt A&W Verlag GmbH, Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Tel.: 02243 36840-0, Fax: 02243 36840-593 E-Mail: redaktion@4wd.co.at, Internet: www.4wd.co.at, www.autoundwirtschaft.at Herausgeber: Helmuth H. Lederer Geschäftsführer: Gerhard Lustig Prokurist und Verlagsleiter: Philipp Hayder Chefredakteur: Johannes Mautner Markhof Chef vom Dienst: Ing. Alexander Seger Redaktion: Ing. Alexander Seger, Stefan Schmudermaier, Alexandra Seger, Mag. Severin Karl, Mag. Heinz Müller Bildredaktion: Ing. Alexander Seger, Johannes Mautner Markhof, Nikolaus Mautner Markhof, ampnet, Red Bull Grafik & Layout: graphics – A. Jonas KG Inkustraße 16, 3400 Klosterneuburg Marketing Leitung: Stefan Binder Projektleitung: Hartwig Scheicher Marketing: Wolfgang Bindberger Anzeigenverwaltung: Annemarie Lust Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Vertrieb: Valora Services Austria Gesellschaft mbH, St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif/Salzburg Bezugspreis: Jahresabonnement (6 Ausgaben + 1 ALLRADKATALOG) Inland: € 30,– exkl. 10 % MwSt (Einzelpreis Inland: € 5,– inkl. 10 % MwSt) Bankverbindung: Bank Austria, UniCredit Group, BLZ 12000, Konto-Nr. 51844 097 901, IBAN = AT63 1200 0518 4409 7901, BIC = BKAUATWW UID = ATU57361312 Gerichtsstand: LG Korneuburg, FN 238011 t Verbreitete Auflage: 10.000 Stück Jahrgang 28; Erscheinungsweise: 6-mal jährlich Grundlegende Richtung: unabhängige Allradzeitung, für die, die diese Sparte lieben Manuskripte: Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Sie werden nur retourniert, wenn Rückporto beiliegt.

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NEWSFLASH

TOPAKTUELL

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AUGENBLICK

So sehen echte Sieger aus Eduard Nikolaev hat als Kamaz Mechaniker die Dakar kennen und lieben gelernt. Heuer gelang ihm mit gerade einmal 28 Jahren ein 端berlegener Sieg in der Truck Wertung. Eingefangen hat diesen besonderen Moment das Team vom Red Bull Mediahouse.

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erstkontakt REPORT

Im Luxussegment wünschen sich immer mehr Kunden vier angetriebene Räder. Ein Wunsch, den jetzt auch Maserati beim neuen Quattroporte erhört

allrad-Boom in Detroit Ein Prototyp der dritten MDX Generation der Honda Edeltochter Acura; ausgestattet wie die bisherigen Modelle mit sieben Sitzen und jedem erdenklichen Luxus er zog die Blicke auf sich

Der kleine Bruder des CLS heißt CLA und bietet unter anderem den geringsten Luftwiderstandswert aller Serienautos; optional auch mit 4MATIC

Mit dem Cross Blue will Volkswagen künftig vorwiegend in Nordamerika Kunden aus dem Midsize-Segment locken. Mit an Bord auch Hybridtechnologie

Leicht geliftet präsentierte sich der Jeep Grand Cherokee in Detroit. Nicht zu sehen, aber viel wichtiger als die optischen Retuschen, sind die neue Achtgangautomatik und der verbrauchsoptimierte Dieselmotor mit 240 PS

Mit dem 4er-Coupé, das in Detroit als Concept gezeigt wurde, bringt BMW eine neue Zahl bei den Modellreihen ins Spiel. Wenig überraschend soll schon bald ein X4 folgen und damit das SUV Angebot vervollständigen

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Sie wünschen sich´s? Er hat´s!

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erstkontakt REPORT

Der Trax wird kommen

Auch wenn wir uns noch ein paar Monate gedulden müssen, ist das Interesse am neuen Chevrolet SUV bereits jetzt sehr groß

Baustellenprofi Mit dem neuen Arocs erneuert Daimler jetzt auch das Angebot bei den hochgeländetauglichen Trucks. Auf Wunsch werden hier vier Achsen angetrieben, wodurch auch die schlammigsten Baustellen problemlos befahren werden können Weil Wohnwagen nicht gleich Wohnwagen ist, hat die US-Kultmarke Airstream zwei europataugliche Modelle im Angebot

Lebenszeichen In der letzten Zeit ist es rund um das Angebot der Marke SsangYong zumindest in Österreich sehr still geworden. Um das zu ändern, hat man für den Autosalon in Genf eine spektakuläre Studie angekündigt, die das XL-SUV Rodius schon bald ablösen soll

Green Erstmals in der VW Geschichte hat mit dem Caddy ein Modell, das den Namen Cross trägt, optional auch einen Allradantrieb an Bord

Erstmals wird ein in Europa gefertigtes Hardtop für den Dodge Ram angeboten. Verantwortlich dafür ist Style-X

hornet

Wer bereit ist, eine halbe Million Euro für ein G-Modell zu zahlen, hat ab sofort bei Brabus die Möglichkeit dazu

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REPORT

Starparade In der Sonne von Miami präsentierte Lamborghini den Aventador Spyder. Der Flughafen bot dabei die Möglichkeit, das Potenzial dieses Modells erlebbar zu machen

Camping

Zugkräftig Kaum ein Modell, für das der deutsche Spezialist Rameder nicht eine Anhängekupplung anbieten kann. Das ganze Sortiment präsentierte Rameder kürzlich auf der AutoZum in Salzburg

Der Komfort eines Wohnmobils ist nicht unbedingt an der Größe messbar. Mit dem Tecamp zeigt Terra Camper ein voll alltagstaugliches Wohnmobil auf Basis eines allradgetrieben VW T5 Modells

Im Straßenbild ist der Nissan Juke ein oft gesehenes SUV. Wie er ab Werk noch viel schöner aussehen kann, verät das neue Nismo Modell

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Modellvorstellung // Jaguar Allradmodelle

Wasserscheu war gestern. Mit Allradvarianten der Modelle XF und XJ setzt jetzt auch Jaguar auf von äußeren Bedingungen unabhängigen Fahrspaß.

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er an dieser Stelle darauf hofft, dass es den XF Estate in einer vermutlich nur für Österreich relevanten Ausstattung ab sofort mit Diesel und Allradantrieb gibt, muss an dieser Stelle zumindest zur Zeit leider enttäuscht werden. Vielmehr hat Jaguar mit den ersten Allradmodellen seit dem X-Type auf die große Relevanz von 4 angetrie-

benen Rädern am besonders wichtigen nordamerikanischen Markt reagiert. Dort liegt der Marktanteil von 4WDModellen im Segment der Oberklasse-Limousinen bei rund 95 Prozent, während selbst in den schneereichen Regionen Europas immer noch deutlich weniger Kunden auf eine Ganzjahrestauglichkeit ihrer Limousinen Wert legen.

Einen neuen Range Rover als Abschleppwagen gibt es nur bei Jaguar. Gebraucht wurde er aber nie

In Anbetracht des Aufpreises, der sowohl beim XF als auch beim XJ im Bereich von 5.000 Euro angesiedelt ist, kann aber davon ausgegangen werden, dass auch hierzulande viele XF- und XJ-Interessenten dem Allradmodell den Vorzug geben werden. Kombiniert ist der gemeinsam mit Land Rover entwickelte und nur rund 50 Kilo schwere Allradantrieb immer mit einer

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8-Stufen-Automatik und dem 3,0 LiterKompressor-Motor, der klangvolle 340 PS leistet. Lieferbar ist er dabei leider nur für die viertürige Limousinenversion. Anlässlich der Präsentation auf hei­ mischem Boden bot sich bereits die Möglichkeit, beide Modelle unter teils sehr winterlichen Bedingungen zu fahren. Während man auf trockenem Asphalt und auch bei regennasser Fahrbahn kaum Notiz vom neuen Allradantrieb nimmt, macht sich dieser auf Schnee und Eis überaus positiv bemerkbar. Im Normalfall wird die Vorderachse nur beim Anfahren dazu ein- und bereits bei 10 km/h wieder abgeschaltet. Die restliche Zeit über reagiert das System, ausgelöst über verschiedene Sensoren, die die Bedingungen bis zu 100-mal pro Sekunde überprüfen. Für den Winter steht zusätzlich ein „Snow“-Programm bereit, das dafür sorgt, dass stets 30 Prozent der Antriebskraft zu den Vorderrädern geleitet wird. Damit, und mit hochwertigen Winterreifen ausgestattet, durften wir bei der ersten Ausfahrt bereits die über viele Kilometer verschneite und zum Teil vereiste Mautstraße auf die Postalm unter die Räder nehmen. Beschützt durch ESP und Traktionskontrolle haben beide Jaguar-Modelle

selbst mit extremen Anstiegen kein Problem und auch der Fahrspaß kommt dabei nie zu kurz. Um die Grenzen der neuen Jaguar Allradmodelle erlebbar zu machen, stand auch ein abgesperrtes Testareal in der Faistenau bei Salzburg zur Verfügung. Hier ließ sich zusätzlich zur Fahrsicherheit auch der Fahrspaß mit teilweise oder voll deaktiviertem ESP (danke dafür an Jaguar) ausgiebig erfahren. Bei aller technischer Ähnlichkeit der Modelle XF und XJ sind Unterschiede hinsichtlich Handling und Abstimmung überraschend deutlich spürbar.

Mit einer Fülle an Fahrzeugen rückte Jaguar zum ersten Testtag auf heimischem Boden an

Unabhängig vom Belag ist der große XJ auf der Straße nicht nur das agilere, sondern auch das deutlich schnellere Auto, was nur zum Teil am Mindergewicht von 50 Kilogramm, sondern in erster Linie an der moderneren Lenkung und dem besseren Fahrwerk liegt. Auf Schnee und Eis ist wiederum der XF überlegen, der im Grenzbereich leichter zu kontrollieren ist. Beide Modelle räumen dabei grundlegend mit dem Vorurteil auf, dass britische Katzen besonders wasserscheu seien. «

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Modellvorstellung // Subaru Forester

S Auftakt in Langenlois In den verschneiten Weinbergen rund um Langenlois am südlichen Ende des Waldviertels feierte die 4. Generation des Subaru Forester ihren Marktstart.

ubaru mag ein Händchen dafür haben, dass sich bei Pressevorstellungen immer das passende Wetter einstellt. Zuletzt beim Impreza, der einen ganzen Tag auf dem zugeschneiten Wachauring gefahren werden konnte. Diesmal ging es um den neuen Forester und damit um jenes Modell, das sich seit der ersten Generation vom höhergelegten Allradkombi hin zu einem echten SUV entwickelt hat, während der zumindest leicht geländetaugliche Outback die Rolle des alten Forester eingenommen hat. Der neue Forester hat dem Mitbewerb gehorchend rundum ein paar Zentimeter zugelegt, was ihn aber nicht daran hindert, dank der für dieses Segment beeindruckenden Bodenfreiheit von 220 Millimetern auch für regelmäßige Ausflüge abseits der Straße gut geeignet zu sein. Ideal motorisiert präsentiert er sich dafür mit dem bekannten 147 PS starken Boxer-Dieselmotor, der Leistung und Verbrauch sehr gut in Einklang bringt und gleichzeitig für ein Alleinstellungsmerkmal der Subaru-Modelle sorgt.

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Da überrascht es dann doch, dass alle wesentlichen technischen Neuerungen dem in Österreich deutlich weniger relevanten Benzinmodell mit 150 PS vorbehalten bleiben, während sich aus technischer Sicht beim durchwegs 3.000 Euro teureren Dieselmodell kaum etwas ändert. Das gilt für das neue Automatikgetriebe genauso wie für die zeitgemäße StartStopp-Automatik. Auch das neue Fahrerassistenz-System X-Mode, das sich bis Tempo 40 darum kümmert, die vorhandene Kraft in Traktion umzusetzen, ist ausschließlich für den Benziner lieferbar, was angesichts der in das X-Mode-System integrierten Bergabfahrhilfe nochmals unverständlicher wirkt. Gerade beim Forester wäre die Kom­ bination aus Diesel und Automatikgetriebe samt dem durchaus spürbaren X-Mode-System eine tolle Sache. Es bleibt als einziger Trost, dass das ESP jetzt auch den Anhänger in seine Steuerung mit einbezieht, was der Fahrsicherheit entgegenkommen sollte.

Positiv fallen dafür der in vielen Zügen neugestaltete Innenraum, der nochmals auf jetzt 505 Liter gewachsene Kofferraum, die eine Spur höhere Sitzposition und die jetzt bei allen Forester Modellen serienmäßige Niveauregulierung an der Hinterachse auf. Beim Topmodell „sport“, das ausschließlich als Diesel angeboten wird, sind zudem eine elektrische Heckklappe und ein großes Glasschiebedach serienmäßig an Bord. Der ab sofort beim Händler anzu­ treffende, neue Forester kostet als Benziner mit manuellem Sechsganggetriebe mindestens 30.990 Euro und mit Automatik inklusive „comfort“ Ausstattung 36.990 Euro. Die Dieselpreisliste beginnt bei 33.990 Euro für den „classic“ und endet bei 43.990 Euro für das „sport“-Topmodell. «

Das X-Mode Programm steht zur Zeit nur für den Benziner mit Automatik zur Verfügung. Möglicherweise könnte aber schon am Autosalon in Genf ein dieseltaugliches Pendant präsentiert werden

Traktion bei jedem Wetter. Die Allradmodelle der Pappas Gruppe.

Wenn es um Sicherheit geht, fahren die Allradmodelle der Pappas Gruppe ganz vorne mit – egal ob auf oder abseits der Straße, bei Regen, Laub, Schnee oder Eis. Bei uns finden Sie das richtige Fahrzeug für diese Bedingungen: Wählen Sie aus 64 Modellen an Allradlimousinen und -kombis, Offroader, Geländewagen und Großraumkombis der Marken Mercedes-Benz und Jeep. Der Winter kann kommen. Die Pappas Gruppe – 22x in Österreich.

4wd / 02-2013 / 13 Unternehmen der Pappas Gruppe sind: Georg Pappas Automobil AG, Pappas Automobilvertriebs GmbH, Retterwerk GmbH, Konrad Wittwar Ges.m.b.H.

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Modellvorstellung // VW Golf 4MOTION

In sechster Generation

Mit Ausnahme des Golf 1 bot VW das Modell, das bis heute ein ganzes Segment prägt, immer mit Allradantrieb an. Ab sofort auch im Golf 7.

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iemand weiß, ob sich das Thema Allradantrieb im heimischen Markt auch ohne Zutun des Golf so etabliert hätte wie das heute der Fall ist. Bereits 1986 zeigte sich der Mitbewerb vom Erfolg von 4 angetriebenen Rädern in dieser Klasse überrascht. Noch viel überraschender aber ist, dass die Konkurrenz hier in mehr als 25 Jahren nicht in der Lage war beziehungsweise ist, ihre Modelle optional ebenfalls mit Allradantrieb auszustatten. Zwar bot Mazda vor vielen, vielen Jahren auch den damaligen 323 mit Allrad an und auch Lancia hatte mit dem Delta seinerzeit ein charismatisches Pendant zum Golf parat, doch das war es dann auch. Einzig Subaru bot mit dem Impreza bis vor Kurzem eine Alternative

zum Allrad-Golf, hat diese aber still und heimlich auslaufen lassen, indem man den neuen Impreza erst gar nicht am österreichischen Markt eingeführt hat, während BMW vor Kurzem in Form des optional mit xDRIVE angebotenen 1er erstmals auch in der Kompaktklasse mit Allradantrieb vertreten ist.

Die universelle Einsetzbarkeit des Golf wird mit vier angetriebenen Rädern nochmals unterstrichen

Modelle (zu Beginn hießen sie noch syncro), und anstelle sich auf den Lorbeeren auszuruhen, wird dieser nicht nur im alpinen Bereich sehr geschätzte Golf auch hinsichtlich des Allradantriebs ständig weiter entwickelt. Das erklärt, warum wir es jetzt bereits mit der fünften Generation der zu Beginn oftmals gescholtenen Haldex-Kupplung zu tun haben. Gut, die perma-

Volkswagen nimmt diese Situation dankend zur Kenntnis, verkauft Jahr für Jahr ein paar tausend 4MOTION-

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nente Verteilung der Antriebskraft auf alle 4 Räder ist so gesehen immer noch nicht auf quattro-Level, was aber in Wirklichkeit nur die Sportler und die Käufer eines Golf R nachhaltig beschäftigt. Für alle anderen reicht das automatisch und neuerdings gar vorausschauend agierende 4MOTION-System (das natürlich auch kostentechnisch günstiger ausfällt) völlig aus, um bei jeder Witterung sicher unterwegs zu sein. Wer schon einmal mit dem Audi Q3 geschotterte Steilhänge erklommen hat, weiß ob der Traktion dieses auch dort integrierten Systems. In der Golf-Klasse geht es aber nicht darum, Steilhänge zu erfahren, sondern zusätzliche Sicherheit anzubieten, die sich nicht unnötig im Verbrauch niederschlägt. Minus 15 Prozent oder 0,8 Liter weniger im Vergleich zum schon recht sparsamen Golf 6 mit 4MOTION lautet hier die Ansage von Volkswagen, die zum Teil natürlich auch auf den neuen Motoren

basiert. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies 4,5 Liter Durchschnittsverbrauch für den 105 PS starken Diesel und 4,7 Liter für das mit 150 Diesel PS zur Zeit stärkste Allrad-Modell des Golf. Erreicht wird dieser Wert immer in Kombination mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Mindestens ebenso eindrucksvoll wie der Verbrauch ist die erlaubte Anhängelast von 1.900 Kilogramm, mit der der Golf sogar viele SUV-Modelle übertrifft.

getriebes auf Wunsch alle Komfortund Sicherheitsoptionen, die auch für das Standardmodell bereitstehen. Hinsichtlich der Preisgestaltung des ab sofort lieferbaren Golf 4MOTION geht es bei 25.530 Euro für den 1,6 TDI los, das topausgestattete Modell Sky auf Basis der 2,0 TDI markiert mit 32.370 Euro das obere Ende der aktuellen Golf-Allrad-Preisliste. «

Der mit Ausnahme des 4MOTIONSchriftzugs nicht von den frontgetriebenen Modellen zu unterscheidende Golf wird in den bekannten Ausstattungsvarianten Trendline, Comfortline, Highline und Sky angeboten und bietet mit Ausnahme des Doppelkupplungs-

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fahrerlebnis // Opel Insignia

Jetzt mit 195 winterfitten PS Die Frage, ob der frontgetriebene Insignia nicht vรถllig ausreicht, stellt sich heute nicht.

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inen gefühlt halben Meter Neuschnee haben die Nachtstunden mit sich gebracht, dazu stürmischen Wind, der die wenigen geräumten Stellen spiegelglatt macht. In Ermangelung einer ausreichenden Zahl an Räumfahrzeugen verhängt die Exekutive kurzerhand Kettenpflicht und denkt dabei keine Sekunde an den Motorjournalisten, der noch nie ein Presseauto mit Ketten im Kofferraum übernommen hat. Das sind die Tage, an denen Allrad und fein strukturierte Winterreifen wichtiger sind als eine Klimaanlage bei 40 Grad plus. Und auf die verzichtet bei ähnlichen Kosten, wie sie die zwei zusätzlich angetriebenen Räder bescheren, bestimmt keiner. 30 Kilometer Eis und Schnee und dabei geht es ständig bergab. Der morgendlichen Müdigkeit zum Trotz ist maximale Aufmerksamkeit gefordert. Leicht rutschend in die Kehre hinein und knapp vor Hälfte der Kehre aufs Gas, um das Heck elegant nach zu ziehen. Das funktioniert mit dem Insignia 4x4 ganz wunderbar, zumindest so lange, bis einem der Schneepflug in einer Kehre begegnet. Dann wird aus der ursprünglichen Eleganz schnell ein hektisches Treiben. Kurze Nervosität stellt sich auch ein, als der Fahrer eines frontgetriebenen Mitbewerbsmodells etwas zu intensiv auf die Bremse tritt, rechts

an der Steinwand anschlägt, daraufhin nach links verreißt, dort die Leitplanke trifft und beim Gegenpendler von der Felswand in Zeitlupe auf die Seite gelegt wird. Rund 30 Meter später ist das rutschige Vergnügen vorbei, die Seitenwand Schrott und der Unglücksfahrer unverletzt dem Beifahrerfenster entstiegen.

hinsichtlich der Ausstattung sorgen im Testwagen in weiterer Folge die bei der Bestellung gemachten Kreuze bei essentiellen Dingen wie Premium-Leder, Navigation, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, Panorama-Glasschiebedach und natürlich beim OPC-Exterieur-Paket inklusive Spoilerlippen an den Stoßfängern, Seitenschweller, Heckspoiler und verchromten Auspuffendrohren.

Natürlich sind solche Situationen auch mit einem Allradauto möglich, aber zumindest bei einem einigermaßen routinierten Fahrer (wie wir es natürlich alle sind) weniger wahrscheinlich. Gedanken, für die ich mir bis zur salznassen Brennerautobahn Zeit lasse, während ich Opel dafür danke, dass Winterreifen und Allrad in einem gut 50.000 Euro teuren Insignia Standard sind. Da ist es auch egal, dass es sich dies­ mal nicht um die OPC-Version mit der sagenhaften Akustik beim Kaltstart, sondern um die jüngste Turbodieselversion handelt. Genauer gesagt, um den neuen BiTurbo, der in der Lage ist, 195 PS bereitzustellen, die von einer Sechsgangautomatik verwaltet werden. Dazu passt dann auch die elegante Ausstattungsstufe namens Cosmo, die nicht nur dynamisches Bi-Xenon Kurvenlicht, sondern auch eine ZweiZonen-Klimatisierungsautomatik, Premium-Sitze und vieles andere mehr beinhaltet. Für echtes Oberklasse-Feeling

In der Mittelkonsole trifft gelungenes Design auf eine gar große Anzahl an Funktionstasten

Ohne dabei die Wichtigkeit eines ent­ sprechenden optischen Auftritts herabwürdigen zu wollen, ist die Frontkamera um auf den ersten Blick recht teure 1.528,04 Euro das deutlich wichtigste Extra (nach dem Allradantrieb), beinhaltet sie doch auch die Radarsteuerung für den Tempomaten, der auch vor automatischen Gefahrenbremsungen nicht zurückschreckt. Wer den Insignia auf der Langstrecke einsetzt, wird nur noch in Ausnahmefällen, beispielsweise, wenn die Kamera zugeschneit ist, den rechten Fuß zur Geschwindigkeitsregulierung beiziehen, auch wenn der Automat dabei etwas weniger sparsam mit dem Dieseltreibstoff agiert als dies ein versierter Fahrer/eine versierte Fahrerin kann. Komfort darf schließlich auch etwas kosten, speziell, wenn es dafür zusätzliche Sicherheit im Paket dazu gibt.

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fahrerlebnis // Opel Insignia

Der Insignia BiTurbo ist aber nicht nur ein entspannter Kilometerfresser, der sich mit Ausnahme des viel zu großen Lenkrades keine echten Schnitzer leistet, sondern auch ein echter Kombi. So passen die legendären Infinity Kappa 8 Boxen, die man mit viel Glück um 250 Euro am Hausflur angeboten bekommt, problemlos in den um die vorgeklappte Rückbank erweiterten Laderaum. Auch ausgewachsene Hunde passen in den großen Laderaum und nach ein paar Tagen hat sich auch der dümmste Vierbeiner daran gewöhnt, dass die Heckklappe automatisch schließt und damit jede Flucht unmöglich macht.

Wer die volle Leistung mittels Kickdown abruft, bekommt im Gegenzug sehr viel Traktion geboten (oben). Der ebene Laderaum ist auch mit großgewachsenen Hifi Boxen nicht überfordert (unten)

Auch wenn der Unterschied zur nominal 35 PS schwächeren, schon bisher angebotenen Kombination aus Diesel und Allradantrieb nicht so spürbar ist, wie man es vielleicht vermuten würde, und der Verbrauch bedingt durch ständiges Nutzen des Abstandstempomaten in Verbindung mit der Automatik durchaus noch einen halben Liter geringer ausfallen könnte, sind die fairen 2.500 Euro Aufpreis für das Topmodell zumindest eine gute Investition ins eigene Ego. Nicht nur, weil ein Winter wie der heurige immer wieder mal passieren

kann oder dann und wann ein angezuckerter Acker den Wunsch nach ein paar Minuten Driftvergnügen hervorrufen kann, gilt es, auf den optionalen Allradantrieb keinesfalls zu verzichten. Damit das auch Ihr Chef so sieht, reicht es, sich auf die Aktionspreise von Opel zu berufen. Dort steht ganz klar geschrieben, dass das Allradmodell preislich sogar unterhalb des Listenpreises für die gleichwertig ausgestattete Frontantriebsversion aufgestellt ist. Dass auch die zweiradgetriebenen Modelle derzeit in den Genuss von Sonderkonditionen kommen, hat man dann einfach übersehen. «

Opel Insignia Sports Tourer Automatik Cosmo MOTOR

BiTurbo Dieselmotor

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 1.956 cm3 143/195 kW/PS 400 Nm bei 1.750–2.500

KRAFTÜBERTRAGUNG 6 Gang Automatikgetriebe, adaptiver Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie - 5 Türen - 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) McPherson VA Querlenker HA BREMSEN Scheiben vorne innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange - servounterstützt

REIFEN 245/40 R19 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.908/1.858/1.520 mm Länge/Breite/Höhe: 2.737 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 540 1.843 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.435 kg Anhängelast: 1.800 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,2 s

V-max: 220 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 8,6/5,4/6,6 8,9 Diesel Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

174 g/km

PREIS E: ab 44.750,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 51.225,93 inkl. aller Abg.

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Die ŠKODA 4x4 Allradmodelle.

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Verbrauch: 5,4–10,2 l/100 km. CO2-Emission: 141–237 g/km.

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Fahrerlebnis // Suzuki Jimny

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Jetzt mit Hutze auf der Haube Der Zwerg unter den Offroad-Klassikern wird ab sofort mit einer umfassend aufgepeppten Front geliefert.

N

icht dort, wo der Enzian blüht, sondern dort, wo sonst mit federleichten TrialMotorrädern herumjongliert wird, dorthin führte uns der Weg mit dem neuen Suzuki Jimny. Als eines von insgesamt 2 echten Geländewagenmodellen in der Kompaktklasse (alternativ steht nur noch der russische Lada Taiga zur Wahl) ist der kleine Suzuki ein Auto, das bei Förstern, Jägern und Schneeräumern unverändert hoch im Kurs steht. Schmal genug für verwinkelten Waldwege, geländetauglich genug, um auch wirklich fast jeden Hochsitz trockenen Fußes zu erreichen und kräftig genug,

um jede Menge Schnee vom Gehsteig zu schieben. An diesen Tugenden hat Suzuki anlässlich der Erneuerung des Jimny nicht gerüttelt und so ist er technisch mit dem bisherigen Modell ident. Geändert hat man vielmehr die Frontansicht in Form einer neuen Stoßstange und eines schmäleren Kühlergrills und quasi als Draufgabe trägt der Jimny jetzt eine Turbo-Hutze auf der Motorhaube, auch wenn sich kein Turbo darunter breit macht. Wozu auch? Vielleicht wollen die Japaner ihrem geländetauglichen Zwerg mit all den Verjüngungsmaßnahmen einfach nur

zusätzlichen Rückenwind beim Markenhändler verschaffen, in dem die Verkäufer den Jimny als neues Auto anbieten können. Was gegen diese These spricht ist, dass die ohnedies überschaubare Serienausstattung sogar bei der mittleren Ausstattung Special um das praktische CD-Radio reduziert wurde, was bei aller Kostenoptimierung vielleicht doch etwas weit geht und die Verkäufer in Erklärungsnotstand bringt. Wer das nicht versteht, wird erst recht nicht verstehen, warum bei Wahl des optionalen Automatikgetriebes das CD-Radio wiederum inkludiert ist.

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Fahrerlebnis // Suzuki Jimny

Wie dem auch sei, der neue alte Jimny ist aus der Sicht des Fahrers ganz und gar unverändert. Gierig schnappt der 85 PS Benzinmotor nach Drehzahlen, während er die gerade mal 1.060 Kilogramm Leergewicht beachtlich vehement nach vorn schiebt. Menschen jenseits der 1,80 Meter Körpergröße tun gut daran, vor Fahrtantritt die Winterjacke beiseite zu legen, um eine Restbewegungsfreiheit sicher zu stellen, und wer sein rechtes Knie nicht zu weit nach außen lehnt, hat auch kein Problem, den Schalthebel exakt zu

Das Jimny Cockpit bietet genau soviel wie für den Betrieb notwendig ist. Das gilt sowohl für die Ausstattung als auch für das Raumangebot

führen. Die Idee, Sitzhöhe oder Lenkrad verstellen zu können, darf an dieser Stelle gleich wieder verworfen werden. Mehr Platz hat da schon der Beifahrer und einigermaßen bequem präsentiert sich gar die zweite Reihe, die für unsportliche Menschen jedoch kaum zu erreichen ist und hinter der sich Platz genug für die eine oder andere Laptop-Tasche findet. Wer täglich ins Revier muss, wird dies

alles vermutlich nicht stören. Mehr als 2 Personen sind da ohnedies nie an Bord und sind die Rücksitze erst einmal ausgebaut, finden dort nicht nur Gewehrhalter und Gummistiefel, sondern auch eine Wildwanne locker Platz. Zusätzlich kann natürlich noch ein Anhänger gezogen werden, der mit 1.300 Kilogramm (gebremst) sogar deutlich über dem Eigengewicht des Jimny liegt. Wenn der Asphalt hinter einem und verworfenes Gelände vor einem liegt, dann ist dieser Suzuki am besten Weg, seiner Berufung zu folgen.

Suzuki Jimny 1,3 VX Benzin MOTOR

Reihenmotor

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 1.328 cm3 62,5/85 kW/PS 110 Nm bei 4.100

KRAFTÜBERTRAGUNG 5-Gang-Schaltgetriebe mit Untersetzung zuschaltbarer Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU Leiterrahmen mit aufgeschraubter Karosserie, 3 Türen, 4 Sitze

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 3.695/1.600/1.705 mm Länge/Breite/Höhe: 2.250 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 113 max 816 l 1.060 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 1.420 kg Anhängelast: 1.300 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 14,1s V-max: 140 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

8,9/6,0/7,1 9,2 Benzin

CO2-AUSSTOSS

162 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) Kugelumlauf servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

190 mm 300 mm 34/46 Grad (v/h) 31 Grad

FELGEN/REIFEN 205/70 R15

PREIS E: ab 14.990,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 16.590,- inkl. aller Abg.

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Starrachsen mit Schraubenfedern BREMSEN Scheiben/Trommel

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Mit aktivierter Untersetzung krabbelt er unabhängig vom Untergrund jeden Steilhang hinauf, baut dabei sogar mit dem Straßenprofil der Serienbereifung jede Menge Traktion auf und stoppt erst weit hinter jenem Punkt, an dem die Physik im Normalfall zum Tragen kommen sollte. Ähnlich beeindruckend wie die Klet­ tereigenschaften des Jimny sind die Wege, die mit ihm befahren werden können. Überall, wo 2 Fußgänger nebeneinander Platz haben, kommt der Suzuki auch durch. Sogar bisher ausschließlich Trial-Motorrädern vorbehaltene Strecken am Gelände des Two Oaks Offroadtrainings lassen sich mit entsprechender Vorsicht bezwingen. Außenstehende werden dabei den Verdacht nicht los, es handle sich um ein ferngesteuertes Auto, so knapp ist hier der Raum zwischen den Bäumen – und bergauf/bergab geht es natürlich auch. Wie jeder andere anständige Gelände­ wagen auch – so viele gibt es von dieser Spezies ohnehin nicht mehr – kann natürlich auch der Suzuki hinsichtlich seiner Offroad-Kompetenz nochmals optimiert werden. Gröberes Reifenprofil und eine dezente Höherlegung zählen dabei zu den einfachen Aufgaben. Möglich sind aber auch eine Seilwinde an der Front oder ein kompletter Unterfahrschutz. Notwendig wird dies nur dort sein, wo tiefe Spurrillen, Wasser und steiniger Untergrund lauern. Gefallen kann das angesprochene Zubehör aber natürlich auch jenen, die den Jimny dank der neuen Lufthutze und der neuen Front erstmals als echten Geländewagen wahrnehmen und künftig nicht nur im Gelände, sondern auch im Citydschungel richtig gut aussehen wollen, ohne dafür unnötig viel Geld auszugeben.

Sogar bisher ausschließlich Trial-Motorrädern vorbe­ haltene Strecken lassen sich mit entsprechender Vorsicht bezwingen.

Die nicht unbedingt weit her geholte Idee eines deutschen online-Magazins, die Hutze auf der Haube würde einen Turbodiesel ankündigen, wird zumindest aktuell vehement dementiert und macht angesichts der mit einer Dieselmotorisierung in der Regel verbundenen höheren Kosten auch nicht wirklich Sinn. «

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fahrerlebnis // BMW 320d xDrive / Mercedes ML 250 CDI

Mit dem Einzug der kalten Saison brachte BMW den Allradantrieb in die neue Dreier-Reihe.

seiten werden mö neu, hängt vom

Freude am Sparen

W

ie immer ist die ganze Sache eine der Faulheit. Da schraubt uns BMW einen Fahrerlebnisschalter ins Auto, auf dass wir uns entscheiden: Sport oder Eco, denn wer mag schon Normal sein? Aber: Wer will schon jedes Mal, wenn der Vierzylinder zum Leben erwacht, sein grünes Gewissen mit dem blau gefärbten Eco Pro Modus beglücken und dazu extra in der Mittelkonsole herumdrücken? Eben.

Luxus pur bietet BMW gegen entsprechende Zuzahlung auch im neuen 3er. Der XDRIVE Schriftzug am Heck informiert über das Plus an Traktion

Und so fahren wir unseren Dreier einfach in der nach jedem Start automatisch vorgewählten Normal-Programmierung, mit hohem Autobahnanteil durch Besuche in St. Pölten (ja, beim Onkel). Vor allem beim ungenierten Ausnutzen der motorischen Drehzahlreserve faszinieren nach wie vor die sauberen, nahezu unmerklich ablaufenden Schaltvorgänge der Achtgang-Automatik. Wer in diesem Auto selbst 6 Schaltstufen sortiert, der hat daheim auch noch einen Schwarz-Weiß-Fernseher. Inklusive Testbild, Bundeshymne und Rauschen. Denn die formidable Automatik schaltet nicht nur feiner, als es ein Wesen aus Fleisch und Blut zusam-

menbringt, sie drückt auch den Spritkonsum (im Gegensatz zum Kaufpreis freilich, aber Bequemlichkeit lässt man sich gern etwas kosten). Trotz der bereits zeitgerecht zum ers­ ten Schnee des Herbstes aufgezogenen Winterpneus gibt es nur Lobesworte für die Laufruhe in allen hierzulande legalen Geschwindigkeitsbereichen zu vermelden. Abgerundet wird der Testeinsatz durch reichlich Kurzstrecke, wo der Murl kaum warm wird – und dennoch landen wir mühelos bei

ausgesprochen schlanken 5,8 Liter Testverbrauch. Respekt! Auf den permanent wirkenden, in­ telligent die Antriebskraft verteilenden Allradantrieb weisen nur dezente Aufschriften hin. Seit Herbst sind 4 Modelle der im Frühjahr neu aufgelegten Mittelklasse-Baureihe als xDrive bestellbar. Apropos: Mit großer Wahrscheinlichkeit hätten wir zum eleganten dunkelblau der Luxury Line nicht das sattelbraune Leder gewählt, sondern schwarz den Vorzug gegeben. «

BMW 320d xDrive Automatik Limousine Common-Rail-Diesel mit Turboaufladung R4 Zylinder: 1.995 cm3 Hubraum: 135/184 kW/PS Leistung: Drehmoment: 380 Nm bei 4.000 U/min MOTOR

KRAFTÜBERTRAGUNG perm. Allradantrieb xDrive, 8-Gang-Automatikgetr. FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie, 4 Türen, 5 Sitze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Einzelradaufh.; VA: McPherson, Mehrlenker-HA BREMSEN ABS, DSC, ASC; Scheibenbremsen, innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) servounterstützt

REIFEN 225/45 R 18 vorn, 255/40 R 18 hinten ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.624/1.811/1.434 mm Länge/Breite/Höhe: 2.810 mm Radstand: Kofferraumvolumen: 480 l 1.510 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.050 kg Anhängelast: 1.600 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 7,4 s

V-max: 228 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 5,8/4,2/4,8 5,8 l Diesel Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

125 g/km

PREIS E: ab 42.170,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 60.154,- inkl. aller Abg.

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möglicherweise vom verkauf ab Die Geschichte vom Vierzylinder in der M-Klasse ist bisher eine sehr kurze gewesen. Der neue Diesel tritt an, dies zu ändern.

Der kleine Benz

M

it 150 Benzin-PS und ausschließlich in Kombination mit einem manuellen Schaltgetriebe lieferbar war es auch Ende der 90er-Jahre vorhersehbar, dass kaum ein ML-Kunde diese Option ergreifen würde, auch wenn das Auto ein guter Wurf war, wie die Jahre zeigen sollten. Beim neuen ML 250 BlueTEC 4MATIC entsprechen die Eckdaten, einmal abgesehen von der geringen Zylinderanzahl, schon deutlich eher dem, was man gemeinhin von einem Benz erwartet. 204 PS, die von einer Siebengangautomatik verwaltet werden, stehen am Papier und damit nur 54 Pferde weniger als beim beliebten ML 350 BlueTEC mit 6 Zylindern. Zeit, die 2 Zylinder zu vermissen, bekommt man täglich in den ersten Minuten der Warmlaufphase. Das war es dann aber auch schon. Souverän setzt der kleine Diesel den großen ML in Bewegung. 9 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 gehen ebenso in Ordnung wie eine mögliche Spitze von 210 km/h. Im für Österreich relevanten Bereich zwischen 80 und 150 ist die Kraftentfaltung dem ML 350 CDI fast ebenbür-

tig. Laut wird der Vierzylinder erst, wenn es in Richtung Drehzahllimit geht und so spricht mit Ausnahme des Schriftzugs am Heck, der sich abbestellen lässt, nichts gegen die 4.000 Euro günstigere und zugleich spürbar sparsamere Alternative. Im Alltag frei von übertriebenen Spargedanken ist eine 7 vor dem Komma problemlos erreichbar, was angesichts der Masse von mindestens 2.150 Kilogramm darauf schließen lässt, dass Mercedes-Benz hier eine Vielzahl von Effizienz steigernden

Dingen, darunter natürlich die StartStopp-Automatik, verbaut hat. Wer jetzt glaubt, dass der ML 250, abgesehen vom günstigeren Einstiegspreis und dem Verbrauchsvorteil, eine günstige Sache ist, muss aber leider enttäuscht werden. Auch ohne Vollausstattung überspringt der ML 250 (Listenpreis 62.100 Euro) problemlos die 80.000 Euro Marke. Das ist dann schon Sparen auf sehr hohem Niveau. «

Mercedes-Benz ML 250 BlueTEC 4MATIC MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

R4 2.143 cm3 150/204 kW/PS 500 Nm bei 1.600–1.800

KRAFTÜBERTRAGUNG 7 Gang Automatikgetriebe - perm. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie - 5 Türen - 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Einzelradaufhängung Doppelquerlenker VA Mehrlenker HA BREMSEN Scheiben innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange - servounterstützt

REIFEN 255/50 R19 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.804/1.926/1.796 mm Länge/Breite/Höhe: 2.915 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 690 max 2.010 l 2.150 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.950 kg Anhängelast: 2.950 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,0 s

V-max: 210 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 7,0/5,4/6,0 7,9 l Diesel Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

Dank der einfach umklappbaren Rücksitze lässt sich der große Laderaum auch für sperrige Bilder nutzen

158 g/km

PREIS E: ab 62.100,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 80.204,- inkl. aller Abg.

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Fahrerlebnis // Land Rover Range Rover

Weit mehr als einfach nur schรถn In London konnten wir ihn beobachten wie er einer Nixe gleich aus dem Wasser stieg, in Marokko durften wir ihn ebendort wieder versenken und rechtzeitig zum Weihnachtsfest trat der neue Range Rover 14 harte Arbeitstage in der 4wd Redaktion an.

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D

er Herr links vorn am Steuer sitzt dort bereits seit 49 Jahren. Damit ist er laut Eigendefinition der dienstälteste Taxler Wiens, was man ihm angesichts seiner souveränen Fahrweise gerne glauben mag. Er und sein deutlich jüngerer Benz passen gut zu dem Tag, an dem angeblich die Welt untergehen soll. Es ist aber auch der Tag, für den uns Land Rover die Übergabe des neuen Range Rover angekündigt hat. Wenn schon Weltuntergang, dann wenigstens mit Stil und was kann es da besseres geben, als den neuen Range. Wir alle wissen, dass die Sache mit dem Weltuntergang nicht geklappt hat, die mit der Testwagenübernahme, das verraten die Bilder, dafür schon. Wenn man die Chance bekommt, ein völlig neues Range Rover-Modell für gut 14 Tage zu fahren, unterscheidet sich bereits die Testwagenübernahme vom sonst üblichen Prozedere. Man steht gerade, wenn man den Schlüssel gereicht bekommt, achtet darauf, beim Einsteigen die Schuhe vorher abzuputzen und macht sich dann ganz schnell vom Hof. Es könnte ja irgendjemand auf die Idee kommen, das Auto doch nicht hergeben zu wollen. Ist der Hof erst einmal verlassen, stellt sich eine besonders defensive Fahrweise ein. Ein Unfall würde in Ermangelung eines gleichwertigen Ersatzfahrzeuges

gen und den nicht minder großzügigen Innenraum, das gilt für das ganze Auto.

ein sofortiges Testende mit sich bringen und ist daher tunlichst zu vermeiden. Bereits auf der Tangente hat man alle Hände voll zu tun, den mit weißem Unterbau und schwarzem Dach ausgeführten Range Rover vor den vielen neugierigen Blicken und der damit einhergehenden Unachtsamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen. Am Gießhübl hat sich die Situation bereits etwas entspannt und erstmals gelingt es, den Sechszylinder-Diesel (die kleinste Motorisierung innerhalb der Palette) akustisch wahrzunehmen. Seidenweich hängt er am Gas und kommuniziert dabei so gut mit der Achtgangautomatik, dass man die mit Extradruck aufs Gaspedal einhergehenden Schaltvorgänge fast nicht zur Kenntnis nimmt. Stets stürmt er beherzt nach vorn, bleibt dabei auch im hohen Geschwindigkeitsbereich souverän und wenn ein telefonierender LKW-Fahrer ohne ersichtlichen Grund auf die Überholspur wechselt, ergibt dies dank der souveränen Bremsanlage kein zusätzliches graues Haar. Das war bei einem Range Rover nicht immer so. Ein paar Kilometer im neuen Range Rover reichen völlig aus, um festzu­ stellen, dass den Briten und ihren indischen Besitzern hier etwas ganz Großes gelungen ist. Das gilt nicht nur für die großzügigen Außenabmessun-

Während jede Menge Schlamm die Außenhaut des Range Rover anlässlich der Jänner Rallye zierte, bot das Innere für die Zeitnehmung die Atmosphäre eines gut geheizten Luxusbüros

Der lange Vorlauf hat uns genug Zeit gegeben, um über die neuen Rückleuchten zu diskutieren und die rund 400 Kilogramm Gewichtsreduktion gegenüber dem Vorgängermodell wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen. Jetzt ist er da und darf, soll, muss gefahren werden. Komforttechnisch ist der neue Range Rover in einer Liga angekommen, die von Chauffeurlimousinen aus den Häusern Bentley und Rolls Royce dominiert wird und in der eine noch so gute S-Klasse bestenfalls noch eine Nebenrolle spielt. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Marken will man das Steuer des Range Rover aber nie in fremde Hände legen. Zu groß ist der Fahrgenuss, als das man jemandem dafür Geld geben will, um das als Beruf zu genießen. Vergessen Sie jetzt bitte ganz schnell die Idee, dass ein Motorjournalist im Prinzip auch nur ein bezahlter Chauffeur ist, der zusätzlich noch in der Lage sein muss, seine gewonnenen Eindrücke zu Papier bringen zu können. Das ist Quatsch. In Zeiten, in denen es gilt, gegen die unendliche Perfektion deutscher ​Automobile antreten zu müssen, stellt sich

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Fahrerlebnis // Land Rover Range Rover

vielmehr die Frage, warum Land Rover etwas gelingt, das Audi, BMW und Porsche gar nicht und Mercedes-Benz mit dem G bestenfalls auf eine ganz andere Weise gelingt. Die Latte im Geländewagenbau nochmals höher zu legen und damit den vielleicht besten Geländewagen der Welt auf die Räder zu stellen, als wäre es die normalste Sache der Welt. Durch die patriotische Brille betrachtet, ist die G-Klasse nicht zuletzt weil sie preislich in einer ähnlichen Liga kämpft, natürlich ein echter Gegner. Im engen Gelände und beim Schrägparken mag die aktuelle G-Klasse weiterhin überlegen sein, in allen anderen Punkten muss aber auch er neidlos anerkennen, dass am Range Rover in seiner jüngsten Form kein Weg vorbei führt.

Natürlich könnte man über das Design der Rückleuchten streiten, über das der vorderen Lichter keinesfalls

Warum das so ist, verrät nicht nur die bereits beim Einstiegsmodell überaus souveräne Motorisierung, mit der sich der Land Rover im Alltag umweltfreundlich bei rund 10 Liter Diesel einpendelt, sondern auch die bis ins letzte Detail perfekt gelungene Außenhaut. Mindestens genauso perfekt, der Platz hinter dem Lenkrad. Abhängig vom gewählten Ausstattungsgrad wird einem hier sogar der Rücken professionell massiert, was nach langen Arbeitstagen eine nicht zu unterschätzende Dienstleistung darstellt. Die Konzentration auf den wesentlichen Luxus spiegelt sich beim neuen Range Rover auch in einer spürbaren Reduktion von Schaltern und Tasten gegenüber den Vorgängermodellen wider. Nur die Idee, die Sitzheizung über ein Untermenü und nicht direkt mittels Schalter steuern zu können, muss hier als kleiner Lapsus angeführt werden. Vom feudalen Innenraum, der na­ türlich auch ein TFT Display anstelle echter Anzeigen bereithält und dessen Nachtdesign unzählige Farbvarianten bietet, profitieren auch bis zu 4 Mitfahrer, die sich allesamt nicht über Platzmangel beschweren können. Wer einen großen Geländewagen kauft, tut dies natürlich auch, um allerlei Gepäck zu transportieren. Da passt es gut, dass die oben und unten angeschlagene Heckklappe jetzt elektrisch öffnet und in weiterer Folge einen großzügigen Laderaum frei gibt. Es verlangt die briti-

sche Tradition, auf dem unteren Teil der Heckklappe einigermaßen gegen Regen und Schnee geschützt Platz nehmen zu können. Das ist auch gut so. Aber verlangt die Tradition auch eine Laderaumabdeckung, die so unpraktisch ist wie jene im Range Rover? Sie will auch im jüngsten Modell geschickt nach vorn gefaltet werden, ein Vorgang, an dem nicht nur Laien mitunter verzweifeln. Hier könnten sich die Briten etwas bei den deutschen Kollegen abschauen und eine Abdeckung entwerfen, die mit dem Öffnen des oberen Teils der Hecktür nach oben schwingt. Auch wenn viele künftige Range RoverEigner dieses wunderbare Auto nur dazu nützen werden, um in Kitzbühel den perfekten Auftritt genießen zu können, was wir natürlich auch getan haben, hat der Brite viele Qualitäten zu bieten, die in dieser Klasse eigentlich unüblich sind. Das gilt beispielsweise für die extrem hohe Geländetauglichkeit. Die 90 Zentimeter Wattiefe liefern dabei bestenfalls eine Idee davon, was in der Praxis möglich ist. Steilhänge und Schlammlöcher meistert er mit den Pirelli-Winterreifen genauso souverän wie aufgeweichte Felder oder vereiste Bergstraßen. Land Rover schafft es hier mit allerlei Offroadprogrammen stets das Maximum an Traktion heraus zu arbeiten, wodurch sich der Range Rover (auch ohne die den V8-Modellen vorbehaltene Hinterachsdifferenzialsperre) auch für all jene eignet, die sich regelmä-

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Die Reduktion der Schalter und Tasten erlaubt ein unheimlich elegantes Armaturenbrett

ßig im Gelände tummeln. Großgrundbesitzer müssen jetzt nicht mehr in den Hubschrauber umsteigen, um ihre Latifundien bequem überblicken zu können und im Gegensatz zum Hubschrauber macht es dem Range auch nichts aus, bis zu 3,5 Tonnen an den Haken zu nehmen. Praktisch ist er also, wenn die Voraussetzungen stimmen, auch. Der bisherige Winter hat uns die Möglichkeit geboten, mehrere Allradfahrzeuge jenseits der 100.000 Euro Liga intensiv zu genießen. Wer aber einmal mit dem neuen Range Rover durch Eis und Schnee gereist ist, sich dabei an Lenkrad- und Scheibenheizung erfreut, während Jonas Kaufmann das Audio-System ausgereizt hat, tut

sich schwer zu verstehen, warum nicht jeder, der es sich leisten kann, einen Range Rover fährt, der in der von uns gefahrenen ziemlichen Top-Ausstattung (Anhängekupplung und Standheizung wären noch empfehlenswerte Extras gewesen) mit 123.000 Euro fast ein Sonderangebot darstellt. Etwas Besonderes war der Range Rover schon immer, mit dem neuen Modell definiert er aber das Thema Luxusgeländewagen völlig neu und ist somit zumindest zur Zeit das Auto, an dem sich der Mitbewerb messen lassen muss. Wir sind gespannt, was die von mehreren Herstellern angekündigten Luxus SUV-Modelle dem entgegensetzen werden. «

Land Rover Range Rover 3,0 TDV6 Vogue MOTOR

Commonrail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

V6 2.993 cm3 190/258 kW/PS 600 Nm bei 2.000

KRAFTÜBERTRAGUNG 8 Gang Automatikgetriebe mit Untersetzung permanenter Allradantrieb - Terrain Response 2 FAHRZEUGAUFBAU Selbsttragende Alukarosserie, 5 Türen, 5 Sitze

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.999/2.073/1.835 mm Länge/Breite/Höhe: 2.922 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 809 max 2.030 l 2.160 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 3.000 kg Anhängelast: 3.500 kg (gebremst)

8,5/7,0/7,5 10,2 Diesel

CO2-AUSSTOSS

196 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

295,5 mm 900 mm 34,7/29,6 Grad (v/h) 28,3 Grad

FELGEN/REIFEN 255/50 R20

PREIS E: ab 102.000,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 124.921,- inkl. aller Abg.

BREMSEN Scheiben innenbelüftet

Man beachte die gelungene GatschVerteilung an den Felgen (oben). Alle Informationen werden mittels TFT Display sichtbar gemacht

FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 7,9 s V-max: 209 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Einzelradaufh. VO Mehrlenker HA Luftfederung

Wenn schon nicht in Eastnor Castle, dann zumindest auf dem Two Oaks Gelände im Wienerwald

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lifestyle // Fiat – Madonna di Campiglio

Ab in die Berge

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Wenig Gewicht, gute Reifen und vier angetriebene Räder als Erfolgsrezept. Fiat präsentierte seine neue Allradpalette im tief verschneiten Italien.

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ür die italienische Autoindustrie sind die Berge rund um Madonna di Campiglio fast schon so etwas wie eine winterliche Außenstelle. Hier werden seit Jahrzehnten Siege und Titel gefeiert und natürlich wird hier auch Ski gefahren. Ganz Italien blickt dann in die Berge, um zu sehen, ob ihre Formel 1-Stars auch auf zwei Brettern eine ordentliche Figur machen. Diesmal waren es nicht die Formel 1-Helden Felipe Massa und Fernando Alonso, die die Italiener und die internationale Presse nach Südtirol blicken ließen, sondern die FiatAllradpalette. Nach vielen Jahren, in denen Fiat im Allradsegment mit Ausnahme des Panda nicht viel vorzuweisen hatte, ist jetzt ein frischer, ein traktionsstarker Wind aus dem Süden zu spüren. Ob die Motivation dazu von der Fiat-eigenen Allradmarke Jeep ausgegangen ist oder ob

irgendwer erkannt hat, dass allradgetriebene Klein- und Kompaktwagen mehr Geld ins Unternehmen bringen als ihre zweiradgetriebenen Pendants bleibt unbeantwortet, was aber insgesamt betrachtet auch egal ist. Fakt ist, Fiat hat mit dem neuen Panda 4x4, dem Sedici und dem Freemont drei nicht nur moderne, sondern auch leistbare Allradmodelle im Programm, und genau um die drei ging es diesmal in Madonna di Campiglio, genauer gesagt, im Fiat Chalet hoch droben in den tief verschneiten Bergen. Im Stil einer Luxusmarke und mit der in Italien offenbar immer noch zum guten Ton gehörenden Lässigkeit verteilte man rund 100 Medienvertreter in mehrere Pistenraupen, chauffierte sie über teils sehr steile Pisten aus rund 1.000 Meter Seehöhe auf über 2.000 und verriet in der Folge das große Potenzial der Fiat-Allradmodelle.

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lifestyle // Fiat – Madonna di Campiglio

Die Präsentation der Fiat Allradpalette hielt Panda 4x4-Modelle in allen Größen bereit (oben). Der heiße Sitz im Pistenbully ist bei Nacht ein besonderes Erlebnis

Wie groß dies aus Fiat-Sicht ist, konnte am größten Allrad-Panda der Welt nachvollzogen werden, der vor dem Fiat Chalet geparkt war. Basierend auf der Technik eines in die Jahre gekommenen Jeep Modells und ausgestattet mit einer Panda-Karosserie ist dieser Bigfoot nicht nur ein überaus sehenswertes Allradmodell, sondern gleichzeitig auch der Star in der international ausgestrahlten Werbung für den Panda 4x4. Bei aller Begeisterung wurde der Wunsch nach einer Probefahrt leider nicht erhört.

Stattdessen bot es sich spätnachts an, als Copilot im Kässbohrer Pistenbully Platz zu nehmen. Auch wenn nicht im direkten Zusammenhang mit der Fiat-Allradtechnik stehend ein unvergessliches Erlebnis. Erste Reihe fußfrei zu erleben, wie dieses technische Meisterwerk, gesteuert von einem glücklicherweise sehr erfahrenen Piloten, Pisten talwärts fährt, die selbst mit Skiern eine Herausforderung darstellen, ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Begleitet wird dies von einer eindrucksvollen Klangkulisse des großen

Dieselmotors. Dafür, dass die heiklen Stellen ins rechte Licht gerückt werden, sorgen neben einer Scheinwerfergalerie die vielen Drehleuchten, die jeder Piste etwas Gespenstisches verleihen. Alle Details darüber, wie sich der neue Allrad-Panda, der gemeinsam mit den Modellen Freemont und Sedici am nächsten Tag für ausgiebige Testfahrten auf Schnee und Eis zur Verfügung stand, im Alltag fährt, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe. «

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Sicher unterwegs auf jedem Terrain

V

om 21. bis 24. Februar 2013 geht im Messezentrum Salzburg die „absolut allrad“, die Publikumsmesse für die Fans von Allradfahrzeugen und für alle Outdoorfreaks über die Bühne. Parallel zur zugkräftigen „Hohen Jagd & Fischerei“ gibt es hier für all jene, die auf vier Rädern im Gelände unterwegs sind, die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die neuesten Offroad-Modelle zu informieren. „Die Besucher schlagen damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Mit nur einem Ticket können sowohl die ‚absolut allrad’ als auch ‚Die Hohe Jagd & Fischerei’ im Messezentrum Salzburg besucht werden“, erklärt Dir. Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg. Gernot Blaikner, themenverantwortlicher Leiter des Geschäftsbereichs Messen, ergänzt: „Allradfahrzeuge sind gerade für Jäger, Fischer und Naturliebhaber unverzichtbar für die Ausübung ihres Berufs oder Hobbys, daher ergänzen einander die Messen auf ideale Weise. Aber auch die Allrad- und Autofans können bei der ‚absolut allrad’ interessante Neuigkeiten entdecken.“

Die neuesten Modelle für das Gelände „Die Messe ist die ideale Informationsplattform, um sich über die Bandbreite und die neuesten Modelle zu informieren und bei Gefallen vor Ort gleich zu kaufen“, ist „absolut allrad“-Messeleiterin Andrea Zöchling überzeugt. Namhafte Automobilmarken bieten ein Portfolio für alle Preisklassen – neben den aktuellsten Modellen und Details zu den ausgestellten 4x4 Fahrzeugen gibt es sämtliche Informationen zu Bodenfreiheit, Motorleistung, Getriebe, Gewicht, Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Ausstattung und Zubehör. Als Aussteller unter anderen mit dabei: Isuzu, Suzuki, Skoda, VW Nutzfahrzeuge, Mitsubishi, Hyundai, Taubenreuther, Hochfilzer, ARGO-Spezialfahrzeuge, heli4fun, horntools, R.A.L., Heck-Pack und Akku-Mäser. Wichtige Informationen für Besucher Die „absolut allrad“ und „Die Hohe Jagd & Fischerei“ sind vom Donnerstag, 21. bis Samstag, 23. Februar 2013, jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag, 24. Februar, von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Das Tagesticket kostet 15 Euro, im ermäßigten Online-Kauf 12 Euro. Alle Infos zu Tickets und Preisen sind unter www.absolutallrad.at/besucher abrufbar. «

Advertorial

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fahrerlebnis // Kia Sorento

Neues aus Korea Während anderen Marken schon neue Stoßstangen reichen, um von einem neuen Modell zu sprechen, geht Kia hier einen ganz anderen Weg.

E

s war nur logisch, dass sich Kia bei der nächsten Erneuerung des Sorento hinsichtlich der technischen Plattform bei der Konzernmutter Hyundai bedienen würde. Warum mit aller Gewalt und den damit verbundenen Kosten eine Eigenständigkeit demonstrieren, die nahezu alle erfolgreichen Marken längst abgelegt haben? Antrieb und Motor kennen wir daher nicht nur vom bereits vorgestellten Hyundai Santa Fe, wir haben ihn an dieser Stelle auch bereits ausführlich gelobt. Dieses Lob hat der neue Sorento damit einmal fix, auch wenn die Automatikabstimmung hier gefühlt etwas komfortabler ausgefallen ist. Das passt jedoch gut zum Auto, das bei aller Nähe zu Hyundai doch ganz anders aufgestellt ist.

Der Kia Sorento spricht Menschen an, die ein großes, top ausgestattetes SUV fahren, aber dabei nicht mehr als unbedingt notwendig auffallen wollen. Das gelingt nicht nur durch die gut passende dunkelgraue Lackierung, sondern auch durch das in schwarz gehaltene Leder sehr gut. Sportlich aggressiv sind hier bestenfalls die neuen Rückleuchten, während die dezenten Änderungen an der Front den Sorento eine Spur eleganter machen. Gewonnen hat der Sorento auch beim Platz im Innenraum, auch wenn es überall nur ein paar Millimeter und bei der Beinfreiheit in der zweiten Reihe ganze drei Zentimeter sind. Man fühlt sich wohl an Bord, ohne dabei wirklich feststellen zu können, was sich wirklich verändert hat. Letzteres gilt speziell für

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Hinsichtlich der Komfortausstattung des Cockpits lässt dieser Sorento keine Wünsche offen

die deutlich verstärkte Struktur des Problem, wenn da nicht die für SUV- ten, souveräner reagiert als der Santa Aufbaus. Ein Fakt, der ausnahmslos Modelle typisch geringe Bodenfrei- Fe und sich damit beim Fahrkomfort durch das Lesen heit wäre. So be- die Pole-Position sichert. In Ordnung der PressemapAusgestattet mit einer Viel- schränkt man sich geht auch der Preis, der nicht nur eine pe zur Kenntnis auf Waldwege und Vollausstattung, sondern auch eine zahl an Assistenzsystemen genommen wird. genießt auf langen qualitativ hochwertige Verarbeitung und einem auf rutschigem Neu ist dafür die Autobahnetappen abdeckt. Einzig die Ansprechzeit der Belag konsequent arbeiten- den auffällig ge- Sitzheizung könnte für LaternenparTatsache, dass gegen einen moden Allradsystem meistert er ringen Lärmpegel ker deutlich kürzer ausfallen. Bleibt deraten Aufpreis im Innenraum noch das Thema Verbrauch. Mit gut auch Tiefschnee souverän. bis zu sieben Pergenauso wie das neun Liter Diesel inklusive Kältezusonen im Sorento neue Fahrwerk. schlag und viel Kurzstreckenverkehr reisen können. Das gab es in anderen Es mag vielleicht an der Serienstreu- gibt es auch hier keine bösen ÜberLändern zwar schon für das Vorgän- ung liegen, dass der Sorento auf kurze raschungen. Alles andere hätte uns germodell, in Österreich hielt man bis- Schläge, ausgelöst durch Unebenhei- auch gewundert. « her aber an der fünfsitzigen Variante fest. Dafür verzichtet Kia aber auf eine Kia Sorento 2,2 CRDi 4WD AT6 Langversion des Sorento, die Hyundai im Gegensatz dazu für den Santa Fe ABMESSUNGEN; GEWICHTE Commonrail Turbodiesel MOTOR 4.685/1.885/1.700 mm Länge/Breite/Höhe: schon demnächst anbieten wird. 4 Zylinder: 2.700 mm Radstand: Im Winterbetrieb bei Eis und Schnee gefällt der Sorento durch seine Unkompliziertheit. Ausgestattet mit einer Vielzahl an Assistenzsystemen und einem auf rutschigem Belag konsequent arbeitenden Allradsystem meistert er auch Tiefschnee ziemlich souverän, wobei es gefühlt kaum einen Unterschied macht, ob dafür die Kraftverteilung mittels Tastendruck fix verteilt oder dem System die Verteilung übertragen wird. Echtes Gelände wäre aus technischer Sicht kein

2.199 cm3 Hubraum: 145/197 kW/PS Leistung: Drehmoment: 421 Nm bei 1.800 bis 2.500

KRAFTÜBERTRAGUNG 6-Gang-Automatikgetriebe, autom. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU Selbsttragende Karosserie, 5 Türen, 5 Sitze

Kofferraumvolumen: Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: Anhängelast:

min 893 max 1.675 l 1.815 kg 2.510 kg 2.000 kg (gebremst)

FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 9,9 s V-max: 190 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

6,7 l kombiniert 9,2 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

175

LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

185 mm k.A. mm 19,4/22,1 Grad (v/h) 16,6 Grad

FELGEN/REIFEN 235/55 R19

PREIS E: ab 46.190,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 50.190,- inkl. aller Abg.

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) MacPherson VO Mehrlenker HA BREMSEN Scheiben - vorne innenbelüftet

g/km

Spurhalte- und Toter- WinkelAssistent erhöhen die Sicherheit, während die Teildeaktivierung des ESP und die fixe Kraftverteilung den Fahrspaß erhöhen

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Fahrerlebnis // Porsche Cayenne GTS

böse

Gut

Der Cayenne ist nicht nur der meistverkaufte Porsche, sondern auch genau jenes Modell, das die SUV-Gegner gerne als schlechtes Beispiel für eine ganze Fahrzeuggattung heranziehen. Dass das nicht immer so ist, verrät unser Testbericht.

&

E

in Donnerstag, wie ihn Österreich nur sehr selten erlebt: Schnee im ganzen Land, auch in Wien. Der Verkehrsfunk dauert erstmals länger als die Werbung und vor uns liegt die Strecke Wien - Salzburg, die durchgängig eine dicke Schneedecke vorweisen kann. Genauso weiß wie Schnee ist unser Testwagen und trotzdem wird er von mehreren Dutzend Autofahrern als Safetycar akzeptiert, dem sie zum Teil über die vollen 300 Kilome-

ter folgen. Heute ist der große Porsche der Gute, der die Spur frei macht, auf dessen Traktion alle Hinterherfahrenden vertrauen und der dank Salzburger Kennzeichen verrät, dass Schnee kein Neuland für den Fahrer ist. Ein paar Tage später auf der deutschen Autobahn. Reisetempo 200 plus, was sogar die permanent links fahrenden Handelsvertreter zu blitzartigem Spurwechsel veranlasst. Plötzlich ist der

Porsche wieder der Böse, der drängelt, Benzin vernichtet und dessen Fahrer ein blöder Österreicher ist. Aus der Sicht des Fahrers aber hat sich nichts geändert. Wie schon auf der reinen Schneefahrbahn spielt man auch hier einfach das Potenzial des familientauglichen Rennwagens aus und ist damit dem Großteil der Verkehrsteilnehmer überlegen. Der neue GTS ist, obwohl leistungsmäßig nur 20 PS stärker als der normale Cayenne S, das sportlichste

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Fahrerlebnis // Porsche Cayenne GTS

Lenkrades auf das Bewegen der Vorderräder beschränkt. Multifunktional sind hier nur das Armaturenbrett und die Mittelkonsole, die sich manch Privatpilot in seinem Flieger wünschen würde.

Die Kommandozentrale im Cayenne GTS liefert Cockpit- Feeling auf höchstem Niveau

Modell innerhalb der Porsche SUVPalette. Überraschend ist dies, nicht zuletzt, weil der Cayenne Turbo 80 PS bzw. als Turbo S 130 zusätzliche Pferdestärken zur Verfügung stellt und damit die Leistungsspitze eindrucksvoll markiert. Was das Topmodell nicht zu bieten hat, ist die für Porsche-Modelle so wichtige Saugmotor-Charakteristik und das damit verbundene, extrem agile Ansprechverhalten. Ein Charakterzug, der vielen Sportfahrern wichtiger ist als das Plus an Leistung der Turbomodelle. Auf der anderen Seite des GTS steht neuerdings der von uns noch nicht gefahrene Cayenne S Diesel, der 382 PS vorweisen kann und auf der Langstrecke die paar Stundenkilometer, die er langsamer als der Cayenne GTS ist, durch weniger Tankstopps locker wettmachen können wird.

Wie gut, dass sich der GTS da zumin­ dest optisch klar von den anderen Cayenne Modellen unterscheiden lässt. Trotz der weißen Lackierung kommen die breiten Schweller genauso wie die Kotflügelverbreiterungen und der mächtige Heckspoiler zur Geltung und verraten damit auch all jenen, die es nicht wissen wollen, die Bestimmung des GTS Modells - der Sport. Gestützt wird dieser Eindruck durch zwei Doppelauspuffanlagen am Heck und im Sommer durch entsprechend große Räder, während im Winter die zierlichen 19-Zöller einen fast schon zu bescheidenen Eindruck hinterlassen. Sportlich präsentiert sich der Innen­ raum (der mittels Druck am Schlüssel entriegelt werden will), der nicht nur perfekte Sportsitze, die wahlweise kühlen oder heizen, sondern auch ein entsprechendes Lenkrad bereithält. Dabei geht das Thema Sport sogar soweit, dass Porsche beim GTS die Funktion des

Porsche-üblich wird der Zündschlüssel links des Lenkrades angesteckt, und um den Achtzylinder zum Leben zu erwecken, muss der Schlüssel ganz altmodisch gedreht werden. Auch das ist ein Beitrag zur Sportlichkeit. Das darauffolgende Donnergrollen ist die Arbeit in jedem Fall wert. Nach ein paar Sekunden, die sich dafür nutzen lassen, den Automatikwahlhebel auf „D“ zu stellen, kehrt dann wieder Ruhe ein. Schon bei minimalem Gaspedaldruck setzt sich der 2,3 Tonnen schwere Sportler überaus agil in Bewegung. 50, 100, 130 und schon ist es in Österreich vorbei mit dem Genuss der Beschleunigungszeremonie. Akustisch ist das nur erlebbar, wenn zuvor der „Sport“-Knopf gedrückt wurde, der den Motor ein ganzes Stück näher an den Fahrer rückt. Wichtig ist der „Sport“-Knopf zudem für den fallweisen Einsatz auf der Rennstrecke, die dank der ausgezeichneten PirelliScorpion-Bereifung durchaus verschneit sein darf. In der jenseits der Rennstrecke überflüssigen manuellen Schaltgasse wird im Sportmodus zudem das selbsttätige Raufschalten blockiert, wodurch der GTS auch im Grenzbereich auf Zug gehalten werden kann, ohne dass man sich ständig davor fürchten muss, dass der nächst höhere Gang eingelegt wird.

Porsche Cayenne GTS MOTOR

V8 Benzinmotor

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

8 4.806 cm3 309/420 kW/PS 515 Nm bei 3500

KRAFTÜBERTRAGUNG TT8 Automatikgetr. - perm. Allradantrieb - Untersetz. FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie - 5 Türen - 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Doppelquerlenker VO Mehrlenker HA BREMSEN Scheiben innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange - servounterstützt

REIFEN 275/45 R20 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.846/1.954/1.685 mm Länge/Breite/Höhe: 2.895 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 670 max 1.780 l 2.085 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.840 kg Anhängelast: 3.500 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 5,7 s

V-max: 261 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 14,8/8,5/10,7 14,8 l Benzin Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

251 g/km

PREIS E: ab 113.850,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 139.886,46 inkl. aller Abg.

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Bei aller Sportlichkeit ist der GTS wie jeder andere Cayenne auch ein Reiseund Langstreckenauto mit Platz für fünf Personen und üppigem Gepäckraum. Dazu passen auch die elektrisch öffnende Heckklappe und die Komforttaste für das im Alltag schon recht harte Fahrwerk. Keinesfalls verzichten sollte man beim GTS auf das Offroad-Paket, denn nur damit lässt sich die Bodenfreiheit im Bedarfsfall deutlich anheben und somit das Betätigungsfeld des GTS deutlich erweitern. Bei Maximalhöhe, aktivierter Untersetzung und gesperrtem Mitteldifferenzial macht dieser Porsche auch abseits der Straße eine gute Figur. Überall dort, wo die Verschränkung nicht ausreicht, hilft ein kurzer Druck aufs Gaspedal, um die Passage schlussendlich doch noch zu meistern. Nicht elegant, aber durchaus effizient. All diese Tugenden in einem Auto zu vereinen, kostet logischerweise viel Geld. Das gilt sowohl für die Anschaffung mit 113.850 Euro (unser ziemlich komplett ausgestatteter Testwagen kratzte sogar an der 140.000-Euro-Marke) als auch für die Betriebskosten. Mit einem Minimalverbrauch von 12,4 Litern (Tempo 110 in der Ebene) und einem Maximalverbrauch von 20,0 Litern (160 Durchschnittsgeschwindigkeit) darf man im Alltag mit rund 15 Litern kalkulieren. Jene, die sich den GTS leisten können und wollen, wird das bestimmt nicht abschrecken. Vielmehr werden sie bei ihrem Porschehändler vorstellig werden, um zu erfahren, warum der GTS mit Winterreifen bereits bei Tempo 257 und nicht erst, wie im Zulassungsschein angeführt, bei Tempo 261 abregelt, womit klar ist, dass man im GTS ganz schnell zu den Bösen zählt. «

Fahrverbot für alle Lkws ist gleichbedeutend mit freier Fahrt für den Porsche

Für Fahrten abseits der Straße ist die optionale Luftfederung ein unverzichtbares Extra

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unterwegs // Fulda Challange

Spiel, Satz und Sieg für Österreich

Erstens: Was kann ein Körper aushalten? Zweitens: Warum tue ich mir das an?

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ie Antwort auf diese beiden Fragen lieferte heuer einmal mehr die Fulda-Challenge beziehungsweise deren Teilnehmer. Der bereits zum 13. Mal ausgetragene Bewerb, bei dem viel mehr Dinge als körperliche Fitness, eine Begabung fürs Lenkraddrehen oder die mentale Einstellung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, fand einmal mehr im Yukon Territory im Nordwesten Kanadas statt. Eine Gegend, in die Fulda einst als Sponsor des legendären

Hundeschlitten-Rennens fand und die sich in erster Linie durch viel Platz und noch mehr Kälte auszeichnet. 4wd war heuer erstmals live dabei. Insgesamt zehn Bewerbe an zehn un­ terschiedlichen Schauplätzen gilt es, für die in sieben Teams zusammengefassten Athleten zu absolvieren. Als wäre dies nicht genug, müssen dafür mehr als 2.000 Kilometer zurückgelegt werden. Da ist es auch dem Laien klar, dass eine optimale Ausrüstung über-

lebensnotwendig ist. Im Winter und damit der Austragungszeit sind hier Temperaturen bis zu minus 40 Grad Celsius möglich und Werte knapp darüber die Regel. Verkehrstechnisch gibt es zwar auch hier einen Winterdienst. Zu glauben, dass die Straßen deswegen zur Gänze von Schnee und Eis gesäubert werden oder gar salznass sind, ist ein fataler Irrtum. Von Bewerb zu Bewerb wird hier auf fast durchgängig verschneiten

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Highways sowie vereisten Schotterpisten gefahren und das stundenlang hunderte Kilometer weit und manchmal gesellt sich zur Unwirtlichkeit auch noch intensives Schneetreiben hinzu. Ein Unfall oder eine Panne können dann zu einem echten Problem werden, ist man doch auf weiter Flur mehr oder weniger allein. Nur hin und wieder kommt ein einsamer Truck oder Geländewagen des Weges – was kein Wunder ist, die Bevölkerungsdichte im Yukon beläuft sich gerade mal auf

einen Einwohner pro 15 Quadratkilometer. Nur zum Vergleich: Mit 483.450 Quadratmetern Fläche ist das Gebiet größer als Deutschland, Belgien, Dänemark und die Niederlande zusammen und das bei einer Einwohnerzahl von knapp 35.000 Menschen, von denen rund 70 Prozent im Umkreis der Hauptstadt Whitehorse leben. Damit bleibt auch genug Platz für die rund 65.000 Elche, die hier leben. Erschlossen ist das Yukon Territory durch ein 4.734 Kilometer langes Straßennetz. Ohne Allradantrieb und perfektes Reifenmaterial im Yukon unterwegs zu sein, würde demnach schon an grobe Fahrlässigkeit grenzen. Es ist so gesehen fast überflüssig, zu erwähnen, dass alle Fahrzeuge natürlich mit Fulda-Reifen bestückt waren. Hinsichtlich der Fahrzeuge standen für die diesjährige Fulda-Challenge 40 Chevrolet Equinox bereit, ein Modell, das hierzulande besser als Chevrolet Captiva bekannt ist. Inmitten der Vielzahl teils extrem umgebauter Geländewagen, die im Yukon Territory unterwegs sind, wirkt der Captiva zwar fast wie ein Kleinwagen, die an ihn gestellte Herausforderung, Teilnehmer und Journalisten sicher durchs Land zu bringen, meisterte er dennoch in perfekter Art und Weise.

Winterfest müssen bei diesen Temperaturen nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Autos sein

sonst nicht erreicht – schon gar nicht im Winter. Entdeckt wird eine Landschaft, die spektakulärer und bizarrer nicht sein könnte. Reminiszenzen an so manchen Western werden geweckt. Man trifft zum Beispiel auf Namen wie „The Lost Patrol“, „Mad Trapper“ oder „Klondike“. Die Route führt auch nach Dawson City, wo am Ende des 19. Jahrhunderts der größte Goldrausch aller Zeiten arme Schlucker über Nacht zu „Kings of the Klondike“ und geschäftstüchtige Frauen zu „Dancing Diamonds“ machte. Von dort geht es über den berüchtigten Dempster Highway bis zum Polarkreis, der im Winter nur von sehr wenigen Menschen befahren wird. In Summe werden zahlreiche historische Stätten und Orte besucht,

Westernfeeling Die Fulda-Challenge führte einmal mehr in Gegenden, die man eigentlich

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unterwegs // Fulda Challange

die eine faszinierende Kulisse für die spannenden Bewerbe liefern. Grenzwertig So grenzwertig wie der Austragungsort gestalten sich auch die einzelnen Bewerbe. Dazu zählten heuer ein Autoslalom auf dem Schwatka Lake, ein Kletterevent am Mount Sima und ein Hundeschlittenrennen auf dem Takhini River. Hinzu kamen Bewerbe, die schon hinsichtlich ihrer Namen gewisse Rätsel aufgeben. So stand Airplane-Pulling auf dem Fish Lake ebenso am Programm wie eine Blindfahrt auf Schnee-Runway, Eisbohren auf dem Pelly River, ein 10-Kilometer-Distanzlauf zum Polarkreis, ein 3-Kilometer-Schneeschuhlauf

Wo wahre Größe zählt. Wenn man sich um Parkplätze keine Sorgen machen muss, kann ein Pickup eigentlich nie groß genug sein

in die Tombstone Mountains, ein KanuDownhill und Reifen-Slingshot auf dem Yukon River in der Liste der zu erledigenden Aufgaben. Damit alles korrekt abläuft, dafür hat Fulda mit Hans-Joachim Stuck als Sportdirektor einen international anerkannten Spezialisten ins Team geholt. Motorsportbegeisterten ist er kein Unbekannter, war er doch Formel 1-Fahrer, Langstreckenweltmeister, DTMChampion, zweifacher Le Mans-Sieger und mehrfacher Sieger des 24-Stunden-Rennens vom Nürburgring. Heute ist er bei der Volkswagen AG in der Konzern-Kommunikation als Repräsentant für den Motorsport tätig und

da im Winter immer etwas mehr Zeit ist, widmet er sich auch dieser Aufgabe mit vollem Engagement. Von Stuck kamen auch die wertvollen Tipps, bevor es mit den Chevrolets auf die vereisten Highways und Pisten ging. Österreich – die Nummer 1 Mit Stolz kann hier verlautbart werden, dass Österreich sowohl im Teamals auch im Einzelwettbewerb als Sieger hervorging. Unsere Vertreter bei der Fulda-Challenge 2013 waren die Ernährungswissenschafterin Renate Reingruber aus Niederösterreich und der Polizist Andreas Leiter aus Tirol. Was aber hat Reingruber dazu bewogen, sich für die Fulda-Challenge zu

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bewerben? „Ich habe sehr viele Jahre Leistungssport betrieben, wo immer nur Minuten und Sekunden gezählt haben. Mittlerweile schätze ich den Erlebnisfaktor sehr und wähle Wettbewerbe, bei denen auch das Drumherum spannend ist. Die Fulda-Challenge ist für mich das ultimative Abenteuer, gepaart mit großartigen sportlichen Herausforderungen. Also genau das, was ich suche.“ Ähnlich sieht es Leiter: „Ich liebe die Herausforderung und das Abenteuer. Zwei Eigenschaften, die die FuldaChallenge perfekt vereint. Logisch, dass ich mich dafür qualifizieren wollte. Dass es gleich auf Anhieb geklappt

hat, macht mich glücklich und stolz. Denn ein solches Erlebnis kann man nicht kaufen und man ist einer von wenigen Privilegierten, die dabei sein dürfen und die kanadische Wildnis erleben.“ Reingruber und Leiter waren insgesamt von der Fulda-Challenge begeistert: „Es gibt nicht viele, die so etwas erleben dürfen. Beeindruckend war das Zusammenspiel von extremen Wettbewerben, Teamgeist, außergewöhnlicher Landschaft und Temperaturen. Es war wirklich ein Erlebnis.“ Die Anmeldung zur Fulda-Challenge 2014 ist bereits möglich. Alle Details dazu unter www.fulda.at «

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Fahreerlebnis // VW Passat Alltrack

Der Passat für besondere Anlässe Die Idee zu einem höhergelegten Kombi hat ursprünglich die Marke Subaru gehabt, während Audi dieses Segment in weiterer Folge durch den Allroad populär gemacht hat.

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ie Idee zu einem höhergelegten Kombi hat ursprünglich die Marke Subaru gehabt, während Audi dieses Segment in weiterer Folge durch den Allroad populär gemacht hat.

einerseits ein tolles Auto war und andererseits zu einer Zeit auf den Markt kam, in dem die breite Masse mit einem solchen Auto noch nichts anzufangen wusste, kommt der Passat Alltrack genau zum richtigen Zeitpunkt.

Auf dem Weg zu immer größeren Stückzahlen war es daher für die Marke VW, die mit dem Country vor mehr als 20 Jahren bereits die Golf-Klasse in neue Höhen geliftet hat, nur naheliegend, diese Idee erneut aufzugreifen. Anders als der Golf Country, der

Hinsichtlich der Entwicklung des Alltracks war man seitens von VW vor keine allzu große Aufgabe gestellt. Neue Stoßfänger, ein Unterfahrschutz und Radhausverbreiterungen treffen hier auf eine Höherlegung um 3 Zentimeter, die durch das Schlechtwege-

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fahrwerk und höhere Reifen erzielt werden. Optisch grenzt sich der Alltrack damit einerseits deutlich vom normalen Passat ab, ohne sich dabei andererseits zu nah am erfolgreichen Tiguan zu orientieren. Dank der Höherlegung wächst auch die Sitzhöhe, womit der Überblick über das Verkehrsgeschehen noch leichter fällt als beim ebenfalls mit Allradantrieb lieferbaren Variant-Modell. Hinzu kommt eine in dezentes Silber gehüllte Mittelkonsole und die aus anderen VW-Modellen bekannte „Offroad“Taste. Ist dieser Knopf gedrückt, verändert sich das Ansprechverhalten von ABS und ESP und zusätzlich wird die Bergabfahrhilfe aktiviert, wodurch selbst sehr steile Abfahrten ihren Schrecken verlieren. Wie so oft im modernen Automobilbau ist der größte Unterschied zwischen Variant und Alltrack im Kopf. Man könnte, wenn man nur wollte, wodurch sich ein erhabenes Fahrgefühl ergibt, ohne deswegen gleich in einem echten SUV Platz nehmen zu müssen. Die Tugenden eines Passat Variant sind hinlänglich bekannt. Viel Platz für 5 Personen und dazu ein Gepäckabteil, das so groß ist, dass man gerne Sachen darin verliert. Wie bei jedem anderen VW auch ist es einen Frage des persönlichen Geschmacks und natürlich des vorhandenen Budgets, wie komfortabel der Passat ausfällt. Die 170 Diesel-PS inklusive Sechsgang-DSG passen in jedem Fall gut zum Charakter des Alltrack. Reichlich Kraft, die ohne Zutun des Fahrers vom Doppelkupplungsgetriebe

Der Fahrkomfort profitiert auch im Alltrack vom automatisierten Getriebe. Alltrack-Schriftzug und Offroad-Taste unterscheiden den Alltrack vom normalen Passat 4MOTION

ebenso souverän wie effizient verwaltet wird. Dazu passt dann auch die Ausstattungslinie Sky, die durch ihr wirklich feines Panoramadach, das sich auch sehr weit öffnen lässt, beeindruckt. Bei einem Allrounder darf natürlich auch das Winterpaket plus Frontscheibenheizung sowie die Anhängerkupplung nicht fehlen. Selbiges gilt auch für das Navigationssystem, während die seitlich abgedunkelten Scheiben nicht wirklich sein müssten. So gerüstet erreicht der Alltrack ziemlich exakt die 50.000 Eu-

ro-Marke. Ein durchaus ansehnlicher Betrag, in dem die eigentlich unverzichtbaren Sportsitze noch gar nicht inkludiert sind. Dafür liefert der Alltrack jedoch hohen Langstreckenkomfort, einen Durchschnittsverbrauch von rund 8 Liter Diesel und gute Fahrleistungen. Maximale Alltagstauglichkeit wird hier geschickt mit Fahrspaß auf tief verschneiten Parkplätzen in Einklang gebracht, während sich der Alltrack auch als Zugfahrzeug für Wohnwagen eignet und der eine oder andere Waldweg darf dank des Plus an Bodenfreiheit (bei entsprechender Reifenwahl) auch befahren werden. Damit ist der Alltrack nochmals deutlich universeller einsetzbar als der nicht minder gute Variant und als Rechtfertigung für den höheren Preis kann der vermutlich ebenfalls höhere Werterhalt herangezogen werden. «

VW Passat Alltrack Sky TDI 4MOTION MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 1.968 cm3 125/170 kW/PS 350 Nm bei 1.750–2.500

KRAFTÜBERTRAGUNG 6DG Automatikgetriebe - autom. Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU selbsttragende Karosserie - 5 Türen - 5 Sitzplätze FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) McPherson VO Vierlenker HA BREMSEN Scheiben vorne innenbelüftet LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange - servounterstützt

REIFEN 225/50 R17 ABMESSUNGEN; GEWICHTE 4.771/1.820/1.550 mm Länge/Breite/Höhe: 2.710 mm Radstand: Kofferraumvolumen: min 588 max 1.716 l 1.725 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 2.300 kg Anhängelast: 2.000 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 8,9 s

V-max: 211 km/h

VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: 7,0/5,3/5,9 7,8 Testverbrauch: CO2-AUSSTOSS

155 g/km

PREIS E: ab 47.140,- inkl. NoVA & MwSt. Testwagenpreis E: 50.897,10 inkl. aller Abg.

Die Kotflügelverbreiterungen sorgen für eine besser konturierte Seitenansicht und optischen Höhengewinn

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Dauertest // Ford Ranger Abschlussbericht

Mit dem Klassenprimus auf Augenhöhe.

6 Monate, 15 verschiedene Fahrer, 18.000 Kilometer – der neue Ford Ranger im 4wd-Dauertest.

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ur 2 Monate nach der offiziellen Markteinführung war es soweit – der neue Ford Ranger kam als Dauertest in die Redaktion. XLT steht beim Ford Ranger für eine Ausstattung, die oberhalb des Einstiegsmodells XL und deutlich unter den beiden Topvarianten Limited und Wildtrak angesiedelt ist und damit für genau jenes Modell, zu dem ein großer Teil der Nutzanwender greift. Dazu passen dann auch der 150 PS starke Turbodieselmotor und das manuelle Sechsganggetriebe. Mit an Bord sind hier zudem immer eine manuelle Klimaanlage, Tempomat, Nebelscheinwerfer, ein wenig ChromDekor, 16-Zoll-Leichtmetallräder und die praktische Laderaumwanne. Im Laufe des Dauertests sollten noch ein stabiles Trenngitter zwischen Ladefläche und Kabine sowie die in diesem

Segment fast schon obligatorische Anhängekupplung hinzu kommen. (Alle Details, wie sich der Dauertest-Ranger in seiner Rolle als Zugfahrzeug schlug, standen bereits in der Ausgabe 10/2012 der 4wd. Für alle, die das Heft versäumt haben, ist der Bericht aber auch online unter www.4wd.co.at nachzulesen.) Während im Normalfall 14 oder gar nur 7 Tage ausreichen müssen, um einen Gesamteindruck eines neuen Modells zu bekommen, bietet der sechsmonatige Dauertest die Option, ein Fahrzeug bis ins kleinste Detail zu prüfen. Speziell dann, wenn man rund um die Uhr ein großes Offroad-Gelände zur Verfügung hat, zwischendurch Events mit großem Transportbedarf veranstaltet und generell häufig quer durch Europa unterwegs ist.

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Im Prinzip ist ein Pickup das ideale Allradfahrzeug für all jene, die von ihrem Allradler maximale Flexibilität erwarten und fallweise auch schwere Anhänger ziehen müssen. Ein Pickup ist dabei nicht nur praktisch, sondern für Unternehmer auch die wirtschaftlichste Form, einen Geländewagen zu fahren. Keine NoVA und der Vorsteuerabzug machen sich ebenso positiv bemerkbar wie die Möglichkeit, den Pickup als Lkw auf nur 5 Jahre abzuschreiben. Hinzu kommt durch die Lkw-Einstufung auch der Wegfall der steuerlichen Obergrenze von 40.000 Euro für Firmenwagen, die -– um bei Ford zu bleiben – nur das Wildtrak-Topmodell des Ranger durchbricht. Dieses ist aber hinsichtlich der Leistung und der Ausstattung weiter oben angesiedelt als unser Dauertest-Ranger. Das soll jedoch nicht heißen, dass es dem XLT-Modell (als Doppelkabine um 33.600 Euro inkl. MwSt. angeboten) an irgendetwas wirklich mangelt, sieht man einmal von einer wünschenswerten Einparkhilfe für das mit Anhängekupplung rund 5,4 Meter lange Fahrzeug ab.

Ein defektes Motorrad aus dem Wald holen, ein Bett transportieren oder große Anhänger ziehen; das Anwendungsgebiet für einen Pickup kennt kaum Grenzen

Mit dem neuen Ranger tritt Ford direkt gegen den Marktführer am heimischen Pickup-Markt, den VW Amarok an. Um hier bestehen zu können, hat Ford im Vorfeld nichts dem Zufall überlassen und mit maximalem Einsatz ein Modell auf die Räder gestellt, das abgesehen von Nordamerika auf der ganzen Welt nahezu gleich angeboten wird. Diese Vorgabe erklärt auch das Festhalten am zuschaltbaren Allradantrieb, während VW auch eine Version mit permanentem Allradantrieb (ohne Untersetzung) anbieten kann, die jedoch nur für eine Handvoll Märkte relevant ist. Ranger bedeutet immer Allradantrieb plus Untersetzungsgetriebe und Traktionskontrolle. Eine manuelle Sperre der Hinterachse wird nur seitens einzelner Offroad-Spezialisten wie Taubenreuther angeboten, nicht jedoch direkt von Ford. Im direkten Vergleich zum Amarok ist der Ranger zudem ein Stück schmäler, was minimale Nachteile hinsichtlich des Innenraumangebots und einen Vorteil, wenn es im Gelände einmal eng wird, mit sich bringt. Platz für 5 Erwachsene ist da wie dort gege-

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ben, auch wenn die zweite Reihe wie sich der Ranger auf der Straße sehr bei allen anderen Pickup-Modellen agil und direkt. Das stabil konstruierte auch, nicht annähernd so bequem aus- Fahrwerk gefällt durch einen guten Mix fällt wie die 2 Einzelsitze in der ersten aus notwendiger Härte (man könnte ja Reihe. Mit dem 2,2 Liter Turbodiesel- auch eine Tonne auf die Ladefläche pamotor vertraut der Ford Ranger auf cken) und alltagstauglichem Komfort. ein Aggregat, das sowohl im Transit als Die Bremsen sind auch hoher Belasauch im Land Rover Defender erfolg- tung gewachsen und überhitzen selbst reich eingesetzt wird. 150 PS reichen bei ausgesprochen dummer Fahrweise auch bei voller erst im GrenzbeAuslastung, um reich, den man Die Bremsen sind auch hoher das Tempolimit im Normalfall Belastung gewachsen und von 130 selbst aber ohnedies auf bergigen Aunicht annäüberhitzen selbst bei ausgetobahnen stets hernd erreicht. sprochen dummer Fahrweise überschreiten zu Als gelungen erst im Grenzbereich, den können oder bis darf beim Fordman im Normalfall aber ohnezu 3,35 Tonnen Pickup auch schwere Anhändie Ergonomie dies nicht annähernd erreicht. ger stressfrei quer am Arbeitsplatz durch Europa zu bezeichnet werschleppen. Um noch einmal auf den den, die durch die absolut langstreckenVergleich zum minimal sparsameren tauglichen Sitze noch unterstützt wird. und gleichzeitig stärkeren Amarok zurück zu kommen, kann der Ford hier 2 Stromanschlüsse erlauben es, die durch seine Laufkultur punkten und externe Navigation gleichzeitig mit wer mehr Leistung braucht, bekommt dem Handy zu laden und für das diese bei Ford in Form des 200 PS star- Kleinzeug des Arbeitsalltags sind ken Topmodells, das über einen 3,0 Li- ausreichend Ablagen vorhanden. ter Fünfzylinder-Dieselmotor verfügt. Hinter der ersten Reihe ist wahlweise Platz für sehr sehr viel Gepäck Hatte man beim Vorgängermodell oder 3 ausgewachsene Freunde auf des Ranger speziell das ESP vermisst, der Kurz- und Mittelstrecke. Kinder so punktet der neue Ranger mit kom- reisen hier aber auch auf der Langpletter Sicherheitsausstattung und dem strecke bequem. Mindestens genauBestwert in Sachen Crashsicherheit so wichtig wie der Passagierraum ist innerhalb des Pickup-Segments. Viel bei einem Pickup der Laderaum. Der wichtiger als der theoretische Bestwert Ranger bietet hier nicht nur eine seist aber die Fahrsicherheit im Alltag. rienmäßige Laderaumwanne, sondern Ausgestattet mit Straßenreifen zeigt auch jede Menge Ösen, um die La-

Wenn die Ladefläche nicht mehr ausreicht tritt die Anhängekupplung auf den Plan. Mit 3.350 Kilogramm Zuglast ist der Ford Ranger die klare Nummer 1 im Segment

dung sicher zu verstauen. Das optionale Schutzgitter sieht zwar nach Arbeit aus, ist dafür aber auch viel stabiler als die gängigen Chrombügelchen des Mitbewerbs. Zudem bietet das Schutzgitter allerlei Möglichkeiten, hoch aufragende Ladung zu fixieren. Eine gesetzlich notwendige Eigenheit hat die Klappe der Ladefläche aufzuweisen. Hier muss zur Erreichung der Lkw-Kriterien die Rückwand ausgehöhlt und die Ladefläche mit einem Stück Kunststoff verlängert werden, um die steuerliche Anerkennung zu garantieren. In der Praxis schaut man sich das Teil zwei- oder dreimal an und merkt sich beim Aufstieg auf die Klappe, nicht unbedingt in die Mitte zu steigen. Fertig. Optisch etwas unglücklich präsentierte sich die Anhängekupplung am Testwagen. Montiert an den Aufnahmepunkten der Stoßstange muss

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diese weichen, was einfach nicht schön aussieht. Zwischenzeitlich wird hier aber eine optisch deutlich elegantere Version seitens Ford angeboten. Ein sechsmonatiger Test bietet nicht nur viele Erfahrungswerte, sondern auch die Chance, in der Hitze des Gefechts den einen oder anderen Schaden anzurichten. Schon in der ersten Woche war ein leichter Kontakt zwischen Garagenmauer und rechter vorderer Stoßstangenecke ganz offensichtlich unvermeidlich. Deutlich später folgten der eine oder andere Kratzer an den Seitenwänden und auch der Unterboden musste oftmals intensiven Geländekontakt wegstecken. Einmal gelang es sogar, eine so steile Kuppe anzufahren, dass alle 4 Räder gleichzeitig in der Luft waren. Verantwortlich dafür der Fotograf, der sonst regelmäßig für seine vorausschauende und dadurch extrem langsame Fahrweise gerügt wird. Er hatte die Situation mit der Kamera festhalten wollen und bedingt durch die Steigung des Hügels erschien es ihm offensichtlich am sichersten, den Ranger mit dem Unterboden am Gelände zu fixieren. Keinen Gang einlegen, keine Handbremse, das Auto stand wirklich bombenfest. Dass ein Auto nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich leiden kann, zeigte die Allradmesse 2012. Als Servicemobil für die unterschiedlichsten Transportaufgaben im teils knietiefen Schlamm eingesetzt, war der Ran-

ger nach rund 14 Arbeitstagen nicht mehr als Neuwagen zu erkennen. Eine Stunde Außenreinigung und weitere 6 Stunden Innenreinigung waren notwendig, um ihn wieder mit sauberer Kleidung fahren zu können, wobei noch Wochen später immer wieder Stroh im Innenraum auftauchte.

Lange vorbei die Zeiten, als die Pickup-Modelle mindestens 3 Liter Hubraum und eine Automatik vorweisen mussten, um als leistungsstarke Modell akzeptiert zu werden

Der steten Beanspruchung bestens ge­ wachsen präsentierte sich die Technik des Ranger. Weder Schlammbäder im Motorraum noch die Aufsetzer im Gelände hinterließen hier nennenswerte Spuren. Dauervollgasetappen, bei denen die Abregelung bei Tempo 176 oftmals verflucht wurde, schafften es nur, den Dieselverbrauch zu steigern, während der Ford auf den 18.000 Kilometern nicht einen Tropfen Öl verbraucht hat. Bei aller Souveränität, mit der der Ranger 6 Monate seinen Dienst getan hat, finden sich im Fahrtenbuch immer noch viele neue Ideen, wie man den Ranger noch besser machen könnte. Vom Wunsch nach mehr Leistung und einer Automatik war ebenso zu lesen wie vom Wunsch der Orientierungslosen nach einer fix eingebauten Navigation. Nur in Einzelfällen war von einem besseren Schutz des Unterbodens, Geländereifen und Seilwinde zu lesen und gar nur einmal wurde die Härte der Ladefläche bei der Nutzung als Campingmobil kritisiert. Mit Ausnahme des letzten Wunsches lassen sich alle anderen recht einfach in Form des Wildtrak-Sondermodells mit 200 Diesel PS und Sechs-

gangautomatik und einem Kurzbesuch bei Taubenreuther (Seilwinde, Unterfahrschutz) erfüllen. Dazu käme dann noch das neue Offroad-Profil von Kumho und wer mit dem Ranger auf große Reisen gehen will, kann sich nach einer kompakten Aufsetzkabine umschauen, wie sie beispielsweise von Geocar angeboten wird, wenngleich andere Anbieter bestimmt schneller liefern. In den 6 Monaten hat der Ranger durchschnittlich 10,2 Liter Dieseltreibstoff auf 100 Kilometern verbrannt, wobei der extrem hohe Gelände- und Kurzstreckenanteil wesentlich dazu beigetragen hat, die 10 Liter Marke zu überschreiten. Im besten Fall waren es knapp 8 Liter und im schlimmsten Fall rund 25 Liter (mit 2 Tonnen am Haken und 80 km/h den Semmering bergauf), die konsumiert wurden. Damit liegt der Ranger auch hier auf dem Niveau des eingangs erwähnten VW Amarok. Die Entscheidung liefert nach 6 Monaten mit beiden Modellen der persönliche Geschmack bzw. der bessere Händler, da die beiden Modelle auch preislich nahezu ident aufgestellt sind. Nach einem Monat ganz ohne Pickup in der Redaktion zeigt sich bereits ein gewisser Stau bezüglich der Dinge, die eigentlich transportiert werden sollten. Sobald wir wissen, welches Modell dem Ford Ranger folgen wird, werden wir an dieser Stelle ausführlich darüber informieren. «

Ford Ranger XLT Doppelkabine MOTOR

Common Rail Turbodiesel

Zylinder: Hubraum: Leistung: Drehmoment:

4 2.198 cm3 110/150 kW/PS 375 Nm bei 1.500

KRAFTÜBERTRAGUNG 6-Gang-Schaltgetriebe mit Untersetzung zuschaltbarer Allradantrieb FAHRZEUGAUFBAU Leiterrahmen mit aufgeschraubter Karosserie, 4 Türen, 5 Sitze

ABMESSUNGEN; GEWICHTE 5.359/1.850/1.815 mm Länge/Breite/Höhe: 3.220 mm Radstand: Kofferraumvolumen: nach oben offen 2.166 kg Leergewicht: zul. Gesamtgewicht: 3.200 kg Anhängelast: 3.350 kg (gebremst) FAHRLEISTUNGEN 0–100 km/h: 11,8 s V-max: 175 km/h VERBRAUCH Stadt/Land/gesamt: Testverbrauch:

9,7/7,5/8,3 10,2 l Diesel

CO2-AUSSTOSS

219 g/km

LENKUNG (ZAHNSTANGE) Zahnstange servounterstützt

Geländewerte Bodenfreiheit: Wattiefe: Böschungswinkel: Rampenwinkel:

229 mm 800 mm 28/28 Grad (v/h) 25 Grad

FELGEN/REIFEN 265/65 R17

PREIS E: ab 32.880- inkl. MwSt. Testwagenpreis E: 34.440,- inkl. aller Abg.

FAHRWERK (VORDER-/HINTERACHSE) Einzelradaufhängung VA Starrachse HA BREMSEN innenbelüftete Scheiben / Trommel

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Nahezu alle Pickup-Modelle lassen sich mit speziellem Zubehör für unterschiedliche Aufgaben ausstatten. Beim Ford Ranger ist das Angebot besonders groß.

Kaum Grenzen bei der Individualisierung

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usgestattet mit einem stabilen Leiterrahmen, einer von der Fahrgastzelle getrennten Ladefläche und robuster Allradtechnik ist der Ranger ein geradezu idealer Kandidat für die Zubehörindustrie. Bereits direkt ab Ford-Händler werden beispielsweise Laderaumabdeckungen, Hardtops und natürlich das deutlich weniger praktische Chromzubehör angeboten. Wenn es etwas mehr sein soll, bleibt aber auch hier nur der Gang zu den Spezialisten. So hat Taubenreuther bereits alle für den harten Offroad-Einsatz relevanten Teile im Angebot. Auch wenn der Unterboden des Ranger bereits werksseitig gut geschützt ist, sind Schutzplatten speziell dann sinnvoll, wenn das Fahrzeug regelmäßig auf steinigem Untergrund eingesetzt werden soll. Dazu passend, empfiehlt sich dann eine leichte Fahrwerkshöherlegung, die in verschiedenen Varianten angeboten wird. Ergänzend zur serienmäßigen Traktionskontrolle bietet Taubenreuther eine 100-prozentige Differenzialsperre für die Hinterachse, und für den Fall, dass dies auch nicht ausreicht, das neue Warn-Seilwindenprogramm (inklusive Anbauplatte) an. Geht es um das ideale Hardtop, greift Taubenreuther auf die Produkte von ARB zurück. Gleichermaßen für Beruf und Freizeit relevant ist dabei die mögliche Ausstattung mit Ladensystemen oder einer Markise, die es erlaubt, auch bei Schlechtwetter im

Trockenen zu arbeiten. Spezielle Hardtopvarianten und eine extrem belastbare Laderaumabdeckung hat auch Style-X im Programm, während es seitens Road Ranger (in Österreich vertrieben durch die AutoPlus-Partner) eine Vielzahl an sehr individuellen Hardtop-Lösungen gibt. Zubehör für den Ranger hat natürlich auch die Vorarlberger Firma Horn Tools im Angebot. Bei allen Umbauten relevant ist klarerweise die Ausstattung mit entsprechenden Reifen. Mehr dazu im Reifenspezial in der nächsten Ausgabe der 4wd. Infos: www.taubenreuther.at www.style-x.at www.autoplus.at www.horntools.com

Die Style-X Laderaumabdeckung (oben) darf mit mehreren hundert Kilogramm belastet werden. Ausgestattet mit Spezialfahrwerk und einer Seilwinde ist das Taubenreuther Modell noch geländetauglicher

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lifestyle // Eistraining Thomatal

S Quer, ganz ohne wenn und aber

pikes und 4 angetriebene Räder sind wünschenswert, aber keine Voraussetzung für all jene, die den perfekten Driftwinkel nicht zwischen Kalte Kuchl und Ochssattel, sondern lieber auf einer dafür wirklich vorgesehenen Strecke erlernen wollen. Knapp vor dem Jahreswechsel war es wieder einmal soweit. Wolfgang Brodil, besser bekannt als Frontmann des Teams „More Bottle than Throttle“ lud gegen Kostenbeteiligung einen erlesenen Kreis Gleichgesinnter ins Thomatal.

C-Zentren seits der modernen ÖAMT Fahrsicherheitstraining ab atal. ndes. Wir waren im Thom La s de te Or n ste lte kä r an einem de

Unweit der Metropolen Murau und Tamsweg gelegen, hat ein findiger Landwirt namens Franz Schiefer erkannt, dass es durchaus sinnvoll sein kann, wenn gleich mehrere Felder den ganzen Winter über keinen Sonnenstrahl abbekommen, speziell in einer Region, die wie der Lungau als Kältepol bekannt

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ist. Sobald im Herbst die ersten Minusgrade verzeichnet werden, schnappt sich Franz sein Güllefass samt Traktor und verteilt hunderttausende Liter Wasser aus dem eigenen Bach auf den daneben liegenden Feldern. Zwischendurch werden die Pisten des im Prinzip völlig CO2-neutral gebauten Fahrtechnikzentrums auch gefräst oder unnötiger Schnee von der Bahn geräumt. Sobald die Strecken durchgefroren und die unverzichtbare Streckenmarkierung in Form bunter Hütchen aufgestellt sind, kann auch schon gefahren werden. Geboten werden mehrere kompakte Kurse und eine große Strecke, die knapp 2,5 Kilometer misst. Abgesehen von einer Brücke, einer Scheune und ein paar Bäumen gibt es hier keine Hindernisse, wodurch sich die Schäden an den Fahrzeugen in der Regel auf durch die Schneewälle ab-

gerissenen Stoßstangen beschränken. Beste Voraussetzungen also für eine gesetzeskonforme Drifterei. Die kann im Prinzip mit jedem Auto vollzogen werden. Ob 50 oder 500 PS, legale oder schwer illegale Spikes oder gar nur normale Winterreifen (macht natürlich nicht so viel Spaß) spielt dabei ebenso wenig eine Rolle wie die Frage, ob man mit oder ohne Helm oder gar mit einem kompletten Überrollkäfig im Auto an den Start geht. Wichtig ist vielmehr, das Überholverbot einzuhalten, Platz zu machen, wenn ein anderer deutlich schneller ist und Abstand zu halten, um unnötige Kaltverformungen der Karosserie tunlichst zu vermeiden. Am Fahrtag des Teams „More Bottle than Throttle“ stand der Spaß im Vordergrund und so matchten sich Serien-Mitsubishi EVOs mit ebensolchen Subaru WRX-Modellen, während

Professionelle Tipps kamen unter anderem von Rallye Profis wie Willi Stengg (l.) und Hermann Neubauer. Auf der linken Seite Michael Böhm im privaten EVO VII

sich zwischendrin auch sündhaft teure Rallyeautos tummelten. Wer einen großen autoverrückten Freundeskreis hat, kann das ganze Gelände vom Franz tageweise mieten, wofür rund 3.000 Euro zu veranschlagen sind, alle anderen bekommen die Infos zu den einzelnen Fahrtagen unter www.winterfahrtraining.at geboten. Schluss ist immer dann, wenn im Thomatal die Plusgrade einziehen, dann ist Schiefer wieder voll und ganz Landwirt. Dass er jeden Sommer dazu nützt, das Gelände weiter zu optimieren, versteht sich dabei fast von selbst. Wer mehr über das „More Bottle than Throttle“ Team des Mitsubishi EVO X fahrenden Universitätsprofessors Brodil wissen will, kann die eine oder andere Verrücktheit unter www.brodil.at nachlesen oder sich anhand wunderbarer Videos auf Driftvergnügen auf Wasser oder Eis einstimmen. «

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automobilmessen // R端ckblick Vienna Autoshow 2013

Wien ist nicht Genf, Frankfurt oder gar Paris 54 / 02-2013 / 4wd

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Auch wenn internationales Flair bestenfalls auszugsweise auf einzelnen Ständen zu finden war, bot die siebente Auflage der Vienna Autoshow ein tolles Angebot.

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us allradtechnischer Sicht musste man diesmal zwar auf die Modelle von Citroën und Peugeot ebenso verzichten wie auf den schnellen Allradler aus Maranello, die praktischen Isuzu PickupModelle oder auf die Premiere des Trax aus dem Hause Chevrolet. Alle anderen Marken sind dem Ruf der größten heimischen Automobilmesse jedoch gefolgt. Den wie schon in den vergangenen Jahren zahlreich erschienenen Besuchern war es auch egal, dass viele Marken die Vienna Autoshow aufgrund der enormen Kosten lieber im Zweijahres-Rhythmus sehen würden, zumal die Vienna Autoshow garantierte 100.000 Besucher allein durch die jährlich in den Nebenhallen stattfindende Ferienmesse vorweisen kann. Heuer waren es insgesamt gar fast 150.000, die einen Blick auf die

neuesten Modelle erhaschen wollten. Den meisten ist das auch gelungen. Einmal mehr im Mittelpunkt der Vienna Autoshow standen dabei die neuesten Allradmodelle. Die meisten Fahrzeuge konnte hier natürlich der Marktführer VW und die angeschlossenen Marken Skoda, Seat, Audi, Lamborghini, Bentley und natürlich Porsche vorweisen. Die Highlights bildeten dabei die Premieren des Audi RS4, des VW Amarok Canyon (lieferbar ab Juni) und natürlich des Porsche Carrera 4, wobei auch die Anziehungskraft des gelben Bugatti Veyron nicht zu unterschätzen war. Großes Interesse wurde aber auch Ford zuteil, die den komplett neuen Kuga auf ihrem Stand zeigten, während man bei Fiat inmitten der Jeep Modelle die erste Allradversion des Lancia Thema entdecken konnte. Neu

Der Skoda Yeti ist auch ohne Neuerungen immer noch topaktuell (oben). Mit der S1 erinnert Audi an die ganz großen Erfolge im Motorsport (l.)

Autokauf ist auch Kopfsache. Das ist hier wirklich nicht übersehbar

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automobilmessen // Rückblick Vienna Autoshow 2013

auch das stärkste Mini Country Modell namens John Cooper Works und die Möglichkeit, den 1er BMW jetzt auch mit vier angetriebenen Rädern bestellen zu können. Das volle Allradprogramm hatte diesmal Toyota mit dabei, wobei speziell der große Land Cruiser V8 stets umlagert war. Um Größe ging es auch am Stand der Firma Puhr, die die Cadillac Allradmodelle, darunter auch das ebenso große wie luxuriöse Modell Escalade am Stand bereithielt. Gleich nebenan verriet Suzuki, dass auch kleine 4x4-Modelle hoch im Kurs stehen, allen voran der geliftete Jimny (der sogar in einer besonders günstigen LKW-Version gezeigt wurde) und der ebenfalls überarbeitete Grand Vitara.

Leistung ohne Ende hielt im Gegen­ zug dazu Nissan in Form des erneut leicht überarbeiteten GT-R und des vor Kraft strotzenden Juke-R bereit. Gleich zwei Neuheiten mit Allradantrieb hatte Volvo zu bieten, wo neben dem V60 Hybrid auch der brandneue V40 Cross Country zu sehen war. Die jüngsten SUV-Modelle rückten auch Hyundai (Santa Fe), Honda (CR-V), Kia (Sorento), Mitsubishi (Outlander) und Mazda (CX-5) ins Rampenlicht. Gänzlich dem Thema Allrad (die zwei alternativ auch rein frontgetriebenen Modelle, die so gar nicht zur Marke passen wollen, dürfte auch niemand vermisst haben) verschrieben hat sich die Marke Land Rover

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auf der Vienna Autoshow. Im Mittelpunkt hier natürlich der neue Range Rover, der, flankiert von seinen kleinen Geschwistern Evoque, Range Rover Sport, Freelander, Discovery und Defender die Massen anzog. Ähnlich elegant auch der Auftritt der Jaguar Modelle XF und XJ, die neuerdings beide auch mit Allradantrieb angeboten werden. Wie wichtig vier angetriebene Räder in der Oberklasse sind, verriet auch der Stand von Mercedes-Benz, auf dem der G63 AMG ebenso besonders viel Zuspruch fand wie der neue GL. Zu guter Letzt durfte auch der neue Opel Mokka beim Rundgang

durch die zwei bis zum letzten Quadratmeter mit Autos gefüllten Hallen besichtigt und Probe gesessen werden. Das galt auch für den Infinti FX, der künftig nicht mehr ausschließlich über das Infiniti Zentrum Wien in Brunn am Gebirge, sondern auch an zwei bis drei anderen Standorten in Österreich angeboten werden soll. Alles in allem bot die Vienna Auto­ show auch heuer einen sehr guten Gesamtüberblick über den Automobilmarkt. Dass man dabei nicht das

Schöne und prominente Gäste wie Peter Weck (unten Mitte) am Land Rover Stand

Flair einer internationalen Messe bot, dürfte den meisten Besuchern egal gewesen sein, gab es doch an einem Großteil der Stände fachlich hochwertige Information von geschulten Verkäufern und Verkäuferinnen, wodurch jeder Interessent die Informationen, die er haben wollte, auch bekommen hat. Damit ist das wichtigste Ziel einer nationalen Messe auf jeden Fall erreicht worden. Wer es nicht nach Wien geschafft hat, dem sei an dieser Stelle der Linzer Autofrühling ans Herz gelegt, der in einem etwas kleineren, dafür aber auch gemütlicheren Rahmen vom 15. bis 17. März im Linzer Design Center alle Neuheiten des Autojahres 2013 zeigt. « Als neuerliche Nummer 1 der Welt zeigte Toyota auch das komplette Allradprogramm. Neu im Segment der Kompakten ist der Allradantrieb für den 1er BMW (unten)

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SchwerPunkt // Jännerrallye 2013

Saisonstart mit internationaler Beteiligung Mit der Jänner-Rallye erfolgte der Saisonstart zur RallyeStaatsmeisterschaft 2013 bereits ein paar Tage nach dem Jahreswechsel, was ein hochkarätiges internationales Starterfeld aber nicht davon abhielt, dem ersten Lauf zur ÖM beizuwohnen.

V Echte Fans passen sich den Gegebenheiten an und mutieren entlang der Strecke zu Selbstversorgern

erantwortlich dafür, der hart erkämpfte Europameisterschafts-Status der Jänner-Rallye und damit im Prinzip die höchste Auszeichnung, die einem Veranstalter in Österreich zuteil werden kann. Für die vielen heimischen Fahrer ergaben sich daraus viele Vorteile, aber auch ein paar Nachteile. So zogen die Stars der EM nicht nur viele Fans nach Oberösterreich, sondern auch Medienvertreter aus ganz Europa mit sich, darunter gleich mehrere Kamerateams von Eurosport, dem Promoter der ERC 2013. Ungewohnt hingegen war die Situation im Fahrerlager. Nicht Serienstaatsmeister Raimund Baumschlager (Skoda) oder sein härtester Gegner auf heimischem Terrain, Beppo Harrach (Mitsubishi),

standen hier im Mittelpunkt, sondern weltweit bekannte Namen wie Jan Kopecky (Skoda), Francois Delecour (Peugeot), Vaclav Pech (Mini), Bryan Bouffier (Peugeot) oder Stig Blomquist im Mitsubishi (der seinen MotorsportRuhestand fast schon traditionell für die Jänner-Rallye unterbricht). Andere heimische Piloten wurden in den Medien noch weniger als sonst beachtet - darunter die in einzelnen Sonderprüfungen großartig gefahrenen Piloten Gerhard Aigner (Mitsubishi) und Simon Wagner (Mitsubishi). Draußen auf der Strecke machte dies keinen Unterschied. Da waren, sieht man einmal von der offensichtlichen Diskrepanz zwischen den S2000 und

den in der gleichen Klasse startenden Gruppe N Fahrzeugen ab, alle gleich. Es ging darum, in zwei Tagen mehr als 200 Sonderprüfungskilometer in kürzester Zeit abzuspulen. Zwar war der große Schnee diesmal ausgeblieben, der Mix aus dichtem Nebel, Eis, Regen und Schlamm sorgte dennoch für schwierigste Bedingungen, mit denen nicht nur die internationalen Stars, sondern auch die zwei schnellsten Österreicher, zur Freude der Fans gut zurecht kamen. Begleitet von vielen technischen Aus­ fällen, darunter auch Kris Rosenberger, und einigen spektakulären Abflügen bot die Jänner-Rallye zwei Tage hochwertigen Motorsport und

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Im Osten Europas gilt es ganz offensichtlich, seinen Stars zu zeigen, dass man für sie sogar das letzte Hemd gibt

am Schluss stand erwartungsgemäß mit dem Skoda-Werkspiloten Jan Kopecky der Topfavorit ganz oben am Stockerl. Nach einem Kampf um Sekunden auf Platz zwei Bryan Bouffier, gefolgt von Raimund Baumschlager im Skoda, der gleich zu Saisonbeginn eindrucksvoll demonstrierte, dass er auch im leicht fortgeschrittenen Alter mit den Topstars der ERC mithalten kann. Platz fünf im Gesamtklassement ging an Beppo Harrach, dem es auf den letzten Metern noch gelang, den polnischen Meister Kajetan Kajetanowicz im Subaru zu überholen. Nach einem eher unglücklichen ersten Tag lieferte Harrach am zweiten Rallyetag eine eindrucksvolle Aufholjagd und gewann damit schlussendlich auch

die Production Car Division in seiner Gruppe N Mitsubishi EVO IX R4. Zusätzlich sicherte sich Harrach durch seine Aufholjagd auch die begehrte Colin McRae Trophy, die bei jedem Lauf zur ERC an jenen Fahrer verliehen wird, der die aus der Sicht der Jury beste Leistung abliefert.

Höflichkeit in einer neuen Dimension: Diese Gemeinde dankt sogar jenen, die mit Höchstgeschwindigkeit durch den Ort rasen

Weiter geht es im heimischen Rallye­ kalender mit der Rebenland-Rallye, die vom 22. bis 23. März in der Südsteiermark stattfindet. Dann wird sich der Kampf um die Spitze wie so oft in der Vergangenheit erneut zwischen Raimund Baumschlager und Beppo Harrach abspielen, mit deutlich weniger Besuchern und ohne die internationalen Kamerateams. «

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SchwerPunkt // Rallye Dakar 2013

Aller guten Dinge sind 11

„Mister Dakar“ Stephane Peterhansel macht seinem Namen einmal mehr alle Ehre und gewann bereits zum elften Mal die zwischenzeitlich 34. Auflage der vielleicht schwierigsten Rallye der Welt.

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uch wenn die Dakar nach dem Rückzug der Werksteams (zuletzt verabschiedete sich Volkswagen) nicht mehr ganz die Aufmerksamkeit genießt, die ihr in den vergangenen Jahrzehnten zuteil wurde, steht sie immer noch für die ultimative Herausforderung an Mensch und Maschine. In Zahlen ausgedrückt bedeutete dies im heurigen Jahr 8.574 Kilometer, aufgeteilt auf 13 Tagesetappen, ohne gröbere Blessuren zu meistern,

um nach dem Start in Lima auch das Ziel in Santiago zu sehen. 745 Teilnehmer aus 53 Nationen, die alle Altersklassen zwischen 19 (Robert Van Pelt aus Holland - Motorrad) und 71 (Francisco Claudio Regunaschi aus Argentinien - Auto) abdeckten, gingen aufgeteilt auf 4 Fahrzeugkategorien an den Start.

Am Ende stand Stephane Peterhan­ sel (X-Raid Mini) bereits zum elften Mal ganz oben auf dem Stockerl. An seiner Seite Giniel der Villiers (Toyota Hilux), gefolgt von Leonid Nowitski (X-Raid Mini). Seinen bereits fünften

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Sieg in der Motorrad-Klasse feierte der Red Bull KTM Werkspilot Cyril Despres, der sich gegenüber Ruben Faria und Francisco Lopez (beide ebenfalls KTM) durchsetzen konnte. Auf Platz 88 bei den Motorrädern landete Ferdinand Kreidl mit seiner privat eingesetzten KTM, der auch der einzige österreichische Teilnehmer an der heurigen Dakar war.

Platz 1 für Kamaz bei den Trucks und für KTM bei den Bikes. Eine überzeugende Vorstellung lieferte auch Toyota mit dem Hilux auf Platz 2 und X-Raid BMW mit Platz 4 in der Car Wertung

Die noch junge Quad-Kategorie ging an Marcos Patronelli vor Ignacio Casale und Rafal Sonik (alle Yamaha). Ebenfalls einen Dreifach-Sieg konnte das russische Kamaz-Team bei den Trucks feiern. An der Spitze dabei - für alle etwas überraschend - Eduard Nikolaew, der jüngste Pilot der Kamaz Truppe, der die Rallye ohne einen einzigen Tagessieg für sich entscheiden konnte. Auf den Plätzen 2 und 3 Ajrat Mardeew und Andrej Karginow. Der Sieger der TruckWertung der Dakar 2012 Gerard de Rooy (Iveco) aus Holland musste sich diesmal nach einem Turboladerschaden mit Platz 4 zufrieden geben. Alle Infos zu den einzelnen Etappen sowie eine Vielzahl an spektakulären Bildern sind unter www.dakar.com zu finden. «

8574 Kilometer, aufgeteilt auf 13 Tagesetappen, galt es, im heurigen Jahr zu meistern.

Wir gratulieren den Siegern der Dakar 2013 4wd / 02-2013 / 61

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SchwerPunkt // Africa Eco Race 2013

Auf den Spuren von Thierry Sabine Zwei große Schauspieler verzichten auf die Dinge des Alltags und stellen sich einem der letzten großen Abenteuer unserer Zeit.

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ährend die Rallye Dakar Europa und Afrika schon vor mehreren Jahren nach Unruhen und damit verbundenen Problemen bei der Durchführung zugunsten von Südamerika den Rücken gekehrt hat, kommt der unter dem Namen Africa Eco Race stattfindende Bewerb immer besser in Schwung. Mitverantwortlich dafür aus österreichischer Sicht ist das Engagement von Heinz Kinigadner, der heuer erstmals als Teamchef beim Africa Eco Race mit dabei war. An seiner Seite zwei Brüder, die schon in der Vergangenheit sehr Motorradaffin waren. Der eine hat sich mit seinen Auftritten als halbstarker Tiroler auf einer Honda XR in der Piefke Saga einen Namen und in weiterer Folge mit

anderen Filmen und Serien (darunter natürlich auch Kommissar Rex) internationale Bekanntheit erarbeitet. Der andere ist ebenfalls im Film- und Theater-Business international erfolgreich, wobei auch er am liebsten den wilden Hund markiert. Um das zu unterstreichen, bot sich die Dakar geradezu an. Beide waren sie verrückt genug, um erstmals in ihrem Leben eine Rallye und dann gleich die von Paris nach Dakar zu bestreiten. Die Idee dazu entstand bei einem Zusammentreffen zwischen Heinz Kinigadner, Gerhard Berger und Tobias Moretti. Während Berger eine eigene Teilnahme verweigerte und unter fadenscheinigen Gründen der Diskussion entschwand, fand Moretti Gefallen daran, die Idee vom Heinz umzusetzen,

und da war es fast naheliegend, den kleinen Bruder mit einzubeziehen. Um die Rallye überhaupt überstehen zu können, waren Moretti (er nahm zu Beginn seiner Schauspielkarriere den Mädchennamen seiner Mutter an) und Bloéb ein Jahr lang regelmäßig im Fitness Center und saßen, wann immer es ihre Zeit erlaubte, auf dem Motorrad. Die weltbesten Enduro-Fahrer fungierten dabei als Trainer. Welch Glück, dass sie alle bei KTM unter Vertrag stehen. Bereits Erlerntes konnten die beiden dann unter anderem am Erzberg unter Beweis stellen. Nicht nur dort zeigten sich noch grobe Mängel hinsichtlich Kondition und Fahrzeugbeherrschung, was dem Optimismus von Teamchef Kinigadner, der fix davon

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ausging, mit beiden das Ziel in Dakar zu erreichen, nichts änderte. Und so war es dann auch. Begleitet von einer Vielzahl an Abflügen gelang es sowohl Moretti als auch Bloéb, die rund 5.600 Kilometer nicht nur aus eigener Kraft, sondern auch erfolgreich hinter sich zu bringen. So erreichte Bloéb das Ziel in Dakar auf dem herausragenden 7. Platz, während Moretti mit Platz 10 ebenfalls ein nicht minder beeindruckendes Ergebnis realisierte. Während das für Europa vielleicht schon in ein paar Jahren wieder sehr wichtige Africa Eco Race heuer viel medialen Rückenwind bekommen hat und damit seinen Wachstumskurs fortsetzen wird, haben die Brüder Tobias und Gregor genug vom Abenteuer. Einmal war großartig, aber Wiederholung wird es keine geben, da sind sich beide völlig einig. Gehört haben wir das aber schon oft, und genau die, die das am lautesten kund getan haben, waren die, die der Droge Dakar verfallen und damit immer wieder an den Start gegangen sind. Die Automobil-Wertung gewann üb­ rigens mit Jean Louis Schlesser ein internationaler Top-Pilot, während Martin Fontyn die Motorrad-Wertung für sich entscheiden konnte. Mehr dazu unter www.africarace.com «

Vom Eiffelturm in die Wüste. Vielleicht liegt es an der Nähe zu Afrika, dass uns diese Strecke näher liegt, als das Rennen quer durch Südamerika

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VORSCHAU

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+ + + In letzter Minute + + + Volkswagen siegt bereits beim zweiten WM-Lauf:

Die Highlights im nächsten HefT

Bei der heuer von Schnee und Eis geprägten Schweden-Rallye hatte VW Spitzenpilot Sebastian Ogier die Konkurrenz fest im Griff. Damit gelang es ihm bereits beim zweiten Einsatz des brandneuen VW Polo WRC, den Serienweltmeister der letzten Jahre, Sebastian Loeb (Citroën DS3 WRC), auf Platz 2 zu verweisen. Platz 3 sicherte sich Mads Östberg im Ford Fiesta WRC.

Alles für den Hund: Unter einem besonderen Stern stand die Weihnachtszeit für die Mitarbeiter und Freunde der auf Standheizungen und Klimaanlagen spezialisierten Firma Eberspächer. Mit Hilfe mehrerer Aktionen und dem Verzicht auf eine Firmenweihnachtsfeier gelang es dem Eberspächer-Team, mehr als 15.000 zu sammeln. Geld, das einer nahezu erblindeten jungen Frau zukommt. Sie benötigt dieses Geld für die Anschaffung eines speziell ausgebildeten Blindenhundes, der es ihr auch künftig ermöglichen soll, in ihrem abgeschieden gelegenen Haus im Waldviertel alleine zu leben. Mehr Infos zu diesem tollen Projekt auch unter www.eberspaecher.at.

Termine

02/2013

Peugeot 4008 Audi A6

Nach dem Auftritt bei der absolut allrad in Salzburg richten wir unseren Blick nach Genf. Dort findet bereits zum 83. Mal die wichtigste europäische Automobilmesse der ersten Jahreshälfte statt. Neben einer umfassenden Reportage über die Neuheiten vom Genfer See kommen in der nächsten Ausgabe auch die Fahreindrücke nicht zu kurz. So werden wir den neuen Ford Kuga erstmals auf- und abseits der Straße erleben und jede Menge Infos zum neuen Toyota RAV-4 sammeln. Im 4wdTestfuhrpark freuen wir uns unter anderem auf den Audi A6 allroad, den Peugeot 4008 und das Geländewagen-Urgestein Mercedes-Benz G-Klasse. Ebenfalls im nächsten Magazin ein Volkswagen T5, dem sich der deutsche Offroad Spezialist Seikel angenommen hat.

Ford Kuga

21. - 24. Februar absolut allrad/Messezentrum Salzb. 7. - 17. März Genfer Autosalon/Palexpo Genf (CH) 15. - 17. März Autofrühling/Design Center Linz 15. - 17. März AutoEmotion/Stadthalle Graz 22. - 24. März Automesse/Messezentrum Salzb. 5. - 7. April Jaspowa/Messe Wien

Die neue Ausgabe des 4wd Magazins ist ab Anfang April im Handel.

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