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Die Originalausgabe dieses Buches ist unter dem Titel »Artistes de nature« 2007 bei Editions Plume de carotte, Toulouse, erschienen. Aus dem Französischen übersetzt von Kirsten Sonntag.

4. Auflage, 2011 © 2008 AT Verlag, Baden und München Fotos: Marc Pouyet sowie »Ecole & Nature«, Gruppe »Art & Nature« Druck und Bindearbeiten: Offizin Andersen Nexö,Leipzig Printed in Germany ISBN 978-3-03800-357-1 www.at-verlag.ch


Inhalt

7

Danksagungen – natürlich

9

In der Natur – mit der Natur – im Rhythmus der Natur

11

Winter

33

Frühling

65

Sommer

107

Herbst

129

Weitere Gestaltungsideen

136

Zum Autor


Winter


Oben: Ein Stock hinterlässt Kerben in einer Schneedecke auf einem Felsen. Unten links: Ein mit einem Zweig in frischen Schnee auf einem flachen Stein gezeichnetes Muster. Unten Mitte: Die mit einem Stock gezogene Linie im Schnee verzaubert den Baumstumpf in eine Eisschnecke. Unten rechts: Runde Stockabdrßcke im Schnee auf einem runden, bemoosten Stein. 12


Links: Klumpen weichen Schnees legen sich um einen bemoosten Felsen. Rechts oben: Auf dem mit schwarzen Flechten bedeckten Fels sitzen an einem kahlen Zweig Blüten aus Schnee. Rechts unten: Frischer Schnee wurde in die Höhlung eines Baumstammes gedrückt. 13


Oben links: Ahornblätter zieren eine aus frischem Schnee geformte Kugel. Oben Mitte: Ein aus einer kompakten Schneewand geschnittenes Bullauge als Ausguck in die Winterlandschaft. Oben rechts: Die Schneekugel mit den Ahornblättern vor dem Bullauge in der Schneewand. Unten: Ahornlaub auf überfrorenem Schnee. 14


Oben: Wegspur einer groĂ&#x;en Schneekugel, die auf diesem Weg den Schnee mit sich nahm. Unten links: Schmelzender Schnee auf gelblich-grĂźnem Grashintergrund. Unten Mitte: Bewachsenes Erdreich vom schmelzenden Schnee befreit. Unten rechts: Klumpen schmelzenden Schnees auf dem Felsen zu einem Mosaik angeordnet. 15


Färben Um Schnee rot zu färben, kann man Beeren des Gemeinen oder des Wolligen Schneeballs (Viburnum) direkt auf eine Schneekugel reiben oder die Beeren zuvor in etwas Wasser zerdrücken und dieses dann auf einen fest zusammengedrückten Schneeball gießen. Eine grüne Färbung erzielt man mit Bärlauch, Gelb mit Zitronensaftkonzentrat.

Oben: Mit Pflanzenextrakten gefärbte Schneebälle auf nacktem Geäst. Unten: Mit Bärlauch, Viburnum-Beeren und Zitronensaft gefärbte Schneebälle. 16


Oben: Schneebälle versinken nach einigen Stunden Tauwetter allmählich im hohen Schneeteppich. Unten: Schneebälle als Trapezkünstler im kahlen Geäst eines jungen Ahorns. 17


Oben: Mit Haselk채tzchen, flechtenbedeckten Zweigen, Fruchtst채nden des Leimkrauts, durchbohrten Holzst체cken, Efeubeeren und Tannennadeln geformte Muster auf 체berfrorenem Schnee. Unten: Abschnitte von Weidenruten leuchten auf schmelzendem Schnee. 18


Schnee Stellt man morgens fest, dass es über Nacht geschneit hat, kann man es kaum erwarten, mit dem frischen Schnee zu arbeiten. Am besten lässt sich Schnee am späten Vormittag verarbeiten, wenn die Temperatur etwas ansteigt. Pulverschnee lässt sich früher am Morgen oft nicht einmal zu einem Ball formen.

Oben: Lorbeerblätter und Dornen der Schlehe auf überfrorenem Schnee. Unten links: Spitzen von Farnblättchen auf braunem Pappellaub. Unten Mitte: Schmelzende Eiskruste auf Buchenblättern. Unten rechts: Ein Stern aus frischem Farnlaub auf braunen Farnwedeln. 19


Oben links: Langsam schmelzende Eisstücke auf Gras. Oben rechts: Eisblock, der dank des rasch gefrierenden Wassers fest mit dem Baumstumpf verbunden ist. Unten: Der Schneeball war zu schwer – oder die Eisdecke zu dünn ... 20


Eis Wie beim Schnee, beim Wind, beim Licht schafft die Natur ein unendliches Spektrum unterschiedlichen Eises: hauchzart, durchsichtig, milchig, spröde, kompakt ... Jedes vorab bestimmte, starre Projekt ist zum Scheitern verurteilt. Es gilt, den Umständen des Augenblicks folgend die natürlichen Elemente gemäß ihren Eigenschaften, gemäß dem Ort und dem Zeitpunkt zu nutzen.

Oben links: Eis auf Eis. Oben rechts: Schichtwerke aus dünnen Eisplatten. 21


Oben: Eisscheiben lehnen an einem nackten Ast. Unten: Schräg abgesägte Eichenzweige wurden mit Kiefernharz zu einer kantigen Spiralform zusammengefügt. 22


Oben: Auf einem nackten Stamm platzierte runde Eisstücke hinterlassen nach dem Schmelzen Feuchtigkeitsspuren. Unten: Kreisförmig angeordnete feine Weißbuchenäste an zwei Nussbaumpflöcken auf einem reifbedeckten Feld. 23


Oben links: Ein Efeuschmetterling schmiegt sich an zwei Asttriebe. Oben Mitte: Heller Ast vor dunklem Stamm. Oben rechts: Die Efeuwurzel schlängelt sich am stßtzenden Stamm empor. Unten: Verrottender Birkenzweig im Rinden-Ringelgewand. 24


Oben: Buchenblätter brav in Reih und Glied auf einem alten, rindenlosen Stamm. Unten: Eichenblätter präsentieren kopfüber an einem Stamm befestigt ihre Rückseite (links) und ihre Vorderseite (Mitte). Unten rechts: Vorder- und Rückseite eines Eichenblatts in einem, ein halbes Blatt auf einem ganzen Blatt. 25


Oben: Farnblätter und Zitterpappellaub mal von vorne, mal von hinten auf flechtengeflecktem Granitstein. Unten: Weidenruten in einen Flechtenball gesteckt (links). Dieselbe Spinne aus Flechten und Weidenruten auf einem Moosteppich (rechts). 26


Ausgestochene Mooskreise auf einen Baumstamm geklebt (links), auf einer krustenartigen Flechte (rechts oben) und auf einem Granitblock (rechts unten). 27


Links oben und rechts: Mooskreise treten ihre Reise auf Wassergräsern an. Unten: Kette aus Buchenlaub im kßhlen, klaren Flusswasser. 28


Haselkätzchen (links) und Storchschnabellaub (rechts oben) auf milchigem Eis. Unten links: Kiefernzweiglein auf einem zugefrorenen Bach. Unten rechts: In Eis gefangener Halm mit Blättern des Waldstorchschnabels dekoriert. 29


Steine Diese Granitsteine sind Absplitterungen mächtiger Gesteinsblöcke in einem ehemaligen Steinbruch, den die Natur wieder ganz in Beschlag genommen hat. Sie sind stumme Hinterlassenschaften der einstigen Wanderarbeiter, die aus diesen Steinen in den Städten der näheren und weiteren Umgebung große Häuser und Denkmäler erbauten.

Links: Bögen aus kleinen flachen Granitsteinen. Rechts: Gerundete Granitsteine schmiegen sich zwischen zwei Baumstämme. 30


Links: Granitsteine balancieren auf Buchenästen. Rechts: Kleine Granitsteinmännchen und -frauen. 31


Frühling


Oben: Kugel aus Efeuzweigen. Unten links: Zweige unterschiedlicher junger Gehölze. Unten rechts: Totes Geäst am Fuß einer großen Eiche. 34


Links oben: Halme ohne Netz und doppelten Boden zwischen Kiefernstämmen. Links unten: Ästchen von Nadelgehölzen schmiegen sich in die Öffnung zwischen zwei Buchenstämmen. Rechts oben: Frische Kirschbaumtriebe zwischen zwei Granitblöcken. Rechts unten: Falsche Zweige und ebenso falsche Baumpilze aus Ton. 35


Links von oben nach unten: Waldhyazinthen, Kugel aus Buchenblättern und Robinientriebe in Granitmulden. Großes Bild: Fichtenzapfen lassen den mächtigen Granitblock schweben. Unten links und Mitte: Tannen- und Kiefernzapfen – mal von oben, mal von unten, mal halb entkleidet. Unten rechts: Wacholderbeeren erobern das Moos auf einem Felsblock. 36


Oben links: Wacholderbeeren erklimmen den Birkenstamm. Oben rechts: Beeren der Stechpalme und ein mit den Blütenblättern der Sumpfdotterblume überzogener Ast auf moosigem Bett. Unten links: Löwenzahnblüten und Moos auf einem Felsblock. Unten rechts: Pappelkätzchen auf trockenem Moos. 37


Links oben und unten: Zweige entspringen dem schlammigen Grund eines Teichs. Rechts oben: Der Zweig entlädt seine Energie in Form einer Wasserspirale. 38


Wasser Wasser lässt sich nur schwer beherrschen. Ein einfaches Fischernetz oder eine sanfte Welle kann in einem Augenblick die ganze Installation zunichte machen. Deshalb arbeitet man vorzugsweise an seichten Ufern von Teichen und Seen, an träge fließenden Wasserläufen und friedlichen Bächen.

Oben links: Ein Stein (nicht im Bild) zieht Kreise ... Oben Mitte: Weidenkätzchen schwimmen in einem Kranz aus Efeuzweigen auf dem Wasser. Rechts von oben nach unten: Kiefernnadeln lassen sich im Kranz aus Efeuzweigen mit dem Wasser treiben. Großes Bild: Ein »Regenbogen« aus Zweigen, überzogen mit den Blütenblättern von Immergrün, Vergissmeinnicht, Sumpfdotterblume, Roter Lichtnelke, Storchschnabel und Gräsern. 39


Oben links: Unter der Wasseroberfläche verbirgt sich ein Steinkreis. Oben Mitte: Blüten der Roten Lichtnelke, sicher umfangen von einem Steinkreis. Sumpfdotterblumen unten links inmitten von Sumpfgräsern, oben rechts auf ihren Blättern und unten rechts auf einem Floß aus Kiefernrinde. 40


Oben links: Rote Lichtnelke und Sumpfdotterblumen finden sich am seichten Ufer. Oben rechts: Die BlĂźten der Roten Lichtnelke blicken in die Tiefe. Unten links: Ein kleiner Kranz aus Sumpfdotterblumen auf einem Bett aus Flechten. Unten rechts: Sumpfdotterblumen mit Binsen- und mit Grashalm. 41


Oben links: Eine Immergrünblüte treibt auf einem verrottenden Blatt. Unten links: Wolfsmilchblüten auf einem frischen Blatt aufgereiht. Oben rechts: Immergrünblüten stechen auf einem Sauerampferblatt in See. Unten Mitte: Die Anemonenblüte thront auf einem Zweig von Mädesüß. Unten rechts: Auf einem feuchten Stein trocknen Anemonenblüten auf Mädesüßblättern in der Sonne. 42


Oben: Stechpalmenbeeren treiben einmal auf einem Stück Rinde, einmal auf einem Binsenfloß. Unten: Immergrünblüten schwimmen, das Gesicht nach unten gewandt, zwischen zwei Zweigen – doch der Ausflug dauert nicht lange ... 43


Großes Bild: Eine Narzissenkette wiegt sich in der Strömung eines Teichs. Links von oben nach unten: Ein Kranz von dahintreibenden Narzissenblüten. Narzissenblüten und Wassergräser. Narzissendreieck auf feuchtem Gras und ein gefülltes Narzissendreieck – fertig zum Ablegen. 44


Oben: Eine Kette aus Löwenzahnblüten überspannt den Bach, während sich nach und nach vom kleinen Wasserfall oberhalb lose Blüten dazugesellen. Unten: Auf dem bemoosten Stein im Bach leuchten die weißen Bärlauchblüten. 45


Weniger ist mehr Es empfiehlt sich, in einer Installation jeweils nur ein einziges oder wenige Elemente aus der Natur zu verwenden – eine Sorte Blüten oder eine Sorte Blätter. Wenn man mehrere Sorten gemeinsam verwendet, wirkt es schnell überdekoriert.

Ketten aus Narzissenblüten schlängeln sich über bemooste Felsen, Waldboden, eine Wiese ... 46


... über und um Baumstämme, auf einem Ast über den Waldboden. Die Welt gehört ihnen! 47


Links: Ein Bogen aus Narzissenblüten überspannt die Wiese. Rechts: Narzissenkränze umgarnen einen Buchenstamm. 48


KleeblĂźten reihen sich ordentlich auf einem Felsblock auf. 49


Oben links: Primelbüten auf einem Baumstamm, Löwenzahn auf Stein. Oben rechts: Endlos läuft die Kette aus Löwenzahnblüten durchs grüne Gras. Unten links: Primelblüten zeichnen den Schattenwurf der kahlen Äste nach. Unten Mitte: Primelblüten spielen in der Stechpalme. Unten rechts: Blüten und einzelne Blütenblätter des Pfeifenstrauchs setzen Akzente. 50


Der Löwenzahnwürfel inmitten der Wiese zieht alle Blicke auf sich. Ein Drahtgestell dient als Träger. Oben rechts: Löwenzahn-Blütenreigen auf einem Rad aus Efeuzweigen. 51


Oben links und Mitte: Blütenblätter des Immergrüns auf einem flachen Granitstein, mit einer Efeuranke an einen Baumstamm geklemmt. Ketten von Sumpfdotterblumen und Narzissenblüten umgarnen zärtlich Baumstämme. 52


Großes Bild: Blühende Ginsterzweige umschmeicheln einen Granitblock. Rechts von oben nach unten: Eine Narzissenkette erklimmt einen alten Baumstrumpf. Anemonenkreis auf Efeuranken. Veilchenstrauß in einer Gabelung von Efeuranken. Unten von links nach rechts: Sumpfdotterblumen auf einem Baumstumpf, in den Furchen verwitterten Holzes und am Fuß eines knorrigen Stamms. 53


Links oben und Mitte: Anemonenblüten schmiegen sich in die Höhlung eines Baumstumpfs. Großes Bild: Sumpfdotterblumen schmücken flechtenbedeckte Äste und bringen vertrocknete Dolden zum Blühen (unten links). Unten rechts: Hahnenfußblüten baumeln mutig kopfüber über dem See. 54


Licht Der frühe Morgen oder besser noch der späte Nachmittag und frühe Abend sind dank ihres milden, weichen Lichts die besten Tageszeiten zum Fotografieren. Meiden Sie die Mittagszeit und die pralle Sonne. Auch graue und selbst regnerische Tage bieten nicht selten reizvolle Stimmungen.

Die zarten Samenstände des Löwenzahns, in vielfältigen Formen arrangiert, bevor der Wind sie in alle Richtungen verweht. 55


Oben links: Ein Sträußchen Waldanemonen inmitten von Immergrün. Unten links: Kreisformen aus violetten und weißen Veilchen, Narzissenblüten, Zierkirschen und weißen Veilchen. Rechts: Buschwindröschen, in Form eines Quadrats und eines Kreises vom Waldboden abgehoben. 56


Oben: Spiralen aus Löwenzahnblüten und Primeln auf kargem Boden. Unten: Er liebt mich, er liebt mich nicht … Eine Margeritenblüte auf frischem Moosbett, zur Hälfte entblättert. 57


Oben: Zweidimensionaler Baum aus Margeritenbl체ten. Unten: Ein Blatt aus Margeritenbl체ten und Wiesenkerbel wird nach und nach von Ginsterbl체ten besiedelt und g채nzlich eingenommen ... 58


... bis sich Rote Lichtnelken hinzugesellen, gefolgt von Kiefernnadeln, die schließlich die Oberhand gewinnen. Oben links: Margeritenblüten schlängeln sich über die grüne Wiese. Oben rechts: Schattenspiel mit Balanceakt. 59


Verbinden Mit den sehr spitzen und zugleich feinen und festen Dornen der Schlehe lassen sich Pflanzenteile miteinander verbinden. Am besten legen Sie sich ein »Nadelkästchen« an, das Sie immer im Rucksack bei sich haben. Auch Kiefernnadeln und trockene Holzreiser eignen sich dafür.

Links: Kegel aus Lindenblättern. Rechts: Binsenhalme geben dem Sauerampferblatt Rückhalt. 60


Oben: Scherenschnittbilder in Lindenblättern und Sauerampfer. Unten: Wie der Zufall spielt, zieht eines Nachts der Vollmond durch den Ausschnitt im Fliederblatt ... 61


Oben links: Farnwedel unter einer Efeuranke, auf totem Laub und auf Granitsteinen. Oben rechts: Grüne Läufer aus Farnwedeln leuchten vor dem stumpf-braunen Hintergrund. Unten links: Blütenstände der Pappel auf einem Rindenstück, durch das Insekten ihre Bahnen gezogen haben. Unten rechts: Labkraut bildet einen schwindelerregenden Wirbel. 62


Links: WolkenstĂźtzen. Rechts: Binsenhalm und Wolke fĂźgen sich zu einem kongenialen Duo. 63


Sommer


Links oben: Blütenblätter von Klatschmohn und Ranunkel. Rechts: Blütenblätter des Klatschmohns auf Feigenblättern. Links unten: Klatschmohnblütenblätter auf einem Granitkiesel. Ausatmen, einatmen ... 66


Großes Bild: Sonne, perforierte Lindenblätter und Klatschmohnblütenblätter. Rechts oben: Klatschmohnblütenblätter bilden die Früchte am Schattenwurf eines jungen Baumes. Rechts unten: Klatschmohnblütenblätter versuchen die Margeritenblüten auszustechen. 67


Links: Klatschmohnblütenblätter auf einen Mohnstengel aufgespießt. Rechts: Gänseblümchen auf einem Gänseblümchenstengel als Spieß. 68


Blumen Welches ist die zarteste Blüte? Und welches die robusteste? Tageszeit, Temperatur, Grad des Aufblühens – die Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab. Klatschmohn ist sehr empfindlich. Man kann nur die Blütenblätter verwenden – und diese auch nur früh am Morgen. Margerite und Sumpfdotterblume sind robust. Mit Löwenzahn kann man herrlich spielen, insbesondere auch nach der Blüte, wenn die federleichten, vergänglichen Samenschirmchen die Blütenblätter abgelöst haben.

Großes Bild: Kornblumen füllen die Fugen einer alten Granitsteinmauer. Rechts: Kornblumen auf Wiesenkerbel und eine Kornblume, verfangen in einem Spinnennetz. Unten: Kornblumen in Reih und Glied. 69


Links oben: Kornblumen umzingeln ein rot überhauchtes Sauerampferblatt. Links unten: Kornblumenspieß inmitten von Sumpfschwertlilien. Rechts: Kornblumen auf einem Schwertlilienblatt über einem Teppich aus Kronwicken. 70


Oben: Kornblumen umkreisen ein Ahornblatt und fĂźllen es. Unten links: Kornblumen in zunehmender Dichte auf einer Wiese. Unten rechts: Flockenblumen, Fingerhut und Kornblumen auf einem Grasteppich. 71


Oben: Blütenmandala aus Flieder, Fingerhut, Labkraut, Malve, Wiesenkerbel und Fruchtständen des Löwenzahns. Unten von links nach rechts: Wiesenkerbel auf grünem Gras auf Moos und Stein sowie mit Leinkraut, Klee, Gräsern und Erlenblättern. 72


Oben links: Ein in der Luft darüber gehaltener Blütenkreis aus Fingerhut rahmt das Mandala ein. Oben rechts: Blütenmandala aus Fingerhut, Flockenblumen und Kornblumen auf grüner Wiese. Unten: Eine Kugel aus Holunderblüten geht auf Reisen: von einem Pfahl ins Geäst eines Haselstrauchs und schließlich ins hohe Gras. 73


Vorsicht So großzügig uns die Natur auch willkommen heißt, so gefährlich und fallenreich kann sie sein. Vorsicht gilt vor messerscharfen Blatträndern, vor dünnem Eis, vor giftigen Pilzen, Beeren und Blüten, die durch ihre Schönheit locken und dennoch sehr gefährlich sein können: Knollenblätterpilz, Geißblatt, Schöllkraut, Schneebeere, Maiglöckchen.

Oben: Walderdbeeren, Erdbeerblätter, Holunderblüten, Moosbett. Unten: Abbild delikater Verführung. 74


Links: Walderdbeeren auf einem Moosbett. Rechts: Kreis aus FingerhutblĂźten, der in einem Pfeifenstrauch erscheint und wieder verschwindet. 75


Oben links: Knäuelgras neigt müde sein Haupt über einer Reifenfurche am Boden. Oben rechts: Glatthafer legt sich über die junge Wiese. Unten links und rechts: Stechpalmenblätter auf Granit. Unten Mitte: Haselnussblätter auf frischem Schlamm. 76


Oben: Sauerampferblätter auf Granit (links) und auf feuchtem Schlamm (Mitte und rechts), rechts zusammen mit Fruchtständen des Löwenzahns. Unten: Die mit dem Rasenmäher gebildete Grasspirale bringt eine plastische Reliefwirkung in die Wiese. 77


Oben: Geflecht aus Queckenhalmen. Unten: Netz aus Ringen von Queckenhalmen. 78


Werkzeuge Die in diesem Buch gezeigten Gestaltungen erfordern kaum Werkzeuge: ein Messer, vielleicht eine Gartenschere. Man kann auch mit Werkzeugen der Natur arbeiten, die sich draußen an Ort und Stelle finden: mit einem zum Hammer umfunktionierten Stein, mit einer Rindenschaufel, mit einer Miesmuschelschale, mit einem Stock, der als »Schreibgerät« dient ...

Oben: Schwertlilienblätter, gefaltet und mit Dornen der Schlehe festgepinnt, links mit Wasser besprenkelt. Unten: Spinnennetz aus Queckenhalmen und ganz rechts der Schattenwurf des Netzes auf Baumrinde. 79


Oben links: Weidelgrashalme. Oben rechts: Gitter aus Honiggras. Unten: Nur scheinbar schĂźtzende Barrieren: Gitter aus Binsenhalmen. 80


Knäuelgras und Glatthafer machen Bekanntschaft – am Morgen und am Abend. 81


Oben: Süßgräser in Bündeln und Sträußen. Unten links: Verschiedene Süßgräser, bereit zum Abheben. Unten rechts: Der Strauß aus Süßgräsern entsprießt einer Astgabel. 82


Frische Gräser halten getrocknete Süßgrashalme zusammen. 83


Wind Wind kann oft stören – ein Windstoß kann die ganze Installation aus Blättern, Blüten, Gräsern zunichte machen. Und doch: Auch bei Wind lassen sich Naturgestaltungen realisieren – weniger starre, weniger streng definierte. Früh am Morgen und gegen Abend legt sich der Wind oftmals und erlaubt dann eine ungestörtere Arbeit.

Links: Flamingofedern in Reih und Glied. Rechts: Frische Tannentriebe und solche, die weniger Glück hatten. 84


Oben: Federn eines Raubvogels und rosa Flamingofedern. Unten links: Feder-Potpourri auf Blättern des Pfeifenstrauchs. Unten rechts: Raubvogelfedern auf einem verrottenden Aststßck. 85


Oben links: Lichtspiele mit Raubvogelfedern. Oben rechts: Raubvogelfedern fĂźgen sich zu einer Art Gefieder zusammen. Unten: Federn eines rosa Flamingos, in die HĂśhlung eines alten Baumstumpfs eingepasst. 86


Mit frischen Grashalmen an den Zweigen befestigt, wachsen die Federn gen Himmel. 87


Oben: Vorhang aus dünnen Ästen (links) und aus zugeschnittenen und ineinandergefügten Doldenblütlerstengeln (rechts). Unten links: Ineinandergefügte Doldenblütlerstengel suchen einen gemeinsamen Nenner. Unten rechts: Vorhang aus Fingerhutblüten. 88


Vorhang aus Zweigen an einem Bogen eines Haselstrauchs – unwirksamer Versuch einer Sperre. 89


9783038003571