Page 1

Alles zu den studentischen Wahlen

In der Woche vom 05. bis 09. Dezember wird an der SpoHo gewählt.

Viele Zuhörer, ausgiebige Diskussionen Wir blicken zurück auf die Vollversammlung der Studierenden.

Im Fokus: Die Versuchsbeschränkungen

Bericht über eine mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkungen.


2 // ADRENALIN

Inhalt

IMPRESSUM

INHALT

Herausgeber AStA der Deutschen Sporthochschule Köln

Titel

Seite

Editorial

3

Die AStA-Familie: Wir stellen uns vor

4

Redaktion Arne Albrecht Lena Glück Ronja Hansmeier Michael Johann Luise Kropff Friederike Lehmann Sabine Lerche Moritz Löhr Omid Mostofi Kevin Nothnagel Julian Schwarzhoff Katharina Stangl

VIER GEWINNT - DIE SPOHO WÄHLT

8

AStA-Adventsmarkt

13

Viele Zuhörer, ausgiebige Diskussionen

14

Im Fokus: Die Versuchsbeschränkungen

17

Spikeball an der Spoho

19

Gastautoren Vincent Heinlein Marty Kostmann Stefan Reiff

Übersichtsplan des Campus

22

Segeln auf Föhr - Die SpoHo wird zum Stammgast

24

Rubrik: Die SpoHo und ich, diesmal mit Konstanze Klosterhalfen

27

Absolut mitreißend - der erste Eindruck aus dem Erstsemester

30

RioMaNiacs

32

Die Helden des Alltags

34

Titelbild Michael Johann Sandra Bräutigam

Layout ruke-grafix.de (Sprinter- Grafik by Kriss Szkurlatowski) – angeändert durch den AStA Kontakt (AStA) Fon: (0221) 4982 3360 6030 E-Mail: info@asta-spoho.de Internet: www.asta-spoho.de Kontakt (Adrenalin) E-Mail: michael@asta-spoho.de


// 3

Editorial

EDITORIAL Liebe Studierende der SpoHo, herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe der Adrenalin, der ersten im Wintersemester 2016/2017. Der Erscheinungstermin ist dabei ganz bewusst gewählt. In wenigen Tagen ist es schließlich wieder soweit: Ab dem 05. Dezember heißt es dann „VIER GEWINNTDIE SPOHO WÄHLT!“. Das bedeutet, dass ihr auf vier verschiedenen Wahlzetteln mit jeweils einem Kreuz über die Besetzung der studentischen Gremien und Vertreter entscheidet. Mit dieser Ausgabe wollen wir also besonders auf die Wahlen aufmerksam machen und aufklären, was, wer und wie gewählt wird. In unseren Augen ist es eminent wichtig, dass ihr euch in der Wahlwoche die Zeit nehmt und eure Stimme abgebt. Nur so könnt ihr euren Teil dazu beitragen, dass sich an der SpoHo weiterhin die Kommilitoninnen und Kommilitonen eures Vertrauens für eure Belange einsetzen. Generell ist diese Ausgabe der Adrenalin im Rahmen der Hochschulpolitik zu betrachten. Neben dem Artikel zu den Wahlen bieten wir euch auch ab Seite 14 einen umfassenden Bericht zur Vollversammlung, die am 8. November stattgefunden hat. Ein Thema, das dort, wie schon bei der Vollversammlung im Sommersemester, für viele Diskussionen gesorgt hat, war die mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkungen. Deshalb informieren wir ab Seite 17 über den aktuellen Sachstand. Natürlich haben wir unsere mittlerweile alteingesessenen Rubriken aber auch nicht vernachlässigt. Für „Die SpoHo und ich“ wird dieses Mal Konstanze Klosterhalfen porträtiert. Die Leichtathletin hat ein unfassbar erfolgreiches Jahr hinter sich und konnte zum Lohn bei den Olympischen Spielen in Rio antreten. In „Mitarbeiter der SpoHo“ geht es in dieser Ausgabe um Marcel Fratczak und Bastian Bryant von der Zentralen Betriebseinheit Informationstechnologie. Im Gespräch mit ihnen wird schnell klar, dass die gängigen Klischees über It‘ler in diesem Fall nicht haltbar sind. Zudem findet ihr in dieser Ausgabe Berichte über die RioMaNiacs (Seite 32), über die Vereinsgründung des 1. SBC Köln (S. 20), über die Surf- und Segelexkursionen auf Föhr (S. 24) und über die ersten Eindrücke aus dem Erstsemester (S. 30). Viel Spaß beim Lesen wünschen euch, Michael, die Adrenalin-Redaktion und das gesamte Team des AStA


4 // ADRENALIN

DIE ASTA-FAMILIE

WIR REFERENTEN SIND AUCH NUR SPORTSTUDENTEN...

Keine Wer wir sind Wenn ih Scheu! r habt, h ein Anliegen a einen d bt keine Angs t er Refe kontak renten zu tieren.

Referent für Erstsemester/-Innen

Referentin für Soziales und Sozialpolitik

Kisolo, 23 Jahre

Sophia, 21 Jahre

Ich studiere: Lehramt im 4. Semester Lieblingsort: AStA-Café Bestes Mensa-Essen: Germknödel

Ich studiere: SMK im 6. Semester Lieblingsort: Basketball Freiplatz Bestes Mensa-Essen: Kartoffelgratin & Ofenkartoffel

E-Mail: kisolo@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwochs 13-15 Uhr

E-Mail: sophia@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwochs 12-14 Uhr

Referent für Finanzen

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Tim, 25 Jahre

Michael, 23 Jahre

Ich studiere: SMK im 8. Semester Lieblingsort: AStA-Café & Playa Bestes Mensa-Essen: Weihnachtswoche

Ich studiere: SPJ im 5. Semester Lieblingsort: Biergarten Bestes Mensa-Essen: Spaghetti Bolognese

E-Mail: tim@asta-spoho.de E-Mail: michael@asta-spoho.de Sprechstunde: Donnerstags 13-14 Uhr Sprechstunde: Dienstags 14-15 Uhr


// 5

Referent für Hochschulsport

Referentin für Internationales

Lukas, 26 Jahre

Madita, 24 Jahre

Ich studiere: SuL im 8. Semester Lieblingsort: Playa Bestes Mensa-Essen: Eintopf

Ich studiere: SMK im 8. Semester Lieblingsort: Playa Bestes Mensa-Essen: Tortellini mit Pesto

E-Mail: lukas@asta-spoho.de Sprechstunde: Donnerstags 10-11 Uhr

E-Mail: madita@asta-spoho.de Sprechstunde: Montags 14-16 Uhr

Referent für Hochschulpolitik und Lehre

Projekt Hochschulund Bildungspolitik

Conti, 28 Jahre

Kevin, 26 Jahre

Ich studiere: SMK im 7. Semester Lieblingsort: AStA-Café Bestes Mensa-Essen: Fleisch & Nudeln

Ich studiere: Master Sport Development and Politics im 1. Semester Lieblingsort: Biergarten & Playa Bestes Mensa-Essen: Kartoffelgratin

E-Mail: conti@asta-spoho.de Sprechstunde: Montags 15-16 Uhr

E-Mail: kevin@asta-spoho.de Sprechstunde: Dienstags 12-13 Uhr


6 // ADRENALIN

Referentin für Events und Support Marty, 23 Jahre Ich studiere: Master Sporttourismus im 3. Semester Lieblingsort: Tribüne Halle 21 Bestes Mensa-Essen: Hauptsache Fleisch E-Mail: marty@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwochs 10:45-11:45 Uhr

Wer wir sind

Referent des Vorsitzes Basti, 36 Jahre Ich studiere: Lehramt im 15. Semester Lieblingsort: AStA-Café, schön ruhig und chillig Bestes Mensa-Essen: Milchreis, wenn er schön cremig ist E-Mail: basti@asta-spoho.de Sprechstunde: Mittwochs 10-12 Uhr


// 7

Wer wir sind

AUCH WIR GEHĂ–REN ZUM TEAM

DER ASTA - WER WIR SIND

Mitarbeiter AStA-Service

Mitarbeiterin AStA-Service

Marcel, 26 Jahre

Franzi, 27 Jahre

Ich studiere: Lehramt Sport und Bio im 12. Semester Lieblingsort: AStA Bestes Mensa-Essen: Schweinelende mit Kartoffelgratin und Romanesco

Ich studiere: Lehramt Lieblingsort: Playa Bestes Mensa-Essen: Spaghetti Bolognese

Mitarbeiterin AStA-Service

Kassenwart

Dina, 24 Jahre

Rui, 37 Jahre

Ich studiere: SGP im 10. Semester Lieblingsort: AStA-CafĂŠ Bestes Mensa-Essen: Milchreis

Ich promoviere Lieblingsort: Bibliothek, LAZ Bestes Mensa-Essen: Fischfilet email: rui@asta-spoho.de

Mitarbeiter AStA-Service

Mitarbeiterin AStA-Service

Jonas, 23 Jahre

Marilen, 23 Jahre

Ich studiere: Lehramt Sport und Geschichte im 6. Semester Lieblingsort: Biergarten Bestes Mensa-Essen: Spinatlasagne mit Tomatensauce

Ich studiere: SEB im 7. Semester Lieblingsort: Biergarten Bestes Mensa-Essen: Spaghetti Bolognese


8 // ADRENALIN

Studentische Wahlen

VIER GEWINNT DIE SPOHO WÄHLT

Vom 05. bis 09. Dezember finden die studentischen Wahlen an der Deutschen Sporthochschule Köln statt. „Echt? An der Spoho kann man wählen? Ich stimme für 365 Tage Spaghetti Bolognese!“ - Moment, so war das nicht gemeint. Theoretisch könntet ihr aber einen Vertreter wählen, der stellvertretend für euch, die 365-Day-Bolo-Challenge ins Gespräch bringt. Wie das funktioniert? Wir verschaffen euch einen Überblick über die Wahlen und beantworten die wichtigsten Fragen. In der zweiten Dezemberwoche könnt ihr die Besetzung des Studierendenparlaments, drei studentische Vertreter im Senat, die Studiengangssprecher und eine/n Vertreter/in der studentischen Hilfskräfte wählen. An der Sporthochschule läuft es letztlich nicht anders als in einem demokratischen Staat. Kandidaten stellen sich zur Wahl, ihr gebt eure Stimme ab und das Mehrheitsprinzip entscheidet, wer euch als Repräsentant und Bolognese-Liebhaber vertritt. Wird ein Kandidat von euch mehrheitlich gewählt, hat er die Möglichkeit, in den oben genannten Gremien Entscheidungen zu treffen, die wiederum euch zugute kommen können. Jedes Gremium hat dabei verschiedene Aufgaben, die auf der nächsten Seite ausführlich erklärt werden. In der Bundesrepublik schafften bei der Bundestagswahl 2013 71,5 Prozent der stimmberechtigten Bürger den Weg zur Urne. Das sind zwar bei weitem noch nicht alle, aber dennoch fast fünf Mal so viele Wähler, als das im letzten

vermutlich dezent am Wahllokal der DSHS vorbei geschlichen. Aber stopp: Es ist deine Hochschule und deine Entscheidung, nutze die Gelegenheit. Auf den nächsten drei Seiten dieser Ausgabe möchten wir die wichtigsten Fragen rund um die Wahlen klären und vor allem informieren.

Was wird gewählt? Wer kann gewählt werden? Und: Wie wird gewählt? Noch drei Seiten dran bleiben und ihr geht als absolute Wahl-Experten in die nächste Mittagspause und die Wahlwoche. Ermüdungswiderstand überwinden – auch der Bolo zuliebe.

Jahr an der Sporthochschule der Fall war. Knapp 15 Prozent (765 von 5140 Studenten) aller Studierenden haben ein Kreuzchen gesetzt - 85 Prozent sind

Nach der Wahl werden die Stimmen schnellstmöglich ausgezählt.

FOTO: JAN-NIKLAS NIKODEM

Nur 15% Wahlbeteiligung - da geht noch mehr!


// 9

Studentische Wahlen

FOTO: MORITZ LÖHR

Vier Kreuze - Vier Entscheidungen Stift raus, in die Wahlbox rein, Wähler sein. Die Entscheidung über die Besetzung des Studierendenparlaments, drei studentischer Vertreter im Senat, der Studiengangssprecher und der Vertretung der studentischen Hilfskräfte liegt in euren Händen. Vom 05. bis 09. Dezember könnt ihr über die Besetzung der Studiengangssprecher und des Studierendenparlaments und vom 05. bis 07. Dezember über die Besetzung der studentischen Mitglieder im Senat und die Vertretung der studentischen Hilfskräfte bestimmen. Aber was ist das überhaupt? Haltet den Textmarker parat, die wichtigsten Fakten kommen jetzt. Das Studierendenparlament (StuPa) Beim Studierendenparlament, auch bekannt als StuPa, handelt es sich um das höchste studentische Gremium. Von euch in das Amt berufen, sind die Aufgaben des StuPas vielseitig. Unter anderem wird vom Studierendenparlament ein neuer AStA (auch: Allgemeiner Studierendenausschuss) bestimmt. Kleiner Reminder: Der AStA besteht derzeit aus neun Referenten und einem Projektverantwortlichen, durch deren Arbeit eure Belange an der Hochschule bestmöglich vertreten werden sollen. Das StuPa trägt aller-

dings nicht nur die Aufgabe über die Auswahl des AStAs, sondern kontrolliert diesen auch. Außerdem kümmert sich das Studierendenparlament zum Beispiel um Angelegenheiten wie das Semesterticket. Es werden insgesamt 21 StuPa-Mitglieder gewählt, die über zwei Semester im Amt bleiben. Studentische Vertreter im Senat Während das StuPa das höchste studentische Gremium ist, ist der Senat das höchste beschlussfassende Gremium der Hochschule. Hier sitzen alle wichtigen Leute zusammen: Professoren, Personal aus der Technik, Verwaltung und Wissenschaft und natürlich auch Studierende. Der Senat ist eines der zentralen Organe der Deutschen Sporthochschule Köln. Einmal im Monat tagen in öffentlichen Sitzungen 17 stimmberechtigte und gewählte Mitglieder. Darunter sind drei studentische Vertreter, die zum Beispiel über geplante Projekte abstimmen können. Euer Kreuz schickt einen von drei studentischen Vertretern in die

Diskussionsrunde. Studiengangssprecher (SGS) Euer drittes Kreuz und somit eure dritte Entscheidung könnt ihr auf dem Bogen der Studiengangssprecher setzen. Die Aufgabe des Studiengangssprechers ist es, sich als erster Ansprechpartner um sämtliche Belange zu kümmern, die eure Studiengänge direkt betreffen. Falls ein Problem auftauchen sollte, nehmen die Studiengangsprecher Kontakt mit der Studiengangsleitung auf. In komplizierteren Fällen auch mit dem AStA, der beratend zur Seite steht. Vertretung der studentischen Mitarbeiter Die letzte Wahlmöglichkeit betrifft die Vertretung der studentischen Hilfskräfte. Diese setzt sich für die Belange der Hilfskräfte gegenüber der Hochschule ein. Diese Position wird erst zum zweiten Mal überhaupt gewählt. Alle Ersthörerinnen und Ersthörer können in der Wahlwoche über diese Stelle abstimmen.


10 // ADRENALIN

Studentische Wahlen

Wer kann gewählt werden? Die Kandidatenlisten für die zur Wahl stehenden Gremien und Positionen.

Senatsvertreter Liste 1 „Studentische Vertreter des Senats“: Constantin Katzera, Kevin Nothnagel, Vladyslav Moschenski, Niklas Eckert, Niklas Hagenhoff, Kim Volkamer, Friederike Lehmann. Liste 2 „campus: grün spoho köln“: Lars Pieper, Marc Nübel, Jesko Siebert, Jakob Steigmiller, Valerie Feider, Lukas Scheid.

Studierendenparlament Liste 1 „Studentisches Engagement“: Lukas Schmandra, Mats Harmuth, Jonas Christ, Kisolo Biskup, Daniel Rähse, Annalena Rick, Annika Rupp, Julius Kersting, Constantin Katzera, Ronja Blut, Sophia Wirtz, Jule Löcker, Vladyslav Moschenski, Jonas Schumacher, Jasmin Mayr, Justin Heitzer, Martin Steffen, Stephan Borgmann, Niklas Hagenhoff, Pascal Kunz, Michael Johann, Maximilian Rosenau, Viviane Lachmann, Marie Weber, Kim Volkamer, Sophia Pöttinger, Stefan Reiff, Alexander Kazuhiro Löer, Max Böhm, Davina Keppler, David Friesen, Friederike Lehmann, Anne Schnell, Julian Kallfaß, Rike Esser, Roshan Mutaliph. Liste 2 „campus: grün spoho köln“: Lars Pieper, Janek Klaus, Marc Nübel, Jesko Siebert, Jakob Steigmiller, Valerie Feider, Niklas Rösel, Josef Credo, Florian Genz, Lukas Scheid, Jan Willimsky Willimsky, Rosmarie Sedlaczek.

Studiengangssprecher / Vertretung der stud. Hilfskräfte Vertretung der Hilfskräfte

MA RGM

BA SUL

Rike Esser

1. SJ.: Oliver Bieck

1. SJ: Viviane Lachmann

Promotion

2. SJ.: Mathias Richter, David Friesen

Jonna Löffler, Lisa Musculus

MA ISD

Lehramt Staatsexamen

1. SJ: Dina Klingmann

Lars Pieper

MA ESC

Master Lehramt

1. SJ.: Jan-Frieder Harmsen

Julian Kallfaß

BA SEB

MA SBG

1. SJ.: Jonas Schumacher

1. Studienjahr (SJ): Verena Schmitt

2. SJ.: Jasmin Mayr

MA TEM

3. SJ.: Alexander Hombach, Andreas

1. SJ.: Lando Sinkel

Birjukow

2. SJ.: Vincent Heinlein

BA SGP

MA MKF

1. SJ.: Felix Vonderbank

2. SJ.: Friederike Lehmann

2. SJ.: Rieke Hundertmark 3. SJ.: Frederik Heine

2. SJ.: Vladyslav Moschenski, Nicolai Hepp 3. SJ.: Lukas Schmandra Bachelor Lehramt 1. SJ: Meike Dresch 2. SJ.: Philipp Büchner 3. SJ: Tom Kösling BA SMK 1. SJ.: Carina Multz, Sophia Pöttinger, Alexander Kazuhiro Löer, Tim Dichiser 2. SJ.: Davina Keppler, David Rech BA SPJ 1. SJ.: Tim Wehinger 2. SJ.: Oliver Riedel, Julian Schwarzhoff 3. SJ.: Michael Johann


// 11

Studentische Wahlen

Wie wird gewählt? Mittlerweile wisst ihr schon, was gewählt wird und wer sich zur Wahl gestellt hat. Bleibt nur noch zu klären, wie überhaupt gewählt wird. Ihr alle kommt mindestens einmal in der Woche am kleinen Wahllokal der Sporthochschule vorbei. Gegenüber des SpoHo-Shops, verteilen die engagierten Wahlhelfer allerdings keine Werbekugelschreiber, sondern sorgen eher dafür, dass ihr mit einem Kugelschreiber bewaffnet, eure Entscheidung treffen könnt. Der Wahlausschuss schlägt von Montag (5.12.) bis Donnerstag (8.12), von 10 bis 15 Uhr und am Freitag (9.12.), von 10 bis 13 Uhr seine Zelte auf. Es ist wichtig, dass ihr die Wahlzeiten einhaltet, damit alle Stimmzettel schnellstmöglich ausgewertet werden können. Das Wählen an sich ist so schnell erledigt, wie ihr vier Kreuze setzten könnt - also schnell. Für leichte Verwirrung sorgt hier die sogenannte „Listenwahl“, welche die Wahlen der StuPa-Mitglieder und der Senats-Vertreter betrifft. Die StuPa-Kandidaten stellen sich in Listen zur Wahl, da sie innerhalb ihrer Liste ähnliche Ansichten vertreten. Die Sitze im Studierendenparlament werden nach der Stimmverteilung auf die jeweiligen Listen vergeben. Entscheidet ihr euch also für ein StuPa-Mitglied, entscheidet ihr euch auch gleichzeitig für eine Liste. Je mehr Wähler sich für Kandidaten einer Liste entscheiden, desto mehr Sitze darf diese Liste auch im StuPa-Parlament für sich beanspruchen. Man spricht daher von einer so-

genannten Listenwahl. Da es im Stupa 21 Sitze gibt, muss eine Liste für einen Sitz also mindestens 4,76 Prozent aller Stimmen erhalten, um einen Vertreter entsenden zu können. Anders läuft das bei der Wahl der Senatsvertreter. Es kann ein einzelner Kandidat/ eine einzelne Kandidatin einer Liste gewählt werden. Anhand der Gesamtzahl der Stimmen der jeweiligen Listen erfolgt die Zuweisung der Senatsplätze. Innerhalb der jeweiligen Liste nimmt der Kandidat/ die Kandidatin oder – wenn der Liste mehrere Plätze zugewiesen werden – die Kandidaten mit den meisten Stimmen den Platz/die Plätze im Senat ein. Leider kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Fehlern bei der Stimmabgabe, weil oftmals mehr Kreuze als erlaubt gesetzt wurden. Ihr habt vier Kreuze - ein Kreuz pro Zettel - mit denen ihr über die Besetzung des Studierendenparlaments, der studentischen Vertreter im Senat, der Studiengangssprecher und der Vertretung der studentischen Hilfskräfte entscheiden könnt. Wenn ihr mehr Kreuze setzen solltet, ist der Wahlzettel ungültig und eure Stimme wird nicht in die Auszählung eingehen. Bei Unsicherheiten gilt deswegen die Devise: Lieber einmal mehr, als einmal zu wenig nachfragen. Der Wahlausschuss hilft euch gern! Von Luise Kropff und Moritz Löhr

Konstituierende StuPa-Sitzung nach der Wahl Sobald die Stimmen ausgezählt und das neue Studierendenparlament feststeht, findet eine konstituierende Sitzung des obersten studentischen Gremiums statt. Dabei finden sich die gewählten Mitglieder zusammen, um erste Aufgaben zu verteilen sowie einen neuen Vorsitz zu wählen. Die Sitzung findet voraussichtlich am 9.12. um 15 Uhr im Senatssaal statt. Wer Interesse hat, kann der Sitzung beiwohnen. Sie ist wie alle Sitzungen des StuPas öffentlich.

StuPa wählt den neuen AStA Anfang des Jahres Es dauert nicht lange, bis das in der Wahlwoche gewählte Studierendenparlament gleich die erste wichtige Entscheidung fällen muss. Im Januar werden die AStA-Referate durch das StuPa neu ausgeschrieben und wenige Wochen später auch neu gewählt. Wer sich bewerben möchte, sollte kurz nach der Jahreswende die Augen nach den Ausschreibungen aufhalten. Wer regelmäßig einen Blick auf die Facebook-Seiten des AStAs und StuPas wirft, wird die Stellenausschreibungen definitv nicht verpassen.

Senatsmitglieder nehmen ab April ihre Arbeit auf Die drei studentischen Mitglieder des Senats werden für ein Jahr gewählt, allerdings nehmen sie – anders als die Mitglieder des StuPas und die Studiengangssprecher – ihre Arbeit erst ab dem neuen Semester, also dem 1. April 2017 auf. Demzufolge sind die aktuellen Senatsvertreter noch mindestens bis Ende März im Amt.


12 // ADRENALIN

Studentische Wahlen

„Wer nicht wählt, darf auch nicht meckern“

Website aktualisiert

Ein Interview mit dem Wahlvorstand, bestehend aus Patrick Beumer und Thomas Leuschen.

Im vergangenen Sommersemester haben wir uns die Mühe gemacht und unserere Website aktualisiert. Ziele waren unter anderem eine verbesserte Übersichtlichkeit und ein zeitgemäßeres Layout. Zu verschiedenen Reitern gibt es jetzt jeweils verschiedene Unterpunkte. So findet ihr unter dem Reiter „Service“ beispielsweise die Unterpunkte: „AStA-Service“, „AGSport“, „Sprach-Ags“, „AStA-Café“, „Ausleihbare Spiele“, „FAQs“ und „Semesterticket“. Einige Seiten haben wir zudem ganz neu angelegt. So findet ihr beispielsweise unter: „Der AStA“ -> „Referenten“ Informationen zu den einzelnen AStA-Referenten. Etwa die Sprechstunden, Aufgaben oder Ziele für die Amtszeit. Neu ist zudem die Slideshow auf der Startseite mit einigen ausgewählten Bildern zum AStA. Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der IT-Abteilung und der Pressestelle der Deutschen Sporthochschule Köln, die uns beraten und bei der Umsetzung unterstützt haben. Wir freuen uns, wenn ihr auf unserer Website vorbeischaut und uns konstruktives Feedback gebt.

Hallo, Patrick und Thomas. Was sind eure Aufgaben als Wahlvorstand? Patrick: Die Hauptaufgabe liegt darin, die Wahl zu organisieren, was beinhaltet, dass die Bewerbungen geprüft werden und die Studierenden bei der Wahlwerbung aus neutraler Sichtweise unterstützt werden. Wir sind dafür verantwortlich, dass die Wahl reibungslos und für alle Beteiligten fair ablaufen kann und wird. Thomas: Während der Wahl selbst sind wir am Wahltisch mit im Einsatz und zählen im Anschluss die Stimmen aus, um die Wahlsieger zu ermitteln. Bis das StuPa einen neuen Vorsitz gewählt hat, übernehmen wir dort die Sitzungsleitung. Habt ihr euch ein Ziel zum Thema Wahlbeteiligung gesetzt? Thomas: Unser Ziel ist es, so viele SpoHos wie möglich zur Wahl zu bewegen. Angepeilt sind 20% Wahlbeteiligung, was erfahrungsgemäß schwer werden kann.

Warum ist es so wichtig, dass gewählt wird? Patrick: Wir wollen mehr Studierende für unsere einzelnen Gremien interessieren, welche bei vielen Studentinnen und Studenten leider nicht sehr bekannt sind. Außerdem werden wir versuchen, das studentische Engagement an der Deutschen Sporthochschule Köln zu erhöhen. Die SpoHo braucht viele Studenten, welche sich an der eigenen Hochschule einsetzen, um unter anderem das Studentenleben zu verbessern oder sich dafür stark machen, dass die Studierenden eine gute Lehre genießen können. Thomas: Auch wenn man nicht selbst zur Wahl steht, lohnt es sich seine Stimme abzugeben, um einen Vertreter zu wählen, der am ehesten mit den eigenen Interessen übereinstimmt. Seine Stimme abzugeben dauert nur zwei Minuten und wer nicht wählt, der darf auch nicht über die Entwicklungen an der Hochschule meckern! Das Interview führte Michael Johann

FOTO: MICHAEL JOHANN

Neues Layout: Die aktualisierte Website des AStAs der Deutschen Sporthochschule Köln.


// 13

AStA-Adventsmarkt

AStA-Adventsmarkt: 06. bis 08. Dezember 2016

Lockt auch in diesem Jahr mit Glühwein und Waffeln: Der AStA-Adventsmarkt.

X-Change-Abende Austausch mit und unter internationalen Studierenden

immer dienstags um 19 Uhr im AStA-Café

FOTO: MORITZ LÖHR

Glühwein, Waffeln, nette Menschen und Geschenke – all das macht die Vorweihnachtszeit aus. Welch ein Zufall, dass der AStA-Adventsmarkt genau das zu bieten hat. Vom 06. bis 08.12.2016 veranstaltet der AStA wieder den Adventsmarkt. Der Startschuss für muckelige Atmosphäre fällt an den Veranstaltungstagen jeweils um 11 Uhr auf dem SpoHo-Campus. Neben Glühwein, Punsch und Waffeln wird dieses Jahr am letzten Veranstaltungstag eine Auktion stattfinden, bei der ihr tolle Sachen ersteigern könnt. Der Erlös aus der Auktion und der Umsatz aus dem Verkauf, kommen einem wohltätigen Zweck zugute. Verschiedene Ideen für den Spendenzweck wurden eingereicht. Eine Entscheidung, an welches Projekt beziehungsweise an welche Projekte die Erlöse gehen, stand bei Redaktionsschluss noch aus. Schaut beim Adventsmarkt vorbei, stimmt euch ein und zelebriert mit uns den Winter, Weihnachten und Glühwein! Mehr Infos findet ihr demnächst auch auf dem Campus! Marty Kostmann


14 // ADRENALIN

Vollversammlung

Viele Zuhörer, ausgiebige Diskussionen

Am 8. November fand die Vollversammlung der Studierenden im Wintersemester 2016/2017 statt. Ein gut gefüllter Hörsaal 1 und ausgiebige Diskussionen der Studierenden sorgten für eine – aus Sicht des AStAs – sehr gelungene Veranstaltung.

ALLE BILDER (3) VON MICHAEL JOHANN

Gut besucht: Die Vollversammlung der Studierenden im Wintersemester 2016/2017 Am meisten Beachtung fand, wie schon in der Vollversammlung im Sommersemester, eine mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkungen. Die rund 400 anwesenden Studierenden hatten reichlich Fragen und Anmerkungen

und beteiligten sich an der Diskussion. Constantin Katzera, AStA-Referent für Hochschulpolitik und Lehre, zieht deshalb ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden, weil die Diskussion gut aufgenommen wurde und wir so von einem tristen Frontalvortrag weg-

„Uns ist wichtig, ein Meinungsbild der Studierendenschaft zu bekommen“

gehen und das Plenum miteinbeziehen konnten. Uns ist es immer wichtig, durch die Vollversammlung ein Meinungsbild der Studierendenschaft zu bekommen. Das, finde ich, ist uns an dieser Stelle gut gelungen.“ Dies gelang auch durch das Feedbacksystem, das in dieser Form zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Die Studierenden hatten hierdurch die Möglichkeit, ihre Meinung zu


// 15

Vollversammlung

gewissen Fragen per Smartphone kundzutun. Die verschiedenen Themen der Vollversammlung stellen wir im Folgenden vor. Für eine mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkungen haben wir einen ausführlicheren Bericht verfasst, den es ab Seite 17 zu lesen gibt.

Hochschulmailadressen Zu Beginn der Vollversammlung stellte Niklas Schreiner die Hochschulmailadressen für Studierende vor. Seit Beginn des Semesters können diese über die Profilverwaltung aktiviert werden. Die Hochschulmailadressen sind ein Teil von Microsoft Office 365 und generieren eine Mail-Adresse nach dem Schema: vorname.nachname@stud. dshs-koeln.de. Das Angebot ist freiwillig, und alle wichtigen Informationen gehen weiterhin an die Mail-Adresse, die man im LSF hinterlegt hat. Ziel ist es, langfristig gesehen auch Microsoft Office für Studierende zur Verfügung zu stellen. Da hierfür allerdings strukturelle Änderungen notwendig sind, kann sich dieser Prozess noch eine ganze Weile ziehen.

Bauarbeiten an Basketball-Plätzen AStA-Vorsitzender Bastian Biallas musste bekannt geben, dass sich die Baumaßnahmen an den Basketball-Außenplätzen verzögern, da der Bau- und Liegenschaftsbetrieb, der für den Umbau verantwortlich ist, sich in vielen Punkten reichlich Zeit gelassen hat. Bei den Umbaumaßnahmen darf kein Bodenfrost mehr herrschen. Ein möglicher Beginn wäre im April 2017, womit der Basketballplatz dann aber im Sommersemester überhaupt nicht zur Verfügung stehen würde. In einer Meinungsumfrage innerhalb der anwesenden Studierenden ergab sich, dass sich die Mehrheit für einen Baubeginn ab Juli 2017 ausspricht. Somit würden die Baumaßnahmen in den Semesterferien stattfinden und der Basketballplatz könnte im Sommersemester noch genutzt werden.

Änderungen ZB Sport Die offensichtlichste Änderung betrifft die Öffnungszeiten. So ist die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften mittlerweile von Montag bis Freitag zwischen 7:30 und 21 Uhr und samstags

Das Konzept der ZB Sport ist in Zukunft:„bring your own device“ zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. In einer weiteren Maßnahme wurden neue PCs angeschafft und die Anzahl an ausleihbaren Laptops erhöht. Da aber auch viele stationäre PCs abgeschafft wurden, gibt es nun insgesamt 30 Computer weniger. Der AStA-Referent des Vorsitzes, Bastian Biallas, machte daher darauf aufmerksam, dass es im IG II und im Hauptgebäude PC-Schulungsräume gibt, die genutzt werden können und bisher recht wenig frequentiert werden. Das Konzept der Bibliothek wird zukünftig „bring your own device“ lau-

ten. Das bedeutet, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden, an denen die Studierenden mit ihren Laptops und Unterlagen arbeiten können. Um dem Rechnung zu tragen, sollen in der Bibliothek Laptop-Schließfächer eingerichtet werden. Auch die räumliche Situation wird sich verändern. So werden die Arbeitsplätze im hinteren Bereich des 3. Obergeschosses zu Einzelarbeitsplätzen umfunktioniert, um die Lautstärke zu verringern. Dafür wird es im 5. Obergeschoss einen Raum geben, in dem durch Trennwände Gruppenarbeitsplätze geschaffen werden sollen. Es ist weiterhin geplant, zwei Ruheräume einzurichten, die in den Lichthöfen im 4. Obergeschoss entstehen sollen. Der AStA ist in die Planung involviert, wer also Vorschläge oder Ideen zur Einrichtung hat, kann diese an info@ asta-spoho.de richten. Eine weitere Maßnahme betrifft den Eingangsbereich. Hier soll zwischen dem Café Heilandt und der Ausleihtheke eine gläserne Lärmschutzwand entstehen.


16 // ADRENALIN

Studentische Wahlen Selbstverständlich wurde auch in der Vollversammlung ausdrücklich auf die anstehenden Hochschulwahlen hingewiesen und die Studierenden wurden ermutigt, sich selbst zur Wahl zu stellen. Alles Wissenswerte zu den Wahlen findet ihr ab Seite 8.

Sonstiges Zunächst stellte Kevin Nothnagel, Projektleiter für Hochschul- und Bildungspolitik, die Möglichkeit einer neuen Profilergänzung vor. Sie würde in Kooperation mit dem adh, dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, entstehen. Dieser ist unter anderem für die deutschen Hochschulmeisterschaften verantwortlich. Die mögliche PE würde den Titel „Sport konzipieren, organisieren und evaluieren“ tragen. Dabei könnten Studierende die Erfahrung machen, selbst eine deutsche Hochschulmeisterschaft auszurichten. Die überwiegende Mehrheit der anwesenden Studierenden interessierte sich für die mögliche neue PE.

Vollversammlung

Kevin Nothnagel wird daher abklären, inwiefern diese umsetzbar ist. Der AStA ist weiterhin damit beschäftigt, eine Schrauberwerkstatt einzurichten. Das Konzept hierfür wird „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein. Die Studierenden werden also unter Anleitung ihre Fahrräder selbst reparieren können. Das benötigte Werkzeug hat der AStA bereits angeschafft und auch schon erste Freiwillige akquiriert. Damit das Angebot zustande kommen kann, werden allerdings noch weitere Studierende gesucht, die sich mit der Reparatur von Fahrrädern auskennen. Bei Interesse einfach eine Mal an basti@asta-spoho.de schreiben. Im Anschluss stellte Madita Schröder, die Referentin für Internationales, die X-Change-Abende vor. Diese finden immer dienstags ab 19 Uhr im AStA-Café statt. Jede Woche gibt es dort eine Präsentation zu einem der Heimatländer der Internationals. Die X-ChangeAbende sind ein lockerer Austausch mit den internationalen Studierenden, zu denen es auch kalte Getränke und

oftmals landestypisches Essen gibt. Viel in Kontakt mit den Internationals sind auch die sogenannten Studdy Buddys. Diese helfen Madita dabei, Events für die Internationals zu organisieren. Wer Lust hat, sich zu beteiligen, kann Madita per Mail unter madita@ asta-spoho.de kontaktieren. Es wurde erneut darauf aufmerksam gemacht, dass es möglich ist, sich zusätzliche Kurse mit Hilfe eines „weißen Scheines“ anrechnen und in das Abschlusszeugnis eintragen zu lassen (Das genaue Vorgehen ist in der Präsentation zur Vollversammlung erklärt – zu finden auf asta-spoho.de). Auf Rückfrage der Studierenden wurden zum Schluss noch zwei Anliegen beantwortet. Der AStA versucht bereits KVB-Fahrräder an der Spoho zu etablieren und orientiert sich an den Konditionen, die an der Uni zu Köln gelten. Das StuPa kümmert sich hingegen um die Einführung von Wasserspendern an der SpoHo. Michael Johann


// 17

Versuchsbeschränkungen

Im Fokus: Die Versuchsbeschränkungen Eine mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkungen von drei Versuchen bei einer Prüfungsleistung war sowohl in der vergangenen Vollversammlung am 8. November als auch in der im Sommersemester größter Diskussionspunkt im Plenum und hat AStA und StuPa im vergangenen halben Jahr intensiv beschäftigt. Das haben wir zum Anlass genommen, einen Überblick über den aktuellen Sachstand zu erstellen. Die Frage nach einer möglichen Abschaffung der Versuchsbeschränkung kam im Frühjahr dieses Jahres auf, als etwa ein Dutzend (ungewöhnlich viele) Studierende den AStA hilfesuchend kontaktierten, da diese ihren finalen Prüfungsversuch nicht bestanden hatten. Kurzer Reminder: Wer an der DSHS Köln im Bachelor durch den dritten (im Master zweiten) Prüfungsversuch fällt, wird zwangsexmatrikuliert und kann per se sein Studium an keiner anderen Hochschule in Deutschland fortset-

zen, geschweige denn neu beginnen. Infolgedessen hat das Studierendenparlament im Juni beschlossen, sich für die Novellierung der Prüfungsordnungen einzusetzen (bzw. der AStA als ausführendes Organ des StuPas) und somit eine Diskussion in diversen Hochschulgremien diesbezüglich zu entfachen. Bei den letzten beiden studentischen Vollversammlungen wurden potenziel-

le Vor- und Nachteile einer Abschaffung erörtert. Ein Meinungsbild der Vollversammlung im Sommersemester ergab, dass sich nahezu das komplette Plenum für eine Forcierung der Thematik aussprach. Auch rechtlich gesehen dürfte dem Vorhaben nichts im Wege stehen. Denn in Paragraph 51 des Hochschulgesetzes NRW heißt es u.a.: (1) Eine Studierende oder ein Studie-

Rechtlich gesehen dürfte dem Vorhaben nichts im Wege stehen

GRAFIK VON KEVIN NOTHNAGEL

In der Übersicht: Die Pro- und Contra-Argumente hinsichtlich einer Abschaffung der Versuchsbeschränkungen.


18 // ADRENALIN render ist zu exmatrikulieren, wenn „sie oder er in dem Studiengang eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden hat oder zur Prüfung endgültig nicht mehr zugelassen werden kann.“ Von Versuchsbeschränkungen steht im Hochschulgesetz folglich nichts bzw. es existiert ein Spielraum darüber, was „endgültig nicht mehr zugelassen“ bedeutet. Insofern legt die Hochschule fest, ob Versuchsbeschränkungen existieren und wenn ja, wie viele Versuche den Studierenden gewährt werden. Vor diesem Hintergrund haben Kevin Nothnagel (AStA) und Lars Pieper (StuPa) ein Thesenpapier ausgearbeitet, welches Pro-Argumente erläutert und gleichzeitig versucht, Gegenargumente zu entkräften. Bei der vergangenen Vollversammlung wurden den anwesenden Studierenden nun diese Argumente vorgestellt. Des Weiteren kam Stephan Brackertz von der Fachschaft Physik der Univer-

Versuchsbeschränkungen

sität zu Köln zu Wort. Er berichtete u.a. darüber, dass seine Fachschaft vor drei Semestern auf Initiative von Studierenden die Versuchsbeschränkung endgültig abgeschafft hat und sich seither keine negativen Entwicklungen vollzogen haben – ganz im Gegenteil: „Die Annahme hat sich als falsch heraus gestellt, dass das Niveau durch eine Abschaffung der Versuchsbe-

„Das Niveau ist gleichgeblieben. Die Studierenden schieben weniger“ schränkungen sinken könnte. Das Niveau ist gleichgeblieben. Die Erfahrung ist jetzt ganz konkret, dass die Studierenden ihre Klausuren weniger vor sich herschieben. Außerdem haben wir die Tendenz bemerkt, dass die Leute anspruchsvoller geworden sind. Wenn ich keine Angst habe rauszufliegen, mache ich mir

mehr Gedanken, wie ich gut und sinnvoll studiere.“ Im Anschluss an die Redebeiträge brachten viele Studierende ihre Meinungen ein, sodass eine umfassende Debatte entstand. Erfreulicherweise sprach sich auch der Leiter des Prüfungsamtes, Herr Witteler, für eine mögliche Abschaffung der Versuchsbeschränkung aus (Danke dafür!). Der AStA der Deutschen Sporthochschule Köln und das Studierendenparlament werden nun den intensiven Austausch mit der Hochschule suchen, um eine Abschaffung der Versuchsbeschränkung zu realisieren. Sobald es Ergebnisse oder neue Zwischenstände gibt, werden wir diese umgehend kundtun. Wir weisen jedoch darauf hin, dass eine Abschaffung der Versuchsbeschränkung ein langwieriger Prozess werden könnte – bei der Fachschaft Physik hat sich dieser Prozess über zwei Jahre hingezogen. Wir bitten folglich um Geduld und weiterhin um euer Vertrauen. Kevin Nothnagel & Michael Johann

ORGANIGRAMM VON KEVIN NOTHNAGEL

Veranschaulicht die Strukturen an der DSHS: Das Organigramm zur Hochschulpolitik.


Spikeball an der Spoho Die Trendsportart Spikeball hat sich an der SpoHo rasend schnell verbreitet. Mittlerweile gibt es bereits einen eigenen Verein und eine AG. Sogar ein Turnier hat bereits stattgefunden. Wir blicken zurßck auf die Anfänge.


20 // ADRENALIN

Spikeball

Über den 1. Spikeballclub Köln „Es war einmal...“ so beginnen viele schöne Geschichten. Aber unsere – die des 1. Spikeballclub Köln – fängt gerade erst an und hat damit einen anderen Beginn verdient. Wir schreiben Freitag, den 09.09.2016, ein Tag, an dem womöglich Geschichte geschrieben wurde. Denn es ist der Tag, an dem sich acht sportverrückte Kölner Studenten/innen und ihr Hauptsponsor und erstes Ehrenmitglied Uli Theilen an der Deutschen Sporthochschule Köln versammelten, um den 1. SBC Köln zu gründen. Namentlich sind dies Lukas Schmandra (1. Vorsitzender), Lukas Bode (2. Vorsitzender), David Friesen (Kassenwart), Stefan Reiff (Schriftführer), Jule Löcker, Sören Herzog, Nils Bruning und Denise Oortwyn. Doch zurück zum Anfang, um aufzuklären, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Jährlich finden in Seignosse, Frankreich die adh-Open statt, sprich die deutschen Studentenmeisterschaften im Wellenreiten. Auch in diesem Jahr (Mai 2016) machte sich eine Gruppe SpoHo-Studenten/innen auf

den Weg und entdeckten am Strand Leute, die Spikeball spielten. Mit Begeisterung wurde sofort mitgespielt und zurück in Köln das erste eigene Set gekauft. Was dann mit einer Art „spiken und chillen“ mit Freunden auf dem Rasen der Leichtathletikanlage der SpoHo in Köln begann, wurde schnell zu einem immer größer werdenden Treffpunkt für Leute, die von der Spikeball-Leidenschaft gepackt wurden. Es folgte für sechs von ihnen, die sich zu den drei Teams „Kölner Sandmännchen“ (Jule Löcker und Lukas Bode), „Optik Boom“ (Sören Herzog und David Friesen) und „Zerschmetterlinge“

(Lukas

Schmandra und Stefan Reiff) zusammenschlossen, am 17. Juli spontan eine Reise zu den Spikeball Open in Berlin, um sich mit anderen Teams aus Deutschland zu messen. Den Sieg

brachte überraschend, aber hoch verdient, „Optik Boom“ mit nach Hause. Selbige Teams fuhren einen Monat später an die Ostsee zu dem 2. Spikeball Beach Cup in Neustadt und auch hier gab es wieder Medalliengewinne zu verzeichnen. Die „Zerschmetterlinge“ holten sich, nur knapp von „Optik Boom“ im Halbfinale geschlagen, die Bronzemedaillie und „Optik Boom“ brachte erneut Gold mit nach Köln. Nach diesen tollen und erfolgreichen Erfahrungen und der immer weiter wachsenden Anzahl an Leuten, die sich zum spiken anschlossen, keimte die Idee auf, einen eingetragenen Verein zu gründen. Dies wurde – wie oben beschrieben – am 09.09.2016 unter riesiger Unterstützung von Uli Theilen von „Allfinanz Deutsche Vermögensberatung“, welcher sich von der Idee einer Vereinsgründung sofort begeistert zeigte, in die Tat umgesetzt. Und nur einen Tag später richtete der 1. SBC Köln – von Uli Theilen mit tollen Trikots und Hoodies ausgestattet - gleich sein eigenes Turnier auf dem Gelände der Playa in Cologne aus - die 1. Kölner Spikeball Open. Die Nachfrage nach Startplätzen war riesig und es reisten Teams aus ganz Deutschland an. Am Ende des Turniers waren es dann wieder die Jungs von „Optik Boom“, die sich in einem packenden Finale gegen die Jungs der „Zerschmetterlinge“ aus dem eigenen Club in einem 3-Satz-Match durchsetzen konnten. Man darf also gespannt sein, wie diese Erfolgsstory weitergeht. Aber eines ist neben „Es war einmal“ beim 1. Spikeballclub Köln ganz sicher: Fortsetzung folgt... Stefan Reiff

Die Gründungsmitglieder des 1. SBC Köln und Sponsor Uli Theilen (vorne links).


// 21

Spikeball

Über die 1. Kölner Spikeball Open Kaum war der 1. Spikeballclub Köln am 09.09.2016 gegründet, fanden bereits am Samstag, den 10.09. die 1. Kölner Spikeball Open statt. Ein Turnier, zu dem 30 Teams aus ganz Deutschland anreisten. Sion beteiligte sich mit Player Bags inklusive Giveaways (Hüte, Sonnebrillen, Stirnbänder, etc.) und Partyfässchen für die Tombola. Zu guter Letzt gab es für die Plätze 2 und 3 Utensilien von Blackroll zu gewinnen. Außerdem stellte Blackroll eine Roll-out-Area mit Betreuung für die Spieler zur Verfügung. Am Ende eines großartigen Turniers, in dem sich vermutlich jeder Teilnehmer als Gewinner fühlen konnte, belegte

Frank Pauli (Erlangen) den 3. Platz, die Zerschmetterlinge (Köln) den 2. Platz und Optik Boom stand ganz oben auf dem Treppchen und holte sich den Turniersieg. Die 2. Kölner Spikeball Open sind aufgrund der überwältigenden, positiven Resonanz der Teilnehmer und Zuschauer schon in Planung. Stefan Reiff

ALLE BILDER (4) VON THOMAS LEUSCHEN

Unter anderem waren Mannschaften aus Hagen, Duisburg, Hamburg, Erlangen, Berlin, Dortmund und Essen dabei. Aber natürlich waren auch zahlreiche Teams aus Köln und Umgebung vertreten. Bei wunderschönem Wetter und strahlendem Sonnenschein begrüßten die Veranstalter ab 08:00 Uhr alle Teams und Zuschauer an der Playa in Cologne, welche ihre Beachvolleyballanlage kostenlos zur Verfügung stellte und zudem noch drei Spikeballsets als Preise für die sogenannte „Loser-Section“ stellte. Um genügend Spikeballsets für das Turnier kümmerte sich Frank Reinecke, Marketingleiter der Spikeball Europa Sport, Marketing und Entertainment GmbH. Als weiteren Anreiz für die Teams – neben einem kostenlosen Turnier dieser spektakulären Sportart, bei schönstem Wetter, auf Sand – gab es auch eine Menge Preise zu gewinnen. Mediterrana sponserte für den ersten Platz jeweils einen Tagesgutschein. Sport Thieme sponserte für den zweiten Platz einen 100€ Gutschein, für den dritten Platz einen 50€ Gutschein und für den vierten Platz einen 30€ Gutschein. Under Armour zeigte sich mit tollen Shirts für die ersten drei Plätze erkenntlich. FishermansFriend Strongman Run steuerte zwei Wild Cards für Platz 1 sowie Turnbeutel für die „Loser-Section“ bei.


24 // ADRENALIN

Segel/Surf-Exkursionen

Segeln auf Föhr Die SpoHo wird zum Stammgast Dass man nicht zu sehr in die Ferne schweifen muss, um schöne Landschaften zu sehen und etwas zu erleben, ist ja nichts Neues. Doch dass es sogar in Deutschland eine Region gibt, die sich ganz selbstbewusst nach dem wohl bekanntesten Inselparadies benennt, ist vielleicht nicht jedem klar. Kilometerlange Strände, beste Surf- und Segelkonditionen und waschechte einheimische Insulaner machen aus dem schleswig-holsteinischen Wattenmeer etwas ganz besonderes – die friesische Karibik. Auch die SpoHo ist in den letzten Jahren ein Teil davon geworden.

Im Aufwind: Studierende des BAS-Kurses üben das Segeln auf der Jolle.

Angefangen haben die Exkursionen der Sporthochschule auf die nordfriesischen Inseln im Jahr 2013, als zum ersten Mal die Profilergänzung Erlebnispädagogik zu einem einwöchigen Törn auf zwei Traditionsseglern von Föhr aus in See gestochen ist. Seit 2014 können die Studierenden der DSHS den Charme der Region im hohen Norden auch vor Ort auf der Insel Föhr erleben und dabei das Segeln auf Jolle und Katamaran sowie das Windsurfen erlernen. Zuletzt kam 2015 auch noch die die Ausbildung zum Instructor in diesen Bereichen dazu. Praktischerweise geht all das in Kombination mit Creditpoints für den Studienverlauf. Die Grundlagen auf den drei Sportgeräten werden im BAS 5.10 Kurs „Segeln und Windsurfen“ vermittelt, mit dem die Studierenden sowohl eine Abschlussnote in Praxis und Theorie für ihren Transcript of records sowie die VDWS Grundscheine erhalten. Für Fortgeschrittene bietet die Profilvertiefung im Studiengang Sport, Erlebnis und Bewegung die Möglichkeit, neben der universitären Leistung auch


// 25

Segel/Surf-Exkursionen

ALLE BILDER (3) VON VINCENT HEINLEIN

den VDWS Surf- oder Segelinstructor zu erhalten. Generell gilt jedoch: Sollten Plätze nicht vergeben sein, können bei allen Exkursionen auch DSHS-Studierende teilnehmen, die eigentlich keinen Anspruch auf einen Platz im Kurs haben (dazu einfach zu Semesterbeginn den Dozenten anschreiben).

Anfängerschulung unter gesalzenen Bedingungen im BAS-Kurs über Pfingsten Die Wassertemperatur meist bei ca. 10° C, eine steife Brise aus West, wenig bis keine Erfahrung im Segeln und Surfen, dazu noch ein bisschen Wellengang und Strömung - die Bedingungen im BAS-Kurs sind oftmals nichts für Warmduscher! Doch wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, kennen die Segel- und Surfschüler der DSHS keinen Schmerz – entweder es wird den Bedingungen ohne Murren getrotzt oder einfach ein zweiter Neoprenanzug über den ersten gezogen. Doch wenn mit den ersten Fortschritten dann die Sportgeräte mehr und mehr beherrscht werden, beschwert sich kaum

einer der Studierenden noch über die Bedingungen. Viel Wind ist besser als keiner, Wellen bringen Action und da sich die Sonne auch öfters mal blicken lässt, sind die interessanten und mit praktischem Bezug gehaltenen Theorieeinheiten direkt am Strand ein weiteres Highlight der zehn Tage auf der Insel. Außerdem gibt es als Entschädigung Sterneküche im Charlottenburger Heim, der Unterkunft für die Zeit auf der Insel, die gerade mal 500 Meter vom Strand und der Segelschule entfernt liegt. Die Dozenten Michael Schaper (Eigentümer des Wassersportcenters), Florian Kirstein (VDWS-Lehrteam & Teilhaber) sowie John von Eitzen (Seebär, Bootsbauer und Traditionssegler) verstehen es, den Sport gut und authentisch zu vermitteln und vergessen dabei nicht, dass es sich mit Spaß besser lernt. Bisher konnten so, durch die Eigenmotivation der Studierenden und die Kompetenz der Dozenten, alle Teilnehmer

mit den VDWS Grundscheinen nach Hause fahren.

Bisher haben alle Teilnehmer die Grundscheine erhalten

Vom Schüler zum Instructor

In der Profilvertiefung des Studiengangs Sport, Erlebnis und Bewegung steht dann der nächste Schritt an: In einem begleitenden Seminar während des Sommersemesters gibt es viel Input zu Vermittlungskonzepten- und Methoden, Segelphysik und Sicherheitsaspekten, sodass die Studierenden dann Anfang September (wenn die Temperaturen meist mehr der Karibik entsprechen) in den Semesterferien gut vorbereitet zum Lehrgang nach Föhr reisen können. Vor Ort bleiben Surfer unter Surfern und Segler unter Seglern, denn die Lehrgänge sind spezialisiert auf das jeweilige Sportgerät. Das eigene Fahrkönnen, das als Grundvoraussetzung für den Kurs vorhanden sein muss, wird hier nur noch wenig geschult, Ziel ist es ja, selbst Lehrer zu werden. Mit Hilfe der Dozenten vor Ort dürfen die PV-Studierenden


26 // ADRENALIN

Segel/Surf-Exkursionen

Schöne Aussicht: Die Labor Sanitas, eins der beiden Schiffe der Profilergänzung Erlebnispädagogik. dann auch in Kleingruppen direkt ihre eigenen Schüler unterrichten. Neben der Praxis- und Theorieprüfung muss noch eine Lehrprobe abgelegt werden, die jedoch für die Sportstudenten im 5. und 6. Semester meist ganz gut zu bewältigen ist. Immerhin hat man die Begriffe „methodische Reihe“ und Co. ja schon des Öfteren gehört. Mit den bestandenen Prüfungen heißt es dann auch hier nach zehn Tagen wieder Abschied nehmen von der Insel sowie dem Schapers Wassersportcenter, was vielen grade wegen der sympathischen Leuten vor Ort meist schwer fällt.

Erlebnispädagogik auf Traditionsseglern anstatt Action im Neopren Nicht ganz so actionreich geht es auf den beiden Traditionsseglern Labor Sanitas und Ronja zu, mit denen die Studierenden der Profilergänzung Erlebnispädagogik/ Adventure Education durch das Wattenmeer segeln.

Nach einem begleitenden Seminar mit theoretischem Inhalt sowie Praxis- Blockveranstaltungen im Sommersemester geht’s raus aufs Meer. Hier stehen eher das Erleben von Landschaft und den Bewohnern der Inseln und Halligen sowie der Zusammenhalt auf dem Schiff und in der Gruppe im Vordergrund, was jedoch nicht heißt, dass das Segeln zu kurz kommt. Denn

Bei Wenden und Halsen müssen alle mit anpacken bei Schiffen, die bis zu 20 Meter lang sind und ein paar Segel mehr haben als die kleinen Sportjollen und Katamarane, müssen auch alle mit anpacken, wenn Wenden oder Halsen gefahren werden. Hier können die Studierenden am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, „im gleichen Boot zu sitzen“, welche

Situationen wie gelöst werden können und dass man sich bei Problemen nicht einfach aus dem Weg gehen kann. Diese Erfahrung mit dem Dozenten Stefan Türk, den Skippern, Nationalparkranger Achim und den Crewmitgliedern zu teilen und daraus selbst zu erlernen, wie Erlebnispädagogik auf einem Schiff funktionieren kann, ist für die Studierenden oftmals neu und einmalig. Dass dazu noch absolute Highlights wie der Besuch der einzigartigen Hallig Süderoog (Bewohnerzahl: 2), Nachts im Meer zu Ankern oder der Besuch von Helgas Hafenbüdchen auf Pellworm dazukommen, führt bei fast allen zu einer Woche ohne Langeweile mit viel neuem Input. Es gibt also viel zu erleben in der friesischen Karibik rund um Föhr, Amrum und den Halligen - ob sportlich in der Jolle oder an der Pinne eines 23 Meter langen Schiffes. Oftmals liegt das Schöne ja auch (fast) vor der Haustür. Vincent Heinlein


// 27

Rubrik: Die SpoHo und ich

Königswinter, Köln, Rio de Janeiro te Wettkampf der noch jungen Freiluft-Saison 2016 an. Eigentlich wollte Konstanze nur ihre Form checken, sehen, ob die Vorbereitung gut ver-

In Tschechien läuft Konstanze die Olympianorm

BEIDE BILDER VON KLOSTERHALFEN

Die Rubrik „Die SpoHo und ich“ stellt euch diesmal Konstanze Klosterhalfen vor. Die Leichtathletin studiert seit dem Sommersemester 2016 an der Sporthochschule und nahm im August an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teil. Frankfurt, 09. August 2016, Tag der Abreise. Konstanze hat sich ihren größten Traum erfüllt. Sie sitzt im Flieger nach Rio de Janeiro, um sich dort bei den Olympischen Spielen im 1500-Meter-Rennen mit den besten Athletinnen der Welt zu messen. Sie ist die Jüngste im Leichtathletikteam. In vier Tagen steht der erste Wettkampf, der Vorlauf, an. Die Vorbereitung ist kurz, die Gewöhnung an die Zeitverschiebung von 4 Stunden passiert quasi nebenbei. Die Eindrücke der Stadt und vom Deutschen Haus

überwältigen Konstanze. Sie realisiert es noch gar nicht richtig, dass sie nun ein Teil des Ganzen ist. Ihre Eltern und ihre Brüder Niko und Leo begleiten Konstanze bei ihrem aufregenden Abenteuer in Rio de Janeiro. Es stehen noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm, doch dann ist endlich der Tag des Vorlaufs gekommen. Als Konstanze an diesem Morgen zum Frühstück geht, denkt sie kurz zurück an die überragende Zeit, die hinter ihr liegt: In Ostrava, Tschechien stand der ers-

laufen ist. Sie hat sich kein bestimmtes Ziel gesetzt, sie will das Rennen locker angehen und sich im starken Teilnehmerfeld gut verkaufen. Vor ihrem Start trifft sie ihr großes Vorbild, Usain Bolt. Wahnsinn, ich nehme mit den Weltstars an einem Meeting teil - schießt es Konstanze durch den Kopf. Dann erfolgt der Start in ihrer Paradedisziplin, den 1500 Metern. 4 Minuten und knappe 7 Sekunden nach dem Startschuss ist Konstanze bereits wieder im Ziel. Die Überraschung steht ihr ins Gesicht geschrieben, sie kann kaum fassen, was sie geschafft hat, liegt doch die Olympianorm für Rio 2016 bei 4:07 Minuten! Doch Konstanze weiß, die Norm allein reicht noch nicht, um hundertprozentig in Rio zu sein: „Pro Disziplin werden drei Frauen vom Deutschen Leichtathletik-Verband eingeladen, um an den olympischen Spielen teilzunehmen. Haben vier Frauen die Norm, muss eine trotz Normerfüllung zu Hause bleiben“, erklärt Konstanze. Ein sicheres Ticket hat sie nur dann, wenn sie zusätzlich zur Normerfüllung noch Deutsche Meisterin wird. Kassel, wenige Wochen nach der Normerfüllung, Tag des Finals der Deutschen Meisterschaften. Konstanze hat in den letzten Wochen noch fleißiger trainiert, nebenbei ihr gerade begonnenes Studium vorangebracht. Den Vorlauf ist sie bereits gelaufen, sie ist dort Erste geworden und nun folgt das Finale. Letztes Jahr


28 // ADRENALIN reichte es schon für Silber, diesmal soll es die goldene Medaille werden. Es ist angenehm warm, perfekte Außenbedingungen für einen guten Wettkampf. Konstanze ist in überragender Form, weiß dies zu bestätigen und gewinnt das Finale mit großem Abstand vor der Konkurrenz. Damit stand für die junge Athletin fest: Der Traum von Rio wird Wirklichkeit, das Olympiaticket ist gebucht! Kurzerhand begibt sie sich auf ihre wohlverdiente Ehrenrunde durch das Stadion und genießt die ausgelassene Stimmung auf den Rängen. In Rio hofft sie, eine derartige Stimmung noch einmal zu erleben. Es ist soweit: Konstanze macht sich bereits warm für den Vorlauf, Familie Klosterhalfen hat die Plätze auf der Tribüne bereits eingenommen. Die Athletinnen werden aufgerufen, Konstanze ist konzentriert. Nervosität lässt sie sich allerdings nicht anmerken, im Gegenteil: Sie weiß, dass sie sich nicht verstecken muss, schließlich ist die 1,74 Meter große Athletin in der Altersklasse U20 Europarekordhalterin auf sämtlichen Strecken (800m/ Halle,1500m/Halle,3000m/Halle, 10000m/Freiluft) So läuft sie im Vorlauf ein mutiges Rennen und übernimmt nach der ersten Runde sogar die Führung. Unbeeindruckt von der starken internationalen Konkurrenz erreicht sie den sechsten Platz und ihr Zwischenziel, das Halbfinale. Sie läuft zu ihrem Trainer, sie fallen sich in die Arme. Konstanze darf ihr Abenteuer im Halbfinale fortsetzen. Wie viele Leute mit Konstanze mitgefiebert haben, verrät ein Blick auf ihr Handy. Weit über 100 Nachrichten haben sie in den letzten Stunden erreicht, viele davon aus ihrer Heimat in Königswinter. Dort, wo ihre Leichtathletik-Laufbahn vor 14 Jahren begann. Seit ihrem sechsten Lebensjahr macht Konstanze Leichtathletik, nebenbei turnte sie und spielte Tennis. 2007 begleitet sie ihren großen Bruder Niko regelmäßig nach Leverkusen zum TSV

Rubrik: Die SpoHo und ich

Bayer 04. Dort trifft sich mehrmals die Woche eine Laufgruppe, Konstanze und Niko sind mittlerweile fester Bestandteil. 2008 erfolgt dann der Wechsel nach Leverkusen, Konstanze startet von nun an auch offiziell unter dem Bayerkreuz. Als Konstanze sich auf ihre Lieblingsdisziplin spezialisieren soll, muss sie nicht zweimal überlegen. Ihren ersten großen Traum, bei den Landesmeisterschaften ganz oben auf dem Treppchen zu stehen und einen Wimpel als Erinnerung zu bekommen, kann Konstanze sich schnell erfüllen. Es folgten die ersten Deutschen Meisterschaften und der erste internationale Auftritt bei den Olympischen Jugendspielen in Najing (CHN) im Jahr 2014. Die damals 17-Jährige startete in der Altersklasse U18 und erreichte einen starken 4. Platz. Seit dem Zeitpunkt war jedem Kenner der Leichtathletik-Szene klar, dass in Konstanze großes Potenzial steckt: Rio, Tag des Halbfinals. Genzebe Diababa aus Äthiopien ist die Weltrekordhalterin im 1500-Meter-Lauf, nach 3:50,07 Minuten blieb bei ihr die Uhr

schon stehen. Auch sie läuft im gleichen Halbfinale wie Konstanze. Diese hat sich vorgenommen, so lange wie möglich mit ihrem Tempo mitzuhalten. Doch das Rennen gestaltet sich als sehr schwierig. Konstanze muss viele weite Wege gehen, um sich aus dem Läuferpulk zu befreien. Sie kämpft von Meter zu Meter, doch am Ende sind die anderen Frauen ein bisschen schneller, ein bisschen erfahrener als Konstanze. Beinahe bricht sie sogar ihre Bestzeit, doch für das Finale reicht es leider nicht mehr. Die Enttäuschung steht ihr ins Gesicht geschrieben, war sie doch so nah dran gewesen. Ihren restlichen Aufenthalt verbringt Konstanze mit ihrer Familie. Die Enttäuschung hat sich mittlerweile gelegt: Im Nachhinein ist sie mit ihren Leistungen sehr zufrieden und genießt nun ihren wohlverdienten Urlaub. Gemeinsam mit der Familie besucht sie die bekannte Cristo Redentor- Statue und sieht sich andere Wettkämpfe an, am liebsten schaut sie bei der rhythmischen Sportgymnastik und ihren Leichtathletik-Kollegen zu. Dann beginnt auch bald wieder Kon-

Erfolgreich: Konstanze Klosterhalfen wurde 2016 u.a. Deutsche Meisterin.


// 29

Rubrik: Die SpoHo und ich

stanzes Alltag: Im September werden Klausuren geschrieben, also muss sie nun fleißig lernen: Denn nicht nur sportlich ist Konstanze sehr erfolgreich, ihr Ehrgeiz zeigt sich auch im Studium: Im Wintersemester 15/16 studierte sie noch Jura an der Uni Köln und besuchte einige Vorlesungen an der Sporthochschule als Gasthörerin, doch zum Sommersemester 2016 gab sie das Jurastudium auf, um sich voll und ganz auf ihr Studium an der SpoHo zu konzentrieren. Darüber, dass sie den Sporteignungstest drei Mal machen musste, kann Konstanze mittlerweile lachen. Damals bereiteten ihr das Kugelstoßen und der Sprung vom Einmeterbrett die größten Kopfschmerzen, doch durch die gute Betreuung und Unterstützung seitens ihres Sportvereins in Leverkusen und der Hochschule, stand dem Studium und ihrem Berufswunsch, Sportjournalistin zu werden, nichts mehr

im Wege. Ihr nächstes großes sportliches Ziel ist die Crosslauf-EM in Italien Anfang Dezember. Crossläufe stellen für Konstanze ein gutes Training zwischen dem Ende der Freiluftsaison im Sommer und dem Beginn der Hallensaison im Winter dar. Die Distanz hier beträgt 3000 bis 5000 Meter. „Es ist auch mal eine schöne Abwechslung, im Gelände zu laufen, statt auf der Stadionrunde“, grinst sie. Beim Crosslaufen ist Konstanze ebenso erfolgreich, so wurde sie Ende letzten Jahres bereits Europameisterin. Um diesen Rekord noch einmal zu steigern, trainiert die wissbegierige Athletin 9 Mal die Woche. Zu ihren Trainingseinheiten gehören auch Ballett und Yoga, es fördert die Beweglichkeit und dient der Entspannung. Zusätzlich kommen noch die Praxiskurse an der Uni, in diesem Semester stehen bei ihr Gymnastik, Tanzen,

Turnen und Schwimmen auf dem Stundenplan. Manchmal findet Konstanze noch Zeit für ihr großes, außersportliches Hobby: 2014 war sie einigen Kennern der Modebranche durchaus ein Begriff, damals lief sie auf der Fashion Week in Berlin. Doch als sie sich zwischen Sport und Modeln entscheiden musste, stellte sie ihre Modelkarriere zurück. Ab und an macht sie aber noch ein Shooting. Ob es manchmal ein wenig stressig ist? Konstanze lacht: „Man muss Spaß daran haben.“ Den hat sie, das ist ihr anzumerken. Doch im Moment hat sie selten Zeit für Außersportliches, nun liegt ihr Fokus zunächst einmal auf der Qualifikation für die anstehenden Europameisterschaften. Wir drücken der ehrgeizigen Athletin die Daumen, dass es klappt! Ronja Hansmeier

AStA-Sprach AGs Spanisch-AG: Montags 14:30-16 Uhr, Anfänger, Seminarraum 64 Spanisch-AG: Montags 18-19:30 Uhr, Fortgeschrittene, Seminarraum 61 Japanisch-AG: Mittwochs 15:30-17 Uhr, Anfänger, Seminarraum 12 Französisch-AG: Mittwochs 16-17:30 Uhr, Anfänger, Seminarraum 06 Französisch-AG: Mittwochs 17:30-19 Uhr, Fortgeschrittene, Seminarraum 06 Englisch-AG:

Donnerstags 16-17:30 Uhr, Anfänger/Fortgeschrittene, Seminarraum 06


30 // ADRENALIN

Studienstart

Absolut mitreißend – der erste Eindruck aus dem Erstsemester Was erwartet man, wenn man ein Studium an der Deutschen Sporthochschule vor sich hat? Bestimmt nicht so viel gute Laune, so viel begeisternde Atmosphäre, so viel leidenschaftlichen Sport und so viele Menschen, die es sich in den Kopf gesetzt haben, dir einen irren Einstieg in dein Studium zu bereiten.

FOTO: JANINA KASTL

Als ich am Montag der Einführungswoche in Halle 08 stand, fragte ich mich einen Moment lang schon, wo ich hier eigentlich gelandet sei. Laute Musik und schrill gekleidete Tutis, die wie wild schreiend durch die Halle tanzten, hüpften und rannten. Um mich herum viele fremde Gesichter mit einer Gemeinsamkeit: Große Fragezeichen und kritische Blicke. Auch ich war ein bisschen skeptisch. Der Kontrast zwischen der ernsten, lustlosen Schule und der ausgeflippten Tuti-Gruppe vor mir war einfach zu groß. Bedeutet ein Studium nicht, dass man sich jetzt selbstständig und fast erwachsen für seinen Beruf qualifiziert? Bestimmt, aber eben nicht nur: Man wird nämlich auch wieder ein bisschen Kind, das allen kritischen Blicken und peinlichen Situationen zum Trotz sein Studentenleben feiert. Die Tutis schafften es schon am ersten Tag erfolgreich, das schlummernde Spielkind in uns wachzukitzeln. Es dauerte nicht lange, da tanzte ich vollster Überzeugung den SpoHo-Tanz mit, warf mich widerstandslos beim Lachs zuckend auf den Boden und wanderte mit den anderen singend durch die Kölner Innenstadt. Plötzlich war ich es, der die irritierten Blicke folgten, aber in dieser ganzen abgefahrenen Verrücktheit kommt eines nie zu kurz: Das Gemeinschaftsgefühl. Im Gegensatz zu den großen Universitäten, an denen man in jeder Vorlesung neben einem Fremden sitzt, den man noch nie gesehen hat, ist die SpoHo schon fast familiär. Und eines verbindet uns alle: Die Lei-

denschaft zum Sport. Und wie enthusiastisch ganz Köln mit seinen Sportmannschaften mitfiebert, konnte ich schon eine Woche später erleben. Eigentlich muss man schon sehr blind sein, um nicht zu bemerken, dass ein Spiel der Haie oder des 1. FC stattfindet. In welchem Eck von Köln man auch ist, überall blitzen einem rot-weiße Schals und Trikots entgegen und je näher der Spielbeginn rückt, desto mehr Fans drängen sich in die Bahnen zu den Stadien. Vor allem die Spiele des 1. FC sind nicht zu übersehen. Denn auch wenn man nicht die Möglichkeit hat, das Spiel live im Stadion

Eines verbindet uns alle: Die Leidenschaft zum Sport

mitzuerleben, informieren einen die lauten Rufe und Jubelschreie aus diversen Kneipen und Skybars über den aktuellen Spielstand. Beinahe unmöglich, bei dieser Fußballbegeisterung nicht auch ein bisschen Fußball-Interesse zu zeigen und dem FC den Sieg zu wünschen, obwohl man ja vielleicht gar kein FC-Fan ist. Wie sehr die Kölner hinter ihrem Verein stehen, konnte ich in meiner zweiten Studentenwoche schließlich sogar live beim DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim erleben. Als sportbegeisterte Studentin war das natürlich nicht mein erster Besuch in einem Fußballstadion. Und doch war die Stimmung im Rheinenergiestadion eine ganz besondere: Fasziniert beobachtete ich, wie sich bei einem Tor wildfremde Menschen in den Armen lagen, wie das ganze


// 31

Studienstart

Stadion unter empörten Rufen und einem gemeinsamen grellen Pfeifkonzert erzitterte und die Reihen bei besonders spannenden Momenten beinahe gleichzeitig aufsprangen. Fast ärmlich wirkten dagegen die Fans aus Hoffenheim. Ein paar blaue Gestalten, kaum auszumachen in der großen rot-weißen Masse. Bisher war ich nur entspannte Spiele gewohnt, die man sich als Fan gemütlich anschaute, während der Fanblock verzweifelt versuchte, seine ausgelassene Stimmung auf die anderen Zuschauer zu übertragen. Meistens aber ziemlich erfolglos. Da reichte es gerade mal für ein „Auf geht’s ihr da unten“. Im Rheinenergiestadion hingegen dauerte es nicht lange, bis mich die Stimmung und das Spiel in seinen Bann gezogen hatten. Natürlich hoffte ich auf einen Sieg des 1.FC Was denn sonst? Selbstverständlich war ich gegen Hoffenheim, wie konnte ich auch nicht. Ja, wie sollte man auch in einem Stadion umgeben von enthusiastischen Zuschauern nicht mitfiebern, mitschreien und mitjubeln. Und so war

ich plötzlich innerhalb von 120 Minuten zum FC-Fan geworden und feierte glücklich den hart erkämpften Sieg. Ob Eishockey-Kenner oder nicht, ob Haie-Fan oder nicht: Die Atmosphäre in der Lanxess-Arena war noch viel beeindruckender. Wenn man wie ich bisher nur den kleinen regionalen Vereinen zugesehen hatte, wie sie gegen die Nachbarstadt in einer Eishalle mit kaum 30 Zuschauern kämpften, dann musste man erst einmal mit dem Gänsehaut-Gefühl vor dem Auftritt der Haie fertig werden. Schon die riesige, grell leuchtende Eisfläche fing sofort meinen Blick, als ich die Tribüne betrat und mich auf die Suche nach meinem Platz machte. Der war nicht wie die Plätze der restlichen SpoHo-Studenten ziemlich weit oben, sondern direkt an der Eisfläche in Reihe zwei. So war ich dem Spiel noch viel näher und sah die Spieler mit ihrer beeindruckenden Geschwindigkeit direkt an mir vorbeiflitzen. Am Anfang kam mir der Abend jedoch eher wie eine große Show vor: Lichteffekte auf dem Eis, eine Hymne, in die jeder

miteinstimmte und die von schwenkenden Feuerzeugen und Wunderkerzen begleitet wurde. Dazu Feuerfontänen, um jeden einzelnen Hai zu begrüßen. Auch während des Spiels brachen die lauten Anfeuerungsrufe nicht ab. Dadurch, dass die Lanxess Arena geschlossen und kleiner ist, war die Stimmung noch viel kompakter und komprimierter als im großen Rheinenergiestadion. Bald hatte mich nicht nur das Spiel sondern auch die leidenschaftliche Stimmung gefesselt. Doch leider ging es nicht so glücklich für die Haie aus. Dennoch kann ich es jetzt nicht leugnen, auf einen Sieg im nächsten Spiel zu hoffen. Denn dieser Sportleidenschaft, dieser begeisterten Atmosphäre und dem ausgelassenen Studentenleben an der SpoHo kann und möchte ich einfach nicht entrinnen. Und so freue ich mich auf mindestens drei Studienjahre, in denen ich mich auf jeden Fall von Köln, der SpoHo und dem Sport mitreißen lassen werde. Sabine Lerche

FOTO: SABINE LERCHE

Fanstastische Stimmung: Kurz nach Studienstart kamen die Erstsemester in den Genuss eines FC Spiels.


32 // ADRENALIN

Paralympische Spiele

RioMaNiacs

Für die SpoHo-Studenten Niklas Klütsch und Marcel Wienands ging im September 2016 ein Traum in Erfüllung. Sie durften als inklusives Reporter-Duo an den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro teilehmen.

FOTO: NIKLAS KLÜTSCH

Fantastische Stimmung, euphorischer Jubel und volle Stadien. Was sich nach den Olympischen Spielen anhört, wurde erst bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro Realität. Dabei war die Berichterstattung schon vor Olympia sehr kritisch, danach befürchtete man eine Blamage für die darauffolgenden Paralympischen Spiele. Doch sie wurden zum wahren Zuschauermagnet. Die Brasilianer feierten ausgelassen alle Sportler in den Stadien und auf den Straßen. Mittendrin war SpoHo-Student Niklas Klütsch, der dafür eine einfache Begründung hat: „Die Zuschauer der olympischen Spiele waren größtenteils Wohlhabende aus verschiedenen Ländern der Welt. Die Paralympics waren die Spiele der Brasilianer, denn

die Tickets waren bezahlbar für die Einheimischen.“ Der 24-Jährige SPJ-Student berichtet zusammen mit Marcel Wienands, Masterstudent an der Spoho, als RioMaNiacs direkt von und um die Paralympischen Spiele in Rio. Unterstützt von der Telekom, der Aktion Mensch und dem Deutschen Behindertensportverband bilden Sie zusammen ein inklusives Reporter-Duo. Denn Marcel ist aufgrund einer Erbkrankheit sehbehindert. Auch wenn Niklas vor dem ersten Treffen „ein bisschen nervös“ war, rückblickend bleibt festzuhalten: „Es war eine Bereicherung und die Zusammenarbeit hat mich geprägt. Ich hatte Respekt vor der Aufgabe, redaktionell

und zwischenmenschlich.“ Das Duo berichtet auf ihrem Blog, in den sozialen Netzwerken und vor allem vor der Kamera. Die Technik bekommen sie gestellt, vom Inhalt über die Umsetzung bis hin zur Verarbeitung produzieren die beiden aber alles selber. In kurzen Videos berichten sie über Athleten, deren Erfolge, Geschehnisse abseits des Stadions oder bedienen eine ihrer Rubriken, z.B. Riofacts. Mit Marcel hat Niklas einen Partner ,der mit genauso viel Engagement bei der Sache ist. „Es war schon stressig, aber eben positiver Stress. Wir wollten einfach so viel wie möglich mitnehmen.“ Dementsprechend wird beiden bei der redaktionellen


// 33

Paralympische Spiele

Arbeit viel Freiraum gelassen: „Wir hatten die Möglichkeit, uns frei auszuleben, vor allem bei der Themenfindung und der Produktion.“ Trotzdem gibt es für das inklusive Duo kleine Hindernisse. Zwar ist Rio erstaunlich barrierefrei, dennoch führen einige Leitwege ins Leere. Ansonsten werden sie eher zur Attraktion: Mit der offiziellen Bekleidung und dem Blindenstock ausgerüstet, halten sie viele für Athleten, und so werden sie neben unzähligen Selfies sogar vom brasilianischen Fernsehen interviewt. Allgemein sind beide von der Stimmung überwältigt: „Die Atmosphäre und die Leute waren unglaublich. Sogar auf der Tribüne wurde Samba getanzt.“ Ansonsten gestaltet sich die Zusammenarbeit reibungslos. „Mit der Zeit vergisst man das und beachtet es auch nicht mehr. Diese Lockerheit ist vielleicht der richtige Umgang.“ Wenn es im journa-

listischen Alltag mal hektisch wurde, hängt Niklas den 25-Jährigen Master-Studenten einfach ein. Durch eine Freundin ist der Journalismus-Student auf das Projekt aufmerksam geworden. Nach der Bewerbung ging es nach München zum Vorstellungsgespräch. Auf der Heimfahrt lernt er zum ersten Mal Marcel kennen, der ihn als Betreuer mit seinem Zugticket mitfahren lässt. Wenige Tage später steht fest, dass die beiden zusammen nach Rio reisen werden. Die Gründe für seine Bewerbung: „Ich war in der Vergangenheit sozial engagiert, Sport und Journalismus sind meine Passion. Und in diesem Projekt sind alle drei Dinge vereint!“ Der Startschuss des Projekts war die offizielle Einkleidung der olympischen und paralympischen Athleten in Düsseldorf im April. Aber auch schon davor berichten sie von Wettbewerben,

„Die Atmosphäre und die Leute waren unglaublich. Sogar auf der Tribüne wurde Samba getanzt“

wie z. B. der Deutschen Schwimmmeisterschaft in Berlin. Beide wollen so viel wie möglich mitnehmen, dadurch lernen sich die beiden Reporter selber und die Athleten näher kennen. Beides erleichtert die spätere intensive Berichterstattung enorm. So waren die beiden Reporter beim Start der Paralympischen Spiele schon eingespielt und die meisten Athleten freuten sich schon auf sie. „Wir waren nach den Regularien die Letzten, wenn es um Interviewfragen ging. Dennoch kamen einige nach einem Medaillengewinn in der Mixed Zone direkt zu uns.“ Auch wenn nicht besonders viel Zeit blieb, das schöne Wetter und die Strände an der Copacabana zu genießen, insgesamt war es für Niklas eine „seltene und nicht gewöhnliche“ Erfahrung. Neben der brasilianischen Kultur und den journalistischen Aufgaben nimmt er vor allem eins mit: „Ich habe einen riesigen Respekt vor den Leistungen der Athleten. Es gibt keinen Grund sich den Behindertensport nicht anzuschauen – im Gegenteil.“ Omid Mostofi

BEIDE BILDER VON: ANDI WEILAND


34 // ADRENALIN

Rubrik: Mitarbeiter der SpoHo

Die Helden des Alltags Für „Mitarbeiter der SpoHo“ haben wir uns ins IG II begeben und mit Marcel Fratczak und Bastian Bryant gesprochen. Die beiden arbeiten in der Zentralen Betriebseinheit Informationstechnologie und zeigen, dass IT und Sport gut zusammen passen können. Informationstechnik, kurz IT, und Sport – da prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die Vertreter der Kellerkinder, deren aschfahle Haut seit Anbeginn der pubertären Phase kein Sonnenlicht mehr gesehen hat. Diejenigen, die wie wild gewordene Ego-Googler in die Tasten hauen und mit HTML-Schnipseln und Java-Scripten nur so um sich werfen. Ihr quasi nicht vorhandenes Selbstbewusstsein ziehen sie aus mysteriösen wie bescheuerten Online-Pixelkriegen zwischen sabbernden Orks und Feen mit Doppel-D-Brüsten. Einziger Kontakt zur Außenwelt erhalten sie auf dem Weg zur LAN-Party, wo dann all diese Gruftis sich in dunklen Kammern gemeinsam mit Chips vollstopfen. Im Gesamtbild wird dieser It‘ler, wie diese Spezies der Menschheit sich selber nennt, dem Bild eines zivilversagenden Pommes-Panzers gerecht. Inklusive fettiger Haare. Und die Butterbrotdose mit Schnitten von Mama hat er auch immer dabei, wenn es dann mal zum Arbeitsplatz geht. Auf der gegenüberliegenden Seite

der Weltanschauung: der Sportler. Ein durchtrainierter Typ mit knackigem musculus maximus, dem das Weibsvolk ohnmächtig schmachtend erlegen ist. So ausgestattet seine Muskulatur auch ist, so leergepumpt ist sein Kopfbereich, wo sich beim Sportler-Heini anstatt eines Gehirns zwei weiche Milchbrötchen befinden. Das Wort Eloquenz hat er nie gehört, er kommuniziert sowieso lieber über die Sprache der Fäuste. Ein Arroganz-Bolzen halt, der nie was Vernünftiges gelernt hat, aber dämlich grinsend Bilder seiner Body-Challenge postet. #ichbindergeilste und so. Halt! Natürlich alles Quatsch! Lebender Beweis: Der Autor, dessen körperliches Ausmaß dem eines Bratherings ähnelt und natürlich die großartigen, wunderschönen wie erfolgreichen SpoHo-Mitarbeiter des Monats, die euch hiermit vorgestellt werden. Marcel Fratczak und Bastian Bryant aus unserer IT-Abteilung! Zwei Wahnsinnskerle, die alles im Griff haben. Zwei stille Helden, deren Arbeit uns tagein tagaus begegnet und un-

Konzentriert: Bastian und Auszubildende Celine (es fehlt: Marcel Fratczak).

ser Studium erleichtert (Anmerkung: Nicht der IT-Helpdesk, den findet ihr im Hauptgebäude, 3. Stock!). In der „Sendung mit der Maus“ würde der sympathische Erzähler mit der tiefen Stimme jetzt sagen: „Das sind Marcel und Bastian. Diese beiden machen an der Sporthochschule alles, was mit Web zu tun hat (stilistische Pause). Fast alles, was die Studenten auf der SpoHo-Homepage anklicken, ging vorher über ihre Schreibtische...pardon, natürlich Bildschirme.“ ‚Fast alles, was an der Spoho mit Web zu tun hat‘, ist auch alles andere als wenig. Im Büro hängt eine riesige Liste an momentan laufenden IT-Projekten, um nicht den Überblick zu verlieren. Denn 20 bis 30 Anfragen und Aufgaben aus den einzelnen Instituten erreichen die Abteilung jede Woche. Momentane Großprojekte sind zum Beispiel eine Datenbank für den Deutschen Behindertensportverband, was mühselige Arbeit von ca. 5 Monaten bedeutete. Oder das Online-Anmeldeverfahren zum Eignungstest, bei dem bis zur finalen Fertigstellung 7000 Anfragen wegen verschiedenster Komplikationen einzeln beantwortet werden mussten. Damit alles funktioniert und die beiden ihre Arbeit machen können, ist Hardware notwendig die die Kollegen aus der Abteilung Infrastruktur & Betrieb bereitstellen. Ohne diese wären selbst Marcel und Bastian machtlos. Die nächsten Monate wird die komplette Netzwerk- und Hardwareinfrastruktur erneuert. Dies bedeutet viel Arbeit für die Kollegen der Infrastruktur, aber auch für Bastian und Marcel und die komplette IT. Dass sich etwas tut, werdet ihr beispielsweise an neuer Hardware in der Bibliothek mittlerweile


// 35

Rubrik: Mitarbeiter der SpoHo

gemerkt haben. Ein weiteres Projekt der beiden ist „Move on“, ein Anmeldeportal für Austauschstudenten. Oder ein neuer geplanter Facebook-Auftritt. Oder die SpoHo-Homepage. Oder oder oder. In der IT laufen alle Fäden zusammen, denn wenn es um die Technik geht, brauchen alle Institutionen die Hilfe der IT‘ler. „Wir kommen hier viel rum und sind bei total vielen Meetings dabei, lernen nach und nach alle Mitarbeiter kennen“, ist Bastian begeistert. Eine Verantwortung, die Spaß macht. „Wirklich jeden Morgen freue ich mich auf die Arbeit“, erklärt sein Kollege Marcel, „vor allem die immer wieder neuen und nicht-alltäglichen Projekte, die wir für die SpoHo umsetzen, machen die Arbeit so spannend.“ Die IT-Abteilung im IG II-Gebäude ist sein bereits fünfter Arbeitsplatz als IT-Fachmann, hier fühlt er sich sichtlich wohl. Er schätze die tollen Kollegen und die Atmosphäre, die auf dem Campus herrsche. Der Kontakt zu den

jüngeren Leuten sei klasse. Ob er nicht lieber auf einer Hochschule für Informatiker arbeiten wolle verneint er sofort und meint lachend: „Wir sind ganz froh, dass die Studenten hier meistens weniger Ahnung haben. Denn hier können wir wirklich immer helfen.“ Die Gemeinsamkeiten zu den Sportstudenten sind sowieso größer als gedacht: lockerer Klamottenstil und ein sofortiges Duzen werden auch bei der IT groß geschrieben. Sogar zwei der Abteilungsleiter in der IT, sind SpoHo-Absolventen. Kinder von Traurigkeit sind unsere IT‘ler auch nicht. Nicht nur Karneval ist ein Muss, ebenso lassen sich die IT‘ler die halbjährlich stattfindende SpoHo-Party nicht entgehen. Mancher hat an dem Abend sogar dermaßen auf die Pauke gehauen, dass er sich nach krachendem Ehestreit einen vierwöchigen Hausarrest einhandelte. Geschichten, mit denen sich der ein oder andere SpoHo-Freigänger sicherlich identifizieren kann. Obwohl alles gut läuft, liegt den bei-

BEIDE BILDER VON: MICHAEL JOHANN

Immer was zu tun: Bastian Bryant an seinem Arbeitsplatz im IG II.

den Web-Profis dann doch eines auf dem Herzen: „Du bekommst kein Lob. Und wenn dann doch mal irgendwas nicht sofort klappt, ist das Geschrei groß. Aber daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt, wir bleiben immer entspannt.“ Zudem ergänzt Marcel: „Man könnte noch so viel mehr machen, es gibt noch viele tolle Projektideen. Leider haben wir insgesamt zu wenig Personal.“ Dies zeigt einmal mehr das breite Arbeitsspektrum im IT-Bereich, dem die Abteilung trotz momentan 24 Mitarbeitern kaum hinterher kommt. Am Ende hat Marcel noch eine Bitte an die Studenten. „Es wäre schon, wenn ihr manchmal genauer lesen würdet“, meint er augenzwinkernd. Die meisten Lösungen für vorhandene Problemchen, die die beiden für uns bearbeiten, sind bereits auf der Homepage vorhanden. Einfach mal die Suchfunktion verwenden. Und im Zweifel hilft auch immer diese Adresse weiter: www.gidf.de. Julian Schwarzhoff


36 // ADRENALIN

erFriscHUngsgeTrÄnk aUF Basis sOnnengeTrOckneTer kaFFeekirscHen, VerFeinerT MiT BiOsÄFTen • VIEL KOFFEIN • NICHT SÜSS • VEGAN • REICH AN VITAMIN C UND ANTIOXIDANTIEN

cascara-sparkling.de

Adrenalin Ausgabe 1 Wintersemester 2016/2017  

Die erste Ausgabe der Adrenalin im Wintersemester 2016/2017. Die Adrenalin ist das studentische Magazin des AStAs der Deutschen Sporthochsch...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you