Issuu on Google+

Leben im Gleichgewicht von Gnade und Glauben

von Andrew Wommack


Falls nicht anders vermerkt, sind alle Bibelzitate folgender Übersetzung entnommen: Elberfelder Bibel © 1985/1991/2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH und Co. KG, Witten

Leben im Gleichgewicht von Gnade und Glauben

Veröffentlichung dieser Ausgabe für Andrew Wommack Ministries – Europe ISBN 978-1-906241-10-0 Copyright © 2012 by Andrew Wommack Ministries – Europe P.O. Box 4392, Walsall WS1 9AR, England

3. Außage 2012

Titel der englischen Originalausgabe: Living in the Balance of Grace and Faith

Gedruckt in Ungarn. Alle Rechte vorbehalten nach dem Gesetz für internationales Copyright. Inhalt und/oder Umschlag dürfen weder im Ganzen noch auszugsweise ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung von Andrew Wommack Ministries – Europe in irgendeiner Form reproduziert werden.


Inhaltsverzeichnis Einleitung 1 Irrglaube 2 Unverdiente Gnade 3 Gnade nehmen 4 Glaube „mit der Brechstange“ 5 Warum Fürbitte Jesus nicht ersetzen kann 6 Dem Glauben die Anstrengung nehmen 7 Fasten kann Gott nicht beeindrucken 8 Gott, du musst es machen! 9 Die Leistungsfalle 10 Entspann dich und lass dich von Gott segnen Bibelstellen zu Leben im Gleichgewicht von Gnade und Glauben Jesus als deinen Erretter annehmen Den Heiligen Geist empfangen Weitere lieferbare Titel in Deutsch Über den Autor

v 1 4 6 12 16 21 25 30 36 42 47 71 73 75 79


Einleitung Gnade und Glaube sind zwei der wichtigsten und meist gelehrten Grundsätze der Bibel, doch werden diese beiden Wahrheiten selten kombiniert. Tatsächlich betrachten viele Menschen die beiden Kräfte als einander entgegengesetzt! Diejenigen, die den Schwerpunkt auf Gnade legen, tendieren zu der Überzeugung, dass Glaube keine wirklich große Rolle spielt und alles nur von Gottes Gnade abhängig ist. Ebenso räumen jedoch diejenigen, die auf „Glauben setzen“, der Gnade Gottes keinen großen Stellenwert ein. Ziel dieses Buches ist es, die Beziehung zwischen Gnade und Glauben aufzuzeigen und das erworbene Wissen dann auf unser Leben anzuwenden. Nur wenn wir diese beiden mächtigen Wahrheiten miteinander verbinden, dringen wir zur eigentlichen Wahrheit vor. Die in diesem Buch enthaltenen Wahrheiten werden viele Konßikte außösen, viele Fragen beantworten und ein neues Verständnis darüber wecken, wie wir von Gott empfangen können. Das wird deine persönliche Beziehung zum Herrn garantiert bereichern. Wenn du dich mit Glauben abgemüht hast – wenn du Schwierigkeiten hattest, Antworten auf Gebet zu empfangen – dann ist dies eine Botschaft, die du ganz dringend brauchst. Egal in welcher Verfassung du bist, wenn du dieses Buch liest – denk v


daran, dass ich daf端r gebetet habe, dass dein Herz f端r den Geist Gottes offen ist. Lies deshalb mit der Erwartung, dass Gott dir dienen wird, und er wird es tun! Andrew Wommack Colorado Springs, Colorado

vi


Kapitel 1

Irrglaube Seit Tausenden von Jahren herrscht ein erbitterter Streit darüber, ob Errettung ein souveränes Werk Gottes ist oder ob der Mensch sich Errettung durch sein Handeln verdienen muss. Selbst im Lager derer, die sich darüber einig sind, was zur Errettung erforderlich ist, existiert dieselbe Frage immer noch dann, wenn es darum geht, wie man eine richtige Beziehung zu Gott aufrechterhält. Nirgendwo tritt dieser Konßikt deutlicher zutage, als in der Auseinandersetzung mit den Themen Gnade und Glauben. Viele Menschen betrachten diese Wahrheiten als einander entgegengesetzte Kräfte. Wenn wir über Glauben und Gnade sprechen, sagt der eine: Ich glaube an Errettung durch Gnade. Ein anderer wiederum sagt: Ich glaube an Errettung durch Glauben. Doch beide haben unrecht. Die Schrift sagt nicht, dass wir durch Gnade oder durch Glauben errettet werden. Tatsächlich sagt sie, dass wir „aus Gnade durch Glauben“ errettet werden.

1


Kapitel 1

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Epheser 2,8.9

Wir werden nicht nur durch Gnade oder nur durch Glauben errettet, sondern durch eine Kombination von Gnade und Glauben. Nur zu oft haben wir die Tendenz, eine einzelne Wahrheit aus Gottes Wort herauszugreifen und uns auf Kosten anderer biblischer Wahrheiten darauf zu Þxieren. Auf diese Weise geraten wir in Irrtum. Irrtum bedeutet einfach, dass eine einzelne Wahrheit auf die Spitze getrieben oder für die einzige Wahrheit gehalten wird. Keine Wahrheit aus dem Wort Gottes steht jedoch unabhängig von einer anderen Wahrheit.

Glaube steht nicht allein So sehr ich auch auf Glauben vertraue, so weiß ich doch, dass es zu Irrtümern führt, wenn Glaube allein gepredigt wird. Wenn ich die Wahrheit der Liebe vernachlässige, kann ich nicht die gesamte Wahrheit über Glauben predigen. In der Bibel heißt es: (der) durch Liebe wirksame Glaube (Galater 5,6). Selbst wenn wir im Glauben alle Dinge richtig machen, so nützt es uns nichts, falls es unserem Handeln an der Liebe Gottes mangelt (1. Korinther 13,1-3). Wir können uns nicht einfach aus dem Wort Gottes herauspicken, was wir wollen, sondern müssen in der Lage sein, Einzelwahrheiten mit dem Rest der Bibel in Einklang zu bringen. Glaube und Gnade sind wie Natrium und Chlor – beide sind giftig. Jede der beiden Substanzen – in der ausreichenden Menge genossen – würde uns töten. Wenn wir jedoch beide richtig miteinander kombinieren, dann erhalten wir Natriumchlorid – Speisesalz. Und ohne Speisesalz können wir nicht leben! Genauso ist es mit Gnade und Glauben. Gnade ist wichtig, doch wenn wir uns 2


Irrglaube

auf Kosten von Glauben nur auf Gnade konzentrieren, bekommen wir Probleme. In der ländlichen Gegend, in der ich lebe, gibt es auf beiden Seiten der Feldwege Gräben. Das Fahren auf diesen Feldwegen ist für mich ein Bild dafür, wie wir Gnade und Glauben ausbalancieren müssen. Wenn man dem Graben auf der einen Seite zu nahe kommt, neigt man dazu das Steuer herumzureißen, um nicht hineinzufahren. Wenn man jedoch nicht aufpasst und zu stark in die andere Richtung lenkt, landet man in dem gegenüberliegenden Graben. Genau dasselbe passiert mit Wahrheit aus Gottes Wort. Wenn wir Gottes Gnade entdecken und darüber so begeistert sind, dass wir die anderen Wahrheiten aus dem Wort Gottes vergessen, können wir „in den Graben fallen“. Der richtige Weg liegt genau in der Mitte und vermeidet die Gräben. Wir müssen die Wahrheiten Gnade und Glauben in ein Gleichgewicht bringen. Wir können uns nicht entweder nur für Gnade oder nur für Glauben entscheiden. Der erste Schritt in diese Richtung ist, erst einmal darüber nachzudenken, was Gnade eigentlich ist.

3


808358