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Leseprobe Autor von «DER LETZTE AUFBRUCH» und «DER RUF» Rick Joyner

Eine prophetische Vision für das 21. Jahrhundert Navigationshilfen für die Zukunft Schleife-Verlag AG, CH-Winterthur

© Schleife Verlag CH-Winterthur


Leseprobe Titel der Originalausgabe: A Prophetic Vision for the 21 ‚ Century A Spiritual Map to Help You Navigate into the Future © 1999 by Rick Joyner Published by Thomas Nelson Inc. Nashville, Tennessee 1. Auflage September 2000 © Schleife Verlag, Pflanzschulstrasse 17, Postfach 85, CH-8411 Winterthur, Switzerland. Tel. +41 (0)52 2322424 Fax. +41 (0)52 2336082 Email: publications@schlejfe.ch/www.schlejfech ISBN 3-907827-08-2 Vertriebspartner Deutschland, Österreich und Schweiz: Projektion J Verlag, D-Asslar ISBN Gerth 3-89490-345-7 Die Bibelstellen wurden in der Regel der Einheitsübersetzung entnommen; wo es aber dem Autor auf Schlüsselworte ankam, die in der Einheitsübersetzung nicht vorkommen, sind andere Übersetzungen gewählt worden; diese sind dann hinter der Angabe der Bibelstelle vermerkt. Übersetzung: Thomas Mankel Lektorat: Michael Herwig Umschlaggestaltung: Hanna Koller Photo: Pia Maurer Satz und Druck: Jordi AG, CH-3123 Belp Alle Rechte vorbehalten, auch für auszugsweise Wiedergabe und Fotokopie

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Leseprobe WIDMUNG Dieses Buch möchte ich drei Generationen widmen: der Generation meiner Eltern, meiner eigenen Generation und der meiner Kinder. Das Opfer und die Vision der geistlich geprägten Generation meiner Eltern legten das Fundament für den letzten und herrlichen Triumph der Wahrheit. Meine Generation hat den guten Kampf fortgesetzt und dazu beigetragen, die Landkarte für die Zukunft zu zeichnen. Die Generation meiner Kinder ist dazu ausersehen, die wahrscheinlich letzte Schlacht für die Wahrheit zu schlagen. Gott ist «der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs» — der Gott jeder Generation. In jeder dieser Generationen offenbaren sich Seine Wege auf wunderbare Weise.

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Leseprobe DANK Dieses Buch ist in erster Linie der Initiative von Janet Thoma zu verdanken. In mühseliger Kleinarbeit stellte sie eine Auswahl meiner Schriften zusammen, um dadurch meine prophetische Sicht der Zukunft darzustellen. Meiner Meinung nach hat sie diese Aufgabe besser bewältigt, als ich dis selber hätte tun können.

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Leseprobe INHALT Widmung und Dank I Teil: Wie sieht unser neues Leben aus‘? 11 1. Der Ruf 13 II Teil: Der Christ im 21. Jahrhundert 31 Eine Vision. Reich der Träume oder Albträume? . . . 33 2. Das Kennzeichen Gottes oder das Kennzeichen des Tieres‘? 41 3. Verkläger der Brüder 53 4. Stürme in künftigen Zeiten 71 5. Die eigene Berufung kennen und gestalten 83 6. Woran man Gottes Stimme erkennt 105 7. Rassismus hat viele Gesichter 131 8. Bereit für den geistlichen Kampf 147 9. Geburtswehen und Erdbeben 171 10. Der religiöse Geist 187 III Teil: Die Gemeinde Jesu im 21. Jahrhundert 213 11. «New Age» und das Reich Gottes 215 Eine Vision: Krieg und zukünftige Herrlichkeit . . . 229 12. Geistlicher Bürgerkrieg in der Kirche 243 Eine Vision: Die nächste Welle rollt heran 261 13. Wie man die nächste Welle erwischt 263 Eine Vision: Eine Brücke zur Erweckung 277 14. Warum die Erweckung in Amerika auf sich warten lässt 281 1 5. Prophetie für das 21. Jahrhundert 303

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Leseprobe TEIL 1 Wie sieht unser neues Leben aus? 1. Der Ruf In der Apostelgeschichte ist uns eine wichtige Prophetie überliefert: «Und es soll geschehen in den letzten Tagen», spricht Gott, «da will ich ausgiessen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgiessen, und sie sollen weissagen.» (Apg. 2, 17—18/nach Luther) In den letzten Tagen wird der Herr von seinem Geist auf die ganze Menschheit ausgiessen; dann werden alle seine Diener prophetisch reden. Darin sind Männer und Frauen, Alte und Junge inbegriffen. Dieses Ausgiessen des Geistes und der Prophetie wird nicht nur geschehen, damit wir uns daran freuen, sondern wir werden es brauchen, um den Auftrag der Gemeinde Jesu in den letzten Tagen erfüllen zu können. In meinem Leben habe ich ein erhebliches Mass an Prophetie mitbekommen. Nach meiner Bekehrung im Jahre 1971 konnte ich manchmal bestimmte künftige Ereignisse exakt voraussehen — wenn auch nur in groben Zügen. Manchmal schaute ich Leute an und erkannte Einzelheiten, wie zum Beispiel ihre Probleme oder den geistlichen Ruf auf ihrem Leben. Diese Fähigkeit ordnete ich als die biblische Gabe des Wortes der Erkenntnis und der Prophetie ein. Obschon ich verstand, wie nützlich im Gebetsdienst für andere Leute solche Gaben waren, zeigte ich nur wenig Interesse an biblischer Prophetie für die Endzeit. Achtzehn Jahre lang kümmerte ich mich nicht um Visionen, Offenbarungen oder Erkenntnis, um das Geschehen in der Endzeit zu verstehen. Viele der in der Gemeinde beliebten und dort gelehrten Übersichten über die Ereignisse der Endzeit interessierten mich kaum. Mein Sinn richtete sich viel mehr auf das Erforschen der Kirchengeschichte als auf den Ablauf künftiger Ereignisse. Einige Jahre als Hauptamtlicher der Gemeinde lagen schon hinter mir, als mir endlich dämmerte, dass meine Beziehung zum Herrn doch wohl ziemlich hohl war, und somit auch mein Dienst. Ich fühlte mich richtig wie eine Marta — voll beschäftigt mit so vielen Dingen, dass ich den Herrn eigentlich noch gar nicht richtig kennen gelernt hatte. Mein Mangel an einer innigen Gemeinschaft mit Gott trieb mich dazu, mich mehr auf Regeln und feste Abläufe zu stützen als die Salbung zu suchen, die für ein Leben in der Wahrheit unerlässlich ist. 1980 entschloss ich mich deshalb, den Dienst solange aufzugeben, bis ich wieder zur natürlichen Hingabe an Jesus Christus gefunden hätte. ich ging in meinen alten Beruf zurück und nahm eine Stelle als Pilot für Charterflüge an. Damit verschaffe ich mir genügend Freiraum, um die Bibel studieren und beten zu können. Ich fand eine Gemeinde, wo ich mich getrost in die letzte Reihe setzen und einfach die Gemeinschaft geniessen konnte. Für die nächsten sieben Jahre nahm ich keinen Dienst in der Gemeinde wahr. In dieser Zeit empfing ich auch keinerlei prophetische Offenbarung und übte auch keinerlei geistliche Gabe aus. 1982 bekam ich einen besonderen Ruf, wieder in den geistlichen Dienst inzusteigen. Zur selben Zeit eröffnete sich mir eine Geschäftsmöglichkeit. Ich spürte, dass mein Dienst immer noch hohl sein würde und ich seinen Anforderungen nicht gewachsen wäre. Obendrein hatte ich gerade den schlimmsten Angriff erlebt, dem ich je von Seiten des Feindes ausgesetzt war. Dieser Angriff verstärkte noch mein Gefühl, © Schleife Verlag CH-Winterthur


Leseprobe einem geistlichen Dienst nicht zu genügen. Deshalb entschied ich mich für die Geschäftsmöglichkeit. Auch wenn ich nicht in Fleischeslust oder offensichtliche Sünde fiel, trieb ich doch im Laufe der nächsten fünf Jahre weiter und weiter vom Herrn fort, während ich mich von den Anforderungen meines Geschäfts völlig in Beschlag nehmen liess. 1987 stellte mich der Herr vor die Wahl, entweder in den geistlichen Dienst zurückzukehren oder meinen Auftrag zu verlieren, den er dann einem anderen geben würde. Ich wusste noch nicht einmal genau, wie mein «Auftrag» eigentlich lautete; aber mir war klar, ich wollte ihn nicht verlieren. Deshalb folgte ich diesem Ruf sofort. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich nicht wieder als Pastor dienen sollte. Im Übrigen hatte ich aber keinen blassen Schimmer, was ich eigentlich tun sollte. In den letzten sieben Jahren hatte ich keine einzige christliche Literatur in die Hand genommen und auch kein christliches Fernsehprogramm angeschaut. Ich hatte kaum eine Ahnung, was die Kirche gerade bewegte. Trotzdem hatte ich vor einigen Jahren das Buch «Die zwei Bäume im Paradies» verfasst und dadurch einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt, der mir einige Anfragen als Sprecher einbrachte. Ich rief deshalb einige Pastoren an, die mir entweder von früher her bekannt waren oder die mich auf dieses Buch angesprochen hatten, und sagte ihnen, ich stünde wieder zur Verfügung. Einen Monat danach kam ich von meiner ersten «geistlichen Dienstreise», die ich nach mehr als sieben Jahren unternommen hatte, wieder nach Hause. Ich fühlte mich so leer und nutzlos wie eh und je und obendrein völlig abgekoppelt von den Bedürfnissen der Gemeinden, die ich gerade besucht hatte. Dennoch fühlte ich mich dem Herrn viel näher; mein Verlangen, etwas für Gott zu tun, war wieder da. Am nächsten Morgen ging ich in mein Arbeitszimmer, um meinen Papierstapel abzuarbeiten und um Einsicht zu beten, was denn nun meine Aufgabe im Dienst sei. Ich spürte die überwältigende Gegenwart des Herrn. Unmittelbar danach hatte ich — nach sieben Jahren der prophetischen Dürre — eine drei Tage andauernde prophetische Erfahrung. Mir war, als wolle mir der Herr eine Intensivschulung über all das geben, was ich verpasst hatte. Darauf schrieb ich das Buch «The Harvest» [in deutscher Ausgabe zwei Bücher: «Die Engel, die Ernte und das Ende der Welt» (vergriffen) sowie «Signale unserer Zeit»], in dem es um den aktuellen Zustand der Gemeinde Jesu geht wie auch um bevorstehende Ereignisse. Seitdem hatte ich andere Visionen und Offenbarungen, die in Büchern veröffentlicht wurden, wie «Der letzte Aufbruch» und «Der Ruf». Einige der Offenbarungen kamen in der Form von offenen Visionen. Dabei handelte es sich um Visionen, die vor meinen Augen wie ein Film abliefen. Andere Visionen waren weniger dramatisch und öffneten mein inneres Auge des Herzens. Den Ausdruck Vision gebrauche ich für das prophetische Geschehen, wenn ich — äusserlich oder innerlich — Bilder wahrnehme. Offenbarung nenne ich das Empfangen von Erkenntnis oder Verstehen, das ausserhalb unseres natürlichen Wahrnehmungsvermögens abläuft. Heute habe ich Visionen und Träume, die mit Symbolik voll- gepackt sind und deshalb, wie eigentlich die meisten biblischen Visionen, der Auslegung bedürfen. Einiges von dem, was in diesem Buch enthalten ist, kam nicht als Vision, sondern in Form einer mächtigen Salbung, verbunden mit Worten der Erkenntnis. Ganz plötzlich wusste ich viele Einzelheiten künftiger Ereignisse, so als ob sie mir eingetrichtert worden wären. In all dem Geschehen habe ich weiter versucht, Gottes Ruf auf meinem Leben zu vernehmen, wie auch sein Ziel, das er für seine Gemeinde hat. Mir ist bewusst: Prophetie heisst immer noch, «jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse... Jetzt erkenne ich unvollkommen...» (1. Kor. 13, 12). Was ich mit- teile, bedarf der Ergänzung durch das, was andere sehen, um ein © Schleife Verlag CH-Winterthur


Leseprobe vollständiges Bild abzugeben. Ich habe versucht, genau das mitzuteilen, was mir zu sehen oder zu verstehen geschenkt wurde. Aber weil die Heilige Schrift vollständig ist, glaube ich nicht, dass irgendeine prophetische Gabe von heute an die Qualität derer heranreicht, welche die Bibel verfasst haben. Das ist meiner Meinung nach der Grund für die Anweisung, die uns in 1. Kor. 14, 29 gegeben ist: «... zwei oder drei Propheten sollen zu Wort kommen; die anderen sollen urteilen.» Ich glaube nicht, dass irgendein heute lebender Christ unfehlbar ist. Wir müssen Prophetie prüfen, ganz gleich, wer sie äussert. Somit lege ich dieses Buch vor mit der Bitte, es prüfend im Gebet zu überdenken. Ich glaube, Jesu Schafe kennen Seine Stimme und können das unterscheiden, was vom Herrn ist, und das andere beiseite lassen. Eine der für mich und für mein Verständnis von der Gemeinde bedeutendsten Visionen empfing ich 1998. Sie wurde im Buch «Der Ruf» veröffentlicht.

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