Offen sein für Neues
1. Dezember
„Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat“ (Jesaja 25,9).
V
or einigen Wochen unterhielt ich mich in unserer Gemeinde mit einer Familie, die von außerhalb gekommen war. Die Mutter sagte begeistert: „Gott hat unser Leben so verändert, Dr. Schuller!“ Und ihr kleiner Sohn, noch nicht ganz fünf Jahre alt, fügte hinzu: „Ja, wir haben nämlich Gott entdeckt!“ Doch im Grunde hatten sie alle noch eine recht verschwommene Sicht von ihm. Ich sagte zu dem kleinen Jungen: „Das freut mich. Weißt du auch, dass er einen Plan für dein Leben hat? Ich war ungefähr so alt wie du, als ich entdeckte, welchen Plan Gott für mich hat: Er wollte, dass ich predige.“ Ich stupste seine kleine Nase an und wiederholte es noch einmal: „Gott hat einen Plan für dich!“ Er blickte aus großen Augen zu mir auf und meinte: „Für mich? Für mich?“ „Ja“, antwortete ich, „für dich!“ Dann sah er seine Mutter an und sagte: „Mama, für mich!“ Und während sie weggingen, konnte ich ihn immer noch zu seiner Mutter sagen hören: „Für mich!“ Ich bin davon überzeugt, dass diese beiden Worte und diese kurze Berührung sein ganzes Leben verändern werden. Ich lade Sie heute ein, offen zu sein. Sie werden Menschen begegnen, die Sie noch nie getroffen haben. Zufällige Begegnungen, wie Sie vielleicht denken. Aber Gott möchte, dass Sie im Leben dieser Menschen zu einem Wunder werden. Irgendwie wird das Leben für sie nach der Begegnung mit Ihnen nicht mehr dasselbe sein. Gott will Sie gebrauchen, um ein Wunder zu bewirken!
Gott weiß, welche Menschen ich heute treffen werde. Weil er Herr der Lage ist, will ich erwarten, dass Wunder geschehen.
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2. Dezember
Offen sein für Neues
„Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“ (Lukas 2,7).
Z
u Beginn der Weihnachtszeit fallen uns all die ungewöhnlichen Ereignisse auf, die mit dieser vertrauten Geschichte verbunden sind: weit weg von zu Hause, kein Platz in der Herberge, unerwarteter Besuch von Hirten und weisen Männern. Gott überrascht an diesem ersten Weihnachtsfest die Welt mit einer ganzen Reihe von Dingen. Wenn Weihnachten wieder näher rückt, sollten wir unser Herz und unsere Sinne weit öffnen, damit wir die besonderen Überraschungen nicht versäumen, die Gott diesmal für uns bereithält. Freuen Sie sich, dass Gott heute unerwartet in Ihr Leben eingreifen wird. Beschreiben Sie eine „zufällige Begegnung“, die Sie einmal hatten. Schreiben Sie auf, wie Gott diese Begegnung benutzt hat, um etwas Unerwartetes zu tun:
Ich will mich auf die besondere Überraschung freuen, mit der Gott mich in dieser Weihnachtszeit beschenken wird.
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Erwarten Sie mehr!
3. Dezember
„Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast“ (Lukas 2,30).
W.
Clement Stone sagte einmal: „Die größte Macht, die Menschen zur Verfügung steht, ist die Macht des Gebets.“ Das sind die Worte eines äußerst erfolgreichen Geschäftsmannes. Er hatte begriffen, dass unsere Probleme nur dann wirklich gelöst werden können, wenn wir uns mit Gottes Geist in Einklang befinden. Gott versorgt uns mit allem, was wir brauchen. Er ist es, der dafür sorgt, dass ein Samenkorn aufplatzt und seinen zarten Schössling durch die Frühlingserde nach oben schickt, bis er an die Sonne kommt. Und der Same wird nicht ruhen, bis er Frucht gebracht und sich vervielfältigt hat. Von Gott kommt alles Leben, und er sorgt dafür, dass Menschen ein erfülltes Leben haben. Haben Sie ein Problem? Leiden Sie an einem Mangel? Wenn Sie auf eine dieser Fragen mit Ja geantwortet haben, dann versuchen Sie, Ihre Probleme einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Erkennen Sie, dass Schmerz, Probleme oder Armut wirklich keine Erfindung Gottes sind. Fragen Sie sich, ob Ihre Probleme vielleicht das Resultat gestörter Beziehungen zu Menschen oder zu Gott sind. Wenn das der Fall ist, dann sollten Sie versuchen, dies mit Hilfe Gottes und seines Heiligen Geistes wieder in Ordnung zu bringen. Ich empfehle Ihnen etwa folgendes Gebet: „Lieber Gott, hilf mir, meinen blinden Fleck zu sehen. Öffne meine Augen und meinen Verstand, damit ich sehe, wo etwas in meinem Leben nicht in Ordnung ist, und erkenne, was ich nach deinem Willen tun soll.“ Unser heutiger Text ist der freudige Ausruf eines frommen Mannes namens Simeon. Als er betete, wusste er, dass er das Christuskind noch vor seinem Tod mit seinen Augen sehen würde. Als er das heilige Kind in den Armen hielt, war seine Freude vollkommen.
Ich will in diesem Jahr meine Aufmerksamkeit auf die wahre Bedeutung von Weihnachten richten.
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4. Dezember
Erwarten Sie mehr!
„Bittet, dann wird euch gegeben. [...] Denn wer bittet, der empfängt“ (Matthäus 7,7–8).
W
enn Ihnen zu Weihnachten dieses Jahr jeder Wunsch erfüllt würde – was würden Sie sich wünschen? In unserer Familie ist es Brauch, dass wir einander diese Frage stellen, wenn wir unseren Wunschzettel am Kühlschrank befestigen. Wir dürfen alles aufschreiben, was wir uns wünschen . . . und auch Farbe und Größe angeben. Natürlich enthält diese Liste auch exotische oder ganz unmögliche Wünsche, aber wir haben großen Spaß dabei. Letztes Jahr hat sich unser Schwiegersohn einen neuen Sportwagen gewünscht. Er hat auch Modell und Farbe angegeben. Meine Frau und ich fanden schließlich ein Spielzeugauto, das diesen Wünschen genau entsprach. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass dieser weihnachtliche Wunschzettel viel über jedes Mitglied unserer Familie aussagt. Was Sie oder ich von Gott erbitten, deckt auf, wie groß unser Glaube an Gottes reiche Fülle ist. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit ihr habt . . .“ Er möchte, dass Sie zu den „Habenden“ gehören und nicht zu den „Habenichtsen“. Sie dürfen von Ihrem Leben Großes erwarten. Werden Sie heute zu einem Menschen, der auch an das Unmögliche glaubt. Schreiben Sie heute einen Wunschzettel an Gott und schreiben Sie an das Ende jedes Satzes: „Es ist möglich!“
Ich glaube, dass Gott im Himmel nur darauf wartet, denen gute Gaben zu schenken, die ihn darum bitten. Darum will ich ihn heute in diesem Glauben bitten.
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Erwarten Sie mehr!
5. Dezember
„Meine Seele aber wird jubeln über den Herrn und sich über seine Hilfe freuen“ (Psalm 35,9).
A
ls ich eine Woche vor Weihnachten durch das Zimmer meiner jüngsten Tochter ging, fand ich Gretchen am Boden sitzend vor, umgeben von Briefpapier und Umschlägen. Es sah wirklich aus, als würde sie Briefe schreiben. Da Gretchen das gewöhnlich nie tut, war meine Neugierde natürlich groß, und ich erkundigte mich, was sie da mache. Überrascht blickte sie auf und lächelte mich an: „Oh, hallo, Papa. Ich schreibe gerade meine Dankesbriefe.“ „Du schreibst was?“, fragte ich. „Ich habe eben angefangen, mich für meine Geschenke zu bedanken, dann braucht ihr mich nach Weihnachten nicht mehr daran zu erinnern“, erklärte sie. Etwas verwirrt entgegnete ich: „Aber Gretchen, wie kannst du dich für Geschenke bedanken, die du noch gar nicht bekommen hast? Wofür und bei wem willst du dich denn bedanken?“ „Ach“, sagte sie begeistert, „das ist kein Problem. Ich schreibe einfach: Liebe Freunde, danke für das schöne Geschenk. Es freut sich sehr darüber euer Gretchen.“ „Und woher weißt du, dass du dich über die Geschenke freuen wirst?“ „Oh, das weiß ich einfach!“ Das nenne ich Planung! Ihre Vorfreude versetzte sie in einen Zustand freudiger Erwartung. Wenn Sie Gutes erwarten, wird sich auch Ihre innere Haltung ändern. Ihre Stimmung wird sich heben, Ihr Gesicht wird strahlen und der ganze Tag wird mit Freude und Begeisterung erfüllt sein.
Ich will anderen in Liebe geben und werde dabei auch selbst reich gesegnet.
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6. Dezember
Erwarten Sie mehr!
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens“ (Jesaja 9,5).
E
in Same. Eine Schneeflocke. Ein Moskito. Ein Atom. Ein kleines Kind. Alle fünf haben etwas gemeinsam: Einzeln und auf sich allein gestellt sind sie ausgesprochen unbedeutend. Aber sie können sich vervielfältigen und dadurch große Macht und enorme Auswirkungen gewinnen. Schnee stoppte die Invasion Napoleons in Russland. Schneeflocken besiegten ihn auch in Waterloo. Moskitos geboten dem Bau des Panamakanals Einhalt. Ein einzelner Same wird zu einem Obstbaum. Aus diesem wird ein Obstgarten, der wiederum dazu beiträgt, ein ganzes Volk mit Nahrung zu versorgen. Das Atom, das zur Herstellung einer Bombe benutzt wurde, beendete den Zweiten Weltkrieg und war so mit verantwortlich für die längste Friedensperiode der Welt seit der Pax Romana. Aber das Kind, das in einem Stall Bethlehems geboren wurde, übertrifft alle diese Dinge noch weit. Sein Name? Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedefürst. Ich nenne es meinen Freund und Erlöser. Was erwarten Sie zu Weihnachten von diesem Kind? Es hat auch heute nicht aufgehört, Wunder zu vollbringen. Und seine mächtige Liebe kann Berge versetzen.
Ich will heute an die Macht Jesu Christi glauben, die Wunder wirkt.
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