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Beharrlichkeit Die Kraft, die du brauchst, um nicht aufzugeben

John Bevere


Beharrlichkeit

Empfehlungen für das Buch Beharrlichkeit Beharrlichkeit wird deine Leidenschaft für die Dinge Gottes anfachen und deine Entschlossenheit stärken, im Glauben fest zu stehen und deiner gottgegebenen Bestimmung nachzujagen. Joyce Meyer, Bestsellerautorin und Bibellehrerin John Bevere hat ein Mandat, dem Leib Christi zu dienen. Man spürt in seinen Botschaften das Verlangen, dass jeder Christ seine gottgegebene Bestimmung entdeckt und sich darin gut entwickelt. Seine tiefe Liebe zu Christus und seine Erkenntnis des Wortes Gottes werden dich veranlassen, Christus beharrlich nachzufolgen. Brian und Bobbie Houston, Pastoren der Hillsong Church Es ist eine Sache, über ein Thema zu schreiben, aber es ist noch einmal etwas völlig anderes, ein lebendiges Beispiel deiner Botschaft zu sein. John Bevere offenbart, welche Kraft freigesetzt wird, wenn du deiner göttlichen Bestimmung beharrlich nachjagst. Er inspiriert den Leser, geistliche Passivität abzulegen und mit Leidenschaft Gottes Willen zu folgen … eine Herausforderung, die es wert ist, angenommen zu werden! James Robison, Vorsitzender von Life Outreach International, Fort Worth, Texas John Bevere erfasst die entscheidenden Kriterien, um die unruhigen Wasser des Lebens erfolgreich meistern zu können. Er fordert jeden Christen heraus, über das Ziel einer gewissen Stabilität hinauszugehen, und sich die dringend erforderliche Beharrlichkeit anzueignen. Beharrlichkeit ist eine der Eigenschaften, die man braucht, um im Leben große Ziele zu erreichen. Ich empfehle dir, dir die Zeit zu nehmen, diese wichtige Botschaft aufmerksam zu lesen … Bischof T. D. Jakes, The Potter’s House 2


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In der Gemeinde gibt es viel zu viele Eintagsfliegen und nur wenige, die ihren Auftrag treu zu Ende führen. Doch das muss nicht sein. John Bevere, einer der inspirierendsten Männer im Leib Christi, fordert uns sehr überzeugend heraus, zu glauben, dass unser Leben nicht dazu bestimmt ist, ein abschreckendes Beispiel dafür zu sein, was möglich gewesen wäre. Dein Glaube und deine Leidenschaft müssen nicht nachlassen oder sogar erlöschen. Du kannst beharrlich sein. Steven Furtick, Pastor der Elevation Church und Autor des Buches Sun Stand Still Jedes Buch, das John Bevere schreibt, ist ein wertvoller Beitrag, um ein stabiles, fruchtbares Leben in und für Christus aufzubauen! Danke, John, für einen weiteren Baustein! Jack W. Hayford Beharrlich ist der Feind uns gegenüber. Es wird Zeit, dass auch wir in unserem Glauben und in unseren Taten beharrlich werden. Gott richtet ein Volk auf, das dranbleibt und nicht eher ruhen wird, bis sein Wille ausgeführt wurde. Dieses Buch ist ein unbezahlbares Werkzeug in diesem Bestreben. Christine Caine, Direktorin von Equip & Empower Ministries und Gründerin von The A21 Campaign Vor ein paar Jahren gab mir jemand ein Armband, auf dem das Wort BEHARRLICH stand. Seither trage ich es, denn es erinnert mich daran, Christus und seiner Bestimmung für mein Leben nachzujagen. In diesem Buch fährt der großartige John Bevere fort, die Geschichte unseres leidenschaftlichen Strebens nach Jesus und seiner unbeschreiblich großen Liebe zu uns zu erzählen. Ich weiß, dass diese Botschaft den Bereich deines Herzens ansprechen wird, der sich nach mehr von Jesus sehnt. Darlene Zschech, Lobpreisleiterin, Sängerin und Songschreiberin Kaum ein Buch hat mich beim Lesen in geistlicher Hinsicht so herausgefordert, wie Beharrlichkeit. John drängt uns, das Leben nicht mehr einfach nur zu ertragen, sondern in Gottes Autorität in jedem Bereich unseres Lebens zu überwinden. Wir haben hier eine zeitlose Botschaft der Bevollmächtigung für den Leib Christi, die in dir die 3


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Leidenschaft und Entschlossenheit freisetzen wird, in deine Berufung zu gelangen. Wenn du dich danach sehnst, deinen Lauf siegreich zu vollenden und dich in jedem Bereich deines Lebens durch Beharrlichkeit auszuzeichnen, dann musst du dieses Buch lesen. Stovall Weems, Pastor der Celebration Church, Jacksonville, Florida und Autor des Buchs Awakening John Beveres neues Buch Beharrlichkeit ist ein Muss für alle jene, denen Widerstände schon einmal zum Stolperstein geworden sind. Beharrlichkeit zeigt dir die Gnade Gottes im Zusammenhang mit den Tälern und Stürmen des Lebens, die Gott benutzt, um uns für unsere Bestimmung zuzurüsten. John erinnert uns daran, dass Gott uns niemals aufgibt und dass auch wir ihn niemals aufgeben sollten. Jentezen Franklin, Pastor der Gemeinde Free Chapel, und New-York-Times-Bestsellerautor

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Inhaltsverzeichnis Vorwort .................................................................................... 9 1 Beharrlich .......................................................................... 13 2 Im Leben herrschen ........................................................... 27 3 Die Kraftquelle .................................................................. 43 4 Wie Jesus lebte ................................................................... 57 5 Zu Außergewöhnlichem fähig ............................................ 71 6 Sehen oder eintreten ............................................................ 95 7 Wer steckt hinter den Schwierigkeiten? ............................. 117 8 Wappne dich .................................................................... 141 9 Stark in der Gnade ........................................................... 161 10 Die Rüstung der Demut ................................................... 169 11 Wirf die Last ab ............................................................... 187 12 Sei nüchtern und wachsam .............................................. 209 13 Widerstehe dem Teufel .................................................... 225 14 Die höchste Form des Widerstands .................................. 245 15 Beharrliches Gebet ........................................................... 263 16 Laufe, um den Siegespreis zu erringen .............................. 281 17 Dem König nahe sein ....................................................... 299 18 Gib niemals auf! ................................................................ 309 Anhang A .............................................................................. 321 5


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Anhang B ................................................................................ 325 Zur weiteren Vertiefung und Diskussion ................................ 327 Bibliografie ........................................................................... 329

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Vorwort Kurz nachdem ich damit begonnen hatte, dieses Buch zu schreiben, schaute ich mir einen Film an, der sehr anschaulich zeigt, wie wichtig es ist, beharrlich zu sein. Der Geist und die Dunkelheit, mit Michael Douglas und Val Kilmer in den Hauptrollen, beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich Ende des 19. Jahrhunderts zugetragen hat. Beim Ausbau der britischen East African Railway wird der hervorragende Militäringenieur John Patterson (Val Kilmer) beauftragt, den Bau einer Eisenbahnbrücke über den Fluss Tsavo in Uganda zu leiten. Als Patterson an der Baustelle eintrifft, sind die Bauarbeiten bereits in Verzug geraten. Patterson erfährt schnell den Grund: Immer wieder verschwinden plötzlich Arbeiter. Sie verschwinden im Schutz der Dunkelheit und werden nie wieder gesehen. Patterson findet sehr bald heraus, dass zwei menschenfressende Löwen bei den Quartieren der Arbeiter auf Beutezug gehen. Er stellt Fallen auf und versucht mit verschiedenen Methoden, die Löwen zur Strecke zu bringen. Doch das tödliche Duo scheint alle seine Maßnahmen zu erahnen und umgeht geschickt jede Falle. Als bereits dreißig Menschen den Löwen zum Opfer gefallen sind, nimmt die Eisenbahngesellschaft die Hilfe des Großwildjägers Charles Remington (Michael Douglas) in Anspruch. Obwohl der als ausgesprochen guter Jäger gilt, töten die Löwen weiterhin nach Belieben. Nacht für Nacht schlagen sie zu, und schließlich gelangen die Arbeiter zu der Überzeugung, dass es sich bei diesen Löwen um böse Geister handeln müsse, die niemand aufhalten kann. Als die Zahl der Opfer auf 130 Menschen steigt, macht sich unter den Arbeitern Furcht und Panik breit – Patterson und Remington müssen hilflos mit ansehen, wie sämtliche Arbeiter auf einen vorbeifahrenden Zug aufspringen und fliehen. Es war dieser entscheidende Moment, der mich besonders bewegt hat. Die Fronten sind klar. Auf der einen Seite haben wir einen feigen Aufseher, der die Ängste seiner Männer schürt und sie aufwiegelt, 7


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die Arbeit niederzulegen, für die sie angeheuert worden waren. Auf der anderen Seite haben wir Remington, Patterson und dessen Helfer, die sich weigern, ihre Pflicht zu vernachlässigen oder sich durch Furcht zum Aufgeben bewegen zu lassen. Diese drei Männer sind jetzt auf sich allein gestellt, um die hinterlistigen Bestien zur Strecke zu bringen. Mehrere Versuche bleiben erfolglos. Die Situation ist entmutigend und sehr gefährlich. Obwohl es sie ihr Leben kosten könnte, sind sie entschlossen, das Problem zu lösen und dafür zu sorgen, dass die Brücke fertiggestellt wird. Sie verfügen über hervorragende Waffen. Remington und Patterson sind überzeugt, dass sie diesen Kampf gewinnen werden, wenn sie nur klug, wachsam und entschlossen sind … und sich weigern, aufzugeben. Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, jetzt noch auf wesentlich mehr Details einzugehen, aber das eine solltest du wissen: Die menschenfressenden Löwen wurden letztendlich zur Strecke gebracht. Doch dieser Sieg forderte einen hohen Preis. Die Arbeiter kehren zurück und sehen ihren Projektingenieur nun mit anderen Augen. Er hatte dem Tod ins Auge gesehen und nicht aufgegeben. Die Männer empfinden so viel Wertschätzung für ihn, dass sie sich geschlossen hinter ihn stellen und das Unmögliche möglich machen. Sie stellen die Brücke rechtzeitig fertig. Als Botschafter bauen auch wir Brücken. Unsere Brücken führen nicht über Flüsse; sie verbinden den Himmel mit der Erde. Auch wir treffen auf Widerstände, und die Bibel beschreibt unseren Widersacher als einen Löwen, der zu verschlingen sucht. Doch genau wie die beiden Löwen von Tsavo, besitzt auch unser Feind keine Waffen – wir dagegen schon. Er wurde entwaffnet, und wir wurden mit den besten Waffen, über die Menschen nur verfügen können, ausgerüstet. Es gilt, Schlachten zu gewinnen und Festungen zu bezwingen. Festungen, die oft auf Denkweisen und Verhaltensmustern beruhen, die der Feind den Menschen dieser Welt eingetrichtert hat. Der Widerstand dem wir begegnen ist erheblich, aber „in Christus“ stehen uns die mächtigeren Waffen zur Verfügung. 8


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Folglich stellt sich uns eine sehr wichtige Frage: Werden wir uns so verhalten wie die verängstigten Arbeiter, die bei Widrigkeiten davonrannten, um ihre eigene Haut zu retten, oder sind wir in der Verfolgung unseres göttlichen Auftrags mutig und beharrlich? Ich glaube, dass diese Botschaft Wahrheiten enthält, die das Potenzial haben, in dir eine Haltung der Beharrlichkeit zu formen. Diese Wahrheiten werden dich nicht nur befähigen, einen festen Stand einzunehmen, sondern dich auch in die Lage versetzen, zu überwinden und etwas Positives zu bewirken. Es ist unerlässlich, dass du in dieser Erkenntnis gegründet bist. Viel zu lange schon ist Gottes Volk in Gefangenschaft geraten oder sogar umgekommen, weil es an dieser Erkenntnis mangelte (siehe Jes. 5, 13 und Hos. 4, 6). Richtige Erkenntnis schafft eine Grundlage des Glaubens, und durch Glauben bewirken wir Veränderungen in einer verlorenen, finsteren Welt. Du wurdest geschaffen, um in deinem Einflussbereich etwas zu bewirken. Lass uns beten und gemeinsam diese Herausforderung annehmen, während wir entdecken, welch gewaltige Kraft freigesetzt wird, wenn wir niemals aufgeben.

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1 Beharrlich Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang. Prediger 7, 8

Ich gehe davon aus, dass du hierin mit mir einer Meinung bist: Es ist wichtiger, wie wir unseren Lauf beenden, als wie wir ihn beginnen. Als Christen haben wir das letzte Ziel unseres Laufes erreicht, wenn der Herr am Ende zu uns sagt: „Gut gemacht, mein guter und treuer Diener“ (Mt. 25, 23; NL). Was wird für dich und mich erforderlich sein, um diese bemerkenswerten Worte einmal von dem zu hören, der uns alles bedeutet. Das Leben gut zu vollenden, setzt voraus, auch ein gutes und rechtschaffenes Leben zu führen. Dazu müssen wir mit Sicherheit auch wissen, wie wir „niemals aufgeben“. Und das bedeutet, einen beharrlichen Geist zu haben. Wie bekommen wir diese Haltung? Und weshalb ist sie so wichtig?

 Ehrlich gesagt, bin ich ernsthaft besorgt, dass viele Gläubige ihren Lauf nicht gut beenden werden. Gott gab mir einmal eine ernüchternde Vision, die zum Thema dieses Buches passt.1 Ein Mann ruderte mit einem Boot stromaufwärts und musste sich dabei sehr ins Zeug legen, um gegen die starke Strömung anzukommen. Keine leichte Aufgabe, aber durchaus zu bewältigen. Häufig fuhren größere und luxuriösere Boote, auf denen sich Menschen tummelten, flussabwärts an ihm vorbei. Die 10


Beharrlichkeit Passagiere lachten, tranken und wirkten sehr unbeschwert. Von Zeit zu Zeit schauten sie zu dem Mann herüber, der gegen die Strömung kämpfte und machten sich über ihn lustig. Diese Menschen brauchten so gut wie nichts für ihr Vorwärtskommen zu tun, während sich der Mann im Ruderboot jeden Meter erkämpfen musste. Nach einer Weile wurde der Ruderer es leid, ständig gegen die Strömung anzukämpfen. Erschöpft und entmutigt zog er die Ruder ein. Der letzte Ruderschlag trieb das Boot noch ein kurzes Stück flussaufwärts, ehe es stehen blieb. Dann geschah etwas furchtbar Trauriges: Obwohl der Bug des Bootes immer noch flussaufwärts gerichtet war, trieb das Boot nun mit der Strömung flussabwärts. Bald darauf bemerkte er ein weiteres Partyboot. Doch dieses Boot unterschied sich von den anderen Partybooten. Genau wie sein Ruderboot, hatte auch dieses Boot den Bug flussaufwärts gerichtet, obwohl es mit der Strömung flussabwärts trieb. Auch auf diesem Boot befanden sich Menschen, die miteinander lachten und eine unbeschwerte Zeit genossen. Da der Bug des Bootes ja flussaufwärts gerichtet war – eben jene Richtung, in die der Mann rudern wollte – fasste der Ruderer den Entschluss, an Bord zu gehen und sich den Passagieren anzuschließen. Sie alle bildeten jetzt eine feste Gemeinschaft. Im Gegensatz zu den anderen Partybooten, die flussabwärts fuhren und auch dementsprechend ausgerichtet waren, zeigte der Bug dieses Bootes immer noch flussaufwärts. Das änderte jedoch nichts an der traurigen Tatsache, dass es von der Strömung immer weiter den Fluss hinunter getragen wurde.

Was bedeutet diese Vision? Der Fluss steht für die Welt und das Ruderboot ist ein Bild für unseren Körper, der uns befähigt, in dieser Welt zu leben und zu agieren. Der Mann in dem Ruderboot ist ein gläubiger Christ und seine Ruder symbolisieren die unverdiente Gnade Gottes. Die Partyboote repräsentieren jene, die sich mit einem gemeinsamen Ziel zusammengeschlossen haben, und die Strömung des Flusses symbolisiert den Lauf dieser Welt, der unter der Herrschaft des Bösen ist. 11


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Mithilfe der Ruder – der Gnade Gottes – hat der Mensch die Möglichkeit, der Strömung entgegenzuwirken und sich flussaufwärts seiner Bestimmung zu nähern, indem er das Reich Gottes vorantreibt. Seine körperliche Kraft symbolisiert seinen Glauben. Leider schwindet seine Kraft und er wird schließlich müde zu kämpfen. Obwohl er alles hat, was er braucht, meint er, diesen Kampf nicht gewinnen zu können. Folglich geht ihm schließlich die Puste aus und er gibt auf. Sobald der Mann aufhört zu rudern, treibt der letzte Ruderschlag das Boot noch ein kleines Stück flussaufwärts. Hier kommt es nun zu einer Täuschung. Er sieht immer noch eine gewisse Frucht in seinem Leben, auch wenn das, was diese Frucht hervorgebracht hat, ihn nicht länger antreibt. Er verfällt dem Irrtum, es sich bequem machen zu können – ohne länger wachsam sein zu müssen – und dennoch ein erfolgreiches christliches Leben zu führen. Schließlich kommt das Boot zum Stillstand und beginnt kurz darauf, stromabwärts zu treiben – zuerst langsam, aber dann mit derselben Geschwindigkeit wie die Strömung. Die entscheidende Botschaft dieser Vision lautet: Während der Bug seines Bootes nach wie vor flussaufwärts gerichtet ist, treibt er bereits flussabwärts. Er hat nun den äußeren Anschein eines Christen – weiß, wie man im Reich Gottes redet und sich verhält und welche Lieder man singt, aber in Wirklichkeit passt er sich den Wegen der Welt an (siehe 1. Jo. 2, 15–17). Schließlich bemerkt unser Akteur ein anderes Boot, auf dem sich „Gläubige“ wie er befinden. Da auch ihr Boot stromaufwärts gerichtet ist, sehen diese Menschen sich als Teil der Gemeinde. Sie wissen, wie man im Reich Gottes redet und sich verhält und welche Lieder man singt. Da sie sich damit zufriedengeben, keine Frucht zu bringen, führen sie ein bequemes „christliches“ Leben – doch sie stehen unter dem Einfluss des Bösen, der die Strömung kontrolliert. Die Passagiere auf dem „christlichen Boot“ werden von der nicht gläubigen Welt nicht länger verfolgt oder verspottet. Tatsächlich werden sie sogar akzeptiert und dann und wann erhalten sie selbst 12


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Beifall von den einflussreichen Stimmen dieser Welt. Sie gehen nicht mehr entschlossen voran, wie es der Apostel Paulus jedem Christen aufgetragen hat: „… und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus“ (Phil. 3, 14). Um es auf den Punkt zu bringen: Diese Gläubigen, die sich treiben lassen, bringen den Wegen dieser Welt keinen oder nur noch geringen Widerstand entgegen. Denke einmal darüber nach, was der Apostel Johannes schrieb: Denn nichts von dem, was diese Welt kennzeichnet, kommt vom Vater. Ob es die Gier des selbstsüchtigen Menschen ist, seine begehrlichen Blicke oder sein Prahlen mit Macht und Besitz – all das hat seinen Ursprung in dieser Welt. Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben. 1. Johannes 2, 16–17 (NGÜ)

In der Vision, die ich beschrieben habe, ist die Rede von drei unterschiedlichen Typen von Menschen: den Gläubigen; den Ungläubigen und den Getäuschten. • Der Ungläubige lässt sich einfach von der Strömung treiben. Er ist blind für die Realität, denn er erkennt nicht, dass sich alles nur um seine selbstsüchtigen Wünsche dreht. • Der Gläubige steht in einem Kampf des Glaubens. Er muss ständig darum ringen, das Reich Gottes voranzutreiben. • Der Getäuschte versteckt seine selbstsüchtigen Motive durch ein „christliches Auftreten“ und den Missbrauch von Schriftstellen. Ich weiß, dass die Darstellung von Christen unserer Zeit in dieser Vision beunruhigend ist, doch sie zwingt jeden von uns dazu, sich eine entscheidende Frage zu stellen: „Zu welcher Gruppe gehöre ich?“ Schließlich fordert das Wort Gottes von uns ja … Prüft euch, ob ihr im Glauben seid, untersucht euch! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid. 2. Korinther 13, 5 13


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Seit ich diese Vision empfangen und verstanden habe, bin ich noch stärker von den folgenden, an die hebräischen Christen geschriebenen Worten überzeugt: Darum richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie, und macht gerade Bahn für eure Füße! … Achtet darauf, die Gnade Gottes nicht zurückzuweisen. Hebräer 12, 12–13+15 (Vers 15 gemäß der TEV, aus dem Englischen übersetzt)

Als Kinder Gottes sollten wir den sehnlichen Wunsch haben, unseren Lauf zur Ehre Gottes gut zu vollenden. Du und ich sollten die Gnade Gottes niemals zurückweisen, indem wir ermatten, unsere Ruder einziehen und uns von der Strömung dieser Welt treiben lassen. Wir brauchen nur in die Bibel zu schauen, um Beispiele dafür zu finden, welchen Unterschied es macht, ob Menschen ihren Lauf gut oder nicht gut vollenden. Schau dir Davids Sohn Salomo an, den weisesten, reichsten und mächtigsten Menschen seiner Zeit. Er erreichte eine Höhe, die weder in den Generationen vor ihm noch für viele Generationen nach ihm, je ein Mensch auch nur annähernd erreichte. Nichtsdestotrotz geriet er in der Spätphase seiner Regentschaft ins Straucheln. Er zog die Ruder ein und wandte sein Herz von Gott ab, um sich dem System dieser Welt anzupassen. Weil Salomo so viele ausländische Frauen hatte, ist es mehr als wahrscheinlich, dass seine bedingungslose Loyalität und sein Gehorsam Jahwe gegenüber zu enormen innerhäuslichen Konflikten führte. Um des Friedens willen blieb er dann dem Herrn nicht treu ergeben. Er baute Altäre für die fremden Götter seiner Lieblingsfrauen und betete diese sogar an. Salomo litt sehr unter den Folgen seiner Torheit, doch noch schwerer traf es seine Kinder und Enkelkinder. Das ihm anvertraute Königreich, das wegen der Treue Davids stark geworden war und in der frühen Phase seiner Herrschaft weiter aufblühte, litt Schaden und wurde schließlich geteilt. Am Ende verfiel das ganze Königreich, weil Salomo es nicht fertiggebracht hatte, seinen Lauf gut zu vollenden. Israels Geschichte hätte sich deutlich anders entwickelt, wenn Salomo beharrlich geblieben wäre. 14


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Nun wollen wir Salomo einmal mit Johannes dem Täufer vergleichen. Johannes war resolut. Er hielt an der Wahrheit fest, die er mit Worten und durch sein ganzes Leben mutig verkündigte. Genau wie Salomo, sah auch er sich mit Widerständen konfrontiert. Die potenziellen Konsequenzen waren für Johannes jedoch weitaus gravierender, denn er hatte es nicht nur mit einer oder mehreren Frauen zu tun, die sich der Wahrheit, für die er eintrat, widersetzten, sondern mit dem König von Judäa. Salomo war Konflikten in seinem eigenen Haushalt ausgesetzt, doch Johannes musste mit Gefängnis, Folter und sogar seiner Hinrichtung rechnen. Trotz dieser Aussicht auf grausame und extreme Konsequenzen hielt er in seinem Lebensstil und auch in seiner Botschaft kompromisslos an der Wahrheit fest. – Das Resultat: Er hinterließ ein bedeutenderes Vermächtnis als Salomo. Nicht nur Johannes und Salomo sahen sich mit Widrigkeiten – der starken Strömung eines Flusses – konfrontiert, sondern du und ich genauso. Wir befinden uns in einem heftigen Kampf gegen die törichten, oberflächlichen Werte dieser Welt. Diese Werte haben einen gewaltigen Einfluss. Sie sind trügerisch und verführerisch. Dabei kann es nur allzu leicht passieren, dass wir ermatten und denken, es sei in Ordnung, in unseren Bemühungen nachzulassen, aufzugeben und uns von den herrschenden Strömungen treiben zu lassen. Wir werden unseren Lauf nur dann siegreich vollenden, wenn wir in unserem Glauben beharrlich bleiben. Mit einer solchen Haltung werden wir zu einer ernst zu nehmenden Bedrohung für das Reich der Finsternis.

Ein unnachgiebiger, beharrlicher Geist Was bedeutet es, unnachgiebig zu sein? Der Begriff steht für eine entschlossene, beharrliche und unbeugsame Haltung. Wer diese Haltung hat, wird nicht weich werden. Nachzugeben bedeutet, eine nachsichtige, lockere Haltung einzunehmen oder Zugeständnisse zu machen. Einige Synonyme können uns helfen, das Wort Unnachgiebigkeit noch besser zu definieren: hartnäckig, rigoros, ernst, kompromisslos, unaufhaltsam, beharrlich und sogar verbissen. Weitere 15


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Umschreibungen lauten: beständig, mutig, zielstrebig, standhaft, unaufhörlich und zwingend. Wenngleich das Wort Unnachgiebigkeit auch im negativen Sinne für eine böse, unbeugsame Macht stehen kann, wollen wir diese Eigenschaft unter dem positiven und göttlichen Aspekt betrachten. Wir verwenden diesen Begriff für einen mutigen und zielstrebigen Menschen, der entschlossen ist, die vor ihm liegenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Ganz gleich, ob es sich um eine kurzfristige oder langfristige Angelegenheit handelt, um das gewünschte Resultat zu erzielen, ist eine Haltung der Beharrlichkeit unbedingt erforderlich. Ein Mensch mit dieser Gesinnung wird sich durch nichts und niemanden davon abhalten lassen, sein Ziel zu erreichen. Wenn wir also jetzt den beharrlichen Christen betrachten, dann geht es um einen Menschen, der kompromisslos in seinem Glauben, seiner Hoffnung und seinem Gehorsam Gott gegenüber ist. Ein beharrlicher Christ ist entschlossen, seinen Lauf gut zu vollenden. Er wird im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte schreiben und im Himmel für alle Zeiten als jemand gelten, dem der Meister mit den Worten „Gut gemacht“ seine Anerkennung aussprechen wird. Es gibt einen Menschen, den ich sehr gut kenne, auf den diese Beschreibung eines beharrlichen Christen nicht immer zutraf – ich meine mich selbst. Genau genommen hatte ich keinen beharrlichen, sondern einen resignierenden Geist. Offen gesagt war ich ein Drückeberger. Ich bin seit 1979 ein Kind Gottes und habe mich bekehrt, als ich die Purdue University besuchte. Nach Abschluss des Semesters kehrte ich nach Hause zurück und war so enthusiastisch, dass ich meinen Eltern – die Katholiken waren – sofort von meinem neu gefundenen Glauben berichtete. Die Reaktion meiner Mutter? „John, das ist nur wieder eine neue Marotte von dir. Du wirst das genauso wieder aufgeben, wie alles andere, was du angefangen hast.“ Was wirklich wehtat, waren nicht ihre negativen Worte oder ihr demütigender Vorwurf, sondern die Tatsache, dass sie tatsächlich 16


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recht hatte: Ich hatte bereits ausreichend bewiesen, dass ich fast nichts zu Ende brachte. Ich erinnere mich daran, dass ich als junger Mann Angst hatte, niemals eine dauerhafte Ehe führen zu können. Normalerweise ging ich mit Mädchen nicht öfter als zwei- oder dreimal aus. Es handelte sich um attraktive und begabte Mädchen Ein beharrlicher mit einer großartigen Persönlichkeit, Christ wird im aber ich wurde ihrer dennoch überwahrsten Sinne drüssig. Andere Jungs gingen später des Wortes Geschichte schreiben. mit denselben Mädchen aus und bauten eine dauerhafte Beziehung zu ihnen auf. Ich jedoch ging von einem Mädchen zum nächsten. Es war geradezu ein Verhaltensmuster. Doch nicht nur in dieser Hinsicht war ich einer, der schnell aufgab. Ich begann mit Klavierunterricht, aber bereits nach einem halben Jahr bettelte ich darum, aufhören zu dürfen. Meine Eltern ließen das nicht zu. Aber schließlich zeigte ich ein solches Desinteresse, dass meine Klavierlehrerin meine Eltern darum bat, mir zu erlauben, mit dem Klavierspielen aufzuhören. Seit sie Klavierunterricht gab, war ich der einzige Schüler, den sie zum Aufhören ermutigt hatte! Später überredete ich meine Eltern, Gitarrenunterricht nehmen zu können. Wir kauften eine teure Gitarre, und ich fing an mit Leidenschaft darauf zu klimpern. Aber auch diese Begeisterung hielt nur wenige Monate an. Mit dem Sport war es dasselbe. Ich spielte Baseball und nach ein paar Jahren gab ich diese Sportart auf. Dann spielte ich Basketball – allerdings nur für eine Saison. Anschließend war Golf an der Reihe, auch nur für eine Saison. Danach widmete ich mich für kurze Zeit dem Laufsport. Doch damit nicht genug. Ich las Bücher nie zu Ende. Während meiner Highschoolzeit habe ich genau ein einziges Buch ganz durchgelesen, und zwar „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway. Das Buch war Pflichtlektüre, und da es sich nur um ein dünnes Buch handelte und ich gern fischte, las ich es ganz durch. 17


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Ich trat Vereinen bei, nur um kurze Zeit später wieder auszutreten. Immer wenn ich mich für etwas Bestimmtes interessierte, legte ich mir eine teure Ausrüstung zu, die jedoch nach einer intensiven und enthusiastischen Anfangsphase in der Abstellkammer endete oder mangels Gebrauch vor sich hinrostete. Kurzum, meine Mutter hatte mit ihrer Beurteilung natürlich recht. Würde ich auch jetzt wieder meinem Verhaltensmuster entsprechend handeln? Würde ich das Christsein, meinen neuen Glauben an Gott und meine neue Leidenschaft wieder aufgeben? Würden meine Bibeln und alle christlichen Lehrbücher ebenfalls im Abstellraum landen, so wie all die anderen Sachen, die für mich kurzzeitig interessant gewesen waren? Die gute Nachricht lautet, dass der, der früher nichts durchgehalten hat, nun bereits seit über 30 Jahren eine Leidenschaft für Jesus Christus hegt. Ich bin heute noch genauso engagiert – ja, sogar noch mehr – wie an dem Tag, an dem ich meinen Eltern von meinem neuen Glauben erzählte. Der allmächtige Gott, mein Vater, hat mich verändert, den Mann, der früher so schnell aufgab und der Dingen schnell überdrüssig wurde. Durch seinen Heiligen Geist formte er in mir einen beharrlichen Geist. Gott machte aus mir einen beharrlichen Christen. Wenn du Jesus Christus als deinen Herrn angenommen hast, steht dir dieselbe gute Eigenschaft zur Verfügung. Allerdings ist es ein Prozess. Doch genau darum geht es ja in diesem Buch: zu zeigen, wie du diese von Gott geschenkte Fähigkeit wachsen und gedeihen lassen kannst, damit du ein gutes Leben führen und deinen Lauf siegreich vollenden kannst.

Gott schrieb ein Buch über dich Bist du dir darüber im Klaren, wer du bist und wie sehr Gott dich braucht? Weißt du, wie wichtig es ist, dass du deine Bestimmung erfüllst, indem du dich dafür einsetzt, dass seine Absichten hier auf der Erde erfüllt werden? Überrascht es dich, dass dein himmlischer Vater auf dich angewiesen ist? 18


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Gott hat einen ganz speziellen Plan für dein Leben entworfen! Dieser Plan für dein Leben wurde bereits vor deiner Geburt festgelegt. Der Psalmist erklärt: Du hast mich gesehen, bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. Psalm 139, 16 (NL)

Gott schrieb ein Buch über dich, bevor deine Eltern überhaupt an ein Kind dachten – noch bevor der erste Tag begann. Prominente und Herrscher sind nicht die Einzigen, deren Lebensgeschichte in Büchern festgehalten wurde. Auch deine Lebensgeschichte wurde aufgeschrieben und das Erstaunliche ist, dass Gott sie bereits vor deiner Geburt verfasst hat. Du magst vielleicht einwenden: „John, du hast keine Ahnung, mit wem du sprichst! Meine Fehlentscheidungen haben in meinem Leben Beulen und Schrammen hinterlassen und ich habe sogar Schiffbruch erlitten. Hat Gott das auch alles geschrieben?“ Nein und nochmals nein, auf keinen Fall! Gott hat einen Plan für unser Leben entworfen, doch es liegt an uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um auf diesem beglückenden Weg zu gehen, den er vorbereitet hat. Falsche Entscheidungen führen möglicherweise zu Umwegen, aber aufrichtige Umkehr bringt unser Schiff wieder auf Kurs. Vielleicht fragst du wiederum: „Aber mir sind schreckliche Dinge passiert, die nichts mit meinen Fehlentscheidungen zu tun haben. Ich musste im Leben einige wirklich harte Schläge einstecken. Steckt Gott hinter diesen Enttäuschungen und Schwierigkeiten?“ Noch einmal: Nein! Wir leben in einer gefallenen Welt. Daher sagte Jesus, dass wir mit Drangsal und Widrigkeiten konfrontiert würden. Die gute Nachricht lautet: Da Gott bereits vor deiner Geburt wusste, welche Übel versuchen würden, sich dir in den Weg zu stellen, hat er in seiner Weisheit Auswege geschaffen, sodass du nicht nur davonkommst, sondern aus der jeweiligen Situation sogar trium19


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phierend hervorgehen kannst. Deswegen heißen beharrliche Christen in seinem Wort „Überwinder“. In Hebräer 12, 1 werden wir ermahnt, den vor uns liegenden Lauf mit Ausdauer zu laufen. Gott hat jedem seiner Kinder einen Lauf verordnet. Damit du dieses Rennen erfolgreich bestreiten kannst, musst du mit Ausdauer – oder Beharrlichkeit – laufen. Es gibt keine andere Möglichkeit ans Ziel zu gelangen. Es ist interessant, dass der Schreiber dieses Verses gerade diese Eigenschaft hervorhebt. Es heißt weder: „Lasst uns mit Freude laufen“ noch: „Lasst uns um des Laufens willen laufen“ und auch nicht: „Lasst uns mit Ernsthaftigkeit laufen.“ Versteh mich nicht falsch – Freude, Zielstrebigkeit und Ernsthaftigkeit sind, neben anderen Eigenschaften, wichtig für unser Leben als Christen. Die wichtigste Eigenschaft aber ist Beharrlichkeit. Es bedarf eines beharrlichen Geistes, um erfolgreich ans Ziel zu gelangen. Wenn wir unseren Lauf als Sieger beenden wollen, brauchen wir Ausdauer und Beharrlichkeit. Mir gefällt, wie Hebräer 12, 1 in der Bibelübertragung The Message ausgedrückt wird: „Leg alles ab, lauf los – und gib niemals auf!“ Dass wir unseren Lauf vollenden, ist nicht nur für uns selbst wichtig, sondern auch für die Menschen, auf die wir auf unserem Weg Einfluss nehmen sollen. Es ist wichtig, nicht von dem Weg abzuweichen, den Gott uns verordnet hat. Dazu bist du in der Lage, wenn du ein Kind Gottes bist! Gott hat dir durch seinen Geist die Kraft gegeben, die dich dazu befähigt. Wenn du standhaft bleibst, wirst du mit den Worten des Apostels Paulus sagen können: „Ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Tim. 4, 7). Vielleicht gibt es Probleme in deiner Ehe, in deiner Familie, an deinem Arbeitsplatz, mit deinem Geschäft, hinsichtlich deiner Finanzen, deiner Gesundheit oder in anderen Bereichen. Möglicherweise hast du den Eindruck, du seist in einer hoffnungs- und ausweglosen Situation. Starke und bedrohliche Strömungen wollen dich zum Aufgeben zwingen, sodass du dich flussabwärts treiben lässt. Die gute Nachricht ist: „Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Mk. 10, 27). Wie schwierig deine Lage auch sein mag, Gott kann die Situation 20


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verändern. Doch an die folgende Verheißung knüpfte Jesus eine wichtige Bedingung: „Wenn du glauben kannst – alles ist möglich dem, der glaubt“ (Mk. 9, 23; Schlachter). Es bedarf eines beharrlichen Gläubigen, damit das Unmögliche möglich wird. Darum geht es in dieser Botschaft: Dich dem zu stellen, was deine menschlichen Fähigkeiten übersteigt und zu erleben, wie durch die Kraft und Gnade Gottes das Unmögliche möglich wird. Hör mir zu! Gott möchte über dich sagen können, dass du in seinen Augen groß bist (siehe Lk. 1, 15). Er ist für dich, und niemand wünscht sich mehr, dass du im Leben Erfolg hast, als er. Er hat ein großartiges Leben für dich vorbereitet und sieht bereits im Voraus den triumphalen Zieleinlauf, bei dem du ein Vermächtnis des Glaubens, voller Bedeutung und Größe, zum Nutzen anderer hinterlässt. Doch alles hängt davon ab, dass du ein beharrlicher Christ bist.

Niemand wünscht sich mehr, dass du im Leben Erfolg hast, als Gott.

Jetzt denkst du vielleicht: „John, ehrlich gesagt bin ich kein allzu entschlossener Mensch. Ich bin nicht gerade dafür bekannt, durchzuhalten, wenn es schwierig wird.“

Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, habe ich noch eine gute Nachricht für dich. Deine bisherigen Erfahrungen spielen keine Rolle. Durch die Gnade Jesu Christi bist du nicht dazu verurteilt, frühere Fehler zu wiederholen. Es ist dir tatsächlich möglich, dich zu einem beharrlichen Christen zu entwickeln und deinen Lauf erfolgreich zu beenden. Du bist ein Kandidat dafür, die große Freude zu erleben, die mit dem gewünschten Ende verbunden ist. Ob es nun um eine bestimmte Phase deines Lebens oder um dein gesamtes Leben geht – du bist dazu bestimmt, in Gottes Augen groß zu sein. So lautet seine Verheißung! Wenn wir den Weg Jesu gehen, werden wir unausweichlich mit Widrigkeiten konfrontiert. Es steht viel auf dem Spiel, aber der ewige Lohn ist unvergleichlich. Du hast einen grausamen Feind, der, um es ganz offen zu sagen, deinen Einfluss zunichtemachen und deine gottgegebene Mission verhindern will. Für Satan stellst 21


Beharrlichkeit

du eine Bedrohung dar, die gestoppt werden muss. Fakt ist, er wird froh sein, wenn du tot bist. Doch durch das, was am Kreuz geschehen ist, ist Satan ein besiegter Feind! Jede Schlacht, die wir mit ihm austragen müssen, ist bereits gewonnen! Trotzdem müssen wir ihn und seine Kohorten überall dort, wo sie versuchen, Einfluss zu nehmen, beharrlich bekämpfen. Gemeinsam werden wir lernen, wie wir das tun können. Du wurdest geschaffen, um in dieser Welt einen Unterschied zu machen. Du bist ein Kind des Königs und dazu bestimmt, in seinem Auftrag zu herrschen. Die Schlüssel zu seinem Reich befinden sich in deiner Tasche! Wenn du in enger Gemeinschaft mit ihm lebst und dich entschließt, im Glauben beharrlich zu sein, wird er dir die Kraft und Führung geben, die du benötigst, um die starken Strömungen zu überwinden, mit denen du konfrontiert wirst. Bevor wir uns weiter mit dem Thema Beharrlichkeit beschäftigen, wollen wir dem Herrn unsere gemeinsame Reise anvertrauen: Lieber Gott, möge dein Heiliger Geist mich beim Lesen dieses Buches lehren und mir Offenbarung schenken. Ich möchte mehr als nur Information oder Inspiration. Ich möchte die Fülle und die enorme Tragweite meiner Berufung erkennen. Ich möchte die Kraft kennenlernen, die du in mich hineingelegt hast, damit ich meine Bestimmung erfülle. Stärke mich durch diese Botschaft, damit ich fest in der Wahrheit gegründet und im Kampf gegen alle Widerstände, die mich an der Erfüllung meiner Bestimmung hindern wollen, beharrlich bin. Ich bin für diese Zeit geboren. Ich bete, dass ich durch die Botschaft dieses Buches ausgerüstet werde, um zur Erfüllung deines göttlichen Plans beitragen zu können – zu deiner Ehre und zur Freude deines Herzens. In Jesu Namen. Amen. Fußnote: 1 In einem meiner früheren Bücher (Ein Herz in Flammen) habe ich bereits kurz von dieser Vision berichtet, aber jetzt habe ich das dringende Empfinden, dass ich diese Geschichte noch einmal erzählen und detaillierter darauf eingehen sollte.

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Originally published in English under the title: Relentless by John Bevere Copyright © 2011 by John P. Bevere Jr. Published by WaterBrook Press an imprint of The Crown Publishing Group a division of Random House, Inc. 12265 Oracle Boulevard, Suite 200, Colorado Springs, Colorado 80921, U.S.A.

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