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1 Kapitel eins ‚Youtube-Erpresser wird immer dreister’, las Madlyn die Schlagzeile ihrer Morgenzeitung und ging die Stufen aus der U-Bahnstation hinauf auf die Strasse. ‚Der Firmengründer des SaWei Toilettenpapiers wurde mit seiner Sekretärin in einer eindeutigen Situation gefilmt. Er lehnte es ab, den Youtube-Erpresser zu bezahlen und so war er das Highlight auf youtube am gestrigen Abend...’ „Oh verdammt.“, stieß Madlyn aus. Abgelenkt durch den interessanten Artikel war sie mit ihrem Schuh an etwas kleben geblieben und hatte den nächsten Schritt ohne Schuh gemacht. Der kalte Asphalt hatte sie erschreckt und dadurch hatte sie sich ihren Kaffee über den Rock gekippt. Madlyn drehte sich um und kniete sich neben ihren Schuh. Sie stellte den leeren Kaffeebecher ab und auch den Stapel Akten, den sie locker im Arm getragen hatte. Die Menschenmassen, die aus der U-Bahn strömten, schlängelten um sie herum, wie die Ameisen um ein Hindernis. Madlyn zerrte an ihrem Schuh der sich von einem ekligen grünen Kaugummi nur schwerlich lösen ließ. Er haftete fest an der Sohle und ein Faden spann sich zwischen Strasse und Schuh. „Iih, so ein Mist.“ Mit dem leeren Kaffeebecher kratzte Madlyn den Kaugummi von der Sohle, zog den Schuh wieder an, hob die Akten auf und schmiss die Pappbecher in den nächsten Mülleimer. Mit einem Blick zur Uhr tippelte sie mit ihren acht Zentimeter Absätzen hektisch los. Die Kaffeereste auf ihrem beigefarbenen Rock wischte sie mit einem Taschentuch beim Laufen ab, aber es blieb ein riesiger brauner Fleck. Mist, jetzt komm ich schon wie ein Ferkel zur Arbeit. Das hat ja was von Bridget Jones, na toll, dachte Madlyn. Im Laufschritt, kam sie an der Glastür zum zwanzigstöckigen Gebäude an, in dem sie arbeitete. Sie drückte die Glastür auf und betrat den großen, marmornen Eingangsbereich und sah zum Fahrstuhl. Ein Mann stand darin und als er Madlyn anhetzen sah, drückte er auf einen Knopf. Der wird doch nicht, wehe! „Nein, warten Sie.“, rief Madlyn in seine Richtung und versuchte schneller zu laufen. Gleichzeitig wickelte sie ihre Strickjacke, die sie schon vor dem Gebäude unter ihrer weißen Miss Sixty Jacke ausgezogen hatte, um ihren Rock. Mit einem Satz sprang sie in den kleinen Fahrstuhl, dabei rutschten ihr einige Zettel aus dem Stapel heraus. Sie bückte sich, dabei sah sie, dass der Mann den Halteknopf gedrückt hatte und ihn erst jetzt wieder los ließ. „Vielen Dank.“, keuchte Madlyn. „Gerne. Kann ich Ihnen hierbei auch helfen?“, fragte der Mann und bückte sich ebenfalls, um nach den einzelnen Zetteln zu greifen. Während sie die Akten gemeinsam vervollständigten hörte Madlyn eine bekannte Stimme rufen: „Wartet, wartet, wehe ihr fahrt ohne mich!“ Madlyn musste grinsen und sah ihre Freundin Annie auf sich zustürmen. „Gott sei Dank, Maddy, ich hasse es, wenn ich auf den Fahrstuhl warten muss.“ „Hi Annie. Du hasst es grundsätzlich zu warten.“ „Welches Stockwerk möchten die Damen?“, fragte der Mann vorsichtig. „Neunzehntes bitte.“, Madlyn lächelte und Annie, die sich hinter ihn gestellt hatte, sah zu Madlyn und formulierte die Wort: „Echt scharf!“, ohne es laut auszusprechen. Madlyn warf einen Blick auf den schlanken Mann, zu dem sie, trotz ihrer eigenen Größe von 1,75m und den hohen Absätzen noch aufschauen konnte. Seine kurzgeschnittenen, dunklen Haare zierten einen wohlgeformten Kopf, soweit sie das von hinten beurteilen konnte. Als er von der Etagenknopfanzeige zu ihr hinüber sah und ebenfalls lächelte, fühlte sie seinen Blick, der sich für sie wie ein Stromschlag anfühlte. Seine dunkelgrünen Augen, die auffällig wohlgeformten Lippen ... Wow, voll der Werbespottyp für Boss oder Davidoff und dieser Mund...Gott.. Nervös blickte sie zu Boden, denn wenn sie zu Annie geschaut hätte, hätte diese wieder irgendeine Andeutung gemacht oder schlimmer noch, etwas gesagt. Endlich im neunzehnten Stock angekommen stiegen Madlyn und Annie aus. Der Mann tat dies ebenfalls. Madlyn öffnete die Glastür zur Agentur W&H und auch hier folgte ihr der Mann. Mit tippelnden Schritten lief sie um das Empfangspult herum während Annie den Gang entlang in ihr Büro ging. Madlyn stand dem Mann gegenüber. „Willkommen bei W&H, was kann ich für Sie tun?“, spulte sie ihren Text mit einem Lächeln herunter. Madlyn war die Empfangsdame Schrägstrich Assistentin Schrägstrich Mädchen für alles hier in der kleinen


2 Werbeagentur von „Wentworth und Heroes“. Vor fünf Jahren hatte sie sich hier beworben, weil sie nach ihrer zweiten Ausbildung zur Grafikerin auch in diesem Beruf arbeiten wollte. Sie hatte nach den enttäuschenden Absagen der großen und renommiertesten Agenturen, alle mittleren und kleinen abgeklappert. Mr. Wentworth suchte dringend nach einer Empfangsdame und versprach Madlyn, sofern sie sich vergrößern würden, würde er sie auf jeden Fall als Grafikerin einsetzen. Doch leider war sie in ihrem Job als Empfangsdame zu gut und sie entwickelte auch hervorragende Fähigkeiten als Assistentin Schrägstrich Mädchen für Alles. Mr. Wentworth bezahlte sie wie eine Fachangestellte, doch Anzeigen entwerfen durfte sie nicht. „Guten Morgen, mein Name ist Michael Sheffield, ich habe einen Termin mit Mr. Wentworth.“, erklärte er. Madlyn lächelte und starrte ihm in die Augen. Sie hörte seine Worte wie durch einen Trichter. „Miss? Alles in Ordnung?“. fragte Michael Sheffield sie. „Äh, ja. Alles ok. Entschuldigen Sie bitte. Ich, ähm, ich informiere Mr. Wentworth. Bitte nehmen Sie doch dort drüben Platz.“, stammelte Madlyn und zeigt auf eine kleine Sitzecke, die neben der Eingangstür eingerichtet worden war. „Danke, gern.“ Madlyn setzte sich, nahm den Hörer des Telefons an ihr Ohr und drückte die Ruftaste zu Mr. Wentworth Büro. Nimm ab, nimm ab, nimm ab...ging es Madlyn durch den Kopf. „Ja?“, antwortete ihr Chef. „Guten Morgen Mr. Wentworth, ein Mr. Sheffield wartet hier für Sie.“ „Guten Morgen Madlyn. Sagen Sie ihm, ich bin sofort da.“ „Ja, gern.“ Madlyn legte auf, erhob sich von ihrem Stuhl und sprach dann mit zittriger Stimme: „Mr. Wentworth wird gleich bei Ihnen sein.“ „Vielen Dank.“ Mr. Wentworth kam wenige Sekunden später aus seinem Büro. Er begrüßte Michael Sheffield und führte ihn in den Konferenzraum. „Madlyn könnten Sie uns bitte Kaffee und Wasser bringen? Danke.“, warf Mr. Wentworth Madlyn entgegen und schloss dann die Tür hinter sich. James Wentworth, ein intelligenter Mann mittleren Alters, mit graumeliertem Haar und für sein Alter war er noch sehr gut in Form. Er verstand es, die Menschen um sich herum für sich zu gewinnen. Respektvoller Umgang war ihm wichtig, ebenso wie ein gutes Geschäft für alle Beteiligen abzuwickeln. James Wentworth und sein Partner Kwan Heroes gründeten die Werbeagentur in den achtziger Jahren und James Wentworth musste schnell feststellen, dass Kwan Heroes geniale Ideen hatte, aber menschlich nicht vorzeigbar war. So trennten sie sich nach einpaar Jahren. Mr. Wentworth hatte aber den Namen der Agentur so belassen, wollte er sich die Umschreibung und den damit verbundenen Papier und den Behördenkrieg ersparen. Madlyn tippelte zum Kaffeeautomaten, der sich in einer kleinen Küche neben dem Eingangsbereich befand und schaltete ihn ein. Sie stellte Tassen und Gläser auf ein Tablett. Dann lief sie zu ihrem Rechner startete ihn und lief zurück in die Küche. Mit dem frisch duftenden Kaffee auf dem Tablett balancierte sie zum Konferenzraum und klopfte an die Tür. „Ja bitte.“, rief Mr. Wentworth von innen. Madlyn schob die Tür auf. Mr. Wentworth und Mr. Sheffield unterbrachen ihr Gespräch und Madlyn stellte das Tablett auf einen Beistelltisch. Mit zittrigen Händen, aber mit einem Lächeln stellte sie eine Kaffeetasse vor Mr. Sheffield und eine vor Mr. Wentworth. Michael Sheffield beobachtete Madlyn aufmerksam und sie merkte, wie die Elektroschocks wieder einsetzten. Nur einmal traute sie sich, Mr. Sheffield ins Gesicht zu sehen. Seine Augen waren sehr aktiv und weit offen. Sie strahlten etwas Forderndes und Geheimnisvolles aus. Sein Gesicht im Ganzen schien perfekt aber regungslos. Bei seinen Beobachtungen, die Madlyn extrem nervös machten, blieb sein Blick an ihrem Rock haften. Madlyn sah ebenfalls an sich herunter und bemerkte, dass ihre Stickjacke verrutscht und ihr Kaffeefleck in seiner ganzen Pracht zu sehen war. Der angetrocknete Fleck auf ihrem Rock hatte mittlerweile eine merkwürdige Farbe angenommen. Madlyn errötete und sagte kurz: „Das ist Kaffee.“


3 „Ja, das war auch meine erste Vermutung.“, antwortete Michael Sheffield mit seichtem Lächeln. Bizzzz, dachte Madlyn noch ein Stoß, diese Stimme ich kipp bestimmt gleich um. „Danke Madlyn.“, mischte sich Mr. Wentworth ein. „Gern.“ Madlyn lächelte weiter und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Zurück an ihrem Pult, rückte sie ihre Stickjacke zurecht, ebenso ihr Namensschild, welches auf dem Tresen stand. Welcher Depp verschiebt denn das immer. Ich werd hier bald mal ne Kamera installieren, langsam reicht’s, dachte Madlyn. Sie setzte sich auf ihren Stuhl, rückte ihn zurecht und öffnete Outlook auf ihrem PC. Dann nahm sie die Blätter des Terminkalenders, die sie am Vorabend schon ausgedruckt hatte und legte sie vor sich auf den Tisch. Sie wollte sie immer griffbereit haben und im Vorfeld wissen, wer die Agentur betrat. Hm, laut Plan hat Michael Sheffield keinen Termin. Merkwürdig. Mr. Wentworth macht nie Termine ohne mir Bescheid zu sagen. Als der Postbote herein kam, begrüßte er sie freundlich und Madlyn gab ihm einen Becher Kaffee, den sie schon für ihn vorbereitet hatte. Charlie, ein Postbote der alten Garde, und Madlyn hielten jeden Morgen einen kleinen Plausch und tauschten so die neusten Informationen aus. Das Thema des heutigen Tages war wieder einmal der YoutubeErpresser, der seit einigen Monaten in London die Leute auf Trapp hielt. Charlie legte Madlyn eine andere Morgenzeitung hin und dort stand: ‚Youtube-Erpresser hat wieder zugeschlagen.’ „Unglaublich, in meiner Jugend wäre das nicht möglich gewesen.“, bewerkte Charlie. „Ja, die Technik macht’s möglich Charlie. So stellt ein Irrer schlüpfrige Filmchen ins Internet, wenn die Beteiligten nicht bereit sind, ihm Geld zu geben. Nun ja, bei den kleinen Schweinerein, die sie so anstellen, sollte sie sich nicht filmen lassen. Ich denke mal, die Scheidungsrate wird in diesem Jahr wieder steigen.“ Charlien und Madlyn lachten. Interessiert las Madlyn den Artikel in ihrer und in der Zeitung, die Charlie gebracht hatte zu Ende, nachdem Charlie sich verabschiedet hatte. Als Mr. Wentworth und Michael Sheffield wieder aus dem Konferenzraum kamen, lächelte Madlyn wieder und warf die Zeitung schnell auf den Eingangsstapel, den sie für Mr. Wentworth wie jeden Morgen zurecht gelegt hatte. „Auf Wiedersehen Mr. Sheffield.“ „Auf Wiedersehen.“, antwortete Michael Sheffield, lächelte wieder geheimnisvoll und verließ die Agentur. Wenige Sekunden später stürmte Annie den Gang entlang zu Madlyns Pult. Sie leitete die Buchhaltung, was man ihr im ersten Moment nie zutrauen würde. Annie Baxter, die geborene Entertainerin und Partyqueen. Offiziell war sie 28 Jahre, ihr Pass schrieb da aber ein Alter von 35. Anzusehen war ihr das keineswegs. Sie war schlank, ein wenig kleiner als Madlyn, stand ihr aber in Attraktivität in nichts nach. Durch ihre witzige Art, stand sie schnell im Mittelpunkt, wo Madlyn eher zurückhaltend war. Wenn die beiden Damen an den Wochenenden um die Häuser zogen, fielen die rothaarige Madlyn und die blonde Annie mit ihren Traummaßen immer auf. „Was wollte denn das Sahneschnittchen?“, platzte es aus Annie heraus. „Keine Ahnung, Mr. Wentworth hatte mir nicht Bescheid gesagt, dass er einen Termin mit Mr. Sheffield hat.“ „Mmmh, Mr. Sheffield, Vorname?“ “Michael.” Madlyn lächelte, kannte sie ihre Kollegin und Freundin zu gut. Annie war eine moderne Singlefrau, die gerne flirtete und wilde kurze Affären hatte. Ihre wahre Liebe galt Matt Goss, dem Sänger der ehemaligen Band aus den Achtzigern, Bros. Und so lange sie Matt noch nicht davon überzeugt hatte, dass sie die zukünftige Mrs. Goss war, bestand ihr Liebesleben aus einer Aneinanderreihung von wilden und spektakulären Affären. Annie war eine beeindruckende Persönlichkeit. Sie hatte in den vergangenen Jahren eine eigene Sprache entwickelt, die nur Insider verstanden. Dazu unterschied sie sich im Umgang mit ihren Mitmenschen von den anderen, indem sie sie in einfaches Schubladensystem steckte. Bei den Frauen gab es die, die sie mochte und mit Namen ansprach und die, die sie „Inge“ nannte. Die gleiche Unterteilung pflegte sie bei den Männern mit leichten Abweichungen: Männer, mit denen sie nie etwas anfangen würde bezeichnete sie als ‚Horst’. Alle Männer die sie interessant fand, bekamen den Titel ‚Storch’. Bei einem Storch gab es noch diverse


4 Zusätze. Ein Storch für den Vorgarten war nicht so viel Wert wie einer fürs Haus. Natürlich fiel ihr des Öfteren noch andere Bezeichnungen ein und so wurde es mit Annie nie langweilig. „Michael, o la la..“, kommentierte Annie, “eindeutig ein Storch.” „Vorgarten oder Haus?“, fragte Madlyn nach, die Mr. Sheffield definitiv mit ins Haus nehmen würde. „Bett meine Liebe, gleich ins Bett…“, antwortete Annie aufgeregt. Kichernd und mit riesigem Gewese machte sich Annie auf in ihr Büro. Madlyn blieb grinsend zurück und die Glastür zur Agentur öffnete sich erneut. „Guten Morgen, Kleines.“, begrüßte sie Dwayne Andrews, einer der Kontakter, auch Kundenberater genannt. „Gut geschlafen?“ „Guten Morgen, Mr. Andrews.“, antwortete Madlyn freundlich aber kurz. Ihr Lächeln war aufgesetzt, sie war die Anmache und die dummen Sprüche von Dwayne Andrews leid. Seit seinem ersten Tag in der Agentur, vor zwei Monaten, überschüttete er sie mit anzüglichen Bemerkungen und eindeutigen Angeboten. Dwayne Andrews mutierte hier schnell zum Obermacho der jedem Rock nachjagte, trotz seines Eherings. Ella, eine der Werbetexterinnen, die seit knapp einem halben Jahr hier arbeitet, kam in die Agentur, als Annie kreischend den Gang zurück gelaufen kam: „Mady, Mady!“ „Was ist denn los?“, lief Madlyn ihr entgegen. „Sieh mal, hier, ich hab zwei Einladungen bekommen, für das Trixx.“, jubelte Annie begeistert und hielt Madlyn einen Umschlag hin. „Woher das denn?“, freute sich Madlyn mit ihr. „Ich denke mal von dem süßen Fußballstorch.“ „Fußballstorch?“ „Ja, du weißt schon, der vom Spiel neulich, der Hübsche.“ „Welches Spiel?“, fragte Madlyn noch einmal nach, denn sie hatte für Fußball nicht wirklich was übrig. „Nicht so wichtig. Wir können ins Trixx, das ist der Hammer.“, trällerte Annie. „Da kommt man nur mit einer Einladung oder einem Haufen Kohle rein, richtig?“, freute sich auch Madlyn, sie hatte schon viel von dem neuen Club in der Innenstadt gehört. „Ja, genau...wir kommen nur mit einer Einladung rein.“ „Und wir haben jetzt eine.“ Beide hüpften vor Begeisterung auf und ab. „Worüber freut ihr euch denn, ihr Hübschen?“, unterbrach sie Dwayne Andrews. „Nichts für einen Horst mit Ehering.“, antwortete Annie herablassend und lief schwungvoll den Gang zu ihrem Büro zurück. Ella grinste und machte sich auf zu ihrem Büro. Madlyn schmunzelte ebenfalls und begab sich zurück hinter ihr Pult. Dwayne Andrews stand erst ein wenig hilflos herum, verschwand dann aber auch schnell an seinen Arbeitsplatz. Die Arbeit am Empfang machte Madlyn viel Freude. Jeden Tag lernte sie neue Menschen kennen, damit kamen jede Menge Herausforderungen auf sie zu, die sie fast immer mit Bravour meisterte. Auch mit ihren Kollegen in der Agentur pflegte sie ein gutes Verhältnis. Madlyn wusste, dass es für sie nur eine Übergangslösung sein würde, denn mit ihren 27 Jahren fühlte sie, dass sie noch etwas mehr erreichen konnte, als die Arbeit am Empfang einer kleinen Agentur. Aber bis es soweit war, lächelte sie 90 Prozent des Tages und versuchte es allen Recht zu machen. Zwischendurch, gerade an diesem Tag, wenn mal nicht das Telefon klingelte oder jemand zur Tür herein kam, drängte sich ein Bild von Michael Sheffield in ihre Gedanken. Ihr Herz begann schneller zu schlagen und sie lächelte unweigerlich.


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