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Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – D. L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n. 46) art. 1, comma 1, CNS BOLZANO + IP • Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen + IP

Jahrgang 21 - Dezember 2009

Erker Jahre

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Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

Schöne Bescherung

So tief steckt das Wipptal in der Krise


Frohe Festtage! Buone Feste!

Herzlichen Dank f端r die angenehme Zusammenarbeit und Ihr Vertrauen. Wir w端nschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Erfolg im Neuen Jahr. Vi ringraziamo per la piacevole collaborazione ed auguriamo a tutti un felice Natale ed un prospero Anno Nuovo.

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inhalt

editorial

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titelgeschichte _ 20 Schöne Bescherung Wenn die USA niest, bekommt der Rest der Welt Schnupfen. Das war auch diesmal nicht anders. Was als ein paar unkluge Kreditvergabeentscheidungen in Amerika begann, breitete sich weltweit aus und versenkte den Globus in eine schwere Wirtschaftskrise. Wie tief steckt Südtirol wirklich in der Krise? Und was spüren die Wipptaler davon? Eine vorweihnachtliche Momentaufnahme.

12 _ STERZING 34 _ 44 _ 60 _ 64 _ 82 _ 84 _

Keine Luxusvilla in Thuins DAS WIPPTAL IM WANDEL Damals und heute - Ein Bezirk verändert sich GESCHICHTE 70 Jahre Option - Gehen oder Dableiben KULTUR Einzigartiges Wipptal - Ein Plädoyer für mehr Kultur MUSIK „Frei.wild“ stürmt deutsche Charts SPORT Wipptaler Wintersportler starten in die Olympia-Saison SPORTLERPORTRAIT Katja Haller - Die Frau, die ins Schwarze trifft

parte italiana 76 _ 77 _ 78 _ 79 _ 80 _

Vipiteno: Difesa dalle piene dell’Isarco Mules: Avanza il cunicolo esplorativo BBT Hockey: Primi bilanci per la SSI Vipiteno Vipiteno: Il mercatino di natale in Piazza Città Alta Val d’Isarco: Eventi che chiudono il 2009 ed aprono il 2010

50-59_ erker-extra weihnachten & neujahr

rubriken 4_ 37 _ 42 _ 52 _ 58 _ 98 _ 100 _ 101 _ 102 _ 103 _

Leserbriefe Soziales Aus dem Leben Geistliches Wort Wipptipp Seite der Bezirksgemeinschaft Gesundheit Erkoku Leute Rezept

105 _ 106 _ 110 _ 112 _ 116 _ 117 _ 118 _ 119 _ 119 _

Rätsel Jahrestage Gemeinden Veranstaltungen Kleinanzeiger Pfiffikus Sumserin Vor 100 Jahren Impressum

Nächster Redaktionsschluss _15.12.09 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker dezember 09

Liebe Leserin, lieber Leser, 2009 war wohl ein miserables Jahr. Erst läuft die Wirtschaft den Bach runter, dann scheucht die Schweinegrippe die Welt auf wie einen Haufen Hühner. Panik und Massenhysterie brechen aus: Selten zuvor war Geiz so geil, um so wenig wie möglich von der amerikanischen Krise abzukriegen – und selten zuvor wurden die Hände wegen ein paar herumschwirrender Viren aus Mexiko öfter gewaschen als geschüttelt. Gut, dass dieses Jahr bald vorbei ist. Auf ein neues, ein besseres, eines, in dem es einmal so läuft, wie es laufen sollte. Und – spricht man den ewigen Nörglern und Sich-immer-als-Opfer-Fühlern aus dem Herzen - eines, von dem auch wir endlich einmal profitieren, nicht immer nur „andere“. Viel mehr als Arbeitslosigkeit, Geldentwertung und Einsparungen haben uns die letzten Jahre ihrer Meinung nach ohnehin nicht gebracht. Es fehlt überall, meistens an Geld. Das bisschen Impfstoff hat höchstens einem Teil der verschnupften Bürger und der kränkelnden Wirtschaft wieder auf die Beine geholfen. Sonst hat sich nicht viel geändert. Schlimme Krise, schlimme Zukunft. Schlimme Gesellschaft. Denn Mitschuld an der Krise tragen im Grunde wir alle, auch wenn es niemand zugeben will. Und Weihnachten kommt gerade recht, um einmal darüber nachzudenken. Gewiss, die Krise hat viele arg erwischt. Die Schweinegrippe auch. Am meisten erwischt hat es aber unseren Wohlstand, auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat. Im Wipptal schießen Neubauten wie eh und je aus dem Boden, das Reisebüro verkauft Urlaubsflüge wie lauwarme Nussbrötchen und unter den Weihnachtsbaum legt das Christkind heuer wohl kaum weniger Geschenke als an Heilig Abend 2008. Fernseher, Handy und Auto zählen in unseren Breitengraden schon längst zu den lebensnotwendigen Existenzbedürfnissen wie andernorts Brot und Wasser. Unsere Überfluss- und Wegwerfgesellschaft steckt in der Krise, weil sie nicht stehenbleiben darf: Wollen wir unseren bisherigen Lebensstandard halten, muss die Wirtschaft weiter wachsen. Sie muss sich dem hektischen Markt von heute anpassen, „weil es der Kunde von heute so will“. Und der Kunde muss sich den neuen Trends anpassen, „weil es die Wirtschaft von heute so will“ . Verzichten will schon lange niemand mehr. Schon gar nicht auf das bisschen Wohlstand, an den sich der Mensch im neuen Jahrtausend gewöhnt hat – den er im Grunde aber weder zu schätzen gelernt hat und der ihn auch nicht zufriedener gemacht hat. Auf ein Neues ohne Krise, aber eines, das uns zumindest ein bisschen darüber nachdenken lässt, wie viel Wohlstand uns Menschen eigentlich noch gut tut. Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, Werbekunden und Abonnenten, wünschen wir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das kommende Jahr. Wir freuen uns darauf. Trotz Krise und Grippeviren. Die Redaktion 3


leserbriefe

Es stinkt zum Himmel! 60.000 Kubikmeter Gülle werden in einem neuen Biogaswerk im Pustertal zu wertvoller Energie weiterverarbeitet. Ein toller Nebeneffekt für die Bürger besteht darin, dass es viel weniger stinkt. Die Geruchsbelastung wird um ein Vielfaches reduziert, zudem wird saubere Energie produziert. Es ist (höchste) Zeit, dass wir auch in Sterzing und Umgebung Schluss machen mit stinkender Wäsche und beißendem Geruch, der sich sogar – und das mittlerweile das ganze Jahr über – in den Wohnungen breit macht. Die Schmerzgrenze ist erreicht. Deshalb fordere ich alle Verantwortlichen auf, den Bau eines Biogaswerkes mit Nachdruck voranzutreiben. Martin Volgger, Sterzing

Straßen und Gehwege in Sterzing Im Mai 2008 hatte ich bereits einmal an die Stadt Sterzing geschrieben – ich warte bis heute auf eine Antwort. Es geht um den Zustand der Straßen und Gehwege in und teilweise um Sterzing. Ich würde den Herrn Bürgermeister und seine Rats-

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kollegen einladen, sich einmal im Rollstuhl durch die Stadt fahren zu lassen, wo alles schön zugepflastert ist. Sind oder waren diese Pflastersteine so billig oder gibt es für Straßen und Gehwege nur solche Steine? Gibt es auch Zahlen zu Unfällen, die auf den gepflasterten Wegen durch Ausrutschen oder Hinfallen mit hohen Absätzen passiert sind? Auch mit Kinderwägen ist es nicht angenehm, durch die Stadt zu fahren. Als gebürtigem Sterzinger fallen mir solche neuen Verbauungen natürlich auf. Josef Hofmann, Grafing

Vertrauen in Sie hat einen historischen Tiefstand erreicht. Was wir brauchen, sind Politiker und Menschen, die sich angesichts der weltweit deprimierenden Ereignisse Gedanken machen, was wir nicht mehr brauchen. Die Zeit schreit nach Menschen mit Demut, Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Re-spekt vor dem Leben und der Schöpfung. Im Namen vieler Südtiroler möchte ich Sie auffordern, für die Zeit, die Ihnen noch bleibt: Räumen Sie dieses sinnlose Geraffel weg! Es reicht. Rudolf Siller, Pardaun

BBT-Finanzierung Immer dann, wenn von kompetenten Stellen und Menschen die Sinnlosigkeit, Unfinanzierbarkeit und Leichtfertigkeit eines Ihrer Zerstörungswerke zu Recht in Frage gestellt wird, steuern Sie, Herr Landeshauptmann, mit Beschwichtigung, Unterstellung und Lächerlichkeiten entgegen. Sie, der sich noch immer als großer Vertreter des Bauernstandes, der intakten Umwelt und der Volksgesundheit aufspielen, müssten sich doch kläglich eingestehen, dass Ihr Getue für Konzerne, Großkapital und Macht steht. Sie haben mit Ihren Ministranten aus Südtirol eine einzige Markthalle geschaffen. Unser

Stoppt die Baustelleneinrichtungen für den BBT! Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Wir erhalten von italienischer Seite die Bestätigung dafür, was längst von uns befürchtet wurde. Italien bräuchte geschätzte elf Milliarden Euro für seinen Anteil am BBT und die südlichen Zulaufstrecken, und die hat es nicht. Das gab der zuständige Regierungskommissär Mauro Fabris jetzt öffentlich bekannt. Ohne diese ist ein Brennerbasistunnel aber sinnlos. Der Brennerbasistunnel selbst ist ein unfinanzierbares Flickwerk,

ein Fass ohne Boden. Zuerst verteuerte sich dieser von zuerst 4,5 Milliarden auf sechs Milliarden und schließlich auf 9,75 Milliarden Euro, ohne Finanzierungskosten. Ungeachtet dessen haben wir nach wie vor keine Garantie dafür, dass es durch den Bau zu einer Verkehrsreduktion auf der Straße kommt, weil unsere Politiker keine Verlagerungsgarantie von der EU einfordern. So dient dieses Projekt bestenfalls dazu, die Transitschraube immer weiter nach oben zu drehen und geht komplett an ursächlichen Lösungsvorschlägen vorbei. Uns bleiben ein Milliardendesaster und eine 20-jährige Baustelle mit all ihren Belastungen für Mensch und Natur. Und das in Zeiten wie diesen, in denen an allen Ecken und Enden jeder Cent fehlt. Wir fordern die verantwortlichen Politiker auf, einen sofortigen Baustopp zu veranlassen und eine Nachdenkphase einzuleiten, in der auch andere Varianten geprüft werden sollen. Es ist geradezu ein Frevel an den steuerzahlenden Bürgern, dass jetzt schon verschiedenste Baustellen eingerichtet werden, ohne dass alle Genehmigungen auf dem Tisch liegen und die Finanzierung auch tatsächlich gesichert ist. Von jedem Häuslbauer wird das eingefordert. Evelyn Schlögl, Initiative Lebenswertes Wipptal, Steinach

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Progetto di difesa dalle piene dell’Isarco Erker 11/09 Sul numero di novembre dell’Erker ho avuto modo di leggere un articolo sulla Variante (D) del progetto di difesa dalle piene dell’Isarco. Nel suddetto articolo si fa riferimento a: progetto per la difesa della città da catastrofali piene dell’Isarco, previste come possibili con una ciclicità di 30 anni. A questo proposito vorrei approfittare della gentile ospitalità datami dalla Vs. rivista per esprimere alcune considerazioni che mi sembrano importanti per meglio definire alcune problematiche di cui i cittadini e l’Amministrazione comunale dovrebbero essere edotti. La “ciclicità” cui correttamente viene fatto riferimento è, in pratica, il cosiddetto Tempo di Ritorno (Tr) ed esprime la probabilità di accadimento di un determinato evento. Volendo, ad esempio, prendere in considerazione la portata di piena di un torrente, potremmo arrivare alla conclusione che: la portata di 100 mc/sec rappresenta un massimo che può verificarsi in 30 anni (Tr. 30), dunque si tratta di un evento di elevata probabilità di accadimento. Se dovessero i nostri studi portarci a concludere che una portata ad es. di 200 mc/sec, risulta caratterizzata da un Tr. 100, classificheremmo questo evento come di bassa probabilità di accadimento. Infine una portata di 300 mc/ sec, qualora rappresentativa di un Tr. 300, verrebbe classificata come

di probabilità di accadimento molto bassa. Avremo dunque: portate probabili e relativamente frequenti di 100 mc/ sec, rare da 200 mc/sec e molto rare da 300 mc/sec. Ad ognuna di queste portate, in funzione della morfologia del terreno e della geometria del corso d‘acqua, corrisponderanno aree di terreno alluvionabili di ampiezza via, via maggiore con l’aumentare del tempo di ritorno. Tutto ciò premesso appare evidente che ben diverso sarà il tipo di intervento per proteggere una determinata zona da eventi a diverso Tr. Le protezioni adottate per garantire da un evento calcolato per un Tr. 30 saranno del tutto insufficienti per proteggere da un evento calcolato per Tr. 100 e ancor più per un Tr. 300. A questo punto diviene fondamentale conoscere quale sia il Tempo di Ritorno che la vigente normativa provinciale intende debba essere assunto nei calcoli idrologici. Poniamo infatti il caso che il Tr imposto sia di 100 anni; ne conseguirebbe che una eventuale protezione progettata per un Tr. 30 lascerebbe una vasta fascia di città sotto rischio. Non è un problema di poco conto, perché se tali aree fossero a rischio rosso si avrebbe, fra l’altro, la tremenda spada di Damocle sulla testa degli amministratori comunali, di una piena distruttiva che, per quanto di bassa probabilità, li troverebbe onerati da una enorme responsabilità ma del tutto impreparati, senza alcuna difesa appron-

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sero determinate soglie giudicate di sicurezza. Nell’augurarmi che queste brevi note possano servire al lettore per una più approfondita conoscenza delle problematiche relative alla sistemazione idraulica del nostro territorio, ringrazio per la gentile ospitalità, Dott. Icilio Starni, Vipiteno

Richtigstellung

Erntedankfest in Pflersch Erker 11/09 Seit Jahren gestalten die Schützen von Pflersch das Erntedankfest mit. In der Kirche stellen sie einen Erntedankkorb und einen Brotlaib mit der Aufschrift „Brot ist Leben“ hin. Eine Erntekrone im Altarbereich wird jedes Jahr von Liesl Alpögger geschmückt. Nach der Messfeier schneiden Bäuerinnen und Trachtenfrauen das Brot und verteilen es an die Gläubigen. Dieses Jahr verteilten die Schützen auch Äpfel. Herzlich gedankt sei der Bäckerei Pardeller, die jedes Jahr den Brotlaib den Schützen spendiert. Schützenkompanie Pflersch

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tata. Si potrebbe obiettare che la protezione da eventi a media e bassa probabilità di accadimento sarebbe troppo onerosa, ma dubito che una tale impostazio-ne difensiva potrebbe avere qualche successo nei confronti di ben precise prescrizioni di legge. Una alternativa potrebbe esser il ricorso a mezzi per così dire “passivi”, ad esempio un Piano di Evacuazione delle aree a rischio quando i valori pluviometrici (direttamente legati alle piene) superas-

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Freienfeld

Eisack unter ständiger Beobachtung In Freienfeld wurde unlängst eine neue, von den Landesabteilungen Zivilschutz und Wasserschutzbauten eingerichtete Pegelmessstation in Betrieb genommen. Damit steht der Eisack nun unter ständiger Beobachtung.

Auge auf den Eisack: die neue Pegelmessstation in Freienfeld

Mit unabhängigen Systemen werden Abflussgeschwindigkeit und Wasserstände gemessen und die Daten per Funk ins Hydrographische Landesamt übermittelt. Im Hochwasserfall können so alle wichtigen Daten erfasst und zeitgerecht ausgewertet werden. Während die Abflüsse mit Hilfe einer neuen motorisierten Seilkrananlage gemessen werden, sorgen eine Drucksonde und ein Pneumatikpegel für die Lieferung der Daten zu den Pegelständen. „Beide Systeme registrieren die Pegelstände kontinuierlich und unabhängig voneinander, wodurch garantiert ist, dass auch bei Ausfällen die Daten aufgezeichnet und per Funk ins Hydrographische Amt übermittelt werde“, so der aus Sterzing stammende Bauleiter und stellvertretende Direktor des Hydrographischen Amtes, Roberto Dinale. „All diese Daten ermöglichen uns eine möglichst genaue Beurteilung der Lage im Hochwasserfall und damit auch, die notwendigen Maßnahmen zeitgerecht treffen zu können“, erklären die beiden Abteilungsdirektoren Hanspeter Staffler (Zivilschutz) und Rudolf Pollinger (Wasserschutzbauten).

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BBT-Fensterstollen in Mauls fertiggestellt Sprengungen werden fortgesetzt/ Finanzierung der südlichen Zulaufstrecken unsicher

252 Tonnen Sprengstoff hat es gebraucht, um im Maulsner Bergstück aus Brixner Granit einen 1,7 km langen Fensterstollen zu bauen. Der seitliche Sicherheitstunnel verschafft nun einen Zugang zu den BBTHauptröhren, die ab 2010 errichtet werden. Grobe Zwischenfälle, so BBT-Vorstand Ezio Facchin, habe es in den vergangenen eineinhalb Jahren auf der Baustelle in Mauls nicht gegeben. Auch die ausgetretene Wassermenge sei mit fünf statt vorhergesehenen 240 Litern pro Sekunde mehr als gering gewesen. In der Tunnelbaustelle in Aicha musste hingegen von August bis Ende November die Fräse stillstehen, da sie auf brüchiges Gestein gestoßen war. Der Ausfall kostet die BBT-Gesellschaft bis zu vier Millionen Euro. In Mauls stehen indes die nächsten Arbeiten an: Die BBT-SE lässt derzeit Förderbänder aufstellen, die bis zu fünfmal so viel Material aus dem Tunnel holen werden wie bisher die LKW für den Bau des Fensterstollens. In einem Umkreis von bis zu 20 km wird das Gestein nach wie vor mit LKW transportiert, für entlegene Zielorte in der Provinz soll die Bahn bzw. der Verladebahnhof in Grasstein genutzt werden. Bisher verwendeten großteils heimische Baufirmen das Aushubmaterial. Mehr als ein Drittel des Gesteins brachten ihre LKW in die Industriezone Sterzing, jeweils ein Viertel in die Industriezone Brixen und Vahrn und ein Fünftel ins Vahrner Depot Förche. Weitere Bestimmungsorte waren die Industriezonen in Albeins, Stilfes, Mühlbach, Neustift und Sachsenklemme. Mit der Fertigstellung des Fensterstollens in Mauls – er kostet 18,6 Millionen Euro – beginnen die Arbeiten in Innsbruck und Wolf. Der Bau des Erkundungsstollens in Innsbruck startet am 4. Dezember mit der Feier zu Ehren der Schutzpatronin Barbara, anschließend steht die Aus-

BBT-Vorstand Ezio Facchin (Mitte, sitzend) mit Walter Huber und Martin Ausserdorfer von der Beobachtungsstelle; (stehend) BBTBaustellenleiter sowie Mitarbeiter

schreibung für jenen in Wolf an. In Mauls sprengen die Tunnelarbeiter weiter zur 500 Meter nördlich gelegenen „Periadriatischen Naht“, wo europäisches und afrikanisches Gestein aufeinander treffen. An kritischen Stellen ist ein Vortrieb von nicht mehr als zwei Metern am Tag möglich. Bis die 1,5 km breite Störzone durchbrochen ist, werden deshalb zwei Jahre vergehen. Der Fensterstollen, so Beobachtungsstellenleiter Martin Ausserdorfer, könne weiterhin zweimal wöchentlich besichtigt werden. Die Besichtigungen seien derzeit restlos ausgebucht. Den Infopoint in Franzensfeste besuchten bisher knapp 10.000 Interessierte, darunter 55 Schulklassen. Inzwischen bereitet die BBT-Finanzierung wieder Kopfzerbrechen. Einem Artikel des Nachrichtenmagazins „espresso“ zufolge fehlen 7,6 Milliarden Euro, um die südliche Zulaufstrecke bauen zu können. Der Staatliche Rechnungshof soll die vorgesehene Finanzierung vorerst eingefroren haben – bis Klarheit darüber herrscht, ob das BBT-Projekt überhaupt finanziert werden kann. rb

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Brenner bleibt Unrechtsgrenze

aktuell Sterzing

„Zwangsenteignungen wird es nicht geben“ Gut besuchter Informationsabend zur Eisackverbauung

Rund 130 zumeist junge Frauen und Männer protestierten Anfang November auf Initiative der Süd-Tiroler Freiheit sowie des Andreas-Hofer- und Heimatbundes mit Fahnen und Transparenten am Brenner gegen die vor 91 Jahren erfolgte Grenzziehung. Spruchbänder mit den Aufschriften „Südtirol zu Österreich“ oder „Einigt Tirol in Europa“ erinnerten an die Unrechtsgrenze. Teilnehmer, in Tiroler Fahnen eingehüllt, zeigten Spruchtafeln wie „Südtirol ist nicht Italien“, „Ein Tirol“ oder „Los von Rom“. Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit begrüßte die beachtliche Zahl an Demonstranten und sagte: „Wenn auch keine Grenzbalken mehr zu sehen und die Personen- und Zollkontrollen weggefallen sind, bleibt der Brenner trotzdem eine Unrechtsgrenze, die nicht verjährt.“ Eva Klotz unterstrich in ihren Ausführungen, dass Südtirol nicht Italien sei und es auch nie werden dürfe: „Lasst euch nicht entmutigen, es gibt eine Hoffnung für Südtirol ohne Italien.“ Die Landtagsabgeordnete beanstandete zudem die Gleichgültigkeit vieler Südtiroler gegenüber dem Schicksal Südtirols. Abschließend zeigte Sven Knoll ein Plakat über die Freiheit, das nun in allen Südtiroler Gemeinden ausgehängt werden soll. Dann löste sich die friedliche Demonstration auf. rr

En

Ende Oktober fand im Sterzinger Vigil-Raber-Saal ein überaus gut besuchter Informationsabend zur geplanten Eisackverbauung statt. Dabei wurden die einzelnen Varianten vorgestellt und den Bürgern Raum für Diskussion gegeben. Eine Studie im Rahmen der „Flussraumagenda Alpenraum – Modellflussraum Oberer Eisack“ hatte gezeigt, dass für die Stadt Sterzing bei dreißigjährigen Hochwasserereignissen eine massive Gefährdung bestehe. Deshalb sei dringender Handlungsbedarf gegeben. Zudem müssen die Gemeinden in Südtirol bis 2011 den Gefahrenzonenplan erstellen. Dieser bildet die Grundlage für die urbanistische Entwicklung. Derzeit liegen große Teile der Stadt im roten und blauen Gefahrenbereich. Das heißt, hier sind bauliche Tätigkeiten stark eingeschränkt, wenn nicht unmöglich. Die vom Amt für Wasserschutzbauten um Direktor Rudolf Pollinger beauftragten Projektanten des Bozner Ingenieurbüros M&M sowie des Studio Galli aus Padua stellten Ende Oktober die vier Varianten der innerurbanen Flussverbauung – der Erker hat bereits mehrmals darüber berichtet – vor. Dabei wurden auch die Parameter, die für und wider jede einzelne Variante sprechen, näher beleuchtet. In der anschließenden Diskussion verliehen zahlreiche Anrainer und Grundbesitzer ihrem Ärger über die Art der Vorgangsweise Ausdruck. Einzelne hätten erst aus der Tagespresse über die konkreten Vorhaben erfahren, Gespräche mit den direkt Betroffenen seien in jedem Fall zu spät oder zu vage erfolgt. Dabei sträube man sich keinesfalls dagegen, Gründe abzutreten, wo dies dem Hochwasserschutz dienlich

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Demnächst wird sich entscheiden, in welcher Form der Eisack im inner- und außerstädtischen Bereich neu gestaltet wird.

sei, für Parks und Naherholungszonen sei man aber nicht gewillt, Privatgrund zur Verfügung zu stellen. Direktor Pollinger stellte in diesem Zusammenhang klar, dass es sicherlich zu keinen Zwangsenteignungen kommen werde. Architekt Siegfried Delueg bemängelte die ästhetische Ausarbeitung der vorgeschlagenen Varianten, die allesamt ortsfremd seien, sich vielleicht für „den Gardasee oder für Rimini“ eigneten, keinesfalls aber für Sterzing. Einig war man sich eigentlich nur darüber, dass der derzeitige scheußliche Betonkanal eher an ein heruntergekommenes Vorstadtviertel erinnere und alles andere als eine Augenweide sei. Mehrere Befürworter, allen voran Toni Agostini, begrüßten die vorgeschlagene Aufwertung des Flusses. In keinem Fall dürfe man „diese einmalige und finanziell bereits gedeckte Chance verpassen, der Stadt ein Stück Natur zurückzugeben“. Nach den Stellungnahmen und Einwänden – diese waren bis zum 11. November möglich – wird nun das endgültige Vorprojekt erstellt. Daraufhin, so Projektleiter Peter Hecher von der Abteilung Wasserschutzbauten, wird sich das Flussraumforum zur Festlegung der einzelnen Baulose treffen. „Diese“, so Hecher, „gehen anschließend zur Genehmigung in die Baukommissionen der Gemeinden Sterzing und Pfitsch. Begonnen werden soll im Süden der Stadt. Der Abschnitt zwischen der Pfitscher Brücke und der Sportzone wird zuerst in Angriff genommen. Die Arbeiten können aufgrund des Wasserstandes nur im Winter durchgeführt werden.“ lg

der fuggerroppe

Konnise nit capire, dove si va a funghi? erker dezember 09


Freienfeld

Biogasanlage soll Luft und Felder verbessern Die Biogasanlage im Wipptal ist spruchreif. Genehmigt die Gemeinde Freienfeld den Antrag zur Bauleitplanänderung, kann mit dem Bau begonnen werden.

In Freienfeld könnte bald eine ähnliche Biogasanlage stehen.

Die Suche nach einem passenden Standort hat ein Ende: Die neue Biogasanlage für das Wipptal soll auf einem Grundstück zwischen Elzenbaum und Stilfes, entfernt vom Siedlungsgebiet, errichtet werden. Das Land und die Bezirksgemeinschaft Wipptal haben den 48 Landwirten, die sich zur Biogas Wipptal GmbH zusammengeschlossen haben, ihre Unterstützung zugesichert. Etwa ein Drittel Mist und Gülle von derzeit 12.000 Großvieheinheiten im Wipptal können in der Biogasanlage verwertet werden. Die Betreiber erwarten sich gleich mehrere Vorteile: Gerade für den Tourismus kann die Biogasanlage ein entscheidender Marktfaktor sein. Nicht nur bestehende Probleme wie die Geruchsbelästigung sollen gelöst werden, auch die zahlreichen Misthaufen im ganzen Bezirk könnten mittels Sammelstellen verringert werden. Bei der Biogasgewinnung werden laut Betreibern „weitgehend geruchfreie“ Gärreste anfallen, die in so genannten Feldlagern außerhalb der Dörfer gelagert und nach Bedarf zum Düngen der Felder ausgebracht werden können. Durch die Biogasanlage soll ein weiteres Problem angegangen werden: der Überhang an Wirtschaftsdünger. Im Wipptal gibt es eine relativ hohe Viehbesatzdichte, also viel Vieh pro verfügbare Futterfläche. Erhebungen des Landesamtes für Statistik (ASTAT) weisen nach, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche im Wipptal landesweit am stärksten erker dezember 09

zurückgegangen ist: zwischen 1990 und 2000 um ganze 2.230 Hektar – das sind rund neun Prozent. Da wird eine Zupacht für Betriebe schwierig. Gleichzeitig tun sich die Betriebe schwer, den einzelbetrieblichen Viehbestand abzubauen, da die Betriebsstrukturen fixiert sind, um das Einkommen der bäuerlichen Familien zu sichern. Wenn der gesamte anfallende Wirtschaftsdünger auf den Feldern landet, steigt der Nitratgehalt. Und damit könnte die Landwirtschaft künftig ein Problem mit der EU bekommen. Mit ihrer Nitrat-Richtlinie schreibt sie nämlich vor, wie viel Dünger auf den betriebseigenen Flächen ausgebracht werden darf. Die Lösung sehen die Betreiber in der Produktion eines Düngers. Dazu wird der überschüssige Gärrest der Biogasanlage getrocknet. Er ist leicht transportierbar und kann auf Skipisten und im Obstbau eingesetzt werden, wodurch sich der Stoffkreislauf schließt. Mit diesen Maßnahmen wollen die Bauern gemeinsam mit der Abteilung Landwirtschaft und dem Amt für Gewässerschutz ihr Wirtschaftsdüngermanagement nachhaltig organisieren. Da die Trocknung der Gärreste Kosten verursacht, sollen ausschließlich jene Bauern zur Kassa gebeten werden, die für den Überschuss verantwortlich sind – sozusagen als Gegenleistung dafür, dass sie nicht mehr die ganze angelieferte Gülle zurücknehmen müssen. 9


aktuell

Wipptal

747 geschlossene Höfe im Bezirk Im Wipptal gibt es heute 747 geschlossene Höfe. Diese landwirtschaftlichen Betriebe unterliegen einer Unteilbarkeit der Güter, die nur durch die Höfekommission aufgehoben werden kann. Derzeit gibt es in Südtirol 13.334 geschlossene Höfe. Das sind etwas mehr als die Hälfte aller landwirtschaftlichen Betriebe. Dies geht aus einer Veröffentlichung von Richter Edoardo Mori und Werner Hintner, Direktor des Amtes für bäuerliches Eigentum, hervor. Die geschlossenen Höfe – zurückgehend auf germanisches Recht – wurden in Tirol Ende des 6. Jahrhunderts von den Bajuwaren eingeführt. Die Beibehaltung der ursprünglichen Größe des Hofes, seiner Ertragsfähigkeit und damit seiner Fähigkeit, eine gewisse Anzahl von Personen zu erhalten, wurde dabei über die Rechte der Kinder gestellt. In Tirol war der geschlossene

Die

Hof – die Bezeichnung geht auf das Jahr 1795 zurück – über Jahrhunderte Gewohnheitsrecht. Offiziell geregelt wurde dieses erstmals mit der Tiroler Landesordnung von 1526, später durch kaiserliche Erlässe und schließlich durch ein Tiroler Landesgesetz im Jahr 1900. Das derzeit gültige Höfegesetz stammt aus dem Jahre 2001. Üblicherweise wurde der Erstgeborene zum Hoferben bestimmt, in manchen Gebieten, so beispielsweise am Brenner, bürgerte sich jedoch die Ge-

wohnheit ein, dem jüngsten Sohn den Hof zu übertragen. Die Überlegung, die dahinter steckte, war, dass der Erstgeborene möglicherweise erst im vorgerückten Alter die Erbschaft antreten und Nachkommen zeugen konnte. Der Brauch verschwand allerdings bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts. 1928, als die geschlossenen Höfe durch ein faschistisches Gesetz aufgehoben wurden, gab es im Grundbuchbezirk Sterzing 754 geschlossene Hö-

fe. Heute sind es mit 747 in etwa gleich viele. Wipptal

Geschlossene Höfe Brenner

60

Franzensfeste

13

Freienfeld

166

Pfitsch

141

Ratschings

279

Sterzing

88

Wipptal

747

Stand August 2009

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Mitgliederaktion: Das Weiße Kreuz braucht Unterstützer

Grenzüberschreitend für Verbesserung des Transitverkehrs Alpenregionen aus vier Staaten haben sich im EU-Projekt „iMONITRAF!“ zusammengeschlossen, um neue, bessere Lösungen für den alpenquerenden Verkehr zu entwickeln. Neben Südtirol, für das die Landesabteilung Raumordnung und die Eurac ihr Know How einbringen, beteiligen sich das Bundesland Tirol, die französische Region Rhone Alpe, Aosta, Piemont, Friaul-Julisch-Venetien sowie das Tessin und die Zentralschweiz mit Zug, Uri und Luzern an dem im Herbst gestarteten EU-Projekt „iMONITRAF!“. „All diese Regionen liegen an den fünf großen alpenquerenden Transitrouten, also an den Korridoren Frejus, Mont Blanc, St. Gotthard, Brenner und Tarvis, über die mehr als zwei Drittel des alpenquerenden Transitverkehrs rollen. Das sind 81,4 Millionen Tonnen Güter jährlich“, so Landesrat Michl Laimer. Alle beteiligten Länder wollen deshalb gemeinsam Strategien erarbeiten, um den Verkehrszuwachs besser zu regeln. „Innovative Maßnahmen und beispielgebende Modelle sollen helfen, die negativen Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Wirtschaft zu lindern“, so Laimer. Denn: Bis dato hätten die Regionen ihre eigenen regulierenden Maßnahmen gesetzt, ohne sich abzustimmen. „Damit erreicht man meist aber nur eine Umverteilung der Verkehrsflüsse“, so der Landesrat. Die Maßnahmen, so die einhellige Meinung

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der Projektpartner, könnten nur dann greifen, wenn sie in allen Regionen entlang der verschiedenen Verkehrskorridore umgesetzt würden. „Wir setzen dabei vor allem auf neue, den Verkehr organisierende Instrumente zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene“, erklärt Laimer, der als Beispiel die Einführung einer Transitbörse nennt. Zudem soll „iMONITRAF!“ auch Grundlage eines politischen Netzwerks sein, mit dem man sich auf staatlicher wie europäischer Ebene Gehör verschaffen will. Das Alpine-Space-Projekt „iMONITRAF!“ ist auf drei Jahre angelegt und wird aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) sowie mit staatlichen Mitteln finanziert. Insgesamt stehen 1,7 Millionen Euro bereit.

Mit dem Slogan „Mitglied fürs Leben“ wirbt heuer der Landesrettungsverein Weißes Kreuz für die Jahresmitgliedschaft 2010 beim Weißen Kreuz. Im nächsten Jahr will der Landesrettungsverein für seine fast 50.000 Mitglieder noch attraktiver werden und bietet seinen Jahresmitgliedern 2010 nicht fünf Mitglieder-Krankentransporte in Krankenhäuser, Reha-Zentren oder zu Fachärzten wie voriges Jahr, sondern sechs Mitgliederfahrten an. Für die Einzelmitgliedschaft „Südtirol“ genügen 25 Euro im Jahr, um dabei zu sein, die Familiengebühr hingegen beträgt 44 Euro. Die interessantesten Vorteile für Mitglieder sind folgende: außer den sechs Krankentransporten weitere zu Sonderbedingungen, auch außerhalb Südtirols, einen kostenlosen Anschluss eines Hausnotrufgeräts für Senioren beziehungsweise Gehbehinderte, das Ticket, wird ein Flugrettungseinsatz in Südtirol nötig, und einen vierstündigen Grundkurs in Erster Hilfe. Wer oft wegfährt, der sollte die Extra-Mitgliedschaft „Weltweiter Rückholdienst“ abschließen. Damit sichert man sich den fachkundigen Liegend-Heimtransport mit 56 Euro im Jahr, falls es nötig sein sollte. Den Familien ist eine gut organisierte Rückholung aus dem Urlaub im Krankheitsfall Gold wert (93 Euro), Begleitperson inbegriffen. Der Jahresbeitrag wie die Spenden können am Bank- oder Postschalter, in vielen Sektionssitzen des Weißen Kreuzes oder auch über die Homepage www.wk-cb.bz.it eingezahlt werden. Heuer bietet das Weiße Kreuz seinen Mitgliedern erstmals die Möglichkeit, einen Dauerauftrag in der Bank abzuschließen. Der Präsident des Landesrettungsvereins, Primar Georg Rammlmair: „Die Arbeit des Weißen Kreuzes basiert auf der Einsatzbereitschaft seiner rund 2.300 Freiwilligen. Die Einkünfte der jährlichen Mitgliederaktion des Weißen Kreuzes kommen den Freiwilligen, der Jugendarbeit und der Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes zugute.“ Informationen zur Mitgliederaktion des Weißen Kreuzes erhält man auf www.wk-cb.bz.it oder im Mitgliederbüro, Tel. 0471 444 310/ -313, oder mittels E-Mail an mga@wk-cb.bz.it.

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gemeinde sterzing

Keine Luxusvilla in Thuins Gemeinderat Sterzing erhöht Beitrag zur Führung der Eissporthalle

Der Bau eines Supermarktes im Süden der Stadt, eine deutliche Erhöhung des Gemeindebeitrages zur Führung der Eissporthalle und der plötzliche Verzicht auf den Bau Da der Wintersportverein Sterzing zu den gegebenen Bedingungen nicht mehr bereit war, die Eissporthalle zu verwalten, hat der Gemeinderat Sterzing Anfang November den Beitrag einstimmig deutlich erhöht und die Führung derselben für das kommende Jahr neu ausgeschrieben. In den vergangenen drei Jahren hat der WSV aufgrund gestiegener Mehrkosten die Infrastruktur nicht mehr kostendeckend führen können. Der erhebliche Anstieg der Stromkosten, so Bürgermeister Fritz Karl Messner, sei in erster Linie auf die 2007 erfolgte Umstellung von Ammoniak auf Glykol zur Eisaufbereitung zurückzuführen. Nachdem es immer wieder zu Ammoniakaustritten gekommen war, kaufte die Gemeinde damals in Turin kostengünstig eine neue Anlage an, die zusammen mit den gestiegenen Strompreisen zu einer Verdoppelung der Stromkosten geführt hat. Beim Abschluss des ersten Leihvertrages im Jahre 1995 wurde eine Kostenbeteiligung der Gemeinde von rund 80 Millionen Lire vereinbart. Für 2010 wird die Gemeinde die Führung der Eishalle nun um 155.000 Euro

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einer luxuriösen Ausstellungsvilla in Thuins waren die wesentlichen Diskussionspunkte auf der jüngsten Sterzinger Ratssitzung.

An der Südeinfahrt von Sterzing will die Aspiag einen 2.000 m2 großen Supermarkt errichten.

neu ausschreiben. Die Gemeinde übernimmt nach einer genauen Kostenanalyse im Gegenzug die jährlichen Stromkosten von bis zu 635.000 Kilowattstunden. Dies entspricht in etwa 100.000 Euro. Immerhin, so Bürgermeister Messner, sei dies immer noch günstiger, als die Halle in Eigenregie zu führen.

Neuer Supermarkt an Sterzings Südeinfahrt Die Firma Aspiag möchte in der derzeitigen Hotelbauzone an der Südeinfahrt der Stadt ein neues Kaufhaus errichten. Geplant sind ein rund 2.000 m2 großer Supermarkt, ein Hotelbau und die Errichtung von Parkplätzen. Der

neue Supermarkt wäre damit etwa dreimal so groß wie das heutige etwas nördlich gelegene Eurospar-Geschäft, das dann geschlossen würde. SVP-Rat Andreas Fleckinger zeigte sich skeptisch und merkte an, dass sich die Gemeindeverwaltung über den Bau eines so großen Einkaufszentrums wohl zu wenig Gedanken gemacht hätte. Er fragte sich, ob dadurch der Handel im historischen Ortskern nicht zu stark in Mitleidenschaft gezogen würde. Dem entgegnete Bürgermeister Messner, dass sich durch den Neubau des Geschäftes im Handelsgefüge nicht allzu viel ändere, weshalb man diesen Weg beschritten hätte. Bürgermeister-Stellvertreterin Brunhilde Schwabl Wieser wies darauf hin, dass man dieses Bauvorhaben ohnehin nicht verhindern könne, da der Supermarkt ansonsten wohl in der Nachbargemeinde errichtet würde. Ähnlich sah es Stadtrat Andreas Leitner, zumal die Verkehrssituation beim heutigen Despar-Geschäft, wo künftig Büroräume entstehen sollen, nicht mehr tragbar sei. Überdies profitiere die Gemeinde vertragsurbanistisch durch

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Thuins

Landesregierung lehnt Gewerbezone ab

Die Firma Mader zieht nach „Bedenken in der Bevölkerung“ den Bau einer Ausstellungsvilla in Thuins zurück.

den Neubau, würde doch an der Brennerstraße bei der Sportzone eine Fußgängerunterführung und im Süden der Stadt im Gegenzug ein neuer Kreisverkehr sowie von der Aspiag ein Hotelneubau errichtet. Der Vertragsentwurf, der derzeit im Detail ausgearbeitet wird, soll dem Gemeinderat aller Voraussicht nach noch im Dezember vorgelegt werden. Keine Luxusvilla in Thuins Die Firma Mader, die in Thuins den Prototyp einer Luxusvilla bauen wollte, hat aufgrund der großen „Bedenken in der Bevölkerung“ dieses Vorhaben nun wieder fallen lassen. Ein entsprechendes knappes Schreiben der Firmenleitung, verlesen von Bürgermeister Messner, kam für viele überraschend. Die Anfang März erfolgte Ausweisung einer Produktionszone für ein Musterhaus in Thuins durch den Sterzinger Gemeinderat hatte in den vergangenen Monaten sowohl im Gemeinderat als auch in der Bürgerschaft für heftige Diskussionen gesorgt. Ein Antrag des Bürgerforums zur Revidierung des Gemeindebe-

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Die Gemeinde Sterzing steuert ab 2010 rund 100.000 Euro zur Führung der Eissporthalle bei.

schlusses wurde mit hauchdünner Mehrheit abgelehnt. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Thomas Egger fragt sich in einer Pressemitteilung, ob „dieser ‚Verzicht‘ wirklich freiwillig zustande gekommen ist – in diesem Fall müsste man Herrn Mader glatt ein Kompliment machen – oder ob das Thema einigen in Sterzing und Bozen doch zu heiß wurde. In jedem Fall ist dies eine gute Nachricht für das Dorf Thuins und in Sterzing für all jene Bürger, die sich gegen diesen urbanistischen Gewaltakt der Gemeinde eingesetzt haben“. Peter Mader hat nun jedenfalls einen anderen Standort außerhalb des Wipptales ins Auge gefasst und stellt klar, dass ihn zu dieser persönlichen und wirtschaftlichen Entscheidung niemand gedrängt habe. Neues Gewerbegebiet im Norden der Stadt Mit fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme genehmigte der Gemeinderat den Durchführungsplan des Gewerbegebiets „Brennerstraße Nord“. Dieser

sieht eine einzige Zufahrts- sowie eine zehn Meter breite und parallel zur Brennerstraße verlaufende Erschließungsstraße vor. Die Gewerbezone selbst ist in vier Baulose unterteilt, in denen jeweils auch die Errichtung einer Dienstwohnung möglich ist. Verena Debiasi vom Bürgerforum sprach sich gegen den Plan aus, da für diese Gewerbezone, in der ursprünglich der kommunale Bauhof errichtet werden sollte, derzeit ihrer Ansicht nach kein Bedarf gegeben sei. In den laufenden Haushalt wurden Mehreinnahmen von 147.500 Euro sowie ein LeaderBeitrag zur Neugestaltung des Dorfplatzes von Thuins eingebaut und zweckgebunden. Um 30.000 Euro wird die Stadtverwaltung elektrisch absenkbare Poller ankaufen, die in der Garbe und im Fischweg angebracht werden. In Zukunft könnten solche Verkehrshindernisse auch in anderen Straßen Anwendung finden. Laut geltenden Bestimmungen würde fortan für Gemeinden bis 10.000 Einwohner ein Rechnungsprüfer genügen. Trotzdem

Im März hatte der Gemeinderat von Sterzing mit Ratsbeschluss eine Abänderung des Bauleitplanes und die Ausweisung eines Gewerbegebietes in Thuins beantragt. Die Firma Mader wollte hier ein Musterhaus errichten. Der Ratsbeschluss hat in der Folgezeit für zahlreiche heftige Diskussionen gesorgt. Im November hat die Landesregierung diesen Beschluss des Sterzinger Gemeinderates nun aber abgelehnt. In der Begründung heißt es: „Die Ausweisung eines Gewerbegebietes für eine Einzelanlage ist aus landschaftlichen Gründen und im Sinne einer siedlungsplanerischen Weiterentwicklung von Thuins nicht geeignet. Die vorgesehene Nutzung steht außerdem in Widerspruch zu den gesetzlichen Regelungen eines Gewerbegebietes; ein Musterhaus kann im Gewerbegebiet ausschließlich in Zusammenhang mit den Produktionsanlagen errichtet werden.“ Freiheitlichen-Abgeordneter Thomas Egger kreidet der Gemeindeverwaltung von Sterzing einen „urbanistischen Gewaltakt“ an. sprach sich der Gemeinderat nach ausführlicher Diskussion einhellig für die Beibehaltung eines Rechnungsprüferkollegiums mit drei Mitgliedern aus. lg

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aktuell

Aus dem Sterzinger Stadtrat Josef-Domanig-Straße Der Sterzinger Stadtrat hat vor kurzem die Arbeiten für den Bau der primären Erschließungsanlagen in der Wohnbauerweiterungszone „Pfarranger“ in der Josef-Domanig-Straße vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Vaja GmbH aus Mühlbach zum Betrag von 85.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

chen für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel errichten.Wenn die Wetterlage es erlaubt, werden die Arbeiten noch in den nächsten Wochen durchgeführt.

Gestaltung des TschuggPlatzes Die Firma Vaja GmbH aus Mühlbach wird die Gestaltung des Platzes vor dem ehemaligen Gasthof Tschugg - Mair in Thuins um 47.500 Euro durchführen. Neben der Anbringung von einigen Bänken soll die Platzgestaltung vor allem das Wenden des Linienbusses ermöglichen, um eine optimale Busverbindung nach Sterzing zu gewährleisten. Im Anschluss daran wird die Gemeinde Sterzing im kommenden Jahr ein Wartehäus-

Neue Wertstoffsammelbehälter Angekauft hat die Stadtverwaltung eine Reihe von neuen modernen, halbunterirdischen Wertstoffsammelbehältern. Den Auftrag für die Umbauarbeiten des Grundes zur Montage der ersten Behälter in der äußeren St.-Margarethenstraße hat die Firma Vaja GmbH aus Mühlbach für 14.400 Euro erhalten.

Der Sterzinger Stadtrat hat vor kurzem auch die Arbeiten zum Bau von drei Ausweichstellen an der Straße in Thuins an die Firma Wipptaler Bau AG vergeben.

Arbeiten an der Turnhalle In der Turnhalle im Sportzentrum sol-

len die Umkleidekabinen verbessert werden. Kostenpunkt: 10.000 Euro. Wasserleitungen Für außerordentliche Instandhaltungsarbeiten an verschiedenen Wasserleitungen der Stadt hat der Stadtrat 12.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ankauf eines Trägerfahrzeuges für den Gemeindebauhof Für den Gemeindebauhof soll ein Trägerfahrzeug angekauft werden. Das Fahrzeug soll besonders im Winter der Schneeräumung dienen. Die Ausschreibungssumme beläuft sich auf 113.000 Euro. Restaurierung Lusterweibchen Restaurator Karl Volgger aus Freienfeld ist mit der Restaurierung des berühmten Sterzinger Lusterweibchens im historischen

Ratssaal beauftragt worden. Verkehrskontrollen EduardPloner-Straße Die Eduard-Ploner-Straße darf nur von Anrainern, dem Citybus sowie von Einsatzfahrzeugen befahren werden. Aufgrund mehrerer Beschwerden werden künftig in dieser Straße die Stadt- und Straßenpolizei sowie die Carabinieri vermehrt Kontrollen durchführen. Für die Bewohner von Thuins und Raminges gibt es bei begründetem Bedarf die Möglichkeit, eine Sonderdurchfahrtsgenehmigung im Büro der Stadtpolizei zu erhalten. Solche Genehmigungen erhalten beispielsweise Personen, die einen Arbeitsplatz im Krankenhaus, im Altersheim, in den Schulen, im Grundbuch oder Katasteramt haben oder die Angehörige im Altersheim oder im Krankenhaus kontinuierlich oder auf kürzestem Weg besuchen müssen.

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Pfitsch

Dorfplatz Wiesen: Entscheidung fällt innerhalb Dezember Der Tagesordnungspunkt Nummer 13 sorgte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Pfitsch für die längste Diskussion. Es ging um die Planungsentwürfe zum neuen Dorfplatz in Wiesen.

henden Parkplätze legen. In der anschließenden Diskussion wogen die Räte Vor- und Nachteile der einzelnen Entwürfe ab. Uneinigkeit herrschte u. a. darüber, ob Parkplätze gegenüber der Pfarrkirche weichen sollen sowie darüber, wie sicher der Schulweg gemacht werden müsse. Frötschers Projekt sieht u. a. vor, den Schuleingang Richtung Schulhof zu verlegen, um mehr Platz für einen Zebrastreifen zu schaffen. Die Straße vor der Kirche und Schule soll leicht erhöht und der Gehsteig hinter die derzeitigen Parkplätze verlegt werden. In Hallers Projekt ist gegenüber der Schule ein kleiner Platz mit einem Gehsteig zum Dorfplatz vorgesehen. Zehn Parkplätze müssten dafür allerdings verschwinden. Das Projekt von

Drei Projekte hatte der Gemeinderat für die geplante Dorfplatzgestaltung in Wiesen in die engere Auswahl genommen. Ende November wurden die überarbeiteten Planungsentwürfe der Architekten Helmut Frötscher, Gerhard Haller und Adriano Zanella den Gemeinderäten vorgestellt. Besonderes Augenmerk sollten die Projektanten auf die Anbindung an den Gemeindepark, auf die Sicherheit auf der Straße vor Kirche und Schule sowie auf den Erhalt der beste-

Zanella sieht eine Möglichkeit zur Errichtung einer Bushaltestelle vor der Kirche vor. Am Ende stimmten sieben Räte für Frötschers Projekt, drei für jenes von Zanella und zwei für jenes von Haller. Innerhalb Dezember und nach Absprache mit der Straßenverwaltung will der Ausschuss eine endgültige Entscheidung treffen. Die weiteren Tagesordnungspunkte betrafen u. a. die Ernennung des neuen Gemeindesekretärs. Sieger Nikolaus Holzer verzichtete auf die Stelle, da er jene im Sterzinger Rathaus ins Auge fasst. An seine Stelle

rückt nun die bisherige Vizesekretärin der Gemeinde Brixen, Gabriele Morandell, nach. Am Bauleitplan änderten die Gemeinderäte mit zwei Enthaltungen zwei Anträge für eine Grundstücksumwidmung von zwei Hofbesitzern im Pfitscher Hochtal. Im Bauleitplan eingetragen wurden auch zwei Parkplätze bei der dritten und vierten Kehre der Pfitscherjochstraße. Der Parkplatz bei der vierten Kehre ist bereits errichtet, jener bei der dritten Kehre folgt im nächsten Jahr. Die Abstimmung zur Verordnung für den Trinkwasserdienst wurde vertagt.

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Der Fünfjahresplan 2005 hat die Gemeinde Freienfeld einen Plan erstellt, welche Vorhaben bis 2010 umgesetzt werden sollen. Zahlreiche Projekte sind bereits abgeschlossen: In Trens hat die Gemeinde einen neuen Dorfplatz sowie das Seniorenwohnheim Fraxenhof errichtet. In Mauls wurden nach Kanalisierungs- und Trinkwasserleitungsarbeiten der Schulhof umgestaltet und ein Musikpavillon errichtet; das alte Spritzenhaus wurde abgerissen. In Stilfes steht heute ein neuer Kindergarten. Eine Zufahrtsstraße erschließt seit einem Jahr zwei Wohnbauzonen und entlastet gleichzeitig das Dorfzentrum vom Verkehr. Oberhalb des Dorfes entstand das Naherholungsgebiet Rofisboden, in Egg stand der Bau einer neuen Feuerwehrhalle und sowie ein neuer Dorfplatz an. Über das EU-finanzierte Leader-Programm wollen Gemeinde und Forstbehörde in den nächsten Jahren u. a. den alten Kirchweg von Stilfes über das Penserjoch sanieren und auch in Stilfes und Flans einen neuen Dorfplatz gestalten. Straßennetz Rund 70 Straßenkilometer muss die Gemeinde instand halten. Für die Behebung der Unwetterschäden hat sie im vergangenen Jahr 70.000 Euro gezahlt, für die Schneeräumung 90.000 Euro. Die Hofzufahrt nach Plan südlich von Mauls wurde 2008 mit Hilfe der Wildbachverbauung saniert. Die Autobahngesellschaft hat die Verbindungsstraße zwischen Stilfes und Elzenbaum großteils neu asphaltiert. Trens und seine Handwerkerzone sollen eine neue Einfahrt mit Kreisverkehr erhalten. Wann sie gebaut wird, steht noch nicht fest. Die Verhandlungen mit dem Grundbesitzer gehen laut Gemeinde schleppend voran. Abwasser Die Gemeinde hat das Trink- und Abwassernetz verbessert. Ein Trennsystem für das Abwasser fehlt noch in Teilen von Trens, Ritzail sowie Hinteregg. In Valgenäun stehen demnächst Kanalisierungsarbeiten an. Die Quelle in Partinges wurde durch eine UV-Anlage optimiert. Auch zwei Höfe in Gschließ sind noch mit besserem Trinkwasser zu versorgen. Gemeinsam mit der BBT-SE wird ein Notfallplan ausgearbeitet, wie für Trens, Mauls, Flans und Valgenäun Trinkwasser garantiert werden kann, sollten bei den Tunnelarbeiten Quellen versiegen.

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gemeinde freienfeld

Die Sorgen der Freienfelder Auf Bürgerversammlungen in Mauls, Trens und Stilfes zog der Gemeindeausschuss Freienfeld im November Bilanz über die vergangenen viereinhalb Jahre. Und die Bürger ließen wissen, wo sie der Schuh drückt.

Zwischen der Seebergasse und Schloss Welfenstein soll ein Gehsteig errichtet werden.

Zu einer regen Diskussion kam es am Ende der Versammlung vor allem in Mauls und in Trens. In Mauls diskutierten die Bürger u. a. darüber, wie die 17,5 Millionen Euro verwendet werden sollen, die der Gemeinde für Ausgleichsmaßnahmen zum Brennerbasistunnel zur Verfügung stehen. Die SVP-Ortsgruppen und der Gemeindeausschuss hatten vor Monaten eine Prioritätenliste für Ausgleichsmaßnahmen erstellt. Demnach sollen etwa die Staatsstraße durch Mauls zwischen Tischler und Stafler unterirdisch verlegt, ein Teil der Bahnstrecke beim Rathaus in Freienfeld überdacht sowie ein Geopfad errichtet werden (Erker 07/09). Zwei große Wünsche hat die BBT-Gesellschaft zum Ärger mehrerer Bürger nach hinten gereiht: eine neue Fußgängerbrücke, die Mauls und Pfulters verbindet, so-

wie die unterirdische Verlegung der Hochspannungsleitungen im Dorf. Auch die Umfahrung für Mauls fällt nicht bei allen Bürgern auf Zustimmung. Zwar seien auch die Grundbesitzer für eine Verkehrsberuhigung, doch sollte so wenig Kulturgrund wie möglich enteignet werden. Andere finden eine zweite Autobahnausfahrt südlich von Mauls sinnvoller. Ein definitives Projekt zur Untertunnelung, so Gemeindereferentin Helene Hilber Nössing, gebe es noch nicht. Manche Bürger zeigten sich enttäuscht darüber, bei der Erstellung der Prioritätenliste nicht miteingebunden gewesen zu sein. Einige Maulser drängen aus Sicherheitsgründen schon seit längerem auf einen Gehsteig zwischen der Seebergasse und Schloss Welfenstein. Bisher fehlte der Gemeinde aber das Geld. Wann der Geh-

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Die geplante Friedhofserweiterung sorgt in Trens für heftige Diskussionen.

steig gebaut wird, steht nicht fest, obwohl er laut Hilber Nössing auf die Dringlichkeitsliste gesetzt wurde. Einzelne Bürger schlugen eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich von Schloss Welfenstein vor, um die Gefahrenstellen zu entschärfen. In Trens erhitzt derzeit die Erweiterung des Friedhofes die Gemüter. Anton Salcher stellte auf der Bürgerversammlung seine Idee vor, wie der neue Friedhof aussehen könnte: Angrenzend an die Südseite des derzeitigen Friedhofes würde Salcher auf einem 300 m2 großen Grundstück der Pfarrei ein Parkhaus mit einer Photovoltaikanlage errichten – und einen neuen Friedhof auf dem Dach des Parkhauses. Vertreter der Pfarrei Trens laufen schon jetzt Sturm gegen Salchers Idee. „Unten Autos und obendrauf Leichen?“, so Franz Hochrainer empört. Als neuer Standort soll auch schon der alte Fußballplatz vorgeschlagen worden sein. Der Pfarrgemeinderat will den Friedhof auf keinen Fall aussiedeln, sondern lediglich den bestehenden erweitern. Ein konkretes Projekt gebe es allerdings noch nicht. Im Dezember wird der Gemeinderat eine beratende Arbeitsgruppe einsetzen, um den Bedarf an Gräbern und Urnen zu erheben und einen Standort zu definieren.

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Für Diskussion sorgt in Trens nach wie vor das Parkverbot auf dem Dorfplatz und entlang der Straßen im Zentrum. 2006 hatte die Gemeinde im Ort eine verkehrsberuhigte Zone geschaffen und von der Kirche bis zum Vereinshaus ein Parkverbot verhängt. Seitdem müssen die Autos auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Auf einigen Nebenstraßen herrscht Fahrverbot. Das Verkehrskonzept wird trotz Kritik einiger Trenser auch in Zukunft beibehalten. Mehr Verkehrssicherheit wünschen sich einige Bürger für den Abschnitt zwischen der Bahnhofstraße, der Handwerkerzone und der südlichen Dorfeinfahrt. Bis der geplante Kreisverkehr verwirklicht wird, sollte ein Zebrastreifen auf der Staatsstraße den Übergang sicherer machen. Stilfes Vergleichsweise ruhig verlaufen ist die Bürgerversammlung in Stilfes. In den Fragen ging es u. a. um die Höhe und Berechnung der Gemeindetarife sowie um die enge Dorfeinfahrt und deren Beschilderung an der Staatsstraße.

rb

Müll Jede Woche trennen über 100 Bürger ihren Müll im Recyclinghof in Freienfeld. Als Bonus für die umweltfreundliche Müllentsorgung erhielt die Gemeinde im vergangenen Jahr 20.000 Euro, die zur Senkung der Müllgebühren beigetragen haben. Gemeindereferent Karl Rainer legte allen nahe, den Müll noch gewissenhafter zu trennen. Trens Für die Bibliothek, die weder behinderten- noch seniorengerecht ausgestattet ist, müsse - so Rainer - ein neuer Standort gefunden werden. Trens benötige auch eine neue Wohnbauzone. In den Erweiterungszonen in Stilfes und Mauls seien hingegen noch Baugründe frei. Stilfes In Stilfes, so Bürgermeister Armin Holzer, müsse demnächst das Abwassernetz erneuert werden, da Rohrleitungen in desolatem Zustand und viele Haushalte nicht korrekt angeschlossen seien. Noch immer wird viel Weißwasser in die Kläranlage geleitet. Die Erneuerung des Abwassernetzes im Ortskern soll gleichzeitig mit der Dorfplatzgestaltung in Angriff genommen werden. Sportzone Da die Gemeinde für eine Grundstücksenteignung 600.000 Euro nachzahlen musste, hat sich auch die Fertigstellung der Sportzone Freienfeld verzögert. Wann das noch ausständige Servicegebäude mit Umkleidekabinen gebaut wird, entscheidet sich in der nächsten Legislatur. Der Tennisclub Stilfes will ein Clubhaus bei den „Sparber“-Tennisanlagen errichten. Die Gemeinde unterstützt dieses Vorhaben, indem sie die dafür notwendige Bürokratie finanziert. Soziales Die Bildungsausschüsse planen 2010 ein Jugendprojekt über Kommunikation sowie Ausbildungsund Reisemöglichkeiten im Ausland.

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„Danke Mami!“ Unterschriftenaktion: mindestens zwei Rentenjahre pro Kind

Nach wie vor erhalten Frauen nur halb so viel Rente ausbezahlt wie Männer, u. a. weil sie ihre Arbeit wegen Mutterschaft unterbrechen oder reduzieren müssen. Seit die Regierung das Rentenalter der Frauen nun auch in der Privatwirtschaft auf 65 Jahre erhöhen will, wächst der Druck auf Mütter umso mehr. Frauen- und Familienorganisationen Südtirols fordern nun, dass die Erziehungs- und Pflegearbeit als Rentenjahre anerkannt werden. SVP- und KVW-Frauen, kfs, kfb, Landesbeirat für Chancengleichheit und Bäuerinnen haben die Unterschriftenaktion „Danke Mami“ für die Anerkennung von mindestens zwei Rentenjahren pro Kind ausgearbeitet. Unterstützt wird die Aktion von den Frauen im Handwerk, dem Arbeitskreis Eltern Behinderter, der JG, den SVP-Arbeitnehmern und SVP-Mandataren in Rom. Bis zum 18. Dezember sammeln Freiwillige im ganzen Land Unterschriften. Diese können auch online unter www.danke-mami.it abgegeben werden. Die Freiheitlichen begrüßen die Unterschriftenaktion, weisen in einer Presseaussendung aber darauf hin, dass sie im Landtag bereits im Frühling einen ähnlichen Beschlussantrag für eine verbesserte Mütterpension eingereicht haben. Damals wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

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aktuell

Wipptal

Michael Tschöll neuer SVP-Bezirksjugendreferent Die Junge Generation (JG) in der SVP Wipptal hat einen neuen Vorsitzenden: Der 21-jährige M i c h a e l Ts c h ö l l a u s Wiesen folgt auf Alexander Haller aus Ridnaun. Zu seinen Stellvertretern wurden Magdalena Volgger aus Pfitsch und Daniel Seidner aus Sterzing gewählt. SVP-Landesjugendreferent Philipp Achammer dankte dem bisherigen Bezirksjugendreferenten Alexander Haller, der die Wipptaler JG in den vergangenen Jahren wesentlich mit aufgebaut habe: „Es wurden nicht nur zahlreiche neue Ortsgruppen gegründet, der JGBezirk hat auch laufend zu aktuellen Themen im Bezirk Stellung genommen.“ Haller sicherte zu, die JG im Bezirk auch in Zukunft zu unterstützen. Als Bezirks-obmann-Stellvertreter bleibt er auch weiterhin Mitglied der SVP-Bezirksleitung. Der neue Bezirksjugendreferent Michael Tschöll betonte, dass er weiter stark auf den Teamgeist bauen wolle: „Die Junge Generation kann im Wipptal nur stark sein, wenn viele jun-

Die neue Wipptaler JG-Führung (v.l.): Magdalena Volgger, Michael Tschöll, Philipp Achammer und Daniel Seidner

ge Menschen gemeinsam dafür arbeiten. Einer allein kann wenig bewegen.“ Als ersten Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht die Wipptaler JG-Führung die Gemeinderatswahlen im

kommenden Jahr: „Als Jugendliche wollen wir uns nicht vor der Verantwortung drücken und sind bereit, unsere Gemeinden mitzugestalten und so auch für die nötige Erneuerung zu sorgen.“

erker ted-umfrage Ergebnis Umfrage November

Sollten für die Bürgermeisterwahlen im Mai 2010 in allen Wipptaler Gemeinden offene Vorwahlen durchgeführt werden?

Ja

Die Dezember-Frage

59,4 %

Nein 28,1 %

teilweise

12,5 %

Sollte am Brenner eine Freihandelszone errichtet werden? Stimmen Sie ab auf

www.dererker.it!

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titelgeschichte

Schöne Bescherung Wie tief tief steckt steckt Südtirol Südtirol wirklich wirklich in in der der Krise? Krise? Wie Und was was spüren spüren die die Wipptaler Wipptaler davon? davon? Und Eine vorweihnachtliche vorweihnachtliche Momentaufnahme Momentaufnahme Eine Wer will, kann die Wirtschaftskrise mit Humor nehmen. Aber Vorsicht: Die Homepage www.krisipedia.de ist nur etwas für Krisengehärtete. Wer seinen Familienbetrieb in kurzer Zeit in einem Fiasko enden lassen will, findet hier die passende Gebrauchsanweisung dafür. Für Gläubiger gibt es Vorlagen für Bettelbriefe in weinerlichem Stil, die sie alle zwei Wochen an säumige Kunden schicken können. Krisenrezepte wie Krisbrei, Krisotto oder Krispudding versüßen die Krisenzeit – und Einschlafhilfen die Träume. Und wer will, kann auf der Tauschbörse statt alter Krisen neue haben. Das „virtuelle Lexikon der Wirtschaftskrise und anderer kleiner Katastrophen“ findet nicht jeder lustig. Am wenigsten diejenigen, die mittendrin stecken.

Wenn die USA niest, bekommt der Rest der Welt Schnupfen. Das war auch diesmal nicht anders. Was als ein paar unkluge Kreditvergabeentscheidungen in Amerika begann, breitete sich weltweit aus und versenkte den Globus in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Krise ist durch Europa und den italienischen Stiefel durchgesickert wie feiner Sand ins Getriebe. Anfangs versucht Ministerpräsident Silvio Berlusconi sein Land noch mit seinem Zahnpastalächeln zu retten, dann mit 80 Milliarden Euro – einem Bruchteil dessen, was andere europäische Regierungen ausgeben, um der schwächelnden Wirtschaft auf die Beine zu helfen. Ende Oktober warnt Notenbankchef Mario Draghi davor, den Staat durch Krisenmaßnahmen-Pakete noch tiefer in die Verschuldung zu stürzen, schließlich gehört Italien seit Jahren zu den Ländern mit dem höchsten Schuldenberg Europas. Beinahe ungeachtet dessen nimmt in Südtirol das Wirtschaftsleben seinen Lauf, wenn auch etwas gemächlicher als gewohnt. Die Krise hat die Provinz nicht wie manch anderen europäischen Staat mitten ins Herz getroffen, sondern „nur“ 20

gestreift: Die Arbeitslosenrate liegt immer noch deutlich unter drei Prozent, im übrigen Italien ist sie schon längst über sieben Prozent hinaufgeklettert. Aktuelle Statistiken behaupten, dass der Fremdenverkehr und der Einzelhandel heuer die Zahlen vom Vorjahr halten konnten, der Sektor Lebensmittelerzeugung verzeichnete sogar ein Plus. Oswald Lechner, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstitutes, hat die Krise genau verfolgt. „Südtirol“, so Lechner „steht vergleichsweise gut da“. Statt der befürchteten Rezession kam die Provinz mit einem blauen Auge, einer „Stagnation“, davon. Das bedeutet für die Wirtschaft zwar, dass hohes Wachstum vorerst der Vergangenheit angehört, der Schaden sich aber zumindest in Grenzen hält. Die Nachwehen, so Lechner, spüren aber vor allem die Autoindustrie, das Baugewerbe sowie die Unternehmen, die von ihnen abhängig sind. Die Krise im Wipptal Es war Mai, als sich bei der Baufirma „Wipptaler Bau“ in Gossensaß die Wirtschaftskrise zum ersten Mal so richtig bemerkbar machte. Während die Firma im

Frühling noch Aufträge vom vergangenen Jahr durchführte, gingen neue nur zögerlich ein. Bauunternehmer Johannes Egartner rechnet schon heute damit, dass der Umsatz im nächsten Jahr um bis zu 15 Prozent sinken wird. Vielen Bauunternehmern in Südtirol ergeht es ähnlich. Seit Jahresbeginn sind die Aufträge so stark rückläufig, dass sogar Personal abgebaut werden muss. Und das, obwohl das Land im Antikrisenpaket einige größere Bauvorhaben vorgezogen hat. Robert Stafler, Geschäftsführer der Firma „Wolf System“ und Bezirksvertreter des Unternehmerverbandes, macht sich nichts vor: „Für die Baubranche sehe ich schwarz.“ Den Firmen fehlt es nicht nur an Aufträgen, sondern vor allem an liquiden Mitteln. Dabei waren die vergangenen Jahre für die Bauwirtschaft dank des steuerbegünstigenden Tremonti-Gesetzes und der folgenden Hochkonjunktur mehr als gut gelaufen. Viele Unternehmen haben eifrig investiert. Heute schaffen sie es teilweise kaum noch, den Banken die Darlehensraten zurückzuzahlen. Vor allem die schlechte Zahlungsmoral der Kunden soll Betriebe aller Branchen in Schwie-

rigkeiten gebracht haben. War es früher noch purer Eigennutz, Rechnungen so spät wie möglich zu zahlen – schließlich bedeutet jeder Cent weniger auf dem Konto auch weniger Zinsen – haben heute viele das Geld wirklich nicht. „Teilweise können die Firmen bis zu einem Jahr lang ihre Rechnungen nicht kassieren, manche Forderungen sind überhaupt nicht mehr einbringbar“, so Stafler. Zu den unpünktlichen Kunden gehört auch das Land: „Trotz Versprechungen lässt es uns immer noch bis zu sechs Monate lang warten.“ Trotz Krise herrscht Hektik am Markt Der Börsencrash im Oktober 2008 hat die Südtiroler vorsichtiger werden lassen: Heimische Banken borgen ihr Geld nur noch demjenigen, der es sicher zurückzahlen kann. Unternehmen möchten am liebsten nur noch Kunden trauen, die ihre Rechnung sicher zahlen können, Lieferanten werden schier auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie einen Auftrag erhalten, und Kunden sind beim Geldausgeben kritischer denn je. Eine große Nachfrage nach Geschäftsflächen, Bürolokalen erker dezember 09


und Industriehallen gebe es im Wipptal schon seit Jahren nicht mehr, sagt ein Immobilienmakler. „Bringt einer doch die Courage auf, sich selbstständig zu machen, wird ihm von mehreren Seiten abgeraten. Wie kann die Wirtschaft wachsen, wenn aus den eigenen Reihen oder von Verbänden die größten Bedenken geäußert werden? Diejenigen, die es trotzdem gewagt haben, konnten sich mit etwas Tüchtigkeit gut empor arbeiten.“ Vor lauter Vorsicht steht die Wirtschaft still – und irgendwie doch nicht. Denn trotz Krise herrscht eine gewisse Hektik am Markt: Die Firma Wolf System – sie errichtet u.a. Fertighäuser sowie Gebäude für Landwirtschaft und Industrie – hat heuer einen 42,4-Millionen-Euro-Auftrag erhalten, um im erdbebengeschädigten L’Aquila neue Wohnungen für 1.600 Menschen zu bauen. Wolf System war plötzlich derart mit Arbeit eingedeckt, dass die Firmenleitung sogar Monteure aus dem Urlaub zurückrufen musste. „Es wird immer schwieriger, sich dem Markt anzupassen“, gibt Stafler zu. „Das eine Mal gibt es eine Flaute, das andere Mal muss von heute auf morgen eine Biogasanlage aus dem Boden gestampft werden, damit der Auftraggeber in den Genuss von Förderungen kommen kann.“ Förderungen wirken auf Erwachsene wie Bonbons auf Kinder – und auf die Wirtschaft wie Red Bull. Seitdem es für die energetische Sanierung und Kubaturerweiterung finanzielle und steuerliche Vorteile gibt, investieren zur Freude der Handwerker und Architekten auch Häuslbauer und -bewohner wieder mutiger in ihre eigenen vier Wände. Trotz Krise haben die Wipptaler Handwerker heuer genauso viele Aufträge zu erledigen wie im vergangenen Jahr, „aber vor allem deshalb, weil viele Betriebe einen guten Ruf haben und auf ihre Stammkunden zählen können“, fügt Tischler und Bezirksobmann der Handwerker, Karl Keim, hinzu. Viel schwieriger ist es da schon, an öffentliche Aufträge heranzuerker dezember 09

kommen. Keim hat bei öffentlichen Ausschreibungen schon oft sein bestes Angebot unterbreitet. Doch wie andere fällt auch er wegen der vielen Mitbewerber immer öfter durch den Rost: „Leider gewinnen meistens Firmen, die den höchsten Preisabschlag gewähren. Nicht selten sind es auswärtige Firmen und solche, die heute anbieten, morgen bauen und übermorgen schon nicht mehr existieren.“ Treten am Bau Mängel auf, tolerieren dies die Auftraggeber meist stillschweigend, schließlich ist vom günstigsten Angebot nicht immer die beste Qualität zu erwarten. Und am Ende werden nicht selten die lokalen Handwerker zu Hilfe gerufen, um den Pfusch der Vorgängerfirma zurechtzubiegen. „Die Auschreibungskriterien müssten zugunsten der lokalen Wirtschaft abgeändert werden. Die Gemeinden unerstützen uns glücklicherweise im Rahmen ihrer Möglichkeiten.“ Die Angst vor der Konkurrenz Es ist nicht nur die Krise selbst, die der heimischen Wirtschaft S o rg e n f a l t e n a u f d i e S t i r n drückt. Vielmehr macht ihr die Konkurrenz zu schaffen, die sich seit der Öffnung der Grenzen auf dem Markt in Südtirol breit gemacht hat. Von Billiganbietern aus den Nachbarländern können die Spediteure ein Lied singen. So richtig dünn ist die Luft für die Transport- und Logistikbranche vor fünf Jahren geworden, so Transportunternehmer Walter Forer von der Forer Logistic GmbH in Mauls. Seit in Deutschland die Maut eingeführt worden ist, muss seine Firma jährlich mit 400.000 Euro an Mehrkosten rechnen. Die Kosten an den Kunden weiterzuverrechnen, ist nicht möglich, „weil die Unternehmer aus dem Ostblock billiger anbieten. Wir haben also keine Chance mehr, mit dem Kunden zu verhandeln“. Seit September vergangenen Jahres sind die Aufträge um 20 Prozent zurückgegangen. Fünf Mitarbeiter mussten entlassen 21


Das Schicksal der Arbeitnehmer titelgeschichte Im Wipptal sind derzeit 199 Frauen und 106 Männer arbeitslos. Das sind 2,4 Prozent der Erwerbstätigen im Bezirk (2008: 2,0 %). 60 von ihnen haben zuvor als Saisonarbeiter im Dienstleistungs- und Gastgewerbesektor gearbeitet. „Viele mussten den Arbeitsplatz wegen Betriebsschließung oder Personalreduzierung verlassen“, sagt Klaudia Palfrader, Koordinatorin des Arbeitsvermittlungszentrums in Brixen. Unter den Arbeitslosen finden sich auch Angestellte im Handel und Handwerk. Obwohl in Südtirol die Zahl der Arbeitslosen nur leicht gestiegen ist, prophezeien die Gewerkschafter den Arbeitnehmern ein Jahr des Bangens. „Die Arbeitslosenzahlen steigen, zunehmend beanspruchen auch kleinere Betriebe die Lohnausgleichskasse, und Arbeitsstreitfälle häufen sich“, so ASGB-Bezirkssekretärin Beatrix Angerer. Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, hätten auch diejenigen, die ihren Job vorerst noch halten konnten. Mittlerweile können auf der Jobbörse www.provinz.bz.it/arbeitsboerse alle freien Arbeitsplätze zwischen Südtirol und Südbayern abgerufen werden. Einige Gemeinden in Südtirol unterstützen Familien, die wegen eines Arbeitsplatzverlustes in finanziellen Schwierigkeiten stecken, mit Beiträgen. werden. Hinzu kommen die Mauterhöhungen, Fahrverbote und unstabilen Dieselpreise – es gab Monate, in denen Forer bis zu 50.000 Euro mehr für Sprit ausgeben musste. Währenddessen ist auch die Autoindustrie dabei, ihre Wunden zu lecken. Es ist erst wenige Monate her, dass Regierungen tief in die Staatstaschen greifen mussten, um großen Autoproduzenten gerade noch rechtzeitig den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Das Wipptal selbst scheint von der Autokrise überraschend unberührt geblieben zu sein. „Einen Rückgang gab es auch dank der Verschrottungsprämien, weder bei Autokäufen noch bei Reparaturen“, sagt Unternehmer Robert

Holzer von der Garage Europa Holzer Gmbh. Dass weltweit ein Einbruch der Produktion von Autos befürchtet wurde, spüre man aber daran, dass man länger auf Ersatzteile warten müsse. Auch bei der Beschaffung von Winterreifen gebe es Engpässe. Von der Krise zum Gewinner Die Krise hat in Südtirol schon viele Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht. Anderen wiederum hat sie zu einem Aufschwung verholfen: Unternehmens- und Finanzberater, Firmenpsychologen und sogar Kartenleger haben derzeit Hochkonjunktur. Auf einem scheinbar unsinkba-

ren Boot sitzen seit Jahren auch Firmen, die sich auf die erneuerbare Energie spezialisiert haben. „Unsere Auftragsbücher sind voll“, sagt Stefan Troyer von Turbinenbau Troyer in Sterzing. „Wir fühlen uns ein bisschen wie auf der Insel der Seligen.“ Die Firma, die Wasserkraftanlagen und Kraftwerke plant und errichtet, zählt heute über 100 Mitarbeiter – vor drei Jahren waren es noch 75 – und arbeitet mittlerweile in der Produktion im Schichtbetrieb. Stabil ist die Auftragslage auch bei Leitner Technologies geblieben, die neben Seilförderanlagen und Pistenfahrzeugen auch Windgeneratoren baut. Um die Klimaerwärmung einzudämmen, versuchen einige Länder schon seit Jahren, die Wirtschaft für erneuerbare Energie durch Förderungen anzukurbeln. „Wir hoffen, dass die Politik bald voll auf die erneuerbaren Energien und die Energieeinsparung setzt, anstatt durch zweifelhafte Übergangslösungen wie CO 2Speicherung oder Atomenergie kurzfristige Erfolge zu erzielen“, so Troyer. Die Wirtschaftskrise hat ihren Teil schon dazu beigetragen: Der Ausstoß an Treibhausgasen ist laut der Internationalen Energieagentur heuer so stark zurückgegangen wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das Klima, oder vielmehr der Wetterfrosch, meinte es auch mit den Touristikern gut: Der

viele Schnee beschaffte den drei Skigebieten im vergangenen Jahr einen Traumwinter, und die vielen Sonnentage eine gute Sommer- und Herbstsaison mit stabilen Nächtigungszahlen und einer hohen Bettenauslastung. „Gespart haben die Hausgäste allenthalben bei Nebenausgaben“, fällt HGV-Gebietsobmann Hermann Gögl auf. Zwar halten sich Urlaubsgäste heutzutage nicht mehr so lange wie früher auf, doch viel Gästewechsel bringt auch viel Wertschöpfung. „Gäste und Einheimische schätzen die lokalen Angebote und nutzen sie auch“, so Peter Righi, Direktor des Tourismusverbandes Eisacktal. Spurlos am Tourismus vorübergehen werde die Krise laut Gögl trotzdem nicht. „Die bevorstehende Wintersaison spricht andere Gästeschichten an und ist aus der Sicht des Gastes ausgabenintensiver. Ob sich der Erfolg wiederholen wird, bleibt abzuwarten.“ Bei den Wipptaler Kaufleuten fällt die Bilanz unterschiedlich aus. Ihre Verkaufszahlen hängen nicht zuletzt davon ab, welche Waren im Regal stehen. „Beim Internet sparen die Kunden nicht, beim Handy-Aufladen sind sie dafür umso knausriger“, meint ein Elektrofachmann. Die landesweite Digitalisierung hat ihm wie allen anderen Elektrogeschäften heuer einen hohen

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Absatz an Fernsehgeräten und Zubehör beschert. Vom schneereichen Winter hingegen haben vor allem die Sportgeschäfte profitiert. „So viele Gamaschen wie vergangenes Jahr sind seit 20 Jahren nicht über den Ladentisch gegangen“, meint ein Verkäufer. Im trockenen Sommer hingegen sei man auf den Regenmänteln sitzen geblieben. Spontankäufe sind selten geworden. „Sogar die frühere Stammkundschaft macht heute nur noch gezielte Einkäufe“, meinen ein Juwelier und eine Boutiquebesitzerin. Kaum gespart wird hingegen, wenn es um die Gesundheit geht. „Wir verkaufen seit drei Jahren so viele Gesundheitsschuhe und -einlagen wie kaum zuvor“, heißt es im Orthopädie-Fachgeschäft Brugger. Obwohl die Mode seit Jahren in der Krise stecken soll, wachsen Bekleidungsgeschäfte in Sterzing wie Pfifferlinge aus dem Boden. Ein Generationswechsel brachte in den vergangenen Jahren neuen Schwung ins Geschäftsleben. Trotzdem stehen in der Stadt immer noch Geschäftslokale leer. Nicht nur die Mietpreise seien daran schuld, meint ein Kaufmann. „Teilweise will auch die ältere Kaufleutegeneration die Räumlichkeiten nicht freigeben.“ Die Lebensmittelbranche im Wipptal habe sich von der Krise

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Seit weltweit ein Einbruch der Produktion von Autos befürchtet wird, müssen Mechaniker und Autoelektriker länger auf Ersatzteile und Winterreifen warten.

kaum beeinflussen lassen, meint ein Kaufmann: „Den Filialen in Sterzing kam aber vor allem die Schließung des Discounters Poli in der Margarethenstraße zugute.“ Schwieriger scheinen es die Hersteller von Lebensmitteln zu haben. Zwar haben sie trotz Krise gut gearbeitet, leicht soll es aber nicht sein, den Marktanteil zu halten. Dass der Rohstoff Milch an Wert verloren hat, nutzen immer mehr Kunden als Vorwand, um Preise zu drosseln. „Der Druck der Kunden wird immer stärker“, so Milchhof-Direktor Günther Seidner. Der Trend hat es so gewollt, dass am Markt zurzeit mehr pflanzliche als tierische Produkte gefragt sind. Trotzdem gibt es Milch und Anbieter im Überfluss. Einen Umsatzrückgang hat der Milchhof trotz allem nicht gespürt, „weil er sich u. a. mit sei-

nem Joghurt erfolgreich positionieren konnte“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann Konrad Obexer. In der Milch- und Landwirtschaft merken die Bauern die Krise kaum. Einzig die Holzwirtschaft hinke etwas, daran seien aber die niedrigen Verkaufspreise am Markt und das übergroße Angebot schuld. Fällige Holzschlägerungen zögern die Bauern hinaus, in der Hoffnung, dass die Preise doch noch steigen werden. Wo eine Krise, da auch Chancen Von einer Krise reden die Wirtschaftstreiben nicht erst seit einem Jahr. „Ein Rückgang zeichnete sich schon vorher ab“, sagt LVH-Bezirksobmann Karl Keim. Wer klagt, tut das meist über die zunehmende Bürokratie und andere Vorschriften, die einem

das Betriebsleben schwer machen. Dagegen etwas zu unternehmen, ist schwierig, „weil die wichtigsten Richtlinien von der EU in Brüssel abhängen“, so ein Unternehmer. Ein paar Vorschläge hat aber jede Branche parat, wie ihr die öffentliche Hand unter die Arme greifen könnte: Leitner Technologies würde es helfen, wenn sie auf Industriegrund in Sterzing ihre Produktion erweitern könnte. „Um Bauunternehmern entgegenzukommen, sollen die heimischen Banken den angeschlagenen Betrieben wieder Kredite gewähren“, meint Bauunternehmer Johannes Egartner. Laut HGV-Gebietsobmann Hermann Gögl bräuchte es mehr ideelle und finanzielle Unterstützung, um die Skigebiete Roßkopf und Ladurns zu erhalten. Laut Transportunternehmer Walter Forer müsste die EU Dumpingpreise verbieten, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Zudem sollten Mehrkosten an einen Index gebunden und an den Kunden weiterverrechnet werden dürfen. Die Handwerker wünschen sich hingegen, dass mehr öffentliche Aufträge an Betriebe im Bezirk vergeben werden. Die Gemeinden wollen ihren Bürgern in der Wirtschaftskrise entgegenkommen: Tarife habe man nicht erhöht, so das Echo aus den Rathäusern. In Sterzing, betont Bürgermeister Fritz Karl

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„2010 wird ein schwieriges, aber stabiles Jahr“ titelgeschichte

Im Gespräch mit Oswald Lechner, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstitutes Erker: Herr Lechner, wer sind die eigentlichen Opfer der Krise: die Wirtschaft oder die Arbeitnehmer? Oswald Lechner: Beide. In Zeiten der wirtschaftlichen Verlangsamung trifft es Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren können. Mit sinkender Nachfrage und sinkenden Preisen sinkt aber auch der Unternehmerlohn; Kunden zahlen später oder gar nicht und im schlimmsten Fall geht ein Unternehmen sogar Pleite. Laut Statistik der Caritas ist das Scheitern einer selbstständigen Tätigkeit der häufigste Grund, warum sich die Menschen in Südtirol an die Schuldnerberatung wenden. Böse Zungen behaupten, dass die Krise von Wirtschaftstreibenden auch als Vorwand benutzt wird, um sich Vorteile und Vergünstigungen herauszuschlagen, wie Steuervergünstigungen oder Preissteigerungen – zum Nachteil der Abnehmer. Das sind effektiv böse Zungen. Tatsache ist, dass sowohl für die Unternehmen in Schwierigkeiten als auch für die von Entlassung betroffen Mitarbeiter besondere Maßnahmen von der öffentlichen Hand gewährt werden, wie Umschuldungsdarlehen für Unternehmen, Förderung der Umschulung und Qualifizierung von arbeitslos geworMessner, habe man die Bürger in den vergangenen drei Jahren sogar um durchschnittliche 200 Euro entlastet. Auch die Einkommenssteuer IRPEF sei abgeschafft worden. Um die Bautätigkeit anzukurbeln, plant die Gemeinde Brenner demnächst eine Senkung der Baukostenabgabe für die Wohnbauzone im historischen Ortskern. Investitionen vorzuziehen sei hingegen schwierig, „da die Gemeinde keine zusätzlichen Darlehen aufnehmen kann“, so Bürgermeister Franz Kompatscher. In Freienfeld versuche man laut Bürgermeister Armin Holzer nach Möglichkeit die Aufträge an heimische Firmen zu vergeben. Und in Sterzing, so Bür24

Oswald Lechner

denen Personen. Diese Förderungen in Anspruch zu nehmen ist für Unternehmer wie für Mitarbeiter legitim. Die Preise tendieren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eher nach unten – eine Null-Inflation kannten wir in Südtirol seit Jahrzehnten nicht. Die Löhne hingegen sind im Rahmen der Kollektivregelungen dennoch leicht gestiegen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass in Südtirol der Konsum nicht eingebrochen ist. Für manche Betriebe in Deutschland ist die Krise eine willkommene Gelegenheit, um Mitarbeiter los zu werden. Lässt sich dies auch in Südtirol beobachten? Gott sei Dank gab es in Südtirol relativ wenige Entlassungen. Die Anzahl der Arbeitslosen ist nur leicht gestiegen. Gleichzei-

germeister Fritz Karl Messner, komme das derzeitige intensive Programm für Investitionen in Straßen, Schul- und Sportstätten, Wander- und Radwege oder Kanalisierungen zahlreichen Firmen zugute. „Die Krise hat irgendwo ja auch ihr Gutes“ Allzu laut klagen wollen am Ende auch die Wirtschaftstreibenden im Wipptal nicht wirklich, „denn irgendwo hat die Krise ja auch ihr Gutes“, meint Unternehmer Robert Stafler. „Es tut gut, die Erfahrung zu machen, wie es ist, wenn es einmal nicht gut läuft. Wir waren zu verwöhnt.“ Außerdem wirke die Krise auch wie ein Reinigungsmittel: Einige Parasi-

tig ist aber auch die Anzahl der Beschäftigten weiter gewachsen. Wenn Unternehmen Mitarbeiter effektiv entlassen mussten, so auch in Südtirol durchwegs die am wenigsten motivierten und qualifizierten. Gerade in schwierigen Zeiten braucht ein Unternehmen umso mehr Top-Mitarbeiter, die sich identifizieren, qualifizieren und sich mit Ideen einbringen. Zudem hat sich gezeigt, dass diese wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerade jene Unternehmen besser meistern, die längerfristig schon auf gute Mitarbeiter und eine gute Mitarbeiterführung gesetzt haben. Glauben Sie, dass sich die Wirtschaft in den kommenden Jahren nicht mehr allein über das Wachstum definieren kann? Die Wachstumsraten sind seit Jahren schon kleiner geworden. Dennoch werden wir auch in Zukunft ein bescheidenes Wachstum brauchen, um den materiellen Wohlstand aufrechterhalten zu können. Wachstum darf nicht immer negativ gesehen werden. Wirtschaft und Umwelt müssen kein Widerspruch sein: Der gesamte Markt um die regenerierbaren Energien beispielsweise steigert das Wachstum und dient gleichzeitig der Umwelt. Das langfristige Ziel für Südtirol

tenfirmen, die sich seit Jahren am Markt einschleichen, würden nun endlich wegfallen. Und so sprechen sich auch andere Unternehmen weiter Mut zu: Gerade jetzt gehe es darum, die Krise zu nutzen, den eigenen Betrieb zu überdenken, sich neu zu organisieren – sofern dies langjährige Chefs auch zulassen, hakt ein Unternehmer ein. Wer seinen Zukunftsvisionen weiter nachgeht, kann am Ende noch stärker aus der Krise hervorgehen. Ob Förderungen, nach denen manche Wirtschaftstreibende unentwegt flehen, immer die beste Lösung sind, bezweifelt Robert Stafler: „Ich bin ein Gegner von Förderungen. Mehr Förderungen bedeuten auch mehr

muss ein nachhaltiger Wohlstand sein, ein Wohlstand also, welcher neben materiellen Zielen auch soziale und ökologische Aspekte mitberücksichtigt. Ihre Prognose für die Zukunft? Die schwierigeren Zeiten haben gezeigt, dass auch in Südtirol Arbeitsplätze und materieller Wohlstand bröckeln können. Deshalb müssen wir – Unternehmen, Mitarbeiter, Sozialpartner und Politik – uns gemeinsam anstrengen, uns ständig qualifizieren, gegenseitiges Verständnis zeigen und zusammenarbeiten, ständig nach neuen Ideen suchen, um langfristig krisenfest zu bleiben und Südtirol nachhaltig weiterzuentwickeln. Nachhaltig bedeutet, langfristig Kompromisse zu finden zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Notwendigkeiten. Die kurzfristige Prognose: Die ewigen „Das-Schlimmstekommt-noch-Jammerer“ werden auch 2010 nicht Recht haben. 2010 wird ein schwieriges, aber dennoch stabiles Jahr werden – zumindest für Südtirol.

Interview: rb

Steuern. Wenn ein Betrieb Gewinne macht, braucht er auch keine Förderung. Und wer nur noch Verluste macht, hat am Markt ohnehin keine Überlebenschance.“ Vielmehr sollte das Geld in Firmen nachhaltiger investiert werden, beispielsweise in die Weiterbildung der Mitarbeiter. In knapp vier Wochen ist das Jahr zu Ende. Die Wipptaler Wirtschaft hat die vergangenen zwölf Monate großteils heil überstanden, und zu Jahresende gibt es zum Korkenknall auch einen Lichtblick: Wirtschaftsexperten prophezeien Südtirol im nächsten Jahr ein leichtes Wachstum von 0,7 Prozent. Renate Breitenberger erker dezember 09


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Frohe Weihnachten! Wir bedanken uns für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, sowie viel Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr.

Buon Natale! Ringraziandovi per la preziosa collaborazione, auguriamo a tutti voi un sereno Natale e un Nuovo Anno ricco di salute, felicità e successo.

Einen herzlichen Dank an alle Mitarbeiter/innen. erker dezember 09

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aktuell

Freizeitberg Roßkopf Helmut Messner, Präsident der Neuen Roßkopf GmbH, ist mit dem Verlauf der vergangenen Sommersaison mehr als zufrieden. So sei es gelungen, den Umsatz in diesem Sommer zu verdoppeln, er liege nun bei etwa 400.000 Euro. Auch die vergangene Wintersaison konnte aufgrund der guten Schneelage und der stark frequentierten Rodelbahn mit einer deutlichen Umsatzsteigerung abgeschlossen werden. Im nächsten Jahr möchte die Gesellschaft das Projekt „Tiere am Berg“ abschließen und neben dem Sessellift „International“, der in Zukunft „Panorama“ heißen soll, mehrere Tierarten zeigen. Diese sollen in einer Art Zäunemuseum von typischen Südtiroler Zäunen eingezäunt werden. An die Nordseite des Bergrestaurants verlegt werden soll die Skischule; die Hotelkubatur mit 240 Betten sollte hingegen in eine günstigere Zone verschoben werden. Weitere Vorhaben sind die Beleuchtung der Rodel- und Umlaufbahn, ein Hochseilgarten sowie ein BikerPark und Aussichtsplattformen am Köpfl.

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Roßkopf

Fusionierung der beiden Gesellschaften verschoben Die „Seilbahn Sterzing-RamingesRoßkopf AG“, die im Jahr 2005 die Liftanlagen an die „Neue Rosskopf GmbH“ verpachtet hat – dadurch konnte ein Konkurs des stark verschuldeten Skigebietes abgewendet werden – schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 826.000 Euro ab. Dies teilte AGPräsident Bernd Pircher auf der vor kurzem stattgefundenen Aktionärsversammlung mit. Erst durch diesen Pachtvertrag, so Pircher, sei die Revision der Umlaufbahn durch die Neue Roßkopf GmbH möglich gewesen. In absehbarer Zeit sei nun auch denkbar, so Pircher, die Gesellschaft, deren Schulden derzeit knapp drei Millionen Euro betragen, bis auf 500.000 Euro zu entschulden. Dazu soll auch das Bergrestaurant verkauft werden. Allerdings müsse man die Gesellschaft arbeiten lassen und dürfe ihr nicht dauernd Prügel in den Weg legen. Dann sprach Pircher Klartext: „Jede Erpressung unserer Gesellschaft führt zum Konkurs.“ Er,

Pircher, sei aber sofort bereit, das Handtuch zu werfen, wenn jemand einen besseren Weg aufzuweisen hätte. Von einer Einbringung eines Teiles oder des gesamten Seilbahnbetriebes der „Seilbahn Sterzing-Raminges-Roßkopf AG“ in die Gesellschaft „Neue Rosskopf GmbH“ sah man vorerst ab, möchte diese aber in naher Zukunft stufenweise erwirken, da es wenig sinnvoll sei, zwei parallele Gesellschaften zu betreiben. Dazu bedürfe es allerdings noch detaillierter Verhandlungen, denn, so Pircher,

„wir können das Gesellschaftsvermögen nicht einfach verscherbeln“. Dauernde Maximalforderungen würden jedenfalls zu nichts führen. Grundsätzlich mit der Verschmelzung beider Gesellschaften einverstanden zeigte sich auch die Gemeinde Sterzing, die mit 67 Prozent Hauptaktionärin der AG ist. Abschließend warnte Pircher davor, den Roßkopf in den nahenden Gemeinderatswahlkampf hineinzuziehen: „Es ist wenig zielführend, die beiden Gesellschaften jetzt in politisches Geplänkel zu verwickeln.“ lg

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Jaufen

Ratschings

Neue Wellenbahn für Groß und Klein

Skigebiet öffnet mit neuer Umlaufbahn

Kalcheralmlift bleibt Familienbetrieb Der Jaufen gehört neben dem aus Rentabilitätsgründen bereits vor Jahren still gelegten Anlagen in Zirog zu den ältesten Skigebieten im Lande. Bereits in den 60er Jahren wurde am Übergang ins Passeiertal ein erster Skilift errichtet.

In der Folgezeit wurde das Skigebiet am Jaufen mehrmals modernisiert. Durch eine Verbindungsstrecke ist das überaus schneesichere Skigebiet heute mit dem erst später erschlossenen Skigebiet Ratschings verbunden. 1993 baute Ernst Leitner auf der

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Kalcheralm anstellte des Schleppliftes einen Sessellift, den er anschließend selbst 14 Jahre lang führte. 2007 gründete Robert Polig die „Jaufenlift GmbH“ und übernahm von Leitner die Liftanlage, die im folgenden Jahr grundlegend revisioniert wurde. Auch in Zukunft wird die Liftanlage als Familienbetrieb weitergeführt. Um das Skigebiet möglichst attraktiv zu gestalten, wurden bereits vor zwei Jahren eine kostenlose Zeitmess- und eine eigene Riesentorlaufstrecke errichtet. Zudem gibt es direkt an der Piste in der „Waxelstube“ einen neuen Skiservice. Eine seit vergangenem Jahr angebotene Geschwindigkeitsstrecke eignet sich zudem ideal für Skitests. Die neu gestalteten Parkplätze ermöglichen in dieser Saison einen noch bequemeren Zutritt zum Skigebiet. Ein Fun-Park rundet das Angebot ab. Überdies wird es heuer erstmals auch eine neue Wellenbahn geben, wo jeder Skifahrer sein Können unter Beweis stellen kann.

Das Skigebiet Ratschings hat sich über den Sommer stark verändert. 18 Millionen Euro hat die Leitung der RatschingsJaufen GmbH in den Umbau der ohnehin sanierungsbedürftigen Anlagen gesteckt. Der 20 Jahre alte Sessellift ist einer modernen Achterkabinenbahn der Firma Leitner gewichen, so dass ab diesem Winter 75 Gondeln pro Stunde an die 2.400 Skifahrer befördern können. An der Talstation entstand ein riesiger Komplex mit vierstöckigem Parkhaus und Skischule. Auch die Bergstation samt Restaurant wurde umgebaut. Obwohl die Arbeiten noch nicht gänzlich abgeschlossen sind, öffnet das Skigebiet wie geplant Anfang Dezember. Im März 2010 wollen die Liftgesellschafter die neuen Anlagen offiziell einweihen.

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wirschaft

hds-Neuwahlen im Wipptal Im November wählte der Handels- und Dienstleistungsverband (hds) des Bezirkes Wipptal auf seiner Ortsversammlung die neuen hds-Ortsobleute und -ausschüsse. Sterzing In Sterzing wurde Matthias Knollenberger zum neuen hds-Ortsobmann gewählt. Knollenberger löst damit nach acht Jahren seinen Vorgänger Fritz Karl Messner ab. Im Ausschuss sitzen neben Knollenberger und Messner auch Gabi Sparber, Ingrid Tock, Rosario Coppola, Christine Niedermair und Birgit Innerhofer. Messner führt den Erfolg des heurigen Jahres u. a. auf Initiativen wie „Roter Teppich“ und „Frühling in Sterzing“, auf den neuen Einkaufsgutschein sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein und anderen Wirtschaftszweigen zurück, die laut Präsident Walter Amort südtirolweit beneidenswert sei. Direktor Werner Frick erinnerte an den Wegfall der Grenzen und die Einführung der Einheitswährung, die damals vor allem Sterzing in Schwierigkeiten gebracht hatte. Dem Ortsausschuss sei es trotzdem gelungen, dagegenzuhalten und noch enger zusammenzurücken. Landtagspräsident Dieter Steger unterstrich die Bedeutung der Familienbetriebe, die den Großteil der Wertschöpfung in Südtirol generie-

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ren würden. Diskutiert wurde auch über Vorund Nachteile der geplanten Verlegung und Erweiterung der Eurospar-Filiale in Sterzing. Die Gefahr bestehe, dass der Ortskern an Lebendigkeit und Attraktivität verliere, so die Mehrheit der Anwesenden. Laut Knollenberger müsse die Filialenverlegung in der Gemeinde eingehend diskutiert werden. Freienfeld Werner Hochrainer ist neuer hdsOrtsobmann von Freienfeld. Weitere Ausschussmitglieder sind Josef Ploner und Anton Luhn. Auf der Ortsversammlung betonte Bürgermeister Armin Holzer, wie wichtig die Nahversorgung in Trens und Stilfes sei. In Mauls gebe es seit Jahren kein Geschäft mehr, worunter die Bevölkerung sehr leide. Im Mai 2010 soll der Gemeindehandelsplan neu erarbeitet werden. Franzensfeste In den hds-Ausschuss von Franzensfeste wurden Obfrau Hermine Auer (im Bild) sowie Urs Seeber und Günther Überegger gewählt. Gemeindereferent Richard Amort berichtete auf der Ortsversammlung über das neu gegründete Komitee, das die Aktivitäten der Festung mitgestaltet. Diskutiert wurde u. a. auch über die vielen leer stehenden Wohnungen sowie über den wipptalweit höchsten

Ausländeranteil von 15 Prozent in Franzensfeste. Brenner Dem Ortsausschuss der Gemeinde Brenner gehören in den nächsten vier Jahren Obmann Paolo Casazza (im Bild) sowie die Mitglieder Paola Nicoletta Zanella und Bruno Antoniol an. Bürgermeister Franz Kompatscher dankte den Kaufleuten und Dienstleistern, sei doch ihre Arbeit am Brenner nicht leicht. Anregungen für Verbesserungen seien jederzeit willkommen. Gesprochen wurde auch über das zweite Baulos für die Erweiterung des Outlet-Centers sowie über eine mögliche Zusammenarbeit mit dem hds. Bürgermeister, Ortsobmann und Bezirksleiter werden demnächst über die Notwendigkeit eines Handelsplanes für den Brenner diskutieren.

Die Parkplätze am Brenner erhalten demnächst möglicherweise eine neue Beschilderung. Ob am Brenner eine zollfreie Zone entstehen wird, entscheidet die Regierung in Rom. Ratschings In Ratschings wurde Peppi Trenkwalder als hds-Ortsobmann bestätigt. Im Ortsausschuss sitzen weiters Erwin Schölzhorn, Astrid Hell und Marco Leitner. Bürgermeister Leopold Siller dankte dem Ortsausschuss. Die Nahversorgung in der Gemeinde funktioniere gut. hds-Präsident Walter Amort berichtete über die Vorhaben des Verbandes. Gesprochen wurde auch über den Handelsplan, der mit Unterstützung des hds überarbeitet und voraussichtlich Mitte Dezember vom Gemeinderat beschlossen wird.

Neuwahlen bei Bäckern und Konditoren Bei der Bezirksversammlung der Südtiroler Konditorenvereinigung im Handelsund Dienstleistungsverband Südtirol (hds) wurde Michael Profanter aus Brixen als Bezirksobmann des Eisack-, Wipp- und Pustertales bestätigt. Sein Stellvertreter ist Christian Pupp. Im Bezirksvorstand sitzen außerdem Hanspeter Prenn und Paul Götsch.

Bei der Bezirksversammlung der Südtiroler Bäckerinnung wurde vor kurzem Christoph Stampfl zum neuen Bezirksinnungsmeis-ter des Eisack- und Wipptales für die nächsten vier Jahre gewählt. Sein Stellvertreter ist Benjamin Profanter. In den Vorstand wurden Christoph Häusler, Werner Volgger und Franz Kerschbaumer entsandt. Im Wipp- und Eisacktal sind derzeit etwa 20 Bäckereibetriebe tätig.

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wirtschaft

„Mut zu angemessenem Preis“ Jahresversammlung des HGV-Bezirks Eisacktal

Mit der touristischen Entwicklung des Wipp- und Eisacktales befasste sich der Bezirk Eisacktal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) bei seiner diesjährigen Jahresversammlung. HGV-Bezirksobmann Alois Hinteregger verwies dabei auf die verschiedenen Veranstaltungen des Bezirks und der Ortsgruppen, besonders die zahlreichen kulinarischen Wochen. Sehr intensiv war die Zusammenarbeit auch mit dem Tourismusverband Eisacktal, wobei die Entwicklung des Tourismus im Wipp- und Ei-

sacktal im Vordergrund stand. „Unser Bezirk erzielt 3,5 Millionen Nächtigungen. Damit spielt das Hotel- und Gastgewerbe eine zentrale Rolle im Wirtschaftsgefüge des Tales“, so Hinteregger. Ab nächstem Jahr werde der Tourismusverband Eisacktal eine enge Zusammenarbeit mit der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) eingehen, da man noch besser am touristischen Markt präsent sein und als interessante Urlaubsdestination erkannt werden möchte. Dafür, so Hinteregger, sollte ab 2010 ein Budget von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Um dieses Ziel

(v.l.) HGV-Präsident Walter Meister, Landesrat Hans Berger, Tourismusexperte Manfred Kohl und HGVBezirksobmann Alois Hinteregger

zu erreichen, haben auch die beiden Bezirksgemeinschaften Eisack- und Wipptal ihre Mithilfe und finanzielle Unterstützung zugesichert. Negativ beurteilte Hinteregger die immer noch sehr niedrige

Preisstruktur im Beherbergungsgewerbe. „Wir müssen endlich den Mut aufbringen, für unsere Leistung auch einen angemessenen Preis zu verlangen“, sagte er. Für eine angeregte Diskussion

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ Energy Day im Stadttheater Sterzing

Ende November fand in Sterzing ein Informationstag mit Fachvorträgen und Infoständen über das energetische Sanieren statt. Organisiert wurde der „Energy Day“ von zehn Wipptaler Handwerksbetrieben des Landesverbandes der Handwerker (LVH). LVH-Bezirksobmann Karl Keim wies darauf hin, dass gerade jetzt der Zeitpunkt für eine energetische Gebäudesanierung günstig sei. Der Kubaturbonus

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Bei der Übergabe der Energiesparlampen an Teresa Plaikner und Franz Hirber

gelte nur noch bis Ende 2010, genauso wie die steuerlichen Abschreibungen, die immerhin die Hälfte der Ausgaben decken würden. Walter Huber, Präsident des In-

stituts für innovative Technologien, sowie Energieexperte Roman Bodner referierten über die ökologischen Vorteile des Sanierens und die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten.

Bodner warnte vor dem unvorhersehbaren Anstieg der Erdölund Erdgaspreise und empfahl den Hausbesitzern, auch Solaroder Photovoltaikanlagen in Betracht zu ziehen, denn „die Sonne schickt uns keine Rechnung.“ Auch sollte gemeinsam mit dem Techniker überlegt werden, wann Förderungen beansprucht werden sollen bzw. ob eine staatliche oder eine Landesförderung vorteilhafter ist. Über den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaik informierte Ingenieur Martin Frömel,

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Indien

Leitner-Werk für Windkraftanlagen eröffnet sorgte die Frage, welche Auswirkungen große Hotels auf die touristische Struktur in Südtirol haben. HGV-Präsident Walter Meister erläuterte dabei die Position des HGV, der bei neu zu errichtenden Hotels für eine Bettenobergrenze eintritt. Südtirol werde nämlich auch wegen seiner kleinen, familiengeführten Beherbergungsbetriebe geschätzt. Tourismus-Landesrat Hans Berger sprach sich ebenso grundsätzlich für die Einführung einer Bettenobergrenze bei neuen Hotels aus. Weiters stellte er den neuen Wettbewerb „Tourismus trifft Landwirtschaft“ vor, mit dem Projekte und neue Ideen prämiert werden sollen.

Im Herbst wurde in Indien ein Werk für Windkraftanlagen der Leitner-Gruppe eröffnet. Die Leitner Shriram Manufacturing Ltd ist ein Joint Venture zwischen Leitner Technologies und dem indischen Unternehmen Shriram EPC. Auf dem neun Hektar großen Industriegelände in Chennai (Madras) im südwestlichen Staat Tamil Nadu sind in den vier Produktionshallen bereits 400 Mitarbeiter tätig. Die Produktionskapazität beträgt 150 Windkraftanlagen pro Jahr. Für die Anlage wurden 16 Millionen Euro investiert. „Unsere Partnerschaft dient dazu, den indischen und asiatischen Markt mit konkurrenzfähi-

gen Produkten zu versorgen“, so Michael Seeber, Präsident von Leitner Technologies. Indien verzeichnet mit seinen 1,2 Milliarden Einwohnern den weltweit sechsthöchsten Strom-

konsum. Die Investitionen in erneuerbare Energien, vor allem in Windenergie, sind enorm, speziell im Staat Tamil Nadu. Mit der Eröffnung der Halle wurde symbolisch auch der Startschuss für die Inbetriebnahme von sechs Windkraftanlagen in der Ortschaft Kalneerkulam gegeben. Dort entsteht ein Windpark mit zehn Leitwind-Anlagen. Die Anfänge der Entwicklung von Windkraftanlagen reichen bei Leitner Technologies auf das Jahr 2001 zurück. Die Marke Leitwind entstand im Jahre 2004. Leitwind arbeitet seit 2008 als eigenständige Gesellschaft, die einzige Italiens, die Windgeneratoren der Megawattklasse produziert und international vertreibt.

Prinoth stellt Husky E-Motion vor während LVH-Steuerexperten die verschiedenen Abschreibemöglichkeiten und Förderungen erläuterten. Peter Volgger von der Raiffeisenkasse Wipptal stellte Finanzierungspakete vor. Die Vertreter der zehn Wipptaler Handwerksbetriebe überreichten an die Vinzenzverein-Vorsitzende in Sterzing, Teresa Plaikner, und an Kleiderkammer-Vorsitzenden Franz Hirber einen mit Energiesparlampen gefüllten Geschenkskorb. „Diese Sparlampen sind ein kleiner, aber sichtbarer Beitrag zum Energiesparen und damit zum Umweltschutz“, so Keim.

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Auf der ICUEE-Messe (International Construction Utility Equipment Exposition) in Kentucky (USA) präsentierte Prinoth, ein Tochterunternehmen der Leitner-Group, im Oktober erstmals den „Husky EMotion“, das erste Pistenfahrzeug mit dieselelektrischem Antrieb und serienmäßigem Partikelfilter. Nach der Einführung des Beast vor wenigen Monaten, dem größten Pistenfahrzeug der Welt, unterstreicht Prinoth mit diesem Projekt erneut seine Innovationskraft und Technologieführerschaft im Sektor der Raupenfahrzeuge. Durch ein intelligentes Leistungsmanagement des Fahrantriebes

werden ein höherer Wirkungsgrad sowie ein deutlich geringerer Dieselverbrauch erzielt. Es ist Prinoth gelungen, ein Fahrzeug zu entwickeln, dessen Dieselverbrauch im Vergleich zu konventionellen Antriebssystemen um 20 Prozent reduziert wird, wobei gleichzeitig die Leistung um 30 Prozent und das Drehmoment am Antriebsrad um

15 Prozent erhöht werden. Prinoth beschäftigt derzeit in seinen Produktionsstätten in Sterzing und Granby (Kanada) 480 Mitarbeiter und konnte 2008 einen Umsatz von 134 Millionen Euro verzeichnen. Im Jänner 2009 übernahm das Unternehmen die Nutzfahrzeugsparte des kanadischen Unternehmens Camoplast.

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das wipptal vor 50 jahren

Damals und heute Ein Bezirk verändert sich – Teil 2

Ein fotografischer Blick auf das Wipptal von heute und vor 50 Jahren soll zeigen, wie die Welt einmal war, und erahnen lassen, wie sie vielleicht einmal sein wird. In dieser Ausgabe finden Sie Fotos der Gemeinden Brenner und Freienfeld.

Die Brennerautobahn

Gemeinde Brenner Der Brenner erlangte durch die Grenzziehung zwischen Italien und Österreich eine hohe Attraktivität bei Händlern und Marktleuten. Bis zum Bau der Autobahn war der Pass eine Goldgrube, nicht zuletzt wegen des Währungswechsels. Um den Brenner auch nach der Grenzöffnung attraktiv zu halten, wurde der Ort saniert, ein Vereinshaus erbaut, Straßen und Beleuchtungen wurden erneuert und ein Einkaufszentrum errichtet. Mit dem Bau des „Designer Outlet Brenner“ im Jahr 2008 sind mehrere Häuser und Geschäfte dem Erdboden gleich gemacht worden, um Platz zu

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Der Brennerpass

schaffen für das große Shoppingcenter, genauso wie die Grenzkontrollhäuser, die es nach 1998 nicht mehr brauchte. Viele Kaufleute am Brenner profitier-

ten von rund einer Million Besucher, die das DOB im ersten Jahr aufgesucht haben. Die Einwohnerzahl in der Gemeinde Brenner ist seit dem

Jahr 1961 (2.645 Einwohner) kontinuierlich gesunken. Seit 2003 gibt es wieder einen kleinen Aufschwung. Heute liegt die Einwohnerzahl bei 2.119, was

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damit zusammenhängen könnte, dass endlich alte Wohnungen und Gebäude renoviert werden.

Gossensaß Mit dem Bau der Eisenbahn im Jahr 1867 entwickelte sich Gossensaß zu einem Nobeltourismus-Luftkurort. 50 Jahre später kam der Tourismus mit der Annexion an Italien zum Erliegen. Als sich das Dorf wieder etwas gefangen hatte, stand bereits der Zweite Weltkrieg vor der Tür. Anfang der 1950er Jahre kam die Demokratie zurück ins Dorf, ein Deutschsprachiger wurde Präsident der Kurverwaltung. Gossensaß stand wieder am Anfang. Die Welt hatte sich verändert, beschränkte sich vorher noch der Verkehr auf Bahn und Kutsche, waren nun immer mehr PKW und LKW auf den Straßen unterwegs. Anfang der 60er Jahre herrschte in Gossensaß keine Ruhe mehr; der gesamte Brennerverkehr floss durch das Dorf. Die großen Hotels an der Brennerstraße litten sehr unter dem Lärm, blieben doch immer mehr Gäste aus. Durch den Bau der Autobahn zwischen 1969 und 1973 wurde Gossensaß zwar entlastet, aber viele Autofahrer, die sich die Maut sparen wollen, fahren auch heute noch lieber durch das kleine Dorf an der

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Gossensaß

Innerpflersch

Brennerstraße. Der Fremdenverkehr hat sich nie mehr richtig erholt.

Pflersch Bis Anfang der 1970er Jahre war das ruhige Pflersch ein reines Bauerntal. Mit

dem Bau des Sesselliftes nach Ladurns kam der Fremdenverkehr in Schwung, viele Hotels und Wellnesstempel

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das wipptal vor 50 jahren

wurden gebaut. Man entdeckte den Wirtschaftszweig Wintertourismus für sich. Der erste Sessellift in der Gemeinde Brenner war der Ziroger Lift aus dem Jahr 1949, wenige Jahre später folgte der Bau des Hühnerspiel-Liftes. Beide Sessellifte sind heute aufgelassen, da die Gemeinde Brenner nach dem Bau des Ladurner-Lifts kein Interesse mehr an einem zweiten Skigebiet hatte. Dies war ein erneuter Rückschritt für die Gossensasser Wirtschaft.

Mauls

Gemeinde Freienfeld Seit 1928 bilden die Fraktionen Trens, Stilfes und Mauls eine Gemeinde. Stilfes war 300 Jahre lang Sitz des Dekanates. 1950 wechselte der Hauptsitz trotz Widerstands der Stilfer Bürger nach Sterzing. Ende der 1960er Jahre wurde die Brennerautobahn quer durch die schönsten Felder des Gemeindegebietes gebaut. In den 1980er Jahren sprach sich die Gemeindeverwaltung gegen die Errichtung eines Verschiebebahnhofes in Freienfeld aus und verfasste eine Resolution gegen den Brennerbasistunnel sowie gegen die Verbauung der Eisack-Mäander. Zwanzig Jahre später fahren südlich von

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Trens, Freienfeld und Stilfes

Mauls die ersten Bagger auf, um mit den Arbeiten für den Bau des Brennerbasistunnels zu beginnen. Immer wieder tauchen neue Pläne für große Kraftwerke

am Eisack auf. In den 80er Jahren veränderte sich das Dorfbild in den einzelnen Fraktionen bedeutend: Die Gemeindeverwaltung unter Bür-

germeister Ferdinand Rainer ließ in den Hauptorten neue Vereinshäuser mit Feuerwehrhallen und Musikprobelokalen errichten. Die Grundschulen in Elzenbaum und

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soziales

Zweigstellen Mauls und Trens und dem Hauptsitz in Stilfes. Dass ausgerechnet mitten in der Eisack-Mäanderlandschaft eine Bezirkskläranlage gebaut werden musste, ist vielen Bürgern bis heute unverständlich. Einen Fußballplatz gab es in Stilfes und Trens bereits in den 60er Jahren. Ende der 60er erhielt Stilfes eine Naturkunstrodelbahn, auf der zahlreiche internationale Wettkämpfe ausgetragen wurden. Eine Kunsteisrodel- und Bobbahn in Stilfes lehnte die Gemeinde 1986 nach hitzigen Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern ab. 1988 musste das verfallene Wildbad Möders – von 1900 bis zum Zweiten Weltkrieg war es ein beliebter und oft aufgesuchter Ort – aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. In den 80er Jahren entstand das sieben Hektar große Biotop Grante Moos. Es ist einer der letzten Reste des Sterzinger Mooses, das bis heute erhalten ist. 1961 lebten in der Gemeinde Freienfeld 2.163 Bürger, die Einwohnerzahl sank zwischendurch auf 1.970 und ist mittlerweile auf 2.658 angestiegen. Pfulters wurden aufgelassen, genauso wie die Sennerei in Stilfes. Diese schloss sich Sterzing an. Es entstanden die drei öffentlichen Bibliotheken mit den

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Mehr soziale Gerechtigkeit für Frauen Eine Reihe von Frauenverbänden hat im November die Unterschriftenaktion „Danke Mami! Familie ist mehr wert“ ins Leben gerufen. Dabei geht es um die Forderung, dass einer Mutter pro Kind mindestens zwei Jahre an Erziehungszeit für die Rente angerechnet werden. Gerade lohnabhängige Mütter müssen darauf achten, dass alle Lohnzahlungen auch auf dem Lohnstreifen aufscheinen, da nur auf diese auch die Rentenbeiträge in Höhe von 33 Prozent berechnet und eingezahlt werden. Wer also schwarzarbeitet, verschenkt ein Drittel des ihm zustehenden Lohnes, und gerade diese Beiträge fehlen dann im Alter. Zudem wird die staatliche Rente in Zukunft sowieso schon niedriger sein als derzeit. Umso wichtiger ist also eine überlegte und kontrollierte Rentenbiografie. Dazu gehört auch, dass bei einer Teilzeitarbeit ein Bruttojahresgehalt von mindestens 9.530 Euro erreicht wird, um das ganze Jahr über versichert zu sein. Hausangestellte müssen dafür wenigstens für 24 Wochenstunden versichert sein. Andernfalls muss man mit Kürzungen der Abdeckung für das Rentenjahr rechnen, die sich über die Jahre entsprechend summieren. Von befristeten Arbeitsverhältnissen, vor allem im Gastgewerbe, sind Frauen weit öfter betroffen als Männer. Sich rechtzeitig über das Anrecht auf Arbeitslosengeld zu informieren – denn auch dieses zählt für die Rente – ist unbedingt notwendig. Ein eigenes Kapitel sind die so genannten Projektarbeiten, für die in die Sonderverwaltung beim INPS/ NISF eingezahlt wird. Für sie werden – im Gegensatz zu den 40 Prozent bei Lohnabhängigen – lediglich 25 Prozent des Entgeltes an Sozialbeiträgen abgeführt, was eine sehr geringe Pensionsauszahlung zur Folge haben wird. Es ist also dringender Handlungsbedarf gegeben. „Wir müssen jetzt Druck machen“, so SVP-Frauenchefin Martha Stocker. Vor allem die Frauenverbände sind bemüht, die Unterschriftenaktion „Danke Mami!“ auf ganz Italien auszudehnen. Dies ist umso notwendiger, als das Rentenalter wahrscheinlich bald auch in der Privatwirtschaft hinaufgesetzt wird. In der öffentlichen Verwaltung ist dies bereits der Fall. Ab 1. Jänner 2010 erhöht sich das Rentenantrittsalter für Frauen im öffentlichen Dienst auf 61 Jahre; ab 1. Jänner 2018 wird es auf 65 Jahre steigen. In der Privatwirtschaft können Frauen noch mit 60 Jahren in Rente gehen, sofern sie mindestens 20 Versicherungsjahre aufweisen. ss

Romina Keim

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kirche

„Geistliche und Gläubige verbinden“ Umgestaltung des Chorraumes in der Sterzinger Pfarrkirche

In den vergangenen beiden Jahren hat die Pfarrkirche von Sterzing im Zuge umfassender Re-staurierungsarbeiten zahlreiche wichtige Eingriffe erfahren, die sowohl die Festigung des Baugefüges als auch die Sicherung der Kunstschätze, vor allem am Gewölbe und am Triumphbogen, vorsahen. In einem nächsten Schritt soll nun der Chorraum entscheidend umgestaltet werden. Im Jahr 1996 hat die Italienische Bischofskonferenz ein Dokument über die Anpassung der Kirchen verfasst, das sich an der liturgischen Reform durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 - 1965) orientiert. Diese sieht vor, dass die Gläubigen den dynamischen Zusammenhang zwischen Kirchplatz, Portal, Saal, Altar und Apsis erfassen sollen; dabei sollen in bereits bestehenden Kirchen althergebrachte Glaubenstraditionen jedoch nicht ausgelöscht werden. Diesen Vorgaben entsprechend sollen nun die drei liturgischen Orte im Chorraum – Altar, Lesepult und Priestersitz – einer einschneidenden Umgestaltung unterzogen werden. Das Projekt wurde mit dem Sterzinger Architekten Siegfried Delueg und dem Bildhauer Lois Anvidalfarei aus Abtei zwei erfahrenen Fachleuten übertragen. Ihr Hauptaugenmerk werden sie vornehmlich darauf legen, das Konzept der liturgischen Reform architektonisch und künstlerisch zeitgemäß umzusetzen. Anlässlich eines Informationsabends erinnerte Dekan Josef Knapp daran, dass die liturgische Reform keine Trennung zwischen Klerus und Volk vorsieht. P. Ewald Volgger von der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen betonte dabei, dass die Kommunion ursprüng38

lich im privaten Bereich um einen Tisch herum stattgefunden habe, der bis heute der zentrale Ort der Messfeier geblieben sei - und auch weiterhin bleiben müsse. Erst im Laufe der Zeit, besonders in der Gotik, sei eine strikte Trennung zwischen Geistlichen und Gläubigen vollzogen worden, die es heute zu überwinden gelte: Saal und Chorraum gehörten der gesamten Gemeinschaft, und auch das erhöhte Lesepult, von dem aus das Wort Gottes verkündet wird, sollte nicht von der Versammlung der Gläubigen getrennt sein. Im Einzelnen sind für die Umgestaltung folgende Maßnahmen vorgesehen: Der Altar Der Altar ist das Zeichen für die Präsenz Christi als Priester und zugleich als Opfer. Er muss, dem Volk zugewandt, für alle gut sichtbar sein, zudem einmalig, unbeweglich und endgültig. Die Mensa soll aus Naturstein bestehen. Der jetzige Altar, der vor rund 25 Jahren angefertigt worden ist, besteht aus einem beweglichen Holzschrein mit gotisierendem Dekor auf einem zweistufigen Holzpodest. Er soll durch eine einstufige Insel in Stein und einen aus einem einzigen Marmorblock gehauenen Altar ersetzt werden. Das Lesepult Vom Lesepult aus wird das Wort Gottes verkündet. Die beiden jetzigen beweglichen Lesepulte aus Holz werden durch ein Lesepult aus Marmor ersetzt, das genau auf der Trennlinie zwischen Chorraum und Langhaus an der Nordseite platziert wird, da dort eine günstige natürliche Beleuchtung über die großen Fenster in der Südwand gegeben ist. Auch das Lesepult erhebt sich auf einer Steinstufe und ragt in das Langhaus hinein, um eine Verbindung

Die liturgische Reform sieht zwischen Klerus und Volk keine Trennung mehr vor. Innerhalb Mai 2010 werden Altar, Lesepult und Priestersitz in der Pfarrkirche Maria im Moos danach angepasst.

zwischen Geistlichen und Gläubigen herzustellen. In diesem Zusammenhang soll auch die Chorschranke als sichtbarstes Zeichen der Trennung - das so genannte „Speisgitter“ - entfernt werden. Der Priestersitz Der Priestersitz ist dem Leiter der Glaubensversammlung vorbehalten, der im Auftrag Christi der Eucharistiefeier vorsteht. Er muss von allen gut einsehbar sein. Der neue Priestersitz, ebenfalls in Stein, wird hinter dem Altar aufgestellt, in einer Entfernung, die eine dynamische Spannung erzeugt. Eine weitere Stufe führt zu einer besseren Sichtbarkeit. Für alle drei liturgischen Orte Altar, Lesepult und Priestersitz wird als Material weißer Marmor verwendet. Da Ratschinger Marmor, der für den Kirchenbau vielfach verwendet worden ist, nicht mehr zur Verfügung steht, wird auf Passeirer Marmor ausgewichen, der derselben Ader angehört. Das Chorgestühl Zu beiden Seiten des Chorraumes sind bewegliche Holzbänke ohne Rückenlehne vorgesehen, die sowohl von den Ministranten als auch von den Kindern genutzt werden können. Besonders an Werktagen, wenn meist nur wenige Gläubige anwesend sind, kann so der Chorraum auch die Funktion einer „Werktagskapelle“ übernehmen.

Der Saal Der geplante Eingriff wird sich zwar vorwiegend auf den Chorraum beschränken, in einem gewissen Maß wird er jedoch auch den Kirchensaal betreffen. So wird das Taufbecken von der Nordseite des Triumphbogens entfernt und an der ersten Halbsäule an der Südseite angebracht. Dadurch werden Taufbecken und Lesepult zu autonomen Orten, die aber trotzdem in die Abläufe im Chorraum eingebunden sind. Zudem werden die unschönen zweireihigen Holzbänke vor dem Chorraum, welche die barocken Seitenbänke verdecken, entfernt. An ihrer Stelle werden niedrigere Holzbänke ohne Rückenlehne aufgestellt. Die Umgestaltung, für die Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro veranschlagt sind, soll innerhalb Mai 2010 abgeschlossen werden. Die Finanzierung wird von der Gemeinde Sterzing, der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Autonomen Provinz Bozen mitgetragen; vor allem aber - wie Dekan Knapp unterstreicht - ermöglichen die großzügigen Spenden der Gläubigen, die mit Freude und Stolz an ihrer Kirche mitbauen möchten, die Realisierung dieses wichtigen Vorhabens. Text: Alberto Perini Übersetzung: Barbara Felizetti Sorg erker dezember 09


gesellschaft

Offene Jugendarbeit und Jugendzentrum im Wipptal Seit dem Jahr 1995 ist im Wipptal der Wipptaler Jugenddienst aktiv. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die kirchliche Jugendarbeit, ein anderer die Organisation von Freizeitangeboten im Jugendtreff Margarethenhaus. Der Jugendtreff verfügt leider über keine Probelokale von Bands und ist auch nicht geeignet für Konzerte oder andere größere Events. Deshalb werden seit einiger Zeit vermehrt Lösungsmöglichkeiten und Versuche angedacht. Der Wipptaler Sozialplan 2008-2010 hat sich zum Ziel gesetzt, dass innerhalb von 2012 eine offene Jugendarbeit in Ergänzung zur Arbeit der Jugenddienste aufgebaut und das kulturelle und soziale Angebot für Jugendliche erweitert werden soll. Die Sozialdienste schätzen die Jugendsituation im Wipptal so ein, dass es dringend eine Verstärkung der offenen Jugendarbeit braucht, die sich vor allem

Mitglieder des Arbeitsausschusses für Offene Jugendarbeit

der Jugendlichen annimmt, die von den herkömmlichen Angeboten nicht erreicht werden und nicht so sehr in Verbänden und Organisationen eingebunden sind. Die Bezirksgemeinschaft Wipptal hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, als Plattform für die Diskussion, Planung und Förde-

rung der offenen Jugendarbeit im Wipptal zu fungieren. Deshalb fand bei der letzten Sitzung des Bezirksausschusses eine erweiterte Gesprächsrunde zu diesem Thema statt. Teilgenommen haben neben den Ausschussmitgliedern der Direktor des Jugendamtes Klaus Nothdurfter, Gemeinderatsmitglied Markus

Larch aus Sterzing, Martina Spitaler und Martin Ellemunt vom Sprengelbeirat sowie Christina Tinkhauser, Direktorin der Sozialdienste Wipptal. Inhalt der Gespräche war das breite Aufgabenspektrum der offenen Jugendarbeit, aber auch deren wirtschaftliche, gesellschaftlichen und räumlichen Rahmenbedingungen. Eine Aufstockung der personellen Ressourcen für die offene Jugendarbeit scheint derzeit dringend notwendig zu sein. Klaus Nothdurfter schlägt die Anstellung einer dritten Mitarbeiterin vor, die sich in erster Linie um die Verstärkung der offenen Jugendarbeit im derzeitigen Jugendtreff im Margarethenhaus widmen soll. Die anwesenden Gemeindevertreter stimmten grundsätzlich einem erweiterten Angebot in der offenen Jugendarbeit zu, der begonnene Meinungsbildungsprozess dazu soll jetzt in den jeweiligen Gemeindestuben weitergeführt werden.

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Erinnerungen an ein volksnahes Bildungssystem Jubiläumsfeier der Südtiroler Fachschulen für Land-, Forst- und Hauswirtschaft in Sterzing Nicht immer war in der Geschichte eine Ausbildung selbstverständlich oder gar ein Schulsystem vorhanden. Gerade in der Land- oder Hauswirtschaft hat die jüngere Generation von der älteren einfach das übernommen, was gut und recht war. Vor über 100 Jahren gab es deshalb auch in der ländlichen Bevölkerung Südtirols nicht nur großen Bildungsmangel, sondern auch einen lähmenden Fortschritt in der Landwirtschaft. In Sterzing nahm der Erfolg der heutigen Fachschule für Land- und Hauswirtschaft ihren Anfang. Kürzlich konnten dort gleich drei runde Jubiläen gefeiert werden. Mit der ersten Fachschule für alpine Landwirtschaft, die am 13. Oktober 1909 in der Pension „Egger“ Sterzing eröffnet wurde, ent-

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Teilnehmer und Lehrpersonen am Landwirtschaftskurs im Schloss Moos (vor 1924)

stand die erste Ausbildungsstätte für junge Bauernsöhne in Südtirol. Den Schülern wurden Theorie und Praxis der modernen Landwirtschaft vermittelt, was der bis dahin rückständigen Landwirtschaft zu neuem Auftrieb verhalf. Bereits im folgenden Schuljahr übersiedelte die Landwirtschaftsschule

aus Platzgründen nach Schloss Moos in Wiesen. In der Hauswirtschaft gab es noch lange kein Schulsystem, wohl aber 1913 im Schloss Moos erst dreimonatige, später fünfmonatige Haushaltungskurse – vor allem für Bäuerinnen. Meistens waren es junge Frauen, die kurz vor der

Heirat diese Kurse besuchten und sich auf das Leben am Hof und mit eigener Familie vorbereiteten. Bald wurden auch die angemieteten Räumlichkeiten in Schloss Moos zu eng. So kaufte die Landwirtschaftsschule 1925 den zentral gelegenen Gutshof Mair am Hof in Dietenheim, der Schülern und Lehrern mehr Handlungsund Gestaltungsmöglichkeiten bot. Ab 1926 war das Konsortium unter italienischer Führung. In der Nachkriegszeit fand 1957/58 in der Villa Schönblick in Sterzing wieder ein sechsmonatiger Haushaltunsgkurs statt. Im folgenden Schuljahr wurden die Kurse im Rieplhof in Wiesen abgehalten. Die beiden Weltkriege haben auch die landwirtschaftliche Ausbildung zum Erliegen gebracht. Ein Neuanfang gelang in den 50er Jahren in der Fürstenburg in Burgeis. In Dietenheim war die erste Hauswirtschaftsschule ein Selbstversorger-Betrieb für Lehrer und

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Schülerinnen. Sie war stark vom Frauenbild der damaligen Zeit geprägt. Im Laufe der Jahre veränderten sich immer wieder Lerninhalte und Ziele. Seit Anfang der 90er Jahre sind die Lerninhalte auf die berufliche Weiterentwicklung abgestimmt und auch ein Wechsel an eine andere Oberschule ist problemlos möglich. Seit den 50er Jahren wurde auch die Beratungstätigkeit für Bergbauern auf Engagement des Landwirtschaftsinspektorates und bäuerlicher Verbände außerhalb der Schule kontinuierlich ausgeweitet. Mitte der 70er Jahre wurde

der Wunsch nach mehr Koordination der Beratungstätigkeit lauter. So entstand 1978/79 die moderne Südtiroler Bergbauernberatung, unterstützt vom Assessorat für Land- und Forstwirtschaft, dem Südtiroler Bauernbund und der Südtiroler Bauernjugend. Vollzeitberater kümmerten sich um mehr Wissensvermittlung in den Fachbereichen Freilandgemüse, Beerenobst, Betriebswirtschaft, Futterbau, ländliches Bauwesen, Landwirtschaftsmaschinen und Viehwirtschaft. Seit 2000 gibt es für die Bergbauernberatung eine Dienststelle mit Sitz in Bozen.

Drei Jubiläen in Sterzing In Sterzing, wo vor 100 Jahren die erste Schule für alpine Landwirtschaft eröffnet wurde, gab es Mitte Oktober gleich drei Jubiläen zu feiern: 100 Jahre landwirtschaftliche Fachschulen, 50 Jahre hauswirtschaftliche Fachschulen und 30 Jahre Dienststelle für Bergbauernberatung. Im Stadttheater Sterzing feierten ehemalige Lehrer, Direktoren und Schüler gemeinsam mit politischen Vertretern, darunter Landeshauptmann Luis Durnwalder und Landesrat Hans Berger. Dabei stand auch ein Gastreferat des Betriebswirts und Buchautors Andreas Salcher zum Thema „Der wichtigste Rohstoff im 21. Jahrhundert – Warum Investition in Bildung die einzig sichere Zukunftsstrategie ist“.

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aus dem leben erzählt

Ein Sterzinger im fernen Ruhrgebiet Die Lebensgeschichte des Manfred Declara Als sich Südtirol nach dem Zweiten Weltkrieg wirtschaftlich neu erholen sollte, versuchten viele Job-Suchende aus unserem Land ihr Glück unter anderem in Deutschland. Zu ihnen gehört auch der Sterzinger Manfred Declara, der 1962 ins Ruhrgebiet ausgewandert ist und heute noch mit seiner Frau dort lebt. Manfred Declara erblickte am 14. Februar 1939 in Mühlbach das Licht der Welt, wo sein Vater Franz als Schmied arbeitete. Seine Familie optierte im selben Jahr für das Deutsche Reich und wanderte nach Jenbach in Tirol aus. Dort besuchte Manfred den Kindergarten und die erste Volksschulklasse. „Wir wohnten in der Südtiroler Siedlung“, erinnert sich Declara. „Mein Vater arbeitete in einem Handwerksbetrieb, meine Mutter Johanna Unterthiner, eine

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Verwandte des in Amerika lebenden Schönheitschirurgen Rudi Unterthiner, hatte mit uns acht Geschwistern, von denen zwei in jungen Jahren starben, genug zu tun. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte uns

unsere Großmutter Rosa Declara wieder nach Sterzing zurückholen. Sie führte unter den großen Lauben ein Lebensmittelgeschäft.“ 1947 beschlossen die Eltern, mit ihrer Familie wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Dies wurde eine abenteuerliche Geschichte. „Wir mussten ‚schwarz‘ über die Brenner-Grenze. Dies geschah in mehreren Etappen. Im Gebiet der Sattelalm am Brenner holte die Großmutter mit Helfern einige unserer Familienmitglieder über die Grenze, später wieder einige und zuletzt die restlichen. Wir bekamen vorerst in ihrem Haus unter den Lauben eine Wohnung und der Vater fand Arbeit beim Torschmied.“ Später erhielt die Familie Declara im so genannten „Kosmas-Haus“ in der Neustadt ein Wohnquartier, kehrte aber bald wieder zur Großmutter zurück. Den Declaras wurde in der Folge eine Sozialwohnung im Weg in die Vill zugewiesen.

„Ich besuchte nun in Sterzing die Volksschule und die Bürgerschule“, so Manfred. „Nachher schickten mich die Eltern zum Schneider Noflahner drei Jahre in die Lehre. Ich wollte aber nicht als SchneiderGeselle weiterarbeiten und zog es vor, als Tankwart zur Esso-Tankstelle an der Brennerstraße im Norden von Sterzing zu gehen. Damals führte diese ein Herr Zimmermann, die dazugehörende Karosserie Alpina Meister Rizzi. Dort blieb ich bis zum Jahre 1960.“ Und in dieser Zeit gibt es einen entscheidenden Augenblick im Leben des Manfred Declara. „Ende der 1950er Jahre kamen immer wieder deutsche Reisegesellschaften mit den ‚Scharnow-Reisen‘ nach Sterzing und blieben einige Tage auf Urlaub. Wir jungen Männer waren gerne hinter den deutschen Mädchen her, und so ergab sich eines Tages Folgendes: Wieder einmal luden Karl Mühlsteiger, Walter

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Schifferle, Walter Keim und ich Mädchen der Reisegesellschaft zu einem Besuch des ‚Kuhstalls‘ in Gossensaß ein. Wir fuhren dorthin und unterhielten uns in jugendlicher Fröhlichkeit. An diesem Abend funkte es zwischen mir und Hannelore, einem Mädchen der Gruppe. Ich blieb mit ihr in brieflichem Kontakt. Zu dieser Zeit musste ich zum italienischen Militär und diente in Bari 18 Monate in der militärischen Rot-Kreuz-Station. Dann kehrte ich wieder nach Sterzing zurück. Bald bekam ich – man schrieb das Jahr 1962 – die Gelegenheit, mit Karl Mühlsteiger nach Düsseldorf zu fahren. Dort erwartete mich Hannelore. Ich suchte und fand gleich Arbeit in einer Tankstelle. 1963 heirateten Hannelore und ich, wir schlugen unseren Wohnsitz in Hattingen an der Ruhr nahe Essen auf. Leider blieben wir kinderlos.“ Bis 1967 führte Manfred Declara eine Tankstelle und stieg dann in den kaufmännischen Beruf ein. Er brachte es bis zum Abteilungsleiter einer Handelskette und war für den Vertrieb von Spiel- und Sportartikeln sowie von Camping- und Autozubehör zuständig. Im Alter von 60

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Jah ren trat er 1999 endgültig in den Ruhestand. Fortan beschäftigte er sich privat als Werbemann und arbeitet noch ehrenamtlich in einem Kohle-Bergwerk-Museum in Sprockhövel nahe Hatting. In all diesen Jahren vergaß Manfred seine Heimatstadt nie, kam jährlich zwei- bis viermal auf Besuch und traf sich gerne mit seinen alten Freunden, mit denen er in jungen Jahren Hockey und Fußball gespielt hatte. Besonders erinnert er sich an den Sturz 1948 von der Holzbrücke neben der Schule am oberen Stadtplatz in den Eisack. Dr. Sebastian Baumgartner flickte die Kopfwunde wieder zusammen. In seiner Wahlheimat, dem deutschen Bundesland NordrheinWestfalen, besucht Manfred gerne die Südtiroler Treffen, so jährlich in Köln, in Dinslaken und öfters die ‚Südtiroler Stube‘ am Baldeneysee bei Essen. Manfred denkt auch in seinem Ruhestand nicht an die Rückkehr nach Südtirol, er will aber so oft wie möglich die Heimat und Sterzing besuchen, so lange ihm Gott dies eben gewährt.

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Günther Ennemoser

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geschichte

70 Jahre Option

Gehen oder Dableiben „Musterdorf Gossensaß“: 98,7 Prozent für Abwanderung

Die Option im Jahr 1939 stellte die Südtiroler Bevölkerung vor eine horrende Entscheidung: gehen oder dableiben. In der Gemeinde Brenner entschieden sich 98,7 Prozent für eine Umsiedlung in das Deutsche Reich. Die Gemeinde bildete nach deutsch-italienischem Einverständnis den ersten Versuch der geschlossenen Absiedlung einer Gemeinde. Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reich im März 1938 wurde die Option für die Familien südlich des Brenners aktueller denn je. Der Traum, der Führer werde Südtirol den Italienern wegnehmen und wieder heimholen, zerschlug sich, die Menschen waren von Adolf Hitler und seinen Getreuen bitter enttäuscht. Bereits im März und im April 1938 kam es zu deutsch-italienischen Verhandlungen über die Umsiedlung der Südtiroler. Der italienische Außenminister Graf Galeazzo Ciano äußerte damals den Ausspruch: „Da man Berge und Flüsse nicht versetzen kann, muss man die Bewohner versetzen.“ Über diesen Satz erreichten die Verhandlungspartner bald Einigkeit. Dies bedeutete Hitlers Verzicht auf Südtirol. Der Völkische Kampfring (VKS) schwenkte seine Einstellung nun um 180°. Während er sich bisher für die Loslösung Südtirols von Italien stark gemacht hatte, setzte er jetzt seine Werbetrommel für die Aussiedlung der Bevölkerung ein. Am 21. Oktober 1939 unterzeichneten die Unterhändler beider Staaten das Berliner Abkommen über die Umsiedlung der Südtiroler. Die Propagandaschlacht um die Optionsentscheidung begann. Die Bevölkerung war hin- und hergerissen, ja ratlos. Die so genannte „sizilianische Legende“, die 44

Treffen von Abordnungen der Hitlerjugend und faschistischer Jugendorganisationen auf dem Brenner (Sommer 1939)

hierbleibenden Südtiroler würden in den Süden Italiens verfrachtet, belastete die Leute sehr, lieber wollten viele doch gehen. Dazu kam die selbstzerfleischende Propaganda unter den Südtirolern selbst. Diejenigen, die sich für das Dableiben einsetzten, wurden mit Spott und Beschimpfungen überhäuft und als Verräter bezeichnet. Einzig die Geistlichkeit unterstützte sie in ihrem Bestreben. Diese Feindseligkeiten trafen das Herz vieler Familien und zerstörten das Miteinander. In den Grenzgemeinden ging das Gerücht um, die Italiener würden aus militärischen Gründen die dortige Bevölkerung vollkommen aussiedeln. Dies beunruhigte die Bewohner der Gemeinde Brenner sehr. Sie hatten schon zuvor unter der Enteignungspraxis der Faschisten stark gelitten, kam es doch für die Errichtung von Militäranlagen und Militärstraßen zum Grenzkamm zu willkürlichen Enteignungen. Die Abfindungen waren äußerst gering. Der einst blühende Tourismus kränkelte. Kein Gast durfte ohne Behördengenehmigung zum Grenzkamm wandern, geschweige denn dort fotografieren. All dies reichte, um bei den Bewohnern der Fraktionen Brenner, Gossensaß und Pflersch die Aus-

wanderung zu fördern. Und so entschied sich die verunsicherte Bevölkerung, wenn auch schweren Herzens, in der Gemeinde Brenner mit 98,7 Prozent für die Aussiedlung. Dabei bezeichnete die Propaganda Gossensaß als Musterdorf: In keiner anderen Südtiroler Gemeinde wurde ein solches Abstimmungsergebnis erzielt. Die wahlberechtigten Familienväter ließen sich nicht einmal von Pfarrer Alois Falk abhalten, der

Mehrheit für das Auswandern. Für sie begann nun ein langer Weg in die neue Heimat. Die deutsche Bevölkerung um den Brenner sollte nach den Plänen der Umsiedlungsbehörde geschlossen in den Gau Tirol-Vorarlberg umgesiedelt werden. Bald schon kam jedoch die Ernüchterung. Das versprochene geschlossene Siedlungsgebiet ließ auf sich warten, die versprochenen neuen Höfe, größer, schöner als hier, und anderes mehr sollten für die Aussiedler Wunschträume bleiben. Bereits Abgewanderte berichteten von ganz anderen Situationen. Junge Südtiroler Männer, ob ausgewandert oder nicht, wurden prompt zur Wehrmacht einberufen. Dies brachte einen neuerlichen Wandel in der Stimmung der Bevölkerung mit sich. Der einstige Auswanderungs-Musterbezirk Wipptal wurde für die Behörden zum Problembezirk. Die noch nicht Abgewanderten, unter ihnen viele Familien mit Besitz, wollten nicht mehr gehen und verzögerten die geplante Auswanderung immer häufiger.

Abschied am Bahnhof Brixen: Die über den Brenner rollenden Umsiedlerzüge waren im Winter 1939/40 ein gewohntes Bild.

dem Zug der nach Sterzing zur Abstimmung eilenden Männer mit der Bitte entgegengetreten war, umzukehren und nicht wählen zu gehen. Auch im übrigen Wipptal, das damals oberes Eisacktal hieß, entschied sich eine übergroße

Die Umsiedlung im Raum Sterzing geriet ins Stocken. Die Märchenvision „Neue Heimat“, wo Milch und Honig fließen, verschwand bald aus den Köpfen der Leute. Der Einmarsch der deutschen Truppen im Juli und September erker dezember 09


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Gemeinde Brenner: erster Versuch einer geschlossenen Absiedlung In der Gemeinde Brenner hatte die deutschsprechende Bevölkerung in einem auffallend hohen Prozentsatz für die Annahme der reichsdeutschen Staatsbürgerschaft und die entsprechende Übersiedlung in reichsdeutsches Gebiet optiert. Es ist bekannt, dass die Planung von großräumigen Umsiedlungen von Bevölkerungsmassen zwecks Schaffung eines geschlossenen deutschen SiedlungsGroßraumes nicht nur für die Südtiroler, sondern auch für andere Volksgruppen auf dem Reißbrett erfolgte und von der Illusion getragen war, dass man die Bewohner ganzer Landstriche von hier nach dort verschieben könne. Dabei war auch eingeplant, dass man vor der Ansiedlung neuer Bewohner in einem festgelegten Gebiet die dort bereits Wohnenden ihrerseits anderswohin verpflanzen oder „beseitigen“ müsste. Das war die größenwahnsinnige Idee des für die „Festigung deutschen Volkstums“ zuständigen Reichsführers, SS-Reichskommissar Heinrich Himmler. Wie weit und wie konkret man in der Umsetzungsplanung, wenige Monate nach

Abschluss der Optionsfrist am 31. Dezember 1939, war, zeigt sich an einigen Dokumenten, welche die geschlossene Absiedlung der Optanten aus der Gemeinde Brenner betreffen. Die Dokumente konnten aufgrund eines Hinweises von Michael Wedekind (Münster) anlässlich einer Tagung zur Option im Frühjahr 2009 im Staatsarchiv Berlin ausfindig gemacht werden. Es handelt sich dabei um vier Dokumente, die einmal das Hauptthema der Schätzungen des zurückgelassenen Vermögens der Optanten betreffen, andererseits aber auch konkret die Frage der Örtlichkeiten klären, in denen die Bauern aus der Brennergegend zumindest vorübergehend – bis zur Festlegung des endgültigen Siedlungsgebietes für die Südtiroler Optanten allgemein – angesiedelt werden sollen. Im Folgenden einige Auszüge aus den Dokumenten aus dem Bundesarchiv Berlin, die Christoph Mayr (Gossensaß/ Berlin) recherchiert hat. Josef Gasteiger Berlin, 20. Juni 1940 An die NSDAP.- Gauleitung Tirol-Vorarlberg Amt für Agrarpolitik z.Hd. von Gauamtsleiter PG. Lantschner Innsbruck Betr. Umsiedlung der Gemeinde Brenner Ihr Z.: SD L/D.v.6..6.40 (hier eingegangen 14.6.40) Uns.Z.: I D g- Z/E. Die Gemeinde Brenner bildet nach deutsch-italienischem Einverständnis den ersten Versuch der geschlossenen Absiedlung einer Gemeinde. Die deutsche Seite hat sich verpflichtet, die deutschen Schätzungsunterlagen bis zum 13.6.40 fertigzustellen, während die italienische Seite, von diesem Tage an gerechnet, nicht mehr als 14 Tage zur Durchführung ihrer Schätzungsarbeiten zu brauchen angab. Über einen Termin der Absiedlung der Gemeinde Brenner ist noch nichts ausgemacht. Sobald er mit einiger Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann, erfolgt weitere Nachricht. Heil Hitler (Dr. W. Luig) SS-Obersturmbannführer 1.) Pg. Richter, Sterzing, z.Ktn 2.) Pg. Claassen z. Ktn 3.) Z.d.A. Abschrift vom Original

Umsiedlung aus der Gemeinde Brenner, datiert mit 10.5.1940 und gezeichnet von Kulemann

Das Umsiedlungsprojekt für Südtiroler Optanten unterstand direkt Heinrich Himmler, es waren aber sehr viele verschiedene Instanzen involviert, deren Koordination nicht unerhebliche Reibungsflächen bot, wie ein höchstpersönliches Schreiben von Himmler an die Beteiligten belegt.

1943 in Italien stoppte abrupt jede Auswanderungsbestrebung. Ihn empfand die geplagte Südtiroler Bevölkerung in ihrer großen Mehrheit als Befreiung, geradezu als Erlösung vom faschistischen Joch. Auf der anderen Seite wurden nun 46

aber die Nazi-Gegner und Dableiber verfolgt. Der Ridnauner Friedl Volgger und Friedrich Leider, Unterlehenbauer in Wiesen, kamen in das Lager Dachau; Letzterer verstarb dort an Typhus. Andere Wipptaler wurden in das Lager Reichenau nach Innsbruck ver-

schleppt. Der Zweite Weltkrieg und sein Ende mit Hitlers Niederlage verhinderte die geplante Auslöschung Südtirols. Trotz der schrecklichen Ereignisse haben die Tiroler südlich des Brenners Glück gehabt, in der

Heimat, wenn auch unter Italien, bleiben zu dürfen, anders als die vielen deutschen Vertriebenen aus Polen, dem heutigen Tschechien und anderen Ländern im Osten Europas. Günther Ennemoser erker dezember 09


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weihnachten & neujahr

Weihnachten unterm Zwölferturm 10. Christkindlmarkt in Sterzing

Wer heuer den Christkindlmarkt in Sterzing besucht, findet bis zum 6. Jänner an 38 Ständen wieder handgefertigte Kunstwerke und weihnachtliche Köstlichkeiten. Zu feinem Lebkuchen- und Glühweinduft gesellt sich heuer erstmals auch der Geruch von frischem Brot aus dem Backofen am Stadtplatz. Der Markt bietet für jeden etwas: von handbemalten Weihnachtseiern über Schafmilchseifen bis hin zu Almkräutern, Filzpatschen, Duftkerzen und Christbaumschmuck. Für besinnliche Adventstimmung sorgen Weihnachtsweisen sowie Konzerte mit Chören, Bläser- und Singgruppen. Im Zwölferturm stellen Krippenbauer ihre handgefertigten Krippen aus, und in der Rathausgalerie ist wieder eine Ausstellung über die BergbauWelt Ridnaun-Schneeberg zu sehen. Wer mehr über das Bergbauleben wissen will, kann samstags um 14.00 Uhr bis Weihnachten oder vom 5. bis zum 8. Dezember täglich an einem geführten Rundgang im Bergwerksstollen in Maiern teilnehmen.

Öffnungszeiten 27. November bis 6. Jänner Montag bis Freitag von 10.00 bis 19.00 Uhr Samstag und Sonntag vor Weihnachten von 9.00 bis 19.00 Uhr Am 24. Dezember von 10.00 bis 15.00 Uhr Am 1. Jänner von 13.00 bis 19.00 Uhr Am 25. Dezember geschlossen Der Tourismusverein ist montags bis samstags von 9.00 bis 18.30 Uhr und sonntags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. 50

Fremdenführer Norbert Kühbacher führt mit Schauspiel und Erzählungen durch die Sterzinger Bergwerksgeschichte. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung im Tourismusverein Sterzing (Tel. 765325) gebeten. Beim Weihnachtsmarkt am 14. und am 21. Dezember können Drei- bis Zwölfjährige mit den Kinderfreunden Südtirols von 15.00 bis 17.00 Uhr basteln und spielen. Für die Kleinen gibt es auch heuer wieder ein Kinderkarussell, Ponyreiten und Kutschenfahrten. Bis zum 24. Dezember öffnen Engel und Bläser jeden Tag um 17.00 Uhr, am 24. Dezember um 11.00 Uhr ein adventlich geschmücktes Fenster eines Stadthauses in der Fußgängerzone. Anschließend werden Weihnachtsweisen, Lieder, kurze Theateraufführungen oder ein Lichtertanz dargeboten. Am 8. Dezember von 10.00 bis 16.00 Uhr können alle Besucher ihre Weihnachtspost mit dem Weihnachtsmarkt-Sonderstempel entwerten lassen. Zwölfertürmchen schmücken nicht nur den Christbaum am

Stadtplatz: An den Wochenenden verteilt ein Engel Türme aus Lebkuchen, die für drei Euro erworben werden können. 50

Cent spendet der Engel jeweils dem Hilfsprojekt der Stiftung „Francesca Rava“, das Kindern in Haiti eine bessere Zukunft ermöglicht. Weitere Lebkuchenmotive können auf den Christkindlmärkten in Bozen, Brixen, Bruneck und Meran gesammelt werden. Der neue Sterzinger Einkaufsgutschein ist nicht nur in 80 Geschäften, Bars und Restaurants, sondern auch an den Ständen einlösbar. Organisiert wird der Weihnachtsmarkt vom Tourismusverein Sterzing in Zusammenarbeit mit den lokalen Wirtschaftsverbänden und der Stadtgemeinde Sterzing sowie in einer Kooperation mit dem „Wolfgangseer Advent“, dem schönsten Adventmarkt Österreichs. Hauptsponsor sind die Raiffeisenkassen des Bezirkes.

Sterzing

Weihnachtsaktion des Weltladens Der Weltladen Sterzing veranstaltet am 12. und 13. Dezember von 10.00 bis 18.00 Uhr im VigilRaber-Saal einen Weihnachtsmarkt. Außerdem gestalten die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Weltladen verschiedene Geschenkskörbe mit Produkten aus fairem Handel.

Öffnungszeiten der Geschäfte Die Geschäfte in Sterzing bleiben bis einschließlich 6. Jänner auch an Sonn- und Feiertagen fakultativ geöffnet. Zudem können sie auch in der Mittagszeit und Donnerstag nachmittags geöffnet halten. Am Heiligen Abend sind die Geschäfte bis 13.00 Uhr offen; bis 16.30 Uhr durchgehend geöffnet bleiben sie auch am Silvestertag. Am 25. und 26. Dezember sowie am Neujahrstag sind alle Geschäfte geschlossen. erker dezember 09


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Geistliches Wort

weihnachten & neujahr

Weihnachten Die ersehnte Zeit des Advents und des Weihnachtsfestes ist wieder da: liebliche Musik, heißer Tee oder Glühwein, süßes Gebäck, Schneeluft, weiße Winterlandschaft, die Vorfreude auf die Geschenke, der Adventkranz, die Krippe, der Christbaum ... Doch wie erleben wir heute diese Zeit? Wi r h e t z e n d u rc h d i e Straßen, laufen von einem zum anderen Geschäft, wollen füreinander Zeit haben, aber immer wieder laufen wir aneinander vorbei. Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit, aufeinander zuzugehen, miteinander Familie zu erleben, gemeinsam zu feiern und sich gemeinsam zu freuen. So trifft das Zitat Karl Lehmanns immer mehr zu: „Weihnachten offenbart die Temperaturen im Umgang der Menschen untereinander.“ Weihnachten wird zum Zielpunkt für Streitigkeiten und Auseinandersetzungen in den Familien, zu einem Feiertag, an dem Leute sich einsam und alleine fühlen, an dem Menschen nur darauf warten, dass er schnell wieder vorübergeht. So laufen wir alle am eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes vorbei! Jesus Christus ist geboren, um den Frieden auf die Welt zu bringen, damit wir einander lieben, aufeinander zugehen und uns gegenseitig achten, uns beschenken und einander danken. Nehmen wir diesen Frieden an und setzen wir ihn um, indem wir beginnen, mit unseren Familien, mit unseren Bekannten und Verwandten, aber auch mit unseren Nachbarn, mit den anderen Dorfbewohnern diese stille, andächtige Zeit so zu feiern, dass wir wirklich Frieden auf Erden spüren und so Lehmanns Aussage für uns nicht Wirklichkeit wird. Diakon Michael Horrer

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Weihnachtskonzerte und Adventsingen In der Vorweihnachtszeit laden verschiedene Chöre, Ensembles und Musikkapellen im Wipptal zu Weihnachtskonzerten und Adventsingen. Still und ruhig, aber auch stim-

mungsvoll und klangreich laden sie Zuhörer dazu ein, innezuhalten und sich vor dem Jahreswechsel auf spirituelle, kulturelle und menschliche Werte zu besinnen.

Adventkonzert der Bürgerkapelle

Die Bürgerkapelle Sterzing lädt am 8. Dezember zu einem Adventkonzert in der St. Margarethenkirche. Unter dem Taktstock von Kapellmeister Roland Fidler stimmen die Musikanten mit besinnlichen Melodien auf die Weihnachtszeit ein. Beginn des Konzertabends ist um 18.30 Uhr.

fleckte Empfängnis“ ein Kirchenkonzert. Unter der Leitung von Kapellmeister Hans Heidegger bringt der Klangkörper festliche Bläsermusik, Adventweisen sowie neuzeitliche Konzertmusik zu Gehör, u. a. die Musik zum Spielfilm „Schindlers Liste“ mit Solistin Johanna Mader (Violine) oder die Komposition „Memory“ von Rob Ares mit Solist Georg Hofer (Euphonium). Der Konzertabend beginnt um 19.00 Uhr.

Kirchenkonzert in Gossensaß

Bozen Brass Ensemble

Am 8. Dezember gibt die Vereinskapelle Gossensaß in der Pfarrkirche „Maria unbe-

Südtirols bestes Blechbläser-Ensemble ist am 12. Dezember in der Heilig-Geist-

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Sterzing

Jugendfeuerwehr bringt Bethlehemlicht

Kirche in Sterzing zu Gast. Die fünf renommierten Musiker der Bozen Brass Band präsentieren ab 21.00 Uhr ein Konzert auf höchstem Niveau.

17.00 Uhr zum Turmsingen vom Zwölferturm in Sterzing.

Adventkonzert in Sterzing

Weihnachtskonzert in Mareit

Am 18. Dezember findet in der HeiligGeist-Kirche ein Gemeinschaftskonzert dreier Chöre statt. Zu hören sind neben dem „Coro Cima Bianca“ der Pfarrchor Maria im Moos sowie die Singgemeinschaft Pflersch. Das Adventskonzert beginnt um 18.30 Uhr.

Der Tourismusverein Ratschings organisiert am 27. Dezember wieder ein Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche von Mareit. Das Brass Vocal Ensemble mit den Künstlern Günther Graber (Trompete), Burkhard Ploner (Trompete), Peppi Haller (Posaune), Joachim Unterholzner (Bassposaune/ Tuba) und Christian Graf (Posaune) wird dabei von Solistin Clara Sattler (Sopran) begleitet. Gemeinsam geben sie Werke bekannter Komponisten zum Besten. Pfarrer Oswald Kuenzer umrahmt das Konzert mit besinnlichen Texten zur Weihnachtszeit. Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Turmsingen Am Heiligen Abend versammeln sich einem jahrzehntelangen Brauch zufolge der Männergesangverein Sterzing und einige Bläser der Bürgerkapelle Sterzing um

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Auch heuer bringt die Sterzinger Feuerwehrjugend wieder das Bethlehemlicht in die Fuggerstadt. Am 24. Dezember wird das Licht um 15.30 Uhr in der Sterzinger Pfarrkirche der Bevölkerung übergeben. Mit dem Heiligen Licht wird auch die Osterkerze entzündet, so dass das Licht auch zu einem späteren Zeitpunkt mit nach Hause genommen werden kann.

Aktion „Sammeldose“ für krebskranke Kinder D i e v o n Ly d i a u n d Sandro Cardoni ins Leben gerufene Aktion „Sammeldose“ in der Adventzeit zugunsten krebskranker Kinder wird heuer fortgeführt. In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Betriebe daran beteiligt und viele hilfsbereite Menschen haben die Aktion unterstützt. Mit den Spenden konnte das große Leid betroffener Familien gelindert werden.

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weihnachten & neujahr

Nikolauseinzüge im Wipptal Am Vorabend von St. Nikolaus, dem 5. Dezember, finden im Wipptal auch heuer wieder mehrere Nikolauseinzüge statt. Beim Einzug in Sterzing herrscht am „Tuifltog“ einer langen Tradition folgend wildes Treiben, wenn mit dem Heiligen Nikolaus, Knecht Ruprecht, Mohren und einer Engelsschar wild tobende und Furcht erregende Höllengestalten mit ihren Ruten durch die Gassen streifen. Dabei sorgen die Krampusse mit ihrem Höllenwagen für manch schwarzes Gesicht. Der Heilige Nikolaus findet sich um 16.00 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt ein, um die zahlreichen Besucher zu begrüßen und zu segnen. Um 18.00 Uhr findet dann der Einzug statt. Anschließend wird im DerbyStodl der traditionelle Tuiflball abgehalten. Termine für Hausbesuche können im Tourismusverein Sterzing unter der Rufnummer 765325 vereinbart werden. In Wiesen und in Trens wird der Nikolaus bereits am Nachmittag erwartet. In Gasteig, Stange und Mareit

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werden auch heuer wieder am 5. Dezember Hausbesuche vom Nikolaus- und Krampusverein Gasteig organisiert. Termine können unter der Rufnummer 333 3527070 vereinbart werden. Bereits ab 14.00 Uhr kön-

nen sich alle Furchtlosen an der Krampusbar beim Vereinshaus in Gasteig warm halten. In Gossensaß zieht der Nikolaus am 5. Dezember um 19.00 Uhr vom Bahnhof ausgehend mit seinen Krampussen samt Teufels-

wagen durch das Dorfzentrum zum Gemeindepark. Die Einnahmen gehen an die Kinderkrebshilfe Peter Pan. Anmeldungen für Hausbesuche können unter der Rufnummer 331 6933660 vorgenommen werden.

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Sterzing

Weihnachtsgeschichte von Carl Orff

Sterzing

Weihnachtskonzert mit den „Symphonic Winds“ Am 19. Dezember gibt das Südtiroler Blasorchester „Symphonic Winds“ unter der Leitung von Alexander Veit im Stadttheater Sterzing ein Weihnachtskonzert. Als Gastsolistin ist die international gefeierte, erst 22-jährige norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth zu hören.

Das Konzert des Südtiroler Auswahlblasorchesters „Symphonic Winds“ – es feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen – unter der Leitung von Dirigent Alexander Veit verspricht durch den gemeinsamen Auftritt mit der norwegischen Trompeterin Tine Thing Helseth zu einer besonderen Attraktion zu werden. Tine Thing Helseth gilt bereits seit einigen Jahren auf Grund ihres überragenden Talents als eine der besten Nachwuchskünstlerinnen ihrer Generation. Sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin verfügt sie über ein großes und vielseitiges Repertoire und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 2005 wurde sie in Norwegen nicht nur zur Musikerin des Jahres gekürt, sondern erhielt darüber hinaus auch den Ehrenpreis des Musiklehrervereins von Oslo. 2007 bekam sie in Stockholm aus den Händen von Prinzessin Victoria von Schweden den prestigevollen schwedisch-norwegischen „Prinz Eugen Kulturpreis“ verliehen. Trotz ihres jungen

Die norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth

Alters arbeitete Helseth bereits mit zahlreichen Orchestern zusammen. Der Konzertabend beginnt um 20.30 Uhr. Kartenreservierungen können im Tourismusverein Sterzing (Tel. 765325), unter der Rufnummer 0471 053800 oder unter www.vipticket.it vorgenommen werden.

Die Schüler und Professoren der Musikschule Sterzing führen am 18. Dezember im Stadttheater Sterzing die Weihnachtsgeschichte von Carl Orff auf. Es ist, als kehre eine fantastische Antike zurück, deren roter Faden sich bis zur Gegenwart zieht. Die Musik von Carl Orff (1895 – 1982) erinnert uns an unsere frühesten Erlebnisse, unseren Pulsschlag, unser Vergnügen an der Wiederholung, die Spannung zwischen den Gegensätzen. Und inmitten aller Rhythmen, Melodien und Harmonien steht das Erleben des Menschseins. Die Weihnachtsgeschichte schildert die Erlebnisse der Hirten in der Heiligen Nacht: die Verkündigung der Geburt Christi, den Zug zum Stall, die Begegnung mit der Heiligen Familie, den Besuch der Heiligen drei Könige – gipfelnd im fulminanten Schlusschor „Gloria in excelsis Deo“. Die Aufführungen finden um 11.00 Uhr (Schülervorstellung) und um 17.00 Uhr statt.

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weihnachten & neujahr

Der Sinn von Weihnachten Nun ist sie da, die Weihnachtszeit. Wie jedes Jahr weit und breit, fängt jetzt das Grübeln an, wen man wie erfreuen kann. Das Geld, was sowieso nur knapp jeder in der Tasche hat, wird ausgegeben rasend schnell. Nur dass es ist nicht wirklich hell, merkt jeder erst zu spät, wenn selbst mit Umtausch nichts mehr geht!

Sterzing

Neujahrsentschuldigungskarte von Gotthard Bonell Die diesjährige Neujahrsentschuldigungskarte der Stadt Sterzing stammt vom Künstler Gotthard Bonell und zeigt ein Ölportrait des Bischofs Wilhelm Egger.

Jedes Mal der gleiche Jubel um diesen ewigen Geschenketrubel. Die plagenden Fragen und das schon vor Tagen, ob unterm Weihnachtsbaum erfüllt werde jeder materielle Traum. Doch meist zeigt dann das wahre Gesicht, wenn man vom Geschenk nicht wirklich ist erpicht. Verständlich, wenn statt einer Suppenterrine, gewünscht war eine Senseo-Kaffeemaschine. Wenn man mal bedenkt, dass man oft das Falsche schenkt. Warum lässt man’s dann nicht bleiben und schaut sich an das bunte Treiben? Ist Weihnacht nicht das Fest der Liebe und nicht der Frage, was unterm Weihnachtsbaum liege? Geboren ist der heilige Christ! Na, wenn das mal nichts Besonderes ist! Vielleicht erinnerst du dich dran, dass man Liebe schenken kann. Dein Umfeld wird’s dir danken sehr, probier es aus, es fällt nicht schwer. Denn ein gut gemeintes Wort nimmt dir niemand so schnell fort. Drum freu dich auf die Weihnachtszeit, wenn Menschen wie du weit und breit ein Lächeln verschenken und sich dabei denken: „Freude zu haben, das ist mein Glück, sie zu teilen, kein großes Stück!“ Autor unbekannt 56

Der aus Truden stammende und in Bozen wohnhafte Maler, Zeichner, Radierer und Sänger Gotthard Bonell widmet sich seit 26 Jahren der Portraitmalerei und gehört zu den renommiertesten Künstlern des Landes. In seiner

eigenwilligen Inszenierung misst er seinen realistisch wiedergegebenen Objekten und penibel gemalten Details eine neue Bedeutung zu. Als Motiv für die Neujahrsentschuldigungskarte wählte der

Sterzing

Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauss-Orchester Am 2. Jänner gibt das Johann-Strauss-Orchester Salzburg unter der Leitung von Baldur Pauß im Stadttheater Sterzing ein Neujahrskonzert. Als Solist ist der am Innsbrucker Landestheater engagierte Tenor Thomas Paul zu hören.

Tenor Thomas Paul

Das Johann-Strauss-Orchester Salzburg, 1988 gegründet, ist für sein breites Spektrum mit Werken von W. A. Mozart über die Operette bis hin zum Musical bekannt. Die beschwingte Wiener Unterhaltungsmusik, die seit

mehr als 60 Jahren die Tradition des Wiener Neujahrskonzertes prägt, nimmt einen besonderen Stellenwert im Repertoire des Orchesters ein. Allein über 100 Musiktitel (Ouverturen, Walzer, Polkas, Märerker dezember 09


Künstler ein Portrait des vor einem Jahr verstorbenen Bischofs Wilhelm Egger, der vor zehn Jahren zum Ehrenbürger der Stadt Sterzing ernannt worden war. Das Portrait wird im Sterzinger Rathaus aufgehängt, wo bereits das Bild von Paulinus Mayr, einem früheren Bischof aus Sterzing, zu sehen ist. Das Portrait Eggers wird als Foto-LithoReproduktion gedruckt und in limitierter Auflage als Neujahrsentschuldigungskarte verkauft. Es zeigt den Bischof sitzend und mit einem leichten Lächeln, so wie er den Sterzingern bei seinen Besuchen in Erinnerung geblieben ist. Am rechten Rand hat der Künstler das Stadtwappen gemalt, das am Hirtenstab Eggers angebracht war. Zudem hat er das Bild mit der Inschrift „WILHELM EGGER EPPUS BAUZAN. BRIXIN. 1986 BIS 2008 ΣYN“ versehen. Die Karte ist ab sofort in der Raiffeisenkasse Wipptal zum Preis von 30 Euro erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf kommt erneut dem Sterzinger Vinzenzverein sowie der deutschen und italienischen Pfarrcaritas zugute.

sche und Operettenlieder) stammen aus der Feder von Johann Strauss Vater, dem Walzerkönig und Komponisten des „Radetzky-Marsches“, und seinen Söhnen Johann, Josef und Eduard Strauss. Darüber hinaus sind u.a. die Werke der beliebten Walzerund Operettenkomponisten Franz von Suppé, Jaques Offenbach, Franz Lehar und Emerich Kalman ständig in den Konzertprogrammen des Orchesters vertreten. Neben der Aufnahme mehrerer CDs haben zahlreiche Konzertreisen im In- und Ausland zum Erfolg des Orchesters beigetragen. Das Neujahrskonzert wird seit der Eröffnung des Stadttheaters vor zehn Jahren von der Firma Della Vedova gesponsert und ist zu einem Fixpunkt im kulturellen Leben Sterzings geworden. Der Konzertabend beginnt um 20.30 Uhr, Kartenreservierungen sind unter der Rufnummer 0471 053800, im Tourismusverein Sterzing (Tel. 765325) oder unter www.vipticket.it möglich. erker dezember 09

Jahreswechsel im Wipptal

Wer den Jahreswechsel bei Musik und Feuerwerk feiern möchte, kann bei der Silvesterparty in Sterzing auf das Neue Jahr anstoßen. Für einen fulminanten Jahresbeginn ist am Tag darauf bei der Neujahrsshow in Ratschings gesorgt.

Silvesterparty am Stadtplatz

Am 31. Dezember beginnt um 22.00 Uhr am Stadtplatz in Sterzing eine Silvesterdisco mit Live-Musik. Um das leibliche Wohl kümmern sich verschiedene Gastronomiestände. Die vom Tourismusverein Sterzing organisierte Party dauert bis 3.00 Uhr.

Schneedisco und Skishow in Ratschings An der Talstation Ratschings ist am 1. Jänner die traditionelle Neujahrsparty mit Show-Einlagen angesagt. Das Spektakel beginnt um 14.00 Uhr mit einer Schneedisco und heißen Rhythmen. Ab 17.00 Uhr präsentiert die Skischule Ratschings gemeinsam mit anderen Skischulen eine Skishow. Ein Highlight ist dabei wiederum die Flug- und Stuntshow des Teams „Vitamin F“, das beeindruckende Formationsläufe und atemberaubende Sprünge zeigen wird. Außerdem führen „historische“ Skiläufer Outfit, Geräte und Skitechniken längst vergangener Zeiten vor. Auch der Rodel- und Langlaufsport wird den Zuschauern präsentiert. Den Abschluss der Ratschinger Neujahrsshow bildet wiederum ein fulminantes Feuerwerk. 57


weihnachten & neujahr

Besinnliche Jahreswende

Der Jugenddienst Wipptal organisiert wieder eine besinnliche Jahreswende für Jugendliche und Erwachsene in der St. Magdalenakirche von Ridnaun. Alle, die daran teilnehmen möch-

ten, treffen sich am 31. Dezember um 23.30 Uhr in der Gasse in Ridnaun vor der Angererkapelle. Nach Möglichkeit sollten Laternen oder Fackeln mitgebracht werden.

Sternsingeraktion 2010 Weltweit karitative Projekte unterstützen

Hilfe unter einem guten Stern

Auch in diesem Jahr überbringen die Sternsinger in allen Südtiroler Pfarrgemeinden Segenswünsche für das neue Jahr und sammeln Spenden für Not leidende Menschen. Damit engagieren sie sich für rund 100 karitative Projekte weltweit. Hinter diesen Projekten steht das Schicksal vieler Not leidender Mitmenschen, denen durch die „Hilfe unter einem guten Stern“ neue Lebenschancen eröffnet werden. Besonders wertvoll ist, dass diese Menschen keine Almosenempfänger, sondern Partner sind, die eigenständig an der Verbesserung ihrer Lebenssituation in Afrika, Asien und Lateinamerika arbeiten. Segen und Glück bringen die Sternsinger, indem sie „20 – C 58

+ M + B – 10“ mit geweihter Kreide an die Tür schreiben. Es bedeutet „Christus mansionem benedicat“, übersetzt „Christus segne dieses Haus“. Die Heiligen Drei Könige sollten seit jeher Dämonen und böse Geister bannen und für das ganze Jahr Segen bringen. Sie folgen dem Stern, der eine Vision symbolisiert: eine Welt ohne Hunger und Elend, eine Welt, auf der man überall menschenwürdig lebt. Unsere Sternsinger zeigen, worauf es ankommt: Über alle geografischen, ethnischen oder religiösen Grenzen hinweg engagieren sie sich gegen Ungerechtigkeit und Armut – für eine gerechte Welt. In der Pfarrei Sterzing ziehen die Sternsinger am 4. und 5. Jänner von Haus zu Haus. erker dezember 09


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kultur

Einzigartiges Wipptal – ein Plädoyer für mehr Kultur Was haben Sterzing und seine Seitentäler an Besonderem, das andere Bezirke nicht haben? Eine vermeintlich einfache Frage, die immer dann in den Mittelpunkt gestellt wird, wenn es um die Attraktivität des Bezirkes als Lebens- und Wirtschaftsraum geht. Die Antwort darauf ist kurz und prägnant: Die Kultur macht den Unterschied! Doch trotz großartigem kulturellen Angebot und zahlreichen Initiativen sind die Schwachstellen im Bereich Kultur evident und Potentiale bisweilen noch ungenutzt. Wo es anzusetzen gilt, verdeutlichen nicht nur verschiedene Studien, sondern zeigen auch die angeführten Beispiele. „Denke ich an das Wipptal, denke ich an einen Ort, wo es nichts gibt!“ Diese Aussage eines Südtiroler Tourismusmanagers irritiert im ersten Augenblick. Während man als überzeugter Wipptaler diese Äußerungen als Affront werten könnte, sollte man zuerst aber die Statistiken der vergangenen Jahre bzw. die Ergebnisse aus diversen Befragungen im Kulturbereich konsultieren: Diese bescheinigen dem Wipptal nämlich einen hohen Index an Veranstaltungsangeboten im Vergleich zu den restlichen Bezirken Südtirols. Im Jahr 2007 war das Wipptal Spitzenreiter im Kulturangebot: Laut Landesstatistikamt hat es im Jahr 2008 rund 630 Veranstaltungen und 850 Aufführungen gegeben, die von insgesamt 58.300 Personen besucht wurden. Gemessen an der Einwoh-

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nerzahl entspricht dies südtirolweit dem dritthöchsten Vergleichswert hinter dem Vinschgau und dem Pustertal. Doch was als „Kulturangebot“ definiert wird, bedarf einer genaueren Erklärung. Für Statistiken wird generell eher von einem Kultur-Begriff ausgegangen, der sich aufgrund der einfacheren Messbarkeit (Zählung der Häufigkeit) vorwiegend in Aufführungen bzw. Veranstaltungen der Musik, Malerei oder Literatur beschränkt. Allerdings klammert eine solch enge Auffassung zahlreiche kulturelle Aspekte einfach aus. Besonders für ländliche Regionen wie den Bezirk Wipptal bedarf es eines breiteren Kulturverständnisses. Demzufolge ist Kultur – zusätzlich zum obgenannten – vielmehr eine Summe aus der eigenen Geschichte, spezifischen Traditionen und Brauchtum, ökologischen Besonderheiten (die oftmals untrennbar mit Kultur verbunden sind), der Siedlungsgeographie, der Sprache, der Religion, der Wertvorstellungen. Die Liste ließe sich nach Belieben fortsetzen, doch wird im allgemeinen Sprachgebrauch eher der Sammelbegriff „kulturelle Identität“ verwendet, um das Phänomen zu beschreiben. Kultur als eine Stärke des Bezirkes Besonders in diesem Jahr 2009 wurde aufgrund diverser Feierlichkeiten diese kulturelle Identität der Südtiroler beschworen (und die Begeisterungsfähigkeit dafür nach dem Empfinden vieler auch

überstrapaziert). Doch ob Pro oder Contra solch inszenierter Gedenkfeiern: Unserer kulturellen Identität haben wir es schließlich zu verdanken, dass die Region sowohl für Einheimische als auch für Gäste anziehend wirkt. Denn was wäre das Wipptal ohne Kultureinrichtungen wie beispielsweise das Stadttheater Sterzing, ohne die zahlreichen Konzerte der Wipptaler Musikkapellen, ohne die verschiedenen Dialekte zwischen Pfitsch und Ridnaun, ohne die Geschichte des Handels und des Bergwerkswesens, ohne Märkte, Umzüge und Prozessionen, ohne die vielen Burgen, Schlösser, Ansitze und Kirchen, ohne die typischen Bauernhöfe und Ensembles oder ohne Naturdenkmäler wie Klammen, Schluchten oder natürliche Flussläufe? Übrig bliebe eine anonyme Landschaft, die aufgrund ihrer Austauschbarkeit an Trostlosigkeit nicht zu überbieten wäre und deren Einwohner sich nie und nimmer mit einer solchen Region identifizieren könnten. Eine solche Gegend würde auf Dauer weder für Gäste noch für Einheimische attraktiv und lebenswert sein. Gerade in der heutigen Zeit (und gewiss auch in der Zukunft), in der Regionalität als einzige Alternative zu einem globalisierten und deshalb vereinheitlichtem Angebot erfolgreich zu sein scheint, gilt folgender Satz mehr denn je: Die eigene kulturelle Identität zu wahren und zu fördern, die unverwechselbare Kultur (und Natur) zu schützen bzw. schonend zu nutzen, sollte – wenn schon nicht aus kul-

turellem/ ökologischem Interesse heraus – aus reinen ökonomischen Überlegungen erfolgen. Natürliche und kulturelle Ressourcen auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus schützen Eine Studie, die sich mit „Kultur und Tourismus im Alpenraum“ beschäftigt hat, hat diesen Zusammenhang in einem Teilaspekt gerade im Hinblick auf das Kulturgeschehen im Wipptal untersucht. Hierzu wurden 38 anerkannte Experten aus den Bereichen Kultur und Kunst, Wirtschaft und Tourismus sowie Politik und Wissenschaft befragt. Aus der Analyse der Interviews lassen sich demnach folgende Themenbereiche als kulturell besonders wichtig herausstreichen: die Seitentäler, die Burgen und Schlösser, das Jagd- und Fischereimuseum, das Bergbaumuseum, der Multscheraltar, die Franzensfeste mit den kulturellen Veranstaltungen in der Festung, das Joghurt(-fest), das Jazzfestival, die Osterspiele, die Sterzinger Pfarrkirche, die Alt- und Neustadt in Sterzing sowie das Stadttheater. Man wird hier wohl einige wichtige Attraktionen vermissen, dennoch sind die hier aufgelisteten jene Kulturangebote, die in der Wahrnehmung des Bezirkes eine entscheidende Rolle spielen. Beispielhaft ausgewählte Aussagen spiegeln die Meinungen der befragten Experten wider: „Gleich südlich des Brenners liegt Sterzing. Sterzing

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hat eine der schönsten Altstädte im Raum des alten Tirols, höchstens mit Hall und Schwaz ist sie vergleichbar. Es ist wirklich eine wunderschöne Stadt.“ „Was mir am Wipptal einfach gefällt, ist das Versteckte. Zum Beispiel das Dorf Gossensaß, das imponiert mir sehr. Wenn man bedenkt, dass es einmal der Tourismusort schlechthin war, und auch für das Bergwerk in Ridnaun spielte der Ort eine wichtige Rolle. Da würde ich gerne mehr darüber wissen, denn das ist sehr interessant.“ „Beim Thema Wipptal denke ich vor allem an Begriffe wie Fuggerstadt, Franzensfeste, Einmaligkeit! Da müsste man sicher noch mehr in die Tiefe gehen.“

Die Einzigartigkeit des Wipptales wird insbesondere durch den Reichtum an Klein- und Flurdenkmälern geprägt.

Gerät die Bedeutung von Kultur in Vergessenheit, werden Anziehungspunkte oft zu x-beliebigen Objekten degradiert.

Schwachstellen im Kulturbereich Doch nicht nur die wesentlichsten Stärken konnten eindeutig identifiziert werden, sondern auch die Schwächen. Vor allem ist es die Kehrseite der Medaille, die es ermöglicht, eventuelle Fehlentwicklungen zu erkennen und gegenzusteuern. Denn wenn gerade eben vom kulturellen Reichtum des Wipptales die Rede war, so genügt dieser längst nicht, wenn er niemandem bewusst ist. Anders ausgedrückt: Das Wissen allein um die Existenz eines kostbaren Schatzes ist wertlos; entscheidend ist es zu wissen, wo dieser Schatz begraben liegt und wie er sich bergen lässt. Aussagen wie das eingangs angeführte Zitat oder wie die folgenden Bemerkungen aus der Expertenbefragung sprechen eine deutliche Sprache:

GEMEINDE BRENNER

„Im Wipptal gibt es null Kultur, da gibt es vor allem Industrie. Es ist so, dass die Pustertaler und die Wipptaler für Kultur im Großen und Ganzen nichts übrig haben. Ich habe noch nie von einer Ausstellung in Sterzing gehört, da gibt es keinen Raum für Ausstellungen, keine Galerien usw.“ „Das Wipptal kennt man als Transitregion mit sportlichen Bezügen in Ratschings und eben nicht als Kulturregion. Nur die Museen sind es, die da Kulturarbeit leisten, der Rest fällt eher durch den Rost.“ „Die Diskussion, die man über unser Tal hauptsächlich hört, ist keine kulturelle, sondern die wird über Themen

Man weiß nicht mehr so recht, was es heißt, Wipptaler zu sein. Dem zweiten Problem, das im Schwund der kulturellen Identität gesehen wird, sollte wohl besondere Beachtung entgegengebracht werden. Um es ein wenig überspitzt, aber vereinfachend auf den Punkt zu bringen: Man (Auswärtige wie Einheimische) weiß nicht mehr so recht, was es heißt, Wipptaler zu sein! Die Gründe dafür sind mehrere, eine der Hauptursachen aber ist darin zu sehen, dass die kulturelle Identität immer

COMUNE BRENNERO

Die Gemeindeverwaltung Brenner wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr 2010.

L’Amministrazione comunale di Brennero augura a tutte le cittadine e i cittadini un Sereno Natale e un Felice Anno Nuovo.

Wir bedanken uns auch aufrichtig bei unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen für ihren Einsatz und allen, die der Allgemeinheit im Laufe des Jahres einen Dienst erwiesen haben. Ein besonderer Dank gilt den Vorständen und Freiwilligen unserer Vereine.

Un sincero grazie anche a tutti i nostri collaboratori e collaboratrici per il loro impegno e a tutti coloro che durante l’anno hanno reso servizi a favore della collettività. Un particolare grazie va a tutti i Presidenti e Volontari delle nostre Associazioni.

Der Bürgermeister

Il Sindaco

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wie Großprojekte geführt, oder dass Drogenkuriere an der Mautstelle aufgehalten werden. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, dieses Image loszuwerden.“ Nach der Auswertung dieser und zahlreicher ähnlicher Aussagen, die dem Bezirk allesamt eine gewisse „Kompetenz“ in kultureller Hinsicht absprechen, konnten die folgenden zwei Schwachstellen im Kulturbereich identifiziert werden: (a) Das, was es an Kultur im Wipptal gibt, wird nicht stark genug vermittelt und (b) die kulturelle Identität der Wipptaler nimmt merkbar ab.

Zur Begründung des ersten Punktes kann auch der folgende Sachverhalt dienen: Erst im Jahr 2006 ergab eine Studie der Universität Bozen (Fakultät für Bildungswissenschaften), dass nur rund ein Drittel der Einwohner die Lebensqualität im Raum Sterzing mit „gut“ bewertete; Lebensqualität wurde dabei stark von der Zufriedenheit mit dem kulturellen Angebot abhängig gemacht, die allerdings „nur“ von 22 Prozent als positiv eingestuft wurde. Mehr Informationstätigkeit zu den Veranstaltungen stand dabei an erster Stelle der gewünschten Verbesserungen. Dass also trotz großem Kulturangebot eine derartige Unzufriedenheit vorherrscht, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass viele wohl gar nichts vom überdurchschnittlich hohen Kulturangebot im Wipptal wissen. Kultur noch besser zu vermitteln wäre demnach ein erster Schritt, um die Zufriedenheit und somit auch die empfundene Lebensqualität zu steigern.

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kultur wieder heftigen Störungen ausgesetzt ist. Wenn geschichtsträchtige Häuser dem Verfall preisgegeben werden oder aufgrund von Geschäftemacherei abgebrochen werden dürfen, wenn Stadt- und Dorfbilder durch architektonische Fremdkörper ihren eigenen, ursprünglichen Charakter verlieren oder wenn durch Eingriffe in Landschaft und Natur einzigartige Postkartenmotive verunstaltet oder zerstört werden, wundert es nicht, wenn das Unverwechselbare, also die Identität einer Region, Schritt für Schritt verloren geht. Dass es überhaupt so weit kommen kann, daran sind die Entscheidungsträger, die oftmals vielleicht selbst zu wenig über die Wichtigkeit mancher Anziehungspunkte wissen, genauso Schuld wie auch mancher Einheimische, dessen kulturelles Bewusstsein einfach zu wenig ausgeprägt ist, um mit der notwendigen Überzeugung für deren Erhalt einzustehen. Fatal ist allerdings nicht nur, dass einzigartige Werte in einem historischen, architektonischen oder ökologischen Sinn unwiederbringlich verloren gehen, sondern dass damit langfristig negative Auswirkungen auf die Attraktivität der Region zu erwarten sind. Um es im Management-Jargon auszudrücken: Mit dem Verlust von Identität läuft die Region Gefahr, als Lebens- und Wirtschaftsraum an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren! Folgendes Beispiel soll diesen Zusammenhang zwischen Unwissenheit und Attraktivitätsverlust von einer anderen Perspektive beleuchten: Schutzhütten gelten aufgrund ihrer Einbettung in die Natur und die Geschichte des Landes zu jenen Attraktionspunkten, bei denen die enge Verknüpfung zwischen Kultur und Landschaft besonders gut ersichtlich sind; z.B. gilt das Becherhaus als das höchstgelegene bewirtschaftete Schutzhaus Südtirols und kann seit der Eröffnung im Jahr 1894 auf eine stolze Historie zurückblicken. Sieht man in ebendieser Hütte allerdings nur eine unter vielen bzw. ist den Verantwortlichen nicht (mehr) bewusst, dass das Schutzhaus vor allem auch aufgrund einer tieferliegenden Bedeutung ein begehrtes Tourenziel ist, kommt es so weit, dass 62

Jahren zur Kultur.“ Was bleibt zu tun?

Moderne Baukunst oder Verlust von kultureller Identität? Wird die Stileinheit von Ensembles verletzt, geht ihre Anziehungskraft für den Tourismus verloren.

sie wie im vergangenen Sommer geschlossen bleiben musste, ehe eine Lösung gefunden werden konnte. Dasselbe Schicksal ereilte übrigens auch die SterzingerHütte in Pfitsch, einzig mit dem Unterschied, dass diese bereits seit über fünf Jahren geschlossen ist und dies medial weit weniger Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat. Dass dadurch Einheimischen wie auch Wandertouristen, die in derlei Hütten mehr als nur Schutz und Übernachtungsmöglichkeit sehen, einmalige Erlebnisse verwehrt bleiben, ist ein schwer wiegendes Versäumnis. Das ungenutzte Potential Es gibt also ein enormes, noch ungenutztes Potential zu erschließen, denn die Einzigartigkeit des Wipptales ergibt sich nicht allein durch die Hauptattraktionen, sondern insbesondere durch die vielen weniger bekannten kulturellen Aspekte. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind es unzählige Besonderheiten, die zur Unverwechselbarkeit der Region beitragen: dass die nördlichste Edelkastanie Italiens in Niederried als Naturdenkmal ausgewiesen ist, dass der bekannte Tiroler Künstler Erich Keber das Kriegerdenkmal in Kematen gestaltet hat, dass die Schalensteine und die in Stein gemeißelten Symbole in der Pflerer „Hölle“ aus der germanischen Zeit stammen oder dass die kleine Brunnenquelle in Außertal/ Jaufental aus volkskundlicher Sicht als Heilquelle gilt und heutzutage als „Kraftort“ aufgesucht wird, das wissen wohl nur die Bewohner vor Ort bzw. wenige Eingeweihte. Gerade dieses, im ersten Moment unscheinbare

Wissen über kulturelle Eigenheiten trägt genauso zur Einzigartigkeit des Wipptales bei, wie beispielsweise die bekannte und prachtvolle Sterzinger Alt- und Neustadt, die mit wenigen ausgewählten Ortschaften als eine der schönsten mittelalterlichen Städte Italiens ausgezeichnet wurde. Auch die vielen unscheinbaren kulturellen Aspekte tragen zur Einzigartigkeit des Wipptales bei. Wieso sollten nicht auch vermeintliche Schwachpunkte des Wipptales zur Schärfung eines einzigartigen Profils genutzt werden? Eher negativ besetzte Themenbereiche wie „Grenze“ oder „Verkehr“ sind und waren für das Wipptal prägend und warten nur darauf, kulturell weiter aufbereitet zu werden. Wie dies aussehen könnte, zeigen folgende Beispiele, die von den Kulturexperten in den Interviews angeregt wurden: „Man müsste als Kulturveranstaltung den Grenzfall Wipptal bringen, wo man die Europäische Bedeutung des Wipptales als Scharnier ins Bild rücken kann, auf vielen kulturellen Ebenen.“ „Da müsste man das Thema ‚Grenze‘ inszenieren, das erschiene mir schon wichtig. So wie im Vinschgau das Festival Xong eine hervorragende Möglichkeit ist, das Thema Grenze und den Übergang zwischen zwei Kulturen zu inszenieren, genau so wäre das über eine fixe Einrichtung für das Wipptal interessant.“ „Ein interessantes Thema wäre es, Kultur mit Transport-, Reise- oder mit Bewegungskultur in Verbindung zu bringen. Dies gehört im Eisacktal und im Wipptal – an der Nord-Süd-Transitlinie – bereits seit mehr als 2.000

Zusammenfassend sollte versucht werden, jene kulturellen Ressourcen, die zur Unverwechselbarkeit des Bezirkes beitragen, herauszukristallisieren und das Hintergrundwissen dazu zu sammeln. Ein möglicher Ansatz wird im (Kultur-)Management in der Bildung von Netzwerken gesehen: Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen (z.B. Kulturpolitik, Tourismus, Regionalentwicklung), Vertreter einzelner Vereine und Einrichtungen (beispielsweise Vertreter des Museums- und Geschichtsvereines, von Künstlervereinigungen oder des Heimatpflegeverbandes) sowie Einzelpersonen mit besonderer Beschlagenheit im Kulturbereich könnten dadurch wertvolles Wissen bündeln. Durch den Austausch in einem Kultur-Netzwerk könnte die Bedeutung einzelner Attraktionen ausgearbeitet und gemeinsame Maßnahmen zu ihrer Förderung ergriffen werden. Kultur könnte somit bereichsübergreifend – von der Kunst über die Geschichte bis hin zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten – für Einwohner wie auch für Auswärtige zugänglich gemacht werden. Dadurch würde gleichsam die Stärkung der Identität erfolgen und die Grundlage für eine positiv empfundene Lebensqualität geschaffen, ganz nach dem Motto: Ein starkes Wipptal durch mehr Kultur! Lukas Siller Zur Person L u k a s S i l l e r, geboren 1980 in Sterzing, ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler und Lehrbeauftragter für Unternehmensführung an der Universität Innsbruck. Sein Buch mit dem Titel „Strategisches Management alpiner Destinationen“ erscheint in der Buchreihe der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft im Berliner Erich SchmidtVerlag und beschäftigt sich mit der Bedeutung der Kultur für touristische Regionen. erker dezember 09


Wir danken unseren Sponsoren

Autonime Provinz Bozen Amt für Kultur

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Ringraziamo i nostri sponsor

Ohne finanzielle Mittel ist Kultur nur in einem sehr begrenzten Maße möglich. Durch den wertvollen Beitrag unserer Sponsoren konnten wir im abgelaufenen Jahr viele Veranstaltungen verwirklichen, die sonst nicht möglich gewesen wären. Wir danken den Gönnern ganz herzlich und hoffen, dass sie uns auch im kommenden Jahr unterstützen und dass wir noch weitere Sponsoren dazugewinnen können.

Organizzare eventi culturali senza disponibilità finanziarie è possibile solo in misura ridotta. Grazie al prezioso contributo dei nostri sponsor nel 2009 abbiamo potuto organizzare molte manifestazioni, cosa altrimenti impossibile. Ringraziamo di cuore i nostri sostenitori, nella speranza che essi ci aiutino anche nel prossimo anno e, nel contempo, ci auguriamo di poter trovare altri sponsor.

Der Verwaltungsrat des Stadttheaters Sterzing

Il Consiglio d’amministrazione del Teatro Comunale di Vipiteno

Gemeinde Sterzing

Gemeinde Ratschings

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kultur

„Frei.wild“ stürmt deutsche Charts Im Gespräch mit Schlagzeuger Christian Forer aus Thuins

Die vierköpfige DeutschrockBand „Frei.wild“, der neben Band-Leader Philipp Burger aus Brixen, Bassist Jochen Gargitter (Schabs) und Gitarrist Jonas Nothdurfter (Lajen) auch Schlagzeuger Christian Forer aus Thuins angehört, ist mit ihrem neuen Album „Hart am Wind“ – es ist ihre sechste CD – kurz nach Veröffentlichung auf Platz 15 der deutschen Charts gelandet. Im November war die 2001 gegründete Band zwei Wochen lang überaus erfolgreich mit einem Bus auf ihrer ersten großen Headliner-Tournee in ganz Deutschland unterwegs.

Die Barbianer „Reach Us Endorphine“ begleitete „Frei. wild“ auf der gesamten Tour. Erker: Christian, mit „Hart im Wind“ ist Euch eine Sensation gelungen. Christian Forer: Das kann man wohl sagen. In den deutschen AlbumCharts der To p 5 0 l a n deten wir auf Platz 15, in den Newcom e r- C h a r t s lagen wir sogar auf Platz eins. Das ist schon heavy. Wie viele CDs habt Ihr bisher ver-

kauft? Genaue Verkaufszahlen liegen uns zwar nicht vor, ich denke aber, es werden so an die 15.000 in den ersten beiden Wochen seit Veröffentlichung sein. Immer wieder werdet Ihr mit den „Bösen Onkelz“ verglichen. Das stimmt, besonders bei unseren ersten CDs war dies oft der Fall. Wir sind mit der Musik und den Texten der „Onkelz“ aufgewachsen und waren fasziniert von ihrer Show. Besonders unsere Refrains, hörten wir immer wieder, seien Onkelz-lastig. Aber an die Onkelz wird so leicht wohl niemand herankom-

men. Doch so wie es eine riesengroße Onkelz-Familie gibt, die begeistert abfeiert, gibt es jetzt auch eine „Frei.wild“-Familie mit zahlreichen Fans. Gerade bei der letzten CD hat man uns immer mehr unseren eigenen Stil und eine eigene Richtung zuerkannt. Wir möchten auch nicht ständig mit den Onkelz verglichen werden. Trotzdem: Für viele sind wir ihre Nachfolger. In den ersten beiden Novemberwochen ward Ihr auf Deutschlandtournee. Ja, das war unsere erste Headliner-Tour. Und die ist wirklich

„Frei.wild“-Schlagzeuger Christian Forer 64

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super verlaufen. Dabei wussten wir überhaupt nicht, wie viele Leute kommen würden. Am Ende waren mehr als die Hälfte der Konzerte ausverkauft. In 14 Tagen gaben wir 13 Konzerte: eines in der Schweiz, zwölf in Deutschland. Das nördlichste fand in Horst an der Nordsee statt. Dabei kamen zwischen 1.000 und 2.600 Fans, insgesamt rund 17.000 Personen. Organisiert wurde unsere Tour von der Booking-Agentur des Wacken-Open-Air, des größten Heavy-Metal-Festivals überhaupt. Ihr ward im Bus unterwegs? Komfortabel war das nicht gerade. Man kann sich vorstellen, wenn 18 Leute 14 Tage lang in einem Bus hausen, da kann es schon mal drunter und drüber gehen. Doch wir haben viel geschlafen und uns mit dem Feiern zurückgehalten. Anstrengend war es allemal. Habt Ihr schon neue Pläne? Ende Dezember machen wir eine Weihnachtstour mit fünf Konzerten in Köln, Hamburg, Dresden, Gosheim und Aschaffenburg. Im Jänner beginnen wir mit den Aufnahmen für die neue CD. Ende März folgt eine weitere fünftägige Tour, im Sommer nehmen wir an mehreren großen Festivals teil und im Herbst gehen wir dann mit der neuen CD auf Tournee. Wie bist Du eigentlich zur Musik gekommen? Wie so viele habe auch ich mit der Blockflöte begonnen. Die habe ich fünf Jahre lang gespielt. Dann war ich beim Jugendchor und habe zwei Jahre bei Hans Rainer in Sterzing und ein Jahr in Auer in der Musikschule Schlagzeugunterricht genommen. Zur Musikkapelle wollte ich aber auf keinen Fall. So richtig mit dem Schlagzeugspiel begonnen habe ich dann erst zusammen mit der Gruppe „Frei.wild“ im Jahr 2001. Und wie kamst Du zu „Frei.wild“? Philipp Burger kannte ich bereits seit meinem 16. Lebensjahr. Als Philipp mit Jonas die Band gegründet hat, brauchte er einen Schlagzeuger, da bin ich ihm eingefallen. Anfangs hab ich gezögert, dann hab ich’s probiert. Den Bandnamen habe ich erfunden. Es gab damals die Gruppe „Vogelfrei“, so kam ich auf „Freiwild“, zuerst ohne Punkt, später mit Punkt, denn mit dem waidmännischen Freiwild wollten wir wirklich nichts zu tun haben. Unser Leben sollte frei und wild sein. Was fasziniert Dich an Deutschrock-Musik besonders? Eigentlich ist das ganz einfach: Unser Sänger kann nicht Englisch. Hört man sich die englische Aussprache vieler Südtiroler Bands an, stehen einem regelrecht die Haare zu Berge. Da wird was daherpalavert, was kein Mensch versteht, die Sänger oftmals am allerwenigsten. Wir jedenfalls bringen unsere Musik und unser Lebensgefühl am besten in deutscher Sprache zum Ausdruck.

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Seat Alhambra 2.0 TDi 7 Sitze, 44.000 km, Bj 2007 18.600 Euro

Schreibt Ihr Eure Songs alle selbst? Das Rohgerüst der Texte und Melodien bringt unser Sänger Philipp. Diese arbeiten wir dann gemeinsam aus. Könntest Du Dir vorstellen, Deinen Beruf als Gärtner an den Nagel zu hängen und eine Profikarriere als Musiker anzustreben? Natürlich. Sollte ich irgendwann mein Hobby zu meinem Beruf machen können, habe ich sicher nichts dagegen. In jedem Fall möchte ich im nächsten Jahr beruflich etwas kürzer treten. Seit Mai hatte ich nämlich kaum noch einen Tag frei. Beides bringe ich mit der Zeit einfach nicht mehr unter einen Hut. lg

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kultur

Pflersch

Uraufführung des Musicals „Momo“ Zu Jahreswechsel führen Wipptaler Jugendliche im Vereinshaus Pflersch zum ersten Mal überhaupt die fantastische Geschichte „Momo“ von Michael Ende als Musical auf. Regie führt die Sterzinger Theaterpädagogin Monika Leitner Bonell, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Leo Ploner aus Brixen.

Nach den erfolgreichen Jugendtheaterprojekten „Böse Mädchen“ 2006 und „Die Draculas“ 2008 stellen der Jugenddienst Sterzing in Zusammenarbeit mit dem Theaterverein Pflersch heuer mit dem Musical „Momo“ eine Uraufführung auf die Bretter. Den Jugendlichen wird dabei neben choreographischen Grundkenntnissen auch ein Stimmtraining geboten, durch das sie sich verschiedene Resonanzräume des Körpers erschließen. „Momo“ von Michael Ende ist als Roman (1973), Film und Theater bekannt, noch nie wurde es aber als Musical auf die Bühne gebracht. Als das kleine Mädchen Momo (Natalie Ploner) plötzlich in der Stadt auftaucht, sind alle Leute, die in der Nähe wohnen, sehr glücklich, denn sie haben seitdem eine gute und ganz besondere Freundin. Sie ist so besonders, weil sie die seltene Gabe hat zuzuhören. Doch allmählich fällt ein Schatten auf ihre Freundschaft, denn die Zeitdiebe (Florian Teissl, Nicole Agostini, Sarah Hofer, Astrid Holzer) breiten sich in der ganzen Stadt aus. E i n e s Ta g e s h a b e n M o m o s Freunde, Beppina, die Straßen66

kehrerin (Judith Ploner), Fusi, die Friseuse (Melanie Ploner), und Gigi, die Fremdenführerin (Michaela Markart), keine Zeit mehr, Momo zu besuchen. Die Zeitdiebe stehlen nämlich den Menschen ihre Zeit und werden immer mächtiger. Zufällig entdeckt Momo die Wahrheit und stellt damit eine große Gefahr für die Zeitdiebe dar. Sie müssen Momo aus dem Weg räumen. Aber ist Momo ganz allein im Kampf gegen die Zeitdiebe? Nicht ganz, denn zum Glück gibt es da noch Kassiopeia, die Schildkröte (Magdalena Keim), und den geheimnisvollen Verwalter der Zeit, Meister Hora (Marlis Taibon). Ob es ihnen gemeinsam gelingt, die mächtigen Zeitdiebe zu vertreiben und den Menschen die Zeit zurückzubringen? Das Thema ist heute wohl aktueller denn je. Premiere hat das Musical am 26. Dezember um 20.00 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es am 27. Dezember und 2. Jänner (20.00 Uhr), am 3. Jänner (18.00 Uhr) und am 5. Jänner (20.00 Uhr). Kartenreservierungen können unter der Rufnummer 0472 770503 (nur mittags und abends, nicht auf Anrufbeantworter) vorbestellt werden. erker dezember 09


Ausstellung

Sculture delle Ombre Der pensionierte CarabiniereUnteroffizier und Künstler Aniello Jazzetta, 1957 in Casalnuovo bei Neapel geboren und in Cortona in der Toskana ansässig, zeigt vom 5. bis zum 11. Dezember im Vigil-Raber-Saal in Sterzing Skulpturen aus seinem reichhaltigen Schaffen. Seine

Bronzefiguren scheinen aus der Schattenwelt zu kommen. Der Künstler wollte diese Schattenwelt in Figuren darstellen. Die Ausstellung steht unter dem Patronat der Carabinieri und wird von der Stadtgemeinde Sterzing unterstützt.

„Culture Clash“ Am 4. Dezember findet um 19.00 Uhr in der Grundschule von Kematen ein interaktives Theaterstück zu Integration und Migration statt. „Culture Clash“ ist die Geschichte von Max und Rana. Rana gehört zum Kulturkreis der „Roten“, Max zu den „Blauen“. Rana hört von Kindesbeinen an, „die Blauen sind doof, die Roten stolz“, Max dagegen, dass „die blauen die Besten sind“. Eines Tages begegnen sich beide an der rot-blauen Mauer. Es funkt zwischen ihnen. Ihre Liebe ist heimlich und gegen alle Regeln von „Rot“ und „Blau“. Haben Max und Rana eine Chance? Die packende Handlung in au-

ßergewöhnlicher Spielanordnung, bei der die Zuschauer live dabei sind, inmitten von „Roten“ und „Blauen“, wird vom Spielwerk Theater Eukitea aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Mit einem Kinderbuch sinnvoll helfen Die in Bruneck geborene Autorin und Buchillustratorin Manuela Gasteiger hat vor kurzem ihr erstes Bilderbuch „Die beiden Wichtelchen Murkelpurz und Lollitrott“ veröffentlicht. Diese leben hinter den Bergen im Wald und suchen dort nach Silber, Gold und Edelsteinen; dabei begegnen sie neben anderen Fabelwesen auch dem großen Ungetüm Troll, der die Wichtel fangen will. Doch die beiden sind schlau und verstecken sich, so dass der Troll sie nicht erwischt. Die Geschichte eignet sich gut erker dezember 09

zum Vorlesen für Kinder von drei bis sechs Jahren. Mit dem Verkauf des Buches unterstützt die Autorin den Verein für krebskranke Kinder „Peter Pan“ in Südtirol. 67


kultur

Franzensfeste

100.000 Besucher bei Landesausstellung Dokumentationsband „Labyrinth::Freiheit“ vorgestellt/ Neue Projekte werden geprüft

Rund 100.000 Besucher haben im vergangenen Halbjahr die Landesausstellung 2009 „Labyrinth::Freiheit“ in der Franzensfestebesucht,dieEnde Oktober ihre Tore geschlossen hat. Zu Ausstellungsschluss wurde ein Dokumentationsband zur Ausstellung vorgestellt. Im Zweijahresrhythmus veranstalten die Länder des historischen Tirols eine gemeinsame Landesausstellung. In diesem Jahr richtete das Land Südtirol die Ausstellung zum Thema „Labyrinth::Freiheit“ in der Franzensfeste aus. Das Ausstellungskonzept war über einen internationalen Ideenwettbewerb ermittelt worden. Zwischen 9. Mai und 30. Oktober zeigte „Labyrinth::Freiheit“ in 86 Räumen und auf 14.000 Quadratmetern Fläche 200 Exponate. Zu sehen gab es Arbeiten von mehr als 50 Künstlern aus Südtirol, Italien und dem europäischen Ausland. Parallel dazu luden Fotos und Filme, Tonaufnahmen, Maschinen, Plakate, Alltagskleidung und Trachten zur Auseinandersetzung mit dem Thema Freiheit ein. Im Rahmen der Ausstellung

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Projekte für eine weitere Nutzung der Festung werden derzeit geprüft.

wurde auch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konzerten, Theateraufführungen, Lesungen und verschiedenen Performances geboten, das stets ausgebucht war. In sechs Monaten konnten in der Habsburgerfestung 100.000 Besucher gezählt werden. Besonders gut besucht waren die Familiensonntage. Ende Oktober wurde nun ein Dokumentationsband der diesjähri-

Das Cover des Doku-Bandes zur Landesausstellung

gen Landesausstellung präsentiert. Das Buch, das auch eine DVD umfasst, wurde von Paolo Bianchi in Zusammenarbeit mit Paul Thuile vom Konzeptteam und Marion Piffer Damiani vom Kuratorenteam im Auftrag des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol herausgegeben. Der Katalog beinhaltet als Kernstück ein „ABC zur Landesaus-

stellung 2009“, in dem sich die Autoren in die Ideenwelt der Schau begeben, um dem „Eigensinn der Kultur“ eine Sprache zu verleihen. Dokumentiert wird darin nicht nur das Bekenntnis zur Tradition der Landesaustellung. Die Bilder zeigen auch auf, wie mit einer Art respektvoller Schamlosigkeit nach einer Erneuerung gesucht wurde. „Das vorliegende Buch ist nicht nur ein Bilder- und

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Sterzing

Bekannter Jugendbuchautor an der Oberschule Werner J. Egli begeistert Schüler mit Abenteuergeschichten

Die Landesausstellung „Labyrinth::Freiheit“ schloss Ende Oktober ihre Tore.

Lesebuch, sondern durch die vielen Audio- und Videobeiträge auf der DVD auch ein Seh- und Hörbuch“, so die Vizedirektorin des Landesmuseums Schloss Tirol und Koordinatorin der Landesausstellung, Paula Mair. Neue Projekte werden geprüft. Vor kurzem hat sich die Landesregierung erneut mit der Zukunft der Franzensfeste auseinandergesetzt. Denn seit der Schließung der Landesausstellung ist es innerhalb der Festungsmauern wieder ruhig geworden. „Wir wollen nicht, dass die beiden großen Ausstellungen – die Manifesta im Jahre 2007 und die diesjährige Landesausstellung – Eintagsfliegen bleiben. Vielmehr

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möchten wir die Franzensfeste auch künftig kontinuierlich nutzen“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder. Derzeit liegen der Landesregierung rund 25 Projekte für eine weitere Nutzung vor. Darunter finden sich auch Vorschläge für eine rein touristische Nutzung des Habsburgerbollwerks. „Wir wollen in der Festung in jedem Fall eine Begegnungsstätte schaffen, die historische Bedeutung der Franzensfeste begreifbar machen und die Festung weiter kulturell nutzen“, so der Landeshauptmann. 
Die vorliegenden Projekte werden derzeit vom Experten Benno Simma geprüft, der zu jedem einzelnen ein Gutachten erstellen und der Landesregierung dann die besten Projekte vorlegen wird.

Foto: Carla Wild

Er ist ein Autor von knallharten Geschichten. Er ist ein offener Mensch, der den Jugendlichen die Wahrheit nicht vorenthält. Sie ist rau und brutal, zumindest in Somalia oder in Guatemala, in Mexiko oder in Texas. Er schreibt keine normalen Alltagsgeschichten, keine einfühlsamen Liebesgeschichten, sondern harte Abenteuerromane, in denen sich immer wieder das Böse zeigt und Menschen, auch junge, zu Auftragsmördern, Verfolgten und Außenseitern werden. „Black Shark“ ist so ein Beispiel, das junge Leser fesselt, von der ersten bis zur letzten Seite. Egli ist viel gereist; er erzählt mit Enthusiasmus von seinem ersten Aufbruch von der Schweizer Heimat nach Kanada. Jeder hört zu, denn er spricht die Spra-

che der Jugendlichen. Er wollte zuerst Indianer werden, als Schweizer blieb das ein Traum. Der Gedanke, ein Cowboy zu werden, war da schon realistischer. Doch zunächst arbeitete er als Graphiker und Werbetexter, ehe er mit seiner Freundin Paula den Aufbruch wagte. All seine Erlebnisse hat er in der autobiographischen Roadstory „Heul doch den Mond an“ nacherzählt. Seit 30 Jahren ist dieses Buch nun schon auf dem Markt; soeben ist es in Neuauflage erschienen. „Wer keine Bücher liest und darauf auch noch stolz ist, ist saublöd“, meinte Werner J. Egli abschließend. Dem fügte er hinzu: „Lasst euch die Bücher nicht versauen!“ Carla Wild

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Mareit

Buntes Treiben in der Bibliothek

kultur

Ratschings

Herbstkonzert der Musikkapelle

Am „Tag der Bibliotheken“ gestaltete auch die Bibliothek von Mareit einen „Tag der offenen Tür“. Dabei erhielt jeder Gast einen süßen Willkommensgruß und konnte einen Nachmittag lang das abwechslungsreiche Programm nutzen. Während die größeren Leseratten in den neuen Büchern schmökerten, versuchten die kleineren ihr Glück bei den neu angekauften Spielen. Bei Speis und Trank konnte jeder Energie für das „Quiz rund um die Bibliothek“ tanken, wo es einen kleinen Preis zu gewinnen gab. Über eine umfangreiche Spielesammlung darf sich die fünfjährige Anna Schaiter freuen.

Wiesen

Abschlussfest der Sommerleseaktion

Ende Oktober fand in Wiesen das Abschlussfest der ersten Sommerleseaktion der örtlichen Bibliothek statt. 44 Familien, die insgesamt 1.150 Bücher gelesen hatten, beteiligten sich daran. Familie Windisch-Polig als Gewinner mit dem längsten Wort, das aus 26 Buchstaben bestand, wurde mit einem Südtirol-Spiel belohnt. Für jede Familie gab es Stofftaschen, zur Verfügung gestellt vom Amt für Bibliotheken und Lesen; zudem wurden tolle Sachpreise verlost. Die Erzählerinnen Leni Leitgeb und Margareta Fuchs unterhielten mit lustigen Geschichten. 70

Ende Oktober fand im Vereinshaus von Ratschings das traditionelle Herbstkonzert der Musikkapelle Ratschings unter der Leitung von Kapellmeister Walter Holzer statt. Vor zahlreichem Publikum wurden u.a. Werke von Tanzer, Tschaikowsky, Vackar und Vlak dargeboten. VSM-Obmannstellvertreter Günther Rungatscher zeichnete in der Pause Franz Seeber mit der Ehrenurkunde in Großgold für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft aus. Seeber erhielt damit als erster Musikant der Musikkapelle Ratschings diese Auszeichnung. Johann Haller wurde

für seine 15-jährige Arbeit im Ausschuss das Verdienstzeichen in Silber, Florian Schölzhorn das Verbandsehrenzeichen in Silber für seine 25-jährige Zugehörigkeit verliehen. Mit dem Herbstkonzert beschloss die Musikkapelle ihr reges Musikjahr mit insgesamt 14 Auftritten. Neben weiteren Auftritten in kleinen Gruppen hielt der Klangkörper 46 Proben ab. Obmann Martin Brunner dankte allen Musikanten für ihre Freude an der Musik und den guten Zusammenhalt sowie den Gönnern für ihre Unterstützung.

Cäcilienfeier der Musikkapelle Innerpfitsch Mitte November feierte die Musikkapelle Innerpfitsch um Kapellmeister Martin Rainer den Tag ihrer Schutzpatronin, der hl. Cäcilia. Nach einer gemeinsamen Messfeier mit dem Kirchenchor St. Jakob wurde Rückschau auf ein erfolgreiches Tätigkeitsjahr gehalten. Rainer lobte Einsatzbereitschaft, Leistung und Kameradschaft der Musikanten. Obmann Andreas Tötsch bedankte sich bei Kapellmeister Rainer, bei den Musikanten und Marketenderinnen, bei allen freiwilligen Helfern sowie bei der Gemeindeverwaltung für die finanzielle Unterstützung. Im Rahmen der Feier wurden auch langjährige Musikanten geehrt: Sylvia Messner erhielt für ihre 15-jährige Mitgliedschaft das Verbandsehrenzeichen in Bronze, Alois Tötsch für seine 25-jährige Mitgliedschaft jenes in Silber. Jugendleiterin Marlinda Tötsch berichtete über die Jugendarbeit und freute sich besonders, Judith Tötsch das Jungmusi-

(v. l.) Kapellmeister Martin Rainer, Alois Tötsch, Judith Tötsch, Marion Volgger, Sylvia Messner, Obmann Andreas Tötsch und Stefan Tötsch

kerleistungsabzeichen in Bronze und Marion Volgger sowie Stefan Tötsch jenes in Silber überreichen zu dürfen. Abschließend bedankte sich Bürgermeister Johann Frei im Namen der Gemeindeverwaltung bei der Musikkapelle für ihre Tätigkeit. erker dezember 09


Mauls

Jugendkapelle gegründet Schon vor längerer Zeit wurde in Mauls der Wunsch laut, eine Gruppe von musikbegeisterten Jugendlichen zu gründen. Die engagierte Jugendleiterin der örtlichen Musikkapelle, Simone Bergmeister, setzte nun diese Idee in die Tat um. Zusammen mit Klaus Fischnaller wurde seit

dem Sommer fleißig geprobt. Im Oktober lud die Jugendkapelle zu einem Konzert im Vereinshaus und begeisterte das Publikum mit ihren Darbietungen. Mitte November nahmen die jungen Musikanten am Jugendkapellentreffen in Fulpmes im Stubaital teil.

Singgemeinschaft Pflersch bei Chorfestival in Barcelona

Mitte Oktober nahm die Singgemeinschaft Pflersch unter der Leitung von Anna Maria Staffler am internationalen Chorfestival „Barcelona cantat“ in der katalanischen Hafenstadt teil. Als einzige Vertreter aus Südtirol wurden gemeinsam mit 14 Chören aus aller Welt drei unvergessliche Konzerte bestritten. Ein „open air“Auftritt im malerischen Poble Espanyol, ein unvergessliches Konzert mit „The Carroll Buchanan Chorale“ aus den USA und dem „Coral Can-

ticorum“ aus Barcelona in der Esglèsia de Sant Mateu sowie das große Galakonzert im Auditorium-Palau de Congressos in Girona mit rund 600 Zuhörern waren unvergessliche Erlebnisse. Den Höhepunkt bildete schließlich eine Abschlussgala im „Evenia Olympic Resort“ in Lloret de Mar an der Costa Brava. Zwischen den Konzertterminen bot sich auch Gelegenheit, die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Barcelona und Girona zu besichtigen.

Gian, gou, gee oder gean Alpen-Dialekt-Atlas online Was in Südtirol die „Gitsch“ ist, heißt in Vorarlberg „Schmelg“ und im Pinzgau „Mötzn“. Einen Überblick über die Dialekte des Alpenraums gibt seit kurzem ein Dialektatlas, den die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer erarbeitet hat. Insgesamt 5.500 Begriffe, Redewendungen und Sätze hat das Team um Germanist Hannes Scheutz für den ersten sprechenden Dialektatlas des Alpenraums im Auftrag der Arge Alp zusammengetragen und auf der Internetseite www.argealp.org veröffentlicht. erker dezember 09

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Zwischen zwei Welten

vereine

Rosa Obexer als Hebamme in Afrika Rosa Obexer, Hebamme im Krankenhaus Sterzing, war im Sommer vergangenen Jahres in Tansania, wo sie als Hebamme arbeitete und somit ihre Fachkenntnisse einbringen konnte. Am 17. Dezember wird sie von ihren Erfahrungen berichten und Einblicke in eine fremde Kultur und ihren Arbeitsalltag gewähren. Der vom Bildungsausschuss Trens veranstaltete Vortrag findet im Vereinshaus von Trens um 20.00 Uhr statt.

Wiesen

Den Pflegealltag meistern Am 14. Dezember findet im Haus der Dorfgemeinschaft in Wiesen um 19.30 Uhr ein Vortrag zum Thema „Pflegealltag: Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Entlastung“ statt.

Gossensaß

2010 wieder großer Faschingszug Am Faschingssonntag, dem 14. Februar, veranstaltet die Faschingsgilde Gossensaß wieder einen großen Faschingsumzug durch den Marktflecken. Seit 1965 ist dieser immer wieder veranstaltet worden. Am 11.11. um 11.11 Uhr beschloss das Narrenkomitee, diesmal das Faschingslaufen unter das Motto „Gossywood in love“ zu stellen. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Ein reichhaltiges Rahmenprogramm wird zudem für Kurzweil sorgen.

Törggelen der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte Anfang November traf sich die Arbeitsgemeinschaft für Behinderte beim Gasthof „Lex“ in Wiesen zu einer Törggelepartie. Bei Musik, gutem Essen, so manchem Tänzchen und Kartenspiel verbrachten die 26 Teilnehmer einen geselligen Nachmittag.

Sterzing

Besuch bei Jungschar und SKJ Die Betreuung eines Menschen zu Hause ist für die Angehörigen eine besondere Herausforderung. Das soziale Gefüge der Familie verändert sich, die Beziehungen untereinander werden manchmal sehr strapaziert, die eigenen Grenzen der Belastbarkeit werden erreicht. Deshalb ist der letzte Abend der Veranstaltungsreihe „Betreuen und pflegen zu Hause“, organisiert vom Sozial- und Gesundheitssprengel Wipptal und dem KVW-Bildungsreferat Wipptal, den Angehörigen selbst gewidmet. Mit dabei sind betroffene Angehörige, die Angehörigengruppe „Gemeinsam pflegen“, Dekan Josef Knapp, Freiwillige der Pfarrcaritas und des Sozialdienstes, Ingeborg Bauer Polo, Präsidentin der Südtiroler Alzheimergesellschaft, Psychologe Erwin Steiner, Marta von Wohlgemuth von der Hospizbewegung der Caritas und Georg Leimstädtner vom Dachverband der Sozialverbände. 72

Unlängst hat die Landesleitung der Jungschar Südtirols und der SKJ (Südtirols Katholische Jugend) den Jungschar- und Jugendgruppen des Wipptales in Sterzing einen Besuch abgestattet. Den Teilnehmern wurden das jeweilige Jahresmotto und weitere Neuigkeiten aus der Jugendstelle vorgestellt.

Kalenderaktion der FF Ratschings

Die Freiwillige Feuerwehr Ratschings führt im Dezember wieder eine Kalenderaktion in den Fraktionen M a re i t , A u ß e r r a t schings, Gasteig und Jaufental durch und bedankt sich bei der Bevölkerung schon im Voraus für die Unterstützung. erker dezember 09


„Hebn oder gian?“ 5. Ridnauner Preisspitzen

Notfallseelsorger gesucht Notfallseelsorge ist ein freiwilliger Dienst an Menschen in akuten Krisensituationen, die durch Tod, Unfall oder Katastrophen ausgelöst wurden. 1997 wurde der Dienst im Landesrettungsverein Weißes Kreuz aufgebaut, seit 2001 wird er im Raum Sterzing angeboten. Die Notfallseelsorgergruppe in Sterzing besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Sie bietet Betroffenen in Notsituationen menschliche Betreuung an, indem sie für sie da ist. Die soziale Unterstützung ist der Gruppe ein besonderes Anliegen, wobei sie bei ihren Einsätzen bemüht sind, das familiäre und das soziale Netz zu aktivieren und auf eine psychosoziale Weiterbetreuung zu verweisen. Zu ihren Aufgaben gehört u. a., Betroffene zu unterstützen, ihr Trauma zu bewältigen, sich

zu stabilisieren und ihre Handlungsfähigkeit wiederherzustellen. Außerdem begleiten sie die Hinterbliebenen beim Abschiednehmen des Verstorbenen und fördern eine gesunde Trauerkultur. Um den Dienst qualitativ und quantitativ zu verbessern, sucht die Notfallseelsorgegruppe laufend weitere Mitglieder. Interessierte können sich innerhalb 10. Jänner 2010 werktags von 19.00 bis 21.00 Uhr unter der Rufnummer 335 8434019 melden.

Am 8. Dezember veranstaltet die Knappenkapelle Ridnaun im örtlichen Vereinshaus um 10.00 Uhr zum fünften Mal ein offenes Preisspitzen (Blindwattn). Das Nenngeld pro Person beträgt 15 Euro; dabei ist das Mittagessen inbegriffen. Anmeldungen werden unter der Rufnummer 340 3715429 (18.00 – 20.00 Uhr) oder am 8. Dezember ab 9.00 Uhr zu einem Aufpreis von 5 Euro entgegengenommen. Es winken tolle Preise und a „morts Hetz“.

AVS-Senioren auf Saleck und Hauenstein

Wallfahrten nach Maria Waldrast und zur Wieskirche KVW-Bezirksausschuss die Wallfahrt unentgeltlich anbieten. Rund 40 KVW-Mitglieder nahmen am Rosenkranzsonntag auf Einladung der KVW-Ortsgruppe Sterzing an einer Wallfahrt mit Messfeier in der Wieskirche im bayerischen Pfaffenwinkel teil. Josef Kotter begleitete die Gruppe als Reiseleiter.

Eine Seniorengruppe der Alpenvereinssektion Gossensaß unternahm Ende Oktober einen Herbstausflug in das Schlerngebiet. Sie streifte vom Völser Weiher aus durch Wälder, Wiesen und Bergauen nach Seis und besuchte auch die Burgen Saleck und Hauenstein. Schließlich konnte die Gruppe den malerischen Herbsttag im Lajener Ried mit einer Törggelepartie abschließen.

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Zahlreiche Gläubige nahmen unlängst an der vom KVW-Bezirksausschuss Wipptal organisierten Wallfahrt nach Maria Waldrast teil. Dekan Josef Knapp zelebrierte mit Brüdern des Servitenklosters eine hl. Messe, die der Familienchor Wiesen mit Liedern aus dem „Davidbuch“ umrahmte. In der Predigt sprach Knapp über die Gottesmutter Maria, die den Menschen auf seinen Pfaden begleite und beschütze. Jeder Pilger erhielt ein von Sieger Köder gemaltes Marienbild, das dazu aufrufen soll, in friedlicher und christlicher Gemeinschaft zu leben. Dank einer großzügigen Spende konnte der

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vereine

Grenzen überwinden, Kultur bewahren

Ende Oktober stellten vier Schülerinnen der 3. Klasse der Mittelschule „Konrad Fischnaler“ in Begleitung von Direktorin Elisabeth Scheiber und zweier Lehrpersonen an der Universität Bozen das seit vergangenem Schuljahr laufende ComeniusProjekt „Grenzen überwinden, Kultur bewahren“ vor. Die Schülerinnen berichteten dabei über ihre Erfahrungen im vergangenen Schuljahr. Auch andere Schulen Südtirols präsentierten im Rahmen der Veranstaltung

„Good Education of Practices“ gelungene grenzüberschreitende Projekte. Zuvor hatte eine größere Schülergruppe ihre Partnerschule Pobezobice in Tschechien besucht, um Einblick in das dortige Schulleben zu gewinnen und den Schülern, die im Mai in Sterzing waren, einen Gegenbesuch abzustatten. Mit vielen positiven Eindrücken kehrten die Sterzinger Schüler nach zwei Tagen gedrängten Programms wieder nach Hause zurück.

Sterzing

Wipptaler Schachclub erfolgreich Der vor einem Jahr gegründete Club „Wipptal Schach“ hat eine erfolgreiche Saison hinter sich: Bei der diesjährigen Südtiroler Schachmeisterschaft belegte das Team in der C-Liga Ost – punktegleich mit dem Sieger – den zweiten Platz. Mittlerweile zählt der Club 15 Mitglieder unterschiedlicher Altersgruppen zwischen Brenner und Mauls. Der Schachclub trainiert jeden Dienstag ab 19.30 Uhr im Hotel „Sterzinger Moos“ in Sterzing, junge Spieler treffen

sich freitags ab 17.00 Uhr. Anfänger und Fortgeschrittene sind jederzeit willkommen und können sich unter den Rufnummern 764440 (Sergio De Bettin) oder 771157 (Josef Breitenberger) melden.

Im Gedenken an die Kriegsgefallenen Am Seelensonntag gedachten die Schützen und die Mitglieder der SKFV-Ortsgruppe in Mareit der Gefallenen beider Weltkriege. Nach der von Pfarrer Oswald Kuenzer gefeierten Gedenkmesse hielt der Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen, Pius Leitner, die Gedenkrede und erinnerte an die Opfer der Kriege. Die örtliche Musikkapelle spielte das Lied vom „Guten Kameraden“, während Schützen einen Kranz niederlegten.

Sterzing

Zweiter Platz für „RoboKids“ Frontkämpfer aus Mareit mit Pius Leitner

Sechs Schüler der Sterzinger Mittelschule Vigil Raber nahmen heuer im Rahmen der Begabtenförderung zum zweiten Mal am internationalen Roboter-Programmierwettbewerb „FIRST LEGO League“ in Schwaz teil. Aus Sensoren, Motoren und Bausteinen hatten die „RoboKids“ Marco Schölzhorn, Tobias Engl, Florian Hofer, Philipp Lanthaler, Daniela Rusu und Nadja Sorraruf mit Coach Herbert Firler einen 74

Roboter konstruiert, um mit seiner Hilfe knifflige Aufgaben am Wettkampftisch zu lösen. Nach ihrer hervorragenden Leistung bei den Robotergames (Finalrunde) verpassten die Schüler im November nur knapp das Ticket für das zentraleuropäische Finale. Der Verein First fördert in den Schulen seit Jahren praktisches Wissen auf den Gebieten Elektronik, Robotik und Modellbau.

Bürgermeister Franz Kompatscher und Frontkämpfer aus Gossensaß

Auch in Gossensaß und Pflersch gedachten Frontkämpfer und Schützen der Gefallenen. Pater Meinrad erinnerte in Gossensaß an das große Leid, das Kriege an allen Orten über Menschen bringen; in Pflersch gedachte Pfarrer Stefan Stoll in seiner

Predigt der gefallenen Toten. Die Musikkapellen begleiteten auch hier mit den traditionellen Weisen die Kranzniederlegungen, in Pflersch wurde traditionsgemäß der „Kaiserjägermarsch“ gespielt. rr erker dezember 09


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notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Difesa dalle piene dell’Isarco Affollata serata informativa sul progetto di intervento - Voci favorevoli ma anche forte opposizione dei proprietari dei terreni lungo il fiume - Non vi saranno espropri forzati assicurano i responsabili del progetto Alla presentazione pubblica a fine ottobre del progetto di difesa dalle piene dell’Isarco sono intervenuti molti cittadini. Dopo l’illustrazione delle quattro varianti da parte dell’ingegnere Guntar Mintah dello studio M&M di Bolzano, è iniziata una discussione, dalla quale è emerso un forte dissenso da parte di parecchi cittadini, confinanti e proprietari dei terreni, sul „modus operandi“ dei responsabili dell’Ufficio provinciale per la tutela delle acque. A questi si rimprovera la scarsa trasparenza e la mancata correttezza di comunicazione: alcuni hanno preso notizia solo dai

giornali, gli incontri diretti sono stati tardivi e in ogni caso troppo vaghi. Questi cittadini si dichiarano disposti a cedere una parte dei loro terreni per interventi necessari alla sicurezza della città, ma non sono disposti a farlo per interventi che non riguardano più in primo piano la sicurezza ma bensì l’abbellimento della città, con la realizzazione di zone di svago e giardini. Prende le difese del progetto l’ingegner Pollinger, direttore dell’Ufficio provinciale tutela delle acque che, dopo aver respinto le accuse di comportamento scorretto e non democratico,

garantisce che non si procederà ad espropri forzati di terreni. Altri cittadini hanno espresso il loro parere favorevole alla realizzazione del progetto, che prevede non solo la sicurezza della città, ma anche la realizzazione di parchi come luoghi di svago e di rilassamento. In particolare Toni Agostini afferma che in nessun caso si deve perdere questa occasione unica e finanziariamente già assicurata.

L’i ngegner R ober to Dinale, dell’Ufficio idrografico provinciale, solleva qualche perplessità dal punto di vista idraulico sulla possibilità di ampliamento del fiume nelle sezioni obbligate, per esempio nel caso del ponte presso il semaforo. Molto critico l’intervento dell’architetto Siegfried Delueg. Nessuna delle quattro alternative, nemmeno l’ultima, è stata progettata in base a criteri urbanisti-

Consiglio comunale Vipiteno

Aumenta l’impegno finanziario del Comune per il palaghiaccio In discussione anche la realizzazione di un supermarket a sud della città - La contestata villa prototipo a Tunes non si farà Nel consiglio comunale di inizio novembre è stato trattato come punto di massima rilevanza la futura gestione del palaghiaccio. Il palaghiaccio, di proprietà del Comune, dalla stagione invernale 1994/95 è gestito gratuitamente dalla società sport invernali WSV Vipiteno. Quest’anno i responsabili della società hanno espresso al Comune l’intenzione di recedere dal contratto, perché le spese negli ultimi anni sono notevolmente aumentate. Questo incremento è dovuto soprattutto all’elevato consumo di energia elettrica di cui la struttura necessita (685.000 kWh annui). Da circa due anni, infatti, il sistema di produzione del ghiaccio è stato rinnovato e l’impiego di ammoniaca è stato sostituito dal glicol, che è molto meno pericoloso ma comporta un notevole consumo di energia elettrica. 76

Il palaghiaccio a Vipiteno

Il Comune ha valutato la possibilità di assumersi la gestione in economia, ma è giunto alla conclusione che, prima di tutto, non dispone di sufficiente personale idoneo per gestire il servizio e inoltre dovrebbe acquistare parte dell’arredamento che appartiene al WSV, con ulteriori costi. Per questo il Comune ritiene più conveniente appaltare,

tramite procedura negoziata, la gestione dell’impianto e decide all’unanimità di stanziare nel bilancio di previsione 2010 un importo di 155.000 euro (di cui 110.000 per l’energia elettrica, fino ad un massimo di consumo di 685.000 kWh annui). Tra gli altri punti il sindaco illustra ai consiglieri, in vista della

nomina dei revisori dei conti, che esiste la possibilità per i comuni tra i 5.000 e 10.000 abitanti di nominare un unico revisore, rispetto ai tre attuali, il che comporterebbe un risparmio annuale di ca. 10.000 euro. Discordanti le opinioni tra i consiglieri: alcuni credono che un revisore competente possa svolgere lo stesso lavoro di tre, altri invece ritengono più accurata la supervisione con tre persone. Il consiglio decide quindi all’unanimità di mantenere tre revisori. Si vota poi anche per l’approvazione del piano di attuazione della zona produttiva „Via Brennero nord“: contraria Debiasi (ritiene che Vipiteno disponga già di un’area produttiva sufficiente), astenuti Alemanno, Steiner, Forer, Sterchele e Goller. Tra le varie il sindaco comunica erker dezember 09


ci degni di questo nome. Manca il lungofiume su entrambi i lati, che è un elemento essenziale per creare una vera integrazione del fiume nel tessuto urbanistico della città. In sostanza il tipo di intervento proposto potrebbe andare bene per qualsiasi altro luogo, perché non è stato concretamente pensato per il contesto urbano e fluviale della città di Vipiteno. Ora si tratta di definire, insieme con il Flussraumforum i singoli lotti dei lavori - così il direttore del progetto, Peter Hecher Questi saranno sottoposti all’approvazione delle commissioni edilizie dei comuni di Vipiteno e di Val di Vizze. Si comincerà a sud della città, nel tratto tra il ponte sul Rio Vizze e la zona sportiva. I lavori potranno essere eseguiti solo in inverno, tenendo conto della portata stagionale del fiume. cm la decisione dell’imprenditore di Vipiteno Peter Mader di ritirare la richiesta della costruzione di una „villetta prototipo“ a Tunes (la richiesta era passata dopo non poche discussioni in consiglio); sicuramente il forte dissenso della popolazione è stato decisivo. Infine i consiglieri chiedono al sindaco di illustrare le trattative che sono in atto con la società ASPIAG (titolari del market Despar), che ha manifestato interesse a costruire un supermercato più grande (su una superficie di 2.000 m²) con un parcheggio adeguato a sud della città. Alle perplessità di alcuni consiglieri il sindaco ricorda che, contestualmente al supermarket verrebbero realizzati dalla ASPIAG nei pressi della zona sportiva un sottopassaggio pedonale sotto la strada del Brennero e più a sud una rotatoria, oltre ad un nuovo hotel. Al Comune questo non costerebbe niente, mentre verrebbe risolta anche la insostenibile situazione dell’attuale parcheggio davanti al market Despar. cm erker dezember 09

Avanza il cunicolo esplorativo BBT Completata la finestra di Mules - Ora si procede verso la faglia periadriatica - Riparte il cantiere di Aica

Isabella Pedrazza, responsabile per la comunicazione della Galleria di Base del Brennero, e Marco Fornari, coordinatore del cunicolo esplorativo Italia, gentilmente illustrano lo stato di avanzamento dei lavori nei due cantieri di Aica e di Mules. Aica All’inizio di dicembre è ripreso lo scavo nel cunicolo esplorativo di Aica, che era stato sospeso in agosto per l’interferenza al km 6,150 (totale 10,470 km) di una faglia larga 5/6 m, che corre quasi parallela all’asse del cunicolo, contenente materiale fratturato per movimento di scorrimento orizzontale delle due pareti. Il movimento dell’ammasso roccioso aveva provocato delle crepe nei conci in calcestruzzo armato con cui viene rivestita la galleria di pari passo con l’avanzamento della „talpa“. Dopo una fase di indagini suppletive da parte di geologi e geotecnici, al fine di definire i parametri della

roccia e lo sviluppo della faglia, la zona interessata è stata stabilizzata nella zona di contatto con la galleria con iniezioni di resine organo-minerali per c. 60 m, consentendo la ripresa dello scavo. Proprio in questa occasione è apparsa chiara la funzione del cunicolo esplorativo per l’acquisizione di dati utili per lo scavo delle gallerie principali, che correranno 12 m sopra il cunicolo stesso. Mules Dopo 18 mesi sono stati completati il cunicolo finestra di Mules (km 1,8) ed il „camerone“, dove arriverà il cunicolo esplorativo di Aica e dove verrà smontata la grande fresa che opera lo scavo. Ora da Mules“ sono già stati scavati in sistema tradizionale (esplosivo) più di 30 m di cunicolo verso nord, scavo che dovrà proseguire per altri 500 m nel granito. Una volta terminata questa tratta, si prevede di eseguire un sondaggio geognostico orizzontale, al fine di indagare ulterior-

Utilizzazione del materiale di risulta Il materiale di risulta della discenderia di Mules fin qui scavato (granito di Bressanone) viene in grande parte frantumato e riutilizzato come inerte per calcestruzzi (nella sola zona industriale di Vipiteno ne sono state depositate 65.000 tonnellate, evitando così l’apertura di nuove cave). Il materiale scavato nella faglia non è invece adatto per asfalti e calcestruzzi, ma può essere utilizzato per rilevati e sottofondi di strade. Se il materiale risultasse non utilizzabile, potrà essere collocato presso il deposito di Genauen a sud di Mules. Attualmente lo smarino viene trasportato con automezzi attraverso il cunicolo fino alla zona 2 dell’area di Mules. Qui sono già in corso i lavori per installare un nastro trasportatore aereo che, superando la statale SS12, il fiume Isarco, l’autostrada e la ferrovia, depositerà il materiale nella cava realizzata. È allo studio la realizzazione di altri nastri trasportatori che da Genauen convoglieranno il materiale si scavo al futuro centro logistico di Le Cave, da dove potrà essere smaltito via treno. Il materiale di scavo risultante dal cunicolo esplorativo oltre la linea periadriatica verrà trasportato all’esterno tramite il nastro trasportatore presente nel cunicolo stesso e verrà lavorato e smaltito nell’area di Hinteregger, sotto Aica oppure verrà stoccato in uno dei depositi previsti dal progetto.

La zona del cantiere della finestra di Mules, veduta aerea

mente la zona del „contatto periadriatico“, ovvero quella fascia nella quale avviene il contatto tra la piattaforma tettonica africana e quella europea. La faglia, composta da un altro tipo di roccia, verrà attraversata per c. 1 km di larghezza. L’avanzamento con il metodo tradizionale in questo contesto geologico particolare richiederà la stabilizzazione preventiva della massa rocciosa, con una metodologia attualmente in fase di affinamento. Nei tratti più critici l’avanzamento potrebbe essere anche di soli 1-2 m al giorno. Oltre Mules Superata la faglia (2011), lo scavo del cunicolo verrà effettuato di nuovo con la fresa, avanzando in una roccia metamorfica abbastanza consistente (scisti cristallini del basamento metamorfico). Un capitolo ancora da scrivere. ap

Le sorgenti Lungo il cunicolo esplorativo del BBT, tra Innsbruck e Fortezza, ci sono più di 1000 sorgenti: esse vengono monitorate dal 2000 ogni 3 mesi per misurare portata, temperatura e conducibilità al fine di non intercettarle in fase di scavo. Nella zona di Mules questo pericolo non c’è, perché il cunicolo corre all’incirca sotto alla frazione di Rizzolo, con una copertura rocciosa di 5-600 m. 77


notizie dall’alta val d’isarco Vipiteno

Hockey – Primi bilanci per la SSI Vipiteno I Broncos puntano anche quest’anno ad un ruolo da protagonisti nel campionato A2 - Diversi giovani convocati nella nazionale giovanile A luglio di quest’anno Robert Stafler, già membro del direttivo della SSI Vipiteno Hockey, è stato eletto all’unanimità nuovo presidente. Il suo obiettivo è quello di proseguire il percorso in atto, puntando sempre più sul settore giovanile. La stagione agonistica è iniziata con la riconferma dell’allenatore Oly Hicks e di gran parte della rosa campione della scorsa stagione. Tra i nuovi arrivati sono sicuramente da citare l’esperto portiere bolzanino Hell e gli stranieri Kaye, Barg e Barthel. Con piacere si può

notare un folto numero di giovani e promettenti giocatori dell’Alta Val d’Isarco intorno ai vari Hannes Stofner, Florian Wieser, Christian Rainer. Dopo la conquista del titolo nella passata stagione, la società ha allestito una squadra nuovamente competitiva, con l’obiettivo anche quest’anno di recitare un ruolo da protagonista in Serie A2. Ruolo al quale i Broncos sino ad ora non sono affatto venuti meno. In questo primo scorcio di campionato si sta delineando una lotta a tre che

Calcio femminile

Un movimento in continua ascesa nell’Alta Val d’Isarco

Un’azione di gioco in una partita amichevole

vede impegnate, oltre alla formazione del Vipiteno, anche il Merano e l’Appiano. Positivo fino ad oggi anche l’avvio della stagione agonistica delle varie squadre giovanili della SSI Vipiteno impegnate nei vari campionati di appartenenza. Per il settore giovanile è stato eletto un nuovo direttivo, del quale fa parte anche Alex Gschliesser, che è stato per anni una colonna dei Broncos. Riconfermati gli allenatori Jeff Job e Toni Senn. Sono 7 in totale le squadre giovanili dei Broncos Junior, a comincia-

re dagli Under 8, Under 10, Under 11, Under 13, Under 15, Under 17 per finire con gli Under 20. La formazione degli U13, detentrice del titolo di campione d’Italia, si è mostrata già in ottima forma, grazie ai vari Markus Trenkwalder, Tommy Gschnitzer e Michael Delueg. I detentori del titolo nazionale di U19 partecipano quest’anno al campionato nazionale di U20. Tre giovani hanno già fatto il salto in prima squadra ed in totale 8 ragazzi dell’Alta Val d’Isarco sono stati convocati nella nazionale giovanile italiana. mm

Pruno

Proseguono i lavori per il sovrappasso autostradale a Pruno La viabilità slitta a primavera

La squadra che milita in serie D

Il calcio al femminile si sta confermando sempre più tra gli sport di squadra preferiti dalle giovani atlete dell’Alta Val d’Isarco. Così anche in questa stagione il CF Vipiteno di Pepi Zilio si è presentato al via dei campionati con una formazione di prima squadra impegnata in Serie D e con una squadra che partecipa al Campionato Under 14. Lodevoli sino ad ora l’impegno e l’agonismo profusi dalle ragazze allenate da Germano Marcon e Patrik Riolo. La formazione di mister Marcon che milita in Serie D si è laureata inaspettatamente campione d’inverno a pari punti con il Naz ed il Chiusa e si è pure qualificata per il prossimo turno di Coppa in programma a fine marzo 2010. Si tratta qui di un gruppo di circa 20 ragazze capitanate da Vanessa Zilio, con un’età media ben al 78

di sotto dei vent’anni. Ci sono quindi ancora ampi spazi di miglioramento e di crescita. Pure l’Under 14, guidata da Patrik Riolo, viaggia ben al di sopra delle più rosee aspettative. Le giovani atlete si trovano a lottare con formazioni come il Maia Alta per i primi posti in classifica. Visto il folto gruppo di ragazze sempre presente agli allenamenti, è già confermato che nel girone di ritorno, a partire da marzo 2010, verrà fatta una seconda squadra di Under 14. Durante la sosta invernale sono previsti vari tornei indoor, alcuni di questi anche in Austria. Qualsiasi ragazza interessata a praticare questo sport può rivolgersi per informazioni a: Germano Marcon 348-7944595 o Patrik Riolo 338-1900435. mm

Ultimi lavori per ultimare la spalla destra del sovrappasso

Come gentilmente ci informa il Direttore generale dell’Autostrada del Brennero, ing. Carlo Costa, sono state finite la spalla sinistra e la pila centrale in cemento armato, del nuovo sovrappasso autostradale e ponte sul Rio Ridanna, mentre la spalla destra è in fase di ultimazione. Entro Natale, condizioni climatiche permettendo, dovrebbe essere gettata, in un’unica soluzione, la soletta in cemento armato precompresso dello spessore di 70 cm e della lunghezza di 103 metri. Bisognerà poi attendere l’apertura post-invernale dell’impianto di conglomerati bituminosi per fare la pavimentazione di asfalto. L’apertura al traffico può essere prevista per la primavera, in ritar-

do quindi sulla prevista data di ultimazione lavori nel tardo autunno del 2009. A che cosa è dovuto il ritardo? Spalle e pila centrale devono poggiare su pali di fondazione di grande diametro gettati in opera. Ma siamo in terreno paludoso. Finché si attraversa lo strato torboso non vi sono difficoltà ma, quando si raggiunge l’acqua della falda, a circa 30 metri di profondità, il terreno comincia a franare. È stato quindi necessario rivestire con una incamiciatura metallica il getto del palo di fondazione e questo, oltre a un rilevante aumento dei costi, ha provocato un ritardo sui tempi di esecuzione. ap erker dezember 09


Vipiteno

Il Mercatino di Natale in Piazza Città Nella decima edizione sono quaranta gli stand allestiti in Piazza Città

Quest’anno sono aumentati a quaranta gli stand della decima edizione del Mercatino di Natale di Vipiteno, che ha preso il via il 27 novembre in Piazza Città e che rimarrà aperto fino al 6 gennaio 2010. La complessa organizzazione è stata messa a punto dall’Associazione Turistica con il sostegno del Comune, di commercianti, albergatori, in-

dustriali, artigiani e dello sponsor ufficiale Raiffeisenkasse Wipptal di Vipiteno e di Campo di Trens. Quello di Vipiteno è uno dei cinque mercatini originali dell’Alto Adige (Bolzano, Merano, Bressanone, Brunico, Vipiteno) e si svolge anche in collaborazione con il Mercato dell’Avvento d i Wo l f g a n g , i l p i ù b e l l o dell’Austria.

Auguriamo ai nostri lettori e collaboratori Buon Natale e Felice Anno Nuovo

Numerose le iniziative di contorno in tutto il centro storico: canti natalizi e cori, concerti di ottoni, visite guidate e giri della città in carrozza. Anche quest’anno forte il riferimento all’attività mineraria, che ha influenzato notevolmente la vita economica e l’aspetto della città. Per questo nella galleria del palazzo comunale è stata allestita una mostra con tematica mineraria. Non manca il tradizionale calendario d’avvento: ogni giorno, dal 1° al 24 dicembre, alle ore 17.00, un angioletto aprirà una finestra delle case del centro

storico. Il giorno 8 dicembre, ore 10.00-15.00, sarà possibile ottenere lo speciale annullo postale del mercatino. Quest’anno saranno posti in vendita presso l’ufficio dell’Associazione Turistica dei Lebkuchen (biscotti di panpepato) nella forma della torre cittadina. Parte del ricavato della vendita verrà destinato ad un progetto a sostegno dei bambini orfani e abbandonati dell’America centrale e meridionale. Per informazioni e programma dettagliato vedi su www.vipiteno.com.

Iniziative umanitarie natalizie a Vipiteno Bottega del Mondo La Bottega del Mondo organizza un Mercatino di Natale nei giorni 12 e 13 dicembre nella sala comunale V. Raber, ore 10-18. I collaboratori volontari preparano cestini di doni natalizi. Dalla vendita dei prodotti vengono offerte ai produttori condizioni di vita più dignitose e la speranza in un futuro migliore.

Aiutiamo i bambini ammalati di cancro

Foto: Madonna con Bambino, nella Mariahilfkapelle a Innergiggelberg/Moncucco. La cappella, nella voce popolare Schusterbauernkapelle (dal nome del maso presso cui sorge), risale al 1722, l‘altare al 1724. Il dipinto collocato sull‘altare, olio su tela, è stato restaurato nel 2000 da Karl Volgger. erker dezember 09

Anche quest’anno nel periodo dell’avvento viene avviata l’iniziativa „Sammeldose“ in favore dei bambini ammalati di cancro. Negli ultimi anni hanno aderito all’iniziativa numerose aziende e molti uomini di buona volontà. Con il denaro raccolto si potrà alleviare il grande dolore delle famiglie colpite. 79


notizie dall’alta val d’isarco

Grandi eventi musicali chiudono il 2009 ed aprono il 2010

Vipiteno

Varie e stimolanti le proposte dell’A.R.C.I.

Appuntamento con concerti di grandi orchestre e balletto al Teatro Comunale di Vipiteno

Da 30 anni è una delle associazioni culturali più vivaci in Alta Val d’Isarco

Come da consolidata tradizione, l’ARCI di Vipiteno ha preparato un fine anno con i fuochi di artificio. Ospite d’onore è questa volta la compagnia del „Teatro Nazionale Russo“ di Mosca, che presenterà lo spettacolo „Russia eterna“, una miscela esplosiva di danza, folklore, circo acrobatico e sontuosa scenografia, che attraverserà, in una frenetica sequenza di danze, l’intera storia della Russia, dai primordi al balletto moderno e contemporaneo. Dicembre per l’ARCI è anche tempo di bilanci, non solo finanziari ma anche culturali. Il circolo, ottimamente diretto da Davide Fiorotto, riassume a consuntivo un programma svolto nel 2009 di tutto rispetto, sia per numero che per spessore delle manifestazioni. Nel variegato carnet del sodalizio spiccano il cinema, con la proiezione di ben 45 film, la musica con sei concerti, dalla classica al rock, al jazz, al country e all’operetta, il teatro con sette rappresentazioni, sia amatoriali che professionistiche. Significativa anche la collaborazione con il Teatro Stabile di Bolzano, attraverso l’acquisto di 30

abbonamenti per i soci. Non poteva mancare la partecipazione a importanti eventi espositivi di livello nazionale, quali la mostra a Treviso sul Canaletto e quella su „L’età di Courbet e Monet“ a Villa Manin di Passariano. Un percorso a zig zag fra storia, archeologia, religione e gastronomia del territorio è stato sperimentato con successo nella gita ad Aquileia. Quattro conferenze infine, fra cui la presentazione di scrittori emergenti, hanno suggellato l’impegno di Fiorotto e collaboratori. Extra programma è stata poi allestita nella galleria municipale la mostra curata dall’organizzazione umanitaria Survival onlus sulle „Popolazioni tribali“. Intanto è già in fase avanzata di programmazione l’attività per il 2010, che sarà presentata a breve e che promette, come al solito, incursioni in ogni genere culturale. Che dire di questa associazione di oltre 100 soci che da circa 30 anni presidia con successo il territorio culturale di Vipiteno e dintorni? Bravi!

Russia eterna

bd

Il "Biglietto di scuse della città di Vipiteno" La città di Vipiteno ha affidato quest'anno l'esecuzione della tradizionale Entschuldigunskarte (biglietto degli auguri di buon anno in sostituzione della visita personale) a Gotthard Bonell di Trodena. Pittore, disegnatore, incisore, si dedica da 26 anni alla ritrattistica ed è uno dei più apprezzati artisti dell'Alto Adige. Per il "biglietto di scuse" per il 2010 Bonell ha scelto come motivo il ritratto dello scomparso vescovo Wilhelm Egger, che è anche cittadino onorario di Vipiteno. Il dipinto mostra il vescovo seduto, con un leggero sorriso; al bordo inferiore destro l'artista ha riprodotto lo stemma della città applicato al pastorale. Il ritratto sarà esposto nel palazzo comunale accanto a quello di un altro vipitenese, Paulinus Mayr, nato nel 1628 e nominato vescovo nel 1677. Il ritratto verrà riprodotto in fotolitografia in un numero limitato di copie e posto in vendita presso la Raiffeisenkasse Wipptal al prezzo di 30 euro. Il ricavato della vendita verrà devoluto al Vinzenzverein di Vipiteno e alla Caritas parrocchiale italiana e tedesca. 80

Concerto di Natale della „Symponic Winds“ Il concerto natalizio dell’orchestra a fiati „Symponic Winds“ a Vipiteno promette di divenire un appuntamento particolare. L’orchestra sudt i ro l e s e , o r m a i sulla scena da vent’anni, diretta da Alexander Veit, si avvale della partecipazione di un’eccezionale solista, la ventenne trombettista svedese Tine Thing Heseth, dotata di straordinario talento. Considerata una delle musiciste più prestigiose della giovane generazione, si esibisce in un repertorio molto ampio ed ha ottenuto numerosi riconoscimenti internazionali. Vipiteno, Teatro Comunale, 19 dicembre ore 20.30. I biglietti si possono prenotare presso l’Associazione Turistica di Vipiteno (tel. 0472/765325) o all’indirizzo www.vipticket.it

Musica e danza nel concerto „Russia eterna“ del teatro di Stato Nazionale Russo

Arriva in Italia per la prima volta il Teatro Nazionale Russo, fondato e diretto da Evghenij Maximov, con lo spettacolo „Russia Eterna“. Un affascinante mosaico di folklore, danza classica e moderna, circo, tramite i quali il teatro ricostruisce le principali tappe della formazione della Russia: dagli albori dell’umanità fino al 15° secolo, il tempo di Ivan il Terribile, fino al 18° secolo, il periodo dorato di Caterina la Grande. E poi la Rivoluzione di ottobre: si passa dalla danza dei marinai, alla corazzata Potemkin, alla perestroika. Infine si arriva al 21° secolo“ e qui si assiste al Festival della Gioventù nella Piazza Rossa, alle sfilate di modelle, passerelle, melodie e danze dei popoli del mondo. Lo spettacolo è organizzato dall’A.R.C.I. di Vipiteno per il 29 dicembre al Teatro Comunale, ore 21.00. La prevendita dei biglietti è affidata alla locale Associazione Turistica erker dezember 09


calendarietto

Concerto di capodanno con la „Johann Strauss-Orchester“ È divenuto ormai un atteso appuntamento il tradizionale concerto di capodanno, un invito alla musica che ormai per la sesta volta il Della Vedova Group offre ai vipitenesi. Quest’anno è di scena la rinomata „Johann Strauss-Orchester Salzburg“, costituita nel 1988: il suo vasto repertorio, che spazia da Mozart al musical, le assicura un grande successo presso il pubblico internazionale. Il programma del concerto di capodanno, diretto dal maestro Baldur Pauß, ripropone l’allegra e festosa musica viennese (ouverture, walzer, polke, marce) nei brani di celebri compositori: di Johann e Josef Strauß, di Franz Lehar, Franz v. Suppé, Emerich Kalman ed altri. Teatro Comunale di Vipiteno, 2 gennaio 2010, ore 20.30.

CAI Vipiteno 19.12.09: Natale Alpino. GAM 13.12.09: Corso sci fuoripista. UPAD Vipiteno 09.12.09: Incontro con l’arte: Vita e opere della pittrice Artemisia Gentileschi. Rel.: prof. Silvia Maurelli. Oratorio M. Schutz, 15.30. 17.12.09: Natale UPAD. Auguri sotto l’albero. Intrattenimento musicale a cura di Davide Fiorenza. Scuola di musica, Casa della Commenda, ore 15.00.

I biglietti si possono prenotare presso l’Associazione Turistica di Vipiteno (tel. 0472/765325) o all’indirizzo www.vipticket.it

Fine 2009 e inizio 2010 ricchi di appuntamenti in Alta Val d’Isarco In chiusura dell’anno vecchio e all’inizio dell’anno nuovo sono in programma in Alta Val d’Isarco numerose manifestazioni, concerti d’avvento e canti natalizi Manifestazioni 5 dicembre, ore 18.00: Sfilata tradizionale di S. Nicolò a Vipiteno. 27 dicembre: Magie sul ghiaccio. Palaghiaccio Vipiteno, ore 19.00. 31 dicembre: „2010“: Fiaccolata del Bergrettungsdienst. Monte Sommo, ore 18.00. Party di S. Silvestro a Vipiteno 31 dicembre: Grande party di fine anno in Piazza Città a Vipiteno, promosso dall’Associazione Turistica, con intrattenimento musicale per creare l’allegra e festosa atmosfera del passaggio dall’anno vecchio all’anno nuovo, mentre tra gli stand del Mercatino di Natale verranno offerte specialità gastronomiche, dalle ore 22.00 fino alle 3.00. Party dell’anno nuovo a Racines Alla stazione di valle degli impianti di risalita a Racines avrà luogo il 1° gennaio il tradizionale party per festeggiare l’anno nuovo. Lo spettacolo inizierà alle ore 14.00 con intrattenimento musicale sulla neve. Alle 17.00 la scuola di sci presenterà uno show sugli sci: discese, salti, fondo e slittino. Alla fine esploderanno i fuochi d’artificio. Canti e concerti d’avvento 8 dicembre: concerto della Banda Musicale di Vipiteno, chiesa di S. Margherita, ore 18.30. 8 dicembre: concerto della Banda Musicale di Colle Isarco, chiesa dell’Immacolata Concezione, ore 19.00. 12 dicembre: Concerto dell’Ensemble Bozen Brass. Vipiteno, chiesa di S. Spirito, ore 21.00. 18 dicembre: Concerto dei cori: Coro „Cima Bianca“, Pfarrchor Sterzing „Maria im Moos“ e „Singgemeinshaft Flersch“. Vipiteno, chiesa di S. Spirito, ore 18.30. 19 dicembre: Concerto natalizio dell’orchestra „Symphonic Winds“. Teatro Comunale Vipiteno, ore 20.30. 24 dicembre: Canti natalizi del „Männergesangverein Sterzing“ e brani natalizi della Banda Musicale di Vipiteno. Torre di Città, ore 17.00. 27 dicembre: Concerto natalizio della „Brass Vocal Ensemble“. Chiesa parrocchiale di Mareta, ore 20.30. 30 dicembre: Concerto della „Brass Band Fröschl Hall“. Teatro Comunale Vipiteno, ore 20.00. erker dezember 09

CAI Brennero 13.12.09: Natale Alpino.

A.R.C.I. Vipiteno 29.12.09: „Russia eterna“. Danza folcloristica tradizionale del corpo di ballo del „Teatro nazionale russo“. Vipiteno, Teatro Comunale, ore 21.00. Film in lingua italiana, Cinema comunale, ore 20.30. 10.12.09: „Lebanon“. Teatro Stabile di Bolzano 17.12.09: „La malattia della famiglia M“, di Fausto Paravidino. Presentato dal TSB. Teatro Comunale di Vipiteno, 20.30. Coro Amici della Montagna 12.12.09: 35a Rassegna di canti popolari e di montagna, con la partecipazione di: „Coro Amici della Montagna“ di Fortezza, „Coro Amici della Montagna“ di Origgio (VA) e del „Coro Castel Flavon“ di Bolzano. Fortezza, Centro Pluriuso „J. Wild“, ore 20.30. Ass. Naz. Carabinieri - Vipiteno 05.12.09: Scambio di auguri natalizi e rinfresco, in sede, con la partecipazione delle autorità locali e rappresentanze delle Associazioni d’Arma del circondario di Vipiteno. Sculture delle ombre 05-11.12.09: mostra del cortonese Aniello Jazzetta: le sue sculture in bronzo sembrano uscire dal mondo delle ombre per prendere corpo. La mostra è sostenuta dal patronato dell’arma di Carabinieri e dal Comune di Vipiteno. Sala comunale Vigil Raber di Vipiteno. Sportello di consulenza per donne maltrattate e i loro figli „Centro antiviolenza e casa delle donne“. 39042 Bressanone, Vicolo Cappuccini 2, tel. 0472/270450. Linea d’emergenza gratuita 0-24 h: 800 601 330. Per medici e farmacie di turno vedi pag. 114 81


sport

Start in die Olympia-Saison Nachgefragt bei den Wipptaler Wintersportlern

Ski Alpin Patrick Staudacher

Super-G-Weltmeister Patrick Staudacher hat im Mai verschiedene Paar Ski seines Ausrüsters Head getestet. Im Sommer ging es nach dem Trockentraining Ende August zum Schnalstaler Gletscher, danach flog die Mannschaft nach Argentinien, Feuerland (Patagonien) und in die Anden. Die Ziele sind für die Olympiasaison gesteckt. „Ich möchte einen guten Start hinlegen und mich Rennen für Rennen steigern. Die Resultate im Weltcup sind entscheidend, ob ich mich für Olympia qualifiziere“, so Staudacher. Die vergangene Saison war für den Athlet der Carabinieri-Sportgruppe mit der WM in Val d’Isere eher ent-

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täuschend. Im Weltcup gab es in Gröden den 8. Platz, in Kitzbühel den 13. Platz. Außerdem gewann Staudacher ein Europacuprennen. Staudis Fanclub ist immer an seiner Seite, auch wenn es einmal nicht so gut läuft. „Ich hoffe, meinen Fans heuer viel Freude bereiten zu können“, so Staudacher. Im Europacup-Auftakt auf der Reiteralm bei Salzburg landete Patrick Staudacher auf dem 8. Platz. Der Anfang ist gemacht! Ski Alpin Andy Plank

Juniorenweltmeister Andy Plank hat in San Benedetto trainiert, später folgten drei Wochen Skitraining in Argentinien. Abgehakt ist der verpatzte Auftakt im Eu-

ropacup auf der Reiteralm. Jetzt wird nach vorne geschaut. „Ich will im Europacup stark fahren, um die Chance auf einige Weltcuprennen zu haben“, so Plank. Er fährt Abfahrt, Super-G und Slalom. Zu seinem Leidwesen werden die schnellen Disziplinen weniger intensiv trainiert. Nach seinem WM-Sieg bei den Junioren in Garmisch feierte er im März im schwedischen Åre mit dem 25. Platz ein beachtliches Debüt im Weltcup. In Bezug auf seine Fans meint Andy Plank: „Ich hoffe, sie unterstützen mich und stehen hinter mir.“ Also Daumen drücken für die nächsten Rennen, die auf das Mitglied der Renngemeinschaft Wipptal und der Sportgruppe der Polizei warten. Die Austragungsorte sind Val Thorens (FRA, 3./ 4. Dezember), Lenzerheide (SUI, 8./ 9. Dezember), Kronplatz/ St. Vigil (11. Dezember), Obereggen (16. Dezember), Pozza di Fassa (18. Dezember), Madonna di Campiglio (19. Dezember). Biathlon Katja Haller Die Biathletin aus Ridnaun hat

heuer zweimal das Bett hüten und Antibiotika schlucken müssen. Im Sommer absolvierte sie ein anspruchsvolles Trockentraining. In Norwegen standen in der Folge mit der Mannschaft mehrere Trainingswochen auf dem Programm. Wichtigstes Ziel für Katja Haller ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Darüber hinaus „möchte ich das Ergebnis im Weltcup vom Vorjahr toppen und die guten Schießleistungen bestätigen.“ Haller war die neuntbeste Schützin bei den Damen im Weltcup. Die Fans sollen ihr weiterhin die Daumen drücken. „Kommt alle nach Antholz, live ist das ein unvergessliches Erlebnis“, lautet ihr Appell für das Heimrennen. Der Startschuss für den Biathlon-Weltcup fällt in der ersten Dezemberwoche in Östersund in Schweden. Naturbahnrodeln Matthias Rainer An die letzte Saison erinnert sich Matthias Rainer mit Wehmut:

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hinter mir gestanden sind und mich aufgebaut haben.“ Kunstbahnrodeln Reinhold Rainer

„Beim ersten Weltcuprennen Anfang Jänner in Mariazell zog ich mir einen Kreuzbandriss zu, der in Sterzing operiert wurde.“ Zuvor hatte Rainer den dritten Platz bei der Italienmeisterschaft erreicht und hätte mit dem Resultat einen fixen Startplatz im Weltcup gehabt. Aber es sollte nicht sein. Seit Oktober betreibt der 25-Jährige wieder Trockentraining und trainiert bereits mit der Mannschaft. Allerdings wird es sich für die neue Saison kaum mehr ausgehen. „Zu 90 Prozent werde ich aussetzen müssen, auch wenn ich vielleicht in Kürze mit dem Training im Eiskanal beginne“, sagt ein enttäuschter Sportler. Bestenfalls kann der Athlet des ASC Stange in der Mitte der Saison einsteigen. Innerhalb von zwölf Monaten ist das bereits die zweite Verletzung am selben Knie, die Rainer zu beklagen hat. In dieser schwierigen Zeit konnte der 26-jährige Wipptaler auf die Unterstützung seiner Familie, Freunde, Kollegen und Fans bauen: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die

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zu qualifizieren“, beschreibt der Jaufentaler seine Ziele. Große Hoffnungen setzt Rainer auf das Material, um im schnellsten Eiskanal der Welt (154 km/h) vorne mitmischen zu können. Die Weltcuprennen im Dezember finden in Altenberg (D, 5./ 6. Dezember) und Lillehammer (NOR, 12./ 13. Dezember) statt, Königsberg und Winterberg folgen im Jänner. Kunstbahnrodeln Sandra Gasparini

Reinhold Rainer hat sich über die Sommermonate gut auf die kommende Saison vorbereitet: „Ich fühle mich fit und freue mich auf die ersten Rennen.“ Das Trockentraining im Sommer fand großteils in Südtirol (Latsch, Gröden, Meransen und zu Hause) sowie am Faakersee in Kärnten statt. Ende September ging es mit den ersten Fahrten auf dem Eis in Norwegen los. Dort wurden erste Materialtests durchgeführt. Weitere Trainingslager wurden in Deutschland absolviert. Mitte November flog der Kunstbahnrodler der Forstwache nach Vancouver, wo die Mannschaft die Olympiabahn zum letzten Mal vor den Olympischen Spielen testen durfte. „Vorerst möchte ich gute Resultate im Weltcup erzielen, um mich für Olympia

rig und wahnsinnig schnell. Ich möchte vor allem Erfahrung für meine Zukunft sammeln“, erklärt Gasparini. Anders die Ziele im Weltcup: „Hier möchte ich einen Platz unter den Top 15 erreichen.“ Bei der Junioren-WM in Igls (25. bis 31. Jänner) will die 19-jährige Kunstbahnrodlerin ganz vorne mitmischen. In der letzten Saison wurde die Athletin der Heeressportgruppe mit der Staffel zwei Mal Dritte, bei der WM in Lake Placid verpasste sie nur knapp einen Podestplatz und wurde Vierte. Die beste Platzierung im Weltcup war der 16. Rang, im Gesamtweltcup Rang 21. Von ihren Fans erwartet sich Sandra Gasparini, dass sie immer hinter ihr stehen und „natürlich sollen sie mich so oft wie möglich an der Bahn oder vor dem Fernseher anfeuern!“. bf

Langlaufkurs in Innerpflersch Das Nachwuchstalent Sandra Gasparini hat im Sommer mit der Mannschaft und mit Athletiktrainer Matthias Schnitzer hart gearbeitet und große Fortschritte gemacht. Im September folgte in Lillehammer das erste Training auf Eis. Danach standen Trainingseinheiten in Winterberg, Altenberg und Königssee auf dem Programm. Anfang November flog die Mannschaft nach Vancouver, wo auf der Olympiabahn trainiert wurde. „Die Bahn bei den Olympischen Spielen ist technisch sehr schwie-

Die Sektion Langlauf des ASV Gossensaß organisiert in den Weihnachtsferien für Kinder der Jahrgänge 2001 bis 2003 einen Langlaufkurs im Langlaufzentrum Erl in Innerpflersch. Der Kurs beginnt am 26. Dezember und wird täglich von 14.00 bis 15.30 Uhr abgehalten. Am 5. Jänner gibt es eine Abschlussfeier mit Sachpreisen. Der Unkostenbeitrag beträgt 50 Euro. Schuhe, Skier und Stöcke werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Anmeldungen sind innerhalb 21. Dezember möglich (Tel. 0472 632428).

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sportlerportrait

Katja Haller

Die Frau, die ins Schwarze trifft Sport bestimmt ihr Leben. Genauer gesagt, das Langlaufen und das Schießen. Beides zusammen ergibt Biathlon. Katja Haller aus Ridnaun kämpfte sich mit Ausdauer und Ehrgeiz langsam, aber stetig im Biathlon nach oben. Seit sieben Jahren geht die 28-Jährige hauptberuflich als Mitglied der Sportgruppe „Fiamme Gialle“ (Finanzwache) im Weltcup an den Start. Erker: Katja, wie bist Du zum Biathlon-Sport gekommen? Katja Haller: Ich habe mit drei Jahren zuerst mit dem Skifahren angefangen. Nachdem in Ridnaun die Bedingungen dafür nicht besonders gut sind, hätte ich der Renngemeinschaft Sterzing beitreten müssen. Das wollte ich nicht und so stieg ich mit elf Jahren auf das Langlaufen um. Das Langlaufen allein war mir bald zu langweilig. Im Tal gab es bereits einige Biathleten und ich bekam die Gelegenheit, das Schießen zu probieren. Das hat mir sofort irrsinnig gefallen und ich habe in der Folge mit Biathlon begonnen.

Welchen Stellenwert hat der Biathlonsport in Ridnaun? Der Sportverein besteht fast nur mehr aus Biathleten. Im Winter befindet sich die Anlage mit 30 Schießständen in einem perfekten Zustand. Die Loipe ist nach der Erneuerung noch anspruchsvoller. Im Jahr 2011 findet hier die Europameisterschaft statt. Dennoch trainierst Du im Sommer auswärts? Über den ASV Ridnaun kam ich in den Landeskader und 1999 schließlich ich in die JuniorenNationalmannschaft. Was ist das Faszinierende an dieser Sportart? Die Kombination von zwei Sportarten, dem Präzisionsschießen und dem Langlaufen. Die absolute Beherrschung von Körper und Geist beim Wechsel zwischen der Loipe und dem Schießstand.

Katja Haller privat Geboren: 12. Jänner 1981 Sternzeichen: Steinbock, Aszendent Krebs Geburtsort: Sterzing Wohnort: Ridnaun Beruf: Finanzbeamtin Sportarten: Triathlon, Klettern, Bogenschießen Vereine: Sportgruppe „Fiamme Gialle“ 84

ar war von einem Dopingskandal einiger russischer Athletinnen überschattet. Wie beurteilst Du die Vorkommnisse? Ich bin froh, dass einige erwischt wurden, es ist nämlich schwierig, die schwarzen Schafe herauszufischen. Für das heurige Olympiajahr erwarte ich mir umfangreiche Kontrollen. Die bisherigen Erfolge im Kampf gegen Doping waren nur der berüchtigte Tropfen auf dem heißen Stein.

Katja Haller auf der Loipe in Antholz

Was ist das Geheimnis von Lauf- und Schießleistung? Ich bin erst im Laufe der Jahre ein guter Schütze geworden. Die Atmung spielt eine große Rolle und das richtige Timing im Rennen. Du kannst in der ersten Runde nicht schon alles geben; wenn du müde zum Schießen kommst, bist du nicht in der Lage, dich zu konzentrieren. Weiters sind Stabilisationsübungen

zum Aufbau der Muskulatur wichtig und natürlich sehr viel Training. Was geht Dir im Moment des Zielens und Abdrückens durch den Kopf? Der eingelernte Automatismus startet. Im Idealfall ist der Kopf ausgeschaltet. Der gesamte Vorgang läuft wie automatisch ab, voll konzentriert und ohne zu denken. Seit eineinhalb Jahren perfektionieren wir diese Kunst mit einem Psychologen. Was ist das Besondere am Biathlongewehr? Wir benützen ein 22-mm-KaliberGewehr. Es handelt sich um eine vollwertige Waffe, wofür man einen Waffenschein und einen Waffentransportschein benötigt. Die Biathlon-WM in Pyeongchang in Südkorea im Febru-

Sportliche Glanzlichter Weltcup 2008: 2. Platz mit der Mixed-Staffel in Pyeongchang in Südkorea 2008: 10. Platz im Einzel in Hochfilzen Weltmeisterschaft & Olympia 2007: 6. Platz mit der Mixed-Staffel und 12. Platz im Einzel, WM Antholz 2002: 11. Platz in der Staffel, Spiele von Salt Lake City Europacup 2004 – 06: drei 3. Plätze im Europacup Italienische Meisterschaften 2007: Italienmeisterin 2002 – 07: 11 Podiumsplätze 2001: viermalige italienische Juniorenmeisterin Im Vorjahr Landesmeisterin im Triathlon erker dezember 09


Im Sommer ist die Anlage für das Training nicht optimal, weil der Schießstand wegen des angrenzenden Wanderweges gesperrt wird. Es gibt zwar in der Halle zwei Schießstände, die sind aber wegen fehlender Wettereinflüsse fast zu optimal. Weiters gibt es keine Rollerpiste für das Lauftraining. Heuer stand sogar ein Training mit Michela Ponza auf dem Programm. Ja, das war eine tolle Erfahrung. Wir haben in Isolaccia bei Bormio, wo eine Anlage mit vier Kilometern Rollerpiste und vier Schießständen besteht, ideale Trainingsbedingungen vorgefunden. Wir haben uns gegenseitig motiviert und haben auch zusammen gewohnt. Warum zählt Antholz zu den attraktivsten Austragungsorten im Weltcup? Antholz hat eine einzigartige Landschaft und die Organisatoren stellen ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine. Neben Oberhof und Ruhpolding hat Antholz die beste Stimmung. Wie stark fühlst du den Druck in der Nationalmannschaft? Natürlich drängen junge Läuferinnen nach vorn. Das ist auch gut so. Ich bin nicht gerade die Top-Läuferin. Meine große Stärke ist die Staffel, wo ich meinen Beitrag leiste. Wie weit möchtest Du im Biathlon kommen? Ich denke, man kann immer dazulernen und größere Erfolge

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Welcher Rückschlag in Deiner Karriere fällt Dir spontan ein? Die Olympischen Spiele in Turin, wo ich für die Staffel nicht nominiert wurde. Das war eine bittere Enttäuschung, zumal ich persönlich davon überzeugt war, mir die Teilnahme verdient zu haben. Ich wollte sogar alles hinschmeißen. Die Trainer haben mich bestärkt, weiter zu machen. Die WM in Antholz 2007 lief mit dem 12. Platz dann auch sehr gut für mich.

ning und Laufen sowie der Analyse der Videoaufnahmen.

Dein schönster Erfolg? Der zweite Platz im Weltcup mit der Mixed-Staffel im Vorjahr in Pyeongchang. Im Rennen war ich erstmals zwei Mal in der Führungsposition und durfte als Nummer eins schießen.

Du lebst sozusagen aus dem Koffer. Wie lange bist Du im Jahr unterwegs? Es hat mir immer schon gefallen, unterwegs zu sein. Ich kehre aber immer wieder gerne nach Hause zurück. Von zwölf Monaten im Jahr bin ich nur zwei bis drei Monate daheim.

Wie lange möchtest Du dem Biathlon treu bleiben? Ich entscheide von Jahr zu Jahr. Heuer in der Olympiasaison zählt nicht nur „dabei sein ist alles“, sondern ich möchte eine gute Leistung erzielen mit einem Platz unter den Top ten. Interview: Bernhard Fichter

Die Mixed-Staffel erreichte bei der WM in Antholz 2007 den 6. Platz: (v.l.) Wilfried Pallhuber, Michela Ponza, Katja Haller und René Laurent Vuillermoz.

erreichen. Das ist ja das Interessante, dass man beim Schießen und Laufen nie ausgelernt hat. Wie viel Zeit nimmt der Sport in Deinem Leben ein? (lacht) Sport war für mich immer schon wichtig. Seit sieben Jahre bin ich Profisportlerin bei der Finanzwache. Biathlon ist mein Fulltime-Job, der mich 40 Stunden in der Woche beschäftigt. Wer ist Dein Sponsor? Seit zwei Jahren unterstützt mich der Werbeverein Ridnaun. Ich bin stolze Vertreterin meines Tales. Wie verläuft ein gewöhnlicher Trainingstag? Die erste Trainingsphase startet um 9 Uhr am Schießstand mit Einschießen und anschließendem Trockentraining. In der Mittagspause arbeite ich mit dem Psychologen oder gehe zur Physiotherapie. Am Nachmittag besteht die zweite Einheit aus Krafttrai-

Klipp und klar Als Kind wollte ich ... den Mount Everest besteigen. Auf die Palme bringen mich ... falsche Menschen. An anderen Menschen schätze ich ... Ehrlichkeit. Meine liebsten Hobbys sind ... lesen, gute Filme sehen, shoppen. Eine Sportart, die ich nicht ausstehen kann, ist … Wrestling. Niemals aufgeben möchte ich ... meine Patenschaft. Der bisher schönste Platz auf der Erde war ... auf der Wetterspitze. Wäre ich nicht Biathletin geworden, dann ... wäre ich Hotelsekretärin. Im Internet surfe ich auf den Seiten von ... Facebook. Vom Schießen kann mich nichts ablenken, ... weil ich immer treffe. Sportler haben mehr vom Leben, weil sie ... fit sind.

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sport

Biathlon-IBU-CUP mit 40 Nationen in Ridnaun

Langlauf-Italienmeisterschaften in Ridnaun

Vom 10. bis zum 13. Dezember macht der IBU-CUP der Biathleten – man muss schon fast sagen traditionsgemäß – in Ridnaun Station.

Vom 21. bis zum 23. Dezember werden in Ridnaun die Langlauf-Italienmeisterschaften ausgetragen.

Waren es zu Beginn der 90er Jahre gerade eine Handvoll Nationen, vorwiegend aus Mitteleuropa, die sich am Europacup bzw. dem ehemaligen Alpencup beteiligten, so hat sich diese Serie in der Zwischenzeit stark weiterentwickelt. In der Wipptaler Biathlonhochburg haben sich für die Wettkämpfe heuer nicht weniger als 40 Nationen gemeldet. Bei den Herren werden rund 200 Athleten, bei den Damen 150 Athletinnen aus der ganzen Welt erwartet. Die Spitze in dieser Sportart hat sich nicht nur im Weltcup, sondern auch im Nachwuchsbereich stark verdichtet. Tonangebend sind momentan Deutschland, Österreich, Norwegen, Frankreich, Russland und die Ukraine. Aber auch die italienische Mannschaft hat sich

vor allem durch die guten Ergebnisse im letzten Weltcupwinter wieder im Spitzenfeld zurückgemeldet. Programm: 10. Dezember 9.00 – 15.00 Uhr: Inoffizielles Training 11. Dezember 9.00 – 11.30 Uhr: Offizielles Training Männer/ Junioren 13.00 – 15.30 Uhr: Offizielles Training Frauen/ Juniorinnen 12. Dezember 10.00 Uhr: Einzel Männer 14.00 Uhr: Einzel Frauen 13. Dezember 10.00 Uhr: Sprint Männer 14.00 Uhr: Sprint Frauen

Sterzing

Weihnachtsshow auf dem Eis

Nach dem großen Erfolg der Weihnachtsshow im Vorjahr probt der Schlittschuhclub Sterzing heuer wieder fleißig für die Vorführung am 27. Dezember. Die teilnehmenden Kinder und ih86

re Trainer werden den Zuschauern wieder mit einer spannenden Wintergeschichte und Küreinlagen auf dem Eis ihr Können unter Beweis stellen. Die Show beginnt um 19.00 Uhr in der Sterzinger Eishalle.

In Ridnaun finden in diesem Winter zum ersten Mal die Langlauf-Italienmeisterschaften statt. Am 22. Dezember werden die besten Langläufer Italiens um den Sprint-Italienmeistertitel kämpfen. Am darauf folgenden Tag werden die Italienmeister im „Pursuit“ – auch unter Verfolgung bekannt – gekrönt. Dieses Rennen mit einem Massenstart bietet sehr viel Spannung, da zuerst im klassischen Stil ge-

laufen wird; nach der Hälfte des Rennens werden die Skier gewechselt und auf Freistil umgestiegen. Am Start befindet sich die gesamte Weltcupmannschaft, da diese Rennen auch als letzte Qualifikation für die nachfolgende Tour de Ski gewertet werden. Das Team rund um OKChef Walter Hochrainer wird ihr Bestes geben, um gut organisierte Rennen durchzuführen.

Eisstockschießen

SV Wiesen gewinnt internationales Turnier Der SV Wiesen hat im November ein internationales Eisstockturnier in der Eishalle Sterzing gewonnen. Der Gastgeber besiegte im Finale als Sieger der Gruppe Rot den SV Lüsen mit 25:5. Insgesamt beteiligten sich 20 Teams in zwei Gruppen am Wettkampf. Der SV Gossensaß belegte in der blauen Gruppe mit zwölf Punkten Rang fünf. Zum 80. Geburtstag von Ehrenpräsident Robert Siller organisierten die Wiesner Eisschützen Ende Oktober eine Überraschungsfeier im Gasthaus „Sonnenheim“ in Flains. Präsident Hubert Lerchegger sowie ehemalige Stockschützen und Mitglieder des Vereins gratulierten Siller zu seinem runden

Geburtstag. Als Dank für seine langjährige und ehrenamtliche Präsidentschaft erhielt Siller vom Verein eine Uhr und von der ARGE Wipptal einen Geschenkskorb überreicht. erker dezember 09


Rodler greifen in die Startbügel 16. Rodelcup im Wipptal

Thomas Larch aus Stilfes will 2010 aufs Podest.

Die Wipptaler Rodler sind auf die neue Saison bestens vorbereitet. Am 27. Dezember beginnt in Trins die Rennserie um den Wipptaler Rodelcup, zu dem rund 120 Teilnehmer erwartet werden. Das zweite Rennen wird am 6. Jänner auf der Rodelbahn Waldeben in Jaufental ausgetragen. Für das dritte Rennen am 31. Jänner ist der WSV Trins verantwortlich. Das vom ASV

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Jaufental organisierte Finale findet am 21. Februar statt. Mit der vom SV Thuins veranstalteten Abschlussfeier am 21. März im Vereinshaus von Gasteig endet der Rodelcup um OK-Präsident Walter Volgger. Regeln, Startreihenfolge und Nenngelder werden in dieser Saison beibehalten. Definitiv aufgenommen wurde die Hobbyklasse der Rodler.

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eishockey

„Im Moment zählt die Einstellung“ Trainer Oly Hicks über den Zwischenstand, die Chancen auf den Meisterpokal und die Erwartungen an seine Spieler

In der Vorrunde haben sich die Broncos Sterzing trotz Verletzungspech der Stammspieler Günther Hell, Simon Barg, Paolo Bustreo, Barthel Clayton, Philipp Pircher und Hannes Stofner achtbar geschlagen. Die Wildpferde belegten nach den ersten fünf Wochen der A2-Meisterschaft Platz drei hinter Eppan und Meran. In den zehn Spieltagen gab es zuhause drei Siege und zwei Niederlagen sowie auswärts vier Erfolge und eine Niederlage. Im Italienpokal bezwang der WSV sensationell den Erstligisten Fassa. Das Viertelfinalspiel am 17. November gegen Meister Bozen ging mit 8:2 verloren. Erker: Herr Hicks, wie kommentieren Sie den dritten Platz nach der Vorrunde? Oly Hicks: In den ersten zwei Monaten ist unglaublich viel passiert. Wir hatten in jedem Spiel m i t Ve r l e t zungen zu kämpfen. Stürmer Paolo Bustreo, der wahrscheinlich beste italienische Spieler der gesamten Liga, ist ausgefallen, dann der Tormann. Einerseits sind wir sehr zufrieden, was die jungen Spieler und der zweite Tormann Dominik Steinmann in der ersten Meisterschaftsphase geleistet haben. Andererseits wollen wir natürlich eine komplette Mannschaft haben. Wann werden die angeschlagenen Spieler wieder im Einsatz stehen? Die Verletzungen waren teilweise gravierender als befürchtet. Ich bin aber zuversichtlich, dass ab Mitte November Bustreo und Hell wieder spielen werden. 88

Wie analysieren Sie den bisherigen Verlauf der A2-Meisterschaft mit Eppan und Meran an der Spitze? Das Niveau insgesamt ist heuer besser als im Vorjahr. Eppan war in den ersten zwei Monaten die beste Mannschaft. Der erste Platz ist ohne Frage verdient. Meran spielt einen anderen Stil, ist aber ebenso stark, eine kompakte Mannschaft. Gefährlich stufe ich Gröden ein. In der Tabelle liegen sie zwar nur im Mittelfeld, aber Gröden hat eine robuste offensive Mannschaft. Hat Sterzing das Zeug, den Titel zu verteidigen? Das ist unser Ziel. Wir werden versuchen, mit den wieder genesenen Spielern neu durchzustarten. Wir wollen unter den ersten vier der Tabelle bleiben und ein starkes Play off spielen. Jetzt schauen wir aber erst einmal auf Dezember und Jänner. Der Kampf um die Meisterschaft entscheidet sich erst später. Würde die Verteidigung des Meisterpokals den Aufstieg in die A1 bedeuten? Die Entscheidung wird der Verein

treffen. Wenn wir unsere Aufgaben erfüllen, eine super Saison spielen, können wir uns sicherlich auch in der A1 behaupten. Die Schiedsrichterleistungen waren bisher in einigen Spielen umstritten. Was ist Ihre Meinung? (lacht) Was soll ich sagen. Es ist schon merkwürdig, dass wir bisher so oft Spielsituationen in Unterzahl drei gegen fünf Feldspieler hatten - auswärts, aber auch daheim, etwa gegen Gröden. Ich hoffe, das wird nicht die ganze Saison gleich weitergehen. Wie viel zählt der lautstarke Rückhalt der Zuschauer für Sie und Ihre WSV-Cracks? Die Stimmung ist für die Mannschaft sehr wichtig. Im Vergleich zum Vorjahr empfinde ich die Atmosphäre in der Arena in den ersten Wochen viel besser, es gibt auch mehr Zuschauer. Ich denke, es wird laufend besser gehen. Der Monat November hat mit dem Italienpokal eine ExtraPortion Spannung gebracht. Was erwarten Sie von Ihren Spielern?

Im Moment zählt besonders die Einstellung. Wichtig ist, dass die Spieler nicht zu sehr den Fokus auf den Meisterpokal richten. Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben, kämpfen und arbeiten, Match für Match, bis zur nächsten Runde. Die Spieler sollen immer mit einer positiven Einstellung ins Spiel gehen und nicht zu weit vorausdenken, auch wenn es einmal eine Niederlage gibt. bf Serie A2 Punktestand nach der Vorrunde 1 HC Eppan 2 HC Meran 3 Broncos Sterzing 4 Mailand RossoBlù 5 HC Gröden 6 Real Turin 7 HC Neumarkt 8 SV Kaltern

25 21 20 17 16 12 7 2

Im Dezember spielen die Broncos daheim gegen Eppan (20.), Mailand (26.), Meran (28.). erker dezember 09


Michael Markart geehrt Im November hat Landeshauptmann Luis Durnwalder 17 verdiente Sportler, allesamt Südtiroler Medaillengewinner bei Welt- oder Europameisterschaften sowie bei den Special Olympics in den vergangenen drei Jahren, im Felsenkeller des Versuchszentrums Laimburg geehrt. Unter den Geehrten war auch Michael Markart aus Jaufental, der bei den diesjährigen Special Olympics in Idaho eine Silbermedaille gewonnen hatte.

Mit Spaß und Freude Skifahren

Hallenfußballturnier in Stange Mit neuem Logo präsentiert sich die Skisektion des WSV Sterzing in dieser Wintersaison. Der neue Ausschuss, seit Mai dieses Jahres unter der Führung von Präsidentin Sabine Reitmeier, möchte dem Verein unter dem Motto „Mit Spaß und Freude Skifahren. Lernen fürs Leben!“ neuen Schwung verleihen. Neu sind die Einführung einer „Freeride-Gruppe“, neue Veranstaltungen für die breite Bevölkerung und eine grundlegende Neugestaltung des Vereinsimages (neues Logo und Neugestaltung der Homepage). Der Freeride-Kurs für Kinder zwischen zehn und 15 Jahren wird in Kooperation mit der Skischule

Sterzing angeboten. Der Verein will der Sterzinger Bevölkerung, besonders Kindern und Jugendlichen, ein attraktives Sportangebot bieten. Dabei werden auch Werte wie sportliches Verhalten, Teamgeist und Einsatzfreude gefördert. Unter Cheftrainer Alexander Polig soll dies zusammen mit fünf Skitrainern in Zukunft noch besser gelingen. Der WSV Sterzing Ski hat Anfang Dezember auf dem Roßkopf wieder mit den Trainingseinheiten für Kinder begonnen. Neueinschreibungen und nähere Auskünfte unter den Rufnummern 347 3726983 (Matthias Stötter) oder 335 7002422 (Sabine Reitmeier).

Am 6. Jänner veranstaltet die Auswahl Ridnauntal in der Halle der Sportzone Stange zum ersten Mal ein Hallenfußballturnier. Gespielt wird mit vier Feldspielern ohne Torwart. Rasante Dribblings und schnelle Spielzüge sind garantiert. Nähere Informationen gibt es unter www.ridnauntal.org.

Broncos Sterzing Italien Meister 08/09 A 2 Italien Meister 04/05 A 2

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sport

International mountain summit Bergfestival in Brixen findet viel Beachtung

Von Hanspeter Eisendle

Anfang November fand in Brixen ein Bergfestival statt, das unter dem Titel IMS (International mountain summit) internationale Beachtung fand. Vier Säulen trugen die Veranstaltung: eine Vortrags- und Diskussionsreihe, gemeinschaftliche Bergwanderungen, ein Boulder-Festival sowie die Fachartikel-Messe IMS-Expo. Die Organisation und Durchführung dieser komplexen Veranstaltung hatten alle Ingredienzien einer anspruchsvollen Erstbegehung im Gebirge: schwieriges Terrain, wenige Vorgaben und ungewisser Ausgang. Die Organisatoren-Seilschaft Alex Ploner (bekannt als TV-Moderator) und Markus Gaiser (Unternehmensberater) haben sich zusammen mit einem starken Team von Mitarbeitern auf dieses Abenteuer eingelassen. Perfekte Organisation ist aber niemals eine Garantie für einen reibungslosen Ablauf – die wahren Meister erkennt man in der Improvisation. Diesbezüglich gebührt dem gesamten Team vorbehaltlose Anerkennung. 16 international bekannte Bergsteiger, unter ihnen feste Größen wie Reinhold Messner, Sir Chris Bonington oder Steve House, folgten der Einladung, sich mit Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Bergwanderungen auf eine Art Ideenwettbewerb zum Thema Berg einzulassen. Der alte Brauch des „Abkletterns“ war die Grundidee dieser Veranstaltung, d.h. dass sich Bergsteiger aus allen möglichen Teilen der Berge so wie in früheren Zeiten treffen, um sich von ihren Touren zu erzählen, um Stilfragen zu besprechen und um neue Seilschaften zu bilden. Die mediale Globalisierung hat diesen Jahrmarkt der Abenteuer in den letzten Jahrzehnten verdrängt und verflacht. Dieser allgemeinen Oberflächlichkeit 90

Klettertalent Matthias Polig aus Ratschings

Am Ortler

Alpinist und Bergführer Hanspeter Eisendle

mit Inhalten und Internationalität entgegenzuwirken, war der Anspruch der Veranstalter und die Herausforderung für die meisten Mitwirkenden. Zu diesen zählte selbstverständlich und im besonderen Maße das vorwiegend selbst bergsteigende Publikum. Erst durch die Nähe zwischen Freizeitbergsteigern und den so genannten Profis entstand jene Atmosphäre, die diesem Festival Bedeutung gab. Dabei fiel mir und meinen Wander- und Bergführerkollegen aus Sterzing die besondere Aufgabe zu, die gemeinsamen Bergtouren zu koordinieren und zu leiten. Im Gehen öffnen sich Welten und Herzen und vielen Teilnehmern wurde im Laufe der Wandergespräche klarer, dass die Werte des Bergsteigens nicht in Rekorden, Schwierigkeitsgraden und sonstigen Zahlen liegen, sondern in der individuellen Erfahrung, einer großartigen Landschaft aus-

gesetzt zu sein. Die Stimulierung aller Sinne und die unabdingbare Eigenverantwortung gibt dem Bergsteigen eine soziale Bedeutung und hilft bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben. Dies gilt für Bergwanderer und Steilwandprofis gleichermaßen. So war der vorerst theoretische Grundtenor von Vorträgen und Gesprächsrunden, dass wir Bergsteiger selbst darauf achten müssen, unsere Technologien und Absicherungsmentalität nicht zu weit ins Gebirge zu tragen. Denn nur so können das Bergsteigen zum reglementierten Alltagsleben ein gesundes Gegengewicht darstellen und die Gebirge selbst als unverfälschter Naturerfahrungsraum erhalten bleiben. Die jüngste Generation der Bergsteiger-Großfamilie sorgte dafür, dass Bewegung in seiner explosivsten Form in die Veranstaltung kam. Das Ratschinger Kletterta-

lent Matthias Polig, Student des Sportmanagements, organisierte mit viel Einsatz, Feingefühl und Know how diverse BoulderVeranstaltungen. Schulklassen, begeisterte Freizeitkletterer und die Weltspitze dieser Kletterdisziplin lieferten sich in der Brixner Handballhalle, die kurzerhand zur Kletterhalle umfunktioniert wurde, hochwertige Wettkämpfe, die an Spannung kaum zu überbieten waren. Damit ist es den Organisatoren gelungen, das Land Südtirol authentisch und international beachtet mit dem Thema Berg zu verbinden. Bleibt zu hoffen, dass aus diesem ersten Schritt eine nachhaltige Serie gelingen möge. Obwohl ich persönlich keine Affinität zu Großveranstaltungen habe, hat mich die Teilnahme an diesem Festival mit jener Dankbarkeit erfüllt, die sich sonst oft nach einer gelungenen Bergtour einstellt. erker dezember 09


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bergsport

„Wenn ich am Gipfel ankomme, bedanke ich mich beim lieben Gott“ Das Publikum im Gespräch mit Extrembergsteigerin und Neo-Autorin Gerlinde Kaltenbrunner

Der Multivisionsvortrag der Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner „Leidenschaft Leben über 8000. Wagnis – Rückzug – Erfolg“ begeisterte im Oktober das Publikum im fast vollbesetzten Sterzinger Stadttheater. Die Raiffeisenkasse Wipptal setzte mit dieser Veranstaltung ihre Reihe zum Thema Berg fort. Gerlinde Kaltenbrunner gilt als eine der erfolgreichsten Extrembergsteigerinnen der Welt. Die ausgebildete Krankenschwester aus Spital am Pyhrn in Oberösterreich entdeckte ihre Liebe zu den Bergen bereits als „kleines Dirndl“, wie sie selbst sagt. Wegbereiter war Gemeindepfarrer Erich Tischler. Er nahm das Mädchen nach der sonntäglichen Messe auf zahlreiche Bergtouren mit. Der Traum vom Achttausender wurde 1994 im Alter von 23 Jahren zum ersten Mal mit der Besteigung des Broad-Peak-Vorgipfels in Pakistan (8.027 m) wahr. Das Feuer für die höchsten Berge der Welt war entfacht. Nach der Besteigung des Nanga Parbat im Jahr 2003 wurden finanzkräftige Sponsoren auf Kaltenbrunner aufmerksam und sie wagte den Weg in die Selbstständigkeit. Seither war die Oberösterreicherin bereits auf dem Gipfel von zwölf Achttausendern. Heuer gelang ihr die Besteigung des Lhotse, am K2 musste sie jedoch gleich zwei Mal auf über 8.000 m knapp unter dem Gipfel 92

schweren Herzens umdrehen. „Wieder hat es nicht sollen sein. Triebschnee bis zur Brust machten oberhalb vom Flaschenhals ein Vorwärtskommen äußerst riskant, somit war klar, wieder umkehren zu müssen“, schrieb sie in ihr Tagebuch. Die Stärke Kaltenbrunners liegt in ihrem großen Respekt vor den Achttausendern und darin, im richtigen Moment umdrehen zu können. „Die Natur ist so zu akzeptieren, wie sie eben ist. Wunderschön, oft unberechenbar und abweisend, das macht wahrscheinlich mitunter diese Faszination aus.“ Ihre Entscheidungen zur Umkehr trifft sie mit Bedacht, hört auf ihr Gefühl und verlässt sich auf den Innsbrucker „Wetterprofessor“ Karl Gabl. In ihrer AlpinistinnenKarriere musste sie auch bittere Rückschläge einstecken: 2007 überlebte sie ein Lawinenunglück auf dem Dhaulagiri (8.167 m) nur knapp. Ihr Zelt wurde verschüttet, zwei spanische Bergkameraden starben. Im Oktober erschien ihr erstes Buch mit dem Titel „Ganz bei mir. Leidenschaft Achttausender“. Ihre Leidenschaft gilt jedoch nicht allein den hohen Bergen des Himalajamassivs. Sie unterstützt auch die Menschen im Nepal mit dem Bau einer Schule (www.nepalhilfe.at). Publikum: Frau Kaltenbrunner, wie bereiten Sie sich mental auf die Expedition

vor? Gerlinde Kaltenbrunner: Ich bereite mich intensiv vor, mittlerweile mit mein e m M a n n Ralph, der mit mir die Leidenschaft zum Bergsteigen teilt. Der Wille, einen Gipfel zu besteigen, gibt mir die notwendige Motivation. Ich mache kein mentales Training im engeren Sinn, sondern befasse mich geistig mit dem Studium der Karten und der Geschichte des Berges. Ich wäge mögliche Gefahren ab und überlege alternative Routen. Die Energie kommt von innen, so wie sie jeder entwickelt, der innerlich für ein Ziel brennt. Ihr Mann hat bereits alle 14 Achttausender bestiegen. Wie gehen Sie mit Ihrer Leidenschaft in der Todeszone um, wenn Sie wissen, dass Sie sich im Notfall gegenseitig nicht helfen können? Die Leidenschaft ist ungebremst vorhanden. Ich gehe nicht davon aus, dass dort oben etwas passieren wird, sondern konzentriere mich voll auf mein Gefühl. Letztendlich muss sich jeder auf sich selber konzentrieren, seine eigenen Grenzen kennen. Aber es ist natürlich schön, wenn der Partner dabei ist und man sich untereinander austauschen kann.

Die gemeinsame Aussprache in schwierigen Situationen ist eine große Hilfe. Welche Rolle spielt es, dass Ihr Mann ebenfalls Bergsteiger ist? Wenn er nicht dasselbe machen würde, wäre er wahrscheinlich nicht mein Mann. In einer Beziehung zu leben, in der ein Partner einem gewöhnlichen Beruf nachgeht, wäre schwierig. Ich habe in Ralph den idealen Partner gefunden. Es gab aber auch schwierige Situationen, in denen wir getrennt unterwegs waren und uns nur mehr Sorgen um den anderen gemacht haben. Wie viel kostet eine Expedition zu den Achttausendern? Das hängt vom Gipfel ab. Die niedrigeren Achttausender kosten weniger, die höchsten um ein Vielfaches mehr. Die Genehmigungsgebühr für einen „kleinen“ Achttausender beträgt im Nepal 10.000 Dollar, die Expeditionsgebühr für den Mount Everest für sieben Leute kostet bereits 75.000 Dollar. Beten Sie am Berg? Ja. Ich bin ein gläubiger Mensch. Wenn ich am Gipfel ankomme, bedanke ich mich beim lieben Gott, dass ich da stehen darf, denn für den erfolgreichen Gipfelaufstieg muss einfach alles passen. Wie ist Ihr erstes Buch „Ganz erker dezember 09


bei mir“ entstanden? Schreiben Sie selbst? Mein erstes Buch war eine eigene Expedition. Ich habe nie gedacht, was alles dahinter steckt, ein Buch auf den Weg zu bringen. Ich habe das Buch zusammen mit CoAutorin Karin Steinbach aus St. Gallen geschrieben. Sie ist selber Bergsteigerin und hat bereits ein Buch mit Peter Habeler veröffentlicht. Wir haben drei Wochen lang intensiv zusammen am Buch gearbeitet. Ich habe ihr all meine Tagebücher zur Verfügung gestellt, was für mich eine große Überwindung war. Es sind sehr persönliche Aufzeichnungen. Ich wollte, dass sie meine Sprache trifft und daraus ein authentisches Buch wird. Die Tagebücher sind intensiv in das Buch eingeflossen. Was sind die zehn wichtigsten Sachen, die Sie in den Rucksack packen? Kocher, Gaskartuschen, Essen, Reservehandschuhe, Unterlagematte, Schlafsack, Zelt, 50 Meter Seil, die gesamte Technik, Kälteschutzcreme, Sonnenbrille, Sonnencreme, Feuerzeug, Stirn-

lampe. Sie haben gesagt, dass Sie auf 7.000 Meter bis zu fünf Liter Wasser trinken. Wie gehen Sie bei Minus 25 Grad auf die Toilette? Im Basislager zwinge ich mich, fünf Liter zu trinken, egal, wie oft ich dann aufs Klo muss. Wir haben spezielle Bekleidung mit Reisverschlusssystem, von der Unterhose bis zum Daunenanzug. Bei minus 25 bis 30 Grad und Sturmböen kann man den Daunenanzug nicht mehr ausziehen, da muss es anders funktionieren. Es ist eine ziemliche Prozedur, die in dieser Höhe halt dazugehört. Können Sie schlafen in diesen extremen Höhen bzw. wie kompensieren Sie den Schlafmangel? Ich schlafe in der Höhe mittlerweile recht gut. Ich kann bis auf 7.500 Meter entspannen und schlafe etliche Stunden. In der Nacht vor dem Gipfelgang mache ich kein Auge mehr zu. Da gehen mir tausend Dinge durch den Kopf, beispielsweise ob ich

„Ganz bei mir“ Gerlinde Kaltenbrunners erstes Buch „Ganz bei mir. Leidenschaft Achttausender“ ist im Malik-Verlag erschienen. Schon jetzt hat die Extrembergsteigerin Alpingeschichte geschrieben: Als erste Frau erreichte sie elf Achttausender, als erste Österreicherin stand sie auf dem Nanga Parbat. In ihrer Autobiografie vermittelt sie die ganze Faszination der Bergwelt und des Gipfelerlebnisses. Kaltenbrunner: „Bergsteigen ist für mich kein Wettkampf. Es ist mein Leben.“ richtig eingepackt habe. Zurück im Basislager schlafe ich mindestens 14 Stunden am Stück. Was ist Ihr nächstes Ziel? Im Frühling brechen wir voraussichtlich zum Mount Everest auf. Die zwei höchsten Berge fehlen mir ja noch. Mein Ziel ist natürlich, alle 14 Achttausender zu besteigen. Welche Tipps können Sie demjenigen geben, der mit dem Höhenbergsteigen beginnen möchte? Das Allerwichtigste ist, dem Körper in der Akklimationsphase

ausreichend Zeit zu geben. Wer zu schnell weitergeht, riskiert, höhenkrank zu werden. Ein Hauptfehler, der oft passiert. Neben dem langsamen Bewegen zu Beginn gehört das viele Trinken zum A und O. Damit kann man die meisten Höhenkrankheiten ausschließen. Das ist zwar wissenschaftlich nicht erwiesen, aber ich merke, dass es mir gut geht, wenn ich viel trinke und mir am Anfang Zeit lasse. Es wird immer ein paar wenige Menschen geben, welche die Höhe grundsätzlich nicht vertragen. Sie sollten auf kleinere Berge steigen. bf

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sport

Leichtathletik

Leichtathletik

Alex Schwazer geht neue Wege

Silvia Weissteiner hat Großes vor

Nach seiner Niederlage bei der Leichtathletik-WM in Berlin hat Alex Schwazer seinen Trainingsalltag grundlegend geändert.

Silvia Weissteiner geht nach dem sensationellen Erfolg bei der WM in Berlin mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison.

Statt das ganze Jahr über in Saluzzo zu trainieren, bestreitet der Kalcher heuer mehrere Höhentrainingslager, um sich auf den Weltcup in Chihuahua in Mexiko (1.440 m) im Mai 2010 vorzubereiten. Seit Mitte November absolviert der 24-jährige Geher ein dreiwöchiges Training im Schnalstal, von Mitte Jänner bis Mitte Februar schlägt er sein Trainingszelt am Fuße des Vulkans Pico del Teide auf Teneriffa auf, im April folgt Namibia. Der Weltcup, so Schwazer, sei für ihn wichtiger als die Europameisterschaft in Barcelona, „weil die Besten der Welt am Start sein werden“. Sein Trainer bleibt Sandro Damilano; Michele Didoni übernimmt die Betreuung im Trainingslager. Seine Niederlage bei der WM in Berlin hat Schwazer verdaut: „Ich war unzufrieden, weil die Saisonvorbereitung nach dem Olympiasieg alles andere als optimal war und ich trotzdem den Erfolg erzwingen wollte. Aber ich habe aus der WM und den vergangenen fünf Jahren gelernt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Neues auszuprobieren.“ Abwechslung soll nicht nur in den Trainingsplan, sondern auch in Schwazers Alltag kommen: „Ich will effizienter und weniger Kilometer trainieren, dafür mehr

Weissteiner ist Italiens beste Mittelstreckenläuferin, egal auf welchem Untergrund. Auch im freien Gelände war sie bereits viermal Italienmeisterin. Zum Saisonauftakt erreichte sie beim Crosslauf von Osimo (AN) im November Platz drei über 7 km. Ob sie auch bei der Cross-EM am 13. Dezember in Dublin dabei sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Auf die Hallen-WM in Doha Anfang März möchte sie diesmal verzichten. „Für mich hat die Sommersaison absolut Priorität. Sollte ich heuer auch 10.000-m-Rennen bestreiten, fehlt mir die Zeit, die 3.000-m-Distanz in der Halle gut vorzubereiten“, so Weissteiner. Während ihr Trainer Ruggero Grassi mehr Potential über 10.000 m sieht, kann sich die WM-Siebte von ihrer Paradestrecke (noch) nicht trennen. „Ich will über 5.000 m unbedingt noch eine Zeit unter 15 Minuten laufen“, formuliert die 30-Jährige eines ihrer Ziele. Das zweite große Ziel ist eine EM-Medaille. „Ein Platz unter den ersten drei wäre ein Traum. Das ist möglich, aber da muss alles passen und natürlich muss auch die Vorbereitung optimal sein. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben.“ Weissteiner schließt nicht aus, dass sie bei der EM sowohl über 10.000 m als auch über 5.000 m

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Renngeschwindigkeit.“ Der erste 50-km-Bewerb ist im März bei den Italienmeisterschaften geplant. Vo r e i n i g e n Wo c h e n s t a n d Schwazer gemeinsam mit seinem Bruder Oliver für einen TV-Spot vor der Kamera, der in Italien auf den bekanntesten TV-Kanälen ausgestrahlt wird. Gedreht wurde drei Tage lang in Jaufental und in Ridnaun. Zu sehen ist der Spot auf dem Videoportal YouTube mit der Eingabe von „spot kinder con Alex Schwazer“.

an den Start gehen wird. Aber das hängt ganz vom Saisonverlauf ab. Vier Athleten des ASV Sterzing Volksbank sind Anfang November beim ersten nationalen Crosslauf von Osimo bei Ancona an den Start gegangen. Bei den Junioren (Jg. 90/91) belegten unter 70 Teilnehmern Stefan Premstaller und Alexander Rampelotto über 6 km jeweils die Plätze 14 und 18. Bei den Schülerinnen A (Jg. 94/95) erreichten Lisa Aichholzer und Anna Stefani über 2,5 km jeweils die Ränge 3 und 10.

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Schwimmen

Sterzinger Schwimmer im HÜhenflug Andreas Pillon bricht Landesrekord Die neue Saison hätte fßr die Schwimmsektion der Polisportiva Sterzing kaum besser beginnen kÜnnen. Die bisherigen Resultate lassen auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

H@><:7>:I$ODC6H8> Die Sterzinger Schwimmer in Innsbruck

Beim Meeting Nico Sapio in Genua ist es dem Sterzinger Andreas Pillon gelungen, nach 18 Jahren den Jugend-Landesrekord von Andreas Tschurtschenthaler Ăźber 100 m Brust zu brechen. Pillon stellte den Rekord des Meraners ein (1.08,22 min.) und steigerte sich im Finale auf die neue Bestzeit von 1.08,12 Minuten. Charlotte Hartung erreichte mit neuer Bestzeit in 1.03,37 Minuten als Vierte das Finale, wo sie den 7. Platz belegte. Das Finale bestritt auch Fabio De Santis Ăźber 100 m Kraul und erreichte Rang sieben mit 57,48 Sekunden. Knapp verfehlt hat das 100-mKraul-Finale Claudia De Santis als Neunte. Beim Meeting in Innsbruck schaff-

te Hartung ßber 100 m Rßcken mit 1.03,52 Minuten eine neue persÜnliche Bestzeit und holte zwei Siege ßber 100 und 200 m Rßcken sowie Podestplätze ßber 100 und 400 m Kraul und ßber 200 m Mix. Weitere Medaillen erschwammen Helena Ossana (100, 200 m Brust), Pillon (100, 200 m Brust) und Claudia De Santis (400 m Kraul). In der vergangenen Saison holten die Schwimmer der Polisportiva acht Regionalmeistertitel, zwei Landesmeistertitel, 19 Landesrekorde, neun Regionalrekorde und drei Platzierungen unter den TopTen bei den Italienmeisterschaften. Die Athleten Andreas Pillon, Charlotte Hartung, Christian Nagler und Elisa Eisendle sind Mitglieder im Landeskader.

Wipptaler bei New-York-City-Marathon Der 20. New-York-CityMarathon brach alle Rekorde. Mehr als 43.300 Läufer erreichten das Ziel im Centralpark; die Anzahl der italienischen (3.500) und SĂźdtiroler Teilnehmer (70) war so groĂ&#x; wie nie zuvor. Mit dabei waren auch drei Wipptaler. Trotz Ăźberaus windiger und kĂźhler Witterung erzielten sie sehr gute Zeiten: Alexander Kruselburger (2.45 Std.) und Ulrich SchĂślzhorn (2.48 Std.) belegten die Plätze 221 und 313. Hinter Hermann AchmĂźller und Gunnar Leitner platzierten sie sich als drittbzw. viertbeste SĂźdtiroler. Mit dabei war auch Werner Steindl, der das Ziel aus gesundheitlichen GrĂźnden nicht erreichen konnte. erker dezember 09

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sport

sport

Frauenfußball

Trainer Ernandes geht

Frühwinterliche Wanderung zur Mittewalder Alm (1.670 m) Ausgangspunkt der Wanderung ist Mittewald (Anfahrt mit Zug oder Bus möglich). Wir wandern den Fahrradweg entlang in Richtung Sterzing, bis wir zum Schaukraftwerk gelangen. Dieses kann jederzeit besichtigt und durch einen Knopfdruck das alte Kraftwerk für kurze Zeit in Gang gesetzt werden. Der Weg mit der Markierung 21 wurde im unteren Teil wieder in Stand gesetzt, weiter oben empfiehlt es sich aber, der Forststraße zu folgen. Nach etwa zwei Stunden Anstieg gelangen wir zu den flachen Wiesen der Mittewalder Alm. Da auch heuer der Winter auf dieser Höhe schon früh hereingebrochen ist, ist es ratsam, nach kurzer Rast wieder den Rückweg anzutreten. Da die Wege oft schneebedeckt und eisig sind, ist auch auf der steilen Straße Vorsicht geboten, und man sollte doch einige Stunden vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Tal zurück sein. Im Sommer sind die Scheibenspitze (2.378 m) und das Kreuzjoch (2.560 m) einsame, aber lohnende Gipfel, die allerdings Trittsicherheit erfordern. Hans Steinmann, AVS-Mauls

Trainer Maurinho Ernandes und der CF Südtirol haben ihre Zusammenarbeit vorzeitig beendet. Als Grund für die Auflösung des Vertrages nennt die Pressestelle „unterschiedliche technische und taktische Ansichten zwischen den verantwortlichen Mitgliedern, die schwierige Führung der Mannschaft in ihrem ersten Serie-A2-Jahr sowie unvorhergesehene berufliche Ver-

pflichtungen des Trainers.“ Die technische Leitung des Frauenfußballteams übernimmt vorübergehend der derzeitige Sportdirektor Roberto Genta.

Tennis

Erfolgreiche Saison für Freienfelder

Die Herrenmannschaft Freienfeld B im neuen Dress

Die Tennissektion Freienfeld R a i ff e i s e n n a h m h e u e r m i t drei Herren- und einer Damenmannschaft an den Südtiroler Tennismeisterschaften teil. Die Herrenmannschaft der Serie D3 konnte den Klassenerhalt sichern. Die Damen wurden Gruppensieger, scheiterten aber im Halbfinale und verpassten somit knapp den Aufstieg in die zweite Liga. Erfolge konnten in der vergangenen

Saison auch die zwei Herrenmannschaften der Serie D4 verbuchen. Beim diesjährigen Vereinsturnier standen sich Benno Linser und Georg Forcher im Finale gegenüber, das schließlich Linser für sich entscheiden konnte. Auch der Kindertenniskurs fand wieder großen Anklang. 22 tennisbegeisterte Kinder nahmen unter der Leitung von Hans Aukenthaler daran teil.

Dartsport

Siller ist Vize-Italienmeister Anfang November fand in Verona das Finale der Italienmeisterschaft im BullShooter-Dart statt. Mit einer Südtiroler Mannschaft mit dabei war auch wieder Alex Siller aus Mareit. Die Mannschaft holte im Bull-Shooter-Teambewerb den Vize-Italienmeistertitel; den nationalen Titel gewann ein Team aus Verona. 96

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Die Seite der Bezirksgemeinschaft Wipptal La pagina della Comunità comprensoriale Wipptal Abteilung Bezirksaltenheim:

Ripartizione Casa di riposo comprensoriale:

Kurzzeitaufenthalte im Altenheim: Soggiorni brevi nella Casa di eine willkommene Entlastung! riposo: un servizio gradito!

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Die Landesregierung hat 2009 die Akkreditierungskriterien sowie das Fünfjahresprogramm zur Harmonisierung der Leistungen in den Alten- und Pflegeheimen erlassen.

La Giunta provinciale nel 2009 ha approvato i criteri per l’accreditamento ed il programma quinquennale per l’armonizzazione delle prestazioni nelle Case di riposo e di cura.

Es handelt sich dabei um eine Reihe von Bestimmungen, die einen bestimmten sozialen und fachlichen Standard bei den angebotenen Pflegediensten sicherstellen sollen.

Ivi sono previste una serie di disposizioni mirate ad accertare degli standard sociali e professionali delle prestazioni assistenziali offerte.

Manche der neuen Vorgaben sind im Bezirksaltenheim Wipptal bereits verwirklicht (z.B. Dienstcharta, Organigramm, Qualitätsmanagement-System). Für andere gibt es zwar die jeweiligen Angebote, häufig werden diese allerdings nur zaghaft genutzt. Dabei sind sicherlich die Kurzzeitaufenthalte zu nennen.

Alcune delle nuove indicazioni vengono già attuate nella Casa di riposo comprensoriale Wipptal (p.es. Carta del servizio, Organigramma, Sistema di management della qualità). Per altre invece esistono già delle offerte ma non vengono molto sfruttate. Tra queste vanno sicuramente menzionati i soggiorni brevi.

Kurzzeitaufenthalte sind Aufnahmen von Senioren und Pflegefällen für eine festgelegte und zeitlich begrenzte Frist. Im Bezirksaltenheim Wipptal stehen dafür zwei Betten bereit, die für Zeiträume ab einer Woche und bis zu einem Monat vergeben werden.

I soggiorni brevi riguardano le assunzioni di anziani e persone bisognose di cura per un arco di tempo prestabilito e limitato. Nella Casa di riposo comprensoriale Wipptal sono riservati due letti per quest’uso, per periodi che vanno da una settimana ad un mese.

Kurzzeitaufenthalte sind vorwiegend für Senioren gedacht, die sonst zu Hause von Angehörigen betreut werden. Sie bieten sich besonders an, um:

I soggiorni brevi sono indicati per le persone che abitualmente vengono curate a casa dai loro familiari. Sono indicati soprattutto per:

• die pflegende Person zu Hause zu entlasten und auch ihr das Einlegen von Erholungsphasen zu ermöglichen;

• alleggerire il lavoro della persona che presta assistenza a casa e per permetterle di avere un periodo di riposo;

• Notsituationen zu überbrücken, die eine zeitweilige Unterbringung des Betreuten im Heim nahe legen;

• superare situazioni di emergenza che suggeriscono la sistemazione dell’assistito in una casa di riposo;

• Personen nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus angemessen zu versorgen, wenn eine Rückkehr nach Hause nicht unmittelbar anzuraten ist.

• offrire alle persone dimesse dall’ospedale una cura adeguata nei casi in cui un immediato ritorno a casa propria non sia consigliato.

Kurzzeitaufenthalte konzentrieren sich vor allem auf die Sommermonate, wenn sich die Pflegepersonen in den wohlverdienten Urlaub aufmachen. Dann sind die verfügbaren Plätze in der Regel auch rasch „ausgebucht“. Es spricht also nichts dagegen, vom Kurzzeitangebot auch abseits der üblichen „Sommerfrische“ Gebrauch zu machen. Pflegearbeit zu Hause ist mitunter sehr kräftezehrend und verdient auch zwischendurch einmal eine Erholungsphase! Wir stehen dann gerne bereit! Unser Sekretariat informiert und berät Sie gerne!

I soggiorni brevi si concentrano soprattutto nei mesi estivi, quando le persone che assistono abitualmente partono per le meritate vacanze. Di conseguenza la disponibilità di posti viene esaurita in fretta. Nulla osta quindi a cogliere questa offerta del soggiorno breve anche al di fuori del solito periodo di ferie. La cura a casa è un lavoro abbastanza usurante e delle pause rigeneranti risultano più che meritate ogni tanto! Siamo pronti per queste occasioni! La nostra segreteria risponderà volentieri ai Vostri quesiti!

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gesundheit

Was tun bei Grippe?

Hilfe bei Depressionen Die Depression ist laut der Weltgesundheitsorganisation die Volkskrankheit, die den Menschen am meisten gesunde Lebensjahre raubt. In hoch entwickelten Ländern verschlingt sie ein Prozent des Bruttosozialproduktes. Ein Drittel aller Erkrankten sucht keine Hilfe. Nur die Hälfte aller depressiven Patienten wird von Ärzten erkannt und richtig behandelt. 40 bis 70 Prozent aller Selbsttötungen sind laut internationalen Schätzungen auf Depressionen zurückzuführen. Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die durch Psychotherapie und antidepressive Medikamente gut behandelt werden kann. Fünf Prozent der Bevölkerung in der westlichen Welt leiden in jedem Augenblick an Depressionen, das sind in Südtirol gut 22.000 Menschen, doppelt so viele Frauen wie Männer. In den

Großstädten sind es zehn Prozent der Bewohner. Depressionen hängen mit der Leistungsgesellschaft und dem hektischen Lebensrhythmus zusammen. Auch erbliche Einflüsse und frühkindliche Erfahrungen spielen eine große Rolle. Als beste Anlaufstelle für depressiv Erkrankte gelten Hausärzte, Zentren Psychischer Gesundheit und Psychologische Dienste, aber auch privat praktizierende Psychiater und Psychotherapeuten. In Notfällen, die mit schwerer Erkrankung oder Suizidgefahr verknüpft sind, sollte man sich an die ErstenHilfe-Station der Krankenhäuser in Südtirol wenden. Dort besteht rund um die Uhr ein psychiatrischer Bereitschaftsdienst. Auch die Telefonseelsorge der Caritas, „telefono amico“ und „Young & direct“, sind wertvolle Anlaufstellen und Gesprächspartner in seelischen Krisen.

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Sterzing

Lilliput Kindermode in der Neustadt eröffnet Mitte August wurde in Sterzing ein neues Geschäft für Kindermode eröffnet. Bei Kindermode Lilliput finden Sie trendige Mode von 0 bis 14 Jahren, wobei das Hauptaugenmerk auf Qualität und Verarbeitung gelegt wird. Dabei wurden vor allem Marken gesucht, die es in Südtirol noch kaum bzw. gar nicht gibt oder die einfach ein besonderes Design haben. Dieses kann mal farbenfroh, rockig, verspielt, klassisch oder edel sein. Bei Lilliput Kindermode findet jeder Geschmack die passende Kleidung. Ab Jänner werden Schuhe von Naturino und New Balance das Sortiment ergänzen. Es werden Markenbekleidung von Dodipetto, NAFNAF, Chevignon, Lipfish, Minymo, Phister & Philina, Cupcake, Bambibel, Manai und Miss Manai, Pixel, Desigual Kids, Lourdes, Mash, Regenbekleidung von Playshoes, Lauflernschuhe von Anna & Paul und 100

Pediped sowie Strumpfwaren und Unterwäsche sowie EWERS angeboten. Bei Lilliput Kindermode finden Sie Qualität zu fairen Preisen. Kommen Sie vorbei und überzeugen Sie sich, Elke und Karin freuen sich auf Ihren Besuch. Lilliput Kindermode Neustadt 26 39049 Sterzing Tel. 0472 765327

Besonders zu dieser Jahreszeit, am Höhepunkt der Grippesaison, ist unser Immunsystem gefordert. Ständig sind wir eindringenden Krankheitserregern ausgesetzt, die unsere Abwehr angreifen. Je besser das Immunsystem arbeitet, umso weniger Infektionen fangen wir uns ein.

Der Körper verfügt über ein kompliziertes Abwehrsystem, das eindringende Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze) und von diesen produzierte Stoffe abfängt und vernichtet. Man unterscheidet dabei zwei Systeme, die eng zusammenarbeiten. Das so genannte unspezifische Abwehrsystem richtet sich ganz allgemein gegen eingedrungene Krankheitserreger und versucht – unabhängig von der Art der Erreger und der auslösenden Erkrankung – sie abzutöten. Das zweite System ist das spezifische Abwehrsystem. Es geht viel gezielter gegen Krankheitskeime vor, indem es – entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Erregers – spezielle Gegengifte (so genannte Antikörper) bildet, mit deren Hilfe die Krankheit überwunden wird. In den Zellen des Abwehrsystems bleibt in manchen Fällen eine Art „Erinnerung“ an die überstandene Krankheit zurück, so dass bei erneutem Kontakt sofort die wirksamen Antikörper produziert werden können. Bei solchen Erkrankungen wird bei Erstkontakt eine Immunität aufgebaut; diese Krankheiten bekommt man meist nur ein Mal im Leben (z.B. Masern, Mumps, Röteln). Das Prinzip der Impfung beruht ebenfalls auf der Arbeitsweise des spezifischen Abwehrsystems. Auch hier werden spezielle Antikörper gebildet, die eine Erkrankung verhindern. Bei bestimmten Virus-Infektionen wie Grippe verändert das Virus im Laufe eines Jah-

res seine Gestalt so, dass der Körper es beim nächsten Kontakt nicht mehr erkennt und erneut erkrankt, weil er zuerst einen neuen Antikörper finden und produzieren muss. Wegen dieser Veränderlichkeit des Grippevirus gibt es bisher auch noch keine langwirksame Grippeimpfung. Aus verschiedenen Gründen kann die körpereigene Abwehr geschwächt sein. Dies führt dazu, dass man häufiger und schwerer als andere Menschen erkrankt. Häufige Ursachen für eine geschwächte Abwehrlage: • starke körperliche Belastung, z.B. Leistungssport; • Stress, seelische Belastung; • Schlafmangel; • Mangelernährung, z.B. Vitaminmangel; • Infektionen, Verletzungen, Operationen; • Cortison-, Strahlen- und Chemotherapie; • schwere Allgemeinerkrankungen; • HIV-Infektion, Leukämie, Diabetes; • angeborene Störungen des Immunsystems. Wa s S i e f ü r I h r e A b wehrkräfte tun können: • körperliche Abhärtung, z.B. kalt duschen, Sauna; • gesunde Lebensweise mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder vitaminreicher Kost und ausreichend Schlaf; • Ausgleich zwischen Stress erker dezember 09


und Entspannung bzw. Erholung; • Einnahme von Zink und Vitamin C zur Vorbeugung gegen Erkältungen; • Stillen schützt den Säugling vor Infektionen, da er die Abwehrstoffe der Mutter mit der Milch erhält; • Einnahme von pflanzlichen Präparaten, Tropfen oder Tabletten zur Anregung der unspezifischen körpereigenen Abwehr. Die Präparate enthalten oft Extrakte aus Echinacea (Sonnenhut), Eu-

S TA D TA PO THEK E FA R M A C IA CI TTÀ

patorium (Wasserdost), Thuja (Lebensbaum), Baptisia (Indigo) oder Eleutherococcus. Die Inhaltsstoffe werden auch als homöopathische Arzneimittel angeboten. • Lüften Sie die Räume mehrmals am Tag. Die Zahl der Viren in der Luft wird dadurch verringert, frischfeuchte Luft verhindert das Austrocknen von Mund- und Nasenschleimhaut.

Dr. Walter Mair

erkoku

Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

Auflösung vom November:

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9x9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. Im blau markierten Feld erscheint dann das Lösungswort (= Alm in Pfitsch).

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Erholsame Weihnacht und ein glückliches Neues Jahr.

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Folgende Buchstaben werden vorgegeben: A

B

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L

M

N

Buon Natale e felice Anno Nuovo.

R

U 101


leute

40 bist Du – schau mal an, wie gut man da aussehen kann! Gib doch das Rezept mal preis, wenigstens im kleinen Kreis, vielleicht ist es zu kopieren. So, nun lass Dir gratulieren! Toni, Theresa, Simon und Daniel

Rosa Thaler, Giggelberg Liebe Oma! Zu Deinem 80. Geburtstag am 15. Dezember wünschen wir Dir alles Gute, vor allem Gesundheit, denn wir brauchen Dich noch lange in unserer Mitte. Deine Familie

Großereignis Zwei Ereignisse in einem Jahr, das ist gar viel auf einem Hof im hintersten Pfitschtal. Zum ersten man gratulierte zum „freudigen Ereignis“: Ein Mädchen hat sich eingestellt und ganz besonders freut man sich, dass gesund ist Mama und Kind. Nun wartet man mit Spannung drauf, wie groß wird wohl das zweite sein. Der Junge fragt, wie oft muss ich noch schlafen? Endlich ist’s soweit: Zeitig in der Früh ein Lastwagen fährt im Hofe ein und alles rennt zum Schaun. Nun steht er da, der neue Traktor, nagelneu, mächtig und prächtig. Sogar die Nachbarn kamen zum Bestaunen und jeder wollte drehen ein paar Runden. Dabei fiel auch der Satz: „Wer wird wohl Pate stehn?“. Fünf Buchstaben ist des Namens Traktor, soviel Kinder könnten Pate stehn. Schnell hat Oma Jacke, Hos’ und Mütz’ genäht, dazu noch mit Namen bestickt. Nun stehn sie alle in Reih und Glied zum Foto machen, zur Erinnerung. Doch oh weh, das Fünfte konnt’ noch nicht stramme stehen, dafür ist schnell der Vater eingesprungen. Gewidmet von der Oma

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Lieber Papa, lieber Opa! 60 Jahre sind vergangen, seit Dein Leben angefangen. Auf einige Jahre blickst Du nun zurück, auf manche Sorgen, manches Glück. Man muss es einmal deutlich sagen: Hast viel geschafft in all den Jahren. Wenn wir Dich brauchen, bist Du da, darum lieben wir Dich, das ist doch klar. Alles Gute, viel Glück und Gesundheit wünschen Dir von ganzem Herzen Annemarie, Monika, Stefan, Evi, Gerald, Andreas, Tine und Noah, Astrid.

Der fesche Bauer aus dem Pflerertol werd iaz schun dreißig Johr. Wenn er grod net ban Troyer schwoaßn tuat, isch er dahoam ban Hund Willi und sel isch guat. Ob ban Fiat, ban Fendt oder ba di Kiah, genuag war nia. Deswegen feier fescht und geah schlofn zi lescht. Lieber Peter, olls, olls Guate wünschen Dir Deine Lieben.

Hoi Tati! Mir mechtn Dir amol sogn, wie gern mir Di hobm. Mir wünschn Dir zu Deinem 50. Glück, Gesundheit und viel Segen auf all Deinen Wegen. Dominik und Daniela

Wir wünschen unserer lieben Mutti und Oma zum 75. Geburtstag alles Gute und viel Gesundheit. Deine Familie, besonders die Enkelkinder Daniel, Mara und Lena

Ist es nicht toll? Du machst heut’ die 80 voll! Auf einige Jahre blickst Du nun zurück, auf manche Sorgen, manches Glück. Man muss es einmal deutlich sagen: Hast viel geschafft in all den Jahren! Bist immer da, wenn man Dich braucht, und jung geblieben bist Du auch! Bleib, wie Du bist, treib’s nicht so doll, dann machst Du auch die 100 voll! Ganz liebe Glückwünsche von Deinen Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Urenkeln

In Schnuller braucht er long schun niemer, dafür hot er jetz ’s Auto lieber. Wir wünschn Dir zin 30. Geburtstog olls, olls Guete! Deine Leit aus Mareit

Lieber Opa! Zu Deinem 80. Geburtstag am 14. Dezember wünschen wir Dir alles Gute und viel Gesundheit. Deine Kinder mit Familien

Liebe Mami, mir gratulieren Dir gonz herzlich zi Dein 30. Geburtstag und wünschen Dir olls Guete. Danke für olls und bleib sou, wia Du bisch! Deine Familie

Burkhard und Annelies von der Kleinen Flamme Glückwünsche zum Michelin-Stern! Wir sind stolz auf Euch! Eure Familie

Bitte beachten Sie den Annahmeschluss für Kleinanzeigen!

18. Dezember Lieber Tati! Alles Gute zu Deinem 40. Geburtstag wünscht Dir Dein „Schatzi“.

30 Jahre Hebammenjubiläum und ein runder Geburtstag am 21. Dezember! Grund genug, unsere Mami hochleben zu lassen. Ohne sie läuft gar nichts. In Liebe und Dankbarkeit Dein Otto, Deine Mädels Marion mit Christian, Linda mit Massimiliano

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rezept

Broccoli-Torte Zutaten für vier Personen Auslegeteig: 6 dag glattes Mehl, 18 dag Dinkelschrot, 14 dag Butter, 5 Essl. Wasser. Fülle: ½ kg Broccoliröschen, 12 dag Schinken (ev. auch Speck), 1 Zwiebel. Überguss: 3/16 l Milch, 3/16 l Schlagobers, 8 dag geriebener Käse, 3 Dotter, 1 Ei. Zudem Öl, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Mehl. Zubereitung: Für den Teig Mehl, Dinkelschrot und Salz in einer Schüssel vermischen, Butter dazugeben, Mehl und Butter mit den Händen rasch verbröseln, eine Mulde in die Mischung drücken und Wasser hineingeben. Zuerst mit ein wenig von dem Mehl verrühren, dann rasch zu einem glatten Teig verkneten und kurz rasten lassen. Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen und eine Tarteform – oder eine andere 3 bis 4 cm hohe feuerfeste Form – damit auslegen (der Teig muss über den Rand hinausragen). Teig etwa 8 min. vorbacken und dann auskühlen lassen. Für die Fülle Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Schinken oder Speck in feine Streifen schneiden, mit Zwiebeln in wenig Öl anschwitzen und mit zerdrücktem Knoblauch würzen. Broccoli in leicht gesalzenem Wasser bissfest kochen, absieben, abschrecken und gut abtropfen lassen. Für den Überguss Milch und Sahne ein wenig erwärmen, Dotter, Ei und geriebenen Käse einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Zuerst die Zwiebel, den Schinken oder Speck und die Broccoliröschen gleichmäßig auf den ausgekühlten Tortenboden legen. Dann mit dem Überguss bedecken. Torte ins heiße Rohr schieben und etwa eine halbe Stunde backen. Backofen ausschalten und noch 10 min. ziehen lassen. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

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leute

Jahrgangsfeiern

Pfitsch

Zwei Altjäger geehrt

50-jährige Sterzinger feiern

51 Sterzinger Jubilare feierten im Herbst gemeinsam ihren 50. Geburtstag. Im Anschluss an einen Dankgottesdienst in der örtlichen Pfarrkirche und einem Aperitif im Deutschhaus führte die Jahrgangsfahrt nach Rinnen bei Reutte. Nach einem Frühschoppen in der höchstgelegenen Brauerei Österreichs besuchte die Gruppe die Burgenwelt Ehrenburg, wo sie von zwei Rittern in die Burggeschichte eingeweiht wurde. In der „Brangeralm“ in Unterperfuss klang das Jahrgangstreffen aus.

Brenner

Die Jägerschaft des Pfitscher Hochtales hat auf ihrer jüngsten Revierversammlung zwei verdiente und immer noch aktive Jäger geehrt. Johann Mair (Leachngoaserhansl) und Albino Dalla Torre wurde zu ihrem 80. Geburtstag und zur 50-jährigen Jagdmitgliedschaft eine Ehrenurkunde überreicht. Den beiden Geehrten wünschten die Jagdkameraden von Pfitsch weiterhin viel Gesundheit, verbunden mit einem guten Anblick und

einem kräftigen Waidmannsheil. Im Bild Revierleiter Karl Volgger mit den geehrten Jägern Albino Dalla Torre und Johann Mair.

Eine Mutter und ihr Sohn Ein Schicksal wird zur Lebensaufgabe

Jahrgang 1969 feiert Geburtstag

Zum zweiten Mal feierte der Jahrgang 1969 der Gemeinde Brenner heuer gemeinsam einen runden Geburtstag. Nach einer Messfeier mit Pfarrer Stefan Stoll in der Pfarrkirche von Gossensaß und dem Besuch der Gärten von Schloss Trauttmannsdorff in Meran stärkten sich die Jubilare beim „Sandwirt“ im Passeiertal und besichtigten anschließend das Andreas-Hofer-Museum. Im Restaurant „Sachsenklemme“ klang der Tag aus. Eine eigens angefertigte Kerze mit dem Wappen der Marktgemeinde Brenner und der Jahreszahl begleitete die Jubilare und wurde dann auf das Grab des verstorbenen Kollegen Rudolf Teissl gestellt.

35-jährige Freienfelder in Neustift

Dass das Leben nicht nur seine heiteren Seiten hat, davon weiß Theresia Kofler Hasler aus Stilfes so einiges zu berichten. Dass man aber versuchen sollte, aus jeder noch so schlimmen Situation das Beste zu machen, und dass man dafür auch manchmal kämpfen muss, das weiß sie nur zu genau. Seit 15 Jahren geht Theresia Hasler im Bezirksaltenheim ein und aus; jeden Vormittag fährt sie mit dem Bus von Stilfes nach Sterzing ins Pflegeheim. Dort lebt ihr Sohn Peter, der seit 1994 im Rollstuhl sitzt und rund um die Uhr betreut werden muss. Jedes Mal, wenn seine Mutter kommt, strahlt er übers ganze Gesicht. Theresia hat so einiges bei ihrem Peter zu tun: Essen verabreichen, Spazierfahrten im Heim, ab und zu ein Ausflug mit dem Bus, einen „Ratscher“ und „a Karterle“ mit anderen

Heimbewohnern und noch vieles mehr. Am späten Nachmittag macht sie sich wieder auf den Heimweg. Nur an wenigen Tagen hat sie in diesen 15 Jahren gefehlt. Das Team vom dritten Stock möchte sich bei Theresia herzlich bedanken und ihr zum 80. Geburtstag gratulieren, verbunden mit den besten Wünschen, dass sie noch lange so rüstig bleibt und im Altenheim die tägliche Arbeit unterstützt.

Mareit

Ehrung für Josef Kofler Der Jahrgang 1974 der Gemeinde Freienfeld feierte unlängst gemeinsam seinen 35. Geburtstag. Nach einem Dankgottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Trens und einem Aperitif im Gasthof „Post“ stand eine Weinverkostung im Kloster Neustift und ein anschließendes Törggelen auf dem Programm. Ein Lob erging an die beiden Organisatoren Ilse Markart und Verena Sparber. Klaus Mair

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Bei der Jahresversammlung der Viehversicherung Mareit Ende Oktober dankte Obmann Oswald Hofmann seinem Vorgänger Josef Kofler für seine zwölfjährige wertvolle Tätigkeit. Als Anerkennung wurde ihm eine Urkunde überreicht. Anschließend fand das jährliche Wildessen statt, das die Mareiter Jäger spendierten. erker dezember 09


rätsel

Auflösung in der nächsten Nummer

Lösungswort

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jahrestage Ich glaube, dass, wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Licht stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist. Schopenhauer

3° anniversario * 28.12.2006 † 28.12.2009 Hermann Augschöll „Un filo di memoria cucito nei ricordi ci tiene ancora stretti all’immagine di te. ... non ti dimenticheremo mai ...“ Lilia, Daniel e tutti i parenti Messa: Chiesa di S. Spirito il 28 dicembre alle ore 8.30

7. Jahrestag Anna Wild Gschwenter Wir denken ganz besonders an Dich beim Gottesdienst am Mittwoch, dem 23. Dezember, um 18.30 Uhr in der St. Margarethenkirche von Sterzing. In Liebe Deine Familie Aus unserem Leben bist Du vor zehn Jahren gegangen, in unseren Herzen bist Du jedoch geblieben.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. Albert Schweitzer

10. Jahrestag Paul Rainer

7. Jahrestag Günther Klotz † 21.12.2002

In Liebe und Dankbarkeit feiern wir den Gedächtnisgottesdienst am Samstag, dem 12. Dezember, um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß. In Liebe Die Kinder

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders am Sonntag, dem 20. Dezember, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen und Dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

Unsere Erinnerungen an Dich, sie bleiben unvergesslich. Du lebst in unseren Herzen weiter. Die Liebe, die uns verbunden hat, sie hört niemals auf und gibt uns Kraft.

Menschen, die wir lieben, ruhen nicht in der Erde, sondern in unseren Herzen.

8. Jahrestag Luis Teissl

2. Jahrestag Elmar Spreng

† 12. Dezember 2001 Lieber Luis, lieber Tati! In Dankbarkeit und verbunden in Liebe feiern wir den Gedächtnisgottesdienst am Sonntag, dem 13. Dezember, um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche von Pflersch. Allen, die daran teilnehmen und für Dich beten, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Deine Familie

Ganz besonders denken wir an Dich am Sonntag, dem 13. Dezember, um 18.30 Uhr in der St. Margarethenkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Lieben

Herbert Gschliesser * 26. Februar 1951

† 17. Oktober 2009

In der Stunde des Abschieds durften wir noch einmal erfahren, wie viel Wertschätzung, Achtung und Anerkennung unserem Herbert entgegengebracht wurden. WIR DANKEN allen, die unserem Verstorbenen zu Lebzeiten verbunden waren, allen, die an den Rosenkränzen und am Begräbnis teilgenommen haben, allen, die sein letztes Geleit würdevoll gestaltet haben, im Besonderen dem Kooperator Klaus Sottsass, dem Ausschuss und der Seniorengruppe des AVS-Sektion Sterzing, den Arbeitskollegen und -kolleginnen des INAIL, allen, die ihn in liebevoller Erinnerung behalten und seiner auch im Gebet gedenken. Die Angehörigen

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Nur ein Stück weit konntest Du den Weg mit uns gehen. Auf das Warum wird es wohl keine Antwort geben. Die Spuren Deiner Liebe, Deiner Worte und Gedanken, die werden uns immer an Dich erinnern und uns begleiten.

Die Zeit, Gott zu suchen, ist dieses Leben. Die Zeit, ihn zu finden, ist der Tod. Die Zeit, ihn zu besitzen, ist die Ewigkeit.

3. Jahrestag Josef Gschliesser In Liebe bleiben wir Dir nahe und gedenken Deiner beim Gottesdienst am Dienstag, dem 8. Dezember, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Deine Familie

20. Jahrestag Emil Hofer In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner bei der Gedächtnismesse am 8. Dezember, um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Deine Geschwister mit Familien

Verloren sind nur jene, die vergessen werden. Du lebst in unserem Herzen weiter.

5. Jahrestag Franco De Martin Pinter Am Sonntag, dem 13. Dezember, gedenken wir Deiner beim Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

2. Jahrestag Johann Rainer In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner bei der Abendmesse am 12. Dezember in der Pfarrkirche von Trens. In Liebe Deine Verwandten

Die Angehörigen

Ganz still und leise, ohne ein Wort gingst Du, lieber Tate, von Deinen Lieben fort. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen. Es ist so schwer, es zu verstehn, dass wir Dich niemals wiedersehn.

5. Jahrestag Max Wieser Willi Heidegger Alexander Volgger

Luca Cemin

Wenn der Nikolaus heuer wieder kommt, sollt Ihr wissen, dass wir Euch nie vergessen haben. Das Nikolauskomitee

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich, lieber Tate, ganz besonders am Sonntag, dem 20. Dezember, um 8.30 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Ridnaun. Vergelt’s Gott allen, die Dich in lieber Erinnerung behalten und daran teilnehmen. In Liebe Deine Familie

Lieber Ilvo, überall sind Spuren Deines Lebens. Gedanken, Augenblicke und Gefühle, sie werden uns immer an Dich erinnern. Wir vermissen Dich sehr.

Ti ringraziamo per il bene che ci hai voluto. Sarai sempre nei nostri cuori.

Wir denken an Dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, dem 6. Dezember, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Noi ti ricordiamo in modo particolare nella S. Messa domenica, 6 dicembre alle ore 10.00 nella chiesa parrocchiale di Vipiteno.

Du fehlst uns.

Ci manchi molto.

In Liebe Deine Familie

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3. Jahrestag 3° anniversario Ilvo De Bettin

Con affetto La tua famiglia

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jahrestage In Gedenken an den Pfarrmesner Hans Gschnitzer Von seinem Heimathaus nahe der Sterzinger Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau im Moos“ begleitete am 11. September eine große Trauergemeinde den allseits beliebten und treuen Pfarrmesner Hans Gschnitzer zu Grabe. Das Seelenamt zelebrierte Dekan Josef Knapp mit vielen Priestern, die dem Gottesdiener das letzte Geleit geben wollten. Der Pfarrchor von Ridnaun sang begleitend passende Trauerlieder. Die diözesane Mesnergemeinschaft war mit Präsident Lorenz Niedermair und vielen Kollegen aus dem ganzen Lande mit Vereinsfahne zugegen. Kinder und Enkelkinder des Verstorbenen trugen die Fürbitten vor. Dekan Knapp verabschiedete den langjährigen Mesner mit dankbaren und bewegten Worten. Vor der Beisetzung würdigte die Präsidentin des Sterzinger Pfarrgemeinderates, Ingrid Heidegger Olivieri, mit den Leitworten „Eine Hand hat losgelassen ...“ die großen Verdienste von Gschnitzer um die Pfarrgemeinde. Johann Gschnitzer wurde am 4. Mai 1927 in Jaufental geboren. Nach der Pflichtschule erlernte er das Handwerk eines Schuhmachers und später das eines Maurers. Anfangs ging er von Hof zu Hof auf die „Stör“ und flickte den Bauern, Mägden und Knechten die Schuhe. Nach der Hochzeit mit Maria Rainer, die ihm sechs Kinder schenkte, von denen ein Sohn im Alter von acht Jahren starb, zog die Familie nach Sterzing. Neben der Maurerarbeit und der Ausübung des Schusterhandwerkes übernahm er 1978 den Dienst des Pfarrmesners in der Pfarrkirche zu Sterzing. 30 Jahre verrichtete er diesen Dienst mit Umsicht und in vorbildlicher Weise. Bis 2008 arbeitete er mit Freude in der Marienkirche, sie war ihm zu einem zweiten Zuhause geworden. Schon kränklich verbrachte er die restlichen Monate seines Lebens zu Hause und verstarb ergeben am 8. September dieses Jahres. Gott wird ihm sicher ein neues Zuhause im Paradies geben. Die Pfarrgemeinde Sterzing

Wir danken für die aufrichtige Anteilnahme anlässlich des Todes meines lieben Mannes und unseres lieben Vaters und Opas

August March

Wir danken für die aufrichtige Anteilnahme anlässlich des Todes meiner lieben Frau und unserer guten Mutter

Anna Ciceri geb. Innerhofer * 31.07.1930 † 20.09.2009

Wir möchten allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten ein herzliches Dankeschön sagen für die tröstenden Worte, für jeden Händedruck, für die vielen Blumen und Kerzen und für jede Art der Beileidsbekundung. Ein besonderer Dank gilt den Ersthelfern vom Weißen Kreuz sowie der Abteilung Medizin vom Krankenhaus Sterzing für die liebevolle Betreuung. Danken möchten wir auch Herrn Dekan Josef Knapp sowie allen Mitwirkenden für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes, den Kranzträgern und allen, die an der Trauerfeier teilgenommen haben. Allen, die meine Frau und unsere Mutter in guter Erinnerung behalten und ihrer im Gebet gedenken, ein herzliches Vergelt’s Gott. Familie Ciceri

Wir möchten allen Verwandten, Freunden und Bekannten ein herzliches Vergelt’s Gott sagen. Ein besonderer Dank gilt den vielen Nachbarn für die bewegende Unterstützung. Besonders danken möchten wir Dr. Stefan Gögele, Dr. Esther Niederwieser, Dr. Wilhelm Seppi, Herrn Palomba und der Notfallseelsorge für den Beistand und die Betreuung. Für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes bedanken wir uns herzlich bei Pfarrer Oswald Kuenzer, den Ministranten, Werner Haller, Oswald Salcher, der Stadtmusikkapelle Meran, den Sarg- und Kranzträgern, dem Jahrgang 1936 und allen, die an der Trauerfeier teilgenommen haben. Danken möchten wir auch für die vielen Gebete im Trauerhaus, den Vorbetern, für die Blumen und Kerzen und alle mündlichen und schriftlichen Beileidsbekundungen. Wir danken allen, die unseren lieben Vater gern hatten, ihn schätzten, ihn in guter Erinnerung behalten und in ihr Gebet einschließen. In Liebe Die Familie

Auf diesem Wege möchten wir der Brassband Wipptal und der Bürgerkapelle Sterzing für die musikalische Gestaltung der Messe am Allerheiligentag zum 3. Jahrestag für unseren Armin herzlich danken. Viele Menschen waren von Eurer Musik sehr berührt. Danke. Gabi, Herbert und Sabine

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aus den gemeinden Geburten Brenner: Giorgia Commissione (19.10.2009, Sterzing). Freienfeld: Lara Minzoni (01.10.2009, Sterzing). Maximilian Eller (05.10.2009, Brixen). Pfitsch: Maximilian Weissteiner (06.10.2009, Brixen). Noah Sparber (18.10.2009, Sterzing). Philipp Schönbichler (19.10.2009, Sterzing). Lukas Sensovini (26.10.2009, Bozen). Ratschings: Samuel Sebastian Gschnitzer (12.09.2009, Sterzing). Lara Volgger (03.10.2009, Sterzing). Moritz Becchio (27.10.2009, Sterzing). Clara Arcolin (27.10.2009, Sterzing). Sterzing: Raphael Larch (03.10.2009, Sterzing). Emma Arioli (07.10.2009, Mailand). Jasmin Mair (16.10.2009, Sterzing). Johanna Piccolruaz (29.10.2009, Brixen). Todesfälle Brenner: Klara Schölzhorn Hirber, 83, (30.10.2009, Brenner). Johann Plank, 76, (31.10.2009, Brenner). Pfitsch: Anton Trenkwalder, 68, (09.10.2009, Pfitsch). R a t s c h i n g s : Josef Rainer, 82, (05.10.2009, Ratschings). Anton Pessler, 78, (10.10.2009, Ratschings). August March, 73, (16.10.2009, Ratschings). Sterzing: Erika Mühlsteiger, 61, (06.10.2009, Sterzing). Hildegard Wolfsgruber, 50, (06.10.2009, Bozen). Herbert Gschliesser, 58, (17.10.2009, Sterzing). Eheschließungen Brenner: Alexandra Windisch und Harald Siller (31.10.2009, Pflersch). Pfitsch: Daniele Macrì und Alessandra Oliva (03.10.2009, Terlan). Sterzing: Domenico Cerrato und Filomena Vitagliano (03.10.2009, Sterzing). Piero Telemaco und Barbara Pichler (20.10.2009, Sterzing). Helmuth Volgger und Katrin Zwerger (24.10.2009, Sterzing). Baukonzessionen Brenner: Südtiroler Transportstrukturen AG, Bozen: Sanierung des Bahnhofsgebäudes auf Bp.89/1, K.G. Gossensaß. Arnold Auckenthaler, Pflersch 127: Systemisierung, Errichtung eines Wirtschaftsweges und einer Mistlege auf Gp.978/1, Gp.979, K.G. Pflersch. Edeltraud Messner, Gossensaß, Alte Postgasse 8: Abbruch und Wiederaufbau mit Erweiterung des Wohn- und Wirtschaftsge-

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bäudes auf Bp.31, Gp.30, 31/1, 489/8, K.G. Gossensaß. Maria Obexer, Gianni Cipriani, Gossensaß, Platzhofweg 1: Sanierung und Umbau eines Teiles des bestehenden Wohnhauses, I. Variante, auf Bp.85, Gp.95/4, K.G. Gossensaß. Claudia Gröbner, Gossensaß, Färberstr.2/a: Interne strukturelle Abänderungen der Wohnungen im 2. Und 3. Stock, Bp.11/1, K.G. Gossensaß. Elektrische Werke der Gröbner Pilling Helga & Co. KG, Gossensaß, Mühlgasse 3: Photovoltaikanlage auf Bp.167, K.G. Gossensaß. Freienfeld: Hubert Hofer, Elzenbaum 12: Abbruch der bestehenden landwirtschaftlichen Garage und Wiederaufbau mit Erweiterung, Gp.1207/3, K.G. Stilfes. Gabriela Mayr, Trens, Maria-an-der-Lahn-Str.39: Errichtung von zwei Gauben und zwei Zimmern im Dachgeschoss, Bp.234, K.G. Trens. Edmund Griesser, Pfulters 39: Errichtung Photovoltaikanlage, Bp.409, K.G. Stilfes. W & G GmbH, Schabs: III. Variante für den Bau eines Mehrfamilienhauses in der Wohnbauerweiterungszone C1 Stilfes „Wild“, Bp.192/2, K.G. Stilfes. Gemeinde Freienfeld: I. Variante für den Abbruch und Wiederaufbau des Musikpavillons in Mauls – Errichtung von Räumen für Feste – Neugestaltung des Schulhofes – Errichtung von Parkplätzen, Bp.37, K.G. Mauls. Karl Zössmayr, Mauls 36: Errichtung eines Tennengeschosses und Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.38, K.G. Mauls. Christian Hofer, Mauls 118: Errichtung eines Autounterstellplatzes, Bp.238, K.G. Mauls. Elfriede Platzer, Reinhard Platzer, Valgenäun 33: I. Variante für den Bau eines Zweifamilienhauses auf Bp.228, K.G. Trens. Siegfried Unterleitner, Vahrn: Bodenverbesserungsmaßnahmen und Aufschütten von Material, Gp.2134, 2138/7, K.G. Stilfes. Anton Saxl, Partinges 3: Sanierung der Trinkwasseranlage am „Tratterhof“, Bp.122, Gp.1152/7, 1153, 1154/1, K.G. Trens. Alfred Zössmayr, Mauls 88: Kulturänderung und Errichtung eines Viehunterstandes samt Heu-Lagerraum, Gp.397, K.G. Mauls. Martina Edward: Neubau Heizanlage auf der Bp.1/2, K.G. Mauls. Andreas Stafler, Mauls 4: Bodenverbesserungsarbeiten, Gp.315, 316, 367/19, K.G. Mauls. Andreas Stafler, Mauls 4: I. Variante für die Errichtung eines neuen Tretmiststalles und einer Maschinenhalle beim „Nagelehof“ in Mauls, Bp.275, K.G. Mauls. Pfitsch: Anton Volgger, Renate Rainer, St. Jakob 28: Sanierung und Erweiterung des Wirtschaftsgebäudes auf Gp.1286/3, K.G. Pfitsch in St.

Jakob. Dagmar Matzler, Elsa Siller, Wiesen, Geirweg 82: I. Variante zur Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses auf Bp.297, K.G. Wiesen. Steurer KG des Steurer Friedrich & Co., Wiesen, Pfitscherstr.57/B: Erweiterung des Silo- und Heizraumes der Tischlerei Steurer beim Gebäude auf Bp.618, K.G. Wiesen. Ratschings: Leopold Eisendle, Mareit, Durach 16/A: Sanierung und Wiedergewinnung des Wohnhauses, I. Variante, Bp.218, K.G. Mareit. Andreas Eisendle, Innerratschings 2/F: Energetische Sanierung des Wohnhauses (im Sinne des L.G. 1 vom 12.04.2009), Bp.392, K.G. Ratschings. Max Schölzhorn, Ridnaun, Untere Gasse 7: Energetische Sanierung mit Erweiterung (im Sinne des L.G. 1 vom 12.04.2009), Bp.67, K.G. Mareit. Pfarranger GmbH, Sterzing: Errichtung eines Mehrfamilienhauses, III. Variante, Bp.612, K.G. Ratschings. Walter Rainer, Jaufental 16: Umbau und Sanierungsarbeiten im Wohnhaus des „Ungererhofes“ in Schluppes, Bp.200, K.G. Jaufental. Bernhard Rainer, Ridnaun, Kalchern 5: Abbruch eines Fahrsilos und eines landwirtschaftlichen Zubaues und Erweiterung des landwirtschaftlichen Gebäudes, Bp.433, K.G. Ridnaun. Hannes Oberprantacher, Josef Oberprantacher, Innerratschings 24: Errichtung einer neuen Hofstelle „Ganderhof“ mit Verlegung des Standortes, I. Variante, Gp.1675, 1676, 1679, K.G. Ratschings. Ulrike Lanthaler, Innerratschings 3/D: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des bestehenden Wohngebäudes, Bp.356, K.G. Ratschings. Ratschings-Jaufen GmbH, Innerratschings 18/A: Erweiterung des Bergrestaurants „Rinneralm“, I. Variante, Bp.354, Gp.1804/2, K.G. Ratschings. Josef Brunner, Ridnaun, Maiern 1: Errichtung einer Güllegrube, Gp.1441, K.G. Ridnaun. Helmut Bortolus, Obertelfes 17/A: Errichtung eines Wintergartens, Bp.143, K.G. Telfes. Evelyn Haller, Mareit, St. Johannes 17: Umwidmung und Verlegung eines Teiles der Hofstelle von der Bp.128 auf die Gp.en 1226, 1222/1, Errichtung von Volumen für Urlaub auf dem Bauernhof und von landwirtschaftlichen Volumen auf den Gp.en 1226, 1222/1, K.G. Mareit, I. Variante. Martin Schölzhorn, Ridnaun, Obere Gasse 3: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.313, Gp.1583, 1584, K.G. Ridnaun. Martin Schölzhorn, Ridnaun, Obere Gasse 3: Abbruch der bestehenden Trinkwasserleitung, Errichtung eines neuen Trinkwasserbehälters und einer neuen Trinkwasserzuleitung zum „Steinhof“

in Ridnaun, versch.Bp. und Gp., K.G. Ridnaun. Herbert Haller, Jaufental 30: Projekt im Sanierungswege für den Abbruch und Wiederaufbau mit Erweiterung des bestehenden Schuppens, Gp.1127, K.G. Jaufental. Jaufenlift GmbH, Außerratschings, JaufenpassStr.5: Errichtung einer betriebsinternen Tankstelle an der Bergstation des Kalcheralm-Sesselliftes, Bp.466, K.G. Ratschings. Alexander Wild, Innerratschings 1/A: Errichtung eines Erschließungsweges, Gp.1112, 1114/1, 1160, K.G. Ratschings. Valentin Wurzer, Ridnaun, Ried 7: Errichtung eines landwirtschaftlichen Unterstellplatzes, Gp.1525/1, K.G. Ridnaun. Sterzing: Gemeinde Sterzing, Städtisches Elektrizitätswerk, Dantestr.5: Verlegung einer Mittelspannungsleitung 20 kV zum Kraftwerk MAIK auf den Bp.133, 113 und Gp.440/1 der K.G. Ried in Ried. Franco Perini, Weg in die Vill 9: Energetische Sanierung und bauliche Umgestaltung des Wohnhauses auf der Bp.134 der K.G. Thuins im Weg in die Vill. Maria Bernardetta Meroni, Leopold Rainer, St.-Margarethen-Str.70: Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes, energetische Sanierung Dachboden auf Bp.670 der K.G. Sterzing in der St.-Margarethen-Straße, ES-BLR 1609/09. Energetische Sanierung laut Beschluss der Landesregierung Nr. 1609 vom 15.06.2009. Silvia Ainhauser, Urban Soraruf, Gänsbacherstr.31: Neubau eines Wohngebäudes und Garage, Gp.240/27, K.G. Sterzing in der Wohnbauerweiterungszone „Pfarranger“. Beatrix Leitner, Albin Trenkwalder, Gänsbacherstr.27: Neubau eines Wohngebäudes und Garage, Gp.240/27, K.G. Sterzing in der Wohnbauerweiterungszone „Pfarranger“. Hotel Zum Engel GmbH, Deutschhausstr.20: Errichtung einer Grenzmauer auf Bp.58, K.G. Thuins in der Deutschhausstraße. Gemeinde Sterzing: Bau der Infrastrukturen in der Wohnbauzone „Hofer Säge“. Martina Obwexer, Johann Schölzhorn, Nadja Schölzhorn, St.-Margarethen-Str.89: Sanierung des mat. Ant. 1 und Erweiterung des mat. Ant. 2 des Wohngebäudes auf der Bp.636, K.G. Sterzing mit einer dazugehörigen Garage. Lidia Fontes, Silvano Zanetti, Brennerstr.34/I: Errichtung einer Veranda für den mat. Ant. 13 der Bp.740, K.G. Sterzing in der Brennerstraße, „Gerberanger II“.

Funde siehe www.fundinfo.it

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veranstaltungskalender

Konzerte 1. und 2. Dezember: „Der Bettelstudent“, Operette, Stadttheater, 20.00 Uhr. 5., 7., 12., 19., 26., 27., 28., 29. Dezember: Weihnachtsweisen am Stadtplatz, 11.00 Uhr. 8. Dezember: Adventkonzert der Bürgerkapelle Sterzing, St. Margarethenkirche, 18.30 Uhr. 8. Dezember: Kirchenkonzert der Vereinskapelle Gossensaß, Gossensaß, Pfarrkirche, 19.00 Uhr. 12. Dezember: Adventkonzert des Ensemble Bozen Brass Band, Heilig-Geist-Kirche, 21.00 Uhr. 18. Dezember: Adventkonzert des Coro Cima Bianca mit dem Pfarrchor und der Singgemeinschaft Pflersch, Heilig-Geist-Kirche, 18.30 Uhr. 19. Dezember: Weihnachtskonzert mit „Symphonic Winds“, Stadttheater, 20.30 Uhr. 24. Dezember: Turmsingen des Männergesangvereins Sterzing mit Bläsern der Bürgerkapelle Sterzing, 17.00 Uhr. 30. Dezember: „Brassband Fröschl Hall“, Konzert, Stadttheater, 20.00 Uhr. 2. Jänner: Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauss-Orchester Salzburg, Stadttheater, 20.30 Uhr. Theater 4. Dezember: „Culture Clash“, Theaterstück aufgeführt vom Spielwerk Theater Eukitea, Kematen, Grundschule, 19.00 Uhr. 18. Dezember: Weihnachtsgeschichte von Carl Orff, aufgeführt von Schülern und Professoren der Musikschule Sterzing, Stadttheater, 11.00 und 17.00 Uhr. 26. Dezember: „Momo“, Musical aufgeführt von Wipptaler Jugendlichen, Pflersch, Vereinshaus, 20.00 Uhr; weitere Aufführungen: 27. Dezember und 2. Jänner, 20.00 Uhr, 3. Jänner, 112

18.00 Uhr, und 5. Jänner, 20.00 Uhr. 29. Dezember: „Das ewige Russland“, Tanzveranstaltung mit dem Teatro Nazionale Russo aus Moskau, Stadttheater, 21.00 Uhr. Film 4. Dezember: „Berlin Calling“, D 2007, Regie: Hannes Stöhr, Stadttheater, 20.30 Uhr. 11. Dezember: „Trip to Asia“, D 2008, Regie: Thomas Grube, Stadttheater, 20.30 Uhr. Vorträge 2. Dezember: „Feng Shui“, Vortrag, Mareit, Vereinshaus, 20.00 Uhr; Veranstalter: FF und Bildungsausschuss Mareit. 10. Dezember: „Hypnose“, Vortrag, Mareit, Vereinshaus, 20.00 Uhr; Veranstalter: Wipptaler Amateurrodelclub und Bildungsausschuss Mareit. 14. Dezember: „Pflegealltag: Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Entlastung“, Vortrag, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 19.30 Uhr. 15. Dezember: „Die verschiedenen psychischen Krankheitsbilder“, Vortrag von Dr. Josef Schwitzer, Sozialzentrum Fugger, 17.30 Uhr; Veranstalter: Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker. 17. Dezember: „Zwischen zwei Welten – als Hebamme in Afri-

SVPSprechstunden Bezirksobmann und L.Abg. Christian Egartner Montag, 14.12.2009, von 9.30 bis 12.00 Uhr Montag, 21.12.2009, von 9.30 bis 12.00 Uhr Die Sprechstunden finden in Sterzing, Neustadt 24, SVPBezirkskanzlei, Kolpinghaus, 2. Stock, statt. Tel. 765911.

ka“, Vortrag von Rosa Obexer, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr; Veranstalter: Bildungsausschuss Trens. 19. Dezember: „(Ent)spannend Träume deuten“, Vortrag, Mareit, Vereinshaus, 20.00 Uhr; Veranstalter: Bibliothek und Bildungsausschuss Mareit. Unterhaltung 5. Dezember: Nikolausumzüge in Wiesen, Trens, Gasteig, Sterzing, Gossensaß. 8. Dezember: Ambrosiusfeier der Imker, Trens. Tel. 647402. 8. Dezember: 5. Ridnauner Preisspitzen, Vereinshaus, 10.00 Uhr. 10. Dezember: Weihnachtsfeier der Selbsthilfegruppe „Gemeinsam pflegen“ mit dem Sprengelteam und Schwester Beatrix von den Steyler Missionsschwestern, Sozialzentrum Fugger, 15.00 Uhr. 31. Dezember: Silvesterparty am Stadtplatz, 22.00 Uhr. 1. Jänner: Neujahrsshow, Talstation Ratschings. Sport 4. Dezember: Saisonstart im Skigebiet Ratschings. 10. – 13. Dezember: BiathlonIBU-Cup, Ridnaun. 13. Dezember: Übungen mit LVS-Geräten, AVS Sterzing. 18. und 19. Dezember: Internationales Snowboard-FIS-Ren-

rätselauflösung november •E•O•P•O•R•B•F•I ROSSKOPFSEILBAHN •HPTM•EFA•TORLOS PARKHOTEL•AS•KLO •NEU•ZINSELER•ZF ANCEL•T•ADAGIO•E GEHSTEIG•I•GEHER •SET•RORATE•DEIN AKNE•KNUT•STEIN• •IS•EO•PUB•ARMER URTELKAPELLE••RH •CEREUS••ANNA•LO CHIAN•ETUI•IBSEN •ENTDECKER•AKTIE Lösungswort: CARITASSAMMLUNG

nen, Ratschings. 19. Dezember: BC Raptas, Heimspiel Broomball Damen, Sterzing, Eishalle, 20.30 Uhr. 20. Dezember: Eishockey Serie A2: Broncos – Eppan, Sterzing, Eishalle, 18.30 Uhr. 21. – 23. Dezember: LanglaufItalienmeisterschaften, Ridnaun. 26. Dezember: Langlaufkurs in Innerpflersch, 14.00 – 15.30 Uhr, Tel. 632428. 26. Dezember: Eishockey Serie A2: Broncos – Milano Rossoblù, Sterzing, Eishalle, 18.30 Uhr. 27. Dezember: Wipptaler Rodelcup, Trins. 27. Dezember: Weihnachtsshow des Schlittschuhclubs Sterzing, Eishalle, 19.00 Uhr. 28. Dezember: Eishockey Serie A2: Broncos – Meran, Sterzing, Eishalle, 20.30. 3. Jänner: Eishockey Serie A2: Broncos – Gherdeina, Sterzing, Eishalle, 18.30 Uhr. 5. Jänner: Langlaufschnupperkurs, Ridnaun/ Maiern, Tel. 760608. 6. Jänner: Hallenfußballturnier, Sportzone Stange; Veranstalter: Auswahl Rindauntal. 6. Jänner: Eishockey Serie A2: Broncos – Real Torino, Sterzing, Eishalle, 18.30 Uhr. Verschiedenes 4. und 12. Dezember: Tiroler Advent mit Operetten, Adventund Weihnachtslieder n und Weihnachtsmarkt, Matrei am Brenner. 5. Dezember: Nikolaus-Hausbesuche in Gasteig, Stange und Mareit; Reservierung: Tel. 333 3527070. 5. – 11. Dezember: „Sculture delle ombre“, Ausstellung von Bronzefiguren von Aniello Jazzetta, Sterzing, Vigil-Raber-Saal. Kurse Vorsorgedienst Sterzing: Beratung für den Umgang mit Neugeborenen und Kleinkindern: erker dezember 09


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Der KVW macht Mut

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Jedes Jahr kĂźrt der â&#x20AC;&#x17E;Marketing-Preisâ&#x20AC;&#x153; unter zahlreichen Kosmetikinstituten, Nagelstudios, FuĂ&#x;pflegepraxen und Spas in Deutschland, Ă&#x2013;sterreich und der Schweiz den Werbeprofi der Kosmetiker. Heuer holten sich erstmals Siglinde Thanei und Sonja Tragust vom Naturnser Studio Vitalis den ersten Platz, gefolgt von Conny Schwitzer vom VitalstĂźbele in Pfitsch. Die Zweitplatzierte Conny Schwitzer (im Bild 4. v. r.) hat die Jury mit ihrem Make-Up-Workshop mit Produktberatung und Vorträgen der Kosmetikweltmeisterin Marialuise Rabensteiner, der Meisterin der SchĂśnheitspflege, Wilma Kirchler, und der Chefkosmetikerin auf der 1. Beautyfarm Europas, Monika Popp, Ăźberzeugt und darf sich nun an der Beauty Forum Akademie zur Kosmetik-Managerin weiterbilden lassen.

â&#x20AC;&#x17E;Den KVW kenne ich schon seit meiner Kindheit, die Zeitschrift Kompass wurde bei uns daheim regelmäĂ&#x;ig gelesen. Als ich dann ein Kind erwartete, wurde ich auf die Frauen im KVW aufmerksam. Sie organisierten im Bezirk Infoabende fĂźr werdende MĂźtter; dabei informierte eine Hebamme Ăźber Schwangerschaft und Geburt und sie gab Informationen Ăźber Rente, Mutterschaft, Elternzeit und wie es mit dem Wiedereinstieg klappt. Da das Thema â&#x20AC;&#x161;Mutter werdenâ&#x20AC;&#x2DC; mit all seinen Facetten fĂźr mich neu war, bekam ich viele wertvolle Informationen von den Frauen im KVW. Und mir gefällt ihr Einsatz fĂźr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.â&#x20AC;&#x153; Dies erzählt Johanna, mittlerweile stolze Mutter eines Buben. Die Familie liegt dem KVW am Herzen. Die Familie braucht die UnterstĂźtzung durch einen starken Verband. Mit einer Mitgliedschaft helfen auch Sie mit. www.kvw.org

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veranstaltungskalender

sonn- und feiertagsdienste Apotheken

Terminvereinbarung, Tel. 320 4693578, montags von 14.00 – 16.00 Uhr.

der Kolpingstube, 14.00 Uhr. Jeden Freitag Tauschaktion im Kolpinghaus, 15.00 – 17.00 Uhr.

Sprechstunden

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Jeden Montag, 8.30 – 12.30 Uhr, jeden Freitag, 8.00 – 9.00 Uhr: Sprechstunden von Förstern, Gossensaß, Forstamt. J e d e n 2 . M o n t a g im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Mieterschutzsprechstunde, Haus der Bezirksgemeinschaft. Tel. 348 5303343. Jeden Montag, 9.30 – 11.30 Uhr, jeden Mittwoch, 17.00 – 19.00 Uhr: Beratung der Verbraucherzentrale, jeden 2. und 4. Montag, 9.30 – 12.30 Uhr, Rechts- und Versicherungsberatung, Haus der Bezirksgemeinschaft. J e d e n 1 . M o n t a g im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Jeden Freitag, 16.00 – 17.00 Uhr: Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 723755 oder 339 8698659. Anlaufstelle für Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: „Beratungsstelle und Frauenhaus“, Brixen, Kapuzinergasse 2, Tel. 0472 270450; kostenlose Notruflinie rund um die Uhr: Tel. 800 601330. Vereine und Verbände KVW Informationen: Tel. 765418 Kolpingfamilie 1. Dezember: Kolping-Gedenktag beim Rorate-Gottesdienst in der St. Margarethenkirche, 18.30 Uhr; Neuaufnahme von Mitgliedern anschließend im Kolpinghaus. Jeden Mittwoch Seniorentreff in 114

3. Dezember: Lebkuchenhäuschen anfertigen, 15.00 Uhr. 3. Dezember: „Bilderbücher: Begleiter in allen Lebenslagen“, Vortrag in Zusammenarbeit mit dem KVW, 19.30 Uhr. 7. Dezember: „Gerichte in einer halben Stunde zubereiten“, Kochkurs, 20.00 Uhr. 11. Dezember: Kekse backen, 15.00 Uhr. 17. Dezember: „Die Gefühle meines Kindes verstehen“, Mütterrunde, 9.30 Uhr. 21. Dezember und 4. Jänner: Stillgruppe, 9.30 Uhr. Informationen: Tel. 768067. „Sterntaler“-Tauschmarkt, Jaufengasse 5 (Kahngassl): Di, Mi 9.00 – 11.00 Uhr, Fr 15.00 – 17.00 Uhr. VKE 31. Dezember: Kaminkehrer gehen durch die Stadt. Informationen: Tel. 766080

Jugenddienst 12. Dezember: Volljährigkeitsfeier der Gemeinde Brenner. 19. Dezember: Volljährigkeitsfeier der Gemeinde Freienfeld. 19. Dezember: Taizègebet im Margarethenhaus. 19.30 Uhr. 31. Dezember: Besinnlicher Jahreswechsel in der St. Magdalenakirche in Ridnaun; Treffpunkt: Ridnaun, Angerkapelle, 23.30 Uhr. Öffnungszeiten: Di – Fr, 14.00 – 18.00 Uhr. Informationen: Tel. 767890 Märkte 5. und 19. Dezember: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 – 13.00 Uhr. 18. Dezember: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing, 8.00 Uhr. 12. und 13. Dezember: Weihnachtsmarkt des Weltladens, Vigil-Raber-Saal, 10.00 – 18.00 Uhr. Bis 6. Jänner: Christkindlmarkt, Stadtplatz.

Forsttagssatzungen 2010 In jeder Gemeinde findet jährlich eine öffentlich zugängliche Forsttagsatzung statt. Dabei entscheidet der Direktor des Forstinspektorates über die schriftlichen Meldungen bezüglich Ausübung der Weide auf Weidegründen, im Wald sowie auf degradierten Flächen und anderer Nutzungen sowie beabsichtigter Holzschlägerungen. Beabsichtigte Holzschlägerungen im Rahmen des ordentlichen Hiebsatzes können auch zu einem anderen Zeitpunkt bei den Forststationen gemeldet werden. Termine: Franzensfeste: keine Forsttagssatzung Freienfeld*: 13. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr, Vereinshaus Stilfes Sterzing: 20. Jänner, 8.30 bis 10.30 Uhr, Forstinspektorat Pfitsch: 20. Jänner, 11.00 bis 12.30 Uhr, Rathaus Wiesen Brenner*: 21. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr, Rathaus Gossensaß Ratschings*: 27. Jänner, 8.30 bis 13.00 Uhr, Vereinshaus Gasteig * 8.30 Uhr: Aktuelle Informationen über die Forst-, Alm- und Bergwirtschaft unter Berücksichtigung der Belange der jeweiligen Gemeinde

Bis 04.12.: Paracelsus Tel. 764940 05. – 11.12.: Stadtapotheke Tel. 765397 12. – 18.12.: Apotheke Wiesen 760353 (13.12.: Hilfsdienst Stadtapotheke, 9.30 – 12.00 Uhr) 19. – 25.12.: Gilfenklamm Tel. 755024 (20.12.: Hilfsdienst Stadtapotheke, 9.30 – 12.00 Uhr; 25.12.: Hilfsdienst Paracelsusapotheke, 9.30 – 12.00 Uhr) 26.12. – 01.01.: Paracelsus Am 24. und 31. Dezember schließen die Apotheken mittags. Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Praktische Ärzte 05.12.: 06.12.: 07.12.: 08.12.: 12.12.: 13.12.: 19.12.: 20.12.: 24.12.: 25.12.: 26.12.: 27.12.: 31.12.: 01.01.: 02.01.: 03.01.:

Dr. Esther Niederwieser, Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Franz Keim, Tel. 764577, 335 6951031 Dr. Wilhelm Seppi, Tel. 764656 Dr. Pietro Stefani, Tel. 760628, 349 1624493 Dr. Eugen Sleiter, Tel. 320 7780947 Dr. Konrad Wieser, Tel. 764771, 335 299342 Dr. Alberto Bandierini, Tel. 764144, 388 7619666 Dr. Stefan Gögele Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Franz Keim Dr. Esther Niederwieser Dr. Eugen Sleiter Dr. Konrad Wieser Dr. Pietro Stefani Dr. Konrad Wieser Dr. Stefan Gögele Dr. Franz Keim

Der ärztliche Bereitschaftsdienst beginnt jeweils um 8.00 Uhr in der Früh. Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 9.00 bis 10.00 Uhr in seinem Ambulatorium aufgesucht oder unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden. Kinderärztlicher Betreuungsdienst für dringende Fälle: samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr in Brixen, Romstraße 7, Vorsorgedienst. Am 26. Dezember entfällt der Dienst. Tierärzte 05./06.12.: Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Bruno Prota) 08.12.: Dr. Heinrich Forer 12./13.12.: Dr. Bruno Prota (Dr. Heinrich Forer) 19./20.12.: Dr. Heinrich Forer (Dr. Stefan Niederfriniger) 25.12.: Dr. Stefan Niederfriniger 26.12.: Dr. Bruno Prota 27.12.: Dr. Heinrich Forer Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone.

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Herausragende Teamarbeit für L’Aquila Firmenchef Robert Stafler ehrt verdiente Mitarbeiter

Seit das Freienfelder Unternehmen Wolf System mit seiner Marke Wolf Haus den Zuschlag für den Bau von über 500 energieeffizienten und erdbebensicheren Wohneinheiten in L’Aquila erhalten hat, haben die rund 400 Mitarbeiter vor Ort unglaubliches Engagement an den Tag gelegt, um den Erdbebenopfern so schnell wie möglich ein neues Heim zu schaffen. Angesichts des beispiellosen Einsatzes, der dem Südtiroler Unternehmen den Respekt der ganzen Stadt und italienweit ein überaus positives Image eingebracht hat, schien es der Geschäftsleitung mit Firmenchef Robert Stafler, am 20. November – kurz vor Fertigstellung der letzten Wohneinheiten – an der Zeit, den Mitarbeitern mit einem großen Festakt zu danken. Auch Vertreter der Unternehmensgruppe aus Deutschland und Österreich waren eigens zu diesem Anlass erker dezember 09

(v.l.) Firmenchef Robert Stafler, Peter Lamprecht, Roland Federer und Kurt Schöpfer

angereist, um zusammen mit den verschiedenen Lieferanten und Partnerfirmen des Projekts die großartige Arbeit der gesamten Abteilung Wolf Haus zu würdigen. „Mit besonders großer Freude danke ich“, so Robert Stafler, „dem Team, welches das gesamte Projekt von Anfang an durchgezogen hat. Ohne seine Ausdauer, Kompetenz und Menschlichkeit wäre dieses Unternehmen nicht

denkbar gewesen. Mein besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an den Verantwortlichen der Abteilung Wolf Haus, Kurt Schöpfer.“ Gerade angesichts der Umstände, die dem Projekt zugrunde liegen, entschloss sich Wolf System, die No-Profit-Organisation RiLAQUILA ins Leben zu rufen, in der sich Wolf Haus und seine Partnerfirmen für gemeinnützige Projekte zur Wiederbelebung des sozialen Netzes in L’Aquila stark machen.

Stafler bedankte sich weiters bei allen Mitarbeitern auf der Baustelle für ihre Effizienz und Ausdauer und hob bei dieser Gelegenheit drei Personen besonders hervor: Peter Lamprecht (Baustellenleiter), Roland Federer (Projektleiter) und Kurt Schöpfer (Abteilungsleiter Wolf Haus): Die enge Zusammenarbeit, die von ruhiger Hand geführte Organisation und nicht zuletzt die menschliche Komponente waren die Basis, um das Unmögliche möglich zu machen und die Abläufe letztendlich perfekt koordinieren und umsetzen zu können, gemäß dem Firmenmotto: WIR SIND WOLF! Ein nachhaltiger, sicherer Wiederaufbau war dem gesamten Team von Wolf System ein besonderes Anliegen. Für L’Aquila beginnt nun eine neue Zukunft – und Wolf Haus ist dabei 115


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Pfiffikus sucht eine Kapelle an der Brennerstraße. Wer den genauen Standort kennt, schreibt eine frankierte Postkarte an den ERKER, Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, ein Fax (760394) oder ein E-Mail (info@ dererker.it). Einsendeschluss ist der 15. Dezember. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen. 117


wipptaler sumserin

Wie grod die Zeit vergeaht! Und wieder isch a Jahrl ummer, und i bin olleweil nou af der Welt, und dös isch in mein Olter gor nit asou selbverschtändlich. Ober weil i olm awie af mi schaug, rechn i, dass nou long nit ausgsumst isch. Iatz mueß i holt nou den Dezemberstress iberstiahn. Zearscht amol den Weihnachtsmorkt und de gonzn Fremmen va untnauer: jo, zin Glick kemmin de, weil sischt miaßatn de Verkafer in de Standlar drein vergebns derfriern. Van Geld kriag man zwor nit worm, ober man derleidit die Kälte leichter, wenn die Kasse klinglt und nit lei die Lautsprecher mit olleweil in gleichn Klingeling und der Stillenacht-Musig. Kamm hon i die Kexlan olle van Reahrl außer und unter die liabschtn Leit vertoalt, sein die hoachn Feirtige drun, wo i mir selber noar a eppas bessers zin Essn vergunn. Und a Freide hon i, wenn ba Stott au die Leit a Freide hobn. In volligschtn isch di Stott obr in Unfong van Munat, und a selm kemmin viele Leit, olt und jung, oagns va weit weck doher: und selm isch noar Tuifltog. In Nikolaus, wegn den eigentlich der Feirtig war, gibb kam uans an Achte: wenn er sein Sackl ausgitoalt hot, möcht er sich am beschtn wieder verziechn. Weil ingaling nemmen de schian schworzn Gschtoltn ’s Heft in die Hond und regiern die Stodt. Daurn tuets nicht, und olle Leit sein in die Gsichtr und in die Gwanter bold schwärzer wie die Tuifl selber. Lei zi mier gitraut sich kuender zuer: bin i asou schiach, oder muenen de guetn Laggl, i hebats gor nit? 118

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erker dezember 09


vor 100 jahren 01.12.1909 (Erntebericht Mareit). Die heurige Ernte ergab im Bezirke Sterzing an Heu sehr ungleiche Erträge; während mancherorts über bedeutenden Ausfall geklagt wurde, hatten andere, besonders höhere Lagen, sehr gute Ergebnisse. Grummet war im allgemeinen gut, doch die Ernte sowohl bei Heu als Grummet durch unbeständiges Wetter erschwert. Wintergetreide fiel mittel bis gut aus, Sommergetreide in den tieferen Lagen mittel gut, in den höheren schlecht, da es nicht zum Abreifen kam. Kartoffel gaben vielfach schlechte Erträge und wurde viel über Fäule geklagt. Die Alpen litten sehr unter der anhaltend kalten Witterung des Sommers. Die Viehpreise hielten sich im allgemeinen auf einer annehmbaren Höhe. Sternbach. (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter)

01.12.1909 (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter) ••• 01.12.1909 (Fischereiwesen). Es ergeht die Mitteilung, daß die in der Herbstvollversammlung vom 14. Oktober zugesprochenen Setzfische anstandslos ausgesetzt wurden; nur eine kleine Partie von Bachsaiblingen, welche für einen hoch gelegenen Bergsee bestimmt waren, konnten nicht mehr untergebracht werden, weil die dazu günstige Zeit versäumt wurde und der See inzwischen bereits zufror. Subventionierte Setzfische wurden eingesetzt: im Gebiete des oberen Eisak: 1000 Stück Bachforellen und zwar im Eisakfluß 200 Stück bei Gossensaß, 100 Stück bei Sterzing und 100 Stück bei Freienfeld, je 200 Stück im Pflerscher und Jaufentaler Bach und je 100 im Pfitscher und Ratschingserbach. (...) Von den Bachforellen wurden im Gebiete der Rienz im Hauptflusse 400 und in den Seitenbächen 2000 Fischchen, im Flussgebiete des Eisak im Hauptgewässer 400 Stück und in den Seitengewässern 5100 Fischchen eingesetzt. Atanas von Guggenberg. (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter) ••• 01.12.1909 (Änderung in der Schriftleitung). Wie wir unseren Lesern bereits mitgeteilt haben, wird mit 1. Januar 1910 die Schriftleitung der „Tiroler landwirtschaftlichen Blätter“ zum Landeskulturrate in Innsbruck und die Drucklegung dieser Fachschrift zur Verlagsanstalt „Tyrolia“ in Innsbruck ver-

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impressum legt. Somit ist die vorliegende Nummer die letzte, welche von der gefertigten Schriftleitung redigiert wird. Durch zehn Jahre hat nunmehr der Gefertigte an der Schriftleitung der „Tiroler landwirtschaftlichen Blätter“ und des „Tiroler landwirtschaftliche Kalender“ mitgearbeitet, bezw. beide Organe selbst geleitet. (…). Sterzing, den 15. Dezember 1909. F. Paufler. (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter) ••• 10.12.1909 (Wiesen bei Sterzing, Piusvereinsgründung). Man schreibt uns: Welches Interesse und welche

Begeisterung das katholische Landvolk dem Piusverein entgegenbringt, zeigte die Gründung der Ortsgruppe Wiesen. Als Redner war der Servitenpater Vinzenz Gasser aus Innsbruck erschienen. Derselbe schilderte in der Predigt die furchtbare Macht der Presse im allgemeinen, sowie den verheerenden Einfluß der schlechten, und den Nutzen und die Notwendigkeit einer starken katholischen Presse im besonderen, und schloß mit einem eindringlichen Appell, der „Unbefleckten“, welche zuerst „der Schlange den Kopf zertreten“, an ihrem Ehrentage das Opfer des Beitritts zum Piusverein darzubringen, da diese ja auch keinen anderen Zweck verfolge, als eine höchst gefährliche und scheinbar unüberwindliche Schlange, die kirchenfeindliche Presse, zu besiegen. Nach dem Hochamte fand beim „Lexenwirt“ die konstituierende Versammlung statt, wofür das geräumige Gastlokal und der anstoßende Hausgang sich leider als zu klein erwiesen, so daß mehrere, darunter besonders Frauen, unverrichteter Sache wieder umkehren mußten. Redner erörterten in mehreren Beispielen die Ziele der Judenpresse und ihrer Gefolgschaft, das christliche Volk in religiöser, sittlicher und materieller Hinsicht zugrunde zu richten, sowie den Zweck und die Aufgabe des Piusvereins. In die Vorstandschaft wurden gewählt: Hochw. Pfarrer Alois Koch als Obmann, Josef Tratter vulgo „Bair“ als Schriftführer und Tischlermeister Karl Jenewein als Kassier. Obgleich die beiden ansehnlichen Filialen Schmuders und Flains, welche den Gottesdienst in der Stadt zu besuchen pflegen, fast nicht oder gar nicht vertreten waren und auch keine Agitation vorausgegangen

war, traten dem Vereine 28 „Mitglieder“ und 56 „Teilnehmer“ bei. Die vorläufigen Einzahlungen ergaben das nette Sümmchen von 101 Kronen 60 Heller. (Neue Tiroler Stimmen) Der Erker _ erscheint monatlich in einer Auflage von 6.400 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St.

16.12.1909 (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter) ••• 18.12.1909 (Sterzing, Rodelsport auf der Jaufenstraße). Am 2. Jänner 1910 findet auf der eine halbe Stunde von hier entfernten neuerbauten Jaufenstraße ein Preisrodeln für Jedermann statt. Die Rodelbahn ist schon in tadellosem Zustande und sechs Kilometer lang. Die mit schönen Zierden versehenen Preise betragen: 50, 40, 30, 25, 20, 15, 10, 8, 8, 6, 6, 6, 5, 5, 5, 4, 4, 4, 3 und 3 Kronen und beträgt der Einsatz 3 Kronen. Nachdem das Rodeln um 1 Uhr beginnt, müssen die Teilnehmer vom Süden mit dem halb 10 Uhr, vom Norden mit dem 10 Uhr Vormittagszug eintreffen. Selbe werden am Bahnhofe empfangen. Die Bahn auf der breiten Kunststraße ist gänzlich gefahrlos und bietet prächtige Ausblicke in die verschiedenen Täler und in die Stubaiergletscher. (Neue Tiroler Stimmen) ••• 19.12.1909 (Eisacktal). Der Personenzug, welcher um 6 Uhr 28 Minuten abends von Franzensfeste abgeht, blieb am 9. Dezember in der Station Schelleberg-Brennerbad infolge Schneeverwehungen stecken. Die Passagiere mußten sich in den vordersten Wagen durch Umsteigen, bezw. durch Durchbrechung der furchtbaren Schneemassen vereinigen. Eine Hilfslokomotive rollte dann vom Brenner entgegen und der Zug konnte nach zirka zweieinhalbstündigem Aufenthalte jene unheimliche öde Stelle (außerhalb des SchellebergTunnels) wieder verlassen. Die Hälfte dieses Zuges mußte noch, jedoch ohne Passagiere, auf der Strecke zurückgelassen werden. (Tiroler Volksbote) ••• 26.12.1909 (Ratschings, Eisacktal). Am 23. Dezember verschied hier die Proslbäuerin Elisabeth Lanthaler. Eine starke Lungenentzündung hatte ihrem jungen Leben ein rasches Ende bereitet. An ihrem Grabe trauern der Gatte und fünf unmündige Kinder. (Tiroler Volksbote) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

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Erker 12 2009  
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