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Poste Italiane SpA – Spedizione in Abbonamento Postale – D. L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n. 46) art. 1, comma 1, CNS BOLZANO + IP • Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement – ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, CNS Bozen + IP

Jahrgang 21 - August 2009

Erker Jahre

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Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

erker august 09

Die Erfolgsgeschichte der Wipptaler Milch

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inhalt

editorial

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titelgeschichte _ 14 Die Erfolgsgeschichte der Wipptaler Milch Mit der Gründung der Dampfmolkerei Genossenschaft Sterzing hat alles angefangen. Heute, 125 Jahre später, beschäftigt der Milchhof Sterzing 130 Mitarbeiter und trotzt der Krise am Milchmarkt. Geschäftsführer Günther Seidner über die Anfänge des Milchhofes, die Stärken des Betriebs und die Herausforderungen von heute und morgen.

10 _ UMFRAGE Jugend und Politik

18 _ INTERVIEW 20 _ 34 _ 36 _ 48 _ 51 _

Im Gespräch mit Primar Dr. Albin Thöni GESELLSCHAFT Der Glöckner vom Zwölferturm KÜNSTLERPORTRAIT Musiker Paolo Jack Alemanno GESCHICHTE Ein vergessenes Bergbaurevier im Eggertal SPORTLERPORTRAIT Rafting-Bootsführer Robert Schifferle EISHOCKEY Neue Gesichter bei den Broncos

parte italiana 41 _ 43 _ 44 _ 46 _ 47 _

Alta Val Ridanna: Malavalle - un ghiacciaio in sofferenza Vipiteno: restaurata la lapide di Postumia Victorina Diritto: il diffensore civico Vipiteno: mostra fotografica sugli animali della nostra zona Nuoto: brillanti prestazioni della Poli al Campionato regionale

59-73_ erker-extra handwerk

rubriken 4_ 12 _ 31 _ 31 _ 40 _ 56 _ 74 _ 75 _ 76 _ 77_

Leserbriefe Gastkommentar Geistliches Wort Aus dem Leben erzählt Seite der Bezirksgemeinschaft Wipptipp Gesundheit Erkoku Leute Rezept

78 _ 80 _ 81 _ 82 _ 84 _ 85 _ 86 _ 87 _ 87 _

Jahrestage Gemeinden Rätsel Veranstaltungen Kleinanzeiger Pfiffikus Sumserin Vor 100 Jahren Impressum

Nächster Redaktionsschluss _14.08.09 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker august 09

Liebe Leserin, lieber Leser, es ist schon ein einzigartiges Gefühl, mit dem Motorrad zu fahren, den frischen Wind im Nacken und die PS unter sich zu spüren. In Südtirol können sich Motorradfans in den Kurven und auf den Pässen so richtig austoben.

 Und manche tun es bis zum Exzess. Wir können das „easyrider“-Gefühl der Motorradfahrer ja durchaus verstehen, Kurven fahren ist nun einmal schöner als geradeaus und schnell fahren kickt mehr als langsam dahintrotten. Vor 99 Jahren wurde mit dem Bau der Jaufenstraße begonnen, ein Jahr später tuckerte das erste Automobil die Passhöhe hinauf, in den Folgejahren wurde die Passstraße sukzessive ausgebaut. Einige Jahre später wurde auch das Penserjoch verkehrstechnisch erschlossen. Was heute – knapp 100 Jahre später – auf unseren Passstraßen tagtäglich abgeht, spottet jeder Beschreibung und ist nahezu kriminell. Bergradfahrer – im Übrigen gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer – begeben sich heute geradezu in Lebensgefahr, wenn sie einen dieser Pässe hochtreten. Und auch für so manchen Autofahrer sind die PS-starken Zweiräder zu einem unberechenbaren Risikofaktor geworden. Natürlich gibt es auch die gemächlichen Driver, welche die imposante Landschaft genießen, die Kamikaze-Typen im schwarzen Dress gehören aber ausgebremst. Wenn die Straßenpolizei wollte, könnte sie an einer der beiden Wipptaler Passstraßen täglich Dutzende dieser Rowdys, die ja nicht nur sich selbst gefährden, von der Straße nehmen, doch die Kontrollen sind eher dürftig. Dabei hätten Überwachungen dieser Art nichts mit der oft beanstandeten Verbotsgesellschaft zu tun, sondern ganz einfach nur mit ein bisschen mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein Moto arg ins Schleudern gerät – mit mehr oder weniger üblem Ausgang. Dabei müssen es nicht immer halsbrecherische Manöver sein, die nicht nur Radfahrer die Haare zu Berge stehen lassen und den Donnerkisten einen arg gestikulierendes „Bisch total verruckt?“ hinterherschicken, denn schon der ganz normale Wahnsinn auf unseren Pässen ist unserer Meinung nach einfach zuviel. Wenn hier nicht rasch etwas geschieht, sollte man die Pässe täglich für eine gewisse Zeit in eine Richtung für Motorräder freigeben, da können sich die Biker dann richtig gehen lassen. Und wer da dann zu übermütig wird, den haut’s halt aus der Bahn – na bitte, selber schuld. Zumindest wäre dann die Gefahr für andere gemildert. Die Redaktion in eigener sache Anonyme Leserumfrage Wie gefällt Ihnen der Erker? Was könnte verbessert werden? Sagen Sie uns Ihre Meinung! www.dererker.it Einsendeschluss ist der 1. September.

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leserbriefe

„Nikotin- und alkoholsüchtige Wehrmänner“ Erker 07/09 In Bezug auf den Leserbrief „Nikotin- und alkoholsüchtige Wehrmänner“ im Juli-Erker möchte ich klarstellen, dass ich den freiwilligen Einsatz der aktiven Feuerwehrmänner unseres Bezirks in höchstem Maße schätze und stolz auf meine Mitgliedschaft in der FF Sterzing bin. Meine Aussage auf dem Feuerwehrtag wurde im Juni-Erker nicht im richtigen Zusammenhang wiedergegeben und führte somit vermutlich zu Missverständnissen bei der Verfasserin des Leserbriefes. In keinem Fall sprach ich von „nikotin- und alkoholsüchtigen Wehrmännern“ und kann somit die provokative Überschrift des Leserbriefes im Juli-Erker nicht akzeptieren. Die meisten Wehrmänner rauchen nicht und trinken Alkohol in geringsten Mengen, so wie die „drei Männer“ der Autorin des Leserbriefes. Aber es gibt eben auch „die andere Seite der Münze“, die ich als FWBA erwähnen muss. Gerade junge Feuerwehr-Männer, die Atemschutzträger werden wollen, rauchen häufig zu viel (21 Prozent) und trinken am Wochenende zu hohe Mengen Alkohol (14 Prozent). Die Augen davor zu verschließen hilft wenig. Frühzeitige Aufklärung ist von Nöten. Dr. Robert Hartung, Sterzing

Geschlossenes Stadttheatercafè Erker 07/09 Eigentlich bin ich kein LeserbriefBeantworter, einerseits, weil es mir widerstrebt, und andererseits, weil mir die Zeit dafür zu schade ist. Wenn jedoch jemand so viele unprofessionelle Äußerungen von sich gibt, sehe ich mich gezwungen, einiges klarzustellen: 1. Der Leserbrief von Roland Keim entbehrt jeglicher Hintergrundinformation über das, was er schreibt. 2. Ich muss mich wirklich sehr darüber wundern, wie ein gebildeter

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Mensch ohne vorhergehende Erkundigungen über Verträge, Fakten oder Vorkommnisse derart inkompetente Behauptungen von sich geben kann. 3. Ich würde ihn gerne darüber aufklären und bin neugierig, wie er dann die Sachlage beurteilen würde. Gerhard Haller, Präsident des Stadttheaters Sterzing

Kinderspielplatz als Toilette Ich saß mit meiner Familie an einem Mittwochabend auf der Terrasse einer Bar in Gasteig. Es war einer dieser seltenen Tage, wo man noch abends im Freien sitzen kann. Neben uns saßen einige Jugendliche, die in recht guter Laune waren. Immer wieder gingen einige dieser jungen Männer auf den Spielplatz, um zu urinieren, die Toilette befindet sich nämlich im Untergeschoss und der Weg dorthin dürfte den jungen Leuten wohl zu weit gewesen sein. Das Traurige daran ist, dass der Kellner oder Besitzer nichts dagegen unternahm. Er saß bei ihnen am Tisch. Ich kann nur sagen: Bitte, liebe Mütter, Väter und Kinder, meidet diesen Spielplatz! Helga Hofer, Mutter von drei Kindern aus Trens

BBT: Der „neue Fortschritt“? Erker 07/09 Wie die Erfindung des Pfluges und des Telefons? „Na bitte schean“, wie unser Fernsehkabarettist immer sagt. Ich glaube, hier geht es einfach um Gier, die bekanntlich den Verstand ausschaltet. Hauptsache die EU zahlt, wie auch bei Radwegen, die kaum benutzt oder gar geschlossen werden, siehe die Verbindung östlich des Stausees Franzensfeste. Hauptsache einige große Firmen können viel Geld kassieren und Banken können teure langjährige Kredite gewähren. Die Schulden können dann unsere Kinder zahlen. Die Kritiker? Allesamt Spinner und nostalgische Retrodenker, denn: Die restlichen 200 km Untertunnelung nach Verona? Das schaffen wir schon! Quellen versiegen? Gut für die Mineralwasserproduzenten! Zehn Millionen Kubikmeter Aushubmaterial? Die verstecken wir einfach unterm Teppich! Es gibt ja jede Menge Ausgleichsmaßnahmen als Gegenleistung! Güterzüge auf einer Hochgeschwindigkeitstrasse? Unsere Techniker haben alles im Griff! Und … und jetzt, wie unser Luis sagt: „Schluss mit dem Geschwätz, an die Arbeit!“ Sergio Fratucello, Sterzing

Sterzinger Hütte in Pfitsch geschlossen

Meine Meinung zum Wassernutzungsplan

Es war auch heuer nicht möglich, sich mit der Alm-Interessentschaft über den Grundkauf bei der Sterzinger Hütte in Burgum zu einigen. Die Bedingung ist der Bau einer Almstraße, die nichts mit dem Alpenverein zu tun hat. Die Interessentschaft ist sich allerdings selbst nicht einig. Deshalb kann die notwendige Sanierung nicht durchgeführt werden und die Hütte bleibt leider auch heuer wieder geschlossen. Ist es wirklich nötig, den Grundverkauf als Druckmittel für den Straßenbau zu missbrauchen?

Die Landesregierung hat mit dem Wassernutzungsplan das Projekt „Eisackwerk“, das in direkter Konkurrenz zu Projekten der SEL steht, vorerst durch die Unterschutzstellung des Eisacks zwischen Sterzing und Franzens-feste verhindert; eine fachlich-wissenschaftliche Untersuchung der Vor- und Nachteile des Projekts erspart man sich so. Die Unterschutzstellung des Eisacks wurde erst im Beschluss der Landesregierung am 29. Juni verfügt, denn im Entwurf des Planes – seit 2007 im Internet des Landes – ist dies nicht der Fall. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen, weil der

Ernst Knollenberger, AVS-Sektion Sterzing

Staat beim Wassernutzungsplan mitzureden hat. Mit dem Plan wurde allerdings auch sichergestellt, dass das bestehende Enel Kraftwerk unter dem Stausee auch in den nächsten 30 Jahren in Betrieb bleibt. Die Lösung kommt eindeutig der SEL zugute, denn mit dem Enel/SEL-Deal vom 23. Oktober 2008 werden alle Konzessionen, die Enel oder SEL „heimbringen“, zwischen Enel (40 Prozent) und SEL (60 Prozent) aufgeteilt. Einige Fragen sollte man sich dazu jedoch stellen: Wieso will das Land einen Wasserlauf in der Talsohle schützen, der bereits durch 13 Barrieren unterbrochen ist, von vier bestehenden Kraftwerken genutzt wird und vom Schwallbetrieb des Pfitscher EWerkes beeinträchtigt ist, wenn im gleichen Atemzug (14. Mai 2009) sich die Südtiroler Senatoren dafür einsetzen, die Bestimmungen des Nationalparks Stilfser Joch zu lockern, damit – im geschützten Hochgebirge! – Wasserkraftwerke errichtet werden können? Wieso will man ein wirklich innovatives Projekt, das ökologisch verträglicher als das bestehende E-Werk ist, 2,5-mal soviel saubere und erneuerbare Energie wie heute ermöglicht und auch noch einen effizienten Hochwasserschutz bietet, überhaupt nicht zur Diskussion stellen? Wie wird in Zukunft mit den Erweiterungsplänen der vier bestehenden Kraftwerke am „geschützten“ Eisack umgegangen? Die Bürgermeister von Franzensfeste und Freienfeld haben schon am Tag nach der Unterschutzstellung einen „moderaten Ausbau“ in der geschützten Zone gefordert. Ich glaube, mehr Kohärenz und Linearität könnte man sich vom Land schon erwarten. Hellmuth Frasnelli, Eisackwerk GmbH, Bozen

Schreiben Sie uns! ERKER-Leserbriefredaktion Neustadt 20 A, 39049 Sterzing Fax 0472 760394, info@dererker.it Bitte geben Sie Namen, Anschrift und Wohnort an.

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Brennerbahn und BBT im Film

Vor kurzem wurde in Bozen der Streifen zum Ausbau der Brennerbahn und zum Bau des Brennerbasistunnels vorgestellt. Der Film „Die Neue Brennerbahn mit Basistunnel“ wurde im Auftrag des Mobilitätsressorts des Landes gedreht und umfasst alle Aspekte des Ausbaus der Brennerbahnlinie und von dessen Herzstück, dem BBT. Ausgehend von Problemen und Belastungen durch den Transitverkehr zeichnet der Film einen umfassenden Überblick über Projekt und die ersten Schritte zu dessen Umsetzung nach. In Gesprächen mit Politikern diesund jenseits des Brenners, aber auch mit Anrainern, den BBTVorständen oder dem Präsidenten der BBT-Beobachtungsstelle Walter Huber wird Auskunft über die neue Brennerbahn gegeben. Hingewiesen wird auch auf Gefahren beim Tunnelbau und die Baustellenorganisation. Erarbeitet wurde der Film von der „Moviemento GmbH“, Konzept und Inhalt stammen von der BBT-Beobachtungsstelle.

Franzensfeste

BBT-Infopoint zieht in die Festung Noch ist sie in Franzensfeste untergebracht, doch schon bald soll die Informationsstelle des Brennerbasistunnels in die Festung übersiedeln. Dort soll auch ein Archiv mit allen bisherigen Publikationen und Veröffentlichungen rund um den Brennerbasistunnel und dessen Zulaufstrecken Platz finden. Ursprünglich hätte die BBTGesellschaft für die gesamten Kosten aufkommen sollen. Nun übernimmt das Land doch zwei Drittel des Vier-Millionen-EuroProjektes. Die BBT-Gesellschaft muss nur mehr das restliche Drittel vorstrecken. 6

aktuell

Weltnaturerbe Dolomiten Ende Juni wurden die aus geologischer, botanischer und landschaftlicher Sicht einzigartigen Dolomiten mit ihren bizarren Felsnadeln, senkrechten Felswänden, schroffen Klippen und tiefen Schluchten – vor 2,5 Millionen Jahren ein riesiges Korallenriff im Urmeer Tethys – als eine der „schönsten Berglandschaften“ der Welt in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Ihren Namen haben die „Bleichen Berge“ rund um König Laurins Alpenreich aber nicht dort erhalten, sondern vielmehr in Pflersch, wo der französische Geologe und Abenteurer Deodat de Gratet de Dolomieu 1789 im Bereich der Tribulaune, einem verirrten Dolomitengipfel, auf ein mineralogisch einzigartiges Gestein stieß, das bei Säureeinwirkung nicht, wie bei kalkhaltigem Gestein sonst

üblich, sofort reagierte. Da diese für die Dolomiten typische hellgraue Gesteinsart bis dahin keinen Namen hatte, wurde der neu entdeckten Kalzium-Magnesium- Verbindung 1792 nach ihrem Entdecker Dolomieu der Namen „Dolomit“ zuerkannt. Seither tragen die Dolomiten den Namen jenes Mannes, der dieses Gestein am Fuße der Tribulaune im Pflerschtal gefunden hat.

Freienfeld/ BBT

Prioritätenliste erstellt Rund 16 Millionen Euro erhält die Gemeinde Freienfeld an Umweltausgleichmaßnahmen für den Bau des Brennerbasistunnels. BBT-Gesellschaft, Gemeinderat, Ortsausschüsse und Bürger haben Vorschläge eingebracht, wie das Geld investiert werden soll. Die Planung der Maßnahmen mit der höchsten Priorität soll demnächst aufgenommen werden. Gleich mehrere Projekte haben Vorrang: Die Bahnlinie in Freienfeld soll für rund sieben Millionen Euro eingehaust werden. Vorangetrieben wird in Mauls der Bau einer Umfahrungsstraße mit einem Kostenpunkt von rund sechs Millionen Euro, die Gestaltung des Dorfplatzes sowie die Schaffung

Die Bahnlinie in Freienfeld soll eingehaust werden.

eines geologischen Lehrpfades nach Flans bis oberhalb von Schloss Welfenstein. Als dringlich eingestuft werden außerdem die Sanierung des Biotopes „Bircher Au“ bei Schloss Sprechenstein sowie die Auf-

weitung und Verbesserung der Struktur des Eisacks. Die unterirdische Verlegung der Hochspannungsleitungen in Mauls nimmt auf der Prioritätenliste einen mittleren Stellenwert ein. erker august 09


Hintertürchen bleibt Wassernutzungsplan verbietet Großwasserableitungen am Eisack Der Eisack soll nun definitiv unter Schutz gestellt werden. Dies sieht zumindest die Landesregierung im Wassernutzungsplan vor, den sie vor kurzem in erster Lesung abgesegnet hat. Zwischen der Einmündung des Pfitscher Baches und Franzensfeste dürfen demnach keine Großableitungen mehr gemacht werden, genauso wenig wie in der Passer und in Abschnitten der Ahr und Etsch. Die Initiativgruppe SOS Eisack sieht dies als „ersten Riesenschritt in die richtige Richtung“. Dennoch gelte es, weiterhin ein kritisches Auge auf die Politik zu werfen. Das eine oder andere Hintertürchen hält der Plan nämlich nach wie vor offen. Die vier privaten Kraftwerke am Eisack sollen weiterhin bestehen bleiben und dürfen – laut Plan – nur unwesentlich verändert werden. „Gegen eine Modernisierung der Anlage selbst haben wir uns nie ausgesprochen. Unterschutzstellung heißt für uns aber, dass der Eisack im Ist-Zustand weiterfließen darf. Die bestehenden vier privaten E-Werke dürfen keinen

Liter mehr Wasser und keinen Meter mehr an Ableitungsstrecke erhalten“, so SOS-Sprecher Christoph Hofer. Bis vom Eisack definitiv die Finger gelassen werden, können noch Monate und Jahre vergehen. Der Wassernutzungsplan wird zunächst den zuständigen Stellen der Länder im Einzugsgebiet der Flüsse zur Begutachtung weitergereicht. Bringen Bürger und Verbände keine Einwände vor, wird der Plan einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen und von der Landesregierung in zweiter Lesung verabschiedet. Dann sollen die

Regierung in Rom und, wenn nötig, das EU-Parlament in Brüssel über eine Unterschutzstellung entscheiden. Detail am Rande: Im Wassernutzungsplan ist u. a. angegeben, wie das „Gut aller“ im Land genutzt wird. Der Bedarf an Wasser ist enorm: Südtirol verbraucht rund 48 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr. Für die Beregnung von derzeit 56.000 (künftig 65.000) Hektar in der Landwirtschaft werden 170 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt, 30 Millionen für den Frostschutz sowie 80 Millionen für industrielle Nutzung und Beschneiung.


Sterzing

Infoabend Eisackverbauung Am 6. August findet im Gasthof „Traube“ in Sterzing auf Initiative einiger Anrainer ein Informationsabend über die geplante Neuverbauung des Eisacks in Sterzing und den damit verbundenen Rückbau der Eisackstraße statt. Die Eisackstraße, sicherlich eine der notwendigsten Straßen der Sterzinger Innenstadt, soll im Rahmen der Arbeiten durchgehend um rund drei Meter verschmälert werden, wodurch sich in Zukunft die Anrainer verschiedensten Problemen gegenübergestellt sehen: fehlende erker august 09

Parkmöglichkeiten, erschwerte Nutzung der bestehenden Einfahrten, Schwierigkeiten bei der Anlage neuer Einfahrten, Minderung der Zufahrtsstraße zur reinen Durchzugsstraße.

Zum Informationsabend um 19.30 Uhr sind alle Interessierten, besonders aber die Eigentümer und Gewerbetreibenden der Sterzinger Altstadt und der Geizkoflerstraße eingeladen. 7


Stützmauern für Jaufenpass-Straße Bis Ende September sollen auf der Jaufenpass-Straße zwischen der ersten und zweiten Kehre u. a. mehrere Stützmauern erneuert, gefährliche Engstellen beseitigt sowie auf drei Abschnitten neue Leitplanken installiert werden. Den Bauauftrag in Höhe von rund 300.000 Euro hat das Land der Firma Wipptaler Bau übertragen. Mit Hilfe des Straßendienstes Eisacktal, der die Arbeiten koordiniert, soll auf der Passstraße die Verkehrssicherheit erhöht werden. Pflersch

Arztalgraben gesichert

Der Landesstraßendienst Eisacktal hat am Arztalgraben Arbeiten durchgeführt, um die Straße nach Pflersch bei Unwettern zu sichern. Seit kurzem führt unter der Landesstraße ein größeres Rohr aus Stahlbeton durch, damit Wasser und Material aus dem Arztalgraben nach Pflersch abfließen kann, ohne die Straße zu verlegen und weitere Schäden anzurichten. Den untersten Bereich des Grabens will die Landesabteilung Wasserschutzbauten sichern.

Pfitsch

Straßenarbeiten beim Wöhregg An der Pfitschtalstraße beim Wöhregg wird derzeit eine einsturzgefährdete Steinmauer abgebrochen und durch eine 30 Meter lange Stahlbetonmauer ersetzt. Zudem sollen bis Spätsommer eine bestehende Betonmauer verstärkt und der Randbalken erneuert werden. Die 57.000 Euro teuren Arbeiten führt die Bozner Baufirma Reinstaller durch. 8

aktuell

Hühnerspiel

Spitzlift kommt weg Jahrelang hat das Land mit der Militärbehörde verhandelt, nun ist es soweit: Der 1991 stillgelegte Sessellift am Hühnerspiel wird nun endlich abgetragen. Für den Abbau hat das Militär – auf seinem Grundeigentum befindet sich der Skilift – die Firma Parth & Co. aus Lana beauftragt. Naturliebhaber kritisierten seit Jahren die ungenutzte Liftanlage, da sie einen Schandfleck in der Landschaft und eine Gefahr für Wanderer darstelle. Bis vor zwei Wochen hingen die Sessel am Liftseil, das mittlerweile zu brechen drohte – und auch der Abbruch der Tal- und Bergstation wurde dringend nötig. Vor kurzem wurde mit dem Abbau der zerfallenen Strukturen begonnen. Dabei konnte der Lift am 15. Juli problemlos ein letztes Mal in Gang gesetzt werden. Beinahe schadlos hatte er all die Jahre überstanden und drehte nun noch einmal seine Runden. Bei so manchem Hühnerspielliebhaber kam dieser Tage Wehmut hoch, erinnern sich doch viele an die waghalsigen Abfahrten von der Hängebrücke, nachdem man vor Kälte klirrend und in eine schmuddelige Decke gewickelt bis auf die Kuppe hochgefahren, dort die Skier geschultert und über einen schmalen Schneesteig bis zur Hängebrücke gestapft war. Klaus Leider, Hüttenwirt auf der Hühnerspielhütte, dokumentiert derzeit laufend den Abbruch des Spitzliftes auf der Internetseite www.huehnerspielhuette.it. Nostalgiker konnten sogar ein Stück

Hüttenwirt Klaus Leider: Letzte Fahrt!

Skilift als Andenken mit nach Hause nehmen. Die abgetragenen Sessel mit den kultigen Plastik-

schalen, dem Gehänge und der Seilklemme waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen.

Zur Baugeschichte 1954 wurde von der Kurverwaltung Gossensaß der Hühnerspiel-Sessellift I von Gossensaß bis zur Hühnerspielhütte gebaut und 1955 eröffnet. 1958 kam der Larchbodenlift dazu. Zehn Jahre später, 1964, baute die Kurverwaltung Gossensaß im Auftrag des Atlantischen Verteidigungsbündnisses NATO den Hühnerspiellift II auf die Hühnerspielspitze (2.750 m), auch Amthorspitze genannt. Die NATO richtete hier eine Richtfunkstation zum Patscherkofel bei Innsbruck ein. Die Kurverwaltung musste dafür sorgen, dass die Richtfunkstation mit allem Notwendigen versorgt wurde, und durfte im Gegenzug den Lift als Aufstiegsanlage für die Skifahrer betreiben. 1966 bekam der untere Teil des Hühnerspielliftes I zusätzlich den „Igllift“, 1974 wurde der Hühnerspiellift I vollständig erneuert. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurden beide Liftanlagen im Jahr 1991 geschlossen. Der Hühnerspiellift I wurde vor einigen Jahren abgetragen; der Hühnerspiellift II wird nun, nachdem er 18 Jahre still gestanden hat, geschliffen.

erker ted-umfrage Ergebnis Umfrage Juli

Was halten Sie von der Idee, eine Wipptaler Fußball-Elf mit den besten Spielern aller Amateurligaclubs auf die Beine zu stellen?

Finde ich gut

Die August-Frage

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Wie beurteilen Sie das diesjährige Angebot der Sterzinger Laternenpartys?

36,4 %

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Egartner bleibt

Von 100 auf 90 Die geplante Verkleinerung der Gemeinderäte wirkt sich auch auf das Wipptal aus. Die von SVP und PD geplante Reduzierung der Gemeinderäte stößt bei den Oppositionsparteien auf heftigen Widerstand. Sie vermuten in dem von PD-Regionalassessorin Margherita Cogo geplanten Entwurf eine Absicherung der Machtposition der Volkspartei und sehen auch die Gefahr, dass die italienischen Volksvertreter zunehmend aus den Gemeinden verschwinden. Das Argument der Kosteneinsparung lassen sie nicht gelten, da diese dadurch de facto minimal wäre. Dem FreiheitlichenLandtagsabgeordneten Thomas Egger erscheint die geplante Reduzierung beinahe lächerlich und als „reiner Aktionismus. Die einfachen Räte erhalten für die drei bis sechs Sitzungen im Jahr bekanntlich nur Sitzungsgelder und die Reduzierung der Anzahl der Mitglieder des Gemeinderates, angedacht unter dem ‚Deckmantel‘ des Sparens, hat wohl andere Gründe. Echtes Sparen auf Gemeindeebene geht – falls gewünscht – nur über die Reduzierung der Anzahl der Ausschussmitglieder bzw. die Reduzierung der ‚Gehälter‘ der Bürgermeister und Referenten. Aber da träfe es ja die vielen Bürgermeister und Referenten der SVP“. Und auch Freiheitlichen-Ortssprecherin Tanja Nicolussi aus Gossensaß spricht von Augenauswischerei: „Wer glaubt, mit dieser Aktion einschneidende und nachhaltige

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Sparmaßnahmen zu setzen, der irrt. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass die Reduzierung der Gemeinderäte ein wohlbedachter Schritt von Seiten der Mehrheitspartei ist, vor den kommenden Gemeinderatswahlen die Möglichkeit der Wahl einer starken Opposition zu beschneiden.“ Auswirkungen hätte die vorgesehene Verkleinerung nicht nur für Großgemeinden wie Bozen und Meran, sondern auch auf drei der sechs Wipptaler Gemeinden: Laut aktuellem Entwurf sollen nämlich Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohnern fortan statt 15 nur mehr zwölf Gemeinderäte haben. Dies wäre in Franzensfeste der Fall. Für Gemeinden mit über 5.000 Einwohnern – so Sterzing – wären fortan nur noch 18 und nicht mehr wie bisher 20 Räte vorgesehen. Gemeinden mit 1.000 bis 5.000 Einwohnern sollen nur noch 15 Gemeinderäte erhalten. Bisher hatten Gemeinden über 3.000 Einwohner 20 Räte. Demnach würde die Anzahl der Ratsmitglieder in Ratschings von bisher 20 auf 15 sinken. Keine Auswirkungen hätten die geplan-

ten Änderungen hingegen auf die Gemeinden Brenner, Freienfeld und Pfitsch. lg Wipptal Anzahl der Gemeinderäte Bisher

CogoEntwurf

Brenner

15

15

Franzensfeste

15

12

Freienfeld

15

15

Pfitsch

15

15

Ratschings

20

15

Sterzing

20

18

Wipptal

100

90

Christian Egartner war zum Zeitpunkt der Landtagswahlen im November 2008 wählbar. Zu diesem Schluss sind die Wahlbestätigungskommission und der Landtag vor kurzem mehrheitlich gekommen, wenn auch erst nach eingehender Diskussion. Vor allem die Wählbarkeit von Egartner haben mehrere Abgeordnete in den vergangenen Monaten in Frage gestellt. Zum Zeitpunkt der Wahlen war ihr Kollege nämlich gesetzlicher Vertreter des Baukonsortiums Conbau, das Werkverträge mit dem Land abgeschlossen hatte. Von diesem Posten ist er im Februar dieses Jahres zurückgetreten. Im Landtag hat dieser Vorfall Spuren hinterlassen. „Solche Fälle zeigen, dass ein besseres Wahlrecht bitter nötig ist“, so die Freiheitliche Ulli Mair. Die Fälle von Unvereinbarkeit und Nichtwählbarkeit sollen deshalb in Zukunft klarer definiert werden.

der fuggerroppe I mechat an die Verontwortlichn appelliern, uanmoll ’s Johr afn Jaufn auchn an internationals Rennen für die Motorräder zi verunschtoltn, weil noar wissen olle, an den Tog fohr i nit afn Jaufn.

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gesellschaft

Aus dem Stadtrat Sterzing Neuer Gehweg Ein neuer Gehweg soll die Verbindung zwischen Hochstraße und Deutschhausstraße für Fußgänger sicherer machen. Der Stadtrat Sterzing hat die Arbeiten für die Errichtung des Weges samt Neuverlegung der Wasserleitung um 177.000 Euro ausgeschrieben. Hallenbad Die Arbeiten für den Einbau der Badewassertechnik (Kosten: rund eine Million Euro) im Hallenbad Sterzing sollen demnächst europaweit ausgeschrieben werden. Neuer Gehsteig Die Firma Vaja GmbH aus Mühlbach hat den Zuschlag für den Bau eines neuen Gehsteiges in der Deutschhausstraße für 106.700 Euro erhalten. Gemeindestraße Unterackern Der Stadtrat hat das Projekt zur Sanierung der Gemeindestraße in Unterackern vom ehemaligen „Schiavo“-Gebäude bis zur Gemeindegrenze in Mareit für knapp 250.000 Euro genehmigt. Die Hälfte der Finanzierung trägt die Gemeinde Sterzing.

Sterzing hat neue Website Bürgernah und bürgerfreundlich will sich die Stadtgemeinde Sterzing auf ihrer überarbeiteten Internetseite präsentieren. Unter www.sterzing. eu finden die Benutzer Informationen über Einrichtungen, Vereine und Organisationen sowie über das Einkaufs-, Dienstleistungs- und Freizeitangebot in der Gemeinde. Auf der Seite können auch Vordrucke für Gesuche, Anträge und ähnliches heruntergeladen, direkt am PC ausgefüllt und ausgedruckt werden. Zudem gewährt die Gemeinde Einblick in alle Beschlüsse, Verordnungen und Mitteilungen des Gemeinderates und der Stadtverwaltung. 10

Umfrage

Jugend und Politik Den Jugendlichen in Südtirol ist die Politik im Lande nicht egal. Dies lässt sich zumindest aus einer Statistik des Landesamtes für Statistik ASTAT herauslesen, das vor drei Jahren das politische Interesse der Südtiroler Jugend genauer unter die Lupe genommen hat: Fast jeder zweite Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren informiert sich mindestens einmal in der Woche über das politische Geschehen in Italien, vor allem im Fernsehen. Jeder Zweite spricht mindestens einmal in der Woche über Politik. Einer politischen Richtung lassen sich allerdings nur wenige Jugendliche zuordnen. Lediglich 2,4 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sind Mitglied einer Partei. Hingegen hat fast jeder Dritte schon einmal bei einer Demonstration teilgenommen und/ oder sich mindestens einmal eine politische Debatte angehört. Wie groß das politische Interesse derzeit bei Jugendlichen im Wipptal ist und inwieweit sie sich von den Politikern vertreten fühlen, haben dem Erker fünf Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren anvertraut.

Erker: Welche Partei hast Du bei den Landtagswahlen im vergangenen Herbst gewählt? Melanie Ploner, 19, Schülerin aus Pflersch: Ich habe die SVP gewählt. Philipp Sparber, 19, Schüler aus Niederried: Die Freiheitlichen spiegeln am ehesten meine politische Einstellung wider. Deshalb habe ich mich für diese Partei entschieden. Sharon Endrich, 18, Schülerin aus Sterzing: Die SVP hat meine Stimme erhalten. Sandra Ernandes, 19, Schülerin aus Sterzing: Ich habe das Edelweiß angekreuzt.

Jugendliche werden von der Wahlwerbung maßgeblich beeinflusst.

Welche Partei hättest Du gewählt, wenn Du alt genug gewesen wärst? Manuela Debiasi, 16, Schülerin aus Sterzing: Darüber habe ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht. Sollte Deiner Meinung nach das Mindestwahlalter von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt werden? Melanie Ploner: Geht es um Wahlen auf Gemeindeebene, sollen auch 16-Jährige wählen dürfen. Junge Menschen könnten dadurch gut auf wichtigere Wahlen vorbereitet werden. Bei landes-, italien- und europaweiten Wahlen sollte das Wahlrecht erst ab 18 Jahren gelten. Philipp Sparber: Jugendliche ab 16 Jahren sollten bei Gemeinderatswahlen und Landtagswahlen wählen dürfen. Diese Wahlen haben keine übermäßige Wichtigkeit und die Verantwortung ist nicht so groß. Bei wichtigen Wahlen wie Parlamentswahlen sollte das Wahlrecht den Volljährigen vorbehalten sein. S h a ro n E n d r i c h : D a s M i n -

destwahlalter sollte nicht herabgesetzt werden, da Jugendliche mit 16 Jahren dafür noch nicht reif genug sind. Immerhin trägt man mit der Teilnahme an einer Wahl auch Verantwortung. Manuela Debiasi: Das Wahlrecht sollte erst ab 18 Jahren gelten. 16-Jährige sind noch nicht reif genug dafür bzw. nicht ausreichend interessiert. Sandra Ernandes: Auch ein 18-jähriger Jugendlicher ist meiner Meinung nach noch nicht wirklich bereit für das Wahlrecht, schon gar nicht ein 16-Jähriger. Dieser Aufgabe ist ein Jugendlicher mit 16 Jahren noch nicht gewachsen. Fühlst Du Dich als Jugendliche von den Südtiroler Politikern gut vertreten? Manuela Debiasi: Ich könnte nichts Gegenteiliges behaupten. Melanie Ploner: Die Politiker vertreten die Jugendlichen nicht sehr gut. Soweit ich informiert bin, gibt es zu wenige Themen, die sich mit den Problemen der Jugendlichen beschäftigen. erker august 09


Philipp Sparber: Die meisten Parteien interessieren sich zwar für die Jugend, könnten sich aber gemeinsam noch stärker für Jugendliche einsetzen. Sharon Endrich: Von den Politikern fühle ich mich weder schlecht vertreten noch benachteiligt oder falsch behandelt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Sandra Ernandes: Die Politik vertritt die Jugendlichen nur teilweise gut. Dass man noch mehr für Jugendliche machen könnte, davon bin ich überzeugt. Welche Partei setzt sich besonders für Jugendliche ein? Melanie Ploner: Ich weiß, dass es in Südtirol die SVP-Jugendgruppe „Junge Generation“ gibt. Diese Initiative finde ich sehr gut. Philipp Sparber: Die Freiheitlichen befassen sich wirklich mit Jugendlichen. Dass sich eine Partei für Jugendliche einsetzt, ist mir wichtig.

Bedürfnisse und Wünsche der Jugendlichen. Wer oder was beeinflusst Dein Wahlverhalten? Melanie Ploner: Ich entscheide mich selbstständig, und zwar für jene Partei, die meiner Meinung nach Südtirol am besten vertritt und am meisten erreichen kann. Philipp Sparber: Meine Wählerstimme wird in erster Linie von meinem Vater und natürlich auch von Wahlwerbung beeinflusst. Sharon Endrich: Freunde und Wahlwerbung üben auf mich am ehesten Einfluss aus. Manuela Debiasi: Ich achte auf Wahlwerbung, die Meinung meiner Familie, aber auch darauf, wie sich eine Partei nach außen präsentiert.

Sandra Ernandes

Sandra Ernandes: Wahlwerb u n g , Wa h l g e s c h e n k e u n d Freunde beeinflussen, wen ich am Ende wähle. Sharon Endrich

Sharon Endrich: Die „Junge Generation“ setzt sich für Themen ein, die speziell Jugendliche interessieren. Eine ähnliche Initiative von anderen Parteien ist mir bisher noch nicht bekannt. Manuela Debiasi: Ansätze und Ideen gibt es bei mehreren Parteien. Gut finde ich die SVP und die Grünen. Sandra Ernandes: Meiner Meinung nach kümmert sich keine Partei besonders gut um die erker august 09

Interessierst Du Dich für Politik? Melanie Ploner: Ich bemühe mich, über das politische Geschehen informiert zu sein. Philipp Sparber: Ja, Politik interessiert mich. Sharon Endrich: Politik interessiert mich wenig. Manuela Debiasi: Ich bin nicht wenig, aber auch nicht besonders viel an Politik interessiert. Sandra Ernandes: Politik interessiert mich wenig. Umfrage: Romina Keim 11


Aus dem Gemeinderat Pfitsch

gastkommentar

„Sollten endlich gemeinsamen Weg finden“ Zur Diskussion der Politiker-Gehälter

Lärmschutzwände Wegen technischer Schwierigkeiten soll die Errichtung von Lärmschutzwänden in der Ortschaft Maibad nur schwer möglich sein. Das Land will es trotzdem versuchen. Nach der Vorstudie des Architekturbüros Bergmeister soll nun die entsprechende Planung dafür in Auftrag gegeben werden. Busbahnhof Schon seit Jahren wird am Bahnhof in Sterzing ein Busbahnhof ins Auge gefasst. Den Plan hat Ingenieur Karl Pardeller bereits ausgearbeitet, nur an der Realisierung hapert es noch. Die Verhandlungen zwischen Land und Eisenbahngesellschaft ziehen sich in die Länge. Citybus Ab September fährt der Sterzinger Citybus möglicherweise auch zwei Fraktionen in Wiesen an. Angedacht wird in erster Linie eine Verbindung nach Flains – zweimal vormittags und zweimal nachmittags. Auch Fahrten nach Schmuders sind geplant, sofern dies der bisherige Citybus-Fahrplan zeitlich zulässt. Neuer Kirchplatz Der Kirchplatz in Wiesen soll umgestaltet werden. Konkrete Pläne dazu gibt es noch nicht. Zunächst hat die Gemeinde das 1.000 m2 große Grundstück erworben. Nun sollen Ideen gesammelt werden, wie der Platz gestaltet werden könnte. Bilanzänderung Mehreinnahmen in Höhe von 122.000 Euro kann die Gemeinde heuer ausgeben. Das Geld wird u. a. in die Instandhaltung von gemeindeeigenen Gebäuden gesteckt, darunter in die Einrichtung von Kindergärten und Schulen. Neue Website Seit kurzem ist die Gemeinde auch im Internet zu finden. Die neue Seite ist unter www. gemeinde.pfitsch.bz.it abrufbar. 12

Warum werden Abgeordnete doch recht ordentlich bezahlt? Damit sie ihr zeitlich beschränktes Mandat unbeeinflusst und zum Wohle des Volkes ausüben. In Deutschland, Österreich und anderen Ländern werden zudem auch die Parteien vom Staat stark gefördert, weil sie dies von der Einflussnahme von Lobbies unabhängig(er) macht. Dieser Preis für die Demokratie ist jedenfalls nicht so hoch wie jener, den die Allgemeinheit zahlen müsste, würden Parteien und Abgeordnete zu Gehalts- und Befehlsempfängern von Interessensverbänden. Bei all dem Getöse um die Kosten der Politik muss auch dies bedacht – und gesagt – werden. Das gilt auch für Südtirol. In Italien war und ist Parteienförderung quasi verpönt. Stiftungen und Politische Akademien sind weitgehend unbekannt. Dafür ist bekannt, dass alle großen Konzerne die Parteien in Rom illegal gefördert und entsprechend von ihnen gefordert haben. Die Lehren daraus wurden nicht oder in ungenügendem Maße gezogen. Allein die Parlamentarier selbst haben es verstanden, zu differenzieren. Deren offizielle Entschädigung liegt bei weniger als 6.000 Euro im Monat, die weiteren 10.000 Euro nennen sich Spesenersatz, Wahlkreis-Betreuung oder Taxipauschale ... Ein Abgeordneter zum Südtiroler Landtag erhält als Amtsentschädigung im Vergleich dazu weniger als die Hälfte eines Parlamentariers. Im Unterschied zu Kammer und Senat fallen Mehrheit und Opposition im Landtag zu diesem Thema auch noch übereinander her und werfen sich gegenseitig Scheinheiligkeit vor. Was wurde konkret getan? Die SVP hat jene Reform unterstützt, die ab Beginn dieser Legislatur die Leibrenten ein für allemal abschafft. Indirekt wurde dadurch die Entschädigung eines Landtagsabgeordneten von 6.800 Euro im Jahr 2008 auf aktuell 6.300 Euro reduziert. Und so wird es auch bleiben, denn es wurde zudem auch die jährliche inflationsbedingte Erhöhung ausgesetzt. Ein einfacher Landtagsabgeordneter erhält derzeit also 6.300 Euro im Monat. Für die SVP-Mandatare gilt folgende Regelung: 600 Euro pro Monat gehen als freiwillige Spende an gemeinnützige Verbände, und zwar so lange, bis im Landtag eine neue Gehaltsregelung gefunden wird. Weitere 570 Euro führen die SVP-Mandatare an die eigene Partei ab. Bleiben unterm Strich 5.130 Euro. Rechnet man dies auf 14 Gehälter um, wie bei Lohnabhängigen, so sind dies pro Monat etwa 4.500 Euro. Ist dies zu viel für einen auf fünf Jahre gewählten Abgeordneten, von dem sich die Menschen zu Recht erwarten dürfen, dass er sich für ihre Anliegen und vornehmlich für das Gemeinwohl einsetzt? Gewiss haben Vergleiche von Südtiroler Politikern mit Politikern von Weltformat für eine ziemlich schiefe Optik gesorgt. Deshalb haben die SVP-Mitglieder der Landesregierung und des Präsidiums ihre Zulagen um weitere 15 Prozent gekürzt – zusätzlich zu den 600 Euro an freiwilligen Spenden pro Monat. Festgestellt sei aber auch: Keine der anderen Parteien im Landtag hat sich bis dato dieser freiwilligen Initiative angeschlossen. Dieses Zeichen haben wir als SVP-Abgeordnete gesetzt, um zu zeigen, dass wir es sehr wohl ernst meinen. Auch die Abgeordneten selbst sollen und müssen sich einschränken. Aber Mehrheit und Opposition sollten vor allem endlich einen gemeinsamen Weg finden, um dem Ansehen der Politik nicht weiter zu schaden und sich stattdessen mit ganzer Kraft jenen zu widmen, die mit deutlich geringerem Einkommen ihr Auskommen finden müssen.   Elmar Pichler Rolle, SVP-Fraktionssprecher im Landtag erker august 09


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titelgeschichte

„Sterzinger Joghurt kennt heute in Italien jeder“ Mit der Gründung der Dampfmolkerei Genossenschaft Sterzing hat am 7. September 1884 alles angefangen. Heute, 125 Jahre später, beschäftigt der Milchhof Sterzing 130 Mitarbeiter und trotzt der Krise am Milchmarkt. Geschäftsführer Günther Seidner über die Anfänge des Milchhofes, die Stärken des Betriebs und die Herausforderungen von heute und morgen. Erker: Herr Seidner, welches waren in der 125-jährigen Erfolgsgeschichte des Milchhofes kritische Ereignisse und wichtige Entscheidungen? Günther Seidner: In den Nachkriegsjahren und in den 1970er Jahren gab es schwierige Zeiten. In den 70er Jahren stand eine Fusion mit Bayernland zur Diskussion, da bereits eine Zusammenarbeit bestand. Man hat sich dann aber für die Eigenständigkeit entschieden. Weiters fiel die Entscheidung über die Produktlinie. Früher wurde in Stange und in Stilfes hauptsächlich Käse produziert. Heute produzieren wir überhaupt keinen Käse mehr. In den 60er Jahren gab es am alten Sitz die ersten Versuche für die Joghurt14

hen. Das Ziel war immer, die Milch, die wir angeliefert bekommen, zu veredeln. Wir sind seit dem Vorjahr an dem Punkt, dass wir fast die gesamte Milch – das sind im Jahr fast 43 Millionen Liter – zu Joghurt veredeln. Wir haben fast keine Tankmilch mehr. Die Milch, die nicht selber verarbeitet wird, muss im Tankzug verkauft werden und die Tankmilchpreise sind letzthin am Boden. Je mehr Tankmilch jemand hat, desto niedriger fällt der Auszahlungspreis aus.

Günther Seidner leitet seit 1. Jänner 1999 als Geschäftsführer den Milchhof Sterzing. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Zuvor war Seidner sechs Jahre Geschäftsführer der Sadobre. produktion. In der Folge fiel der Entschluss, sich auf Joghurt zu spezialisieren. 1976 startete am neuen Sitz die Herstellung von Joghurt im großen Stil. Es war ein Produkt, das damals in Italien und Südtirol nicht besonders bekannt war.

Auf jeden Fall. Wir sind heute italienweit an vorderster Position mit international namhaften Firmen. In Südtirol sind wir die Nummer eins unter den Sennereibetrieben in der Joghurtproduktion für den italienischen Markt.

Die Entscheidung für Joghurt erwies sich in der Folge als goldrichtig.

Heute kann der Milchhof Sterzing dank des Joghurts am hart umkämpften Milchmarkt beste-

Welchen Stellenwert hat die Marke Sterzinger Joghurt für den Erfolg? Man hat rechtzeitig verstanden, wie wichtig es ist, einen Markt auf einer Marke aufzubauen. In den 80er Jahren hat unser Verkaufsdirektor Adelino Cordioli mit seinem Team die Marke Sterzing italienweit aufgebaut. Das Sterzinger Joghurt kennt heute in Italien jeder. Die Marke ist unser Wert. Insgesamt produzieren wir heute zu 80 Prozent die Sterzinger Marke. Das heißt, nur 20 Prozent werden für Handelsketten produziert. Bei diesen Produkten steht nicht Sterzing drauf, sonder n die Marke des Handelsunterneherker august 09


mens. Der Milchhof Sterzing hat 2008 seinen Mitgliedern einen durchschnittlichen Milchpreis von 53 Cent ausbezahlt. Damit liegt der Milchhof international im Spitzenfeld. Zum Vergleich: Die Tirol Milch zahlt derzeit nur 26 Cent pro Liter. Wie sind diese gravierenden Unterschiede möglich? Ich kann nicht sagen, was die Tirol Milch macht. Ich weiß nur, was wir hier tun. Wir haben ein starkes, qualitativ hochwertiges Produkt, ein gutes PreisLeistungsverhältnis, einen guten Markt und ein gutes Verkaufsteam. Und wir kämpfen jeden Tag darum, damit unsere Produkte gut positioniert sind und verkauft werden. Letztendlich entscheidet der Konsument, was er kaufen will. Wie wird die Qualität der Sterzinger Milch gemessen? Wir haben ein eigenes internes Labor. Daneben kontrolliert der Südtiroler Sennereiverband wöchentlich seine Mitglieder. Der Milchpreis wird auch aufgrund der Qualität bezahlt. Die 53 Cent sind ein Durchschnittspreis, der aufgrund der Qualitätsmerkmale Fett, Eiweiß, Keime und Zellen höher oder tiefer ausfallen kann. Tirol Milch überschwemmt den Markt mit Billigmilch. Ist diese aggressive Preispolitik ein Schuss nach hinten? Tirol Milch liefert schon seit längerem für eine Handelskette in

Kleine haben aufgegeben, weil es sich nicht mehr auszahlt. Werden die Milchhöfe im Land in der derzeitigen Konstellation bleiben oder könnte es in Zukunft neue Fusionen geben? In unmittelbarer Zukunft wird es keine weiteren Fusionen geben. Wir tauschen heute bereits Milch und Produkte aus. Wir kaufen von Mila Milch zu, von Meran Joghurt, von Sexten und Bozen Käse. Die Zusammenarbeit besteht und am Markt existiert eine gesunde Konkurrenz. Größere Fusionen würden außerdem zu einem einzigen Milchauszahlungspreis führen.

Die Genossenschaft heute 470 aktive Mitglieder, davon 42 Biobetriebe 136 Mitarbeiter 43 Mio. kg Milch jährlich 1 Mio. Joghurtbecher täglich Über 61 Mio. Euro Umsatz 2008 30 Mio. Euro Investitionen in den letzten zehn Jahren Obmann: seit 1979 Franz Hochrainer Geschäftsführer: seit 1999 Günther Seidner Italien die Milch. Wir als Milchhof Sterzing haben gesagt, wir machen das Spiel nicht mit. Das ist ein Spiel, wo nur einer gewinnen kann. Letztendlich gewinnt nicht der Milchhof, sondern die Handelskette. Zweitens gilt es zu fragen, mit welchem Produkt der italienische Markt beliefert werden soll. Tirol Milch hat heute eine starke Marke mit Lattella. Aber es ist nicht so, dass sie morgen sagen werden, jetzt sind wir da und verkaufen unser Joghurt und haben einen Riesenerfolg. So einfach geht’s nicht, da steckt viel mehr dahinter. Und die Ankündigung der Tirol Milch, auf gentechnikfreie Produktion zu setzen, lässt Sie kalt? Wir produzieren bereits seit 2001 gentechnikfrei. Hier wird nichts Neues erfunden. Es hat schon

so viele Firmen gegeben, die versucht haben, in Italien Fuß zu fassen. Nur Müller ist es gelungen, aber Müller ist ein international tätiger Handelsbetrieb und keine Genossenschaft und kann auf ganz andere wirtschaftliche Ressourcen zur Bearbeitung des Marktes zurückgreifen. Im Jahr 2013 sollen in der EU die Milchquoten aufgehoben werden. Welche Auswirkungen sind zu erwarten? Ich schätze, für den Milchhof Sterzing wird sich nicht viel ändern. Das, was die Bauern produzieren können, wird angeliefert. Daneben ist das Verhältnis zwischen Großvieheinheiten und Fläche zu berücksichtigen. Ich glaube nicht, dass morgen plötzlich viel mehr Milch produziert wird. Einige Große sind letzthin auch schon gewachsen, einige

Wie sehen Sie die Zukunft des Milchofes Sterzing? Wir führen derzeit qualitative Verbesserungen durch. Allzu sehr mengenmäßig zu wachsen, ist nicht mehr nötig. Im Moment bauen wir ein neues Hochregallager, damit wir ständig lieferbereit sind. In den letzten zehn Jahren wurden etwa 30 Millionen Euro investiert. Wir haben sämtliche Anlagen erneuert. Wo es möglich war, wurden Arbeitsgänge automatisiert und beschleunigt, damit wir konkurrenzfähig bleiben. Seit 2006 arbeiten wir im Dreischichtbetrieb. Zur Zeit laufen zwei Maschinen rund um die Uhr. Wir sehen uns als Spezialisten im Joghurtbecherbereich und wollen dies auch in Zukunft sein. Interview: bf

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titelgeschichte

Obmänner Milchhof Sterzing

1884 – 1885 Alois Obexer (im Bild) 1885 – 1885 Alois Gschwenter 1885 – 1886 Johann Kofler 1886 – 1887 Josef Stifter 1887 – 1888 Josef Seebacher 1888 – 1893 Johann Wegscheider 1893 – 1896 Josef Seebacher 1896 – 1897 Johann Wegscheider 1897 – 1898 Anton Geir 1898 – 1900 Jakob Mader 1900 – 1906 Anton Geir 1906 – 1919 Josef Rainer 1919 – 1921 Georg Strickner 1921 – 1922 Peter Eller 1922 – 1939 Georg Strickner 1939 – 1939 Johann Mairgünter 1939 – 1940 Josef Markart (Komm.) 1940 – 1961 Johann Bacher 1961 – 1975 Josef Plattner 1975 – 1976 Karl Gitzl (Interim) 1976 – 1979 Heinrich Polig Seit 1979 Franz Hochrainer

Geschäftsführer Milchhof Sterzing 1894 – 1924 Georg Gogl 1924 – 1952 Josef Gogl 1952 – 1975 Fritz Mayrhans 1975 – 1998 Herbert Wechselberger Seit 1999 Dr. Günther Seidner

Vorsitzende des Aufsichtsrates Milchhof Sterzing 1912 – 1929 Josef Rampold 1929 – 1975 Ludwig Gröbner 1976 – 1993 Karl Gitzl 1993 – 1995 Hans Stafler 1996 – 1999 Hedwig Wieser Seit 1999 Dr. Ferdinand Rainer 16

Die Erfolgsgeschichte des Milchhofes Sterzing Am 7. September 1884 wurde von 20 Milchbauern unter der Federführung von Alois Obexer, dem ehemaligen „Sternwirt“, die Dampfmolkerei Genossenschaft Sterzing aus der Taufe gehoben. Der Stadtapotheker Johann Kofler übernahm die qualitativen Milchanalysen. Über 100.000 kg Milch konnten während des ersten Jahres im neu errichteten Molkereigebäude in der Hochstraße zu Butter und Magerkäse verarbeitet werden. Der Ankauf der ersten Milchzentrifuge im Jahr 1886 schuf die Grundlage für die Produktion der Sterzinger Qualitätsbutter. Um die Jahrhundertwende wuchs der Molkereibetrieb auf etwa 60 Mitglieder an, die jährliche Milchliefermenge auf 800.000 kg. Das Absatzgebiet wurde immer größer und erstreckte sich bis Böhmen und Jugoslawien. Im Jahr 1911 wurde dem Wachstum durch den ersten großen Umbau des Molkereibetriebes Rechnung getragen. Mehrere moderne Maschinen wurden angekauft. Der Anstieg der Milchlieferung wurde mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges abrupt gestoppt und betrug 1918 nur noch 300 Liter am Tag. Die Eröffnung einer an die Molkerei angeschlossenen Verkaufsfiliale 1928 ermöglichte eine bessere Versorgung der Stadtbevölkerung. In den 30er Jahren belief sich die angelieferte Milchmenge auf über eine Million Kilogramm. Es folgte die Errichtung einer Verkaufsfiliale im Stadtzentrum. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brachte für die Molkerei einen herben Rückschlag. Umso

Die ehemalige Sennereigenossenschaft in der Hochstraße von Sterzing

größer war nach dem Krieg der Wille zur Aufbauarbeit. Bereits 1950 zählte die Genossenschaft 120 Mitglieder, die Jahresanlieferung stieg auf 1,5 Millionen Kilogramm. In den 50er Jahren wurde der Betrieb erneut ausgebaut und modernisiert. In den renovierten Räumlichkeiten wurde der erste Lehrbetrieb (bis 1969) des Landes eröffnet. Die Sterzinger Molkerei wurde zur Mustersennerei der Provinz ernannt. Im September 1955 wurde das neue Milchgeschäft eröffnet, in dem die Kunden aus einem 200 Liter fassenden Milchbehälter ihre mitgebrachten Gefäße bequem mit Vollmilch auffüllen konnten. 1956 entstand im hinteren Teil des Geschäfts eine allseits beliebte Milchbar. Ab 1959 wurde die Butterei modernisiert, so etwa mit der ersten Butterverpackungsmaschine für 15 und 20 g Butter. Parallel dazu unternahm man die ersten Versuche zur Joghurtproduktion. Mit dem Anschluss der Sennerei Stange im Jahr 1969 kam das Einzugsgebiet Ratschings hinzu. Rund 300 Mitglieder lieferten nun eine Jahresmenge von

rund vier Millionen Kilogramm Milch. Das bisherige Firmengelände konnte diese Menge kaum mehr bewältigen, so dass 1974 der Betrieb in die Jaufenpass Straße umzog. Hier wurde 1976 mit der Becherabfüllung von Joghurt begonnen. Am 27. März 1976 wurde die „Dampfmolkerei Gossensass Sterzing“ in „Milchhof Sterzing“ umbenannt. Die nächste Fusionierung folgte 1983 mit dem Anschluss der Sennerei Stilfes mit 80 neuen Mitgliedern. Die angelieferte Milch wuchs 1984 auf das Volumen von 13 Millionen Kilogramm. Die folgenden Jahre waren von großen Investitionen in der Jaufenpass-Straße geprägt. Es entstanden eine Halle für die Joghurtproduktion, ein Anbau mit Produktionsräumen und Kühllager n sowie ein neuer Verwaltungstrakt. Letzthin folgten die Anschaffung moderner Anlagen und Maschinen, wie z.B. neue Abfüllanlagen, eine vollautomatische Palettierung, ein neues Logistikzentrum sowie vollautomatische Hochregallager, die zur Zeit erweitert werden. erker august 09


SEL AG aus Biogas Wipptal GmbH ausgetreten/ Drei neue Standorte im Visier

Die 34 Gesellschafter haben Großes vor: Im Wipptal soll eine Biogasanlage mit Modellcharakter entstehen, schreibt die Landesenergiegesellschaft SEL auf ihrer Internetseite – eine Anlage, mit der die Landwirtschaft, Umwelt- und Energiepolitik über den Brenner hinaus zeigen will, wie fortschrittlich sie denken und handeln kann. Bis der erste Mist vergoren und in Wärme und Strom umgewandelt wird, kann allerdings noch etwas Zeit vergehen. Bereits vor eineinhalb Jahren haben 29 Landwirte – mittlerweile sind es 34 – aus dem Bezirk mit der SEL AG die Biogas Wipptal GmbH gegründet. Diese Gesellschaft soll sich darum kümmern, die Biogasanlage zu bauen, zu finanzieren und zu betreiben. Nicht alles verlief bisher nach Plan. Dass sich der Milchhof Sterzing anders als erhofft nun doch nicht an der Gesellschaft beteiligt, kam für die Investoren überraschend. Die Richtlinien für die Förderung des Stromverkaufs haben sich während der Vorplanung geändert. Aus wirtschaftlichen Gründen wird die Biogas Wipptal GmbH den erzeugten Strom deshalb direkt an den italienischen Netzbetreiber GSE (Gestore di Servizi Elettrici) verkaufen und nicht an den Milchhof, der den Strom als so genannter „Autoproduttore“ selbst im Betrieb verbraucht hätte. „Der Milchhof hat dadurch keinen direkten wirtschaftlichen Vorteil mehr, der allen Mitgliedern zugute käme. Deshalb können wir uns im erker august 09

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Im Wipptal soll eine der modernsten Biogasanlagen in den Alpen entstehen. Wann und wo die Bauern Festmist und Gülle verwerten werden, um daraus Strom, Wärme und Dünger zu produzieren, ist immer noch unklar.

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Biogasanlage wird gebaut

Wann und wo die Bauern im Wipptal Strom und Wärme aus Festmist und Gülle produzieren können, ist weiterhin unklar.

Moment nicht als Investor an der Gesellschaft beteiligen“, so Milchhof-Direktor Günther Seidner. Die Initiative finde er aber lobenswert und sinnvoll. „Das Projekt ‚Biogasanlage Wipptal’ wollen wir auf jeden Fall anderweitig unterstützen.“ Mit der SEL AG verliert die Biogas GmbH nun einen weiteren Teilhaber. Das Unternehmen – es hielt immerhin fast 70 Prozent der Anteile – steigt aus der Gesellschaft aus. SEL-Direktor Maximilian Rainer dazu: „Die Landwirte erhalten bis zu 40 Prozent Fördermittel, wenn sie eine Biogasanlage bauen. Sind wir als öffentlicher Stromproduzent an der Gesellschaft beteiligt, werden keine Förderungen mehr gewährt. Um den Landwirten keinen Schaden zuzufügen, steigen wir aus.“ Unterstützen wolle man das Projekt weiterhin – mit Know How und als technischer Partner. SEL-Präsident Klaus Stocker bleibt Präsident der Biogas Wipptal. Die Anteile der SEL in Höhe von 345.750 Euro werden nun den Mitgliedern des Milchhofes Sterzing zum Kauf angeboten. Das Vorprojekt ist ausgearbeitet. Unklar ist aber nach wie vor, wo die Biogasanlage gebaut werden soll. Ursprünglich fasste die Biogas Wipptal ein Grundstück beim

Milchhof oder beim Fernheizwerk in Sterzing ins Auge. Die Idee, die Biogasanlage beim Milchhof zu bauen, ist jedoch hinfällig geworden – und im Fernheizwerk hält sich die Begeisterung über eine Zusammenarbeit in Grenzen. „Ich hoffe, dass die Biogasanlage nicht beim Fernheizwerk gebaut wird“, so Max Tötsch, bis vor kurzem Präsident der Thermo Wipptal AG. Die Biogasanlage bringe dem Betrieb kaum Vorteile. „Das Problem ist die Wärmeabnahme. Seitdem wir selbst Strom produzieren, können wir uns fast das ganze Jahr über selbst mit genügend Wärmeenergie versorgen. Von der Biogasanlage könnten wir höchstens im Winter profitieren.“ Gerade im Winter benötigt eine Biogasanlage aber einen großen Teil der produzierten Abwärme selbst. Mittlerweile haben die Gesellschafter drei neue Standorte im Visier, auf denen eine Biogasanlage errichtet werden könnte: beim Recyclinghof in Sterzing, auf einem Grundstück zwischen Elzenbaum und Stilfes oder auf dem Militärareal in Stilfes. Letzterer Vorschlag soll vom Landeshauptmann höchstpersönlich kommen. Wann auf einem dieser Grundstücke mit dem Bau begonnen wird, steht aber noch nicht fest. rb

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interview

„In Italien wird Sterzing ‚Vipithöni‘ genannt“ Vor zwölf Jahren wäre die geburtshilfliche Abteilung am Krankenhaus Sterzing wegen der niedrigen Geburtenzahl beinahe aufgelassen worden. Heute verzeichnet die Abteilung einen regelrechten Geburtenboom. Dass mittlerweile jährlich rund 500 Kinder in Sterzing das Licht der Welt erblicken, ist vor allem auf das frauenfreundliche Ambiente und das Angebot an Wassergeburten zurückzuführen. Seit 1997 haben über 2.500 Frauen ihr Kind im Wasser zur Welt gebracht. Primar Dr. Albin Thöni, Gynäkologe und Geburtshelfer am Krankenhaus Sterzing, über sein Steckenpferd Wassergeburt, seinen vollen Terminkalender und seine baldige Pensionierung. Erker: Herr Primar, seitdem Sie in Sterzing erstmals Wassergeburten ermöglicht haben, ist die Zahl der Geburten im Krankenhaus wieder rapide angestiegen. Haben Sie mit einem derartigen Erfolg gerechnet? Albin Thöni: Nein, überhaupt nicht. Anfangs war ich selbst skeptisch. 1996 gab es aufgrund einer Aussage des Landeshauptmannes im Rahmen einer Sitzung der Landesregierung einen Riesenaufschrei, dass die gynäkologische Abteilung „den Bach runter“ läuft. Ich hätte mich damals fast dafür rechtfertigen müssen, dass die Geburten im Wipptal mit kaum 250 pro Jahr sehr niedrig waren, als ob allein ich dafür verantwortlich gewesen wäre. Ich musste mir etwas einfallen lassen, um wieder mindestens 300 Geburten im Jahr zu erreichen. Als die Verantwortlichen in der Verwaltung und Arzt-Kollegen 18

Primar Dr. Albin Thöni: „Einige meiner Kollegen haben mir Vorwürfe gemacht haben, weil ich mich nicht massiv für einen Nachfolger einsetze.“

von meiner Idee erfahren haben, die Gebärsäle zu renovieren und mit einer Wanne auszustatten, haben mich viele ausgelacht. Die Wanne ist mittlerweile zu Ihrem Steckenpferd geworden: Sie haben für Fachzeitschriften über 100 Artikel über die Wassergeburt geschrieben und in fünf Sprachen publiziert, an 150 Kongressen, Kliniken und Krankenhäusern in Europa referiert und unzählige Interviews gegeben. Allein 553 Internetseiten werden aufgerufen, wenn man in der Suchmaschine Google Ihren Namen eingibt. Sie gelten nicht nur als Missionar der Wassergeburt, sondern auch als Werbeträger für Sterzing. Inzwischen gibt es in ganz Italien keine Hebamme und keinen Geburtshelfer mehr, der „Vipiteno“ nicht kennt. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in Italien die Stadt schon „Vipithöni“ genannt wird (schmunzelt). Anfangs steckte natürlich ein gewisser Marketinggedanke dahinter. Wir mussten unser neues Angebot

über die Medien bekannt machen. Sehr bald schon merkten wir aber, dass die Frauen auch die umgebauten Gebärsäle mit dem frauenfreundlichen Ambiente immer mehr schätzten und guthießen. Besonders beliebt ist die Wassergeburt. Mehr als jede zweite Frau entscheidet sich heute, ihr Kind im Wasser zu gebären. Warum wollen immer mehr Frauen in die Wanne? Das 37 Grad warme Wasser ist schmerzlindernd und entspannend, garantiert Bewegungsfreiheit und Intimität. Die Menschen besitzen einen Tauch- bzw. Schutzreflex, der verhindert, dass Babys Wasser einatmen und nach der Geburt in der Wanne ertrinken. Im Übrigen war das Kind bereits neun Monate lang im Fruchtwasser. Auch aus hygienischer Sicht ist eine Wassergeburt unbedenklich. Die Abwehrkräfte der im Wasser Geborenen werden durch den Kontakt mit den mütterlichen Keimen sogar gestärkt. Die meisten Frauen, die in Ster-

zing gebären, sind keine Wipptalerinnen. Stimmt. Zwei von drei Wöchnerinnen stammen nicht aus dem Wipptal. Viele Frauen kommen aus ganz Südtirol und ein hoher Prozentsatz auch aus dem norditalienischen Raum, einzelne auch aus entfernteren Regionen, wie Sardinien und Kalabrien. Im Juli reiste sogar eine Frau aus Nicaragua zur Geburt an. Ohne den Zuzug der Frauen von außerhalb des Wipptales wäre unsere Geburtshilfe-Abteilung nicht überlebensfähig. Von den 500 Wöchnerinnen kommen jährlich gerade einmal 200 aus dem Wipptal, 200 aus dem Rest Südtirols, 100 von außerhalb. Gibt es auch eine Warteliste? Nein. Mittlerweile haben wir zwei Wannen installiert. Nimmt eine Frau den weiten Weg auf sich, wäre sie sehr enttäuscht, ihr Kind nicht im Wasser gebären zu können, nur weil die Wanne gerade besetzt ist. Die beiden teuren Wannen haben die Hersteller aus Deutschland und der Schweiz dem Krankenhaus sogar geschenkt. Müssen auswärtige Frauen für die Geburt zahlen? Da es ein öffentliches Krankenhaus ist, zahlen auch auswärtige Wöchnerinnen nichts. Das Krankenhaus aber wird selbstverständlich über die italienweit gültigen Pauschalen abgegolten. Mittlerweile bietet jedes Krankenhaus in Südtirol Wassergeburten an. Glauben Sie, dass Sterzing dadurch an Beliebtheit einbüßen wird? Manche meiner Kollegen dachten anfangs, wir Sterzinger gehen mit der Wanne sprichwörtlich baden. Dann stellten sie aber fest, dass dem nicht so war. Jetzt bieten alle Krankenhäuser erker august 09


Wassergeburten an, auch deshalb, weil es die Frauen selbst zunehmend wünschen. Natürlich sind wir froh, wenn sich Frauen weiterhin dafür entscheiden, in Sterzing zu gebären und dafür oft einen sehr weiten Weg auf sich nehmen. Haben auch prominente Frauen ihr Kind in Sterzing zur Welt gebracht? Ja, sogar mehrere. Die Nichte von Boris Pasternak, dem Autor von „Doktor Schiwago“, ist eigens aus Udine angereist, um hier ihre Tochter zu gebären. Viele Doktorinnen, Rechtsanwältinnen, Künstlerinnen, Sportlerinnen, darunter auch Olympiasiegerinnen, sowie Frauen von Politikern – Namen will ich keine nennen – haben in Sterzing ihr Kind zur Welt gebracht. Eine Anfrage kam 2005 auch von Ilary Blasi, der Lebensgefährtin des italienischen Fußballstars Francesco Totti. Gebären auch die meisten Mitarbeiterinnen des Krankenhauses ihre Kinder in Sterzing? Es gibt sicherlich wenige, die andere geburtshilfliche Abteilungen im Lande bevorzugen. Es schmerzt uns immer, wenn Wipptalerinnen nicht in Sterzing gebären. Was machen Sie anders? Unsere Devise lautet: Zurück zur natürlichen, wenn möglich sanften Geburt. Wir haben mit viel Liebe zum Detail eine frauenfreundliche, ungezwungene und

Die Hebammen des Krankenhauses Sterzing

vertraute Atmosphäre für Mutter und Vater geschaffen, sind von unserem Konzept überzeugt und sind dauernd danach bestrebt, uns zu verbessern. Erst kürzlich hat das Krankenhaus Sterzing von einer Kommission im römischen Parlament die höchste Auszeichnung für seine Frauenfreundlichkeit erhalten. Dieser Erfolg ist vor allem der Verdienst der Sterzinger geburtshilflichen Abteilung. Können Sie sich noch an die erste Wassergeburt erinnern? (lacht) Ja, das war für mein Team ein tolles Ereignis. Wenige Wochen, nachdem wir im Spätherbst 1996 die Wanne aufgestellt hatten, hat eine Frau aus dem Sarntal im Wasser geboren. Allerdings habe ich von der Geburt nichts mitbekommen. Ich war in der Ambulanz beschäftigt, als mich die Hebamme anrief und sagte: „Herr Primar, wir hatten soeben die erste Wassergeburt, Mutter und Kind geht es sehr gut.“ Sie waren bei der ersten Wassergeburt gar nicht dabei? Nein. Die Hebammen haben der Gebärenden ohne ärztliche Hilfe assistiert. Hier zeigt sich ein

weiterer Vorteil der Wassergeburt: Ein Gynäkologe muss nicht unbedingt bei der Geburt dabei sein. Wie sieht die Zukunft der Gynäkologie in Sterzing aus? Im Moment steht die Schließung der gynäkologischen Abteilung nicht zur Debatte. Wir schreiben schwarze Zahlen und verzeichnen seit Jahren rund 500 Geburten. Vor einem Jahr ist unser Team um eine weitere Ärztin aufgestockt worden. Für mich ist dies eine große Entlastung. Ende des nächsten Jahres werde ich trotzdem in den Ruhestand treten. Bleiben Sie der Station dennoch erhalten? Nein. Der Beruf, den ich seit über 30 Jahren ausübe, davon bereits 20 Jahre als Primar in Sterzing, ist sehr anstrengend. Ich habe weder Interesse daran, zu bleiben, noch privat als Geburtshelfer weiterzuarbeiten. Sie bleiben aber Botschafter für Wassergeburten. Wahrscheinlich werde ich noch Vorträge über die Sterzinger Erfahrungen rund um die Wassergeburt halten. Mein Terminkalender

ist seit Jahren voll. Ich referiere in Österreich, Deutschland, der Schweiz und in Polen und seit vielen Jahren insbesondere in ganz Italien. Derzeit stelle ich in Italien auch ein Buch über Wassergeburten vor, das ich mitverfasst habe. Demnächst erscheint in Mexiko eine Publikation in Spanisch. Langweilig wird mir sicherlich nicht, da ich auch meine Lebensgefährtin auf ihren vielen (Vortrags-)Reisen begleite. Sie ist Sommelierpräsidentin und als Referentin in ganz Europa unterwegs. Wir ergänzen uns ja ideal: Ich rede über die Vorzüge des Wassers und meine Frau über jene des Weines. Wird Ihre Stelle als Primar nachbesetzt? Ob meine Stelle nachbesetzt wird oder nicht, liegt außerhalb meiner Kompetenz. Darüber habe nicht ich zu entscheiden, auch wenn einige Kollegen mir Vorwürfe gemacht haben und machen, weil ich mich nicht massiv für einen Nachfolger einsetze. Ich wünsche die Nachbesetzung aber meinem tüchtigen Team, den Ärzten, Hebammen und Schwestern. Interview: rb

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gesellschaft

Der Glöckner vom Zwölferturm Zehn vor zwölf. Uhrmacher Hans Unterthiner öffnet mit dem schmiedeeisernen Schlüssel die schwere Eisentür im Zwölferturm. Seit 35 Jahren bringt er in der Sterzinger Innenstadt täglich zur Mittagsstunde die Turmglocken zum Läuten. Hans ist schon über 12.770 Mal den Zwölferturm hochgestiegen, um mittags die Glocken erklingen zu lassen. Vor 35 Jahren hat er diese Aufgabe übernommen, oder, wie er es selbst umschreibt, vom damaligen Sterzinger Bürgermeister Luis Graus auferlegt bekommen. Hans war damals nach seinem Vorgänger Heinrich Wurzer der einzige, der die Uhr reparieren konnte. Außerdem hatte er ohnehin vor, in Sterzing zu bleiben, nachdem er jahrelang in der Welt herumgereist war. Damit war sein Schicksal als Glöckner besiegelt. An die 300 enge Stufen führen steil hinauf zum hölzernen Schrank, hinter dem das Herz der Uhr pocht. Kleinere und größere schmierige Zahnräder drehen sich darin, das eine langsamer, das andere schneller. Jede Sekunde tickt so laut, als wolle sie eindringlich darauf hinweisen, wie schnell doch die Zeit verrinnt. Das Uhrwerk ist über 100 Jahre alt und eines der wenigen in Südtirol, die noch in Betrieb sind. Hans dreht am ersten von vier schwarzen Hebeln. Fünfzehn-, zwanzigmal, bis die Gewichte am Seil nach oben gezogen sind. Er muss das Uhrwerk jeden Tag von neuem aufziehen, sonst würden die beiden Zeiger auf dem Ziffernblatt um halb zwei Uhr nachmittags stehen bleiben. Dass sein ehemaliger Schulkollege Toni Braunhofer im 46 Meter 20

hohen Zwölferturm noch an einem Seil zog, um die Glocken zum Läuten zu bringen, ist schon über 50 Jahre her. Später installierte die Sterzinger Turbinenbau-Firma Troyer erstmals ein mechanisches Läutwerk. Im Mittelalter gab es noch einen Nachtwächter, der im oberen Kämmerchen alle 15 Minuten aus einem der drei Fensterchen hinausschaute, ob wohl alles in Ordnung sei. Die Herdstelle, der hölzerne Tisch, die Bank und der Stuhl erinnern heute noch daran. „Das ist alles schon längst Geschichte.“ Hans schaut auf seine Armbanduhr. Noch vier Minuten bis Mittag. Ob er jemals vergessen habe, die Glocken zu läuten? „Nein“, sagt Hans. „So etwas vergisst man nicht. Ich bin viel zu pflichtbewusst, um nachlässig zu sein.“ In den vergangenen 35 Jahren haben die Turmglocken nur an zehn Tagen nicht zu Mittag geläutet. Hans war krank. Den Klang der großen Glocke aus Bronze mag Hans am liebsten. „Dieser Ton ist tiefer, das Schlagwerk schöner.“ Zwölf Uhr. Es ist soweit. Im Uhrwerk schlägt es vier Mal, dann zwölf Mal, dann drückt Hans einen der drei Knöpfe an der Wand. Es blinkt rot und grün auf. Die große Glocke schwingt. Der ganze Turm scheint mitzuschwingen. Im oberen Stockwerk sind die ersten hellen und tiefen Klänge zu hören. „Jetzt heißt es: drei Gsatzler beten“, sagt Hans und grinst. „Der Metzger Hans Frick Senior hat immer den Hut vom Kopf genommen, so lange, bis die Glocken verstummt sind. Er hat es bemerkt, als ich einmal die Glocke nach nur zwei Gsatzler ausgeschaltet habe.“ Heute, sagt Hans, achtet kaum jemand mehr darauf. Kaum jemand

Über 12.770 Mal hat Hans Unterthiner die Glocken im Zwölferturm zum Erklingen gebracht.

betet heute noch, wenn er die Mittagsglocken läuten hört – falls ihm das Glockengeläut überhaupt auffällt. Es ist fünf nach zwölf. Hans ist schon wieder zum Fuße des Turms heruntergestiegen und schließt die Eisentür ab. Wie lange er diese Arbeit noch machen wolle? „Ich hoffe sehr, dass der Stadtrat das Angebot der Salzburger Turmuhrmacherfirma Schauer & Sachs annimmt, das Uhrwerk im Turm renoviert und automatisiert. Dann werde ich

wohl in den Ruhestand treten“, antwortet Hans. In seinen Worten klingt eine gewisse Erleichterung mit. „35 Jahre lang Tag für Tag um 12.00 Uhr die Glocken zu läuten, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Diese nun abzugeben, fällt mir nicht schwer.“ Mit der Automatisierung der Uhr wird auch ein kleines Stück Sterzinger Tradition zu Ende gehen. Hans Unterthiner wird dann wohl als letzter Glöckner des Zwölferturms in die Stadtgeschichte eingehen. rb erker august 09


Tiroler Verdienstmedaille für zwei Wipptaler Am 15. August überreichen die Landeshauptleute Luis Durnwalder und Günther Platter in Innsbruck grenzübergreifend an Personen aus Nord-, Süd- und Osttirol, die sich im sozialen, kulturellen und im wissenschaftlichen Bereich sowie für das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, darunter an 48 Südtiroler, die Tiroler Verdienstmedaille. Unter den Geehrten sind auch die beiden Wipptaler Karl Gschließer aus Telfes und Ferdinand Rainer, Altbürgermeister von Freienfeld. Karl Gschließer

Karl Gschließer, Musikant und

Gönner der Blasmusikkapellen sowie langjähriges Mitglied des Gemeindeausschusses Ratschings, wurde im Februar 1946 in Telfes auf dem Tonnerhof geboren und besuchte die Pflichtschule in seinem Heimatdorf. Dann erlernte er das Schlosserhandwerk bei Engelbert Dapunt in Sterzing und besuchte die Berufsschule. Acht Jahre arbeitete er als Schlosser in der Firma Leitner, war Betriebsleiter der Firmen Fastex und Bayernland in Sterzing und bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1998 Betriebsleiter der Firma Omya im Mareiter Steinbruch. Gschließer ist mit Annemarie Spreng aus Ratschings verheiratet und Vater von drei Söhnen. Gschließers Steckenpferd war immer schon die Blasmusik. Er ist noch immer Musikant der Musikkapelle Telfes, war viele Jahre deren Obmann und 20 Jahre Bezirksobmann des VSM im Wipptal. Seit 19 Jahren sitzt Gschließer im Gemeinderat von Ratschings, siebeneinhalb Jahre davon im Ausschuss. Weiters arbeitet er nun schon 19 Jahre

studium das Diplom der Handelsoberschule Bozen und als Werkstudent den Doktor in Handelsund Wirtschaftswissenschaften an der Universität Padua, Außenstelle Verona. Er begann seine Arbeitsjahre als Hausmeister und Hotelsekretär in Brixen, war dann Funktionär bei der Zollverwaltung und bis Ende April 1994 im Schuldienst tätig. Im selben Jahr eröffnete er in Sterzing ein Büro für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Dieses führt er heute noch. Ferdinand Rainer ist mit Anna Maria Prader verheiratet und Vater von vier Kindern. Im gesellschaftlichen Leben bekleidete Rainer eine Fülle von Ämtern. So war er unter anderem Obmann der Raika Freienfeld und deren Aufsichtsratsvorsitzender, Mitglied der Interessentschaft Trens, Präsident der Bezirksgemeinschaft Wipptal und 21 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde Freienfeld. Politisch führte er viele Jahre den SVP-Bezirk Wipptal und arbeitete in der SVP-Ortsgruppe Trens mit. Heute noch ist er Präsident des Kontrollausschusses im Milchhof Sterzing. rr

in der Fraktion Telfes mit und ist Vorsteher der Interessentschaft „Atscher Wiesen“. Seit 14 Jahren ist Gschließer auch Präsident des Tourismusvereines Ratschings. Auch die Vereine sind ihm ein Anliegen. So ist er bereits 40 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Telfes und gehört zu den Gründungsmitgliedern des örtlichen Sportvereins. Auf Abruf hilft er heute noch im Schlosserhandwerk und bei der Firma Omya aus. Ferdinand Rainer

Ferdinand Rainer, langjähriger Bürgermeister von Freienfeld und Wirtschaftsberater in Sterzing, wurde im Juni 1950 in Trens geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschule erwarb er im Abend-

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gesellschaft

Ergebnisse an Wipptaler Grund- und Mittelschulen Grundschulen Im Grundschulsprengel Sterzing I, der die Schulstellen Gossensaß, Außerpflersch, Innerpflersch, Sterzing Lahn und Neustadt umfasst, haben alle 359 Schüler das Klassenziel erreicht. Im Grundschulsprengel II mit den Schulstellen von Gasteig, Jaufental, Pardaun, Ratschings, Mareit, Ridnaun und Telfes wurden von 257 Schülern drei Schüler nicht versetzt. Im Schulsprengel III wurden von 291 Schülern der Grundschulen in den Gemeinden Freienfeld und Pfitsch zwei Schüler nicht versetzt. In der italienischen Grundschule „Don Milani“, der die Schulstellen Sterzing und Gossensaß angeschlossen sind, wurden von 107 Schülern zwei nicht versetzt. Mittelschulen Schulsprengel I An der Mittelschule Gossensaß wurden alle 17 Schüler der ersten und alle zwölf Schüler der zweiten Klasse versetzt. Von den 15 Schülern der dritten Klasse wurden zwei Schüler nicht zur Prüfung zugelassen. Die restlichen dreizehn haben die Prü-

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fung bestanden. Mit der Note 10 haben Veronika Amort und Nadia Sagliocco die Prüfung bestanden. Die Note 9 haben Marina Haller und Peter Schroffenegger erhalten. Schulsprengel II In der Mittelschule „Konrad Fischnaler“ wurden von den 90 Schülern der ersten Klasse zwei zurückgewiesen, in der zweiten Klasse wurde ein Schüler von 70 Schülern nicht versetzt. Von den 68 Schülern der dritten Klasse wurden zwei Schüler nicht zur Prüfung zugelassen. Die restlichen 66 haben die Prüfung bestanden. Mit der Note 10 haben Jaclyn Debiasi, Manuela Plank, Simon Gander und Stefanie Plattner die Prüfung bestanden. Die Note 9 haben Marco Laub, Maria Wurzer, Verena Rainer, Andreas Girtler, Carolin Schölzhorn und Nadine Hofer erhalten. Schulsprengel III In der Mittelschule „Vigil Raber“ besuchten 99 Schüler die erste Klasse; davon wurden sechs Schüler nicht versetzt. In der zweiten Klasse wurden von den 97 Schülern vier nicht versetzt.

Von den 97 Schülern der dritten Klasse wurden drei Schüler nicht zur Abschlussprüfung zugelassen. Von den restlichen 94 Schülern haben 91 die Prüfung bestanden. Mit der Note 10 haben Marisa Casartelli, Benjamin Graus, Sandra Gufler und Urban Wieser abgeschlossen. Die Note 9 haben Moritz Eisendle, Lorenz Hasler, Greta Hofer, Sarah Knollenberger, Juri Larch, Michaela Markart, Johannes Ossanna, Ilaria Ottaviani, Peter Steiner, Ben-

jamin Thaler, Karin Thaler, Benjamin Volgger, Matthias Volgger, Verena Volgger und Johannes Wieser erhalten. Italienische Mittelschule Im vergangenen Schuljahr besuchten 82 Schüler die italienische Mittelschule „Giovanni Pascoli“, davon haben 14 Schüler das Klassenziel nicht erreicht. Von den 33 Schülern der dritten Klasse durften zehn Schüler nicht zur Prüfung antreten.

Statistik

Berufliche Weiterbildung hoch im Kurs Rund 272.800 Südtiroler haben sich im vergangenen Jahr innerhalb der Provinz weitergebildet. Frauen bilden sich öfter fort als Männer. 30- bis 39-Jährige widmen sich vor allem beruflichen Weiterbildungskursen. Am wenigsten genutzt wird das Angebot von Männern und Frauen ab 60 Jahren. Das Landesamt für Statistik ASTAT hat vor kurzem Zahlen und Daten über das Weiterbildungsangebot in Südtirol veröffentlicht. 2008 haben die Weiterbildungsor-

ganisationen in Südtirol – es sind knapp 100 an der Zahl – über 16.300 Veranstaltungen angeboten. Hoch im Kurs liegen die berufliche Weiterbildung sowie Initiativen in den Bereichen Kultur, Persönlichkeitsbildung, Gesundheit und Sport. Durchschnittlich zählte jede Veranstaltung 17 Teilnehmer. Die meisten Besucher gab es bei Kursen im Bereich Hobby, Freizeit und Muse. In Sterzing wurden 253 Weiterbildungsveranstaltungen mit über 4.000 Teilnehmern organisiert.

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Sterzing

Mister Khun Kurt zu Besuch

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Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD Limited, Automatik, Bj 2006, 89.000 km, Leder, PDC SHZ Euro 23.600

Audi A4 2.0 TDI Avant, 170 PS, S-Line, Bj 2007, 67.000 km, Sportsitze, Alu 17” Euro 19.900

Audi A3 2.0 TDI Sportback Quattro, Bj 2006, 92.000 km, Sportsitze, Alu 17”, Anhängerkupplung Euro 17.200

Mazda 5 2.0 CD DPF Exclusive, 7-Sitzer mit Schiebetüren, Bj 2006, 96.000 km Euro 16.900

Peugeot 807 SV 2.2HDi, 7-Sitzer, Bj 2006, 47.000 km, Navi, Leder, elektr. Schiebetüren Euro 16.500

Land Rover Range Rover Sport TDV8 HSE, Bj 2007, 58.000 km, GSD, Leder, 20”, Navi Xenon Euro 46.900

(v.l.) Kurt Wachtveitl und Burkhard Bacher

Ein äußerst prominenter Gast war vor kurzem im Wipptal zu Besuch. Der gebürtige Bayer Kurt Wachtveitl gilt als erfolgreichster und bekanntester Hotelmanager der Welt. Seit 42 Jahren führt er das Hotel „Oriental“ in Bangkok, in dem alle Monarchen der Welt mindestens einmal logiert haben sollen. Gourmetkoch Burkhard Bacher aus Wiesen hat im „Oriental“ mehrere Jahre lang Gourmet-Festivals organisiert und auch Wachtveitl und dessen Gattin Penny bekocht.

Heute führt er das Restaurant „Kleine Flamme“ in Sterzing, wo ihn sein Arbeitgeber „Mister Khun Kurt“ – so nennen ihn seine 1.100 Mitarbeiter – und dessen Gattin im Juni einen Besuch abstatteten. Bachers Küche, so Wachtveitl, könnte demnächst möglicherweise weltweit in allen Oriental-Hotels vorgestellt werden. Ein weiteres Ausflugsziel war die Bergalm in Jaufental, wo Senner und Sennerin dem Hotelmanager die Herstellung von Butter und Käse vorführten.

Aufgeschnappt! Na Mahlzeit! Einen besonderen „Menüvorschlag“ hat uns Erker-Leserin Frieda Seeber zugeschickt: Lammrückenfilet auf Hängebauchschweinkruste mit Kartoffelpuffer und Blattspinat. Na Mahlzeit!

Eine ungewöhnliche Brutstätte Als Rosa Molini im Weg in die Vill ihren Kompost entsorgen wollte, staunte sie nicht schlecht, als sie das Nest einer Amsel entdeckte, die dabei war, ihre Eier auszubrüten.

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vereine

Pustertaler Gruppen dominieren Bewerbe Gesamttiroler Jugendfeuerwehr-Leistungsbewerb in Sterzing

Fotos: Norbert Troyer

Nach monatelangen intensiven Vorbereitungsarbeiten der Feuerwehren Sterzing und Thuins mit ihren Kommandanten Benno Egger und Erich Holzknecht sowie dem LandesfeuerwehrJugendreferent Peter Volgger fand Ende Juni in Sterzing im Beisein von viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft sowie Feuerwehr- und Zivilschutzwesen der Gesamttiroler JugendfeuerwehrLeistungsbewerb statt. Landeshauptmann Luis Durnwalder und der Nordtiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner sprachen anerkennend von einem der schönsten Bewerbe überhaupt. Bürgermeister Fritz Karl Messner und Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer eröffneten die Bewerbe anlässlich des Gesamttiroler Gedenkjahres. Anschließend entboten Folkloregruppen aus allen drei Tiroler Landesteilen ansprechende Darbietungen. 26

Die Feuerwehr Reischach begeisterte das Publikum mit ihren Wasserspielen. 180 Jugendgruppen mit etwa 2.000 Mitgliedern und 400 Betreuern waren in einer Zeltstadt in der Nähe der Feuerwehrhalle untergebracht. Versorgt wurden sie vom Betreuungszug des Weißen Kreuzes und von den örtlichen Feuerwehren. Die Feuerwehr Sterzing sorgte für ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Im Spiele-Haus sorgten VKE und ElKi für Kurzweil und Spaß. Dominiert wurden die zahlreichen Bewerbe und verschiedenen Disziplinen von den Pustertaler Gruppen. Bei den Gästen waren die Mannschaften aus Unterpremstätten, Gaubitsch, Hollenthon und Lètzebuerg erfolgreich. Am Abend nach den Wettkämpfen lud Bürgermeister Messner zum Empfang in den historischen Ratssaal, anschließend wurde

von Landesfeuerwehrkurat Pater Reinald Romaner eine hl. Messe zelebriert. Auf dem Sportplatz trafen sich Nordtiroler und Südtiroler Spitzenathleten zu einem Fußballmatch, das die Südtiroler überlegen gewannen. Spannend ging es auch bei den Gaudispielen her, wo beispielsweise eine Politiker-Gruppe, darunter Landesrat Florian Mussner, die Landtagsabgeordneten Sigmar Stocker und Pius Leitner und Sterzings Bürgermeister Mess-

ner, sowie eine Feuerwehrgruppe mit den Nord- und Südtiroler Feuerwehrlandeskommandanten Klaus Erler und Rudi Hofer sowie Landesjugendfeuerwehrreferent Peter Volgger und Bezirksfeuerwehrpräsident Peter Heidegger auf überdimensionalen Skiern im Gleichschritt über einen Parcours schreiten mussten. Dabei, wie auch beim Schubkarren-Hindernislauf, ließen die Feuerwehrfunktionäre die Politikergruppe weit hinter sich.

Feuerwehrlotterie Bei der Lotterie des Jugendfeuerwehr-Leistungsbewerbes wurden folgende Losnummern gezogen: 19557 (Fiat 500), 23779 (Scooter), 9134 (E-Fahrrad), 14122 (Fernseher), 131 (Laptop), 3941, 5297, 21948 und 24323 (Jahreskarten Roßkopf), 381, 556, 1333, 1522, 4218, 4691, 7788, 7916, 9364, 9371, 10000, 12048, 12500, 12835, 15057, 15084, 15206, 15222, 15324, 16999, 17456, 17832, 18666, 20095, 20540, 21450, 21478, 21953, 22395, 22405, 23192 und 24657 (Einkaufsgutscheine). Die Gewinner können sich an Peter Volgger (Tel. 348 0468883) wenden. erker august 09


Wiesen

Freienfeld

Neuwahlen der KVW-Ortsgruppe

Wiedergründung der SBJ-Ortsgruppe

Die KVW-Ortsgruppe Wiesen hat bei ihrer Jahresversammlung unlängst den Ortsvorsitzenden Karl Kerer im Amt bestätigt. We i t e re A u s s c h u s s m i t g l i e der sind Frauenvertreterin und Stellvertreterin Annemarie Wild Daxer, Witwenvertreterin Herta Tötsch, Jugendvertreterin Frieda Buchschwenter, Schriftführerin Herlinde Siller, Kassierin und Seniorenleiterin Rosmarie Plank,

Sozialfürsorgerin Hanny Unterhuber, Pfarrer Walter Prast als geistlicher Assistent sowie die Beiräte Hans Frei, Hermann Pircher und Zenzi Kerer. Neben Beratung, Hilfestellung und finanzieller Unterstützung bei sozialen Härtefällen war die Ortsgruppe im vergangenen Jahr auch um die Organisation von Kursen, Vorträgen und geselligen Veranstaltungen bemüht.

Vor kurzem trafen sich etwa 30 Jugendliche aus verschiedenen Fraktionen von Freienfeld im Gasthof „Lener“ zur Wiedergründung einer Ortsgruppe der Südtiroler Bauernjugend. Mitglieder des siebenköpfigen Ausschusses sind Ortsobmann Thomas Seehauser, Stellver-

treter Florian Reichsigl, Schriftführer Florian Blasbichler, Ortsleiterin Adele Rainer und deren Stellvertreterin Stefanie Aichholzer, Kassierin Andrea Staudacher, Hannes Seehauser sowie die Rechnungsrevisoren Florian Saxl, Franz Josef Überegger und Julia Rainer.

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Umweltsiegel im Südtiroler Einzelhandel Trens

Frühjahrsaktion des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister erfolgreich abgeschlossen Über 30.000 Kunden nehmen am Gewinnspiel teil

Auf den Spuren von Andreas Hofer

Mitte Juni organisierte der Bildungsausschuss Trens eine Busfahrt zu den Meraner Volksschauspielen in Algund. Rund 50 Interessierte aus Trens und Umgebung ließen sich dieses großartige Schauspiel in der Arena von Algund anlässlich des diesjährigen Andreas-Hofer-Jahres nicht entgehen. Die Musikkapelle Algund und die rund 300 Laienschauspieler sorgerker august 09

ten für viel Spannung und prickelnde Stimmung – und man fühlte sich wahrlich in die Zeiten von 1809 zurückversetzt. Großen Zuspruch fand auch das Bühnenbild. Vor imposanter Kulisse stellten Ross und Reiter in originalgetreuen Uniformen die geschichtlichen Szenen nach. Frenetischer Applaus beim abschließenden Aufmarsch aller Beteiligten zeugte vom großen Anklang der Darstellung.

Sehr viel Zuspruch hat die Umweltsiegel-Frühjahrsaktion der Südtiroler Lebensmittel- und Gemischtwarenhandlungen auch heuer wieder bei den Konsumenten gefunden. Die Kunden sammelten bei der Aktion des hds (Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol) beim Kauf biologische, regionale und Im Bild Nadia Trenkwalder, Zita Keim, Arthur Produkte Umweltsiegelstempel Braunhofer und Rita Hochrainer und nahmen dann an einer Verlosung teil. In jedem der insgesamt 50 Geschäfte wurden unter den Teilnehmern jeweils eine Geschenkekiste mit regionalen Produkten, eine Packung mit Produkten aus dem fairen Handel und ein Keramikset, hergestellt von der Töpferei des Reha-Zentrums Bartgaishof, verlost. Im Geschäft Trenkwalder in Stange haben Arthur Braunhofer, Rita Hochrainer und Zita Keim gewonnen. Das Projekt wird vom hds, der Landesagentur für Umwelt und dem Amt für Handel getragen. Neben dem Gewinnspiel gibt es weitere Schwerpunkte: So werden z.B. die Mitarbeiter der Umweltsiegelgeschäfte jährlich durch spezielle Fortbildungen weitergebildet. Die Stärke der Umweltsiegel-Geschäfte liegt im Zusatzangebot, das vor allem die kleinen Familienbetriebe im Einzelhandel stärkt. Der Kauf von lokalen Produkten hilft auch dem Klimaschutz, Produkte aus dem fairen Handel garantieren den Bauern in den südlichen Ländern einen angemessenen Lohn, der ihr Überleben sichert. 27


vereine

Innerpflersch

Ridnaun

„A Feschtl in der Erl“

Festtagsstimmung mitten in der Natur

Am 23. August findet in Innerpflersch eine Veranstaltung der besonderen Art statt: Es werden biologische Köstlichkeiten serviert und einem Fachmann aus dem Sarntal kann man beim Brotbacken über die Schulter schauen. Bei dieser Gelegenheit wird auch ein neues biologisches Kochbuch vorgestellt. Neben Grillspezialitäten und Gulasch mit Polenta oder einem Kuchenbuffet werden auch Produkte aus dem Kräutergarten angeboten. Kinder können Schafwolle filzen

und sich auch auf einer Hüpfburg vergnügen. Beim rund fünf Kilometer langen Bergmarsch (400 Höhenmeter) zur Allrissalm und weiter über den Dolomieu-Weg Richtung Furt-Alm und zurück erwartet die Teilnehmer die „Erl-KönigMedaille“. Gestartet werden kann zwischen 9.00 und 11.00 Uhr; das Nenngeld beträgt fünf Euro. Für musikalische Unterhaltung ist bestens gesorgt. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Zu Besuch bei Wilhelm Tell

Ende Juni lud der Kirchenchor Ridnaun auch heuer wieder zum traditionellen Sänger- und Familienfest in der Waldlichtung im Riederer Wald. Wer nicht den Shuttlebus benutzte, konnte den Festplatz auch zu Fuß über Wege erreichen, die mit passenden Sprüchen beschildert waren. Nach der von Pfarrer Oswald Kuenzer zelebrierten und von

Sangesfreudigen musikalisch umrahmten Messfeier konzertierte am Nachmittag die Musikkapelle Mareit. Für Stimmung sorgten auch die „Rifflbuam“ sowie die Schuhplattlergruppe aus Latzfons. Die Kinder amüsierten sich bei verschiedenen Spielen. Tolle Preise gab es schließlich bei einer Verlosung zu gewinnen.

Lotterie Sänger- und Familienfest

Auf Einladung des Trachtenvereins Erstfeld unternahm die Vereinskapelle Gossensaß im Juni einen Ausflug in die Schweiz. Über die Ortschaft Altdorf, wo der Schweizer Freiheitsheld Wilhelm Tell seinen berühmten Apfelschuss gemacht haben soll, führte die Fahrt nach Flüelen am Vierwaldstätter See und 28

auf dem Dampfschiff weiter nach Brunnen. Beim Energiefest in Erstfeld begeisterte die Musikkapelle Gossensaß das Publikum mit einem Konzert. Im Bild das Denkmal von „Wilhelm Tell am Türmli“ in Altdorf, dem Hauptort des Kantons Uri. rr

Bei der Lotterie des Sänger- und Familienfestes Ende Juni in Ridnaun wurden folgende Losnummern gezogen: 2961 (Auto), 96,139, 255, 396, 446, 457, 548, 553, 714, 842, 1066, 1187, 1276, 1301, 1332, 1389, 1390, 1444, 1708, 1845, 1864, 1916, 1960, 2034, 2077, 2134, 2236, 2239, 2347, 2497, 2726, 2831, 3005, 3124, 3153, 3321, 3336, 3455, 3463, 3546, 3649, 3664, 3690, 3803, 3853, 4010, 4030, 4108, 4161, 4226, 4303, 4556, 4688, 4752, 5081, 5091, 5129, 5158, 5179, 5215, 5242, 5290, 5436, 5453, 5519, 5562, 5572, 5846, 6007, 6160, 6207, 6489, 6492, 6553, 6955, 7189, 7258, 7266, 7349, 7453, 7558, 7699, 7845, 7860, 7924, 8090, 8171, 8247, 8341, 8369, 8528, 8542, 8582, 8605, 8936, 9029, 9051, 9089, 9121, 9132, 9323, 9516, 9553, 9593, 9614, 9678, 9694, 9707, 9722, 9780, 9958 (ohne Gewähr). Die Preise sind innerhalb 31. August abzuholen; nähere Infos unter der Rufnummer 340 2932591.

Kleiderkammer geschlossen Die Sterzinger Vinzenzgemeinschaft „Unsere liebe Frau im Moos“ teilt mit, dass die Kleiderkammer im Konradsaal im August geschlossen bleibt. erker august 09


erker august 09

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vereine

Pflersch

Gossensaß

Mantingers Freunde geehrt

Kommandantenwechsel im „Soggiorno Montano“

Mit einer Feier im Gasthof „Silbergasser“ in Brennerbad verabschiedete die Pfarrgemeinde St. Anton unlängst Elisabeth und Heinz Finke, die seit 40 Jahren in Pflersch zu Gast sind. Das Ehepaar hatte sich jahrelang um den im Februar verstorbenen Altpfarrer Johann Mantinger gekümmert.

Das Ehepaar Finke verband mit Pfarrer Johann Mantinger eine innige Freundschaft.

Seit 1969 kommen die Eheleute Finke aus Dorsten in NordrheinWestfalen mit ihren Kindern nach Pflersch zur Sommerfrische. Die Familie war eng mit Altpfarrer Johann Mantinger befreundet. Der Sohn und die Tochter des Ehepaares schlossen in der St. Antoniuskirche in Pflersch den Ehebund, deren Kinder wurden in Pflersch von Pfarrer Mantinger getauft. Als die Familie nach dem Tod Mantingers die angemietete Wohnung im Pfarrhaus aufgab, verabschiedete die Pfarrgemeinde St. Anton gemeinsam mit Pfarrräten und kirchlichen Mitarbeitern die treuen Gäste bei einem geselligen Abendessen. Pfarrgemeinderatspräsidentin An-

nemarie Holzer dankte den Eheleuten für ihre Treue und Fürsorge um Altpfarrer Mantinger. Als Dank wurden ihnen das Pflerer und Gossensasser Heimatbuch, eine Urkunde, Blumen sowie eine holzgeschnitzte Statue des hl. Antonius überreicht. Solange es die Gesundheit erlaubt, wollen Elisabeth und Heinz Finke weiterhin in ihre zweite Heimat Pflersch zu Besuch kommen. Für ihre Dienste gedankt wurde auch der langjährigen Betreuerin von Pfarrer Mantinger, Klara Markart, Pfarrhofpächterin Marlinde Obex Stampfer, Gemeinderätin Maria Holzer, Pfarrer Stefan Stoll und Mesner August Alpögger. rr

Pflersch

Im Juli übernahm Oberstleutnant Aurelio Caula aus Meran das Kommando über das Militärferienheim „Soggiorno Montano“ in Gossensaß und den LogistikStützpunkt Nord-Ost im Wipptal. Bei einer kleinen Feier verabschiedeten Vertreter der Militär-, Polizei- und zivilen Behörden der Gemeinde Brenner den scheidenden Kommandanten, Oberstleutnant Giacomo Zanotti. Sieben Jahre lang hatte er das Ferienheim geführt, bevor er nun zum Alpinikommando nach Bozen

überwechseln wird. Giovanni Sulis, General der Militärzone Nord, überreichte Zanotti als Dank eine Auszeichnung. Der neue Kommandant versprach, die Führung des Ferienheimes wie sein Vorgänger in guter Zusammenarbeit mit allen fortzuführen. Im Bild (v.l.) Aurelio Caula rr und Giacomo Zanotti.

Gossensaß

Heimatbühne kocht am besten

Im Rahmen eines Festwochenendes auf dem Dorfplatz in Gossensaß veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Gossensaß im Juli ein „Kochduell der Vereine“. Drei Teams traten dabei gegeneinander an und zauberten vor Publikum ein Drei-Gänge-Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert auf den Teller. Anschließend bewertete eine Jury die Schnel-

ligkeit, das Aussehen der Speisen sowie die Zusammenstellung des Menüs. Sieger wurde die Mannschaft der Heimatbühne mit Edeltraud Zößmayr und Angelika LeitnerForer (im Bild), gefolgt von der FF Pflersch mit Benjamin Plattner und Patrick Mair sowie der Bergrettungsmannschaft mit David Thöni und Christian Mühlsteiger. rr

Ein Bergahorn als Erinnerung an 1809

ASGB-Rentner an der Cote d’Azur

Im Rahmen der Aktion „Gedenkbaum 1809 – 2009“ pflanzten die Jungschützen von Pflersch um Hauptmann Reinhard Öttl im Juni einen jungen Bergahorn. Der Baum steht im Erholungsgebiet am Pflerscherbach und soll die nachfolgenden Generationen an das Gedenkjahr 2009 erinnern. Die Pflerer Schützenkompanie überreichte zudem dem Schützen Rudolf Gogl eine Urkunde für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein.

Mitglieder der Rentnergewerkschaft im ASGB, darunter auch einige Wipptaler, unternahmen heuer einen viertägigen Ausflug an die französische Cote d’Azur. Die Reise führte sie u. a. in die Blumenstadt Nizza, nach Cannes, wo

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gerade die Filmfestspiele zu Ende gingen, und nach Antibes mit dem größten Yachthafen der Welt. Auf dem Programm stand zudem ein Besuch im Fürstentum Monaco, im Spielcasino von Montecarlo sowie in einer Parfümfabrik. erker august 09


Geistliches Wort

aus dem leben erzählt

„Familie und Glaube haben mir Kraft gegeben“ Seit 56 Jahren ans Bett gefesselt/ Besuch bei der Pinter-Bäuerin in Jaufental

Seit 1953 ist Franziska Markart, die Pinter-Bäuerin in Ober-Jaufental, an das Bett gefesselt. Ihr zweiter Sohn Anton war noch in der Wiege verstorben, als Franze – so wird die Frau in Jaufental genannt – an einer chronischrheumatischen Wirbelentzündung erkrankte. Keiner der Ärzte in Brixen und Cortina konnte sie heilen. So bleibt Franze bis heute nur noch ihre kleine Welt in der Pinter-Stube. Nachdem ihr Mann, der Altbauer Josef, 1999 verstorben ist, pflegt sie ihr Sohn Rudolf aufopferungsvoll. Auch Schwester Marianne lebt seit rund zwei Jahren auf dem Hof und hilft, wo sie kann. Günther Ennemoser, Mitarbeiter des Erker, hat die Bäuerin nach zwölf Jahren ein zweites Mal zuhause besucht und sich nach ihrem Wohlergehen erkundigt. Im Dezember wird Franze 86 Jahre alt. Möge Gott den PinterHof segnen!

Trotz ihres schweren Schicksals immer noch ein Lächeln auf den Lippen: die Pinter-Bäuerin aus Jaufental

zweiflung nahe, weinte, klagte und haderte mit meinem Schicksal. Mit der Zeit habe ich mich aber mit der Krankheit abgefunden, mich ergeben und gelernt, mich meinem Los zu fügen.

Erker: Frau Franze, Sie haben sich seit über zwölf Jahren kaum verändert. Wie ist es Ihnen ergangen? Franziska Markart: Gott sei Dank kann ich seit meiner Augenoperation wieder recht gut sehen und lesen. Bis auf einige rheumatische Schmerzanfälle ist meine Lage immer noch dieselbe wie vor Jahren.

Wer hat Ihnen dabei geholfen? Gestärkt haben mich vor allem meine Familie und mein Glaube. Gott schenkt mir Trost und Hilfe in meinem Leiden. Mein Sohn Rudolf pflegt mich selbstlos, er kocht, hält das Haus sauber und arbeitet am Hof. Jeden Herz-Jesu-Freitag bringt Pater Paul Valentini die Kommunion. Das stärkt mich.

Was haben Sie gefühlt und gedacht, als Ihnen klar wurde, dass Sie ein Leben lang im Bett bleiben müssen? Eine Welt ist in mir zusammengebrochen. Ich war der Ver-

Was geben Sie unzufriedenen Menschen mit auf den Weg? Sie sollten mich einmal besuchen kommen oder nur eine Woche mein Leiden mitmachen müssen. Dann würden sie bestimmt wieder

erker august 09

zufrieden nach Hause gehen. Wie ist heute Ihr Tagesablauf? Das ist in wenigen Worten gesagt. Ich setze mich dreimal am Tag für kurze Zeit auf, bete, lese, höre Radio, schaue fern und gehe am Abend mit Hilfe eines Gehwagens und Rudolf etwas in der Stube herum. Sonst bin ich immer im Bett. Erinnern Sie sich auch an schönere Tage? Es gibt wenige davon. In die Schule ging ich gerne, obwohl sie italienischsprachig war. Auch die Arbeit bei den Bauern gefiel mir. Die Geburt meiner Kinder hat mir ebenfalls Freude geschenkt. Aber heute kann ich nicht mehr von Freude sprechen. Gern sehe ich ab und zu Menschen, die uns auf dem Hof besuchen.

Ferien mitten im Alltag In einem Pfarrbrief habe ich vor kurzem folgenden Text gelesen: „Urlaub im Alltag – bewusst den kühlen Hauch des Morgens einatmen und die warme Luft langsam ausströmen lassen. Urlaub im Alltag – sich einige Minuten lang unter einen Baum legen und dem Spiel des Lichtes in den Blättern zuschauen. Urlaub im Alltag – nachts die Wohnung verlassen und in freier Natur das Wunder der Morgendämmerung schauen.“ Das sind Beispiele für die Erfahrung von Ferien mitten im Alltag. Erfahrungen – ein Wort, das etwas abgenützt ist und deshalb gut durchdacht werden muss. Hinausfahren in die Welt, Neues entdecken und so reicher werden an vielfältigen Eindrücken, das wäre zunächst der wörtliche Sinn. Für wirkliche Erfahrungen zählt aber nicht, wie viel ich herumfahre, sondern wie tief ich etwas in mich eindringen lasse, wie ich mich davon innerlich beleben lasse. Was zählt, ist nicht die Breite, das Viele an der Oberfläche, sondern die Tiefe; Weniges, das aber dafür intensiv. Um Ferien im Alltag machen zu können, brauche ich also nicht „abzuheben“ und die weit entfernten Gegenden kennen zu lernen. Viel besser erscheint es mir, unser schönes Südtirol, die nähere Umgebung zu ergehen, erwandern, sie also intensiv zu erfahren im Gehen. Das bedeutet, selber etwas wollen und leisten zu müssen, und nicht nur dem Fuß am Gaspedal das Kommando zu überlassen. Meine Umgebung erfahren durch das Gehen – damit sind nicht nur die Orte gemeint, sondern vor allem auch die Menschen in meiner Umgebung. Ich weiß zwar etwas von ihnen, habe sie aber vielleicht lange nicht mehr gesehen oder gehört, also mache ich mich auf den Weg…! Gute Erfahrungen mit den Menschen und der Schöpfung, und auf diesem Wege – fast „nebenbei“ – auch wieder gute Erfahrungen mit dem, der alles ins Leben gerufen hat und der uns mit der Wirklichkeit eines jeden Augenblicks überrascht – das haben wir tatsächlich immer wieder nötig und ist wie Ferien mitten im Alltag. Josef Knapp, Dekan in Sterzing

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kultur

Streicherakademie im Zeichen Joseph Haydns

Sterzing

„Glenn Miller Orchestra“ in Concert

Am 8. August konzertiert die Streicherakademie Bozen anlässlich des 200. Todesjahres des großen Komponisten der Wiener Klassik mit Instrumentalwerken und einer Sinfonie von Joseph Haydn im Stadttheater Sterzing.

Auf seiner großen Europatournee erlebt das weltbekannte Glenn Miller Orchestra, die Bigband mit Weltruf, triumphale Erfolge. Ausverkaufte Häuser, frenetisch von Jung und Alt gefeiert – die Swingwelle aus Amerika schwappt nun auch auf das Stadttheater in Sterzing über, wo am 15. August viele weltberühmte Hits erklingen werden.

Die Streicherakademie Bozen mit Cellist Wen-Sinn Yang (kleines Bild)

Auf dem Programm stehen die Sinfonie in G-Dur sowie die Solokonzerte für Violoncello in D-Dur und C-Dur und das Konzert in G-Dur. Der international renommierte Cellist WenSinn Yang wird die technisch anspruchsvollen Cellokonzerte zusammen mit dem von Georg Egger geleiteten Orchester bestreiten. Yang ist seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 ein gern gesehener Gast auf allen bedeutenden

Konzertpodien Europas und Asiens. Dabei musizierte er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons. Der in Bern geborene Musiker taiwanischer Abstammung spielte16 Jahre lang als Erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Der Konzertabend beginnt um 21.00 Uhr. Karten können unter der Rufnummer 0471 053800 vorbestellt werden. Kartenvorverkauf im Tourismusbüro Sterzing oder unter www.vipticket.it.

Sterzing

Theresienmesse von Joseph Haydn Am 21. August bringt der Kirchenchor Taufers mit Solisten und Orchester unter der Leitung von Armin Engl aus Bruneck in der Pfarrkirche Sterzing die Theresienmesse von Joseph Haydn zur Aufführung. Die Theresienmesse ist eine der sechs späten Messkompositionen von Joseph Haydn, dessen Todesjahr sich heuer zum 200. Mal jährt. Den Beinamen Theresienmesse erhielt die Messe in B-Dur erst um Dirigent Aretwa 1815, dies wohl deshalb, weil Prinmin Engl zessin Maria Theresia von Neapel-Sizilien möglicherweise als Sopransolistin bei der Das geistliche Konzert beginnt um 20.30 Uraufführung auftrat. Uhr. 32

Unverwechselbarer Glenn-Miller-Sound mit dem „Glenn Miller Orchestra“

In vielen Musikrichtungen ist derzeit Nostalgie angesagt und die 40er Jahre leben wieder auf. Der Musikgeschmack der heutigen Jugend ist breit gefächert und so kann sich diese auch für den swingenden Charme dieser Musik begeistern – denn wo ist mehr Musiknostalgie zu finden als in jener Zeit, in der bewegende Zeitgeschichte geschrieben und neue Musikrichtungen geprägt wurden? Man fühlt sich beim Konzert des Glenn Miller Orchestra in die damalige Zeit versetzt, als Millionen von Fans an den Radiogeräten den Live-Übertragungen aus den berühmtesten Tanzpalästen der damaligen Zeit lauschten – sei es das Café Rouge in New York oder das wohl bekannteste Tanzlokal im Pennsylvania Hotel, dessen Telefonnummer des Kartenvorverkaufs 6-5000 in einem der größten Hits Glenn Millers verewigt wurde. Heute leitet Wil Salden das Glenn Miller Orchestra und verwaltet mit den originalen Arrangements meisterhaft das Erbe des großen amerikanischen Musikers, der 1944 im Alter von nur 40 Jahren bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte. Unterstützt wird das Orchester von der Vokalgruppe „The Moonlight Serenaders“. Die Konzertbesucher dürfen sich auf Werke wie „In the Mood“, „Moonlight Serenade“, „American Patrol“, „Rhapsody In Blue“, „Little Brown Jug“, „Begin The Beguine“ oder „Tuxedo Junction“ freuen, die mit swingendem Rhythmus, Präzision und einer spritzigen Bühnenshow auch heute noch das Publikum begeistern. Konzertbeginn ist um 21.00 Uhr. Karten können im Tourismusbüro Sterzing (Tel. 765325) vorbestellt werden. erker august 09


Sterzing

Joe Smith Band mit neuer Show Latin Dances im Stadttheater Sterzing

Am 22. August gibt die Joe Smith Band zusammen mit Alexander Kreissl und Christina Auer, dem Top-Tanzpaar aus der österreichischen Dancing-Star-Staffel, im Stadttheater Sterzing ein Konzert mit Rock- und Pop-Songs sowie Jazz-Standards aus mehreren Jahrzehnten und lateinamerikanischen Tänzen. Die Joe Smith Band setzt sich aus namhaften Südtiroler Musikern zusammen und wurde 2003 von Bandleader und Sänger Peppi Haller aus Telfes gegründet. Als Sängerinnen sind Irmi Amhof und Reinhilde Gamper zu hören. Weiters gehören dem Ensemble Karl Hanspeter (Trompete), Peter Cazzanelli (Posaune), Ingo Ramoser (Keyboard), Ivan Miglioranza (Gitarre), Werner Haifisch Heidegger (E-Bass), Paolo Jack Alemanno (Schlagzeug), Rico Moya Caballero (Percussion) und Christian Haller (Saxophon, Klarinette und Flöte) an. Haller, der heute als Musiker, Arrangeur und

Am 22. August in Sterzing: die Joe Smith Band mit dem international bekannten Tanzpaar Alexander Kreissl und Christina Auer

Komponist in München lebt und u.a. auch Filmmusik für das deutsche Fernsehen schreibt, erhielt 1995 als erster Südtiroler Musiker den Preis „Junge Südtiroler im Ausland“, den der HGV vergibt. Die Joe Smith Band ist heute nicht nur bei Live-Konzerten sehr erfolgreich, sondern hat sich mittlerweile auch im Gala- und Showbusiness einen Namen gemacht. Beim Showabend in Sterzing bringt das Ensemble Rock- und

Pop-Songs sowie Jazz-Standards aus mehreren Jahrzehnten und Evergreens zu Gehör. Unter anderem stehen auch Songs von Michael Buble, Amy Winehouse, Céline Dion, Barbara Streisand, Andrea Bocelli oder dem vor kurzem verstorbenen Michael Jackson auf dem Programm. Das inter national bekannte Tanzpaar Alexander Kreissl und Christina Auer präsentiert die Kunst lateinamerikanischer Tänze wie Cha-Cha-Cha, Rumba,

Jive, Samba oder Paso Doble. Die mehrfachen österreichischen Meister über zehn Tänze nahmen 2004 auch an der Tanzweltmeisterschaft in Tokio teil. Special Guests sorgen beim Showabend in Sterzing für zusätzliche Überraschung. Der Showabend, durch den Fernsehmoderatorin Sabine Amhof führt, beginnt um 21.00 Uhr. Konzertkarten können im Tourismusbüro Sterzing unter der Rufnummer 765325 vorbestellt werden.

in Innsbruck bildete er sich in Stockholm weiter. 1972 kehrte

er nach Südtirol zurück und errichtete in Brixen ein Atelier. Seine Bilder, so Senatsrat Otto Reisinger, „sind kräftig und intensiv. Kerer hat in seiner Ausdrucksform Farben und Form gefunden, die eine einmalige Künstlerpersönlichkeit widerspiegeln“. Die Bilderausstellung in der Sterzinger Rathausgalerie ist von 10.00 bis 12.30 und von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Der Künstler ist selbst anwesend.

Sterzing

„Kabarett“ Bilderausstellung von Bernhard Kerer

Der Brixner Künstler Bernhard Kerer zeigt vom 1. bis zum 11. August in der Rathausgalerie in Sterzing einen Bilderzyklus zum Thema „Kabarett“. Der Maler und Bildhauer Bernhard Kerer wurde 1949 in Hall bei Innsbruck geboren. Nach zwei Jahren kam er mit seinen Eltern im Zuge der Rücksiedlung nach Sarns bei Brixen, wo seine Eltern schon früher gelebt hatten. Hier verbrachte er seine erker august 09

Kindheit und früheste Jugend. Nach einer Kunstausbildung

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künstlerportrait

Paolo Jack Alemanno – Musiker

Name: Paolo Alemanno, Künstlername Jack Alter: 43 Beruf: Musiker und Lehrer Wohnort: Sterzing und Innichen Genussmensch oder Hektiker? Genussmensch Geld oder Liebe? Liebe Beruf oder Berufung? Berufung Fisch oder Fleisch? Mir schmeckt besser … Fisch Links oder rechts? Beides Palmen oder Berge? Berge Bier oder Wein? Bier Pasta oder Knödel? Pasta Süß oder sauer? Süß Ein Energieort ist für mich … die Natur, wenn ich unterwegs bin beim Wandern. Ich bewundere … viele Sachen. Ich verabscheue … la mancanza di presenza, di rispetto e dei valori da parte della gente; come vive la gente: é cosí stressata, che non riesce piú a godere, a vivere e a partecipare… Geld bedeutet für mich … Instrumente kaufen. Im Kühlschrank habe ich immer … Salami und Mozzarella. Wenn ich ein Instrument wäre, wäre ich … eine Trommel. Mein Lebensmotto ist: Das Leben genießen, ich versuche richtig zu leben, gut zu leben. Ein Vorbild ist … jeder, der gut leben kann. 5 Wörter, die dich beschreiben … Bello-bellissimo, brutto-bruttissimo, alto-altissimo, basso-bassissimo … Mein Leben ist … Musik.

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„Es ist immer toll, mit jemandem über meine Zeit zu sprechen, weil es wichtig ist, auch zurückzudenken. Dadurch kriege ich auch neue Energie. Viele Dinge, die man oft so kurzzeitig vergessen hat, tauchen in solchen Gesprächen dann wieder auf und lösen wieder etwas in mir aus. Durch diese ganze Masse an Erlebnissen und Erfahrungen auf diesem Gebiet kann es oft schnell passieren, dass etwas zur Routine wird. Und so, wenn ich mich zurückbesinne, behält es immer einen Hauch von Frische in sich.“ Die Leidenschaft für Musik scheint Paolo Jack Alemanno bereits in die Wiege gelegt worden zu sein; mehrere seiner Vorfahren waren musikalisch veranlagt, wie beispielsweise sein Großvater mütterlicherseits, der, wie Jack erzählt, zwar kein besonders talentierter Musiker war, aber immerhin allerhand Instrumente mit Leidenschaft spielte. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Jack, wenn man ihn nach den ersten Berührungen mit Musik befragt, auf ein Foto verweist, das ihn bereits im zarten Alter von acht Monaten mit einem Schlagzeug zeigt. Gemeinsam mit seinem Bruder Bob begann er bereits als Kind, Gitarre zu spielen. Bald wechselte Jack zum Schlagzeug und konnte seine Eltern davon überzeugen, ihm ein gebrauchtes Schlagzeug zu besorgen. „Was mich an der Trommel schon immer interessiert und fasziniert hat, ist ihr Klang, in erster Linie aber ihre Form. Ich bastle bis heute gern daran herum, modifiziere und experimentiere mit verschiedensten Trommeln, um herauszufinden, was dabei herauskommen kann.“ Bereits als Kind verbrachte er den größten Teil seiner Freizeit mit ein paar Jahre älteren Kindern und Jugendlichen, die, wie er beteuert, „mehr Interesse für so etwas wie Musik aufbrachten“.

Die in seinem Freundeskreis umgreifende Leidenschaft für Musik legte die Gründung einer Band nahe. Jack erlebte diesen Entwicklungsprozess mit: Zunächst durfte er zuschauen und Proben miterleben, bald war er selbst aktiv dabei. Die ersten richtigen Erfahrungen in der Öffentlichkeit sammelte Jack, damals zwölf Jahre alt, zusammen mit seiner ersten Band, der Arband (bestehend aus Paolo Jack Alemanno, Bob Alemanno, Fabio Biondi und Walter Rieder). „Jeden Sonntag wurde geprobt, mit voller Lautstärke – sogar das Schlagzeug hatte einen Verstärker … Wir haben einige Konzerte gespielt, waren in ganz Südtirol unterwegs, meist ohne Gage, das war damals einfach nicht üblich, dass wir etwas fürs Spielen bekommen sollten. Wenn ich mir heute Aufnahmen aus dieser Zeit anhöre, bin ich sehr erstaunt über die Kreativität und Qualität, die wir damals schon hervorgebracht hatten. Wir hatten damals schon eigene Kompositionen, kaum Covers, und unsere Musik war eine Mischung aus Psychedelic und Progressive Rock … Das war eine der schönsten Zeiten ..." Obwohl die Arband verhältnismäßig wenige Auftritte absolvierte, erlangt Jack bereits damals schon einen gewissen Bekanntheitsgrad. Einige Leute kündigten die Arband auch

als „die Band mit dem jungen Schlagzeuger“ an. „Obwohl es dann immer wieder Phasen in meiner Jugend gab, wo ich das Schlagzeug zeitweise aus unterschiedlichsten Gründen gar nicht berührte, so war trotzdem klar, dass ich den Versuch starten mochte, von Musik leben zu können. Das war mein Ziel.“ Dieser Traum sollte sich in den folgenden Jahren verwirklichen. Zehn Jahre lang war Paolo Jack Alemanno als Profimusiker mit den verschiedensten Bands i n g a n z I t a l i e n , Ö s t e r re i c h , Deutschland und der Schweiz unterwegs und hat Erfahrungen gesammelt. „Ich kann hier nicht über alle Bands sprechen, bei denen ich war. Ich habe vor kurzem gezählt, bei wie vielen Bands ich definitiv mitgewirkt habe, und ich bin dabei auf über 90 Bands gekommen; wobei ich mir aber nicht sicher bin, ob ich die eine oder andere nicht vergessen habe …“ Hier nur eine kleine Auswahl an Bands, bei denen Paolo Jack Alemanno mitwirkt bzw. mitgewirkt hat: Spolpo Blues Band, Shabby Trick, Skanners, Cherry Moon, Westbound, Southern Blues Band, Burning Mind, Tun na Kata, Joe Smith Band, Newport, Beagles, Gianni Ghirardini and Friends, Georg Clementi, Elio Gabalo, Stowe and Singer Band, Montanas, Markus Linder erker august 09


… wenn ich hier in Südtirol so unterwegs bin mit verschiedenen Bands, dann sehe ich auf Konzerten oft keine Reaktion der Menschen aus dem Publikum. Ich will nicht verlangen, dass sich alle die Haare ausreißen und wild herumschreien, nein, aber wenn man in gewissen Orten spielt, zeigen dir die Leute einfach den Rücken. Sie sind am Reden und Trinken, während du alles gibst und wie ein Verrückter spielst. Da fühlt man sich dann schon oft komisch. Bei 100 Leuten sind oft auch nur zehn dabei, die dem, was auf der Bühne passiert, Respekt zollen. Ich spiele dann oft einfach für diese wenigen Leute. Was ich damit aber sagen will: Das wiegt durch die Jahre. Ich denke viel darüber nach, ob es an mir liegt, an den Leuten oder an der Musik. Es gibt für mich keine richtige Erklärung dafür. Das Traurige ist, dass dieses Phänomen besonders stark hier bei uns zu spüren ist. Anderorts wird ein Konzert geschätzt, die Menschen gehen dorthin, um die Band zu erleben, deren Musik mitzufühlen. Hier wissen es die Menschen teilweise nicht mehr zu schätzen und das ist etwas, was unser Land eigentlich immer kleiner macht. Man hört und meint zwar, Südtirol wird immer offener, es kommen verschiedene Kulturen zusammen, es gibt unzählige Festivals und auch sonst tolle Angebote , aber in meinen Augen entwickelt sich Südtirol immer mehr zu einer Insel, es wird kleiner und enger. Meine Hoffnung bleibt es aber trotzdem immer, mit meiner Musik zu bewirken, dass die Menschen offener werden, ihre Aufmerksamkeit auf etwas lenken, das auf der Bühne passiert und sich darauf einlassen. Ich versuche das immer, gebe stets alles bis zum Ende eines Konzertes. Ich lasse mich nicht gehen, wenn mich die Reaktion der Menschen stört, ich zieh es bis zum Schluss durch … Bei uns zu spielen, das ist für mich teilweise eine größere Herausforderung als früher in großen Hallen zu spielen, wo die Menschen von Anfang an bei dir waren. Hier heißt es immer alles geben, aber die Garantie, dadurch die Menschen zu erreichen, gibt es trotzdem nie. Hier hast du ein hartes Leben … Paolo Jack Alemanno Band, Andrea Braido, Enrico Micheletti und und und. Bis heute ist Jack immer wieder auf Südtirols Bühnen mit verschiedensten Bands zu sehen und auf vielen CDs verewigt. Nach seiner Zeit als Profimusiker hat Jack eine Ausbildung im Bereich „Musiktherapie“ in Sarns und Bozen absolviert. 1998 gründete er zusammen mit Franco Perini die Gruppe Tun na Kata im Sozialzentrum Fugger. Als Leiter dieser Gruppe zeigt er bis heute besonderen Einsatz und tritt regelmäßig in ganz Südtirol auf. Er wirkt auch an einigen anderen Kunstprojekten gemeinsam mit Künstlern anderer Bereiche mit oder als Solokünstler. Er beteiligte sich 2003 auch am Projekt „scalini 84 stufen“ am Brenner, weiters in den Marken, wo er zwei Jahre lang (2004/ 2005) unterschiedlichste Kunstorte „bespielte“. In Zusammenarbeit mit Klaus Gummerer gestaltete er mit seinem Schlagzeug ein 20-minütiges Programm beim erker august 09

Projekt „Steinzeit“ im Eggental.

Was ist Kunst? „Es gibt so viele Formen von Kunst. Sie hängt nicht untrennbar an Musik, Theater, Malerei oder Tanz. Es gibt in jedem Beruf Künstler. Ein Künstler kann für mich ebenso wie ein Maler auch ein Maurer oder Tischler sein. Künstler zu sein hat meiner Meinung nach mit Charakter zu tun. Wir sind alle nun einmal verschieden und ich glaube, jeder trägt eine kreative Seite in sich und jeder hat auch das Potential, Künstler zu sein. Ob ich nun ein Künstler bin oder nicht, das lasse ich lieber andere sagen. Mein Ziel war es und ist es immer noch, von Musik leben zu können. Ich strebe nicht unbedingt nach Ruhm. Im Gegenteil, davor habe ich etwas Angst. Deshalb verstecke ich mich lieber etwas im Hintergrund, am wohlsten fühle ich mich eben hinter meinen ganzen Trommeln.“ Michaela Senn 35


geschichte

Ein vergessenes Bergbaurevier Blei- und Zinkvorkommen am Eggerbach

Das südliche Wipptal hat eine lange Bergbautradition, die weit in die Geschichte zurückreicht. Neben den großen Bergbaurevieren von Gossensaß-Pflersch und dem Schneeberg wurde auch in anderen Gegenden nach Erzen geschürft. Unzählige Bergknappen bevölkerten das südliche Wipptal und hinterließen ihre Spuren – so auch im Eggertal, wo der Bergbau beinahe in Vergessenheit geraten ist. Der mächtige Gebirgszug der Sarntaler Alpen erstreckt sich vom Jaufenpass, der den Sterzinger Talkessel mit dem Passeiertal und Meran verbindet, zuerst in südöstliche, dann in südliche Richtung auf etwa 20 Kilometern Länge bis in die Gegend von Franzensfeste und trennt dabei die Siedlungen des Wipp- und Eisacktales von jenen des Sarntales. Die markantesten Erhebungen der Sarntaler Alpen sind das Weißhorn (2.707 m), die Tatschspitze (2.528 m), das Tagewaldhorn (2.706 m) und das Kreuzjoch (2.561 m). Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurde dieses mächtige Gebirgsmassiv von Menschen begangen. Neben dem heute viel befahrenen Penserjoch (2.211 m) verbinden auch zahlreiche Fußwege über das Niedjoch (2.217 m), das Flaggerjoch (2.459 m) und das Schaldererjoch (2.337 m) das Wippund Eisacktal mit dem Sarntal. Viele tief eingeschnittene Gräben und zahlreiche Seitentäler ziehen sich bis zur Kammhöhe hinauf und geben dem gesamten Gebirgszug sein markantes Gepräge. Eines der bedeutendsten dieser Seitentäler ist das Eggertal, das vom gleichnamigen Eggerbach durchflossen wird. Unweit der Talmündung, die sich gegenüber dem Dorf Mauls befindet, verzweigt sich das Eggertal in das Ober- und Unter-Eggertal. Das Ober-Eggertal endet am Fuße des Penserjoches, das Unter-Eggertal hingegen am Fuße der Tatschspitze. Der südöstliche Teil des Gebirgszuges be-

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Der JohanniStollen im Eggertal

steht vom Eggertal an weitgehend aus verschiedenartigen Graniten, die dem Brixner Granitmassiv angehören. Am steilen Nordhang der Tatschspitze beißen im Granit zahlreiche Erzgänge aus, die bergmännisch erschlossen wurden. Die vorkommenden Erze sind zumeist Bleiglanz, Zinkblende, Kupfer- und Schwefelkiese. Die Ursprünge des Bergbaus am Eggerbach sind historisch nur sehr schwer nachweisbar, zumal die Quellenlage für das gesamte Berggericht von Gossensaß-Sterzing eher bescheiden ist. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatte sich im südlichen Wipptal eine rege Bergbautätigkeit entwickelt. An vielen Stellen wurde nach erzhaltigem Gestein gesucht, wurden Schurfbaue, Gruben und Stollen angelegt und immer tiefer gruben sich die Knappen in die Gebirge des südlichen Wipptales. Vielerorts vernahm man zu jener Zeit das Schlagen der Hämmer und das Knarren der Grubentruhen, allenthalben erblickte man in der Nähe der Bergbaue große Gesteinshalden von unbrauchbarem tauben Gestein und immer mehr Bergleute strömten auf der Suche nach Silber und Blei in das Bergbaurevier. Herzog Friedrich IV. (1406 – 1439) erließ 1427 für die Bergbaue von Gossensaß und Pflersch nach dem Vorbild des Schladminger Berg-

rechtes eine eigene Bergordnung und schuf damit erstmals solide und dringend notwendige rechtliche Voraussetzungen für eine Intensivierung des Bergbaubetriebes. In den folgenden Jahrzehnten wurden immer neue Gruben geöffnet und Stollen geschlagen. In dieser Zeit dürfte auch am Eggerbach ein nicht ganz unbedeutendes Bergbaurevier bestanden haben. Das Verleihbuch des Berggerichtes Gossensaß-Sterzing, das 1540 auf kaiserlichen Befehl angelegt und den Verleihungszeitraum zwischen 1480 bis 1514 umfasst, erwähnt zwischen 1482 und 1489 nicht weniger als acht Gruben und Stollen im Gebirge des Eggertales. Es waren dies die Bergbaue von St. Barbara, St. Daniel, St. Peter, St. Wolfgang, St. Jakob, St. Leonhard, Zu unserer Frau und die Silberplatte. Mehrfachverleihungen kamen durchaus vor, weshalb die Zahl der Stollen nur anhand der Verleihungen nicht eindeutig nachweisbar ist. Nichtsdestotrotz gab es im Eggertal bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachweislich eine umfangreiche Schurftätigkeit. Die Nähe zu dem von den Fuggern betriebenen und zwischen 1534 und 1535 erbauten großen Schmelzwerk in Grasstein dürfte den Bergbau im Eggertal wesentlich begünstigt haben. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die ökonomische

Rentabilität der Bergbaue im Berggericht Gossensaß-Sterzing zunehmend geringer und die Gewerken waren nur mehr zum Teil bereit, ihr Kapital in die noch verbliebenen Gruben und Stollen zu investieren. Die große Zeit des Bergbaus war, mit Ausnahme der Abbautätigkeit am Schneeberg, im Verlauf des 17. Jahrhunderts schließlich endgültig vorbei. Mit dem allgemeinen Niedergang des Bergbaus im Berggericht Gossensaß-Sterzing verfielen auch die Gruben im Eggertal und die noch verbliebenen Knappen verließen die Gegend. Das letzte Kapitel in der Geschichte des Bergbaus sollte damit jedoch noch nicht geschrieben sein, denn in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs im cisleithanischen Reichsteil der Donaumonarchie das Interesse an den alten Bergbaurevieren und so geriet auch das Eggertal erneut in das Blickfeld bergmännisch ausgebildeter Fachleute. Aus dieser Zeit hat sich ein Siegelstempel erhalten, der einen Hinweis auf den Bergbau im Eggertal gibt. Die „Gewerkschaft von Eggerthal“ hatte ihn anfertigen lassen und besaß wohl das Schürfrecht am Eggerbach. Das Bestreben, eine weitgehend unabhängige und autarke Wirtschaft, auch angesichts der drohenden Kriegsgefahr gegen Ende des 19. Jahrhunderts, zu

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etablieren, führte zur Suche nach Rohstoffen im eigenen Land. Zwischen 1907 und 1918 wurde das Gebiet des Eggertales erneut bergmännisch erschlossen. Zunächst entstand in 1.650 m Meereshöhe der Berta-Unterbaustollen und 1912 in 1.870 m Meereshöhe der Johannistollen. In der Nähe von Pfulters sollte eine Aufbereitungsanlage entstehen, die für eine Tagesverarbeitung von etwa 150 Tonnen Roherz ausgerichtet war. Neben der Aufbereitungsanlage plante man die Errichtung einer Reparaturwerkstätte (Schmiede-, Tischler- und Schlosserwerkstätte) sowie zahlreiche Lagerhäuser und Unterkunftsmöglichkeiten für die Bergknappen. Für den Transport der Erze von den beiden Stollen zur Aufbereitungsanlage projektierte man eine über fünf Kilometer lange Drahtseilbahn. Das Wasser des Eggerbaches sollte die hierfür und zum Betreiben der Grubenmaschinen notwendige elektrische Energie liefern. Ferner wollte man den Talweg von Pfulters nach Mauls verbessern und in Mauls einen Eisenbahn-Verladebahnhof für die gewonnenen Reinerze errichten. Der Transport des Reinerzes von Pfulters zum EisenbahnVerladebahnhof in Mauls sollte mit Pferdefuhrwerken und in den Wintermonaten auf Schlitten erfolgen. Die Gesamtinvestitionskosten sollten, so eine Berechnung aus dem Jahre 1909, 470.000 Kronen betragen. Demgegenüber würde eine Jahresproduktion von geplanten 9.900 Tonnen Reinerz und ein Jahreserlös von 200.000 Kronen stehen. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde das Projekt jedoch nicht verwirklicht, sondern lediglich ein weiterer Vortrieb an beiden Stollen unternommen. Infolge der Rohstoffknappheit in der

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Hangrutschung infolge der Bergbautätigkeit

Siegelstempel der „Gewerkschaft von Eggerthal“ aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Überreste von Baracken und Gebäuden beim Berta-Unterbaustollen

Donaumonarchie wurde 1916 erneut am Eggerbach geschürft. Der Bergbauautor Maximilian Kraus schreibt 1916: „[…] ist eine wesentliche Steigerung der Erzproduktion des Inlandes, d. i. die Erschließung neuer abbauwürdiger Erzmittel durch Belebung der Schurftätigkeit nicht nur aus Gründen der militärischen Bereitschaft, sondern auch aus solchen volkswirtschaftlicher Natur äußerst wünschenswert.“ Die Infrastruktur im Eggertal bestand zum damaligen Zeitpunkt u. a. bereits aus einer elektrischen Kraftanlage, einem Berghaus mit Betriebskanzlei und Unterkünften für die Bergleute am Ausgang des Berta-Unterbaustollens, einer Schmiedewerk-

stätte, einer Luftkompressoranlage und dem notwendigen Schienenmaterial zur Befahrung der beiden Stollen. Zwar wurden große Anstrengungen unternommen, um die Rentabilität des erschlossenen Bergbaureviers wie vorgesehen zu erreichen, dennoch verweist die Heeresleitung des Kriegsministeriums in einem Gutachten darauf, dass der Erzabbau im Eggertal keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Wert besaß. In den folgenden zwei Jahren scheint der Abbau schließlich ganz zum Erliegen gekommen zu sein. Dennoch schreibt der Bergbauautor Max von Isser noch 1919: „Der Weltkrieg und seine Folgen haben

uns etwas bescheidener gemacht und zwingen uns bei der herrschenden Metallnot und Absperrung von außen auch mit ärmeren Erzmitteln zu rechnen und so werden die alpinen Vorkommen allmählich wieder beachtenswert erscheinen.“ In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde, ähnlich anderen Bergbaugebieten im südlichen Wipptal, das einstige Bergbaurevier des Eggertales von italienischen Montanbetrieben untersucht, doch kam es zu keinem erneuten Abbau mehr. Das „Glück auf!“ der Bergleute war hier nun endgültig verstummt. Harald Kofler

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kultur

Andreas Hofer in Kalch Auf dem Weg vom Passeiertal über den Jaufen hielt sich Andreas Hofer immer wieder in Kalch auf, wo er auch Kriegsrat hielt. Lesen Sie hier Auszüge aus seinen Schreiben, die er im Weiler an der Jaufenpassstraße verfasst hat. Nachdem der Sandwirt und Rosshändler Andreas Hofer im April 1809 mit seinen Passeirer Schützen in mühevollem Marsch den Jaufen überschritten hatte – Graf Meinhard II. hatte schon im 13. Jahrhundert den Jaufen als einen „strengen Berg“ bezeichnet – gelangte er mit seinem Landsturm herunter zum Weiler Kalch und weiter in die Talsohle nach Gasteig. Dort durften sich seine Mannen von den Strapazen erholen, um dann nach hartem Kampf die Bayern im Sterzinger Moos zu besiegen. Nach kurzer Ruhepause fingen die Kampfhandlungen im Mai wieder an. Eine marmorne Gedenktafel am Gasthaus „Jägerheim“ in Kalch erinnert daran, dass der Sandwirt Hofer dort am 9. Mai Kriegsrat hielt. Anfang August 1809 beriet sich Hofer mit seinen Hauptleuten beim „Moar“ in der Vill – damals noch zur selbstständigen Gemeinde Thuins gehörig – um geeignete Maßnahmen für den bevorstehenden Kampf zu treffen. Der Oberkommandant der Tiroler hielt sich dann vom 6. bis zum 11. August in Kalch auf, von wo er mittels Eilboten Nachrichten und Befehle verschickte. Hofer versah die Schreiben öfters mit eigenhändig geschriebenen Anmerkungen und Ergänzungen. Von Kalch aus teilte Hofer Johann Valentin Tschöll, seinem Mitkommandanten, mit, dass der Feind in der Talenge von Mittewald eine schwere Niederlage erlitten habe. Tschöll möge mit seinem Aufgebot helfen, den Feind zu vertreiben. Hofer forderte die Schützen von Axams und Umgebung auf „... die Waffen zu ergreifen, es ist eine Sache, wo es um Religion und Khristenthum zu thun ist ... Also liebe Brüder lasset uns nur einig seyn, ich werde Euch die Lumpestück von dieser verfluchten Nation erst alsdann sagen, so bald wir zusam kommen werden. Nur guten Muthes, die Sach kombt alle von Gott 38

„Gasthof in Kalch am Jaufen, Tirol. Johann Klotz, Besitzer.“

her. Kalch signato den 8ten August 1809. Andere Hofer ober comen dant vo Passeyr“. Der Sandwirt empfahl Tschöll, die Penser sollten bei den Mittewalder

Originalschreiben vom 11. August 1809 „Berichte. Auf alle Commendanten und Hauptleuten – Da der Feund wirklich von Sterzing nach Insspruch zurück gezohen und was man hört schon Unterihnthal selben angegriefen, welches ich doch zweifle, so müssen wir uns so viel möglich denselben nachmachen, aber daß wäre gut, wenn Ihr sehet, einen oder mehrere Spionnen, so daß Ort und alle Gegenden gut kennen vorauszuschicken, zum Fall der Feund sich lings oder rechts bostieret hätte, nicht unverhoft überfallen würdet. Ich werde auch gleich nachkommen so bald die andern Comp. Nachkommen, auch überschüket diese französische Estaffate – indem Ihr sie zuvor weggelassen habt. Kalch den 11t(en August 1809“ Rückseite: „An Herrn Comendanten Joh. Fallentin tschöll a Gasteig durch Ordinanz eiligst eiligst.“ Ordinanz bedeutet Weiterleitung der Nachricht durch Eilboten. Estaffate bedeutet reitender Eilbote. Dieses Schreiben ergänzte Hofer eigenständig mit folgendem Wortlaut: „Liebe Prieder söchet, nur das mir den

Schützen Hilfe holen, „... da dorten die Mannschaft zahlreicher und auch mit Pulfer und Blei besßer als wir versechen sind, und wir eins und das andere selbsten höchst nöthig haben“. Hofer, Johann Spitaler und Johann Brunner schrieben an Johann Mösl: „... weil wir wegen die Vinschgauer zu schwach sein könnten, so wirst jhn Thalleren khenen zu hilf khomen, in dem ich Jhmen habe ver sprochen gleich hilf zu leisten Eir auf Richtiger Andere. Hofer ober Comen dant Vo Passeyr.“ Wie man sieht, stand der Sandwirt Hofer nicht nur mit den Bayern und Franzosen, sondern auch mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß. Er hatte damals nur leidlich das Schreiben und Lesen erlernt. Als er sieben Jahre zählte, führte 1774 Maria Theresia die allgemeine Schulpflicht ein. An die löbliche k.k. Comandantschaft Meran! „Die heutige Nacht gegen 12 Uhr ziecht sich der Feund ganz von Störzing uiber den Brenner! Ob er auf seiner Retirad Wiederstand findet, wird sich erst zeigen! Unßere Kundschafter versichern uns, d(aß) der Feund in – und bey Innsbruck und Hall göstern von die dortigen Vollkmasßa sey angepackt worden, Unter Innthall wird den Feund auch nicht gut empfangen! Dies ist eiligst durch das Vinschgau, Nonsberg, Kaltern und denen uibrigen benachtbarten Ortschaften kund zu machen.

Du ersucht, gleich 6 oder 7 Compagnien hieher zu verordnen, aber nur geschwind, es gehet sonst alles gut ... Mach nur, daß sie Tag und Nach gehen. Kalch den 9ten August 1809. Mache nur, daß auch mehr kommen. Siehe auch wegen Muniton, hier gehet sie aus, und wegen Lebens Mittl.“ Hofer missbillige die Freilassung von Gefangenen mit bayerischer Gesinnung, die „so frey herumschwärmen, und die guten Einwohner in Forcht und Schröcken bringen ...“. Er verurteilte auch die schlechte Organisation bei der Nachrichtenweiterleitung „... da man von Saltaus bis Meran selten eine antriff oder nur Kinder. Kalch den 10ten August 1809“. An Tschöll schrieb er: „Ich bestättige Ihr Schreiben und berichte hierauf, so man vergwißt sein soll, das der Feund wirklich reterierte, soll mann gleich die samentlichen Hauptleüte benachrichten, das sie den Feund gleich nachrücken und dabey fleißig bedach sein, ob es dabey keine Verstöllung oder eine Falsch darhinter steckt.“ Luis Palla Wegen unßere Landes Feunde und Gefangene sol von nun an wachtbarer als bis her gesorgt werden, und uns soviel möglich dadurch den Rücken zu decken. Kalch den 11ten August 1809 Andere Hofer ober Comen dant Vo Passeyr.“ Durch Ordinanz wurde dieses Schreiben eiligst zugestellt. Der Eilbote brauchte vom Jaufen bis Meran, für eine Strecke von ca. 40 km, fünf Stunden und dreißig Minuten. In Hofers Schreiben kommen öfters die beiden Begriffe Religion und Christentum vor, wofür es sich zu kämpfen lohne. Der Oberkommandant der aufständischen Tiroler war felsenfest davon überzeugt, dass die Bayern und Franzosen die katholische Religion bekämpfen würden. Er forderte seine Kämpfer immer wieder auf, zu beten und auf Gott zu vertrauen. Dieses sein Gottvertrauen kann man als geradezu vermessen bezeichnen. Der Weiler Kalch wurde vor hundert Jahren beim Bau der Jaufenstraße über die Landesgrenzen des habsburgischen Kronlandes Tirol hinaus bekannt. Die offizielle Eröffnung dieser Gebirgsstraße erfolgte am 15. Juni 1912.

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„Ohne Grenzen“

60 Jahre Musikkapelle Trens

Musikalischer Aufmarsch im Stubaital Anlässlich ihrer 25-jährigen musikalischen Partnerschaft mit dem Nordtiroler Wipptal und dem Stubaital nahmen Vertreter des Musikbezirkes Sterzing im Juli am Bezirksmusikfest in Telfes im Stubaital teil. Dabei wurde auch die gemeinsam aufgenommene Doppel-CD „Ohne Grenzen“ mit Stücken Tiroler Komponisten von einst und heute vorgestellt. Im Beisein von EU-Kommissar a. D. Franz Fischler, Landesrat Bernhard Tilg, den Bürgermeistern des Stubai- und Wipptales und weiteren Ehrengästen standen u. a. eine von der Musikkapelle Mareit umrahmte Messfeier, ein Kurzkonzert der Musikka-

Ende Juni feierte die Musikkapelle Maria Trens um Obmann Josef Hochrainer ihr 60-jähriges Bestehen.

pelle Mauls sowie eine feierliche Defilierung auf dem Programm. Im Bild der Wipptaler VSM-Bezirksobmann Arthur Hofer und der Nordtiroler Bezirkskapellmeister Josef Wetzinger.

Wiesen

Mit den Füßen träumen Zum dritten Mal haben sich heuer Tanzfreudige vom Südtiroler Unterland bis Innsbruck zum Wipptaler Tanzfest in Wiesen getroffen. Unter dem Motto „Tanzen ist Träumen mit den Füßen“ verbrachten die Tänzer einen geselligen Nachmittag. Die Volkstanzgruppe Wie-

sen und einzelne Tanzleiter führten verschiedene Tänze vor. Organisiert wurde das Fest von der KVW-Ortsgruppe und der Katholischen Frauenbewegung Wiesen; für das leibliche Wohl sorgten die Frauen der einzelnen Tanzgruppen.

Buchtipp

„Auf deinen Spuren“ Eine Erzählung von Reinhardt Freudenberg Die Erzählung „Auf deinen Spuren“ von Reinhardt Freudenberg, 64, handelt von einer Wanderreise seines Großvaters Friedrich Griesbach aus Verden an der Aller. Der junge Mann wanderte mit einem Freund in den Jahren 1908/09, die meiste Zeit zu Fuß, von Deutschland über die Schweiz in den Süden Italiens und von dort über Venedig, Bozen und den Brenner zurück in seine Heimat. Die Reiseschilderung ist eine Wiedergabe des Tagebuches, in dem Friedrich Griesbach seine Reiseabenteuer durch die Städte, Dörfer und Täler im damaligen Italien aufzeichnete und dabei auch seine Wandererlebnisse durch das Wipp- und Eisacktal und über den Brenner schilderte. Im vergangenen Jahr – genau 100 Jahre später – hat der Autor die Reise seines Großvaters mit dem Auto Etappe für Etappe wiederholt mit um eigene Darstellungen ergänzt. Der Erzählband ist die lebendige Darstellung einer Reise zweier Wandergesellen über weite Strecken nach dem sonnigen Süden Italiens. Das Buch ist im Projekte-Verlag Cornelius erschienen und im Buchhandel erhältlich. rr erker august 09

Zahlreiche Ehrengäste und Fahnenabordnungen der Musikkapellen des VSM-Bezirkes Sterzing begleiteten die Trenser Musikanten zur örtlichen Pfarrkirche, wo Pfarrer Paul Neumair einen von der Jubelkapelle umrahmten Festgottesdienst zelebrierte. Mit dem Trauerlied „Ich hatt’ einen Kameraden“ gedachten die Musikanten der verstorbenen Mitglieder. Schriftführer Markus Badstuber ließ anschließend die wechselvolle Geschichte der Jubelkapelle Revue passieren. Den Reigen der Gratulanten eröffneten die VSM-Vertreter mit Verbandsobmannstellvertreter Günther Runggatscher und Bezirksobmann Arthur Hofer, die der Jubelkapelle dankten und besonders die Jungmusikanten zum Weitermachen aufforderten. Ludwig Sontheim,

Obmann der Partnerkapelle Maierhöfen, fand humorvolle Worte für die guten Beziehungen zwischen den beiden Kapellen. Bürgermeister Armin Holzer dankte den Trenser Musikanten für ihren wertvollen Beitrag für das Dorfleben und erinnerte an die harte Aufbauarbeit der Gründungsmitglieder. Zwei von ihnen, Alois Salzburger und Alois Thaler, überreichte er unter großem Beifall eine Ehrenurkunde und zollte ihnen Dank und Anerkennung. Luis Salzburger prägt seit mehr als 65 Jahren das Musikleben in Trens und spielt mit seinen 80 Jahren immer noch an der Orgel. Nach dem Marsch „Bozner Bergsteiger“ von Sepp Thaler, der von den beiden Musikkapellen gemeinsam gespielt und gesungen wurde, folgte ein unterhaltsames Festwochenende.

Lotterie der MK Trens Bei der Lotterie anlässlich der 60-Jahr-Feier der Musikkapelle Trens Ende Juni wurden folgende Losnummern gezogen: Hauptgewinne: 2230, 1747, 3546, 6332, 4795. Weitere Preise: 0002, 0088, 0180, 0229, 0258, 0285, 0317, 0449, 0462, 0549, 0765, 0949, 1097, 1192, 1233, 1274, 1369, 1688, 1737, 1807, 1834, 1917, 1980, 2001, 2177, 2190, 2432, 2533, 2693, 2739, 2762, 2764, 2785, 3006, 3093, 3095, 3107, 3134, 3237, 3279, 3299, 3375, 3389, 3403, 3434, 3497, 3510, 3544, 3670, 3778, 3856, 3950, 4036, 4074, 4137, 4215, 4275, 4407, 4477, 4614, 4674, 4755, 4873, 4961, 4963, 5233, 5235, 5301, 5362, 5579, 5598, 5766, 5774, 5918, 5982, 5983, 6143, 6157, 6166, 6226, 6294, 6319. Die Preise können in der Gemischtwarenhandlung Anton Luhn (Tel. 647114) in Trens abgeholt werden. 39


Die Seite der Bezirksgemeinschaft Wipptal Herr Präsident, der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal hat seit 1993, also seit seinem Bestehen, das soziale Dienstleistungsangebot kontinuierlich erweitert. Präsident Leopold Siller: Ja, dies stimmt. Der Sozialdienst hat eine intensive Aufbauphase hinter sich. Wir haben nun ein recht ausgewogenes und vielfältiges soziales Angebot. Der Sozialdienst ist für alle Bürger da, schwerpunktmäßig jedoch richtet er sich an alle Personen in sozial-wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder mit Behinderungen, psychischer Erkrankung oder Abhängigkeitskrankheiten, an Kinder und Familien mit Entwicklungsproblemen, an Eltern mit Erziehungsschwierigkeiten und an pflegebedürftige Personen. Wir führen soziale Einrichtungen in Sterzing und in Trens und bieten im Sprengel Betreuungs- und Unterstützungsleistungen am Lebensort der Klienten an. Wie sieht derzeit die Finanzierung des Sozialdienstes aus? Im Jahr 2008 hatte die Bezirksgemeinschaft zur Führung des Sozialdienstes und für dessen Tätigkeiten 6.790.239,09 Euro zur Verfügung. Der größte Teil kam vom Sozialfond des Landes, die Klienten steuern einen Teil dazu, ebenso die Gemeinden und die Einrichtungen selber durch den Verkauf von Produkten. Wie viele Bürger nehmen Leistungen des Sozialdienstes in Anspruch? Ganz genau lässt sich das nicht sagen, denn es gibt Familien oder Einzelpersonen, die mehrere Unterstützungen gleichzeitig brauchen, z.B. Sicherung des Sozialen Mindesteinkommens und Pflege zu Hause, oder es gibt auch Personen, die nur ein paar Monate eine soziale Unterstützung bekommen. Wir wissen aber, dass rund acht Prozent der gesamten Bevölkerung direkt oder indirekt einen sozialen Bedarf haben. Es soll stets mitbedacht werden, dass der Sozialdienst auch viele Tätigkeiten macht, die sich an die gesamte Bevölkerung bzw. an bestimmte Gruppen unserer Gemeinschaft richten, z.B. Mitträgerschaft und Mitarbeit bei JAWA, ein sozialkulturelles Jugendprojekt, Aufbau von Selbsthilfegruppen, Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu sozialen Themen, Mitträgerschaft der Kleiderkammer, Vernetzungsarbeit mit privaten Organisationen wie Caritas und KVW. Neuerdings hört man, dass künftig für öffentliche Verwaltungen und Dienste weniger Geld zur Verfügung gestellt wird. Trifft das auch für den Sozialdienst zu? Ja, das trifft auch für den Sozialdienst zu, die finanziellen Mittel für den Sozialdienst werden knapper. Das war schon 2008 spürbar. Im Jahr 2009 werden wir gleich viel Geld zur Verfügung haben wie 2008, obwohl die Kosten steigen, z.B. steigen die Personalkosten bei gleichbleibendem Personal jährlich um rund 2,5 Prozent. Dazu kommen noch andere Kosten wie Mieten, Strom, Essen usw.

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Was bedeutet das nun? Wir können nur die Gelder ausgeben, die wir haben. Das heißt? Ich muss vorausschicken, dass der Sozialdienst ein delegierter Dienst des Landes ist. Die primäre Zuständigkeit liegt also beim Land. Die Bezirksgemeinschaft hat in der Führung des Sozialdienstes lediglich in organisatorischer und fachlicher Hinsicht einen Gestaltungsspielraum, wir müssen die gesetzlichen Vorgaben des Landes umsetzen, d.h. jene soziale Leistungen erbringen, die sozialpolitisch vorgesehen sind. Wenn wir also vom Landessozialfond weniger finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, schränkt dies den Leistungsrahmen des Sozialdienstes ein. Wir als Bezirksgemeinschaft und vor allem das Land sind nun gefordert, Prioritäten zu setzen. 1993 gab es in Südtirol eine Neuordnung der Sozialdienste. Darauf baut das heutige Sozialwesen in Südtirol auf. Was wird nun die Zukunft bringen? Die öffentliche Hand bleibt meiner Meinung nach für die soziale Grundsicherung aller anspruchsberechtigten Bürger zuständig. Ziel der Sozialpolitik ist und bleibt das Wohlbefinden der Bürger und die Sicherung der sozialen Lebensqualität. Die Politik hat nun die Aufgabe, die Standards im Sozialdienst festzulegen: Auf welche sozialen Leistungen, in welchem Ausmaß und in welcher Qualität hat der Bürger zukünftig Anspruch? Aber die Verantwortung für die soziale Qualität in der Gesellschaft liegt nicht nur in der Politik: Ohne soziales Ehrenamt und soziales Engagement der Bürger verarmt die Gesellschaft, sowohl wirtschaftlich als auch kulturell. Die Verantwortung für soziale Werte wie soziale Sicherheit, Chancengleichheit, Solidarität und Nachhaltigkeit ist eine gemeinsame und muss von uns Politikern in der Gesellschaft gefördert und gefordert werden.

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notizie dall’alta val d’isarco

Alta Val Ridanna

Malavalle: un ghiacciaio in sofferenza Recenti misurazioni dello spessore del ghiaccio permettono di operare una previsione di durata - Considerando l’aumento di temperatura in atto sulla terra, è verosimile che entro la fine XXI secolo il ghiacciaio si sarà ritirato sopra quota 3000

Il monitoraggio dei ghiacciai viene generalmente svolto a più livelli. In particolare è prassi glaciologica consolidata misurare le variazioni di lunghezza, di superficie e di volume degli apparati glaciali. Tali misure sono disponibili anche sui ghiacciai della Wipptal (cfr. Erker 10 e 11/2005). Più onerose, anzitutto da un punto di vista della tecnologia impiegata, e per questo meno frequentemente disponibili, sono invece le misure dello spessore e quindi del volume complessivo di un ghiacciaio. Queste sono di notevole interesse in quanto consentono una stima accurata della quantità di acqua stoccata sotto forma di ghiaccio in alta montagna e quindi la simulazione della disponibilità futura delle risorse idriche in funzione degli scenari climatologici previsti. La conoscenza dello spessore di un ghiacciaio permette inoltre una previsione della sua evoluzione morfologica futura. Nei giorni 8 e 9 maggio 2009, un gruppo di tecnici dell’Istituto di Meteorologia e Geofisica dell’Università di Innsbruck ha svolto, su incarico dell’Ufficio idrografico della Provincia, una campagna di misura per la determinazione del volume del ghiacciaio di Malavalle (Übeltalferner) in alta Val Ridanna. Le ottimali condizioni di innevamento hanno facilitato le operazioni e complessivamente sono state realizzate 155 misure puntuali lungo una serie di profili trasversali e longitudinali predefiniti, in modo da cogliere erker august 09

Foto: Roberto Dinale

Cima di Malavalle (Sonklarspitze) fotografata da Cima libera

al meglio la variabilità spaziale dello spessore del ghiacciaio. Il ghiacciaio di Malavalle è un ghiacciaio vallivo, nella cui lingua confluiscono i contributi di diversi bacini di accumulo. La struttura di tale ghiacciaio, articolata in più plateau, trae origine dalla presenza di propaggini rocciose che costringono e canalizzano il flusso glaciale con conseguente aumento della velocità del flusso del ghiacciaio e quindi della sua capacità erosiva. Ne deriva la formazione di conche di notevole profondità a valle di esse, dove sono stati misurati gli spessori di ghiaccio maggiori. In tali zone è peraltro possibile che venga imprigionata acqua subglaciale con formazione

di laghi che, con il procedere della deglaciazione, potrebbero produrre piene improvvise ove il livello idrico degli stessi superasse determinate soglie o viceversa se lo spessore del ghiaccio si riducesse oltremodo. Le misure di profondità evidenziano come il flusso glaciale principale, e quindi più imponente in termini di spessore, scenda in direzione est a partire dalle cime di Malavalle e del Prete, venga deviato verso sud dallo sperone roccioso sul quale si erge il rifugio Bicchiere, per poi terminare nella lingua principale in corrispondenza del Vogelhüttensee. Flussi secondari, di spessore minore, sono quelli che si dipartono

dal Capro, dal Monte Reale e da Cima Libera. Soprattutto in quest’ultimo bacino gli spessori di ghiaccio misurati risultano ridotti e nei prossimi anni è quindi verosimile una progressiva riduzione della superficie anzitutto di questa parte del ghiacciaio. La calotta della cima di Malavalle denota invece uno spessore considerevole (fino ad 80 m), anzitutto in considerazione della sua esposizione. Essa risulta tuttavia collegata solo attraverso una seraccata, in modo quindi poco dinamico, al resto del ghiacciaio. Ulteriore zona caratterizzata da profondità notevoli è la orografica sinistra della fronte, ove confluiva nel flusso principale quello laterale che scendeva dalla Cresta Rossa e che oggi risulta 41


notizie dall’alta val d’isarco

estinto. La profondità massima misurata è stata pari a 214 m, quella media di 68 m. Data una superficie, aggiornata al 2008 e quindi decurtata del bacino della Hochgewand, pari a 6,386 km2, risulta un volume di ghiaccio di 0,434 km3 pari a 0,391 km3 di equivalente in acqua. A titolo di paragone si tratta di una quantità di acqua confrontabile con il volume di precipitazione che cade in un anno e mezzo su tutto il bacino del rio Ridanna, valli Racines e Giovo comprese.

Foto: Hubert Eisendle

Tecnici della Università di Innsbruck impegnati nelle misure di spessore del ghiacciaio di Malavalle con strumento radar

Previsione di durata del ghiacciaio di Malavalle La durata dei ghiacciai non dipende solo dalle loro dimensioni ma in primo luogo dalla quota alla quale nel futuro per ognuno di essi si collocherà la cosiddetta linea di equilibrio. Questa rappresenta il limite tra zona di ablazione o scioglimento (alle quote inferiori) e zona di accumulo (alle quote superiori). Il surriscaldamento globale del clima comporterà inevitabilmente un innalzamento di tale quota. Ove questa venisse a trovarsi al di sopra del limite superiore del ghiacciaio lo stesso scomparirebbe. Gli scenari climatologici elaborati dall’IPCC (Intergovernamental Panel for Climate Change) vedono fino al 2100 un aumento delle temperature globali compreso tra 0,6° (emissioni stazionarie) e 3,6° C (vari scenari di incremento delle emissioni). Assunto un gradiente di temperatura pari a 0,6 C / 100 m in termini di linea di equilibrio, questo implicherebbe un innalzamento della stessa compreso tra 100 e 400 m. P e r u n a u m e n t o v e ro s i m i l e di almeno 200 m avremmo la scomparsa dei ghiacciai che si trovano alle quote inferiori, mentre nel caso del ghiacciai della Val Ridanna questo produrrebbe „solo“ una importante riduzione della loro su42

Cartografia con i risultati delle misure di profondità

perficie. Con un innalzamento della linea di equilibrio di 400 m lo scenario sarebbe ben più drammatico, con conservazione solo del 15% dei ghiacciai altoatesini oggi esistenti. In Val Ridanna sarebbe a rischio anche quello di Malavalle che, in ogni caso, si ritirerebbe a ridosso di Cima di Malavalle e Cima del Prete. Bilancio invernale e prospettive per il bilancio di massa 2008/09 Contemporaneamente alle misure di spessore sono stati svolti i rilievi di campagna atti alla valutazione della distribuzione della neve sul ghiacciaio ed alla valutazione della sua

densità. Statisticamente infatti in alta quota il massimo accumulo nivale è raggiunto tra fine aprile ed inizio maggio ed è per questo che proprio in tale periodo viene effettuata la valutazione del cosiddetto bilancio invernale di un ghiacciaio. Sul ghiacciaio di Malavalle è stato misurato un accumu lo decisamente consistente, compreso tra 3 m ed oltre 5 m di neve, per un equivalente in acqua dell’ordine dei 1500 mm di acqua uniformemente distribuiti sulla superficie glaciale. Un confronto di tali dati con quelli climatologici mostra come l’accumulo misurato nella stagione invernale 2008/09 risulti circa del 50% superiore

al dato di lungo periodo e testimonia un tempo di ritorno circa decennale per un inverno così nevoso alle alte quote. Il 20 luglio 2009 il ghiacciaio di Malavalle risultava ancora completamente coperto da 20-200 cm di neve. Tale dato fa naturalmente ben sperare per un bilancio finale, ancorché non positivo, quantomeno non eccessivamente negativo, come era invece capitato nelle ultime stagioni, quando a metà luglio il ghiacciaio era spesso già in gran parte scoperto. Al risultato finale concorrerà in maniera determinante l’andamento del clima nei prossimi 2 mesi. Roberto Dinale Ufficio idrografico provinciale erker august 09


Vipiteno

Restaurata la lapide di Postumia Victorina La lapide funeraria romana fu trovata nel 1497, durante i lavori di fondazione dell’aula della chiesa parrocchiale

Su incarico del Consiglio parrocchiale e del decano Josef Knapp, il restauratore Martin Pittertschatscher di Bolzano ha eseguito il lavoro di restauro della lapide funeraria romana di Postumia Victorina, oggi collocata sulla parete interna nord dell’aula della chiesa parrocchiale. L’iscrizione era praticamente illeggibile, a causa di una patinatura che la ricopriva: essa era dovuta sia al fatto che la lapide di marmo per molti secoli era rimasta sotto terra, sia alle offese arrecate dalle intemperie, essendo essa rimasta murata alla parete esterna sud della chiesa fino agli anni Ottanta. “Restaurare e conservare - così Pittertschatscher - non vuol dire cancellare i segni delle vicissitudini della storia di questo monumento: l’ho ripulito solo al punto da renderlo leggibile e ho applicato un leggero ritocco di colore rosso nelle lettere incise. Ora la lapide è di nuovo fruibile. Lo stesso dicasi per la sottostante lapide gotica che ricorda il ritrovamento avvenuto nel 1497. Per renderla leggibile sarebbe bene illuminarla con una luce radente che, con le ombre, evidenzi le lettere in grafia gotica scolpite in rilievo”.

RO PIISSIMO“. Con questa lapide funeraria del II o III secolo d.C. una donna romana, consapevole dell’ineluttabile destino che conclude ogni vicenda umana, prepara per sé e per l’amato genero l’ultima dimora per la carne. Un tenero gesto di pietà familiare che ci trasmette, attraverso una lunga teoria di secoli, i nomi dei due più antichi abitatori della zona a noi pervenuti.

La lapide funeraria romana La lapide di Postumia Victorina fu ritrovata nel 1497, durante gli scavi delle fondamenta della grande aula della chiesa parrocchiale „Unsere liebe Frau in Moos“. Essa reca questa iscrizione: „V[IVA] F[ECIT] POSTVMIA VICTORINA SIBI ET TI[BERIO] CLAVDIO RAETICIANO GENE-

Una violenza respinta Nell’archivio dell’Ufficio Beni Culturali della provincia di Bolzano è conservata una lettera del 12 settembre 1933 che un ex ufficiale della Marina Militare in villeggiatura a Vipiteno scrive al Soprintendente alle Belle Arti di Trento, Giuseppe Gerola: egli denuncia che, mentre tutte le altre lapidi funerarie esposte sul muro ester-

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La lapide gotica del ritrovamento Mille anni dopo, nel 1497, gli uomini che la ritrovarono raccolsero con profonda emozione e rispetto questa lapide pagana, tanto che la murarono all’esterno della parete sud della loro nuova chiesa parrocchiale in costruzione, accompagnandola con una lapide in caratteri gotici. „Der ober stain ist funden an dem ent // zu untrist im grunt als der ist gegraben // an unnser frauen zu liechtmes abent // anno domini mcccclxxxxvii jar“. (La pietra soprastante è stata trovata nell’angolo bene in profondità durante lo scavo della nostra signora la sera di vigilia della candelora [2 febbraio], anno domini MCCCCLXXXXVII).

foto M. Pittertschatscher

La lapide romana e quella gotica restaurate

no della chiesa sono ben curate e conservate, quella di Postumia, „testimone delle buone radici che su questa terra ebbero la civiltà ed il linguaggio di Roma“, è coperta da un sudiciume che la rende indecifrabile. Egli non solo propone la pulizia della lapide, ma chiede anche che essa venga rimossa dalla chiesa e murata presso la porta del palazzo comunale con commento bilingue, perché „è più che mai necessaria una continua, chiara affermazione del nostro diritto e della nostra volontà di dominio“. Il 23 settembre il podestà di Vipiteno, A. de Cadilhac, scrive al Soprintendente che questo trasferimento è vivamente desiderato ”anche della colonia di villeggianti che affluisce annualmente in questo centro durante la stagione estiva“. Siamo nell’anno XI dell’era fascista! Eppure il soprintendente Gerola, in una lettera del giorno stesso, coraggiosamente risponde che è d’accordo sul fatto che la lapide vada curata, ma non sul fatto che venga rimossa dal luogo di ritrovamento: „Infine quale più bella prova dell’attaccamento dei cittadini di Vipite-

no per quella lapide romana del fatto che, malgrado il contenuto pagano, essi la ritennero degna di essere murata nella parete del sacro tempio che si erigeva ex novo? [...] Il monumento romano in sé non prova le tradizioni latine del luogo: perché alla stessa stregua andrebbero considerati Augusta e Magonza, Colonia e Treviri e tutti gli altri paesi tedeschi che hanno monumenti romani e musei di architettura romana. Quello che a noi importa è il culto professato alla latinità nei secoli posteriori al dominio di Roma: poiché soltanto esso è una testimonianza della coscienza popolare. Ora codesto della lapide di Vipiteno assume tale valore soltanto in quanto è messo in rapporto colla venerazione tributata nel XV secolo al cimelio di Roma.“ Un gesto di onestà intellettuale che non è fuori luogo riproporre come esempio a quanti anche oggi, da una parte e dall’altra, non esitano a operare becere manipolazioni del patrimonio artistico in funzione nazionalistica. ap 43


notizie dall’alta val d’isarco

Notizie in breve Fortezza L’infopoint BBT nel forte Il centro informazioni del Tunnel di base del Brennero verrà trasferito fra breve nel forte di Fortezza. Qui dovrebbe essere creato anche un archivio con tutte le pubblicazioni sul tunnel di base e sulle tratte d’accesso. Il costo del progetto si aggira sui 4 milioni di euro. In un primo tempo esso doveva essere interamente coperto dal BBT, ora la provincia ha deciso di accollarsene i due terzi. Cima Gallina La seggiovia verrà demolita Dopo lunghi anni di trattative tra la Provincia e le autorità militari finalmente la vecchia seggiovia, inattiva dal 1991, verrà demolita, come pure le cadenti stazioni a valle e a monte. Gli ambientalisti criticavano da anni il mantenimento dell’impianto inutilizzato, una vergogna per il paesaggio ed anche un pericolo per gli escursionisti, dato che la fune a cui erano ancora appesi i vecchi seggiolini minacciava di spezzarsi da un momento all’altro. www.vipiteno.eu Nuova pagina internet della città di Vipiteno Il sito intende avvicinare ulteriormente l’amministrazione comunale al cittadino ed alle sue esigenze. Esso fornisce infatti indicazioni sulle principali istituzioni, associazioni e strutture della città. Nel sito sono inoltre presentati i servizi del Comune di Vipiteno, cosa che rende possibile scaricare i moduli per eventuali richieste e domande e compilarli direttamente tramite PC. È anche possibile visionare tutte le delibere, i regolamenti e le comunicazioni dell’amministrazione comunale. Delibere della Giunta comunale di Vipiteno Impianto trattamento acque nella nuova piscina coperta La giunta comunale ha deliberato nell’ultima seduta di appaltare mediante procedura aperta a livello comunitario i lavori per l’installazione dell’impianto di trattamento acque nella nuova piscina coperta. L’imposto a base d’asta ammonta ad euro 1.056.442,82. Nuovo marciapiede in Via della Commenda La ditta Vaja srl di Riomolino ha vinto la gara d’appalto per la costruzione di un nuovo marciapiede in Via della Commenda per un importo di euro 106.728,37. Strada comunale per Campi di Sotto La giunta comunale ha approvato il progetto per i lavori di risanamento della strada comunale a Campi di Sotto, nel tratto “ex Schiavo” fino al confine comunale di Mareta. Spesa prevista circa 250.000 euro, di cui la metà forniti dalla Provincia. I lavori saranno appaltati subito dopo l’approvazione definitiva del contributo provinciale. 44

Il difensore civico Uno strumento democratico di tutela del cittadino nei rapporti con la Pubblica Amministrazione. Il rapporto tra cittadino e pubblica amministrazione è spesso conflittuale e sbilanciato e vede le parti in posizione non paritaria, in quanto l’interesse generale che l’azione amministrativa deve perseguire non sempre coincide con quello del privato. Tuttavia l’ente pubblico è tenuto al rispetto dei principi di imparzialità, correttezza, trasparenza e deve in ogni caso attenersi, anche sotto un profilo strettamente formale, alle disposizioni di legge. Negli atti cosiddetti di amministrazione „non vincolata“ deve far buon uso del criterio della discrezionalità. Di fronte a comportamenti di inerzia o di abuso della pubblica amministrazione, che si traducano in atti o provvedimenti illegittimi, è pur sempre data al cittadino la garanzia della tutela giurisdizionale, ossia il ricorso agli organi di giustizia. Ma la legge appresta anche uno strumento per così dire di tutela preventiva, rappresentato dal difensore civico. Si tratta di una figura di garanzia dei diritti del cittadino, che ha radici storiche in Svezia (ove fu istituita nel 1809) ed è ormai diffusa in quasi tutti gli ordinamenti moderni, dal „mediateur“ francese al „Defensor de Pueblo“ spagnolo. La legislazione italiana l’ha introdotta nel 1990 con la „legge Bassanini“, pur se circoscritta all’ambito bancario. In provincia di Bolzano la difesa civica è stata istituita nel 1983, ma è divenuta operativa solo nel 1985. Le competenze del difensore civico sono state ampliate nel 1988 con l’estensione al settore della sanità e revisionate nel 1996. In estrema sintesi, il difensore civico svolge una funzione di mediazione tra il cittadino e la pubblica amministrazione, non di propria iniziativa, ma sempre su richiesta dell’interessato. Esamina i reclami riguardanti l’amministrazione provinciale, quella

comunale, nonché l’amministrazione statale per l’attività da questa svolta nel territorio della Provincia di Bolzano (ad esempio, quella dell’Inps e dell’Inpdap). Ha competenza anche in ambito sanitario e su questioni relative alla tutela dell’ambiente e della natura. Svolge anche funzione di informazione e di consulenza, sempre in materia amministrativa. Il difensore civico ha accesso agli atti amministrativi, non dispone di poteri autoritativi né sanzionatori, ma utilizza strumenti di persuasione e convincimento, sollecitando, se del caso, la Pubblica Amministrazione ad esercitare la cosiddetta „autotutela“, che consiste nell’annullamento spontaneo degli atti illegittimi, e tali sono quelli posti in essere con violazione di legge, abuso di potere, privi di motivazione o con motivazione insufficiente o contraddittoria. Il difensore civico è nominato dalla Giunta Provinciale su designazione del Consiglio provinciale. È organo autonomo e indipendente. Attualmente ricopre tale incarico la dottoressa Burgi Volgger. Al difensore civico il cittadino può rivolgersi senza particolari formalità: colloquio su appuntamento, per iscritto, online. Il servizio è assolutamente gratuito. Dott. Carlo Bruccoleri Ex presidente del Tribunale di Bolzano Notizie utili Difensore civico Sede principale: Bolzano, via Portici, n. 22 Telefono 0471/301155 Fax 0471/981229 E-mail: posta@difesacivica.bz.it Informazioni: www.difesacivica. bz.it Sede Periferica: Vipiteno, via Stazione, 2 Ispettorato dell’agricoltura (il 4° venerdì del meseogni due mesi). erker august 09


La pagina della Comunità comprensoriale Wipptal Signor Presidente, il Servizio Sociale della Comunità comprensoriale Wipptal, dal 1993, ovvero dalla sua esistenza, ha continuamente ampliato la propria offerta di prestazioni sociali. Presidente Leopold Siller: Sì, è vero. Il Servizio Sociale ha una lunga fase di sviluppo alle proprie spalle. Attualmente abbiamo un’offerta sociale equilibrata e molteplice. Il Servizio Sociale è a disposizione di tutti i cittadini, tuttavia si rivolge principalmente a tutte le persone aventi difficoltà socio-economiche oppure con handicap, affette da malattie psichiche o con dipendenze, a bambini e famiglie con problemi di sviluppo, a genitori con problemi nell’educazione e a persone bisognose di assistenza. Gestiamo strutture sociali con sede a Vipiteno e a Trens e nel distretto offriamo prestazioni di assistenza e sostegno presso il domicilio dei clienti. Come avviene attualmente il finanziamento del Servizio Sociale? Nel 2008 la Comunità comprensoriale ha avuto 6.790.239,09 di euro a disposizione per la gestione del Servizio Sociale e per le attività collegate. La maggior parte di questo importo proviene dal fondo sociale della Provincia, i clienti contribuiscono in parte, così come i Comuni e le strutture stesse tramite la vendita di prodotti. Quanti cittadini si servono delle prestazioni del Servizio Sociale? Il numero preciso è difficile da dire, dato che ci sono famiglie oppure persone singole che abbisognano di più prestazioni contemporaneamente, p. es. il reddito minimo di inserimento e l’assistenza a casa, inoltre ci sono persone che ottengono l’assistenza sociale solo per qualche mese. Sappiamo però che circa l’8% della popolazione ha direttamente o indirettamente un fabbisogno sociale. Bisogna anche considerare che il Servizio Sociale svolge molte attività che si rivolgono a tutta la popolazione ovvero a determinati gruppi della nostra società, p. es. la condivisione e la collaborazione in JAWA, un progetto giovanile socioculturale, la realizzazione di gruppi di auto-aiuto, l’informazione e la sensibilizzazione del pubblico sui temi sociali, la condivisione del centro raccolta vestiti usati, il lavoro in rete con le organizzazioni private come la Caritas e il KVW. Recentemente si sente sempre più spesso dire che in futuro le pubbliche amministrazioni e i servizi avranno meno denaro a disposizione. Ciò riguarda anche il Servizio Sociale? Sì, anche il Servizio Sociale avrà meno mezzi finanziari. Già nel 2008 si è percepita questa riduzione. Nel 2009 avremo la stessa somma a disposizione che abbiamo avuto nel 2008, nonostante i nostri costi siano aumentati, p. es. il costo del personale, a parità di unità lavorative, aumenta annualmente di circa il 2,5%. A ciò vanno aggiunti i costi di locazione, energia, vitto, ecc.

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Cosa significa di fatto tutto questo? Che potremo spendere solo i soldi che abbiamo. Vale a dire? Devo premettere che il Servizio Sociale è un servizio delegato dalla Provincia. La competenza primaria spetta dunque alla Provincia. La Comunità comprensoriale, nella gestione del Servizio Sociale, ha una certa discrezionalità solamente da un punto di vista organizzativo e tecnico, noi ci dobbiamo attenere alle disposizioni legislative della Provincia, nel senso che possiamo fornire solo quelle prestazioni sociali previste dalle politiche sociali. Se quindi il fondo sociale provinciale ci mette a disposizione meno mezzi finanziari, si restringe anche la cornice delle prestazioni del Servizio Sociale. La Comunità comprensoriale, ma soprattutto la Provincia, dovrà definire le priorità. Nel 1993 in Alto Adige è avvenuta la riorganizzazione del Servizio Sociale. Su questa si basa oggi la politica sociale in Alto Adige. Cosa dobbiamo aspettarci per il futuro? A mio parere la mano pubblica continuerà ad essere competente per assicurare la sicurezza sociale a tutti i cittadini che ne avranno bisogno. Lo scopo della politica sociale è e rimane il benessere dei cittadini e la protezione della qualità della vita sociale. La politica ha ora il compito di determinare gli standard nel Servizio Sociale: in futuro il cittadino a quali prestazioni sociali avrà diritto, in quale quantità e con quale qualità? Tuttavia la responsabilità per la qualità sociale della società non è solo della politica: senza il volontariato e l’impegno sociale dei cittadini la società impoverisce, non solo economicamente ma anche culturalmente. La responsabilità per i valori sociali come la sicurezza sociale, le pari opportunità, la solidarietà e la sostenibilità è comune e noi politici la dobbiamo promuovere e rivendicare nella società.

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notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Vipiteno

Tornano all’oratorio Maria Schutz i bambini bielorussi

Mostra fotografica sugli animali della nostra zona

Undici i piccoli ospiti della comunità parrocchiale nel mese di luglio - Molte le persone che sostengono questa generosa accoglienza

Espone l’ex vipitenese Renato Grassi nell’androne del municipio - La mostra è organizzata in agosto dai cacciatori della riserva di Vipiteno

Una coppia di marmotte a Cima Bianca

I bambini bielorussi con la direttrice dell’orfanotrofio e l’interprete ospiti a Maria Schutz

Vipiteno tiene fede alla sua pluriennale tradizione di accoglienza dei bambini bielorussi per un periodo di vacanza che favorisca il loro benessere fisico, lontano da un territorio ancora contaminato. Per alcuni anni essi sono stati ospiti nelle case di privati cittadini poi, dal 2004, della Comunità parrocchiale nell’oratorio Maria Schutz In questo mese di luglio i piccoli ospiti, undici bambini (5 maschi e 6 femmine) dai 6 agli 11 anni, quindi un po’ più piccoli di quelli degli anni scorsi, sono accompagnati dall’interprete e dalla direttrice dell’orfanotrofio da cui provengono, a Vaselievich in Bielorussia, a 95 km da Chernobyl. Come spiega il dottor Gianfranco Ferri, coordinatore dell’iniziativa, è questo il sesto anno che la Comunità parrocchiale di Vipiteno organizza questa accoglienza comunitaria. Sotto la guida di don Michele Tomasi, che è il responsabile dell’iniziativa, la Comunità parrocchiale ha finalizzato la propria attività per fronteggiare una parte delle spese, con il ricavato del mercatino di Natale e della festa dell’oratorio. I costi principali sono quelli di trasporto in pullman ed in aereo, mentre per il mantenimento a Vipiteno ci sono molti aiuti, forniti, in varie forme, da privati, da associazioni, da ristoranti e pizzerie, da negozi di alimentari e di abbigliamento, dalla Latteria e da molti altri. La mensa aziendale della Ditta Leitner, per esempio, fornisce i pasti di mezzogiorno per 5 volte alla settimana. Inoltre i bambini usufruiscono di biglietti gratuiti per le funivie e seggiovie della zona. I bambini vengono accompagnati in varie gite ed escursioni, visite guidate e altre iniziative. Soprattutto straordinario è l’impegno silenzioso dei 40 volontari che collaborano in mille modi, lavorando in cucina, a far pulizie, a lavare la biancheria, ad accompagnare ed assistere i ragazzi. Nell’animata e un po’ fragorosa estate vipitenese succede anche questo. ap 46

Dal 20 al 23 agosto avrà luogo nell’androne del municipio di Vipiteno una mostra fotografica organizzata dai cacciatori della riserva di Vipiteno. Nelle splendide foto del socio cacciatore e appassionato fotografo naturalista, Renato Grassi, si potranno ammirare da vicino i molti esemplari di fauna selvatica che popolano i dintorni del comune di Vipiteno e le valli laterali: dalle anatre del nostro fondovalle alle pernici bianche delle cime più alte, dal simpatico scoiattolo al timido capriolo, dal maestoso cervo al rustico camoscio e al regale stambecco. Dietro questi scatti di Renato Grassi, ci sono pazienza, capacità di osservazione e capacità di avvicinamento silenzio-

so, acquisito nei sui tanti anni di pratica venatoria. A molti potrebbe sembrare un controsenso, ma i cacciatori sono più vicini alla natura di quanto ad un sommario giudizio possa sembrare. Pochi altri come loro sono così spesso a contatto con essa, in tutte le stagioni e con qualsiasi tempo: per questo la conoscono molto bene e di conseguenza la amano e la rispettano. Renato Grassi, nato e cresciuto a Vipiteno, vive ora a Bolzano per motivi di lavoro e raggiunge la nostra cittadina quasi ogni fine settimana per scoprire le bellezze dei nostri boschi e delle nostre montagne. Sandro Covi

Comunicato stampa

„Bollino rosa“ per l’ospedale di Vipiteno Il riconoscimento consegnato nella Camera dei deputati a Roma per l’eccellenza al femminile Il 30 giugno 2009 le strutture ospedaliere del Comprensorio Sanitario di Bressanone, gli ospedali di Bressanone e di Vipiteno, sono state premiate presso la Camera dei Deputati a Roma. All’ospedale di Vipiteno è stato conferito il massimo punteggio di 3 „bollini rosa“, mentre quello di Bressanone ha ottenuto il secondo miglior punteggio, con 2 „bollini rosa“. Si tratta di un premio basato su un’iniziativa dell’Osservatorio Nazionale sulla salute della Donna (O.N.Da) finalizzato a premiare gli ospedali italiani che rivolgono particolare attenzione alle donne. Una commissione scientifica ha valutato la documentazione presentata da 103

ospedali, prendendo in considerazione prevalentemente le strutture ospedaliere con i seguenti requisiti: strutture con reparti specifici per donne, strutture con pubblicazioni scientifiche in merito a patologie femminili specifiche e strutture con donne in posizioni apicali. Secondo il Direttore del Comprensorio Sanitario di Bressanone, dott. Siegfried Gatscher, per questa premiazione sono stati determinanti i parti in acqua e l’ambiente particolare in ostetricia nell’ospedale di Vipiteno, mentre l’ospedale di Bressanone si distingue per il Centro Senologico e per il servizio „La tua prima visita ginecologica“ offerto alle ragazze tra i 12 e i 16 anni. erker august 09


calendarietto CAI Brennero 09.08.09: Gita all’Erlebnispark a Steinach. Fine agosto: Campeggio.

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Ancora soddisfazioni per i nuotatori della Poli Brillanti prestazioni al Campionato regionale nelle piscine di Trento e di Bolzano

Il gruppo di ragazzi protagonisti dei Campionati regionali

Nella seconda settimana di luglio si è svolto il Campionato regionale estivo assoluto e di categoria Ragazzi e Juniores, Cadetti e Seniores, in vasca da 50 metri a Bolzano e Trento. A darsi battaglia a suon di bracciate sono stati i migliori atleti della Regione. Gli atleti della Polisportiva AVI Vipiteno si sono ben comportati: con l’atleta di punta Charlotte Hartung hanno conquistato il titolo regionale nei 100 m dorso cat. Juniores e assoluto. Il prossimo impegno per lei sarà il Campionato italiano a Roma nel mese di agosto, ai quali parteciperà anche Andreas Pillon, che si è aggiudicato il titolo regionale nei 100 rana

cat. Ragazzi. Nel corso del Campionato regionale, dopo diversi anni di digiuno, anche la staffetta cat. Ragazzi 4 x 200 metri stile libero, composta da Ilaria Ottaviani, Claudia De Santis, Stefanie Linser ed Elisa Eisendle, è salita sul primo gradino del podio, mettendosi al collo una prestigiosa medaglia d’oro. Alle tre giornate hanno partecipato anche Fabio De Santis, Marcel Rainer, Christian Nagler, che si sono comportati molto bene, migliorando quasi in tutte le gare i loro tempi personali. mm

Manifestazioni d’agosto a Vipiteno e dintorni Tra le numerose manifestazioni d’agosto, oltre ai vari concerti delle bande musicali, alle gite volte alla scoperta dei vari aspetti della montagna, con escursioni naturalistiche e culturali e uscite alpinistiche, e oltre ai „Laternenparty“ (ogni mercoledì), da ricordare:

Concerti in miniera, Ridanna: 08.08: Märchenkonzert im Stollen „Von listingen Weibern“, ore 20.00. 30.08: Tradizionale concerto del Gruppo „Tun na Kata“, diretto da Paolo „Jack“ Alemanno, ore 15.00.

Concerti: 08.08: Streicherakademie Bozen; Teatro comunale Vipiteno, ore 21.00; 08.08: Kleitshophones, Mareta, Castello Wolfsthurn, ore 20.30; 15.08: Glenn Miller Orchestra, Teatro comunale Vipiteno, ore 21.00; 21.08: „Theresienmesse“ di Joseph Haydn. Kirchenchor Taufers. Chiesa parrocchiale di Vipiteno, ore 20.30; 22.08: Joe Smith Band Dances, Teatro comunale Vipiteno, ore 21.00;

Mostre: 20-23.08: Flora e Fauna. Mostra fotografica della sezione cacciatori di Vipiteno, Galleria comunale; 01-11.08: Kabarett. Mostra di quadri di Bernhard Kerer, Galleria comunale. 26 e 31.08: Mercatino artigianato artistico. Piazza Città, Vipiteno 9-19.08: Da segnalare anche i viaggi all’Arena di Verona per assistere alle seguenti opere: Il barbiere di Siviglia (06.08), Aida (08.08 e 30.08), Tosca (15.08), Carmen (28.08).

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CAI Fortezza 09.08.09: Rif. Tribulaun con le sezioni di Brennero e Vipiteno. 15.08.09: Festa di ferragosto al Forte Alto con le sezioni di Brennero e Vipiteno. 30.08.09: Vedretta Pendente. CAI Vipiteno 09.08.09: Tribulaun in ricordo di Marco Zamboni. 23.08.09: Alpi dello Stubai da Neustift alla Sulzenau Hütte (2196 m). GAM 02.08.09: Ferrata Tomaselli alla punta Fanes sud. 20-21-08.09: Gran Paradiso (4061 m) per la via normale dal Rif. V. Emanuele. MTB Lavarone - Giro dei Forti. 02.08.09: Gara: Vecia Ferrovia - Ora - Cavalese. FILM 06.08.09: „Documentazione di una inopportunità” - “Brod Peak 78 (tre bivacchi per un ottomila)”. Presso Sede CAI, ore 20.00. Biblioteca Civica Vipiteno 12.08.09: Serata culturale: Beppe Mora presenta le due interessanti guide turistiche sull’Alto Adige di Francesco Fagnani. La prima è un viaggio nella terra delle montagne attraverso i cinque sensi; la seconda immerge il lettore nella miriade di colori della terra altoatesina. Ore 21.00. È gradita prenotazione entro la mattina di sabato 08.08.09, tel. 0472/767235. ARCI Vipiteno Film in lingua italiana nei giorni 4,6,13,20,27. Cinema comunale, ore 21.00. Ass. Naz. Carabinieri Vipiteno 09.08.09: Torneo di calcetto. 23.08.09: Gita socio-Culturale al „Lago di Chiemsee“. Aperte le iscrizioni per il tesseramento „Interclub Snake – Vipiteno“; Informazioni presso Bar Hobby. Sportello di consulenza per donne maltrattate e i loro figli “Centro antiviolenza e casa delle donne”. 39042 Bressanone, Vicolo Cappuccini 2, tel. 0472/270450. Linea d’emergenza gratuita 0-24 h: 800 601 330. Medici e farmacie di turno: v. p. 82 -------------------------------------------Avviso ai lettori Care lettrici, cari lettori, ci permettiamo di ricordarvi che siete ancora in tempo a farci pervenire, entro il 1° settembre, il vostro questionario sull’ERKER, pubblicato nel mese di luglio. Grazie.

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sportlerportrait

Auf hohen Wellen in tosenden Schluchten Rafting-Bootsführer Robert Schifferle

Eigentlich wollte er als junger Bursch Schiffskapitän werden. Kapitän ist er, allerdings nicht auf einem Schiff, sondern auf einem Schlauchboot. Wenn Robert Schifferle im Raftingboot paddelt oder im Schnee seine Kurven zieht, fühlt er sich in seinem Element. Wo andere Menschen allein beim Zuschauen Gänsehaut bekommen, sucht er mit seiner Crew auf tollkühnen Flussabfahrten mit hohen Wellen, starken Strömungen und beängstigenden Schluchten die Herausforderung. Beflügelt von den Erfolgen mit seinem Team und auf der Suche nach neuen Erlebnissen und Eindrücken, ist er immer wieder auf den bekanntesten Wildwasserflüssen der Welt unterwegs. Erker: Herr Schifferle, der Sport ist neben Ihrer Familie wohl das Wichtigste in Ihrem Leben. Robert Schifferle: Sport ist sehr wichtig für die Gesundheit und um fit zu bleiben. Mir gefällt, dass ich mich beim Sport entspannen und zugleich neue Energien tanken kann.

Robert Schifferle ganz persönlich geboren: 6. Oktober 1962 Geburtsort: Sterzing Wohnort: Sterzing Familie: verheiratet und Vater von zwei Kindern Sportarten: Rafting, Ski, Kanu, Radfahren Beruf: Skischulleiter und Bootsführer Verein: ASV Sterzing und WSV Sterzing 48

River in Simbabwe, der Oranje-River in Südafrika, der Futelafu-River in Chile und der Gauley-River in West Virginia. Dies sind gleichzeitig die anspruchsvollsten RaftingFlüsse weltweit. Was zeichnet einen Rafting-Spitzensportler aus? Charakterstärke, eine körperlich kräftige Konstitution, Fitness, Nervenstärke in Extremsituationen sowie die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen.

Sie gelten im Wipptal als Initiator des Rafting-Sports. Erinnern Sie sich noch an die ersten Paddelschläge im Eisack? Im Juli 1995 stiegen Robert Brunner, Thomas Mössner, Markus Schifferle, der bei einem Bergunfall tödlich verunglückte Alexander Volgger und ich in Maibad zur ersten gemeinsamen Fahrt in das Schlauchboot. Wir haben auf Anhieb gut miteinander harmoniert und schafften die Strecke bis Mauls ohne Probleme. Was fasziniert Sie am Rafting so sehr? Zum einen ist es die sportliche Herausforderung und die Natur, in der man sich aufhält, zum anderen die Kameradschaft unseres Teams. Und wo liegt der größte Reiz beim Raften? Die große Herausforderung des Raftings liegt wohl hauptsächlich in der Bewältigung der Schwierigkeiten. Je nach Beschaffenheit des Flusses gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, zu-

mal sich der Schwierigkeitsgrad dauernd durch Wasserstand und Fließgeschwindigkeiten verändert. Ist mittlerweile das Raften für Sie zur Routine geworden? Nein, keineswegs. Bei Erstbefahrungen sind immer ein gewisses Prickeln und eine Anspannung da. Deshalb freue ich mich immer wieder auf neue Flussabschnitte und neue Herausforderungen. 2011 findet die WM in Costa Rica statt, und dieser für uns neue Fluss motiviert uns, dieses Ziel anzupeilen. Welcher Fluss war der bisher schwierigste? Es ist kaum zu glauben, aber die zwei schwierigsten Abschnitte, die wir gefahren sind, liegen in Südtirol, und zwar auf der Etsch von der Töll bei Algund bis nach Marling und in der Rienzschlucht von Mühlbach bis Franzensfeste bei hohem Wasserstand. Und welche Flüsse waren die landschaftlich reizvollsten? Da gibt es mehrere: Der Zambezi-

Welche Aufgaben muss ein Teamleader wahrnehmen? Er muss die richtige Mannschaft finden, die Harmonie im Team fördern, die Motivation aufrecht halten, Ziele vorgeben und bei Konflikten schlichtend einschreiten. Rafting muss man in Italien wohl als Randsportart bezeichnen. Das würde ich nicht sagen. Der italienische Rafting-Verband wurde 1982 gegründet und zählt zu den ersten europaweit. In den 1990er Jahren nahmen bis zu 30 Teams an den nationalen Bewerben teil. Damals standen bei den Sportliche Glanzlichter WM-Medaillen 2001, West Virginia: Gold (Sprint), Silber (Gesamtwertung) und zweimal Bronze (Slalom und Marathon) EM-Medaillen 2000, Prag: Silber (Slalom) und zweimal Bronze (Sprint und Gesamtwertung) 2001, Val di Sole: Silber (Sprint) 2006, Augsburg: Bronze (Sprint) 2008, Wildalpen: Silber (Sprint) Italienmeister Elfmal in Folge von 1999 bis 2009 in der Gesamtwertung, im Sprint, Slalom und Marathon erker august 09


Rennen allerdings der Spaß und das Abenteuer im Vordergrund. In den vergangenen Jahren haben die Teams ihr Training verstärkt; so ist zwar die Qualität gestiegen, die Mannschaften sind aber auf rund zehn Boote geschrumpft. Vier davon sind Spitzenteams. Wie sieht Ihr Trainingsprogramm aus? Das Training beginnt für uns im September, während die Wettkämpfe von März bis Juni ausgetragen werden. Unsere Crew betreibt wöchentlich dreimal Wassertraining, dreimal Ausdauer- und Krafttraining und gönnt sich einen Ruhetag. Wie groß ist die Kluft zwischen der Bootsbesatzung des ASV Sterzing und jener der Weltmeister 2009? Ohne uns überschätzen zu wollen: Die Kluft ist minimal. Es zählt die Tagesverfassung und das nötige Quäntchen Glück. Beispielsweise waren wir heuer bei der WM-Abfahrt nicht in optimaler Verfassung. Weltmeister Ungarn hingegen, den wir heuer bereits besiegt hatten, erwischte einen guten Tag, überholte uns knapp vor dem Ziel und holte sich den WM-Titel. Mit nur zehn Sekunden Rückstand – nach einer Strecke von 15 km – wurden wir schließlich Achte, obwohl wir lange auf Medaillenkurs lagen. Rafting ist bis heute keine olympische Disziplin. Die Entscheidung, ob die Wildwasserdisziplinen bei Olympischen Spielen abgeschafft oder um das

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Schwierigkeitsgrade bei zu hohem Wasserstand gefahren werden. Sie sind im Wasser und auf dem Schnee zu Hause, denn im Winter sind Sie Skischulleiter. Mein Ziel war immer, meine Hobbys zum Beruf zu machen. Meine beruflichen Tätigkeiten entsprechen sowohl im Sommer als auch im Winter meinen idealen Berufsvorstellungen. Ich bin mit Herz und Seele sowohl am Roßkopf wie auch im Eisack bei der Sache.

Rafting erweitert werden, fällt in Kürze. Sollte Rafting olympisch werden, ist weltweit ein enormer Aufschwung zu erwarten. Und wie sieht die Situation in Sterzing aus? Wir sind ein harmonisches Team und arbeiten als Kanu-RaftingSektion des ASV Sterzing gut zusammen. Derzeit sind wir dabei, ein zweites, junges Team aufzubauen. Damit sollte die Zukunft des Raftingsports in Sterzing gesichert sein.

Sie betreiben auch ein RaftingUnternehmen und bieten RaftingTouren an. Wir bieten von Mai bis Oktober täglich Raftingtouren auf dem Eisack zwischen Stilfes und Mauls an. Mit dem Zuspruch sind wir durchaus zufrieden. Südtirolweit werden im Laufe eines Jahres 10.000 und italienweit rund 50.000 Personen auf Schlauchbooten im Wildwasser befördert. Wo liegen die größten Gefahren? Diese ergeben sich, wenn zu hohe

Klipp und klar Als Kind wollte ich … Schiffskapitän werden. Auf die Palme bringt mich … Autohupen im Straßenverkehr. An anderen Menschen schätze ich … Geradlinigkeit. Mein liebstes Hobby ist … Wildwasserkajak fahren. Eine Sportart, die ich nicht ausstehen kann, … ist Wrestling. Ich ekle mich vor … Innereien. Niemals hergeben würde ich … mein 20 Jahre altes Rennrad. Der bisher schönste Platz auf der Erde … war für mich bei den Viktoria-Fällen in Simbabwe. Die besten Rafter aller Zeiten … sind für mich die fünfmaligen Weltmeister aus Slowenien in den 1990er Jahren.

Über welchen sportlichen Erfolg haben Sie sich am meisten gefreut? Klarerweise über die WM-Medaillen. Was trauen Sie Ihrem Team noch zu? Nachdem wir bereits zehn Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen haben, bin ich davon überzeugt, dass wir bei internationalen Wettkämpfen weitere Medaillen gewinnen können. Haben Sie schon über das Ende Ihrer Karriere als Rafter nachgedacht? (lacht) Ja, im Jahr 2016 mache ich Schluss – und zwar nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Chicago. Wie lautet Ihr Lebensmotto? So wie das Wildwasser soll sich auch das Leben zwischen wilden und ruhigen Abschnitten abwechseln. Interview: Walter Bresciani

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Joghurt-Berglauf auf den Roßkopf 130 Athleten nahmen Mitte Juli am 8. Sterzinger JoghurtBerglauf auf den Roßkopf teil.

W ä h re n d b e i d e n H e r re n der Bozner Gerd Frick Tagesbestzeit (38.33 min.) lief, beherrschte bei den Frauen Edeltraud Thaler aus Lana das Feld. Frick blieb bei seiner ersten Teilnahme auf der 5,4 Kilometer langen Strecke vom Zwölferturm bis zur Roßkopf-Bergstation um 43 Sekunden unter dem Streckenrekord von Hannes Rungger. Thaler (46.59 min.) unterbot hingegen die bisherige Bestzeit von Lorenza Beatrici um 1.42 Minuten. Die Ridnaunerin Andrea Parigger erzielte mit 50.28 Minuten die zweitschnellste Zeit und entschied ihre Alterskategorie vor Karin Oberhofer (54.20 min.) und Irmi Wurzer (55.12 min.), alle aus Sterzing, für sich. Brigitte Schölzhorn aus Stange siegte in der Kategorie F6 (1:06.25 Std.), Rudolf Gitzl (1:04.34 Std.) wurde in der Männerklasse 7 Dritter. bw Laufsport

Sieben Podestplätze für Rungger-Clan 375 Amateurläufer nahmen im Juli am 26. Dorflauf in Sarnthein teil. Das Läuferehepaar Renate Rungger (Forstwache) und Edi Lahner (Atl. Brugnera) aus Mittewald ließ beim Bewerb auf der 3.450 m langen Strecke seine Konkurrenten hinter sich. Lahner siegte mit 15 Sekunden Vorsprung vor seinem Schwager Hannes Rungger. Erfolgreich waren auch weitere Familienmitglieder, darunter Renates Mutter, zwei Tanten und ihre Schwester. 50

sport

Leichtathletik

Alex Schwazer startet als WM-Favorit Für Alex Schwazer rückt der wichtigste Bewerb dieses Jahres immer näher: die LeichtathletikWeltmeisterschaft vom 15. bis zum 23. August in Berlin. Am 21. August um 9.00 Uhr startet der Geher aus Kalch in seiner Spezialdisziplin über 50 km. Nach seinem Olympiasieg von Peking zählt Schwazer zum engsten Favoritenkreis für den WM-Titel. Obwohl der 24-jährige Wipptaler Ende Juni den einzigen 50-km-Bewerb seit seinem Olympiasieg wegen Magenproblemen bei Kilometer 20 beenden musste, fühlt er sich nun in bester Verfassung. Am 30. August kann man Schwazer bei einer Wanderung von Kalch zur Kalcheralm mit Start um 9.30 Uhr und anschließender Autogrammstunde ganz aus der Nähe erleben. Erker: Herr Schwazer, wie fühlen Sie sich wenige Wochen vor der WM? Alex Schwazer: Ganz planmäßig und unkompliziert geht das Leben nach einem Olympiasieg und den entsprechenden Verpflichtungen nicht an einem vorüber. Deshalb muss man auch bei den Trainingsvorbereitungen kompromissbereit sein. Trotzdem kann ich sagen, dass ich mit dem Trainingsverlauf zufrieden bin. Bei Ihrem einzigen 50-km-Wettkampf seit dem Olympiasieg von 2008 mussten Sie das Rennen Ende Juni in Dublin wegen Magenproblemen frühzeitig beenden. Welche Auswirkungen hatte dies auf Ihre WM-Vorbereitung? Es ist nichts Schlimmes passiert. Ich war nach vier Wochen Höhentrainingslager in Livigno etwas müde; zudem hat mir die Kälte beim Wettkampf zugesetzt. Für Berlin hat das aber keine Auswirkungen.

Sie werden für den 50-km-Bewerb als Favorit gehandelt. Favoriten gibt es immer mehrere. Sicher ist, dass einige auf eine Revanche brennen. Jetzt darüber zu reden, ist verfrüht. Ab Kilometer 40 wird man sehen, wer der Favorit ist. Wie beurteilen Sie den Streckenverlauf von Berlin?

Ich habe keine Informationen über die Strecke. Wenn die Form passt, gewinnt man überall. Welchen Stellenwert hat diese WM für Sie? Einen sehr hohen. Die WM steht den Olympischen Spielen in nichts nach, da die Besten der Welt am Start sind. Interview: bw

Zehnkampf

Lanthaler nähert sich 7.000-Punkte-Marke Nur knapp verpasste der für den SV Lana startende Thuiner Lukas Lanthaler bei seinem dritten Europacup-Einsatz im spanischen Saragossa die 7.000-PunkteMarke. Trotz neuer persönlicher Bestleistungen im Kugelstoßen (12,64 m) und im Speerwerfen (51,84 m) und tollen Leistungen über 110 m Hürden (14,82 sek.) sowie über 400 m (49,95 sek.) und 1.500 m (4.41,09 min.) schaffte er die angepeilte 7.000er-Schallmauer nicht. „Leider habe ich den Weitsprung verhaut. Ansonsten kann ich mit

meiner Leistung zufrieden sein“, so der Wipptaler Zehnkämpfer nach dem Bewerb. In der Einzelwertung wurde Lukas Lanthaler 21., in der Teamwertung erreichte er mit der italienischen Mannschaft Rang fünf. erker august 09


Leichtathletik

Weissteiners WM-Teilnahme ungewiss

Eishockey

Neue Gesichter bei den Broncos Robert Stafler neuer Eishockeypräsident

Die Sterzinger Wildpferde haben einen neuen Präsidenten: Der gebürtige Maulsner und in Sterzing wohnhafte Unternehmer Robert Stafler wurde vom WSV-Vorstand einstimmig zum neuen Vorsitzenden des WSV Sterzing Broncos gewählt.

zu suchen. An seiner Stelle wurde der Bozner Günther Hell verpflichtet. Der 31-jährige Routinier spielte zehn Jahre lang beim HC Bozen und eine weitere Saison beim HC Alleghe in der Serie A. Hell stand bei vier B- und vier A-Weltmeisterschaften sowie bei Olympia 2006 in Turin im Aufgebot der italienischen Nationalmannschaft. Im vergangenen Winter war er Tormanntrainer beim HC Eppan, bevor er nach dem verletzungsbedingten Ausfall beider Stammtorhüter wieder aufs Eis wechselte.

Robert Stafler, neuer Eishockeypräsident

Stafler löst Thomas Ossanna als Eishockeypräsident ab, der dem Verein weiterhin als Ausschussmitglied erhalten bleibt. Den eingeschlagenen Weg will der neue Präsident fortsetzen, wobei auch ihm die Jugendarbeit ein Herzensanliegen ist. Bereits vor Staflers Wahl stand fest, dass die Broncos trotz ihres Meisterschaftssieges nicht in die Serie A1 aufsteigen, sondern erneut die Serie A2 bestreiten werden. Seit mehreren Wochen bemüht sich die sportliche Leitung um Egon Gschnitzer und Trainer Oly Hicks, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Günther Hell neuer Tormann Nach zwei Jahren hat sich Torhüter Renè Baur von den Broncos verabschiedet, um eine neue Herausforderung erker august 09

Der neue Broncos-Torhüter Günther Hell

Dominik Steinmann aus Mauls ist weiterhin zweiter Torhüter. Ausländerkontingent komplett

30-jährige Tscheche war im vergangenen Winter Denker und Lenker der Broncos-Abwehr und der wohl stärkste Verteidiger der zweiten Liga. Der 26 Jahre alte Stürmer Bustreo aus Agordo hat für den WSV in 43 Spielen 26 To re g e s c h o s s e n u n d 3 3 Vorlagen geliefert. Neue Akzente sollen drei unlängst unter Vertrag genommene Legionäre setzen: Der erst 23-jährige kanadische Abwehrspieler Clayton Barthel, der vom deutschen Oberligaverein EV Landsberg geholt wurde, gilt als äußerst zuverlässig. Zwei weitere Kanadier sollen im Angriff für frischen Wind sorgen und das Duo Ryan Campbell und Ryan Held ersetzen, deren Vertrag nicht verlängert wurde: Der 31 Jahre alte Flügelstürmer Steven Kaye kommt vom französischen ASG Tours, während der 26-jährige Simon Barg nach zwei Saisonen beim deutschen Drittligisten EC Peiting ebenfalls erstmals in der italienischen Serie A2 spielt.

Vladimir Hartinger mit dem sportlichen Leiter Egon Gschnitzer

Der Kanadier Steven Kaye soll in der Offensive eine Führungsrolle übernehmen.

E r w a r t u n g s g e m ä ß w u rd e der Vertrag mit Vladimir Hartinger und Paolo Bustreo, zwei Leistungsträgern des Meisterteams, verlängert. Hartinger wurde als einziger Ausländer gehalten. Der

Trainer Oly Hicks zeigt sich über die Neuverpflichtungen zufrieden: „Wir dürfen uns sowohl in der Offensive als auch in der Defensive eine Qualitätssteigerung erwarten.“ bw

Bei den 16. Mittelmeer-Spielen in Pescara lief Italiens stärkste Mittelstreckenläuferin Silvia Weissteiner über 5.000 m ein großartiges Rennen: Sie unterbot in 15.15,9 Minuten die BNorm für die WM-Teilnahme (15.25,00 min.) deutlich, verpasste aber die WMA-Norm (15.10,00 min.) knapp. Bei Redaktionsschluss stand ihre Nominierung für die WM in Berlin damit noch nicht fest. Als 14. der Weltrangliste und Inhaberin des BLimits könnte sie vom italienischen Leichtathletikverband dennoch nachträglich nominiert werden. bw

Leichtathletik

Gute Ergebnisse für Sterzinger Athleten

Bei den Italienmeisterschaften der Junioren und der U23 Mitte Juni in Rieti ließen mehrere Athleten des ASV Sterzing mit guten Leistungen aufhorchen. Elisabeth Stofner (Jahrgang 1988) erreichte mit persönlicher Bestleistung (41,54 m) im Diskuswerfen Rang sieben. Ebenfalls Platz sieben schaffte Alexander Rampelotto (1991) im 5.000-m-Lauf (15.21,93 min.). Teamkollege Stefan Premstaller (1991) belegte über 1.500 m (4.06,97 min.) Platz 14. Mit 15.33 Minuten über 5.000 m wurde Alexander Rampelotto eine Woche zuvor in Trient Regionalmeister. Bei einem Meeting in Cles (Trentino) siegte Lisa Aichholzer (1994) bei den Schülerinnen A im 1.000-m-Lauf mit einer Zeit von 3.12 Minuten, während ihre Vereinskameradin Anna Stefani (1995) mit persönlicher Bestzeit in 3.14 Minuten den dritten Platz belegte. Ihre Schwester Laura Stefani (1991) platzierte sich über 800 m mit 2.32 Minuten ebenfalls an dritter Stelle. In der absoluten Klasse schaffte Markus Ploner bei einem Meilenlauf in Turin Platz fünf, vier Sekunden hinter dem Sieger Christian Obrist, der eine Zeit knapp über vier Minuten erzielte. Den Meilenlauf der Frauen gewann Agnes Tschurtschenthaler. Am 8. August trägt der ASV Sterzing auf der Leichtathletikanlage einen VSSBahnwettkampf aus. bw 51


sport

Fußball

Gossensaß

Erstligist Bari trainiert in Stange

Fußballclub verzichtet auf Meisterschaftsteilnahme

Nach dem Meisterschaftsgewinn der Serie B und dem damit verbundenen Aufstieg in die höchste italienische Spielklasse bereitet sich der AS Bari in der Sportzone Stange auf die kommende Saison vor. Das 23-köpfige Team ist am 12. Juli angereist und hält sich bis zum 10. August im Hotel „Schneeberg“ in Ridnaun auf. Nachdem der bisherige Trainer und ehemalige italienische Nationalspieler Antonio Conte vor kurzem den Verein wegen Unstimmigkeiten mit dem Vorstand verlassen hat, soll nun der

61-jährige Gian Piero Ventura die Mannschaft zum Erfolg führen. Publikumsliebling ist der Brasilianer Baretto, der in der vergangenen Saison 23 Treffer erzielte. Bekanntester Neuzugang ist der Honduraner Carlos Alvarez, der angeblich für zwei Millionen Euro vom AS Rom geholt wurde. In der Sportzone Stange standen im Juli drei Testspiele gegen die Auswahl Ridnauntal (10:0) sowie gegen den griechischen Erstligaclub Aris Saloniki und eine regionale Auswahl auf dem Programm. bw

im blickpunkt

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im Juli unter Fußballfans die Nachricht, dass der ASV Gossensaß in der kommenden Saison keine Mannschaft in der Amateurliga mehr stellen wird. Der Ausschuss des Fußballclubs sah sich zu diesem Schritt gezwungen, da der Spielbetrieb nicht mehr gesichert werden konnte und somit eine Teilnahme an der 2. Amateurliga ein waghalsiges Unterfangen gewesen wäre. Der Verzicht auf eine Meisterschaftsteilnahme im Herbst soll nun aber nicht das Ende einläuten, sondern dient

vielmehr als Initialzündung für einen Neustart in der Spielsaison 2010/11. Die Vereinsverantwortlichen wollen nun den Amateurfußball in Gossensaß auf eine neue Basis stellen. Ein erstes Grundkonzept wurde bereits erarbeitet. Ziel ist die erneute Teilnahme an der 3. Amateurliga in der Spielsaison 2010/11. In den nächsten Monaten werden Gespräche mit Spielern und Interessierten stattfinden, um den Fußballsport in der Gemeinde Brenner zu neuem Leben zu erwecken und langfristig abzusichern.

Neue Führung bei Auswahl Ridnauntal

Sport und Aberglaube Die Sportzone Ratschings käme für einen weiteren Trainingsaufenthalt wohl nicht mehr in Frage, meinte ein Funktionär des AS Bari noch vor einem Jahr. Nicht etwa, weil man mit dem Spielfeld in Stange oder mit der Unterkunft im Hotel „Schneeberg“ unzufrieden gewesen wäre. Auch nicht deshalb, weil der Club den Aufenthalt angeblich selbst finanzieren muss, während andere Serie-A-Clubs in Südtirol und im Trentino dafür fürstlich honoriert werden. Nein, einzig und allein deshalb, weil das tägliche Pendeln von einem Ort zum anderen für den Betreuerstab und die Spieler angeblich zur Belastung wurde. Doch es kam anders, als der Funktionär es angekündigt hatte. Denn nach dem Meisterschaftsgewinn der Serie B klingelte an der Rezeption wieder das Telefon, zumal für den Aufsteiger aus Apulien wohl kein anderer Standort als Glücksbringer in Frage kam als wieder die Sportzone in Stange und das Hotel „Schneeberg“ in Ridnaun. Sie wissen ja – Sportler und Aberglaube: eine unendliche Geschichte. Walter Bresciani 52

Die Auswahl Ridnauntal hat bei ihrer diesjährigen Vollversammlung eine neue Vereinsführung gewählt. Kurt Eisendle folgt auf Präsident Sebastian Helfer, der sein Amt nach 30 Jahren niedergelegt hat. Nicht mehr der Wahl stellte sich nach drei Jahrzehnten auch Vize-Präsident Andreas Hochrainer. Erstmals in den Ausschuss gewählt wurden Stefan Rainer als Vize-Präsident,

Thomas Rainer als Schriftführer, Manuel Rottensteiner als Jugendleiter sowie David Überegger und Stefan Fassnauer. Im Bild (vorne v.l.) Peter Braunhofer, Kurt Eisendle, Stefan Fassnauer; (hinten v.l.) Manuel Rottensteiner, Stefan und Thomas Rainer, Gabriel Inderst, Klaus Gschnitzer und David Überegger. bw erker august 09


Frauenfußball

SG Mareit/ Telfes

Wipptaler Quintett leitet CF Südtirol Vintl

Erfolgreiche Jungfußballer

Trainer Maurinho Ernandes und Präsident Luca Dalla Torre (r.)

Nach dem Aufstieg von der Serie B in die Serie A2 bereitet sich der Vorstand des CF Südtirol Vintl Damen schon seit einigen Wochen auf die neue Saison vor. Der Verein möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre den Aufstieg in die höchste italienische Frauenliga schaffen. Wichtige Rollen im Verein nehmen einige Wipptaler ein, allen voran Vereinspräsident Luca Dalla Torre, der unlängst seinen Landsmann Maurinho Ernandes als neuen Trainer der ambitionierten Mannschaft vorstellte. Ernandes trai-

nierte die Frauenmannschaft bereits fünf Jahre lang, führte sie von der Serie C in die Serie B und verpasste vor zwei Jahren nur knapp den Aufstieg in die Serie A2. Nach zwei Jahren als sportlicher Leiter kehrt der 51-Jährige nun auf die Trainerbank zurück. Mit Delfino Recaldini als Torwarttrainer und Ciacco Pontalti als U19-Teamchef sind zwei weitere Wipptaler beim CF Südtirol Vintl Damen engagiert. Der gebürtige Sterzinger und in Brixen wohnhafte Peter Perez rundet als Pressesprecher das Wipptaler Quintett ab. bw

Seit drei Jahren arbeiten die Sportvereine von Mareit und Telfes im Jugendfußballsektor eng zusammen. In der vergangenen Saison beteiligte sich die Spielgemeinschaft mit 27 Burschen und neun Mädchen der Jahrgänge 1999 bis 2003 an der VSSBezirksmeisterschaft des Kreises Wipptal in den Kategorien E- und F-Jugend sowie erstmals

an der U8-Meisterschaft. Spieler und Vereine durften sich zu Saisonende über mehrere Erfolge freuen, so über den Wipptaler VSS-Meisterschaftsgewinn, den VSS-Vizemeistertitel der in einer Gruppe zusammengeschlossenen Bezirke Eisacktal/ Wipptal/ Gröden und über die Qualifikation für die VSS-Endspiele in Rodeneck. bw

Freienfeld

Fußballturniere zum Saisonausklang Der ASV Freienfeld ließ die überaus erfolgreiche Fußballsaison im Juni mit drei Fußballturnieren ausklingen. Bereits zum 14. Mal ausgetragen wurde das von OK-Chef Walter Fleckinger organisierte Wipptaler Kleinfeldturnier für Hobbymannschaften. Im Finale standen sich die Mannschaft Bar Platzl aus Gasteig und das Team Jägerheim aus Mauls gegenüber. Nach einem Unentschieden (2:2) siegte am Ende der Außenseiter aus Freienfeld im Elfmeterschießen mit 4:3. Den dritten Platz belegte Cafe Rudi Sterzing, gefolgt von Q8 Mauls. Die weitere Reihung: 5. Real Mareit; 6. Orthopädie Brugger St. Georgen; 7. Park Bar Sterzing; 8. Pub Principal Sterzing; 9. Auto Feichter Mauls; 10. Hotel Almtenne Ratschings; 11. Team Clown Sterzing; 12. ASV Pfitsch. Torschützenkönig des Turniers wurde Hannes Gasteiger von Bar Platzl mit sieben Treffern. Das U10-Finale entschied erwarerker august 09

bei derr

uhalm

tungsgemäß der FC Südtirol für sich; er besiegte den CF Sterzing mit 3:0. Rang drei ging an den gastgebenden ASV Freienfeld, gefolgt vom AC Wipptal, ASV Mühlbach, ASV Gossensaß, ASV Mareit/ Telfes und ASV Ridnaun. Das Altherrenturnier, an dem sich vier Mannschaften beteiligten, gewann der ASV Klausen vor dem Brunnerhof Klausen, dem GS Brixen und dem ASV Schabs. Im Bild Michael und Markus Messner vom ASV Freienfeld. bw 53


sport

Wipptaler Pferdefreunde bei Eppaner Burgenritt

Floorball

Lokomotiv Sterzing ist Vize-Italienmeister Damenteam Black Widows holen Platz drei

Die Sektion Unihockey der Polisportiva Raiffeisen Sterzing kann auf ihre bisher erfolgreichste Saison zurückblicken: Bereits zum zweiten Mal in Folge erreichte das Herrenteam Lokomotiv Sterzing um Kapitän Florian Astenwald die Play-offs der italienischen Serie A auf dem Kleinfeld (3 gegen 3), wo die Spieler gegen den FBC Bozen mit 8:9 im Finale nur knapp scheiterten. Federico Bruni wurde als bester Torhüter des Turniers ausgezeichnet. In der vergangenen Saison verstärkten einige Spieler von Lokomotiv Sterzing den SSV Bozen in der italienischen Serie A auf dem Großfeld (5 gegen 5). Daniel Tonegatti, Ivan Zannin, Federico Bruni, David Gschließer sowie Hannes

und Florian Astenwald waren maßgeblich am Gewinn des „Scudetto“ beteiligt und sicherten sich gleichzeitig einen Startplatz in der Europacup-Qualifikation. Tonegatti, Bruni und Florian Astenwald wurden zudem in das italienische A-Nationalteam einberufen und werden Südtirols Unihockey bei der anstehenden WM-Qualifikation vertreten. Die Wipptaler Damenmannschaft Black Widows konnte den dritten Tabellenplatz vom Vorjahr bestätigen. Die „schwarzen Witwen“ haben sich in der von drei auf sechs Teams aufgestockten Meisterschaft deutlich gesteigert und ließen die Gegnerinnen aus Brebbia (Varese), Mailand und Gargazon hinter sich.

Eiskunstlauf

Erfolgreiche Sterzinger Elevinnen

Bereits seit elf Jahren „reitet“ die geschichtsträchtige Gemeinde Eppan hoch zu Ross durchs Mittelalter. Mit rund 180 Burgen, Ansitzen und Schlössern ist die Großgemeinde Eppan eine der burgenreichsten Gegenden Europas. Auf einer Gesamtstrecke von 75 Kilometern mussten die rund 100 Freizeitreiter acht Reitturniere und vier Pflichtdurchgänge bestreiten. Mit viel Sportsgeist, Fingerfertigkeit und Gespür für das Pferd galt es u. a., Hürden, Wassergräben und wacklige Fallbrücken zu bewältigen. Geschicklichkeit erforderten das „Fische stechen“, der „Apfel-

schuss“ und „Bierfasslritt“, der „Überfall auf den Gesandten“, der „Kellerritt“, das „Goldene Kegelspiel“, der farbenfrohe „Fahnenritt“ und die wohl älteste Turnierdisziplin „Kampf in der Quintana“. Am Turnier nahmen heuer erstmals Elisabeth Aukenthaler auf Mira, Katharina Steiger auf Geronimo und Anna Gögele auf Kaira teil, die gemeinsam auf Gidl’s Ranch in Stilfes trainiert haben. Ein großer Dank geht an die Firma Stall- und Landtechnik GRAUS Agrar für die großzügige Unterstützung.

Jubiläums-Reitturnier in Thumburg

Trotz Ferienzeit haben die Athletinnen der EiskunstlaufWettkampfgruppe des Schlittschuhclubs Sterzing bereits Mitte Juli das Training wieder aufgenommen. Äußerst erfolgreich ist die vergangene Saison verlaufen, konnten sich doch vier Eiskunstläuferinnen für den Italiencup der Kategorie „Free“ im April in Courmayeur qualifizieren. Irina Senn (9 Jahre) erzielte dabei den 11. Rang, Vera Siller (10 Jahre) Platz 17 und Marina Nicolini (13 Jahre) Platz 19. Valentina Eisendle (11 Jahre) erreichte den hervorragenden zweiten Platz. Die Erfolge sind nicht zuletzt der guten Nachwuchs- und Trainingsarbeit von Andrea Obletter und 54

Anthony Acello aus Philadelphia zu verdanken, welche die Nachwuchsläuferinnen zu diesen Leistungen geführt haben. Ab September werden alle Kurse vom Vorjahr fortgesetzt und weitere für Anfänger angeboten. Nähere Informationen und Anmeldungen unter ssc.sterzing@gmail. com oder unter der Rufnummer 333 6846106.

Im Reitsportzentrum Thumburg wurde heuer zum 25. Mal das traditionsreichste Wipptaler Reitturnier ausgetragen: Beim Dressurbewerb des unter der Leitung von OK-Chef Hans Planatscher vom Reitverein Sterzing/ Thumburg ausgetragenen Turniers stellten sich in vier Kategorien 45 Reiter und Amazonen den Wertungsrichtern. An die 100 Pferde traten hingegen in den neun Kategorien des Springreitturniers an.

Den Tagessieg in der schwierigsten Kategorie, der C125, sicherte sich Felix Mauerlechner vor Kurt Überegger und Verena Kreil, alle vom Eisacktaler Reitverein. Gastgeber Planatscher wurde Fünfter. Kreil, die zu Pfingsten den Großen Preis von Wiesen für sich entschieden hatte, war in Thumburg in der Kategorie C120 siegreich. Podestplätze erreichten Michaela Zini sowie Peter Stuefer vom Reitclub Sterzing/ Wiesen. bw erker august 09


Dartsport

Alex Siller ist Landesmeister

Kegelsport

Tigers Sterzing überraschen Mit dem Sieg des Herrenteams Yeti Club Vahrn und der Frauenmannschaft FKC Trens ging die 13. Freizeitkegelmeisterschaft um OK-Chef Klaus Thaler zu Ende. Für die größte Überraschung im Kampf um die Wipptaltrophäe sorgte das Tigers-Team Sterzing, das sich auf Anhieb den zweiten Platz sicherte. Johann Tock, Präsident des italienischen Kegelverbandes, stiftete abermals die Fehlschubtrophäe und lobte die Leistungssteigerung der Wipptaler Freizeitkegler. Die besten Einzelleistungen bei den Herren lieferten Peppi Öttl (Gaudi Kegler) mit 488 Kegel,

erker august 09

Die Tigers Sterzing mit den Organisatoren Ruth Roalter und Klaus Thaler (rechts)

Josef Kerschdorfer (FSV Gasteig) mit 486 und Joachim Kasslatter (Hochfeiler Pfitsch) mit 484 Kegel. Bei den Frauen waren Anni Staffler, Gaby Salcher und Rita Hochrainer vom FKC Trens erfolgreich. Resulate Herren: 1. Yeti Club Vahrn, 2. Tigers Sterzing, 3. FSV Gasteig, 4. Stöcklgeister Ster-

zing, 5. Gaudi Kegler Vahrn, 6. Hochfeiler Pfitsch, 7. FKC Trens, 8. KC Schun Kaffee Gasteig. Resulate Frauen: 1. FKC Trens, 2. FKC Schneeflocken Ridnaun, 3. Stöcklgeister Sterzing, 4. Diddlmäuse Gasteig, 5. Gaudi Kegler Vahrn. bw

Die beiden Darter Alex Siller und Stefan Leitner aus Mareit haben vor kurzem an der ersten Weltmeisterschaft des IDF im kroatischen Zadar teilgenommen. Im Wettkampf um WM- und EM-Titel in den verschiedenen Disziplinen sicherte sich Siller einen vierten Platz in der Champions League und gemeinsam mit Leitner Platz 17 im Triple Mix sowie Platz 13 im EuroCupTeambewerb. Im Juli holte der Mareiter in Bozen den Landesmeistertitel in der Königsklasse.

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sport

sport

Wiesen

Mountainbiker kämpfen um Jugendtrophäe

Von St. Anton über das Platschjoch auf den Jaufen Wer geht schon zu Fuß auf den Jaufen? Jemand, der sein Auto zu Hause lassen will, jemand, der die Einsamkeit in unserer schönen Bergwelt, die Natur abseits der Straßen erleben will und ein bisschen Kondition mitbringt. Mit dem Linienbus fahren wir bis zur Haltestelle in St. Anton in Jaufental (1.042 m). Von dort führt eine Holzbrücke über den Talbach. Nun führt uns der steile Steig 17/A vorbei am Gringerhof auf den Höhenrücken, der sich bis zum Jaufen hinzieht. Hier beginnt der landschaftlich schönste Teil der Wanderung, die zunächst auf das Gostjöchl (1.799 m) führt. Bis hierher benötigen wir zwei Stunden. Immer den Bergrücken entlang durch lichten Wald und Almwiesen wandern wir weiter zum Platschjoch. Leider gibt es dort noch ein paar traurige Überreste aus den Zeiten, als in Kalch noch ein Skibetrieb herrschte. Im Süden erblicken wir zunächst die Nordabstürze vom Platt- und vom Jaufenspitz. Im Norden sehen wir die Telfer Weißen, den Wetterspitz sowie westlich die imposanten Gletscher der Stubaier Alpen. Immer wieder öffnet sich auch ein Blick auf den Sterzinger Talkessel. Von hier führt der Weg jetzt wieder leicht ansteigend zu unserem Ziel, dem Jaufenhaus (1.990 m), das wir nach einer Stunde erreichen. Von dort aus kann in etwa 20 Minuten noch ein Abstecher auf einen Sattel östlich vom Jaufenpass gemacht werden, von dem aus man in aller Ruhe einen Blick ins Passeirertal werfen kann. Um 17.05 Uhr bringt uns der Linienbus zurück nach Sterzing. Gehzeit: 4 Stunden Höhenmeter: 948 m

Rund 150 Mountainbiker zwischen vier und 16 Jahren werden am 22. August im Gemeindepark Wiesen beim landesweiten Bergradrennen um die VSSRaiffeisen-Jugendtrophy an den Start gehen. Die Sektion Mountainbike des ASV Wiesen Raiffeisen hat wieder abwechslungsreiche Rundkurse ausgewählt. Der Startschuss erfolgt um 10.00 Uhr.

Sportfest in Wiesen Wie viel Einsatz im Sport Kinder und Erwachsene entwickeln, wenn sie dazu entsprechend motiviert werden, zeigte sich beim Sportfest in Wiesen, das unlängst vom ASV Wiesen in Zusammenarbeit mit den Grundschulen der Gemeinde Pfitsch veranstaltet wurde. Ob am Klettergurt, von Baum zu Baum hangelnd oder mit dem Mountainbike über den Hindernisparcours, ob mit größeren oder kleineren Bällen spielend oder sogar beim Eisstockschießen auf dem Asphalt: „Action“ stand auf dem Programm, das sich die fünf Sektionen des örtlichen Sportvereines ausgeheckt hatten.

Das Fest kam bei den Kindern gut an, weil Bewegung doch mehr Spaß macht als nur herumzusitzen. Dabei verfolgte der Sportverein auch eigennützige Interessen, nämlich auf sich aufmerksam zu machen und den einen oder anderen zu motivieren, dem Verein beizutreten.

Ernst Knollenberger, Vorstand der AVS-Sektion Sterzing

Wetterkreuz Das Kreuz gilt als Sinnbild des christlichen Glaubens. In unserer Heimat krönen viele Wetterkreuze aussichtsreiche Anhöhen und Bergspitzen. Diese Kreuze tragen drei Querbalken und sollen vor Blitz, Hagel und Unwetter schützen. Sie mahnen uns aber auch, die mannigfaltige Natur zu erhalten und für die Bewahrung unserer wunderbaren Schöpfung einen angemessenen Beitrag zu leisten. Im Bild das Wetterkreuz auf dem 56

Gostjöchl mit Blick zur Plattspitze (2.428 m) in den Sarntaler Alpen. erker august 09


Über 100 Skifahrer bei Hochfeiler-Rennen

Aufstiegsfreuden bei Wiesner Stocksportlern Gut verlief für die Stocksportler des ASV Wiesen die diesjährige Stocksport-Italienmeisterschaft auf Asphalt der Serie B in Welsberg. Alfred Frei, Hubert Lerchegger sowie Arnold und Werner Mair (im Bild v.l.) zeigten eine überzeugende Leistung und schafften mit ihrem Turniersieg den Aufstieg in die Serie A. Die weiteren Podestplätze

(v.l. kniend) Armin Gasser, Joachim Wild; (stehend) Florian Augschöll, Hannes Kleon, Georg Kinigadner, Josef Kofler, Thomas Heiss, Markus Ralser, Johann Wild

102 Ski- und Bergfreunde – so viele wie nie zuvor – gingen Ende Juni beim siebten HochfeilerSkirennen auf rund 3.000 Metern Höhe nahe der Hochfeilerhütte an den Start. Für die Überraschung des Tages sorgte Ulrich Schölzhorn aus Gossensaß, der mit der schnellsten Zeit in 32,70 Sekunden die Serie des sechsfachen Siegers Ernst Bergmeister aus Pfunders erstmals stoppen konnte. Birgit Stuffer, ebenfalls aus Gossensaß, gewann das Frauenrennen in 37,25 Sekunden. Hans Fuchs war in der Kategorie Kurzski siegreich, Kevin Mair bei den Kindern. Ausgerichtet wurde das Rennen vom Hochfeiler-Schutzhütten-

erker august 09

team in Zusammenarbeit mit dem Freizeitclub Kotterwürmer. Die Ergebnisse Herren: 1. Ulrich Schölzhorn, Gossensaß, 32,70 sek.; 2. Ernst Bergmeister, Pfunders, 32,83; 3. Willi Hofer, Pfitsch, 33,37. Frauen: 1. Birgit Stuffer, Gossensaß, 37,25; 2. Margit Gasteiger, Ratschings, 44,21; 3. Petra Gschnitzer, Sterzing, 45,96. Kurzski: 1. Hans Fuchs, Pfitsch, 38,99; 2. Jonas Tolpeit, Sterzing, 40,25; 3. Luis Demetz, Klausen, 42,91. Kinder: 1. Kevin Mair, Thuins, 37,98; 2. Lukas Messner, Sterzing, 40,87; 3. Alexander Mair, Thuins 41,60. bw

erreichten der EV Gais und der SV Lüsen.

Stocksport

Freienfelder U14 ist Regionalmeister

Ein letzter guter Wurf und das U14-Quartett des ASV Freienfeld wäre Italienmeister geworden, doch der sicher geglaubte Sieg wurde am Ende vergeben. Besser lief es bei der Regionalmeisterschaft im Juni, denn in Mölten ließen sich Tobias Engl, Stefan Kofler, Christoph Hofer und Patrick Seehauser (im Bild

v.l.) die Titelchance nicht nehmen und sicherten sich vor dem SV Mölten, dem EV Lana und dem ESC Luttach den Sommerstock-Landesmeistertitel. Anfang August vertritt das Freienfelder Kleeblatt beim 18. internationalen Alpe Adria Stocksport-Turnier in Mureck in der Steiermark Südtirol. bw

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Mehr Wohnraum vom Dach bis zum Keller Kubaturbonus für energetische Gebäudesanierung

Wer sein Gebäude bis 2010 auf mindestens Klimahausstandard C saniert, erhält dafür einen so genannten Kubaturbonus. Die Details dazu wurden vor kurzem von der Landesregierung beschlossen. Gute Nachrichten im Bereich der Wohnungserweiterungen, denn wer bis dato nur über einen unbewohnbaren Dachboden verfügte, hat jetzt die Möglichkeit, daraus Wohnraum zu zaubern. Auch Räume im Tiefparterre, dem so genannten „semi interrato“, können nun für Wohnzwecke genutzt werden. Alternativ dazu kann der Balkon verschlossen und somit neuer Wohnraum gewonnen werden. Dies wird im Rahmen des so genannten energetischen Dachbodengesetzes ermöglicht. Um in den Genuss des Kubatur-

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bonus zu gelangen, müssen verschiedene Grundvoraussetzungen erfüllt werden: 1. Das Gebäude muss vor dem 12. Jänner 2005 bestanden haben bzw. vor diesem Datum über die Baukonzession verfügt haben; 2. das Gebäude muss vorwiegend (mindestens 50 Prozent) zu Wohnzwecken genutzt werden; 3. das Gebäude muss mindestens der Klimahausklasse C entsprechen.

3. in die Breite bauen, z.B. durch das Verschließen des Balkons. Weitere Infos sind im Infoblatt „Kubaturbonus für Gebäudesanierung“ zu finden, das im Hauptsitz der VZS, den Außenstellen, dem Verbrauchermobil oder auf

der Internetseite www.verbraucherzentrale.it erhältlich ist. Eine telefonische Kurzberatung ist jeweils dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr unter der Rufnummer 0471 301430 möglich.

Werden diese drei Voraussetzungen erfüllt, kann man nun zwischen den drei verschiedenen Formen der Kubaturerweiterung auswählen: 1. in die Höhe bauen (Ausbau des Dachbodens); 2. in die Tiefe bauen (Ausbau des Tiefparterres, des so genannten „semi interrato“);

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HOTEL ZOLL feiert gelungene Erweiterung Neuer Speisesaal für 140 Gäste

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nfang Juli hatte Familie Messner in ihr Hotel Zoll in Ried geladen, um nach gelungenen Umbau- und Erweiterungsarbeiten mit den Handwerksbetrieben, Vertretern aus Tourismus und Wirtschaft sowie mit zahlreichen Freunden und Verwandten zu feiern. Im Rahmen des Einweihungsabends segnete Dekan Josef Knapp auch das neu errichtete Kraftwerk. Sterzings Bürgermeister Fritz Karl Messner unterstrich in seinen Grußworten das Engagement der Hotelierfamilie und wünschte Helmut Messner und dessen Frau Margit viel Erfolg mit ihrem nun noch attraktiveren Hotel. Die Gastgeber bedankten sich aufs Herzlichste bei allen Firmen und Freiberuflern, die mit viel persönlichem Einsatz wesentlich dazu beigetragen haben, dass das neue Haus nun ein noch größerer Anziehungspunkt für Feriengäste wie für Einheimische ist. Das Hotel Zoll verfügt nun nicht nur über einen großzügig gestalteten Eingangs- und Aufenthaltsbereich, 35 komfortable Gästezimmer und eine entspannende Sauna- und Wellnesslandschaft, sondern auch über einen neuen, stilvollen Speisesaal, der rund 140 Gästen Platz bietet. Hinzu kommt der bereits vor der Hotelerweiterung vorhandene „Herzlsaal“ mit 90 Sitzplätzen und die gemütliche „ZollSchupfe“, in der man es auch einmal gerne etwas später werden lässt.

Helmut Messner mit Frau Margit und Bürgermeister Fritz Karl Messner

Dekan Josef Knapp segnete das neue Kraftwerk, …

Die Senior-Wirtsleute Romy und Hans Messner (l.) feierten ebenso mit wie die Eltern der Hausherrin, Erika und Walter Siller.

Die Chefin mit ihrem Koch Alois

… wo es einen kleinen Umtrunk gab.

Für musikalische Unterhaltung sorgte das Duo „Max & Pföstl“.

Während sich Junior Michael (Bildmitte) mit seinen Kollegen um die Technik kümmerte, war Schwester Kathrin, die eifrig mit dem Team aus Küche und Service für das leibliche Wohl der Gäste sorgte, nicht vor die Kamera zu kriegen.

In erster Linie sollte der Abend den beiteiligten Betrieben gehören, deren Inhaber und Mitarbeiter mit viel persönlichem Einsatz zum guten Gelingen der umfangreichen Arbeiten beigetragen haben.

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Farben im Kinderzimmer Auch Farben tragen dazu bei, ob sich ein Kind in seinem Zimmer wohlfühlt. Die Auswahl ist groß: Quietschgelb, Knallrot oder Himmelblau – doch welche Farben sind sinnvoll? Selbst wenn die Lieblingsfarbe Ihres Kindes einmal feststeht, sollten Sie nicht gleich die ganze Einrichtung auf diesen Farbton abstimmen, sondern sich zunächst mit der Wirkung einzelner Farben auseinandersetzen. Je nach Dosis schlagen sich Farben unterschiedlich auf das Gemüt nieder. Grundsätzlich sollten Sie ein Mittelmaß zwischen Reizarmut oder -überflutung finden. Farben können auch zur optischen Vergrößerung oder Verkleinerung eines Raumes genutzt werden. Gelb stimmt optimistisch und wirkt wie ein Muntermacher. Leidet Ihr Kind unter Lernstörungen, sollten Sie aber auf einen gelben Anstrich verzichten und das Zimmer lieber mit einigen gelben Accessoires ausstatten. Orange wirkt freundlich, anregend und kurbelt sogar den Appetit an. Dennoch sollten Sie nicht alle Wände in diesem Farbton streichen. Grundsätzlich vermitteln helle Farben den Eindruck von Weite und lassen Zimmer optisch größer erscheinen, aber zu viel Orange bewirkt das Gegenteil. Rot ist eine anregende Farbe und bei Mädchen und Jungen aller Altersstufen beliebt. Größere Flächen im Kinderzimmer sollten Sie aber lediglich in einem Zartrosa halten, da zu viel Rot unruhiges und sogar aggressives Verhalten fördern kann. Das Tolle an warmen Farben ist, dass selbst die Raumtemperatur einige Grad wärmer empfunden wird. Grün- und Blautöne sowie ein Farbmix aus Gelbgrün oder Blaugrün wirken beruhigend, ausgleichend und erholsam und sind für überaktive Kinder beserker august 09

tens geeignet. Im Gegensatz dazu werden ruhige Kinder zusätzlich gebremst. Dunkelblau empfiehlt sich besonders für die Schlafecke im Kinderzimmer. Ein kräftiges Mittelblau ist eine kombinierbare Gegenfarbe zu Rot oder Gelb. Grundsätzlich lassen dunkle Farben das Zimmer optisch kleiner erscheinen. Ein dunkles Zimmer kann einengend wirken, aber ebenso Geborgenheit vermitteln. Man kann auch verschiedene Farben miteinander kombinieren; das sorgt für erfrischende Effekte. Achten Sie aber darauf, dass die Wandfarbe mit der Einrichtung harmoniert. Bei Ton-in-TonKombinationen verwerten Sie einen Farbton in verschiedenen Nuancen, zum Beispiel Zartrosa mit pinkfarbenen Farbtupfern. Bei Komplementärfarben kombinieren Sie eine Farbe mit dem im Komplementärkreis gegenüberliegenden Farbton. Farben mischen sollten Sie nicht, da Sie sonst Grau erhalten. Ob Gelb mit Violett, Rot mit Grün oder Blau mit Orange, aus allem wird bei einer Farbmischung Grau. Wenn Sie zarte Pastelltöne wählen, drängt sich die Zimmerfarbe nicht so auf. Faustregel: Je größer die Fläche, desto zurückhaltender sollte die Farbe sein. Außerdem sollte die Farbgestaltung im Kinderzimmer dem Kind Freiraum für die eigene Phantasie lassen. Auch Spielsachen und Accessoires wie Vorhänge, Teppich oder Schreibunterlagen sind zusätzliche Farbträger. Tipp: Streichen Sie das Zimmer mit Magnetfarbe. Die Wand sieht aus wie eine gewöhnliche Wand, macht aber eine Fixierung von Postern und Lieblingsmotiven möglich. So können Kinder ihr Zimmer dekorativ mitgestalten und zum Beispiel ihre selbstgemalten Bilder sicher an der Wand befestigen und jederzeit an-, ab- oder umhängen. 63


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Wiederaufbau in den Abruzzen Wolf System GmbH gewinnt mit der Marke „Wolf Haus“ Ausschreibung für den Bau von 500 Wohneinheiten in L’Aquila Nebst dem unermüdlichen Einsatz der Hilfskräfte und der vielen freiwilligen Hände vor Ort, wird beim Wiederaufbau in den Abruzzen auch Wipptaler Knowhow eine wichtige Rolle spielen. Am 14. Juni wurden die Gewinner der Ausschreibung des italienischen Zivilschutzes zum Wiederaufbau der vom Erdbeben im April dieses Jahres zerstörten Strukturen bekannt gegeben. Gemeinsam mit 15 hochrangigen Spitzenunternehmen punktet Wolf Haus mit einem strategischen Partner und sichert sich vier Baulose und damit den zweitgrößten Auftrag

des gesamten Ausschreibungsvolumens. Die Firma setzt sich dabei gegen eine Reihe von Mitbewerbern aus dem Sektor Holzbau erfolgreich durch. Vorrangiges Ziel des Vorzeigeunternehmens ist es, innerhalb 15. Dezember an die 500 Wohneinheiten in Klasse A schlüsselfertig an die Erdbebenopfer zu übergeben. Der Baubeginn erfolgte pünktlich am 11. Juli. Mittlerweile konnten so bereits 40 Wolf-Monteure und 8 Kräne ihre Arbeit in Angriff nehmen: die ersten 100 Wohnungen können bereits mit Anfang Septem-

ber schlüsselfertig übergeben werden. Jeweils weitere 100 Wohnungen werden im 3-Wochen-Rhythmus (bis zum Erreichen des Endzieles Anfang Dezember) an die neuen Besitzer ausgehändigt; insgesamt wird so 1.600 Personen eine neue Wohnmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Somit leistet die Wipptaler Firma einen wertvollen Beitrag zur schnellen Unterbringung der Erdbebenopfer (nähere Infos dazu im Internet auf www.rilaquila.it). Geschäftsführer Robert Stafler leitet seit der Unternehmensgründung im Jahre

1986 dessen Geschicke und zeichnet gemeinsam mit Abteilungsleiter Kurt Schöpfer, Verantwortlicher des Sektors Fertighaus, und dessen Team, für diesen großen Triumph. Der Erfolg in Planung und Bau von Produktionshallen, Industrie- und Verwaltungsgebäuden, aber auch im Fertighaus- und Rundbehälterbau für Biogasund Kläranlagen ist Indiz für die Stärke der Mannschaft sowie der unermüdlichen Bereitschaft, sich laufend qualitativ zu verbessern. Mit seinem Know How leistet das Unternehmen Wolf System GmbH vor allem im Wipptal einen innovativen Beitrag für die Industrie und Landwirtschaft, wie es beispielsweise die moderne Produktions- und Lagerhalle im Milchhof Sterzing zeigen. Entgegen der derzeit schwierigen Marktsituation im Bauwesen verzeichnet das Unternehmen jedes Jahr ein überdurchschnittliches Wachstum. Die Marke Wolf Haus ist dank gezielter Strategie in wenigen Jahren zum absoluten Marktführer im Bereich Fertighaus avanciert und Maßstab der Branche. Als KlimaHaus-Partner und Botschafter der Südtiroler Philosophie im Bereich energieeffizientes und ökologisches Bauen trägt das Unternehmen Südtiroler Wertarbeit weit über die Landesgrenzen hinaus. Um den Einsatz und die erstklassige Arbeit der eigenen Mitarbeiter gebührend zu unterstreichen, möchte sich die Firmenleitung nun, in der Jahreshalbzeit angekommen, mit dem WolfHochsaisonfest (einer mittlerweile liebgewonnen Tradition) revanchieren: kurz innezuhalten, auf das bereits Geleistete zurückblicken und sich für die nächsten vier arbeitsintensiven Monate sammeln, mit allen Mitarbeitern und deren Familien sowie Partnerbetrieben und Freunden der Firma Wolf System/Wolf Haus GmbH und Bürger der Gemeinde Freienfeld feiern, kurzum: ein Abend in netter Gesellschaft und mit viel Spaß lautet die Devise der Veranstaltung! Am Freitag, dem 28. August, ab 17.00 Uhr ist es soweit: Unterhaltung für Groß und Klein (Kinderprogramm ab ca. 15.00 Uhr), Musik vom Feinsten (Band 7Eleven und ein bekannter Saxophonist) sowie Schmankerl vom Grill u. v. m. versprechen einen rundum gelungenen Abend!

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Industrie im Wipptal Die Industrie ist im Wipptal inmitten anderer Wirtschaftszweige – Landwirtschaft, Fremdenverkehr, Handwerk, Handel, Dienstleistungen – stetig gewachsen und heute fest verankert. 15 industriell organisierte Betriebe im Wipptal gehören dem Unternehmerverband Südtirol an. Insgesamt beschäftigen diese Robert Stafler Betriebe mehr als 1.500 Mitarbeiter und sind somit bedeutende Arbeitgeber im Tal. Aufgabe des Unternehmerverbandes ist es, die Entwicklung der Industrie im Lande zu begleiten und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Robert Stafler (Wolf System GmbH) vertritt im Unternehmerverband den Bezirk Eisack- und Wipptal. „Ich bin überzeugt, dass durch die Bündelung der Kräfte wichtige Fortschritte für das Eisack- und Wipptal erreicht werden können. Ein besonderes Anliegen ist es uns, unsere Betriebe der Bevölkerung näher zu bringen. Einige unserer Firmen öffneten im Herbst 2008 im Rahmen eines ‚Open Day‘ ihre Tore für die Bevölkerung. Ich war selbst überrascht, wie groß das Interesse ist, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Industrie bedeutet heute nicht mehr rauchende Schlote, sondern innovative Produkte, die weltweit zu finden sind“, so Stafler. Der Ausbau der Kontakte zu den Schulen ist ein wichtiger Teil der Aktivität des Bezirkes. Jungen Menschen soll vermittelt werden, dass es auch vor Ort interessante Berufsmöglichkeiten gibt. Gerade die industriell organisierten Betriebe bieten eine Vielfalt an Berufen, die vom einfachen Arbeiter bis zum Top-Manager reichen. Folgende Betriebe im Wipptal gehören dem Unternehmerverband an: Autotest Franzensfeste GmbH (Franzensfeste), Della Vedova GmbH (Ratschings), Elektrizitätswerk Gröbner KG (Gossensaß), Graus GmbH (Wiesen/ Pfitsch), Grünig Natursteine GmbH (Sterzing), Leitner AG (Sterzing), Leitwind AG (Sterzing), Omya AG (Sterzing), Plunger L. & Sohn AG (Franzensfeste), Prinoth AG (Sterzing), Rainer & Faisstnauer GmbH (Freienfeld), S.R.D. GmbH (Pfitsch), Turbinenbau Troyer GmbH (Sterzing), Wipptaler Bau AG (Gossensaß), Wolf System GmbH (Freienfeld).

Heizanlagen regelmäßig warten und Geld sparen Beim Auto ist sie eine Selbstverständlichkeit – bei der Heizung keineswegs. Dabei ist die regelmäßige Inspektion der Heizanlage wenigstens genauso wichtig wie bei Ihrem Fahrzeug. Hätte Ihr Auto die gleichen Betriebszeiten wie ihr Heizkessel, würde es jährlich 100.000 km zurücklegen. Für jeden PKW-Besitzer ist es aber selbstverständlich, spätestens nach 15.000 km eine grundlegende Wartung vornehmen zu lassen. Genau wie Ihr Auto sollte deshalb auch Ihre Heizungsanlage mindestens einmal jährlich gewartet werden. Das hält die Heizkosten niedrig und ist gut für die Umwelt. Denn nur eine optimal eingestellte Heizung geht besonders sparsam mit der Energie um, arbeitet zuverlässig und produziert wenig Schadstoffe. Schlechte Verbrennung hat Rußbildung im Kessel zur Folge. Schon Ablagerungen von nur 1 mm Ruß im Brennraum des Heizkessels führen zu Energieverlusten von etwa 5 – 7 Prozent und zu einem höheren Ölverbrauch. Zur Wartung gehört die Kontrolle der Verschleißteile und der Sicherheitsfunktionen, das Ersetzen von Düsen und der verschiedenen Filter sowie die Überprüfung der Regelung, Brennstoffleitungen, Ausdehnungsgefäß usw. – alles Arbeitsvorgänge, die zur Sicherheit und Funktionstüchtigkeit der Heizungsanlage beitragen. Auch eine kurze Beratung des Technikers trägt zur optimalen Nutzung der Heizungsanlage bei. Die Wartung trägt zur Erhaltung der Sicherheit der Heizungsanlage bei und ist Voraussetzung für eine lange Lebensdauer. Für weitere Informationen steht Ihnen das geschulte Team von Termo Service Nord KG Gänsbacherstr. 8 • 39049 Sterzing • Tel. 0472 760476 gerne zur Verfügung.

Nähere Informationen zum Unternehmerverband Südtirol finden Sie unter www.unternehmerverband.bz.it.

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Von Seeber zu Manufact Aus der Tischlerei Seeber OHG in Gasteig wird durch eine interne Umstrukturierung der Innenausbauer „Manufact GmbH“. Verlässliches Handwerk und Professionalität gehen dabei weiterhin Hand in Hand. Die Kunden dürfen sich freuen, denn zweifelsohne: „Es geht weiter“! Die Firma Seeber wird fortbestehen, als Gesellschafter der neugegründeten Manufact zeichnen Johann Seeber (Inhaber der Seeber OHG) und seine ehemaligen Mitarbeiter Daniel Walter, Josef Eisendle, Roland Wurzer, Benjamin Pichler-Weissteiner, die alle im Unternehmen bleiben und auch in Zukunft als Garanten für Fachwissen, Präzision und Verlässlichkeit stehen. Maschinenpark und Immobilie gehören weiterhin der Firma Seeber und werden von Manufact gepachtet. Übernommen wird auch der Kundenstock. Daniel Walter, zuständig für die Kundenberatung und Projektabwick-

lung, spricht für das Mitarbeiterteam, wenn er meint: „Für uns hat sich nichts geändert. Wir machen mit großer Begeisterung weiter und übernehmen kleinste Anfertigungsaufträge, Reparaturarbeiten, aber vor allem bieten wird den Kunden die Übernahme des gesamten Innenausbaus an – alles aus einer Hand!“ Das eingespielte Team wird also weiterhin für die Stammkundschaft und natürlich für Neukunden kreative Einrichtungsideen, sei es auf Wunsch der Kunden, aber auch auf Vorgaben der Architekten und Inneneinrichter, umsetzen. Egal, ob es sich um ein Geschäft, Büroräume oder Privatwohnungen handelt, die fachliche Beratung, vom gesamten Innenausbau bis zur Herstellung von Einzelmöbelstücken, sowie Montage, Reparatur und Wartung, zählen dabei zum Rundumangebot. Besonders phantasievoll und spannend ist der Material-Mix (Massivholz, Furnier und Dekor, Metall, Glas, Stein und Kunststoff) und der vielseitige DesignStil, mit dem gearbeitet wird, wobei die

(v.l.) Daniel Walter, Josef Eisendle, Johann Seeber, Benjamin PichlerWeissteiner, Roland Wurzer

Einrichtungsideen vom rustikalen über den klassischen bis hin zum modernen Stil verwirklicht werden. Basierend auf jahrelanger Erfahrung und dem Wissen um den Umgang mit den Kunden, dürften die Erfolgsfaktoren der Manufact auch in Zukunft Kompetenz in Beratung und Planung, Zuverlässigkeit in der Ausübung der Tätigkeit und hoher Qualitätsstandard sein. Nicht umsonst strahlt Johann Seeber beim Gedanken, dass er auch bei Manufact gern gesehener Partner ist: „Es freut mich sehr, dass ich mit meinen ehemaligen Mitarbeitern das

neue Unternehmen Manufact gründen konnte. Wir wollen weiterhin für unsere langjährigen und treuen Kunden da sein und wie gewohnt zuverlässige Leistungen erbringen“. Na dann: Glück auf! Ihr Ansprechpartner: Daniel Walter Manufact GmbH Handwerkerzone Ost 1 Gasteig – Ratschings Telefon: 0472 779044 E-Mail: info@manufact.it

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Das Erker-Interview zum Thema erneuerbare Energien – Photovoltaik Im Gespräch: die ecosolaris gmbh mit Sitz in Sterzing

Sonnige Aussichten Bis Mitte 2009 waren in Südtirol laut GSE (Gestore Servizi Elettrici) fast 2.000 Solarstromanlagen in Betrieb – Tendenz steigend. Garantierte Einspeisevergütungen und sinkende Anlagenpreise zeigen: Die Investition in Photovoltaik lohnt sich. Erker: Die Anzahl der PV-Anlagen in Südtirol steigt, bleibt aber deutlich hinter vielen anderen Ländern zurück. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung? ecosolaris: Als Tochterfirma der bayerischen Öko-Haus kennen wir dieses Phänomen aus mehr als 10 MW installierter Solarstromanlagen und mehr als 10-jähriger Erfahrung nur allzu gut. Der ökologische Gedanke alleine reicht noch nicht aus, erst eine solide Grundlage auf Basis eines Energieeinspeisegesetzes hat z.B. in Deutschland einen regelrechten Boom ausgelöst. Sehr

optimistisch stimmen uns auch die meist ausgezeichneten Klimabedingungen in Südtirol, die mit denen der sonnenreichsten Gegenden Deutschlands vergleichbar sind. Hier betreiben wir seit Jahren Anlagen mit Höchsterträgen. Erker: Das italienische Einspeisegesetz Conto Energia hat in der Vergangenheit viele Kunden verunsichert. ecosolaris: Wir glauben, dass das heuer novellierte Gesetz auf dem richtigen Weg ist: Die meisten Anlagenbetreiber wissen heute, dass sie sich auf die von der GSE verwalteten Vergütung über 20 Jahre verlassen können. Eine fundierte Beratung durch die Photovoltaikfachfirma und der Rat des eigenen Wirtschaftsberaters tragen zusätzlich zum reibungslosen Ablauf bei. Erker: Ab wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

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ecosolaris: Schon eine Dachfläche von 30 qm bietet sehr attraktive Renditen. Vor dem Bau einer Anlage sollte sich aber jeder eine umfassende, realistische und vor allem verständliche Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlegen lassen. Das hilft nicht nur bei der Finanzierung des Projektes, sondern auch um spätere finanzielle Enttäuschungen zu vermeiden.

dacht, dass ein längerer Stillstand der Anlage deren gesamte Wirtschaftlichkeit empfindlich stören kann.

Erker: Und worauf sollte man bei der Anschaffung besonders achten?

Erker: Wie sehen Ihre Leistungen aus?

ecosolaris: Bei derzeit weit mehr als 1.000 verschiedenen PV-Modulen auf dem Markt empfehlen wir grundsätzlich die Verwendung von Markenmodulen großer, wirtschaftlich stabiler Hersteller. Ganz wichtig für uns und unsere Kunden sind transparente Garantiebedingungen und ein kulantes und schnelles Verhalten im Schadensfall. Oft wird nicht ausreichend be-

ecosolaris: Wir bieten das gesamte Leistungsspektrum aus einer Hand – wir projektieren und bauen die Anlagen und beraten bei allen Fragen rund um Technik, Rentabilität, gesetzlichen Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Durch unsere langjährige Erfahrung sehen wir uns als fairen, kompetenten und verlässlichen Partner.

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Der Sonnenschirm zur  Energiegewinnung Der neu entwickelte SolarConcept-SolarSchirm ist eine besondere Photovoltaikanlage, die nach Kundenwunsch konstruiert wird und damit ästhetisch optimal in den jeweiligen Garten passt. Dort sorgt der neuartige Energielieferant im Sommer auĂ&#x;erdem fĂźr die gewĂźnschte Verschattung.

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Ihre beiden ersten SolarSchirme hat SolarConcept in Ridnaun errichtet: Die Anlage mit einer Leistung von 14.000 kW/h deckt den gesamten elektrischen und thermischen Energiebedarf eines Privathauses und wird laut Berechnungen bereits in 6 Jahren amortisiert sein. Da der SolarSchirm als architektonisch integriert anerkannt wird, gewährt der Netzbetreiber die hĂśchste EinspeisevergĂźtung. AuĂ&#x;erdem liefert der SolarConcept-SolarSchirm bis zu 45 % mehr Er-

trag als herkĂśmmliche Photovoltaikanlagen: Zwei Sensorzellen liefern Referenzwerte, die vom LogikEDXVWHLQ DXVJHZHUWHW ZHUGHQ XP GLH 0RGXOĂ lFKH im Tagesverlauf nachzufĂźhren. Eine dritte Zelle auf der RĂźckseite des Schirms sorgt morgens fĂźr die RĂźckstellung der Anlage. Bei Sonnenschein wird GLH 0RGXOĂ lFKH SXQNWJHQDX ]XU 6RQQH DXVJHULFK tet, bei BewĂślkung fährt der SolarSchirm die Stelle mit der stärksten Globalstrahlung an. Die Anlage ist also ständig zur hellsten Stelle am Himmel ausgerichtet. Je Schirm sind GrĂśĂ&#x;en von 16 m2 bis 60 m2 sinnvoll bzw. mĂśglich. Der SolarConcept-SolarSchirm garantiert nicht nur Unabhängigkeit in der Energieversorgung, sondern zeichnet sich auch durch maximale Funktionalität aus, wobei ästhetische Gesichtspunkte ebenIDOOV%HU FNVLFKWLJXQJĂ€QGHQ


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Das (Kunst)Handwerk der Floristen Einst nannte man sie Blumenund Kranzbinder, heute ist die Arbeit des Floristen ein sehr anspruchsvoller Beruf. Nicht nur Blumen und Blüten werden vom Floristen zu einmaligen Kreationen verarbeitet, auch viele verschiedene Materialien wie beispielsweise Holz, Metall und Kunststoff haben in die moderne Floristik Einzug gehalten. Ein umfangreiches Wissen rund um das Gedeihen und die Pflege der Pflanzen und Blumen gehört ebenso wie ein feines Gespür im Umgang mit Farben zum Floristenberuf. Dieser kreative Beruf wird sehr stark von den Jahreszeiten bestimmt, und so wird in der sommerlichen Hitze schon der Trend für das nächste Weihnachtsfest erarbeitet. Ein guter Florist ist Berater und Begleiter bei wichtigen Anlässen im Leben eines Menschen: der Willkommensgruß zur Geburt, der Strauß zum Jubiläum, die floristische Gestaltung der Hochzeit, der Schmuck vieler Anlässe bis hin zum letzten Blumenkranz. Das Dekorieren und Schmücken verschiedenster Räumlichkeiten gehört ebenso in den Bereich der Floristik wie das Zusammenstellen von bunten Pflanzenarrangements. Mut zu Neuem ist in diesem Beruf wichtig, sei es durch die Verwendung neuer Materialien, durch die Einbindung von Kunstgegenständen oder das Heranziehen ganzheitlicher Wohlfühlsysteme.

Ein Mann ohne Handwerk gleicht einem Vogel ohne Flügel. Aus Baschkirien

Wenn eine einzelne Fliese bricht, ... ... kann man sie leicht austauschen: Die Fliese mit einem Winkelschleifer über Kreuz einschneiden. Die beschädigte Fliese mit Hammer und Meißel sauber herausschlagen. Mit dem Meißel auch Kleberreste entfernen. Die Ränder der benachbarten Fliesen mit Klebeband abkleben. Eine kleine Menge hochflexiblen Fliesenkleber auf die Fläche

auftragen und mit der Zahnkelle verteilen. Die neue Fliese einlegen und andrücken.
Ist der Kleber trocken, die Klebebänder entfernen und verfugen. Fugenmörtel mit der Spachtel diagonal zum Fugenverlauf einarbeiten. Zum Schluss die Reparaturstelle gründlich mit einem Waschbrett abwaschen, um die Fugen zu säubern und auszugleichen.

Shin-Yong – Florale Energie Die chinesische Philosophie des Feng-Shui findet ihre Anwendung nicht nur in der Architektur und in der Garten- bzw. Landschaftsgestaltung. Durch die Anpassung an unsere westlichen Lebensgewohnheiten kann diese Beobachtungslehre der Natur unser Arbeits- und Wohnumfeld verbessern. Die Übertragung dieser Lehre auf Blumen und Pflanzen heißt Shin-Yong und umfasst alle Möglichkeiten der floralen Gestaltung. Eine von mehreren Grundlagen des Feng-Shui ist die Anwendung der fünf Wandlungsphasen – die Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Eine Dekoration oder Pflanze, die dem Element Wasser zugeordnet ist, unterstützt durch ihre sanfte Form und Energie die Ruhe und Besonnenheit. Dem Holzelement entsprechende Pflanzen und Arrangements helfen beim Erreichen neuer Ziele. Für mehr Leidenschaft und Temperament steht das Element Feuer. Eine Atmosphäre der Geborgenheit und Stabilität bringen die Farben, Formen und Materialien der Erde. Eine dem Element Metall zugeordnete Umgebung bringt Klarheit und Struktur. Werden die unterschiedlichen Farben, Formen und Materialien gezielt eingesetzt, kommt es zu mehr Wohlbefinden im Alltag. Überzeugen Sie sich selbst und informieren Sie sich beim geschulten Team in Leo’s Garden Center, Jaufenstraße, Sterzing, Tel. 0472 760240! 70

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Zäune aus Holz Holz ist von alters her ein Baustoff für Abgrenzungen in großer Vielfalt: Flecht-, Bretter-, Staketen- und Lattenzäune erfreuen sich großer Beliebtheit. Während ein Zaun in Hausnähe früher das Obst und Gemüse vor gefräßigen Haus- und Wildtieren schützte oder die Gans vorm Fuchs, dient er heute meist zur optischen Abgrenzung des Grundstücks und – je nach Geschmack – als rustikale, schlichte oder gediegene Visitenkarte. Bis heute gelten hölzerne Zäune als die einfachsten und preiswertesten Konstruktionen mit beachtlichem Sympathiewert. Grundelemente Was fast alle Arten von Holzzäunen verbindet, sind Pfosten, Querriegel und Füllung. Die Pfosten verankern den Zaun im Erdreich. Sie sind miteinander verbunden durch Querriegel, die den gesamten Zaun aussteifen. An den Riegeln wird die Füllung montiert: Staketen und Latten können senkrecht, Bretter senkrecht oder waagrecht befestigt werden. Wickelzäune Eine Sonderform der Staketenzäune sind auf Draht gewickelte Spalthölzer. Beim Spalten wird das Holz sozusagen an seiner

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Sollbruchstelle getrennt, die Holzfasern bleiben weitgehend unverletzt. Dadurch ist es widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse als gesägtes Holz. Die leicht zu versetzenden Spaltholzzäune sind die Wohnmobile unter den Einfriedungen.

nes Holz hat nur eine geringe Neigung zum Reißen und Verdrehen, ist sehr witterungsresistent und deshalb für den Außenbereich gut geeignet. Ohne Behandlung mit Lack oder Lasur vergraut Douglasie und nimmt einen silbergrauen Ton an.

Flechtzäune Sie haben eine uralte Tradition und erleben heute eine kleine Renaissance. Flechtzäune sind auch als Fertigprodukte erhältlich. Die Ruten von Weide, Haselnuss, Esche oder Birke werden waagrecht oder senkrecht in ein stabiles Grundgerüst aus Pfosten und Riegel eingeflochten.

• Eiche – das sehr dauerhafte Holz bewährt sich auch im Außenbereich hervorragend. Im Kern haben Eichenstämme graubräunliches Kernholz, das viel Gerbsäure enthält und es beständig gegen Verrottung macht.

Holzarten für den Zaunbau Zäune sind den Einflüssen von Wasser und Erde ausgesetzt: Für hochwertige Produkte werden in der Regel harte Hölzer (Eiche, Esskastanie, Robinie) verwendet; sie quellen und schwinden weniger und halten doppelt so lange wie Weichhölzer (Fichte und Kiefer). Chemischer Holzschutz (Imprägnierung oder regelmäßiger Anstrich) erhöht die Lebensdauer. Unbehandeltes Holz vergraut, erhält eine silbrige Patina und mindert den Pflegeaufwand. • Douglasie – wächst in Europa: Ihr hellrötliches bis rötlichbrau-

• Fichte – gilt als die wichtigste europäische Holzart, stammt oft aus Skandinavien. Bleibt Fichtenholz unbehandelt oder wird es farblos behandelt, verfärbt sich unter UV-Einwirkung sein gelblichweißer Ton gelblichbraun. • Kastanie – sie liefert eines der dauerhaftesten heimischen Hölzer: hart und beständig wie das der Eiche. Beliebt sind Staketenzäune aus Esskastanienholz, bei denen die einzelnen Zaunlatten durch Draht miteinander verbunden werden. Ohne Anstrich hält ein Kastanienzaun bis zu 20 Jahre lang. Dabei verblasst das warme Rot des Holzes zu einem hellen Grau.

• Kiefer – ein Klassiker, beliebt wegen seines warmen Farbtons: UV-Bestrahlung verstärkt die gelblichweiße bis rötlichgelbe Färbung zu einem rötlichbraunen Ton. Die meist in Skandinavien gewachsene Holzart eignet sich dank Kesseldruckimprägnierung sehr gut für den Außenbereich. Die grünliche Färbung dieser Imprägnierung scheint bei hellen, transparenten Tönen durch. • Lärche – der „Zaunkönig“ unter den Weichhölzern: Vor allem die sibirische Lärche zeichnet sich durch eine hohe Witterungsresistenz aus. Auch in unbehandeltem Zustand ist ihr Holz sehr dauerhaft, die gelbliche bis rötlichbraune Farbe vergraut draußen rasch. Lärchenholz neigt zu Rissbildung, Verzug und Harzaustritt – auch nach der Verarbeitung.

• Weide – sie erlebt als Zaunmaterial gerade ein Comeback: Steckt man Weidenruten in einer Reihe in die Erde und gießt anfangs kräftig und regelmäßig, so sprießen schnell flexible Zäune, die wegen ihrer Wuchsfreude jährlich in Form geschnitten werden müssen.

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rantieren wir NULL Energiekosten für Heizung und Warmwasser. Alphouse kann auch in L’Aquila überzeugen: Vor kurzem erhielt das Unternehmen den Auftrag, das Kapuzinerkloster Santa Chiara in L’Aquila wieder zu errichten, das aufgrund des starken Erdbebens im April fast vollständig zerstört wurde. Schon bald werden die Arbeiten beginnen, damit die Kapuzinerpater zu Weihnachten ihr neues Heim beziehen können.

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soziales

gesundheit

Familienzulage: neue Einkommensgrenzen Seit 1. Juli 2009 gelten für die Familienzulagen neue Einkommensgrenzen. Mit Gesetz Nr. 153 von 1988 wurde festgelegt, dass die Familienzulagen alljährlich den Lebenshaltungskosten angepasst werden. Zwischen 2007 und 2008 sind laut staatlichem Statistikinstitut die Lebenshaltungskosten um 3,2 Prozent gestiegen. Eine dreiköpfige Familie mit mindestens einem minderjährigen Kind hat demnach Anspruch auf eine Familienzulage von höchsten 137,50 Euro bei einem Einkommen von maximal 13.119,30 Euro. Die höchste Einkommensstufe, bis zu der es noch eine minimale Familienzulage gibt, liegt in diesem Fall bei 64.756,86 Euro. Allerdings ist diese Zulage nur mehr symbolisch und erfüllt überhaupt keinen Zweck mehr. Eine sechsköpfige anspruchsberechtigte Familie hingegen kann unter den gleichen Einkommensvoraussetzungen mit 500 Euro Familiengeld rechnen. Zum Familieneinkommen zählen alle Einkünfte der Familienmitglieder, auch jene außersteuerlicher Natur, sofern sie über 1.032,91 Euro liegen. Nicht als Einkommen für die Familienzulage zählen neben anderen Einkünften z.B. INAILRenten, Begleitzulagen für Zivilinvaliden, Abfertigungen und die Familienzulagen selbst. Eine unabdingbare Voraussetzung für das Anrecht auf Familienzulage ist allerdings, dass wenigstens 70 Prozent des Familieneinkommens aus lohnabhängiger Arbeit oder Renten stammen. Anspruch auf Familienzulage haben lohnabhängige Arbeitnehmer, auch Arbeitslose, und jene, die sich in der Lohnausgleichskasse oder in Mobilität befinden. Die Familienzulage steht auch bei Abwesenheiten wegen Krankheit oder Mutterschaft zu. Ebenso haben die so genannten Scheinselbstständi74

gen („parasubordinati“) Anrecht auf Familienzulage. Zur Familie zählen der Antragsteller selbst, der Ehegatte, Kinder unter 18 Jahren wie auch Adoptivkinder und behinderte Kinder, auch über 18 Jahren. Um das Anrecht auf Familienzulage geltend zu machen, ist beim Arbeitgeber alljährlich ein Gesuch mit den erforderlichen Angaben einzureichen. Die Familienzulage wird über den Lohnstreifen ausbezahlt, bei den Rentnern zusammen mit der Rente. Hausfrauenrente: Region zahlt 75 Millionen Euro 1993 hat der Regionalrat die Hausfrauenrente eingeführt. 4.816 Frauen haben sich seitdem in diesen Fonds eingeschrieben und beziehen daraus eine Rente. 302 Millionen Euro hat der Regionalrat bisher für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Sehr bald hat sich herausgestellt, dass dieser Rentenfonds zu einer untragbaren Belastung für den Regionalhaushalt wird. Deshalb sind ab 2004 keine Einschreibungen mehr möglich. Eine Untersuchung des Centrum Pensplan AG hat nun ergeben, dass weitere 70 bis 80 Millionen Euro notwendig sind, um die Auszahlungen in den nächsten Jahren zu gewährleisten. Diesen Beitrag wird der Regionalrat demnächst im Nachtragshaushalt vorsehen. Unentgeltliche Rechtsberatung Das Gleichstellungskomitee bietet Frauen in frauen- und familienrechtlichen Angelegenheiten jeden ersten Dienstag im Monat in der Crispistraße in Bozen eine unentgeltliche Rechtsberatung an. Der Dienst soll nun auch auf Meran, Brixen und Bruneck ausgedehnt werden. ss

Was tun bei Stress? Kein Auto kann dauernd auf Hochtouren fahren, sonst geht es rasch kaputt. Aber genau so treiben es viele Menschen mit ihrem Körper. Das geht auf Dauer nicht gut. Eine Überreizung und Übermüdung stellt sich allmählich ein, Seele und Körper des Menschen werden krank. Stress ist Ausdruck für Belastung und Anspannung des ganzen Organismus. Die körperliche Reaktion bei Stress läuft zunächst immer gleich ab: Typische Stresshormone (z.B. Adrenalin) werden vermehrt produziert und es kommt zu einer Blutdrucksteigerung. Die weitere Reaktion ist individuell verschieden. Manche Menschen reagieren darauf mit Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfall, gereizter Haut, Allergien, Verspannungen oder Verkrampfungen. Ohne regelmäßige Entspannung kann es zum „Burn out“-Syndrom mit völliger Erschöpfung kommen. Die typischen psychischen Stressreaktionen sind nervöse Unruhe, Gereiztheit und Schlafstörungen. Häufige Ursachen: • äußere Faktoren: Lärm, Umweltgifte, Reizüberflutung (z.B. durch zu langes Fernsehen); • innere Faktoren: Ärger, Leid, Leistungsdruck, körperliche Überanstrengung, Krankheit. Was Sie tun können: • Akzeptieren, dass ein gewisses Maß an Stress nützlich ist, um bestimmte Leistungen erbringen zu können, weil der gesamte Organismus in „Alarmbereitschaft“ versetzt wird. • Ni c h t z u v i el v or n e h me n .

Stress ist oft hausgemacht, durch zu hohe Anforderungen an sich selbst bei Arbeit und Haushalt oder auch in der Freizeit. Zumindest bei letzterem sollte man sich den Rat „weniger ist oft mehr“ zu Herzen nehmen. Das gilt auch für Kinder. • Generell hilft ein Terminplan, auch im Haushalt oder in der Freizeit, der mit ausreichenden Ruhepausen kalkuliert ist. • Probleme nicht überbewerten. Nicht in gestresstem Zustand versuchen, Probleme zu lösen. In entspanntem Zustand kann man klarer und konzentrierter denken. Hilfreich sind körperliche Entspannungstechniken, z.B. Yoga, autogenes Training oder als schnellwirksame Maßnahme ein Entspannungsbad. Beruhigende Badezusätze aus der Apotheke mit Melisse oder Lavendel wirken nicht nur über die Haut, sondern werden auch über den Wasserdampf eingeatmet. • Stress in körperliche Aktivität umsetzen: Sport treiben, spazieren gehen oder eine körperliche Arbeit verrichten, die Ihnen Spaß macht. • Als unterstützende Maßnahme Präparate mit beruhigenden pflanzlichen Substanzen einnehmen, z.B. Johanniskraut, Baldrian oder Melisse. Was Ihr Arzt tun kann: • Ausschließen von psychischen Erkrankungen. • Eventuell kurzzeitige medikamentöse Behandlung der Stresssymptome wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Magenschmerzen, um den Kreislauf „Stress – körperliche Symptome – Stress“ zu durchbrechen. Dr. Walter Mair erker august 09


S TA D TA PO THEK E FA R M A C IA CI TTÀ

Männerberatung Seit nunmehr acht Jahren bietet die Caritas der Diözese BozenBrixen eine Männerberatung an. Diese in Italien einmalige Einrichtung mit Sitz in den Bozner Lauben richtet sich an Männer, die in schwierigen Situationen Beratung und Hilfe benötigen, um aus der Krise herauszukommen. Die Stelle wird von Jahr zu Jahr öfter beansprucht. Im vergangenen Jahr wurden 1.361 Fälle bearbeitet. Hauptsächlich handelt es sich dabei um familiäre oder persönliche Probleme sowie Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Trennungen oder Abhängigkeiten.

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Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

Auflösung vom Juli:

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9x9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. Im blau markierten Feld erscheint dann das Lösungswort (= Raminges auf italienisch).

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Es isch kam zi glabm, obr es isch wohr, dass insre Bernie weard 30 Johr. 30 Johre sein ’s ins wert, dass man se heinte ehrt. Heinte schaugse do vun Erker außer, isch holt a schun niamer dor jüngste Lauser. Sunntigs isch se nit leicht zi drwischn, weil selm ise olm in Schmuders ban Wischn. Auf den Weg tatn mir Dir gratuliern, und hoffn, dasse ins in 7. a Glasl tasch spendiern. Alles Gute! Deine Familie

Zwoa kluane, dicke Freinde wearn 30. Ban Baggern sein sie olm recht fleißig, ob ba di Gitschn oder ba die Stuane, hobm tianse ober beade nou kuane. Af die Feier wortmer olle hort, ober gheart hobmer bis heint kuan Wort. Schlupperisch verstiahn mir zwor olle nit, ober af dr Feier schlofn isch a nit grod dr Hit! Mir wünschn Enk olls Guate und bleibet so, wia es seitet! Das Faschingsteam „Schofe“

Nachträglich zu Deinem 70. Geburtstag wünschen wir Dir, liebe Mutti, alles erdenklich Gute, viel Glück und Gesundheit. Deine Familie

Nach getaner Arbeit ruhn? NEIN!! Renate hatte anderes zu tun! Hopp!! Schnell an die Bücher ran, dass man die Matura schaffen kann! Wir gratulieren zur bestandenen Reifeprüfung. Die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter der Firma Bayernland

Lieber Peter, Klara Überegger in Schwazer, Kalch. Liebe Mama, herzlichen Glückwunsch zu Deinem 81. Geburtstag! Deine Familie

Zum 50. Hochzeitstag alles Gute wünschen Euch Eure Kinder, Schwiegerund besonders die Enkelkinder.

Dr. Dipl. Ingenieur Matthias Gander Jo Matthias, Du hosches gschofft, Dir Deinen Tram zi erfülln. Bau lei a poor Bruggn und olle wearn noar guggn!

Olls Guete zin Geburtstog! Die Magazineure vom Milchhof

Unsere allerbeste Mama und Oma feiert am 9. August ihren 80. Geburtstag. Dazu wünschen der Sohn Michael und die Tochter Barbara mit Peter und ganz besonders die geliebten zwei Enkelkinder Lukas mit Freundin Carmen sowie Jonas alles Gute und vor allem noch viele gemeinsame Jahre.

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In 9. August steaht ba der Elfi dr 40er vour dr Tire. Olls Guate, Mami und Freindin! Hosch Super-Orbat geleischtet. Liebe Mami, zin Geburtstog wünschn mir Dir olls Guate. Deine Yvonne mit Tom und Dein Günther

Viel Glück für Deine weitere Zukunft! Dein altes Arbeitsteam aus Unterackern

Unser Philipp ist einfach ein..., ein..., einmalig! Die Gesellenprüfung zum KFZ-Elektriker hat er mit Erfolg abgeschlossen und ganz nebenbei auch noch den E-Führerschein gemacht. Kompliment Philipp! Herzlichen Glückwunsch von Deinen Eltern Marlene und Ferdinand mit Verena und Jasmin und Deiner Freundin Dani.

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Lieber Thomas, wir gratulieren Dir zur bestandenen Matura sowie zum Geburtstag. Deine Eltern, Geschwister und Deine Freundin.

zu Deinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Masterstudium in Management möchten wir Dir herzlich gratulieren. Die Belegschaft der Mader Group

Liebe Oma! 70 Jahre hier auf Erden, das muss doch gefeiert werden! Du bist eine Rarität, ein Einzelstück mit Qualität. Ein guter Jahrgang altert nicht. Die Qualität, die er verspricht, soll sich weiter voll entfalten und mindestens bis 100 halten. Alles Gute zu Deinem Geburtstag! Deine Familie

Kaum zu glauben, ober wohr: Inser Tati weard in 20. August schun 40 Johr. Mir wünschn ihm fürs weitere Leben Gesundheit, Glück und Gottes Segen. Deine zwoa Putzelen Manuel und Natalie mit Mami Sabine

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rezept rätselauflösung juli

... und fertig gschtuckt! Bravo, Valentina, Du Biologin

•K•I•W•A•K•A•R•E GRINGESBODEN•EKG •INNERPFITSCH•OG JENER•II••S•INN• •GENAUENHOEFE•RS •ER••MLD•HNW•GAT ERPRESSERMETHODE •DFUE•UNA•R•OSSI GEL•CHE•SAI•SPAN •NEB•ECH•SN•TEA• •KRANKHEIT•VENLO AMSTETTEN•SUSE•B BACHE•IRENE•SINE •LH•REGESTEN•DUR Lösungswort: KIRCHTAG

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Neue Aktion am Roßkopf Paragleitern und weniger geübten Wanderern möchte man zusätzlich zur Umlaufbahn auch den Sessellift „International“ als Aufstiegshilfe zum „Köpfl“ anbieten. Durch diese und weitere Aktionen soll der Roßkopf als ganzjährig geöffneter „Freizeitberg“ noch besser positioniert werden.

Zimtknödel mit Apfelkompott Zutaten Knödel: ½ l Milch, 2 Zimtstangen, 5 Gewürznelken, 50 g Zucker, 250 g grober Grieß, 2 ganze Eier. Kompott: ½ kg Apfel, 300 ml Wasser, 100 ml Weißwein, 200 g Zucker, Saft von einer Zitrone, 2 Gewürznelken, ½ Vanillestange. Zubereitung: Die Milch mit dem Zucker, den Zimtsstangen und Gewürznelken zum Kochen bringen. Etwa drei Minuten kochen lassen. Die Milch abseihen und wieder zum Kochen bringen. Den Grieß einrühren und unter ständigem Rühren kochen, bis sich die Masse vom Topf löst. Etwa zwanzig Minuten auskühlen lassen, dann die zwei Eier gut unterrühren und die Masse eine Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel waschen, schälen, halbieren und das Kerngehäuse ausstechen. Wasser, Weißwein, Zitronensaft und Zucker aufkochen. Äpfel, Vanillestange, Zimtstange und Gewürznelken dazugeben, kurz aufkochen, vom Feuer nehmen und auskühlen lassen. Aus der Grießmasse Knödel formen und im Wasser fünf Minuten köcheln lassen. Mein Tipp: Die Knödel dürfen nicht kochen, da sie sonst womöglich zerfallen. Die in Zuckerzimt gewälzten Knödel auf einem Teller anrichten und das Kompott am besten in einer kleinen Schüssel extra servieren. Das Kompott kann auch mit anderem frischen Obst der Saison zubereitet werden. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

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jahrestage Die Zeit vergeht, aber Dein Lächeln strahlt immer in unseren Augen, Deine Kraft stärkt uns und die Erinnerung wärmt unsere Herzen. Die Liebe ist in der Seele und die Seele stirbt nie.

1. Jahrestag Elisabeth Wieser geb. Volgger

4. Jahrestag Karl Gasteiger † 7. August 2005 In liebevoller Erinnerung und dankbar für die schöne Zeit mit Dir, lieber Karl, gedenken wir Deiner am Samstag, dem 8. August, beim Abendgottesdienst um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Deine Familie Ingrid, Michael, Marisa

Liebe Mame, Du warst so gut, so gut zu uns, Du dachtest nie an Dich, stets nur an uns.

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, dem 16. August, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen und unsere liebe Mame in Erinnerung behalten. In Liebe Marlene und Annelies mit Familien

Leuchtende Tage, nicht weinen, dass sie vorüber sind, lächeln, dass sie gewesen sind.

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der uns lieb war, ging. Was uns bleibt, sind Liebe, Dank und Erinnerung.

9. Jahrestag Maria Martin geb. Obex

1. Jahrestag Richard Gschnitzer † 30.08.2008

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner ganz besonders am Samstag, dem 29. August beim Abendgottesdienst in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen und Dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Paolo, Patrizia, Alexandra, Elisa und alle Verwandten

In Liebe gedenken wir Deiner am Sonntag, dem 30. August, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. In Liebe Deine Familie Wo früher Dein Leben war, ist jetzt Stille. Wo früher Dein Platz war, ist jetzt Leere. Es vergeht aber kein Tag, an dem wir nicht an Dich, lieber Tatte, denken.

Aus unserem Leben bist Du gegangen, in unserem Herzen bleibst Du.

1. Jahrestag Hans Profanter † 7. August 2008 In Liebe Deine Familie

2. Jahrestag Alois Grossteiner In liebevoller und dankbarer Erinnerung gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Sonntag, dem 9. August, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Brenner. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und Dich in lieber Erinnerung behalten. In Liebe Deine Familie

In Liebe und Dankbarkeit feiern wir den

1. Jahrestag

Stimmen, die vertraut waren, schweigen. Menschen, die immer da waren, sind nicht mehr. Was bleibt, sind Erinnerungen.

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unserer lieben Mutter am 23. August und unseres lieben Vaters am 4. Oktober jeweils um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß. Allen, die daran teilnehmen, sei herzlich gedankt.

Hilda Holzer Wurzer

Josef Holzer

* 11.05.1927 † 21.08.2008

* 16.03.1926 † 4.10.2008

In Liebe Eure Familie

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Anna Gschwenter Schoater Nanne † 10. Juni 2009 Danksagung Wir danken allen herzlich, die uns ihre Anteilnahme bekundet und unsere Schwester auf dem letzten Weg begleitet haben. Unser besonderer Dank gilt Pfarrer Oswald Kuenzer, dem Kirchenchor Mareit, dem Sozialzentrum Fugger für die feierliche Gestaltung des Trauergottesdienstes sowie dem Vorbeter. Nochmals bedanken wir uns bei Dr. Esther Niederwieser und bei allen, die unsere Schwester in den letzten Jahren gepflegt haben. Ein Dankeschön sagen wir für die Kerzen, Blumen und Gedächtnisspenden und allen, die für unsere liebe Schwester gebetet haben und sie weiterhin in liebevoller Erinnerung behalten. Die Geschwister

Unser Tate ist nicht mehr da, doch werden wir ihm täglich begegnen und ihn grüßen, denn sein Lächeln, das er uns schenkte, seine helfenden Worte werden uns ein Leben lang begleiten.

1. Jahrestag Ferdinand Plattner * 13.08.1937 † 01.09.2008 Zum ersten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem unser Tate von uns gegangen ist. Ganz besonders denken wir an Dich am Samstag, dem 29. August, um 19.00 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche Gossensaß und am Sonntag, dem 6. September, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche am Brenner. Allen, die daran teilnehmen und unseren Tate nicht vergessen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Martha mit Kindern und Familien

Gedanken – Augenblicke – sie werden uns immer an Dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und Dich nie vergessen lassen.

1. Jahrestag Raimund Aukenthaler Holzhändler * 2. August 1925 † 19. August 2008 In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders beim Gottesdienst am Mittwoch, dem 19. August, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die sich im Gebet an Dich erinnern, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe Deine Familie erker august 09

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aus den gemeinden

Geburten B r e n n e r : N o r a Tre n k w a l d e r (04.07.2009, Brixen). Learta Berisha (09.07.2009, Sterzing). Freienfeld: Samira Ralser (14.06.2009, Sterzing). Theo Kerschbaumer (15.06.2009, Bozen). Ratschings: Aaron Gasteiger (13.06.2009, Brixen). Armin Haller (26.06.2009, Sterzing). Sterzing: Marco Pasin (04.06.2009, Sterzing). Lirjon Qufaj (05.06.2009, Sterzing). Martina Ronzulli (06.06.2009, Barletta). Grete Mattedi (15.06.2009, Sterzing). Janina Hofer (21.06.2009, Sterzing). Todesfälle B re n n e r : Albert Gasser, 83, (12.07.2009, Brenner). Freienfeld: Paula Überegger, 68, (03.06.2009, Brixen). Cäcilia Wieser, 89, (23.06.2009, Freienfeld). Cäcilia Leitner, 88, (27.06.2009, Sterzing). Ratschings: Anna Siller, 85, (07.06.2009, Sterzing). Anna Gschwenter, 66, (10.06.2009, Sterzing). Marianna Larch, 81, (27.06.2009, Sterzing). Sterzing: Christine Trenkwalder, 75, (07.06.2009, Sterzing). Agnes Kerschbaumer, 88, (09.06.2009, Sterzing). Paola Amort, 73, (10.06.2009, Sterzing). Gertrude Plank, 78, (16.06.2009, Sterzing). Eheschließungen Brenner: Camillo Peraino und Simona Ciulli (22.05.2009, Avezzano). Freienfeld: Florian Gander und Annamaria Schroffenegger (13.06.2009, Trens). Pfitsch: Egon Volgger und Johanna Gostner (20.06.2009, Innerpfitsch). Ratschings: Egon Obex und Katharina Klotz (06.06.2009, Innerratschings). Sterzing: Manuel D’Allura und Sabrina Palermo (06.06.2009, Sterzing). Michael Seidner und Margit Gander (13.06.2009, Sterzing). Emanuel Egidi und Jessica Budetti (14.06.2009, Latina). Baukonzessionen Brenner: Wild Energie GmbH, Pflersch 41: Varianteprojekt zur Erweiterung des Wasserkraftwerkes „Vallming“ am Vallmingbach ausschließlich auf Gp.55/1 der K.G. Pflersch für die Verlegung der Druckrohrleitung auf dem vorge-

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sehenen Teil der Forststraße. Kurt Auckenthaler, Pflersch 143: Sanierung des Wohngebäudes, Bp.277, K.G. Pflersch. E-Werk Eisack Nord GmbH, Gossensaß, Mühlgasse 3: Variante zum Bau des Wasserkraftwerkes „Eisack“ am Fluss Eisack (Nr. B) auf Bp.265, Gp.168/1, Bp.338, Gp.480/8, 506/1, K.G. Gossensaß. E-Werk Eisack Nord GmbH, Gossensaß, Mühlgasse 3: Variante zum Bau des Wasserkraftwerkes „Eisack“ am Fluss Eisack (Nr. B) auf Bp.265, Gp.168/1, Bp.338, Gp.480/8, 489/9, 506/1, K.G. Gossensaß, Gp.866/2, 426/1 der K.G. Brenner. Prestige House GmbH, Gasteig: I. Variante für die Errichtung einer Residence in der Wohnbauzone Lente, Baulos C – U2, Gp.191/5, K.G. Gossensaß. Christian Keim, Pflersch 114: Systemisierung bzw. Ablagerung von Aushubmaterial und Verlegung einer Drainage, Gp.1186, 879, 881, 882, K.G. Pflersch. Richard Amort, Gossensaß, Romstr.3: Sanierung des Wasserkraftwerkes „Kaunergraben“ am Kaunergraben, Gp.793/7, 793/12, K.G. Brenner. Schneider KG des Schneider Roland & Co., Gossensaß, Pflerscherstr.56: Sanierung des Dachgeschosses und Erweiterung der Halle, Erneuerung der Baukonzession, Bp.272, Gp.298/13, K.G. Gossensaß. ERU KG des Unterhuber Edmund, Pfitsch: Änderung der Zweckbestimmung und bauliche Umgestaltung, Bp.120, mat. Ant. 28, 120, mat. Ant. 29, K.G. Gossensaß. Freienfeld: Bernhard Huebser, Egg 18: Montage von Photovoltaik-Paneelen, Bp.231, 419, K.G. Stilfes. Hasler Alfred KG, Handwerkerzone 8: I. Variante zur Sanierung des Wohnhauses und Errichtung einer Dachgaube, Bp.131, K.G. Stilfes. Thomas Seehauser, Flans 40: Bau einer Photovoltaikanlage beim „Schwitzerhof“, Bp.129, K.G. Trens. Astrid Wieser, David Wieser, Pfulters 26: Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses, Bp.179, K.G. Stilfes. Karl Steiner, Egg 13: Wiedergewinnung einer Wohnung im Dachgeschoss, Bp.219, K.G. Stilfes. Theresia Mair, Mauls 6/A: Abbruch des bestehenden Wohnund Wirtschaftsgebäudes des „Reisererhofes“, Bp.264, K.G. Stilfes. Pfitsch: Josef Volgger, Wiesen 138/A: Abbruch, Wiederaufbau und Erweiterung des bestehenden Wohngebäudes auf Bp.177/2 und 177/1, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit Platz. Ernst Delueg, Wiesen, Thurnerweg 15: Öffnung von 2

Fenstern an der Nordfassade des Stadels und Erhöhung des Daches beim Zubau auf Bp.67 und 566, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit Ried. Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Hydrographisches Amt: Errichtung einer Wetterstation in Pfitsch auf Gp.1398/1, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit St. Jakob. Susanne Bacher, Wiesen, Hintere Gasse 155: Sanierung der Wohnungen im Erdgeschoss des Gebäudes „Broslhof“ auf Bp.12/1, mat. Ant. 1 und 4, K.G. Wiesen. Bernhard Überbacher, Wiesen, Hintere Gasse 151: Errichtung eines landwirtschaftlichen Lagerraumes auf Gp.1643, K.G. Wiesen in der Örtlichkeit Wiesen. Edy Markt OHG, Wiesen, Mühlgasse 19: Errichtung eines neuen Zugangs für das unterirdische Lokal auf Bp.439, mat. Ant. 57, K.G. Wiesen im City Center in der Mühlgasse. Stefan Tötsch, Fussendrass 38: Abbruch und Wiederaufbau des Schafstalles beim „Ralsbaurhof“ auf Bp.50 und 522 sowie Gp.283/1, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit Fussendrass. Martin Mair, Kematen 79: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Dachfläche des Wohngebäudes auf Bp.584, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit Kematen. Werner Volgger, St. Jakob 47: Variante zur Neuerrichtung eines landwirtschaftlichen Geräteschuppens auf Gp.1289/2, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit St. Jakob. Peter Rainer, St. Jakob 29: Errichtung einer Grenzmauer auf Bp.483, K.G. Pfitsch in der Örtlichkeit St. Jakob. Peter Aukenthaler, Martina Aukenthaler, Karl Haller, Sterzing: I. Variante zur Verlegung des bestehenden Wohnhauses – Abbruch des Wohngebäudes auf Bp.423, K.G. Pfitsch und Neuerrichtung eines Wohngebäudes auf Gp.503/2, K.G. Wiesen Ratschings: Sonklarhof der Klotz Leider & Co. OHG, Ridnaun, Dorf 17: Qualitative und quantitative Erweiterung des Hotels „Sonklarhof“, Ridnaun, II. Variante, Bp.358, 359, K.G. Ridnaun. Raimund Messner, Edeltraud Wieser, Ridnaun, Braunhofe 8/A: Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit unterirdischer Garage für die Erstwohnung, Gp.582/17, 582/18, K.G. Ridnaun. Harald Braunhofer, Außerratschings, Stange 71: Bauliche Umgestaltung mit Errichtung eines Wintergartens, Bp.590, K.G. Ratschings. Saxner OHG des Martin Haller, Innerratschings 33: Neubau einer Heizungsanlage als Zubehör zum bestehenden Gebäude, Bp.433, K.G. Ratschings. Gemeinde Ratschings:

Ausbau, Verbesserung und Neuasphaltierung der Straße „Blosegg“ in Innerratschings, Bp.171, 446, Gp.1262, 1277/1, 1297, 1300, 1301, 1302, 1304, 1306, 1307, 1311, 1330, 1331/1, 1874/2, 1893, K.G. Ratschings. Ratschings-Jaufen GmbH, Innerratschings 18/A: Erweiterung des Bergrestaurants Rinneralm, Bp.354, Gp.1804/2, K.G. Ratschings. Interessentschaft Kalcheralm, Außerratschings, Jaufenpassstr.5: Durchführung von Meliorierungsmaßnahmen auf der Kalcheralm, Gp.650/1, 650/2, 650/8, K.G. Ratschings. Martin Mair, Mareit, Oberdurach 4: Arbeiten zur Wiederinstandsetzung der Mühlanlage, Bp.173, K.G. Mareit. Astrid Obex, Mareit, Nassereit 4/A: Errichtung einer Dachgaube am bestehenden Gebäude, Bp.423, K.G. Mareit. Forstinspektorat Sterzing: Errichtung einer Naherholungszone in Gasteig, Gp.315/6, K.G. Jaufental. Sterzing: Liliana Scandurra, Weg in die Vill 10: Sanierung der Wohneinheit der mat. Ant. 4 und 5 der Bp.139 der K.G. Thuins im Weg in die Vill. Commerz der Egger Susanne KG, Neustadt 32: Außerordentliche Instandhaltung: neue Fassadengestaltung der Bp.110/1, mat. Ant. 1 der K.G. Sterzing in der Neustadt. MAGIS GmbH, Gasteig: Zweckumwidmung von Büro in Wohnung des mat. Ant. 4 der Bp.93/2 der K.G. Sterzing in der Ralsergasse. Stefano Orsini, Brennerstr.34/K: Einbau von 2 Dachfenstern in der Bp.258, mat. Ant. 10 der K.G. Sterzing in der Bahnhofstraße. Andrea Silke Nestl, Gossensaß: Errichtung einer Wasserleitung von der Gp.129/1 bis zur Bp.116 der K.G. Ried in Ried, I. Variante. Hedwig Saxl, Evi Ungerank, Markus Ungerank, Urban Ungerank, Frakt. Thuins 91: Errichtung einer Grenzmauer auf der Bp.141 der K.G. Thuins in Thuins. Adalbert Staudacher, Ralsergasse 26: Sanierung der Wohnung des mat. Ant. 2 der Bp.201/2 der K.G. Sterzing in der Frundsbergstraße. Birgit Pardeller, Frundsbergstr.23: Sanierung des Gebäudes auf der Bp.188/2 der K.G. Sterzing in der Frundsbergstraße. Fink Bau der Brigitta Fink, Pfitsch: Sanierung des Gebäudes der Bp.101/2 der K.G. Sterzing am Untertorplatz. Funde Freienfeld: Mercedes-Autoschlüssel, Lesebrille gefunden.

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rätsel

Auflösung in der nächsten Nummer

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sonn- und feiertagsdienste

veranstaltungskalender

Apotheken 01. – 07.08.: Gilfenklamm (02.08: Stadtapotheke Hilfsdienst, 9.30 – 12.30 Uhr) 08. – 14.08.: Paracelsus Tel. 764940 15. – 21.08.: Stadtapotheke Tel. 765397 22. – 28.08.: Apotheke Wiesen (23.08: Paracelsus Hilfsdienst, 9.30 – 12.30 Uhr) 29.08. – 04.09.: Gilfenklamm Tel. 755024 Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Praktische Ärzte 01.08.: 02.08.: 08.08.: 09.08.: 14.08.: 15.08.: 16.08.: 22.08.: 23.08.: 29.08.: 30.08.:

Dr. Konrad Wieser, Tel. 764771, 335 299342 Dr. Pietro Stefani, Tel. 760628, 349 1624493 Dr. Eugen Sleiter, Tel. 320 7780947 Dr. Franz Keim, Tel. 764577, 335 6951031 Dr. Stefan Gögele, Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Pietro Stefani Dr. Wilhelm Seppi, Tel. 764656 Dr. Esther Niederwieser, Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Eugen Sleiter Dr. Alberto Bandierini, Tel. 764144, 388 7619666 Dr. Pietro Stefani

Der ärztliche Bereitschaftsdienst beginnt jeweils um 8.00 Uhr in der Früh. Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 9.00 bis 10.00 Uhr in seinem Ambulatorium aufgesucht oder unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden. Tierärzte 01./02.08.: 08./09.08.: 15.08.: 16.08.: 22./23.08.: 29./30.08.:

Dr. Bruno Prota (Dr. Heinrich Forer) Dr. Heinrich Forer (Dr. Bruno Prota) Dr. Heinrich Forer Dr. Bruno Prota Dr. Bruno Prota (Dr. Heinrich Forer) Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer)

Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone. Dr. Heinrich Foer, Tel. 764636, 347 7514146 Dr. Bruno Prota, Tel. 647454, 329 2179979 Dr. Stefan Niederfriniger Tel. 3888 766666 Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994 Sterzing, Frundsbergstraße 13, Tel. 766666, 388 8766666, 328 0514167

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Konzerte 1. August: Musikkapelle Innerpfitsch, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 2. August: Musikkapelle Trens, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 2., 9., 16., 23. und 30. August: Platzkonzert mit Frühschoppen, Gossensaß, 11.00 Uhr. 2. August: Musikkapelle Mauls, Romantikhotel „Stafler“, 20.30 Uhr. 4. August: Musikkapelle Innerpfitsch, St. Jakob, 20.30 Uhr. 6. August: „Il Barbiere di Siviglia“, Fahrt nach Verona, Arena; Anmeldung: Tel. 765325. 7. August: „The Other“, Schlosskonzert, Mareit, Schloss Wolfsthur n, 20.30 Uhr. 7. August: Musikkapelle Mauls, Wiesen, 20.30 Uhr. 8. August: Frei.Wild, Innsbruck, Hafen, Innrain, 18.00 Uhr. 8. August: „Aida“, Fahrt nach Verona, Arena; Anmeldung: Tel. 765325. 8. August: Streicherakademie Bozen, Stadttheater, 21.00 Uhr. 8. August: „Von listigen Weibe r n“, M ä rc he nk on z e r t i m Stollen, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 9. August: Musikkapelle Pflersch, St. Anton, Vereinshaus, 10.30 Uhr. 11. August: Musikkapelle Trens, Freienfeld, Gasthof „Burgfrieden“, 20.30 Uhr. 11. August : Musikkapelle Pflersch, Ladurns, Hotel „Bergkristall“, 20.30 Uhr. 12. August: Musikkapelle Innerpfitsch, Pfitsch, Gasthof „Pfitscherhof“, 20.30 Uhr. 13. August : Musikkapelle Wiesen, Wiesen, Musikpavillon, 20.30 Uhr. 14. August: „Kleitschophones“, Schlosskonzert, Mareit, Schloss Wolfsthurn, 20.30 Uhr. 15. August : Musikkapelle Trens, Trens, Musikpavillon,

20.30 Uhr. 15. August: Glenn Miller Orchestra, Stadttheater, 21.00 Uhr. 15. August: „Tosca“, Fahrt nach Verona, Arena; Anmeldung: Tel. 765325. 17. August: Musikkapelle Innerpfitsch, Wiesen, Musikpavillon, 20.30 Uhr. 18. August : Musikkapelle Wiesen, St. Jakob, 20.30 Uhr. 20. August : Musikkapelle Wiesen, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 21. August: Theresienmesse von Joseph Haydn, aufgeführt vom Kirchenchor Taufers, Sterzing, Pfarrkirche, 20.30 Uhr. 21. August : Musikkapelle Trens, Wiesen, Musikpavillon, 20.30 Uhr. 21. August: Böhmische der Musikkapelle Jaufental, Kematen, Gasthof „Alpenrose“, 20.30 Uhr, Hotel „Kranebitt“, 21.15 Uhr. 22. – 28. August: Internationaler Flötenkurs, Sterzing, Musikschule. 22. August: Joe Smith Band mit Latin Dances, Stadttheater, 21.00 Uhr. 23. August: Gemeinschaftskonzert der Musikkapellen der Gemeinde Freienfeld, Freienfeld, Musikpavillon, 10.30 Uhr. 23. August: Musikkapelle Pflersch, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 25. August: „Zarewitsch Don Kosaken“, Sterzing, Margarethenkirche, 20.30 Uhr. 28. August: „Carmen“, Fahrt nach Verona, Arena; Anmeldung: Tel. 765325. 29. August: Musikkapelle Mareit, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 30. August: „Tun na Kata“, Konzert, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 15.00 Uhr. 30. August : Musikkapelle Jaufental, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 30. August: „Aida“, Fahrt nach Verona, Arena; Anmeldung: Tel. 765325. Theater 4., 11., 18., 25. August und 1. September: „Sterzings verborgene Orte“, Stadtführung

mit Schauspiel und Kostümen, 21.00 Uhr. Vorträge 1. August: Imkerstammtisch: Einblicke in die Wachsverarbeitung – Vorführung Kerzengießen mit Martin Longo und Martin Eisendle, Thuins, Imkervereinsstand, 15.00 Uhr. 6. August: Infoabend Hochwasserschutz Sterzing, Gasthof „Traube“, Sterzing, 19.30 Uhr. 12. August: „Quer durch die fünf Sinne der Bergwelt“ sowie „Die Farbenvielfalt Südtirols“, Vorstellung von Beppe Mora der italienischsprachigen Reiseführer von Francesco Fagnani, Stadtbibliothek, 21.00 Uhr. Sport 1. August: Nordic Walking, Treffpunkt: Sterzing, Sportzone, 9.00 Uhr, Tel. 765325. 2. August: Ratschinger Berglauf, Start: Pizzeria „Zum Sepp“, 9.30 Uhr; Anmeldung: Tel. 659635. 3., 6., 10., 13., 17., 20., 24. und 31. August: Pfitscher Vital-Parcours, Start: Innerpfitsch, Vitalstübele, 9.00 Uhr. 4., 7., 11., 14., 18., 21., 25., 28. August, 1. und 4. September: Hochseilgartenwanderung, Hochseilgarten Ladurns, 9.00 Uhr, Tel. 632372. 5., 12., 19., 26., 27. August u n d 2 . S e p t e m b e r : Kletterkurs für die ganze Familie, Treffpunkt: Gasteig, Tourismusverein, 10.00 Uhr, Tel. 760608. 7., 14., 21. und 28. August: Pflerer Vital-Parcours, Start: Ladurns,

SVP Sterzing, Stammtisch für alle Interessierten jeden 2. Dienstag im Monat Sterzing, Gasthof Moos Beginn: 20.00 Uhr erker august 09


Residence Reißenschuh, 9.00 Uhr. 8. August: 400- bis 5.000-m-Lauf, Sterzing, Sportzone, 18.30 Uhr. 9. August: Bergtour Hirzer, AVS Sterzing. 13. August: Seniorenwanderung Mühlwalder Almenweg, AVS Sterzing. 22. und 23. August: Gletschertour Presanella, AVS Sterzing. 22. August: VSS-Jugend-Trophy, Moutainbike, Start: Wiesen, Gemeindepark, 10.00 Uhr. 23. August: Regionalmeisterschaft im Kanu, Freienfeld, Eisackufer, 9.00 Uhr. 30. August: Wipptalwanderung, AVS Sterzing. 30. August: Wanderung zur Kalcher Alm mit Alex Schwazer und Autogrammstunde, Start: Kalch, „Jägerheim“, 9.30 Uhr. Einschreibungen „Interclub Snake, Sterzing“ für die Saison 2009/2010, Sterzing, Bar „Hobby“, Tel. 333 2982103. Unterhaltung 1. und 2. August: Musikfest, Mauls. 1. August: Dämmerschoppen der Schützenkompanie Pflersch, St. Anton, Vereinshaus. 2. August: Countryfest, Roßkopf. 4. August: Tiroler Abend, Wiesen, Gemeindepark, 20.30 Uhr. 5., 12. und 19. August: Laternenparty, Sterzing, 19.00 Uhr. 6 . u n d 1 3 . A u g u s t : Tanzabend, Stadttheater, 21.00 Uhr. 7. August: Tiroler Abend, Freienfeld, Musikpavillon, 20.30 Uhr. 8. und 9. August: Sommerfest des Männergesangvereins Sterzing, Sterzing, Stadtplatz. 9. August: Sommerfest, Ladurns, Ladurnerhütte. 11. und 26. August: Tiroler Abend, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 14., 15. und 16. August: Sommerfest der Bürgerkapelle Sterzing, Stadtplatz. 15. und 16. August: Kirchtagsfest, Mareit. 22. und 23. August: Ridnauner Kirchtag mit historischem Umzug. 22. August: Dämmerschoppen, Gossensaß. erker august 09

23. August: Kinderfest, Roßkopf. 23. August: „A Feschtl in der Erl“, Veranstaltung mit Bergmarsch, Innerpflersch, 9.00 – 17.00 Uhr. 23. August: Goaßlschnöllertreffen, Ladurns. 28. August: Unterhaltung für Groß und Klein, Freienfeld, Handwerkerzone bei Wolf System, ab 15.00 Uhr. 4. und 5. September: Oktoberfest, Wiesen, Festhalle, 17.00 bzw. 10.00 Uhr. 6. September: Wipptaler Familienfest, Treffpunkt: Stilfes, Kirchplatz, 10.00 Uhr, Wanderung zum Rofis Boden, Bergmesse mit Toni Fiung, 11.00 Uhr; Veranstalter: KFS Bezirk Wipptal. Verschiedenes Bis 30. Oktober: Landesausstellung Franzensfeste; im August dienstags bis 21.00 Uhr. 1. – 11. August: „Kabarett“, Bilderausstellung von Bernhard Kerer, Sterzing, Rathausgalerie, 10.00 – 12.30 und 15.00 – 19.00 Uhr. 2. August: Pferdetreffen, Ladurns. 3. August: Regionales Finale der Miss-Italia-Wahl, Stadtplatz, 21.00 Uhr. 5., 12., 21. August und 2. September: „Auf den Spuren der Mineralien“ für einheimische Mineralienliebhaber, St. Jakob, 9.00 Uhr; Anmeldung: Tel. 765325. 8. August: Thuiner Fronleichnam, 19.30 Uhr. 20. – 23. August: „Flora und Fauna“, Fotoausstellung der Jäger, Sektion Sterzing, Rathaus. 22. und 23. August: Pilzeausstellung, Stadttheater. 5. September: Tag der offenen Tür mit Honigverkostung und Grillspezialitäten, Thuins, Imkervereinsstand, 15.00 Uhr. Kurse 11. August – 1. September: Frisch und entspannt in den Tag, Atmung und Yogastellungen, zweimal wöchentlich,

jeweils dienstags und freitags, 7 Einheiten, 7.00 – 7.40 Uhr. Anmeldung und Info bei Helene Egger, Tel. 335 1050299. Sprechstunden Jeden Montag, 8.30 – 12.30 Uhr, jeden Freitag, 8.00 – 9.00 Uhr: Sprechstunden von Förstern, Gossensaß, Forstamt. Jeden 2. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Mieterschutzsprechstunde, Haus der Bezirksgemeinschaft. Tel. 348 5303343. Jeden Montag, 9.30 – 11.30 Uhr, jeden Mittwoch, 17.00 – 19.00 Uhr: Beratung der Verbraucherzentrale, Haus der Bezirksgemeinschaft. Jeden 1. Montag im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Jeden Freitag, 16.00 – 17.00 Uhr: Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 723755 oder 339 8698659. Anlaufstelle für Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: „Beratungsstelle und Frauenhaus“, Brixen, Kapuzinergasse 2, Tel. 0472 270450; kostenlose Notruflinie, rund um die Uhr: Tel. 800 601330. Vereine und Verbände

Roßkopf, 11.30 Uhr. Tel. 756720, Erika Ellemunt; Tel. 766604, Raimund Mairhofer. Seniorentreff, jeden Mittwoch, 14.30 Uhr. Kolping-Tauschmarkt, freitags, 15.00 – 17.00 Uhr. VKE 3. – 14. August: „Galileo“, Kinderferien. 17. – 28. August: „Fauna & Flora“, Kinderferien. 19. August: Kinderbetreuung bei der Laternenparty. Tel. 766080 Märkte 5. und 20. August: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 – 13.00 Uhr. 4., 11., 18., 25. August und 1. September: Sterzlmarkt, Sterzing, Stadtplatz, 8.30 – 13.00 Uhr. 8. August: Bauernmarkt, Roßkopf. 9. August: Flohmarkt, Brenner, Marktplatz, ab 9.00 Uhr. 23. August: Flohmarkt, Sterzing, 8.00 – 18.00 Uhr. 24. August: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing. 26. und 31. August: Kunsthandwerkermarkt, Stadtplatz, 9.00 Uhr.

Dienstag

Kolpingfamilie

STERZLMARKT

2. August: Radwanderung nach Unterackern mit Fahrradsegnung, 12.30 Uhr. 30. August: Kolpingmesse,

Martedì

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vor 100 jahren

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01.08.1909 (Verzeichnis) der in Tirol und Vorarlberg im Monate August 1909 stattfindenden wichtigen Viehmärkte. Im politischen Bezirk Brixen findet in Sterzing am 24. der Viehmarkt mit lokaler Bedeutung statt. Voraussichtlicher Auftrieb: 200 Rinder. (Tiroler Landwirtschaftliche Blätter) ••• 09.08.1909 (Erinnerungs-Tafel an 1809). 1. August. Lefebre fordert bei Todesstrafe die Anführer der Tiroler auf, sich zu stellen. Hofer trifft in Mauls den abziehenden Taxis und beredet einen Teil der Soldaten zum bleiben. Darauf begibt er sich auf den Hof in der Vill bei Sterzing und erläßt neue Aufrufe. In einem Schreiben an Lefebre fordert er denselben auf, nicht weiter vorzurücken. 2. August. Buol rückt nach Bruneck ab. Lefebre entsendet das Sachsenkorps unter Rouyer, das in Sterzing einrückt. Hofer geht über den Jaufen und, sich verlassen sehend und erst den Erfolg seiner Laufzettel abwartend, verbirgt er sich in einer Höhle in Pfistrad. 3. August. Royer hält in Sterzing auf dem Moos einen Rasttag. Speckbacher hält in Unterau mit Haspinger und dem Mahrwirt Rat, wie man den vordringenden Feind aufhalten könnte. 4. August. Kampf der Sachsen in Sack, Mittewald und Oberau; die Tiroler ziehen sich gegen Abend zurück. Hofer schreibt aus seiner Höhle an die Passeirer und ermuntert zur Ausdauer. 5. August. Die Tiroler greifen die Sachsen in Oberau an und zwingen sie nach dem heißen Tagesgefecht zur Kapitulation. Auf die Nachricht vom Kampf am Eisak am 4. rückt Lefebre selbst über den Brenner. Hofer, von den Ereignissen in der Sachsenklemme schnell unterrichtet, eilt aus dem Versteck nach Sankt Leonhard und hält mit den Freunden Kriegsrat. 6. August. Peter Mayr und Haspinger haben in Mauls einen Zusammenstoß mit Lefebre. Hofer steht am Jaufen, im Weiler Kalch, und sieht große Massen um sich sammeln. 7. August. Lefebre versucht, mit der ganzen Macht vorzudringen, wird aber durch Steinbatterien bei Mauls zur Umkehr gezwungen. Bei Gasteig verwehren Speckbacher und Graf Mohr den Baiern das Vorrücken. 8. August. Bei Gasteig wird den ganzen Tag ohne Entscheidung gekämpft. Bei Lefebres Korps tritt Mangel ein. 9. August. Hofer ist ungehalten über die unentschiedenen Gefechte bei Gasteig und tadelt die Vinschgauer, daß sie nicht Stand halten. Lefebre unterhandelt mit Hofer über einen Waffenstillstand und bereitet den Rückzug über den Brenner vor. (Neue Tiroler Stimmen) ••• 15.08.1909 (Wiesen, Eisacktal). Als man am Sonntag früh zur Kirche kam, war das untere Friedhofsgitter mit starkem Eisendraht fest verschlossen, und zwar soll das, wie ich später erfuhr, darum geschehen sein, um die drei herumlaufenden Pferde, die sich das Gitter selbst öffnen und im Friedhof herumtreiben und die Gräber beschmutzen, fernzuhalten; denn man sieht auch wirklich mehrere Haufen solcher sogenannter Roßfeigen im Friedhof herumliegen. Vom Mesner ist es freilich nicht zu verlangen, daß er fortwährend am Gitter steht und diese Tiere sanft ablenkt. Die Fraktionisten von Wiesen haben schon vor sechs bis acht Wochen bei der Gemeinde eine schriftliche Beschwerde eingebracht mit der Beerker august 09

gründung, daß die Pferde vor den Häusern Tag und Nacht herumspringen und Kindern wie Erwachsenen oft gefährlich werden. Der Gemeindeausschuß hat daraufhin beschlossen, daß sofort ein verläßlicher Hirt zu bestellen ist. Soviel ich weiß, sollen die Pferde die Nacht auch in einen Stall kommen. Dies wurde sämtlichen Pferdebesitzern kundgemacht und diese Kundmachung an die Gemeindetafel angeschlagen. Aber bis heute ist noch kein Hirte zu sehen, auch die Pferde laufen herum wie früher und die Pferdebesitzer lachen die Fraktionisten samt dem Gemeindeausschuß-Beschluß brav aus. Wenn die Gemeinde überhaupt nicht gewillt ist, diesem Übel abzuhelfen, so hätte sie den Fraktionisten sagen sollen, daß sie sich in dieser Angelegenheit nicht einmischen könne oder wolle, da die Pferdebesitzer angesehene Männer sind; aber nicht einen GemeindeausschußBeschluß machen und denselben nicht ausführen! (Tiroler Volksbote) ••• 15.08.1909 (Sterzing, Eisacktal). Endlich ist der Bau der Hochdruckwasserleitung von der Frage in die Verwirklichung eingetreten. Der städtische Bürgerausschuß hat beschlossen, die Wasserleitungsarbeiten an die Firma Johann Georg Huber, Baugeschäft in Kirchbichl (Tirol), zu übergeben. – Wie man hört, soll jetzt in Sterzing eine landwirtschaftliche Schule errichtet werden, womit die theoretische Ausbildung von Landwirten in der Buchführung, Maschinenkenntnis sowie in den Agenden der Gemeindesekretäre bezweckt wird. Damit wird endlich ein Beschluß unseres Landtages verwirklicht. Der Landtag hatte nämlich voriges Jahr den Beschluß gefaßt, einmal eine solche Schule im Zentrum (Mittelpunkt) des Landes zu eröffnen; wenn sie sich bewährt, werden zweifellos im Laufe der Zeit mehrere in verschiedenen Landesteilen errichtet werden. Seitens der Stadtgemeinde sollen die entsprechenden Lokale für die Unterbringung von 25 Schülern schon sichergestellt sein und der Unterricht soll im November beginnen. (Tiroler Volksbote) ••• 15.08.1909 (Stilfes, Eisacktal. Vom Blitze erschlagen). Am 2. August wurde die Tumenerbäuerin, Maria Saxl, geborene Blasbichler, vom Blitze in ihrem Hause tödlich getroffen. Sie saß mit ihrem Sohne am offenen Küchenfenster, als der Blitz einschlug; während der Sohn mit dem Schrecken davonkam, ja nicht einmal bewußtlos wurde, war seine Mutter sofort tot. Sie hinterläßt drei Kinder von 15-19 Jahren, denen vor mehreren Jahren der Vater gestorben ist. (Tiroler Volksbote)

••• 29.08.1909 (Wipptal und Eisacktal). Der Bürgerausschuß der Stadt Sterzing hat beschlossen, eine elektrische Bahn nach Mareit im Ridnauntale zu bauen. Der Bau wurde bereits ausgeschrieben. (Tiroler Volksbote) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

Der Erker _ erscheint monatlich in einer Auflage von 6.400 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St. Bürozeiten Montag - Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr 15.00 - 18.00 Uhr Dienstag und Freitag Nachmittag geschlossen

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