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Erker Jahrgang 22 - Juli 2010

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

n e u Fra k i t i l o P n und ticke e: g a r f Um

n e n n leri

Einzelnummer 0,75 Euro - Vers. i. P.A. - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96 - Filiale Bozen - I.P.

äh W e Wi

Politik

Kultur

Fußball

Die neuen Gemeindeausschüsse

Die Markscheidekunst im Bergbau

Auswahl Ridnauntal holt Meistertitel


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inhalt

editorial

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titelgeschichte _ 20 Frauen und Politik Im Wipptal ist die Zahl der Gemeinderätinnen rückläufig. Was könnten mögliche Gründe dafür sein? Der Erker hat sich bei den Wählerinnen im Bezirk umgehört, wie sie generell über Frauen in der Gemeindepolitik denken – und ist dabei zu interessanten Erkenntnissen gekommen.

10 _ POLITIK 15. Jahrestag von Alexander Langer

12 _ WIPPTAL Die neuen Gemeindeausschüsse

22 _ GESELLSCHAFT Standort für Jugendzentrum gesucht

34 _ KULTUR Die Markscheidekunst im Bergbau

46 _ FUSSBALL Auswahl Ridnauntal holt Meistertitel

parte italiana 40 _ 43 _ 44 _ 44 _

Politica: giunte comunali rinnovate Vipiteno: scuola elementare tedesca pronta in agosto Vipiteno: un luglio ricco di manifestazioni Sport: oro nella maratona europea al Rafting Team Vipiteno

57- 61 erker-extra

finanzen & immobilien

rubriken 4_ 56 _ 62 _ 63 _ 64 _ 65 _ 66 _ 69 _

Leserbriefe Wipptipp Gesundheit Erkoku Leute Rezept Jahrestage Gemeinden

69 _ 71 _ 72 _ 74 _ 75 _ 78 _ 79 _ 79 _

Geistliches Wort Rätsel Veranstaltungen Kleinanzeiger Sumserin Pfiffikus Vor 100 Jahren Impressum

Liebe Leserin, lieber Leser, nach den Wahlen, heißt es, zeigt die Politik ihr schmutziges Gesicht: Wie Kinder im Sandkasten raufen sich dann alle um die wenigen Schaufeln und Förmchen – sprich Ämter und Kompetenzen, die es nur für die „Elite“ zu vergeben gibt. Ein Bangen und Zerren, ein Hecheln und Japsen um ein Assessorat gab es auch in den Wipptaler Ratsstuben, da etwas lauter, dort etwas leiser; diskutiert wurde aber überall, weil jedem, der schon einmal im Sandkasten gespielt hat, klar ist: So richtig „arbeiten“ kann man erst mit dem richtigen Werkzeug in der Hand. Die Ausschüsse im Wipptal stehen mittlerweile, wenn auch Tränen geflossen sind: Die einen müssen ihre Schaufel mit anderen teilen, andere bekommen überhaupt keine, weil sie zwei zugleich haben wollten. Nun bleibt erst einmal abzuwarten, wie gut sich die neuen Referenten in den nächsten fünf Jahren vertragen. Denn die besten Schaufler nützen nichts, wenn sie sich nicht einigen können, was sie nun gemeinsam bauen wollen. Dasselbe gilt auch für den Gemeinderat. Um „unliebsame Überraschungen“ im Zaum zu halten, haben die Bürgermeister in Pfitsch und Freienfeld auf eine Besetzung mit vertrauten Gesichtern gesetzt. Diese Strategie hatte ursprünglich auch der Sterzinger Bürgermeister, nur ist ihm diese nicht voll aufgegangen. In Ratschings und Franzensfeste gab es nur noch wenige „alte Neue“, deswegen war ein merklicher Wechsel unausweichlich. Erfreulich ist zu sehen, dass endlich auch Junge im Sandkasten der Politik beweisen dürfen, was sie drauf haben – auch wenn sich manch älteres Semester darum sorgt, dass sie womöglich der Herausforderung nicht gewachsen sind. Wie soll die Jugend aber beweisen, was sie kann, wenn man ihr nicht die Möglichkeit dazu gibt? Die erste Halbzeit verspricht jedenfalls spannend zu werden. Dann wird sich abzeichnen, ob sich die neuen Meilensteine, die unsere Volksvertreter vor den Wahlen gesetzt haben, am Ende als Stolpersteine erweisen. Peinlich wären auch Versprechungen, die sich im Nachhinein als Versprecher herausstellen. Der Druck auf unsere Auserwählten lastet also schwer. Sandspielen und Politik sind sich ziemlich ähnlich. Beides sieht zwar einfach aus, aber es ist eine hohe Kunst für sich. Kaum etwas lässt sich gemeinsam so stabil aufbauen oder so schnell kaputt machen wie Sandburgen und gute Ideen. Wie gut unsere Gemeindevertreter diese Kunst beherrschen, werden sie uns im Herbst zeigen – nach den Sommerferien. Die Redaktion

in eigener sache

Nächster Redaktionsschluss _15.07.10 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker juli 10

Erna Eisendle

Seit kurzem verstärkt Erna Eisendle aus Sterzing unser Redaktionsteam. Sie löst nun unsere langjährige geschätzte Sekretärin Burgi Gschnitzer ab und wird fortan auch Ansprechpartnerin für die Bereiche Werbung, Kleinanzeiger, Jahrestage und Gratulationen sein. Wir wünschen Erna einen guten Einstand und viel Freude bei ihrer neuen Herausforderung und Burgi alles Gute für ihren weiteren Lebensweg. 3


leserbriefe

Stellungnahmen zum Leserbrief „Love Music – Hate Fascism“ Erker 06/10 Am 17. April fand in der Festhalle von Wiesen ein Rockkonzert unter dem Namen „Rockfete“ statt. Das Motto „Love Music – Hate Fascism“ wurde bewusst gewählt, um etwaigen politisch verwirrten Konzertbesuchern klar zu machen, dass sie nicht erwünscht sind. Der Abend verlief ohne größere Zwischenfälle und mit guter Beteiligung. Wer sich anmaßt, öffentliche Anschuldigungen gegen die Veranstalter und deren Unterstützer zu verbreiten, sollte wenigstes bemüht sein, sich auch nur annähernd über eine Musikrichtung oder Szene (Oi!Punk) zu informieren. 
Das Ganze als menschenverachtende Veranstaltung abzutun oder gar mit „Massenvernichtung von Rassen“ (!) in Verbindung zu bringen, ist geradezu haarsträubend und lächerlich. 
Den Beteiligten, den Bands und freiwilligen Helfern danken wir für den reibungslosen Ablauf. Die Veranstalter und die Jugendgruppe Wiesen

Wer öffentlich mit derart schweren Anschuldigungen um sich wirft, sollte wenigstens genug Courage besitzen, um seinen Namen unter einen Leserbrief zu schreiben. 
Die Band Unantastbar existiert seit sechs Jahren. Wir haben in dieser Zeit zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (Deutschland, Österreich, Schweiz) gespielt. Der ungeheuerliche Vorwurf, unsere Auftritte fänden hauptsächlich in der rechtsextremen Szene Deutschlands statt, stellt nicht nur eine Beleidigung für sämtliche Konzertveranstalter dar, sondern ist zudem zutiefst rufschädigend. Sowohl wir als auch unser Plattenlabel Bandworm-Records aus Magdeburg behalten es uns deshalb vor, bei weiteren ähnlichen grund- und haltlosen Aussagen dieser Art rechtliche Schritte gegen den Verfasser einzuleiten. Wir sind gegen politische Extreme und wollen auch keine Nazis oder Faschisten auf unseren Konzerten, deshalb auch das Motto in Wiesen, hinter dem wir voll und ganz stehen: „Love Music – Hate Fascism“! Unantastbar (www.unantastbar.net)

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Als ich den Leserbrief las, war ich schockiert und verärgert, nicht nur über den Inhalt, sondern auch über den nur der Redaktion bekannten Leserbriefschreiber. Was mich wiederum fast schon zum Lachen brachte, war die Tatsache, dass er „Unantastbar“ und unsere Gruppe „Foiernacht“ sowie die gesamte Skinheadszene als „gewaltbereit und menschenverachtend“ darstellt. Dieser Mensch hat wahrscheinlich einen Artikel in der Bildzeitung gelesen, wo fälschlicherweise Neonazis mit Skinheads verwechselt wurden, was ein Widerspruch per se ist. Dem Vorwurf, dass „Foiernacht“ vor allem vor Rechtsextremen in Deutschland spielt, kann ich entgegensetzen, dass bei unserem letzten Deutschlandkonzert ein Dunkelhäutiger der Bassist der Hauptband war. Die 2.000 Besucher, vor allem Punks und Skins, waren genau das Gegenteil von hasserfüllten Schlägern. Der Behauptung, dass die „Wiesen-Rockfete“ fast ausschließlich von „Naziskins“ besucht wurde, setze ich weiters entgegen, dass beide Bands auf ihren Internetseiten darauf hingewiesen haben, dass Besucher mit politischen Aufschriften auf Jacken und Pullovern von der Halle verwiesen werden. Dazu ist es aber kein einziges Mal gekommen. Das Fest wurde von Jugendlichen aller Art besucht und es spielte zu keiner Zeit eine Rolle, wer welche Einstellung hat. Diese Person hätte eigentlich nur unsere Homepage besuchen, unsere Texte durchlesen oder auch das Gespräch mit einem von der Gruppe suchen können, bevor voreilige Schlüsse gezogen und in einem Leserbrief der Gemeinderat Pfitsch, der Jugenddienst Wipptal und die veranstaltende Jugendgruppe Wiesen mit oberflächlichen Argumenten und erfundenen Vorwürfen beworfen werden. In mehreren Interviews haben wir uns klar und deutlich von jeder Form von Faschismus distanziert und auch hier möchten wir noch einmal klarstellen: Faschismus hat in der Skinheadszene und in unserem Leben nichts zu suchen. Und unseren Namen „Foiernacht“ haben wir einzig und allein als Provokation und ohne jeglichen politischen Hintergrund gewählt, und, wie man sieht, mit Erfolg.

In einem gewissen Sinn möchten wir dieser Person sogar unseren Dank aussprechen. Ihre Reaktion bestätigt uns in unserer Meinung, wie oberflächlich doch manche Menschen sind, und das wiederum inspiriert uns zu neuen Liedern und bestärkt unseren Willen, uns niemals unterkriegen zu lassen. Florian Seppi, Foiernacht

Als Konzertbesucherin der Rockfete kann ich den Leserbrief vom Juni-Erker nicht unkommentiert lassen. Ich schicke voraus, dass ich öfters zu Konzerten von Jugendbands gehe. Nicht alle musikalischen Jugendlichen fühlen sich in einer Musikkapelle beheimatet, sie wollen Musik auf ihre eigene Art gestalten und leben. Im Wipptal gibt es Jugendbands der verschiedensten musikalischen Ausrichtungen. Die fünf Bands von der Rockfete in Wiesen, spielen Oi!Punk, Metalcore, Punkrock, Rock und Death-Metalcore. Jede Musikrichtung aber hat ihre Rituale, ihre Tanzweise und ihre entsprechend gekleideten und gestylten Fans. Einem Szenenneuling (der/die Leserbriefschreiber/in?) war in Wiesen sicher nicht ganz wohl zumute, das kann ich nachvollziehen. Als ich selber die ersten Konzerte dieser Art besuchte, erging es mir nicht anders. Ins erste Konzert getraute ich mich erst gar nicht hinein, weil mir beim Eingang schon vier kahlgeschorene, tätowierte und gepiercte Riesen entgegenkamen, beim zweiten Konzert geriet ich mitten ins „Bogern“ (typischer Tanz dieser Szene). Ich ging aber nicht nach Hause und setzte einen Leserbrief auf, um meiner Sorge Luft zu machen und allen möglichen Organisationen vorzuwerfen, wie sie so etwas nur zulassen können, sondern begann, mich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Ich besorgte mir Informationen, vertiefte meine Kenntnisse und suchte das Gespräch mit den Jugendlichen dieser Szene und kann ruhigen Gewissens sagen: Keine Spur von gewaltbereiten, menschenverachtenden, politisch rechts orientierten Aktivitäten bei der Rockfete in Wiesen!

Da waren Jugendliche, die feiern und ihren Spaß haben wollten, bei der Musik, die ihnen gefällt. Allerdings wurde viel Alkohol konsumiert und dieser systematische, bewusst gelebte Alkoholkonsum, nicht nur bei der Rockfete in Wiesen, sondern freitags und samstags, immer und überall, damit habe ich persönlich das viel größere Problem. Es schaut so aus, als ob viele Jugendliche glauben würden (oder es wird ihnen irgendwie vermittelt), dass sie nur mit einem bestimmten Quantum Promille intus im Trend liegen. Maria Ossanna, nicht mehr ganz jugendliche Konzertbesucherin

Offener Brief an Bürgermeister Fritz Karl Messner Ich bin mehr als verwundert, gelinde gesagt empört, auf welch übereilte Art und Weise das Zustellungsverfahren der Akte über die Unvereinbarkeit meines Gemeinderatsmandates mit dem Landtagsmandat durchgeführt wurde. Es ist offensichtlich, dass mir von Seiten der Gemeinde so wenig Zeit wie möglich gelassen werden sollte, diese Unvereinbarkeit zu klären. Konkret gesagt ist es schon höchst merkwürdig, wenn am 28. Mai abends nach der Gemeinderatssitzung schnell der Stadtrat zusammentritt und meine Position bewertet und am nächsten Tag morgens um 8.30 Uhr (an einem Samstag!) bereits die Zustellung erfolgt. So eine effiziente Gemeindeverwaltung dürfte wohl beispielhaft für das ganze Land sein. Ich habe das Vorgehen beim Zustellungsverfahren von der Gemeindenaufsicht überprüfen lassen und bin in meiner Auffassung bestätigt worden, dass die Termine nicht, wie von den gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen, eingehalten wurden. Darüber hinaus ist es mir ein Anliegen festzuhalten, dass im Gemeinderatswahlkampf gegenüber meiner Person von einzelnen Gegnern sehr untergriffige und teils diffamierende Wahlkampfmethoden angewandt wurden, welche die Wahl in ein schiefes Licht gerückt haben und mir und

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auch meiner Familie nachhaltig geschadet haben (siehe Anlage).

Wahlkampf-SMS gegen Egartner Wir überlassen unser Sterzing nicht dem Bauspekulanten, wir wählen Fritz! Wenn du auch so denkst, sende dieses SMS an viele weiter. Theiner, Durnwalder und Seeber wollen diesen Sesselkleber, der seinen Landtagssitz bald wird verlieren, zu unserem Bürgermeister küren. Das ist wohl ein schlechter Witz. Das Volk von Sterzing wählt den Fritz. Wer Jugend fangen will mit Saufen, sich seine Stimme will erkaufen, wer Streit und Zank im Kopfe hat, der ist kein Vorbild für unsre Stadt. Der Kandidat aus Gossensaß – macht sich schun die Hosn nass. – Die schiane freiheitliche Gitsch verziacht sich bald wieder nach Pfitsch. – Die Sterzinger bleiben in 16. Mai – ihrem Bürgermeister treu. Bitte unterstütz auch du noch fest den Fritz, damit die Vernunft überwiegt und Sterzing siegt.

Besonders erwähnen möchte ich die letzte Flugblattaktion am Tag vor der Wahl, die derart provokante und kriminelle Aussagen beinhaltete, dass ich mich gezwungen sah, auch im Interesse meiner Familie, aber auch gegenüber meiner Wählerschaft, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Christian Egartner

Wahl von Vertretern des Volkes oder reine Farce? Nach den Bürgermeisterkandidaten hat in Sterzing Dieter Thaler weitaus am meisten Stimmen des Volkes bekommen. Und dies, obwohl er zum ersten Mal kandidiert und keine Werbung gemacht hat: Ihm vertraut man. Aber was hilft es, wenn der Bürger nur „zum Schein“ sagen darf, wen er als Verantwortungsträger (Assessorat, Stadtrat) haben will? Anscheinend darf der Bürgermeister tun, was er will, denn Thaler erhielt keinen Stadtratsposten! Ist das Demokratie?

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Danke im Voraus für eine Antwort im Erker. Eine Sterzinger Bürgerin, Name der Redaktion bekannt

Altstadt vernachlässigt Es muss einmal gesagt werden: Die Altstadt von Sterzing wird von den Stadtverantwortlichen im Tourismussektor bei besonderen Ereignissen vernachlässigt, sei es bei Musikveranstaltungen als auch bei Werbe-Events. Zu dieser Tatsache trägt noch die Einstellung der Gastbetriebe Hotel „Goldene Krone“ und Hotel „Schwarzer Adler“ Nachteil bringend bei. Dies sei keine missliche Kritik, sondern eine Anregung, diese Beanstandungen zur Kenntnis zu nehmen und die derzeitige Lage zu ändern. Gasthof „Zur Traube“, Sterzing

Down-Hill-Abfahrten vom Roßkopf Erker 06/10 Sehr geehrter Herr Wurzer, Ihre Argumente, die Sie im Juni-Erker vorbrachten, kann ich beim besten Willen nicht teilen. Sie können diesen „Sport“ nicht mit dem Klettern im Fels vergleichen. Ich war selbst viele Jahre Extremkletterer und kann Ihnen versichern, dass dabei keine Schäden angerichtet werden. Der Weg Nr. 23 auf den Roßkopf ist jetzt schon in einem erbärmlichen Zustand. Deshalb betone ich nochmals, dass die Wanderwege nicht für Down-Hill-Abfahrten geeignet sind. Ich weiß zwar nicht, worauf es Ihnen beim Down-Hill ankommt, aber die Tatsache ist, dass dadurch enorme Schäden entstehen. Der AVS hat nicht nur im vergangenen Jahr viel Geld in die Wanderwege investiert, sondern seit seinem Bestehen, und das sind immerhin mehr als 120 Jahre. Natürlich wäre es richtig, für die Down-Hill-Fahrer eine eigene Piste anzulegen. Das ist in Österreich bereits an mehreren Orten der Fall. Es ist auch bekannt, dass die neue Rosskopf GmbH nach der Möglichkeit für eine Down-Hill-Piste sucht, da sie ihr

Freizeitangebot so vielseitig wie möglich gestalten will. Die Gesellschaft will aber auch, dass die beiden Wanderwege 19 und 23 den Wanderern vorbehalten bleiben (siehe Artikel im Mai-Erker). Übrigens: Ein Wanderer stört bestimmt kein Wild, und wenn er auf dem Weg bleibt, richtet er auch keinen Schaden an. Ernst Knollenberger für den AVS Sterzing

Gemeinderatswahl in der Fraktion Trens Erker 06/10 Die Wahlergebnisse stehen fest und die neuen Gemeindeverwalter sind an die Arbeit gegangen. In der Gemeinde Freienfeld erreichte die SVP 63,2 Prozent, in der Fraktion Trens immerhin 62,6 Prozent der Stimmen, obwohl sieben Kandidaten der SVP und 14 Kandidaten der Freien Liste allein in Trens um die Gunst der Wähler warben. Aus den Reihen der SVP schafften drei Kandidaten den Einzug in den Gemeinderat. Die Freie Liste brachte vier Kandidaten in den Gemeinderat und vertritt 37,4 Prozent der Wähler der Fraktion Trens. Diese Feststellung verdeutlicht, dass die Anzahl der Räte nicht immer den Listenstimmenanteil widerspiegelt. Wir werden nun mit Einsatz und Freude zum Wohle unseres Dorfes und seiner Menschen arbeiten. SVP-Ortsgruppe Trens

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Acquistate SUBITO, offerte particolari! Richtigstellung Erker 06/10 Die Freie Liste Freienfeld hat bei den Gemeinderatswahlen im Mai in Mauls mit 41,7 Prozent der Wähler das höchste Ergebnis eingefahren. Im Juni-Erker war fälschlicherweise berichtet worden, dass die Liste in Trens, Sprechenstein, Flans und Valgenäun am meisten gepunktet hat. Die Redaktion

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aktuell

Sterzing

Land tritt Beteiligung an Sadobre ab Mitte Juni unterzeichnete Finanzlandesrat Roberto Bizzo in Bozen den Vertrag zum Verkauf der Landesanteile an der Sadobre AG an die Brennerautobahn-Gesellschaft. Die Grundlage des Verkaufs bildet ein Staatsgesetz, das es öffentlichen Körperschaften verbietet, Gesellschaften aus der Taufe zu heben, die keine institutionellen Aufgaben für die Körperschaften wahrnehmen. Im selben Gesetz wird auch festgeschrieben, dass Anteile an bereits bestehenden Gesellschaften abgetreten werden müssen. „Die Autobahn-Gesellschaft hat sich den Zuschlag zum Aktienkauf um einen Gesamtpreis von rund elf Millionen Euro gesichert“, so Bizzo, der darauf verweist, dass mit dem Erlös aus dem Aktienverkauf das vom Land in die Sadobre AG investierte Kapital zur Gänze wieder hereingeholt worden sei. Der Finanzlandesrat betont zudem, dass das Land den Verkauf auch im Auftrag anderer Aktionäre der Sadobre AG abgewickelt habe, darunter die Gemeinde Bozen, die Handels-

der fuggerroppe

kammer, die Sparkasse, das Allgemeine Lagerhaus Bozen sowie die Landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft. Die Beteiligung an der Zollstation und der LKW-Raststätte der Sadobre AG wird vom Land nicht mehr als Teil seiner institutionellen Aufgaben gesehen, sehr wohl aber von der Brennerautobahn AG, die das Gelände der Sadobre nutzen will, um dort einen LKW-Auffangplatz für Notfälle zu schaffen.

Geat’s do noch Elznbam?

Mehr Lebensqualität für Fische

erker ted-umfrage Ergebnis Umfrage Juni

Sind Sie mit dem Wahlergebnis zufrieden? Ja

Die Juli-Frage

Braucht Sterzing ein Jugendzentrum?

41,5 %

Nein

58,5%

Stimmen Sie ab auf

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Quer- und Stauwerke in Flüssen sind für Fische gerade in der Laichzeit oft unüberwindbare Hürden. Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord hat in den vergangenen Jahren – wie von der EU vorgeschrieben – damit begonnen, solche Hindernisse umzubauen und für Fische passierbar zu machen. In Gossensaß wurden Sperren abgetragen, nördlich des Stausees von Franzensfeste wurde eine Fischtreppe errichtet. Außerdem soll die marmorierte Forelle, die einzige wirklich „einheimische“ Fischart in Südtirols Gewässern, erhalten werden. Das Landesamt für Jagd und Fischerei hat dafür einen Bedarf an Fließstrecken von 300 Kilometern errechnet. Als geeigneter Lebensraum wurde auch der Eisack südlich von Sterzing ausgewiesen.

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1.364 Ausländer im Wipptal Ausländische Schülerzahl seit 2005 verdoppelt

Wie in allen westlichen Industrieländern haben sich auch in Südtirol immer mehr Migranten aus aller Welt niedergelassen. Die meisten Einwanderungen wurden 2007 verzeichnet, als Rumänien und Bulgarien der EU beigetreten sind. Mehr als 5.000 Migranten sind damals nach Südtirol gezogen. Zu Jahresende 2009, so das Landesamt für Statistik, lebten 39.156 Ausländer in Südtirol. Der Ausländeranteil ist im Vergleich zu 2008 um 7,9 Prozent gestiegen. Vor 20 Jahren lebten noch 5.000 Ausländer in Südtirol, heute sind es achtmal so viele. In der Statistik nicht berücksichtigt werden heute jene rund 1.700 Ausländer, die mittlerweile die italienische Staatsbürgerschaft erhalten haben. Die meisten Zuwanderer lassen sich in der Landeshauptstadt Bozen nieder, wo mittlerweile fast ein Drittel aller Ausländer leben, gefolgt von Meran (13,5 %) und Brixen mit 4,9 Prozent. Aber auch kleinere Gemeinden in Südtirol weisen einen hohen Ausländeranteil auf, wie Salurn (19,1 %), Franzensfeste (18,5 %), Brenner (13,7 %), Waidbruck (12 %) und Margreid (11,8 %). Im Wipptal leben derzeit 1.364 Ausländer, viermal so viele wie vor 15 Jahren. Die meisten Ausländer, die in SüdIm Wipptal ansässige Ausländer* 1995 Brenner 49 Franzensfeste 21 Freienfeld 30 Pfitsch 93 Ratschings 31 Sterzing 89 Wipptal 313

2000 95 52 31 116 46 171 511

2005 2009 166 290 124 180 79 128 147 151 63 130 320 485 899 1.364

*Quelle: ASTAT, Stand: 31.12.2009

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tirol leben, stammen aus Albanien (5.000), Deutschland (4.500) und Marokko (3.000). Offiziell leben Menschen aus 126 verschiedenen Ländern in Südtirol. Ein Drittel der Ausländer sind EU-Bürger, ein Drittel hat seine Wurzeln in europäischen Staaten, die nicht der EU angehören, ein Drittel sind Asiaten oder Afrikaner.

Verdoppelt hat sich auch die Anzahl ausländischer Schüler an den Kindergärten sowie Grund-, Mittel- und Oberschulen des Wipptales: Der Anteil stieg von 4,4 Prozent im Schuljahr 2004/05 auf 8,0 Prozent im Jahr 2008/09. Damit weist südtirolweit nur Bozen (11,1 %) einen höheren Prozentsatz als das Wipptal auf.

Breitere Pisten für Ladurns

Die Landesregierung hat Anfang Juni im Rahmen der Überarbeitung des Südtiroler Skipistenplanes einer Verbreiterung der Piste „Wastenegg“ – „Tunige“ bzw. der Piste Nummer Fünf hinter der „Pfeifer-Huisele-Hütte“ zugestimmt. Letztere ist eine FIS-homologierte Piste, die bei Rennen für Skifahrer immer gesperrt werden musste. Nach der Verbreiterung können alle Skifahrer den Hang während eines Rennens zum Skifahren benutzen. Priorität haben derzeit aber die Realisierung eines Speicherbeckens, die Beschneiungsanlage und die Rodelbahn von der Bergbis zur Talstation. In der Zwischenzeit wird die Verbreiterung der Pisten projektiert und zur Genehmigung eingereicht. rr

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aktuell

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Sterzing

Diskussion zur Hochwassergefahr und -vorsorge

Stange

Das Institut für Angewandte Fernerkundung der EURAC aus Bozen lädt Bürger aus Sterzing und Pfitsch im Juli zu einer Diskussion über Hochwassergefahr und -vorsorge. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Amt für Wasserschutzbauten der Provinz Bozen und den Gemeinden Sterzing und Pfitsch. Durch diese Gruppendiskussionen, so genannten „Focus Group Interviews“, wollen die Mitarbeiter des Instituts lernen, wie die Betroffenen auf ein Hochwasser vorbereitet sind und welche Informationen sie brauchen, um besser für ein solches Ereignis vorzusorgen. Dabei ist sowohl die Meinung der von Hochwassergefahr betroffenen Anwohner und Anlieger gefragt als auch jene der Betriebe und Gewerbetreibenden, deren Produktionsstätten durch Überschwemmungsschäden und Produktionsausfall gefährdet sind. Die Diskussion für Anwohner und Anlieger – sie wird in deutscher Sprache abgehalten – findet am 24. Juli von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr im Sterzinger Ratssaal statt. Der Termin für Gewerbetreibende ist am 23. Juli von 17.30 bis 19.30 Uhr. Vorgegebene Themen werden von den Diskussionsteilnehmern frei diskutiert, während die Projektbearbeiter hauptsächlich beobachten und die Diskussion durch Fragen lenken. Anmeldungen für eine Teilnahme nimmt Silvia Maltauro (silvia.maltauro@eurac.edu, Tel. 0471 055370) entgegen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-FP7-Projekts MOVE (Methods for vulnerability assessment in Europe) statt. Darin werden Methoden zur Abschätzung der Anfälligkeit gegenüber Naturgefahren europaweit getestet und verglichen. Im Rahmen dieses Projekts wird es auch eine Fallstudie in Südtirol zur Anfälligkeit gegen Hochwasser geben. Die Wahl fiel laut den Veranstaltern auf Sterzing und Pfitsch, da diese in Südtirol zu den Gemeinden mit der größten Hochwassergefahr zählen. Außerdem kann die EURAC auf Forschungsergebnisse anderer Projekte zurückgreifen. Die geplanten Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz machen diese Untersuchung zum jetzigen Zeitpunkt besonders interessant.

Exkursion am Mareiter Bach Im vergangenen Jahr hat die Landesabteilung Wasserschutzbauten begonnen, einen 1,8 km langen Abschnitt des Mareiter Baches zwischen Stange und Mareit naturnah zurückzubauen. 1,8 Millionen Euro hat es gekostet, u. a. die fünf Sperren abzutragen, das Bachbett mit Zyklopensteinen aus dem Pustertal, Eisacktal und Sarntal unterirdisch zu stützen und den Flusslauf in Kurven zu legen und zu verbreitern. Das Budget, finanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), wurde inzwischen um eine weitere Million Euro aufgestockt. „In ein paar Jahren“, so Bauleiter und Projektant Paul von Hepperger, „sieht es hier aus, als ob der Bach immer so verlaufen wäre.“ Noch ist es eine riesige Schotterbaustelle, obwohl es da und dort schon zu Grünen beginnt. 1.200 Pflanzen und 360 Bäume, vor allem Erlen, hat das Amt für Wasserschutzbauten, u. a. auch in Zusammenarbeit mit den Grundschulen Stange und Gasteig, gepflanzt. 16 Interessierte, darunter auch Bürgermeister Fritz Karl Messner, Stadträtin Christina Recla Eisendle und zwei Förster, ha-

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ben sich Mitte Juni bei einem Lokalaugenschein über die Aufweitung des Baches informiert. Im Rahmen des Projekts „Flussraumagenda Oberer Eisack“ soll die Aufweitung des Mareiter Bachs – sie wurde ausschließlich auf öffentlichem Grund durchgeführt – der Startschuss für eine Reihe von Maßnahmen sein: Das teilweise bis auf 100 Meter verbreiterte Bachbett soll in erster Linie die drohende Hochwassergefahr für das Sterzinger Becken vermindern, weil das Wasser so langsamer und gleichmäßiger abfließen kann. Außerdem soll es u.a. den Hochwasserschutz von Gasteig aufrechterhalten, so Gewässerökologe Peter Hecher. Um 1980 hatte man den Bach begradigt und in eine verbaute Form gezwungen. Rund 20 Jahre später führt der Bautrend wieder ein kleines Stück zurück ins Jahr 1858: Eine Skizze von damals zeigt, dass sich der Mareiter Bach früher auf insgesamt zehn Hektar

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Gewässerökologe Peter Hecher mit interessierten Bürgern beim Lokalaugenschein: Ein Viertel der Renaturierungskosten entfielen allein auf den Transport der Zyklopensteine.

Fläche ausbreiten durfte, heute sind es gerade einmal zwei. Am Hochwasserschutz im Wipptal soll auch nach Ablauf der Arbeiten weitergearbeitet werden. Die EU schreibt nämlich vor, dass die Hochwassergefahr an den problematischen Stellen zwar entschärft, nicht aber verlagert werden darf. Am Eisack, speziell zwischen der Flainer und der Wiesner Brücke, wird ab nächstem Jahr gebaut. In Planung ist derzeit ein Projekt, um die Hochwassergefahr zwischen

dem unteren Mareiter Bach und Freienfeld einzugrenzen. Das letzte 30-jährige Hochwasser liegt 23 Jahre zurück. Durch die neuen Schotterflächen werden sich am Mareiter Bach künftig Tiere wie Flussuferläufer und Eisvögel ansiedeln. Im Bachbett werden Steine und Totholz strukturiert, um der Marmorierten Forelle ein wohliges Zuhause zu schaffen. Um Tieren und Pflanzen auch einen ungestörten Lebensraum bieten zu können, wird ein Teil der Naher-

holungszone für Besucher abgeschottet. Einzelne Teilnehmer sahen den Umbau des Mareiter Baches skeptisch, sprachen von „Schönrederei“ und zweifelten daran, dass „der mit teuren Steuergeldern aufgeweitete Bach tatsächlich dem Hochwasser Einhalt bieten kann“. Hecher und von Hepperger hingegen sind davon überzeugt, dass ein naturnah gestalteter Bach der beste Schutz gegen Hochwasser sei. rb

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Alexander-Langer-Preis für „Stava 1985“ TOP AUTO GmbH Vahrner-See-Weg 1 39040 Vahrn

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Der diesjährige Preis der Alexander-Langer-Stiftung geht an die Stiftung „Stava 1985“, wo vor 25 Jahren eine gewaltige Schlammlawine 268 Menschen mit in den Tod gerissen hat. Die 2003 von Familienangehörigen der Opfer des Stavatals ins Leben gerufene Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gedenken an die Tragödie vom 19. Juli 1985 im Stavatal, bei der durch den Dammbruch einer Deponie des Bergwerks von Prestavèl 268 Menschen ums Leben kamen, in Erinnerung zu halten. Der Sachschaden belief sich auf mehr als 133 Millionen Euro und führte zu einer der größten Industriekatastrophen, die Italien je erleben musste. Die Stiftung will sich aber nicht nur auf ein kontemplatives Gedenken an die tragischen Ereignisse beschränken, sondern gleichzeitig zur Bewusstseinsbildung beitragen und das Verantwortungsgefühl fördern, das in Stava damals gefehlt hatte. Über die Internetseite www.stava1985.it, über ein Dokumentationszentrum und einen Erinnerungsweg am Monte Prestavèl informiert sie über das tragische Ereignis. Daneben hat die Stiftung auch verschiedene Bildungsprojekte gestartet, welche die Sicherheit für die Bevölkerung und eine ordnungsgemäße Raumplanung an oberste Stelle reihen. „Leider“, so ist auf der Homepage der Stiftung zu lesen, „ist die Katastrophe von Stava weder ein Zufall oder Einzelfall noch ein außer-

ordentliches Ereignis. Bereits vor Stava hatten sich weltweit mehr als 40 ähnlich gelagerte Unglücke ereignet, die Hunderte von Menschenleben forderten und erhebliche Umweltschäden verursachten. Aber auch nach Stava gab es immer wieder derartige Unfälle, durchschnittlich zwei pro Jahr; bis heute sind es 45. Das schwerste davon ereignete sich am 8. September 2008 in Taoshi in China, wo mehr als 250 Menschen ums Leben kamen.“ Der mit 10.000 Euro dotierte internationale Alexander-Langer-Preis wird am 1. Juli in Bozen vergeben.

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Alexander Langer wurde 1946 in Sterzing geboren. Bereits im Schulalter engagierte er sich für die Zusammenarbeit zwischen den Sprachgruppen in Südtirol. 1978 wurde er erstmals für die „Neue Linke/ Nuova Sinstra“ in den Südtiroler Landtag gewählt. 1983 wurde er für die „Alternative Liste für ein anderes Südtirol“ wiedergewählt, 1988 ein drittes Mal. In den 80er Jahren war er Promotor der Grünen-Bewegung in Italien und Europa. Er gilt als der Vater der Grünen in Südtirol. 1989 und 1994 wurde er für die italienischen Grünen ins Europaparlament gewählt. Sein Einsatz galt zunehmend der Außen- und Friedenspolitik sowie den Beziehungen zwischen Nord-Süd und Ost-West. Am 3. Juli 1995 nahm sich Alexander Langer bei Florenz das Leben. In seinem alten Fiat „Uno“ fand sich eine Abschiedsbotschaft: „Die Lasten sind mir zu groß geworden, ich derpack’s einfach nicht mehr. So gehe ich als Verzweifelter, der nicht mehr kann. Seid nicht traurig, macht weiter, was gut war.“ erker juli 10


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„In meiner kleinen Stadt, die ich liebe ...“ Auszug aus Langers Autobiographie „Minima Personalia“ vom Jahre 1986

Warum geht Vater nie in die Kirche? In Sterzing (950 Meter, 4.000 Einwohner), wo ich in einer demokratischen und bürgerlichen Familie aufwachse, die zu Hause hochdeutsch spricht anstatt des Tiroler Dialekts, in einer völlig offenen und toleranten Atmosphäre, beunruhigt mich, dass mein Vater nie in die Kirche geht. Eines Tages, ich nutze die Gelegenheit, dass ich Geburtstag habe, wage ich meine Mutter nach dem Warum zu fragen. Ich bin ein wenig schuldbewusst, so wie ich schuldbewusst bin, weil ich nicht Dialekt spreche. Vater ist den ganzen Tag im Krankenhaus (er war der einzige Chirurg im Umkreis) und dient Gott jeden Tag auf diese Weise. Der Kaplan kann dir bestätigen, dass das so gut ist. Später erklärt meine Mutter mir auch, dass Vater jüdischer Herkunft sei und dass es nicht so sehr darauf ankäme, was man glaubt, sondern wie man lebt. In jenen Jahren war sie im Gemeinderat als Unabhängige, gewählt auf der deutschen Liste der Südtiroler Volkspartei. Aber als das politische Klima sich verschlechtert und Antifaschisten auf der Liste nicht mehr gefragt sind, zieht sie sich bald zurück. In meiner kleinen Stadt, die ich liebe, fühle ich eine gewisse Fremdheit, die mir den frühzeitigen Übergang nach Bozen, in die Mittelschule der Franziskaner, leichtmacht. Während der Woche pendle ich nach Bozen, wo die Schule ist (in Sterzing haben paradoxerweise nur die erker juli 10

Italiener eine höhere Schule: Ein Viertel der Bevölkerung, aber die Kinder der Offiziere). Es ist undenkbar, eine Fahrkarte oder Auskunft auf Deutsch zu verlangen. In der Stadt fühlt man sich geradezu in der Minderheit als Tiroler. In meinem Bus (die Linie 3 von Bozen) sind wir nur zwei deutschsprachige Kinder. Die Faschisten machen Demonstrationen wegen Ungarn und gegen Magnago (Magnago a morte Tod dem Magnago). Auch ich fühle mich bedroht und beginne, die Faszination des ethnischen Widerstands zu spüren. Jeden Samstag lese ich die Kulturseite der Dolomiten, wo von den Höhepunkten der Südtiroler Geschichte berichtet wird, von den Übergriffen der Italiener, den nicht eingehaltenen Versprechungen des Staates und vom Leben unter dem Faschismus. Der Prozess gegen die Jugendlichen von Pfunders (die zu Unrecht, glaube ich, angeklagt waren, nach einem Streit im Wirtshaus einen Beamten der Finanzpolizei umgebracht zu haben, und hart verurteilt wurden) bewegt und empört mich. Als ich eines Morgens bei Waidbruck (Ponte Gardena) vom Zug aus sehe, dass der Aluminiumduce in der Nacht in die Luft gejagt worden war, bin ich froh darüber. Fanfani versprach dann, dieses Reiterdenkmal des italienischen Genius, das Mussolini zu Pferd darstellte, wiederherzustellen. Aber es kam nie dazu. ...

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Übersetzung aus dem Italienischen von Peter Kammerer

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gemeinderatswahlen im wipptal

Sterzing

Fünf neue Mitglieder im Stadtrat Markus Larch ist neuer Vizebürgermeister/ Programm vorgestellt

Bei der konstituierenden Sitzung hat Bürgermeister Fritz Karl Messner den neuen Stadtrat vorgestellt und die Zuständigkeiten der Referenten bekannt gegeben. Im neuen „wirtschaftslastigen“ Stadtrat ist nur mehr ein italienischer Referent und kein einziger Arbeitnehmer vertreten. Auf einer weiteren Sitzung stellte Messner das Programm der kommenden fünf Jahre vor. Unter dem Vorsitz des ältesten Ratsmitglieds Maria Luise Troyer trat der neu gewählte Sterzinger Gemeinderat Ende Mai zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach der Vereidigung von Bürgermeister Fitz Karl Messner stellte dieser die neuen Stadträte und deren Kompetenzen vor. Der Vorschlag des Bürgermeisters wurde bei sechs Enthaltungen (Freiheitliche, Bürgerforum, PdL) gutgeheißen. Dem siebenköpfigen Stadtrat gehören neben Bürgermeister Messner der bisherige Referent Daniele Ferri (Insieme per Vipiteno) und fünf neue SVPReferenten an: Christine Eisendle Recla, Hermann Gögl, Markus Larch, Herbert Seeber und Maria Luise Troyer. Die bisherigen Stadträte Johann Frick und Andreas Leitner haben sich keiner neuerlichen Kandidatur gestellt. Die bisherige Vizebürgermeisterin Brunhilde Schwabl Wieser wurde nicht mehr berücksichtigt, Stadtrat Erich Gogl schaffte den neuerlichen Einzug in den Gemeinderat nicht mehr. Nicht berücksichtigt hat Messner bei der Stadtratsbildung auch den bestgewählten SVP-Gemeinderat Dieter Thaler, da es im Vorfeld der Wahl zu Unstimmigkeiten zwischen ihm und Thaler gekommen war. Zudem hatte Thaler genauso wie Martin Alber, einziger deklarierter SVP-Arbeitnehmer, offen 12

In dieser Legislaturperiode soll ein Leitbild für Sterzing erstellt werden.

Der neue Sterzinger Stadtrat: kein Arbeitnehmer und nur noch ein italienischer Vertreter

die Kandidatur Egartners unterstützt. Verena Debiasi vom Bürgerforum Sterzing gab denn auch zu bedenken, dass die Arbeitnehmer im neuen Sterzinger Stadtrat so gut wie überhaupt nicht präsent seien. „Die Sterzinger SVP hat die Arbeitnehmerbewegung sträflich vernachlässigt. Der neue Ausschuss ist sehr wirtschaftslastig. Es hätte couragiertere Möglichkeiten der Ausschussbildung gegeben“, so Debiasi. Bürgermeister Messner zeigte Verständnis für die Bedenken Debiasis. „Für eine Sammelpartei sind die Arbeitnehmer sicherlich zu schwach vertreten. Deshalb hatte ich auch Brunhilde Schwabl Wieser als Ausschussmitglied vorgeschlagen, was von den SVP-Gremien aber nicht angenommen wurde“, so Messner. Die bisherige Vizebürgermeisterin Schwabl Wieser schaffte diesmal den Sprung in

den Gemeinderat lediglich als vorletzte. „Man hätte sicherlich auch einen Arbeitnehmervertreter einer anderen Partei berücksichtigen können, die SVP wollte aber keinen Stadtratsposten an eine andere Partei abgeben.“ Gedacht dürfte Messner dabei wohl an Debiasi selbst haben, die auf eine eigene Bürgermeisterkandidatur verzichtet und damit indirekt für Messner und gegen Egartner Partei ergriffen hatte. Im siebenköpfigen Stadtrat hat fortan mit Daniele Ferri von Insieme per Vipiteno auch nur noch ein einziger italienischsprachiger Referent Sitz und Stimme. Die Italiener sind nämlich bei der Wahl am 16. Mai nicht mehr so geschlossen zur Wahlurne geschritten wie noch vor fünf Jahren. Da die Zahl der Gemeinderäte deshalb von fünf auch drei schrumpfte, steht ihnen künftig nur noch ein Stadtratsposten zu – bisher waren es

zwei. Mit entsprechender Besorgnis kommentierte denn auch Ferri den Wahlausgang, der an eine vermehrte Zusammenarbeit der Sprachgruppen appellierte und hofft, „dass der Bürgermeister und die SVP die entsprechende Sensibilität zeigen“. Benno Egger von den Freiheitlichen schlug vor, den Stadtrat von sieben auf fünf Mitglieder zu verkleinern. Da die Referenten 40 Prozent des Bürgermeistergehaltes beziehen, so Egger, könnte die Gemeinde so in den kommenden fünf Jahren rund 250.000 Euro einsparen. Dazu bedürfe es nun einer Satzungsänderung. Dem entgegnete Messner, dass der Vorschlag, zwischen fünf und sieben Stadträten zu optieren, in der Vergangenheit keine Mehrheit gefunden habe. Er versprach aber, die Satzungen demnächst zu überarbeiten. „Dafür sollte man sich ein zeitliches Limit seterker juli 10


WALDFEST zen, sonst bleibt es bei Lippenbekenntnissen und in den nächsten fünf Jahren geschieht nichts“, so Egger. Für eine Satzungsänderung sprach sich auch das Bürgerforum aus. Mit der Nominierung seines Stellvertreters ließ sich Bürgermeister Messner vorerst etwas Zeit. Mitte Juni ernannte er dann Stadtrat Markus Larch, Rechtsanwalt in Sterzing, zu seinem Stellvertreter. Programm Mitte Juni stellte Bürgermeister Messner bei einer weiteren Ratssitzung das Programm der kommenden Legislaturperiode vor. Dabei kündigte er auch an, künftig regelmäßig Bürgerversammlungen abhalten und die Bevölkerung vermehrt in Entscheidungsprozesse einbinden zu wollen. Im Bereich Energie möchte man künftig vermehrt auf die Errichtung von Photovoltaikanlagen setzen. Vorantreiben wolle man auch die Aufwertung des Bahnhofsareals von Sterzing. Nach Einführung des Citybusses, so der Bürgermeister, sei zudem eine weitere Optimierung des Personennahverkehrs anzustreben. Aufgabe in dieser Legislaturperiode werde auch die Erstellung eines Leitbildes für Sterzing sein. Mit den umliegenden Gemeinden seien Verhandlungen zu führen, um diese von der Notwendigkeit gemeinsamer Strukturen zu überzeugen. Weitere programmatische Punkte betreffen die Hochwassersicherheit im Stadtbereich, die Weiterentwicklung des Roßkopfs, die Optimierung des Landschaftsbildes, die Erstellung eines Parkleitsystems, die Sanierung der Roßkopfquellen und die mögliche Errichtung eines zusätzlichen Tiefbrunnens sowie die Sanierung der Straßen nach Tschöfs und Unterackern. Genehmigt werden müsse auch der Ensembleschutzplan. Erforderlich werde auch die Überarbeitung des Bauleitplanes. Auch der Bau von Seniorenwohnungen und die Errichtung eines Jugendzentrums müsse in den Fokus erker juli 10

des Gemeinderates rücken. Zudem stehe der Bau des Gesundheits- und Sozialsprengels an. Gefordert werden sollte überdies die Errichtung einer spezialisierten Abteilung am Krankenhaus Sterzing. Nach der Schaffung des italienischen Schulzentrums in der Lahn werden am Stadtplatz gemeindeeigene Büros errichtet. An der Mittelschule stehen hingegen mehrere Umbauarbeiten an. Der Bau des Hallenbades wird demnächst abgeschlossen. Überdies wolle man die Umgestaltung der Turnhalle in der Sportzone in eine Kletterhalle prüfen. Sollte das Südtiroler Sportzentrum wieder aktuell werden, so der Bürgermeister, werde man sich neuerlich um dieses bewerben. In der anschließenden Diskussion bemängelte SVP-Rat Dieter Thaler den geringen Stellenwert, den die Kultur in Sterzing einnehme. Verena Debiasi vom Bürgerforum fand viele Punkte von ihrem Programm in der programmatischen Erklärung des Bürgermeisters wieder, was sie begrüßte; das Programm sei aber sehr allgemein gehalten und enthalte wenig konkrete Beispiele. Das Jugendzentrum sollte nicht nur angedacht, sondern auch realisiert werden, so Debiasi. Und Heinrich Forer vom Bürgerforum fügte dem hinzu: „Ich wünsche mir einen starken, selbstbewussten Stadtrat, der den Bürgermeister zügelt.“ Benno Egger von den Freiheitlichen möchte den Bürgern über das E-Werk in Form einer Genossenschaft verbilligten Strom zur Verfügung stellen. Zudem sollte die Gemeinde die teilweise Einhausung der Autobahn fordern. Der Bürgermeister versprach, sich zum Sprachrohr dafür zu machen. Ein ehemals geplanter Autobahntunnel zwischen Sterzing und Matrei, so der Bürgermeister, hätte sich laut Berechnungen in 24 Jahren amortisiert. Bei zehn Ja-Stimmen und acht Enthaltungen (Freiheitliche, Bürgerforum, PDL und drei SVP-Räte) wurde das Programm schließlich gutgeheißen.

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Gemeindeausschuss Sterzing Bürgermeister Fritz Karl Messner: Finanzen, öffentliche Gesundheit, Urbanistik, Sport, Wirtschaft, allgemeine Angelegenheiten und Stadtbildpflege Sprechstunden: Di – Fr, 9.00 Uhr bis 10.00 Uhr Tel. 723700 Vizebürgermeister Markus Larch: Stadtrat für das Personalwesen, Abfallwirtschaft, Bau des Recyclinghofes, Umweltpolitik und Klimabündnis Tel. 335 6742167 Maria Luise Troyer: Stadträtin für Kultur, Schule, Kindergärten, Kinderhort und Bibliothekswesen der deutschen Sprachgruppe, Familien- und Frauenpolitik Tel. 348 7610982

Hermann Gögl: Stadtrat für öffentliche Arbeiten, Neu- und Umbauten, Bauerhaltung, Instandhaltung der Straßen, Plätze, Gehwege und Radwege, Neubau Grundschule Deutschhaus Tel. 339 1772179 Herbert Seeber: Stadtrat für das städtische E-Werk, Wasserwerk, Verkehrswesen, Stadtpolizei und Vermögen Tel. 335 7075436

Christine Eisendle Recla: Stadträtin für Fraktionen, Landwirtschaft, Bauhof und Seniorenpolitik Tel. 339 5394213

Daniele Ferri: Stadtrat für Kultur, Schule, Kindergarten, Kinderhort und Bibliothekswesen der italienischen Sprachgruppe, Sozialwesen, sozialer und geförderter Wohnbau; Mitspracherecht im Bereich Sport Tel. 339 7739274 Neben den Ausschussmitgliedern hat der Bürgermeister folgende Ratsmitglieder mit besonderen Aufgaben betraut: Daniel Seidner (SVP) und Davide Orfino (PdL): Jugendpolitik Valeria Casazza: Familien-, Frauen- und Seniorenpolitik (gemeinsam mit den Stadträtinnen Troyer und Eisendle Recla), Beziehungen zu Gemeinden und Organisationen innerhalb des Staatsgebietes

Unvereinbarkeit Egartners Als Landtagsabgeordnetem wurde Ratsmitglied Christian Egartner bei der konstituierenden Sitzung Ende Mai eine Unvereinbarkeit angelastet, weshalb dieser sich nun zwischen seinem Landtagsmandat und seinem Sitz im Sterzinger Gemeinderat entscheiden muss. Von der 14

Eile, mit der der Bürgermeister diese festmachen wollte, zeigte sich Egartner enttäuscht, wollte er doch wohl die Entscheidung des Kassationsgerichtes abwarten. Am 16. Juni stellte der Gemeinderat bei vier Enthaltungen (Bürgerforum, PdL und Freiheitlichen) erneut die Unvereinbarkeit fest. Bis zum 3. Juli muss sich Egartner nun zwischen dem

gemeinderatswahlen im wipptal

Gemeinderatsmandat und dem Mandat im Landtag entscheiden. Vielleicht ist dies aber auch gar nicht mehr nötig. Am 17. Juni wurde nämlich Egartners Wählbarkeit bei den Landtagswahlen 2008 vor dem Kassationsgericht neuerlich behandelt; das definitive Urteil dürfte dieser Tage hinterlegt werden. Bereits vorher hatten Landesund das Landesobergericht die Frage, ob Egartner 2008 für den Landtag wählbar war, mit einem klaren Nein beantwortet, da er zum Zeitpunkt der Wahl Präsident der Conbau GmbH war. Dieser schritt daraufhin vor das Kassationsgericht in Rom. Sollte das Kassationsgericht das Wahlgesetz nun an den Verfassungsgerichtshof verweisen, um dieses überprüfen zu lassen, könnte sich der Fall Egartner bis nach dieser Legislatur hinziehen. Ansonsten wird er seinen Sitz im Landtag räumen müssen. Anfang Juli wird sich jedenfalls

Egartners politische Zukunft entscheiden. Als „Gegnerin der Ämterhäufung“ trat Stadträtin Christine Eisendle Recla als Ausschussmitglied der Bezirksgemeinschaft zurück. Mit zehn Ja-Stimmen und acht Enthaltungen wurde Brunhilde Schwabl Wieser zum neuen Ausschussmitglied ernannt. Für Egartner sei dieser Schritt wenig sinnvoll, da der Bezirksrat in Kürze ohnehin verkleinert und in der Zwischenzeit der Bürgermeister die Stadt in der Bezirksgemeinschaft vertreten solle. SVP-Rat Martin Alber verwies auf das Problem der Downhiller auf den Wanderwegen Nr. 19 und 23 am Roßkopf. „So kann es nicht weitergehen; es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem gravierenden Unfall kommt. Ich bitte den Bürgermeister im Sinne der öffentlichen Sicherheit, hier einzugreifen.“ Das Problem sei ihm nicht neu, so der Bürgermeister, man habe bereits im vergangenen Sommer darüber gesprochen, er habe hier aber keine primäre Kompetenz. „Auch ich mache mir große Sorgen über diesen Umstand.“

„SVP hat in Sterzing den Charakter einer Sammelpartei verloren“ „Die SVP-Arbeitnehmer sind im Wipptaler Bezirkshauptort ganz im Gegensatz zu früherer Stärke politisch nicht mehr existent“, so der Freiheitliche Landtagsabgeordnete und frühere Sterzinger Bürgermeister Thomas Egger in einer Presseaussendung. „Gerade noch ein einziger von zwölf Gemeinderäten der Volkspartei ist ein bekennender Vertreter der Arbeitnehmer. Dies zeigt überdeutlich, welch schwachen Stellenwert der angeschlagene soziale Flügel in der Partei, aber auch insgesamt in der Sterzinger BevölLandtagsabgeordneter kerung mittlerweile hat“, so Egger. Thomas Egger: Bankrotterklärung „Von den sechs der SVP angehörenden Ge- der SVP als Sammelpartei in meindeausschussmitgliedern gehört niemand Sterzing den Arbeitnehmern an. „Diese politische ‚Peinlichkeit‘ scheint innerhalb der arg wirtschaftslastigen Sterzinger Volkspartei kaum jemanden wirklich zu stören, sie stellt aber in Wahrheit zweifellos eine Bankrotterklärung der Volkspartei als Sammelpartei dar. Und wenn die Freiheitlichen mittlerweile zur zweitstärksten politischen Kraft in Sterzing und vielen anderen Gemeinden geworden sind, zeigt dies unzweifelhaft, wohin auch zahlreiche Arbeitnehmerstimmen gegangen sind“, so Egger. erker juli 10


Gemeindeausschuss Ratschings

„Verbilligter Strom für alle Bürger“ Traumstart für Bürgermeister Sebastian Helfer

Einstimmig wurde der Vorschlag von Bürgermeister Sebastian Helfer für die Zusammensetzung des neuen Gemeindeausschusses von Ratschings gutgeheißen. Damit legte der neue Bürgermeister einen Traumstart hin, haben doch auch die oppositionellen Freiheitlichen für den Vorschlag gestimmt.

Bürgermeister Sebastian Helfer: Gemeindefinanzen und Steuern, Raumordnung und Urbanistik, Wirtschaft, Zivilschutz, Energie, öffentliche Arbeiten Sprechstunden: Montag bis Freitag von 10.30 bis 12.30 Uhr (unvorhergesehene Abwesenheit möglich), Mittwoch: 14.30 bis 17.30 Uhr sowie jeden zweiten und vierten Samstag im Monat von 8.30 bis 10.30 Uhr, Tel. 335 5417642 Sprechstunden: Di – Fr, 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr Vizebürgermeister Thomas Strickner: Jugend, Sport, Fraktionsvorsteher von Gasteig Tel. 339 1533020

Karl Polig: Umwelt- und Landschaftsschutz, Kultur, Abfallwirtschaft, Fraktionsvorsteher von Außerratschings Tel. 328 9159022

Hermann Wild: Gemeindebauhof, Instandhaltung Gemeindeliegenschaften, Kirchen und Pfarreien, Medien, Veranstaltungen, Fraktionsvorsteher von Ridnaun Tel. 347 8918305 Hansjörg Gander Siller: Verkehr und Transport, öffentliche Beleuchtung, Fraktionsvorsteher von Jaufental (wird zur Halbzeit von Josef Schölzhorn, Innerratschings, abgelöst) Tel. 349 3194438

Der Gemeindeausschuss Ratschings

Eröffnet wurde die konstituierende Sitzung des Gemeinderates Ratschings vom ältesten Ratsmitglied, Altbürgermeister Leopold Siller. Nach Feststellung der Wählbarkeit der Ratsmitglieder legte Bürgermeister Helfer den Amtseid ab. Mit Spannung wurde der Vorschlag des Bürgermeisters für den Ausschuss erwartet. Als Kriterien für die Auswahl der Gemeindereferenten nannte Helfer neben dem Wahlergebnis auch die Vertretung aller Fraktionen im Ausschuss. Um dies zu gewährleisten, wurde mit Ratschings und Jaufental eine Halbzeitlösung vereinbart. Der Vertreter von Jaufental, Hansjörg Gander Siller, wird zur Halbzeit vom Vertreter von Ratschings, Josef Schölzhorn, abgelöst. Wichtig sei, so Helfer, nicht zu streiten, sondern nach außen hin geschlossen aufzutreten. „Gemessen werden wir letztendlich an unserer Arbeit“, so Helfer. Als geschickter Schachzug des neuen Bürgermeisters erwies sich, dass er vorher mit allen Frakerker juli 10

tionen und Richtungen sowie mit der Opposition gesprochen hatte. So bekam er von allen Seiten Unterstützung. Karl Polig versprach ihm als Vorsitzender des Koordinierungsausschusses die volle Unterstützung der SVP. Er appellierte auch an die Opposition, dem Vorschlag zuzustimmen. Heinz Graus lobte die Vorgangsweise des Bürgermeisters, der auch die Freiheitlichen in die Vorgespräche eingebunden habe. Sie seien keine Nein-Sager-Opposition, sondern würden konstruktiv mitarbeiten. Der vorgeschlagene Ausschuss gehe auch für die Freiheitlichen in Ordnung. Bei der Halbzeitlösung würden sie Sabine Klotz als Tourismusvertreterin vorschlagen. Das Ergebnis war die einstimmige Zustimmung für den Ausschuss. Im Rahmen der Diskussion zum Ausschuss hatte Bürgermeister Helfer auch die Grundzüge seiner Gemeindepolitik vorgestellt. In erster Line stehe dabei eine begleitende Familienpolitik, wel-

Gabriela Hilber: Familienpolitik und Soziales, Abgaben und Steuern, Fraktionsvorsteherin von Telfes Tel. 349 0980259

Paul Gschnitzer: Land- und Forstwirtschaft, Fraktionsvorsteher von Mareit Tel. 349 8013929

che die Familien stärken und entlasten soll. Helfer bekannte sich zum Sparen, wolle aber die Gemeinde nicht krank sparen. Wichtig sei ihm die Schaffung von Arbeitsplätzen und dementsprechend günstige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Dazu gehöre auch die Umsetzung des bereits erarbeiteten Tourismusleitbildes. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Politik werde die Energiepolitik bilden

unter dem Motto „Verbilligten Strom für alle Bürger“. Die Vereine bezeichnete Helfer in seinen Ausführungen als „Herzstück der Gemeinde, die wie bisher finanziell unterstützt werden sollten“. Zu seinem Stellvertreter ernannte Helfer Thomas Strickner aus Gasteig. Strickner ist ein politischer Neuling und erstmals im Gemeinderat vertreten. ss 15


Gemeindeausschuss Freienfeld

gemeinderatswahlen im wipptal

Kein Sitz für Opposition Fünf SVP-Mandatare im Gemeindeausschuss Freienfeld Keine halbe Stunde dauerte die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates in Freienfeld, die das älteste Ratsmitglied, Josef Rainer, Anfang Juni im Wirtshaus „Lener“ einberufen hat. Nach der Eidesleistung von Bürgermeister Armin Holzer stellte dieser ohne weitere Diskussion die neuen Ausschussmitglieder vor. Seinen Vorschlag befürworteten alle neun SVP-Mandatare, die Oppositionsliste Freie Liste Freienfeld stimmte geschlossen dagegen.

Der neue Gemeindeausschuss mit (v.l.) Alfred Sparber, Helene Hilber Nössing, Armin Holzer, Josef Rainer und Martin Rainer. Bernhard Huebser (r.) führt in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode das Assessorat von Alfred Sparber fort.

Bürgermeister Armin Holzer hat sich ausschließlich SVP-Gemeinderäte ins Boot geholt, mit denen er bereits in der vergangenen Legislatur zusammengearbeitet hat. Vom bisherigen Ausschuss sind wieder Helene Hilber Nössing (seit vier Jahren Referentin und seit heuer auch Vizebürgermeisterin) und Alfred Sparber (seit fünf Jahren Referent) dabei. Sparber wird nach zweieinhalb Jahren das Assessorat an den Arbeitnehmervertreter der Außenfraktion Egg, Bernhard Huebser (seit 2005 im Gemeinderat), abgeben. Vizebürgermeister Alois Seehauser hatte den Sprung in den Gemeinderat nicht mehr geschafft, Referent Karl Rainer hatte sich nach 25 Jahren nicht mehr der Wahl gestellt. Neu hinzukommen sind dafür Martin Rainer (seit vier Jahren im Gemeinderat) sowie Josef Hochrainer (seit 2005 im Gemeinderat). Mit dem Vorschlag des Bürgermeisters ist die Oppositionsliste Freie Liste Freienfeld freilich nicht einverstanden, zumal sie bei den Gemeinderatswahlen im Mai sechs der 15 Sitze eroberte. Bürgermeister Holzer hatte der Opposition einen Sitz angeboten, diese 16

forderte allerdings zwei und ging am Ende leer aus. „Da die Freie Liste meinen Vorschlag, einen Sitz anzunehmen, abgelehnt hat, wurden auch die Verhandlungen nicht mehr weitergeführt“, begründet Holzer seine Entscheidung. „Mit diesem Ausschuss wird dem Wählerwillen nicht Rechnung getragen“, so Oppositionssprecher Anton Salcher, der sich bei den Wahlen als Bürgermeisterkandidat gegen Holzer mit 28,5 Prozent der Wählerstimmen geschlagen geben musste. In einem Schreiben kritisierten die Räte der Freien Liste, dass im Ausschuss verschiedene Interessens- und Bevölkerungsgruppen fehlen würden und das Kräfteverhältnis mit drei Bauernvertretern äußerst unausgewogen sei. „In der ersten Halbzeit ist kein Arbeitnehmer vertreten, obwohl diese die Hälfte des Rates sowie die Mehrheit der Bevölkerung stellen“, so Salcher. Kritik trifft auch den Wirtschaftsvertreter im Ausschuss, „der bisher nie einem Betrieb vorgestanden ist“. Unverständlich findet die Opposition auch, dass – obwohl Trens nur drei SVP-Gemeinderäte stellt – gleich zwei von ihnen mit einem

Bürgermeister Armin Holzer: Verwaltung, Personalwesen, Finanzwesen, privates Bauwesen, Urbanistik, Landschaftsschutz, Gesundheitswesen und öffentliche Hygiene, öffentliche Sicherheit, Feuerwehrwesen, Standes- und Meldeamt, Volkszählung, Statistik, Militärangelegenheiten, Fraktionen und bürgerliche Nutzungsrechte, geförderter und sozialer Wohnbau, Gemeindevermögen, Bauerhaltung, Kindergärten, Grundschulen, Tourismus Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 11.00 bis 12.00 Uhr. Vizebürgermeisterin Helene Hilber Nössing: Referentin für öffentliche Arbeiten Mauls, Gemeindeimmobilien in Mauls sowie Bauerhaltung, Bildung und Kultur, Familien, Senioren, Fraxenhof, Sozialwesen

Josef Hochrainer: Referent für öffentliche Arbeiten in Trens, Gemeindeimmobilien in Trens sowie Bauerhaltung, Wohnbauzonen in Trens, Kultus, Energie, Breitband und Internet

Martin Rainer: Referent für Wirtschaft (Industrie, Handwerk, Handel), Sport, Wasser- und Abwasserversorgung, Abfallwirtschaft, Umwelt

Alfred Sparber: Referent für öffentliche Arbeiten in Stilfes, Gemeindeimmobilien in Stilfes sowie Bauerhaltung, Außenfraktionen und Höfezufahrten, Straßennetz und Verkehr, Bauhof mit Arbeitern, Land- und Forstwirtschaft, Jugend (wird zur Halbzeit von Bernhard Huebser abgelöst) Terminvereinbarungen unter der Rufnummer 647115

Sitz im Ausschuss belohnt wurden. Auch die Halbzeitlösung, ein Assessorat auf die beiden SVPMandatare Sparber und Huebser aufzuteilen, sei ineffizient und nicht zum Wohle der Bevölkerung. Vielmehr sei es eine parteiinterne Lösung, um im Gemeinderat eine Mehrheit zu finden. Bürgermeister Holzer ersuchte die Freie Liste, konstruktiv mitzuarbeiten und betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit freue. Am Ende der Sitzung ersuchte Josef Rainer alle Ratsmitglieder, die Wahlprospekte nicht sofort zu entsorgen, sondern die abgedruckten Wahlversprechen nochmals genau durchzulesen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Anschließend machten sich die 15 Mandatare auf den Weg zur Pfarrkirche in Maria Trens, um ein gemeinsames Gebet zu spre-

chen. So ist es in der Freienfelder Ratsstube nach den Gemeinderatswahlen Brauch. rb

Neuauszählung? Die Oppositionspartei hat ihren sechsten Sitz durch ein Restmandat erhalten. Ausschlaggebend war dafür nur eine einzige Stimme (59:58). Mitte Juni hat die erste Nichtgewählte auf der SVP-Liste, Anna Maria Prader, beim Verwaltungsgericht einen Antrag zur Wiederauszählung der Stimmen eingereicht. Dieses entscheidet am 21. Juli, ob die Listenstimmen in der Gemeinde Freienfeld neu ausgezählt werden müssen. In Frage gestellt wäre damit das Mandat von Walter Fleckinger von der Freien Liste Freienfeld. erker juli 10


Gemeindeausschuss Franzensfeste Bürgermeister Richard Amort: Allgemeine Angelegenheiten, Vermögen, Raumordnung, Finanzen, Brennerbasistunnel, Arbeit, Wirtschaft und Festung, Personal, öffentliche Arbeiten, Zivilschutz

Franzensfeste

Koalition mit PD Notfallliste Franzensfeste und PdL gehen leer aus/ Neuer Ausschuss mit knapper Mehrheit genehmigt Der Gemeindeausschuss von Franzensfeste hat eine Verjüngungskur hinter sich. Betrug im Jahr 2005 das Durchschnittsalter der Referenten noch 44,8 Jahre, sind es nun 36,4. Jüngstes Ausschussmitglied ist Michele Daz (23), das älteste Bürgermeister Richard Amort (53), der sich erneut für eine Zusammenarbeit mit dem PD entschieden hat – eine umstrittene Lösung.

Vizebürgermeister Andrea Tescaro: Umwelt und Energie, Italienischer Kindergarten, Schule und Kultur, Transport, Verkehr und Mobilität

Ingrid Lorenzin: Sanität, Sozialwesen und Senioren, Europäische Angelegenheiten und Initiativen, Tourismus, Deutsche Schule in Franzensfeste und Kultur

Thomas Kerschbaumer: Fraktionen, geförderter Wohnbau, Kirchen, Schule und Kindergarten Mittewald

Der neue Gemeindeausschuss von Franzensfeste (v.l.) Andrea Tescaro, Richard Amort, Ingrid Lorenzin, Thomas Kerschbaumer und Michele Daz mit Gemeindesekretär Arnold Unterkircher

Kann die Gemeindeverwaltung mit drei politisch unerfahrenen Referenten und dem PD als Koalitionspartner die nächsten fünf Jahre gut regieren? Gleich mehrere Räte hegten auf der ersten konstituierenden Sitzung im Rathaus von Franzensfeste ihre Zweifel. Mit vier Gegenstimmen (Carl von Pretz von der SVP, Annamaria Volcan und Dario Massimo, beide von der Bürgerliste „Fortezza Emergenza – Notfall Franzensfeste“ und Dino Morini (PdL) sowie mit zwei Enthaltungen der Freiheitlichen erhielt Bürgermeister Amort für seinen Vorschlag nur knapp die Mehrheit. „Es hätte bei der Ausschussbildung auch andere Möglichkeiten gegeben“, so das älteste Ratsmitglied Carl von Pretz, der sich auch darüber sorgt, ob der neue Ausschuss wohl den Herausforderungen der Zukunft wie dem Brennerbasistunnel gewachsen sein wird. Bis auf Bürgermeister Amort, seit 25 Jahren in der Gemeindepolitik tätig, und Andrea Tescaro (PD), seit fünf Jahren im Ausschuss, sitzen in der Führungsriege alles politische Neulinge: Michele Daz (PD), Ingrid Lorenzin (SVP) und Thomas Kerschbaumer (SVP). Dass es in Franzensfeste einen erker juli 10

großen Wechsel geben wird, war schon vor den Wahlen klar. Zwölf der 15 Gemeinderäte sind neu. Von den bisherigen fünf Ausschussmitgliedern waren drei von der Mandatsbeschränkung betroffen. Der langjährige Referent Thomas Klapfer hatte sich nicht mehr der Wahl gestellt. Referent Richard Amort folgte auf den scheidenden Bürgermeister Johann Wild, und Vizebürgermeister Giovanni Cipolletta (PD) kandidierte in Brixen, wo er allerdings nur 14 Vorzugsstimmen erhielt und damit den Einzug in den Gemeinderat nicht schaffte. Lorenzin und Daz, die beiden jüngsten Referenten, bedauerten, dass im Gemeinderat „einerseits Veränderung gewünscht wird, andererseits aber nicht akzeptiert wird, wenn junge Menschen im Ausschuss vertreten sind“. Heftige Kritik gab es vor allem wegen der erneuten Koalition mit dem PD, der bei den Gemeinderatswahlen im Mai 50 Prozent der Wählerstimmen und damit zwei Sitze verloren hatte. Die Liste hat sich geweigert, mit der Bürgerliste „Emergenza Fortezza – Notfall Franzensfeste“ zusammenzuarbeiten, und hat dem Bürgermeister damit gedroht, zur Opposition über-

Michele Daz: Jugend, Sport und Freizeit und Sportanlagen

Terminvereinbarungen unter der Rufnummer 458631

zugehen, sollte er ihnen nicht zwei Sitze im Ausschuss gewähren – für Carl von Pretz ist dies eine reine „Erpressung“. Amort sagt, er hätte eine Regierung mit einem Vertreter des PD und einem der Liste Notfall vorgezogen. Enttäuscht machten die drei italienischen Vertreter, die leer ausgegangen waren, ihrem Unmut Luft. „Il nostro partito sperava in una svolta, ed invece è rimasta politicamente ingessata alle vecchie teorie“, so Dino Morini (PdL), der auch kritisierte, dass die Nichte des Bürgermeisters zur Referentin ernannt worden ist. Perplex reagierten auch die beiden Bürgerlistler. „Avevamo sperato nel cambiamento della rotta, che significava cambiamento di idee, riavvicinamento con la gente e decisioni prese assieme alla gente e per la gente di Fortezza. Le prime decisioni ci permettono ora di dubitare“, so Massimo. Dem Referent Tescaro kreidete er an, in der vergangenen Legislatur fast bei der Hälfte der Sitzungen abwesend gewesen zu sein.

Dass sich die italienischen Parteien wegen interner Unstimmigkeiten schwer tun, zusammenzuarbeiten und konstruktive Gespräche zu führen, war auch auf der Sitzung spürbar. „Mi dispiace che i rappresentanti di lingua italiana non riescono a lavorare meglio assieme“, so Markus Haidacher (SVP). Dabei haben sich alle Parteien in ihrem Wahlprogramm dieselbe Priorität gesetzt: der Bevölkerung die Lebensqualität zu erhalten und keinesfalls zu verschlechtern. Bürgermeister Amort, dessen Amt mit Stimmenthaltungen der Bürgerliste und des PdL genehmigt wurde, bekräftigte, dass sich der neue Ausschuss um eine „offene und faire Politik“ bemühen werde. Zum Vizebürgermeister wurde Andrea Tescaro ernannt. Wie kurz vor Drucklegung des Erker bekannt wurde, laufen derzeit Gespräche, möglicherweise doch noch einen Vertreter der Bürgerliste im Ausschuss aufzunehmen. rb 17


Gemeindeausschuss Pfitsch

gemeinderatswahlen im wipptal

Pfitsch

Bisheriger Ausschuss bestätigt Oppositionsparteien üben heftige Kritik

Anfang Juni hat der Gemeinderat von Pfitsch trotz heftiger Proteste der Oppositionsparteien den bisherigen Ausschuss mit knapper Mehrheit bestätigt.

Bürgermeister Johann Frei: Personal und Finanzen, Urbanistik, Lizenz- und Beförderungswesen, Schule, Kultur, Vereine Sprechstunden: grundsätzlich täglich, Uhrzeit und Dauer je nach Stundenplan als Mittelschullehrer Tel. 340 6011917 Vizebürgermeisterin Renate Ainhauser Delueg: Referentin für Gebäude und Liegenschaften der Gemeinde in den Fraktionen Außer- und Innerpfitsch, Soziales, Friedhöfe Kematen und St. Jakob, Regionalentwicklung und Vertretung in GRW Tel. 331 4353100 Johann Gasser: Referent für Gebäude und Liegenschaften der Gemeinde in der K.G. Wiesen, öffentliches Bauwesen und Infrastrukturen, Wasserentsorgung, Friedhof Wiesen, Bauhof Tel. 340 7295087

Simon Walter: Referent für Jugendpolitik, Sport, Umweltschutz, Gemeindepark und Freizeitanlagen Tel. 380 5197020

Der bisherige Gemeindeausschuss wurde mit knapper Mehrheit der SVP-Ratsfraktion bestätigt.

Anfang Juni trat der Gemeinderat Pfitsch unter dem Vorsitz des ältesten Ratsmitglieds Karl Volgger von den Freiheitlichen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach der Vorstellung der Ratsmitglieder – acht der 15 Räte sind neu – und der Vereidigung von Bürgermeister Johann Frei, der nunmehr seine dritte Amtsperiode beginnt und seit 1990 dem Gemeinderat angehört, schlug dieser die bisherigen Ausschussmitglieder Johann Gasser (seit zehn Jahren Referent), Simon Walter (seit fünf Jahren Referent), Renate Ainhauser Delueg (bisherige Vizebürgermeisterin) und Werner Graus (seit fünf Jahren Referent) erneut als Referenten vor. Ainhauser wurde erneut zur Vizebürgermeisterin ernannt. Stefan Gufler, der am viertmeisten Stimmen auf der SVP-Liste erhalten hatte, und die Oppositionsparteien, die Mitte Mai einen durchschlagenden Wahlerfolg verbuchen konnten, wurden bei der Ausschussbildung nicht berücksichtigt. Bei den Oppositionsparteien schlug der Vorschlag denn auch auf wenig Gegenliebe, da er den Wählerwillen nicht respektiere. 18

Die SVP rettete nämlich bei der Wahl Mitte Mai mit acht Mandataren gerade noch eine knappe Mehrheit, während die erstmals antretende Bürgerliste auf Anhieb 26 Prozent bzw. vier Mandate, die Freiheitlichen 13,4 Prozent und zwei Mandate und die „Lista civica“ mit 3,4 Prozent ein Mandat schafften. Für Volgger war der Vorschlag des Bürgermeisters „nicht demokratisch“; er forderte im Gegenzug auch ein Assessorat für die Bürgerliste und die Freiheitlichen. Allemal hätte sich Volgger neben Ainhauser ein weiteres Ausschussmitglied aus dem Hochtal gewünscht, zumal das gesamte Tal überaus zerstritten sei. Von einem großen Konflikt im Hochtal sprach auch sein Fraktionskollege Maximilian Kasslatter: „Das Hochtal ist ein hartes Pflaster; dieser Ausschuss wird dort nicht akzeptiert.“ Dem entgegnete Frei, dass in der SVP-Fraktion einstimmig beschlossen wurde, im Ausschuss nur die eigene Fraktion zu berücksichtigen, da eine Koalition nicht notwendig sei. Da die bisherigen Referenten gut wiedergewählt worden seien, so Frei, sehe er auch

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Renato Bussola vertritt die Interessen der italienischen Bürger, Stefan Gufler und Walter Simon betreuen gemeinsam den Bereich Sport. keine Ursache für einen Wechsel. Bürgermeisterkandidatin Silvia Bacca, die 28,8 Prozent der Stimmen erhalten hatte, hätte sich ebenso einen Wechsel und eine Berücksichtigung der Bürgerliste im Ausschuss gewünscht, zumal knapp die Hälfte der Bevölkerung mit der Gemeindeverwaltung nicht zufrieden gewesen sei und die SVP landesweit eines der schlechtesten Ergebnisse eingefahren habe. Beim Regierungsprogramm hätte es zwischen der Bürgerliste und der SVP zudem viele Gemeinsamkeiten gegeben: „Wir können nicht nachvollziehen, warum man uns nicht mitarbeiten lässt. Nun schaut es so aus, als ob man krampfhaft an der Macht festhalten wolle. Die Bürger haben sich klar für einen anderen politischen Stil ausgesprochen. Nun muss der Bürgermeister die Verantwortung dafür übernehmen; wir werden unsere Rolle als Oppositionspartei wahrnehmen. In jedem Fall aber wollen wir, dass die Ratspolitik künftig

transparenter gestaltet wird.“ Dem schloss sich auch Fraktionskollege Wilhelm Seppi an: „Lieber Bürgermeister, du hättest durch einen Wechsel im Ausschuss nur gewinnen können, alte politische Zöpfe hätte man diesmal ruhig abschneiden können.“ Der Meinung der Bürgerliste schloss sich auch Renato Bussola von der italienischen Bürgerliste an, für den mit der Ausschussbildung das Wahlergebnis nicht anerkannt worden sei. Bürgermeister Frei entgegnete, dass man die Wahl zwar verloren habe, vor fünf Jahren aber mit zwölf Mandataren auch nicht mehr Geschlossenheit gehabt habe als diesmal mit acht: „Manchmal bedeutet weniger mehr. Wenn die Ausschussbildung falsch war, dann werden uns die Wähler das nächste Mal wohl dafür abstrafen.“ Mit acht Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde der neue Ausschuss schließlich bestätigt. lg erker juli 10


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politik

Die ersten Gemeinderätinnen im Wipptal

Wie Wählerinnen ticken Frauen sind im Kommen in Sachen Politik. Langsam, aber stetig halten sie in den Gemeindestuben Einzug. Seit dem 16. Mai ist in Südtirol durchschnittlich jedes fünfte Ratsmitglied eine Frau. Es gibt sogar neun Bürgermeisterinnen. Im Wipptal ist die Zahl der Gemeinderätinnen hingegen rückläufig. Gründe dafür könnte es viele geben, wie eine ErkerUmfrage gezeigt hat. Einigen Aussagen zufolge sollen sogar die Wählerinnen selbst mit Schuld daran sein, dass heuer weniger Frauen im Gemeinderat sitzen. Wir haben uns bei den Wipptaler Frauen umgehört, wie sie über Frauen in der Gemeindepolitik denken. Gerade einmal 62 Jahre ist es her, dass Frauen in Südtirol zum ersten Mal wählen durften. Bis dahin war auch im Wipptal die Besetzung von politischen Ämter n noch reine Männersache. Die erste Gemeinderätin im Bezirk war Elisabeth Kofler Langer, Mutter des verstorbenen Alexander Langer. Sie wurde 1952 in den Gemeinderat von Sterzing gewählt. Bis sich die Frauen in der Männerdomäne verstärkt durchsetzen konnten, vergingen allerdings noch Jahre: 1985 verwalteten gerade einmal sechs Frauen mit ihren 94 männlichen Kollegen die Wipptaler Gemeinden, 2005 waren es bereits 25. Seit den Wahlen im Mai sind noch 16, samt Brenner, wo vorgezogene Wahlen stattgefunden haben, 18 Frauen in den Ratsstuben vertreten. Über 50 Umfragebögen hat der Erker im Juni verteilt, um u. a. herauszufinden, warum die Frauen in der Wipptaler Gemeindepolitik im Rückzug sind. 30 haben geantwortet. Zwar ist die Stichprobe bei 7.519 in den Wählerlisten eingetragenen Frauen nicht sehr repräsentativ, doch lässt sie dennoch einige interessante Aussagen zu. Dem Wahlausgang zufolge hat sich die Mehrheit der Wählerschaft im Mai für eine Vermännlichung des Gemeinderates entschieden: Zurückgegangen ist die Zahl der weiblichen Räte so20

wohl in Sterzing (von sieben auf fünf) als auch in Freienfeld (von fünf auf drei) und in Franzensfeste (von fünf auf zwei). Gleich viele Frauen wie 2005 wurden in Pfitsch (zwei) und Ratschings (vier) in den Rat gewählt. Dieses Ergebnis bedauert mehr als die Hälfte der befragten Frauen. Sie sind der Meinung, dass die Frauen in den Wipptaler Gemeinderäten nicht gebührend vertreten sind. „Wenn schon über 50 Prozent der Bevölkerung weiblich sind, müssten auch entsprechend mehr Frauen vertreten sein“, so eine Befragte. „Allein schon wegen des Gleichgewichts und des Machtausgleichs“, meint eine andere. Es gibt aber auch andere Stimmen. Jede dritte Frau ist mit der weiblichen Besatzung im neuen Gemeinderat zufrieden: „Die kompetenten Frauen“, sagt eine Befragte, „haben den Sprung in den Gemeinderat auch geschafft.“ Über 6.700 Frauen in Sterzing, Pfitsch, Ratschings, Freienfeld und Franzensfeste konnten heuer maßgeblich mitentscheiden, wer in den Gemeinderat kommen soll. Zum Großteil haben die Befragten auch Frauen unterstützt. Fast 90 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, mindestens eine oder zwei Frauen gewählt zu haben, „damit auch die Sichtweise der Frauen vertreten ist“, meinte eine, „weil ich überzeugt von ihnen war“, oder „damit sich jemand auch um

1952: Elisabeth Kofler Langer, Gemeinderätin in Sterzing 1969: Zita Clara, Gemeinderätin in Franzensfeste 1985: Maria Mair, Gemeinderätin in Brenner 1990: Annelies Moser Tratter und Marialuise Campei-Klapfer, Gemeinderätinnen in Pfitsch 1990: Margareth Volgger, Gemeinderätin in Ratschings 1990: Elsa Ralser Pürgstaller, Gemeinderätin in Freienfeld

die sozialen Anliegen kümmert“, fanden andere. 58 Kandidatinnen haben sich zur Wahl gestellt – und dreimal so viele Männer. Manche der Befragten hätten sich mehr Kandidatinnen auf der Liste gewünscht. Jede dritte Frau hätte mehr Frauen gewählt, wenn es mehr zur Auswahl gegeben hätte. Bei den letzten Wahlen hatten noch 30 Frauen mehr kandidiert. Die Suche nach Frauen, die sich politisch engagieren möchten, soll heuer in allen Gemeinden schwierig gewesen sein. „Nicht jede Frau hat den Mut zu kandidieren, obwohl sie vielleicht ihre Sache gut machen würde“, sagt eine Befragte, die heute Referentin ist. Einige Frauen vermuten, dass viele auch aus Zeitmangel nicht kandidieren wollten: „Familie, Beruf und Politik unter einen Hut zu bringen, ist für eine Frau oft schwieriger als für einen Mann.“ Einer Frau helfen im Wahlkampf allerdings weder der Wille noch der Mut, wenn sie am Ende nicht das Vertrauen der Wählerschaft erhält. Von den kandidierenden

58 Frauen haben 16 das Ticket für einen Stuhl in der Ratsstube gelöst – und fünfmal so viele Männer. Nach welchen Kriterien vergeben Frauen ihre Wählerstimme? Frauen, heißt es, sollen äußerst kritisch bei der Vergabe ihrer Stimme sein, gerade wenn es um weibliche Kandidaten geht, und eine Wählerin gibt zu: „Frauen stellen an Frauen höhere Ansprüche.“ Geht es nach den Befragten, muss eine Frau „gewisse Voraussetzungen“ erfüllen, um sich ihre Stimme zu verdienen. Sie nennen in den Fragebögen Eigenschaften wie „engagiert, couragiert, authentisch, mutig, sprachgewandt, mit Allgemeinwissen und starken Nerven ausgestattet, jung, dynamisch, überzeugend, vertrauenswürdig, selbstsicheres, aber dennoch dezentes Auftreten, durchsetzungsfähig, durch ehrenamtliche Arbeiten oder einen verantwortungsvollen Job öffentlich bekannt, glaubwürdig, sympathisch, kompetent und nahe am Bürger“. Außerdem wäre es der Meinung einiger Frauen nach wichtig, einen guten Ruf zu haerker juli 10


ben und noch nie in Skandale verwickelt gewesen zu sein, sich in Wirtschaft und Politik auszukennen, selbst Kinder zu haben, die Probleme der Hausfrauen und MĂźtter zu verstehen, Frau zu bleiben und sich nicht männliche Verhaltensformen anzueignen, Schwächen eingestehen und auch einmal Nein sagen zu kĂśnnen und auch mit Männern zusammenarbeiten zu kĂśnnen. Die Wipptalerinnen scheinen auf den Wählerlisten nach der „Superfrau“ schlechthin zu suchen. Ob sich diese aber so leicht finden lässt? Bei manchen Frauen scheinen Frauen aus Prinzip keine Chance auf ihre Wählerstimme zu haben und schreiben auf den Wahlzetteln eher den Namen von Männern hin. Dass Frauen eher Männer wählen, glaubt auch jede zweite Befragte. „Männer sind die besseren FĂźhrungspersonen“, behaupten gar sechs Prozent. Jede fĂźnfte Frau hingegen sagt, Frauen selbst wĂźrden ganz nach dem alten Rollenbild immer noch vielfach glauben, dass sie von Politik nichts verstĂźnden: „Politik ist immer noch eine Männerdomäne, wo nur wirklich starke Frauen etwas zu melden haben.“ Einige der Befragten sind davon Ăźberzeugt, dass Frauen immer seltener Frauen wählen. „Männer tun sich weitaus weniger schwer, Frauen ihre Stimme zu geben, als Frauen“, und einzelne Frauen gehen noch einen Schritt weiter: „Frauen sehen sich weni-

ger als VerbĂźndete sondern vielmehr als Konkurrentinnen. Hinzu kommen NeidgefĂźhle.“ Eine Befragte sprach sogar von der berĂźchtigten „Stutenbissigkeit“, die Frauen schon von Natur aus in die Wiege gelegt worden sei. Es gibt aber auch Frauen, die Ăźberhaupt nicht darauf schauen, ob sie einem Mann oder einer Frau ihre Stimme geben: „Gleichberechtigung bedeutet fĂźr mich, kompetente Kandidaten zu wählen, unabhängig vom Geschlecht. Ich habe mir keine Gedanken darĂźber gemacht, ob ich eine Frau wählen sollte. So etwas finde ich erniedrigend“, sagt eine Wählerin. FĂźr die Vorsitzende der SVPFrauen in Sterzing, Alexandra Geyr, ist klar, warum sich die Frauen in Sterzing heuer schwer getan haben, in den Gemeinderat gewählt zu werden. Sie findet, dass in der Gemeinde Sterzing die Frauen wegen der Schlammschlacht zwischen den beiden BĂźrgermeisterkandidaten Fritz Karl Messner und Christian Egartner „vĂśllig untergegangen“ seien. Beigetragen hätte wipptalweit auch die falsche Einstellung vieler Wählerinnen. „Die Frauenquote von 30 Prozent gibt es nur bei der Aufstellung der Kandidaten, bei der Wahl wird sie nicht berĂźcksichtigt. Viele Frauen dachten, dass es eine Frau ohnehin nicht in den Ausschuss schaffen kann, und wählten deshalb lieber andere.“ Wie schwer es eine Kandidatin laut unseren Umfrageergebnis-

sen bei den Wahlen auch haben soll: Hat sie es einmal geschafft, kann sie wie ein Mann bis nach oben kommen – beinahe zumindest. Elsa Ralser PĂźrgstaller machte den Anfang: Die Freienfelder Gemeinderätin war 1999 die erste VizebĂźrgermeisterin im Bezirk. Heute steht drei BĂźrgermeistern eine Frau zur Seite: in der Gemeinde Brenner Dolores Oberhofer Leitner, in Pfitsch Renate Ainhauser Delueg, in Freienfeld Helene Hilber NĂśssing. Eine BĂźrgermeisterin hat es im Wipptal bisher noch nicht gegeben. Die ZĂźgel halten nach wie vor die Männer in der Hand. Auch die Kompetenzen werden in den meisten Wipptaler Gemeinden nach wie vor traditionell verteilt. „Weil manche Bereiche ganz einfach Frauen und manche Männern besser liegen“, mutmaĂ&#x;t eine Befragte. „Weil Männer Angst haben, dass ihnen die Frauen irgendwann das Ruder aus der Hand nehmen“, kontert eine andere. Referentinnen werden vor allem in „weiblichen“ Gebieten wie Soziales oder Familie eingesetzt. Die Domänen wie Finanzen, Bauwesen oder Handel sind nach wie vor den Männern vorbehalten. Mittlerweile gibt es aber auch Ausnahmen: In Ratschings beispielsweise kĂźmmert sich Referentin Gabi Hilber u. a. auch um Abgaben und Steuern.

darum, so viele Frauen wie mĂśglich in die Gemeindepolitik zu bringen, sondern vor allem kompetente. Dass die Wählerinnen selbst daran schuld sein sollen, dass heute nicht mehr Frauen im Gemeinderat sitzen, kann Verena Debiasi, langjährige Gemeinderätin in Sterzing, nicht bestätigen. Ihrer Meinung nach bräuchten die Wipptalerinnen bei den nächsten Wahlen schlicht und einfach eines: mehr Angebot. Damit spielt sie auf die Frauenquote an, die ihrer Meinung nach auf 40 Prozent erhĂśht werden mĂźsste. Kann aber ein Gemeinderat mit mehreren Frauen Ăźberhaupt funktionieren? „NatĂźrlich“, meint Debiasi, die bereits 1995 mit sechs Frauen im Sterzinger Gemeinderat saĂ&#x; und davon Ăźberzeugt ist, dass Frauen sehr wohl zusammenhalten und gemeinsam vieles weiterbringen kĂśnnen. „Wie gut die Frauenarbeit letztendlich klappt, hängt von jeder einzelnen Frau selbst ab.“ Diskussionen, ob nun Männer oder Frauen die Gemeinde besser verwalten oder ob es in der Gemeindepolitik mehr Frauen braucht, findet Debiasi wenig zielfĂźhrend. Sie selbst sagt von sich – wie auch andere Wipptaler Gemeinderätinnen: „Ich mĂśchte niemals gewählt werden, nur weil ich eine Frau bin, sondern wegen meiner Kompetenz.“

Eines kam bei der Umfrage immer wieder klar zum Ausdruck: Es geht den Wählerinnen nicht

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aktuell

Übergangslösung gesucht Jugendliche treffen sich mit Bürgermeister Fritz Karl Messner und Jugendvertretern zur Aussprache über ein Jugendzentrum

Die Jugend weiß, was sie braucht: einen Raum, wo sie Musik machen, Theater spielen oder Lärm machen kann, wo sie kreativ sein, sich zu Filmabenden oder Fotoausstellungen oder einfach nur zum Zeitvertreib treffen kann, woanders als in den Bars in der Stadt. Die Jugend weiß auch, wann sie das alles will: so schnell wie möglich. Über ein Jugendzentrum für das Wipptal diskutieren Politiker, Jugendvertreter und Jugendliche schon seit Jahren. Konkret passiert ist bisher aber wenig. Das will eine Kerngruppe von Jugendlichen nun ändern. 15 bis 20 deutsch- und italienischsprachige Jugendliche treffen sich seit Wochen und überlegen, wo ein Jugendzentrum für das Wipptal entstehen könnte: in einer Kaserne am Bahnhof, in einer großen Halle bei der Wiesner Unterführung, im ehemaligen Hotel „Conny“, in der ehemaligen Bar „Rusticana“ im City Center, auf dem Sadobre-Gelände oder im Stadttheater Sterzing. Benjamin Stötter legte Bürgermeister Fritz Karl Messner beim Diskussionsabend im Margarethenhaus Sterzing Anfang Juni diese Vorschläge vor, darunter auch den Fluchtplan des Stadttheaters, in dem ursprünglich ein Jugendtreff und ein Jugendzentrum eingeplant waren. Als der Jugenddienst im Margarethenhaus eingerichtet wurde, waren diese Räumlichkeiten hinfällig geworden. „Für Konzerte“, so Bürgermeister Messner – überrascht, dass der alte Fluchtplan immer noch an den Wänden im Stadttheater hängt – „könnten sie aber zur Verfügung gestellt werden.“ Auf den Vorschlag des Bürgermeisters, den Sommer über in Ruhe Ideen zu sammeln, sich auszutauschen, „um zu überlegen, was ihr wirklich wollt“ und sich im Spätsommer oder Herbst 22

Die Suche nach einem passenden Standort ist nicht einfach. Das Jugendzentrum sollte „wegen der drohenden Ghettoisierung“ nicht zu abgelegen sein, andererseits dürfen auch die Anrainer nicht gestört werden.

nochmals zu einer Aussprache zu treffen, gingen die Jugendlichen nicht ein, genauso wenig wie auf den Ratschlag von Jugenddienst-Vorsitzendem Werner Fuchs, zunächst mehrere Vereine anzuschreiben, die Meinung der „breiten Basis“ einzuholen und alle Jugendaltersklassen zu berücksichtigen. Es bestehe nämlich die Gefahr, dass nicht alle Jugendlichen im Wipptal in das Projekt eingebunden und am Ende die Jugendräume – wie derzeit im Jugenddienst – ausschließlich von Cliquen und nicht von allen genutzt würden. „Wer an einem Jugendzentrum interessiert ist“, entgegnete ein Jugendlicher, „hätte sich auch die Zeit genommen, zu den bisherigen Treffen zu kommen.“ Jugendliche kritisierten auch das Verhalten vieler Erwachsenen. „Das ist das Hauptproblem im Wipptal: Werden wir einmal aktiv, werden uns nur Steine in den Weg gelegt. Wir brauchen endlich Raum, um uns ausdrücken zu können“, so Stötter. Die Kerngruppe, der sich auch andere interessierte Jugendliche jederzeit anschließen können, pochten deshalb auf eine kurzfristige Übergangslösung. Bis im Wipptal nämlich ein Jugend-

zentrum wie jenes in Brixen oder Bruneck entstehen kann, werden mindestens drei Jahre vergehen. So lange wollen sich die Jugendlichen nicht hinhalten lassen. Erwin Fassnauer vom Jugenddienst Wipptal schlug den Jugendlichen vor, am Wochenende die Jugendräume im Margarethenhaus selbstständig zu führen, wies sie aber auch darauf hin, dass jemand die Verantwortung übernehmen müsse und es keinen Radau nach Mitternacht geben dürfe, zumal sich schon öfters Anrainer beim Jugenddienst wegen Lärmbelästigung beschwert hätten. Vorgeschlagen wurde ein altes Privatgebäude oder ein Magazin in der Handwerkerzone Wiesen, was den Jugendlichen sofort zu gefallen schien. „Wenn der Standort passt, könnte aus der Zwischenlösung auch eine endgültige Lösung werden.“ Der Jugenddienst überprüft nun, inwieweit es möglich ist, eine leerstehende Halle für ein Jahr zu mieten, „um erst einmal zu sehen, wie es funktionieren würde“. Lokalaugenscheine an möglichen Standorten haben u. a. Vizebürgermeister Markus Larch, das Bürgerforum und der Jugenddienst bereits öfters ge-

macht, bisher allerdings ohne Erfolg: Das Hotel „Conny“ wird abgebrochen, im ehemaligen „Rusticana“ ist die Miete zu hoch, für die restlichen Vorschläge, welche die Jugendlichen gemacht haben, seien entweder der Bürgermeister von Freienfeld oder jener in Pfitsch zuständig. Vorgeschlagen und gleich wieder fallen gelassen wurden auch die Taverne beim Hotel „Zoll“ oder ein Gebäude auf dem künftigen Despar-Gelände. Die Suche nach einem passenden Standort ist nicht einfach. Das Jugendzentrum sollte „wegen der drohenden Ghettoisierung“ nicht zu abgelegen sein, andererseits dürfen auch die Anrainer nicht gestört werden. Überhaupt, so Bürgermeister Messner, sollte das Jugendzentrum gut erreichbar und eine bezirksübergreifende Einrichtung sein, an der sich auch die anderen Gemeinden des Wipptales beteiligen sollten. Messner sicherte der Jugend seine Unterstützung zu, erwartete sich allerdings, dass diese selbst ihm weitere konkrete Vorschläge unterbreite. Um nun möglichst viele Ideen zu sammeln, wurde angeregt, ein Online-Forum aktivieren, wo jeder seine Meinung und seine Anregungen posten kann. Auch regelmäßige Treffen mit den Jugendlichen werden stattfinden, um dem Traum nach einem Zentrum für junge Menschen ein Stück näher zu kommen. rb

Aufruf Wer möchte den Wipptaler Jugendlichen für ein Jahr oder länger ein leer stehendes Lokal, Magazin oder Lager vermieten? Vorschläge und Angebote nimmt der Jugenddienst Wipptal unter der Rufnummer 767890 entgegen.

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Brenner

Sterzing

SVP-Fraktion trifft Landesrat Mussner

Tag der Demokratie

Bei einer Aussprache erörterten vor kurzem die SVP-Fraktion und SVP-Ortsgruppen der Gemeinde Brenner mit Bautenlandesrat Florian Mussner verschiedene Probleme im Gemeindegebiet.

Im Mittelpunkt des Treffens stand das Verkehrsproblem in Gossensaß. Mussner meinte, dass die Realisierung einer Umfahrung in den nächsten Jahren nicht auf dem Programm stehe, die Planung aber abgeschlossen werden sollte. Bürgermeister Franz Kompatscher drängte darauf, dass endlich etwas geschehen müsse, vor allem kurzfristig sollte die Sicherheit der Fußgänger im Ortsbereich garantiert werden. Mussner zeigte dafür Verständnis und regte an, eine Prioritätenliste zu erstellen, um dann die Vorhaben nach und nach zu realisieren. Er versprach auch, den Bau eines

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Gehsteiges in der Tourismuszone Ladurns zu unterstützen. Auf die von der Bevölkerung von Pflersch geforderte Verbauung der „Puanlahne“ angesprochen, meinte Mussner, dass er bereits eine Studie in Auftrag gegeben habe, die das Ausmaß der notwendigen Maßnahmen festlege. Gemeinsam vereinbarte man, an einer Lösung des Problems der ehemaligen Finanzkaserne in Gossensaß zu arbeiten. Zum Schluss dankte Bürgermeister Kompatscher für die gute Zusammenarbeit mit dem Straßendienst und den zuständigen Landesämtern.

Beim diesjährigen Tag der Demokratie hat die Demokratiebewegung in verschiedenen Bezirken und Gemeinden Aktionen durchgeführt und Thesen zur Direkten Demokratie verteilt.

In der Neustadt in Sterzing konnten sich Interessierte mit selbst verfassten Sprüchen zum Thema Demokratie zum Nachdenken über Demokratie anregen lassen, einzelne Sprüche auf Papierröllchen mitnehmen und sich über den Stand der Bemühungen um anwendbare Mitbestimmungsrechte auf Landesebene informieren. Die erste landesweite Volksabstimmung im Oktober 2009 war mit ihrem beeindruckenden Ergebnis die Errungenschaft einer lebendigen Demokratiebewegung in Südtirol. Koordiniert von der Initiative für mehr Demokratie haben 57 Promotoren verschiedener Sprachgruppen, Landesteile und partei-

politischer Orientierungen einen Reformvorschlag zum geltenden Volksabstimmungsgesetz vorgelegt. Darin fordern sie eine Senkung des Beteiligungsquorums auf 15 Prozent, die Einführung einer eigenen Schutzklausel für die Sprachgruppen in ethnisch sensiblen Fragen, eine objektive institutionelle Information sowie die Einführung des bestätigenden bzw. ablehnenden Referendums über bestimmte Beschlüsse der Landesregierung. Sollte der Landtag diese Punkte nicht berücksichtigen, werden die Initiatoren für den vorliegenden Vorschlag die nötigen Unterschriften sammeln, um darüber eine Volksabstimmung zu erwirken.

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kirche

Wipptal errichtet Seelsorgeeinheit Die von den 16 Pfarreien im Wipptal südlich des Brenners gründlich vorbereitete Seelsorgeeinheit ist nun Wirklichkeit geworden. Sechs Arbeitsgruppen haben seit dem 20. November 2009 die nötigen Bausteine dazu gesetzt. Am 5. Juni verkündete Diözesanbischof Karl Golser in der Pfarrkirche von Sterzing „Unsere Liebe Frau im Moos“ mit den Pfarrherren und Geistlichen, begleitet von den Pfarrgemeinderatspräsidenten und zahlreichen Gläubigen aus den umliegenden Pfarreien des Wipptales, die rechtliche Errichtung der Seelsorgeeinheit im Wipptal. In einer sternförmigen Prozession zogen Gläubige aus dem Dekanat Sterzing in die Marienkirche und füllten das Gotteshaus. Die Seelsorgeeinheit Wipptal ist der verbindliche Zusammenschluss der 16 Pfarrgemeinden des Wipptales. Sie alle bleiben zwar in ihrer gewachsenen Identität erhalten, dazu kommt nun aber, dass sie als Seelsorgeeinheit einander in der Planung und Durchführung von seelsorglichen Aufgaben unterstützen. Gegründet wurde die Seelsorgeeinheit im Bewusstsein, dass der Weg dazu den Rahmen bilde für einen bewussten und kreativen Umgang mit den veränderten Bedingungen, in denen die

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Bischof Karl Golser verkündet in Sterzing die Errichtung der Seelsorgeeinheit Wipptal.

Kirche und die Pfarrgemeinden stehen. „Unsere Seelsorgeeinheit steht für einen mutigen Aufbruch in die Zukunft, für das Bemühen, die Kirche im Dorf zu behalten, auch dafür, die Gaben und Fähigkeiten der Gläubigen zu entdecken und zu entfalten und den Blick über den pfarrlichen Tellerrand hinaus zu wagen“, so Dekan Josef Knapp. Bischof Karl Golser, begleitet vom Klerus des Bezirks und von Seelsorgeamtsleiter Eugen Runggaldier, zelebrierte die feierliche Abendmesse. Chorleiter Heinrich Pramsohler leitete die Chöre einzelner Pfarrgemeinden, welche die Messfeier gestalteten. Nach dem Evangelium sprach Bischof Golser in seiner Predigt über das Geschenk der Eucharistie. „Heute, am Vorabend von Fronleichnam, ist dies ein besonderes Geschenk

Jesu Christi an die Gläubigen. Wir Priester haben die Aufgabe, auch in schwierigen Zeiten den Leib Christi wie zu Fronleichnam täglich in die Gemeinden hinaus-

zutragen“, so der Oberhirte. Anschließend überreichte der Bischof die Ernennungsdekrete an die Mitglieder der Seelsorgeeinheit Wipptal. rr

Der neue Pfarreienrat des Wipptales Moderator: Dekan Josef Knapp Ausschuss Vorsitzender: Alfred Dalla Torre, Sterzing Stellvertreter: Toni Puner, Mauls Schriftführer: Josef Plank, Jaufental Öffentlichkeitsarbeit: Christine Wieser, Stilfes Italienische Pfarrgemeinden: Tiziana Mollica Mitglieder: Ingrid Olivieri Heidegger (Sterzing), Donatella Calcagni Sabatelli, Notburga Steiner Kerschbaumer (Brenner), Ursula Buchrainer Alpögger, Annemarie Holzer Teissl (Pflersch), Tiziana Mollica, Walter Roalter (Gossensaß), Rosa Siller Schölzhorn, Paul Steurer (Ried), Roswitha Moser Astenwald, Gertraud Klotz Mair (Außerpfitsch), Karl Graus, Peter Graus (Innerpfitsch), Silvia Delucca Larch, Simon Walter (Wiesen), Hermann Wild, Anna Volgger Sorg (Ridnaun), Werner Schaiter, Karl Stefan Siller (Mareit), Andreas Brunner, Martin Brunner (Ratschings), Waltraud Haller Sailer (Jaufental), Christl Leitner Sparber, Sr. Elisabeth Schwitzer (Telfes), Markus Badstuber, Albert Plaikner (Trens), Helmuth Wieser (Stilfes), Helene Zößmayr, (Mauls), Albina Kastlunger

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portrait

Ein „historischer“ Siebziger Bezirkschronist und Erker-Mitarbeiter Günther Ennemoser feiert seinen 70. Geburtstag

Bis ihm der Kugelschreiber endgültig aus der Hand fällt. So lange will Günther Ennemoser noch regelmäßig für den Erker schreiben, den er seit über 20 Jahren mit heimatkundlichen Artikeln und Tageschroniken aus der Gemeinde Brenner bespickt. Die Geburtstagszahl 70 nimmt Günther nicht in den Mund. Er sagt lieber, dass er zweimal fünfunddreißig geworden ist, vor wenigen Tagen, am 23. Juni. Das klingt etwas jugendlicher, was aber nicht heißt, dass er nicht stolz auf sein Alter wäre. „Wenn der da oben es weiterhin so gut mit mir meint, bin ich mehr als zufrieden.“ Günther gehört zum Redaktionsteam wie das Wort Erker auf die Titelseite. Seit die Monatszeitschrift vor 20 Jahren auf die Welt gekommen ist, ist sein Name oder zumindest sein Kürzel „rr“ in beinahe jeder Ausgabe präsent. Anfangs hat Günther mehr heimatkundliche Serien geschrieben, über Schlösser, Sagen und Erbhöfe, hat Anekdoten, von Kirchen und von Menschen erzählt. Über Menschen schreibt er heute noch in seiner Serie „Aus dem Leben“, obwohl er diese schon einmal auslaufen lassen wollte. „Die Erker-Leser aber“, sagt Günther, „haben mich überredet, die Serie weiterzuführen, was ich auch gerne mache.“ Wenn Günther über sein eigenes Leben erzählt, spricht er mit halboffenen Händen und beiden Armen. Ab und

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Chronist und Erker-Mitarbeiter Günther Ennemoser: „Eine Schwäche für die Vergangenheit hatte ich schon immer.“

zu faltet er seine Hände im Schoß. Er spricht langsam und bedächtig, gestikuliert, spricht aus, was er denkt. Manchen, sagt er, ist das, was ich sage, nicht immer recht. Früher war er Lehrer, wie seine Mutter, 35 Jahre lang. Heimatkunde, Geographie, Deutsch, Musik, Religion, Naturkunde, Mathematik. Viele Fächer hat er damals unterrichtet. Kein Fach, das ihm nicht gefiel. Fünf Sommer lang drückte er ab 1970 mit über 400 anderen Hilfslehrern in Brixen die Schulbank. Unterricht von morgens bis abends, „kein Wischiwaschi-Kurs, wie ihn manche abtun wollen“. In den Wintermonaten folgten die Prüfungen. Danach holte er in Padua das Diplom und den Doktortitel für sein Studium „materie letterarie“. Eine Schwäche für die Vergangen-

heit hatte Günther immer schon. Die Entwicklung der Generationen im Wipptal, denen die Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg das Herz entzweit hat, interessiert ihn am meisten. Das historische Wissen holte er sich über Jahre aus Archiven, Büchern und Zeitungsartikel. Was er dort gelernt hat, gab er seinen Schülern weiter. Bevor der Lehrer in Geschichte oder Geographie die großen Weltthemen behandelte, lehrte er die Schüler die Weiler und Fraktionen der Gemeinde Brenner. Günther zieht die Stirn hoch, dass sie Falten wirft, und rückt die Brille zurecht. „In der Chronistenarbeit muss man sehr genau sein, da darf man sich keine Lücken erlauben.“ Seit Anfang der 90er Jahre hätten sich im Wipptal fleißige Chronistenvereine gebildet, sagt er. Nur in Sterzing, dort sammle immer noch jeder Chronist für sich privat – leider, wie er betont. Günther kennt die Schlupfwinkel in der Gemeinde besser als manch älterer Bewohner. Seine Mutter war eine waschechte Gossensasserin. Sofie Aigner, die als 19-jährige Lehrerin in eine Schule ins Passeiertal kam, lernte dort ihren späteren Ehemann kennen. Günther und sein jüngerer Bruder waren nicht einmal 16 Jahre alt, als sie nach dem Tod der Mutter nach Gossensaß zu einer Tante zogen. Bruder Elmar zog irgendwann weg, Günther blieb in Gossensaß. Dort übernahm er mit 23 Jahren die ver-

waiste Stelle des SVP-Ortsobmannes und blieb es 30 Jahre lang. Politik, sagt Günther, habe ihn auch schon immer interessiert. Zwei Legislaturen saß er im Gemeinderat, zehn Jahre war er Sprecher der SVP-Fraktion. Meistens guter Dinge, gesellig, heimat- und prinzipientreu und der Kirche sehr verbunden – so beschreibt sich Günther selbst, wenn er Worte für sich finden muss. „Der so nett über die Bauern schreibt“, beschrieb ihn einmal ein altes Weiblein mit Kopftuch. „Und der noch richtig Heimatkunde unterrichten konnte“, sagte eine ehemalige Schülerin. Manchen Menschen ist Günther zu altmodisch „Du mit deinem alten Schmarrn“, hörte er sie ab und zu in früheren Jahren sagen. Er selbst aber meint: „Die Gemeindeverwaltung und viele Bürger sind mir und der kulturellen Arbeit, die ich leiste, dankbar. Es gibt aber wie überall Leute, die in ungebildeter Arroganz alles schlechtreden, obwohl sie selber nie etwas Positives für die Gemeinschaft getan haben.“ Den Humor hat Günther trotz mancher Enttäuschungen nicht verloren. Dann steht Günther auf, setzt sich seinen dunkelbraunen Hut auf, scherzt, grüßt und verabschiedet sich. Einen Hut, sagt er im Hinausgehen, trägt er seit rund zehn Jahren: „Ich will doch beim Älterwerden immer wohlbehütet sein.“ Renate Breitenberger

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vereine

Freienfeld

Brenner/ Gossensaß

HGV setzt auf Qualität

HGV will Projekt Thermalquelle weiterverfolgen

Auf der Jahresversammlung der Ortsgruppe Freienfeld des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) zeigte sich Obfrau Helene Benedikter darüber erfreut, dass die Beschilderung der Wanderwege in Stilfes und Trens gut gelungen sei. Heuer werden die Wanderwege in Mauls neu ausgeschildert.

Noch keinen Schritt weitergekommen sei die Ortsgruppe hingegen mit ihrem Anliegen, Hinweistafeln über Sehenswürdigkeiten und Gastbetriebe entlang des Radweges anzubringen. Auf Vorschlag der Imker möchte der HGV gemeinsam mit der Forstverwaltung einen Bienenlehrpfad anlegen. In der Naherholungszone „Rofis Boden“ konnte durch Einbeziehung der zuständigen Partner ein ansprechendes Angebot geschaffen werden. Die Gastwirte bat Benedikter, weiterhin auf Professionalität und Qualität zu setzen. Durch die Rad- und Wanderwege und die Sanierungen der Dorfplätze in Stilfes, Trens und

Helene Benedikter, HGV-Ortsobfrau von Freienfeld

Mauls, so Bürgermeister Armin Holzer, würden die Orte eine große Aufwertung erfahren. Die Ausgleichsmaßnahmen für den Bau des Brennerbasistunnels in Höhe von 17 Millionen Euro allein für Freienfeld werden u. a. für Lärmschutzmaßnahmen und für einen Geopfad verwendet.

Bronze für Wipptaler Feuerwehrtruppe

„Die neue Gemeindeverwaltung hat bereits viele neue Schritte in die Wege geleitet“, so Günther Strickner, Obmann der Ortsgruppe Brenner Gossensaß des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), bei der kürzlich abgehaltenen Jahresversammlung. So sei eine Arbeitsgruppe aus Wirtschaftstreibenden gegründet worden, die branchenübergreifende Themen bearbeiten möchte. Rund um die geplante Thermalquelle ruhe die Arbeit allerdings, so Strickner. Trotzdem sei es wichtig, das Projekt weiterzuverfolgen. Gerold Plank, Präsident der Therme Gossensaß, sprach davon, dass auch dieses Projekt von der Finanzkrise betroffen sei. Vizebürgermeisterin Dolores Oberhofer Leitner informierte über die wichtigsten touristischen Vorhaben der Gemeinde. Vom EWerk in Gossensaß bis nach Innerpflersch werde von der Forstverwaltung ein neuer Wanderweg angelegt. Für den nächsten

Günther Strickner, Obmann der HGV-Ortsgruppe Brenner Gossensaß

Frühling sei die Erweiterung des Hochseilgartens geplant. Zudem soll der Eislaufplatz ins Dorfzentrum verlegt werden. Umgesetzt werden sollte auch eine neue Hotelbeschilderung vom Hotel „Alpin“ bis nach Ladurns. August Seidner, Präsident der Liftgesellschaft Ladurns, berichtete über die geplante Errichtung eines Speichersees und einer Rodelbahn bis ins Tal.

Egg

Neue Feuerwehrhalle eingeweiht

Am 48. Tiroler Feuerwehr-Leistungsbewerb in Nesselwängle im Bezirk Reutte hat vor kurzem auch eine gemischte Bezirksgruppe, bestehend aus Landesfeuerwehrpräsident-Stellvertreter Alois Sparber, Landesjugendfeuerwehr-Referent Peter Volgger sowie Mitgliedern des Bezirksfeuerwehrausschusses Wipptal, erfolgreich teilgenom26

men. Nach wochenlangen Proben auf dem Sportplatz von Thuins erreichte die Gruppe im Leistungsbewerb „Bronze“ den hervorragenden vierten Rang und verfehlte Rang drei nur knapp. Im Leistungsbewerb „Silber“ landete die in der Zusammensetzung leicht veränderte Gruppe auf Rang sechs. pn

Im Frühjahr segnete Pfarrer Paul Valentini im Beisein des Seelsorgers von Egg, Anton Leitner, das neue Feuerwehrgebäude. Bürgermeister Armin Holzer lobte bei der feierlichen Einweihung das zweckmäßige Feuerwehrhaus und die Neugestaltung des Dorfplatzes. Im September 2008 hatten die Arbeiten für den vom Plan Team Bozen projektierten Bau der Feuerwehrhalle begonnen, im Herbst 2009 wurde sie fertiggestellt. Landeshauptmann Luis Durnwalder lobte den Zusammenhalt der Bergbauernfamilien in Egg und wünschte ihnen viel Freude mit den neuen Einrichtungen. FF-Bezirkspräsident Peter Heid-

egger überbrachte die Grüße des Landesfeuerwehrpräsidenten und der Feuerwehren im Wipptal. „Unsere Bauten“, so Heidegger, „sind keine Prunkbauten, sondern Zweckbauten.“ Ganz Egg werde von dieser Einrichtung profitieren. rr erker juli 10


PR

Lotterie der Musikkapelle Trens Gossensaß

Kochduell der Vereine

Am 10. Juli veranstaltet die FF Gossensaß auf dem Dorfplatz das dritte Kochduell der Vereine. Drei Mannschaften werden dabei ein Drei-Gänge-Menü kochen, eine Jury wird diese bewerten und die anwesenden Gäste können die Gerichte ersteigern. Am Abend spielen die „Pamstiddn Kings“ auf, am 11. Juli gibt es einen Frühschoppen mit der Musikkapelle Gossensaß.

Countryfest am Roßkopf

Westernromantik für Familien gibt es heuer wieder am 31. Juli und 1. August beim Countryfest bei der Kastellacke am Roßkopf. Ab Samstag um 12.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen und ein vielfältiges Animationsprogramm für Kinder. Um 19.00 Uhr wird beim Zeltlager eine Feldmesse

gefeiert. Zahlreiche Spiele sowie eine Hüpfburg, Lamatrekking und vieles andere sorgen das ganze Wochenende über, musikalisch umrahmt, für Spaß und Unterhaltung. Organisiert wird das Countryfest von der Freiwilligen Feuerwehr Sterzing, dem VKE und der Neuen Rosskopf GmbH.

Bei der Lotterie des Trenser Musikfestes Ende Mai wurden folgende Losnummern gezogen: 4035 (Reisegutschein), 1663 (Flachbildfernseher), 3030 (Abschuss einer Gams), 5562 (3-Tagesfahrt), 2425 (Wellness-Wochenende), 0164, 0179, 0195, 0337, 0416, 0437, 0449, 0540, 0651, 0706, 0718, 0735, 0786, 0811, 1016, 1126, 1180, 1246, 1384, 1479, 1586, 1598, 1895, 1902, 1966, 2025, 2035, 2041, 2066, 2097, 2266, 2355, 2401, 2515, 2602, 2775, 2787, 2951, 3025, 3359, 3509, 3536, 3568, 3693, 3711, 3716, 3870, 4070, 4113, 4151, 4172, 4259, 4324, 4372, 4381, 4498, 4665, 4913, 4917, 4925, 4985, 5155, 5193, 5329, 5584, 5590, 5619, 5735, 5817, 5826, 5860, 5882, 5920, 5936, 5985, 5990. Die Preise können bis 11. August im Geschäft Anton Luhn in Trens abgeholt werden. Vorherige telefonische Anmeldung ist unter den Rufnummern 647114 (Anton Luhn) oder 345 1529000 (Obmann Andreas Saxl) erbeten.

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vereine

Carabinieritreffen am Brenner

Die ehemaligen Carabinieri der Gruppe Sterzing organisieren im Abstand von einigen Jahren am Brenner ein Treffen, um Grenzbeamten, die einmal am Grenzort Dienst getan haben, zusammenzubringen. Der Einladung zum diesjährigen vierten Treffen folgten im Mai 160 ehe-

malige Grenzbeamte aus ganz Italien und Nordtirol. Nach einer Messfeier, zelebriert von Don Michele Tomasi, fuhr die Gruppe nach Maiern, wo bei Musik und gutem Essen Erinnerungen ausgetauscht wurden. Das nächste Treffen findet in zwei Jahren in Nordtirol statt. rr

Herz-Jesu-Prozession in Pflersch Seit dem Tod von Altpfarrer Johann Mantinger betreut Pfarrer Stefan Stoll alle drei Pfarrgemeinden in der Gemeinde Brenner. So gibt es fortan jährlich nur noch eine Prozession in den Pfarrgemeinden Gossensaß und Pflersch. Dieses Jahr fand in Gossensaß die Fronleichnamsprozession und in Pflersch die Herz-Jesu-Prozession statt, wo die Schützen zum ersten

Mal eine Generaldecharge zu Ehren des Heiligsten Herzen Jesu schossen. rr

Pferdewettbewerb in Ladurns Ende Mai veranstaltete der Haflingerzuchtverein Wipptal in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Bergkristall“ in Ladurns das 5. Pferdefest.

Im „Schwalbennest von Tirol“ Der diesjährige Ausflug führte die Jaufentaler Senioren nach Mösern im Oberinntal. Mösern, zur Gemeinde Telfs gehörend, wird wegen seiner Lage als „Schwalbennest von Tirol“ bezeichnet und bietet einen wunderschönen Blick über das Oberinntal. Mösern ist auch Standort der „Friedensglocke“, die 1997 auf Anregung des damaligen Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer zum 25-jährigen Bestehen der ARGEALP von den Gemeinden Tirols gestiftet wurde. Altlandeshauptmann Silvius Magnago hat die Glocke bei der Einweihung zum ersten Mal in Gang gesetzt. Die Glocke wurde eigens für die

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Jaufentaler geläutet; dabei gedachten die Senioren auch dieses großen Tirolers, der zwei Tage vorher verstorben war.

Der Wettbewerb für Ein- und Zweispänner zählte zur SüdtirolTrophäe, die landesweit nach fünf Rennen vergeben wird. Die teilnehmenden Pferde, darunter Haflinger, Noriker und Friesen, gaben mit ihren Fuhrmännern ihr Bestes. In der Kategorie Einspänner gewann Siegfried Weifner mit sei-

nem Pferd „Ida“ vor Klemens Jungmann, der auf „Max“ den zweiten und mit „Hias“ den dritten Platz errang. Bei den Zweispännern siegte Jungmann mit seinen Pferden „Max“ und „Hias“, gefolgt von Siegfried Weifner auf „Ida“ und „Nirma“ sowie Walter Lemayr auf „Ramona“ und „Heidi“. rr

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Sommer in Sterzing 12. Sterzinger Joghurttage

Vom 10. Juli bis zum 1. August gibt es in Sterzing wieder verschiedene Menüs, Veranstaltungen und Verkostungen rund um den Joghurt – und erstmals auch Erdbeeren. Festliche Eröffnung der Joghurttage ist am 10. Juli um 11.00 Uhr auf dem Stadtplatz mit einem Konzert der Musikkapelle Mauls. Verkostungen von Joghurt gibt es zudem bei den Laternenpartys auf dem Stadtplatz von 20.00 bis 22.00 Uhr. Außerdem warten die Joghurttage mit einem umfangreichen Rahmenprogramm auf, u. a. mit Kräuter- und Mineralienwanderungen, Nordic Walking, Besichtigungen von Bauernhöfen, Imkereien und dem Sterzinger Milchhof oder Stadtführungen. Sportlicher Höhepunkt ist der Joghurtlauf auf den Roßkopf am 11. Juli. Am 23. Juli werden im Rahmen des Festes des Milchhofes mit Präsentation seiner Joghurtpalette u. a. auch Marteller Erdbeeren zur Verkostung angeboten. Organisiert werden die Joghurttage vom Tourismusverein Sterzing in Zusammenarbeit mit dem Milchhof, der Erzeugergenossenschaft Martell, Gastbetrieben des Bezirks und Betreibern von „Urlaub am Bauernhof“. Informationen erhält man unter www.joghurttage.com. Laternenparty unterm Zwölferturm Vom 14. Juli bis zum 18. August stehen die sechs Mittwochabende wieder im Zeichen der Sterzinger Laternenpartys. Musik- und Volkstanzgruppen, aber auch Straßenkünstler vererker juli 10

wandeln die Fußgängerzone von 19.00 bis 23.00 Uhr in eine Bühne. 15 Gastbetriebe servieren kulinarische Leckerbissen, in der Trendybar werden an zwei Abenden köstliche nicht-alkoholische Cocktails gemixt und auch Handwerker zeigen ihr Können. Den Bauern kann am 11. August auf die Finger geschaut werden. Trödler bieten in der Geizkoflerstraße und in der Rathausgasse an drei Abenden auf dem Flohmarkt ihre Waren feil. Am 21. Juli stellen lokale Künstler in der Rathausgalerie ihre Werke aus. Langer Freitag Am 16. Juli beginnt der Sommerschlussverkauf. Damit an diesem Tag auch Berufstätige Gelegenheit haben, durch die Stadtgassen zu bummeln und zu shoppen, bleiben die Geschäfte bis 23.00 Uhr geöffnet. In Kooperation mit den Kaufleuten hat der Tourismusverein vor kurzem den Restaurant- und Shoppingführer neu aufgelegt, der in den Partnerbetrieben erhältlich ist. Schöne Frauen auf dem Stadtplatz Schönheiten des Miss-ItaliaWettbewerbs werden sich am 30. Juli in Sterzing einen spannenden Wettkampf für das nationale Finale liefern. Auf dem Stadtplatz wird eine der regionalen Vorausscheidungen zum Titel der „Schönsten im Lande“ ausgetragen. Etwa 20 Miss-Anwärterinnen präsentieren sich dabei vor den Augen einer lokalen Jury im Badekostüm und in Abendkleidung auf dem Laufsteg. Die Veranstaltung mit Live-Musik beginnt um 21.00 Uhr. Bei schlechter Witterung findet der Bewerb im Stadttheater statt.

Die

Probiotischen aus Sterzing

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vereine

Sterzing

Sterzing

Abschlussfeier der Oberschule

Musikalischer Abend begeistert Zuhörer Anfang Juni gestaltete die Musikklasse 1D der Mittelschule „K. Fischnaler“ in Sterzing einen dreisprachigen musikalischen Abend.

Mit einer Feier im Schulhof beendete die Oberschule in Sterzing Mitte Juni ihr Schuljahr. RaikaDirektorin Christina Pupp überreichte Schülern mit Notendurchschnitt 8 und darüber Buchpreise; ausgezeichnet wurden zudem die erfolgreichsten Mannschaften des SEL-Cups, die besten Sportler bei den Landesmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen sowie die fleißigsten Leseratten. Urkunden erhielten auch jene Schüler, die in diversen Fachwettbewerben Erfolge erzielen konnten. Oberschulabsolventin Tamara Lunger berichtete über ihre Gipfelbesteigung des Lhotse, des vierthöchsten Berges der Welt. Zwei Schüler gaben Theaterszenen aus „Variationen über die Liebe“ zum Besten. Die Schulband unter der Leitung von Paul Brugger sorgte für musikalische Intermezzi. Zum Abschluss sprach Maria Osanna, scheiden-

de Vorsitzende des Elternrates, Dankesworte. Im Bild Tamara Lunger und Direktor Andreas Meraner.

Medienerziehung auf Englisch

Nach einem Begrüßungsrap und einem Volkslied folgte eine Polka (Ziehharmonika, Gitarren) und ein Stück auf Euphonium und Flügelhorn. Im Italienischunterricht hatten die Schüler mit Tiziana Reale den „Karneval der Tiere“ erarbeitet und im Kunstunterricht Bilder dazu gemalt. Nach zwei weiteren Liedern in italienischer Sprache, einer „Body Percussion“ und dem Auftritt der Gitarrengruppe wurde der „Erlkönig“ zum Besten gegeben. Großen Anklang fanden auch ein Gospel, ein Indianerlied, ein Kanon und ein rhythmischer Sprechgesang. Die Lieder, Gedichte und Sprechverse, die im Englischunterricht mit Ulrike Markart er-

arbeitet wurden, belustigten die Zuhörer besonders. Laut wurde es bei einem CajonStück, einstudiert von Michael Pasquazzo. Besonders beeindruckt waren die Zuhörer von „Memory“ aus „Cats“ und „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“, begleitet von Armin Mitterer am Klavier. Nach einer feurigen Zugabe dankte Direktorin Elisabeth Scheiber allen beteiligten Lehrpersonen, besonders Musiklehrer Ludwig Grasl und Armin Mitterer, der im Rahmen des vom Südtiroler Sängerbundes unterstützen Projekts „Vocal total“ mit den Schülern Stimmbildung gemacht hatte.

Wiesen

„Divertiamoci in biblioteca“ Die Fachlehrerinnen Dorothea Messner und Simone Peintner führten Anfang Juni den Kollegen und Eltern der Zweitklässler des Realgymnasiums ihr Projekt „Saint Margareth’s High School“ vor. „Saint Margareth’s“ nennt sich die Seifenoper, für welche die Schüler ein Drehbuch verfasst, sich Rollen auf den Leib ge30

schrieben und ihre Geschichten vor der Filmkamera inszeniert haben. Die Arbeit hat die Beteiligten sprachlich, konzeptionell, technisch, musikalisch und darstellerisch sehr gefordert und wurde von Eltern, Kollegen und Fachleuten aus Bozen begeistert aufgenommen. Einen Gastauftritt in der Soap hatte auch Direktor Andreas Meraner.

Kurz vor Schulschluss fand in der Bibliothek Wiesen das Abschlussfest des Projekts „Divertiamoci in biblioteca imparando l’italiano“ statt, bei dem das zweisprachige Theaterstück „Der kleine launische Troll – Il trollino lunatico“ gezeigt wurde. Organisiert wurde die Leseförderung von Bibliothekarin Birgit Seehauser in Zusammenarbeit mit der Italienischlehrerin Chiara

Martorelli. Die fleißigsten Leser wurden am Ende prämiert. erker juli 10


Sterzing

Kinder basteln Jesusfigur Die Kindergartenkinder von Löwenegg spazieren öfters auf dem Besinnungsweg an einem Wegkreuz vorbei Richtung Thuins. Als sie eines Tages entdeckten, dass die Jesusfigur verschwunden war, hat das bei den Kindern viele Fragen aufgeworfen. Daraufhin haben sie in vielen Stunden selbst eine neue Jesusfigur gebastelt. Nach Abschluss der Arbeiten ging Dekan Josef Knapp mit ihnen im Rahmen einer kleinen Besinnungsfeier zum Kreuz, segnete die Jesusfigur und half, sie am Wegkreuz anzubringen. Die Kinder wünschen allen, die am neuen Wegkreuz kurz innehal-

ten und über das Werk von kleinen Händen staunen, viel Freude und eine besinnliche Zeit.

Rang vier für Sterzinger Känguru

Über 5,5 Millionen Schüler aus 40 Staaten, darunter auch 7.760 Südtiroler Grund-, Mittel- und Oberschüler, nahmen im Frühjahr am internationalen Känguruwettbewerb der Mathematik teil, bei dem kreatives Tüfteln gefragt war. Hervorragende Ergebnisse erzielten dabei auch einige begabte Schüler der Mittelschule

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„Vigil Raber“. Bei den Erstklässlern siegte Alex Putzer vor Lukas Messner und Markus Ninz. Putzer erreichte auf Landesebene Rang vier. In den zweiten Klassen siegte Jasmin Leider vor Julia Wieser und Melanie Brunner, in den dritten Theresa Velicogna vor Michael Recla und Magdalena Salzburger.

Indianerfest in Telfes

Zu Schulende fand auf dem Fußballplatz in Telfes ein Indianerfest für die Grundschüler und deren Eltern statt. Im Indianerdorf mit Wigwam, Marterpfahl und Indianerbar konnten die Kinder wie echte Indianer Geschicklichkeit, Mut und Schnelligkeit testen, aber auch Teamgeist beweisen.

An jeder Station erhielten die Schüler eine Perle für ihr Indianeramulett. Als alle Indianerprüfungen gemeistert waren, kam Winnetou in Begleitung einer hübschen Squaw daher geritten. Nach einem gemeinsamen Indianertanz gab es ein indianisches Festessen.

Buchstaben- und Zahlenfest in Mareit

Anfang Juni gab es für die Erstklässler der Grundschule Mareit ein Buchstaben- und Zahlenfest. Dabei legten sie entlang des Lehrpfades mit Naturmaterialien Rechnungen, Namen und Wörter, wobei die Eltern ihre Kinder mit viel Fantasie unterstützen.

Bei einem anschließenden Wissensquiz wurde Gelerntes abgefragt. Spannung kam bei der Rechenstafette auf. Am Ende wurde im Schulhof ein von Evi Gschnitzer mit großem Aufwand zubereiteter Buchstaben- und Zahlenkuchen serviert.

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vereine

Baumfest in Wiesen und Stein

Die Schüler der Grundschule Wiesen ...

Ende Mai bzw. Anfang Juni hielten die Grundschulen von Wiesen und St. Jakob ein Baumfest ab. In Wiesen erklärten Forstinspektor Franz Sigmund und Waldinteressentschaftspräsident Josef Weissteiner den Viert- und Fünftklässlern die Bedeutung des Wal-

... und St. Jakob

des. Pfarrer Walter Prast segnete die 80 Jungbäume. Auch in Stein berichteten zwei Förster viel Wissenswertes über den Wald und erklärten den Schülern, dass man durch Zählen der Jahresringe das Alter eines Baumes feststellen könne.

Kinder helfen Kindern Die Schüler der 3. Klassen der Grundschule „Dr. Karl Domanig“ in Sterzing starteten mit Hilfe der Eltern eine Spendenaktion zugunsten von Andre, einem Waisenkind aus Rumänien, das an Skoliose leidet und von Maria Eller betreut wird. Im Juli wird er zum zweiten Mal operiert. Zum Abschluss der Aktion fand eine Verlosung der vielen gespendeten Preise statt. Vor kurzem konnte der Reinerlös Maria Eller überreicht werden. Diese dankte allen an der Aktion Beteiligten, besonders Siegi Hinteregger.

Wiesen

Minis spielen um Pokal Über 150 Ministranten, Leiter, Eltern, Betreuer und Pfarrer nahmen vor kurzem am Ministrantentag mit einem Fußball- und einem Mau-Mau-Turnier in der Sportzone Wiesen teil, bei dem es zwei Wanderpokale zu gewinnen gab. Beim Fußballturnier der Grundschüler siegte Pflersch vor Telfes und Wiesen. Bei den Mittelschülern holte sich Sterzing I vor Gossensaß I und Gossensaß II den Pokal. Das Mau-Mau-Turnier 32

Müllsammelaktion in St. Jakob

Zum dritten Mal veranstaltete heuer der Kultur-, Bildungs- und Freizeitverein Kapinokn eine Müllsammelaktion in St. Jakob. Kinder, deren Eltern, die örtliche Feuerwehr und die Mitglieder

der Kapinokn sammelten in vier Gruppen zwischen „Platz“ und „Anger“ mehrere Säcke voll Müll. Anschließend stärkten sich die fleißigen Helfer im Gasthof „Hofer“.

Sterzing

Wenn 13-Jährige ausgehen wollen Vor kurzem referierte Soziologin und Erzieherin Christa Ladurner vom Forum Prävention in Sterzing zum Thema „Mein Kind ist 13 und will ausgehen“. Eltern und Referentin stellten fest, dass sich das Ausgehverhalten der Jugendlichen in den vergangenen Jahren stark verändert habe, immer jüngere Jugendliche wollen nachts unterwegs sein. Anhand von Beispielen gab Ladurner den Eltern Tipps, wie sie die Jugendlichen am besten durch diese Phase ihres Lebens begleiten können. Die Pubertät, so Ladurner, könne bis zu sechs Jahre dauern. In dieser Zeit gleiche das Leben eines Jugendlichen einem ruhigen See oder aber einem heftigen Sturm.

Besprochen wurden auch Streitpunkte wie das Aufräumen des eigenen Zimmers, das Konsumverhalten der Jugendlichen, die Verwendung des Computers, das Taschengeld und der Discobesuch. Im Bild Referentin Christa Ladurner.

Frühlingsfahrt nach Antholz

gewann Simon Gasteiger vor Katharina Recla und Stefanie Gasteiger.

Anfang Juni unternahmen 46 Mitglieder und Angehörige der Arbeitsgemeinschaft für Behinderte eine Frühlingsfahrt zum Antholzer See. Nach einem gemeinsamen Mittagessen verbrachte die Gruppe einen gemütlichen Nachmittag mit Spaziergängen am See oder zur benachbarten Almhütte. erker juli 10


kultur

Die Markscheidekunst – die Vermessungskunde im Bergbau Unter Markscheidekunst, auch Schinkunst genannt, versteht man das bergmännische Vermessungswesen über und unter Tage einschließlich des „Risszeichnens“, der Anfertigung von Grubenkarten. Der Name erinnert daran, dass der Markscheider auch unter Tage zwischen benachbarten Gruben die Marken scheiden, d. h. die Grenzlinien ziehen musste, gleich wie an der Oberfläche Marksteine zwischen benachbarten Gründen gesetzt werden. Vor Jahrhunderten war die Vermessung kleiner, enger, verwinkelter und finsterer Gänge beim schwachen Licht der Fettbrand- oder Öllampe und mit einfachsten Geräten natürlich viel schwieriger als an der Oberfläche, wo wir freie Sicht und viele Anhaltspunkte haben. Dies führte zur Entwicklung eigener Instrumente und Methoden, um den Verlauf eines unterirdischen Grubenbaues, seine Länge, seine Neigung und Richtung einigermaßen genau bestimmen zu können. Die Längenmaße bezogen sich damals noch auf Teile des menschlichen Körpers wie Fuß, Elle, Däumel, Gmünd, Klafter und andere. Ihre Länge war unterschiedlich, weshalb die betreffende Stadt oder Region immer dazu angegeben werden musste. Zum Beispiel maß eine Tiroler Elle 0,804154 m, eine Wiener Elle 0,7792 m. Allein im deutschen Sprachraum gab es um 1500 über 100 verschiedene Ellenlängen. Schwierig gestaltete sich die Bestimmung von Richtungs- und Neigungswinkeln. So genannte Wachsscheiben, Kanalwaagen, Lote, aus Bast gedrehte Lachterschnüre kamen dabei zum Einsatz. Einen beachtlichen Fortschritt brachte natürlich die Erfindung des Kompasses mit sich, der damals noch die Ein34

Eine der ersten in Tirol angefertigten Grubenkarten vom Jahr 1555 stammt aus Hall in Tirol.

ziell für den Bergbau konstruierte Hängekompass, und schließlich der Theodolit. Der zweite wichtige Aufgabenbereich war die Darstellung der Messergebnisse. Es ging also darum, sich ein Bild, eine Vorstellung vom unterirdischen Grubenbau machen zu können. Dazu wurden anfänglich die Messdaten sogar auf einer ebenen Fläche, etwa im Winter auf einem zugefrorenen See, im Maßstab 1:1 abgesteckt. Erst d a d u rc h e rhielt man ein klares Bild v o n Ve r l a u f und Ausmaß Der Markscheider oder Schiner (Vermessungsfachmann im Bergbau), des Stollens. Abbildung im Schwazer Bergbuch, 1556 Erst ab dem 16. Jahrhundert kennen haltigem Gestein versagte aller- wir das „verjüngte Zeichnen“, dings auch der Kompass. Man d. h. die Darstellung in verkleierfand dafür die „Eisenscheibe“, nertem Maßstab. Die Karten später folgte das „Schinzeug“ wurden besonders kunstvoll geund das „Hängezeug“, der spe- malt, auch die Messinstrumente

Theodolit der Firma Watts und Sohn vom Jahre 1912

teilung gemäß dem Ablauf des Tages, also nach Stunden, Minuten und Sekunden, hatte. Dementsprechend wurden auch die Himmelsrichtungen benannt: Der Osten hieß Morgen, der Süden Mittag, der Westen Abend und der Norden Mitternacht. In Bergwerken mit eisen- oder magnet-

Die „Wachsscheibe“: Sie besteht aus einer etwa 30 cm großen Holzscheibe mit mehreren Rillen, die mit verschiedenfarbigem Wachs gefüllt sind. Sie wird durch einen Metallstift mit Querbolzen auf einem Dreifuß bzw. Messtisch festgeschraubt.

ließ sich der Markscheider meist individuell und kunstvoll anfertigen. Dies unterstreicht den Begriff „Markscheidekunst“. Das Zeichnen der Grubenpläne, „das Risszeichnen“, entwickelte sich dann weiter über die zweidimensionale Darstellung bis zur heutigen Satellitenvermessung (GPS) und 3D-Vorführung. Der Markscheider besetzte eine gehobene Position im Bergbau, er galt als absoluter Vertrauter des Bergrichters und des Landesfürsten. Hermann Schölzhorn erker juli 10


Gossensaß

Maiern

Interessantes Sommerprogramm im Bergbaumuseum Das Bergmannsfest, eine Sonderausstellung und die Konzertreihe „Musik im Stollen“ – die BergbauWelt Ridnaun Schneeberg wartet auch in diesem Sommer mit einem interessanten Sommerprogramm auf.

17. Juli

Herbert Pixner Projekt

31. Juli

Opas Diandl

Großgold für Musikant Josef Festini Ende Mai präsentierte die Vereinskapelle Gossensaß unter der Leitung des aus Trins stammenden Kapellmeisters Hans Heidegger dem Publikum wieder ein auserlesenes Pfingstkonzert.

11. Juli

Bergmannsfest und Ausstellung

Am 11. Juli findet im Museumsgelände in Maiern das traditionelle Bergmannsfest statt. Nach dem Gottesdienst um 9.30 Uhr vor der Barbarakapelle mit Pfarrer Oswald Kuenzer und dem langjährigen Bergwerkspfarrer Don Italo Tonidandel, der heuer sein 60-jähriges Priesterjubiläum feiert, musikalisch gestaltet von Knappenkapelle und Kirchenchor, wird um 10.15 Uhr die Ausstellung „Die Entwicklung der Markscheidekunst“ eröffnet. Unter Markscheide- oder Schinkunst versteht man im Bergbau das Vermessungswesen und das Risszeichnen, also das Zeichnen der Grubenpläne. Die Ausstellung kam durch den Erwerb wertvoller historischer Messinstrumente zustande, die Bergbauingenieur Harry Träger aus Kassel dem Museum günstig zur Verfügung stellte. Sie spannt einen Bogen von einfachsten Geräten wie der Wachsscheibe oder der Messkette bis hin zur Satellitenvermessung und 3DDarstellung. Im Anschluss daran konzertiert die Knappenkapelle Ridnaun; ab 13.30 Uhr gibt es musikalische Unterhaltung mit dem „Etschland Express“. erker juli 10

Mit dem „ Herbert Pixner Projekt“, dem Aushängeschild für innovative Volksmusik auf höchstem Niveau, beginnt am 17. Juli im Schaustollen in Maiern die diesjährige Konzertreihe „Musik im Sollen“. Musikalisch spannt das Trio (Herbert Pixner: Harmonika, Klarinette, Flügelhorn; Katrin Aschbacher: Harfe; Werner Unterlercher: Kontrabass) einen Bogen von traditioneller, alpenländischer und internationaler Volksmusik über Eigenkompositionen bis hin zu Blues- und Jazzstandards. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr.

Seit knapp drei Jahren verkörpert die Gruppe „Opas Diandl“ nicht nur in hiesigen Breitengraden ein kurioses Novum. Die fünf Mitglieder der Gruppe erweisen auf mutige, schelmische und gefühlvolle Weise der traditionellen alpenländischen Volksmusik die Ehre. Ein eigenartiges, zweifelsfrei unwiderstehliches Gespann. 8. August

„Tun na Kata“

24. Juli

Vokalensemble „Harmonisch komisch“

Weiter geht es mit strahlenden Klängen im Inneren des Berges am 24. Juli mit dem Vokalensemble „Harmonisch komisch“. Das 2006 gegründete Ensemble hat sich der Literatur der Comedian Harmonists verschrieben, ist aber auch für andere Schmankerln zu haben, egal ob „Die Prinzen“, „The King’s Singers“, Volkslieder aus dem Alpenraum oder einfach lustige Trink- und Sauflieder. Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr.

Der Landesvizeobmann der Südtiroler Musikkapellen, Günther Runggatscher, überreicht Josef Festini die Ehrenurkunde.

Ein Konzert mit der Gruppe „Tun na Kata“ von der Lebenshilfe Sterzing hat in der BergbauWelt Ridnaun Schneeberg bereits Tradition. Die feurige Band unter der Leitung des bekannten Schlagzeugers Paolo „Jack“ Alemanno aus Sterzing setzt sich aus acht Menschen mit Behinderung und drei weiteren Musikern zusammen. Ihre Musik ist schwungvoll, stark rhythmisch und irisch-keltischen Charakters. Das Konzert beginnt um 15.00 Uhr. Die Konzertbesucher mögen sich warm anziehen; nach dem Konzert gibt es in der Knappenstube eine warme Suppe. Nähere Infos unter der Rufnummer 656364 oder unter www.ridnaunschneeberg.it.

Zu hören waren u. a. Stücke wie „Sons of the Brave“ (Söhne der Mutigen), „Der Waffenschmied“, „Vom Donauufer“, „Memory“ mit EuphoniumSolist Georg Hofer aus Gossensaß und „Theme from Schindler’s List“ mit ViolineSolistin Johanna Mader aus Pflersch. In der Pause erhielt der langjährige Musikant Josef Festini für seine 50-jährige Treue, darunter 33 Jahre als Schriftführer, das Verbandsehrenzeichen in Großgold; er ist auch einer der fleißigsten Probenbesucher. Außerdem dankte die Musikführung um Armin Keim dem früheren Obmann Alex Crepaz für dessen zwölfjährige Obmanntätigkeit. Die Kapelle verzeichnet mit Birgit Heidegger und Christian Festini zwei Neuzugänge. Bruno Brandelli kehrte nach längerer Abwesenheit wieder als aktiver Musikant zurück. rr 35


Internationales klassisches Musikfestival Musikstudenten aus aller Welt in Sterzing

kultur

„Kultur am Berg“ Konzerte am Hühnerspiel

In Sterzing gibt bis zum 19. Juli klassische Musik den Ton an.

Musikstudenten aus aller Welt treffen sich vom 30. Juni bis zum 19. Juli in Sterzing, um sich unter Anleitung renommierter Musikpädagogen und international anerkannter Künstler in Intensivkursen auf eine professionelle Musikerkarriere vorzubereiten. Die gemeinsame Arbeit der Musikstudenten der besten Hochschulen und Konservatorien aus Amerika, Europa und Asien erfolgt im Geiste der Verständigung sowie des Austausches unter den Völkern und steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Zwei öffentliche Konzerte täglich – jeweils um 17.00 und 20.30 Uhr im Stadttheater, in der Heilig-Geist-Kirche, Margarethenkirche oder im Stadttheater – stehen bei diesem Festival klassischer Musik auf dem Programm. Bei den Meisterklassen kann das Publikum zudem miterleben, wie Studenten und Professoren gemeinsam arbeiten. Höhepunkte der Veranstaltung bilden die Konzerte der Dozenten sowie das Konzert der Preisträger des Musikwettbewerbs. Im Rahmen der siebten Auflage des Festivals gibt es am 2. Juli und am 18. Juli im Stadttheater ein Galakonzert. Nähere Informationen zu den einzelnen Konzerten gibt es im Internet unter www. sterzing.com.

Sterzing

„Seicento Veneziano“ Die Vereinigung ARCI Sterzing veranstaltet am 1. August im Stadttheater Sterzing einen Kammermusikabend. Beim Konzert „Seicento Veneziano“ bringt das 1983 gegründete „Kreativ Ensemble“ Werke von Pachelbel, Vivaldi, Albinoni und Marcello zu Gehör. Beginn ist um 21.00 Uhr. 36

Am 17. Juli konzertiert ab 11.00 Uhr bei der Hühnerspielhütte das 1989 gegründete „Bozen Brass Quintett“ mit einem anspruchsvollen, unkonventionellen Programm von hohem künstlerischen Niveau. Die fünf Südtiroler Musiker zeigen, dass mit viel Blech auch durchaus feine Töne erzeugbar sind. Mit purer Lust am Musizieren entsteht so ein spannungsreicher musikalischer Bilderbogen quer durch die Musikgeschichte und Stilrichtungen. Neben zahlreichen Auftritten in Rundfunk und Fernsehen hat das Ensemble bereits auch

fünf eigene CDs produziert. Am 18. Juli bringt ab 14.00 Uhr das Duo „Arwinda“ sein aktuelles Konzertprogramm „Lichtfunken“ zu Gehör. Mit ungewöhnlicher Instrumentierung aus Akkordeon, Gesang, Baumhorn und Didgeridoo geben Lisa Schamberger und Christian Bestle ihren Liedern neue Klang- und Rhythmusfarben, mit denen sie vom Alpenjodler und Wüstenwind, vom Gipfelglück und Drachenritt erzählen.

Mareit

„school’s out concert“ Mitte Juni begeisterte die Jugendkapelle Mareit beim traditionellen „school’s out concert“ im örtlichen Vereinshaus Mareit das Publikum. Unter der Leitung von Willi Tötsch waren u. a. Melodien aus Rock und Pop sowie Volksmusik in kleinen Gruppen mit verschiedenen Instrumentenvariationen zu hören. Im Rahmen des Konzerts überreichten Bezirksjugendleiter Martin Carl Kinzner und Jugendleiterin Bettina Wurzer sieben Jungmusikanten das Leistungsabzeichen in Bronze.

„Ich lese, also bin ich“ Großer Fotowettbewerb der Bibliotheken Im Sommer organisieren die Südtiroler Bibliotheken einen landesweiten Fotowettbewerb zum Thema Lesen. Alle interessierten Leser können unveröffentlichte Fotos zum Thema „Leseorte“, „Lesemenschen“, „Bücher auf Reisen“ oder „Tempel des Lesens“ einreichen. In jeder Kategorie gibt es schöne Preise zu gewinnen. Der Wettbewerb läuft bis zum 15. September; die Prämierung findet am „Tag der Bibliotheken“, dem 23. Oktober, statt. Nähere Informationen sind unter www.bibliofoto.it abrufbar. erker juli 10


Sterzing

Pfarrchor beendet intensive Probenarbeit

Sterzing

150 Jahre Tiroler Sängerbund Beeindruckendes Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche Mit der letzten musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes am Herz-Jesu-Sonntag ging der Pfarrchor Sterzing in die Sommerpause. Schwerpunkte und gleichzeitige Höhepunkte der vergangenen Monate waren nicht nur zwei Darbietungen des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Josef Haydn, die eine anstrengende und zeitintensive Probenarbeit im Frühling abverlangt hatte. In Zusammenarbeit mit dem Kirchenchor Schalders, der Streicherakademie Bozen und den Solisten Clara Sattler, Georg Hasler und Andreas Mattersberger dirigierte Othmar Trenner im ausverkauften Stadttheater in Sterzing und im Forum in Brixen dieses wunderbare Werk.

Bei zwei Bischofsbesuchen übernahm der Chor anlässlich der Altarweihe am 9. Mai als auch bei der Errichtung der Seelsorgeeinheit Wipptal am 5. Juni die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Pfarrkirche. Die Choral-Messe von Anton Bruckner und die Spatzenmesse von W. A. Mozart erfreuten am Fronleichnamstag und am Herz-JesuSonntag die Messbesucher. Positive Rückmeldungen gab es auch dafür, dass Interessierte an zwei Proben für den Firmgottesdienst teilnehmen konnten und seitdem vier neue Chorsängerinnen in den Chor eingetreten sind. Im Herbst wird der Chor die Erdwärtsmesse von P. J. Marthe einstudieren.

Mit Werken, die 1860, dem Gründungsjahr des jubilierenden Tiroler Sängerbundes entstanden sind, feierte der Tiroler Sängerbund nach Innsbruck auch in Sterzing sein 150-jähriges Bestehen. Der Sängerbund ist nämlich mit Südtirol und dem Südtiroler Chorverband durch die Geschichte verbunden. Drei Chöre des Tiroler Sängerbundes, Solisten und das Orchester der Universität Innsbruck brachten Anfang Juni unter der Leitung von Claudio Büchler in

der Pfarrkirche die Messe in A, op. 12 von César Franck und das Adagio aus der Serenade Nr. 1 in D von Johannes Brahms zur Aufführung. Der Tiroler Sängerbund wurde 1860 gegründet. Der 1946 gegründete Tiroler Sängerverband wurde parallel dazu geführt. Diese Mehrgleisigkeit konnte 1996 mit der Fusion der beiden Chorvereinigungen beendet werden. Heute gehören dem Dachverband 420 Chöre und Ensembles mit etwa 9.000 aktiven Sängern an.

Pfarrchor Pflersch neu gegründet 

Mitte Mai genehmigten die Mitglieder des Pfarrchores Pflersch im Pfarrhof einstimmig ihr neues Statut als kirchliche Singgemeinschaft. Georg Auckenthaler wurde zum Obmann ernannt, Berta Mader fungiert als Schriftführerin und Christoph Teissl leitet die Singgemeinschaft weiterhin als Chorleiter. Auckenthaler und Teissl freuten sich, dass der Chor nun endlich Führungsregeln habe, brauche diese heute doch jeder Verein. Die derzeit 14 Chormitglieder sangen im vergangenen Jahr bei 18 Gottesdiensten und vier Beerdigungen und hielten 35 Voll- sowie sechs Teilproben. Auch der Nachwuchs wurde nicht vergessen und erhielt einige Lehrstunden. Johanna und Hermann Keim, seit 50 Jahren Chormitglieder, wurden mit einer Urkunde geehrt. Pfarrer Stefan Stoll, die stellvererker juli 10

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tretende Bürgermeisterin Dolores Oberhofer Leitner sowie E-WerkPräsident Paul Röck dankten den Sängern für ihren uneigennützigen Kirchendienst und wünschten ihnen für die Zukunft viel Freude und Erfolg. rr

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kultur

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Mauls

„Bis daher und nicht weiter ...“ Reiterkapelle in Trens renoviert Unlängst wurden die von Karl Volgger restaurierte Reiterkapelle und der Gedenkstein „1809 – 2009“ bei der Auffahrt nach Trens von Pfarrer Paul Neumair gesegnet.

Viel Applaus erntete Ende Mai die Musikkapelle Mauls auf ihrem Frühjahrskonzert im örtlichen Haus der Dorfgemeinschaft. Unter dem Taktstock der neuen, 29-jährigen Kapellmeisterin Renate Unterthiner aus Latzfons brachten die Musikanten u. a. die „Regimentsparade“, „Gulliver’s Travel“, „A Little Opening“, „Celebra-

tions Ouvertüre“ und „Cornfield Rock“ zur Aufführung. Posaunist Franz Gruber erhielt das Ehrenabzeichen in Großgold. VSM-Obmannstellvertreter Günther Runggatscher und VSM-Bezirksobmann Artur Hofer ehrten den ehemaligen Obmann für seinen 50-jährigen aktiven Dienst in der Musikkapelle.

93 Punkte für Musikkapelle Wiesen

„Bis daher und nicht weiter kamen die feindlichen Reiter“, so die Inschrift am Kapellentor. Sie erinnert an die historischen Ereignisse von 1797, wo der Überlieferung nach die Pferde von aus dem Süden eingedrungenen französischen Reitern scheuten, so dass die Soldaten umkehren mussten. Dies empfand man damals als Wunderzeichen der Trenser Muttergottes und ließ an der Stelle zur Erinnerung eine Kapelle erbauen. Bei der Jahrhundertfeier am 15. Juli 1897 sollen rund 6.000 Wallfahrer aus dem ganzen Wipptal sowie aus dem Sarn-, Passeier- und Pustertal bei der großen Prozession, bei

der die Trenser Muttergottes mitgetragen wurde, anwesend gewesen sein. Der Segnung mit der Musikkapelle Trens wohnte eine stattliche Anzahl von Wipptaler Bürgern und Schützen von Mauls, Trens, Sterzing und Mareit bei. Gemeindereferent Karl Rainer erinnerte an die geschichtlichen Ereignisse und dankte Landtagsabgeordnetem Christian Egartner und Altbürgermeister Ferdinand Rainer für die Finanzierung des Gedenksteines, dem Denkmalamt Bozen für die gelungene Auffrischung und der Familie Saxl für die Platzgestaltung. rr

Mauls

„Daheim am Honigberg“ Foto: Oswald Trenkwalder

Unlängst nahm die Musikkapelle Wiesen am dreitägigen Bezirkswertungsspiel in Buchloe im Allgäu teil. Unter der Leitung von Kapellmeister Joachim Bacher erzielten die Musikanten mit dem Pflichtstück „Pinocchio“ von Alex Poelman und dem Selbstwahlstück „Third Suite“ von Robert Jager, das mit vielen Taktwechseln und Soloeinlagen gespickt war, 93 38

Punkte und damit einen ausgezeichneten Erfolg. In der Oberstufe schnitt die Musikkapelle Wiesen unter den 14 teilnehmenden Orchestern am besten ab. Am folgenden Tag beteiligte sich die Musikkapelle Wiesen am Festzug des Bezirksmusikfestes in Lindenberg. Dabei nahmen mehr als 100 Festwägen und Musikkapellen teil.

Im Rahmen der politischen Bildungstage organisierte das Team der Bibliothek Mauls Anfang Mai eine Autorenlesung mit Maria Willeit Kammerer. Die Autorin erzählte aus ihrem Buch „Daheim am Honigberg“. Fesselnd beschrieb sie Ereignisse aus ihrem Leben, die sie in ihrem Buch zusammengetragen hat. Die Zuhörer folgten aufmerksam ihren Erzählungen und konnten einen Eindruck vom kargen, aber gleichzeitig glücklichen Leben von früher gewinnen. Willeit Kammerer verzichtete auf ihr gesamtes Honorar zugunsten der Familie des kürzlich verunglückten

Meinhard Baumgartner, der seine Frau mit vier Kindern hinterlässt. erker juli 10


Stilfes

Historischer Buchbestand vor Verfall gerettet Von 1611 bis 1950 war die Pfarrei Stilfes als Dekanatssitz der kirchliche Mittelpunkt im südlichen Wipptal. Im einstigen Dekanatswidum wurde im Laufe der Jahre eine bedeutende Bibliothek geschaffen, die nun einer grundlegenden Sanierung unterzogen wurde. Wie überall nagte auch an den historischen Büchern der Zahn der Zeit. Lange Zeit kümmerte sich niemand um die kulturell wertvollen Bücher, bis sich Mitglieder des Pfarrgemeinderates ein Herz nahmen und Christine Roilo zeigt restaurierte Bücher im in Zusammenarbeit mit neuen Archivraum dem Geschichtsverein der im Pfarrhaus Stilfes Gemeinde Freienfeld die wertvollen kirchlichen Quellen nun einer gründlichen Restaurierung unterzogen. Anfang Juni wurde der sanierte Buchbestand von Christine Wieser vom Bibliotheksrat und Helmut Wieser vom Geschichtsverein in der Pfarrbibliothek Stilfes vorgestellt. Wieser gab einen Rückblick über die Entstehung der Pfarrei und des Dekanates und dankte Pfarrer Paul Valentini, dem Landesarchiv Bozen und allen, die zur gelungenen Sanierung beigetragen hatten. Amtsdirektorin Christine Roilo vom Landesarchiv Bozen hob den Einsatz des Pfarrgemeinderates hervor; Stilfes habe hier Pionierarbeit geleistet. Renate Telser zeigte in einer Diaschau den verwahrlosten Zustand der historischen Bücher bei Beginn der Katalogisierungsarbeiten im Mai 2007. Ein gutes Jahr brauchte man, um die historischen Bücher vom Schimmelbefall zu befreien, neu zu binden und zu ordnen. So konnten rund 2.400 Bücher, vor allem religiöse, aber auch der Volksmedizin dienende und Geschichtsbücher, vor der Zerstörung gerettet und der Nachwelt erhalten werden. rr

erker juli 10

„Heiratssachen“ Die Bedeutung der Hochzeit im Wandel der Zeit

(v. l.) Historikerin Martha Verdorfer, Helga Holzer, Landesvorsitzende der KVW-Frauen, Anna Windisch, Margareth Fink und Volkskundlerin Barbara Stocker

Im Mai trafen sich die Wipptaler KVW-Frauen in Maria Trens, um sich gemeinsam auf die Spur des Heiratens zu machen.

Da Maria Trens als Marienwallfahrtsund Hochzeitsort eine lange Tradition hat, stimmten die Frauen zunächst in der Pfarrkirche gemeinsam Marienlieder an. Historikerin Martha Verdorfer gab einen Rückblick über die „Geschichte des Heiratens“: In der frühen Neuzeit war das Heiraten vor allem eine innerfamiliäre Angelegenheit der Männer. Die Familienoberhäupter versuchten die Ehen so zu arrangieren, dass die Besitztümer möglichst in der Familie verblieben. Erst später kam die religiöse Bedeutung hinzu. Im 18. und 19. Jahrhundert griff vor allem der Staat regulierend in die Ehe ein. Für minderbemittelte Personen wurde dadurch eine Hochzeit erschwert bzw. sogar verhindert. Auch bestimmte Berufsgruppen waren von der Heirat ausgeschlossen. So gab es beispielsweise das so genannte „Lehrerinnenzölibat“, während die männlichen Kollegen sehr wohl eine Ehe führen durften. Volkskundlerin Barbara Stocker wusste zu berichten, dass Hochzeiten oft im Rahmen einer Wallfahrt stattgefunden haben, da dies die einzige Möglichkeit war – vor allem für

Knechte und Mägde – von der Arbeit „frei“ zu bekommen. Aber auch für die Knüpfung neuer Bekanntschaften spielte das Wallfahren eine Rolle. Interessant sind die vielen Bräuche rund ums Heiraten, da sie vor allem Glück bringen sollen. Neben Bräuchen, wie dem „Brautwecken“ oder dem „Hochzeitslader“, der statt dem Brautpaar die Gäste einlud, unterlag vor allem das Hochzeitskleid einem Wandel. Geheiratet wurde früher nicht im weißen, sondern im schwarzen Kleid bzw. in der „boarischen“, also der bäuerlichen Tracht, zunächst meist mit schwarzem Hut, später mit weißem Kranz und weißem Schleier. Das Kleid in Weiß setzte sich erst später durch und soll sich, ausgehend von der österreichischen Kaiserin Sisi, nach und nach auch im Volk durchgesetzt haben. Abschließend gab Anna Windisch aus Pflersch, die schon seit mehr als 50 Jahren verheiratet ist, den Frauen das Rezept für eine gute Ehe mit auf den Weg: Man müsse sich mögen und „riechen können“, sich respektieren und achtsam im Umgang sein, man müsse um etwas bitten und für etwas danken können und die Beziehung pflegen.

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notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Una Giunta comunale completamente rinnovata Per il gruppo italiano un solo assessore - Nessun rappresentante degli Arbeitnehmer - Presentato il programma di governo Vicesindaco Markus Larch

La Giunta Nella seduta costituente del nuovo consiglio comunale di Vipiteno del 28 maggio, dopo la verifica delle condizioni di eleggibilità dei neo eletti (per il consigliere SVP Christian Egartner è emersa l’incompatibilità con la sua carica di consigliere provinciale), il riconfermato sindaco Fritz Karl Messner ha presentato la sua proposta di composizione della Giunta. Una Giunta quasi completamente rinnovata rispetto alla passata legislatura. Oltre al sindaco, che avrà competenze in materia di finanze, sanità pubblica, urbanistica, sport, affari generali, gli assessori saranno Christine Eisendle Recla (frazioni, cantiere comunale, agricoltura e anziani), Maria Luise Troyer (scuola, scuola materna e asilo nido, biblioteca e cultura per il gruppo linguistico tedesco, politica familiare e femminile), Hermann Gögl (lavori pubblici, cura dell’aspetto urbano), Herbert Seeber (acquedotto e azienda elettrica comunale, polizia municipale, patrimonio), Markus Larch (gestione e smaltimento dei rifiuti, tutela dell’ambiente) tutti della SVP e Daniele Ferri, di Insieme per Vipiteno (scuola, scuola materna, asilo nido, biblioteca e cultura per il gruppo linguistico italiano, diritto di consultazione in materia di sport, edilizia abitativa ed agevolata). Il sindaco ha dunque escluso dalla Giunta Dieter Thaler, il candidato SVP con il maggior numero di preferenze, per i dissensi tra loro intercorsi in campagna elettorale e per avere Thaler apertamente sostenuto la candidatura a sindaco di Egartner. In apertura di discussione Verena 40

Debiasi (Forum) ha criticato la totale assenza in Giunta di rappresentanti degli „Arbeitnehmer“. Il sindaco: la mia proposta di aver in Giunta l’ex vicesindaco Brunhilde Schwabl Wieser (rappresentante degli Arbeitnehmer) non è stata appoggiata dal mio partito; e comunque gli elettori avrebbero potuto votare più rappresentanti degli Arbeitnehmer. Benno Egger, Freiheitlichen, osserva che si potrebbe ridurre il numero degli assessorati da 7 a 5, consentendo al Comune di risparmiare ca. 240.000 euro nel corso dei prossimi cinque anni e chiede che venga nominata quanto prima una commissione che si occupi della revisione dello statuto comunale. Proposta accettata dal sindaco. Ferri (IPV) chiede ai colleghi consiglieri di aver un occhio di riguardo verso il gruppo linguistico italiano, sottorappresentato in consiglio, e auspica una collaborazione costruttiva con tutti i consiglieri e in particolar modo con il rappresentante del PDL Davide Orfino. Proprio in quest’ottica il sindaco ha accolto favorevolmente la proposta del consigliere Ferri di affidare una delega di competenza sulle problematiche giovanili al consigliere Orfino, in collaborazione con il giovane consigliere SVP Daniel Seidner. Orfino afferma che è ben contento di accettare questa delega ma che, comunque sia, lui fa parte dell’opposizione. Infine la proposta di Giunta viene approvata con 6 voti astenuti (Bürger Forum Cittadini, Freiheitlichen e PDL). Il programma Nella successiva seduta di consiglio del giorno 11 giugno il sin-

daco ha presentato il documento programmatico per il periodo 2010-15, esprimendo l’intenzione di voler agire con responsabilità nell’interesse dell’intera popolazione e annunciando che verranno svolte assemblee civiche per raccogliere i suggerimenti della cittadinanza e informarla in merito agli intenti del Comune. Per ciò che riguarda l’amministrazione ci sarà un’intensa collaborazione con gli altri enti pubblici, la Comunità comprensoriale, la Provincia Autonoma di Bolzano, lo Stato, l’UE, l’Azienda Sanitaria ecc. In questo periodo di crisi generale anche il Comune di Vipiteno dovrà necessariamente fare delle economie ma, così il sindaco, risulteranno meno dolorose, grazie al fatto che già in passato sono state realizzate a Vipiteno strutture importanti per la qualità della vita della popolazione. Uno dei compiti principali che l’amministrazione comunale si assegna è quello di preservare e curare il territorio urbano e rurale. La protezione dalle piene rappresenta in tale ambito un’esigenza primaria e richiede investimenti che consentiranno al tempo stesso di risistemare diverse zone. La partecipazione al “Forum area fluviale” e l’approfondimento di una “cultura del verde”, eventualmente anche all’interno di un apposito gruppo di lavoro, potrebbero fornire spunti preziosi a tale scopo. Per ciò che riguarda le infrastrutture, l’amministrazione si occuperà del serio problema della circolazione e dei parcheggi a Vipiteno, tenendo conto delle moderne conoscenze in materia di decongestionamento del traffico, riduzione dell’inquinamento acustico ecc.

Si punterà tra l’altro a migliorare ulteriormente l’approvvigionamento energetico e idrico, sia sotto il profilo qualitativo che quantitativo. Particolare importanza rivestono a tale riguardo il risanamento delle sorgenti di Monte Cavallo e la realizzazione o attivazione di un ulteriore pozzo per motivi di sicurezza. Il sindaco pone quindi l’accento sul progetto per la realizzazione di un centro giovani o di spazi per il tempo libero dedicati ai ragazzi e ritiene necessario un confronto approfondito con i diretti interessati e con le loro organizzazioni, oltre che con gli altri Comuni del comprensorio. Per ciò che riguarda la scuola e la cultura da una parte il Comune dovrà promuovere con misure idonee lo sviluppo di un panorama culturale moderno, sostenendo le attività dei privati e mettendo a disposizione le strutture necessarie, e dall’altra dovrà realizzare il polo scolastico di lingua italiana in Via Frana. Nella discussione successiva il consigliere SVP Dieter Thaler ha lamentato la scarsa considerazione in cui è tenuta la cultura a Vipiteno. Secondo lui è necessario sviluppare più idee e porre maggiore impegno in questo settore. Debiasi (Forum) approva il fatto che diversi punti del programma elettorale di Forum siano trattati nel documento programmatico e sostiene che la realizzazione del centro giovanile deve essere affrontata con impegno. Secondo Egger (Freiheitlichen) il Comune dovrebbe investire maggiormente sulla centrale elettrica e per Monte Cavallo. Egartner (SVP) ritiene erker juli 10


che tutto ciò che riguarda il settore urbanistico dovrebbe essere seguito da esperti. Il sindaco prende atto dei suggerimenti e degli interventi dei consiglieri. Infine la proposta di programma viene approvata con 10 voti favorevoli e 8 astenuti. Nell’O.d.g. è prevista la sostituzione del rappresentante del Comune nella Comunità comprensoriale in quanto l’assessore Recla rinuncia all’incarico; la proposta di sostituirla con Brunhilde Schwabl Wieser viene accolta con 10 schede a favore e 10 schede bianche. Tra le varie Forer illustra il lavoro svolto dalla commissione per la piscina e chiede che il sindaco provveda alla nomina dei nuovi membri. Alber (SVP) informa del pericolo per l’incolumità pubblica rappresentato dai downhiller (biker che scendono a velocità elevata) sulla strada di Monte Cavallo e chiede di prendere provvedimenti immediati. Il caso Egartner Sempre nella seduta del giorno 11 giugno viene ridiscussa l’incompatibilità del consigliere Egartner a ricoprire la carica di consigliere comunale a Vipiteno, in quanto consigliere provinciale. Egartner voleva invece attendere la sentenza della Corte di Cassazione, prevista per il 17 giugno (poi posticipata) ed esprime il suo vivo disappunto per la fretta con cui il sindaco ha avviato l’iter della procedura. Il sindaco Messner risponde che il Comune ha agito a norma di legge, e il punto viene aggiornato alla prossima seduta. Infine nella seduta del consiglio comunale convocata d’urgenza il 16 giugno è stata deliberata l’incompatibilità di Egartner a ricoprire la carica di consigliere comunale. Astenuti: Orfino (PDL), Forer e Debiasi (Forum Cittadini) e Frick (Freiheitlichen). Ora Egartner ha tempo fino al 3 luglio per prendere una decisione, pena la decadenza da consigliere comunale. Nel frattempo potrebbe giungere la sentenza della Corte di Cassazione, il che faciliterebbe la soluzione del problema. cm erker juli 10

Elezioni comunali a Vipiteno

Quasi una Caporetto per le liste italiane Sfiducia nei partiti e disaffezione al voto - Persi due consiglieri ed un assessore

Il gruppo italiano in consiglio è fortemente sottorappresentato rispetto alla sua reale consistenza - Conseguenze negative anche nell’assegnazione dei posti nella pubblica amministrazione Un risultato elettorale così disastroso per i partiti che fanno riferimento al gruppo italiano non si registrava dal dopoguerra. Hanno portato a casa appena tre consiglieri dei 5 precedenti, racimolando solo il 17,7% in termini di voti e perdendo (Insieme, PDL, Lega) il 7,8% rispetto al 2005 (Insieme+PDL). Ciò significa che si sono mantenuti di circa 7 punti al di sotto della consistenza etnica del gruppo che, in base all’ultimo censimento, è del 24,29%. La percentuale poi diventa ancor più penosa se si considera che 3 consiglieri su 20 sono appena il 15% del Consiglio comunale. Una rappresentanza che rispecchiasse fedelmente il rapporto percentuale fra i gruppi dovrebbe essere costituita appunto da 5 consiglieri. Una catastrofe, dunque, che chiama in causa, da una parte, le scelte dei cittadini elettori e, dall’altra, quelle delle forze politiche scese in campo. Conviene ragionarci un po’ sopra. Analizzando i flussi elettorali risulta che: 1) I 3 partiti „tedeschi“ insieme hanno raggiunto il 72%, cioè anche loro meno del 75% dell’elettorato potenziale di lingua tedesca, ma in forte recupero di 10 punti sul 2005 (62,8%). I tedeschi, insomma, hanno votato quasi tutti, mentre è verosimilmente improbabile che voti „italiani“ siano emigrati verso la SVP se non in numero insignificante. La radicalizzazione dello scontro fra i 2 candidati a sindaco, Messner ed Egartner, in definitiva, ha

riportato a votare molti elettori di lingua tedesca che nel 2005 si erano astenuti. Stavolta no. Anche perché in questa tornata avevano sul tabellone un forte partito tedesco di opposizione, cioè i Freiheitlichen. Questi hanno fatto il pieno (11,5%) dei voti anti SVP, che nelle scorse elezioni si erano indirizzati verso „Insieme per Vipiteno“ e ancor più verso gli ambientalisti di Forum. 2) La partecipazione totale al voto è stata del 73,1%, circa il 3% in meno del 2005. Se i tedeschi hanno votato quasi tutti, l’astensione, dunque, è da imputare quasi esclusivamente all’elettorato italiano che, in consonanza con il trend nazionale, ha manifestato anche da noi sfiducia nei partiti in lizza e disaffezione al voto. Il 3% di astenuti rappresenta quasi un quorum e cioè un primo consigliere perduto. 3) La Lega Nord, che a livello nazionale è fedele alleata al PDL di Berlusconi, a Vipiteno ha preferito invece fare il collegamento tecnico di lista con i Freiheitlichen. Gli ha servito così nel piatto, con il suo resto, il terzo consigliere, che sarebbe invece andato al Centrodestra: il secondo consigliere perduto.

Astensionismo, scelte di tecnica elettorale a dir poco strampalate, da dilettanti allo sbaraglio, e un piccolo travaso da Insieme verso il Bürger Forum Cittadini, che aveva in lista 3 candidati italiani, hanno, in definitiva, determinato il tracollo della rappresentanza del gruppo. E anche la perdita di un assessore. Puro autolesionismo. Dovrebbe essere noto, infatti, che l’erogazione di vari contributi e la partecipazione ai concorsi avviene sulla base non del censimento etnico (italiani: 24,29%), ma della rappresentanza consiliare (italiani: 15%). La legge elettorale non incoraggia le liste interetniche. Può sembrare assurdo e lo è, ma fu, a suo tempo, una precisa scelta politica per impedire qualsiasi commistione interetnica. Proprio per questo, d’altronde, nel 2005, si scelse la sofferta separazione consensuale fra Insieme e il Forum, ad evitare danni maggiori per la componente italiana. Questa volta non c’è bisogno di recriminazione contro i „cattivi“ tedeschi. La zappa sui piedi ce la siamo data da soli.

bd 41


notizie dall’alta val d’isarco

Comune di Val di Vizze

Fortezza

Nella nuova giunta comunale solo assessori SVP

Largo ai giovani in comune!

Esclusi i rappresentanti della lista civica Gemeinsan für Wiesen e dei Freiheitlichen

Il 3 giugno presso il municipio di Prati si è svolta la prima riunione di consiglio, presieduta da Karl Volgger dei Freiheitlichen in qualità di consigliere più anziano. Dei 15 consiglieri sono ben otto i nuovi eletti. Nonostante i buoni risultati ottenuti sia dalla lista civica Gemeinsan für Wiesen che dai Freiheitlichen, non c’è stata nessuna novità nella proposta di formazione della giunta da parte del sindaco, che ha preferito mantenere gli assessorati in casa SVP. Delusione per i rappresentanti della lista Gemeinsam für Wiesen, che si aspettavano una maggiore apertura da parte del sindaco, vista l’alta percentuale di consensi ottenuti. Criticano il sindaco anche i Freiheitlchen, che ritengono non democratica la sua scelta, sottolineando la necessità della presenza di un secondo assessore che si occupi delle problematiche dell’alta valle insieme alla Ainhauser (SVP); infatti Maximilian Kasslatter (Freiheitlichen) è dell’opinione che una giunta così non verrà mai accettata dalla popolazione. Il rappresentante di lingua italiana Renato Bussola (Lista civica 42

Val di Vizze) sarà il portavoce del gruppo linguistico italiano. Con 8 voti favorevoli, 6 contrari e 1 astenuto la proposta del sindaco viene approvata. Le competenze degli assessori: Il sindaco Johann Frei si occuperà di personale, finanze, urbanistica, licenze, affari generali, scuola, cultura e associazioni. Al vicesindaco Renate Ainhauser Delueg sono affidati edifici e territorio nelle frazioni e nell’alta valle, affari sociali, cimiteri di Caminata e San Giacomo, sviluppo regionale e rappresentanza per la GRW (Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal). Johann Gasser si occuperà di edifici e territorio nella zona di Prati, lavori pubblici e infrastrutture, acquedotto, cimitero di Prati e cantiere comunale. Simon Walter curerà politica giovanile, sport (in collaborazione con Stefan Gufler), ambiente, parco comunale e impianti per il tempo libero. A Werner Graus vanno economia, agricoltura, elettricità, illuminazione pubblica, strade comunali e passeggiate. cm

Moltissimi nomi nuovi sia in Consiglio che in Giunta Coalizione SVP e PD - Tescaro vicesindaco Non sono mancate le polemiche

C’è scetticismo sulla capacità di governo della nuova giunta emerso nella seduta costitutiva del nuovo consiglio comunale di Fortezza. Scetticismo generato dal fatto che tra gli assessori proposti dal sindaco (Ingrid Lorenzin, SVP, Thomas Kerschbaumer, SVP, Michele Daz e Andrea Tescaro, PD) solo Amort e Tescaro possono vantare esperienza politica. Inoltre tra i 15 consiglieri ben 12 sono nuovi. Daz e Lorenzini (gli assessori più giovani) ritengono però che sia un controsenso da un lato volere e ricercare aria di cambiamento e successivamente metterla in discussione. A suscitare polemica anche la scelta del sindaco di preferire come partner di coalizione il PD, che nelle ultime elezioni ha perso molti consensi e due seggi. Delusione sia per la lista civica Fortezza Emergenza – Notfall Franzensfeste sia per il PDL, che speravano in un’aria di cambiamento e di maggiore apertura e collaborazione. Dario Massimo (Fortezza Emergenza): „Avevamo sperato in un cambiamento di rotta, che significava cambiamento di idee, riavvicinamento alla gente e decisioni prese assieme alla gente e per la gente. Le prime decisioni ci inducono a dubitare“. Infine la proposta del sindaco di formazione della Giunta viene approvata per il rotto della cuffia, con 4 voti astenuti, Carl von Pretz (SVP),

Annamaria Volcan e Dario Massimo (Fortezza Emergenza – Notfall Franzensfeste), Dino Morini (PdL) e due contrari (Freiheitlichen). Successivamente sono state ripartite le competenze degli assessorati. Il sindaco Richard Amort si occuperà di affari generali, patrimonio, urbanistica, finanze, galleria del Brennero, economia, lavoro e forte, oltre che del personale e dei lavori pubblici. Al vicesindaco Andrea Tescaro vanno ambiente ed energia, cultura e scuola materna in lingua italiana, trasporto, traffico e mobilità. Thomas Kerschbaumer curerà frazioni, edilizia agevolata, rapporti con la chiesa, scuola e scuola materna di Mezzaselva. Michele Daz si occuperà di giovani, sport, tempo libero e impianti sportivi. Per Ingrid Lorenzin ci sono sanità, affari sociali, e anziani, iniziative e affari europei, scuola tedesca a Fortezza e cultura. cm Si ha inoltre notizia che, a causa del malcontento di parte della cittadinanza e per la maggioranza risicata di cui la Giunta dispone, siano state avviate trattative per coinvolgere nella Giunta un rappresentante di Fortezza Emergenza – Notfall Franzensfeste. Ma al momento non se ne conoscono gli sviluppi. erker juli 10


Vipiteno

La Nuova scuola elementare di lingua tedesca pronta in agosto Gravi deficienze di costruzione del nuovo fabbricato a sud della città hanno ritardato l’ingresso degli alunni di un anno to, che hanno dovuto subire onerosi interventi di rifacimento, che dovrebbero essere completati presumibilmente per il prossimo mese d’agosto. Non so quanto possa consolare l’assicurazione che le spese saranno completamente a carico dell’impresa che ha effettuato i lavori. Resta il fatto che il trasferimento degli alunni della scuola di Via Frana e di Città Nuova nelle 15 classi della nuova scuola, previsto per l’inizio dell’anno scolastico 2009/2010, è slittato, se tutto va bene, all’inizio del nuovo anno scolastico a settembre. Già l’edi-

ficio non godeva dell’apprezzamento estetico di molti cittadini, che lo avevano subito battezzato con il termine di “Vogelsteige”, ora poi si pone l’accento sul costo dell’opera, che ammonta 8,76 milioni di euro. Il ritardato ingresso nella nuova scuola ha comportato il rinvio dei lavori di ristrutturazione della scuole di Via Frana (4,7 mln di euro previsti) per ospitare il polo scolastico di lingua italiana, lasciando così liberi i locali di Piazza Città per adibirli a uffici comunali o ad associazioni. ap

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Nella nuova scuola elementare di lingua tedesca a sud della città, poco discosta dalla chiesa parrocchiale e dalla Commenda dell’Ordine Teutonico, si erano verificati lo scoro anno dei gravi problemi, evidenziati da crepe e sconnessioni nella pavimentazione. Un difetto grave, dovuto secondo alcuni a inadeguata palificazione in un terreno paludoso, secondo altri all’impiego di materiale per sottofondi non adatto. Comunque sia, il danno ha interessato non solo la pavimentazione ma anche la rete dell’impianto di riscaldamento sotto pavimen-

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responsabile del settore ServizioRiparazioni

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Il panificio Häusler premiato per i suoi 180 anni di attività Riconoscimento della Provincia anche ad altri tre artigiani della Wipptal Qualche tempo fa, nel Palazzo Mercantile di Bolzano, sono stati assegnati i premi per "fedeltà al lavoro e sviluppo economico" a 22 imprenditori della nostra provincia con più di 50 anni di attività. Tra questi innanzi tutto Gerold Häusler, gestore del noto panificio e pasticceria Häusler in Città Nuova a Vipiteno, per i suoi 180 anni di ininterrotta attività, che gli hanno procurato un’affezionata clientela. Premiato anche l’orefice Helmuth Oberettl, la cui bottega esiste da ben 175 anni. Nella stessa occasione è stato assegnato il riconoscimento alla ditta Kahn KG di Kahn Andreas e Co. ed al Garage Europa Holzer GmbH, rispettivamente per i 57 ed i 52 anni di attività. erker juli 10

GREST 2010: aperte le iscrizioni Anche quest’anno si ripropone il GREST (gruppi estivi) a Vipiteno, con l’obiettivo di offrire ai ragazzi delle elementari e medie un’interessante attività per il loro tempo libero durante le vacanze estive. Lo spirito di avventura, l’amicizia,

la solidarietà, la condivisione, la tolleranza, la convivenza e il rispetto per la natura saranno i valori centrali delle attività ludiche e didattiche. Verranno elaborate, inoltre, attività e gite che daranno la possibilità di conoscere meglio le bellezze paesaggistiche del nostro territorio. Il GREST si svolgerà in tre periodi, dal 12 luglio al 22 agosto, uno per gli animatori e due per i ragazzi. Per informazioni e moduli d’iscrizione rivolgersi a Davide (347/4115212), a Donatella (338/4103151) e al 348/5429880. Davide Bononi presidente del Gruppo giovani M. Schutz

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calendarietto CAI Brennero 17-18.07.10: Pernottamento al Rif. Pendente. 24-25.07.10: Attendamento in montagna a Zirago. CAI Vipiteno 11.07.10: Escursione Lago di Braies-Rifugio Biella-Croda del Becco 25.07.10: Escursione alle Alpi di Tires. Giovanile 25-26.07.10: Accampamento a Malga Zirago. GAM 02-04.07.10: Traversata delle 13 Cime, Parco Nazionale dello Stelvio. MBT 18.07.10: Villabassa-Carbonin-Passo Tre Croci-Cortina. Film 09.07.10: „K2, sogno e destino“. Regia: K. Diemberger. Sede, 20.15. CAI Fortezza 18.07.10: Rifugio Biella - Croda del Becco. Ass. Naz. Carabinieri Vipiteno 18.07.10: Festa campestre sociale in sede. Polisportiva Vipiteno 11.07.10: 9a Edizione della corsa in montagna di Monte Cavallo. Partenza ire 9.00 da Piazza Città. Iscrizioni presso Associazione Turistica Vipiteno. 25 anni del Coro Cima Bianca 03.07.10: Grande concerto di giubileo del Coro Cima Bianca Vipiteno. Concerto con cori della Sardegna e del Trentino. Teatro Comunale di Vipiteno, ore 20.00. 04.07.10: S. Messa nella chiesa di S. Margherita di Vipiteno, ore 10.30. Seguono pranzo e canti presso la sede del CAI di Vipiteno. A.R.C.I. Vipiteno 17.07.10: Danza: “Assenza”. Parole e musica in Tango. Una produzione “Mas Que Tango”. Teatro Comunale Vipiteno, 21.00. 01.08.10: Musica: „Il Settecento veneziano“. Musiche di T. Albinoni, B. Marcello, A. Vivaldi. Esecuzione del „Kreativ Ensemble“. Teatro Comunale Vipiteno, 21.00. Film: Teatro Comunale Vipiteno, 21.00: 01.07.10: La prima cosa bella. 08.07.10: Io, loro e Lara. 15.07.10: Il concerto. 22.07.10: Cado dalle nubi. 29.07.10: Il segreto dei suoi occhi. Udienza Difensore civico 23.07.10: Udienza del Difensore civico presso la sede dell’Ispettorato all’agricoltura, Via Stazione 2, Vipiteno, ore 9.30-11.30, meglio su appuntamento. Per informazioni: tel. 0471/301155. Medici e farmacie di turno vedi p. 73

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notizie dall’alta val d’isarco

Estate a Vipiteno e nelle sue vallate

Un luglio ricco di manifestazioni Tra le manifestazioni di luglio predisposte dalle Associazioni Turistiche di Vipiteno, Colle Isarco e Racines, ricordiamo la 12a edizione delle "Giornate dello yogurt vipitenese", organizzata dall’Associazione Turistica di Vipiteno in collaborazione con la Latteria e con hotel, alberghi ed esercizi di agriturismo dal 10 luglio al 1° agosto, con assaggi di specialità gastronomiche a base di yogurt. Altro appuntamento tradizionale è il "Party sotto le lanterne" nel centro storico di Vipiteno, i mercoledì 14, 21 e 28 luglio: i ristoratori presentano in strada varie specialità gastronomiche, con intrattenimento musicale. Dal 30 giugno al 18 luglio si terrà a Vipiteno "Orfeo Music Festival", una serie di concerti classici eseguiti da studenti di musica di ogni parte d’Europa, nell’auditorium della Scuola di musica, nelle chiese di S. Spirito e di S. Margherita e nel Teatro Comunale. Da ricordare anche "Musica in miniera", tre concerti il 17, 24 e 31 luglio nella suggestiva atmosfera della galleria mineraria didattica di Masseria, dove il giorno 11 luglio verrà inaugurata una nuova esposizione museale sullo "Sviluppo delle tecniche di misurazione in miniera". Numerose sono le escursioni culturali e naturalistiche alla scoperta della montagna e delle sue malghe, delle erbe officinali, del mondo delle api e della geologia, alla chiesetta di S. Maddalena a Ridanna e alle spettacolari cascate di Stanghe.

Sono previste anche escursioni in montagna più impegnative (Giro dei Sette Laghi, Punta di Monte Giovo, Rifugio Bicchiere) e corsi di arrampicata, oltre a escursioni guidate in bicicletta. Il giorno 11 luglio avrà luogo il 9° Trofeo yogurt, camminata-scalata da Vipiteno a Monte Cavallo e il 1° agosto si svolgerà la 20a corsa in montagna "Wasserfalleralm" per non udenti a Racines di Dentro. Non mancano varie sagre paesane e feste per le famiglie, con musica e grigliate in varie località, tra cui la festa country a Monte Cavallo il 31 luglio e il 1° agosto. Molte le proposte di gite turistiche in varie località di Austria, Germania, Svizzera, Dolomiti. Il 17 e 18 luglio si svolgerà il concorso ippico nazionale ad ostacoli a Thumburg (Castel Tono, presso Pruno) e infine il 30 luglio si svolgerà la finale regionale del concorso di Miss Italia in Piazza Città, ore 21.00.

Vipiteno Rafting

Oro nella maratona europea al Rafting Team Vipiteno Gli atleti vipitenesi conquistano anche due medaglie d’argento nelle altre discipline Il Rafting Team di Vipiteno ha vinto una medaglia d’oro ai campionati europei, svoltisi dal 4 al 6 giugno in Val di Sole, nella disciplina R4, nella gara di maratona. La squadra di Alex Kaser, Thomas Mössner, Amadeus Schifferle e Robert Schifferle (capitano) ha conquistato un eccellente 2° posto in classifica generale. Nella seconda disciplina R6 si sono aggiunti al quartetto Robert Brunner e Johann Volgger e la squadra ha vinto la medaglia d’argento sia nella maratona che nello sprint, conquistando il 4° posto nella classifica generale. erker juli 10


Sport

Calcio in Alta Val d’Isarco Sono i giovani della Val Ridanna i veri protagonisti della stagione appena conclusasi

Ad inizio giugno si è conclusa la stagione agonistica 2009/10 per le varie compagini dell’Alta Val d’Isarco impegnate nei gironi di 1°, 2° e 3°Categoria. Iniziamo la panoramica dalla 1°Categoria, che ha visto impegnata la formazione del Campo di Trens guidata, fino a 3 settimane dalla fine, da Mister Alberti che, per motivi personali, ha poi deciso di dimettersi. Dopo un promettente avvio di campionato a ridosso delle prime, il Campo di Trens ha disputato un girone di ritorno ben al di sotto delle aspettative. Di certo i parecchi infortuni hanno contribuito in modo pesante a questa evoluzione. Da citare comunque l’approdo per il secondo anno consecutivo in finale di Coppa, dove i ragazzi, guidati in quella circostanza dal duo Rella/Kinzner, hanno dovuto arrendersi per 4 a 1 alla formazione favorita della Weinstraße Süd. Per la prossima annata la società del ds Toni Fleckinger si affiderà ad un nuovo allenatore, con l’obiettivo di valorizzare sempre più i giovani. La Seconda Categoria ha visto inmischiati fino all’ultimo nella lotta per non retrocedere le compagini del C.F. Vipiteno di Mister Zanetti ed il Prati di Vizze di Mister Guido De Angelis. Il C.F. Vipiteno è riuscito a non perdere nell’ultima partita lo scontro diretto con il San Lorenzo ed è riuscito così, con un girone di ritorno affrontato con le giuste motivazioni e la giusta determinazione, ad evitare una retrocessione che a metà campionato in molti consideravano già certa. Ottimo dunque il lavoro del riconfermato Mister Zanetti che è riuscito, nonostante vari inforerker juli 10

La formazione della Val Ridanna

tuni, a raddrizzare una situazione precaria ed a tenere compatto e solido il gruppo intorno ai vari Rossi, Costa e Cola. Grande delusione invece per il Prati di Vizze che, dopo svariati anni passati sui campi di 1° e 2° Categoria, il prossimo anno dovrà affrontare un campionato non facile di 3° Categoria, a causa dell’ultimo posto ottenuto in questa stagione. Ad inizio annata di sicuro nessuno si era immaginato questo epilogo, visto anche l’approdo al Prati di vari giocatori esperti provenienti dal Colle Isarco. Purtroppo alla fine varie assenze ed infortuni così come la mancanza di un pizzico di fortuna in momenti determinanti hanno avuto un peso importante sui risultati negativi ottenuti. Non resta dunque che rimboccarsi le maniche e cercare di risalire al più presto di categoria puntando, come già in questa annata, su vari giovani (classe 93) del posto. La Terza Categoria infine ha visto impegnate con opposti risultati le formazioni della Val Ridanna ed il Fortezza. La Val Ridanna guidata da Mi-

ster Cordani è riuscita nell’impresa, conquistando sia la vittoria in Campionato che la vittoria in Coppa di Categoria. Fatto questo mai accaduto nella storia della società. Questi risultati hanno ancora più peso se si pensa che la formazione intorno al capitano Keim è composta da tanti giovani (neanche ventenni) che hanno dimostrato tutto il loro talento e le loro qualità, già intraviste nei recenti campionati giovanili. Da citare in questo senso sono sicuramente i vari Michael Rainer, Manuel Montalto, Mike Strickner

e Kevin Gasser. Non resta dunque che augurare a tutti questi giovani di trovare fin da subito il giusto approccio alla prossima stagione in 2°Categoria. Niente da fare invece per il Fortezza che, per un’ennesima stagione, non è riuscito ad avere un ruolo da protagonista in 3° Categoria, conquistando un settimo posto finale di gran lunga sotto le aspettative di inizio campionato.

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fußball

Auswahl Ridnauntal holt Meistertitel und Pokal Die Auswahl Ridnauntal hat in dieser Saison Vereinsgeschichte geschrieben. Zum ersten Mal hat die Mannschaft einen Pokalbewerb gewonnen und zusammen mit dem Meistertitel das Double geschafft. Damit sind die Ridnauner wieder Mitglied in der 2. Amateurliga. Für den ASV Freienfeld reichte es nach einer turbulenten Saison mit Verletzungspech und Trainerrücktritt nur für den zehnten Platz, der FC Sterzing holte dieselbe Position und sicherte sich den Klassenerhalt. Wiesen muss die bittere Pille des Abstiegs in die dritte Amateurliga schlucken. Nach einer Negativserie in der Rückrunde musste sich Franzensfeste mit dem siebten Platz in der Tabelle begnügen. Auswahl Ridnauntal

Das Double geht ins Hochtal Die Statistik der Ridnauner spricht für sich. In den 18 Spieltagen der Meisterschaft gab es 16 Siege in Folge und nur zu Beginn ein Unentschieden und eine Niederlage gegen Barcellona. Der Meistertitel wurde bereits am drittletzten Spieltag auswärts gegen Klausen mit einem 2:1-Sieg unter Dach und Fach gebracht. Vereinspräsident Kurt Eisendle, seine Mitarbeiter und die Fans durften durchfeiern, denn das folgende Pokalfinale entschied die Auswahl „Super Mander. 
I mecht enk gratulieren zum Aufstieg.
 A Kompliment a an enkern Trainer und an enkern 
Ausschuss.
“ huaber aus mareit

„Bravo Jungs, gratuliere in olle zum Aufstieg... hopet jo a souveräne Meisterschaft gspielt! Alls Guate und Vollgas weiter.“ Thomas Strickner aus Gasteig

„Dritte Liga nie mehr, nie mehr...“ Minzi aus Schluppes Beiträge aus dem Online-Gästebuch der Auswahl Ridnauntal auf www.ridnauntal.org

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Am drittletzten Spieltag brachte die Auswahl Ridnauntal (im Bild) den Sieg unter Dach und Fach.

Ridnauntal mit einem klaren 3:0 gegen Unterland Berg für sich. In der 30-jährigen Vereinsgeschichte war es das erste Mal, dass man einen Pokalbewerb, diesmal die „U. De Vincenzi“-Wandertrophäe, ins Tal holte. „Wir haben mit einer jungen Mannschaft alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, und sind natürlich sehr zufrieden“, so Trainer Gianluca Cordani. Mit dem Double wurde in Ridnaun eine achtjährige Durststrecke in beeindruckender Weise überwunden. In der Fairnesstabelle 2009/10 des Landesverbandes belegt die Auswahl Ridnauntal den dritten Platz hinter Gröden und La Strada. Cordani wird Trainer der Mannschaft bleiben. „Ich kann mit dieser Mannschaft zuversichtlich in die 2. Liga gehen, eventuell werden wir zwei Spieler zur Verstärkung neu verpflichten.“ ASV Freienfeld

Trainer Alberti enttäuscht Die einzige Wipptaler Mannschaft in der ersten Amateurliga hat ihr Saisonziel mit dem zehnten Platz nicht erreicht. Trainer Antonio Alberti warf drei Spiel-

tage vor Saisonende das Handtuch: „Ich bin zurückgetreten, weil der Einsatz der Spieler und der Rückhalt im Verein schon länger nicht mehr stimmten.“ Wie sieht die Zukunft von Alberti aus? „Vielleicht werde ich ein Jahr pausieren und mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen oder eventuell eine Jugendmannschaft trainieren“, meint der erfahrene Trainer. Nach der Hinrunde belegte Freienfeld noch den sechsten Platz. Mit Fortschreiten der Meisterschaft rutschte die Mannschaft kontinuierlich in der Tabelle zurück, um schließlich mit 31 Punkten im hinteren Drittel die Saison zu beenden. Das Verletzungspech zog sich über die gesamte Meisterschaft. In der Rückrunde konnte die Mannschaft nur zwei Mal gewinnen, sie verlor hingegen fünf Spiele und erreichte sechs Unentschieden. Das Pokalfinale gegen Weinstraße Süd wurde mit 4:1 verloren. ASV Wiesen

Abstieg besiegelt Der ASV Wiesen hat zwar bis

zum Schluss gekämpft, aber in Summe hat die Mannschaft zu viele Punkte verschenkt und bekam dafür die Rechnung präsentiert: Abstieg in die dritte Amateurliga. „Wir haben teilweise besser als der Gegner gespielt, aber zu wenig Tore geschossen. Negativ haben sich die vielen Sperren und Verletzungen ausgewirkt“, zieht Thomas Gschnitzer, Sektionsleiter Fußball, eine trockene Bilanz. Während die Hinrunde noch vor Sterzing auf dem zehnten Platz beendet wurde, war man am Ende der Meisterschaft das Schlusslicht mit 19 Punkten, lächerliche drei Punkte von Sterzing und dem sicheren zehnten Platz entfernt. Das Schicksal konnte auch nicht mehr mit den beiden Siegen gegen Kiens und Welschellen an den zwei letzten Spieltagen abgewendet werden. In der Hinrunde verlor Wiesen insgesamt sechs Mal. In der dritten Liga wollen die Wiesner mit einer schlagkräftigen Truppe um den Titel mitspielen. Einige Nachwuchstalente sollten ihre Chance bekommen. erker juli 10


Wipptaler Fußballbilanz 1. Amateurliga

CF Sterzing

ASV Franzensfeste

Klassenerhalt gesichert

Verpatzte Rückrunde

Ein Punkt hat den Sterzingern gereicht, um in der 2. Amateurliga zu verbleiben. Immerhin hat man den Lokalrivalen Wiesen überholt und nach der Hinrunde in der Tabelle mit dem zehnten Tabellenplatz und 22 Punkten einen Platz gut gemacht. Den Klassenerhalt hat die Mannschaft mit einer spielerischen Steigerung am Ende mehr als verdient. In der Rückrunde wurden vier Siege und zwei Unentschieden verbucht, in Kauf nehmen musste man vier Niederlagen. „Wir können insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Vor allem unsere Jugendmannschaften haben sehr gut abgeschnitten. Die erste Mannschaft wird noch ein bis zwei Jahre brauchen, bis sie wieder vorne mitspielen kann“, so Vereinspräsident Josef Zilio. Man setzt jetzt beim Verein auf die Nachwuchsarbeit. „Zukäufe könnten wir uns finanziell auch nicht leisten“, ergänzt Zilio. Silvano Zanetti wird beim CF Sterzing auch in der nächsten Saison spielen und die Mannschaft trainieren.

Die Saison endet für den ASV Franzensfeste mit 20 Punkten auf dem siebten Platz, wobei die Mannschaft bei Halbzeit noch den vierten Rang belegte. Die Leistung in der Hinrunde konnte nach der Winterpause bei weitem nicht wiederholt werden. Sieben Niederlagen und ein Unentschieden stehen einem Sieg gegen La Strada am letzten Spieltag gegenüber. Eine Negativbilanz, die sich sehen lassen kann. „Die Spieler haben mit der Zeit die Lust verloren, dann gab es verletzungsbedingte Ausfälle, am Ende hatte auch der Trainer die Schnauze voll“, so Vereinspräsident Günther Heidegger. Giovanni Poli hat der Mannschaft zwei Spieltage vor Saisonende den Rücken gekehrt. Wie geht’s weiter? „Wir sind derzeit mit einem neuen Trainer in Verhandlung, dabei wird sich entscheiden, ob die Mannschaft bis zum Saisonauftakt verstärkt werden kann“, blickt Überegger schon wieder positiv in die Zukunft.

Damenfußball im Aufwind Rund 60 Mädchen stehen in den verschiedenen Kategorien in den Reihen des CF Sterzing. Die abgelaufene Saison war mit beachtlichen Erfolgen gekrönt: Die Damen in der Serie B belegten in der Tabelle den zweiten Platz, die U14-Mannschaft beendete die Meisterschaft auf dem dritten Rang.

Platz Team

Sp.

G

U

V

Tore

Pkt.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

26 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26 26

19 16 13 12 8 8 8 8 8 7 4 5 5 3

1 7 9 7 11 9 9 8 8 10 13 9 7 8

6 3 4 7 7 9 9 10 10 9 9 12 14 15

57:26 57:24 35:20 49:48 41:37 35:31 32:39 39:37 34:49 35:34 38:47 21:32 26:47 21:49

58 55 48 43 35 33 33 32 32 31 25 24 22 17

22 22 22 22 22 22 22 22 22 22 22 22

14 10 9 8 9 8 6 7 7 5 5 5

6 9 7 8 5 5 10 7 4 7 6 4

2 3 6 6 8 9 6 8 11 10 11 13

54:25 38:30 52:37 38:35 31:34 39:35 28:30 44:47 34:42 24:30 25:50 28:40

48 39 34 32 32 29 28 28 25 22 21 19

18 18 18 18 18 18 18 18 18 18

16 13 12 8 8 7 6 5 3 0

1 1 2 3 1 2 2 4 8 0

1 4 4 7 9 9 10 9 7 18

79:16 73:21 43:30 41:37 46:40 40:30 37:35 30:26 26:37 9:152

49 40 38 27 25 23 20 19 17 0

Bruneck Mühlbach/ Vals Pichl Gsies Teis/ Villnöss Vintl Rasen/ Antholz Reischach Ritten Sport Terenten Freienfeld Rodeneck Taufers Albeins Taisten

2. Amateurliga 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Steinhaus Schabs Aicha Kiens Hochpustertal Gais Pfalze Dietenheim/ Aufhofen Welschellen Sterzing St. Lorenzen Wiesen

3. Amateurliga 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

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„Fußball ist mein Leben“ Im Gespräch mit Fußballspieler Michael Bacher

Das große Fußballtalent Michael Bacher aus Mauls hat mit dem FC Südtirol vor kurzem den langersehnten Aufstieg in die Serie C1, die dritthöchste italienische Liga, geschafft. Als Stammspieler im Mittelfeld seit 2004 hat Bacher heuer und im Vorjahr entscheidend zum Erfolg der Mannschaft beigetragen. Jetzt will der 22-jährige Mittelfeldspieler, der bereits in der Nationalmannschaft gespielt hat, zu neuen Ufern aufbrechen.

Erker: Herr Bacher, der FC Südtirol hat mit dem Aufstieg in die Serie C1 ein Fußballmärchen geschrieben. Wie haben Sie mit der Mannschaft den Erfolg gefeiert? Michael Bacher: Die Feier hat bereits auf dem Spielfeld begonnen. Spieler und Fans waren nach dem Schlusspfiff gegen Valenzana nicht mehr zu halten. Später hat die Mannschaft gemeinsam zu Abend gegessen und der Erfolg wurde bis spät in die Nacht ausgiebig bejubelt.

Wie haben Sie die Meisterschaft und den Aufstieg erlebt? Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder vergeblich versucht, den Aufstieg zu schaffen. Im Vorjahr mussten wir sogar gegen den Abstieg kämpfen. Heuer ist die Mannschaft zwar zuversichtlich in die Meisterschaft gegangen, aber wir haben nie erwartet, dass wir an der Tabellenspitze mitmischen können. Am Ende spielten wir eine tolle Saison. Für mich ist es ein ganz besonderes Gefühl, als Südtiroler mit dem eigenen Verein aus Südtirol aufzusteigen.

Michael Bacher privat

Was war heuer ausschlaggebend für den Erfolg? Es hat einfach alles gepasst, vom Trainer über den Präsidenten bis zur Mannschaft, die gut harmonisierte und perfekt aufgestellt war. Wir hatten zudem das Glück des Tüchtigen in den entscheidenden Spielen. Insgesamt überzeugte das gesamte Team mit einer starken mentalen und spielerischen Leistung.

Geboren: 19. Februar 1988 Sternzeichen: Wassermann Geburtsort: Brixen Wohnort: Mauls Beruf: Profifußballer Verein: FC Südtirol, Mittelfeld Interessen: Hockey, Schwimmen, Shopping, Faulenzen, Internet

Wie hat Ihr persönliches Umfeld reagiert? In den vergangenen Wochen stiegen die Erwartungen ständig. Alle rechneten schon mit dem Aufstieg. Die Vorfreude und die Begeisterung waren riesig. Als es dann soweit war, gab es nur

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mehr überglückliche Gesichter. Wie sind Sie Profi-Fußballer geworden? Ich habe bei Freienfeld mit vier Jahren angefangen. Mit 13 Jahren wurde ich vom FC Südtirol in die B-Jugend geholt. Zwei Jahre später durfte ich bereits mit der ersten Mannschaft trainieren. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, denn die Freude am Fußballspielen stand für mich immer im Vordergrund. Mit 16 Jahren bestritt ich das erste Spiel für den FC Südtirol in der Serie C2. Mit der Zeit interessierten sich auch die Medien immer mehr für mich. Schließlich wurde ich in die italienische Nationalmannschaft U16 und U17 einberufen, mit der ich an der EM teilgenommen habe. Das war schon eine Sensation, dass ich und Michael Cia als Südtiroler aus einem C2Verein in der Nationalmannschaft spielen durften. Der FC Südtirol hat Sie unter Vertrag genommen, obwohl es andere Angebote gab? Inter Mailand hat mir ein Pro-

betraining und ein Probeturnier in der Jugendmannschaft angeboten. Ich habe mich aber entschieden, in der Serie C2 zu bleiben.

Sportliche Glanzlichter Aufstieg mit dem FC Südtirol in die 1. Division Verbleib in der Serie C2 mit dem FC Südtirol im Vorjahr Seit 2004/05 Spieler beim FC Südtirol, insgesamt 111 Meisterschaftsspiele, fünf Tore Mehrmalige Einberufung in die Nationalmannschaft U16 und U17, darunter Rang 3 bei der Europameisterschaft Erster Profivertrag 2004 mit 16 Jahren für den FCS und Teilnahme an der Meisterschaft der Serie C2 Erstes Tor in der Profiliga 2004 Aufnahme in den „100er-Klub“ des FCS. Michael Bacher hat im Heimspiel gegen Pro Sesto am 17. Jänner das 100. Meisterschaftsspiel im Trikot des FC Südtirol bestritten. Er ist der zwölfte Spieler in diesem Klub. erker juli 10


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Welchen Stellenwert nimmt der Sport in Ihrem Leben ein? Fußball ist mein Leben. Ich lebe dafür und ich möchte so lange wie möglich dabeibleiben. Kommen andere Freuden des Lebens durch den Sport zu kurz? Natürlich muss man auf gewisse Dinge verzichten, aber als Fußballer habe ich derzeit relativ viel Freizeit und deshalb auch Zeit für meine Freunde und anderes. Als ich noch die Schule besucht habe und nach Bozen zum Training fahren musste, war es schwieriger. Was ist das Faszinierende am Fußball? Der Mannschaftsgeist. Die gesamte Mannschaft steht hinter Sieg und Niederlage. Auch wenn du als Einzelspieler gut bist, ohne das Team kannst du nichts erreichen. Mir gefällt das Leben in der Kabine und auf dem Rasen. Welches war Ihr schönstes sportliches Erlebnis? Der Aufstieg mit dem FC Südtirol. Was war Ihre größte sportliche Enttäuschung? Als ich in einem Play-off-Spiel zuerst eingewechselt und fünf Minuten später wieder ausgewechselt wurde. Was verbinden Sie mit Glück oder Zufriedenheit im Leben? Um gut Fußballspielen zu können, muss man gesund und fit sein. Glück ist aber auch, wenn es der Familie gut geht und die Beziehung mit der Freundin stimmt.

Welche Werte sind für Sie wichtig? Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit. Ich mag es nicht, wenn Leute hinter dem Rücken über einen reden. Ich lege auch großen Wert darauf, dass Vereinbarungen eingehalten werden.

Wie gut kann man als Profifußballer in Südtirol leben? Ich denke, man kann recht gut davon leben. Man hat viel Freizeit und verdient angemessen. Ein junger Spieler bekommt natürlich weniger als ein erfahrener Spieler.

Wer gibt Ihnen Rückhalt und Kraft? Wenn ich gestresst bin, erhole ich mich bei meiner Freundin. Bei ihr kann ich vom Fußball abschalten und für die nächsten Spiele und Herausforderungen Kraft tanken.

Ein Blick in die Zukunft: Welches sind Ihre nächsten Ziele? Ich bin im Moment vertragsfrei und werde wahrscheinlich die Mannschaft wechseln. Die Verhandlungen mit einigen Clubs aus der Serie C1 und Serie B laufen, die Entscheidung wird in den nächsten Wochen fallen.

Welchen Stellenwert hat der heimische Fußball? Südtirol ist eigentlich kein Fußballland. Wir können noch nicht mit anderen Regionen mithalten. Dort wachen die Jungen mit dem Ball auf und gehen mit ihm ins Bett. Bei uns wird zwar viel Fußball gespielt, aber der Stellenwert ist nicht jener wie im Süden. Auch die Fangemeinde ist eine andere. Ich hoffe, dass der FCS-Aufstieg dem heimischen Fußball einen kräftigen Schub gibt.

Schnelle Bälle ... Als Kind wollte ich ... Bäcker werden. Auf die Palme bringt mich, .... wenn ich auf der Spielerbank sitzen muss. Mein Frühstück besteht aus ... Brot, Butter, Nutella und Macchiato. An anderen Menschen schätze ich ... Ehrlichkeit und Vertrauen. Nur ... meine Freundin … ist schöner als Fußball spielen. In meiner Brieftasche befindet sich ... mein Ausweis. Spitzensportler haben mehr vom Leben, ... weil sie gesünder leben. erker juli 10

Wie lange möchten Sie ihre Fußballkarriere fortsetzen? Die meisten Profifußballer hören im Schnitt mit 34 Jahren auf. So lange und vielleicht darüber hinaus möchte ich auf jeden Fall am Ball bleiben. Welche Empfehlung würden Sie dem Nachwuchs geben? Fußballspielen als Spaß zu sehen. Wenn du gleich von Beginn an ein zu großes Ziel vor Augen hast, kann es leicht zu Enttäuschungen kommen. Besser ist es, wenn du einfach gern dem Ball nachläufst und jeden Tag spielst, so wie ich es früher auch getan habe. Natürlich braucht es ein gewisses Talent und etwas Glück, dass du entdeckt und gefördert wirst.

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Interview: Bernhard Fichter 49


sport

Flugsport

Segelfluggruppe Sterzing wird 50 Jahre alt Große Flugshow mit vielen Attraktionen

Das Segelfliegen ist schon lange kein Elitesport mehr. Unter den Piloten befinden sich Angestellte und Arbeiter genauso wie Unternehmer oder Studenten. Vereinsmitglieder entrichten einen Jahresbeitrag und können dann so oft sie wollen mit den Segelfliegern des Vereins in die Lüfte steigen. Am 31. Juli und am 1. August findet zum 50-jährigen Bestehen der Segelfluggruppe Sterzing auf dem Sterzinger Flugplatz ein großes Flugfest statt. Ist Segelfliegen eigentlich gefährlich? Sieht man sich die Statistik an, dann ist das Segelfliegen jedenfalls nicht gefährlicher als Autofahren, Fußballspielen oder Reiten. Segelflugzeuge sind ausgereifte Luftsportgeräte. Die Piloten

Segelfliegen ist nicht gefährlicher als Autofahren, Fußballspielen oder Reiten.

sind gut ausgebildet, insbesondere auch in der Handhabung von außergewöhnlichen Situationen. Natürlich bleibt überall dort, wo Men-

Die Geschichte des Segelfliegens in Sterzing 1937 baute Max Winkler, ein Bäckergeselle der Firma Häusler, gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm mit nur geringen technischen Hilfsmitteln ein Segelflugzeug. Es war das erste auf dem ein Jahr zuvor angelegten Militärflugplatz in Sterzing. Der erste Flugversuch oberhalb des heutigen Krankenhauses endete allerdings mit einer kleinen Bruchlandung. 1955 wurde die Segelfluggruppe Sterzing von 22 jungen Pionieren, darunter der erste Präsident Luis Larch und der Vizepräsident Karlheinz Kraus, gegründet. 1957/58 erwarben die Mitglieder der Segelfluggruppe Sterzing den lang ersehnten Segelflugschein vom Aero Club Bozen. Aber noch fehlte die Fluggenehmigung für den Sterzinger Flugplatz. Diese erfolgte erst zwei Jahre später. Am 15. August 1960 konnten die Sterzinger Segelflieger ihren ersten Flug mit einem Segelflugzeug des Typs „Canguro“, gesteuert von Enzo Centofante, feiern. Der Aero Club Bozen stellte nun ein Segelflugzeug und eine Schleppwinde zur Verfügung. In Eigenregie wurde der Flugplatz in über 2.200 Arbeitsstunden von 1960 bis 1965 erweitert. Danach wurde der Flugbetrieb allerdings wegen fehlender Fluggenehmigungen für sechs Jahre eingestellt. Erst 1971 konnte wieder geflogen werden. Die alte, aus Holz bestehende Flugzeugbaracke wurde durch eine neue Flugzeughalle mit 450 m 2 ersetzt, die fahrbare SegelflugzeugSchleppwinde wurde durch eine neue Tost-Flugzeug-Schleppwinde mit 250 PS ausgetauscht. Heute hat der Verein 20 Mitglieder und besitzt fünf Segelflieger, davon zwei Doppelsitzer und drei Einsitzer, weiters wurden zwei Motorflieger, darunter eine DG1000 und ein Ultraleichtflieger, angekauft. Präsident der Segelfluggruppe Sterzing ist Wilhelm Stofner. 50

schen beteiligt sind, ein Restrisiko durch menschliches Versagen, Selbstüberschätzung oder Verkettung unglücklicher Umstände. Was ist das Faszinierende am Segelfliegen? Vereinsmitglied Stefan Bodner erklärt: „Mit einem minimalen Aufwand ohne Motor kann ich bei günstigen Wetterbedingungen 600 km Dreiecke fliegen.“ Dabei startet der Pilot in Stichwort „Thermik“ Die Sonne erwärmt die Luft. Da diese leichter ist als die umgebende kalte, steigt sie auf. Segelflugzeuge können kreisend in solcher Thermik an Höhe gewinnen. Zeichen für gute Thermik sind Kumuluswolken. Diese entstehen, wenn die aufsteigende feuchte Luft durch Ausdehnung abkühlt und aufgrund der dann geringeren Feuchtekapazität das darin enthaltene Wasser kondensiert. Sterzing, wo eine Seilwinde mit 280 PS das Flugzeug in zwei Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und nach oben zieht, in einer Höhe von 400 m klinkt der Segelflieger aus. Danach sucht sich der Pilot eine günstige Ther-

mik, um eine ideale Flughöhe zwischen 2.000 und 3.000 Metern zu erreichen. „Dann fliege ich etwa Richtung Bruneck bis nach Klagenfurt, weiter bis Zell am See, über den Gerlos-Pass und über Pfitsch wieder zurück“, schwärmt Bodner. Interessierte am Segelflugsport können beim Flugfest am 31. Juli und am 1. August in einen Flugsimulator einsteigen und erleben, wie es sich anfühlt, ein Segelflugzeug zu steuern. Wer sich den ewigen Menschheitstraum vom Fliegen erfüllen will, erhält von den Mitgliedern der Segelfluggruppe Sterzing alle weiteren Informationen. An den zwei FlugFesttagen treffen bis 11.00 Uhr die Teilnehmer mit ihren Fluggeräten ein. Danach wird der Luftraum gesperrt und es beginnen die Flug- und Kunstflugvorführungen mit Segelflugzeugen, Motorüberfliegern, Drachenfliegern, Paragleitern und Modellfliegern. Außerdem werden Hubschrauber-Rundflüge angeboten. Der Eintritt ist frei. Nähere Infos unter www.sfsterzing.altervista.org. bf erker juli 10


Gold für Sterzinger Rafter Das Rafting Team Sterzing hat bei den Europameisterschaften Anfang Juni in Val di Sole im Viererboot beim Marathon eine Goldmedaille errungen. In der Gesamtwertung erreichte die Mannschaft mit Alex Kaser, Thomas Mössner, Amadeus Schifferle und Kapitän Robert Schifferle den hervorragenden zweiten Platz. Im Sechserboot, in der Robert Brunner und Johann Volgger das Team ergänzten, errangen die Athleten aus Sterzing sowohl im Marathon als auch im Sprint die Silbermedaille und belegten in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Weitere Erfolge der Kanuten und Rafter Toni Agostini und Andreas Schönegger belegten beim Marathon Gardalonga auf dem Gardasee im Mai im Zweierboot den ersten Platz. Mitte Mai trug der SV Sterzing die Italienmeisterschaften im Kanu

und im Rafting mit rund 200 Teilnehmern aus. Die Goldmedaille im Rafting gewann erwartungsgemäß die erste Mannschaft mit Kapitän Schifferle und Co. Die Juniorenmannschaft holte ebenfalls Gold. Im Boot saßen Patrick Agostini, Manuel Girtler, David Graber, Damian Hirber, Lukas Manzardo, Mattia Psenner, Lorenz Spechtenhauser und Alexander Zanella. Ende Mai waren Andreas Schönegger und Toni Agostini beim 40-kmMarathon Vogalonga in Venedig am Start und paddelten bei 3.000 Teilnehmern unter die ersten 100. Bei den Italienmeisterschaften im Viererboot Ende Mai in Pesaro

glänzten die erste Mannschaft und die Junioren mit Siegen in allen Disziplinen. Müllsammelaktion Insgesamt zehn Säcke voll Müll haben die Vereinsmitglieder im Frühjahr bei einer Säuberung des Eisacks und des Mareiter Bachs im Bereich der Handwerker- und Industriezone gesammelt. Bürgermeister Fritz Karl Messner wurde über das beschämende Ergebnis informiert und aufgefordert, Maßnahmen gegen die illegale Müllentsorgung zu ergreifen.

Hundesport

Medaillenregen für „Dogteam“ Der Wipptaler Verein für Hundesportler „Dogteam“ hat in den vergangenen Monaten einen Erfolg nach dem anderen gefeiert. Im April holte Guido Enrici mit „Eiko“ bei der Landesmeisterschaft in Vahrn in der zweithöchsten Kategorie IPO 2 den Sieg. Beim HoheMunde-Turnier in Telfs erreichte der 15-jährige Christopher Prieth mit „Anouk“ knapp vor seiner Mutter Birgitta Prieth, die mit „Aourie“ am Start war, Rang drei in der höchsten Kategorie IPO 3. Werner Voppichler belegte mit seinem „Chicco du Bois des Trembles“ in der IPO 1 den vierten Platz. Der Gesamtsieg und der Sieg in der Klasse IPO 1 ging an Hans Geerker juli 10

Die Wipptaler Sieger beim Hohe-MundeTurnier in Telfs

org Prieth mit „Konan le Bosseur“. Das Dogteam Wipptal war in diesem hochkarätig besetzten Turnier die stärkste Mannschaft. Sehr gute Leistungen in der Begleithundeprüfung boten auch Andreas Hofer mit „Pike“ (Rang acht in der Kategorie BGH 1) sowie Angela Crestani mit „Condor“ in der BGH 3 mit einer Platzierung

im Mittelfeld. Begeistert vom Hundesport waren Mitte Juni auch die Kindergartenkinder von „Löwenegg“, als sie auf dem Abrichteplatz in Trens Hunde streicheln, mit ihnen spielen und einige Kunststücke bewundern durften. Außerdem erfuhren sie dabei wichtige Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden. 51


sport

1. Duathlon in Jaufental Roßkopf

9. Sterzinger Joghurt-Trophäe Die Polisportiva Sterzing veranstaltet am 11. Juli zum neunten Mal den Berglauf bzw. die Bergwanderung auf den Roßkopf. Der Startschuss für die Bergläufer fällt um 10.00 Uhr unter dem Zwölferturm, die Wanderer werden zwischen 9.00 Und 11.00 Uhr auf die rund fünf Kilometer lange Strecke geschickt. Einschreibungen nimmt der Tourismusverein Sterzing bis zum 10. Juli um 17.00 Uhr entgegen (info@infosterzing.com, Tel. 765325, Fax 765441). Nachmeldungen sind bis kurz vor dem Start möglich.

20. Ratschinger Berglauf Am 1. August findet der 20. Ratschinger Berglauf statt. Gestartet wird der vom ASV Ratschings veranstaltete Lauf zur Wasserfalleralm um 9.30 Uhr bei der Pizzeria „Zum Sepp“. Auch Wanderer können sich am Bewerb beteiligen. Der Startschuss für die Kinder- und Jugendläufe fällt um 11.00 Uhr bei der Wasserfalleralm. Gleichzeitig mit dem Berglauf findet auch der Bewerb für Gehörlosensportler statt. Der Lauf wird für den 2. Internationalen Deaf-Cup gewertet und im September mit dem vierten Rennen abgeschlossen. Einschreibungen nimmt der SV Ratschings bis zum 30. Juli um 19.00 Uhr entgegen (Tel. 659635 oder 339 867 8630, Fax 659635, svratschings@ rolmail.net). Nachmeldungen sind bis kurz vor dem Start möglich. 52

Zu seinem 30-jährigen Jubiläum organisiert der Sportverein Jaufental am 18. Juli einen Duathlon in den Disziplinen Mountainbike und Laufen. Teilnehmen können in zehn Kategorien Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Die Strecke ist nicht allzu anspruchsvoll, damit am Wettkampf auch möglichst viele Hobbysportler teilnehmen kön-

nen. Die Radfahrer werden um 10.00 Uhr beim Sportplatz in St. Anton auf die 4,5 Kilometer lange Strecke (340 Höhenmeter) geschickt; die Laufstrecke beträgt 4,4 km. Kinder und Jugendliche haben mit dem Rad rund 900 m zu bewältigen, die Läufer müssen eine Strecke von knapp 400 m absolvieren. Start ist um 12.30 Uhr.

Anmeldungen nimmt der ASV Jaufental unter manfred.siller@ gmail.com bis zum 13. Juli entgegen. Nähere Informationen sind unter der Rufnummer 348 5412099 erhältlich. Am Sportplatz gibt es ab 10.30 Uhr einen Frühschoppen, die Siegerehrung erfolgt um 15.00 Uhr, die Ziehung der Jubiläumslotterie um 16.00 Uhr.

Stange

Trainieren mit Fußballexperten Vom 9. bis zum 13. August findet in der Sportzone Stange erstmals das „FC Südtirol SEL Junior Camp“ statt. Teilnehmen können alle Fußballspieler im Alter von fünf bis 14 Jahren. An den fünf Tagen findet jeweils vormittags und nachmittags eine Trainingseinheit mit Fußballtrainern des FC Südtirol statt. Zwischen den Trainingseinheiten

steht das gemeinsame Mittagessen sowie eine interessante Frei-

zeitgestaltung an. Die Teilnahmegebühr beinhaltet Training, Verpflegung, Freizeitgestaltung und Trainingsausrüstung wie Bekleidung, Rucksack und Ball, ein Abschlussdiplom und ein Foto. Anmeldungen nimmt die Auswahl Ridnauntal bis zum 26. Juli entgegen. Nähere Infos im Internet unter www.ridnauntal. org.

Golfturnier am Roßkopf Nach zweijähriger Pause fand Anfang Juni am Sterzinger Hausberg wieder das Golfturnier „RoßkopfOpen-Country“ statt, organisiert vom OK-Team der Fraggles in Zusammenarbeit mit dem Golf Club Sterzing. Gesamtsieger in der Bruttowertung wurden Markus Dialer und Matthias Haller. Die Nettowertung gewann Manfred Thaler mit Christian Leitner vor Günther Schölzhorn und Bernhard Platzer. Dritter wurde Ander Reimair mit Josef Forcher. Glänzendes Schlusslicht und so-

mit für das nächste Turnier fix qualifiziert sind die neuen Träger der „Roten Laterne“, Werner Hofer (el Primario) und Rudi Sparber (el

Papparazzo). Mit einem unterhaltsamen PitchTurnier bei der Sternhütte und der Preisverteilung endete das Turnier. erker juli 10


Laufsport

Wipptaler gewinnen Haidersee-Lauf 520 Teilnehmer gingen Anfang Juni beim 5. Dorflauf um den Haidersee an den Start. Eduard Lahner aus Mittewald (im Bild) entschied die 5.080 m lange Strecke für sich und siegte in 16.12 Minuten und einem Vorsprung von 15 Sekunden vor Daniel Hofer und Michael Obrist. Bei den Damen war die Sterzingerin Christina Teissl (19.16 min.) nicht zu schlagen. Zweitplatzierte war Gertraud Höllrigl, Petra Pircher belegte Rang drei.

Sterzing

Neue Umkleidekabinen für Leichtathleten Ende Mai wurden in der Sportzone Sterzing die neu errichteten Umkleidekabinen eröffnet. Damit ist ein lang gehegter Wunsch der Leichtathletiksektion des ASV Sterzing um Präsident Felix Rampelotto und die beiden Sektionsleiter Evi Frick und Diego Barbolini in Erfüllung gegangen. Nach Fertigstellung der Kabinen und sanitären Anlagen im September 2009 erfolgte im Frühjahr die Inneneinrichtung. Die

statischen Erhebungen und die Kollaudierung der Infrastruktur wurden von Diego Barbolini, Karl Pardeller und Gianluca Cordani ehrenamtlich durchgeführt. Die Baukosten beliefen sich auf 73.000 Euro, wovon die Stadtgemeinde Sterzing 54.000 Euro, die Autonome Provinz Bozen 13.000 Euro und der ASV den die restlichen 6.000 Euro beisteuerten. Die neue Struktur kommt in erster Linie den Leichtathleten zugute.

Zehnkampf

Lanthaler löst Europacupticket Lukas Lanthaler hat sich Mitte Juni bei der Drei-VenetienMeisterschaft in Brixen zum vierten Mal das Europacupticket gesichert. Südtirols bester Zehnkämpfer erzielte mit 7.183 Punkten sein bisher drittbestes persönliches Ergebnis und das beste seit mehr als zwei Jahren. Der 25-jährige Thuiner und Schützling von Trainer Karl Schöpf blieb zum siebten Mal in seiner Karriere über der 7.000-Punkte-Marke. Im Kugelstoßen (13,06 m) und im Diskuswerfen (40,16 m) erzielte er jeweils persönliche Bestleistung. Der Europacup (First League) fand nach Drucklegung des Erker am 26. und 27. Juni in Hengelo in den Niederlanden statt.

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sport

Pfitsch

Sterzing

Eisbären ehren langjährigen Präsidenten

Dreikampf der Leichtathleten

Bei der unlängst stattgefundenen Jahresversammlung des Sportvereins Eisbär Pfitsch im Gasthof „Alpenrose“ wurde der langjährige Präsident Josef Rainer, der nach nunmehr 34 Jahren sein Amt niederlegt, geehrt. Zahlreiche Ehrengäste, Josef Rainer nimmt von Michael darunter auch Bürger- Obermüller die Ehrenurkunde m e i s t e r J o h a n n F re i , entgegen. dankten Rainer für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz. Vizebürgermeisterin Renate Ainhauser Delueg würdigte die Leistungen des scheidenden Präsidenten. Rainer habe, gestützt auf eine gute Mannschaft, überaus viel erreicht und u. a. den Pfitscher Volkslanglauf zu einer bedeutenden Veranstaltung entwickelt. Er habe sich für alle und für alles zur Durchführung des Sportes eingesetzt und auch unter schwierigen Umständen niemals die Zuversicht verloren. Als Anerkennung ernannte der neue Präsident Michael Obermüller Josef Rainer zum Ehrenpräsidenten des Amateursportvereins. Sterzing

Sportschüler geehrt

Bevor die Nachwuchsathleten des SV Sterzing in ihre Sommerpause gingen, maßen sie sich Anfang Juni auf der Leichtathletikanlage von Sterzing bei einem Dreikampf. 40 Teilnehmer stellten dabei ihre Fähigkeiten im 60-m-Sprint, Weitsprung und Ballwurf unter Beweis. Das Sommertraining für Kinder ab neun Jahren (4. Klasse Volksschule) beginnt am 21. Juli und findet mittwochs und freitags von 17.30 bis 18.30 Uhr statt. Im Bild die jüngsten Nachwuchsathleten

des SV Sterzing mit Trainerin Lisi Stofner.

Freienfeld

15. Wipptaler Kleinfeldturnier Mitte Juni wurde das 15. vom ASV Freienfeld organisierte Wipptaler Kleinfeldturnier für Hobbymannschaften ausgetragen. Das Turnier gewann die Mannschaft „Playteam“ aus Brixen vor „Tankstelle Q8“ aus Mauls und „Pub El Principal“. Torschützenkönig wurde Markus Messner vom Team „Q8“ mit sieben Treffern. Das U10-Finale entschied der FC Südtirol vor dem ASV Freienfeld und der Mannschaft aus Mühlbach für sich. Das Altherrenturnier gewann Vahrn nach Elfmeterschießen gegen das Team „Della

Die drittplatzierte Mannschaft „Pub El Principal“

Vedova“. Platz drei ging an Franzensfeste; die Freienfelder Mannschaft wurde Vierte.

Stocksport

Freienfelder Jugend ist Italienmeister Auch heuer ehrte das Sportgymnasium Sterzing unter der Leitung von Direktor Andreas Meraner und Sportkoordinatorin Sybille Mitterhofer Sportschüler für ihre schulischen und sportlichen Leistungen. Im Beisein von Hans Krapf, Vertreter der Stiftung Sparkasse, und der Filialleiterin der Sparkasse Sterzing, Margareth Volgger, durften 15 Athleten aus den Bereichen Leichtathletik, Ski, Schwimmen, Eishockey, Fußball, Biathlon, Triathlon, Rodeln und Kanu einen Scheck entgegen nehmen. Sie alle hatten im ersten Semester einen Notendurchschnitt von mindestens sieben erreicht und sportliche Erfolge auf nationaler bzw. internationaler Ebene gefeiert. Am Ende der Veranstaltung erfolgte die Schlüsselübergabe des neuen Schulbusses, der dank eines großzügigen Beitrages der Stiftung Sparkasse angekauft werden konnte. 54

Nach einer erfolgreichen Wintersaison waren die U14-Jugendmannschaften des ASV Freienfeld Raiffeisen auch bei den Sommer-Stocksportmeisterschaften auf Asphalt überaus erfolgreich. Das Team Freienfeld 1 mit Christoph Hofer, Tobias Engl und Patrick Seehauser gewann sowohl die Italienmeisterschaften Anfang Juni in Mölten als auch die Landesmeisterschaften Mitte Juni in Seis. Freienfeld 2 mit Jonas Vittur, Stefan Leitner und Markus Kofler belegte zweimal Rang sieben. Als Landesmeister haben sich die jungen Sportschützen das Startrecht für das 19. Internationale Alpe-Aohia-Turnier Ende Juli in Mureck in der Steiermark erkämpft. Hofer und Engl werden in der Landesauswahl am 4. Juli beim Ländervergleichturnier

(v.l.) vorne: Jonas Vittur, Markus Kofler, Stefan Leitner; hinten: Christoph Hofer, Patrick Seehauser und Tobias Engl

Südtirol-Tschechien-Bayern-Oberösterreich in Putzlensdorf in Oberösterreich teilnehmen. erker juli 10


ASV GossensaĂ&#x;

Sektion Skibergsteigen gegrĂźndet Vor kurzem hat der ASV GossensaĂ&#x; in Ladurns im Beisein von Sportassessor Franz Plattner die Sektion Skibergsteigen gegrĂźndet. Das Skibergsteigen hat in den vergangenen Jahren groĂ&#x;en Zuspruch erfahren. Da mehrere Wipptaler Athleten Ăźber auswärtige Vereine an verschiedenen Wettkämpfen teilnahmen, wurde nun im ASV GossensaĂ&#x; diese neue Sektion aus der Taufe gehoben. Die Sektion will aber nicht

nur Rennläufer unterstßtzen, sondern durch die Organisation von gemeinsamen Aktivitäten auch den Aspekt der Geselligkeit und sportlichen Unterhaltung in den Vordergrund stellen. Dem neuen Ausschuss gehÜren (im Bild v.l.) Thomas Keim, Birgit Stuffer (Schriftfßhrerin), Alexander Fleckinger (stellvertretender Sektionsleiter), Stefanie De Simone (Sektionsleiterin), Roberto De Simone, Gabriella Genetin (Kassierin) und Peter Thaler an.

Freienfeld

SchĂźlersportfest der Grundschulen

Anfang Juni fand in der Sportzone Freienfeld das traditionelle SchĂźlersportfest der Grundschulen von Trens, Mauls, Stilfes und Egg statt, an dem sich auch die Sektionen FuĂ&#x;ball, Tennis, Rodeln und Eisstock des Amateursportvereines Freienfeld beteiligt haben.

Neben einem FuĂ&#x;ballturnier mussten die GrundschĂźler auch einen Geschicklichkeitsparcours meistern. Turniersieger wurden die SchĂźler der vierten und fĂźnften Grundschulklasse aus Mauls (im Bild) sowie der ersten, zweiten und dritten Klasse aus Stilfes. Alle Kinder erhielten einen Preis.

Kinderolympiade in Sterzing (OHNWUR5DG

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280 Kinder der Grundschulklassen „K. Domanig“ und „Sternbach“ nahmen im Mai an der vom Sportgymnasium Sterzing sowie von Vereinen und Sponsoren organisierten Kinderolympiade in der Sportzone von Sterzing teil. Jede Klasse arbeitete als Mannerker juli 10

schaft unter Anleitung der SportschĂźler im Team, um die bestmĂśgliche Punktezahl zu erreichen. Die Kinder absolvierten einen Parcours mit zehn Stationen wie Sprintstaffel, Federball-Zielwurf, Hindernislauf, Bierdeckelweitwurf oder Rugbyballstaffel.

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sport

Landeck

Beste Rodler und Hornschlittenfahrer geehrt

Zu den Schrüttenseen in Schalders (1.920 m) Diesmal führt unsere Wanderung etwas südlich des Wipptales ins Schalderer Tal bei Vahrn. Wir fahren von Vahrn abzweigend nach Schalders bis Bad Schalders. Hier lassen wir das Auto stehen und wandern links abzweigend taleinwärts den Weg Nr. 7 entlang. Weiter geht es durch das Arzvenntal den Bach entlang ziemlich ansteigend bis zur Waldgrenze. Dort führt der Weg flacher über Almen mit Zirben und Latschen hinauf zu einem Bergrücken, von dem aus wir unter uns die Schrüttenseen sehen. Nach einem kurzen Abstieg folgen wir dem Weg direkt zu den Seen (ab Bad Schalders etwa 2 ½ Std. Gehzeit). Bei warmem Sommerwetter laden sie zum Schwimmen und Planschen ein. Für den Rückweg nehmen wir den Weg Nr. 13 weiterhin taleinwärts, vorbei an Schwarzbeerstauden, Latschen und Zirben, bis wir durch den Wald vor dem Steinwendhof im hintersten Schalderer Tal zum Schalderer Bach gelangen. Hier folgt der Weg dem Bach talauswärts und über die Straße gelangen wir zurück nach Bad Schalders. Höhenunterschied: ca. 760 m Gesamtgehzeit: rund fünf Stunden. Tipp 1: In Vahrn kann man in einer frei zugänglichen Wassertretanlage im Dorfzentrum noch etwas für Leib und Seele tun. Wer die Kneipp-Kur ernsthaft betreiben will, findet fachliche Anweisungen. Wer hingegen im klaren und eiskalten Schalderer Bachwasser schlicht Spaß haben will, darf Kneipp Kneipp sein lassen und einfach nach Herzenslust planschen.

Das Hornschlittenteam vom ASC Stange bei der Ehrung in Landeck

Südtirols Naturrodler und Hornschlittenfahrer haben heuer bei der von Weltcup-Sponsor Aqotec durchgeführten Wahl zu den besten Rodlern groß abgeräumt. In Landeck ehrte eine Fachjury aus Sportjournalisten und FILVertretern neben den Naturro-

delprofis Patrick Pigneter, Florian Clara und Evelyn Lanthaler auch Europacup-Sieger ASC Stange mit Armin Hackhofer, Christian Plattner, Matthias Hinteregger und Felix Renzler als bestes Hornschlittenteam der Saison mit einer Kristalltrophäe.

3. Kleinfeld-Fußballturnier in Stange

Tipp 2: Die AVS-Familiengruppe wandert am 25. Juli über einen kürzeren Anstiegsweg (ca. 1 – 1 ½ Std.) zu den Schrüttenseen. Anmeldungen und Informationen bei Markus Siller (Tel. 765375). Markus Siller, AVS Sterzing

Die „Anten“ mit ihrer Siegertrophäe

Vor kurzem trug der ASV Stange in der örtlichen Sportzone das 3. Kleinfeldfußballturnier für Hornschlittenteams und andere Mannschaften aus. Der Hornschlittenkoordinator im internationalen Rodelverband, Daniel Kühnis, überreichte die 56

Siegertrophäen. In der Kategorie „Gäste“ gewannen die „Anten“ vor „Real Mareit“ und „Die Tuifl Gasteig“. Bei den Hornschlittenfahrern gewann der HSC Hulftegg-Wiesen aus der Schweiz vor dem ASV Jaufental und dem HSC Tirol. erker juli 10


finanzen & immobilien

Erker-Extra

Prämien-Check hilft sparen Autoversicherung in Italien doppelt so hoch wie in Deutschland, Frankreich und Spanien

Die Aufsichtsbehörde über das Versicherungswesen ISVAP hat aufhorchen lassen: Sie hat festgestellt, dass 2009 in Italien die Durchschnittsprämie für eine KFZ-Polizze 407 Euro betragen hat, in Frankreich hingegen 172, in Deutschland 222 und in Spanien 229 Euro. Auch in der Verbraucherzentrale Südtirol sind in den vergangenen Monaten verstärkte Rückfragen wegen Prämienerhöhungen von über zehn Prozent eingegangen. „Bei über 330.000 zugelassenen Kraftfahrzeugen hat das Niveau der Prämien eine beträchtliche soziale Bedeutung. In den vergangenen 15 Jahren ist das Prämienniveau um 170 Prozent gestiegen. Da es um eine Pflichtversicherung geht, muss der Gesetzgeber hier nach dem Rechten sehen“, so Geschäftsführer Walther Andreaus. Am Markt gibt es – oft unbeachtet – die Möglichkeit, zu günstigeren Anbietern zu wechseln und so jährlich ein paar Hundert Euro zu sparen. Bei einem Prämien-Check

erker juli 10

der Autoversicherungen, so Andreaus, sei in den meisten Fällen zumindest eine Reduzierung der heutigen Prämie drin. Durchblick erhalten: Welcher Konkurrent den eigenen Ansprüchen besser entspricht als der alte Versicherungsanbieter, ist nicht immer leicht zu ermitteln. Die Anbieter tun eine Menge dafür, den Kunden den Vergleich nach Kräften zu erschweren. Auf der Homepage des ISVAP (www.isvap.it) findet man einen kostenlosen Prämienrechner (tuopreventivatore). Rechtzeitig kündigen: Um den Vertrag aufzulösen, muss bis spätestens 15 Tage vor Fälligkeit bei der Gesellschaft die Kündigung eintreffen (Musterbrief im Internet unter www.verbraucherzentrale.it). Bei Prämienerhöhungen über der Inflation kann bis zum Stichtag gekündigt werden. Die Risikobescheinigung muss dem Versicherten mindestens 30 Tage vor Fälligkeit zugestellt werden. Achtung: Eine Kündigung kann auch beim aktu-

ellen Versicherer einen Prämiennachlass (im Sinne eines Skontos) erwirken. Verlust der Risikoklasse bei kleineren Schäden vermeiden: Vor allem bei kleineren Schäden stellt sich oft die Frage: Was tue ich jetzt? Erstatte ich der Versicherungsgesellschaft den ausgezahlten Schadenersatzbetrag zurück und vermeide somit die Prämiensteigerung, oder ist es günstiger,

die teurere Prämie hinzunehmen? Diesbezüglich hat die VZS einen Bonus-Malus-Schadensrechner auf ihrer Homepage installiert. Risikoklassen an Familienmitglieder weitergeben: Die Versicherer sehen es nicht gerne, aber eine der so genannten „Bersani“Reformen sieht vor, dass bei Abschluss von weiteren Polizzen in der Familie die Schadensklasse der ersten Police zur Anwendung kommt.

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finanzen & immobilien

Wipptal

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ICI auf Zweitwohnungen

Klug in Immobilien investieren

Seit geraumer Zeit wird die Immobiliensteuer ICI für Hauptwohnungen nicht mehr eingehoben. Die Hebesätze für Zweitwohnungen können zwischen vier und sieben Promille betragen; dieser Höchstsatz wird vor allem in tourismusstarken Gemeinden eingehoben. Die Gemeinden Franzensfeste, Freienfeld, Pfitsch und Ratschings verlangen für Zweitwohnungen vier Promille, Brenner fünf und Sterzing 5,5 Promille.

Sichere Investitionsmöglichkeiten in bewegten Zeiten – „Grundbuch statt Sparbuch“ lautet die Devise

Jüngste Meldungen in renommierten Wirtschaftsmagazinen berichten von einer steigenden Zahl von Immobilienkäufen und laut einem Artikel des „Il Sole 24 Ore“ legen 79 Prozent der italienischen Bevölkerung ihr Erspartes wieder lieber in Häusern und Wohnungen an als in Aktien. Auch Finanz-Experten raten in der gegenwärtigen Situation vermehrt dazu, das Geld in Ziegel zu investieren, um auf Nummer sicher zu gehen. Beim Kauf einer Immobilie zu Investitionszwecken sollte man allerdings nicht wahllos vorgehen, denn nur wenn Sie beim Kauf einige entscheidende Punkte berücksichtigen, können Sie mit Renditen von bis zu vier Prozent rechnen. Die Erfahrung eines Maklers kommt Ihnen dabei zu Gute: Dieser kennt die InvestitionsObjekte innen und außen und weiß, worauf es dabei ankommt. Seriöse Vermittler werden Ihnen die richtigen Immobilien anbieten.

Die Rendite beim Kauf einer „Anlage-Immobilie“ wird von zahlreichen Kriterien beeinflusst; die folgenden drei sind unter den Wichtigsten: a) bei der Vermietung der Immobilie sollte der gerechte Mietzins angemessen hoch sein; b) Spesen und alle sonstigen Folgekosten (Verwaltungs- und Betriebskosten) sollten so gering wie möglich gehalten werden; c) steuerliche Vorteile sollen schon beim Kauf ausgeschöpft werden und auch 58

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Immobilien Paul Siller in der Neustadt 26 schaut auf über 30 Jahre Erfahrung in der Bau- und Immobilienbranche zurück.

bei der anschließenden Vermietung zum Tragen kommen. Um den angemessenen Mietzins zu fixieren, bedarf es eines großen Fingerspitzengefühls, denn nur wer den Markt kennt und die nötige Erfahrung hat, wird den Preis in der „richtigen“ Höhe ansetzen. Dadurch reduziert man schon im Voraus die Gefahr eines stetigen Mieterwechsels und kann gleichzeitig trotzdem vernünftige Erträge erwirtschaften. Um durch häufige Wechsel Mietausfälle zu vermeiden, überprüft Ihr Makler die Bonität potentieller Mieter und greift notfalls auf die Kontakte in seiner Kundendatenbank zurück, falls die Nachfrage momentan nicht gegeben sein sollte. Noch besser ist es, wenn das Kaufobjekt (Wohnung oder Geschäftslokal) bereits seit Jahren gut vermietet ist. Dadurch entfällt die Zeitspanne, in der man das Objekt bewirbt, bis man einen verlässlichen Nachmieter gefunden hat, und baut sozusagen auf die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zwischen Eigentümer und Mieter. Eine zweite Grundlage für gesicherte Renditen ist in den monatlichen Spesen zu sehen, die für einen Mieter anfallen: Je geringer die Verwaltungs- und Betriebskosten bzw. die Spesen für Heizung oder Warmwasser erker juli 10

sind, desto länger bleibt das Objekt für einen Mieter „leistbar“. Auch im Falle eines Mieterwechsels bzw. bei kurzfristigen Mietausfällen bleiben die Spesen für den Eigentümer so überschaubar und äußerst gering. Dadurch reduziert sich das Risiko für einen Käufer auf ein Minimum. Im Immobilien-Portfolio von Paul Siller befinden sich etwa auch bestens vermietbare Objekte, bei denen sich die jährlichen Kondominiumspesen nicht über 500 Euro belaufen. Auch über steuerliche Vorteile beim Kauf sollte man sich gut beraten lassen. Beispielsweise eignen sich Geschäftslokale und Wohnimmobilien, die unter Denkmalschutz stehen, in zweifacher Hinsicht gut als Investition: Erstens fällt hierbei für den Käufer ein begünstigter Registersteuersatz von „nur“ sechs Prozent an (anstelle der zehn Prozent bei Zweitwohnungen) und zum zweiten werden bei der Vermietung die Steuern nur auf den Katasterwert berechnet (anstatt auf die tatsächlichen Mieteinnahmen)! In allen Fällen aber gilt, dass die zu erwartende Rendite für einen Käufer nur dann optimal ist, wenn der Kaufpreis auch im richtigen Verhältnis zu den Qualitätskriterien eines Objektes steht. Dass dieses Verhältnis stimmt, dafür setzt sich die Immobilienagentur Paul Siller ein; die mehr als 30-jährige Erfahrung im Bau- und Immobilienwesen kommt Ihnen dabei in allen Phasen einer Kaufabwicklung zu Gute. Lassen Sie sich unverbindlich beraten, denn nur wenige Anlageformen bieten Ihnen gegenwärtig Renditen von bis zu vier Prozent bei gleichzeitig hoher Sicherheit.

DDr. Lukas Siller, Immobilien Paul Siller 59


finanzen & immobilien

Neue Sozialbeiträge für Selbstständige 14.334 Euro beträgt das Mindesteinkommen für Handwerker und Kaufleute im Jahre 2010. Auf dieses Einkommen müssen auf jeden Fall die Sozialbeiträge bezahlt werden, auch wenn das effektive Einkommen niedriger sein sollte. Liegt das Einkommen über 42.364,01 Euro, sind auf dieses höhere Einkommen auch noch um einen Prozentpunkt erhöhte Sozialbeiträge zu zahlen. Lediglich die Zimmervermieter zahlen ihre Beiträge auf das effektive Einkommen und nicht auf ein Mindesteinkommen sowie den Beitrag für Mutterschaftsgeld, monatlich 0,62 Euro für jeden in der jeweiligen Versicherung eingeschriebenen Versicherten. Die erste Fälligkeit mit den neuen Beitragssätzen war der 16. Mai (1. Trimester). Die weiteren Termine sind der 16. August, 16. November und 16. Februar 2011.

Länger warten auf Rente Im Zuge der Sparmaßnahmen,

Einkommensstufen 2010

Minimalbetrag 2010 von 14.334 E bis 42.364 E Mindestbetrag monatlich Von 42.364 E bis 70.607 E

Von 70.607 E bis 92.147 E

Handwerker Inhaber und Mitarbeiter über 21 Jahre 2.874,24 E 20 % 5.606 E 239,52 E

Kaufleute

Mitarbeiter bis 21 Jahre 2444,22 E 17,00 % 4.765 E

Inhaber und Mitarbeiter über 21 Jahre 2.887,14 E 20,09 % 5.631,23 E

bis 21 Jahre 2.457,12 E 17,09 % 4.790,33 E

203,69 E

240,60 E

187,99 E

21,00 % 18,00 % 5,931,03 E 5.083,74 E 14.411,27 E 12,293,06 E (max.) (max.) Maximaleinkommen für Eingeschriebene ab Jänner 1996 – 21 % bzw. 18 % = 4.523,40 E bzw. 3.877,20 E 18.934,67 E bzw. 16.170,26 E für Mitarbeiter unter 21 Jahren

welche die italienische Regierung jüngst beschlossen hat, ist wieder einmal bei den Renten der Sparstift angesetzt worden.

Mitarbeiter

18,09 % 21,09 E 5.109,16 E 5.956, 45 E 14.474,82 E 12.356,61 E (max.) (max.) Maximaleinkommen für Eingeschriebene ab Jänner 1996 – 21,09 % bzw. 18,09 % = 4.542,79 E bzw. 3.896,58 E 19.017, 61 E bzw. 16.253,19 E für Mitarbeiter unter 21 Jahren

Zwar ändern sich vorerst nicht die Voraussetzungen für den Anspruch auf Rente, wohl aber wird das Rentenantrittsalter ver-

ändert, indem sich die Renteneinstiegsfenster verschieben. Das kann dazu führen, dass man unter Umständen bis zu einem Jahr später in Rente gehen kann. Bei den Selbstständigen kann so der Rentenantritt sogar bis zu eineinhalb Jahren hinausgezögert werden. Damit wird das Rentenalter bei bestimmten Voraussetzungen auf über 66 Jahre hinaufgesetzt. Die Erhöhung gilt für Dienstalterstrenten mit weniger als 40 Versicherungsjahren und für Altersrenten. Inwiefern die neue Regelung auch bei 40 Versicherungsjahren greift, ist noch nicht klar. Zudem könnten sich die Bestimmungen im Zuge der Debatte im Parlament noch etwas verändern. Nach der endgültigen Verabschiedung durch das Parlament werden wir nochmals auf die neuen Bestimmungen eingehen. ss

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Werbeinformation. Die Konditionen und Informationsblätter liegen zur Einsicht bei unseren Beratern und in allen unseren Filialen auf bzw. sind unter www.volksbank.it abrufbar.

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PR

Vom Zinssatz zum Wucher Ab wann spricht man eigentlich von Wucherzinsen? Aus einem Dekret des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen geht hervor, wie hoch die Zinssätze im Durchschnitt sind. Um die Wuchergrenzen festzulegen, werden im Sinne des Art. 2 des Gesetzes 108/96 die durchschnittlichen Zinssätze um die Hälfte erhöht.

Durchschnittliche Zinssätze und Wuchergrenzen Zeitraum: 1. April bis 30. Juni 2010

Kategorien Formen des Kredits Einrichten eines Kreditrahmens auf das KK Einrichten eines Kreditrahmens auf das KK Überziehung ohne nötigen Kreditrahmen Überziehung ohne nötigen Kreditrahmen Persönlicher Kredit Andere Finanzierungen für Familien und Unternehmen Beleihung der Entlohnung und der Rente Beleihung der Entlohnung und der Rente Ratenfinanzierung Ratenfinanzierung Revolving-Kredit Revolving-Kredit Hypothekardarlehen Hypothekardarlehen

Betrag in E

durchschnittl. Zinssatz

Wucherzinssatz

bis zu 5.000

12,48

18,72

über 5.000

9,82

14,73

bis zu 1.500

18,49

27,73

über 1.500

13,12

19,68

-

11,94

17,91

-

13,35

20,02

bis zu 5.000

14,86

22,29

über 5.000

11,88

17,82

bis zu 5.000 über 5.000 bis zu 5.000 über 5.000 mit festem Zinssatz mit variablem Zinssatz

13,12 11,53 17,37 13,01

19,68 17,29 26,05 19,51

5,17

7,75

2,63

3,94

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, 2010

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Immobilienkauf – eine rentable Investition! Der Zeitpunkt für das Bauen oder Kaufen von Wohnungseigentum ist jetzt außerordentlich günstig. Wer will schon ein Leben lang für etwas bezahlen, was ihm nie gehören wird? Aber viele Menschen tun genau das, denn sie zahlen Miete. Egal ob Eigentümer oder Mieter jeder bringt in seinem Leben fürs Wohnen den Gegenwert eines Hauses auf. Aber während der Eigenheimbesitzer in die eigene Tasche zahlt, ist das Geld des Mieters weg. Bei einer Monatsmiete von 650 Euro und einer jährlichen Mietsteigerung von zwei Prozent zahlt ein Mieter in 30 Jahren mehr als 300.000 Euro an seinen Vermieter. Zwischen Immobilienverkäufern Dr. Hannes Willeit, Vertragsjurist und Immobilienund Immobilienmakler suchenden zu vermitteln ist unsere Arbeit, die wir jeden Tag mit Leidenschaft machen. WILLEIT-immojus berät Sie gerne in diesen und jeglichen weiteren Immobilien- und Vertragsangelegenheiten und ist bei der Abfassung der damit zusammenhängenden Verträge bis hin zur notariellen Unterschrift mit umfassendem Service und ausgezeichneter juristischer Arbeit für Sie da.

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gesundheit

Das Salz der Knochen und Zähne Calcium phosphoricum – Schüsslersalz Nr. 2

Chemisch gesehen handelt es sich bei Calciumphosphat um ein farb- und geruchloses Salz. In der Natur bildet dieses Salz das Grundgerüst für Knochen und Zähne. In der Schulmedizin wird Calciumphosphat in Dosierungen bis zu einem Gramm in Tabletten gegen Sodbrennen eingesetzt.

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Abschluss der Altarbrotaktion

Ganz anders sieht es mit Calciumphosphat als Schüsslersalz Nr. 2 aus. Hier wird es in der so genannten „Potenz D6“ verwendet und weist eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten auf. Schüsslersalz Nr. 2 ist jenes Mineralsalz, das am häufigsten im Körper vorkommt. Es bildet die harten Strukturen in unserem Körper wie Knochen und Zähne, die auch die Speicher dieses Mineralstoffes darstellen. Neben seiner Aufgabe als Knochenaufbaumittel beschreibt Dr. Schüssler seine Bedeutung für den Eiweißstoffwechsel sowie als Blut- und Muskelaufbaumittel. Bei einem Mangel bezieht der

Körper wie bei Schüsslersalz Nr. 1 unbemerkt über Jahre den Mineralstoff aus seinen Speichern. Gravierende Symptome für einen Mangel, wie Osteoporose, machen sich deshalb erst im mittleren Alter bemerkbar. Kribbeln in Händen und Füßen, Zähneknirschen und weiße Flecken auf den Zähnen können vor Eintritt heftigerer Beschwerden als Mangelzeichen gewertet werden. Auch bei einem ausgeprägten Heißhunger auf pikante Speisen, besonders auf Ketchup, Senf und Geräuchertes, sollte an einen Mangel an Schüsslersalz Nr. 2 gedacht werden. Eine Anwendung von Calcium phosphoricum kann wie folgt sinnvoll sein: Der Knochen wird in seiner Aufgabe als Halteorgan unterstützt. Entsprechend wird der Heilungsprozess bei Knochenbrüchen gefördert. Kinder leiden im Wachstum oft unter so genannten Wachstumsschmerzen, hier kann dieser Mineralstoff regulierend eingreifen. Bei Blutarmut, die mit Eisenpräparaten alleine schwer

Walking-Angebot für Menschen mit psychischer Erkrankung Körperliche Bewegung fördert die Gesundheit. Beim gemeinsamen Wandern können Gleichgesinnte auch Freundschaften und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen. Psychisch kranke Menschen tun sich allerdings oft schwer, sich bestehenden Freizeitgruppen anzuschließen.

v.l. Margot Pardeller, Dekan Josef Knapp, Andreas Fleckinger, seine Kinder Armin, Hannes und Maria, Ehefrau Elisabeth Pardeller

Anlässlich der Erneuerung des Altarbereiches in der Sterzinger Pfarrkirche „Maria im Moos“ hat die Bäckerei Pardeller ein schmackhaftes Roggenmischbrot kreiert und seit Anfang April ihrer Kundschaft angeboten. Je verkauftes Altarbrot stellte die Bäckerei Pardeller für die Erneuerung des Altarbereiches 1 Euro zur Verfügung. Dank des guten Anklanges des Altarbrotes bei den Kunden ist es gelungen, einen vierstelligen Betrag zur Verfügung zu stellen. Am Fronleichnamsfest wurde die Aktion abgeschlossen. Während der hl. Messe segnete Dekan Josef Knapp das Altarbrot, das anschließend geschnitten und von Kindern an die Messbesucher verteilt wurde.

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Seit Februar wird deshalb für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen eine Walking-Gruppe angeboten, die vom Sozialsprengel, der Skischule Sterzing, dem Sprengelbeirat und „ConTakt“, dem Treffpunkt in der ehemaligen Bar „Ulli“ in Sterzing, aufgebaut wurde. Bisher fand an zehn Mittwochnachmittagen ein Walking für alle Altersgruppen statt. Unter der Leitung von Wanderführer Gerhard Rainer, seit Mai unter der ehrenamtlichen Führung von Josef Seidner, unternahm die Gruppe gegen einen Unkostenbeitrag von fünf Euro Walkings vom Roßkopf ins Tal, nach Wiesen, Elzenbaum, Unterackern und Gossensaß. Die Wanderstöcke stellte das Sport Rent Center zur Verfügung. Die Teilnehmer waren vom gemeinsamen Wandern so begeistert, dass die Gruppe im Herbst fortgeführt wird. Nähere Infos im Sozialsprengel Wipptal bei Siglinde Klotz unter der Rufnummer 0472 726000 oder per E-Mail siglinde.klotz@wipptal.org oder im Treffpunkt „ConTakt“ bei Alessandra Maggio, Tel. 0472 766 388, E-Mail alessandra.maggio@wipptal.org. erker juli 10


in den Griff zu bekommen ist, sollte Calcium phosphoricum als Blutaufbaumittel herangezogen werden. Als wichtiges Muskelaufbaumittel kommt das Salz für die Skelettmuskulatur, z. B. bei Muskelkrämpfen, zum Einsatz. Bei Spannungskopfschmerzen, die mit Muskelverkrampfungen im Nackenbereich in Zusammenhang gebracht werden können, bietet das Schüsslersalz Nr. 2 eine nebenwirkungsfreie und schonende Alternative im Vergleich zu herkömmlichen Schmerzmitteln. Ganz allgemein kann bei einer längerfristigen Anwendung von einer entspannenden und beruhigenden Wirkung gesprochen werden. Deshalb kann auch bei Schlafproblemen dieses Schüsslersalz eingenommen werden. Erwäh-

nenswert ist natürlich auch seine Wirkung auf das Herz. Schon bei einer kurzen Einnahmedauer macht sich seine beruhigende Wirkung auf einen beschleunigten Herzschlag bemerkbar. Die Anwendung richtet sich wie bei allen Schüsslersalzen nach der Ausprägung des vorherrschenden Mangels. In manchen Fällen ist die Einnahme von bis zu 30 Tabletten erforderlich. Wenn es darum geht, Wachstumsschmerzen bei Kindern in den Griff zu bekommen, können bis zu 50 Tabletten pro Tag nötig sein. Die äußerliche Anwendung als Salbe kann bei allen Verspannungen der Muskulatur eine Wohltat sein.

S TA D TA PO THEK E FA R M A C IA CI TTÀ

FREIZEIT & SPORT: SCHUTZ & WOHLBEFINDEN für ihren Körper

Dr. Andrea Wieser, Stadtapotheke Sterzing

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erkoku

Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

Auflösung vom Juni:

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Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9x9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= beliebte Südtiroler Karikatur von Peppi Tischler).

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Folgende Buchstaben werden vorgegeben: A erker juli 10

C

E

H

N

R

S

U

Z 63


leute

Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Geburtstag, viel Glück und Gesundheit wünschen Euch von ganzem Herzen Armin und Julian.

Liebe Oma, herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag! Miar wünschn Dir von Herzen nou viele gsunde Johr. Deine Kinder, Schwieger- und Enkelkinder.

A bei der Katrin isch’s leider wohr: In 18. Juli weard se schun 30 Johr. Sie fong ober schun in 17. un zi feiern, und sie hofft, huire tian se ihre gelodenen Gäste nit eiern und tian se jo nit wieder versetzn, so wia ’s leschte Johr, sell tat se holt schun fescht verletzn! Feiern tat se schun gonz gern ba ihr derhuame, ober für soufl Leit isch ihre Wohnung woll eher zi kluane, deswegn mietet sie frisch a gonzes Lokal in der Stodt, damit a wirklich jeder Gost Plotz hot. Mir wünschn Dir, Katrin, zu deinem Feste olls Guate und Ollerbeste! Mama, Papa, Doris, Andi und Heidi

Aus Fleiß und Arbeit besteht Dein Leben, uns Kindern gilt Dein ganzes Streben, so vieles musstest Du ertragen seit Deinen ersten Kindertagen. Auf 80 Jahre blickst Du nun zurück, auf Freud und Leid, auf manches Glück! Für all Deine Mühen tagaus tagein ist jeder Dank von uns zu klein. Wir können Dir nur immer sagen, wie lieb wir Dich von Herzen haben. Liebe Mamma, Omi und Ur-Omi von uns allen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!

Lieber Manfred, 75 Jahre sind es wert, dass man Dich besonders ehrt. Drum wollen wir Dir durch den Erker sagen, es ist schön, dass wir Dich haben. Komm bald wieder in die Stadt, die Dich noch immer gerne hat. Deine gesamte Riedmann-Familie mit Anhängseln

Endlich 18! Alles Gute zum Geburtstag wünschen Dir Cornelia, Erwin, Robyn und Laura.

Am 23. Juni war es soweit, da haben wir uns mit Dir gefreut. 70 Jahre jung – und immer noch voller Schwung! Alles Gute

Grazie per aver contribuito, in questi tre anni, a crescere, educare e guidare i nostri bambini, per farli diventare gli adulti di domani. Grazie anche alla bravissima cuoca Graziella, per aver nutrito i nostri bambini con i suoi piatti. Le nanne dell’aula rossa, verde, arancione e azzurra

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Ausschaugn wia 30, spinnen wia 20, wearn tuatse 40, ober long nou net ranzig, Zwoa Kinder, a Kotze, Orbat und an Monn dorzua, man muaß schun sogn, sie hot schun fix nia a Ruah. Iatz wünschmer Dir olls Guate und tua brav so weiter, weil uhne Di seimer decht lei orme Heiter. Mit lieben Grüßen Robert, Tanja und Martina

Lieber David, wir gratulieren Dir zum erfolgreichen Abschluss als Konditorgeselle! Caro David, ci congratuliamo per il diploma di pasticciere! Mama, papà, nonno, nonna, Danilo e Sabrina

Am 9. Juli isch es soweit, inser Luis weard 60. Do weart sicher a morz Fest gfeiert, weil 60 Johr seins wert, dass man Di schun amol gonz bsunders ehrt. Mir wünschn Dir für Dein Geburtstog gonz viel Gsundheit und Glück. Bleib a so, wia Du bisch, denn Du bisch unser bestes Stück.

wünscht Dir Deine Familie, besonders Anna.

Olls, olls Guate sogn Deine Waltraud, die Kinder und Schwiegerkinder und gonz bsunders Deine Enkelin Marilen.

Gli istruttori della palestra „Fit & Fun Arena“ ringraziano e danno un’arrivederci a tutti a settembre.

Hallo, es zwoa!

Die Ausbildner der „Fit & Fun Arena“ sagen DANKE an alle Teilnehmer und AUF WIEDERSEHEN im September.

Iatz isch’s gfolln des Wörtl Jo. Glück, Gsundheit und a longes Leben wünschen olle, die Enk umgeben! erker juli 10


rezept

Melonensalat Zutaten für vier Portionen: 1 Wasser- und 1 Honigmelone, 15 dag Staubzucker, 1/16 l Portwein oder Rosenmuskateller, 1 Essl. Cognac, Minze, Zitrone. Sou, iatz isch’s noar sou weit, dass die Kathi in 18. Geburtstog feirt. Ban Autofohrn isch’se a schun dorbei, obr des Gängescholten isch holt an Ei. In dor Schuale isch’se foscht nia ba dor Soch, obr ban Ausgiahn weart’s ollm mittlat die Nocht. Olls, olls Guate wünschen Dein Schotz, Deine Freindinnen und Kollegn!

Hosch Dir net gedenkt, dass Du heint fin Erker außer lochsch! In 18. Juli werd insere Lee 18 Johr. Olls Guate wünschen Dir Papi, Mami, Thomas sowie Oma und Opa.

18 Johr isch se wordn, insre Lissi, und gfeiert hobm mir nit lei a bissi! Ban Orbatn isch sie, a noch strengr Nocht, nou volle fit und ba die Schofe isch sie a beliebt. Deswegn mechtn mir Dir heint von Herzn gratuliern!

Dankbar und so ganz voll Glück denkst Du an 80 Jahr’ zurück. Im neuen Jahr viel Sonnenschein, das sollen unsre Wünsche sein. Gesundheit, Glück und ein langes Leben möge Dir der Herrgott geben.

Dein Schotz, Deine Familie, die Kathi und die Natti.

Dein Friedl und Deine Kinder mit Familien

Zubereitung: Melonen halbieren und entkernen. Aus dem Fruchtfleisch gleich große Kugeln ausstechen – gelingt am besten mit einem kleinen Perl-Ausstecher – und in eine Schüssel geben. Staubzucker darüberstreuen, etwas Portwein oder Rosenmuskateller darübergießen und vermischen. Mit Klarsichtfolie zudecken und für etwa drei Stunden zum Marinieren in den Kühlschrank stellen. Restliches, verbliebenes Fruchtfleisch auskratzen und mit einem Stabmixer fein pürieren. Minzeblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Das Melonenpüree mit der fein gehackten Minze und etwas Zitronensaft abschmecken und mit den marinierten Melonenkugeln vermischen. In kleinen Gläsern oder auch Schüsseln anrichten und servieren. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

Liebe Margit, mit Bravour, Fleiß und Disziplin hast Du an der Uni Innsbruck Dein Studium erfolgreich abgeschlossen. Wir gratulieren Dir zum Doktor der Naturwissenschaften, Studienzweig Mikrobiologie, und wünschen Dir für Deinen Neustart alle Gute und viel Erfolg. Dein Mann Thomas, Deine Eltern und Geschwister mit Familien

’S Radl isch seine Leidenschoft, eichn tuat er oll sein Kroft! Bergau, bergoh und querfeldein, so schnell holt ihn koaner ein! Lei der oane, der isch nochnt drun, dr 50er hottn bold eingholt schun. Olls Guate! Monika, Birgit und Stefan

Lieber Daniel, Verbunden nun seit 40 Jahren, wie schnell verrinnt, wie rasch enteilt die Zeit! Ihr habt so viel, so mancherlei erfahren, so manches Herbe, doch auch große Freud! Mög’ Eure Zukunft stets sich froh gestalten und Euch der Himmel lang uns noch erhalten. Danke möchten wir Euch sagen für all das, was Ihr habt für uns getan!

Ach ja – alles Gute zum 25. Geburtstag!

Enkre Gitschn

Deine Familie und Kathrin

Für jede Orbeit bische zi hobm, Ideen hosche, do konn man nit klogn. Des Kortn, sell isch Deine Freid, mir hoffn, dass es nou long a sou bleib!

An alle Frauchen und Herrchen!

Lieber Tati! Zu Deinem 65. Geburtstag gratulieren wir Dir herzlich und wünschen Dir weiterhin viel Freude und Gesundheit. Deine Kinder Georg, Reinhard, Max, Andreas, Franz und Christian mit Familien

Liebe Elfi, nun ist der Tag da, der für dich so besonders war Du hast hier geschafft schon 11 Jahr Stets warst du klug, heiter und selten krank Dafür gebührt dir der höchste Dank Heut wollen wir dich ehren und auch ein Gläschen nicht verwehren. Zieh’n sich im Ruhestand mal die Tage, dann ist es gar keine Frage! Komm gerne mal wieder vorbei! Für Dich ist hier immer ein Plätzchen frei. Dein Trenner - Team

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wir gratulieren herzlich zum erfolgreichen Abschluss Deines Studiums und zum Einstieg ins Berufsleben. Wir wünschen Dir viel Freude und Erfolg bei Deiner Arbeit als Viechdokter.

Es ist strengstens verboten, mit Hunden in Gegenden, wo Tollwutfälle aufgetreten sind, spazieren zu gehen. Dort sind Wald und Wiesen absolut tabu. Weiters möchten wir Euch ersuchen, fleißig die Gassi-Automaten zu benutzen, die von den Gemeinden dankenswerterweise zur Verfügung gestellt werden. Hundekot auf Gehsteig und Straße weckt nicht gerade Verständnis bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern. 65


jahrestage … dann seh ich einen Regenbogen, weiß genau, den schickst du mir, und ich entflieh’ auf seinen Farben in ein Land, ganz nah zu dir!

SOFIA Zum 3. Mal jährt sich der Tag, an dem uns unser geliebtes Kind auf dem Weg ins Licht vorausgegangen ist. Wir gedenken unserer lieben Sofia am Sonntag, dem 1. August, um 19.30 Uhr in der Margarethenkirche von Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen und unsere Sofia in lieber Erinnerung behalten. Deine Familie Behaltet mich so in Erinnerung, wie ich in den schönsten Stunden mit Euch beisammen war.

2. Jahrestag Sebastian Sparber Ganz besonders denken wir an Dich bei der hl. Messe am Sonntag, dem 11. Juli, um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Stilfes. In Liebe Deine Familie

Dein Lächeln, das Du ausgestrahlt, geht nie verloren. Deine Hilfsbereitschaft, Arbeitsamkeit, Heiligung des Sonntags und Geduld im Leiden möge uns ein Beispiel sein und bleiben.

10. Jahrestag Luise Baur Pichler Ganz besonders denken wir an Dich beim Gottesdienst am Sonntag, dem 1. August, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Allen, die daran teilnehmen, sei herzlich gedankt. In Liebe Deine Familie Liebe Elke, wir konnten miteinander lachen, weinen, offen über alles reden und auch leiden. Diese unsere besondere Liebe war das größte Geschenk, das unsere Seelen bis in die Ewigkeit verbindet.

10. Jahrestag Elke Siller In Liebe gedenken wir Deiner beim Gottesdienst am Samstag, dem 10. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Deine Lieben

Bis wir uns dann wiedersehen, halte Gott Dich fest in seiner Hand. Wir danken Für die aufrichtige Anteilnahme anlässlich des Todes unseres lieben Mannes, Vaters, Opas, Uropas

Franz Eisendle

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1. Jahrestag Hermann Hochrainer † 29.07.2009

möchten wir allen Verwandten, Freunden, Nachbarn und Bekannten herzlich danken, für das Gebet im Trauerhaus, die Blumen, Kerzen, Spenden und jede Art der Beileidsbekundung, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, die uns in dieser schweren Zeit zuteil wurde. Danken möchten wir auch der Geistlichkeit, im Besonderen dem Pfarrer von Ridnaun/ Mareit, für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes, den Ministranten, dem Mesner, dem Kirchenchor Ridnaun und allen, die an der Trauerfeier teilgenommen haben. Ein besonderer Dank gebührt dem Hausarzt Dr. Stefan Gögele und dem Personal des Sozialsprengels Wipptal, die unseren Lieben in seiner schweren Zeit so liebevoll und mit Menschlichkeit verbundener Hingabe unterstützt und begleitet haben.

Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe und Dankbarkeit Die Familie

Die Familie

An so manchem Tag und in so mancher Nacht spüren wir Deine Nähe, Deine Liebe und eine tiefe Verbundenheit, die uns vereint. Dennoch fehlst Du uns sehr. In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an Dich am Sonntag, dem 18. Juli, um 13.00 Uhr bei der Bergmesse am Pfurnsee (mitgestaltet vom Kirchenchor Ridnaun) und am Sonntag, dem 1. August, um 8.30 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Ridnaun.

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Du bist nicht mehr unter uns, doch Deine Spuren sind überall.

1. Jahrestag Oswald Keim

30. Jahrestag Robert Leitner

In Liebe denken wir an Dich ganz besonders bei der Jahresmesse am Donnerstag, dem 22. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich ganz besonders am Dienstag, dem 20. Juli, beim Abendgottesdienst um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Deine Angehörigen

Deine Familie

Aus unserem Leben seid Ihr gegangen, jedoch in unseren Herzen bleibt Ihr.

7. Jahrestag Josef Graus

4. Jahrestag Zäzilia Graus

Wir gedachten Deiner am Sonntag, dem 27. Juni, bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing.

In lieber Erinnerung denken wir ganz besonders an Dich am Sonntag, dem 25. Juli, um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Allen, die an den Gedächtnisgottesdiensten teilnehmen, danken wir von ganzem Herzen. Ihr fehlt uns sehr! Eure Lieben

3. Jahrestag Johann Gschliesser Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

In Liebe denken wir an Dich am Montag, dem 5. Juli, um 19.30 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, einen herzlichen Dank. Margareth Gschliesser mit Angehörigen

Manchmal glauben wir, dass Du da bist, Dich mit uns freust, wenn wir zusammen sind. Manchmal glauben wir, dass Du in unserer Nähe bist, wenn wir Dich in Gedanken in die Mitte nehmen. Deine Schritte und Worte sind verstummt. Tot ist nur, wer vergessen ist.

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5. Jahrestag Andreas Heidegger In ganz besonderer Liebe denken wir an Dich am Sonntag, dem 11. Juli, um 10.00 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die Dich in Erinnerung behalten und Dich im Herzen weiter tragen, ein Dankeschön. Deine Lieben

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jahrestage

Vor acht Jahren bist du gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein tiefer Schmerz hält uns gefangen, wir vermissen Dich so sehr. Wir warten auf Dich noch so oft und haben immer noch gehofft, die Tür geht auf und Du kommst herein und alles wird wie vorher sein.

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt. Ein Mensch, der immer für uns da war, lebt nicht mehr. Vergangene Bilder ziehen in Gedanken vorbei. Was uns bleibt, ist die Erinnerung.

Wir vermissen dich!

8. Jahrestag Josef Ungerank In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Dienstag, dem 13. Juli um 19.00 Uhr, in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

Danksagung

Franz Saxl † 4.4.2010 Herzlichen Dank für die stille Umarmung, für die tröstenden Worte, gesprochen und geschrieben, für den Händedruck, wenn die Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe, Verbundenheit und Freundschaft, für die Blumen, Kränze und Geldspenden und für die Begleitung zur letzten Ruhestätte. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Paul Neumair für die tröstenden Worte bei der Trauerfeier, dem Kirchenchor, dem Mesner, den Ministranten, den Sarg- und Kranzträgern sowie den Vorbetern;

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Frau Dr. Martina Felderer vom Krankenhaus Bozen, dem Hausarzt Dr. Eugen Sleiter sowie allen anderen behandelnden Ärzten, Schwestern und Pflegern, die uns in der schweren Zeit der Krankheit hilfreich zur Seite standen. Die Trauerfamilie

Leben ist unterwegs sein, Sterben ist Heimkehr, Wiederseh’n unsere Hoffnung.

2. Jahrestag Franz Hofer „Morxer“ Wir gedenken Deiner besonders beim Gottesdienst am Samstag, dem 17. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Deine Familie

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Ein geistliches Wort

aus den gemeinden Geburten

Was ist ein Wallfahrtsort? Wozu gehen wir wallfahren? Eine Wallfahrtskirche ist eine stille Bucht ... ... im unruhigen Strom der Zeit. Das Leben des Menschen ist unruhig geworden: Von Problem zu Problem, von Stein zu Stein, von Wirbel zu Wirbel wird der Mensch geschleudert. Unruhig ist die Zeit geworden und wir mit ihr. Darum brauchen wir Stille, damit wir zu uns kommen und womöglich zu Gott kommen. Der Prophet Jesaia hat von Gott her gesagt: „Mein Volk wird an einer Stätte des Friedens wohnen, an stillen ruhigen Plätzen“ (Jes 32, 18). Nur in der Stille, im Vertrauen liegt eure Kraft. Der Wallfahrtsort will so eine Stille sein. Ein Wallfahrtsort ist ein Brunnen der Gnade: Der Prophet sieht ein Wasser herausfließen an der rechten Seite des Tempels, an der Südseite und überall, wo es hinkommt, ist Fruchtbarkeit gegeben. Der Wallfahrtsort ist wie eine nie versiegende Quelle der göttlichen Hilfe. Er ist ein Ort, wo eine Kraft, eine Dynamik ausgeht. Jeder, ohne Unterschied, der in rechter Gesinnung trinkt und in Demut wallfahren gegangen ist, hat früher oder später es gespürt: Eine überraschende Wende zum Besseren, tiefere Einsicht, größere Geduld. Die Votivtafeln geben eine beredte Antwort darauf: Wallfahrtsorte wissen vom menschlichen Leid mehr als alle Informationszentralen und Bibliotheken der Welt. „Ihr werdet Wasser schöpfen, voll Freude, aus den Quellen des Heiles“ (Jes 12, 3). Ein Wallfahrtsort ist aber auch Mülldeponie: Wie viele Ängste, wie viel Verhärtung, wie viele Vorurteile werden hier abgelagert. Hier wird die größte Schuld in den Abgrund der göttlichen Barmherzigkeit geworfen. Wallfahrtsorte sind Orte der Umkehr, eine Arena der Umkehr. „Ich nehme die Schuld von dir und bekleide dich mit prächtigen Gewändern“. Paul Neumair, Pfarrer von Maria Trens

Du hast gelebt für Deine Lieben all’ Deine Müh und Arbeit war für sie; gute Mutter, ruh in Frieden, wir vergessen Deiner nie.

3. Jahrestag Irma Plank geb. Frontull In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner am Montag, dem 5. Juli, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. In Liebe Deine fünf Kinder mit Familien erker juli 10

Brenner: Daniel Heidenberger (20.05.2010, Verona). Freienfeld: Jannik Leitner (19.05.2010, Sterzing). Mattia Rigon (26.05.2010, Sterzing). Pfitsch: Hassan Zeroual (11.05.2010, Sterzing). Ratschings: Dominik Staudacher (20.05.2010, Sterzing). Sterzing: Susi Faltner (15.05.2010, Sterzing). Abdulla Djallil Miri (25.05.2010, Sterzing). Todesfälle Brenner: Ferdinand Eisendle, 64, (19.05.2010, Pflersch). Hildegard Penz Öttl, 65, (27.05.2010, Brixen). P f i t s c h : K a r l Vo l g g e r, 8 2 , (22.05.2010, Pfitsch). Josefine Wachtler Wörther, 95, (27.05.2010, Pfitsch). Ratschings: Franz Eisendle, 76, (08.05.2010, Ratschings). Arrigo Keim, 69, (25.05.2010, Sterzing). Sterzing: Martin Gschnitzer, 50, (01.05.2010, Sterzing). Renato Marazzo, 67, (06.05.2010, Sterzing). Luis Aukenthaler, 81, (12.05.2010, Sterzing). Maria Brunner, 71, (13.05.2010, Brixen). Rosa Holzmann, 97, (21.05.2010, Sterzing). Eheschließungen Brenner: Tilo Perkmann und Sabina Auckenthaler (17.04.2010, Wien). Alex Fleckinger und Karin Wild (15.05.2010, Gossensaß). Manuel Da Soghe und Nadia Clarizia (30.05.2010, San Lorenzo Maggiore). Hannes Plank und Sarah Steiner (05.06.2010, Gossensaß). Freienfeld: Martin Kofler und Iris Karlegger (29.05.2010, Trens). Pfitsch: Thomas Schölzhorn und Heidi Braunhofer (08.05.2010, Flains). Ulrich Tomasi und Verena Delueg (08.05.2010, Kematen). Thomas Weissteiner und Margit Bacher (15.05.2010, Wiesen). Artur Braunhofer und Sonja Ainhauser (29.05.2010, Kematen). Markus Leider und Genoveva Gruber (29.05.2010, Trens). Ratschings: Frank Gerd Ihle und Ute Eva Boller Bartlitz (15.04.2010, Ratschings). Wolfgang Unterhofer und Heidi Siller (08.05.2010, Mareit). Hannes Gamper und Andrea Morandell (29.05.2010, Mareit). Wolfram Kotter und Nadia Wieser (31.05.2010, Ratschings). Sterzing: Moses Frost und Astrid Holzer (01.05.2010, Bardolino). Nicola Barbato und Francesca Misso (01.05.2010, Orta di Atella). Walter Teissl und Vanessa Santagapita (08.05.2010, Sterzing).

Paolo Zamboni und Sandra Frigerio (20.05.2010, Sterzing). HansPeter Prenn und Katrin Winkler (22.05.2010, Freienfeld). Ulrich Eller und Ornella Di Benedetto (29.05.2010, Sterzing). Baukonzessionen Brenner: Thomas Mühlsteiger, Pflersch 86: Qualitative Erweiterung der Dienstwohnung, energetische Sanierung und Errichtung einer Solar- und Photovoltaikanlage, Bp.324, K.G. Pflersch. Helga Strickner, Gossensaß, Romstr.16: Verlängerung der Baukonzession Nr. 24/06 zur Sanierung und dem Umbau des Wohngebäudes „Wegerhaus“, Bp.14, Gp.14/2, K.G. Gossensaß. Florian Holzer, Franz Holzer, Pflersch 6: Erweiterung und Sanierung Dachgeschoss und energetische Sanierung, Bp.246, K.G. Gossensaß. Johann Keim, Pflersch 200: Sanierung und qualitative Erweiterung der „Ladurnerhütte“, Bp.173/1, K.G. Pflersch. Erwin Leider, Elisabeth Markart, Gossensaß, Romstr.48: Errichtung einer Überdachung für Fahr- und Motorräder. Gp.138/5, K.G. Gossensaß. Erna Fleckinger, Hildegard Fleckinger, Giggelberg 18: Erweiterung des „Erlerhofes“ samt Errichtung eines landwirtschaftlichen Lager- und Maschinenraumes, Bp.101, Gp.689 und 691/1, K.G. Brenner. Freienfeld: Isidor Badstuber, Trens, Bache-Str.22: 3. Variante zur Erweiterung von Stall und Stadel und Anbringung einer Photovoltaikanlage beim „Petererhof“, Gp.1101, K.G. Trens. Josef Hochrainer, Sprechenstein 8: Bau einer Photovoltaikanlage beim „Prantnerhof“, Bp.399, K.G. Trens. Anton Bacher, Brigitte Braunhofer, Mauls 26/C: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Wohnhauses, Bp.212, K.G. Mauls. Della Vedova GmbH, Gasteig: 1. Variante für die Errichtung eines Betriebsgebäudes in der Gewerbezone Sadobre und Errichtung einer Photovoltaikanlage, Gp.1269/34, Gp.1269/49, K.G. Stilfes. Martin Leitner, Margit Steindl, Trens, M.-a.-d.-Lahn-Str. 33: Sanierung und bauliche Umgestaltung des 1. Obergeschosses des Wohngebäudes mit Wärmedämmung der Nord- und Ostseite, Bp.306, K.G. Trens. Herbert Nitz, Egg 8: 1. Variante für die Sanierung des Gebäudes, Bp.212, K.G. Stilfes. Christian Moser: Errichtung einer Almhütte, Gp.1262, K.G. Trens. Anton Saxl: Errichtung des Wald- und Almerschließungsweges „Weissteiner Mahd“ in der K.G. Trens und Wiesen. WAV KG des Robert Amrain

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aus den gemeinden & Co., Gewerbezone Reifenstein 13: Erweiterung des bestehenden Betriebsgebäudes und Errichtung einer Dienstwohnung, Bp.667, K.G. Stilfes. Überegger GmbH, Handwerkerzone Trens 10: Bau einer Photovoltaikanlage bei der Betriebshalle „Überegger“, Bp.388, K.G. Trens. Michael Gasser, Petra Raffl, Stilfes: Bau eines Reihenhauses mit Garage, Gp.192/2, K.G. Stilfes. Wieser KG & Co. des Egon Wieser, Pfulters 23: Bau einer Photovoltaikanlage bei der Pension „Wiesenhof“, Bp.176, K.G. Stilfes. Karl Rainer, Martin Rainer, Trens, Obkirchweg 6: Energetische Sanierung des Wohngebäudes und Neubau einer Erstwohnung, Bp.25, Gp.32/1, K.G. Trens. Thomas Zihl, Mauls 44: Sanierung und Erweiterung des Gebäudes, Bp.49, K.G. Mauls mit Abbruch des landwirtschaftlichen Traktes. Alexander Gradl, Vanessa Gradl, Stilfes: Bau eines Mehrfamilienhauses mit Garage, Gp.192/2, K.G. Stilfes. Johann Ralser, Mauls 33: Energetische Sanierung des Wohngebäudes, Bp.35, K.G. Mauls. Gottfried Rainer, Trens, I.-BaratStr.10: 2. Variante für die Sanierung und den Ausbau des Wohnhauses „Wurzer“, Bp.610, K.G. Trens. Maria Faistnauer, Trens, I.-Barat-Str.22/A: Interne Sanierungsarbeiten beim Wohnhaus, Bp.35, K.G. Trens. Waltraud Bukawetz, Heidi Saxl, Manfred Saxl, Martin Saxl, Sonja Saxl, Sylvia Saxl, Trens, Brennerstr.5: Überdachung der Terrasse über dem Haupteingang und Errichtung einer Veranda anstelle der Terrasse bei der Wohnung, Bp.256, K.G. Trens. Pfitsch: Thomas Walter, Wiesen 104: Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rinderlaufstalles, Gp.31/2, K.G. Wiesen. Michael Pircher, St. Jakob 18: Errichtung eines Gewächshauses, Gp.1262/1, K.G. Pfitsch. 244/5, K.G. Pfitsch. Philipp Volgger, St. Jakob 11: Teilweise Abdeckung des Gewächshauses mit Photovoltaikpaneelen, versch. Gp.en, K.G. Pfitsch. Wolfgang Delueg, Überwasser 133: Sanierung und Restaurierung des Wohngebäudes „Grafhof“, Bp.153/2, K.G. Pfitsch. Margarete Maria Wegemer, Christine Abram, Flains 209/C: 1. Variante zur energetischen Sanierung mit Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.460, K.G. Wiesen. Anton Saxl, Freienfeld: Errichtung des Alm- und Walderschließungsweges „Weissteiner Mahd“, „Schnagge“. Barbara Schwärzer, Werner Sailer, Flains 196/A: Sanierung des „Tummelehofes, Bp.197, K.G. Wiesen, Tulfer. Alfred Astenwald, Kematen

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60: Änderungsarbeiten im Dachgeschoss, Bp.4, K.G. Pfitsch. Helmuth Holzer, St. Jakob 78: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.264, K.G. Pfitsch. Egon Hofer, St. Jakob 8: Errichtung eines Fahrsilos mit Photovoltaikanlage, Gp.1189, K.G. Pfitsch. Thomas Ossanna, Wiesen, Pfitscherstr.62/A: Bauliche Umgestaltung und Erweiterung der Dienstwohnung, Bp.448, K.G. Wiesen. Tamara Baur, Flains 203: Umbau und Erweiterung sowie energetische Sanierung des Wohngebäudes, Bp.408, K.G. Wiesen. Michaela Willeit, Pfalzen: Variante zur Errichtung eines Wohnhauses, Gp.40/2, K.G. Wiesen. Josef Hofer, St. Jakob 59: 1. Variante zur qualitativen und quantitativen Erweiterung des Gasthofes „Hofer“, Gp.1379, K.G. Pfitsch. Christian Leider, Rain 102: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.148 und 624, K.G. Pfitsch. Monika Maria Rainer Wieland, Rain 103: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.145 und 623, K.G. Pfitsch. Markus Tötsch, Platz 116: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Gp.987/1 und 988/1, K.G. Pfitsch. Florian Rainer, Überwasser 129: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Gp.934 und 938, K.G. Pfitsch. Markus Tötsch, Platz 116: Variante zum Abbruch des bestehenden Zubaues sowie Bau einer Hackschnitzelheizanlage für den „Barterhof“, Bp.166, Gp.987/2, K.G. Pfitsch. Johann Frötscher, Schmuders 242: Neuausstellung der Baukonzession für die Errichtung eines überdachten Viehauslaufes für Biomilchhaltung sowie einer Lagerfläche für Heu-/ Strohballen mit Stützmauer, Bp.686, Gp.688, K.G. Wiesen. Ratschings: Maria Amrain, Massimo Marri, Sabina Volgger, Schönau 7/B: Errichtung einer Überdachung für einen Autoabstellplatz, Bp.578, K.G. Ratschings. Josef Nössing, Mareit, Nassereit 5: Errichtung einer Stützmauer für den Parkplatz, Gp.946, K.G. Mareit. Edeltraud Schölzhorn, Ridnaun, Dorf 5: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.368, K.G. Ridnaun. Peter Siller, Valentin Siller, Gasteig, Angerweg 6: Energetische Sanierung mit Erweiterung und Umbau des Wohngebäudes (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.357, K.G. Jaufental. Alfred Siller, Mareit, Durach 23: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.421, K.G. Mareit. Manuel Walter, Reinhold Walter, Sabine Walter, Obertelfes 25: Abbruch und Wiederaufbau des Gebäudes, 1. Variante, Bp.8/1, K.G. Telfes. Renette Pretorius, Mareit,

Runggen: Verlegung des bestehenden Wohn- und Wirtschaftsgebäudes aus Gefahrengründen (Abbruch und Wiederaufbau mit Erweiterung) von der Bp.6, K.G. Ratschings auf die Gp.1350/2, K.G. Mareit, 1. Variante. Martin Heidegger, Gasteig, Innerrust: Errichtung eines Heustadels, Gp.488/1, K.G. Jaufental. Lydia Hochrainer, Johann Keim, Stange 53: Errichtung einer Dachgaube, Bp.538, K.G. Ratschings. Helmut Gander, Obertelfes: Bau eines überdachten landwirtschaftlichen Maschinenabstellplatzes, Gp.299, K.G. Telfes. Johann Haller, Innerratschings 15: Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes und Errichtung einer landwirtschaftlichen Garage, Bp.429, K.G. Ratschings. Hotel Gassenhof des Manfred Volgger KG, Ridnaun, Untere Gasse 13: Errichtung von überdachten Autoabstellplätzen für das Hotel „Gassenhof“, Gp.563/1, K.G. Mareit. Isidor Haller, Jaufental: Wiederaufbau des Heustadels mit Kochhütte, Gp.1303, K.G. Jaufental. Johann Wieser, Ridnaun, Gesille 3: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.288, K.G. Ridnaun. Valentin Lanthaler, Untertelfes 4: Abbruch und Neuerrichtung mit Erweiterung der Überdachung am bestehenden Gebäude, Bp.67/1, K.G. Telfes. Johann Volgger, Außerratschings, JaufenpassStr.15: Errichtung eines Gewächshauses, Bp.605, K.G. Ratschings. Fernheizwerk Maiern GmbH: Errichtung eines Fernheizwerkes in Maiern, Gp.en 1155, 1159, 1168, 2041, K.G. Ridnaun. Elisabeth Pedevilla, Alfred Rainer, Thomas Rainer, Gasteig, Angerweg 16: Energetische Sanierung mit Erweiterung und Umbau des Wohngebäudes (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.358, K.G. Jaufental. Elmar Raich, Innerratschings: Neubau eines Wirtschaftsgebäudes, Gp.1671 und 1672, K.G. Ratschings. Patrizia Hochrainer, Ridnaun, Dorf 5: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.368, K.G. Ridnaun. Andreas Siller, Mareit, Durach 23: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses (L.G. Nr.1 vom 09.04.2009), Bp.421, K.G. Mareit. Sterzing: Motorenpark Sterzing KG der Aukenthaler Martina & Co., Frakt. Thuins: Interner Umbau, mat. Ant. 1 und 2, Bp.318, K.G. Thuins, Jaufenstraße. Ulrich Foppa, St.-Margarethen-Str.19: Errichtung einer Grenz- und Stützmauer, Bp.728, K.G. Sterzing. Katia Bettini, Giuseppe Ceola, Anna Russo, Andrea Todesco, Heinrich-Heine-

Weg 11: Sanierung des Daches und Errichtung von drei Dachgauben, Bp. 718, mat. Ant. 17, 18, 19, K.G. Sterzing. Hermann Wegscheider, Frakt. Tschöfs: Abbruch und Wiederaufbau von Stall und Stadel, Gp.525/1, K.G. Tschöfs. Gasthof Lahnerhof KG des Mair Gerhard, Thuins 49: Qualitative und quantitative Erweiterung des Hotels „Lahnerhof“, Bp.315, K.G. Thuins. Walter Gschnitzer, Hubert Holzknecht, Frakt. Tschöfs: Durchführung von landwirtschaftlichen Verbesserungsmaßnahmen, Gp.en 401, 402, 403, K.G. Tschöfs in Flans. Gian Carlo Sebastiani, Sofia Volgger, St.-Margarethen-Str.53: Erweiterung der Dachgaube auf der Südostseite, Bp.585, K.G. Sterzing. Cafè Steindl OHG, Parkweg 2: Errichtung eines Kamins am Gebäude, Bp.189, K.G. Tschöfs. Hans-Peter Mair-Fleckinger, Thuins 27: Sanierung der Tenneneinfahrt, Bp.259, K.G. Thuins. Maltech KG des Stofner Wilhelm & Co., Industriezone Unterackern 71: Errichtung einer teilintegrierten Photovoltaikanlage, Bp.216, K.G. Thuins. Claudia Brüne, Thuins 52: Bau einer Photovoltaikanlage, Bp.246, K.G. Thuins. Walter Holzer, Steckholz: Verlegung eines Heustadels von der Gp.285 auf die Gp.250, K.G. Tschöfs. Anna Eisendle, Daniel Eisendle, Monika Sparber, Unterackern 10: Abbruch und Wiederaufbau des bestehenden Geräteraumes und Bodenverbesserungsmaßnahmen, Gp.493 und 495/1, K.G. Thuins. Maria Salzburger, Ried: Neubau einer Jauchegrube, Gp.384, K.G. Ried. Hofer Rudolf GmbH, Löweneggstr.1/E: Errichtung eines Parkplatzes, Bp.360, mat. Ant. 2, K.G. Thuins. Martin Stampfer, Thuins 31: Umwidmung des landwirtschaftlichen Gebäudes in Wohnvolumen, Bp.16, K.G. Thuins. Anita Aster, Artur Aster, Evelin Aster, Hugo Kostner, Hochstraße 15/A: Energetische Sanierung des Wohngebäudes, Bp.478, mat. Ant. 1, 2, 3, 4 und 5, K.G. Sterzing. Alois Gander, M.-Gaismair-Siedlung 13: Errichtung eines Wintergartens, Bp.197, mat. Ant. 13, K.G. Thuins. Irene Kraus, St.Margarethen-Str.24: Bauliche Umgestaltung des Gebäudes, Bp.569, K.G. Sterzing. Peter Gasser, Unterackern 81: Bauliche Umgestaltung und Sanierung der Betriebswohnung, bauliche Umgestaltung und Erweiterung der Werkstätte, Bp.251, K.G. Thuins. Funde und Verluste siehe www.fundinfo.it

erker juli 10


rätsel

Lösungswort

erker juli 10

Auflösung in der nächsten Nummer 1

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veranstaltungskalender

Konzerte Bis 18. Juli: Internationales klassisches Musikfestival; Info unter www.sterzing.com. 3. Juli: 25 Jahre Coro Cima Bianca, Konzert, Stadttheater, 20.00 Uhr. 4. Juli: Konzert der Musikkapelle Gossensaß, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 10. Juli: Konzert der Musikkapelle Mauls, Sterzing, Stadtplatz, 11.00 Uhr. 11. Juli: Konzert der Filarmonica G. Puccini, Sterzing, 10.30 Uhr. 11., 18. und 25. Juli, 1. August: Platzkonzert mit Frühschoppen, Parkanlage Gossensaß, 11.00 Uhr. 13. Juli: Konzert einer Jugendkapelle, Sterzing, Stadtplatz, 16.00 Uhr. 17. Juli: „Herbert Pixner Projekt“, Konzert im Stollen, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 17. Juli: Konzert der Musikkapelle Stilfes, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 18. Juli: Konzert der Musikkapelle Ratschings, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 18. Juli: Platzkonzert mit Frühschoppen, Parkanlage Gossensaß, 11.00 Uhr. 18. Juli: Konzert der Musikkapelle Pflersch, Edelweißhütte Ladurns, 11.30 Uhr. 24. Juli: „Nena“, Bruneck, Rathausplatz, 21.00 Uhr. 24. Juli: Vokalensemble „Harmonisch Komisch“, Konzert im Stollen, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 24. Juli: Konzert der Musikkapelle Innerpfitsch, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 24. Juli: „Città di Vipiteno“, musikalische Parade, Stadttheater, 20.30 Uhr. 25. Juli: Konzert der Knappenkapelle Ridnaun, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 25. Juli: Platzkonzert mit Frühschoppen, Parkanlage Gossensaß, 11.00 Uhr. 29. Juli: Konzert der Böhmi72

schen der Musikkapelle Ratschings, Kematen, Hotel „Kranebitt“, 20.30 Uhr, Gasthof „Alpenrose“, 21.30 Uhr. 30. Juli: Konzert der Musikkapelle Wiesen, Wiesen, Musikpavillon, 20.30 Uhr. 31. Juli: „Opas Diandl“, Konzert im Stollen, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 20.00 Uhr. 31. Juli: Konzert der Bürgerkapelle Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr. 1. August: „Seicento Veneziano“, Kammermusik, Stadttheater, 21.00 Uhr; Veranstalter: ARCI. 1. August: Konzert der Musikkapelle Trens, Sterzing, Stadtplatz, 10.30 Uhr. 1. August: Platzkonzert mit Frühschoppen, Parkanlage Gossensaß, 11.00 Uhr. 1. August: Konzert der Musikkapelle Pflersch, Ladurnerhütte, 13.30 Uhr. 1. August: „Kreativ Ensemble Seicento Veneziano“, klassisches Konzert, Stadttheater, 21.00 Uhr. 5. August: Konzert der Musikkapelle Innerpfitsch, St. Jakob, 20.30 Uhr. 5. August: „Il giro del mondo in 80 tamburi“, Stadttheater, 21.00 Uhr. 8. August: „Tun na Kata“, Konzert, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 15.00 Uhr. Theater 2. Juli: „Der Holledauer Schimmel“, Freilichttheater im Schlossgarten von Feldthurns, 21.00 Uhr, Regie: Monika Bonell. Weitere Aufführungen: 6., 7., 9., 10., 13., 14., 16., 17., und 20. Juli. Anmeldung: Tel. 335 8118090. 12., 19. und 26. Juli: „Sterzings verborgene Orte“, Stadtführung mit Schauspiel und Kostümen, 21.00 Uhr. 17. Juli: „Kultur am Berg“, Bergkino, Hühnerspiel-Hütte. Vorträge Jeden 2. Samstag im Mo-

nat: „Demenz“, Treffen der Selbsthilfegruppe für Angehörige, Sterzing, „Treffpunkt ConTakt“, Bahnhofstr.6, 17.00 Uhr. 24. Juli: „Hochwassergefahr und -vorsorge“, Gruppendiskussion, Sterzing, Ratssaal, 10.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr; 23. Juli: Termin für Gewerbetreibende, 17.30 – 19.30 Uhr; Anmeldung: silvia. maltuaro@eurac.edu, Tel. 0471 055370.

10.00 Uhr. 25. Juli: Sommerfest der Musikkapelle Wiesen, Gemeindepark Wiesen, 10.00 Uhr. 30. Juli: Miss-Italia-Wettbewerb, Sterzing, Stadtplatz, 21.00 Uhr. 31. Juli und 1. August: Countryfest Roßkopf. 31. Juli und 1. August: 50-Jahr-Feier Segelfliegergruppe, Sterzing, Flugplatz, 11.00 Uhr. 3. August: Tiroler Abend, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr.

Unterhaltung 4. Juli: 25 Jahre Coro Cima Bianca, hl. Messe, St. Margarethenkirche, 10.30 Uhr, anschließend Waldfest, CAI-Gelände. 4. Juli: „Ross und Reiter“, Familienfest, Roßkopf, 10.00 Uhr. 4. Juli: Pfitscher Kirchtag, Festplatz, St. Jakob, 11.00 Uhr. 10. Juli: Kochduell der Vereine, Gossensaß, Parkanlage, 17.00 Uhr. 11. Juli: Bergmannsfest mit Gottesdienst, Ausstellung und Konzert, Ridnaun, BergbauWelt Schneeberg, 9.30 Uhr. 11. Juli: 3. Ratschinger Almenfest mit Verlosung, Ratschings. 14. Juli – 18. August: Laternenparty, jew. mittwochs, Sterzing, 19.00 Uhr. 17. Juli: Tangoabend, Stadttheater, 21.00 Uhr. Anmeldung: Tel. 765325; Veranstalter: ARCI Sterzing. 18. Juli: „40 Jahre Edelweißhütte“, Ladurns, 11.00 Uhr. 23. und 30. Juli, 6. August: „Summer & Fire“, Dämmerschoppen, Mareit, 18.00 Uhr. 24. und 25. Juli: Gasteiger Kirchtag. Veranstalter: FF Ratschings/ Zug Gasteig. 24. und 25. Juli: Musikfest der Musikkapelle Mauls, mit Einweihung des neuen Musikpavillons und Festplatzes. 24. Juli: Dämmerrock mit Staudi’s Fanclub, Parkanlage Gossensaß, 17.00 Uhr. 25. Juli: Krapfenfest, Roßkopf,

Sport 4. Juli: Bergwanderung Hirzer, AVS, Sterzing. 4. und 15. Juli: Grenzwanderung Pfitscherjoch, Anmeldung: Tel. 0043 5287 8506. Weitere Wanderungen: 13. und 28. August, 12. September. 4. Juli: KFS-Familienwanderung auf die Stadlalm; Anmeldung: Tel. 0471 974778 (www. familienverband.it). 5., 12., 19., und 26. Juli, 2. August: Geführte Hochseilgartenwanderung, Pflersch, 14.00 Uhr; Anmeldung: Tel. 632372. 7. Juli: „WM on Tour“, LiveÜbertragung des Halbfinalspiels, Sterzing, Stadtplatz, 17.00 Uhr. 11. Juli: 9. Sterzinger JoghurtBerglauf auf den Roßkopf, Start: Stadtplatz, 10.00 Uhr; Einschreibung: Tourismusverein Sterzing. 17. und 18. Juli: Reitturniere, Elzenbaum, Thumburg. 18. Juli: Wanderung zur Lodnerhütte, AVS, Sterzing. 18. Juli: Duathlon mit Unterhaltung, Jaufental, Sportplatz, Start: 10.00 Uhr; Anmeldungen:

SVP-Stammtisch für alle Interessierten jeden 2. Dienstag im Monat, Sterzing, Gasthof „Moos“, 20.00 Uhr erker juli 10


sonn- und feiertagsdienste

Tel. 348 5412099 oder 767246. 22. Juli: Seniorenwanderung Langtauferer Höhenweg, AVS, Sterzing. 23. – 25. Juli: Westalpenfahrt, AVS, Sterzing. 24. Juli: Fußball-Nachtturnier, Sportplatz Innerratschings. 25. Juli: Familienwanderung Schrüttenseen, AVS Sterzing. 1. August: 20. Ratschinger Berglauf, Start: Pizzeria „Zum Sepp“, 9.30 Uhr; Anmeldung: Tel. 659157 oder 339 8678630, Fax 659635. 9. – 13. August: „FC Südtirol SEL Junior Camp“, Stange, Sportzone; Anmeldung bis 26. Juli: www.ridnauntal.org.

rungsberatung, Haus der Bezirksgemeinschaft. Jeden 1. Montag im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Jeden Freitag, 16.00 – 17.00 Uhr: Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 723755 oder 339 8698659. Anlaufstelle für Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: Beratungsangebot in Sterzing: jeden ersten Donnerstagvormittag nach Terminvereinbarung unter der kostenlosen Grünen Nummer 800601330.

Verschiedenes

Vereine und Verbände

10. Juli – 1. August: 12. Sterzinger Joghurttage, Info: www. joghurttage.com. 10. Juli – 29. August: Einzelausstellung Patti Armanini, Schloss Welsperg. 16. Juli: Langer Freitag in Sterzing, Geschäfte bis 23.00 Uhr geöffnet. Bis 19. September: „Zeitmesser: 100 Jahre Brenner“, Ausstellung, Innsbruck, Ferdinandeum.

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Sprechstunden 23. Juli: Sprechstunden der Volksanwältin, Sterzing, Bahnhofstraße 2 (Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates), 9.30 – 11.30 Uhr; Voranmeldung vorteilhaft, Tel. 0471 301155. Jeden 2. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Mieterschutzsprechstunde, Haus der Bezirksgemeinschaft. Tel. 348 5303343. Jeden Montag, 9.30 – 11.30 Uhr, jeden Mittwoch, 17.00 – 19.00 Uhr: Beratung der Verbraucherzentrale, jeden 2. und 4. Montag, 9.30 – 12.30 Uhr, Rechts- und Versicheerker juli 10

18. Juli: 11.30 Uhr, Familienfest, Sterzing, Oberschulzentrum, 11.30 Uhr. Infos: Tel. 756720.

Jugenddienst 5. – 7. August: Hüttenlager mit den Firmlingen aus Jaufental. 8. – 15. August: Fahrt nach Taizè für Jugendliche und Interessierte. 16. – 19. August: Hüttenlager mit der Jungschar und den Ministranten aus Sterzing. Informationen: Tel. 767890

KVW 11. Juli: Fahrt nach Galltür. Infos und Anmeldung: KVW Bezirksbüro, Tel. 765418 Sommercamps: 5. – 30. Juli: Sommer-Erlebnis-Schule für Kinder von acht bis elf Jahren, jew. Mo – Fr, 8.30 – 12.30 Uhr. 19. – 23. Juli und 23. – 27. August: Reiten – striegeln – Hufe kratzen. Reitcamp für Kinder von acht bis elf Jahren in der Reitanlage Wiesenhof, Mo – Fr, 8.00 – 12.30 Uhr. 26. – 30. Juli: Klettern mit Hanspeter und Judith für Kinder von acht bis elf Jahren, Mo – Fr, 13.30 – 17.00 Uhr. 9. – 13. August: Das Leben ist eine Bühne. Theaterwerkstatt für Kinder von acht bis elf Jahren, Mo – Fr, 9.00 – 12.30 Uhr. 23. – 27. August: ItalienischAuffrischung für Schüler der 5. Klasse Grundschule und der 1. Klasse Mittelschule, Mo – Fr, 8.30 – 11.30 Uhr. Infos und Anmeldung: KVW Bildung, Tel. 765418. Märkte 6., 13., 20., und 27. Juli, 3. August: Sterzlmarkt, Stadtplatz, 8.30 Uhr. 5. und 20. Juli, 5. August: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 – 13.00 Uhr. 18. Juli: Flohmarkt, Sterzing, 8.00 – 18.00 Uhr.

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Bitte beachten Sie den Redaktionsschluss am 15. Juli.

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Dös hättmer hinter ins: die Wohln sein ummer, sein gongin, wie se holt gongin sein; iatz, ob olle zifriedn sein, kannt i nit sogn, und a ba die Nochwohln, wou holt noar de Refirentn, Assissorn oder Stottrete, oder wie man die Damin und Hearn iatz holt zi hoaßn hatt, sein’s a nit olm de wortn, des gearn giwortn warn. Die groaß ausposauntn Nuierungen hott’s a nit gebn, oder miaßat man schier sogn, es isch ’s Meischte ban Oltn bliebm? Mier konn sell ober woltan gleich sein. I konn iatz wieder in Ruah spaziern giehn, uhne dass i wegn den scheinheilign Gegrieße jeds Mol derschreckn mueß. Ober wos red i do van Spaziern, und sell schun amol lei, wenn’s Wetter tuet und wenn’s meine Wadl derleidn: Geasche af der Stroße, ibergrattlnse di schier, geasche afn Radlweg, hoaßt’s, do hatt i nicht zi suechn, und kimmsche awie ins Griene ausn, i muen schun, afn Bochdomm oder af an Feldweg, noar fohrt der asou a Luft in die Nose eichn, de wos gor kuen Luft isch! A Hueschte und a Beiße in Hols krieg i, wenn’s mier den Gschtonk ins Gfrieß treibb. I kamm selber woll a schier vin an Stoll außer, ober wos de hoach gezichtitn Rindviecher heint olls Lauters zsommscheißn, hotts frieger gewieß nit gebm. Redn heart man iatz van BIOGAS. Wos sell noar mit der Suhre zi tien hatt, wear i vielleicht earscht nou derfratschln mießn. Ober vielleicht hilft’s?

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wipptaler pfiffikus Auflösung des Vormonats: Das Deutschhaus in Sterzing war ursprünglich ein Hospiz, dann Kommende des Deutschen Ordens (daher der Name), später Spital und Krankenhaus und fungiert heute als Sitz des Stadtmuseums und der Musikschule. Auch verschiedene Vereine haben im 2006 restaurierten Gebäudekomplex ihre Treffpunkte und Probelokale. Im Verlauf der Arbeiten wurde im Innenhof ein Grab aus dem 13. – 14. Jahrhundert freigelegt. Das Los bestimmte

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Funde und Verluste Kinderspazierwagen Peg-Perego AT-4, schwarz/ beige, in der Eisackstraße, Nähe Jägerkeller abhanden gekommen. Ehrliche Finder sollen sich bitte unter der Tel. 328 7072480 melden. Hallo ehrlicher Finder! Wenn Du Mitte Juni einen schwarz/ roten Windstopper der Firma „gore-bike“ auf der Radstrecke Stilfes/ Mareit gefunden hast, dann melde Dich! Gerne zahle ich einen Finderlohn von 50 Euro. Tel. 0472 090023 (mittags oder abends).

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vor 100 jahren

impressum

03.07.1910 (Sterzing, Eisacktal). Am 14. Juni erschoß sich hier im Hotel „zur Rose“ in seinem Zimmer ein hier seit ein paar Wochen in der Sommerfrische weilender, zirka 60 Jahre alter Herr. Da er sich an diesem Tage nie sehen ließ, fürchtete man ein Unglück und drang um halb 2 Uhr nachmittags in sein Zimmer ein. Er hinterließ ein kurz vor seinem Tode verfaßtes Schreiben, in welchem er mehrere Hotelbedienstete mit kleinen Legaten bedachte. Lebensüberdruß und wohl auch Furcht vor Wahnsinn dürften die Ursache zu dieser Tat gewesen sein. – Auf recht traurige Weise verunglückte am 16. Juni, mittags, der Sohn des Pächters Josef Tötsch, namens Johann. Er war bei Schustermeister Martin Steiner als Gehilfe bedienstet und wollte während der Mittagsstunde per Rad zu seinen Eltern in die Hochstraße fahren. In der Seitentasche des Rockes hatte er seinen sogenannten „Schusterkneip“ stecken. Zwischen Kapuzinerkloster und Wildenburg kam er nun bei einer Biegung des Weges zu Falle und stieß sich den „Schusterkneip“ ins Herz. Leute, welche den Vorfall beobachteten, eilten schnell herbei und trafen den Verunglückten in kniender Stellung an. Er erbrach sich, fiel dann rücklings und dem schnell herbeigeeilten Priester war es nur mehr möglich, ihm die heilige Oelung zu reichen, worauf er verschied. Der erst 18 Jahre alte Jüngling war ein sehr braver Bursche, der seinen Lehrern und Eltern immer nur Freude gemacht hat. (Tiroler Volksbote)

03.07.1910

Der Erker _ erscheint monatlich in einer Auflage von 6.400 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St. Bürozeiten Montag - Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr 15.00 - 18.00 Uhr

(Tiroler Volksbote) 03.07.1910

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Dienstag und Freitag Nachmittag geschlossen

Eigentümer und Herausgeber WIPP-Media GmbH Redaktionsanschrift Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it Presserechtlich verantwortlich Renate Breitenberger (rb) renate@dererker.it Chefredakteur Ludwig Grasl (lg) ludwig.grasl@dererker.it

(Tiroler Volksbote) 17.07.1910

Redaktion italienischer Teil Alberto Perini (ap)

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Sportredaktion Bernhard Fichter (bf) erkersport@yahoo.it

••• 03.07.1910 (Wiesen, Eisacktal). Bei der heurigen Frühjahrs-Vollversammlung des Spar- und Darlehenskassen-Vereins hat sich die Notwendigkeit ergeben, eine zweite außerordentliche Vollversammlung einzuberufen, und zwar wegen Erhöhung des Zinsfußes. Der Zinsfuß wurde von 3,5 auf 4 % für die Einlagen erhöht; leider mußte auch für die Darlehen 0,5 % erhöht werden. Von den 82 Mitgliedern sind bei der ersten bloß 32 und bei der zweiten Vollversammlung bloß 31 Mitglieder erschienen. Da der Verein seit drei Jahren den Bezug von landwirtschaftlichen Artikeln in weitem Umfang besorgt, so wäre dem Vorstand eine bessere Beteiligung bei den Vollversammlungen sehr erwünscht, um über verschiedenes Aufschluß zu geben und von den Mitgliedern manche Anregung zu hören. (Tiroler Volksbote) ••• 03.07.1910 (Sterzing). Der am 15. Juni hier abgehaltene sogenannte Veitsmarkt war bei zweifelhafter Witterung recht gut besucht. Es ist dies der größte Kleinviehmarkt des ganzen Jahres. Fremde Händler, die sich für Rindvieh interessierten, waren aus Zillertal und Vorarlberg, dann viele Schafhändler aus Pustertal, Südtirol, Sarntal und Passeier anwesend. Der Handel bei allen Viehgattungen, insbesondere bei Rindvieh, ging flott und wurden für letzteres bisher noch nie dagewesene hohe Preise erzielt. Auch der Krämermarkt war gut besucht. (Tiroler Volksbote)

erker juli 10

Mitarbeiter dieser Nummer Günther Ennemoser (rr) Hermann Schölzhorn Siegfried Siller (ss) Karl-Heinz Sparber Dr. Andrea Winkler Chiara Martorelli (cm) Lektorat Barbara Felizetti Sorg Sekretariat Burgi Gschnitzer burgi@dererker.it Werbung Burgi Gschnitzer (burgi@dererker.it) Renate Breitenberger (renate@dererker.it) Grafik & Layout Alexandra Martin grafik@dererker.it

(Tiroler Volksbote) •••

Druck_ Tezzele by Esperia, Bozen

17.07.1910 (Gossensaß, Eisacktal). Am 27. Juni, um die Mittagsstunde, verunglückte in der Maschinenhalle des Bräuereibesitzers Herrn Gröbner der dort seit vielen Jahren als Maschinist beschäftigte Alois Seidner, indem er unter die Transmission geriet, wobei ihm der Brustkorb eingedrückt wurde und er in einer Viertelstunde eine Leiche war. Der Verunglückte war mit einer Schwester des Schmiedmeisters Josef Brunner von Sterzing verehelicht und hinterläßt seine Frau mit vier unmündigen Kindern. – Die Witterung ist weder für die Bauern noch für die Fremden günstig. (Tiroler Volksbote) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

Preise_ Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 35 Euro; Jahresabo Ausland 50 Euro. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9. 12. 1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

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Erker 07 2010  
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