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Erker Jahrgang 24 - Juni 2012

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

Einzelnummer 0,75 Euro - Vers. i. P.A. - 45% - Art. 2, Abs. 20/b, Ges. 662/96 - Filiale Bozen - I.P.

Extra I Sport & Freizeit

Artenreiche Schatzkammer Landschaftsplan Brenner überarbeitet

Wirtschaft

Das unaufhaltsame Sterben der Zapfsäulen

Nachruf

Ausstellung

Geschichte der Franzensfeste

Erinnerungen an Karl Riedmann


PR

Brennersanierung 2012 – eine Investition in die Zukunft Ab 11. Juni startet das Großprojekt zur Sanierung der Brennerbahnstrecke auf der Nordtiroler Seite – die ÖBB Infrastruktur investiert 55 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnstrecke

Foto: ÖBB

Im heurigen Sommer wird die bruck Hbf. und retour. Während der TeilsperBrennerbahnstrecke, eine der re (gelb hinterlegte wichtigsten europäischen AlZeiträume in der Grapentransitstrecken, zwischen fik) verkehren die BusInnsbruck und dem Bahnhof se nur zwischen dem Brenner umfangreich saniert. Bahnhof Brenner und Die Arbeiten starten am 11. Steinach i.T. BahnJuni und gehen bis Ende Sephofsvorplatz. In Steitember. Von 6. August bis 10. nach in Tirol erfolgt September wird die Bahn- Geschulte MitarbeiterInnen informieren die Reisenden strecke für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Für der Umstieg auf die Nahverkehrszüge der ÖBB. drei Monate steht eine eingeschränkte Infrastruk- Die Fernverkehrszüge verkehren während der tur zur Verfügung. Rund die Hälfte der täglich 240 Teilsperre planmäßig. An den Bahnhöfen BrenZüge können während der Teilsperre geführt wer- ner und Steinach i.T. sowie am Innsbrucker Hauptden. Zusätzlich erfolgt an sechs Wochenenden in bahnhof stehen den Reisenden geschulte Mitarder Zeit von 16. Juni bis 24. September eine Sperre beiterInnen für Auskünfte zur Verfügung. beider Streckengleise. Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen Von 11. Juni bis 30. September wird ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Postbussen für die Reisenden eingerichtet. Während der Totalsperre (rot hinterlegte Zeiträume in der Grafik) verkehren die Busse zwischen dem Bahnhof Brenner und Inns-

Weitere Infos und Fahrpläne unter: www.tirol. oebb.at Die Reisenden werden ersucht, die Fahrscheine für den Schienenersatzverkehr im Vorverkauf als Online-Ticket zu lösen (beim Busfahrer sind ausschließlich VVT-Tickets erhältlich).

Haltestellen des Schienenersatzverkehrs: Innsbruck Hauptbahnhof - Autoverladestelle Süd Matrei am Brenner - Bahnhofsvorplatz Steinach in Tirol – Bahnhofsvorplatz St. Jodok am Brenner – Kirche St. Jodok und Stafflach Abzweigung St. Jodok Gries am Brenner – Feuerwehrhaus Brennero/Brenner - Bahnhofsvorplatz


inhalt

editorial

erker juni 12

titelgeschichte _ 22

Artenreiche Schatzkammer Seit April ist der überarbeitete Landschaftsplan der Gemeinde Brenner in Kraft. Die darin enthaltenen Unterschutzstellungen dienen dazu, landschaftliche Merkmale und wertvolle Naturräume in der Gemeinde Brenner zu erhalten.

12 _ WIPPTAL

Gemein-d-sam gegen den Wind

16 _ ROSSKOPF

Müssen Gemeinden wirklich aus der Gesellschaft austreten?

18 _ WIRTSCHAFT

Das unaufhaltsame Sterben der Zapfsäulen

26 _ NACHRUF

Erinnerungen an Karl Riedmann

38 _ KULTUR

Dauerausstellung „Geschichte der Franzensfeste“

parte italiana 46 _ Vipiteno: defatigante seduta del Consiglio comunale 48 _ Cultura: la bella chiesa di Firmian 50 _ Fortezza: Comune acquisterà vecchio teatrino 51 _ Floorball: squadra U19 Campione d’Italia 57-71 _ erker-extra

wandern, sport & freizeit

rubriken 4_ 46 _ 72 _ 74 _ 75 _ 76 _ 78 _

81 _ Woher stammt der Name ...? 82 _ Gesundheit 84 _ Leute 85 _ Rezept 86 _ Jahrestage 87 _ Gemeinden 87 _ Leserbriefe

Rätsel Veranstaltungen Kleinanzeiger Pfiffikus Sumserin

Impressum Vor 100 Jahren

Nächster Redaktionsschluss 15.06.12 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker juni 12

Liebe Leserin, lieber Leser, manchmal braucht der Alltag etwas Gelb. Als wir den Bürowänden in unserer Redaktion eine Portion „Erker-Farbe“ verpasst haben, sind wir auf den Geschmack gekommen. Nach rund fünf Jahren haben wir auch unsere Website www.dererker.it rundum erneuert und Platz geschaffen für neue Rubriken, mehr Bilder, mehr Information. Die Seite ist jetzt frecher, übersichtlicher und informativer gestaltet und bietet Ihnen und uns eine Reihe neuer Möglichkeiten. Was vor allem unsere Erker-Leser aus dem Ausland freuen wird: Ab sofort können Sie den Erker auch per Mausklick durchblättern. Die aktuellsten Themen des Monats präsentieren wir Ihnen auf der Startseite. Artikel versäumen Sie keine, denn unser Archiv möchten wir nach und nach um Ausgaben der vergangenen Jahre ergänzen. Beiträge kommentieren zu können war einer der am häufigsten genannten Wünsche unserer Leser. Diesem Wunsch sind wir gerne nachgekommen. Wir sind schon gespannt auf die interessanten Diskussionen, die sich auf unserer Plattform ergeben werden. Um unsere Artikel bzw. die Ausgabe zu kommentieren und zu bewerten, müssen Sie sich vorher einmalig registrieren. Die Daten dienen ausschließlich der Kommunikation zwischen Ihnen und uns und werden nicht an Dritte weitergegeben. Neu ist auch der kostenlose Wipptaler Online-Marktplatz zum Verkaufen und Tauschen, zum Suchen und Finden, zum Feilbieten und Verschenken. Dort können Sie sich durch alle Kleinanzeigen klicken – von A wie Abendkleid bis Z wie Ziegen. Und – sollte das Passende nicht dabei sein – selbst eine Anzeige aufgeben. Wer Veranstaltungen sucht, findet sie schnell und unkompliziert auf dem Eventkalender des Wipp- und Eisacktales, den der Tourismusverband Eisacktal laufend aktualisiert. Mit der Wettervorschau und der Panoramakarte weiß die ganze Welt, ob in Pflersch, Freienfeld oder Sterzing die Sonne scheint. Ein Blickfang ist auch unsere Bildergalerie, in der wir jeden Monat eine andere Veranstaltung in Szene setzen. Da die „Blues Night“ in Sterzing Premiere gefeiert hat und so unglaublich gut war, dass die Fuggerstadt bald die nächste Blues-City werden könnte, darf sie im Juni auch auf unserer Website die „Erste“ sein. Für unsere Werbekunden haben wir Preislisten, Formatgrößen und Sonderangebote für Inserate kompakt zusammengefasst. Stets griffbereit sind die Links zu Internetseiten der Wipptaler Gemeinden und Vereine sowie zu unabhängigen Printmedien in Südtirol. Organisationen im Wipptal können uns gerne ihre Homepage mitteilen und wir fügen sie der Liste hinzu. Treu bleibt Ihnen weiterhin unsere monatliche TED-Umfrage. Sie werden sehen: Auf unserer Seite können Sie sich nicht verlaufen. Und sollten Sie trotzdem einmal eine Information nicht auf Anhieb finden, hilft Ihnen sofort unser „Fuggerroppe“ mit seinem schnellen Suchdienst. Also dann, klicken Sie uns an! Wir freuen uns über Lob. Genauso freuen wir uns über Anregungen, um die Seite weiter zu verbessern. Die Redaktion 3


leserbriefe

„SVP lehnt 36 Rekurse ab“ Erker 05/12   Der Kommentar des Erker-Redakteurs zur letzten Gemeinderatssitzung gibt die Position der Bürgerliste „Gemeinsam für Wiesen Pfitsch“ nur unvollständig wieder und fordert geradezu eine Erwiderung unsererseits heraus: Die Leitmotive für das Antreten der Bürgerliste bei den vergangenen Gemeinderatswahlen waren das Allgemeinwohl vor Privatinteressen sowie maximale Transparenz und Bürgerbeteiligung bei politischen Grundsatzentscheidungen. Diese Linie haben wir bisher konsequent im Gemeinderat vertreten, als Beispiele seien u. a. die Haltung zu den Photovoltaikanlagen, zu den E-Werken, zu den Biogasanlagen oder zum Verkehrskonzept erwähnt. Was nun die jüngst erfolgte Abstimmung zu den Einwänden, die Abänderung des Landschaftsplans (Windkraftanlagen und E-Werke) betreffend, anlangt, so haben wir von Beginn an verlangt, dass darüber innerhalb der Bevölkerung eine breite Information und Diskussion stattfinden muss. Dieser zentralen Forderung ist leider die SVP-Mehrheit im Gemeinderat nicht nachgekommen. Gerade das Energiethema und allfällige Entscheidungen in diesem Zusammenhang sehen wir aber als Chance und sind für uns die Nagelprobe dafür, ob im politischen Alltag Schlagworte wie Bürgerbeteiligung und -mitbestimmung als unverbindliche Absichtserklärungen oder als klarer Auftrag gesehen werden. Fakt ist außerdem, dass von Seiten eines Grundeigentümers von Beginn an der Wille zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde signalisiert wurde. Für uns ein weiterer Grund, eine intensive Diskussion darüber im Gemeinderat zu führen, auch angesichts der Tatsache, dass die Gemeinde bei den zahlreichen EWerken, die in Betrieb oder in Planung sind, nur marginal beteiligt ist. Nicht zuletzt sahen wir uns durch die über 100 Unterschriften von Bürgern, die den Rekurs gegen die 4

Unterschutzstellung unterschrieben haben, in unserer Grundhaltung gestärkt, der Bevölkerung als dem eigentlichen Souverän die Entscheidung bezüglich der Unterschutzstellung in Form einer Volksbefragung oder Volksabstimmung zu übertragen. Wir sind davon überzeugt, dass mehr Information und mehr Diskussion über dieses Thema innerhalb der Bevölkerung eine Chance zu mehr direkter Demokratie sein kann und ein aktiver Beitrag gegen die Politikverdrossenheit und das politische Desinteresse. Es geht also nicht – wie vom Redakteur unterstellt wird – um „ persönliche Animositäten oder darum, dass der eine nicht so recht weiß, wohin der andere rudert“, sondern darum, dass der Bevölkerung, also den Wählern bei Grundsatzentscheidungen mehr Mitsprache und Verantwortung zugestanden wird. Selbstverständlich wird das Kriterium bei allfälligen politischen Entscheidungen und im persönlichen Abstimmungsverhalten auch weiterhin nicht der Fraktionszwang, sondern das eigene Gewissen sein. Wenn dies aus den bisherigen Stellungnahmen nicht so deutlich hervorgegangen ist, so möchten wir mit diesem Leserbrief unsere Position noch einmal unterstreichen.   Erwin Astenwald, Dr. Wilhelm Seppi, Gemeinderäte der Liste „Gemeinsam für Wiesen Pfitsch“

Nachwuchs schreibt Vereinsgeschichte Erker 05/12 Mit Interesse verfolge ich die Tätigkeit der Nachwuchsabteilung des WSV Sterzing, die sich jetzt Broncos Junior nennt. Der 6. Platz beim 21. World Tournament in Zell am See ist sicher ein großer Achtungserfolg beim größten europäischen Nachwuchsturnier, aber meines Wissens wurde diese Platzierung im Jahre 2001 beim 10. World Tournament überboten, und zwar mit dem Gewinn des Turniers durch die Piranhas – so wurde die Jugenderker juni 12


abteilung damals genannt – mit den Spielern des Jahrganges 1989 (Dominik Steinmann, Simon Baur, Michele De March, Florian Wieser, Markus Gander, Hannes Stofner, Benjamin Geyr, Daniel Erlacher u. a.). Die damaligen Trainer Jeff Job, Anton Senn und Betreuer Mario De March gewannen mit den Piranhas alle sechs Spiele des Turniers mit einem Torverhältnis von 31:6. Auch damals waren Teams aus Russland, der Schweiz, Deutschland, Tschechien, Österreich, Slowenien, Dänemark und Frankreich dabei. Die Teilnahme an diesem namhaften Turnier in Zell am See ist eine sehr wertvolle Erfahrung für die Weiterentwicklung einer jungen Mannschaft eines jeden Vereins, wenn man sieht, welche Spieler aus dieser Siegermannschaft noch heute in Sterzing bei den Broncos spielen. Der WSV Sterzing mit seiner über 60-jährigen Tätigkeit hat viele Höhen und Tiefen erlebt. Lange Zeit war ich selber beim Verein mit dabei, habe aber nie die Tätigkeit meiner Vorgänger vergessen. Ich wünsche den zuständigen Verantwortlichen des WSV Sterzing für die Zukunft viele weitere sportliche Erfolge, man soll aber den Weg und das Ziel der guten Jugendarbeit nicht aus dem Auge verlieren. Denn alles wird vergessen, aber der Ruhm bleibt. Michael Geyr, Sterzing

Kleine Entlastung – große Wirkung Wir sind hoch erfreut darüber, dass der Pfitscher Gemeinderat den Gemeindestromzuschlag abgeschafft hat. Auf die Freiheitliche Initiative hin verzichtet die Gemeindeverwaltung auf den Stromzuschlag auch rückwirkend für die Monate Jänner, Februar und März 2012. Eine kleine Entlastung für alle Bürger, verbunden mit großer Signalwirkung. Der Einsatz der Freiheitlichen Ratsfraktion hat sich gelohnt. Karl Volgger und Maximilian Kasslatter, FreiheitlichenGemeinderäte

erker juni 12

Dank an das Krankenhaus Sterzing Vor kurzem musste ich mich einer Operation unterziehen und konnte mich für einen Aufenthalt in Sterzing oder anderswo entscheiden. Nach Gesprächen mit dem Primar der Medizin, Dr. Josef Frötscher, und dem Primar der Chirurgie, Dr. Josef Pfitscher, hat letzterer die Operation vorgenommen. Ich möchte ihm und seinem Team meinen Dank aussprechen für die hervorragende Operation, die kein anderer Chirurg hätte besser machen können. Die Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Medizin, Chirurgie und Anästhesie war ausgezeichnet und das Einfühlungsvermögen, das mir alle entgegenbrachten, sehr wohltuend, die Krankenschwestern äußerst hilfsbereit, freundlich und kompetent. Hoffentlich bleiben uns alle Abteilungen des Sterzinger Krankenhauses lange erhalten. Jon Pardeller, Sterzing

Richtigstellung Erker 05/12 Im Mai-Erker haben wir im Artikel „Wolf bekommt Musterhaus“ zwei Namen verwechselt. Richtig muss es heißen: SVP-Rat Josef Rainer (statt Karl Rainer). Die Wortmeldung, Bürger dürften oft nicht einmal ein Dachfenster oder eine Gaube bauen, stammt von Paul Hochrainer (Freie Liste Freienfeld) und nicht von SVP-Rat Paul Überegger. Auch die Gegenstimme kam von Paul Hochrainer und nicht von Paul Überegger. Wir bedauern den Fehler. Die Redaktion

Schreiben Sie uns! Liebe Leser, Ihre Meinung ist uns wichtig und soll auch den anderen Lesern bekanntgemacht werden. Wir gestatten uns, Leserbriefe aus Platzgründen sinnrespektierend zu kürzen.

info@dererker.it www.dererker.it 5


Volksbefragung in Ratschings

aktuell

„Wir sind Energie-Gemeinde“

Am 10. Juni spricht das Volk. Die Ratschinger werden darüber entscheiden, ob die Gemeindeverwaltung das bestehende ehemalige Enel-Stromnetz und das Stromnetz in Mareit übernehmen und zusammen mit der Landesenergiegesellschaft SEL AG in der Achenrainschlucht ein E-Werk errichten soll. Es ist die erste Volksbefragung dieser Art in einer Wipptaler Gemeinde. Abgestimmt wird in den sieben Wahllokalen in Außerratschings, Mareit, Innerratschings, Gasteig, Ridnaun, Telfes und Jaufental zwischen 8.00 und 21.00 Uhr. Abstimmungsberechtigt sind alle Ratschinger Bürger, die in den Wählerlisten eingetragen sind, sowie jene, die am Abstimmungstag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Gültig ist die Volksbefragung, wenn sich die Mehrheit daran beteiligt. Einen positiven Ausgang hat die Befragung bei einer Stimmenmehrheit von 50 Prozent der gültigen Stimmen.

Das Ökoinstitut Südtirol will Südtirols Gemeinden bis 2014 auf ihrem Weg zur Energieeffizienz begleiten. Klimaschutz fängt in der Gemeinde an. Nicht umsonst hat die Europäische Union mit rund 3.000 Städten in Europa einen Pakt geschlossen, um das Klimaziel zu erreichen. Dieses lautet: im Vergleich zu 2005 bis 2020 20 Prozent weniger Emissionen, 20 Prozent weniger Energieverbrauch und 20 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien zu erreichen. Nur: Viele Gemeinden haben sich mit den Themen Energie und Klimaschutz noch nicht oder zu wenig auseinandergesetzt. Fehlen Daten oder ist die Bevölkerung noch nicht ausreichend sensibilisiert, kann ein Einstieg schwierig sein. Über das Interreg-Projekt „Gemeinden A++ – wir sind Energie-Gemeinde“ können deshalb Gemeinden in Südtirol, Belluno, Friaul Julisch Venetien, Kärnten und Tirol Schwachstellen im Energiemanagement erkennen und einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten. Betreut werden sie dabei von Energie-Experten aus ihrer Region. Wipptalweit haben bis jetzt die Gemeinden Pfitsch und Franzensfeste Interesse an diesem Projekt bekundet.

Nur noch ein Gewerbegebiet fürs Wipptal Politiker und Wirtschaftstreibende aus den Gemeinden Brenner, Ratschings, Sterzing, Pfitsch, Freienfeld und Franzensfeste wollen Gewerbebaulandpolitik betreiben. Das Neue daran: Sie wollen es gemeinsam tun. Die Plattform für Politik und Wirtschaft nennt sich STEP – Standortraum „Wipptal“, wird von der Business Location Südtirol (BLS) betreut und hat ein Ziel: Kulturgrund für Gewerbezonen koordiniert und gemeindeübergreifend auszuweisen und zu verwalten. Auf einem ersten Workshop im Mai sprachen Lokalpolitiker und Wirtschaftstreibende davon, bis Herbst die Gewerbeflächen und -gebäude im Wipptal zu erheben und gemeindeübergreifende Richtlinien auszuarbeiten. Langfristig soll nur

fuggerroppe

noch ein einziges Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Das, so die Vertreter, spare Kosten und Bürokratie, bringe Vorteile bei der Planung und unterbinde Spekulationen. Auch möchte die Arbeitsgruppe definieren, für welche Branchen sich der Wirtschaftsraum Wipptal am besten eignet. Das Projekt STEP steckt noch in den Kinderschuhen. Südtirol wurde

bereits 2010 in 20 übergemeindliche Standorträume eingeteilt. Bis heute hätten erst zwei Workshops stattgefunden, kritisierte Freiheitlichen-Landtagsabgeordneter Sigmar Stocker in einer Presseaussendung im März: „Die Bevölkerung will nicht, dass ihre Täler planlos zubetoniert werden. Es braucht schnellstens eine klare und rigide Marschrichtung und keine leeren Versprechungen.“

ted - umfrage

Ergebnis Umfrage Mai

Zur „Adunata“ bin i nit hingfohrn, obr als ehemoliger Alpino bin i woll kurz „Habt acht“ gstondn. 6

Sind Sie einverstanden, dass im Süden von Sterzing eine Bezirksbiogasanlage errichtet wird?

ja

70,9 %

nein

25,5 %

egal

3,6 %

Die Juni-Frage

Sollen die Bergkämme im Wipptal unter Landschaftsschutz gestellt werden?

Stimmen Sie ab auf www.dererker.it! erker juni 12


Wiesen

Infoabend zur Bezirksbiogasanlage Die Liste „Gemeinsam für Wiesen Pfitsch“ veranstaltet am 5. Juni im Haus der Dorfgemeinschaft in Wiesen einen Informationsund Diskussionsabend über die geplante Bezirksbiogasanlage in Wiesen. Damit möchten die Organisatoren auf die jüngst entfachte Diskussion auf der Leserbriefseite des Erker reagieren und dem Informationsbedarf der Bevölkerung nachkommen. Dr. Wilhelm Seppi fasst Bedenken und offene Fragen zusammen; Elmar Stimpfl vom Amt für

Gewässerschutz nimmt aus der Sicht des Boden- und Gewässerschutzes Stellung. Im dritten Beitrag berichtet Michael Treyer als Obmann der „Bioenergie“ über die Biogasanlage in St. Lorenzen, die seit 2009 in Betrieb ist. Helmut Georg Döhler, technischer Berater der „Biogas Wipptal“, stellt das Projekt vor. Im Anschluss daran stehen die Referenten dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Der Informationsabend beginnt um 20.00 Uhr.

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Frag’ das Land Die Landesregierung will näher am Bürger sein und setzt aufs Internet. Auf der Homepage www.provinz. bz.it/landesregierung können die Südtiroler dem Landeshauptmann und den Landesräten Fragen stellen und bekommen auch eine Antwort darauf. Einmal pro Woche be-

antwortet das zuständige Regierungsmitglied per Videointerview die Frage, die am häufigsten gestellt wird. Andere Internetnutzer können die Fragen auch bewerten und so mit abstimmen, welche Frage es bis zum Ende der Woche an die Spitze des Rankings schafft.

in den mund gelegt I Michael Seeber und der neue Stadttheatercafè-Pächter Marco

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aktuell

Tauschgeschäfte Die Gemeinden Pfitsch, Freienfeld, Franzensfeste, Natz-Schabs und Vahrn wollen Umweltausgleichsmaßnahmen für den BBT von der Prioritätenliste streichen – um andere Projekte zu realisieren. Eigentlich ist die Liste schon im Oktober 2009 von der Landesregierung abgesegnet worden. Um positives Licht für den Bau des Brennerbasistunnels (BBT) zu erhalten, hat sich die BBTGesellschaft dem Land gegenüber verpflichtet, in den baustellenbetroffenen Gemeinden im Wipp- und Eisacktal rund 50 Millionen Euro für Umweltprojekte zu investieren. Seit 1. Juli 2011 steht das Geld zur Verfügung – für 23 Projekte, von denen die ersten bereits in Vorbereitung sind. Doch ganz glücklich sind die Gemeinden mit den Maßnahmen, die ihnen die BBT-Gesellschaft beschert, nicht. In einem Protokoll an die Landesregierung fragen die Gemeinden Franzensfeste, Natz-Schabs, Freienfeld, Pfitsch und Vahrn an, die Prioritätenliste nachträglich zu ändern. So hat die Gemeinde Franzensfeste an der 4,48 Millionen Euro teuren Tiefgarage am Pendlerparkplatz nicht wirklich Interesse, „weil der Bedarf nach einer unterirdischen Parkfläche nicht gegeben ist“, so Bürgermeister Richard Amort. Stattdessen liebäugelt die Gemeinde mit einem Fernheizwerk, welches das ganze Dorf mit Energie versorgen könnte. Bislang heizen 95 Prozent der Haushalte mit teurem Heizöl. Kosten würde der Bau des Fernheizwerkes 3,6 Millionen Euro – 880.000 Euro weniger als die Tiefgarage. Bliebe also noch Geld übrig für weitere „kleinere“ Projekte wie Lärmschutzmaßnahmen in Graßstein (655.500 Euro), die Erneuerung der Trinkwasserleitung in Mittewald und Franzensfeste (150.000 Euro), die Modernisie-

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Ausgleichsmaßnahmen für den Brennerbasistunnel Gemeinde Maßnahme Freienfeld Freienfeld Freienfeld Freienfeld Freienfeld Freienfeld Freienfeld Freienfeld Franzensfeste, Freienfeld Franzensfeste Franzensfeste Franzensfeste, Vahrn Franzensfeste Pfitsch Pfitsch Natz-Schabs Natz-Schabs Natz-Schabs Natz-Schabs Natz-Schabs Natz-Schabs Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Vahrn Gesamtsumme

Eisackaufweitung Verbesserung Strukturierung Eisack Biotopsanierung unterirdische Verlegung der Staatsstraße Mauls Überdachung der Bahnstrecke Freienfeld Lärmschutzwände zur Ergänzung der Überdachung der Bahnstrecke Weg entlang dem Eisack Geologischer Pfad Verbesserung Strukturierung Eisack Vorverlegung der Lärmschutzwand Lärmschutzwände in Mittewald Errichtung einer Wasserleitung Schaffung von Parkplätzen Aufweitung Eisack und Pfitscher Bach Trockensteinmauern Kematen Nutzungsextensivierung Auflassung der Eisenbahnareale Lärmschutzmaßnahme unterirdische Wertstoffsammelstellen Schaffung eines Parks Errichtung eines Speicherbeckens mit Beregnungsleitungen Entwicklung eines bachbegleitenden Gehölzstreifens Instandsetzung von Trockenmauern unterirdisches Verlegen der Stromleitung der Eisenbahn (Südstrecke) Instandsetzung von Trockenmauern unterirdische Verlegung der Stromleitung der Eisenbahn (Nordstrecke) Instandsetzung von Trockenmauern Abdichtungsarbeiten Errichtung einer Wasserleitung Bau einer neuen Unterführung

Kosten (Euro) 830.300 372.600 712.273 6.782.346 4.919.644 2.000.000 242.570 999.230 372.600 1.402.080 938.400 842.342 4.483.233 4.416.000 106.260 157.960 2.217.900 6.026.668 690.000 950.000 1.540.000 237.201 44.160 2.918.700 30.360 1.618.740 13.800 55.200 842.342 431.250 47.196.164

Quelle: Beobachtungsstelle für Umwelt- und Arbeitsschutz

rung der öffentlichen Beleuchtung mit Umstellung auf LED (100.000 Euro) und die Verbesserung bestehender Parkplätze (107.000 Euro). Franzensfeste ist nicht die einzige Gemeinde, die Änderungswünsche hat. Die Gemeinde Freienfeld hat beantragt, die Sanierung des Biotopes Kircherau (712.273 Euro) zu streichen und dafür einen neuen Park südlich der Sportzone Freienfeld anzulegen. Dafür sollen 592.279 Euro zur Verfügung stehen. 120.000 Euro sollen zusätz-

erker juni 12


lich in den Bau eines geologischen Lehrpfades fließen, genauso viel in die Gestaltung des Dorfplatzes in Mauls. Auch die Gemeinde Pfitsch schlägt einen Tausch vor. Statt der Trockensteinmauern in Kematen (106.260 Euro) wünscht sie sich Trockenmauern in Flains. Alternativ sollen Wasserleitungen errichtet oder das Mühlbachl renaturiert werden. Vorschläge kommen auch aus der Nachbarschaft. Die Gemeinde Vahrn möchte auf die Entwicklung eines bachbegleitenden Gehölzstreifens (237.200 Euro) verzichten und mit dem Geld lieber die Finanzierung für Abdichtungsarbeiten am Vahrner See (100.000 Euro) aufstocken, ein neues Konzept für die

Müllsammlung erstellen (141.000 Euro) und eine Wasserleitung bauen. Natz-Schabs möchte, dass der Betrag für die Errichtung eines Speicherbeckens bei 1,54 Millionen Euro bleibt. Die Vorschläge der Gemeinden werden nun einer UVP-Prüfung unterzogen, bevor sich die Landesregierung – voraussichtlich im Juli – auf ihrer Sitzung mit diesen befasst. Bis dahin arbeiten BBT-Gesellschaft, Beobachtungsstelle und Gemeinden an den Projekten weiter, die unverändert bleiben. Derzeit laufen Vorarbeiten zum geologischen Lehrpfad in Mauls, der mit rund einer Million Euro veranschlagt ist, und die Projektierung der Lärmschutzwände. rb

Offener Tunnel in Mauls

Rund 2.200 Besucher aus Südtirol, dem Trentino und Tirol besuchten Anfang Mai die BBT-Baustelle in Mauls. Pfarrseelsorger Pius Leitner las eine Messe. Danach führten die BBT-Mitarbeiter rund 1.800 Besucher in das Stollensystem im Inneren des Berges, demonstrierten den bergmännischen und maschierker juni 12

nellen Vortrieb und zeigten Videos über Sprengungen sowie Vortrieb der Tunnelbohrmaschine. Am Knotenpunkt Mauls wird seit einigen Monaten an den Haupttunnelröhren gebaut. Für das leibliche Wohl sorgte die Freiwillige Feuerwehr Mauls, für Spiel und Spaß der Verein „Kinderfreunde“. 9


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Akte Windpark vertagt Am 10. Oktober entscheidet das Verwaltungsgericht, ob der Windpark am Sattelberg gebaut werden darf oder nicht.

GARANTIE EIN LEBEN LANG SPENGLER WÄHLEN PREFA FÜR KUNDEN UND FÜR SICH SELBST Qualität, Langlebigkeit, Wartungsfreiheit und Sicherheit: Diese Kriterien müssen die PREFA Dächer und Fassaden erfüllen. Lukas Unterhuber, Mitarbeiter der Spenglerei Trenkwalder & Partner GmbH, wollte auch für sich selbst das Beste für sein neues Zuhause. Die Lösung war ihm bekannt, denn PREFA empfiehlt er seinen Kunden und wählte es deshalb auch für sein eigenes Heim in Sterzing. Ein neues Dach ist keine schnelle Entscheidung – es ist eine Entscheidung fürs Leben. Schließlich will man sich darunter wohlfühlen, keine Probleme mehr damit haben und in Sicherheit geborgen sein, das weiß Peter Trenkwalder genau. Er führt seit Jahren die Spenglerei Trenkwalder & Partner in Pfitsch. Seine langjährige Berufserfahrung hat er sicher auch seinem Vater Hubert Trenkwalder, ehemaliger Inhaber der Firma, zu verdanken. Mit seinen Mitarbeitern realisiert Peter qualitativ hochwertige Dächer und Fassaden und hat mittlerweile eine Reihe von Erfolgen mit PREFA gesammelt. Auch Lukas Unterhuber hat als Mitarbeiter der Spenglerei viele Dachsanierungen und Neubauten hinter sich. Sein Know-how hat er auch privat eingesetzt: Beim Neubau seines Hauses in Sterzing hat er sich für das PREFA Fassadesystem entschieden. Aus der großen PREFA Farbenvielfalt hat er die Farbe Anthrazit P.10 ausgewählt. Die Oberflächenbeschichtung PREFA P.10 macht den Werkstoff Aluminium noch härter und zuverlässiger. Mit PREFA P.10 wurde eine Lackierung entwickelt, die optisch matt erscheint und dennoch UV-, farb- und witterungsbeständig ist. Nur PREFA gibt 40 Jahre Garantie auf das Grundmaterial Aluminium und – mit der Oberfläche P.10 – auch auf die Farbe. Das Haus wirkt durch die vorgehängte Aluminiumfassade optisch sehr elegant, und da alle PREFA Fassaden verdeckt montiert werden, sind keine Befestigungsverbindungen sichtbar. Dazu kommt, dass diese Art der Außenhaut auch gegen Schlagregen resistent ist – es können keinerlei Schäden entstehen. Und die Fassaden sind praktisch selbstreinigend – sollte tatsächlich einmal Schmutz daran haften bleiben, so ist er bequem abwaschbar. Kurz: eine Auswahl, die wirklich alle Wünsche der Hausbesitzer und Architekten erfüllt.

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Am Ende der Verhandlung will keiner der Verlierer sein. „Den Windrädern hat man gehörig Wind aus den Segeln genommen“, freut sich Peter Thaler, AVS-Ortsstellenleiter von Gossensaß. Auch sein Gegenspieler Anton Seeber, Geschäftsführer der Sterzinger Firma Leitwind, ist guter Dinge. „Aus bautechnischen und witterungsbedingten Gründen könnte der Bau sowieso erst im nächsten Jahr beginnen.“ Das Verwaltungsgericht hat am 22. Mai beschlossen, am 10. Oktober zu entscheiden, ob die Projektbetreiber Leitwind AG, Etschwerke AG, Steinalm GmbH und die Energiegenossenschaft Pflersch am Sattelberg 19 Windräder errichten dürfen. Der Antrag, den Baubeginn sofort auszusetzen, wurde damit auf die Hauptverhandlung vertagt. Umweltschutzorganisationen, Alpenvereine und die Gemeinde Gries am Brenner hatten Rekurs eingereicht, um den Baubeginn „einer der größten alpinen Baustellen“ zu verhindern. Sie klagen vor allem die Südtiroler Landesregierung an, die in ihrem Beschluss wesentliche Umweltaspekte von Fachleuten ignoriert haben soll (Erker 05/12). Für die Juristen Andreas Widmann von der Rechtsanwaltssozietät Brandstätter und Arthur Frei erfüllt der Windpark auf europäischer, nationaler und Südtiroler Ebene alle gesetzlichen Voraussetzungen für einen Bau. Die Rechtsanwälte der Gegner, Wolfgang Wielander und Manfred Natzler, sehen es anders. „Der Windpark beeinträchtigt massiv das Landschaftsbild.“ Auch seien noch viele Fragen offen. „Das Verwaltungsgericht hat festgeerker juni 12


Windpark am Sattelberg: „Die Baukommission ist mit einem Projekt dieser Größenordnung beinahe überfordert.“ stellt, dass die bisherigen Beschlüsse für einen Baubeginn nicht ausreichen“, so Thaler. Seeber formuliert es so: „Das Verwaltungsgericht prüft bis zur Entscheidung sämtliche Beschlüsse auf deren rechtliche Grundlage.“ Thaler zufolge würde noch immer ein Großteil der Einverständnisse der Grundbesitzer und Grundeigentümer für Durchfahrten und Erdbewegungen fehlen. Noch nie diskutiert worden sei über die Zuständigkeit des Abbaues nach 20 Jahren. Unsicherheit herrscht zurzeit auch in der Baukommission der Gemeinde Brenner. Sie hat Anfang April mit vier Ja-, vier Neinstimmen, einer Enthaltung und einem weißen Stimmzettel ein wackeliges Okay zum Windpark ge-

geben. Der Gemeinderat hatte sich in seinen bisherigen Abstimmungen für den Windpark ausgesprochen. „Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist die Baukommission beinahe überfordert“, gibt Bürgermeister Franz Kompatscher zu. Man müsse fast ein Techniker sein, um alle Details genau prüfen zu können. Die Kommission hat von den Projektbetreibern noch mehrere Unterlagen eingefordert. Werden diese nachgereicht, könnte Kompatscher theoretisch die Baukonzession ausstellen, was aber noch Monate dauern könnte. Hinfällig wäre sie, wenn das Verwaltungsgericht im Oktober den Bau des Windparks ablehnt. rb

aktuell In den vergangenen Wochen hat der Windpark mehrmals die Gemüter erhitzt. In der Energiegenossenschaft Pflersch um Obmann Paul Röck haben sich im April 87 Prozent der anwesenden Mitglieder für den Windpark ausgesprochen. „Die Vorteile überwiegen eindeutig“, so Röck, müsse doch bei der rückläufigen Stromproduktion aus Wasserkraftwerken im Winter Strom hinzugekauft werden. Thaler interpretiert das Abstimmungsergebnis so: „Seit den Mitgliedern die Gründung einer Konsortialgesellschaft schmackhaft gemacht worden ist, wo scheinbar satte Gewinne ausbezahlt werden, ist der Großteil natürlich dafür.“ Und: Viele seien befangen. Ins Wespennest stach vor kurzem Walter Huber, als er den Windpark als „idealen Energielieferant für Züge, Beleuchtung, Belüftung und Antrieb im Brennerbasistunnel“ bezeichnete. Die Grünen warfen ihm „doppelten Lobbyismus“ vor, saß er doch früher in der Umweltagentur, die ein negatives Urteil zum Windpark abgegeben hatte. Huber sitzt auch im Vorstand der IIT, dem Institut für Innovative Technologien, genauso wie Windpark-Betreiber Anton Seeber. Auch Landtagsabgeordneter Sven Knoll (SüdTiroler Freiheit) lehnt den Windpark „entschieden“ ab. Die Projektbetreiber sind nach wie vor von der Sinnhaftigkeit des Windparks überzeugt. Das ist nicht weiter verwunderlich. Der Brennergrenzkamm gilt als einer der idealsten Standorte Europas.

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aktuell

Aus dem Gemeinderat Franzensfeste Theater

Demnächst kauft die Gemeinde der Pfarrgemeinde das baufällige Theatergebäude in Franzensfeste für 117.000 Euro ab. Ob das Grundstück als Parkplatz, Kleinheizwerk für gemeindeeigene Immobilien oder Recyclinghof genutzt werden soll, war lange nicht klar. Nun hat die Gemeinde entschieden, ein neues Gebäude mit Versammlungs- und Theaterraum zu errichten. Damit könnte im derzeitigen Konferenzsaal im Rathaus Platz für eine Medikamentenausgabestelle geschaffen werden. Derzeit schaut sich die Gemeinde nach Finanzierungsmöglichkeiten um. Bilanzänderung In einer Bilanzänderung hat die Gemeinde 20.000 Euro für das Breitbandnetz, 10.000 Euro für die Begleichung von Kondominiumsspesen, 6.000 Euro für die Grundschule und 12.000 Euro Heizkosten ausgewiesen. 96.000 Euro wurden vom ICI- auf das IMU-Konto umgebucht. Vertagt worden ist die Diskussion um die Festsetzung des IMU-Satzes. Regionentreffen in Bucine Zu Pfingsten nahm die Gemeinde Franzensfeste wieder am Regionenfestival in Bucine in der Toskana teil. Auf diesem Fest treffen sich Delegationen aus verschiedenen Regionen und Ländern, reden über Politik und tauschen an Ständen kulinarische, kulturelle und touristische Eigenheiten aus. 12

Gemein-d-sam gegen den Wind Die Bürgermeister von Freienfeld, Ratschings, Franzensfeste und Sarntal überlegen, die Bergkämme unter Schutz zu stellen – um Windräder auf den Bergen abzuwehren.

Die Idee stammt aus Pfitsch und kommt nicht von ungefähr. Vor einigen Monaten hatte die Gemeinde einen Beschluss gefasst, der für das Tal nachhaltige Folgen haben dürfte: In ihrem Landschaftsplan haben die Räte das Landschaftsschutzgebiet Innerpfitsch auf Pfitsch ausgeweitet, in Schmuders eine Bannzone geschaffen, kurzum: beinahe jedes Fleckerl Boden unter Schutz gestellt, wo der Wind stärker als eine Brise weht. Den Beschluss sieht die Gemeinde als Selbstschutz – um schon jetzt zu verhindern, dass im Tal neben privaten E-Werken und Gewächshäusern mit Photovoltaikanlagen bald auch Windräder wuchern. Sicherheitshalber schaut die Gemeinde über den Zaun – und sucht Schützenhilfe bei den umliegenden Gemeinden. Denn: Was nützt ein Landschaftsschutzgebiet im eigenen Garten, wenn die Windräder gleich daneben aufgestellt werden? Im Zillertal und im Valser Tal sind Berge schon längst unter Schutz gestellt. Jetzt könnten andere Gemeinden folgen. Auf der Gemeinderatssitzung in Freienfeld im April verkündete Bürgermeister und Präsident der Bezirksgemeinschaft Wipptal Armin Holzer, dass schon seit Winter Gespräche laufen würden, um die Bergkämme in Freienfeld, Ratschings, Franzensfeste und Sarntal unter Schutz zu stellen. Wann es soweit ist, steht noch nicht fest. Auch nicht, in welcher Form. „Noch drängt die Zeit nicht“, findet der Sarner Bürgermeister Franz Thomas Locher. „Längerfristig gesehen“ sei eine solche Initiative aber notwendig. Stimmen zufolge soll es Interessenten für Windkraftanlagen am Penser Joch geben. Genaues weiß Locher nicht. Er weiß nur, dass die bis-

herigen Messungen „bei weitem nicht“ der landesweit geforderten Mindeststärke von sechs Metern pro Sekunde entsprochen hätten. Für Sterzing mit dem Roßkopf soll das Thema Windkraft „uninteressant“ sein. Auch für Ratschings – wenn auch nur teilweise. Denn immerhin hat die Gemeinde die Nutzung der Windkraft in ihrem Energieleitplan nicht ausgeschlossen. Ein Grund dafür ist, dass bis heute kaum aussagekräftige Messungsergebnisse vorliegen. Vorsichtig mit einer Aussage ist Richard Amort, Bürgermeister von Franzensfeste. Windkraft spiele in seiner Gemeinde eine untergeordnete Rolle. Eigentlich wolle er sich nicht in die Angelegenheiten der Nachbargemeinde einmischen. Doch wenn alle dafür seien, würde er die Entscheidung, Bergkämme übergemeindlich unter Schutz zu stellen, wohl mittragen. Brenner hat schon reagiert. Die Gemeinde hat im Zuge der Überarbeitung ihres Landschaftsplanes das Schlüsseljoch an der Gemeindegrenze zu Pfitsch unter Schutz gestellt. Nicht aber den Sattelberg. Dort wollen Leitwind AG, Etschwerke AG, Steinalm GmbH und die Elektrizitätsgenossenschaft Pflersch 19 Windräder errichten. Die Gemeinde wäre mit vier Prozent des Umsatzes beteiligt. Grundsätzlich aber, lassen die Bürgermeister durchklingen, seien sie mit einer gemeindeübergreifenden Unterschutzstellung einverstanden. Freienfelder Energiememorandum abgelehnt Wenig begeistert von den SVP-internen Gesprächen ist die Freie Liste Freienfeld. Nicht, weil sie gegen die erker juni 12


Diskussion an sich ist, sondern weil die SVP „wieder einmal“ spät darüber informiert hätte. Die Arbeit, ein Energiememorandum für Freienfeld auszuarbeiten, hätte sich die Bürgerliste sparen können. Die SVP lehnte es mehrheitlich ab. Auf zwei Seiten listet die Opposition auf, wie die Energiepolitik in Zukunft aussehen soll. Dazu gehört u. a. ein klares Konzept, aus dem hervorgeht, ob und welche Projekte für Freienfeld interessant sind und welchen Höchstpreis die Bürger dafür zahlen wollen. „Bisher hat das Land seine Richtlinien auf Standorte und Antragsteller zugeschnitten, negative Fachgutachten ignoriert und über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden“, so FLF-Rätin Verena Überegger. Dass ein Energiememorandum für eine einzelne Gemeinde zu mehr Widerstandskraft verhelfen kann, bezweifeln die SVP-Räte – obwohl sich ihre Meinung teilweise mit jener der Opposition deckt. Bürgermeister Holzer findet den Text „schön zum Durchlesen und gut aufgebaut“. Nur: „Kopf stehen“ werde deswegen kein Landesfunktionär, meint SVP-Rat Paul Überegger. Dies hätten sie in Vergangenheit öfters bewiesen. Im Wassernutzungsplan, den das Land überarbeitet hat, empfahlen die Gemeinden Freienfeld und Franzensfeste in einer Stellungnahme, den Eisack vor hydroelektrischer Nutzung und Erweiterungen von E-Werken zu schützen. Das Land entschied anders und Franzensfeste guckte zu, als das Unternehmen Plunger daran ging, sein bestehendes Werk am Eisack auszubauen. Die Freienfelder fürchten ähnliches. Die Skiliftgesellschaft Jochtal will am Valser Joch, der Gemeindegrenze zwischen Mühlbach und Freienfeld, vier Windkraftanlagen errichten. „Würde die Gesellschaft nicht eine Zufahrtsstraße auf Freienfelder Gemeindegebiet benötigen, hätte sie uns nie involviert“, so Holzer. Er selbst ist gegen den Windpark. Lässt er sich nicht verhindern, soll für die Gemeinde aber zumindest ein Vorteil herausschauen. Im Energiememorandum fordert die Opposition auch, bis zur Vorerker juni 12

lage eines Energiekonzeptes keine neuen Projekte voranzutreiben. „Damit“, so Referent Alfred Sparber (SVP), „schränken wir uns aber in unserer Handlungsfähigkeit ein, die ohnehin schon schwerfällig ist.“ Zwei E-Werke im Visier Nicht entgehen lassen will sich die Gemeinde Freienfeld den Bau von zwei E-Werken, eines in Senges und eines in Genauen. Die Konzession für das Projekt Almkraftwerk in Senges hat die Gemeinde, die mit 51 Prozent daran beteiligt ist, im Dezember 2011 erhalten. Die restlichen Anteile halten Private. Inzwischen hat die Landesenergiegesellschaft SEL zugesagt, dass der Strom innerhalb von zwei Jahren ins Netz eingespeist werden darf. Das Kraftwerk soll 1,8 Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren. Bei der UVP liegt derzeit das zweite Projekt. Es ist ein Konkurrenzprojekt zu jenem der Staro KG von Robert Stafler und soll 14,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren. In ihrem Projekt hält die Gemeinde 72 Prozent, den Rest die Grundbesitzer. Um die Chancen auf eine Konzession zu erhöhen, sind derzeit beide Einbringer, Gemeinde und Robert Stafler, in Verhandlung, eines der beiden Projekte voranzutreiben. „Wir sind an einem guten Punkt“, so Sparber. Skeptische Blicke bei der Opposition. „Wir stimmen nicht ab für Projekte, die wir nicht kennen“, so die FLF und stimmte auf der Gemeinderatsitzung gegen eine Bilanzänderung. 50.000 Euro braucht es, um die Vorarbeiten für das Almkraftwerk voranzutreiben, 100.000 Euro, um eine Gesellschaft für das Projekt in Genauen zu gründen. Dafür wurden in der Bilanz Projekte wie die geplante Hängebrücke in Mauls zurückgesetzt. Die FLF begründet ihren Widerwillen gegen das Projekt in Genauen u. a. damit, dass sie dem Gemeindebeschluss, keine neuen E-Werke am Eisack zuzulassen, treu bleiben wolle. Die SVP will das E-Werk trotzdem vorantreiben. „Um es nicht Privaten zu überlassen.“ rb 13


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Freienfeld

Satzung wird nicht geändert Die SVP sagt Nein zum Antrag der Freien Liste Freienfeld (FLF), die Gemeindesatzung abzuändern. Den Entwurf, der die Bürger „zum Mitdenken, -reden und -handeln“ animieren soll, hatte die Oppositionspartei zusammen mit der Initiative für mehr Demokratie vorbereitet. Im Vorschlag der FLF geht es u. a. um die Abhaltung von Bürgerversammlungen, Volksbefragungen und die Einbringung von Tagesordnungspunkten. 50 gemeindeansässige Bürger sollten demnach einen Antrag auf eine Bürgerversammlung stellen dürfen, welche die Gemeindeverwaltung dann innerhalb von 30 Tagen abhalten muss. Bürgermeister Armin Holzer ist zwar vom Text („wunderbar geschrieben“) begeistert, doch nur teilweise vom Inhalt, da sich daraus „organisatorische Schwierigkeiten“ ergeben würden. Das teilweise unterbesetzte Personal sei in Zeiten wie Haushaltserstellung, Jahresabschluss und Neuregelung der Immobiliensteuer IMU ohnehin ausgelastet, so Holzer auf der Gemeinderatssitzung im April. Derzeit ist einmal im Jahr eine Bürgerversammlung vorgesehen. Um Personal zu entlasten, so Verena Überegger (FLF), könnten Bürgerversammlungen genauso gut von politischen Vertretern organisiert werden. Eine Volksbefragung, so ein weiterer Vorschlag der FLF, sollen 20 volljährige Bürger beantragen dürfen. Durchgeführt wird sie, wenn diese Promotoren es schaffen, Unterschriften von mindestens sechs Prozent der Stimmberechtigten zu sammeln. Betrifft die Abstimmung nur einen Teil der Gemeinde, braucht es mindestens zehn Prozent er dort lebenden Bevölkerung. Beteiligen sich 15 Prozent der Stimmberechtigten an der Abstimmung, ist sie gültig. Betrifft es nur einen Gemeindeteil, braucht es ein Beteiligungsquorum von mindestens 33 Prozent. 14

zer regte an, in nächster Zeit die Hundeordnung zu überarbeiten. Altkleidersammlung Die FLF schlägt vor, in Freienfeld einen Altkleidercontainer der Caritas aufzustellen. Überlegt wurde, einen Container unterhalb des Rathauses oder beim Minirecyclinghof anzubringen. Ob der Container kommt, steht noch nicht fest. Erst will der Ausschuss mit dem Leiter des Minirecyclinghofes sprechen. SVP-Rat Martin Rainer befürchtet, dass es mit dieser Regelung bald „zu jedem Verwaltungsakt eine Befragung“ geben könnte. Außerdem sei das Quorum schon einmal herabgesetzt worden. Derzeit wird auf Landesebene über Quoten, Quorum und Wahlalter diskutiert. Dieses Ergebnis, so Holzer, wolle man erst abwarten. Ein nächster Vorschlag sieht vor, dass auch Bürger einen Tagesordnungspunkt einbringen dürfen, der dann auf der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert wird. Dazu müssten mindestens 20 Bürger eine schriftliche Petition einbringen. Auch zu diesem Punkt geht die Meinung zwischen SVP und FLF auseinander. „Wir möchten den Bürgern eine parteiunabhängige Möglichkeit bieten, zumal die SVP unsere Anträge oft niederstimmt“, so die FLF. Laut Holzer könnten sich die Bürger mit ihren Anliegen parteiunabhängig an jeden Gemeinderat wenden, die im Rat auch objektiv behandelt würden. „Verschandeltes Dorfzentrum“ Diskussion gab es auf der jüngsten Gemeinderatssitzung in Freienfeld auch über das Dorfzentrum in Trens. Dreimal hat die Baukommission einen Antrag von Peter Faistnauer abgelehnt. Dieser rekurrierte, erhielt Recht und durfte neben der Wallfahrtskirche in Trens einen Reitstall errichten. Recht ist das den Gemeinderäten nicht, hat

er nun doch „das schönste Platzl von Trens“ verbaut. „Katastrophal schaut das aus“, ärgert sich SVPRat Josef Rainer, der den Pferdestall lieber 300 Meter weiter Richtung Berghang sehen würde. „Was sind negative Gutachten heutzutage wert, wenn das Land eh tut, wie es will?“, fragen sich einige Gemeinderäte. Und Martin Rainer (Rumler) wirft die Frage in den Raum: „Hätte sich der Bürgermeister auch weigern können, die Konzession auszustellen?“ Holzer sagt, er sei dazu verpflichtet gewesen. Trotzdem will sich der Ausschuss informieren, welche Spielräume die Gemeinde künftig in ähnlichen Fällen hat. Der Bauherr hat inzwischen einen neuen Antrag eingereicht, diesmal für einen Reitplatz. Die Baukommission hat ein negatives Gutachten ausgestellt.

Neue Müllordnung Der Gemeinderat hat eine überarbeitete Müllordnung zur Bewirtschaftung der Hausabfälle und gleichgestellten Sonderabfälle genehmigt. Die wichtigsten Änderungen: Betriebe können mit der Gemeinde eine Konvention abschließen, um über den Recyclinghof gewisse Sonderabfälle zu entsorgen. Bisher mussten sie sich selbst darum kümmern. Auf Vorschlag der FLF können künftig bis zu 50 Batterien und Toner im Jahr im Minirecyclinghof abgegeben werden. Hol-

Trinkwasserleitung Gschließ Spätestens beim Allfälligen kommt sie immer wieder zur Sprache: die Trinkwasserleitung in Gschließ. Die Höfe „Pinter“ und „Klammer“ in Gschließ verfügen noch nicht über einen Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz. In Gschließ ist außerdem kein Löschwasser für Brandfälle aufbereitet. Eine politische Entscheidung ist gefallen, ein technisches Büro hat ein Projekt ausgearbeitet, doch müssen die Unterlagen – anders als erwartet – doch noch durch verschiedene Instanzen durch. Paul Hochrainer (FLF) beanstandete, dass sich seit Jahren an der Situation nichts geändert habe. „Wir hoffen, dass die Arbeiten noch heuer beginnen können“, so SVP-Referent Martin Rainer. Bilanzänderung In einer Bilanzänderung in Höhe von rund 180.000 Euro schöpft die Gemeinde Geld frei, u. a. für zwei E-Werk-Projekte (125.000 Euro), einen Masterplan für das Breitbandnetz (10.000 Euro), Gehaltsnachzahlungen (14.050 Euro), Überstunden (12.000 Euro), Sitzungsgelder (5.500 Euro), den anstehenden Verkauf von Roßkopf-Aktien (4.000 Euro), die Projektierung für die Gestaltung des Rathausplatzes (14.398 Euro) und die Einrichtung für die Kindergärten in Mauls und Stilfes (24.700 Euro). rb erker juni 12


Brenner

Staudi ist Ehrenbürger Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Räte der Marktgemeinde Brenner Patrick Staudacher zu ihrem Ehrenbürger ernannt. „Staudi“, der Skistar aus Pflersch, hat bei den Ski-Weltmeisterschaften 2007 in Schweden Gold im Super-G gewonnen. Nach Gemeindearzt Dr. Gian Giacomo Lombardo, Pfarrer Johann Mantinger und Kanonikus Paul Rainer ist er der vierte Ehrenbürger der Gemeinde. Genehmigt hat der Gemeinderat die Jahresabschlussrechnungen 2011 der Freiwilligen Feuerwehren von Gossensaß und Pflersch sowie die kommunale Abschlussrechnung für das vergangene Geschäftsjahr. Den Verwaltungsüberschuss in Höhe von 206.796 Euro investiert die Gemeinde u. a. in den Bau einer neuen Feuerwehrhalle in Pflersch (62.000 Euro), in den Ankauf von neuen Müllcontainern (rund 22.000 Euro) und in die Erneuerung der Einrichtung im Gemeindesaal (20.000 Euro). Ein Landesbeitrag in Höhe von 200.000 Euro fließt in die Dorferneuerung von Gossensaß, für die

rund 500.000 Euro veranschlagt wurden, und in Hoferschließungsstraßen. Kleinere Beiträge wurden für die Sanierung der Umkleidekabinen im öffentlichen Schwimmbad und für Interreg-Projekte zweckbestimmt. Genehmigt wurden auch Abänderungen der Zonenpläne zur Abgrenzung des Einzugsgebietes für das Fernheizwerk Gossensaß und das noch zu errichtende Fernheizwerk am Brenner. Zudem hat der Rat beschlossen, das ehemalige Schulgebäude in Außerpflersch zu verkaufen, das 2010 wegen zu geringer Schülerzahl aufgelassen wurde. rr

Stange

Ausstellung „Weiterbauen am Land“ Bis zum 15. Juni ist im Gemeindesaal des Rathauses in Stange die Wanderausstellung „Weiterbauen am Land – Verlust und Erhalt der bäuerlichen Kulturlandschaft in den Alpen“ zu sehen. Die Aus-

stellung dokumentiert die Vielfalt, aber auch den Zwiespalt von Restaurierung, Umbau oder Neubau im ländlichen Raum. erker juni 12

Anlässlich der Wanderausstellung haben Christoph Hölz und Walter Hauser über den StudienVerlag Innsbruck eine Schriftenreihe des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck mit 400 zumeist farbigen Abbildungen herausgegeben. Der Katalog ist im Buchhandel erhältlich. Die Ausstellung in Stange ist von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 15.30 bis 16.45 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. 15


aktuell

Sterzing

Gemeinderat genehmigt Abschlussrechnung Zankapfel Roßkopf: Muss Gemeinde wirklich aus Gesellschaft aussteigen? Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat von Sterzing die Jahresabschlussrechnung für das Finanzjahr 2011 im Ausmaß von 30 Millionen Euro genehmigt. Lebhaft diskutiert wurde einmal mehr über einen möglichen Ausstieg der Gemeinde aus der Roßkopf-Gesellschaft. Die Rechnungslegung der Stadtgemeinde Sterzing für das Finanzjahr 2011 hat der Rat bei fünf Enthaltungen der Opposition gutgeheißen. Der Verwaltungsüberschuss von 1,8 Millionen Euro wurde in den laufenden Haushalt eingebaut und zweckgebunden: 410.000 Euro haben die Räte für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Balneum festgeschrieben, 230.000 Euro für die Sanierung von Quellfassungen am Roßkopf, 131.000 für die einstweilige Stundung von Mehrausgaben für Bauschäden an der Grundschule „Josef Rampold“, 114.000 Euro für die Erstellung der Gefahrenzonenpläne, 110.000 Euro für die Sanierung der Straße von Tschöfs nach Matzes, 70.000 Euro für andere Straßenarbeiten. 55.800 wurden für die Sanierung des Altenheimes in den Haushalt eingebaut. 20.000 Euro stehen jeweils für die Sanierung von Fresken in der Heilig-Geistkirche und Arbeiten im Freibad bereit, 30.000 Euro für den Ankauf von Büchern für die Stadtbibliothek. Durch die neue Photovoltaikanlage, so Bürgermeister Fritz Karl Messner, könnten die Energiekosten im Balneum um gut 40.000 Euro reduziert werden. Derzeit belaufen sich diese auf knapp 290.000 Euro jährlich. Das Balneum selbst hat, so Bürgermeister Messner, rund 11,5 Millionen Euro gekostet. Stadttheaterpräsident Gerhard Haller legte die Abschlussrechnung des Stadttheaters in Höhe von 275.500 16

Sadobre: Altes Bürogebäude wird abgerissen Euro vor. Das Jahresdefizit 2010 von 39.900 Euro wurde ebenfalls mit dem Verwaltungsüberschuss abgedeckt. Bürgermeister Messner dankte Haller für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Erfreut zeigten sich die Räte darüber, mit Anfang Mai endlich wieder einen Pächter für das Theatercafé gefunden zu haben. Gutgeheißen hat der Gemeinderat die Abschlussrechnung der Freiwilligen Feuerwehren von Sterzing (281.000 Euro) und Thuins (13.550 Euro). Oppositionelle Anfragen In einem parteiübergreifenden Beschlussantrag forderte die Opposition durch eine Änderung der kommunalen Geschäftsordnung eine schnellere Zustellung der Ratsprotokolle. Nach zäher Diskussion einigte man sich schließlich auf eine Zustellung desselben zwischen 15 und 30 Kalendertagen. Anfragen von Davide Orfino (FLI) betrafen die Förderung von Projekten für den Immersionsunterricht. Am in Südtirol vielstrapazierten Begriff stießen sich viele Räte, einigten sich am Ende aber darauf, dass die Gemeinde Projekte zur besseren Erlernung der Mutter-, Zweit- und

Fremdsprache unterstützen wolle. Eine weitere Anfrage Orfinos betraf das im Wahlkampf von vielen propagierte Jugendzentrum: Hier würden die Töne immer leiser. Die umliegenden Gemeinden, so der Bürgermeister, hätten kein Interesse an einer bezirksweiten Struktur, ein kleineres mit der Gemeinde Pfitsch behalte man aber in Evidenz. Kurzum: Es gibt derzeit keine konkreten Bemühungen zur Errichtung eines solchen. Orfino wollte auch in Erfahrung bringen, ob der Citybus-Dienst ausgeweitet werden könne. Laut Bürgermeister Messner sei derzeit kein Bedarf dafür gegeben. Der Busdienst hat die Gemeinde im vergangenen Jahr 51.000 Euro gekostet. Insgesamt wurden 60.000 Personen befördert, davon 29.000 zahlende. Auf eine Anfrage der FreiheitlichenRatsfraktion zum geplanten LKWParkplatz auf dem Sadobre-Gelände verlas Bürgermeister Messner ein Schreiben von Autobahnpräsident Walter Pardatscher. Darin teilt dieser mit, dass eine Neugestaltung bzw. Erweiterung des LKW-Parkplatzes im Moment nicht geplant sei; die A22 habe derzeit andere Prioritäten.

Neue Parkplätze Seit kurzem gibt es vor dem Stadttheater in der Bahnhofstraße 12 neue, gebührenpflichtige Parkplätze und einen Behindertenparkplatz. Die Parkdauer beschränkt sich auf höchstens elf Stunden. Untertorplatz Ab 17. Juni halten Touristenbusse nicht mehr am Untertorplatz, sondern – bis ein definitiver Parkplatz gebaut ist – auf einem Auffangparkplatz an der Brennerstraße nahe Maibad. Damit wollen Land und Gemeinde dem Chaos am südlichen Eingang ins Stadtzentrum ein Ende bereiten. Seit Herbst vergangenen Jahres hielten Linienbusse aus Ratschings, Ridnaun, Jaufental und Telfes nur noch ab und zu am Untertorplatz. Die Zufahrt liegt ungünstig, Reisebusse besetzten oft den Platz, Linienbusse verspäteten sich, Fahrgäste versäumten den Anschluss. Die Gemeinde hatte sich daraufhin entscheiden müssen, entweder Linienbusse oder Touristenbusse am Untertorplatz anhalten zu lassen. Die Entscheidung fiel auf den Nahverkehr. Dafür finanziert das Landesamt für Personenverkehr nun einen Zubringerdienst zum Untertorplatz. Wahrscheinlich wird sich daran vor der neuerlichen Konzessionsvergaerker juni 12


aktuell

Roßkopf be auch nichts ändern. Umgesetzt habe man inzwischen ein automatisches Zufahrtssystem. Demnächst soll das TopStop-Gebäude umgebaut und das alte Bürogebäude abgerissen werden. Eine weitere Anfrage der Freiheitlichen betraf den Energieverbrauch der gemeindeeigenen Liegenschaften, bei dem es durchaus Einsparmöglichkeiten gebe. Bürgermeister Messner teilte daraufhin mit, dass die Führung der Heizungen 1995 ausgeschrieben worden war. 2011 lagen die Wärme- und Energiekosten der gemeindeeigenen Gebäude inklusive der Schulen und Kindergärten bei gut 758.000 Euro; die öffentliche Beleuchtung kostete knapp 70.000 Euro. Eine Bauleitplanänderung betraf die Umwidmung von 11.900 m2 Wald in landwirtschaftliches Grün bei den „Flanerwiesen“. Ergänzt wurde auch das Durchführungsprogramm für die Hotelzone im Parkweg, abgeändert der Durchführungsplan für das Industriegebiet in Unterackern. lg

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„Über Ausstieg nochmals diskutieren“ In einem offenen Brief an die Gesellschafter der Neuen Rosskopf GmbH teilt Präsident Helmut Messner mit, dass man sich in den vergangenen Monaten eingehend mit der Talabfahrt auseinandergesetzt und von allen Grundeigentümern die grundsätzliche Zustimmung erhalten habe. Befasst hat sich der Verwaltungsrat Anfang Mai auch mit dem Ankauf der drei Liftanlagen (Telfer-, Panorama- und Stocklift) am Roßkopf von der Seilbahn Sterzing-Raminges-Roßkopf GmbH. Dabei kam man zum Schluss, dass „ein Ankauf unwirtschaftlich wäre, zumal bis 2015 ein Pachtvertrag vorliegt und der Skibetrieb am Roßkopf derzeit keine Gewinne zulässt. Dennoch waren die Verwaltungsräte der Meinung, „aufgrund des politischen Drängens in Bezug auf den ‚Schrottwert‘ bzw. hypothetischen Nutzwert der Anlagen“ ein Angebot zu machen. Sie haben dafür nun insgesamt 300.000 Euro geboten, so Präsident Messner. In der Gemeinde hat die Gesellschaft am 10. Mai Anträge für diverse Bauleitplanänderungen für die Ausweisung mehrerer touristischer Zonen eingereicht, so bei der Bergstation und der Sternhütte, unterhalb des Sterzingerhauses für die Errichtung eines Hotels und für die Ausweisung einer Zone für die „Einrichtung von Tierparken, Freizeiteinrichtungen, Golf- und Reitplätzen, Naturrodelbahnen sowie Anlagen für Freizeittätigkeiten“. Für die Löschung und Eintragung von Liftachsen hat Helmuth Erspamer, Präsident der Seilbahn Sterzing-Raminges-Roßkopf GmbH, bisher nicht unterschrieben, „da man

diese vom Ankauf der Liftanlagen abhängig macht“, so Messner. Am Berghang gegenüber der Bergstation wird die Rosskopf 2000 GmbH in diesem Sommer ein zweistöckiges Servicegebäude errichten, in dem auch das Büro der Skischule samt Kinderbetreuung untergebracht wird. Den Ausstieg der Gemeinden Sterzing, Freienfeld, Pfitsch und Ratschings aus der GmbH kann Messner in keiner Weise nachvollziehen. „Es sollte nochmals darüber diskutiert werden, ob die Aufstiegsanlagen nicht auch von öffentlichem Interesse sind. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat FreiheitlichenAbgeordnetem Thomas Egger auf eine Anfrage Helmut Messner: „Von 40 Südtiroler Geim Landtag hin mitgeteilt, meinden sind bisher nur die Wipptaler dass von 40 Gemeinden Gemeinden aus Liftgesellschaften ausgein Südtirol, die Beteiligunstiegen, andere erkennen das öffentliche Interesse.“ gen an Aufstiegsanlagen unterhalten, lediglich die Gemeinden Sterzing, Freienfeld, Ratschings und Pfitsch sowie die Gemeinde Brenner beschlossen haben, ihre Beteiligung abzutreten. Da muss man sich schon fragen, welcher Unterschied zwischen den Aufstiegsanlagen Roßkopf und Ladurns und den restlichen Aufstiegsanlagen in Südtirol besteht, wo doch die dortigen Gemeindeverwaltungen das öffentliche Interesse in diesen Anlagen erkennen“, so Messner. lg

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wirtschaft

Das unaufhaltsame Sterben der Zapfsäulen 11 ellen die Luft ab. Seit Jänner 20 kst Tan en nür sch e eis npr nzi Be en Die hoh äulen abmontiert. Die „Q8“ pfs Za die k zir Be im r ibe tre nbe haben drei Tankstelle ptalern bald der Sprit aus? Wip den ht Ge n. sei e hst näc die in Mauls könnte Zwölf Jahre. Und jetzt soll alles vorbei sein? „Wenn es so weitergeht, wird es wohl soweit kommen.“ Petra Fleckinger macht sich nichts vor. Seit zwölf Jahren führt sie zusammen mit ihrem Ehemann Klaus die „Q8“-Tankstelle unterhalb von Mauls. Dass der Betrieb schlecht läuft, ist kein Geheimnis. Von der Tankstelle mit den vier Tanks, so Petra, könne höchstens eine Person leben. Seit in Italien die Preise für Benzin und Diesel fast täglich steigen, wird auch in Mauls weniger getankt. „Die Leute lassen das Auto zuhause stehen, fahren mit dem Zug oder Bus, tanken dort, wo es günstiger ist. Das ist auch verständlich.“ Gäbe es die Stammkunden nicht und die Bar, hätten die beiden den Laden längst schließen müssen.

nach 50 Jahren „Schluss“ zu machen. „Ich werde mich aber damit abfinden. Zeiten ändern sich eben.“ Adalbert Hochrainer kann sich noch gut daran erinnern, als es am Brenner noch fünf Tankstellen gab, eine in Mauls, eine in Graßstein, zwei in Franzensfeste, in Sterzing waren es sieben; auch in Wiesen gab es eine und eine am Jaufenpass. Manchmal klingelten ihn Autofahrer mitten in der Nacht aus dem Bett, weil sie Sprit brauchten. Adalbert Hochrainer arbeitete sieben Tage die Woche, ohne Feiertag, bis es irgendwann üblich wurde, Ruhetage einzulegen. Lange her. Ob die Tankstelle bleibt, weiß er selber noch nicht. „Vielleicht hat mein Sohn Interesse. Und sonst ... keine Ahnung.“

Was Petra und Klaus Fleckinger möglicherweise vor sich haben, hat Adalbert Hochrainer hinter sich. Seit Ende März winden sich um die beiden Zapfsäulen der „IP“-Tankstelle beim Prantner keine Benzingerüche mehr, sondern weiß-rote Plastikbänder. Auch die Regale im Shop sind leergeräumt. „Die Tankstelle hat nichts mehr hergegeben“, so Hochrainer. Zuletzt hat er nur noch einen 10.000-Liter-Tank pro Monat geleert. Einen von dreien. Mit Preisen, wie sie Private oder die Konkurrenz anbieten könnten, habe er nicht mithalten können. Touristen rauschten an ihm vorbei, Einheimische auch. Leicht sei es ihm nicht gefallen,

Wie ihm ist es zwei weiteren Tankstellenbetreibern im Wipptal ergangen. Ein paar hundert Meter nördlich der „IP“ erinnert nur noch der Name der Jausenstation daran, dass hier einmal eine „Esso“Tankstelle gestanden hat. Schon vor vier Jahren musste Christian Sparber einsehen, „dass hier nichts mehr zu verdienen ist“. Als er 2009 für längere Zeit im Krankenstand war und bald darauf noch einmal, klopfte ihm die „Esso“ auf die Finger, weil der Umsatz rückläufig war. Irgendwann, so Sparber, sei das Interesse verschwunden, den Betrieb weiterzuführen, bei ihm selbst und bei „Esso“ auch.

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Es gibt viele Gründe, warum immer mehr Mineralölkonzerne ihre Filialen schließen. „Eine ganze Branche strukturiert sich um“, meint ein Tankwart. Tankstellen hätten für Mineralölgesellschaften nur dann einen Wert, wenn erstens der Umsatz und zweitens der Ertrag stimme. Viele können die härteren Kriterien nicht erfüllen. Überdies hätten viele Tankstellen einen hohen Investitionsbedarf: neue Zapfsäulen, neue Gebäude, neue Erdtanks. Die Umsatzschwächeren können die notwendigen Mittel dafür nicht aufbringen. Investitionen hätte es auch bei der „Esso“-Tankstelle von Christian Sparber gebraucht. Doch „Esso“ entschied anders. Mit 1. Jänner 2011 wurde kein Treibstoff mehr ausgegeben, auch nicht in Ried, einer weiteren „Esso“-Tankstelle im Wipptal. Die Zapfsäulen und Leuchtreklamen sind längst abgebaut und einer Wiese gewichen; Max Braunhofer, langjähriger Tankwart, ging in Pension, Christian Sparber wechselte zu einer „Shell“Tankstelle in Sterzing.

„Shell“ und „Eni“ machen weiter „Esso“ hat in letzter Zeit mehrere Tankstellen geschlossen, vor allem in Österreich und auf der Autobahn. Noch gut im Rennen scheinen „Shell“ und „Agip“, die sich heute „Eni“ nennt, zu sein. Trotz Krise haben die beiden Konzerne in ihre

Tankstellen im Wipptal investiert. Laut Gesetz müssten in Südtirol alle Tankstellen neuen Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen angepasst werden, u. a. damit der Treibstoff nicht ins Grundwasser gelangt. Tun sie es nicht, droht die Schließung. Wie der Tankstelle in Mauls. „Q8“ hat bis jetzt noch kein Interesse daran gezeigt, sie umzubauen. Im September, so Petra Fleckinger, wird die Frist dafür ablaufen. Der italienische Erdöl- und Energiekonzern „Eni“ hat schon vor Jahren reagiert. Er bot an der Brennerstraße südlich von Sterzing als eine der ersten Tankstellen der Region „Self Service“ an. Wer selbst tankt, zahlt um zwei Cent pro Liter weniger. Ein Grund mehr für Autofahrer, bei solchen Tankstellen einzukehren. Tankstellenbetreiber Peter Gschnitzer hat „keine Erklärung“ dafür, warum sein Betrieb trotz Krise läuft. Vieles hänge wohl von der Betriebsführung ab, sagt er, von Preisverhandlungen mit Firmen, dem Willen und dem Mut, sich früh genug den Trends anzupassen. Im Sommer oder Herbst soll auch die „Shell“-Tankstelle beim Gasthof „Klammer“ den Sicherheitsbestimmungen angepasst und um einen Shop erweitert werden. Die Tankstelle, die Bäcker Andreas Fleckinger übernommen hat, liegt günstig. Wenige Meter daneben wird noch heuer ein großer Supermarkt gebaut. Zu viel will sich Fleckinger aber nicht erwarten. Zieht der Umsatz im Betrieb nach dem Umbau

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wirtschaft

Drei Tankstellen sind seit 2011 geschlossen: (v. l. ) die „IP“ beim Prantner in Sprechenstein, die „Esso“ in Ried und die „Esso“ in Sterzing

nicht an, wird er die Tankstelle aufgeben. Eine weitere „Shell“-Tankstelle befindet sich bei der Autobahnausfahrt in Sterzing. Die Firma hat einen neuen Flüssiggastank gebaut, einen Kiosk und den Platz neu gestaltet. Viel herauszuholen sei aber auch an dieser Tankstelle nicht, sagt Pächter Robert Schifferle. LKW tanken hier schon lange nicht mehr. Vier Cent bleibe einem Tankstellenbetreiber pro Liter, brutto. Netto sei es gerade mal ein Cent. Tankwart als Hauptjob rentiere sich nicht mehr. Deshalb haben auch viele einen Zweit- oder Drittberuf.

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Wie Ingrid Kofler von der„Total“-Tankstelle gegenüber dem „City Center“. Sie arbeitet nebenbei als Taxifahrerin und auch sie sagt: „Leicht ist es nicht.“ Vor fünf Jahren hat sie die Tankstelle einen Monat lang zusperren müssen – wegen Umbau. Vergangenes Jahr musste sie es noch einmal tun, weil dem Land in der Zwischenzeit eingefallen ist, dass Zusatzleitungen doppelt verpackt sein müssen. Zwei Monate, in denen kein Kunde zum Tanken vorbeikam. Zwei Monate, in denen das Geld in der Kasse fehlte. „Dann kannst du froh sein, wenn dir die Stammkunden trotzdem bleiben.“

„Das Land hat uns gerettet“ In einem sind sich die Tankstellenbetreiber einig: „Das Land hat uns gerettet.“ Ohne Finanzspritze aus Bozen wäre kaum eine Tankstelle im Bezirk überlebensfähig. Wegen der drastisch erhöhten Treibstoffpreise fahren vor allem in Grenznähe immer mehr Wipptaler Bürger über die Grenze nach Österreich. Weil Österreich weniger Steuern berechnet, können Tankstellen ihren Sprit um 30 Cent pro Liter günstiger hergeben. Das zieht. In Nordtirol klingeln die Kassen, zum

Ärger der Tankstellenbetreiber im Wipptal. „Unverständlich, dass in der Europäischen Union ein Land wie Österreich mit billigeren Preisen Kunden locken darf“, so Schifferle. Die Spritpreise in Deutschland und Slowenien seien genauso hoch wie in Italien. Seit immer mehr Südtiroler im Ausland tanken, hat das Land ein Vermögen verloren. In Südtirol, erklärt ein Pächter, entfällt ein Euro des Benzinpreises auf Steuern. Diese gehen nicht an den Staat, sondern zum Großteil an das Land. 30 Cent entfallen auf den Rohstoff, 20 Prozent gehen an die Erdölfirma, vier

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wirtschaft

Der „Q8“ in Mauls droht die Schließung.

Cent bleiben dem Pächter und mit dem Rest wird an der Börse spekuliert. Das Land, so ein Tankwart, verdient damit eine Million Euro pro Tag. Wohl auch deshalb hat das Land reagiert. Vor 20 Jahren, als die Wipptaler Landeshauptmann Luis Durnwalder um finanzielle Hilfe baten, erhielten die Pächter noch zur Ant-

Die „Shell“ in Sterzing wird im Sommer umgebaut.

„tanken frisch hinterm Brenner“, denn sie hätten „eh oben zu tun“, gehen einen Sprung ins M-Preis und füllen einen Lottoschein aus. Treibstoffverbrauch, Tanktourismus und Steuergeld, das die zukünftige Rente finanzieren soll, hin oder her. Unterm Strich, sagen die Tankstellenpächter im Wipptal, würde sich

Die „Shell“ an der Autobahnausfahrt: „LKW tanken hier schon lange keine mehr.“

wort: Es tue ihm leid, aber das liege nicht in der Kompetenz des Landes. Heute ersetzt das Land Wipptalern, die in Grenznähe ihren Wohnsitz haben, einen Teil des Treibstoffpreises. Wer nicht mehr als zehn Kilometer entfernt wohnt, bekommt 95 Prozent der Preisdifferenz zwischen dem Treibstoffpreis in Österreich und Italien ersetzt. Im Wipptal sind dies die Gemeinden Brenner und Sterzing. Wer bis zu 20 Kilometer von der Grenze entfernt wohnt, erhält 70 Prozent der Preisdifferenz. Diese Regelung gilt für Bürger der Gemeinden Freienfeld, Ratschings und Pfitsch. Tankstelleninhaber verrechnen die Differenz mit dem Land. Wie lange das Land mit den steigenden Benzinpreisen mitziehen kann, ist fraglich. Geht das Geld aus, werden wahrscheinlich noch mehr Tankstellen sterben. Die Kunden selbst scheint das wenig zu interessieren. Sie sagen, sie 20

Schon vor Jahren auf Änderungen reagiert: die „Eni“ in Sterzing

Anfang Mai sind die Treibstoffpreise leicht gesunken. „Davon schreibt in den Medien niemand“, so Schifferle. „Auch nicht, dass vor 30 Jahren der Benzinpreis im Verhältnis zum Einkommen teurer war als heute. Einmal Volltanken kostete 50.000 Lire – bei einem Einkommen von 800.000 Lire.“

Die „Total“ in Sterzing: „Froh, wenn die Stammkunden bleiben.“

ein Wipptaler durch die Fahrt nach Nordtirol kein Geld sparen. Mit Skonto-Karte würde er sich zehn Euro auf einen vollen Tank sparen. Trotzdem nutzt einem Pächter zufolge nur jeder Fünfte die Karte. Vielen sei es zu „gscherig“, sich zwei Minuten Zeit zu nehmen, um beim Meldeamt das Autobüchl zu zeigen und die PIN-Nummer abzuholen. Treibstoffpreise sind wie Aktienmärkte. Sie schwanken andauernd, ein ständiges Auf und Ab. Wie hoch der Benzinpreis ist, hängt davon ab, wann das Öl an der Tankstelle gekauft worden ist, erklärt ein Tankstellenpächter. Kauft jemand am Montag einen Tank von 37.000 Litern für 60.000 Euro, wird beispielsweise ein Benzinpreis von 1,80 Euro errechnet. Kauft die Konkurrenz am Mittwoch dieselbe Menge, aber um 1.000 Euro weniger, kann sie ihn um zwei Cent billiger anbieten.

„Irgendwann wird es zwischen Brenner und Vahrn nur noch eine einzige Tankstelle geben“ Die Treibstoffpreise werden in zehn bis 15 Jahren weiter steigen, um mehr als das Doppelte, meint Schifferle. Weil die Energie knapp und teuer wird. Die Erdölfelder sind erschöpft, Öl muss aufwändig aus

den Meeren gepumpt werden. In Schwellenländern wie Brasilien, China und Indien zieht der Automarkt erst jetzt so richtig an, weil die Leute mehr Geld zur Verfügung haben. Die Zukunft sieht Schifferle in klei-

nen Autos, Autos mit einem Spritverbrauch von einem Liter pro 100 Kilometer, Autos mit Elektroantrieb oder Flüssiggas, Hybriden (halb Gas, halb Elektro). Aber dazu brauche es auch Energie. „Nur woher nehmen, wenn alle gegen Atomenergie und Windräder sind?“, meint Schifferle und spielt auf die derzeitigen Diskussionen um die Nutzung erneuerbarer Energien im Wipptal an. Wer sich auf dem Wipp- und Eisacktaler Markt durchsetzen wird, zeichne sich jetzt schon ab. „Kostner“, sagt Schifferle, „hat den Trend erkannt“. Das Vahrner Unternehmen, seit 60 Jahren Brenn- und Treibstofflieferant, hat nahe der Autobahnausfahrt Brixen-Pustertal ein Grundstück gekauft und dort eine private Tankstelle gebaut. Heute verhilft er anderen Unternehmen zum Bau einer schlüsselfertigen Tankstelle. Da er Zwischenhändler ausschaltet, kann er Treibstoff zu günstigeren Preisen anbieten und die Gewinnspanne hoch halten. „Damit hat Kostner alle Trümpfe in der Hand“, sagt Schifferle und er sieht es kommen, wie er den Tankstellenbetreibern nach und nach die Eisack- und Pustertaler Kunden vor der Nase wegschnappt.

„Bald“, sagt er, „wird es zwischen Brenner und Vahrn nur noch eine einzige Tankstelle geben.“

rb erker juni 12


Jubiläumsfeier

100 Jahre Jaufenstraße Am 23. Oktober 1911 wagte sich das erste Auto über den Jaufenpass, 1913 waren es 941. Heute ist es ein Vielfaches davon. Wie eindrucksvoll die Geschichte ist, die sich hinter dem Straßenbelag verbirgt, wissen aber die wenigsten. Am 16. Juni lassen die Ratschinger und Passeirer die Anfänge der Jaufenstraße wieder lebendig werden.

erker juni 12

15. Juni 1912 feierlich eröffnen zu können (Erker 05/12). 100 Jahre später lassen die Ratschinger und Passeirer diese Geschichte wieder aufleben. Am 16. Juni um 15.00 Uhr präsentieren Chronisten beim Jaufenhaus in Anwesenheit von Landeshauptmann Luis Durnwalder eine 44 Seiten umfassende Jubiläumsbroschüre. Eine Wanderausstellung zeigt historische Fotos. Auch die etwas verblasste Marmorsäule am Jaufenhaus ist inzwischen originalgetreu restauriert. Die alte Inschrift aus Gold war in der Zeit des Faschismus entfernt worden. Historische Karte 1912: Klaus Amthor, Archiv Hilgertshausen, Bayern

Die Verbindung von Meran durch das Passeiertal über den 2.094 m hohen Jaufen nach Sterzing und über den Brenner ins Inntal war bis weit ins 15. Jahrhundert hinein eine der wichtigsten Transitrouten Tirols. Bereits die Römer hatten für den Passverkehr einen steilen, teilweise gepflasterten Saumpfad angelegt, der mit zweirädrigen Karren befahren werden konnte. Die Jaufenstraße, vor 100 Jahren aufwändig gebaut, gilt als technische Meisterleistung und als eine der großen, spektakulären Alpenstraßen. Es brauchte Jahrzehnte, um die Passstraße nach gescheiterten Versuchen, Verzögerungen und zwischenzeitlichem Desinteresse am

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titelgeschichte

Artenreiche Schatzkammer 23 Jahre alter Landschaftsplan Brenner überarbeitet

Pflanzenschutzgebiet Hühnerspiel: einmalige artenreiche Flora mit seltenen Alpenblumen und Orchideen

Seit April ist der überarbeitete Landschaftsplan der Gemeinde Brenner in Kraft. Die darin enthaltenen Unterschutzstellungen dienen dazu, die wesentlichen landschaftlichen Merkmale und wertvollen natürlichen Lebensräume in der Gemeinde Brenner bestmöglich zu erhalten. von Konrad Stockner Die Gemeinde Brenner hat bereits vor 23 Jahren einen Landschaftsplan erhalten. Dieser wird nun durch den neuen überarbeiteten Landschaftsschutzplan ersetzt. Da sich in der Zwischenzeit die allgemeinen Bestimmungen, Planungskriterien, der Gemeindebauleitplan sowie die Erfordernisse des Natur- und Landschaftsschutzes stark verändert haben, wurde eine Überarbeitung, auch aufgrund der 22

Wünsche der Gemeinde, notwendig. Einen wichtigen Anstoß stellte die notwendige Neufestlegung der Bannzonen und die gleichzeitige Digitalisierung des Bauleitplanes dar. Die noch unverbaut gebliebenen landwirtschaftlichen Grünbereiche in der Umgebung der Ortschaften Gossensaß und St. Anton sowie einige weitere markante Grünbereiche im Talboden zwischen den Ortschaften stellen ein besonders landschaftsprägendes Element in der Gemeinde Brenner dar. Dieses Wechselspiel zwischen verbauten und unverbauten Flächen ist ein wichtiges Charakteristikum der Landschaftsstruktur. Um Zersiedelungen und damit verbundenen Landschafts- und Umweltbeeinträchtigungen vorzubeugen, scheinen solche Grünflächen im Landschaftsplan als Bannzone auf.

Sie wurden vom alten Landschaftsplan mit einigen Änderungen und Anpassungen übernommen.

wurden im neuen Landschaftsplan zwei neue Landschaftsschutzgebiete in der alpinen Stufe eingetragen.

Bannzonen In den Bannzonen ist die Errichtung neuer oberirdischer Gebäude stark eingeschränkt. Die allgemeine Ermächtigungspflicht für Projekte durch die Landesbehörde für Landschaftsschutz, wie dies im vorhergehenden Landschaftsplan der Fall war, ist in diesen Schutzgebieten mit dem neuen Landschaftsplan aufgehoben worden. Dies bedeutet, dass in Zukunft bedeutend weniger Projekte von der Landesbehörde begutachtet werden müssen, was die Behandlung von Projekten erheblich erleichtert. Besonderes Augenmerk verdient wegen seiner landschaftlichen Bedeutung der alpine Bereich. So

Landschaftsschutzgebiete Innerpflersch Das Landschaftsschutzgebiet Innerpflersch betrifft ein Berggebiet der besonderen Art mit dem 3.097 m hohen Tribulaun als Symbolberg. Weitere wichtige Merkmale, die den einzigartigen Reiz des Gebietes ausmachen, sind die zahlreichen spektakulären Wasserfälle, die Bergseen, die Gletscher der Feuersteingruppe – der östliche Feuerstein ist mit 3.267 m die höchste Erhebung des gesamten Gemeindegebietes – und eine insgesamt noch weitgehend unberührte Natur. Eine landschaftliche Besonderheit erker juni 12


titelgeschichte

Gesteinsfarbe als auch durch die bizarren Felsformationen. Die Tatsache, dass am Tribulaun durch den französischen Geologen Déodat de Dolomieu das Dolomitgestein als solches entdeckt und beschrieben wurde, hat ebenfalls zur Bekanntheit des Gebietes beigetragen. Der unterschiedliche Gesteinsaufbau bedingt eine außergewöhnlich mannigfaltige Vegetation, wodurch das Gebiet in floristischer Hinsicht einen besonderen Reiz erhält. Es kann auf engstem Raum die alpine Blumenwelt sowohl der Silikat- wie der Kalkalpen bewundert werden. Interessant und möglichst so zu belassen ist die touristische Erschließung des Gebietes. Die Nordseite ist mit Wander- und Klettersteigen sowie mit Schutzhütten (Tribulaun- und Magdeburgerhütte) gut erschlossen. Auf der Südflanke des Tales sind hingegen westlich der Alrissalm, außer einigen wenigen Almwegen, keine weiteren Erschließungen vorhanden, auch nicht markierte Wanderwege. Diese Zweiteilung des Gebietes ist aus naturschutzfachlicher Sicht besonders beeindruckend. Im nicht erschlossenen Berg- und Gletscherbereich können so Störungen durch den Menschen großteils ausgeschaltet werden. Landschaftsschutzgebiet Zirog stellen die aus Kalkgestein aufgebauten Berggipfel dar, wie die Tribulaungruppe oder die Weißwand, die aus den ansonsten aus Silikatgesteinen bestehenden Gebirgsketten besonders hervorstechen, und zwar sowohl durch die helle

erker juni 12

Als Landschaftsschutzgebiet Zirog hingegen scheint das landschaftlich reizvolle Berg- und Almgebiet oberhalb des Brennerpasses an der orographisch linken Talseite auf, das sich zwischen den Erhebungen Wolfendorn und Hühnerspiel

erstreckt. Die Berggipfel erreichen eine Meereshöhe von bis zu 2.800 m (Rollspitz). Das intakte Berggebiet hat eine wichtige landschaftsökologische Ausgleichsfunktion zu erfüllen gegenüber den mit Verkehrsinfrastrukturen und anderen Verbauungen ausgefüllten Talbereich der Brennerfurche. Die geologische Vielfalt, der häufige Wechsel zwischen hellem kalkhaltigen Grundgestein und dunklem Silikatgestein, trägt auch hier wesentlich zum abwechslungsreichen Landschaftsbild des Gebietes

Daxspitze. Das Skigebiet Zirog ist schon seit einiger Zeit nicht mehr in Betrieb und langsam verheilen die Wunden, die durch die verschiedenen Skianlagen in die Landschaft geschlagen wurden. Heute entwickelt sich das Gebiet immer mehr zu einem Skitouren-, Mountainbike- und Wanderparadies. Der Übergang über das Schlüsseljoch ins Pfitschtal ist ebenfalls sehr beliebt. Der gesamte Bergkamm ermöglicht eine herrliche Aussicht auf die Bergwelt des Brennergebietes.

Landschaftliche Bannzone oberhalb von Gossensaß bei. Die Bergmassive des Wolfendorn, der Flatschspitze und der Gipfel der Kalkwandstange sind vorwiegend mit Dolomitgestein aufgebaut, Daxspitz, Rollspitz und Hühnerspiel hingegen vor allem mit Gneisen. Einen zentralen Bereich des Gebietes stellt die Zirogalm dar. Die saftiggrünen, sanft gewellten Matten der Alm stehen in einem klaren Kontrast zu den schroffen Felswänden der im Süden sich erhebenden

Aufgrund dieser Merkmale ist das Gebiet eindeutig als schutzwürdig einzustufen. Wichtig ist, dass neben dem Sattelberg nicht auch noch auf diesem Bergkamm Windkraftanlagen errichtet werden können. Feuchtgebiete und Biotope Im überarbeiteten Landschaftsplan soll weiters dem Lebensraumschutz verstärkt Rechnung getragen wer-

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titelgeschichte aktuell

Naturdenkmal in der Gossensasser Au

den, wobei vor allem der Erhalt der noch vorhandenen Feuchtgebiete eine zentrale Rolle spielt. Nachdem sie in den tieferen Lagen, ausgenommen einige Feuchtstandorte am bewaldeten Hangfuß nördlich von Gossensaß, zur Gänze verschwunden sind, kommt den noch vorhandenen Feuchtlebensräumen in den höher gelegenen Bereichen eine umso größere Bedeutung zu. Die wichtigsten Feuchtgebietskomplexe kommen im Bereich der Steinund Sattelalm an der orographisch rechten Talseite oberhalb der Ortschaft Brenner vor (beide bereits als Biotope ausgewiesen). Im Pflerschtal seien vor allem die Feuchtzonen oberhalb der Alrissalm und jene im Bereich der Ochsenalm erwähnt. Sie sind in der Kartographie des Landschaftsplanes genau abgegrenzt. Feuchtgebiete erfüllen vielfältige landschaftsökologische Funktionen. Sie bedeuten Landschaftsreichtum und sind wertvollste Lebensräume für eine Vielzahl von gefährdeten Pflanzen- und Tierarten. Bedeutsam sind sie auch als Wasserspeicher für den Wasserhaushalt. Deshalb sind alle Feuchtflächen, auch wenn sie nicht eigens als Biotop oder Naturdenkmal unter Schutz gestellt sind, erhaltenswert und dürfen nicht trockengelegt werden. Auch die noch verbliebenen, kleinen Auwaldreste entlang des Eisacks und des Plerscher Baches sind in den Karten eigens gekennzeichnet. Die vier bereits heute geschützten Biotope werden im überarbeiteten Landschaftsplan wiederbestätigt und genauer abgegrenzt. Hühnerspiel und Salwandalm/ Kogbach

Der Mesnerbachfall mit dem Tribulaun im Hintergrund 24

Auf kristallinem Silikat, kalkhaltigen Phylliten sowie reinem Kalk und Dolomit entfaltet sich hier eine einmalig artenreiche und üppige Flora, reich an ästhetisch bedeutsamen Alpenblumen und Orchideen mit bedrohten seltenen oder gar halbendemischen Arten und einer kleinräumigen Überschneidung verschiedener Florenkreise und Pflanzengesellschaften. Abertausende von Orchideen, Anemonen und Enzianen färben diese ehemaligen Bergmähder; ausgesprochene Schmuckstücke der heimischen Flora wie Frauenschuh, Feuerlilie und Türkenbundlilie können wir zahlreich nebeneinander antreffen. Seidelbast,

Steinrösel und Braunellen verbreiten ihren Duft, in höheren Lagen blühen Edelraute und Edelweiß. Äußerst mannigfaltig ist auch die Insektenfauna dieser Gebiete. Da es sich durchwegs um Magerwiesen und -weiden handelt, sind Düngungen zu vermeiden. Die in die beiden Pflanzenschutzgebiete einbezogenen Flächen werden heute großteils nicht mehr gemäht. Um den langfristigen Erhalt der Magerwiesen gewährleisten zu können und sie unterhalb der Waldgrenze von einer Überhandnahme des Waldes zu verschonen, wäre es zweckmäßig, alle paar Jahre einen Grasschnitt durchzuführen. Das Mähen derartiger Wiesenflächen wird von der Landesverwaltung mit Landschaftspflegeprämien gefördert. Sattelmöser und Steinalmmöser Etwa 300 m oberhalb des Brennerpasses stoßen wir auf ausgedehnte Verflachungen. Auf tonhaltigem wasserdichten Untergrund sowie auf Quellfluren sind hier im Ursprungsgebiet des Eisacks etwa ein Dutzend kleinere und größere Moorkomplexe entstanden, die mit Weiden, ehemaligen Bergmähdern und Fichtenwald abwechseln. Am Rande lösen sich die Moorflächen in Rinnen auf, die sich langsam zwischen beweideten oder bestockten Geländerücken verlieren. Wir finden in diesen Mooren ein Dutzend Seggenarten, den Fieberklee, ausgedehnte Wollgrasbestände, Binsen, die Trollblume, die Bachnelkenwurz, verschiedene Orchideen, Anemonen, Enziane, Schachtelhalme, Torfmoose, das Alpenfettkraut, um nur einige wenige aufzuzählen. Mannigfaltig ist auch die Flora der dazwischen liegenden Almweiden. Die Moore sind außerdem hervorragende Wildbiotope speziell für das Auer- und Spielwild. Dank ihrer hohen Wasserspeicherungsfähigkeit sind diese Moore die besten Garanten für das hydrogeologische Gleichgewicht im Quellgebiet des Eisacks, was umso bedeutsamer ist, als der Eisack mit einem eleganten Wasserfall fast mitten in die Brennersiedlung fällt. Die intensiver genutzten Flächen bei der Sattelalm und den Steinalmhütten wurden aus den Schutzgebieten ausgeklammert. Die Beweidung ist in den Biotopfläerker juni 12


Neues Naturdenkmal: zwei Linden beim Gschnitzerhof Auch der Grünsee mit seinen Mäandern wird unter besonderen Schutz gestellt. chen nicht untersagt. In Biotopen besteht aber für die Grundbesitzer die Möglichkeit, die freiwillig auf die Beweidung ihrer Flächen bzw. Teilen davon verzichten, einen finanziellen Ausgleich in Form einer Landschaftspflegeprämie zu erhalten. Die Kosten für das Abzäunen der vom Beweidungsverzicht betroffenen Flächen übernimmt die Landesverwaltung. 17 Naturdenkmäler Der neue Landschaftsplan enthält neben den bereits ausgewiesenen Naturdenkmälern (Eisackfall, Hölle, Mesnerbachfall, Sandsee und Rocholsee) zwölf weitere Naturdenkmäler: Grubenbachfälle, Kogbachfall, Gansörbachfall, Trommelbachfall, Stubenbachfall, Gossensasser Au, Zachariasau, Grünsee, Zachariasquelle, zwei Linden beim Gschnitzerhof, eine Fichte in Gruben und eine Tanne in Platten. Außerhalb der urbanen Bereiche enthält der neue Landschaftsplan ein Radfahrverbot im weglosen Gelände und auf Steigen mit einer Breite von weniger als 1,5 m. Damit soll Konflikten zwischen Wanderern und Radfahrern auf den geländebedingt vielfach sehr steilen Wandersteigen vorgebeugt werden. Der Landschaftsplan sieht auch die Möglichkeit vor, für die Straße, die auf die Zirogalm führt, bei Notwendigkeit Einschränkungen für den Motorfahrzeugverkehr zu erlassen. Stacheldrahtzäune verboten Weiters beinhaltet der Landschaftsplan einige allgemeine Vorschriften zum Schutz wertvoller landschaftlierker juni 12

cher Strukturelemente. Trockenmauern, alte Pflasterwege, Lesesteinwälle, Feldhecken und Flurgehölze sind weitere Landschaftselemente, denen ein besonderer ökologischer und heimatkundlicher Wert eingeräumt wird. Will man sie entfernen, muss ein Gutachten der Landesbehörde für Landschaftsschutz eingeholt werden. Feldhecken und Flurgehölze darf man nur auf den Stock setzen, jedoch nicht roden oder zerstören. Bachläufe dürfen nicht verrohrt oder zugeschüttet werden. Die Pflege und Erhaltung von schützenswerten Elementen der Kulturlandschaft und wertvollen Naturobjekten wird von der Landesverwaltung finanziell unterstützt. Für das Errichten und Instandhalten von Trockenmauern, Schindeldächern, traditionellen Zäunen (wie etwa Lattenzäune, Schärenzäune, Speltenzäune, Stangenzäune) oder Pflasterwegen vergibt das Land ebenfalls Beiträge. Auch Baumsanierungsmaßnahmen bei besonders erhaltenswerten Baumbeständen werden gefördert bzw. von der Landesverwaltung selbst ausgeführt (Naturdenkmäler). Die Errichtung von Stacheldrahtzäunen ist verboten. Besonders erhaltenswert und für die Landschaftsvielfalt sehr wichtig sind Lärchenwiesen und Lärchenweiden sowie ganz allgemein locker bestockte Wiesen und Weiden. Auf die Erhaltung der lockeren Bestockung mit Lärchen und anderen Baumarten muss geachtet werden. Bei Verminderung des Baumbestandes soll rechtzeitig für einen Ersatz mit Jungbäumen gesorgt werden.

Für die traditionelle Bewirtschaftung dieser Wiesen und Weiden vergibt die Landesverwaltung Landschaftspflegeprämien, ebenso für das Mähen von Streu-, Feucht- und Nasswiesen, von Bergwiesen und Magerrasen, für den Beweidungsverzicht in Mooren sowie für die Pflege von Heckenbeständen. Die archäologischen Schutzzonen werden im Landschaftsschutzplan gemäß den Angaben des Landesdenkmalamtes eingetragen. An diesen prähistorischen Stätten dürfen Grabungen jeglicher Art nur mit Ermächtigung durch das Landesdenkmalamt ausgeführt werden. Für etwaige Verletzungen der Bestimmungen des Landschaftsplanes sind Sanktionen vorgesehen, die in einer Anordnung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes, in der Durchführung einer Ersatzmaßnahme oder in einer finanziellen Entschädigung bestehen können. Die Erhaltung und Aufwertung unserer Kultur- und Naturlandschaft ist wichtig. Nur so können eine hohe Lebensqualität, ein vielfältiges Landschaftsbild und Lebensräume für zahlreiche und vielfach gefährdete Pflanzen und Tiere beibehalten und geschaffen werden. Wer weitere Details über den Landschaftsplan erfahren möchte, kann in den Planunterlagen (Karten, erläuternder Bericht, Durchführungsbestimmungen), die in der Gemeinde aufliegen, Einsicht nehmen. Der Plan ist auch im Internet unter www.provinz.bz.it/natur/landaten einsehbar.

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nachruf

Erinnerungen an

Karl Riedmann Karl Riedmann

Karl Riedmann hat Sterzing als Verwaltungsbeamter der Gemeinde, Sekretär des städtischen Krankenhauses, amtlicher Schiedsrichter in Streitfragen unter Bürgern, Direktor der Kurverwaltung und Präsident des Sportvereins geprägt. Ein Nachruf von seinen Kindern Manfred und Monika Riedmann.

Die Eltern mit Karl Riedmann

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Karl Riedmann kommt 1904 als Sohn des Karl Riedmann und dessen Ehefrau Franziska Vittur auf die Welt. Der Vater ist Buchhändler, die Mutter, Hausfrau, liest und spricht Buchempfehlungen aus. Die Eltern erziehen ihren Sohn in den kulturellen Grundwerten des griechisch-römischen Altertums:

in Gerechtigkeit, Besonnenheit, in Mut und der sich daraus formenden Weisheit. Mut bedeutet, sich für den sozialen Zusammenhalt der Gemeinschaft bereitzustellen. Werte bilden sich durch fortwährende Belehrung, durch Gewöhnung und später durch das Verstehen des wesentlichen Inhalts der Belehrung. Auf diese Weise stärkt sich die Eigenschaft, frei, bewusst als Lebensrichtline nach diesen Werten zu handeln. Diese Erziehung reichen die Eltern den Lehrern am humanistischen Gymnasium-Lyzeum Cassianeum weiter. Griechisch und Latein sind an dieser Schule Unterrichtsfächer. Griechisch lehrt die prinzipielle Fragestellung und das prinzipielle Denken: das stärkste Werkzeug des abendländischen Geistes. Latein lehrt tieferes Vernünftiges Denken, ist eine international millionenfach verstandene Weltsprache. Die Zeugnisse der Schule weisen den

in Musik und in Sport. Als Neunjähriger spielt er im Dom beim Hochamt im Orchester auf der Geige Solo. Bei Preisverteilungen nach Sportveranstaltungen erlebt man ihn gelegentlich mit seiner Konzert- und Wandergitarre. Er spielt Tennis, ist ein sprintstarker Kurzstreckenläufer, ein Rechts-Außen in der Fußballmannschaft. Aufgrund der Folgen des Ersten Weltkrieges geht sein Wunsch, Pharmazie zu studieren, nicht in Erfüllung. Nach geleistetem Wehrdienst zieht Karl Riedmann von Brixen nach Sterzing und wird Verwaltungsbeamter bei der Gemeinde. In seiner 33-jährigen Tätigkeit ist er in mehreren Ämtern Sekretär, so des Städtischen Krankenhauses, ist amtlicher Schiedsrichter in Streitfragen unter Bürgern, Direktor der Kurverwaltung zur Förderung des Tourismus. Ihm werden das Vertrauen und die Wertschätzung der

Fußballer Karl Riedmann (6. v. l.) Sohn als begabten Schüler in den sprachlichen und in den naturwissenschaftlichen Fächern aus. Die Eltern fördern den Sohn auch

Vorgesetzten und der Bürger, Respekt gegenüber den Vorgesetzten und Bürgern, Disziplin, Gerechtigkeit, Korrektheit, Fachkompetenz erker juni 12


nachruf

Familie Karl Riedmann

und die Gabe der Weisheit bezeugt und seine berufliche Tätigkeit wird mit dem Prädikat „vorzüglich“ beurteilt. Karl Riedmann hat gemeinsam mit Ehefrau Maria Tock die Kinder Gerhard, Manfred und Monika. Die Eltern sorgen für gute Bildung und Berufsausbildung. Gerhard und Manfred besuchen das humanistische Gymnasium Salern, das Seminar der Tiroler Kapuziner, anschließend das Lyzeum der Franziskaner in Bozen. Die Wahl des Berufes überlassen sie ihren Kindern nach deren Eignung und Neigung. Gerhard studiert Germanistik, ist Schulprofessor, Journalist, Theaterregisseur und publizierender Kulturwissenschaftler. Als Co-Autor von „Begegnungen, Tiroler Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts“ gewährt er der jungen Generation Zugang zum Denken, Handeln, zu

umfangreichen Duden-Beitrag „Die Besonderheiten der deutschen Schriftsprache in Südtirol“ gibt er eine Darstellung der gegenwärtigen deutschen Sprache. Sport wird in einem eigenen Kapitel behandelt; die Untersuchung der Sprache wird hauptsächlich auf Fußball,

erker juni 12

Manfred studiert Chemie. Im Beruf leitet er die Entwicklung jenes chemisch-technischen Detektors, der während der XX. Olympischen Spiele in München zum Nachweis von Dopingmitteln angewendet wird. Die internationalen SportFöderationen erkennen von da an

Monika Riedmann mit der Startnummer 2 neben nebenihrem ihremVater Vater

Kunsteisläuferinnen am alten Sterzinger Eisplatz (Monika Riedmann, 1. v. r.) Lebensgewohnheit und Lebensanschauung ihrer Vorfahren. Im

Kurzstreckenläufer Karl Riedmann

der viele Menschen begeistert, bezogen.

zösisch und Spanisch und in dazu erforderlichen Praktika in allgemeiner Organisation in Wien, Oxford und Paris. Sprach- und Organisationspraxis findet sie im Organisations-Sekretariat der Weltmeisterschaften in Eiskunstlauf und in Skibob in Cortina d`Ampezzo und bei den Weltmeisterschaften in Eiskunstlauf und in Eishockey in Wien. Später ist sie Interpretin in Italienisch, Deutsch und Englisch bei einer international tätigen Firma in Rom. In Wien, einem Standort der Vereinten Nationen, ergibt sich auf Grund der Sprachkenntnisse eine 31-jährige Berufstätigkeit als Assistentin der internationalen Konferenzabteilung. Durch die Erziehung der Eltern und durch ihre Wahl der Lehrer, denen sie die Kinder zur Bildung anvertrauen, entsteht wesentlich jene soziale Verantwortung, die diese mit ins Erwachsenenleben nehmen. Ursprünglich ist dies der Eltern Werk. Dies ehrt sie und darin leben sie weiter.

dieses Analysenverfahren als wissenschaftlich fundierten DopingmittelNachweis an. Manfred wird wegen seiner naturwissenschaf tlichen Publikationen von der Universität Innsbruck zum Gastprofessor bestellt. Monika erhält ihre Karl RiedBildung in einem Gerhard Riedmann mann grünKloster-Internat im Ausland. Die Eltern ermög- det den Sommer- und den Winterlichen der sprachbegabten sportverein Sterzing und ist deren Tochter intensive Ausbildung in Präsident. Der Sommersportverein Deutsch, Italienisch, Englisch, Fran- besteht im Wesentlichen aus der 27


nachruf

– unterstützen und fördern als Mitorganisatoren, Mäzene, Zeitnehmer, Pistentreter uneigennützig und mit Begeisterung die Sportler und realisieren die WettbewerbsVeranstaltungen. Den Kindern werden vom Verein Aufmerksamkeit und Zeit geschenkt. Alle, die sich zu dieser Zeit in einer Sportart aktiv beteiligen, sind Amateure. Das Amateurstatut schließt den Berufssportler von jeglichem Wettbewerb rigoros aus.

und die Brüder Heinz und Dieter Scheimpflug; im Skisport die Brüder Karl, Arthur und Helmut Gartner, die in nationalen und internationalen Wettbewerben auf dem Podium stehen. In der Familie Riedmann trägt Ehefrau Maria den Titel „Italienische Meisterin“ im Rodeln auf Naturbahn. Die Federazione Italiana Sport Invernali (FISI) veranlasst den Staatspräsidenten, Karl Riedmann wegen seiner Verdienste zum „Cavaliere“

Prof. Manfred Donike, Leiter des DopingLabors während der XX. Olympischen Spiele, mit Manfred Riedmann (l.)

Urkunde „Cavaliere“ Fußballmannschaft, aber auch Tennis, Leichtathletik und Schwimmen haben ihren wohlverdienten Platz im Verein. In freiwilliger Arbeit bauen Vereinsmitglieder und Anhänger einen Fußballplatz. Die Mannschaft – in schwarz weiß längsgestreiftem Trikot – gewinnt das Platz-Einweihungsspiel gegen Bozen. In den Disziplinen Tennis, Mittelstreckenlauf und Schwimmen präsentiert das Sport-Multitalent Walter Schuster den Verein landesweit in vielen Wettbewerben. Der Wintersportverein besteht aus mehreren Abteilungen: Ski, Rodel und Bob, auch Eishockey, Eiskunstlauf und Eisstockschießen haben ihren Platz und ihre Erfolge. Sportverein, Präsident, Mitglieder und zuverlässige Helfer – Josef

Gartner, Herbert Aster, Herbert Seeber, Hans Salazer, Adolf Girtler,

Der Wintersportverein bringt Frauen und Männer zu Ehre und Ruhm. Im Rodelsport sind es Lotte

Karl-Riedmann-Platz in der Sportzone Sterzing das Komitee offiziell geehrt. Diese Ehrung erlebt er selbst nicht mehr. Die Federation Internationale de Luge de Course (FIL) ernennt ihn zum Ehrenmitglied. Die Gemeinde Sterzing benamt in Anerkennung und Erinnerung an seinen Bürger Karl Riedmann den Platz in der Sportzone nach ihm.

ortvereins Sterzing

Ehrenurkunde des Sommer- und Wintersp Pio Cagliari, Alessandro Malpassi, Trude Larch und viele andere mehr 28

zu ernennen. Bei den XVIII. Olympischen Spielen in Innsbruck ist der Rodelsport – auch durch Wirkung und Einflussnahme von Karl Riedmann – teilnehmende Disziplin. Bei dieser Veranstaltung wird er durch

Scheimpflug, Erika Leitner, Brigitte Fink, Walter Hofer, Josef Stifter

Sohn Manfred widmet seinem Vater in Anerkennung dessen Tätigkeit für den Sport und als Dank die Anwendung des Detektors für fairen Wettbewerb. Tochter Monika dankt ihrem Vater für die Führung und Lenkung in und durch das Berufsleben. erker juni 12


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aktuell

Neuer Bienenweg in Trens

La prima settimana di giugno saranno spediti gli F24 precompilati per il pagamento della prima rata dell'Imu. Dal precalcolo sono esclusi: le aree fabbricabili, la categoria D, le ditte, i proprietari di più di dieci immobili e i casi incerti che, per il calcolo, dovranno rivolgersi ad un commercialista o ad un patronato.

Foto: Andreas Platzer

In der ersten Juniwoche werden die ausgefüllten Modelle F24 zur Bezahlung der 1. IMU-Rate verschickt. Von der Vorausberechnung ausgeschlossen sind: Baugründe, Kategorie D, Firmen, Eigentümer mit mehr als zehn Liegenschaften und die unsicheren Fälle. Diese sollen sich an einen Wirtschaftsberater oder an ein Patronat zur Berechnung der IMU wenden.

„Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen. Je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er.“ Karl von Frisch (1886 – 1982), Altmeister der Bienenforschung, hatte damit nicht unrecht. Die Honigbiene zählt nach dem Rind und dem Schwein zu den drittwertvollsten Haustieren in Europa. Auf Initiative von Obmann Michael

Wild vom Imkerbezirksverein Wipptal entsteht in Trens derzeit in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Freienfeld und dem Tourismusverein Sterzing ein Bienenlehrpfad. Der Weg verläuft über 1,3 km zwischen Trens und Valgenäun am Waldrand entlang, abschnittsweise begleitet von alten Trockenmauern und Heckenlauben und soll bald mit Thementafeln ergänzt werden. Stationen am Weg veranschaulichen die Welt der Bienen. Eine Bienenhütte im Grundriss einer Wabe thema-

tisiert das Leben und die Produkte der Honigbiene sowie ihre Organisation als Volk. Ein Bienenschaukasten zeigt regelmäßig gemusterte Waben, in denen tausende Bienen zusammenarbeiten. Eine weitere Station stellt die Honigbiene und ihre nächsten Verwandten im Reich der Hautflügler vor. Das Wildbienenhotel widmet sich Wildbienen und Möglichkeiten, sie zu schützen. Ein Thema ist auch die Bienenweide, die u. a. von der Art der Bewirtschaftung der Kulturlandschaft beeinflusst wird. Zu einer Verbesserung des Nahrungsangebotes – nicht nur für Honigbienen – könne jeder beitragen, so Wild: durch Blumenwiesen im Garten statt Rasengrün, bunte Wiesen statt überdüngten Monokulturen, mehr Hecken in der Feldflur. Seit Mitte April verbessern Forstinspektorat Sterzing und Amt für Wildbachverbauung den Weg, sanieren Trockenmauern und errichten Rastplätze. Weitere Themen sind die erstaunlichen Leistungen einer Honigbiene und des Bienenvolkes, Wespen und Hummeln und die Leistungen der Imker. Der Weg soll noch vor dem Sommer fertiggestellt sein.

Wie Jugend denkt

„Wie ticken Jugendliche?“ Gute Frage. Bei einer Fachtagung in Innsbruck suchten vor kurzem 150 Gemeindepolitiker und Jugendarbeiter aus Tirol und Südtirol, darunter auch aus dem Wipptal, Antworten darauf. Jugendforscher Peter Martin Thomas präsentierte außerdem die brandneuen Ergebnisse der „Sinus-Jugendstudie U18“ und erzählte, was Jugendliche beschäftigt, wovon sie träumen und wofür sie sich engagieren. Politiker und Jugendliche diskutierten im Worldcafé, bevor sich die beiden Landesrätinnen aus Tirol 30

und Südtirol, Patrizia Zoller-Frischauf und Sabina Kasslatter Mur mit Vertretern der Gemeindepolitik und der Jugendarbeit einen spritzigen Schlagabtausch mit Statements zu Jugendfragen lieferten. Die Tagung hatten der Verein Jugendhaus Kassianeum Brixen und der Fachbereich Jugend des Landes Tirol organisiert, die seit 2010 das InterregIV-Projekt „Jugendkompetenz in der Gemeindepolitik“ durchführen, um Gemeindepolitiker im Jugendbereich südlich und nördlich des Brenners zu stärken und zu vernetzen. erker juni 12


Sterzing

aktuell

Sanierungsarbeiten an Pfarrkirche begonnen Sterzing

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit Frauen verdienen im EU-weiten Durchschnitt 17 Prozent weniger als Männer und müssen 15 Monate lang arbeiten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen. Eine Umfrageaktion unterstreicht dies: Von 1.300 Befragten finden über 90 Prozent, dass die Arbeit von Frauen und Männern gleichwertig ist. 85 Prozent der befragten Frauen empfinden die Entlohnung von männlichen und weiblichen Arbeitskräften nicht gleich. Bei den Männern stimmen 70 Prozent dieser Aussage zu. Gründe für die unterschiedliche Entlohnung gebe es laut KVW viele: „Typische“ Frauenfähigkeiten wie Pflege oder Erziehung und Berufe wie Friseurin oder Verkäuferin würden geringer entlohnt, Teilzeitarbeit hemme Entwicklungsmöglichkeiten. Ende April veranstalteten die Frauen im KVW

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und der Landesbeirat für Chancengleichheit den Equal Pay Day, den Tag des gleichen Einkommens. In ganz Südtirol, u. a. auch in der Fußgängerzone in Sterzing, klärten Frauen an Informationsständen über Missstände auf und verteilten Informationshefte. Die ungleiche Verteilung des Geldes schlägt sich auch bei der Auszahlung der Renten nieder. Eine von vier Renten von Südtiroler Frauen beträgt weniger als 500 Euro im Monat. Nur 17,6 Prozent der Frauen können eine Beitragsdauer zwischen 35 und 40 Jahren vorweisen; bei Männern sind es 67,3 Prozent. Die Daten beziehen sich auf Rentenleistungen des INPS/ NIPS. Um auf die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen aufmerksam zu machen, wurden rote Taschen verteilt.

Mit den ersten Schritten der Unterstützungsaktion „Kunst und Krempel“ haben auch die Sanierungsarbeiten für die Sterzinger Pfarrkirche begonnen. Als weitum sichtbares Zeichen wurde um die Apsis und den Kirchturm ein Gerüst aufgebaut. An der Apsis wurde das rund 100 Jahre alte Schindeldach abgebrochen und mit neuen Lärchenschindeln eingedeckt. An der Turmkuppel werden nun die Schindeln ausgetauscht bzw. gereinigt, die Gesimse restauriert. Dann wird das Dach neu gestrichen, eine neue Blitzschutzanlage angebracht, Mauerrisse und Putzschäden behoben, Schleudern für den Glockenstuhl befestigt und andere kleinere Arbeiten durchgeführt. Ein buntes „Sammelsurium“ an Kuriositäten, Sterzinger Erinnerungen und Kunstobjekten sammelt sich derweil im Widum. Bürger der Stadt und Umgebung haben bisher die Aktion wohlwollend angenommen und interessante Stücke für den Flohmarkt und die Auktion zur Verfügung gestellt. In den kommenden Wochen werden einzelne Objekte in einigen Schaufenstern in der Alt- und Neustadt gezeigt. Für weitere Gegenstände bedankt sich das Organisationskomitee.

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gesellschaft Sterzing

Handwerk als Garant in unsicheren Zeiten Der Bezirk Wipptal im Landesverband der Handwerker wies bei der vor kurzem in Sterzing abgehaltenen Jahresversammlung einmal mehr auf die schwierige Situation des Handwerks in Krisenzeiten hin. Die Zeiten ändern sich und auch das Handwerk ist den strukturellen Veränderungen unterworfen. Das betonte der W i p p t a ler LVH-Bezirksobmann LVH-BezirksKarl Keim obmann Karl Keim auf der Bezirksversammlung im April. „Der technologische Wandel und die Entwicklung stellen eine große Herausforderung für das Handwerk dar“, so Keim. Die rund 300 Handwerksbetriebe in den sechs Wipptaler Gemeinden leisten wichtige Arbeit. LVH-Präsident Gert Lanz sprach vom Handwerk als wichtiger Säule, um die wirtschaftliche, aber auch soziale Stabilität im Land zu garantieren. Von großer Bedeutung sei das Handwerk auch bei der Lehrlingsausbildung. LVH-Direktor Thomas Pardeller ging auf die neue Gebäudesteuer IMU ein. Der Landespolitik sei es zwar gelungen, Reduzierungen zu erreichen, diese würden aber hauptsächlich die Bauern entlasten. Laut Pardeller sei es wichtig, dass gleiche Tätigkeiten gleich besteuert würden, egal, wer diese ausübe. Ulrich Stofner, Direktor von „Business Location Südtirol“ (BLS), erläuterte in seinem Gastreferat die Arbeit von BLS und deren Tätigkeiten. Südtirol sei als Einstiegsnische in den italienischen Markt momentan sehr wichtig für die Wirtschaft aus dem europäischen Ausland.

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Wipptal

Neues Handelsgesetz sorgt für Unmut Der Bezirksausschuss des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol (hds) hat sich jüngst eingehend mit der neuen Südtiroler Handelsordnung von Montis Liberalisierungsmaßnahmen und den konkreten Auswirkungen im Wipptal auseinandergesetzt. Die neue Südtiroler Handelsordnung, so hds-Bezirkspräsident Walter Amort und Vizepräsident Matthias Knollenberger, federe Montis totale Liberalisierungswelle im Handel zwar etwas ab, führe im Bezirk allerdings zu einigen Problemfällen. Ein Beispiel dafür sei die Situation am Brenner, wo durch das neue Handelsgesetz genau jene Regelung aufgehoben werde, die für das Outlet eine maximale Verkaufsfläche von 15.000 Quadratmetern festlegt und ein Verbot des Lebensmittelverkaufs im DOB-Gebäude vorsieht. „Daher sind im Gesetz unbedingt Nachbesserungen notwendig“, so Amort und Knollenberger. Dazu gehöre die Einführung eines Genehmigungsverfahrens für größere Handelsansiedlungen in den Wohngebieten außerhalb der Ortskerne sowie in den Gewerbegebieten. Zudem sollten Umweltkriterien im neuen Gesetz berücksichtigt werden. Es sollten keine neue Ansiedlungen in jenen Zonen möglich sein, wo die Schad-

hds-Bezirkspräsident Walter Amort (r.) mit Vizepräsident Matthias Knollenberger: „Nachbesserungen am neuen Handelsgesetz sind notwendig.“ stoff-Grenzwerte bereits überschritten werden. Der hds wird sich in den nächsten Wochen entsprechend dafür einsetzen.

„Ruheoase“ in Bad Möders vorgestellt HGV-Ortsgruppe Freienfeld: Skepsis wegen Tourismusabgabe Die Diskussion über die Einführung einer Tourismusabgabe, die Steuern auf Gemeindeebene, touristische Vorhaben und die Tätigkeiten des Tourismusvereins standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Ortsgruppe Freienfeld des Hoteliers- und Gastwirteverbandes. Für HGV-Ortsobfrau Helene Benedikter sind der per- Bürgermeister Armin Holzer wollte den Wirtschaftssönliche Einsatz und Durchhaltevermögen der Gast- treibenden in Sachen Gebäudesteuer IMU keine Zusawirte ausschlaggebend, um trotz wirtschaftlicher Un- gen machen, gestand aber ein, dass speziell das Gastsicherheiten erfolgreich arbeiten zu können. Auch gewerbe eine deutliche Mehrbelastung verspüren werde. Holzer sprach HGV-Gebietsobmann sich dafür aus, den Hermann Gögl sprach Tourismus im Rahmen von derzeit schwierivon Projekten stärker gen Zeiten für Touriszu unterstützen, etwa tiker. Durch die Sparbei der Realisierung maßnahmen der Revon Radwegen. gierung seien spürbare Joachim Wieser, MitNächtigungsrückgänglied des HGV-Ortsausge beim italienischen schusses, berichtete Gast zu erwarten, die über die mögliche Erim Wipptal einen berichtung von Ruheoaachtlichen Marktanteil sen in Bad Möders. Er haben. Zudem gebe ersuchte die Gemeines ständig steigende (v. l.) Bürgermeister Armin Holzer, Hedwig Wieser Saxl, Ortsobfrau Helene de und die BezirksgeKosten. „Wenn darüBenedikter und Gebietsobmann Hermann Gögl meinschaft, diese Aktiber hinaus auch noch das Land eine Pflichtabgabe für die Tourismusbetrie- on zu unterstützen. An verschiedenen Punkten in der be einführt, werden die Belastungen für viele Betriebe Gemeinde würden demnächst großformatige Wandertafeln angebracht. langsam unerträglich“, so Gögl. erker juni 12


Mareit

„Unentbehrlich für die Dorfgemeinschaft“ auf die einigende und belebende Kraft der AVS-Ortsstelle für die Dorfgemeinschaft hin. Petra Volgger vom AVS Ridnaun dankte für die gute Zusammenarbeit bei der Betreuung der Kletterhalle in der Sportzone Die bisherigen Ortsstellenleiter (v. l.) Hans Fassnauer, Leopold Siller, Friedl Schaiter, Martin Stange. Paul Fassnauer und Max Rainer Gschnitzer 40 Mitglieder auf das Jahr 2011 sprach über die geplante Bezirksund die vergangenen 40 Jahre zu- kletterhalle, deren Errichtung grorück. Höhepunkte des vergange- ßen Zusammenhalt erfordere, benen Jahres waren eine Skitour auf laufen sich doch die voraussichtden Auchgrübl, eine Gipfelmesse lichen Kosten auf 2,3 Millionen am Mareiter Stein, eine Zwei-Ta- Euro. ges-Tour auf die Hohe Geige, die Im 41. Vereinsjahr plant die OrtsBegehung des Stevia-Kletterstei- stelle u. a. eine Zwei-Tages-Tour ges und der Bletterbach-Schlucht auf die Sonnenwand bei der neusowie eine Herbstwanderung auf en Pforzheimerhütte, eine Zwei-Tadem Brixner Höhenweg. Einer Tra- ges-Tour auf den großen Piz Buin dition treu blieb die Ortsstelle mit im Silvrettagebiet und eine Frühder Errichtung eines Gipfelkreuzes jahrswanderung am Gardasee. Für Kinder wird ein Kletterkurs angeauf der Mittagsspitze in Jaufental. ss Pfarrseelsorger Thomas Stürz wies boten. Bei der 40. Jahresversammlung der AVS-Ortsstelle Mareit um Ersten Vorstand Max Rainer blickten

Mittewald

Feuerwehr erhält neues Tanklöschfahrzeug Ende April weihte die Freiwillige Feuerwehr Mittewald um Kommandant Pius Steinmann im Beisein zahlreicher Ehrengäste ihr neues Tanklöschfahrzeug ein. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Musikkapelle Stilfes und dem Kirchenchor Mittewald mit Oswald Salcher an der Orgel. Pfarrer Gottfried Ugolini würdigte die Kameradschaft als wichtigen Wert. Für Bürgermeister Richard Amort ist das Tanklöschfahrzeug, das ein 30 Jahre altes Fahrzeug ersetzt, eine notwendige Investition. „Auch kleine Feuerwehren brauchen zeitgemäße Ausrüstung, um schnell und effizient eingreifen zu können“, so Bezirksinspektor Konrad Unterthiner und Landtagsabgeordneter Walter Baumgartner. Das Fahrzeug mit Doppelkabine und feuerwehrtechnischem Aufbau bietet sechs Personen Platz und hat erker juni 12

(v. l.): Fahrzeugpatin Carla Mair March, Kommandant Pius Steinmann sowie Fahnenabordnungen der FFMittewald und Franzensfeste

einen Wasserspeicher von 2.000 Litern. Finanziert wurde das 180.000 Euro teure Auto von der Gemeinde Franzensfeste (110.000 Euro), dem Amt für Zivilschutz- und Feuerwehrwesen (46.200 Euro) und Spenden von Bürgern, Unternehmen sowie der Volksbank. 33


gesellschaft

Sterzing

Sonntag „einkaufsfrei!“

Mit sechs guten Argumenten möchten die Frauen im KVW die Südtiroler dazu anregen, sonntags nicht einkaufen zu gehen und so den vielen Frauen und Müttern, die im Handel tätig sind, zum freien Feiertag zu verhelfen. Der Sonntag soll als Tag für Familie, Gemeinschaft, Kirche, Ruhe und Ehrenamt genutzt werden. In den KVW-Büros und öffentlichen Einrichtungen liegen Postkarten auf, auf deren Rückseite Interessierte Gründe angeben können, warum sie sonntags nicht einkaufen gehen. Die KVW-Frauen werden diese Karten sammeln und eine Argumentationsliste erstellen.

Sozialdienste sind gefordert Die Sozialstaaten geraten ins Wanken. Poli- Das Leistungsniveau müsse kritisch überprüft tische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche werden, so Tragust, Doppelgleisigkeiten abEntwicklungen prägen ganz Europa und wir- geschafft, das Leistungswesen für Menschen ken sich auch auf Südtirol und das Wipptal aus. übersichtlicher und für die Verwaltung einfaNeue Rahmencher gestaltet werden. bedingungen Noch immer würden sind notwendig. Leistungen wie Famili„Diese Krise forengeld von Staat, Regidert die Zivilgeon und Land zu untersellschaft und die schiedlichen Kriterien Sozialpolitik herausgezahlt, statt sie in aus“, so Karl Traeinem einzigen Fonds gust. „Nehmen zusammenzuführen. wir sie mit solidaI nteressensgruppen (v. l.) Bezirksgemeinschaftspräsident Armin Holzer rischem Geist an, müssten solidarisch und Referent Karl Tragust denn Solidarität neue soziale Bedingunist Eigennutz auf gen aushandeln. Minhöherer Ebene.“ Der ehemalige Direktor der destleistungen seien in einem neuen MindestAbteilung für Familie und Sozialwesen referier- sicherungsfond zusammenzufassen, soziale te im Mai im Sozialzentrum Wipptal „Fugger“ Mindestleistungen neu zu definieren. Öffentund sprach vor Bürgermeistern, Sozialreferen- liche und private Organisationen sollten sich ten, Vertretern des Sprengelbeirats, Führungs- stärker vernetzen. Nur so hätten Organisatiokräften und Mitarbeitern des Sozialdienstes nen eine Chance, gesellschaftlich erfolgreich über Herausforderungen für die Sozialdienste. zu wirken.

PR

Neue Volkswagen-Welt bei Auto Brenner Willkommen in der neuen Welt von Volkswagen bei Auto Brenner in Bozen! Das erste Wochenende im Mai war ganz dem Thema „Einweihung“ gewidmet. Neben einem speziellen Abend für alle Mitarbeiter der Gruppe Auto Brenner wurden alle Verantwortlichen von Volkswagen Group Italia eingeladen, um sich ein Bild über die erfolgreich abgeschlossenen Umbauarbeiten zu machen. Alle Geladenen hatten die Möglichkeit, bei einem Rundgang den renovierten Standort zu bestaunen. Es gab viel Lob von Die Direktoren (v. l.): Manfred Dalceggio, Günther Eccel, Florian Eccel den Vertretern der VW Group Italia für die umgesetzten Modernisierungen, Investitionen und Anpassungen an die neuesten technischen Standards von Volkswagen. Beglückwünscht wurde die Geschäftsleitung der Auto Brenner AG auch für ihre erreichten Ziele und Anstrengungen. Samstag und Sonntag waren allen Kunden und Interessierten gewidmet. Die Mitarbeiter der gesamten Gruppe Auto Brenner standen dem Publikum zur Verfügung. Gesorgt war auch für Verköstigung, Unterhaltung sowie Spiel und Spaß für die Kleinen. 34

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gesellschaft

Therapeut Hund

Sporthundeturnier in Trens

„Hundegestützte Pädagogik im Klassenzimmer.“ So nennt sich ein Projekt, bei dem Schüler und Kindergartenkinder die Therapiehunde-Teams des Vereins Dogteam Wipptal kennen lernen. Dabei erfahren sie den richtigen Umgang mit Hunden, arbeiten und spielen mit ihnen und bauen Berührungsängste ab. Auch Altenheime nehmen inzwischen Kontakt zu den Therapiehunde-Teams auf. In nächster Zeit sind verschiedene

Das Dogteam Wipptal veranstaltet am 16. und 17. Juni auf dem Trainingsplatz in Trens ein internationales Gedenkturnier an Seppl Lamprecht unter der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Luis Durnwalder. Organisiert wird das Turnier länderübergreifend zusammen mit dem österreichischen Verein für deutsche Schäferhunde der Ortsgruppe Breitenwang/

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Projekte geplant, die Patienten zu mehr Bewegung motivieren und ihr Allgemeinwohl stärken sollen. „Therapiehunde“, so Hundetrainer Hans Georg Prieth, „tragen keine weißen Kittel, stellen keine Anforderungen und haben keine Erwartungen.“ Sie nähern sich vertrauensvoll und unvoreingenommen, vermitteln Geborgenheit, reagieren sensibel auf Stimmungen und motivieren zum Leben.

Reutte. An zwei Tagen werden den Zuschauern spannende Wettkämpfe in den Disziplinen Unterordnung und Schutzdienst geboten. Am Samstagabend gibt es ein Fest mit DJ Giuliano Salvia. Am Sonntag stellt Georg Scheucher, Präsident der OG Breitenwang/ Reutte, die Therapiehunde-Teams dem Publikum näher vor.

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gesellschaft

Fahrsicherheitstraining im Safetypark Sterzing

Burnout und psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Bonsais für Aidsforschung

Bonsais sind zwar klein, können aber groß helfen. Zwei Jugendliche sammelten heuer in der Sterzinger Neustadt mit dem Verkauf von Bonsais satte 975 Euro. Das Geld spendete der Jugenddienst Wipptal dem Verein Anlaids, der sich für die Sensibilisierung und Erforschung der Immunschwächekrankheit Aids einsetzt.

heit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magenkrämpfe. Typisch sind auch Schuldgefühle oder Versagensängste. Arbeitsbedingungen, so Hofer, könnten nur verbessert werden, wenn die Beteiligten wirklich etwas daran ändern wollen. Dazu gehört u. a., mit Mitarbeitern über das Thema Burnout zu diskutieren, die Arbeitsorganisation zu verbessern, Arbeitszeiten sozial verträglich zu gestalten, Überstunden abzubauen, Mitarbeiter zu qualifizieren und zu fördern sowie hierarchische Strukturen abzubauen. Den Abend hatten der Bezirkssozialausschuss (BSA) der SVP-Arbeitnehmer und der SVP-Wirtschaftsausschuss Wipptal organisiert.

Sterzing

Action-Sommer im Jugendtreff Der Jugendtreff Sterzing bietet Jugendlichen bis 16 Jahren auch in diesem Sommer zwischen dem 16. Juli und 19. August wieder ein abwechslungsreiches Programm an. Für 11- bis 14-Jährige gibt es die Möglichkeit, das „Abo+“ ausgiebig zu nutzen und nach dem Motto „Kennst du deine Heimat?“ Südtirol vom Brenner bis Salurn und vom Reschen bis Winnebach zu erkunden. Wo

es dabei hingeht, entscheiden die Teilnehmer selbst. Weiters stehen Badeausflüge, Sonnenaufgänge, Rafting, Hochseilgarten, Canevaworld, Gardaland oder GoKart auf dem Programm. Alle Angebote werden zum Selbstkostenpreis angeboten. Detaillierte Infos und Anmeldungen ab sofort im Jugendtreff Sterzing (Tel. 0472 767890, E-Mail jugendtreff.sterzing@jugenddienst.it oder unter facebook.com/jugendtreff.sterzing).

Carabinieri zu Besuch

Firmlinge helfen Kinderdorf

Die Firmlinge von Mauls haben unlängst im Vereinshaus Kaffee, Kuchen und Würste für einen guten Zweck verkauft. Den Erlös spendeten sie dem Südtiroler Kinderdorf, das sie bei einem Ausflug besichtigt haben. 36

Wie ist das so, auf Streife zu sein? Mitte Mai hatten die Fünftklässler der Grundschule in Sterzing Gelegenheit, den Sterzinger Carabinieri Löcher in den Bauch zu fragen. Nach einem Film über die Arbeits- und Einsatzbereiche erlebten die Schüler auf dem Flugplatzgelände im Sterzinger Moos die Landung des Carabinierihubschraubers mit, besichtigten das Cockpit und testeten kugelsichere Westen, Handschellen, Kelle, Mikrofone und Sirene eines Einsatzfahrzeuges. Begeistert waren sie auch von der Hundestaffel und dem schlauen Schäferhund.

Foto: zoubaierbaya

Vor kurzem lösten einige Jugendliche ihren Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining im Safetypark in Pfatten ein, den sie bei den letztjährigen Volljährigkeitsfeiern gewonnen hatten. Nach einem theoretischen Teil haben die Jugendlichen auf der Piste verschiedene Simulationen getestet. Vom Kurs waren sie rundum begeistert. Der Jugenddienst Wipptal möchte mit dieser Aktion für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisieren.

Burnout ist in Unternehmen oft ein Tabuthema. Vor allem Mitarbeiter haben Angst, Burnout-Symptome einzugestehen, da sie mit geringer Belastbarkeit gleichgesetzt werden. Vor kurzem sprach Stefan Hofer, Präsident des Dachverbandes für Gesundheit und Soziales und Mitarbeiter des Freienfelder Instituts, in Sterzing darüber, wie Burnout entsteht und wie dieser Volkskrankheit entgegengewirkt werden kann. Das Burnout-Syndrom – Ausgebranntsein wegen beruflicher oder familiärer Überlastung – trifft nahezu alle sozialen Gruppen und äußert sich oft durch Niedergeschlagen-

Gossensaß

Kunstvolle Collagen Malerin Annelies Bacher gestaltete unlängst mit den Kindergartenkindern von Gossensaß f a n t a s i e vo l le Collagearbeiten. Die Kleinen waren mit Eifer und Begeisterung bei der Sache, zeigten Ideenreichtum und Geschick und konnten ihrer Fantasie einmal so richtig freien Lauf lassen. Am Ende stand ihnen die Freude über ihre Arbeiten, die sie voller Stolz mit nach Hause nahmen, ins Gesicht geschrieben. erker juni 12


gesellschaft

PR

20 Jahre Tagesmütter in Südtirol Pionierarbeit in der Kleinkindbetreuung, über 110 arbeitende Tagesmütter und die Führung von 14 Kindertagesstätten sprechen für Erfahrung und hohe Qualitätsstandards in der Betreuung von Kleinkindern im Alter bis zu drei Jahren. Bereits seit über 20 Jahren bietet die Sozialgenossen- ordinatorin. Sie erklärt den Eltern alles rund um den schaft Tagesmütter einen qualitativen Beitrag zur Ba- Tagesmutterdienst und schließt den Betreuungsvertrag zwischen Tageslance zwischen Familie mutter und Eltern ab. und Beruf an. Kinder im Eltern, die den TagesAlter bis zu drei Jahren mutterdienst beanzu betreuen und zu erspruchen, können je ziehen sowie deren Fanach Einkommenssimilien zu unterstützen tuation um Beiträge ist der gesellschaftliche bei den SozialsprenAuftrag. geln der BezirksgeDie Betreuung von Kindern durch eine Tagesmeinschaft ansuchen. mutter ist ein familienEine Besonderheit ergänzender Dienst. der SozialgenossenDie Kleinkinder werden schaft Tagesmütter individuell nach Alter ist der regelmäßige und EntwicklungsphaHausbesuch von Pädagogin se betreut und pädagoTanja Fischer, die der Tagesgisch gefördert. Der Dienst der Tagesmutter mutter und den Eltern pädakommt dem Wunsch der Eltern nach einer gogische Beratung bietet. qualifizierten und liebevollen Betreuung für Im Wipptal sind zurzeit zwei ihr Kind nach. Die flexiblen Zeiten und das Die neue Tagesmutter Ver onika Fürler Tagesmütter aktiv, Birgit Seefamiliäre Umfeld werden von den Eltern behauser Gschnitzer und Verosonders geschätzt. Die Kinderbetreuung bei Tagesmüttern ist gesetz- nika Fürler. Ab Herbst bekommt das Team Verstärlich geregelt. So muss eine Tagesmutter eine fachli- kung durch eine weitere Tagesmutter. che Berufsausbildung absolvieren. Die Tagesmutter Interessierte Eltern können sich bei der zuständigen betreut die Kinder in der eigenen Wohnung, die den Koordinatorin Elisabeth Larcher unter der Rufnumgesetzlichen Auflagen entsprechen muss. Die ers- mer 347 4601005 melden, bei der sie alle Informatiote Ansprechperson für interessierte Eltern ist die Ko- nen rund um den Dienst erhalten.

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„Settimana azzurra“ in Cesenatico

Sonne, Meer und viel Italienisch sprechen erwartete die Erstklässler der Mittelschule „Vigil Raber“ im Mai bei einer Ferienwoche in Cesenatico. Die „Settimana azzurra“ um Projektverantwortliche Alessandra Ghizzoni soll die Zweitsprache fördern und bildet erneut den Abschluss eines Schuljahres, in dem sich Wipptaler Schüler mit Gleichaltrigen zweier Partnerklassen in Cesenatico über Briefe austauschen. Neben dem Besuch der Schule in Cesenatico, gemeinsamen Freizeitaktivitäten und der Besichtigung von Rimini stand auch ein Besuch in „Oltremare“ und „Italia in miniatura“ auf dem Programm.

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kultur

„Wie ein Löwe trotzend, doch malerisch schön“ Dauerausstellung „Geschichte der Franzensfeste“ Sie ist eine der architektonisch interessantesten Festungen aus der Zeit der Habsburger: Nun ist der Festung und der Entwicklung der Ortschaft Franzensfeste eine eigene Dauerausstellung gewidmet. „In der Festung Franzensfeste ist es uns gut gelungen, das Bauwerk durch Kultur neu zu interpretieren“, so Landeshauptmann Luis Durnwalder bei der Eröffnung der Dauerausstellung Anfang Mai. Auch wenn die Franzensfeste noch im Besitz des Staates sei, habe das Land versucht, sie durch verschiedene Veranstaltungen zu beleben. Laut Durnwalder soll die Festung künftig auch zu einem Ort für die Jugend werden. „Hier werden Türen geöffnet, die Festung würde sich nämlich dazu eignen, zu einem zentralen Ort für die Europaregion Tirol Südtirol Trentino zu werden“, so Durnwalder. Für Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur stellt die Dauerausstellung „Geschichte der Franzensfes38

te“ die logische Fortsetzung der bisherigen Bemühungen dar, die Festung kulturell zu beleben. 2008 fand hier die „Manifesta7“ statt, 2009 die Landesausstellung zum Thema „Labyrinth::Freiheit“. Es folgten die Ausstellungen „50x50x50“ im Jahr 2010 und „Figura“ im vergangenen Jahr. „Wie ein Löwe trotzend, doch malerisch schön“, schrieb man 1838 zu ihrer Einweihung. Bei aller Perfektion blieb die Franzensfeste aber Stückwerk. Kaum gebaut, war sie auch schon überholt. Eine Kathedrale in der Wüste. Die Schalen der Muscheln, die Panzer der Schildkröten, die Stacheln der Igel – diese durch die Evolution entstandenen Schutzmechanismen hat der Mensch zum Vorbild genommen, als er sich mit Schilden, Rüstungen und Burgen schützte. Doch je besser diese Abwehr wurde, umso stärker wurden auch die Waffen, die diese Schutzpanzer durchbrechen. Der Bau von Festungen ist ein Rennen gegen

die Zeit. Was sind die Festungen von heute? Man spricht von der „Festung Europas“ und meint damit Einwanderungsgesetze und Abschiebepraktiken. Straßen und Plätze werden mit Überwachungskameras ausgestattet. Und entsprechen nicht

auch die Zäune, mit denen wir unsere Heime umgeben, dem Bedürfnis nach einer Festung, nach einem Rückzug ins Schneckenhaus? Mit solchen und ähnlichen Fragen rund um das Thema Festung werden die Besucher der Franzensfeste künftig konfrontiert.

Räumlichkeiten können angemietet werden Die Festung kann ab sofort für Veranstaltungen sowie nicht gewinnbringende kulturelle und soziale Tätigkeiten gemietet und genutzt werden. Die Nutzung sollte aber im Einklang mit dem Charakter der denkmalgeschützten Festung sein. So haben etwa im April an die 150 Personen des Roten Kreuzes in der Festung campiert. Religiöse Veranstaltungen sind nicht erlaubt - mit Ausnahme in der Kapelle mit Zustimmung der Pfarrei. Parteipolitische Veranstaltungen ebenso nicht. Für die Sicherheitsaspekte muss der Veranstalter selbst sorgen. Ein Führungskomitee prüft die Anfragen und erteilt die Genehmigungen. Nähere Informationen zur Anmietung sowie die Pläne der einzelnen Räumlichkeiten finden sich unter „Festung Franzensfeste – Veranstaltungen“ auf der Homepage http://www.provinz.bz.it/hochbau. erker juni 12


kultur

„Panorama4“ Neue Südtiroler Kunst

LPA©ArnoPertl

Am 15. Juni öffnet „Panorama4“, eine Zusammenschau neuer Kunst in Südtirol, in der Festung ihre Tore.

Wer sich hingegen eine detaillierte Schilderung der Geschichte dieses Bollwerkes erwartet, wird enttäuscht sein. Denn die Ausstellung fasst den Begriff der Festung weiter und schlägt einen Bogen zu heutigen Formen der Abwehr. In sieben Sälen laden variable Gestaltungselemente dazu ein, den Parcours auf abwechslungsreiche Art zu durchwandern. So begegnet der Besucher bereits zu Beginn seiner Reise einem raumgroßen Schneckenhaus aus Metallplatten, das ihn in der Gegenwart

Die von der deutschen, italienischen und ladinischen Kulturabteilung des Landes gemeinsam mit dem Museion organisierte Ausstellung zeigt – fast zehn Jahre nach der letzten „Panorama“ – eine aktualisierte Bestandsaufnahme der jungen zeitgenössischen Kunst in Südtirol. Im Fokus von „Panorama 4“ stehen die wesentlichen Kunst-Entwicklungen der letzten zehn Jahre und die neue Kunst, die durch Arbeiten von 35 Künstlern – darunter zwei Kollektive – präsentiert wird. Wie in den vorhergehenden Ausstellungen bleibt die Ausrichtung auf die junge Generation Hauptmerkmal, doch werden auch aktuelle Positionen nicht mehr ganz junger Kunstschaffender dokumentiert. Das vierköpfige Kuratoren-Team, Denis Isaia, Tobia Moroder, Lisa Trockner und die Wienerin Gastkuratorin Christina Nägele, wird auf der Franzensfeste eine junge, professionell und häufig international agierende Künstler-Generation präsentieren, die durchwegs auf fachliche Ausbildung zurückgreifen kann. Bei der Konzeption der vierten Auflage, so die Kuratoren, habe man auf die Vorgänger-Ausstellungen der Jahre 1987, 1993 und 2003 aufgebaut. Wie ihre Vorläufer sei auch „Panorama 4“ keine Themenausstellung, sondern eine Art zukunftsorientierter Bestandsaufnahme, bei der nicht das Alter des Künstlers, sondern die Frische seiner Position zähle. So werden auf der Franzensfeste Werke der erst 20-jährigen Barbara Gamper ebenso zu sehen sein wie jene des 88-jährigen Gianni Purin. Zur Ausstellung wird ein viersprachiger Katalog erscheinen, in dem jedem Künstler vier Seiten gewidmet sind. Die Ausstellung bleibt bis zum 30. September geöffnet. Im kommenden Jahr soll es dann wieder die ohne öffentliche Beiträge kuratierte Kunstbiennale „50x50x50“ geben, bei der 50 Künstler an 50 Tagen in 50 Räumen in der Festung ihre Werke zeigen. liche Warten auf einen Feind, der nie kam, der problematische Bau der Eisenbahnlinie und die jüngere Geschichte rund um das versteckte Gold der Banca d’Italia finden ihren Platz. Den Kreis schließend, wird am Ende der Reise die heutige Funkti-

Besucher dieses riesige Bauwerk unter verschiedenen Blickwinkeln näherzubringen“, so Landesrätin Kasslatter Mur. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Architekturstudio

Tacus&Didonè, der Gruppe Gut und Josef Rohrer. Die Ausstellung bleibt bis zum 31. Oktober von 11.00 bis 17.00 Uhr (im August bis 18.00 Uhr) geöffnet. lg

Über eine lange Treppe in die Geschichte

abholt und in das Innere der Festung lockt. Die weiteren Säle erzählen die wichtigsten Etappen in der Geschichte der Festung: Im zweiten Saal befindet sich der Besucher bereits in den Jahren nach den Napoleonischen Kriegen, um dann mehr über den spektakulären Festungsbau zu erfahren. Auch das vergeberker juni 12

on der Festung über eine multimediale Inszenierung dargelegt. Die Verwendung unterschiedlicher Erzählebenen spricht ein breitgefächertes Publikum an, das auf die zahlreichen Impulse der eingesetzten Sprachformen reagieren kann. „Die neue Ausstellung soll als Schlüssel verstanden werden, dem

Die Mitglieder des Vereins Oppidum besuchten im Mai die Sperre Nauders, um sich vor Ort über deren Geschichte zu informieren, einer Geschichte, die eng mit der Franzensfeste und dem österreichisch-habsburgischen Festungsbau verbunden ist. Seit Mitte Mai bietet der Verein wieder regelmäßig Führungen durch die Festung an: Bis zum 24. Juni jeden Sonntag, im Juli und September zusätzlich auch mittwochs. Im August gibt es täglich (außer montags) Führungen. Jeweils ab 15.30 Uhr erfahren die Besucher dabei viel Interessantes vom Baubeginn, der Nutzung und von einem sagenhaften Goldschatz, der zeitweise in der Festung eingelagert war. Höhepunkt ist der Aufstieg zur Bergfestung über eine der längsten einzügigen Treppen in Europa. 39


Sterzing

kultur

Niño Josele Quartet in Concert PR

Bruneck live Showtime Agency und das Stadtmarketing Bruneck holen im Juli hochkarätige Musikstars auf den Rathausplatz in Bruneck. • 11. Juli: Herbert Grönemeyer Schiffsverkehr Tour 2012

Factory Jazz in der Prinoth-Produktionshalle: Bereits zum achten Mal in Folge findet am 30. Juni in Unterackern eines der wohl außergewöhnlichsten Jazz-Night-Konzerte im Rahmen des 30. Südtiroler Jazzfestivals statt. Auf Einladung von Leitner Tecnologies gastiert das Niño Josele Quartet im Wipptal. Niño Josele, 1974 in Almeria in Andalusien geboren, lernte das Gitarrenspiel von seinem Vater, der selbst Gitarrist war. Mit 22 Jahren gewann er den Wettbewerb junger Interpreten auf der Flamenco-Biennale in Sevilla. Der Virtuose hat den Flamenco stilistisch um Elemente des Jazz bereichert und so, inspiriert von der Klassik und Zwölftonmusik, einen unverwechselbaren und einzigartigen Stil entwickelt. Neben verschiedenen weltbekannten Popmusikern hat Josele auch mit seinem großen Vorbild Paco de Lucia zusammengearbeitet. Der Konzertabend beginnt um 20.30 Uhr. Karten können – solange der Vorrat reicht – direkt an der Abendkassa oder im Vorverkauf über den Tourismusverein Sterzing (Tel. 765325) erworben werden.

60 Jahre Musikkapelle Pflersch

• 13. Juli: Carmen Oper von Georges Bizet • 14. Juli: Live from Buena Vista Eine kubanische Nacht

Wenn Herbert Grönemeyer am 11. Juli die Bühne auf dem Brunecker Rathausplatz betritt, wird dies der Auftakt zu einer bislang einzigartigen Konzertreihe in ganz Südtirol. Neben Grönemeyer, der häufig als der größte Popmusik-Star Deutschlands bezeichnet wird, kommt es am 13. Juli zur Aufführung der Oper „Carmen“ von Georges Bizet (in Originalsprache). Krönender Abschluss der Konzertreihe bildet am 14. Juli die kubanische Formation „Live from Buena Vista“ mit den Stars des Oscar-gekrönten Kinoklassikers „Buena Vista Social Club“, die für karibische Stimmung und sommerliches Flair sorgen wird. Karten sind bei Athesia Ticket, bei Baba’s in Bozen und Non Stop Music in Meran erhältlich, Online-Tickets auf www.athesiaticket.it. Mehr Infos unter Tel. 0473 270256. 40

1952, vor nunmehr 60 Jahren, wurde in Pflersch eine Musikkapelle gegründet. Den musikalischen Aufbau derselben übernahm der Musiklehrer Franz Josef Egg; als Probelokal diente ein Raum in der Grundschule. Zu Beginn spielten nur Männer in der Kapelle, erst 1994 trat die erste Musikantin dem Verein bei. Im Laufe der Jahre hat sich die Musikkapelle stets weiterentwickelt. 1957 wurde die erste Tracht angeschafft und im Jahr 1985 konnte die Musikkapelle ihr eigenes Probelokal im Vereinshaus beziehen. Da dieses bald schon zu klein wurde, wurde ein neues gebaut und 2009 feierlich eingeweiht. Besonders stolz sind die 38 aktiven Pflerer Musikanten darauf, noch ein Gründungsmitglied in ihren Reihen

Abschlussprüfungskonzert in Wiesen Am 15. Juni findet im Haus der Dorfgemeinschaft von Wiesen ein Konzert der Extraklasse statt: Vier junge Südtiroler werden den berufsbegleitenden Lehrgang in Blasorchesterleitung am Tiroler Landeskonservatorium beenden und sich ihrer Abschlussprüfung stellen. Als Lehrkapelle steht ihnen dabei die Musikkapelle Wiesen zur Verfügung, die in den vergangenen Wochen das ungewohnte Vergnügen hatte, mit Lehrgangsleiter Thomas Ludescher (im Bild) und den Dirigentenanwärtern verschiedene Werke einzustudieren. Dem Abschlusskonzert um 21.00 Uhr geht jeweils eine öffentliche Lehrprobe mit den Prüflingen voraus.

zu haben: Herbert Teissl ist der älteste Musikant und spielt seit 60 Jahren Mitglied der Kapelle. Das 60-jährige Jubiläum feiert die Musikkapelle Pflersch mit drei über das Jahr verteilten Veranstaltungen: Den Auftakt bildet das Musikfest am 10. Juni, am 31. Juli findet ein Rundmarsch durch St. Anton in Pflersch statt und im November beschließt ein Jubiläumskonzert den Festreigen. Das Musikfest beginnt um 9.30 Uhr mit einem Einmarsch in die Kirche, wo die Messe von der Musikkapelle musikalisch gestaltet wird. Nach dem anschließenden Festakt um 11.00 Uhr vor dem Vereinshaus tritt die Jugendkapelle „Brennerwind“ auf, bevor die Bürgerkapelle Sterzing ab 12.00 Uhr ein Konzert gibt. Ab 14.00 Uhr sorgen die „Pamstiddn Kings“ für Unterhaltung. Sterzing

„Here comes the sun“

„Here comes the sun“: Zum Schulschluss organisiert der Jugenddienst Wipptal auf dem Stadtplatz von Sterzing ein Schoolout-Konzert. Dabei stehen am 16. Juni ab 17.00 Uhr die Bands Infancy, Depreciate The Liar (im Bild) und Blue City Window auf der Bühne. Der Eintritt ist frei. erker juni 12


kultur

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GroĂ&#x;stadt-Cowboys rocken in Sterzing Kultband The Bosshoss bei 11. Biker Days mer sie hinkommen, garantiert die siebenkĂśpfige Berliner Countryrockband Cowboy-Entertainment und SpaĂ&#x; pur. Am 19. Juli wird die siebenkĂśpfige Band mit ihrem „Country Trash Punk Rock Stil“ bei den 11. Biker Days das groĂ&#x;e Festzelt bei einem feurigen Konzertabend zum Kochen bringen. Dieser ist absoluter HĂśhepunkt der diesjährigen Biker Days, veranstaltet vom Motorradclub MC Falken zu seinem 30-jährigen Jubiläum. Im Vorverkauf kosten die Karten 35 Euro, an der Abendkasse, falls noch verfĂźgbar, 40 Euro. Karten kĂśnnen in allen Raiffeisenkassen SĂźdtirols oder Ăźber OETicket gekauft werden.





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Rotterdam

Die aufwändigen Proben haben sich gelohnt. Bei den Europameisterschaften in Rotterdam erreichten die Wipptaler heuer in der BSection 92 von 100 mĂśglichen Punkten. Der dritte Platz ist eine hervorragende Leistung, treten doch bei dieser EM Europas beste Brass Band Spieler vor einer hochkarätigen Fachjury auf. Nur einen Punkt trennten die Wipptaler von der zweitplatzierten Brass Band Heman aus Holland, drei Punkte von den erstplatzierten Musikstudenten der Universität Graz. Die Wipptaler präsentierten das PflichtstĂźck â&#x20AC;&#x17E;Light in the darknessâ&#x20AC;&#x153; erker juni 12

von Joop van Dijk und das selbst gewählte StĂźck â&#x20AC;&#x17E;London Overtureâ&#x20AC;&#x153; von Philip Sparke. Letzteres war 1991 PflichtstĂźck bei der EM in der A-Sektion, der Championkategorie, in der zum GroĂ&#x;teil Berufsmusiker antreten. Die Brass Band Wipptal um Dirigent Martin Gruber und Obmann Johannes Frick hat bereits zum dritten Mal an der EM teilgenommen und kehrte jedes Mal mit mehr als 90 Punkten nach Hause zurĂźck. Einziger Wermutstropfen: Unbekannte haben aus ihrem Bus acht Instrumente gestohlen. Der Schaden beläuft sich auf 20.000 Euro.

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Leseratten aufgepasst: Im Balneum in Sterzing Ăśffnet im Sommer die erste Schwimmbadbibliothek des Landes. Das Projekt zur LesefĂśrderung fĂźhren die Bibliotheken der Oberschule und der Mittelschulen in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst und der Stadtgemeinde durch. Die Leihstelle fĂźr BĂźcher und Zeitschriften ist dienstags und donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr geĂśffnet.

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Schwimmbadbibliothek

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Internationale Anerkennung fĂźr Brass Band Wipptal

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Foto: ERIK WEISS - UNIVERSAL MUSIC

CowboyhĂźte, Feinripphemden, Sonnenbrillen und jede Menge Westernstyle: The Bosshoss sind Kult, mit Coverversionen von aktuellen Radiohits wurden sie in ganz Mitteleuropa bekannt, mit ihrem Album â&#x20AC;&#x17E;Liberty of Actionâ&#x20AC;&#x153; schafften sie endgĂźltig den Durchbruch und stĂźrmten die Charts. Dabei sind sie ihrem temperamentvollen Stil stets treu geblieben: rockig und voller mitreiĂ&#x;end guter Laune. Die Frontmänner Alec â&#x20AC;&#x17E;Bossâ&#x20AC;&#x153; VĂślkel und Sascha â&#x20AC;&#x17E;Hossâ&#x20AC;&#x153; Vollmer haben letzthin auch in der Castingshow â&#x20AC;&#x17E;The Voice of Germanyâ&#x20AC;&#x153; tolle Stimmung verbreitet. Wo im-

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kultur Sterzing

Wiesen

Kasers neue Werke

Musikkapelle begeistert Publikum

Bis Ende Juni stellt der freischaffende Künstler Peter Kaser aus Gossensaß (im Bild mit den Wirtsleuten Veronika Stötter und Daniel Planer) im „Vinzenz“ in Sterzing eine Auswahl neuer Werke aus: Mit Mustern bedruckte ausgediente Vorhänge und Matratzenstoffe, Leinwand und Papier wurden von Kaser in aufwändigem Schaffen neu komponiert und in ein neues Licht gerückt.

Großen Applaus erntete die Musikkapelle Wiesen unter der Leitung von Kapellmeister Joachim Bacher für ihr diesjähriges Frühjahrskonzert mit zahlreichen musikalischen Highlights und einer kabarettreifen Moderation von Klarinettistin Verena Ninz. Nach der rhapsodischen Eröffnungsfanfare „Fanfares and Alleluias“ folgte mit dem zweiten Satz aus dem „T-Bone Concerto“ von Johan de Meij ein erster musikalischer Leckerbissen mit Solist Matthias Marginter auf der Posaune. Abgerundet wurde der erste Teil mit der „Second Suite in F for Military Band“, bei der dem Publikum die mittelalterliche Welt Englands musikalisch nähergebracht wurde. Majestätische Klänge leiteten mit „Pomp and Circumstance Nr. 4“ von Edward Elgar den zweiten Teil ein. Mit Michael Kamens „Robin Hood Prince of Thieves“ konnte das Publikum die Abenteuer

Kultur am Berg „Kultur am Berg“ gibt es auch in diesem Sommer wieder auf der Hühnerspielhütte oberhalb von Gossensaß. Den Auftakt dazu bildet eine Fotoausstellung von Willi Trenkwalder aus Bozen unter dem Titel „Versteckte Eiswelten“ und eine Bilderausstellung von Sebastian Ploner aus Brixen, der Aquarelle mit heimischen Kulturlandschaften zeigt. Eröffnet wird die Ausstellung am 30. Juni um 14.00 Uhr.

Maiern

1. International ART STAGE Schneeberg  

des Robin von Locksley, seiner schönen Marian und dem fiesen Sheriff von Nottingham nachempfinden. Beim „Sandpaper Ballet“ von Le-

roy Anderson gaben die Schlagzeuger Maria Jocher und Martin Schürmann zur lässigen Rhythmik auch eine perfekt einstudierte Choreografie zum Besten. Mit Klängen aus dem Musicalmärchen „The Wizard of Oz“, „Fascinating Drums“ und dem Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ rundete die Kapelle den Konzertabend ab.

Stilfes

Ausgezeichnete Musikanten Mitte Mai gab die Musikkapelle Stilfes im örtlichen Vereinshaus ihr Frühjahrskonzert, das beim Publikum großen Anklang fand. Den zweiten Teil des Konzertes gestaltete die Musikkapelle heuer zusammen mit dem Kirchenchor. Im Rahmen des Konzertes wurden sieben Musikanten ausgezeichnet: Ulrich Sieder, Dietmar Wieser und Simon Brunner erhielten das Ehrenzeichen in Bronze, Werner Mittelberger und Benedikt Wild das Ehrenzeichen in Silber. Das

Ehrenzeichen in Gold konnte Helmut Brunner entgegennehmen, Klaus Sailer erhielt für seine

zehnjährige Tätigkeit als Kapellmeister die Silbernadel.

St. Jakob

Gelungenes Frühjahrskonzert Am 9. Juni wird in der Erzaufbereitung der BergbauWelt Ridnaun-Schneeberg in Maiern die „1. International ART STAGE Schneeberg“ eröffnet. Organisiert wird die Kunstausstellung von der Wipptaler Künstlervereinigung „Vision-Art-Union“ unter der Leitung von Simon Rainer und Andrea Kuritko. Zehn Künstler und Autoren aus Südtirol, Österreich, Deutschland und England stellen dabei Malereien, Fotografien, Fotokunst, Bildhauerarbeiten und Bücher aus. Bereits 2011 hat die Künstlervereinigung eine erfolgreiche Ausstellung in Sterzing veranstaltet. Die Ausstellungseröffnung findet um 14.00 Uhr statt. 42

Viel Applaus ernteten die Musikanten der Musikkapelle Innerpfitsch unter der Leitung von Kapellmeister Martin Rainer für ihr diesjähriges Frühjahrskonzert. Obfrau Melanie Hofer konnte im zahlreichen Publikum auch mehrere Ehrengäste willkommen heißen. Neben traditioneller Marschmusik und Polkas gab die Kapelle auch moderne Konzertstücke zum Besten, darunter „Into the storm“ von Robert W. Smith und

„Robinson Crusoe“, eine Komposition von Bert Appermont, welche die Geschichte des Schiffbrüchigen aus dem Roman von Daniel Defoe musikalisch nacherzählt. Viel Gefallen fand auch „Queen in concert“, ein für Blasmusik arrangiertes Medley der Rockband „Queen“. Durch den mit Anekdoten gespickten Abend führte gekonnt Christine Wieser Gasser. erker juni 12


kultur

Projekt 19x19

Wipptal

Geschichten zur Europäischen Kulturhauptstadt

Knapp 70.000 Bücher ausgeliehen

Im Wipptal gibt es neben einer öffentlichen Mittelpunktsbibliothek in Sterzing 14 örtliche Bibliotheken. Diese verfügen über einen Bestand von 64.511 BüMit 19 Etappen x 19 Gesprächsabenden über chern. Allein „Kultur und Unternehmen“ tourt heuer eine im vergangenen Wanderausstellung durch Südtirol. Vom 1. bis Jahr wurden 4.604 zum 29. Juni hält „die Plattform der BegegnunBücher neu angegen“ auf dem Stadtplatz in Sterzing und zeigt kauft; 3.796 Bücher im Mobil-Container Videos, Foto- und Textdo- wurden aussortiert. 2011 haben die Wipptaler 69.740 Bücher kumente ehemaliger Kulturhauptstädte und ausgeliehen. den italienischen Wettlauf um den nächsten Ti- Die Bibliotheken stellen der Bevölkerung neben Printmedien tel. Vereine, Unternehmen, Schüler und inter- aber auch verschiedene audiovisuelle Medien zur Verfügung: essierte Kulturschaffende können den Contai- 5.979 an der Zahl; diese wurden 5.257 Mal ausgeliehen. ner als Ort der Diskussion über die Zukunft des heimischen Kulturlebens nutzen. Bei Gesprächsabenden können sich Gäste mit Bibliotheken internationalen Vertretern ehemaliger Kultur- Bestand und Entlehnungen hauptstädte austauschen. Am 5. Juni ist SterBücher Entlehnungen Andere Entlehzing an der Reihe. Bianca Herlo, KulturmanageMedien nungen rin der Robert Bosch Stiftung spricht im Show10.316 13.834 370 1.482 room der Unternehmergruppe Leitner in Un- Brenner 9.088 1.022 2.617 terackern über die „Sibiu-Hermannstadt 2007“, Freienfeld 9.086 Bildungs- und Kulturlandesrätin Sabina Kass- Pfitsch 11.323 10.494 1.013 2.257 latter Mur über Herausforderungen der KulturRatschings 9.664 9.915 895 1.537 politik. Die Veranstaltung bei freiem Eintritt beSterzing 24.122 26.409 2.679 5.257 ginnt um 19.30 Uhr.

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Literaturcafé in Stilfes

Nach einem „Aperitif zum Vatertag“ und einem Vortrag über „Schüßler-Salze“ mit Pharmazeutin Dr. Astrid Hell aus Ratschings lud die Bibliothek Stilfes um Leiterin Christine Wieser zum Welttag des Buches zu einem Literaturcafé. Zur Einstimmung servierte das Bibliotheksteam Kaffee und Kuchen. Lesen, so Wieser, sei ein einzigartiges, inspirierendes Erlebnis. Buchhändlerin Ingrid Mair präsentierte mit fesselnder Erzählkunst spannende, berührende und dramatische Romane. Bei Aperitif und schmackhaften Brötchen klang die gelungene Feierstunde aus.

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woher stammt eigentlich der name ...

kultur

Mittewald? Gut gegen Nordwind Stadtbühne Sterzing feiert ersten Erfolg nach Wiederaufnahme der Tätigkeit

Etwas südlich von Mauls liegt in einer engen, von steilen Felswänden gebildeten und vom Eisack durchzogenen Talschlucht - ursprünglich deshalb treffend „im Sack“ genannt - ein bekanntes Wirtshaus. Seit dem 19. Jahrhundert ist zudem der Name Sachsenklemme geläufig. Dieser erinnert an die kriegerischen Ereignisse während der Napoleonischen Kriege und an die schweren Verluste sächsischer Regimenter in dieser Gegend. Noch weiter südlich liegt das kleine Dorf Mittewald, das heute eine Fraktion der Gemeinde Franzensfeste und die einzige Katastralgemeinde des Gemeindegebietes ist. Die Kirche zum hl. Martin entstand aus einer Kapelle am Beginn des 15. Jahrhunderts und wurde 1474 eingeweiht. Die ersten historischen Hinweise auf den Ort Mittewald selber finden sich bereits in spätmittelalterlicher Zeit. Im Jahr 1223 wird erstmals der Name „de Mittenwalde“ erwähnt und bereits gegen Ende des 14. Jahrhunderts findet sich die Bezeichnung „Mittewald“. Die etymologische Deutung des Ortsnamens kann als gesichert angesehen werden. Der Name bezeichnet einen Ort „mitten im Walde“ gelegen und verweist damit auf eine Siedlung in einem waldreichen Gebiet. Bereits 1204 ist der Name „Wibetwald“ urkundlich nachweisbar und dürfte namengebend für das Wipptal gewesen sein. Harald Kofler

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Ein halbes Jahr nach den Neuwahlen bei der Stadtbühne Sterzing landete die frisch gebackene Obfrau Monika Leitner Bonell mit dem von ihr inszenierten Stück „Gut gegen Nordwind“ nach dem Roman von Daniel Glattauer einen großartigen Erfolg. Der kleine Kinosaal im Sterzinger Stadttheater konnte die zahlreichen Anfragen aus ganz Südtirol für die zehn Aufführungen kaum aufnehmen. Der Andrang war wohl deshalb so groß, da dieses Stück in Südtirol noch nie aufgeführt worden ist. Schade eigentlich, denn das kribbelnd-romantische Liebesstück steht dem Bestsellerroman um nichts nach. Susanne Egger als Emmi

Rothner und Werner Hohenegger als Leo Leike schaffen es, die Spannung und Leidenschaft, die sich beim zufälligen Kennenlernen der beiden im Internet aufbaut, authentisch auf das Publikum zu übertragen. Der Zuschauer erlebt die ständigen Höhen und Tiefen, die beide durchleben, wenn das ersehnte Treffen ausbleibt, hautnah mit. Aber auch die Sehnsucht, dass sich die beiden endlich in den Armen halten können, geht unter die Haut. Eine Top-Leistung der beiden Laienschauspieler, die auch auf einer großen Bühne eine sehr gute Figur machen würden. Claudia Brüne

Sterzing

Krimi mit kulinarischem Höhepunkt Die Theatergruppe des Oberschulzentrums Sterzing um Leiterin Evelyn Wieser und Regieassistentin Erika Volgger servierte vor kurzem einen „Mord zum Dinner“ in drei Akten mit Empfangsdrink und DreiGänge-Menü. Erster Akt. Der Confèrencier (Sascha Wierer) begrüßt das Publikum. Gespannt verfolgen die Zuschauer die Dialoge der jungen Schauspieler auf der kleinen Bühne. Es gibt sofort Abwechslung, denn zur Überraschung bewegen sich die Schauspieler auch inmitten der Publikumsreihen. In diesem Krimi-Dinner, der im angelsächsischen Raum längst Tradition hat, nimmt das Publikum von Anfang an am Geschehen teil. Wachsamkeit ist gefordert, denn man ahnt sofort, dass es nicht bei der harmlosen Geburtstagsfeier bleiben wird. Constanze von Stetten (Sabine Hofer) feiert mit Familie, Freundin Laura (Melanie Rainer) und Tante Ingeborg (Nadia Busin) ihren 15. Geburtstag. Es wird zum ersten Gang serviert, köstliche Tomaten mit Mozzarella. Die Handlung erhält Würze, als sich herausstellt, dass der Herr des Hauses, Herr von Stetten, aus dem Keller nicht heil zurückgekehrt ist. Er ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden und Kommissarin Müller (Hanna Leiter) vom Dezernat für Gewaltverbrechen nimmt sofort ihre Ermittlungen auf. Doch schon bald zeigt sich, dass es mehr Mutmaßungen als konkrete Beweise gibt. Während des Hauptganges – es wird ein „mörderisches

Chili con carne“ serviert – diskutiert das Publikum die Mordtheorien, denn jeder könnte der Mörder sein: Die Ärztin, Frau Dr. Sommer (Annalena Wieser), Erwin, der Gärtner (Tobias Ploner) oder das Dienstmädchen Jenny (Valentina Gamper), das mit dem Hausherrn ein Verhältnis hat. Dora Dowinski (Manuela Niederkofler), die rasende Reporterin, wittert die Chance auf ein Foto von ihr auf der Titelseite. Den Verdächtigungen folgen die Taten, Leutnant Lotti (Johanna Zingerle) nimmt die erste Verhaftung vor, was sich bald als Fehlentscheidung erweist. Der Verdacht fällt schließlich auch auf Frau von Stetten (Carolin Huebser), ihren Mann wegen seines Seitensprungs getötet zu haben. Erst am Ende des dritten Aktes wird allen klar, dass Walter von Stetten tatsächlich ermordet worden ist. Das Publikum lacht herzhaft und verfolgt gespannt, wer als überraschender Mörder entlarvt wird. Zum verblüffenden Abschluss wird ein süßer Nachtisch serviert. Neben den intensiven Probearbeiten mussten sich die Schauspieler auch organisatorisch und als Kellner bewähren. Erst durch finanzielle Beiträge der Sponsoren Troyer AG und Volksbank Sterzing konnte die Veranstaltung so reibungslos über Tisch und Bühne gehen. erker juni 12


kultur

Schräge Typen, skurrile Dialoge

Mareit

Die Idee dazu ist während einer Reise durch Australien entstanden, als Nesch an einer Tankstelle eine Luxuskarosse entdeckte. Für einen kurzen Moment dachte er daran, sie zu klauen und sich damit auf ein Abenteuer einzulassen. Mehrere Jahre habe er diese Geschichte mit sich herumgeschleppt, bis er dann auf einem Blatt die einzelnen Handlungsabschnitte in wenigen Stunden fixierte; in drei bis vier Wochen war die Romanhandlung ausgereift. Danach diktierte er die Erstfassung mit einem Spracherkennungsprogramm in den Computer. Dann kam es zur Zweitfassung. Mehr oder

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weniger auf dieselbe Weise entstehen all seine Werke. In „Joyride Ost“ stehen nicht die Figuren Tarik und Jana, sondern vielmehr die Tat im Vordergrund. Die beiden wagen es, sich ein Auto der Luxusklasse „auszuleihen“ und den Alltag zu durchbrechen. Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd mit einem Mafiakiller. Mit viel Witz und Humor und in salopper Jugendsprache Thorsten Nesch trug Thorsten Nesch Auszüge aus seinem Roadmovie-Roman den aufmerksamen Oberschülern vor.

Das Jagdund Fischereimuseum Schloss Wolfsthurn beteiligte sich auch in diesem Jahr mit einem interessanten Programm am Internationalen Museumstag. Dieser stand heuer weltweit unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“. Auf großes Interesse stießen dabei die Arbeiten des Ahrntalers Josef Seeber, der Interessierten die Kunst des Hirschhornschnitzens zeigte, ein Handwerk, das in enger Verbindung zur Jagd steht. Zudem konnten Familien und Kinder bei einem Schätzspiel mit Quiz das Museum entdecken.

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Schräge Typen, witzige Situationen und skurrile Dialoge – all dies trifft auf die Romane von Autor Thorsten Nesch zu. Den Drittklässlern der Oberschule in Sterzing hat er vor kurzem sein erfolgreiches Jugendbuch „Joyride Ost“ vorgestellt.

Die Kunst des Hirschhornschnitzens

© Südt. Jagd- und Fischereimuse

Thorsten Nesch liest an Oberschule Sterzing

Carla Wild

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Autostrada del Brennero

Vipiteno

Terminano a fine giugno i lavori sul ponte obliquo dell'autostrada/Verrà così eliminato il semaforo presso il casello di Vipiteno

Ancora una defatigante seduta del Consiglio comunale

Termineranno entro giugno i lavori di demolizione e ricostruzione dell'impalcato del ponte obliquo dell'autostrada sul Rio Ridanna dell'autostrada. Lavori resisi necessari per lo stato di degrado della struttura e per aumentare la sezione idraulica al fine di garantire un più facile deflusso della acque del Rio Ridanna in caso di piene. Per consentire lo svolgimento dei lavori era stato installato un semaforo per regolare il traffico sia in accesso che in uscita dall'autostrada al casello di Vipiteno. Avrà così termine il disagio procurato agli automobilisti. Vipiteno

Comunicato della Direzione del Servizio sociale I locali del Centro di degenza diurno per anziani e del Centro diurno per anziani presso la casa di riposo saranno ristrutturati. Per questo motivo il Centro di degenza diurno per anziani, il Centro diurno per anziani e pasti a domicilio senza fornitura si trasferiscono provvisoriamente presso il Centro sociale Wipptal "FUGGER", Via Stazione 10, 39049 Vipiteno, da lunedì, 4 giugno 2012. La responsabile dell'assistenza domiciliare del distretto sociale, signora Maya Obexer, tel. 0472-726000, sarà a disposizione per ulteriori informazioni. La direttrice Christina Tinkhauser

Vipiteno

Riaperto il bar del teatro

Chiuso da due anni, era una grave manchevolezza della struttura culturale cittadina

Finalmente dopo due anni di chiusura ha riaperto i battenti il bar del teatro comunale: alla guida della struttura Marco Zanarotto e il suo team. Fino ad oggi, infatti, per la nostra cittadina la chiusura del locale in questi ultimi anni non è stato un bel biglietto da visita. La gestione del bar è stata per anni fonte di discussioni, che si sono ripercosse sul Teatro Comunale di Vipiteno: è importante avere un bar che funzioni, per rendere più accoglienti le manifestazioni culturali che in esso si svolgono e per dar vita alla città. Senza contare che, una struttura chiusa, seppur nuova, restando abbandonata a se stessa, può andare incontro a gravi deterioramenti. Ma tutto è bene quel che finisce bene e, dopo anni di ricerche per un gestore, si è arrivati alla tanto aspettata riapertura con Marco. cm

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Troppe le discussioni, ripetitive e senza fine - Un impianto fotovoltaico sul Balneum per risparmiare energia Mercoledì 16.05.12 si è svolta un'ennesima interminabile seduta del consiglio comunale di Vipiteno. Sono mesi che durante le sedute consiliari si verificano discussioni interminabili e alla fine con poco costrutto, che non sortiscono altro effetto che stancare i consiglieri. Tanto è vero che ormai molto spesso lasciano l'aula annoiati per una "boccata d'aria fresca". Forse sarebbe il caso che tutti insieme ritrovassero il senso della misura nei loro interventi.

zie ai diversi sistemi di energia alternativa, verranno sicuramente ridotti. Un discussione defatigante ha suscitato la mozione dei consiglieri delle opposizioni riguardante la modifica del regolamento del consiglio comunale, affinché il protocollo delle sedute comunali venga loro consegnato entro 10 giorni lavorativi dalla seduta. Dopo lunghe discussioni, il consiglio ha deliberato all'unanimità di spedire il protocollo entro 30 giorni.

Interrogazioni e mozioni Orfino (FLI) ha chiesto se vi è la possibilità di poter espandere il servizio del Cytibus. Per il sindaco al momento non ci sono proposte per una variazione o un miglioramento del servizio; né è possibile soddisfare la richiesta di percorrenza del bus fino all'asilo Löwenegg in Via Villa per motivi tecnici. Orfino interroga inoltre su eventuali novità relative alla realizzazione del centro giovani; il sindaco sottolinea che l'idea di un centro giovani comune per il comprensorio non è condivisa dagli altri comuni, di cui sarebbe necessario il sostegno finanziario. Ampie discussioni ha suscitato l'interrogazione per incentivare il miglioramento dell'apprendimento della seconda lingua e progetti per l'immersione linguistica. Orfino ha spiegato che, anche se i comuni non hanno diretta competenza sui programmi didattici delle scuole, è altrettanto vero che, attraverso un documento istituzionale, possono esprimere una loro posizione; in questo caso, appunto, un parere positivo sull'incentivazione dell'apprendimento della seconda lingua. La maggioranza ha espresso parere negativo riguardo all'immersione linguistica, ma parere favorevole sull'incentivazione dell'apprendimento della seconda lingua. Considerando il fastidio che sembra creare la definizione "immersione linguistica", Orfino la ha ritirata, aggiungendo alla "seconda lingua" anche la "prima (madrelingua) e la terza lingua". Il documento viene approvato con un'astensione (Frick-SVP). Due le interrogazioni dei Freiheitlichen. La prima sul parcheggio Sadobre, per il quale il Comune aveva già elaborato una risoluzione per un ridimensionamento del progetto. Il sindaco informa che la direzione della A22 ha al momento altri lavori prioritari e che se ne discuterà. La seconda riguarda i consumi di energia sul territorio comunale e il consumo delle strutture pubbliche. Il sindaco ha presentato una tabella dettagliata su tutti i consumi che in futuro, gra-

In sede di bilanci Approvato con 5 astensioni (FLI-FreiheitlichenBürger Forum Cittadini) il conto consuntivo per l'esercizio finanziario 2011 ammontante a 1.798.000 euro e l'assestamento del bilancio del corrente anno, a cui sono state apportate alcune variazioni: ca. 410.000 € saranno messi a disposizione per l'istituzione di un impianto fotovoltaico sulla struttura del Balneum; 110.000 euro vanno al risanamento del tratto stradale Ceves-Mazzes-Flanes; 114.000 € sono destinati al piano di protezione per le zone di pericolo e 230.000 € saranno per il risanamento delle sorgenti a Monte Cavallo. In bilancio sono stati messi a disposizione 131.000 € per la nuova scuola Josef Rampold, al fine di coprire i costi per la riparazione di danni che si sono verificati poco dopo la realizzazione della struttura; il Consiglio auspica che si possa trovare a breve una soluzione con le ditte che dovrebbero risarcire i danni, senza adire le vie legali. Approvati anche il bilancio del Teatro Comunale, che ammonta a 275.520 €, con un deficit di 30.511 euro, e i bilanci dei vigili del Fuoco di Vipiteno e di Tunes. Varie Tra le varie Egger ha presentato al consiglio per conoscenza due interrogazioni, presentate all'amministrazione provinciale, riguardanti la partecipazione dei comuni a società in seguito alla L.P. 12 del 16.11.2007, che vieta alle amministrazioni pubbliche la partecipazione a società aventi per oggetto attività di produzione di beni e di servizi non strettamente necessari per il perseguimento delle proprie finalità istituzionali. Secondo Egger bisognerebbe ridiscutere la partecipazione del Comune alla società Monte Cacm vallo.

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Vipiteno

Accesso nuovamente garantito ai bus di linea a Piazza Fuori Porta È stato deciso in un incontro fra il Comune e l'assessore provinciale alla viabilità Con il nuovo orario estivo dei bus la fermata di Piazza Fuori Porta a Vipiteno sarà nuovamente garantita in entrambe le direzioni dal 17 giugno 2012 ai bus di linea per Racines, Val Ridanna, Val di Giovo e Telves, se verranno rispettate certe condizioni. Così l’assessore provinciale alla mobilità, Thomas Widmann, incontrando i vertici del Comune di Vipiteno e i rappresentanti dei pendolari e dei concessionari delle autolinee. Questo però a condizione che Piazza Fuori Porta, fer-

mata centrale all’ingresso del centro storico, venga liberata dai pullman di turisti. A tal fine il Comune si impegna a realizzare un parcheggio di raccolta dei bus turistici prima dell’entrata in vigore dell’orario estivo il 17 giugno 2012. L’Ufficio trasporto persone della Provincia istituirà da parte sua un servizio di bus shuttle per trasbordare i turisti giunti con i pullman dal punto di parcheggio fino a Piazza Fuori Porta. Inoltre, il tragitto che va dall’incrocio di Via Brennero fino a Piazza Fuori Porta dovrà essere sgombro da ostacoli, quali vetture parcheggiate o, in inverno, da ammucchiamenti di neve.

Fortezza

Iniziato il rifacimento di Piazza Stazione Ma sul paese continuano ad incombere ombre di decadimento Sono iniziati il 2 di maggio i lavori per il rifacimento di Piazza Stazione a Fortezza, e proseguiranno per 100 giorni. Il progetto ha trovato nei fondi europei un finanziamento irrinunciabile a coprire buona parte della spesa. Così, ai primi colpi di ruspa, se ne sono andati tutti gli alberi e tra questi una bellissima betulla posta all'angolo del giardino del buffet della stazione, un altrettanto bel pino mugo, 50 anni d'età, che – addobbato di luci – era l'unico albero di Natale "monumentale" (e vivo) del paese. Assieme ad altre piante e cespugli da fiore, sono stati sacrificati alla risistemazione della piazza. Il progetto è dell'architetto Markus Scherer, pluripremiato per i suoi interventi di sistemazione nel forte asburgico. Tuttavia il rifacimento solleva qualche perplessità. Ad arrabbiarsi per primi sono stati i gestori dei locali un tempo legati alle Ferrovie e alla stazione: giù i muri di contenimento dei giardini, proprio all'avvento della buona stagione, via tavolini e panche tanto frequentate dai clienti nelle sere d'estate. A questo si sommino l'eliminazione dei posti auto, il labirinto attuale di reti di protezione per raggiungere l'ingresso della trattoria e l'atrio della stazione, lo spostamento sulla statale della fermata dell'autobus, la scomparsa dell'angolo a parco davanti all'ex ufficio postale, con l'unica fontanella di acqua potabile pubblica di Fortezza. Questo è solo il picco visibile e fortunatamente transitorio di un probabile stravolgimento radicale

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dell'immagine del paese. Non solo dal punto di vista urbanistico. Se infatti si è riusciti a porre rimedio alla chiusura dell'ufficio postale, riaperto a dicembre dopo oltre un anno di incertezze, hanno chiuso bottega in un sol colpo il bar della stazione e l'edicola. Forse li riapriranno, voci parlano di qualche cinese interessato, ma allo stato non c'è nulla di definito. A seguire ha chiuso anche la filiale della Banca di Trento e Bolzano. E poi c'è ancora in ballo il progetto, sposato con entusiasmo dall'assessore provinciale Widmann, di "tagliar fuori" Fortezza e di toglierle il ruolo di scalo per la Pusteria, con la realizzazione di un enorme ponte sulla valle di Riga, tra Sciaves e Varna. Varna la stazione la rivuole a gran voce, in vista anche di una crescita esponenziale dei suoi abitanti. Insomma, la nuova piazza della stazione di Fortezza, sarà certamente più bella e funzionale, più adatta all'intermodalità con gli autobus, grazie alla visione di un tecnico geniale. Ma il paese soffre però di mali antichi, come i pochi spazi, la scarsa stanzialità degli abitanti, con grandi e piccoli esodi e le scarse economie. A cui si aggiungeranno nuovi problemi, non solo per le grandi opere di cui sarà il fulcro (Bbt). E allora viene da pensare se i disagi e l'investimento valevano la pena. dm

Vipiteno: serata informativa

È necessario creare una cooperativa sociale nella Wipptal Questo al fine di offrire un posto di lavoro a coloro che hanno difficoltà sociali - Le leggi ci sono, ma non le rispettano né i datori di lavoro privati né gli enti pubblici. Il giorno 16 maggio, presso la sala Vigil Raber, ha avuto luogo a Vipiteno una serata informativa sulla possibilità di offrire un posto di lavoro a coloro che hanno difficoltà sociali, da handicap fisici a problemi di integrazione, dipendenze ecc. Numerosi gli interventi: la direttrice dei servizi sociali Wipptal, Christina Tinkhauser, ha evidenziato le condizioni tipiche dei soggetti con problemi sociali e l'importanza per loro di poter essere inseriti nel mondo del lavoro. Il presidente della Legacoop, Heini Grandi, ha illustrato le caratteristiche di una cooperativa sociale e il ruolo fondamentale che essa ricopre al fine di poter aprire il mondo del lavoro a tutti. La chiave per lanciare le cooperative sociali sta nel sensibilizzare il settore economico, basandosi fondamentalmente sul concetto di solidarietà: le leggi che sostengono l'inserimento nel lavoro di soggetti diversamente abili ci sono, purtroppo sono pochi coloro che si aprono al diverso. Esistono due tipi di cooperative sociali: tipo A, che offre un servizio di tutela e assistenza per disadattati; e tipo B, che regola una vera e propria integrazione nel mondo del lavoro. Stefan Hofer, presidente del "Dachverband", ha evidenziato che i dati nel 2011 registrano ben 600 persone in lista di attesa per un'occupazione. La percentuale dei contratti per le categorie protette non è rispettata né dalle ditte private né dagli enti pubblici, e neanche dalla Provincia, così Hofer. In un periodo di crisi quale quella attuale deve essere dato maggior peso a tali problematiche, al fine di garantire l'opportunità di assicurarsi una pensione. La signora Schwinbacher, della Coopera di Brunico, dove le cooperative sono già avviate e riscuotono ottimi risultati, ha portato un esempio concreto. La serata è terminata con l'invito ai presenti di creare una cooperativa anche nella Wipptal, perché il lavoro ci sarebbe: basta fare il primo passo, essendo anche garantito il sostegno da parte di associazioni esperte. cm

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notizie dall’alta val d’isarco

Firmian: una chiesa moderna e piena di tradizione

Foto: Günter Richard Wett

Realizzata su progetto dell’architetto vipitenese Siegfried Delueg la chiesa del quartiere Firmian a Bolzano dedicata alla beata Madre Teresa di Calcutta - Un altro vipitenese, Christoph Hofer, creatore delle splendide vetrate

Una chiesa orizzontale Così l’architetto brissinese prof. Barth ebbe a definire il progetto preliminare che l’architetto vipitenese Siegfried Delueg stava elaborando per la chiesa al centro del nuovo quartiere Firmian a Bolzano, al di là della Via Resia, secondo quanto prevedeva il piano di attuazione elaborato dal prof. Othmar Barth e dall’arch. Silvano Bassetti, tenendo anche conto del desiderio del vescovo Wilhelm Egger. Il sogno di ogni architetto L’edificazione di una chiesa è senz’altro la massima aspirazione di un architetto, soprattutto al giorno d’oggi, in cui di chiese se ne fanno meno che nel passato. Delueg si era sempre occupato con profondo interesse di questa tematica, molto complessa e densa di contenuti: architettura, arte, liturgia. E il suo progetto preliminare vince nel 48

2003 il concorso pubblico internazionale con ben 27 partecipanti. La forza dell’umiltà Delueg si accinge al suo incarico sapendo di dover coniugare tradizione e modernità. Il progetto nasce nella consapevolezza che nel nuovo quartiere sorgeranno edifici anche di undici piani. “Impossibile pensare di mettersi in concorrenza con questi edifici per superarli - così Delueg - Occorreva un nuovo concetto: di fronte a questi imponenti corpi di fabbrica, alti e potenti, la chiesa si presenterà bassa e umile, pur senza perdere la forza e l’importanza che si richiedono ad un centro spirituale”. Una chiesa orizzontale, dunque. Il vuoto spaziale derivante da questa differenza di altezza degli edifici crea una situazione architettonica e urbanistica di forte carattere. Per questo Delueg ha rinunciato

anche al campanile inteso in senso classico; vi sarà solo un corpo leggermente più alto della chiesa, per ospitare le campane. Le altezze dei quattro volumi in cui si articola la chiesa, creando spazi monumentali riconoscibili sia dall’esterno che dall’interno, variano dai 5 agli 11 metri. L’idea chiave L’elemento da cui scaturisce tutta l’architettura della chiesa è una enorme croce di acciaio che, con i suoi bracci, si distende per tutta la lunghezza della chiesa (c. 38 m) e per tutta la sua larghezza (c. 21 m), disposta però asimmetricamente rispetto alla grande aula. La croce porta le strutture sopra descritte e trasmette un viva sensazione di forza. Si tratta di un’idea fortemente innovativa e di difficilissima messa in opera. Innovazione ma anche rispetto della tradizione, perché la

croce di ferro si richiama chiaramente alla pianta a croce latina delle chiese tradizionali. Il complesso L’incarico della committenza non si limita però alla chiesa, ma chiede anche un centro pastorale e una canonica. Il complesso è chiuso verso l’esterno ed è accessibile solo dal lato del sagrato, che lo separa dalla chiesa; anche fra il centro pastorale e la canonica si apre un cortile chiuso. Tutto il complesso è rivestito all’esterno da una pietra calcarea, più irregolare del travertino, più semplice e quotidiana, che ripropone la scelta di mantenere in una dimensione umile la chiesa, intitolata alla beata Madre Teresa di Calcutta. Il tutto è circondato da una cintura di grandi ciottoli di fiume, con chiara allusione all’acqua, così che la chiesa pare sorgere su un’isola. erker juni 12


Foto: Siegfried Delueg

La vetrata della creazione illumina la zona dell’altare e dell’ambone Interno È la grande croce in acciaio che origina il tutto, ma l’ordine strutturale non predetermina le funzioni liturgiche e i relativi luoghi canonici. La parete “absidale” si sviluppa in linea diritta per tutta la sua lunghezza. La luce, che nelle chiese penetra dalle finestre absidali, è qui fornita in modo indiretto da una lunga e bassa vetrata orizzontale che corre per tutta la parete. Davanti al coro sono collocati l’altare, l’ambone e la sede, tutte strutture molto semplici, quasi povere, ideate dall’architetto stesso. Di lato è collocato il fonte battesimale e più in là si apre una vasca d’acqua, che è un forte richiamo a questo elemento vitale. Davanti all’altare si aprono a ventaglio i banchi che i fedeli occupano nella “messa grande”. Nei giorni feriali invece la messa viene celebrata in un’apposita cappella, un luogo liturgico anche questo, ma non separato da articolazioni architettoniche dal resto dell’aula. La luce Un fascino particolare è donato alla chiesa dalla sapiente orchestrazione delle luci. La luce non entra mai in modo diretto, ma è sempre in qualche modo schermata: la luce principale spiove da una teoria di basse vetrate, che corrono lungo la croce, erker juni 12

in modo così soffuso che l’enorme massa strutturale viene per così dire smaterializzata. Indiretta è anche la luce che proviene dalla fessura orizzontale della parete dell’altare, e così pure quella delle due vetrate laterali verso la parete absidale. Queste meritano un particolare esame per vari motivi: il tipo di materiale, la messa in opera e il forte significato religioso che racchiudono in sé e che trasmettono al fedele. L’ideazione è dell’artista Christoph Hofer, anche lui vipitenese. Le vetrate della genesi e della redenzione “Forma, colore, luogo e misure erano già dati dall’architetto, ma era la prima volta che mi cimentavo in un simile ambito, ed ero pieno di dubbi - così Hofer - Le vetrate sono sempre state un elemento prezioso delle chiese, per il tipo di luminosità che convogliano all’interno, ma anche per il complesso racconto simbolico che squadernano avanti agli occhi dei fedeli. Esse devono crescere insieme con l’architettura, non devono essere qualcosa di sovrapposto a posteriori”. Per le due vetrate vengono scelti colori e contenuti simbolici diversi. Dalla finestra di destra, angolare, la luce cade sulla zona della festa, della celebrazione della santa messa. Hofer pensa al blu come al colore del-

La vetrata della redenzione sopra la stele del tabernacolo. In alto la grande croce di acciaio che innerva la chiesa la luce, come apparve all’inizio della creazione: la separazione di luce e tenebra, la luce come miracolo, vita, inizio di tutto (Vecchio Testamento). L’azzurro è come squarciato da sottili rigature radiali: bianche (luce), alternate a sottili venature di piombo (tenebra). Il cerchio che vi è rappresentato è il simbolo dell’infinità, correlato alla creazione. La finestra rossa di sinistra sporge verso l’interno, quasi come una scultura. La sua luce spiove sopra il tabernacolo, isolato, luogo di raccoglimento e di meditazione. Il rosso è il colore dell’amore, ma anche della passione, del sangue di Cristo. È la finestra della redenzione. Una croce stilizzata che si distende per tutta l’altezza sporge in leggero rilievo, quasi non si vede, non la riconosci subito, ma solo dopo attenta e ripetuta osservazione. I pannelli che compongono le vetrate sono di vetro soffiato, legati fra di loro con la tradizionale cornicetta di piombo. Il loro colore non è una pittura sovrapposta al vetro, ma è la tinta stessa che si fa materiale: la luce cangiante quando filtra prende il colore del materiale. Non si tratta di vetro isolante, quindi all’esterno vi è un’altra vetrata bianca, completamente istoriata da scritte in ebraico (da destra a sinistra) e greco antico (da sinistra a destra) che sfumano una nell’al-

tra nella stessa riga (Vecchio Testamento, Genesi). Nella finestra rossa le scritte sono in greco e latino (Nuovo Testamento). Ma, al di là di tutte queste simbologie, ciò che conta è l’atmosfera che il visitatore sente. Colori cangianti al variare della luce esterna e interna alla chiesa: c’è dentro una vita. Serenità e raccoglimento Nella chiesa si ha la sensazione di vivere in un’atmosfera di straordinaria intimità, di ineffabile incontro con se stessi e con i valori più profondi di una bimillenaria vicenda di fede. L’aula della chiesa “orizzontale” non è mortificata verso il basso, è ariosa e spaziosa, non interrotta da strutture intermedie. “Quella che vi accoglie - così don Gigi Carfagnini alla messa del primo maggio per la prima comunione dei bambini del quartiere - è una chiesa che, nella sua struttura aperta, sta a rappresentare l’unione tra il sacerdote e i suoi fedeli in un’unica dimensione di fede”. La solenne dedicazione a Madre Teresa di Calcutta è avvenuta il 20 maggio, un giorno di gioia per gli abitanti del quartiere, entusiasti della “loro” chiesa.

Alberto Perini 49


unità pastorale Alta Val d’Isarco gesellschaft

jahrestage notizie dall’alta val d’isarco

Unità Pastorale "Alta Val d'Isarco" Il cammino cristiano della comunità italiana Da quando è nata l'Unità Pastorale in Alta Val d'Isarco tutti si sono sentiti impegnati a cercare di creare sempre più un lavoro di insieme e questo è l'esercizio che continua visto che, come comunità cristiana, ci riconosciamo come persone in cammino, pronte a seguire sempre meglio colui che per noi è Via, Verità e Vita: Nostro Signore Gesù Cristo. Il processo preparatorio di questo cammino si è concluso il 5 giugno 2010 ed ecco qui in sintesi alcuni passi fatti insieme: * gennaio 2011: nasce un piccolo foglietto dal titolo "Con Noi", un semplice foglietto che mensilmente vuole far sì che all'interno dell'Unità Pastorale si possano conoscere le iniziative e le attività che, come comunità cristiana, cerchiamo di portare avanti. L'idea, nata in un incontro il 30 novembre 2010 tra i rappresentanti delle comunità parrocchiali di lingua italiana di Brennero, Colle Isarco e Vipiteno, è quella di iniziare ad informarsi gli uni con gli altri sulle attività che vengono svolte. * gennaio 2011: è iniziata l'esperienza dell'Info-PointCaritas di cui abbiamo già parlato nell'Erker. Esperienza nata grazie al cammino di accoglienza delle persone bisognose che già esisteva all'interno della comunità di lingua italiana di Vipiteno e che ora unisce le forze di lingua italiana e tedesca di tutta l'Unità Pastorale. * aprile 2011: di comune accordo si è riusciti a stabilire un ordine nella celebrazione delle Sante Messe festive che permettesse al sacerdote che segue le comunità di lingua italiana di essere presente a Brennero, Colle Isarco e Vipiteno. Il nuovo orario è il seguente: Brennero ore 20.00 il primo e terzo sabato del mese; Colle Isarco ore 11.15 la seconda e quarta domenica del mese (tranne in luglio e agosto, quando la Santa Messa viene celebrata ogni domenica, vista la presenza di tanti turisti di lingua italiana); Vipiteno ore 18.30 tutti i sabati e ore 10.00 tutte le domeniche (tranne in luglio e agosto, quando la Santa Messa viene celebrata anche alla domenica sera alle ore 18.30, vista la presenza di tanti turisti di lingua italiana). * i cammini di catechesi sono un'altra esperienza che aiuta a incontrare Gesù e a vivere l'esperienza cristiana. Per i bambini si svolgono a Vipiteno e a Colle Isarco nel pomeriggio. Per i ragazzi gli incontri sono pomeridiani e si svolgono a Vipiteno. * l'Alta Val d'Isarco è un luogo di grande afflusso turistico e per questo anche la comunità cristiana è soggetta a grandi variazioni di frequenza, in particolare dell'Eucaristia, legate alla stagionalità turistica. Spostare le celebrazioni eucaristiche in lingua italiana in chiese più grandi a Vipiteno è stata un'attenzione a ciò, così come gli incontri denominati "I giovedì dello Spirito", che in luglio e agosto tutti i giovedì alle ore 21.00 della sera hanno aiutato i turisti a guardare con occhi nuovi la ricchezza e preziosità del patrimonio artistico delle chiese delle nostre vallate. Questi sono i piccoli passi che sono nati insieme, ce ne aspettano certamente tanti altri, per questo chiediamo allo Spirito Santo di accompagnarci e guidarci.

don Giorgio Carli

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Dal Comune di Brennero/Colle Isarco Il consiglio comunale decide la costruzione di una nuova caserma dei vigili del fuoco In progetto il rinnovamento della piazza di Colle Isarco Nell’ultima seduta del consiglio comunale di Brennero (9 maggio) sono stati trattati e discussi molti temi. Il consiglio ha approvato il conto consuntivo che pareggia a 206.796 euro. Tra le cifre rilevanti messe in preventivo dal comune: 62.000 € sono per la costruzione della nuova caserma dei vigili del fuoco, 22.000 per l’acquisto di container per la raccolta differenziata. Avendo in bilancio la rilevante cifra di 200.000 € di contributo provinciale, il comune ha intenzione di realizzare un progetto di rinnovamento per la piazza di Colle Isarco (secondo il sindaco Franz Kompatscher, la somma totale del progetto ammonterà a ca. 500.000 €). Tra i punti di discussione la decisione di vendere l’edificio dell’ex scuola di Fleres di dentro (chiusa dal 2010 per carenza di alunni). Il comune dovrà fare una variazione del piano urbanistico, in un secondo momento richieder�� una stima e solo allora potrà pro-

cedere alla vendita dell’edificio. Infine il consiglio si è espresso favorevolmente per la nomina a cittadino onorario di Patrick Staudacher, campione mondiale di sci nel 2007. La consegna ufficiale del titolo avverrà in settembre. Sono inoltre approvati all’unanimità anche i bilanci dei vigili del fuoco di Colle Isarco e Fleres. cm

Fortezza

Il Comune acquisterà il vecchio teatrino di paese Nell'edificio sarà realizzata una grande sala polifunzionale a disposizione dei cittadini Il consiglio comunale di Fortezza lo ha deciso all’unanimità: acquisterà dalla Chiesa il vecchio teatro, posto all’angolo nordest del palazzo municipale. È una vicenda che si trascina ormai da anni. Nella necessità di far fronte alle spese, alte, la parrocchia ha venduto prima un bosco, non coltivato, ora il teatro parrocchiale, in disuso ormai dagli anni ‘80, quando l’edificio pluriuso ha dato prova si saper far fronte a tutte le esigenze. Ora il vecchio teatrino, una cinquantina di posti a sedere, sta per passare di mano. Un pezzetto di storia dimenticata che il sindaco Richard Amort ha l’intenzione di far rivivere. La saletta riunioni al pian terreno del municipio è troppo piccola per grandi riunioni ed è troppo richiesta: gli immigrati vi fanno scuo-

la, gli anziani hanno lì il loro ritrovo settimanale, a volte i consigli comunali di grande interesse vengono tenuti lì. E poi c’è la necessità di risistemare l’ambulatorio del medico del comune, posto immediatamente di fianco, e di aprire, come promesso, un “armadio farmaceutico”. Insomma, prima di mettere mano al piano terra del municipio, il sindaco ha intenzione di ristrutturare gli spazi del vecchio teatro, per creare un’alternativa valida a quanto verrà eventualmente sacrificato per questi nuovi progetti. L’idea è di ricavarne una grande sala che sia anch’essa polifunzionale. Le spese per l’acquisto superano di poco i 100 mila euro. Poi la ristrutturazione. Tempi lunghi, la burocrazia li richiede. Ma il primo passo è fatto. dm erker juni 12


calendarietto

Floorball

La squadra U19 Campione d'Italia La 1°squadra dell'ASV Vipiteno si ferma in semifinale

Ass. Naz. Carabinieri Vipiteno 05.06.12: Festa dell'Arma, pranzo in sede. 24.06.12: XIII Edizione torneo di calcetto "Interforze" al campo sportivo di Campo di Trens, riservato a tutti i Comandi militari ed Associazioni d'Arma del circondario di Vipiteno. A.N.S.I. Vipiteno 09.06.12: 4° Torneo di briscola. Presso sede A.N.A. Vipiteno, all‘oratorio Maria Schutz, inizio ore 14.30. Seguirà cena.

La compagine dell’Alta Val d’Isarco si conferma tra le 4 top squadre d’Italia. Lo scorso aprile, grazie ad una sofferta ma più che meritata vittoria nello scontro diretto contro la squadra del Floorball L’Aquila, la formazione intorno a David Gschließer si è qualificata per la semifinale contro i favoriti del FBC Bolzano. In questo partita ha avuto la meglio, seppur di poco, la compagine bolzanina, con il punteggio di 6:5. Nella finalina per il 3°posto i vipitenesi si sono dovuti poi arrendere all’UF Gargazzone, ottenendo così un più che dignitoso 4°posto.

Liete conferme invece dai giovani del team U19 guidato da Hannes Astenwald, che il 5/6 maggio hanno difeso a Roma il proprio titolo. I risultati parlano da sé: in semifinale è stato sconfitto il Lagundo per 15:0 e poi in finale è giunto il trionfo per 12:4 contro lo SSV Bozen. Mattatore dell’incontro è stato il giovane vipitenese Michal Matusewicz. Da sottolineare anche il fatto che per il mister Hannes Astenwald si è trattato del 5°titolo conquistato in altrettante partecipazioni. mm

Il premio Alexander Langer 2012 alle donne tunisine

L'U.P.A.D. di Vipiteno alla scoperta della Basilicata

La loro associazione è impegnata per la promozione dei diritti umani

Riuscito trekking di un folto gruppo di partecipanti

Il premio internazionale Alexander Langer, istituito nel 1997, persegue l'intento di presentare all'opinione pubblica il lavoro di persone spesso sconosciute che, con scelte coraggiose, indipendenza di pensiero e forte radicamento sociale, siano capaci di illuminare situazioni emblematiche e strade innovative, mantenendo desta l'eredità di pensiero di questo straordinario personaggio della nostra storia recente. Quest'anno il premio di 10.000 euro, messi a disposizione dalla Fondazione della Cassa di Risparmio, è stato assegnato all'Association Tunisienne des Femmes Democrates (ATFD). Essa è da vent'anni impegnata nella lotta per la democrazia ed i diritti umani, conculcati durante la dittatura, in particolare quelli delle donne, ed è stata attiva e coraggiosa protagonista durante la rivoluzione della "primavera araba". Il premio verrà fisicamente consegnato il 29 giugno a Bolzano. Un premio in riconoscimento dell'impegno civile, sociale e culturale affinché "il Mediterraneo non diventi un mero spazio di nostalgia o un paradiso perduto, ma affinché le popolazioni ad esso affacciate possano ricuperare e mettere a frutto la comune identità culturale". erker juni 12

CAI Vipiteno Escursionismo 17.06.12: Rif. Cremona alla Stua Magdeburgerhütte. 19.06.12: Rif. Cima Fiammante-Lodnerhütte. Parco naturale del Gruppo di Tessa. Giovanile 16-19.06.12: Pernottamento al Rif. Puez in Val Gardena-Badia. MTB 09.06.12: Ciclabile: Val di Sole. 30.06.12: Ciclabile del Fersina. GAM 10.06.12: Via Ferrata Che Guevara. Versante di salita: SE. CAI Fortezza 10.06.12: Gita in bicicletta. 23-24.06.12: Sistemazione sentiero n. 13. CAI Brennero 16-17.06.12: Pernottamento rifugio Puez. Giovanile. Coro Cima Bianca Vipiteno 02.06.12: Festa della memoria, in ricordo dei coristi. Presso Sede CAI Vipiteno, ore 11.30, S. Messa e grigliata.

Sotto la Serra di Crispo/Pollino i partecipanti hanno trovato persino la neve A conclusione dell'anno accademico 2011/12, l'associazione UPAD di Vipiteno, su proposta del gruppo senior "Camminare insieme", ha organizzato un trekking alla scoperta delle meravigliose bellezze della Basilicata per fine aprile-inizio maggio. L'iniziativa ha raccolto l'adesione di ben 54 partecipanti, che hanno potuto conoscere a fondo le pieghe più segrete di questa regione poco conosciuta, percorrendo a piedi sentieri sconosciuti, esplorando incantevoli borghi, chiese rupestri, paesaggi indimenticabili. Come indimenticabile è stata per tutti la cordialità delle gente, che conserva con amore le sue antiche tradizioni.

CF VIPITENO/STERZING 09.06.12: Festeggiamenti per i 25 anni della società. Programma: - Torneo di calcetto amatoriale a partire dalle ore 9:00. - Partita celebrativa CF VIPITENO - ALL STARS CF VIPITENO ore 17:00. - Premiazione ore 20:00.

Per medici e farmacie di turno vedi pag. 82 51


sport

Leichtathletik

Foto: Giancarlo Colombo/Fidal

Weissteiner für Europacup nominiert

(v. l.) Silvia Weissteiner und Agnes Tschurtschenthaler Silvia Weissteiner steht zum fünften Mal im italienischen Aufgebot für den 10.000-m-Europacup. Am 3. Juni ging die 32-Jährige aus Gasteig in Bilbao gemeinsam mit elf weiteren „Azzurri“ an den Start.  Die vergangenen Wochen liefen gut für die mehrfache Italienmeisterin. Beim nationalen Meeting „Città di Trento“ gewann Weissteiner den 3.000-mLauf in 9.08,32 Minuten. Auf dem 5,47 km langen Rundkurs in Oderzo belegte sie den vierten Platz. Einen Doppelsieg feierten in Oderzo die Südtiroler in der U18-Altersklasse. Hier gewann Anna Stefani vor Alexandra Larch, beide vom SV Sterzing. Beim nationalen Meeting „Città di Trento“ erzielte Stefani in 10.10,19 Minuten neue italienische Jahresbestzeit der Altersklasse U18. Stefani, die wie Weissteiner zur Trainingsgruppe von Ruggero Grassi gehört, verbesserte ihre bisherige Bestmarke um 52 Sekunden. Bei den Männern belegte Markus Ploner über 3.000 m in 8.26,73 Minuten Platz sechs. 52

Weltrekord im Tretbootfahren Mit dem Trieste Waterbike Team hat der Sterzinger Marcello Ciola den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft: 232,80 Kilometer Tretbootfahren – und das in 24 Stunden. Die Leidenschaft für das Tretbootfahren entdeckte Marcello Ciola während seines Schiffsbaustudiums in Triest. Damals wurden bereits seit 13 Jahren Tretbootrennen im Rahmen der „International Waterbike Regatta“ (IWR) zwischen den verschiedenen Schiffsbaufakultäten aus ganz Europa ausgetragen. Nur die Fakultät von Triest hatte noch nie daran teilgenommen. Dies sollte sich 1992 in Flensburg ändern. „Da ich der einzige deutschsprachige Student an der Fakultät war, sind Studienkollegen an mich herangetreten und wir haben zusammen das Waterbike Team Trieste gegründet“, so Ciola. In der Folge wurden Sponsoren gesucht und die Universität stellte den Studenten einen Raum zum Tüfteln und zum Bau des Tretboots zur Verfügung. Der Sterzinger und seine Kollegen belegten in ihrem ersten Rennen einen beachtlichen 14. Platz und die Teilnahme an der Regatta, die jedes Jahr in einem anderen europäischen Land stattfindet, wurde zur Tradition. Die Triester Studenten warfen in den Folgejahren ihren ganzen Enthusiasmus in das Projekt. 2005 stellten sie mit ehemaligen Studenten einen Guinness-Rekord auf, indem sie ohne Mannschaftswechsel in die Pedale traten und in 24 Stunden 177

Marcello Ciola

Mit voller Kraft zum Weltrekord: Marcello Ciola aus Sterzing und seine Kollegen katapultierten den bisherigen Weltrekord im 24-Stunden-Tretbootfahren von 177 auf 232,80 Kilometer.

Kilometer zurücklegten. An diesem Weltrekord war Marcello Ciola noch nicht beteiligt. „Nach meiner Sponsion in Triest haben sich die Wege getrennt und ich bin aus beruflichen Gründen nach Sterzing gezogen.“ Zum heurigen 20. Gründungsjubiläum des Waterbiketeams hatte einer der ehemaligen Weltrekordhalter von 2005 die Idee, den bestehenden 24-Stunden-Rekord zu brechen. „Für diesen neuen Versuch wurden sämtliche ehemalige Fahrer, darunter auch ich, zusammengetrommelt“, so Ciola. Das Echo auf den Aufruf war gewaltig: 78 Fahrer meldeten sich für das Abenteuer. Das Rennen begann am 4. Mai um 16.00 Uhr. Damit alle am Versuch teilnehmen konnten, wurden Dreiergruppen gebildet, die jeweils 55 Minuten im Hafenbecken von San Giusto bei Triest auf dem Tretboot fuhren, dann wurde gewechselt. „Mein Turnus war von 8.30 bis 9.25 Uhr. Bereits um 9.12 Uhr überbot mein INFO Dreierteam den früheren Rekord von 177 Kilometern. Die restlichen Stunden Die Tretbootregatta IWR ist eine jährlich stattfindende Meister-

„International Waterbike Regatta“

schaft von europäischen Schiffsbaustudenten. Maximal zwei Athleten pro Boot treten in verschiedenen Disziplinen (Geschwindigkeit, Slalom, 100 m vor- und zurückfahren) gegeneinander an. Zugelassen sind nur selbst entworfene und gebaute Tretboote mit einer maximalen Länge von sechs Metern. 1994 gewann das Team Waterbike Trieste zum ersten Mal die IWR. Im Jahr darauf war die Hafenstadt Austragungsort der Regatta.

wurde weitergefahren, um die Rekordmarke noch höher zu schrauben.“ Der Weltrekordversuch wurde auf einem 300-m-Quadrat gefahren und war vom Hafen in Triest für die Zuschauer gut zu verfolgen. Ein Zwischenfall sorgte für zusätzliche Spannung. „Kurz vor 11.00 Uhr hatte sich die Steuerkette in die Fahrradstruktur verklemmt, das Tretboot fuhr nur mehr im Kreis und musste aus dem Wasser geholt werden“, erklärt der Ingenieur. Das Boot wurde rasch repariert und trotz starken Windes legte die Mannschaft bis zum Schluss 232,8 Kilometer zurück. „Ich selbst sehe mich nicht als den Rekordhalter, sondern das gesamte Team hat sich den Titel verdient. Mein Glück war lediglich, genau den Turnus gefahren zu sein, als die Rekordmarke überschritten wurde.“ Vorbereitet hat sich Ciola seit Jänner mit Skifahren und Radfahren von Sterzing nach Brixen. Der erfolgreiche Weltrekordversuch wurde von Andreas Schlief, einem erfahrenen Waterbiker aus Hamburg, im Auftrag des Guinness-Komitees überwacht. bf

Weltrekord in Zahlen Teilnehmer: 78 durchschnittlich gefahrene Runden pro Dreier-Turnus: 12 durchschnittliche Geschwindigkeit des Tretbootes: 9,5 km/h gesamte gefahrene Strecke: 232,80 km erker juni 12


sport

Laufwunder für Kinder aus Kenia

Über 3.100 Grund- und Mittelschüler traten heuer auf Einladung von youngCaritas zum vierten Südtiroler Laufwunder an. Auf Rundkursen von einem Kilometer Länge legen die Buben und Mädchen in ihren Heimatdörfern in 90 Minuten so viele Runden wie möglich zurück. Persönliche Sponsoren spenden pro gelaufener Runde einen vorher festsetzten Betrag. Der Erlös geht in diesem Jahr an das Kinderpatenschaftsprojekt der Caritas in Kenia. Die Deutschnofner Missionarin Lydia Pardeller betreut in einem Elendsviertel von Nairobi ein Sozialzentrum, in dem Kinder zwischen acht und 13 Jahren zur Schule gehen können, genug zum Essen bekommen und ärztlich versorgt werden. Aus dem Wipptal haben heuer im Dorfzentrum von Mittewald 31 Grundschüler aus Mittewald und Franzensfeste teilgenommen.

Leichtathletik

Mit Italienrekord zur Goldmedaille

Bei den Masters-Italienmeisterschaften über 10.000 m, im Zehnkampf und in den Staffeln gewann die Frauenstaffel des Südtirol Team Club überlegen die Goldmedaille. Das prominent besetzte Quartett mit (v. l. im Bild) Rosanna Barbi Lanziner, Elisabeth Moser, Christina Teissl und Waltraud Mattedi gewann überlegen und in der Italienrekordzeit von 10.35,05 Minuten die 4 x 800-m-Staffel der Kategorie MF50. Damit war die Staffel auch deutlich schneller als die jüngeren Jahrgänge. 54

Golfkurse für jedermann

Zwischen Thumburg und Burg Reifenstein erstreckt sich der Golfparcours des Golfclubs Sterzing; seit Ostern ist die Anlage wieder geöffnet. Dass der Golfsport längst nicht mehr nur ein Sport der Senioren und „Gutbetuchten“ ist, zeigt die Vielfalt der Mitglieder im Sterzinger Club. Für Neueinsteiger und all jene, die den Golfsport schnell und unkompliziert erlernen möchten, hat der Club ein besonderes Paket geschnürt. Für nur 150 Euro erhalten Einsteiger zehn Einheiten Unterricht unter Anleitung

von Golf Professional Martin Turley inklusive freien Zugang zur Rangeanlage und kostenlose Benutzung der Golf-Ausrüstung. Der Club bietet auch Kinder- und Jugendkurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Ebenso unter der Leitung von M. Turley kann um 100 Euro pro Kind und 50 Euro für jedes weitere die ganze Saison hindurch trainiert werden. Nähere Informationen zu den Kinder-, Jugendund Einsteigerkursen im GC Sterzing unter der Rufnummer 333 8154350 oder direkt im GC Sterzing.

Sportverein Gossensaß mit starken Top-Athleten Zur Jahresversammlung des ASV Gossensaß Die Fußballsektion betreute fünf Jugendmannkonnte Präsident Roland Schroffenegger An- schaften und spielte mit der ersten Mannschaft fang Mai zahlreiche Ehrengäste begrüßen. in der 3. Amateurliga. Der Sportverein zählt zurzeit 489 Mitglieder, Talentierte Nachwuchstalente im Langlauf davon sind 111 unter 16 Jahre alt. 42 Funktio- sind die Geschwister Hochrainer sowie Michanäre, 14 Trainer und rund 40 Betreuer kümmern el Hellweger und Philipp Auckenthaler. Peter sich um die SportjuSchroffenegger schaffgend. Schroffenegger te den Sprung in die itadankte allen Sponsolienische Nationalmannren für die wertvolschaft für Menschen mit le Unterstützung und mentaler Beeinträchtiregte eine Verbessegung und durfte an der rung der Sportstätten, Weltmeisterschaft in ErAngebote für eine alzurum (Türkei) teilnehtersgerechte Sportmen, wo er gute Platzieund Fitnessmöglichrungen erreichte. keit auch für Senioren Ein Aushängeschild Bronze bei den Eisstock-WM in Waldkraiburg gesowie die Förderung des Vereins ist auch der holt: Matthias Keim vom ASV Gossensaß (2. v. l.) des Breitensports an. Stocksport. Matthias Eine Herausforderung für die Sporttätigkeit Keim, der in die Nationalmannschaft einberustelle die Einführung der 5-Tage-Woche in den fen wurde, belegte bei den WeltmeisterschafPflichtschulen dar; hier hätte der Sportverein ten in Waldkraiburg (Bayern) im Mannschaftsnun neue Möglichkeiten, sein Angebot anzu- bewerb den dritten Rang. passen. Die Sektion Skialp hat Top-Läufer in ihren ReiDie Skifahrer haben im vergangenen Winter hen: Birgit Stuffer und Stefanie De Simone ge44 Mal trainiert; die Ski-Jugend nahm an den wannen bei den Italienmeisterschaften BronVSS-Zonenrennen und den Wipptalcup-Ren- ze, Roberto De Simone siegte im Südtirol-Cup. nen teil. rr erker juni 12


sport

Floorball

Sterzinger U19 wieder Italienmeister SV Sterzing scheitert im Halbfinale gegen Bozen Die Sterzinger Floorballer haben es unter die vier besten Teams Italiens geschafft, scheiterten aber im Halbfinale gegen den FBC Bozen. Das U19-Team hat seinen Meistertitel in Rom erfolgreich verteidigt. Den direkten Einzug ins Halbfinale haben die Floorballer aus Sterzing am letzten Spieltag des Grunddurchgangs knapp verpasst. Ihr Ticket lösten sie beim Qualifikationsspiel gegen die Mannschaft aus L’Aquila nach einem 3:3 und einer torlosen Verlängerung dank zweier verwandelter Penaltys von David Gschließer und Kevin Messner. Im Halbfinalduell gegen den favorisierten FBC Bozen führte die gegnerische Mannschaft im ersten Drittel mit 3:1. Im zweiten Spielabschnitt drehten die Sterzinger das Ergebnis innerhalb von nur fünf Minuten auf 4:3 und blieben tonangebend,

Die Floorball-Mannschaft des SV Sterzing eine Vorentscheidung wollte ihnen jedoch nicht gelingen. Im letzten Spielabschnitt nutzte der FBC Bozen Abwehrfehler aus und zog mit 5:6 davon. Auch als Thomas Gschließer für einen sechsten Feldspieler Platz machte, gelang den Wipptalern der Ausgleichstreffer nicht mehr. ISSV Bozen siegte im großen Finale gegen SSV Diamante mit 7:5. Im „kleinen Finale“ um Platz drei setzte sich UF Gargazon gegen Sterzing

Das U19-Team des SV Sterzing knapp mit 4:3 durch. Wie am Schnürchen lief es im Mai für das U19-Team um Trainer Hannes Astenwald, das in Rom seinen Meistertitel souverän verteidigen konnte. Im Halbfinale fertigten sie den ASC Algund mit 15:0 ab. Im Finalspiel gegen den SSV Bozen, der seinerseits Floorball Ciampino mit 14:1 abgewatscht hatte, setzten sich die Sterzinger mit 12:4 durch. Spieler des Tages war Michal Matusewicz, der die

Bozner mit seinen sechs Toren fast im Alleingang zerlegte. Trainer Astenwald verbuchte damit im fünften Anlauf bei den U19-Italienmeisterschaften seinen fünften Titel. Wer sich für das aufstrebende Floorball/Unihockey interessiert, kann beim Training dienstags und freitags von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Dreifachturnhallle Sterzing vorbeischauen. Mehr Informationen auf www.asvsterzing.com oder www.fiuf.it.

Ridnaun

Fußballprofis rüsten zur EM Im Ridnauntal, dem Trainingslager der Wintersportler, bereiten sich seit einigen Jahren auch Fußballmannschaften auf ihre Meisterschaften vor.

Empfang für die beiden U17-Nationalteams von Italien und Tschechien

Nach den Fußballclubs Al-Nasr Dubai, Bari und Siena haben heuer vom 13. bis zum 17. Mai die U17-Nationalmannschaften von Italien und Tschechien in Ridnaun ihr Trainingszelte aufgeschlagen. Bei einem Spiel in der Sportzone Ratschings ging der Sieg mit 2:0 an Tschechien. Das zweite Spiel in Sterzing endete unentschieden mit 1:1. Kurz vor ihrer Heimfahrt empfingen der Ratschinger Vizebürgermeister Thomas Strickner und Sterzings Bürgermeister Fritz Karl Messner die beiden Mannschaften im Hotel „Schneeberg“ in Maiern, das zusammen mit

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dem Tourismusverein Ratschings die Trainingsaufenthalte organisiert. Die Mannschaftsführer dankten für die Gastfreundschaft und lobten die ausgezeichneten Trainingsbedingungen. Beide Teams besuchten auch die BergbauWelt Schneeberg. Die italienische U17-Mannschaft von Trainer Daniele Zoratto ist in Ridnaun mit fünf neuen Zugängen eingetroffen: Tormann Luca Maniero (Padova), die Verteidiger Michele Cortinovis (Albinoleffe) und Nicolò Curti (Juventus) sowie die Mittelfeldspieler Luca Mazzitelli (Roma) und Marco Pinato (Milan).

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sport Sterzing

„Sport & Friends Südtirol“ gegründet Um Jugendlichen mit mentaler Behinderung den Rennsport in verschiedenen Leistungsgruppen zu ermöglichen, wurde Ende April im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter Sterzings Bürgermeister Fritz Karl Messner und Weltmeister Patrick Staudacher, im Rathaussaal von Sterzing der Amateursportverein „Sport & Friends Südtirol“ gegründet. Präsidentin ist Luise Huebser Markart aus Jaufental. Bereits jetzt zählt der Verein 70 Mitglieder aus dem Eisack-, Wipp- und Pustertal sowie aus Gröden. Die Trainer Matthias Haller und Christian Schölzhorn haben die Gruppe aufgebaut und bereits zu Erfolgen geführt. Im Rahmen einer Feier, musikalisch umrahmt von Frank Plaikner, wurden die Sportler für ihren Einsatz geehrt. Dabei gedachte man auch ihres verstorbenen Freundes Heiner Messner. Michael Ellecosta, ein Sportler von „Sport & Friends Südtirol“, darf an den Weltwinterspielen in Südkorea teilnehmen, so Herbert Alber, Koordinator der Special Olympics im Bereich Ski alpin. Insgesamt beteiligen sich daran 50 Sportler aus Italien. Die Ehrengäste sprachen allen Beteiligten ihre Anerkennung aus und wünschten viel Kraft, das Projekt weiterzuentwickeln. Die größte Motivation, um Erfolge und Niederlagen zu verkraften, sei die Freude am Sport, so Patrick Staudacher. Präsidentin Markart dankte abschließend den zahlreichen Sponsoren, ohne welche die wertvolle Vereinsarbeit nicht möglich wäre.

Erfolgreiche Wintersportler

Die Skisportler des Amateursportvereins „Sport & Friends Südtirol“ haben im vergangenen Winter zahlreiche Erfolge erzielt: Bei den Liechtensteiner Winterspielen mit sieben teilnehmenden Ländern erzielten sie drei Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Bei den Landesmeisterschaften in Ulten holten sie zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze, bei den italienischen Winterspielen in Sestriere viermal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze. Manuel Volgger fuhr im Riesentorlauf Tagesbestzeit. Im Bild die Athleten mit den Trainern Matthias Haller und Christian Schölzhorn sowie Koordinator Herbert Alber. 56

Erfolge für Sportgruppe der Lebenshilfe Wie 2011 platzierten sich auch heuer die Athleten der Sportgruppe der Lebenshilfe bei den Italienmeisterschaften in Chiesa Val Malenco auf den vordersten Rängen. In der Nordischen Disziplin holten die Läufer viermal Gold und einmal Silber. In der siegreichen Staffel waren Peter Schroffenegger und Michael Pichler vertreten. Bei den alpinen Rennen sicherten sich Erwin Mühlsteiger und Carmen Parschalk den Italienmeistertitel. Die Sportgruppe der Lebenshilfe war somit die stärkste Mannschaft. Wegen Schneemangels konnte die Landesmeisterschaft in Ulten nur im alpinen Bereich ausgetragen werden. Bernd Stei-

ner wurde dabei Vierter, Mirko Frei Dritter, Florian Jäger und Silvia Schifferle jeweils Erste. Eine starke Mannschaft beteiligte sich bei der Schwimm-Landesmeisterschaft in Brixen, wo sie den dritten Platz in der Mannschaf tswertung belegte. Die Ergebnisse sind Bestätigung für den unermüdlichen Einsatz der Trainer und der freiwilligen Mitarbeiter. Die Sportgruppe wird ab August wieder ein reichhaltiges Programm in Leichtathletik, Schwimmen, Nordik Walking und Wintersport anbieten. Interessierte können sich bei Karl Pichler (Tel. 329 7766593) oder bei Thomas Frei (Tel. 335 7098526) melden.

Der Spielhahn bleibt in Gossensaß Alle Bedenken, das Rennen um die 18. Spielhahntrophäe könnte wegen Schneemangels nicht stattfinden, wurden am 1. Mai widerlegt. Den 80 Teilnehmern boten sich überaus gute Bedingungen. Zum zweiten Mal nach 2005 verlief der Riesentorlauf über den Südhang des Weißspitzes. Bei den Damen zauberte Lokalmatadorin und Favoritin Birgit Stuffer einen Lauf in den Hang, der nur von Dauersieger Arthur Lanthaler – er hält mittlerweile bei acht Siegen am Hühnerspiel – überboten werden konnte. Gar mancher musste der weichen Schneeunterlage und den

immer tiefer werdenden Furchen Tribut zollen und den einen oder anderen Sturz hinnehmen. Bei der Preisverteilung auf der Prantner Alm erhielt jeder Teilnehmer von den Organisatoren der AVS-Ortsstelle Gossensaß und des Bergrettungsdienstes ein Erinnerungsgeschenk. Zudem gab es eine Verlosung von wertvollen Preisen. Die Mannschaftswertung und damit die Spielhahntrophäe sicherte sich zum wiederholten Male die Mannschaft vom AVS Gossensaß vor den Vereinskollegen aus Vintl und Pflersch. erker juni 12


urlaub

wandern, sport & freizeit

Radeln ist billig und gesund Wer Rad fährt, erspart dem Gesundheitssystem im Schnitt 1.200 Euro im Jahr. Zu diesem Schluss kommt eine finnische Studie, die den Nutzen von Radverkehrsinvestitionen untersucht hat. Ein Fahrrad kann Strecken bis zu fünf Kilometer oft schneller als Auto, Bus oder Bahn zurücklegen. Gesund ist es obendrein: Schon 30 Minuten Radfahren am Tag soll das Erkrankungsrisiko um 40 Prozent senken.

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erker-extra

„Der Freizeit ist in den 365 Tagen des Jahres eine natürliche Grenze gesetzt.“ Alfred Moser

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brenner

Allriss-Alm (1.534 m) bis Ende Oktober geöffnet (montags Ruhetag – im August kein Ruhetag) Tel. 349 2648358 Erreichbar: von St. Anton/ Innerpflersch, Weg Nr. 27, 1 Stunde; oder von der Bergstation Sessellift Ladurns über den Drei-Almen-Weg: Ladurns Richtung Wastenegg – Richtung Toffringalm – Pfaffenberg – Allriss-Alm, 2 1/2 Stunden, ein wunderschöner, sehr zu empfehlender Tagesausflug. Ab der Allriss-Alm führt der Weg Nr. 27 weiter bis zur Wetterspitze (2.709 m), 3 1/2 Stunden. Dolomieu-Weg: Roßkopf – Ladurns, ca. 3 Stunden, Ladurns – Allriss, ca. 2 1/2 Stunden Die Alm ist auch mit dem Mountainbike erreichbar (3 km) Neu: Rundwanderung vom Hotel „Feuerstein“ Richtung Stein, dann der Hinweistafel folgend zur Allriss-Alm; Rückweg: von der Alm Richtung St. Anton Auf Reservierung: Grillabende und Feiern 1. Juli: Almfest mit der „Freddy Fischer“-Band 15. Juli: 10-Jahresfeier mit der Gruppe Merrick

Ladurnerhütte (1.730 m) geöffnet vom 30. Juni bis 30. September (Übernachtungsmöglichkeiten); Ruhetage: 3. und 10. Juli; 11., 18. und 25. September Tel. 770012 oder 338 8312121, www.ladurnerhuette.com, Familie Keim Hausgemachte Spezialitäten, Kinderspielplatz, Unterhaltung für Jung und Alt 8. Juli: Volksmusikfest mit den „Pflerer Gitschn“ und der „Zugsoatnmusig“, ab 11.00 Uhr 22. Juli: Konzert der Musikkapelle Pflersch Das Almgebiet Ladurns bietet im Sommer Schönheiten und Reize vor allem wegen seiner Ruhe und Abgeschiedenheit. Erreichbar: zu Fuß von der Talstation des Sesselliftes ausgehend über den Weg Nr. 34, der in den Weg Nr. 35 übergeht, 2 Stunden; oder mit dem Mountainbike von Innerpflersch über die Forststraße; oder auch von Gossensaß aus Richtung Ladurns. Dolomieu-Weg: von der Bergstation Roßkopf in 2 1/2 Stunden. Von der Ladurnerhütte aus gelangt man über die Lotterscharte nach Vallming.

Edelweißhütte (2.000 m) bis Mitte September geöffnet (23 Betten) Tel. 770525 oder 339 6459558, www.edelweisshuette.it

29. Juli: Kinderfest mit Hüpfburg, Kinderanimation, Pferden, Musikunterhaltung und Grillfest. 19. August: Goaßlschnöllertreffen mit hl. Messe um 11.00 Uhr, Musikunterhaltung und Grillfest. Besonderheit: Angelmöglichkeiten den ganzen Sommer, Tubbingbahn (Reifenrutschbahn) für Kinder. Erreichbar: von der Bergstation Sessellift Ladurns vorbei am Almendorf Ladurns über die „Mahder“ mit Blick auf den Pflerscher Tribulaun, 35 bis 40 min.; von der Talstation Sessellift Ladurns, Weg Nr. 34, ca. 2 1/2 Stunden; von Gossensaß/ Sportplatz, Weg Nr. 34, Richtung Ladurns, 3 1/2 Stunden; von Toffring, Weg Nr. 34/35, Richtung Ladurns, 1 Stunde, vom Dolomieuweg ca. 45 – 50 min. Unterhalb der Edelweißhütte über eine Geröllhalde über die Lotterscharte (2.140 m) bis nach Vallming, 2 Stunden, und auf dem Weg Nr. 19 bis zur Kastellacke und Abstiegsmöglichkeit nach Sterzing; oder umgekehrt: vom Roßkopf zur Edelweißhütte; oder von der Lotterscharte rechter Hand, Weg Nr. 24/ 23, zu den Telfer Weißen. Ausgangspunkt auch zur Wetter- und Seeberspitze.

freienfeld

Simile-Mahd-Alm (2.012 m) bis Ende September geöffnet (12 Betten) Tel. 647162 oder 347 2387457 Eine gemütliche Herberge in sonnseitigen Wiesen und Weiden. Erreichbar: von Mauls über den Braunboden nach Niederflans (oder mit dem Auto von Valgenäun nach Niederflans), von dort weiter in östliche Richtung, Weg Nr. 2, zur Alm, 3 Stunden von Mauls. Ausgangspunkt zum Wilden See (2.536 m), 1 1/2 Stunden, zur Wilden Kreuzspitze (3.132 m), 1 1/2 Stunden, Abstieg 5 Stunden. Schöne 2-Tagestour mit Übernachtung auf der Simile-Mahd-Alm!

pfitsch

Hochfeilerhütte (2.710 m) von Mitte Juni bis Anfang Oktober geöffnet (30 Betten, 60 Matratzenlager) Tel. Hütte 646071, Tel. Privat 767402, www.hochfeilerhuette.it Von der 3. Kehre der Pfitscherjochstraße (1.718 m) – Gehzeit von dort: ca. 3 Stunden – überquert man den Pfitscherbach und gelangt zur „Märchenwiese“. Im weiteren Verlauf erreicht man nun mehrere Heustadl, im Volksmund „Wiener Neustadt“ genannt. Nun führt der Weg über weite begrünte Berghänge weiter zur „Schaferhütte“. Von dort gelangt man nun über einen schönen Wiesenhang rund 100 Höhenmeter hinauf bis zum Gliedergang. Nachdem man den Gliedergang hinter sich gelassen hat, kommt man zur Ecke, wo man das erste Mal die Schutzhütte erblickt. Man quert nun mehrere Gräben und erreicht alsbald die Serpentinen. Nach Überwindung des Serpentinenweges sind es noch etwa 20 Gehminuten bis zur Hochfeilerhütte. 24. Juni: 10. Hochfeiler-Trophäe

Pfitscherjochhaus (2.276 m) bis Anfang Oktober geöffnet (25 Betten und 6 Matratzenlager) Tel. 630119 oder 630105, office@pfitscherjochhaus.com, www.pfitscherjochhaus.com Wundervoller Ausblick auf die Zillertaler Gletscher, die Jochseen und auf das Pfitscher Hochtal! Erreichbar: von Stein, Weg Nr. 3, durch den Wald aufwärts, später in steilen Serpentinen hinauf in flacheres Gelände, die Passstraße queren, an Militärbauten vorbei zum Pfitscherjochhaus, 2 1/2 Stunden. Ausgangspunkt zum Landshuter Höhenweg: Vom Pfitscher Joch an den Seen vorbei auf dem Plattenweg Nr. 3 zum Wildseejoch (Europahütte). Das Pfitscherjochhaus ist auch mit dem Mountainbike in ca. 2 1/2 Stunden erreichbar, und zwar von St. Jakob taleinwärts bis zum Weiler Stein, dann der Hinweistafel „Pfitscher Joch“ folgend.

sterzing

Hühnerspielhütte (1.868 m) geöffnet: vom 1. Juni bis 31. Oktober Tel. 335 5666181, www.huehnerspielhuette.it Die Hühnerspielhütte, wunderschön gelegen an den Ausläufern des Tuxerkamms oberhalb von Gossensaß, das Ausflugsziel für Genießer Das Bergkino mit seiner originellen Bestuhlung und entspannenden Wirkung gibt einen atemberaubenden Ausblick auf den Wipptaler Talkessel und den umliegenden Gipfeln. Die qualitativ hochwertige und kreative Küche mit ausschließlich regionalen Zutaten und der Saison angepassten Speisen sind Garant für unvergessliche Stunden. Erreichbar: Vom Parkplatz Dachs oberhalb Pontigl, auf dem Wanderweg Nr. 22 rund 1,5 Std.; Vom Braunhof Weg Nr. 3 Richtung Weißspitz rund 2,5 Std.; Von der Riedbergalm Weg Nr. 22 rund 25 min.

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Furlhütte Tel. 380 2558737 Die Furlhütte ist im Sommer wie im Winter ein beliebtes Ausflugsziel auf dem Roßkopf. Wir verwöhnen Sie mit herzhaften Gerichten aus der traditionellen Südtiroler Küche. Eine große Sonnenterrasse mit herrlichem Ausblick auf die Südtiroler Bergwelt lädt zum Verweilen ein und Kinder können sich auf unserem Spielplatz vergnügen. Auch Übernachtungen sind möglich. Alle Gästezimmer sind mit Dusche und WC ausgestattet. Im Sommer ist die Furlhütte idealer Ausgangspunkt für leichte Wanderungen oder Bergtouren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! erker juni 12


ratschings

Walterkaser Vallmingalm Wir bieten unseren Gästen selbst gemachte Produkte wie verschiedene Käsesorten, Butter, Säfte, Brot sowie Spezialitäten von Südtiroler Produzenten und aus dem Fairen Handel. Wir freuen uns auf alle Gäste, die das Kleine, aber Feine schätzen. • Sonntag, 24. Juni: Alpenrosenfest mit Almsegnung, 11.00 Uhr • Samstag, 22. Juli bis Sonntag, 29. Juli: Käsespezialitätenwoche • Sonntag, 5. August: Vallminger Almfest Roßkopfbahn, Wegmarkierung 19 bis zur Kastellacke, weiter 19 A Vallminger Almen, Gehzeit ca. 3/4 Stunde Johanna und Florian Ploner mit Kindern freuen sich auf Ihren Besuch. Tel. 339 5016046

Prantneralm (1.818 m) geöffnet vom 12. Mai bis 4. November Tel. 333 4656009 oder 338 4959084 Das beliebte Ausflugsziel für die ganze Familie! Mountainbiketour, Rodelbahn, Törggelen usw. Erreichbar: oberhalb des Braunhofes in Flains rechts hinauf, Weg Nr. 3, den Strobelgraben überquerend, Richtung Weißspitz, zuletzt ein Stück über die Forststraße und kurz hinab zur Jausenstation, 1 1/2 Stunden. Die Prantneralm ist auch mit dem PKW erreichbar. Ein Wandertipp zum Saun (2.083 m): Von der Straße oberhalb der Prantneralm rechts abbiegen, ca. 1 Stunde; oder zum Weißspitz; über einen breiten Wanderweg gelangt man, der Markierung folgend, auch nach Gossensaß.

Vallmingalm – das sonnseitig gelegene Almdorf – „Jörgner Kaser“ – von Anfang Juni bis Mitte Oktober geöffnet Peppi Ralser, Tel. 333 4501211 Wir verwöhnen Sie mit warmen Gerichten, mit dem weitum bekannten Vallminger Graukäse, Butter, Speck am Brettl usw. aus eigener Herstellung. Von der Roßkopf-Bergstation wandert man zur Kastellacke und von dort gelangt man (Mark. Nr. 19) leicht absteigend zum Talboden. Dolomieu-Weg: Roßkopf – Vallming (3/4 Stunden) – Ladurns (2 1/2 Stunden) – Vallming – Allriss ( 5 1/2 Stunden) 24. Juni: Alpenrosenfest in Vallming 5. August: Vallminger Almfest 20. August – 3. September: Knödelwochen bei der Jörgner Kaser

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Kalcheralm Tel. 339 6268966 • • • •

geöffnet ab 16. Juni bis Ende Oktober auf Bestellung Gruppenfeiern auf Vorbestellung Rahmmus an den Wochenenden Spezialitäten aus der Bauernküche

Auf den sonnigen Hängen unter dem Jaufenpass finden Sie unsere Almhütte, das ideale Ziel für Wanderer mit wunderschönem Blick auf den Jaufenspitz und die Ratschinger Bergspitzen. Familie Mair freut sich auf Ihren Besuch.

Stadlalm Tel. 339 1035725 Wie kommen Sie zur Stadlalm? Fahren Sie in das Ridnauntal nach Maiern und parken Sie Ihr Auto beim Bergwerksmuseum. Ab dem Museum marschieren Sie in etwa 45 bis 60 Minuten links der Beschilderung „Stadlalm“ folgend bis zur Alm auf 1.600 m. Im Sommer ist eine Einkehr auch bei schlechterem Wetter ideal. Bei einem Halbtagesausflug können Sie typische Tiroler Gerichte wie Knödel, Kaiserschmarrn oder Graukäse bei Fabio und Sigi verkosten. Eine Wanderung zur Stadlalm ist auch für Familien mit Kindern geeignet. Gleich neben der Almhütte wurde ein toller Kinderspielplatz errichtet. Bei Schlechtwetter und auf Anfrage wird ein Shuttledienst angeboten.

franzensfeste

Puntleider Seealm ( 1.777 m) Schutzhütte – Eröffnung der Sommersaison am 23. Juni, geöffnet bis 30. September Montag Ruhetag, Tel. 338 53 03 041 oder 349 64 42 391, Wild- und Almspezialitäten. Der malerische Puntleidersee (1.848 m) ist von der rauen und unberührten Hochgebirgslandschaft der nordöstlichen Sarntaler Alpen umgeben. Gehweg vom See zur Almhütte ca. 15 Minuten. Erreichbar: Sarntal (Penserjoch): Wanderweg 14 A, Astenberg – Niedeck, Richtung Tatschspitze bis Abzweigung Puntleiderjöchl, Abstieg Puntleidersee Alm, Gehzeit 3 bis 3,5 Std. Eisacktal (Graßstein/Franzensfeste): Parkplatz Puntleid, Wanderweg 14, Gehzeit 1,5 – 2 Std. Forstweg für Radfahrer: ab Graßstein/Franzensfeste 7 km Ob als Wanderer, mit dem Mountainbike oder hoch zu Ross: Paula und Anny freuen sich auf Euren Besuch!

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villnöß

Almi’s Berghotel

Gschnagenhardt-Alm (2.006 m)

... genau das Richtige für Naturliebhaber!

Familie Profanter, Tel. 338 2507724 oder 840158, info@profanterhof.com Geöffnet von Ende Mai bis Ende Oktober. Schön gelegene Almhütte im Talschluss von Villnöß am Munkelweg direkt unter den Geislerspitzen. Wir bieten schmackhafte einheimische Küche und hausgemachte Kuchen. Gehzeit von der Zanser-Alm etwa 1 1/2 Stunden, von St. Magdalena ca. 1 1/2 Stunden. Familie Profanter freut sich auf Ihren Besuch.

nördliches wipptal

Das kleine Bergdorf Obernberg ist seit jeher fernab vom Massentourismus und bis heute ein ursprünglicher Ort geblieben. Wer Natur und Ruhe sucht, ist hier genau richtig. „Almi’s Berghotel“ befindet sich im Herzen der Obernberger Berge und ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zum bekannten Naturjuwel Obernbergersee (1 Std. Gehzeit), zum St. Nikolaus-Kirchl – nicht umsonst die meistfotografierte Kirche Tirols (im Bild) – und zu den alten Mühlen, die jeden Donnerstag um 17.00 Uhr für Besucher in Betrieb genommen werden (für Gruppen jederzeit auf Anfrage). Nach einer Wanderung lädt die Sonnenterrasse in Almi’s Berghotel zur Sommerfrische auf 1.400 m: mit bergiger Aussicht auf den Tribulaun und Olperer und Gutem aus Almi’s Küche.

Gasthof Laponesalm (1.487 m), www.laponesalm.it Erstklassiges Ausflugsziel im hinteren Gschnitztal • vorzügliche Küche • von Anfang Mai bis Ende Oktober – ohne Ruhetag – geöffnet • 11 km von Steinach am Brenner • 45 Minuten Gehzeit ab Parkplatz • Taximöglichkeit, Tel. Gasthof und Taxi 0043 664 1634190 • für Mountainbiker geeignet • ideal für Ihren Vereins-, Firmen-, Familienausflug • ganztägig warme Küche • frische Forellen, Grill- und Wildspezialitäten, hausgemachte Kuchen und Torten • Kinderhüpfburg

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ein Wanderparadies

„Uanfoch lei bärig!“ Das Schöne am Sport ist, dass er so vielfältig ist. Und das allerschönste: dass wir Wipptaler gleich vor der Haustür damit starten können. Auf jahrhundertealten Fußpfaden unserer Ahnen spazieren, auf kilometerlangen Höhenwegen wandern oder auf schroffe Dreitausender hinauf steigen, beim Nordic Walking 400 Kalorien pro Stunde verbrennen oder das Schmalz auf dem Mountainbike aus den strammen Wadeln treten, oder, wer den Adrenalinkick sucht: mit dem Paragleiter über die Gipfelkreuze fliegen. Und sich danach entspannt auf die alte Holzbank vor der Almhütte setzen und Gutes aus der Bergbauernküche probieren. Warum in die Ferne schweifen, wenn das schönste Tal so nah liegt?

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Untere Gasse Nr. 13, T 0472 656209, F 0472 656380

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wandern, sport & freizeit

Ski Alpin

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10. Hochfeiler-Trophäe

Abenteuer Bergwerk

Der Pfitscher Freizeitverein „Die Kotterwürme“ organisiert zusammen mit dem Team der Hochfei-

oberhalb der Hochfeilerhütte. Einschreibungen für den Riesentorlauf sind bis zum 23. Juni unter den Rufnummern 333 6742777, 328 4845427 oder (ab 10. Juni) 646071 möglich. Für den Skitransport bis zur Hochfeilerhütte wird gesorgt (Abgabe bis 15. Juni in der Pizzeria „Klee“ in Sterzing). Unter allen Teil(v. l.) Willy Hofer, Jochen Gasser, Ingemar Kerer, Roland Rienzner nehmern werden lerhütte am 24. Juni das 10. hoch- schöne Sachpreise verlost. Es spielt alpine Skirennen um die Hochfei- die Live-Band „Nia ginua“. Im Nennler-Trophäe. Neben einer Damen-, geld von 25 Euro ist auch die evenHerren- und Kinderkategorie gibt tuelle Übernachtung auf der Hoches auch die Kategorie Kurzski (bis feilerhütte inbegriffen. 123 cm). Start ist um 10.30 Uhr

Marktgemeinde Brenner Autonome Provinz Bozen Südtirol

Comune di Brennero Provincia autonoma di Bolzano Alto Adige

SCHWIMMBAD GOSSENSASS

PISCINA DI COLLE ISARCO

geöffnet

Aperta

vom/ dal 16.06.2012 bis 31.08.2012 dalle/ von 10.00 Uhr fino/ bis 18.30 Uhr AuSSerhalb der Öffnungszeiten werden VON DEN BADEMEISTERN Schwimmkurse angeboten.

All’infuori degli orari d’apertura vengono offerti corsi di nuoto da parte dei bagnini.

www.graphic-kraus.eu

Der Bürgermeister/ Il Sindaco Dr. Franz Kompatscher

Ab Mitte Juni organisiert die BergbauWelt wieder die große Erlebnistour zum Bergwerk am Schneeberg. Von der BergbauWelt in Ridnaun geht es im Shuttlebus bis zum Poschhaus, zu Fuß auf dem Lehrpfad entlang ehemaliger Transportanlagen über das Kaindljoch bis zum Knappendorf St. Martin am Schneeberg. In den Halden können Sie Erzstücke suchen und anschließend das Dorf besichtigen. Der Abstieg erfolgt Richtung Passeier bis zum Mundloch des Karlstollens, die Rückkehr durch den Berg mit Wasserläufen, Engstellen und Schrägaufbrüchen und mit der Grubenbahn. Gesamtdauer: 10 Stunden, Start um 7.30 Uhr oder nach Vereinbarung. Auch als Zweitagestour mit Übernachtung im Schutzhaus am Schneeberg möglich. Vormerkung erforderlich, vorwiegend am Do., Sa., So. Alternative: Die Exkursion „Abenteuer Schicht“ durch den Poschhaus- und Karlstollen und Fahrt mit der Grubenbahn. Vormerkungen: BergbauWelt Ridnaun Schneeberg Maiern 48, Ridnaun Tel. 0472 656364, Fax 0472 656404 ridnaun.schneeberg@bergbaumuseum.it www.ridnaun-schneeberg.it/führungen&lehrpfade

Sonntag | Domenica

29.7.2012

12. Almkäse- und Almbutterverkostung eine Leistungsschau der Wipptaler Almen

12ª Festa della degustazione dei formaggi e del burro dalle malghe della Wipptal In Zusammenarbeit mit dem | In collaborazione con il

I-39049 Sterzing - Vipiteno | Brennerstraße 12 Via Brennero | Tel. +39 0472 765 521

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Ganzjährig auch am Samstagnachmittag geöffnet.

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wandern, sport & freizeit

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Von Austernpflanze bis Zimtbasilikum Kleine Reise durch die Welt der Kräuter

Haben Sie schon einmal karibischen Oregano probiert? Wussten Sie, dass es Salbei gibt, der nach Honigmelone duftet? Kennen Sie das chinesische Kraut der Unsterblichkeit? Nein? Dann kommen Sie doch am 16. Juni nach Wiesen und lassen sich zu über 60 verschiedenen Kräutern beraten! Hier werden im kleinen Gewächshaus alle Pflanzen für den Anbau in Pflersch und Wiesen nach Biorichtlinien selbst gezogen. Jetzt im Frühjahr werden die Kräuter – solange der Vorrat reicht – auch im Topf angeboten. Neben exotischen Raritäten ziehen die Kräutergärtner auch klassische Gewürze und Heilpflanzen wie Brotklee, Estragon, Goldmelisse, Schnittknoblauch und viele mehr. Biogemüsebauer und Koch Thomas Zössmayr wird ein paar „Kosterler“ zubereiten und Anregungen zur Verwendung in der Küche geben. Gabi, Sepp und Bernhard freuen sich auf Ihr Kommen.

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Yoga – die Ruhe in Dir Dass sich Yoga in Südtirol immer größerer Beliebtheit erfreut, liegt wohl an den angenehmen Begleiterscheinungen, die das regelmäßige Üben mit sich bringen. Mit Yoga lässt sich der chaotische Tanz des Lebens besser meistern. Denn wer lernt, in schwierigen Asanas (Körperhaltungen) Balance, Flexibilität und Kraft zu erarbeiten, nimmt diese Fähigkeiten auch mit in seinen Alltag. So gelingt auch die so genannte „work-life-balance“ besser und Stress hat gar keine Chance. Hier ein kleiner Einblick in die Asana „Virabhadrasana 1“ – Der Krieger 1 Mythologie: In den alten indischen Schriften rund um Yoga wird Virabhadra als ein mächtiger Held beschrieben, den Shiva erschuf, indem er ein Haar aus seiner eigenen Lockenpracht riss und zu Boden warf. Aus dieser Locke entstand der Krieger bzw. der Held Virabhadra. Symbolik: Alle Krieger- bzw. Heldenstellungen machen insbesondere die Ausdehnung im Raum erfahrbar. Als Held macht man sich auf die Reise, sein wahres Wesen zu erkunden und gleichzeitig Gutes für die Menschheit zu tun. Natürlich trifft man auf Widersacher, auf Hürden, auf unterschiedliche Probleme – doch der Krieger gibt niemals auf, er kämpft für seine gute Sache. Wirkung: Kräftigt in besonderem Maße die Bein- und Fußmuskeln. Die häufig verkürzten Hüftmuskeln werden gedehnt. Der Rumpf wird stark, der Brustraum gedehnt und somit das Atemvolumen erhöht. Aufgrund der aktiven Rückenarbeit auch gut gegen Rundrücken. Auf geistiger Ebene erhöht die Haltung Deine Frische und Klarheit. Der Krieger vermittelt ein enormes Gefühl von Standhaftigkeit und (positiver) Durchsetzungskraft. Er hilft angestaute Energien abzubauen und schenkt innere Erleichterung.

Die Haltung: Vom Stand ausgehend mache rechts einen weiten Ausfallschritt nach hinten. Hierbei beugt sich das linke Knie etwa 90 Grad, das rechte lange Bein ist fest durchgestreckt. Das gebeugte linke Knie befindet sich in allen Ebenen genau über der seitengleichen Ferse. Der rechte Fuß ist vollflächig und fest gegen den Boden gedrückt. Drehe nun Hüfte und Brust in Richtung des vorderen gebeugten Beines und blicke geradeaus. Hebe beide Arme gleichzeitig nach oben, schließe die Handflächen. Atme tief und gleichmäßig in den Brustkorb. Gedankliche Ausrichtung: Erlebe mit jedem Einatmen die Entfaltung des vorderen Brustraumes. Spüre die Energie, die Dich aufrecht hält und nach oben zieht. Gleichzeitig bleibe erdhaft verbunden und nimm kraftvollen Kontakt mit der Erde auf. Bleibe trotz der Anstrengung geistig entspannt, halte Dein Gesicht locker. Versuche, Dir ein inneres Lächeln zu schenken.

Susanne Taucher, Diplomierte Yogalehrerin in Brixen susanne.taucher@gmail.com Tel. 366 3242088

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Jungbrunnen Sanct Zacharias

Lithium verlängert das Leben. Das zumindest behauptet Michael Ristow, Ernährungsmediziner an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Studien in Japan haben gezeigt, dass in Gegenden mit hohem Lithiumgehalt im Trinkwasser die Selbstmordrate niedrig ist und das Lebensalter der Menschen um durchschnittlich drei bis vier Jahre steigt. Andere Studien kommen zum selben Ergebnis. Fadenwürmer, die einer hohen Lithiumdosis ausgesetzt sind, leben um rund fünf Prozent länger als Kontrollwürmer ohne Lithium. Dem Spurenelement könnte damit eine große Zukunft bevorstehen. Lithium kommt vor allem im Gestein vor und gelangt von dort ins Trinkwasser, in den Boden und die dort wachsenden Pflanzen. Einen hohen Lithiumgehalt weist auch das Sanct-Zacharias-Wasser in Brennerbad auf, Südtirols einziger Thermalquelle. Das Wasser kommt aus über 1.000 Metern Tiefe und entspringt auf 1.340 Metern Meereshöhe mit einer nahezu konstanten Temperatur von 22 Grad, einem neutralen ph-Wert (7,00) und einer außergewöhnlichen bakteriologischen Reinheit. Das Gesundheitsministerium hat das Zacharias-Wasser für den Einsatz in Thermalbädern, Trinkkuren sowie in der Inhalation-/ Aerosoltherapie anerkannt. Neben Lithium enthält das Sanct-Zacharias-Wasser Brom, Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium, Bicarbonat, Sulfate, Kohlensäure und weitere Spurenelemente. In einer Glasflasche aufbewahrt, halten die Inhaltsstoffe bis zu eineinhalb Jahre. Die liegende Acht ist das Symbol für Unsterblichkeit. Die liegende Acht mit einer stilisierten Glasflasche ist auch das Logo für die neue Kampagne der Getränke- und Mineralwasserproduzenten Nägele, Zipperle, Meranerwasser, Kaiserwasser, Plose und St. Zacharias. 50 Mal kann eine Glasflasche wieder gefüllt werden. Danach ist sie zu fast 100 Prozent recycelbar. Die Mehrwegflasche ist geschmacksneutral, produziert weniger Müll, verbraucht weniger Ressourcen und belastet die Umwelt weniger als eine Plastikflasche. Brenner Thermalquellen GmbH Brennerbad 13 – 39041 Brenner Tel. 0472 635000, Fax 0472 635024 E-Mail: info@termedibrennero.it www.brennerthermalquellen.it www.sanctzacharias.it erker juni 12

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Entdecke den Kenianer in dir! Hausfrauen tun es, Stars tun es und heute werde ich es tun. Egal ob im Freien, am Strand oder im Wald, allein, zu zweit oder in der Gruppe. In sexy Outfits oder alten Schlabberhosen. Mit Grinsegesicht oder gequälter Grimasse. von Lisa Aichholzer Da „eine Reportage dann beginnt, wenn der Autor jeglichen Kram aus den Gedanken löscht, das Telefon ignoriert und seinen Schreibtisch verlässt“, mache ich mich mal auf den Weg. Nachdem ich nun bereits seit Stunden vergeblich am Schreibtisch sitze, kann mir sogar der strömende Regen mein Vorhaben nicht vermiesen: Mein Ziel ist Sterzings beliebteste Joggingtour, der Bachdamm Richtung Wiesen. Ausnahmsweise gehe ich einmal nicht mit Kugelschreiber und Block bewaffnet ans Werk. Um mein Objekt genau studieren zu können, darf ich nicht auffallen. Also hole ich meine vergammelte Jogginghose aus dem Kasten, die ich irgendwann für einen Wucherpreis ergat-

tert habe, da ich mir fest vorgenommen habe, meine faulen Tage gehören nun der Vergangenheit an. Ha! Meine 99,99 Euro-Adidas-Hose landete wenige Wochen später in irgendeinem Schrank, unter all den Klamotten, die ich schon seit Jahren nicht mehr anrühre. Schließlich will ich nicht täglich an mein „gewaltiges“ Durchhaltevermögen erinnert werden. Meinen Laufschuhen erging es nicht besser: Nachdem mich der freundliche Verkäufer im Sportgeschäft von der absoluten Notwendigkeit dieser Spitzenschuhe überzeugt hatte, erblickten sie nicht öfter das Sonnenlicht als die Motten im meinem Schrank. Schließlich stellte ich Motten und Laufschuhe einander vor, und da sie sich so blendend verstanden, überließ ich sie ihrem Glück. Mir ist, als schreien die Schuhe „Nein, Motte, verlass mich nicht!“, als ich sie wieder hervorwühle. Mit einem Lächeln über meine blühende Fantasie schlüpfe ich in Schuhe und Hose, ziehe einen alten Pulli über und schnappe mir die Regenjacke der vorletzten Saison. Da mein Weg hinaus in die Freiheit un-

vermeidbar am Wandspiegel vorbeiführt, wage ich einen Blick und es entfährt mir ein glucksendes Lachen. Würde es nicht wie aus Gießkannen regnen – keiner möchte wohl bei diesem Sauwetter die gemütliche Stube freiwillig verlassen – und wäre ich mir nicht absolut sicher, dass niemand meiner Bekannten mich in diesem Outfit vermuten würde, würde ich sofort einen Rückzieher machen und mich vor den Fernseher werfen. In weiß strahlenden Laufschuhen, schwarzer Polyesterhose, kotzgrünem Pulli und einem Käppi einer weitum bekannten Baufirma wage ich mich ins Freie, um eines der größten Rätsel unserer Zeit zu erforschen: den Jogger. Da es bereits seit mehreren Stunden regnet, ähnelt die beliebte Laufpromenade entlang des Eisacks einem Schlachtfeld. Riesige Wasserpfützen verwandeln sie in einen Trimmdich-Pfad. Irgendwann gebe ich es auf, mich den zahllosen Pfützen zu widersetzen. Da ich aber meine Schuhe niemals richtig zuschnüre, bleibt mein rechter Turnschuh mit einem „Pflatsch“-Geräusch im

Mountaincarts:

Lisa Aichholzer ist 18 Jahre alt und besucht in Sterzing das Sportgymnasium. Ihre Reportage über den Laufsport schrieb sie im Rahmen von „journalistischem Arbeiten“ im Deutschunterricht. Schlamm stecken. So stehe ich nun hier, auf einem Fuß balancierend, und laufe puterrot an. Schritte verraten mir, dass ich Zuschauer bekomme. Na toll! Als ich mich aufrichte, steht ein schätzungsweise 30-jähriges Forschungsobjekt vor mir. „Konn i dor helfn?“, brüllt der Typ mir entgegen. Ich weiß ja, dass man bei Regen schlechter hört, aber glaubt der etwa, ich sei schwerhörig? Ein Blick auf seine Ohren verrät mir den Grund: weiße Ohrstöpsel. Darf ich vorstellen:

Liftanlagen:

Vom/dal 01.07.2012 - 04.08.2012

Vom/dal 30.06.2012 - 12.07.2012

Vom/dal 05.08.2012 - 26.08.2012

Vom/dal 13.07.2012 - 09.09.2012

(4 mal wöchentlich:

Samstag, Sonntag, Mittwoch und Freitag) (4 volte alla settimana: sabato, domenica, mercoledì e venerdì)

3 mal wöchentlich: Sonntag, Mittwoch und Freitag 3 volte alla settimana: domenica, mercoledì, venerdì

täglich / giornalmente

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ESERCIZIO ESTIVO

3 mal wöchentlich: Sonntag, Mittwoch und Freitag 3 volte alla settimana: domenica, mercoledì, venerdì

SOMMERBETRIEB

Vom/dal 26.08.2012 - 30.09.2012

täglich / giornalmente

Vom/dal 10.09.2012 - 30.09.2012 (4 mal wöchentlich:

Samstag, Sonntag, Mittwoch und Freitag) (4 volte alla settimana: sabato, domenica mercoledì e venerdì)

erker juni 12


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1, der Musikjogger:

Typ

Mit fuchtelnden Händen mache ich ihn auf seine Schalldämpfer aufmerksam. Als er endlich mit entschuldigender Geste den Weg zu seinen Ohren frei macht, wiederholt er seine Frage in einer für Menschenohren geeigneten Lautstärke. Nachdem er einen Blick auf meinen Fuß geworfen hat, meint er: „Des geaht so net, Turnschuach muaß man guat zuabindn!“ Mich der Kunst des Schuhknüpfens belehrend, zeigt er mir den perfekten Knoten an seinen AsicsSchuhen. Zum besseren Verständnis: Es reicht nicht ein normaler Knoten, nicht einmal der klassische Doppelknoten ist dem Schuh, eines wahren Joggers würdig. Ich befürchte, ich bin ein hoffnungsloser Fall, deshalb schlüpfe ich schnell wieder in meinen Schuh, und verschwinde mit einem Winken und „Danke, tschüss!“. Weitertrabend treffe ich auf

2, den Dogger,

Typ

abgeleitet vom Wort „Dogging“, das wiederum von Jogger & Dog kommt. Der Herr ist noch recht rüstig im Gegensatz zu seinem

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Hund, der nicht mehr der Jüngste zu sein scheint. Doch eine Kleinigkeit trübt die süße Zweisamkeit. Der Hund ist nicht angeleint. Und ehe ich es wahrhabe, rennt mir der Hund bellend entgegen. Ich hasse Hunde! Und da dieser hier einer jener Kommissar-Rex-Hunde ist und auch nicht den Anschein erweckt, als hätte er vor, mich lebend zurückzulassen, rette ich mich mit einem waghalsigen Sprung auf die kleine Mauer zu meiner Rechten. Vor mir steht ein knurrender Monsterhund mit fletschenden Zähnen und das Herrchen denkt nicht im Mindesten dran, sein Schoßhündchen zurückzupfeifen. Die einzige Reaktion, die meine hoffnungslose Situation bei diesem hervorruft, ist ein missbilligender Blick. Sicherheitshalber verharre ich noch einige Sekunden auf meiner Rettungsinsel, bis der Hund auch wirklich außer Beißweite ist. Also, ich muss schon sagen, jeder, der Joggen eine langweilige Sportart nennt, war noch niemals bei so einem Sauwetter draußen und hatte das Glück, gleich zwei so tolle Bekanntschaften zu machen. Weit und breit bin ich der einzige Vollidiot, der bei so einem Sauwet-

ter nicht in eine Decke gewickelt vor dem Ofen schlummert. Doch nein, da kommt noch wer! Am Ende des Weges hüpft mir ein pinker Punkt entgegen. Schnell näher kommend, beschließe ich, ihm die Aufgabe zu überlassen, sich bis an meinen Standort durchzukämpfen. Wenn ich mir dieses Objekt so anschaue, werde ich meine Puste noch brauchen. Sobald der Regen den Blick freigibt, erkenne ich einen Jogger, der zur Kategorie der jungen sportlich Aktiven gehört:

Typ3, der Super-Ausgerüstete: Jack-Wolfskin-Windstopper, eng anliegende Laufhose von New Balance und gleichmarkige Schuhe. Und um dem allem noch den nötigen Pepp zu verleihen, greift Mister Ausrüstung offensichtlich ausschließlich zu Neonfarben. Erinnert mich an meine Leuchtstiftsammlung am Schreibtisch: Von Neongelb bis Pink scheint er vor nichts zurückzuschrecken. Da ich befürchte, dass mir das Schicksal heute kein besseres Angebot mehr machen wird, grüße ich auf das nette „Hallo“ besonders

lieb zurück. Ich tische ihm die Geschichte von „Gehe ungern allein laufen“ auf – und er schluckt sie. Ich atme erleichtert auf, wenigstens meine Überzeugungskraft lässt mich nicht im Stich. Die brauche ich auch, scheine ich doch auf einen besonders gesprächigen Läufer gestoßen zu sein. Ich keuche hoffnungslos hinterher und wähne mich glücklich, da er sein Tempo ein wenig drosselt. „Ohne Fleiß kein Schweiß!“, fügt er mit einem Zwinkern hinzu. Gemeinsam joggen wir gerade am Spielplatz von Wiesen vorbei, als hinter der Brücke ein älterer Herr auftaucht. Ich höre meinen Laufkumpel neben mir aufstöhnen und mir ein verächtliches „Ein Walker!“ zuflüstern. „Hoi Michl, wia geahts?“ fragt Mister Walker; Mister Ausrüstung erwidert: „Es läuft!“. Aha, kleiner Insiderwitz! Doch ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Die Verachtung zwischen Walkern und Läufern scheint ja gerade so groß zu sein wie jene zwischen Fußballern und Schachspielern. Und das, obwohl ich als Laie Walker und Jogger auf der Arche Noah in denselben Stall gestellt hätte. Auf dem Rückweg überwinde ich

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meinen inneren Schweinehund, muss mir aber eingestehen, dass meine Beine höllisch schmerzen und meine Pumpe sich anschickt, den Geist aufzugeben. Da ich sein Tempo nicht mehr mithalten kann, verabschiede ich mich von ihm. Er gibt mir einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter und ruft mir im Weiterlaufen ein „Und olm lächeln!“ zu. Das konnte er sich wohl nicht verkneifen. Ich spüre, wie sich mein angestrengtes Lächeln allmählich in eine schmerzverzerrte Grimasse verwandelt. Zum Glück ist es nicht mehr weit! Der Erschöpfung nahe torkelt mir zu guter Letzt noch das absolute Highlight entgegen. Normalerweise trifft man diesen Typ bei so einem Wetter nicht an, versteckt er sich doch lieber in seiner Höhle. Trommelwirbel bitte, denn vor mir steht

Typ4, die Notfalljoggerin: Das „in“ verwende ich bewusst, haben wir doch jetzt Frühling, Hochsaison für Typ 4. In diese Kategorie fallen nämlich sämtliche Damen, die bereits sehnsüchtig an

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den Strandurlaub denken. Doch Moment: Strand = Bikini = nackte Haut = Panik! Dieses Exemplar ist wirklich prächtig. Es verzichtet auf Sport-BH, hat das gefärbte Haar zu einem Pferdeschwanz hochgebunden und schnauft übertrieben kontrolliert. Bestimmt zählt sie wie ein Tänzer mit: „ein, aaaus, ein, aaaus …!“ Ich lasse das schnaufende Ross an mir vorbeiziehen. Ich will nicht auch noch von einer Shoppingqueen abgehängt werden. Die letzten Meter. In Gedanken bin ich bei meinen Forschungsobjekten, die man über den Daumen gepeilt in zwei Gruppen einteilen kann: Genuss- und Qualläufer. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind verhaltensoriginell. Denn kein normaler Mensch tut sich so etwas an. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen, als mir ein übler Geruch in die Nase steigt. Na toll, das Schoßhündchen des Doggers hat mir gleich noch ein Geschenk mitgegeben! Ich hoffe, Motte steht auf den Geruch …

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Buchtipp

Näher am Himmel

Duathlon in Jaufental Nach einem Jahr Pause veranstaltet der ASV Jaufental am 15. Juli wieder einen Duathlon für jugendliche und erwachsene Hobbyläufer und -mountainbiker. Startschuss für die Radfahrer ist um 10.00 Uhr beim Sportplatz in St. Anton in Jaufental. Die

Strecke (Länge 1,5 km, 340 Höhenmeter) führt vorbei am „Wastilerhof“, über die Forststraße „Waldeben“ und nach einer Rodelbahnabfahrt

hinauf Richtung „Kaltenbrunn“ zum „Birgl“, wo die Übergabe an die Läufer erfolgt. Diese absolvieren einen 4,4-Kilometer-Lauf vorbei am „Jaufentalerhof“ und den Jaufentalerbach entlang zum Sportplatz. Für Kinder und Jugendliche (Gruppe 1: Gesamtalter bis 20 Jahre; Gruppe 2: von 21 bis 30 Jahre) beginnt der Wettkampf um 12.30 Uhr. Mit dem Rad ist knapp ein Kilometer zu bewältigen, die Läufer haben eine Strecke von rund 500 Metern vor sich. Anmeldungen sind innerhalb 10. Juli beim ASV Jaufental (E-Mail: manfred.siller@gmail.com) oder über die Homepage des Tourismusvereines Ratschings (www.ratschings.info) möglich. Nähere Informationen per E-Mail oder unter der Rufnummer 348 5412099.

Alte Wanderwege, herrliche Aussichten und tolle Bergtouren – zugleich aber auch viel Besinnliches, tief empfundene Religion, Kultur und Wissenswertes über die alten Traditionen des Wallfahrens hat Knut Jakubetz, leidenschaftlicher Wanderer, Bergsteiger und Fotograf, in seinem Buch zusammengetragen. Er schildert 40 außergewöhnliche Bergwallfahrten im Alpenraum in Verbindung mit seinen ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen – ein Wander- und Pilgerführer der besonderen Art. Der Führer, im Tyrolia-Verlag erschienen, umfasst 232 Seiten mit 100 farbigen Abbildungen und ist im Buchhandel erhältlich.

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„Die Haut verzeiht keinen Sonnenbrand“ In Südtirol erkranken zehnmal so viele Menschen an Hautkrebs wie noch vor 30 Jahren. Schuld daran, so Hautarzt Dr. Franz Wenter, Primar der Abteilung für Hautkrankheiten am Krankenhaus Bruneck, „ist nicht die dünner werdende Ozonschicht, sondern unser Verhalten der Sonne gegenüber und der Irrglaube, Braunsein sei immer noch ein Schönheitsideal.“ Erker: Herr Dr. Wenter, der Trend sagt, Bräune ist schön. Hautärzte sagen, Bräune ist ein Hilfeschrei der Haut. Dr. Franz Wenter: Das stimmt, aber nur zum Teil. Bräune ist das Ergebnis einer vorausgegangenen Schädigung von Hautzellen durch ultraviolette Strahlung, die auch im Sonnenlicht vorhanden ist. Als Schutzreaktion gegen weitere Schädigung bildet der Organismus Pigment, das von pigmentproduzierenden Zellen – Melanozyten – gebildet wird. Heißt das, wer tiefbraun ist, hat die Haut mehr geschädigt? Das hängt vom Hauttyp ab. Wer wenig pigmentbildende Zellen hat wie helle Hauttypen, kann auch wenig Schutzpigment bilden und ist somit eher gefährdet, an Hautkrebs zu erkranken, als beispielsweise Südländer mit vielen Melanozyten. Das Hautpigment breitet sich auf unserer Haut aus und wirkt dann wie ein natürlicher Sonnenschutz. Früher cremten sich die Menschen selten mit Sonnenschutz ein, und

wenn, rieben sie sich eine Speckschwarte über den Arm. Die Speckschwarte kühlte die Haut bei Sonnenbränden. Mit Sonnenschutz hat das aber nichts zu tun. Filter sind nur in Sonnencremes enthalten und lassen weniger Strahlen durch die Haut oder reflektieren sie. Sie aufzutragen ist sinnvoll, wenn man sich länger in der Sonne aufhalten muss, zum Beispiel in der Freizeit beim Schwimmen, Radfahren und Wandern, aber auch bei der Arbeit im Freien. Heute weiß man aber, dass Sonnencremes die Haut nicht perfekt schützen können. Wer sich übermäßig viel eincremt und glaubt, nun länger in der Sonne liegen zu können, täuscht sich. Vielleicht kriegt er keinen Sonnenbrand, liegt aber wesentlich mehr Stunden in der Sonne und das ist genauso gefährlich. Kann das Vorbräunen im Solarium helfen? Das wird zwar kommerziell propagiert, ist aber die falsche Lösung. Jeder Sonnenbrand ist ein Alarm. Fehlt dieses Alarmzeichen, bleibe ich länger in der Sonne. Lichtschäden entstehen durch die Summe an Strahlen. Bekomme ich im Laufe des

Lebens zu viele UV-Strahlen ab und habe womöglich eine erbliche Veranlagung, führt es irgendwann zum Hautkrebs. Ob die Strahlen langsam in vielen Stunden einwirken oder kurz und schnell, macht keinen großen Unterschied, außer vielleicht bei der Entstehung von Melanomen. Heute weiß man, dass das Solarium krebserregend ist. Nicht umsonst ist in manchen Ländern der Solariumbesuch unter dem 18. Lebensjahr verboten. Auch in Südtirol verbietet ein Gesetz Minderjährigen, in öffentlich geführten Einrichtungen ins Solarium zu gehen.

creme aus? Sonnenschutzmittel sind oft parfümiert, was Flecken und Allergien hervorrufen kann. Eine Sonnenschutzcreme soll wasserfest sein und nicht nur vor UVB-Strahlen, sondern vor allem vor UVA-Strahlen schützen. UVA-Strahlen sind langwellig und können daher tiefer in die Haut eindringen. Sie bräunen, bauen aber keine Lichtschwiele auf und machen die Haut schneller faltig und alt. Das UVB-Licht ist kurzwelliger und energiereicher und kann nicht so tief eindringen. Durch geringe Dosen bildet die Haut eine Lichtschwiele, eine Verdickung der obersten Hautschicht. Sie wirkt ebenfalls wie ein natürlicher Sonnenschutz. In größeren Mengen kann die UVB-Strahlung Sonnenbrand verursachen und ist an der Entstehung von Hautkrebs beteiligt.

Was halten Sie von Beta-Carotene- und Calcium-Tabletten? Sie sollen die Haut vor Sonne schützen. Kalzium als Sonnenschutz hat keinen Sinn. Manche nehmen Kalzium bei juckendem Sonnenbrand ein, was aber auch nicht viel bringt. Beta Carotene gibt der Haut einen kleinen, nicht nennenswerten Schutz. Studien verdächtigen medikamentös zugeführtes Beta Carotin sogar, verantwortlich für die das Auftreten verschiedener Tumore zu sein.

Wie oft soll man sich eincremen? Normale Cremes mehrmals am Tag, vor allem nach dem Schwimmen oder wenn man schwitzt. Es gibt mittlerweile auch Cremen, die man nur einmal am Tag auftragen muss. Die Creme muss mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Nicht gleich ein T-Shirt drüberziehen, sonst landet die Hälfte der Creme im Stoff. Wer auf den Berg geht, sollte lichtexponierte Stellen eincremen, was aber leider viele vergessen. Wir stellen bei Freizeitsportlern immer öfter Tumore auf Nacken, Ohren, Lippen und Handrücken fest.

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Ist die Sonne heute schädlicher als frĂźher? Ja und nein. Man weiĂ&#x;, dass die Ozonschicht im FrĂźhjahr dĂźnner wird, vor allem auf der sĂźdlichen Halbkugel. Entschuldigung ist das keine. Warum heute zehnmal so viele Menschen an Hautkrebs erkranken wie vor 30 Jahren, liegt nicht am Ozon, sondern am Freizeitverhalten der Menschen und am Irrglauben, Braunsein sei ein SchĂśnheitsideal. Die Statistik zeigt auch: Frauen und Männer, die ins Solarium gehen, bekommen später häufiger Hautkrebs. Wie viele Tumore behandeln Sie im Jahr?

Trendy Bräune Die Meinung, â&#x20AC;&#x17E;Braun ist gesundâ&#x20AC;&#x153;, kam in den 1920er Jahren auf. Wer braun gebrannt war, konnte sich Urlaub in Kurorten leisten. Braungebrannte Frauen und Männer galten deshalb auch als sexy. Nach dem Krieg fuhren die Europäer vor allem in sĂźdliche Länder. â&#x20AC;&#x17E;Gut siehst du ausâ&#x20AC;&#x153;, wurden sie von den Daheimgebliebenen neidvoll begrĂźĂ&#x;t. Ab den 60er Jahren kamen Sonnenstudios in Mode und hielten Einzug in die Privathaushalte. Gebräunte Haut wurde zum Statussymbol der Reichen, zum Markenzeichen der Freizeitgesellschaft. Noch bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts hinein versprachen Anzeigen fĂźr Seifen, Cremes, Puder oder Bleichmittel, â&#x20AC;&#x17E;weiĂ&#x;e, sammetweicheâ&#x20AC;&#x153; Haut oder einen â&#x20AC;&#x17E;zartweiĂ&#x;en, blendend schĂśnen Teintâ&#x20AC;&#x153; zu erlangen. Blass zu sein, galt als vornehm und schick. Damen versteckten ihr Gesicht hinter dicken Puderschichten und gingen nur mit Schleier oder Sonnenschirm auĂ&#x;er Haus. In der Spätromantik tranken Frauen Essig oder durchwachten die ganze Nacht, nur um blass und interessant auszusehen. So ändern sich Zeiten ...

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Im Gesundheitsbezirk Brixen-Bruneck waren es 2011 Ăźber 50 Melanome und 600 andere bĂśsartige Tumore. Die jĂźngste Patientin war 14 Jahre. Immer mehr Patienten sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. FrĂźher trat Hautkrebs meist erst im hĂśheren Lebensalter auf. Woran erkennt man, dass man mĂśglicherweise Hautkrebs hat? Durch genaue Selbstbeobachtung. Der schwarze Hautkrebs, in der Fachsprache malignes Melanom genannt, entwickelt sich oft aus bereits vorhandenen auffälligen Pigmentmalen (Muttermale oder Leberflecken). Weil diese Krebsart sehr aggressiv und gefährlich ist, ist es ratsam, seine Haut immer im Auge zu behalten. Schon mit bloĂ&#x;em Auge sind veränderte Pigmentflecken häufig aufgrund ihrer sehr dunklen Färbung, ihrer unregelmäĂ&#x;igen Ränder oder ihres Wachstums zu erkennen. Bei Verdacht kann der Hautarzt mit Hilfe des Auflichtmikroskops Pigmentmale genau prĂźfen und damit schwarzen Hautkrebs frĂźhzeitig diagnostizieren und behandeln.

Wie viele Sonnenbrände verzeiht die Haut? Im Prinzip keinen. Jeder Schaden ist unwiderruflich, auch wenn man danach aufpasst. Ob jemand Hautkrebs bekommt, hängt vom Hauttyp und der erblichen Anlage ab. Es gibt Familien, in denen Tumore generell häufiger auftreten. Wer einmal Hautkrebs hatte, kann, auch wenn er erfolgreich behandelt worden ist, im Laufe der Zeit weitere Hautkrebsformen entwickeln. Nachsorge ist deshalb besonders wichtig, noch wichtiger ist aber die Prävention. Viele sonnen sich erst ausgiebig und meinen, der Hautarzt kann mir im Notfall schon helfen, sollte ich einen Hauttumor bekommen. Keine vernßnftige Einstellung, weil es dann zu spät sein kann.

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bei Hautkrebs? Bei Frßherkennung kann man weit ßber 90 Prozent der Hautkrebse heilen. Je fortgeschrittener der Krebs, desto schlechter die Chancen. Heller Hautkrebs ist weniger gefährlich als Melanome.

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Kann man die Haut durch die Ernährung auf die Sonne vorbereiten? Das ist Quatsch. Schatten und Kleidung sind der beste Sonnenschutz. Sonnencreme sollte erst an dritter Stelle kommen, also nur dann, wenn man sich der Sonne unbedingt aussetzen muss und sich nicht anderweitig schßtzen kann.

Was raten Sie also? Wir brauchen Sonne, mßssen die Dosis aber vernßnftig auf unser Leben aufteilen. Zwischen 12.00 und 14.00 Uhr mittags strahlt die Hälfte der UV-Strahlen auf die Erde ein. Wenn wir uns zwischen 13.00 und 15.00 Uhr nicht in der Sonne aufhalten, haben wir die Spitzenzeit schon vermieden. Es ist nicht sinnvoll, um 13.00 ins Schwimmbad zu gehen oder Rad zu fahren, vor allem fßr jene, die empfindliche Haut haben.

Was ist weiĂ&#x;er Hautkrebs? Darunter versteht man Hautkrebsformen, die im Gegensatz zum Melanom eine helle Farbe zeigen wie das Basaliom und das Plattenepithelkarzinom. Der weiĂ&#x;e Hautkrebs kann äuĂ&#x;erlich die unterschiedlichsten Formen annehmen. Heilen Hautveränderungen schlecht, fallen einem weiĂ&#x;lich-rĂśtliche, deutlich wachsende KnĂśtchen auf oder fĂźhlt sich an lichtexponierten Stellen raue Haut beim DarĂźberstreichen wie Schmirgelpapier an, sollte man den Hausarzt aufsuchen. Dieser entscheidet dann, die Hautstellen von einem Hautarzt untersuchen zu lassen.

MĂśglich, dass sich der Trend zur Blässe wieder durchsetzt? Der Trend hätte sich schon längst durchsetzen mĂźssen. Um genug Vitamin D aufzunehmen, reichen, so letzte Untersuchungen, dreimal pro Woche zehn Minuten Sonnenexposition eines Teils unseres KĂśrpers (25 %) oder der Aufenthalt im Schatten. Vitamin D kann man beispielsweise im Winter sehr gut kĂźnstlich zufĂźhren. Auch Schatten ist Sonne, nur hat er weniger Strahlungseffekt. Leicht braun wird man dort auch und auĂ&#x;erdem hält die Bräune länger als nach einer Woche Sonneliegen am Meer.

Wie stehen die Heilungschancen

Interview: rb

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gesundheit Sommerprojekt

„Heute beginnt meine Zukunft“ Mittelschüler haben im August wieder die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen. Die Sparte – Handwerk, Industrie und Produktion, Medien, technische Berufe und Kunst – kann sich jeder selbst auswählen. Am Vormittag üben die Schüler die Berufsbilder in Wipptaler Betrieben in der Praxis; am Nachmittag gibt es ein Freizeitprogramm mit einem WochenHighlight. Organisiert wird das Sommerprojekt von der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung, den Gemeinden Brenner, Sterzing, Ratschings, Pfitsch und Freienfeld, dem Jugenddienst Wipptal sowie dien Schulsprengeln I, II und III. Nähere Infos unter der Rufnummer 761204 oder über E-Mail weiterbildung@wipptal.it.

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Verführerische Düfte Ein Streifzug durch die Welt des Parfums Blumig, holzig, zitrusfrisch: Jeder von uns hat eine Vorliebe für bestimmte Duftnoten. Düfte gelangen auf direktem Weg in das limbische System, unser „Gefühlszentrum“ im Gehirn, und sind deshalb in der Lage, unsere Gefühle z. T. sehr stark zu beeinflussen. Wir verbinden Düfte mit ganz bestimmten Situationen, Ereignissen, Menschen. Die Geschichte des Parfums beginnt bei den alten Ägyptern und Indern. Dort wurden duftende Pflanzenbestandteile schon früh für medizinische Zwecke verwendet. Wohlgeruch wurde als Ausdruck von Gesundheit verstanden. Im Zuge der Kreuzzüge kamen große Mengen neuer Kräuter und Gewürze nach Europa. Mit der Entwicklung des Destillationsverfahrens kam es zur Herstellung der ersten ätherischen Öle, Grundbausteine eines jeden Parfums. Im Mittelalter und in der Neuzeit hatten Parfums einen stark therapeutischen Bezug. Sie wurden als belebende Mittel für den Geist geschätzt und galten als Stärkungsmittel für den Körper im Kampf gegen die Pest. Mittlerweile haben Parfums ihren Stellenwert als Heilmittel verloren. Die wohltuende Wirkung von Düften kann allerdings niemand bestreiten. Bei einem Parfum handelt es sich um eine Mischung aus synthetischen und/ oder natürlichen Riechstoffen mit Alkohol. Der Al-

kohol dient sowohl als Trägerflüssigkeit, die sich in der Luft schnell verflüchtigt, als auch als Verdünnungs- und Konservierungsmittel. Synthetische Riechstoffe lassen sich leicht und preisgünstig herstellen. Bei der Gewinnung natürlicher ätherischer Öle kann der Aufwand hingegen beträchtlich sein. Man denke etwa an die Enfleurage, eine Methode, die nach wie vor zur Gewinnung von besonders kostbaren Blütenölen angewandt wird. Dabei werden einzelne Blüten und Blütenblätter auf eine mit Fett versehene Glasplatte gesteckt. Drei Monate lang müssen die empfindlichen Blüten täglich von Hand ausgetauscht werden. Das Fett absorbiert langsam die duftenden Verbindungen, die zum Schluss mit Hilfe von Alkohol herausgelöst werden. Diese ätherischen Öle (z. B. echtes Yasminöl) können einen Literpreis von bis zu 10.000 Euro erreichen. Die Öle von Zitrusfrüchten (etwa das Öl der Bergamotte, der Hauptbestandteil von „Kölnisch Wasser“)

gewinnt man im Vergleich zur Enfleurage relativ simpel durch Auspressen der Fruchtschalen. Beim oben kurz angesprochenen Destillationsverfahren werden die Pflanzenbestandteile in entsprechenden Apparaturen Wasserdampf ausgesetzt. Der Dampf löst die Öle aus dem Pflanzenmaterial. Nach dem Abkühlen lässt sich das ätherische Öl abtrennen. Je nach prozentualem Anteil der ätherischen Öle unterscheidet man zwischen Eau de Toilette (5 – 8 %), Eau de Parfum (8 – 10 %) und dem Parfum bzw. Extrait (bis zu 25 %). Mit dem Anteil an duftenden Essenzen steigt natürlich auch der Preis. Bei korrekter Aufbewahrung in einem dunklen, kühlen und trockenen Raum kann man sich zum Glück lange am Duft eines Parfums und vielleicht an einer damit verbundenen schönen Erinnerung erfreuen. Dr. Andrea Winkler, Stadtapotheke Sterzing

bilderrätsel

Foto: Martin Schaller

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erkoku Auflösung vom Mai:

Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU? Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Rätsel, Unterhaltungsmathematik).

S TA D TA PO THEK E FA R M A C IA CI TTÀ

Folgende Buchstaben werden vorgegeben: D

E

K

N

O

P

R

S

T

Senioren ziehen um Das Tagespflegeheim und die Tagesstätte für Senioren im Bezirksaltenheim werden umgebaut. Bis zur Fertigstellung sind die beiden Räumlichkeiten sowie der Dienst „Essen auf Rädern“ (ohne Zustellung) ab 4. Juni im Sozialzentrum Wipptal „Fugger“ in der Bahnhofstraße 10 in Sterzing untergebracht. Nähere Informationen erteilt Hauspflege-Einsatzleiterin Maya Obexer unter der Rufnummer 726000.

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leute PR

MARVELIS –

Kollektion Frühjahr/Sommer 2012 Die Marke MARVELIS vereint außerordentliche Qualitätsmaßstäbe mit einem hohen modischen Anspruch bei Hemden, Polos und Strickwaren. Die Auswahl wird durch unterschiedliche Passformen wie Normalschnitt, Slim Fit oder Body Fit, diverse Kragenformen und Armlängen sowie unzählige Farben und Dessins zu einer echten Herausforderung für interessierte Konsumenten. Eine Besonderheit bildet dabei das bügelfreie Hemd, das bei sachgemäßer Pflege die allgemeinhin unbeliebte Bügelarbeit überflüssig macht und auch während des Tragens weitestgehend frei von Falten bleibt.

Im Frühjahr/Sommer 2012 steht bei MARVELIS der Kontrast zwischen Realismus und Fantasie klar im Vordergrund der Kollektionsausrichtung. Intensive Farben und puristische Naturtöne liegen dabei direkt beieinander. Überhaupt geben Farben innerhalb der Businesskollektion wichtige Impulse für eine ansprechende Modernität. Ein bedeutendes Farbthema ist Grün, wobei alle Tonalitäten von Limone über Pistazie bis Chlorophyll ihre Berechtigung finden. Ergänzt wird die Farbvielfalt durch eine breite Blau-Palette sowie unterschiedliche Rottöne. In Kontrast zu den neuen und intensiven Farbigkeiten sowie als perfekte Vorlage für puristische Ton-in-TonLooks sind in der Frühjahr/Sommer-Kollektion Neutraltöne unerlässlich. Diese bewegen sich überwiegend innerhalb kühler Schattierungen von Silber über Taupe bis Stein und Khaki und stehen gemeinsam für Authentizität und Natürlichkeit. Die bügel- und knitterfreie Businesshemdenlinie von MARVELIS besteht ausnahmslos aus 100 Prozent Baumwolle und ist sowohl im klassischen Schnitt als auch im schlanken Slim fit erhältlich. Ergänzt wird diese Aus74

wahl an Passformen durch MARVELIS Body fit, die als jüngste Hemdenlinie erst vor kurzem in den Markt eingeführt wurde und sich ganz bewusst an die jüngere, superschlanke Klientel richtet. Das taillierte, körpernah geschnittene Businesshemd ist darüber hinaus besonders bügelleicht. Im Gegensatz zu den Businesslinien ist der Anspruch von MARVELIS Casualhemden, gepflegte Lässigkeit zu vermitteln. Dezente Gebrauchsspuren verhelfen zu einem gewünscht legeren Aussehen, ohne abgenutzt zu wirken. Klassische Dessinierungen mit vielen neuen Verarbeitungsdetails sorgen für einen unverfälschten Freizeit-Look. Die notwendige sommerliche Unbeschwertheit wird durch lockere Seersucker-Qualitäten und Leinen-Optiken erreicht. In den zahlreichen MARVELIS Stores profitieren Kunden von einer besonders großen Auswahl. Hier werden ständig über 5.000 Businesshemden in drei Schnittformen, 15 Größen und Sondergrößen, drei Ärmellängen und vier unterschiedlichen Kragenformen bevorratet. Mit Verkaufspreislagen zwischen 24,95 und 35,95 Euro setzt man gezielt auf ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch im MARVELIS Store im Outlet Center Brenner kommen Männer voll auf ihre Kosten. Freundliches und kompetentes Fachpersonal garantiert eine qualifizierte Beratung in Sachen Mode und Stil. Strickwaren und Hosen sowie zahlreiche Accessoires wie Gürtel, Krawatten, Schals und Manschettenknöpfe runden das Sortiment ab. Der Einkauf im MARVELIS Store bietet aber auch eine Vielzahl weiterer Vorzüge. Auf Wunsch können Interessierte auch dem MARVELIS Club beitreten und werden so kostenlos über aktuelle Modetrends, regelmäßig stattfindende Vorteilsaktionen oder spezielle Sonderangebote frühzeitig informiert.

70 Jahre sind es wert, dass man Dich besonders ehrt. Darum wollen wir Dir heute sagen, es ist schön, dass wir Dich haben. Am 29. Juni feiert Ludwig Kruselburger seinen Geburtstag. Dazu die allerbesten Glückwünsche von Deiner Frau, Deinen Kindern, Schwiegerkindern und ganz besonders von Deinen sieben Enkeln.

Die Lausbuabmzeit isch mit 40 aus, Du hosch a volls 3-Mädl-Haus. Mir welln feiern mit Dir des Fest, lieber Papi, Du bisch „the best“. Deine 3 Mädls Maridi mit Lea und Anna

Am 5. Juni wirst Du 30, alter Knabe. Der Lack verliert die erste Farbe. Doch keine Panik, denk daran: „Antikes“ kommt jetzt prima an. Unserem Papi alles Gute zum Geburtstag Sarah, Nils und Leni mit Mami

Na, wer ischen des nette Mandl? Gib’s den wirklich? Der werd huire 40 Johr. Hot afn Kopf schun a poor graue Hoor, wohnen tuet er in Gosteig drein, na, des konn jo lei inser Steini sein. Olls Guete zin Geburtstog und bleib, wie Du bisch! Deine Mami mit Norbert und Dunja mit Günther

Am 5. Juni weard dor SONTER schun 85 Johr.

30 Johr sein es wert, dass man Di bsunders ehrt. Drum welln mir Dir sogn, es isch schian, dass mir Di hobn. Alles Liebe und Gute wünschen Deine Mamme und Klaus.

Mir wünschn Dir no Johre voll Sunnenschein, nia Trübsol blosn, lustig sein. Olls Guate und hoach sollsche lebn, gsund bleibn und ins Zuaversicht gebn.

Am 24. Juni vor 40 Jahren seid Ihr Eure Ehe eingegangen. Ihr opfertet viel Zeit und Kraft und habt es nun bis zur Rubinhochzeit geschafft. Drei Söhne hat Euch Gott gegeben, Ihr habt sie mit viel Liebe versehen. Für all Eure Mühen und Gaben möchten wir Euch herzlich Danke sagen. Zu Eurem Feste wünschen wir Euch das Allerbeste und Gottes Segen auf Euren gemeinsamen Wegen. Andreas, Matthias und Michael

Kam zi glabm, obr es isch wohr: Insre Frieda werd schun 50 Johr. Frisch und jung isch sie gebliebn, und dass sie a sou bleib, des wünschn mir ihr nou amol für weitere 50 Johr. Alles Gute zum Geburtstag wünschen Dir Paul, Angelika und Manuel, Christian mit Sandra und Oma Luise.

Donkschian für olls! Deine Familie und olle, wos dozuakearn.

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rezept

Walnussparfait mit Erdbeersauce Zutaten für das Parfait: 160 g Zucker, 120 g grob gehackte Walnusskerne, 4 Eigelb, 50 g Honig, ein halbe Vanilleschote, 200 ml Milch, 300 ml Sahne. Erdbeersauce: 250 gereifte Erdbeeren, 60 g Zucker, 6 cl Wasser, Abgeriebenes von einer unbehandelten Orange, 2 cl brauner Rum.

Mir mechtn insern Gete zi sein 50. Geburtstog recht herzlich gratuliern, und dass er nou long konn viele Glaslan Wein ausprobiern. Mir mechtn amol a groaßes Donkschien sogn, dass er sich olm tuet mit ins ummerplogn. Deine Gotlkinder Lukas, Stefan und Jonas mit Familien und Deine Mamme

Augipasst! Die letze Sennergitsche vi Jaufntol hot ob 18. Juni in 3er ols Vourwohl. Ob orbatn, ausgiehn odr kinzn Tog und Nocht, des mocht die Sabi mit links, sell war jo gilocht. Jetz kennmer lai nit olls sogn, sischt tien ins die Erker-Leser nou verzogn. Klein, aber ohoo ... dass es die Sabi gib, sein mir olle froh. Alles Gute, viel Glück und Gesundheit wünschen Dir die Kollegen vom Faschingsteam.

18 Jahr warst Du ein Kind, die Zeit verging, verging geschwind. 18 Jahr mit vielen Faxen und jetzt, jetzt bist Du schon erwachsen. Alle guten Wünsche zum 18. Geburtstag! Deine Family

Die Feuerwehr Wiesen gratuliert ihrem Altmitglied Stefan Larcher zu seinem 85. Geburtstag. Seine Lebenseinstellung ist, wie sie sein soll: humorvoll und gesund. „Soulong i nou huckater Holz kliabn konn, geahts schun ...“

Zu Eurem Goldenen Hochzeitsjubiläum, das Ihr am 23. Juni feiert, wünschen wir alles Gute und noch viele gemeinsame Jahre. Eure Kinder, Schwieger- und Enkelkinder

Zubereitung: In einer Kasserolle 80 g Zucker schmelzen und die gehackten Walnüsse dazugeben, bis sie karamellisieren. Auf ein leicht gefettetes Backblech geben und gut abkühlen lassen, bis die feste Karamellmasse in nicht zu kleine Stücke zerhackt werden kann. Eigelb, Honig und den restlichen Zucker in einer Schüssel cremig rühren. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und mit der Milch in einem Topf aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen, Vanilleschote entfernen und das noch anhaftende Mark in die Milch zurückstreifen. Mit einer Schöpfkelle die etwas abgekühlte Milch langsam zur Eier-Zucker-Masse geben und dabei ständig rühren. Zurück in den Topf geben und auf dem Herd unter ständigem Rühren nochmals erhitzen, bis sie leicht andickt. Achtung: Creme darf dann nicht mehr kochen! Die Creme in eine Rührschüssel umfüllen und mit einem Handrührgerät etwa 15 Minuten bei mittlerer Drehzahl kalt rühren. Sie soll schön luftig und cremig sein. Dann im Kühlschrank erkalten lassen. Sahne steif schlagen und mit dem gehackten Walnusskrokant und der Creme verrühren. Masse in eine mit Pergamentpapier ausgelegte Kastenform füllen und mindestens fünf Stunden in das Gefrierfach stellen. Besser ist es, das Parfait über Nacht gefrieren zu lassen. Für die Sauce die Erdbeeren pürieren. Den Zucker mit dem Wasser zum Kochen bringen, die abgeriebene Orangenschale zufügen und drei Minuten lang einkochen lassen. Zum Schluss den braunen Rum dazugeben, gut abkühlen lassen und mit dem Erdbeerpüree verrühren. Das Parfait auf eine Platte stürzen, Papier vorsichtig entfernen und das Eisdessert in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Auf einem kalten Teller mit der Erdbeersauce anrichten. Rezept von Ulli Mair, Pretzhof in Tulfer

Liebe Martha, wir wünschen Dir von Herzen alles Gute zu Deinem 80. Geburtstag.

Lieber Michael, alles Gute zum 11. Geburtstag, den Du am 18. Juni feierst, von Deiner Oma und Deinen Tanten erker juni 12

Deine Kinder Paul, Erika, Gislinde, Oswald, Peter und Deine Enkelkinder 75


jahrestage Ein Jahr ohne Dich, liebe Mama, sind viele Tage, aber keiner, an dem wir nicht in Gedanken bei Dir waren.

Wir vermissen Dich sehr. 1. Jahrestag Maria Blasbichler geb. Gschnitzer Ganz besonders denken wir an Dich, liebe Mama, bei der hl. Messe am 10. Juni um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mittewald. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie Menschen, die wir lieben,

bleiben für immer in unseren Herzen. 3. Jahrestag Agnes Kerschbaumer Wwe. Mössner, Wwe. Frick

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Samstag, den 9. Juni um 19.30 Uhr in der St.-Margarethenkirche von Sterzing. Deine Lieben

Karl Riedmann

Maria Riedmann

† 19. Juni 1962

† 4. Juni 1983

Und immer sind irgendwo Spuren Eures Lebens. Ihr seid unvergessen.

In dankbarer Erinnerung an unsere Eltern Karl und Maria Riedmann gedenken wir ihrer anlässlich ihres 50. und 29. Jahrestages am Samstag, den 23. Juni um 15.30 Uhr bei einer Heiligen Messe in der Kapuzinerkirche in Sterzing. Manfred und Monika mit Familien

Immer, wenn wir an Dich denken,

fallen Sonnenstrahlen in unsere Herzen, und wir halten Dich gefangen so, als wärst Du nie gegangen. Du fehlst uns! 1. Jahrestag Anton Kotter Ganz besonders dachten wir an Dich am Samstag, den 26. Mai bei der Abendmesse in Gasteig.

Manchmal bist Du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken und immer in unseren Herzen.

In Liebe Deine Geschwister mit Familien Auf unserer Lebensreise

können wir nichts Schöneres im Gepäck haben als das Wissen um die Liebe der Mutter. Du fehlst ... 1. Jahrestag Eva Fink Am 6. Juni jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem Du uns so unerwartet verlassen hast. Constanze und Max mit Familien gedenken Deiner am Samstag, den 9. Juni um 19.30 Uhr bei der hl. Messe in der St.-Margarethenkirche. Danke an alle, die daran teilnehmen und unsere Eva in lieber Erinnerung behalten. 76

1. Jahrestag Anna Nestl geb. Ralser In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Samstag, den 16. Juni um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Deine Familie erker juni 12


jahrestage Zehn Jahre der Stille und Leere sind vergangen.

Die Erinnerung

Wir müssen ohne Dich leben und annehmen, was nicht zu ändern ist. Du hast eine Lücke hinterlassen, die sich niemals schließt. Und die Zeit, die alle Wunden heilen soll, ist uns kein Trost, denn Du fehlst uns so sehr.

ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Lieber Tata und Opa, wir gedenken Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 10. Juni um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Jaufental. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

10. Jahrestag Ferdinand Gschnitzer Briefträger

Deine Midl, Dein Sohn Michael, Deine Tochter Barbara mit Peter, Deine geliebten Enkelkinder Lukas und Jonas

13. Jahrestag Günther Leitner

Wir gedenken Deiner ganz besonders beim Gedächtnisgottesdienst am Freitag, den 22. Juni um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott! Deine Lieben Zeit heilt nicht Wunden,

Am 25. Juni jährt sich zum fünften Mal der traurige Tag, an dem Du, lieber Luca, uns verlassen hast.

sie lehrt, mit Schmerz und Verlust zu leben.

In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 24. Juni um 10.00 Uhr in der Hl.-Geist-Kirche von Sterzing.

5. Jahrestag 5° anniversario

Ti ricordiamo domenica, 24 giugno, alle ore 10.00 durante la messa nella chiesa di S. Spirito. Con infinito amore e nostalgia Mamma, Papà e Daniele

LUCA CEMIN

8. Jahrestag Johann Haller

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich, ganz besonders am Samstag, den 23. Juni beim Abendgottesdienst in der Pfarrkirche von Mareit. Deine Familie Allen, die daran teilnehmen und sich seiner erinnern, herzlichen Dank.

Was man nicht verhindern kann, ist, dass geliebte Menschen uns irgendwann verlassen. Aber man kann verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten.

5. Jahrestag Ludwig Dapunt

In Liebe und Dankbarkeit feiern wir den Gedächtnisgottesdienst für unseren lieben Vater am Samstag, den 9. Juni um 19.30 Uhr in der St.-Margarethenkirche und für unsere liebe Mutter am Samstag, den 30. Juni um 20.00 Uhr in Tschöfs beim Patroziniumsfest.

† 4. Juni 2007

Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

7. Jahrestag Elisabeth Mölgg

Horst mit Lisi, Manuel und Sabrina

† 30. Juni 2005

12. Jahrestag Liebevolle Gedanken und Erinnerungen an Dich

leben in unserem Herzen weiter.

Klaus Gogl Obwohl wir Dich sehr vermissen, haben wir immer das Gefühl, dass Du uns schützend zur Seite stehst. In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner am Freitag, den 28. Juni beim Gedächtnisgottesdienst um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die mit uns Deiner gedenken, ein herzliches Dankeschön. Margit mit Familien

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aus den gemeinden

jahrestage

Gerichtskreuzgang nach Maria Trens

Zahlreiche Pilger zogen am 1. Mai von Sterzing nach Trens, um die Gnadenmutter Maria zu ehren und zusammen mit Bischof Ivo Muser, Dekan Josef Knapp sowie Priestern der Seelsorgeeinheit eine Messe zu feiern, die Sänger verschiedener Wipptaler Kirchenchöre gestalteten. In seiner Predigt stärkte der Bischof die Gläubigen auf ihrer lebenslangen Pilgerschaft und rief die Seelsorgeeinheit Wipptal zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Gebet um geistliche Berufe und um Anliegen der Familien auf.

Beim Umtrunk mit anschließendem Mittagessen spielte die Musikkapelle Trens, Grundschulkinder hatten ein Lied und Tänze vorbereitet. „Es war ein besonderer Tag und eine große Ehre für uns alle“, so Rudi Messner, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates von Maria Trens. Derzeit wird an alle Haushalte der Seelsorgeeinheit eine Broschüre verteilt. Diese enthält Gebete und Anregungen, wie jeder einzelne zu einem „tragenden Gebetsnetz“ im Wipptal beitragen kann.

Geburten Brenner: Rojin Adem (02.04.2012, Sterzing). Sophia Plank (09.04.2012, Sterzing). Robert Alessandru Voinea (14.04.2012, Sterzing). Jonas Auckenthaler (15.04.2012, Sterzing). Freienfeld: Elia Kofler (14.04.2012). Pfitsch: Lara Rainer (01.04.2012, Brixen). Jan Holzer (13.04.2012, Sterzing). Eva Mitterrutzner (25.04.2012, Sterzing). Ratschings: Petra Tschöll (05.04.2012, Sterzing). Jana Huber (11.04.2012, Brixen). Johanna Maria Haller (12.04.2012, Sterzing). Sabine Haller (14.04.2012, Sterzing). Samuel Fassnauer (19.04.2012, Brixen). Lia Rainer (21.04.2012, Sterzing). Emily Gatto (25.04.2012, Sterzing). Emma Pajonk (28.04.2012, Sterzing). Sterzing: Nicole Intravaia (02.04.2012, Sterzing). Gabriel Di Iorio (11.04.2012, Brixen). Lukas Hofer (12.04.2012, Sterzing). Maria Braunhofer (18.04.2012, Sterzing). Laura Thaler (22.04.2012, Sterzing). Jonas Minzoni (24.04.2012, Sterzing). Riccardo Sebastiano Gremes (27.04.2012, Sterzing). Elpidio Cariulo (29.04.2012, Sterzing). Pia Leitner (30.04.2012, Sterzing). Todesfälle

E quando egli tace, il vostro cuore non smetta di ascoltare il suo cuore. Quando vi separate da lui non siate tristi. Perchè la sua assenza può rivelarvi ciò che in lui più amate, così come a chi sale la montagna, questa appare con maggior chiarezza. Cercatelo sempre allora, nel tempo della vita. Gibran

Pfitsch: Hannes Stampfer, 14, (14.04.2012, Pfitsch). Ratschings: Olaf Begemann, 50, (01.04.2012, Ratschings). Elisabeth Fassnauer Larch, 56, (10.04.2012, Ratschings). Aloisia Wieser Wild, 94, (29.04.2012, Sterzing). Sterzing: Egisto Farina, 68, (03.04.2012, Brixen). Rudolf Sparber, 56, (06.04.2012, Sterzing). Giovanni Carlo Casazza, 81, (08.04.2012, Sterzing). Paola Olivotto, 88, (10.04.2012, Sterzing). Pietro Rossi, 77, (25.04.2012, Sterzing). Maria Siller, 87, (30.04.2012, Sterzing). Eheschließungen

In ricordo

Piero Rossi * 8 giugno 1934

† 25 aprile 2012

Grazie di cuore a tutti coloro che hanno partecipato al nostro immenso dolore. Herzlichen Dank an alle, die an unserem großen Schmerz teilgenommen haben. Ilda, Franco, Manuela, Paola, Elena e Sara 78

Ratschings: Hannes Rainer und Kathrin Pichler (28.04.2012, Jaufental). Sterzing: Wolfgang Orth und Birgit Schmidt Lipp (12.04.2012, Sterzing). Hans Augschöll und Astrid Volgger (21.04.2012, Sterzing). Christoph Badstuber und Elvira Sanatullova (28.04.2012, Sterzing). Baukonzessionen Brenner: Hotel Feuerstein KG d. Dr. Peter Auckenthaler & Co., Pflersch

185: Qualitative und quantitative Erweiterung des Hotels Feuerstein, 1. Variante, Bp.107, 355, Gp.1223/55, 1223/56, 588/2, 588/3, 588/4, 589/1, 589/3, 591, K.G. Pflersch. Barbara Hecher, Pflersch 115: Errichtung eines Schafstalles beim „Markarthof“, Bp.161, Gp.729/1, K.G. Pflersch. Ferdinand Teissl, Pflersch 182: Sanierung des Gebäudes „Bodenhof“, Bp.128, K.G. Pflersch. Andrea Kinzner, Florian Kinzner, Monika Seidner, Giggelberg 16: Neubau eines Gebäudes, 1. Variante, Gp.704, K.G. Brenner. Susanne Preyer, Pflersch: Errichtung eines Anbindestalles mit Stadel und landwirtschaftlicher Garage, Gp.273, K.G. Pflersch. Freienfeld: Michael Überegger, Stilfes: Neubau eines Stalles, Bp.72, KG Stilfes. Bezirksgemeinschaft Wipptal: Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kläranlage Wipptal, Gp.654, KG Trens. Irmgard Dolliana, Anton Überegger, Daniel Überegger, Mauls 38/B: Errichtung eines Wintergartens und eines Vordaches, Bp.217, KG Mauls. Reinhard Leitner, Egg: Erweiterung des bestehenden Gebäudes, Bp.416, Gp.1638, KG Stilfes. Markus Mair, Stilfes 47/C: Bauliche Umgestaltung und energetische Sanierung mit Erweiterung der Erstwohnung im Sinne des Beschlusses der L.R. Nr.1609 vom 15.06.2009, Bp.651, KG Stilfes. Pfitsch: Michael Seidner, Karl Seidner, Waltraud Sailer, Sterzing bzw. Flains 214/A: Umgestaltung und Erweiterung des bestehenden Wohnhauses aufgrund des Ges. zur energetischen Sanierung, Bp.456, mat. Ant. 1 und 3, K.G. Wiesen, Flains. Christian Leider, Rain 102: Errichtung einer integrierten Photovoltaikanlage mit innovativen Eigenschaften, Bp.148, 624, K.G. Pfitsch. Monika Maria Rainer Wieland, Rain 103: Errichtung einer integrierten Photovoltaikanlage mit innovativen Eigenschaften, 1. Variante, Bp.145, 623, K.G. Pfitsch. Johann Frei, Brigitta Staudacher, Wiesen, Thurnerweg 25: Variante zur energetischen Sanierung mit Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.586, mat. Ant. 2, K.G. Wiesen. Siegfried Frei, Albin Frei, Wiesen 131: Errichtung eines überdachten Fahr- und Motorradparkplatzes, Bp.22, K.G. Wiesen. Florian Rainer, „Berger“, Rain 99: Sanierungsprojekt zum Bau eines Waldweges, Gp.668/1, 668/2, K.G. Pfitsch, Überwasser. Angelika Aukenthaler, Wiesen, Hintere Gasse 143: Errichtung eines Wohnhauses, Gp.105/5, K.G. Wiesen. Ratschings: Wilma Wieser, Mareit, Oberdurach 11: Bau eines Pferde-

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stalles mit Gestaltung eines Auslaufplatzes sowie Errichtung einer landwirtschaftlichen Garage beim „Bachjörgler“ in Oberdurach, 1. Variante, Bp.62/1, Gp.654, 655, 657, K.G. Mareit. Andreas Augschöll, Nicole Steckholzer, Mareit, Runggen: Neubau eines Reihenhauses mit dazugehöriger Garage in der Wohnbauzone „C3“ Runggen in Mareit, Baulos GW04, Gp.1242/10, K.G. Mareit. Thomas Baier, Carolin Maria Hochrainer, Mareit, Runggen: Neubau eines Reihenhauses mit dazugehöriger Garage in der Wohnbauzone „C3“ Runggen in Mareit, Baulos GW04, Gp.1242/5, K.G. Mareit. Herbert Haller, Jaufental: Geplante Erdbewegungsarbeiten auf der Gp.1328/5, K.G. Jaufental. Johann Wieser, Nadia Wieser, Ridnaun, Gesille 3: Energetische Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses im Sinne des L.G. Nr. 1 vom 09.04.2009, 1. Variante, Bp.288, K.G. Ridnaun. Josef Girtler, Jaufental 9: Ausbau des Dachgeschosses am bestehenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude, 1. Variante, Bp.457, K.G. Jaufental. Werner Sparber, Jaufental, Obertal 4: Errichtung eines Hackschnitzellagers, Bp.170, Gp.1414, K.G. Jaufental. Albin Kuen, Ridnaun: Bau eines Kleinwasserkraftwerkes am Staudenberg-Bach, Gp.1131, 1594, 2113, K.G. Ridnaun. Berghotel Ratschings OHG d. Annelies Rainer, Innerratschings 43/A: Vergrößerung der Terrasse, Bp.369, K.G. Ratschings. Werner Ralser, Außerratschings, Schönau 2: Errichtung eines Flugdaches zur Unterstellung von landwirtschaftlichen Geräten, Gbp.142, K.G. Ratschings. Sporthotel Kalcherhof KG d. Bernhard Pircher & Co., Außerratschings, Kalch 4: Umbau des Schwimmbeckens beim Sporthotel „Kalcherhof“, Bp.344, Gp.536/2, K.G. Ratschings. Matthias Haller, Mareit, St. Johannes 17: Qualitative Erweiterung des Hotels „Haller“ in Mareit, 1. Variante, Bp.261, K.G. Mareit. Josef Kruselburger, Manuel Kruselburger, Ridnaun, Obere Gasse: Anbau eines Wohngebäudes mit dazugehöriger, unterirdischer Garage und Errichtung eines neuen Zuganges, Bp.522, K.G. Mareit, Bp.254, K.G. Ridnaun. Michael Larch, Mareit, Vögls 1: Wiederaufbau der abgebrannten Hofstelle „Braunheis“ in Mareit, Bp.104, K.G. Mareit. Josef Siller, Jaufental, St. Anton 37: Erweiterung des bestehenden Wohnhauses, Bp.282, Gp.965/5, K.G. Jaufental.

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Sterzing: Walter Wieser, Frakt. Tschöfs: Abbruch und Wiederaufbau des Stadels, Bp.264, K.G. Tschöfs. Klaus Thaler, Neustadt 45: Sanierung des Erdgeschosses, Bp.91/1, K.G. Sterzing. Annelies Siller, Löweneggstr. 1/E: Errichtung einer Pergola und Erweiterung der Terrasse, Bp.360, mat. Ant. 2, K.G. Thuins. Gemeinde Sterzing: Sanierung und Verbesserung der Gemeindestraße Tschöfs – Matzes – Flans zwischen km 0,000 und 0,210 und Bau eines Gehsteiges längs der Brennerstaatsstraße SS 12. Gemeinde Sterzing: Sanierung des Erdgeschosses, Bp.142/1, K.G. Sterzing, Altstadt. Gemeinde Sterzing: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Fahrradüberdachung bei der Grundschule Dr. Josef Rampold, Hans-MultscherPlatz, Bp.1030, K.G. Sterzing. Neue Rosskopf GmbH, Brennerst.12: Errichtung einer Photovoltaikanlage am Roßkopf, Bp.209, K.G. Tschöfs. Gemeinde Sterzing: Errichtung eines Fußgängerüberganges bei km 508,480 der SS12 Brennerstraße in Sterzing, Gp.486/1, 479/2, 312/5, 498/1, 481/1, 478/1, 479/2, 486/1, K.G. Sterzing. Gemeinde Sterzing: Sanierung Gemeindestraßen 2011 – Gänsbacherstraße und Pfarranger, Gp.240/8, 477, K.G. Sterzing. Walter Mair, Frakt. Thuins 28: Sanierung und Ausbau (energetische Sanierung mit Erweiterung ES-BLR 1609/09), Bp.30, K.G. Thuins. Martin Stampfer, Frakt. Thuins: Verlegung des Heustadels von der Gp.148/2 auf die Gp.120/1, K.G. Thuins. Maria Luciana Giaquinto, Bahnhofstr.20: Errichtung eines externen Edelstahlkamines für den mat. Ant. 1, Bp.283, K.G. Sterzing. Robert Hofer, Marconistr.21: Errichtung eines Parkplatzes, Gp.256/7, K.G. Sterzing. Carmelo Gorgone, Bahnhofstr.18: Errichtung von zwei Dachfenstern, mat. Ant. 2, Bp.283, K.G. Sterzing. Hanaa Ali, Kitzbühlerstr.7/C: Bauliche Umgestaltung für die Errichtung eines Wintergartens, mat. Ant. 1, 44, Bp.753, K.G. Sterzing. Klaus Complojer, Frakt. Thuins 64/C: Bauliche Umgestaltung für die Errichtung eines Wintergartens, mat. Ant. 5, Bp.200, K.G. Thuins. Leonhard Senn, Neustadt 37: Sanierung des Gebäudes (Einbau eines Personenaufzuges und Errichtung eines Wintergartens), Bp.84, K.G. Sterzing.

Gemeinde Freienfeld

Comune di Campo di Trens

K UND M A C HUNG

A VVI S O

DER BÜRGERMEISTER

IL SINDACO

gibt im Sinne des Art. 33 der Gemeindesatzung bekannt, dass die folgenden Bürgerversammlungen am

rende noto, che ai sensi dell’art. 33 dello Statuto del Comune avranno luogo le seguenti assemblee cittadine

Dienstag, 5. Juni um 20.00 Uhr im Haus der Dorfgemeinschaft von Mauls

martedì, 5 giugno alle ore 20.00 nella Casa della comunità di Mules

Mittwoch, 6. Juni um 20.00 Uhr im Vereinshaus von Stilfes

mercoledì, 6 giugno alle ore 20.00 nella Casa della cultura di Stilves

Donnerstag, 7. Juni um 20.00 Uhr im Kulturhaus von Trens stattfinden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen.

giovedì, 7 giugno alle ore 20.00 nella Casa della cultura di Trens Tutti i cittadini sono invitati a partecipare.

Funde und Verluste siehe www.fundinfo.it

DER BÜRGERMEISTER/ IL SINDACO - Dr. Armin Holzer 79


rรคtsel

Auflรถsung in der nรคchsten Nummer 1

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www.graphic-kraus.eu

Lรถsungswort

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 NEUER AUSSTELLUNGSRAUM

*HQDXPHLQ6WLO I-39049 Wiesen-Pfitsch

erker juni 12

PfitscherstraรŸe 53E

Tel. +39 0472 765 373 info@holzwerkstatt.it www.holzwerkstatt.it

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sonn- & feiertagsdienste Apotheken 02.06. – 08.06: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024 09.06. – 15.06.: Apotheke Paracelsus Tel. 764940 16.06. – 22.06.: Stadtapotheke Tel. 765397 23.06. – 29.06: Apotheke Wiesen Tel. 760353 30.06. – 06.07: Apotheke Gilfenklamm 03.06.: Hilfsdienst Apotheke Paracelsus, 9.30 – 12.00 Uhr Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Arzneimittelausgabestelle Gossensaß: Tel. 632364. Praktische Ärzte 01.06.: Dr. Konrad Wieser Tel. 764771, 335 299342 02.06.: Dr. Pietro Stefani Tel. 760628, 349 1624493 03.06.: Dr. Alberto Bandierini Tel. 764144, 388 7619666 09.06.: Dr. Stefan Gögele Tel. 756786, 335 6072480 10.06.: Dr. Franz Keim Tel. 764577, 335 6951031 16.06.: Dr. Esther Niederwieser Tel. 756786, 335 6072480 17.06.: Dr. Wilhelm Seppi Tel. 764656 23.06.: Dr. Eugen Sleiter Tel. 320 7780947 24.06.: Dr. Pietro Stefani 30.06.: Dr. Wilhelm Seppi 01.07.: Dr. Alberto Bandierini Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des darauf folgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden. Der kinderärztliche Betreuungsdienst im Vorsorgedienst, Romstraße 7, in Brixen bleibt bis Oktober geschlossen. Tierärzte 02.06.: Dr. Stefan Niederfriniger 03.06.: Dr. Heinrich Forer 09./10.06.: Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) 16./17.06.: Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Bruno Prota) 23./24.06.: Dr. Heinrich Forer (Dr. Bruno Prota) 30.06./01.07.: Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone. Dr. Heinrich Forer, Tel. 764636, 347 7514146 Dr. Bruno Prota, Tel. 647454, 329 2179979 Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 3888 766666 Kleintier-Notfalldienst: Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994 Sterzing, Frundsbergstraße 13, Tel. 766666, 388 8766666, 328 0514167

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Konzerte 2. Juni: MGV-Frühjahrskonzert, Stadttheater, 20.30 Uhr. 7. Juni: Abschlusskonzert der Musikschule Sterzing, Stadttheater. 10. Juni: „Wurlitzer – Sie wünschen, wir spielen“, Konzert der Jugendkapelle Mareit, Mareit, Vereinshaus, 19.00 Uhr. 15. Juni: Abschlusskonzert der Teilnehmer des Lehrganges in Blasorchesterleistung, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 21.00 Uhr. 16. Juni: Open-Air-Konzert der Schürzenjäger; Vorgruppe „Stodlgäng“, Pflersch, Ladurns, 18.00 Uhr. 30. Juni: Factory Jazz mit dem Nino Josele Quartet, Unterackern, Prinothhalle, 20.30 Uhr. 19. Juli: Konzert der Kultband „The Bosshoss“ bei 11. Biker Days, Sterzing. Theater, Ausstellungen 1., 2., 3., 5., 7., 9., 10., 12. und 14. Juni: „Die sieben Todsünden“, Gemeinschaftsproduktion der Ratschinger Bühnen, Tötschhaus Ridnaun, 20.00 Uhr. 6., 7. und 10. Juni: „Der Cäsar und die Beautyfarm“, Theater, Gossensaß, Kartenreservierung: Bäckerei Mayr, Tel. 633011. Ab 9. Juni: I. International ART STAGE Schneeberg, Kunstausstellung, Ridnaun, BergbauWelt. 15. Juni bis 30. September: „Panorama4“, Ausstellung, Franzensfeste, Festung. Bis Ende Juni: Ausstellung von Peter Kaser, Sterzing, Vinzenz zum feinen Wein. 30. Juni: „Kultur am Berg“, Fotoausstellung bis Ende Oktober von Willi Trenkwalder, Hühnerspielhütte, 10.00 – 18.00 Uhr. Bis 31. Oktober: „Die Geschichte der Franzensfeste“, Dauerausstellung, Franzensfeste, Festung, 11.00 – 17.00 Uhr (im August bis 18.00 Uhr). Unterhaltung 1. – 3. Juni: Jubiläumsfest der

Musikkapelle Telfes, Festplatz Untertelfes. 10. Juni: 60 Jahre Musikkapelle Pflersch, Musikfest, Pflersch, Vereinshaus. 17. Juni: Sänger- und Familienfest, Ridnaun, Riederer Wald, ab 9.30 Uhr. 23. und 24. Juni: Jaufentaler Kirchtag. 1. Juli: Pfitscher Kirchtag, St. Jakob, Festplatz. 7. Juli: Kochduell der Vereine beim Dämmerschoppen der Freiwilligen Feuerwehr Gossensaß; Anmeldung bis 15. Juni, Hotel Schuster. Vorträge, Führungen 5. Juni: Informationsabend zur Bezirksbiogasanlage, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 20.00 Uhr. 16. Juni: Kleine Reise durch die Welt der Kräuter, Wiesen, Steirerhof, 10.00 – 17.00 Uhr. Bis Ende September: Führungen durch die Festung (Juni, jeden So., Juli und September, jeden So. und jeden Mi., August, täglich, außer montags), Franzensfeste, 15.30 Uhr; Veranstalter: Verein Oppidum Sport 7. Juni: Seniorenwanderung vom Villnöß- ins Gadertal, AVS Sterzing 9. Juni: 25-Jahr-Feier des CF Sterzing: Kleinfeld-Turnier für Amateure, 9.00 Uhr; All Stars CF Sterzing, 17.00 Uhr; Preisverteilung, 20.00 Uhr, Sterzing, Sportzone. 16. Juni: Sporthundeturnier, Freienfeld, alter Sportplatz; 17. Juni: Preisverteilung, 17.00 Uhr. 20. Juni: Bergtour am Walchensee, AVS Sterzing 24. Juni: 10. Hochfeiler-Trophäe, 10.30 Uhr, oberhalb der Hochfeilerhütte; Anmeldung bis 23. Juni, Tel. 333 6742777, 328 4845427 Verschiedenes 4. Juni: Treffen der Plattform für Alleinerziehende, ElKi Sterzing, 20.00

Uhr. Anmeldung: Tel. 768067 oder bei Ulli Willi, Tel. 335 8435972. 16. Juni: 100-jähriges Jubiläum der Steyler Missionsschwestern, Sterzing, Mittelschule, 13.30 Uhr. Kurse 18. Juni, 2. und 16. Juli: Die Schwimmschule der Pol. AVI Sterzing organisiert im Sommer Intensivschwimmkurse für Kinder. Infos und Einschreibungen unter Tel. 338 6002385. 18 giugno, 2 e 16 luglio: La Scuola Nuoto della Pol. AVI Vipiteno organizza corsi di nuoto estivi intensivi per bambini. Iscrizioni ed informazioni tel. 338 6002385. Sprechstunden Sprachencafè: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, ConTakt Sterzing, 9.00 – 11.00 Uhr. Montag und Donnerstag: Arbeitsamt Sterzing, 8.30 – 12.00 Uhr und 14.00 –16.30 Uhr. Jeden Montag: Beratung der Verbraucherzentrale, Neustadt 21, 9.30 – 12.30 Uhr. Jeden 1. Montag im Monat, 9.00 – 11.00 Uhr, jeden 3. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sprechstunden der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Anlaufstelle für Frauen in Ge-

SVP- Sprechstunden Bezirksobmann Christian Egartner

Montag, 04.06.2012, von 11.00 bis 12.00 Uhr Montag, 11.06.2012, von 11.00 bis 12.00 Uhr Montag, 18.06.2012, von 11.00 bis 12.00 Uhr Montag, 25.06.2012, von 11.00 bis 12.00 Uhr Landesrat Florian Mussner

Donnerstag, 21.06.2012, von 8.00 bis 9.00 Uhr Die Sprechstunden finden in der SVP-Bezirkskanzlei in Sterzing, Neustadt 24, Kolpinghaus, 2. Stock, statt. Tel. 765911.

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waltsituationen und deren Kinder: Beratungsangebot in Sterzing: jeden ersten Donnerstagvormittag nach Terminvereinbarung unter der kostenlosen Grünen Nummer 800601330. Jeden 1. und 3. Freitag im Monat, 16.00 – 17.00 Uhr, Zeitbank, Neustadt 21, Tel. 348 8227845. 18. Juni, 16. Juli und 20. August: kostenlose Energieberatung, Rathaus Wiesen, 15.00 – 17.30 Uhr. Vereine und Verbände KVW Sommercamps: 2. – 27. Juli: Sommer-ErlebnisSchule, 20 Treffen, jew. Mo. – Fr., 8.30 – 12.30 Uhr, Sterzing, KVWKursraum, Streunturngasse 5. 16. – 20. Juli sowie 20. – 24. August: Reiten - striegeln - Hufe kratzen, 5 Treffen, jew. Mo. – Fr., 8.00 – 12.30 Uhr, Reitanlage Wiesenhof. 16. – 20. Juli: Klettern mit Hanspeter, 5 Treffen, jew. Mo. – Fr., 13.30 – 17.00 Uhr, Sterzing und Umgebung. 6. – 10. August: Kreativwerkstatt, 5 Treffen, jew. Mo. – Fr., 9.00 – 12.00 Uhr, Sterzing, KVW-Kursraum, Streunturngasse 5. 27. – 31. August: ItalienischAuffrischung für Schüler, 5 Treffen, jew. Mo. – Fr., 9.00 – 12.00 Uhr, Sterzing, KVW Kursraum, Streunturngasse 5.

mein lieblingswitz Ein Gast bestellt jedes Mal drei Bier zugleich und trinkt sie. Der Wirt fragt nach dem Grund. „Eines trinke ich für den Freund in Amerika, eines für den in Japan und eines trinke ich.“ Am nächsten Tag bestellt er nur zwei Bier. Fragt ihn der Wirt, wieso. Darauf der Gast: „Heute trinke ich einmal kein Bier!“ Harti Dellago, Sterzing

Senden Sie uns Ihre Lieblingswitze. Wir verlosen am Ende des Jahres einen schönen Sachpreis. (info@dererker.it) erker juni 12

Infos und Anmeldung: KVW Bildung Bezirk Wipptal, Tel. 0472 765418, bildung.wipptal@kvw. org, www.kvw.org 2. Juni: Multikulturelles Fest, Sterzing, Maria Schutz, 14.00 Uhr; Veranstalter: KVW Frauen und Caritas Infopoint. 28. Juni: „Die grüne Apotheke am Wegesrand“, Vereinshaus Gasteig, 14.00 Uhr; Anmeldung: KVW Ortsgruppe Gasteig, Tel. 388 0438853 (Sonja Kotter). 29. Juli: Haussegnung in Gasteig für alle Haus- und Wohnungsbesitzer; Anmeldung bis Ende Juni bei Peppi Kotter, Tel. 779077, 380 7241984, oder bei Klara Wiest, Tel. 334 8717563, 333 8717563. Jugenddienst 2. Juni: Ministrantenfußballturnier, Sportzone Freienfeld, 10.00 Uhr. 16. Juni: Schoolout-Konzert „Here comes the sun“ mit Infancy, Depreciate The Liar, Blue City Window, Sterzing, Stadtplatz, 17.00 Uhr. Di – Fr: Jugendtreff Margarethenhaus geöffnet, 14.30 – 18.00 Uhr. Infos: Tel. 767890.

Ab 26. Juni: Sommerspielgruppe für Kinder ab 2 ½ Jahren, dienstags, 9.00 – 12.00 Uhr. Ab 29. Juni: Sommerspielgruppe für Kinder ab 2 ½ Jahren, freitags, 9.00 – 12.00 Uhr. 2. Juli: Stillgruppe „Stillen im Familienalltag“, 9.30 Uhr. 18. Juli: Jahresprojekt: Genießerstand bei der Laternenparty. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 9.30 – 11.30 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag: 15.00 – 17.00 Uhr. Weitere Infos: Tel. 768067; E-Mail: sterzing@elki.bz.it, www.elki.bz.it Tauschmarkt: dienstags und mittwochs 9.00 – 11.00 Uhr, dienstags und freitags 15.00 – 17.00 Uhr. Tel. 333 7866337. Der Tauschmarkt bleibt bis 20. Juni geöffnet. Bitte Ware abholen! VKE 24. Juni: Märchenwanderung.

Kolpingfamilie 3. Juni: Familienwallfahrt aller Kolpingfamilien ins Kaunertal/ Tirol; Abfahrt 7.15 Uhr Autobahneinfahrt Sterzing; Infos: Tel. 338 1039988 (Erika). Jeden Mittwoch: Seniorentreff, Kolpingstube, 14.30 Uhr. Nähere Infos: Tel. 756720. Märkte 5., 12., 19., 26. Juni: Sterzlmarkt, Stadtplatz Sterzing. 5. und 20. Juni: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 Uhr. 11. Juni: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing. 17. Juni: Flohmarkt, Sterzing. Jeden Samstag Privathausflohmarkt, Elzenbaum, ehem. Straßenwärterhaus an der Penserjochstraße, geöffnet von 9.00 – 16.00 Uhr; Infos außerhalb der Öffnungszeiten: Tel. 333 9369148. Bei Regenwetter entfällt der Flohmarkt.

ElKi 4. Juni: Stillgruppe „Sommerzeit, Ferienzeit, Stillzeit“, 9.30 Uhr. 4. Juni: Jahresprojekt: Grußkarten basteln, 15.00 Uhr. 7. Juni: Streichelnachmittag, Margarethenhaus, 15.00 Uhr.

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Ihr Profil: • Sie haben einen Oberschulabschluss • Sie beherrschen beide Landessprachen in Wort und Schrift • Sie sind freundlich, aufgeschlossen und haben Freude am Umgang mit Menschen • Sie sind durchsetzungsfähig und belastbar • Sie beherrschen die gängigen Office-Programme Bitte schicken Sie ihre Bewerbungsunterlagen an:

Marktgemeinde Brenner

DER BÜRGERMEISTER gibt bekannt, dass ein öffentlicher Wettbewerb nach Titeln mit mündlicher und praktischer Prüfung zur Besetzung einer Stelle als Spezialisierter Koch – qual. Koch/ qual. Reinigungspersonal – Vollzeit in der IV. Funktionsebene ausgeschrieben ist. Die Stelle ist Bewerbern der deutschen Sprachgruppe vorbehalten. Studientitel: Mittelschulabschluss, Zweisprachigkeitsnachweis „D“ Die entsprechenden Gesuche mit den Unterlagen müssen innerhalb 12.00 Uhr des 22.06.2012 bei dieser Gemeindeverwaltung eingereicht werden. Der vollständige Ausschreibungstext liegt im Personalamt der Gemeinde Brenner, Tel. 633591 auf, wo auch weitere Auskünfte eingeholt werden können.

Comune di Brennero

Il SINDACO rende noto che è stato indetto un pubblico concorso per titoli ed esame orale e pratico per la copertura di un posto di Cuoco speci. – cuoco qual./ addetto alle pulizie qual. – orario pieno nella IV. qualifica funzionale. Il posto è riservato a concorrenti del gruppo linguistico tedesco. Titolo di studio e requisiti: Licenza di scuola media, attestato di concoscenza delle due lingue “D” Le relative domande con i documenti dovranno essere presentate a questo Comune entro le ore 12.00 del 22.06.2012. Il testo completo del bando è visibile presso l’ufficio per personale del Comune, dove verranno date anche ulteriori informazione (tel. 633591).

Der Bürgermeister/ Il sindaco - Dr. Franz Kompatscher -

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(Juli – August). Tel. 334 7155653. Tourismusverein Sterzing sucht Hilfe für die Instandhaltung der Spazierwege in Stilfes und unmittelbarer Umgebung. Informationen beim Tourismusverein Sterzing, Stadtplatz 3, Tel. 765325, oder bei Hans Steinmann, Mauls, Tel. 335 8452230. Alphotel Tyrol**** in Ratschings sucht ab sofort Rezeptionistin, Gardemanger und Kochcommis. Tel. 348 9835342. Geeigneter zuverlässiger Hausmeister ab sofort für Stadttheater gesucht. Tel. 760400.

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Auflösung des Vormonats: Zugegeben: Das gesuchte Autowrack war etwas schwierig zu finden, doch zahlreiche gewiefte Pfiffikusse haben uns die Lösung eingesandt. In der neuen Wohnsiedlung oberhalb von Kematen im Pfitscher Hochtal steht bereits seit langer Zeit ein ausrangierter, arg zerbeulter VW auf der öffentlichen Zufahrtsstraße zum Hatzl-Hof. Dabei behindert das ramponierte Gefährt nicht nur die Auffahrt, sondern dient in seinem Innenraum auch als Mülldeponie. Der Alteisenhändler hätte seine Freude, der Naturfreund nicht. Mittlerweile ist das Wrack entfernt worden.

Pfiffikus sucht eine baufällige Ruine. Wer den genauen Standort kennt, schreibt eine frankierte Postkarte an den Erker, Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, ein Fax (760394) oder ein E-Mail (info@dererker.it). Einsendeschluss ist der 15. Juni. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen. 85


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Lei mehr giehn, mueß sich des bloache Biebl gidenkt hobm, wenn er ins ‘s leschte Munat seine gonzn Amtlan virgiworfn hot. Vielleicht, oder gor gewiß, hott er sich va lauter Sell und Energie und Konzession und Windradler und - woaß der Taifl nou wos olls - niemer ausgikennt. Und noar hott sich nou a sella Rischpolo an seine Fearschn ghängg! Na, mueß der ihn a sou tratzn? Ober Gsetz isch ebm Gsetz, sogn‘se. Und wie ihn seine Leit und Kollegn reasch in Regn schtiehn gilott hobm, isch wieder amol tippisch. Jo, jo, in der Noat learnt man olm die Freinde kennen, bsunders die folschn. Obr i denk, noch an longin Hinundher weard zilescht wieder amol nicht Gscheids außerkemmin. Und auskennin tuet sich souwiesou kuen Stietze. Na, wos red - oder schreib - i do va Zuigg, va den i eh nicht verschteah. Sischt kannt i sogn, verschteah i eppas van Wetter, bsunders wenn mier noar wieder amol ‘s Kreiz asou richtig ziecht. Ober wie‘s leschte Munat sich die Hitzn und die Kältn schier gegnseitig iberschlogn hobm, sein mier olle Leit souvl larmat und fetzilat virkemmin, dass i mier virgenummin hon, niemer a Schterbnswörtl iber Sunne, Wind und Regn zi verliern. Derrichtn wear i’s woll nit, weil tien tuet’s decht, wie’s will. Und vielleicht isch sell a guet asou. 86

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impressum

vor hundert jahren 01.06.1912 (Eine blutige Lie- 19.06.1912 (Eröffnung der Jaubesgeschichte). In Mittewald am fenstraße). Am 14. Juni in der Frühe Eisak hat sich am Pfingstsonntag begab sich eine große Gesellschaft eine Liebesaffäre mit blutigem von Meran in 8 Kutschen nach St. LeAusgange abgespielt. Die 17jähri- onhard in Passeier und von dort nach ge Rosa Giacomuzzi hatte mit dem Walten, wo sie um halb 1 Uhr mittags ledigen, 36 Jahre alten Josef Kofler anlangten und Mittagsstation hielein Liebesverhältnis. Der Vater des ten. Um 5 Uhr abends erreichten sie Mädchens war sehr dagegen und es soll in der Familie Giacomuzzi deshalb schon öfters zu kleinen Auftritten gekommen sein. Am 26. Mai nachmittags unternahm das Mädchen heimlich vor ihrem Vater unter Mitnahme eines vierjährigen Neffen einen Spaziergang mit ihrem Geliebten. Als der Vater, namens Martin Giacomuzzi, dies erfuhr, ging er seine Tochter suchen. Er fand dieselbe bei ihrem Geliebten auf einer Bank sitzend an. Giacomuzzi ging sofort auf seine Tochter los und wollte dieselbe züchtigen. Da Kof13.06.1912 (Brixener Chronik) ler dieselbe in Schutz nehmen wollte, geriet der Vater des das Jaufenhaus und kamen sodann Mädchens mit Kofler sofort ins um halb 8 Uhr nach Sterzing. Dort Handgemenge. Giacomuzzi zog gab es schon Platzmusik, nach deein scharfgeschliffenes Rebmes- ren Schluß sich das National-Sextett ser aus der Tasche und brachte von Meran produzierte. Am 15. in der dem Kofler vier große Wunden am Frühe entfaltete sich in ganz Sterzing Kopfe, Arm und Rücken bei. Bei reges Leben. Von 6 bis 7 Uhr verlieder Balgerei fiel das Rebmesser zu ßen schon 20 Kutschen die Stadt und Boden und in dem Momente, als strebten froh dem Jaufen zu. Um halb Kofler sich desselben bemächtigte, zog Giacomuzzi einen Revolver aus der Tasche und feuerte einen Schuß gegen die Brust des Kofler ab. Die Kugel blieb im Körper stecken und soll eine Verletzung der Lunge herJaufenpass beigeführt haben. Der Verletzte, welcher durch die 9 Uhr kamen von Meran über Bozen Schnittwunden großen Blutver- die Automobile in Sterzing an, von lust erlitt, schleppte sich noch bis denen eines diesen Weg in zwei Stunzur etwa 150 Schritte entfernten den zurückgelegt hatte. Zwischen 9 Haltestelle Mittewald, wo er be- und halb 10 Uhr fuhren sämtliche Auwußtlos zusammensank (…). Die tomobile (wohl 20 an der Zahl) von Tochter bat um Verzeihung; der Sterzing ab und erreichten in einer Vater begab sich in der Richtung halben Stunde das jenseitige Jaufengegen Franzensfeste, offenbar um haus, wo sich die Hauptfeier abspielsich der k. k. Gendarmerie zu stel- te (…). Schön war es. Nur zu schnell len und wurde von derselben auf verflog die Zeit. Dazu war das Wetter dieser Strecke aufgegriffen und schön hell, die Luft rein und frisch, dem k. k. Bezirksgerichte Sterzing was aber zur Folge hatte, daß manche eingeliefert. Der Verletzte wurde Gesichter ein brennendes Andenken am Pfingstmontag in die Klinik mit nach Hause nehmen mussten. nach Innsbruck gebracht. (Der Ti- (…) Noch seien ganz kurz einige roler) technische Details des Straßenbaues

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erwähnt. Aufgrund des Landesgesetzes vom Jahre 1897 begann man 1901 und 1902 mit den Trassierungsarbeiten und bald darauf auch mit dem Baue selbst. Zu den Kosten, die ursprünglich auf 1.108.000 Kronen veranschlagt waren, trugen der Staat 55 Prozent, das Land 35 und die Interessenten die restlichen 10 Prozent bei. Aber die außerordentlichen Schwierigkeiten, die sich beim Bau der Straße ergaben, erhöhten nicht nur die Baukosten um mehr als das Dreifache der anfangs veranschlagten Summe (sie betragen dreieinviertel Millionen Kronen), sondern verzögerten auch die Fertigstellung des Werkes. Der große relative Höhenunterschied, die schwierige Verpflegung und Unterbringung der Arbeiter, vor allem aber die ungünstigen Bauverhältnisse im Urgestein und die kurze Bauzeit von jährlich knapp drei Monaten in der Jochgegend, das waren Hindernisse, deren Ueberwindung viel Mühe und Sorge kosteten. Angeführt sei endlich, daß die Zahl der Straßenobjekte und Brücken 350 beträgt. (Tiroler Volksblatt) ••• 21.06.1912 (Sterzing, Eisaktal). Der Veitsmarkt war heuer außergewöhnlich stark besucht. Aufgetrieben wurden zirka 600 Rinder, 1800 Schafe, 400 Ziegen und Böcke und 250 Schweine. Die Preise sind im allgemeinen seit dem letzten Markt unverändert geblieben (…). Auf der Bahn verladen wurden 10 Waggon Rindvieh. Der Handel war im allgemeinen etwas flau, da nur wenige fremde Händler anwesend waren. Der Krämermarkt war stark besucht und zahlreiche auswärtige Händler, darunter wenigstens 14 sogenannte billige Jakobe anwesend. Alle diese Geschäftsleute dürften keine schlechten Geschäfte gemacht haben. (Tiroler Volksbote) ••• 21.06.1912 (Stange bei Sterzing). Anfangs Juni hat sich hier eine Sennereigenossenschaft gebildet. Vorstand ist Herr Pankraz Trenkwalder in Mareit, Stellvertreter Herr Josef Braunhofer in Stange, Ausschuß Herr Balthasar Plattner in Stange. (Tiroler Volksbote) Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

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Der _ erscheint monatlich in einer Auflage von 6.400 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St. Bürozeiten : Montag - Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr Dienstag und Freitag Nachmittag geschlossen Eigentümer und Herausgeber:

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Erker 06 2012