

Kuchen aus Brüssel Kuchen aus Brüssel

Liebe Leserin, lieber Leser,
was verbindet eine Schwarzwälder Kirschtorte mit Brüssel? Bürokratisch gesehen einiges. Laut offiziellem EU-Register ist sie eine „garantiert traditionelle Spezialität“. Wer den Kuchen unter dem registrierten Namen verkaufen will, muss ihn nach strengem Rezept backen – mit echtem Kirschwasser, Sauerkirschen und Sahne mit mindestens 30 Prozent Fett. Hochwertige Torten mit klaren Vorgaben. Im übertragenen Sinn geht es darum in unserer Titelgeschichte. Italiens nationaler Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) wird fast vollständig aus dem EU-Programm NextGenerationEU finanziert: eine fette Torte mit rund 191,5 Milliarden Euro Zuschüssen und vergünstigten Krediten, die Brüssel nach Rom und auch ins Wipptal schickt.
Brüssel serviert seinen EU-Mitgliedssaaten nicht nur finanzielle Köstlichkeiten, sondern auch restriktive Regeln – etwa in Sachen Migration. Die ersten Auswirkungen sind am Brenner bereits spürbar. Im Juni votiert die Schweiz darüber, ab 2050 nicht mehr als zehn Millionen Einwohner zuzulassen. Max Haller beleuchtet in seinem Gastkommentar damit verbundene Fragen in der Bevölkerungs- und Migrationspolitik.
Die Brennerlinie ist nicht nur für Migranten, Touristen, Pendler und LKW eine wichtige Route, sondern auch für Zugvögel. Vogelschützer wehren sich deshalb gegen Pläne für einen Windpark am Sandjoch. In Pfitsch dagegen engagieren sich Freiwillige für Kröten und Molche, damit sie den Weg zum Laichplatz überleben. Wie Tiere waren einst auch Soldaten im Zweiten Weltkrieg ihrem Schicksal ausgeliefert. Redakteurin Barbara Felizetti Sorg hat die Erlebnisse von Leutnant Leopold Staudacher aus Gospeneid anhand seiner berührenden wie erschütternden Aufzeichnungen rekonstruiert: Das Buch, herausgegeben vom Chronistenverein Sterzing, erzählt von seinem Einsatz an der Ostfront, der Gefangenschaft in Sibirien und der abenteuerlichen Flucht nach Hause. Ein ganz anderes Schicksal ereilte in den Kriegsjahren die Gilfenklamm. Durch die Schlucht führende Wege und Steige drohten zu verfallen. Karl-Heinz Sparber widmet sich der Entwicklung des naturgeschützten Denkmals, das heute Tausende Besucher anzieht. Internationale Aufmerksamkeit ziehen mit ihren Bestleistungen im Biathlon auch die Brüder Andreas und Patrick Braunhofer aus Ridnaun auf sich – neben weiteren Wipptaler Sportlern, die über Südtirols Grenzen hinaus Erfolge erzielt haben, auch dank zielgerichtetem Training und guten (ehemaligen) Trainern. Einen von ihnen porträtieren wir ebenfalls in dieser Ausgabe.
Italiens Fußball dagegen muss sich nach der dritten verpassten WM in Folge erstmal vom Schock erholen. Klaus Schuster, Präsident des Südtiroler Amateurfußballverbandes, nimmt das historische Tief der Nationalmannschaft genauer unter die Lupe. Die Landesregierung versucht währenddessen, mit Reformen eine Wohnkrise in Südtirol abzuwenden. Die neue Wohnbauförderung soll den Zugang erleichtern, den Mittelstand stärken und Verfahren vereinfachen. Wie das Land seinen hausgemachten Förderkuchen an seine Bürger verteilt, erfahren Sie im Extra „Bauen & Renovieren“.
Gute Lektüre!

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Politik
7 BBT: Zulauf abgelehntund jetzt?
12 Im Blickpunkt: Die 10-Millionen-Schweiz
2140 Brenner: Rückkehr der Geflüchteten
Wirtschaft
20 Grenzpendler: „Brauchen mehr Rechtssicherheit“
28 Titelgeschichte: Kuchen aus Brüssel
33 Sterzing: Rekordjahr für die HTI Unternehmensgruppe
Gesellschaft & Umwelt
39 Aktion: Krötenrettung in Pfitsch
44 Feuerwehr: Über 17.400 ehrenamtliche Stunden
48 Weißes Kreuz: Tobias Zössmayr neuer Sektionsleiter


Kultur
56 Festival: Color Days 2.0
60 Jubiläum:
30 Jahre Jagdmuseum
63 Sterzing: Neustart für das Stadttheater
Pagine italiane
70 Wipptal: Primo Consiglio
76 Ambiente: Invasione della processionaria
77 Eventi: Color Days
78 Euromediterranea: Premio Alexander Langer
Sport
80 Biathlon: Erfolgreiche Saison für Brüderpaar
90 Krise: Was ist mit dem italienischen Fußball los?
81 Sportkegeln: Die Meister sind gekürt

Extra
96 Bauen & Sanieren
Rubriken
3 Impressum
5 Leserbriefe
10 Aufgeblättert ...
50 Jugendseite Whats Upp?!
52 Kinderseite
73 Laut §
85 Sportpsychologie
118 Sportmedizin
120 Veranstaltungen
122 Leute
123 Gemeinden
123 Sumserin
124 Jahrestage
127 Aus der Seelsorgeeinheit
128 Unterhaltung
130 Kleinanzeiger
134 Vor 100 Jahren
Tourismus für uns alle?
Am Rosskopf zeigt sich, warum das Argument „Tourismus für alle“ hohl klingt. Immer wieder wird uns erzählt: Tourismus bringt Steuern und Jobs für uns alle. 2024 erreichte Südtirol mit 37,1 Millionen Übernachtungen (+2,6 %) und 8,7 Millionen Ankünften (+3,3 %) neue Rekorde – bei einer touristischen Intensität von rund 70 Übernachtungen pro Einwohner. Das ist europaweit absolute Spitze. Der direkte Beitrag liegt aber laut ASTAT bei nur rund 11,5 Prozent der Wirtschaftsleistung, viele Jobs sind saisonal und prekär. Die Kosten – überlastete Infrastruktur, steigende Mieten, explodierende Immobilienpreise, Verkehr und Landschaftsverbrauch – tragen jedoch alle Einheimischen mit ihren Steuern. Ein besonders dreistes Beispiel ist das Luxushotel mit 120 Zimmern am Rosskopf.
Seit rund 15 Jahren wird daran geplant. Die Gemeinde Sterzing hatte das Projekt zunächst abgelehnt. Nun ist das Hotel genehmigt und weitere Schritte sind im Gange – trotz „bestehenden“ Bettenstopps und sensibler Berglage. Warum um Gottes Willen braucht es ausgerechnet dort noch ein weiteres Hotel bzw. wer braucht überhaupt noch ein weiteres Hotel? Ist der Rosskopf mit Skigebiet, Seilbahn und bestehenden
Unterkünften wirklich unterentwickelt? Braucht einer der touristischsten Berge Südtirols tatsächlich noch einen „wichtigen Impuls für die touristische Entwicklung“? Oder geht es nur darum, dass ein paar Investoren ihre Rendite sichern wollen, während Wald
und alpine Flächen versiegelt werden?
Und warum gibt es bei solchen Projekten keine Volksbefragung? Stattdessen reichen ein paar Investoren und Lobbyisten ihre Standard-Argumente ein und wer dagegenspricht, wird oft persönlich angegriffen – derartige dünnhäutige mediale Reaktionen fallen leider in der Tourismusbranche schon länger auf. Diese auffallend aggressiven und oft persönlichen Reaktionen zeigen eines ganz deutlich: Die Tourismusbranche spürt, dass ein wachsender Teil der Südtiroler Bevölkerung nicht mehr bereit ist, alles für den Tourismus mitzumachen – und zunehmend skeptisch wird. Als Einheimischer zahle ich mit meinen Steuern die überlastete Infrastruktur, den Mehraufwand bei Müll, Abwasser und ÖPNV mit, während die Gewinne vor allem bei den Hoteliers landen. Die Kosten werden sozialisiert, die Profite privatisiert. Die Gewinne landen bei wenigen, die Rechnung zahlen wir alle. Tourismus ist wichtig, aber ungebremstes Wachstum zerstört genau das, was Südtirol ausmacht: Landschaft, Ruhe und Lebensqualität. Es braucht harte Grenzen, echte Kostendeckung durch die Gäste und einen echten Stopp solcher Betonprojekte. Sonst wird aus „für uns alle“ endgültig „gegen uns alle“. Zum Thema sei die Zukunftsdiskussion im Südtiroler Landtag „Südtirol im Dialog – Perspektiven von außen“ mit Markus Lanz sehr empfohlen (Mediathek Rai Südtirol).
Felix Rieder, Sterzing

Kalter Palmsonntag

Erker-Leser Martin Fassnauer aus Ridnaun hat uns dieses Foto einer Palmstange zugesandt, die im kalten Wind des Hochtales flattert.
Riesengroße Erleichterung
Ich war zu Tränen gerührt und musste kurz innehalten, als ich feststellte, dass sich die Eingangstür im Altersheim Schloss Moos alleine öffnete. Das ist sicherlich für ganz viele eine riesengroße Erleichterung, auch wenn es vielleicht niemand ausspricht. Ich möchte mich bei den
Zuständigen dafür ganz herzlich bedanken.
Wenn die Führungskräfte vom Altersheim und vom Denkmalamt die Gemütlichkeit in den 2. Stock hineinbringen, beim schönen großen Balkon im 2. Stock die Höhe angepasst wird und die Außenbereiche schön gestaltet werden, dann kann ich mit Sicherheit sagen: Schloss Moos ist eines der besten Altersheime überhaupt.
Annemarie Auckenthaler, Freienfeld
Gerümpel
Ich habe schon öfters darauf hingewiesen, dass die Sammelstelle „Kleiderkammer Konradsaal“ neben der Kapuzinerkirche in das Kondominium „Europa“ in der Bahnhofstraße verlegt worden ist, aber viele unserer unverbesserlichen Mitbürger sich nicht an die Regeln halten. Zurzeit liegen Säcke mit alten Kleidungsstücken sowie ComicBücher und Laternen bzw. Vasen herum und sind den Wetterkapriolen ausgesetzt. Wer, frage ich mich, ist nun zuständig, dieses Gerümpel zu entfernen? Als

unser geschätzter Don Giorgio noch in Sterzing war, hat er das alte Zeug entfernt. Deshalb bitte ich die Deutschhausstiftung: Bemüht euch bitte bzw. beauftragt jemanden, der sich darum kümmert, diesen Dreck zu entfernen!
Walter Mair, Sterzing
Fehlende Empathie in der Notaufnahme
Am 18. April verschlechterte sich der Zustand unseres 18 Monate alten Sohnes massiv: Ständiges Erbrechen machte ihm zu schaffen, dazu kam steigendes Fieber. Nach Rücksprache mit dem Krankenhaus Brixen entschieden wir uns
gegen 22.00 Uhr, die Notaufnahme in Sterzing aufzusuchen. Was wir dort erlebten, war erschütternd. Die diensthabende Krankenschwester reagierte sichtlich genervt und völlig ohne Feingefühl gegenüber einem offensichtlich kranken Kleinkind. Auch die Notärztin zeigte keinerlei Verständnis. Belehrend fragte sie, ob wir nicht imstande seien, ein Medikament in der Apotheke zu holen – die Nennung ihres Namens für eine Beschwerde verweigerte sie uns jedoch.
Wütend fuhren wir nach Brixen. Dort wurden wir zwar freundlich aufgenommen, doch die Kinderärztin reagierte harsch und betonte, sie wisse bereits, was in Sterzing vorgefallen sei. Immerhin wurde unser Sohn dort medizinisch korrekt versorgt, sodass es ihm bald besser ging. Wir haben mittlerweile beim Südtiroler Sanitätsbetrieb offiziell Beschwerde eingereicht. Ein solches Verhalten gegenüber besorgten Eltern und kranken Kindern ist in einer Notsituation absolut unangebracht. Wer Hilfe sucht, sollte nicht auf Arroganz und Ablehnung stoßen.
Sabrina Gschliesser, Sterzing
ERGEBNIS APRIL
Sollte Sterzing Alexander Langer posthum die Ehrenbürgerschaft verleihen?
DIE MAI - FRAGE
Verfolgen Sie die Fußball-WM??

FUGGERROPPE

SOS AMPHIBIENAKTION
In Pfitsch ba der Wehre hobnse an „Froschzaun” augschtellt. Die Frösche wortn iatz zu „Hunderte” hintern Zaun, bis regelmäßig jemand kimmp und ihmin über die Stroße hilft.
BBT-Zulauf abgelehntund jetzt?
Folgekosten in Milliardenhöhe

Der Brennerbasistunnel (BBT) steuert auf eine massive infrastrukturelle Krise zu, da die bayerische Staatsre gierung die von der Deutschen Bahn geplante Trasse für die Zulaufstrecke bis Kufstein offiziell ablehnt. Während sich die Fertigstellung des Tunnels ohnehin bis 2034 verzögern könnte, fordern CSU und Freie Wähler für den bayerischen Abschnitt nun zusätzliche Tunnelabschnitte und einen umfassenderen Landschaftsschutz. Diese neuen Forderungen führen dazu, dass die geplante Befassung im Deutschen Bundestag erneut verschoben wird, was eine Inbetriebnahme der Ausbaustrecke vor dem Jahr 2050 immer unwahrscheinlicher macht.
Politisch ist das Projekt durch den massiven Widerstand im Landkreis Rosenheim und den Druck der bayerischen Regierungsparteien ins Stocken geraten. Die Forderung nach einer weitgehend unterirdischen Streckenführung, insbesondere der Unterquerung des Inns, stellt die bisherige Finanzplanung von rund 15 Milliarden Euro infrage. Dass der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder die Entscheidung nun an den Verkehrsausschuss delegiert, wird von Beobachtern als Zeichen für ein politisches Scheitern der aktuellen Trassenpläne gewertet.
Für die Entlastung der Bevölkerung entlang der Transitrouten ist diese Entwicklung fatal, da der BBT ohne einen
funktionierenden Nordzulauf nicht voll ausgelastet werden kann. Kritiker -

projekt ohne Anschluss“, bei dem der modernste Tunnel Europas mangels Kapazitäten auf bayerischer Seite seine verkehrspolitische Wirkung verfehlt. Aus heutiger Sicht ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Brennerbasistunnel in Betrieb geht, ohne dass ein zeitnaher Ausbau der nördlichen Schieneninfrastruktur in Sicht ist.
Landeshauptmann Arno Kompatscher pocht indes darauf, dass Deutschland weiterhin zu seinem Wort steht und die Zulaufstrecke in Bayern wie geplant gebaut wird. „Es scheint hier wohl der Mut zu fehlen, das jetzt vorzunehmen – auch im Hinblick auf kommende Wahlen“, so Kompatscher.
Kritik kommt auch vom Unternehmerverband Südtirol. „Mit dem BBT entsteht eine bedeutende Infrastruktur, die Europa verbindet und im Sinne der Nachhaltigkeit die Verlagerung auf die Schiene begünstigt. Die Zulaufstrecken im Norden und im Süden spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie der BBT selbst“, so Präsident Alexander Rieper. Durch die Verzögerung in Bayern gehe man das Risiko ein, dass sich die Inbetriebnahme des BBT und die Ausnutzung der vollen Kapazität um Jahre verzögern. „Gerade im Sinne des Umweltschutzes dürfen wir aber keine Zeit mehr verlieren.“
Der Güter- und Personenverkehr über den Brenner belastet die Allgemeinheit weitaus stärker als bisher angenommen. Eine aktuelle Studie im Rahmen der EU-Alpenraumstrategie EUSALP belegt, dass der Straßentransport entlang der Brennerachse zwischen München und Verona jährliche Folgekosten von insgesamt 2,1 Milliarden Euro verursacht. Diese sogenannten externen Kosten entstehen vor allem durch klimaschädliche Emissionen, Luftverschmutzung, Lärmbelastung sowie enorme Ausgaben im Gesundheitssystem und für den Klimawandel. Im direkten Vergleich schneidet die Schiene deutlich besser ab, da sie lediglich für vier Prozent der gesamten externen Kosten verantwortlich ist, während der Straßenverkehr die restlichen 96 Prozent verursacht.
Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel sieht in diesen Zahlen einen massiven Wettbewerbsnachteil für die Eisenbahn. Da die Verursacher im Straßengüterverkehr diese Kosten derzeit kaum selbst tragen, schlagen sie sich nicht im Transportpreis nieder, was die Straße künstlich billig hält. Dies führt dazu, dass rund ein Drittel der Transit-LKW den Weg durch Tirol wählt, obwohl kürzere Alternativrouten zur Verfügung stünden. Der Brennerkorridor gilt damit neben der Strecke MarseilleGenua als der am stärksten belastete Abschnitt im gesamten Alpenraum.
Die Belastung durch den Schienenverkehr, die primär auf Lärm zurückzuführen ist, soll sich mit der Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels weiter reduzieren. Bis dahin bleibt die verkehrspolitische Lage jedoch angespannt. Während Tirol mit Maßnahmen wie dem Nachtfahrverbot oder der Blockabfertigung versucht, die Belastungen zu steuern, wird die rechtliche Zulässigkeit dieser Schritte derzeit auf europäischer Ebene geprüft. Die Klage Italiens gegen die Tiroler Beschränkungen wird derzeit vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt. Ein Urteil wird erst zum Jahreswechsel erwartet. bar
WIPPTAL-CHRONIK
APRIL 2026
Ridnaun
Am Zuckerhütl abgestürzt
Am 3. April stürzt ein Skitourengeher aus München, der mit einer sechsköpfigen Gruppe unterwegs ist, am Zuckerhütl (3.507 m) ab. Beim Abstieg rutscht der 32-Jährige ohne Fremdverschulden aus und stürzt rund 50 m über steiles und teilweise felsdurchsetztes Gelände ab, bis er im flacher werdenden Bereich zum Stillstand kommt. Er wird mit dem Notarzthubschrauber mit Knieverletzungen unbestimmten Grades in die Universitätsklinik nach Innsbruck geflogen.
Ratschings
Zwei Skifahrer verletzt
Am 7. April prallen im Skigebiet Ratschings-Jaufen zwei Skifahrer zusammen. Ein 13-Jähriger erleidet dabei ein Schädelhirn-Trauma und
Pfitsch
Lawinenunglück an der Grabspitze

Am 5. April wird an der Grabspitze in Pfitsch der 36-jähriger Cesare Zilio aus Bassano von einer großflächigen Lawine erfasst und verschüttet. Drei Tage später ist der Skitourengeher, der vor Ort reanimiert werden musste, im Krankenhaus in Bozen seinen schweren Verletzungen erlegen.

Sadobre LKW-Fahrer verstorben

Am 10. April öffnet die Feuerwehr gewaltsam eine Fahrerkabine eines geparkten LKW auf dem SadobreGelände. Der 46-Jährige Weißrusse, der in der Slowakei lebte, ist einem Herzversagen erlegen. Der Notarzt kann nur noch den Tod des Fahrers feststellen. Die Feuerwehr übergibt den Leichnam dem Bestattungsunternehmen.
Sterzing Gasflasche löst Großbrand aus

Am 12. April löst eine defekte Gasflasche eines Grills auf einer Dachterrasse in der Berggerichtsgasse in Sterzing einen Brand aus. Nachdem eine Scheibe geborsten ist, greift der Brand auch auf die Wohnung über. Die Wehrleute der FF Sterzing,
Wiesen und Thuins können unter schwerem Atemschutz die Brandausbreitung verhindern und den Brand unter Kontrolle bringen.
Wegen Gewalt in der Familie verhaftet
Ein 59-jähriger Mann aus dem Trentino wird am 12. April in Sterzing festgenommen und in Untersuchungshaft überstellt. Grundlage der Maßnahme ist ein Haftbefehl wegen schwerer Körperverletzung an seiner Ehefrau und seiner beiden Kinder.
Großangelegte Suche
Seit dem 21. März herrscht tiefe Besorgnis um den 47-jährigen Marco Marazzo aus Sterzing, der in den frühen Morgenstunden zuletzt gesehen wurde und seitdem als vermisst gilt. Da jegliches Lebenszeichen fehlt, haben die Einsatzkräfte in den nachfolgenden Tagen ihre Bemühungen stetig intensiviert. Inzwischen wurde die Suche erfolglos eingestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag am 25. März auf dem Eisack, wo die Bezirksbootsgruppe der Feuerwehr
Brixen den Flussverlauf mit Raftingbooten systematisch absuchte, was jedoch ohne Erfolg blieb.
Genau eine Woche nach seinem Verschwinden am 28. März erreichte die Suchaktion ihren vorläufigen Höhepunkt. Ein Großaufgebot von rund 150 Einsatzkräften durchkämmte ab den Morgenstunden das weitläufige Gebiet zwischen Gasteig, Unterackern, Rust und Elzenbaum. An dieser Aktion waren zahlreiche Organisationen beteiligt, darunter die Freiwilligen Feuer-

wehren von Sterzing, Thuins, Elzenbaum, Stilfes, Ratschings, Wiesen, Kematen und St. Jakob, die Bergrettungsdienste von Sterzing, Ridnaun/Ratschings und Gossensaß-Pflersch, das CNSAS sowie Hundeführer, die Wasserrettung Eisacktal und die Carabinieri. Unterstützt wurde der Einsatz zudem durch den Betreuungszug des Weißen Kreuzes Sterzing. Trotz des enormen personellen Aufwands musste die Suche im Gelände am 28. März vorerst eingestellt werden. Die Fami lie und die Behörden richten daher einen dringenden Appell an die Öffentlich keit, da jedes Detail für die Klärung des Falls ent scheidend sein könnte. Von besonde rem Interesse sind Sichtun gen, die am Tag des Ver schwindens nach 9.00 Uhr morgens ge macht wurden, sowie Hinweise auf ein schwarzes Fahrrad, das mit dem Vermissten in Verbin dung stehen könnte. Sachdienliche Informationen werden unter der allgemeinen Notrufnummer 112 entgegen genommen.

Sterzing
Auf
vor 30 Jahren im Erker

Neues Behindertenzentrum
Titelseite 05/1996
Der Bau der Bezirkskläranlage in Freienfeld mutiert zu einer Langzeitbaustelle. Endlich scheint sich für das größte Sorgenkind der Bezirksgemeinschaft Wipptal eine gütliche Einigung zwischen Baufirma und Bezirksgemeinschaft anzubahnen.

Nach zweijähriger Verzögerung wird im Frühjahr mit den Bauarbeiten für das neue Behindertenzentrum im ehemaligen Hotel „Fugger“ in Sterzing begonnen.
Massive Stimmeinbußen für SVP
Bei den Parlamentswahlen verliert die SVP im Wipptal über 6.400 Stimmen. Eva Klotz (Union für Südtirol) erhält bei den Kammerwahlen gleich viele Stimmen wie SVP-Kandidat Arno Crazzolara.

Hoch im Kurs
Sulla strada dei legionari
Il comune di Fortezza inizia un interessante progetto di ricupero della strada romana a Fortezza.
In Wiesen wird erstmals die Landesmeisterschaft im Mannschaftsspringen ausgetragen.

• Bald 100 Millionen Joghurtbecher
• Pfitscherjochhaus vor 30 Jahren gesprengt
• Rosskopf: kritische Finanzsituation
• Grünes Licht für Marmor-Mahlanlage

• Erste Energiewoche in Trens

Exodus ins Ausland
Niedrige Lebenshaltungskosten, attraktive Karrierechancen oder persönliche Gründe wie die Liebe bewegen immer mehr Südtiroler dazu, ihre Heimat dauerhaft zu verlassen. Laut aktuellen Daten des Landesstatistikinstituts ASTAT erreichte dieser Trend im Jahr 2024 einen neuen Höchststand, als über 3.300 Personen neu in das Register der im Ausland ansässigen italienischen Staatsbürger (A.I.R.E.) eingetragen wurden. Damit leben mittlerweile 57.090 Südtiroler außerhalb Italiens, was etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Dynamik dieser
Entwicklung ist beachtlich, da die Zahl der registrierten Auslandsitaliener aus Südtirol seit 2014 um mehr als 50 Prozent angestiegen ist.
Besonders deutlich wird die Abwanderung bei einem Blick auf die verschiedenen Gemeinden des Landes. Im oberen Vinschgau verzeichnet Taufers im Münstertal mit 456,4 Eintragungen je 1.000 Einwohner den absoluten Spitzenwert, was bedeutet, dass dort fast jede zweite Person im Ausland gemeldet ist. Im Wipptal erreicht die Gemeinde Brenner mit 177,1 Eintragungen je 1.000 Einwohner den
Abwanderung im Wipptal

höchsten Wert, gefolgt von Franzensfeste (154,6), Sterzing (133,5), Freienfeld (131,7) und Pfitsch (116,3). Die niedrigste Abwanderungsquote weist die Gemeinde Ratschings (67,8) auf.
Die geografischen Ziele der Auswanderer liegen primär im europäischen Ausland, wobei der deutschsprachige Raum die größte Anziehungskraft ausübt. Während 39 Prozent der Südtiroler nach Österreich ziehen, entscheiden sich 23 Prozent für Deutschland und 17 Prozent für die Schweiz. Ein Blick auf die Altersstruktur verdeutlicht zudem den Verlust an Arbeitskräften und jungem Potential. Rund ein Drittel der Abwanderer gehört der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen an. Da zudem fast 20 Prozent Minderjährige und weitere 17 Prozent junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren sind, wird deutlich, dass vor allem junge Generationen und junge Familien ihren Lebensmittelpunkt zunehmend ins Ausland verlagern.
Mehr als die Hälfte der A.I.R.E.Eintragungen erfolgt aufgrund von Auswanderung (57,9 %).
Die Geburt stellt mit 30,1 Pro zent den zweithäufigsten Grund dar und verdeutlicht die Bedeu tung der familiären Entwicklun gen für die Zusammensetzung des Registers. Davon betroffen sind italienische Staatsbürger, die Kinder von mindestens ei nem im Register eingetragenen Elternteil sind und seit ihrer Ge burt im Ausland wohnen. Der Erwerb der Staatsbürgerschaft wird bei 2,3 Prozent der Ein tragungen als Grund angeführt. Die restlichen Gründe (9,7 %) sind vor allem administrativer Natur.
72,7 Prozent der eingetrage nen Personen leben in einem Mitgliedssaat der europäi schen Union. 20,4 Prozent sind in einem europäischen Staat außerhalb der EU ansässig, so dass insgesamt 93,1 Prozent in Europa leben. Weitere 4,5 Prozent leben in Amerika, 1,1 Prozent in Asien und jeweils 0,7 Prozent in Afrika und Ozeanien. bar

Die 10-Millionen-Schweiz
Anlass für einige Überlegungen zur Bevölkerungs- und Migrationspolitik
I Max Haller
In der Schweiz wird am 14. Juni 2026 eine Volksinitiative stattfinden, die erreichen will, dass das Land ab 2050 die Zahl von zehn Millionen Einwohnern nicht überschreiten darf (ausgenommen Zunahme durch Geburtenüberschuss). Dieses von den Initiatoren auch als „Zuwanderungsvorlage“ und „Nachhaltigkeitsinitiative“ bezeichnete Begehren scheint nur auf den ersten Blick absurd zu sein. Als Begründung werden angeführt der zunehmende „Dichtestress“ durch Überfüllung öffentlicher Räume und Verkehrsmittel (mit 220 Einwohnern pro Quadratkilometer gehört die Schweiz in Europa zu den Ländern mit einer hohen Bevölkerungsdichte), überschießende Bautätigkeit und Landverbrauch, hohe Kosten für Integration der Zuwanderer ins Bildungs- und Erwerbssystem, Verlust der schweizerischen Identität, Förderung weiterer Zuwanderung durch die Zuwanderung selbst. Diese Argumente gelten teils auch für Österreich und noch mehr für Südtirol. Auch Österreich wird in absehbarer Zeit zehn Millionen Einwohner erreichen; Südtirol ist seit 1960 um 41 Prozent gewachsen – mehr als Österreich und weit mehr als Italien – von 375.000 auf 531.000.
Die Gegner der Schweizer Initiative argumentieren, ohne Zuwanderung verschärfe sich der Arbeitskräftemangel, steige der Druck auf Löhne, würden Pflegekräfte und Gesundheitsberufe ebenso fehlen wie junge
Erwerbstätige, um die starke Zunahme der älteren Bevölkerung auszugleichen. Bundesrat und Parlament der Schweiz empfehlen die Ablehnung der Initiative. Aus zwei Gründen muss man allerdings den Gegnern der von der rechtskonservativen SVP eingebrachten Initiative recht geben. Eine solche bevölkerungspolitische Zielsetzung ist unangebracht, weil sie – wie alle radikalen Maßnahmen dieser Art – nicht mit menschlichen Grundrechten wie Freiheit und Freizügigkeit vereinbar ist und zu unvorhergesehenen Konsequenzen führen kann. Das erfolgreichste, aber auch abschreckendste Beispiel einer Bevölkerungspolitik ist China. In den 1960er Jahren betrug seine Einwohnerzahl knapp 544 Millionen, pro Frau kamen sechs bis sieben Kinder auf die Welt. Um dieses Entwicklungshemmnis auszuschalten, wurde 1979 die Ein-Kind-Politik eingeführt: Frauen durften nur mehr ein Kind bekommen, wurden ansonsten direkt und indirekt bestraft. In der Folge sank die Kinderzahl – bis 2020 auf 1,3 Kinder pro Frau. Ab 2016 wurde eine Lockerung durchgeführt, da die negativen Effekte offenkundig geworden waren: Zwangsabtreibungen, Ermordung weiblicher Babys, Entwicklung eines starken Männerüberschusses, hoher Leistungsdruck (Einzelkinder wurden als „kleine Kaiser“ erzogen). Vor allem aber stieg der Anteil der älteren Menschen massiv; Prognosen besagen, dass China von den heute 1,3 Milliarden Einwohnern bis 2100 auf 600 bis 800 Millionen
schrumpfen wird.
Trotz dieses Extremfalls ist Bevölkerungspolitik nicht illegitim. So werden durch Unterstützung der UNO im globalen Süden Maßnahmen wie Aufklärung von Frauen über Empfängnisverhütung und Rechte in Familie und Gesellschaft, Gesundheitsvorsorge für Schwangere und Mütter gefördert. Der Geburtenrückgang, der hier tatsächlich stattfindet, ist aber zum größten Teil auf die zunehmende Bildung von Frauen sowie steigenden Wohlstand zurückzuführen. In den wohlhabenden Ländern ist das Problem heute der Rückgang der Geburten. Die umfangreichen Maßnahmen dagegen blieben praktisch wirkungslos. Ernstzunehmende Theorien besagten sogar, dass die familien- und sozialstaatliche Politik – öffentliche Versorgung der Kinder vom Babyalter an, staatliche Absicherung Alleinerziehender, hohe Belastung von Löhnen durch Sozialabgaben, ausufernde Kosten der staatlichen Pensionszuschüsse trotz real sinkender Mindestpensionen – dazu führt, dass das Kinderkriegen und -aufziehen immer unattraktiver wird. Die von der konservativ-rechten schweizerischen Volkspartei (SVP) eingebrachte Volksinitiative zielt vor allem auf eine Beschränkung der Zuwanderung. Auch eine solche kann nicht grundsätzlich abgelehnt werden. Alle diesbezüglichen Regelungen und Maßnahmen müssen jedoch mit Menschenrechten vereinbar und sachlich begründet sein. Selbst Bürger eines EU-Landes, die sich in einem an-
deren Land dauerhaft niederlassen wollen, müssen nachweisen, dass sie für ihren Lebensunterhalt sorgen können.
Ein anderer Ansatzpunkt zur Regulierung von Zuwanderung ist die Bautätigkeit. Die von Mussolini beabsichtigte Italienisierung Südtirols wurde durch ein umfangreiches Wohnbauprogramm flankiert. Dass dieses auch in den 1950er Jahren munter weiterlief, war mit ein Grund für die Feuernacht im Juni 1961 und die darauffolgenden Attentate der „Bumser“. Deren lautere und weniger lautere Beweggründe wurden in einem informativen Buch von Helmut Feichter (geboren in Mühlen in Taufers) dargestellt („Hauptsache weg von Italien“, Wien 2024).
Heute stellt sich ein anderes Problem, nämlich das einer Verbauung von Orten und Landschaften durch kapitalkräftige Hoteliers und andere Unternehmer, aber auch findige aus- und inländische Private. In touristischen Hochburgen Südtirols sieht man nur mehr Bettenburgen, die von Kapitalgruppen betrieben und saisonalen Arbeitskräften in Gang gehalten werden. In den letzten zehn Jahren ist die für touristische Zwecke ausgewiesene Fläche in Südtirol um 67 Prozent gestiegen, während die für Wohnen vorgesehene sogar etwas gesunken ist (ff vom 19. Februar 2026). Dass dies Folgen für die Wohnungskosten der Einheimischen haben wird, liegt auf der Hand. Derzeit wird das 2022 erlassene Bettenstopp-Gesetz für die weitere Errichtung von Gästebetten in touristisch stark er-
schlossenen Gemeinden wieder in Frage gestellt. Das Wipptal ist davon nicht direkt betroffen. Erfolgreiche Aktionen zur Umgehung des Sinnes der Restriktionen für gewerblichen oder Zweitwohnungsbau gibt es aber auch hier. Die „Tageszeitung“ berichtete am 20. Februar 2026, eine „bekannte und geschätzte Persönlichkeit“ habe es geschafft, aus der Ruine eines ehemaligen Bahnwärterhäuschens in einem Wald in Pflersch eine Immobilienoperation durchzuführen, die unter dem Deckmantel der Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Bestimmungen ein „wahres Wunder“ an Umwidmungen von Flächen und Kubaturen vollführen und drei Luxus-Ferienwohnungen in St. Anton errichten konnte. Mir selber fällt bei jedem Besuch in meinem Elternhaus in Telferweg ein anderes Beispiel schmerzlich ins Auge. Direkt neben diesem alleinstehenden Bauerngehöft aus Wohnhaus und Stadel errichtete ein Unternehmer aus Bayern ein klotziges Ferienhaus, bestehend aus einer Garage für fünf Autos sowie zwei Stockwerken darüber mit ausladenden Terrassen. Mehr
als das halbe Jahr steht dieses Haus wahrscheinlich leer. In einer „Dolomiten-Spezial“ zum Thema „Bauen“ vom 8. November 2025 wurde es als Musterbeispiel für einen Bau präsentiert, der eine moderne Sprache spreche und sich harmonisch in das Landwirtschaftsgebiet einfüge. Die Bauherren wollten sich damit ein „zeitgemäßes, großzügiges Zuhause (!)“ schaffen. Die Stoßrichtung des von der konservativrechten SVP initiierten Volksbegehrens richtet sich natürlich vor allem gegen die Zuwanderung von außerhalb Europas. Faktum ist jedoch: Über 80 Prozent der Schweizer Zuwanderer kommen aus EU- oder EFTA-Staaten. Diese radikal zu begrenzen, ist nahezu unmöglich; sie würde die sehr starke Integration der Schweiz mit der EU in Frage stellen. Auch der heute nicht nur salonfähig, sondern praktisch wirkmächtig gewordene Slogan von der Notwendigkeit der Errichtung einer „Festung Europa“ ist höchst fragwürdig. Anstatt Europa nur von der stark wachsenden Bevölkerung etwa Afrikas abzuschotten, sollten Möglichkeiten und

Chancen für eine kontrollierte Zuwanderung und Integration ausgelotet werden. So könnte man Ausbildungen in Afrika selbst fördern und einem Teil der Absolventen, die zugleich auch eine europäische Sprache lernen müssten, die legale Zuwanderung nach Europa ermöglichen. Auch für Unternehmen böte Afrika vielfältige Investitionschancen. Solche Strategien wären von beiderseitigem Nutzen und würden nicht nur einen für die Entsendeländer negativen „brain drain“ befördern (so sollen heute mehr äthiopische Ärzte im Ausland arbeiten als in Äthiopien selber). Würde Europa weniger rigoros abgeschottet, würde auch der Anreiz reduziert, unter Lebensgefahr eine Flucht über das Mittelmeer anzutreten. Extreme Restriktion gegenüber Zuwanderung hat ihren Preis. Dies zeigt das Beispiel Japans, das heute ebenso wie China mit einer Überalterung der Bevölkerung kämpft und dessen Wirtschaft seit Jahren stagniert. Als Fazit kann man festhalten: Bevölkerungspolitische Maßnahmen sind nicht grundsätzlich
abzulehnen. Sie müssen aber klare Zielsetzungen beinhalten, sich auf konkrete Probleme konzentrieren, und sie dürfen den Grund- und Menschenrechten nicht widersprechen (wie es der Bau einer „Festung Europa“ tun würde). Für alle Maßnahmen gilt auch: Man darf ihre Wirkungen nicht überschätzen; weder Bevölkerungswachstum noch Migration lassen sich nach Belieben steuern.

geboren 1947 in Sterzing und aufgewachsen in Telfes, war Professor für Soziologie an der Universität Graz.

Rückkehr der Geflüchteten
EU-Länder schieben Asylsu chende ohne Bleiberecht konse quenter ab. Droht nun am Bren nerpass und in Südtirol eine Flüchtlingswelle?

Manochehr Moqimi vom Verein „Volontarius“ leitet die humani täre Anlaufstelle für Geflüchte te in der St. Valentinstraße am Brenner. Hier können Menschen, die vor Verfolgung, Gewalt und Armut in ihrer Heimat geflohen sind, essen, duschen und sich über das Asyl- und Aufenthalts recht informieren. „Wie das Meer – mal ruhig, mal aufgewühlt“, so beschreibt er seinen Arbeits alltag. Weil jeder Tag anders ist und man nie weiß, was einen erwartet. Caritas, „Volontarius“ und Sozialgenossenschaft „River Equipe“ führen den Hilfsdienst im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Wipptal. Je nach Jahreszeit und geopolitischer Lage suchen im Schnitt etwa zehn Menschen pro Tag die Anlaufstelle auf. Letzthin war die Zahl leicht rückläufig. Seit die EU strenger gegen abgelehnte Asylwerber vorgeht, steigt sie wieder an.
Asyl (wörtlich „sicherer Ort“)
steht Menschen zu, die vor Verfolgung oder großen Gefahren aus ihrem Heimatland fliehen müssen. Nach der Einreise in die EU können sie bei Behörden einen Antrag stellen, der registriert, geprüft, genehmigt (dauerhafter oder temporärer Schutzstatus) oder abgelehnt wird. Laut Dublin-Abkommen bearbeitet den Antrag das erste
Hilfe für Menschen auf der Flucht

EU-Land, das ein Asylsuchender betritt. Bei Ankünften über das Mittelmeer ist es meist Italien. Viele Flüchtende reisen jedoch über den Brenner nach Norden weiter, ohne Asyl zu beantragen. In vielen Fällen hoffen sie, ein anderes europäisches Land zu erreichen, wo Landsleute leben oder zu denen sie Verbindungen haben, oder ihr Migrationsvor-
Zehn bis 15 Personen suchen die humanitäre Anlaufstelle am Brenner täglich auf – Männer, Frauen sowie einzelne Familien, u. a. aus dem Iran, Afghanistan, Bangladesch, dem Irak, Pakistan, Indien, Marokko, Ägypten und Nigeria. Die meisten von ihnen ziehen oder zogen in Richtung Nordeuropa weiter. „Viele sind von der Reise erschöpft“, so Alessia Fellin, Bereichsleiterin für Migration und Asyl der Caritas Diözese Bozen-Brixen. „Manche haben zuvor in anderen europäischen Ländern gelebt und waren lange nicht mehr in ihrer Heimat. Sie suchen Sicherheit und Stabilität und haben Angst, zwangsweise in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt zu werden, wo die Lage nach wie vor kritisch und sehr schwierig ist. Bei Familien sorgen sich Eltern natürlich um die Sicherheit und die Zukunft ihrer Kinder.“ Wer den Hilfsdienst unterstützen möchte, kann Kleidung für Erwachsene spenden. Dies wird derzeit besonders benötigt. Die Stelle informiert Interessierte auch jederzeit über ihre Arbeit und das Thema Migration (Tel. 347 6626373, E-Mail info@hubbrenner.it).
haben sieht keinen Aufenthalt in Italien vor. Haben sie im ersten Ankunftsland Fingerabdrücke abgegeben und wurden diese in das „Eurodac-System“ eingegeben, können sie dorthin zurückgeschickt werden, auch wenn sie noch keinen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hatten. Bisher weigerte sich Italien häufig, Aufgegriffene wieder aufzunehmen und begründete dies u. a. mit fehlenden Aufnahmekapazitäten.
Wer nach Europa kommt, hofft auf einen positiven Asylbescheid, damit er hierbleiben, arbeiten und sich ein neues Leben aufbauen kann, da er in seinem Heimatland keine Zukunft für sich sieht. Doch die Aufnahmekriterien sind streng. Aktuell verlässt nur jeder fünfte Migrant, gegen den eine Rückkehrentscheidung vorliegt, die Europäische Union auch wirklich. Das soll sich nun ändern. Bereits 2024 hat das EU-Parlament eine strengere Asyl- und
Die humanitäre Anlaufstelle am Brenner ist täglich von 7.00 bis 23.00 Uhr geöffnet.
Migrationspolitik beschlossen, um Asylwerber ohne Bleiberecht schneller in ihre Heimatländer zurückzuführen, „echte“ Schutzbedürftige zu schützen und legale Migration (z. B. für Fachkräfte) zu ermöglichen, illegale Migration und Schlepperei zu verhindern und Mitgliedstaaten wie Italien, Griechenland und Spanien, die starkem Migrationsdruck ausgesetzt sind, zu entlasten. Bis Juni 2026 tritt die Reform vollständig in Kraft.
Ende März hat das EU-Parlament (darunter EVP und rechte Fraktionen) mehrheitlich die „Rückführungsverordnung“ gebilligt. Diese beinhaltet u. a., dass EUStaaten gegenseitig Rückkehr-
entscheidungen anerkennen und abgelehnte Asylbewerber etwa bei Fluchtgefahr oder fehlenden Dokumenten für eine Rückführung bis zu zwei Jahre in Abschiebehaft nehmen können. Darüber hinaus können abgelehnte Asylbewerber außerhalb der EU in Abschiebezentren („Return Hubs“) untergebracht werden, wobei „menschenwürdige Bedingungen“ versprochen werden. Dazu sind bilaterale Abkommen erforderlich. Für die Prüfung von „beschleunigten“ Anträgen sieht der neue EU-Pakt vor, Personen für die Dauer der Antragsprüfung (theoretisch bis zu vier Wochen) festzuhalten. Obwohl sich die entsprechenden Einrichtun-
gen auf europäischem Gebiet befinden, werden die Asylbewerber so behandelt, als wären sie formal nicht in den Staat eingereist. Ziel ist es, illegale Einwanderer abzuschrecken und Rückführungen effektiver zu gestalten, da sich die Personen bereits an einem Grenzort aufhalten. Die Rückführungsverordnung ist umstritten. Menschenrechtsorganisationen, Kirchen und das linke Lager im EU-Parlament etwa kritisieren u. a. die geplanten Abschiebezentren in Drittländern, wo EU-Gesetze nicht gelten, und werten die Maßnahmen als Frontalangriff auf alle Geflüchteten. Trotz Abkommen könnten Menschenrechte ver-
letzt und ganze Familien willkürlich inhaftiert werden, ohne einen gerechten Prozess zu erhalten. Die Bewegung „NoExcuses“ vergleicht das geplante Vorgehen mit radikalen Abschiebungen in Amerika, ohne Rücksicht auf die Würde der Menschen und bezeichnet es als „radikalen Schritt in der Asylpolitik“. Während Politik, Medien und Zivilgesellschaft intensiv über die Rückführungsverordnung debattieren, schicken erste EULänder, darunter Österreich und Deutschland, abgelehnte Asylwerber über den Brenner nach Italien zurück. In Südtirol hat sich deshalb aus Sorge vor einer bevorstehenden Flüchtlingswel-

„Italien
ist nicht vorbereitet“
Martin Alber, Bürgermeister der Gemeinde Brenner, über die aktuelle Lage am Grenzpass
Erker: Herr Alber, seit dem EU-Parlamentsbeschluss Ende März steht auch die Gemeinde Brenner vor neuen Herausforderungen.
Martin Alber: Nach Italien werden nicht mehr nur Grenzflüchtlinge zurückgeschickt, die bei illegalen Grenzübertritten aufgegriffen werden, sondern auch Flüchtlinge, die sich bereits in Deutschland und Österreich aufgehalten haben. Somit steigt auch die Zahl der Flüchtlinge, die am Brenner an kommen und sich an die humanitä re Anlaufstelle wenden.
Braucht es den Hilfsdienst unbe dingt?
Es ist wichtig, dass es ihn gibt. Den Menschen fehlt Essen, Beratung, Unterkunft – einfach alles. Eine extrem schwierige Situation. Was halten Sie von den EUsuchen, Migration und Asylpoli tik einheitlicher und strenger zu regeln?
94 Flüchtlingsfamilien mit Bleiberecht, die derzeit in Bozen untergebracht sind, sollen auf Südtirols Gemeinden aufgeteilt werden. Wie stehen Sie dazu?

Es gab schon öfter Ankündigungen, die aber nie umgesetzt wurden. Die neuen Maßnahmen wirken überstürzt, weil alle EU-Staaten gleichzeitig Flüchtlinge zurückschicken. Natürlich versuchen Menschen, über Italien – es hat die längste Küste – nach Europa zu gelangen, trotz des hohen Risikos, im Mittelmeer Schiffsbruch zu erleiden. Immer wieder kommt es zu tragischen Unglücken. Wie viele Flüchtlinge nach Italien zurückkehren werden, ist nicht vorhersehbar. Sicher ist: Die Italiener sind darauf nicht vorbereitet. Sind Sie mit Land oder Staat in Kontakt, um zu klären, wie die Grenzgemeinde reagieren soll?
Die Lage ist noch nicht so problematisch, dass ich Maßnahmen ergreifen müsste. In der humanitären Anlaufstelle können sich die Menschen nicht lange aufhalten, wir haben auch nicht den Platz dafür. Wichtig ist mir, dass sie funktioniert, und das tut sie.
Schauen Sie auch persönlich in der Anlaufstelle vorbei?
Ja, hin und wieder. Wenn es Unterstützung braucht, sind wir als Gemeinde da. Dass ich am Brenner kein Auffanglager errichten kann, steht außer Frage. Was mit den Menschen passiert, wenn sie nach Bozen und weiter nach Süden geschickt werden, weiß ich nicht. Aus den Medien erfahre ich nur, dass es Probleme gibt. Für mich ist wichtig, dass sie am Brenner aufgefangen werden und dass man ihnen beisteht.
Wir werden dies am 6. Mai auf einer Bürgermeisterkonferenz in der Bezirksgemeinschaft besprechen und über weitere Schritte diskutieren. Angeblich – ich kann es nicht bestätigen – hat Sterzing schon eine Räumlichkeit gefunden. Ist dem wirklich so, könnte diese Gemeinde bald eine Familie aufnehmen. Problematischer ist die Unterbringung in den anderen Wipptaler Gemeinden, einschließlich Brenner. Wir kämpfen bereits mit der aktuellen Situation und haben einige Härtefälle zu lösen, die sowohl Einheimische als auch Ausländer betreffen. Freien Wohnraum zu finden, ist derzeit unmöglich.
Am Brenner stehen viele Immobilien leer. Der Großteil davon ist nicht bewohnbar und müsste renoviert werden. Das Wohnbauinstitut besitzt mehrere Immobilien, tut aber herzlich wenig, um sie rasch zu renovieren. Da wir die Anlaufstelle mittragen, werden wir uns nicht um die Unterbringung der Flüchtlinge bemühen. Ich habe auch Verständnis für die anderen Gemeinden in unserem Bezirk –Wohnraum ist leider sehr teuer. Bevor wir billige Immobilien für Flüchtlinge suchen, müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir für Einheimische günstigen Wohnraum schaffen können. Dieses Problem besteht effektiv. Kürzlich wurde mir bei der Personalversammlung im Seniorenwohnheim mitgeteilt, dass Sozialdienst-Mitarbeiterinnen mit unterem Berufsbild und entsprechend niedrigem Einkommen keine Mietwohnung finden. Auch dies werden wir auf der Konferenz thematisieren. Wird die EU-Rückführungsverordnung halten?
Sie wirkt wie eine Hauruck-Aktion. Aus Angst vor rechten Wahlerfolgen werden Kurzschlussentscheidungen getroffen, die weder dem öffentlichen Interesse noch den südeuropäischen Staaten dienen. Ich bin überzeugt, dass Regierungen und Minister auf EU- und nationaler Ebene nach Lösungen suchen werden. Italien kann nämlich die Flüchtlinge, die zurückgeschickt werden, nicht alle aufnehmen und sie einem Asylverfahren unterziehen – das würde die italienische Organisation sprengen.
le eine Debatte über Zuständigkeiten entfacht. Forderungen werden laut, auf nationaler und EU-Ebene Lösungen für Südtirol zu finden. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat Rom um Hilfe gebeten, um Geflüchtete im gesamten Staatsgebiet zu verteilen, sollten die Zahlen wegen strengerer Kontrollen und des verschärften europäischen Asylrechts ab Mitte Juni ansteigen. Medienberichten zufolge wurden bis Mitte April sieben Familien, die keinen Flüchtlingsstatus erhalten haben, über den Brenner zurückgeschickt. Sie stammen u. a. aus Kurdistan und Afghanistan. Laut EU-Liste gelten künftig auch Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Kosovo, Marokko und Tunesien als „sichere“ Herkunftsländer. Für Anträge aus diesen Ländern gibt es strengere Prüfungen, beschleunigte Verfahren und höhere Abschiebequoten. Gemeinsam mit Regierungskommissariat und Quästur wird deren Situation zurzeit vom Einwanderungsamt in Bozen überprüft. Danach wird entschieden, welche Unterstützung sie erhalten und wo bzw. wie sie untergebracht werden.
Eine dringende Lösung sucht das Land auch für die rund 200 Flüchtlingsfamilien, die Bleiberecht haben und derzeit in Bozen unter prekären Bedingungen leben: Väter – viele haben Arbeit – leben auf der Straße oder in überbelegten Notunterkünften, Mütter und Kinder in ehemaligen Hotels, die für die Erstaufnahme und nicht für eine längerfristige Bleibe gedacht sind, ohne jegliche Unterstützung und/oder soziale Eingliederung. 94 Familien sollen demnächst in anderen Gemeinden in Südtirol untergebracht und dort in Arbeit, Schule und Gesellschaft integriert werden. Wie dieser Plan umgesetzt werden soll, ist noch nicht ganz klar und wird landesweit intensiv diskutiert. Bislang hat etwa ein Drittel der Gemeinden zugestimmt, Flüchtlingsfamilien aufzunehmen.
„Proteste
haben Südtirol verändert“
Nachgefragt bei David Röck aus Pflersch, Landwirt, Koordinator bei einer Sozialgenossenschaft, Gemeinderat der „Freien Liste Gemeinde Brenner” sowie Mitbegründer und Aktivist der Bewegung „NoExcuses“.
Erker: Herr Röck, wann hat NoExcuses das letzte Mal eine Demo abgehalten?
David Röck: Am 25. April, dem italienischen Staatsfeiertag zur
AfD zur europäischen Migrationspolitik abgestimmt hat. Das Reel wurde über 20.000-mal aufgerufen.
Die JG findet es „lächerlich“ und „heuchlerisch“ Anna Künig argumentiert, dass es keine aktive Zusammenarbeit zwischen der EVP und der AfD gebe und dass es nur bei der Abstimmung zu einer gemeinsamen Mehrheit gekommen sei. Das ist jedoch mehrfach widerlegt. Es gibt Beweise wie gemeinsame Treffen und WhatsApp-Gruppen, die eine aktive Zusammenarbeit auch schon bei der Ausarbeitung des Gesetzesvorschlags belegen.

fascism we rise.“ NoExcuses hat sich am Demonstrationszug beteiligt.
Welches war die bisher größte Demo?
Die Gegendemo in Bozen gegen die faschistische Deportationsdemo, NoExcuses hat sie mitorganisiert. Zusammen mit der ersten Friday-for-Future-Demo und der Pride zählt sie vermutlich zu den größten Demos in der Geschichte Bozens.
Auf Social-Media meldet sich NoExcuses immer wieder zu Wort
Letztens haben wir in einem Reel darauf aufmerksam gemacht, dass Herbert Dorfmann im EUParlament zusammen mit der
Die JG kritisiert auch Ihr Schweigen zu Süd-Tiroler Freiheit und JWA. Der Vergleich hinkt. JWA und Süd-Tiroler Freiheit sind populistische, lokale Oppositionsparteien und leben von Aufmerksamkeit. Sie ständig zu thematisieren, würde bedeuten, ihnen indirekt bei der Erreichung ihrer Ziele behilflich zu sein. Die SVP und mit ihr die EVP hingegen sind seit Jahrzehnten in Regierungsverantwortung. Eine weitreichende Abstimmung im EU-Parlament hat eine ganz andere Tragweite als diese ständigen populistischen Kampagnen der STF und von JWA in Südtirol. Warum blieb auch die Abstimmung zum EU-Mercosur-Freihandelsabkommen unkommentiert?
Die Grünen haben inhaltliche Kritik geübt. Es gab aber keine aktive Zusammenarbeit zwischen Grünen und den Rechten, um es zu blockieren. Das ist der große Unterschied zu diesem Fall. Es geht nicht darum, ob man aus un-
terschiedlichen Gründen zufällig für dasselbe stimmt, sondern darum, ob man aktiv etwas gemeinsam ausarbeitet und dann abgesprochen gemeinsam abstimmt. Inwieweit haben die bisherigen Protestaktionen Südtirol verändert?
Rückblickend glaube ich, dass die Proteste einiges am politischen Verständnis und die Demonstrationskultur der Südtiroler verändert haben. Ohne die Vorarbeit vergangener Demos wäre die Gegendemo am vergangenen 28. Februar in Bozen wohl nicht so stark besucht gewesen. NoExcuses! hat sich nach den Landtagswahlen 2023 formiert, um die SVP von einer Koalition mit ultrarechten Parteien abzuhalten. Wie sehen Sie das Bündnis heute?
Ich betrachte es genauso kritisch wie damals. Aussagen von VizeLandeshauptmann Marco Galateo sind nicht tragbar – etwa, dass sich jeder Demonstrierende einen Migranten nach Hause holen solle, dann sei das Problem gelöst. So etwas hat nichts mit seriöser Politik zu tun. Trotz eines öffentlichen Schlagabtauschs zwischen Philipp Achammer und Galateo gab es wie immer keine Konsequenzen. Das ist bei dieser SVP auch nicht zu erwarten. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sein Versprechen, bei Überschreitung der roten Linie die Reißleine zu ziehen, bislang nicht eingehalten – und wird es auch nicht tun. Er hat sich ja nicht einmal darauf eingelassen, auf unsere Anfrage hin diese rote Linie zu definieren.
Die „Wahrung demokratischer Grundrechte“ bleibt Ihr zentrales Anliegen? Klar. Die Italiener haben beim
Referendum zur Justizreform mit ihrem klaren Nein einen großartigen Erfolg erzielt. Sie haben den Angriff der Regierung auf die Unabhängigkeit der Justiz verteidigt, für die Regierung war das eine sehr empfindliche Niederlage. Durch unsere Aufmerksamkeitsarbeit auf unseren Social-Media-Kanälen haben wir hoffentlich dazu beigetragen, dass auch in Südtirol – wenn auch nur hauchdünn – das Nein gewinnen konnte.
Interview: rb
„So nicht!“
Ende März hat eine konservativ-rechte Mehrheit im EU - Parlament die sog. „Rückführungsverordnung“ genehmigt – ein Beschluss, den laut Junge Generation der SVP sicher auch die Mehrheit der EU - Bürger befürworte. Dass NoExcuses die SVP deswegen der Zusammenarbeit mit der AfD bezichtige, sei lächerlich, so die JG. Als Landtagsabgeordneter Jürgen Wirth Anderlan in einem Video Rechte von Kindergartenkindern verletzt, die Süd-Tiroler Freiheit auf Kosten von Flüchtlingsfamilien mit Aufenthaltsstatus aufgehetzt habe und das Mercosur-Abkommen auf Initiative der Grünen und mit Rechtsaußen-Zustimmung im EU - Parlament blockiert worden sei, habe NoExcuses geschwiegen. Jetzt, bei einer sinnvollen Maßnahme wie dieser Moralhelden zu spielen, sei Doppelmoral, so JG - Mitglied Max Prantl. EU - Parlamentarier Herbert Dorfmann steht hinter der Rückführungsverordnung. Die Bürger würden sich erwarten, dass die EU endlich Kante zeige. Illegale Migration müsse gestoppt, legale gefördert werden. Menschlichkeit sei dabei ein Grundprinzip. „Wir werden keine Polizeitruppen ausschicken wie die USA“, wird Dorfmann in der Wochenzeitschrift ff zitiert.
Beschlussanträge abgelehnt
Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Brenner brachte die „Freie Liste Gemeinde Brenner“ drei Beschlussanträge ein, die allesamt inhaltlich gewürdigt, von der Regierungsmehrheit (SVP) jedoch mit neun zu fünf Stimmen abgelehnt wurden.
Der erste Antrag betraf die Verlegung der Wertstoffsammelstelle im Dorfzentrum von Gossensaß. Die Freie Liste argumentierte, dass der derzeitige Standort aufgrund der Nähe zum Kindergarten, des erhöhten Verkehrsaufkommens und der Gefahren durch Glasscherben im Bereich von Spielplätzen nicht mehr zeitgemäß sei. Ziel des Antrags war es, die Sammelstelle an einen geeigneteren, zentrumsnahen Ort zu verlegen und die freiwerdende Fläche sinnvoll – etwa als Kurzzeitparkplatz oder Grünfläche – zu nutzen.
Bürgermeister Martin Alber und der zuständige Referent Peter Mair verwiesen jedoch darauf, dass bereits alternative Planungen bestehen, konkret die Errichtung von zwei anderen Sammelstellen. Eine Verlegung der bestehenden Struktur werde daher vorerst nicht weiterverfolgt.
Neue Serviceinfrastruktur
Der zweite Antrag sah die Projektierung einer neuen Serviceinfrastruktur im Bereich des Gemeindeparks in Gossensaß vor. Hintergrund ist, dass zentrale Einrichtungen wie Spielplatz, Festplatz, Eislaufplatz und Schwimmbad nahe beieinander liegen und stark genutzt würden. Die Freie Liste schlug vor, ein mo-

Wertstoffsammelstelle in Gossensaß: „Standort nicht mehr zeitgemäß“
dernes Gesamtkonzept zu entwickeln, das u. a. gastronomische Angebote für Parkbesucher und Nutzer der Freizeitanlagen vorsieht.
Seitens der Mehrheit wurde der Bedarf grundsätzlich anerkannt. „Allerdings ist derzeit nicht der richtige Zeitpunkt für eine Umsetzung“, so Bürgermeister Alber. Man müsse zunächst das Gemeindeentwicklungsprogramm, den internationalen Ideenwettbewerb sowie die geplante Tiefgarage im Dorfzentrum abwarten, weshalb die Mehrheit den Vorschlag ablehnte.
Autofreies Wochenende
Der dritte Antrag zielte auf die Organisation eines autofreien Wochenendes im Zentrum von Gossensaß ab. Vorgesehen war u. a. die Sperrung zentraler Straßen und Plätze sowie eine Kombination mit dem Wipptaler
Radtag, um die Sicherheit und Attraktivität der Veranstaltung zu erhöhen.
Auch in diesem Fall stellte die Mehrheit die grundsätzliche Idee nicht in Frage, verwies jedoch auf praktische Schwierigkeiten: Es sei derzeit unklar, ob sich Vereine oder Organisationen finden lassen, die ein entsprechendes Fest ausrichten könnten. Zudem halte man den vorgeschlagenen Termin nicht für geeignet und wolle zunächst selbst einen passenden Zeitpunkt definieren.
„Das stellt aus unserer Sicht kein Hindernis für eine grundsätzliche Zustimmung dar, da es sich primär um eine Frage der Umsetzung und nicht der Zielsetzung handelt“, so die Vertreter der „Freien Liste Gemeinde Brenner“.
Abgelehnt
Die Abstimmung fiel denn auch negativ aus. Die Mehrheit der
SVP-Vertreter sprach sich gegen die Beschlussanträge aus, die damit versenkt wurden.
bar
Kurz notiert
Die Aktualisierung des Stellenplans der Gemeinde wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Ein Dringlichkeitsbeschluss des Gemeindeausschusses zu einer Haushaltsänderung, mit der die Beauftragung dringender Ankäufe und Dienstleistungen ermöglicht wurde, wurde einstimmig gutgeheißen. Der Gefahrenzonenplan im Weiler Hinterstein in Pflersch (Gebäude 189 – 193) wurde nach einem Gutachten der Geologen Maria-Luise Gögl und Daniel Ungerank einstimmig aktualisiert bzw. neu abgegrenzt.
Brenner
Franzensfeste
Über zwei Millionen Euro für Investitionen
In Franzensfeste werden demnächst das Dach der Totenkapelle und die Friedhofsmauer saniert.

Der Gemeinderat von Franzensfeste hat Ende April die Abschlussrechnung für das Finanzjahr 2025 mit einem Verwaltungs überschuss von rund 1,23 Millionen Euro genehmigt.
Teile des Überschusses sowie Mehreinnahmen fließen in anstehende Investitionen wie die Erweiterung des Fernwärmenetzes in Sams (300.000 Euro), Enteignungen und Dienstbarkeiten (350.000 Euro), den Bau eines Wasserkraftwerks auf Trinkwasserleitungen (148.143 Euro), die Umgestaltung des Freiheitsplatzes in Mittewald (128.000 Euro) sowie neue Unterflurmüllbehälter (30.000 Euro). Weitere Mittel sind für ein neues Einsatzfahrzeug der FF Mittewald, Technikerbeauftragungen (260.000 Euro), Instandhaltung der Mauer und Dachsanierung der Totenkapelle im Friedhof von Franzensfeste (280.000 Euro), Enteignungen (74.000 Euro) sowie Arbeiten am Rathaus wie Photovoltaikanlage (32.000 Euro), Einrichtung (40.500 Euro) und Abwasserleitungen (32.500 Euro) vorgesehen.
Vertagt wurde die definitive Genehmigung des Gemeindeplanes zur akustischen Klassifizierung, um die Auswirkungen und Empfehlungen des Landesamtes für Luft und Lärm der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz eingehender zu prüfen: Wohngebiete entlang der Bahntrasse sollen ein-
heitlich Klasse 3, das östlich der Staatsstraße ordnet werden. Das Areal der ehemaligen Baustelle BBT-Eisackquerung soll aufgrund beendeter Arbeiten der Klasse 2 zugewiesen werden, Zonen kleiner Energieerzeugungsanlagen Klasse 2, um kleinflächige Aufteilungen in unterschiedlichen Zonen zu vermeiden. Bürgermeister Thomas Klapfer informierte abschließend über aktuelle Bauarbeiten. Die neue Brücke in Mittewald sowie das neue „Haus der Begegnung“ im ehemaligen ANASGebäude in Franzensfeste stehen kurz vor Fertigstellung. Im Flaggertal hat der Schutzwallbau begonnen, die Arbeiten sollen bis Herbst abgeschlossen ein.
Unsaubere Mülltrennung bleibt trotz Aufklärung und Sensibilisierung ein Problem. Beim „Eco Day“ – er wird jedes Jahr abgehalten –haben über 50 Freiwillige rund eine Tonne liegengebliebenen und wild abgelagerten Abfall gesammelt.
In Kürze
Franca Rossignoli ersetzt die zurückgetretene Gemeindereferentin Bettina Cipolletta in der Gemeindeleitstelle für Zivilschutz; Magdalena Wild ist Ersatzmitglied.
Der Dienst „Betreutes Wohnen plus“ für Senioren wird der Bezirksgemeinschaft Wipptal übertragen.
rb
Franzensfeste
Einbruchsserie besorgt Bewohner
In der Gemeinde Franzensfeste ist es letzthin zu einer Serie von Einbrüchen in Wohnhäuser gekommen. Ende März wurden vier Häuser in Mittewald gezielt aufgesucht und geplündert. Auffällig ist, dass sich die Taten zeitgleich mit einem vollständigen Ausfall der öffentlichen Straßenbeleuchtung im gesamten Ort ereigneten. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Blackout und den Einbrüchen besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Die Täter gingen offenbar gezielt und vorbereitet vor. In einem Einfamilienhaus nutzten sie die vorübergehende Abwesenheit der Bewohner aus. Zuvor betäubten sie den Wachhund und verschafften sich anschließend Zutritt zum Haus. Neben Bargeld – einer eher geringen Summe – entwendeten sie vor allem persönliche Gegenstände wie Uhren und Schmuckstücke. Zudem wurde die Wohnung vollständig durchwühlt.
Ein ähnliches Vorgehen wurde in zwei weiteren Häusern festgestellt. Besonders dreist war der Einbruch in eine Wohnung des sozialen Wohnbaus nahe der alten Brücke, die derzeit renoviert wird: Während sich die Familie im Wohnzimmer vor dem Fernseher aufhielt, drangen die Täter unbemerkt über das Schlafzimmer ein, schlossen die Tür von innen ab und durchsuchten die Räume. Erst beim Zubettgehen bemerkten die Bewohner den Einbruch, als sie die verschlossene Schlafzimmertür vorfanden.
Die Vorgehensweise lässt auf ein hohes Maß an Planung, Ortskenntnis und Skrupellosigkeit schließen. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit mögliche Zusammenhänge und fahnden nach den Tätern, die offenbar mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut waren. Mitte April wurden indes zwei Wohnhäuser in Grasstein ins Visier genommen. Das Diebesgut: eher von „moralischem“ als von materiellem Wert, genauso wie zuvor in Mittewald. bar

„Brauchen mehr Rechtssicherheit”
Pendler-Tagung in Sterzing
Im Februar organisierten die „Südtiroler in der Welt” und die Arbeiterkammer Tirol in Sterzing zum ersten Mal eine Tagung für alle, die regelmäßig zwischen Südtirol und Tirol pendeln. Bisher gab es ausschließlich Tagungen für Grenzgänger im oberen Vinschgau.
Grenzgänger ist, wer in Grenznähe wohnt, täglich über die Grenze pendelt, dort arbeitet und am selben Tag wieder heimkehrt. Grenzgänger bewegen sich nicht nur zwischen zwei Staaten, sondern auch zwischen zwei verschiedenen Rechts-, Steuer- und Sozialsystemen. Ein von Österreich und Italien vereinbartes Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) verhindert, dass Grenzgänger doppelt Einkommenssteuer bezahlen müssen. Die Steuerpflicht ist in der Regel dort zu entrichten, wo der Grenzgänger wohnt. Obwohl die rechtlichen,
steuerlichen und sozialen Rechte sowie Pflichten klar geregelt sind, führen sie immer wieder zu Unsicherheiten und Bürokratie, da sie komplex und oft schwer nachvollziehbar sind.
Dass die Praxis von der gesetzlichen Theorie abweicht, war bei der Tagung im Vigil-Raber-Saal in Sterzing u. a. anhand der Familienleistungen gut zu erkennen. So wird für Grenzpendler nach Südtirol u. a. beim „assegno unico“ ein Wohnsitz des Kindes in Italien verlangt, obwohl dies europarechtlich klar ausgeschlossen ist und ein Wohnsitz in jedem EU-Mitgliedstaat (also auch Österreich) möglich ist, um einen Anspruch zu erwerben. Dasselbe gilt für die Möglichkeit, die Sozialversicherungsbeiträge als Arbeitnehmer in Italien selbst abzuführen, wenn dort mehr als 25 Prozent der Tätigkeit ausgeübt wird, was europarechtlich ausdrücklich möglich
ist, das Nationale Fürsorgeinstitut INPS in Italien laut Auskunft des anwesenden Steuerberaters aber nicht zulässt. Auf den „Bonus Mamma” haben aktuell ausschließlich Mütter mit einem Arbeitsverhältnis in Südtirol Anrecht, nicht aber Mütter aus Südtirol, die in Österreich arbeiten. Widersprüchliche Auslegungen gibt es auch bei der Rückforderung der österreichischen Lohnsteuer, bei der Krankenversicherung, bei unterschiedlichen Arbeitsverträgen und der Definition von Grenznähe. Weder das Doppelbesteuerungsabkommen noch Durchführungsregelungen oder Anleitungen der Steuerverwaltungen definieren eindeutig, wie viele Kilometer zwischen Wohnsitz und Arbeitsort liegen müssen, um von Grenznähe zu sprechen. Für Fachleute sind es Gebiete, die es unter modernen Verkehrsverhältnissen in einer vertretbaren Wegzeit
(maximal eine Stunde) erlauben, den Arbeitsort täglich von der Wohnung aus anzufahren. Grenzpendler ist, wer täglich ins Ausland pendelt. Wer jedoch teilweise im Homeoffice arbeitet, gilt steuerrechtlich nicht mehr als solcher und verliert damit den Anspruch auf einen Freibetrag von 10.000 Euro pro Jahr für die Einkommenssteuer. In der Diskussion formulierten Referenten und Grenzpendler einen klaren Wunsch: mehr Transparenz, weniger bürokratische Hürden und eine bessere Abstimmung zwischen den Behörden beider Staaten. „Grenzpendler dürfen nicht zu Verwaltungsfällen zwischen zwei Systemen werden, sondern brauchen Rechtssicherheit und planbare Rahmenbedingungen.“

„Lasst euch gut beraten”
Nachgefragt bei Rosemarie Mayer, ehemalige Leiterin der „Südtiroler in der Welt“ und aktuell Beraterin für Grenzpendler sowie Südtiroler in der Welt
Erker: Frau Mayer, welche Fragen stellen Ihnen Grenzpendler am häufigsten?

Rosemarie Mayer: „Homeoffice hat Konsequenzen“
Rosemarie Mayer: Seit einigen Jahren arbeiten immer mehr Grenzpendler im Homeoffice. Gleichzeitig häufen sich Fälle, in denen sie in zwei Staaten tätig sind. Das hat steuerliche, vor allem aber sozialversicherungstechnischen Konsequenzen, die genau geprüft werden müssen. Innerhalb der EU ist es in der Regel nicht vorgesehen, gleichzeitig in zwei Staaten eine Sozialversicherung einzuzahlen. Ein weiterer Knackpunkt ist die Krankenversicherung. Worauf sollten Grenzpendler achten? Bei einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit im Ausland muss die Krankenversicherung dort abgeschlossen werden. Wer in Österreich krankenversichert ist, muss dies in Südtirol beim zuständigen Gesundheitssprengel melden. Die italienische Position wird dann stillgelegt – es sei denn, man beantragt im Ausland über das Formular S1 die Verlegung des Versicherungsschutzes in den Wohnsitzstaat.
Was raten Sie angehenden Grenzpendlern? Beantragen Sie vor der Aufnahme einer Tätigkeit bei der Agentur der Einnahmen eine Bestätigung des steuerlichen Wohnsitzes in Italien und reichen diese beim österreichischen Arbeitgeber ein. So sind Sie in der Regel von der österreichischen Lohnsteuer befreit und nur in Italien steuerpflichtig. In Einzelfällen kann bei Problemen über das Grenzpendlerbüro die österreichische Lohnsteuer zurückgefordert werden. Ich lege allen ans Herz, sich vor dem Schritt ins Ausland gut beraten zu lassen. Südtiroler können sich gerne an „Südtiroler in der Welt“ wenden, Österreicher an die Arbeiterkammer in Innsbruck.
Umfrage
Leben in einem Land, arbeiten in einem anderen. Knapp 800 Südtiroler pendeln zur Arbeit nach Tirol, rund 200 Tiroler von Österreich nach Italien. Warum entscheiden sich Wipptaler dafür, Grenzpendler zu werden? Und wie ist er überhaupt, der Berufsalltag zwischen zwei Ländern? Ein Stimmungsbild.
„Vorteile überwiegen“

Nach ihrer Ausbildung in Südtirol wollte Stefanie Kofler aus Wiesen in einer größeren Struktur als im Krankenhaus Brixen oder Sterzing Erfahrung sammeln. Da Innsbruck schneller erreichbar ist als Bozen, bewarb sie sich an der Universitätsklinik und arbeitet dort seit 2011 als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. „Arbeiten in Innsbruck hat mehrere Vorteile“, sagt Kofler. „Die Bezahlung ist besser, die Anonymität der Patienten ist angenehm, ich habe die Chance, komplexe Fälle zu betreuen, und gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Dank Teilzeit (50 %) und Zwölf-Stunden-Dienst arbeitet sie maximal sieben Tage pro Monat. Trotz Vorteilen gibt es auch Herausforderungen wie die Bürokratie, etwa bei der doppelten Krankenversicherung. „Oft fühlt sich niemand zuständig. Karenzgeld wird nach dem Antrag oft erst nach einem Jahr ausbezahlt.“ Zudem muss sie vor jeder Fahrt nach Innsbruck und zurück den Verkehr im Blick behalten – an Fenstertagen, bei LKW-Stau, Ferienstart und -ende sowie Baustellen heißt es: noch früher zur Arbeit starten. Dennoch überwiegen für sie die Vorteile, im Nachbarland zu arbeiten.
„Bessere Konditionen in Österreich“

Hannes Überegger aus Mauls hat die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger sowie eine Zusatzausbildung zum Intensivpfleger in Innsbruck absolviert. Deshalb lag seine Entscheidung nahe, auch anschließend dort zu bleiben. „Die Konditionen im Gesundheitswesen – nicht ausschließlich finanzieller Natur – sind in Österreich großteils besser als jene in Südtirol“, so Überegger. So werden für einen aktiven Nachtdienst statt zwölf Stunden 14 Stunden berechnet, es gibt 14 Monatsgehälter sowie Rabatte in diversen Geschäften und für verschiedene Dienstleistungen. Deshalb würden auch viele den längeren Weg zum Arbeitsplatz auf sich nehmen. Steuerrechtlich gesehen sei die Arbeit im Ausland mühsamer und nicht immer vom Vorteil. So ist es in Südtirol beispielsweise nicht mehr möglich, um die Pendlerpauschale bis zur Staatsgrenze anzusuchen, wenn der Dienstgeber in Österreich ist. Nach 19
Jahren als Anästhesiepfleger wird Überegger demnächst nach Südtirol zurückkehren. „Ich suche eine neue und vor allem andere Herausforderung. Die Südtiroler sind ja bekannt dafür, dass sie irgendwann doch nach Hause zurückkehren“, so Überegger.
„Genaues Informieren ist notwendig”
Elisabeth Maurer hat sich nicht aktiv fürs Grenzpendeln entschieden. Es ergab sich vielmehr wegen ihrer beruflichen Lage. „Als Biologin im medizinischen Bereich fand ich in meiner näheren Umgebung keine passende Stelle. Die Universität Innsbruck bzw. die Tirol Kliniken boten mir hingegen eine sehr attraktive Möglichkeit, meinen Beruf auszuüben und meiner Leidenschaft nachzugehen.“ Da sie aus familiären Gründen nicht aus Sterzing bzw. Gossensaß wegziehen wollte, fiel die Entscheidung zum Pendeln letztlich ganz automatisch. Den größten Vorteil sieht sie in der österreichischen Sozialversicherung und im österreichischen Gesundheitssystem. „Von ihnen profitieren Grenzpendler sehr.“ Die Herausforderungen seien einem zu Beginn oft gar nicht bewusst, so Maurer. Teilweise gelange man auch schwer an verlässliche Informationen. „Im Steuerrecht ist eine kompetente Beratung unbedingt notwendig. Es ist nicht einfach, einen Überblick zu bekommen und zu behalten.“ Besonders herausfordernd und kompliziert war es für sie, nach der Geburt ihrer Kinder herauszufinden, in welchem Land sie Anspruch auf Leistungen wie Kindergeld oder Familienbeihilfe hat und welcher Staat zuständig ist. Auch

im arbeitsrechtlichen Bereich zeige sich, dass selbst scheinbar kleine Entscheidungen wie die Nutzung von Homeoffice komplex sein können, so Maurer. „Man muss sich bei vielen Details genau informieren, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich von der Informationsveranstaltung für Grenzpendler erfahren habe.“
„Lotterie mit unklarem Ausgang“
Als Matthias Gogl bei der HTIGruppe (damals Leitner) in Sterzing anfing zu arbeiten, hatte die Gruppe noch keinen Standort in Telfs. „Ich habe bei Leitwind eine sehr interessante Stelle für ein mehrmonatiges Praktikum gefunden“, so Gogl. Wegen seiner spannenden beruflichen Aufgabe und dem guten Betriebsklima pendelte er weiter. Heute ist Gogl, der in Trins im Gschnitztal wohnt, Teamleader der Electrical Production Leitner. Beim Pendeln nach Sterzing erlebt er deutlich weniger Verkehr als nach Innsbruck. „Mal sehen, wie sich der Verkehr mit den Baustellen auf der Autobahn entwickelt“, so Gogl. Ansonsten gebe es beim Pendeln weder Vornoch Nachteile. Unterschiede gibt es beim Gehaltssystem. Hohe Kollektivabschlüsse in Österreich haben ihn in den letzten Jahren öfters zweifeln lassen, ob die Entscheidung für Italien die richtige war. Auch wegen des Pensionssystems ist er unsicher, ob er in Österreich nicht besser dran wäre. „Leider

ist es eine Lotterie mit unklarem Ausgang. Beide Länder müssen die Systeme reformieren, da sie so nicht finanzierbar sind. Die Frage ist, welcher Staat es sich am Ende länger leisten kann“, so Gogl. Als Grenzpendler hatte er Nachteile bei der Geburt der Kinder; er konnte keine Karenz nehmen. Ansonsten – da Grenzpendler durch das E1-Formular österreichische Sozialleistungen erhalten – gibt es in diesem Bereich für ihn in Österreich keinen Unterschied zu Nicht-Grenzpendlern. Als Pendler zahlt er seine Steuern in Österreich. „Ob ich diese als Einkommenssteuer oder als Lohnsteuer abgebe, ist am Ende egal.“
„Berufliche Chancen und geografische Nähe”
Patrick Hofer arbeitet in der Personalabteilung der Transport Logistica GmbH in Gries am Brenner. „Für viele Arbeitnehmer ist die Entscheidung zum Grenzpendeln eine Kombination aus beruflichen Chancen und geografischer Nähe”, so Hofer. In manchen Branchen biete der österreichische Arbeitsmarkt mehr Möglichkeiten oder attraktivere Bedingungen. Gleichzeitig ermögliche die kurze Distanz – Transport Logistica befindet sich gleich nach der Grenze –Mitarbeitern ein Leben in Südtirol und einen Arbeitsplatz in Österreich.”
Zu den Hauptvorteilen zählen laut Hofer die Sozialversicherung in Österreich sowie die steuerliche Regelung durch das
Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Italien und Österreich. „Aufgrund der Kranken- und Pensionsversicherung in Österreich können Grenzpendler Leistungen in beiden Ländern nutzen. In Österreich sind Wartezeiten bei Untersuchungen deutlich kürzer als in Italien. Außerdem sind Familienleistungen wie das Familiengeld

in Österreich einkommensunabhängig und höher als in Italien und man kann somit in Österreich um die Differenzzahlung zu dem in Italien ausbezahlten ‚Assegno Unico‘ ansuchen”, so Hofer. Grenznahe Wipptaler mit Wohnsitz in Italien zahlen die Steuern in Italien und erhalten einen Steuerfreibetrag von 10.000 Euro – ein steuerlicher Vorteil gegenüber Beschäftigten in Italien.
Die größte Herausforderung für Grenzpendler liegt häufig in unterschiedlichen gesetzlichen arbeitsrechtlichen, sozialversicherungsrechtlichen und steuerlichen Regelungen. Dies, so Hofer, bringe manchmal zusätzlichen administrativen Aufwand mit sich. Auch Themen wie Steuererklärungen, Sozialversicherung oder der Informationsfluss zwischen den Behörden können komplex sein. „Die Erfahrung zeigt aber, dass sich diese Hürden mit guter Information und Beratung gut bewältigen lassen. Wir unterstützen unsere Arbeitnehmer auch hier regelmäßig.”

Traditionsbetrieb Bäckerei Konditorei
Café Häusler in
Sterzing erstrahlt in neuem Glanz

Tradition und Moderne startet das Kaf feehaus Häusler nach umfassender Renovierung in eine neue Ära. Nach rund
am 1. April 2026 wiedereröffnet.
Im Zuge der Sanierung wurde das ge -
samte Lokal – vom Verkaufsbereich der Bäckerei bis hin zum Café – neu gestaltet und funktional miteinander verbunden. Ziel war es, die verschiedenen Bereiche


als Einheit erlebbar zu machen und gleichzeitig den Charakter des Hauses zu bewahren. Helle, stilvolle Räume treffen dabei auf historische Gewölbe, die dem Betrieb seine unverwechselbare Identität verleihen.
Die Wurzeln des Familienbetriebs reichen bis ins Jahr 1830 zurück. Einen entscheidenden Schritt machte die Familie 1964, als Gerold Häusler gemeinsam mit seiner Frau Barbara das Haus um ein Café und eine Konditorei erweiterten. Seither duftet es nicht nur nach frischem Brot und Gebäck, sondern auch nach hausgemachten Torten, feinen Mehlspeisen und Kaffee, die in gemütlicher Atmosphäre zum Genießen einladen. Heute führen Christoph Häusler und seine Frau Marina den Familienbetrieb in fünfter Generation mit viel Engagement und Herzblut weiter.
Im Rahmen der Eröffnung richtete Inhaber Christoph Häusler persönliche Worte an die Gäste und spannte dabei einen Bogen von der langen Geschichte des Hauses bis in die Gegenwart. Der Name Häusler stehe seit 1830 für ehrliches Bäckerhandwerk und seit über 60 Jahren auch für das gesellige Beisammensein im Café. Zugleich erinnerte er daran, dass die Geschichte des Hauses noch weiter zurückreiche: Bereits seit über 400 Jahren werde in diesen Mauern gebacken.
Mit Blick auf die Zukunft betonte Christoph, dass auch ein Traditionsbetrieb sich weiterentwickeln müsse: Bewährtes bewahren und gleichzeitig attraktiv für Kunden und Mitarbeiter bleiben – das sei das Ziel der Renovierung gewesen. Die vergangenen Wochen seien intensiv, arbeitsreich und teilweise auch herausfordernd gewesen, „aber wenn man



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sich heute umsieht, hat sich jeder Handgriff gelohnt“.
Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Firmen, die mit großem Einsatz und in enger Zusammenarbeit zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. „Ihr habt nicht nur gearbeitet, sondern mitgedacht und unsere Vorstellungen Wirklichkeit werden lassen“, so Christoph.
Ebenso richtete er dankende Worte an sein Team: Mit großem Engagement und täglichem Einsatz seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Herzstück des Betriebs – und ein wesentlicher Grund für dessen Erfolg.


Ein feierlicher Höhepunkt war die Segnung der neu gestalteten Räumlichkeiten durch Dekan Andreas Seehauser. Im Anschluss betonte Bürgermeister Peter Volgger in seiner Ansprache die besondere Bedeutung des Traditionsbetriebs für die Stadt: Der Betrieb Häusler gehöre zu Sterzing „wie der Zwölferturm“. „Tradition, die man spürt – und Qualität, die man schmeckt“ – dieses Leitmotiv prägt weiterhin das tägliche Arbeiten. Neben der handwerklichen Qualität spielt auch die familiäre Atmosphäre eine zentrale Rolle.
Mit der gelungenen Verbindung aus Tradition und Moderne ist das Unternehmen
Häusler bestens für die Zukunft aufgestellt und bleibt ein zentraler Treffpunkt für Genießer.
Große Anerkennung gilt allen beteiligten Firmen, welche die Wünsche und Ideen mit viel Feingefühl umgesetzt und perfekt an die baulichen Gegebenheiten angepasst haben. Ebenso trug die hervorragende Zusammenarbeit aller Handwerksbetriebe wesentlich zum gelungenen Gesamtbild bei.
Die Familie Häusler möchte in diesem Zusammenhang auch jene Unternehmen hervorheben, die maßgeblich zum Gelingen der Renovierung beigetragen haben: Schweitzer Ladenbau GmbH, Bauunter -

nehmen Gläserer GmbH, H2O Experts, EMP Elektro, Das Bad – Il bagno GmbH, Keim GmbH, Überegger Kühlanlagen GmbH, Holzwerkstatt GmbH, METEK GmbH, Reichhalter Treppen KG, Ossanna GmbH, Julius Meinl Italia SpA, Siller Markus (Raumausstatter/Tapezierer), Glaserei Tisot GmbH, Arch. Dott. Eleonora Kraus, Ingenieurgemeinschaft Pardeller GmbH, Tischlerei Brunner, ICIT-SOFTWARE GmbH, Simatec KG, Raiffeisenkasse Wipptal sowie Molto Luce GmbH.



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Kuchen aus Brüssel
PNRR-Gelder für das Wipptal
Was kostet ein neues Europa? Die Europäische Union will mit 750 Milliarden Euro eines aufbauen. „NextGenerationEU“ nennt sich das größte Wirtschaftsförderungsprogramm, das es in der EU je gab. Es soll den Mitgliedsstaaten helfen, die wirtschaftlichen und sozialen Schäden zu beheben, die ihnen die Corona-Pandemie zugefügt hat. Und mehr als das. Ganz Europa – auch das Wipptal – soll nachhaltig, digital und „fit für morgen“ werden.
I Renate Breitenberger

Auch das Wipptal konnte sich ein mehrere Millionen Euro schweres Stück vom „PNRR-Kuchen” sichern.
Die EU hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Schaffen kann sie es nur mit Hilfe ihrer 27 Mitgliedsstaaten. Und diese wiederum sind auf die Initiative und „Mithilfe“ ihrer Bewohner angewiesen. Italien setzt auf den nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan, den „Piano Nazionale di Ripresa e
Resilienza“ (PNRR), der über das Programm NextGenerationEU finanziert wird. 194 Milliarden Euro stehen zwischen 2021 und 2026 zur Verfügung – für Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Kultur und Tourismus, grüne Revolution und ökologi-
schen Wandel, Infrastruktur und nachhaltige Mobilität, Bildung und Forschung, Zusammenhalt und Inklusion sowie Gesundheit. Die Aussicht auf ein möglichst großes Stück von der stattlichen PNRR-Torte hat Wirkung gezeigt. Tausende Anträge sind allein aus Südtirol eingegangen. Bis Juni
2025 flossen rund 1,46 Milliarden Euro in 4.169 Projekte, ein Teil davon auch ins Wipptal.
Geld für Websites, Kitas, WGs und mehr
Wipptaler Gemeinden erhalten je nach Einwohnerzahl ein PNRR-
Budget – teils weit über 200.000 Euro – für neue Gemeindewebsites, digitale Dienstleistungen und Plattformen wie PagoPA, IO, Cloud-Lösungen, digitale Standesämter (ANSC) und weitere digitale Dienste. Die Gemeinde Sterzing bekommt außerdem PNRR-Beiträge für neue Wasserleitungen in der Gänsbacher- und Deutschhausstraße (522.078 Euro), Photovoltaik auf dem Gemeindedach (70.000 Euro) und dem Recyclinghof (70.000 Euro), eine Umweltpresse für Plastikflaschen (29.950 Euro), eine neue Kindertagesstätte (Projektkosten: 4 Millionen Euro, PNRR: 2,254 Millionen Euro) sowie die Erweiterung und energetische Sanierung des italienischen Kindergartens „Fate e folletti“ (Projektkosten: 4,23 Millionen Euro, PNRR: 2,4 Millionen Euro). Abgelehnt wurde ihr Projekt zur Reduzierung von Verlusten in Wasserverteilungsnetzen mithilfe digitaler Überwachung, weil es nicht die geforderten Kilometer abdeckt. Andere Regionen wie die Poebene mit weit größeren Entfernungen für die Wasserver-
teilung würden diese Voraussetzung leichter erfüllen, so Bürgermeister Peter Volgger. Die Gemeinde Pfitsch erhält 2,25 Millionen Euro für den neuen Kindergarten und die neue Kita, für die Sanierung des Rathausdaches (100.000 Euro) und die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung (200.000 Euro). Abgelehnt wurde die Finanzierung für Umkleidekabinen und Serviceräume in der Sportzone Grube.
Die Gemeinde Ratschings errichtete mit PNRR-Hilfe eine weitere Sektion im Kindergarten Stange (Projektkosten: 1,575 Millionen Euro, PNRR-Beiträge: 1,2 Millionen Euro) und verdoppelte in der Kindertagesstätte Stange die Plätze auf 32 (Projektkosten: 850.000 Euro, PNRR: 675.000 Euro). Keine Finanzierung gab es für den Kunstrasenplatz und die Sanierung des Tennisplatzes in der Sportzone Stange. Auch soziale Projekte im Bezirk sind Dank PNRR-Zuschüssen entstanden: Die Bezirksgemeinschaft Wipptal eröffnete eine Wohngemeinschaft für Frauen
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mit Behinderung (PNRR-Beitrag: 238.230 Euro), bietet in Zusammenarbeit mit den Bezirksgemeinschaften Pustertal, Eisacktal und Salten-Schlern Supervision für Sozialarbeiter zur Vorbeugung von Burnout an (Gesamtbudget: 148.032 Euro) und unterstützt mit „Pippi“, einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Puster- und Eisacktal, sozial schwache Familien mit minderjährigen Kindern (Wipptaler Budget: 70.500 Euro).
Knapp verpasst
In einer Sonderausschreibung vergab das Kulturministerium in jeder Provinz 20 Millionen Euro für die Aufwertung abwanderungsgefährdeter Dörfer. In Südtirol ging der Zuschlag an die Gemeinde Stilfs im Vinschgau, die mit dem Geld alte Gebäude sanieren, Coworking-Räume, Künstlerresidenzen, ein Dienstleistungszentrum, ein Streumuseum und ein Streuhotel aufbauen sowie ein Kulturfestival organisieren kann. Die Gemeinde Sterzing, Viertplatzierte unter
Europas Hilfe
Der Wiederaufbau- und Resilienzplan PNRR ist nur eine von vielen EU-Förderungen, von denen Südtirol profitiert. Europäische Strukturfonds wie EFRE und ESF+ stärken Beschäftigung, Wachstum und soziale Inklusion. Weitere wichtige Programme: Interreg für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Leader für gezielte Förderung von Grenzregionen, Horizon Europe für Forschung und Innovation, Erasmus+ für Bildung. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) unterstützt Landwirte, nachhaltige Landwirtschaft sowie ländliche Gebiete. „Gerade in grenznahen Gebieten wie dem Wipptal zeigt sich, wie wichtig die Programme der Europäischen Union sind“, so Europaparlamentarier Herbert Dorfmann. Sein Anliegen sei es zu garantieren, dass auch im mehrjährigen Haushalt bis zum Jahr 2035 Programme erfolgreich weitergeführt werden können.


Best-Practice-Beispiele zeigen, wie Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR) und regionale Maßnahmen gebündelt werden können, um die Lebensqualität zu steigern und das Land weiterzuentwickeln. Ein Vorzeigebeispiel ist laut Halbjahresbericht (Stand: September 2025) der wasserbauliche Schutz entlang des Eisacks in Sterzing und Pfitsch.
Über das Programm Interreg Alpine Space für grenzüberschreitende Zusammenarbeit entstand ein integrierter Flussgebietsplan. Darauf folgten ein über EFRE finanziertes Planungsprojekt, Schutzmaßnahmen gegen Hochwassergefahren und weitere Investitionen (über PNRR-Mittel). EFRE trug vor allem zur Verbreiterung und Absenkung des Flussbettes bei, um die Abflusskapazität zu erhöhen und das Hochwasserrisiko zu verringern. PNRR ermöglichte in Sterzing eine Geschieberückhaltesperre am Riesenbachl, die den Durchfluss hoher Wassermengen und Geröllmengen reguliert und flussabwärts Schäden verringern soll. Durchführende Stelle ist die Agentur für Bevölkerungsschutz. Gesamtfinanzierung: 14,3 Millionen Euro über EFRE, 800.000 Euro über PNRR.
Ein weiterer Halbjahresbericht (März 2005) widmete sich der nachhaltigen Mobilität. Bis 2030 soll der Anteil der Fahrradmobilität auf mindestens 20 Prozent steigen – durch ein modernes, sicheres, attraktives Radwegenetz und eine gelebte Fahrradkultur. Von 2022 bis 2024 flossen 56,8 Millionen Euro (v. a. EFRE, PNRR und Landesmittel) in Südtirols Radwege, davon drei Millionen Euro ins Wipptal.
den acht zugelassenen Bewerbern (Truden, Aldein, Altrei und Kastelruth erfüllten die Voraussetzungen nicht), ging leer aus. Mit den PNRR-Beiträgen wollte die Gemeinde den historischen Ansitz Jöchlsthurn samt Enzenberggarten kaufen, eine Außenstelle der Laimburg (Biodiversitätszentrum) errichten, leistbaren Wohnraum für junge Familien am Stadtplatz, Mehrgenerationen-Cafés, eine Kunstgalerie und Räume für Vereine schaffen. Die Gemeinde hat mittlerweile andere Wege gefunden, einige dieser Vorhaben umzusetzen. 2026 wird der Stadtplatz erneuert, noch im selben Jahr sollen eine Kunstgalerie und Räume für Vereine entstehen. „Leider war es uns nicht möglich, leistbaren Wohnraum am Stadtplatz zu schaffen“, bedauert Bürgermeister Volgger. Ein Biodiversitätszentrum in Sterzing lehnte die Laimburg ab. Der Jöchlsthurn samt Enzenberggarten ist mittlerweile im Besitz der Familie Seeber.
„Alle Voraussetzungen erfüllt“
Franzensfeste, sechstplatzierte Gemeinde in der Rangordnung, arbeitete monatelang ein aufwendiges Konzept aus, um mit PNRR-Mitteln Mittewald aufzuwerten. Vor 25 Jahren lebten im einstigen Hauptort der Gemeinde Franzensfeste noch 300 Einwohner, heute sind es 230. „Keine andere Gemeinde in Südtirol, mit Ausnahme des Brenners, wurde von Bevölkerungsschwund, Abwanderung und Strukturschwächen so stark getroffen wie
Franzensfeste mit dem Hauptort und der Fraktion Mittewald“, heißt es in der Studie. Viele Umstände hätten zur Abwanderung geführt: die Eröffnung der Autobahn 1974, der EU-Beitritt Österreichs (1995) und die Auswirkungen des Schengen-Abkommens in den 1980ern, die Auflassung des Bahnhofs Franzensfeste als Bahn- und Verzollungsknotenpunkt, das Wegziehen von Personal bei Bahn, Polizei und Speditionsunternehmen, die Schließung des Papier- und Kartonageherstellers Pretz, der einst 100 Arbeiter beschäftigte, und weiterer Betriebe, die Eröffnung der Bezirksmülldeponie in Grasstein im Jahr 2000, die Großbaustelle des BBT … Hinzu kommt die gesellschaftliche Herausforderung als Multi-Kulti-Gemeinde (25 Prozent der Einwohner haben einen migrantischen Hintergrund). Die Gemeinde plante einen neu gestalteten Dorfplatz, eine größere Feuerwehrhalle, ein umgestaltetes Widum mit Vereinsraum und Seniorenwohnungen, die Reinigung der seit Jahrzehnten eingeschwärzten Fassade der Kirche St. Martin sowie die Sanierung der Kapelle am Friedhof und der Umfassungsmauer. Da Mittewald laut Gefahrenzonenplan in einer „roten Zone“ liegt, muss zuerst die Brücke erhöht werden, damit der Eisack bei einem 300-jährigen Hochwasser das Dorf nicht überschwemmt. Weitere Schutzbauten sind notwendig, um im Ort überhaupt bauen und gestalten zu dürfen. Um auf das Bugdet von 20 Millionen Euro zu kommen, war in Synergie mit BBT-Infopoint und Festung ein Mobili-
tätsmuseum geplant. „Schade, dass wir nicht zum Zug gekommen sind“, bedauert Vizebürgermeister Richard Amort. „Das Geld hätten wir gut brauchen können. Wir hätten auch alle Voraussetzungen erfüllt.“ Dass Stilfs (580 Punkte), Salurn (550 Punkte), Klausen (520 Punkte) und Sterzing (500) mehr Punkte erhalten haben als Mittewald (155), wundert ihn. Mittewald erhielt vor allem aufgrund der guten Erreichbarkeit weit weniger Punkte – „obwohl gerade der Verkehr uns viel an Lebensqualität genommen und zur Abwanderung geführt hat“, so Amort. Die Gemeinde versucht nun anderswo Geldquellen anzuzapfen, um zumindest einige dieser Vorhaben realisieren zu können. Die neue, erhöhte Brücke wird demnächst fertiggestellt. Schutzmaßnahmen schützen vor Naturgefahren. Weitere Maßnahmen folgen.
Große Chance, noch größere Hindernisse
Die Frage, ob es schwierig war, ans PNRR-Budget heranzukommen, beantwortet Sterzings Bürgermeister Peter Volgger „mit einem großen Ja“. Die Bürokratie sei „enorm“ und lasse „keine Fehler“ zu, bestätigt auch Sebastian Helfer, Bürgermeister von Ratschings. „Bei den Digitalisierungsprojekten war der Zugang nicht schwer, die Umsetzung konnte aber nur mit Hilfe des Südtiroler Gemeindeverbandes erreicht werden. Allein hätte die Gemeinde nicht die technischen Voraussetzungen gehabt“, so
Einige Projekte mit PNRR-Unterstützung

Verbesserungsmaßnahmen beim Rückhaltebecken im Greithwaldbach (Mittewald)

Selbstbestimmte Wohngemeinschaft in Sterzing

Rückhaltesperre und Dämme am Toffringbach (Brenner)

Digitalisierung in Gemeinden

Innovative Projekte in Schulen

Agrisolarparks
Bürgermeisterin Verena Übereg ger.
Je nach Themenbereich ist die Einreichung von PNRR-Projekten ein Kampf gegen Mitbewerber – jede versäumte Minute kann die Chance auf einen Millionenbeitrag kosten. So erging es der Gemeinde Pfitsch: Der Gemeindenverband hatte sie am 8. September 2025 über die neue Bekanntgabe eines PNRR-Beitrages informiert. 12.393.407 Euro standen bereit, um urbane Flächen aufzuwerten und soziale Inklusion zu fördern, etwa durch neue Indoor-Sportanlagen oder zusätzliche Funktionsräume in bestehenden oder im Bau befindlichen Sportanlagen. Die Gemeinde Pfitsch reichte ihr Projekt – die Errichtung einer


Förderung für Erste Hilfe
neuen Umkleidekabine mit Servicegebäuden in der Sportzone „Grube“ – fristgerecht auf der entsprechenden Plattform ein. Doch innerhalb von nicht einmal zwei Stunden nach der Portalöffnung waren bereits alle Beiträge mit Budgets bis zu 1,4 Millionen Euro an „die zwölf schnellsten“ Einreicher vergeben, darunter Gemeinden in den Provinzen Chieti (3 Projekte), Campobasso, Reggio Emilia, Teramo, Alessandria, Catanzaro, Cosenza, Isernia und Lecce. Pfitsch und wohl mehrere andere Gemeinden in Südtirol gingen leer aus. Innerhalb der vorgegebenen Frist und bei sich ständig ändernden Rahmenbedingungen ein gut durchdachtes und zu möglichst 100 Prozent förderwürdiges Pro-

jekt vorlegen – das baut Druck auf. Kaum ist eine Förderung zugesagt, beginnt der nächste Wettlauf gegen die Zeit: Die EUGelder werden über Italien nur dann ausgezahlt, wenn die Ziele, die im Wiederaufbau-Plan festgelegt sind, auch erreicht sind. Mit anderen Worten: Verzögert sich ein Projekt oder kann es nicht rechtzeitig bis Ende 2026 abgeschlossen werden, geht die Förderung möglicherweise ganz oder teilweise verloren. In diesem Fall muss die Gemeinde das Projekt aus eigener Tasche bezahlen bzw. neue Einnahmen finden, um geliehenes Geld zurückzuzahlen. Das kann langfristig teuer werden. „Trotzdem sind die Extrafinanzierungen eine wichtige Gelegenheit, um erforderliche
KITA und Kindergarten in Stange
Kita in Wiesen
„Nahezu alle Mittel zugewiesen“
Nachgefragt bei Peter Gamper, Direktor des Amtes für europäische Integration und Koordinator der Task Force PNRR des Landes Südtirol
Erker: Herr Gamper, innerhalb April 2026 wurden in Südtirol 1,46 Milliarden Euro für nahezu 4.200 genehmigte Projekte zur Verfügung gestellt. Hatte man sich so viele Projekte erwartet?

Peter Gamper: Die Zahl von über 4.000 genehmigten Projekten und der Gesamtbetrag von rund 1,46 Milliarden Euro (Stand Juni 2025) liegt im erwarteten Rahmen. Dass die Zahl der Projekte so hoch ist, hängt auch mit der Struktur der Projektträger zusammen: Neben dem Land selbst sind Gemeinden, Schulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen beteiligt. Die Projekte decken alle prioritären Bereiche des Plans ab – von Bildung und Gesundheit über nachhaltige Mobilität und Digitalisierung bis hin zu sozialer Inklusion und ökologischem Wandel. Die Provinz hat sich bewusst herausfordernde Ziele gesetzt, um die verfügbaren Mittel optimal zu nutzen und die Resilienz des Landes zu stärken. Die Herausforderung liegt aber nicht nur in der Anzahl der Projekte und dem Investitionsvolumen, sondern auch in der korrekten und effizienten Umsetzung der einzelnen Projekte.
Wurde das Budget, das Südtirol zustehen würde, zur Gänze ausgeschöpft?
Der PNRR ist ein nationales Programm ohne ein fixes „Südtirol-Budget”. Die Regionen und autonomen Provinzen waren im Planungsprozess nur begrenzt eingebunden. Es gab lediglich einige wenige Aufrufe mit reservierten Quoten für Südtirol: In diesen Fällen wurden die Mittel vollständig genutzt. Alle andere Beteiligungsverfahren erfordern die proaktive Teilnahme von öffentlichen Einrichtungen (Land, Bezirksgemeinschaften und Gemeinden), Unternehmen und privaten Subjekten an den nationalen Aufrufen. Dadurch konnte Südtirol sich einen Anteil der Mittel sichern, der im Verhältnis zur Größe und Leistungsfähigkeit der Provinz als angemessen gilt.
In welchen Bereichen sind noch Beiträge zu vergeben? Mit Stand Juni 2025 sind nahezu alle Mittel zugewiesen worden, es gibt keine großen „offenen Töpfe” mehr. Das veröffentlichte PNRR-Dossier von Juni 2025 auf unserer Website gibt einen guten Überblick. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt derzeit in der fristgerechten Umsetzung der genehmigten Projekte. Einzelne Anpassungen wie Projektänderungen oder Umwidmungen können noch erfolgen, jedoch sind keine nennenswerten neuen Aufrufe zu erwarten.
Investitionskosten leichter stemmen zu können“, so Bürgermeister Sebastian Helfer.
Die Liste
Wer in Südtirol PNRR-Förderung beantragt hat, kann jeder sehen. Auf der Europa-Website des Landes Südtirol listet eine Tabelle tausende Projekte und deren Einreicher auf (Stand: Juni 2025). Demnach wurden auch dem Sanitätsbetrieb rund 1,437 Millionen Euro für ein Gemeinschaftshaus in Sterzing und 82.250 Euro für die Erste Hilfe am Krankenhaus Sterzing zuerkannt. Die Agentur für Bevölkerungsschutz erhielt eine Million Euro für den Bau einer Rückhaltesperre und von Dämmen am Toffringbach in der Gemeinde Brenner und 1,17 Millionen Euro für den Bau einer Zufahrtsstraße und Verbesserungsmaßnahmen („opera transversale“) beim Rückhaltebecken im Greithwaldbach in Mittewald. Dem italienischen Schulzentrum und den deutschen Schulsprengeln 1, 2 und 3 kamen u. a. für Digitalisierung sowie für innovative Projekte und Einrichtungen Beiträge in Höhe von insgesamt über einer Million Euro zu.
Alperia Green Power Srl errichtete eine Wasserstofftankstelle in Sterzing (3,75 Millionen Euro). Neben öffentlichen Körperschaften und Organisationen schafften es auch Private, sich ein Stück „PNRR-Kuchen“ auf ihren Teller zu holen, darunter kleine und mittlere (landwirtschaftliche) Unternehmen und Hotelbesitzer. Unter den Begünstigten scheinen auch Wipptaler auf, die sich mit Beiträgen die energetische Sanierung ihres Betriebes, den Abbau archi-
tektonischer Barrieren oder einen „Agrarsolarpark“ mitfinanzieren konnten.
Eine spezifische Statistik für das Wipptal gibt es allerdings nicht, da im nationalen Monitoringprogramm REGIS die Projekte lediglich auf Landesebene und nicht nach Bezirken gebündelt ausgewiesen werden. Eine exakte Tabelle mit allen Wipptaler Nutznießern zu erstellen, ist auch nicht möglich. Die meisten Namen der privaten Antragsteller sind nicht der Wohnsitzgemeinde zugeordnet und deshalb nicht immer eindeutig identifizierbar. Teilweise decken sich die in der Tabelle genannten Beträge auch nicht mit jenen, die dem Erker von den Gemeinden mitgeteilt wurden. In der Tabelle sind zudem mehrere „soggetti privati ND“ aufgelistet – anonymisierte Personen oder Institutionen. Auch ihnen wurden teils hohe Beiträge zuerkannt. Ihre Anonymität überrascht, zumal das Ministerium bei der Vergabe von Beiträgen von den Projekteinreichern absolute Transparenz einfordert, die sich in der Auflistung der genehmigten Projekte aber nur teilweise widerspiegelt. Der Erker hat in der Abteilung Europa nachgefragt, warum nicht alle Antragsteller beim Namen genannt werden: „Die Bezeichnung ‚soggetto non individuato‘ bezieht sich auf Begünstigte, deren Identität auch uns nicht bekannt ist, da sie vom für die Beitragsvergabe zuständigen Ministerium in die REGIS-Datenbank nicht eingegeben wurde“, heißt es dort. Wer „ganz anonym“ am PNRR-Kuchen mitnaschen durfte und aus welchem Grund, das weiß wohl nur das Ministerium selbst.
Rekordjahr für die HTI Unternehmensgruppe

Die HTI Unternehmensgruppe schloss das Jahr 2025 mit einem um 221 Millionen Euro höheren Umsatz als im Vorjahr ab.
Die HTI-Gruppe wächst wieder kräftig. Der Jahresabschluss 2025 der Unternehmensgruppe – weltweit tätig in den Bereichen Seilbahnen (Leitner, Poma, Bartholet), Pistenfahrzeuge, Kettennutzfahrzeuge und Vegetationsmanagement (Prinoth und Jarraff), Beschneiungsanlagen und Staubbindesysteme (Demaclenko, Hkd und Wlp), Windenergie (Leitwind), Wasserkraft (Troyer) und digitalisierte Verwaltung von Skigebieten (Skadii) – verzeichnet einen neuen Rekordwert von 1,622 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist ein bedeutendes Ergebnis, das einmal mehr unsere unternehmerische Vision von Innovation, Internationalisierung und Diversifizierung belohnt und bestätigt“, so Anton
Seeber, Präsident der HTI-Gruppe. Dieses Gesamtwachstum geht zugleich mit bedeutenden Zahlen bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie bei den Beschäftigten einher. Während deren Zahl auf weltweit 5.000 gestiegen ist, setzen vor allem die Investitionen in Forschung und Entwicklung (42,5 Millionen) ein deutliches Signal. 3,3 Millionen Euro wurden für den Bereich der Personalfortbildung aufgewendet.
43 Prozent des Umsatzes der Unternehmensgruppe werden im Alpenraum, 26 Prozent in Nordamerika, elf Prozent in Asien und 9,5 Prozent in Mittel- und Südamerika erzielt. Den größten Anteil nimmt dabei unverändert der Seilbahnbereich mit 60 Prozent des Konzernumsatzes ein. Insgesamt wurden im Jahr 2025 über 80 neue Seilbahnen installiert, über 1.000 Pistenfahrzeuge und Kettennutzfahrzeuge sowie über 2.000 Schneeerzeuger verkauft.
Zusammenhalt und Zukunft

Zahlreiche Funktionäre des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) im Wipp- und Eisacktal tauschten sich vor kurzem in Brixen über Entwicklungen, Herausforderungen und die Zukunft des Tourismus aus. Bezirksobmann Helmut Tauber lobte erfolgreiche Initiativen wie die „Eisacktaler Kost“ zur Stärkung der regionalen Küche und des Zusammenhalts in der Branche. Fachkräfte zu finden, sei eine immer größer werdende Herausforderung. Schüler, die in Betrieben erste Erfahrungen sammeln, seien die besten Botschafter, weshalb ihnen der HGV frühzeitig Perspektiven aufzeige, um sie für Tourismusberufe zu begeistern. HGV-Präsident Klaus Berger informierte über Landesthemen. HGV-Verbandsentwicklungsleiter Benedikt Werth stellte den neuen Funktionärsleitfaden zur Stärkung von Zusammenarbeit, Vernetzung und Motivation innerhalb der Ortsgruppen vor.

Der HGV hat kürzlich die Arbeitsgruppe „Bar und Restaurant“ neu bestellt. Vorsitzender ist Thomas Geiser aus Sirmian. Dem Vorstand gehört auch Veronika Stötter (Vinzenz Vinothek & Restaurant, Sterzing, im Bild) an. In der ersten Sitzung ging es u. a. darum, Dorfbars und Dorfgasthäuser als gastgewerbliche Nahversorger zu stärken. Gleichzeitig soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, wie wichtig diese Einrichtungen für die Lebensqualität in den Dörfern sind.
(v. l.) Michael Seeber, Daniel Alfreider, Alexander Rieper, Klaus Tonhäuser, Anton Seeber und Martin Leitner
„Gemeinsam Zukunft gestalten“
Rückblick und Ausblick der Raiffeisenkasse Wipptal
Mit Zuversicht und Verantwortungsbewusstsein hat die Raiffeisenkasse Wipptal auf ihrer Jahresversammlung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt. Die Veranstaltung, die traditionell im Stadttheater Sterzing stattfand, stand ganz im


Die Jugend Brass Band Wipptal (im kleinen Bild) sorgte bei der Jahresversammlung für eine besondere Atmosphäre.
streichen eindrucksvoll die positive Entwicklung der Genossenschaft: Das Kundengeschäftsvolumen überschritt erstmals die Marke von 1,043 Milliarden Euro, während das Eigenkapital auf 110,5 Millionen Euro anwuchs. Mit einer Eigenkapitalquote von 19,2 Prozent bestätigt die Raiffeisenkasse ihre stabile Basis und ihre verantwortungsvolle Geschäftspolitik.
Auch die Mitglieder- und Kundenzahlen zeigen die starke
lokale Verwurzelung: 12.779 aktive Kunden und 1.876 Mitglieder vertrauen auf die Bank, die sich als verlässlicher Partner im Wipptal versteht.
Wirtschaftliche Stärke mit lokaler Wirkung
Die wirtschaftliche Entwicklung der Raiffeisenkasse Wipptal ist eng mit ihrer Verantwortung für das Wipptal verbunden. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 646.000 Euro in Form
von Spenden, Sponsoring und Werbebeiträgen in lokale Initiativen investiert. Damit setzt die Genossenschaft ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort. Ob Sport, Kultur, Jugend oder Soziales – zahlreiche Projekte im Wipptal profitieren von diesem Engagement. Die Bank versteht wirtschaftlichen Erfolg nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Mehrwert.
Nachhaltigkeit konsequent weitergedacht
Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Leitprinzip der Raiffeisenkasse Wipptal. Konkrete Maßnahmen umfassen die Reduktion des Energie- und Papierverbrauchs durch Digitalisierung und effiziente Technologien. Gleichzeitig werden gezielt nachhaltige Projekte über entsprechende Finanzierungsangebote unterstützt. Auch die Förderung der Mitarbeitenden sowie das Engagement
Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt

che Bestandteile des Nachhaltigkeitsgedankens.
Besondere Momente
Für den festlichen Auftakt und die musikalische Umrahmung sorgte – als Zeichen des Dankes für die langjährige Unterstützung durch die Raiffeisenkasse –die Jugend Brass Band Wipptal, die der Veranstaltung eine besondere Atmosphäre verlieh und den Gemeinschaftsgedanken klangvoll unterstrich.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder: Rita Kofler, Valentin Wurzer, Christoph Haller, Josef Kuen, Hubert Trenkwalder und Peter Haller wurden als Zeichen der Verbundenheit und des gelebten Genossenschaftsgedankens für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Besonders emotional gestaltete

gierter Tätigkeit übergab Direk torin Christina Pupp die Leitung der Raiffeisenkasse Wipptal an ihren Nachfolger Martin Leitner. Ihr langjähriger Einsatz prägte die Entwicklung der Bank maßgeblich und wurde im Rahmen der Versammlung entsprechend gewürdigt.
Stark durch Gemeinschaft
„Ein starkes Wir bewegt mehr“ –dieses Leitmotiv prägte das vergangene Jahr und stand auch im Mittelpunkt der Jahresversammlung. Die scheidende Direktorin Christina Pupp, ihr Nachfolger Martin Leitner und Obmann Klaus Steckholzer betonten die Bedeutung der Gemeinschaft als Grundlage für den Erfolg der Genossenschaft. „Die Raiffeisenkasse Wipptal versteht sich als aktiver Mitgestalter eines lebenswerten Gebietes – getragen
tin Leitner, der zuvor als Leiter des Kreditbereichs tätig war und langjährige Erfahrung im Bankwesen mitbringt. Als Vizedirektor fungiert künftig Manfred Gogl. Er folgt auf Benno Linser, der ebenfalls in den Ruhestand getreten ist.
Der Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol Herbert von Leon betonte die herausragenden Leistungen sowie den langjährigen Einsatz der beiden Führungskräfte und bedankte sich im Namen der gesamten Südtiroler Raiffeisenorganisation für ihren wertvollen Beitrag.
von ihren Mitgliedern und Kunden sowie engagierten Mitarbeitenden“, betonte Christina Pupp.
Ausblick mit Zuversicht
Mit Blick auf das laufende Jahr bleibt das Ziel klar: eine stabile, nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung. „Gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeitenden werden wir die Zukunft weiterhin erfolgreich gestalten und unseren Beitrag für eine hohe Lebensqualität im
Wipptal leisten“, so der neue Direktor Martin Leitner zuversichtlich. bar
Hier geht’s zum Video über den Jahresrückblick 2025: https://www.youtube.com/ watch?v=ZOs0pliPFX4


Der Schwarzspecht und seine ökologische Nische
Was uns immer wieder in Erstaunen versetzt, ist die Vielfalt der Lebewesen auf unserer Erde. Warum gibt es so viele verschiedene Arten? Wie schaffen sie es, im Gedränge des begrenzten Raums ihre ihnen zusagende Nische zu finden, zu besetzen und sich darin vor der Konkurrenz anderer Arten abzusichern? Vor ziemlich genau hundert Jahren ist der Begriff „Nische“ erstmals im biologischen Kontext verwendet worden. Demnach ist die ökologische Nische nicht ganz einfach der Ort, wo sich eine Art eingenistet hat. Die Nische beschreibt vielmehr die Aufgaben, welche die Art zu erfüllen hat, ihre Beziehungen zur Umwelt, ihre Nahrungsgrundlage und wie sie die Ressourcen ihres Lebensraums beansprucht und nutzt. Ein schönes Beispiel bietet uns die Familie der Spechte. Ein halbes Dutzend verschiedener Spechtarten gibt es in unserem Land: Buntspecht, Grün- und Grauspecht, Dreizehenspecht und Schwarzspecht, selten brütet bei uns auch der Kleinspecht. Die Eigenheiten der Spechte sind schnell aufgezählt. Sie klettern an den Baumstämmen hoch, hacken mit dem starken Meißelschnabel Löcher ins Holz oder lösen die Rinde ab, um zu den holzbewohnenden Insekten zu gelangen, sie zimmern sich eine Bruthöhle, sie spreizen sich mit den stabilen Schwanzfedern am Baumstammm ab, wenn sie dort festgekrallt hocken oder klettern, sie haben kurze starke Kletterfüße mit einer Wendezehe, die sie nach hinten gedreht haben, sodass zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten zeigen, sie sind mit einer weit vorstreckbaren Zun-

hornartige und nach hinten gerichtete Häkchen sitzen, damit sie die tief in ihren Gängen sitzenden Larven und Käfer aufspießen und herausziehen können, sie hämmern an hohl klingenden Baumstämmen in rasender Folge, dies klingt dann wie ein Trommelwirbel und dient als Verständigungslaut mit Ihresgleichen. Wie ist es möglich, dass Arten mit so auffallend ähnlichem Verhalten und Aussehen in unseren Wäldern ein Auskommen finden?
Am schwarzen Gefieder, dem starken elfenbeinfarbenen Schnabel und an der hellen Iris ist der Schwarzspecht leicht zu erkennen. Hier sitzt ein Männchen an einer Buche. Das Weibchen trägt einen roten Hinterhauptfleck.
Besonderheiten unserer heimischen Arten vor.
Der Buntspecht ist am weitesten verbreitet, er lebt von den Parks in den Talböden bis zur Waldgrenze, liebt aber ganz besonders lichte Laubwälder oder Mischwälder mit großem Laubholzanteil. Seine Beute sucht er unter der Baumrinde. In der höher gelegenen Nadelwaldzone, die vom Dreizehenspecht beansprucht wird, überlässt er diesem seinen Platz.
Der Grünspecht sucht seine vorwiegend aus Ameisen bestehende Nahrung am Boden und wird deshalb auch als Erdspecht bezeichnet. Er besucht auch im Winter Ameisenhaufen, scharrt oder hackt darin Löcher, steckt seine 10 cm lange und an der Spitze klebrige Zunge in die Gänge und kommt so zu seiner Hauptnahrung. Auch der Grauspecht sucht sein Futter auf dem Boden und wird deshalb zu den Erdspechten gezählt. Er ist in Südtirol nur lückig verbreitet, verzehrt im Herbst und Winter auch Sämereien und geht sogar an Kadaver. Der bei uns sehr seltene Kleinspecht ist nicht größer als ein Sperling und lebt in Laubwäldern, wenn dort Weichholzarten wachsen. Mit seinem eher kurzen Schnabel kann er allenfalls im halbmorschen Holz eine Bruthöhle anfertigen. Als Nahrung dienen ihm Raupen, Blattläuse und Larven, die Letztgenannten findet er im faulen Holz. In Südtirol gibt es bekannte Brutgebiete in den Auwaldresten bei Bruneck und Brixen sowie im Biotop am Kalterer See.
Nun wissen wir schon ein wenig mehr von unseren Spechten, aber immer noch nicht das Besondere von unserem Schwarzspecht, um den es hier ja gehen soll. Er ist fast so groß wie eine Krähe und damit der größte unter den heimischen Spechten. Im BuchenTannenwald sagt ihm der Lebensraum besonders zu. Wir finden diesen Waldtypus von Meran etschabwärts auf den rechts gelegenen Talhängen. Aber auch im Nadelmischwald ist der Schwarzspecht im ganzen Land anzutref-

fen, und zwar bis zur Waldgrenze hinauf. Hier hämmert er seine Bruthöhlen gern in Lärchen- oder Föhrenstämme, gelegentlich auch in Fichten. Bevorzugt werden Bäume gewählt, die einen freien An- und Abflug zum Nest gewähren und deren Stämme ein gutes Stück hinauf astfrei sind. Genauso wichtig wie geeignete Brutbäume ist das Nahrungsangebot. Schwarzspechte finden heraus, ob eine Fichte kernfaul ist und sich in ihrem Inneren Insekten eingenistet haben. Sie hacken große rechteckige Löcher in den Stamm, meist mehrere übereinander, und gelangen so zu den begehrten Rossameisen, zu Larven, Puppen und Imagines von anderen holzbewohnenden Insekten, aus aktuellem Anlass sei auch der Borkenkäfer als eine beliebte Beute genannt. Halbverfaulte Baumstümpfe werden gern aufgesucht und kleingehackt. Der Schwarzspecht hinterlässt an seinen Futterplätzen unverkennbare Spuren. Grobe Späne zeugen von seinem kraftvollen Tun.
An der Bruthöhle zimmert das Paar gemeinsam. Das geschaffene Einflugloch ist nie kreisrund, sondern längsoval, unten etwas breiter als oben.
Da die Bruthöhlen geräumig und 30 bis 50 cm tief sind, sparen sich die Schwarzspechte oft den Aufwand, von Jahr zu Jahr eine neue Wohnung zu bauen, wie dies die anderen Spechtarten machen. Immerhin ist für eine neue Höhle in einem Nadelbaum ein Monat Arbeitsaufwand vonnöten. Zu Beginn der Brutperiode untersucht das Männchen bestehende Höhlen oder geeignete Brutbäume, dann lockt es mit
Einverständnis herrscht, besorgt das Paar die neue Bleibe, indem entweder eine bestehende Höhle gereinigt oder eine neue gezimmert wird. Das Weibchen beginnt mit dem Brüten, nachdem es das letzte der drei bis fünf Eier gelegt hat. Nach knapp 14 Tagen schlüpfen die Jungen, die natürlich Nesthocker sind und einen Monat lang im Nest gefüttert und nach dem Ausfliegen noch ein bis zwei Monate von den Eltern geführt werden müssen.
Wenn Schwarzspechthöhlen von den Erbauern nicht mehr genutzt werden und somit frei sind, finden sich dort Nachmieter ein, vor allem Raufußkauzpärchen, auch der Wiedehopf, Fledermäuse, Schlafmäuse und Kleiber. Einen schönen Beweis für diese Mehrfachnutzung haben drei Forscher im Trentino geliefert und über ihre videogestützten Aufzeichnungen Tagebuch geführt. Sie überwachten eine Schwarzspechthöhle in der Nähe des Tobelsees:
Juni 2003: Schwarzspecht brütet, drei Jungvögel verlassen das Nest.
Juli 2004: Raufußkauz brütet, zwei Jungvögel verlassen das Nest.
Juli 2005: Zwergohreule brütet, drei Jungvögel.
April 2007: Kleiber brütet, die Jungvögel fallen einem Buntspecht zum Opfer.
Juni 2008: Raufußkauz brütet, vier Jungvögel verlassen das Nest.
An diesem Beispiel erkennen wir, wie wichtig die Spechte für andere Höhlenbrüter sind. Der
Raufußkauz ist geradezu auf den Schwarzspecht angewiesen. Nur die Schwarzspechthöhlen sind groß genug, um dem großkopfigen Kauz genügend Platz zum Brüten zu bieten.
Schwarzspechte verbringen einen guten Teil des Jahres als Einzelgänger. Paare erkennen sich gegenseitig an der Art des Rufens und am Trommeln und können somit auch außerhalb der Brutzeit in lockerem Kontakt bleiben.
Die Spechte gehören nicht zu den Singvögeln. Ihr Lautrepertoire ist demnach eher begrenzt. Ein fliegender Schwarzspecht ruft, angenehm anzuhören, „prüühprüüh-prüüh“. Kaum hat er den angesteuerten Standort erreicht, lässt er ein leicht abfallendes „Kliööh“ ertönen. Flug- und Standortruf sind bei guten Verhältnissen von Waldwanderern mehrere 100 m weit zu hören. Den Revier- und Höhlenbesitz zeigt das Schwarzspechtmännchen mit mehrreihigen „kwi-kwi-kwi“-Rufen an; mit diesem eher zarten Getön lockt es auch ein interessiertes Weibchen an.
„Nein, Wandrer, nein! Dich lock‘ ich nicht Mit dem Getön. Ein Weibchen lock‘ ich von den Höhn.“
So heißt es im wunderschönen Nietzsche-Gedicht „Es geht ein Wand’rer durch die Nacht“.
Noch etwas zum Namen. „Der dem Mars geweihte Waldbaumhämmerer“ (Dryocopus martius martius) – so erhaben lautet übersetzt die wissenschaftliche Bezeichnung unseres größten Spechtes. Der Namensgeber Lin-
Hier bringt ein Männchen, erkennbar an der roten Kopfoberseite, den immer hungrigen Jungen das hart erwartete Futter. Einen Monat lang muss der Nachwuchs bis zum Ausfliegen im Nest verharren.
naeus erblickte im Aussehen und Verhalten des Schwarzspechts offenbar etwas Wehrhaftes, Kriegerisches, Martialisches und wählte den Namen des römischen Kriegsgottes Mars als näheres Kennzeichen der Art. Der deutsche Artname Schwarzspecht klingt dazu harmlos und neutral und wir hören aus dem Begriff Specht die germanische Urbedeutung nicht mehr heraus. Die Mundart hilft uns dabei schon eher. „Bamhackl“ werden die Spechte in unserem süddeutschen Dialektraum genannt, auch „Bampeckr“, und wir wissen, was damit ausgesagt wird. Für den auffallenden Schwarzspecht sind oder waren in Südtirol noch mehrere andere Bezeichnungen in Gebrauch: „Wåldhahnl“, „Wåssrvogl“, „Wettrvogl“ und andere mehr. Die Italiener nennen ihn „Picchio nero“, die Gadertaler „Pich dala plöia“ und die Grödner „Pëcalën fosch“.
Zurück zur ökologischen Nische. Der Begriff wird mit folgendem Bild erklärt: Wie in der menschlichen Gemeinschaft gibt es auch in den Ökosystemen verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Der Beruf der Menschen kann mit der ökologischen Nische gleichgesetzt werden, der Wohnort der Menschen entspricht dem Habitat der Arten. So in etwa steht es in den Lehrbüchern. Was also können wir dem Schwarzspecht für Berufe zuordnen? Baumeister, Zimmervermieter, Waldförster, er beschleunigt den Zersetzungskreislauf, ferner verzehrt er Tierchen, die anderen Waldbewohnern unzugänglich sind. Dies alles ist schon genug, um ihn als ein wertvolles Lebewesen in unseren Wäldern zu schätzen und uns immer wieder zu freuen, wenn wir einen Schwarzspecht sehen, hören oder seine frisch hinterlassenen Spuren entdecken.
Schönes Unsichtbares
Gupp
Der kleine Weiler Gupp in der Gemeinde Freienfeld zeigt mir verschiedene Welten gleichzeitig, an ein und demselben Platz.
Brenner
Vogelschützer lehnen Windpark ab

Eine vergessene Welt, mit ihren eigenen Gesetzen. Eine versteckte Welt, die manchmal kaum zu finden scheint. Eine mystische Welt, die Einblicke in tiefere Schichten des Lebens erlaubt. Eine fordernde Welt, mit weitem Blick zu den umliegenden Bergen und Tälern. Eine friedliche Welt, die ihre Schönheit und Wildheit unverfälscht wiedergibt. Meine eigene Welt, die mit all ihren Facetten die Welt verändert. Eine eigene, berührende Welt!
Der Kontakt zu mächtigen Naturkräften ist hier ganz nahe wahrnehmbar. Eine Energie, die mich auffordert zu handeln, zugleich aber auch wie eine Schubkraft für mich wirkt. Eine wilde, freie, unzähmbare, leidenschaftliche Kraft, die versucht, den natürlichen Instinkt mit dem menschlichen Verstand zu vereinen. Als würde mich der Platz erst dann loslassen, wenn ich mit meiner inneren Welt in Frieden bin.
Welche Welt in dir möchte noch mehr in dein Leben kommen?

Die „Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz – Südtirol“ spricht sich entschieden gegen die geplante Errichtung eines Windparks am Sandjoch in der Gemeinde Brenner aus. Die Organisation verweist auf die besondere Bedeutung des Gebiets als zentrale Vogelzugroute im Alpenraum.

Jährlich überqueren Hunderttausende Zugvögel die Alpenpässe zwischen Afrika, dem Mittelmeerraum und Nordeuropa. Insbesondere die Brennerlinie gilt als eine der wichtigsten europäischen Zugrouten. Beobachtungen zeigen, dass am Sandjoch an einzelnen Tagen mehrere Tausend Vögel passieren; die Zugdichte kann dabei bis zu 5.000 Vögel pro Stunde auf 1 km Breite erreichen – ein Großteil davon ist in den Nachtstunden unterwegs. Bereits vor rund 15 Jahren wurde ein ähnliches Projekt in diesem Gebiet von Umweltverbänden und alpinen Vereinen bekämpft und letztlich sowohl vom Verwaltungsgericht Bozen
als auch vom Staatsrat in Rom abgelehnt. Ausschlaggebend waren damals die zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Zugvögel sowie streng geschützte Brutvogelarten. Trotz dieser Entscheidungen wird nun im Zuge des Klimaplans erneut die Möglichkeit zur Errichtung von Windkraftanlagen geprüft. 2025 wurde eine entsprechende Studie für eine Anlage am Sandjoch auf rund 2.000 m Höhe vorgestellt. Aus Sicht der Vogelschutzorganisation haben sich die Gründe für eine Ablehnung jedoch nicht geändert. „Das Kollisionsrisiko mit Windrädern ist erheblich“, so die Arbeitsgemeinschaft in einer Aussendung. Auch geschützte Brutvögel seien betroffen, darunter Steinadler, Birkhuhn, Alpenschneehuhn und Steinhuhn. Sie fordert daher, auf die Errichtung des Windparks zu verzichten und den Schutz der sensiblen Vogelarten sowie der bedeutenden Zugroute am Brenner prioritär zu behandeln.
Krötenrettung in Pfitsch

Jedes Jahr sterben Tausende Kröten auf dem Weg vom Wald zum Laichplatz im Rieder Stausee, weil sie überfahren werden. Dieses Jahr nicht. Freiwillige tragen sie über die Straße.
Kröten leben in Wäldern, Gebüschen und Gärten. Als Kaulquappen reinigen sie Gewässer, indem sie Algen von Steinen und Pflanzen abraspeln und abgestorbenes organisches Material fressen. Später jagen sie Insekten, Nacktschnecken, Käfer, Raupen, Ameisen und Spinnen und sind für Vögel, Igel, Füchse, Schlangen und andere Tiere selbst eine wichtige Nahrung. Dank der Kröten bleibt das ökologische Gleichgewicht stabil, keine Art breitet sich zu stark aus. Wo Kröten leben, ist das Ökosystem (noch) intakt.
Im Frühjahr zieht es die nützlichen Tiere magisch zu ihrem Geburtsgewässer hin, um Laich abzulegen. Manche wandern kilometerweit und kreuzen dabei gefährliche Straßen. In Pfitsch „pflasterten“ jahrelang totgefahrene Kröten die Landesstraße neben dem Stausee. Das änderte sich, als eine Anrainerin Fotos in sozialen Medien teilte. Edith Pircher, Lucia Russo und Christoph Hofer kontaktierten daraufhin den Herpetologenverein „Herpeton“. Nach Lokalaugenscheinen mit Gemeinde, Grundbesitzern, Forst, Straßendienst, Amt für Natur und Bildungsausschuss Wiesen einigten sich alle auf eine gemeinsame Schutzaktion, die heuer primär


vom Bildungsausschuss und von „Herpeton“ organisiert und durchgeführt wird.
Vor wenigen Wochen spannten Freiwillige einen 700 m langen und 50 cm hohen Kunststoffzaun zwischen Winterquartier und Laichplatz. Entlang der straßenabgewandten Seite setzten Gemeinde und Straßendienst Rohre ein, in die Helfer in 25-m-Abständen insgesamt 26 Kübel hineinsteckten. In diese rutschen wandernde Kröten auf der Suche nach einem Durchlass hinein. Rund 80 Freiwillige – vom Kind bis zum Senior – kontrollieren die Eimer täglich (bei Regen zweimal), tragen die Tiere sicher über die Straße und setzen sie frei. So läuft das noch ein bis zwei Monate, bis die Eiablage endet. Hunderte Kröten und Bergmolchen – auch sie nutzen diese Route – konnte bereits das Leben gerettet werden. Im Herbst werden sich die geschlüpften Jungtiere vom Stausee in den Wald zurückziehen. Langfristig braucht es Amphibienunterführungen, damit Kröten und Molche die Straße selbstständig und sicher queren können. Diese sind teuer und nur an der richtigen Stelle wirksam. Die Helfer fotografieren daher jede einzelne Entleerung für den Ver-

Diese Kröte hat es sicher in den Stausee geschafft.
ein „Herpeton“, der Daten sammelt. Wo die meisten Tiere aufgelesen werden, soll eine Unterführung gebaut werden. Konkrete Pläne und Finanzierungsfragen (in Betracht gezogen werden Umweltgelder der Staudamm-Betreiberin Hydros GmbH) folgen laut Herpetologe Ivan Plasinger nach Abschluss und Auswertung der Schutzaktion. Zunächst steht der Schutz der wandernden Amphibien im Vordergrund. In Gefahr begeben sich bei ihren Einsätzen übrigens auch die Freiwilligen – trotz gut sichtbarer Westen und Schildkappen. „Autos rasen auf diesem Straßenabschnitt nur so vorbei“, sagt Lucia Russo. „Die Unterführungen müssen deshalb so schnell wie möglich gebaut werden.“ Der KrötenMolch-Rettungsgruppe kann jeder beitreten. „Arbeit gibt’s genug“, so Russo, „Je mehr mithelfen, desto schneller sind unsere Hände und desto weniger hat jeder einzelne zu tun.“ rb
Die „Kröten-Rettungsgruppe“
zählt über 80 Helfer
Aufbau des Schutzzauns an der vielbefahrenen Straße
Kurzer Zwischenstopp im Eimer
Rotwild – Räude – Rücksicht
Hegeschau in Wiesen mit besonderen Akzenten
Die Jägerschaft blickt nach vorn. Mit neuen Initiativen stärkt sie die Zustimmung der Allgemeinheit. Gleichwohl gibt es immer wieder neue Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Oft geht dies nur gemeinsam, sei es innerhalb der Jäger, sei es miteinander mit der Land- und Forstwirtschaft. Anlässlich der Hegeschau Ende März war die Festhalle in Wiesen voll besetzt. Viele Jäger des Jagdbezirkes Wipptal, aber auch interessierte Besucher wollten bei der offiziellen Veranstaltung nicht fehlen.
Nach einer Gedenkminute für die seit der letzten Hegeschau verstorbenen Jagdkameraden stellte Bezirksjägermeister Günther Bacher den Jagdbezirk vor und verwies auf die jagdlichen Ergebnisse. Demnach steigt die Rehwild-Strecke seit einigen Jahren leicht an, was auf sich stabilisierende Bestände deutet. Was letzthin ganz besonders auffällt, ist die Zunahme des Rotwildes. Jäger des Bezirks taten aber das Beste, um die von der Forstbehörde immer angemahnte jagdliche Entnahme umzusetzen. Die Vorgaben formuliert Jahr für Jahr eine eigene Kommission, in der Forst, Landwirtschaft, Jagdvertreter und das Amt für Wildtiermanagement Sitz und Stimme haben. Die von dieser Abschussplankommission bezirksweit festgesetzten 300 Rotwildabschüsse wurden von der Jägerschaft zur Gänze geschafft. „Mit gut 100 Prozent Abschussplanerfüllung waren wir im vergangenen Jahr landesweit an

erster Stelle“, freute sich Bacher. Während das Rotwild prosperiert, leiden die Gamsen immer noch unter der Räude. „Während die verzeichneten Fälle im Hegering Weißspitz seit 2009 eher zurückgegangen sind, scheinen nun die Reviere Trens, Mauls und Mittewald stärker betroffen zu sein. 82 erkrankte Stücke mussten im Vorjahr von ihrem Leiden erlöst werden.“ Seit kurzem wird versucht, über genetische Untersuchungen aller erlegten Gamsen herauszufinden, ob, wo und wie viele Gamsen eine Art Immunität gegen diese Parasitenkrankheit in ihrem Erbgut verankert haben. Die zu erwartenden Ergebnisse würden für künftige
Hegebemühungen hilfreich sein. Seit Jahrzehnten schon gedeiht eine vierte Schalenwildart am Alpenhauptkamm, das Steinwild. Es ist zwar als gesetzlich nicht jagdbar eingestuft, einzelne Stücke können aber im Rahmen eines Managementplanes, der vom zentralstaatlichen Fachgremium abgesegnet werden muss, mit einem Dekret zum Abschuss freigegeben werden. In der Kolonie Tribulaun kamen 2025 22 Stücke zur Strecke. Erwähnt wurden auch einige wenige Niederwildabschüsse. Im Bezirk wurden letzthin Fälle von Fuchsbandwurm festgestellt, weshalb beim Berühren tot aufgefundener oder erlegter Füchse eine gewis-

Kinder neu gestaltet, das in vier Sprachen im SJV-Büro erhältlich ist. Das Buch über das jagdliche Brauchtum in Südtirol wurde erst vor kurzem in Deutschland als drittbestes Jagdbuch des Jahres ausgezeichnet. Schließlich hat der aus Ritzail gebürtige Alfons Heidegger seine jagdlichen Lebenserinnerungen und wildkundlichen Überzeugungen im Buch „Das Erbe eines Jägers“ festgehalten.
Mit einer Einladung an die versammelte Jägerschaft beendete

der Bezirksjägermeister seine
Rede: „Wir Jäger sollen rücksichtsvoll, mit Verantwortungsbewusstsein und Anstand jagen, dann sind wir gute Jäger.“ Der Sterzinger Revierleiter Sandro Covi vertritt im Landesvorstand des SJV die italienischsprachigen Jäger der östlichen Landeshälfte. Er zählte die gewachsenen und gut bewältigten Aufgaben der Jägerschaft und des Jagdverbandes auf und zeigte sich mit deren Leistungen sehr zufrieden. Günther Unterthiner, Abteilungsdirektor des Landesforstdienstes, berichtete über das gute Einvernehmen zwischen Jägerschaft und Behörden und nannte insbesondere die Arbeitsgruppe zur Abschussplanung. Diese hat vor kurzem eine Fortbildung organisiert, bei welcher der im SJV-Büro beschäftigte Wildbiologe Josef Wieser gute Hinweise für die anstehenden Entscheidungen präsentiert hat. Natürlich gäbe es auch Themen, zu denen unterschiedliche Meinungen vorliegen. „Wichtig ist, miteinander zu reden“, so Unterthiner. Der Direktor des Jagdverbandes
Benedikt Terzer ging auf das Klappmesserverbot ein, das vor kurzem per Gesetzesdekret in Kraft getreten ist. Ausführlich beschäftigte sich Terzer mit dem ehrenamtlichen Einsatz der Jägerschaft. Die Aktivitäten gelten zunehmend dem Lebensraum- und Tierschutz. Als Beispiele nannte Terzer die Kitzrettung unter Verwendung von Drohnen, die mit Wärmebildkameras bestückt sind, sowie die Erhaltung oder Schaffung wertvoller Lebens räume für bedrohte Wildarten.
„Eine schöne Bestätigung unse res Einsatzes war kürzlich in einem Urteil des Verwaltungs gerichtshofes Bozen zu lesen, wo die Richter festhielten, dass die Jagd in Südtirol besonders ist, weil hier die Jäger Aufgaben übernehmen, die in anderen Provinzen öffentlich erledigt werden müssen.“
In seiner Abschlussbotschaft dankte Bezirksjägermeister Günther Bacher den Jägern, be sonders den Revierleitern und Jagdaufsehern und der Jagd hornbläsergruppe „Houler wind“; ein großes Lob entbot er den Mitarbeitern des Jagdver bandes, vor allem Geschäfts führer Benedikt Terzer. Die Hegeschau bot viele Mög lichkeiten zum Schauen und zum kameradschaftlichen Zu sammensein. Dass sie diesmal besonders gut besucht war, ist ein gutes Zeichen dafür, dass Wild und Jagd wichtig sind und Akzeptanz genießen.
Heinrich Aukenthaler
Pfitsch
Betrugs- und Diebstahlsprävention
Im Rahmen ihrer Präventionsund Aufklärungsarbeit haben die Carabinieri der Station Pfitsch vor kurzem Informationsveranstaltungen in Wiesen und Kematen organisiert. Die Einsatzkräfte informierten über gängige Betrugsformen. Ein Schwerpunkt lag auf dem „Falschen Carabiniere“-Betrug: Dabei geben sich Täter am Telefon als Polizeibeamte oder Anwälte aus und behaupten, ein Angehöriger habe einen Unfall verursacht. Unter diesem Vorwand versuchen sie, Geld oder Wertgegenstände zu erlan-
gen. Darüber hinaus wurden weitere Betrugsarten thematisiert, darunter Telefonanrufe und EMails zur Erlangung sensibler Daten, falsche Dienstleister, irreführender Haustürverkauf sowie Nachrichten mit schädlichen Links.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbruchsprävention. Dabei wurde auf einfache, aber wirksame Maßnahmen hingewiesen, wie das Verschließen von Türen und Fenstern sowie das frühzeitige Melden verdächtiger Beobachtungen.

myCard kommt ins Wipptal
Freizeitabo startet mit der Sommersaison
Mit der Sommersaison 2026 bekommt das Wipptal ein neues, bezirksübergreifendes Freizeitangebot: Die sogenannte myCard, bislang vor allem aus dem Eisacktal bekannt, wird auf die Gemeinden Sterzing, Freienfeld, Ratschings, Pfitsch, Brenner und Franzensfeste ausgeweitet. Neu ein-

Die myCard versteht sich als Sommerabo für Einheimische und Gäste, das zahlreiche Einrichtungen in einer einzigen Karte bündelt. Wer regelmäßig wandert, badet oder Ausflüge unternimmt, kann damit unkompliziert und kostengünstig unterwegs sein. Besonders interessant ist das Modell für Menschen mit Wohnsitz in den beteiligten Gemeinden, denn diese erhalten beim Kauf eine finanzielle Unterstützung. Ein zentraler Punkt ist nämlich die Beteiligung der Gemeinden an den Kosten. Bürger der Partnergemeinden zahlen etwa für die mySummer-
card deutlich weniger als auswärtige Käufer. Im Vorverkauf kostet die Karte für Erwachsene aus teilnehmenden Gemeinden 220 Euro, während andere Käufer 260 Euro bezahlen. Familien profitieren noch mehr: Für sie liegt der Vorverkaufspreis bei 425 Euro statt 530 Euro. Auch Senioren, Studenten und Jugendliche erhalten reduzierte Tarife. Damit wollen die Gemeinden sicherstellen, dass das Angebot nicht nur touristisch interessant ist, sondern vor allem auch von der eigenen Bevölkerung genutzt wird. Gerade in Zeiten steigender Freizeitkosten sehen sie darin eine Möglichkeit, Sport, Bewegung und gemeinsame Familienaktivitäten aktiv
zwei Schwerpunkte
Angeboten werden zwei Varianten. Die mySummercard ist das umfassendere Paket. Sie beinhaltet Bergbahnen, Schwimmbäder, Sportanlagen und kulturelle Einrichtungen. Dazu zählen etwa das „Balneum“ in Sterzing, die „Acquarena“ in Brixen, Freibäder in Gossensaß, Feldthurns und Mühlbach, der Issinger Weiher oder der Naturbadeteich Lüsen. Ebenso enthalten sind kulturelle Ziele wie die Hofburg Brixen, das Kloster Neustift, Schloss Rodenegg oder die Festung Franzensfeste.
Die myLiftcard richtet sich vor allem an Wanderfreunde und Bergliebhaber. Sie umfasst die Bergbahnen in Plose und Gitschberg-Jochtal sowie im Wipptal Rosskopf, Ladurns und Ratschings-Jaufen. Ergänzt wird das Angebot durch einzelne Eintritte, etwa in die Kletterhalle „Vertikale“ in Brixen oder in Museen.
Für beide Karten gilt: Jede teilnehmende Bergbahn kann einmal täglich für eine Berg-
und Talfahrt genutzt werden. Gerade für Familien mit Kindern oder für regelmäßige Wanderer dürfte das ein attraktives Angebot sein. Wer mehrere Ziele im Sommer besucht, kann dadurch im Vergleich zu Einzeleintritten deutlich sparen.
Mit dem Beitritt des Wipptales wird das Angebot geografisch deutlich erweitert. Es reicht nun vom Eisacktal bis zum Brenner. Hinter dem Projekt steht eine intensive Zusammenarbeit von Gemeinden, Tourismusorganisationen und Betreibern von Freizeiteinrichtungen. Ziel ist es, bestehende Infrastrukturen besser auszulasten und gleichzeitig den Menschen vor Ort einen echten Mehrwert zu bieten. Schwimmbäder, Aufstiegsanlagen und Museen sollen stärker genutzt werden – nicht nur von Gästen, sondern auch von Einheimischen. Gleichzeitig profitieren auch kleinere Einrichtungen von zusätzlicher Sichtbarkeit.
Die myCard kann ab dem 20. April online über die Plattform mycard.bz.it erworben werden. Eine Verkaufsstelle steht in der „Acquarena“ in Brixen zur Verfügung. Beide Karten funktionieren digital per QR-Code und können direkt über das Smartphone genutzt werden.
Erfolgreiches Modell
Mit der Einführung der myCard setzt das Wipptal auf ein Modell, das in anderen Teilen Südtirols bereits erfolgreich läuft. Für Familien, Senioren oder aktive Freizeitsportler kann die Karte zu einer interessanten Alternative zu Einzeltickets werden. Gleichzeitig ist der Schritt ein Zeichen für stärkere Zusammenarbeit über Gemeinde- und Talschaftsgrenzen hinweg. Für die Bevölkerung entsteht damit erstmals ein breit angelegtes Sommer-Freizeitabo mit direkter Unterstützung der öffentlichen Hand. Auch langfristig kann das Modell dazu beitragen, Freizeitangebote stärker miteinander zu vernetzen und das Freizeitverhalten nachhaltiger zu gestalten.
bar
Die Freizeitkarte myCard wurde Mitte April in Brixen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Über 17.400 ehrenamtliche Stunden
71. Bezirksfeuerwehrtag in Mauls
Ende März blickten die 15 Wipptaler Feuerwehren gemeinsam auf das vergangene Jahr zurück. Acht Mitglieder wurden für ihren 40-jährigen aktiven Dienst geehrt.
Nach einer Messfeier in der Pfarrkirche von Mauls wurde der Bezirksfeuerwehrtag im Gasthof „Burgfrieden“ in Sprechenstein eröffnet. Anwesend waren Politiker, Vertreter von Blaulichtorganisationen, Behörden, Ehrenmitglieder, Kommandanten sowie Kameraden benachbarter und befreundeter Bezirke. In einer Gedenkminute wurde der verstorbenen Mitglieder sowie der Opfer des Lawinenunglücks in Ridnaun gedacht. Bürgermeis terin Verena Überegger dankte der Feuerwehr für ihre mutigen Einsätze, ihre schnelle, unver zichtbare Hilfe, ihr Durchhalte vermögen, ihre Disziplin und Le benshaltung. „Ihr seid die Ersten, die kommen, wenn andere ver zweifeln. Ihr seid Vorbild für In tegrität, Mitgefühl und Loyalität und beweist täglich aufs Neue, dass Feuerwehrmann- und Feu erwehrfrau-Sein eine wahre Be rufung ist.“
1.070 Mitglieder
war, Nachfolger zu finden, wurden alle Posten neu besetzt. Bezirksfeuerwehrpräsident Christian Huebser dankte Feuerwehren, Bezirksausschusskollegen, Landesausschuss und -verband, Rettungs- und Blaulichtorganisationen sowie Behörden, Gemeinden und Forst für die angenehme, gute Zusammenarbeit.
477 Einsätze
Bezirksinspektor Markus Mayr blickte auf „ein relativ ruhiges Jahr“ mit 477 Einsätzen (425 technische Einsätze, 50 Brand-
einsätze, zwei Fehlalarme) zurück. Dazu zählten Unwettereinsätze in Sterzing, Wiesen und Ratschings, Chemieeinsätze am Brenner und in Sterzing, ein Rossstallbrand in Trens sowie schwere Unfälle und LKW-Brände auf der Autobahn. Um für das nächste Unwetter gerüstet zu sein, wurden 1.300 Sandsäcke aufgefüllt. Zur Vorbereitung auf mögliche Waldbrände führten Feuerwehr, Forst, Weißes Kreuz und Bergrettung eine Waldbrandübung durch. Samt Übungen, Ausbildungen, Brandschutz- und

Nach der Verlesung des Kassaberichts durch Frank Hofer folgte der Tätigkeitsbericht: Aktuell zählt der Bezirk 1.070 Mitglieder – die Zahl ist leicht rückläufig, andererseits traten fünf Jungfeuerwehrleute ihren aktiven Dienst an.
2025 stand im Zeichen der Neuwahlen. Obwohl es nicht einfach
dienter langjährige Mitglieder. Paul Siller (FF Wiesen), Martin Soraruf (FF Sterzing), Thomas Kinzner (nicht im Bild), Christian Gschnitzer, Andreas Gschnitzer, Lorenz Staudacher (alle FF Ratschings) sowie Egon Brunner und Hansjörg Nagele (FF Ridnaun) wurden für 40 Jahre aktiven Dienst mit der Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet. Soraruf erhielt zudem das Ehrenzeichen in Silber für langjährige Verdienste als Mitglied im Landesfeuerwehrausschuss.
Ordnungsdiensten leisteten die Wehren mehr als 17.400 ehrenamtliche Stunden.
Neue Fahrzeuge
2025 wurden u. a. die Drehleiter, ein Mannschaftstransportfahrzeug und eine Tragkraftspritze der Wehr Sterzing sowie ein Kleinrüstfahrzeug für Elzenbaum eingeweiht. In den nächsten Jahren werden mehrere Fahrzeuge angekauft, darunter ein Kleinrüstfahrzeug für die Wehr St. Jakob/ Pfitsch, ein Tanklöschfahrzeug für die Wehr Wiesen, ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Wehr Ratschings (Zug Mareit) sowie ein Einsatzleitfahrzeug für die Wehr in Sterzing. Mayr dankte dem Bezirksausschuss, den Inspektoren, den Sachbearbeitern, dem Atemschutzwart und allen für das gute Miteinander und die kameradschaftliche und respektvolle Zusammenarbeit.
190 Lehrgänge 2025 haben die Wehrleute mehr Lehrgänge besucht als im Jahr zuvor. BFP-Stellvertreter Christoph Siller motivierte weiterhin zur verstärkten Teilnahme an Lehrgängen, Bewerben, Leistungsprüfungen und sportlichen Wettkämpfen.
Gemeinsam mit der Sportgruppe der Berufsfeuerwehr richtete der BFV Wipptal 2025 die 45. Landesmeisterschaft Ski alpin traditionsgemäß in Obereggen aus.
Aktive Jugend
Die sechs Jugendgruppen Sterzing (18), Telfes (15), Mauls (17), Ratschings/Mareit (23), Wie -
sen (7) und Kematen-Pfitsch (6) haben 2025 insgesamt 6.170 Stunden geleistet, u. a. bei der Vorbereitung auf Bewerbe in Lüsen und den Feuerwehrleistungswettbewerb in Deutschnofen, in der feuerwehrtechnischen Ausbildung, bei der Baumpflanzaktion mit der Forststation Sterzing und der Jugendarbeit. Beim Südtirol-Cup in Sterzing, Taisten und Nals war das Wipptal durch die Jugendgruppe Mauls vertreten. Gute Ergebnisse zeigte die Jugend auch bei der Leistungsprüfung (13 Abzeichen in Gold) und der Feuerwehr-Challenge in Telfes. Bei der Friedenslicht-Aktion konnten im Bezirk 2.888 Euro für „Südtirol hilft“ gesammelt werden. Im April standen laut Jugendreferent Thomas Wurzer der „Action Day“ mit der Jugend vom Weißen Kreuz in Mauls auf dem Programm, im Mai folgen Vorbereitungsbewerbe in St. Felix und Taisten, im Juni der Landesfeuerwehrbewerb in Klobenstein mit Zeltlager in Lengmoos sowie die Jugendleistungsprüfung in St. Georgen. Ein großer Dank erging an Jugendbetreuer, Stellvertreter, Funktionäre, Unterstützer, Eltern und Jugendlichen für ihre Motivation, ihren Teamgeist und ihren Einsatz, die Zukunft der Wehren zu sichern. 2025 gab es neben 13 Austritten 18 Neueintritte, zwölf Neueintritte in der U12 sowie fünf Neueintritte in den aktiven Dienst. „Jugendarbeit trägt Früchte“, so Bezirksjugendreferent Franz Seehauser. Landesweit treten durchschnittlich 60 Prozent in den aktiven Dienst über.
Grußworte
In ihren Grußworten dankten u. a. Forstinspektor Philipp Oberegger, CNSAS-Ortsstellenleiter Helmut Markio, der Eisacktaler Feuerwehrbezirkspräsident Michael Ralser sowie Bezirkskommandant Thomas Rainer vom BFV Innsbruck-Land der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit – verbunden mit dem Wunsch, dass alle Wehrleute nach ihren Einsätzen wieder gut nach Hause zurückkehren. Eine „Riesenherausforderung“ seien laut Rainer künftige Einsätze im Brenner Basistunnel, bei denen man grenzüberschreitend zusammenarbeiten werde. Wegen der steigenden Waldbrandgefahr will die Forstbehörde in Absprache mit der Feuerwehr die Waldbauinfrastruktur auf den neuesten Stand bringen. Die Löschteiche in Mittewald und Elzenbaum (Gupp) sind fertiggestellt, im Herbst starten Arbeiten
für einen Löschteich in Plan, auch in Gossensaß und Ratschings sind Wasserentnahmestellen geplant. Mitte Juni wird eine gemeinsame Waldbrandübung mit Hubschraubereinsatz in Sterzing durchgeführt.
Ausblick
„Gerade in zunehmend instabilen Zeiten können Feuerwehr und Rettungsorganisationen vor allem jungen Menschen mit Zukunftsängsten Sicherheit und Stabilität vermitteln“, so Huebser abschließend. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“: Diesen Leitspruch, den sie im Herzen tragen, möchten die Wehrleute auch an die nächste Generation weitergeben. Mit einem kameradschaftlichen „Gut Heil!“ endete der diesjährige Bezirksfeuerwehrtag, der im nächsten Jahr in Wiesen abgehalten wird.
rb
Der Feuerwehrbezirk Wipptal in Zahlen
Feuerwehren: 15
Aktive Mitglieder: 725 Männer und 19 Frauen
Jugendgruppe: 63 Jungen, 23 Mädchen
Unterstützende Mitglieder 65+: 43
Mitglieder außer Dienst: 124
Ehrenmitglieder: 54
Förderer: 22
Besuchte Lehrgänge: 190 (LFS), 4 C-Führerscheine Ausbildung/Übungen: 236
Brandschutz- und Ordnungsdienste: 109
Einsätze: 477 (6.047 Stunden)
Atemschutz: 274 Masken, 116 Geräte, 85 CFK-Flaschen, 321 Stahl-Flaschen, 310 Atemschutzträger

Jagertoge in Ratschings

Mitte April trafen sich Jagdbe geisterte, Sportschützen und Besucher und darüber hinaus zu den beliebten „Jagertogen“ in Ratschings. Beim traditionellen Luftgewehrschießen bewiesen die Teilnehmer Konzentration, Präzision und Disziplin. In der Kategorie Jäger sicherte sich Stefan Moosburger (Jagdrevier Ratschings) mit einer herausragenden Leistung den ersten Platz. Beste Jägerin war Alexandra Wild (Telfes) auf Rang sieben. In der Damenwertung siegte Nadia Oberprantacher (Gast) mit ruhiger Hand und konstanten Schüssen. Bei den Herren war Julian Obergolser (Gast) nicht zu schlagen. Bester Jungschütze war Lukas Obergolser. Den Mannschaftssieg holte sich das Jagdrevier Ratschings 1 (Stefan Moosburger, Oskar Rainer, Thomas Bacher und Hannes Leitner) vor Mareit 1 (Daniel Leitner, Johann Wurzer, Stefan Leitner und Theresa Leitner) und Brenner (Helmut Hochrainer, Tobias Ploner, Christian Bacher und Thomas Windisch).
Gossensaß/Pflersch
Ruhiges Jahr mit viel Einsatz


Im Hotel „Panorama“ in St. Anton in Innerpflersch fand Mitte März die Jahresversammlung des Bergrettungsdienstes Gossensaß/ Pflersch statt. Ortsstellenleiter Thomas Windisch konnte zahlreiche Mitglieder sowie Ehrengäste begrüßen, darunter den Bürgermeister der Gemeinde Brenner Martin Alber sowie Vertreter benachbarter Blaulichtorganisationen.
In seinem Tätigkeitsbericht blickte Windisch auf das Jahr 2025 zurück, das als vergleichsweise ruhig eingestuft wurde. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch, dass die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte dennoch stark gefordert waren: Bei 113 Tätigkeiten standen 358 Personen im Einsatz und leisteten beeindruckende 2.310 Stunden.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die feierliche Aufnahme von Lukas Plattner; nach mehr als zwei Jahren als Anwärter und bestandener Prüfung wurde er offiziell in den aktiven Dienst übernommen.
Neben dem Wettkampf boten die Jagertoge ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit kulinarischen Spezialitäten und musikalischer Unterhaltung rund um die Jagd.
Auf Ortstellenebene wurden 85 Aktivitäten durchgeführt, darunter 23 Einsätze mit einem Zeitaufwand von 151 Stunden. Besonders intensiv erwiesen sich die Bereiche Ausbildung und Übung: Allein für 16 Übungen wurden 563 Stunden aufgebracht. Hinzu kamen zahlreiche weitere Dienste wie Bereitschafts- und Wochenenddienste, die mit über 1.000 Stunden einen Großteil der ehrenamtlichen Arbeit ausmachten. Auch auf Verbandsebene engagierten sich die Mitglieder stark und investierten zusätzlich 303 Stunden in Aus- und Weiterbildung.
Im Rahmen der Neuwahlen wurde Ortsstellenleiter Thomas Windisch in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Ausschussmitglieder Patrick Mauloni, Vivian Plank und Peter Prünster. Neu im Ausschuss sind Florian Obkircher, Stefan Pircher und Simon Gasteiger. Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Paul Seidner und Peter Thaler, die nach vielen Jahren aus dem aktiven Dienst ausschieden. Beide haben die Ortsstelle über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt und waren auch am Zusammenschluss der Bergrettungsdienste Gossensaß und Pflersch im Jahr 1996 beteiligt. Ihr langjähriges Engagement, insbesondere auch im Führungsgremium, hinterlässt eine große Lücke.
Zum Abschluss der Versammlung sprachen die Ehrengäste ihren Dank und ihre Anerkennung aus. Bürgermeister Martin Alber sowie die Vertreter der Blaulichtorganisationen würdigten insbesondere den unermüdlichen Einsatz, die hohe Professionalität und die große Bereitschaft der Ehrenamtlichen, ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen.
Ausschussmitgliedern Hubert Eisendle und Reinhard Holzer sowie Rettungsstellenleiter Thomas Windisch
Der neue Ausschuss: (v. l.) Simon Gasteiger, Vivian Plank, Peter Prünster, Thomas Windisch, Patrick Mauloni, Florian Obkircher und Stefan Pircher
Mareit
Ein Jahr voller Bergerlebnisse
Einen äußerst positiven Rückblick auf das Tätigkeitsjahr 2025 konnte Daniel Siller, 1.

Armin Wurzer wurde für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Fast alle geplanten Veranstaltungen konnten durchgeführt werden und erfreuten sich großen Interesses seitens der Mitglieder. Neben Touren und Ausflügen wurde auch die ordentliche Tätigkeit nicht vernachlässigt. Viele Wege wurden instandgehalten. Erneuert wurde der Überstieg bei der Ochsenscharte, neu angelegt wird in Zusammenarbeit mit Ratschings Tourismus ein Rund-
Grüne Säfte
Grüne Mixgetränke sind pflanzliche Dopingmittel und wahre Jungbrunnen. Sie schmecken köstlich, sind im Nu zubereitet und reich an hochwertigen Vitalstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Chlorophyll, die uns schützen, nähren, vitalisieren und heilen.
Dora Somvi, Kräuterpädagogin und Buchautorin, stellt am 21.
weg bei Gasteig. Ein Problem bestehe laut Siller weiterhin bei den Herdenhunden in Jaufental, die den Aufstieg zum Jaufen behindern. Gemeinsam mit dem AVS Ratschings und dem ASK Wipptal wurde die Kletterhalle in der Sportzone Stange betreut. Mit dem AVS Ratschings wurde auch ein Lawinenkurs organisiert.
Auch für das laufende Jahr hat die Ortsstelle ein abwechslungsreiches Programm präsentiert, das von der Skitour bis zur Frühlingswanderung, vom Klettersteig bis zur Familienwanderung reicht.
Für die Tätigkeit und für das Programm erntete der Aus schuss viel Anerkennung von den Ehrengästen, darunter der 1. Vorstand der Sektion Wipp tal Alfred Plank und Pfarrer Thomas Stürz.
Armin Wurzer wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft ge ehrt.
Mit einer Diaschau über die Tä tigkeiten im abgelaufenen Jahr, erstellt von Max Rainer, wurde die Versammlung abgeschlos sen.
„Wenn es den Tieren gut geht, geht es auch uns gut!“

Bergbäuerin Margareth Vanzetta vom Gogererhof in Ratschings ist eines der Gesichter der Sensibilisierungskampagne „Südtiroler Milch kann mehr“, die in diesem Jahr die Beweggründe der Südtiroler Milchbäuerinnen und Milchbauern in den Mittelpunkt stellt. Für sie steht dabei eines ganz besonders im Fokus: das Wohl ihrer Tiere. „Nur wenn es den Tieren gut geht, geht es auch uns gut. Gute Milch entsteht, wenn die Tiere gutes Futter bekommen, genügend Auslauf haben und mit Respekt behandelt werden”, ist Vanzetta überzeugt.
Doch Tierwohl beginnt für die Bergbäuerin noch früher – beim Boden. „Der Boden ist unsere Grundlage für alles“, erklärt sie. Ein lebendiger, gesunder Boden lässt kräftige Pflanzen wachsen, fördert artenreiche Wiesen und macht die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen.
Margareth Vanzetta steht damit stellvertretend für rund 4.000 kleinstrukturierte Milchviehbetriebe in Südtirol, die täglich die genossenschaftlich organisierten Milchhöfe des Landes mit hochwertiger Rohmilch beliefern.
Mai ab 20.00 Uhr in der Fra xenstube in Trens die besten Kräuter und Blattgemüsearten vor und bereitet mit den Teil nehmern einige Säfte zu. Da die Teilnehmerzahl für die ses Praxis-Seminar (freiwillige Spende) begrenzt ist, wird um Anmeldung beim Bildungsaus schuss Trens (Erich Hanni, Tel. 380 3420405) gebeten.

© Alex
Moling
Tobias Zössmayr neuer Sektionsleiter
An der Jahresversammlung der Sektion Sterzing des Weißes Kreuzes, die im März im VigilRaber-Saal in Sterzing stattgefunden hat, nahmen zahlreiche Freiwillige, Mitarbeiter sowie Vertreter aus Politik, Behörden und anderen Rettungsorganisationen teil. Im Mittelpunkt standen neben dem Rückblick auf ein arbeitsintensives Jahr vor allem die Neuwahlen der Sektionsleitung.
Nach der Eröffnung durch den scheidenden Sektionsleiter Christian Seiwald wurde der verstorbenen ehemaligen Freiwilligen und Angestellten der Sektion gedacht, besonders des Ehrenmitgliedes Josef Kinzner aus Telfes gedacht, der über Jahrzehnte hinweg das Vereinsleben maßgeblich mitgeprägt hatte. In das Gedenken eingeschlossen wurden auch Martin Staudacher und Giampaolo Crepaz, die im Juni des vergangenen Jahres bei einem tragischen Unfall auf der Autobahn ums Leben gekommen sind.
Die Sektion Sterzing zählt derzeit (stand 31. Dezember 2025) 2.550 Mitglieder (+3 %). Im Einsatz sind 19 hauptamtliche und 105 freiwillige Mitarbeiter. Die Notfallseelsorge zählt 15 Mitglieder, die Gruppe der Notfalldarstellung acht Mitglieder, zudem ist ein Zivildiener tätig. Gemeinsam haben sie im Vorjahr 69.266 Stunden geleistet. Der Jugendgruppe gehören 45 Mitglieder an, die von acht Betreuern begleitet werden. Im Jahr 2025 wurden acht neue Freiwillige aufgenommen.

Im Anschluss daran leitete Bezirksleiter Peter Micheler die Neuwahl der Sektionsleitung. Tobias Zössmayr wurde mit 34 Stimmen zum neuen Sektionsleiter gewählt und setzte sich damit gegen seine Mitbewerberin Franziska Brandner (25 Stimmen) durch. Den Ausschuss ergänzen Kevin Gschnitzer, Anja Tschurtschenthaler, Franziska Brandner, Daniela Kinzner und Daniel Sigmund gewählt. Gemeinsam mit der neuen Sektionsleitung werden sie künftig die Weiterentwicklung der Sektion gestalten. Ein zentraler Bestandteil der Versammlung war der Tätigkeitsbericht über das Jahr 2025, der die hohe Einsatzintensität eindrucksvoll widerspiegelte. Erneut gestiegen ist die Zahl der Einsätze: Diese lag bei 3.401 – rund 150 mehr als noch 2024; versorgt wurden dabei 3.539 Patienten. Bei 9.297 Transporten wurden 11.273 Patienten befördert und über 370.000 km zurückgelegt. Dies entspricht durchschnittlich rund 775 Transporten pro Monat bzw. mehr als neun Einsätzen pro Tag. Die meisten Rettungseinsätze waren mit 1.857 in der Gemeinde Sterzing zu verzeichnen, gefolgt von Ratschings (586) und Brenner (395) sowie Freienfeld
und Pfitsch (jeweils 265). Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll das Engagement der freiwilligen und festen Mitarbeiter, die täglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Bevölkerung leisten. Auch die Tätigkeitsberichte der einzelnen Gruppen zeigten das breite Aufgabenspektrum des Weißen Kreuzes, das Ausbildung und Pistenrettung, Notfallseelsorge und Einsatznachsorge, Freizeitgestaltung, Zivilschutz und Jugend umfasst. Präsident Alexander Schmid informierte
über die Tätigkeiten des Vereins auf Landesebene. In den abschließenden Grußworten würdigten die Ehrengäste die professionelle Arbeit und das große Engagement der Sektion Sterzing. Der scheidende Sektionsleiter Christian Seiwald bedankte sich bei allen Freiwilligen, Mitarbeitenden und Partnern für die langjährige Unterstützung und betonte die besondere Bedeutung des Ehrenamtes. bar

Langjährige Mitglieder geehrt
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen zahlreicher Mitglieder für ihre langjährige Tätigkeit.
Bronze (10 Jahre): Julia Leitner, Daniel Sigmund, Alex Mühlsteiger, Ingrid Steiner
Silber (15 Jahre): Christine Goller, Robert Hofer, Stephan Olivieri
Silber mit Lorbeer (20 Jahre): Manfred Schaiter, Florian Siller
Gold (25 Jahre): Christoph Rainer, Florian Raffl
Platin (35 Jahre): Oskar Ralser
Platin mit Lorbeer (40 Jahre): Karl Mayr, Manfred Haller
(v. l.) Dienstleiter Florian Siller, der neue Ausschuss mit Sektionsleiter Tobias Zössmayr, Daniel Sigmund, Kevin Gschnitzer, Daniela Kinzner, Anja Tschurtschenthaler und Franziska Brandner sowie der ehemalige Sektionsleiter Christian Seiwald
„Helfen
macht Freude und tut der Seele gut“ Licht und Schatten in Ecuador

Seit über zwei Jahrzehnten ist die Kleiderkammer Sterzing ein fester Bestandteil des sozialen Netzes im Wipptal. Was einst als einfache Möglichkeit begann, gut erhaltene Kleidung und Gebrauchtgegenstände abzugeben und abzuholen, hat sich heute zu einer vorbildlich organisierten Einrichtung entwickelt – getragen von großem freiwilligem Engagement und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Initiative. Mit diesen dankenden Worten begrüßte die Direktorin des Sozialdienstes Brigitte Mayr die Freiwilligen der Vinzenzkonferenz „Maria im Moos“ im Wintergarten des Sozialzentrums „Fugger“ zu gemeinsamem Kaffee und Kuchen.
Jeden Montag werden gut erhaltene Kleidungsstücke, Bettwäsche, Vorhänge, Schuhe, Geschirr und Spielsachen entgegengenommen. Dienstags erfolgt die Ausgabe an Menschen, die Unterstützung benötigen oder bewusst nachhaltig handeln möchten – in dem Wissen, dass auch gebrauchte Kleidung modisch und schön sein kann. So hat sich die Kleiderkammer zu einem wertvollen Dienst für die Bürger im Wipptal entwickelt.
Die Leiterin der Vinzenzkonferenz Annelore Reinthaler und
Zenzi Kerer, Koordinatorin der Kleiderkammer, hoben hervor, wie wichtig der zentrale und gut erreichbare Standort im Kondominium „Europa“ in der Bahnhofstraße ist. „Die Arbeit in der Kleiderkammer ist zeitintensiver, als man denkt. Viele Stunden in der Woche verbringen wir mit Aus-, Um- und Einräumen. Doch sie bereitet uns Freude und schenkt viel Genugtuung. Die Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft ermöglicht erst den Betrieb – dieser Austausch als Partnerorganisationen ist uns sehr wichtig.“
Ein besonderer Dank galt den zahlreichen freiwilligen Helfern, deren Erfahrung und unermüdlicher Einsatz die tägliche Arbeit prägen. „Diese Arbeit ist sehr wertvoll – im Kleinen wie im Großen – und eine große Hilfe für die Bevölkerung“, betonte Bezirkspräsident Martin Alber. „Ohne euch wäre all das nicht möglich.“
Auch Giulietta und Luigi Bozzi, die „guten Seelen“ des Kondominiums „Europa“, wurden gewürdigt. Sie sorgen verlässlich dafür, dass außerhalb der Öffnungszeiten abgestellte Säcke ins Haus gebracht werden – eine wertvolle Unterstützung, welche die Arbeit erleichtert und das gute Zusammenleben im Haus stärkt.
Ende März fand im Hotel „Engels Park“ in Sterzing ein Vortrag des Lions Clubs Sterzing über Licht und Schatten in Ecuador statt. Ernst und Sissi Pöschl aus Landshut sprachen über ihre Initiativen und Maßnahmen zugunsten von bedürftigen Kindern in Ecuador. Das Ehepaar Pöschl engagierte sich zuerst in einem Verein und später über die Stiftung „Licht und Schatten“ in mehreren Orten Ecuadors und schenkt den Ärmsten der Armen ein Zuhause. Darüber hinaus wurde auch ein neuer Kindergarten im Wohnviertel Quitos in Calderon errichtet.
Der Lions Club Sterzing hat sich stets für soziale Härtefälle vor

Ort, im Sinne von Lions International aber auch in verschiedenen Teilen der Welt eingesetzt.
Kleine Retter ganz groß
Vom 16. bis zum 17. Mai organisiert das Weiße Kreuz wieder den sogenannten 24-StundenDienst. Dabei haben die Jugend-

lichen die Möglichkeit, den Rettungsdienst einen ganzen Tag und eine Nacht lang hautnah mitzuerleben und zu zeigen, was sie in den Jugendstunden gelernt haben. Sie arbeiten verschiedene Einsätze ab, die von den Jugendbetreuern und Freiwilligen inszeniert werden. Damit die Jugend-
lichen so realistisch wie möglich auf nachgestellte „Notfälle“ treffen, werden die „Patienten“ zum Teil von den Freiwilligen der Notfalldarstellung geschminkt.
„Wir möchten den Jugendlichen ein besonderes Ereignis bieten und ihre Einsätze so real wie möglich machen“, so Vereinspräsident Alexander Schmid. „Wir bitten daher alle, sich vor Absetzen des Notrufs kurz zu versichern, dass es sich wirklich um einen Notfall handelt und nicht nur um eine Inszenierung unserer Weiß-Kreuz-Jugend.“ Die Landesnotrufzentrale ist über den 24-Stunden-Dienst informiert, ist aber verpflichtet, ein Rettungsmittel zu alarmieren, das dann jedoch nicht auf wirkliche Notfälle reagieren kann.
Whats Upp?! im Wipptol von Tobi
vom Jugenddienst
Endlich volljährig!
Am 29. Mai findet im Wipptal wieder die jährliche Volljährigkeitsfeier statt.
Die Gemeinden laden in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Wipptal alle Jugendlichen, die im vergangenen Jahr 18 Jahre alt geworden sind, dazu ein.
Die Location wechselt jedes Jahr. In den vergange




Gemeinden können so zusammenkommen und erhalten neben einem Abendessen auch wichtige Infos und Tipps für das Erwachsenenleben. Natürlich gibt es dann auch noch eine Party mit DJ, schließlich muss der neue Lebensabschnitt ja ordentlich gefeiert werden.
Hier findet ihr ein paar Bilder der letzten Feiern und die Einladung für die diesjährige Feier in der Sportzone Freienfeld. Wenn ihr im Jahr 2007 geboren



MELDE DICH HIER
BIS ZUM 21. MAI AN



Lange Nacht der Kirchen
Am 29. Mai öffnen auch in Südtirol rund 70 Kirchen und Kapellen ihre Türen für spirituelle, soziale, musikalische, künstlerische, kreative und kulturelle Begegnungen. Pfarreien, Vereine, Institutionen und Gemeinschaften laden unter dem Motto „MUT einander“ zu einem bunten Veranstaltungsprogramm, das von Führungen,

Wanderungen und Vorträgen bis hin zu Musik, Tanz und Buffets reicht. In der Pfarrkirche Stilfes findet um 20.00 Uhr eine Maiandacht mit dem Frauenchor Stilfes und dem Querflötentrio „Namana“ statt.
Anschließend gibt es einen Umtrunk im Innenhof des Widums. Infos auf www.langenachtder kirchen.it

Füreinander da sein. Gemein schaft erleben. Das sind die Hauptanliegen der Initiative „Zeit schenken“. Zusammen mit dem Team des Kolpingheimes Sterzing organisierte sie Mitte März mit Hilfe von Silvia Schifferle ein ganz besonderes MauMau-Turnier. Jungs aus dem Schülerheim Kolping, Senioren sowie Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen spielten miteinander Mau-Mau, lachten, unterstützen einander und führten Gespräche. Die Älteren brach-

e wär’s mit einem ganz besonderen Zivildienstjahr beim Weißen Kreuz? Freiwillige Zivildienende arbeiten im Krankentransport, unterstützen die Sanitäter:innen bei der Betreuung der transportierten Patient:innen und geben diesen Hilfestellung. Sie schließen zudem eine anerkannte Ausbildung ab, setzen sich sinnvoll ein, knüpfen neue Kontakte und wachsen auch persönlich als Teil einer starken Gemeinschaft.
Der freiwillige Zivildienst beginnt am 1. Oktober und dauert acht bis zwölf Monate. Zeit genug, um die anerkannte Sanitäter:in-Ausbildung abzuschließen, die auch im späteren Berufsleben von Vorteil ist. Der Dienst beinhaltet eine monatliche Spesenvergütung von 600 Euro und die kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Wenn du zwischen 18 und 28 Jahre alt bist, hast du noch bis zum 31. Juli die Chance, dich für den Zivildienst beim Weißen Kreuz zu bewerben. Nutze diese Gelegenheit und mach dein Jahr zu etwas ganz Besonderem!
ten ihre Erfahrung ein, während die Jüngeren begeistert und mit raus entstand lebendiger Aus tausch, der weit über das Kar tenspiel hinausging. Am Ende des Turniers wurden die besten Spieler ausgezeichnet, doch ge wonnen haben an diesem Tag alle: durch neue Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, Teil einer offenen und herzlichen Gemeinschaft zu sein.

Kinderseite
Suche die 10 Mai-Wörter!
Bastle deinen eigenen

Du brauchst:
• Karton
• Stifte
Stich Löcher in den Karton und male eine Vase. Suche dann Blumen und stecke sie hinein.

Male & schneide aus!
Mach deiner Mutter zum Muttertag eine Freude!
Diese Wörter sind versteckt:
Muttertag, Maiglöckchen, Lachen, Biene, Tulpe, Sonne, Mai, Raupe, Frühling, warm

Sterzing Feier von Ehejubiläen
Zwischen Tradition und neuen Wegen
„Kolping ist ein Ort für fröhliche Aktionen, Momente der Einkehr und kritischen Reflexion“, so Vorsitzende Martina Messner bei der Jahresversammlung der Kolpingsfamilie Sterzing.
„Wohin möchten wir als Gemeinschaft gehen? Lassen wir Neues zu?“ Der Impuls von Martina Messner zog sich wie ein roter

Ein zentrales Thema war die Neubesetzung des Präses-Amtes, nachdem Christoph Schweigl im September Sterzing verlassen hatte. Da die örtlichen Seelsorger die Betreuung aufgrund des Priestermangels nicht mehr im gewohnten Maß übernehmen können, geht die Kolpingsfamilie – maßgeblich unterstützt von Nationalpräses Peppi Stampfl – einen neuen Weg: Ingrid Heidegger Olivieri übernimmt künftig nach einstimmig erfolgter Wahl die spirituelle Leitung. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Kolpingsfamilie damit ein starkes Zeichen setzt, um das geistliche Erbe Adolph Kolpings auch in Zukunft lebendig zu erhalten.

Unter dem Motto „Gottes Segen trägt uns durch die Jahre“ lädt der Pfarrgemeinderat von Sterzing alle Ehepaare der Pfarrei, die ein besonderes Ehejubiläum (10, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 55 oder mehr Jahre) feiern, am 30. Mai zu einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche von Sterzing (Beginn 19.00 Uhr) ein. Anschließend gibt es einen Umtrunk im Deutschhaus.
Anmeldungen werden im Pfarrbüro Sterzing unter der Rufnummer 0472 765323 entgegengenommen.
Neue Ombudsfrau
Faden durch den Nachmittag. Nach einer Gedenkminute für verstorbene Mitglieder ließ eine Präsentation das vergangene Jahr mit vielfältigen Aktivitäten der Kolpingsfamilie und der Initiative „Wipptal –der kleine Bezirk mit dem großen Herzen“ Revue passieren. Anschließend wurden
Edith Siller Maggio, Bruno Maggio, Helga Mutschlechner Holzer, Rosa Thaler und Pfarrer Josef Gschnitzer in die Kolpingsfamilie aufgenommen. Brigitte Eisendle Gostner und Genoveva Gebhard erhielten eine Ehrenurkunde für ihre 40-jährige Treue. Benno Egger, Maria Luise Ploner und Maria Badstuber wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Einen weiteren neuen Weg beschreitet die Kolpingsfamilie auch mit der Regelung für das Kolpinghaus: Das Amt des Präses übernimmt Pfarrer Josef Gschnitzer. Auch er wurde von der Versammlung einstimmig gewählt. Die Doppelspitze soll eine lebendige geistliche Führung sicherstellen und der Kolpingsfamilie sowie Heimschülern ein gutes Vorbild sein. Nach Grußworten von Bürgermeister Peter Volgger und Nationalvorstand Karl Keim, die beide die große Bedeutung sozialer Vereine für die Gesellschaft betonten, schloss die Vorsitzende die Versammlung mit einem großen Dank an alle Helfer sowie an die Verantwortlichen des Kolpinghauses für die hervorragende Zusammenarbeit.
Der Verwaltungsrat des Südtiroler Kinderdorfs hat Maria Sparber, die aus Stilfes stammt, vor kurzem zur Ombudsfrau ernannt. Als unabhängige Ansprechpartnerin steht sie all jenen zur Seite, die in der Vergangenheit Gewalt oder Grenzverletzungen erfahren haben. Maria Sparber ist in Südtirol für ihre einfühlsame und kompetente Begleitung von Betroffenen bekannt. Mit viel Erfahrung, offenem Ohr und großer Sensibilität schafft sie einen sicheren Raum, in dem Menschen gehört und ernst genommen werden: „Die Erfahrung zeigt, dass es guttut und entlastet, in einem geschützten Rahmen von Gewalterfahrungen zu erzählen und bei Bedarf gemeinsam zu überlegen, welche Schritte und Maßnahmen hilfreich wären, um mit dem Erlebten besser, freier leben zu können“, so Sparber.

(v. l.) Nationalvorsitzender Kurt Egger, Bürgermeister Peter Volgger, Christl Innerhofer, Barbara Barbolini, Präses Ingrid Olivieri, Vorsitzende Martina Messner, Vorsitzender Kolpinghaus Karl Keim, Monika Freund, Erich Gogl und Stefan Frei
Sterzing
Karl Felderer. Eine Gratwanderung
100 Jahre Bergsteigerlied
„Wohl ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein …“ So gut wie jeder kennt das Bozner Bergsteigerlied, die inoffizielle Hymne Südtirols. Aber nur wenige wissen, wer es geschrieben hat und was für ein Mensch Karl Felderer war. Die drei jungen Autoren Alex Lamprecht, Manuel Maringgele und Ivan Stecher haben nachgeforscht und ein Buch über ihn geschrieben.
Karl Felderer (1895 – 1989) war Grenzgänger und Gratwanderer. Er kam in Margreid zur Welt, wuchs zwischen Blumenwiesen und Berggipfeln auf, kämpfte im Ersten Weltkrieg als Soldat an der Gebirgsfront, gründete eine Familie, arbeitete in einem Gemischtwarenladen und später im Handelshaus „Amonn“ in Bozen. Seine große Liebe galt der Fotografie und den Bergen, in die er sich während des Faschismus in den 1920er Jahren
zurückzog. Das Schlernhaus war sein zweites Zuhause. Im Mai 1926 – genau vor 100 Jahren – schrieb Felderer das Bozner Bergsteigerlied (sieben Strophen), eine idealisierte Sicht auf die Bergwelt und ein Gegenpol zur sozialen und politischen Unsicherheit der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler. In der zweiten Strophe besingt er die Loslösung Südtirols von Österreich und die Unterdrückung durch den Faschismus („Dort ist mein schönes Heimatland mit seinem schweren Leid“). In ihm sah Felderer eine so große Ge-
fahr für seine Heimat, dass er sich in den 1920er und 1930er Jahren politisch immer stärker radikalisierte und sich schließlich dem Nationalsozialismus zuwandte. 1939 warb er massiv für die Option, u. a. mit dem Gedicht „So reißet vom sonnigen Erker“, einem Optantengedicht, das damals in vielen Auswandererstuben hing („Die Treue zu Deutschland war stärker ... Leb wohl, du

Karl Felderer hat auch als Fotograf Spuren hinterlassen: Landschaften, Dörfer, Menschen und Berge in den frühen 1920er Jahren sind auf seinen eindrucksvollen Bildern zu sehen – eine versunkene Welt, die sich gewandelt hat, aber in ihren Wesenszügen unverändert scheint. Impressionen aus dem Wipptal.
mein Südtirol“). 1940 wanderte er nach Innsbruck aus. Der Brennerpass und so auch das Wipptal spielten in Felderers Leben eine wichtige Rolle. In seinem Gedicht „März 1938“ verklärt er den „Anschluss“ Österreichs ans Deutsche Reich. Die letzte Zeile „Denn heute steht Deutschland am Brenner“ steht exemplarisch für seine Hinwendung zum Nationalsozialismus und sein Bangen und Hoffen auf die „Heimholung“ bzw. „Befreiung“ Südtirols durch den „Führer“. 1943 war Karl Felderer bei der Zollaufsichtsstelle Obernberg am Brenner stationiert. Sein alpines „Revier“ reichte „vom Zuckerhütl in den Stubaier Alpen über den Brenner bis zum Kraxentrager in den Zillertaler Alpen“. Obwohl die Gemeinde Obernberg direkt an der Grenze zu Italien liegt, „konnte er (nach Südtirol, in seine Heimat) nur hineinschauen, betreten durfte er das Land südlich des Brenners nicht“, schreibt Willy Acherer über Felderers Zeit bei der Grenzwache, die auch für die
rend seiner langen Wartezeit auf die Heimkehr zeichnete er im Mundartgedicht „Die Grenzgänger“ humoristisch die illegale Heimkehr zweier Wehrmachtssoldaten nach, die nach ihrem Einsatz an der Ostfront wieder nach Hause zurückkehren wollen. Auf der Hut vor „Finanzern“ wagen sie sich, versteckt unter einer gegerbten Kuhhaut, über den Brenner. Fast schon am Ziel, müssen sie rennen, weil ihnen ein „teiflischer Stier“ dicht auf den Fersen ist. Der Stier verkörpert im Gedicht den feindlich gesinnten Staat Italien, der den abgewanderten Optanten nach der Zeit des Faschismus und der Option die Rückkehr in ihre Heimat verwehren will und sie mit Kerker und der Rückführung nach Tirol bestraft. Auch wenn es einigen illegalen Rücksiedlern tatsächlich so erging, konnten sich die meisten von ihnen unbehelligt in ihren ehemaligen Heimatorten niederlassen. Italien, mitten in den Pariser Friedensverhandlungen, wollte die politische Lage in
obwohl ich ja niemandem etwas angetan hatte“, so Felderer. Als er in Südtirol zufällig Kanonikus Michael Gamper, dem prominentesten Vertreter der Dableiber über den Weg lief, meinte dieser: „Sieh da, der Herr Felderer. Es freut mich, dass sie wieder daheim sind. Da gehören Sie nämlich hin.“ Und er reichte ihm die Hand. Ein Akt der Versöhnung zwischen zwei politischen Rivalen, der symbolhaft für eine geschichtspolitische Wende in Südtirol steht, deren Auswirkungen die Politik und Kultur des Landes noch über Jahrzehnte hinweg bestimmen sollten.
Im Kapitel über die Erinnerungskultur spielt der Brenner im Buch erneut eine bedeutende Rolle. Diesmal ist es nicht der Staat Italien, sondern Karl Felderer selbst, der dem Sextner Journalisten Claus Gatterer die Einreise über den Brenner am liebsten verbieten möchte („Macht am Brenner das Gatter zu, damit der Gatterer nicht mehr hereinkommt!“). Gatterer hatte in seitum in Südtirol einsetzte und die Auswüchse des Tourismus kritisierte. Bis zum Ende seines Lebens wehrte er sich entschieden gegen den Vorwurf, ein Nazi gewesen zu sein, deutschnational gesinnt blieb er aber. „Der Grat der Geschichte ist ein sehr schmaler. Es war mir als Verleger wichtig, dass wir bei der Rekonstruktion der Biografie weder rechts noch links vom Grat herunterfallen, sondern dass wir versuchen, der Persönlichkeit Karl Felderer gerecht zu werden“, so Hansjörg Stecher. Felderers Biografie ist eine Gratwanderung über Abgründe von Ideologien, Kriegen und Diktaturen. Ein Leben für die Berge und die Heimat, in dem sich die wechselvolle, widersprüchliche Identität und Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert spiegelt. Ein Buch über einen Mann, der unbeirrt seinen Weg und im Rückblick mitunter Irrwege ging, immer auf der Suche nach Heimat. Felderer starb am 3. März 1989 in Bozen. rb


Das 456 Seiten und 100 Fotos umfassende Buch „Karl Felderer. Eine Gratwanderung“, herausgegeben vom Alpenverein Südtirol und erschienen im Verlag „Menschen Bilder“, ist im Buchhandel erhältlich oder auf www.menschenbilder.at bestellbar.
Color Days 2.0
Genau zehn Jahre nach ihrem letzten Auftritt in Sterzing kehrt der STB Dixie Train im Rahmen der Color Days 2026 zurück und eröffnet am 9. Mai von 10.00 bis 12.00 Uhr mit einem Umzug durch die Fußgängerzone die zweite Ausgabe des einwöchigen Festivals. Die Nordtiroler Marching Band entstand aus einer Initiative einiger Musiker der Musikkapelle Natters und orientiert sich stilistisch am klassischen New-Orleans-Jazz, inzwischen auch am Chicago-Stil. Blickfang der Band ist Esther Perlot, die mit Stimme und Präsenz das Publikum sofort in ihren Bann zieht. An ihrer Seite steht Simon Cede, Trompeter, Flügelhornist, Sänger und musikalischer Kopf des Ensembles.
Das erste Abendkonzert findet am selben Tag um 20.00 Uhr in der Spielstätte des Veranstaltervereins ARCI statt. Dort ist das Trio Roots Fruit des aus der Gegend von Brescia stammenden Musikers und Liedermachers Charlie Cinelli zu hören, gemeinsam mit Simone Boffa an Gitarre und EFX sowie Roby Giribardi an Bass und Perkussion. Das Charlie Cinelli Trio steht für Energie, Humor und musikalische Leidenschaft. Das ist Lebenslust pur, mit der das Trio auch in Süddeutschland längst Kultstatus erreicht hat.
Der beliebte Muttertagsbrunch am 10. Mai findet heuer erstmals auf dem Stadtplatz vor dem Restaurant-Bar S’ Stadtplatzl statt. Damit erhält die traditionsreiche Veranstaltung einen neuen, offenen Rahmen mitten im Herzen der Stadt. Ab 11.00 Uhr sorgt dort die vierköpfige Orchestra

Latina mit Samba, Bossa Nova und Bolero für südamerikanisches Flair und beste Festivalstimmung.
Im Sterzinger Moos heizen Ago & Friends aus Bozen am 13. Mai die Stimmung auf und weihen die kürzlich umgebaute Hotelbar mit ihrem handgemachten Blues ein. Die Formation um Frontmann Agostino Accarrino, Lukas Insam, Nico Aldegani, Werner „Haifisch“ Heidegger und Paolo „Jack“ Ale manno kann auf zahlreiches Zu sammenarbeiten mit nationalen und internationalen Künstlern verweisen. Im Zentrum steht ein kraftvolles Repertoire zwischen Blues, Southern Rock, Funk und Country, das Tradition und Inno vation packend verbindet.
nika, Gitarre und markante Gesangsharmonien verschmelzen zu einem eigenständigen Klangerlebnis. Die Gewinner der Italian Blues Challenge 2022 und Italiens Vertreter bei der European Blues Challenge 2023 zählen zu
rin Sara Longo und des venezianischen Multiinstrumentalisten Alvise Seggi. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Beatles entstanden eigenständige, elegante Neuinterpretationen mit persönlicher Handschrift. Doch das Duo geht weit über eine Hommage an die Fab Four hinaus. Es verbindet Beatles-Songs mit eigenen Kompositionen und Ausflügen in die zeitgenössische Musik, mit Klangfarben zwischen Jazz, Weltmusik und moderner Klangkunst. In Sterzing wird das Projekt unter anderem durch den außergewöhnlichen Posaunisten Filippo Vignato ergänzt. Das Konzert findet am 15. Mai um 20.00 Uhr auf der CasArci-Bühne statt.

Nach längerer Pause kehren auch The Crowsroads nach Sterzing zurück. Das italienische FolkRock-Blues-Quartett um die Brüder Matteo und Andrea Corvaglia, verstärkt durch Michele „Poncio“ Belleri und Alessandro Ronchi, steht für einen rauen, packenden und zugleich vielschichtigen Sound. Mundharmo-
den spannendsten Stimmen der jungen italienischen Blues- und Roots-Szene. Zu hören sind sie am 14. Mai um 20.00 Uhr im Theatersaal Gossensaß, einem neuen Spielort der Color Days.
Mystery Tour ist das Projekt der italienisch-französischen Sänge-
Für den Festivalabschluss am 16. Mai um 20.00 Uhr auf der CasArci-Bühne sorgt The Incredible Southern Blues Band. Die 1989 gegründete Formation gehört seit Jahrzehnten zu den markantesten Namen der Südund Nordtiroler Blues-Szene. In ihrer Kernbesetzung mit Markus Linder, Gianni Ghirardini, Werner „Haifisch“ Heidegger und Roland Egger steht sie für druckvollen, eleganten Blues mit Spielfreude und Bühnenroutine. Mit den Incredible Horns, Simon Cede an der Trompete und Raphael Huber am Saxofon, gewinnt der Sound zusätzlich an Farbe, Soul und Wucht. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Groove und Live-Energie macht die Band zum idealen Schlusspunkt der Color Days.
Alle Veranstaltungen der Color Days 2026 sind bei freiem Eintritt zugänglich. Organisiert wird das Festival vom Sterzinger Kulturverein ARCI.
The Incredible Southern Blues Band
The Crowsroads

Sterzing
Broadway-Flair

„The Night of Musicals“ kommt am 6. Mai nach Sterzing und bietet im Stadttheater Broadway-Atmosphäre: eine Gala mit zeitlosen Klassikern und aktuellen Hits aus weltweit erfolgreichen Musicals, präsentiert in einer mitreißenden Bühnenshow. Beginn ist um 20.00 Uhr.
Tastenfest
Am 14. Mai (18.00 Uhr) bieten die Musikschulklassen für Tasteninstrumente der Musikschule Sterzing (Klavier, Orgel, Cembalo, Keyboard) im Stadttheater einen Konzertabend.
Benefizkonzert
Ein Benefizkonzert für den Verein „Momo“ gestalten am 15. Mai Musikschüler der Musikschule Sterzing unter der Leitung von Christine Marsoner im Stadttheater. Es moderiert Clown Malona. Beginn ist um 17.00 Uhr. „Momo“ setzt sich für die Palliativbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Südtirol ein.
Klezmer meets Yodeling


Es ist ein originelles musikalisches Projekt, das am 22. Mai (20.00 Uhr) im Stadttheater für stilvolle Klänge sorgt: In einer bislang unveröffentlichten Kreuzung trifft Klezmer-Jazz, herrührend von traditioneller jüdischer Instrumentalmusik, der Ziganoff Jazzmer Band auf traditionelles alpines Jodeln der bekannten Südtiroler Virtuosin Heidi Clementi. Die Band Ziganoff spielte bereits mehrfach vielbeachtete Konzerte in Sterzing.
100 Jahre Top-Ten-Hits
An zwei Konzertabenden am 5. (20.00 Uhr) und 7. Juni (19.00 Uhr) präsentieren der Männergesangverein Sterzing 1860 und die VipSingers unter der Leitung von Waltraud Pörnbacher im Stadttheater Sterzing eine Revue aus den Charts der letzten 100 Jahre. Am Klavier spielt Tamara Salcher.
Franzensfeste
A Mesa Usc

Bis zum 16. Mai ist im Rahmen des Water Light Festivals Brixen in der Festung Franzensfeste die Lichtund Klanginstallation „A Mesa Usc“ zu sehen, die sich mit dem Konzept der politischen Grenze auseinandersetzt. Hier wird Musik als Mittel des Trostes und zugleich als Landschaft erlebt. Im Zentrum steht die mündliche Erinnerung von Frauen: Volksliedtraditionen zeigen ihr Potential, kulturelle Identitäten in Grenzräumen zu bewahren, neu zu verhandeln und weiterzuentwickeln. Die ortsspezifische Installation

baut auf der Arbeit „Sot Glas“ auf, die Stimmen und Erinnerungen in einem besonderen Raum erlebbar macht. Das Projekt wurde von Ana Shametaj und Giuditta Vendrame konzipiert, vom künstlerischen Kollektiv Kokoschka Revival produziert und entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Renato Rinaldi, dem Lichtdesigner Giulio Olivero mit zusätzlicher Unterstützung bei der Lichtgestaltung durch Nicolò Brunetto sowie unter der technischen Leitung von Fabio Brusadin.
Mit Worten überzeugt

Mitte April nahmen Laura Thaler, Fabian Rizzi und Lukas Troyer der Klasse 3C der Mittelschule Ster zing am Südtiroler Jugendredewettbewerb in Bozen teil. In der Kategorie „Klassische Rede“ hatten die jungen Redner die Gelegenheit, ihre Gedanken vor Publikum zu präsentieren und sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Die Teilnehmer aus Sterzing belegten den 4., 5. und 7. Platz und zeigten eindrucksvoll, wie viel Ausdruckskraft und Tiefgang in ihren jungen Stimmen steckt.
Die Themen der Reden waren vielfältig und kreativ gewählt: Thaler setzte sich in ihrer Rede „Wenn mein Kühlschrank schlauer ist als
ich – KI als Helfer oder Herrscher“ mit den Chancen und Fragen rund um künstliche Intelligenz auseinander. Rizzi fragte in „Zeitreise – Kindheitstraum oder Wirklichkeit?“ nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Fantasie. Troyer stellte in seiner Rede „Die Frage aller Fragen – warum stellen wir Fragen?“ eine philosophische Grundüberlegung in den Mittelpunkt. Alle drei überzeugten durch klare Struktur, persönliche Zugänge und sprachliche Sicherheit. Besonders bemerkenswert war der Mut, sich auf eine große Bühne zu wagen und die eigenen Gedanken selbstbewusst zu vertreten.
Musikschule
Sterzing
Die Linie als Ausgangspunkt
Der Kulturverein LURX eröffnet am 8. Mai die Ausstellung „Kontur“ des Brixner Künstlers Raphael Mur.
Am Anfang steht die Linie. Schwarz auf Weiß – eine erste Setzung, die weder festlegt

noch abschließt, sondern Entwicklung ermöglicht. Aus dem Kontrast entsteht die Kontur, aus der Kontur das Geflecht und das Geflecht folgt keiner Wiederholung. Genau dort be ginnt Raphael Murs zweite Soloausstel lung „Kontur“, die am 8. Mai im LURX –Raum für Kunst und Kultur in der Sterzin ger Altstadt eröffnet wird. Jedes Bild folgt einem eigenen Pro zess, jede Linie wird zur Entscheidung innerhalb eines offenen Systems.
„Mich interessiert der Moment, in dem eine Linie zur Entschei dung wird und gleichzeitig of fen bleibt für das, was noch entstehen kann“, so Mur. Seine

Zeichnungen sind keine Vorstudien, sondern eigenständige Fragmente, die sich zu größeren Zusammenhängen verdichten –eine Zettelwirtschaft, die sich selbst überlebt. Ergänzt wird die Ausstellung durch großformatige Gemälde auf Leinwand. Im Unterschied zu früheren Werkzyklen verzichtet Mur in „Kontur“ auf zentrale Motive oder Figuren. Stattdessen entstehen vernetzte Bildräume, die an organische Wachstumsprozesse erinnern. Der Künstler beschreibt diesen Ansatz als „Myzellieren“ – ein Verweis auf unterirdische Pilzgeflechte, die sich verzweigen und verbinden, ohne klaren Ursprung. Wer genau hinschaut, sieht nicht nur Linien. Er sieht Entscheidungen. Mur wurde 1992 in Altötting in Deutschland geboren und studierte Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Nach drei Semestern verließ er die Akademie und setzte seine Ausbildung als Meisterschüler bei Dalip Kryeziu in Gießen fort. Heute lebt und arbeitet er in Brixen. Nach seiner ersten Soloausstellung „Aufwind“ in Neumarkt 2025 zeigt er mit „Kontur“ eine ruhigere, formal konzentrierte Weiterentwicklung seines künstleri-
Die Ausstellung ist bis Ende
Summer-Beach
Das nun auslaufende Musikschuljahr war reich an Konzerten, Vorspiel-Terminen, Abzeichenprüfungen und erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen. Am 5. Juni verabschiedet sich die Musikschule Sterzing bei einem Fest mit viel Musik im und im Umkreis des Deutschhauses (Pfarrkirche, Innenhof, Konzertsaal) für dieses Schuljahr in die Sommerpause. Es bildet den krönenden Abschluss, bei dem möglichst viele Schüler Gelegenheit erhalten,
Erlerntes auf der Bühne zu präsentieren.

Das bunte Gemeinschaftskonzert aller Instrumenten- und Singklassen verspricht ab 17.00 Uhr einen musikalischen Ohrenschmaus mit vielen solistischen und Ensemblebeiträgen.

LiesmichLeggimi
Am 23. April, dem Welttag des Buches, hat die landesweite zweisprachige Sommerleseaktion „Liesmich Leggimi 2026“ begonnen. Mit dabei ist auch wieder die Stadtbibliothek Sterzing. Leser ab elf Jahren können aus einer umfassenden Auswahl von 80 Büchern in deutscher und italienischer Sprache wählen. Die Liste umfasst Romane, Graphic Novels und Sachbücher – ein breites Spektrum an Literaturgenres.

Die Erwachsenenbücher der Sommerleseaktion in deutscher Sprache werden am 9. Juni um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing von Petra Frötscher vorgestellt (Anmeldung unter Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu).
Die Bücher der Sommerleseaktion stehen in allen teilnehmenden Südtiroler Bibliotheken einschließlich der Schulbibliotheken sowie in den Online-Bibliotheken Biblio24 und Biblioweb zur Verfügung. Zudem sind die Titel im lokalen Buchhandel erhältlich. Interessierte können sich auf der Website liesmich-leggimi.bz.it registrieren und zu jedem gelesenen Buch einen Kommentar abgeben. Damit nimmt man automatisch an der Verlosung von 200 Sachpreisen teil.
Die Aktion, die sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der Lesekulturförderung in Südtirol etabliert hat, läuft bis zum 31. Oktober. Getragen wird die Initiative wird von den beiden Landesämtern für Bibliotheken und Lesen der deutschen und italienischen Kulturabteilung.
30 Jahre Jagdmuseum

Seit 30 Jahren beherbergt Schloss Wolfsthurn in Mareit das Südtiroler Jagd- und Fischereimuseum.
Schloss Wolfsthurn, das als einziges Barockschloss Südtirols gilt, feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen als Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Seit der Eröffnung im Jahr 1996 ist das Schloss in Mareit für die Öffentlichkeit zugänglich und ein bedeutender kultureller Anziehungspunkt.
Das Museum präsentiert kulturhistorische Sammlungen zur Jagd- und Fischereigeschichte, darunter Dioramen mit heimischen Wildtieren und Fischen, Volkskunst sowie die Sammlung „Rudolf Reichel“ zur Fliegenfischerei. Zudem können die original eingerichteten Prunkräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert besichtigt werden.
Bis November läuft auch noch die Ausstellung „Jagd-Hund-Mensch. Eine erfolgreiche Beziehungsgeschichte“ über die enge Beziehung zwischen Mensch und Jagdhund, die Entwicklung des Jagdhundes, seine Aufgaben und die Zusammenarbeit mit dem Menschen, ergänzt durch persönliche Erfahrungsberichte an Hörstationen. An einer kleinen Infostation im Schloss steht heuer zudem das Hermelin im Mittelpunkt. Besucher erfahren hier Wissens-
wertes über seinen Lebensraum und seine Lebensweise.

Das barocke Schloss Wolfsthurn entstand zwischen 1727 und 1741. Dem Bau gingen lange Überlegungen und Planungen voraus, die in über 40 historischen Plänen und Skizzen erhalten sind. Es zeugt auch von der damaligen Begeisterung für Zahlenspielereien, heißt es doch, das Schloss habe 365 Fenster, 52 Türen, zwölf Kamine und vier Portale – eine Anspielung auf das Jahr mit Kalendertagen, Wochen, Monaten und Jahreszeiten. Der Historiker Johann Nepomuk Tinkhauser bezeichnete es einst als das „schönste Schloss von Tirol“.
Bis Anfang November ist das Museum von Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Das Hermelin: Neue Infostation
Mareit
Buchvorstellung
Leopold Staudacher

Saal in Sterzing das Buch „Leopold Staudacher. Zwischen Südtirol und Sibirien 1914 –1920“ vorgestellt.
Leopold Staudacher (1880 – 1936), gebürtig aus Gospeneid bei Sterzing, hinterließ ein beeindruckendes handschriftliches Manuskript über seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg. Auf rund 350 Seiten schildert er eindringlich seinen Einsatz an der Ostfront, die entbehrungsreiche Kriegsgefangenschaft im sibirischen Krasnojarsk sowie seine abenteuerliche Flucht in die Heimat, in die er 1920 zurückgekehrt ist. Mehr als ein Jahrhundert nach seiner Rückkehr wurden diese persönlichen Aufzeichnungen von Staudachers Enkel Norbert Hiesleitner zufällig wiedergefunden und erstmals einer Transkription zugeführt. Sie stellen ein ebenso lebendiges wie erschütterndes Zeitzeugnis dar, das die Grausamkeit des Krieges aus der Perspektive des
kumentiert.
Die


Historikerin Barbara Felizetti Sorg hat die Transkription der Aufzeichnungen wissenschaftlich überarbeitet, Staudachers Lebensweg rekonstruiert und diesen durch archivalische Quellen ergänzt. So ist eine fundierte und zugleich eindringliche Biografie entstanden, die individuelle Erfahrung und historische Einordnung miteinander verbindet. Durch die editorische Aufbereitung wird das persönliche Zeugnis in einen größeren historischen Zusammenhang gestellt und als wertvolle Quelle für die Geschichtsforschung zugänglich gemacht. Herausgegeben wurde die Publikation vom Chronistenverein Sterzing, die gestalterische Umsetzung lag in den Händen von Fabian Wieser.
Die Buchvorstellung, die von Schülern der Musikschule Sterzing musikalisch begleitet wird, beginnt um 19.00 Uhr und ist frei zugänglich. Anschließend lädt der Chronistenverein zu einem Umtrunk.

Familie Staudacher vor ihrem Hof „Warte” in Gospeneid in der damals noch eigenständigen Gemeinde Jaufental, um 1905: (v.l.) Bruder Josef, Mutter Anna, Leopold, Schwester Maria Anna, Ziehschwester Maria und Vater Josef
„Gemeinsam auf den Hochfeiler!“

Sommerzeit ist Lesezeit! Die Wipptaler Bibliotheken laden auch in diesem Jahr wieder alle Grundschul- und Kindergartenkinder dazu ein, an der bezirksweiten Sommerleseaktion teilzunehmen. Nachdem im Vorjahr erfolgreich der Zwölferturm erlesen wurde, wird heuer der 3.510 m hohe Hochfeiler „erklommen“. Die Aktion läuft vom 18. Mai bis zum 18. September. Ziel ist es, fleißig Höhenmeter zu sammeln. Die gelesenen Bücher werden in die dafür vorgesehenen Listen eingetragen. Wichtig ist dabei die Angabe der Seitenanzahl, damit die entsprechenden Höhenmeter vergeben werden können: Für Bücher bis zu 100 Seiten erhält man einen Höhenmeter, für Bücher mit 100 bis 200 Seiten werden zwei Höhenmeter vergeben und für Bücher ab 200 Seiten drei Höhenmeter. Die Vordrucke liegen in der Grundschulbibliothek „Dr. J. Rampold“, der italienischen Grundschulbibliothek „A. Langer“, der Stadtbibliothek Sterzing sowie in den Öffentlichen Bibliotheken Stilfes, Trens, Mauls, Gossensaß, Pflersch und Ridnaun auf. Bis zum Ende der Sommerleseaktion können die Listen in den teilnehmenden Bibliotheken abgegeben werden. Anschließend werden alle gesammelten Höhenmeter zusammengezählt. Bei der Abgabe erhält jedes Kind ein Geschenk. Der Abschluss der Sommerleseaktion wird am 17. Oktober mit einem gemeinsamen Lesefest im Stadttheater Sterzing gefeiert.
Sterzing Bücherflohmarkt
Die Stadtbibliothek Sterzing hat in den ersten Monaten des Jahres fleißig ausgemistet, um wieder Platz für die Neuheiten des Jahres in den Regalen zu schaffen. Die ausgeschiedenen Medien können vom 5. bis zum 16. Mai im Eingangsbereich der Stadtbibliothek kostenlos mitgenommen werden.
Buchtipp
Der rätselhafte Spiralenstein von Ratschings
In ihrem neuen Buch „Mystische Orte in Südtirol. Steinkult & Kultsteine“ spüren Astrid Amico und Martin Ruepp in 14 Wanderungen verborgenen Zeugen einer uralten, oft vergessenen Spiritualität nach.
Im Zentrum steht nicht nur die kulturgeschichtliche Dimension, sondern auch die Frage, wie jahrtausendealte Kultsteine auf heutige Besucher wirken können: als Orte der Ruhe, der Sammlung, der Inspiration und als spürbare Kraftpunkte. Das Buch führt damit weit über herkömmliche Reiseführer hinaus: Es öffnet den Blick auf Südtirol abseits der üblichen Touristenpfade und lädt dazu ein, Natur und Landschaft neu zu erleben. Die Texte werden von großformatigen, atmosphärischen Farbbildern der Kultsteine begleitet, die beim Betrachter die Neugier wecken, diese Orte selbst zu entdecken. Unter den zahlreichen Steinen und Kultplätzen, welche die Autoren mit deren Besonderheiten, dem archäologischen Hintergrund und möglichen Deutungen vorstellen, befindet sich auch der rästelhafte Spiralenstein nahe der Klammalm im Talschluss von Ratschings. Er ziert zudem die Umschlagseite des Buches. Auf den Stein mit den beiden Spiralen wurde das Autorenteam 2020 von Wanderführer Andreas Brunner aufmerksam gemacht. „Die Schönheit dieses Steines ergriff uns zutiefst – sogleich war uns bewusst, etwas Einzigartiges vor uns zu haben.“ Die beiden im Hochrelief gearbeiteten Spiralen mit einem Durchmesser von über 50 cm auf einem weißgrauen Steinblock aus Ratschinger Marmor berühren sich und drehen sich rechtsseitig vom

Zentrum nach außen. Da kein vergleichbares Felsbild bekannt ist, bleibt die genaue Datierung „vorerst ungeklärt und wird von zukünftigen Funden und Untersuchungen abhängen. Die gewählte Form der Felszeichnung spricht jedoch für eine frühe prähistorische Herkunft und einen bislang unbekannten Kultplatz – ein Höhenheiligtum aus längst vergangenen Zeiten“. Darauf deuten auch ein weiterer stark verwitterter Spiralenstein und einzelne Schalensteine in der näheren Umgebung hin.
Die Autoren, die sich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit der Erforschung uralter Kultplätze beschäftigen, schließen mit den Worten: „Man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse die Zukunft über diesen Ort und das Ratschinger Tal noch offenbaren wird, denn frühgeschichtlich betrachtet ist es bislang ein nahezu unbeschriebenes Blatt.“
Das 2026 bei Raetia erschienene Buch ist im Buchhandel erhältlich.
Spiralenförmige Felszeichnungen gehören zu den ältesten Symbolen der Menschheitsgeschichte. Linksdrehende Spiralen stehen für Ursprung und Erinnerung, rechtsdrehende wie der Kultstein von der Klammalm für Aufbruch, Weite und Zukunft. Diese Motive haben bis heute ihre Wirkung beibehalten.
Neustart für das Stadttheater
Stiftung Kultur Sterzing übernimmt Führung

Im Stadttheater Sterzing steht ein wichtiger organisatorischer Neustart bevor: Mit 1. Mai übernimmt die Stiftung Kultur Sterzing KDS die Führung des Hauses. Die neue Struktur soll vor allem eines ermöglichen: mehr Flexibilität und eine stärkere Einbindung der lokalen Kulturszene.
Das Stadttheater war im Jahr 2000 eröffnet worden und wurde viele Jahre als eigenständige Einrichtung geführt. Seit 2019 musste der Betrieb jedoch aufgrund gesetzlicher Vorgaben in den Gemeindebetrieb integriert werden. Der Sterzinger Gemeinderat hat im Februar dieses Jahres beschlossen, die Führung des Stadttheaters in Konzession zu vergeben, um die sich die Stiftung Kultur Sterzing beworben und den Zuschlag bekommen hat. Die neue Führung des Stadttheaters wird den laufenden Betrieb flexibler und schlanker organisieren und bietet vor allem eine sehr gute Möglichkeit, das Stadttheater als gemeinsames kulturelles Zentrum für Sterzing und den Bezirk weiterzuentwickeln. Die Stiftung Kultur Sterzing wurde im vergangenen Jahr vom Vigil Raber Kuratorium, der
Stadtbühne Sterzing, der Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld und der Raiffeisenkasse Wipptal gegründet. Der Stiftung sind bereits weitere wichtige Akteure beigetreten und ihnen sollen möglichst viele lokal kulturell tätige Vereine und Institutionen folgen, um das Haus zu öffnen und dessen Zukunft gemeinsam aktiv mitzugestalten.
Die strategische Ausrichtung übernimmt künftig ein Stiftungsrat aus je einer Vertretung der Mitgliedsvereine und -institutionen. Dieser legt Ziele und Leitlinien fest und bringt Vorschläge für die Programmgestaltung ein. Ein vom Stiftungsrat gewählter Ausschuss wird den Betrieb in Abstimmung mit der Gemeinde koordinieren. Mit der Neuorganisation wird auch das Theatercafé neu vergeben. Café und Veranstaltungsbetrieb sollen künftig noch enger zusammenspielen, sich gegenseitig ergänzen und sich gemeinsam weiterentwickeln. Ideen dafür sind bereits vorhanden, weitere Anregungen sind willkommen. Interessierte können sich bei Immobilien Siller über die Konditionen informieren und weiterführende Informationen einholen.
Brassband Wipptal ist Europameister

Vom 20. bis zum 26. April war die oberösterreichische Hauptstadt Linz internationales Zentrum der Brass-Band-Szene, als dort die Europäischen Brassbandmeisterschaften (EBBC) stattfanden. Mit einem glanzvollen Auftritt beteiligte sich daran auch die Brassband Wipptal unter der musikalischen Leitung von Patrick Gruber. In einem hochkarätig besetzten Wettbewerb im renommierten
Brucknerhaus Linz erzielte die Band 91 Punkte und setzte sich damit gegen die Konkurrenz aus Frankreich (Musicalis Algrange) und Polen (Pacholski Polish Brass Band) durch. Damit holte sie sich in der Challenge Section den Europameistertitel. Sponsoren, Unterstützern und Fans gilt ein besonderer Dank der Band, die bereits in der Vergangenheit immer wieder für furiose Konzerte gesorgt hat.

Neue
Chorleitung steht an
Bei der Jahresversammlung des MGV Sterzing 1860 im März blickte Chronist Manfred Gogl auf das abgelaufene Chorjahr

mit fünfzehn kirchlichen und weltlichen Auftritten sowie 34 Proben zurück.
Chorleiterin Waltraud Pörnbacher kündigte an, dass sie zum Ende des Chorjahres die Chorleitung abgeben werde. Sie bekräftigte, dass es zwölf schöne und sehr gute Jahre mit viel Wachstum und tollen Konzerten waren, die ihr in Erinnerung bleiben werden. Es sei nun aber die Zeit gekommen, etwas Neues zu machen.
Der Verein ist derzeit auf der Suche nach einem Nachfolger. Obwohl sich die Suche nicht einfach gestaltet, ist der Vorstand zuversichtlich, bis zum Probenbeginn im Herbst einen neuen Chorleiter begrüßen zu dürfen.
Bürgermeister und Kulturstadtrat Peter Volgger unterstrich in seiner Ansprache die Lebendigkeit des Vereinslebens in Sterzing. Er dankte der Chorleiterin und den Sängern für ihren musikalischen Beitrag zum Kulturleben der Stadt.
Freude an der Musik
Ende März begeisterte die Musikkapelle Ma reit mit einem abwechslungsreichen und span nenden Frühjahrskonzert ihr Publikum. Ob

mann Matthias Hofer begrüßte die zahlreichen Konzertbesucher und dankte allen Sponsoren für ihre Unterstützung. Ein besonderer Dank galt den Musikanten für ihren unermüdlichen Einsatz sowie ihre Freude an der Musik. Unter der Leitung von Kapellmeister Hannes Tratter präsentierte die Musikkapelle ein vielseitiges Programm, das von traditioneller Blasmusik bis hin zu modernen Arrangements reichte. Durch den Konzertabend führten Si-
mon Überegger und Katharina Gschnitzer, die mit ihrer humorvollen und schauspielerischen Moderation für angenehme Atmosphäre sorgten.
Mit großer Freude kann die Musikkapelle Mareit dieses Jahr mit Florian Eisendle am Schlagzeug ein neues Gesicht zu ihren Mitgliedern zählen.
Michael Longo wurde beim Konzertabend nach langjähriger Tätigkeit die Ehrenmitgliedschaft in der Musikkapelle Mareit verliehen – eine verdiente Anerkennung für sein herausragendes Engagement und seine Leidenschaft für die Musik, die ihn auch heute noch im Herzen zu einem unverzichtbaren Teil der Gemeinschaft macht.
Julia Überegger und Maria Wurzer erhielten das Ehrenzeichen in Bronze für ihre 15-jährige Mitgliedschaft.
Passionssingen in Wiesen
Am Palmsonntag lud der Pfarrchor Wiesen zum Passionssingen in die Pfarrkirche Wiesen.
Unter der Leitung von Andrès Balzanelli trug der Chor vor zahlreichem Publi kum u. a. die 14 Kreuzweg stationen von J. Höllwarth vor, die als künstlerische Darstellung des Leidens weges Christi bekannt sind. An der Truhenorgel, zur Verfügung gestellt vom Verband der Kirchenmusik, spielte Organistin Sabine Walter. Vorgetragen wur den auf diesem besonderen Instrument zu dem zwei Variationen des Psalms „Da Jesus an dem Kreuze stund“ von Samuel Scheidt und mit dem Chor das Lied „In stiller Nacht“ von J. Brahms.
Simon Walter unterstrich mit besinnlichen Texten die Bedeutung der vorösterlichen Zeit.

Passionssingen mit dem Lied „Vor deinem Kreuz“ von Klaus Heizmann, bei dem sich der Chor dem romanischen Kreuz der Pfarrkirche zuwandte.
Mareit
Gossensaß Pfingstkonzert
ohne Kapellmeister
Am Pfingstsamstag, den 23. Mai gibt die Vereinskapelle Gossensaß beim Pavillon auf dem überdachten Festplatz in Gossensaß auch in diesem Jahr wieder ihr

Mauls
„Open Air der Blasmusik“

Pfingstkonzert, diesmal wegen Umbauarbeiten am Vereinshaus in etwas anderer Form. Unter dem Titel „Open Air der Blasmusik“ hat Kapellmeister Martin Eller ein bunt gemischtes Programm zusammengestellt. Zu hören sein werden u. a. traditionelle Titel wie die „Spritzregen-Polka“, der Walzer „Seite an Seite“ oder der beliebte Marsch
„Kaiserin Sissi“. Ergänzt wird das Programm durch moderne und allseits bekannte Titel wie „Sweet Caroline“, „Partyplanet“ oder „Der Himmel brennt“. Die Zuhörer dürfen sich auf einen Konzertabend mit traditioneller Blasmusik, modernen Ohrwürmern und vielen Solisten freuen. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr auf dem Festplatz von Mauls. Der Kirchenchor Mauls sorgt ab 19.00 Uhr für Speis und Trank.
Das Pfingstkonzert verspricht also nicht nur musikalischen Genuss, sondern auch ein Konzertformat, das es in dieser Form in Gossensaß noch nicht gegeben hat.
Der Konzertabend beginnt um 20.15 Uhr.
Pfingstkonzert. Eröffnet wird der Konzertabend mit schwungvollen Stücken von der Jugendkapelle Brennerwind. Heuer steht die Vereinskapelle allerdings vor einer besonderen Herausforderung: Nach dem Abschied von Kapellmeister Klaus Sailer konnte bisher kein Nachfolger gefunden werden. Um das Pfingstkonzert dennoch spielen zu können, wurde gemeinsam mit dem Nordtiroler Musiklehrer Florian Pranger ein innovatives Projekt gestartet. Drei seiner Dirigierschüler – Sophia Übergänger aus Matrei, Benjamin Kandler aus Obernberg und Mathias Gastl aus Inzing (im Bild) – übernehmen die musikalische Leitung und studieren mit der Kapelle ausgewählte Stücke ein. Und so erwartet das Publikum auch heuer ein abwechslungsreiches Programm mit dem Konzertmarsch „Uncle Teddy“, der Ouvertüre „Die beiden Savojarden“ und dem traditionsreichen Walzer „Münchner Kindl“. Zu hören sind auch „Die lustigen Dorfschmiede“, die „Sommerfest-Ouvertüre“, moderne Klänge wie „Into the Storm“ oder der Marsch „Graf Zeppelin“. Trotz der außergewöhnlichen Situation zeigen die wenigen gemeinsamen Proben einmal mehr den starken Zusammenhalt innerhalb der Kapelle und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

„Nordisch-keltische Klänge –Helden, Höhen, Horizonte“ sind am 16. Mai beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Innerpfitsch im Schulhaus von St. Jakob hören.
Unter der Leitung von Raffael Röck gelangen die Stücke „A
little Opening“, ein Wickie-Medley, „Perfect“, „Mein großer Traum“, „Mountain Panorama“, „Sons of the Brave“, „Highland Cathedral“ oder „All Glory Told” zum Vortrag.
Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr.



Die Gilfenklamm
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging man in den Alpen zunehmend daran, Naturschönheiten für den aufkommenden Tourismus zugänglich zu machen. Der Sterzinger Heimatforscher Conrad Fischnaler berichtete bereits 1883 in seinem Führer „Sterzing am Eisack“ von der „äußerst imposanten Schlucht, aus welcher der Ratschingerbach hervorbricht“. Er meinte damit die wohl einzigartige Gilfenklamm bei Stange, die durch reinsten weißen Marmor führt und deshalb unbedingt erschlossen werden sollte. Es war der Wirt des Gasthofes „Zur Gilfenklamm“ Karl Wiedner in der Stange, der die Touristen ab 1890 von Jaufensteg an den oberen Rand der gefährlichen Schlucht führte, um ihnen „die Schauer der romantischen Tiefe zu zeigen“.
von Karl-Heinz Sparber
Bisher war die „Gülfenklamm“ (Gülf = Flussmündung, wassergefüllte Felsbucht, Gewölbe) nur einzelnen Holzknechten bekannt, die an langen Stricken in Lederkörben in die Schluchten niedergelassen wurden, um das angestaute Brennholz mit langen Trifthackenstangen weiter zu stoßen. Einige Einheimische, etwa die Jäger, kannten die Verhältnisse in der gefährlichen Schlucht sicher schon seit jeher. Davon zeugen die sieben überlieferten Benennungen der verschiedenen Stellen in der Gilfenklamm: „Das Kampl“ (62 m tief), „die Kirche“ (69 m), „der Taubenschlag“ und „der Kessel“ (je 63 m), das „nasse Tal“ (40 m), „die Schwebe“ (70 m) und „das Kanzele“ (20 m). Angeblich verwendeten die Bauern seit uralten Zeiten diese Namen beim Holztriften durch die Schlucht.
Der Flurname „in der Gulfen“ ist bereits 1380 urkundlich belegt. Im Dezember 1892 unternahm Karl Wiedner mit seinem Freund, dem Sterzinger Bezirksrichter Franz Engl, und weiteren sachverständigen Arbeitern, ausgerüstet mit Stricken, Brettern und Leitern, eine erste ErkundungsExpedition von unten hinauf in die unheimliche Schlucht. Sie hofften, über die Eisdecke die sehr tiefen tückischen Tümpel und Uferstellen passieren zu können, doch der Versuch scheiterte an den senkrechten Felswänden. Dennoch beschlossen sie, mit finanziellen Eigenmitteln und in Zusammenarbeit mit der Sektion Sterzing des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Gilfenklamm touristisch zu erschließen.
Es war ein Mammutwerk: 33 Fels-
sprengungen wurden durchgeführt, 500 m Weganlagen (175 m Höhenunterschied) mussten errichtet werden, täglich waren acht bis zehn Arbeiter im Einsatz. Zahlreiche Brücken, Stege und Treppen mussten durch die riesigen weißen Marmorschluchten gezogen werden. Eine Galerie wurde in den Felsen eingelassen und schwierige Passagen konnten nur durch Steinsprengungen mit Dynamit begehbar gemacht werden. Diese Arbeiten hatte die k. k. Bergverwaltung Klausen übernommen. Noch während dieses ersten Ausbaues kamen viele Interessierte in die Schlucht. Im Juni 1894 waren laut Zeitungsberichten bereits zahlreiche Einheimische an (sprengfreien) Sonntagen gekommen, um ihre neue Naturschönheit zu bewundern. Im September strömten
Die beiden Miniatur-Aquarelle (17x25 cm) von Maler F. A. C. M. Reisch in Meran (KünstlerPostkarten vom September 1899)
Der Ratschinger Bach hat die Marmorklamm über Jahrtausende ausgehöhlt.

viele Hundert Touristen in die Marmorklamm und spendeten vor Begeisterung reichlich für die weitere Erschließung. Bereits seit 1895 gab es zwischen Sterzing und Mareit eine regelmäßige Stellwagen-Verbindung, was den Touristenstrom zur Gilfenklamm ankurbelte. Dreimal täglich (6.00 Uhr, 10.00 Uhr und 15.00 Uhr) verkehrte in den Sommer-
dem die Kosten auf 10.000 Kronen angestiegen waren, am 5. Juli 1896 – vor nunmehr 130 Jahren – zur Besichtigung freigegeben werden. Die Hälfte der

tägigen Festes mit Freischießen und Festumzug umbenannt in „Kaiser Franz Josefs-Klamm“. Am zweiten Tag zogen die Sterzinger Bürgerkapelle mit der Ridnauner Knappenkapelle zum Eingang der Gilfenklamm, wo Dr. Piwocki, der Obmann der Sektion Sterzing, eine Dankesrede hielt und von der mühsamen Erschließung der Klamm berichtete. Aus der Klamm erdröhnten die Pöller mit überwältigendem Wiederhall. Ein gewaltiger Zug von Festgästen bewegte sich andächtig in die Schlucht bis zum Glanzpunkt der Klamm, in die sogenannte „Kirche“, wo Pfarrer Karl Prader von Mareit den kirchlichen Segen spendete. Dabei erfolgte auch die Umbenennung zu Ehren des Kaisers.
Kosten zahlte die Zentralkasse des Alpenvereins, den Rest steuerten private Spender, darunter Franz Engl, bei. Er trat bei der Einweihung als Redner auf und berichtete von den mühsamen und gefährlichen Arbeiten.
Umbenennung
Am 25. Juli 1898 wurde die Gilfenklamm im Rahmen eines drei-
Der neue Name war jedoch umständlich auszusprechen und daher auch nur einige Jahrzehnte in Gebrauch. Bald gab es Probleme mit den Grundbesitzern, die für den Zugang zur Klamm eine Entschädigung verlangten. Nach einer kurzfristigen Schließung 1900 und langwierigen Verhandlungen mit den Bauern einigte man sich auf Abfindungssummen und Entschädigungen. Am oberen und am unteren Ende der
Die Pioniere von 1898 mit Handsäge, Handbohrer, Schleifstein und anderem Werkzeug

Gilfenklamm wurden Abschlusstore für die Erhebung einer Eintrittsgebühr errichtet. 1910 war die Klamm wegen Baufälligkeit erneut nicht mehr zugänglich. Der Weg wurde 1911 wieder instand gesetzt, zahlreiche Touristen belebten bis 1914 die weitum bekannte Gilfenklamm. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam der Fremdenverkehr schlagartig zum Erliegen. In der Zeit der beiden Weltkriege war die Klamm geschlossen und verfiel zusehends. Dazwischen gab es von 1925 bis in die 1930er Jahre einen kurzen Aufschwung, denn auch die italienischen Gäste waren von der Schönheit der Marmorklamm beeindruckt. Sie konnten in dieser Zeit aber nur den unteren Klammabschnitt bis zur „Kirche“ hinauf begehen.
Umfangreiche Sanierungen
Nach 1945 verfielen die Wege und Steige zusehends und erst der 1959 gegründete Verschö-

Erinnerungstafeln an die großen Sanierungen von 1961 und 1991
nerungsverein Ratschings konnte aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten (rund 6 Millionen Lire) durch die Baufirma „Kraus“ und einheimische Arbeiter die Gilfenklamm-Promenade für Tausende von Besuchern wieder
zugänglich machen. Für die Wiedereröffnung 1961 musste die Klamm an vielen Punkten erneuert werden. Damals wurden am unteren und oberen Kassierhäuschen zwei Plumpsklos über dem Abgrund errichtet, die jedoch aufgrund des allgemein gestiegenen Umweltbewusstseins bald wieder entfernt wurden. Eine zweite Sanierung erfolgte 1991 durch den Verkehrsverein Ratschings in Zusammenarbeit mit der Bergrettung Ratschings und
Lichtshow in der Schlucht

Im Jahr 2021 feierte die Gilfenklamm ihr 125-jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum wurde 2022 in einem Teilstück der Schlucht ein WasserLicht-Schauspiel inszeniert. Die finnischen Künstler Kari Kola und Onni Tahvanainen hatten ungefähr 125 LED-basierte Lichtquellen in der Klamm installiert. Mittels neuester Technologie wurde das Licht gebündelt und auf die Felswände der Schlucht projiziert. Das tosende Wasser sollte mit wechselnden Farben ausgeglichen werden. Die Besucher erlebten eine magische Begegnung mit dem Element Wasser und einen spektakulären Rundgang durch die lichterfüllte Gilfenklamm.
der Firma „Josef Kruselburger“.
Die großen Unwetterschäden im Herbst und Winter 2020 hatten die Gilfenklamm arg in Mitleidenschaft gezogen. Rund 300.000 Euro musste die Ratschings Tourismus Genossenschaft in die Sanierungsarbeiten investieren. Hangrutschungen mussten beseitigt werden, fünf StahltrapezBrücken wurden ausgetauscht, 220 m3 Schadholz hatten in der Schlucht Brücken, Geländer und Zäune beschädigt und wurden mittels eines Schwerlasthubschraubers geborgen. Ein spezieller Schreitbagger entfernte große instabile Felsblöcke entlang der Klamm und zahlreiche Metallgitternetze wurden zur Sicherung der Hänge angebracht. Zudem wurden an den Hängen (rund 1.500 m2) sogenannte Rissmonitore zur Oberflächenkontrolle und für die genaue Kontrolle der betroffenen Hangbereiche installiert. Die Sicherheit der Besucher hat oberste Priorität. Seit Juli 2022 ist die Gilfenklamm wieder begehbar. Die Gilfenklamm gilt heute als eindrucksvollste begehbare Felsschlucht Südtirols und ist seit 1983 ein geschütztes Naturdenkmal.
Die Gilfenklamm heute (Markierung Nr. 1) mit zwölf Überquerungen (gelbe Brücken) und 41 Fußgängerstegen
Das Kunstprojekt mit 125 LEDLichtquellen verteilt auf ein Teilstück der Schlucht (Foto vom 14. Mai 2022)
Internationaler Museumstag im LMB Ridnaun!
Am Internationalen Museumstag lädt das Landesmuseum Bergbau am Standort Ridnaun zu einem besonderen Erlebnis für alle Generationen ein. Im Mittelpunkt steht die kostenlose Führung „Ridnaun kompakt“, die Besucherinnen und Besucher in die faszinierende Welt des historischen Bergbaus eintauchen lässt.
Die Tour führt durch die original erhaltene Erzaufbereitungsanlage in Maiern, eine der bedeutendsten Industrieanlagen ihrer Art. Dort wird der gesamte Produktionsprozess nachvollziehbar: Funktionstüchtige Maschinen werden während der Führung in Betrieb gesetzt und machen eindrucksvoll sichtbar, mit welchem technischen Aufwand das gewonnene Erz einst verarbeitet wurde. Der Rundgang beginnt im Schaustollen, wo die Entwicklung der Abbaumethoden von Schlägel und Eisen
bis zum Einsatz von Dynamit anschaulich vermittelt wird. Im Freigelände erzählen die Reste der ehemaligen Erztransportanlagen von den großen Herausforderun-

gen, die der Materialtransport im Hochgebirge mit sich brachte. So entsteht eine lebendige Reise in die Zeit der industriellen Revolution.
Darüber hinaus setzt Ridnaun am Inter-
nationalen Museumstag ein besonderes Zeichen für Zugänglichkeit und Teilhabe. Mit einer „Führung für Alle“ wird bewusst ein Format angeboten, das Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen gemeinsam anspricht. Begleitet wird die Tour von Übersetzerinnen des Studio OKAY. Sie sind Expertinnen für Leichte Sprache, eine besonders verständliche und klar strukturierte Form der Kommunikation, die Inhalte für möglichst viele Menschen zugänglich macht. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Besucherinnen und Besucher und greift damit das diesjährige Motto „Museen vereinen eine geteilte Welt“ auf.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen im Landesmuseum Bergbau Ridnaun sowie auf www.bergbaumuseum.it

Primo “Consiglio della Wipptal”: dialogo tra istituzioni e territori per il futuro della valle
Si è svolta a fine marzo a Vipite no la prima riunione straordinaria del cosiddetto “Consiglio della Wipptal”, un incontro promosso a metà legislatura per rafforzare il confronto diretto tra la Giunta provinciale, i sindaci e il presiden te della Comunità comprenso riale. L’iniziativa si inserisce in un percorso più ampio volto a favori re il dialogo tra i diversi livelli isti tuzionali e a individuare soluzioni condivise per le principali sfide del territorio.
Il presidente della Provincia, Arno Kompatscher, ha espresso soddi sfazione per l’esito dell’incontro, definendolo “un confronto molto positivo”. Durante le tre ore di la vori, la Giunta ha privilegiato l’ascolto delle esigenze locali. Sulla stessa linea anche il presidente della Comunità comprensoriale, Martin Alber, che ha sottolineato l’importanza di costruire insieme nuove prospettive di sviluppo per la Wipptal.

Sociale e formazione: le priorità Tra i temi centrali affrontati durante la riunione, grande attenzione è stata dedicata al settore sociale e all’istruzione. Le strutture per anziani e i servizi sociali della Wipptal si trovano attualmente in difficoltà a causa della carenza di personale e della concorrenza esercitata sia da altri Paesi sia dal settore privato. Una situazione che rischia di compromettere la qualità e la continuità dei servizi. Per affrontare queste criticità, l’assessora provinciale Rosmarie Pamer ha annunciato l’intenzione di attivare anche nella Wipptal percorsi formativi decentralizzati e compatibili con l’attività lavorativa, nell’ambito delle scuole professionali per le professioni
migliorare le condizioni lavora tive degli operatori del settore assistenziale, rendendo queste professioni più attrattive. Un altro punto rilevante riguarda il riconoscimento della figura del “Super OSS” (Operatore Socio-Sanitario Specializzato). Secondo Alber, questa qualifica potrebbe rappresentare una risposta concreta alla carenza di personale, consentendo anche a lavoratori provenienti da fuori provincia o dall’estero di inserirsi più facilmente nel sistema locale.
Scuola e infrastrutture educative
Sul fronte dell’istruzione, è stata ribadita la volontà di garantire nel medio e lungo periodo la stabilità del centro scolastico superiore di Vipiteno, in particolare del liceo sportivo. Inoltre, a partire dall’autunno 2027, il liceo linguistico sarà trasformato in liceo delle scienze sociali, ampliando così l’offerta formativa in linea con le esigenze del territorio. Previsti anche interventi strutturali, tra cui il rinnovo della pa-
lastiche sia per quelle sportive della comunità.
Mobilità e grandi progetti
Ampio spazio è stato dedicato anche alla mobilità e alle infrastrutture. Tra le misure previste figurano il divieto di transito per i mezzi pesanti già introdotto, la realizzazione di circonvallazioni per Colle Isarco e Mules, il miglioramento dell’accessibilità alla stazione ferroviaria di Vipiteno-Val di Vizze e la riqualificazione delle fermate degli autobus, con collegamenti più efficienti alla rete ciclabile e nuovi spazi per il parcheggio delle biciclette.
Grande attenzione è stata riservata anche al Tunnel di Base del Brennero, considerato un’opera strategica destinata a trasformare profondamente il sistema dei trasporti. Secondo Kompatscher, il tunnel renderà gli spostamenti più rapidi ed efficienti, aprendo nuove opportunità per pendolari e lavoratori. “Innsbruck diventerà di fatto una stazione altoatesina”, ha affermato, evidenziando le potenzialità economiche e occupa-
Turismo e prospettive future Durante l’incontro si è discusso anche del possibile collegamento tra i comprensori sciistici Monte Cavallo e Ladurns. Un progetto che, se realizzato, potrebbe rafforzare l’attrattività turistica della zona, ma che presenta anche diverse criticità ambientali e organizzative.
Al momento, ha precisato Kompatscher, l’iniziativa non è ancora oggetto di valutazione politica formale: prima sarà necessario verificare attentamente, attraverso gli uffici competenti, la fattibilità tecnica e le condizioni necessarie.
Un confronto costruttivo Il primo “Consiglio della Wipptal” si è quindi concluso con un bilancio positivo, confermando l’importanza del dialogo diretto tra istituzioni e territorio. L’incontro rappresenta un passo significativo verso una governance più partecipata, capace di affrontare in modo concreto le sfide locali e di valorizzare le opportunità di sviluppo per il futuro della valle.
“La connessione umana non passa mai di moda”
Dopo oltre 25 anni alla guida della Raiffeisenkasse Wipptal e quasi 42 anni complessivi nella stessa banca, Christina Pupp lascia l’incarico di direttrice e va in pensione. Una carriera lunga, segnata da responsabilità, cambiamenti profondi nel settore bancario e da un forte legame con il territorio e le persone.
Tra i ricordi più intensi, Pupp cita il giorno in cui le fu affidata la direzione della banca e l’inizio del lockdown nel 2020, periodi che hanno segnato profondamente il suo modo di intendere la responsabilità: mantenere calma, orientare e accompagnare clienti e collaboratori anche nei momenti di incertezza.

cui il tempo è trascorso e il senso di gratitudine verso colleghi, collaboratori e clienti. Per lei la banca non è mai stata solo un luogo di lavoro, ma una vera comunità professionale e umana. Nel corso della sua carriera, uno dei cambiamenti più evidenti è stato senza dubbio quello legato alla digitalizzazione. L’arrivo dell’online banking, dei servizi via smartphone e delle consulenze a distanza ha trasformato radicalmente il modo di lavorare nel settore. A questo si sono aggiunti momenti di forte pressione, come la crisi finanziaria del 2008 e la pandemia, che hanno richiesto alla banca non solo competenze tecniche, ma anche vicinanza e sostegno alle persone.
Nonostante i grandi cambiamenti tecnologici, per Pupp un elemento resta immutabile: il valore del rapporto umano. Se da un lato il digitale ha reso i servizi più rapidi ed efficienti, dall’altro le persone continuano a cercare fiducia, ascolto e consulenza diretta, soprattutto nelle decisioni importanti della vita.
Negli ultimi anni, osserva, molti clienti si sono rivolti alla banca con domande legate all’instabilità globale, alla sicurezza dei risparmi e alle migliori forme di investimento. In questo contesto, anche l’interesse per alcuni beni come l’oro è aumentato, insieme alla richiesta di soluzioni finanziarie solide e diversificate. Guardando al futuro, Pupp si dice convinta che la vicinanza al territorio rimarrà un elemento centrale del sistema Raiffeisen. La tecnologia continuerà a evolvere, ma la relazione personale tra banca e cliente resterà decisiva.
Ora, per lei inizia una nuova fase della vita, fatta di tempo libero e famiglia. Un tempo senza agende serrate, ma con la soddisfazione di lasciare un’istituzione solida e un team pronto a portare avanti il lavoro intrapreso.
Vipiteno, riprendono i lavori agli ascensori della stazione ferroviaria

Sono ripresi alla fine di marzo i lavori agli ascensori della stazione di Vipiteno–Val di Vizze, un intervento atteso che punta a migliorare l’accessibilità e la fruibilità dell’infrastruttura ferroviaria locale. La ripartenza del cantiere è stata possibile anche grazie al dialogo e alla collaborazione tra la Provincia di Bolzano e la società ferroviaria statale RFI, impegnata nell’esecuzione dei lavori, con l’obiettivo condiviso di portare avanti l’opera senza compromettere il regolare esercizio ferroviario. Per limitare al minimo i disagi per utenti e pendolari, gli interventi verranno effettuati principalmente durante le fasce orarie in cui il traffico ferroviario è già ridotto o interrotto, in particolare nelle prime ore del mattino e durante la notte. Lo ha comunicato il Dipartimento delle infrastrutture e della mobilità, sottolineando come questa scelta consenta di garantire la continuità del servizio lungo la linea del Brennero. Tuttavia, questa modalità operativa comporta inevitabilmente un allungamento dei tempi complessivi del cantiere.
A incidere sull’organizzazione dei lavori sono anche gli spazi limitati disponibili, soprattutto sul marciapiede centrale, che rendono necessaria una pianificazione per fasi e tratti ben definiti. Un’accelerazione significativa è prevista durante il periodo estivo: in occasione della chiusura programmata della linea ferroviaria tra Bressanone e il Brennero, dal 18 luglio al 2 agosto, sarà infatti possibile lavorare senza interruzioni.
L’entrata in funzione dei nuovi impianti è attualmente prevista per l’autunno 2026. sp
Gruppo HTI cresce ancora: fatturato
record e 5.000 colla-
Corpo Nazionale Soccorso Alpino
e Speleologico di
Vipiteno, un 2025 tra interventi, formazione e riconoscimenti

Il gruppo altoatesino HTI chiu de il 2025 con risultati da record, confermandosi tra i protagonisti internazionali nei settori degli impianti a fune, dei mezzi battipista e delle tecnologie per l’innevamento ed energia. Il fatturato ha raggiunto quota 1,622 miliardi di euro, in crescita del 15,8% rispetto all’anno precedente. A trainare lo sviluppo è stato in particolare il comparto funiviario, che rappresenta il 60% del giro d’affari. Nel corso dell’anno sono stati installati oltre 80 nuovi impianti a fune, venduti più di 1.000 mezzi cingolati e oltre 2.000 generatori di neve. Continua anche l’espansione occupazionale: i collaboratori hanno superato le 5.000 unità a livello globale. Parallelamente, il gruppo ha investito 42,5 milioni di euro in ricerca e sviluppo e 3,3 milioni nella formazione del personale.
«Risultati importanti che premiano la nostra visione imprenditoriale basata su innovazione, internazionalizzazione e diversificazione», ha commentato il presidente Anton Seeber.
Il 2025 è stato segnato anche da numerosi progetti di rilievo, tra cui nuovi impianti in Italia e all’estero, la partecipazione alle opere per le Olimpiadi Milano-Cortina e importanti commesse internazionali. Per il 2026 sono già in cantiere nuove sfide, dall’Alto Adige all’India fino al Messico, con grandi progetti nel settore funiviario e ulteriori sviluppi tecnologici. HTI guarda così al futuro puntando ancora su crescita globale e innovazione. sp
Il 2025 si è rivelato un anno intenso e significativo per la Stazione CNSAS di Vipiteno, non solo per il numero di interventi effettuati, ma anche per i cambiamenti organizzativi, le attività formative e le iniziative sul territorio. Uno dei passaggi più importanti ha riguarda to il rinnovo del direttivo, avvenuto in seguito alla nomina di Alberto Covi a presidente del CNSAS Alto Adige. La nuova struttura vede alla guida della Stazione Helmut Markio come Capo Stazione, affiancato dal vice Patrick De Bettin. Completano il direttivo i consiglieri Stefano Fontana, Damiano Pellarini e Fabio Giovanelli, ciascuno con specifiche deleghe operative. La squadra conta complessivamente 19 membri, di cui 16 operativi, un aspirante e due soci non operativi. Numeri che raccontano un gruppo compatto e fortemente impegnato, come dimostrano anche i dati dell’attività annuale: nel corso del 2025 sono stati effettuati 47 interventi, 18 dei quali con il supporto degli elicotteri Aiut Alpin e Pelikan. In totale sono stati coinvolti 138 soccorritori per 257 ore di operazioni sul campo. A questi si aggiungono ben 1331 ore dedicate alla formazione e agli aggiornamenti obbligatori, fondamentali per mantenere elevati standard di sicurezza e competenza. Accanto all’attività operativa, la Stazione è costantemente impegnata in esercitazioni congiunte con altre realtà del territorio. La collaborazione è continua con il BRD di Vipiteno, con le stazioni delle valli limitrofe e con i Vigili del Fuoco locali. Di particolare rilievo è anche la sinergia con il SAGF della Guardia di Finanza di Vipiteno, partner fondamentale sia negli interventi sia nelle attività addestrative.
permesso agli operatori di perfezionare le tecniche di imbarco e sbarco con verricello in autonomia.
Di grande impatto anche l’esercitazione di

Non sono mancati momenti di incontro con la popolazione. Tra questi, la serata “Storie di Neve”, appuntamento biennale dedicato alla sicurezza in montagna e al rischio valanghe, che ha visto la partecipazione di esperti del settore. Inoltre, prosegue l’impegno nella divulgazione, con incontri informativi organizzati insieme al CAI di Vipiteno e al CAI Brennero, spesso su richiesta delle scuole.
Tra gli appuntamenti più rilevanti figurano le esercitazioni di evacuazione degli impianti di Monte Cavallo e Ladurns, momenti fondamentali per prepararsi a gestire situazioni di emergenza in ambienti complessi. Importante anche l’addestramento svolto con il nuovo elicottero della Guardia di Finanza, che ha
Il 2025 è stato anche un anno di riconoscimenti importanti per i soccorritori. Paolo Zamboni ha ricevuto un premio per i suoi 40 anni di attività durante l’assemblea dei Capi Stazione a Bolzano. Presso la sede di Vipiteno sono stati inoltre premiati Alberto Covi e Manuel Malfatti per i 30 anni di servizio, mentre Dario Giovanelli, Luca Borella e i fratelli Stefano e Christian Fontana sono stati insigniti per i 25 anni di impegno. Un lavoro, quello del CNSAS di Vipiteno, reso possibile grazie alla dedizione dei volontari e al supporto delle loro famiglie, elemento fondamentale per sostenere un’attività tanto impegnativa. Un ringraziamento particolare è stato infine rivolto alle amministrazioni comunali, in primis al Comune di Vipiteno, oltre ai Comuni di Val di Vizze e Campo di Trens, per il sostegno e la disponibilità dimostrati. sp
Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco


Il progetto Trinity School nasce dall’impegno di padre Vincent Safi ed è sostenuto da tredici parrocchie della Val Pusteria, che negli anni hanno condiviso il suo percorso pastorale e oggi continuano a supportarne la visione. L’iniziativa è stata recentemente presentata al Comitato di Educazione Permanente durante un incontro svoltosi mercoledì 26 marzo 2026 a Vipiteno, presso l’oratorio Maria Schutz, alla presenza delle associazioni aderenti, offrendo così un primo momento di confronto e sensibilizzazione sul valore e sugli obiettivi del progetto. Cuore dell’iniziativa è la realizzazione, nell’arco di circa quattro anni, di un complesso educativo e comunitario nella regione di Dodoma, in Tanzania. Il progetto prevede la costruzione di strutture fondamentali per la formazione e la vita quotidiana degli studenti, tra cui scuole, una biblioteca, laboratori didattici e quattro convitti, affiancati da servizi essenziali come mensa, sala polifunzionale, cucina, sistemi per l’approvvigionamento idrico, elettricità e servizi igienici. Si tratta di un intervento ampio e articolato, pensato per garantire non solo istruzione, ma anche condizioni di vita dignitose e sostenibili.
L’iniziativa affonda le sue radici nell’esperienza pastorale di padre Vincent nelle parrocchie della Val Pusteria, dove ha operato negli anni scorsi, creando legami profondi con le comunità locali. Oggi, nel suo ruolo di cooperatore pastorale a Vipiteno, nella Wipptal, egli rinnova questo legame chiedendo un sostegno concreto per dare forma a un progetto che guarda al futuro di molti giovani. Tutte le informazioni dettagliate sono disponibili sul sito www.trinityschool.bz, dove è possibile approfondire le finalità e lo sviluppo dell’iniziativa. Le associazioni e i sostenitori che desiderano contribuire possono effettuare una donazione tramite bonifico bancario intestato al Missionskomitee Bozen, presso la Raiffeisenkasse Hochpustertal, utilizzando l’IBAN IT25F0802058790000301060112 e indicando come causale “progetto TRINITY SCHOOL Tanzania”. Per la corretta emissione della ricevuta è richiesto di specificare nome, cognome o denominazione dell’associazione, indirizzo e codice fiscale.
Padre Vincent esprime fin da ora la sua gratitudine per ogni forma di sostegno. Per informazioni è possibile rivolgersi ai contatti elencati sul sito info@trinityschool.bz, oppure contattare il numero 0474 913164. cm
Il regolamento condominiale: cos’è e a cosa serve?
Quando viviamo in un condominio spesso siamo obbligati a rispettare una serie di regole dettate dal regolamento condominiale: ma che cos’è? E chi lo ha scritto ed approvato?
Il regolamento condominiale è un documento che contiene le norme che regolano i beni di proprietà del condominio, l’uso delle parti comuni, il decoro dello stabile e le norme relative all’amministrazione dello stesso.
La disciplina di riferimento si trova nell’art. 1138 del codice civile che prevede l’obbligo della sua predisposizione nel caso siano superati i dieci condomini.
I regolamenti condominiali si distinguono principalmente in contrattuale o cd. convenzionale e assembleare o cd. maggioritario. Per regolamento di natura contrattuale s’intende quello predisposto dal costruttore dell’immobile o dall’originario proprietario che, all’atto della vendita delle singole unità abitative, provvede ad allegarlo ovvero semplicemente a richiamarlo nell’atto di vendita, fermo restando che, in entrambi i casi, le clausole nello stesso contenute sono comunque vincolanti per gli acquirenti degli appartamenti, indipendentemente dalla trascrizione nell’atto di acquisto, in virtù del fatto che il mero richiamo presuppone la sua conoscenza ed accettazione. Questa tipologia di regolamento viene definita anche convenzionale, perché tende ad essere adottato da tutti i condomini. Il regolamento di natura assembleare, invece, è approvato dai proprietari durante un’assemblea di condominio con il voto favorevole della maggioranza degli intervenuti, che devono avere almeno la metà dei millesimi dell’edificio.
Infine, in via residuale, esiste anche la forma giudiziale quando questo viene adottato coattivamente ed approvato da un giudice. Le norme contenute nel regolamento di condominio non possono in alcun modo menomare i diritti di ciascun condomino, quali risultano dagli atti di acquisto e dalle convenzioni, e in nessun caso possono derogare ai precetti dettati dagli artt. 1118 , secondo comma (divieto di rinuncia al diritto sulle parti comuni), 1119 (indivisibilità dei beni comuni), 1120 (norme sulle innovazioni), 1129, 1131, 1132, 1136 e 1137 (norme relative alla nomina/revoca dell’amministratore, rappresentanza, gestione e impugnazione delle delibere) del codice civile.
Nei regolamenti condominiali troviamo soprattutto regole di carattere comportamentale, al fine di garantire la pacifica convivenza tra i condomini, come ad esempio il divieto di far rumore in determinate ore del giorno, l’utilizzo o meno del barbecue, la possibilità di sbattere i tappeti dai baconi.
Da ultimo, ma non meno importante, l’art. 1138 codice civile stabilisce che lo stesso non possa prevedere il divieto di possedere o detenere animali domestici all’interno delle proprietà private.
Avv. Giovanna Sciascia collaboratrice dello studio legale D’Allura-Gschnitzer

PERSONE, LUOGHI E MESTIERI
Alessia Cecchini: finanziare il futuro dell’agricoltura sostenibile
Alessia Cecchini è nata nel 1982 a Vipiteno, si è laureata in Economia internazionale, ha lavorato per ONU e FAO e, da quasi vent’anni, è nel settore finanziario dell’inclusione al credito nei paesi in via di sviluppo: il suo lavoro consente un accesso equo alla finanza anche a fasce di popolazione tradizionalmente escluse dai servizi bancari convenzionali. Oggi vive a Berlino, continua a seguire progetti di finanziamento di piccoli imprenditori e agricoltori, soprattutto in Africa, e si interessa di colture sostenibili. Dall’Erker, l’abbiamo raggiunta a Maputo, in Mozambico.
Alessia, in questo momento ti trovi in Mozambico, di cosa ti stai occupando?
Sono a Maputo per seguire un progetto relativo a un fondo internazionale depositato presso il Ministero dell’Economia mozambicano, grazie al quale una decina di banche locali potrà beneficiare di una copertura fino al 50% sui prestiti concessi, in caso di default da parte dei clienti. L’obbiettivo è concedere prestiti a titolari di attività considerate economicamente solide, ma che al momento non hanno garanzie e requisiti pretesi dalle istituzioni finanziarie. Ci tengo sempre a precisare che il microcredito e tutti gli strumenti di inclusione finanziaria sviluppati dal settore privato non hanno l’obiettivo di concedere prestiti a chiunque.
Come funziona concretamente il microcredito? È uno degli strumenti di inclusione finanziaria più diffusi, il suo obiettivo è fornire l’accesso al credito a persone con attività econo-
miche solide ma prive di garanzie sufficienti, ai soggetti cosiddetti “non bancabili”. L’approccio del settore privato è molto diverso da quello di alcune ONG e istituzioni internazionali, che utilizzano strumenti analoghi, ma le cui agevolazioni a volte rischiano di distorcere in modo rilevante il mercato. Con la mia società di consulenza miriamo a supportare piccole e medie imprese, progetti ideati da giovani, startup e agricoltori che abbiano una prospettiva concreta di ritorno economico. Ciò che distingue il microcredito dalla finanza tradizionale è l’approccio all’analisi finanziaria delle attività economiche del cliente, molto più informale rispetto a quello della clientela bancaria tradizionale. Prima di concedere un prestito, infatti, l’analista di credito visita il cliente di persona e più volte per ricostruire insieme a lui il flusso di cassa reale. Trattandosi spesso di persone prive di sistemi contabili strutturati, è fondamentale studiare l’attività sul campo, costruire bilanci e prospetti economici per determinare l’effettiva capacità di rimborso. Si stabilisce quindi un rapporto personale con i clienti? Assolutamente. È molto importante visitare la casa del cliente, comprendere le spese familiari e definire insieme una rata sostenibile: l’obiettivo non è indebitare le persone, ma sostenerle. In relazione alle garanzie, il microcredito ha sviluppato molte forme alternative; ad esempio, una delle più dif-
fuse è il microcredito di gruppo, in cui i membri sono tutti solidalmente responsabili per il rimborso del prestito. Questo meccanismo si basa sulla cosiddetta peer pressure, ovvero sulla pressione

mente efficace. Dopo molti anni di esperienza in questo settore, tengo a sottolineare un dato fondamentale: quando l’analisi finanziaria iniziale viene condotta con rigore, le percentuali d’insolvenza sono sorprendentemente basse: intorno al 2-3%, in linea o addirittura al di sotto di quelle delle banche commerciali tradizionali. In sintesi, i poveri, quando supportati correttamente, assolvono i propri debiti.
Come sei arrivata a lavorare nell’ambito dell’inclusione finanziaria?
Ho studiato Economia e Management all’Università di Bolzano e poi Economia internazionale
a Pavia. Durante la magistrale ho seguito un corso di Economia dello Sviluppo e per la tesi ho seguito un progetto di microcredito in India. Dopo alcune esperienze professionali con le grandi istituzioni internazionali, ho scelto il settore privato, più libero dalla gabbia burocratica e più agile. Ho quindi cominciato a seguire progetti di inclusione finanziaria in diversi paesi africani e in Brasile.
Tra i molti contesti in cui hai lavorato, c’è stata un’esperienza che ti ha segnata più di altre?
Sicuramente i tre anni trascorsi in Brasile, in Amazzonia, mi hanno regalato la consapevolezza di riuscire ad affrontare anche situazioni molto complesse. Innanzitutto, non è stato semplice far rispettare il mio ruolo, nella mia condizione di giovane donna, e ho dovuto gestire diverse situazioni spiacevoli. Inoltre, il progetto che stavamo portando avanti era concepito per contesti africani, perciò abbiamo dovuto ridimensionarlo in relazione alla realtà amazzonica; è stato lì che ho iniziato a interessarmi al microcredito agricolo.
In piena crisi energetica e climatica, che ruolo può ancora ricoprire l’agricoltura?
La transizione verso forme di agricoltura più sostenibili, come l’agricoltura rigenerativa, può svolgere un ruolo cruciale nella risposta alla crisi climatica. I suoli sani e ricchi di materia organica, infatti, sono in grado di agire come veri e propri “pozzi di carbonio”, cattu-
rando CO₂ dall’atmosfera e immagazzinandola nel terreno. Si stima che i suoli agricoli rigenerati abbiano un potenziale di sequestro del carbonio molto significativo su scala globale, contribuendo concretamente alla riduzione delle concentrazioni di gas serra in atmosfera e quindi al contenimento dell’aumento delle temperature. I suoli rigenerati sono inoltre più resistenti agli eventi climatici estremi — siccità, alluvioni, erosione — riducendo la vulnerabilità delle comunità agricole, in particolare nei paesi in via di sviluppo, spesso i più esposti agli impatti della crisi climatica, pur essendone i meno responsabili.
il ritorno a suoli sani diventeranno improvvisamente priorità asso-

Come funziona l’agricoltura rigenerativa e quale impatto avrebbe a breve e lungo termine?
Alcune delle pratiche agricole rigenerative più diffuse includono la rotazione delle colture, la copertura permanente del suolo, la riduzione della lavorazione meccanica e il ripristino di siepi e filari alberati. Si tratta di approcci che contribuiscono a rigenerare suoli degradati e a ripristinare la biodiversità, gravemente compromessa da decenni di agricoltura intensiva. L’agricoltura rigenerativa non è solo una soluzione più sostenibile: è una transizione necessaria e non più rinviabile. Offre una risposta naturale e accessibile, capace di coniugare produzione alimentare, tutela ambientale e mitigazione climatica in modo integrato. Soprattutto, è l’unica strada percorribile per garantire la continuità della produzione agricola globale nel lungo periodo. Quando i suoli esauriti e degradati delle grandi coltivazioni di materie prime smetteranno di produrre, allora tutti se ne accorgeranno. Quando i profitti dei grandi player mondiali cominceranno a contrarsi in modo significativo, l’agricoltura rigenerativa e
lute. Il rischio, però, è che a quel punto sia già troppo tardi. Nel concreto, cosa sarebbe necessario per garantire continuità nella produzione agricola globale?
Per fare un esempio concreto, si consideri che circa il 70% della produzione mondiale di cacao proviene dalla Costa d’Avorio e dal Ghana, dove decenni di coltivazione intensiva e ininterrotta da parte delle grandi multinazionali del cacao hanno lasciato segni profondi. Le monocolture di cacao sopravvivono su suoli completamente degradati per l’uso massiccio di fertilizzanti e pesticidi sintetici, che causano erosione continua, impoverimento del terreno e vulnerabilità delle colture a malattie e parassiti. Il futuro del cacao dipende da una transizione rapida verso pratiche agroforestali e agricole sostenibili. Tuttavia, il passaggio da monocolture intensive a colture rigenerative comporta, almeno nelle fasi iniziali, una riduzione della quantità del raccolto. Per la transizione sarebbero quindi necessari investimenti significativi, progetti internazionali lungimiranti e, soprattutto, un’inversione delle logiche di mercato.
Tra le tecniche di agricoltura rigenerativa, quale promuoveresti su larga scala? Senz’altro l’agricoltura sintropica,
una forma di agricoltura rigenerativa molto complessa, sviluppata in Brasile dal contadino e ricercatore Ernst Götsch. Si basa sull’idea di creare sistemi agricoli che imitano il funzionamento naturale degli ecosistemi, in cui la cooperazione tra piante, la successione ecologica e l’ottimizzazione della luce solare promuovono l’autosufficienza del sistema. Si coltivano specie diverse in successione e in combinazione tra loro, in modo che le piante si sostengano reciprocamente. Con il tempo, si crea un sistema molto ricco di biodiversità e materia organica che diventa progressivamente autosufficiente e può ridurre drasticamente l’uso
di acqua e fitofarmaci, fino ad eliminarli quasi del tutto. Per vedere risultati significativi però possono essere necessari fino a dieci anni, a seconda dell’iniziale grado di compromissione dei suoli. La vera sfida, su cui mi interrogo di continuo, è identificare tecniche e approcci adottabili rapidamente, che permettano agli agricoltori di avviare la transizione senza compromettere i loro redditi nella fase iniziale.
Da Vipiteno, all’Africa, al Brasile, fino a Berlino: com’è la tua vita lì?
Berlino è una città molto aperta, non ha età né pregiudizi, è piena di attività culturali e di realtà legate all’attivismo ecologico. È un luogo dove imparo molto e in cui mi sento molto a mio agio. L’unico vero difetto della città è il meteo. cf

Invasione della processionaria
Sconfiggerla? Impossibile. D’altronde fa parte della natura e di quei processi che da millenni si perpetuano. Che l’aumento
viarsi in fila indiana verso il luogo di trasformazione), presenta una velenosa peluria urticante; i peli sono dannosi anche se solo

della processionaria abbia a che fare con l’inquinamento? Possibile, anche se non scientificamente ancora provato. Pericolosa? Certamente! Soprattutto in questo periodo, quello perfetto per uscire da quel nido-bozzolo che appare su centinaia di pini in valle, e incamminarsi, “in processione” (da cui il nome) per cercare il luogo adatto a compiere la metamorfosi e trasformarsi definitivamente in farfalla. Che a sua volta deporrà uova riunite in bozzoli, sui rami dei pini. Ed è proprio il periodo della processione quello più pericoloso per gli animali e per gli esseri umani. Lasciamo per il momento perdere l’effetto distruttivo per le pinete a causa del suo effetto defogliante per concentrarci sul pericolo: in una delle quattro fasi del suo ciclo vitale, cioè quella di bruco (quello che esce da quei solidi bozzoli sui rami dei pini per scendere a terra e av-
inalati, provocando tosse e difficoltà respiratorie nell’uomo ma che possono essere letali per un cane. Anni or sono, la Provincia aveva provveduto attraverso i propri canali (forestale, vigili del fuoco volontari) ad arginare il fenomeno nelle zone più critiche, bruciando “in situ” i nidi o amputando i rami contaminati, ma al fenomeno andrebbe ormai messo mano ad ogni inizio stagione. Complice infatti il cambiamento climatico, si registra, anche visivamente un aumento esponenziale de numero dei “nidi” e in primavera, com’è ora, complici le belle giornate, si nota un altrettanto esponenziale aumento dei bruchi in pro-
cessione. Ed è da terra che, incuriositi, cani e bambini possono tentare, magari, di raccoglierle. Ed è allora che accade: i peli urticanti che ricoprono il corpo della larva, rilasciati nell’aria quando il bruco si sente in pericolo o diffusi anche solo dal vento, sono velenosi per l’uomo e gli animali: talvolta, possono provocare un’importante reazione allergica che, in caso di ripetuti contatti, induce anche shock anafilattico. I nidi di processionaria sono, di recente, divenuti frequenti nei parchi, lungo le piste ciclabili e le passeggiate. Nella fattispecie a Fortezza, per esempio, incombono sulla passeggiata dell’antica strada romana, lungo la ciclabile a nord di Prà di Sopra e sulla strada per Forte Alto. E se qualche privato ha provveduto
taminazioni sarebbe opportuna.
Prevenire è meglio che urticare Oltre a osservare chiome e sentieri, controllate anche la corteccia: i bruchi della processionaria si mimetizzano lungo i tronchi, dove i cani tendono ad avvicinarsi. Nei luoghi a rischio è meglio non liberarli, ma tenerli al guinzaglio (anche lungo o flexi), soprattutto nei punti critici. Anche le aree cani andrebbero verificate prima dell’uso. La museruola può ridurre il rischio di ingestione, ma non impedisce l’inalazione dei peli urticanti, che possono causare gravi reazioni allergiche e danni ai tessuti, in particolare alla lingua.
Cosa fare in caso di contatto
Allontanate subito il cane dalla zona e maneggiatelo con cautela. Usate guanti, ed eventualmente pinzette, evitando il contatto diretto. Se il cane ha preso il bruco in bocca, sciacquate abbondantemente con acqua (anche con bicarbonato), facendo defluire il liquido verso l’esterno e senza farlo ingerire.

in proprio, nel giardino di casa, a ripulire le piante, il fenomeno si osserva anche verso Mezzaselva e Le Cave. In certi punti, ogni intervento appare quasi impossibile, come per gli alberi sulla forra dell’Isarco, ma comunque una riduzione drastica di nidi e con-
Emergenza: agire subito Non indurre il vomito: i peli urticanti potrebbero causare ulteriori lesioni. Contattate immediatamente la clinica veterinaria più vicina e recatevi lì con urgenza. Per la prevenzione, il veterinario può consigliare un kit d’emergenza (ad esempio cortisone in caso di rischio anafilattico), da usare solo sotto indicazione. Utile anche frequentare corsi di primo soccorso per proprietari di cani. dm
Nuovo inizio per il Teatro Comunale: la Fondazione Cultura Vipiteno ne assume
la direzione

Una nuova fase si apre per il Teatro Comunale di Vipiteno, che dal prossimo 1° maggio sarà gestito dalla Fondazione Cultura Vipiteno (Stiftung Kultur Sterzing KDS). Il cambiamento segna un importante rinnovamento organizzativo, con l’obiettivo di rendere la struttura più flessibile e rafforzare il legame con la scena culturale del territorio.
Inaugurato nel 2000 e per anni amministrato come ente autonomo, il Teatro Comunale aveva visto nel 2019 l’integrazione della propria gestione nell’amministrazione comunale, in seguito a disposizioni legislative. Una soluzione che, pur garantendo continuità, ha limitato in parte la capacità operativa della struttura. Da qui la decisione del Consiglio comunale, presa nel febbraio scorso, di affidare nuovamente la gestione tramite concessione.
Ad aggiudicarsi l’incarico è stata la Fondazione Cultura Vipiteno, che ora punta a una gestione più snella ed efficiente delle attività, con l’intento di sviluppare ulteriormente il teatro come centro culturale di riferimento non solo per la città, ma per l’intero comprensorio.
La Fondazione è una realtà di recente costituzione, nata lo scorso anno su iniziativa di di-
versi attori del panorama locale: il Kuratorium Vigil Raber, la Stadtbühne Vipiteno, la Cooperativa Turistica Vipiteno-Val di Vizze-Campo di Trens e la Banca Raiffeisen Wipptal. A questi si sono già aggiunti altri soggetti, e l’auspicio è che nuove associazioni e istituzioni culturali aderiscano, contribuendo attivamente alla crescita del progetto. Il futuro indirizzo strategico sarà affidato a un consiglio di fondazione, composto da rappresentanti delle realtà aderenti. Questo organo definirà obiettivi e linee guida, avanzando anche proposte per la programmazione. La gestione operativa sarà invece coordinata da un comitato eletto dal consiglio stesso, in collaborazione con il Comune.
Tra le novità previste rientra anche la riorganizzazione del Bar del Teatro, che dovrà integrarsi sempre più con le attività culturali e gli eventi, creando sinergie e nuove opportunità di sviluppo. Idee e proposte sono già sul tavolo, ma resta aperta la possibilità di ulteriori contributi.
Gli interessati alla gestione del bar possono rivolgersi all’Agenzia Immobiliare Siller per conoscere le condizioni e ottenere ulteriori informazioni.
Tornano i Color Days: musica e spettacoli dal 9 al 16 maggio a Vipiteno

di musica con il ritorno dei “Color Days”, in programma da sabato 9 a sabato 16 maggio. Anche quest’anno, l’iniziativa è organizzata dall’ARCI Vipiteno, che propone una settimana ricca di concerti ed eventi diffusi in diverse location del territorio. Il festival prenderà il via sabato 9 maggio con un’apertura originale e coinvolgente: la Marching Band STB Dixie Train animerà le vie del centro con un concerto itinerante lungo il corso del paese, dando ufficialmente il via alla manifestazione.
Nel corso della settimana, la musica si sposterà tra vari spazi, tra cui CasArci, lo Sterzinger Moos e il Teatro di Colle Isarco, trasformando Vipiteno in un palcosceni-

co diffuso. Il programma prevede esibizioni per tutti i gusti, con artisti e formazioni che spaziano tra diversi generi musicali. Tra i protagonisti attesi figurano Charlie Cinelli con i Fruit Roots, l’Orchestra Latina, Ago and Friends, il Crownroads Quartet, il Mistery Tour Trio e la The Incredible Southern Blues Band insieme agli Incredible Horns. L’ingresso a tutti gli appuntamenti è libero, senza necessità di prenotazione, fino a esaurimento dei posti disponibili.
I “Color Days” si confermano così un appuntamento atteso e partecipato, capace di unire musica, socialità e valorizzazione degli spazi del territorio, offrendo a residenti e visitatori una settimana di intrattenimento e cultura. sp

François Kamate Kasereka premiato con l’Alexander Langer
2026: una voce per la giustizia climatica
Il 2026 vede protagonista un importante riconoscimento internazionale dedicato all’impegno civile e ambientale: il Premio Alexander Langer è stato assegnato all’attivista congolese François Kamate

Kasereka. La cerimonia si è svolta nell’ambito della manifestazione “Euromediterranea”, e rappresenterà un momento di riflessione su alcune delle sfide più urgenti del nostro tempo: la giustizia climatica, i diritti umani e la costruzione della pace.
Kasereka è stato premiato per il suo impegno nonviolento in una delle aree più instabili del pianeta, il Nord-Kivu, nella parte orientale della Repubblica Democratica del Congo. Il riconoscimento, soste-
nuto dalla Fondazione Sparkasse con un contributo di 10.000 euro, sottolinea la sua visione lungimirante e la sua instancabile attività a favore della giustizia ecologica e della partecipazione democratica.
Un contesto segnato da violenza e disuguaglianze
La regione del Kivu è teatro di conflitti e violenze sin dagli anni Novanta. La situazione è peggiorata drasticamente nel 1994, dopo il genocidio dei Tutsi in Ruanda, quando gruppi armati e milizie si sono riversati nell’est del Congo, contribuendo a una lunga spirale di instabilità. Guerre, sfruttamento delle risorse, corruzione e assenza di politiche di sviluppo efficaci hanno causato milioni di vittime.
Nonostante la Repubblica Democratica del Congo sia considerata uno dei Paesi più ricchi al mondo in termini di risorse naturali, circa il 70% della popolazione vive in condizioni di estrema povertà, con meno di 1,9 dollari al giorno. Il legame tra gruppi armati e sfruttamento delle materie prime è ormai ampiamente documentato, e il Nord-Kivu rappresenta emblematicamente questo intreccio

e la pace
di violenza, ingiustizia sociale e interessi globali.
L’impegno di Kamate: clima, debito e decolonizzazione François Kamate Kasereka è attivo nella sezione congolese della campagna internazionale “Debt for Climate”. Attraverso questa iniziativa mobilita studenti, giovani e comunità sfollate dalla guerra per chiedere la cancellazione del debito estero dei Paesi del Sud globale. L’obiettivo è rompere i meccanismi di dipendenza economica che impediscono uno sviluppo sostenibile.
La campagna mette in relazione la giustizia climatica con la decolonizzazione economica, sostenendo che una vera transizione energetica è possibile solo se i Paesi più poveri non sono schiacciati dal peso del debito e dalle dinamiche di sfruttamento delle loro risorse. In questo senso, Kamate rappresenta una nuova generazione di attivisti africani che, pur vivendo in contesti segnati da violenza e precarietà, scelgono la via della resistenza nonviolenta e della partecipazione civica.
Un’eredità ideale: Alexander Langer Il premio si ispira alla figura di Alexander Langer, politico, giornalista e pensatore ecologista originario di Vipiteno. Langer è stato un pioniere del dialogo interetnico e della riflessione ecologica, promotore di una visione alternativa di sviluppo basata sul principio “lentius, profundius, suavius” – più lento, più profondo, più dolce.
Come Langer, anche Kamate vede nella crisi ecologica e nei conflitti armati due facce della stessa medaglia. La sua lotta contro lo sfruttamento delle risorse e per una maggiore giustizia economi-
ca incarna proprio quell’idea di superare il “falso benessere” e costruire una società fondata su pace, equità sociale e sostenibilità ambientale.
Euromediterranea: incontri, dialoghi e testimonianze Il pubblico ha avuto l’opportunità di conoscere direttamente François Kamate Kasereka il 19 aprile, durante un incontro presso CasArci a Vipiteno. L’attivista ha raccontato la sua esperienza attraverso fotografie e ha dialogato con i partecipanti, accompagnato dalla musica del cantautore congolese Valentin Mufila.
La giornata è proseguita con una passeggiata “Sulle tracce di Alex” e con la presentazione del lavoro di Kamate al teatro comunale. È seguita la proiezione del documentario “Congo LUCHA” di Marlène Rabaud, che racconta la lotta nonviolenta dei giovani congolesi per la democrazia.
L’evento si è concluso con una tavola rotonda che ha visto la partecipazione di esperti internazionali, tra cui rappresentanti delle Nazioni Unite e del mondo accademico, per discutere le sfide legate alla pace, allo sviluppo e alla giustizia climatica.
Un riconoscimento dal valore globale
Con l’assegnazione del Premio Alexander Langer 2026 a François Kamate Kasereka, la Fondazione Langer intende dare voce a una delle questioni più urgenti del nostro tempo. Il suo impegno dimostra come anche nei contesti più difficili sia possibile costruire percorsi di speranza, fondati sulla nonviolenza, sulla solidarietà e su una visione globale della giustizia.
Presentazione del libro
“Leopold Staudacher.
Tra l’Alto Adige e la Siberia 1914 – 1920”
Il 7 maggio, nella Sala Vigil-Raber a Vipiteno, verrà presentato il libro “Leopold Staudacher. Tra l’Alto Adige e la Siberia 1914 – 1920”.
Leopold Staudacher (1880 –1936), originario di Gospeneid presso Vipiteno, ha lasciato un impressionante manoscritto sulle sue esperienze durante la Prima guerra mondiale. In circa 350 pagine descrive in modo vivido il suo impiego sul fronte orientale, la prigionia piena di privazioni a Krasnojarsk, in Siberia, e la sua avventurosa fuga verso la patria, dove è tornato nel 1920.
guerra dal punto di vista del giovane tenente della Wipptal.

A più di un secolo dal suo ritorno, questi appunti personali sono stati ritrovati per caso dal nipote di Staudacher, Norbert Hiesleitner, e trascritti per la prima volta. Rappresentano una testimonianza storica tanto vivida quanto sconvolgente, che documenta la crudeltà della
La storica Barbara Felizetti Sorg ha curato la revisione scientifica della trascrizione degli appunti, ricostruendo il percorso di vita di Staudacher e integrandolo con fonti d’archivio. Ne è risultata una biografia approfondita e al tempo stesso coinvolgente, che coniuga l’esperienza individuale con la contestualizzazione storica. Grazie all’elaborazione editoriale, la testimonianza personale viene inserita in un contesto storico più ampio e resa accessibile come preziosa fonte per la ricerca storica.
La pubblicazione è stata curata dall’Associazione dei Cronisti di Vipiteno, mentre la realizzazione grafica è stata affidata a Fabian Wieser.
La presentazione del libro avrà inizio alle ore 19.00 ed è ad accesso libero.
L’Alta Valle Isarco legge: torna il concorso estivo per piccoli lettori
L’estate 2026 in Alta
Valle Isarco sarà ancora all’insegna della lettura con il concorso dedicato a bambine e bambini della scuola dell’infanzia e primaria. Lo slogan di quest’anno, “Puntiamo in alto con i libri – insieme sul Gran Pilastro!”, invita a raggiungere simbolicamente la vetta attraverso le pagine lette.

La campagna prenderà il via il 18 maggio e si concluderà il 18 settembre 2026. Le schede di partecipazione sono disponibili presso diverse strutture del territorio, tra cui la biblioteca della scuola elementare Rampold, l’IPC A. Langer, la Biblioteca Civica di Vipiteno e le biblioteche pubbliche di Stilves, Trens, Mules, Colle Isarco, Fleres e Ridanna.
Calendarietto
C.A.I. Brennero
02.05.26: Giornata dell’ambiente 09.05.26: Ferrata “Che Guevara” 10.05.26: Marcia e Sagra della Bondola a Torrebelvicino (VI) 16.05.26: Passeggiata in famiglia 31.05.26: Biciclettata alla Pertingeralm
C.A.I. Vipiteno
10.05.26: Escursione ad anello partendo da Soprabolzano verso il paesino di Maria Assunta, scendendo fino alla chiesa di San Giacomo e risalendo nel bosco passando per le Piramidi. Bella gita primaverile, accessibile a tutti. Per info e prenotazioni Andrea 335 272822. 16-17.05.26: Gruppo Gran Paradiso. Salita alla cima per la via normale con pernottamento al rifugio Vittorio Emanuele. Dalla Val Veni.
31.05.26: Schrammacher 3480 m. Dislivello 1200 m (dal Passo). Difficoltà OSA.
Biblioteca Civica
05-16.05.26: Mercatino di libri: la Biblioteca Civica di Vipiteno mette a disposizione gratuitamente i libri dismessi durante il riordino di inizio anno per fare spazio alle nuove acquisizioni. 12.05.26: Liesmich-Leggimi 2026 – Presentazione dei libri del concorso di lettura provinciale per ragazzi e adulti – ore 19:00 (info: www.liesmich-leggimi. bz.it)
Udienza della difensora civica presso la sede dell' Ispettorato all'agricoltura, via Stazione 2 a Vipiteno, venerdì, 22 maggio 2026 dalle ore 9.00 alle ore 12.00, appuntamento necessario
Ogni libro contribuirà a guadagnare “metri di altezza”, in base alla lunghezza, con l’obiettivo di arrivare insieme ai 3.510 metri del Gran Pilastro. Per i più piccoli viene valorizzata la lettura ad alta voce, importante per lo sviluppo linguistico e cognitivo.
A conclusione, tutti i partecipanti riceveranno un piccolo omaggio e i risultati saranno festeggiati sabato 17 ottobre al Teatro comunale. Un progetto che unisce lettura, gioco e comunità, invitando i più giovani a scoprire il piacere dei libri.
Per informazioni: tel. 0471 946020.
Per medici e farmacie di turno vedi pag. 120
Erfolgreiche Saison für Brüderpaar
Zwei Brüder, eine Leidenschaft und eine Saison, die sich sehen lassen kann: Andreas und Patrick Braunhofer haben im Biathlonwinter 2025/26 eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Mit internationalen Erfolgen, persönlichen Bestleistungen und großen Momenten vor heimischem Publikum bestätigen beide ihr Potential und richten den Blick bereits nach vorne: auf einen intensiven Sommer und die nächsten sportlichen Ziele.
I Daniela Gruber
Junioren-Weltmeister und Italienmeister vor einem intensiven Sommer
Andreas „Andi“ Braunhofer hat in der abgelaufenen Saison den Schritt vom Talent zum ernstzunehmenden internationalen Nachwuchsathleten geschafft. Zu Beginn der Biathlonsaison vom Erker nach seinen Zielen befragt, war sein größter Wunsch, sich für die Jugend-Weltmeisterschaft am Arber in Deutschland zu qualifizieren. Die Qualifikation gelingt – und Braunhofer junior liefert. Der Ridnauner ist auf den Punkt in Topform und zeigt konstant starke Leistungen in der Loipe und am Schießstand. Er erreicht mehrfach Top-Ten-Platzierungen und bestätigt sein Potential im internationalen Vergleich. Den Höhepunkt setzt Braunhofer mit Staffel-Gold. Als Startläufer legt er die Basis für den souveränen Titelgewinn des italienischen Teams. Dazu kommen nationale Erfolge mit dem Italienmeistertitel im Einzel sowie Gold mit der Junioren-Staffel. Nach einem

In Führung unterwegs: Andreas Braunhofer steht an der internationalen Nachwuchsspitze und vor einem intensiven Sommer.
weiteren Winter im Nachwuchsleistungssport präsentiert er sich als Athlet, der zählbare Resultate liefert und an vielversprechenden Perspektiven im Leistungssport weiterarbeiten kann. Erker: Andreas, wie fällt dein persönliches Fazit nach dieser Saison aus?
Andreas Braunhofer: Die Saison war mehr als gut und ich bin wirklich zufrieden. Ich habe meine persönlichen Ziele und jene des Teams mit dem Junioren-WM-Titel übertroffen. Die Saison war wichtig für meine Entwicklung. Ich habe gemerkt, dass ich international mithalten kann. Der Trainingsplan war perfekt auf den Saisonhöhepunkt abgestimmt. Nach einem schwächeren Start rief ich mein Niveau immer öfter ab und konnte wiederholt gute Rennen zeigen. Ich sehe weiteres Potential – das motiviert mich und macht mir viel Freude. Wenn du auf die letzte Saison zurückblickst: Was ist dir gut
gelungen?
Die Jugend-WM mit der Staffel war das Highlight. Staffelrennen sind für mich besonders. Ich laufe nicht nur für mich, sondern auch für das Team. Meine Leistung beeinflusst die anderen – das spornt mich zusätzlich an. Die Rennen unterscheiden sich taktisch je nach Gegner und Position im Team. Dazu kommen die Leistungen am Schießstand und in der Loipe. Als Startläufer bin ich gestürzt, dadurch war ich am Schießstand besonders gefordert. Ich weiß, dass noch mehr möglich ist. Den Sieg gemeinsam mit allen Teamkollegen zu feiern, war besonders schön.
Gab es Momente, in denen du gespürt hast: „Das ist mein nächstes Level“?
Dieser Moment steht jetzt an. Demnächst fällt die Entscheidung über meine Trainingsgruppe: Ich bleibe im Landeskader oder wechsle in die Junioren-Nationalmannschaft. Beides sind
gute Wege für mich. Der Schritt in die Juniorenmannschaft wäre besonders reizvoll, vor allem gemeinsam mit meinen Teamkollegen aus der Weltmeisterstaffel. Ich warte die Entscheidung ab. Was soll dir in der kommenden Saison auf keinen Fall mehr passieren?
Im Biathlon gibt es immer Dinge, die man besser machen kann. Genau daran arbeite ich. Es geht darum, in allen Bereichen stabiler zu werden und das Niveau noch öfter abzurufen.
Wie nutzt du den Sommer: Aufbau, Reset oder schon fokussierte Vorbereitung auf konkrete Ziele?
Ich setze auf eine Mischung aus Aufbau und gezielter Vorbereitung. Im Fokus steht die Weiterentwicklung meines Leistungsniveaus. Die Freude an allem bleibt zentral. Ein Teil des Krafttrainings findet voraussichtlich auf der Baustelle unseres Hauses statt. Parallel absolviere ich das
Schulpraktikum und suche eine Richtung, die Sport und Beruf verbindet.
Und abseits des Sports: Wann sieht man dich im Wipptal?
Zuerst stehen noch schulische Aufgaben in Sterzing an. Vor der Matura im nächsten Jahr habe ich noch einiges nachzuholen. Bald werde ich volljährig und mache den Führerschein. Bis dahin sieht man mich noch mit meiner Vespa. Auch die Jagdprüfung möchte ich ablegen. Vor den nächsten Trainingslagern bin ich mit meinen Kollegen in den Wipptaler Bergen unterwegs, beim lockeren Laufen und immer öfter beim Padel-Tennis.
Nach Olympia-Debüt weiter das Schwarze im Visier
Auch Patrick „Brauni“ Braunhofer, der ältere der beiden

Fokus aufs Schwarze: Patrick Braunhofer überzeugt in dieser Weltcup-Saison besonders am Schießstand und wird hinter Lukas Hofer zweitbester Südtiroler.
Braunhofer-Brüder, hat sich im Biathlon-Winter 2025/26 einen großen Traum erfüllt und bei den Olympischen Spielen in Antholz debütiert. Und der Ridnauner nutzte die Bühne vor heimischem Publikum eindrucksvoll bei all seinen Einsätzen. Zugleich lief er auch sein bislang bestes Rennen vor heimischer Kulisse. Mit Rang 14 im Einzelrennen setzte er ein
klares Ausrufezeichen. Zum Vergleich: Seine bisher beste Weltcup-Platzierung lag bei Rang 19. Auch im Gesamtweltcup bestätigte Braunhofer sein solides Leistungsvermögen. Mit Platz 58 belegte er immerhin als zweitbester Südtiroler hinter Lukas Hofer und drittbester Italiener hinter Tommaso Giacomel eine solide Position im internationa-
len Feld. Nicht nur persönliche Bestleistungen, sondern auch ein mehr als gefestigter Platz als Startläufer der italienischen Nationalstaffel stehen zu Buche – sichtbare, für die weitere Motivation wichtige Belohnungen für jahrelange, konsequente Arbeit im Leistungssport.

Biathlon
Nachwuchs mit Potential
Bei den Italienmeisterschaften der Jugendkategorien Mitte März in Forni Avoltri (UD) haben die Wipptaler Biathleten einmal mehr

In den Staffelentscheidungen verpasste Ilvy Marie Markart (im Bild) vom ASV Ridnaun gemeinsam mit Anna Wolf und Verena Pallua in der Kategorie „Anwärter“ als Vierte nur knapp das Podest. Auch Sara Eisath überzeugte mit Katia Pallua und Elsa Canins; das Trio belegte Rang 5. In der Kategorie „Jugend“ sorgte führte Andreas Braunhofer das Südtiroler Team mit Aaron Niederstätter und Jonas Tscholl zu einem souveränen Sieg. Bei den Damen erreichte Anna Maria De Angelis zusammen mit Patrizia La Marchina und
Im Einzelbewerb setzte sich die Erfolgsserie fort. Andreas Braunhofer krönte seine starke Leistung mit dem Italienmeistertitel und führte einen Fünffachsieg für Südtirol an. Auch Sara Eisath wusste zu überzeugen und belegte den 4. Rang.
Starke Leistungen zum Abschluss
Die Italienmeisterschaften im Biathlon in Martell boten Ende März zum Saisonabschluss nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch beeindruckende Auftritte der Wipptaler Athleten: Birgit Schölzhorn (im Bild), Patrick Braunhofer, Andreas Braunhofer und Sarah Eisath machten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam.

Im Sprint der Damen zeigte Birgit Schölzhorn eine überzeugende Vorstellung und belegte als beste Südtirolerin hinter der erweiterten Spitze einen starken 5. Platz in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld. Bei den Herren sorgte Patrick Braunhofer für Spannung bis zur letzten Sekunde: Der Ridnauner verpasste das Podium im Sprint denkbar knapp um nur 0,7 Sekunden und musste sich mit Rang 4 zufriedengeben. Auch im Nachwuchsbereich gab es Grund zur Freude: Andreas Braunhofer war Teil der siegreichen Mixed-Staffel Südtirol A in der U19. Ebenfalls stark präsentierte sich Sarah Eisath, die mit Südtirol A in der Mixed-Staffel der U17 die Silbermedaille errang.
Erker: Patrick, wie fällt dein persönliches Fazit nach dieser Saison aus?
Patrick Braunhofer: Insgesamt positiv, aber nicht ohne Selbstkritik. Der Saisonverlauf war ein Auf und Ab, vor allem im Dezember habe ich nicht die Leistungen gebracht, die ich mir vorgestellt habe. Da kam auch von den Trainern ein klares Signal, dass ich mehr zeigen muss. Das war wichtig. Danach ist es besser geworden und mit der Qualifikation für Olympia habe ich mein wichtigstes Saisonziel erreicht.
Wenn du auf die letzte Saison zurückblickst: Was ist dir gut gelungen?
Vor allem meine Schießleistung war über weite Strecken wirklich gut. Ich konnte viele solide Rennen zeigen und mich konstant in den Punkterängen halten. Der Saisonverlauf war insgesamt stabil, auch wenn läuferisch sicher noch Luft nach oben ist. Und natürlich das Einzelrennen bei Olympia: Rang 14 mit nur einer Strafminute war mein bestes Rennen auf diesem Niveau. Gab es Momente oder Leistungen, bei denen du gespürt hast: „Das ist mein nächstes Level“?
Ja, besonders mit dem Startrecht bei Olympia. Mit einem sauberen Rennen ist schon viel möglich. Und speziell mit der Staffel können wir uns immer wieder top Resultate erwarten. Was soll dir in der kommenden Saison auf keinen Fall mehr passieren?
Im Biathlon kann bis zuletzt alles passieren. Crossfire habe ich in meiner Laufbahn nun schon in
mehreren Varianten erlebt, das möchte ich nun endgültig abhaken. Immerhin habe ich es diesmal geschafft, den Fehler sofort zu erkennen und die nächste Einheit auf der richtigen Bahn zu schießen. Aber das kostet sofort richtig viele Plätze. Es wäre sonst ein wirklich sehr gutes Rennen geworden.
Wie nutzt du den Sommer: Aufbau, Reset oder schon fokussierte Vorbereitung auf konkrete Ziele?
Heuer ist es zuerst ein Reset. Nach Olympia war ich körperlich müde und auch mental ziemlich leer. Die Italienmeisterschaften konnte ich gar nicht mehr richtig genießen. Wir starten im Team heuer auch etwas später ins Training. Dann geht es Schritt für Schritt in den Aufbau. Ich habe noch einige Termine wahrzunehmen, bin privat auch beim Hausbau eingespannt. Ab Mai starten wir mit den neuen Saisonvorbereitungen. Grundsätzlich mache ich weiter, solange ich Entwicklungspotential sehe – und das ist aktuell definitiv noch der Fall. Somit eine recht routinierter Sommerverlauf. Abseits vom Leistungssport: Wann und wo können dich die Leute im Wipptal wieder „daheim“ erleben?
Ich bin jetzt schon immer wieder zuhause, wir bauen unser Haus um, wo ich mithelfe. Ich genieße die Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin. Bald bin ich auch wieder regelmäßig mit den Rollern im Wipptal und auf dem Jaufen unterwegs, bevor es erneut ins Trainingslager geht.
Gelungenes Finale in Pfitsch
Ende März ging in Pfitsch das dritte und zugleich abschließende Rennen des VSSRaiffeisen-Winterlandescups im Skilanglauf über die Bühne. Das große Finale im Langlaufzentrum „Grube“ lockte zahlreiche Athleten sowie ein begeistertes Publikum an und bildete einen würdigen Abschluss einer erfolgreichen Rennserie.
Die Ergebnisse der Wipptaler Athleten konnten sich sehen lassen. Laura Kinzner erreichte über 500 m den 3. Rang, ebenso wie Mirko Frei in seiner Kategorie. Oliver Lanthaler belegte den 4. Platz, während sich Peter Steindl in seiner Division den Sieg sicherte. Über die 1.000-m-Distanz erreichte Matthias Hochrainer den 3. Rang, Florian Hochrainer wurde Vierter. Felix Fo -
rer lief ebenfalls auf den 3. Platz, während sich Peter Schroffenegger über 2.500 m den Sieg holte.
In der Gesamtwertung des VSS-RaiffeisenWinterlandescups sicherten sich Mirko Frei und Matthias Hochrainer jeweils den 2. Platz. Florian Hochrainer belegte den 3. Platz, während Peter Schroffenegger mit einer konstant starken Leistung den Gesamtsieg errang.

Den Abschluss der Wintersaison bildete eine stimmungsvolle Feier im Hotel „Mondschein“ in Sterzing, an der über 80 Personen teilnahmen. Mit einer Präsentation wurden die Höhepunkte der Saison nochmals Revue passiert, bevor die Athleten auch abseits der Loipe ihre Ausdauer unter Beweis stellten und gemeinsam bis in die Nacht hinein feierten.
Special Olympics Team auf Platz 2
Großer Erfolg für den inklusiven Sport in Südtirol: Bei der diesjährigen Südtiroler Sportlerwahl hat das Special Olym pics Team einen herausragenden 2. Platz in der Team wertung erreicht. Damit wurde ein mal mehr die be eindruckende Leis tung der Athleten gewürdigt. Zum er folgreichen Team zählt auch Langläufer Peter Schroffenegger aus Gossensaß. Der 33-Jährige gehört zu den stärksten Südtiroler Special-Olympics-Athleten im Langlauf und überzeugte bereits bei den Welt-Winterspielen 2025

mit einer Bronzemedaille über 5 km. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Georg Verginer, Martina Zambarda und Laurin Schedereit zeigte Schroffenegger auch im Rahmen der Sportlerwahl eindrucksvoll, welche Bedeutung der Behindertensport in Südtirol mittlerweile einnimmt. Das Quartett hatte bereits bei den Special Olympics mit mehreren Medaillen auf sich aufmerksam gemacht und zählt zu den Aushängeschildern des inklusiven Sports im Land.
60 Jahre Lebenshilfe
„Sport für alle“ im Stadttheater Sterzing

Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens organisiert die Lebenshilfe Südtirol das gesamte Jubiläumsjahr hindurch, eine Reihe von Highlight Veranstaltungen, im Mittelpunkt stets die Menschen mit Beeinträchtigung, sowie deren Familien. Am 8. Mai lädt die Lebenshilfe zu einer besonderen Talkrunde unter dem Titel „Sport für alle“ ins Stadttheater Sterzing. Beginn der Veranstaltung ist um 19.00 Uhr. Im Mittelpunkt des Abends stehen bewegende und inspirierende Einblicke in den Behindertensport sowie gelebte Inklusion. Hochkarätige Gäste aus Sport, Gesellschaft und Organisationen teilen ihre Erfahrungen und Perspektiven auf der Bühne. Durch den Abend führt Moderatorin Sarah Bernardi. Zu den Gästen zählen unter anderem Kira Grünberg, Markus Kompatscher, Martha Stocker, Nils Larch, Hansjörg Elsler, Julia Schroffenegger und Kathrin Oberhauser. Kira Grünberg, ehemalige österreichische Stabhochspringerin, erlitt 2015 nach einem Trainingsunfall eine Querschnittlähmung. Heute engagiert sie sich als Nationalratsabgeordnete und setzt sich mit großer Stärke und Offenheit für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe ein.
Für die kulinarische Begleitung des Abends sorgen die Betriebe der Eisacktaler Kost. Unterstützt wird die Veranstaltung von Kiwanis Brixen und Eisacktal sowie der Raiffeisenkasse Wipptal.
Die Lebenshilfe möchte mit diesem Abend nicht nur ihr Jubiläum feiern, sondern vor allem eines sichtbar machen: Sport verbindet –und ist für alle da.
Langlauf
„Eine schöne Zeit“
Es ist schon lange her, dass er zuletzt auf Langlaufskiern stand. Heute verfolgt er den Sport vor allem aus der Distanz, jedoch mit derselben Leidenschaft, die ihn früher selbst über die Loipen trieb. „Früher war das anders“, sagt er und lächelt. „Da spielte der Sport eine große Rolle in meinem Leben.“ Valentin Fassnauer, ehemaliger Trainer des ASV Ridnaun, im Erker-Porträt.
Seine eigene Langlaufgeschichte begann vergleichsweise spät. Erst mit 20 Jahren entdeckte Fassnauer die Begeisterung für den Wintersport. Die Ausrüstung war damals alles andere als perfekt. „Die war teilweise etwas notdürftig“, erinnert er sich. „Aber es ist trotzdem alles gegangen.“
Gerade diese einfachen Anfänge sind es, an die der 67-Jährige heute besonders gern zurückdenkt. Ein Vereinsrennen ist ihm noch gut im Gedächtnis geblieben. Damals wachste ihm HansPeter Haller zum ersten Mal die Ski mit Klister. Fassnauer wollte es anschließend selbst versuchen – mit mäßigem Erfolg. „Mein erster Versuch, Klister mit der Flamme aufzutragen, ist ziemlich danebengegangen“, erzählt er lachend. In das Präparieren der Skier hat er danach viel Zeit und Wissen investiert, was ihm sogar den Beinamen „Wachsl-Guru“ eingebracht hat.
„Am meisten aus eigenen Fehlern gelernt“
Viele Erinnerungen verbinden ihn mit jener Zeit, als der Langlauf in Ridnaun noch ganz andere Di-

mensionen hatte als heute. Der klassische Stil dominierte, später kam der Siitonen-Schritt hinzu und schließlich setzte sich der Skatingstil durch. Fassnauer erlebte diese Entwicklungen hautnah. „Das hat sich alles Schritt für Schritt verändert“, sagt er. „Man musste ständig dazulernen. Am meisten gelernt hat man sowieso aus seinen eigenen Fehlern.“
Ein besonderer Moment war für ihn das Jahr 1990. Gemeinsam mit seinem Bruder Martin nahm er am berühmten Gsiesertallauf teil – ein Traum, den er sich unbedingt erfüllen wollte. Dafür ließ er sogar ein anderes Rennen sausen. „Dieser Lauf war immer mein Ziel“, sagt er. „Da wollte ich unbedingt einmal dabei sein.“
Trotz dieser Rückschläge blieb der Sport ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Mitte der 1980er Jahre begann Fassnauer
als Trainer beim ASV Ridnaun zu arbeiten – eine Aufgabe, die ihn über viele Jahre prägen sollte. Vieles brachte er sich selbst bei. „Ich habe viel abgeschaut, mit anderen gesprochen, Bücher gelesen und Kurse besucht“, erzählt er. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm Wachskurse bei Karl Gartner in Sterzing und beim legendären Jochen Behle.
Auch große Wettkämpfe verfolgte er mit Begeisterung. Beim Weltcup in Toblach konnte er Behle einmal live erleben. Bei der Nordischen Ski-WM 1990 im Fleimstal stand er am Streckenrand und feuerte internationale Größen wie Gunde Svan an. „Das war schon beeindruckend“, erinnert er sich. Ein weiteres Highlight war der Biathlon-Weltcup 1993 in Ridnaun. Kurzfristig sprang der Ort als Austragungsort für Oberhof ein und Fassnau-

Für alle Athleten da
Als Trainer begleitete er viele junge Sportler auf ihrem Weg. Zunächst in der Langlaufgruppe, später auch im Biathlon. Besonders stolz ist er darauf, dass einige seiner Schützlinge den Sprung in den Nationalkader geschafft haben. Namen wie Devis Da Canal, Christian Braunhofer, Alexander Inderst, Barbara Felizetti oder Katja Haller nennt er mit sichtbarer Freude. „Da sieht man, dass die Arbeit gefruchtet hat“, sagt er. Mitgefiebert und mitgefreut hat er sich aber mit allen seinen Athleten – egal, wie groß oder klein die Erfolge waren.
Natürlich gab es neben Erfolgen auch schwierige Momente. Fass-
Trainer Valentin Fassnauer (stehend 2. v. l.) mit seinen Schützlingen (vorne v. l.) Devis Da Canal, Christian Braunhofer und Herbert Mangger sowie (stehend v. l.) Barbara Felizetti, Hans Braunhofer, Florian Amrain und Christoph Kruselburger

nauer erinnert sich an lange Autofahrten zu Wettkämpfen quer durch Italien an Orte, „die man sonst nie gesehen hätte“, manchmal unter abenteuerlichen Bedingungen. In Cuneo ragten einmal Maisstoppeln aus dem Schnee, über welche die Loipe führte. Auf einer Fahrt nach Misurina wurde die eisglatte Straße zur Herausforderung. Und einmal wäre er vor Müdigkeit beinahe in die Leitplanken geprallt. „Ich hatte die Nacht davor noch Skier gewachst und war völlig übermüdet“, erzählt er. „Zum Glück bin ich im letzten Moment wieder aufgewacht.“ Noch so vieles könnte er erzählen, „aber dann wäre der Erker voll mit meinen Geschichten“, lacht er. Trotz solcher Erlebnisse überwiegen für ihn die positiven Erinnerungen: die Trainingslager, die gemeinsamen Fahrten, die Kameradschaft im Team. „Es waren viele schöne Momente“, sagt er. „Vor allem die Gemeinschaft hat mir viel bedeutet.“
Herausforderungen des Lebens
Doch das Leben stellte ihn auch vor Herausforderungen. Seit
Sportpsychologie
Wir sind, was wir denken (Buddha)
Unsere Gedanken begleiten uns ununterbrochen, vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Oft nehmen wir sie kaum bewusst wahr und doch formen sie unser Erleben, unsere Entscheidungen und letztlich unser gesamtes Leben. Der Satz „Wir sind, was wir denken“ ist daher mehr als nur eine philosophische Aussage – er beschreibt eine grundlegende Wahrheit über die menschliche Psyche.
Woher kommen unsere Gedanken
Gedanken entspringen unserer inneren Landkarte von der Welt und diese ist das Ergebnis unserer Erfahrungen, Erziehung und Wiederholungen und den daraus entstandenen Gewohnheiten. Sie bestimmen, wie wir Situationen interpretieren.
Zwei Menschen können dasselbe Erleb nis haben – und doch völlig unterschied lich darauf reagieren, weil ihre Gedanken verschieden sind.

1988 leidet Fassnauer an Muskelschwund im linken Oberarm. Zwei Jahre dauerte es, bis die Krankheit diagnostiziert wurde – der Arm war inzwischen sechs Zentimeter dünner als der rechte. „Das hat natürlich vieles verändert“, erzählt er ruhig. Er musste seine Arbeit bei einer Baufirma aufgeben und beruflich umdenken. Auch Bandscheibenprobleme begleiten ihn bis heute.
Heute hat sich sein Alltag verändert. Wegen seiner gesundheitlichen Probleme kann Fassnauer nicht mehr arbeiten, auch seine Tätigkeit in der Reha Trens musste er aufgeben. Drei Tage pro Woche besucht er das Tagespflegeheim in Sterzing, ansonsten lebt er in einer Wohngemeinschaft in Stilfes. Regelmäßig besucht er seine Geschwister in Ridnaun und seine Schwester in Rodeneck. Die Welt des Sports verfolgt er weiterhin aufmerksam, besonders im Langlauf und Biathlon. Und wenn er über die Vergangenheit spricht, schwingt immer noch Begeisterung mit. Sein Fazit fällt schlicht aus: „Es war eine schöne Zeit.“
Die Macht der Gedanken Gedanken sind nicht einfach nur flüchtige innere Stimmen. Sie beeinflussen unsere Gefühle, unser Verhalten und sogar unse ren Körper. Gedanken lösen Emotionen (Angst, Aggression, Trauer ...) aus und diese bewirken unser Verhalten. Angst ist z. B. eine unglaublich potente Emotion, die Menschen oft leider auch in ein inneres Gefängnis sperren. Wer ständig denkt „Ich schaffe das nicht“, wird sich unsicher fühlen und eher aufgeben. Wer hingegen überzeugt ist „Ich finde einen Weg“, handelt mutiger und ausdauernder. Auch bei schweren Krankheiten spielen positive Genesungsgedanken eine wichtige Rolle. Das zeigt, dass Vorstellungen auch auf körperliche Abläufe einwirken. Wenn wir glauben, dass wir ausgeliefert sind, bleiben wir passiv. Unsere Gedanken entscheiden also, ob wir Opfer oder Gestalter unseres Lebens sind.
Glaube nicht alles, was du denkst!
Unsere innere Landkarte, also unsere bewussten und unbewussten Vorstellungen vom Funktionieren dieser Welt, werden durch Abwehrmechanismen geschützt. Wir nehmen die Realität mit unseren Augen wahr und passen sie unserem inneren Filter an. Verdrängen, verleugnen und projizieren sind dabei mächtige Werkzeuge, um positive wie auch negative Gedanken über sich selbst und die Welt aufrecht zu erhalten.
Kann man eigene „Realitäten“ und damit Denkgewohnheiten ändern? Ja, der Weg führt über eine Reise zu sich selbst:
1. Den Mut aufbringen, sich Hilfe zu holen. Innere Realitäten, ohne eine außenstehende Person zu hinterfragen, ist (man ist gezwungen sie für wahr zu halten) sehr schwierig.
2. Stärkende Gedanken erkennen und belastende, krankmachende Gedanken hinterfragen.
3. Neue Haltungen (Mindsets) entwickeln und so problematischen Gedanken die Wirkung nehmen.
4. Üben, üben, üben – Erfolge anerkennen und Rückschläge als normale Episoden eines Lernprozesses annehmen.
Martin Volgger, Sportpsychologe

„Wachsl-Guru“ Valentin Fassnauer und Leopold Volgger
Slalom in Valmalenco (Sondrio) gab es Anfang April einen Podestplatz für Lukas Sieder. Hinter David Castlunger aus Stern
In Prali (Piemont) sicherte sich Sieder (im Bild 2. v. r.) Mitte April im ersten Riesentorlauf

tigte er auch bei den Slalomrennen: Im ersten Bewerb belegte er hinter dem Albaner Denni Xhepa Rang 2, ehe er im zweiten Rennen erneut glänzte und sich den Sieg holte.
Nationale und internationale Erfolge

Ende März sind die Finalrennen von „Pinoc chio sugli Sci“, einem der bedeutendsten internationalen Nachwuchs-Skirennen, mit starken Ergebnissen für zwei Nachwuchs athleten der Renngemeinschaft Wipptal zu Ende gegangen. Im Riesenslalom der U14 erreichte Elias Magoni einen hervorragenden 2. Platz. Carmen Gschliesser belegte in der U16 Rang 3.
Ski alpin
Stadtler messen sich am Rosskopf
Beim 62. Stadtlerrennen am Rosskopf Ende März gingen zahlreiche Teilneh


Die zweite April-Woche stand ganz im Zeichen der Italienmeisterschaften der Kategorien in Pila im Aostatal. Carmen Gschliesser absolvierte eine herausragende Meisterschaftswoche. Nach Rang 3 im Riesentorlauf setzte sie zu einem beeindruckenden Doppelschlag an: Zunächst krönte sie sich im Super-G zur Italienmeisterin, ehe sie im Skicross den nächsten Titel nachlegte. Auch Elias Magoni konnte sich erneut in Szene setzen. Im Slalom belegte er den 3. Platz.
erfahrenen Masterklassen, die den familiären und traditionsreichen Charakter der Veranstaltung unterstrichen.
In der U8 Super Baby sicherte sich bei den Mädchen Alena Gschnitzer den Sieg, während bei den Buben Elia Toniutti als Schnellster ins Ziel kam. In der U10 überzeugten Linda Mair bei den Mädchen und Nathan Plank bei den Buben. Auch in der
U12 feierten Jana Gschnitzer und Anton Stötter den jeweiligen Klassensieg. In der U14 setzten sich Lara Maria Gschnitzer und Niclas Venturini an die Spitze. In der U16 gewann Matilda Venturini bei den Mädchen und Aaron Trenkwalder bei den Buben. In der U21 waren Lisa Peters sowie Philip Gschnitzer am schnellsten. Auch die Erwachsenenklassen boten spannende Entscheidungen. In der allgemeinen Damenklasse triumphierte Lisa Rienzner, während bei den Herren Alex Putzer mit der Tagesbestzeit überzeugte. In den Masterklassen gingen die Siege an Helga Fleckinger (Master D), Astrid Baur (Master C), Wilfried Hofer (Master B II), Roland Rienzner (Master B I), Manfred Gschnitzer (Master A II) sowie Christoph Holzer (Master A I).
„Ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren, auch für die Bereitstellung der zahlreichen Sachpreise für die Lotterie“, so die Organisatoren vom WSV Sterzing Ski.
800 Kinder feiern den Skisport
Vier Tage lang stand Sterzing mit dem Skids Snow Festival im Zeichen des inter nationalen Nachwuchsskisports: 800 Kinder aus 88 Skiklubs und zehn Nationen sorgten am Rosskopf für Begeisterung, Teamgeist und sportliche Highlights. Nach einem Trainingstag wurde die Altstadt beim Einzug der Vereine zur Bühne, ehe der Riesentorlauf den sportlichen Höhepunkt bildete. Auch abseits der Piste bot das Festival mit Pasta-Party, Spielen und Wettbewerben ein abwechslungsreiches Programm. Bei den Rennen setzten sich in den verschiedenen Altersklassen zahlreiche Talente durch, während in der U8 alle Kinder
ausgezeichnet wurden. Die Besten dürfen

rallelslalom, den das Team aus Garmisch gewann. In der Gesamtwertung siegte der Skiclub Schlotterer Hallein vor dem Sci Club 18 und dem Falconeri Skiteam.
Berglauf
Auftakt zum Wipptaler Berglaufcup
Am 9. Mai findet wieder der beliebte Kirchsteiglauf statt. Die traditionsreiche Veranstaltung richtet sich sowohl an ambitionierte Läufer als auch an Hob bywanderer und Kinder. Der Hauptlauf startet um 10.00 Uhr in der Sportzone Freienfeld und führt über eine ab wechslungsreiche Stre cke über 5 km und 550 Höhenmeter bis ins Ziel nach Egg. Der Kinderlauf wird im Dorfzentrum von Stilfes ausgetragen, bei dem der sportliche Nachwuchs ab 15.00 Uhr an den Start geht.
Anmeldungen unter www.laufverein-asvfreienfeld.it

Mit dem Kirchsteiglauf startet auch der Wipptaler Berglaufcup in die nächste Saison. Die weiteren Stationen sind die Ratschings Mountaintrails, die Mareiter Stein Attacke, der Basil-Hofer-Lauf und der Hühnerspiel Vertikal. Für die Gesamtwertung werden alle fünf Bewerbe herangezogen. Weitere Informationen erteilen die Veranstalter der einzelnen Rennen.

Die Sektion Eislaufen der Polisportiva Sterzing hat auch in der abgelaufenen Wintersaison zwei Eislaufkurse angeboten: einen Anfängerkurs in Zusammenarbeit mit dem WSV Broncos und einen Kurs für Fortgeschrittene. An diesem haben 25 eisfreudige Kinder aus Sterzing und Umgebung teilgenommen. Unter der Leitung von FISG-Trainer Lorenzo Palazzi und dessen Assistentin Stefanie Baldassarre wurden die anspruchsvollen Figuren auf dem Eis fleißig geübt.
Ende März wurde der Kurs mit einer Abschlussfeier zum Thema „Olympia“ gekrönt. Die Kinder hatten großen Spaß, die von ihrem Trainer erfundene, realisierte und inszenierte Choreographie auszuführen.


Ratschings Mountain Trails
Hochkarätiger Klassiker geht in die sechste Runde
Seit seiner Premiere hat sich der Ratschings Mountain Trail als fester Termin im Trailrunning-Kalender etabliert. Das beliebte Event genießt längst den Ruf eines hochkarätigen Klassikers, der die Trail-Saison fulminant eröffnet und so richtig in Schwung bringt. Wie gewohnt stehen zwei Strecken für Einzelläufer zur Auswahl: Der Mountain Trail kann auch in der Zweierstaffel absolviert werden.
Seit der Erstausgabe im Jahr 2021 erfreuen sich die Ratschings Mountain Trails Jahr für Jahr großer Beliebtheit. Hunderte Bergläufer aus aller Welt pilgern jedes Jahr nach Ratschings und folgen damit dem Ruf des hochkarätigen Klassikers, der traditionell die Trailrun-Saison eröffnet und vor allem für ambitionierte Läufer als erste Bewährungsprobe der Saison genutzt wird.
Zwei Strecken zur Auswahl
Das wird auch am 21. Juni so sein, wenn bereits die sechste Ausgabe ausgetragen wird. Hoch im Kurs ist und bleibt die traditionelle Strecke des Ratschings Mountain Trails, mit der vor fünf Jahren alles begann. 17,7
Kilometer mit 950 Höhenmetern bringt diese Distanz, dessen Streckenprofil identisch bleibt wie in den vergangenen Jahren. Der Mountain Trail kann auch in der Zweierstaffel absolviert werden, wobei das erste Staffelmitglied die ersten acht Kilometer und das zweite Staffelmitglied die verbleibenden 9,7 Kilometer läuft.
Spektakulär ist auch der Ratschings Sky Trail, die „Königsstrecke“ der Ratschings Mountain Trails. Denn hier geht es wesentlich weiter und steiler: 27 Kilometer und 1.610 Höhenmeter müssen die „Sky Trailer“ bewältigen, um vom Startpunkt bei der Talstation des Ski- und Wandergebiets Ratschings-Jaufen zum Ziel nahe der Rinneralm zu kommen. Hierbei führt der Weg auch über schmale Berggrate in hochalpinem Gelände, die ein technisches Know-how, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit von den Teilnehmern verlangen.
Auch Kinder und Jugendliche kommen an diesem Tag nicht zu kurz. Wie in den vergangenen Jahren wird im Zielbereich wieder der Ratschings Mini Trail ausgetragen, bei dem je nach Alter verschiedene Distanzen für die Nachwuchs-Bergläufer angeboten werden.
Online-Anmeldungen
So rüsten sich die Veranstalter um OK-Chef Hanspeter Schölzhorn für die nächste erfolgreiche Ausgabe der Ratschings Mountain Trails. „Die Vorbereitungen verlaufen ganz nach Plan, die Zahl der Anmeldungen ist zum jetzigen Zeitpunkt höher als je zuvor“, freut sich Schölzhorn.
Anmelden kann man sich online auf der offiziellen Website (www.ratschings-mountaintrail.it). Dort findet man auch weitere Informationen zu den Strecken und die Teilnahmegebühr. Die Startgebühr für den Ratschings Sky Trail beträgt bis zum 31. Mai 65 Euro, für den Ratschings Mountain Trail 51 Euro. Staffel-Teams zahlen pro Teilnehmer 45 Euro. Im Preis inbegriffen sind ein reichhaltiges Startpaket inklusive einem hochwertigen Badehandtuch, eine Finisher-Medaille, die Nutzung der Versorgungsstellen entlang der Strecke, die Zielverpflegung, ein Zielbier, ein Mittagessen mit Getränk, Parkmöglichkeiten bei der Talstation, eine Duschmöglichkeit im Zielgebiet, der Kleidertransport zum Zielgebiet und die Rückfahrt ins Tal mit der Kabinen-Umlaufbahn.

Was ist mit dem italienischen Fußball los?
Drei verpasste Weltmeisterschaften in Folge! Für eine Fußballnation wie Italien ist das mehr als nur eine sportliche Krise. Es ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass grundlegende Strukturen nicht mehr funktionieren. Während andere Topnationen ihre Systeme modernisiert haben, kämpft der italienische Fußball zunehmend mit sich selbst. Im Zuge dieses erneuten Scheiterns der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation hat sich der Erker mit dem Präsidenten des Südtiroler Amateurfußballverbands Klaus Schuster getroffen, um die Lage einzuordnen. Seine Analyse ist klar: Die Probleme liegen tiefer und sie sind über Jahre gewachsen.
Ein zentraler Punkt ist gewiss die fehlende Durchlässigkeit für junge Spieler. Zwar gibt es Talente, doch sie schaffen zu selten den Sprung in die höchste heimische Liga. „U21-Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kommen in der Serie A auf weniger als zwei Prozent der Spielzeit“, erklärt Schuster. Das bedeutet konkret: Junge italienische Spieler sitzen oft auf der Bank, während erfahrene Profis, häufig aus dem Ausland, den Vorzug erhalten. Trainer müssen kurzfristig Ergebnisse liefern und können sich kaum erlauben, jungen Spielern Zeit zur Entwicklung zu geben. Der Grund dafür liegt sicher auch im enormen Leistungsdruck (Italien ist da sicher keine Ausnahme), die Durchlässigkeit ist noch geringer als in anderen Ligen. Zudem findet man kaum irgendwo so viele alte, ausländische Spieler wie in Italiens höchster Spielklasse.
Diese Entwicklung hängt eng mit wirtschaftlichen Überlegungen zusammen. Für viele Klubs ist es günstiger und planbarer, auf bereits etablierte Spieler zurückzugreifen oder Talente aus dem Ausland zu verpflichten. „Es wird nicht unbedingt weniger in die Jugendarbeit investiert als anderswo, aber weniger
in einheimische junge Spieler“, sagt Schuster. Italienische Nachwuchsspieler sind oft teurer in der Ausbildung, u. a. durch sehr problematische Vermittlerprovisionen und Ablöseregelungen. Dadurch entsteht ein System, in dem der eigene Nachwuchs struktu rell benachteiligt ist. Die Probleme beginnen be reits oft noch früher im Jugendbereich. Laut Schuster fehlt es vie lerorts an gut ausge bildeten Trainern, da qualifiziertes Personal in höheren Ligen besser verdient und so kein aus gebildeter Trainer im Jugend bereich arbeiten will. Gleichzeitig herrscht eine starke Ergebnisorientierung: „Im Jugendfußball wird zu sehr auf Siege geschaut, nicht auf die Entwicklung der Spieler.“ Das führt dazu, dass Trainer kurzfristig erfolgreich sein müssen, statt langfristig Talente zu fördern. „Inkompetente Vereinsführungen spielen da ebenfalls eine zentrale Rolle“, so Schuster. Kreativität und individuelle Stärken bleiben dabei oft auf der Strecke. Auch organisatorisch sieht Schuster Defizite. Der italienische Fußball ist in verschiedene Ligen und Interessenvertretungen aufgeteilt, die nicht immer an einem Strang ziehen. Die Zusammenarbeit zwischen Klubs und Nationalmannschaft gestaltet sich schwierig, etwa wenn Spieler nur begrenzt für Lehrgänge zur Verfügung stehen. Zudem wird vorhandenes Geld aus seiner Sicht nicht immer sinnvoll eingesetzt. Zu viel fließe in kurzfristige Lösungen statt in nachhaltige Strukturen wie Ausbildung und Infrastruktur. Diese Einschätzung deckt sich mit internationalen Analysen. Viele Experten sehen in Italien ein System, das wirtschaft-

lich unter Druck steht und gleichzeitig den Anschluss an moderne Entwicklungen im Fußball verloren hat. Besonders im Nachwuchsbereich haben andere Länder in den vergangenen Jahren gezielter investiert und klarere Förderstrukturen aufgebaut. Die Folgen zeigen sich auch auf dem Platz. Es fehlen zunehmend Spieler, die eine Mannschaft führen und prägen können. Für Schuster ist klar, dass es Veränderungen braucht: „Man muss bereit sein, Fehler zu erkennen und neue Wege zu gehen.“ Dazu gehöre auch, erfolgreiche Modelle aus anderen Ländern zu analysieren und an die eigenen Gegebenheiten anzupassen. Als Beispiel und mögliches Vorbild nennt Schuster die Nachwuchsarbeit in Deutschland mit ihren flächendeckenden Stützpunktzentren und hauptberuflichen Jugendtrainern. Strukturen, die es in dieser Form in Italien nicht gibt, auch weil dafür die finanziellen Mittel fehlen – oder Geld eben anderswo „verschwendet“ wird. Ein möglicher Ansatzpunkt, um Veränderungen hervorzurufen, könnte sich dafür bereits in naher Zukunft ergeben: Am 22. Juni steht die Wahl eines neuen Präsidenten des italienischen Fußballverbands an. Verschiedene Interessensgruppen, von den Profiligen bis zum Amateurbereich, sind daran beteiligt und entscheiden zum Teil mit, welche Richtung der italienische Fußball künftig einschlägt.
Lorenz Grasl
Sportkegeln
Die Meister sind gekürt
In der zweiten Aprilwoche wurden die letzten Spieltage der Italienmeisterschaft im Sportkegeln ausgetragen. Sowohl der ASKC Ridnauntal als auch der ASKC Fugger Sterzing ziehen eine positive Bilanz.
In der Königsklasse der Herren (A1) konnten die Herren von Fugger 1 erneut an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und

sicherten sich hinter Serienmeister Neumarkt Platz 2. Die Mannschaft aus dem Ridnauntal belegte Rang 9. Die Herren von Fugger 2 schafften als Aufsteiger in der B-Ost einen sehr guten 4. Platz, Ridnauntal 2 belegte den 5. Platz. In der B- West hingegen landet der ASKC Fugger 3 auf Rang 11.
Bei den Damen gibt es nach der langen Siegesserie des ASKC Fugger Damen1 erstmals wieder einen 2. Platz hinter den Siegerinnen aus dem Sarntal. Der ASKC Ridnauntal belegte Rang 11. In der B-Ost erzielte die junge Fugger-Mannschaft den 6. Platz.
Vor allem die Jugendspieler vom ASKC Fugger Sterzing zeigten in der abgelaufenen Meisterschaft bei internationa-
len Bewerben ihr Können und sammelten so u. a. bei der Tandem-Staatsmeisterschaft nicht nur Erfahrungen, sondern auch Medaillen. Sofia Saxl holte mit ihrem Partner aus Aldein in der U23 Gold, Maria Saxl und Paul Untergasser Silber in der U15, gefolgt von Paul Saxl mit seinem Partner aus Dorf Tirol. Zudem wurde auch in diesem Jahr ein Kinderturnier ausgetragen. Gespielt wurde auf vier verschiedenen Bahnen im Eisack- und Pustertal. Nach dem Finalspiel in Villnöß konnten sich Finn Überegger und Jasmin Gschnitzer mit der mittleren Kugel Platz 1 und 3 sichern. Im Bewerb mit der kleinen Kugel holte Martha Überegger die Silbermedaille. Neben den sehr guten Mannschaftsleistungen erzielten auch heuer einige Spieler herausragende Leistungen bzw. Einzelbestleistungen. So erspielten Sofia Saxl in Dorf Tirol sensationelle 633 Kegel und Maria Saxl bei der Bezirksmeisterschaft in Pfeffersberg grandiose 587 Kegel. Auf der Heimbahn im Bliegerstadion in Freienfeld glänzten Marion Thaler mit 621 und Reinhard Gruber mit 681 (Bahnrekord).
UNTERWEGS MIT WIPPOLINO
Alpenblumengarten Schmirn

In diesem Monat zieht es Wippolino und seine Rabenfreundin Rita erneut ins nördliche Wipptal. Ihr Ziel: das Schmirntal. Dort möchten die beiden den liebevoll gestalteten Alpenblumengarten entdecken.
In Toldern im Schmirntal liegt direkt neben dem Gasthaus „Olpererblick“ ein ganz besonderer Ort: ein Alpenblumen- und Kräutergarten mit barrierefreiem Rundweg. Der Garten ist übersichtlich angelegt und eignet sich dadurch auch hervorragend für Familien mit kleinen Kindern.
Er gliedert sich in mehrere thematische Bereiche, liebevoll „Gartln“ genannt. Besucher können ein Schnapsgartl, ein Bauerngartl, ein Weihegartl, ein Alpenkräutergartl, ein Beerengartl sowie ein Steingartl erkunden. In jedem Bereich laden Informationstafeln dazu ein, mehr über die Pflanzen, ihre Verwendung und ihren kulturellen Hintergrund zu erfahren.
Am Alpenblumengarten führt außerdem ein barrierefreier Rundweg durch Tol-
dern vorbei, der sich bestens für einen gemütlichen Spaziergang eignet. Entlang des Weges informieren mehrere Tafeln über die Genussregion „Nordtiroler GrauviehAlmochs“ sowie über das Bergsteigerdorf selbst.
Der Garten ist von Mai bis Oktober jederzeit frei zugänglich.

Nadine Pichler
Das Ausflugsziel stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms INTERREG ItalienÖsterreich 2021-2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der Europäischen Union kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.
Kartsport
In Topform

Julian Frasnelli präsentiert sich einmal mehr in Topform und sorgt im internationalen Kartsport für starke Ergebnisse. Beim WSKRennen in Franciacorta beeindruckte der junge Fahrer aus Wiesen mit einer Aufholjagd von Startplatz 16 auf Rang 4. Nur knapp verpasste er dabei das Podium. Noch erfolgreicher verlief der Auf takt der „Champions of the Future Euro Series“ in La Conca: Frasnel li dominierte das Wochenende, gewann souverän das Finale und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Auch beim Start der FIA Karting-Europameisterschaft bestätigte er seine Konstanz und kämpfte sich erneut auf einen starken 4. Platz vor – lediglich wenige Tausendstelsekunden trennten ihn vom Podest.
Mit diesen Leistungen unterstreicht Frasnelli eindrucksvoll sein Potential im internationalen Spitzenfeld.
Silber Platz 2 für Fechtakademie
Golf
Charity-Event für den guten Zweck


Hanna Pichler, Marta Mattiello und Maria Clara Rabelo Pontin von der Fechtakademie Südtirol haben am 9. März beim SäbelMannschaftsturnier in Piacenza die Silbermedaille geholt. Die Fechterinnen aus Leifers, Brixen und Sterzing besiegten die Mannschaft aus Sassari knapp mit 45:44 und zogen ins Finale ein, wo sie gegen Genua unterlagen. Für die drei Athletinnen, die derzeit bei Fechtlehrer Ruben Ragno in Franzensfeste trainieren, eine beeindruckende Leistung: Die Siegermannschaft hatte Rukmini Piccinini, Fünfte bei den regionalen Säbel-Qualifikationen, eingesetzt. Bei Sassari fechtete Isabella Arru, U23Italienmeisterin im Säbel.
Beim hochkarätigen CharityEvent „Eagles Winter Challenge & Golf on Snow 2026“ im Hotel „Schneeberg“ in Ridnaun stand im März nicht nur der sportliche Wettbewerb im Mittelpunkt, sondern vor allem der Einsatz für den guten Zweck. Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Sport, Fernsehen und Musik waren der Einladung gefolgt, um sich gemeinsam für soziale Projekte zu engagieren.
Die Teilnehmer traten beim Event in Disziplinen wie Schneegolf und Biathlon gegeneinander an. Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Versteigerung einer exklusiven Lesung mit dem bekannten Schauspieler Nick Wilder und Christine Mayn. Mit Charme, Humor und persönlichem Einsatz gelang es ihnen, das Publikum zu begeistern und eine beachtliche Spendensumme zu generieren. Insgesamt konnten
im Rahmen der Veranstaltung 51.000 Euro gesammelt werden. Die Hälfte der Einnahmen kommt der Initiative „Südtirol hilft“ zugute.
Beide unterstrichen die besondere Bedeutung solcher Veranstaltungen: Es gehe ihnen nicht nur darum, Spenden zu sammeln, sondern auch darum, Menschen zusammenzubringen und Aufmerksamkeit für wichtige Anliegen zu schaffen. Gerade die Mischung aus persönlicher Begegnung, kulturellen Momenten und sozialem Engagement mache den Erfolg solcher Charity-Events aus. Wie Wilder betonte, sei es wichtig, „als öffentliche Person Verantwortung zu übernehmen und etwas zurückzugeben“. Christine Mayn ergänzte, dass sie es als großes Privileg empfinde, mit ihrer Arbeit Menschen zu berühren und gleichzeitig Gutes bewirken zu können. bar
Steigende Mitgliederzahlen beim Golfclub Sterzing
Der Golfclub Sterzing kann auf eine äußerst positive Entwicklung verweisen: Die Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich und haben inzwischen die Marke von über 200 überschritten. Diese erfreuliche Tendenz zeigt, dass der Golfsport im Wipptal zunehmend an Beliebtheit gewinnt und der Verein mit seinem Angebot den Nerv der Zeit trifft.
Im vergangenen Herbst fanden im Club turnusgemäß Neuwahlen statt. Dabei wurde Thomas Plank zum neuen Präsidenten gewählt und tritt damit die Nachfolge von Günther Rainer an, der den Verein über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat und im Vorjahr verstorben ist. Komplettiert wird der neue Ausschuss durch Vizepräsidentin Miriam Stockner sowie die Mitglieder Franco De Bettin, Günther Schölzhorn, Manfred Thaler, Bernhard Platzer und Tommaso Femminella.
Ein besonderes Highlight wirft bereits seine Schatten voraus: Im diesem Jahr feiert der Golfclub Sterzing sein 30-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum soll im Spätsommer mit einem festlichen Turnier gebührend gefeiert
werden. Mitglieder, Gäste und Freunde des Golfsports dürfen sich auf ein sportliches und gesellschaftliches Ereignis freuen.

Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Förderung des Nachwuchses. Ab Mai werden wieder Anfängerkurse mit Platzreife für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Damit setzt der Club bewusst auf eine breite Basis und möchte möglichst vielen Interessierten den Einstieg in den Golfsport erleichtern. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 333 8154350 oder per E-
Mail an info@golf.bz.it möglich. Darüber hinaus stehen regelmäßige Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung: Golfstunden können jeweils dienstags bei PGA Professional Malcolm Harrison sowie mittwochs bei PGA Professional Martin Turley individuell vereinbart werden. So wird sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen eine professionelle Betreuung geboten.
Die Anlage des Golfclubs, bestehend aus gepflegtem Platz und einladendem Clubhaus, ist von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet und bietet ideale Bedingungen für sportliche Aktivitäten inmitten der Südtiroler Berglandschaft. „Wir bedanken uns herzlich bei allen Sponsoren und Partnerhotels, deren Unterstützung einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Vereinsleben leistet“, so Präsident Thomas Plank. „So kann der Club optimistisch über das Jubiläumsjahr hinaus in die Zukunft blicken.

Reitsport
Dressurturniere in Thumburg
Der Reitverein Sterzing Thumburg veranstaltet am 24. Mai ein nationales Dressurturnier sowie die Landesmeisterschaft

im Dressurreiten. Die Veranstaltung beginnt um 9.00 Uhr und endet voraussichtlich gegen 16.00 Uhr.
Das Dressurreiten zählt zu den
anspruchsvollsten Disziplinen des Reitsports, da hier vor allem das harmonische Zusammenspiel zwischen Pferd und Reiter von entscheidender Bedeutung ist. Präzision, feine Hilfengebung und jahrelanges Training sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Vorstellung.
Am Turnier nehmen auch zahlreiche Reiter aus dem Wipptal teil, die um die begehrten Landesmeistertitel kämpfen werden. Die Zuschauer dürfen sich auf spannende Wettkämpfe und beeindruckende Leistungen von Pferd und Reiter freuen.


sehr gute Ergebnisse erzielen. In der U16 erkämpfte sich Leonie Braunhofer bei der Landesmeisterschaft in Sarnthein den Vizelandesmeistertitel, Alexander Telemaco belegte den 3. Platz. In der U14 erzielte Dora Abdeljelil den 2. Platz. Sieger in der U12 wurde Daniel Di Santo, Yannik Kofler landete auf Platz 4. Sieger in der U10 sind Lenard Wurzer und Michael Hasler, Laurin Klotz kam auf Platz 4.
Leichtathletik
Budokas ebenfalls aufzeigen. Vizeregionalmeisterin der U16 Open ist Leonie Braunhofer, Alexander Telemaco belegte Rang 4 in seiner Gewichtsklasse. Dora Abdeljelil erzielte den 3. Platz in der Kategorie der U14 Open. Sieger in der U12 ist Daniel Di Santo. In der U10 siegte Michael Hasler, Lenard Wurzer belegte den 2. Platz und Laurin Klotz kam auf den 6. Platz.
Starker Saisonauftakt für U16
Beim Auftakt zum SportlerGrand-Prix in Bozen präsen tierten sich die Wipptaler U16-Leichtathleten bereits in bemerkenswerter Frühform. Über 1.000 m überzeugte Theresa Gasser, die sich in star ken 3.13,91 Minuten sou verän den Sieg sicherte. Auch Jana Leitner lief als Dritte auf das Podest (im Bild).
Mehrkämpferische Qualitäten bewies Clara Seehauser, die gleich in mehreren Bewerben vorne mitmischte: Platz 5 über 300 m, Rang 4 im Hochsprung sowie der Sieg im Kugelstoßen

mit ausgezeichneten 11,01 m sprechen für ihre Vielseitigkeit.
Ebenfalls in Topform präsentierte sich Emma Frost, die im Hochsprung Rang 5 belegte und mit einem starken Wurf von 30,79 m den Speerwurf für sich entschied. Mia Frost komplettierte das gute Ergebnis mit Platz 3 in derselben Dis-
Bei den Buben lief Armin Aukenthaler als Dritter über 80 m aufs Podest. Im Kugelstoßen zeigte Jonas Walter mit Rang 2 und 9,61 m eine starke Leistung.

Bauen & Sanieren
Zwischen Erhalt und Erneuerung
Die Baulandschaft steht im Jahr 2026 an einem entscheidenden Wendepunkt. Während der Wunsch nach den eigenen vier Wänden nach wie vor für viele Familien vorrangig ist, zwingen Ressourcenknappheit, Klimaziele und neue gesetzliche Rahmenbedingungen Bauherren zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Frage, ob ein Neubau oder eine Sanierung die sinnvollere Investition darstellt.
In den letzten Jahren haben sich die Parameter für das Bauen im Land massiv verschoben. Wer heute ein Projekt startet, sieht sich mit Baukosten konfrontiert, die durch die jüngsten Anpassungen der Landesrichtwerte auf ein Rekordniveau gestiegen sind. Ein Quadratmeter Konventionalfläche wird 2026 mit über 1.870 Euro veranschlagt, was die finanzielle Hürde für junge Familien trotz angepasster Wohnbauförderungen erheblich nach oben schraubt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt

die Sanierung von Altbeständen eine völlig neue Qualität. Lange Zeit galt das Bauen auf der „grü nen Wiese“ als der einfachere, sauberere Weg. Heute hingegen wird der Bestand als wertvolles Depot an grauer Energie begriffen. Die Landesregierung hat dies erkannt und steuert mit
gezielten Anreizen gegen den Flächenverbrauch. Besonders der sogenannte Kubaturbonus, der auch im laufenden Jahr eine Erweiterung des Volumens bei energetischer Sanierung ermöglicht, erweist sich als starkes Argument für den Erhalt alter Bausubstanz.
Ein wesentlicher Faktor bei dieser Entscheidung ist die psychologische Komponente des Wohnens. Ein Neubau verspricht die totale Kontrolle über den Grundriss und die technische Ausstattung. Er ist das Sinnbild für einen Neuanfang ohne Altlasten. Auf der anderen Seite bietet die Sanierung einen Charakter und eine Seele, die man mit Geld nicht bauen kann.
Die Herausforderung für Architekten in Südtirol besteht heute darin, die engen Grenzen des Bestands so kreativ zu nutzen, dass zeitgemäße, lichtdurchflutete Räume entstehen, ohne die Geschichte des Hauses zu tilgen. Dabei spielen moderne Materialien wie lokal zertifiziertes Holz und innovative Dämmstoffe eine Schlüsselrolle, um die strengen Anforderungen der KlimaHausKlasse A-Nature auch im Altbau zu erreichen.
Die finanzielle Seite der Medaille ist komplexer denn je. Zwar sind die Steuerabschreibungen für Sanierungen im Vergleich zu den Boom-Jahren des Superbonus
moderater ausgefallen, doch die Direkthilfen des Landes für energetische Maßnahmen bieten eine verlässliche Kalkulationsbasis. Wer sich für eine Sanierung entscheidet, umgeht zudem oft die langwierigen Genehmigungsverfahren für neue Erschließungszonen, die in vielen Gemeinden aufgrund des Bettenstopps und der strengen Raumordnungsgesetze kaum noch ausgewiesen werden. Das Bauen im Bestand ist somit oft der schnellere Weg zum Wohnglück, da Infrastrukturen wie Kanalisation, Zufahrten und Stromnetze bereits vorhanden sind.
Dennoch bleibt der Neubau
dort unverzichtbar, wo Wohnraum für die nächste Generation völlig neu gedacht werden muss. Besonders in den urbanen Zentren wie Bozen, Meran oder Brixen sowie in den aufstrebenden Randgemeinden ist die Verdichtung die einzige Antwort auf den massiven Wohnraummangel. Hier entstehen vermehrt Projekte in genossenschaftlicher Hand oder durch innovative Bauträger, die auf modulares Bauen setzen, um die Kosten trotz hoher Standards im Zaum zu halten. Diese Neubauten setzen Maßstäbe in Sachen SmartHome-Integration und autarker Energieversorgung, die im Be-
stand oft nur mit extremem Aufwand realisierbar wären. Letztlich zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die strikte Trennung zwischen Bauen und Sanieren aufbricht. Es entsteht eine neue Kultur des „Weiterbauens“. Viele Projekte kombinieren den Erhalt historischer Kerne mit modernen Zubauten, die als Kontrapunkt fungieren. Diese hybriden Lösungen scheinen die Antwort auf die brennenden Fragen unserer Zeit zu sein. Sie schonen die wertvolle Landschaft, nutzen vorhandene Ressourcen und bieten dennoch den Komfort eines Erstbezugs. Für angehende Bauherren ist die
Botschaft des Jahres 2026 klar: Es gibt keine pauschale Lösung mehr. Jede Parzelle und jedes bestehende Gebäude erfordert eine individuelle Prüfung. Die Entscheidung zwischen Neubau und Sanierung ist heute weniger eine Frage des Prestiges als vielmehr eine Frage der Verantwortung gegenüber der Umwelt und der eigenen langfristigen wirtschaftlichen Stabilität. Wer die Chancen der staatlichen und landesweiten Förderungen klug mit einer professionellen Energieberatung kombiniert, findet heute mehr Wege zum Eigenheim als je zuvor.

„Mehr Unterstützung und weniger Bürokratie“
Die neue Wohnbauförderung in Südtirol soll den Zugang erleichtern, den Mittelstand stärken und Verfahren vereinfachen. Der Erker hat mit Christian Pircher und Manuel Kofler von der Raiffeisenkasse Wipptal darüber gesprochen, was sich konkret ändert und wie realistisch Eigentum dadurch wird.
Erker: Herr Pircher, im Februar sind neue Regeln in der Wohnbauförderung in Kraft getreten. Was war der zentrale Gedanke hinter dieser Reform?
Christian Pircher: Der zentrale Gedanke der Reform bestand darin, mehr finanzielle Unterstützung zu bieten und gleichzeitig bürokratische Hürden abzubauen. Dadurch soll auch die Auszahlung der Beiträge beschleunigt werden, was bislang häufig ein Problem darstellte. Die Landesregierung verfolgte das Ziel, das Beitragssystem zu vereinfachen und durch höhere Förderbeträge sowie gelockerte Kriterien mehr Menschen den Zugang zur Wohnbauförderung zu ermöglichen. Wie gestaltet sich das neue Fördersystem?
Christian Pircher: Das neue Fördersystem basiert grundsätzlich auf drei Säulen, die
miteinander kombiniert werden können. Einerseits gibt es einmalige Beiträge für Kauf, Bau und Wiedergewinnung, die neu geregelt, vereinfacht und erhöht wurden. Andererseits stehen zinsbegünstigte Darlehen
Menschen, Familien und Rückkehrer nach Südtirol erleichtert. Zudem wurde der mögliche Darlehensbetrag für Personen unter 36 Jahren erhöht.

zur Verfügung, die günstigere Finanzierungsbedingungen bei konventionierten Banken bieten und durch einen zusätzlichen, jährlich ausbezahlten Zinsbeitrag für maximal zehn Jahre bzw. die Hälfte der Darlehenslaufzeit ergänzt werden. Darüber hinaus bleibt das Bauspardarlehen ein weiterer Bestandteil, der bereits seit 2015 existiert. Im Zuge der Reform wurde der Fixzinssatz weiter reduziert und der Zugang insbesondere für junge
Wer kann künftig einen Antrag auf Wohnbauförderung stellen?
Christian Pircher: Durch die Reform wurden die allgemeinen Voraussetzungen deutlich gelockert und der Zugang zur Förderung erweitert. So wurden u. a. die Mindestpunktezahl, das Mindestalter und Quadratmeterbeschränkungen abgeschafft. Gleichzeitig wurden die Einkommensgrenzen angehoben und die Freibeträge beim Vermögen erhöht.
Ist die Anpassung der Einkommensgrenzen ein Kurswechsel hin zur stärkeren Förderung des Mittelstands?
Christian Pircher: Man kann durchaus sagen, dass die Reform den Mittelstand stärkt. Ziel ist es, zu verhindern, dass fleißige Sparer ausgeschlossen werden, insbesondere jene mit mittleren Einkommen, die bislang aufgrund leicht höherer Ersparnisse oder Einkommen nicht förderfähig waren. Gleichzeitig wurde auch die Mindesteinkom-

Das Wohnbau-Team der Raiffeisenkasse Wipptal: (v. l.) Christian Pircher, Monika Bacher und Manuel Kofler
mensgrenze leicht angehoben, sodass einkommensschwächere Haushalte weiterhin berücksichtigt werden. Herr Kofler, wie werden die Förderbeträge künftig berechnet?
Manuel Kofler: Die Grundbeträge orientieren sich an der Familiengröße. Für Einzelpersonen beträgt der Basisbetrag 35.000 Euro, für Ehepaare oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebende Personen 52.000 Euro. Für jedes weitere Familienmitglied kommen zusätzlich 8.000 Euro hinzu, wobei maximal fünf Personen berücksichtigt werden. Je nach Einkommensstufe werden anschließend 50, 65, 80 oder bis zu 100 Prozent dieses Basisbetrags gewährt, sodass Haushalte mit niedrigem Einkommen weiterhin den höchsten Zuschuss erhalten.
Zusätzlich sind Zuschläge von 25 Prozent für bestimmte Vorhaben vorgesehen, etwa für Wiedergewinnung, für Neubauten in Mehrfamilienhäusern mit einstöckigen Wohnungen sowie für Projekte in strukturschwachen oder von Abwanderung betroffenen Gemeinden. In Kombination können diese Zuschläge bis zu 35 Prozent betragen. Die Grundbeträge wirken auf den ersten Blick großzügig. Wie realistisch ist es,
damit tatsächlich Eigentum zu schaffen?
Manuel Kofler: Die neuen Grundbeträge erscheinen zwar attraktiv, sind in der Praxis jedoch nur ein Baustein innerhalb der Gesamtfinanzierung und können die hohen Immobilienpreise in Südtirol nicht allein ausgleichen. Dennoch hat die Landesregierung mit der Erhöhung der Beiträge und den erweiterten Zugangsmöglichkeiten einen wichtigen Schritt gesetzt, um Eigentum wieder näher an die finanzielle Reichweite vieler Haushalte zu bringen.
Für geförderte Wohnungen gelten weiterhin langfristige Bindungen. Schränken diese Vorgaben die Eigentümer nicht zu stark ein?
Manuel Kofler: Diese Bindungen sind aus unserer Sicht nicht übermäßig einschränkend, sondern dienen der Sicherung des sozialen Zwecks der Förderung. Die Regelungen, etwa für Ansässige laut Raum- und Landschaftsgesetz sowie die zwanzigjährige Sozialbindung, gewährleisten, dass öffentliche Mittel jenen zugutekommen, die tatsächlich in Südtirol wohnen und auf leistbaren Wohnraum angewiesen sind.
Ein zentrales Versprechen der Reform lautet „weniger Bürokratie“. Wird es tat-
sächlich einfacher, eine Förderung zu erhalten?
Manuel Kofler: Ja, in diesem Bereich sind deutliche Verbesserungen erkennbar. Durch den Wegfall von Hürden wie der Mindestpunktezahl, Quadratmeterlimits oder der Anrechnung des Elternvermögens wird das System spürbar vereinfacht. Zudem entfallen verschiedene Prüfungen und Voraussetzungen, die bisher notwendig waren. Die fortschreitende Digitalisierung soll zusätzlich dazu beitragen, die Bearbeitungszeiten deutlich zu verkürzen.
Herr Pircher, was bedeutet diese Reform insgesamt für die Bürger?
Christian Pircher: Das Land Südtirol bemüht sich aktiv darum, Wohnen wieder leistbarer zu machen und den Zugang zur Förderung zu erleichtern. Die Reform allein kann die hohen Immobilienpreise zwar nicht vollständig ausgleichen, stellt jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Unterstützung und Transparenz dar. Letztlich soll sie zeigen, dass Südtirol bereit ist, seine Wohnpolitik weiterzuentwickeln und den Menschen konkrete und auch spürbare Verbesserungen zu bieten.
Interview: Barbara Felizetti Sorg

BEITRÄGE AUS HOLZBAUFONDS
Der Einreichtermin für Anträge aus dem Holzbaufonds wurde bis zum 30. Juni verlängert, da noch Mittel verfügbar sind. Mit dem Holzbaufonds fördert das Land den verstärkten Einsatz von Holz als Baustoff, zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung und als Ersatz anderer, CO2-intensiverer Baumaterialien. Damit wird eine Maßnahme des Klimaplans 2040 umgesetzt. Der Fonds ist für den Zeitraum 2023 – 2030 eingerichtet und wird jährlich mit 1,2 Millionen Euro ausgestattet. Gefördert werden Gebäude und Bauwerke öffentlicher Körperschaften, gemeinnütziger Körperschaften und Organisationen sowie zivilrechtlich anerkannter kirchlicher Körperschaften und Stiftungen.

„Stolz
auf Erfahrung“

Vor kurzem trafen sich die Senioren der Generation Handwerk+ (ehemals Althandwerker im lvh) zur Jahresversammlung im Haus des Handwerks in Bozen. „Die Generation Handwerk+ ist mehr als eine Gruppe von Senioren. Sie ist ein aktiver Teil des Verbandes, der sich einbringt, mitdenkt und Impulse liefert“, betonte Landesobmann
Johann Zöggeler. Die Gruppe zählt derzeit über 2.200 Mitglieder.
In ihren Grußworten lobten Ehrengäste wie lvh-Präsident Martin Haller, Otto von Dellemann (Landesvorsitzender der Generation 60+ der SVP) sowie Petra Holzer (Landesobfrau der Frauen im Handwerk) das Engagement, den wertvollen Beitrag und den Zusammenhalt der Senioren. Sie stehen für Erfahrung, Engagement und Gemeinschaft, verbinden Tradition mit Aktivität und zeigen, dass das Handwerk von heute und morgen auch vom Wissen und der Haltung derer lebt, die
es über Jahrzehnte aufgebaut haben. Die fortschreitende Digitalisierung stellt gerade ältere Menschen vor Herausforderungen. Umso wichtiger sei es, sie einzubinden und ihre Anliegen sichtbar zu machen. lvh-Direktor Walter Pöhl berichtete über laufende Initiativen – etwa in Kooperation mit Gemeinden und Berufsschulen – sowie aktuelle Themen wie den Abbau der Bürokratie, leistbaren Wohnraum, anstehende Veranstaltungen und Imagekampagnen. Alexander Oberkofler (ASGB Bozen) gab Einblicke in soziale und arbeitsrechtliche Fragen. Wie lebendig und vielfältig die Gemeinschaft ist, zeigte ein Rückblick und Ausblick die Tätigkeit der Senioren. Heuer feiert die Sängergruppe der Generation Handwerk+ ihr zehnjähriges Bestehen. Am 31. Mai findet in Tramin das Jahrestreffen statt – ein Treffpunkt für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erleben.
Der Landesausschuss der Generation Handwerk+ mit lvh-Direktor Walter Pöhl (l.) und dem Landesobmann der Generation Handwerk+ Johannes Zöggeler (Bildmitte)


Eishalle: Verhandlung im Mai

Im Gerichtsverfahren rund um den Einsturz der Sterzinger gibt es neue Entwicklungen hinsichtlich der juristischen Aufarbeitung. Nachdem Übersetzungsprobleme die Vorverhandlungen zuletzt ausgebremst hatten, traf Richterin Elsa Vesco nun eine richtungsweisende Entscheidung: Sie lehnte den Antrag der Verteidigung ab, sämtliche Gutachten vollständig neu übersetzen zu lassen. Stattdessen wurde lediglich die Übersetzung der Anlagen sowie der Parteiengutachten angeordnet. Vorausgegangen war Kritik der drei deutschsprachigen Angeklagten, die auf inhaltliche und technische Differenzen zwischen der italienischen Originalfassung und der vorliegenden deutschen Übersetzung hingewiesen hatten. Trotz der Überlegung einiger Verteidiger, für ihre Mandanten ein verkürztes Verfahren zu beantragen, sprach sich Richterin Vesco gegen eine Aufteilung der Verhandlung aus. Das Verfahren wird somit weiterhin für alle sieben im Ermittlungsregister eingetragenen Personen gemeinsam geführt.
Für die Einreichung der noch ausstehenden Übersetzungen wurde eine Frist bis zum 20. Mai gesetzt. Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist für den 28. Mai anberaumt. Bekanntlich ist die Sterzinger Eishalle am Morgen des 10. Februar 2021 unter der Last der Schneemassen eingestürzt und wurde dabei – bis auf den Neubau – komplett zerstört. Personen kamen beim Einsturz glücklicherweise nicht zu Schaden. In der Zwischenzeit haben sich Wipptaler Unternehmen zusammengeschlossen, um mit der Wipp Arena, einer modernen Mehrzweckhalle mit Schwerpunkt Eissport, ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt zu errichten, das Sport, Jugend, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen zugutekommt. Diese soll im Rahmen eines Public-PrivatePartnership-Modells (PPP) realisiert werden. Geplant ist eine leistbare, energieeffiziente und rasch umsetzbare Mehrzweckarena, die sowohl dem Breitenund Nachwuchssport als auch Veranstaltungen und weiteren Nutzungen offensteht.
Modernes Wohnen beginnt am Fenster
Lichtdurchflutete Räume, höchste Energieeffizienz und Sicherheit: Das Fenster hat sich vom reinen Bauelement zum technologischen Herzstück moderner Architektur entwickelt. Die Firma Wolf Fenster setzt hierbei neue Maßstäbe und zeigt, wie traditionelles Handwerk und digitale Präzision Hand in Hand gehen.
Nachhaltigkeit im Fokus
In Zeiten steigender Energiekosten ist der Austausch alter Fenster eine der effektivsten Maßnahmen zur Sanierung. Ein modernes Fenster ist heute ein High-Tech-Produkt. Durch innovative Mehrfachverglasungen und optimierte Rahmenprofile lässt sich der Wärmeverlust eines Gebäudes massiv reduzieren. Das schont nicht nur den Geldbeutel der Hausbesitzer, sondern leistet auch einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz.
Design trifft Funktion Neben der Technik spielt die
Ästhetik eine immer größere Rolle. Großflächige Glasfronten und schmale Rahmenprofile sind der aktuelle Trend im Neubau. Wolf Fenster bietet hier individuelle Lösungen an, die sich nahtlos in die Fassadengestaltung einfügen – egal ob in klassischem Holz oder modernen Holz-AluminiumKombinationen.
Sicherheit für das Zuhause –zertifiziert nach RC2
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einbruchschutz, bei dem Wolf Fenster keine Kompromisse eingeht. Als bedeutender Meilenstein ist ab sofort die
gesamte Fenster-Produktpalette offiziell als einbruchhemmend zertifiziert (nach DIN EN 1627 bis 1630:202111). Diese Zertifizierung umfasst die Widerstandsklassen RC2 und RC2 N
Besonders innovativ: Dieser Schutz wird spezifisch für das Fenstersortiment standardmäßig für die Holzart Fichte sowie unter Einsatz hochwertiger Beschlagserien (wie Roto NX und Power Hinge) gewährleistet. „Sicherheit darf kein optionales Extra sein“, so die Philosophie der Technikabteilung. Durch diese flächendeckende
Zertifizierung bietet Wolf Fenster eine technische Sicherheit, die in dieser Durchgängigkeit im Markt Maßstäbe setzt.
Über Wolf Fenster Seit über 60 Jahren steht Wolf Fenster für Qualität und Innovation im Fensterbau. Mit dem Hauptsitz in Schabs und sieben weiteren Filialen in ganz Norditalien bedient das Unternehmen Privat- und Geschäftskunden in der gesamten Region. Dabei verbindet Wolf Fenster langjährige handwerkliche Erfahrung mit modernsten Fertigungstechniken und einer starken lokalen Präsenz.

Gut beraten
Bestehende Gebäude erhalten, sinnvoll erneuern und dabei Energie sparen: Mit der Initiative „Südtirol saniert“ unterstützt das Land Südtirol Bauherren dabei, ihre Gebäude zukunftsfit zu machen. Getragen wird die Initiative von der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz gemeinsam mit der Agentur für Energie Südtirol-KlimaHaus. Ziel ist es, den Gebäudebestand besser zu nutzen, energetisch zu verbessern und den Flächenverbrauch zu reduzieren – ein zentraler Bei-

Geschulte Energie- und Sanierungsexperten bieten individuell abgestimmte Beratungen in ganz Südtirol.
schonung und leistbarem Woh nen.

Beraterpools sowie für die Umsetzung der Beratungsangebote wurden das AFB Bildungs- und Energieforum und die Plattform Land beauftragt. Im Mittelpunkt steht ein einheitliches, leicht zugängliches Beratungsangebot für ganz Südtirol.
Die Energie- und Sanierungsberatungen bieten den Eigentümern Orientierung und produktunabhängige, verständliche und auf das jeweilige Gebäude zugeschnittene Unterstützung. Durch die fachliche Beratung können Sanierungsentscheidungen bewusster getroffen und Fehler vermieden werden.
Je nach Bedarf stehen drei Beratungsangebote zur Verfügung. Wer sich zuerst orientieren möchte, kann eine kostenlose Energieberatung nutzen. In einem kurzen Gespräch werden – telefonisch oder online – der aktuelle Energieverbrauch, mögliche Einsparungen, Heizsysteme, Förderungen und einfache nächste Schritte erklärt. Wer genauer hinschauen möchte, kann eine Vor-Ort-Energieberatung von drei Stunden in Anspruch nehmen. Fachpersonen kommen direkt ins Gebäude und zeigen konkret auf, wo Energie
verloren geht, welche Verbesserungen sinnvoll sind und wie nachhaltiges Bauen und Sanieren praktisch umgesetzt werden kann, von der Dämmung und dem Fenstertausch bis hin zu Heizsystemen und erneuerbaren Energiequellen. Außerdem geben die Fachpersonen einen Überblick über die aktuellen Förderungen und Steuerabzüge, die für die vorgesehenen Eingriffe in Anspruch genommen werden können.
Für alle, die eine umfassende Sanierung planen oder ein Gebäude umbauen und weiterentwickeln möchten, gibt es die vertiefte Sanierungsberatung. Sie betrachtet das Gebäude ganzheitlich: Bauzustand, Nutzungsmöglichkeiten, Energieeffizienz, Kosten und Förderungen. Am Ende steht eine klare Entscheidungsgrundlage mit Sanierungsvarianten, grober Kosteneinschätzung und konkreten nächsten Schritten. Die Anmeldung zur kostenlosen Online-Beratung sowie Informationen zu den weiteren Beratungsangeboten und den Kosten der Vor-Ort-Beratung finden sich auf www.klimaland.bz/beratung.
© KlimaHaus Agentur
Zweifacher Vorteil: Warum sich Sanieren auszahlt
Der Kauf einer Bestandsimmobilie eröffnet oft mehr Möglichkeiten, als viele auf den ersten Blick vermuten. Wer sich für eine sanierungsbedürftige Wohnung entscheidet, kann nicht nur gestalterisch profitieren, sondern auch finanziell: Die Kombination aus Wohnbauförderung und steuerlichen Anreizen macht Sanierungen besonders attraktiv.
Neben der Förderung für den Erwerb der Erstwohnung, die je nach Einkommensstufe einen erheblichen Teil der Kosten abdecken kann, besteht die Möglichkeit, Beiträge für die Wiedergewinnung zu beantragen.
Vorteile im Vergleich zum Neubau
Die Förderquoten bei Sanierungen können beim Altbau im Vergleich zum Neubau höher ausfallen. Auch für die Wiedergewinnungsförderung gelten teils weniger strenge Zugangskriterien als beim Neu-
bau. Ergänzend dazu bietet der Staat steuerliche Anreize für energetische Sanierungen. Die Kombination aus Kauf- und Sanierungsförderung kann somit eine beträchtliche Gesamtsumme erreichen und den Zugang zu Wohn eigentum erleichtern.
Potential erkennen und Risiken vermeiden
Trotz dieser attraktiven Rahmenbe dingungen bleibt die Sanierung eine komplexe Entscheidung. Fördervor aussetzungen, technische Machbar keit und tatsächliche Kosten sollten frühzeitig realistisch eingeschätzt werden. Als erfahrene Immobilienagentur im Wipp- und Eisacktal begleiten wir Sie gerne bei der Suche nach geeigneten Bestandsimmobilien, der Planung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen sowie dem Erhalt möglicher Fördermittel oder Steuerboni. Wir stehen Ihnen mit Rat
und Tat zur Seite und helfen Ihnen dabei, Potentiale zu erkennen und Risiken zu vermeiden.

Förderungen, Steuervorteile, individuelle Anpassung – bei der Wiedergewinnung zahlt sich guter Rat mehrfach aus.
Übrigens: Gerade Gebrauchtwohnungen sind häufig noch frei/nicht konventioniert und stellen dadurch bereits von sich aus eine attraktive Wertanlage dar. In bewährte Bausubstanz zu investieren, lohnt sich also mehr denn je!

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Vermeidbarer Dauerärger
Bauen ist Vertrauenssache – aber bitte mit Kontrolle

Wer baut oder saniert, trifft Entscheidungen fürs Leben. Umso wichtiger ist es, dass von Anfang an alles passt. Die Realität sieht oft anders aus: Probleme entstehen nicht erst auf der Baustelle, sondern viel früher – bei Angeboten, Verträgen und der Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Viele verlassen sich auf das erste Angebot oder auf mündliche Zusagen. Doch genau hier liegt eine der größten Gefahren. Angebote sind oft schwer vergleichbar, Leistungen unklar beschrieben oder wichtige Positionen fehlen ganz. Was zunächst günstig erscheint, kann sich später als Kostenfalle entpup pen. Zusatzarbeiten, Nachträge oder vermeintliche „Selbstver ständlichkeiten“ werden dann plötzlich verrechnet. Ein häufiger Fehler ist auch, Ver träge zu unterschreiben, ohne sie im Detail zu prüfen. Unkla re Formulierungen, fehlende Fristen oder unzureichend de finierte Leistungen führen im Streitfall fast immer zu Nach teilen für die Bauherren. Denn was nicht eindeutig geregelt ist, lässt Spielraum – und die
einander. Ohne klare Koordination entstehen Verzögerungen, Missverständnisse und zusätzliche Kosten. Wer hier keine Kontrolle hat, verliert schnell den Überblick. Auch Änderungen während der Bauphase – oft spontan entschieden – sind ein häufiger Kostentreiber, wenn sie nicht sauber dokumentiert und vereinbart werden.
Gerade deshalb ist unabhängige Beratung kein Luxus, sondern eine Absicherung. Ein zweiter Blick auf Angebote und Verträge hilft, Schwachstel
ten und Kosten klar geregelt
Änderungen während der Bauphase immer schriftlich festhalten.
Bauen basiert auf Vertrauen – aber Vertrauen allein reicht nicht. Es braucht klare Verein barungen, nachvollziehbare Angebote und eine gewisse Kontrolle über das eigene Pro jekt. Wer sich darauf einlässt, schafft die Grundlage dafür, dass aus einem Bauvorhaben kein Dauerärger wird.

Reinhard Bauer, Rechtsberater

Ganzheitliche Gebäudeplanung

Mit seiner großen Fachkompetenz zählt das technische Planungsbüro zu den gefragtesten in der Baubranche. Norbert Verginer erzählt, was es auszeichnet: „Wir betreuen Großkunden, allen voran Hotels und Industriebetriebe, aber auch private Bauherren bei ihren Bauvorhaben und übernehmen in Absprache meist die gesamte gebäudetechnische Planung bis zur Übergabe. Mit unserer nun fast 30-jährigen Erfahrung stellen wir nicht nur die genaue Zeit- und Kostenplanung sicher, sondern auch die Inanspruchnahme aller Fördermöglichkeiten. Unsere Planungsleistung erstreckt sich auf die gesamte Gebäudetechnik: von Elektrik, Sanitär, Lüftung, Heizung, Steuerungstechnik über Brandschutz bis hin zu erneuerbaren Energiekonzepten und Gerichtsgutachten. Die Vorteile einer ganzheitlichen, technischen Gebäudeplanung liegen auf der Hand, denn dadurch erschließen wir größtmögliche Optimierungs- und Effizienzpotentiale. Energetische Analysen von Gebäuden, erneuerbare Energiekonzepte sowie die Anpassung an die Brandschutzbestimmungen sind derzeit besonders gefragt.“

Sterzing Arbeiten an Aufzügen fortgesetzt

Ende März wurden die Arbeiten an den Aufzügen am Bahnhof Sterzing-Pfitsch wieder aufgenommen. Dies ist auch dank der Gespräche und der guten Zusammenarbeit zwischen dem Land Südtirol und der staatlichen Eisenbahngesellschaft RFI, welche die Arbeiten durchführt, möglich geworden und dient dem gemeinsamen Ziel, die Eingriffe unter Berücksichtigung der Anforderungen des Eisenbahnbetriebs voranzutreiben. Damit die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum reduziert werden, wird hauptsächlich während der im Fahrplan bereits vorgesehenen Unterbrechungen gearbeitet, insbesondere in den frühen Morgenstunden und während der Nacht, wie das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität in einer Aussendung mitteilt. Diese
Arbeitsweise ermögliche es, die Kontinuität des Zugverkehrs entlang der Brennerlinie zu gewährleisten und die Unannehmlichkeiten für Pendler sowie Reisende so gering wie möglich zu halten, bringe jedoch auch mit sich, dass sich die Arbeitsdauer insgesamt verlängere. Auch sind die verfügbaren Flächen – etwa am Mittelbahnsteig – begrenzt, was eine abschnittsweise Planung und gezielte Arbeitsschritte notwendig macht. Eine Beschleunigung der Arbeiten soll im Sommer möglich sein, wenn im Zuge der geplanten Sperre der Strecke zwischen Brixen und Brenner vom 18. Juli bis zum 2. August durchgehend gearbeitet werden kann. Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für den Herbst 2026 vorgesehen.
Bahnhof Sterzing-Pfitsch: Rendering der Aufzüge
Im Dialog mit der Landschaft

Anfang März hat die Architekturstiftung Südtirol den Architekturpreis Südtirol vergeben. Nominiert waren auch Wipptaler Bauten und Architekten, darunter der neu gestaltete Altarraum in der Heiliggeist-Kirche in Sterzing (Delueg Architekten), das lueg Architekten), „Mondwiese“ in Pfitsch (Andreas Gruber Architekten), das Projekt „Haus der Berge“ in Sexten (Delueg Architekten) sowie der BS-Hof in Deutschnofen, an dem in Zusammenarbeit mit Alpina Architects Sarah Aukenthaler aus Sterzing

Prämiert wurden Bauwerke, die einen zeitgemäßen, fruchtbaren Dialog zwischen Gebautem, Kontext, umgebender Landschaft herstellen und Zukunft neu denken. Die beiden „Wipptaler“ Projekte „Haus der Berge“ und „Mondwiese“ wurden mit einem

Haus der Berge
Alle Möglichkeiten optimal ausschöpfen
Angesichts unsicherer Anlagemärkte, hoher Mietkosten und öffentlicher Förderungen lohnt sich die Investition ins Eigenheim auch weiterhin, wenn man genau kalkuliert und seine Möglichkeiten optimal ausschöpft.
Wer will schon ein Leben lang für etwas bezahlen, was ihm nie gehören wird? Aber viele Menschen tun genau das, denn sie zahlen Miete. Egal ob Eigentümer oder Mieter - jeder bringt in seinem Leben fürs Wohnen den Gegenwert eines Hauses auf. Aber während der Eigenheimbesitzer in die eigene Tasche zahlt, ist das Geld des Mieters weg. Bei einer Monatsmiete von 650 Euro und der hohen Inflation zahlt ein Mieter in 30 Jahren weit mehr als 300.000 Euro an seinen Vermieter.
In vielen Fällen ist die Möglichkeit der Kubaturerweiterung der Anlass für die Kinder bzw. eines der Kinder, sich im Elternhaus eine abgetrennte Wohneinheit zu schaffen. Neben den baulichen Maßnahmen und Planungen, die im Zuge dessen in Angriff genommen werden müssen, ist es genauso wichtig, von Beginn an ein Konzept zu besitzen, wie das Eigentum dieser neu zu schaffenden Wohneinheit vertraglich auf das Kind übertragen werden soll. Nicht zuletzt sind dabei auch erbrechtliche Aspekte von vornherein zu berücksichtigen.
Eine exakte und gut getimte vertragliche Abwicklung der Eigentumsübertragung ist unerlässlich, um diese möglichst günstig abwickeln zu können. Dabei ist die Koordination und Absprache zwischen dem Techniker (z. B. Geometer oder Architekt), der die Eintragungen und Abänderungen im Kataster vornimmt, und dem jeweiligen Vertragsersteller außerordentlich wichtig, um die mög-
lichst günstigste Abwicklung der vertraglichen Eigentumsübertragung zu garantieren, da die Berechnung der verschiedenen Steuern und Gebühren in den meisten Fällen auf der Basis des Katasterer trages ermittelt wird.
Weiters ist eine gut vorbereitete Abwicklung der vertraglichen Ei gentumsübertragung auch deshalb sehr wichtig, um sämtliche Förder gelder der Autonomen Provinz Bo zen in Anspruch nehmen zu können bzw. um das Ansuchen dafür ter mingerecht einreichen zu können. Bei einer schlechten Vorbereitung passiert es des öfteren, dass der bereits geplante Baubeginn nach hinten verlegt werden muss – was wieder mit großem organisatori schen Aufwand verbunden ist –, damit man den Anspruch auf die Landesförderung nicht verliert. Bei der Planung dieser Projekte ist somit eine juristische Begleitung von Anfang an unerlässlich.

Dr. Hannes Willeit, Vertragsjurist, Immobilienvermittler & Mediator
„Gerne berate ich Sie in Immobilienangelegenheiten und übernehme die rechtliche Ausgestaltung der Eigentumsübertragung.“
WILLEIT-immojus berät Sie gerne in diesen und ähnlichen Angelegenheiten und ist bei der Abfassung der damit zusammenhängenden Verträge bis hin zur notariellen Unterschrift mit umfassendem Service und ausgezeichneter juristischer Arbeit für Sie da.

Frühlingserwachen!

Wenn die Tage endlich länger werden und die Natur draußen aus ihrem Winterschlaf er wacht, wächst bei vielen Men schen das tiefe Bedürfnis, auch das eigene Zuhause einer optischen Frischekur zu unter ziehen. In diesem Frühjahr ver abschieden wir uns endgültig von schweren Textilien und den dunklen, schützenden Nuancen der Wintermonate. Stattdessen verwandeln lichtdurchflutete Räume und eine konsequent von der Natur inspirierte Farbpalette die heimischen Wohnbereiche in belebende Wohlfühloasen, die neue Energie spenden.
Die diesjährigen Frühjahrstrends setzen dabei auf eine besonders harmonische Balance zwischen sanfter Ruhe und energetischem Optimismus. Während in den vergangenen Jahren oft kühles Grau und strenger Minimalismus dominierten, kehrt nun die Wärme zurück. Ein sanftes, cremiges Buttergelb fungiert dabei als der unangefochtene Star der Saison. Es bringt die Illusion von permanentem Sonnenschein in den Raum, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Diese warme Basis wird idealerweise durch zarte Sorbet-Nuancen
wie Lavendel oder helles Mint
genannten „Earthy Greens“. Töne wie Moosgrün oder Salbei schlagen die Brücke direkt nach draußen in den Garten oder den Park und wirken nachweislich beruhigend auf das menschliche Nervensystem. Wer etwas mutiger ist, setzt punktuelle Akzente in Terrakotta oder einem sanften Pfirsichton. Diese Erdfarben verleihen hellen Räumen die nötige Tiefe und einen modernen, charakterstarken Kontrast.
Der Fokus liegt in dieser Saison auf dem gezielten Einsatz von Textilien und Materialien. Ein Austausch der schweren Kissenbezüge gegen leichte Leinenstoffe in hellen Erdtönen oder das Platzieren von Glasvasen in organischen Formen verändert die Raumwirkung im Handumdrehen. Transparente Vorhänge unterstützen diesen Effekt, indem sie das natürliche Tageslicht weich brechen und die Frühlingsfarben erst richtig zum Leuchten bringen. Und mit der richtigen Wandfarbe zieht sowieso neues Lebensgefühl zuhause ein.

„Die Traumküche beginnt mit guter Planung“
PR Moderne Küchenplanung vereint Ästhetik und Funktion. Othmar Rogen, Inhaber des gleichnamigen Möbelhauses in Mühlbach, verrät, worauf es bei der Küchengestaltung ankommt.
Herr Rogen, worauf sollte man bei der Küchenplanung besonders achten?
Othmar Rogen: Eine gut geplante Küche ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern vor allem eine funktionale Arbeitsumgebung. Es ist daher wichtig, die individuellen Bedürfnisse der künftigen Nutzer vorher zu erfassen: Wer kocht in der Familie? Wird viel frisch zubereitet oder eher auf schnelle Gerichte gesetzt? Die Antworten unterstützen bei der optimalen Anordnung von Arbeitsflächen, Stauraum und Geräten. Ebenso gilt es, den individuellen Wohnstil zu berücksichtigen, damit sich die Küche harmonisch ins Gesamtbild des Wohnraumes fügt.
Welche aktuellen Trends gibt es in der Küchengestaltung?
Mehr denn je steht die Kombination aus modernen Materialien und smarter Technik im Fokus. Bei der Gerätetechnik geht der Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug und smarten Backöfen, die sich per App steuern lassen. Nachhaltigkeit spielt in der Küchengestaltung ebenfalls eine wichtige Rolle – energieef-
fiziente Geräte und langlebige Materialien sind ein Muss.
Wie schafft man die perfekte Küchenaufteilung?
Die ideale Raumaufteilung hängt vom Grundriss und von den individuellen Kochgewohnheiten ab. Die klassische Arbeitsdreiecksregel – also die optimale Anordnung von Kühlschrank, Herd und Spüle – gilt weiterhin. In offenen Wohnküchen integrieren wir oftmals Kochinseln oder Halbin seln, die das Kocherleb nis geselliger machen.
Wie kann man mit einer neuen Küche den Wohnraum auf werten?
Farben wie Sand oder Creme in Kombination mit Stein- oder Metallakzenten.
Lohnt sich eine punktuelle Küchenerneuerung oder sollte man lieber gleich eine neue Küche planen?
Das kommt ganz darauf an, in welchem Zustand sich die bestehende Küche befindet. Sind die Korpusse noch intakt, lassen sich Fronten, Arbeitsplatten oder Geräte problemlos erneuern. Falls jedoch die Raumaufteilung nicht mehr den Anforderungen entspricht oder die Technik überholt ist, empfiehlt sich eine komplette Neugestaltung.

Eine hochwertige Küche erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern auch den Wert der Immobilie. Offene Küchenkonzepte mit einer Verbindung zum Ess- und Wohnbereich schaffen eine einladende Atmosphäre. Dazu trägt auch eine harmonische Farbgebung bei. Besonders angesagt sind zurzeit dunkle, edle Farbtöne, kombiniert mit warmen Holzelementen. Wer es heller mag, setzt auf natürliche
Was empfehlen Sie Kunden, die unsicher sind, welche Küche zu ihnen passt?
In solchen Fällen rate ich, sich Inspirationen zu holen. Bei uns findet man stets die neuesten Küchentrends. Vor allem sollte man jedoch eine Fachberatung in Anspruch nehmen: In einem persönlichen Gespräch gehen unsere Einrichtungsexperten gezielt auf die Bedürfnisse ein und erarbeiten individuelle Lösungen.

Othmar Rogen, Inhaber des Möbelhauses Rogen in Mühlbach
WOBI-Mieten: Leistbar, aber nicht umsonst
Die Mietentwicklung beim Wohnbauinstitut (WOBI) zeigt in den vergangenen Jahren eine klare Tendenz: Leistbarer Wohnraum bleibt ein zentrales Ziel, gleichzeitig wird verstärkt auf Fairness, Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung gesetzt. Eine seit 2022 eingeleitete Kurskorrektur beim Mietzins trägt nun sichtbar Früchte.
Aktuell bezahlen 4.666 Mieter monatlich zwischen 101 und 200 Euro für ihre Wohnung. Weitere 2.316 Personen liegen in einer Mietspanne von 201 bis 300 Euro, während 2.447 Mieterinnen und Mieter mehr als 500 Euro pro Monat entrichten. Diese Verteilung zeigt, dass das System soziale Differenzierung ermöglicht und sich stärker am Einkommen orientiert. Für Wohnlandesrätin Ulli Mair spiegeln diese Zahlen eine ausgewogene Wohnpolitik wider: Leistbarkeit werde mit sozialer Gerechtigkeit verbunden. „Das Wohnbauinstitut verfolgt eine klare soziale Zielsetzung, muss aber gleichzeitig verantwortungsvoll mit öffentlichen Ressourcen umgehen. Die Mieten sollen soziale Härten abfedern und sich am Einkommen orientieren. Zugleich ist eine angemessene Beteiligung der Mietenden notwendig – sie stärkt die Wertschätzung des Wohnraums und entspricht der Fairness gegenüber der Allgemeinheit“, betont Mair.
Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre verdeutlicht die Entwicklung: Die durchschnittlichen Monatsmieten sind seit 2015 von 191 Euro auf aktuell 315 Euro gestiegen. Diese Anpassung ist auch auf gezielte Maßnahmen zurückzuführen, insbesondere auf die Erhöhung der Mindestmiete, die zu nächst von 50 auf 80 Euro und in einem wei teren Schritt auf 120 Euro angehoben wurde. Diese Maßnahmen, so Mair, seien notwendig gewesen, um mehr Aus gewogenheit innerhalb des Systems zu schaffen. „Ein leistbares Mindestmaß an Eigenverantwortung sorgt dafür, dass das soziale Wohnmodell langfristig tragfähig bleibt und von der Bevölkerung akzeptiert wird“, erklärt sie.
auch einen Großteil der Instandhaltungsund Sanierungsmaßnahmen. Damit wird sichergestellt, dass die Qualität des Wohnraums langfristig erhalten bleibt und kontinuierlich verbessert werden kann.

Die gestiegenen Mieten spiegeln sich auch in den Einnahmen wider: Diese haben sich innerhalb eines Jahrzehnts von rund 27 Millionen Euro auf etwa 44 Millionen Euro erhöht. Ergänzt werden diese durch Einnahmen aus der Vermietung von Garagen, Stellplätzen und weiteren Objekten.
Mit diesen Mitteln finanziert das WOBI nicht nur die laufenden Betriebskosten, sondern
Ein weiterer wichtiger Schritt wurde mit der Neuregelung des Mietzinses gesetzt, die von der Landesregierung im Oktober beschlossen wurde und seit dem 1. Jänner 2026 in Kraft ist. Diese Reform betrifft sowohl Mietverträge, die vor 2024 abgeschlossen wurden, als auch neuere Verträge. Ein wesentliches Element der neuen Regelung ist die Berücksichtigung der Inflation, um den Kaufkraftverlust auszugleichen. Gleichzeitig verfolgt die Reform das Ziel, die unterschiedlichen Vertragsmodelle schrittweise aneinander anzugleichen und so ein einheitlicheres, transparenteres System zu schaffen.
Die Entwicklung der WOBI-Mieten zeigt: Leistbarer Wohnraum bleibt gewährleistet, wird jedoch zunehmend mit dem Prinzip der Eigenverantwortung verknüpft. Das System soll nicht nur sozial abfedern, sondern auch langfristig finanzierbar bleiben – im Interesse aller Bürger.

Klimaplan Südtirol 2040: Sanieren lohnt sich jetzt!
Die energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern ist weit mehr als nur Klimaschutz – sie ist eine massive Wertsteigerung für jede Immobilie. Das Brixner Ingenieurbüro TIB CONSULTING ENGINEERING hat sich genau darauf spezialisiert. Geschäftsführer Werner Hunglinger erklärt im Interview, warum man ge rade bei Kondominien nicht mehr warten sollte und wie das Land Südtirol den Eigen tümern finanziell hilft.
Herr Hunglinger, der Klima plan Südtirol 2040 klingt nach ferner Zukunft. Was bedeutet es heute konkret für jemanden, der in einer Wohnung in Brixen oder Bo zen lebt?
Werner Hunglinger: Es ist keine ferne Zukunft mehr, die Weichen sind gestellt. Südti rol will bis 2040 klimaneutral sein. Das bedeutet: Weg von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas. Seit 2023 dürfen in Fernwärmezonen keine fossilen Heizkessel mehr eingebaut werden. Wer heute saniert, sichert den Wert seiner Immobilie für die nächsten Jahrzehnte. Wer wartet, riskiert, dass seine Wohnung in ein paar Jahren schwerer verkaufbar oder vermietbar ist – ähnlich wie wir es bereits in Frankreich sehen.
ders in Kondominien. Das schreckt viele Eigentümer ab. Gibt es Unterstützung? Und was für eine! Südtirol ist hier Vorreiter. Wer ein Kondominium auf den Standard „Klimahaus B“ bringt, erhält vom Land bis

zu 80 % der anerkannten Kosten zurück. In der Praxis deckt das meist satte 60 % bis 65 % der Gesamtrechnung ab. Das Geld fließt zudem oft schon wenige Monate nach Abschluss der Arbeiten auf das Konto des Kondominiums. Dank der aktuellen Gesetzeslage (Dekret Nr. 6 von 2025) haben wir hier bis 2027 eine hohe Planungssicherheit.
für schrittweise Sanierungen vor. Aber Achtung: Wer nur Schritt für Schritt saniert, bekommt oft keine Förderung. Mein Rat ist klar: Nutzen Sie die hohen Landesbeiträge für eine umfassende Sanierung. Damit schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe: Man spart sich den bürokratischen Renovierungspass, senkt die Energiekosten bereits sofort massiv und steigert auch den Wohnkomfort
In Kondominien ist es oft schwierig, alle Mitbewohner unter einen Hut zu bringen. Was ist Ihr wichtigstes Argument in der Eigentümerversammlung?
Sanierungen kosten viel Geld, beson-
Warum jetzt handeln?
80 % Förderung: Bis zu 80 % der anerkannten Kosten übernimmt das Land Südtirol bei Erreichen der Klimahausklasse B.
Wertschutz: Immobilien mit niedriger Energieklasse (G oder F) verlieren massiv an Marktwert.
Energiebonus: Bis zu 20 % zusätzliche Kubatur möglich – ein wertvolles Gut zum Verkauf oder zur Eigennutzung. Wohnkomfort: Nie wieder kalte Wände oder Schimmelbildung durch moderne Dämmkonzepte.
Trotzdem bleibt ein Eigenanteil. Gibt es „Strategien“, um die Kosten für die Eigentümer noch weiter zu senken? Ein sehr spannender Hebel ist der Energiebonus. Wer auf Klasse B saniert, darf das Gebäude theoretisch um bis zu 20 % erweitern. Wenn das statisch und urbanistisch möglich ist, kann die Eigentümergemeinschaft dieses „Baurecht“ an einen Bauträger verkaufen. Der erweitert das Kondominium um ein paar neue Wohnungen und mit dem Erlös wird die Sanierung der bestehenden Wohnungen querfinanziert. So kann der Eigenanteil der Besitzer von 35 % auf nur noch 10 bis 15 % schrumpfen. Das ist eine echte Win-win-Situation.
Neu ist auch der sogenannte „Renovierungspass“. Braucht den jetzt jeder? Das Dekret Nr. 6 schreibt diesen Fahrplan
Meistens steht sowieso eine Sanierung an, etwa der Fassade oder des Daches. Wer dann nur „malt“ statt „dämmt“, wirft Geld aus dem Fenster, weil er die 80-%-Förderung verpasst. Wir von TIB Consulting begleiten diesen Prozess von der ersten technischen Analyse über alle Bauphasen und bürokratischen Hürden bis hin zur Abwicklung der Beiträge. Mein Tipp: Warten Sie nicht zu lange! Die Nachfrage nach Fachfirmen steigt, die Preise ziehen an. Wer jetzt startet, sichert sich die besten Konditionen.


Wirtschaftlich und ökologisch
Die Entscheidung für das Zimmererhandwerk bietet im Vergleich zu konventionellen Bauweisen eine Reihe objektiver Vorteile, die sowohl die Errichtungsphase als auch die langfristige Nutzung eines Gebäudes betreffen. Im Zentrum steht dabei die Leistungsfähigkeit des Baustoffs Holz, dessen spezifische physikalische Eigenschaften eine hohe statische Belastbarkeit bei vergleichsweise geringem Eigengewicht ermöglichen. Diese Relation erlaubt schlankere Konstruktionen und führt insbesondere bei Aufstockungen oder dem Bau auf schwierigen Untergründen zu erheblichen statischen und kostentechnischen Entlastungen.
Ein wesentlicher ökonomischer Vorteil liegt in der hohen Prozessgeschwindigkeit. Da die wesentlichen Komponenten einer Holzkonstruktion in der Werkstatt präzise vorgefertigt werden, reduziert sich die reine Montagezeit auf der Baustelle auf ein Minimum. Ein Dachstuhl oder ein komplettes Riegelwerk kann oft innerhalb weniger Tage aufgeschlagen werden. Dies verkürzt nicht nur die gesamte Bauzeit, sondern minimiert auch die Kosten für Baustelleneinrichtungen und mindert die Abhängigkeit von Witterungseinflüssen während der kritischen Rohbauphase. Zudem entfallen bei der Zim-
mermannsarbeit die im Massivbau üblichen Trocknungszeiten, sodass der Innenausbau unmittelbar nach der Montage beginnen kann.
In energetischer Hinsicht weist die Zim mermannsarbeit exzellente Dämmwerte auf. Holz besitzt eine weitaus geringere Wärmeleitfähigkeit als Beton oder Stein. In Kombination mit modernen Dämmstof fen lassen sich hoch gradig energieeffizi ente Gebäudehüllen realisieren, welche die Heizkosten dauerhaft senken. Durch die präzise Ausführung der Holzverbindungen und die fachgerechte Abdichtung werden Wärmebrücken effektiv vermieden. Gleichzeitig trägt die hygroskopische Eigenschaft des Holzes zu einem regulierten Raumklima bei, da das Material Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und zeitversetzt wieder abgeben kann, was die Bildung von Schimmelpilzen erschwert und die Wohngesundheit fördert. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist die Zimmermannsarbeit anderen Gewerken überlegen. Als nachwachsender Rohstoff weist Holz eine hervorragende Primär-

energiebilanz auf. Während die Herstellung von Zement oder Stahl enorme Mengen an Kohlendioxid freisetzt, fungiert jede durch einen Zimmerer errichtete Holzkonstruktion als aktiver Kohlenstoffspeicher. Am Ende des Lebenszyklus lässt sich ein Holzbau zudem deutlich einfacher rückbauen und thermisch oder stofflich verwerten als Verbundstoffe oder mineralischer Bauschutt. Dies gewinnt vor dem Hintergrund strengerer gesetzlicher Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft und CO2-Abgaben zunehmend an Bedeutung. Schließlich bietet die Zimmermannsarbeit eine außergewöhnliche Flexibilität in der Gestaltung und späteren Anpassung. Holzbauten lassen sich im Vergleich zu Massivbauten wesentlich unkomplizierter umbauen, erweitern oder sanieren. Die tragenden Strukturen sind klar definiert und erlauben oft spätere Grundrissanpassungen ohne massiven technischen Aufwand. Diese Wandlungsfähigkeit sichert den langfristigen Werterhalt einer Immobilie und macht die Arbeit des Zimmerers zu einer zukunftssicheren Investition in eine langlebige und nachhaltige Bausubstanz.

Programm genehmigt

Mitte April hat die Landesregierung den Beschluss zum Programm der öffentlichen Bauvorhaben 2026 – 2028 genehmigt. Vorgesehen sind insgesamt 113 Maßnahmen mit einer Gesamtausgabe von rund 431,5 Millionen Euro.
Das Programm ist ein wichtiges strategisches Instrument für die Entwicklung des Landes. Es soll die öffentliche Infrastruktur, das Gesundheitswesen, die Schulen und die kulturellen Einrichtungen gezielt stärken. Die Investitionen verteilen sich auf mehrere Bereiche: Der größte Anteil geht an Bildung und Ausbildung (24,9 %). Danach folgen Maßnahmen für den sozialen
Zusammenhalt (21,2 %), vor allem im sozialen Wohnbau und im Gesundheitsbereich. Weitere Mittel fließen in Kultur und öffentliches Vermögen (17,7 %) sowie in Maßnahmen rund um militärische Liegenschaften (17,4 %). Ergänzt wird das Programm durch Investitionen in die Verwaltung und Landesdienste (13,1 %) sowie in Infrastruktur und Umwelt (5,8 %). Neben den direkten Investitionen setzt die Abteilung Vermögensverwaltung ihre Tätigkeit über öffentlich-privaten Partnerschaften (PPP) sowie Programme zur energetischen und funktionalen Sanierung öffentlicher Gebäude fort.

Sterzing
„Vorsprung
durch Wissen“
Unter dem Motto „Vorsprung durch Wissen“ lud der Landesverband der Handwerker (lvh) kürzlich seine Mitglieder in den Saal der Raiffeisenkasse Wipptal in Sterzing. Im Mittel punkt standen steuerrechtliche, arbeitsrechtliche und recht liche Entwicklungen, praxisna he Tipps sowie Angebote zur Unterstützung von Betrieben. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, informiert zu bleiben und die Angebote des Verbandes zu nutzen. Wis sen schafft Sicherheit und neu en Handlungsspielraum“, so lvh-Bezirksobfrau Petra Holzer. Markus Aschbacher, lvh-Bezirksbüroleiter in Brixen, informierte über Steueroptimierung und Förderinstrumente. Tobias Toll, Büroleiter für Arbeitssicherheit und Umweltrecht im lvh, referierte über neue
Schulungsregelungen. Impulse zur modernen Mitarbeitervergütung lieferte Andreas Palo, lvh-Büroleiter für Personalent-

finanziellen Vorteile, die über bilaterale Körperschaften zugänglich sind, zu nutzen. „Viele Betriebe lassen Chancen ungenutzt. Unser Ziel ist es, dass jedes Mitglied das volle Potential der angebotenen Leistungen ausschöpft.“
Führungswechsel
Der lvh-Bezirksausschuss hat vor kurzem Thomas Kerschbaumer, lvh-Ortsobmann von Franzensfeste, zum neuen Bezirksobmann gewählt. Er tritt die Nachfolge von Petra Holzer an, die den Bezirk über mehrere Jahre hinweg mit großem Enga gement geprägt hat.
Petra Holzer gilt im Wipptal als äußerst aktive und verlässliche Funktionärin. Während ihrer Amtszeit wurden zahlreiche Initiativen umgesetzt, die das Handwerk vor Ort nachhaltig gestärkt haben. Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie bis vor kurzem eine Kfz-Werkstatt. Künftig möchte sie etwas kürzer
treten, bleibt dem Bezirk jedoch weiterhin mit ihrer Erfahrung und Expertise erhalten. Zudem ist Holzer Landesobfrau der Frauen im lvh.

Mit Thomas Kerschbaumer, Ortsobmann von Franzensfeste, übernimmt ein engagierter und bewährter Funktionär die Verantwortung auf Bezirksebene.
Ridnaun
Neuer Dorfplatz für Begegnung und Gemeinschaft
Die Gemeinde Ratschings setzt einen wichtigen Schritt zur Aufwertung des Dorfzentrums von Ridnaun: Der Bereich vor der Pfarrkirche wird umfassend neugestaltet und zu einem attraktiven, barrierefreien Dorfplatz entwickelt. Ziel des Projektes ist es, einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen und das Ortsbild nachhaltig zu verbessern.
Der heutige Platzbereich ist derzeit vor allem durch eine asphaltierte Fläche geprägt, die aus der früheren Nutzung als Gemeindestraße entstanden ist und aktuell als Parkplatz sowie als Verbindungsstraße dient. Durch die Neugestaltung wird dieser Bereich künftig klar als Dorfplatz definiert. Eine neue Zonierung, zusätzliche Grünflächen und hochwertige Materialien sorgen für eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität und eine ansprechendere Gestaltung des Dorfzentrums.
Im Mittelpunkt der Planung steht ein gut strukturierter Dorfplatz mit klaren gestalterischen Elementen. Vorgesehen sind unter anderem ein zentraler Baum, ein Brunnen sowie verschiedene Sitzgelegenheiten. Neue
Treppen und barrierefreie Rampen sorgen für eine bessere Erschließung des Platzes. Gleichzeitig werden Verkehrsflächen und Parkplätze entlang der Friedhofsmauer neu organisiert, sodass eine klare Trennung zwischen Fahrzeug- und Fußgängerbereich entsteht und eine verkehrsberuhigte Zone mit höherer Sicherheit geschaffen wird. Der neue Kirchplatz soll künftig als vielseitig nutzbarer öffentlicher Raum dienen: als Treffpunkt, als Ort für Veranstaltungen und Feste sowie als zentraler Bestandteil des täglichen Dorflebens. Durch barrierefreie Wege, Aufenthaltsbereiche und Sitzmöglichkeiten wird besonders auf die Bedürfnisse von Kindern, Familien, Senioren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen geachtet. Die Nähe zur Kirche ermöglicht zudem eine enge Verbindung zu religiösen und
gemeinschaftlichen Anlässen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 460.700 Euro. Das Vorhaben wird im Rahmen des LEADER-Programms

mit rund 306.100 Euro gefördert. Mit der Umsetzung der Bauarbeiten wurde das Bauunternehmen Rainer beauftragt. Der Auftragsbetrag liegt bei rund 303.700 Euro zuzüglich Sicherheitskosten und Mehrwertsteuer.

Sportmedizin
Ein harter Knochen
Der menschliche Knochen zeigt im Vergleich zu tragfähigen Baumaterialien wie Holz und Stahl eine beeindruckende Festigkeit bei geringem Gewicht. Unter optimalen Bedingungen kann etwa der Oberschenkelknochen eine Druckbelastung von über 1,5 Tonnen aushalten. Andererseits kann ein Knochen im Alter schon in Reaktion auf ein verhältnismäßig geringes Trauma brechen. Woran liegt das?

Der Gehalt an Mineralsalzen, die Struktur und Festigkeit des Knochens werden ständig an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Während im Kinder- und Jugendalter das Längenwachstum im Vordergrund steht, erreicht die Knochendichte um das 30. Lebensjahr den höchsten Wert und fällt im Verlauf des weiteren Lebens stetig ab.
Für einen gesunden, festen und anpassungsfähigen Knochen sind zwei Faktoren von besonderer Bedeutung: Ernährung und körperliches Training.
Eine abwechslungsreiche Ernährung liefert ausreichend Kalorien, Eiweiße, Vitamin D, Vitamin K2 und Mineralsalze zur Unterstützung der Regulation und Funktion des Knochenstoffwechsels.
Für den Erhalt der Knochendichte sind besonders Trainingsformen mit dynamischen Kraftimpulsen, d. h. mit wiederholter Beund Entlastung von Bedeutung, während ausdauerorientierte Bewegungsformen wie Schwimmen und Radfahren weniger Wirkung zeigen. Die Inhalte und die Struktur des Trainings zur Prävention und Therapie von Knochenschwäche (Osteopenie) und Knochenschwund (Osteoporose) werden individuell angepasst, um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden.
Im Leistungssport kann die Knochengesundheit leiden, wenn aus der hohen Trainingsbelastung ein relatives Energiedefizit resultiert. Mögliche Folgen sind u. a. sogenannte Ermüdungsbrüche, wie sie beim Langstreckenläufer im Bereich des Mittelfußes, des Schienbeins oder im Bereich des Kreuzbeins auftreten können.
Über die Funktion als Stützgewebe hinaus kommuniziert der Knochen mittels Botenstoffen nicht nur mit der Muskulatur und dem Immunsystem, sondern auch mit dem Gehirn. Durch die körperliche Belastung setzen Knochenaufbauzellen Osteocalcin frei, das sich positiv auf die Stimmung und die Hirnleistung auswirkt.
Viel Spaß beim (Kraft-)Training!
Kai Schenk Facharzt für Sportmedizin
Schleppende Nachbesetzung
Die Nachbesetzung des Primariats der Inneren Medizin am Krankenhaus Sterzing ist immer noch in der Schwebe. Der Landtagsabgeordnete des Team K Dr. Franz Ploner hatte im Rahmen der aktuellen Fragestunde im Landtag nach dem

gegangen sind und wann mit einer Besetzung zu rechnen sei. Hintergrund ist die anhaltende Vakanz in einer zentralen Führungsposition der medizinischen Versorgung im Wipptal. Indirekt thematisierte er in seiner Anfrage auch die Sorge um die Attraktivität solcher Positionen und die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung.
Gesundheitslandesrat Hubert Messner bestätigte in seiner schriftlichen Antwort, dass das Verfahren formal bereits weit fortgeschritten ist. „Die komplexe Struktur Innere Medizin am Krankenhaus Sterzing wurde mit Beschluss des Generaldirektors öffentlich ausgeschrieben“, so Messner. Allerdings zeige sich ein zentrales Problem: Laut Messner ist lediglich eine Bewerbung eingegangen, der Kandidat – Notfallmediziner Dr. Patrick Franzoni – wurde auch zum Kolloquium zugelassen. Der Prüfungstermin hat am 23. Februar stattgefunden. Die endgültige Entscheidung über die Besetzung der Primariatsstelle bleibt nun abzuwarten; bis Redaktionsschluss stand sie noch aus.
Kinderärztin verlässt Sterzing

Es war ein kurzes Intermezzo: Erst im Dezember hatte Kinder ärztin Dr. Gloria Maria Patelli ihre Praxis in der Sterzinger Bahnhofstraße, mit Ende April hat sie das Wipptal wieder verlassen. Als Kinderärztin freier Wahl sollte sie die Grundversorgung der Kinder im Alter von null bis sechs Jahren übernehmen, rund 1.100 Kinder wurden ihrer Praxis zugewiesen. Zuvor war dafür die pädiatrische Ambulanz am Krankenhaus Sterzing zuständig. Patelli tritt nun eine Stelle in einer Gemeinde an, die näher an ihrem Wohnort liegt. Da eine Nachbesetzung derzeit nicht in Sicht ist, werden ab dem 1. Mai wieder alle Kinder in der pädiatrischen Ambulanz betreut.

Es war einmal im Reich der Hörgeräte …
„30 Tage gratis Hörgeräte-Probe”, „Klein und unsichtbar im Hörkanal” und „Die kleinsten Hörgeräte, die es jemals gab”: So oder ähnlich klingt typische Werbung rund um Hörgeräte. Aber ist das noch aktuell? Und inwiefern sollte Werbung ehrlicher sein? Markus Thaler vom Hörzentrum Südtirol klärt über drei große Märchen rund um Hörgeräte auf.
Die magische Probezeit, die gar keine Wunder wirkt
Vor etwa 30 Jahren wurde von einer großen italienischen Hörgeräte-Kette die Werbemasche mit einer kostenlosen Probezeit eingeführt. Viele Anbieter meinen heute noch, dass dies der Schlüssel zum Erfolg sei, und preisen die kostenlose Probezeit an. Bei einer diagnostizierten Schwerhörigkeit liegt es jedoch an einem guten Hörakustiker, laut Hörtest und einer eingehenden Befragung des Betroffenen genau zu verstehen, welche Art von Hörgeräten die richtige ist. Und da kommt das Wissen ins Spiel: Hörakustiker sind die Experten. Im Hörzentrum Südtirol wird ganz genau geschaut, welche Geräte zum Gehör, zum Menschen und zur Lebenssituation passen. Sollten Wunsch und Realität zusammenpassen, kann man problemlos kleine und unsichtbare Geräte wählen. Ist das jedoch nicht der Fall, führt der Weg am richtigen Gerät jedoch nicht vorbei. Nach einer professionellen Anpassung weiß jeder sehr genau, wohin die Reise geht. Wir begleiten Sie dabei.
Das winzige Hörgerät, das dann doch etwas zu klein war Auf Maß angefertigte Im-Ohr-Hörgeräte haben sicherlich Vorteile bei Brillenträgern, aber das war‘s auch schon. Aufladbare Im-Ohr-Geräte haben sich aufgrund der geringen Laufleistung der kleinen Akkus als Reinfall herausgestellt, deshalb heißt es leider alle vier bis fünf Tage: Batterie wechseln.
Auch sind sie anfälliger für Schmutz, da man die Mikrofone ständig mit den Fingern berührt. Mal ehrlich: Sind wir im Alter noch so geschickt wie früher? Wir vom Hörzentrum Südtirol schauen ganz genau, ob die Geräte zum Alter des Patienten passen. In diesem Fall sind aufladbare Hinter-dem-Ohr Geräte ein fach unschlagbar.
Der Hörtest, der nicht auf Wanderschaft geht Manche Akustiker meinen, auch außer halb ihres Studios einen genauen Hörtest durchführen zu können. Ein Hörtest ist jedoch nur dann genau, wenn auch die Knochenleitung und der Sprachtest fachgerecht durchgeführt werden. Verstehen Sie gesprochene Worte gut oder nur Töne? Liegt die Schwerhörigkeit im Innenohr oder gibt es ein Problem im Mittelohr? Diese eingehenden Hörtests können weder in einer Apotheke oder bei einem Optiker noch bei Ihnen zu Hause gemacht werden, sondern nur von kompetentem Fachpersonal mit ent sprechender Ausrüstung. Im Hörzen trum Südtirol erhalten Sie auch einen Ausdruck Ihres Hörtests und können diesen mit Ihren Lieben zuhause oder Ihrem Vertrauensarzt besprechen.
Und die Moral von der Geschicht: Märchenonkeln glaubt man nicht Märchen wie diese gibt es genug in der Welt der Hörgeräte. Verlassen Sie sich nicht auf Märchenonkel, sondern gehen Sie zu jemandem, der Erfahrung mit Hörgeräten und vor allem Erfahrung rund ums Thema „Hören“ hat. Andere glauben – wir wissen. Weil wir es gelernt haben und dieses Wissen gerne an unsere Patienten und an Interessierte weitergeben. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin im Hörzentrum Südtirol in Sterzing am Untertorplatz unter der Nummer 0472 628173. Wir freuen uns auf Sie!




MARKUS THALER, GRÜNDER VOM HÖRZENTRUM SÜDTIROL
MIRCO DE MANINCOR, HÖRAKUSTIKER IN STERZING
APOTHEKEN
25.04.-01.05.: Apotheke Paracelsus
Tel. 377 3130989
02.05.-08.05.: Stadtapotheke Tel. 765397
09.05.-15.05.: Apotheke Wiesen Tel. 760353
16.05.-22.05.: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024
23.05.-29.05.: Apotheke Paracelsus,
30.05.-05.06.: Stadtapotheke
Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet.
ÄRZTE
01.05.: Dr. Pietro Stefani
Tel. 349 1624493, 760628
02.05.: Dr. Giuliana Bettini
Tel. 320 6068817
03.05.: Dr. Robert Hartung
Tel. 333 5216003, 764517
09.05.: Dr. Markus Mair
Tel. 329 2395205
10.05.: Dr. Sonila Veliu
Tel. 349 6732243
16.05.: Dr. Robert Hartung
Tel. 333 5216003, 764517
17.05.: Dr. Esther Niederwieser
Tel. 335 6072480, 755061
23.05.: Dr. Alberto Bandierini
Tel. 388 7619666, 764144
24.05.: Dr. Valbona Kurtallari
Tel. 324 0953522
25.05.: Dr. Barbara Faltner
Tel. 335 1050982
30.05.: Dr. Massimiliano Baccanelli
Tel. 334 9156458
31.05.: Dr. Pietro Stefani
Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.
ZAHNÄRZTE
Notdienst Samstag und Feiertage
dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187
TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)
01.05.: Dr. Johanna Frank
02./03.05.: Dr. Michaela Röck
09./10.05.: Dr. Stefan Niederfriniger
16./17.05.: Dr. Michaela Röck
23./24.05.: Dr. Stefan Niederfriniger
30./31.05.: Dr. Michaela Röck
Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666
Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673
Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222
Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496
Kleintier-Notfalldienst:
Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994
2.5.
Pflanzentausch, Trens, Kulturhaus, ab 14.30 Uhr.
4.5.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
5.5.
Vortrag „Vermögen schützen und verantwortungsvoll übertragen“ (Volksbank), Brixen, Forum, 18.00 Uhr.
5. – 16.5.
Bücherflohmarkt, Sterzing, Stadtbibliothek.
6.5.
Musical „The Night of Musicals 2026“, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.
7.5.
Buchvorstellung „Leopold Staudacher. Zwischen Südtirol und Sibirien 1914 – 1920“ (Barbara Felizetti Sorg), Sterzing, Vigil-Raber-Saal, 19.00 Uhr.
8.5.
Talkrunde „Sport für alle. 60 Jahre Lebenshilfe“, Sterzing, Stadttheater, 19.00 Uhr. Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.
9.5.
Frühjahrskonzert der Musikkapelle Jaufental, Jaufental, Haus der Vereine, 20.00 Uhr.
Konzert „STB Dixie Traim“, Color Days, Sterzing, Innenstadt, 10.00 Uhr.
Konzert „Roots Fruit“ (Charlie Cinelli), Color Days, Sterzing CasArci, 20.00 Uhr.
Sterzinger Krapfenfest, Sterzing, Stadtplatz, 9.00 – 17.00 Uhr.
10.5.
Konzert „Orchestra Latina“, Color Days, Sterzing, Stadtplatz, 11.00 Uhr.
11.5.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
13.5.
Konzert „Ago & Friends“, Color Days, Sterzing, Hotel Sterzingermoos, 20.00 Uhr.
Nachtwallfahrt nach Maria Trens. Treffpunkt: Reiterkapelle um 19.30 Uhr, Gottesdienst um 20.00 Uhr.
14.5.
Konzert der Musikschule
Sterzing „Tastenfest“, Sterzing, Stadttheater, 18.00 Uhr.
Konzert „Crowsroads“, Color Days, Gossensaß, Theatersaal, 20.00 Uhr.
15.5.
Benefizkonzert für „Momo“ der Musikschule Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.
Konzert „Mystery Tour“ (Sara Longo & Avise Seggi), Sterzing, CasArci, 20.00 Uhr.
Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.
16.5.
Konzert „The Incredible Horns/ Incredible Southern Blues Band”, Sterzing, CasArci, 20.00 Uhr.
Frühjahrskonzert der Musikkapelle Innerpfitsch, St. Jakob, Grundschule, 20.30 Uhr.
Mariensingen mit Frauenchor Laudamus, Wipptaler Singvögel und Klarinettengruppe der Bürgerkapelle, Sterzing, Pfarrkirche, 19.00 Uhr.
17.5.
Wipptaler Radtag Internationaler Museumstag
18.5.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
22.5.
Konzert „Ziganoff Jazzmer Band & Heidi Clementi“, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.
Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.
23.5.
Pfingstkonzert der Vereinskapelle Gossensaß, Gossensaß, Pavillon Festplatz, 20.15 Uhr.
24.5.
Pfingstkonzert der Musikkapelle Mauls, Mauls, Festplatz, 19.30 Uhr.
Landesmeisterschaft im Dressurreiten und nationales Dressurturnier, Sterzing, Thumburg, 9.00 Uhr.
25.5.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
26.5.
Gesprächsabend über Suizid „Über das Schweigen hinaus“ (Kiwanis), Brixen, Progress – Industriezone, 18.30 Uhr.
29.5.
Lange Nacht der Kirchen: Maiandacht, Stilfes, Pfarrkirche, 20.00 Uhr.
Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.15 – 12.15 Uhr.
29. und 30.5.
Waldstadion Open Air, Trens.
30.5.
Feier von Ehejubiläen der Pfarrei Sterzing, Sterzing, Pfarrkirche, 19.00 Uhr.
1.6.
Führung Knappenkirche St.
Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
5.6.
Abschlusskonzert der Musikschule Sterzing, Sterzing, Deutschhaus, 17.00 Uhr. Frühjahrskonzert des Männergesangvereins Sterzing 1860, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.
6.6. Sterzinger Stadtlauf
7.6.
Frühjahrskonzert des Männergesangvereins Sterzing 1860, Sterzing, Stadttheater, 19.00 Uhr
Filmclub
7.5.: Nouvelle Vague (it.), 20.00 Uhr.
8.5.: Goldrausch (Senioren), 16.00 Uhr.
8.5.: Der Fremde, 20.00 Uhr.
14.5.: La torta del presidente (it.), 20.00 Uhr.
15.5.: Extrawurst, 20.00 Uhr.
Sprechstunde
Sprechstunde der Volksanwältin in der Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates, Bahnhofstr. 2 in Sterzing, am Freitag, 22. Mai 2026 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Voranmeldung notwendig unter Tel. 0471 946020.
Märkte
8., 15., 22., 29.5.: Bauernmarkt, Stadtplatz.
5., 20.5.: Brennermarkt.
14.5.: Markt in Sterzing.
5., 12., 19., 26.5.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.
Ausstellungen
Ab 8. Mai
„Kontur“ von Raphael Mur, Sterzing, LURX – Raum für Kunst und Kultur.
Bis 16.5.
„A Mesa Usc“, Franzensfeste, Festung.
Bis November
„Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn.
Dauerausstellung
„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung.
„Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.
Liebessehnsucht im Mai
In den Wolken suche ich dein Gesicht und finde es nicht
Zwischen den Sternen gehe ich meinen Weg und verirre mich
durch die Sonnenstrahlen spüre ich deine Liebe und verbrenne mich
dem Regen schenke ich meine Träume und erkälte mich
Aber in der Dunkelheit finde ich deine Sehnsucht und verliere mich
Maria Schumann
Dialektale Vielfalt in Südtirol
In Südtirol gehört der Dialekt für viele selbstverständlich zum Alltag. Daneben wird auch Hochdeutsch in bestimmten Situationen gesprochen. Doch wie genau gehen wir mit diesen Sprachformen um? Welche Bedeutung haben sie für uns und wie nehmen wir sie wahr?
Diesen Fragen widmet sich ein wissenschaftliches Forschungsprojekt der Universität Innsbruck. Dafür werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Online-Umfrage gesucht. Alle, die einen Südtiroler Dialekt reden, können sich daran beteiligen (keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich).
Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa 15 bis 20 Minuten, die Teilnahme ist anonym und unkompliziert.
Jede Teilnahme leistet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Sprache in Südtirol. Außerdem kann mitentschieden und herausgefunden werden, welche Dialekte am beliebtesten sind
Die Teilnahme ist über https://tinyurl.com/dialektumfrage mög-

SPORT & FREIZEIT
Nähere Infos für WERBESCHALTUNGEN bei Barbara Fontana
INFOS: Tel. 0472 766876, barbara.fontana@ dererker.it


Oh Schreck, oh Schreck, die 3 isch weck. Es sein vergongen sou schnell die Johr und kemmen konn mit dr Zeit a is uan odr ondre graue Hoor. Obr des isch nit sou wichtig, wichtig isch, dass du sou bleibsch, wia du bisch. Mir wünschn zu deinem Feste viel Gesundheit und nur das Beste. Alles Gute zum runden Geburtstag wünscht dir deine gonze Familie und gonz bsunders dein Schotz Matti mit Eva und Josef
Duale Leitung
Kam zi glabn, ober es isch wohr, inser Papi, dor Florian, weart hoier Ende Mai 50 Johr! Mir wünschn dir lei es Beste und viel Gesundheit!
Deine Astrid und di zwoa Gitschn
Sandra mit Manuel und Nadine


Maria und Franz ganz herzlich zur Diamantenen Hochzeit!
Eure gemeinsame Reise ist für uns das größte Vorbild an Liebe, Treue und Zusammenhalt. Wir wünschen euch von Herzen noch viele weitere glückliche Jahre voller Gesundheit.
In Liebe und Dankbarkeit eure Familie

Die FF Wiesen gratuliert ihrem Mitglied a. D. Rudolf Hofer zum 70. Geburtstag und wünscht ihm viele weitere Jahre in Gesundheit.


Der ambulante Betreuungsdienst im Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal erhält eine duale Leitung. Mit 1. April haben Anita Hochkofler und Roswitha Eisendle im Tandem die Leitung des Ambulanten Betreuungsdienstes (vormals Hauspflege) übernommen. Die Sozialbetreuerin und die Altenpflegerin bzw. Familienhelferin arbeiten seit Jahren als Fachkräfte im Sozialdienst und treten nun die Nachfolge von Maria Magdalena Jaist an, die sich beruflich in Richtung Eisacktal orientiert. Die Sozialbetreuerin aus Natz-Schabs war elf Jahre lang im Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal tätig, davon sechs Jahre als Leiterin dieses unverzichtbaren sozialen Dienstes. „Wir danken Magda-

lena Jaist für ihren Einsatz, ihre verantwortungsbewusste Haltung und die stets zuverlässige Arbeit. Für ihren neuen Aufgabenbereich wünschen wir ihr alles Gute und viel Freude. Ein großes Dankeschön gilt auch Anita Hochkofler und Roswitha Eisendle. Sie sind motiviert und freuen sich auf die neuen Aufgaben, die sie gemeinsam meistern werden“, so Bezirkspräsident Martin Alber. „Das duale Leitungsmodell ist eine Herausforderung und eine neue Chance für zwei Mitarbeiterinnen und gibt uns die Möglichkeit, neue Wege zu erproben – auch als Antwort auf den Personalmangel.“ Im Bild (v. l.) Sprengelleiterin Ingrid Hofer, Roswitha Eisendle, Anita Hochkofler und Maria Magdalena Jaist.

Lieber Leo, herzliche Gratulation zum sehr guten Abschluss deiner Gesellenprüfung! Wir wünschen dir für deinen weiteren Weg im Metzgerhandwerk viel Freude, Erfolg und Zufriedenheit. Familie Frick und das gesamte Team
Auguri Dani, da Laura!
Gemeinden
GEBURTEN
Brenner: Anton Oberhofer (16.03.2026, Brixen).
Freienfeld: Olivia Nirvana Braunhofer Rizzuto (23.03.2026, Brixen). Oskar Fleckinger (27.03.2026, Brixen).
Pfitsch: Mattea Steurer (05.03.2026, Brixen). Sofia Frei (17.03.2026, Brixen).
Ratschings: Lilly Schölzhorn (06.03.2026, Brixen). Elias Salcher (12.03.2026, Brixen). Heidi Wurzer (16.03.2026, Bozen). Zahra Syeda (28.03.2026, Brixen).
Sterzing: Zarbab Ali (01.03.2026, Brixen). Leonardo Livingston (04.03.2026, Mailand). Muhammad Ahad Kursheed (04.03.2026, Brixen). Francesco Licciardiello (05.03.2026, Brixen). Saja Mardad (15.03.2026, Brixen). Beatrice Bonetto Rainer (19.03.2026, Bozen). Marian Alexander Riederer (20.03.2026, Brixen). Dominik Haller (25.03.2026, Brixen).
TODESFÄLLE
Franzensfeste: Paul Thaler, 91 (26.02.2026, Brixen).
Freienfeld: Carolina Wild, 97 (11.03.2026, Freienfeld). Thomas Martin Piccolruaz, 52 (20.03.2026, Freienfeld). Helene Benedikter, 71 (24.03.2026, Brixen).
Pfitsch: Herbert Hofer, 94 (19.03.2026, Sterzing).
Ratschings: Martin Parigger, 62 (21.03.2026, Ratschings).
Sterzing: Franco Medda, 74 (08.03.2026, Sterzing). Erika Lazzari, 68 (14.03.2026, Sterzing). Emma Kinzner, 92 (15.03.2026, Sterzing). Sofia Leitner, 97 (20.03.2026, Sterzing). Josef Ganterer, 97 (23.03.2026, Sterzing). Hedwig Knollseisen, 93 (30.03.2026, Sterzing).
EHESCHLIESSUNGEN
Brenner: Monica Kreutzer und Marco Zanchi (25.03.2026, Gossensaß).
Freienfeld: Lisa Maria Hilber und Florian Überegger (28.03.2026, Freienfeld).
Pfitsch: Kodchakorn Borkhamkerd und Lukas Volgger (13.03.2026, Pfitsch).
Sterzing: Evi Fassnauer und Alexander Sparber (26.03.2026, Sterzing). Karin Trenkwalder und Manuel Wieland (28.03.2026, Sterzing).
BAUGENEHMIGUNGEN
Brenner: Feuerstein GmbH, Pflersch 157: Teilabbruch und Wiederaufbau mit Erweiterung „Hotel Argentum“, Bp.292, K.G. Pflersch. Simon Thaler, Pflersch 24: Sanierung und bauliche Umgestaltung des Wirtschaftsgebäudes, Bp.11, versch. Gp., K.G. Pflersch. Georg Thaler, Giggelberg 12: Errichtung einer Hundepension beim „Stockhof“, Gp.785/1, Bp.282, K.G. Brenner.
Freienfeld: Michael Ralser, Pfulters 22: Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten, Gp.2151, K.G. Stilfes. Christian Aukenthaler, Elzenbaum 30: Durchführung von Bodenangleichungsarbeiten, Gp.1330/1, K.G. Stilfes. Hotel Larch KG des Larch Rudi, Trens, Brennerstraße 1: Umbau des Gasthofs
„Larch“, Bp.294, K.G. Trens. Martin Wieser, Stilfes 15: Bauliche Umgestaltung durch Umwidmung des Volumens in Wohnkubatur und Errichtung einer Wohneinheit, Bp.18, K.G. Stilfes. Franz Josef Auersperg-Trautson, Sprechenstein 1: Restaurierung Burg „Sprechenstein“, versch. Bp., versch. Gp., K.G. Trens. Rita Ralser, Hannes Überegger, Verena Überegger, Mauls 40/A: Errichtung von Garagen und Überdachungen für Autostellplätze sowie Austausch der Heizanlage und Installation einer Photovoltaikanlage, m.A. 1, 2 und 3, versch. Bp., K.G. Mauls. Gugges Mantico GmbH, Trens, Brennerstraße 2: Verlegung der Außenliegeplätze beim Gugges-Hof, Bp.371, K.G. Trens. Rainer & Faisstnauer GmbH, Handwerkerzone Trens 9: Erweiterung der Tischlerei und Montage einer neuen Formatkreissäge, Bp. 376, K.G. Trens. Pfitsch: Klaus Leitner, Wiesen 109: Außerordentliche Instandhaltung, energetische Sanierung und Sanierung des Gebäudes, Bp.48/1, K.G. Wiesen. Elke Volgger, Manfred Volgger, Wiesen, D.-SailerWeg 14: Errichtung einer offenen Überdachung als Nebengebäude, Bp.637, K.G. Wiesen. Timo Baumgartl, Kematen, Überwasser 133: Außerordentliche Instandhaltungsarbeiten, Sanierungs-, Adaptierungs- und energetische Sanierungsarbeiten Bp.152/2, K.G. Pfitsch. Prisca und Waltraud Rainer, Wiesen, Afens 286: Ablagerung von Aushubmaterial, Gp. 969/8, K.G. Pfitsch. Ratschings: Josef Kofler, Mareit, Nassereit: Durchführung von landwirtschaftlichen Meliorierungsarbeiten, versch. Gp., K.G. Mareit. Manuel Plattner, Außerratschings, Jaufenpass-Straße: Errichtung eines Hackschnitzellagers, versch. Gp., K.G. Ratschings. Hotel Gassenhof GmbH Vm Invest GmbH, Ridnaun, Untere Gasse: Qualitative Erweiterung zur Errichtung einer Eventsauna, Bp.599, K.G. Mareit. Leitner AG, Gabriel-Leitner-Straße 1/A: Erweiterung der bestehenden Betriebshalle durch Anbau eines überdachten Hochregallagers, Bp.605, Gp.1760/8, K.G. Jaufental. Manfred Penz, Telfes: Sanierung und Erweiterung des Feldweges, Gp. 1350/3, K.G. Mareit, Bp.234, versch. Gp., K.G. Telfes. Rene Freund, Telfes: Teilweise Neutrassierung des Zufahrtsweges zur Hofstelle „Freund“, versch. Gp, K.G. Telfes. Sterzing: Grünig Grundstücksverwaltung Südtirol GmbH, Jaufenstraße: Errichtung einer Werk- und Lagerhalle, Gp.627/18, K.G. Thuins. Alexander Gschnitzer, Tschöfs: Verlegung der Hofstelle, Bp.60, Gp.187/1, K.G. Tschöfs. Leitner AG, Industriezone Thuins: Bauliche Umgestaltung des Showrooms an der Westseite der bestehenden Betriebshalle, Bp.245, K.G. Thuins. Gerhard Thaler, Gänsbacherstraße 4: Bauliche Umgestaltung, Bp.227, m.A.1, K.G. Sterzing. Christian Grossteiner, Weg in die Vill, 51: Erweiterung der Hofstelle „Zollhof“ für die Errichtung eines neuen Wohngebäudes, Bp.247 und 57, K.G. Thuins. Leitner AG, Gabriel-Leitner-Straße 1/A: Erweiterung der bestehenden Betriebshalle durch Anbau eines überdachten Hochregallagers, Bp.553, Gp.601/2, Gp.930/4, K.G. Thuins.
Asou an Auto isch nie a Sporkasse giwesn, weil man va die Spesn eigentlich nie recht drauß kemmin isch. Zearscht hosch du‘s amol kafn gemießt, nui oder a gebraucht hot olm awie a Stonge Geld ausgimocht. Noar hosch du‘s versichern gemießt und die Autostuire hot der Geldbeitl a gorawie gschpiert. Wos a nit zi unterschätzn giwesn isch, sein die Parkgebiehrn und die Strofzettl giwesn, um de man a nit ummerkemmin isch. Schtad amol hosch du dein liebschtes Stuck gemießt zin Mechaniker tien, der holt a mehr außergfundn hot, aswie drein gfahlt hot. Und wenn du Glick ghobb hosch, noar hosch du‘s Auto gikennt in a Grasch stelln, weil sischt isch dir der Grottn ba scheinater Sunne nit zi longsum zommgiroschtit. Oje, bold hatt i‘s vergessn: Tankn hosche jo a gemießt. Und olm schun sein de hoachn Preise zi gschpiern giwesn, ober ausstelln hosche nit gikennt. A poor sein somstigs Eschtreich zi tankn gfohrn, weil‘s dert a bissl ginschtiger giwesn isch. A poor gonz Schlaue hobm in Tank mit den londwirtschoftlichn Uma-Benzin gfillt, dass hintebei leimehr a kouhlschworzer Rach ausn isch. Ober man hot‘s holt derleidn gemießt.
In Moment ober sein olle Autobesitzer richtig in a Noat, mit der man nit girechnt hot. Der Tramp, oder wie der holt hoaßt, wurschtlt do ba de Araber entn ummanond und af uenmol isch olls ondert! Der Preis steigg olle Toge, nit lei ba ins do, a in Eschtreich und Daitschlond oftramol nou heacher. Und man mueß schun bold Ongscht hobm, ob‘s iberhaupp nou länger eppas zi tankn gibb.
Zi mein Glick betrifft mi des olls nit, weil i selber nie kuen Auto ghobb hon. Und mir a nie kuens leischtn gikennt hatt. Obr die uen tienmer load.
FUNDE UND VERLUSTE
www.fundinfo.it

Jahrestage

6. Jahrestag Manuel Sporer
6. Jahrestag Manuel Sporer
* 02.01.1982 † 24.05.2020
* 02.01.1982 † 24.05.2020
Die Erinnerung an einen Menschen geht nie verloren, wenn man ihn im Herzen behält.
Die Erinnerung an einen Menschen geht nie verloren, wenn man ihn im Herzen behält.
Deine Familie
Deine Familie

Du bist von uns gegangen, aber nicht aus unseren Herzen.

Gekämpft
hast du allein, gelitten haben wir gemeinsam, verloren haben wir dich alle.

20. Jahrestag
Karl Staudacher
Pfitscher Karl † 4. Mai 2006
Wir denken an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 3. Mai um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Jaufental.
Die Angehörigen
Josef Pittracher
Ruen-Seppl
* 06.07.1940 † 19.02.2026
Anlässlich des Todes unseres lieben Seppl möchten wir DANKE sagen für jeden Händedruck, für jede Umarmung, für jedes nette Wort und für die vielen Gebete. Danke an alle, die Seppl auf seinem letzten Weg begleitet haben, für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier und des Rosenkranzes und allen, die ihn in liebevoller Erinnerung behalten.
Die Trauerfamilie


Begrenzt ist das Leben, doch unendlich die Erinnerung.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.
14. Jahrestag Maria Sparber geb. Gafriller
In Liebe und Dankbarkeit denken wir besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 17. Mai in der Pfarrkirche von Jaufental.
Allen, die daran teilnehmen, danken wir von Herzen.
In Liebe deine Familie
4. Jahrestag Annamaria Keim geb. Oberprantacher
Zum vierten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem wir von dir Abschied nehmen mussten.
In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner am Sonntag, den 17. Mai um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Sterzing.
Allen, die daran teilnehmen und unsere liebe Annamaria in guter Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Lieben

Er war Arzt und auch mit großer Leidenschaft in Forschung und Entwicklung tätig.
Herbert Rainer
Paul Herbert
* 02.11.1947 Grube/Pfitsch † 30.03.2026 Varese
In dankbarer Erinnerung denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am 17. Mai um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Kematen.
Bis zu seiner plötzlichen schweren Krankheit stand Herbert seinen vielen Patienten unermüdlich mit Verständnis, Herz und großer Empathie zur Seite.
So wie der Wind den Sand verweht, so ist auch das Leben. Wir wirbeln hoch, wir fallen tief – wem ist das Glück gegeben?
Doch eure Seelen fliegen weit fort, unendlich zu den Sternen. Befreit von aller Erdenlast in weite, weite Fernen.
In Liebe und Verbundenheit denken wir besonders an euch am Samstag, den 16. Mai um 19.00 Uhr bei der hl. Messe in Mauls.
Allen, die daran teilnehmen und Markus und Oskar in guter Erinnerung behalten, danken wir von Herzen.
Die Angehörigen
In Liebe

Albert Schweizer
Nicht das Freuen, nicht das Leiden stellt den Wert des Lebens dar, immer nur wird das entscheiden, was der Mensch dem Menschen war.
Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit der Trauer und eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

1. Jahrestag
Peter Braunhofer
„Hofer Bauer”
* 03.06.1940 † 21.05.2025
* 13.12.1938 † 25.05.2012
und gedenken eurer ganz besonders bei der hl. Messe

Eure Gabriela, Brigitta und Judith mit Familien
Wie die Schönheit dieser Welt und die Herzlichkeit deines Lächelns es war, so leuchten die Erinnerungen an dich in unseren Herzen.
In Liebe denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 23. Mai um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche in Ridnaun.
Allen, die daran teilnehmen, ein aufrichtiges Vergelt‘s Gott.
Deine Familie

3. Jahrestag
Johannes Stafler
Jó
* 16. Oktober 2002 † 23. Mai 2023
In Liebe und inniger Verbundenheit denken wir an dich bei der Sonnabendmesse am Samstag, den 23. Mai um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Danke allen, die unseren lieben Johannes ins Gebet einschließen und ihn in lieber Erinnerung behalten.
In Liebe Mami, Papi und deine Brüder


Immer in unseren Gedanken und auf ewig in unseren Herzen ...

7. Jahrestag
Gertraud Rainer
„Trudi“
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 6. Juni um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.
Wir bedanken uns bei allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten.
In Liebe deine Familie
16. Jahrestag
Hildegard Penz Wwe. Öttl
* 27.09.1944 † 27.05.2010
Ganz besonders denken wir an dich am Pfingstsonntag, den 24. Mai um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Pflersch.
Allen, die daran teilnehmen, für dich beten oder im Stillen an dich denken, ein herzliches Vergelt’s Gott.
In Liebe und Dankbarkeit deine Kinder mit Familien, ganz besonders deine Enkel Lukas und Julia Erinnerung ist das, was bleibt. Sie lässt uns deine Liebe nicht vergessen, lässt uns dankbar zurückschauen, lässt uns deine Güte und Sorge immer wieder vermissen. Wir vermissen dich!
1° ANNIVERSARIO
Teresa Caterina Picco
* 19.05.1942 † 17.05.2022

4° ANNIVERSARIO
Teresa Caterina Picco
* 19.05.1942 † 17.05.2022
La S. Messa in suffragio per il 4° anniversario verrà celebrata domenica 17 maggio alle ore 10.30 nella chiesa dei Cappuccini di Vipiteno.
I tuoi cari giorno dopo giorno. Il tuo ricordo ci accompagnerà durante il nostro cammino.

Du hast viele Spuren der Liebe hinterlassen und die Erinnerung an all das Schöne mit dir ist immer in unseren Herzen.

1. Jahrestag Beatrix Aukenthaler verh. Holzer
* 12.08.1942 † 17.05.2025
Wir denken an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 17. Mai um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Stilfes.
Ein Danke allen, die daran teilnehmen.
In Liebe deine Familie


Erika Lazzari
* 2. Juni 1957 † 14. März 2026
Von Herzen danken wir allen, die unsere Erika während der Zeit ihrer Krankheit begleitet haben, ihr im Leben Freundschaft und Zuneigung schenkten und sie in guter Erinnerung behalten. Die vielen Zeichen der Anteilnahme – sei es durch liebe Worte, stilles Gedenken, Blumen, Spenden an die Krebsforschung sowie die vielen schriftlichen Beileidsbekundungen oder das letzte Geleit – haben uns tief berührt und uns Trost geschenkt. Es bedeutet uns sehr viel zu wissen, wie sehr Erika geschätzt und gemocht wurde und wie viele schöne Erinnerungen mit ihr verbunden sind.
In liebevoller Dankbarkeit Peppi mit Familie
Trauer um Helene Benedikter
Der Ausschuss der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen im Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) trauert um ihre Vorsitzende Helene Benedikter vom Gasthof „Post“ in Trens, die am 24. März nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. „Damit verliert unsere Vereinigung nicht nur ihre geschätzte Vorsitzende, sondern vor allem einen besonderen Menschen, der unsere Gemeinschaft mit Herz, Weitblick und unermüdlichem Einsatz geprägt hat. Helene war eine starke Stimme für die Gastwirtinnen im Land, eine Wegbereiterin, eine Mutmacherin und für viele von uns auch eine Freundin“, so die Ausschussmitglieder Marlene Waldner, Evelyn Rainer, Adele Huber und Stephanie Dissertori. Helene Benedikter setzte sich mit großer Leidenschaft für die Anliegen der Gastwirtinnen ein, förderte den Zusammenhalt, knüpfte viele Kontakte zu anderen Frauenorganisationen und brachte mit ihrem Engagement zahlreiche wertvolle Initiativen auf den Weg. Auch im HGV hat sich Benedikter seit vielen Jahren auf Orts-, Bezirks- und Landesebene überaus verdient gemacht. Von 1997 bis 2015 war sie Obfrau der Ortsgruppe Freienfeld des HGV und seit 2021 gehörte sie als Vorsitzende der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen auch dem Landesausschuss des HGV an. „Helene war eine starke Botschafterin für unsere Wirtinnen und für die Dorfgasthäuser in unserem Lande. Sie verstand es, Brücken zu bauen, Menschen zu begeistern und die Wirtinnen und deren Einsatz für das Gastgewerbe zu würdigen“, so HGV-Präsident Klaus Berger.

Wallfahrt zur Trenser Mutter
Trens ist seit bald 700 Jahren (seit 1345) ein Marienwallfahrtsort. Die meisten von uns werden von den legendären Ereignissen in jenen Jahren gehört haben: Eine Mure wälzte sich nach einem Starkregen Richtung Trenser Dorf. Die Bauern, mit Pickel und Schaufel ausgestattet, versuchten der Mure Herr zu werden. Und was entdeckten sie unter den Steinen und dem Geröll? Eine völlig unversehrte Marienstatue. Die Auffindungskapelle neben dem Vereinshaus in Maria Trens erinnert noch heute an dieses wunderbare Ereignis. Die Bauern trugen die Marienstatue zu sich nach Hause und sanken in tiefer Andacht und Verehrung vor Maria auf die Knie. Am nächsten Morgen war die Marienstatue verschwunden. Man fand sie in der quadratischen Friedhofskapelle neben der Pfarrkirche. Die Bauern brachten die Statue wieder zurück, doch am nächsten Morgen befand sie sich neuerdings in der Kapelle. Ein Priester versiegelte daraufhin die Haustür beim Bauernhof, doch dasselbe wundervolle Ereignis wiederholte sich mehrere Male. Aufgrund dieser Vorkommnisse kamen immer mehr Wallfahrer und so entstand die Wallfahrt von Maria Trens.
Abschied von Josef Peer

Am 31. Jänner feierte Josef Peer aus Trins seinen 108. Geburtstag, zu dem ihm die Erker-Redaktion in der AprilAusgabe herzlich gratulierte. Am 17. April ist er nach einem langen, erfüllten und bewegten Leben verstorben. Der „Gedirn Seppl“, mit zehn Geschwistern in Trins aufgewachsen, erlebte als Soldat die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges und kehrte nach acht Jahren und mehreren Verwundungen wieder nach Hause zurück. Gemeinsam mit seiner Frau Ida Gleirscher – sie starb 1994 – führte er 25 Jahre lang die Bremerhütte im Gschnitztal, das Paar hat sieben Kinder. Seine Liebe galt bis ins hohe Alter der Natur, dem Chorgesang und der Musik. Herausforderungen begegnete er stets mit Gottvertrauen und Humor. Nun hat er nach über einem jahrhundertlangen Leben die letzte Ruhe gefunden.
Im Laufe der letzten sieben Jahrhunderte erlebte diese – wie zu erwarten – immer wieder Höhen und Tiefen. Die Bauernkriege, die Reformation, das Einsetzen einer Rosenkranzbruderschaft, die Aufklärung und vieles mehr trugen zu diesem Auf und Ab bei. Heute scheinen das Pilgern und Wallfahren wieder verstärkt ein Anliegen der Menschen zu werden. Auch in der Pfarrgemeinde von Trens versucht man seit dem Jahr 2022, die Wallfahrt zur Trenser Mutter wieder mehr zu fördern. Die monatlichen Nachtwallfahrten von Mai bis Oktober – jeweils am 13. des Monats – sollen eine Kraftquelle für die Gläubigen sein. Sie sollen Impulse für die persönliche Gottesbeziehung und für die rechte Marienverehrung – der wohl mächtigsten Fürbitterin bei ihrem Sohn – bieten. Dabei machen die Teilnehmer eine kurze Fußwallfahrt von der Reiterkapelle bis zur Wallfahrtskirche. Dort wird um 20.00 Uhr eine festliche Marienmesse gefeiert, mit Gloria und Predigt. Verschiedene Chöre und Instrumentalgruppen aus der Umgebung gestalten den Gottesdienst und machen ihn so zu einem schönen und aufbauenden Erlebnis und zu einer Quelle des Glaubens für jeden einzelnen.
Martin Ellemunt, Pastoralassistent

Helene Benedikter (†)
Josef Peer (†)

Pfiffikus
Pfiffikus sucht eine interessante Stahl-GlasKonstruktion. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. Mai. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.
Auflösung des Vormonats: Der gesuchte Christbaum steht an der Autobahnausfahrt nach Sterzing. Er ist zu Frühlingsbeginn noch beleuchtet und dadurch gut sichtbar. Die elektrische Lichterkette ist um einen nachhaltig gepflanzten Nadelbaum gewickelt. Somit kann der Christbaum jedes Jahr verwendet werden, geschützt von Leitplanken neben der Autobahn. Auch der Sterzinger Zwölferturm ist im Winter gut beleuchtet und weitum zu erkennen, doch wird diese Stadtbeleuchtung zumeist um Lichtmess (2. Februar) abgeschaltet. Das Foto hat uns ein aufmerksamer Pfiffikus zur Verfügung gestellt. Auf das hin gingen jetzt die Lichter aus.
Das Los bestimmte EGON RALSER aus Freienfeld zum Pfiffikus des Monats April. Der Gewinner erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.


AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS

LÖSUNG: SCHRAUBEN
Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= spezifische Gruppe von Blumen).
FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:
•P•I•M•E•A•E•S•I AFNSTIALILESITZN •UANE•HINTNZRUGG BRUTAL•TAO•IRA•A •FN•MOLE•RUA•NIL OLGA•RIED•SCHEKI •SGRAFFITO•HOSEN DUE•SEEN•ZOTTE•G •PRIM••HEIM•ELB• EPLA•OBERAU•L•ES •EE•AHOI•CROGLIO E••AL•ET•HKMAES• HANDELSEINS•STSI •PFIATENK•NUTZER
LÖSUNG: TAGDESBUCHES
DAS WIPPTAL-RÄTSEL
verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald

Lösungswort



STELLENANGEBOTE
Naturhotel Haller in Mareit sucht für die Sommersaison Saalbedienung in Voll- oder Teilzeit sowie Rezeptionist/in und Praktikant/in für die Rezeption. Infos gerne unter Tel. 348 4740898 oder info@ haller.it. Wir freuen uns auf dich.
Wir suchen für unsere Residence in Gossensaß eine zuverlässige Reinigungskraft auf Abruf für die Sommermonate Juli und August. Deutschkenntnisse von Vorteil. Nähere Infos unter Tel. 380 6333640.
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Zahnarztassistentin (m/w/d) oder Lehrling für Zahnarztpraxis Dr. Christian Varesco in Sterzing gesucht. Bewerbungen bitte an: info@dentoplus.it oder in der Praxis (Tel. 0472 764880) anrufen.








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Vor hundert Jahren ...
1926
Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

03.05.1926
Drei Monate Kerker für den Götz
Der Bäcker Hans Dellemann in Gossensaß wurde am 13. April laufenden Jahres vom Tribunal wegen Beleidigung Mussolinis verurteilt, weil er einem Finanzieri gegenüber erklärte: „Euer Mussolini meint, daß wir Deutschen ihm den ... (Götzzitat)“. Die Strafe wurde mit drei Monaten Kerker und mit 300 Lire bemessen.
(Anm.: Das „Götz-Zitat“ ist eine derb-provokante Redewendung aus Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ (1773). Es lautet im Stück: „Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsch lecken!“. Der historische Götz rief dem Amtmann auf Burg Krautheim zu: „Er soldt mich hinden leckhenn“.)
Allgemeiner Tiroler Anzeiger
04.05.1926
Sommerwettläufe auf der Magdeburger Hütte
Seit Jahren haben schon die außerordentlich günstigen Zugangsbedingungen der Magdeburger Hütte (2.422 Meter) - es gibt in den ganzen Ostalpen kein Gletschergebiet, das in so kurzer Zeit von einer Bahnstation zu erreichen wäre - die östlichen Stubaier zu einem vielbesuchten frühsommerlichen Skiparadies gemacht. In dreieinhalb Gehstunden von der Station Pflersch (am Brenner), in vier von Gossensaß aus steigt man durch den grünen Talboden zur Hütte an. Alljährlich finden am Stubenferner die vom Skiklub Gossensaß veranstalteten Sommerskiwettläufe statt, diesjährig am 12. und 13. Juni das internationale Hauptrennen um die Wanderpreise. Von Anfang Mai bis Juli wird dort ein ständiger Gletscherskikurs in Schneider-Arlbergtechnik abgehalten. Die Leitung des Kurses hat Dr. Hubert Mumelter, langjähriger Skilehrer in Gossensaß, an den auch die diesbezüglichen Anfragen per Adresse Skiklub Gossensaß (Italien) zu richten sind.
Neues Wiener Journal
14.05.1926
Brenner-Linie
Infolge des starken Rückganges des Reiseverkehres über den Brenner werden die im Vorsommer in Verkehr gestandenen Schnellzüge München-Meran D 264 (Innsbruck ab 11 Uhr 40) und D 263 (Innsbruck ab 17 Uhr 38) nicht mehr geführt. Die Nachtschnellzüge Berlin-München-Rom D 266 (Innsbruck ab 6 Uhr 30) und D 263 (Innsbruck ab 22 Uhr 50) verkehren nur bis 15. September.
Innsbrucker Nachrichten

14.05.1926
Eine Rabenmutter
Aus Sterzing wird berichtet: Hier wurde Frau Maria Warasin aus Klausen verhaftet, weil sie ihr Kind vor einen Zug legen wollte. Eisenbahner bemerkten, daß die Frau mit ihrem Kinde im Alter von dreieinhalb Jahren in der Nähe von Sterzing neben dem Bahngeleise ging; sie sahen dann, wie die Frau das Kind auf die Schienen legte und sich selbst daneben setzte, wohl in der Absicht, das Kind von dem bald fälligen Zuge überfahren zu lassen. Die sofort verständigten Carabinieri verhafteten nach verzweifelter Gegenwehr die Frau. Das Kind wurde von gutherzigen Personen in Pflege genommen. Bemerkenswert ist, daß die Warasin schon im vorigen Herbst das gleiche Kind in der Nacht auf das Bahngeleise legte, um es von dem herannahenden Lastenzuge zermalmen zu lassen. Der teuflische Plan gelang jedoch nicht, denn vorbeigehende Leute retteten das Kind vor der Gefahr. Gegen die grausame Mutter wurde damals die strafgerichtliche Untersuchung geführt. Nur konnten nicht genügend Beweise für ihre Schuld erbracht werden, so daß sie freigelassen werden mußte. Linzer Tagespost
14.05.1926
Wir haben in unserer Mittwoch-Nummer ...
... bereits von der geplanten Fahrt der „Brennerwacht“ am 30. des Monats auf den Brenner berichtet. Hiezu haben die Schulbehörden in Südtirol einen Runderlaß herausgegeben, worin mitgeteilt wird: Der Reichsverein „Guardia al Brennero“ veranstaltet für die Volksschulen der Provinz Trient, sowie Venedig, Verona usw. am 30. Mai (Sonntag) eine große patriotische Kundgebung am Grenzstein am Brenner. Es werden mehrere tausend Kinder erwartet. Das Programm ist folgendes: Sonntag, 30. Mai, um 11.52 Ankunft am Brenner; 1 Uhr gemeinsames Mittagsmahl; 2 Uhr Zeremonie am Grenzstein, mit Absingung der „Hymne der Brennerwacht“; 3 Uhr Abfahrt vom Brenner usw.“ Bekanntlich hat die Brennerwacht (Herr Marinetti)
jene zehn Punkte als Programm gewählt und erst kürzlich wieder verlautbart, in denen der Brenner als „Ausgangspunkt“, nicht als Endziel der welschen Eroberungen bezeichnet wird. Ebenso ist der Grundsatz, „der letzte der Italiener ist mehr wert als tausend Ausländer“, ein Geistesprodukt der Marinettischen Punkte.
Innsbrucker Nachrichten
20.05.1926
Diebstahl in der Sakristei der Pfarrkirche von Sterzing
Es wird uns geschrieben: Schon seit einiger Zeit wurden in der Sakristei mehrere alte Meßgefäße (Kännchen) vermißt. Der Verdacht lenkte sich auf den 16jährigen Knaben O. J. aus Sterzing, der, entsprechend ins Verhör genommen, eingestand, die Kannen auf Verlangen und Überreden des Alois Fauster aus Sterzing entwendet und an letzteren um 12 Lire verkauft zu haben. Gegen den Knaben wurde die Strafanzeige wegen Kirchendiebstahles, gegen Fauster wegen Hehlerei und Verleitung zum Diebstahl erstattet.
Innsbrucker Nachrichten
02.05.1926
Heitere Ecke

Vierzeiliger Schüttelreim: Das Auto fuhr in Goßensaß Durch eine wahre Soßengaß, So daß die ganze Gassensoß Sich über die Insassen goß.
Hunderassen: „Schönen Hund haben Sie da! Ist es ein Rattenfänger oder ein Affenpintscher?“ – „Ja, Ratten fängt er, aber ob er auch Affen pinscht, das weiß ich nicht.“
Der Kenner: „Verstehen Sie etwas von Musik?“ – „’n bißchen schon!“ – „Was war denn das, was gerade gespielt wurde?“ – „Klavier, Fräulein!“
Erlafthal-Bote
Brenner um 1932


