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ERKER 04 2026

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Erker

Gesellschaft I Unsere 100-Jährigen Sport I Eisbären verjagen Wildpferde

Jeden Monat Lesefreude

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Fragen, die drängen sich nicht im Trubel des Alltags auf. Sie kommen leise. Abends, wenn es still wird. „Was wird aus meinem Kind, wenn ich nicht mehr da bin?“ Für viele Eltern von Menschen mit Beeinträchtigung ist diese Sorge kein flüchtiger Gedanke, sondern eine ständige Begleiterin. In Südtirol hat diese Sorge einen Namen und eine Struktur bekommen: die Stiftung „nach uns.dopo di noi“. Sie ist aus einer Initiative von Eltern, Betroffenen, Fachleuten und engagierten Körperschaften entstanden, die der Wille vereint, das „Danach“ nicht dem Zufall zu überlassen.

Was diese Stiftung besonders macht, ist ihr Blick auf den Menschen. Sie bietet keine Standardlösungen, keine vorgefertigten Modelle. Stattdessen steht das individuelle „Lebensprojekt“ im Zentrum. Gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Familien wird festgehalten, wie ein gutes Leben aussehen soll: Wo möchte jemand wohnen? Mit wem? Welche Unterstützung braucht es und wo ist mehr Selbstständigkeit möglich? Dieser Ansatz verändert den Blickwinkel. Es geht nicht nur um Absicherung für einen späteren Zeitpunkt, sondern um konkrete Schritte im Hier und Jetzt. Selbstbestimmung beginnt nämlich nicht erst, wenn Eltern nicht mehr da sind. Sie beginnt, wenn Menschen mit Beeinträchtigung aktiv in Entscheidungen einbezogen werden, in kleinen, alltäglichen Dingen ebenso wie in großen Lebensfragen.

Doch so wichtig organisatorische und rechtliche Regelungen sind – mindestens ebenso zentral ist ein emotionaler Prozess: das Loslassen. Eltern wissen, was ihr Kind braucht, sie kennen Gewohnheiten, Eigenheiten, Unsicherheiten. Dieses Wissen weiterzugeben und Verantwortung zu teilen, verlangt Vertrauen. Genau hier setzt die Stiftung an. Sie versteht sich als geschützter Raum, in dem Sorgen ausgesprochen werden dürfen, ohne bewertet zu werden. Auch Fragen zu Erbrecht, Vermögen oder gesetzlicher Vertretung werden nicht verdrängt, sondern strukturiert angegangen. Die Stiftung arbeitet mit Fachleuten zusammen, um individuelle und rechtssichere Lösungen zu entwickeln. Das schafft Klarheit und entlastet. Denn am Ende geht es um mehr als Organisation. Es geht um Würde, um Lebensqualität und um das Recht, auch morgen so leben zu dürfen, wie man es sich heute wünscht.

Eine Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit ihren verletzlichsten Mitgliedern umgeht. Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ ist ein starkes Signal: für Inklusion, für Selbstbestimmung und für die Gewissheit, dass Fürsorge mit dem Tod nicht endet, sondern weiterlebt.

- Redakteurin -

Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454

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Der Erker

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Mitarbeiter dieser Nummer: Heinrich Aukenthaler, Lorenz Grasl, Nadia Sorg, Karl-Heinz Sparber, Stefan Troyer, Caterina Fantoni (cf), Chiara Martorelli (cm), Dario Massimo (dm)

Titelseite: Erker/ pexels

Druck: Tezzele by Esperia, Bozen

Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro.

Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

Bettenstopp

20 Sterzing: Kontroverse Debatte im Gemeinderat

Wirtschaft

19 Rosskopf: Durchführungsplan für Hotelprojekt geändert

28 Interview: „Menschliche Verbindung kommt nie aus der Mode“

48 Landwirtschaft: „Digitalisierung als Chance“

Gesellschaft & Umwelt

34 Titelgeschichte: Wenn Fürsorge weiterlebt

38 Betreutes Wohnen: Zwischenlösung mit Perspektive

44 Wipptal: Unsere vier Hundertjährigen

Extra

Euromediterranea: Langer-Preis vergeben

Historische Bauwerke: Das Wildbad Möders

60 Umbau: Neue Mittelschule eingeweiht

Pagine italiane

71 Tariffe comunali della Wipptal a confronto

72 Riorganizzazione polizia municipale

76 Nuoto: successi e record della Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing

76 Broncos Junior

Sport

78 Eishockey: Frühes Saison-Aus für die Broncos

79 Biathlon: WM-Gold für Andreas Braunhofer

81 Para Ice Hockey: Platz 5 für Nils Larch

88 Rund um Haus & Garten

Rubriken

3 Impressum

5 Leserbriefe

10 Aufgeblättert ...

37 Aus der Seelsorgeeinheit

40 Laut §

52 Jugendseite Whats Upp?!

54 Kinderseite

83 Sportpsychologie

102 Sportmedizin

104 Veranstaltungen

105 Leute

106 Jahrestage

112 Unterhaltung

114 Kleinanzeiger

118 Sumserin

118 Gemeinden

119 Vor 100 Jahren

Umfahrung Mauls

Erker 03/2026

Warum werden in unserer Zeit immer noch landwirtschaftlich genutzte Flächen verbaut – und das für ein Projekt, von dem nur wenige Personen profitieren? Gleichzeitig wird von der Politik betont, wie wichtig der Schutz unserer Landschaft und der sparsame Umgang mit Grund und Boden sind. Auch auf europäischer Ebene wird das weitere Versiegeln von Flächen kritisch gesehen. Umso wiedersprüchlicher wirkt es, wenn solche Grundsätze plötzlich keine Rolle mehr spielen.

Bei der geplanten Umfahrung von Mauls entsteht der Eindruck, dass sie vor allem deshalb umgesetzt werden soll, weil im Zusammenhang mit dem BBT finanzielle Mittel zur verfügung stehen.

Seit kurzem gilt ein Durchfahrtsverbot für LKW über 12 m. Dadurch wurde der Schwerverkehr bereits deutlich reduziert. Maßnahmen wie diese zeigen beispielhaft, wie sich der Verkehr in Mauls mit deutlich gerin-

Wirgeben 1h em Leben Raum.

Di o azio I Vostra rjt~.

Schreiben Sie uns! info@dererker.it oder bringen Sie den Leserbrief zu Bürozeiten in der Redaktion vorbei.

Scriveteci a info@dererker.it o consegnate una lettera in redazione durante l'orario d'ufficio.

gerem Aufwand entschärfen lässt. Lösungen wie diese sind kostengünstiger, erhalten wertvolle Flächen und tragen zu einem verantwortungsvol len Umgang mit unserer Landschaft bei.

Gerade deshalb sollte man sich die Frage stellen: Brauchen wir neue Straßen oder wäre manchmal etwas mehr Hausverstand der bessere Ansatz?

Michael Ralser, Mauls

Wenn treue Begleiter qualvoll sterben

Mit großer Bestürzung und Wut haben wir erfahren, dass in unserem Dorf offenbar Hunde vergiftet werden. Für viele Menschen sind Hunde nicht einfach nur Haustiere –sie sind Familienmitglieder, treue Begleiter und oft ein wichtiger Teil des Alltags. Wer Gift auslegt, nimmt nicht nur den Tod eines unschuldi gen Tieres in Kauf, sondern verursacht auch unermessliches Leid bei den Besitzern. Der Gedanke, dass jemand bewusst Fallen auslegt, die ein Tier qualvoll sterben las sen können, ist erschreckend. Hundehalter leben nun bei jedem Spaziergang in Angst: Wird mein Hund etwas aufnehmen? Kommt er gesund nach Hause? Dieses Gefühl der Unsicherheit vergiftet auch das Zusammenleben im Dorf. Wir appellieren deshalb

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an alle Mitbürger: Wer etwas Verdächtiges bemerkt, sollte nicht wegsehen, sondern handeln und die zuständigen Behörden informieren. Gleichzeitig braucht es mehr Aufmerksamkeit und Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft, damit solche grausamen Taten aufhören. Gossensaß sollte ein Ort sein, an dem Mensch und Tier sicher leben können, nicht ein Ort, an dem Tiere heimlich vergiftet werden. In der Moosgasse, insbesondere oberhalb der Militärkaserne sowie auch beim ersten Teil vom Kreuzweg, wurden Giftköder für Hunde gefunden. Passt bitte auf, wenn Ihr mit den Kindern spazieren geht! Im Kindergarten haben wir es bereits mitgeteilt, die Carabinieri wurden auch informiert.  Was uns noch auf dem Herzen liegt: Innerhalb und außerhalb eines Ortes sollte jeder Hundebesitzer die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners mitnehmen. Das zeugt von Anstand und Respekt gegenüber Natur und Gemeinschaft. Besonders in Feldern kann der Kot von Hunden schwere Folgen haben: Parasiten können Kühe infizieren und zu Totgeburten führen. Liegengebliebene Hundekotbeutel am Wegrand erzeugen berechtigten Unmut – auch bei Hundebesitzern, die sich an die Regeln halten. Zudem sollten an stark frequentierten Wegen und Plätzen gut erreichbare Entsorgungskübel angebracht

werden. Dann würden sich noch mehr Hundebesitzer rücksichtsvoll verhalten.

Tierfreunde Gossensaß

Schloss Moos!

Schloss Moos, das ist ein Altenheim, wo im Alter man kann sein!

Und dem dort’gen Personal sind die Menschen nicht egal. Ob gebrechlich oder flott,  niemals ist hier Alltagstrott!

Die Angestellten leisten viel,  haben nur das Wohl zum Ziel,  dass die Bewohner bis zum Schluss,  würdig leben, ohne „Muss“. Der Ansitz wurde renoviert,  ein Neubau jetzt auch existiert. Manche Menschen haben Glück, zu gehen dort ihr „letztes Stück“.

Auch wenn das Loslassen ist schwer,  nicht viele finden bis hierher. Und es ist das „gute Sein“, warum man fühlt sich wie daheim!  Und geht man dann vom „irdisch Leben“, geht man sacht mit Gottes Segen.

Wer die Seele von Schloss Moos hat gekannt,  weiß, dass Nörglereien sind irrelevant!

Marion Auer, Wiesen

Freiheit

Weshalb so viele Menschen sterben Freiheit – welch ein schönes Wort wir werden ohne dich verderben Freiheit warum gingst du fort?

Die Angst vor wilden Horden –Freiheit hat dich wohl vertrieben?

Zu Recht, sie rauben und morden Freiheit – uns ist nichts geblieben!

Müssen wir auch alles geben Freiheit – das ist uns egal! Schande ohne dich zu leben Freiheit sei uns ein Fanal!

Bittend knien wir uns nieder Freiheit komm zu uns zurück! Gib uns unsere Ehre wieder Freiheit – gönne uns das Glück!

Maria Schumann

ERGEBNIS MÄRZ

Sind Sie für ein Social-Media-Verbot unter 16 Jahren?

DIE APRIL - FRAGE

Sollte Sterzing Alexander Langer posthum die Ehrenbürgerschaft verleihen?

Stimmen Sie ab auf www.dererker.it!

FUGGERROPPE

Umbau der Dreifachturnhalle

In den kommenden drei Jahren stellt das Land Südtirol knapp 600 Millionen Euro für das Hochbauprogramm zur Verfügung.

Zu einem der größten Bauvorhaben zählt dabei mit 12,3 Millionen Euro die Sanierung und Umgestaltung der Dreifachturnhalle in Sterzing. Baubeginn ist 2028. Mit vier Mil-

lionen Euro ist der ebenfalls für 2028 vorgesehene Neu- und Umbau des psychiatrischen Wohnheims in Sterzing veranschlagt. Noch in diesem Jahr soll in der Gemeinde Franzensfeste die Steinschlaggefahr entlang der Staatsstraße entschärft werden. Kostenpunkt: 2,4 Millionen Euro.

BBT: 2032 in Betrieb?

Der Bau des Brenner Basistunnels, größtes Infrastrukturprojekt Europas und Herzstück der Nord-Süd-Schienenverbindung durch die Alpen, schreitet voran: Bis zur Fertigstellung der beiden Haupttunnelröhren – voraussichtlich innerhalb 2026 – sind maschinell und bergmännisch nur noch wenige Kilometer vorzutreiben. Parallel dazu läuft die Innenauskleidung der Tunnelschale sowie die Planung der Bahntechnik: Gleise, Stromschiene, Leit- und Sicherungstechnik, Energieversorgung und Kommunikations- und Steuerungssysteme. „Als grenzüberschreitendes Eisenbahnprojekt mit

unterschiedlichen nationalen und europäischen Vorschriften sind Abstimmungen sehr komplex“, so Julia Gruber, Leiterin der Kommunikation in der BBT-Gesellschaft auf Nachfrage des Erker. Geprüft werden Lösungen für eine maximale Verfügbarkeit des BBT in der Betriebsphase. Derzeit werden alle Entwicklungen und Optimierungen im Bereich der Bahntechnik neu bewertet. Der BBT soll 2032 in Betrieb gehen. Zu einer möglichen Verzögerung der Fertigstellung äußert sich Gruber nicht: „Wir prüfen derzeit alle optimierten Projektlösungen.“

Sterzing

WIPPTAL-CHRONIK

MÄRZ 2026

Innerratschings

Schwer verletzt

Am 21. März kommt auf der Landesstraße in Innerratschings (Höhe Quellenhof) ein PKW von der Fahrbahn ab und überschlägt sich. Eine Person wird dabei schwer verletzt, zwei weitere erleiden leichte Verletzungen.

Gossensaß Versuchter Einbruch

Am 16. März schlägt ein Mann das Fenster einer Wohnung in Gossensaß ein und versucht einzudringen. Als er von Schreien der Eigentümerin unterbrochen wird, flieht er zu Fuß über den Radweg. Die Carabinieri sichern umgehend Videoaufnahmen und kontrollieren Bahnhöfe und Staatsstraße. Der Mann

Brenner Frontalzusammenstoß im Grenztunnel

Sterzing Motorradfahrer

in Acker geschleudert

Am 7. März kommt ein Motorradfahrer nördlich von Sterzing ohne Fremdeinwirkung zu Sturz und wird in den angrenzenden Acker geschleudert. Der Verletzte wird vom Weißen Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Die Wehrleute der FF Sterzing räumen anschließend die Fahrbahn. Die Carabinieri nehmen die Ermittlungen zum Unfallhergang auf.

Sterzing Wegen aufdringlichen Bettelns angezeigt

Am 14. März treffen die Carabinieri beim Eurospar auf einen 66-jährigen rumänischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz, der Kunden wiederholt und aufdringlich um Geld bittet und Unwohlsein vortäuscht. Bei der Kontrolle leistet der Mann Widerstand. Nach medizinischer Abklärung ohne Befund setzen die Beamten die Maßnahmen fort. Sie finden rund 4.300 Euro Bargeld sowie ein Taschenmesser. Geld und Messer werden beschlagnahmt. Der Mann wird wegen aufdringlichen Bettelns, unerlaubten Führens einer Waffe und Geldwäsche angezeigt. Weitere Ermittlungen laufen.

Am 9. März kommt es im Grenztunnel der A22 am Brenner zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem PKW und einem LKW. Verletzt wird niemand. An den Fahrzeugen entsteht erheblicher Sachschaden. Die Südspur der Brennerautobahn wird zeitweise gesperrt, es kommt zu massivem Rückstau. Im Einsatz stehen die FF Sterzing und Gossensaß, die Autobahnmeisterei, die Autobahnpolizei, die Polizei Tirol, der Abschleppdienst und das Weiße Kreuz.

Franzensfeste Baseballschläger sichergestellt

Anfang März kontrollieren die Carabinieri bei einer Verkehrskontrolle einen 33-jährigen ausländischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Franzensfeste. Das Verhalten des Mannes veranlasst die Beamten zu einer genaueren Überprüfung des Fahrzeugs. Bei der Durchsuchung entdecken sie unter den Matten im Kofferraum einen 55 cm langen Baseballschläger. Da der Mann keine plausible Erklärung für den Besitz und den Transport dieses Gegenstands geben kann, wird der Schläger sichergestellt. Gegen den Mann wird wegen unerlaubten Führens von Gegenständen, die als Waffen verwendet werden können, Anzeige erstattet.

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Ridnaun trägt Trauer

Eine verheerende Lawine hat am 21. März in Ridnaun drei Menschenleben gefordert und einen der größten Rettungseinsätze des Landes ausgelöst. Gegen 11.40 Uhr löste sich von der Rudererspitze (2.486 m) ein etwa 800 m langes und 150 m breites Schneebrett. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich rund 30 Skitourengeher im Gebiet auf.

Sechs Personen wurden von den Schneemassen bis zu einer Tiefe von 1,90 m komplett verschüttet. Trotz sofort eingeleiteter Kameradenrettung und eines groß angelegten Einsatzes zahlreicher Rettungskräfte kam für zwei Männer jede Hilfe zu spät: Der 62-jährige Bergführer Martin Parigger aus Ridnaun sowie der 56-jährige aus Ridnaun stammende und in Wien lebende Alexander Frötscher verstarben noch am Unglücksort. Eine weitere Wintersportlerin, die 26-jährige Laura Santino aus der Provinz Brescia, erlag tags darauf in der Universitätsklinik Innsbruck ihren schweren Verletzungen.  Die 26-jährige Laura Santino aus der Provinz Brescia erlag tags darauf in der Universitätsklinik Innsbruck ihren schweren

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Verletzungen. Mit dem 44-jäh rigen Norbert Brandter aus dem Pinzgau war am 25. März ein viertes Todesopfer zu be klagen.

Der Rettungseinsatz gestaltete sich äußerst komplex, da sich zahlreiche Personen im Ge lände befanden und mehrere Einsatzorganisationen koordi niert werden mussten. Rund 50 Bergretter des BRD RidnaunRatschings, Sterzing und Gos sensaß/Pflersch, des CNSAS Sterzing und der Bergrettung der Finanzwache Sterzing, dar unter sechs Hundeführer, stan den im Einsatz, zudem sechs Hubschrauber. Im Tal wurden die Rettungsmaßnahmen vom Weißen Kreuz Sterzing und von der Freiwilligen Feuerwehr Rid naun unterstützt.

Die Bedingungen am Berg gal ten trotz Gefahrenstufe zwei als gut, mit für die Jahreszeit un gewöhnlich niedrigen Tempe raturen. Alle Beteiligten waren mit LVS-Geräten ausgestattet. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Lawinenabgangs wurden aufgenommen.

In Ridnaun und weit darüber hi naus herrscht große Betroffen heit über das tragische Ereignis.

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Laura Santino (†)
Martin Parigger (†)
Alexander Frötscher (†)
Norbert Brandtner (†)

vor 30 Jahren im Erker

04/1996

Seit vier Jahren ist die Psaro-Kaserne in Wiesen Zufluchtsort für Flüchtlinge aus Bosnien. 86 Menschen zählt die Flüchtlingsgemeinschaft, mehr als die Hälfte davon Frauen.

Raus aus dem Jöchlsthurn

In Sterzing herrscht Bestürzung: Das Bergbaumuseum im Jöchsthurn soll ins Deutschhaus verlegt werden.

Wo der Schuh drückt

Urbanistik-Landesrat Alois Kofler spricht mit dem Erker über die Zukunft der Sadobre, Straßenübernahmen, ungenutzte Liegenschaften, Kasernenareale – und das wenig erbauliche Erscheinungsbild am Brenner.

Bettenstopp aufgehoben

In der Südtiroler Politik ist vieles schon dagewesen: Die Landesregierung hebt den bestehenden Bettenstopp auf und erlässt neue Richtlinien zur Bettenanzahl von Gastbetrieben.

Erstes Wipptaler Jazzfestival

Der Jugend- und Kulturverein Juvenilia veranstaltet das erste Wipptaler Jazzfestival. Mit dabei: Jazztrain, Naco, das Fabio Zeppetella Quartet und Stargast Kenny Wheeler.

• Baustopp für Mülldeponie Sachsenklemme

• „Ratschings darf nicht ausverkauft werden“

• Verkehrsberuhigung f ür Pardaun

• Schweinepest br eitet sich aus

• Wipptaler Volksläufe hoch im Kurs

SVP-Bezirke rütteln am Wahlgesetz

Die kleinen SVP-Bezirke Wipptal, Unterland und Vinschgau wollen bis Ende des Jahres das Wahlgesetz reformieren. Sie fühlen sich politisch benachteiligt und fordern eine fixe Vertretung im Landtag.

Wegen der geringen Wählerzahl schaffen es die kleinen SVP-Bezirke nicht bzw. nur schwer, ohne Unterstützung von Lobbys einen Mandatar in den Landtag zu entsenden. Um ihre Chancen zu erhöhen, schlagen sie zwei Modelle vor.

Vorschlag 1: Der bestgewählte Kandidat eines jeden Bezirks erhält unabhängig von der Liste einen fixen Sitz im Landtag. Vorschlag 2: Die elf Mitglieder der Landesregierung sind künftig nicht mehr Mitglied des Landtages. Dadurch rücken elf Abgeordnete in den Landtag nach, wovon alle Parteien profitieren können.

Möglich wäre auch eine parteiinterne Lösung: Für mehr Sichtbarkeit werden Bezirksvertreter auf der Liste an erster Stelle gereiht. Ohne Lösung, so die Initiatoren, werden kleine Bezirke politi-

sches Gewicht und Mitglieder verlieren und früher oder später wegbrechen.

SVP-Bezirksobmann Sebastian Helfer hat sich auf einer der letzten Parteileitungssitzungen dafür stark gemacht, eines dieser Modelle voranzutreiben. SVPParteisekretär Harald Stauder soll nun mit allen Landtagsfraktionen Gespräche führen. Die Wahlreform muss zunächst von den SVP-Bezirken und anschließend von der Landesversammlung genehmigt werden. Im Wipptal waren bei den letzten Landtagswahlen im Vorjahr 14.833 Bürger wahlberechtigt, 73,8 Prozent von ihnen schritten zu den Urnen. Im Landtag waren die Wipptaler 2018 zum letzten Mal vertreten. Peter Faistnauer (Team K), ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Freienfeld, wurde mit 3.002 Stimmen in den Landtag gewählt. 2021 gründete er seine eigene Landtagsfraktion „Perspektiven für Südtirol“. Bei den Landtagswahlen 2023 traten acht Wipptaler Kandidaten an, den Sprung in den Landtag hat allerdings niemand geschafft.

Wipptal sagt Ja

Es ist eine klare Niederlage für die Regierung Meloni: Beim Verfassungsreferendum zur Justizreform stimmten die Italiener im März mehrheitlich gegen die vorgeschlagenen Änderungen: 53,7 Prozent lehnten die Reformab, während nur 46,3 Prozent dafür votierten. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 59 Prozent.

In Südtirol wurde die Reform bei einer weitaus geringeren Wahlbeteiligung – diese lag bei 38,9 Prozent – ebenfalls abgelehnt, allerdings mit einem knapperen Ergebnis von rund 51 Prozent. Anders verhält es sich im Wipp-

tal: Dort waren die Befürworter der Justizreform in der Mehrheit. In Freienfeld stimmten 60,4 Pro-

zent mit Ja, in Franzensfeste 58,6 Prozent, in Ratschings 57,9 Pro-

zent, in Sterzing 52,7 Prozent und in der Gemeinde Brenner 51,5 Prozent. Lediglich in Pfitsch überwog mit 52,8 Prozent das Nein.

Die Wahlbeteiligung war im ganzen Bezirk schwach: Sie lag bei 20,3 Prozent in Ratschings, bei 25,4 Prozent in Freienfeld, bei 29,0 Prozent in Pfitsch, bei 31,5 Prozent in Brenner und bei 34,6 Prozent in Sterzing; mit 44,2 Prozent war sie in Franzensfeste am höchsten. In Sterzing beteiligte sich etwa jeder dritte Bürger am Referendum.

Im Zentrum der Reform stand

eine tiefgreifende Umgestaltung des italienischen Justizsystems. Ziel der Regierung war es unter anderem, die Trennung zwischen Richtern und Staatsanwälten zu stärken sowie die Effizienz und Unabhängigkeit der Justiz zu erhöhen. Kritiker bemängelten jedoch, dass die Reform die Gewaltenteilung schwächen und politischen Einfluss auf die Justiz erleichtern könnte. Diese Bedenken dürften wesentlich zur landesweiten Ablehnung beigetragen haben.

Ja nein

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Erster „Wipptaler Landtag“

Zur Legislatur-Halbzeit trifft sich die Landesregierung mit Bezirkspräsidenten und Bürgermeistern zu Sondersitzungen. Die erste Sitzung fand Ende März in Sterzing statt.

„Es war ein sehr guter Austausch“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. Beim dreistündigen Austausch hörte die Landesregierung vor allem zu. „Wir möchten gemeinsam neue Wege vorbereiten“, so Bezirkspräsident Martin Alber. Zentrale Themen waren Soziales und Bildung. Seniorenwohnheim und Sozialstrukturen sind aufgrund von Personalmangel und Konkurrenz aus dem Ausland und der Privatwirtschaft zu wenig ausgelastet. Das soll sich ändern. Laut Landesrätin Rosmarie Pamer wird auch im Wipptal eine berufsbegleitende und dezentrale Ausbildung der Landesfachschulen für Sozialberufe angestrebt. Parallel laufen Vertragsverhandlungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Mitarbeitende im Pflegebereich. Alber hofft auf die Anerkennung eines spezialisierten Berufsbildes, damit auch Personen von auswärts als Pflegehelfer und Sozialbetreuer arbeiten können.

Das Oberschulzentrum (Sport-

gymnasium) in Sterzing soll mittel- und langfristig gesichert werden. Aus dem Sprachengymnasium entsteht ab Herbst 2027 ein sozialwissenschaftliches Gymnasium. Die Dreifachturnhalle wird erneuert.

Auch die Verkehrssituation im Wipptal soll verbessert werden, u. a. durch das eingeführte LKW-Durchfahrtsverbot, Umfahrungen für Gossensaß und Mauls, barrierefreien Zugang zum Bahnhof Sterzing-Pfitsch, die Umgestaltung der Bushaltestelle mit Radweg-Anbindung und Schaffung von Radabstellboxen. Der Brenner Basistunnel, so Kompatscher, werde auch den Personenverkehr revolutionieren. „Innsbruck wird ein Südtiroler Bahnhof“ – eine Riesenchance mit neuen Pendel- und Arbeitsmöglichkeiten, die es im Bezirk zu nutzen gelte. Diskutiert wurde auch der Zusammenschluss der Skigebiete Roßkopf und Ladurns. „Die Realisierung wäre ein großer Mehrwert – mit allen Problematiken, die damit verbunden sind“, so Alber. Laut Kompatscher sei das Vorhaben derzeit noch nicht Gegenstand politischer Betrachtungen, da vorher mit Landesämtern Voraussetzungen und Grundlagen zu prüfen sind.

© Fabio Brucculeri

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Inside Grönland

Eine Insel stellt sich gegen Trump

Anfang des Jahres bringt US-Präsident Donald Trump Grönland einmal mehr ins Rampenlicht der geopolitischen Bühne. Er will, dass die arktische Insel ein Teil der USA wird. Ein Plan, der nicht nur den Grönländern missfällt, sondern auch für viel internationalen Gegenwind sorgt. Für meine Kollegin Aleksandra Tulej und mich geht es deswegen im Jänner nach Grönland, um von dort für die WZ/Wiener Zeitung zu berichten.

I Simon Plank

Zwei Tage später als geplant (das einzige große Flugzeug von Air Greenland war kaputt) kommen wir am 17. Jänner am Flughafen in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, an. Gerade rechtzeitig, um

Übernahmepläne des US-Präsidenten Donald Trump auf die Straßen. Der Protest soll als der größte jemals in die Geschichte der Insel eingehen.

Schon mehrfach hat der US-Präsident öffentlich mit der Idee gespielt, Grönland zu einem Teil der Vereinigten Staaten zu machen, Anfang 2026 wurde sie wieder konkreter. Die vielen Rohstoffe, die noch unberührt unter dem Eis liegen, sind für die amerikanische Wirtschaft besonders spannend. Es handelt sich vor allem um seltene Erden, Uran, Eisen und andere Mineralien, öffentlich spricht Trump aber vor allem über das Thema Sicherheit: Die Lage der Insel sei strategisch besonders gut geeignet, um sich gegen eventuelle Angriffe von Russland und China zu verteidigen.

„Greenland is not for sale“ „Das ist einfach nur lächerlich. Donald Trump argumentiert mit nationaler Sicherheit. Wir sind Teil der NATO, er kann so viele Stützpunkte hier bauen, wie er will, aber er soll uns in Ruhe lassen. Für kein Geld der Welt werden wir Teil der USA“, meint ein Demoteilnehmer, mit dem wir sprechen. „Er hat nicht so viel Macht in der Welt, er kann uns nicht einfach kaufen“, meint eine junge Frau, die ebenfalls bei der Demo mitmarschiert.

Eine Meinung, die fast alle Grönländer teilen. Nur sechs Prozent ollen laut einer repräsentativen Umfrage ein Teil der USA werden wollen. Mit jemandem, der diese Meinung auch öffentlich vertritt, konnten wir nicht sprechen. Abseits der Demo ist es für uns schwer, mit den Menschen ins Gespräch über die Lage zu kommen, sie sind medienmüde. Auf

die knapp 20.000 Einwohner in Nuuk kommen geschätzte 40 bis 50 Nachrichtenteams.

Mentale Gesundheit

Bis zu fünf Interviews am Tag gibt auch Avaaraq Olsen, die Bürgermeisterin Nuuks. Sie erzählt uns, dass es in Nuuk immer mehr Personen gibt, die mit dem Gedanken spielen, das Land zu verlassen; einige wenige sollen auch schon damit begonnen haben, ihre Häuser zu verkaufen. Olsen wünscht sich eine schnelle Rückkehr zur Normalität, „denn das ist gerade eine sehr schwere Zeit für uns alle und beansprucht vor allem unsere mentale Gesundheit stark“.

Die Gesellschaft in Grönland steht ohnehin schon seit Jahren vor großen sozialen Herausforderungen. Viele Gemeinden sind isoliert, Arbeitslosigkeit ist weit verbreitet und Perspektivlosigkeit belastet besonders junge Menschen. Das alles führt zu Alkoholmissbrauch, Gewalt in Familien und einer hohen Suizidrate. Folgen, die auch auf die koloniale Vergangenheit der Insel zurückzuführen sind: Bevor Grönland ein autonomes Gebiet des Königreichs wurde, wurde es von Dänemark politisch und wirtschaftlich kontrolliert – die einheimische Bevölkerung hatte nur wenig Mitbestimmungsrecht. Die Inuit-Kultur wurde systematisch zurückgedrängt, gleichzeitig wurde versucht, die grönländische Gesellschaft wirtschaftlich an westliche Industriestaaten anzugleichen. Diese Anpassung funktionierte jedoch nur eingeschränkt, da die geografischen, klimatischen und sozialen Bedingungen in Grönland grundlegend anders sind als in dicht besiedelten Regionen.

Der Wunsch nach Unabhängigkeit

Einer der vielen Gründe, wieso sich der Großteil der Bevölkerung Grönlands eigentlich komplette Unabhängigkeit von Dänemark wünscht. Ein Wunsch, der so schnell aber wohl nicht in Erfüllung gehen wird, denn Finanzhilfen Dänemarks machen weiterhin knapp die Hälfte des grönländischen Staatshaushalts aus. Ein Großteil der Wirtschaft stützt sich auf die Fischerei. Hunderte Fischerboote, die täglich in See stechen, beobachten wir im Hafen Nuuks.

Die natürlichen Rohstoffe, die vorhin erwähnten seltenen Erden, Uran, Eisen und andere Mineralien, die es Trump und vielen Unternehmern aus den USA angetan haben, werden bisher nur sehr begrenzt abgebaut. Denn ihre Erschließung ist in der Praxis äußerst schwierig, was vor allem

Zur Person

Simon Plank stammt aus Sterzing, mittlerweile lebt und arbeitet er in Wien. Bei einem Praktikum bei Südtirol 1 entdeckte er seine Leidenschaft für den Journalismus und entschied sich nach der Matura am Sprachengymnasium in Sterzing für ein entsprechendes Studium in Wien. Bereits während des Studiums sammelte er umfangreiche Medienerfahrung, u. a. als Redakteur bei ORF 3 und Moderator bei Hitradio Ö3. Von 2023 bis 2026 war er als Redakteur bei der WZ/Wiener Zeitung tätig, wo er vor allem SocialMedia-Videos und YouTube-Dokumentationen produziert hat. Seit Anfang April ist er Teil des Social-Media-Teams der Zeit im

des ORF.

an den extremen klimatischen Bedingungen, dem dauerhaften Eis, der abgelegenen Lage sowie dem Mangel an Infrastruktur liegt. Bergbauprojekte wären teuer, technisch aufwendig und wirtschaftlich oft unsicher, da Transport, Energieversorgung und Arbeitskräfte nur mit großem Aufwand bereitgestellt werden können.

Angst um Forschung

Wegen des besonderen Klimas wird in Grönland viel Forschung betrieben, besonders zum Klimawandel, und auch Flora und Fauna locken viele Wissenschaftler an.

Biologe Mikkel Sinding erklärt, dass er diese Forschungsmöglichkeiten im Falle einer Übernahme der Vereinigten Staaten in Gefahr sehe: „Man sieht ja auch in den USA, dass Donald Trump nicht wirklich an Naturwissenschaften interessiert ist – dort werden immer mehr Gelder gekürzt.“ Eine Übernahme wäre seiner Meinung nach ein Desaster auch für die Forschung.

Jenseits dieser Debatten zeigt sich Grönland für uns vor allem im Alltag vor Ort. Der Tagesrhythmus ist stark von Wetter und Licht bestimmt: In dieser Jahreszeit gibt es nur wenige Son-

nenstunden, das Tageslicht ist oft von Wolken gedämpft, was auch unseren Alltag spürbar beeinflusst. Vor Sonnenaufgang gegen 11.00 Uhr geht es für uns nur selten aus dem Haus. Wir erleben sowohl einen starken Schneesturm als auch mehrere Tage mit wunderschönem Wetter und beeindruckenden Sonnenuntergängen. Entgegen vieler Erwartungen ist es aber nie extrem kalt, mit Skihose und Skiunterwäsche lässt es sich sehr gut aushalten. Nur die Nordlichter bleiben uns verwehrt: Obwohl sie in dieser Zeit grundsätzlich fast täglich sichtbar sind, ist es nachts meist bewölkt, so-

dass wir dieses Naturphänomen nicht beobachten können.

Der Status Quo Noch während unseres Aufenthalts nimmt Donald Trump seine früheren Drohungen, Grönland wenn nötig auch gewaltsam zu übernehmen, zurück. Gleichzeitig heißt es, dass man sich auf einen „Rahmen für einen zukünftigen Deal“ geeinigt habe. Details dazu gibt es bislang (Stand: 25. März) keine, auch in seiner Rede zur Lage der Nation spricht Trump das Thema nicht mehr an. Die dänische Regierung lehnt eine Übernahme der Insel durch die USA weiterhin ausdrücklich ab. Für die Grönländer ist inzwischen wieder eine Art Alltag zurückgekehrt. Die internationale Aufmerksamkeit hat sich von der Insel gelöst, Medienvertreter sind abgereist und auch die Angst der Menschen hat sich gelegt.

Aufgeweichter Bettenstopp

Das Pfitscher Hochtal: strukturschwach und abwanderungsgefährdet

Die Südtiroler Tourismuspolitik steht einmal mehr im Zentrum einer intensiven Debatte. Hintergrund ist eine Liste mit 56 Gemeinden, die als strukturschwach oder abwanderungsgefährdet gelten und gleichzeitig weniger als 500.000 Nächtigungen pro Jahr aufweisen. Diese Gemeinden sollen künftig selbst entscheiden können, ob sie bestehende Tourismuszonen verlängern, die im Herbst auslaufen. Kritiker sehen darin eine deutliche Aufweichung des ursprünglich geplanten Bettenstopps.

Politisch sorgt das Thema seit Monaten für Spannungen. Besonders sichtbar wird dies im Hickhack zwischen dem ehema-

er, unter dessen Amtszeit der Bettenstopp eingeführt wurde, und seinem Nachfolger Luis Walcher. Während Schuler immer wieder betont, dass klare Begrenzungen notwendig seien, um ein unkontrolliertes Wachstum zu verhindern, setzt Walcher stärker auf Spielräume für strukturschwache Gemeinden. Kritiker werfen der Landesregierung vor, damit ein zentrales Instrument der Tourismussteuerung schrittweise auszuhöhlen. Noch vor wenigen Wochen hatte SVP-Obmann Dieter Steger von maximal 25 Gemeinden gesprochen, die vom Bettenstopp ausgenommen werden könnten. Im Wipptal betrifft die Diskussion mehrere Gemeinden. Als

derungsgefährdet gelten dort Brenner, Franzensfeste, Freienfeld, Pfitsch (ohne Wiesen) und Sterzing. Lediglich die Gemeinde Ratschings und die Fraktion Wiesen in der Gemeinde Pfitsch sind nicht betroffen. Ob und in welchem Umfang tatsächlich neue touristische Projekte entstehen, hängt allerdings von Entscheidungen der jeweiligen Gemeinderäte ab.

Bettenstopp als Richtungsentscheidung Für Umwelt- und Alpinorganisationen geht es bei der aktuellen Diskussion um weit mehr als eine technische Detailfrage der Tourismuspolitik. Der Bettenstopp sei eine grundlegende Richtungs-

entscheidung für die Zukunft des Landes, bet matpflegeverband Südtirol, der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Climate Action South Tyrol, Mountain Wilderness, der Alpenverein Südtirol sowie der CAI Alto Adige im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz. Im Anschluss übergaben die Organisationen der Landesregierung mehr als 10.000 Unterschriften. Die Petition wurde vom Heimatpflegeverband und vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz initiiert. Die geprüften Unterschriften stammen fast ausschließlich aus Südtirol und sollen zeigen, dass die Begrenzung der Bettenzahlen für viele Bürger eine zentrale Zukunftsfrage darstellt.

Bettenwachstum trotz Stopp

Dass die Diskussion so intensiv geführt wird, liegt auch an der Entwicklung der vergangenen Jahre. Nach Angaben des Heimatpflegeverbandes ist die Zahl der Gästebetten seit Einführung der Bettenstopp-Verordnung im Jahr 2022 von rund 235.000 auf nahezu 268.000 gestiegen. Von einem klaren Stopp könne daher bislang keine Rede sein. Eine weitere Verlängerung von Tourismuszonen oder zusätzliche Ausnahmen würden das Instrument faktisch entkernen, warnen die Verbände.

Claudia Plaikner, Obfrau des Heimatpflegeverbandes Südtirol, sieht darin eine Entwicklung mit weitreichenden Folgen. Neben Fragen des Klima- und Bodenschutzes verschärfe das quantitative Wachstum des Tourismus zunehmend auch die Wohnungsproblematik. In stark touristisch geprägten Gemeinden steigen Grundstücks- und Mietpreise weiter an, während Wohnraum für Einheimische immer knapper wird.

„Eine Politik, die weiteres Bettenwachstum ermöglicht, ohne die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt mitzudenken, verschärft soziale Spannungen“, so Plaikner.

Klimapolitische Widersprüche Auch klimapolitisch sehen die Organisationen große Widersprüche. Ruth Heidingsfelder von Climate Action South Tyrol verweist etwa auf die Ziele des Klimaplans Südtirol 2040, der eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs, der CO₂-Emissionen und des Personenverkehrs vorsieht. Eine weitere Ausweitung der Bettenkapazitäten stehe diesen Zielen strukturell entgegen. Bereits heute verzeichnet Südtirol rund neun Millionen Gäste-

ankünfte pro Jahr, der Großteil der Gäste reist mit dem eigenen Auto an. Mehr Betten würden zwangsläufig mehr Verkehr, höheren Energieverbrauch und steigende Emissionen bedeuten. Druck in die Debatte hatte bereits im Vorfeld der politischen Entscheidung der Heimatpflegeverband gebracht. Dieser hatte ein sofortiges Moratorium für neue touristische Betten gefordert.

Nach Angaben des Verbandes lag die Zahl der gemeldeten Gästebetten in Südtirol – ohne Zweitwohnungen – bereits im Februar 2025 bei mehr als 260.000. Innerhalb von fünf Jahren seien in Hotellerie und Parahotellerie rund 30.000 Betten hinzugekommen.

Als Gründe nennt Plaikner unter anderem die Vergabe von rund 8.000 sogenannten Vorschussbetten, die Nachmeldung von etwa 17.000 Betten außerhalb bestehender Lizenzen sowie die Umsetzung älterer Hotelprojekte, die noch vor 2020 genehmigt worden waren. Gleichzeitig wachse die touristische Kurzzeitvermietung über Plattformen wie Airbnb stark an, wodurch zusätzlicher Wohnraum dem lokalen Wohnungsmarkt entzogen werde.

Auch der alpine Raum gerät nach Einschätzung mehrerer Organisationen zunehmend unter Druck. Luigi Casanova, Präsident von Mountain Wilderness, warnt davor, dass neue oder erweiterte Tourismuszonen zusätzliche Infrastruktur wie Zufahrtsstraßen oder Parkplätze nach sich ziehen könnten.

Damit steige der Nutzungsdruck auf sensible alpine Landschaften schleichend, aber kontinuierlich. Der Alpenverein Südtirol und der CAI Alto Adige teilen diese Einschätzung. Der alpine Raum

sei kein beliebig erweiterbarer Wirtschaftsraum, sondern ein empfindliches Natur- und Erholungsgebiet mit klaren Belastungsgrenzen.

„Dann ist das keine Ausnahme mehr“ Besonders kritisch sehen die Verbände die geplanten Ausnahmen für sogenannte strukturschwache Gemeinden. Unter den entsprechenden Orten finden sich auch Gemeinden, die in den vergangenen Jahren erhebliche touristische Investitionen verzeichnet haben.

Eine pauschale Ausweitung der Ausnahmeregelung – immerhin gilt rund die Hälfte der Südtiroler Gemeinden als strukturschwach – berge die Gefahr, dass der Bettenstopp faktisch unterlaufen wird.

2022 in Kraft getreten

Entsprechend deutlich fällt die Kritik aus: „Wenn fast jede zweite Gemeinde als Ausnahme gilt, dann ist das keine Ausnahme mehr“, so Plaikner. Die Kriterien seien offenbar so gestaltet worden, dass am Ende genau jene Liste herauskomme, die politisch gewünscht sei.

Wie viele Gemeinden am Ende tatsächlich von der Regelung Gebrauch machen werden, ist noch offen. Einige haben bereits signalisiert, keine Verlängerung der Tourismuszonen anzustreben. Nach Abzug jener Gemeinden, in denen es gar keine entsprechenden Zonen gibt, bleiben rund 37 Gemeinden übrig, in denen eine Entscheidung überhaupt möglich ist.

bar

Der sogenannte „Bettenstopp“ in Südtirol entstand aus der politischen Diskussion über die zunehmende Belastung durch den stark wachsenden Tourismus. In den vergangenen Jahrzehnten waren sowohl die Zahl der Gästebetten als auch die Gästeankünfte kontinuierlich gestiegen. Damit verbunden waren steigender Verkehr, wachsender Flächenverbrauch sowie zunehmender Druck auf Wohnraum und Infrastruktur.

Um diese Entwicklung zu bremsen, beschloss die Südtiroler Landespolitik im Zuge der Umsetzung des Gesetzes „Raum und Landschaft“ sowie des Landestourismuskonzeptes eine Obergrenze für touristische Betten. Ziel war es, das Wachstum der Beherbergungsbetriebe einzudämmen und den Tourismus stärker auf Qualität statt auf Quantität auszurichten.

Die entsprechende Bettenstopp-Verordnung trat im Jahr 2022 in Kraft. Sie sah vor, dass die Gesamtzahl der Gästebetten landesweit begrenzt wird und neue Betten nur mehr in eingeschränktem Umfang genehmigt werden können. Gleichzeitig sollte damit ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Entwicklung des Tourismus geleistet werden.

Der Bettenstopp wurde insbesondere unter dem damaligen Tourismuslandesrat Arnold Schuler ausgearbeitet. Ziel war es, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Bedeutung des Tourismus, Schutz der Landschaft sowie Lebensqualität für die Bevölkerung zu schaffen.

Wipptal

Eine neue Leitner-Anlage mit einem Auftragswert von rund 27 Millionen Euro wird Bozen in nur sechs Minuten mit dem Hochplateau von Jenesien verbinden. Zwei Kabinen mit jeweils 45 Sitzplätzen verkehren im Zehn-Minuten-Takt und erreichen eine Geschwindigkeit von 12 m/s. Die stündliche Förderleistung wird je nach Betriebsmodus zwischen 270 und 350 Personen pro Stunde liegen. Die Fahrzeit beträgt etwas mehr als sechs Minuten. Dank einer leichten Anpassung der Trasse im oberen Abschnitt konnte auf die ursprünglich geplante Mittelstation verzichtet werden. Aus technischer Sicht ist das Projekt ein Meilenstein: Erstmals wird eine Pendelbahn mit einem getriebelosen DirectDrive als Hauptantrieb ausgestattet. Dieser erhöht Verfügbarkeit, senkt Verschleiß, Wartungsaufwand, Energieverbrauch und Lärmemissionen. Ein Rettungssystem mit zwei Notantrieben sorgt für hohe Sicherheit. Die neuen Panoramakabinen verfügen über eine automatisch steuerbare Verdunkelung zum Schutz der Privatsphäre, sind modular nutzbar und auch für Fahrräder geeignet. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.

Große Hotelplayer im Bezirk

Vier Wipptaler Hotels schaffen es ins neue Top-100-Ranking der Hotels Südtirols des Wirtschaftsmagazins Radius (Athesia Druck GmbH) und platzieren sich ganz vorn.

Rang 6 für das Feuerstein Resort am Fuße des

Nach Gesamtleistung führt das „Feuerstein Nature Family Resort“ in Pflersch die Liste an (Rang 6), gefolgt vom „Berghotel Ratschings“ (Rang 18), dem „Er-

großer Player im Bezirk, fehlt beispielsweise im Top-100-Ranking. Aus den Gemeinden Sterzing, Pfitsch und Freienfeld schaffte es kein Hotel ins Ranking. Die Daten

Wipptaler Hotels unter den Top 100

WipptalSüdtirolHotelnameGesamtleistung*WertschöpfungPersonalkosten

16Feuerstein Nature Family Resort20,6*8,46,2

218Berghotel Ratschings 11,5 6,63,1

338Erlebnishotel Gassenhof 8,2 2,52,3

444Hotel Plunhof 7,5 3,51,4

* In Millionen Euro (gerundet)

lebnishotel Gassenhof“ (Rang 38) und dem Hotel „Plunhof“ (Rang 44), beide in Ridnaun.

Bei den genannten Häusern handelt es sich um bilanzierungspflichtige Kapitalgesellschaften; Firmengruppen tauchen im Ranking nicht auf. Das Hotel „Schneeberg“, ebenfalls ein

Die Top-10 im Bezirk

Hotelname OrtGesamtleistung*

1Feuerstein Nature Family ResortPflersch20,6*

2Berghotel Ratschings Ratschings11,5

3Erlebnishotel GassenhofRidnaun8,2

4Hotel Plunhof Ridnaun7,5

5Anett Hotel Gasteig 3,3

6Hotel lamm Sterzing3,2

7Hotel Mondschein Sterzing3,1

8Hotel Engls Park Sterzing2,5

9Hotel Rosskopf Sterzing2,3

10Familienhotel Alpin Pflersch1,7

stammen von der Handelskammer Bozen und beziehen sich auf das Bilanzjahr 2024. Beim Nettovermögen (Eigenkapital), der Differenz zwischen Vermögen und Schulden eines Unternehmens, liegen das Hotel „Plunhof“ mit 16 Millionen Euro auf Rang 35 und das „Berghotel Ratschings“ mit 9,2 Millionen Euro auf Rang 78. Das „Feuerstein Resort“ und der „Gassenhof“ finden sich nicht unter den Top 100. Angeführt wird das Ranking der Südtiroler Hotels vom „Quellenhof Luxury Ressort“ in Passeier mit einer Gesamtleistung von 46 Millionen Euro.

* In Millionen Euro (gerundet)

Tribulaun

Rosskopf

Durchführungsplan für Hotelprojekt geändert

Für das geplante Hotelprojekt am Rosskopf wurde Ende Februar der Durchführungsplan für die Zone für touristische Einrichtungen „Rosskopf Mountain“ geändert. Die Anpassung betrifft ein rund 12.000 m2 großes Areal nahe der Bergstation der Rosskopfseilbahn auf etwa 1.890 m Meereshöhe. Eigentümer der betroffenen Flächen sind die Rosskopf Mountain GmbH und die Neue Rosskopf GmbH. Mit der Änderung werden einzelne technische Details der Planung angepasst, während das grundlegende Ziel – der Bau einer neuen Hotelanlage im Skigebiet – unverändert bleibt.

Das Hotel soll im unmittelbaren Umfeld der bestehenden Aufstiegsanlagen entstehen und den Rosskopf touristisch weiterentwickeln. Die Anlage ist Teil der Strategie, das Gebiet stärker als Ganzjahresdestination zu positionieren. Gäste sollen künftig direkt im Skigebiet bzw. im Wandergebiet urlauben können. Damit würde die touristische Infrastruktur auf dem Berg deutlich ausgebaut. Die aktuelle Änderung des Durchführungsplans fällt auf den ersten Blick relativ klein aus. Laut technischem Bericht betrifft sie vor allem eine Anpassung der Baurechtsfläche sowie die Eintragung einer internen Zufahrtsstraße innerhalb der Zone. Konkret wird eine Elektrokabine, die ursprünglich im Gebäude untergebracht werden sollte, als eigenständige Struktur an den Eingang des Areals verlegt. Diese Änderung erfolgt auf Wunsch des Stromversorgers und macht eine Anpassung der Planunterlagen erforderlich. Gleichzeitig wird die

interne Erschließung der Anlage im Plan genauer festgelegt. Parallel dazu wurde ein Umweltvorbericht erstellt, der mögliche Auswirkungen der Planänderung untersuchen soll. Der Bericht wurde im Februar 2026 vom Brixner Büro Umwelt & GIS ausgearbeitet und bildet die Grundlage für die strategische Umweltprüfung. Diese ist gesetzlich vorgesehen, wenn Änderungen an Raumplanungsinstrumenten vorgenommen werden.

„Keine erheblichen Umweltbelastungen“ Der Umweltbericht kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass die Planänderung keine erheblichen zusätzlichen Umweltbelastungen verursacht. Die meisten möglichen Auswirkungen beschränken sich laut Bericht auf die Bauphase. Während dieser Zeit könne es zu Staubentwicklung, erhöhtem Lärm und zusätzlichen Emissionen durch Baustellenfahrzeuge kommen. Diese Effekte werden jedoch als zeitlich begrenzt und

lokal eingeschränkt bewertet.

Durch Maßnahmen wie Staubbindung oder organisatorische Baustellenplanung könnten sie reduziert werden.

Auch beim Verkehr werden laut Bericht keine größeren langfristigen Veränderungen erwartet.

Zwar kann es während der Bauphase zu zusätzlichen Materialtransporten kommen, doch im späteren Betrieb soll der motorisierte Individualverkehr am Berg gering bleiben. Das touristische Konzept geht davon aus, dass Gäste hauptsächlich mit der Seilbahn anreisen und ihre Fahrzeuge an der Talstation zurücklassen.

Lediglich Liefer- und Servicefahrzeuge werden regelmäßig im Gebiet verkehren.

Die geplante Elektrokabine selbst wird im Umweltbericht ebenfalls als unproblematisch bewertet. Voraussetzung sei allerdings eine fachgerechte Errichtung sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände und Zugangsbeschränkungen. Auch bei der Wasser- und Abwasserinfra-

struktur werden keine kritischen uswirkungen erwartet, sofern das Gebäude ordnungsgemäß an die bestehenden Systeme angeschlossen wird und Regenwasser ontrolliert gesammelt oder gefiltert wird.

onflikte mit touristischer Nutzung Der Bericht weist allerdings auch darauf hin, dass während der Bauphase Konflikte mit der touristischen Nutzung des Gebietes tstehen können. Baustellenverkehr, Materialtransporte und Bauarbeiten könnten zeitweise mit dem intensiven Besucherverkehr im Skigebiet oder im Wandergebiet zusammentreffen. Diese Risiken gelten laut Bericht jedoch als organisatorisch lösbar, etwa durch eine angepasste Baustellenlogistik und eine zeitliche Abstimmung der Arbeiten. Insgesamt bewertet der Umweltvorbericht die Auswirkungen der Planänderung als gering und räumlich begrenzt. Kritische langfristige Effekte werden darin nicht festgestellt.

Mit der Anpassung des Durchführungsplans wird nun ein weiterer Schritt für die Umsetzung des geplanten Hotels am Rosskopf gesetzt. Während die Projektbetreiber in dem Vorhaben einen wichtigen Impuls für die touristische Entwicklung des Berges sehen, dürfte der Ausbau der Infrastruktur weiterhin Fragen zur langfristigen Balance zwischen touristischer Nutzung und sensibler Berglandschaft aufwerfen. bar

Hotel am Rosskopf: Rendering

Kontroverse Debatte im Gemeinderat

Der Gemeinderat von Sterzing hat Ende Februar die technische und wirtschaftliche Machbarkeit eines Parkhauses mit 250 Stellplätzen an der Talstation der Rosskopf-Seilbahn mehrheitlich genehmigt.

Die Machbarkeitsstudie für das geplante Parkhaus neben der Rosskopf-Talstation wurde von Architekt Adriano Zanella ausgearbeitet. Laut Bürgermeister Peter Volgger sind 250 Stellplätze vorgesehen. „Das Grundstück gehört der Gemeinde und die urbanistischen Voraussetzungen sind erfüllt“, so Bürgermeister Peter Volgger. Ein Teil der bestehenden Freiluftparkplätze soll erhalten bleiben. Die geschätzten Kosten liegen derzeit bei rund 5,8 Millionen Euro – Zinsaufwendungen nicht eingerechnet. Volgger stellte eigene Berechnungen zu einer möglichen Finan-

zierung vor. Denkbar sei ein Darlehen mit 25-jähriger Laufzeit. Um dieses ausschließlich über Parkgebühren zu tilgen, brauche es eine Auslastung an 120 Tagen im Jahr. „Der bestehende Parkplatz ist bereits jetzt an über 100 Tagen voll ausgelastet. Mit einer moderaten Tarifanpassung – 1,00 Euro pro Stunde im Freien, 1,50 Euro im Parkhaus statt derzeit 60 Cent – könnte das Darlehen sogar nach rund 20 Jahren abbezahlt sein“, betonte der Bürgermeister.

Für ihn ist klar: „Kein einziger Stellplatz wird verkauft.“ Die Gemeinde soll das Parkhaus selbst betreiben, die neuen Plätze vollständig der Allgemeinheit zur Verfügung stehen – auch mit

Sterzing Arbeiten am Stadtplatz aufgenommen

Blick auf das geplante Hotelprojekt am Rosskopf.

„Wir entscheiden über Millionen“

Die längst schon angekündigten Arbeiten zur Erneuerung des Stiegenaufgangs zur Brücke über den Eisack in Richtung „City Center“ wurden Ende Februar aufgenommen. Der Aufgang zählt zu den wichtigsten Fußgängerverbindungen im Stadtgebiet und wird derzeit umfassend saniert.

Grund für die Bauarbeiten sind deutliche Abnutzungserscheinungen, die sich nach jahrelanger intensiver Nutzung gezeigt haben. Abgenutzte Stufen, brüchige Materialien und altersbedingte Mängel machten aus Sicherheits- und Funktionsgründen eine grundlegende Erneuerung erforderlich. Ziel der Maßnahme ist es, die Stabilität des Aufgangs langfristig zu sichern und die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen.

Im Zuge der Arbeiten werden langlebige und rutschfeste Materialien eingesetzt sowie die Konstruktion insgesamt erneuert. Zudem wird auf eine verbesserte Begehbarkeit geachtet, um den Aufgang künftig möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Juni dauern. Während der Bauphase ist der Stiegenaufgang gesperrt. Entsprechende Umleitungen wurden eingerichtet und sind vor Ort ausgeschildert.

Doch nicht alle Ratsmitglieder wollten diese Zahlen einfach zur Kenntnis nehmen. Eva Frick (SVP) machte etwa deutlich, dass sie den Mehrwert des Parkhauses nicht grundsätzlich bestreite, wohl aber die Art und Weise, wie die Entscheidung vorbereitet wurde. „Der Bürgermeister hat dem Gemeinderat lediglich während der Sitzung einige von ihm selbst berechnete Zahlen vorgetragen. Wir wissen aber nichts über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit des Projektes“, kritisierte sie. Wenn es um Millionen von Steuergeldern gehe, müssten die Unterlagen professionell und vollständig vorliegen – und „nicht nur eine vom Bürgermeister persönlich erstellte Excel-Tabelle“. „Bei einer Gesamtsumme von rund 8,7 Millionen Euro und einer Laufzeit des Darlehens von 20 Jahren bedeutet dies eine monatliche Gesamtbelastung für den Gemeindehaushalt von rund 37.000 Euro“, betonte Frick. Daniel Seidner (SVP) schlug in dieselbe Kerbe: Die SVP spreche

sich grundsätzlich für den Bau eines Parkhauses aus und erkenne darin einen Mehrwert für die ouristische Entwicklung sowie für die Aufwertung des Standortes an der Talstation. Ein solches Infrastrukturprojekt könne die Erreichbarkeit verbessern und langfristig positive Impulse setzen. Aber auch er vermisste einen konkreten Businessplan. „Meine Kritik zielt nicht auf das Projekt an sich, sondern auf die Vorgangsweise: Eine politische Grundsatzentscheidung ohne fundierte, schriftlich ausgearbeitete Wirtschaftlichkeitsanalyse – das ist nicht möglich“, o Seidner. Auch müssten Führungs- und laufende Instandhaltungskosten berücksichtigt werden.

Werner Graus (SVP) ging noch weiter und stellte die Prioritäten der Gemeinde infrage. „Sterzing hat größere Probleme als ein Parkhaus, etwa die Wohnungsnot. Unser Ziel muss es sein, dass junge Menschen und Familien sich in Sterzing wieder Wohnraum leisten können“, so Graus. „Statt Millionen in ein Parkhaus an der Talstation des Rosskopfs zu investieren und über Jahrzehnte hinweg zu binden, sollte die Gemeindeführung aktiv daran arbeiten, das Wohnangebot zu erweitern und die Wohnkosten zu senken.“

„Äpfel und Birnen“ Bürgermeister Volgger wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Es geht in dieser Abstimmung nicht um die Finanzierung des Parkhauses, sondern ausschließlich um die technische und wirtschaftliche Machbarkeit“, so Volgger. Die Kosten dürften den Gemeindehaushalt in keinster Weise belasten; das Projekt müsse sich selber tragen und sogar eine Rendite erwirtschaften.

Den von Graus eingebrachten Vorwurf, die Gemeinde solle lieber in leistbares Wohnen investieren, bezeichnete er als einen „Vergleich von Äpfeln mit Birnen“. „Leistbares

Wohnen hat mit der Errichtung des Parkhauses überhaupt nichts zu tun und gerät dadurch auch nicht ins Hintertreffen“, betonte Volgger.

Ein Antrag von Graus, die Abstimmung zu vertagen und einen externen Experten mit einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnung zu beauftragen, wurde mit elf Gegenstimmen abgeschmettert.

Falsches Signal?

Kritik kam auch aus den eigenen Reihen, als Verena Debiasi (Gemeinsam für Sterzing) eine strategische Grundsatzfrage stellte: Welche Richtung schlägt Sterzing in Sachen Nachhaltigkeit ein? „Zusätzliche Parkplätze und die Förderung des Individualverkehrs sind kein überzeugendes Signal für einen nachhaltigen Tourismus“, so Debiasi. Der Bürgermeister indes argumentierte pragmatisch: Die Parksituation sei im Winter angespannt, die Neue Rosskopf GmbH und auch die Tourismusgenossenschaft hätten großes Interesse am Projekt. Zudem würden durch die bevorstehende Eisackverbauung in der Innsbrucker Straße rund 40 Stellplätze dauerhaft wegfallen. Parallel zur Errichtung des Parkhauses sei die Einführung eines modernen Parkleitsystems geplant, um den „Parksuchverkehr“ in der Innenstadt zu reduzieren. Zudem könnten die rund 15.000 Fahrzeuge, die täglich die Brennerstraße passieren, durch ein attraktives Parkplatzangebot zu einem Zwischenstopp in Sterzing animiert werden. „Wenn der Verkehr schon da ist, dann soll die Stadt zumindest wirtschaftlich davon profitieren“, so Volgger.

Klare Mehrheit

Am Ende der Abstimmung stand ein deutliches Ergebnis: Das Projekt zur technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit wurde mit großer Mehrheit genehmigt; Werner Graus (SVP) stimmte dagegen, Eva Frick und Daniel Seidner (SVP) sowie Verena Debiasi (Gemeinsam für Sterzing) enthielten sich der Stimme.

In Kürze

Stadttheater

Die Führung des Stadttheaters Sterzing wird in Zukunft mittels Ausschreibung in Konzession vergeben. Der Gemeinderat hat sich bei einer Enthaltung von Ciro Coppola (Insieme per Vipiteno) mehrheitlich dafür entschieden. Oberstes Ziel dieser Maßnahme sei die Förderung des Kulturlebens, wie Bürgermeister Peter Volgger betonte. Gleichzeitig würde die Gemeinde rund 50.000 Euro im Jahr einsparen.

Waschbare Windeln

Familien erhalten künftig einen Beitrag für den Ankauf und die Nutzung von waschbaren Windeln. Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich dafür aus.

Aula Magna

Eine Miteigentumsquote an der Aula Magna in Sterzing in Höhe von 15 Prozent wird an die Autonome Provinz Bozen abgetreten. Diese muss sich künftig im selben Ausmaß an den Kosten beteiligen. Damit können auch andere Schulen die Aula nutzen.

Bauleitplan

Der Bauleitplan wurde einstimmig abgeändert. Damit wird eine private Grünfläche in der Gänsbacherstraße (Bp. 409 der K.G. Sterzing) in Mischgebiet umgewandelt.

Haushaltsänderung

Für den Neubau der Feuerwehrhalle in Thuins wurden im Haushalt vier Millionen Euro reserviert. Weitere 200.000 Euro wurden für die technische, finanzielle und rechtliche Prüfung des PPP-Projektes für die neue Eissporthalle in Sterzing vorgesehen.

Pfitsch

Aus dem Gemeinderat

Immobiliensteuer

Ab 2026 gilt in Pfitsch für die Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) ein ordentlicher Steuersatz von 0,76 Prozent für nicht zur Verfügung stehende Wohnungen. Der Freibetrag für Hauptwohnungen samt Zubehör beträgt 518,85 Euro. Steuererleichterungen gibt es für Wohnungen samt Zubehör (0,4 %). Der Steuersatz für zur Verfügung stehende Wohnungen steigt auf 1,06 Prozent.

Tourismuszone in Afens

Der Durchführungsplan für eine Zone für touristische Einrichtungen beim Bacherhof im Weiler Afens ist einstimmig genehmigt worden. Der Beschluss erlaubt dem Eigentümer, die Zone für einen Beherbergungsbetrieb zu nutzen. Sie ist seit rund zehn Jahren im Bauleitplan eingetragen, die Gästebetten sind bereits genehmigt.

Bilanzänderung

Der Gemeinderat hat den Haushalt um rund 120.000 Euro aufgestockt und das Geld für die Sanierung des Abwassernetzes sowie die Neuerrichtung von Gehsteigen zweckgebunden.

Höhere Entschädigung

Mitglieder der Lawinenkommission erhalten seit dem 1. Jänner für ihre Teilnahme an den Sitzungen eine Anwesenheitsentschädigung in Höhe von 40 Euro.

Festhalle Wiesen

Vertagt wurde die Genehmigung der technischen und wirtschaftlichen Durchführbarkeit der außerordentlichen Instandhaltung der Festhalle in Wiesen. Bevor das Projekt dem Gemeinderat vorgelegt wird, werden Ideen geprüft, die Vereine bei einem Treffen vorgebracht haben. rb

Ratschings

Durchführungsplan genehmigt

Der Gemeinder seiner Sitzung Anfang März u. a. den Durchführungsplan für das Hotel „Larchhof“ in Innerratschings. Gutgeheißen wurden auch zwei Grün-Grün-Umwidmungen in Jaufental und Ridnaun.

Der Durchführungsplan für das Hotel „Larchhof“ in Innerratschings als gastgewerblicher Beherbergungsbetrieb im Landwirtschaftsgebiet wurde von den Räten einstimmig gutgeheißen. Das Hotelgebäude soll voraussichtlich 2027 abgerissen und neu aufgebaut werden. 25 zusätzliche Betten wurden bereits genehmigt.

Auf einhellige Zustimmung fielen auch zwei Grün-Grün-Umwidmungen. Die erste Umwidmung, beantragt von Werner Sparber aus Jaufental (Obertal), betrifft vor allem eine Richtigstellung, bei der 15.629 m2 von Wald in bestockte Wiese und Weide umgewandelt werden. 1.290 m2 sowie weitere 443 m2 werden von Wald in Landwirtschaftsgebiet umgewandelt, 270 m2 von Landwirtschaftsgebiet in bestockte Wiese und Weide. Der Gemeinderat schloss sich einstimmig dem positiven Gutachten mit Auflagen der Grün-GrünKommission an.

Ebenfalls einstimmig wurde auf Antrag von Benedikt Haller in Ridnaun eine Um-

Wald in Landwirtschaftsgebiet genehmigt; zudem wurde eine Richtigstellung gutgeheißen, mit der rund 400 m2 Wald als Landwirtschaftsgebiet eingetragen werden. Auch hier folgte der Rat dem positiven Gutachten der Grün-Grün-Kommission samt Auflagen und Ausgleichsmaßnahmen.

Die Genehmigung des Ausführungsprojektes in verwaltungstechnischer Hinsicht für die Erweiterung und energetische Sanierung des Mehrzweckgebäudes in Gasteig wurde auf die nächste Sitzung vertagt, da die Validierung bzw. die Überprüfung der Kosten noch nicht vorliegt.

Mehreinnahmen in Höhe von 51.340 Euro, die u. a. Erschließungsbeiträgen (21.466 Euro) und Grundstücksabtretungen (20.000 Euro) geschuldet sind, werden für technische Spesen für den Ausbau und die Asphaltierung der Zufahrt Bergl und Hiasler in Ridnaun (24.100 Euro), technische Spesen für Anpassungsarbeiten (6.200 Euro), die Instandhaltung der Abwasserleitungen (5.000 Euro) und der Trinkwasserleitungen (3.000 Euro) sowie Möbel und Hardware für die Kindergärten Gasteig, Ridnaun und Mareit (13.040 Euro) vorgesehen.

© Hotel
Larchhof
Das Hotel „Larchhof“ in Innerratschings soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Ratschings

Start der energetischen Sanierung

Mit einem EFRE-Projekt zur energetischen Sanierung der Turn- und Mehrzweckhalle in der Sportzone in Stange möchte die Gemeinde Ratschings den Energieverbrauch des Gebäudes deutlich senken und langfristig Betriebskosten sowie CO₂-Emissionen reduzieren.

Am 25. Februar wurde der Auftrag für die Baumaßnahmen an das Stabile Konsortium Arcfactory mit den ausführenden Firmen Zöggeler Bau GmbH und Nagá GmbH vergeben. Baubeginn war der 9. März. Für das Projekt ist eine Umsetzung innerhalb Herbst 2026 vorgesehen. Daran schließen sich die technischen Abschlussarbeiten an, darunter

Inbetriebnahme, Prüfungen und der hydraulische Abgleich, damit die neue Anlagentechnik effizient und dauerhaft im Regelbetrieb funktioniert. Ermöglicht wird dieses Vorzeigeprojekt durch die Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms „EFRE GREEN“. Rund 80 Prozent der förderfähi-

gen Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro werden über EFRE finanziert, die verbleibenden 20 Prozent trägt die Gemeinde Ratschings. Die Fördermittel erlauben es, sowohl hochwertige bauliche als auch technische Maßnahmen umzusetzen, die langfristig zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Senkung der Betriebskosten und zur Verbesserung des Raumklimas beitragen.

Arbeitsmarkt stark –Geldbeutel angespannt

Die Wirtschaft in Südtirol zeigt sich, unbeschadet des weltpoli tischen Geschehens, weiterhin stabil . Gleichzeitig berichten viele Arbeitnehmer von finan ziellen Sorgen. Dieses Span nungsfeld zeigen die Ergebnisse des jüngsten Barometers des Arbeitsförderungsinstitut Süd tirol (AFI), das im Jänner veröf fentlicht wurde.

I Lorenz Grasl

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich quantitativ sehr positiv“, so AFI-Direktor Stefan Perini. „Das heißt, es werden noch immer mehr Jobs geschaffen als Jobs verloren gehen. Weniger zufrie den sind wir allerdings mit deren Qualität. Dazu zählen ein guter Arbeitsvertrag, gute Arbeitsbe dingungen und eine faire Bezah lung.“

Zur Person

Stefan Perini, Jahrgang 1972, ist Direktor des Arbeitsförderungsinstitut Südtirol (AFI) in Bozen. Der gebürtige Sterzinger wuchs im Raum Klausen auf und studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Trient. Nach Stationen u. a. beim Landesinstitut für Statistik ASTAT sowie beim WIFO der Handelskammer Bozen leitet er seit 2012 das AFI. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Einkommen, Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung.

Tatsächlich setzt sich das Wachstum am Arbeitsmarkt in Südtirol fort. Die Zahl der Arbeitsplätze steigt, die Arbeitslosenrate liegt unter drei Prozent. Auch die subjektive Einschätzung vieler Arbeitnehmer bestätigt dieses Bild: Laut AFI-Barometer gilt der eigene Arbeitsplatz als relativ sicher und viele gehen davon aus, im Bedarfsfall relativ leicht eine neue Stelle finden zu können. Doch hinter diesen positiven Zahlen steckt eine differenziertere Realität. Ein wichtiger Punkt ist die Art der Beschäftigung: Rund drei von zehn Arbeitsverhältnissen sind derzeit befristet. Besonders stark verbreitet sind

solche Verträge im Gastgewerbe und in der Landwirtschaft, wo ein großer Teil der Beschäftigung von saisonalen Tätigkeiten abhängt, aber auch im öffentlichen Dienst. „Im Gastgewerbe haben zwei von drei Beschäftigten einen befristeten Vertrag“, so Perini. Viele arbeiten nur während der Tourismussaison. Das wiederum mindert die generelle Qualität der Arbeitsverträge. Anders sieht es in der Industrie aus. Dort sind laut AFI über 90 Prozent der Beschäftigten fest angestellt, was den höchsten Wert unter den großen Wirtschaftssektoren darstellt. Dieser Bereich bietet damit vergleichsweise stabile

Arbeitsverhältnisse. Schleichende Veränderungen sind in der Struktur der Beschäftigung zu beobachten. So werden die Belegschaften älter – eine Folge des allgemeinen demografischen Wandels. „Altersgerechtes Arbeiten wird in vielen Unternehmen ein Thema werden“, kündigt Perini an. Teilzeit steht nach wie vor hoch im Kurs. Zudem: Die Frauenbeschäftigung steigt in den letzten Jahren nicht mehr an.

Wunsch nach mehr Flexibilität

Genauer untersucht hat das AFI-Barometer auch die Arbeitszeiten. Im Durchschnitt arbeiten Südtirols Arbeitnehmer rund 40 Stunden pro Woche. Interessant ist jedoch, dass sich viele Beschäftigte eine andere Aufteilung wünschen. Würden sie frei entscheiden können, läge die durchschnittliche Wochenarbeitszeit laut Befragung bei 37 Stunden. Dieser Wert ergibt sich wiederum aus unterschiedlichen Interessen: Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Schnitt rund 44 Stunden pro Woche und würden diese Zeit gerne auf etwa 40 Stunden reduzieren. Teilzeitbeschäftigte hingegen arbeiten durchschnittlich etwa 27 Stunden pro Woche und würden ihre Arbeitszeit leicht erhöhen.

Damit zeigt sich auch ein weiterer Aspekt: Ein Teil der Teilzeitbeschäftigten arbeitet weniger Stunden als gewünscht. Das deutet auf sogenannte unfreiwillige Teilzeitarbeit hin, da keine entsprechenden Stellen verfügbar

sind. Zugleich zeigt das Barometer, dass Arbeitszeitmodelle in vielen Betrieben weiterhin relativ starr organisiert sind. In rund 38 Prozent der Fälle wird die Arbeitszeit fest vorgegeben, während nur ein kleiner Teil (8 %) der Beschäftigten ihre Arbeitszeit frei gestalten kann.

Arbeitskräfte aus dem Ausland

In vielen Branchen sind Unternehmen zunehmend auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Besonders deutlich zeigt sich das im Tourismus und in der Landwirtschaft. Ohne diese Beschäftigten könnten viele Betriebe ihre Tätigkeiten nicht im bisherigen Umfang aufrechterhalten. „In Südtirol ist man in vielen Bereichen stark von ausländischen Arbeitskräften abhängig“, erklärt Perini. „Nur rund 60 Prozent der Arbeitskräfte, die in Südtirol arbeiten, sind auch hier geboren.“ Der öffentliche Dienst stellt da eine Ausnahme dar. Dort ist der Anteil ausländischer Arbeitskräfte deutlich geringer, u. a. wegen der Zugangsbedingungen (EUBürgerschaft, Zweisprachigkeitsnachweis, Sprachgruppenzugehörigkeit).

Finanzielle Situation bleibt angespannt

Während sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt, bleibt die finanzielle Situation vieler Arbeitnehmerhaushalte angespannt. Laut AFI-Barometer gibt rund ein Drittel der Befragten an, mit dem Einkommen nur schwer über die Runden zu kommen. Auch die Sparmöglichkeiten sind begrenzt. Rund 41 Prozent der Arbeitnehmer gehen davon aus, in den kom-

menden zwölf Monaten kein Geld zur Seite legen zu können. Dabei verfügen Südtirols Haushalte über beträchtliche finanzielle Vermögen. Laut Daten der „Banca d’Italia“ belaufen sich die finanziellen Ersparnisse der Familien im Land auf rund 26 Milliarden Euro. Doch Durchschnittswerte sagen wenig über die Verteilung aus: Ein Teil der Haushalte besitzt hohe Rücklagen, während andere kaum sparen können. „Hier zeichnet sich eine gewisse soziale Schieflage ab“, so Perini.

Sparen als Absicherung

Wer sparen kann, tut dies vor allem aus Sicherheitsgründen.

39 Prozent der Befragten nennen ihre Kinder als wichtigsten Grund dafür. Weitere 27 Prozent legen Geld für unvorhergesehene Ereignisse zurück. Erst danach folgen Ziele wie der Kauf einer Wohnung oder die Altersvorsorge.

Auch bei der Geldanlage stehen Sicherheit und Verfügbarkeit im Vordergrund. Für ein Drittel der Befragten ist entscheidend, dass das investierte Kapital möglichst sicher ist. Viele möchten außerdem jederzeit auf ihr Geld zugreifen können. „Das Bild des Südtiroler Arbeitnehmers als vorsichtiger Sparer bestätigt sich damit einmal mehr“, sagt Perini.

Hohe Lebenshaltungskosten

Ein zentraler Grund für die finanziellen Sorgen liegt laut Perini in den hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol. Zwar liegt das durchschnittliche Lohnniveau in Südtirol etwa sieben Prozentpunkte über dem italienischen Durchschnitt. Gleichzeitig sind die Lebens-

haltungskosten aber um rund 20 Prozent höher. „Oft hört man den Vergleich: italienische Löhne, aber Schweizer Preise“, sagt der AFI-Direktor. Die anhaltend starke Lohnzurückhaltung der Südtiroler Arbeitgeber hat auch negative Folgen für den Arbeitsmarkt. Viele junge, gut ausgebildete Südtiroler entscheiden sich nach ihrer Ausbildung dafür, im Ausland zu arbeiten. Besonders häufig zieht es sie nach Österreich, Deutschland oder in die Schweiz. In der Wirtschaft spricht man in diesem Zusammenhang von „Braindrain“. Gemeint ist damit die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte in Regionen, die bessere Arbeitsbedingungen oder höhere Löhne bieten. Für Südtirol bedeutet das langfristig eine doppelte Herausforderung: Einerseits fehlen qualifizierte Arbeitskräfte, andererseits steigt die Abhängigkeit von Arbeitsmigration aus anderen Regionen.

Wohnen als zentrale Herausforderung

Ein besonders wichtiges Thema in Südtirol bleibt der Wohnungsmarkt. Zwar leben rund 69 Prozent der Arbeitnehmer in einem Eigenheim, ein großer Teil davon hat seine Wohnung oder sein Haus bereits abbezahlt. Für viele jüngere Haushalte ist der Erwerb von Eigentum jedoch deutlich schwieriger geworden. Für 62 Prozent der Befragten sind die größte Hürde die hohen

Immobilienpreise, dazu kommen hohe Zinsen sowie der erschwerte Zugang zu Krediten. Trotzdem bleibt das Eigenheim gesellschaftlich sehr wichtig. Viele verbinden damit Sicherheit für die Familie oder die Möglichkeit, später etwas an die eigenen Kinder weiterzugeben. Perini betont, dass langfristig auch andere Wohnmodelle stärker berücksichtigt werden müssten, und sieht gleichzeitig eine wichtige Aufgabe darin, das Angebot an Wohnungen zu steigern, unter Umständen sogar durch eine radikale Umstellung der Förderpolitik des Landes. Durch die Übertragung von Militärarealen an das Land und neue Initiativen im gemeinnützigen Wohnbau seien günstigere Rahmenbedingungen für das leistbare Wohnen geschaffen worden. „Auch wenn es die Preise noch nicht abbilden, so ist im Wohnungsmarkt seit knapp einem Jahr vieles in Bewegung gekommen“, so Perini. „Doch das alles hilft nichts, wenn man nicht dem übermäßigen Aufkommen von Zweitwohnungen und Airbnb einen Riegel vorschiebt.“

Kurze Arbeitswege prägen den Alltag

Viele Arbeitnehmer haben relativ kurze Arbeitswege. Rund 73 Prozent erreichen ihren Arbeitsplatz innerhalb von 30 Minuten. Entsprechend empfinden viele das tägliche Pendeln nicht als große Belastung. Mehr als die Hälfte

Das AFI-Barometer ist eine Umfrage unter jeweils rund 500 Arbeitnehmern in Südtirol. Es erscheint viermal im Jahr und vertieft neben konstanten Fragen zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage je nach Ausgabe zusätzliche Themenschwerpunkte.

der Befragten gibt an, dass der Arbeitsweg kaum oder gar nicht belastend ist. Gleichzeitig zeigt sich bei einem möglichen Jobwechsel eine klare Grenze. Die Mehrheit wäre bereit, für eine neue Stelle etwa 30 Minuten zu pendeln. Steigt die Fahrzeit jedoch auf 45 Minuten an, sinkt die Bereitschaft bereits deutlich: Nur mehr jeder Fünfte würde dies auf sich nehmen.

Starkes Beschäftigungswachstum

Auch im Wipptal lassen sich interessante Entwicklungen beobachten. Die Zahl der Arbeitsplätze ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Innerhalb dieses Zeitraums nahm die Beschäftigung um mehr als 30 Prozent zu und damit sehr viel stärker als in Südtirol insgesamt (+23 %). Im Jahr 2025 zählte der Bezirk rund 9.500 Arbeitsplätze mit dem produzierenden Gewerbe als wichtigstem Wirtschaftssektor, gefolgt vom Gastgewerbe und dem öffentlichen Dienst. Damit ist das Wipptal stärker industriell geprägt als viele andere Bezirke. Zudem haben auch große Infrastrukturprojekte zur Beschäftigungsentwicklung beigetragen, etwa der Bau des Brenner Basistunnels, der viele Arbeiter nach Franzensfeste und Freienfeld gebracht hat.

Vorsichtig optimistisch

Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich Stefan Perini grundsätzlich vorsichtig optimistisch, ähnlich wie die Befragten der AFI-Umfrage. Viele Kennzahlen der Wirtschaft sind

weiterhin positiv, auch die Inflation lag noch bis Ausbruch des Iran-Krieges auf moderatem Niveau. Internationale Spannungen, Veränderungen im Welthandel oder steigende Energiepreise im Zuge des Irankriegs werden sich aber auch auf Südtirol auswirken. „Die Finanzmärkte sind jüngst deutlich volatiler geworden und auch internationale Organisationen wie UNO oder NATO bieten nicht mehr die Schutzfunktion, die sie noch bis vor kurzem hatten“, zeigt sich Perini besorgt. Er rechnet damit, dass die nächsten Umfrageergebnisse des AFI-Barometers, die im April vorgestellt werden, dies widerspiegeln werden.

Höhere Löhne und stabile Jobs

Langfristig sieht Perini vor allem zwei zentrale Aufgaben für den Südtiroler Arbeitsmarkt: stabilere Arbeitsverhältnisse und ein höheres Lohnniveau, um speziell auch dem „Braindrain“ entgegenzuwirken, etwa durch Landeszusatzverhandlung bei den Kollektivverträgen. Perini will der Landespolitik nicht Untätigkeit vorwerfen. Trotzdem sollte sie „konsequenter und weniger halbherzig“ sein, u. a. durch die Absenkung der IRAP (regionale Wertschöpfungsteuer) für Unternehmen, die gute Löhne zahlen. Der Ansatz sei gut, dennoch müsse klarer festgelegt werden, was „gute Löhne“ seien. „Wenn selbst Unternehmen die reduzierte IRAP beanspruchen können, die nur einen Euro brutto pro Monat mehr zahlen als im Kollektivvertrag vorgesehen, wird das Ganze zur Farce.“

„Menschliche Verbindung kommt nie aus der Mode“

Christina Pupp, Direktorin der Raiffeisenkasse Wipptal, im Erker-Abschiedsinterview

Nach mehr als 25 Jahren an der Spitze der Raiffeisenkasse Wipptal tritt Christina Pupp im April in den Ruhestand. Im Gespräch mit dem Erker spricht sie über Verantwortung, Veränderungen im Bankwesen und worauf sie sich am meisten freut.

Erker: Frau Pupp, nach über 25 Jahren an der Spitze der Raiffeisenkasse Wipptal: Was geht Ihnen in diesen Tagen besonders durch den Kopf?

Christina Pupp: In diesen Tagen gehen mir vor allem zwei Dinge durch den Kopf: Zum einen, wie unglaublich schnell die Zeit vergangen ist. Insgesamt waren es knapp 42 Jahre in der Raiffeisenkasse, davon 25 Jahre als Direktorin. Wenn ich zurückblicke, erscheint mir dieser Weg gleichzeitig sehr lang – und doch ist er wie im Flug vergangen.

Zum anderen empfinde ich auch Dankbarkeit. Dankbarkeit für das große Vertrauen meiner Vorgesetzten, der Obleute, der Mitglieder des Verwaltungs- und Aufsichtsrates sowie für das Vertrauen der Mitglieder und Kunden der Raiffeisenkasse. Dankbarkeit auch für meine Mitarbeiter, die diesen langen Weg mit Loyalität und viel Einsatz mit mir gegangen sind. Und nicht zuletzt für die vielen Menschen, denen ich in all diesen Jahren begegnen durfte.

Ja, ein bisschen Wehmut ist ebenfalls dabei. Für mich war die Raiffeisenkasse nie nur ein Arbeitsplatz. Ich habe sie immer

ner Lebensweg, den ich Seite an Seite mit großartigen Menschen gehen durfte.

Wenn Sie an Ihren ersten Arbeitstag als Direktorin zurückdenken: Was war damals Ihre größte Herausforderung? Und was hätten Sie sich nie vorstellen können?

Als ich Direktorin wurde, war ich bereits 15 Jahre Mitarbeiterin der Raiffeisenkasse und auch schon einige Jahre Vizedirektorin. Und doch war der erste Tag als offiziell ernannte Direktorin etwas Besonderes: Ich hatte Respekt vor der neuen Aufgabe und ich musste meinen Platz in dieser Rolle finden. Plötzlich trägt man die Verantwortung – nicht nur für Entscheidungen, sondern auch

derung war deshalb sicherlich, Schritt für Schritt das Vertrauen meiner Mitarbeiter, der Mitglieder und Kunden zu erarbeiten, zu gewinnen und gleichzeitig meinen eigenen Weg zu finden. Was ich mir damals niemals hätte vorstellen können, war die rasante technologische Entwicklung. Dass wir einmal Bankgeschäfte über das Smartphone erledigen, Beratungen per Video führen oder viele Abläufe vollständig digital stattfinden würden – das hätte ich mir zu Beginn meiner Laufbahn wirklich nicht vorstellen können.

Die Bankenwelt hat sich stark verändert. Welche Entwicklungen haben Ihren Alltag am meisten geprägt?

Am stärksten geprägt hat meinen Arbeitsalltag zweifellos die Digitalisierung. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Arbeitsweise im Bankwesen grundlegend verändert. Wir mussten lernen, anders zu denken, neue Wege zu gehen und uns ständig weiterzuentwickeln. Das war manchmal herausfordernd, aber auch spannend.

Gleichzeitig haben uns Krisen besonders gefordert – etwa die Finanzkrise 2008 oder die Corona-Pandemie. In solchen Zeiten waren wir nicht nur Banker, sondern auch Zuhörer, Ratgeber und für viele Menschen eine wichtige Stütze.

Gerade diese Momente haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Ruhe zu bewahren, Verantwortung zu übernehmen und für die Menschen da zu sein.

Hätten Sie sich am Anfang Ihrer Karriere vorstellen können, wie stark sich das Bankwesen verändern wird?

Ganz ehrlich: Nein. Natürlich wusste man, dass Technologie irgendwann eine größere Rolle spielen würde. Aber dass Banken einmal so stark technologiebasiert arbeiten würden, hätte ich mir zu Beginn meiner Laufbahn nicht vorstellen können.

Vieles ist heute digital – und das bringt viele Vorteile. Gleichzeitig bleibt eines unverändert wichtig: der Mensch. Denn am Ende stehen bei allen technischen Entwicklungen immer Menschen und ihre Entscheidungen im Mittelpunkt.

Gab es einen Moment, der Ih-

nen besonders in Erinnerung geblieben ist, weil er Sie besonders gefordert hat?

Ja, es gab zwei Momente beziehungsweise zwei Tage, die mich besonders gefordert und geprägt haben.

Der erste war der 15. Oktober 1999. An diesem Tag informierte mich Klaus Gogl, mein damaliger Chef und sehr geschätzter Lehrmeister über seine Krankheit. In diesem Gespräch drückte er mir einen Schlüsselbund der Raiffeisenkasse in die Hand und sagte: „Jetzt musst du auf die Bank schauen.“ Dieser Moment hat mich tief bewegt. Plötzlich war da eine große Verantwortung –und gleichzeitig das Vertrauen eines Menschen, der mich über viele Jahre begleitet hatte. Der zweite prägende Moment war der 9. März 2020, der Beginn des ersten Corona-Lockdowns. Innerhalb weniger Tage änderte sich alles. Es war eine Zeit voller Unsicherheit – für unsere Kunden, für unsere Mitarbeiter und natürlich auch für uns als Führung.

In solchen Momenten versucht man, Orientierung zu geben, Ruhe auszustrahlen und für die Menschen da zu sein – auch wenn man selbst nicht auf alle Fragen sofort eine Antwort hat. Diese Erfahrungen haben mich sowohl beruflich als auch menschlich sehr geprägt.

Wie wichtig ist die lokale Nähe im Vergleich zu OnlineBanking und globalen Finanzmärkten? Und welche Rolle spielt persönliche Beratung

in Zukunft?

Die Nähe zu den Menschen ist eines der wichtigsten Fundamente der Raiffeisenkassen.

Gerade heute, wo vieles digital und oft auch anonym geworden ist, merken wir, wie sehr persönliche Gespräche geschätzt werden. Menschen möchten gehört werden, Vertrauen aufbauen und jemanden haben, der ihre Situation wirklich versteht.

Online-Banking macht vieles einfacher und schneller – das ist ein großer Fortschritt. Aber wenn es um wichtige Entscheidungen im Leben geht, bleibt der persönliche Kontakt entscheidend. Diese menschliche Verbindung wird nie aus der Mode kommen.

Welche Fragen stellen Kunden Ihnen derzeit aufgrund der unsicheren weltweiten Lage am häufigsten?

Viele Menschen kommen derzeit mit Fragen, die sehr verständlich und sehr menschlich sind: „Wie kann ich mein Geld sicher anlegen?“ oder „Was bedeutet die aktuelle Situation für meine Zukunft?“

Hinter diesen Fragen stehen oft Sorgen, aber auch der Wunsch nach Orientierung. Genau in solchen Momenten zeigt sich, wie wichtig Vertrauen ist – und wie wichtig es ist, als Bank nahe bei den Menschen zu sein. Beobachten Sie eine verstärkte Nachfrage nach Gold oder anderen sicheren Anlagen?

Ja, das lässt sich beobachten. In Zeiten von Unsicherheit suchen viele Menschen nach Stabilität.

Gold spielt dabei traditionell eine wichtige Rolle. Gleichzeitig besteht großes Interesse an breit gestreuten, langfristigen Anlageformen. Am Ende geht es den meisten darum, ihr Erspartes verantwortungsvoll und sicher anzulegen.

Welche Auswirkungen hatten die gestiegenen Zinsen auf Sparer, Kreditnehmer und Banken?

Für viele Sparer war es erfreulich, nach langer Zeit wieder eine gewisse Verzinsung auf klassische Sparprodukte zu erhalten. Kreditnehmer hingegen mussten sich umstellen – manchmal auch schwierige Entscheidungen treffen. Für uns als Bank war es daher besonders wichtig, zu beraten, zu begleiten und individuelle Lösungen zu finden.

Was war Ihnen im Umgang mit Mitarbeitern und Kunden besonders wichtig?

Mir war immer wichtig, echt zu sein, den Menschen mit Respekt

und auf Augenhöhe zu begegnen. Zuzuhören, zu verstehen und da zu sein. Ich bin überzeugt, dass Wertschätzung und Vertrauen die Basis jeder Zusammenarbeit sind. Und ich habe immer versucht, Menschen zu ermutigen, mit Mut und Freude ihren eigenen Weg zu gehen. Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten im Ruhestand?

Ich freue mich auf Zeit. Zeit, die nicht durch Termine oder To-doListen bestimmt ist. Zeit für meine Familie, Zeit für mich und Zeit für Dinge, die oft zu kurz gekommen sind. Und natürlich werde ich die Raiffeisenkasse weiterhin mit Interesse verfolgen – diesmal aus einer etwas anderen Perspektive. Mit einem Lächeln und mit dem guten Gefühl, dass ein engagiertes und kompetentes Team die Bank erfolgreich in die Zukunft führen wird.

Interview: Barbara Felizetti Sorg

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Schönes Unsichtbares

Tulfer

Das kleine idyllische Streudorf Tulfer am Eingang des Pfitschtales lädt dazu ein, in Stille zu sein. Wobei Stille nicht Stillstand bedeutet. Im Gegenteil: Für mich ist Stille eine wunderbare Möglichkeit, mir meiner Werte bewusst zu werden, mich dadurch authentisch weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Steinwild unter der Lupe 1

Nach längerem Verweilen wird mir bewusst, wie hektisch und schnelllebig das alltägliche Leben in der momentanen Welt ist. Ich beobachte die Wiesen, die naheliegende Landschaft. Eine beruhigende Energie liegt in der Luft, die mir das Gefühl gibt, ich darf „ich selbst sein“. Sie gibt mir die Klarheit und die Kraft, meinen Alltag mehr nach meinen Prinzipien und Prioritäten zu gestalten. Authentisch zu sein, ohne dabei jemand anderem auf die Füße zu treten, denn Authentizität ist konkurrenzlos!

Hier empfinde ich Urigkeit, Tradition und Kultur, integriert im Zeitgeist der heutigen Welt. Wachstum und Entwicklung im eigenen Tempo.

Ein besonders magischer Moment ist der Sonnenuntergang in Obertulfer, mit Blick auf den Sterzinger Talkessel und den dahinterliegenden Berggipfel.

Wann bist du in Stille mit deinen Werten?

Zwischen dem Brenner und Reschen läuft zurzeit das InterregProjekt „Genetik und Gesundheitszustand des Steinwilds in der Terra Raetica“. Es soll die Steinwildkolonien „Tribulaun“, „Weißkugel“ und Texelgruppe wissenschaftlich genauer untersuchen. Diese drei Steinwildkolonien, so Projektkoordinator Albrecht Plangger, sind italienweit die einzigen, die bejagt werden dürfen. Mit der Jagdbehörde in Rom wurde in diesem Zusammenhang vereinbart, schwache Kolonien in anderen Landesteilen aufzubauen und regelmäßige wissenschaftliche Forschung zu betreiben.

In der Vergangenheit wurde in Partnerschaft mit dem Tiroler Jagdverband das grenzüberschreitende Wanderverhalten des Steinwilds untersucht.

Nun soll die Genetik und der Gesundheitszustand (Gamsblindheit, Moderhinke, Lungenwurm, Zeckenbefall …) näher erforscht werden.

Die erste Veranstaltung zur

Untersuchung des Steinwilds in der „Terra Raetica“ fand im vergangenen Jahr im Beisein der Revierleiter und Jagdaufseher der rund 45 Steinwildreviere Südtirols in Schnals statt. Die wissenschaftliche Betreuung der Untersuchungen obliegt der Agentur für Gesundheit und Ernährungsschutz (AGES) in Innsbruck. Ersten Untersuchungen zufolge wurden in zehn bis zwanzig Prozent der Proben bakterielle Lungenentzündungen und in fast allen Fällen Lungenwurmbefall festgestellt. Genetik-Proben der Universität Zürich weisen darauf hin, dass sich letzthin mangelnde genetische Vielfalt (alles Steinwild stammt von einer sehr kleinen Restkolonie im Aostatal ab) und damit einhergehende Inzucht bemerkbar mache. Deshalb seien nun durch Translokationen Maßnahmen zu ergreifen, um die genetischen Risiken zu minimieren. Wie genau diese erfolgen sollen, wird im Frühsommer in Bozen vorgestellt.

Neue Fotofallen

In Südtirols Wäldern werden derzeit neue Fotofallen installiert mit dem Ziel, ein präzises Bild der Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und damit eine fundierte Grundlage für das langfristige Wildtiermanagement zu schaffen. Die Abteilung Forstdienst baut damit das wissenschaftlich begleitete Monitoring der heimischen Wildtierbestände weiter aus, insbeson dere im Hinblick auf das Großraubwild. Die Kameras werden an strategisch aus

gewählten Standorten wie Wildwechseln, anderwegen und Forststraßen angebracht und lösen automatisch aus, sobald sich ein Tier im Erfassungsbereich bewegt. Sie arbeiten geräuschlos und unauffällig und dienen ausschließlich der B eobachtung von Wildtieren. Ziel ist es, ein präzises Bild der Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und damit eine fundierte Grundlage für das langfristige Wildtiermanagement zu schaffen.

Waldatem –

Wenn der Wald atmet, atmen auch wir

Über die Hälfte Südtirols ist von Wald bedeckt. Mehr als 100 verschiedene Waldtypen, vom Mischwald im Tal bis zum Fichtenwald in den höheren Lagen, prägen unsere Landschaft. Doch der Wald ist weit mehr als eine schöne Kulisse: Er ist Lebensraum für die größte Artenvielfalt des Landes und Grundlage für das Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Natur.

Der Wald schützt unser Klima, speichert Wasser und reinigt die Luft. Er bindet Kohlendioxid, produziert Sauerstoff und wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Tausende Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen leben hier in einem sensiblen Zusammenspiel – ein faszinierendes Netzwerk des Lebens. Gleichzeitig schenkt uns der Wald Ruhe, Erholung und neue Energie. Wir alle haben freien Zutritt zum Wald. Als Gäste des Waldes betreten wir jedoch Privateigentum und einen sensiblen Lebensraum, in dem wir uns achtsam bewegen sollten.

Der Wald ist ein lebendiger Organismus: Er wächst, verändert sich, schützt und stabilisiert unsere Landschaft. Kurz gesagt: Er atmet und mit ihm unser Lebensraum.

Mit der Kampagne „Waldatem“ lädt die Landesabteilung Forstdienst dazu ein, den Wald neu zu entdecken und seine Bedeutung für Natur, Mensch und Gesellschaft bewusster wahrzunehmen. Die mehrjährige Initiative startet am 21. März, dem Internationalen Tag des Waldes. Sie richtet sich an eine breite Zielgruppe – von der Bevölkerung über die Waldeigentümer bis hin zu den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Forstdienstes selbst. Geplant sind Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen ebenso wie Veranstaltungen und Begegnungen rund um das Thema Wald.

Mehr über den Atem des Waldes, seine Funktionen und aktuelle Initiativen finden Interessierte auf der Webseite provinz.bz.it/wald.

Berggemeinden

Alle Wipptaler Gemeinden gelten künftig – so wie alle Südtiroler Gemeinden – als Berggemeinden, wie der italienische Ministerrat Mitte Februar nach Verhandlungen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Luis Walcher beschlossen hat. Grundlage ist das staatliche „Berggesetz“ von 2025, das Abwanderung aus dem ländlichen Raum stoppen soll – durch die wirtschaftliche und soziale Stärkung in Berggebieten, den Schutz der Umwelt und die Sicherung einer nachhaltigen Zukunft. Die Vorteile umfassen Steuergutschriften zur Förderung von Firmengründungen und Investitionen in Land- und Forstwirtschaft. Arbeitgeber werden bei Sozialabgaben entlastet, wenn sie Nebenerwerbslandwirte teilzeitlich einstellen. Auch für Maschinenring-Leistungen ist die Berggemeinde-Einstufung Voraussetzung.

WÄCHST.

BINDET C02. SCHENKT UNS ZUKUNFT.

© Landesamt für Wildtiermanagement

Der Eisvogel –ein Hingucker

„Über dem murmelnden Bach schießt wie ein blitzender Pfeil ein leuchtend blauer Vogel mit langem Schnabel schwirrenden Flugs dahin. Ein scharfer Pfiff verkündet, dass der Eisvogel, der Fischer unter den Kleinvögeln, hier sein Wesen treibt.“ So beginnt die Beschreibung des farbenprächtigen Vogels in Peter Ortners Buch „Tierwelt in Südtirol“. Ortner nennt in seinem Werk, das vor 50 Jahren erstmals erschienen ist, die damals bekannten Vorkommen: das Etschtal, den Kalterer See, das Gebiet der Falschauer, die Gegend von Burgstall und die Röhrichtrelikte bei Branzoll. Einzelne Nachweise kennt er auch aus dem Gebiet von Sexten und St. Georgen.

Nach neueren Erhebungen werden kaum mehr als fünf bis sieben Paare in unserem Land leben. Und doch ist der Eisvogel bekannter als viele andere Vogelarten unserer Heimat. Ein Grund dafür dürfte das ganz außergewöhnlich gefärbte Gefieder dieses spatzengroßen Vögelchens sein. Wer einen Eisvogel einmal gesehen hat, der tut sich nicht leicht, die

Farbenpracht zu beschreiben. Allein bei den Blautönen treffen die unterschiedlichsten Abstufungen zu. Dunkelblaue, hellblaue, azur-, metallisch- oder türkisblau schillernde Partien leuchten aus dem Kopf-, Rücken- und Großgefieder. Dazu bieten die orangen, rostfarbenen und kastanienbraunen Brust- und Bauchfedern einen wunderbaren Kontrast.

Wir finden den Eisvogel in ganz Europa, Skandinavien ausgenommen, in der sogenannten sommergrünen Laubwaldzone der gemäßigten Breiten. Geeignete Lebensräume, wo sich die Art ansiedeln könnte, gibt es darin aber nur wenige. Der Eisvogel ist ans Wasser gebunden. Seine Ansprüche an ein mögliches Habitat sind hoch. Flusstäler mit flachen Bachläufen, Altwasserarme, Teichlandschaften, Seen und auch künstliche Wasserbecken könnten die engeren Voraussetzungen für sein Wohlbefinden bieten. Die genannten Gewässer müssen aber sauber und transparent sein, eine nur geringe Oberflächenbewegung aufweisen, und wenn sie von Bäumen, Hecken oder Schilf gesäumt

sind, dann findet darin der Vogel die unverzichtbaren Sitzwarten. Im Wasser sollte es im besten Fall von Kleinfischen wimmeln, denn die gelegentlich erbeuteten Kaulquappen und Wasserinsekten genügen ihm nicht. Was er aber zur Nestanlage und zum Brüten unbedingt braucht, sind Steilufer, senkrechte oder auch überhängende sandig-lehmige Abbruchkanten, in die er seine Nisthöhle graben kann. An solchen Stellen beginnt zunächst das Männchen mit dem Schnabel ein hochovales Loch zu picken, das dann, unterstützt vom Weibchen, weiter vertieft und in eine bis zu 1 m lange, leicht ansteigende Röhre ausgebaut und am Ende mit einer Nestmulde versehen wird. Wenige Tage nach der Fertigstellung beginnt der Wettlauf mit der Zeit. Vom Frühjahr bis zum Herbst sind mindestens zwei Bruten zu bewältigen. Jede davon besteht aus sechs bis acht Jungen. Im Nest herrscht Gleichheit und Brüderlichkeit. Die Jungvögel, die nebeneinander nahezu einen Kreis bildend im Nest hocken, rücken nach jeder Fütterung alle zusammen in gleicher Rich-

tung um eine Stelle weiter, sodass das soeben gefütterte Junge erst wieder an die Reihe kommt, wenn alle seine Geschwister eine Futterportion erhalten haben. Da die Eisvögel sehr große Ausfälle erleiden (die meisten davon sind den immer wiederkehrenden Hochwassereinbrüchen geschuldet), müssen sie, wann immer die Futterverfügbarkeit dies erlaubt, viele Eier ausbrüten und Jungvögel großziehen. Sie haben dafür eine weitere Möglichkeit entwickelt, zu der nur sehr wenige Vogelarten fähig sind, die sogenannte Schachtelbrut. Wenn die ersten Jungen gerade zehn Tage alt sind, dann besetzt das Weibchen eine zweite Brutröhre, paart sich neuerdings, bebrütet das neue Gelege, während das Männchen sozusagen alleinerziehend tätig ist und die Jungen aus der ersten Brut weiterfüttert, bis sie ausfliegen können. Auf diese Weise sind pro Jahr auch drei Bruten möglich und gar nicht so selten. Es gilt, für viel Nachwuchs zu sorgen. Denn zu den schon genannten Hochwasserverlusten kommt noch eine Reihe von Ursachen, die den

Heinrich Aukenthaler
© Walter Brunner
Kleine Fische sind seine bevorzugte Beute.

Eisvögeln das Überleben schwer machen. Wir Menschen sind daran ziemlich beteiligt. Wenn wir Ufer verbauen, Bäche begradigen, die Gewässer verschmutzen, den Kleinfischbesatz vernichten, die Ufergehölze entfernen, die letzten stillen Winkel an Bächen, Flüssen und Seen für unsere Freizeitansprüche beschlagnahmen, dann verschwinden die Eisvögel, und wer weiß, wann sie je wiederkommen werden. Aber sie haben die Jahrhunderte und Jahrtausende überstanden, der unsinnigen Verfolgung als Fischschädlinge getrotzt, und galten immer schon als eine seltene Besonderheit in unserer Vogelfauna. Mehrmals schon ist in dieser Serie auf die Bedeutung mancher Arten in der antiken Mythologie verwiesen worden. Ein so schönes Wesen wie der Eisvogel musste geradezu die Phantasie früherer Völker beflügeln. Die alten Griechen sahen in besonders auffallenden Tieren und Pflanzen oft verwandelte Menschen und wussten die der Verwandlung vorausgegangenen Geschehnisse mit zu Herzen gehenden Mythen zu umwinden. Das ist auch beim Eisvogel der Fall gewesen. Gerade weil das kleine Vögelchen so prächtig gefärbt ist und zudem eine so besondere Zuwendung zum Wasser zeigt, war es für die antike Gedankenwelt so gut wie ausgemacht, dass es mit diesem Vogel eine besondere Bewandtnis haben musste und sie haben sich dazu eine ganze Reihe von Geschichten ausgedacht, von denen nur zwei hier zusammengefasst

wiedergegeben werden können. Die erste davon hängt mit der Sage um den athenischen Helden Theseus zusammen, dessen Lebensweg und Heldentaten jene seines älteren Vorbildes Herakles beinahe übertreffen. Da nimmt es nicht wunder, dass die Griechen ihn als heimliche Zeugung eines Gottes ansahen, des Meeresgottes Poseidon nämlich. Als Theseus gerade 16 Jahre alt war und sich zu seinem vermeintlichen Vater Aigeus nach Athen aufmachte, bestand er auf seiner Reise eine ganze Reihe unglaublicher Heldentaten, indem er das durch wanderte Gebiet von den dort haus befreite. Einer der übelsten Misse täter war ein gewisser Skiron, der auf einem s den man gehen musste, um an den Kalksteinklippen von Mega ra vorbeizukommen. Von jedem W

verlangte Skiron gleichsam als Wegzoll eine harmlos klingende Gefälligkeit, eine Fußwaschung, gab dem Gutgläubigen aber da bei einen Tritt, der den Wanderer ins darun derte, wo eine riesige Schildkröte schon auf das mehr oder weniger regelmäßig dargebotene Futter wartete und den Hinabgestürz ten auffraß. Skiron hatte aber eine s kyone, die er so sehr liebte, dass er ihr v frei und ohne seine Zustimmung ihren Gemahl wählen. Alkyone legte dieses Gelöbnis ihres Vaters etwas großzügig aus, indem sie sich von nun an mit jedem Mann,

der ihr einigermaßen gefiel, einließ, was wiederum ihren Vater Skiron zunehmend ärgerte, sodass er schließlich seine Tochter – wie vordem viele unschuldige Wanderer – über die Klippen ins Meer stieß. Sowie Alkyone aber im Wasser untertauchte, musste eine ihr wohlwollende Gottheit, möglicherweise der Meeresgott Poseidon höchstpersönlich, die Todgeweihte aufgefangen und sie in einen Eisvogel verwandelt haben, als der sie wieder aus dem Wasser auftauchte. Dies alles geschah, bevor Theseus vorbei-

Von seiner Sitzwarte im gewässernahen Ufergehölz stürzt sich der Eisvogel pfeilschnell ins Wasser.

einer geplanten Schiffsreise abzusehen, da sie ahnungsvoll ein Unglück befürchtete. Dieses trat dann auch ein. Bei einem wilden Sturm zerbarst das Schiff, Keys rief verzweifelt nach seiner Gattin, diese erfuhr erst in einem ihr vom Gott des Schlafes Morpheus gestalteten Traum vom Tod des geliebten Gemahls, worauf sie in tiefster Verzweiflung zum Meeresufer eilte und dort den Tod ihres Mannes laut beklagte und sich schließlich selbst in die Fluten warf, um ihrem Keys zumindest im Tode nahe zu sein. Die Himmlischen hatten Erbarmen, verwandelten Alkyone in einen Eisvogel, der untertauchend den Leichnam des Gatten küsste, wodurch dieser wieder lebendig und in einen Eisvogel verwandelt wurde, und das Paar blieb im ehelichen Bund vereint über die Zeiten.

Wunderschön! Ein in vielen Farbtönen schillerndes Blau kontrastiert mit dem orangen und rostfarbenen Brustund Bauchgefieder.

Wenn Fürsorge weiterlebt

Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ und der Weg zu einem selbstbestimmten Leben

Es ist keine Frage, die man bei läufig stellt. Sie kommt meist spätabends, wenn der Alltag still wird und die Gedanken lau ter. „Was wird aus meinem Kind, wenn ich nicht mehr da bin?“ Für Eltern von Menschen mit Beein trächtigung oder psychischer Erkrankung ist diese Frage kein abstraktes Gedankenspiel, son dern eine lebenslange Begleite rin. Sie wächst mit den Jahren, mit jeder Veränderung, mit je dem eigenen gesundheitlichen Problem. Und sie bleibt – selbst dann, wenn äußerlich alles gut funktioniert. Aus dieser Sorge heraus ist in Südtirol die Stif tung „nach uns.dopo di noi“ ent standen: aus einer Initiative von Körperschaften, Eltern, Angehö rigen, Betroffenen und Fachper sonen, die sich weigern, das „Da nach“ dem Zufall zu überlassen.

Viele Familien kennen Geschich ten, die sie nicht loslassen: Ge schichten von Menschen mit Beeinträchtigung, die nach dem Tod der Eltern plötzlich aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen wurden. Die ihre Wohnung, ihre Nachbarschaft, ihre vertrauten Bezugspersonen verloren haben. Die nicht vorbereitet waren – und auf die niemand vorbereitet war. Lange galt diese Entwicklung als unvermeidlich. Heute weiß man: Sie muss es nicht sein. Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ setzt genau an diesem Wendepunkt an. Sie will verhindern, dass ein ganzes Leben an einem

statt Notlösung

Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht das sogenannte „Lebensprojekt“. Es ist kein Formular und kein starres Konzept, sondern ein langer Prozess. Am Anfang steht das Gespräch – oft mehrere, manchmal viele. Eltern, Geschwister und Betroffene erzählen von ihrem Alltag, ihren Wünschen, ihren Ängsten. Wie möchte jemand leben? Allein oder in Gemeinschaft? In einer betreuten Wohngemeinschaft,

hören zu, strukturieren, übersetzen Bedürfnisse in realistische Möglichkeiten. Sie informieren über bestehende Angebote und helfen, passende Dienste zu finden. Schritt für Schritt entsteht ein individueller Zukunfts-

KONTAKT

fach für die Zeit „danach“.

Loslassen lernen

Neben organisatorischen und strukturellen Fragen spielt ein weiterer Aspekt eine zentrale

Stiftung „nach uns.dopo di noi“

Waltherplatz 28, 39100 Bozen I Tel. 393 2670074

info@nachuns-dopodinoi.org I www.nachuns-dopodinoi.org

Rolle: das Loslassen. Viele Eltern wissen, dass ihr Kind mehr kann, als sie ihm zutrauen. Und doch fällt es schwer, Verantwortung abzugeben. Die Stiftung begegnet dieser Herausforderung mit psychopädagogischer Begleitung. In Einzelgesprächen und künftig auch in Elterngruppen geht es um Vertrauen vor allem in das eigene Kind, aber auch in tragfähige Netzwerke. „Selbstbestimmtes Leben beginnt nicht erst nach dem Tod der Eltern“, lautet ein zentraler Gedanke der Stiftung. Es beginnt im Hier und Jetzt. Dort, wo kleine Schritte geübt werden: eigene Entscheidungen zu treffen, neue Rollen zu übernehmen, ein Stück mehr Unabhängigkeit zu gewinnen.

Struktur für Verantwortung

Damit diese Begleitung verlässlich ist, braucht es klare Strukturen. Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ ist bewusst breit aufgestellt. Die Mitgliederversammlung – bestehend aus Organisationen, Vereinen und Verbänden – bestimmt die strategische Ausrichtung. Ein Stiftungsrat mit 20 Mitgliedern legt Programme, Ziele und Schwerpunkte fest. Diese kollektive Verantwortung ist Teil des Konzepts. Sie soll verhindern, dass einzelne Personen oder Generationen übermäßig belastet werden, und zugleich gewährleisten, dass Entscheidungen langfristig Bestand haben. So emotional das Thema ist, so nüchtern müssen manche Entscheidungen getroffen werden. Fragen zu Vermögen, Erbrecht, Sachwalterschaft und Zuständigkeiten sind für viele Familien eine große Hürde. Die Stiftung arbeitet deshalb eng mit Anwälten

und Notaren zusammen. Ziel ist es, rechtssichere und zugleich individuelle Lösungen zu schaffen. Verträge werden auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnitten und regelmäßig überprüft. So entsteht ein verbindlicher Rahmen, der auch dann trägt, wenn Eltern oder Bezugspersonen ihre Aufgaben nicht mehr übernehmen können.

Diese Klarheit entlastet, emotional genauso wie praktisch. Sie gibt Familien das Gefühl, alles geregelt zu haben. Und sie gibt den Betroffenen Sicherheit.

Südtirol verfügt über ein dichtes Netz an sozialen Diensten. Die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Bindeglied: Sie vernetzt bestehende Angebote, fördert Zusammenarbeit und begleitet die Umsetzung der vereinbarten Lebensprojekte.

Auch über die Landesgrenzen hinaus sucht sie den Austausch.

Der Kontakt zu ähnlichen Organisationen in anderen Regionen Italiens ermöglicht es, von bewährten Modellen zu lernen und neue Wege zu erproben.

Die Arbeit der Stiftung lebt von Vertrauen und von Unterstützung. Spenden, Unternehmenssponsoring, testamentarische Zuwendungen und die Zuweisung der fünf Promille in der Steuererklärung tragen dazu bei, Beratung und Begleitung langfristig zu sichern. Alle Mittel werden ausschließlich für den Stiftungszweck verwendet.

Besondere Bedeutung kommt der Stiftung Südtiroler Sparkasse zu, deren Unterstützung die Gründung überhaupt erst möglich gemacht hat. Sie hat das Fundament gelegt, auf dem nun weitergebaut wird.

Hoffnung, die bleibt

„Je früher man beginnt, desto leichter wird die Sorge um das Danach.“ Dieser Satz fällt immer wieder in Gesprächen mit Eltern. Er fasst zusammen, wofür „nach uns.dopo di noi“ steht: für Vorsorge ohne Panik, für Planung ohne Resignation, für Hoffnung ohne Illusionen.

Es geht nicht darum, den eigenen Tod vorwegzunehmen. Es geht darum, Verantwortung ernst zu nehmen und sie so zu gestalten, dass sie weiterwirken kann.

Auch deshalb ist die Stiftung weit mehr als ein Unterstüt-

zungsangebot für einzelne Familien. Sie ist ein gesellschaftliches Signal . Ein Zeichen dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigung nicht verwaltet, sondern begleitet werden sollen. Und dass Fürsorge nicht endet, wenn Eltern gehen, sondern dann weiterlebt, wenn sie rechtzeitig geteilt, strukturiert und abgesichert wurde. Was heute vorbereitet wird, schafft morgen Sicherheit. Für Eltern. Für Angehörige. Und vor allem für jene, um die sich alles dreht: Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben führen wollen – heute und auch noch nach uns.

Einladung

Li.ehe Ehepaare der Pfarrei. Sterzing, fei.ern Sie in die._em Jahr ein besonderes E.hejubilä.um?

10. lS, 20, ZS, 30, 35, 40, 45, 50 oder sogar 55 _nd111h j.::ihr-lhr-C!g n1cin am n l.chcnswcir

DaLmladen ir Sie her-1,licheia z:um Dankgottesdienst m 30. Mai 2026 um 9.0 10 Uhr in deF Pfärrkircbe und anschließendem Umtrnnk!

Meitlen Sie :sichblHe im Pfarrbüro Ster.d ng unter der Nlimmer 047Z 7653B an,

s daraut, die n b sond r n Anlass mit Ihn a z.nfeiem!

Dekan Andreas Sechauser lid der Pfarrgmnc.lnd .1 tS r:r.lng

„Ein ganzheitliches Inklusionsprojekt“

In Gespräch mit Armin Reinstadler, Präsident der Stiftung „nach uns.dopo di noi“

Erker: Herr Reinstadler, was hat Sie persönlich dazu bewogen, das Amt des Präsidenten der Stiftung „nach uns.dopo di noi“ zu übernehmen? Gab es einen Moment oder eine Begegnung, die Ihnen besonders deutlich gemacht hat, wie wichtig das Thema in der Gesellschaft ist?

Armin Reinstadler: Derlei Momente und Begegnungen gab es tatsächlich viele, und zwar einerseits während meiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, andererseits durch die Bekanntschaft mit Konrad Bergmeister, damals Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, und Andreas Überbacher, Direktor der Stiftung Sparkasse. Sowohl die Begegnung mit direkt betroffenen Menschen und deren Eltern als auch das große Engagement und die Überzeugung der Stiftung Sparkasse, das Thema des „Nach uns“ aufzugreifen und innovativ anzugehen, führten letztlich auf direktem Weg zu meiner heutigen Rolle. Was unterscheidet die Stiftung „nach uns.dopo di noi“ von anderen sozialen Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigung?

Die Stiftung hat keine Standardlösungen oder vorgefertigte Lösungspakete. Ihre Angebote sollen vielmehr stets individuell und auf die konkrete Situation zugeschnitten sein. Sie sollen idealerweise in Zusammenarbeit mit den Betroffenen und deren Eltern, Angehörigen, Familien oder Bezugspersonen entstehen. Grundprinzipien der Stiftungstätigkeit sind Selbstbestimmung, Mitsprache, Lebensqualität und

Leben nach den eigenen Wünschen, Vorstellungen und Möglichkeiten. Die Arbeit der Stiftung setzt eine aktive Teilnahme der Familien voraus. Ihr Beitrag und ihr Wissen sind entschei dend, um Angebote zu entwickeln, bei denen Menschen mit Beein trächtigung nicht passive Dienstleistungsempfän ger sind, sondern zu Ak teuren eines Prozesses werden, der verschie denste Lebensbereiche mitdenkt und ein gutes, selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Die Angebo te der Stiftung verstehen sich in jedem Fall als Er gänzung zu und nicht als Ersatz für bereits beste hende Angebote.

Im Zentrum Ihrer Arbeit steht das so genannte „Lebensprojekt“. Warum ist dieser Ansatz so entscheidend?

Betroffenen entscheidend ist, nicht verloren geht. Deshalb ist es wichtig, dass die Familien die-

Möglichkeiten und Lösungen gesucht, wie er ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen kann.“

Das „Lebensprojekt“ wird gemeinsam mit den Betroffenen und deren Umfeld ausgearbeitet. Es stellt sicher, dass die Bedürfnisse, Wünsche und Möglichkeiten des Betroffenen – auch in Detailfragen – schriftlich festgehalten und dann als verbindliche Grundlage für die Planung und Umsetzung des „Nach uns“ herangezogen werden. Selbstverständlich ist das Lebensprojekt flexibel und kann oder muss an sich verändernde Umstände angepasst werden. Es möchte also sicherstellen, dass Wissen, das oft nur die Familien haben und das für die Lebensqualität der

sen Weg möglichst frühzeitig gehen, solange sie noch in der Lage sind, die Zukunftsplanung aktiv mitzugestalten – in diesem Sinne ist das „Nach uns“ eigentlich ein „Während uns“. Die Stiftung übernimmt die Rolle eines Garanten dafür, dass das Lebensprojekt dann auch tatsächlich so umgesetzt wird, wie es gemeinsam erarbeitet worden ist. Ein wichtiger Grundsatz dabei ist jener der „Ko-Projektierung“, die – im weitesten Sinne des Wortes – gemeinsame Planung mit Beteiligung möglichst aller Ressourcen, die Teil des Lebensumfeldes einer Person mit Beeinträchtigung sind. Gemeinsam

mit dem Betroffenen wird nach Möglichkeiten und Lösungen gesucht, wie er schrittweise unabhängiger werden und ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen kann, um vorbereitet zu sein, wenn sich die Eltern nicht mehr kümmern können. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass bloß noch Notlösungen zum Tragen kommen. Welche Rolle spielen die Wünsche und Vorstellungen der Betroffenen selbst bei der Planung? Die Wünsche und Vorstellungen der Betroffenen selbst sind der zentrale Bezugspunkt der gesamten Planung und aller Lösungen. Es geht um Lebensqualität im Sinne eines möglichst selbstbestimmten Lebens im Zeichen echter und möglichst weitgehender Inklusion in den verschiedensten Lebensbereichen. Wie erleben Sie den Prozess des „Loslassens“ bei Eltern und wie unterstützt die Stiftung sie dabei? Loslassen ist vermutlich und ganz unterschiedslos für alle Eltern ein mit vielen Fragen, Sorgen und Ängsten verbundener Prozess, ganz besonders aber – aus naheliegenden Gründen –für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung. Die Stiftung möchte ein geschützter Ort sein, wo diese Ängste und Sorgen Platz haben und geteilt werden können. Die Termine können ganz flexibel vereinbart werden.

Damit dieser Prozess gelingt,

braucht es zuallererst Vertrauen und diese Vertrauensbildung ist aktuell ein zentraler Bestandteil der Stiftungstätigkeit. Derzeit arbeitet das Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit der Universität Bozen unter der Leitung von Ulrike Loch gemeinsam mit der Universität Lumsa in Rom an einer Studie dazu, was Familien und Menschen mit Beeinträchtigung brauchen, um Vertrauen in diesem Prozess zu entwickeln. Der erste Schritt ist die bewusste Entscheidung der Eltern bzw. Familien, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Die Stiftung möchte die Familien dafür sensibilisieren und sie auf diesem Weg begleiten.

Viele Familien scheuen rechtliche und finanzielle Fragen. Wie nimmt die Stiftung hier Ängste und Unsicherheiten?

Die Stiftung wird in Kürze regelmäßige Beratungstermine mit Juristen anbieten, die sich spezifisch mit diesem Thema befasst haben und neben den rechtlichen Aspekten auch die Sorgen der Eltern gut kennen. Somit können Eltern oder Angehörige in den Räumlichkeiten der Stiftung in einem sehr vertraulichen und geschützten Rahmen individuelle Lösungen erarbeiten.

Wo sehen Sie in Südtirol noch Handlungsbedarf, wenn es um selbstbestimmtes Leben geht?

Südtirol verfügt bereits über ein sehr breites Angebot an Dienstleistungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, die versuchen, die verschiedensten Lebensbereiche und Bedürfnisgrade abzudecken. Nicht immer ist das Wissen um diese Dienste aber ausreichend. Hier möchte die Stiftung mit ihren niederschwelligen Beratungsangeboten ansetzen, ebenso wie bei der besseren Vernetzung der bestehenden Beratungsmöglich-

keiten und einer Sensibilisierung für die Notwendigkeit der Vereinfachung der Verfahren. Welche Ziele hat sich die Stiftung für die kommenden Jahre gesetzt?

Die Beratung und Begleitung von Familien zu allen Themen im Zusammenhang mit dem „Nach uns“ ist der derzeit zentrale Pfeiler der Stiftungstätigkeit. Konkret setzt die Stiftung auf Informationstätigkeit, Sensibilisierung für die Wichtigkeit einer bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema, Weiterbildungsangebote für Eltern und Familien sowie die Förderung der Vernetzung von Familien. Mittelfristig möchte die Stiftung – stets im Rahmen ihrer Ressourcen und finanziellen Möglichkeiten – mehrere individuell gestaltete, kleinstrukturierte Wohnprojekte für Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Südtiroler Landesteilen umsetzen und koordinierend begleiten, immer im Netzwerk mit den bereits bestehenden Diensten und deren Ressourcen. Was würden Sie Eltern raten, die sich zwar sorgen, das Thema „Nach uns“ aber immer wieder aufschieben?

Sich nicht unter Druck setzen, gleichzeitig aber doch ein erstes, unverbindliches Gespräch bei der Stiftung vereinbaren; dann in kleinen Schritten vorgehen und gemeinsam erarbeiten, wie der Weg in die Selbstständigkeit aussehen könnte. Eltern sind auf diesem Weg nicht alleine. Die Stiftung versteht sich als Schnittstelle, wobei auch der Austausch mit anderen betroffenen Familien zu diesem spezifischen Thema gefördert wird. Es geht um ein umfassendes, ganzheitliches Inklusionsprojekt.

Wunder

der Schöpfung

Nun, da der Frühling im ganzen Land Einzug hält, bin ich wie jedes Jahr aufs Neue fasziniert über die ersten Blumen, die sich ihren Weg an die Erdoberfläche suchen. Auch wenn sich dieser Vorgang Jahr für Jahr wiederholt, erfreut es doch so viele Menschen mit Freude und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Der Frühling ist ein leises Wunder der Schöpfung. Die ersten Knospen öffnen sich, zartes Grün sprießt aus dem Boden, das Licht wird heller und die Sonne wärmer. So erkennen wir, dass nach jeder Dunkelheit neues Leben erwacht.

Die Natur, Gottes Schöpfung ist nicht laut. Wir sind angehalten, innezuhalten, zu lauschen und zu staunen, überall sehen wir Gottes großes Werk. Erfreuen wir uns an den kleinen Dingen des Lebens, genießen das kleine Glück im Alltag!

Ostern erinnert uns daran, dass nach jeder Dunkelheit neues Licht kommt. So wie die Natur im Frühling erwacht, dürfen auch wir neu beginnen. Alte Sorgen, Enttäuschungen und Ängste loslassen – Vertrauen, Hoffnung und Liebe dürfen wachsen.

Die Auferstehung Jesu steht sinnbildlich für diese Kraft der Erneuerung. Sie zeigt: Das Leben ist stärker als der Tod, das Licht stärker als die Finsternis, die Liebe stärker als jede Angst. Ostern lädt uns ein, dieses Licht zu entdecken. Vielleicht durch einen guten Gedanken, ein versöhnliches Wort oder durch eine liebevolle Tat, jedes Licht zählt.

Möge Ostern unser Herz mit Freude erfüllen, neue Hoffnung schenken und uns daran erinnern: Jeder Tag ist eine Chance für einen Neubeginn.

Ingrid Mair, Wiesen

Interview: Barbara Felizetti Sorg

Wipptal

Zwischenlösung mit Perspektive

Trotz langer Wartelisten bleiben im Seniorenwohnheim der Bezirksgemeinschaft Wipptal in Sterzing derzeit rund 40 Betten ungenutzt, weil es an Pflegepersonal fehlt. Um die bestehenden Strukturen besser auszulasten und gleichzeitig auf den steigenden Bedarf an alternativen Wohnformen für ältere Menschen zu reagieren, soll nun das Angebot „Betreutes Wohnen Plus“ in einem Teil der freien Kapazitäten eingeführt werden.

Das Modell „Betreutes Wohnen Plus“ ist ein Wohn- und Betreuungsangebot für Menschen ab 65 Jahren, die ihren Alltag zu Hause weder autonom noch mit Unterstützung anderer Menschen bewältigen können. Angesiedelt ist es zwischen dem klassischen betreuten Wohnen und dem vollstationären Aufenthalt im Seniorenheim und richtet sich vor allem an Senioren mit einem mittleren Unterstützungsbedarf, die noch nicht dauerhaft auf eine umfassende stationäre Pflege angewiesen sind, jedoch mehr Sicherheit und Begleitung benötigen, als es das herkömmliche betreute Wohnen vorsieht. Die Bewohner leben dabei in eigenen, barrierefreien Wohneinheiten innerhalb der bestehenden Struktur und führen ihren Alltag weitgehend selbstständig. Gleichzeitig steht ihnen bei Bedarf Unterstützung zur Verfügung, sei es bei pflegerischen Tätigkeiten, bei der Organisation des Alltags oder in Notfällen. Eine durchgehende Erreichbarkeit sorgt für zusätzliche Sicherheit und entlastet sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen.

„Betreutes Wohnen Plus“: Wohn- und Betreuungsangebot für Menschen ab 65 Jahren

Vorschläge abgelehnt

Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Team-K-Abgeordneten Maria Elisabeth Rieder zur Verkürzung der Wartezeiten bei der Pflegeeinstufung abgelehnt. Die Abstimmung endete mit 17 zu 17 Stimmen, womit der Antrag nicht angenommen wurde. Der Antrag war Teil der Initiative „Wir warten nicht mehr“, die von 4.183 Personen unterstützt wurde. Rieder kritisiert, dass damit die Anliegen vieler Betroffener unberücksichtigt bleiben. „Gerade Familien, die Angehörige zu Hause pflegen, stehen unter enormem Druck und brauchen rasche Entscheidungen“, so die Abgeordnete.

Der Handlungsbedarf ist laut aktuellen Zahlen groß: 2025 wurden 7.421 Ansuchen zur Pflegeeinstufung gestellt, mehr als 3.300 davon waren bis Jahresende noch nicht bearbeitet. Gleichzeitig ist die Zahl der Einstufungsteams in den vergangenen Jahren von 20 auf derzeit 17 gesunken.

Rieder kündigte an, das Thema weiterhin politisch zu verfolgen. Zudem schlägt sie vor, die Pflegeausbildung durch Außenstellen der Landesfachschule „Hannah Arendt“ in peripheren Gebieten auszubauen, um mehr jungen Menschen den Einstieg in den Pflegeberuf zu erleichtern.

Weniger Personalressourcen

Im Seniorenwohnheim in Sterzing sind derzeit rund 50 Betten belegt, etwa 40 Betten sind hingegen ungenutzt. Grund für diesen Leerstand ist der eklatante Mangel an Pflegekräften im stationären Bereich, der eine vollständige Belegung der Heimplätze nicht zulässt. Zehn dieser derzeit nicht belegten Betten sollen künftig für „Betreutes Wohnen Plus“ genutzt werden, schließlich gibt es auch im Wipptal zahlreiche Senioren, die ein solches Wohnmodell dringend

Die Bezirksgemeinschaft organisiert den Dienst im Auftrag der Gemeinden und er-

eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots. Auch in der Gemeinde Ratschings stimmten die Räte einstimmig für die Über-

bewohnern eingesetzt werden“, wie es in den Beschlüssen der Gemeinden heißt.

Gemeinden am Zug

In Sterzing wird das Thema bei der nächsten Gemeinderatssitzung diskutiert. Wie Eva Frick, SVP-Gemeinderätin und zugleich stellvertretende Bezirkspräsidentin, bei der Februar-Sitzung des Gemeinderates betonte, handelt es sich dabei um eine zeitlich begrenzte Zwischenlösung. Sollten die Bettenkapazitäten im Seniorenwohnheim wieder vollständig für den stationären Bereich benötigt werden, sei eine Anpassung möglich. Zudem könne es in manchen Fällen zu einem natürlichen Übergang vom „Betreuten Wohnen Plus“ in den regulären Heimbereich kommen, wenn sich der Pflegebedarf erhöhe. Grundsätzlich würden für beide Betreuungsformen – stationäre Pflege und betreutes Wohnen – zwei getrennte Ranglisten geführt.

ab 65 Jahren kann eine Zwischenlösung sein, für die es auch hohe Landesbeiträge gibt.“

Seniorenwohnheime unter Druck

Südtirols Seniorenwohnheime stehen vor großen Herausforderungen. Bis zum Jahr 2030 werden rund 1.050 zusätzliche Fachkräfte für Pflege und Betreuung benötigt. Besorgt zeigt sich der Verband der Seniorenwohnheime Südtirols vor allem über neue rechtliche Bestimmungen zur dualen Pflegehelferausbildung, die im Zuge eines Staat-Regionen-Abkommens eingeführt wurden. Die Landesregierung hat diese Anfang des Jahres übernommen. Dadurch steigt der Anteil an Theoriestunden deutlich, während das Praktikum im eigenen Betrieb reduziert wird. Gleichzeitig sinkt die Entlohnung während der Ausbildung. Laut Verband könnte dies die Attraktivität der Ausbildung deutlich verringern.

Neben dem Fachkräftemangel bereiten auch steigende Kosten den Heimen Sorgen. Durch ein geändertes Finanzierungsmodell müssen sich die Einrichtungen stärker an den Mehrkosten für das Personal beteiligen. Diese werden über höhere Grundtarife weitergegeben: Der durchschnittliche Tagestarif für ein Einzelzimmer ist im Vergleich zum Vorjahr um rund vier Euro, jener für ein Mehrbettzimmer um 3,77 Euro gestiegen. benötigen.

Den Plänen positiv gegenüber steht die Gemeinde Pfitsch, deren Gemeinderat dem Vorhaben bereits einstimmig zugestimmt hat. Bürgermeister Stefan Gufler sieht in dem Projekt

Auch Sonja Ainhauser, Referentin für Familie und Soziales, sprach sich für die Übertragung des Dienstes aus, „nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern weil das Angebot sicher in Zukunft verstärkt gebraucht wird“. „Wir wissen im Moment zwar nicht, wie groß die Nachfrage sein wird, aber einen Versuch ist es allemal wert“, so Ainhauser. Bei Redaktionsschluss ausstehend war der Beschluss in den Gemeinden Brenner, Franzensfeste und Freienfeld. Das Projekt versteht sich nicht nur als pragmatische Antwort auf den aktuellen Personalmangel, sondern auch als strategische Reaktion auf den demografischen Wandel. Immer mehr ältere Menschen wünschen sich ein möglichst selbstständiges Leben mit der Gewissheit, bei Bedarf rasch Unterstützung zu erhalten. „Betreutes Wohnen Plus“ schließt genau diese Lücke zwischen eigenständigem Wohnen und stationärer Pflege. Das neue Wohnmodell im Seniorenwohnheim Wipptal startet am 1. April.

Gerade diese berufsbegleitende Ausbildung galt bislang als Erfolgsmodell im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Seit ihrer Einführung konnten 164 Pflegekräfte ausgebildet werden, weitere 90 befinden sich derzeit in Ausbildung. Nun hat der bisherige Ausbildungspartner, das Bildungshaus „Lichtenburg“, angekündigt, das Angebot unter den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr fortzuführen.

Reform des Erb- und Schenkungsrechts

Im bisher geltenden Rechtssystem konnte der Pflichtteilsberechtigte, nachdem er die Kürzung der Schenkung erwirkt hatte, die Herausgabe der geschenkten Liegenschaft nicht nur gegenüber dem Beschenkten, sondern auch gegenüber Dritterwerbern verlangen. Die Reform verändert nun diese Rechtslage. Das neue System gewährt dem Pflichtteilsberechtigten ausschließlich einen Forderungsanspruch gegen den Beschenkten, der sich nach dem Wert des betroffenen Vermögensgegenstandes bemisst. Damit entfällt das traditionelle dingliche Nachverfolgungsrecht des Vermögensgegenstandes gegenüber entgeltlichen Erwerbern. Ziel ist es, eine größere Stabilität des Immobilienverkehrs zu gewährleisten. Konkret bedeutet dies: Ist die vom Beschenkten erhaltene Liegenschaft bereits auf Dritte entgeltlich übertragen worden, beseitigt die neue Regelung die Herausgabeklage gegenüber diesen. Der Pflichtteilsberechtigte behält lediglich einen Forderungsanspruch gegen den Beschenkten, während der Dritterwerber vor dem Risiko dinglicher Herausgabeansprüche des Pflichtteilsberechtigten geschützt ist. Befindet sich der Vermögensgegenstand hingegen noch in der Verfügungsgewalt des Beschenkten, bleibt es weiterhin möglich, die Herausgabe der Liegenschaft zu erlangen, wenngleich innerhalb eines zeitlich abgegrenzten Rahmens. Dabei spielt die von der Reform vorgesehene Übergangsregelung eine wesentliche Rolle. Maßgeblich ist nicht das Datum der Schenkung, sondern der Zeitpunkt der Eröffnung der Erbfolge. Dieser Zeitpunkt fällt nach Art. 456 ZGB mit dem Tod des Erblassers zusammen. Daraus folgt, dass Erbfälle, die vor dem 18.12.2025 eingetreten sind, weiterhin der bisher geltenden Rechtslage unterliegen; Erbfälle, die ab dem 18.12.2025 eintreten, fallen vollständig unter das neue System. Zu beachten ist dabei die sechsmonatige Übergangsfrist für bereits eröffnete Erbfälle: Pflichtteilsberechtigte haben bis zum 18.06.2026 Zeit, die Kürzungsklage oder den Widerspruch gegen die Schenkung zuzustellen und im Grundbuch anzumerken. Wird die Klage nicht innerhalb dieser Frist zugestellt bzw. der Widerspruch erhoben und angemerkt, erstreckt sich die neue Regelung auch auf bereits zuvor eröffnete Erbfälle, mit der Folge, dass das bisherige System der Herausgabeansprüche endgültig unanwendbar wird. Zusammenfassend gilt somit folgendes: Falls sich die Erbfolge vor dem 18.12.2025 eröffnet hat, gilt die vorhergehende Regelung, sofern Klage oder Widerspruch bis zum 18.06.2026 erhoben und angemerkt werden; eröffnet sich die Erbfolge nach dem 18.06.2026, steht dem Pflichtteilsberechtigten ausschließlich ein Entschädigungsanspruch gegenüber dem Beschenkten zu und die Herausgabe gegenüber dem entgeltlichen Erwerber ist ausgeschlossen. Die Beachtung des Stichtags vom 18.06.2026 stellt somit einen wesentlichen Schritt dar, um zu bestimmen, welche rechtliche Regelung tatsächlich Anwendung findet.

„Sorry, aber ich wurde gemobbt!“

Wenn Arbeit krank macht

Das ist die Geschichte von Lisbeth (Name von der Redaktion geändert) und ihrer belastenden Zeit in einem Wipptaler Unternehmen. Sie zeigt, wie schleichend Mobbing begin nen kann – und wie tiefgrei fend die Folgen für Körper und Psyche sind. Ein Appell, Warnsignale ernst zu neh men und Probleme nicht totzuschweigen.

I Nadia Sorg

Fünfzehn Jahre lang arbeite te Lisbeth im selben Betrieb. Als sich die Möglichkeit bot, in eine neue Abteilung zu wechseln, verband sie damit Hoffnung: neue Aufgaben, neue Motivation, vielleicht ein frischer Blick auf Routinen, die sich über die Jahre eingeschlichen hatten. Sie kannte Produkte und Abläufe gut, hatte konkrete Ideen zur Optimierung und war überzeugt, einen wertvollen Beitrag leisten zu können. Zwei Kollegen aus früheren Zeiten – Frau X und Herr Y – arbeiteten ebenfalls dort. Sie galten als eingespieltes Team. Trotz früherer Spannungen glaubte Lisbeth an einen Neustart. Menschen verändern sich, dachte sie.

Subtile Ausgrenzung im Arbeitsalltag

kaum spürbar. Lisbeth musste sich Abläufe selbst erschließen, wäh-

rend sie gleichzeitig merkte, dass Absprachen ohne sie stattfanden. Informationen wurden nicht weitergegeben, Entscheidungen im kleinen Kreis getroffen. Das Gefühl, außen vor zu sein, stellte sich früh ein.

Im täglichen Miteinander verschärfte sich diese Dynamik. Vorschläge, die Lisbeth einbrachte, wurden kühl abgeblockt oder ignoriert. Gespräche verliefen ins Leere. Zwischen den Zeilen spürte sie Widerstand – offen ausgesprochen wurde wenig. Statt direkter Kommunikation entstand eine Atmosphäre von Andeutungen, Gerüchten und unterschwelligen Vorwürfen.

Doch schon der erste Arbeitstag dämpfte ihre Erwartungen. Ein fester Arbeitsplatz fehlte, ebenso eine strukturierte Einschulung. Vieles blieb unklar, Unterstützung durch den Vorarbeiter Herrn Z war

Ein Beispiel von vielen Besonders deutlich wurde das für sie in einer Szene im Lager: Sie sollte einen Artikel aus dem hintersten Bereich holen und arbeitete dafür mit dem Gabelstapler. Dabei

fiel ihr auf, dass sich durch eine Umstrukturierung Platz sparen ließe. Sie begann, Regale neu zu ordnen. Kurz darauf stand ihr Vorarbeiter vor ihr: Herr Y brauche den Stapler sofort. Später stellte sich heraus, dass dieser gewusst hatte, dass Lisbeth ihn im Einsatz hatte. Anstatt sie direkt anzusprechen, hatte er sich an Herrn Z gewandt. Für Lisbeth war das bezeichnend: Nicht das Gespräch auf Augenhöhe, sondern der Umweg über Autorität mit dem Effekt, sie als Störfaktor erscheinen zu lassen. uch in anderen Situationen fühlte sie sich zunehmend in die Defensive gedrängt. Änderungen an Aufträgen wurden t klar kommuniziert, Fehler jedoch ihr zugeschrieben. Wenn sie sich erklärte, blieb sie allein. Das eingespielte Team hielt zusammen und sie hatte das Gefühl, gegen eine geschlossene ront zu stehen. Selbst Pausen wurden zur Belastung: Gespräche verstummten, wenn sie den Raum betrat, Distanz wurde spürbar.

Mit der Zeit begann Lisbeth, sich zurückzuziehen. Sie vermied Konfrontationen, verzichtete auf Pausen und versuchte, möglichst unauffällig zu arbeiten. Gleichzeitig wuchs der innere Druck. Ihr Vorgesetzter sprach phasenweise kaum mit ihr – ob aus Überforderung oder Parteinahme, blieb unklar. Für Lisbeth fühlte es sich wie Isolation an.

Wenn der Körper die Reißleine zieht

Sieben Jahre lang hielt sie diese Situation aus. Jeden Morgen ging sie mit einem Kloß im Hals zur Arbeit. Nicht die Tätigkeit selbst belastete sie, sondern das Klima. Sie redete sich ein, stark genug zu sein, versuchte, durch Fleiß und Höflichkeit gegenzusteuern. Doch irgend-

wann streikten Körper und Psyche. Sie erlitt ein Burn-out und war längere Zeit arbeitsunfähig. Neben viel Schlaf und Rückzug brauchte sie auch medizinische Unterstützung, um wieder Stabilität zu gewinnen. Als sie langsam wieder Kraft schöpfte, traf sie eine Entscheidung: Sie kündigte. Eine echte Aufarbeitung im Betrieb fand nicht statt. Ein letztes Gespräch mit Herrn Z brachte für sie keine Klarheit – sie schilderte nochmals ihre Sicht, doch das Gefühl, nicht wirklich gehört worden zu sein, blieb. Um innerlich abzuschließen, schrieb sie Briefe an die Beteiligten – weniger, um Antworten zu bekommen, sondern um ihre eigene Stimme wiederzufinden.

Abschließen und neu beginnen

Heute ist Lisbeth psychisch stabil und in einem neuen Beruf angekommen, der sie erfüllt. Mit zeitlichem Abstand kann sie das Geschehene klar benennen: „Sorry, aber ich wurde gemobbt.“ Diese Erkenntnis half ihr, die Schuld nicht länger bei sich zu suchen.

Aus ihrer Erfahrung hat sie gelernt, wie wichtig es ist, frühzeitig über Belastungen zu sprechen. Mobbing beginnt oft leise – mit Ausgrenzung, fehlender Information, kleinen Sticheleien. Werden solche Dynamiken nicht angesprochen, können sie sich verfestigen und gravierende Folgen haben.

Lisbeths Geschichte ist ein Appell an Betroffene: Schweigt nicht. Holt euch Unterstützung – im privaten Umfeld oder bei medizinischen Fachpersonen. Niemand ist selbst schuld daran, gemobbt zu werden. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Selbstfürsorge.

Fischtage im Gasthaus Wolf am Brenner

Menschliche Tragödie und wirtschaftliches Risiko

Bei Mobbing handelt es sich nicht um einen Zufall, sondern um ein strukturelles Problem –und ein Anzeichen für das Versagen der Führung. Es schadet nicht nur dem Opfer, sondern dem gesamten Team und auch dem Unternehmen.

Erker: Her Rigo, wie hätte sich der Vorarbeiter eigentlich verhalten sollen?

Paul Felix Rigo: Wenn der Vorarbeiter die Optimierungsvorschläge einer Mitarbeiterin für sinnvoll hält, müsste er sich klar hinter sie stellen, Ressourcen organisieren und zusehen, dass alle zusammenarbeiten. Er müsste auch klar kommunizieren, dass weitere Vorschläge ausdrücklich erwünscht sind, und auch die anderen Angestellten ermutigen, sich einzubringen. Die Respektlosigkeit, die Bloßstellung, das gezielte Untergraben und die Ausgrenzung hätten offen besprochen werden müssen, und zwar bereits kurz nach ihrem ersten Auftreten. Sie gehören nicht zum „Stil“, sondern sind ein Hinweis auf Defizite in Führung und Organisation.  Grenzverletzungen sofort zu stoppen, klar zu benennen und nicht als „privaten Konflikt“ zu relativieren, gehört auch zu den Aufgaben eines Vorarbeiters. Dabei muss er gar nicht laut sein, aber eindeutig. Häufen sie sich oder werden sie gar regelmäßig, müssen Personalabteilung bzw. Geschäftsführung eingebunden werden. Der Arbeitgeber muss nicht nur die Leistung sicherstel-

len, sondern auch die psychische Integrität der Angestellten im Arbeitskontext schützen. Führung bedeutet nicht „harmonisieren“, sondern einen Schutzrahmen schaffen und durchsetzen. Was können Kollegen tun? Wer helfen will, fürchtet soziale Kosten. Das wird zurecht als Gefahr wahrgenommen. Angst ist in solchen Dynamiken normal – und genau darauf bauen diese auf. Da ist es gut zu wissen, dass wirksames Handeln nicht gleichbedeutend ist mit Heldentum, also Selbstaufopferung. Kleine, risikoarme Schritte können große Unterschiede machen. Man kann mit einer kurzen Aussage signalisieren: „Ich habe das gesehen, das war nicht okay.“ Es empfiehlt sich, gegen persönliche Angriffe klar Stellung zu beziehen und

für Sachlichkeit und lösungsorientiertes Denken einzustehen. Die Vorfälle nüchtern zu dokumentieren, ist ebenfalls wichtig, weil Mobbing häufig über viele kleine Ereignisse läuft, die später leicht als Missverständnisse abgetan werden können. Wer zu zweit oder zu dritt anstatt alleine agiert, senkt das persönliche Risiko abermals. Wenn es im Unternehmen sichere Wege gibt, solche Dinge anzusprechen – beispielsweise eine Vertrauensperson im HR-Bereich, Compliance oder einen Hinweisgeber-Kanal für Whistleblowing – sollte man sie nutzen, idealerweise bereits in einer frühen Phase, solange es noch um Kurskorrektur geht und nicht schon um Schadensbegrenzung. Das sind nur einige Beispiele für Deeskalation, aber in diese

Richtung sollte es gehen, um die Isolation des Opfers zu unterbrechen. So trägt man auch seinen eil dazu bei, dass die Umgangsregeln im Team durchgesetzt

Welcher wirtschaftliche Schaden kann entstehen? Wegschauen mag kurzfristig bequem wirken, ist aber langfristig euerste Entscheidung für das Unternehmen. Wirtschaftlich schlägt Mobbing in mehreren Blöcken zu. Krankenstände tiger, aber nur ein Faktor. Firmen sollten sich gleichermaßen vor Präsentismus ürchten, also vor Angestellten, die zwar zur Arbeit gehen, aber aufgrund der Umstände derart kognitiv erschöpft sind, dass sie nur fehleranfällig und langsam arbeiten können. In diesem Zustand ist auch die Kooperationsbereitschaft gering. Da es sich bei Mobbing um eine soziale Dynamik handelt, ist das gesamte Team betroffen. Bleiben die Sanktionen wie Zurechtweisungen für das schädliche Verhalten aus, verändert es still und leise die Spielregeln. Ist Aggression im Spiel, halten die Mitarbeitenden aus Angst Informationen zurück und vertuschen Fehler. Wer aggressiv agiert und keine Folgen dafür fürchten muss, gewöhnt sich daran, dass nichts passiert. Jene Leute im Team hingegen, die konstruktiv denken und Einsatz zeigen, lernen, dass sich Engagement nicht lohnt. Das führt langfristig zu großem Frust und die Kündigung ist oft nicht mehr weit entfernt. Fluk-

Im Gespräch mit Business-Coach Paul Felix Rigo
Business-Coach Paul Felix Rigo

tuation ist natürlich bedrohlich, denn damit einher gehen Qualitäts- und Sicherheitsrisiken sowie der Verlust von implizitem Knowhow. Recruiting und Einarbeitung kosten um ein Vielfaches mehr, als bereits Beschäftigte im Unternehmen zu halten. Aus Organisationssicht ist Mobbing also kein „Wehwehchen nebenbei“, sondern ein handfester Performance-Killer und ein Risiko für die gesamte Wertschöpfung.

Wenn Unternehmen sicherstellen, dass bei Regelbrüchen sofort entsprechend gehandelt und die psychische Integrität der Mitarbeitenden geschützt wird, dann hat Mobbing keine Chance.

Welchen Fehler sollten Unternehmen unbedingt vermeiden?

Während meiner Arbeit habe ich in vielen Betrieben immer wieder denselben Fehler festgestellt: Essentielle Dinge werden den Zuständigen nicht kommuniziert. Klingt nach einer subtilen Sache, aber darin steckt enormes Konfliktpotenzial. Wenn die Zuständigkeiten und Abläufe klar vergeben und die Umgangsregeln klar definiert sind, verhindern sie, dass diese Dinge zwischen den Mitarbeitenden Konflikte entfachen. Wo diese Angelegenheiten unklar sind, wird fast zwangsläufig über Beziehungen, Sympathien und informelle Allianzen „geregelt“ – und genau dort entstehen dann Verletzungen, Kränkungen und Eskalationen. Für das, was sie verhindern kann, ist diese Maßnahme wirklich sehr einfach.

Aus welchen Elementen besteht echte Mobbing-Prävention?

Ein Unternehmen braucht für echte Prävention fünf funktionierende Hebel. Der erste heißt

Transparenz: Damit Beziehungen nicht wichtiger werden als Regeln, bedarf es klarer Rollen, Zuständigkeiten und Entscheidungspfade, die ausnahmslos gelten. Der zweite Hebel ist die Nachvollziehbarkeit: Prozesse müssen so gestaltet werden, dass Manipulation sichtbar wird. Mittel dafür sind etwa dokumentierte Übergaben, klare Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Änderungen. Der dritte Hebel ist Konsequenz, also ein verbindlicher Verhaltenskodex, der in allen Situationen als Standard gilt. Auch die Folgen eines Regelbruchs sollten darin festgelegt werden. Der vierte Hebel sind sichere Meldewege: interne Kanäle gewährleisten Vertraulichkeit und Schutz vor Repressalien. Whistleblowing ist kein „Petzen“, sondern ein Instrument des Risikomanagements. Der fünfte Hebel ist die Führung selbst. Sie muss Träger der Werte sein. Führungskräfte müssen daran gemessen werden, ob Probleme früh sichtbar und fair bearbeitet werden – nicht daran, ob „Ruhe“ herrscht. Wenn diese Elemente zusammenspielen, werden engagierte Mitarbeitende geschützt, Innovation bleibt möglich und destruktive Netzwerke haben keine Chance – zumindest nicht auf Dauer. Warum fällt es Betroffenen oft so schwer, die Reißleine zu ziehen? Wie kann ich mir in der Spirale selbst helfen? Mobbing beginnt höchst selten als „großer Knall“, sondern meistens mit vielen subtilen Angriffen, sogenannten Mikro-Aggressionen. Kleine Abwertungen, subtile Ausschlüsse und doppeldeutige Botschaften erzeugen bei den Betroffenen Angst, Scham, Dauerstress und Selbstzweifel. Bereits wenn man sich die Frage „Bin ich zu empfindlich?“ stellt, kann Mobbing vorliegen. Diese Gefühle führen dazu,

dass das Nervensystem hochläuft. Die Wahrnehmung wird eingeengt und damit nehmen die Handlungsmöglichkeiten und die Entscheidungsfähigkeit ab. Man sieht die Entlastung im kurzfristigen Durchhalten statt in einer langfristigen Lösung. Selbsthilfe beginnt deshalb mit einem simplen Realitätscheck, der die Psyche durch das sachliche Festhalten der Ereignisse stabilisiert: Was ist passiert? Wer war anwesend? Wann ist es geschehen? Dabei sollte man versuchen, eigene Interpretationen außen vor zu lassen. Hilfreich sind auch Vorsätze mit klaren Schwellen: „Wenn A wieder passiert, dann mache ich Schritt B.“ Das reduziert die Ohnmacht und hilft, auf Distanz zu gehen.

An welche Stellen kann ich mich als Betroffener wenden? Wenn der Arbeitgeber seine arbeitsrechtliche Schutzpflicht missbraucht und nicht vor Mobbing schützt, kann man sich an die Gleichstellungsrätin oder die Antidiskriminierungsstelle wenden. Auch die Gewerkschaft ist ein guter Ansprechpartner. Es ist nie zu früh für professionelle Unterstützung – spätestens aber wird sie dann notwendig, wenn gesundheitliche Belastungen spürbar werden. Zudem sollte mindestens eine Vertrauensperson außerhalb der Arbeit Bescheid wissen.

Interview: Nadia Sorg

Dreistelliger Geburtstag

Vier Hundertjährige im Wipptal

Sie haben ein ganzes Jahrhundert miterlebt: Krieg, Wiederaufbau, steigenden Wohlstand, medizinischen Fortschritt ... Einst waren hundertjährige Zeitzeugen eine Rarität, heute gibt es immer mehr von ihnen. In Italien hat sich seit 2009 die Zahl der über 100-Jährigen mehr als verdoppelt. Am 1. Jänner 2025 waren 23.548 Staatsbürger 100 Jahre oder älter. Das sind 2.000 mehr als 2024 und so viele wie nie zuvor. Das geht aus aktuellen Daten des italienischen Statistikamts ISTAT hervor. Die meisten Zentenare

– fast 83 Prozent – sind Frauen. 724 Staatsbürger knackten sogar die 105-Jahres-Marke, 19 sind mindestens 110 Jahre alt. Auch in Südtirol steigt die Zahl der Hundertjährigen. Laut ASTAT-Statistik – die Daten stammen aus den Melderegistern der Gemeinden – erreichten 1995 noch 37 Bürger die 100-Jahre-Marke. 2005 waren es 62, 2015 bereits 110. Im Jahr 2025 zählte Südtirol 172 Zentenare: 62 Frauen und elf Männer mit 100 Jahren, 35 Frauen und elf Männer mit 101 Jahren, 22 Frauen und sechs

Männer mit 102 Jahren, 13 Frauen und zwei Männer mit 103 Jahren, sechs Frauen mit 104 Jahren, eine Frau mit 105 Jahren, zwei Frauen mit 106 Jahren und einen Mann mit 107 Jahren.

Einen dreistelligen Geburtstag feiern heuer auch vier Wipptaler. Allen (Über-)Hundertjährigen wünscht der Erker von Herzen ein gesundes, frohes neues Lebensjahr!

I Renate Breitenberger, Silvia Pergher

„Ohne

Glück und Segen wird man nicht alt“

Josef Gschließer, 103 Jahre, aus Sterzing

Sepp Gschließer ist am 27. Jänner 1923 beim „Müllerhof“ in Mareit geboren und dort auf gewachsen. Als 15-Jähriger arbeitete er im Winter in der Erzmühle in Maiern, danach als Fri seurlehrling beim Mann seiner Tante. 1941 zog er nach Mühlau. In Radstadt schnitt er Haare, in Telfes im Stubaital war er Reichsarbeiter, in der Innsbrucker Hofburg heizte er Kohleöfen in den Stabbüros. Später wurde Sepp Gebirgssanitäter: Er absolvierte eine Sanitätsausbildung in Saalfelden, ein Praktikum in der Klinik Innsbruck, übte den Kriegsfall in der Wattener Li zum und marschierte nach Hall. Den Krieg hat er bis heute nicht vergessen: Im Viehwaggon zum Schwarzen Meer, von Maikopp am Don 700 km zu Fuß ins Kaukasus-Gebirge. Kurz vor Tuapse versorgten er und andere Sanitäter bis zu 50 Verwundete täglich. 1943, nach der Niederlage der 6. Deutschen Armee bei Stalingrad, zog sich seine Truppe zum Dnjepr zu rück; im Mai 1945 erreichte sie Lahn an der Taya in Niederösterreich. Unterwegs wurde Sepp dreimal verwundet, fiel mehrmals US-Besatzern in die Hände, die ihn den Russen ausliefern wollten. Doch er türmte, floh zu Fuß nach Mühlbach am Hochkönig zu seiner Familie. In Österreich sah er keine Zukunft. So zog er weiter über Obernberg, Sandjoch und Steckholz nach Sterzing. Mit Vieh- und Warenschmuggel über die Brennerberge verdiente er sein Geld. 1957 investierte er es in ein Friseurgeschäft in der Neustadt in Sterzing. 1948 heiratete er, wurde Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. In der Verhaftungswelle nach den Sprengstoffanschlägen 1960 landete auch er im Gefängnis, wurde aber freigelassen, da ihm nichts nachgewiesen werden konnte. „Ich habe nie etwas verbrochen“, sagt Sepp. Den Frieden genoss er sehr. Er saß im Ausschuss der Gesellschaft, die sich für ein neues Krankenhaus einsetzte, im Autobahnkomitee für Grundablöse, war Mitbegründer und Haupt mannstellvertreter der Schützenkompanie Sterzing, Mitbegründer des Reitvereins Thumburg sowie Mitaufbauer und Obmann der SKFV-Ortsgruppe Sterzing. Seit seiner Herzoperation und seiner Diabetes-Erkrankung betreuen ihn zuhause seine Lebensgefährtin und seine Tochter. Sein 103. Geburtstag, sagt Sepp, sei purer Zufall. „Ohne Glück und Segen wird man nicht alt“.

„Wer auf Gott vertraut, braucht kuan Speck zin Kraut!“

Josef Volgger, 101 Jahre, aus Außerpflersch

Pepi Volgger kam am 18. März 1925 in der „alten Mühle“ in Außerpflersch zur Welt. Seine Sommerferien verbrachte er am liebsten mit seinem Freund, dem „Kolbm Hons“, beim Streichespielen und beim Hüten auf der „Platzhofalm“ am Hühnerspiel. Beim „Moaschter“ in Wiesen, seiner zweiten Heimat, lernte er das Schustern; sein Vater war ebenfalls Schuster. Doch Pepi tauschte die Werkstatt lieber gegen frische Luft. Als Liftmann arbeitete er am Hühnerspiel, auf der Hatzlwiese und in Ladurns; dort blieb er bis zum Ruhestand. In seiner Freizeit engagierte sich Pepi bei der Feuerwehr, beim Chor (erster Tenor), bei der Musikkapelle (Waldhorn), tanzte und musizierte in Stuben, spielte Karten und Theater. Nie himmelhochjauchzend, nie zu Tode betrübt, nahm er das Leben, wie es kam, mit Höhen und Tiefen. Trotz Oberschenkelbruch, Schlaganfall und Rollstuhl erfreut er sich bester Gesundheit. Er schaut fern oder aus dem Fenster, liest den Erker, sitzt hinterm Haus in der Sonne und freut sich über jeden Besuch. Zuhause pflegen ihn Tochter Wilma und Sohn Thor. Lebensweisheiten erfindet Sepp immer neue – eine davon lautet: „Wer auf Gott vertraut, braucht kuan Speck zin Kraut!“

„Gesund, glücklich und zufrieden“

Josef Peer, 108 Jahre, aus Trins

Più

il viaggio è lungo meglio è“

Anna Lucca Pessot, 103 anni, di Fortezza

Anna Lucca in Pessot ha 103 anni. É nata il 6 marzo 1923 a Grigno in provincia di Trento, un paesino della bassa Valsugana che ha circa 2050 abitan ti. La sua infanzia è stata di duro lavoro nei campi per tirare avanti la famiglia. Eravano in sei: cinque sorelle e un fratello. Sono rimaste solo lei, la se condagenita, e la sorella più giovane che ha 89 anni. Quando si é sposa Orsago, provincia di Treviso, sono andati ad abitare al Forte, attualmente sotto il comune di Fortezza. Suo marito faceva la guardia giurata e custodiva le munizioni dell’esercito. Ha avuto quattro figli e uno è morto cinque anni fa. Lei e suo marito hanno abitato al Forte dal 1950. É stata mandata a lavorare in Germania durante la guerra come prigioniera prima a Rossleben e poi a Buchau. Il Forte in se guito é passato dal comune di Varna con un referendum al comune di Fortezza e hanno abitato lì fino agli anni fine `90. Poi sono andati ad abitare a Fortezza dove abita ancora adesso. Ha sempre fatto la casalinga. Li al Forte non è stato semplice per i suoi figli che dovevano andare a scuola a piedi a Fortezza e lei li accompagnava e li andava a prendere all’asilo e poi a scuola anche quattro volte al giorno e con qualsiasi tipo di tempo. Veniva chiamata a Fortezza la bersagliera. Fino a una decina di anni fa lavorava a maglia ma poi ha smesso. Ora le piace andare in giro con la macchina e più il viaggio è lungo meglio è! Da cinque anni suo figlio Claudio si prende cura di lei. É in salute e prende solamente due pastiglie, una per la ritenzione idrica e la cardioaspirina.

Josef Peer („Gedirn Seppl“) aus Trins im Gschnitztal ist der ältes te Mann Tirols. Er wur de am 31. Jänner 1918 geboren und wuchs mit zehn Geschwistern auf einem Bauernhof in Trins auf. Schon als Elfjähri ger hütete er mit seinem Bruder den Sommer über Schaf liebte es, in den Bergen unterwegs zu sein. „Arbeiten und sparen“ war sein Lebensmotto. Seppl durchlebte vier Währungen, erlebte die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges, in den er als 20-Jähriger ziehen musste, und überlebte mehrere Verwundungen. Nach acht Jahren kehrte er nach Hause zurück, sein Bruder nicht mehr. Nach der harten Nachkriegszeit führte Seppl mit Ida Gleirscher („der schönsten Frau im Stubaital“) 25 Jahre lang die Bremerhütte (2.413 m) am Ende des Gschnitztales. Das Paar hat sieben Kinder. Mit Humor, Dankbarkeit und Gottvertrauen meisterte er jede noch so große Herausforderung. Der Hüttenwirt sang jahrzehntelang im Kirchenchor, war viele Jahre Bassbläser und ist Ehrenobmann in der Musikkapelle; noch zu seinem 108. Geburtstag stimmte er aus voller Brust das Volkslied „Wohl ist die Welt so groß und weit“ an. Seit Herbst 2023 wohnt Seppl in einem Seniorenwohnheim und schaut im Fernsehen gerne Snooker („das ehrlichste Spiel der Welt“) und Skisport. Sein Lebensmotto lautet: „Gesundheit, Glück und Zufriedenheit kann sich der Mensch nicht kaufen.“ Und auch ein Rezept für ein möglichst langes Leben hat er parat: „Kein Alkohol, keine Zigaretten. Und mit den Frauen brav sein!“

Elsa Priller, 101 Jahre, aus Mareit

Elsa Priller aus Mareit (geboren am 27. April 1925) feiert am 27. April ihren 101. Geburtstag. Für ein Porträt im Erker stand sie nicht zur Verfügung.

Blutspenden

Präsidentin Valeria Casazza und ihr Stellvertreter Erwin Astenwald konnten zur Jahresversammlung von AVIS Sterzing zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Casazza ließ die wichtigsten Etappen des vergangenen Jahres Revue passieren. AVIS Sterzing, seit 1992 aktiv, zählte zum 31. Dezember 2025 insgesamt 1.153 Mitglieder. Im Laufe des Jahres wurden im Transfusionszentrum des Krankenhauses Sterzing 1.346 Blutspenden durchgeführt. Besonders hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Knochenmarkspender ADMO. Der Vorstand, dem neben Casazza und Astenwald auch Claudio Capuzzo, Stefano Linossi, Mirco Mauloni, Angelika Niedermair und Alex Origo angehören, bedankte sich bei Sekretärin Maria Ossanna, den Ärzten, dem Personal des Transfusionszentrums und bei allen Blutspendern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. 25 Spender wurden mit der AVIS-Silbermedaille und sieben Spender mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Einsätze steigen laufend

In einer so schnelllebigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, jederzeit helfend zur Seite zu stehen – rund um die Uhr. Den Bergrettern ist es Ansporn und Verpflichtung zugleich.

sätze erfolgte mit Hilfe des Hubschraubers. Wanderunfälle waren die häufigste Ursache, gefolgt von Erschöpfung und Herz-KreislaufProblemen.

Bei der 79. Jahresversammlung blickte die Bergrettungsstelle Sterzing Anfang März auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Rettungsstellenleiter Christian Geyr begrüßte zahlreiche Behördenvertreter und Ehrengäste und berichtete von kontinuierlich steigenden Einsätzen – einem Trend, der sich auch über die Landesgrenzen hinweg bemerkbar mache.

Zu 52 Einsätzen – im Schnitt einmal pro Woche – wurden die ehrenamtlichen Bergretter im vergangenen Jahr gerufen, so Schriftführerin Lea Trenkwalder. Dafür leisteten sie 494 Stunden hochprofessioneller Hilfe, oft unter extremen Bedingungen. Neun Personen konnten unverletzt geborgen werden, 17 verletzt, sieben schwer verletzt und vier leider nur noch tot. Gut ein Drittel der Ein-

Auch die Ausbildung der BRD-Mitglieder war intensiv: Im Durchschnitt wendete jedes Mitglied dafür 80 Stunden auf. Und diese ist aufgrund der gesteigerten Anforderungen breit gefächert. Sie umfasst Helikopter-, Felsund Eiskurse, Winter- und Liftrettung, Lawinenübungen, Notfallmedizin, technische Ausbildungen, Funktraining, Fortbildungen für Drohnenpiloten sowie Schulungen der Canyoning- und Peer-Gruppe. Zudem gehören die Wartung der Biwakschachtel am Hochferner und der einmal wöchentliche Pistendienst am Rosskopf zu den regelmäßigen Aufgaben des BRD Sterzing.

Die Zusammenarbeit und die zahlreichen gemeinsamen Übungen mit den anderen Rettungsstellen im Bezirk wurden von allen Seiten als hervorragend bewertet.

Bei den Neuwahlen wurde Christian Geyr einstimmig wieder zum Rettungsstellenleiter gewählt. Ihm zur Seite stehen in den kommenden drei Jahren als Ausschussmitglieder Peter Gschnitzer, Karin Hofer, Aaron Rainer, Ulrich Rainer, Lea Trenkwalder und Nicolas Zanarotto. Der BRD Sterzing zählt derzeit 33 Mitglieder und sechs Anwärter. In diesem Jahr soll ein neues Mannschaftsfahrzeug mit optionalem Liegendtransport angeschafft werden. Im Herbst findet wieder das Lawinenseminar statt.

Sterzing
Der neue Ausschuss des BRD Sterzing: (v. l.) Karin Hofer, Lea Trenkwalder, Rettungsstellenleiter Christian Geyr, Nicolas Zanarotto, Ulrich Rainer, Peter Gschnitzer und Aaron Hofer

Für langjährigen Einsatz im Gastgewerbe geehrt

Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) ehrte vor kurzem Fini Schafer aus

Sterzing für ihre langjährige, engagierte gastgewerbliche Tätigkeit. Nach vielen

Jahrzehnten hat sie sich entschieden, ihre gastgewerbliche Tätigkeit zu beenden und damit auch ihre Mitgliedschaft im HGV zurückzugeben.

Fini Schafer hat über 45 Jahre lang das Parkhotel „Zum Engel“ in Sterzing aufgebaut und erfolgreich geführt. Mit viel persönlichem Engagement und großer Leidenschaft sorgte sie dafür, dass sich ihre Gäste rundum wohlfühlten. Die Rolle als Gastgeberin war für sie stets mehr als ein Beruf, sondern eine echte Berufung. Vor einigen Jahren übergab sie ihr Lebenswerk an das Hotel „Plunhof“, das den Betrieb unter dem Namen „Engels Park“ erfolgreich weiterführt. Im Bild (v. l.) HGV-Bezirkskoordinator Reinhold Schlechtleitner, Fini Schafer, HGV-Ortsobfrau Veronika Stötter und Gebietsobmann Manfred Volgger.

Führungswechsel bei hds

Michael Kerschbaumer tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Kerschbaumer hat den hds im Eisacktal/Wipptal über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt. Als verlässlicher Ansprechpartner für die Mitgliedsbetriebe setzte er sich mit gro-

ßem Engagement für die Anliegen von ternehmen im Handel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor ein. Unter seiner Bezirksleitung wurden Themen wie Standortentwicklung, lokale Wertschöpfung, Zusammenarbeit zwischen Betrieben sowie die Stärkung der Nahversorgung und der Ortskerne konsequent begleitet und vorangetrieben.

Sara Schifferegger übernimmt als neue Bezirksleiterin die Aufgabe, die Interessen der Betriebe im Bezirk zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Im Bild (v. l.) Philipp Moser, Sabine Mayr, Michael Kerschbaumer, Sara Schifferegger und Hartmut Überbacher.

Pfitsch Austausch über lokale Vorhaben

Vor kurzem hat im Hotel „Wiesnerhof“ in Pfitsch die Jahresversammlung der Ortsgruppe Pfitsch des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) stattgefunden. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die Tätigkeit der Ortsgruppe sowie aktuelle tourismuspolitische Themen und Zukunftsfragen für die Betriebe im Tal. HGV-Ortsobmann Paul Hofer blickte auf ein aktives Jahr zurück. Er verwies auf das im Jänner veranstaltete Preiswatten im Rahmen des Südtiroler Wattkönigs, auf die gemeinsamen Ausflüge der Ortsgruppe sowie auf den Austausch mit der Gemeinde zur möglichen Verwendung der Ortstaxengelder für kleinere Projekte. Im Bild (v. l.) Ortsobmann Paul Hofer, Bezirksobmann Helmut Tauber und Gebietsobmann Manfred Volgger.

HGJ übernimmt Vorsitz der Jungen Wirtschaft Südtirol

Die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) hat mit Daniel Schölzhorn aus Rat schings den Vorsitz der Jungen Wirtschaft Südtirol übernommen. Damit will sie ihre Rol le als starke Stimme der jungen Unterneh mer weiter ausbauen und sich noch intensiver in wirtschafts- und standortpolitische Diskussionen einbringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Südtirol als Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum langfristig attraktiv bleiben kann.

Sterzing
„Die Kunst, es leichtzunehmen“

„Digitalisierung als Chance“

Vor kurzem hielt der Bezirk Eisacktal/ anderer Bezirk. Erinnert wurde auch an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder, darunter das Bezirks- und Ortsausschussmitglied Seppl Saxl aus Mauls.

Nach einem Vortrag von Psychologin Lisa Gamper über positives Denken ergriffen die Ehrengäste das Wort. Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher und ihre beiden Stellvertreter Rita Vantsch Verginer und Hansi Weissteiner sowie Bauernbund-Bezirksobmann Matthias Braunhofer, Bezirksbäuerin Irmgard Santer Testor, Bauernjugend-Bezirksobmann Simon Oberhauser und Christine Ladurner, Direktorin der Fachschule Salern, dankten den Funktionären für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit unter den bäuerlichen Organisationen.

Mit den letzten Jahren sind die Bauern im Wipptal zufrieden. Und mit den richtigen Entscheidungen ist auch der Ausblick posi tiv, wurde im März auf der Bauernbund-Be zirksversammlung des Wipptales in Wiesen lar.

Bauernbund-Direktor Siegfried Rinner sieht die bäuerlichen Betriebe in Südtirol gut für die Zukunft gerüstet. „Dank des Fleißes, des guten Ausbildungs- und Beratungsangebotes, der genossenschaftlichen Vermarktung und nicht zuletzt der günstigen politischen Rahmenbedingungen ist die Zahl der Betriebe in Südtirol stabil.“ Auch in Zukunft will der Südtiroler Bauernbund für Bedingungen sorgen, die es den Betrieben ermöglichen, erfolgreich zu wirtschaften.

Gespannt blickt der SBB derzeit nach Brüssel, wo die gemeinsame Agrarpolitik für die Jahre 2028 – 2034 beschlossen wird. „Mit den Zielen, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz, Innovation und Nachhaltigkeit zu stärken und zu fördern, sind wir einverstanden. Genauso wie mit der Unterstützung des Generationenwechsels und des digitalen Wandels. Wir sind auch dabei, wenn es darum geht, die Arbeitsbedingungen zu erleichtern und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhöhen.“ Jetzt gehe es darum, die nötigen Geldmittel zu sichern. „Das werden sehr schwierige Verhandlungen, dennoch bin ich zuversichtlich, dass die Bauern wieder Planungssicherheit erhalten werden.“ Interessant seien in den letzten Jahren die staatlichen Investitionsförderungen gewesen.

„Die Berglandwirtschaft ist auch künftig auf Förderungen angewiesen, da das Arbeiten amsprechend höher sind. Zudem sind die Betriebe kleinstrukturiert. Unterstützungsmaßnahmen gleichen diese strukturellen Nachteile aus und sorgen so dafür, dass unsere Betriebe wettbewerbsfähig bleiben.“

Rinner ging auch auf einige Neuerungen ein, wie etwa die Abfallentsorgung, das Tierwohl, die Aufzeichnung der Tierbewegungen, den Naturschutz und die Wohnbauförderung. Nicht zufrieden zeigte er sich mit den lokalen Lebensmittelkreisläufen. „Die Herkunftskennzeichnung ist zwar in Kraft, funktioniert aber leider nicht wie gewünscht. Hier müssen wir noch mehr Sensibilisierungsarbeit leisten, bei den Gastwirten genauso wie bei den Konsumenten.“

Wo die Reise in der Berglandwirtschaft hingeht und wie sich der Beratungsring Berglandwirtschaft BRING auf die Zukunft vorbereitet, darüber sprach Geschäftsführer Christian Plitzner. Bauernbund-Bezirksobmann Matthias Braunhofer appellierte daran, die Digitalisierung als Chance zu sehen. Landesrat Luis Walcher stellte Neuerungen bei Förderungen vor, Landesrat Peter Brunner kündigte Unterstützungen für Biogasanlagen an. Landtagsabgeordneter Franz Locher hob die Erfolge bei der Unterstützung der Waldbewirtschaftung hervor, während Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser Schwerpunkte des SBB im laufenden Jahr vorstellte.

(v. l.) Christian Plitzner, Siegfried Rinner, Luis Walcher, Peter Brunner, Daniel Gasser, Franz Locher, Martin Alber (verdeckt) und Matthias Braunhofer

20. Seniorenball

Seit 2006 organisiert die Ortsgruppe Freienfeld der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund jedes Jahr am

1. Februar einen Seniorenball im Haus der Dorfgemeinschaft in Mauls. Zahlreiche Senioren verbringen gemeinsam einen Nachmittag mit Musik, Tanz und Unterhaltung. Langweilig

wird es nie: Die Musikrichtung wechselt regelmäßig, damit alle Tanzbegeisterten auf ihre Kosten kommen, und wer einen Tanzpartner braucht, kann sich an die Taxitänzer wenden. Zudem sorgen lustige Einlagen für Stimmung und ein Glückstopf für Spannung.

In diesem Jahr feierte der Ball sein 20. Jubiläum. Ortspräsident-Stellvertreter Hubert Fleckinger dankte Ortspräsidentin und Initiatorin Helene Hilber Nössing für ihren Ideenreichtum und ihren Einsatz. Bezirkspräsident Josef Weissteiner und Landespräsidentin Theresia Agreiter Larcher gratulierten den Organisatoren zur gelungenen Veranstaltung und lobten alle fleißigen Helfer. Abgeschlossen wurde der Seniorenball mit der traditionellen Polonaise.

Neuer SWR-Bezirkspräsident

Hartmut Überbacher, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWR) im Bezirk Eisacktal/ Wipptal , hat sein Amt an Werner Kusstatscher vom Unternehmer verband übergeben. SWR-Präsident Sandro Pellegrini dankte ihm auf der Bezirkssitzung in Sterzing für seine engagierte Arbeit und wünschte seinem Nach folger Werner Kuss tatscher viel Erfolg für seine Amtsperiode. Die kommenden Jahre stehen im SWR-Bezirk weiterhin im Zeichen zentraler Zukunftsthemen wie Mobilität, Standortentwicklung und Le-

bensqualität, da sie für die wirtschaftliche Entwicklung von zentraler Bedeutung sind.

Im Bild (v. l.) Werner Kusstatscher, Hartmut Überbacher und Sandro Pellegrini.

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Pflersch

Andreas-HoferGedenkfeier

Am 22. Februar gedachte die Schützenkompanie Pflersch des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer. Unter den Ehrengästen befanden sich Pfarrer Walter Prast, Vizebürgermeisterin Brigitta Schölzhorn, Hauptmann Reinhard Öttl mit den Mitgliedern der Schützenkompanie Pflersch, eine Fahnenabordnung der Schützen aus Obernberg am Brenner, die Musikk apelle Pflersch sowie der Kirchenchor Pflersch. Als Gastredner verlas Geme inderat Siegfried Kerschbaumer aus der Nachbargemeinde Gries am Brenner die Grußworte der Nationalrats -

abgeordneten Selma Yildirim, Bereichssprecherin für Südtirol im österreichischen Parlament. In ihrer Botschaft betonte Yildirim die Bedeutung des Andreas-Hofer-Gedenktages als Anlass, Geschichte und Zukunft gleichermaßen im Blick zu behalten. Die Pflege von Sprache, Kultur und Traditionen sei ebenso wichtig wie Offenheit für Neues. „Ziel bleibt ein friedliches Zusammenleben sowie eine stabile Zukunft für kommende Generationen“, so Yildirim. Besonders hob sie die Rolle Österreichs in der Südtirol-Politik hervor und verwies auf die historische Verantwortung sowie auf die bewährte Autonomie Südtirols als tragfähiges Modell des Zusammenlebens. Auch die enge Zusammenarbeit innerhalb der Europaregion Tirol und konkrete Fortschritte – etwa bei der Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen oder beim Euregio-Ticket – wurden als Zeichen gelebter Partnerschaft genannt. Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen unterstrich Yildirim die Bedeutung von Dialog, Respekt und sachlicher Zusammenarbeit. Politik brauche Verantwortung, Besonnenheit und Weitblick – ohne laute Parolen, aber mit klarer Haltung.

Die musikalische Umrahmung durch die Musikkapelle und den Kirchenchor Pflersch verlieh der Feier einen feierlichen Rahmen.

Trens

Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Anfang März fand im Vereinshaus von Trens die 119. Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Trens statt. Kommandant Simon Hofer begrüßte neben aktiven Mitgliedern und Ehrenmitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste.

Die Wehr zählt derzeit 83 Mitglieder, davon 62 aktive. Im vergangenen Jahr wurden fünf Brandeinätze und 20 technische Einsätze bewältigt sowie 18 Übungen sowie 15 Brandschutz- und Ordnungsdienste durchgeführt. Insgesamt leisteten die Mitglieder über 1.400 Stunden im Dienste der Allgemeinheit.

Die Ehrengäste dankten den Feuerwehrmitgliedern für ihren freiwilligen Einsatz

Im Rahmen der Versammlung erhielten Albin Hofer, Matthias Rainer und Gabriel Ursch das Verdienstkreuz in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft. Egon Egger wurde für 25 Jahre Dienst mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet.

und betonten die wichtige Rolle der Feuerwehr für die Sicherheit und die Gemeinschaft im Dorf. Im Bild (v. l.) Bezirksfeuerwehrpräsident Christian Huebser, Kommandant-Stellvertreter Andreas Salcher, Matthias Rainer, Gabriel Ursch, Egon Egger, Albin Hofer, Bürgermeisterin Verena Überegger und Kommandant Simon Hofer.

Wehrmann Florian Holzer geehrt

Mitte März konnte Kommandant Florian Rainer die nahezu vollständige Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr St. Jakob/Pfitsch zur Jahresversammlung im Gasthof „Neuwirt“ begrüßen. Neben dem obligatorischen Ablauf wurde der Anlass auch dazu genutzt, um ein langjähriges Mitglied zu ehren. Bürgermeister Stefan Gufler zeichnete gemeinsam mit Kommandant Florian Rainer in Anerkennung für seine 25-jährige verdienstvolle Tätigkeit Florian Holzer aus und verlieh ihm das Verdienstkreuz in Silber. Als neues Mitglied in die Wehr aufge-

nommen wurde Rene Gantioler.

Im Bild (v. l.) FeuerwehrbezirkspräsidentStellvertreter Christoph Siller, Komman-

dant-Stellvertreter Serafin Graus, Florian Holzer, Kommandant Florian Rainer und Bürgermeister Stefan Gufler.

Pfitsch

Wiesen

Ruhiges Jahr für die Feuerwehr

Mauls 27 Einsätze

zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Bürgermeister Stefan Gufler, Bezirksfeuerwehrinspektor Markus Mayr sowie Vertreter der Blaulichtorganisationen und der Nachbarwehren. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Wehrmänner verlas Schriftführer Thomas Schwitzer den Tätigkeitsbericht. Die Wehr wurde 2025 zu 20 Einsätzen gerufen, davon 18 technische Hilfeleistungen und zwei Brandeinsätze. Dabei leisteten145 Mann 228 Arbeitsstunden. Weiters wurden zwölf Übungen organisiert, bei denen 310 Mann 697 Arbeitsstunden leisteten. Bei vier Brand

nungsdiensten brachten 14 Mann

13 Wehrmänner (352 Stunden) besuchten Kurse an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian. Insgesamt stellten sich 482 Mann mit 1.373 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden in den Dienst der Bevölkerung.

Thomas Schwitzer, Thomas Haller und Daniel Rainer wurden für ihre 25-jährige Tätigkeit mit dem Verdienstkreuz in Silber geehrt. Angelobt wurden Aaron Hofer, Moritz Kinzner und Lukas Braunhofer.

Derzeit verfügt die Freiwillige Feuerwehr Wiesen über 60 aktive Mitglieder, 24 Mitglieder außer Dienst und zwei Ehrenmitglieder.

Zur Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mauls Ende Februar begrüßte Kom mandant Franz Seehauser im Haus der Dorfgemeinschaft Mauls zahlreiche Jungfeuer wehrleute, aktive Wehrleute, Kameraden außer Dienst, un terstützende Mitglieder sowie Ehrengäste. In ihren Grußworten dankten die Redner den Wehrleuten für ihre unverzichtbaren und wertvollen eh renamtlichen Dienst am Nächsten bei Ein sätzen, Übungen, Lehrgängen sowie Ordnungs- und Brandschutzdiensten. Gelobt wurde auch das große Engagement für den Feuerwehrnachwuchs. Christian Seehauser und Ernst Ralser erhielten das Verdienstkreuz in Silber für 25 Dienstjahre. David Saxl, Paul Wieser und Maximilian Lanthaler wurden in den aktiven

27 Einsätzen 1.293 ehrenamtliche Stunden zum Schutz und Wohl der Bevölkerung. Im Bild (v. l.) Bezirksfeuerwehrpräsident Christian Huebser, Kommandant-Stellvertreter Johann Steinmann, Christian Seehauser, Ernst Ralser, Kommandant Franz Seehauser und Bürgermeiste

im Wipptol

Unter dem Motto „Offline ist der neue Luxus“ findet die „Aktion Verzicht“ heuer zum 22. Mal statt. Von Aschermittwoch bis zum Karsamstag am 4. April soll jeder ein wenig über die Balance zwischen digitaler und analoger Welt nachdenken.

Oft setzen wir uns aus Langeweile hinter einen Bildschirm. Dabei gibt es so viele Dinge, die wir offline erleben können. „Offline ist der neue Luxus“ bedeutet, dass die Zeit, in der wir nicht erreichbar und nicht abgelenkt sind, sondern präsent im Hier und Jetzt, sehr wertvoll ist. Es bedeutet, dass wir uns Zeit für solche

Aktion Verzicht

Handyfreier Jugendtreff in Sterzing

Momente nehmen dürfen. Im Ju gendtreff Sterzing gab es in die sem Zeitraum immer mittwochs einen „Handyfreien Jugendtreff“. Hannes Kinigadner, Jugendarbei ter des Jugenddienstes, berichtet darüber: „Einige Jugendliche konnten sich gar nicht darauf einlassen und gingen sofort wieder, da sie lieber an einem Tag, an dem das Handy wieder erlaubt ist, wiederkom men. Einige Jugendliche verließen den Jugendtreff früher als üblich. Viele Jugendliche schauten immer wieder zur Handybox, um sich zu vergewissern, dass ihres noch da ist. Einige wiederum fragten, ob

Lederhosen im Schnee

tiative „Zeit schenken“ hat im ebruar mit einem gelungenen Auftakt unter zahlreicher Beteiligung begonnen. Für das leibliche Wohl war beim „Kochen mit ens gesorgt: Unter der Anleitung von Philipp Obermüller und Ulrich Larch gekocht und serviert wurden eine chmackhafte Gemüsesuppe, Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat sowie ein köstlicher Scho-

mit viel Sorgfalt zubereitet. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag im Sporthotel „Zoll“ von Fabian Kruselburger, der mit seiner Ziehharmonika für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgte. Dank der Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse konnte sich ein rundum gelungener Nachmittag in herzlicher Gemeinschaft entwickeln.

Smartphone bei Kindern

Am 21. März verwandelte sich das Skigebiet Ladurns in eine außergewöhnliche Kulisse für das Event „Lederhosen im Schnee“. Zahlreiche Wintersportbegeisterte folgten der Einladung und erschienen stilecht in Lederhose und Dirndl, um einen besonderen Skitag in geselliger Atmosphäre zu genießen.

Mein Kind und das Smartphone: zwischen Gruppendruck, Begleitung und gesunder Mediennutzung. Ein eigenes Smartphone ist ein riesiger Schritt – oft größer, als viele vermuten.

Oft lohnt es sich, noch ein paar Jahre zu warten, statt dem aktuellen Trend zu folgen. Was ist wichtig zu wissen, wenn ich erwäge, meinem Kind ein Smartphone zu kaufen? Darüber referiert Medienpädagogin Magdalena Gebhard am 15. April um 19.00 Uhr im Vereinshaus von Stilfes. Der Eintritt ist frei (freiwillige Spende); Anmeldungen nimmt Heidi Nitz über WhatsApp unter der Rufnummer 348 0458510 entgegen. Organisiert wird der Abend vom Katholischen Familienverband.

Bei besten Bedingungen auf den Pisten nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, Wintersport und Tradition auf einzigartige Weise zu verbinden. Für zusätzliche Stimmung sorgte Livemusik auf den Hütten, die den Tag über für ausgelassene Feierlaune und viele gesellige Momente sorgte.

Das Event lockte sowohl Einheimische als auch Besucher aus Deutschland und Italien an und unterstrich einmal mehr die Beliebtheit solcher Themenveranstaltungen.

Den Abschluss bildete die Aftershowparty im Tal, bei der DJ Favy mit seinen Beats für ausgelassene Partystimmung sorgte und den gelungenen Tag gebührend ausklingen ließ.

„Lederhosen im Schnee“ in Ladurns war somit ein rundum gelungenes Event, das Sport, Tradition und Unterhaltung perfekt miteinander vereinte und bei allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben dürfte.

Kinderseite

Oster-Suchsel

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Findest du den Weg zum Osterhasen?

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Male dem Osterhasen Augen!

Das linke Ohr ist blau, das rechte Ohr ist rot. Male die Nase rosa, der Osterhase ist braun.

Witz:

„Der April macht, was er will.“ „Wir haben Juni!“ „Siehst du, sogar seinen Namen hat er geändert!“

„Alter ist keine Krankheit“

„Alter ist keine Krankheit“ lautete das Thema des Vortrags, den die KVW-Ortsgruppe Wiesen im Rahmen der Wipptaler Gesundheitstage Mitte März auf ihrer Jah-

resversammlung organisierte. Zahlreiche Interessierte aus dem Wipptal und darüber hinaus nahmen daran teil. Es referierte Dr. Josef Frötscher. Der Internist und ehemalige Primar am Krankenhaus Sterzing ist

mit über 40 Jahren Berufserfahrung nach wie vor ein gefragter Arzt. Fachmännisch und für alle verständlich sprach er im Haus der Dorfgemeinschaft über die häufigsten Alterskrankheiten wie Altersdiabetes, Arthrose, Depressionen, Schlaganfälle, Demenz, Rheuma, Augenleiden, Parkinson und Krebs sowie Möglichkeiten, ihnen entgegenzuwirken. Altern sei ein physiologischer Prozess, aber keine Krankheit, so Dr. Frötscher. Im Alter steige jedoch die Wahrscheinlichkeit, häufiger krank zu werden. Trotz des natürlichen Alterns sollte jeder aktiv Krankheiten vorbeugen und gesundheitliche Veränderungen ernst nehmen. Er merkte auch an, wie wichtig es als Arzt sei, die Sprache der Patienten zu verstehen.

Neueröffnung: Dog Chalets in Giggelberg

Wir freuen uns sehr, die Eröffnung unserer neuen Hundepension im Mai in Giggelberg in der Nähe vom Brenner bekannt zu geben. Egal ob Sie im Urlaub, beim Reisen oder beruflich eingespannt sind, wir möchten uns gerne und vertrauenswürdig um Ihre Pfotenfreunde kümmern, damit Sie völlig sorgenfrei überall hin können.

Unsere Hunde-Chalets liegen mitten im Grünen, umgeben von wunderschönen Waldwegen, die ideal für unsere Spaziergänge sind. Wir setzen alles daran, dass es Ihren treuen Begleitern an nichts fehlt, und gehen liebevoll auf all ihre Bedürfnisse ein. Jeder Hund verfügt über ein eigenes beheiztes Chalet mit einer Innenkamera, die es uns ermöglicht, das Wohlbefinden Ihres Hundes jederzeit im Blick zu haben. Jedes Chalet hat einen eigenen eingezäunten Außenbereich zur exklusiven Nutzung. Für Hunde, welche die Gesellschaft ihrer Artgenossen lieben, bieten wir einen großen Gemeinschaftsbereich, wo sie zusammen spielen können.

Selbstverständlich gehen wir mehrmals täglich mit ihnen spazieren und freuen uns darauf, mit ihnen Zeit zu verbringen. Wir laden Sie herzlich ein, uns unverbindlich zu kontaktieren, um unsere Dog Chalets zu besichtigen und uns persönlich kennenzulernen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Sterzing Spende übergeben

Gemäß dem Kiwanis-Motto „Im Dienst der Kinder der Welt“ hat der Kiwanisclub Sterzing vor kurzem erneut eine Spende an den Vinzenzverein sowie an die deutsche und italienische Pfarrcaritas übergeben, damit diese Vereine notbedürftige Familien mit Kindern unterstützen können. Die Gelder wurden durch verschiedene Aktionen im vergangenen Jahr und durch Mitgliedsbeiträge aufgebracht.

Sterzing

Betreuung übergeben

Seit der Eröffnung des Seniorenwohnhauses St. Elisabeth in Sterzing im Jahre 2015 ist Maria Magdalena Jaist vom Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal für die Betreuung der Einrichtung zuständig. Nun hat sie ihre Funktion an Roswitha Eisendle übergeben.

Trägerin und Eigentümerin des Seniorenwohnhauses ist die Stiftung Deutschhaus. Die Bezirksgemeinschaft bietet hier im Rahmen einer Konvention den Dienst „Begleitetes Wohnen“ an. Dieser Dienst sieht vor, dass eine Fachkraft des Sozialsprengels die Nutzer vor Ort begleitet und das

(v. l.) Roswitha Eisendle, Reinhard Fuchs und Maria Magdalena Jaist

gemeinsame Zusammenleben im Haus fördert. Im Vordergrund

steht die Solidarität der Bewohner des Hauses, der Angehörigen und der Freiwilligen Helfer. Ziel ist, die Nutzer bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen. Im Haus sind elf Wohnungen mit einer Fläche von je 50 m² vorhanden, die immer voll belegt sind. Mit Monatsende wird Jaist, die in der Gemeinde Natz-Schabs wohnt, nun zur

Bezirksgemeinschaft Eisacktal wechseln. Ihre Nachfolgerin wird Roswitha Eisendle, die schon seit vielen Jahren beim Sozialdienst Wipptal in anderen Funktionen tätig ist.

Bei einem Treffen im Seniorenwohnhaus bedankte sich der Präsident der Stiftung Deutschhaus Reinhard Fuchs bei Maria Magdalena Jaist für die gute Zusammenarbeit mit ihr und ihren Mitarbeiterinnen und wünschte Roswitha Eisendle viel Erfolg bei ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe.

Smart, schnell, proaktiv: Willkommen im neuen myCIVIS.

Seit dem 24. Februar präsentiert sich das Portal der öffentlichen Dienste myCIVIS im neuen Kleid und mit neuen Funktionen. Der Zugang zu Informationen und Diensten soll für die Bürgerinnen und Bürger damit noch leichter werden.

Das neue myCIVIS ist mehr als ein reines Schaufenster der Dienste der öffentlichen Verwaltung: Mit der Einführung der künstlichen Intelligenz wird das Portal zum digitalen Lotsen, der nicht nur an Fälligkeiten erinnert, sondern seine Nutzer und Nutzerinnen kennt, Empfehlungen unterbreitet, die Suche nach Diensten unterstützt und die Abwicklung von Verfahren erleichtert. Entwickelt wurde das neue myCIVIS im Rahmen der Digitalisierungsoffensive, welche die Abteilung Informatik des Landes Südtirol mit Geldern aus dem staatlichen WIederaufbaufonds PNRR vorantreibt. Das neu gestaltete Portal fußt auf einem modernen Citizen Relationship Management, das die Bürger und Bürgerinnen in den Mittelpunkt stellt. Diese können sich

mit ihren Fragen zunächst an einen digitalen Assistenten wenden, der Auskunft gibt und bei der Suche nach Informationen hilft. Gibt es weiteren Informationsbedarf, stehen zusätzliche Optionen für die K ontaktaufnahme bereit: über Telefon oder Kurznachricht bis hin zum Videoanruf oder zu der Möglichkeit, einen Termin mit dem zuständigen Amt zu vereinbaren. Wer bei der Nutzung der digitalen Dienste Hilfe braucht, kann sich an einen der Digi Points wenden, die es mittlerweile in vielen Gemeinden Südtirols gibt. Dort bietet geschultes Fachpersonal kostenlos Unterstützung an. Den größten Mehrwert bietet das Portal im persönlichen Nutzerbereich. Dort gibt

es eine Reihe neuer Funktionen, wie etwa die Aktivierung personalisierter Hinweise. Jede Anfrage erzeugt zudem ein Ticket –die Bürgeranfrage geht somit nicht verloren und bleibt nachvollziehbar.

Mit klarem Design und einfacher Sprache macht myCIVIS den Zugang zu öffentlichen Diensten somit schnell, intuitiv und unkompliziert.

Wiesen

Tag der Pfarrgemeinderäte

Im Haus der Dorfgemeinschaft Wiesen hat zum ersten Mal ein Tag der Pfarr-

gemeinderäte in der Seelsorgeeinheit Wipptal stattgefunden. 55 Mitglieder aus den 16 Pfarreien nahmen daran teil. Ziel des Treffens war der Austausch über die Neubestellung der Pfarrgemeinderäte im Oktober 2026 und die Arbeit der Pfarrgemeinderäte vor Ort.

Nach der Begrüßung und einem Gebet erklärte der diözesane Referent für Pfarrgemeinden Kassian Lanz die verschiedenen Szenarien einer Neubestellung der Pfarrgemeinderäte. Die

Sterzing

Weltgebetstag

Diskussion setzte sich in den Arbeitsgruppen der einzelnen Pfarreien fort. In der Abschlussrunde zeigte sich eine insgesamt positive Stimmung, gleichzeitig gibt es in einigen Pfarreien Herausforderungen, da sich viele Pfarrgemeinderatsmitglieder nicht mehr der Wahl stellen. Mit der Neubestellung der Gremien werden sich die Pfarrgemeinderäte nun bis zum Sommer beschäftigen.

Dekan Andreas Seehauser, Leiter der Seelsorgeeinheit, dankte allen für ihr Engagement in den Pfarrgemeinden. Er betonte, wie wichtig Menschen seien, die sich vor Ort einsetzen und Verantwortung übernehmen. „Nur durch dieses Mittragen kann das pfarrliche Leben auch in Zukunft lebendig und lebensfähig bleiben“, so Dekan Seehauser.

Im Bild (v. l.) Judith Bertagnolli, Kassian Lanz, Waltraud Sailer und Dekan

der Frauen

Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last“ mit Texten aus Nigeria wurde am 6. März in der Kapuzinerkirche Sterzing der Weltgebetstag der Frauen gefeiert, gestaltet von der Kath. Frauenbewegung gemeinsam mit dem Frauenchor Laudamus, zelebriert von Pater Vincent Safi. Die musikalische Gestaltung verlieh dem Gottesdienst eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre

ließ die Botschaft der weltweiten Verbundenheit von Frauen aus vielen Ländern im gemeinsamen Gebet und im Einsatz für mehr Gerechtigkeit spürbar werden. Das schenkt Hoffnung und kann Veränderung bewirken.

Im Rahmen der Feier wurden 485 Euro an Spenden gesammelt. Mit diesem Betrag werden Frauen- und Mädchenprojekte in aller Welt unterstützt.

Wipptal

Ökologischer Mehrwert

Die Sozialgenossenschaft Renovas mit Sitz in Bozen sammelt seit dem 1. Jänner im Einzugsgebiet der Bezirksgemeinschaften Wipptal, Eisacktal und Pustertal gebrauchte Kleider und Schuhe aus Privathaushalten. Die Sammlung ist Teil der öffentlichen Abfallwirtschaft und bis Ende 2026 begrenzt. Alttextilien und Textilabfälle sind dabei klar zu unterscheiden. Die Sammlung dient der Vorbereitung zur Wiederverwendung und schafft ökologischen Mehrwert. Dieser wird nur erreicht, wenn tragfähige Kleidung nicht durch Verschmutzung oder Fehleinwürfe beeinträchtigt wird. Textilabfälle wie ölverschmierte Lappen, nasse, kaputte oder verschimmelte Textilwaren können hingegen nicht recycelt werden. Auch Teppiche, Matratzen und einzelne Schuhe haben in den Sammelcontainern nichts zu suchen. Das Recycling von Textilabfällen ist kostenintensiv und nicht eigenständig tragfähig. Daher werden die Kosten über die Müllgebühren finanziert. Ungeeignete Ware erhöht die Kosten für alle.

Die gesammelten Textilien werden in Sortierbetrieben in Deutschland und Holland einzeln von Hand geprüft. Noch tragfähige Kleidung kommt in den Second-Hand-Markt, andere wird zu Recyclingfasern oder Putzlappen verarbeitet. Nicht verwertbare Ware wird verbrannt.

Sterzing Erfolgreiche Primelaktion

Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März organisierten die SVP-Frauen wieder ihre traditionel le Primelaktion. Zahlreiche freiwillige Helferinnen engagierten sich landesweit, um Spenden für Krebspatienten sowie für die Krebsforschung in Südtirol zu sammeln. An insgesamt 138 Ständen wurden die bunten Frühlingsboten angeboten. Auch in Sterzing beteiligten sich viele Unterstützer an der Aktion. Insgesamt konnten dort rund 800 Primeln verkauft werden. Die Organisatorinnen zeigten sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und dankten allen Beteiligten für ihr Engagement.

Langer-Preis für kongolesischen Aktivisten

Der kongolesische Aktivist François Kamate Kasereka wird bei der „Euromediterranea“ im April mit dem Internationalen Alexander-Langer-Preis 2026 ausgezeichnet. Er setzt sich für ein gewaltfreies Engagement für Klimagerechtigkeit, Menschenrechte und Frieden ein. Der von der Stiftung Sparkasse mit 10.000 Euro unterstützte Preis würdigt dessen Weitsicht und unermüdlichen Einsatz in einer der konfliktreichsten Regionen der Welt, in Nord-Kivu, für ökologische Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe.

Die östliche Region der Demokratischen Republik Kongo (DRK), Kivu, ist seit den 1990er Jahren von großer Gewalt und Diskriminierung eines Teils ihrer Bevölkerung betroffen. Die Situation verschärfte sich 1994 nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda erheblich, als die ruandische Armee und die Milizen, die den Völkermord begangen hatten, massenhaft in den Osten der DRK flohen und dort bis heute eine Bedrohung für die Stabilität Ruandas darstellen. Die aufeinanderfolgenden Kriege, die Gewalt der verschiedenen Milizen in der Region, die schlechte Verwal-

tung der Ressourcen, die Korruption und das Fehlen einer wirksamen Entwicklungspolitik seitens der kongolesischen Regierung haben in den letzten Jahrzehnten mehrere Millionen Todesopfer gefordert.

Die DRK gilt als das rohstoffreichste Land der Welt, dennoch leben etwa 70 Prozent der Bevölkerung von weniger als 1,9 Dollar pro Tag. Die Verflechtung zwischen bewaffneten Gruppen und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen ist umfassend dokumentiert.

Die Provinz Nord-Kivu steht symbolisch für dieses komplexe Geflecht aus Gewalt, sozialem

Alexander-Langer-Preis

Der Internationale Alexander-Langer-Preis wird von der Alexander-Langer-Stiftung in Bozen seit 1997 jährlich verliehen. Er würdigt Personen und Projekte, die sich durch mutiges, unabhängiges Engagement in den Bereichen Frieden, Zusammenleben und Umweltschutz auszeichnen.

Elend und globaler Ausbeutung der Ressourcen.

Als Aktivist der kongolesischen Sektion der internationalen Kampagne „Debt for Climate” mobilisiert Kamate Studierende, Jugendliche und vom Krieg vertriebene Gemeinschaften, um die Streichung der Auslandsschulden zu fordern, die viele Länder des globalen Südens in Abhängigkeit halten. Die Kampagne verbindet die Idee der Klimagerechtigkeit mit der der wirtschaftlichen Entkolonialisierung und betont, dass eine nachhaltige Energiewende nur möglich ist, wenn die Ressourcen und politischen Handlungsräume des Südens nicht länger durch die Last der Schulden und die damit verbundenen Ausbeutungsdynamiken blockiert werden.

François Kamate ist ein Vorbild für eine Generation junger afrikanischer Aktivisten, die inmitten von Gewalt und Armut nach Wegen des gewaltfreien Widerstands suchen.

Kamate erkennt wie Langer, dass die ökologische Krise und bewaffnete Konflikte zwei Seiten derselben Medaille sind: Sein Kampf gegen die Ausbeutung der Ressourcen und für die wirtschaftliche Entkolonialisierung entspricht Langers Aufruf, den „falschen Reichtum” zu überwinden und von unten eine Zivilisa-

Alexander Langer stammt aus Sterzing, war ein visionärer Politiker, Journalist, Friedensaktivist und Vordenker der Grünen, der sich für den interethnischen Dialog und ökologische Fragen einsetzte. Am 22. Februar dieses Jahres wäre er 80 Jahre alt geworden. Im Bozner Gemeinderat befasst man sich derzeit mit dem Vorschlag, Alexander Langer posthum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. In Sterzing gab es bisher keine diesbezügliche öffentliche Debatte.

Alexander Langer

Euromediterranea

Im Rahmen der diesjährigen Euromediterranea, veranstaltet von der Alexander Langer Stiftung, findet am 19. April (10.30 – 13.30 Uhr) in der CasArci in Sterzing eine Begegnung mit François Kamate Kasereka, dem Alexander Langer-Preisträger 2026, statt. Dabei erzählt Kasereka, musikalisch umrahmt vom kongolesischen Liedermacher Valentin Mufila, seine Geschichte anhand von Fotografien und tritt in Dialog mit dem Publikum. Es moderiert Stefano Petrungaro, Präsident der Alexander Langer Stiftung.

Gegen Mittag folgt ein Spaziergang „Auf den Spuren von Alex“. Um 15.00 Uhr wird der Alexander Langer-Preisträger und dessen Friedensarbeit in der Demokratischen Republik Kongo von David Hofmann, Mitglied des Wissenschaftlichen und Garantiekomitees der Alexander Langer Stiftung, im Stadttheater vorgestellt. Im anschließenden Dokumentarfilm „Congo LUCHA“ von Marlène Rabaud wird vom gewaltlosen Kampf für Demokratie junger Aktivisten in Kongo erzählt.

Es folgt eine Diskussion mit Sheila Romen, DPPA-Beamtin der Vereinten Nationen in Kinshasa, Katharina Crepaz, Senior Researcher an der Eurac Research Bozen, und Marco Pertile, Professor für Internationales Recht an der Universität Trient. Moderiert wird diese von Elisabeth Alber, Vorsitzende des Garantiekomitees der Alexander Langer Stiftung.

tion aufzubauen, die auf dem Grundsatz „lentius, profundius, suavius” – langsamer, tiefer, sanfter – basiert, in der Frieden, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit gemeinsam verwirklicht werden. Mit der Zuerkennung des Preises an François Kamate Kasereka, so die Alexander Langer Stiftung in ihrer Begründung, wird eine Stimme gewürdigt, die eines der dringendsten Themen unserer Zeit verkörpert.

Buchtipp

Faschismus auf dem Land

Das Buch „Faschismus auf dem Land. Karl Gögeles Chronik der Deutschordenspfarre St. Leonhard in Passeier 1919 – 1939“, herausgegeben von Monika Mader in der Edition Raetia, verdeutlicht, wie der Faschismus das Leben in Südtirol grundlegend verändert hat.

Karl Gögele, 1879 in Lana geboren, wirkte nach seiner Rückkehr als Feldkaplan an der Ostfront im Ersten Weltkrieg von 1919 bis zu seinem Tod im Jahr 1939 als Pfarrer und Dekan der Deutschordenspfarre St. Leonhard in Passeier. Dort fand er eine prekäre Situation vor: „Verstörend waren für die Talbevölkerung die Ereignisse im Herbst 1918. Neben dem Kriegsende mit der Niederlage für die österreichische Armee und den daraufhin zu Hunderten durch das Tal über den Jaufen nach Norden ziehenden hungernden und erschöpften Soldaten und der Besetzung Tirols durch die italienischen Truppen trat auch in Passeier die Spanische Grippe virulent auf“, so Mader. Mit wachem Blick hält Gögele diese Umbruchzeit in seiner Pfarrchronik fest. Woche für Woche beschreibt er bis zum Silvestertag 1938, wie nach der Machtergreifung Mussolinis im Jahr 1922 das faschistische Regime immer tiefer in Gesellschaft und Verwaltung eindringt. Er hält in seiner Pfarrchronik fest, wie das Regime in das Leben der Menschen

eingreift: Feuerwehren und Musikkapellen sollen aufgelöst werden, Kinder werden in die Balilla gedrängt, der muttersprachliche Unterricht kann nur in Katakomben- und Pfarrschulen stattfinden. Schikanen und Willkür greifen um sich, Schulden bedrohen bäuerliche Existenzen, die Hoffnung auf Erlösung wird immer dringlicher. Mit spitzer Feder und teils sarkastischem Ton dokumentiert Gögele diese „Faschistenstücklein“ – ein einzigartiges Zeugnis, das zeigt, wie sich Diktatur im Alltag manifestiert, wohlwissend, „dass ich auf der schwarzen Liste und in Gefahr sei“.

Durch kluges Taktieren widersetzt er sich, sieht sich allmählich aber auch mit den Gefahren des heraufziehenden Nationalsozialismus konfrontiert.

Faschisten fragten die Frau des Bäckermeisters von Platt, ob sie zu Mussolini oder Hitler halte. Die Frau war in großer Verlegenheit und sagte, daß man schon doch zu Mussolini halten müsse, da man schon einmal bei Italien sei. Indessen hielt sich ihr sechsjähriger Sohn am Rock der Mutter und rief: „Heil Hitler!“ Karl Gögele, Eintrag vom Februar 1935

Unter der Oberfläche

Mit „Beneath the Surface: A Story of Connection“ lädt der Kunst- und Kulturverein Lurx am 18. April zu einem besonderen Abend im LURX-Raum in der Sterzinger Altstadt.

Inspirierendes Storytelling verbunden mit einer außergewöhnlichen LiveKunstperformance rückt die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur in den Mittelpunkt: Meeresschützerin Magdalena Gschnitzer erzählt von einer prägenden Begegnung mit dem Ozean – einem Moment, der ihre Liebe zur Welt auf neue Weise öffnete, sie wieder mit der Natur verband und ihre jahrelange Reise für den Schutz der Meere inspirierte.

Im Anschluss verwandelt die multidisziplinäre Künstlerin und Bodypainting-Weltmeisterin Vilija Vitkute einen menschlichen Körper in ein lebendiges Kunstwerk des Ozeans. In einer eindrucksvollen Live-BodypaintingPerformance entstehen vor den Augen des Publikums Formen und Farben, welche die Schönheit und Verletzlichkeit der Meere sichtbar machen.

„Beneath the Surface“ ist mehr als eine Veranstaltung. Es ist auch ein Moment des Innehaltens und der Erinnerung an etwas, das viele von uns im Alltag vergessen haben: Wir sind nicht getrennt von der Natur, sondern ein Teil von ihr.

Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).

„Schule für morgen“

Nach umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten wurde Ende März die neue deutschsprachige Mittelschule in Sterzing offiziell eingeweiht. Das 17-Millionen-Euro-Projekt vereint aktuelle Schulbaurichtlinien mit moderner Architektur und innovativer Pädagogik.

Bürgermeister Peter Volgger und Stadträtin Chiara Martorelli dankten allen Vordenkern, Architekten, Projektanten, Technikern, Mitarbeitern der Gemeinde Sterzing und Firmen sowie der Landesregierung, den Gemeinden, der Schulführung, den Lehrkräften und Schülern. Auch in den Grußworten wurden die gute Zusammenarbeit und das einzigartige Projekt gelobt. „Anders als in KI und digitalen Netzwerken können sich hier Schüler begegnen und bewegen“, so Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner. Je nach Stundenplan wechseln sie die Räume (Fachraumkonzept statt Klassenraumkonzept). Verena Debiasi, ehemalige Stadträtin und Vizebürgermeisterin, erinnerte an die jahrelange Vorbereitung, an neue Regelungen und die dadurch notwendige Erarbeitung eines Organisationskonzeptes durch Schulführungskräfte, Lehrkörper, Verwaltung, Eltern und Institutionen, unterstützt von Stadtgemeinde, Schuldirektorinnen und den Begleitern

Beate Weyland und Luca Canali. Das Siegerprojekt des Architektenteams um Matteo Scagnol schafft durch Ateliers, Cluster, Arena, Bibliothek, Innenhöfe, Lehrgärten, Werkstätten im Freien sowie Begegnungs- und Rückzugsorte lebendige, flexible Lernorte zum kreativen Entdecken der Fächer. Die Aula Magna ist auch außerhalb der Schulzeit nutzbar.

Mit dem Einzug im September endete eine herausfordernde Bauphase, in der über 400 Schüler aus Sterzing, Pfitsch, Ratschings und Freienfeld auf acht Standorte in der Stadt verteilt waren. Mit dem Neubau wurden die Mittelschulen „Vigil Raber“ und „Konrad Fischnaler“ zu einer gemeinsamen und die drei Schulsprengel zu zwei zusammengeführt. Schulführungskraft Alexander Krüger bezeichnete das neue Haus, wo Schule neu gedacht wird, als „Rohling, der noch geschliffen werden muss“ und blickte dabei zuversichtlich nach vorne. Dass sich die Schüler wohlfühlen, zeigten sie u. a. bei einer Tanz- und Akrobatik-Perfomance. Seelsorger Josef Gschnitzer ermutigte sie bei der Segensfeier (im Bild), als „Salz der Erde“ ihr Talent zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und einander Gutes zu tun. Nach einem Rundgang mit Umtrunk stand die Schule am Nachmittag für die Bevölkerung offen. rb

Mauls „Geschenk und Begabung“

Unter dem Motto „Singen, ein Geschenk und eine Begabung“ hielt der Kir St. Oswald Mauls Anfang März seine Jahresver sammlung im Ho tel „Stafler“ ab. Obfrau Annema rie Saxl begrüßte Sänger, Chorlei ter und Organist

Wolfgang Girtler sowie Ehrengäste. Auch zwei neue Sängerinnen konnte sie in ihren Reihen willkommen heißen. Zu Beginn der Versammlung wur de mit dem Lied „Zünd a Liacht für di un“ des im letzten Jahr verstor-

benen ehemaligen Chorleiters und langjährigen Bass-Sängers Karl Girtler sowie der ehemaligen Sängerin Hilda Salcher gedacht. Der Kirchenchor traf sich im abgelaufenen Jahr 58 . Ein besonderes Ereignis war die Mitgestaltung eines Adventkonzertes in Brixen, organisiert von The Voices“. Martin Leitner erhielt im Rahmen der Versammlung die Ehrenurkunde für seine 25-jährige Mitgliedschaft.

Brass Band Wipptal lädt zum Tryoutkonzert in Sterzing

Nach zwei äußerst erfolgreichen Konzerten Anfang Februar bereitet sich dietrick Gruber intensiv auf die Teilnahme an den Europäischen Brassbandmeisterschaften (EBBC) am 25. April in Linz vor. Um das Wettbewerbsprogramm unter realen Bedingungen zu präsentieren, lädt das Ensemble zu einem besonderen Tryoutkonzert ein.

Gemeinsam mit der Catch Basin Brass Band Innsbruck, die von Georg Pranger geleitet wird und heuer bei den EBBC in der Jugendkategorie antritt, erwartet das Publikum ein Abend voller Energie, Präzision und musikalischer Leidenschaft. Das Konzert findet am Mittwoch, den 22. April um 20.30 Uhr im Stadttheater Sterzing statt. Eine Platzreservierung ist nicht erforderlich.

Ein Fest für Sänger und Musikanten

ger- und Musikantentreffen mit abschließendem Tanzfest im Vereinshaus Stilfes eingeladen. Beim geselligen Nachmittag spielen die Familienmusik Pichler, die Gloatner Partie, das Kastelruther Männerquartett und die Hoangartler auf; Mundartdichterin

teinacher trägt Gedanken Moderiert wird der Nachmittag – er beginnt um 15.00 Uhr – von Christine Wieser. Der Eintritt ist frei (freiwillige Spende). Organisiert wird das Treffen vom Volksmusik- und Volkstanzkreis Wipptal.

Stilfes

Rückblick auf klangvolles Chorjahr

Ende Februar zog der Kirchenchor Stilfes auf seiner Jahresver sammlung Bilanz über ein arbeitsreiches Chorjahr. Obfrau Chris tina Del Toro hieß die Sänger und die Ehrengäste willkommen und dankte ihnen und in besonderem Maße Chorleiterin Maria Rubatscher, aber auch den Organisten Karin Declara und Manu el Schiabello für ihren Einsatz.

Eine Bilderschau ließ das Arbeitsjahr Revue passieren. Im Febru ar standen Ehrungen verdienter Mitglieder und die Neuwahlen des Ausschusses auf dem Programm. Zu den besonderen Ereig nissen im März zählte der Besuch des Pfarrarchivs im Widum, bei dem Musikarchivar Josef Gasteiger den wertvollen historischen Musikalienbestand der Pfarre Stilfes vorstellte. Ein musikalischer Höhepunkt war die Aufführung der Missa brevis „Beati omnes“ von Valentin Rathgeber mit Orchester am Pfingstfest. Am Hochunser Frauentag gestaltete der Kirchenchor außerdem die Verabschiedung von Dekan Christoph Schweigl mit. Der Chorausflug führte Ende September nach Wengen im Gadertal. Chorleiterin Rubatscher dankte allen für die gute Zusammenarbeit und gab einen Ausblick auf das kommende Kirchenjahr mit der musikalischen Gestaltung mehrerer Hochfeste, darunter eine Bläsermesse zu Fronleichnam. Zudem lud sie zur Diözesanen Chorwallfahrt nach Maria Weißenstein im September ein, die der Verein für Kirchenmusik organisiert.

len des Landes an. 241 Musizierende kamen aus Südtirol zur 31. Ausgabe des Landeswettbewerbs angereist, wo sie sich der Jury stellten.

Pfarrer Josef Gschnitzer würdigte den Einsatz des Chores und betonte die Bedeutung des Gesangs für die Gottesdienste, denn „Singen ist die Muttersprache Gottes“.

Auch Fraktionsvorsteher Alfred Sparber zeigte sich erfreut über das gute Klima, das nun wieder im Chor herrsche; Helmuth Wieser vom Vermögensverwaltungsrat sicherte weiterhin die Unterstützung der Pfarre zu.

Unter den Teilnehmenden waren auch Alina Tirler (Solo Gitarre), Sophia Waldboth (Solo Gitarre), Eva Blasbichler (Solo Klavier) und Klara Tratter (Horn – Kammermusik für Blechblasinstrumente) von der Musikschule Sterzing.

„Sich so einer Herausforderung zu stellen, verdient Anerkennung, Lob

Klara Tratter (Lehrpersonen Hannes Pupp und Michael Pescolderung) holte mit dem Ensemble Hor(n)izonte einen 1. Preis (AG III) mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb. Alina Tirler und Sophia Waldboth erspielten jeweils einen 1. Preis (AG I, Lehrperson Rosmarie Leitner), Eva Blasbichler einen 2. Preis (AG I, Lehrperson Christoph Hildebrandt). Das Konzert der Preisträger findet am 19. April im Festspielhaus in Erl statt.

Pfingstmesse mit Orchester unter der Leitung von Maria Rubatscher, an der Orgel Manuel Schiabello
Walter Treyer
Eva Blasbichler
Alina Tirler
Klara Tratter (3.v.l.) mit Hor(n)izonte
Sophia Waldboth

Trens Frühjahrskonzert

der Musikkapelle

Die Musikkapelle Trens lädt am 11. April zum traditionellen Frühjahrskonzert. Dem Publikum wird ein abwechslungsreicher Abend mit mitreißender Musik und einem vielseitigen Programm geboten. Zu hören ist u. a. das bekannte Stück „How

to Train Your Dragon“. Unter der Leitung von Kapellmeister Thomas Steiner sorgen die Musikanten im Turnsaal der Grundschule Trens für beste Unterhaltung. Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr.

Wolli Trolly entdeckt das Osterland

Das kleine neugierige Lämmchen Wolli Trolly entdeckt in einem Erdloch einen magischen

Tunnel und findet das Osterland, das tief unter der Erde verborgen liegt. Dort lernt sie

Familie Hase und den Brauch des Ostereierfärbens kennen. Zusammen bemalen und verstecken sie die bunten Ostereier für alle Kinder. Ein besonderes Ei bleibt dabei für Wolli Trolly übrig ... Am 9. April stellt Autorin Isabella Halbeisen ihr Buch über Neugier, Mut, Freundschaft, Helfen und Brauchtum in der Bibliothek Stilfes vor. Die Lesung, organisiert vom Bibliotheksteam Stilfes und dem KFS Stilfes/Egg, beginnt um 16.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Sterzing Nacht der Musicals

Am 6. Mai gastiert „The Night of Musicals“ in Sterzing. Das Publikum erwarten in einer faszinierenden Bühnenshow zeitlose Klassiker und aktuelle Hits aus international erfolgreichen Musicals. Die spektakuläre Musicalgala bietet weltbekannte Melodien und zaubert Broadway-Atmosphäre in das Stadttheater. Beginn ist um 20.00 Uhr.

Lesung

Smart bis zum Sarg

Dr. Barbara Plagg präsentiert am 16. April um 19.00

Uhr in der Stadtbibliothek Sterzing

ihr Buch „Smart bis zum Sarg: Gesundes Gehirn, starkes Gedächtnis“ und informiert darüber, wie wir am besten schon früh anfangen, unser Gehirn zu trainieren, um Vergesslichkeit und letztlich Demenz vorzubeugen. Die Buchvorstellung ist eine Zusammenarbeit der Stadtbibliothek Sterzing mit der KVW Bildung Wipptal. Um eine Anmeldung wird gebeten (Tel. 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu). Die Teilnahme ist kostenlos.

Ende Februar bestimmte die Volksbühne Jaufental bei ihrer Jahresversammlung einen neuen Ausschuss. Obfrau Evi Heidegger und die Ausschussmit glieder Andrea Payrer, Judith Bodner und An drea Gander haben ihr Amt nach langjähriger Zusammenarbeit abge geben.

In Zukunft wird Peter Wieser die Volksbühne als Obmann leiten. Ihm zur Seite stehen Vizeobfrau Lena Heidegger, Kassierin Julia Heidegger und Schriftführerin Sabrina Kofler.

dith Bodner für 15-jährige Mitgliedschaft geehrt.

„Holzers Peepshow“, eine aberwitzige Komödie von Markus

schon lange nicht mehr, der

Skilift im Schatten monströser Skigebiete, der dem Vater jeden Winter einen Nebenverdienst sicherte, mit dem Klimawandel auch nicht. Guter t ist teuer.

Da kommt den Holzers die Idee, eine „Peepshow“ einzurichten: Sie eigen die vermeintlich heile Welt der Landbewohner als lebendes olkloremuseum. Selbst die 90-jährige Großmutter wird in diese Kampagne einbezogen. Und sie olg. Doch das Geld verändert Holzers Identität und vermeintlich idyllischen Alltag. Ein Stück voller tionskomik, Lacher und bitterer Wahrheiten. Alle Aufführungstermine im Veranstaltungskalender und auf Erker online.

Trens Holzers Peepshow

Stadttheater

Theateraufführung

für Kinder ab 5 Jahren: „Schokolade”

ter Sterzing das Stück „Scho kolade“ von Tina Müller zu sehen. Die Produktion des Tiroler Landestheaters für „alle“ ab fünf Jahren zeigt sehr humorvoll und ehrlich, warum uns das Teilen manchmal schwerfällt, im Kleinen, im Großen und ganz speziell natürlich mit Schokolade. „Schokolade!“ ist ein humorvolles Experiment über das Teilen und die Frage, was wirklich gerecht ist. Dafür wurden aus 100 Menschen drei Leute ausgewählt: Gruber, Gruber und Gruber!

Die drei Grubers stehen vor der Herausforderung, eine köstliche Tafel Schokolade gerecht zu teilen. Doch schnell wird klar: Teilen ist nicht so einfach, wenn jeder gerne das größte Stück hätte. Während Bündnisse geschmiedet und Regeln aufgestellt werden, stellt sich heraus, dass geteilte Schokolade eben nicht doppelte Schoko-

echt, sich ein zweites Stück zu nehmen? Und warum

dem wie Schokolade so viel schwerer, fair zu bleiben, als bei einem einfachen Knäckebrot?

Mit Humor und Enthusiasmus nähern sich die drei den großen Fragen: Was bedeutet Gerechtigkeit und macht es wirklich glücklich, immer das meiste zu haben?

Kartenreservierungen und Kartenvorverkauf im Tourismusverein Sterzing (Tel. 0472 765325, info@sterzing.com). Die Aufführung (freie Platzwahl) beginnt um 17.00 Uhr. Sterzing

Kartenvorverkauf online:

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12.April.20.00Uhr C.mtdy&Musik: JIIEWIHDSCHNURENTOURElr www.mytnc.bz

15.April.20.30Uhr le,trwS1ab1led,Bolzano "BtlFFONI m1NFERNO" (10 www.hcket.bz.rt

22.ApriL2l3DUhr Konzert: .BRASSBANDWIPPTAL • TRYO11TESBC" freierEintritt

29.April.19JOUhr VortragderVHSSüdtirol JIIENIERE - dasKlirwuk dlSM!Ostbu"(de) Or.med.JosefFrötscher. PrimarimKHSterzmga.0„ FacharztfürInnereMedizin www.vhs.1t FreierEintritt KeineReservierungerforderlich

FilmclubSterzing&ARCl

30.April17.00Uhr

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InfoszuVeranstaltungen & Tickets:www.sterzing.eu/stadttheater

Wildbad Möders

Das ehemalige Wildbad Möders wurde bereits 1988 aus Sicherheitsgründen abgerissen. Heute erinnern nur noch die Maria-Hilf-Badkapelle und die heilkräftige „Petersquelle“ an das Bauernbadl zwischen Stilfes und Niederried nordwestlich von Mauls.

500 Jahre Badeanstalt

Die Heilquelle von Möders wurde 1509 zum ersten Mal urkundlich erwähnt: Hans Klingseisen verkaufte sein Moos „zu meders prunnen“ an Sigmund Wielandt. 1537 stand hier schon eine „Badhütte mitsamt einem Kellerle genannt zu Möders beim Prunnen“ im Besitz von Juliana Saxl. Der spätere Besitzer Michael Moser übergab seinem Schwager 1557 das Bad mit Hofstatt, Keller und Hütte vor dem Keller samt 14

Badewannen, zwei eingemauerten Kesseln und weiterem Hausrat. Der Theresianische Kataster von 1775 beschreibt das „Möde-

rer Baadguth“ folgendermaßen: „Eine Behausung, so die Badbehausung ist, nebst Backofen, ist auch Wirtshaus“ 1777 wurde die

Wasserqualität vom Innsbrucker Professor Menghin erstmals untersucht. Er stellte fest, dass das Wasser Erde und Salz enthalte

Das Wildbad Möders vor dem Neubau von 1905, links die Maria-Hilf-Kapelle
Das Wildbad Möders vor dem Abriss 1988

Das Heilwasser der „Petersquelle“ sprudelt seit 500 Jahren

und sich somit als abführendes, absorbierendes und auflösendes Mittel gegen langwierige Krankheiten eignen würde. 1828 wurde das Wasser von Möders in einem Badeführer empfohlen zu Bade- und Trinkkuren gegen chronische Ausschläge und Geschwüre. Damals kamen die Badegäste hauptsächlich aus Sterzing und Umgebung. Beda Weber schrieb zehn Jahre später in seiner Landesbeschreibung von Tirol: „Das Bad Möders wird größtenteils von Landsleuten, namentlich Frauen besucht, die für ihre Geschlechtsleiden viel Linderung finden. Die Unterkunft ist noch mancher Verbesserung

fähig.“ Tatsächlich war das in die Jahre gekommene „Schwefelbad Möders“ zu klein, um größere Gästegruppen zu beherbergen und zu verpflegen. Nach dem Bau der Brennereisenbahn 1867 kam jedoch der Fremdenverkehr zunehmend in Schwung und belebte vor allem die Touristenorte Brennerbad, den Luftkurort Gossensaß, die Stadt Sterzing und Mauls, das als beliebter Zwischenstopp auf der Strecke Innsbruck-Bozen gewählt wurde. 1878 wurde Möders als kleines Bad beschrieben, ein einstöckiges Gebäude mit zehn Fensterchen in der Längsfront, worin sich Baderäume, Wirtschaftsräu-

<ßtbenkttimftomment6tbete bet ijrau

Die rührige Badbesitzerin Magdalena Witwe Wollerisch

me und eine Gastwirtschaft befanden. Um 1880 soll es nur rund 60 fremde Badegäste jährlich gegeben haben.

Magdalena Witwe Wollerisch (1832 – 1923)

1887 trat der neue Badbesitzer Josef Wollerisch mit der Meldung an die Presse, dass sein neuer Betrieb in Möders nicht überteuerte Preise verlange, wie böswillige Zungen verbreitet hatten. Ein Wasserbad koste nicht 50, sondern 30 Kreuzer, gleichviel wie anderswo. Nach seinem Tod übernahm Magdalena Witwe Wollerisch das komfortabel eingerichtete Bad und führte es von 1890 bis 1902 als tüchtige Wirtin. Sie bewarb Bad Möders mit der prachtvollen Lage, windgeschützt, staubfrei, umgeben von Fichten- und Tannenwaldungen, mit schönen Spaziergängen. „Mit reichen Bestandteilen an Glauber- und Bittersalz, Eisen,

Kohlen und phosphorsauren Salzen eignet sich der Aufenthalt vorzüglich bei Krankheiten der Verdauungsorgane, bei Milz- und Leberleiden und Hämorrhoiden, ebenso bei Gicht und Rheumatismus.“ Sie bemängelte aber auch, dass trotz der vielen Sommergäste, vor allem Familien aus Bozen und Meran, Sommerfrischler und Trens-Wallfahrer, die Eilzüge nie in Freienfeld anhalten würden. Außerdem betonte die christlich fromm ergebene Katholikin, dass in ihrem Bad Möders vier katholische Zeitungen auflägen. Dies sollte ein Wink für viele jammernde Wirte sein, die glaubten, „nur mit Judenblättern“ Gäste anzuziehen. Aufgrund des zunehmenden Fremdenverkehrs war das Bauernbadl allzu klein geworden und so musste Magdalena Wollerisch den Betrieb einstellen und verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits 70 Jahre alt. Nach kurzer Krankheit verstarb sie am 26. Februar 1923 im Alter von 91 Jahren.

Das neue Wildbad Möders

Im Juli 1904 kaufte der bekannte Meraner Kurarzt Dr. Josef Spöttl (1870 – 1929) das Wildbad Möders um rund 40.000 Kronen. Er ließ es in kürzester Zeit im Tiroler Badestil umbauen, vergrößern und modernisieren und musste zu diesem Zweck noch einmal 120.000 Kronen investieren. Sein Hintergedanke war, Kurgäste aus Meran und Obermais zum sommerlichen Aufenthalt oder zur Kur in Möders einzuladen. Die Gäste sollten sich in der Pension „Tivoli“ in Meran oder in der Pension „Lanner“ in Untermais für Möders anmelden. Die Krankheiten, die bei der Badekur geheilt werden sollten, waren nun auch Verstopfung, Ischias, Chlorose, Neuralgien, Nervenkrankheiten und Anämie. Hingegen sollten keine an Tuberkulose Erkrankten aufgenommen werden. Das bis 1905 neu errichtete Badehaus verfügte jetzt über 50 Zimmer mit 75 Betten auf drei Stockwerken. Balkone und eine Glasveranda sowie ein neues Badehaus mit acht Kabinen standen zur Verfügung. Hier wurden außer den Quellbädern, Kaltwasseranwendungen und Massagen auch Medizinalbäder, Kneippkuren, Dampfbäder und kohlensaure Bäder verabreicht. Vom ersten und zweiten Stock konnte man durch einen eigenen Ausgang direkt in den dahinterliegenden Wald gelangen. Ein Speisesaal, eine Kegelbahn sowie verschiedene Luft- und Sonnenbäder bewarben die zahlende Kundschaft. Zudem sorgte eine gute

bürgerliche Küche bei mäßigen Preisen für die Verpflegung der Gäste. Die Einweihung des neuen Wildbades erfolgte noch im Sommer 1905. In der südlich davon gelegenen Maria-Hilf-Badkapelle wurde an Sonn- und Feiertagen eine Messe gelesen und so war es für die Gäste bequem, an Ort und Stelle ihrer Christenpflicht zu genügen, und sie brauchten,

wenn sie nicht wollten, nicht den Weg zur Kirche nach Stilfes zurücklegen.

1905 bewarb man das Wildbad Möders folgendermaßen: „Möders, ein kleiner Ort, ¼ Stunde von der Station Freienfeld der Brennerbahn entfernt, ist eine Sommerfrische für Freunde eines vom Luxus unberührten Fleckchens Erde. Am Rande der ausgedehnten Fichtenwälder zeigt sich dem Beschauer ein neugebautes, doch altberühmtes und vielbesuchtes Heilbad. Die Heilquellen entspringen in der nächsten Nähe des Hauses und liefern das zu Bade- und Trinkkuren verwendete Heilwasser in reichlichster Menge.“

Um 1913 wurde eine kleine Insel im Eisack in einen Naturpark verwandelt. Eine neue Brücke führte jetzt über den Eisack, ein „Juliensteg“ und neue Waldpromenaden wurden angelegt. Auch ein kleiner Weiher befand sich in der Nähe.

Das schlichte Innere der MariaHilf-Badkapelle mit dem erneuerten Gnadenbild (2026)

Das unrühmliche Ende

Zur Zeit des Ersten Weltkrieges wurde es ruhig um das Wildbad, vor allem nach dem Tod des liebenswürdigen, stets hilfsbereiten Dr. Spöttl im Jahr 1929. In den 1930er Jahren erlebte das Bauernbadl zwar noch eine kurze Blütezeit, doch bald nach 1947 wurde der Betrieb eingestellt. Das große Wildbad zerfiel zusehends, 1988 musste das Badehaus und der dazugehörige Gastbetrieb abgetragen werden. Heute steht nur noch die Maria-Hilf-Badkapelle aus dem 18. Jahrhundert, die 1914 erneuert und 1991 von der Katholischen Männerbewegung von Stilfes vorbildlich saniert wurde. Ersetzt wurde das Gnadenbild der „Gottesmutter der immerwährenden Hilfe“. Den Anlass dazu gab die Vorstellung des Buches „Bäuerliche Kapellen in Südtirol“. Gemeinsam mit Herausgeberin Margot Schwienbacher war man sich einig, das beträchtlich in Mitleidenschaft gezogene Marienbildnis zu ersetzen. Im Jänner 2025 fand die Einsetzungsfeier des neuen Gnadenbildes in Anwesenheit von Dekan Christoph Schweigl statt.

Das mondäne Wildbad nach 1905, eine Touristenattraktion

Brixen Water Light Festival

Täglich vom 29. April bis zum 16. Mai in Brixen und der Festung Franzensfeste

Vom 29. April bis zum 16. Mai verwandelt das Water Light Festival Brixen in eine eindrucksvolle Bühne für Lichtkunst, Klang und zeitgenössische Installationen. Über zwanzig Werke von Künstler*innen aus aller Welt führen durch Gassen, über Plätze und an verborgene Orte – und eröffnen neue Perspektiven auf die Stadt.

Dabei geht es nicht nur ums Staunen. Viele Installationen sind bewusst immersiv und partizipativ angelegt: Besucher*innen tauchen ein, bewegen sich durch Räume aus Licht und Wasser und werden selbst Teil der Kunst. Im Zentrum steht heuer das Thema Frieden – nicht als fertige Antwort, sondern als leise Frage, die sich durch Bilder, Klänge und Begegnungen zieht. Besonders spürbar wird die Verbindung zum Ort: Geschichten aus Brixen sowie lokale Stimmen und Materialien fließen in zahlreiche Arbeiten ein. So entsteht ein Dialog zwischen internationaler Kunst und regionaler Identität, der das Festival unverwechselbar macht.

Neben den frei zugänglichen Installationen in der Altstadt eröffnet der Festivalpass den Zugang zu ausgewählten Schauplätzen, die sonst teils verschlossen bleiben: von der Hofburg, der Frauenkirche über die Festung Franzensfeste bis hin zum Schenoni-Areal. Orte, die im Alltag verborgen sind, werden temporär zur Bühne für Lichtkunst und lassen sich in diesem Rahmen völlig neu entdecken.

Die Installationen in Brixen sind täglich ab 21.00 Uhr erlebbar, während ausgewählte Orte wie die Festung Franzensfeste und das Schenoni-Areal bereits tagsüber ihre Türen öffnen und einen anderen Zugang zur Lichtkunst ermöglichen.

Informationen zu Künstler*innen, Programm und Tickets unter www.waterlight.it

Vipiteno, sì alla fattibilità del parcheggio da 250 posti al Monte Cavallo

A fine febbraio durante la riunione del Consiglio comunale di Vipiteno è stata approvata a maggioranza, la fattibilità tecnica ed economica di un parcheggio multipiano con 250 posti auto presso la stazione a valle della funivia di Monte Cavallo.

Lo studio di fattibilità per il par-

zione del parcheggio per 120 giorni all’anno. Il parcheggio esistente è già completamente occupato per oltre 100 giorni all’anno. Con un moderato adeguamento delle tariffe – 1 euro all’ora per i posti all’aperto e 1,50 euro nel parcheggio multipiano, invece degli attuali 60 centesimi – il prestito potrebbe essere rimborsato persino in 25

chitetto Adriano Zanella. Secondo il sindaco Peter Volgger sono previsti 250 posti auto. Una parte degli attuali parcheggi all’aperto dovrebbe essere mantenuta. I costi stimati ammontano attualmente a circa 5,8 milioni di euro, senza considerare gli interessi.

Il sindaco ha presentato anche alcune stime su una possibile forma di finanziamento. Si potrebbe ricorrere a un prestito con una durata di 25 anni. Per estinguerlo esclusivamente tramite le tariffe di parcheggio sarebbe necessaria un’occupa-

dovrebbe essere gestito direttamente dal Comune e i nuovi posti dovrebbero essere completamente a disposizione della collettività, anche in vista del progetto di un nuovo hotel sul Monte Cavallo. Non tutti i consiglieri comunali, però, hanno voluto limitarsi a prendere atto di questi numeri. Eva Frick ha sottolineato che non mette in discussione in linea di principio il valore aggiunto del parcheggio, ma critica il modo in cui la decisione è stata preparata. Durante la seduta il sindaco avrebbe presentato

soltanto alcune cifre calcolate da lui stesso, senza fornire informazioni sulla reale redditività del progetto. Quando sono in gioco milioni di euro di denaro pubblico, la documentazione dovrebbe essere professionale e completa, e non limitarsi a una semplice tabella Excel elaborata personalmente dal sindaco. Secondo i suoi calcoli, con un importo complessivo di circa 8,7 milioni di euro e una durata del prestito di vent’anni, il bilancio comunale dovrebbe sostenere un onere mensile di circa 37.000 euro. Daniel Seidner ha espresso una posizione simile. Anche la SVP, ha spiegato, è in linea di principio favorevole alla costruzione di un parcheggio multipiano e riconosce il valore che potrebbe avere per lo sviluppo turistico e per la valorizzazione dell’area della stazione a valle. Un’infrastruttura di questo tipo potrebbe migliorare l’accessibilità e generare impulsi positivi nel lungo periodo. Tuttavia, manca un vero e proprio business plan. La critica non riguarda il progetto in sé, ma il metodo: non è possibile prendere una decisione politica di principio senza un’analisi economica approfondita e redatta per iscritto. Inoltre, andrebbero considerati anche i costi di gestione e di manutenzione. Werner Graus è andato ancora oltre, mettendo in discussione le priorità del Comune. Vipiteno, ha detto, ha problemi più grandi di un parcheggio multipiano, come la carenza di alloggi. L’o-

biettivo dovrebbe essere quello di permettere nuovamente a giovani e famiglie di potersi permettere una casa in città. Invece di investire milioni in un parcheggio alla stazione a valle del Monte Cavallo e di vincolare queste risorse per decenni, l’amministrazione comunale dovrebbe impegnarsi attivamente per ampliare l’offerta di alloggi e ridurre i costi abitativi. Il sindaco Volgger ha respinto con decisione le accuse. Ha sottolineato che la votazione non riguardava il finanziamento del parcheggio, ma esclusivamente la sua fattibilità tecnica ed economica. I costi non dovrebbero in alcun modo gravare sul bilancio comunale: il progetto dovrebbe autofinanziarsi e persino generare un rendimento. Ha inoltre definito il confronto con il tema degli alloggi accessibili un paragone improprio. La realizzazione del parcheggio, ha affermato, non ha nulla a che vedere con la questione dell’edilizia abitativa e non ostacolerebbe in alcun modo eventuali iniziative in questo ambito.

Una proposta di Graus di rinviare la votazione e di incaricare un esperto esterno di elaborare un’analisi economica dettagliata è stata respinta con undici voti contrari.

Anche all’interno della maggioranza sono emerse critiche quando Verena Debiasi ha sollevato una questione strategica di fondo: quale direzione intende prendere Vipiteno in materia di sostenibilità. A suo avviso, la creazione di nuovi parcheggi e l’incentivazione del traffico indi-

viduale non rappresentano un segnale convincente per un turismo sostenibile. Il sindaco ha risposto con un approccio pragmatico. In inverno la situazione dei parcheggi è già tesa e sia la società Nuova Monte Cavallo Srl sia la cooperativa turistica sarebbero molto interessate al progetto. Inoltre, a causa dei prossimi lavori di sistemazione dell’Isarco lungo via Innsbruck, circa quaranta posti auto verranno eliminati in modo permanente.

Parallelamente alla costruzione del parcheggio multipiano è prevista anche l’introduzione di un moderno sistema di guida ai parcheggi, con l’obiettivo di ridurre il traffico alla ricerca di posti liberi nel centro cittadino. Inoltre, circa 15.000 veicoli transitano ogni giorno sulla strada del Brennero e un’offerta di parcheggio più attrattiva potrebbe convincere una parte di questi automobilisti a fermarsi a Vipiteno. Se il traffico è già presente, ha osservato il sindaco, la città dovrebbe almeno trarne un vantaggio economico. La fattibilità tecnica ed economica per il parcheggio è stata approvata con una larga maggioranza. Werner Graus ha votato contro, mentre Eva Frick, Daniel Seidner e Verena Debiasi si sono astenuti. Tra gli altri punti all’ordine del giorno i consiglieri hanno deciso che in futuro la gestione del Teatro comunale di Vipiteno verrà affidata tramite un bando di concessione. La

decisione è stata approvata a maggioranza, con l’astensione di Ciro Coppola (Insieme per Vipiteno). Come ha spiegato il sindaco Volgger, l’obiettivo principale è quello di promuovere ulteriormente la vita culturale cittadina; allo stesso tempo il Comune potrà risparmiare circa 50.000 euro all’anno.

Il Consiglio ha inoltre approvato l’introduzione di un contributo a favore delle famiglie per l’acquisto e l’utilizzo di pannolini lavabili, misura che punta a ridurre la produzione di rifiuti.

Un’altra decisione riguarda l’Aula Magna di Vipiteno: una quota di comproprietà del 15 per cento verrà trasferita alla Provincia autonoma di Bolzano, che in futuro dovrà quindi partecipare nella stessa misura alle spese di gestione. Ciò consentirà anche ad altre scuole di utilizzare più facilmente la struttura.

Il Consiglio comunale ha inoltre approvato all’unanimità una modifica al piano urbanistico: una superficie privata destinata a verde in via Gänsbacher verrà trasformata in zona mista.

Infine, è stata approvata una variazione di bilancio. Per la costruzione della nuova caserma dei vigili del fuoco a Tunes sono stati riservati quattro milioni di euro. Altri 200.000 euro sono stati stanziati per la verifica tecnica, finanziaria e giuridica del progetto PPP relativo al nuovo palazzo del ghiaccio di Vipiteno.

Alta Val d’Isarco: confronto

Un confronto dell’ASTAT sulle tariffe comunali 2025 evidenzia differenze significative tra i comuni dell’Alta Val d’Isarco per acqua potabile, acque reflue e rifiuti, con effetti concreti sul costo della vita. L’analisi considera due nuclei tipo: una famiglia di quattro persone e una coppia. Per l’acqua potabile, Val di Vizze risulta il comune più caro: 167,20 euro annui per una famiglia e 83,60 per una coppia, in aumento rispetto al 2024. All’opposto si colloca Vipiteno, con 88 e 44 euro e una forte riduzione (fino a -77 euro per le famiglie). Tariffe stabili a Campo di Trens, Racines e Brennero, mentre a Fortezza si registra un lieve incremento. Differenze ancora più marcate per la depurazione delle acque reflue: Campo di Trens è tra i più convenienti (242 euro annui per una famiglia, 121 per una coppia), mentre il Brennero raggiunge i valori più alti (396 e 198 euro). Costi elevati anche a Racines e Val di Vizze, oltre i 290 euro per le famiglie. A Vipiteno si segnala invece un lieve calo, mentre a Fortezza un aumento moderato. Per la raccolta dei rifiuti le differenze sono più contenute. Campo di Trens resta il più economico (74,80 euro annui per una famiglia), mentre Fortezza è il più caro (180,40 euro). Diminuzioni sensibili a Val di Vizze e

Racines, aumenti invece al Brennero e lievi rincari a Vipiteno. Nel complesso, la spesa annua per una famiglia varia da 455,40 euro a Campo di Trens fino a 645,92 euro al Brennero. Per una coppia si va da 227,70 a 322,96 euro. In diversi comuni, tra cui Vipiteno, si registrano riduzioni complessive, fino a circa 81 euro. Nessun comune applica l’addizionale IRPEF, evitando ulteriori oneri fiscali ai cittadini. Differenze rilevanti emergono anche nei servizi per l’infanzia. Le tariffe degli asili (mezza giornata) variano dai 35 euro mensili di Racines ai 63 euro di Fortezza; Vipiteno si attesta a 62 euro, Brennero a 54, Campo di Trens a 46 e Val di Vizze a 45 euro. Sono previste agevolazioni per il secondo figlio, molto diverse però tra i comuni: a Racines è gratuito, altrove le riduzioni sono più limitate. Gli asili nido, presenti a Vipiteno, Racines e Val di Vizze, applicano invece tariffe uniformi su base provinciale, da 0,90 a 3,65 euro l’ora in base al reddito. Il confronto mostra come, anche in un territorio ristretto, le scelte amministrative incidano sensibilmente sui costi fissi delle famiglie, con differenze rilevanti tra comune e comune.

Traffico e controlli: il bilancio 2025 della Polizia municipale di Vipiteno

Nel 2025 la Polizia municipale di Vipiteno ha operato con una squadra composta da cinque collaboratori, svolgendo le proprie attività non solo nel territorio cittadino, ma anche nei comuni di Campo di Trens e Val di Vizze. Nonostante l’ampio spettro di compiti amministrativi e operativi, una delle sfide principali rimane l’elevato volume di traffico lungo l’asse di collegamento nord-sud.

A guidare il corpo è il comandante Egon Bernabè. Attualmente sono state bandite due posizioni: un collaboratore è andato in pensione nel mese di marzo e il posto vacante sarà nuovamente coperto a partire da maggio.

Nel corso del 2025 gli agenti hanno registrato otto incidenti stradali, due in più rispetto all’anno precedente. Complessivamente sono state accertate 1.433 violazioni al codice della strada. Circa la metà di queste riguarda la mancata esposizione del ticket di parcheggio oppure il superamento del tempo consentito nelle aree di sosta. Il traffico continua a rappresentare una delle criticità più rilevanti per Vipiteno e per l’intera Alta Val d’Isarco. L’intenso flusso di veicoli lungo la strada statale del Brennero è spesso conseguenza di code o sovraccarichi sull’autostrada del Brennero. In queste situazioni il traffico devia verso la statale, congestionando non solo il centro cittadino ma anche la viabilità dell’intero tratto superiore della valle.

Per quanto riguarda gli speed-check box,

attualmente disattivati tramite decreto, Bernabè spiega che tutte le forze dell’ordine sono in attesa di indicazioni da parte delle autorità competenti a Roma e Bolzano. Nel frattempo, si osserva come, dalla loro disattivazione, molti automobilisti abbiano ripreso a viaggiare a velocità più elevate, talvolta anche in zone particolarmente sensibili. La limitata disponibilità di personale non consente infatti di effettuare controlli di velocità su arga scala.

Una parte considerevole dell’attività della Polizia municipale è inoltre dedicata a compiti amministrativi. Nel 2025 nella zona pedonale sono state rilasciate o rinnovate 950 autorizzazioni destinate a residenti, attività commerciali e fornitori. L’ufficio oggetti smarriti ha registrato 73 segnalazioni, tre sono stati rilasciati 26 contrassegni per persone con disabilità e 38 libretti per spazzacamini.

Particolarmente impegnativi si sono rivelati anche i controlli relativi ai cambi di residenza, poiché ogni trasferimento deve essere verificato singolarmente. In collaborazione con l’ufficio licenze sono stati inoltre individuati e sanzionati due casi di affitto irregolare di camere.

Dal 2 marzo l’Ufficio Licenze del Comune di Vipiteno si trova in piazza Città 5. Il trasferimento è stato deciso per rafforzare la stretta collaborazione con la Polizia municipale e rendere più efficienti le procedure comuni. I due uffici lavorano già da tempo fianco a fianco in diversi ambiti amministrativi e l’integrazione logistica e organizzativa consente ora una gestione più rapida e meglio coordinata delle pratiche che riguardano entrambi i settori.

Con il trasferimento non sono più attivi i precedenti numeri di telefono dell’Ufficio Licenze: l’ufficio è ora raggiungibile tramite il numero della Polizia municipale (0472 723777) oppure via e-mail all’indirizzo licenze@vipiteno.eu. Gli orari di apertura rimangono invariati e corrispondono a quelli della Polizia municipale.

Tra le competenze del corpo rientra anche

la gestione dei mercati cittadini. Nel corso dell’anno sono stati seguiti dodici mercati mensili con 34 operatori e il mercato del bestiame con dieci espositori. Dal 2025 il mercato mensile, come noto, è stato trasferito nel parcheggio della zona sportiva. La Polizia municipale è inoltre responsabile della gestione del sistema di sosta a pagamento, che comprende 13 parcometri distribuiti sul territorio comunale. Nel 2025 le entrate complessive hanno raggiunto i 234.047 euro, di cui 63.395 euro tramite applicazioni digitali. L’utilizzo delle app per il pagamento della sosta continua, infatti, a crescere: sono stati registrati 39.288 parcheggi tramite app, rispetto ai 33.605 del 2024 e ai 28.278 del 2023. I mesi con il maggior numero di utilizzi sono stati agosto e dicembre, entrambi con oltre 4.500 operazioni.

Secondo i dati della centralina di conteggio installata al semaforo lungo la strada statale 12 a Vipiteno, nel 2025 sono transitati complessivamente 4,3 milioni di veicoli. Ciò corrisponde a una media di circa 12.000 mezzi al giorno. Il 60 per cento del traffico si dirige da nord verso sud, mentre il restante 40 per cento è diretto verso il Brennero. Il picco massimo è stato registrato il 14 giugno, con 16.193 veicoli in una sola giornata. Rispetto al 2024 si è registrato un incremento di 33.282 veicoli, pari a una crescita dello 0,76 per cento.

Accanto alle attività di controllo e amministrative, la Polizia municipale è impegnata anche nell’educazione stradale. Nel 2025 sono stati realizzati progetti nelle scuole e negli asili, mentre l’iniziativa Pedibus è stata consolidata come offerta stabile e viene sempre più utilizzata dalle famiglie. Gli agenti hanno inoltre garantito il servizio d’ordine e la gestione del traffico in occasione di processioni, manifestazioni ed eventi sportivi. Durante grandi appuntamenti con arrivo a Vipiteno, come l’Ötztal Marathon e il Tour of the Alps, la Polizia municipale ha operato in stretta collaborazione con le altre forze dell’ordine. sp

CAI Brennero, bilancio positivo e nuovo direttivo per il triennio 2026-2029

del CAI che ha fatto il punto sulle attività svolte e tracciato le prospettive per il futuro della sezione.

I soci hanno approvato all’unanimità il verbale della riunione del 2025 e ascoltato la relazione del presidente uscente Claudio Capuzzo. Nel suo intervento, Capuzzo ha ripercorso un anno intenso, caratterizzato da numerose iniziative sul territorio e da una partecipazione attiva della comunità. La sezione, che conta oltre 200 iscritti, ha organizzato eventi come la giornata in bicicletta, la giornata dell’ambiente e le settimane estive dedicate ai più giovani, oltre alle tradizionali escursioni sociali.

Particolarmente positivo il bilancio consuntivo 2025, illustrato dalla tesoriera Raffaella da Col e approvato all’unanimità. Tra i dati più significativi spicca l’ottimo risultato economico ottenuto durante il carnevale di Colle Isarco.

Per quanto riguarda il 2026, il bilancio preventivo ricalca sostanzialmente quello dell’anno precedente, con particolare attenzione alle attività dedicate ai

vani e al sostegno delle gite gramma sociale, che prevede, tra le altre iniziative, una gita allo zoo di Monaco, la partecipazione alla marcia e sagra della Bondola a Torrebelvicino e le consuete settimane estive per i ragazzi.

Momento centrale dell’assemblea è stata l’elezione del nuovo direttivo per il triennio 2026-2029. Confermata gran parte della squadra uscente, con l’ingresso di Patrick Donatoni e l’uscita di Ivan Ponzano. Il nuovo consiglio è composto da Gottfried Castriotta nominato presidente, Silvia Pergher vicepresidente, Francesca Ioannilli segretaria e Raffaella da Col tesoriera. Completano l’organigramma Claudio Capuzzo (responsabile sede), Andrea Casazza (responsabile giovanile) e i consiglieri Christian Marcotto, Luca Stocchero e Patrick Donatoni.

L’assemblea si è conclusa confermando la vitalità e il ruolo centrale del CAI nella vita associativa e sociale del territorio. Il nuovo direttivo tornerà a riunirsi entro la fine di aprile per definire nel dettaglio il programma delle attività primaverili ed estive. sp

Nuova destinazione per i posti letto inutilizzati nella Residenza per Anziani di Vipiteno

Nonostante le liste d’attesa, nella nuova Residenza per Anziani della Wipptal numerosi posti letto rimangono inutilizzati. La causa principale è la carenza di personale. Per questo motivo i comuni stanno valutando una soluzione alternativa: utilizzare parte delle capacità disponibili per il progetto di “Abitare assistito Plus”, una formula pensata come soluzione temporanea per sfruttare meglio le strutture esistenti.

La nuova Residenza per Anziani della Comunità comprensoriale Wipptal, inaugurata a Vipiteno circa un anno e mezzo fa, non è ancora pienamente operativa.

Nonostante la forte domanda di posti nelle strutture per anziani, quasi quaranta letti restano vuoti proprio a causa della mancanza di personale.

Questa situazione comporta anche un aumento dei costi per i comuni del comprensorio. Da qui è nata la proposta di destinare dieci dei posti attualmente non occupati al cosiddetto “Abitare assistito Plus”, un’offerta abitativa rivolta a persone con più di 65 anni che si colloca tra l’abitare assistito tradizionale e la casa di riposo.

Gli ospiti vivono in alloggi autonomi e, se necessario, possono usufruire di servizi di assistenza e cura, con la garanzia di una reperibilità continua. L’obiettivo è permettere anche a persone con un maggiore bisogno di sostegno di continuare a vivere in modo il più possibile indipendente. Il servizio verrebbe gestito dalla Comunità comprensoriale per conto dei comuni.

Martin Alber, presidente della

Comunità comprensoriale Wipptal ha spiegato che un utilizzo maggiore della struttura contribuirebbe almeno in parte a ridurre il peso finanziario. Tuttavia, non si tratta solo di un aspetto economico: esiste anche una forte richiesta di modelli abitativi di questo tipo. Nella Wipptal ci sono molte persone anziane con livelli di assistenza uno e due che avrebbero bisogno di un’offerta come l’Abitare assistito Plus. Per questa tipologia abitativa, inoltre, sono necessarie meno risorse di personale, poiché il rapporto tra operatori e residenti è diverso rispetto a quello di una residenza per anziani.

La Provincia ha già espresso parere favorevole al progetto. Ora spetta ai comuni del comprensorio approvare formalmente le relative delibere. Secondo Alber, il nuovo modello abitativo potrebbe essere avviato già nel giro di poche settimane. Il consiglio comunale di Val di Vizze ha già approvato all’unanimità l’iniziativa la scorsa settimana. Il sindaco Stefan Gufler si è detto convinto dell’utilità della proposta. Più prudente invece il sindaco di Vipiteno, Peter Volgger, che ha espresso il timore che i posti letto, molto richiesti nelle residenze per anziani, possano rimanere occupati per lungo tem-

po qualora si rendessero disponibili nuove capacità. Secondo Alber, tuttavia, questa preoccupazione non sarebbe fondata. Il progetto non è pensato come soluzione permanente, ma come misura temporanea. Inoltre, considerando l’evoluzione demografica, è probabile che in futuro l’offerta di Abitare assistito Plus si sviluppi anche in altre strutture.

La richiesta di questo tipo di soluzioni abitative è infatti in costante crescita e non si esclude che iniziative simili possano nascere anche in altri comuni della Wipptal.

Alvaro Leoni nuovo direttore provinciale delle Poste in Alto Adige

Cambio al vertice delle Poste in Alto Adige. Dallo scorso mese di gennaio il nuovo direttore provinciale è Alvaro Leoni, che assume la responsabilità dell’intera rete postale sul territorio, composta c omplessivamente da 131 uffici postali. Leoni, 44 anni, è originario di Vipiteno e lavora da oltre sette anni all’interno dell’azienda. Prima della nomina a direttore pro-

vinciale ha ricoperto il ruolo di responsabile del settore marketing, distinguendosi come uno dei più stretti collaboratori del suo predecessore

Luca Passero, 62 anni, originario di San Candido. Con il nuovo incarico, Leoni guiderà le attività delle Poste in Alto Adige, oordinando la rete degli uffici e i servizi offerti ai cittadini su tutto il territorio provinciale. sp

Vipiteno città pulita

A Vipiteno torna sabato 11 aprile 2026 la campagna “Vipiteno città pulita”, iniziativa dedicata alla tutela dell’ambiente e al senso civico. Il ritrovo è fissato alle ore 9:00 presso il centro della scuola secondaria di pri mo grado.

L’invito è rivolto a tutta la cittadinanza, dai più piccoli agli adulti, per partecipare alla raccol ta dei rifiuti nelle diver se zone della città. Gli organizzatori forniranno sacchi e guanti, mentre ai bambini è richiesto di portare un gilet fluorescente.

vani, l’Elki, il consiglio degli anziani, le mogli dei contadini, la Pfarrcaritas, il KFB, il Kolping, i giovani vigili del fuoco, la squa-

Scacchi: la Wipptal scrive la storia, dopo 32 anni ritorno in Serie A

Impresa storica per la squadra di scacchi della Wipptal, che conquista la promozione in Serie A del campionato sudtirolese dopo ben 32 anni di attesa. Un traguardo inseguito a lungo e finalmente raggiunto al termine di una stagione straordinaria. Il cammino della Wipptal è stato quasi perfetto: otto vittorie e un solo pareggio, ottenuto contro il Naturno, unica squadra capace di fermare la corsa dei campio ni. Per il resto, la formazione ha dominato la Serie B, dimostran dosi la più solida e continua del campionato. Decisiva anche l’ul tima giornata, in cui la Wipptal ha superato con autorità il Tau fers con il punteggio di 3,5-1,5, mantenendo sempre il controllo dell’incontro e chiudendo senza particolari difficoltà. Alla base del successo c’è una gestione rinnovata e vincente, guidata da Quentin Haller ed Edoardo Pierini, protagonisti anche in campo con rispettivamente 6 e 6,5 punti. La loro visione ha permesso di costruire una squadra equilibrata, capace di unire giovani talenti ed elementi di esperienza. Il simbolo della stagione è senza dubbio il giovane Daniel Demozzi, autore

di un incredibile percorso netto da 9 vittorie su 9, che gli è valso il titolo di miglior giocatore della lega. Fondamentale anche il con-

Wipptal chiude il campionato al primo posto con pieno merito. Un successo condiviso anche con Silvestro Giordano e l’ARCI Vipiteno, che hanno sostenuto il progetto fin dall’inizio. Ora per i protagonisti è tempo di festeggiare e ricaricare le energie, ma la sensazione è che questo storico ritorno in Serie A rappresenti soltanto l’inizio di un nuovo ciclo ricco di soddisfazioni. sp

Al termine, dalle 11:30, è previsto un rinfresco offerto dall’Ufficio turistico di Vipiteno e dalla Banca Raiffeisen Wipptal. L’iniziativa è promossa dal KVW Vipiteno con il supporto di numerose realtà associative del territorio, tra cui il servizio gio-

dra giovanile CF Vipiteno, la gioventù della Croce Bianca, il WSV Wipptal Broncos, l’AVS, il CAI, l’ANA, oltre ad Agorà/Vipiteno Cultura e alla banda musicale cittadina.

Gli organizzatori auspicano una partecipazione numerosa, segno concreto di attenzione verso l’ambiente e di forte spirito di comunità.

Calcio: Tommaso Mongiovi

firma con il Crotone

Un grande traguardo per il giovane talento del calcio locale: Tommaso Mongiovi, 16enne di Vipiteno, ha firmato il suo primo contratto da professionista con il Calcio Crotone. La carriera di Mongiovi è iniziata prestissimo, all’età di quattro anni tra Vipiteno e Ridanna, proseguendo poi a Bolzano e per due anni a Bressanone. Fin da giovane il suo talento è stato riconosciuto e seguito con cura dagli allenatori Michael Blasbichler e Massimo Martinel. La svolta è arrivata la scorsa estate, quando alcuni osservatori lo hanno notato durante un torneo di selezione a Gatteo Mare. Tra tre offerte ricevute, Mongiovi ha scelto di unirsi al Crotone, dove attualmente gioca nella formazione nazionale Under 17 ed è stato convocato anche per la “Primavera”, il principale campionato giovanile italiano. Il giovane talento della Wipptal si allena quotidianamente per circa sei ore, lavorando con dedizione per trasformare il sogno di diventare calciatore professionista in realtà.

sp

per le nuove leve dell’hockey

Il settore giovanile dei Broncos Junior continua a rappresentare un punto di riferimento importante per l’hockey su ghiaccio a Vipiteno, grazie a un’attività intensa che coinvolge decine di giovani atleti e numerose categorie. Alla base del movimento si trovano i più piccoli: la categoria U8 conta ben 29 bambini, protagonisti di sette tornei organizzati dalla Federazione regionale. Sempre molto attiva anche l’U10, con 23 giocatori che hanno preso parte a ben undici tornei. Numeri più contenuti ma grande impegno per l’U12, composta da 11 atleti e impegnata in dodici tornei stagionali. Le categorie dall’U14 all’U19 partecipano invece al campionato nazionale in collaborazione con l’Hc Falcons Bressanone, permettendo così ai giovani talenti di confrontarsi con realtà di alto livello. Sul piano sportivo, la stagione entra ora nella sua fase decisiva. L’U14 ha iniziato il 18 marzo la serie dei quarti di finale della Coppa FISG contro il Feltre/Padova. Ottimi risultati invece per l’U16, che ha superato i quarti di finale del Campionato Italiano battendo il Merano e ha avviato il 21 marzo la serie di semi-

finale contro l’HC Foxes Academy. Si è invece fermato ai quarti il cammino dell’U19. Intensa anche l’attività dei tornei: gli U8 hanno partecipato al tradizionale Torneo di San Nicola a Vipiteno e prenderanno parte alla Falchi-Cup di aprile a Bressanone. L’U9 si è distinta a gennaio in un torneo a Peiting, in Germania. L’U10, dopo un torneo internazionale disputato a Vipiteno con squadre provenienti da Italia, Germania e Austria, sarà impegnata ad aprile a Trento. L’U12, infine, si prepara a vivere un’esperienza internazionale con un torneo a Fondo. Accanto all’attività agonistica, continua con successo anche la promozione di base grazie ai corsi di pattinaggio organizzati in collaborazione con la Polisportiva: quattro corsi hanno coinvolto complessivamente circa 80 bambini, ai quali si aggiunge un apprezzato corso dedicato a genitori e figli. Un movimento in crescita, dunque, che conferma il forte legame tra il territorio e l’hockey su ghiaccio, guardando con fiducia al futuro e alla formazione delle nuove generazioni di atleti.

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Nuoto, successi e record: brillano i giovani della Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing

Si è svolta l’8 marzo a Vipiteno la terza tappa del circuito USSA, organizzata dalla sezione Nuoto della Polisportiva AVI Vipiteno/Sterzing. La manifesta zione, riservata agli esordienti B e ai nuotatori più piccoli, si è caratterizzata per un’atmosfera solare e un’ottima organizzazione. Un sentito ringraziamento è stato rivolto agli sponsor Raika Wipptal, Joy Toy/Naz e Latteria Sociale Vipiteno, oltre al Comune di Vipiteno per aver messo a disposizione la struttura del Balneum, che ha ospitato la competizione. Dal punto di vista sportivo, la gior nata è stata un vero successo: i giovani atleti hanno conquistato 8 vittorie, 9 medaglie d’argento e 10 di bronzo, stabilendo numerosi record personali e accumulando esperienze preziose. La stagione prosegue ora verso la finale USSA, in programma il 26

aprile a Merano.

Ottimi risultati anche dai Campionati provinciali in vasca corta, disputati dal 13 al 15 marzo a Merano, dove la squadra ha collezionato prestazioni di alto livello. In evidenza Lara Minzoni, capace di stabilire il nuovo record provinciale nei 1500 metri stile libero cadetti/assoluti, primato che resisteva dal 1988. Grande protagonista anche Marie Ungerank, vincitrice di tutte le gare disputate. Successo infine per la staffetta 4x200 metri stile libero cadetti/assoluti, salita sul gradino più alto del podio con Ungerank, Hofer, Piccolruaz e Minzoni. Nel complesso, la squadra ha conquistato 35 medaglie, confermando l’ottimo stato di forma e la crescita del gruppo. sp

L’Associazione “Oppidum” riparte dal “KM 488”

Assemblea lampo con presentazione e votazione del nuovo direttivo di sole donne

Riunione plenaria, a Fortezza per la più grossa associazione del paese, quell’”Oppidum”, che per un ventennio ha rappresentato il legame tra il forte asburgico e il paese. All’ultima riunione erano sei o sette e ora sono oltre una trentina i soci, quasi tutti nuovi, che si sono iscritti grazie ad una campagna condotta velocemente e in maniera capillare e che hanno eletto il nuovo direttivo ed approvato le linee guida, nuove anch’esse, da

donne a cui l’efficienza non manca. Per far capire, a chi non fosse “addetto ai lavori”, va spiegato l’antefatto: all’inizio del Terzo Millennio, nacque “Oppidum”, abbreviativo di “Francisci Oppidum”, ode in latino pronunciata in occasione dell’inaugurazione delle nuove scuole elementari del paese da tale Ugo Enrico Paoli, latinista e professore all’Università di Padova, ode inneggiante alla fortezza asburgica che nel 2004, grazie anche ad un incessante lavoro dell’amministrazione comunale, con l’allora vicesindaco Giovanni Cipolletta, passò

dai militari al Demanio e da questi al Comune che a sua volta creò l’associazione per la sua prima gestione. Lo ha ricordato il sindaco e presidente di Oppidum uscente, ricordando il pionieristico rovescio della medaglia: lunghe ore passate dai volontari a ripulire l’immensa scalinata, a tagliare alberi e arbusti che impedivano i passaggi, a creare percorsi, a studiare storia ed eventi per poter partire con le visite guidate, con la fortezza che iniziava ad aprirsi ad un pubblico sempre più vasto. Con il passaggio della struttura asburgica alla Provincia, il ruolo di Oppidum era inizialmente rimasto inalterato, anzi: l’associazione aveva in carico le visite guidate, e organizzava una mostra d’arte che ha avuto un buon successo, la “50x50x50” (cinquanta artisti, cinquanta opere, cinquanta giorni ). Nel frattempo le guide (le persone s’intende) si riducevano di numero, l’indennità per prestazione rimaneva sempre la stessa, la Provincia che ormai aveva eletto il forte a Museo Provinciale, aveva stabilito che il corrispettivo per ogni singola prestazione rimanesse lo stesso con un tetto non superabile ed il Direttivo, capitanato da Thomas Klapfer, che aveva fatto le cose con tutti i crismi (le guide erano assicurate, un commercialista curava la parte fiscale, una segretaria si occupava dell’organizzazione e dei compiti d’ufficio e poi c’erano le altre attività da curare), faticava a far quadrare i conti. Diversi tentativi di conciliazione su ruoli e tariffe tra Oppidum e Provincia si erano risolti in un nulla di fatto e così il Comune ha approfittato della costruzione (ricostruzione) della vecchia casa Anas, per creare un luogo d’incontro e di socializzazione per il paese e per le sue

nuove, molteplici realtà. E affidare a Oppidum un ruolo diverso. Di Oppidum, la “vecchia” associazione, è rimasto il nome… e un discreto fondo-cassa, almeno per iniziare. Per il resto, tutto nuovo. Nuovo il direttivo con le dimissioni del sindaco Thomas Klapfer da presidente, per possibili future incompatibilità nel ruolo. Sarà sostituito da Magdalena Wild, consigliere comunale e designata a priori alla dirigenza. La sua influenza e il suo mestiere si notano già nella scelta degli altri membri del direttivo: Romy Kerschbaumer, maestra della scuola primaria a Mezzaselva, Barbara Gamper, Monika Kowejsza e Sophie Porru. Nomi già prescelti e presentati all’assemblea che ha approvato, naturalmente. I revisori dei conti saranno: Richard Amort, Bruno Zampini, Emilio Pivetta. Già del “vecchio” Oppidum e confermati nel ruolo. Già scelta, sondando una lunga lista di candidati, anche la persona incaricata di gestire la struttura “km 488”: si tratta di Andrea Oberfrank, da Brunico, con esperienze nel campo dell’organizzazione, dell’associazionismo, del volontariato e la cui indennità di libera professionista, sarà pagata per metà dal Comune e per metà dalla Provincia. Tutto pronto, tutto fatto, come il programma di massima che verrà svolto nella nuova “torre rossa”: tra le offerte a scadenza regolare presentate ci sono momenti culturali come letture, conferenze, offerte bibliotecarie; eventi più prosaici come quelli legati alla cucina o alla creatività ed infine offerte per gruppi definiti, come genitori-bambini, giovani, anziani oltre a workshops. Il tutto verrà condotto e legato a scuole, asili, biblioteche, servizi sociali, Caritas, altre associazioni, gruppi culturali e sportivi. D’altronde, nel decalogo, nella dichiarazione d’in-

tenti sulla gestione di “km488”, ci sono la promozione della socialità, il sostegno dell’integrazione e dello scambio interculturale, la disponibilità di un punto “aperto” a tutti i gruppi etnici, la disponibilità di spazi per associazioni, iniziative, formazione e offerte sociali. Il tutto destinato alla popolazione locale, anche dei centri limitrofi, a persone con esperienze migratorie, bambini e giovani, anziani ed infine ad associazioni e iniziative no-profit. Questo, in sintesi, il programma presentato con una serie di slide. “Un programma di massima – ha commentato la futura presidente - che abbiamo realizzato in coincidenza con l’annunciata fine lavori prossima di “km488”. dm

Calendarietto

C.A.I. Brennero

19.04.26: Ferrata ad Arco

25.04.26: Gita in bus allo Zoo “Hellabrunn” di Monaco

C.A.I. Vipiteno

25.04.26: Kleiner Kaser m 3090. Ripida escursione sciistica primaverile su una cima di 3000 m alla fine del Kaserer Winkel. Da Schmirn – Parcheggio Wildlahnertal, Dislivello 1.570 m, Difficoltà BSA (Buon sciatore alpinista).

Biblioteca Civica

11.04.26: Kamishibai bilingue per bambini dai 3 ai 6 anni con bricolage sulla storia di Andreas König sul coniglio Hibiskus – ore 10:0011:00 (Prenotazione necessaria).

Coro Cima Bianca

18.04.26: Concerto a CasArci – ore 18:00

Frühes Saisonaus für die Broncos

Die Wildpferde schafften zwar die Mindestziele für die Saison, doch zufrieden ist man am KarlRiedmann-Platz damit nicht. Zu oft blieb die Mannschaft hinter den eigenen Möglichkeiten zurück und vergab eine bessere Platzierung. Das Resultat war ein Viertelfinale gegen übermächtige Zeller Eisbären und ein Saisonaus, das auch deutlich später hätte kommen können.

Die Mindestziele waren klar gesteckt: Qualifikation für die Endrunde in der Italienmeisterschaft Serie A und ein Platz in der Master Round und somit das direkte Ticket für das Viertelfinale der Alps Hockey League, um sich eine gute Ausgangssituation für die Playoffs zu schaffen. Obwohl das Team im Herbst wieder einmal in ein tiefes Loch fiel und zeitweise auf dem letzten Tabellenplatz der AHL stand, ging es Anfang Dezember wieder kontinuierlich aufwärts. Dank der Siege in den direkten Duellen mit italienischen Teams stand die Qualifikation für die Milano Hockey Finals Anfang Jänner schon frühzeitig fest und der 3. Platz, der mit einem stark dezimierten Kader über Cortina errungen wurde, ist wohl der schönste Erfolg der abgelaufenen Saison. Die verbleibenden sechs Spiele in der Regular Season, die über einen Platz unter den ersten Fünf entscheiden sollten, entwickelten sich allerdings zu einer Achterbahnfahrt. Der Start in den Endspurt ging mit einem 0:4 gegen Tabellenschlusslicht Un-

terland ging gründlich daneben, danach hing die Qualifikation bis zum Schluss am seidenen Faden. Als nach Overtime-Siegen gegen Meran und Ritten wegen der zwei liegengelassenen Punkte schon niemand mehr an einen möglichen fünften Platz glauben wollte, servierten die direkten Konkurrenten den Broncos an den letzten beiden Spieltagen die Chance auf eine Qualifikation auf dem Silbertablett. Mit zwei Punkten im vorletzten Spiel in Sisak am 31. Jänner hätten die Weißblauen schon alles klar machen können, doch nach nur 18 Sekunden in der Overtime hieß der Sieger Sisak. Die Broncos hatten aber noch eine Chance, und zwar das Nachholspiel am folgenden Tag in Sisak. Diesmal ließen sich Paul Eisendle & Co. die einmalige Gelegenheit nicht mehr entgehen und feierten einen 4:0-Sieg über die Kroa-

ten und damit den Einzug in die Master Round. Dort allerdings präsentierten sich die Broncos völlig von der Rolle und konnten nur einen Sieg in Overtime sowie eine Niederlage in der Verlängerung einfahren. Mit nur drei Punkten aus den sieben Spielen hätte man meinen können, dass es am letzten Spieltag nur mehr um die goldene Ananas gehen würde, doch weit gefehlt. Die Konkurrenz servierte den Broncos erneut eine Riesenchance auf dem Silbertablett.

Im letzten Spiel der Master Round hieß der Gegner erneut Sisak und mit einem Heimsieg in der Weihenstephan Arena über das kroatische Team hätten sich die Wildpferde auf den 4. Platz vorschieben können. Damit wäre das Heimrecht im Viertelfinale gesichert gewesen, vor allem wären die Broncos nicht unter jenen Teams gelandet, aus denen

die drei Bestplatzierten Zell am See, Salzburg Juniors und Asiago ihren Viertelfinalgegner aussuchen konnten. Die Wildpferde gaben aber in diesem entscheidenden Spiel eine 0:2-Führung aus der Hand und kassierten nur eine Minute nach dem 3:3-Ausgleich im dritten Drittel erneut den Führungstreffer der Kroaten. Damit war der 5. Platz besiegelt und aufgrund der zum Teil desolaten Auftritte in der Master Round pickte ausgerechnet Ligaprimus Zell am See das Team von Headcoach Johan Sjöquist als Gegner im Viertelfinale. Die Hürde für ein Weiterkommen war plötzlich sehr, sehr hoch. Auch wenn die Broncos vor zwei Jahren die Eisbären in der Viertelfinalserie mit 4:0 vom Eis fegten, rückten die Pinzgauer im letztjährigen Halbfinale mit einem Sweep ihrerseits die Kräfteverhältnisse wieder zurecht. Auch

In der Viertelfinalserie gegen die Zeller Eisbären ging es zwar erneut hoch her, doch die Broncos durften nicht oft genug jubeln.

heuer waren die Gelbblauen die haushohen Favoriten, doch die Serie begann mit einem engen Spiel in Zell am See, dessen 5:2-Endresultat nicht darüber hinwegtäuschen durfte, dass die Wildpferde dieses Match mit etwas Glück auch gewinnen hätten können. Im Heimspiel zwei Tage später glichen die Wipptaler dann mit einer überragenden Mannschaftsleistung zum 1:1 in der Serie aus – träumen war plötzlich wieder erlaubt. Dann allerdings fanden die Zeller zu ihrer wahren Leistungsfähigkeit, gewannen drei Spiele in Folge und beendeten damit die Saison der Broncos. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob Case Kantgias als zusätzlicher Verteidiger geholfen hätte, den Sprung auf Platz 4 zu schaffen. Der Amerikaner war zum Jahreswechsel vorausschauend verpflichtet worden: Einerseits schien die Einbürgerung von James Livingston unmittelbar bevorzustehen, andererseits war bereits klar, dass Alessio Niccolai während der Olympischen Spiele berufsbedingt drei Wochen lang fehlen würde. Da aber Livingstons italienischer Pass zu Saisonende seinen Weg durch die langen Gänge des Innenministeriums noch immer nicht gefunden hatte, musste sich Kantgias mit der Reservistenrolle und nur fünf Einsätzen begnügen. Die Wipptaler Eishockeyfans hadern zu Recht mit den vielen vergebenen Möglichkeiten in dieser Saison, denn

das Team ließ immer wieder erkennen, dass das Potential beträchtlich war, aber leider mit zu wenig Konstanz abgerufen wurde. Wie eng Erfolg und Niederlage in dieser Meisterschaft beieinander liegen, konnte man oft genug sehen – das macht auch den Reiz dieser Meisterschaft aus.

Die Behauptung ist deshalb nicht völlig aus der Luft gegriffen, dass die Mannschaft beim Erscheinen dieser Zeilen wahrscheinlich noch im Halbfinale beschäftigt wäre, hätte sie im letzten Spiel der Master Round die x-te Steilvorlage der direkten Konkurrenten für sich zu nutzen gewusst. So bleibt die Enttäuschung, die allerdings etwas gelindert wird durch die vielen wunderschönen Momente, welche die Jungs um Kapitän Paul Eisendle ihren Fans in der vergangenen Saison trotz allem schenkten.

Die Planungen für die neue Saison laufen bereits auf Hochtouren. Obwohl es mit Sicherheit Veränderungen geben wird, wird die große Revolution voraussichtlich ausbleiben. Ein erfreulicher Aspekt ist, dass einige junge Spieler mit guten Leistungen über die gesamte Saison eindrucksvoll ihren Anspruch auf eine größere Rolle untermauert haben. Das Potential ist da und das Ziel muss ganz klar lauten, dieses in der nächsten Saison mit mehr Konstanz abzurufen.

Biathlon

WM-Gold für Andreas Braunhofer

Großer Erfolg für den Südtiroler Biathlonsport bei den IBU Jugendund Junioren-Weltmeisterschaften in Arber (Deutschland): Der Ridnauner Andreas Braunhofer hat gemeinsam mit seinen Lands leuten Julian Huber und Jonas Tscholl die Goldmedaille in der Dreierstaffel der Altersklasse U19 gewonnen.

Braunhofer eröffnete die Staffel für Italien und legte mit einer starken Leistung den Grundstein für den späteren Triumph. Der 17-Jährige benötigte lediglich drei Nachlader (0+2/0+1) und übergab nach 20.08,7 Minuten als Vierter mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf die Spitze an Julian Huber. Huber und Schlussläufer Jonas Tscholl setzten die starke Vorstellung fort und brachten das italienische Team schließlich mit deutlichem Vorsprung ins Ziel. Insgesamt benötigte das Trio nur acht Nachlader und gewann in 1:02.00,2 Stunden vor Österreich und Estland. Für Braunhofer krönte die Staffel einen insgesamt soliden Auftritt bei der Weltmeisterschaft. Im Einzel belegte der Ridnauner trotz vier Schießfehlern den 11. Platz. In der Mixed-Staffel verpasste er mit dem italienischen Team auf Platz 4 nur knapp eine weitere Medaille. Im Sprint kam er mit drei Fehlern auf Rang 22, im Massenstart zeigte er nochmals eine starke Leistung und erreichte mit drei Fehlern Rang 7.

Sportrodeln Landesmeistertitel geholt

Anfang März standen in Plan de Gralba in Gröden die Landesmeisterschaften im Rodeln auf dem Programm. Rund 140 Rodler aus ganz Südtirol gingen dabei sowohl im Alpinrodeln als auch im Sportrodeln an den Start und kämpften um die begehrten Landestitel. Bei den Sportrodlern setzte sich Theresa Rainer vom ASV Jaufental in der Kategorie Juniorinnen 1 gegen die Konkurrenz durch und krönte sich mit einer starken Leistung zur neuen Landesmeisterin. Vereinskollegin Franziska Strickner kam in derselben Kategorie auf den 3. Platz. In der Kategorie Master sicherte sich Gerhard Lantschner vom ASV Jaufental die Silbermedaille, Adalbert Obkircher wurde Siebter.

Duathlon

Bronze für „Running Sisters“

Bei der siebten Ausgabe der Horn Attacke, dem spektakulären Duathlon von Bozen auf das Rittner Horn, erzielten die „Running Sisters“ ein starkes Ergebnis. Das Duo Barbara Fontana (Trailrun) und Nadja Staffler (Skitour) sicherte sich in der Zweier-Staffel der Damen mit einer Zeit von 3:06.21,9 Stunden den 3. Platz. Im Einzelbewerb der Damen kam Severine Petersen vom Laufverein ASV Freienfeld auf den 5. Platz (2:47.56,9). Im Einzelbewerb Bergsteiger Damen belegte Priska Gasser (Skialp Gossensaß) mit einer Zeit von 3:23.52,9 Stunden den 2. Platz. Die Teilnehmer meisterten die anspruchsvolle Strecke, die zunächst einen Trailrun über 13,4 km Trailrunning von Bozen nach Pemmern umfasste und anschließend eine Skitour über 6,5 km bis auf den Gipfel des Rittner Horns auf 2.230 m Höhe weiterging.

Landesmeister in Pfitsch gekürt

Ende Februar fand in Pfitsch die vorletzte Etappe der Hubert-Leitgeb-Trophäe statt. Im Rahmen des Rennens wurden gleichzeitig auch die Landesmeister im Einzel ermittelt. Insgesamt gingen 141 Nachwuchsbiathleten an den Start.

Für den ASV Ridnaun gab es drei Podestplätze. In der Kategorie U9 belegte Marta Helfer den 2. Platz. Lea Hochrainer gewann in der Kategorie U15 mit einer Zeit von 22.48,4 Minuten das Rennen und sicherte sich damit auch den Landesmeistertitel. Vereinskollegin Lia Rainer komplettierte den Erfolg mit dem 3. Platz in derselben Kategorie.

Auch der veranstaltende Verein ASV Pfitscher Eisbär durfte sich über einen Podestplatz freuen. Elias Tötsch erreichte in der Kategorie U15 den 3. Rang und stand damit ebenfalls auf dem Podium.

Anfang März war das Biathlonstadion Ridnaun Schauplatz der italienischen Biathlonmeisterschaften der Kategorien U13 und U15 mit dem Luftgewehr, die unter dem Namen „Trofeo Felicetti“ ausgetragen wurden. An zwei Wettkampftagen stellten sich insgesamt 257 Kinder den nationalen Titelkämpfen. Am ersten Renntag standen die Einzelbewerbe auf dem Programm, tags darauf folgten die Staffelrennen. Auch mehrere Nachwuchsathleten aus dem Wipptal konnten dabei mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Im Einzelbewerb der Kategorie U15 erreichte Lea Hochrainer den 5. Platz, während Lia Rainer als Zehnte (beide ASV Ridnaun) ebenfalls den Sprung in die Top 10 schaffte.

In den Staffelbewerben waren Wipptaler Sportler gleich mehrfach Teil erfolgreicher Südtiroler Teams. In der Kategorie U15 der Mädchen gewann die Staffel Südtirol A mit Lea Hochrainer die Goldmedaille, während Südtirol B mit Lia Rainer Silber holte; Südtirol F mit Clara Volgger belegte Rang 9. Bei den U15-Burschen er-

reichte Südtirol A mit Elias Tötsch vom ASV Pfitscher Eisbär den 3. Platz, während Südtirol C mit Julian Demanega den 7. Rang belegte. In der Kategorie U13 der Mädchen kam Südtirol C mit Lara Braunhofer auf den 5. Platz und Südtirol E mit Hanna Volgger auf Rang 7. Bei den U13-Burschen belegte Südtirol D mit Damian Rainer den 4. Platz.

Auch in der Gesamtwertung der Italienmeisterschaft, in die neben dem Einzelbewerb in Ridnaun auch der Sprint und die Verfolgung im piemontesischen Entraque (Cuneo) einflossen, konnten Wipptaler Athleten überzeugen: Lea Hochrainer sicherte sich in der Kategorie U15 den ausgezeichneten 2. Gesamtrang, dicht gefolgt von Lia Rainer auf Platz 4. Bei den U15-Burschen belegte Elias Tötsch den 9. Gesamtrang. In der Verbandswertung aller Bewerbe setzte sich Südtirol an die Spitze und sicherte sich den 1. Platz. In der Vereinswertung belegte der ASV Ridnaun einen respektablen 8. Rang. Mit diesen Wettbewerben ging zugleich eine erfolgreiche Biathlonsaison zu Ende.

Biathlon
Biathlon

Platz 5 für Nils Larch

Die italienische Para-Ice-Hockey-Nationalmannschaft hat die Paralympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 mit einem starken 5. Platz abgeschlossen. Vor heimischem Publikum in der „Milano Santagiulia Ice Hockey Arena“ setzte sich das Team von Trainer Mirko Bianchi im Spiel um Rang 5 mit 5:2 gegen Deutschland durch und erzielte damit das gleiche Ergebnis wie bereits bei den Spielen in Peking.

Die „Azzurri“ überzeugten über weite Strecken des Turniers mit großem Einsatz und steigerten sich nach einem schwierigen Start kontinuierlich. Besonders der Sterzinger Offensivspieler Nils Larch spielte eine wichtige Rolle im italienischen Team und war an mehreren entscheidenden Aktionen beteiligt. Nachdem Italien zu Beginn der Vorrunde deutliche Niederlagen gegen die USA (1:14) und China (1:11) hinnehmen musste, gelang im dritten Gruppenspiel der erste Erfolg. Vor knapp 5.000 Zuschauern besiegte die Mannschaft Deutschland mit 2:1. Italien war über die gesamte Spielzeit die aktivere Mannschaft und gab mit 24:12 doppelt so viele Torschüsse ab wie der Gegner. Deutschland ging zwar früh in Führung, doch die Gastgeber reagierten schnell. In Überzahl nutzte Nils Larch eine unübersichtliche Situation vor dem Tor und glich zum 1:1 aus. Den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg erzielte später Nikko Landeros mit einem platzierten Schuss im zweiten Drittel. Mit

diesem Erfolg belegte Italien Rang 3 der Vorrundengruppe A.

Deutlicher Sieg gegen Japan

In der anschließenden Platzierungsrunde um die Plätze 5 bis 8 zeigte die italienische Mannschaft eine souveräne Leistung und setzte sich klar mit 5:0 gegen Japan durch. Verteidiger Nikko Landeros glänzte dabei mit vier Treffern, während Roberto Radice das fünfte Tor erzielte. Auch Nils Larch überzeugte erneut: Der Offensivspieler bereitete zwei Tore vor und erhielt gemeinsam mit Teamkollege Christoph Depaoli viel Eiszeit. Mit einem Torschussverhältnis von 29:13 unterstrich Italien seine Überlegenheit.

Erfolgreicher Abschluss

Im abschließenden Spiel um Platz 5 traf Italien erneut auf Deutschland. Obwohl die Gäste zunächst mit 1:0 in Führung gingen, blieb die italienische Mannschaft spiel-

ner früh unter Druck. Insgesamt gab Italien mehr als doppelt so viele Schüsse auf das gegnerische Tor ab (25:11).

Nach dem Ausgleich im zweiten Drittel drehte Italien im Schlussabschnitt endgültig auf und entschied die Partie mit 5:2 für sich. Damit feierten die „Azzurri“ ihren

dritten Sieg in Folge und den zweiten Erfolg gegen Deutschland innerhalb weniger Tage. Mit Rang 5 bestätigt Italien seine Position in der internationalen Spitze des Para Ice Hockeys. Der Turniersieg ging erneut an die USA vor Kanada und China. bar

Eine starke Leistung zeigte der Sterzinger Wintertriathlet Kurt Hofer im Februar bei der Wintertriathlon-Weltmeisterschaft in Padola. Trotz einer schwierigen Vorbereitung konnte Hofer, der für den Verein Flipper an den Start geht, in seiner Altersklasse einen hervorragenden 5. Platz erreichen. Nur 14 Tage vor dem Wettkampf hatte sich Hofer eine Fußverletzung zugezogen, die seine Vorbereitung erheblich beeinträchtigte. Dadurch verpasste er eine mögliche Medaille knapp. Am Ende fehlte ihm lediglich eine Minute auf den Drittplatzierten. Unter diesen Umständen ist das Ergebnis besonders bemerkenswert und unterstreicht Hofers Kampfgeist sowie seine sportliche Qualität.

Wintertriathlon
Kurt Hofer wird WM-Fünfter
Para Ice Hockey
© Gloria Moscatelli

Erfolgreicher Auftritt der Lebenshilfe Wipptal

Besonders erfreulich war das Abschneiden der Langläufer

der Lebenshilfe Wipptal. Mit großem Einsatz, sportlichem Ehrgeiz und spürbarer Begeiste rung gingen sie an den Start und wurden mit hervorragenden Er gebnissen belohnt. In mehreren Kategorien konnten sie Spitzen plätze erreichen. Die Sportler überzeugten in der klassischen Technik mit starken Leistungen und bewiesen einmal mehr, dass im Bereich des inklusiven Sports im Wipptal engagierte Arbeit geleistet wird.

In der Allgemeinen Klasse über

Starke Leistungen trotz schwieriger Bedingungen

In der Division 2 gewann Florian Hochrainer, während Felix Forer den 3. Platz erreichte. In der Rennklasse über 2.500 m holte sich Peter Schroffenegger den

17 Sportler aus Südtirol gingen Anfang März bei den Langlaufbewerben der Special Olympics Winterspiele 2026 in Ovindoli an den Start, darunter auch vier Athleten aus dem Wipptal. Die äußeren Bedingungen stellten die Teilnehmer vor große Herausforderungen, denn die Loipen präsentierten sich in einem äußerst schlechten Zustand. Daneben wurde auch die Organisation der Veranstaltung von vielen Seiten kritisch gesehen. Umso höher sind die Leistungen einzuschätzen. Felix Forer holte Gold in der Staffel und Silber über 500 m, Mirko Frei zwei Silbermedaillen über 500 m und in der Staffel, Matthias Hochrainer ebenfalls Gold in der Staffel. Peter Schroffenegger kehrte mit drei Goldmedaillen (10 km, 5 km, Staffel) nach Hause zurück.

Snowboard

Erfolgreiches Rennwochenende in Ratschings

Ratschings war Mitte März erneut Austragungsort von zwei Parallel-Slalom-Rennen im Snowboard-Europacup. Auch diesmal spielten Athleten aus Südtirol eine wichtige Rolle im internationalen Starterfeld.

Im ersten Rennen erreichte Tommy Rabanser aus St. Christina den hervorragenden 3. Platz hinter Ryusuke Shinohara (JPN) und Iaroslav Stepanko (AIN). Fabian Lantschner aus Bozen belegte Rang 5, während Mike Santuari aus Welschnofen Neunter wurde. Bei den Damen setzte sich Maria Travinitschewa (AIN) vor Pia Schöffmann (Österreich) und Polina Karimowa (AIN) durch.

Auch am zweiten Renntag präsentierte sich das Wetter zwar nicht von seiner besten Seite –am Morgen waren rund 30 cm Neuschnee gefallen. Dennoch konnten zwei spannende und faire Rennen durchgeführt werden. Bei den Herren musste sich Fabian Lantschner erst im Finale dem Österreicher Joachim Gravogl geschlagen geben und belegte damit den 2. Platz. Manuel Haller aus Burgstall wurde Vierter, nachdem er das kleine Finale gegen den Südkoreaner

Licht- und Schattenseiten des Sports im Kinder- und Jugendbereich

Aktuelle Metaanalysen zeigen klar, dass organisierte sportliche Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen langfristig positive Effekte haben, die bis ins Erwachsenenalter reichen. Der häufig zitierte Satz „Sport ist eine Lebensschule“ ist wissenschaftlich gut belegt. Unter geeigneten Rahmenbedingungen bietet Sport ein ideales Lernfeld für zentrale Lebenskompetenzen. Kinder lernen, mit Stress und Emotionen umzugehen, Durchhaltevermögen zu entwickeln, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen, ihre Selbstwirksamkeit zu stärken sowie Verantwortung zu übernehmen und Teamgeist zu leben. Regelmäßige Bewegung fördert zudem ein positives Körpergefühl und stärkt das Selbstbewusstsein.

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten

Junho Ma verloren hatte.

Auch bei den Damen gab es internationale Podestplätze: Zoe Jansing aus Deutschland gewann das zweite Rennen vor Pia Schöffmann (Österreich) und Noa Kanazawa (Japan). Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die Gesamtsieger des Europacups geehrt. Bei den Herren setzte sich Mike Santuari (Italien) vor Manuel Haller (Italien) und Joachim Gravogl (Österreich) durch. In der Damenwertung belegte Pia Schöffmann (Österreich) den 1. Platz, gefolgt von Larissa Gasser (Schweiz) und Ricarda Hauser (Schweiz).

Der Veranstalter zeigte sich sehr zufrieden mit dem Rennwochenende. Athleten und technische Delegierte lobten die Organisation und die Durchführung der Rennen trotz herausfordernder Wetterbedingungen. Einen besonderen Dank richteten die Organisatoren vom Verein „Ridnauner Schneasurfer“ an alle freiwilligen Helfer sowie an die zahlreichen Sponsoren und Partner, welche die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung ermöglicht haben.

Problematisch wird Sport dort, wo „Leistung um jeden Preis“ zum dominierenden Prinzip wird. Ein krankhaft verzerrtes Leistungsdenken ist wissenschaftlich gut dokumentiert und wirkt sich häufig negativ auf die persönliche Entwicklung aus. Dieses Denken entsteht selten aus den Kindern selbst, sondern wird meist durch das Umfeld geprägt, etwa durch Trainer, Eltern oder Vereinsverantwortliche, die selbst unter Leistungs- und Erwartungsdruck stehen und diesen oft unbewusst weitergeben.

Folgen eines kranken Leistungsdenkens Eine zentrale Gefahr besteht darin, dass Kinder glauben, nur bei Leistung wertvoll oder liebenswert zu sein. Das führt zu Verunsicherung, übermäßiger Fehlerangst und Vermeidungsverhalten. Häufig entwickeln sich perfektionistische Ansprüche, die Freude am Sport zunehmend verdrängen. Viele Kinder reagieren mit erhöhtem Stress, Schlafproblemen, psychosomatischen Beschwerden oder Niedergeschlagenheit. Andere verlieren Selbstvertrauen, vergleichen sich ständig mit anderen oder haben Schwierigkeiten, Kritik konstruktiv zu verarbeiten.

Chronischer Stress erhöht zudem die Verletzungsanfälligkeit und verschlechtert die Konzentration im Wettkampf. In der Folge verlieren viele Kinder ihre Freude am Sport und beenden ihn frühzeitig – ein besonders problematischer Schritt in einer zunehmend bewegungsarmen, digitalen Welt.

Leistungsorientierung ja – krankes Leistungsdenken nein Leistung an sich ist was Positives. Sie kann motivieren, Orientierung geben und Selbstvertrauen stärken. Entscheidend ist, dass Kinder erleben, dass ihr Wert nicht an Ergebnisse geknüpft ist. Erwachsene tragen die Verantwortung, Räume zu schaffen, in denen Fehler erlaubt sind, Unterstützung spürbar ist und Freude am Sport erhalten bleibt. Echte mentale Stärke entsteht dort, wo Kinder sich sicher und wohl fühlen, aus eigener Motivation handeln und Rückschläge als Teil des Lernens erleben – nicht dort, wo sie Angst haben müssen, „nicht genug“ zu sein.

Manuel Haller in Aktion

Lukas Sieder gewinnt FIS-Slalom

Bei FIS-Rennen im slowenischen Soriška Planina standen Mitte März Slalom-Rennen auf dem Programm. Lukas Sieder von der Renngemeinschaft Wipptal, der dem Südtiroler Landeskader angehört, gewann den ersten Slalom vor dem Armenier Gleb Mosesov und dem Ungarn Richard Leitgeb. Bereits zuvor hat der Freienfelder mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen. Bei einem Slalom im Gran Premio d’Italia in Valgrisenche (Aosta) erzielte er den 2. Platz. Auch auf der anspruchsvollen Weißhorn-Piste in Jochgrimm fuhr er zwei technisch saubere Durchgänge und ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit einer Gesamtzeit von 1.33,66 Minuten war Sieder der Schnellste im Feld und sicherte sich damit souverän den Titel des U21-Landesmeisters im Slalom. Valentin Sparber kam auf den 7. Platz (gesamt 8.), Alexander Klotz auf den 8. Platz (gesamt 9.).

Starke Ergebnisse am Piz Sella

Am Piz Sella haben sich die Athleten der RG Wipptal Anfang März eindrucksvoll in Szene gesetzt. Im Rah men eines international besetzten Riesentor laufs, der zugleich für die Marlene-Cup-Wer tung zählte, wurden die Landesmeistertitel der Altersklassen U18 und U21 vergeben. In der Ka tegorie U21 der Herren sicherte sich Valentin Sparber den Landes meistertitel. Er zeigte ein starkes Rennen und belegte in einer Zeit von 2.07,43 Minuten den 4. Gesamtrang. Bereits tags zuvor war ebenfalls am Piz Sella ein nationales FIS-Juniorenrennen ausgetragen worden. Eva Sophia Blasbichler konnte sich dort mit dem Sieg in der U21-Wertung hervorragend präsentieren.

Ski alpin

Ridnaun gewinnt Fraktionenwertung

Bei besten Bedingungen ging Ende Februar das 57. Gemeindeskirennen der Gemeinde Ratschings erfolgreich über die Bühne. Knapp 160 Teilnehmer stellten sich beim Skilift Gasse in Ridnaun dem sportlichen Kräftemessen der Fraktionen und sorgten für spannende Wettkämpfe.

In den einzelnen Kategorien setzten sich bei den jüngsten Mädchen Nora Schölzhorn (Ridnaun) und bei den jüngsten Buben Ben Larch (Mareit) durch. In der Klasse 8 – 10 Jahre gewannen Lisa Kotter (Ridnaun) und Noah Pipino (Jaufental). Bei den 11bis 12-Jährigen siegten Laura Walter (Telfes) und Luis Gasteiger (Innerratschings). In der Kategorie 13 – 14 Jahre gingen die Siege an Anna Kruselburger (Ridnaun) und Felix Schölzhorn (Ridnaun). In den Jugend- und Erwachsenenklassen gewannen Sarah Federici (Ridnaun) bei den Damen 15 – 25 Jahre, Sabine Gasser (Gasteig) bei den

Damen 26 – 45 Jahre sowie Michaela Hochrainer (Ridnaun) bei den Damen 46+. Bei den Herren siegten Tobias Kruselburger (Ridnaun) in der Klasse 15 – 25 Jahre, Andreas Kruselburger (Ridnaun) bei den 26- bis 40-Jährigen, Patrick Eisendle (Innerratschings) bei den 41- bis 50-Jährigen, Manfred Kruselburger (Ridnaun) bei den 51- bis 60-Jährigen sowie Alois Siller (Mareit) in der Klasse 61+.

Die schnellsten Zeiten des Tages erzielten Manfred Kruselburger mit 37,67 Sekunden sowie Sarah Federici mit 39,61 Sekunden.

In der Familienwertung sicherte sich die Familie Manfred Kruselburger mit 75 Punkten den Sieg, gefolgt von Familie Hannes Hochrainer mit 60 Punkten und Familie Patrick Eisendle mit 49 Punkten.

Die Fraktionenwertung gewann klar die Fraktion Ridnaun mit 245 Punkten vor Mareit mit 195 Punkten und Innerratschings mit 162 Punkten.

Ski alpin

Überzeugende Leistungen

Anfang März stand in Folgaria der 65. Alpe Cimbra FIS Children Cup auf dem Programm, einer der prestigeträchtigsten Jugendwettkämpfe im alpinen Skisport. Zunächst wurden die nationalen Rennen ausgetragen, ehe die internationalen Bewerbe folgten. Mitten im Geschehen war auch Elias Magoni (im Bild) von der Renngemeinschaft Wipptal, der mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte. Gleich zum Auftakt der nationalen Rennen sorgte Elias Magoni für ein Ausrufezeichen. Der U14-Athlet belegte im Riesentorlauf den hervorragenden 2. Platz. Mit einem Rückstand von lediglich 61 Hundertstelsekunden musste er sich nur Sieger Gregorio Marabelli Gallo geschlagen geben. Auch am zweiten Wettkampftag bestätigte Magoni seine starke Form. Im

Slalom fuhr der junge Wipptaler erneut auf Rang 2 und musste sich diesmal nur Edoardo Ricci geschlagen geben. Für die internationa len Bewerbe hatte er sich ebenfalls qualifiziert; dort belegte er den 6. Platz. Beim Raiffeisen Grand Prix der Zone Mitte im Skigebiet Carezza Dolomites setzte sich Magoni in der U14 an die Spitze des Klassements. In der U16 sicherte sich Emma Oberhuber mit einem überzeugenden Lauf den Tagessieg.

Landesmeisterin im Super-G

Der Raiffeisen Grand Prix Landescup wurde Anfang März mit Skicross-Rennen in Alta Badia fortgesetzt. In der U16 der Mädchen zeigte Carmen Gschliesser eine starke Leistung und fuhr mit einer Zeit von 52,88 Sekunden auf den 3. Platz.

Medaillen bei Landesmeisterschaft geholt

Im Rahmen des Finstral Cups wurden Anfang März auf der Wallpach1-Piste auf Meran 2000 die Landesmeister im Riesentorlauf der Jahrgänge 2014 bis 2017 ermittelt. Insgesamt 673 Kinder aus ganz Südtirol standen am Start.

Sehr erfolgreich verlief das Wochenende für den ASV Ridnaun. In der Kategorie U9 der Mädchen sicherte sich Hannah Rainer mit einer starken Fahrt in 56,04 Sekunden den Landesmeistertitel. Vereinskollegin Julia Larch verpasste als Vierte nur knapp das Podest. Auch am zwei-

ten Wettkampftag durfte der Verein jubeln: In der Kategorie U11 fuhr Jana Gschnitzer auf Rang 3 und holte damit eine weitere Medaille für Ridnaun. Auch die Athleten des ASV Ratschings, des WSV Sterzing Ski und des ASV Gossensaß präsentierten sich auf der anspruchsvollen Strecke konkurrenzfähig und zeigten starke Leistungen.

Mit 673 Startern bestätigte das Finale des Finstral Cups einmal mehr die große Begeisterung für den Skirennsport im Südtiroler Nachwuchsbereich.

Mitte März wurde in Reinswald im Sarntal die Landesmeisterschaft im Super-G ausgetragen. Zur neuen Titelträgerin in der U21 kürte sich Ivy Schölzhorn von der Renngemeinschaft Wipptal. Sie siegte mit einer Zeit von 1.07,29 Minuten vor ihrer Teamkollegin Leonie Girtler.

Bei einer Etappe des Gran Premio d’Italia, ebenfalls in Reinswald, wurde Girtler Dritte in der FISRangliste und Zweite in der U21Gran-Premio-Wertung.

Tagessieg für Hartmuth Volgger

In Meran 2000 wurde Mitte März das Finale des Raiffeisen Südtirol Cups der Masters-Athleten nachgeholt. Über 70 Skirennläufer gingen beim Riesentorlauf an den Start. Hartmuth Volgger von der Renngemeinschaft Wipptal holte sich in der Kategorie A6 den Sieg.

Kartsport

Überzeugende Vorstellung

Im Februar war der „Circuito Internazionale Napoli“ in Sarno (Salerno) Austragungsort der zweiten Runde der WSK Super Master Series. In der hart umkämpften Kategorie OK-Junior lieferten sich über 60 Fahrer Wettkämpfe auf höchstem Niveau. Julian Frasnelli aus Wiesen stellte bereits im offiziellen Qualifying seine starke Pace unter Beweis. Mit Rang 6 in seiner Gruppe legte er eine wichtige Grundlage für den weiteren Verlauf der Bewerbe. In den anschließenden Heats behauptete sich Frasnelli konstant in den Spitzenpositionen und erzielte mit den Rängen 3, 4 und 7 bedeutende Resultate. Diese Leistungen sicherten ihm nicht nur den Einzug in die Finalphase, sondern auch eine aussichtsreiche Position in der Zwischenwertung nach den Vorläufen. Der Schlüsselmoment folgte im Prefinale: Er schöpfte sein

Wertvolle Erfahrungen gesammelt

Erfolge für Schwimmnachwuchs

Anfang März organisierte die Sektion Schwimmen der Polisportiva Sterzing im Hallenbad „Balneum“ in Ster zing die dritte Etappe der USSA Wettkampfreihe für die Kategorien Anwärter B und Propaganda, an der meh rere Vereine aus ganz Südtirol teilnahmen. Die jungen Athleten der Polisportiva erzielten zahlreiche persönliche Bestzeiten und gewannen insgesamt acht Gold-, neun Silber- und zehn Bronzemedaillen. Der Wettkampf zeichnete sich auch heuer durch eine hervorragende Organisation und eine besonders positive Atmosphäre aus. „Unser Dank gilt den zahlreichen freiwilligen Helfern, der Gemeinde Sterzing und den Sponsoren für ihre wertvolle Unterstützung“, so die Vereinsverantwortlichen. Die letzte Etappe der USSA-Wettkämpfe findet am 26. April in Meran statt.

Die U20-Damenmannschaft der Polisportiva Sterzing befindet sich derzeit in der zweiten Tabellenhälf runde der Landesmeisterschaft. Der Saisonhöhepunkt findet am 18. April in Kaltern statt, wo bei den Playoffs und dem Finale alle Mannschaften zusammentreffen. Das Team um Trainer Renato Covi ist eine besonders junge Formation. Bis auf zwei Spielerinnen gehören alle Athletinnen noch der Kategorie U17 an, viele sogar der U16. Trotz ihres jungen Alters zeigt die Mannschaft großen Einsatz und viel Begeisterung für den Sport. Die Spielerinnen bilden eine bunt gemischte Gruppe aus Sterzing und den umliegenden Seitentälern, einige kommen auch von auswärts. Teamgeist und Freude am Volleyball stehen dabei klar im Vordergrund. Ein besonders spannendes Spiel lieferte sich Sterzing am 28. Februar gegen AP Bozen. Der erste Satz ging mit 25:8 deutlich an die Polisportiva – eine gute Gelegenheit für Trainer Covi, allen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben. In den folgenden beiden Sätzen, die mit 19:25 und

gewonnen zu haben“, resümierte Covi nach dem Spiel. Vor allem im dritten Satz habe die nötige Aufmerksamkeit gefehlt. Im vierten Satz zeigte die Mannschaft wieder Kampfgeist und gewann deutlich mit 25:12. Im anschließenden TieBreak fehlte schließlich auf beiden Seiten etwas die Erfahrung: Aus Angst vor Fehlern wollten die Spielerinnen kaum mehr Verantwortung übernehmen. Am Ende konnten sie die Partie dennoch mit 15:12 für sich entscheiden. „Am Anfang sah es so aus, als wäre das Spiel in einer halben Stunde vorbei – am Ende hat es fast zwei Stunden gedauert“, so Covi.

Für die junge Mannschaft steht vor allem die Entwicklung im Vordergrund. Die Spielerinnen sammeln wichtige Wettkampferfahrung und wollen in den kommenden Spielen weiter zusammenwachsen und ihr Potential ausschöpfen.

bar

Volleyball

Nach 32 Jahren zurück in die A-Liga

terschaft gewonnen und steigt nach 32 Jahren wieder in die ALiga auf.

Der historische Erfolg basiert auf einer nahezu perfekten Bi-

Fußball Profivertrag

lanz: Acht Siege und nur ein tschieden gegen Naturns – das einzige Team, das den neuen Meister stoppen konnte.

Ansonsten dominierte Wipptal die Liga souverän. Auch Tabellendritter aufers konnte am letzten Spieltag nichts ausrich ten: Die Wipptaler hatten tch stets unter Kontrolle und gewannen

Entscheidend für den Er folg war die neue Teamlei tung unter Quentin Haller te aus 9 Partien) und Edoardo Pierini (6,5/9). Sie formten eine Mannschaft, die Jugend und Erfahrung ideal mit einander verbindet und sich als Schlüssel zum Erfolg erwies. Überragend war Neuzugang Da niel Demozzi (9/9), der alle seine

unterschrieben

Der 16-jährige Tommaso Mongiovi aus Sterzing hat seinen ersten Profivertrag beim italienischen Fußballverein Calcio Crotone un-

Seine Fußballkarriere begann im Alter von vier Jahren in Sterzing und Ridnaun, später spielte er in Bozen und anschließend zwei Jahre in Brixen. Sein Talent wurde früh erkannt und von Michael Blasbichler sowie von Massimo Martinel gezielt gefördert.

Im vergangenen Sommer wurde Mongiovi bei einem Sichtungsturnier in Gatteo Mare von Scouts entdeckt. Er erhielt drei Angebote für einen Profivertrag und entschied sich schließlich für Calcio Crotone. Derzeit spielt er dort in der nationalen U17 und wurde zudem für die „Primavera“ einberufen, den wichtigsten italienischen Jugendwettbewerb. Der Wipptaler trainiert täglich rund sechs Stunden und arbeitet nun daran, seinen Traum vom Profifußball weiter zu verwirklichen.

Partien gewann und sich damit den Titel des besten Spielers der Liga sicherte. Eine feste Größe war auch Helmut Aigner (5/7) am zweiten Brett, der stets Ruhe und Konzentration ausstrahlte. Werner Sparber (5/9) zeigte besonders in den entscheiden-

den Begegnungen seine Stärke. Wichtige Unterstützung leisteten zudem Ewald Feebacher und Martin Parigger, die im richtigen Moment einsprangen. Mit 17 Mannschaftspunkten und 32 Brettpunkten sicherte sich Wipptal verdient den 1. Platz.

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Rund um Haus & Garten

Schutz vor Starkregen

Heftige Regenfälle, überflutete Keller und beschädigte Gebäude zeigen, dass extreme Wetterereignisse zunehmen. Eine besonders große Gefahr geht dabei von Starkregen aus, der innerhalb weniger Minuten Straßen und Keller überfluten kann.

Vor allem dicht bebaute Gebiete mit vielen versiegelten Flächen sind gefährdet, da das Wasser dort nicht versickern kann. Auch an Hängen fließt es schnell ab, was Muren begünstigt. Bei starken Niederschlägen können Dachrinnen und Straßenkanäle überlastet werden, wodurch Drainagen und Gullis über-

laufen. In der Folge gelangt Wasser durch Eingänge, in Keller oder Lichtschächte. Werden Außensteckdosen oder Technikräume überflutet, kann es zu Kurzschlüssen kommen. Tritt Wasser aus überlaufenden Bächen aus, werden zudem angrenzende Grundstücke überschwemmt.

„Viele Schäden ließen sich vermeiden, wenn frühzeitig bauliche Maßnahmen getroffen würden“, erklärt Christine Romen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Südtirol. Bereits einfache Anpassungen können dazu beitragen, Wasser vom Haus fernzuhalten und Schäden zu verhindern. Dazu gehört

u. a., das Gelände so zu planen, dass ein Gefälle vom Haus wegführt, damit Wasser nicht in Richtung Gebäude fließt. Ebenso ist der Einbau von Rückschlagklappen sinnvoll, um einen Rückstau aus der Kanalisation zu verhindern. Abdichtungen und Erhöhungen an Grundstücksgrenzen sowie an Eingängen, Lichtschächten und Haustechnikräumen bieten zusätzlichen Schutz. Regenwasser kann gezielt über Rohre von gefährdeten Bereichen weggeleitet werden. Außensteckdosen und Anschlüsse sollten höher angebracht werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Außerdem ist es wichtig, wartungsfreundliche

und gut zugängliche Schutzsysteme einzuplanen sowie Versickerungsflächen zu schaffen, etwa durch Rasengittersteine, Grünflächen oder begrünte Dächer. Bei Starkregen kann Abwasser aus der Kanalisation in tieferliegende Räume wie Keller oder Waschküchen gedrückt werden, weshalb eine funktionierende Rückstausicherung unerlässlich ist. Wenn Wasser bereits im Anmarsch ist, helfen zusätzliche Maßnahmen wie das Anbringen von Sandsäcken oder Barrieren an Türen und Kellerabgängen.

Zudem sollten Abflussöffnungen, Bodenabläufe und Toiletten in tieferliegenden Räumen abgedichtet oder abgedeckt werden, damit kein Abwasser eindringen

kann. Wertgegenstände sollten erhöht gelagert werden, idealerweise mindestens 20 cm über dem Boden, und wichtige Dokumente oder Erinnerungsstücke

sollten in wasserdichten Behältern aufbewahrt werden.

In Südtirol informiert die Landeswarnzentrale täglich im Warnlagebericht über die aktuelle Gefahrenlage bei Starkregen, Hochwasser oder Muren. Bei akuter Gefahr erfolgt die Alarmierung über das Bevölkerungsalarmierungssystem mit Sirenensignal sowie über Radio und Fernsehen. Aktuelle Warnungen sind außerdem online auf der Website der Autonomen Provinz Bozen abrufbar.

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FENSTER

Kunterbunte Köstlichkeiten

Streuobstwiesen (im Dialekt „Pangarte“) mit ihrer Vielfalt an interessanten Sorten gehören zu den seltenen, aber ökologisch besonders wertvollen traditionellen Kulturlandschaften – auch in Südtirol. Um auf ihre Bedeutung aufmerksam zu machen, wird am letzten Freitag im April der „Internationale Tag der Streuobstwiese“ gefeiert.

Brixner Plattling, Kalterer Böhmer oder Edelroter – das sind nur einige der historischen Apfelsorten, die einst in Südtirol recht verbreitet waren und die man heute fast nur noch in Hausangern und Streuobstwiesen findet. Auch alte Birnensorten wie die Gute Luise, die Butterbirne, die Ferchbirne oder die Palabirne gedeihen heute meist nur noch in traditionellen Pangarten. Der Obstanbau auf hochstämmigen, großkronigen Bäumen und in weitläufigen Wiesen war jahrhundertelang in Südtirol so wie in allen Obstbauregionen Europas vorherrschend, denken wir nur an das bekannte Mostviertel in Niederösterreich oder an die Baumgärten im Schwäbischen und an der Mosel oder im Alten Land in Norddeutschland. Erst im 20. Jahrhundert haben moderne, ertragsintensive Produktionsweisen die traditionellen Streuobstwiesen überall verdrängt. Verschwunden ist damit aber auch eine einzigartige und prägende Kulturlandschaft des ländlichen Raums.

In den letzten Jahren sind europaweit Bewegungen entstanden, die sich für den Erhalt der Pangarte stark machen. In Österreich etwa ist es die ARGE Streuobst rund um ihren Obmann Hans Hartl. Von ihm stammt auch die Idee, alljährlich den letzten Freitag im April zum „Tag der Streuobstwiese“ zu ernennen. Seit 2021 wird der Tag offiziell in der Liste der internationalen Feiertage geführt. Im gleichen

der Verein Hochstamm oder der französische Le Croquer de Pommes. In Südtirol ist es vor allem die Initiative Baumgart mit ihren neun Partnerorganisationen, die für das Streuobst sensibilisieren will.

Jahr wurde der Streuobstanbau ins Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen, zwei Jahre später schloss sich auch Österreich an. Hinter dem „Tag der Streuobstwiese“ stehen aber auch der britische UK Orchard Network,

Ende April ist ein idealer Zeitpunkt, um die Pangarte zu feiern. Dann stehen die Bäume in Blüte und geben einen schönen Vorgeschmack auf die künftigen Köstlichkeiten, die diese Wiesen zu bieten haben. Es sind nämlich nicht nur alte und zum Teil seltene Apfel- oder Birnensorten und andere Früchte. Auch die Fläche unter den Bäumen kann genutzt werden: etwa als Weide, als Auslauf für Hühner, als Garten oder zum Anbau von Beerenobst, von Kartoffeln oder Getreide. Gerne spricht man in diesem Zusammenhang vom so genannten Feldobstbau. Diese Doppelnutzung war früher – in Zeiten der Selbstversorgung –in der bäuerlichen Welt eine Selbstverständlichkeit und eine dringende Notwendigkeit. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der historische Marillenanbau im Vinschgau: Im 19. und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Getreideäcker unter den hochstämmigen Bäumen angelegt. Nach dem Schnitt des Winterroggen im Juli waren bald auch schon die süßen, orangefarbenen Marillen reif für die Ernte. Ab dem Spätsommer konnte noch

Vieh die Fläche beweiden. Heute sind Pangarte und Streuobstwiesen meist nur noch kleine Inseln in einer intensiv genutzten Kulturlandschaft – oft vor allem aus Liebhaberei weitergeführt und bewirtschaftet. In Südtirol finden wir sie vor allem im oberen Vinschgau und im Eisacktal, im Raum Sterzing rund um Thuins und Telfes, aber auch an den Hängen von Etschtal und Unterland oder am Ritten und Tschögglberg.

Wissenschaftliche Studien von Eurac Research zur Biodiversität haben gezeigt, dass die Pangarte – im Vergleich zu anderen Kulturlandschaften – eine deutlich größere Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Doch nicht nur Schmetterlinge, Käfer, Vögel und Kleinsäuger lieben die Streuobstwiesen. Auch für uns Menschen sind sie eine Art Villa Kunterbunt für alle Sinne. Um auf die vielen kulinarischen Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die in Pangarten stecken, hat die Initiative Baumgart ein Kochbuch gestaltet. Darin gesammelt sind 30 Rezepte aus Südtirol und verschiedenen anderen Streuobstgegenden des Alpenraums. Die Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden (www.baumgart.it/presse).

Streuobstwiese in Thuins © Eurac Research

Gemeinsame Gartenmomente

Mit den nachhaltig gefertigten Produkten der Zingerle Group wird jeder Außenbereich zum Ort des Miteinanders.

Mit seinen warmen Tagen lockt der Frühling zu geselligen Grillfesten. Schutz bei spontanen Wetterwechseln bieten die wasserdichten Faltpavillons von Mastertent®: In zwei Minuten aufgebaut, sorgen sie dafür, dass auch Regen der Laune nichts anhaben kann.

Gefertigt werden die Mastertent® Faltpavillons in Schabs. Rund 13.000 Exemplare produziert die Zingerle Group hier jedes Jahr. Etwa 60 Mitarbeitende arbeiten am Standort in Südtirol – seit Sommer 2025 im neuen Firmengebäude an der Pustertaler Straße. Moderne Räume und kurze Wege schaffen hier die optimalen Bedingungen für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb des Sortiments, das neben Faltpavillons auch aufblasbare Zelte und Bierzeltgarnituren umfasst. Durch den Austausch mit den elf Tochtergesellschaften der Gruppe in Europa und den USA ist der Arbeitsalltag stark international geprägt.

Gegründet wurde das Unternehmen 1948 von Maschinenschlosser Franz Zingerle. Heute führt Stefan Zingerle die Gruppe

Herstellung ist er der Inbegriff für einen der zentralsten Unternehmenswerte der

als CEO weiter. Auch in dritter Generation hat sich der Anspruch des Familienunternehmens nicht verändert: Es realisiert langlebige Lösungen für verschiedene Einsatzzwecke im Freien. Angetrieben wird die Zingerle Group dabei von ihrem starken Fortschrittsgedanken. So wurde für die Mastertent® Faltpavillons der innovative Zeltstoff Pirontex® entwickelt. Durch seine Robustheit sowie energiesparende

Auch darüber hinaus setzt die Gruppe auf einen bewussten Umgang mit Ressourcen: Während der Strombedarf am Hauptsitz in Schabs nahezu vollständig durch Solarenergie gedeckt wird, engagiert sich das Unternehmen an seinem Standort in Rumänien in einem Aufforstungsprogramm. So fertigt die Zingerle Group verantwortungsvoll Produkte, die weltweit Raum für gemeinsame Momente schaffen.

„Gesunder Rasen ganz ohne Chemie“

Nachgefragt bei Werner Graus, Geschäftsführer der Graus Agrar GmbH

Wie lässt sich ein dichter, wider standsfähiger Rasen nachhaltig pflegen? Welche Rolle spielen dabei moderne Mähroboter? Werner Graus erklärt, warum natürliche Pflege, regelmäßi ges Mähen und clevere Technik der Schlüssel zu dauerhaft ge sundem Grün sind.

Erker: Herr Graus, viele Gar tenbesitzer wünschen sich einen dichten, grünen Rasen möglichst ohne Chemie. Ist das überhaupt realistisch? Werner Graus: Ja, das ist absolut realistisch. Ein gesunder, widerstandsfähiger Rasen kann auch ohne chemische Mittel wachsen, wenn man die natürlichen Prozesse im Boden unterstützt. Entscheidend ist, den Boden zu verbessern und die Gräser gezielt zu stärken. Mit natürlichen Bodenverbesserern, organischen Düngern und einigen grundlegenden Pflegeschritten lässt sich ein dichter und vitaler Rasen entwickeln, der sowohl optisch überzeugt als auch robust ist.

Was sind die wichtigsten Maßnahmen, die Gartenbesitzer beachten sollten?

Ein zentraler Punkt ist das richtige Vertikutieren. Dieses sollte im Frühjahr erfolgen, frühestens nach dem ersten Rasenschnitt und idealerweise bei trockenem, leicht staubigem Oberboden.

Wichtig ist auch die Vorbereitung: Der Rasen wird am Vortag auf etwa drei bis dreieinhalb Zentimeter gekürzt und das Schnittgut entfernt, damit der Boden gut abtrocknen kann. Die

Arbeitstiefe sollte dabei fünf Millimeter nicht überschreiten, um die Grasnarbe nicht zu beschädigen.

Ebenso entscheidend ist die regelmäßige Düngung. Wer seinen Rasen dreimal im Jahr mit einem natürlichen Rasendünger versorgt – im Frühjahr, Sommer und Herbst – stellt sicher, dass die Gräser ausreichend Nährstoffe erhalten. Gleichzeitig verbessert sich die Bodenstruktur und es bildet sich wertvoller Humus. Oft unterschätzt wird auch die

Werner Graus: „Wer langfristig einen schönen Rasen möchte, sollte auf eine Kombination aus natürlicher Pflege und regelmäßiger Aufmerksamkeit setzen.“

Technik: Scharfe Messer am Rasenmäher sind essenziell, weil sie für einen sauberen Schnitt sorgen. Stumpfe Messer hingegen reißen die Gräser eher aus, was zu einer grauen Optik führen kann und zudem Pilzbefall begünstigt.

Auch die Schnitthöhe spielt eine große Rolle. Der Rasen sollte nicht kürzer als vier Zentimeter geschnitten werden, im Sommer sind fünf bis sechs Zentimeter ideal. Dadurch bleibt der Rasen widerstandsfähiger, benötigt

weniger Wasser und kann das Wachstum von Wildkräutern besser unterdrücken. Hinzu kommt die Häufigkeit des Mähens. Es ist sinnvoll, öfter zu mähen und dabei nie mehr als ein Drittel der Halmlänge zu entfernen. So wird die Bestockung gefördert und der Rasen wächst dichter.

Neben klassischer Pflege werden Mähroboter immer beliebter. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Ich sehe sie sehr positiv. Mähroboter sind nicht nur eine große Erleichterung im Alltag, sondern tragen auch aktiv zu einer besseren Rasenqualität bei. Durch ihr regelmäßiges Arbeiten entsteht ein gleichmäßiger Schnitt, der den Rasen sichtbar dichter und gesünder macht.

Welche Vorteile bringen Mähroboter konkret mit sich?

Der größte Vorteil ist sicherlich die enorme Zeitersparnis. Der Roboter übernimmt das Mähen vollständig automatisch, ohne dass der Besitzer eingreifen muss. Das bedeutet, man gewinnt Zeit für andere Dinge, während der Rasen kontinuierlich gepflegt wird. Darüber hinaus wirkt sich das häufige Mähen positiv auf das Wachstum aus. Da der Rasen fast täglich gekürzt wird, wächst er stärker in die Breite und bildet einen dichten, teppichartigen Bewuchs. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die natürliche Düngung. Die feinen Grasreste bleiben auf der Fläche liegen, zersetzen sich schnell und dienen als Nährstoffquelle. Dieses Mulchprinzip macht das Einsammeln

und Entsorgen des Schnittguts überflüssig und unterstützt gleichzeitig die Bodenqualität. Auch für Allergiker bieten Mähroboter Vorteile, weil das Gras kurz gehalten wird und gar nicht erst zur Blüte kommt. Dadurch werden deutlich weniger Pollen freigesetzt.

Nicht zuletzt überzeugen moderne Geräte durch ihre Flexibilität. Sie arbeiten auch bei Regen, sind sehr leise und können daher sogar an Sonn- und Feiertagen eingesetzt werden, ohne die Nachbarschaft zu stören. Dank GPS-Navigation und App-Steuerung lassen sich die Mähzeiten zudem komfortabel planen und überwachen.

Kann ein Mähroboter die klassische Rasenpflege vollständig ersetzen?

Nein, vollständig ersetzen kann er sie nicht. Maßnahmen wie das Düngen oder gelegentliches Vertikutieren bleiben weiterhin notwendig. Dennoch ist der Mähroboter eine ideale Ergänzung, weil er einen Großteil der regelmäßigen Arbeit übernimmt und gleichzeitig die Qualität des Rasens verbessert.

Was ist Ihr wichtigster Rat für einen perfekten Rasen? Wer langfristig einen schönen Rasen möchte, sollte auf eine Kombination aus natürlicher Pflege und regelmäßiger Aufmerksamkeit setzen. Wenn dann noch moderne Technik wie ein Mähroboter zum Einsatz kommt, lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand ein dichtes, gesundes und optisch ansprechendes Grün erzielen.

Interview: bar

starten in ein neues Abenteuerjahr. Ihr erstes Ziel führt sie zur beeindruckenden Burg Reifenstein in Freienfeld.

Nur zwei Kilometer südwestlich von Sterzing, im Ortsteil Elzenbaum, thront die Burg auf einem kleinen Hügel. Ein Ausflug hierher lässt sich ideal mit einer gemütlichen Radtour verbinden: Von Sterzing aus führt der Weg vorbei am kleinen Flugplatz, durch Unterführungen und weiter Richtung Elzenbaum. Von dort geht es über einen gut ausgebauten Weg hinauf zur Burg.

Burg Reifenstein zählt zu den am besten erhaltenen und kunsthistorisch bedeutendsten Burgen Südtirols. Besonders faszinierend ist ihre Geschichte: Sie wurde niemals erobert oder zerstört. Wer durch das Burgtor tritt, taucht unmittelbar ins Mittelalter ein. Die urige Rauchküche, die schlichten Schlafstellen der Knechte und der prächtige Grüne Saal mit

reiche Plätze zum Verweilen ein. Auch ein Spaziergang zum nahegelegenen St.-Zeno-Kirchlein lohnt sich allemal.

Wichtig: Die Burg ist nicht barrierefrei. Sowohl der Weg hinauf zur Burg als auch die historischen Innenräume erfordern festes Schuhwerk. Informationen zu den Öffnungszeiten und Preisen: www.burgreifenstein.com

Das Ausflugsziel stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms INTERREG ItalienÖsterreich 2021-2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der Europäischen Union kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.

„Eine Sache der Erziehung“

Hundekot zum Abendessen? Will keiner. Schmeckt eklig, macht krank oder tot. Und doch gelangt er immer wie der von der saftigen Wiese direkt in den Rindermagen. „Hundekot“, sagt Dr. Heinz Dietmar Kluge, Amtstier arzt im Betrieblichen Tier ärztlichen Dienst in Brixen, „hat auf Wiesen, Feldern und Äckern nichts zu suchen.“

Erker: Herr Dr. Kluge, warum ist Hundekot gefähr-

Dr. Heinz Dietmar Kluge: „Die beste Prävention ist: bücken, den Hundekot einsammeln und mitnehmen.“

Kühe sind Pflanzenfresser, Hunde Fleischfresser – ihre Verdauung unterscheidet sich grundlegend. Hundehaufen trocknen zwar aus, sind aber Wochen danach noch sichtbar. Rinderkot wird sofort von Käfern wie Pillendrehern oder Mistkäfern zersetzt und ist nach kurzer Zeit im Boden verschwunden. Hunde werden oft gegen bestimmte Parasiten

wie Zecken behandelt. Die Mittel sind im Kot nachweisbar und verhindern die Zersetzung, da das Mittel auch gegen die Insekten wirkt, die den Kot verarbeiten. Wird Mist ausgebracht, kann der Bauer das Gras bereits nach drei Wochen Schonzeit mähen, vor allem, da der Mist ja schon auf dem Misthaufen abgelagert war. Hundekot dagegen zerbröselt

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und vermischt sich mit Gras – besonders durch das Mähen oder bei der Heuproduktion – und ist Monate später noch im Heu oder in der Silage riechbar. Kühe meiden Hundekot instinktiv wegen seines Geruchs und Geschmacks, fressen ihn aber dennoch, weil kontaminierte Partikel unauffällig ins Futter gelangen. Für eine Infektion reichen bereits minimale Mengen aus. Was ist mit Wildkot auf Äckern und Wiesen?

Rehe und Hirsche sind Wiederkäuer, ihr Kot zersetzt sich rasch. Theoretisch könnten sie Krankheiten übertragen, aber Wild lässt sich nicht einfach hinaussperren. Beim Hund trägt der Besitzer die Verantwortung. Dachs und Fuchs koten norma-

lerweise nicht auf Wiesen, der Dachs legt abseits seines Baus Latrinen an und der Fuchs setzt seine Losung gerne auf markanten Stellen wie Steinen oder Baumwurzeln ab. Der Fuchsbandwurm ist nur für den Men schen gefährlich, nicht für Rin der. Neospora Caninum wurde beim Fuchs noch nie nachgewie sen.

Kommt es in den Ställen im Wipp- und Eisacktal oft zu Fehlgeburten?

Immer wieder. Kommt es zu mehreren Verkalbungen, kön nen die Bauern dies dem Vete rinärdienst melden und wir neh men Proben. Teilweise haben wir den Parasiten in Blutproben auf Höfen nachgewiesen, auf denen es keinen Hofhund gibt. Er muss also auf einem anderen Weg in den Stall gelangt sein. Hilft gegen Hundeparasiten kein Medikament?

Gegen Neospora gibt es leider kein Medikament, gegen Band würmer kann man die Hunde behandeln.

te Prävention ist: bücken, den Hundekot einsammeln und mitnehmen. In der Regel hat jede Gemeinde eine Hundehaltungsverordnung. Laut dieser müssen

im Wald finde ich nicht weiter problematisch. Dort reicht es, den Kot mit einem Stück Holz beiseite zu schieben, damit niemand hineintritt. Auch die An-

Wie kann man dem Problem entgegenwirken?

Die Parasiten sind extrem widerstandsfähig und überleben monatelang im Freien. Die bes-

Hunde an der Leine gehalten werden. Viele Hundebesitzer lassen sie trotzdem frei herumlaufen und merken oder beachten gar nicht, wo ihr Hund sein Häufchen hinsetzt. Ein Häufchen

steckungsgefahr für andere Tiere ist nicht groß. Gefährlich wird es auf der Futterwiese. Ein Hundehäufchen wiegt je nach Größe des Hundes um die 100 g. Ein Hund setzt zweimal am

Tag Kot ab. Angenommen, fünf Hunde gehen täglich an einer Wiese vorbei, ist es bereits 1 kg pro Tag. Hochgerechnet auf ein Jahr sind es 365 kg. Hunde setzen meistens gleich am Anfang des Spaziergangs den Kot ab. Dementsprechend stark verschmutzt ist dieser Abschnitt und entsprechend größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hundehaufen kontaminiert ist. Sind Sie auch Hundebesitzer? Ja. Ich habe einen Labrador und einen Mischling. Meine Eltern haben mich immer den Grundsatz gelehrt: „Lass den Ort sauberer zurück, als du ihn vorgefunden hast.“ Ich sammle den Kot meiner Hunde immer mit Sackerl ein. Diese gibt es günstig zu kaufen und sind im Spender kostenlos erhältlich. Ich finde es gut, dass die Säckchen mittlerweile knallrot sind. So genieren sich Hundebesitzer mehr, sie durch die Gegend zu werfen. Seitdem feststeht, dass das Gesetz zur verpflichtenden DNA-Registrierung von Hunden vorerst doch nicht in Kraft tritt, stelle ich allerdings eine gewisse Laissez-faire-Haltung fest. In Brixen, wo ich wohne, sind viele Wiesen und Wege mit Hunde-

Nicht jeder Hundekot ist gefährlich - nur jener, der mit dem Erreger infiziert ist.

säckchen verschmutzt, obwohl Tütenautomaten und Entsorgungskübel in der Nähe stehen. Bauern versuchen, Hundebesitzer mit Schildern zu sensibilisieren. So heißt es in Tirol: „Hier beginnt die Salatschüssel meiner Kuh und nicht das Klo Ihres Hundes!“

In Deutschland tragen Schilder Aufschriften wie „Sei kein Schwein, pack das Häufchen ein!“ oder „Hundekot ist Kälbertod!“. Die Schilder wirken, sind aber leider nicht ausreichend genug.

Die meisten Hundebesitzer halten sich an die Regeln.

Ja, aber es gibt immer wieder Leute, die denken, dass Gesetze für sie nicht gelten. Diese Erfahrung habe ich als Amtstierarzt bei Tierbesitzern oft gemacht.

Ihr schlimmster Fall?

Ein Hundebesitzer hat seinen Hund als Waffe benutzt und auf andere Leute gehetzt. Wir mussten gemeinsam mit den Carabinieri intervenieren und den Hund sequestrieren. Problematisch ist auch die Tierhaltung in Kondominien. Nicht jeder Hundehalter nimmt Rücksicht. Da Kondominien private Strukturen sind, können wir nicht direkt eingreifen, sondern nur beraten und

vermitteln. In Deutschland wird überlegt, einen Hundeführerschein einzuführen.

Das ist auch richtig so – alles eine Sache der Erziehung. Jeder soll wissen, was es bedeutet, einen Hund zu halten. Unter Amtstierärzten wird auch in Südtirol diskutiert, der Landesregierung eine ähnliche Regelung vorzuschlagen. Wer einen Hund anschafft, geht auch eine Verpflichtung ein. Das sollte jedem Hundebesitzer bewusst sein. Unwissenheit schützt übrigens vor Strafe nicht. In New York tritt garantiert niemand in ein

Hundehäufchen. Als ich 1989 dort war, betrug die Strafe für ein nicht entferntes Häufchen bereits 100 Dollar. In Südtirol wurde die Hundesteuer abgeschafft, der DNA-Test für Hunde wurde ausgesetzt, Hundehalter zahlen keinen einzigen Cent an die Öffentlichkeit. Das Mindeste, was man von ihnen erwarten kann, ist, dass sie sich respektvoll verhalten.

Interview: rb

Balkone und Zäune aus Aluminium von Europas Nr. 1

120 Jahre Leeb – Qualität, die Generationen verbindet

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Urlaub auf Balkonien

Das neue Paradies für Gartenfreunde

Warum in die Ferne reisen, wenn sich Erholung und Naturgefühl direkt vor der eigenen Tür entfalten können? Für Gartenliebhaber entwickelt sich der Balkon zunehmend zu einem ganz persönlichen Urlaubsort, der Individualität, Kreativität und Entspannung miteinander verbindet. Zwischen blühenden Pflanzen, aromatischen Kräutern und liebevoll arrangierten Details entsteht eine grüne Oase, die den Alltag vergessen lässt und neue Energie schenkt.

Der Trend zum „Urlaub zuhause“ gewinnt immer mehr an Bedeutung, insbesondere bei Menschen, die ihre Leiden-

ten Lebensstil. Wer hier gärtnert, erlebt Natur unmittelbar, fördert Insektenvielfalt und kann sogar eigenes Obst und Gemüse ernten. Diese Nähe zur Natur schafft nicht nur ein intensives Wohlgefühl, sondern auch ein neues Verständnis für ökologische Zusammenhänge. So wird der Balkon mehr als nur ein Außenbereich: Er verwandelt sich in einen Rückzugsort, einen Inspirationsraum und ein kleines Paradies mitten im Alltag. Für Gartenfreunde ist er längst zum Lieblingsplatz geworden, an dem jeder Tag ein bisschen wie Urlaub ist. Mit der richtigen Gestaltung wird der Balkon zudem zu einem multisensorischen Erleb-

schaft für Pflanzen und Gestaltung ausleben möchten. Der Balkon wird dabei zur Bühne für kleine Gartenwelten, die sich flexibel an den eigenen Stil anpassen lassen. Ob mediterranes Flair mit Lavendel und Olivenbäumchen oder ein kleiner Dschungel mit üppigem Blattwerk – die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos und spiegeln die Persönlichkeit ihrer Besitzer wider. Gleichzeitig steht der Balkon für Nachhaltigkeit und bewuss-

nisraum, in dem Farben, Düfte und Texturen harmonisch zusammenspielen. Das sanfte Rascheln von Blättern im Wind, das Summen von Insekten und das Spiel von Licht und Schatten schaffen eine Atmosphäre, die entschleunigt und den Blick für das Wesentliche schärft. Damit wird der Balkon zu einem wertvollen Gegenpol zur Hektik des Alltags und zu einem Ort, an dem Natur und Lebensqualität auf besondere Weise zusammenfinden.

Die richtigen Materialien für die Außengestaltung im Garten

Ein Garten ist weit mehr als nur eine Grünfläche: Er ist ein Lebensraum, ein Rückzugsort und Ausdruck des persönlichen Stils. Die Wahl der richtigen Materialien spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn sie beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Langlebigkeit und Funktionalität des Außenbereichs. Wer seinen Garten bewusst gestaltet, schafft eine harmonische Verbindung zwischen Natur und Architektur.

Natürliche Materialien wie Holz und Naturstein erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie sich besonders authentisch in die Umgebung einfügen. Holz verleiht Terrassen und Sitzbereichen eine warme, einladende Atmosphäre, während Naturstein mit seiner Robustheit und zeitlosen Eleganz überzeugt. Beide Materialien ent wickeln im Laufe der Zeit eine individuelle Patina, die dem Gar ten zusätzlichen Cha rakter verleiht und ihn lebendig wirken lässt. Neben der Ästhe tik gewinnt auch die Nachhaltigkeit zuneh mend an Bedeutung.

spannende Kontraste und verleiht dem Außenbereich Tiefe und Charakter. Mit der richtigen Kombination entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das Funktionalität und Design vereint. Der Garten wird zu einem Ort, an dem sich Naturerlebnis und Wohnkomfort auf besondere Weise verbinden. Hochwertige Materialien tragen dazu bei, dass dieser Raum über viele Jahre hinweg Freude bereitet und den individuellen Lebensstil widerspiegelt.

Umweltfreundlich gewonnene Rohstoffe und langlebige Materialien tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und den Garten langfristig zu erhalten. Gleichzeitig spielen praktische Aspekte wie Wetterbeständigkeit, Pflegeaufwand und Sicherheit eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Materialien sollten den wechselnden Witterungsbedingungen standhalten und auch bei intensiver Nutzung ihre Qualität bewahren. So wird die Materialwahl zu einem zentralen Gestaltungselement, das den Garten prägt und seine Nutzungsmöglichkeiten erweitert. Ein durchdachtes Zusammenspiel verschiedener Oberflächen, Farben und Strukturen schafft

Darüber hinaus gewinnen moderne Werkstoffe wie WPC, Beton oder Keramikplatten zunehmend an Bedeutung, da sie innovative Lösungen für anspruchsvolle Gestaltungswünsche bieten. Sie verbinden oft die natürliche Optik klassischer Materialien mit hoher Widerstandsfähigkeit und geringem Pflegeaufwand. Gerade in stark beanspruchten Bereichen wie Wegen oder Terrassen zeigen sich ihre Vorteile onders deutlich. Gleichzeitig eröffnen sie neue gestalterische Möglichkeiten, etwa durch klare Linien, reduzierte Farbkonzepte oder großformatige Flächen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kombination verschiedener Materialien, die gezielt eingesetzt werden kann, um unterschiedliche Gartenbereiche zu strukturieren. So lassen sich etwa Ruhebereiche, Essplätze oder Übergänge zwischen Haus und Garten klar definieren und optisch voneinander abheben. Diese bewusste Gestaltung schafft Orientierung und unterstreicht die Funktion einzelner Zonen.

Nicht zuletzt spielt auch die Haptik eine entscheidende Rolle, denn Materialien sollen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch angenehm anfühlen. Barfußfreundliche Oberflächen, rutschfeste Strukturen und angenehme Temperaturen tragen maßgeblich zum Komfort bei und machen den Garten zu einem Ort, der alle Sinne anspricht.

Baustoffe Werkzeug

Baumaschinen

Baustahl

Dachbedarf

Pflanzentausch

Komfort und Stil unter freiem Himmel

Wohin mit Küchenkräutern oder Blumen, die plötzlich zur Dschungelpflanze mutieren? Nicht auf den Komposthaufen werfen! Lieber in einen Topf pflanzen, etikettieren und am 2. Mai ins Kulturhaus in Trens mitbringen. Ab 14.30 Uhr können dort Sträucher, Kräuter, Blumen und Samen getauscht und verschenkt werden. Nähere Infos bei Erika Sparber (Tel. 338 4678378).

Organisiert wird der Pflanzentausch von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation, Ortsgruppe Freienfeld.

Ein Garten entfaltet seine volle Wirkung erst mit den passenden Möbeln, die ihn zu einem Ort des Verweilens und Genießens machen. Gartenmöbel sind natürlich funktionale Elemente –ägen sie die Atmosphäre des Außenbereichs und schaffen Räume für Entspannung, Begegnung und Lebensfreude. Mit tigen Auswahl wird der Garten zu einer Erweiterung des Wohnraums im Freien.

Ob gemütliche Loungesets, klassische Holztische oder moderne Sitzlandschaften – die Vielfalt an Designs und Materialien eröffnet unzählige Möglichkeiten, den eigenen Stil im Garten auszudrücken. Warme Holztöne vermitteln Natürlichkeit und Geborgenheit, während Metall und Polyrattan für eine klare, zeitgemäße Optik stehen. Textilien wie Kissen und Auflagen sorgen zusätzlich für Komfort und setzen farbliche Akzente, die das Gesamtbild harmonisch abrunden. Neben der Gestaltung spielt auch die Funktionalität eine zentrale Rolle. Hochwertige Gartenmöbel zeichnen sich durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen aus und behalten auch bei intensiver Nutzung ihre Form und Stabilität. Gleichzeitig sollte der Pflegeaufwand überschaubar bleiben, damit der Fokus auf der Nutzung und nicht auf der Instandhaltung liegt. So entstehen durchdachte Sitz- und Aufenthaltsbereiche, die den Garten strukturieren und ihn

vielseitig nutzbar machen. Ob gesellige Abende mit Freunden, entspannte Stunden allein oder gemeinsame Mahlzeiten im Freien – Gartenmöbel bilden den Mittelpunkt dieser Erlebnisse und tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei.

Mit der richtigen Kombination aus Design und Komfort wird der Außenbereich zu einem Ort, der zum Verweilen einlädt und die Verbindung zur Natur intensiv erlebbar macht. Gartenmöbel schaffen dabei eine Balance zwischen Funktionalität und Ästhetik, die den individuellen Charakter des Gartens unterstreicht.

Darüber hinaus gewinnen modulare Möbelkonzepte zunehmend an Bedeutung, da sie sich flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lassen. Einzelne Elemente können je nach Anlass neu kombiniert werden und bieten so maximale Freiheit in der Gestaltung. Besonders in kleineren Gärten oder auf Terrassen ermöglicht diese Anpassungsfähigkeit eine optimale Nutzung des vorhandenen Raums.

Auch ergonomische Aspekte rücken stärker in den Fokus, denn bequeme Sitzhöhen, angenehme Materialien und durchdachte Formen tragen entscheidend zum Wohlbefinden bei. So werden Gartenmöbel zu einem wichtigen Bestandteil eines ganzheitlichen Outdoor-Erlebnisses, das Komfort, Design und Natur harmonisch miteinander verbindet.

„Euregina“

Erste Pflanze des Jahres der Euregio am Brenner vorgestellt

Mit der „Euregina“ präsentiert die Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino erstmals eine gemeinsame Pflanze des Jahres und setzt damit

zusammen, um die neue Symbolpflanze offiziell zu präsentieren.

wurde die Initiative im März im Plessi-Museum am Brenner, dem geografischen Schnittpunkt der Euregio. Vertreter der Gärtnereiverbände aus Tirol, Südtirol und dem Trentino kamen dort

Bei der „Euregina“ handelt es sich um die Sorte „Springstar“, eine farbenfrohe, frühblühende und besonders kälteresistente Pflanze. Die Wahl fiel bewusst auf eine robuste und zugleich attraktive Blume, die sowohl für Gärtner als auch für Hobbygärtner von großer Bedeutung ist und den Frühling in den Alpenraum bringt. Ein besonderes Highlight der Vorstellung war die Ernennung von drei Patinnen, welche die Pflanze symbolisch begleiten. Unter ihnen befindet sich auch die erfolgreiche Rodlerin Nina Zöggeler.

Die politischen Vertreter würdigten die Initiative als wichtigen Schritt für die Zusammenarbeit innerhalb der Euregio. Mit der „Euregina“ rücken nun auch die Gärtnereiverbände enger zusammen.

Die „Pflanze des Jahres“ soll künftig jährlich gewählt werden und als verbindendes Element zwischen Südtirol, Tirol und dem Trentino dienen. Gleichzeitig bietet sie eine Plattform, um die Vielfalt und Qualität des Gartenbaus in der Euregio hervorzuheben und stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

10. Repair Café

Im Parterre der Grundschule Mauls werden am 18. April wieder gemeinsam Probleme gelöst: Bastler und Tüftler helfen beim Bohrer und Messer schleifen, Motorsäge warten, Elektrogeräte reparieren und Nähen. Außerdem gibt es Kaffee, Saft und Kuchen (freiwillige Spende) sowie gut erhaltene, gebrauchte Damen-, Herren- und Kinderbekleidung zum Mitnehmen (kostenlos). Das Repair Café, organisiert vom Bildungsausschuss Mauls, ist von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Sportmedizin

Supplements

Im Leistungssport ist der hohe Energieumsatz durch die Steigerung der Frequenz und Menge der Haupt- und Zwischenmahlzeiten alleine oft nicht zu decken, weil die hohe körperliche Belastung mit der Verdauung in Konflikt gerät. Auch der Bedarf an Flüssigkeit, Elektrolyten, Baustoffen der Muskulatur und Elementen des Energiestoffwechsels ist signifikant höher, sodass neben einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung auch Supplemente zum Einsatz kommen. Im Freizeitsport dagegen sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht nötig, können aber bei gezieltem Einsatz die körperliche Leistungsfähigkeit und die Qualität der Regeneration verbessern.

Protein: Tierische und pflanzliche Eiweißquellen haben einen unterschiedlichen Gehalt an essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. 20 g Molkeprotein nach intensivem Training unterstützen die muskulären Anpassungsprozesse nach dem Training.

Kreatin: Diese körpereigene Verbindung ist entscheidend für die Energieversorgung im Körper. Kreatin verbessert die Regeneration, unterstützt die muskuläre Leistung und wirkt sich potentiell positiv auf die Hirnfunktion aus. Bei vorbestehender Einschränkung der Nierenfunktion und hoher Dosierung ist Vorsicht geboten!

Vitamin D: Dieses fettlösliche und daher akkumulierbare Vitamin wird durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet, sodass die Ergänzung vor allem über die Wintermonate empfohlen wird, um dessen wichtige Funktion für Knochen, Muskeln und Immunsystem zu sichern. Die VO2max und die Muskelkraft profitieren von einer ausreichenden Versorgung.

Magnesium: Es ist für die Muskelentspannung, den Energiestoffwechsel und als Co-Faktor für Hunderte Enzymprozesse entscheidend. Magnesium gibt es in vielen verschiedenen Verbindungen.

Koffein: Durch die Wirkung auf den Energiestoffwechsel und die Aufmerksamkeit kann es die körperliche und geistige Ermüdung verzögern. Bis 200 mg werden von Erwachsenen meist gut vertragen, während bei individuell vermehrter Sensitivität oder höheren Dosen das Risiko für Nebenwirkungen, z.B. Herzrhythmusstörungen, steigt.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen eine gesunde Ernährung nicht und sollten nach Rücksprache mit Fachpersonal gezielt, zeitlich limitiert und in angemessener Dosierung eingesetzt werden.

Primaria bestätigt

Dr. Micòl Cont wurde Mitte März als Primaria der Pädiatrie am Krankenhaus Sterzing bestätigt. Die aus Meran stammende Ärztin studierte Medizin in Innsbruck und Freiburg und schloss 2012 ihre Facharztausbildung in der Schweiz ab. Es folgten weitere Qualifikationen in medizinischer Ausbildung, Entwicklungspädiatrie sowie Management und Führung. Nach Stationen am Universitätsspital und Kinderspital Zürich wurde sie 2021 zur Primaria in Sterzing ernannt und nun in dieser Funktion bestätigt. Sie ist Mitglied mehrerer Fachgesellschaften in Italien und der

Schweiz und seit Jahren auch als Dozentin an universitären Einrichtungen tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Entwicklungspädiatrie sowie der frühen Unterstützung von Familien, insbesondere bei Fütter-, Schlaf- und Schreiproblemen im Säuglingsalter. Dabei legt sie großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Betreuungspersonen. Zudem engagiert sie sich in der Facharztausbildung sowie in der Früherkennung und im Umgang mit Kindesmisshandlung. Darüber hinaus ist sie als Referentin in der Gruppe „ProChild“ aktiv und setzt sich für kontinuierliche Fortbildung in diesem sensiblen Bereich ein.

Wartezeiten verkürzt

Die Wartezeiten im Südtiroler Sanitätsbetrieb sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt gesunken, und zwar in allen Dringlichkeitsklassen (prioritär, aufschiebbar und programmiert). Im Jahr 2025 wurden Termine für prioritäre Visiten im Durchschnitt innerhalb von 8,5 Tagen angeboten, 2024 lag der Durchschnitt noch bei 9,8 Tagen. Vorgesehen ist die Abwicklung von prioritären Visiten innerhalb von zehn Tagen. Auch bei den aufschiebbaren und programmierten Erstvisiten konnte ein Termin innerhalb deutlich kürzerer Zeit angeboten werden: Bei den aufschiebbaren Visiten sank die durchschnittliche Zeit von 34,0 auf 29,0 Tage,

bei den programmierten Visiten von 52,7 auf 45,9 Tage. Gleichzeitig wurde eine deutliche Steigerung bei den Anfragen verzeichnet.

Mit 583.000 Anfragen für Erstvisiten bei der Einheitlichen Vormerkstelle gab es um elf Prozent mehr Terminanfragen als im Vorjahr.

Durchschnittlich wurden 2025 in Südtirol 84 Prozent der prioritären Erstvisiten innerhalb der vorgesehenen zehn Tage angeboten. 2024 lag dieser Wert noch bei 78 Prozent. Auch bei den aufschiebbaren Erstvisiten hat sich der Index deutlich von 74 auf 83 Prozent erhöht, bei den programmierten Erstvisiten von 83 auf 89 Prozent.

Wie wichtig ist eine rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten?

Eine rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten, auch bei einer leichtgradigen Schwerhörigkeit, ist für Erwachsene entscheidend, um die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Hörminderungen entstehen meist schleichend. Verschiedene Studien haben ergeben, dass sich der durchschnittliche Betroffene zehn Jahre Zeit lässt vom Erkennen seiner Schwerhörigkeit bis zum ersten Hörtest oder der ersten Visite beim HNO-Arzt. Ursachen für einen Hörverlust sind Altersschwerhörigkeit (kann bereits ab 40 Jahren eintreten), Lärmbelastung oder verschiedene Erkrankungen. Viele Betroffene bemerken erst nur, dass Gespräche in größeren Gruppen anstrengender werden oder der Fernseher etwas lauter gestellt werden muss. Wird eine Hörminderung jedoch ignoriert, kann sie weitreichende Folgen haben.

Ein unbehandelter Hörverlust wirkt sich nicht nur auf die Kommunikation aus, sondern auch auf die psychische Gesundheit. Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit können soziale Isolation, Missverständnisse und berufliche Einschränkungen sein. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen unbehandeltem Hörverlust und einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen. Eine frühzeitige Diagnose und Versorgung mit Hörgeräten kann diesen Entwicklungen entgegenwirken.

Der erste Schritt ist sicherlich ein professioneller Hörtest. Dieser kann beim HNO-Arzt gemacht werden oder

aber bei uns im Hörzentrum Südtirol Der Vorteil bei uns ist, dass Sie eine erste Auskunft über Ihr Gehör unkompliziert und schnell erhalten, zudem ist der Hörtest im Hörzentrum Südtirol jederzeit kostenlos. Sie erhalten einen Ausdruck davon mit und können das Ergebnis mit Ihrem Vertrauensarzt oder Ihren Angehörigen besprechen.

Sollten Sie von einer leichten Schwerhörigkeit betroffen sein, so gibt es heute moderne Hörgeräte, die sich von kleinen Computern wirklich nicht unterscheiden. Sie passen sich automatisch an unterschiedliche Hörsituationen an, filtern Störgeräusche heraus und können sich über Bluetooth mit Ihrem Smartphone oder auch dem Fernseher verbinden.

Eine frühe Anpassung erleichtert zudem die Gewöhnung – das Gehirn muss erst wieder lernen, bestimmte Frequenzen korrekt zu verarbeiten. Je länger eine Hörminderung unbehandelt bleibt, desto schwieriger kann dieser Prozess sein. Und auch je älter, desto schwieriger, aber nicht unmöglich!

Wer früh handelt, profitiert daher von einer schnelleren Eingewöhnung und besseren Hörergebnissen. Rufen Sie uns unter 0472 628173 an und vereinbaren Sie einen Termin bei Mirco de Manincor für einen kostenlosen Hörtest. Wir freuen uns auf Sie!

* beim Kauf von Hörgeräten erhalten Sie die kabellose Verbindung zum Fernseher GRATIS dazu!

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APOTHEKEN

28.03.-03.04.: Apotheke Paracelsus

Tel. 377 3130989

04.04.-10.04.: Stadtapotheke, Tel. 765397

11.04.-17.04.: Apotheke Wiesen, Tel. 760353

18.04.-24.04.: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024

25.04.-01.05.: Apotheke Paracelsus

02.05.-08.05.: Stadtapotheke

Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet.

ÄRZTE

04.04.: Dr. Barbara Faltner

Tel. 335 1050982

05.04.: Dr. Pietro Stefani

Tel. 349 1624493, 760628

06.04.: Dr. Robert Hartung

Tel. 333 5216003, 764517

11.04.: Dr. Esther Niederwieser

Tel. 335 6072480, 755061

12.04.: Dr. Markus Mair

Tel. 329 2395205

18.04.: Dr. Giuliana Bettini

Tel. 320 6068817

19.04.: Dr. Alberto Bandierini

Tel. 388 7619666, 764144

24.04.: Dr. Markus Mair

Tel. 329 2395205

25.04.: Dr. Massimiliano Baccanelli

Tel. 334 9156458

26.04.: Dr. Valbona Kurtallari

Tel. 324 0953522

30.04.: Dr. Sonila Veliu

Tel. 349 6732243

01.05.: Dr. Pietro Stefani

Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.

ZAHNÄRZTE

Notdienst Samstag und Feiertage

dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187

TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)

05.04.: Dr. Johanna Frank

06.04.: Dr. Carmen Huber

11./12.04.: Dr. Stefan Niederfriniger

18./19.04.: Dr. Michaela Röck

25./26.04.: Dr. Stefan Niederfriniger

Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666

Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673

Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222

Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496

Kleintier-Notfalldienst:

Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994

Tierarztpraxis Sterzing, Geizkoflerstr. 20A, Tel. 388 8766666, 328 0514167

5.4.

Osterkonzert der Bürgerkapelle Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

9.4.

Buchvorstellung „Wolli Trolly entdeckt das Osterland“, Isabella Halbeisen, Stilfes, Bibliothek, 16.00 Uhr.

10.4.

Konzert „Ach du Schreck, Tubinos Hut ist weck“, Musikschule Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.

11.4.

Kamishibai „Hase Hibiskus und der Möhrenklau“, Sterzing, Stadtbibliothek, 10.00 Uhr

15.4.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Theater „Buffoni all’inferno“, Teatro Stabile, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr.

Vortrag „Smartphone bei Kindern“, Stilfes, Vereinshaus, 19.00 Uhr.

16.4.

Buchvorstellung „Smart bis zum Sarg: Gesundes Gehirn, starkes Gedächtnis“, Barbara Plagg, Sterzing, Stadtbibliothek, 19.00 Uhr.

17.4.

Vortrag „Ein sicheres Ich.

Wie Kinder zu gesunden, gefestigten Erwachsenen werden“, Evelyn Haller, Stilfes, Vereinshaus, 19.30 Uhr.

18.4.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Live-Kunstperformance „Beneath the Surface: A Story of Connection“, Sterzing, LURXRaum, 19.00 Uhr.

Repair Café, Mauls, Grundschule Mauls, ab 14.00 Uhr.

19.4.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Sänger- und Musikantentreffen, Stilfes, Vereinshaus, 15.00 Uhr.

22.4.

Tryout Konzert EBBC der Brassband Wipptal, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

23.4.

Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“, Sterzing, Stadtbibliothek, 10.00 Uhr.

25.4.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Frühjahrskonzert der Musikkapelle Stilfes, Stilfes, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

26.4.

Theater „Holzers Peepshow“, Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 18.00 Uhr.

29.4.

Vortrag „Die Niere – das Klärwerk des Menschen“, Dr. Josef Frötscher, Sterzing, Stadttheater, 19.30 Uhr.

30.4.

Theater „Schokolade“, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.

2.5.

Pflanzentausch, Trens, Kulturhaus, ab 14.30 Uhr.

6.5.

Musical „The Night of Musicals 2026“, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

Filmclub

2.4.: Norimberga (it.), 20.00 Uhr.

9.4.: Marty Supreme (it.), 20.00 Uhr.

10.4.: Dann passiert das Leben (Senioren), 16.00 Uhr.

10.4.: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, 20.00 Uhr.

16.4.: Le cose non dette (it.), 20.00 Uhr.

17.4.: Elon Musk Unveiled – The Tesla Experiment (engl. mit dt. Untertiteln), 20.00 Uhr.

23.4.: Lavoreremo da grandi (it.), 20.00 Uhr.

24.4.: Zootropolis 2 (Kinder), 16.30 Uhr.

24.4.: Vier Minus Drei, 20.00 Uhr.

30.4.: La lezione (it.), 20.00 Uhr.

Märkte

3., 10., 17., 24.4.: Bauernmarkt, Stadtplatz.

4., 20.4.: Brennermarkt.

24.4.: Markt in Sterzing.

7., 14., 21., 28.4.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.

Ausstellungen

Bis 5.4.

„40 Jahre Osterspiele“, Sterzing, Stadttheater, jeweils 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn sowie Di und Fr 10.00 –12.00 Uhr

Dauerausstellung

„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung.

„Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.

Hase Hibiskus und der Möhrenklau

Am 11. April (10.00 Uhr) gibt es in der Stadtbibliothek Sterzing das zweisprachige Kamishibai „Hase Hibiskus und der Möhrenklau“ von Andreas König für Kinder von drei bis sechs Jahren. Im Anschluss laden die Vorleserinnen Margit und Karin die Kinder zu einer Bastelei ein.

Bibis – Bücher für die Allerkleinsten

Beim Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“ in der Stadtbibliothek Sterzing begrüßen am 23. April (10.00 Uhr) Bär Brummi und Vorleserin Agata null- bis dreijährige Bücherfans in gemütlicher Atmosphäre, um gemeinsam zu reimen, zu singen, zu spielen und zu lesen. Hierbei finden Kinder und Eltern Lese-Inspiration für den Alltag.

Eine Anmeldung ist notwen dig (Tel. 0472 723760, biblio thek@sterzing.eu); die Teil nehmerzahl ist begrenzt.

Sterzinger Bauernmarkt immer freitags v,on9.00 bis 13.00 Uhr auf dem Sta~itplatz St,erzing bis 30. Oklober

Neu: Mesnerhof aus Teis mit Wein. Apf,elsaft, Obst und Sehn ttblumen

Aktion „Saubere Stadt Sterzing“

Am 11. April findet wieder die Aktion „Saubere Stadt Sterzing“ statt. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam ein Zeichen für Umweltbewusstsein zu setzen und die Bevölkerung für mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum zu sensibilisieren. Alle – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – sind eingeladen, sich aktiv an der Müllsammel aktion zu beteiligen. Müllsäcke und Handschuhe werden vor Ort bereitgestellt; Kinder werden gebeten, eigene Leuchtwesten mitzubringen. Treffpunkt ist um 9.00 Uhr vor dem Oberschulzentrum. Als Dank für den Einsatz erhalten alle Helfer ab 11.30 Uhr eine kleine Stärkung. Die Aktion wird vom KVW Sterzing gemeinsam mit zahlreichen Vereinen und Organisationen getragen, darunter Jugenddienst, Elki, Seniorengemeinderat, Bäuerinnen, Pfarrcaritas, KFB, Kolping, Jugendfeuerwehr, CF Sterzing, WSV Wipptal Broncos, WKJ Sterzing, AVS, CAI, ANA sowie Bürgerkapelle Sterzing.

Leute

Ein halbes Jahrhundert voller Liebe wollen wir heuer mit euch, liebe Mami, lieber Tati, feiern. Danke, dass ihr uns alle Tage vorlebt, was Zusammenhalt bedeutet! Ihr seid in jeder Hinsicht Vorbilder für uns. 50 Jahre sind ein unglaubliches Geschenk für euch und für uns! Wir wünschen euch weiterhin für eure Ehe viel Glück und Zufriedenheit.

Alles Gute zur Goldenen Hochzeit!

In Liebe eure Kinder

GASTKARTEN

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Happy Birthday

du allerliebstes Gute-Laune-Mädchen! Seit 4 Jahren verzauberst du das Leben so vieler - und meines ganz besonders. Schön, dass du da bist. Deine Goti

Der

Ein Jahr ohne dich, du bist nicht mehr da.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur, mit dem Schmerz umzugehen.

Zum 1. Jahrestag Emma Karlegger geb. Kiebacher

Zieler-Emma

* 10. Februar 1938 † 11. April 2025

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich am Sonntag, den 19. April um 8.30 Uhr in der Wallfahrtskirche von Maria Trens.

Allen, die daran teilnehmen und dich in liebevoller Erinnerung behalten, ein herzliches Danke.

Deine Familie

In liebevoller Erinnerung

Unsere liebe Mama, Oma, Uroma, Schwiegermutter und Tante

Danke für alles, Mama. Du bleibst unvergessen.

ist am Samstag, den 28. Februar kurz vor ihrem 80. Geburtstag friedlich eingeschlafen. Ihre Liebe zu uns Kindern und ganz besonders zu ihren Enkelkindern war immer grenzenlos. Auch ihre Offenheit und Herzlichkeit haben wir in er Familie so sehr geschätzt. Ihrem Wunsch entsprechend haben wir uns im engsten Familienkreis, in Dankbarkeit für die wunderschöne Zeit, von ihr verabschiedet. Sie wird uns allen sehr fehlen.

In Liebe und Dankbarkeit deine Tochter Claudia mit Lukas und deinen Enkeln Fabian und Benjamin dein Sohn Patrik mit Silvia dein Enkel Reinhard mit Gattin Laura deine Urenkelinnen Adeline und Linda deine Schwester Renata mit Familie Elisabeth und Christoph Haller sowie im Namen aller übrigen Verwandten, Bekannten und Freunde. Ein großer Dank gilt den Einsatzkräften des Weißen Kreuzes mit Notarzt und dem Team der Abteilung Medizin und Intensiv des Krankenhauses Sterzing.

Gedanken, Augenblicke und Gefühle –sie erinnern uns täglich an euch. Wir blicken zum Himmel und lächeln, weil wir wissen, dass ihr ein Teil von uns bleibt. Wir vermissen euch.

Ganz besonders denken wir an euch am Sonntag, den 26. April um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

In Liebe eure Kinder Silvia, Mirko und Nathalie mit Familien

5. Jahrestag Erminio Deluca * 18.11.1929 † 08.04.2021

2. Jahrestag Rosa Deluca geb. Gschnitzer * 13.03.1941 † 15.05.2024

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

6. Jahrestag

Waltraud Heidegger

Terminus-Wirtin

* 29. August 1945 † 13. April 2020

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 12. April um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.

Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott.

In Liebe deine Familie

03.04.2023 - 03.04.2026

Per sempre nei nostri cuori.

03.03.1990 - 03.03.2026

„Ogni volta che sentite la mia mancanza, alzate gli occhi verso il cielo, io sarò lì ...” Un bacio

con affetto anche la nostra

† 07.05.2015 e nostro cognato Hermann Augschöll † 28.12.2006.

Fiorenza † 23.07.1996, nostro cognato Martino

Juliana Egartner geb. Nussbaumer

* 08.01.1943 † 18.02.2026

Zahlreiche tröstende Worte sind gesprochen und geschrieben worden. Viele stumme Zeichen der Liebe, Freundschaft und Wertschätzung durften wir erfahren.

Vergelt’s Gott

Die Trauerfamilie

Gossensaß, im März 2026

Ricordiamo
cara sorella
Zedda
3° ANNIVERSARIO Lilia Ciprietti ved. Augschöll
36° ANNIVERSARIO Balbina Wurzer ved. Ciprietti
Johann Wolfgang von Goethe

2. Jahrestag

Toni Großgasteiger

* 4. Juni 1938    † 5. April 2024

In Liebe gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Samstag, den 11. April um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Gerhard, Peter und Ruth der Erinnerung bilden eine Brücke über das Leben hinaus.

Alles auf der Welt kann man ersetzen, nur einen fehlenden Menschen wird man immer vermissen!

34. Jahrestag Christian Öttl

4. Jahrestag Heidi Schwazer in Vettori

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Ostermontag, den 6. April um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Deine Lieben

1. Jahrestag David Aichholzer

*08.01.1941 † 20.04.2025

In Liebe denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 19. April um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.

Deine Familie Menschen, die wir lieben, gehen nie wirklich von uns,

Irgendwann sehn wir uns wieder.

† 07.05.1992 † 02.03.2011

In Liebe denken wir ganz besonders an euch bei der hl. Messe am Sonntag, den 12. April um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Eure Lieben

mehr unter uns bist, in unseren Herzen lebst du weiter.

1. Jahrestag

Simon Schölzhorn

Hochstranses

*17.04.1964 † 05.04.2025

In liebevoller Erinnerung denken wir an dich ganz besonders am Sonntag, den 5. April um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Mareit.

In Liebe deine Familie

1. Jahrestag Karl Steiner Charly Trögler-Hof

* 12.02.1961 † 25.04.2025

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich beim Gedächtnisgottesdienst am Freitag, den 24. April um 18.30 Uhr in der Kirche von Egg.

In Liebe deine Familie

16 Jahre ohne dich und doch bist du jeden Tag bei uns in unseren Herzen.

16. Jahrestag

Franz Saxl

† 04.04.2010

Ganz besonders denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 5. April um 8.30 Uhr in der Wallfahrtskirche von Maria Trens.

Allen, die am Gedächtnisgottesdienst teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Deine Lieben

Mir kennen niamer mitnonder redn, niamer mitnonder lochn, gonz viel gab’s no zu drzähln, so viel gemeinsam zu erlebn. Olle Toge hob mr gehofft, die Tür geaht au, du kimmsch herein und olls weard wiedr wia drvor sein. Wos ins obr bleibt, isch die Erinnerung an die schiane gemeinsame Zeit.

Martin Schölzhorn

„Hochstranser Martin“ * 05.11.1969 † 09.02.2026

Ihr habt mit Martin gelacht und euch gefreut, als er noch lebte, Ihr habt mit uns geweint, als er von uns gegangen ist,  dafür möchten wir von Herzen DANKE sagen.

DANKE für jeden Händedruck und jede liebevolle Umarmung, wenn die Worte fehlten.

DANKE … für die vielen Kerzen, Blumen und Spenden.

DANKE allen, die den Trauergottesdienst so ergreifend und würdevoll mitgestaltet und ihn auf seinem letzten Weg begleitet haben.

DANKE unseren Freunden und Verwandten, die für mich da sind in dieser schweren Zeit.

DANKE allen, die für Martin weiterhin einen Platz im Herzen haben und ihn in lieber Erinnerung behalten.

Deine Petra und deine Geschwister

Und mit jedem Atemzug und auch mit jedem Schritt gehst und lebst du immer noch ein bisschen mit uns mit.

Frieda Volgger geb. Kuen

Mort- Friede

* 21.08.1941 † 18.02.2026

Wir sind tief berührt von den vielen Zeichen der Anteilnahme. Deshalb möchten wir von ganzem Herzen DANKE sagen: für die tröstenden Worte und Umarmungen, ... für die vielen schönen Kerzen, Blumen und Spenden, für die zahlreiche Teilnahme am Rosenkranzgebet und am Trauergottesdienst, ... unserem Pfarrer Thomas Stürz, dem Kirchenchor Ridnaun und allen, die einen Dienst geleistet haben.

Danke allen, die in dieser schweren Zeit an unserer Seite waren. Die Trauerfamilie

Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines.

Doch dieses Blatt allein war Teil von unserem Leben, drum wird dies Blatt allein uns immer wieder fehlen.

Rainer Maria Rilke

Filomena Gasteiger Wwe. Häusler

* 7. Juni 1938 † 26. April 2025 Mama, wir vermissen dich!

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 25. April um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott. In Liebe deine Kinder, Enkel und Urenkel

In liebevoller Erinnerung denken wir an dich Sonntag, den 19. April um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe deine Familie Du warst ein Licht in unserem Leben. Die Liebe zu dir bleibt. Vergessen wirst du nie, denn du bist nicht nur Erinnerung, du bist ein Teil von uns für immer.

4. Jahrestag

Peter

Egger-Hof * 27.06.1959 † 20.04.2022

wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.

Was im Herzen liebevolle Erinnerungen hinterlässt und unsere Seele berührt, bleibt für immer bestehen.

Christian Frei

In Liebe denken wir an dich am Ostermontag, den 6. April um 8.30 Uhr in der Kirche von Obertelfes.

Deine Andrea mit Familie

Sie erinnern uns an dich, machen uns glücklich, traurig, aber lassen uns dich nie vergessen.

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.

13. Jahrestag

Paula Gander geb. Mühlsteiger

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 3. Mai um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen. Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Dankeschön.

Deine Familie

Die Erinnerung geht nie verloren, wenn man sie im Herzen behält.

Wenn ihr mich sucht, dann sucht in eurem Herzen. Wenn ihr mich dort findet, dann lebe ich in euch weiter.

Walter Pichler

Wir denken an dich voll Dankbarkeit und Liebe am Sonntag, den 12. April beim Gottesdienst um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mittewald.

In Liebe deine Familie

Johann Frötscher

Wir möchten uns herzlichst für die zahlreiche Anteilnahme bedanken: Für jedes Wort des Trostes, jede Umarmung, Geste und persönliche Zuwendung, für die Blumen, Kerzen und Spenden sowie für die würdevolle Abschiedsfeier.

Danke an alle, die unseren Hans in liebevoller Erinnerung behalten und ihn ins Gebet einschließen. Die Trauerfamilie

Der Mensch, den wir liebten, ist nicht mehr da, wo er war, aber überall, wo wir sind und seiner gedenken.

Aurelius Augustinus

1. Jahrestag

Erich Gander

„Pat“

* 29. Juli 1962    † 2. April 2025

Du bist nicht mehr hier und doch bist du überall. In unseren Gedanken, in unseren Herzen, in allen Momenten, in denen wir dich besonders vermissen. Wir denken an dich ganz besonders am Ostersonntag, den 5. April um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Wiesen.

Danke allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten.

In Liebe deine Familie

Du bist von uns gegangen, aber nicht verschwunden. Du bist jeden Tag an unserer Seite. Ungesehen, ungehört und dennoch ganz nah. Für immer geliebt und vermisst bleibst du in unseren Herzen.

3. Jahrestag Helmuth Schwazer

* 01.05.1972 † 04.05.2023

In liebevoller Erinnerung denken wir an dich beim Gottesdienst am Sonntag, den 3. Mai um 10.00 Uhr auf dem Festplatz von Telfes.

Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe deine Familie

Reinhard Aukenthaler

* 28.09.1955 † 31.05.2021

FÜNF JAHRE OHNE DICH

Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und schöne Augenblicke. Fünf Jahre, in denen uns jede Erinnerung an dich glücklich und traurig macht und dich nie vergessen lässt.

Ida Aukenthaler

* 19.03.1932 † 16.01.2026

Wir danken allen,

die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise zum Ausdruck brachten.

DIE TRAUERFAMILIE

Pfiffikus

Pfiffikus sucht einen Christbaum im Frühling. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. April. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.

Auflösung des Vormonats: Unser gesuchter Olympionike ist Nils Larch aus Sterzing. Er hatte bereits 2014 bei den Paralympics in Sotchi (Russland), 2018 in Pyeongchang (Südkorea) und 2022 in Peking (China) erfolgreich teilgenommen. Bei den 14. Winter-Paralympics in Mailand Cortina im März waren sechs Südtiroler Para-Ice-Hockey-Spieler dabei: Torhüter Julian Kasslatter (43, St. Christina), Verteidiger Alex Enderle (27, Eppan) sowie die vier Stürmer Christoph Depaoli (28, Kaltern), Stephan Kafmann (39, Kaltern), Nils Larch (28, Sterzing) und Matteo Remotti Marnini (26, Bozen). Das Werbebanner hing an einer Hauswand am Sterzinger Stadtplatz in Erwartung, dass Nils Larch als Medaillenträger in seine Heimatstadt zurückkehren würde. Leider verloren die italienischen Gastgeber das erste Spiel gegen die Favoriten USA mit 14:1 und gegen die Mannschaft aus China mit 11:1 und kamen nicht ins Halbfinale. Schlussendlich erreichten sie mit dem 5:2-Sieg gegen Deutschland den fünften Platz bei den Paralympischen Winterspielen Mailand Cortina.

Das Los bestimmte CLAUDIO PASINI aus Wiesen zum Pfiffikus des Monats März. Der Gewinner erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.

AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS

LÖSUNG: PONTIGLER

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Eisenverbindungen mit Gewinde, Befestigungselemente zum Eindrehen).

FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:

•W•A•Z•A•W•N•M•T ZIFLEISS•ISOTONE •ALSWOSGEASCHNDU SAU•IL•BROOTER•F •GALGEN•BL•UMORE ESNA•TIBET•REELL •CES•TRE•BONN•BS OHR•INGA•IRE•K•K •UB•T•ECHSE•GIER STROA•NHTC•TRARA •ZULL•DT•HAUE•RL CTG•INSUNNTIG•AL •EGGEN•NEDER•ATE FREUND•GLUFE•UAN Wir gratulieren!

LÖSUNG: EISACKTALERKOST

DAS WIPPTAL-RÄTSEL

verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald

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Lösungswort

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VORTRAG

Die Niere - das „Klärwerk” des Menschen Volkshochschule Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Sterzing

Täglich durchströmt unser gesamtes Blut mehrfach die Nieren – zwei lebenswichtige Organe, die für die Reinigung und das innere Gleichgewicht unseres Körpers eine zentrale Rolle spielen. In diesem Vortrag erhalten Sie Einblicke in den Aufbau, die Arbeitsweise und mögliche Erkrankungen der Niere.

Leitung: Dr. med. Josef Frötscher I Primar am KH Sterzing a.D., Facharzt für Innere Medizin

Ort: Sterzing, Stadttheater, Johann-W.-v.-Goethe-Platz 1, Konferenzraum im UG Termin: Mittwoch, 29.04.2026, 19.30–21.00 Uhr I Beitrag: freiw. Spende/ Keine Anmeldung erforderlich intropr- engl. iol f-- mGh ..,n,rnr,- Allar V n- S~himpl- lbA[il;-- -.:- ..:..- HZl8'11 1am.,~hUc~ ' ~y PQ ntchl jw,ppj JnHIZ· (w,ppj cw,pp) ort, CWl<>.,I t.tiH•gs.- lrupge~ SIIIDl!5-0I jwtpp) c.1l1r1trsle- ~lli:h•r Enugl• (WIOl)l ,,...,-- •~n,al v,Jge,~ ¼l rl '1111!1! ~P,11 h<, "''Jl-"l Vorn"m" Ab ..:::!!:':u~~• lnc.hl, At, •.:, ,l.. . V .J. v

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UNSER

Huire isch’s Johr 2026, und wenn man va der Zohl s’oagene Geburtsjohr orechnt, noar kimp außer, wie olt man isch und wie long man schun auf der Welt do ummerzopplt. Isch jo logisch

Ba mir selber isch des schun a hibsch groaße Nummer. Nit jeder hot des Glick. Zin Beischpiel mein Verflossner hot’s nit asou long ghebb. Ober wenn i drun denk, wie man friegr, wie man selber nou jung giwesn isch, ältere Leit ungschaugg hott: dert hon nit lei i gidenkt, dass man va fuchzig, sechzig auwerz schun meerolt isch. Und a Olter va ochzig, neinzig isch souwiesou schun rekordverdächtig giwesn. In seltenen Foll frieger ba ins in Lond, dass a Müeterle gor hundert Johr olt wordn isch, sein se olle zommgirennt: der Birgermeischter und der Pforrer und nou a haufn Leit sein zi gratuliern kemmin, die gonze Verwondtschoft woll a. Die komplette Musikkapelle hot noar nou a poor Standler augschpielt fir die Jubilarin, weil Mander sein souwiesou nie a sou olt wordn. Und weil’s jo souvl seltn vourkemmin isch, hot sich a nou der Boazner Radio zuergitraut mit an Mikrofon und der Radiovetter hot des Weibile ausgfratschlt und hot giwellt derfrogn, wos sie uenmol und ollemol gitun hot, asou olt zi wearn, und wella Geheimnisse und Bsunderheitn sie do befolgg hot. Und in näggschtn Tog hobm olle ba die Nochrichtn zi Mittog fescht giwortit und zuegiloust.

Inzwischn wearn die Leit olle, oder holt viele, älter wie frieger. Schien isch schun olm nou, dass man zin rundn Geburztog gratuliert und mitn Jubilar gfeiert weard. Schiene war holt a, wenn sich die jingern a untern Johr awie meahrer um die ältern Leit kimmern tattn. Weil amol i bin woll oft lei alluene!

GEBURTEN

Brenner: Marta Oberhuber (17.02.2026, Brixen). Franz Hochrainer (22.02.2026, Brixen). Alaya Markas Nazir (23.02.2026, Brixen).

Pfitsch: Tima Tahrima Mamun (07.02.2026, Brixen). Thea Holzer (16.02.2026, Brixen). Jana Fischnaller (19.02.2026, Brixen). David Wieser (20.02.2026, Brixen).

Ratschings: Fabian Wieser (12.02.2026, Brixen). Matthias Bavutti (24.02.2026, Brixen).

Sterzing: Allegra Fraternali (14.02.2026, Brixen). Michael Sparber (14.02.2026, Brixen). Lotta Ploner (16.02.2026, Brixen). Damiano Mendolaro (16.02.2026, Brixen).

Anelia Guglielmo (19.02.2026, Brixen). Emily Milaqi (26.02.2026, Brixen).

TODESFÄLLE

Brenner: Johanna Auer, 82 (04.02.2026, Brenner). Juliana Egartner, 83 (18.02.2026, Sterzing). Martin Kofler, 59 (26.02.2026, Brenner). Franco Ondertoller, 84 (22.02.2026, Murnau a. Staffelsee).

Freienfeld: Rudolf Leitner, 62 (10.02.2026, Freienfeld).

Pfitsch: Paul Gschnitzer, 84 (01.02.2026, Brixen). Josef Rainer, 88 (01.02.2026, Bozen). Johann Frötscher, 86 (07.02.2026, Pfitsch). Alois Delueg, 74 (12.02.2026, Sterzing). Johanna Markart, 89 (15.02.2026, Pfitsch).

Ratschings: Martin Schölzhorn, 56 (09.02.2026, Ratschings). Notburga Tschöll, 62 (14.02.2026, Ratschings). Frieda Kuen, 84 (18.02.2026, Sterzing). Josef Pittracher, 85 (19.02.2026, Ratschings). Erna Pertoll, 69 (24.02.2026, Ratschings).

Sterzing: Helga Rohm, 94 (23.02.2026, Sterzing). Karl Haller, 74 (24.02.2026, Sterzing). Josef Thaler, 81 (26.02.2026, Sterzing). Umberto Ballerini, 89 (27.02.2026, Sterzing). Jaroslava Sladkova, 79 (28.02.2026, Sterzing).

BAUGENEHMIGUNGEN

Brenner: Rosanna Frank, Günther und Marco Schölzhorn, Pflersch: Abbruch und Wiederaufbau eines Wohnhauses, Bp.346, Gp.761, K.G. Pflersch. Pfitsch: Anton, Maria und Martina Werth: Wiesen, Hintere Gasse 170: Bauliche Umgestaltung und energetische Sanierung mit Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.419, K.G. Wiesen. Alois Holzer, St. Jakob 68, 68/A: Errichtung eines unterirdischen Raums, Bp.245, Gp.1500/3, K.G. Pfitsch. Peter Hochrainer, Wiesen, Geirweg 64/B: Sanierung der Dacheindeckung und Errichtung einer PV-Anlage, Bp.670, K.G. Wiesen. Ratschings: Herbert Sparber, Schönau: Errichtung eines Hühnerstalles, Bp.819, Gp.1919, K.G. Ratschings. Stefan Schölzhorn, Mareit, Vögls: Geotechnische Sanierung des Hanges infolge Rutschung, versch. Gp., K.G. Mareit. Fabian und Josef Wild, Telfes, Telferweg 13/B: Errichtung unterirdischer Keller, Bp.82, Gp.895, K.G. Telfes. Heinrich Volgger, Florian Wurzer, Ridnaun, Geraine 4: Bauliche Umgestaltung und Erweiterung des Wirtschaftsgebäudes, Bp.338, versch.Gp., K.G. Ridnaun. Martin Volgger, Ridnaun, Untere Gasse: Erweiterung des Fahrsilos mit Verlegung des Hühnerstalles, Bp.77, K.G. Mareit. Armin und Oliver Rainer, Jaufental, Obertal: Errichtung eines landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäudes, Gp.1458/1, K.G. Jaufental. Schwazer Heidi & Co. KG, Gasteig, Jaufenstraße 1: Bauliche Umgestaltung des Außenbereichs der Bar „Platzl“, Bp.469, K.G. Jaufental.

Sterzing: Thomas Innerhofer, Neustadt 39: Sanierung der Wohnungen, Bp.87, K.G. Sterzing. Francesca Maria Luisa Bonazzi, Angelo Raffaele Di Battista, Brennerstraße 53: Sanierung, Innenarbeiten, Anpassung der Pläne, m.A.4, Bp.196, K.G. Tschöfs.

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Vor hundert Jahren ...

1926

Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

02.04.1926

Wohnhaus bei Sterzing

Aus der Werkstatt des Architekten. Plan zur Erbauung einer Villa auf dem Kronbühel bei

sam machte, daß er es mit einer Amtsperson zu tun habe, gab er zur Antwort: „Das sein mir gleich, mag er auch der Sekretär von die Mussolini sein.“ Man weiß nun wirklich nicht, wissen es die faschistischen Heißsporne, ob sie in Europa oder ob sie in Afrika amtieren.

Innsbrucker Nachrichten

13.04.1926 Zum Andenken an Oberlehrer Norbert Detter

tet mit seltener Erfahrung und Menschenkenntnis, dazu ein Mann von unbeugsamem Charakter und aufrichtiger Offenheit, die besonders in unserem Zeitalter der politischen Kriecherei und Verstellung wohltuend abstach. (…) Glücklich die Seelsorger, welche einen ähnlichen Lehrer und Jugenderzieher an ihrer Seite und in ihrer Gemeinde haben! Möge der liebe Gott dem seligen Norbert die verdiente Ruhe schenken und sein ewiges Licht ihm leuchten!

Allgemeiner Tiroler Anzeiger

15.04.1926

An den Folgen der Verletzung gestorben

~hnhlilm bei Steuing Artbitekten Z.,V.Hofrat Prof. Framr.Katl Kr utl • Jo1ef Tölk

Wohnhaus bei Sterzing (1926)

Sterzing. Eigentümer Herr J. Hensley Johnson. Arch. Franz v. Krauß und Josef Tölk. Wien I. Auerspergstraße 4

Illustrierte Wochenschrift Radio-Wien

07.04.1926

Ist Sterzing in Südtirol oder in Afrika?

Aus Freienfeld bei Sterzing wird uns das folgende Geschichtchen berichtet: Ein deutscher Gemeindefunktionär aus Sterzing verlangte am Kassenschalter des Bahnhofes in Freienfeld zwei Fahrkarten nach Sterzing. Der italienische Stationsvorstand war über dieses Verlangen sehr empört und rief ärgerlich: „Das kenne ich nicht!“ Da meinte nun der Sterzinger, daß diese Station eine Gehstunde weiter oben liege. „Das kenne ich nicht!“ wiederholte noch lauter der Beamte. „Dann wird Sterzing halt in Afrika sein“, sagte der biedere Sterzinger. Das schlug dem Faß den Boden aus. Der anscheinend faschistische Stationsvorstand geriet über diese Bemerkung außer Rand und Band. Mit der Faust schlug er zwei Fenster an der Kassa durch, so daß dem Fahrgast die Splitter ins Gesicht flogen und er eine Schnittwunde an der Nase erlitt. Als man den gewalttätigen Italiener darauf aufmerk-

Gossensaß, 11. April. Am vergangenen Mittwoch wurden von der dankbaren Gemeinde Gossensaß dem seligen langjährigen Schulleiter Norbert Detter, der vor 14 Tagen in Brixlegg gestorben ist, die heiligen Sterbegottesdienste gehalten. Hochwürden Herr Dekan Johann Unterleitner von Stilfes hielt das Requiem, Ortspfarrer Alois Lechner das Lobamt, während mehrere Nachbarpriester heilige Beimessen lasen. Am Gottesdienste nahm die Gemeindevertretung mit Herrn Bürgermeister Konrad Mayr an der Spitze, die Musikkapelle und eine zahlreiche Menge teil, um in dankbarer Erinnerung dem verstorbenen Wohltäter und Erzieher einer ganzen Generation - der Verblichene war ja 29 Jahre lang Schulleiter in Gossensaß - durch das Gebet ihre aufrichtige Dankbarkeit zu bezeugen. Herr Norbert Detter war aber auch ein Lehrer und Schulleiter, wie man sie nicht mehr findet, ein Lehrer mit Beruf und vorbildlichem Fleiß, ausgestat-

Am 10. April verschied zu Brixen Margareta Rossi von Mareit im jugendlichen Alter von 16 Jahren. Das unglückliche Mädchen wurde im Maschinenhause des Bergwerkes von Maiern (Schneeberg) vom Treibriemen erfaßt und an das Schwungrad gerissen. Es erlitt am Oberschenkel so schwere Quetschungen, daß ein Stück breit der Schenkelknochen von den Fleischteilen völlig bloßgelegt wurde. Allgemeiner Tiroler Anzeiger

20.04.1926

Unglücksfälle, schneller Tod

Aus Sterzing wird berichtet: Vor einigen Tagen begab sich der 60 Jahre alte Johann Zung, pensionierter Bahnwächter, von Sterzing nach Freienfeld, wo er in einem Gasthause einkehrte. Bald nachdem er das Gasthaus verlassen hatte, fand man ihn neben dem Eisenbahndamm tot liegen. Ein Herzschlag dürfte seinem Leben ein schnelles Ende bereitet haben. - Kürzlich fand in Trens bei Sterzing der Elektriker-Hilfsarbeiter Alois Mayr (Schneider) auf eigenartige Weise den Tod. Er bestieg bei Trens einen Leitungsmast, um die Leitung auszubessern. Der Mast war aber von unten angefault und morsch und Schneider stürzte mit ihm so unglücklich zu Boden, daß er einen Schädelbruch erlitt und sofort tot war.

Innsbrucker Nachrichten

Norbert Detter (18701926): 29 Jahre Schulleiter in Gossensaß

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