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Erker Jahrgang 25 - Februar 2013

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco

Italienische Post AG – Versand im Postabonnement Einzelnummer 0,75 Euro G.D. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1,1 - Fil. Bozen - Postgebühr bar bezahlt - I.P.

Extra I Einrichten & Wohnen & Fasching

Der Grenzgänger

Im Gespräch mit Extrembergsteiger Reinhold Messner

GESCHICHTE

STATISTIK

Wipptaler Bevölkerung wächst weiter

POLITIK

Halbzeit in den Ratsstuben

Das Gästebuch „Zur Alten Post“


Seit Oktober 1989 wird der Erker monatlich an alle Wipptaler Haushalte verteilt. Zu unserer Stammleserschaft zählen auch mehrere hundert Abonnenten im In- und Ausland.

Unabhängig. Zweisprachig. Lokal.

Mit Ihrem Beitrag fördern Sie die allererste Bezirkszeitschrift Südtirols und ein politisch unabhängiges Blatt, das es ohne Ihre Unterstützung gar nicht geben würde. Der Erker erhält keinerlei öffentliche Beiträge und finanziert sich ausschließlich durch Inserate und Ihren Unkostenbeitrag.

Abo-Aktion 2013 24 Euro 35 Euro 50 Euro

Vorgeschlagener Unkostenbeitrag Inland (außerhalb des Bezirks verbindlich) Ausland (verbindlich)

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Ihre Bezirkszeitschrift

Erker

Ihre Bezirkszeitschrift

Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it


inhalt

editorial

erker februar 13

titelgeschichte _ 16

Liebe Leserin, lieber Leser, Der Grenzgänger Zeit seines Lebens überschreitet Extrembergsteiger Reinhold Messner Limits, und das nicht nur in den Bergen. Er eckt an, provoziert, rebelliert. Im Erker spricht der 68-Jährige über den Tod, den er nicht scheut, über Widerstände, die ihn nicht aufzuhalten vermögen, und über das, wogegen er seit Jahrzehnten aufbegehrt: die zwielichtige Medienmacht in Südtirol.

14 _ PARLAMENTSWAHLEN

14 Listen für Kammer, zehn für Senat

20 _ POLITIK

Halbzeit in den Ratsstuben

26 _ STEUERN

Das erwartet uns 2013

38 _ GESCHICHTE

Das Gästebuch „Zur Alten Post“

52 _ SPORT

Schwimmerin Charlotte Hartung im Portrait

parte italiana 46 _ Alta Val d’Isarco: A piccoli passi verso quota 20.000 47 _ Vipiteno: Molte ombre sul futuro dell’ospedale 48 _ Vipiteno: Una bella storia di generosità 49 _ Val Ridanna: Energia pulita al rifugio Cima Libera 59-77 _ erker-extra

einrichten & wohnen I fasching

rubriken 4_ 44 _ 72 _ 78 _ 79 _ 80 _ 80 _ 81 _ 83 _

Leserbriefe Woher stammt der Name ...? Rezept Erkoku Frageecke Pfiffikus Leute

84 _ 88 _ 89 _ 90 _ 92 _ 94 _ 94 _

Jahrestage Aus der Seelsorgeeinheit Gemeinden

Veranstaltungen Kleinanzeiger Impressum Vor 100 Jahren

Sumserin Rätsel

Nächster Redaktionsschluss: 15.02.13 Redaktion Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, Tel. 0472 766876, Fax 0472 760394, info@dererker.it, www.dererker.it erker februar 13

wie rettet man ein Land, wenn es pleite ist? Ganz einfach. Man verkauft es – stückchenweise. Die Privatisierung öffentlicher Betriebe ist in der EU ein willkommenes Rettungsboot, um bankrotte Staaten aus dem Sumpf zu ziehen und – wenn auch nur kurzfristig – viel Geld in die Staatskassa zu spülen. Mittlerweile hat die Verschuldung der Staaten – zu der Spekulationen von Großbanken und Investmentbanken maßgeblich beigetragen haben, für die aber niemand zur Verantwortung gezogen wurde – immer absurdere Auswüchse angenommen. Deshalb wird wahrscheinlich bald auch das Lebenselixier des Menschen unter den Hammer kommen: Wasser. Das TV-Magazin „Monitor“ dokumentierte kürzlich, wie die EU-Kommission klammheimlich die Wasserversorgung privatisieren will. Unter dem Vorwand, den Markt „neu zu ordnen“, sollen Wasserlizenzen künftig europaweit ausgeschrieben werden – mit der Begründung: Jede Kommune soll frei entscheiden, aber die Möglichkeit haben, das Wasser auch einem privaten Partner anzuvertrauen. In Wirklichkeit haben Euro-Todeskandidaten wie Portugal oder Griechenland keine Wahl. Weil sie dringend Geld brauchen, zwingt die EU-Kommission sie zum Verkauf der kommunalen Wasserbetriebe. Das kommt Konzernen, die mit Trinkwasser Geschäft machen, gerade recht. Sie kämpfen seit Jahren für die Privatisierung. Ist es Zufall, dass die größten Konzerne ausgerechnet in Europa angesiedelt sind? Das Volumen des Wassermarktes in der EU wird auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt. Kurios ist die Zusammensetzung der Expertengruppe, von der sich die EUKommission in Sachen Wasserpolitik beraten lässt. In der Gruppe sitzen hauptsächlich Vertreter der Wasserindustrie und verwandter Industriebereiche. Als der TV-Sender den EU-Kommissar Michel Barnier darauf ansprach, entgegnete dieser: „Wenn Sie von mir hören wollen, dass unsere Expertengruppen ausgeglichener besetzt sein sollten, gebe ich Ihnen gerne Recht.“ Bis heute ist an der Zusammensetzung der Gruppe nichts geändert worden. Noch liegt die Wasserversorgung zum Großteil in öffentlicher Hand. Aber wie lange noch? Die Praxis zeigt: Wo privatisiert wurde, sind Trinkwasserpreise meist gestiegen – in Teilen Portugals waren es bis zu 400 Prozent und die Qualität des Trinkwassers hat sich vielerorts verschlechtert. Die europaweite Bürgerinitiative „Right2Water“ (Recht auf Wasser) will nicht länger warten. Über eine Kampagne ruft sie zum Protest auf und fordert für jeden Bürger das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung. Die Trinkwasserversorgung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen sollte auch nicht den Binnenmarktregeln unterworfen werden. Überdies sollte sich die EU endlich auf die Hinterbeine stellen, um einen universellen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung zu erreichen. Eine Million Unterschriften aus mindestens sieben der 27 EU-Mitgliedsstaaten werden benötigt, damit sich die EU mit dem Anliegen der Bürgerinitiative befassen muss. Uns graut jetzt schon davor, an eine Privatisierung des Wassers zu denken. Weltweit haben 884 Millionen Menschen keinen oder kaum Zugang zu sauberem Wasser. Täglich sterben mehrere Tausend Menschen, weil ihnen Wasser verwehrt oder dieses stark verunreinigt ist. 2,6 Milliarden Menschen verfügen nicht einmal über einfache sanitäre Anlagen. Wasser ist das kostbarste Gut und durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Mensch, Tier und Pflanze brauchen es zum Leben. Deshalb sind wir in letzter Konsequenz auch bereit, jeden Preis dafür zu zahlen. Aber das wissen Großkonzerne freilich längst. Die Redaktion 3


leserbriefe

Mobilfunkmasten in Stange Erker 01/13 Bezugnehmend auf die beiden Leserbriefe im Jänner-Erker möchte ich anmerken, dass man vollends zustimmen muss, wann immer kritisches Denken gefordert wird. Die Kritiker selbst jedoch scheinen diese von anderen geforderten Eigenschaften kaum zu besitzen. Eine genauere Betrachtung des als neutrale Informationsquelle angepriesenen Vereins „diagnose-funk“ fördert Überraschendes zu Tage. So ist dieser bereits des Öfteren durch verzerrte Wiedergabe von Studienergebnissen und Manipulationsbereitschaft aufgefallen. Auch gehören die Betreiber zu den finanziellen Profiteuren einer andauernden Angststimmung. Somit ist deren Rolle als unabhängige und neutrale Quelle mehr als zweifelhaft. Die Kritiker sollten sich selbst die Frage stellen: Was sind zuverlässige Informationsquellen? Die von Frau Niederwieser genannte dreiteilige Warnskala ist eine Erfindung und existiert in der genannten Form nicht. Wie den Fact Sheets Nr. 193 und Nr. 304 der WHO zu entnehmen ist, sieht diese auch keinerlei Gefahr in Mobiltelefonen oder -funkmasten. Gemeint war vermutlich die generelle Bewertung von Radiofrequenzen durch die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung). Diese verhält sich jedoch abweichend zu der von Frau Niederwieser genannten und ist detailliert in der Pressemitteilung Nr. 208 vom 31. Mai 2011 nachzulesen. Der angestrebte Vergleich zwischen Sprach- und Bildübertragung ist in der gemachten Form unzulässig und von rein populistischer Natur, beides sind komplizierte physikalische Vorgänge abhängig von einer Vielzahl an Parametern, die dem Leser aber verschwiegen werden. Abgesehen vom immer wiederkehrenden Versuch, mit falschen Behauptungen Stimmung zu machen, ist es natürlich im Sinn der Bürger als auch der Mobilfunkbetreiber, mit minimalem Energieaufwand (Kosten) eine maximale Netzabdeckung (Gewinn) zu erreichen. Christian Trenkwalder, Wiesen 4

Für Brenner-Windpark, für Erhalt von Arbeitsplätzen Als Betriebsrat der Firma Leitner AG möchten wir bezüglich des Windparks Sattelberg auch die Sichtweise der Mitarbeiter darstellen. Als Mitarbeiter können wir uns glücklich schätzen, in einem Unternehmen zu arbeiten, das global denkt und lokal handelt. Das ist nur durch ständige Weiterentwicklung und Schaffung verschiedener Standbeine, zu dem u. a. Windenergie gehört, möglich. Nur so können im Wipptal neue Arbeitsplätze geschaffen und vor allem die bereits bestehenden 850 erhalten werden. In Krisenzeiten, in denen jeder Einzelne und vor allem Familien durch die zusätzliche Steuerbelastung, wie etwa die IMU, ums Auskommen kämpfen müssen, ist ein sicherer Arbeitsplatz Gold wert. Deshalb können wir manche Entscheidungen, die Politiker treffen, sowie die Gründe der Windparkgegner nicht nachvollziehen. Wir möchten betonen, dass wir als Mitarbeiter auch für den Umweltschutz sind und genau deswegen sind wir für erneuerbare Energie. Uns freut es, dass im Erker (12/2012) Anton Seeber, Leitwind-Chef, die Bereitschaft zum Weiterkämpfen signalisiert hat, und sprechen ihm unsere vollste Unterstützung zu. Der Betriebsrat der Leitner AG, Sterzing

Sparen bei den Senioren In den letzten Dezembertagen sind vielen älteren Menschen recht unliebsame Briefe ins Haus geflattert. Die Bezirksgemeinschaft Wipptal teilt mit, dass auch beim „Essen auf Rädern“ gespart werden müsse. 2013 wird das Brötchen (eine Semmel!) einbehalten, außerdem zukünftig nur mehr eine Vorspeise oder eine Nachspeise geliefert. Beides zusammen ist nicht mehr leistbar, auch wenn viele ältere Menschen die Vorspeise – meist eine Suppe – für das Abendessen aufgespart haben. Die Preise aber blei-

ben unverändert (max. 12 € je Essen). Wenn Kinder im gleichen Haus wohnen, wird der Dienst künftig nur mehr an drei Tagen in der Woche gewährleistet und zwar unabhängig davon, ob die Kinder mittags zu Hause sind oder arbeiten müssen. Am Essen für unsere älteren Mitbürger zu sparen ist nicht nur schändlich, sondern auch kurzsichtig und führt über lange Zeit zu wesentlich höheren Kosten für die Allgemeinheit, wenn sich nämlich die Pflege von Mutter oder Vater zu Hause nicht mehr ausgeht. Stellt sich die Frage, ob sich die Gemeindeverwalter hier nicht einen Bärendienst leisten und den Sparstift am falschen Ende ansetzen. Es scheint, als ob oben ein tropfender Wasserhahn mit aller Kraft gestopft werden muss, aber dem Rohrbruch im Keller sieht man tatenlos zu, auch wenn dabei Millionen von Euro in den Sand gesetzt werden (siehe Flugplatz Bozen, Safety Park, Wasserstoffbusse, BBT …). Hier wird einfach von oben nach unten getreten, ohne großartig über Folgen für die Betroffenen nachzudenken. Ich frage mich, ob unsere reichlich bezahlten Politiker nicht bessere Ideen haben, und fordere sie auf, mehr Einsatz zu zeigen, um in Zeiten der Krise für sozialen Ausgleich zu sorgen und damit die Existenz von Familien zu sichern. Ansonsten wäre mein Vorschlag, sämtliche politische Posten mit einfachen Beamten und Revisoren zu besetzen (Kosten einfach weiterleiten kann jeder), dann sparen wir wenigstens an deren Gehältern. Bleibt nur noch dem Team des Hauspflegedienstes Wipptal von Herzen zu danken für ihren Einsatz und ihre Hilfe - für die Betroffenen unbürokratisch, effizient und professionell! Ihre Arbeit ermöglicht vielen älteren Menschen, ihren Lebensabend im gewohnten Umfeld und in Würde zu Hause zu verbringen. Vergelt`s Gott! Evi Volgger, Stilfes

Verzögerte Neubesetzung Derzeit beabsichtigen die Sanitätsverantwortlichen im Lande eine noch nie da gewesene Aushöhlung der drei Südtiroler Grundversor-

gungskrankenhäuser in Sterzing, Schlanders und Innichen. Trotz vieler Proteste soll die am 4. Oktober 2010 (also lange vor der Zeit eines Ministerpräsidenten Monti) von der Landesregierung beschlossene „klinische Reform“ nunmehr von Landesrat Richard Theiner und seinen „Einflüsterern“ konkret umgesetzt werden. Dabei geht es, neben bereits erfolgten Einsparungen im Bereich Pädiatrie, um die ab 2014 im Raum stehende Schließung der Geburtenabteilung in Innichen (derzeit wird dort die vorgeschriebene Mindestanzahl von 300 Geburten pro Jahr nicht erreicht) und um die auch rein wissenschaftlich nicht begründbare geplante Neuordnung der onkologischen Chirurgie, die kurzfristig die Chirurgen in den kleinen Krankenhäusern „amputiert“ und mittelfristig die kleinen Spitäler aushöhlt und abwertet. Doch damit nicht genug: Werden Primariatsstellen in der Peripherie (z. B. durch Pensionierungen) vakant, werden diese nur noch sehr zögerlich nachbesetzt. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welches Spiel insgesamt Landesrat Theiner und die Bozner Sanitätsspitze mit den kleinen Spitälern treiben. Zur mangelhaften Nachbesetzung von frei gewordenen Primariatsstellen folgendes eklatantes Beispiel: Am 31. März wird der langjährige Primar der Abteilung „Innere Medizin“ am Krankenhaus Sterzing, Josef Frötscher, in den Ruhestand treten. Primar Frötscher hat dies dem Sanitätsbetrieb bereits im August 2012 schriftlich mitgeteilt und mit Schreiben vom 14. September 2012 nimmt die Direktion des Gesundheitsbezirkes Brixen das Gesuch um Versetzung in den Ruhestand an. Besagte Entscheidung des Direktors des Gesundheitsbezirkes Brixen wird, zwecks Neuausschreibung der Stelle, abschriftlich auch der Sanitätsdirektion in Bozen übermittelt. Doch letztere bleibt unerklärlicherweise inaktiv. Am 3. Dezember 2012 formuliert der unterfertigte Landtagsabgeordnete eine Anfrage an Landesrat Theiner und will konkret wissen, warum die frei werdende Stelle noch nicht ausgeschrieben worden sei. Theiner antwortet, die Landesregierung, welche die Stelle gemäß Proporzbestimmungen einer Sprachgruppe zuordnen muss, erker februar 13


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sei vom Sanitätsbetrieb, der dann die Stelle mittels Wettbewerb ausschreibt, noch nicht informiert worden. Auf Nachfrage des unterfertigten Landtagsabgeordneten erklärt Theiner schließlich in offensichtlicher Verkennung der Tatsachen, dass dem Sanitätsbetrieb kein Schreiben Frötschers um Versetzung in den Ruhestand vorliege. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie die Verantwortlichen im Sanitätsbereich mit den kleinen Krankenhäusern umgehen. Es steht somit leider bereits jetzt fest, dass das Primariat ab 1. April 2013 nicht nahtlos nachbesetzt wird. Die „klinische Reform“ und andere „Nachlässigkeiten“ werden die kleinen Krankenhäuser irgendwann in die Knie zwingen, und dann wird’s wohl keiner der Verantwortlichen gewesen sein. Thomas Egger, FreiheitlichenLandtagsabgeordneter

SBB hat nichts gelernt Ich erhalte am 5. Jänner um 21.27 Uhr folgende SMS vom Südtiroler Bauernbund: „Der SBB empfiehlt allen Wahlberechtigten des Senatswahlkreises West, am 6. Jänner zur Basiswahl zu gehen und für Karl Zeller zu stimmen. Der Bezirksobmann.“ Absender: Bauernbund. Wieder und zum wiederholten Mal missbraucht der Südtiroler Bauernbund seine Strukturen, um für eine einzige politische Partei Wahlwerbung zu machen. Wie schon das Gericht in Bozen 2008 festgestellt hat, ist das ein eindeutiger Missbrauch der Gelder von allen anderen Mitgliedern des SBB, die eben nicht der skandalumwitterten und nun endgültig befleckten (siehe SEL-Betrug) Partei SVP angehören. Ich fordere den Bauernbund auf, von dieser unlauteren Praxis Abstand zu nehmen und sich bei den Mitgliedern zu entschuldigen bzw. die Kosten der Aktion den SVP-Mitgliedern im SBB aufzurechnen. Offensichtlich haben die Verantwortlichen im SBB wirklich noch gar nichts gelernt oder verstanden. Sizilien ist hier! Sigmund Kripp, Partschins erker februar 13

Besser leben „Besser leben“: So hat sich vor kurzem ein bekannter deutscher Handelsriese umbenannt. Entsprechend groß ist die begleitende Werbekampagne. Mit diesem neuen Claim will der Riese die Wahrnehmung bei den Kunden verbessern – trotz eines bereits hohen Bekanntheitsgrades von 97 Prozent und dem zweiten Platz im Handelsranking. Wieso also diese Umbenennung? Die Verantwortlichen erklären das so: Der Kundennutzen soll in den Vordergrund rücken, z. B. die Nähe zum Kunden, der direkte Kontakt im Geschäft, die Bedeutung bewusster Ernährung für das Leben, Frische, Einfachheit oder die Verantwortung auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Auf den Punkt gebracht: die Lebensqualität. Was hat das jetzt mit Südtirol zu tun? Die vielen Geschäfte und Nahversorger in Südtirols Dörfern, meist Klein- und Familienbetriebe, brauchen ihren Namen nicht zu ändern. Mit ihrer flächendeckenden Präsenz, ihrer Nähe zu den Menschen und ihrem persönlichen Service sorgen sie bereits für Lebensqualität in unseren lebendigen Dörfern. Südtirols Gemeinden verfügen über eine noch großteils intakte Nahversorgung. Sie ermöglicht den Einkauf vor Ort und schafft Arbeitsplätze (16.000 in ganz Südtirol) in den Orten. Auch in kleineren Gemeinden können sich die Kunden direkt vor Ort mit dem Notwendigsten versorgen. In vielen Ortschaften geht das Angebot sogar noch darüber hinaus. Südtirols flächendeckende Handelsstruktur ermöglicht zudem ein ökologisches Einkaufsverhalten: Die meisten Kunden (über 50 Prozent) tätigen ihre Einkäufe zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit der Bahn. Über 60 Prozent der Südtiroler kaufen täglich in der Nähe der eigenen Wohnung ein. Das ist europaweit einzigartig und ein unschätzbarer Wert, den es zu erhalten und weiter zu entwickeln gilt. Mauro Stoffella, Leiter des Bereichs Kommunikation im Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds)

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aktuell

Wipptal

Geringe Wahlbeteiligung bei SVP-Vorwahlen Bei den SVP-Vorwahlen für die Parlamentswahl haben sich südtirolweit 40,61 Prozent bzw. 20.581 SVP-Mitglieder beteiligt. Die höchste Wahlbeteiligung gab es im Bezirk Vinschgau mit 57,23 Prozent, am wenigsten waren es mit 33,68 Prozent im Burggrafenamt. Nur unwesentlich mehr gingen im Wipptal zur Vorwahl: 35,74 Prozent. Im Senatswahlkreis Ost entschied Hans Berger mit 65,82 Prozent der Stimmen das Rennen für sich; Mitbewerber Michael Gostner kam auf 34,18 Prozent. Zur Wahl der Abgeordnetenkammer erhielt Albrecht Plangger mit 26,50 Prozent die meisten Stimmen; knapp dahinter lag Renate Gebhard mit 25,45 Prozent. Platz drei erreichte Daniel Alfreider mit 17,79 Prozent. Im Wipptal standen die Vorwähler mehrheitlich hinter Renate Gebhard aus Klausen. Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete die Ortsgruppe Elzenbaum (90,48 Prozent), die niedrigste die Ortsgruppe Außerratschings (21,62 Prozent).

Klirrende Kälte

Temperaturrekord am Wilden Freiger -32,1° Celsius: Es ist dies die tiefste jemals in Südtirol gemessene Temperatur. Aufgezeichnet wurde sie vor einem Jahr – am 10. Februar 2012 – am Gipfel des Wilden Freiger (3.399 m) im hintersten Ridnauntal. Fünf Tage später wurde am Signalgipfel – so wird der Berg auch genannt – mit 158 km/h auch die höchste Windgeschwindigkeit am Berg gemessen. Die höchste Windspitze im Tal gab es mit 85 km/h am 12. Mai 2012 in Sterzing. Südtirolweit geht das vergangene Jahr als überdurchschnittlich warm und niederschlagsreich in die Klimageschichte ein. Damit setzt sich der Trend von zu warmen Jahren fort. Vor allem der März war außergewöhnlich mild, der Sommer einer der wärmsten, der jemals aufgezeichnet wurde. Hohe Temperaturen hatten auch eine große Gewittertätigkeit zur Folge, die am 4. August im Wipptal tragische Ausmaße erreichte: Zwei Todesopfer durch Muren, Rekordniederschläge und über 3.300 Blitzeinschläge. Südtirols höchste Temperatur des Jahres wurde am 20. August in Bozen mit 36,8 Grad Celsius gemessen. Am kältesten war es an einem bewohnten Ort am 6. Februar mit -22,8 Grad Celsius in St. Veit in Prags. Die Jahresniederschlagsmengen waren 2012 um zehn bis 40 Prozent höher als im langjährigen Mittel. Zu den niederschlagsreichsten Wetterstationen zählte Ladurns (1.509 mm). In Sterzing gab es im vergangenen Jahr 107 Niederschlagstage (mit Niederschlag über 1 mm).

fuggerroppe

ted - umfrage

Ergebnis Umfrage Jänner

Würden Sie Christian Egartner als SVP-Bezirkskandidat bei den Landtagswahlen wieder wählen?

ja

57 %

nein

41 %

vielleicht

2%

’S Balneum uhne Rutsche isch für ins Kinder wia Pommes uhne Ketschap!

Die Februar-Frage Sollte Sterzing - ähnlich wie Brixen und Bozen schärfer gegen Glücksspielautomaten vorgehen?

Stimmen Sie ab auf www.dererker.it! 6

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aktuell

Unterschriftenaktion gegen Privatisierung des Wassers Wasser und sanitäre Grundversorgung sind Menschenrechte. Trotzdem arbeitet die Europäische Kommission derzeit Richtlinien aus, das Wasser und die Gesundheitsdienste zu privatisieren. Die Privatisierung wäre ein Milliardengeschäft

für multinationale Konzerne, für das Lobbyisten eisern kämpfen. Nun will eine europäische Bürgerinitiative diesen Plänen einen Riegel vorschieben. Innerhalb Oktober sollen europaweit mindestens eine Million Unterschriften gesammelt werden. Getragen wird die

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Initiative von namhaften Gewerkschafts- und Sozialinstitutionen, Verbraucherschützern, kommunalen Zusammenschlüssen und Naturschutzverbänden. „Die Europäische Kommission soll Wasser- und sanitäre Grundversorgung als Garantie für alle Menschen in Europa gewährleisten. Sie darf die Wasserwirtschaft nicht liberalisieren und muss sich für einen globalen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung einsetzen“, fordern die Initiatoren. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und das Referendumskomitee „Wasser – öffentliches Gut“ koordinieren die Unterschriftenaktion in Südtirol. Bis Ende September hat jeder Bürger die Möglichkeit, in den Gemeindeämtern sowie online auf der offiziellen Informationsseite www.right2water.eu zu unterschreiben.

Wipptal

Konkurse steigen 2012 wurden im Wipptal sechs Konkursverfahren eingeleitet. Das sind drei mehr als im Vorjahr. Gemessen an der Anzahl der Unternehmen gab es im Wipptal auch im vergangenen Jahr die landesweit meisten Konkurse, nämlich 4,7 Konkurse je 1.000 Firmen. In Südtirol wurden insgesamt 77 Konkurse beantragt, 18 mehr als 2011. Am stärksten betroffen waren der Handel und das Baugewerbe.

Lawinenkommissionen Die Kompetenz für die Lawinenkommissionen liegt in Zukunft bei den Gemeinden und nicht mehr beim Land. Ihre Aufgabe ist es, u. a. in Gefahrensituationen über die Sperrung von Straßen, Skipisten oder Lifttrassen zu befinden. Künftig werden also die Gemeinden das Gremium – bestehend aus fünf bis zehn Mitgliedern – zusammensetzen und unter dem Vorsitz des Bürgermeisters einberufen.

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aktuell

Aus dem Sterzinger Stadtrat Kinderpark in Ried

Sterzing

7.800 Unterschriften für die Katz Tumorchirurgie am Krankenhaus Sterzing muss schließen

Promenaden rund um Sterzing Über das Leader-Programm werden in Zusammenarbeit mit dem Forstamt die naturkundlichen Wandersteige „Strassberg-Platzhof“ und „Oberried-Larchhof“ sowie der Wandersteig von der Lahn nach Thuins ausgebaut. Die Stadtgemeinde kostet das Projekt 20.045 Euro.

Tumore dürfen nur noch in vier Südtiroler Krankenhäusern operiert werden. Das hat die Landesregierung Ende Jänner beschlossen. Konkret: In Bozen können bis auf Speiseröhrenkarzinome fast alle Tumorerkrankungen operiert werden. In Brixen sind fünf Einrichtungen für Tumore, u. a. Urologie vorgesehen, in Bruneck ebenfalls fünf, u. a. für Schilddrüsen-, Brustkrebs und Tumore an weiblichen Geschlechtsorganen. In Meran werden bis auf Pankreaskrebs, der nur in Bozen behandelt wird, alle Tumorerkrankungen operiert. In den Kleinkrankenhäusern Sterzing, Innichen und Schlanders sind hingegen nur noch

Neue Bauamtsleiterin Mit 1. Jänner hat Regina Steinmann (l.) die Leitung des Stadtbau- und Raumordnungsamtes in Sterzing übernommen. Sie folgt auf Geometer Hermann Eppacher (r.), der über 41 Jahre lang dieses Amt samt technischer Ämter geleitet hat. Bei seiner Verabschiedung dankte ihm die Gemeinde für seine „jahrzehntelange einsatzfreudige Mitarbeit, seine Fachkenntnisse und das kulturelle und kunsthistorische Verständnis für die Stadt Sterzing“. „Sternbach“ wird umgebaut Noch in diesem Jahr wird mit dem Umbau des Gebäudes „Sternbach“ in der Neustadt begonnen. Im Haus, in dem jahrzehntelang die Mittel- und später die Grundschule untergebracht war, soll nun mit zwei Personenaufzügen behindertengerecht ausgestattet werden. Im Gebäude werden künftig Stadtbau- und Raumordnungsamt, das Amt der technischen Dienste, das für den Bauhof, das Wasser- und das E-Werk zuständig ist, das Amt für Abfallwirtschaft sowie das Amt für Steuern und Gebühren sowie ein Archiv untergebracht. Die Kosten belaufen sich auf rund 767.000 Euro. 8

bekämpfung verteidigen die Zertifizierung von Chirurgien „zum Wohl der Qualität für Patienten und Ärzte“. In einer Pressemitteilung riet Dachverbandspräsident Stefan Hofer der Landesregierung sogar, ihre Entscheidung „nicht von bezirks- und berufspolitischen Interessen beeinflussen zu lassen“. Die Streichung der Tumorchirurgien ist ein schwerer Schlag für die Kleinkrankenhäuser. Der nächste steht ihnen bereits bevor: In Südtirol werden demnächst 216 Betten gekürzt, da laut Regierungschef Mario Monti in Südtirol eine „Überkapazität“ bestehe. Sterzing und Brixen trifft es laut aktuellem Berechnungsplan mit 74 Betten. Bei einem Dringlichkeitstreffen im Jänner diskutierten der Direktor des G esundheitsbezir kes Brixen, die Bezirkspräsidenten und die Bürgermeister von Brixen und Klausen mit SVP-Bezirksobmann Herbert Dorfmann über den „übermäßigen Bettenabbau“. Sie kamen zum Schluss: „Werden unter dem Sparzwang dezentrale Dienste in die Landeshauptstadt verlegt bzw. mehr als 40 Betten gekürzt, bleiben nur noch Rumpfkrankenhäuser übrig oder eines der beiden Krankenhäuser muss schließen.“ Auf eine Landtagsanfrage des Grünen-Abgeordneten Hans Heiss antwortete Gesundheitslandesrat Richard Theiner kürzlich, dass sich die Zahlen noch geringfügig ändern könnten. Im Gesundheitsbezirk Bozen werden voraussichtlich 30 Betten gestrichen, in Meran 67, in Bruneck 45. Außerdem verlangt die römische Regierung die Streichung von 61 Reha-Betten, von Abteilungen und Primariaten. Mehr noch: Bis Ende 2013 will der Staat 25 Millionen Euro, bis Ende 2014 weitere 25 Millionen Euro von Südtirol kassieren. Der definitive Einsparungsplan muss innerhalb 31. März in Rom aufliegen. rb Foto: Martin Schaller

Im Sommer beginnen die Arbeiten an einem naturnahen Park mit Kinderspielplatz in Ried. Das Ausführungsprojekt mit Kosten in Höhe von 197.570 Euro hat der Stadtrat vor kurzem genehmigt. Das Projekt wird zu 80 Prozent über das europäische Leader-Programm finanziert, für den Rest kommt die Stadtgemeinde Sterzing auf.

Diagnosen und Nachbehandlungen möglich, da sie die notwendige Mindestanzahl an jährlichen Operationen nicht erreichen konnten. Die onkologischen Chirurgien werden damit geschlossen. „Eine Frechheit“, meint ein Wipptaler Funktionär. Den Beschluss hat die Landesregierung ausgerechnet am 28. Jänner gefasst, einen Tag, bevor die Initiativgruppe „Pro Krankenhaus Sterzing“ den Verantwortlichen 7.800 gesammelte Unterschriften für den Erhalt der Tumorchirurgie aushändigen wollte (nach Drucklegung des Erker, Anm. d. Red.). Die Übergabe sollte im Rahmen einer vom Kiwanis Club Wipptal organisierten Diskussion über die Zukunft der onkologischen Chirurgie Sterzing stattfinden. Geladen waren u. a. Sanitäts-Ressortchef Florian Zerzer, Ärztevertreter der Klinikreform, die Ärzte des Krankenhauses Sterzing sowie die Hausärzte und Bürgermeister des Wipptals. Die Reform der Tumorchirurgie löst in der Bevölkerung seit Wochen heftige Proteste aus. Doch der Widerstand ist bei der Landespolitik auf taube Ohren gestoßen. Auch der Dachverband für Soziales und Gesundheit, die Südtiroler Krebshilfe und die Liga zur Krebs-

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wipptal

„Wir wählen SVP.“ SVP, weil sie schon seit Jahrzehnten beweist, dass mit Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick in Rom Fortschritte für Südtirol erreicht werden. Die Eisacktalerin Renate Gebhard wird uns in Rom gut vertreten: mit ihren juridischen Kenntnissen, durch ihr vermittelndes und konsequentes Wesen. Wählen auch Sie SVP! Damit wir die 40 Prozent in Südtirol erreichen und weiterhin VertreterInnen in der Kammer stellen können.

SVP-Kammerkandidatin Renate Gebhard

Liebe Wipptaler und Wipptalerinnen!

Auftraggeber: Südtiroler Volkspartei

Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung bei der SVP-Basiswahl. So wie Hans Widmann seinerzeit immer das Wipptal und das Eisacktal in besonderer Weise vertreten hat, möchte auch ich mich für unseren Heimatbezirk einsetzen. Es gilt jetzt, die hohe Wahlhürde bei der Parlamentswahl am 24. Februar zu überwinden: Die SVP muss 40 Prozent der Stimmen in Südtirol erreichen, nur dann werden wir wieder VertreterInnen in der Abgeordnetenkammer stellen können. Diese 40-Prozent-Hürde ist wohl nur für die SVP realistisch, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung. Zu meinen Zielen in der Kammer: Für Südtirol sind die Sicherung und der Ausbau der Autonomie von größter Bedeutung. Durch das Abkommen mit dem PD haben wir jetzt die historische Gelegenheit, am Ausbau der Vollautonomie zu arbeiten. Wichtig ist für mich auch alles, was dem Ausbau einer umfassenden Familienpolitik dient: Dazu gehören Steuergerechtigkeit bei Gebühren, Beiträgen und Förderungen und die Anerkennung von Pflege- und Erziehungszeiten für die Rente. Ich verspreche, mich mit all meinen Kräften für Sie einzusetzen.

SVP-Senatskandidat Eisacktal/Pustertal Hans Berger

Bezirksobmann Christian Egartner

Wähle SVP, denn nur die KandidatInnen der Südtiroler Volkspartei haben eine realistische Chance, auch wirklich gewählt zu werden. Die SVP muss weiterhin in der römischen Abgeordnetenkammer und im Senat vertreten sein. Sorge dafür, mit Deiner Stimme!

Liebe Südtirolerinnen, liebe Südtiroler, der soziale Wohlstand, die kulturelle Blüte und der wirtschaftliche Erfolg der vergangenen Jahrzehnte sind Früchte unserer Autonomie. Es wäre jedoch fatal, wenn wir uns nun auf den bisherigen Erfolgen ausruhen würden, zumal sich vor allem in den vergangenen Monaten die Lage Südtirols verschlechtert hat.

Hans Widmann, Ridnaun

Südtirol braucht heute mehr denn je eine starke Vertretung in Rom. Durch geschicktes Verhandeln und die richtigen Partnerschaften, durch Kleinarbeit und Beharrlichkeit können wir noch mehr Eigenständigkeit für Südtirol sichern.

Parlamentswahlen haben für Minderheiten immer einen besonderen Stellenwert. Es geht darum, sich in einem kulturell fremden Staat zu behaupten. Bei staatsweiten Wahlen bleibt uns deshalb gar nichts anderes übrig, als zusammenzuhalten, wenn wir nicht untergehen wollen.

Mit meinen bisherigen politischen Erfahrungen und Netzwerken baue ich auf ein solides Fundament, welches ich zum Wohl unseres Landes einbringen möchte.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man im römischen Parlament unter normalen Umständen mit viel Einsatz und mit der Hilfe von Gesinnungsfreunden vieles erreichen, viele Probleme angehen und auch lösen kann.

Mein Einsatz gilt Südtirol! Wir können es uns nicht leisten, unseren Zinssatz in Rom auf Partikularinteressen herunterzubrechen. Nun gilt es für Südtirol zu arbeiten. Ich stehe für mehr Südtirol und mehr Autonomie!

Bei den Parlamentswahlen im Februar denken wir vorrangig an unser Land und wählen deshalb SVP, um eine starke Vertretung zu garantieren.

Wahlen am 24. & 25. Februar 2013


pfitsch

Notstand in Pfitsch Nach einem Lokalaugenschein von Staatsbeamten des Zivilschutzes steht nun die Entscheidung an, ob Pfitsch nach den verheerenden Unwettern im vergangenen August zum Notstandsgebiet erklärt wird. Heftigste Niederschläge in kürzester Zeit haben im vergangenen August große Teile der Gemeinde Pfitsch verheert. Auch in den Gemeinden Sterzing und Freienfeld wurden große Schäden verzeichnet. Die Bilanz der Unwetterkatastrophe: 79 beschädigte Gebäude, 78 unterbrochene Straßen und Wege, 20 beschädigte Fahrzeuge, 62 Hektar überschwemmte oder vermurte landwirtschaftliche Flächen, sechs in den Schlammmassen verendete Tiere. Ihren traurigen Höhepunkt erreichten die Unwetter mit dem Tod von zwei Frau-

en in Tulfer und Afens. Das Ausmaß der Schäden wurde mit rund 18 Millionen Euro beziffert. Nachdem ein erster Antrag bereits abgelehnt worden ist, will die Gemeinde nun in einem zweiten Anlauf erreichen, dass der Ministerrat Pfitsch als Notstandsgebiet einstuft. „Damit würden die Kosten für die Sofortmaßnahmen nicht zu 80 Prozent, sondern zur Gänze erstattet“, so Bürgermeister Johann Frei. Auch betroffene Bürger könnten so mit höheren finanziellen Beihilfen rechnen. Vor kurzem haben sich Beamte des Zivilschutzes in Rom vor Ort ein Bild von den Ausmaßen der Unwetterkatastrophe gemacht; begleitet wurden sie von Vertretern der Ge-

meinde Pfitsch, der Abteilung Wasserschutzbauten, des Amtes für Zivilschutz, des Straßendienstes und der Forstbehörde sowie von den Bürgermeistern der Gemein-

den Sterzing und Freienfeld. Mit einer Entscheidung noch vor den anstehenden Parlamentswahlen Ende Februar ist nicht zu rechnen. Inzwischen wurden die Planungsarbeiten für die Instandsetzung der Trink- und Abwasserleitungen vom Speicher Loch bis zur Archer Brücke in Auftrag gegeben.

Die Bozner Staatsanwaltschaft hat indes Untersuchungen in die Wege geleitet, die potentielle Versäumnisse im Vorfeld des Unwetters erheben sollten. Dabei wurde u. a. geprüft, ob in besonders gefährdeten Gebieten Gebäude errichtet worden waren. Mitte Jänner hat Staatsanwalt Lorenzo Puccetti beim zuständigen Untersuchungsrichter einen Antrag auf Einstellung der Ermittlungen gestellt. Die mit der Untersuchung betrauten Experten seien zum Schluss gekommen, dass niemand eine Mitschuld an der Katastrophe trage bzw. diese fahrlässig ausgelöst habe; das Unwetter sei in keinster Weise voraussehbar gewesen. Damit dürften die Ermittlungen in diesem Fall zu den Akten gelegt werden. bar

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pfitsch

Landschaftsplan auf Eis gelegt Nichts wird aus einer windkraftfreien Gemeinde Pfitsch – vorerst zumindest. Der Gemeinderat von Pfitsch hatte Ende des Jahres 2011 eine Abänderung des Landschaftsplanes gutgeheißen. Dieser sah die Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes sowie der landschaftlichen Bannzone Schmuders vor, womit vor allem die Errichtung von Windkraftanlagen in diesem Bereich verhindert werden sollte. Zudem sollte der Pfitscher Bach im Abschnitt Sagstall-Biotop Sanderau unter Schutz gestellt werden. Während die 1. Landschaftsschutzkommission die beschlossenen Änderungen gutgeheißen hat, wurden sie von der Landesregierung im vergangenen August abgelehnt. Diesen Beschluss hat die Gemeinde nun angefochten.

Leichtes gewesen wäre, dem einstimmig gefassten Gutachten der Landschaftsschutzkommission nachzukommen, auch weil wir

Erker: Herr Bürgermeister, hat Sie der Beschluss der Landesregierung, den Landschaftsplan abzulehnen, überrascht? Johann Frei: Der Beschluss hat uns durchaus überrascht, da es für die Landesregierung ein

zu Kompromissen bereit gewesen wären. Allerdings war die Ablehnung absehbar, weil es von der Beschlussfassung bis zu deren Verschriftlichung viel zu lange gedauert hat – immerhin wurde der Beschluss bereits im ver-

erker februar 13

gangenen August gefasst. Wie begründet die Landesregierung ihren Beschluss? Die Landesregierung hat ihren Beschluss überhaupt nicht begründet. Angeführt ist lediglich die lapidare Bemerkung, dass die von Seiten Privater vorgebrachten Begründungen angenommen worden seien. Mit welchen Argumenten hat die Gemeinde Pfitsch den Beschluss angefochten? Wir haben den Beschluss angefochten, weil es sich um einen klaren Auftrag des Gemeinderates gehandelt hat: Auf unseren Bergkämmen soll der Bau von Windkraftanlagen verhindert werden. Schließlich haben wir genau den Weg eingeschlagen, den uns der damals zuständige Landesrat Michl Laimer vorgeschlagen hat.

bar

11


gemeindestatistik 2012

Wipptaler Bevölkerung wächst weiter Mehr als ein Drittel aller Wipptaler lebt in Sterzing/ Weiterhin positiver Wanderungssaldo/ Geburtenrate im Bezirk wieder leicht steigend/ Ausländer nehmen weiter zu

Am 31. Dezember 2012 lebten im Wipptal 19.703 Personen und damit um 162 mehr als im Vorjahr. Dies ist zum einen auf den weiterhin positiven Wanderungssaldo (+85), andererseits auf den anhaltenden Geburtenüberschuss von 83 Personen zurückzuführen: 230 Geburten standen im Bezirk 147 Todesfälle gegenüber. Weiter zugenommen haben auch die Ausländer im Bezirk (+48). Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bevölkerungsanstieg allerdings deutlich abgeschwächt. Den größten Bevölkerungsanstieg gab es 2012 erneut in Sterzing, dicht gefolgt von Pfitsch. Allein in Freienfeld gab es im vergangenen Jahr einen leichten Bevölkerungsrückgang (-17).

19.703 Wipptaler Die Wipptaler Bevölkerung wächst weiter, allerdings weniger schnell als 2011: Sie ist im vergangenen Jahr um 162 Personen angewachsen; 2011 betrug die Zunahme noch um genau 100 Personen mehr. Von den zu Jahresende registrierten 19.703 Wipptalern waren 10.057 Männer (+86) und 9.645 Frauen (+76). Damit gibt es im Bezirk um 412 Männer mehr als Frauen. Die Männer sind seit einigen Jahren in allen Wipptaler Gemeinden in der Mehrzahl. Relativ groß ist der Männerüberschuss in den Gemeinden Ratschings (+137) und Freienfeld (+96). Den stärksten Bevölkerungsanstieg gegenüber 2011 gab es auch im Vorjahr wieder in der Gemeinde Sterzing (+81). Heute lebt hier mehr als jeder dritte Wipptaler. Deutlich zugenommen hat die Bevölkerung auch in der Gemeinde Pfitsch (+65), während sie in Rat12

schings nach vielen Jahren merklichen Wachstums erstmals stagnierte und in Freienfeld als einziger Wipptaler Gemeinde sogar wieder leicht rückläufig war.

1.640 Ausländer Die Anzahl der ausländischen Bürger im Bezirk steigt weiter, wenn auch weniger schnell als in den vergangenen Jahren. 2011 war der Zuwachs beinahe dreimal so hoch. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt jetzt bei 8,3 Prozent (+0,2). Zu Jahresbeginn lebten im Wipptal 1.640 Ausländer und damit um 48 mehr als im Vorjahr. 578 (+18) kamen aus EU-Staaten, 1.062 (+30) aus nicht EU-Ländern. Gemessen an der Wohnbevölkerung am stärksten gestiegen ist der Anteil auch im vergangenen Jahr in den Gemeinden Franzensfeste und Brenner. In Franzensfeste liegt der Ausländeranteil mit mittlerweile knapp 24 Prozent landesweit am höchsten. Relativ hoch ist er mit über

15 Prozent auch in der Gemeinde Brenner. In Sterzing beträgt er jetzt knapp neun Prozent; im Vergleich zum Vorjahr (+44) hat sich der Zustrom allerdings abgeschwächt (+24). Die wenigsten ausländischen Bürger (3,3 %) leben in der Gemeinde Ratschings. Seit 2004, als 761 Ausländer im Wipptal lebten, hat sich der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund mehr als verdoppelt.

855 Zuwanderungen Auch im vergangenen Jahr – dieser Trend ist im Bezirk bereits seit Jahren festzustellen – wies das Wipptal wieder einen positiven Wanderungssaldo auf. 2012 zog es 85 Personen mehr in das Wipptal als abwanderten: 770 Abwanderungen – 75 mehr als 2011 – standen 855 Zuwanderungen (-40) gegenüber. Damit wurde der positive Wanderungssaldo gegenüber dem Vorjahr deutlich eingebremst und be-

lief sich auf 115 Personen weniger. Negativ war der Wanderungssaldo in Freienfeld (-17) und Ratschings (-18), deutlich positiv in Sterzing (+60) und Pfitsch (+40), aber auch in der Gemeinde Brenner (+17). In Franzensfeste stagnierte er.

Älteste Gemeindebürger (Stand 31.12.2012)

Brenner Adolfina Rauchegger Wackerle (4.12.1920) Hermann Mair (30.3.1919) Franzensfeste Maria Forgione (26.9.1920) Josef Taibon (13.1.1922) Freienfeld Anna Schwitzer (13.3.1914) Alois Wieser (22.10.1919) Pfitsch Johanna Hofer (05.03.1915) Heinrich Hofer (16.10.1917) Ratschings Aloisia Baur (18.8.1915) Karl Ungerank (28.6.1919) Sterzing Mathilde Haller (19.1.1914) Edoardo Orrasch (7.11.1918) erker februar 13


Wipptaler Bevölkerung (Stand 31.12.2012) Gemeinde Brenner

gemeindestatistik 2012

Männer 1.100

±11 +6

Frauen 1.040

±11 +20

Einwohner 12 2.140

±11 +26

Franzensfeste

504

±0

484

+6

988

+6

Freienfeld

1.385

-5

1.289

-12

2.674

-17

Pfitsch

1.458

+41

1.422

+24

2.880

+65

Ratschings

2.273

+8

2.136

-7

4.410

+1

Sterzing

3.337

+36

3.274

+45

6.611

+81

Wipptal

10.057

+86

9.645

+76

19.703

+162

Stärkste Geburtenzunahme im Wipptal (+19)

Geburten weiter rückläufig (-5)

Ausländer 2012 Gemeinde Brenner

EU-Bürger 89

Nicht-EU-Bürger 236

gesamt 325

% 15,2

±2011 +22

Franzensfeste

42

192

234

23,8

+10

Freienfeld

86

50

136

5,1

-2

Pfitsch

58

150

208

7,2

-2

Ratschings

88

Sterzing

215

Wipptal

578

59

147

3,3

-4

375

590

8,9

+24

1.062

1.640

8,3

+48

Gemeinde Brenner

Gemeinde Ratschings

Abwanderungen Zuwanderungen

Brenner

118

Franzensfeste

34

37

+3

Freienfeld

103

86

-17

Pfitsch

114

154

+40

Ratschings

105

87

-18

Sterzing

313

373

+60

Wipptal

770

855

+85

gesamt 19

±11 -5

13

+1

Geburten 2012 Gemeinde Mädchen Buben Brenner 12 7 7

6

+17

Freienfeld

11

11

22

-14

Pfitsch

22

25

47

+19

Ratschings

26

24

50

+9

Sterzing

37

42

79

+15

Wipptal

115

115

230

+25

Eheschließungen 2012 Gemeinde standesamtlich

kirchlich

gesamt

Deutlich mehr Zuwanderungen als Abwanderungen (+60)

±11

8

2

10

-3

Franzensfeste

3

1

4

±0

Freienfeld

9

1

10

±0

Pfitsch

10

6

16

+3

Ratschings

8

7

15

-4

Sterzing

19

11

30

+1

Wipptal

57

28

85

-3

230 Geburten Nach Jahren der Stagnation steigt die Geburtenrate im Wipptal wieder an. 230 Babys erblickten 2012 in den sechs Wipptaler Gemeinden (+25) das Licht der Welt: Eine natürliche geschlechtliche Bevorzugung gab es mit 115 neu geborenen Mädchen (+12) und 115 Buben (+13) nicht.

Gemeinde Franzensfeste

Negativer Wanderungssaldo (-18)

Brenner

erker februar 13

Einzige Gemeinde mit leichtem Bevölkerungsrückgang (-17)

Wanderungssaldo

101

Franzensfeste

Gemeinde Sterzing

Gemeinde Freienfeld

Wanderungssaldo 2012 Gemeinde

Gemeinde Pfitsch

Rückläufig waren die Geburten einzig in Freienfeld (-14) und Brenner (-5). Am deutlichsten zugenommen haben sie in der Gemeinde Pfitsch (+19). Besonders beliebte Namen im Vorjahr waren Gaia, Mia, Maria, Sara, Sofia, Anna, Annalena, Jana und Nora bei den Mädchen sowie Jonas, Julian, Fabian, Maximilian, Lukas und Pauli bei den Buben. In den Gemeinden Franzensfeste und Brenner gab es keine Mehrfachnennung.

147 Todesfälle

147 Personen und damit um fünf weniger als 2011 sind im vergangenen Jahr im Wipptal gestorben: Jeweils zehn in der Gemeinde Brenner (-6) und Franzensfeste (-5), 17 in Freienfeld (-1), 21 in Pfitsch (-2), 31 in Ratschings (+0) und 58 (+9) in Sterzing. Aus der Differenz zwischen den Geburten (230) und Todesfällen (147) ergibt sich für das Jahr

Landesweit den höchsten Ausländeranteil (23,8 %)

2012 im Wipptal ein Geburtenüberschuss von 83 Personen. Damit ist dieser im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.

85 Paare trauen sich Die Trauungen sind weiter rückläufig: 2012 haben im Wipptal 85 Paare geheiratet; damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr (-3) zwar nur unwesentlich verringert, im Vergleich zu früheren Jahren und gemessen an der ständig wachsenden Bevölkerung hat sie aber erheblich abgenommen. Lediglich 28 Paare (-9) gaben sich noch vor dem Traualtar das Ja-Wort, doppelt so viele, nämlich 57 Paare (+6), schlossen den Bund der Ehe vor dem Standesbeamten. Zweimal 99 Mathilde Haller aus Sterzing ist die älteste Wipptaler Bürgerin; sie wurde am 19. Jänner 99 Jahre alt. Anna Schwitzer aus Freienfeld feiert im März dieses Jahres ebenfalls ihr 99. Wiegenfest. Der betagteste Wipptaler ist der im Jahr 1917 geborene Heinrich Hofer aus der Gemeinde Pfitsch. lg 13


parlamentswahlen

Parlamentswahlen Wann wird gewählt? Am 24. und 25. Februar finden in Italien vorgezogene Parlamentswahlen statt. Die Wahllokale sind am 24. Februar von 8.00 bis 22.00 Uhr und am 25. Februar von 7.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Was wird gewählt? Gewählt werden die Abgeordneten zu den zwei Häusern des italienischen Parlaments: 630 Kammerabgeordnete und 315 Senatoren. Diese bleiben für fünf Jahre im Amt. Wer darf wählen? Zur Wahl der Abgeordnetenkammer sind jene Wähler zugelassen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und in den Wählerlisten eingetragen sind. Zur Wahl des Senats sind jene Wähler zugelassen, die am 24. Februar das 25. Lebensjahr erreicht haben und in den Wählerlisten eingetragen sind. Wie wird gewählt? Für die Abgeordnetenkammer gibt der Wähler seine Stimme ab, indem er auf der Innenseite des rosa Stimmzettels mit vorgedruckten Listenzeichen ein Zeichen in das Kästchen mit dem gewählten Listenzeichen macht. Für den Senat gibt der Wähler der Region Trentino-Südtirol seine Stimme ab, indem er auf der Innenseite des gelben Stimmzettels ein Zeichen mit dem Namen des Kandidaten und dem dazugehörigen Listenzeichen macht. 14

14 Listen für die Kammer, zehn für den Senat 51 Millionen Italiener sind am 24. und 25. Februar zu den Parlamentswahlen aufgerufen. Da in der Region Trentino-Südtirol die Einwohnerzahl heute bei über einer Million liegt, stehen der Region voraussichtlich elf Abgeordnete zu, neun waren es bisher. Nachdem Mario Monti im Dezember nach nur 13-monatiger Amtszeit als Ministerpräsident zurückgetreten war, hat der parteilose Reformer – ins Amt gehievt, um den im Schlamm zu versinken drohenden Stiefel zu retten – den Weg für Neuwahlen frei gemacht. Daraufhin schrieb Staatspräsident Giorgio Napolitano Neuwahlen zur 17. Legislaturperiode aus. Zu einer Reform des viel kritisierten Wahlrechts – seit Jahren Zankapfel der italienischen Politik – oder gar zu einer immer wieder angedachten Verkleinerung der beiden Häuser kam es nicht mehr. In Südtirol und im Trentino bewerben sich 14 Listen und damit zwei weniger als 2008 für die Abgeordnetenkammer. Dafür bewerben sich 147 Kandidaten; der Frauenanteil macht 25,8 Prozent aus. Mit jeweils zehn Kandidaten treten die SVP und die Freiheitlichen an, mit elf die Grünen, die sich im Bündnis Sinistra Ecologia Libertà-Grüne der Wahl stellen. Mit einer eigenständigen Liste tritt auch der PD an. Das Rechtslager ist stark zersplittert. Neben dem PDL treten auch die Lega Nord, La destra und Casapound mit einer eigenen Liste an. Weitere Listen sind Scelta civica con Monti, UDC, Rivoluzione Civile, die Bewegung Cinquestelle, Fermare il declino und Moderati in Rivoluzione. Die beiden Listen Amnistia Giustizia Libertà und Grande Sud scheiterten an der Hürde der nötigen 1.000 Unterschriften. Die deutschen und interethnischen Listen führen Albrecht Plangger und Renate Gebhard (SVP), Pius Leitner und Lois Taibon (Freiheitliche) sowie Nichi Vendola

und Florian Kronbichler (Grüne) an. 31 Kandidaten buhlen um einen der drei Südtiroler Senatssitze. Für den Senatswahlkreis Eisacktal-Pustertal – für den Senat wird nach dem Mehrheitssystem gewählt – bewerben sich zehn Parteien bzw. Listen, eine mehr als 2008. lg

Senatswahlkreis Eisacktal-Pustertal Grüne

Michil Costa

Cinquestelle

Marco Casarin

PD

Susanna Manco

Scelta civica con Monti

Alberto Conci

Freiheitliche

Peter Pichler

SVP

Hans Berger

Alto Adige nel cuore

Nicoletta Smarra

La destra

Nicola Paolini

Rivoluzione civile/ Ingroia

Zohreh Sadeghi

PdL Berlusconi Presidente/ Gabrio Roggero Lega Nord erker februar 13


parlamentswahlen

Rückblick

So wählten die Wipptaler vor fünf Jahren Die Parlamentswahlen im April 2008 hat die Koalition aus PdL und Lega Nord mit 46,8 Prozent der Stimmen gewonnen. Der PD kam zusammen mit Italia dei Valori auf 37,6 Prozent der Stimmen. Die SVP hat vor fünf Jahren gegenüber den Wahlen 2006 in Südtirol 9,1 Prozent der Stimmen verloren und sackte mit 44,3 Prozent auf ein historisches Tief ab. 16,2 Prozent erhielt in Südtirol der PD, 14 Prozent der PdL, 9,4 Prozent die Freiheitlichen. Noch weit höher waren die Verluste für die SVP im Wipptal. Hier hatte die Volkspartei ein zweistelliges Minus zu verschmerzen: In der Kammer verlor das Edelweiß 13,7 Prozent der Blüten und lag noch bei 49,3 Prozent, im Senat 12,4 Prozent (52,9 %). Den größten Rückgang gab es mit 18,6 Prozent weniger in Ratschings, gefolgt von Pfitsch (-17,6 %). In Franzensfeste schaffte es die SVP nur noch auf magere 29,7 Prozent. In der Gemeinde Freienfeld verlor sie seit 2001 sogar 38 Prozent.

Der Wahlausgang im Wipptal Erker-News bietet Ihnen Daten, Kommentare und Reaktionen zur Parlamentswahl. Lesen Sie ab 28. Februar auf www.dererker.it alle Details zum Wahlausgang im Wipptal.

2008 lag die Wahlbeteiligung im Wipptal bei 85,1 Prozent. de damit zur zweitstärksten Partei; Veltronis Demokratische Partei bündelte 13,5 Prozent der Stimmen.

So hat Südtirol gewählt

keit versunken sind. In absoluten Zahlen: 2008 gaben von 12.022 Wipptaler Wählern 5.674 der SVP ihre Stimme. Die Freiheitlichen erhielten 1.475 Stim-

Abgeordnetenkammer 2008

So hat das Wipptal gewählt

SVP

44,3 %

Partito Democratico

16,2 %

Il Popolo della Libertà Die Freiheitlichen Union für Südtirol

14,0 % 9,4 % 3,3 %

UDC

1,8 %

Ein historisches Tief auch in Sterzing: Im Wipptaler Hauptort fand die SVP nur noch einen Zuspruch von 38,7 Prozent. Jeder zehnte Sterzinger wählte vor fünf Jahren freiheitlich, 7,1 Prozent der Stimmen erhielt die Union. Berlusconis Freiheitspartei, die damals auch von vielen deutschsprachigen Sterzingern gewählt wurde, schaffte hier knapp 19 Prozent und wurerker februar 13

Abgeordnetenkammer

2008

1,7 % Die Freiheitlichen legten nach 2006 im Wipptal weiter zu (+3,7 %) und holten 12,8 Prozent. In Freienfeld, der Freiheitlichen-Hochburg im Wipptal, schafften sie sogar 21,2 Prozent. Acht Prozent entfielen auf die Union, während die auf der Regenbogenliste kandidierenden Grünen mit 3,1 Prozent der Stimmen im Wipptal in der Bedeutungslosig-

2006 49,3 %

SVP

63,0 % 12,8 %

Die Freiheitlichen

12,2 %

Il Popolo della Libertà

13,7 % 12,1 %

Partito Democratico

Arcobaleno/ Regenbogen

8,0 % 3,1 %

UDC

0,8 %

La Destra

0,8 %

Partito Socialista Wahlbeteiligung

-1,5 %

+4,9 %

7,2 %

Union für Südtirol

-13,7 %

+3,7 %

9,1 %

4,2 %

Arcobaleno/ Regenbogen La Destra

men. Dahinter lagen im Bezirk beinahe gleichauf Berlusconis Popolo della Libertà (12,2 %) und der Partito Democratico (12,1 %). lg

0,2 % 85,1 %

-3,5 %

88,6 %

15


interview

Der Grenzgänger

Reinhold Messner,

Extrembergsteiger, Abenteurer, Buchautor und ehemaliger Politiker der Südtiroler Grünen, ist ein Grenzgänger. Zeit seines Lebens überschreitet der gebürtige Villnösser Limits, und das nicht nur in den Bergen. Er eckt an, provoziert, rebelliert. Im Erker spricht der 68-Jährige über den Tod, den er nicht scheut, über Widerstände, die ihn nicht aufzuhalten vermögen, und über das, wogegen er seit Jahrzehnten aufbegehrt: die „zwielichtige Medienmacht“ in Südtirol.

16

Erker: Herr Messner, wie versetzt man Berge? Reinhold Messner: Berge versetzen ist als Bild zu verstehen. Es geht um die Berge in unserem Bewusstsein. Diese sind versetzbar, indem man erstens nichts glaubt, was die Leute sagen, zweitens Vorurteile abbaut und drittens versucht, seine Ideen voranzutreiben und umzusetzen. Ist das Ihr Lebensmotto? Dieses Bild – es stammt ja aus der Bibel – hat mich erst mit der Zeit geprägt. In meinem Leben habe ich aber oft Widerstände überwunden und Vorurteile aus dem Weg geräumt, das ist wahr. Sie gelten als rebellischer Zeitgenosse. Wird einem die Rebellion in die Wiege gelegt? Ich glaube nicht, dass man Rebellion erlernen kann. Es ist auch nicht unbedingt von Vorteil, ein rebellischer Mensch zu sein. Wenn aber jemand im Leben mit sehr vielen

Widerständen konfrontiert wird, hat er nur zwei Möglichkeiten: Entweder er zerbricht daran oder er rebelliert. Wie haben Sie es geschafft, die Widerstände in Ihrem Leben zu überwinden? Ein Bruder von mir sagt, ohne Widerstände hätte ich gar keinen Lebensinhalt. Wären keine Widerstände da, würde ich mir welche suchen. Die Frage ist, wie viel Aggression jemand aufbauen kann. Ich kann sehr viel Aggression aufbauen und rate deshalb niemandem, mir irgendwelche Prügel in den Weg

Museen eröffnet. Hat ein Reinhold Messner noch Ziele? Ja, die habe ich. Immer wieder neue. In meinem Leben habe ich meine Zielrichtung alle zehn bis 15 Jahre völlig verändert. Das war auch der Schlüssel zu meinem Erfolg. Als ich merkte, dass ich in einer Sparte mit meinen Fähigkeiten und Mitteln nicht mehr tun kann, habe ich mich Neuem zugewandt. So war ich gezwungen, wieder zu lernen und Neugier zu entwickeln. Das Museum am Monte Rite habe ich wegen Feuchtigkeitsproblemen zurückgestellt, aber nicht aufgege-

„Ich kann sehr viel Aggression aufbauen. Deshalb rate ich niemandem, mir irgendwelche Prügel in den Weg zu legen.“ zu legen (lacht). Meine Aggression vergeht erst wieder, wenn das Hindernis hinter mir liegt. Sie haben 3.500 Gipfel bestiegen, 100 Erstbegehungen gemacht, über 60 Bücher geschrieben, fünf

ben. Am Kronplatz ist ein Korrektivmuseum geplant und wird sich dem Thema „Fels und große Wände“ widmen. Wenn dieses Museum

erker februar 13


interview

öffnet, steige ich aus. Dann gibt es mich nicht mehr als Museumsmacher, dann bin ich nur noch Helfer. Ich muss die Museen nicht verwalten. Das interessiert mich nicht. Ist das Wipptal für Sie nie als Mu-

rtin Fotos: Ma Schaller

seumsstandort in Frage gekommen? Ich habe mir in Sterzing einmal etwas angeschaut, entschied mich am Ende aber für den Kronplatz. Ich brauche einen starken Platz, der zum Thema passt, und ein relativ großes Einzugsgebiet. In Sterzing fehlten die Struktur und auch der Tourismus dazu. Mein Museum lebt vor allem von Sommertouristen, welche die kulturelle Seite des Berges erfahren wollen. Sie haben am Berg zahlreiche Extremsituationen und Erfahrungen mit dem Tod durchlebt. Was ging in diesen Momenten in Ihnen vor? Der Tod ist die wesentlichste Erfahrung des Menschen. Je früher jemand weiß, dass er ein Sterbender ist, umso intensiver kann er leben. Wer nicht weiß, dass er stirbt, der kann auch nicht intensiv leben. Ist dieses Bewusstsein in Ihnen ständig präsent? Nein. Natürlich war

erker februar 13

der Tod nach den tragischen Ex- Lebenshaltung. Das ist das Schöpeditionen besonders gegenwär- ne daran. Der Buddhismus ist auch tig. Als älterer Herr weiß ich heute eine Philosophie, die gut in unseaber auch, dass mir vielleicht noch re Zeit passt, weil sie das Gegenein Jahrzehnt zum Gestalten bleibt. teil vom christlichen „Macht Euch Ich sehe, wie meine Freunde, die äl- die Erde untertan“ sagt: „Verzichtet ter sind als 80, langsam die Energie auf so viel wie möglich!“ Die Lehre verlieren, krank und dement wer- des Verzichts ist eine Metapher, wie den. Das steht uns allen irgend- in Zukunft unsere Welt funktioniewann bevor. ren könnte. Aber dazu wird es nicht Haben Sie Angst, in diesen Zu- kommen. stand zu geraten? Nein. Ich hoffe, dass ich nicht „Der Tod ist die wesentlichste Erdement werde. Aber die fahrung des Menschen. Je früher jeWahrscheinlichkeit ist groß, mand weiß, dass er ein Sterbender weil wir nun einmal immer älist, umso intensiver kann er leben.“ ter werden. Das schönste Begräbnis, das ich mir vorstellen kann, ist das Himmelbegräb- Weil es zu früh ist? nis. In Tibet wird der Leichnam Nein, es wird überhaupt nicht dazu von Geiern gefressen, die nach kommen. Die Menschheit entwitibetischem Glauben die Seele ckelt sich weltweit weiter zu einer eines Verstorbenen in den Him- Konsumgesellschaft. Und in Länmel tragen. dern wie Afrika oder der Mongolei, Haben Sie Angst vor dem wo es ihnen nicht möglich ist, träuSterben? men sie davon. Die „westliche Welt“ Nein. Ich muss jetzt ja nicht – das sind etwa zwei Milliarden sterben. Deswegen kann ich Menschen – ist schon an den Konnoch nicht sagen, ob ich sum verloren gegangen. Die derzeiAngst davor haben werde. tige Krise ist im Grunde eine Krise Der Tod ist eine Tatsache und des Sattseins und des Nicht-mehrmit dem Tod haben wir zu leben. leisten-Könnens. Wir leben in einem Ich weiß, dass meine Zeit sehr so hohen sozialökonomischen Leknapp geworden ist. Das finde ich bensstandard, der auch in reichen keineswegs schade. Soweit es mei- Ländern nicht mehr finanzierbar ist. ne Gesundheit zulässt, werde ich In den vergangenen 30 Jahren hadie nächsten Jahre nutzen, um wei- ben sich die Europäer verschuldet, tere Ideen umzusetzen. Ich bin ein um den Lebensstandard zu halten; Unternehmer. Ich unternehme et- auf Teufel komm raus druckten was und drücke mich dabei aus. die Amerikaner Geld und Japan Das macht mir große Freude. tut es auch. Die Japaner haSie sind mit dem Dalai Lama be- ben noch mehr Schulden als freundet ... Italien, leben aufgrund ihrer Ich kenne den Dalai Lama seit den buddhistischen Haltung aller1970er Jahren und habe ihn öfters dings bescheiden und können besucht. Ich habe mit ihm auch für deswegen noch überleben. eine Autonomie in Tibet gekämpft, Wie lange das noch so weiwas bisher leider ohne Erfolg blieb. tergehen kann, weiß niemand. Als ich Europaparlamentarier in Wer weiß schon, wie diese Krise zu Brüssel war, habe ich eine Gruppe lösen ist? angeführt, die sich um die tibeti- Was sagen Sie zur derschen Belange kümmerte. Deswe- zeitigen Krise in gen ist man aber noch lange kein Italien? StichFreund vom Dalai Lama. wort BerlusFasziniert Sie der Buddhismus? coni. Der Buddhismus ist keine Religion, sondern eine

Ich glaube nicht, dass Silvio Berlusconi noch einmal Ministerpräsident wird. In kritischen Situationen haben die Italiener bisher immer demokratisch vernünftig gehandelt. In der Summe haben wir aber einen großen Fehler gemacht: In Italien ging die Kontinuität verloren. Es gab nie langfristige Regierungen. Rückblickend gesehen wissen wir, dass gerade diese in der Politik für Stabilität gesorgt haben. Es müssen nicht unbedingt 25 Jahre sein, wie es bei Silvius Magnago und Luis Durnwalder der Fall war. Aber diese Kontinuität – zwei Landeshauptleute in 50 Jahren – ist Teil des Südtiroler Erfolges. Ein ständiges Umbauen kostet Geld, Möglichkeiten und auch Nachhaltigkeit. Beim letzten Erker-Interview vor über 13 Jahren waren Sie gerade einmal ein halbes Jahr Europaparlamentarier. Damals sagten Sie: „Ich habe gemerkt, dass die Politik etwas komplett anderes ist, als einen Berg zu besteigen.“ So ist es. Politik ist die Kunst des Kompromisses und der Überzeugungsfähigkeit. Oft kann man aber seine Vorstellungen, wenn sie auch richtig sind oder sich später als richtig erweisen, nicht durchsetzen. Die Mehrheit entscheidet. Das ist Demokra-

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tie und die Haltung der Mehrheit ist zu respektieren. In Südtirol hat in den vergangenen 25 Jahren in erster Linie der Landeshauptmann entschieden und – vielleicht auch eindeutig – den Weg vorgegeben. Ob das gut oder schlecht war, können wir erst im Nachhinein beurteilen. Ich glaube, es war sehr gut, auch wenn viele anderer Meinung sind. Heute können wir sagen, dass Magnago Großes geleistet hat. Ich glaube, er war der richtige Landeshauptmann zu seiner Zeit. Er hat trotz viel Widerstand die Autonomie für Südtirol durchgesetzt und seinen Weg bis an sein Lebensende verfolgt. Durnwalder hat – fokussiert auf die Wirtschaft – das Beste daraus gemacht. Man sagt Ihnen ein Nahverhältnis zu Landeshauptmann Luis Durnwalder nach. Wie sollte sein Nachfolger sein? Das kann ich nicht sagen – der Nachfolger muss seinen eigenen Stil finden. Auch Magnago und Durnwalder vertraten völlig verschiedene Politik-Stile. Der eine

hat seine Landesräte machen lassen, der andere hat die lokale Verwaltung mehr oder weniger selbst geprägt. Magnago musste sich die Autonomie erkämpfen, Durnwalder hat sie, soweit es ihm möglich war, ausgebaut. Der Reichtum in Südtirol ist erst mit Durnwalder entstanden. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage. Wohnungen in Südtirol sind zum Beispiel so teuer, dass sie kein normaler Mensch kaufen kann. Wie bewerten Sie das Mediensystem in Südtirol? Ich habe erst kürzlich mit Martha Ebner ohne Streit offen darüber gesprochen. Das Mediensystem ist nicht mehr so monopolgeprägt wie es einmal war, aber man kann immer noch gut nachweisen, dass das Haus Athesia mit seinem Flaggschiff „Dolomiten“ das Land mehr oder weniger gängelt, ja Themen manipuliert. Die Athesia hat mehr Macht als der Landeshauptmann. Deswegen trägt der Verlag auch eine große Mitverantwortung für

Zur Person

Foto: Hans-Joachim Bittner

Reinhold Messner, Jahrgang 1944, gilt als einer der erfolgreichsten und bekanntesten Bergsteiger der Welt. 1978 stand er als Erster auf dem Gipfel des Mount Everest ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff und bestieg als erster Mensch alle 14 Achttausender, den Nanga Parbat im Alleingang. Er war der Zweite, der die Seven Summits erreichte, und durchquerte die Antarktis (mit Arved Fuchs), Grönland und die Wüste Gobi. Messner stammt aus Villnöß und hat acht Geschwister. Heute lebt er in Meran und im Sommer auf Schloss Juval am Eingang ins Schnalstal. Sein Zweitwohnsitz ist in München. In Sulden züchtet er Yaks. Mit dem Messner Mountain Museum (MMM) in Firmian, Sulden, in den Dolomiten, Juval und Bruneck hat er eine Museumsstruktur über Erfahrungen, Emotionen und Geschichten des Bergsteigens geschaffen. Messner nennt es „das Erbe der Berge“. Mitte Dezember referierte Messner auf Einladung des Kiwanis Club Wipptal in Sterzing zum Thema „Berge versetzen“.

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das, was heute passiert. Im Südtirol-Büchlein erkläre ich unter „Macht und Medien“, wie das System Südtirol funktioniert: Macht und Medien wechseln sich ab. Im Moment sind die Medien im Machtspiel eindeutig obenauf. Um den nächsten Landeshauptmann mitzubestimmen? Sie möchten wohl einen Hampelmann. So habe ich es auch in der Diskussion, die vom RAI Sender Bozen aufgezeichnet wurde, klar gesagt. Ein Teil davon wurde,

„Die Athesia hat mehr Macht als der Landeshauptmann. Deswegen trägt der Verlag auch eine große Mitverantwortung für das, was heute passiert.“ wie erwartet, nicht ausgestrahlt. Markus Perwanger, Athesia-Freund und ehemaliger „Dolomiten“-Journalist, war vor Ort. Der ehemalige Redakteur Elmar Pichler Rolle zum Beispiel tut jetzt das, was die EbnerBrüder von ihm verlangen: Durnwalder diskreditieren. Wenn ich gefragt werde, warum ich in Südtirol diskreditiert bin, sage ich schlicht und einfach: Weil es das Haus Athesia gibt. Ich bin der letzte Mohikaner in Südtirol. Immer wieder habe ich aufgezeigt, wo das Problem liegt. Mir ist es „wurscht“, mich können sie nicht kaputt machen. Sie haben es versucht, aber ich habe mir meine Kartoffeln immer wieder aus dem Feuer geholt. Wer Kritik übt, wird also vom System kaputt gemacht? Viele, die bisher nicht mitgespielt haben, sind entweder außer Landes oder in Südtirol in die zweite Reihe gedrängt worden. Beim Landeshauptmann ist es ihnen nicht gelungen. Athesia war nicht glücklich mit Luis Durnwalder. Aber auch Durnwalder hat sich im Laufe der Zeit untergeordnet. Das war dem Hause Athesia aber nicht genug. Man hatte Angst, dass Durnwalder mitbestimmt, wer der nächste Landeshauptmann wird. Auch deswegen wird er in der „Dolomiten“ nun zum Teil auf eine miese und zynische Art diskriminiert. Dem SVP-Landtagsabgeordneten

Georg Pardeller ist es ähnlich ergangen. In der „Dolomiten“ wurde er auf einem Foto schlafend abgedruckt. Pardeller hat nichts verbrochen, sondern nur gesagt, dass die Handelskammer keine viereinhalb Millionen Euro pro Jahr braucht, wenn sie sowieso schon einen Haufen Geld auf der hohen Kante hat. Den wahren Hintergrund wissen nur die wenigsten Südtiroler zu deuten. Die meisten sagen jetzt, den Pardeller brauchen wir nicht im Landtag, der schläft ja nur. Die Vergangenheit zeigt es: Auch faschistische Systeme haben sich – gestern und heute – die Medien geangelt. Berlusconi war der erste Medienkanzler in einer demokratischen Welt, weil er mehr als die Hälfte aller Medien in Italien kontrollierte. Bei uns ist es umgekehrt: Die Zeitung „hält sich“ eine Partei. Haben Sie nie überlegt, Südtirol den Rücken zu kehren? Ich war zweimal nahe dran. Doch dann habe ich es immer wieder geschafft, meine Ideen doch noch umzusetzen. Was haben wir für „Kriege“ geführt wegen Schloss Sigmundskron! Eine Frage zum Eisacktal. Der Tourismusverband will die Ferienregion zum „Tal der Wege“ machen. Was halten Sie von dieser Profilierung? Ich weiß nicht, von wem das Konzept stammt. Ich weiß nur, dass auf Dauer nur funktioniert, was einzelne Persönlichkeiten machen. Wenn jemand ein Hotel oder Urlaub am Bauernhof gut führt, wird dies zum Motor für die ganze Gegend. Ich hätte nichts gegen eine Verbindung der Wegstrecken von Bauernhof zu Bauernhof oder von Gasthaus zu Gasthaus. Der Weg allein reicht aber nicht. In Juval habe ich ein touristisches Modell umgesetzt und drei bis vier Bauernhöfe – zwei davon gehören mir – mit Wegen und Kultur verbunden. Eine runde Geschichte, die funktioniert. Der Schlüssel für die Zukunft des Tourismus ist die Verzahnung von Landwirtschaft, Kultur und Tourismus. Wenn die Landwirtschaft in der Lage ist, vor Ort zu produzieren, zu veredeln und auf dem Teller zu verkaufen, kann sie überleben. Der Bauer kann auf dem Hof bleierker februar 13


interview

ben und damit die Landschaft wei- dings kein Sponsorship. Heute verpflichten sich viele Extrembergsteiter pflegen. Bleiben wir bei den Wegen. Wie ger über einen Vertrag mit einer Firhat sich der Alpinismus in den ma, bestimmte Ziele zu erreichen. vergangenen 50 Jahren verän- Deswegen laufen sie im Fernsehen dert und wie sehen Sie seine Zu- oder wo auch immer mit diesen Stickerchen herum. Ich finde das peinkunft? Der Alpinismus, den ich betrieben lich. Sie werden mich nie im normahabe, war eindeutig Abenteueralpi- len Leben mit solchen Stickern hernismus. Ich war auf Abenteuer aus. umlaufen sehen. In der Antarktis Alpinismus heute aber wird zuneh- habe auch ich es getan, die Sticker mend Sport. Das ist auch verständ- klebten auf dem Schlitten und auf lich und weder gut noch schlecht. Der Tourismus ist „Vielleicht wäre ich nicht mehr in am Gipfel des Everest angeSüdtirol, wenn es Landeshauptkommen. Das ist nun einmal mann Luis Durnwalder nicht gäbe.“ so. Ich hatte das Glück, in einer Zeit geboren worden zu sein, in welcher der Berg die große den Kleidern, aber nur vor Ort und Möglichkeit bot, Abenteuer zu er- nicht in der zivilen Öffentlichkeit. leben. Als ich merkte, dass sich der Ich bin doch keine Figur für irgendAbenteueralpinismus immer mehr eine Firma. zum Pistenalpinismus veränderte, Meine Expedition habe ich durch habe ich mich anderen Dingen ge- Bücher und Vorträge finanziert. Ich widmet. In der Antarktis habe ich habe gelernt, Unternehmer zu sein. weiterhin pistenfreie Zonen gefun- Vor 50 Jahren gab keine Bank der Welt einem Freak, der auf den Eveden. Was halten Sie von gesponser- rest steigen wollte, Geld. Das musstest du entweder haben oder dir tem Alpinismus? Der Alpinismus hatte schon immer irgendwo holen. Ich habe gelernt, eine wirtschaftliche Dimension. Ich wie das geht. Später habe ich mir kann nicht klettern gehen, wenn gesagt: Warum soll ich das Geld, ich die Mittel dazu nicht habe. Ich das ich verdiene, nicht in ein Musemuss zumindest mit dem Motorrad um stecken? Auch das hat funktioin die Dolomiten fahren können. niert. Inzwischen habe ich 30 MitarWill ich das Ganze in Patagonien, beiter. Stück für Stück habe ich das Grönland oder im Himalaya durch- Ganze finanziert, innerhalb von 15 ziehen, wird es eine kostspielige Jahren die MMM (Messner MounAngelegenheit. In einem Reisebü- tain Museum) und die MMF (Messro für 40.000 Euro die Besteigung ner Mountain Foundation, Stiftung des Everest zu buchen, ist heute für Bergvölker, Anm.) aufgebaut. billiger, als die Tour selbst zu orga- Sie sind jetzt 68 Jahre alt. Gibt es nisieren. Schon lange vor meiner etwas, das Sie bereuen? Generation gab es eine Art Unter- Nein, im Nachhinein zu bereuen, stützung durch die Industrie, aller- dafür ist es immer zu spät.

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Was planen Sie in Ihrer letzten großen Lebensphase? Nichts Großes, aber vielleicht fange ich noch einmal etwas Neues an. Ich werde sicherlich nicht mehr extrem klettern oder auf einen noch größeren Hügel steigen. Sicherlich auch nicht ein Ziel erfinden, um es mit einem Inhalt zu ummanteln, der keiner ist. Was soll vom Mythos Messner übrig bleiben? Das ist nicht meine Sorge. Es muss gar nichts übrig bleiben. Ich bin auch kein Mythos. Ich bin ohne Visier und angreifbar. Ich weiß, dass ein Teil des Flairs, das von mir ausgeht, auch auf einer Art Mythos beruht. Viele Menschen kennen mich nicht. Ich bin jemand, der stark polarisiert, weil ich eindeutig sage, was ich denke. Ich werde mich nie mit irgendjemandem gemein machen, ob das jetzt ein Politiker ist oder ein Zeitungsmensch. Ich beurteile Menschen nach ihrem Charakter und ihren Fähigkeiten. Mit denen ich gut arbeiten kann, tue ich es auch. Die Aussage, ich hätte einen guten Draht zum Landeshauptmann, ist falsch. Ich respektiere seine Arbeit und schätze vor allem, dass er entscheidet. Sein Wort gilt: „Machen wir oder machen wir nicht.“ Durnwalder ist Ihnen sehr ähnlich. Vielleicht wäre ich nicht mehr in Südtirol, wenn es diesen Landeshauptmann nicht gäbe. Das sage ich ganz offen. In der Zeit von Magnago war ich sehr nahe daran, wegzugehen. Damals durften wir uns nicht entfalten. Langer zum Beispiel. Es ist falsch zu sagen, Ma-

gnago hätte Südtirol befriedet und die Spannung zwischen den Italienern und Deutschen herausgenommen. Er hat die Trennung forciert. Es war in seiner Zeit üblich. Der heutige Landeshauptmann hat die Sprachgruppen wirklich zusammengeführt und das ist eine große Leistung. Alexander Langer würde heute vermutlich mit dem Landeshauptmann zusammenarbeiten. Leider hat er sich zu früh abgeseilt. Langer hat Sie in den 90er Jahren in die Politik gebracht. Das ist richtig. Er war der erste, der mir damals in der Geschichte mit dem „Taschentuch“ und dann mit der Option die Stange gehalten hat. Vorher kannte ich ihn gar nicht. Wenn Langer noch leben würde, säße er im Herbst in der Landesregierung, vielleicht als Landesrat der Grünen. Er ist viel zu früh weggegangen. Aber ich verstehe das und respektiere es auch. Jeder hat die Freiheit, zu tun, was er für notwendig hält. Ich habe Langer noch zwei Wochen vor seinem Tod getroffen. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass er sich das Leben nimmt. Langer schätze ich wie Durnwalder. Auch Langer war ein Macher. Es war nicht einer, der nur gesagt hat: Dies und jenes und alles ist falsch. Er hat die Südtiroler Geschichte verstanden, wo wir Probleme haben. Er war der Welt voraus, sehr weit voraus. Heute würde er die Parteien rechts der SVP bekämpfen.

Interview: Renate Breitenberger, Bernhard Fichter

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politik

Halbzeit

Gut zweieinhalb Jahre ist es her, dass die Ratsstuben im Wipptal neu besetzt worden sind. Nun ist die erste Halbzeit um. Grund genug, sich bei den sechs Wipptaler Bürgermeistern umzuhören und eine Zwischenbilanz zu zie-

hen: Welche Ziele ihres Fünf-Jahres-Programmes konnten sie bereits umsetzen? Und mit welchen Vorhaben können die Bürger in den nächsten zweieinhalb Jahren noch rechnen?

Stadtgemeinde Sterzing

Rückblick Vorschau Die Kürze dieser Ausführungen erlaubt es nicht, auf alle Themen einzugehen. Was die größeren Vorhaben Durch den Umbau des Sternbach-Gebäudes und des Vigil-Raber-Saales werden betrifft, kann folgendes festgestellt werden: mehrere Gemeindeämter effizienter und kostengünstiger untergebracht, da MieDas Balneum mit Hallenbad und Sauna wurde fertigten entfallen werden. gestellt und seiner Bestimmung übergeben. BesonIn Zusammenarbeit mit der Wildbachverbauung sollen die Hochwassersicherheit ders erfreulich ist der große Zustrom an heimischen verbessert und gleichzeitig Flussräume und -promenaden ansehnlich und bürgerund fremden Besuchern. freundlich gestaltet werden. Mit Hilfe der Forstbehörde sollen Wald- und FlurproDie Grundschule „Dr. Josef Rampold“ im Süden der menaden errichtet und verschiedene Projekte ausgearbeitet werden. In Ried wird Stadt wurde seiner Bestimmung übergeben und ereine Grünanlage samt Kinderspielplatz errichtet. Infolge eines Raumordnungsverhielt 2012 den ersten Preis des Südtiroler Architekturtrages entstehen im Süden der Stadt ein neuer Kinderspielplatz, eine Unterfühwettbewerbes sowie eine Anerkennung des europäirung zur Sportzone und einige Radverbindungen. Geplant sind auch der Umbau schen Architekturbewerbes „Dedalo Minosse“. und die energetische Sanierung der Eissporthalle. Der Landschaftspark Deutschhaus wurde gebaut und Das größte Projekt wird die Umgestalseiner Bestimmung übertung des Schulgebäudes in der Lahn geben. Er trägt wesentin ein Schulzentrum für die italienische lich zum Schutz des arGrund-, Mittel- und Oberschule sein. Vorchitektonischen Ensemangetrieben wird ebenso das Projekt für bles des Deutschhauses die Sanierung der Mittelschulen. sowie der Elisabeth- und Die Quellfassungen und WasserleitunPfarrkirche bei und ist zu gen am Roßkopf werden erneuert und einer beliebten grünen ein Wasserlehrpfad wird errichtet. EbenRuheoase geworden. so wird in Kürze ein Projekt für die SaDie Gemeindeverwalnierung und Erweiterung der Feuertung hat intensiv an der wehrhalle erstellt. Als Folge des genehErreichung der Ziele gemigten Tourismusentwicklungskonzeparbeitet. Dafür gebührt tes stehen mehrere Bauleitplanändeden Verwaltern Dank rungen an, die u. a. auch die Schaffung und Anerkennung. So von mehr Parkraum im Bereich der Roßwurde u. a. die Qualität kopf-Talstation beinhalten. Hallenbad Balneum Sterzing: reger Zustrom der Dienstleistungen des Es würde den Rahmen sprengen, auf Bauhofes, des Wasserweralle Themen einzugehen. Der Stadt- und Gemeinderat bemüht sich, trotz enger kes und des E-Werkes verbessert, nicht zuletzt durch werdender Finanzen um eine ausgewogene und für die Bevölkerung zufrieden die Neuanschaffung von Geräten und Einsatzfahrzeustellende Politik. gen. Acht Photovoltaikanlagen wurden errichtet, die für gemeindeeigene Gebäude und Strukturen „grünen Strom“ liefern. Die Gestaltung der Straßen, Gehsteige und Plätze wurde verbessert, auch wenn noch Bürgermeister einiges ansteht. Viele Projekte wurden ausgearbeitet, Fritz Karl Messner die demnächst zur Realisierung gelangen.

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politik

gemeinde ratschings Rückblick Vorschau • Das Biathlonstadion in Ridnaun wurde den Erfordernissen für die Biathlon-EM 2011 angepasst. Mitte 2014 wird der Bezirksjägerschießstand in Betrieb genommen. • Zufahrtswege wie zu den Berglhöfen in Ridnaun, zum Hochstranserhof in Mareit, zum Gosthof in Außerratschings, nach InnerKlares Ja zu Errichrust, nach Blosegg in Innerratschings (1. Baulos) konntung des E-Werkes ten saniert, ausgebaut und asphaltiert werden. Wo erAchenrain forderlich, wurde der Unterbau von Straßenabschnitten neu errichtet. • Im Rahmen des Projektes „Gasteig 2021“ wurde mit ersten Arbeiten begonnen (Gestaltung des Dorfplatzes). • Der Friedhof in Ridnaun wurde erweitert. • In Stange wurde ein Abschnitt der öffentlichen Trinkwasserleitung erneuert. • In der Schulzone in Stange und angrenzend zum Gemeindehaus wurde ein weiterer Grund angekauft. • Errichtung eines Gehsteiges zwischen Unter- und Obertelfes • Umbau des Vereinshauses in Jaufental • Erweiterung beim Gemeindehaus (Büros für Forststation und Gemeinde) • Übergabe des Gemeindebuches an die Bürger • Ankauf von zwei Altenwohnungen in Pardaun • Ordentliche Instandhaltung der öffentlichen Gebäude, Austausch der Einrichtung im Vereinshaus Ridnaun, Austausch des Bodens im Vereinshaus Mareit • 22 Ensembles wurden ausgewiesen. • Ein Energieleitbild wurde ausgearbeitet und genehmigt; auf dem Dach der Sporthalle in Stange wurde eine Photovoltaikanlage eingebaut. • Das Vorprojekt für die Bezirkskletterhalle wurde ausgearbeitet. • Zum Schutz der Bachläufe wurden Durchführungsbestimmungen des Landschaftsplanes abgeändert. • Ein Baulos in der Erweiterungszone Schafer II in Stange wurde dem Institut für sozialen Wohnbau zur Errichtung von Sozialwohnungen übertragen. • Die Volksbefragung hat der Verwaltung einen klaren Auftrag zur Errichtung des E-Werkes „Achenrain“ und zur Übernahme der E-Werk Haller KG und des ex-ENEL-Netzes gegeben. • Ausarbeitung und Genehmigung des Masterplanes für das Glasfasernetz • Schnelle und unbürokratische Behebung der Unwetterschäden • Abschluss der Planungsarbeiten für den Neubau des Widums in Jaufental mit Probelokal für die Musikkapelle Die Auflistung ist nicht vollständig; dies würde den Rahmen sprengen.

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Im Sinne des Verwaltungsprogramms und der Finanzierungsmöglichkeiten versuchen wir, folgende Vorhaben weiter zu betreiben:

• Übernahme des Stromnetzes in Mareit und der Ex-ENELStromnetze; Aufbau eines neuen Verteilerkonsortiums durch Bildung von Synergien mit den vorhandenen Genossenschaften in Ridnaun und Jaufental • Beginn des Baus des E-Werkes Achenrain; Einstieg in die Gesellschaft des E-Werkes „Ontratt“ in Jaufental • Fortführung von Arbeiten im Sinne des Energieleitbildes (u. a. energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden) • Ausbau des Glasfasernetzes • Verbesserung des bestehenden Straßennetzes (Neubau, Sanierung und Systemierung von Zufahrtswegen) • Neubau des Widums in Jaufental mit Räumlichkeiten für die Pfarrei, Bau des Musikprobelokales und des Jugendraumes • Weiterführung des Programms Gasteig 2021 • Errichtung des Festplatzes in Mareit • Erweiterung des Friedhofes in Obertelfes • Neubau der Straße Auen-Rain in Ridnaun • Errichtung der Feuerwehrhalle in Stange • Abwassernebenstränge: Anschluss von Gebäuden im ländlichen Raum abseits der Hauptstränge

Bürgermeister Sebastian Helfer

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gemeinde Freienfeld

Vorschau

politik Rückblick

Auch für die nächsten Jahre streben wir eine ähnliche familienfreundliche, vereinsfördernde Politik wie in der ersten Hälfte der Verwaltungsperiode an, indem wir versuchen, die steuerliche Belastung so gering wie möglich zu halten. Weitere Vorhaben und Schwerpunkte im Einzelnen: • Wohnbau und Soziales: Wohnbauzone Trens • Verkehr, Straßen, Wege und Plätze: Umsetzung BBT-Ausgleichsmaßnahmen, Neugestaltung Dorfplatz (Stilfes, Mauls, Rathausplatz), Rondell-Südeinfahrt SS 12 in Trens (neue Zufahrt zur Gewerbezone), Neubau Brücke Pfulters, Niederried, Bau Gehweg Welfenstein • Infrastrukturen, Leitungen: Erneuerung Hauptsammler Mauls (Bereich Nagelehof ), Gefahrenzonenplan, Wasserleitung Gschließ und Stockerbrunn • Sekundäre Infrastrukturen: Sportzone Freienfeld • Kultus: Erweiterung Friedhof Trens Es wird auch weiterhin notwendig sein, auf neue Erfordernisse und wichtige aktuelle Notwendigkeiten, die heute noch nicht absehbar sind, einzugehen.

In der ersten Legislaturhälfte standen u. a. Themen wie Schutz der Umwelt-Lebensraum, Mobilität, Familie, Jugend, Senioren, Schule, Kultur und Bildung, Vereinsleben, Stärkung der Gemeinde als Wirtschaftsstandort sowie sparsamer Umgang mit öffentlichen Mitteln im Vordergrund. In allen Bereichen konnten wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln in Projekte investieren, die sich positiv auf die Bedürfnisse unserer Mitbürger und insbesondere unserer Familien auswirkten, ohne sie steuerlich stärker zu belasten. So konnten wir die Verschuldung der Gemeinde mindern, die steuerliche Belastung bezüglich Müll und Trinkwasser seit 2010 und den Abwassertarif seit 2007 gleich belassen. Um das Vereinsleben zu fördern, haben wir die ordentliSportzone Freienfeld chen Beiträge um 50 Prozent erhöht und konnten auch außerordentliche Beiträge für Strukturen und Initiativen für Vereinstätigkeiten gewähren (u. a. Bibliothek Trens, Jugendraum Trens, Musikprobelokal Stilfes, Tennisclubhaus Sportverein, Vereinsbus Sportverein, Feuerwehrauto für FF Egg, Wärmebildkamera FF Mauls, AVS Beschilderung). Außerordentliche Beiträge konnten wir auch unseren Pfarreien zur Erhaltung der kirchlichen Einrichtungen gewähren (Sakristei Mauls, Kirchen Valgenäun, Niederried, Stilfes und Egg). Weitere Schwerpunkte: • Wohnbau und Soziales: Erstellung des Bauleitplanes der Wohnbauzone in Trens, Weiterführung der Projekte „Sommerkinderbetreuung“ • Verkehr, Straßen, Wege und Plätze: Planunterlagen zur Umsetzung der BBTAusgleichsmaßnahmen, Planunterlagen zur Entwicklung von Naherholungszonen (Mauls, Trens), außerordentliche Instandhaltungsarbeiten und Asphaltierung von Gemeindestraßen, Asphaltierung und Systemierung der Hofzufahrten, Erneuerung von Wanderwegen (Kirchsteig von Stilfes nach Egg, Bienenweg Trens, Kellergasse Mauls, Weg zum Valler Joch) • Infrastrukturen bzw. Leitungen: Masterplan (Glasfaserkabelnetz), Verlegung von Mittelspannungsleitungen in Dörfern • Sekundäre Infrastrukturen: Errichtung und Sanierung von Kinderspielplätzen (Trens, Egg, Pfulters), Installation neuer umweltbewusster Heizanlage Vereinshaus und Fraxenhof Trens • Wirtschaft: Erweiterung der Gewerbezone Wolf und Bau der Infrastrukturen Bürgermeister

Armin Holzer

gemeinde Franzensfeste Vorschau Rückblick Folgende Vorhaben sind bis dato umgesetzt worden: • Neugestaltung des Bahnhofsplatzes in Franzensfeste • Bau eines Gehsteiges an der Brennerstraße in Franzensfeste • Bau eines Gehsteiges und Beleuchtung am Straßenübergang in Mittewald Franzensfeste • Interventionen zur Wiedereröffnung des Postamtes in Franzensfeste • Instandhaltung von Straßen und Wegen • Ausarbeitung eines Masterplanes für das geplante Breitbandnetz • Erneuerung der sanitären Einrichtungen in der Grundschule Franzensfeste • Erneuerung der Küche im Kindergarten Franzensfeste • Arbeiten am Kanalisationsnetz in Mittewald 22

Dieses Jahr sind folgende Investitionen geplant: • Instandhaltung des Gehsteiges in Graßstein • Ankauf und Abbruch des alten Theatersaales in Franzensfeste • Ankauf des Parkplatzes Süd in Franzensfeste • Bau eines Minirecyclinghofes in Franzensfeste • Abschluss des Bauleitplanes (ohne grundlegende Neuerungen aufgrund des Fehlens des Risikoplans) • Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung in LED-Technologie (BBT-Ausgleichsmaßnahme) • Bau einer Trinkwasserleitung in Puntleid • Erneuerung des Gemeindearchivs • Erneuerung der Trinkwasserleitung in Franzensfeste und Mittewald • Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen von SE-Hydropower (Wegenetz, Freizeit- bzw. Erlebnispark) • Sanierung des Dach- und Schulgebäudes in Mittewald • Verlegung des Fußballplatzes (BBT-Ausgleichsmaßnahme) Noch offen ist der Ausgang der Projekte E-Werk Flagger, E-Werk Eisack, Fernwärmeheizwerk, die Konvention zur Nutzung des Straßenwärterhauses, die Neugestaltung des Kirchplatzes sowie die Einrichtung einer pharmazeutischen Ausgabestelle. Ein Fernwärmeheizwerk wurde zwar als BBT-Umweltausgleichsmaßnahme vorgeschlagen, jedoch noch nicht als solche genehmigt. Es sind noch mehrere Punkte zu klären, wie etwa die Finanzierung, die nicht von der BBT-Gesellschaft übernommen wird. Die Konvention mit der ANAS zur Nutzung des Straßenwärterhauses gestaltet sich sehr schwierig, da bisher nur eine zehnjährige Nutzung zugesichert worden ist. Mittlerweile wurde auch die Finanzierung des Landes gestrichen, so dass ein neues Ansuchen gestellt werden muss. Die Errichtung der pharmazeutischen Ausgabestelle hängt von der Finanzierung und vom Bau des neuen Versammlungssaales ab. Bürgermeister Richard Amort

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gemeinde Pfitsch

politik

politik Rückblick

Vorschau

Zwei Durchführungspläne für die C3-Zonen, der neue Wiedergewinnungsplan für die A-Zone in Wiesen und Erschließungsarbeiten in den Wohnbauzonen von Kematen und Wiesen haben neue Wohnkubatur ermöglicht. Auch wurden die Bedingungen dafür geschaffen, Hochspannungsleitungen unterirdisch zu verlegen, um dadurch Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes zu beseitigen. Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung im Hochtal steht kurz vor dem Abschluss, ebenso wurde dort die Abwasserentsorgung um einige Stränge ergänzt sowie die Außengestaltung der Sportzone „Grube“ beendet. Die Sportzone in Wiesen konnte offiziell übergeben werden, ebenso der Kirch- und Dorfplatz sowie der Eingangsbereich zur Grundschule, die energetisch saniert wurde. Auf dem Dach des Kindergartens in Wiesen und auf jenem der Feuerwehrhalle in Kematen sind Photovoltaikanlagen installiert worden. In der Nähe der Wohnbauzone „Talkmühle“ und in Flains sind neue Kinderspielplätze entstanden. Über ein Interreg-Projekt ist in der Nähe der dritten Kehre auf der Pfitscherjochstraße ein weiterer Parkplatz errichtet worden und über ein Leader-Projekt in Kematen ein alter Gemeindeweg mit Trockenmauern. Der probeweise eingeführte Citybus von Sterzing nach Flains und Schmuders wurde zu einem festen Angebot und um einige zusätzliche Haltestellen erweitert. Endlich konnten auch der neue Busbahnhof und weitere Lärmschutzwände entlang der Eisenbahn errichtet werden. Sehr bewährt hat sich die am Ausgang des Draßbergtales errichtete Rückhaltesperre, die den Weiler Fußendras letzthin vor noch größerem Unheil bewahrt hat.

Ein wichtiges Planungsinstrument für die Zukunft ist der Gefahrenzonenplan, der 2013 in Auftrag gegeben wird. Für das Kasernenareal „Psaro“ soll nach Abänderung des Bauleitplanes ein neuer Durchführungsplan erstellt werden, der die gesamte benachbarte Zone berücksichtigt. Ebenso sollen für das Hochtal eine neue geeignetere Gewerbezone ausfindig gemacht, die Vorschläge für den Ensembleschutz endgültig erarbeitet und der vom Gemeinderat bereits genehmigte Masterplan für das Glasfasernetz vorgelegt werden. Begonnen wurde bereits mit der energetischen Sanierung des Rathauses, der Umgestaltung des Obergeschosses und der Außengestaltung. Geplant sind weiters die energetische Sanierung des Grundschulgebäudes in St. Jakob und die Erweiterung des Friedhofes von Kematen. Auch sollen Mittel und Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung im Wege gefunden werden, um in St. Jakob Hochtal steht kurz vor eine Struktur zu schaffen, in der mehrere dem Abschluss. Vereine Platz finden. Erste Schritte in diese Richtung wurden bereits unternommen. Die Sanierung der Pfitscherjochstraße soll so bald wie möglich in Angriff genommen werden. Auf dem Programm stehen weiters die Renaturierung des Mühlbachls in Wiesen, die Wiederinstandsetzung des alten Kirchweges in Flains und der Bau des E-Werks in Wiesen. Ob auch die Sanierung des Zugbahnhofes, den die Gemeinde im Jahr 2012 vom Land übernommen hat, schon bald ins Auge gefasst werden kann, wird maßgeblich davon abhängen, inwieweit die entsprechenden Mittel vom Land zur Verfügung gestellt werden. Die notwendigen planerischen Vorarbeiten hat die Gemeinde schon geleistet. Vorrangig ist die Wiederinstandsetzung der Kanalisierung und der Trinkwasserleitung nach dem Unwetter im August 2012.

Michael Seeber, Präsident der LeitnerGruppe, wurde unlängst in Mailand zum Unternehmer des Jahres 2012 gewählt und ausgezeichnet. Den Ernst&Young-Preis in der Kategorie Technologie überreichte Juryvorsitzende und ehemalige Confindustria-Präsidentin Emma Marcegaglia. „Diese Auszeichnung beweist, dass heimische Unternehmen dank ständiger Innovation, Forschung und Entwicklung weltweit erfolgreich sein können“, so der Unternehmerverband in einer Aussendung. erker februar 13

Wipptal

Mehr Sommergäste

Foto: TVB Eisacktal, Augusto Weber

Michael Seeber Unternehmer des Jahres

Bürgermeister Johann Frei

Im Sommerhalbjahr 2012 (Mai bis Oktober) wurde im Tourismusverband Eisacktal, dem auch das Wipptal angehört, gegenüber demselben Vorjahreszeitraum ein

Zuwachs von 4,1 Prozent bei den Ankünften und ein Anstieg von 2,5 Prozent bei den Ankünften registriert. Leicht rückläufig waren die italienischen Gäste. 23


gemeinde brenner politik Rückblick In der ersten Legislaturhälfte konnte die Gemeindeverwaltung Brenner u. a. folgende Maßnahmen umsetzen: Im Bereich Wasserversorgung wurden Schutzgebiete ausgewiesen, Wasserleitungen (Bichlhöfe, Gossensaß, Bahnhof, Radweg, Außerpflersch/ Soghe, Verbindungsleitung Brenner) neu verlegt. Die ersten beiden Baulose für die Dorfsanierung Innerpflersch sind fertiggestellt, genauso wie der Radweg Gossensaß-Brenner sowie der Bau mehrerer Gehsteige. Saniert wurden Hoferschließungswege, der Bahnhofsparkplatz, die Kirchstiege, die Stiege zum Bahnhof sowie die Brücken Wasserfall und Dachs. Die Brücke Pontigl wurde neu errichtet, der Parkplatz Strange erweitert. Der ASV Gossensaß hat einen neuen Sitz erhalten. In Innerpflersch wurden ein neuer Talwanderweg sowie ein Klettersteig zur Tribulaunhütte angelegt. Die Umkleidekabinen im Schwimmbad und die Turnhalle in Gossensaß sowie die Moos- und Totengasse sind saniert, der Kinderspielplatz Innerpflersch wurde verlegt. Vorschau Das Alarmierungssystem von Brenner und Innerpflersch konnte verbessert werden. Steinschlagnetze wurden in der Parkplatzzone am Brenner angebracht, SperAuch in der zweiten Legislaturhälfte möchten wir die Geren im Eisack-Quellgebiet; im Schleyergraben wurde ein Auffangbecken errichmeinde bürgernah, transparent und verantwortungsvoll tet. Unwetterschäden konnten beseitigt werden. Der Vallmingbach sowie der Eiverwalten. Geplant und finanziert sind u. a. die Sanierung ackabschnitt Pontigl wurden verbaut und in Stein wurde ein Steinschutzwall andes Speichers Reisenschuh und der Neubau der Aufbereigebracht. Die Gemeinde unterstützte den Bau des Wasserspeichers im Skigebiet tungsanlage Ralserquelle, die NeugeLadurns. Der Neubau der Feuerwehrstaltung des Festplatzes, des Ibsenplathalle Pflersch ist geplant und zum Teil zes und des Zugangs zum Schwimmfinanziert. bad sowie das dritte Baulos für die Der Landschaftsplan wurde überarDorfgestaltung in Innerpflersch. Der beitet, der Bauleitplan digitalisiert, Kindergarten in Gossensaß soll neu ereine neue Zone für den Wohnbau richtet werden. und eine für öffentliche EinrichtunGeplant ist zudem die Sanierung des gen wurde in Außerpflersch ausgeBahnhofsgebäudes in Gossensaß, der wiesen. Bau weiterer Lärmschutzwände sowie Im Abschnitt Außerpflersch-Gosdie Sanierung des Gemeindebauhofes. senaß konnten Lärmschutzwände erEin Projekt ist für den Neubau des Speirichtet werden, in der Romstraße und chers in Innerpflersch ausgearbeitet. In in der Erl wurde eine Bushaltestelle Planung ist weiters der Bau eines Geheingerichtet. steiges in Ladurns sowie die Sanierung In Gossensaß hat eine Ausgabestelle Dorfplatz in Gossensaß der Hoferschließungsstraße Höfe. für Medikamente geöffnet, Projekte wie Sommerkindergarten, Sommercamp und Berufsorientierung wurden eingeführt. Der Masterplan für das Glasfasernetz ist genehmigt. Die Gemeinde hat sich für die Erhaltung der Postämter eingesetzt. Ein Projekt für den Bau eines E-Werkes am Pflerscherbach ist eingereicht worden. Die Marktordnung wurde überarbeitet und die Marktbar im Konzessionswege neu errichtet. Angekauft wurden zwei neue Fahrzeuge. Ein Areal und ein Gebäude für den Gemeindebauhof kann im Konzessionswege in Außerpflersch genutzt werden. Das Vorprojekt für den Neubau des Kindergartens ist abgeschlossen, der Antrag auf Aufnahme ins Schulbautenprogramm angenommen. Bürgermeister Franz Kompatscher

Die alte Brennerpass-Straße lebt Auf die alte Brennerpass-Straße kehrt Leben zurück. Über ein grenzüberschreitendes InterregKleinprojekt wird derzeit eine Themenstraße angelegt, um Besuchern das kulturelle Angebot, die Geschichte des Reisens sowie historische Besonderheiten der Gemeinden Brenner und Gries am Brenner näher zu bringen. 24

Bei einem Treffen mit Gastwirten und Projektbeteiligten wurde kürzlich auch das von Graphic Kraus gestaltete Logo vorgestellt: Sinnbild für Menschen, die sich an der alten Brennerpass-Straße begegnen. Chronisten haben ortsbezogene Texte über die Geschichte des Reisens, den Bahnverkehr und das Heilwasser verfasst. Bald soll

sich jeder Gastwirt einem dieser Themen widmen, im Betrieb eine „Alte Brennerpass-Straße“-Ecke einrichten und einmal im Jahr eine Veranstaltung organisieren. Bis Jahresende hatten interessierte Gastbetriebe die Möglichkeit, dem Projekt als Mitglied beizutreten. erker februar 13


aktuell

Neuregelung von Handy-Masten Eine Neuregelung für das Aufstellen von Handy-Masten forderten die Freiheitlichen und die Südtiroler Freiheit Mitte Jänner im Landtag. Sigmar Stocker (F) wies auf die erhöhte Strahlenbelastung hin und forderte diesbezüglich Aufklärung, auch über eigene Internetseiten und in den Schulen. Sven Knoll (STF) verwies auf das Vorhaben der Regierung Monti, die Installation von Handymasten zu li-

beralisieren – unter Missachtung des Eigentumsrechts und der Urbanistikbestimmungen – und forderte eine Stellungnahme des Landtags gegen diese Bestimmung. Die Landesregierung solle zusammen mit den Gemeinden eine Erhebung idealer Standorte durchführen und auf die Nutzung von Sammel-Funkmasten hinarbeiten. Dazu könne man etwa die bestehenden RAS-Strukturen verwenden.
 Thomas Egger (F) plädierte für beide Anträge, die sich gut ergänzen würden. Er verwies auf den Umsetzer in Stange, wo die Einwände der Bevölkerung nicht berücksichtigt worden seien.


Die Landesregierung hat sich erst im Dezember wieder mit dem Thema beschäftigt. Man wolle Standorte finden, die technisch geeignet und für die Umwelt unbedenklich seien, so Landesrat Florian Mussner. Man müsse aber auch in Erwägung ziehen, dass nirgends in Europa so niedrige Grenzwerte wie in Südtirol gälten. Auf Bezirksebene und zusammen mit den Betreibern arbeite man an einem Einvernehmensprotokoll zur Vorgehensweise. Eine Sensibilisierungskampagne sei sinnvoll. Der Eingriff in das Eigentum, den die neue staatliche Bestimmung ermögliche, sei unglaublich. Es gebe aber auch Private, die für Geld ihren Grund gerne bereitstellen würden. Mussner plädierte für den Antrag der Freiheitlichen sowie für den zweiten Teil des STF-Antrags zur Erhebung geeigneter Standorte.
 Der Antrag der Freiheitlichen wurde einstimmig genehmigt.
 Der erste Teil des Antrags der STF wurde mit zwölf Ja- und 15 Nein-Stimmen abgelehnt, der zweite Teil wurde einstimmig genehmigt. In Stange ist man indes auf der Suche nach Alternativstandorten. Von insgesamt zehn möglichen Orten kommen nach Prüfung durch Ämter und Betreiber zurzeit noch zwei in Frage. Eine Entscheidung wird bis Ende Februar gefällt.

2.100 Euro für Unwetteropfer Bei einem Treffen mit Vertretern der Lokalpolitik überreichte SVP-Bezirksobmann Christian Egartner vor kurzem dem KVWVorsitzenden des Wipptales Josef Kotter und der Landesvorsitzenden der KVW-Frauen Helga Mutschlechner Holzer einen Scheck in der Höhe von 2.100 Euro für Betroffene der Unwetterkatastrophe in Pfitsch und Sterzing. Er dankte im Namen der SVP-Bezirksleitung für den Einsatz des KVW , der dank zahlreicher Spender landesweit 93.500 Euro sammeln und 60 Familien einen Solidaritätsbeitrag überreichen konnte. Mutschlechner und Kotter dankten der SVP-Bezirksleitung und der Gemeinde Ratschings für ihre Spende. erker februar 13

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fiskus

Steuern: Das erwartet uns 2013

Das vergangene Jahr war ein bewegtes Jahr: Es brachte zahlreiche steuerliche Neuerungen. Auch 2013 bringt Änderungen, die für Private und Betriebe teilweise einen Mehraufwand bedeuten. Ein Überblick über Neuerungen in Zusammenhang mit dem Finanzgesetz 2013 (Stabilitätsgesetz) sowie andere Bestimmungen, die bereits in Kraft sind.

Neue Fakturierungsrichtlinien Seit 1. Jänner gelten neue Fakturierungspflichten. Bei Rechnungen muss die Mehrwertsteuernummer bzw. die ID-Nr. des Rechnungsempfängers angegeben werden. Ist der Rechnungsempfänger eine Privatperson, ist die Steuernummer anzugeben. In der Rechnung muss genau zwischen „nicht steuerbarem“, „nicht steuerpflichtigem“ und „steuerfreiem“ Umsatz unterschieden werden. Während bisher die Rechnungsnummerierung lückenlos und fortlaufend pro Jahr sein musste, kann künftig die Nummerierung lückenlos und fortlaufend (ohne Neubeginn im neuen Jahr) sein, muss aber eine eindeutige Identifizierung der Rechnung ermöglichen. Die Nummerierung kann weiterhin so erfolgen wie bisher. Die fortlaufende Nummer, die auf der Rechnung angeführt ist, muss auch in den Mwst.-Registern eingetragen sein. Die nachträgliche Fakturierung ist nun auch für Dienstleistungen anwendbar, sofern diese genau nachverfolgbar sind. Weitere Änderungen gibt es hinsichtlich Territorialität, Erwerbsbesteuerung und Fristen für die Rechnungsstellung. Bei der „elektronischen Rechnung“ handelt es sich um eine Rechnung, die in jeglichem elektronischen Format (pdf-, xml-, html-Format) ausgestellt bzw. empfangen wird. Der Erhalt der elektronischen Rechnung muss vom Empfänger bestätigt werden. Diese

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Rechnungen müssen vom Empfänger ausgedruckt oder in elektronischer Form archiviert werden. Eingeführt wurde zudem die vereinfachte Rechnung mit Beträgen bis zu 100 Euro bzw. für Gutschriften. Die Vereinfachung besteht darin, dass bei solchen Rechnungen nur mehr die Mwst.-Nummer bzw. die Steuernummer (nicht die gesamten Eckdaten) des Rechnungsempfängers angegeben werden müssen. Zudem reicht der Gesamtbetrag der Rechnung aus. Es muss also nicht mehr die Steuergrundlage, die Mwst., der Mwst.-Satz, sondern nur mehr der Gesamtbetrag auf der vereinfachten Rechnung aufscheinen. Rechnungen können künftig auch mit Registrierkassen ausgedruckt werden. Akzisepflichtige Waren Seit 1. Jänner unterliegen auch Additive für Treibstoffe den Akzisen. IMU Die Gemeindeimmobiliensteuer IMU für Wohnungen fließt künftig ausschließlich den Gemeinden zu.

Der bisherige Anteil von 50 Prozent, der dem Staat zugeflossen ist, wurde abgeschafft. Die IMU für gewerbliche Liegenschaften und landwirtschaftliche Betriebsgebäude fließt hingegen dem Staat zu. Die Gemeinden können den Satz für Wohnungen erhöhen, wobei diese Erhöhung den Gemeinden zugute kommen soll. Seit 1. Jänner 2012 ersetzt die neue Gemeindeimmobiliensteuer IMU die ICI. Für die Berechnung der Steuergrundlage wird vom Katasterwert ausgegangen. Dieser wird um fünf Prozent aufgewertet und anschließend mit den gesetzlichen Multiplikatoren multipliziert. Baugrundstücke werden anhand des Marktwertes (Kaufpreis oder Kaufpreis eines vergleichbaren Grundstückes) bewertet. Die staatlich vorgesehenen Hebesätze sind 0,4 Prozent für die Erstwohnung bzw. 0,76 Prozent für alle anderen Immobilien. Freibeträge bzw. Reduzierungen: Ein Freibetrag von 200 Euro ist für die Erstwohnung vorgesehen sowie 50 Euro für jedes Kind unter 26 Jahren (bis max. 8 Kinder). Der Gemeinderat muss auch über Änderungen der

Steuerfreibeträge und Erleichterungen befinden. Für denkmalgeschützte, unbewohnbare und unbenutzbare Gebäude wird die Steuergrundlage um 50 Prozent reduziert. Die erste Rate der IMU ist am 16. Juni, die zweite Rate am 16. Dezember fällig. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsvordruck F24 und ist für Inhaber einer Mehrwertsteuerposition nur auf elektronischem Wege möglich (CBI). Auch die landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude unterliegen der IMU. In der Regel erhalten die Steuerpflichtigen eine entsprechende Mitteilung samt Zahlschein von der Gemeinde. Bei komplizierten Sachverhalten, bei Baugrundstücken oder bei Besitz von mehr als zehn Baueinheiten nimmt die Gemeinde keine Berechnung vor. Die IMU-Erklärung, mit der beispielsweise eine Eigentumsübertragung mitgeteilt wird, muss der Gemeinde in bestimmten Fällen innerhalb von 90 Tagen übermittelt werden. Das dafür benötigte Formblatt wurde erst Ende Oktober 2012 veröffentlicht, weshalb der Termin für die Einreichung der Änderungen auf den 4. Februar aufgeschoben wurde. Die Gemeinden haben die Möglichkeit, Kontrollen innerhalb 31. Dezember des fünften auf den Zahlungstermin oder Erklärungstermin folgenden Jahres durchzuführen. Für die unterlassene IMU-Erklärung fällt eine Verwal-

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finanzen tungsstrafe von 100 bis 200 Prozent der geschuldeten Steuer an (Mindestbetrag 51 Euro). Für die nicht wahrheitsgetreue Erklärung fällt eine Strafe von 50 bis 100 Prozent der Steuerdifferenz an. Bei Fehlern und Unterlassungen, die sich nicht auf die Steuer auswirken, fällt eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 51 bis 288 Euro an. Neue Müllgebühr TARES Die Müllabfuhrgebühr wird geändert und auf die Fläche gemäß Katasterdaten berechnet (80 Prozent der begehbaren Fläche, m2 x 30 Cent). Die Gebühr wird mittels Vordruck F24 oder Posterlagschein in vier Jahresraten (Jänner, April, Juli, Oktober) eingezahlt. Einzahlungsdatum und Anzahl der Raten können von den Gemeinden abgeändert werden. Für 2013 ist die erste Rate im April fällig (wird voraussichtlich auf Juli verschoben). Die Zahlung kann auch in einer Rate bis Ende Juni getätigt werden. Beitrag für Fahrzeuge mit niedrigen Emissionswerten Für den Kauf von Fahrzeugen mit niedrigen Emissionswerten in den Jahren 2013 – 2015 werden Beiträge im Ausmaß von 15 bis 20 Prozent und maximal 5.000 Euro gewährt. Die Höhe ist von den Emissionswerten abhängig und besteht in der Reduzierung des Kaufpreises. Aufwertung von Grundstücken & Beteiligungen

ten ohne Betriebsstätte in Italien bis zum 1. Juli durch die Zahlung einer Ersatzsteuer möglich. Diese kann in einer bzw. drei Jahresraten gezahlt werden. Bemessungsgrundlage bildet der Marktwert der aufzuwertenden Güter zum 1. Jänner. Die Höhe der Ersatzsteuer beträgt für wesentliche Beteiligungen und Grundstücke vier Prozent, für nicht wesentliche Beteiligungen zwei Prozent. Grundstücke, die mit Fruchtgenuss belegt sind, können vom Eigentümer oder vom Fruchtnießer aufgewertet werden. Eine entsprechende Schätzung der aufzuwertenden Güter muss bis zum 1. Juli beeidet werden. Wurde bereits früher eine Aufwertung vorgenommen, kann eine neuerliche Aufwertung gemacht werden, wobei die bereits bezahlte Ersatzsteuer angerechnet wird. Mehrwertsteuer-Erhöhung Mit 1. Juli wird der ordentliche Mwst.-Satz von 21 auf 22 Prozent erhöht. Die begünstigten Mwst.-Sätze von vier Prozent und zehn Prozent bleiben unverändert.

Ab 2014 werden die Abzugsbeträge für Personalkosten erhöht sowie Erleichterungen für Kleinunternehmen und Freiberufler eingeführt, die aufgrund fehlender Organisation von der IRAP befreit werden sollen. Sozio-sanitäre Leistungen von Sozialgenossenschaften Der bisherige Mwst.-Satz von vier Prozent für gewisse Leistungen im sozialen, gesundheitlichen, schulischen und erzieherischen Bereich, die von Sozialgenossenschaften und deren Konsortien gegenüber gewissen Personen erbracht werden, wird auf zehn Prozent erhöht. Gleichzeitig wird der Mwst.-Satz von zehn Prozent für Leistungen für Asylanten und Frauen, die Gewaltverbrechen unterliegen, eingeführt. Finanztransaktionssteuer (TOBIN TAX)

Die Steuerbegünstigung für Leistungsprämien, die zur Steigerung der betrieblichen Effizienz führen soll, gilt auch für die Jahre 2013 und 2014. Die genauen Durchführungsbestimmungen werden noch mit einem eigenen Dekret geregelt.

Die Abzugsbeträge für zu Lasten lebende Kinder wurden mit 1. Jänner erhöht: von 800 Euro auf 950 Euro für jedes Kind bzw. von 900 Euro auf 1.220 Euro für jedes Kind unter drei

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IRAP

Ersatzsteuer für Leistungsprämien

Irpef Baugrundstücke und landwirtschaftliche Grundstücke sowie Beteiligungen können neuerlich aufgewertet werden. Die Aufwertung ist für natürliche Personen, einfache Gesellschaften und nicht ansässige Körperschaf-

Jahren. Die Abzugsbeträge für Kinder mit Behinderung werden von 220 auf 400 Euro erhöht. Der Irpef-Tarif bleibt unverändert. Kriegsrenten sind bis zu 15.000 Euro steuerfrei.

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Wir schaffen Platz für neue Modelle.

Für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und anderen Finanzprodukten wird eine Art Stempelsteuer, die so genannte Finanztransaktionssteuer, eingeführt. Diese beträgt 0,22 bzw. 0,12 Prozent (für Transaktionen im reglementierten Markt) der Transaktionen, die ab 1. März durchgeführt werden. Ab 2014 beträgt die Steuer 0,2 bzw. 0,1 Prozent. Von dieser Steuer sind EUAnleihen und Staatsanleihen ausgenommen. Einzelheiten werden noch mit einer eigenen Durchführungsverordnung festgelegt.

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PKW-Abzugsfähigkeit Für die teilweise betrieblich, teilweise privat genutzten PKW wurde die steuerliche Abzugsfähigkeit von 40 auf 20 Prozent reduziert. Die Mwst. bleibt weiterhin zu 40 Prozent verrechenbar. Keine Änderung ist für Vertreter vorgesehen (weiterhin 80 Prozent abzugsfähig). Für die den Arbeitnehmern auch privat zur Verfügung gestellten PKW wurde die Abzugsfähigkeit von 90 auf 70 Prozent reduziert. Die steuerlich abzugsfähigen Anschaffungskosten bleiben mit 18.075,99 Euro für die teilweise betrieblich, teilweise privat genutzten PKW unverändert. Die Reduzierung der Abzugsfähigkeit gilt nicht für Kleinstunternehmer mit einem Umsatz bis zu 30.000 Euro pro Jahr, für welche die steuerliche Abzugsfähigkeit der Spesen in Zusammenhang mit dem PKW weiterhin bei 50 Prozent bleibt. Mit einem eigenen Dekret des Staatspräsidenten sind bereits am 7. Dezember 2012 eine Reihe von Verpflichtungen in Zusammenhang mit dem KFZ-Zulassungsschein in Kraft getreten: Firmen, die ihre Fahrzeuge Mitarbeitern oder Gesellschaftern für mehr als 30 Tage im Jahr zur Verfügung stellen, müssen den Namen des Mitarbeiters in den Zulassungsschein eintragen. Besitz- und Bodenertrag Der Besitz- und Bodenertrag bei Grundstücken wird mit 2013 um 15 Prozent erhöht (zusätzlich zu der bereits eingeführten Erhöhung von 80 bzw. 70 Prozent). Für Landwirte beträgt die Erhöhung für die ersten drei Jahre nur fünf Prozent. Diese Bestimmungen müssen bereits bei der IRPEF-Vorauszahlung für das

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fiskus

Jahr 2013 berücksichtigt werden. Landwirtschaftliche Gesellschaften Die Besteuerung der landwirtschaftlichen Personengesellschaften und GmbH aufgrund der Katasterwerte wird abgeschafft. Ab 2015 wird für diese das Einkommen aufgrund des Jahresabschlusses ermittelt. Die Besteuerung des Einkommens aufgrund der Katasterwerte ist dann nur mehr für einfache Gesellschaften und Einzelunternehmen möglich. Vermögenssteuern Ausland Die Vermögenssteuer auf Auslandsimmobilien und Finanzvermögen im Ausland, die bereits 2012 eingeführt wurde, wird auf 2013 aufgeschoben. Die restlichen Bestimmungen bleiben unverändert. Steuerkartelle Steuerzahlkarten bis zu 2.000 Euro, deren Steuerkartelle bis 1999 ausgestellt und nicht eingehoben sind, werden mit 1. Juli annulliert. Grenzpendler Die Steuerbefreiung für Einkommen bis zu 6.700 Euro für Grenzpendler wird auch für das Jahr 2013 bestätigt.

eine zertifizierte E-Mail-Adresse haben, die sie bei der Handelskammer angeben müssen. Diese Pflicht wird nun auch auf bereits bestehende Einzelunternehmen ausgedehnt. Somit müssen alle bereits bestehenden Einzelunternehmen bis zum 30. Juni die PEC einrichten und dem Handelsregister mitteilen. Darunter fallen auch Landwirte. Beim Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung wird innerhalb von sechs Monaten ab dem 19. Dezember 2012 ein frei zugängliches Verzeichnis mit den PEC-Adressen aller Unternehmen und Freiberufler eingerichtet. Konkursverwalter und gerichtliche Kommissäre müssen innerhalb von zehn Tagen ab deren Ernennung die eigene PEC-Adresse dem Handelsregister mitteilen. Elektronische Zahlungen Ab Jänner 2014 muss beim Verkauf von Waren und bei der Erbringung von Dienstleistungen, auch von freiberuflichen, die Möglichkeit der elektronischen Zahlung gegeben sein. Unternehmen und Freiberufler müssen sich deshalb beispielsweise ein POS-Gerät anschaffen, um entsprechende Zahlungen in Empfang nehmen zu können. Die genauen Durchführungsbestimmungen werden noch erlassen. Transportdokument

Regionaler Irpef-Zuschlag Die Möglichkeit der Regionen, den regionalen Irpef-Zuschlag selbst zu gestalten, wird von 2013 auf 2014 verschoben. Zertifizierte elektronische Post (PEC) Gesellschaften und Freiberufler unterliegen bereits der Pflicht zur Verwendung eines zertifizierten elektronischen Postfaches (PEC – posta elettronica certificata). Die PECAdresse bietet dem Absender die Rechtssicherheit, dass dem Empfänger die Mitteilung zugestellt worden ist, und hat somit den gleichen Stellenwert wie ein Einschreibebrief mit Erhaltsbestätigung. Seit 20. Oktober 2012 müssen auch alle neu gegründeten Einzelunternehmen

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Das Transportdokument wird nun auch für den Verkauf von Tabakwaren, Zündhölzern und den Akzisen und Verbrauchssteuern unterliegenden Waren (z. B. energetische Produkte, Bier, Wein, Schmieröle, Bitumen) eingeführt. Es betrifft nur die erste Phase des Handels dieser Güter. Kunden- und Lieferantenlisten Die Kunden- und Lieferantenlisten werden auch für landwirtschaftliche Kleinunternehmer eingeführt. Mehrwertsteuerabrechnung nach dem Kassaprinzip Mit der Wachstumsverordnung wurde eine neue Form der Mwst.-Ab-

rechnung eingeführt. Dieses neue System, das nach dem „Kassaprinzip“ erfolgt, ist aufwändig und setzt besondere Aufzeichnungen voraus. Die MwSt. auf Verkäufe ist künftig erst dann geschuldet, sobald der Kunde die Rechnung bezahlt. Umgekehrt kann die MwSt. auf Einkäufe erst dann in Abzug gebracht werden, sobald die Lieferantenrechnung bezahlt ist. Spätestens nach Ablauf eines Jahres ist die MwSt. trotzdem geschuldet bzw. abzugsfähig, auch wenn die Rechnung noch nicht bezahlt wurde. Unternehmen und Freiberufler, deren Vorjahresumsatz nicht über zwei Millionen Euro liegt, können für die neue IstBesteuerung optieren. Es ist keine vorherige Mitteilung an das Steueramt notwendig, sondern es genügt das schlüssige Verhalten, indem der Steuerpflichtige auf der Rechnung ausdrücklich den Hinweis für die Anwendung der Ist-Besteuerung angibt. Die Option ist für drei Jahre bindend. Für einige Umsätze und Einkäufe ist die Ist-Besteuerung nicht anwendbar. Um die Berechnung der Steuerschuld vorzunehmen, muss der genaue Zahlungszeitpunkt erfasst werden. Während das für Unternehmen mit ordentlicher Buchhaltung keinen wesentlichen Mehraufwand bedeutet, kann sich diese für Unternehmen mit einfacher Buchhaltung als erheblich aufwändiger erweisen, da hier die Zahlung und das Inkasso der Rechnungen nicht erfasst wird. Die Ist-Besteuerung kann auch von Landwirten im Pauschalsystem angewandt werden. Lieferung von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln

nicht verderbliche Waren. Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken unterliegt diesen Regelungen. Hier muss die Zahlung innerhalb von 60 Tagen nach Lieferung erfolgen. Ab dem ersten Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist fallen automatisch Verzugszinsen an. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschriften sind gestaffelte Strafen ab 500 Euro sowohl für den Lieferanten als auch den Kunden vorgesehen. Zahlungsfristen Der Gesetzgeber hat die Bestimmungen gegen den Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr und die automatischen Verzugszinsen neu geregelt. Für die seit 1. Jänner durchgeführten Geschäftsvorgänge werden neue bzw. strengere Bestimmungen hinsichtlich Zahlung und Verzugszinsen eingeführt. Die Zahlungen sollten grundsätzlich innerhalb von 30 Tagen erfolgen. Ab dieser Frist laufen automatisch die gesetzlichen Verzugszinsen an, die derzeit mit neun Prozent berechnet werden. Einheitsschalter SUAP Gewerbliche Betriebe können behördliche Meldungen (z. B. Beginn und Auflösung einer unternehmerischen Tätigkeit) über den virtuellen Einheitsschalter SUAP tätigen. Nylontaschen Nylontaschen dürfen ab 2013 nicht mehr verkauft bzw. genutzt werden. Die zum 31. Dezember 2012 in den Betrieben bestehenden Vorräte müssen entsorgt werden. Abfallmeldung MUD

Neue Bestimmungen gelten für Lieferverträge, die ab dem 24. Oktober 2012 abgeschlossen wurden. Für Verkäufe an Endverbraucher ist kein schriftlicher Vertrag erforderlich. Die Regelungen sollen übermäßig lange Zahlungsziele und unlautere Geschäftspraktiken bei der Lieferung und Zahlung von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln vermeiden. Die Zahlungsfristen betragen nun zwingend 30 Tage für verderbliche Waren und 60 Tage für

Innerhalb 30. April soll wieder die Abfallmeldung MUD erfolgen. Das Abfallsystem Sistri (elektronisches System zur Rückverfolgbarkeit der Abfälle), das bisher nie operativ geworden ist, soll endgültig der Vergangenheit angehören.

Klaus Steckholzer

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aktuell

Staatsanwältin ermittelt in Pflersch

Die Angelegenheit war Freiheitlichen-Landtagsabgeordnetem Sigmar Stocker mehrere Anfragen im Landtag wert: Wann werden die vergrabenen Siloballen endlich rechtmäßig entsorgt? Medien hatten aufgedeckt, dass in einer Wiese, die zum Riedlhof in Pflersch (im Bild) gehört, Siloballen und Gülle vergraben worden sind und deshalb an der Oberfläche eine stark riechende Kloake ausgetreten ist. Die zuständigen Ämter forderten den Besitzer auf, die illegale Ablagerung sofort zu entfernen. Doch bis heute ist nichts geschehen. In einer Stellungnahme soll der be-

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troffene Bauer mitgeteilt haben, der Aufforderung nachzukommen, „sobald es die Witterung erlaubt“. Ende Dezember ist Medienberichten zufolge auch die Staatsanwaltschaft auf den Riedlhof aufmerksam geworden. Nicht wegen der Siloballen, sondern wegen eines Vor verk aufsver trages, den Riedlhof-Besitzer Alexander Mair unterzeichnet haben soll. Seine Geschäftspartner waren Juliane Nussbaumer Egartner, Chefin der Baufirma Wipptaler Bau, und Immobilienhändler Peter Paul Mader. Staatsanwältin Donatella Marchesini ermittelt nun gegen die beiden Unternehmer wegen Übervorteilung einer wehrlosen Person. Die Ermittler gehen davon aus, dass der im Vorvertrag

angegebene Kaufpreis dem Marktpreis bei weitem nicht entspricht; bis auf weiteres hat die Finanzpolizei Sterzing auf Anweisung des Bozner Untersuchungsrichters den Hof beschlagnahmt. Auch die beantragte Eintragung ins Grundbuch wurde blockiert.

Foto: Die Neue Südtiroler Tageszeitung

Der Riedlhof in Außerpflersch hat bei den Gesetzeshütern Aufmerksamkeit erregt: erst wegen illegal abgelagerter Siloballen, nun wegen eines Vorvertrages für den Verkauf des Hofes, der nicht rechtens sein soll.

Der Fall erinnert an einen Hofkauf, den Christian Egartner, Sohn von Juliane Nussbaumer Egartner, zusammen mit Peter Paul Mader vor vier Jahren durchgezogen ha-

ben. Die Wochenzeitschrift ff hatte mehrmals darüber berichtet. Gemeinsam mit Hofeigentümer Ferdinand Teissl haben die beiden Unternehmer eine Firma gegründet und ihm Zusicherungen wie das Wohnrecht in einer Wohnung und täglich eine warme Mahlzeit gegeben. Im Erker-Interview (01/13) wies Egartner vehement jede Schuld von sich. Unwahrheiten seien verbreitet worden, um „den Namen Egartner zu befetzen“, verpflichtende Stillschweigen seien „rein erfunden“. Dabei liegen, wie ff in einer Jänner-Ausgabe berichtet, Verträge vor, in denen sich die Parteien verpflichten, die „Vereinbarung geheim zu halten“, sonst werde die Zahlung eines Schadenersatzes von 50.000 Euro fällig. Ob sich Mader und Egartner der Übervorteilung schuldig gemacht haben, wird das Landesgericht am 5. Februar klären. rb

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Neueröffnung

Gratznhäusl –

Gassenhofs originelles Genussrefugium

• neu renovierter denkmalgeschützter Hof aus dem 13. Jh. • Südtiroler Küche im ehemaligen Stall (heute rustikales Restaurant) • gut sortierter Weinkeller • eigene Speckherstellung in der Räucherkammer • drei neue Zimmer aus Naturholz, Stein und Glas • Zimmer auf drei Etagen im Kornkasten • drei Gehminuten vom Gassenhof entfernt Sie planen eine Geburtstagsfeier oder Ähnliches? Dann ist das Gratznhäusl vielleicht genau das Richtige für Sie! Oder Sie suchen für jemanden ein Geschenk? Bereiten Sie Freude mit einer Übernachtung im Kornkasten! Gerne erstellen wir einen individuellen Gutschein. Reservierungen unter der Rufnummer 0472 656209 oder 335 7833998

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Wir danken allen Firmen und Unternehmen für die gute Zusammenarbeit

Dr. Arch. Barbara Nitz Dr. Arch. Diego Barbolini

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Lieferung der Öfen in den Zimmern

Spenglerarbeiten & Terrassenisolierung

Ausführung der Altholzarbeiten

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politik

Ausf端hrung der Maler- und Gipsarbeiten

Lieferung und Verlegung der Fliesen und Natursteine

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PR

Der Golf VII 2.0 TDI im Test

„Volkswagen. Das Auto. Da weiß man was man hat. Er läuft und läuft und läuft.“ Die Werbung verspricht bekanntlich viel. Doch wie fährt er sich wirklich - der Golf? Dies durfte ich bei einem Testdrive im Dezember persönlich erfahren. Am 11. Dezember übergab mir Simone Boschi, Verkaufsberater der Auto Brenner AG, meinen Testwagen: einen Volkswagen Golf VII 2.0 TDI mit gerade einmal 2.000 gefahrenen Kilometern und dem noch einzigartigen Geruch von Neuwagen. Ich steige also aus meinem eigenen Golf Baujahr 1999 mit fast schon Oldtimercharakter und wende mich ihm zu: Der Golf der 7. Generation wirkt größer, breiter, flacher, sportlicher. Er glänzt in Perlmuttweiß, hat markante Scheinwerfer und Rückleuchten, 17-Zoll-Felgen ... 17 Zoll? Das sind wohl hoffentlich Winterreifen? Beim anschließenden Blick in den Fahrzeugschein und der Tatsache, dass ein Golf inzwischen mit bis zu 19 Zoll bereift werden kann, ist meine Frage schon fast peinlich. Na gut, aller Anfang ist schwer. Aufgeregt nehme ich also in den schwarzen Alcantara-Sitzen Platz und fühle mich sofort „heimisch“. Man sitzt ungewöhnlich tief und behält trotzdem die Übersicht. Anscheinend hat sich so Einiges getan seit der Geburtsstunde meines Golfs IV: beleuchtete Türinnenverkleidung, Anzeigen mit weißem Licht, edle Chromleisten, schwarzer Klavierlack und Multifunktionslenkrad. Radio und Navigationssystem werden über einen Touchscreen in der Mittelkonsole bedient, der nicht einmal mehr getoucht werden muss, sondern schon auf bloße Annäherung reagiert. Einen ersten Überblick habe ich mir also verschafft. Licht an, Sicherheitsgurt anlegen, Blick in den Rückspiegel, Handbremse lösen und los geht's. Dachte ich zumindest! Doch ich hatte die Rechnung wohl ohne die elektronische Handbremse gemacht. Nach einer erneut peinlichen Frage an den Verkaufsberater war das dann auch geklärt. Anfangs noch skeptisch konnte mich dieses neue System während der Fahrt immer mehr von sich überzeugen. Vor allem die Auto-Hold-Funktion,

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die das Fahrzeug nach einem Stillstand automatisch anhält, hat mich vollends begeistert – interessant vor allem beim Anfahren am Berg ... Wenn ich das doch schon in der Fahrschule gehabt hätte – es wäre mir (und dem Fahrlehrer) vieles erspart geblieben. Dies sollte aber nicht die einzige technische Neuerung bleiben, die mich zum Staunen brachte. In den beiden Kehren auf meinem Nachhauseweg zeigt sich das „intelligente Kurvenlicht“ von seiner besten Seite. Optimierte Ausleuchtung der Kurve, bessere Sicht und mehr Sicherheit – nicht nur für den Fahrer, auch für andere Verkehrsteilnehmer. „Macht schon Sinn“, denke ich mir. „Da hat sogar der Fußgänger was von der neuen Technik“. In Punkto Sicherheit hat sich wirklich viel getan im neuen Golf: Müdigkeitserkennung, Multikollisionsbremssystem, sieben Airbags und Electronic Stability Control. Sicherheit für Auto und Umgebung bietet auch der Park-Pilot, der Hindernisse auf der Anzeige im Display der Mittelkonsole optisch und akustisch anzeigt. Parkschäden werden somit wohl der Vergangenheit angehören – was Vorurteilen zufolge vor allem uns Frauen freuen wird. Und auch an die Umwelt wurde gedacht mit der Start-Stopp-Automatik. Diese wird im Stadtverkehr ihren Zweck erfüllen, auf dem Weg von Sterzing nach Ridnaun wohl eher nicht. Doch kein Problem für den Golf – per Knopfdruck kann dieses System einfach deaktiviert werden.

Auf der Rückfahrt lasse ich mich vom einfach zu bedienenden Navigationssystem leiten. Nach wenigen Touchs auf den Bildschirm führt mich eine angenehme Damenstimme ans Ziel. Den Weg nach Brixen finde ich dann alleine. Bei dieser Gelegenheit prüfe ich den Golf der 7. Generation dann auch auf Herz und Nieren – das ESP durfte ich dank schneebedeckter Straßen bereits am Vorabend auf seine einwandfreie Funktion hin testen. Die Beschleunigung des 2-Liter-Diesels erstaunte mich nicht schlecht und auch nicht, wie schnell man dann auch zu schnell ist. Trotzdem gibt es im Innenraum kaum hörbare Motoren- und Fahrtwindgeräusche; das Fahrwerk ist sportlich straff, bietet aber dennoch den nötigen Komfort. Komfortabel auch die 2-Zonen-Temperaturregelung, die vor allem Männer freuen und künftig Diskussionen zum Thema „Muss es hier so kalt sein?“ ein für alle Mal beenden wird. Kurz bevor ich schweren Herzens den Golf wieder an Auto Brenner zurückgeben muss, kann ich den Wagen noch für kurze Zeit als Beifahrer genießen und prüfe den Platz auf der Rückbank. Platz ist genügend da. Doch – wer will in diesem Auto schon nur Beifahrer sein? Das Fazit meines Testdrives: Sportlich und doch elegant. Innovativ und doch zeitlos. Sicherheit und dennoch Spaß. Kurz gesagt: Der Golf. Das Auto. Mein Auto? Katrin Felizetti

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gesellschaft

Gossensaß

2.800 Stunden im Einsatz Mitte Jänner hielt die Freiwillige Feuerwehr Gossensaß um Kommandant Gerold Plank im Beisein mehrerer Ehrengäste ihre 131. Jahresversammlung ab. 2012 sind die Wehrleute 89 Mal

ausgerückt, davon 29 Mal für Übungen. Neben vier Bränden und einem Fehlalarm wurden 55 tech-

nische Einsätze registriert, darunter sechs Chemieeinsätze. 2.808 Arbeitsstunden wurden dabei insgesamt geleistet. Im Katastrophengebiet Pfitsch halfen im August 39 Mann 421 Stunden lang bei Aufräumarbeiten. Die Gastredner lobten die Arbeit der Florianijünger, besonders beim Katastropheneinsatz in Pfitsch. Im Rahmen der Jahresversammlung wurde auch ein verdienter Wehrmann geehrt: Hannes Kral erhielt für seine 15-jährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Bronze.

FF Ridnaun leistet 1.677 Stunden In Anwesenheit aktiver Wehrleute, mehrerer Mitglieder außer Dienst und Ehrengäste blickte die Freiwillige Feuerwehr Ridnaun um Kommandant Thomas Klotz vor kurzem auf das Tätigkeitsjahr 2012 zurück. Schriftführer Hermann Wild berichtete von insgesamt 28 Einsätzen der 38 Wehrleute. Darüber hinaus versah die Feuerwehr 27 Brandschutz- und Ordnung s d i e n s te. An der Landesfeuerwehrschule haben 24 Mann einen Lehrgang absolviert. Insgesamt brachten die Wehrleute 1.677 Stunden auf. Manfred Kruselburger wurde für seine 25-jährige aktive Tätigkeit bei der FF Ridnaun mit dem Verdienstkreuz geehrt. Beim Bezirksfeuerwehrtag wird Schriftführer 34

Hermann Wild mit dem Verdienstkreuz in Gold für 40 aktive Dienstjahre, 32 davon als Schriftführer, ausgezeichnet.

Kleineinsätze für FF Innerratschings Mitte Jänner hielt die Freiwillige Feuerwehr Innerratschings im Beisein von Ehrengästen und Vertretern von Rettungsorganisationen Rückblick auf das vergangene Tätigkeitsjahr. 2012 fielen mehrere Kleineinsätze an. Die Redner hoben besonders die wertvolle nachbarschaftliche Einsatzhilfe in Pfitsch im August 2012 hervor. Bezirksfeuerwehrpräsident Peter Heidegger berichtete über Neuerungen im Bezirk und auf Landesebene. Zur Sprache kam auch der endlich realisierbare Neubau des Gerätehauses. An der Feuerwehrschule in Vilpian haben die Ratschinger Wehrleute 15

Lehrgänge besucht. Florian Gasteiger erhielt für seine 15-jährige Mitgliedschaft das Verdienstkreuz in Bronze, Werner Schölzhorn wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft mit dem Verdienstkreuz in Silber ausgezeichnet. Nach ihrer Angelobung sind die beiden jungen Feuerwehrfrauen Maria Leitner und Carmen Haller in den aktiven Dienst aufgenommen worden. Franz Seeber, Präsident der Liftgesellschaft Ratschings-Jaufen, dankte der Feuerwehr für die jährliche Bergungsübung. pn

Ridnaun

Schüler helfen Kindern in Not 4.120 Euro haben Grundschüler aus Ridnaun und singfreudige Mittelschüler bei der Aufführung ihres Musicals „Das Fest der Engel“ unter der Leitung von Esther Falkensteiner sammeln können. Das Musical zeigte auf, wie wichtig jeder einzelne ist und wie notwendig es außerdem ist, die Umwelt zu pflegen und zu schützen. Pfarrer Thomas Stürz übergab die

Spende kürzlich Elsa Wolfsgruber vom Verein „Kinder in Not“. Anwesend waren neben Schülern und Lehrpersonen auch Fraktionsvorsteher Hermann Wild und Maria Eller mit ihrem elfjährigen Pflegekind Andrej aus Rumänien. Er leidet an einer schweren Skoliose, die nur durch viele kostenaufwändige Operationen geheilt werden kann.

Hilfe unter gutem Stern

Neu eingetreten in die Wehr ist der Sohn des Kommandanten, Andreas Klotz. Bürgermeister Sebastian Helfer, die Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes und die Ehrengäste sprachen der Wehr große Anerkennung für ihren Einsatz zum Wohl der Bevölkerung und des Tales aus. pn

24.380 Euro konnten die Sternsinger Anfang Jänner in der Pfarrei Sterzing sammeln. Mit dem Geld wird u. a. ein Mutter-KindTreff der Katholischen Jungschar in Sibirien unterstützt. Die Pfarrei „Die heilige Familie“ ermöglicht im Ort Jaschkino Alleinerziehenden sowie

arbeitslosen Müttern, das Nähen zu erlernen und ihr eigenes Geld

zu verdienen und dadurch sich und ihr Kind wieder in ein würdevolles Sozialleben zu integrieren. erker februar 13


gesellschaft

Sterzing

„Ratscherle“ mit der Jugendanwältin ten eingehen. Das Gespräch soll Jugendlichen auch bewusst machen, dass ihr Verhalten unter Umständen unangenehme rechtliche Konsequenzen haben kann. Die Jugendanwältin informiert auch, wo Jugendliche Unterstützung finden, wenn mal der Schuh drückt. Die Veranstaltung beginnt 20.00 Uhr.

Im Dezember erhielten die Schüler der Klasse 3E der Mittelschule „Vigil Raber“ im Rahmen der Verkehrserziehung auf der Polizeistation von Sterzing Einblick in das Berufsleben der Polizisten. Die Schüler

hatten mit ihrer Italienischlehrerin Fragen vorbereitet, die sie an Kommandant Peter Mock richteten. Abschließend wurden den Schülern die Einsatzfahrzeuge vorgeführt, von denen sie besonders fasziniert waren.

Äpfel und Milch im Klassenzimmer Bis Mitte Februar sind in den 3. und 4. Klassen der deutschen und italienischen Grundschulen Südtirols Apfel- und Milchbotschafter unterwegs. Zusammen mit den Lehrpersonen bringen sie insgesamt 7.300 Schülern, u. a. auch im Wipptal, auf spielerische Art den Südtiroler Apfel und die Südtiroler Milch näher. Die Projekte werden von der EOS, Export Organisation der Handelskammer Bozen, koordiniert. Foto: EOS-Blickle

Am 19. Februar findet im Jugendtreff Wipptal in Sterzing ein Vortragsund Diskussionsabend mit der Kinder- und Jugendanwältin Vera Nicolussi-Leck statt. Dabei stellt diese die Arbeit der Kinderund Jugendanwaltschaft vor und wird auf das Thema „Erwachsen werden“ und die damit einhergehenden Rechte und Pflich-

Besuch auf der Polizeistation

Ridnaun

Hilfe für krebskranke Kinder Der Ridnauner Weihnachtsmarkt, organisiert vom Frauenverein und den Bäuerinnen, hat im Dezember zahlreiche Besucher aus dem ganzen Wipptal angezogen. Die verschiedensten Handarbeiten fanden großes Gefallen. Der Vereinigung Südtiroler Kinderkrebshilfe Regenbogen konnte nun ein Scheck über knapp 15.000 Euro überreicht werden. Der Verein hilft seit über 25 Jah-

ren Kindern, die an einem Tumor erkrankt sind, und finanziert bei Bedarf die monatelangen Fahrten in die Klinik nach Innsbruck, Haush al t sh i lfe n, Schülerhilfen sowie verschiedene Ausgaben. Der Verein ist auch nach der Entlassung des Kindes für Familien da und organisiert Elterntreffen und gemeinsame Fahrten. Zudem unterstützt die Kinderkrebshilfe die Forschungsarbeit.

Sterzing

Vorausscheidung für Calcetto Cup Vom 15. bis zum 20. Februar finden im Jugendtreff Sterzing die Vorausscheidungen für den 7. Südtiroler Calcetto Cup statt. Mitmachen können Teams der Altersgruppen „1997 und jünger“ sowie „1993 – 1996“. Die Sieger qualifizieren sich für die Brixerker februar 13

ner Bezirksrunde am 23. Februar. Die Landesmeisterschaft findet am 3. März in Bozen statt. Es winken tolle Preise. Anmeldungen und Infos im Jugendtreff Sterzing unter der Rufnummer 345 3598339 oder via E-Mail jugendtreff.sterzing@jugenddienst.it. 35


leute

„Liebessuppe“ in Gasteig Mit der Caritas den Urlaub genießen

Mit Jahresbeginn sind bei der Caritas die Anmeldungen für die Kinder-, Senioren- und Familienaufenthalte in den Ferienstrukturen in Caorle angelaufen. In der „Villa Oasis“ und im Feriendorf „J. Ferrari“ – beide direkt am Meer gelegen – kümmern sich Betreuer, Schwimmlehrer und Pflegekräfte um das Wohlbefinden der Gäste. Finanziell schwächeren Familien werden auch heuer wieder individuelle Preisnachlässe gewährt. Die Anmeldung zu allen Turnussen ist online unter www. caritas.bz.it möglich. Vordrucke können auch bei der Dienststelle Ferien und Erholung (Tel. 0471 304340) angefordert werden. Die Ansuchen um Ermäßigung sollten innerhalb 31. März bei der Caritas abgegeben werden.

Käfer bringen Glück

Zum Jahreswechsel verteilten der VKE und der Tourismusverein Sterzing in der Stadt lauter kleine Glückskäfer an Passanten. Die dabei erzielten Spenden wurden der Caritasstelle von Sterzing übergeben. 36

Der Valentinstag ist der Tag der Verliebten. Blumen, Gedichte, Küsse und allerhand sonstige Liebensbeweise – an diesem Tag gehört das alles einfach dazu. Auch wenn ihn einige für eine reine Erfindung von Floristen und Juwelieren halten, ist er doch zu schön, um da-

rauf zu verzichten. Denn was gibt es Schöneres, als sich gegenseitig die Liebe zu beteuern? Deshalb lädt der Ausschuss „Ehe und Familie“ der Pfarrgemeinde Sterzing alle Verliebten und Verheirateten am Valentins-

tag, den 14. Februar um 18.30 Uhr zu einer Segensfeier mit Kurzreferat in die Kirche von Gasteig und daran anschließend zu einer „Liebessuppe“.

Trens

Ratschings

Acht neue Minis im Dienst

Dankgottesdienst für Jubelpaare

Acht Ministranten nahmen kürzlich in der Pfarrgemeinde Trens ihren Dienst am Altar auf. Pfarrer Paul Neumair wies Stefanie Peirer, Maria Rainer, Vivien Salcher, Florian Plaikner, Simon Rainer, Stefan Rainer, Fabian Saxl und Johannes Saxl in ihre neuen Aufgaben ein, bevor die Minis bei einem Gottesdienst offiziell ihren Dienst antraten. Als Zeichen des Segens erhielten sie von der Pfarrgemeinde ein kleines Kreuz.

Zum vierten Mal lud der Pfarrgemeinderat Ratschings unlängst zur Ehejubiläumsfeier der Pfarrgemeinde. Zwölf Paare blickten in der Pfarrkirche von Innerratschings auf ihren runden bzw. halbrunden Hochzeitstag sowie die vergangenen Jahre zurück und baten um Segen für ein weiterhin glückliches Beisammensein. Anschließend wurde im Wellness-Sporthotel gefeiert. Im Bild Waltraud und Erhard Haller, Elvira und Martin Gasteiger, Erika und Karl Eisendle, Paulina und Florian Moosburger, Claudia und Josef Eisendle, Christine und Peter Eisendle, Maria und Josef Haller, Margareth und Manfred Pirozzi, Andrea und Manfred Bacher, Elisabeth und Hermann Mutschlechner, Magdalena und Gabriel Parigger sowie Karin und Walter Schölzhorn.

Älteste gebürtige Mareiterin feiert Geburtstag Am 2. Jänner wurde Pauline Girtler, „Troger Pauline“, 100 Jahre alt. Sie kann auf ein äußerst bewegtes Leben zurückblicken. Geboren ist sie beim Troger in der Neder. Zusammen mit sieben weiteren Geschwistern wuchs sie in ärmlichen Verhältnissen auf, Schmalhans war meistens Küchenchef. Im Zuge der Option wanderte die gesamte Familie aus, nur Schwester Aloisia blieb in Mareit. Pauline verschlug es nach Frankreich, wo sie mehrere Jahre in einem Kloster verbrachte. Dort lernte sie den Kirchenmesner Josef Mesner kennen und lieben. Sie verließ das Kloster und zog mit ihrem zukünftigen Mann nach Souflenheim im Elsaß. Dort gründeten sie eine Familie und schenkten sieben Kindern das Leben. Hier in diesem beschaulichen Städtchen im Elsaß lebt

sie heute noch im Kreise ihrer Kinder. Erst vor zwei Jahren musste sie ins Altersheim, wo sie liebevoll betreut wird. In ihre alte Heimat konnte sie nur zweimal zurückkommen, obwohl sie gedanklich immer noch mit ihr verbunden ist. Im vergangenen Sommer erhielt sie Besuch aus ihrer alten Heimat. Als sie ein Sträußchen Edelweiß entgegennahm, war sie ganz gerührt. Auch die Pfarrkirche von Mareit erkannte sie sofort und ein wehmütiges Lächeln huschte über ihr Gesicht. Vielleicht können sich einige ältere Mareiter noch an die „Troger Pauline“ erinnern. erker februar 13


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geschichte

Auf der Durchreise Das Gästebuch „Zur Alten Post“ (1862 – 1876) Von Alois Karl Eller

Fotos: Privatbesitz

Der Reiseverkehr auf der NordSüd-Route führte bis zur Eröffnung der Brennereisenbahn-Linie 1867 durch die Stadt Sterzing. Dies bedeutete für die Gastwirte der Stadt, dass sie für entsprechende Einrichtungen zur Aufnahme der vielen Reisenden Sorge tragen mussten. Zu den größten Gasthäusern zählten im 19. Jahrhundert in der Altstadt die „Goldene Krone“, auch „Nagele“ genannt, der „Schwarze Adler“ oder „Schueler“ am Stadtplatz, in der Neustadt die „Neue Post“, die „Goldene Rose“ und die „Alte Post“ („Goldener Greif“).

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as Gasthaus „Zur Alten Post“ bzw. „Zum Goldenen Greifen“

Das große Bürgerhaus (heute Neustadt 26) besaß 1555 Ulrich Pölsterl; in diesem Jahr wird es erstmals auch als Gasthaus genannt. Dieses

Gastwirte-Geschlecht starb 1606 mit Hans Pölsterl aus. Die pölster38

liche Wirtsbehausung wurde 1762 durch die Heirat der Erbtochter Johanna Faustner mit Martin Schatzmann auch Sitz der Postverwaltung. Die Bezeichnung „Zum Goldenen Greifen“ lässt sich für 1681 erstmals nachweisen. Unter der Führung des Gastwirts Johann Karl Wolf, der k. Postmeister und Landschaftsabgeordneter war, stieg das Haus im 18. Jahrhundert zum vornehmsten der Stadt auf. Am 15. Oktober 1804 kaufte Anton Knollenberger die Greifenwirts- und Postbehausung. Bis 1876 blieb sie im Besitz der Familie. Danach wechselten die Besitzer häufig; allein bis 1899 gab es vier verschiedene Eigentümer. Von 1939 bis 1943 war im Haus der Sitz der AdO (Amt der Optanten). 1944 ging das gesamte Anwesen in den Besitz des „Ente Nazionale per le Tre Venezie“ über. 1945 wurde

das Haus aus unbekannten Gründen durch einen Brand völlig zerstört.

Z

ur Führung von Gäste- bzw. Fremdenbüchern Die Gastwirte Tirols waren laut einer gesetzlichen Verordnung vom 9. Februar 1857 zur Führung von Gästebüchern verpflichtet. Der Gemeindeverwaltung oblag die Aufgabe, die Bücher jährlich zu kontrollieren und eventuelle Unregelmäßigkeiten zu ahnden. Diese Verordnung könnte zur Annahme verleiten, dass noch viele Gästebücher auffindbar sein müssten. Tatsächlich sind aber nur wenige Bücher erhalten geblieben. Dies mag auch mit dem häufigen Besitzwechsel der Gaststätten, den vielen Verpachtungen oder einfach auch nur mit dem fehlenden Interesse der Gastwirte an solchen Erbstücken zu erklären sein.

D

as Fremdenbuch „Zum Goldenen Greifen“

Anton Alois Knollenberger, der von 1862 bis 1870 die Gaststätte „Zum Goldenen Greifen“ führte, legte 1862 ein Fremdenbuch an, das von seiner Nachfolgerin, der Witwe Maria A. Elisabeth Knollenberger geb. Mair, bis 1876 weitergeführt wurde. Es umfasst 130 Blätter und befindet sich heute im Besitz der Familie Knollenberger in Sterzing. Die Auswertung der vielen Eintragungen verfolgt mehrere Ziele; zuerst wird das Interesse auf die Anzahl der Reisenden gelegt. Es handelt sich nahezu ausschließlich um Gäste auf der Durchreise, die nur eine Nacht im Gasthaus verbrachten. Nur in Ausnahmefällen blieben sie, vielleicht wegen schlechter Witterung, länger als eine Nacht. Eine Sommerfrische oder ein Sterzinger Tourismus kann für diesen Zeitraum also ausgeschlossen werden. In der Zählung werden bei erker februar 13


Nennung „mit Familie“ jeweils drei Personen gerechnet. Ein besonderes Interesse wird auf das Jahr vor und nach 1867 zu richten sein, wurde doch in diesem Jahr die Eisenbahnlinie über den Brenner eröffnet. Hat sich diese Neuerung tatsächlich so schwerwiegend auf den Reiseverkehr ausgewirkt, dass der Durchreiseverkehr auf der Straße nahezu zum Erliegen kam, wie mehrere Historiker behaupten? Dies, so wird in mehreren Quellen zitiert, habe auch 1876 zum Konkursverfahren von Witwe Maria A. Elisabeth Knollenberger, Gasthausbesitzerin „Zum Goldenen Greifen“, geführt. Jahr 1862 (ab 2. April) 1863 1864 1865 1866 1867 1868 1869 1870 1871 1872 1873 1874 1875 1876 (bis 10. November)

Anzahl der Übernachtungen 382 497 315 206 158 155 134 210 68 185 177 143 184 139 98

Wie die Zählung der jährlichen Übernachtungen deutlich zeigt, setzte 1865 ein Abwärtstrend ein, der mit dem Jahr 1870 einen Negativrekord erreichte; auch danach wurden die Übernachtungserker februar 13

zahlen vom Beginn der Aufzeichnungen nie mehr erzielt. Der Einbruch der Nächtigungszahlen 1866 (158) und 1870 (68) wird auch mit zwei Kriegsereignissen (PreußischÖsterreichischer Krieg 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870) mit zu erklären sein, fehlte doch in diesen Jahren die wichtigste Gruppe der Reisenden, die Gäste aus dem Deutschen Reich. Die Umstellung des Reiseverkehrs von der Straße auf die Schiene hat dann auch tatsächlich dazu geführt, dass die Gastwirte an der Brennerroute zunehmend mit schwindenden Zahlen an Reisenden und Nächtigungen zu kämpfen hatten.

H

erkunft der Reisenden

Eine weitere Untersuchung geht der Frage nach, woher die Reisenden kamen. Darüber gibt im Fremdenbuch die Rubrik „Gewöhnlicher Wohnort“ Auskunft. Diese Frage wurde von den meisten Gästen – es handelt sich im untersuchten Zeitraum immerhin um 3.051 Personen – beantwortet. Dem Gebiet des Deutschen Reiches lassen sich 1.424 Personen zuordnen, womit diese Gruppe den größeren Anteil stellte. Viele Bürger vor allem aus den verschiedenen Großstädten zwischen München und Berlin wählten die Brennerroute für ihre Reise. Den zweiten Platz nehmen die Reisenden aus Österreich (ohne Tschechien, Ungarn und Südtirol) mit 464 Personen ein. Diese Zahl mag etwas verwundern, liegt das Land doch nahe an der Brenner-

route. Doch gab es dort weit weniger Großstädte als im Deutschen Reich und die meisten Reisenden waren eben Städter. Überraschend viele Gäste kamen aus England; sie liegen mit 462 Personen nahezu gleichauf mit den Reisenden aus Österreich. Ebenso mag auch die Zahl an US-Amerikanern verwundern, auch wenn deren Zahl (90) deutlich geringer war. Reisende aus Frankreich finden sich vor allem in der Zeit vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870; nach diesem Jahr kamen nur mehr vereinzelt Gäste aus diesem Land. In der Zeit von 1862 bis 1876 waren es insgesamt 64 Personen. Des weiteren kamen Reisende aus folgenden Ländern: Italien (119), der Schweiz (48), Russland (48), den Niederlanden (39), Ungarn (38), Tschechien (34), Schottland (26), Irland (26), Polen (23), Belgien (13), Dänemark (10), Livland (10), Norwegen (6), Schweden (6), Estland (5), Kroatien (4), Ägypten (4), Serbien (3), Galizien (3), Siebenbürgen (2), Slowenien (2), Bulgarien (2), Mähren (2); je ein Gast kam aus Rumänien, Australien, Kurland, der Walachei und Finnland. Aus dem Raum Südtirol kamen 59 Personen.

D

ie gesellschaftliche Zusammensetzung der Reisenden

Die Auswertung der im Gästebuch geführten Rubrik „Charakter oder Beschäftigung“ ermöglicht einen Einblick in die gesellschaftliche Zusammensetzung der Reisenden 39


geschichte

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es sollte die Frage beantwortet werden, welche Berufsgruppen oder -stände sich auf das Abenteuer einer längeren Reise einließen bzw. wer sich eine solche Reise zu dieser Zeit leisten konnte. Zu erwähnen bleibt, dass nicht alle Hausgäste die im Fremdenbuch gestellte Frage beantworteten, vielleicht auch zum Schutz der eigenen Identität. Eine schwindende Gruppe von Reisenden, schon allein wegen ihrer begrenzten Zahl, stellte der Adel: Neben Erzherzog Franz von Österreich bezogen 28 Grafen, acht Freiherren, je elf Barone und Ritter, zehn Gutsbesitzer und vier Marquise Quartier; einmal fand sich die Bezeichnung „Nobile“. Einen sehr hohen Anteil an Reisenden stellten Professoren und Lehrer. Für den untersuchten Zeitraum können 156 Personen dieser Kategorie zugerechnet werden.

Der Beamtenstand ist mit 40 Personen vertreten, Buchhändler haben sich insgesamt zehn eingetragen. Weitere zwölf Personen bezeichneten sich als Fabrikanten. Dem Bereich der Kunst können folgende Personen zugeordnet werden: 19 Maler, drei Musiker, je zwei Bildhauer, Sänger und Opernsänger, je ein Kapellmeister, Orchesterdirektor, Superintendant, k. k. Hoftheatermeister, Theaterdirektor, Restaurator und Künstler. Zwei Reisende gaben den Beruf eines Kartographen an. Zudem werden viele einzelne Berufsvertreter genannt: je ein Buchbinder, Buchdrucker, Buchdruckereibesitzer, Schriftsteller, Diplomat, Konsul, Agent, Verwalter, Bergwerksbesitzer, Zimmermeister, Konditor, Eisenbahner, Hofgärtner, Gärtner, Dir. der k. k. Sternwarte, Kämmerer, Reichsarchivar, Pelztechniker, Anstaltsbesitzer und Uhrmacher, je zwei Mechaniker

hen. Viele der Reisenden fallen in die große Gruppe der Italienreisenden, Ziel einer der klassischen Bildungsreisen seit dem 18. Jahrhundert. In der Liste fehlen Landwirte oder Bauern, aber auch die Gruppe der einfachen Arbeiter völlig. Dies mag auch mit der als „nobel“ bezeichneten Gaststätte und den entsprechenden Preisen zusammenhängen. Gewiss waren aber diese beiden Gruppen generell nicht reisefreudig.

R

eiseziele

Bemerkenswerte Reisegäste Zahlreiche illustre Gäste haben auf ihrer Reise in Sterzing Halt gemacht. Neben Erzherzog Franz Karl von Österreich (1865) und anderen Vertretern des Adels nächtigten auch zahlreiche Künstler und Wissenschaftler, wie der Zoologe und Naturphilosoph Ernst Haeckel (1862) oder der Orientalist Charles de Vincenti (1863), im „Goldenen Greifen“. Unter den Gästen befand sich zudem Karl von Sonklar (1865), k. k. Oberstleutnant der Militärakademie zu Wiener Neustadt, nach dem die Sonklarspitze in den Stubaier Alpen benannt ist. Ludwig und Clara Wittgenstein, Onkel und Lieblingstante des Philosophen Ludwig Wittgenstein, stiegen ebenfalls hier ab. Den weitesten Weg hatte wohl William Macpherton zurückgelegt: Er kam aus Melbourne in Australien. Verständlich, dass auch viele Kaufleute unterwegs waren. Dieser Kategorie können 118 Personen zugeordnet werden. Weitere Berufskategorien bzw. Gruppen waren in den untersuchten Jahren regelmäßig vertreten: Studenten (94), Juristen (76), Ärzte (42) und Angehörige des Militärs (79). Dem Klerus können insgesamt 31 Personen zugerechnet werden, darunter drei Bischöfe. 40

und Fotographen sowie vier Baumeister. Einen Gutteil der Reisenden machte damals also vor allem die städtische Bildungsschicht (akademisch Gebildete) und die Kaufmannsschicht aus. Überraschend stark vertreten sind auch Reisende, die dem Militärwesen zuzuordnen sind. Diese hohe Anzahl mag auch mit dem Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 in Zusammenhang ste-

Eine weitere Spalte sah im Fremdenbuch die Eintragung des Abreisetages und die Angabe der Reiserichtung vor (Rubrik „Tag und Richtung der Reise“). Diese Spalte wurde, aus welchen Gründen auch immer, nur etwa von der Hälfte der Reisenden mit den entsprechenden Angaben versehen. In der Summe ermöglicht die Auswertung der Eintragungen jedoch die Rekonstruktion der Reisegewohnheiten. Der größere Strom, wie nicht anders anzunehmen, folgte der Nord-Süd-Route, wie sie über Jahrhunderte bereits begangen wurde. Ein weiteres Augenmerk wird auf den Südtirol-Tourismus, insbesondere auf den Beginn des Alpintourismus gelegt.

D

ie Brennerroute

In Richtung Norden wurde von den Reisenden am häufigsten Innsbruck als Reiseziel angegeben (763). Interessant ist dabei, dass einige Reisende aus England angeben, die Route Venedig über Ampezzo nach Innsbruck gewählt zu haben. Als weitere Bestimmungsorte Richtung Norden werden angegeben:

München (40), Salzburg (22), Wien (13) und Bad Ischl (7); jeweils sechs Gäste geben Kufstein, Steinach und Bayern als Ziel an. Weitere Ziele waren Jenbach (5), Bad Reichenhall, Mittenwald und Prag (je 3), Breslau (2) sowie St. Veit und London (je 1). In Richtung Süden wurde am häufigsten Bozen angegeben (209). Als weitere Ziele werden genannt: Italien (31), Venedig (33), Bruneck (12), Trient (11), Rom (9), Pustertal und Villach (je 7), Genua (8), Lienz, Ampezzo und Verona (je 6), Franzensfeste (5), Suez (4), Vicenza, Palermo und Graßstein (je 3), Mailand, Bormio, Rovereto, Cortina und Ajaccio (je 2); je eine Person gab als Ziel Mittewald, Klagenfurt, Predazzo, Laibach, Triest, Riva, Mont Blanc und Neapel an.

D

er Anfänge des Südtirol-Tourismus

Herausragend war, so zeigen es viele Eintragungen, die Stellung von Meran. Dieser weltbekannte Kurort wurde von Reisenden aus verschiedensten Ländern aufgesucht, 203 Personen gaben Meran als Ziel an. Weitere neun Personen nannten als Ziel den Weg über das „Jaufenjoch“ nach Meran. Dieser Destination müssen wohl auch die Reisenden zugerechnet werden, die St. Leonhard in Passeier (17) oder einfach Passeiertal (9) angaben. Die ersten Hinweise auf den Beerker februar 13


ginn des Alpintourismus lassen sich den verschiedenen Eintragungen entnehmen. Wanderer wählten Sterzing als Stützpunkt für verschiedene Höhenwanderungen - nicht umsonst hat Conrad Fischnaler 1883 seinen ersten „Führer durch das nördliche Eisacktal“ mit dem vielsagenden Titel „Ein Stati-

onspunkt für Touristen und Sommeraufenthaltsort für Fremde“ versehen. Wie bereits erwähnt, wählten mehrere Gäste den beschwerlichen Weg über den Jaufen nach Passeier und Meran. Ein weiterer Wanderweg führte in das Pfitsch- und Zillertal - als Ziel gaben zehn Reisende St. Jakob bzw. Kematen in Pfitsch an, vier Gäste vermerkten als Ziel das Pfitscherjoch, ein Gast den Weg vom Pfitscherjoch kommend nach Obergurgl. Öfters gewählt wurde auch das Zillertal (10), ein Gast nennt Mayrhofen, zwei weitere Zell im Zillertal, drei gaben als Ziel Hintertux an. Eine dritte, jedoch noch selten gewählte Route führte von Sterzing in das Ridnauntal (3 Angaben), ein Gast vermerkte als Ziel den Schneeberg, ein weiterer Stubai, zwei Gäserker februar 13

te nannten Gurgl, drei das Ötztal, einer das „Timblsjoch“, weitere zwei Vent, einer das Lechtal. Zwei Gäste beschrieben im Fremdenbuch die Route in umgekehrte Richtung. Rev. A. Rodney Fowler und C. E. Metrelst aus England notierten am 27. Juli 1867: „From Gurgl – Oetzthal over the Timbls Joch at the Schnee Berg. The Timbls Joch Route – a way curionse one – is rendered most injoyable by taking the path to Gurgl by discending to Zwieselstein – the path leaves the valley about 1/3 at the way down. The view from the southern mountains between the Timbl and Gurgl valleys is magnificent in the extreme.” Das Angebot im Sterzinger Reiseführer vom Jahr 1883 zeigt auch, dass die Tourismusbranche in Sterzing zunehmend auf diese Reisegruppe zu setzen versuchte. Unter dem Titel „Bergführer“ wird angeführt: „1) Johann Steiner sen., Vorstadt, Haus Nr. 14 (Hafner-Haus). 2) Alois Steiner w. v. - 3) Johann Jasce, Neustadt, Haus Nr. 24. - Die drei Personen sind behördlich autorisiert für folgende Touren: (...) über den Jaufen nach Meran, über das Penserjoch ins Sarnthal, (...) über das Pfitschjoch ins Zillerthal, (...) über Schneeberg und Timbls in das Oetzthal.“ Nur ein Reisender nannte das Penser Joch und Pens als Ziel, drei gaben einfach nur Südtirol an, zwei Gäste aus England vermerkten „Tour the Tyrol/Switzerland“. Als weitere Südtiroler Reiseziele werden angeführt: Brixen (25), Ritten (4), Kastelruth und Niederdorf (je 2) sowie Neustift, Klausen, Kaltern und Taufers (je 1). 41


kultur

Gossensaß

Pflersch

„Hinter-Arlberger“

„Der Figozecker“

Kabarettist Markus Linder gastiert wieder in Gossensaß. Am 8. Februar stellt er auf Einladung der örtlichen Heimatbühne sein neuestes Programm vor.

Mittlerweile ist es schon fast Tradition, dass das fast zwei Meter große Multitalent seine Kabarettkunst in Gossensaß zum Besten gibt. Und auch mit dem „Hinter-Arlberger“, für den er bei den Appenzel-

ler Kabarett-Tagen 2012 mit dem Kabarett-Preis „De goldig Biberflade“ ausgezeichnet wurde, wird der Humorist und Entertainer das Publikum unterhalten. „Hinter-Arlberger“ ist ein Sammelsurium an kleinen, feinen, durchaus tiefgründigen Sticheleien. Markus Linder stellt sich in seinem neuen Kabarettprogramm die wichtigen Fragen: Wer bin ich, woher komme ich, rot oder weiß, süß oder sauer ...? Er stellt sich als echter Grenzgänger die Frage: Bin ich Voroder Hinter-Arlberger, berichtet von seiner Integration im Heiligen Land Tirol und präsentiert außerdem die 10.000 schönsten Liebeslieder, denn natürlich ist Musik auch in diesem Programm integraler Bestandteil der Linder’schen Kabarettkunst. Beginn der Aufführung ist um 20.00 Uhr im Theatersaal von Gossensaß. Karten können zu Geschäftszeiten in der Bäckerei Mayr unter der Rufnummer 633011 reserviert werden.

Zu seinem 20-jährigen Bestehen zeigt der Theaterverein Pflersch im Februar und im März im örtlichen Haus der Vereine die Komödie „Der Figozecker“ von Franz Arnold und Ernst Bach. Nach dem großen Erfolg „Die Spanische Fliege“ im vergangenen Jahr bietet der Theaterverein seinem Publikum auch heuer wieder einen Lachschlager. Das Erfolgsstück „Der Keusche Lebemann“ wird in einer Dialektfassung von Leo Ploner als „Der Figozecker“ aufgeführt. Den biederen Karl Stieglitz möchte sein Chef Felix Brenner mit seiner Tochter Julia verheiraten. Diese hat allerdings eigene Vorstellungen von ihrem Zukünftigen, hat sie

doch gerade den smarten Figozecker und Lebemann Heinz Fellner kennen gelernt. Um dennoch die Hochzeit mit Stieglitz anzubahnen, muss aus diesem ebenso ein Figozecker gemacht werden. Dazu konstruiert man für den schüchternen jungen Mann eine amouröse Vergangenheit, ohne allerdings zu ahnen, dass diese die beiden schneller einholt, als ihnen lieb ist. Premiere hat das Stück am 23. Februar (20.00 Uhr). Weitere Vorstellungen gibt es am 1., 2. (20.00 Uhr), 3. (18.00 Uhr), 7., 9. (20.00 Uhr) und 10. März (18.00 Uhr). Reservierungen werden unter der Rufnummer 770503 (mittags und abends) vorgenommen.

Sterzing

„Rollmops & Co“

Stange

„Love and the Sexperts“ Am 2. März findet im Gemeindesaal in Stange auf Einladung der örtlichen Jugendgruppe das Theaterstück „Love and the Sexperts“ statt. Robin und Lucy sind ratlos und überfordert mit ihren Gefühlen füreinander. Zwar kennen sie sich aus dem Internet recht gut, aber wie soll man dem anderen sagen, dass man ihn liebt? Die beiden Experten in Sachen Liebe und Sexualität Bill und Rita lassen sich diese Gelegenheit nicht nehmen und beweisen ihr Können. Sie mischen sich unaufgefordert ein. Bisweilen kann das ganz schön nervig werden. Das Jugendtheater von Beate Alb42

recht ist ein lustvolles Stück über Liebe und Sexualität, thematisiert

Geheimnisse, Tabus und vermeintliche Peinlichkeiten. Mit viel Musik und Gesang, Live-Raps und Komik nahe an der Lebenswelt der Jugendlichen ist das Stück sehr humorvoll. Die Aufführung beginnt um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Zweite Eigenproduktion des Generationentheaters 50 plus Gibt es ein Leben nach der Ehe? Und wenn ja, wie? Das Generationentheater 50 plus der Stadtbühne Sterzing zeigt im Februar im Stadttheater eine schräge Revue für sechs Frauen und einen Mann. Sie geben Einblick in die Höhen und Tiefen männer- bzw. frauenbefreiten Daseins: Possen des Alltags zwischen Komik und Tragik, Schräges, Schmerzliches, Wuterfülltes, Drolliges, Trauriges, Bizarres, kurz Momente der Wahrheit. Das Generationentheater 50 plus bringt damit – nach dem großartigen Erfolg im vergangenen Jahr – auch heuer wieder eine unterhaltsame Revue voll rabenschwarzen Humors mit viel Selbstironie und Songs, Marke Eigenbau, in ge-

wohnt frecher Weise auf die Bühne. Regie führt Monika Bonell. Premiere ist am 7. Februar (20.00

Uhr). Weitere Aufführungen gibt es am 10. (18.00 Uhr), 11., 12., 15., 16. (20.00 Uhr) und 17. Februar (18.00 Uhr). Reservierungen werden unter www.stadtbuehne-sterzing. com oder unter den Rufnummern 347 1938175 und 339 5914121 (14.00 – 18.00 Uhr) entgegen genommen. erker februar 13


kultur

Trens

Brixen

„Do sein sie richtig!“

„Der Besuch der alten Dame“

Die Theatergruppe Trens führt im Februar in einer Inszenierung

Traditionell veranstalten die Maturanten des Vinzentinums nicht einen Maturaball, sondern ein Maturatheater. In diesem Jahr zeigen sie die Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt; Regie führt Gerd Weigel. Im Stück geht es um die Milliardärin Claire Zachanassian, die nach langer Zeit ihre mittlerweile sehr verarmte Heimatstadt Güllen besucht. Nun hofft die ganze Stadt auf ihre Hilfe. Claires Jugendliebe Alfred Ill soll sie dazu bringen, der Stadt eine kräftige Geldspritze zu verpassen, doch Frau Zachanassians Pläne sehen etwas anders aus: „Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet.“ Die Maturanten unterstützen damit auch die Initiative „L’arte non trema“. Künstler aus Oberitalien stellen aus Fragmenten, die aus den Trümmern

von Gerd Platter die turbulente Komödie „Do sein Sie richtig!“ von Marc Camoletti auf. Worum geht es? Vier Frauen, die gemeinsam unter einem Dach leben, haben allesamt ein Problem und versuchen, dies mit einer Annonce zu lösen. Die Interessenten lassen denn auch nicht lange auf sich warten. Da jedoch keine von der Annonce der anderen weiß, kommt es zu einer Reihe von

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Missverständnissen, wobei die Damen in Verzweiflung und die Bewerber in teilweise äußerst peinliche Situationen geraten. Was für die Schauspieler erst im Finale des Stücks zutrifft, stimmt für das Publikum von Anfang an: „Do sein Sie schun richtig!“ Premiere hat das Stück am 6. Februar um 20.00 Uhr im Vereinshaus von Trens. Weitere Aufführungen gibt es am 8. und 9. Februar (20.00 Uhr), am 10. Februar (18.00 Uhr), am 14. und 16. Februar (20.00 Uhr) sowie am 17. Februar (18.00 Uhr). Reservierungen werden unter der Rufnummer 366 8118816 oder via E-Mail info@theatergruppe.it entgegengenommen.

der Erdbebenkatastrophe in der Emilia Romagna stammen, Kunstwerke

her. Das Geld, das durch den Verkauf dieser Bilder eingenommen wird, kommt Einrichtungen in den Bereichen Kultur und Bildung zugute. Premiere hat das Stück am 17. Februar (18.00 Uhr) im Parzivalsaal des Vinzentinums in Brixen. Weitere Aufführungen gibt es am 23. (20.00 Uhr) und 24. Februar (18.00 Uhr) sowie am 1., 2. (20.00 Uhr), 3. (18.00 Uhr), 8., 9. (20.00 Uhr) und 10. März (14.00 Uhr).

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woher stammt eigentlich der name ...

kultur

Giggelberg?

Nazischlupfloch Sterzing

Etwas westlich von Pontigl, einer nördlich von Gossensaß gelegenen Streusiedlung, steigt an der orographisch rechten Seite des Eisacks das eher steile Gelände des Giggelberges an. Die Weiler Inner- und Außergiggelberg gehören zur Katastralgemeinde Brenner und damit verwaltungstechnisch zur Marktgemeinde Brenner. Die Siedlungen am Giggelberg werden bereits im Jahr 1288 erstmals urkundlich als auf dem „Guggelberch“ bzw. „Gukelperch“ gelegen erwähnt. Die überaus sonnige Lage dürfte wohl bereits in frühester Zeit den Anbau von Getreide, vorwiegend Roggen und Hafer, begünstigt und den Bauern durch Jahrhunderte hindurch Arbeit und Brot gegeben haben. Bereits im 16. Jahrhundert waren die Ortsnamen „Guggelperg“ und „Gügglberg“ mehrfach in Verwendung. Aus diesen dürften sich schließlich in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Bezeichnungen „Gigglberg“ bzw. „Giggelberg“ abgeleitet haben. Die etymologische Deutung ist umstritten. Manchmal wird der Siedlungsname vom heute noch im Dialekt gebräuchlichen Wort für Hahn „Gigger“ bzw. „Giggl“ abgeleitet. Wahrscheinlicher dürfte hingegen die Ableitung vom mittelhochdeutschen mundartlichen Wort „Guggl“ bzw. „Gugg“ für Kuckuck sein. Ein Vogel dürfte damit namengebend für den Giggelberg gewesen sein. Harald Kofler

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Scott Walker, international bekannter US-amerikanischer Sänger und Musiker, macht Sterzing in seinem neuesten Album „Bish Bosch“ keine Ehre. In seinem Song „Corps the Blah“ besingt er Sterzing als berühmt berüchtigtes Schlupfloch für NS-Kriegsverbrecher in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Wörtlich heißt es im Text: „Ich wate durch die blauen, freien Adern von Sterzing“. In einem der CD beigelegten Libretto erklärt der eigenwillige Musiker seine metaphorischen und teilweise schwer zugänglichen Songs. Der 1943 in Ohio als Sohn deutscher Eltern geborene Popavantgardist wurde bereits in den späten 60er Jahren als Leadsänger zum Star. Auf Sterzing kam Walker durch Gerald Steinachers Buch „Nazis auf der Flucht“ („Nazis on the Run“), in dem der Historiker ausführlich die „Rattenlinie“, den Fluchtweg vieler Nazis über Südtirol nach Amerika, beschreibt. Denn die von den Alliierten geräumte Al-

penregion war zu Kriegsende neben der Schweiz das einzige deutschsprachige Gebiet, das von keiner Besatzungsmacht kontrolliert wurde. So wurde beispielsweise Adolf Eichmann vom nazifreundlichen Sterzinger Pfarrer Johann Corradini am Brenner abgeholt und anschließend im Franziskanerkloster in Bozen versteckt. Der berüchtigte Lagerarzt von Auschwitz, Josef Mengele, quartierte sich unter falschem Namen in einem Sterzinger Gasthof ein. Der Kriegsverbrecher Erich Priebke lebte gar mehrere Jahre in der Sterzinger Bahnhofstraße und wurde hier von Pfarrer Corradini katholisch getauft. In mehreren Rezensionen, so u. a. in der Süddeutschen Zeitung oder der taz, hat Sterzing nun als Tiroler Nazi-Unterschlupf auch Eingang in die internationale Musikgeschichte gefunden. Da ist beispielsweise von Sterzing als wichtigem Fluchtpunkt für Nationalsozialisten die Rede oder sogar von Sterzing als „Schlupfwinkel von Altnazis bis in die achtziger Jahre“. Ein wenig schmeichelhaftes Prädikat. lg

„Kunst & Krempel“ erfolgreich abgeschlossen

Die Organisatoren bei der Übergabe des Reinerlöses: (v. l.) Dieter Thaler, Martin Alber, Monika Mair, Heinrich Forer, Francesca Pacher, Dekan Josef Knapp, Ingrid Heidegger Olivieri und Lukas Siller Nach der Benefizauktion und mehreren Flohmärkten zogen die Organisatoren der Sterzinger Aktion „Kunst & Krempel für unsere Pfarrkirche“ eine erfolgreiche Bilanz: Insgesamt konnte die stolze Summe von gut 61.000 Euro erzielt werden. Bereits im Oktober wurde mit einem Dankgottesdienst der Abschluss der Sanierungsarbeiten am Turm der Sterzinger Pfarrkirche, die Neueindeckung der Apsis

und die Überholung der Orgel gefeiert. Dabei erhielt das Turmdach auch sein ursprüngliches Grün zurück. Bei der von Bildungsausschuss und Pfarrgemeinde Sterzing organisierten Versteigerung im Stadttheater und drei Flohmärkten wurden zahlreiche Objekte verkauft. Allein beim Benefizabend konnten bei der Versteigerung der wertvollsten Spenderstücke über 45.000 Euro eingenommen werden. erker februar 13


kultur

Schneeberg trifft Schneeberg

Telfer Musikanten geehrt

(v. l.) Museumsleiter Hermann Schölzhorn, Jochen Pfab (Bergsicherung Schneeberg GmbH), Andreas Rainer, Werner Amrain, Alfred Braunhofer, Astrid Gschließer, Albin Volgger, Heinz Graus und Paul Felizetti

(v. l.) René Sparber, Michael Hofer, Norbert Haller, Johann Rainer, Alexander Hilber, Martin Sparber und Willi Tötsch

Bei der Cäcilienfeier der Musikkapelle Telfes verliehen Obmann Norbert Haller und Kapellmeister Willi Tötsch langjährigen Mitgliedern die Ehrenurkunde und das Ehrenabzeichen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen.

Für ihre 15-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet wurden Alexander Hilber, René Sparber, Matthias Sparber und Michael Hofer. Johann Rainer, der seit 50 Jahren in der Musikkapelle Telfes mitwirkt, wurde mit Groß-Gold geehrt.

Mauls

Neujahrskonzert der Jugendkapelle Am 6. Jänner gab die Jugendkapelle Mauls im Haus der Dorfge-

meinschaft ihr bereits zur Tradition gewordenes Neujahrskonzert. Jugendleiterin Simone Bergmeister hatte mit Stücken wie „Der

lustige Winzer“, Cinderella, Fernando und Abba-Hits for Kids wieder ein ansprechendes Programm einstudiert. Am Neujahrstag spielte die Jugendkapelle im Romantikhotel „Stafler“ auf. Die Gäste und zahlreichen Maulser waren begeistert. Anschließend sorgte die Hoteliersfamilie für das leibliche Wohl.

Im Dezember besuchten einige Mitarbeiter der BergbauWelt Ridnaun Schneeberg das Erzgebirge und den dortigen Schneeberg mit seiner großen Bergbautradition in Sachsen. In Freiberg, zwischen Dresden und Chemnitz gelegen, erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über den eng mit der Stadt verbundenen Bergbau. In Zinnwald lernte die Gruppe auch die Tradition der Mettenschicht kennen, die Feier der überlieferten Bergmannsweihnacht in einem mit Tannenzweigen und Kerzen geschmückten Stollenabschnitt.

Am dritten Tag wurde der Bergbau in Schneeberg besichtigt, wo Silber, Kobalt, Nickel, Wismut und Uran abgebaut wurden. Der Besuch der „terra mineralia“, der größten Mineralienschau Deutschlands, rundete die mehrtägige Lehrfahrt ab. Unvergesslicher Höhepunkt war die große nächtliche Bergparade, auch Lichtelfest genannt, mit Bergmusikkapellen und uniformierten Bergbauvereinen. In diesem Jahr werden die befreundeten Vereine aus Sachsen der BergbauWelt am Schneeberg einen Gegenbesuch abstatten.

Sterzinger Männerchor blickt zurück

Sterzing

Vision-Art-Union stellt wieder aus Seit Dezember sind in der Galerie „Lilie“ in Sterzing wieder Werke der Wipptaler Künstlervereinigung „Vi-

sion-Art-Union“ zu sehen. Wie in den bisherigen Ausstellungen in Südtirol und Tirol setzt die Künstlervereinigung auf Vielfältigkeit erker februar 13

und Internationalität. Ausgestellt sind Gemälde, Fotografien, Bildhauer-, Flecht- und Schmiedekunst von Obmann Simon Rainer, Andrea Kuritko, Wolfgang Nitz, Josef Holzer, Christine Schölzhorn, Anneliese Bacher und Birgit Obrist aus Südtirol, Steffi C. Holder aus Deutschland und Christine Genc aus Österreich. Derzeit arbeiten die Künstler mit einer ortsansässigen Firma an einem neuen Projekt für diesen Sommer.

Mitte Jänner hielt der Männergesangverein Sterzing 1860 im Hotel „Mondschein“ seine Jahresversammlung ab. Obmann Richard Oberprantacher begrüßte Sänger und Ehrengäste, bevor Schriftführer Manfred Gogl einen Rückblick auf 46 Proben und zwölf weltliche und kirchliche Auftritte gab. Zu den musikalischen Höhepunkten zählten das Frühjahrskonzert, ein Sommerfest sowie Auftritte zu Allerheiligen und Weihnachten mit Turmsingen zu Heiligabend. Der Bundesobmann Erich Deltedesco und Bezirksobmann Otto Schenk ehrten den zweiten Bass, Pianist und

Vizechorleiter Oswald Salcher für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Männergesangverein mit einem Abzeichen und einer Urkunde. Chronist Manfred Gogl lobte Salchers wertvollen Beitrag für den Verein, der bis zu seinem Eintritt lediglich a-cappella-Literatur vortragen konnte, da ein eigener Korrepetitor fehlte. Bürgermeister Fritz Karl Messner dankte dem MGV für sein bürgerlichwürdevolles Auftreten, Kooperator Konrad Gasser hob die festliche Gestaltung von kirchlichen Feiern hervor. Nach einer Stärkung klang der Abend bei einem Glas Wein und Liedern aus. 45


Febbraio: si vota I cittadini sono chiamati ad eleggere il nuovo parlamento – In Alto Adige 14 liste per la Camera – Sei i collegi uninominali per il Senato – L'inedito collegamento SVP e PD Bersani del PD o Berlusconi del PDL+Lega Nord oppure Monti di Scelta civica: fra qualche giorno conosceremo chi governerà l'Italia per la prossima legislatura. A meno infatti di sconvolgimenti macroscopici, sarà uno dei tre con le rispettive coalizioni a reggere il paese nella difficilissima congiuntura politica, economica e sociale in cui si trova. Ma già qui si impone una prima riflessione. Il fatto eclatante è che per la quarta volta uno dei competitori sia ancora Silvio Berlusconi, che sembra avere attraversato indenne un ventennio tempestoso di vicende politiche, giudiziarie e, diciamo così, pruriginose. Rispetto, però, alla precedente sfida bipolare BerlusconiVeltroni, il tabellone elettorale si è complicato per la discesa in campo, oltre a Monti, di nuove forze che rendono difficile ogni previsione. Con la violenza di un ciclone, infatti, sulla scena ha fatto irruzione il Movimento 5 Stelle di Grillo, che si fa interprete della montante ondata antipartitica con una virulenza verbale inusitata. Sulla sinistra poi c'è Rivoluzione civile dell'ex P.M. Pietro Ingroia, che raccoglie tutti gli spezzoni della sinistra radicale, dei verdi e dei dipietristi. E poi naturalmente tutto un fiorire di liste più o meno stravaganti che, fortunatamente, saranno spazzate via in virtù della soglia di sbarramento del 4% alla Camera e dell'8% al Senato. La Regione Trentino-Alto Adige, in virtù della sua autonomia, ha una legge elettorale diversa dal famigerato Porcellum nazionale. In pratica, per la Camera, le 14 liste presentano candidati comuni bolzanini e trentini. Verranno eletti 10 deputati proporzionalmente ai voti conseguiti dalle rispettive liste e in ordine di presentazione (più 1 eventuale deputato in base ai collegamenti). Per il Senato la Regione è divisa in sei collegi uninominali, che eleggeranno 6 senatori col sistema maggioritario (più un senatore eletto in base al miglior risultato nei collegi). La grande novità in questa tornata è rappresentata dall'accordo politico elettorale fra la SVP e il Partito democratico. Tale intesa ha comportato la candidatura unica e la quasi certa elezione del prof. Francesco Palermo nel collegio di Bolzano-Bassa Atesina, dove da tre legislature veniva eletto un senatore di lingua tedesca. La cosa ha suscitato qualche mal di pancia nella SVP, sia per la rinuncia a un proprio candidato, sia per il profilo di Palermo, giurista ed esperto di autonomie e federalismo, da anni impegnato in Convivia, l'associazione dei genitori per il bilinguismo. Ma in ballo c'è la elaborazione e approvazione del terzo Statuto di autonomia e la Sammelpartei ha urgente bisogno di alleanze a livello nazionale. O forse è anche vero che la SVP sta "metabolizzando la convivenza". Cioè comincia finalmente ad aprirsi. Si vedrà. bd Per le liste elettorali a Camera e Senato vedi pag. 14

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notizie dall’alta val d’isarco

A piccoli passi verso quota 20.000 la popolazione dell'Alta Val d'Isarco Al 31 dicembre 2012 erano 19.703 gli abitanti residenti, 162 in più Il saldo positivo è dovuto all'aumento dei cittadini stranieri, l'8,3% del totale - Ci sono più maschi che femmine - In leggero calo i matrimoni

Seppure lentamente l’Alta Val d’Isarco si avvicina ai 20.000 abitanti. Non è che il traguardo ha qualche significato particolare se non quello grafico di un bel numero tondo. Le annuali statistiche segnalano che al 31 dicembre 2012 nei sei comuni della Comunità comprensoriale la popolazione si è

assestata su 19.703 residenti. L’incremento rispetto all’anno precedente è di 162 unità in assoluto e poco meno dell’1%. L’aumento è la risultante del saldo positivo (+79) fra immigrati (849) e emigrati (764) e fra nascite (230) e morti (147), pari a un +83. Nei singoli comuni i movimenti demografici sono i seguenti: Brennero, abitanti 2.140 (+26); Vipiteno 6.611(+81);Vizze 2.880 (+65); Racines 4.410 (+1);Fortezza 988 (+6) e, in controtendenza, Trens 2.674 (-17). Dei 1903 residenti nell’intera Wipptal 10.057 (+86) sono maschi e 9.645 (+76) femmine, il che accentua, anche se leggermente, il divario fra i due sessi in atto già da parecchi anni. Si pensi che a Racines gli uomini superano le donne di ben 137 unità. Un dato di un certo rilievo è che, dopo molti anni di crisi delle nascite, nel 2012 sono nati 25 bambini in più. Le coppie più prolifiche si registrano a Vizze, con un bel +19, le più restie a procreare sono invece a Trens, dove sono nati 14 babys in meno. In ogni caso, più che da nascite e morti, i mutamenti demografici restano influenzati, come negli anni passati e in maggior parte, dalla dinamica dei flussi migratori. I citta-

dini stranieri, infatti, anche se di poco, sono ancora aumentati dai 1.592 dell’anno passato agli attuali 1.640 attuali con +48 unità in termini assoluti e un +0,2 percentuale. Di questi 578 provengono dalla Unione Europea e 1.062 da paesi terzi. In totale gli stranieri rappresentano ormai l’8,3% della popolazione, ma con una distribuzione differenziata nei sei comuni, che raggiunge a Fortezza il 24%, a Brennero il 15%, a Vipiteno il 9% e appena il 3,3% a Racines. In appena 8 anni, dai 761 del 2004, sono più che raddoppiati e, come si è già avuto modi di rimarcare, senza di loro interi settori economici sarebbero alla paralisi, le scuole pesantemente ridimensionate e Fortezza e Brennero due villaggi desolati. Spulciando ancora le statistiche, un altro dato che viene confermato è quello della diminuzione dei matrimoni e della crescente preferenza delle giovani coppie per il rito civile rispetto a quello religioso. Rispetto a un leggero regresso (-3) delle nozze in generale, quelle benedette in chiesa sono state appena 28, meno della metà delle 57 celebrate in municipio. Per il resto viene ulteriormente confermata la tendenza all’invecchiamento della popolazione dove le poche nascite non riescono a compensare la drastica e progressiva riduzione della mortalità, con tutto ciò che consegue in termini di assistenza e cura degli anziani. Come controprova, infine, delle statistiche sulla longevità, che vedono nettamente prevalere le donne, le nonnine della Wipptal sono Mathilde Haller di Vipiteno e Anna Schwitzer di Trens, ambedue giovani di 99 anni. Segue a rispettosa distanza Heinrich Hofer di Vizze di 96. Quando nacquero nell’impero austro-ungarico, a Vienna regnava Francesco Giuseppe. bd erker februar 13


notizie dall’alta val d’isarco

Vipiteno

Molte ombre sul futuro dell‘ospedale cittadino In discussione il ridimensionamento richiesto dal piano di risparmio della riforma clinica Il dr. Siegfried Gatscher, direttore del Distretto Sanitario di Bressanone, spera di poter ridurre al minimo i “sacrifici” della struttura Erker: Egregio direttore, recentemente sono stati collocati accanto all'edificio dell'ospedale di Vipiteno due grandi container, attrezzati da sale operatorie da utilizzare durante i lavori di ammodernamento delle due sale operatorie attuali. Siccome si sente dire da fonti ufficiali che verrà eliminata la chirurgia oncologica, a molti cittadini questa operazione sembra per lo meno contraddittoria. Gatscher: Premetto subito che la ristrutturazione delle sale operatorie era un atto dovuto. Erano modernissime 35 anni fa, quando sono state fatte, ma oggi non corrispondono più ai parametri richiesti dalle norme vigenti. Per consentire di mantenere ininterrotta e non ridotta l'attività chirurgica, è stato necessario affittare da una ditta di Norimberga altamente specializzata le due sale operatorie in container, che dovrebbero restare in funzione dal 10 febbraio al 10 agosto. Per quanto riguarda l'apparente contraddizione della manovra, vorrei fare due precisazioni. La prima: anche ammesso che chirurgia oncologica venga tolta, nell'ospedale di Vipiteno chirurgia non viene soppressa. Oggi l'ospedale vanta un ottimo livello chirurgico anche in altri campi. Negli ultimi dieci anni abbiamo introdotto con successo una chirurgia endoprotetica (ginocchio, anca) di alto livello. La seconda precisazione: la chiusura della chirurgia oncologica negli ospedali di base ed il suo concentramento negli ospedali di Bolzano, Bressanone, Brunico e Merano è un discorso ancora del tutto aperto. Erker: Quante speranze ci sono di mantenere la chirurgia oncologica? Gatscher: Noi abbiamo meserker februar 13

Le sale operatorie in container durante la ristrutturazione del reparto di chirugia so in campo tutte le nostre buone ragioni per difenderla. Prima di tutto facciamo presente il livello qualitativo altissimo della chirurgia oncologica offerto dal dottor Pfitscher, un chirurgo di grandi capacità e di grande professionalità. In secondo luogo ricordiamo che negli ultimi dieci anni si è registrato un forte e costante afflusso di pazienti che provengono da fuori del comprensorio, e costituiscono circa il 45 per cento del totale. Questo grazie al livello di eccellenza delle prestazioni dei medici ma anche del personale infermieristico, e grazie anche al trattamento generale del paziente. Erker: Tuttavia la riforma sanitaria prevede tagli dolorosi che paiono inevitabili. Gatscher: Questa riforma clinica prevede riduzioni sostanziali di posti letto, prescrivendo 3 posti letto per acuti ogni 1000 abitanti! Ciò significa la riduzione nella provincia di 216 posti letto, di cui 74 nel comprensorio di Bressanone. Ma in questi conteggi si è tenuto conto solo della popolazione residente nel territorio, ignorando la mobilità attiva. Un afflusso così notevole di pazienti avviene per libera scelta. Siamo arrivati a 3500 interventi all'anno, superando ampiamente la soglia minima dei 1000 interventi per sala operatoria richiesta dal piano sanitario provinciale. Abbiamo quindi delle strutture e delle capacità operative eccellenti, perché spre-

carle? Sarebbe ingiustificabile. Abbiamo dalla nostra argomenti forti. Non penso che potranno essere ignorati. Erker: Da qualche tempo si parla molto del nuovo reparto di riabilitazione neurologica. Quando entrerà in funzione? Quale reparto esistente verrà ”sacrificato”? Gatscher: La ristrutturazione del 4° piano è stata completata nel 2012.

La fase ultimativa dei lavori preparatori dovrebbe concludersi nel mese di aprile. Il progetto non prevede la soppressione di alcun reparto esistente, il nuovo reparto andrà ad aggiungersi a quelli esistenti. Erker: Con la fine di marzo il dr. Frötscher andrà in pensione. È vero che non si intende provvedere subito alla nomina di un nuovo primario per medicina? Gatscher: Già ad agosto abbiamo chiesto di indire il concorso per la copertura del posto, dato che i tempi tecnici sono di 6-8 mesi. Ma fino ad oggi non abbiamo ricevuto alcuna autorizzazione. Vi sarà dunque un periodo “interregno”, durante il quale il reparto verrà diretto dall‘ attuale sostituto primario. Erker: Dottor Gatscher, grazie per la sua disponibilità. ap

Notizia dell’ultima ora

A Vipiteno chiude chirurgia oncologica Proprio un attimo prima della chiusura definitiva del nostro giornale ci è giunta notizia che conferma purtroppo i timori e le perplessità espressi nel nostro articolo: Negli ospedali di Vipiteno, Silandro e San Candido non verrà più esercitata la chirurgia oncologica. Essa verrà concentrata negli ospedali di Bolzano, Bressanone, Merano e Brunico. Secondo le direttive statali – così Durnwalder – in un ospedale deve essere eseguito un numero determinato di interventi di chirurgia oncologica perchè questa possa essere mantenuta. A Vipiteno potranno essere praticate solo diagnosi e trattamento postoperatorio con chemioterapia. Le 7.800 firme raccolte dai cittadini contro la chiusura di chirurgia oncologica non sono servite a niente.

Comunicato Stampa Con la presente si comunica agli organi di stampa di aver effettuato il cambio alla denominazione del gruppo consiliare comunale, che rappresento nel Comune di Vipiteno, da "Futuro Vipiteno/Zukunft Sterzing FLI" alla sola denominazione Futuro Vipiteno/Zukunft Sterzing, quindi senza la sigla FLI, in seguito al mio abbandono di Futuro e Libertà. Davide Orfino, Consigliere comunale 47


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Vipiteno-Venezia

Una bella storia di generosità Un gesto di solidarietà sulla linea di confine fra la vita e la morte unisce due persone in un vincolo indissolubile

Arriva in redazione una lettera, che racconta con toccante semplicità una vicenda straordinaria. Egregio Direttore, mi chiamo Alessandro Conz, ho 50 anni, sono nato e vivo a Venezia. Nell’estate 2012 la mia compagna Anna si è trasferita a Vipiteno e pertanto, da quel momento, ho iniziato a frequentare la vostra bella città regolarmente. Il giorno 11 agosto 2012 ci recammo al supermercato LD a Prati di Vizze dove, improvvisamente, crollai tra gli scaffali, perdendo conoscenza a causa, come si è saputo in seguito, di un arresto cardiaco. Anna ed il personale di LD chiesero subito l’intervento dell’ambulanza che, però, sembrava tardare, mentre le mie condizioni si aggravavano a vista d’occhio. Fu in quel momento che il destino mi diede un aiuto, materializzatosi nella persona di un cliente giunto nel frattempo nel supermercato. Si trattava di un cittadino di Vipiteno, di nazionalità marocchina, dipendente della società SRD locale: il signor Abdelouahed Zeroual. Mi hanno riportato che egli immediatamente iniziò a praticarmi un massaggio cardiaco durato circa trenta minuti, con un generoso e spossante dispendio di energia, fino all’arrivo del personale medico con l’ambulanza. Fui successivamente trasferito in elicottero all’ospedale di Bolzano, dove per mia fortuna le cure prestate mi hanno consentito di riprendermi in maniera soddisfacente. A parere di tutti i medici l’intervento del signor Zeroual fu sicuramente decisivo nel permettermi di giungere ancora in vita all’ospedale. Desidero pertanto segnalarvi quanto fatto dal signor Zeroual, membro della comunità di Vipiteno, confidando che possiate trovare spazio per una pubblicazione nel Vostro giornale. Alessandro Conz 48

La stessa sintetica semplicità, aliena dai fronzoli che oggi si dedicano anche alle cose più banali, si ritrova nel racconto del signor Abdelouahed Zeroual. Mi accoglie nel suo bell'appartamentino a Vipiteno, circondato dalla sua famigliola e mi racconta in poche parole la sua storia, mentre mi serve il tè dalla sua teiera particolare (barad), che maneggia con maestria. Mi faccio raccontare la sua storia. Parla un ottimo italiano ma, forse per una sorta di pudore, è parco di parole. Abdelouahed Zeroual, nato a Casablanca il 20.04 1970, fabAlessandro bro di professione, viene in Itaed Abdelouahed lia nel 2001 con un visto concesso dall'ambasciata italiana. Lavora prima in Sicilia poi in Piemonte, poi a Malles e infine è a Colle Isarco, nel maggio 2001. Oggi lavora come capo operaio presso la Ditta di pulizie SRD, nel comune di Val di Vizze. Sua moglie Am-Naima e la figlia Fatima, nata in Marocco 12 anni fa, lo raggiungono nel 2003 grazie alla procedura di ricongiungimento familiare. Gli altri due figli nascono a Vipiteno: Mehdi, 8 anni, e Mariam, 4 anni. Tutti frequentano le scuole e l'asilo tedesco e padroneggiano bene l'arabo, il tedesco e l'italiano, Fatima anche l'inglese. Si sono integrati bene, hanno i loro amici, praticano anche lo sport. Fatima si dedica all'atletica, sotto la guida di Ruggero Grassi, con buone prospettive nel mezzofondo; è orgogliosa di potersi allenare a volte anche con Silvia Weissteiner; Mehdi si è dato al karate.

Abdelouahed con la sua famiglia nel suo appartamento

Ma per i loro genitori i primi tempi sono stati difficili, anche solo per trovare un appartamento in affitto. Ora, a parte qualche problemino, va abbastanza bene. Sono però ancora in attesa di ottenere la cittadinanza italiana, che non possiedono ancora nemmeno Mehdi e Mariam, che pure sono nati a Vipiteno! Abdelouahed e Am-Naima, lei soprattutto, pur trovandosi bene, hanno nostalgia della loro patria, soprattutto la moglie. Ogni due anni vi fanno ritorno. Prospettive? Finché qui c'è lavoro restano, poi si vedrà.

Su mia insistenza Abdelouahed Zeroual mi racconta l'episodio di cui è stato il generoso protagonista. Poche parole, semplici, senza neppure un fronzolo, nessuna vena di legittima vanteria. Ricorda che era agosto, in periodo di ramadan. “Tornavo dal lavoro. Avevo fatto un corso di intervento immediato con la ditta SRD. Mi è sembrato naturale cercare di soccorrere quell'uomo a terra. Mentre agivo parlavo con il personale medico dell'ambulanza: un uomo in pericolo di vita, infarto grave! Poi l'hanno portato via e ho saputo che si è salvato. A Natale è venuto a trovarmi e mi ha fatto un regalino per ricordo: una sterlina d'oro del 1891 ed un bellissimo biglietto di ringraziamento”. Tutto qui. Semplicemente. Ma gli occhi di sua moglie e dei suoi figli brillano di orgoglio. ap erker februar 13


Indipendente. Bilingue. Locale. Val Ridanna

Energia pulita al rifugio Cima Libera Un rotore eolico e un impianto fotovoltaico coprono l'80 per cento del fabbisogno Con il Vostro contributo sostenete non solo il primo in ordine di tempo fra i periodici comprensoriali dell'Alto Adige, ma anche un organo di informazione politicamente indipendente, che non potrebbe esistere senza il Vostro appoggio. L'Erker non usufruisce di alcuna sovvenzione pubblica e si finanzia esclusivamente tramite le inserzioni pubblicitarie ed il contributo volontario dei lettori.

In un articolo apparso sull’Erker del maggio 1998 era già stato segnalato l’innovativo impianto eolico attivato nell’estate del 1997 dal CAI di Bolzano per rifornire di energia pulita il Rifugio Cima Libera, allora gestito da questa sezione. Ora, a distanza di 15 anni, l’ingegner Claudio Sartori, presidente provinciale della Commissione Rifugi del CAI Alto Adige e responsabile per i rifugi per la sezione di Bolzano fino al 2010, prima della loro cessione alla Provincia autonoma di Bolzano, e il gestore, Lukas Lantschner, confermano che l’impianto allora montato dalla ditta Ropat di Bolzano (da cui poi è nata l’odierna Ropatec) è tuttora perfettamente funzionante. L’ingegner Sartori illustra le caratteristiche tecniche del rotore eolico ad asse orizzontale. Esso è adatto a sopportare la forza di venti che possono raggiungere anche i 200 km/h, cosa che esclude tassativamente l’installazione dei rotori a pale con asse verticale. L’impianto è molto silenzioso e occupa 7 m2, costruito in lamiere di alluminio opache, per evitare riflessi. Inoltre è completamente autonomo, con cuscinetti autoingrassanti e richiede pochissima manutenzione. L’imerker februar 13

patto ambientale è dunque minimo, soprattutto se rapportato ai vantaggi che offre. Come spiega il gestore Lantschner, il rotore fornisce 3 kW di potenza a 220 volt e dispone di batterie tampone, che sono in grado di accumulare il surplus di certi periodi particolarmente ventosi per restituirlo nei periodi di calma. Il rifugio dispone inoltre di un impianto fotovoltaico. Sia questo che il rotore eolico convogliano l’energia prodotta in un invertitore, che restituisce corrente elettrica a 12 volt per l’illuminazione ma anche a 380 volt per gli elettrodomestici. Entrambi gli impianti coprono 80% del fabbisogno (50% il fotovoltaico e 30% l’eolico). In pratica il generatore di corrente a gasolio, di cui il rifugio dispone per ogni evenienza, funziona circa 1 h - 1 1/2 h al giorno. Questo - così l’ingegner Sartori - al di là dell’immediato risparmio economico, consente una sensibile riduzione dell’inquinamento ambientale. A questo si aggiunge il fatto che diminuiscono i trasporti in elicottero del gasolio per il generatore, con ulteriore riduzione dell’inquinamento atmosferico ma anche acustico. ap

Abbonamento 2013 24 euro cifra indicativa (offerta volontaria) 35 euro per i residenti fuori dell’Alta Val d’Isarco (obbligatorio) 50 euro per l’estero (obbligatorio)

Grazie! È possibile anche servirsi di un ordine bancario permanente (vedi prospetto abbonamenti). Versare presso uno dei seguenti istituti bancari: Raiffeisenkasse Wipptal, Sterzing IBAN: IT 94 X 08182 59050 000300029009 - SWIFT-BIC: RZSBIT21154 Raiffeisenkasse Freienfeld IBAN: IT 67 N 08249 58260 000300017035 SWIFT-BIC: RZSBIT21036 Südtiroler Sparkasse, Fil. Sterzing IBAN: IT 49 F 06045 59110 000000293600 - SWIFT-BIC: CRBZIT2B040 Südtiroler Volksbank, Fil. Sterzing IBAN: I T10 Y 05856 59110 001570078005 - SWIFT-BIC: BPAAIT2B001 Post K/K IBAN: IT 87 T 07601 11600 000011508397 - SWIFT-BIC: BPPIITRR

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notizie dall’alta val d’isarco

In libreria

Vipiteno

„Al confine“

Il mercatino di Natale chiude in positivo

Un interessante studio su sette luoghi di transito in Tirolo, Alto Adige e Trentino

Aumentano i visitatori ma spendono meno In crescita la presenza di austriaci e tedeschi Il bel libro, pubblicato in italiano e in tedesco, si propone di studiare, in una serie di saggi politici e antropologici, le complesse e a volte contraddittorie vicende che hanno portato alla costruzione dei confini nazionali e delle barriere doganali o al loro superamento. Mentre da un lato l’Europa ha parzialmente svuotato di significato i confini intorno ai quali si erano sviluppati i drammi del XX secolo, dall’altra si assiste alla riscoperta delle “piccole patrie”. Oggetto dei saggi sono le località di Brennero, Passo Resia, Prato alla Drava, che assurgevano a confine di stato alla fine della prima guerra mondiale, proprio mentre Ala veniva “retrocesso” da confine nazionale a semplice frontiera regionale; un altro saggio è dedicato a Salorno, dove il confine amministrativo fra Alto Adige e Trentino coincide con quello linguistico fra mondo tedesco e mondo italiano. Del Brennero si occupano in particolare Ingo Schneider e Hans Heiss. Schneider analizza le ripercussioni degli eventi della grande politica sul piccolo paesino di Brennero, fortemente interessato prima dalla costruzione della ferrovia (1867) e poi dall’annessione all’Italia, dalla costruzione della grande stazione ferroviaria e degli edifici per i funzionari statali italiani e per le forze dell’ordine e dei ferrovieri. Seguono poi commercianti e albergatori, che hanno dato vita ad una vivace economia di scambio transfronta50

liero. Tutti questi eventi hanno letteralmente sconvolto l’aspetto del pacifico paesino, modificandone l’evoluzione demografica e persino la geografia e l’assetto urbanistico. Lo storico Hans Heiss si occupa dei “confini reali e confini simbolici” che via via si sono alternati e sovrapposti in questa località coinvolta nelle complesse vicende storiche, politiche, economiche che vanno dal 1918 al 2010. All’artificiosa creazione del confine “tracciato dall’infallibile mano di Dio” è seguita negli anni Venti una apertura al traffico e al turismo; la “sacralità” del confine del Brennero viene però ribadita nel periodo dell’asse Berlino-Roma, quindi cancellata dall’invasione tedesca dopo la resa dell’Italia. Alla fine della seconda guerra mondiale il confine nazionale viene di nuovo difeso come “garanzia di unità e di integrità dell’Italia”. Tuttavia di nuovo al Brennero si assiste ad un aumento di permeabilità e libertà di circolazione, solo parzialmente interrotto dal periodo degli attentati dinamitardi. Ma l’aumento del traffico automobilistico e la costruzione dell’autostrada riportano il Brennero alla sua funzione di corridoio, attraverso cui si ha un’intensa economia di scambio, che porta grandi vantaggi economici ai commercianti brennerini, almeno fino all’ingresso dell’Austria nella UE e agli accordi di Schengen. Il libro, corredato da numerose illustrazioni storiche, è stato pubblicato da Edition Raetia, a cura di Andrea Di Michele, Emanuela Renzetti, Ingo Schneider e Sieglinde Clementi, e nasce da un progetto coordinato dall’associazione “Storia e regione/Geschichte und Region”, in collaborazione con le Università di Innsbruck e di Trento, con l’Archivio provinciale di Bolzano e con la Fondazione Museo storico del Trentino.

Solo le torrette in cima all’albero sono sfuggite alla razzia!

Erker: Signor Josef Turin, direttore dell’Associazione turistica di Vipiteno, come è andata quest’anno? Turin: Non abbiano mai avuto tanto afflusso di visitatori come quest’anno, non solo la domenica ma anche nei giorni infrasettimanali. Non abbiamo ancora i dati ufficiali, ma posso affermare che si è registrato un aumento dei visitatori austriaci e tedeschi. Questo forse anche grazie al collegamento con i mercatini di Berchtesgaden, Wolfgansee e Großarl. Erker: L’andamento degli acquisti? Turin: La crisi si è certo fatta sentire. Possiamo calcolare, in via approssimativa, un calo del 15% nelle vendite. In ogni caso però restiamo ancora su un terreno positivo. Del resto se non ci fosse il mercatino sarebbe una grossa perdita per l’economia generale della città ma anche dei dintorni. Anche se il visitatore tende a risparmiare di più, c’è sempre una ricaduta positiva su tutti i settori dell’economia: negozi, bar, ristoranti e così via. Io poi ormai non saprei più immaginarmi il nostro paese senza mercatino: sarebbe uno squallore. Direi che serve ai vipitenesi anche psicologicamente.

Erker: Ci sono però anche voci discordanti, che lamentano l’eccessivo affollamento, il bailamme senza fine di certe giornate. Turin: Posso anche capire queste critiche, ma proprio per questo abbiamo cercato di coinvolgere nel mercatino un po’ tutto il centro storico, non solo la piazza. E proprio per questo il nostro mercatino è considerato uno dei più suggestivi. Ma poi ripeto: quanto soffrirebbe l’economia vipitenese senza questo mese? Un esempio: molte persone e molte ditte, non sapendo che cosa regalare ad amici e dipendenti, si sono serviti della nostra iniziativa dei buoni acquisto. Sono tutti soldi che restano qui. Erker: Un pensiero conclusivo? Turin: Un fatto curioso. Noi abbiamo addobbato gli alberi di Natale del centro storico con delle piccole torri delle dodici in alluminio. E i visitatori se ne sono portati via un gran numero! Da una parte vuol dire che la cosa è piaciuta e, in un certo senso, questo simbolo tradizionale della nostra città, portato ovunque, ci fa indirettamente della pubblicità. Ma dall’altra parte mi sarebbe piaciuto far incidere sulla piccola torre “rubato a Vipiteno, Natale 2012”! ap erker februar 13


calendarietto

Yoseikan Budo

A Vipiteno i migliori atleti provinciali per un raduno invernale Un successo per la sezione della Polisportiva La sezione Yoseikan Budo della Polisportiva AVI Vipiteno ha avuto l'onore di ospitare i migliori giovani atleti provenienti da tutta la provincia per uno stage invernale, svoltosi dal 3 al 6 gennaio a Vipiteno, durante il quale si sono svolti gli allenamenti sotto la guida dei migliori allenatori della provincia. Gli

atleti e il direttivo della sezione di Vipiteno sono stati ricevuti dal primo cittadino, che ha sottolineato l'importanza di stimolare i giovani a praticare un'attività sportiva. Lo Yoseikan Budo inizia ad essere praticato a Vipiteno nel 1978, sotto la guida di Nicola Poto (attuale presidente della sezione) e Roman Patuzzi; nel 1992 è entrato fra le di-

scipline della Polisportiva AVI e da allora è seguito con dedizione e impegno dai fratelli Thomas e Andreas Schölzhorn, che lo praticano da quando erano bambini. Grazie al loro impegno e alla loro esperienza lo Yoseikan Budo risulta essere uno tra gli sport più amati e praticati nel nostro circondario. Lo Yoseikan Budo non è da considerarsi unicamente un'arte marziale, ma bensì un metodo di apprendimento che ha le sue radici nella tradizione nipponica. Attraverso la pratica di questa disciplina gli atleti curano l'integrità fisica e migliorano il loro benessere mentale. Si raggiunge quindi una totale armonia psico-fisica. Gli atleti in questa occasione hanno avuto la possibilità di prepararsi per le gare nazionali ed internazionali che si svolgeranno nel corso dell'anno. La sezione di Vipiteno vanta un’ampia rosa di promettenti atleti, tra cui i fratelli Fabian e David Graber, che hanno partecipato allo stage. cm

Slittino su pista artificiale

Floorball ASV Vipiteno

Argento europeo a squadre per Sandra Gasparini

Liete conferme dal settore giovanile Convocazione in Nazionale A per Benjamin Geyr

A gennaio si sono svolti sulla pista di Oberhof in Germania i Campionati Europei che hanno visto al via anche l’atleta di punta dell’Alta Val d’Isarco, Sandra Gasparini. Dopo una prova abbastanza deludente nella gara individuale, la giovane 22enne, che gareggia per l’Esercito, si è riscattata con un ottimo terzo tempo nella competizione a squadre, gettando così le basi per un sorprendente secondo posto finale che le è valso, insieme all’intramontabile Armin Zöggeler ed al doppio, composto da Christian Oberstolz e Patrick Gruber, una fantastica medaglia d’argento. mm erker februar 13

La stagione 2012/13 è da considerarsi sino ad oggi più che positiva e superiore alle aspettative per quello che riguarda il settore giovanile e juniores dell’ASV Vipiteno Floorball. Per la formazione Juniores U19 si prospetta una lotta con il Lagundo e il Bolzano per la vittoria finale in campionato, mentre per l’altra squadra giovanile è una corsa a due con la compagine del Gargazzone. La prima squadra invece non è riuscita, a causa di vari infortuni, a riconfermarsi ai massimi livelli e l’ambito traguardo della qualificazione ai playoff è ormai fuori portata. Comunque non mancano anche per la prima squadra le liete notizie: il 23enne Benjamin Geyr è stato convocato, a seguito delle sue ottime prestazioni, nella Nazionale maggiore Italiana di Floorball. mm

A.R.C.I. Vipiteno 10.02.13: TSB: "La coscienza di Zeno", di Tullio Kezich, dal romanzo di Italo Svevo, regia di Maurizio Scaparro, con Giuseppe Pambieri. Teatro Comunale di Bolzano, ore 16.00; bus gratuito da Vipiteno 14.40. 28.02.13: “Tirolo Alto Adige Trentino”. L'area geografica tirolese nella preistoria, nell'età antica e fino ai giorni nostri. Approfondimento storico delle radici comuni dell'Euregio. Conferenza di Carlo Romeo. Cinema comunale Vipiteno, 20.30. 03.03.13: Gita culturale a Treviso per la mostra sul Tibet. Info: 333/8324629. Film, presso il Cinema comunale di Vipiteno, 20.30 07.02.13: "Una famiglia perfetta”, (116'). 14.02.13: “Fuori dal mondo”, (101'). 21.02.13: “La migliore offerta” (131'). UPAD Vipiteno Oratorio M. Schutz, 15.30. 14.02.13: Riflessioni sulla Pasqua. Per fare un albero ci vuole un fiore. La Resurrezione. Rel.: don Giorgio Carli. 20.02.13: Convinti e comprati. La seduzione della pubblicità. Rel.: dr. Milena Nuccio Veronese. 27.02.13: Vivaldi, Venezia e il virtuosismo. Rel: prof. Giacomo Fornari. 06.03.13: Proiezione documentari. Gruppo videoamatori UPAD Merano. Ass. Naz. Carabinieri Vipiteno 10.02.13: Festa sulla neve con gara sociale di sci di previsto svolgimento sulla pista da sci di Ridanna. 02.03.13: Partecipazione al XIII Campionato Triveneto di sci di previsto svolgimento sulle piste da sci di Falcade (BL) organizzato dall'Ispettorato regionale. CAI Vipiteno Giovanile 02.02.13: Slittata a Malga Freund. 15-16.02.13: Escursione invernale a Sattelberg. GAM 16-17.02.13: Scialpinistica nel regno dei Fanes, Sasso della Croce e Col Becchei di Sopra. Escursionismo 24.02.13: Slittata in Val di Funes CAI Giovanile Brennero 08.02.13: Palestra Bulder Prati. 10.02.13: Carnevale a Vipiteno. 15.02.13: Slittata a Malga Freund. Biblioteca Civica di Vipiteno 19.02.13: Aromaterapia – come profumare e migliorare la propria vita. L'energia delle piante è di grande importanza: i loro oli essenziali ci aiutano a ripristinare il nostro equilibrio energetico e psicofisico. Rel.: la naturopata Angela De Simine Ceconi, ore 20.00. È gradita la prenotazione al numero 0472/767235. Ingresso libero. Gran Fondo Val di Vizze 10.02.13: 23a edizione della Gran Fondo Val di Vizze su percorso unico di 30 km a tecnica libera. Partenza ore 10.00 dallo Sporthaus Grube a Caminata. È prevista anche una sprint per gli atleti più giovani, ore 10.25. In collaborazione con la Comelgo Loppet di Comelico Superiore (BL). Informazioni: www.asv-eisbaer.org; info@asv-eisbaer.org.; tel.: +39 329 6989736. Settimana della buona cucina 08-24 03.13: 19 esercizi gastronomici da Colle Isarco a Villandro invitano alla 41a Edizione della Settimana della buona cucina della Valle Isarco organizzata da HGV Valle Isarco. Presentazione 07.03.13 a Vipiteno, Piazza Città, ore 11.00. Per medici e farmacie di turno vedi pag. 91 51


sportlerportrait

Charlotte Hartung:

„Das Alleinsein im Wasser fasziniert mich“ Charlotte Hartung, die erfolgreichste Schwimmerin der vergangenen Jahre im Verein Polisportiva AVI Vipiteno, hat nach zwölf Jahren mit dem aktiven Wettkampfsport aufgehört. Für die 20-jährige Studentin aus Sterzing war es ein Abschied auf Raten. Sie war mehrfach Landes- und Regionalmeisterin und verbuchte als größten Erfolg in ihrer Schwimmkarriere einen 4. Platz bei den Italienmeisterschaften über 50 m Rücken. Mit sieben Jahren hat sie zum ersten Mal an einem Wettkampf teilgenommen. Erker: Charlotte, warum hast Du dem Wettkampfsport den Rücken gekehrt? Charlotte Hartung: Im Dezember 2010 bin ich nach einem fünfmonatigen Aufenthalt aus Amerika zurückgekehrt. Ich bin dort zur Schule gegangen und war Mitglied bei einem Schwimmver-

Charlotte Hartung kompakt

Geboren: 17. Februar 1993 Sternzeichen: Wassermann Geburtsort: Berlin Wohnort: Sterzing Ausbildung: Matura am Realgymnasium mit Schwerpunkt Sport; derzeit Studium der Rechtswissenschaften an der Uni Innsbruck Verein: Polisportiva AVI Vipiteno Trainerin: Mirja Ottaviani Hobbies: schlafen, lachen, essen, bei Freunden sein, in den Urlaub fahren 52

Ein 4. Platz bei den Italienmeisterschaften war der größte Erfolg für Charlotte Hartung. ein. Ich konnte aber nicht mehr viel dazulernen in meiner Disziplin und es lief auch in den folgenden Monaten in Sterzing nicht mehr gut. Mir fehlte die Motivation und – wenn ich heute darüber nachdenke – vielleicht auch das nötige Selbstvertrauen, an mich zu glauben. Ich habe die Saison zwar noch beendet, dann aber für mich entschieden, in der Saison 2011/12 langsam aufzuhören. Im Maturajahr wollte ich mich auf die Schule konzentrieren und mein letztes Schuljahr einfach genießen, ohne zusätzlichen Leistungsdruck im Sport. Mit Studienbeginn wollte ich sowieso mit dem Schwimmsport aufhören. Wie bist Du zum Schwimmen gekommen? In der Grundschule ging ich mit meiner Klasse am Vormittag regelmäßig zum Schwimmkurs und da wurde ich einmal gefragt, ob ich nicht Lust hätte, zum Training zu kommen. Damit hat

alles angefangen. Was ist das Faszinierende am Schwimmen? Mich hat schon immer dieses Alleinsein im Wasser fasziniert. Abgesehen von der Staffel und den Teambewerben ist Schwimmen ein Einzelsport und jeder ist für seinen Erfolg oder Misserfolg alleine verantwortlich. Das gefiel mir. Welche Bedeutung hat der Sport in Deinem Leben eingenommen? Bis vor zwei Jahren hatte der Sport eine große Bedeutung, bis ich die Entscheidung traf, langsam damit aufzuhören. Sport war sicherlich zehn Jahre lang ein bedeutender Teil meines Lebens. Ich habe jeden Tag am Nachmittag trainiert, in den Ferien oft auch zwei Mal am Tag. An den

Wochenenden fuhren wir dann zu den Wettkämpfen. Worin unterscheidet sich der Schwimmsport von anderen Sportarten? Schwimmen ist eine der Sportarten, die viel Disziplin und Durchhaltevermögen abverlangen. Das bedeutet nicht, dass dies in anderen Sportarten nicht der Fall ist, aber beim Schwimmen fängt man schon sehr früh an, viel zu trainieren. Bereits mit zehn Jahren sollte man mindestens vier Mal in der Woche trainieren, um bei Landeswettbewerben mithalten zu können. Zudem dauert die Saison eines Schwimmers länger. Die Aufbauphase beginnt zwischen Anfang und Mitte September und die letzten Wettkämpfe finden im August statt. Das bedeutet, dass man rund elf Mo-

Italienmeisterschaften 2009: (v. l.) Christian Mattivi, Alexandra Gruber, Charlotte Hartung, Diamound Benetti, Mirja Ottaviani und Pierluigi Colaerker februar 13


Pflege für Kinder von 3 – 6 – 10 Jahren

Bei Start zum Halbfinale bei den Italienmeisterschaften über 50 m Rücken

Teil 8Teil 4

Haare – Bestandteil unseres Lebens nate im Jahr trainiert, dabei werden gerade in den Schulferien die meisten Grundlagen gelegt. Wie viel Trainingsaufwand stand hinter Deinen Erfolgen? Für den Erfolg muss man sehr hart trainieren. Das intensive Training hat sich aber immer ausgezahlt. Die Trainingseinheiten und Intensitäten steigern sich mit dem Alter und der Leistung. Ich habe ab meinem zwölften Lebensjahr fünf Mal in der Woche trainiert und mit 13 Jahren auch mit Krafttraining begonnen. Da in Sterzing das Hallenbad wegen des Umbaus geschlossen wurde, musste der Verein jeden Tag für drei Saisonen nach Brixen zum Training fahren. Vor großen Wettkämpfen habe ich auch samstags früh vor Schulbeginn trainiert.

Finale über 50 m Rücken auf den 4. Platz schwimmen konnte. Mit welchen Gefühlen blickst Du auf Deine Zeit als Schwimmerin zurück? Ich habe viele schöne Erfahrungen während meiner aktiven Zeit machen können. Ohne meinen Sport hätte ich heute viel weniger zu erzählen. Was nimmst Du aus Deiner Schwimmkarriere mit? Ich habe durch das Schwimmen gelernt, mit meiner Nervosität konstruktiv umzugehen. Diese Fähigkeit hilft mir heute in Prüfungssituationen weiter. Zudem habe ich im Laufe der Jahre viele Freundschaften schließen können. Welche Zukunftspläne hast Du? Spielt der Schwimmsport dabei

Sportliche Highlights • 4. Platz bei den Italienmeisterschaften in Rom über 50 m Rücken • 6. Platz bei den Italienmeisterschaften in Riccione über 100 m Rücken • Mehrfache Landes- und Regionalmeisterin • Einberufung in den Regional- und Landeskader • Regionalrekord über 50 m Rücken Welches waren Deine schönsten Erlebnisse? Auf jeden Fall die Italienmeisterschaften im Frühling und im Sommer, für die ich mich regelmäßig qualifizieren konnte. Was war Dein schönster Erfolg? Die Italienmeisterschaften in Rom im August 2009, bei denen ich im

noch eine Rolle? Der Schwimmsport wird in meiner Zukunft keine große Rolle mehr einnehmen. Ich arbeite zwar neben meinem Studium als Schwimmlehrerin bei meinem Verein, aber wichtiger ist mir jetzt, mein Studium zu absolvieren. bf

Wie Sie sicher alle wissen, ist die Haut ein wichtiges Organ. Die Haut und ganz besonders die Kopfhaut haben viele verschiedene Aufgaben. Eine der wichtigsten Funktionen ist die Ausscheidung von Schadstoffen durch die Kopfhaut. So entstehen Milchschorf oder Schuppen, etwas später entsteht fettige Kopfhaut, dann natürlich auch fettige Haare bis hin zu Haarausfall in der Pubertät.

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interview

„Wir können sicher um den Titel spielen“

Durch die Ausländerregelung kommen vermehrt einheimische Spieler zum Zug. Dies ist sicherlich ein Vorteil der Serie A2. In der jungen Mannschaft von Trainer Oly Hicks konnten in dieser Saison einige einheimische Spieler ihre Chance nutzen und ihr Talent unter Beweis stellen. Als ein wahrer Glücksgriff erweist sich immer mehr die Verpflichtung der beiden ausländischen Teamspieler John Trevor Caig und Derek Eastman. Caig führt zurzeit sogar die Skorerliste an. Im Erker-Interview spricht Trainer Oly Hicks über die schwierige Anfangsphase, die Stärke seiner Mannschaft und die weiteren Saisonziele. Erker: Oly, die Meisterschaft ist 31 Spieltage alt. Wie beurteilst Du die diesjährige A2-Liga für die Broncos? Oly Hicks: Die Liga ist heuer im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr ausgeglichen. Das heißt, die ersten sechs Mannschaften der Tabelle können am Ende ganz oben stehen. Jede Mannschaft kann im Grunde gegen jeden Gegner gewinnen. Die Reduzierung auf zwei Ausländer pro Team bedeutet auch mehr Eiszeit für die einheimischen Spieler. Die Saison war anfangs von einem Auf und Ab gekennzeichnet. Jetzt steht die Mannschaft an der Tabellenspitze. Was war ausschlaggebend für diese Trendwende? 54

Foto: Oskar Brunner

Die Wildpferde des WSV Sterzing spielen seit der zweiten Hälfte der A2-Meisterschaft an der Tabellenspitze mit. Sie schafften das unglaubliche Kunststück, zwischen dem 11. November und dem 23. Dezember elf Spiele in Folge zu gewinnen.

Torjäger Tobias Kofler

Wir haben mit zehn neuen Spielern in der ersten Mannschaft begonnen. Zu Beginn gab es zudem einige verletzte Spieler, auch unser Tormann war im August und September verletzt. Nach zwei Monaten waren wichtige Spieler wieder fit und die Neuzugänge haben mit den alten Spielern besser zusammengefunden. Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt und ich hoffe, dass der Teamgeist in den nächsten zwei Monaten weiter wachsen wird. Einige einheimische Spieler konnten sich bisher überraschend gut in Szene setzen, wie etwa Tobias Kofler als einheimischer Spieler mit den meisten Toren der Liga, Florian Wieser und Kapitän Philipp Pircher. Florian Wieser hat Talent und bekommt heuer die Möglichkeit, eine offensivere Rolle als bisher einzunehmen. Er hat die Chance, im Powerplay zu spielen, und verbringt mehr Eiszeit mit den ausländischen Spielern. Tobias Kofler ist in seiner Spielweise in den beiden vergangenen Saisonen reifer geworden und man sieht jetzt, dass er auch ein talentierter Spieler ist und Tore schießen kann. Große Fortschritte hat aber

auch Philipp Pircher gemacht. Er spielt in der ersten und zweiten Linie, hat sich zum Stammspieler emporgearbeitet und ist unser Kapitän. Daneben haben weitere einheimische Spieler ein höheres Niveau erreicht. Wie gehst Du mit Kritik an Deiner Person um? Davon hat es ja nach der letzten Saison reichlich gegeben. Die Kommentare im Netz oder die Artikel in den Zeitungen lese ich nicht. Das bringt nichts. Ich habe hier einen Job zu erledigen. Die Vorgaben dafür kommen vom Vorstand, der die Ziele definiert, und daran halte ich mich. Klar, auch ich war mit der vergangenen Saison nicht zufrieden. Gemeinsam mit den Spielern haben wir daran gearbeitet, was wir besser machen können. Die Verpflichtung der Neuzugänge Caig, Eastman und Corsi haben sich als wahre Glückstreffer erwiesen. Caig führt die Skorerliste an. Bei den ausländischen Spielern und dem Tormann braucht man ein bisschen Glück, ebenso wenn sich jemand verletzt. Eastman hat bereits in der italienischen Liga gespielt, wir haben ihn im ver-

gangenen Jahr oft gesehen und kannten ihn und sein Spiel gut. Caig kannten wir auch von anderen Ligen, ich kannte ihn auch persönlich. Es war nicht sicher, ob er in Topform nach Sterzing kommen wird. Beide Spieler sind vorbildliche Charaktere, sie spielen mit Herz, verstehen sich super mit den einheimischen Spielern und haben echte Lust, Eishockey zu spielen. Ob man so einen Idealzustand bei Neuverpflichtungen erreicht, kann man natürlich nie im Vorfeld sagen. Wird es im Hinblick auf die Playoffs noch Verstärkung geben? Die Frist für italienische Spieler ist abgelaufen und sonst bleibt es sowieso bei zwei ausländischen Spielern. In das Team zurückkehren wird aber Luca Scardoni, der bald wieder einsatzbereit sein sollte. Wie sieht es mit Verletzungen aus? Bei Stefan Ramoser ist es nach einer Lungenentzündung noch nicht absehbar, wie lange er ausfallen wird. Ich hoffe, dass er Mitte bzw. Ende Februar wieder spielen kann. Caig hat im Spiel gegen Meran eine Knieverletzung davongetragen, sollte aber in Kürze erker februar 13


sport

wieder spielen können. Zu Saisonbeginn hat der Vorstand den Wiederaufstieg als Zielvorgabe ausgegeben. Ist der Gewinn der Meisterschaft realistisch? Wir haben aufgrund einiger Abgänge eine völlig neue Mannschaft zusammenstellen müssen. In den vergangenen beiden Monaten war das Team sehr erfolgreich, viel besser, als jeder zu Beginn der Meisterschaft dachte. Wir zählen zu den besten drei Mannschaften der Liga und können sicher um den Titel spielen. Ich sage aber auch, dass jede Mannschaft, die ins Play-off kommt, eine Chance auf den Meisterpokal hat. Das war nicht jedes Jahr so. Der Platz in der Tabelle ist für die Play-off-Serie nicht ausschlaggebend. Ist Neumarkt der Gegner, den es zu schlagen gilt? Neumarkt ist auf dem Papier ohne Frage sicher die beste Mannschaft. Sie haben die meisten alten Spieler aus der Serie A und zwei NHL-Ausländer. Aber Papier ist nur Papier. Wahrscheinlich müssen wir im Halbfinale oder im Finale gegen Neumarkt spielen. Das Powerplay bzw. Über- und Unterzahlspiel funktioniert heuer besser. Vor allem in Unterzahl hat die Mannschaft bisher sehr stark gespielt und Powerplay-Tore verhindert. Auch in Überzahl haben wir uns gut geschlagen und ich bin sehr zufrieden. Ich weiß, dass die Zuschauer und Fans auf unser Powerplay-Spiel achten. Was wird Oly Hicks zu Saisonende machen? Hast Du schon Pläne? Es gibt verschiedene Projekte, die in Frage kommen. Ich bin jetzt fünf Jahre in Sterzing und das ist eine lange Zeit. Im Moment möchte ich mir aber alle Türen offen halten. Mein Fokus liegt jetzt einmal zu hundert Prozent auf dieser Saison und auf dem Gewinn des dritten Meisterschaftstitels. Danach werde ich in Ruhe meine Möglichkeiten prüfen und eine Entscheidung treffen. Interview: bf erker februar 13

Medaillenflut bei Special Olympics

(v. l.) Peter Schroffenegger, Michael Pichler und Markus Hofer

300 Athleten aus Italien, Österreich und Liechtenstein haben im Jänner an den 14. Special Olympics im Skigebiet Meran 2000 teilgenommen, darunter sieben der Lebenshilfe Südtirol. Am Ende durften die Athleten mit 15 Medaillen nach Hause fahren, davon fünf Gold,- zwei Silber- und acht Bronzemedaillen. Silvia Schifferle gewann dreimal Bronze, Mirko Frei einmal Gold und einmal Bronze, Bernd Steiner holte einmal Silber und einmal Bronze und Matthias Hochrainer überzeugte mit zweimal Bronze im Ski Alpin. Auf der Langlaufloipe im Ultental erkämpfte sich Markus Hofer einmal Silber und einmal Bronze, Michael Pichler schaffte zweimal Gold. Auch Peter Schroffenegger erhielt zweimal Gold und lief über 2.500 und 5.000 Meter Tagesbestzeit. Karl Pichler, Verantwortlicher für den Sport der Lebenshilfe, freute sich über diese Erfolge, die nur durch langjährige Betreuung und ausgebildete Trainer möglich seien. Athleten, Trainer und Betreuer fiebern bereits den 27.

Die Sieger der Disziplin Ski Alpin

Landesmeisterschaften im Ski Alpin und Ski Nordisch am 17. Februar in Ridnaun entgegen.

Überaus erfolgreich nahmen auch elf Wipp- und Eisacktaler Athleten des Amateursportvereins für Menschen mit Behinderung „Sport & Friends Südtirol“ an den Special Olympics teil. Das kontinuierliche Training mit Matthias Haller und Christian Schölzhorn sowie die Unterstützung der Neuen Rosskopf GmbH trugen Früchte: So konnten die Sportler nicht weniger als 13 Gold-, elf Silber- und fünf Bronzemedaillen holen. Die Tagesbestzeit im Riesentorlauf fuhr Manuel Volgger aus Pfitsch.

Eisstocksport

Tobias Engl neuer Italienmeister Platz drei für Christoph Hofer Der Zielwettbewerb der U19-Italienmeisterschaft in Für das internationale Großereignis konnten sich die der Sterzinger Weihenstephan Arena hat Tobias Engl beiden Elzenbaumer Eisstockschützen Engl und Hofer Glück gebracht. Zum ersten Mal Italienmeister Tobias Engl (Mitte) mit Marion Huber (2.) – beide bestreiten eroberte der Elzenbaumer in diedie Meisterschaft und Christoph Hofer (3.) ser Kategorie den Italienmeisterfür den ASV Mareit titel. Mit 504 Punkten gewann – bereits qualifizieEngl souverän vor Marion Huber ren. „Ein Podestaus dem Pustertal (462 Punkte) platz ist unser Ziel“, und Teamkollege Christoph Hogibt Engl selbstbefer mit 443 Punkten. „Es ist schön, wusst die Marschwieder ganz oben zu stehen“, richtung vor. Davor freut sich der frischgebackene werden die beiden Italienmeister. am 27. Februar in Höhepunkt der Eisstocksaison ist die Jugend-Europa- Brixen bei der Italienmeisterschaft im Teambewerb an meisterschaft vom 27. Februar bis zum 3. März in Wien. den Start gehen. 55


sport

Wintertriathlon in Pflersch

Am „Unsinnigen Donnerstag“, den 7. Februar, findet in Pflersch der 11. Wintertriathlon um die Feuersteintrophäe statt. Die Skitourengeher steigen zur Allriss-Alm auf, wo sie an den Rodelpartner übergeben, der nach einer Abfahrt über die Rodelbahn den Langläufer eine Strecke von sechs Kilometern bewältigen lässt. Hartgesottene Allrounder können auch alle drei Disziplinen alleine ausführen. Organisiert wird der Triathlon vom ASV Gossensaß. Einschreibungen nimmt der Tourismusverein Gossensaß unter der E-Mail-Adresse info@gossensass.org entgegen.

Gossensaß

20. Dorfturnier der Stockschützen

Mitte Jänner trugen die Eisschützen des ASV Gossensaß auf dem örtlichen Natureisplatz das 20. Dorfturnier aus. Neun Moarschaften aus den Fraktionen Gossensaß und Brenner spielten dabei um die Wandertrophäe. Nach einem hart umkämpften Turnier siegte die Moarschaft „Freundeskreis Moosgasse“. Im Gemeindesaal fand anschließend die Siegerehrung statt. rr 56

23. Pfitscher Volkslanglauf Am 10. Februar wird in der Sportzone Grube in Kematen der traditionelle Volkslauf ausgetragen. Veranstaltet wird der Pfitscher Klassiker von den Eisbären in Partnerschaft mit dem Langlaufrennen „Comelgo Loppet“ in Belluno. Alle Athleten, die den „Comelgo Loppet“ gelaufen sind, profitieren von dieser erstmaligen Zusammenarbeit durch eine kostenlose Teilnahme am „Pfitscher“. Ein Anreiz, der wieder mehr Teilnehmer anlocken sollte. Der Pfitscher Volkslanglauf zählt zu den

traditionsreichsten Langlaufbewerben Südtirols, findet bereits zum 23. Mal statt und gehört auch dieses Mal zur „Gran Fondo Mastertour“. Wie im Vorjahr wird es nur eine einzige Strecke über 30 Kilometer geben. Gelaufen wird im Freistil; der Start erfolgt um 10.00 Uhr. Um 10.25 Uhr wird in der Sportzone Grube auch der Juniorsprint gestartet. Nähere Infos auf www. asv-eisbaer.org unter der Rufnummer 329 6989736. Nachmeldungen werden auch noch am Wettkampftag entgegengenommen.

Ridnaun

Volkslauf beendet Wintersportsaison Es sollte für Ridnaun eigentlich eine etwas ruhigere Langlauf- und Biathlonsaison werden. Durch die kurzfristige Verschiebung der IBU-Cups im Dezember von Forni Avoltri ins Wipptaler Wintersportzentrum ist es dann allerdings doch noch ein an Höhepunkten reicher Winter geworden, denn vom Südtirolcup über Italiencup und Alpencup bis eben hin zum IBUCup, der zweitwichtigsten Rennserie im Biathlonsport, hat heuer wieder alles in Ridnaun Station gemacht. Überdies nutzten auch einige der weltbesten Mannschaften des Biathlonsports die idealen Voraussetzungen im Biathlonzentrum, um sich auf die Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto vorzubereiten. Den Saisonabschluss bildet – so ist es seit vielen Jahren Tradition – der 26. Ridnauner Volkslauf am ersten Sonntag im März. Er wird wieder über 25 und 42 Kilometer ausgetragen. Gelaufen wird im Freistil, wobei auch für

die Liebhaber des klassischen Diagonalschritts eine Spur gezogen wird. Der Teilnehmer aus Südtirol, dem Trentino, Norditalien, aber auch aus Österreich und Bayern können sich dabei mit erstklassigen Läufern messen. Im Vorjahr siegte über die Marathondistanz Sergio Bonaldi vor dem mehrfachen Ridnaun-Sieger Roberto de Zolt, während sich bei den Damen die Weltklassebiathletin Jekatarina Jurlowa in die Siegerlisten eintragen konnte. Beim Juniorsprint über 6 km wird Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten, neben ihren großen Vorbildern das Flair solcher Großveranstaltungen erleben zu können. Der Start zum Volkslauf erfolgt am 3. März um 9.30 Uhr in Maiern. Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.sv-ridnaun.it. Nachmeldungen sind im Rennbüro bis kurz vor dem Start möglich. erker februar 13


sport

Ladurns

Götsch dominiert 3. Skialp Night Trophy Auch eisige Temperaturen von minus 14 Grad konnten Philipp Götsch Mitte Jänner nicht davon abhalten,

bei der 3. Skialp Night Trophy in Ladurns als erster die Ziellinie zu passieren. Götsch gewann mit einem Vorsprung von 1.47 Minuten auf Lokalmatador Roberto De Simone. Dritter wurde mit einem Rückstand von 2.07 Minuten der für den ASV

Gossensaß Skialp startende Kastelruther Michael Zemmer. Rang vier ging an Alexander Polig, Rang fünf an David Töni. Die Night Trophy der Damen ging an die für den ASV Gossensaß Skialp startende Sterzingerin Valentina Danese, die damit den zweiten Sieg im Rennen um den Eisacktal Cup verbuchen konnte. Zweitplatzierte war mit 15 Sekunden Rückstand Birgit Stuffer, gefolgt von Annemarie Groß. 70 Athleten hatten an der Skialp Night Trophy mit einer Aufstiegsstrecke von 830 Höhenmetern teilgenommen.

Buchtipp

Skitouren im Wipptal 88 Touren zwischen Matrei am Brenner und Sterzing stellt Ulrich Kössler in seinem Buch „Skitouren im Wipptal“ vor. Der Führer – vor kurzem im Tappeiner-Verlag erschienen – umfasst die Gebiete Gschnitz, Navis, Schmirn, Vals, Obernberg, Brenner, Pflersch, Pfitsch, Ridnaun, Ratschings und Jaufental. Jede Tourenbeschreibung enthält die wichtigsten Daten wie Anfahrt, Ausgangspunkt, Parkmöglichkeiten, Aufstiegszeit, Höhenunterschied,

Kartenmaterial, ski- und alpintechnische Schwierigkeiten sowie eine detaillierte Routenbeschreibung. Spektakuläre Luftbilder verleiten den Leser dazu, sich schon einmal in Gedanken die Ski an die Füße zu schnallen und loszustapfen ... Der Autor Ulrich Kössler ist seit 1964 als Berg- und Skiführer tätig und seit 1972 hauptberuflich in den Bergen unterwegs – er kennt die Berge wie seine Westentasche. Der 144 Seiten starke, im Tappeiner Verlag erschienene Führer ist im Buchhandel erhältlich.

Sterzing

Winter-Stage der Südtiroler Budokas Weissteiner Beste der „Azzurre“

erker februar 13

Campaccio laufe ich immer recht gut“, so Weissteiner. Bei den Männern belegte Markus Ploner (SV Sterzing) Platz 22, gut zweieinhalb Minuten hinter Sieger Muktar Edris. Der Junioren-Weltmeister aus Äthiopien benötigte für die 9 km 28.42 Minuten. Beim 36. internationalen Vallagarina-Cross Mitte Jänner musste Weissteiner nach acht Minuten grippegeschwächt aufgeben. Das Rennen machten Silvia La Barbaera und Valeria Roffino vor Agnes Tschurtschenthaler. Foto: Remo Mosna

Beim 56. internationalen Campaccio-Cross in San Giorgio su Legnano dominierten Anfang Jänner einmal mehr die Äthiopier. Die beiden Sieger Muktar Edris bei den Herren und Worknesh Degefa bei den Damen standen bereits beim Bozner Silvesterlauf BOclassic auf dem Podest. Als beste Italienerin belegte Silvia Weissteiner über 6 km mit einem Rückstand von einer knappen Minute Platz sieben und war damit die Schnellste der italienischen Mannschaft. „Eigentlich bin ich keine Cross-Spezialistin, aber beim

Anfang Jänner veranstaltete die Yoseikan-Budo-Sektion der Polisportiva Vipiteno in Sterzing ein dreitägiges Training mit den besten jungen Südtiroler Athleten. Bei einem Empfang im Rathaus sprach Bürgermeister Fritz Karl Messner über die Bedeutung der Jugendförderung im Sport. Begonnen hat Yoseikan Budo in Sterzing vor 35 Jahren: 1978 gründeten Nicola Poto, derzeitiger Präsident der Sektion, und Roman Patuzzi eine erste Gruppe. Seit 1992 gibt es eine eigene Sektion innerhalb der

Polisportiva. Seither trainieren die Brüder Thomas und Andreas Schölzhorn erfolgreich die vielen Athleten. Die aus Japan stammende Sportart ist keine reine Kampfsportart, sondern fördert gleichwohl den Gemeinschaftssinn, die eigene Körperwahrnehmung und das geistige Wohlbefinden. Bei den Trainingstagen in Sterzing konnten sich die Athleten unter der Anleitung namhafter Trainer optimal auf die bevorstehenden nationalen und internationalen Bewerbe vorbereiten. 57


trendsport

Faszination

Schneeschuhwandern

Eigentlich ist die Fortbewegung mit Schneeschuhen nicht wirklich etwas Neues. Nur die Technik hat sich im Laufe der Zeit radikal geändert. Die vollkommene Stille in unberührter Natur lässt ein längst vergessenes Lebensgefühl erwachen.

Schneeschuhwandern hat sich mittlerweile zu einem eigenständigen Wintersport entwickelt. Schneeschuhgehen kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise betrieben werden: zum einen als gemütliche und meditative Wanderung, zum anderen aber auch als kräftezehrende und abenteuerliche Alpin-Tour. Bereits die Ureinwohner Nordamerikas haben Gehhilfen zur Fortbewegung verwendet, die das Einsinken in den Tiefschnee verminderten. Ursprünglich aus Zweigen geflochten, später aus unter Dampf gebogenem Holz und mit Tiersehnen oder Därmen bespannt, hat sich der Schneeschuh inzwischen zum Hightech-Gerät entwickelt. • Rücksicht auf Wildtiere Schneeschuhwanderer sind an keine bestimmten Routen gebunden. Weil der Schneeschuh ein Einsinken im tiefen Schnee weitgehend verhindert, kann der Winterbergsteiger nahezu jedes Gelände begehen. Dabei kreuzt der Schneeschuhgeher nicht nur lawinengefährdetes Gelände, er bewegt sich meist auch im Lebensraum von Wildtieren. Häufige Störungen der Wildtiere führen zur Verhinderung von Nahrungsaufnahme, zur Schwächung der Tiere bis hin zum Tod durch Verhungern. Die Aneignung von lawinenkundlichem Wissen und Kenntnissen über Wildtiere ist daher für naturschonende Schneeschuhtouren von elementarer Bedeutung. • Der Schneeschuh Die große Angebotspalette der Anbieter lässt sich grundsätzlich in zwei Schneeschuhtypen unterteilen: zum einen solche mit Alurahmen und einer Bespannung aus Neopren, Plastik oder Hypalon, zum anderen solche mit einer starren Grundplatte aus Plastik. Welchen Typ Sie wählen, ist eher Geschmackssache, am besten ausprobieren und sich vom Fachmann beraten lassen. Beide Modelle sind als Allrounder sowohl für einfache Wanderungen wie auch für alpines Steilgelände geeignet. Einsteigermodelle sind ab 100 Euro erhältlich. Die Größe des Schneeschuhs ist auf das jeweilige Körpergewicht abzustimmen. Spätestens in frischem Pulverschnee würde sich eine zu kleine Auflage rächen. Die meisten Modelle werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Bei der Anschaffung sollte das Au58

genmerk vor allem auf Bindung, Harschkralle und Zacken gelegt werden. Die Bindung muss bruchsicher, verstellbar und für den entsprechenden Schuhtyp geeignet sein. Außerdem sollte sie eine uneingeschränkte Fersenfreiheit bieten und auch bei seitlicher Belastung im Steilgelände sicher f��hren. Sie muss den ganzen Schuh fest im Griff haben. • Der Schuh im Schuh Ein leichter Trekkingschuh ist zum Gehen mit Schneeschuhen nur für kurze Touren zu empfehlen. Es besteht nämlich die Gefahr der Durchnässung sowie des Abschnürens der Blutzirkulation durch die Riemenbindung. Für längere Unternehmungen ist ein steigeisenfester Tourenschuh besser geeignet. Die verwendeten Schuhe sollten stabil und möglichst wasserabweisend sein. Gamaschen verhindern das Eindringen von Schnee in den Schaft. Selbstverständlich sollte auch die übrige Bekleidung und Ausrüstung den winterlichen Temperaturen angepasst sein. Eine schlagfeste Thermoskanne mit heißem Getränk, Sonnenschutz, eine Leichtschaufel zur Bergung Verschütteter oder zum Graben einer Schneehöhle, Erste-Hilfe-Material, Rettungsdecke oder Biwaksack sowie ein Verschüttetensuchgerät und eine Lawinensonde bilden die obligatorische Sicherheitsausrüstung für Wintertouren und finden in jedem Rucksack Platz. Zum seitlichen Abstützen beim Gehen dienen Skistöcke; empfehlenswert sind höhenverstellbare Teleskopstöcke mit Teller. • Tipps für Einsteiger Schneeschuhwandern kann eigentlich jeder, der über eine gewisse körperliche Fitness verfügt. Allerdings gilt wie für alle Aktivitäten am Berg, die Tour den eigenen Fähigkeiten anzupassen und sich nicht zu überschätzen. Anfänger sollten mit kurzen Touren bei geringer Höhendifferenz beginnen. Wer nicht über lawinenkundliche Kenntnisse verfügt, sollte sich bei seinen Ausflügen in die Natur auf ebene bis gering geneigte Gebiete beschränken. Andernfalls tut er gut daran, sich einer von einem Bergführer geleiteten Gruppe anzuschließen. Lawinen können nämlich bis in die Waldgebiete von Tallagen vordringen. Informationen über geführte Schneeschuhwanderungen erhält man in den Tourismusbüros, Schneeschuhe gibt es günstig auszuleihen.

Buchtipp

Schneeschuhwandern in Südtirol Die 40 schönsten Touren Auf der Fährte von Schneehühnern und Hasen; wandern im unberührten Schnee: Der begeisterte Wintersportler Oswald Stimpfl stapfte durch Südtirols tief verschneite Landschaft und hielt eine Auswahl der lohnendsten Touren in Text und Fotos fest. Kartenausschnitte und ein kompakter Infoteil mit Angaben zu Gehzeit, Höhenmetern und Schwierigkeitsgrad ergänzen die Tourenbeschreibung. Darüber hinaus gibt Stimpfl Einkehrtipps, erzählt allerlei Wissenswertes und verweist auf Naturschönheiten am Wegesrand. Der Alpin-Fachmann Georg Oberrauch liefert neben Wandervorschlägen wichtige Zusatzinformationen zu Ausrüstung, Gehtechnik und Sicherheit am Berg. Der Führer, im Folio-Verlag erschienen, ist im Buchhandel erhältlich.

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erker-extra

einrichten & wohnen Sicher bauen Wer baut, trägt auch Verantwortung. Kommt es beim Bauen zu einem Arbeitsunfall, kann dies einem Bauherrn teuer zu stehen kommen. Besser also, sich so gut es geht abzusichern, auch wenn Arbeitsschutz mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden ist. Denn: Jeder Arbeitsunfall ist einer zu viel. Die Landesdirektion des INAIL Bozen, das Kollegium der Bauunternehmer und der Südtiroler Gemeindenverband haben vor kurzem einen

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Leitfaden über die Pflichten eines privaten und öffentlichen Bauherrn in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz herausgegeben. Die Broschüre ist auf der Internetseite des Kollegiums der Bauunternehmer (www.baukollegium.it) sowie auf der Homepage des Gemeindenverbandes (www.gvcc.net) abrufbar.

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Spürbar mehr Entspannung im Schlaf

Thomas Erler empfiehlt das neue Bettsystem dormabell Innova Die moderne Lebensweise zwingt den Menschen immer mehr zum Sitzen, sei es bei der Arbeit, auf dem Weg dorthin oder zu Hause. Hinzu kommt, dass er die meiste Zeit des Tages in einer für den Rücken ungünstigen Haltung verbringt. Daran lässt sich nicht immer etwas än-

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einrichten & wohnen

Die Zahlen zwingen zum Nachdenken: Zwischen 1968 und 2007 sind in Südtirol jährlich durchschnittlich 280 Hektar Fläche für Wohnbau, Gewerbe, Straßen und Ähnliches verbraucht worden. Das entspricht der Fläche eines Fußballfeldes pro Tag. Die Studie, vom Bauernbund in Auftrag gegeben, prognostiziert, dass die bebaubare Fläche Südtirols in 150 Jahren erschöpft sei. Der Grat zwischen Nutzung und Übernutzung ist schmal, bebaubare Flächen schwinden zusehends. Das bestätigen auch internationale Studien. Weltweit fallen jährlich an die  zwölf Millionen Hektar der „Wüstenbildung“ zum Opfer, das bedeutet, Vegetation wird aufgrund menschlichen Handels und des Klimawandels beschädigt oder vernichtet. Zum Flächenschwund tragen auch Siedlungs- und Straßenbau bei, allein in Deutschland „verschwinden“ täglich 90 Hektar. In Italien sind es laut Erhebungen des Instituts Ispra („Istituto superiore per la ricerca ambientale“) täglich 100 Hektar Naturboden. Angesichts dieser Zahlen will Deutschland innerhalb 2020 den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag reduzieren, in Italien wird an einem Gesetz gefeilt.

Sicheres Zuhause – Sicherheit im Haus

Alljährlich erleiden Kinder schwere Unfälle, die oft zu lebenslänglichen Behinderungen oder sogar zum Tod führen. Die Hälfte dieser Kinderunfälle passieren zu Hause, wobei besonders Kleinkinder und Kinder bis zum sechsten Lebensjahr gefährdet sind. Bei entsprechender Vorsorge können Unfälle zuhause um 60 bis 80 Prozent verringert werden. Tipps zur Vermeidung von Unfällen: • Wickeltisch mit eigener vorgesehener Wickelvorlage und erhöhtem Rand verwenden • Möbel und Regale an der Wand befestigen • Treppen durch Holzgitter absperren • Fenster durch kindersichere Verschlüsse sichern • Herd mit einem Schutzgitter versehen • Bügeleisen außer Reichweite des Kindes benutzen • Steckdosen mit Kindersicherungen abdecken • Plastik- und Papiertüten verräumen • kleine Gegenstände (Perlen, Münzen, Nüsse …) fernhalten • Schnuller nicht mit Schnur um den Hals hängen • Stockbetten sichern • scharfe Kanten und Ecken schützen • Chemikalien und giftige Flüssigkeiten gut versperren • Medikamente in einem Schrank verschließen • Küchengeräte und Maschinen ordnungsgemäß aufbewahren • auf einen korrekten Umgang mit Haustieren achten, besonders mit Hunden • Gartenteiche umzäunen und Schwimmbecken abdecken • maximal 10 cm Abstand der Gitterstäbe bei Stiegen und Balkongeländern Dr. Anna Schwingshackl, Präsidentin des Vereins „Sicherheit für Kinder und Jugendliche in Südtirol“

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Rubner Türen – auf den Austausch von Einzeltüren und Kleinaufträge spezialisiert

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Seit über 40 Jahren fertigt Rubner Türen Haustüren und Innentüren in Holz Als langjähriger Marktführer in Südtirol ist Rubner Türen sowohl bei privaten Bauherren als auch für die Realisierung von größeren Objekten im Hotel- und Bauträgerbereich bekannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass ein hoher Anteil der Aufträge von Rubner Türen aus Einzeltüren und Kleinaufträgen besteht.

Denkmalgeschützte Bauten: Dietenheim Hebenstreith

Renovierungen Gerade im Renovierungsbereich hat sich Rubner Türen dank seiner optimalen Kapazität und Flexibilität eine führende Position erarbeitet. Mit einem flächendeckenden Netz von Verkaufsberatern und Monteuren wird der Türentausch professionell abgewickelt. Dank der Flexibilität in der Fertigung können selbst denkmalgeschützte Bauten problemlos mit Rubner Türen ausgestattet werden, ohne dabei auf den höchsten Klimahausstandard zu verzichten.

Austausch Türen: vorher – nachher

Diese Herausforderung passt genau zu Rubner Türen: Einzelaufträge Die teilweise aufwändige und komplexe Abwicklung von Kleinaufträgen ist für Rubner Türen eine willkommene Herausforderung und Dienst am Kunden. Die perfekte Beratung zum Türenkauf gibt es in den wohl schönsten Türenausstellungen Südtirols: Rubner Türen Welt Kiens und Bozen/ Kampillcenter. Rubner Türen Welt – wo der Türenkauf zum Erlebnis wird. Thema Sicherheit – mittlerweile mindestens gleich sicher wie eine Panzertür in Metall

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Im Bett mit der

„Königin der Alpen“

Man nennt sie auch die „Königin der Alpen“: die Zirbe. Eine Studie der Universität Joanneum in Graz hat nachgewiesen, dass sich Zirbenholz merklich und messbar positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirkt.

wirkt: Wenn Zirbenholz im Zimmer ist, bleibt trotz schwankenden Luftdrucks der Kreislauf stabil.

Die Zirbe ist nicht nur die „Königin der Alpen“, sondern auch die des Herzens, was die heilsame Wirkung ihres Holzes angeht: Einerseits bewirkt es eine niedrigere Herzfrequenz bei körperlichen und mentalen Belastungen, andererseits beschleunigt es den Erholungsprozess in Ruhepausen. Zudem zeigte sich, dass sich Zirbe positiv auf die Wetterfühligkeit aus-

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dürfnisse des einzelnen eingestellt werden. Neben dem Bettsystem und der Matratze gibt es von Relax auch noch Unterbetten, Einziehdecken und Kissen, die aufwändig verarbeitet werden: Die Zirbe hat ihre Heimat in den Tiroler Zentralalpen; nach dem Schlagen wird das Holz vier bis fünf Jahre getrocknet und dann zu feinen Zirbenflocken verarbeitet. So können sich die wohltuende Energie und der Duft der Zirbe bestmöglich entfalten. Mit ihrer Bakterien hemmenden Wirkung verbessert sie die Schlafhygiene und unterbindet zudem die Entwicklung und Vermehrung von Kleidermotten.

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einrichten & wohnen

Schmaler Raum, na und? Schmale Räume neigen dazu, schnell vollgestellt zu wirken. Mit diesen Tricks holt jeder das Beste aus schmalen Räumen heraus.

Regel 1: Proportionen ausgleichen Einladend und wohnlich sollen schmale Räume sein. Beginnen Sie beim Platzieren der Möbel. Schmale Räume haben einen rechteckigen, schlauchförmigen Grundriss, den es auszugleichen gilt. Die länglichen Proportionen können entschärft werden, wenn man das Hauptmöbel an die breite Wand stellt. Das heißt, Bett, Schreibtisch oder Sofa wandern an die Stirnseite des schmalen Raumes und sorgen optisch für ein breiteres Zimmer. Würde man diese Möbel stattdessen der Länge nach in den Raum stellen, würden sie dessen Schlauchform sogar noch unterstreichen. Richten Sie schmale Räume mit möglichst zierlichen und kleinen Möbeln ein. Das macht schmale Räume luftiger, da die Möbel optisch weniger Raum einnehmen.

Regel 2: Multifunktionale Möbel sorgen für Platz Oft sind schmale Räume recht klein. Daher gilt es, die Einrichtung auf ein Minimum zu reduzieren. Damit die Funktionalität nicht auf der Strecke bleibt, sind Kombimöbel für schmale Räume ideal. Zum Beispiel ein Regal mit ausklappbarem Arbeitsplatz oder ein Sofa mit integrierter Ablagefläche. Diese multifunktionalen Möbel sind praktisch und sparen wertvollen Platz. Integrierte Schubladen und versteckte Ablagemöglichkeiten erweitern außerdem den Stauraum und sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Zu viel Unordnung lässt schmale Räume unruhig und damit ungemütlich erscheinen.

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Regel 3: Mit Farbe schmale Räume optisch erweitern Schmale Räume sind prädestiniert für helle Farben, da sie den Raum optisch erweitern. Dunkle, kräftige Farben und große Möbel hingegen lassen schmale Räume zwar gemütlich, aber auch schnell überladen wirken. Für schmale Räume sind helle Farbtöne bei Wänden und Möbeln die beste Wahl. Außerdem kann mit geschickt eingesetzten Farben die optische Wahrnehmung von Räumen beeinflusst werden. Schmale Räume lassen sich in die Breite ziehen, indem Sie die kürzeren Wände mit einer dunkleren Farbe streichen als die langen. Hierbei kommen auch Liebhaber kräftiger Töne auf ihre Kosten und tricksen nebenbei das menschliche Auge aus.

Regel 4: Helligkeit ins Zimmer bringen Licht lässt schmale Räume größer erscheinen. Lassen Sie möglichst viele Sonnenstrahlen durch die Fenster ins Zimmer. Schwere Vorhänge sind für schmale Räume nicht geeignet. Stattdessen sorgen zarte, lichtdurchlässige Stoffe für die nötige Portion Tageslicht und schützen dennoch vor neugierigen Blicken. Und wenn es dunkel ist, lassen sich schmale Räume mit wenigen Lichtquellen gut ausleuchten. Einzelne Lichtinseln schaffen darüber hinaus Behaglichkeit und lassen schmale Räume zusätzlich großzügiger erscheinen. Noch ein Tipp: Platzieren Sie breite Möbel an der Stirnseite. Kombimöbel schaffen Stauraum und sparen Platz. Streichen Sie kurze Wände dunkler als lange und bevorzugen Sie lichtdurchlässige Vorhänge.

Wipptal

687 Zweitwohnungen 2011, so eine ASTAT-Publikation, zählte man in Südtirol 12.499 Zweitwohnungen, die zu touristischen Zwecken genutzt werden. Knapp 60 Prozent gehören Bürgern aus anderen italienischen Regionen, 24 Prozent in Südtirol ansässigen Personen und etwa 15 Prozent befinden sich im Eigentum von bundesdeutschen Bürgern. Zweitwohnungen Brenner Franzensfeste Freienfeld Pfitsch Ratschings Sterzing Wipptal

179 16 116 61 315 687

Im Wipptal gibt es 687 Zweitwohnungen, die meisten davon in Sterzing. Auffallend viele sind es auch in der Gemeinde Brenner. Die Wohnungen in diesen beiden Gemeinden gehören zu über 90 Prozent italienischen Bürgern außerhalb Südtirols. Keine einzige Zweitwohnung scheint in der Gemeinde Franzensfeste auf; lediglich 16 sind es in Freienfeld. Im Bezirk finden sich nur 17 Timesharing-Wohneinheiten, bei denen die Käufer ein Nutzungsrecht an der Immobilie für eine bestimmte Zeit pro Jahr erwerben.

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einrichten & wohnen

Sicher und besser wohnen Endlich ein eigenes Heim! Fast alles wäre perfekt, würde nicht noch die Einrichtung fehlen. Wenn die Mittel schon knapp bemessen sind, wird die (finanzielle) Planung der Einrichtung zu einem ganz speziellen Hürdenlauf. Einkaufen beim Möbelgroßhandel oder beim nahen Tischler? Was ist günstiger? Früher war diese Frage leichter zu beantworten. Heute machen auch hiesige Tischler interessante Einrichtungsangebote. Die Krise ist nämlich auch beim Holzhandwerk angekommen. Wichtig ist, die einzelnen Punkte des Vertrages genau zu vereinbaren und vor allem die Liefertermine festzulegen. Denn wenn es um den Kauf von wichtigen Haushaltsgeräten wie Wasch- und Spülmaschine oder Kühlgeräten geht, spielt die Lieferzeit eine wichtige Rolle.

neue Bedürfnisse ausgerichtet werden. Dabei gilt es, architektonische Hindernisse auszuschließen (Aufzug statt Treppen) und Sicherungen im Badbereich anzubringen. Sicheres Wohnen sowie Schutz vor Einbrüchen wird gefördert. Was die Sicherheit im Haus betrifft, können diese Maßnahmen steuerlich geltend gemacht werden. Ärger mit (billigen) Geräten Wie lange hält die Spülmaschine, die Waschmaschine? Bei einem guten Gerät sollte die Lebensdauer schon zehn Jahre, besser 15 Jahre betragen. Größere Reparaturen lohnen sich dann meistens nicht mehr, wenn die Maschine schon ein gewisses Alter erreicht hat. Eine gute und zugleich preiswerte Einrichtung will also gut geplant sein.

Stimmen die Maße? Ärger bereiten oft die Maße. Stimmen diese nicht überein, passt der Kleiderschrank nicht ins Eck. Besser also doch von einem Fachmann ausmessen lassen, statt selber Hand anzulegen. Dasselbe gilt für sanitäre Einrichtungen wie Badewanne oder Dusche, Bidet und Spiegel. Frühzeitig ans Alter denken Im Alter muss die Wohnung auf

Hans Schölzhorn, Verbraucherzentrale Südtirol

Tipp

Starke Leuchte Gerade in großen Räumen wirkt ein frei stehender Tisch oft etwas verloren. Hier hilft der Trick mit der Leuchte: Eine schöne, ausdrucksstarke Hängelampe, die in nicht allzu großer Höhe mittig über dem Tisch hängt, dient als optischer Ankerpunkt und markiert den Essplatz im Raum – tagsüber mit ihrer markanten Gestalt, abends mit ihrem warmen Lichtkegel. Funktioniert auch in kleineren Räumen. 66

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Wintergärten zum Wohnen Dank vieler ausgereifter Details überzeugt das neue Wintergartensystem von Finstral durch hervorragende Wärmedämmleistung und ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Modern, geradlinig und schlank sind die Profile des neuen Wintergarten-Wandsystems der Finstral AG. Die Konstruktion zeichnet sich durch eine erhöhte Wärmedämmung am Traufenanschluss und verbesserte Windsteifigkeit aus. Das neue Wintergartensystem besteht aus Kunststoffprofilen mit integrierten stabilen Stahlverstärkungen. An der Außenseite werden Aluminiumschalen mit der gewünschten Farbgebung aufgesetzt. Die senkrechten Pfosten sind mit einem leichten Versatz profiliert; sie wirken durch den dezenten Schattenwurf deutlich schlanker als üblich, die waagrechten Profile optisch zurückgesetzt. Diese differenzierte Ausarbeitung unterstützt die Wirkung anspruchsvoller Architektur. Alle Wintergarten-Systemkomponenten sind ausgereift bis ins Detail und maßgenau aufeinander abgestimmt. Stahlverstärkungen und unterschiedliche Profilvarianten garantieren unter anderem ausgezeichnete Stabilität und geprüfte Windsteifigkeit, wobei der optische Eindruck filigraner Leichtigkeit erhalten bleibt. Solide und hoch wärmegedämmte Systemkonstruktion Die Dachsparren werden außen standardmäßig mit witterungsbeständigen und schmutzabweisenden Aluminium-Schalen ausgestattet. Ausgereifte und bewährte Bauanschlüsse bewältigen unterschiedliche Anschlusssituationen optimal. Die Abdichtung erfolgt innen über komprimierte Dichtungsbänder und außen über Dichtungsfolien und Aluminium-Abdeckbleche. Mittels Verbreiterungsprofilen in Mehrkammerausführung wird der wärmegedämmte Anschluss in der Wand realisiert. Die Dachrinne mit ästhetischer Profilierung und großem Fassungsvermögen passt sich dem Win­tergarten harmonisch an und rundet den Gesamteindruck optisch ab. Der Traufanschluss ist sehr gut wärmegedämmt und schallisoliert. Ein wärmedämmendes Mehrkammerprofil in maßgefertigter, variabler Höhe trennt den inneren und äuße­ren Fußbodenbelag. In der pas­senden Höhe wird das Schwellenprofil aufgesetzt. Damit ist für einen winterfesten Bodenanschluss gesorgt. Die Wärmedämmwerte für den gesamten Wintergarten können bei entsprechender Verglasung den hervorragenden Wärmedämmwert von 1,1 W/m²K erreichen. Weitere Informationen unter www.finstral.com erker februar 13

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einrichten & wohnen

„Conto termico“

Sterzing

Wohnungen für Soldaten Die Landesregierung hat im Dezember den Bau von Dienstwohnungen im KlimaHausStandard B für das Militär in Sterzing auf dem Gelände der „Menini de Caroli“-Kaserne dem Bauunternehmen Sice GmbH zugesprochen, das die Bauarbeiten um 4,36 Millionen Euro durchführen will. Der Bau von zwei sechsgeschossigen Kondominien mit jeweils drei Wohnungen pro Geschoss ist Teil des Tauschpaktes zwischen dem Land Südtirol und dem Verteidigungsministerium. In der Ausschreibung war ein Gesamtbetrag von 6,5 Millionen Euro vorgegeben worden. Der Preisabschlag beträgt somit 22,7 Prozent. Bei diesem Vergabeverfahren handelt es sich um einen zweiten Zuschlag. Die Arbeiten waren bereits im September vergeben worden, und zwar an die Firma Stede AG, die das günstigste Angebot unterbreitet hatte. Da es gegen diese Entscheidung eine Eingabe gegeben hat, ging der Zuschlag nun an den ursprünglich Zweitgereihten von 13 Bietenden.

Bis zu 40 Prozent Förderungen für Einbau von Wärmepumpen, Solaranlagen und Biomasseanlagen Der Staat unterstützt Privatpersonen, Kondominien und Firmen mit insgesamt 700 Millionen Euro, wenn sie erneuerbare Energiequellen einsetzen. Privatpersonen und Kondominien erhalten Förderungen für den Einsatz von Wärmepumpen, Solaranlagen und Biomasseanlagen. Das entsprechende Ministerialdekret ist am 3. Jänner in Kraft getreten. Im Rahmen des so genannten Wärmekontos (Conto termico) fördert der Staat folgende Maßnahmen: • Austausch der alten Heizanlagen und deren Ersetzen durch eine elektrische oder gasbetriebene Wärmepumpe unter Verwendung von Luft, Erdwärme oder Wasser als Energieträger, mit einer Nennleistung bis zu 1.000 kW; • Austausch des elektrischen Warmwasserboilers und das Ersetzen mit einer Wärmepumpe; • Einbau einer thermischen Solaranlage (Warmwasserproduktion), auch kombiniert mit einem solaren Kühlsystem (solar cooling) mit einer Bruttofläche bis zu 1.000 m2;

• Austausch der alten Heizanlagen in einem Gewächshaus oder einem ländlichen Gebäude und deren Ersetzen mit einer Biomasseanlage (Holz, Pellets, Hackgut) mit einer Nennleistung bis zu 1.000 kW. Die Förderung wird je nach Maßnahme und Leistung zu gleichen Teilen auf zwei bzw. fünf Jahre aufgeteilt. Auch die Maximalbeträge der Förderungen orientieren sich an der Art der Investition, der Leistung der Heizanlage sowie der Klimazone.

Doch Vorsicht: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Sobald die 700 Millionen Euro aufgebraucht sind, wird neu entschieden, wie es mit dem Wärmekonto weiter gehen soll. Ein Zähler (contatore) auf der Internet-

seite der GSE (italienischer Netzbetreiber, www.gse.it) gibt Aufschluss darüber, wie viel von den vorgesehenen Geldern noch zur Verfügung steht. Daher ist es nicht nur wichtig, rechtzeitig um die Förderung anzusuchen, sondern auch den GSEZähler im Auge zu behalten, um am Ende nicht leer auszugehen. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, muss innerhalb von 60 Tagen ab Durchführung bzw. Fertigstellung der Arbeiten ein Antrag in elektronischer Form an die GSE gestellt werden. Das digitale Ansuchformular wird jedoch erst in den nächsten Wochen verfügbar sein. Diese Förderung ist für all jene eine Alternative, die den Steuerabzug (55 % oder 50 %) nicht in Anspruch nehmen können, da die zu zahlenden Steuern bereits voll ausgeschöpft werden oder gar keine Steuern zu zahlen sind. Nähere Informationen, auch über die aktuell gültigen Steuerabzüge und Landesbeiträge für Sanierungsmaßnahmen auf der Internetseite www.verbraucherzentrale.it.

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einrichten & wohnen

Sterzing

Infoabend zum Lehrlingsgesetz Bei einem Infoabend in Sterzing stellte Manfred Agostini vom Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung unlängst das neue Lehrlingsgesetz vor, das der Landtag im Sommer 2012 verabschiedet hat. Das Gesetz soll jungen Menschen neue Chancen und Perspektiven im Handwerk eröffnen. Südtirol setzt seit Jahren erfolgreich auf das duale Ausbildungssystem. Mit der neuen Lehrlings-

ordnung – Erwerb eines Berufsbildungsdiploms, berufsspezialisierende Lehre sowie Lehre zur Höhe-

ren Berufsbildung und Forschung – startet Südtirol einen weiteren Versuch, Ausbildung und Arbeits-

Tipp fürs Wohnzimmer markt näher zusammenzuführen. Neu ist auch, dass im vierten Lehrjahr Unterricht an der Berufsschule vorgesehen ist. Außerdem eröffnet der Abschluss der Lehre den Zugang zur geplanten Berufsmatura. Den Abend hatten die Junghandwerker im Landesverband der Handwerker (LVH), das Landesamt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung sowie die Gewerkschaft ASGB organisiert.

Holzfußböden richtig pflegen und erneutes Einölen oder -wachsen ausbessern. Eine Versiegelung muss man hingegen ganzflächig erneuern. Holz braucht Pflege. Egal, wie die Oberfläche behandelt wurde, es ist vor allem Nässe, die Holz zusetzt und es aufquellen lässt. Daher wird Parkett vielfach schon ab Werk mit speziellen Imprägnierungen und wasserabstoßenden Substanzen versehen. Dennoch sollte bei Bedarf nur „nebelfeucht“ mit einem stark ausgewrungenen

Tuch gewischt werden. Ein spezieller Parkettreiniger versorgt den Boden zusätzlich mit einem Aufquellschutz und pflegenden Substanzen. Verschüttete Flüssigkeiten immer sofort wieder aufwischen. Groben Schmutz kehrt oder saugt man einfach nur auf. Finger weg von Scheuermitteln! Auch Bohnerwachs und Politur können die schöne Optik trüben. Und damit Möbel die Fläche nicht verkratzen, sind Filzgleiter für die Füße ratsam.

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Damit ein Holzfußboden lange schön bleibt, braucht seine Oberfläche einen wirksamen Schutz gegen Schmutz und Nässe. Eine Lackversiegelung verschließt die Holzfläche mit einer dichten Schicht, die Schmutz abweist und vor Beanspruchung schützt. Zugleich lässt sie das Holz glänzen. Wird der Boden gewachst oder geölt, bleibt das Holz atmungsaktiv und behält seine natürliche Ausstrahlung. Kleine Schäden lassen sich durch punktuelles Abschleifen

Das schont Augen und Nacken: Der Fernseher steht am besten mit der Rückseite oder seitlich zum Fenster. Der ideale Abstand zum Sofa beträgt bei Röhrengeräten etwa die fünf- bis sechsfache Bildhöhe, bei HD-Geräten etwa die dreibis vierfache Bildhöhe. Idealerweise hat der Fernseher zum Fußboden einen Abstand von knapp einem Meter. Falls Sie ein Soundsystem besitzen, sollten die Lautsprecher mindestens 2,5 Meter vom Sitzenden entfernt und auf ihn ausgerichtet sein.

Tipp fürs Schlafzimmer Das Bedürfnis nach Farbe ist individuell. Fürs Schlafzimmer gilt: Dunkle Töne schaffen Geborgenheit, helle Farben wirken befreiend und bei Farbkombinationen ist es besser, bei einer Intensität zu bleiben. Also Pastelltöne mit Pastelltönen kombinieren und intensive Farben mit anderen intensiven Farben.

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einrichten & wohnen

Gift in der Wohnung Schadstoffe in der Wohnung kann man in den meisten Fällen weder sehen noch riechen. Ungefährlich sind sie deswegen noch lange nicht.

Ob wir gesund leben, wird stark durch die Raumluft in Gebäuden bestimmt. Schließlich verbringen wir einen Großteil des Tages in geschlossenen Räumen – sei es das Büro oder die eigene Wohnung. Doch ist die Raumluft meist durch Schadstoffe belastet. Diese entstehen zum Beispiel durch die Ausdünstungen gewisser Möbel, Baustoffe oder technischen Geräten. Zwar sind Schadstoffe meist unsichtbar und geruchlos. Schleichend gefährlich sind sie dennoch. Schadstoffe binden sich an den Hausstaub. Deswegen ist eine regelmäßige Reinigung so wichtig.

Traurige Berühmtheit: Asbest Asbest zählt wohl zu den bekanntesten Schadstoffen. In den 1960er und 1970er Jahren als „Wunderfaser“ ob seiner großen Festigkeit und der hervorragenden Dämmkraft gefeiert, stellte sich schnell heraus, dass Asbest krebserregend ist. Die Fasern können in die Lunge gelangen und Lungen-, Bauch- oder Rippenfellkrebs auslösen. Asbest l��sst sich heute beispielsweise in Bodenbelägen aus den sechziger und siebziger Jahren, aber auch in Kaminen und Nachtspeicheröfen nachweisen.

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Formaldehyd: Im Klebstoff und in der Kosmetik Auch Formaldehyd erhöht das Krebsrisiko. Es befindet sich häufig in Farben und Lacken, in Klebstoffen, in Holzspanplatten oder Desinfektionsmitteln und sogar in der Kosmetik. Es reizt die Nasenschleimhaut und die Augen und kann Allergien auslösen. Wenn möglich sollte man auf Produkte, die Formaldehyd beinhalten, verzichten. Oft im Holzschutzmittel: PCP und PAK Das Holzschutzmittel PCP (Pentachlorphenol) ist heute verboten, da es krebserregend ist und

eventuell sogar das Erbgut schädigen kann. In älteren Häusern findet man es dennoch oft. Eigentlich sollte es den Dachstuhl, Holztreppen und ähnliches vor Pilzen und Insekten schützen. Nur

Strenge Chemikalienverordnung REACH REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Seit 2007 in Kraft, soll die Verordnung Gesundheit und Umwelt so gut es geht sichern, den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Das Kürzel „REACH“ leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab: Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of CHemicals. Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt. Mehr Infos im Internet unter http://www.reach-info.de.

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einrichten & wohnen

durch eine Analyse kann festgestellt werden, ob PCP oder das ihm ähnliche HCH (Hexachlorcyclohexidan) beim Bau verwendet wurde. Ist es eingesetzt worden, hilft nur eine Sanierung. PAK ist die Abkürzung für die Stoffklasse der polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Es ensteht, wenn organische Materialien unter Sauerstoffmangel verbrannt werden. Solche Gemische treten vor allem bei manchen Holzschutzmitteln, aber auch im Tabakrauch, in Autoabgasen und selbst in gegrillten und geräucherten Waren auf. Früher wurden Parkettböden mit PAK-belasteten Teerklebstoffen verlegt. Die Schädlichkeit ist abhängig von der Zusammensetzung. PAK können Hornhautschädigungen und Hautreizungen hervorrufen und die Fortpflanzungsfähigkeit stark beeinträchtigen. Im Tabak sind sie außerdem krebserregend. Ob Ihr Parkett mit PAK belastet ist, lässt sich nur durch eine Probe herausfinden. Ein guter Hinweis ist sehr dunkler Holzkleber. Allerdings muss der Vermieter den

Viele Spanplatten enthalten Formaldehyd Seit den 1950er Jahren werden Spanplatten als Ersatz für Massivholz verwendet. Das Grundmaterial für Spanplatten sind holzhaltige Faserstoffe, und diese „Holzschnipsel“ müssen, damit aus ihnen ein Brett wird, miteinander verklebt werden. In vielen Fällen werden dazu formaldehydhaltige Kunstharze verwendet, die mit den Holzspänen keine dauerhafte Verbindung eingehen. So gast Formaldehyd ununterbrochen aus den Spanplatten aus und belastet die Raumluft – und das zehn bis 20 Jahre lang. Das Gas entweicht vorwiegend an den Stellen, die nicht furniert bzw. verklebt oder zusätzlich geschützt sind, wie etwa an Sägeschnitten oder aus Bohrlöchern. Für Innenräume dürfen nur Spanplatten der Emissionsklasse E 1 eingesetzt werden. Boden bei einer Belastung durch PAK nicht sanieren.

scheinlich Leber, Nieren und die Fortpflanzungsorgane.

Weichmacher: Phthalate Schadstoffe in der Wohnung binden sich nicht nur an den Hausstaub. Auch in Gebrauchsgegenständen können sie sich verstecken. Phthalate wirken als äußere Weichmacher. Sie finden sich als Trägersubstanz im Parfum, Deodorant, Haarspray und Nagellack, aber auch im Plastikspielzeug, in der Textilindustrie, in Lösemittelnund in Pestiziden. Sie schädigen – so warnen Experten – höchstwahr-

Welche Spanplatten-Alternativen gibt es?

Tatoos an den Wänden Oft sind es die kleinen Akzente, die aus dem großen Ganzen etwas Besonderes machen. Das gilt auch für einfarbig gestrichene oder tapezierte Wände. Für frischen Wind kann ein Wandtattoo oder -sticker sorgen. Die selbstklebenden Deko-Elemente bestehen meist aus einer dünnen Vinyl-Folie und sind in allen nur denkbaren Formen, Farben und Größen erhältlich. Ob florale Motive oder Ornamente, Zitate oder Sprüche, Bilder oder Bordüren – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein weiterer Vorteil von Stickern und Tatoos: Sie lassen sich in der Regel ohne Rückstände wieder entfernen und beliebig oft erneuern.

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Es ist nicht immer möglich, Massivholz zu verwenden. Zu den üblichen Spanplatten gibt es folgende Altenativen: • Schadstoffärmer sind in der Regel Tischler-, Sperrholz oder Holzfaserplatten. Auch diese sind verleimt, wobei der Kleber ebenfalls Form a l d e hyd enthalten kann, aber nicht muss. Fragen Sie deshalb beim Kauf genau nach! • Neuerdings wird auch der Holzbestandteil Lignin als Bin-

demittel eingesetzt. Damit wird die Formaldehydabgabe auf maximal 0,05 ppm reduziert – diese Spanplatten sind zwar formaldehydarm, aber nicht -frei! • Spanplatten mit der Bezeichnung F 0 sind formaldehydfrei, das heißt, es wurden keine Bindemittel auf der Basis von Formaldehydharzen eingesetzt. Üblich ist dann die Verwendung von Polyurethan-Bindemitteln. Hier entsteht allerdings möglicherweise ein Problem durch Isocyanate, das sind sehr reaktionsfreudige giftige Gase mit hohem Allergierisiko. • Als „rundum gute“ Alternative gibt es auch mineralisch gebundene Spanplatten. Diese sind wirklich formaldehydfrei und bestehen zu etwa 65 Prozent aus Hobelspänen, zu zehn Pro-

zent aus gebundenem Wasser sowie zu 25 Prozent aus mineralischen Bindemitteln und anderen (unbedenklichen) Zuschlagstoffen.

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erker-extra

fasching Buchtipp

rezept

Süße Krapfen & mehr Nicht nur zur Faschingsund Fastenzeit lohnt sich ein Griff zu diesem neu erschienenen Dorfbüchlein. Frauen, Männer, Junge, Alte, Vereine und Verbände haben Südtiroler Bäuerinnen nach ihren traditio-nellen Rezepten befragt und sie zu einem besonderen Kochbuch mit Rezepten zum Nachkochen zusammengefasst. Rezepte für jeden Tag, für die man meist alle Vorräte im Haus hat. Das Buch „Das Beste aus Südtirols Dorfkochbüchern“ ist im Buchhandel erhältlich. Für jedes verkaufte Exemplar spendet Edition Raetia zwei Euro an den Bäuerlichen Notstandsfonds.

Marzipan-Muffins Rezept für 12 Stück Zutaten für die Füllung: 6 Essl. Milch, 80 g Marzipan-Rohmasse, 1 Essl. Kakaopulver. Teig: 2 Eier, 100 ml Sonnenblumenöl, 150 g Zucker, 150 g Vollmilchjoghurt, 250 g Mehl, 1 Teel. Natron, 50 g gemahlene Mandeln, 50 g geriebene Zartbitterschokolade, Zum Verzieren: Zuckerguss, Zucker- und Schokostreusel, Zuckerschrift, Schokolinsen. Zubereitung: Die Milch in einen kleinen Topf geben, Marzipan dazugeben und den Kakao einstreuen. Alles unter Rühren erwärmen. Sobald eine glatte Masse entstanden ist, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Vertiefungen eines Muffin-Bleches einfetten oder mit Papier-Backförmchen bestücken. In einer Rührschüssel die Eier verquirlen. Öl, Zucker und Joghurt unterrühren. Das Mehl mit Natron, Mandeln und Schokolade mischen und langsam unter die Eier-Joghurt-Masse heben. Die Hälfte des Teiges in die Vertiefungen des Muffin-Bleches füllen. Je einen Teelöffel der Marzipan-Kakao-Masse darauf geben und darüber den restlichen Teig verteilen. Die Muffins im vorgeheizten Ofen ca. 25 min. backen. Anschließend herausnehmen und noch etwa 10 min. im Backblech ruhen lassen, dann erst herauslösen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Die abgekühlten Muffins mit Zuckerguss oder eingefärbtem, dünn ausgerolltem Marzipan überziehen und mit bunter Zuckerschrift, Schokolinsen, Zucker- und Schokostreusel zu lustigen Gesichtern verzieren. Mahlzeit und viel Spaß beim Kochen!

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Livemusik

„Die Hoderlumpen“

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2013

Wipptaler Narrenhoroskop Widder

Zwillinge

Löwe

21.03. – 20.04.

21.05. – 21.06.

23.07. – 23.08.

Ihren Hausarzt können Sie beurlauben oder beziehungsweise für andere zahlreiche Patienten freistellen. Der Grund dafür: Mit Ihrer Frisur wie der eines Hochlandrindes sind Sie bestens auch mit einem Veterinär bedient. Ihre Ernährung, bestehend aus vorwiegend heimischer Rohkost aus Wald und Wiese, wie Löwenzahn, Kresse, Pfifferling und Sauerampfer, lässt Sie ohnehin über kurz oder lang zum Wiederkäuer mutieren. Was Lust und Liebe anlangt, sollten Sie Ihren geheimen Träumen folgen. Mit Ihrem Partner können sich so höchst erbauliche Erlebnisse entwickeln. Im finanziellen Bereich Ihres Daseins tut sich heuer nichts Besonderes, außer dass die nächste IMU-Rate sicher kommen wird und auf der Haben-Seite der Haushaltsbilanz keine Zuwächse zu verzeichnen sein werden.

Stier 21.04. – 20.05.

Den Ratschlägen Ihres Arztes scheinen Sie auch heuer nicht sehr gerne folgen zu wollen. Sie sind bestrebt, Ihr Gewicht stabil zu halten: stabil hoch! Dabei merken Sie selber, wie viel schwerer es Tag für Tag wird, auch nur die Socken anzuziehen oder eine Briefmarke vom Boden aufzuheben. Eigentlich würden Sie dafür schon eine Sozialassistentin verdienen. Aber Sie liegen im Trend Ihrer weit verzweigten Familie: alle ziemlich fettleibig und lahm. Schade, dass sich dies auch auf die zwischengeschlechtlichen Beziehungen negativ auswirkt. Nicht umsonst ist die Geburtenrate in Ihrer Verwandtschaft schon niedriger als die im Vatikan. Dennoch bietet sich im kommenden Sommer eine höchst attraktive Liebschaft an. Es liegt aber an Ihnen, dass diese von Dauer oder nur eines von vielen Strohfeuern ist.

Alzheimer haben Sie noch nicht und wahrscheinlich sind Sie auch in nächster Zukunft nicht dazu verdammt. Es bleibt aber unerklärlich, warum Sie ständig jungem, knackigem Gemüse hinterher schauen, obwohl Sie schon lange nicht mehr wissen, warum. Dass der eigene Gemüsegarten nicht mehr die Exotik der vergangenen Tage darstellt, ist verständlich, aber in der Karibik der Lüste ist für Sie schon lange kein Platz mehr! Falls es Ihnen im eigenen Bett zu langweilig wird, kaufen Sie sich doch ein gutes Buch oder gehen Sie öfters ins Kino. Alternativen haben Sie keine mehr! Dennoch: Sie können sich ob Ihres verdammt guten Gesundheitsstandes glücklich preisen. So viele Bäume, wie Sie immer noch ausreißen könnten, haben Sie in Ihrem ganzen Leben gar nicht gepflanzt. Achten Sie mit gesunder Ernährung und mäßiger Bewässerung der Innenorgane darauf, dass dies so bleibt.

Jungfrau Krebs

24.08. – 23.09.

ten. Aber bedenken Sie, dass Ihnen dabei niemand beistehen kann.

Waage 24.09. – 23.10.

Ihre Sammlerleidenschaft engt Sie ein und beeinträchtigt Ihr Leben. Vom Keller bis unters Dach haben Sie kaum noch Platz zum Leben. Trennen Sie sich doch endlich von all dem Kram, den Sie nicht mehr brauchen, eigentlich nie gebraucht haben! Beim heurigen Faschingsumzug in Sterzing bietet sich die Altweibermühle wieder an, Überflüssiges und Lästiges aus Ihrem Umfeld nachhaltig zu entsorgen oder Erneuerbares zu reparieren. Sie haben sicher etwas, was Ihnen da abgenommen werden könnte. Es sei denn, Sie selbst möchten rundumerneuert werden… Was Ihre Gesundheit betrifft, sollten Sie zuerst ihre Gemütslage unter die Lupe nehmen. Sie sind unstet, nervös und oft gereizt. Horchen Sie in sich hinein! Sie kommen dann bald dahinter, was Ihnen wirklich fehlt. Folgen Sie Ihrem Herzen und die innere Ruhe und damit die körperliche Ausgeglichenheit kommen wieder!

22.06. – 22.07.

Also, eine Augenweide sind Sie nicht, wie Sie da so daherkommen, wie ein Tränensack auf zwei Beinen! Sie warten vergeblich, dass Sie zur Besserung Ihres tristen Daseins Hilfe von irgendwoher bekommen. Nehmen Sie sich selbst am Schopf und Ihr Schicksal selber in die Hand! Schließen Sie sich auf gegenüber Ihrer Umwelt! Denn, je höher der Zaun, desto einsamer ist der Nachbar! Reißen Sie selber erstellte Barrikaden ab, laden Sie zur Party in Ihr Haus, lassen Sie mit Nachbarn, die Sie bisher nie als lieb erkannt haben, ganz einfach die Sau raus! Sie werden verspätet draufkommen, dass Sie einen guten Teil Ihres eigenen Lebens schlicht und ergreifend verpennt haben. Dieser Sinneswandel, sollten Sie ihn bewusst herbeiführen, bewirkt weitere positive Synergien: Das Doppelkinn schwindet, der Appetit wird besser, der Stau am mittleren Ring nimmt ab und der Stuhlgang wird regelmäßiger. 74

Durch Ihr arrogantes und selbstherrliches Gehabe und Getue an allen Tagen Ihres Lebens haben Sie sich immer mehr ins Abseits manövriert und Sie sind mittlerweile so einsam wie eine unentdeckte Insel. Aber heuer kommt Ihr Columbus (oder Ihre Colomba) zu Ihnen. Und dann geht’s auf! Übernehmen Sie sich dabei aber nicht, denn Ihre nicht immer integre Gesundheit kann nicht alle Anstrengungen ertragen. Denn hätten Sie in Ihrem bisherigen Leben etwas mehr Maß gehalten, dann hätte Ihr Organismus mehr eigene Abwehrkräfte. So aber sind Sie aufgrund Ihrer Leberwerte für das Verdienstkreuz der Weinanbauzone Südtiroler Unterland vorgeschlagen und haben die besten Chancen, zum LepsRitter des Jahres geschlagen zu werden. Beste Chancen für einen Lottogewinn: Karfreitag, der 13. Oktober.

Erkennen Sie die Zeichen der Zeit! Um Sie herum braut sich Unheil zusammen und Sie scheinen es nicht zu bemerken. Nach dem Bekanntwerden der Scheidungsgelüste Ihres Langzeit-vis-á-vis wird Sie die Rating-Agentur Standard und poors vom Triple AAA, was für „angeblich außerordentliche/r Außengraser/in“ steht, auf Double AA herabstufen, was in Wallstreet-Kreisen für „Armes Arschloch“ steht. Ihre Welt wird dann Kopf stehen. Nichts wird mehr so sein wie früher. Keine Freunde mehr, keine Einladungen. Sogar die Ratten machen einen Umweg um Ihren armseligen Müllkübel, weil nichts mehr zu holen sein wird. Der Mesner bei der Sonntagsmesse wird Ihnen aus dem Klingelbeutel etwas geben und Ihr Foto wird von der Caritas für Werbezwecke verwendet. Sie können dem nur noch vorbeugen, indem Sie guten Willens sind und durch Überzeugungskraft Ihre Langzeitbeziehung noch rechtzeitig ret-

Skorpion 24.10. – 22.11.

Unsere und Ihre Welt ist am 21. Dezember nicht untergegangen, aber die ganz große Katastrophe bleibt dennoch nicht aus: Sie werden heuer noch vor den Traualtar geschleppt. Und dagegen gibt es weder Niederschlag- noch Hagelversicherung noch sonst was gegen Höhere Gewalt! Wie Sie damit fertig werden, liegt ganz bei Ihnen und bei Ihrem Einfühlungsvermögen. Das Beste wird sein, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Nerven nicht zu verlieren. Alles andere fällt auf Sie zurück und würde in jeder Hinsicht schädlich sein, gesundheitlich wie finanziell. Ihre Finanzen können Sie im übrigen besser in den Griff bekommen, wenn Sie in energetische Betriebe investieren oder sich in einen solchen Betrieb irgenderker februar 13


wie einnisten, als Direktor oder sonstwie ganz oben. Informationen für Bewerbungen gibt es im Arbeitsamt oder beim Thuiner Kirchtag.

Schütze 23.11. – 21.12.

Sie zählen nicht unbedingt zu den begnadeten Heimwerkern. Dem haben Sie auch so manche Verletzung zuzuschreiben. Sollten Sie sich bei der nächsten selbst bearbeiteten Partie Brennholz einen Schiefer einrennen, so lassen Sie sich zur Entfernung desselben sofort nach Bozen bringen, denn nach neuesten Erkenntnissen kann unser Krankenhaus einen solchen Eingriff nicht mehr riskieren. Ein weiteres Gesundheitsrisiko für Sie ist das übermäßige Rauchen. Mit dem Teer aus Ihren Lungen könnte man locker die Straße bis zur Prantneralm asphaltieren. Anstelle eines Arztes sollten Sie ohnehin in Zukunft einen Kaminkehrer konsultieren. Für dessen Eingriffe wären Sie außerdem ticketbefreit. Für Ihre Ernährung sind Sie gut beraten, fortan H-Milch zu kaufen, denn Frischmilch wird beim Charme, den Sie verstrahlen, schon auf dem Nachhauseweg sauer.

Steinbock 22.12. – 20.01.

heres Einkommen, aber seien Sie froh, dass mindestens das Erreichte von Dauer ist!

Wassermann 21.01. – 19.02.

Die ruhige und besinnliche Zeit ist nun endlich vorbei. Es wird nun auch für Sie endlich etwas ruhiger, im Fasching. Den Sommerurlaub für dieses Jahr können Sie sich getrost auf den Hut stecken! Der ist nicht mehr drin, weil der nächste Winter zu teuer wird. Genauer gesagt: das Heizen. Denn ab November muss jedes Scheit vor dem Verheizen mit einer Stempelmarke versehen werden. Ihr Arzt wird Ihnen anlässlich der nächsten Visite die Mitteilung machen, dass Sie zu scharf essen. Sie sollten im Wald nicht mehr Ihre Notdurft verrichten, denn sogar Ihre Exkremente sind waldbrandgefährlich! Achten Sie im Umgang mit anderen Menschen darauf, was und wie Sie etwas sagen! Besonders im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Hormone und Gehirn können bei Ihnen nur getrennt von einander in Betrieb genommen werden. Zumeist behalten die Hormone die Oberhand. Was dabei herauskommt, werden Sie im Oktober erleben.

Fische 20.02. – 20.03.

Sie sind ein medizinisches Wunder! Wenn man Ihnen so zuhört, möchte man meinen, dass das Gehirn schon längst tot ist, aber dem Geruch nach funktionieren zumindest die Ausscheidungsorgane noch! Sie befinden sich also auf dem Abgang auf Raten. Nützen Sie die Zeit noch zum Genießen! Sparen Sie sich Psychologen und andere Seelenheiler, denn für Dachschäden sind Zimmermänner und Dachdecker zuständig! Entdecken Sie die Liebe neu, solange noch Zeit ist! Gehen Sie neue Wege und wechseln Sie Ihre Unterwäsche mindestens einmal im Monat! Vielleicht sollten Sie im heurigen Jahr einmal versuchen, mit aktivem Sport verschlafene Lebensgeister zu wecken. Das Lesen der Sportseiten in der Zeitung verbrennt keine Kalorien, allerdings können Sie sich dabei auch keine Knochen brechen. Karrieremäßig bleibt auch heuer alles beim Alten. Es gibt weiterhin keine Aussichten auf höerker februar 13

Die über kurz oder lang bevorstehende Fusion zwischen Milchhof und Sanitätseinheit bringt es mit sich, dass zum einen die Frühstücksbutter im Krankenhaus weiterhin garantiert ist. Im Gegenzug sind die Milchhofbediensteten ab sofort ticketbefreit und die Milchzähne werden gratis behandelt. Die Wanne in der Geburtenabteilung kann in geburtenarmen Wochen zur Zwischenlagerung von Joghurt verwendet werden. Sie werden im Zuge dieser Fusionierung mit der verantwortungsvollen Aufgabe betraut werden, darüber zu wachen, dass der Baby-Windel-Nachschub im Krankenhaus und nicht im Milchhof erfolgt. Gesundheitlich sollten Sie darauf achten, nicht der Zugluft ausgesetzt zu sein. Dagegen reagieren Sie sehr allergisch. Haarausfall droht Ihr Aussehen empfindlich zu stören, wo Sie ohnehin schon so ziemlich wie vom Winde verweht daherwehen. 75


Die Geschichte des Faschings Vor beinahe 5.000 Jahren, als der Mensch gerade erst begonnen hatte, der Nachwelt schriftliche Zeugnisse seines Tuns und Lassens zu vererben, kannte man in Mesopotamien schon den Brauch, einmal im Jahr die - noch nicht sehr lange bestehenden - gesellschaftlichen Schranken aufzuheben. Für wenige Tage galten alle, vom hohen Würdenträger bis zum Sklaven, gleich viel, auf dass sie unterschiedslos ausgelassen das noch junge neue Jahr in Gestalt des Frühlings begrüßen konnten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Tradition von anderen Kulturen übernommen. Auch die antiken griechischen Dionysien und die altrömischen Saturnalien hatten hierin ihren Ursprung. Bei letzteren tauschten Herren und Sklaven sogar vorübergehend die Rollen. Man gönnte sich ausgiebige Ess- und Trinkgelage, veranstaltete Festumzüge und ließ seinem Redebedürfnis - geschützt durch die Narrenfreiheit jener Festtage - freien Lauf. Es wird angenommen, dass auch Germanen und Kelten wilde Rituale zur Vertreibung des Winters praktizierten. Die Christianisierung Europas beendete das nun als unsittlich empfundene Treiben. Doch im ausgehenden Hochmittelalter keimte es vielerorts in neuer Gestalt wieder auf. Zum Kirchenjahr gehörten nämlich auch eine vierzigtägige Fastenzeit vor Weihnachten und eine ebenso lange vor Ostern. Lebensmittel, die den Gläubigen während der Fastenzeit verboten waren, wären verdorben, hätte man nicht vorher die Speisekammern „leergeräumt“. Vermutlich entstand der neue Name des Festes aus diesem „Abschied vom Fleisch“, im Mittellateinischen „carnelevale“. Indem man die Lehre des Kirchenvaters Augustinus beim Wort nahm, wonach dem Staat Gottes ein Staat des Teufels gegenübersteht, ließ man ab dem 13. Jahrhundert unter 76

vielgestaltigen Ausschweifungen die „civitas diaboli“ symbolisch Gestalt annehmen, damit diese dann mit Beginn der vorösterlichen Fastenzeit vom Reich Gottes besiegt werden konnte. Auf eine lehrsame Wirkung dieses Spiels hoffend, duldete der Klerus oft sogar närrisches Treiben in den Kirchen bis hin zum Abhalten von Eselsmessen und der „Inthronisation“ eines Pseudopapstes. Nur wer noch nach Anbruch des Aschermittwoch in karnevalistischer Ausgelassenheit angetroffen wurde, musste um Leib und Leben fürchten. Wer der Renaissance des Faschings im Mittelalter huldigen möchte, sollte sich zum nächsten Karneval in mittelalterliche Kostüme hüllen. Damals begannen sich regionale Spielarten zu bilden, in denen sich neben unterschiedlicher Termingestaltung - lediglich der Aschermittwoch blieb verbindlicher Schlusspunkt - auch neue Bezeichnungen etablierten. Von vorläufig letztmaligem Alkoholgenuss kündet der Fastenschank, also der Fasching. Die schwäbisch-alemannische Fastnacht lässt sich wahrscheinlich auf den indogermanischen Wortstamm „pwos“ zurückführen, der ebenfalls „fasten“ bedeutete. Letzterer verschaffen insbesondere die bizarr und archaisch anmutenden Kostümierungen, die direkt an mittelalterliche Bräuche anknüpfen, ihren unverwechselbaren Charakter. Eine interessante Ausprägung erfuhr der Karneval im 17. Jahrhundert in der Republik Venedig. Dort beging man dieses Fest durchaus kultiviert. Viele bedeutsame Musikund Theaterwerke der venezianischen Kultur wurden anlässlich des Karnevals verfasst. Allerdings dienten die seit Jahrhunderten üblichen Masken oft lediglich dem Zweck, Männern auf der Suche nach amourösen Abenteuern dort Zutritt zu verschaffen, wo sie eigentlich nichts zu suchen hatten - beispielsweise in Nonnenklöstern. Überhaupt bot die erker februar 13


fasching

Maskierung Deckung für allerlei Konspiration, was der dortigen Staatsinquisition ihre Arbeit durchaus erschweren konnte. Von der Regierung erlassene Maskenverbote blieben wirkungslos, bis man schließlich im 18. Jahrhundert aus der Not eine Tugend machte und das fremdenverkehrsfördernde Potential der reizvollen Tracht erkannte und nutzte. Ungefähr zur selben Zeit hatten die Portu-

giesen den Karneval nach Brasilien gebracht. Die einheimische Bevölkerung passte ihn ihrem Geschmack an. Das Ergebnis kann man regelmäßig in Rio de Janeiro bestaunen. Im nördlicheren Europa hatte die närrische Zeit - nicht zuletzt unter dem Einfluss von Reformation und Gegenreformation - gemäßigtere Formen angenommen und war teilweise in weltlich motivierte Feierlichkeiten übergegangen. Am Karneval bzw. der Fastnacht hielten (mit wenigen Ausnahmen wie der Stadt Basel) nur Landstriche katholischer Konfession fest. Neben dem bunten Treiben in den Straßen wurden in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert, inspiriert durch das Beispiel Venedigs, Maskenbälle veranstaltet, wobei die „fünfte Jahreszeit“ nach und nach

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zu einer Domäne des Bürgertums wurde. Als nach den Napoleonischen Kriegen weitläufige katholisch geprägte Gebiete unter preußische Herrschaft fielen, hielt dort ein gesteigertes Ordnungsdenken Einzug, das auch vor dem Karneval nicht Halt machte. In Köln etablierte sich ab 1823 ein - im wahrsten Sinne des Wortes - Paradebeispiel für organisierte Fröhlichkeit, das sich im Laufe von über 180 Jahren nur in Details verändert hat. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurden alte Fastnachtsbräuche, die nur noch in wenigen Gegenden präsent waren, im großen Stil wiederbelebt. Seither unterscheidet man je nach Region und Art des Feierns zwischen Fastnacht und Karneval, wobei man in einigen Regionen an der Bezeichnung „Fasching“ festhält. Während des 20. Jahrhunderts erlebte der Brauch deutschlandweit einen wahren Boom. Inzwischen gibt es kaum noch einen Ort, an dem auf Straßenumzüge oder Kostümfeste gänzlich verzichtet wird. Es wurde sogar schon über ein Städtchen in Bayern berichtet, dessen Hotels und Pensionen zahlungswilligen Karnevalsflüchtlingen „Asyl“ gewähren. Davon abgesehen, dass viele Völker (oft unabhängig vom christlichen Kontext) ähnliche Traditionen pflegen, werden Karneval und Fastnacht heute zumeist im deutschsprachigen Raum begangen. Nennenswerte Ausnahmen bilden Großereignisse in Rio de Janeiro und Santa Cruz de Tenerife, Maskenfeste in Venedig sowie der Mardi Gras in New Orleans.

„Nimm etwas … Gib etwas …“ 
 „Aktion Verzicht“ vom 13. Februar bis zum 31. März

Haben wir, was wir brauchen?
 Oder besser gefragt: Brauchen wir, was wir haben?
 
Auf ein Konsumgut oder eine Gewohnheit zu verzichten, ist nicht leicht. Noch schwieriger ist es in der Fastenzeit. Doch obwohl es eine Herausforderung ist, auf etwas zu verzichten, bietet die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern eine gute Gelegenheit, Gewohnheiten zu hinterfragen und das eigene Durchhaltevermögen zu testen. Forum Prävention, Katholischer Familienverband Südtirol, Caritas Diözese Bozen-Brixen, deutsches und ladinisches Schulamt sowie die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste rufen dieses Jahr erneut zur „Aktion Verzicht“ auf, diesmal unter dem Motto: „Nimm etwas … Gib etwas …“. 
 Jeder ist eingeladen, zwischen dem 13. Februar und dem 31. März auf ein Konsumgut zu verzichten, den Geldwert des Ersparten zu sammeln und einem guten Zweck zugute kommen zu lassen wie etwa der eigenen Familie, Freunden, Verwandten, Menschen in Not, der Gemeinde oder der Pfarrei.

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erkoku

Sudokus kennen alle! Aber kennen Sie auch ERKOKU?

Sarner Group ist

Sägewerk des Jahres 2013

Die jahrzehntelange Erfolgsstory der Sarner Group ist von einer in Fachkreisen hoch geschätzten Auszeichnung gekrönt worden: Holzkurier, die wichtigste europäische Fachzeitschrift für Forst- und Holzwirtschaft*, hat dem Südtiroler Allrounder in Sachen Holz die begehrte Auszeichnung „Sägewerk des Jahres“ 2013 verliehen.

Auflösung vom Jänner:

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Nachschlagewerk).

Die Auszeichnung der Sarner Group in der Kategorie „Sägewerk“ begründete die Fachzeitschrift in ihrem Artikel „Der Vielseitigkeitssäger“: Eine breite Aufstellung und effiziente Vernetzung verschiedener Unternehmensbereiche sorgen dafür, dass die Naturressource Holz nachhaltig und mit maximaler Wertnutzung verarbeitet wird. Forstwirtschaft, Säge und Schnittholzweiterverarbeitung sowie die internationale Vermarktung von hochwertigen Fensterkanteln liegen bei Sarner Group in einer Hand und können gegenseitig von den Synergien eines geschlossenen Produktionskreislaufs profitieren. Auf die kurzen Wege bei der Anschaffung des Rohstoffes und den Bezug zur Region legt Sarner Group genauso viel Wert wie auf die vielfältigen Geschäftsfelder und eine internationale Ausrichtung. Dieser einzigartigen Mischung verdankt das Unternehmen die renommierte Auszeichnung und auch seinen bemerkenswerten Erfolg. „In nur drei Generationen hat sich aus dem Sägewerk eine erfolgreiche Unternehmensgruppe entwickelt“, so Vertriebs- und Marketingleiter Fabrizio Pagliani. Heute zählt die Gruppe 85 Mitarbeiter und verarbeitet rund 60.000 m2 Rundholz jährlich.

Hinten von links nach rechts: Fabrizio Pagliani, Peter Braunhofer, Paolina Schwarz, Stefan Stampfer, Florian Mussner, Franz Locher, Marianne Kemenater, Alfons Kemenater,

Auch das vor kurzem gefeierte Firmenjubiläum ließ die Holzkurier-Redaktion aufhorchen – schließlich ist es der beste Beweis für die langfristige, nachhaltige und damit auch zukunftsfähige Erfolgsstrategie des Unternehmens. Für die Unternehmensleitung ein Grund zur besonderen Freude: „Zum einen ist die Auszeichnung eine Bestätigung für unsere erfolgreiche Arbeit, zum anderen kommt sie gerade recht zum 50-jährigen Firmenjubiläum“, meint Geschäftsführer Christian Kemenater stolz. *Als einzige wöchentlich erscheinende unabhängige Fachzeitschrift für die Forst- und Holzwirtschaft, die Sägeindustrie und den Holz- und Baustoffhandel ist der Holzkurier die wichtigste Fachinformationsquelle für etwa 17.000 Betriebsinhaber und Führungskräfte aus der Branche.

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Folgende Buchstaben werden vorgegeben:

Vorne von links nach rechts: Günther Kemenater, Harald Kemenater, Christian Kemenater

A

B

C

H

K

O

R

S

U

PR

Eisacktaler Kost Eröffnung am 7. März in Sterzing Vom 8. bis zum 24. März laden 19 Gastbetriebe zwischen Gossensaß und Villanders zur Spezialitätenwoche „Eisacktaler Kost“. Im Mittelpunkt der Genusswochen, organisiert vom Hoteliers- und Gastwirteverband im Bezirk, steht die traditionelle Eisacktaler und Südtiroler Küche, nach überlieferten Rezepten nachgekocht, mit kreativen Ideen verfeinert oder neu und zeitgemäß interpretiert. Vorgestellt wird die 41. „Eisacktaler Kost“ am 7. März um 11.00 Uhr auf dem Stadtplatz in Sterzing, wo Einheimische und Gäste typische Gerichte verkosten und die gedeckten Tische der teilnehmenden Betriebe bestaunen können. Bei schlechtem Wetter findet die Vorstellung im Innenhof des Rathauses statt. erker februar 13


frage-ecke

Evelyn Haller

Dieter Burger

Da es in unserer Ehe schon seit längerem nicht mehr gut läuft, möchten mein Mann und ich uns trennen. Wie sollen wir es unseren Kindern (7 und 9 Jahre) sagen und wann? Die Trennung der Eltern bedeutet einen spürbaren Bruch im Leben eines Kindes. Deshalb sollten Sie mit Ihren Kindern über dieses Thema nur sprechen, wenn die Entscheidung wirklich definitiv ist. Zögern Sie das Gespräch aber auch nicht zu lange hinaus, denn Ihre Kinder nehmen die Spannungen in der Familie atmosphärisch ohnehin wahr. Auf die Frage nach dem „wie“ können wir Ihnen raten, dass Sie als Eltern beide gemeinsam mit den Kindern über die Trennung reden. Dabei ist es ratsam, dass Sie sich – trotz der schwierigen Umstände – zum Wohle der Kinder vorher absprechen. Ganz wichtig ist: Als Paar gehen Sie auseinander, doch als Eltern bleiben Sie für Ihre Kinder Vater und Mutter – das ganze Leben lang! Die richtigen Worte zu finden ist nicht leicht. Inhaltlich ist es sinnvoll, den Kindern zu vermitteln, dass Sie sich als Paar nicht mehr verstehen und deshalb beschlossen haben, auseinander zu gehen. Grundsätzlich haben Kinder bei Trennungen fast immer das Gefühl, sie seien Schuld an der Trennung. Wenn Sie den Kindern deutlich erklären, dass sie keinerlei Schuld daran haben, nehmen Sie eine große Last von ihnen. Sagen Sie den Kindern auch, dass Sie sie immer lieben werden und dass auch die Kinder weiterhin beide Eltern lieb haben dürfen. Oft fällt es den Partnern aufgrund der Kränkungen bei oder nach einer Trennung nicht leicht, dem Ex-Partner Respekt und Entgegenkommen zu zeigen, doch wenn Sie es hinkriegen, können Sie viel Positives für Ihre Kinder bewirken. Wir empfehlen, den Kindern keine detaillierten Erklärungen über die Gründe der Trennung zu geben, jedoch ganz klar mit den Kindern abzusprechen, wie die nächste Zeit nach der Trennung aussehen wird. Wann sind die Kinder bei wem? Wie viel Kontakt wird zum Elternteil sein, das gerade nicht da ist? Wer unterschreibt die Mitteilungen der Schule? Wichtig ist, dass Sie als Eltern diese Punkte vorher durchgehen und bereits mit einem groben Entwurf zu den Kindern gehen. Auf keinen Fall sollten die Kinder entscheiden müssen (zumindest noch nicht in diesem Alter), wann sie wo sein wollen. Das bringt Kinder in einen Loyalitätskonflikt zwischen den Eltern. Wichtig ist: Nicht eine Trennung an und für sich schadet den Kindern, sondern wie die Eltern und die Familie während und nach der Trennung miteinander umgehen (siehe als Anregung auch im Internet: „20 Bitten an geschiedene/ getrennt lebende Eltern“). Wir wünschen Ihnen alles Gute!

Haben auch Sie eine Frage zu den Themen Erziehung, Schulprobleme, familiäre, partnerschaftliche oder persönliche Konflikte? Dann schreiben Sie uns: evelyn@haller.it oder dieter_burger@hotmail.com. Ihre Frage (auch anonym) wird vertraulich behandelt. erker februar 13

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pfiffikus Auflösung des Vormonats: Die zwei goldenen Kirchturmkugeln gehören zur Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau im Moos“ in Sterzing. Im Zuge umfassender Restaurierungsarbeiten wurde unter anderem das Dach des Chores und des Turmes neu eingedeckt. Der Turm erhielt seine ursprüngliche grüne Farbe zurück. Besonders goldig glänzen jedoch die zwei Kugeln an den Dächern. Die erfolgreiche Aktion „Kunst & Krempel“ konnte mit einem Erlös von 43.000 Euro einen wertvollen Beitrag leisten für die Sanierung, die insgesamt an die 750.000 Euro kosten wird. Das Los bestimmte

Filipp Gitzl aus Stange zum Pfiffikus des Monats Jänner. Der Gewinner erhält einen Sterzinger Einkaufsgutschein.

Der Gutschein kann im Tourismusverein Sterzing persönlich abgeholt werden.

leute „... Congratulazioni ...! Ben arrivata anche tu nella schiera dei neolaureati! Beh, intanto goditi la festa e i regali, che alla disoccupazione ci penserai un altro giorno ...!“

Dreimol 20 Johr und no koan graues Hoor. Sport und Ross holten Di fit, do kemmen oft die Jungen nit mit. Singen tuasch Du a recht gern, meistens konn man di noar in der Kirche hearn. Auschtian tuasch du olm recht friah, noch der Orbeit hosch noar die Enkelen bei dir. Deinen Frohsinn und Deine Energie, wir hoffen, Du verlierst sie nie. Für die Zukunft nur das Allerbeste wünschen Dir zu deinem runden Feste Dein Mann, Deine Töchter, Schwiegersöhne und vor allem Roan und Isa Maria.

ELISA BERNINI

Con l’augurio di un futuro felice e pieno di soddisfazioni, con amore, Papà, Mamma e Luca

alles Gute zum 50. Geburtstag wünschen Dir Leo und Deine Geschwister mit Familien.

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Dein Schotz Miriam

Mit Herzensgüte, Mut und Kraft habt Ihr die 50 Ehejahr’ geschafft. Habt viel ertragen und erreicht, es war gewiss nicht immer leicht. Wir wissen, was wir an Euch haben, auch wenn wir es nicht immer sagen. Für Eure Müh’ in all den Jahren möchten wir heut danke sagen. Wir hoffen, dass für lange Zeit Ihr zwei uns noch erhalten bleibt. Eure 7 Gitschn, Schwiegersöhne, Enkel und Urenkel

Oh Schreck, oh Schreck, Oma Herta, die 6 ist weg. Doch sei nicht traurig, Du wirst schon seh’n, mit 70 wird’s erst richtig schön. Dabei ist nur eines wichtig: So wie Du bist, so ist es richtig! Herzlichen Glückwunsch von Claudia, Karl, Urban, Anna und Ernst

Liebe Wally,

Kam zu glabm, obr wohr, dr Armin weart schun 30 Johr! Alles Gute für Deine Zukunft, bleib so, wie Du bisch.

~ 21. Februar ~

Il giorno 3 dicembre 2012, tramite l’Università Cattolica del Sacro Cuore di Roma, Facoltà di Medicina e Chirurgia “A.Gemelli”, presso la Scuola Provinciale Superiore di Sanità “Claudiana” di Bolzano, si è laureata Assistente Sanitaria

Wir gratulieren!

Pfiffikus sucht ein eigenartiges Gerät. Wer den genauen Standort oder die Funktion desselben kennt, schreibt eine frankierte Postkarte an den Erker, Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing, ein Fax (760394) oder ein E-Mail (info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 15. Februar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.

Anna und Herbert Siller

Bis 40 hast Du viel geschafft, hast noch Elan, genügend Kraft, noch viele Jahre rumzutoben, mal unten, doch meist ganz oben. Das Leben ist nicht immer rund, es ist gestreift und kunterbunt. Wenn Du nun jährlich weiterreist, wünschen wir, dass nie der Zug entgleist, der Dich zu deinen Zielen bringt und alles, was Du machst, gelingt. Viel Glück und Freude überall und Gesundheit auf jeden Fall! Deine Schätze

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wipptaler kleinanzeiger sumserin

Lieber Thomas!

18.

Zu Deinem Geburtstag wünschen wir Dir von Herzen alles Gute! Mami und Tati, Schwester Michaela und Albert, die Omis Marianna und Frieda sowie Hermann

Kam zi glabm, obr wohr, die liebe Karin weard schun 50 Johr. Alles Liebe, vor allem Gesundheit zu Deinem runden Geburtstag wünschen Dir Peppi & Sandra

In Sunntig, den 10. Februar weard’s wohr, des Bürschl weard selm 60 Johr. Unter den schneidign Huat, des isch decht dr Luis, der gearn singen tuat, und seine Telfer Jugendfeierwehr mocht ihn olleweil wieder die schianschte Ehr. Olls Guate und nou viele gsunde Johr wünschen Dir von Herzen Deine Familie.

Karl Seidner war bis zur vorgesehenen Altersgrenze aktiver Wehrmann in Wiesen. Zu seinem 70. Geburtstag hat ihn die Kommandantschaft der Feuerwehr Wiesen besucht und ihm die Wünsche der Wehr für weitere beste Gesundheit überbracht. Gut Heil, Karl!

Liebe Mame, Oma und Uroma! Die Lebensuhr, sie läuft und tickt, ist auf

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80 Jahre sind es wert, dass man Dich besonders ehrt. Darum woll’n wir Dir heut sagen, es ist schön, dass wir Dich haben.

vorgerückt. Es ist so schön, dass wir Dich haben, wir wollen für alles DANKE sagen. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ehrentag! Deine Kinder mit Familien

Die herzlichsten Glückwünsche zu Deinem 80. Geburtstag! Deine Kinder mit Familien

Es gibt Menschen, die sind so – und es gibt Menschen, die sind anders, und dann gibt es noch „sie“ ... weder so – noch anders – eben besonders.

SIE wird am 2. Februar halb so alt wie ER am 21. Dazu wünschen wir alles Liebe und Gute. Jo, es isch wohr, insere Kati weard am 10. Februar 18 JOHR – VOLLJÄHRIG bisch. Eure Lieben

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Deine Eltern und Dein Bruder mit Familie wünschen Dir olls Guate, viel Freude, viel Spaß und sehr viel Glück.

Honn i mir’s nit gien gidenkt, in leschtn Erker hobn’se gfrogg, ob man ba di näggschtn Wohln wieder insern Christian wähln tatt. Noar hatt der ondere Bezirkspolitiker – der Thomas – a nou gsogg, dass er niemehr in Lond eichn will. Und i denk mier holt noar: „Tue i wortn, derweil amol wortn.“ Noar sogg mein Göite, dass i mit awie wortn schun recht hatt, weil die Wohln sein eh earscht in Herbischt. Jo wie, sog i drau, wenn die Zeitign leimer va di Wohln schreibm und a in Radio heart man nicht onders. Noar sogg wieder mein Göite, iatz – dös Munat do in Februar – sein zearscht amol die Wohln fir Rom. Fir die Senatkommer, sogg er. Iatz haut’s mi um: Mittlat in Winter, grodd eben die Fosnocht ummer, wearn do Wohln verunstoltit. Sein de sischt nit olm in Mai ausn giwesn, wenn’s awie feiner wordn isch? Und i fircht mi schun va der Wohlpropaganda, wo dir olle weiß mochn welln, wer der Beschte fir inser Lond in Rom sein weard. Wenn i noar sog, i kenn decht kuen va de, noar hobn de kluen Propagandamocher earscht recht a Freide, mir virziderzehln, wos de Mander und de Weiber olls kennin und wie sich de a fir mi einsetzn wearn. Und wenn i noar zruggfrog, wie setzn de sich fir mi ein, wenn mi de a nit amol kennin? Auf sell auchn sein noar de paff, nit i. Oder sein magari lei de Leit fir Rom zi wähln, de wos se in Bouzn lous sein welln? 81


leute

Liebe Lindi! Zu deinem

65. Geburtstag wünschen wir dir von Herzen alles Liebe und Gute! Bleib so lebenslustig, wie du bist!

Zwei Mareiter Urgesteine feiern 70er

Am Jahresende 2012 bzw. Jahresanfang 2013 feierten die beiden Mareiter Sebastian Volgger (Schmied Wastl) und Karl Stefan Siller (Fürholz Steffl) jeweils ihren 70. Geburtstag. Der Schmied Wastl war in den 70er Jahren in Mareit der Skipionier schlechthin. Mit viel Elan und Begeisterung setzte er über Jahrzehnte bedeutende Akzente im Sportverein Mareit. Die von ihm initiierten Rennen auf der so genannten „Pulverer-Kugl“ waren über den Ort hinaus legendär und sind vielen Mareitern noch heute in bester Erinnerung. Viele Jahre war es der Wastl, der die Mareiter Jugend Jahr für Jahr an den Skisport heranführte und mit seiner Begeisterung für diesen tollen Sport ansteckte. Dem Wastl immer zur Seite stand bei diesen Skirennen immer auch der zweite Jubilar – der Fürholz Steffl – nämlich als Speaker, der den Athleten und dem Publikum immer wieder kräftig einheizte.  Auch der Steffl war so wie der Wastl über Jahrzehnte sehr aktiv im Dorfleben von Mareit tätig. Besonders am Herzen lag ihm immer die Freiwillige Feuerwehr, der er als Kommandant und dann auch als Bezirkspräsident über viele Jahre im Bezirk vorstand. Aber auch im Kirchenchor und im Pfarrgemeinderat war und ist der Steffl immer wieder in führender Position zu finden. Die gesamte Bevölkerung von Mareit gratuliert den beiden Jubilaren aufs Herzlichste und bedankt sich bei beiden für ihren unermüdlichen Einsatz in all den Jahren. Möge ihnen der Herrgott noch viele Jahre Gesundheit schenken. 

Deine Justi, Ulli, Harry, Nikki und Lisa

Der Tunl Gebhard ist 85! In Hinterpflersch, in Innerstein, wo die Welt für manchen zu Ende zu sein scheint, beging am Dreikönigstag der Altbauer vom Tunlhof und Jäger Gebhard Mühlsteiger seinen 85. Geburtstag. Dazu gratulieren ihm aufs Herzlichste seine Frau Notburga, seine Verwandtschaft und seine Jagdkollegen (im Bild). Möge er seine Beschwerden mit der Hüfte mit Geduld und Jägerstolz ertragen und sonst noch eine gute Zeit erleben. Die Jagdkameraden

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Kulinarisches aus den italienischen Regionen Trattoria im „Alten Zollhaus“ neu eröffnet

Treue Gäste geehrt Im Dezember 1982 haben zwölf Informatikstudenten der Münchner Bundeswehruniversität zum ersten Mal ihren Skiurlaub in der „Furl-Hütte“ am Roßkopf verbracht. Seitdem kommen sie jedes Jahr mit ihren Familien wieder. Der Urlaub bei Emma und Hans, Lydia und Andreas ist für die Gäste, die zwischen Hamburg, München und den USA wohnen, immer etwas ganz Besonderes. Vor kurzem dankten ihnen die Gastwirtsfamilie und der Tourismusverein Sterzing mit einer Urkunde für ihre 15 bzw. 30 Jahre lange Treue.

Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Bezirksfeuerwehrpräsident a. D., Ehrenmitglied des Bezirksfeuerwehrausschusses Wipptal/ Sterzing, Karl Stefan Siller, die Vorwahl gewechselt. Eine Abordnung des Bezirksfeuerwehrausschusses hat ihm zu diesem Anlass einen Besuch abgestattet und ihm zum 70. Geburtstag gratuliert. In gemütlicher Runde wurden alte Zeiten aufgefrischt und Aktuelles erörtert. Alles Gute, Steffl! 82

Im Jänner hat Familie Messner ihre Trattoria im „Alten Zollhaus“ an der Brennerstraße in Ried neu eröffnet. Zur Eröffnungsfeier begrüßten Margit, Kathrin, Michael und Helmut Messner Gäste aus nah und fern, während Küchenchef Stefano aus der Emilia Romagna einen Vorgeschmack auf die kulinarischen Spezialitäten bot, die er künftig servieren wird. Das Besondere an der Küche: Jeden Monat entführt sie die Besucher auf einen neuen kulinarischen Streifzug durch die italienischen Regionen. Der „Emilia Romagna“ im Jänner folgen im Februar „Karneval in Venedig“ und „Spezialitäten aus der Toskana“. Fischspezialitäten – sie werden immer serviert – stehen auch am Aschermittwoch im Mittelpunkt. Jeden Sonntagabend gibt es außerdem das „Reschtl-Essen“ zum besonders günstigen Preis. Geöffnet ist die Trattoria donnerstags und freitags von 17.30 bis 22.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11.30 bis 14.00 und von 17.30 bis 22.00 Uhr. erker februar 13


Auflösung in der nächsten Nummer

rätsel

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Kulinarische Themen im Februar

– Karneval in Venedig ab 7.2. – Spezielle Fischgerichte auch am Aschermittwoch – Toskana ab 21.2.

Jeden Sonntagabend | Ogni domenica sera „Reschtl-Essen”

Trattoria

Öffnungszeiten | orario d‘apertura Do & Fr | gio & ven 17.30 – 22.00 Sa & So | sab & dom 11.30 – 14.00 & 17.30 – 22.00

www.graphic-kraus.eu

Lösungswort

I temi culinari a febbraio – Carnevale a Venezia dal 7.2. – Diversi piatti di pesce anche il Mercoledì delle Ceneri – Toscana dal 21.2.

HOTEL RESTAURANT ZOLL | 39049 Sterzing Vipiteno | Ried 30 Novale | Tel. +39 0472 765 651 | www.hotel-zoll.com | info@hotel-zoll.com

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jahrestage ... e Gesù disse:

Oh du schweres Abschiedswort, lebe wohl, jetzt muss ich fort, tausend Seufzer will ich schicken durch den Wind, noch einen letzten Abschiedskuss, weil ich nun gehen muss.

„E’ giunta la sera, è l’ora di tornare all’altra sponda!“

2° anniversario Elisabetta Valenti Boari † 5 febbraio 2011

Das Leben ist nur eine Reise, die heimwärts führt zu Dir, o Herr.

Christina Da Canal geb. Eisendle „Lenzn Christine“ * 11.02.1948 † 08.12.2012 Aufrichtiger Dank

Grazie di cuore

für das innige Mitgefühl, für jede stille Umarmung, für die vielen Zeichen der Liebe und Freundschaft, für die tröstenden Worte, gesprochen oder liebevoll geschrieben, für die Blumen und Kerzen und die vielen Spenden

per la sentita partecipazione, per ogni silenzioso abbraccio, per i molti segni di amore e di amicizia, per le parole di consolazione dette o amorevolmente scritte, per i fiori e le candele e per le molte offerte

Im Herzen wirst Du immer bei uns sein.

1. Jahrestag Hermann Volgger † 14.02.2012

Wir denken besonders an Dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 17. Februar um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. In Liebe Deine Familie

Fam. Da Canal

Du fehlst im Leben, Du fehlst im Haus, diese Leere füllt niemand aus.

1. Jahrestag Paula Pfitscher geb. Gschließer † 05.02.2012 In liebevoller Erinnerung gedenken wir Deiner am Sonntag, den 3. Februar um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß. Allen, die daran teilnehmen, an Dich denken und für Dich beten, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Kinder mit Familien Auch wenn die Jahre wie im Wind verwehen, unsere Gedanken an Dich niemals vergehen.

4. Jahrestag Josef Stuefer Wir gedenken seiner am Sonntag, den 24. Februar um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Allen, die am Gottesdienst teilnehmen, sagen wir ein herzliches Vergelt's Gott. Die Angehörigen 84

Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind!

1. Jahrestag Franz Seehauser † 28.02.2012 In lieber Erinnerung denken wir besonders an Dich am Sonntag, den 3. März um 9.30 Uhr beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Mauls. Allen, die daran teilnehmen oder Deiner im Gebet gedenken, danken wir von Herzen. In Liebe Deine Familie

Anton Sorg 10 Jahre ohne Dich ... Gott behüte Dich!

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich beim Gottesdienst am Sonntag, den 10. Februar um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Ein Dank allen, die daran teilnehmen. Geliebt und unvergessen ... Deine Familie erker februar 13


jahrestage

Menschen, die wir lieben, sterben nie, sie bleiben uns im Herzen erhalten.

Monika Rungger * 30.09.1957 † 15.12.2012

Danke für die Krankenbesuche, alle Hilfe und Zuwendung, die Monika in dieser schweren Zeit zuteil wurden.

Danke für ein stilles Gebet, eine stumme Umarmung und tröstende Worte, gesprochen und geschrieben, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft.

Wenn Ihr mich sucht, sucht mich in Eurem Herzen. Hatte ich dort einen Platz, werde ich immer bei Euch sein.

Rosa Freund geb. Pichler * 23.11.1931 † 06.01.2013

Danksagung

Danke für die zahlreiche Teilnahme an den Seelenrosenkränzen und an der Beerdigung sowie für Blumen und Kerzen.

Unmöglich, jedem persönlich zu danken, möchten wir uns auf diesem Wege bei allen für die innige Anteilnahme und die Zeichen des Mitgefühls, für die Blumen, Messen und Spenden herzlich bedanken.

Ein besonderer Dank geht an Dr. Wilhelm Seppi und das gesamte Team der Abteilung Medizin im Krankenhaus Sterzing sowie an die Geistlichkeit für die würdevolle Gestaltung des Trauergottesdienstes.

Besonderer Dank gilt der Geistlichkeit Dekan Josef Knapp, Pater Meinrad, Pater Gebhard und Sr. Elisabeth sowie der Schwägerin Anna und allen, die zur musikalischen Umrahmung des Trauergottesdienstes beigetragen haben.

Allen sei ein Dank ausgesprochen, die unsere liebe Monika in Erinnerung behalten. Die Trauerfamilie

In Liebe Hans, Siglinde und Monika mit Familien Wir sahen die Sonne schon lange untergehen und erschraken dann doch, als es Nacht wurde.

5. Jahrestag Josef Öttl

Danksagung

* 18.02.1939 † 27.02.2008 Wir vermissen Dich so sehr.

Der Tod ordnet die Welt neu, scheinbar hat sich nichts verändert, und doch ist die Welt für uns ganz anders geworden. Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind. Ganz besonders denken wir an Dich, lieber Tate, bei der hl. Messe am Sonntag, den 3. März um 9.50 Uhr in der Pfarrkirche von Pflersch. Allen, die daran teilnehmen, für Dich beten oder im Stillen an Dich denken, ein herzliches Vergelt’s Gott. In Liebe und Dankbarkeit Deine Kinder erker februar 13

Klara Sorg Wwe. Rainer

Unmöglich, jedem Einzelnen zu danken, möchten wir uns auf diesem Wege bei allen für die innige Anteilnahme, für die große Beteiligung an der Beerdigung, für die Blumen, Kerzen, Messen, Spenden und die Zeichen des Mitgefühls herzlich bedanken.

* 15. November 1929 † 22. Dezember 2012

Die Trauerfamilie Immer ein Herz – das für uns schlug. Immer Liebe – für alle genug. Immer für alle – und wenig für Dich, so warst Du – Mamme, wir vermissen Dich.

1 Jahr ohne Dich

Marianna Obex geb. Kruselburger Sogmüller Marianne Zum ersten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem Du uns verlassen hast. Dankbar für die schöne Zeit mit Dir und verbunden in Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders beim Gottesdienst am 8. Februar um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe Deine Kinder mit Familien

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jahrestage Es gibt viele Spuren, Orte und Augenblicke, die an Dich erinnern. Du bist unvergessen.

Vor zwei Jahren bist Du von uns gegangen. Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, gäbe es nur nicht diese bitteren Stunden. Mussten Dich gehen lassen und konnten nichts tun, still und ohne Schmerz, kannst Du nun ruh’n.

10. Jahrestag Ferdinand Auckenthaler * 6. November 1946 † 6. Februar 2003 In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 10. Februar um 9.45 Uhr in der Kirche von Innerpflersch. Deine Geschwister Ich bin nicht weit weggegangen, ich tausche nur die Räume, ich lebe in Euch und geh durch Eure Träume.

2. Jahrestag Marianna Wwe. Mair geb. Haller Brückenwirtin

In lieber Erinnerung gedenken wir Deiner ganz besonders beim Gottesdienst am Samstag, den 2. März um 18.30 Uhr in der St. Margarethenkirche von Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen.

7. Jahrestag

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner beim Gottesdienst am Sonntag, den 24. Februar um 8.30 Uhr. Allen, die daran teilnehmen und ihrer im Gebet gedenken, ein herzliches Vergelt`s Gott.

Dein Sohn Hannes mit Familie, Deine Mutter Maria und Deine Geschwister mit Familien

Edith Gruber geb. Fichter

Deine Petra und Carla mit Familien

Du hast gelebt für Deine Lieben, Deine Müh und Arbeit war für sie. Guter Vater, ruh’ in Frieden, wir vergessen Deiner nie!

Das kostbarste Vermächtnis

eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

Hans Grasl

* 2. Oktober 1931

Heinrich Klotz

† 6. Jänner 2013

Veit-Heindl

Danksagung Herzlichen Dank allen, die meinen lieben Mann, unseren guten Vati, Schwiegervater und Opa auf seinem letzten Weg begleitet haben, ihn durch Blumen und Gedächtnisspenden ehrten und uns durch Wort und Schrift ihre Anteilnahme bekundeten. Die damit zum Ausdruck gebrachte Verbundenheit hat uns tief bewegt. Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott Kooperator Konrad Gasser, Pater Meinrad und dem Männergesangverein Sterzing für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes. Danke auch allen, die meinen lieben Mann und unseren Vati in lieber Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Die Trauerfamilie 86

* 14.Oktober 1931 † 18.Dezember 2012

Danksagung

Unmöglich, jedem persönlich zu danken, möchten wir uns auf diesem Wege bei allen für die tröstenden Worte, gesprochen oder liebevoll geschrieben, das viele Gebet, die Blumen, Kerzen, Messen und Spenden herzlich bedanken, sowie bei allen, die unseren Vater auf seinem letzten Weg begleitet haben. Die Trauerfamilie erker februar 13


Vor einem Jahr bist Du gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr. Ein tiefer Schmerz hält uns gefangen, wir vermissen Dich so sehr.

1. Jahrestag Aloisia Markart Wwe. Leitner In Liebe und Dankbarkeit denken wir an Dich am Sonntag, den 3. März um 10.30 Uhr in der Kirche von Egg. Dabei denken wir auch an Alois Leitner. Die Kinder mit Familien

Wenn Ihr mich sucht, sucht mich in Euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in Euch weiter.

10. Jahrestag Kurt Seidner In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 17. Februar um 18.30 Uhr in der St. Margarethenkirche von Sterzing. Deine Marianne, Werner, Günther und Edith mit Familien 20 Johr isch a longe Zeit. In insre Herzn bisch olm, bsunders heint.

Ihr seid aus unserem Leben gegangen, aber nicht aus unseren Herzen.

20. Jahrestag Alexander Großgasteiger

6. Jahrestag Paula Hofer geb. Klotz

20. Jahrestag Stefan Hofer

* 10. April 1935 † 13. Februar 2007

* 10. Februar 1928 † 12. März 1993

In liebevoller Erinnerung gedenken wir Eurer ganz besonders bei der Abendmesse am 15. Februar und am 16. März in der Pfarrkirche von Mareit. Allen, die daran teilnehmen, sei herzlich gedankt. In Liebe Eure Kinder mit Familien

* 1. Dezember 1970 † 20. Februar 1993 In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir Deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 24. Februar um 11.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß. Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe Deine Familie

Das, was einen Menschen unsterblich macht, sind seine Taten und die liebevollen Geschichten, die es von ihm gibt.

Danksagung Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen herzlich bedanken, die uns anlässlich des Todes unseres lieben

Wilfried Freund * 13.01.1943 † 28.12.2012 ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht haben. Wir danken Dekan Josef Knapp und Pater Meinrad für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei der Bürgerkapelle von Sterzing für die ergreifende musikalische Umrahmung der Messfeier sowie Siegfried Holzer für die einfühlsamen und treffenden Worte des Nachrufs. Für die zahlreichen Beileidsbekundungen, für die Blumen und Gedächtnisspenden ein herzliches Vergelt’s Gott. Ebenso danken wir allen, die unseren lieben Willi auf seinem letzten Weg begleitet haben, seiner im Gebet gedenken und ihn in lieber Erinnerung behalten. Die Trauerfamilie

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jahrestage

aus der seelsorgeeinheit

„Wir glauben, darum reden wir“ Glaube ist ein Geschenk. Zum „Jahr des Glaubens“ laden wir zu folgenden Angeboten: 16. – 24. Februar: Glaubenswoche in Stilfes mit Pater Jörg Müller aus Freising

Programm 16. Februar 20.00 Uhr: Eröffnungsvortrag: Woran erkenne ich den gekränkten Menschen? Warum verletzen wir uns? Wie geht Vergebung? 20.00 Uhr, Vereinssaal Stilfes 17. Februar 8.30 Uhr: Hl. Messe in Stilfes, 10.30 Uhr: Hl. Messe in Egg zum Thema „Wie geht sinnvolles Fasten?“ 19.00 Uhr: „Jesus hatte keinen Zeigefinger“, Vortrag im Vereinssaal 18. Februar 10.00 Uhr: Grundschulbesuch 19.00 Uhr: Hl. Messe: „Wie erfahre ich Gott im Alltag?“ Festhalten, was man nicht halten kann, begreifen, wollen was unbegreiflich ist, im Herzen tragen, was ewig ist. Unbekannt

19. Februar 19.00 Uhr: Hl. Messe: „Welche Folgen hat die Taufe?“ 20. Februar 14.00 Uhr: Seniorentreffen im Vereinssaal 18.00 Uhr: Jugendtreffen (16 – 25 Jahre), Jungscharraum 20.00 Uhr: Solokabarett für Herz, Hirn und Zwerchfell, Vereinssaal 21. Februar 19.00 Uhr: Hl. Messe: „Wie kann man Glauben weitergeben?“ 22. Februar 17.00 Uhr: Jugendtreffen (12 – 15 Jahre), Jungscharraum 19.00 Uhr: Segnungsgottesdienst mit Heilungsgebet: „Über Voraussetzungen von Heilung“ 23. Februar 9.00 Uhr: Hl. Messe: „Warum lässt Gott das Leid zu?“ 15.00 Uhr: Andacht: „Heilung durch Eucharistie“

3. Jahrestag

24. Februar 9.00 Uhr: Hl. Messe: „Don Camillo spricht mit Jesus (Dialog)“ 15.00 Uhr: Schlussandacht: „Von den Schwierigkeiten beim Beten“

Hertha Maria Ascher vereh. Larch

Fastenpredigten in Sterzing mit Orgelmeditation und Kreuzwegandacht in der Margarethenkirche Sterzing

Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir Abschied nehmen. (Albert Schweitzer)

Wir gedenken unserer lieben Hertha beim Gottesdienst am Freitag, den 22. Februar um 18.30 Uhr in der St. Margarethenkirche in Sterzing In besonderer Dankbarkeit und Liebe Egon, Manuela und Markus

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17. Februar: Patrizia Major Schwienbacher, Referentin für Pfarrgemeinderäte, Seelsorgeamt Bozen 24. Februar: Jakob Bürgler, Generalvikar der Diözese Innsbruck 3. März: Manfred Scheuer, Bischof der Diözese Innsbruck 10. März: Klaus Sottsas, Pfarrer von Lajen 17. März: Alexander Nothdurfter, Professor für Pastoraltheologie in Brixen 24. März: Abschluss der diözesanen Glaubenswoche, Kreuzwegandacht und Katechese mit Bischof Ivo Muser Beginn: jeweils 17.00 Uhr Bei der Taufe fängt unser Christsein an. An allen Sonntagen in der Fastenzeit bringt die Diözese ein Faltblatt mit einem Schwerpunkt zur Erneuerung des Taufbewusstseins heraus. Christine Wieser, Ausschussmitglied im Pfarreienrat erker februar 13


aus den gemeinden

Geburten Brenner: Vanessa Fadda (05.12.2012, Brixen). Freienfeld: Julian Moser (22.12.2012, Brixen). Michael Sinan (24.12.2012, Sterzing). Pfitsch: Vanessa Lanz (06.12.2012, Sterzing). Martha Braunhofer (13.12.2012, Sterzing). Niklas Taferner (18.12.2012, Sterzing). Liam Palermo (28.12.2012, Bruneck). Valon Trdevaj (31.12.2012, Sterzing). Ratschings: Hannes Kruselburger (10.12.2012, Sterzing). Jana Ciceri (14.12.2012, Sterzing). Lukas Kaufmann (16.12.2012, Sterzing). Jonas Festini Battiferro (17.12.2012, Brixen). Sterzing: Angelo De Micco (01.12.2012, Brixen). Sofia Feola (06.12.2012, Sterzing). Elias Siller (10.12.2012, Sterzing). Alexia Campo Gordo (29.12.2012, Sterzing). Theo Hilpold (31.12.2012, Brixen). Todesfälle Brenner: Stephania Gogl, 88, (14.12.2012, Sterzing). Monika Rungger, 55, (15.12.2012, Sterzing). Richard Staffler, 101, (19.12.2012, Brenner). Freienfeld: Alois Salcher, 90, (02.12.2012, Freienfeld). Ratschings: Antonia Eisendle, 85, (02.12.2012, Ratschings). Christina Eisendle, 64, (08.12.2012, Brixen). Heinrich Klotz, 81, (18.12.2012, Ratschings). Klara Sorg (22.12.2012, Ratschings). Anna Plattner, 89, (29.12.2012, Ratschings). Gabriele Minocchia, 67, (25.12.2012, Ratschings). Sterzing: Adelheid Gschnitzer, 90, (04.12.2012, Sterzing). Luise Mairamhof, 81, (08.12.2012, Sterzing). Elsa Schifferegger, 92, (11.12.2012, Ster-

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zing). Peter Baier, 53, (13.12.2012, Bozen). Georg Sparber, 84, (26.12.2012, Sterzing). Wilfried Freund, 69, (28.12.2012, Sterzing). Marianna Fleckinger, 82, (31.12.2012, Sterzing). Eheschließungen Brenner: Claudia Steinhauser und Michael Gröbner (30.11.2012, Memmingen). Tamara Riccardi und Giuseppe Barbante (06.12.2012, Brenner). Ratschings: Helga Platzgummer und Klaus Vorhauser (12.12.2012, Ratschings). Alexandra Gschliesser und Werner Plank (12.12.2012, Ratschings). Helga Wirth Rainer und Siegfried Josef Holzknecht (15.12.2012, Ratschings). Sterzing: Silvia Alessandra Piazzalunga und Luca Giovelli (22.12.2012, Sterzing). Baukonzessionen Brenner: Georg Wild, Pflersch: Neubau des Wirtschaftsgebäudes beim „Heissenhof“, Gp.20/1, K.G. Pflersch. Gemeinde Brenner: Ausbau der Zufahrtsstraße in St. Anton, versch. Bp., versch. Gp., K.G. Pflersch. Freienfeld: Daniel Überegger, Mauls 38C: Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.217, K.G. Mauls. Brennerautobahn AG, Trient: Umbau der Autobahnraststätte „Trens Ost“, Bp.602, K.G. Stilfes. Robert Gschnitzer, Elzenbaum 22: Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses beim „Schaiterhof“, Bp.93, K.G. Stilfes. Pfitsch: Biogas Wipptal GmbH, Sterzing: Bau der Mittelspannungsleitung zum Anschluss der Gewerbezone „Eisackstraße“ an das Umspannwerk Wiesen.

Ratschings: Ulrich Gschnitzer, Gasteig, Handwerkerzone Ost: Errichtung einer Überdachung, Gp.380/21, K.G. Jaufental. Sebastian Staudacher, Gasteig, Handwerkerzone Ost: Errichtung einer Überdachung, Gp.380/20, K.G. Jaufental. Maria Braunhofer, Jaufenpassstr.11: Errichtung eines Fahrradunterstellplatzes und eines lw. Magazins, Bp.53/1, Gp.417/2, K.G. Ratschings. Interessentschaft Seiterbergalm, Jaufental, Mittertal: Abbruch und Neuerrichtung der Almhütte Seiterberg, Bp.592, K.G. Jaufental. Gabriele Freund, Obertelfes 52: Errichtung einer Photovoltaikanlage, Bp.162, K.G. Telfes. Florian Gasteiger, Innerratschings 20: Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses beim „Bloseggerhof“, Bp.171, K.G. Ratschings. Sterzing: Hugo Lang, M.-Gaismair-Siedlung: Bauliche Umgestaltung der Wohnung im Erdgeschoss, Bp.197, K.G. Thuins. Gemeinde Sterzing: Umbauarbeiten im Rathaus, Bp.66, K.G. Sterzing. Autonome Provinz Bozen Südtirol: Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Realgymnasiums, Bp.759, K.G. Sterzing. Friedrich Karl Messner, Neustadt 28: Sanierung des Gebäudes, Bp.113, K.G. Sterzing. Helmuth Platter, Elfriede Wieland, Weg in die Vill 30: Errichtung eines Wintergartens, Bp.186, K.G. Thuins. Laura Dalla Torre, St. Margarethenstr.72: Errichtung eines Wintergartens, Bp.700, K.G. Sterzing. Gemeinde Sterzing: Sanierung des Weges Nr. 29 „Feldhöfe“ in Tschöfs. Andrea Pieroni, Bahnhofstr.18: Errichtung eines Balkones, Bp.283, K.G. Sterzing. Hotel Restaurant Zoll OHG, Ried: Errichtung eines Bikeparks, Gp.132, K.G. Tschöfs. Funde und Verluste siehe www.fundinfo.it

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wer, wo, was, wann ...

www.grwwipptal.it

Genossenschaft fĂźr 3FHJPOBMFOUXJDLMVOHVOE 8FJUFSCJMEVOH8JQQUBMNC)

Cooperativa per lo TWJMVQQPSFHJPOBMFFMB GPSNB[JPOF8JQQUBMBSM

KURSE & FREIE PLĂ„TZE CORSI DI TEDESCO Tedesco base – livello A1.1 12 unitĂ  di 1,5 ore, ogni giovedĂŹ e martedĂŹ dalle ore 19.00 alle ore 20.30; inizio: 14.02.2013; Luogo: Scuola elementare „Don Milani“, Via Frana 11, Vipiteno; relatrice: Magdalena Schwitzer Declara EDV-KURSE Umgang mit Computer und Internet fĂźr Einsteiger 8 Einheiten zu je 2,5 Stunden, Mo und Mi von 19.00 bis 21.30 Uhr; Beginn: 25.02.2013; Ort: EDV-Raum Grundschule „Josef Rampold“ ARBEITSSICHERHEIT Sicherheit am Arbeitsplatz fĂźr Arbeitnehmer (mittleres und hohes Risiko) Do, 07.02.2013 und Fr, 08.02.2013 von 08.30 bis 17.30 Uhr (Kursdauer:12 oder 16 Stunden - abhängig von der Risikoeinstufung lt. ATECO-Sektoren); Ort: Fahrschule Arcolin Sicherheitskurs fĂźr HebebĂźhnen Di, 19.02.2013 und Mi, 20.02.2013 von 08.30 bis 17.30 Uhr; Ort: Firma Mader GmbH Erste Hilfe im Rahmen der Arbeitssicherheit - Risikofaktor Gruppe B + C Mi, 20.02.2013 von 08.00 bis 18.00 Uhr; Ort: „Raiffeisensaal“ der Raiffeisenkasse Wipptal Sicherheitskurs fĂźr KranfĂźhrer (Baukran) Do, 21.02.2013 und Fr, 22.02.2013 von 08.30 bis 17.30 Uhr; Ort: Firma Mader GmbH Sicherheitskurs fĂźr Bagger und Erdbewegungsmaschinen Di, 26.02.2013 und Mi, 27.02.2013 von 08.30 bis 17.30 Uhr; Ort: Firma Mader GmbH Sicherheit am Arbeitsplatz fĂźr Arbeitgeber Beginn: 28.02.2013 (Kursdauer: 16, 32 oder 48 Stunden - abhängig von der Risikoeinstufung lt. ATECO-Sektoren) Ort: Fahrschule Arcolin Update „Sicherheit am Arbeitsplatz fĂźr Arbeitnehmer 6h“ Mo, 04.03.2013 von 08.00 bis 14.00 Uhr; Ort: Fahrschule Arcolin Sicherheitskurs fĂźr Vorgesetzte Di, 05.03.2013 von 08.30 bis 17.30 Uhr; Ort: Fahrschule Arcolin

Infos & Anmeldung GRW Wipptal m.b.H. #BIOIPGTUSB“F/Sr4UFS[JOH #;

5 r' www.grwwipptal.it weiterbildung@grwwipptal.it

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Konzerte 4. Februar: Faschingskonzert mit dem Haydn Orchester von Bozen und Trient, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr. Theater 6. Februar: „Do sein Sie richtig!“, KomĂśdie der Theatergruppe Trens, Trens, Vereinshaus, 20.00 Uhr. Weitere AuffĂźhrungen: 8., 9. (20.00 Uhr), 10. (18.00 Uhr), 14., 16. (20.00 Uhr), 17. Februar (18.00 Uhr). 7. Februar: „Rollmops & Co“, musikalische Revue des Generationentheaters 50 plus, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr. Weitere AuffĂźhrungen: 10. (18.00 Uhr), 11., 12., 15., 16. (20.00 Uhr), 17. Februar (18.00 Uhr). 8. Februar: „Hinter-Arlberger“, Kabarett mit Markus Linder, GossensaĂ&#x;, Theatersaal, 20.00 Uhr. 23. Februar: „Der Figozecker“, KomĂśdie des Theatervereins Pflersch, Pflersch, Haus der Vereine, 20.00 Uhr. Weitere AuffĂźhrungen: 1., 2. (20.00 Uhr), 3. (18.00 Uhr), 7., 9. (20.00 Uhr), 10. März (18.00 Uhr). 22. Februar: „3 SchaĂ&#x;trommeln fĂźr SĂźdtirol“, Kabarett der Gruppe Dekadenz, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr. 2. März: „Der verkaufte GroĂ&#x;vater“, AuffĂźhrung der Pfitscher VolksbĂźhne, St. Jakob, Schulhaus, 20.00 Uhr. Weitere AuffĂźhrungen: 3. (15.00 Uhr), 6., 8. (20.00 Uhr), 10. (15.00 Uhr), 11. März (20.00 Uhr). Kartenreservierungen: Tel. 335 1050798 oder 756386 (ab 18.00 Uhr) Filmclub Sterzing 8. Februar: „Ein Schluck fĂźr die Engel“, GB/ FR/ BE/ IT 2012, 101 min., Regie: Ken Loach, mit Paul Brannigan, John Henshaw, Gary Maitland. 15. Februar: „Wie beim ersten Mal“, USA 2012, 100 min., Regie: David Frankel, mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones, Steve Carell. 22. Februar: „Venuto al mondo“, IT/ ES/ HR 2012, 127 min., regia: Sergio Castellitto, con Penelope Cruz, Jane Birkin (in ital. Sprache). 1. März: „More than honey“, AT/ CH/ DE 2012, 91 min., Regie: Markus Imhoof. Beginn: jeweils 20.30 Uhr (Stadttheater Sterzing). Vorträge 14. Februar: „Hohe Berge. Ferne Länder“, Vortrag von Gabi Hofer mit Va-

lentinsumtrunk, Stilfes, Bibliothek, 20.00 Uhr. 22. Februar: „Gesundheit ganzheitlich stärken – Biomeditation nach Viktor Philippi“; „Wenn Kinder und Jugendliche Sorgen machen“, „AdHS, ADS, EntwicklungsverzĂśgerungen, Lernschwierigkeiten, SchlafstĂśrungen, Ă„ngste, Aggressionen ‌ Wie wirkt die Bioenergietherapie nach Viktor Philippi?“, Vorträge des Europäischen Berufs- und Fachverbandes fĂźr Biosens e. V., Trens, Vereinshaus, 19.30 Uhr. Unterhaltung 7. Februar: Offenes Tanzen des Volksmusik- und Volkstanzkreises Wipptal, Trens, 20.00 Uhr. 9. Februar: Faschingsball der FF St. Jakob, St. Jakob, Schulhaus, 20.30 Uhr. 10. Februar: Faschingsumzug, Sterzing, 14.00 Uhr. 12. Februar: Faschingskehraus, Wiesen, 14.00 Uhr. 22., 23., 24. Februar, 1., 2., 3., 8., 9., 10. März: PreisschieĂ&#x;en der SchĂźtzenkompanie Maria Trens, Trens, SchieĂ&#x;stand, 18.00 Uhr (freitags und samstags), 20.00 Uhr (sonntags). 25. Februar: Volksliedsingen des Volksmusik- und Volkstanzkreises Wipptal, Wiesen, Gasthaus Lex, 20.00 Uhr. Sport 3. Februar: Einfache Skitour, AVS Sterzing. 3. Februar: Mitgliederversammlung, AVS Sterzing. 7. Februar: 11. Wintertriathlon des ASV GossensaĂ&#x;, Sektion Langlauf, Pflersch. 7. und 8. Februar: FIS-Riesentorlauf, Ratschings. 10. Februar: 23. Pfitscher Volkslauf. 16. und 17. Februar: Skitour Dachstein, AVS Sterzing. 24. Februar: Landesmeisterschaft Haflinger, Ratschings. 24. Februar: Winterwanderung Plätzwiese, AVS Sterzing. 3. März: 26. Ridnauner Volkslauf. Verschiedenes 14. Februar: Segensfeier mit Kurzreferat fĂźr Verliebte und Verheiratete, Gasteig, Kirche, 18.30 Uhr (Veranstalter: Pfarrgemeinde Sterzing, Ausschuss Ehe und Familie). 16. – 24. Februar: Glaubenswoche in Stilfes. Detailliertes Programm siehe S. 88. 21. Februar: Winterwanderung nach Ratschings fĂźr AngehĂśrige und Freun-

de von Pflegepatienten, Treffpunkt: Jaufensteg, 14.00 Uhr. Anmeldungen beim Sprengel (Tel. 774622). Kurse Ab 18. Februar: „Ein Neuer Yogawille“.  Ă„sthetische Yogapraxis zur Steigerung der Seelenausstrahlung, Konzentration und sozialen Stabilität,  Sterzing,  19.30 Uhr.  Tel. 340 3644547, www.anna.steeman.it. 23. und 24. Februar: Geburtsvorbereitung mit Hebamme, Sanitätsassistentin und Kinderarzt, Sterzing, Krankenhaus, Sitzungssaal 5. Stock. Info und Anmeldung: Vorsorgedienst Brixen (Tel. 0472 812780, vorsorge. dienst@sb-brixen.it). Sprechstunden Arbeitsamt Sterzing: Montag und Donnerstag, 8.30 – 12.00 Uhr und 14.00 –16.30 Uhr. Verbraucherzentrale: Beratung jeden Montag, Sterzing, Neustadt 21, 9.30 – 12.30 Uhr. Sozialgenossenschaft TagesmĂźtter: Sprechstunden jeden 1. Montag im Monat, 15.00 – 17.00 Uhr, Sterzing, Margarethenhaus, Tel. 347 4601005. Anlaufstelle fĂźr Frauen in Gewaltsituationen und deren Kinder: Beratungsangebot in Sterzing: jeden ersten Donnerstagvormittag nach Terminvereinbarung unter der kostenlosen GrĂźnen Nummer 800601330. Stammtisch fĂźr Eltern von Kindern

SVP- Sprechstunden Bezirksobmann Christian Egartner

Montag, 4.02.2013, von 11.00 bis 12.00 Uhr Montag, 18.02.2013, von 11.00 bis 12.00 Uhr Montag, 25.02.2013, von 11.00 bis 12.00 Uhr L.-Abg. & Vorsitzender der Seniorenbewegung Otto von Dellemann

Donnerstag, 21.02.2013, von 10.00 bis 11.00 Uhr Vorsitzender des Landessozialausschusses Christoph Gufler

Dienstag, 26.02.2013, von 18.00 bis 19.00 Uhr Die Sprechstunden finden in der SVP-Bezirkskanzlei in Sterzing, Neustadt 24, Kolpinghaus, 2. Stock, statt. Tel. 765911.

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sonn- & feiertagsdienste Apotheken

mit Behinderung: Jeden 2. Mittwoch im Monat, Sterzing, „Tie Break“ (Tennis Bacher), 19.00 Uhr. Sprachencafè: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, Sterzing, „Sterzingermoos“, 9.00 – 11.00 Uhr (Tel. 339 8698659). Zeitbank: Jeden 1. und 3. Freitag im Monat, Sterzing, Neustadt 21, 16.00 – 17.00 Uhr. Selbsthilfegruppe Demenz für Angehörige: Jeden 2. Samstag im Monat, Sterzing, Bahnhofstr. 6, 17.00 Uhr, Infos: Gertraud Beikircher, Tel. 632670. Selbsthilfegruppe Alleinerziehende: SMS an 333 1516036 (Sabine).

fänger, 20 Treffen, jew. Di. und Fr., Sterzing, KVW Kursraum, 9.00 – 10.40 Uhr. 20. Februar: Ätherische Öle – mit Schwung in den Frühling, Sterzing, KVW Kursraum, 19.30 – 21.30 Uhr. Ab 22. Februar: A1.1 Russisch, 15 Treffen, jew. Fr., Sterzing, KVW Kursraum, 19.00 – 21.00 Uhr. Ab 25. Februar: 50+ EDV mit viel Spaß und ohne Stress: Grundkurs, 4 Treffen, jew. Mo., Sterzing, Oberschule, 16.30 – 19.00 Uhr. Infos und Anmeldung: KVW Bildung Bezirk Wipptal, Tel. 0472 751152, bildung.wipptal@kvw.org, www.kvw.org Jugenddienst

Vereine und Verbände KVW Ab 1. Februar: Die Feldenkraismethode, 10 Treffen, jew. Fr., Sterzing, KVW Kursraum , 9.00 – 10.00 Uhr (OG Sterzing). Ab 1. Februar: Die Feldenkraismethode, 10 Treffen, jew. Fr., Sterzing, KVW Kursraum, 19.15 – 20.15 Uhr (OG Sterzing). Ab 1. Februar: A1.1 Französisch für Anfänger, 20 Treffen, jew. Mi. und Fr., Sterzing, 18.00 – 20.00 Uhr. Ab 4. Februar: 10-Finger-Tippsystem in 6 Stunden, 4 Treffen, jew. Mo. und Mi., Sterzing, Oberschule, 19.30 – 21.00 Uhr. 4. Februar: Frühjahr 2013 – Ihre persönliche Stilberatung! Sterzing, KVW Kursraum, 19.30 – 22.00 Uhr. Ab 4. Februar: A1.1 Englisch für Anfänger, 20 Treffen, jew. Mo. und Mi., Sterzing, KVW Kursraum, 17.15 – 18.55 Uhr. Ab 4. Februar: A1.1 Italienisch – Uso elementare della lingua, 20 Treffen, jew. Mo. und Mi., Sterzing, KVW Kursraum, 9.15 – 20.55 Uhr. Ab 18. Februar: Aerobic, 10 Treffen, jew. Mo., Sterzing, Turnhalle Josef Rampold, 19.30 – 20.30 Uhr. Ab 19. Februar: A1.1 Deutsch für An-

9. Februar: Faschingsparty für Jugendliche mit Maskierung, Sterzing, Jugendtreff, 20.00 Uhr. 15. – 20. Februar: Calcetto Cup, Sterzing, Jugendtreff. 16. Februar: Jugendmesse zur Fastenaktion „Kilo“, Sterzing, St. Margarethenkirche, 18.30 Uhr. 19. Februar: Wenn dem jugendlichen Übermut Konsequenzen folgen, Vortrag mit Kinder- und Jugendanwältin Vera Nicolussi-Leck, Sterzing, Margarethenhaus, 20.00 Uhr. 2. März: Jugendtheater „Love and the Sexperts“, Stange, Gemeindesaal, 19.30 Uhr (Jugendgruppe Stange). Infos und Anmeldungen: Jugendarbeiter Armin Mutschlechner (Tel. 345 3598339, jugendtreff.sterzing@jugenddienst.it) ElKi 3. Februar: Krabbelgottesdienst, Margarethenkirche, 16.00 Uhr, in Zusammenarbeit mit KFB. 4. Februar: Stillgruppe: „Wenn das Stillen schmerzt“, 9.30 Uhr. 8. Februar: Spinning, 12 Einheiten, freitags, 19.30 Uhr. 18. Februar: Stillgruppe: „Das kindli-

che Schlafverhalten“, 9.30 Uhr. 22. Februar: Zwergenturnen für Kinder ab 3 Jahren, 5 Einheiten, freitags, 15.00 Uhr. 22. Februar: Marienkäferturnen mit Mami oder Papi, 5 Einheiten, freitags, 16.00 Uhr. 23. Februar: Hand- und Fußabdruck aus Ton, 9.00 Uhr. 25. Februar: Modellieren von Tieren aus Ton für Kinder ab 5 Jahren, 15.00 Uhr. 27. Februar: Nähkurs, 5 Einheiten, mittwochs, 19.30 Uhr. 1. März: Vollversammlung, 20.00 Uhr. 2. und 9. März: Schmetterlingsmassage, 9.30 Uhr. 4. März: Stillgruppe: „Die erste Zeit nach der Geburt“, 9.30 Uhr. 6. März: Kletterkurs für Kinder von 5 – 6 Jahren, 6 Einheiten, mittwochs, 16.00 Uhr, in Zusammenarbeit mit dem ASK. Tauschmarkt: Tel. 333 7866337; Di, 9.00 – 11.00 Uhr und 15.00 – 17.00 Uhr; Mi, 9.00 – 11.00 Uhr; Fr, 15.00 – 17.00 Uhr. Infos: Tel. 768067; E-Mail: sterzing@ elki.bz.it, www.elki.bz.it Kolpingfamilie

Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024 Apotheke Wiesen Tel. 760353 Apotheke Paracelsus Tel. 764940 Stadtapotheke Tel. 765397 Apotheke Wiesen

Der wöchentliche Bereitschaftsdienst (samt Feiertagsdienst) beginnt jeweils am Freitag um 19.00 Uhr. Arzneimittelausgabestelle Gossensaß: Tel. 632364. Praktische Ärzte

02.02.: 03.02.: 09.02.: 10.02.: 16.02.: 17.02.: 23.02.: 24.02.:

Dr. Wilhelm Seppi Tel. 0472 764656, 0472 764762 Dr. Konrad Wieser Tel. 764771, 335 299342 Dr. Pietro Stefani Tel. 760628, 349 1624493 Dr. Alberto Bandierini Tel. 0472 764144, 388 7619666 Dr. Stefan Gögele Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Franz Keim Tel. 764577, 335 6951031 Dr. Esther Niederwieser Tel. 756786, 335 6072480 Dr. Wilhelm Seppi

10. Februar: Faschingsunterhaltung nach dem Faschingsumzug für Kolpingmitglieder und Interessierte, Sterzing, Kolpingsaal, ab 15.30 Uhr. Ab 22. Februar: Gitarrespielen ohne Noten für Anfänger und Fortgeschrittene, 10 Treffen, Sterzing, Kolpingstube, 18.00 Uhr. Infos: Tel. 333 8500987. Jeden Mittwoch: Seniorentreff, Sterzing, Kolpingsaal, ab 14.30 Uhr.

Der jeweils Dienst tuende Arzt kann von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des darauf folgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden. Bis Mai ist samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr im Vorsorgedienst, Romstraße 5 in Brixen, ein kinderärztlicher Betreuungsdienst für dringende Fälle tätig.

Nähere Infos: Tel. 338 1039988.

02./03.02.: Dr. Heinrich Forer (Dr. Stefan Niederfriniger) 09./10.02.: Dr. Bruno Prota (Dr. Stefan Niederfriniger) 16./17.02.: Dr. Heinrich Forer (Dr. Bruno Prota) 23./24.02.: Dr. Stefan Niederfriniger (Dr. Heinrich Forer) 02./03.03.: Dr. Bruno Prota (Dr. Heinrich Forer)

Märkte 5. und 20. Februar: Traditioneller Markt, Brenner, 8.00 – 14.00 Uhr. 5. und 20. Februar: Monatsmarkt, Sterzing, Eisackstraße, ab 8.00 Uhr.

mein lieblingswitz Der stockbetrunkene Hase legt sich hinter einen Busch zum Schlafen. Zwei Füchse beobachten dies und raufen sich um die Beute. Dabei beißen sie sich beide tot. Am nächsten Tag wacht der Hase auf und meint: „Na, wos honn i geschtern wieder augfihrt?“ Markus Haller, Sterzing Senden Sie uns Ihre Lieblingswitze. Wir verlosen am Ende des Jahres einen schönen Sachpreis (info@dererker.it). erker februar 13

02.02. – 08.02.: 09.02. – 15.02.: 16.02. – 22.02.: 23.02. – 01.03.: 02.03. – 08.03.:

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Der in Klammern angeführte Tierarzt versieht den Dienst Samstagvormittag in seiner jeweiligen Zone. Dr. Heinrich Forer, Tel. 764636, 347 7514146 Dr. Bruno Prota, Tel. 647454, 329 2179979 Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666 Kleintier-Notfalldienst: Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994 Sterzing, Frundsbergstraße 13, Tel. 766666, 388 8766666, 328 0514167

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vor 100 jahren 01.02.1913 (Unsere Bergfriedhöfe. Von A. Schwärzler, Gossensaß). In vielen älteren Reisebeschreibungen unseres Heimatlandes Tirol liest man häufig, wie malerisch und schön die Friedhöfe in unseren Bergtälern einst waren. Jetzt müßten diese Reiseschilderer traurig das Gegenteil schreiben; denn verschwunden oder verlottert ist all die Herrlichkeit. (…) Geschmacklose, gußeiserne Grabkreuze, plumpe, formlose, häufig auch protzige Grabsteine bilden überall die Beweise des gänzlichen Verfalles vom einstig guten Geschmack. Früher zierten die Gräber meist schön geschmiedete Kreuze, versehen mit innig empfundenen Verslein oder Nachrufen nebst einem gemalten Bildnis des Verstorbenen in seiner schmucken Tracht. (…) Dagegen heute: In bewunderungswürdiger Eintracht finden wir in allen Landfriedhöfen genau dieselben abscheulichen Gußwaren-Kreuze und die meist noch abscheulicheren Steinklumpen. Die Denkmäler aus alter Zeit liegen da, vom Unkraut überwuchert oder von verfaulten Blumen und Kranzresten überdeckt. Nur ihre Haltbarkeit infolge der gediegenen Handarbeit und die Güte des verwendeten Stoffes läßt sie dieser brutalen Vernachlässigung trotzen. (Tiroler Volksblatt) ••• 04.02.1913 (Sterzing, Spitalsimulant). Hier haben wir Hochsaison der Bettler und Spitalsfrequentanten. Ein besseres Exemplar derselben, angeblich Johann Weiler, vagierender Uhrmacher, natürlich ohne Gewerbebefugnis, angeblich aus Dornbirn, 1880 geboren, mit kurzer Hose und schwarzen Strümpfen bekleidet, sehr kleiner und untersetzter Gestalt, wurde am 31. Jänner aus dem hiesigen Spital entlassen. Derselbe scheint Professionsspitalsimulant und Landstreicher zu sein und wurde die k. k. Gendarmerie über diese Eigenschaften des Genannten rechtzeitig avisiert. (Brixener Chronik) ••• 07.02.1913 (Zu verkaufen) sind 8 gut erhaltene „Howe“-Nähmaschinen, sehr stark, nähen auch Leder. Tretmaschine 30 Kronen, Handmaschine 24 Kronen und 20 Kronen, billig, samt Zugehör, Verpackung frei. Anzahlung 10 Kronen, Rest per Nachnahme. Adresse in der Buchhandlung „Tyrolia“, Sterzing. (Tiroler Volksbote) ••• 15.02.1913 (Aus dem Eisaktal). Die Ortsgruppe Sterzing des Deutschösterreichischen Gewerbebundes hat sich anläßlich der am 8. Februar stattgefundenen Generalversammlung aufgelöst. (Tiroler Volksblatt)

21.02.1913 (Tiroler Volksbote)

21.02.1913 (Thuins bei Sterzing. Eine Blinde gestorben). Am 8. Februar starb Anna Schafer im Alter von 73 Jahren. Die Verstorbene war seit ihrem 9. Lebens-

jahre vollständig blind, verrichtete aber trotz ihres Zustandes alle häuslichen Arbeiten bis zu ihrem Tode mit besonderer Geschicklichkeit und Findigkeit. Wenn zum Beispiel im Hause ein Gegenstand vermißt wurde, so war sie imstande denselben aufzufinden, was andere durch langes Suchen nicht zuwege brachten. Ohne jemals in eine Gefahr zu geraten, ging die Blinde auch stets ohne Begleitung in die Kirche und zurück, die allerdings sich in allernächster Nähe befindet. (Tiroler Volksbote) ••• 21.02.1913 (Kalch, Eisaktal. Allerlei). Am 26. Jänner und am 9. Februar war von Kalch bis Gasteig Bobpreisfahren und es ist ausgezeichnet gegangen. Leute aus aller Herren Länder sind gewesen, von Brixen, Bozen, Innsbruck, Meran und noch weiter her auch. Es fahren fast alle Tage Bob, Schi und Rodler auf dieser ausgezeichneten Straße, und ist die Bahn noch sehr gut. Mit Bob fahren sie in 5 Minuten hinunter, mit Rodeln in 10 bis 15 Minuten und mit Schi in 15 bis 25 Minuten; zu Fuß ist es von Gasteig bis Kalch eineinhalb Stunden. – Wie man hört, wird zwischen Kalch und Gschwend ein Hotel gebaut, ebenso auch in Gasteig; wenn es so fort geht wie heuer, braucht’s es auch. Schnee hat’s genug. (Tiroler Volksbote)

21.02.1913 (Tiroler Volksbote)

21.02.1913 (Telfes bei Sterzing. Hochzeit, Mission, Sturm). Am 4. Februar war hier eine große Hochzeit; es wurde der Bauer Josef Tschopfer, Wildner, mit Maria Mair, Bauerntochter aus Lengstein am Ritten, getraut. • Vom 8. bis 15. Februar fand dahier eine Hl. Mission statt, welche immer sehr gut besucht war. Die Kirche war immer bis auf das letzte Plätzchen voll. Die schönen gediegenen Predigten der Patres Kapuziner Angelicus und Benvenut machten auf alle einen tiefen Eindruck. Sehr ergreifend war die Schlußpredigt; es blieb fast kein Auge trocken dabei. Es sei den Patres für ihre Mühe innigster Dank ausgesprochen. Es wurden 673 Kommunionen ausgeteilt, was wohl für eine Gemeinde mit 300 Seelen als sehr gut bezeichnet werden kann. Der Gesundheitszustand ist gut. • Die Heustöcke fallen bald um. – Wetter nicht nach Wunsch. Am 14. Februar wehte ein heftiger Sturmwind. Man möchte fast meinen, das ganze Dörfl ist kaput. (Tiroler Volksbote)

21.02.1913 (Tiroler Volksbote)

Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

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Erker 02 2013