
Umbau mit der Fust Bauleitung

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Umbau mit der Fust Bauleitung

Ausstellungen in der Schweiz
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Als ich diese Zeilen schreibe, geht gerade die Swissbau in Basel zu Ende. Die führende Messe der Schweizer Bauund Immobilienwirtschaft hat sich in den letzten Jahren neu erfunden und konnte auch 2026 trotz kleinerer Ausstellungsfläche ihre Stärken ausspielen, Entscheidungsträger:innen und Expert:innen zusammenzubringen und die aktuellen Diskurse zu befruchten. Dies, indem sie an bewährten Formaten festhielt und neue Plattformen schuf. Ähnlich ist es auch bei Bestandsbauten. Auch sie verdanken – nebst ihrer kulturellen Bedeutung und aus Gründen der Nachhaltigkeit – ihre Daseinsberechtigung ihrer Wandelbarkeit. Die geänderten Anforderungen an Gebäude, die durch unsere Komfortansprüche sowie durch neue Gesetze oder Normen entstehen, verlangen nach neuen Ideen und Ansätzen. Welche Vielfalt und Möglichkeiten sich daraus ergeben, zeigen wir Ihnen an vier Umbauten: Bei einem 1970er-Jahre-Haus wird ein Multifunktionsmöbel zum neuen Mittelpunkt; von einem alten Riegbau blieb hingegen nur noch das geschützte Fachwerk erhalten, während sämtliche Innenwände entfernt wurden; in den Ökonomieteil eines Bauernhauses wurde eine Wohnung eingebaut, deren Wohnraum sich im Sommer erweitern lässt; und ein Cottage in Tschechien erhält ein flexibles Raumprogramm. Vier Häuser, vier Lösungen und viel Inspiration für Ihre Umbauprojekte. Viel Freude beim Entdecken!

«Wellness ganz persönlich»


Britta Limper, Chefredakteurin
8 Unterwegs. Thomas Meyer, die Bäume und das Fotografieren.
10 Mélange. Kleines und Grosses, Gedrucktes und Gebautes.
18 Vielschichtig. Ein besonderes Buch über die Holzbaukultur in unseren Breiten.

20 Porträt. Das junge Basler Architekturbüro Pesenti Schütz.
24 Ausschreibung. «Die Schweizer Architekturpreise» gehen in eine neue Runde.
26 Rundum gelungen. Ein 1970er-Jahre-Haus wird neu organisiert.
38 Mut zur Lücke. Der Ökonomieteil eines Bauernhauses wird zu Wohnraum.
74 Strukturwandel. Eine abwechslungsreiche Raumsequenz belebt einen alten Riegbau.
90 Mängel als Chance. Ein Ferienhaus am Rand des tschechischen Nationalparks Šumava.
84 Messeagenda. Garten und Bauen fünf Tipps für das Frühjahr.
88 Kraft im Unvollkommenen. «Benu Formidable» – Imperfektion als Haltung.




48 Zusammenspiel. Wannen, Duschen, Waschbecken und Möbel.

57 Wissen. Altbewährte Klassiker fürs Bad.
58 Harmonie für die Sinne. Wellness zu Hause.
62 Sinfonie des Wassers. Armaturen und Heizkörper.
68 Con Grandezza. Die Gestaltung von Boden und Wand.
71 Vom Keller zum Wellness-Bereich. Unter Einsatz von Naturbaustoffen.
72 Ran an die Wäsche! Waschmaschinen und Trockner.
1 Ergänzung Der ehemalige Wintergarten ist von aussen gut lesbar. Nach dem Umbau erweitert er den Koch- und Essbereich.

2 Verbunden Das grosse Fenster mit Sitznische schafft den Bezug zum Garten. Links neben der Sitznische ist eine Tür nach draussen ins Möbel eingepasst.
Beim Umbau eines 1970er-Jahre-Hauses durch Staehelin Meyer
Architektur wird ein Multifunktionsmöbel zum neuen Mittelpunkt.

1 Neue Aufgabe
Wo früher das Heu ins Trockene gebracht wurde, wird heute gewohnt. Über das grosse Scheunentor öffnet sich der Hauptwohnraum zur Landschaft.

TEXT: RAYA HAURI
FOTOS: ALAN HASOO
REDAKTION: BRITTA LIMPER
2. Obergeschoss
1 Wohnraum
2 Küche
3 Zwischenraum 4 Schlafzimmer
1. Obergeschoss
1 Aufenthaltsraum
2 Zwischenraum
3 Zwischenraum / Vorraum mit Cheminée und Lavabo
Es sind eindrückliche Bauten, die historischen «Fermes fribourgeoises», die typischen Bauernhäuser im Kanton Freiburg. Mächtige Volumen, geplant und gebaut für einen optimal funktionierenden Landwirtschaftsbetrieb. Geradezu winzig wirkt der dem Wohnen zugesprochene Bereich, während der riesige Scheunenraum für die Aufbewahrung der Ernte die Architektur dominiert. Diese faszinierenden Dachräume sind verführerisch. Ihre Höhe und Weite verzaubern. Mindestens im gleichen Mass stehen sie aber auch im Widerspruch zu den Anforderungen heutigen Wohnens an Licht, Ausblicke und Raumklima. In diesem denkmalgeschützten Bauernhaus in Cottens gelang der anspruchsvolle Spagat der Umnutzung von Ökonomie zu Wohnen. «Möglich war dies, weil sich die Bauherrschaft von Anfang an offen und begeisterungsfähig für mutige Raumlösungen zeigte», ist der beauftragte Architekt Simon Durand überzeugt.
Glaubt
man den Plänen, erscheint die Wohnung im umgebauten Ökonomieteil des freiburgischen Bauernhauses klein. In Realität ist sie auf mehreren Ebenen imposant. Architekt Simon Durand gelangen Wohnräume mit überzeugenderen Parametern als zahlreichen Quadratmetern.
Das Raum-in-Raum-Prinzip Bereits in den 1980erJahren war die Wohnung des Bauernhauses renoviert worden, später erfolgte der Einbau eines Schwimmbades im ehemaligen Stall. Nun sollte der darüberliegende Ökonomieteil zu einer eigenständigen Wohneinheit für die nachfolgende Generation ausgebaut werden. Für Simon Durand war von Beginn an klar, dass ein vollständiger Ausbau dieses riesigen Dachraumes zu Wohnzwecken keine überzeugende Lösung darstellen würde: Es würde viel, aber schlecht belichteter und wenig attraktiver Raum entstehen. Zudem müsste der historische Dachstuhl aus thermischen Gründen eingepackt werden. Stattdessen schlug der Architekt eine Lösung nach dem RaumimRaumPrinzip vor, ein im historischen Kontext bewährtes Vorgehen, bei dem gedämmte Raumboxen innerhalb der bestehenden Raumhülle positioniert werden. Ausgehend vom gemeinsamen Entscheid mit der Bauherrschaft, die beheizbaren Wohnflächen auf das Wesentliche zu reduzieren, konnte Simon Durand das Konzept mit grösster Konsequenz umsetzen, wobei nicht Quantität, sondern Dichte, Nutzungsqualität und räumliche Beziehungen im Vordergrund standen.
Eine grosszügig verglaste Holzkonstruktion integrierte er so in das bestehende Kaltdach, dass weder die Dachfläche noch der historische Dachstuhl angepasst werden mussten. An das grosse Scheunentor in der Stirnfassade schliesst heute der Hauptwohnraum an. Darunter befindet sich ein weiterer, etwas kleinerer Aufenthaltsraum. Auf der gegenüberliegenden Seite des Scheunentors

1 Angekommen Die neu gestaltete Fassade mit Eingang auf der rückwärtigen Hofseite.

2 Physische Präsenz Die Stahlstützen treten als skulpturale Elemente in Erscheinung.
3 Ablesbar Die Fassade wurde einheitlich hell gestrichen, um die Atmosphäre der Innenräume nach aussen zu tragen.
4 Halb offen Das Gartenzimmer ist raumhoch verglast und durch die äussere Betonwand vor Einblicken geschützt.





Am Rand des tschechischen Nationalparks Šumava hat Studio Plyš ein Ferienhaus von den Folgen zahlreicher Reparaturarbeiten befreit und ihm Rückgrat und Charakter gestärkt.