FRISCHLUFTFIEBER
MÖBEL & ACCESSOIRES FÜR
DEN GARTEN

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Kurz erklärt, ist die Kraft der Sonne eine gigantische, durch Kernfusion erzeugte Energiequelle, die in ihrem Inneren pro Sekunde 600 Millionen Tonnen Wasserstoff in Helium, sprich Materie, in reine Energie umwandelt. Ohne diese Kraft wäre unsere Erde ein toter Eisball. Es sind die Pflanzen, die durch die Umwandlung von Sonnenlicht in Nährstoffe, die Grundlage für fast alles Leben bilden. Diese Erklärung tönt für mich einleuchtend, ist aber auch steif wissenschaftlich erzählt. Denn die Sonne ist viel mehr! Sie ist auch eine Erwärmerin meines Herzens und meiner Seele. Ich sitze zu Hause am Esstisch, schreibe an diesem Editorial, und die warme Frühlingssonne kitzelt mich im Gesicht. Die grossflügelige Tür habe ich bereits zeitig am Morgen aufgerissen. Ich will wieder den Frühling und bald auch den Sommer spüren. Ich freue mich darauf, wieder unter freiem Himmel kreativ zu sein und mich mit Freunden zum Apéro oder zu einem Gartendinner zu versammeln. Ich schätze zwar den Winter, den Schnee und irgendwie auch die prickelnde Kühle in den Bergen, doch nun ist es Zeit – Zeit für den Garten, Zeit für die erwachende Natur. In dieser Frühlingsausgabe haben wir für Sie ab der Seite 76 die neusten Möbel, Accessoires und vieles mehr zusammengestellt, damit die Gartenzeit Ihrem Herzen Energiespender ist und Sie sich einfach wohlfühlen. Auch die Geschichten zu den unterschiedlichen Wohnhäusern in Katalonien (ab Seite 46) und in Nordrhein-Westfalen (ab Seite 64) machen sich die Kraft der Sonne und der Natur zunutze, um deren Bewohner:innen mehr als ein Lächeln zu schenken. Und wer noch nicht genug hat, nehmen wir auf eine Entdeckungsreise rund um den Bodensee. Überraschende Tipps aus Architektur, Design, Kunst und Kultur finden Sie ab Seite 102. Tauchen Sie mit uns ab, geniessen Sie den Frühling und erfreuen Sie sich am Leben!
Eine sonnendurchflutete Lektüre wünscht herzlichst

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ROLAND MERZ Chefredakteur roland.merz@archithema.ch
Atelier FARBKUNST
Seite 40


Natürliche Materialien: Das Herz der Casa al Pradet, unweit der Costa Brava gelegen, bildet der lichtdurchflutete Essbereich. Von hier entwickeln sich sämtliche Räume des Hauses in den Garten hinaus. (Titel: Montse Capdevila)



16 Auslese –— Ein vielseitiger Strauss an Architektur- und Designgeschichten.
22 Agenda –— Ausstellungen und Events im April und Mai.
24 Material –— Im St. Galler Rheintal haben Carlos Martinez Architekten ein innovatives Lehmhaus entwickelt.
30 Design –— Wenn eine Nudel mit dem Michelin-Männchen verschmilzt, entsteht das Sofa «Biboni».
32 Hotel –— Die Villa Palladio im indischen Jaipur ist ein bunt leuchtendes Gesamtkunstwerk.
36 Literatur –— Die Jubiläumsausgabe von «best architects 2026» weiss in aussen wie innen zu glänzen.
38 Film –— Wo andere abreissen, fängt Barbara Buser erst an – eine filmische Dokumentation über die Architektin.
40 Appenzell –— Auf der Suche nach einem Lager hat sich Vera Marke in Hundwil in ein Haus verliebt. Entstanden ist ein Resonanzraum für ihr künstlerisches Schaffen.
46 Katalonien –— Nur wenige Kilometer vom Meer entfernt hat die Architektin Clara Crous für ihre Familie ein Haus entworfen, das eins mit der Natur ist – und dies im Selbstbau.
56 Köln –— In einem Industriegebäude aus den 1920er-Jahren hat sich der Designer Pablo Octavio seinen Lebensmittelpunkt eingerichtet – ein Versuchslabor seiner Möbelentwürfe.
64 Ruhrgebiet –— Der Innenarchitekt Gisbert Pöppler verwandelte eine Villa aus dem Jahr 1921, inmitten eines herrlich gewachsenen Parks gelegen, in eine zauberhaft schöne und bunt aufregende Wohnlandschaft.



76 Gartenmöbel –— Das Warten hat ein Ende, die Sonne strahlt wieder um die Wette, und uns zieht es raus in den Garten – eine Neuheitenparade.
86 Jubiläum –— Der Sessel «Frog» von Living Divani ist längst eine Ikone.
88 Rauszeit –— Die Kollektion von Hunn wird zum Sommermärchen.
90 Poolside –— Eine kleine, aber feine Auswahl an Möbeln und Projekten, die den Sprung ins kühle Nass mehr als versüssen.
94 Outdoorkochen –— Neue Küchen, Grills und Accessoires zeigen, wie unkompliziert das Kochen unter freiem Himmel wirklich ist.
100 Designklassiker –— H100 – das Möbelhaus für Vintage und Design –überzeugt auch mit Outdoormöbeln.


102 Geheimtipps & vieles mehr –— Nicht nur Wassersportler und Radlerinnen, auch Gourmets, Architektur- und Kunstfans kommen rund um den See in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf ihre Kosten.
136 1940er-Jahre –— Auf unserer Reise durch 100 Jahre «Das Ideale Heim» erzählen wir Geschichten aus den Jahren 1940 bis 1949.
3 Editorial
15 Impressum
74 Ausschreibung
Architekturpreise
121 Prämien
146 Vorschau Mai Serviceguide
116 Service: Neues auf einen Blick
126 Profis
132 Die Experten
133 Designhotels
134 Adressen





Funktional erhöht: Als Schutz vor dem Hochwasser wurde das Gebäude 120 Zentimeter über dem Grund gebaut, dies ohne Unterkellerung.

Unweit des Mittelmeers hat die spanische Architektin Clara Crous für ihre Familie ein Haus entworfen, welches fest mit der Umgebung und der Region Katalonien verwurzelt ist – und dies im Selbstbau errichtet. Text: Roland Merz, Fotos: Montse Capdevila


Reduziertes
Formenspiel: Das schlicht gestaltete Gebäude reagiert mit seinen versetzt angeordneten Volumen auf das dreieckige Grundstück und erinnert durch seine modulartige Bauweise an traditionelle Landhäuser der Region.

Empfang: Der farbenfrohe, vom expressiven Design der Gruppe Memphis inspirierte Stuhl «Extraño» steht gleich am Eingang zu Pablos Loft. Auch das Wandregal und die Korallenkerze stammen aus seiner Feder.
In einer ehemaligen Fabriketage in Köln lebt und arbeitet der deutsch-spanische Designer Pablo Octavio umgeben von seinen ausdrucksstarken Möbelkunstwerken.
Fotos: Sabrina Rothe, Text & Produktion: Kristina Raderschad

Küche: Farbig lackierte Oberflächen, Holzfurnier und Edelstahl fügen sich in dem teils selbst gebauten Ensemble harmonisch zusammen.
(Hängeleuchte: Vintage)
Werkstatt und Showroom in einem ist das rund 130 Quadratmeter grosse Loft von Pablo Octavio Schneider Motjér im Kölner Stadtteil Nippes. Seit er 2019 nach dem Produktdesign-Studium in Aachen in seine Heimatstadt Köln zurückkehrte, dient ihm die ehemalige Fabriketage in einem Gebäude aus den 1920er-Jahren als kreative Spielwiese, die er mit einem Mix aus Vintagestücken und eigenen Entwürfen eingerichtet hat. Hohe Decken und eingeschobene Glaselemente verleihen den Räumlichkeiten, die der 34-jährige Designer heute mit seiner Freundin Melina bewohnt, einen lichten, grosszügigen Charakter. Farbige Wand- und Bodenflächen markieren einzelne Bereiche wie etwa die Wohnecke oder den Flur; ein silbern schimmernder Vorhang trennt raumhohe

Garden Home: Die historische Villa samt grosszügiger Gartenanlage ist Rückzugsort und Repräsentationsobjekt.

Wie der Berliner Innenarchitekt Gisbert Pöppler eine historische Villa in ein modernes Wohnhaus transformierte.
Redaktion: Katrin Montiegel Fotos: Ollie Tomlinson