RELAX
& RELOAD PRODUKTE UND TRENDS FÜR BAD & HOME SPA

![]()
& RELOAD PRODUKTE UND TRENDS FÜR BAD & HOME SPA

EIN BRUTALISTISCHER BETONBAU WIRD ZUM
KLASSISCHEN WOHNHAUS

Set the stage for the extraordinary. Introducing the Vario cooling Expressive series. The difference is Gaggenau

Wir sind Geschichtenerzähler:innen. Dies sind wir seit beinahe 100 Jahren. Wir erzählen mit Kompetenz und grosser Leidenschaft von Architektur, Design, Handwerk und Kunst. Wenn ich in alte Ausgaben abtauche, zieht mich die Vielfalt und der Reichtum der Geschichten in den Bann, welche die Redaktion seit vielen Jahren aus der Welt des Wohnens aufbereitet. Ich könnte stundenlang schmökern und mich überraschen lassen. Diese Historie treibt mich an, auch 2026 zusammen mit dem ganzen Verlags- und Redaktionsteam auf die Suche zu gehen, um neue Geschichten zu entdecken und diese zu einer Ausgabe zu komponieren. Diese Vielfalt haben wir auch im März auf den Punkt gebracht: Da ist ein einst verlassener Bauernhof im Berner Seeland, den die bekannte Schweizer Künstlerin Chantal Michel in einen magischen Traumraum verwandelt hat (ab Seite 12). Auch auf der anderen Seite des Erdballs, genauer gesagt in Melbourne, sind wir fündig geworden: Die Architekten von Techne haben zwei Gebäude – ein elegantes Wohnhaus im viktorianischen Stil erbaut und ein Gebäude ganz aus Beton, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen – zu einem harmonischen Ganzen gefügt (ab 46). Jonathan Tuckey hat mit Gespür für die alte Bausubstanz und frei von strukturellen Hierarchien eine alte Scheune mitten in den Alpen in einen behaglichen Wohntraum verwandelt (ab Seite 56). In einem Berliner Hinterhof ist ein besonderer Anbau entstanden – dieser ist Wintergarten, Wohnturm und Himmelstreppe zugleich (ab Seite 64). Und wer noch mehr Historie wünscht, kann dies ab Seite 120 in unserem eigenen Rückblick von 1930 bis 1939 tun. Lassen Sie sich überraschen!
Eine vielschichtige Lektüre wünscht herzlichst

Jetzt vier Fragen beantworten & persönliche Saunaempfehlung erhalten:

ROLAND MERZ Chefredakteur roland.merz@archithema.ch
Architektur KRAFTVOLL
Seite 32

Ausstellung UNGEWÖHNLICH
Seite 20



Räumliches Stillleben: Die Architekten haben es verstanden, Historie und Moderne unter einem Dach mit viel Feingefühl und Kreativität zu verbinden. Blick in die Bibliothek mit einem Gemälde des Bauherrn.
(Titel: Tom Blachford)

12 Kunst –— Die Künstlerin Chantal Michel hat einen Bauernhof in einen magischen Traumraum verwandelt.
16 Agenda –— Ausstellungen und Events im März und April.
18 Gartenmesse –— Erleben Sie an der Giardina die Kraft des Baumes.
20 Ausstellung –— Die mystische Designwelt von Gaetano Pesce ist bei bei Paristurin in Zürich zu entdecken.
24 Vorschau –— München total – der Stoff Frühling und die Design Days.
26 Interview –— Riccardo Frigerio spricht über die Wichtigkeit der Familie, Werte und seine Wünsche.
32 Architektur –— Das Abby-Museum in Kortrijk ist ein Ort der Kunst und auch eine neue Wohnstube der Stadt.
38 Jubiläum –— «Groundpiece» von Flexform ist viel mehr als ein Sofa.
40 Atelier –— Flavia Brändle und ihr aussergewöhnlicher Weg von der Vergolderin zur Industriedesignerin.
46 Melbourne –— Im Herzen der australischen Metropole haben die Architekten von Techne ein elegantes Haus aus der viktorianischen Zeit mit einem Gebäude aus Beton auf überzeugende Weise aufgewertet.
56 Französische Alpen –— Das Team von Jonathan Tuckey hat mit viel Feingefühl eine alte Scheune in einen wohnlichen Kraftort mit Charme verwandelt.
64 Berlin –— Die Supertype Group haben für ein historisches Wohngebäude einen Anbau kreiert, der Wintergarten, Wohnturm und Himmelstreppe zugleich ist.


Seite
72 Badraum –— Waschbecken, Möbel und Accessoires auf einen Blick – im Dienste für ein stimmiges Ganzes.
80 Wellness –— Auch unser Zuhause lässt sich durch Sauna, Dampfbad & Co. in einen Wohlfühlort aufwerten.
88 Armaturen –— Wasser, geleitet und geformt durch Armaturen, trägt massgeblich zur Entspannung bei.
92 Urbane Grandezza –— Vier edle Häuser in Prag, Wien und Basel definieren die Idee des Grandhotels auf unkonventionelle Art neu.
98 Reisen –— Das One & Only Royal Mirage in Dubai.

100 Produkte –— Die Kraft eines edlen Bodenbelags lässt einen Wohnraum in neuem Licht erstrahlen.
104 Material –— Ein Einfamilienhaus am Attersee ist drinnen wie draussen mit Dekton by Cosentino verkleidet.
106 Teppich –— Kramis erzählt die ungewöhnlichste Teppichgeschiche des ganzen Landes.
120 1930er-Jahre –— Auf unserer Reise durch 100 Jahre «Das Ideale Heim» erzählen wir Geschichte aus den Jahren 1930 bis 1939.
3 Editorial 10 Impressum
130 Vorschau April
108 Service: Neues auf einen Blick
110 Profis
116 Die Experten
117 Designhotels
118 Adressen



Die vom Brutalismus inspirierte Architektur, welche für ihre imposanten Betonformen und strengen Linien bekannt ist, passt selten gut zu klassischen Stilen. Gelegentlich kann sie jedoch, anstatt zu kollidieren, die historische Erzählung eines Gebäudes erweitern und bereichern.

Im Herzen von Melbourne: Dem puristischen Betonbau im Rücken des historischen Gebäudes haben die Architekten von Techne neues, räumlich wohnliches Leben eingehaucht.
Kleine Fluchten: In einem abgelegenen Bergdorf in den französischen Alpen passierte eine beinahe magische Verwandlung.

Wie macht man aus einer Scheune ein Wohnhaus? Mit viel Gespür für seinen ursprünglichen Charakter und frei von strukturellen Hierarchien.
Text: Katrin Montiegel, Fotos: Tuckey Design Studio
Exponiert: Bei der Fassade liessen sich die Architekten vom regionalen Grilla-Verputz inspirieren. Die Steinwand wurde teilweise damit bedeckt, teilweise sichtbar gelassen.

Wie ein mehrstöckiger Wintergarten schmiegt sich der neue Anbau von Supertype Group an das historistische Wohnhaus in Berlin an. Die tragende Konstruktion im Innern besteht aus Holz.

Eine gediegene Berliner Vorstadtstrasse – Gründerzeithäuser, alte Bäume, gepflegte Vorgärten. Doch seit Kurzem mischt ein kleines Stück Avantgardearchitektur das bürgerliche Idyll auf. Das junge Architekturkollektiv Supertype Group hat ein historistisches Wohnhaus um einen Anbau erweitert, der so ziemlich alles anders macht als die Nachbarschaft. Genau das war der Wunsch der Bauherrin. Direkt nach dem Studium hatte sie das alte Haus vor 25 Jahren gekauft. Damals, so erzählt sie, habe sie für sich und ihre Familie
ein Zuhause gesucht, das ganz anders sein sollte als die Neubausiedlung, in der sie aufgewachsen war. Ein Haus mit Geschichte wünschte sie sich. Im Jahr 2014 beschloss sie dann, im Haus auch ihre Arztpraxis einzurichten. Um dafür das Dach des Hauses auszubauen, beauftragte sie eine damals noch weitgehend unbekannte Architektin: Helga Blocksdorf. Inzwischen ist Blocksdorf Architekturprofessorin und vielfach ausgezeichnet. Vor vier Jahren wollte die Hauseigentümerin dann auch den Wohnbereich erweitern. «Gerade das Leben im Altbau hat bei mir den Wunsch nach ganz moderner Architektur stimuliert», erklärt sie ihre Motivation. «Als junge Frau habe ich mit dem Altbau Wurzeln übernommen. In meiner jetzigen Lebensphase wollte ich selbst etwas zum Haus hinzufügen, das ich weitergebe.»
Mit ihrem Wunsch wendete sie sich wieder an Helga Blocksdorf. Doch die musste aus Zeitgründen absagen. Aber Blocksdorf
wusste Rat: Drei ihrer Studierenden hatten kurz zuvor ein eigenes Büro gegründet – Supertype Group. Tobias Schrammek, Pia Brückner und Max Becker wollen mit ihren Projekten neue architektonische Lösungen für nachhaltige Architektur entwickeln. Und zwar nach Möglichkeit so, dass sie übertragbar sind. «Der Anbau war gleichzeitig ein Forschungsprojekt für uns. Alles, was wir hier konzipiert haben, soll prinzipiell auch in grösserem Massstab funktionieren», sagt Pia Brückner. Entworfen haben die drei jungen Architekturschaffenden einen turmartigen Wintergarten, der die Wohnräume der Bauherrin im Hochparterre mit der Praxis im
Die Geschichte ihres historischen Hauses in die Zukunft fortschreiben wollte eine Ärztin aus Berlin. Damit beauftragte sie drei junge Architekturschaffende. Sie errichteten einen Anbau, der Wintergarten, Wohnturm und Himmelstreppe gleichermassen ist.

Wie neue Hotels in Prag, Wien und Basel ihre Dächer, Kuppeln und Räume zu urbanen Werkzeugen machen – und damit die Idee des Grand Hotels neu definieren.
Text: Linda Pezzei
Über den Dächern von Prag schimmert ein goldenes Oval aus Glas, in Wien flirrt eine Kuppel wie eine Lichtlaterne über der Mariahilfer Strasse, in Basel dampft ein japanisch inspiriertes Spa unter dem Dach eines Grand Hotels. Was einst private Obergeschosse und exklusive Lounges waren, wird heute zur erweiterten Stadt: Rooftop-Bars, Kuppelrestaurants und durchlässige Erdgeschosse öffnen Hotels nicht nur räumlich, sondern sozial. Orte entstehen, in denen sich urbane
Hotel Motto Wien: Die Materialitäten und Details erzeugen eine ruhige, zurückgenommene Atmosphäre – ein Interieur als Gegenpol zum städtischen Tempo.

Gesellschaft neu mischt, ohne dass die Intimität und das Ritualhafte des klassischen Grand Hotels verloren gehen. Grand Hotels galten lange als Monumente der Distinktion: Wer eintrat, liess die Stadt draussen. Doch dieser Modus kehrt sich um. Neue Häuser begreifen Architektur als Stadtraumstrategie. Zugänge werden neu geordnet, Innenräume als öffentliche Passagen gedacht, Obergeschosse als Panoramen für Einheimische und Gäste geöffnet. Nicht Entgrenzung, sondern ein präzise moduliertes Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Privatheit definiert die neue Grandesse.