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Sg dezember16

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Gesundheit

Heilsames aus der Natur

Für magen und darm

Zu den Weihnachtsfeiertagen essen wir oft zu viel oder zu fett. Magen- und Darmbeschwerden sind die Folge. Welche Gewürze und Heilpflanzen wohltuend wirken, weiß die Pharmazeutin Angelika Prentner.

Dr. Angelika Prentner ist Pharmazeutin und leitet die Apotheke „Zur Gnadenmutter“ in Mariazell, die eine jahrhundertelange Tradition in der Naturheilkunde hat. Prentner ist außerdem Gründerin der 1. Heilpflanzenakademie der Traditionellen Europäischen Medizin. www. apotheke-mariazell.at

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eilpflanzen spielen in der Vorbeugung und Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eine wichtige Rolle. Oft hilft ihr Einsatz in Kombination mit einer bewussten Ernährung, die Beschwerden zu lindern oder zu heilen. Auch die Kombination mit schulmedizinischen Präparaten macht Sinn, da Medikamente besser vertragen werden und die Magen-Darm-Schleimhaut geschont werden kann. Zu den akuten Magen-DarmBeschwerden gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, akute Gastritis, Reizmagen, Reizdarm, Krämpfe, Blähungen oder Verstopfung. Chronische Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Magen-DarmSchleimhautentzündungen, Geschwüre und Nahrungsmittelunverträglichkeiten) sind sehr unangenehm und kosten den Körper viel Energie und Kraft. 80

Prozent des Immunsystems sind vom Darm abhängig. Das bedeutet, dass ein kranker Darm auch zu einem geschwächten Immunsystem führt.

1 Kamille

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Die Kamille gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Heilpflanzen. Sie wirkt entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, blähungslösend, bakteriostatisch und beruhigt das ganze Nervensystem. Eingesetzt wird sie als Tee, in Form von Tropfen, Inhalationen, Bädern oder Umschlägen bei Gastritis, Bauchkrämpfen, entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Blähungen, Druckgefühl im Bauchbereich, nervösem Magen, Reizmagen, Nervenleiden. Aus der Kinderheilkunde sind die Chamomilla-Globuli bei Bauchkoliken und Unruhezuständen nicht wegzudenken.

80 Prozent des Immunsystems sind vom Darm abhängig.


links Feigen wirken basisch und helfen beim Ausleiten von Giftstoffen.

Heilpflanzen spielen in der Vorbeugung und Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen eine wichtige Rolle.

unten Die Malve oder Käsepappel wirkt beruhigend auf entzündete Schleimhäute des Magens oder Darms.

Getrocknete Feigen

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2 Heidelbeere

Die Heidelbeeren werden wegen ihres hohen Gerbstoffgehaltes seit langer Zeit in der Heilkunde bei Durchfall als Abkochung eingesetzt. Die Heidelbeeren mit heißem Wasser aufkochen, zwei Minuten ziehen lassen, abseihen und den Saft schluckweise über den Tag verteilt trinken. Die Heidelbeeren wirken stopfend, adstringierend und antiseptisch.

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4 Käsepappel

Der Käsepappel-Tee ist einer der bekanntesten Tees bei Gastritis und Magengeschwüren. Die enthaltenen Schleimstoffe schützen, beruhigen und heilen entzündete und irritierte Schleimhäute des

Magenwohl-Teemischung Käsepappel, Kamille, Melisse, Ringelblume und Fenchel zu gleichen Teilen mischen. 1 kleiner Teelöffel auf 1 Tasse heißes Wasser, 2–4 Min. ziehen lassen und schluckweise 1–3 Tassen täglich trinken.

3 Feigen

Feigen waren für die Menschen in biblischen Zeiten ein wichtiges Nahrungsmittel. Die Frucht ist sehr zuckerhaltig und konnte lange aufbewahrt werden. Bei Müdigkeit und Erschöpfung gab sie schnell Energie. Jesaja kurierte den kranken König Hiskia mit einer Auflage aus Feigenbrei (vgl. 2 Könige 20, 7). Feigen sind ein basisch wirksames Nahrungsmittel. Sie helfen dem Körper beim Ausleiten von Giftstoffen, stärken das Immunsystem und wirken einer Übersäuerung im Körper entgegen. Weitere Einsatzgebiete sind Magenbrennen, -schleimhautentzündungen, -schmerzen und Zwölffingerdarmgeschwüre.

Magens und Darms, so dass Entzündungen abheilen und die Schleimhäute wieder aufgebaut werden können. Eine Tasse warmen Käsepappel-Tees morgens auf nüchternen Magen entspannt das Magennervensystem.

Gewürze Die Ernährung bildet die Grundlage eines gesunden Magens und Darms. Gewürze machen Speisen bekömmlicher, verträglicher und leichter verdaubar. Sie fördern die Durchblutung von Magen und Darm und stärken diese. So können die Nährstoffe optimal aufgespalten und unsere Zellen gut mit Nährstoffen versorgt werden. Die Gewürze der Winterzeit wirken zusätzlich noch wärmend in der kalten Jahreszeit und machen Viren und Bakterien unschädlich. Schon Hildegard von Bingen verwendete in ihrer Küche eine Vielzahl von Gewürzen.

Fotos: Fotolia.com (Handmade Pictures, emuck, Heike Rau), iStockphoto.com/Antonel, Wikimedia/Wellcome Library, London

Im nächsten Heft: Heilsames für Bronchien und Lunge

DEZEMBER 2016 | sg


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