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Anzeiger Luzern – Dienstag, 16. Februar 2021

Luzern grünt Stadt Luzern Mitteilungen

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Natur im Siedlungsraum

«Eichhörnchen & Stadtbäume» – den flinken Kletterern auf der Spur Begegnungen mit Wildtieren sind auch mitten in der Stadt möglich. So haben die ursprünglich im Wald lebenden Eichhörnchen in Parkanlagen mit vielen alten Bäumen einen alternativen Lebensraum gefunden. Nur alte Bäume allein genügen den Eichhörnchen nicht. Was einen idealen EichhörnchenLebensraum ausmacht, wurde 2020 durch das Projekt «StadtWildTiere Luzern» mit der Hilfe der Luzerner Bevölkerung untersucht.

hren ursprünglichen Lebensraum fanden Eichhörnchen vor allem in dichten Nadel- und Mischwäldern. Mittlerweile ist das Eichhörnchen als Kulturfolger in vielen europäischen Städten zu Hause. Doch was macht unsere Siedlungen für die Eichhörnchen attraktiv? Dieser spannenden Frage ging das Projekt «Eichhörnchen & Stadtbäume» von «StadtWildTiere Luzern» mit Unterstützung der Luzerner Bevölkerung nach. Breite Datengrundlage dank vielen Freiwilligen Über das ganze Stadtgebiet verteilt wurden 183 Untersuchungsflächen mit einem Radius von 35 Metern bestimmt. Im Sommer 2020 kartierten 24 Freiwillige, unterstützt von Projektmitarbeiterinnen, sämtliche Bäume innerhalb dieser Flächen und suchten nach Eichhörnchenspuren, wie beispielsweise Frassspuren an Haselnüssen oder Tannenzapfen. Zusätzlich wurden letztes Jahr 114 Beobachtungen von Eichhörnchen aus der Bevölkerung über die Meldeplattform www.luzern.stadtwildtiere.ch gesammelt.

Eichhörnchen brauchen vielfältige Lebensräume mit einem alten Baumbestand Es stellte sich heraus, dass Eichhörnchen vermehrt in Gebieten mit vielen grossen Bäumen sowie mit einer grösseren Baumvielfalt vorkommen. Viele verschiedene Baumarten garantieren Eichhörnchen während des ganzen Jahres ein breites Nahrungsangebot aus Knospen, Früchten und Nüssen. Ganz wichtig für Eichhörnchen sind nahe beieinanderstehende Bäu-

Im Winter besitzen Eichhörnchen eine auffällige Behaarung auf den Ohren, sogenannte Ohrpinsel. Bild: Marcus Bohler/wildenachbarn.ch

Eine gute ökologische Vernetzung bieten die Bäume und Sträucher an der Büttenenstrasse von Luzern. Hier können auch viele Eichhörnchen beobachtet werden. Bild: Katja Rauchenstein/stadtwildtiere.ch

me, da sie kaum grössere Strecken am Boden zurücklegen. Doch nicht in allen Stadtquartieren mit einem wertvollen Baumbestand konnten Eichhörnchen beobachtet werden. In solchen Fällen ist meistens die Vernetzung ungenügend. Entweder bilden grössere Strassen unüberwindbare Barrieren oder die Distanzen zwischen den geeigneten «Bauminseln» sind zu gross.

zu erhalten, neue Bäume zu pflanzen und dabei auf die Vielfalt der Bäume zu achten. Eine weitere Möglichkeit, Eichhörnchen und andere kleine Wildtiere zu fördern, ist, die Vernetzung der Lebensräume innerhalb der Stadt und zum Stadtrand hin zu erhalten und zu ergänzen, indem beispielsweise Wildhecken mit einheimischen Büschen und Bäumen gepflanzt und naturnah gepflegt werden.

gieren sich die Stadt (im Rahmen von «Luzern grünt»), der WWF Luzern, Pro Natura Luzern, die Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern, das Natur-Museum Luzern und BirdLife Luzern als Träger. Die

Eichhörnchen fördern Als Massnahmen für die EichhörnchenFörderung in der Stadt wird in der Studie empfohlen, alte Bäume wo immer möglich

«StadtWildTiere Luzern»: Ein gemeinsames Projekt von Verwaltung und NGOs Die Meldeplattform «StadtWildTiere» ist ein schweizweites Projekt. In Luzern enga-

Albert-Koechlin-Stiftung (AKS) unterstützte das Projekt mit einem namhaften finanziellen Beitrag. Katja Rauchenstein, Sandra Gloor und Stephie Burkart, «StadtWildTiere Luzern»

Wildtier gesehen? Bitte melden! In den Städten leben erstaunlich viele Wildtiere. Allerdings weiss man über sie nur wenig. Das Projekt «StadtWildTiere» will Wildtiere im Siedlungsraum erlebbar machen und Wissenslücken schliessen. Dazu sammeln wir Wildtierbeobachtungen. Mithilfe dieser Grundlagen können die Wildtiere im Siedlungsraum gezielt gefördert werden. Deshalb: Machen Sie mit und melden Sie Ihre Wildtierbeobachtungen unter www. luzern.stadtwildtiere.ch!

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