Wieder einmal ist uns ein ASTROLOG gelungen, voll in der Tradition der Huber-Methode. Es beginnt mit der im Tierkreis letzten Louise Huber Meditation zu den Fischen. Der Übergang zum Widder bedeutet Neubeginn und der neue Jahreskreis im ASTROLOG beginnt mit esoterischen Gedanken zum ersten Tierkreiskreiszeichen von Roberto Assagioli. Etwas Neues wird auch im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung am 21. März 2026 in Zürich angekündigt. Es findet das 1. Forum der Astrologischen Psychologie statt. Seid dabei! In der Astrologischen Differenztheorie führt der Autor den Leser in die Welt der Soziologie und ihren Zusammenhang mit der Astrologie. Ebenfalls als Anregung zu verstehen ist der vierte Teil der «Astronomie für Astrologen». Passend zur Mondfinsternis am 3. März gibt es Erläuterungen wie die Finsternisse entstehen. Erhellend sind
Editorial
Bruno‘s Darstellungen zu den Erbfaktoren und wie das Horoskop als Spiegel sozialer Ebenen betrachtet werden kann, denn es macht hierarchische Strukturen sichtbar. Der Sozialstatus sei nicht nur ein Produkt der Umwelt, sondern könne als genetisches Material über Generationen hinweg vererbt werden, meint Bruno. Schon sind wir im Merkur-Jahr. Der Merkur ist als Vermittler, Diplomat bekannt und wird von Brigitte Szabo in ihrer unnachahmlichen Weise vorgestellt. Ereignisse im Merkur-Jahr 1991 verleiten zur Annahme von ähnlichem Geschehen im Merkur-Jahr 2026, das mit dem einstweiligen Scheitern von Merc(os)ur begann. Merkur gilt als Mittler, aber nicht nur. Er kann auch täuschen und tricksen, und wird als Trickster bezeichnet. Dies kommt von seiner inhärenten Ambivalenz, die ihren Ausdruck vor allem in der Kommunikation findet, die in schwierigen Zeiten polarisieren
soll. Und so kommt die Künstliche Intelligenz mit ihrer Sonderrolle ins Spiel. Das Thema geht auch am ASTROLOG nicht spurlos vorbei. Texte leiden und gewinnen. Einstweilen werden die KI Tools eingeordnet: probieren geht über studieren. Weiters gibt es ein beeindruckendes Beispiel des Einsatzes für astrologisches Prompting in der KI, gültig sogar für die Astrologische Psychologie. In seinem Artikel erläutert Hans Werner auf schlüssige Weise wie wichtig es ist, die KI (egal welche) mit klaren Aussagen zu fordern. Die Ergebnisse überraschen mitunter. Überraschungen hält auch eine Betrachtung zur Planetentafel bereit. Sie ist das Kernstück der Huber-Methode, ja der Astrologischen Psychologie. Bruno bezeichnete sie als «Vorschlag zur Güte». Im Astro-Glossarium geht es um die Häuser und am Ende werden vier «KI Pioniere» kurz mit ihren «Archetypen» vorgestellt. Viel Spasss. (AHo)
Künstliche Intelligenz
Es ist unfassbar wie schnell und gehaltvoll die Künstliche Intelligenz auf Fragen antwortet. Hans Werner hat in seinem Artikel ganz deutlich darauf verwiesen, dass Wahrscheinlichkeiten das Fundament der Aussagen sind, die aus der Künstliche Intelligenz kommen. Das Ergebnis nach der Anfrage repräsentiert eine Auswahl aus möglichen Optionen. Diese Auswahl basiert auf berechneten Wahrscheinlichkeiten. Doch wie «berechnet» die künstliche Intelligenz diese Wahrscheinlichkeiten. Man fordere von der KI die Vervollständigung eines Satzes: Vervollständige den Satz ‚die Sonne geht im Osten ...‘. Wir Menschen wüssten sofort und 100% die Vollendung «auf». Für die KI ist es auch «auf», aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 92%. Das klingt nach Publikumsjoker bei «Wetten dass». KI trainiert sich und lernt, indem sie blitzschnell riesige Textmengen analysiert. Die Antwort ist statistisch begründet: KI «weiss» nicht die Antwort, sondern
Impressum
nimmt die Anfrage als Muster und komplettiert sie mit dem, was zu der Suche am besten passt. Die wahrscheinlichste (oder eine sehr wahrscheinliche) Antwort ba-
Mit KI generiert, Korrekturen nötig
siert demzufolge auf den Trainingsdaten. Je nach Einstellung kann die KI sehr deterministisch (immer das wahrscheinlichste Wort nehmen) oder kreativer sein
Herausgeber: IFAP, (Internationaler Fachverband für Astrologische Psychologie - www.i-fap.org).
Redaktion: Elke F. Gut, Esther Wolf, André Horstmann (AHo)
Gestaltung: André Horstmann, andre.horstmann@i-fap.org
Anzeigen: André Horstmann, andre.horstmann@i-fap.org
(auch weniger wahrscheinliche Wörter zulassen). Das wird oft «Sampling» oder «Temperatur» bezeichnet. Dies sollte dem KI Tools mitgeteilt werden. KI ist nicht fehlerfrei. Manchmal «halluziniert» sie, wie auch Hans Werner in seinem Artikel feststellt. Mir ist es passiert, dass die KI mir ein Buch mit Titel, Autor, Verlag und ISBN vorgeschlagen hat, aber es war unauffindbar. So habe ich den Autor kontaktiert und der meinte, ein solches Buch wurde von ihm garnicht veröffentlicht. Er sei ein Experte für das angegebene Thema, habe zu diesem Thema schon veröffentlicht, doch noch nie ein solches Buch in dem angegebenen Verlag. «Das wäre jedoch eine gute Idee.», meinte der Autor in einer email. Und das ist das tolle an sprachbasierter KI. Sie lehnt nicht von vornherein mitunter «verrückte» Ideen ab, sondern ermutigt und unterstützt mit Anregungen. Eine solche Partnerschaft bereichert in Zukunft sicherlich auch den ASTROLOG. (AHo)
Erbfaktoren Teil 2 (Bruno Huber, transkr. AHo) 17-20
Wie tickt Künstliche Intelligenz (Hans Werner Bethke) 27-28
Vier AI Pioniere 36
Demis Hassabis Geoffrey Hinton
Jensen Huang Sam Altman
Tierkreiszeichen Fische
Sonneneintritt am 18.2.2026 um 16:52 Uhr MEZ
Am Donnerstag, den 19.2. stehen Merkur und Mond beisammen. Dabei hat Merkur den maximalen Winkelabstand östlich der Sonne. Als «Abendstern» macht er sich sichtbar und verweist auf Diplomatie und Verhandlung. Die Chancen stehen gut bis zum 25.2., dann kommt er in den Stillstand und wechselt anschliessend in die Rückläufigkeit. Dies bedeutet Introversion und Zögern, Suche nach Unterstützung. Da kommt die Venus am 27.2. zupass. Sie unterstützt bei der Einordnung des Geschehens und erinnert an die gesteckten Ziele und Werte. Gemeinsam können Wunschdenken und Wirklichkeit harmonisiert werden. In dieser Phase der Besinnung gibt es den totalen Blackout. Die totale Mondfinsternis verdunkelt am 3.3. westliche Teile von Nord- und Südamerika, Australien, Japan, Indien, das östli-
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che Asien und Ozeanien. Europa bleibt verschont. Es bleibe Licht. Am 7.3. trifft der ermutigte Merkur auf die Sonne. Sie richtet ihn auf und speist ihn mit Mut zur Integration und Verständnis für eine ganzheitliche Betrachtung des Geschehens. Diese Ermutigung stärkt Merkur für sein Treffen mit Mars am 14.3. Doch zu diesem Zeitpunkt ist Mars dem rückläufigen Merkur überlegen und er setzt seine Position durch. Mars übernimmt die Initiative und zeigt den Willen, es auf eine Fortsetzung der Konfrontation ankommen zu lassen. Der rückläufige Merkur zieht sich in sich zurück. Er braucht noch etwas Zeit, geht Risiken aus dem Weg. Am 19.3. jedoch steht er für kurze Zeit still, hat einen Geistesblitz und noch am selben Abend legt er den Vorwärtsgang ein, wird rechtläufig und mischt sich wieder aktiv ins Geschehen.
Tierkreiszeichen Widder
Sonneneintritt am 20.3.2026 um 20:34 Uhr MEZ
Die Tage werden länger und endlich, am 20.3. gegen 15:46 Uhr MEZ siegt das Licht über die Dunkelheit. Optimismus verbreitet sich. Am 22.3. schon wird dieser bestärkt, da Sonne und Neptun in Konjunktion stehen. Zwei Schwergewichte des Himmels vereinbaren sich. Wobei Neptun mit seiner Fähigkeit zu Transzendenz und Hingabe, seiner universellen Liebe von der zentralisierenden, der alles zusammenhaltenden Kraft der Sonne profitiert. Die Bemühungen dürfen nicht in Auflösung enden, darum findet dieses Treffen zum richtigen Zeitpunkt statt. Nur wenige Tage später, das Treffen der Giganten hallt noch nach, treten am 25.3. Saturn und Sonne zusammen. Mit Saturn kommen Strukturierung und Grenzsetzung ins Spiel. Das ist notwendig, da Neptun, der am 13.4. mit Mars zusammentrifft, immer wieder verdrängt,
dass Auflösung und Grenzenlosigkeit unproduktiv sind, vor allem wenn es um einen mit Schild und Schwert rasselenden Mars geht. Neptun findet nicht die rechte Ansprache und so entlastet es ihn, wenn es am 16.4. zu einer Zusammenkunft zwischen zwischen ihm und Merkur kommt. Dieser Merkur soll wirkungsvoller und professioneller als Neptun auftreten, der eher zu nachgiebig war. Am 20.4. treffen nun Merkur und Mars erneut aufeinander. Diesmal ist Merkur rechtläufig, tritt proaktiv und entschlossen auf. Er hat eine Mission, nämlich zu verdeutlichen, dass es in den Verhandlungen mit mit Mars nicht um Auflösung, abstrakte Ideen, sondern um Strukturierung und Begrenzung geht. Merkur zeigt Cleverness und Anpassungsfähigkeit. Saturn stärkt ihm den Rücken in seinen Verhandlungen.
Tierkreiszeichen - Meditation - Fische -
nach Louise Huber
FISCHE
Im Zeichen Fische sehnen wir uns nach einem Abschluss, nach Ruhe und Frieden, nach einem Land, das unsere Sprache spricht, nach unserer göttlichen Heimat. Deshalb tritt hier auch hin und wieder der Todeswunsch auf. Gleichzeitig sind aber die aufkeimenden Kräfte zu neuem Leben, zu neuem Anfang, im Zeichen Fische verborgen. Es ist das Zeichen der Rückkehr in des Vaters Haus, aus dem wir einstmals fortgegangen sind, von dem aus wir unserern Lebensweg begonnen haben. Es ist das Zeichen, wo sich in geheimnisvoller Weise Tod und Leben berühren, wo das Alte sich mit dem Neuen verbindet. Wenn das Alte vergangen oder aufgelöst ist, sehnen wir uns nach etwas Neuem, was uns belebt und weiter fortschreiten lässt. Das Weitergehen entspricht auch dem Zeichen Fische, das den Füssen zugeordnet wird.
Im Fische-Monat offenbart sich auf geheimnisvolle Weise der Anfang des Lebens. Das ICH reichert sich mit den Erfahrungen an, die beim Jahres-Durchlauf durch den Zodiak erworben wurden. Noch kommt sie nicht zum Tragen, aber so wie die Knospen in der Natur noch geschlossen sind, aber in ihrem Inneren schon die Kraft zum Leben pulsiert, genauso wirken im Fische-Monat diese beiden Kräfte, die aufeinander treffen. Im Fische-Monat bereitet man sich geistig auf das kommende Zodiak-Jahr mit all seinen Herausforderungen vor. Im Geiste werden Forderungen oder Ideale für das Kommende zurechtgelegt. Man bereitet sich auf deren Verwirklichung vor. Mit dieser Vorstellung kann sich eine neue Welt allmählich zusammenfügen.
Dennoch sollte man sich nicht zu sehr in seine Vorstellungen verrennen, um nicht in die Falle einer Lebenslüge zu tappen, denn das wirkliche Leben stimmt nie hundertprozentig mit den Vorstellungen überein. Dazu ist der Gegensatz zwischen Geist und Materie viel zu gross und man findet schwerlich eine Möglichkeit, beide in einem vollständig zu vereinigen. Das Erlebnis dieser Dualität, der Unvereinbarkeit der Gegensätze, die im FischeMonat wie in allen anderen Monaten mit beweglichen Zeichen erfahren werden kann, bewirkt mitunter psychologische
Probleme oder geistige Krisen. Das Symbol der beiden miteinander verbundenen und manchmal aufrechtstehenden Fische veranschaulicht diese Dualität. Sie symbolisieren die Gegenüberstellung von Seele und Persönlichkeit, die als Dualität auftritt, aber dennoch im Menschen verbunden existiert. Wie heisst es so schön: „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“.
Manchmal kämpfen im Zeichen Fische die Abbaukräfte des Todes um die Vorherrschaft gegen den neuen Manifestationsdrang. Deshalb kann man im Monat des wässrigen Neptun-Zeichens leicht in den Zustand der Entgrenzung geraten und es besteht die Gefahr, dass auflösende Mächte überhandnehmen und ein freudiger Todeswunsch entsteht. Im Innern entbrennt ein Kampf um die Erhaltung des Lebens. Im positiven Fall wird das anhaftende Alte überwunden und ausgelöscht, damit das Neue zum Leben erweckt werden kann. Man entwickelt die Kraft, um den Abgrund, der zwischen Tod und Leben liegt, zu überwinden. Dazu braucht es den Willen zum Leben, Aussicht auf eine neue Erfahrung, um den Sog ins Nichts zu überwinden, und den Realitätsbezug zu behalten. Der Lebenswillen allein ist stark genug, um für das Neu-Werden bereit zu sein.
Diese innere Spannung im Fische-Monat
kann sich physisch als typische Wintergrippe äussern, psychisch als Niedergeschlagenheit, Müdigkeit oder mental als Depression, wenn das Negative in den Vordergrund drängt. Die Einstellung, das Beste aus allem machen zu wollen, fördert die Lebensbejahung und stärkt mental für die kommenden Herausforderungen.
Die Wandlung des Ich im Fische-Zeichen vollzieht sich tief im eigenen Innern, in der Stille, in der Einsamkeit, fern vom bunten Treiben der Welt. Sie vollzieht sich unbemerkt, aber plötzlich öffnet sich eine neue Dimension im Bewusstsein. In der Morgendämmerung verlässt man das Vergangene und geht dem Kommenden entgegen. Der Jahresring des Zodiaks ist vollendet. Der Neubeginn kündigt sich mit der kosmischen Spalte an. Nun wird klar, dass man am Anfang steht genau wie zwölf Tierkreiszeichen zuvor. Der Mensch braucht diese Gewissheit des Neu-Anfangs. Das gibt Geborgenheit und fördert die Bereitschaft Unvollendetes für den Neubeginn loslassen zu können.
Die Phase des Übergangs, der Dämmerung ist von kurzer Dauer. Man kann diese Ruhe vor dem «Sturm» im feurigen Widder-Monat geniessen. Wenn man in diesem, richtigen Moment den Atem kurz anhält, dann kann man ein Zipfelchen der Wirklichkeit, des eigenen Seins erkennen.
Der Fische-Monat ist der Abschluss eines Zodiak-Jahres. Er bewirkt Verständnis für Vergänglichkeit und Akzeptanz für Neues. Man gewinnt Abstand zum kleinen Ich und merkt, wie sehr es an diese Welt gebunden ist, weil es einen tiefer liegenden Lebensantrieb, der aus dem Wesenszentrum kommt.
Im Fische-Monat kann man verstehen, dass der Mensch Teil einer höheren Ordnung ist. Man geht über „Los“ und bekommt eine motivierende Prämie als Startkapital für die nächste Runde. (siehe Monopoly).
Der esoterische Saatgedanke lautet: Ich verlasse des Vaters Haus und indem ich zurückkehre, erlöse ich.
Das Zeichen Widder
Der kosmische Impuls der Initiation Esoterische
Astrologie (nach R. Assagioli)
Abstieg der Seele in die Form
Das Tierkreiszeichen Widder markiert den Beginn, die Stelle, wo die Idee, Aktivitäten zu entfalten, Gestalt annimmt. Hier reagiert die Seele auf den göttlichen Ruf, der von höchster Stelle kommt, und den Willen zur Inkarnation aktiviert. Im Tierkreiszeichen Widder formt sich die Seele zu einer mentalen Entität, ehe sie sich als emotionale Entität im Tierkreiszeichen Stier manifestiert und als vitale Entität im Tierkreiszeichen Zwillingen herausbildet. Erst im Krebs nimmt sie körperliche Gestalt an. Von da ab beginnt die Evolution und die Seele taucht in das unendliche Meer der materiellen Existenz.
Kreuz-Dynamik
Das Tierkreiszeichen Widder treibt den Prozess der Individuation voran, der im Tierkreiszeichen Steinbock seinen Höhepunkt findet. Hier findet die Vision ihre Vollendung, nachdem das gesamte Kardinale Kreuz durchlaufen ist: vom Widder, über Krebs und Waage bis zum Steinbock. Innerhalb der kosmi schen Struktur fungiert das Kardi nalen Kreuzes als impulsgebender Mo tor bei der Vollendung einer Vision.
Feuer
terische Herrscher ist Mars, der den Menschen in seiner körperlichen Entwicklung voranbringt. Mars stimuliert die fünf Sinne und das Sonnengeflecht, das Zentrum der persönlichen Leidenschaften. Hier entfaltet sich die Polarität zwischen Geist und Materie. Mars verkörpert den Sechsten Strahl (Hingabe/ Idealismus), der im Extremfall Fanatismus, aber in seiner hohen Form Heroismus und Opferbereitschaft mit sich bringt. Der esoterische Herrscher vom Zeichen Widder ist Merkur, der bei spirituell erweckten Individuen die Führung übernimmt. Er erleuchtet den Verstand, befreit ihn von irdischen Illusionen und führt zur spirituellen Psychosynthese – der Einheit mit der Seele.
Widder – Waage Achse
Das Tierkreiszeichen Widder gehört zur Dreiheit der Feuerzeichen (gemeinsam mit Löwe und Schütze). Diese Zeichen sind Träger des kosmischen Feuers. Während das Zeichen Schütze das planetare und das Zeichen Löwe das solare Feuer in sich tragen, eröffnet das Zeichen Widder den Zugang für das göttliche Feuer, das auf die Seele wirkt. Das Feuer treibt den Menschen auf drei Ebenen voran: auf physischer Ebene mit Tatkraft, Schwung und Initiative, auf emotionaler Ebene mit Eifer, Enthusiasmus und Grosszügigkeit und auf mentaler Ebene mit Intuition und schneller, lebendiger Intelligenz
Die Herrschaft von Mars und Merkur
Die spirituelle Entwicklung im Tierkreiszeichen Widder steht unter zwei unterschiedlichen planetaren Einflüssen. Der exo-
Das dem Widder gegenüberliegende Tierkreiszeichen Waage dient ihm als notwendiges Korrektiv. Menschen mit Distanz zum Spirituellen, erleben diese Polarität oft nur als etwas Verunsicherndes oder Destabilisierendes. Der spirituell erwachte Mensch hingegen vermag, den Impuls der Waage für sich umzusetzen. Er wandelt die dominierende Leidenschaft des Widders in Liebe und Weisheit. Im Tierkreiszeichen Widder muss erlernt werden, die einseitige feurige Natur mit den ausgleichenden Qualitäten der Waage zu integrieren, um zu Gleichgewicht und Harmonie zu gelangen.
Die spirituelle Aufgabe
Die fundamentale Aufgabe im Tierkreiszeichen Widder besteht darin, das Zentrum im Innern zu finden und die nach Aussen strömenden Kräfte zu disziplinieren. Denn die Kraft liegt im Innern. Dem «Krieger» im Innern sollte man gehorchen, statt sich in persönlichen Kämpfen im Aussen zu verzetteln. Sein Wille zum Sieg birgt die schöpferische Kraft, die Ordnung und Harmonie schafft.
Roberto Assagioli arbeitete nicht als praktizierender Astrologe, sah die Astrologie aber als ein symbolisches System, das helfen könne, die menschliche Psyche und «Archetypen» besser zu verstehen – ähnlich wie C.G. Jung.
Einladung
zum 1. Forum der Astrologischen
Psychologie und zur Mitgliederversammlung und am 21.03.2026
Willkommen am Veranstaltungsort in Zürich im GOZ Hottingen, Gemeindestrasse 54 – Blauer Saal https://gz-zh.ch/gz-hottingen/
Mitgliederversammlung
In diesem Jahr möchten wir mit Euch einen großen Schritt in eine neue Ära gehen – getragen durch die Schwingen der kosmischen Energien sozusagen.
Im Vorstand und Sekretariat des IFAP werden die Kräfte verstärkt auf Vernetzung, Wissensaustausch, weitreichende Vortragsangebote und persönliche Begegnungen fokussiert! Daher liegt unser diesjähriges Augenmerk auf der Tagung des IFAP. Als 1. Forum der Astrologischen Psychologie bekommt sie einen neuen Stellenwert.
Der offizielle Teil der Mitgliederversammlung wird natürlich ebenso durchgeführt und bleibt tragendes Element und wichtige Möglichkeit mit den Mitgliedern des IFAP in den Austausch über Zahlen, Daten und Fakten zu kommen und über den Vorstand und seine IFAP-gebundenen Aktivitäten zu berichten.
Auch in diesem Jahr möchten wir Euch Präsenz und Zoom im Rahmen einer Hybrid-Veranstaltung anbieten, um jedem Interessenten von nah und fern eine Teilnahme zu ermöglichen!
10:00 – 12:00 Uhr
Der Vorstand berichtet über die Mitgliederentwicklung, Buchhaltung und Aufgaben, die unsere laufenden Aktivitäten mit sich bringen. Ein wichtiger Punkt ist die Ausrichtung und Fokussierung des IFAP für und auf die Zukunft, die natürlich von Eurer Mitgestaltung und aktiven Präsenz nach innen und nach aussen lebt! Lasst Eure Ideen und Perspektiven mit einfliessen und ein lebendiges Miteinander gestalten, damit der IFAP auf eine Ebene gehoben werden kann, die IFAP-Mitglieder
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beflügelt und sich für neue Interessenten an der Astrologischen Psychologie zu einer sogenannten ‚must-be-part-of-it‘ Plattform entwickelt!
Die buchhalterischen Unterlagen wie Erfolgsrechnung, Bilanz und Budget werden in Kürze auf unserer Homepage zum Download bereitgestellt, sowie natürlich das Protokoll der letzten MV - der entsprechende Link wird rechtzeitig versendet! Anmeldung zur MV bitte direkt an sekretariat@i-fap.org mit dem Hinweis ‚MV‘ und ob Präsenz oder Zoom-Teilnahme geplant ist!
Radix 21.3.2026, 10:00 Uhr Zürich
Forum: 13:30 - 17:30 Uhr
Das 1. Forum der Astrologischen Psychologie, das zugleich online und in Präsenz stattfindet beginnt nach einer Mittagspause von 12:00 bis 13:30 Uhr, die individuell gestaltet werden kann. Dieses vom IFAP ausgerichtete Forum bietet Raum für Wissensvermittlung, Austausch und Potentialentfaltung – ganz im Sinne des gerade begonnenen Merkurjahres! Lasst uns gemeinsam einen inspirierenden Tag der Astrologie begehen.
13:30 – 14:15 Uhr
Elke F.Gut – Psychosynthese, was ist das? Einblick in die Psychosynthese
Lasst uns in den Nachmittag einschwingen mit einer Meditation und einem Einblick in die Tiefen der Psychosynthese anhand von praxisnahen Beispielen! Roberto Assagioli, der Begründer der Psychosynthese beschreibt es so: «Die Psychosynthese ist eine Psychologie der Seele. Sie verhilft dem Menschen, sich psychisch weiter zu entwickeln, und sich seiner Selbstverwirklichung zu nähern. Sie dient also jenen, die sich weigern, als Sklaven ihrer Trugbilder oder äusserer Einflüsse zu leben. Sie ist eine Psychologie, für Menschen, die sich nicht weiter dem inneren Kräftespiel ihrer Psyche unterordnen wollen, sondern entschlossen sind, Herr über ihr eigenes Leben zu werden.» Informationen zu Elke F. Gut: https://astro-psychosynthese.ch/biographie.html
14:30 – 15:15 Uhr
Sibylle Sulser – Pränatale PrägungFluch oder Segen?
Die vorgeburtliche Prägung bleibt uns das ganze Leben bis ins hohe Alter treu und fordert eine Transformation heraus! Ein Thema das sträflich vernachlässigt wird in der Astrologie sowie in der Psychologie und Therapie. Also höchste Zeit das zu ändern und in die Lebensphasen zu integrieren, um damit so manchen Stolperstein aus dem Weg zu räumen. Sibylle Sulser ist zweifellos eine der profiliertesten Vertreterinnen der Huber Methode und auch von Vorträgen auf den DAV-Kongressen bekannt. In ihrem Vortrag reflektiert sie in besonderer Weise einen Schwerpunkt ihrer langjährigen Forschungs- und Lehrtätigkeit.
Informationen zu Sibylle Sulser: https://ipei.ch/team#wsw7dff85d4-421b-46f1-bf33-5a572f329acd
15:30 – 16:15 Uhr
Holger Faß – Merkur: verrückt oder genial?
Um die Ecke denken zu können ist sicherlich eine große Gabe, die man mit einer Merkur-Uranus-Verbindung im Horoskop mitbringt. Doch kommt am Ende nur wirres Zeug heraus oder
steckt Genialität in dieser Planetenverbindung? Wir schauen uns Horoskope mit Merkur-Uranus-Verbindungen an, differenzieren dabei zwischen den unterschiedlichen Aspektarten (Konjunktion, Sextil etc.), entdecken zudem «versteckte» Uranus-MerkurVerbindungen und arbeiten Risiken und Chancen heraus, die Merkur und Uranus in Kombination mitbringen, dabei werden wir uns auf eine lösungsorientierte Deutung konzentrieren!
Informationen zu Holger Faß: https://www.lebendige-astrologie.de/kontakt/
16:30 – 17:15 Uhr Wolfhard König – Ein neuer Blick auf das Häuserhoroskop
Das Häuserhoroskop als Spiegel der psychischen und geistigen Entwicklungsmöglichkeiten durch die umgebende (Hoch-) Kultur - Ausgangspunkt ist dabei, dass im HH nur das Aspektbild verändert wird, oder gar ein völlig neues Aspektbild erscheint. Das Aspektbild aber beschreibt unser innerstes Wesen. Unser inneres Wesen kann aber nicht durch Erziehung oder Konditionierung von aussen verändert werden, denn durch Erziehung oder Konditionierung kann erfahrungsgemäß nur das äussere Verhalten über Anpassung verändert werden. Was also sagt uns ein zweiter Entwurf für unser inneres Wesen? Was kann er uns sagen? Mehrere Beispielhoroskope veranschaulichen die Thematik! Informationen zu Wolfhard König: https://www.praxis-koenig.com/
Apéro
Im Anschluss dürfen wir beim Apéro den Tag mit all seinen Impressionen Revue passieren lassen und uns dem herzlichen Austausch widmen!
Der Vorstand freut sich von Herzen auf diese Veranstaltung, aufs persönliche Wiedersehen, sowie auf neue Interessenten und Kontakte! Gerne Empfehlen, Teilen und Weitersagen! Änderungen vorbehalten…
Der Beitrag für die Teilnahme am Forumsnachmittag inklusive Apéro beträgt CHF 45/ € 45 für unsere Mitglieder, sowie CHF 60/€ 60 für alle Gäste.
Anmeldung bitte direkt an sekretariat@i-fap.org mit dem Hinweis ‚FORUM AP‘ und ob Präsenz oder Zoom-Teilnahme geplant ist!
Lehrertreffen
Das Lehrertreffen findet am 22.03.2026 von 10:00 – 12:00 per Zoom statt, um ALLEN Lehrpersonen im IFAP ein Forum für Austausch und gemeinsame Zielsetzungen zu bieten! Anmeldung bitte direkt an sekretariat@i-fap.org mit dem Hinweis ‚Lehrertreffen‘ !
Alle Details zum Ablauf und für den jeweiligen Log-in versenden wir kurzfristig nach Erhalt der Anmeldung!
VDA Symposium 2026
Dieses Jahr hat der IFAP die Ehre, das VDA Symposium zu präsentieren, und bei der Organisation unter die Arme zu greifen! Wir freuen uns auf eine hochkarätige Veranstaltung, auf intensiven Austausch und die Möglichkeit gemeinsam weitere Perspektiven zu erarbeiten! Das Symposium an sich bietet den Rahmen, um nicht nur Vorträgen zu lauschen, sondern sich auch in Plenumsdiskussionen einzubringen, die eigene Herangehensweise und Umgang mit neuen technischen Herausforderungen darzustellen, und im Miteinander die Zukunft der Astrologie zu gestalten!
Beim diesjährigen VDA Symposium geht es um die Zukunft der Astrologie selbst, wie diese sich im aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Umfeld (KI) entwickeln könnte.
Die Computertechnologie mit den Möglichkeiten der Datenanalyse, künstlicher Intelligenz und automatisierter Verbreitung von Inhalten wird die Astrologie zunehmend beeinflussen. Zugleich stehen Menschen einer jüngeren Generation der Astrologie aufgeschlossener gegenüber und betrachten diese als weitere nützliche Daten- und Inspirationsquelle für ihre Lebensführung. Was für Auswirkungen wird das sich verändernde Umfeld für uns Astrologen haben? Worauf müssen wir achten und wovon abgrenzen? Wie kann sich das auf die Stellung der Astrologie in der Gesellschaft auswirken? Was bedeutet das für die astrologischen Vereinigungen? Fragen, auf die Antworten gesucht und diskutiert werden auf diesem VDA Symposium.
Veranstaltungsort
Der Ort der diesjährigen Veranstaltung befindet sich in Bad Säckingen (DE) im Hotel am Hochrhein. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, den 04. Juli um 13:00 Uhr und dauert bis zum Sonntag, den 05. Juli um 13:30 Uhr. Wir freuen uns auf Eure Anmeldung und Euer Interesse. Alle Informationen über Referenten, Themen, Konditionen, Ablauf und Organisation sowie die Anmeldung findet Ihr unter folgendem Link: https://www.astrologenverband.de/vda-symposium-2026-die-perspektiven-zur-zukunft-der-sterndeutung/
Astrologische Differenztheorie
von Andreas Bleeck
In folgendem Gastbeitrag erläutert der Autor Andreas Bleeck, einer der Referenten auf dem diesjährigen VDA Symposium, seine Perspektiven zur Zukunft der Sterndeutung oder besser einer Auslegung symbolischer Elemente der Astrologie. Dabei wählt er einen soziologischen Ansatz und verarbeitet Erkenntnisse zweier wichtiger Soziologen des 20. Jahrhunderts: Michel Foucault, der das soziologische Denken mit seiner Diskursanalyse geprägt hat, und Niklas Luhmann, der mit seiner Systemtheorie einen tiefen Einblick in die Funktionsweise der Gesellschaft und in die Rolle der Kommunikation in sozialen Prozessen gegeben hat. Berührungspunkte auf soziologischer Ebene könnte es mit dem System der Häuser, so wie es in der Huber-Methode dargestellt wird, geben. Die Häuser stellen in der Huber-Methode reale und formale Lebenssituationen mit all ihren detaillierten Erlebnis- und Tätigkeitsformen dar. Es wird davon ausgegangen, dass der Mensch erst dann zu leben beginnt, wenn er sich seiner Umwelt bewusst ist. Das Häusersystem nach Huber erschliesst die Interaktion zwischen Umwelt und Menschen. Die Planetenkonstellation des Horoskopeigners offenbart Prägungen sowie Verhaltensmerkmale wie sie von der Umwelt induziert werden können. Umweltfaktoren führen zu einer Konditionierung des Menschen und können Einfluss auf die Ausprägung der Persönlichkeit haben, ob diese ein gefestigtes oder eingeschränktes Selbstbewusstsein oder ob das allgemeine Verhalten eher in egoistische oder altruistische Richtung geht. Daran kann man erkennen, dass es durchaus Anknüpfungspunkte zwischen Soziologie und Astrologischer Psychologie gibt. Dabei liefert die Beschreibung der Tätigkeitsfelder, so wie sie Andreas Bleek hier an einem Beispiel gibt, eine hervorragende Anregung in welchen Bereichen der konditionierte Mensch sich zur Entfaltung bringen und sich ‚zu der besten Version seiner selbst‘ in Wechselwirkung mit der Umwelt entwickeln kann. (AHo)
Astrologie im 21. Jahrhundert
Der französische Soziologe Michel Foucault ging davon aus, dass Wissen nie neutral ist, sondern immer an Machtverhältnisse gebunden. Jede Epoche zeigt dabei für ihn bestimmte Denkrichtungen (Episteme) auf, denen sie den Vorzug gibt. Leider kommen mit solchen ‚Gerechtigkeitsschüben‘ auch immer andere Fächer unter die Räder, die mit der Sache überhaupt nichts zu tun haben. Auch die Astrologie ist in den ersten beiden Jahrzehnten des eigentlich vielversprechenden neuen Jahrtausends in den Bannstrahl der ‚normatischen Säuberungen‘ geraten und von Volkshochschulen und öffentlichen Diskursen meist ohne Begründung entfernt worden. Dieser Versuch ihrer Blossstellung passierte viele Male in der Geschichte und hat immer nur dazu geführt, dass sie umso stärker aus der Verfolgung wieder hervorgegangen ist. Diese ‚Glaubenssätze‘ entstehen für Foucault aus dem Widerstreit von Denkrichtungen, die versuchen, die Ideen ihrer Zeit in ideologischer Weise zu untermauern und ihre Sichtweise als die ‚Menschlichere‘ anzupreisen, während sich ihre Paradigmen gleichzeitig in der Wiederholung des Abgelehnten zu einer Art Zensur verabsolutieren und pervertieren. Was als ‚wahr‘ gilt, hängt nicht nur von Fakten ab, sondern von den Regeln, nach denen in einer bestimmten Epoche gesprochen und gedacht werden darf. Wir erleben das heute
wieder in Form von Cancel Culture und dem Bemühen um gendergerechte Sprache, das auf die Emanzipationsbestrebungen der 1968er zurückgeht, aber weit über das Ziel hinausschiesst. Eine derartige ‚Archäologie‘ und ‚Genealogie‘ kann mit dem Lauf der äusseren Planeten und deren ‚grossen Figurationen‘ identifiziert werden, wie ich das in einem Artikel in der ‚Sternzeit‘ von 2012 aufgezeigt habe. Besonders der ‚Grosse Zyklus‘ der Planeten Saturn, Uranus und Pluto leitet alle 30-50 Jahre eine Änderung der Paradigmen ein.
Das interessante an Foucault ist, wie er die Machtsphären vor allem mit Techni-
schaft drehte und das Ausleben einer befreiten Sexualität. Millionen von Menschen haben sich in den 1980er und 90er Jahren mit dieser neuen Astrologie beschäftigt und sie als Teil eines Diskurses über ‚alternative Gesundheitsmodelle‘, ‚Kreativen Coachingmethoden‘ und Erkenntnisse über eine ‚säkularisierte Spiritualität‘ durchaus ernstgenommen. Das Rollback der 2000er Jahre führte dann zu einem Rückgang dieser ‚neuen Denkfreiheiten‘ – aber nicht zu ihrem Verschwinden.
Soziologie im 21. Jahrhundert
ken der Beherrschung von Körpern und deren sexuellen ‚Dispositiven‘ in Verbindung bringt. Es ist nicht verwunderlich, dass sich auch die moderne Psychologische Astrologie aus Fragen der Studentenrevolution entwickelte und sich zum größten Teil um Themen der Partner-
Foucaults Analysen bilden eine Differenztheorie, genauso wie Niklas Luhmanns Soziologische Systemtheorie. Beide gehören zu den meistzitierten Gesellschaftsmodellen der Soziologie. Eine Differenztheorie ist eine Theorie, die die Welt nicht aus Substanzen, Dingen oder Identitäten erklärt, sondern aus Unterschieden, Grenzen und Relationen. Etwas existiert nur, indem es sich von etwas anderem unterscheidet. Es gibt nach Luhmann z.B. kein System ohne Umwelt. Jedes System existiert nur, indem es eine Grenze zieht. Und nach Foucault gibt es keinen Diskurs ohne ein Machtfeld, das für Ausgrenzung sorgt. Realität, Bedeutung, Identität und Wissen entstehen für beide also nicht von innen heraus, sondern durch die Bezeichnung von Unterschieden. Welche Unterscheidungen erlaubt sind
und welche nicht, entscheidet über die zu befindende ‚Wahrheit‘. Abweichung und ‚Unwahrheit‘ wird jeweils durch die Feststellung der Norm in jeder Epoche neu produziert. Ausgangspunkt von Foucaults Überlegungen war die erstmalige Bezeichnung psychischer Symptome in der Zeit von Napoleons perfektionierten Armeen, in denen alles in Hinsicht auf den optimierten Soldaten vermessen wurde. Danach wurden ‚psychisch kranke‘ Menschen weggesperrt, zwangsbehandelt und zu Versuchszwecken für die Arzneimittelentwicklung benutzt. Die Industrialisierung tat ihr Übriges. Jeder kämpfte um sein Überleben und so wurden die Menschen aus Angst vor ‚Normabweichung‘ leichte Beute für totalitäres Gedankengut.
Diskurs in der Postmoderne
Heute sind die Schatten absolutistischer Herrschaftsformen wieder aufgezogen. Sündenböcke werden gesucht, die für die falschen Entscheidungen von Politik und Wirtschaft herhalten sollen. Dinge sind nicht mehr so leicht sagbar und Positionen verwischen. Diskurse werden wieder durch Lautstärke und Gewaltandrohung beeinflusst. Dazu kommt die KI und die Unklarheit über den Besitz von Daten, Medien und Kommunikationsplattformen. Eine schwierige Gemengelage, die in der Digitalen Postmoderne aufgezogen ist. Ein Diskurs funktioniert nur, indem er Unterscheidungen stabilisiert. Und bestrebt ist, dass Ausgeschlossene immer wieder über ‚Beobachtungen 2. Ordnung‘ in den Diskurs zurückzuholen.
Diskurs der Astrologie
längere Zeit nur, weil sie die Differenzen stabil halten können und Konflikte durch Anschlusskommunikationen handhaben lernen. Dabei spielen auch das Unterbewusste, Symbole und ‚Gefühlsgeladene Geschichten‘ (Big Stories) eine große Rolle.
Psychologie und Soziologie
Für Foucault in seiner Nähe zu Lacan und den anderen französischen Poststrukturalisten waren Freud und Marx wichtige Vorreiter. Aber auch Luhmann ist gar nicht so weit von Freud entfernt, wie man
ist die ‚Wissenschaft des Bewusstseins‘, die allerdings nicht sehen kann, was sie an ‚unbewussten Fehlfunktionen‘ ausgrenzt. Genauso wenig wie das Recht je ‚Unrecht‘ gesehen hat, die Wirtschaft ‚Unproduktivität‘ und die Politik ‚Ohnmacht‘. Diese Dinge entstehen dialektisch in dem Bemühen um ihr Gegenteil. Sie lauern gegenüber der Grenze, die die Systeme ziehen, und ziehen müssen. Denn ohne diese Leitunterscheidungen können sie keine konkreten Operationen vollziehen, die ihr System stabil hält. Die Kunst muss sich vom vermeintlich Hässlichen und Inspirierenden abgrenzen, um das Schöne zu erschaffen. Und so produziert sie seit Jahrtausenden auch Müll.
Archetypen
Astrologische Deutungen basieren allgemein auf dem Verständnis der 12 Urprinzipien der Planeten, die sich in den 12 Tierkreiszeichen als auch den 12 Häusern finden lassen. Der Planet Mars etwa entspricht der Qualität des Tierkreiszeichens Widder und dem 1. Haus. Sein Ur-Prinzip ist als das der impulsiven Durchsetzung und des ersten Schritts bekannt, durch den sich der Geborene sichtbar macht und seine wichtigsten persönlichen Anliegen Aufmerksamkeit verschafft. Mars besitzt in der Differenz aber auch die Schatten der Unbeherrschtheit und Aggressivität.
Die Astrologie schaffte es, entgegen allen Unkenrufen eines ‚13. Sternzeichens‘, ‚energetisierten Sternzeichenpullovern‘ und ‚mysteriösen Planeten, die unsichtbar hinter der Sonne lauern‘, ihre Kommunikationen seit Jahrtausenden auf einem konstanten Level zu halten. Der Mars war schon vor 3000 Jahren ein Krieger und der Nicht-Mars ein Schlappschwanz. Egal, ob bei den Babyloniern, Azteken, frühen Griechen, Han-Chinesen oder Persern. Wo auch immer ich mir auf der Welt ein Horoskop erstellen lasse: Mein Mars wird entweder als ‚gute Impulsaktivität‘ oder ‚Schwächung durch Gehemmtheit‘ beschrieben werden. Gesellschaft erhält sich über die Kommunikation ihrer Werte und Grenzen. Darin sind sich Foucault und Luhmann einig. Systeme und Diskurse existieren über
vielleicht denken würde. Für Luhmann ist das Unbewusste kein Ort, sondern eine Funktionsweise psychischer Systeme: „Das Unbewusste ist das, was das Bewusstsein nicht thematisieren kann, ohne seine eigene Operation zu unterbrechen.“ Das Unbewusste beschreibt Begrenzungen der Selbstbeobachtung des Bewusstseins. In diesem Sinne sind Psychoanalyse, Psychotherapie und auch Astrologie eine soziale Praxis, die sich sowohl systemtheoretisch als auch diskursiv beschreiben lässt und von sich aus durchaus kenntnisreiche Urteile über die soziale Welt trifft. Luhmann würdigt Freud auch explizit als einen der ersten Denker, der Selbstreferenz erkannt hat: Das Bewusstsein kann sich nur über sich selbst verstehen. Der Mensch ist nicht transparent für sich selbst.
Aus der Kenntnis über die Differenz des Unbewussten für das Bewusste ergibt sich psychische Gesundheit. Psychologie
Ur-Prinzipien, oder auch Archetypen genannt, gibt es nicht nur in der Astrologie. Der Soziologe Max Weber baute seine Gesellschaftstheorie auf ‚Idealbildern‘ auf, die durch die unterschiedlichen Herrschaftsverhältnisse erscheinen. Auch C.G. Jung sprach von ‚Ur-Ideen des Lebens‘, die sich in den Mythen und Symbolen der Menschheit überall wiederfinden lassen. Der archetypische Mars muss z.B. kämpfen, um sein Anliegen deutlich zu machen. Das tut er auf den Feldern des Sports, beim Militär, bei Abenteuern und dem Ausüben von aggressiven Computerpielen. In jedem von uns wirkt sein Prinzip auf verschiedene Weise und das Horoskop zeigt an, wie er es tut.
In dem Ur-Prinzip des Aktivisten und Pioniers kommt die männliche Energie besonders gut zum Ausdruck. Das heißt aber nicht, dass sie auf Männer beschränkt ist. Auch Frauen besitzen einen Mars im Horoskop und können bei Transiten und Progressionen ihre ursprünglichen Instinkte ausleben lernen und Kräfte in den entsprechenden Berufsfeldern, beispielsweise im Sport oder in
Abb. 2: Marina Abramovic / Ulay 1980, Rest Energy
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der Pionierarbeit der Projektplanung mobilisieren. Archetypen liegen allgemein unter den gesellschaftlichen Konventionen und Rollenspielen und führen uns zurück an die verborgenen Qualitäten unserer Persönlichkeit, von der aus immer neue Differenzierungen unserer Identität erscheinen . Pluto in Wassermann
Luhmanns Soziologische Systemtheorie baut auf der Prämisse auf, dass sich die menschliche Gesellschaft immer weiter ausdifferenziert, und sich in Teilsysteme gliedert, die sich gegenseitig auch ersetzen können, was hohe Redundanz und Unanfälligkeit für Störungen für das System garantiert. Waren es früher Fürsten und Bischöfe allein, die über die Ordnung der Gesellschaft bestimmten, so bildete sich spätestens ab dem 16. Jahrhundert eine eigenständige Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Justiz und Medienlandschaft aus, die zunehmend unabhängig operierte und auch operieren muss, um Effizienz zu entwickeln.
kanische Unabhängigkeitserklärung und die Französische Revolution, war die Astrologie in ihrer Blütezeit gesellschaftlich hochgeachtet.
Ähnliches ist also wieder zu erwarten, da Pluto 2023 in den Wassermann wechselte und die rationale Wissenschaft allein die Fragen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz und Genomtechnologie nicht allein beantworten kann.
Ausblick
werden: Pioniere der Musik, Rivalitäten des Theaters, Initiativen der Körperkultur und Mode und kann sicherlich auf weitere Tätigkeitsfelder erweitert werden. Nimmt man die Tierkreiszeichen hinzu, deren Herrscher, im gegebenen Fall Mars und Venus sind, dann zeigt sich folgendes Bild. Stier/ Widder: Kunst der Aktivistenszene, Ästhetik der Computerspiele, Erotik des Sports, spielerische Gestaltung von Freizeitparks.
Die Astrologie ist im Grunde eine Art Protosystemtheorie, die diese Art von gesellschaftlicher Systembildung immer begleitet hat und geholfen hat, Begriffe für neue Entwicklungen zu finden. Besonders in den Zeiten grosser Veränderungen, wie sie mit dem Eintritt Plutos in den Wassermann verknüpft sind, wie 1287 die Entstehung der Bauhütten und Gilden, 1533 das Protestantentum und der Humanismus und 1777 die ameri-
Wenn man die Planeten miteinander kombiniert, erhält man Wortpaare wie zum Beispiel Mars ‚Aktion‘ und Venus ‚Kunst‘, die sich zu einem Begriff wie ‚Aktionskunst‘ verbinden lassen. Die symbolische Kombination der Bedeutung unterschiedlicher Planeten könnte ein gesellschaftlich relevantes Feld beschreiben.
Betätigungsfelder
Das genannte Wortpaar Mars ‚Aktion‘ und Venus ‚Kunst‘, das zu dem Begriff ‚Aktionskunst‘ synthetisiert wurde, kann auf andere Tätigkeitsfelder extrapoliert
Der deutsche Astrologe Andreas Bleeck wurde geboren am 12.8.1966 um 2:47 Uhr in Bad Mergentheim (Tauberfranken). Er lebt in Darmstadt (Hessen). Schwerpunkt von Bleecks Büchern ist die Erarbeitung einer astrologischen Soziologie. Ausgangspunkt seiner sozialwissenschaftlich orientierten Analyse sind die Systemtheorie von Niklas Luhmann, sowie Diskurs,Narrations,- und Rollentheorien. Die astrologischen Planeten begreift er als Vertreter unterschiedlicher Rollen, die ein Individuum in verschiedenen gesellschaftlichen Bezügen spielt. Die archetypische Erscheinungen der Planeten versteht er im Sinne von Max Weber als Idealtypen, die als ‚erste Hypothesen‘ fungieren. (AstroWiki)
Die Urformen derartiger Betätigungsfelder kann man schon in Astrologiebüchern der Antike finden. Den ersten und zweiten Begriff der hier gegebenen acht Paare, basierend auf Mars/Venus und Widder/Stier kann man natürlich beliebig noch weiter wechseln, um alle existierenden Gesellschaftssysteme abzubilden. Am Ende und unter Berücksichtigung aller zwölf Tierkreiszeichen, zwölf Häuser und zwölf symbolischen Planeten (inklusive Chiron und Lilith) lassen sich wahrscheinlich sinnvoll zwölf x zwölf x zwölf Betätigungsfelder gut voneinander unterscheiden. Alle diese Felder können studiert werden und weitere Wissensvertiefungen und Anregungen bewirken, so dass nach systemischen Gesichtspunkten ein allumfassendes Feld von Spezialisten entsteht, die alle miteinander in Verbindung stehen, ohne dass es eine zentrale anordnende Macht geben muss.
Marina Abramović studierte von 1965 bis 1970 in Belgrad Malerei an der Akademie der Bildenden Künste. Ab 1968 veröffentlichte sie Texte, Zeichnungen und konzeptuelle Arbeiten, ab 1973 zeigte sie künstlerische Performances. Während der 1970er Jahre lehrte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Novi Sad, 1975 wirkte sie in einer Aufführung von Hermann Nitsch mit. Ab 1976 arbeitete sie mit ihrem Lebensgefährten Ulay zusammen. 1988 trennten sich die beiden mit ihrer Performance auf der Chinesischen Mauer: Nach einem Marsch von jeweils 2500 Kilometern trafen sie sich 1988, um sich voneinander zu verabschieden und privat und künstlerisch zukünftig getrennte Wege zu gehen. 2010 fand Abramovićs Dauer-Performance «The Artist is Present» im Museum of Modern Art statt. Die Künstlerin sass drei Monate lang Tag für Tag auf einem Stuhl, um 1565 Besuchern in die Augen zu blicken. Dann traf sie ihren Lebensgefährten wieder: https://shorturl.at/JSTVN (Wikipedia)
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Abb. 3: Marina Abramovic / Ulay, 1976, Relation in Space
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ASTRONOMIE FÜR ASTROLOGEN
Teil 4 - Sonnen- und Mondfinsternisse
Dieser vierte Teil der Artikelreihe «Astronomie für Astrologen» ist den Sonnenund Mondfinsternissen gewidmet. Die Artikelreihe basiert auf einem Zoom-VorZoom-Vor trag von Dr. Tobias Meier, den er im Rahmen einer Weiterbildung des EAAP von Jacqueline Schmutz gehalten hat. Der Referent, Tobias Meier, auf dessen Vortrag dieser Text beruht, ist Dr. der Physik mit Schwerpunkt Astronomie. Er schloss 2016 den Bachelor an der EPFL (Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne) ab. Hinzu kam der Master in Physik 2018 an derselben Hochschule. 2022 erlangte er den Doktortitel für Physik in Bern. Seit 2022 ist er Postdoctoral Research Associate am Department of Physics der University of Oxford (UK).
Wissenschaft - damals
Die Sonnen- und Mondfinsternisse gehören zu den wahrscheinlich eindrucksvollsten Himmelsereignissen, die man von der Erde aus beobachten kann. Sie entstehen durch das Zusammenspiel von Sonne, Erde und Mond und zeigen deutlich wie Himmelskörper einander beeinflussen können. In der Folge wird dargestellt wie diese Finsternisse entstehen, welche Arten es gibt und warum sie nur zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten auf der Erde sichtbar sind. Doch zuerst sei eine kurze historische Betrachtung gestattet, die die Bedeutung dieser Ereignisse für die Wissenschaft und Kultur unterstreicht.
In Newgrange einer jungsteinzeitlichen Grabanlage in der Nähe von Meath in Irland, von 3200 v. Chr., gibt es Felsblöcke mit eingravierten Verzierungen, astronomische Beobachtungen kodieren. Die komplexen Muster auf den Felsblöcken aus dieser Zeit werden von Spezialisten als größere himmlische Ereignisse interpretiert, auch wenn eine Bestätigung wegen der abstrakten Natur der neolithi-
schen Kunst schwierig ist. Auf einem Artefakt, das aus China stammt und über 3200 Jahre alt ist, ist eine Sonnenfinsternis dargestellt. Ein astronomischer Kalender der Mayas aus dem 11. oder 12. Jahrhundert sagte eine Sonnenfinsternis für das Jahr 1991 voraus. Die Sonnenfinsternis fand tatsächlich am 11. Juli 1991 statt, Jahrhunderte nach dem Ende der Maya-Zivilisation. Für viele Jahrhunderte war eine Sonnenfinsternis ein furchteinflössendes Ereignis und ein böses Omen. Die erste Sonnenfinsternis, deren zeitliche und örtliche Vorhersage von Herodot überliefert und von diesem dem Thales von Milet zugeschrieben wurde, war die Sonnenfinsternis vom 28. Mai 585 v. Chr. Heute kann nachgewiesen werden, dass diese Sonnenfinsternis am 28. Mai 585 v. Chr. tatsächlich stattgefunden hat. Aber ob Thales diese Sonnenfinsternis tatsächlich vorhergesagt hat, und damit Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Meder und Lyder erwirkt hatte, weil die Kontrahenten plötzlich im Dunkeln standen, ist heute unsicher.
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„Wissenschaft“
-heute
Während die spezielle Relativitätstheorie von Einstein gleichförmige Bewegungen ohne Gravitation betrachtet, umfasst die allgemeine Relativitätstheorie von ihm die Gravitation und die Krümmung von Raum und Zeit. Einer der Nachweise für diese Theorie gelang mit Hilfe der Anwendung des Prinzips von Sonnenfinsternissen. Diesmal geht es um das Licht eines Fixsterns, der von der Sonne verdeckt ist.
Es stellte sich heraus, dass die Lichtwellen die der von der Sonne verdeckte Fixstern entsendet, aufgrund der Gravitationskraft der Sonne so gekrümmt wird, dass er an einer völlig anderen Stelle gesehen werden kann. Die durch die Masse der Sonne gekrümmte Raumzeit bewirkt, dass das Licht eines nahe an der Sonne stehenden Fixsterns auf seinem Weg zur Erde abgelenkt wird. Dadurch erscheint der Stern für den Beobachter an einer leicht verschobenen, scheinbaren Position gegenüber seiner tatsächlichen Position. Somit konnte das Prinzip «Sonnenfinsternis», das heisst die «Verdeckung» einer Lichtquelle im All, als experimenteller Beleg für die Allgemeinen Relativitätstheorie angewandt werden.
Die Sonne
Das Prinzip einer Sonnenfinsternis besteht darin, dass der Mond zwischen der Sonne und der Erde steht. Dies führt an bestimmten Orten auf der Erde zu einer Total-Eklipse, einer totalen Sonnenfinsternis und an anderen, die von der Penumbra, dem Halbschatten bedeckt sind, zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Der Mond blockiert einen Teil des Lichts, das von der Sonne kommt. (siehe Abb. 3) Der Durchmesser der Sonne ist etwa 400mal grösser als der des Mondes, 1,391
Abb. 1: Newgrange Kerbstone K52
Millionen km versus 3476 km. Stellt man die Entfernung der Erde zur Sonne mit der Entfernung der Erde zum Mond in Verhältnis, so kann man feststellen, dass in beiden Fällen ein ca. 400-facher Wert resultiert (Abstand Erde-Sonne = 149.600.000 km und Abstand Erde-Mond = 384.400 km als Mittelwert, also ca. 389fach). Diese Abstands- und Grössenverhältniss sind perfekt, um die menschliche Optik zu täuschen. Die optische Täuschung beruht darauf, dass der gleiche Gegenstand mit grösseren Abstand betrachtet, kleiner als unmittelbar vor den Augen betrachtet, erscheint. Die Verdeckung eines grösseren Körpers durch einen kleineren, kann mit einem Tennisund einem Tischtennisball experimentell nachvollzogen werden.
Der Mond
Der Mond braucht etwa einen Monat, um die Erde zu umkreisen. Die Ebene der Mondbahn ist gegenüber der Ebene der Ekliptik um etwa 5⁰ geneigt. Erst wenn sich Mondbahn und Ekliptik schneiden kann es zu einer Verdeckung, einer Sonnen- oder Mondfinsternis kommen. Von dem Begriff Eklipse (lat. Finsternis) leitete sich der Begriff Ekliptik ab. Die beiden Schnittpunkte dieser Ebenen werden als Mond- oder Drachenknoten bezeichnet. Am aufsteigenden Knoten passiert der Mond die Ekliptik von der südlichen auf die nördliche Seite. Am absteigenden Mondknoten wechselt der Mond von der nördlichen auf die südliche Seite der Ekliptik. Am Drachenkopf, der dem aufsteigenden Mondknoten entspricht, wird die Sonne «verschlungen». Am Drachenschwanz, dem absteigenden Mondknoten, wird die Sonne «ausgeschieden».
Für den Beobachter auf der Erde bewirkt der Mond die Sonnen- und die Sonne die Mondfinsternisse. Die Bewegung des Mondes um die Erde, die Rotation der Erde und die Bewegung der Erde um die Sonne beeinflussen die berechenbaren Zeitpunkte für das Eintreten dieser Finsternisse. Wenn der Mond in Konjunktion zur Sonne steht, also bei Neumond, tritt er von der Erde aus gesehen vor die Sonne und verursacht eine Sonnenfinsternis. Steht der Mond jedoch in Opposition zur Sonne, dann taucht er in den Erdschatten ein und es entsteht eine Mondfinsternis. Die Verbindungslinie zwischen den beiden Mondknoten wird als Mondknotenachse bezeichnet. Da die Mondknoten auf der Ekliptik wandern, bewegt sich auch diese Mondknotenachse. Sie vollführt einen Umlauf auf der Ekliptik in etwa 18 Jahren und 7 Monaten. Der Zeitraum zwischen zwei Durchgängen des Mondes durch den aufsteigenden Mondknoten wird als drakonitischer Monat bezeichnet, der eine Zeitspanne von 27 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten und 33,7 Sekunden oder 27,2122 Tage dauert. Sonnen- und Mondfinsternisse können nur auftreten, wenn der Mond sich in der Nähe der Schnittpunkte seiner Bahn mit der Ekliptik ist befindet. Für eine Sonnenfinsternis braucht es Neumond und für eine Mondfinsternis braucht es Vollmond. Man sieht bei Voll- oder Neumond eine Finsternis, weil der Mond seinen Umlauf meist oberhalb oder unterhalb der Ekliptik vollzieht. Aufgrund der Neigung der Ekliptik trifft der Schatten, den der Mond im Sonnenlicht bildet, nur zu den oben beschriebenen Zeitpunkten auf die Erde.
Finsternisse
Wenn sich der in Konjunktion zur Sonne befindliche Neumond innerhalb eines Orbits von ca. 17⁰ eines Mondknotens befindet, dann kann auf der Erde eine Sonnenfinsternis, total oder partial, beobachtet werden. Der scheinbare Durchlauf der Sonne durch die Ekliptik dauert 365,24 Tage. Das sind ca. 0,99⁰ pro Tag mal 360⁰. Die Sonne wandert ca. 1⁰ pro Tag durch die Ekliptik. Die FinsternisZeit umfasst das Bogenmass von 2x 17⁰ also besteht innerhalb von ca. 34 Tagen die Voraussetzung für eine Finsternis. Wenn die Sonne jeden Tag scheinbar 1⁰ auf der Ekliptik wandert, dann kann es eine totale oder partiale Finsternis im Bereich der 34⁰ um den Mondknoten herum geben. Während eines synodischen Monats, also der Zeit zwischen zwei gleichen Mondphasen, umkreist der Mond die Erde in 29,5306 Tagen oder 29 Tagen, 12 Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Demnach sind zwei Sonnenfinsternisse möglich, da der drakonitische Monat kürzer ist als der synodische. An einem bestimmten Ort kann eine totale Sonnenfinsternis nur etwa alle 400 Jahre beobachtet werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Mondfinsternis ist um ein Vielfaches grösser.
Eclipse season
Jährlich finden zwei (gelegentlich auch drei) Finsternis-Saisons statt. Jede dieser Phasen dauert ca. 34 Tage an und wiederholt sich knapp alle sechs Monate (173 Tage später. Jedes Jahr gibt es also zwei volle Finsternis-Saisons. Während einer Finsternis-Saison ereignen sich entweder zwei oder drei Finsternisse. Bei ZURÜCK zum Inhaltsverzeichnis
Abb. 2: Allgemeine Relativitätstheorie
Neumond ist eine Sonnenfinsternis und bei Vollmond eine Mondfinsternis beobachtbar. Das heisst: zwei Mal im Jahr gibt es Sonnenfinsternisse, jedoch an verschiedenen Orten. Jede Finsternis-Saison dauert im Schnitt 35 Tage, manchmal 31, dann wieder 37 Tage. Im Jahr 2038 gibt es zum Beispiel sieben Finsternisse, die beobachtet werden können und die Finsternis-Saison erstreckt sich von Dezember bis Januar.
Im Durchschnitt gibt es pro Jahr zwei bis fünf Sonnen- und zwei bis vier Mondfinsternisse. Am 11. August 1999 konnte man in Mitteleuropa und so auch in Bern eine totale Sonnenfinsternis beobachten. Eine solche Sonnenfinsternis würde man in Bern in ca. 400 Jahren wieder erleben.
Mondfinsternis
Warum ist die Wahrscheinlichkeit, eine Mondfinsternis beobachten zu können, deutlich grösser? Das ist auch eine Frage der Perspektive. Bei der Sonnenfinsternis wirft der Mond seinen Schatten auf die Erde. Bei der totalen Mondfinsternis hingegen wirft die Erde ihren Schatten auf den Mond. Die Erde ist viel grösser als der Mond, so dass die Wahrscheinlichkeit grösser ist, dass ihr Schatten den Mond trifft als es der Schatten des viel kleineren Mondes bei einer Sonnenfinsternis auf der Erde tut. Bei einer Mondfinsternis wird der Mond nicht einfach dunkel, sondern wandelt sich in einen Blut-Mond oder Roten Mond.
Blut-Mond
Das Licht ist eine elektromagnetische Welle. In der Erdatmosphäre gibt es viele Teilchen mit sehr kleinem Durchmesser im Vergleich zur Wellenlänge des Lichts.
Trifft das Sonnenlicht diese Teilchen, dann werden die Lichtwellen abgelenkt oder gestreut. Die sogenannte Rayleigh Streuung besagt, dass die Wellenlängen, welche kürzer sind, zum Beispiel der blaue Lichtanteil stärker gestreut wird als der rote Lichtanteil. Das führt dazu, dass der Himmel blau erscheint. Das Blau stammt von dem kurzwelligen Anteil des Sonnenlichts. Das gleiche Prinzip gilt bei einem Sonnenuntergang, wo das Sonnenlicht plötzlich als rotes Licht wahrgenommen wird. Da das Sonnenlicht schon eine grosse Strecke durch die Atmosphäre zurückgelegt hat und ein grosser Anteil der blauen Lichtfraktion schon weggestreut wurde, bleibt nun der langwellige, rote Lichtanteil übrig. Dieses Phänomen bewirkt mitunter tiefrote, romantische Sonnenuntergänge. Für den Blut-Mond gilt das gleiche Prinzip. Das Sonnenlicht, das den Mond beleuchtet, wird von der Erdatmosphäre entsprechend gebrochen. Dabei werden die Wellen des roten und gelben Anteils des Sonnenlichts so abgelenkt, dass sie auf den Mond treffen und ihn entsprechend färben. Dieses Phänomen kann bei einer Mondfinsternis beobachtet werden.
Der Saroszyklus
Der Saroszyklus beschreibt den Zeitraum der Wiederkehr von Sonnen- und Mondfinsternis. Finsternisse wiederholen sich zyklisch, wenn die Mondphasen Neu- oder Vollmond und Stellung von Sonne oder Mond in den Mondknoten zusammen. Die Mondphase Neumond zum Beispiel wiederholt sich nach einem synodischen Monat von 29,5306 Tagen. Der Durchlauf des Mondes durch den aufsteigenden Mondknoten findet nach 27,2122 Tagen statt. Dies ist ein drakonitischer Monat. 223 synodische Monate (je 29,5306 Tage) entsprechen ungefähr
242 drakonitischen Monaten (je 27,2122 Tage). Der Saroszyklus beschreibt die Situation, wenn sich der Mond in fast genau derselben Position bezüglich Sonne, Erde und des Knotenpunkts befindet. Ein Saroszyklus dauert etwa 18 Jahre und 10 oder 11 Tage (wegen der Schaltjahre) und etwa 8 Stunden.
Ein anomalistischer Monat beschreibt die mittlere Zeitspanne, die der Mond braucht, um das Perigäum seiner Umlaufbahn um die Erde zwei Mal zu durchlaufen.
Es werden also drei unterschiedliche «Mond-Monate» für den Saroszyklus betrachtet, die zusammenfallen müssen: Durchlauf durch denselben Mondknoten, Erreichen des Perigäums zum zweiten Mal am selben Tag des Jahres. Damit der Mond in diese Situation kommt, vergehen 223 synodische, 242 drakonitische und 239 anomalistische Monate. Somit findet die Wiederkehr einer totalen Sonnen- oder Mondfinsternis nach 18 Jahre und 10 oder 11 Tage und etwa 8 Stunden statt, denn nach dieser Zeitspanne wiederholt sich die nahezu gleiche geometrische Konstellation. Die etwa 8 Stunden kommen daher, dass sich die Erde in dieser Zeitspanne um etwa ein Drittel ihrer Eigenrotation weitergedreht hat. Dadurch verschiebt sich das Sichtbarkeitsgebiet der nächsten Finsternis um etwa 120° in der geographischen Länge. Deshalb ergibt sich für eine Finsternis, die in derselben Sarosserie liegt, eine kleine Verschiebung von der Erde aus gesehen. Eine Sarosserie bezeichnet eine Folge von Finsternissen, die jeweils im Abstand eines Saroszyklus von 18 Jahren, 10 oder 11 Tagen und 8 Stunden auftreten. Eine Sarosserie ist nicht unbegrenzt, denn auch die Mondknoten verschieben sich um etwa 0,5⁰ pro Zyklus. Diese Daten repräsentieren nur Nährerungswerte, so dass sich irgendwann die Ungenauigkeiten summieren und die Geometrie kollabiert. Eine neue Sarosserie beginnt, sobald ein Neumond wieder in die erforderliche Knotennähe gelangt, also ungefähr innerhalb von 17 Grad um den Mondknoten herum. Die Finsternisse am aufsteigenden Mondknoten werden mit ungeraden und die am absteigenden Knoten mit geraden Saros-Ziffern nummeriert. Die Sonnenfinsternis in der Schweiz am 11.August 1999 gehörte zum Saroszyklus 144. Die nächste totale Sonnenfinsternis in dieser Sarosserie kann am 9. Februar 2035 in China, Japan, Nord- und Südkorea beobachtet werden. Die nächste partielle Sonnenfinsternis in der Schweiz tritt am 12. August 2026 ein. Fortsetzung folgt.
Abb. 3: Sonnenfinsternis
ERbFAKTOREN Teil 2
bruno
huber (Vortrag)
Dies ist Teil 2 der Transkription eines Vortrages mit dem Titel «Erbfaktoren», den Bruno Huber in einem Grundlagen-Seminar gehalten hat. Die Transkription, Überschriften und sprachliche Fassung stammen von André Horstmann. In diesem Teil wird von Bruno Huber erörtert, ob sich sozialer Status und Tierkreis miteinander vereinbaren lassen. Bruno geht davon aus, dass das Horoskop als Abbild sozialer Ebenen dienen und hierarchische Strukturen innerhalb des Tierkreises sichtbar machen kann. Der Sozialstatus ist demzufolge nicht nur ein Produkt der Umwelt, sondern wird über Generationen als genetisches Material vererbt. Während solche Tierkreiszeichen wie Krebs und Zwilling eher die kollektive Basis der Gesellschaft abbilden, repräsentieren Steinbock und Schütze die verantwortungsbewusste Führungsebene. Befindet sich ein Individuum in einer sozialen Position, die nicht seiner genetischen Ausrüstung entspricht, entsteht oft erheblicher Stress oder ein Gefühl der Fremdheit in seiner Position. Durch Lernprozesse und neue Erfahrungen kann sich dieser Status wandeln und in veränderter Form an die Nachkommen weitergegeben werden. Eine besondere Rolle spielt hierbei der Planet Saturn, der aufgrund seiner langsamen Bewegung tiefgreifende Prägungen im familiären Stammbaum hinterlässt. Letztlich ermöglicht die Analyse von Sonnen- und Saturnstellungen ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel aus Herkunft, individueller Befähigung und gesellschaftlicher Erwartung. (AHo)
Sozialer Status und Tierkreis
Das Horoskop zeigt soziale Ebenen an. Wenn der Saturn bei der Mutter, im weiblichen Arm des Stammbaums generell im oberen Bereich des Horoskops liegt, und auch beim Sohn der Saturn in so einer Position zu verorten ist, dann kann man davon ausgehen, dass es genetisches Material gibt, das eine Erfahrung mit dem Herrschen weitergibt. Es ist also Herrschermaterial vorhanden.
Die sozialen Ebenen im Tierkreis haben eine Hierarchie. Krebs und Zwillinge sind am tiefsten unten. Hoch oben bei den den Ränge sind die Tierkreiszeichen Schütze und Steinbock zu verorten. Es kann beobachtet werden, dass Sonnen stände von Generation zu Generation im Tierkreis wandern. Das hat mit dem Er lebten zu tun. Der Sozialstatus hinge gen wird in der Genetik aufbewahrt und in der Familie weitergegeben. So gibt es Familien, die über mehrere Generationen sozial ganz oben in der Gesellschaft standen oder gar regierten, und dann, wenn man Personen dieser Familien antrifft, dann sind sie so ungefähr niemand, gehören zur anonymen Masse. Aber es kann natürlich wieder nach oben gehen, denn der genetische Fundus kann den Anstoss für einen Wiederaufstieg geben. Wenn zum Beispiel eine Person mit einer Krebs- oder Zwillingssonne ganz oben im Häusersystem sitzt, dann ist diese Person eigentlich gestresst, denn sie ist das Regieren nicht gewohnt. Die genetische Ausrüstung fehlt, aber das Leben, die Umwelt hat die Person in eine
Stellung gebracht, wo sie Verantwortung übernehmen, ja eventuell regieren muss. Diese Person ist unter Dauerstress und muss erst lernen, damit umzugehen. Stresssituation können Wachstum bewirken, weil man sich bemüht, das zu bewerkstelligen, was verlangt wird. Das wiederum teilt sich den Genen mit und könnte in die nächste Generation weitergegeben werden. Dieses Wachstum, dieser Lernprozess kann auf die nächsten Generationen übergehen. Schon über drei Generationen kann man eine Veränderung sehen. Man sollte sich also folgende Fragen stellen: Welche Zeichen sind im Horoskop betont? In welchem Zeichen steht die Sonne? Wo kommt man her und welches
Abb. 1: Tierkreis, normal
netisches Material ermöglicht welchen sozialen Status? Wenn die Uhrzeit des eigenen Horoskops vorhanden ist, dann kann man die Häuserstellung der Sonne mit einbeziehen und beurteilen, ob die aktuelle soziale Stellung dem genetischen Material entspricht. Letztlich kann man auf diese Weise erfahren, was die Umwelt erwartet. Es ist soziopsychologisch hoch interessant, wenn man dies im Kontext der Familiengeschichte betrachtet. Wenn zum Beispiel jemand mit einer Steinbock-Sonne lebt, die irgendwo unten im Horoskop liegt, dann wird diese Person das stille Weh kennen, was daher rührt, dass man eigentlich nicht so erkannt wird, wie man ist. Oder man hat so ein Gefühl, dass man eigentlich etwas anderes sein könnte oder müsste, als man ist. Das kann daherkommen, dass Gene vorliegen, die das Regieren gewöhnt sind, nur gegenwärtig die Gelegenheit dafür nicht gegeben ist.
Sozialstatus unten
Wie ist das nun mit dem Sozialstatus und dem Erbgut? Man nehme die Zeichen Krebs und Zwilling, die unten liegen, Steinbock und Schütze, die oben liegen. Grob gesagt, hätte man unten das Volk, die Bestimmten und oben sind die Herrschenden, die Bestimmenden. Im Volk gibt es zwei grosse Gruppen von Menschen mit grundlegenden Qualitäten. Einmal die Gemeinschaft, die vom Krebs angezeigt wird, also die Gemeinschaft im Sinne einer Familie, Sippe, eines Clans und so weiter. Dann die Gemeinschaft im Arbeitssinne, zum
Beispiel im Kollektiv einer großen Firma. Innerhalb dieser Gemeinschaft kann es Menschen mit Saturnstellungen im Krebs geben, etwa in klerikalen Gemeinschaften. Das heisst diese Personen gehören zur grossen Gemeinschaft der Kirche, sie sind Teil von ihr und in der Mutterkirche aufgehoben. In diesem Fall dominiert das Gefühl der Zugehörigkeit. Bei ZwillingeSonnen ist die intellektuelle Art der Gemeinschaft gemeint. Da geht es um Wissen, Lernen, Verstehen, Argumentieren und Kommunikation. Man befindet sich in der Masse, ragt aber dank der erworbenen Fähigkeiten aus ihr hervor.
Sozialstatus oben
Die Zeichen Schütze und Steinbock stehen oben. Bestimmend zu sein, gilt von Skorpion bis Wassermann. Diese Zeichen haben mit Bestimmen zu tun, mit dem Übernehmen von Verantwortung. Ganz oben gibt es zwei Ausformungen des Bestimmens, es gibt ein veränderliches und ein kardinales Zeichen. Im Schützen werden die Ideen gemacht, die dann zu Leitideen für die anderen werden. Die Schütze-Sonne ist bestimmend im Denken. Die Steinbock-Sonne ist bestimmend im Tun, im Regieren. Schütze-Sonnen liefern Ideen. Das könnten zum Beispiel diejenigen sein, die an Universitäten den Ton angeben und neue Ideen einbringen. Sie sind im geistigen Bereich tätig, philosophieren und sorgen dafür, dass Ideen richtig verstanden werden. Sie interpretieren und stellen klar.
Sozialstatus dazwischen
Zodiak. Es sind Personen, die um Anerkennung ringen, nur auf unterschiedliche Art und Weise. Die Jungfrau dient, um sich zu profilieren. Die Widder-Sonne setzt sich eigenwillig durch, als Person. Man ist vielleicht beim Zirkus der Clown, oder so ein Rigoletto. Das passt gut zum Widder oder man gehört zum fahrenden Volk, das immer dem Neuen nachgeht und unterwegs ist. Die Widder-Sonne muss sich persönlich produzieren, irgendwelche Unternehmungen anzetteln, aber immer ist die eigene Person das Wichtigste. Es wird vermieden, sich auf eine Sache oder einen Apparat zu stützen. Im Widder gibt es dominantere, viel mehr auf Menschen einwirkende Faktoren als in der Jungfrau,
Die Zeichen Stier und Löwe liegen gleich hoch im Tierkreis. Hier zeigt sich schon eine gewisse Ausprägung der Persönlichkeit. Dies ist die Stufe der Handwerker, die zum Beispiel ein eigenes Geschäft haben. Die klassische Figur einer Sonne im Stierzeichens ist vom Sozialstatus her der Grundbesitzer. Ganz egal, ob er Viehherden hat oder Häuser in der Stadt besitzt. Grundbesitz ist beliebt, denn er zeigt an, dass man etwas ist, weil man etwas hat. Im Unterschied dazu der Löwe. Das sind mehr unternehmerische Figuren, die etwas Neues aus dem Boden stampfen, aber strikt ihren eigenen Weg gehen. Man macht etwas Eigenes. Das ist wichtig. Die nächste Stufe sind dann die Zeichen Widder und Jungfrau, die stehen wieder auf derselben Ebene, links und rechts im
wo man sich eher beugt und in der Unterordnung stark bleiben muss. Das ist eine schwierige Rolle. Die nächste Stufe bringt die Ablösung von der Abhängigkeit. Auch hier wird Eigenständigkeit auf zwei Arten ausgelegt. Einerseits gibt es grössere Isolation für die Fische-Sonne. Das heisst man zieht sich zurück und das zeigt sich an der klassischen Figur, dem Einsiedler, Mönch. Man muss nicht in den Wald hinausziehen, um wie Diogenes in der Tonne zu wohnen und Beeren zu essen, um die Fische-Sonne zu leben. Man kann auch Salat im Laden kaufen und einfach zu Hause bleiben. Manchmal ist es angezeigt, sich von der Welt zurückzuziehen und ein abgesondertes Leben zu führen, um sich zu verwirklichen. Fische ist ein Ich-Zeichen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist es genau umgekehrt. Man geht auf die Menschen der Mitwelt zu und profiliert sich ihnen gegenüber. Man will unbedingt erreichen, dass man
als Gleichgestellter wahrgenommen wird und dies ist dem Waage-Zeichen sehr wichtig. Menschen, die typisch für die Waage sind, arbeiten oft im Handel. Sie verstehen diese Tätigkeit als Sozialstatus. Der Handel ist etwas, was zur Waage gehört. Die Waage betreibt oft individuellen Handel, ist zum Beispiel im Kunsthandel tätig, während der Zwilling zwar auch Handel betreibt, doch als Teil eines grossen Apparats. Man verhökert nicht irgendeine Ware, sondern bringt besondere Dinge zu den Menschen. Das wird als persönliche Leistung verstanden und man arbeitet vertrauensvoll mit den anderen zusammen. Diese Geisteshaltung ist Ausdruck einer höheren sozialen Stufe, als würde man Trödelladen mit einer Kunsthandlung vergleichen. Und dann folgen die Beamten, die Figuren sein können, die bestimmen und über der Masse stehen. Beamte vertreten etwas Höheres, eine Körperschaft, eine Ganzheit, z.B. den Staat, nur nicht sich selbst. Heutzutage gibt es Beamtenfiguren in riesigen Firmen, Konzernen und so weiter, denn es gibt dort ebensolche Entlohnungsstufen wie bei Beamtenkarrieren. Das sind Menschen, die müssen schon verantwortliche Dinge tun, aber letztendlich sind sie nicht selber verantwortlich. Hinter ihnen steht eine Körperschaft, deren Uniformen sie tragen. Das ist die Vorstufe zum eigentlichen Individualismus, den wir da ganz oben antreffen. Es gibt also nicht nur Staatsbeamte, sondern auch Personen in grossen Geschäften, in hohen Positionen, zum Beispiel Manager, die wie Beamte sind. Und es gibt auch klerikale Beamte, die eine ziemlich hohe Position in der Gesellschaft erreicht haben, und zur kulturell hochstehende Schicht gehören und sich mit der Pflege der Kultur befassen, kultivierte Dinge tun, Kultur pflegen und Verfechter von regierenden Ideen sind. Dazu gehören Parteistrategen, die die Ideen von Parteien durchsetzen und darauf achten, dass alle auf der Parteilinie bleiben, so wie der Pfarrer den Sünder zur Rechenschaft ziehen kann. Es gibt also viele Arten von Beamten-Sein. Das reicht bis zu den Personen, die dafür sorgen, dass Ordnung ist und das soziale Ganze funktioniert. Darüber stehen die eigentlich bestimmenden Kräfte, die kreativ sind, und den eigentliche Individualismus verkörpern, der davon ausgeht, dass er bestimmt, aber auch die volle Verantwortung dafür übernimmt. Auf
Abb. 2: Dynamischer Quadrant
dieser Ebene kann Verantwortung nicht delegiert werden. Man kann sich nicht hinter einem Apparat verstecken, weil man für seine Fehler einstehen muss. Das sind dann die höchsten Funktionen in der sozialen Gemeinschaft. Dies war ein Einblick in den Tierkreis von einer völlig anderen Seite.
Die richtige Position
Man muss sich fragen, ob man selbst an der richtigen Stelle steht und die richtigen Personen mit Aufträgen versieht. Das fühlt man. Trägt man zum Beispiel einem Skorpion auf, etwas völlig Neues in Gang zu bringen, in eigener Kraft, eigener Regie und eigener Verantwortung, dann kann es sein, dass man an den Falschen geraten ist. Krebse oder Zwillinge sollten zum Beispiel nicht in luftige Höhen geschickt werden, sondern sollen in einer Gemeinschaft tätig werden können. Im Bereich der Beratung gibt es Personen, die eher als individueller Berater passen oder es gibt Berater, die eher zur Gruppenarbeit passen.
Das heisst nicht, dass die persönliche Sonne genau dem Status entsprechen muss, so wie es gerade beschrieben wurde. Es gibt ja noch die Häuserposition des Sonnenzeichens, wo man sich um etwas bemühen kann, was eigentlich zu einem höheren oder tieferen Status als dem angeborenen gehört.
Saturn-Status
Saturnstellungen vererben sich häufiger als Sonnenstellungen. Der Saturn hat mit der Existenzerhaltung an allererster Stelle zu tun, weshalb er wahrscheinlich die stärkste genetische Komponente darstellt. Es sind die Gene, die uns dazu ausrüsten, eine Persönlichkeit mit eigenen Kräften und Fähigkeiten zu sein. Saturn hat immer mit Familie, Stammbaum und so weiter zu tun. Deshalb ist man generell für saturnische Kräfte anfällig, anfälliger als für Sonnenkräfte, denn die Sonne läuft schneller, einen Monat durch ein Zeichen. Saturn hingegen wälzt ein Thema über zweieinhalb Jahre. Im 30. Lebensjahr erreicht der Saturn die gleiche Stelle, wo er bei der Geburt war. Man spricht hier von der Saturn-Wiederkehr. Nicht umsonst spricht man davon, das das Alter um die 30, ein gewisses Krisenalter ist. Die Jungen sagen ja immer: „Trau niemandem über 30“. Ab dreissig, wenn es den zweiten Umlauf des Saturns gibt, gehört man schon zu den Älteren, zu den Erfahrenen, die ja schon alles einmal durchgemacht haben mit dem Saturn. Die Jungen halten den Alten vor, dass sie gerade in diesem Alter besonders konser-
vativ sind. Das bewirkt das Gefühl einer Krise, ein Gefühl, dass man gescheitert ist und dass nun ein neuer Aufbruch erforderlich ist und man etwas Neues anfangen muss. Bei Männern kommt diese Krise übrigens häufig viel später. Saturn spielt also eine gewichtige Rolle. Und er ist auch von grosser Bedeutung für die Grundstimmung im Volk, je nachdem in welchem Tierkreiszeichen er sich gerade befindet. Saturn in Fische bedeutet eine ziemliche Angststellung. Nur wenn der Saturn in Jungfrau steht, kann die Angst grösser sein. Das sind zwei Zeichen auf der Existen zachse im Tierkreis. Steht Saturn in diesen, dann fragt man sich, ob die Existenz ausreichend gewährleistet werden kann. Die Reaktionen sind unterschiedlich. In den Fischen hat man passive Ängste, kommt sich hilflos vor, in der Jungfrau probiert man alles, um Gefahren abzuwenden. Das zeigt, dass die Betrachtung hinsichtlich Sozialstatus der Tierkreis zeichen eine gewisse Wahrheit hat, denn auf der Existenzachse, der Fische-Jungfrau-Achse, können existenzsichernde Funktionen in den Händen zerbröseln.
täglichen Leben und in der Arbeitswelt. Sie fusst auf der Unterteilung des Häusersystems in vier Blöcke (siehe Abb. 2), welche allerdings nicht dem klassischen Muster folgen. Hier wird vielmehr bei den vier fixen Talpunkten der Häuser 11, 2, 5 und 8 angesetzt. Ein Quadrant reicht vom Talpunkt des einen fixen Hauses bis zum Talpunkt des nächsten fixen Hauses. Der Quadrant addiert Teile aus zwei fixen Häusern. Er umfasst ein komplettes kardinales und veränderliches Haus. Im
Abb. 3: Radix, 0.12.1958, 7:36 Uhr, Forst (D)
Soweit zum Saturn in den Fischen oder allgemein zum Saturn, der für diese Überlegungen hinsichtlich Genetik ziemliche Bedeutung haben kann, weil er, je nachdem in welchem Tierkreiszeichen er steht, ein Milieu, ein Klima schafft, dass über Jahre anhält und eine Generation entsprechend prägen kann.
Die Sonne hat aufgrund ihres relativ schnellen Durchlaufs durch die Tierkreiszeichen viel weniger Kraft, sich mit ihren Herausforderungen über Generationen fortzupflanzen und in der Genetik zu verankern. Der Saturn hingegen mit seiner hohen Verweildauer in einem Tierkreiszeichen kommt mindestens für eine Generation dafür viel eher in Frage. Das wäre auch im Einklang mit der Erbforschung, in der behauptet wird, dass die weibliche Seite in der Vererbung stärker wirkt als die männliche.
Der dynamische Quadrant
Der dynamische Quadrant ist eine technische Methode der Astrologischen Psychologie zur Ermittlung der reflexgesteuerten Verhaltensabläufe, vor allem im Bereich der Aufgabenbewältigung im
veränderlichen Bereich wird die Aufgabe aufgenommen, im kardinalen Bereich wird sie verwirklicht. Wohingegen in den beiden fixen Bereichen immer die Frage steht: Was wurde erreicht? Die Annahme, dass eine gewisse Veranlagung in der Stellung des langsamer laufenden Saturn symbolisiert wird, kann im individuellen Horoskop überprüft werden. Im vorliegenden Beispiel steht die Sonne im kardinalen Bereich des ICH-Quadranten. Der Schütze agiert mit dieser Sonne als eher geistiger Impulsgeber, als jemand, der irgendwelche Unternehmungen anzettelt, wobei die eigene Person immer im Vordergrund steht. Man vermeidet, sich auf eine einzige Sache oder einen einzigen Apparat zu stützen. Man lässt sich immer ein Türchen offen. Der Saturn liegt ebenfalls im kardinalen Bereich des ICHQuadranten. Man könnte annehmen, dass es hier den Ansatz für die Prägung als Macher gibt. Es steht immer die Frage als Herausforderung: Wie kann das Projekt verwirklicht, das heisst wie kann das Ergebnis an den Mann oder die Frau gebracht werden. Dies ist eine kritische Phase, denn der Macher wird mitunter von Zweifeln geplagt, die er mit Werben für das Projekt übertönt.
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Merkur, der Vermittler
Im folgenden teilt die Autorin Brigitte Szabo ihre Gedanken zum Übergang in das neue astrologische Jahr, das mit dem Widder am Frühlingspunkt beginnt. Ein astrologisches Jahr ist abgeschlossen, der Zodiak ist durchlaufen und ein neuer Zyklus beginnt. «Astrologisch ist dies die ‚Kosmische Spalte‘, das Nadelöhr, wo symbolisch nach dem Tierkreiszeichen Fische mit Eintritt in das Zeichen Widder, Neugeburten stattfinden können. Das Tor zur göttlichen Idee dem göttlichen Impuls. Das Geistige öffnet sich dem Irdischen, der Manifestation. Ermöglicht Alchemie in seiner Vollendung.» Die Autorin fasst ihre Gedanken zum Astrologischen Jahreswechsel in tiefgründige, wie einer Meditation spontan entsprungene Bilder.
Mit unserer Seele ist Ewiges Leben, göttliche Quell-Energie ein Teil in/von uns. Sie ist in ewigem Fluss, durch ständige Wandlung, Verwandlung, als unser höchster Wille, Erkenntnis fördernd, in Zeit und Raum.
Obwohl Alchemie laut Wissensstand KI heute als Pseudowissenschaft gilt, ist es doch so, dass Geben und Nehmen, Verwandeln, zwei Seiten einer Medaille sind. Astrologisch zum Beispiel in Oppositionen erfasst.
Gebe ich nicht oft, um etwas „Besseres“ zu bekommen, etwas, das mir nicht so wichtig erscheint? Fließt nicht erst frische, unverbrauchte «goldene» Atemluft nach, wenn ich genügend der verbrauchten «bleiernen» ausgeatmet habe?
Wo es in bisheriger ewiger dichter, grobstofflicher Form menschlicher Überlebensmuster, wie Flucht, Kampf oder Todstellreflex gelingen konnte eigenes Leben zu verlängern, gelang, gelingt es doch zunehmend sich zunächst eindimensionaler Kommunikation zu öffnen. Um in einen friedvollen Dialog zu treten, um sich auf einer reformierten Verständnisebene, Herz-Ebene, zu treffen.
Mit Erweiterungen individueller „Horizonte“ schiessen längst mehrdimensionale Vernetzungen wie Pilze aus erkannt unterirdischen Pilzgeflechten, mit jeweils gleichen Interessen, aus dem Boden. Gleichzeitig funktioniert das im Verbund mit andersartigen „Gewächsen“, hier beispielhaft mit fest verwurzelten Bäumen, in einer Symbiose, fest integriert. Erkenntnisse aus der Natur dringen zunehmend als brauchbare Muster in unser Bewusstsein. Wie sich auch umgekehrt Erkenntnis-Felder auftun. Wie aussen so innen, wie innen, so aussen, genauso wie oben so unten, finden immer wieder einmal mehr Bestätigung.
Merkur ist als geflügelter Götterbote befähigt, in seinen „Rundumflügen“ Informationen ständig zu sammeln und auszutauschen, völlig wertfrei. (Was viele
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daraus zum eigenen Vorteil „basteln“ ist dabei gebunden an sehr persönliche egoistische Faktoren.)
Konnten und können auch heute noch ganze Menschenmassen „nicht aus ihrer Haut“, schliesst das doch leider ein, dass sie sich lieber vernichten, lieber sterben, andere vernichten, für ein weiteres „neues Leben“ auf einer WiedergeburtSpirale.
Beim Übergang ins Fische-Zeitalter waren die ersten Jünger Jesu, ihren bisherigen Rahmen sprengend, voll erfasst von dieser Kraft neuer Worte, Ideen, von einer Welt in Frieden und Freiheit. Das Angebot diesem „Lichtbild“ zu folgen, Follower zu werden, einer neuen, einströmenden überwältigenden Energie, veranlasste manche zur „Not“-Bremse. Wollten Sie doch zuerst noch wichtige (familiäre/persönliche) hinderliche Angelegenheiten erledigen, klären, sich faktisch aufhalten. Sie mussten sich jedoch in diesem Bewusstwerdungs-Augenblick prompt entscheiden und andere, anderes, um sich, zeitgleich loslassen für einen gelingenden Loslösung- und Wandlungs-Prozess.
Was bleibt, heute weniger krass formuliert, ist, dass doch solchen „Eingebungen“, tiefgreifenden Erkenntnissen, Wahrheiten, zu denen wir mit allen Zellen ja sagen können, im besten Falle, nach wie vor, unmittelbar eine Verwirklichung, Verstofflichung, Materialisierung folgen sollte. Sie zumindest wie flüchtige, kurzlebige Daten sofort niederzuschreiben, visuell zu erfassen, in eine Form zu bringen.
Denkt man an die jüngste Zeit zurück, fällt es auf, wie vielen Wandlungsprozessen wir uns, feinstofflicher werdend, fliessend geöffnet haben. Trotzdem ein „Cut“ auch heute immer noch mit sehr viel leidvollem Erleben einhergeht.
Während noch in jüngster Vergangenheit schweigend, schamerfüllt, auf einem unbeweglicheren «niederschwingenden» Energie-Level, nichts nach aussen getragen wurde, um durch ein sich „Outen“ zum Schaden nicht auch noch den Spott zu ernten. War es doch auch tatsächlich schier unmöglich aus einem derartigen festgefahrenen Verbund auszusteigen. Wie innen so aussen zieht dabei jedoch auf „natürlichem“ Wege, einer Selbstverurteilung die Spiegelung im Aussen gleich. Gute Vernetzungen, besonders emphatisch, auf gleicher „Wellenlänge“, können dabei heute eine Gewichtung fixer Gedanken wieder auf ein richtiges Mass, wertfrei setzen. Eine Würde reduzierende Ich-Bewertung, zum Schaden wem auch immer, wieder herausnehmen.
Kommunikation, die „verstanden“, entlastend, ankommt, Schutzengelfunktionen, die in „reiner“ Energie, uns aus sprichwörtlichen „Versinkungen in den Boden“ wieder keimen, wurzeln lassen, uns Flügel verleihen, ohne jegliche zusätzliche Abhängigkeits-Schwere, selbstverständlich, zweifelsfrei.
Schutzengel-Energien treten doch spürbar erst dann in Aktion, wenn man ihnen den Raum gibt, so quasi das Feld überlässt. Eigene (fixe) Vorstellungen wie es „nur“ aus eigener begrenzter Sicht sein
kann, loslässt.
Sind wir doch alle hinein geboren in Vorstellungswelten, deren Rahmengrösse es nach (von anderen) vorgegebenen Mustern, genau einzuhalten gilt. Erkennen wir doch auch zunehmend, dass, wenn immer etwas „in die Hose geht“, das zugrundeliegende Muster nach Wandlung ruft. Die Seele kennt den Weg, heilenden Weg. Es liegt an uns, diesen Weckruf zu entschlüsseln, liegt doch dieser Schlüssel in uns. Auch Astrologie als Tool ist dabei, richtig verstanden und angewandt, eine brillante Unterstützung voranzukommen.
Astrologisch ist die «Kosmische Spalte» das Nadelöhr, wo symbolisch nach dem Tierkreiszeichen Fische mit Eintritt in das Zeichen Widder, Neugeburten stattfinden können. Das Tor zur göttlichen Idee dem göttlichen Impuls. Das Geistige öffnet sich dem Irdischen, der Manifestation. Ermöglicht Alchemie in seiner Vollendung.
Die Kombination Saturn/Neptun Konjunktion befindet sich aktuell an dieser Stelle.
Saturn, das materielle, körperliche, fixe, sich gerne immer weiter verdichtende, beharrende Prinzip steht in Kombination mit Neptun. Dem Prinzip, das «Erfülltes», wie einsaugt, und als Illusion wie in einer Art Schwarzem Loch auflöst. Um es als «göttlichen» Liebesfunken, als Kind in einer irdischen Gruppe, mit irdischen Begleitern, verwandelt, einen neuen Lebensanfang beginnen zu lassen. Wohl gemerkt: Wie im Grossen so im Kleinen.
Der esoterische (geistige, spirituelle) Herrscher des Tierkreiszeichens Fische ist Pluto, und steht hier für den Astrologen bekannte, Gott gleiche Assoziationen. Wo nach allen Transformationen stets die unsterbliche Seele übrig bleibt als HerzEssenz, reine schwerelose, All-mächtige Liebesenergie. So, dass zunehmend Anteile von uns unsterblich werden.
Der esoterische (geistige, spirituelle) Herrscher des Tierkreiszeichens Widder ist Merkur. Vermittler, Überträger, Überbringer zunächst reiner göttlicher Energie. Energie also, Informationen, die uns als Brücke hinweg über diese «Kosmische Spalte», durch diese gesicherte
Standleitung ständig zufliessen, und denen (verinnerlicht) zu lauschen, möglich ist. Es ist möglich, Informationen, Energien unbewusst oder bewusst (Gebete) austauschend, zu kommunizieren, um
sich immer wieder durch Updates gleichzuschalten. Empfangend den Sender sich selbst ausrichten lassend auf die Wellenlänge unbefleckter Empfängnis.
Merkur-Jahr: Merc(os)ur 2026
Das Merkur-Jahr 2026 wird sicherlich so einiges für uns auf der Erde bereit halten. Alle 7 Jahre gibt es ein Merkur-Jahr. Und immer geschieht etwas Besonderes. 2026 beginnt mit dem Mercosur-Disaster, das im Folgenden erläutert wird. Aber noch interessanter sind die Parallelen zum Merkur-Jahr 1991, die im zweiten Teil betrachtet werden. (AHo)
Der erste Aufreger im jungen Jahr 2026 war die Abstimmung über den EU-Mercosur-Vertrag, der ein umfassendes Partnerschafts- und Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Mercosur-Ländern wie Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay darstellt. Dieser Vertrag wurde am 6. Dezember 2024 formell ausgehandelt und an diesem Tag einigten sich die EU und Mercosur auf die gemeinsamen Vertragsinhalte nach über 25 Jahren Verhandlungen. Am 9. Januar 2026 erteilte der Rat der EU die Zustimmung zur Unterzeichnung des Abkommens, trotz Widerstand aus Ländern wie Frankreich, Österreich und Polen. Am 17. Januar 2026 wurde das Abkommen in Asunción (Paraguay) formell von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Vertretern der Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) unterzeichnet. Am 21. Januar 2026 jedoch beschloss das EU-Parlament mit knapper Mehrheit, das Abkommen vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf seine Vereinbarkeit mit EU-Verträgen prüfen zu lassen. Wie geht es nun weiter? Im Februar 2026 beginnt die Prüfung der Verträge durch den Europäischen Gerichtshof, was vermutlich mehrere Monate dauern wird. Das Gutachten wird wahrscheinlich in der 2. Jahreshälfte 2026 veröffentlicht. Eine vorläufige Anwendung könnte dann möglich sein. Es scheint, dass Anfang 2027 der frühestmögliche Zeitpunkt für ein Inkrafttreten bzw. die
vorläufige Anwendung des Vertrages sein wird.
Abb.: 0⁰ Widder, 21.1.2026, Brüssel (BE)
Die Fülle der inneren Haltung (Trigon) und die an sich gute Idee, wird in harmonische Übereinstimmung gepresst, um zwanghaft Konflikte zu überwinden. Auf der einen Seite steht die Hauptakteurin, die im Saturn symbolisierte «Mutter» der EU-Kommission, die mit universeller Menschenliebe, europäisch gefärbtem Idealismus und Helferwillen, etwas durchsetzen will, wofür offenbar nur sie steht. Die Planeten scharen sich um die Sonne, den neuen Möchtegern-Sonnenkönig, auf dass der Saturn in der Kosmischen Spalte versinken möge. In dieser Konstellation kann das Gerichtsverfahren problematisch werden, zumal die im Saturn symbolisierte «Mutter» den Bonus ihrer Glaubwürdigkeit schon arg aufs Spiel gesetzt hat. Für die Sonne ist die konjunktionale Ambivalenz der wohlklingenden Worte, die Listigkeit, Manipulation und auch ein bisschen Unehrlichkeit wie sie vom Merkur kommen, überlebensnotwendig in seinem Lande. So scheint der komplizierte «Merc(os) ur»-Aspekt die Situation zu verschlimmern, weil gegebene Versprechen nicht eingehalten werden können. Die Glaubwürdikeit geht «flöten».
Dabei passt die Unterzeichnung des Abkommens gut in das Merkur-Jahr 2026. Das Mercosur-Logo ist ein gute Omen. Es symbolisiert den «Mercado común del Sur», als Übersetzung: Gemeinsamer Markt des Südens. Die vier Sterne symbolisieren das Sternzeichen Kreuz des Südens. Wird es zum Kreuz der EU-Kommission? Das Wort mercado (Markt) stammt aus dem Lateinischen und ist sprachlich verwandt mit «Mercurius» (Merkur). Also gibt es schon auf Wortebene eine Verbindung
zu Handel und Markt. In der klassischen Astrologie steht Merkur für Handel & Wirtschaft, Austausch von Waren, Kommunikation und Verträge, Reisen und Verbindungen, Vermittlung zwischen Parteien. Merkur ist der Götterbote und Schutzgott der Kaufleute. Der Mercosur-Handelsvertrag enthält Konfliktpotential, das sich aus der konkurrierenden Zielstellung von Freihandel (Wachstum, billigere Produkte) und Nachhaltigkeit
(Klima, lokale Landwirtschaft) ergibt.
Es scheint, dass das Mercosur-Handelsabkommen eigentlich unter einem «schlechten Stern» (im Logo sind es sogar vier Sterne) steht.
Vielleicht kommt der Europäische Gerichtshof noch vor dem 26. Februar 2026 zu einer Aussage, denn dann beginnt die Rückläufigkeit des Merkurs, die bis 20. März 2026 andauert. Hier kann man als Astrologe in die Hände klatschen, denn das Merc(os)ur-Handelsabkommen wird jetzt durch weitere juristische Prüfungen verzögert. Man könnte dies als typisches «Merkur-Retrograde»-Phänomen bezeichnen. (AHo)
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Das Merkur-Jahr 1991 begann am 21. März um 04:02 Uhr MEZ. Das Merkurjahr 1991 begann am 20. März um 15:46 Uhr MEZ. In der antiken Astrologie, z.B. Ptolomäus, stehen im Jahr, das von Merkur regiert wird, Beweglichkeit, Handel, Diplomatie und Verhandlungen im Vordergrund – oft mit einer gewissen Unruhe oder Vielschichtigkeit. Im folgenden soll einmal ein Vergleich gezogen werden zwischen dem Merkur-Jahren 1991 und 2026. Das Jahr 1991 ist interessant, weil es vielschichtig und in vieler Hinsicht unruhig war. Der Kalten Krieg wurde beendet. Die USA etablierte sich als unbestrittene Weltmacht, das Word Wide Web bekam enormen Aufschwung. Kriege wurden geführt, wobei hier die Definition von Clausewitz Gültigkeit hatte: «Krieg ist eine blosse Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln». Dies bezog sich auf die regionalen Konflikte am Golf und auf dem Balkan. Im Jahr 1991 wurde der Grundstein für das anbrechende digitale Zeitalter gelegt. Die Art und Weise der öffentlichen Kommunikation veränderte sich. Informationen wurden schneller und weltweit verfügbar. Man denke an die CNN Berichterstattung aus dem Golf-Krieg, usw. Diese Ergebnisse und Erfahrungen aus 1991 halfen, Technologien und Methoden zu entwickeln, die bis heute nachwirken. Und was wird uns dieses Merkurjahr 2026 bringen? (AHo)
Militärbündnis 1991
Am 31. März 1991 löste sich der Warschauer Pakt offiziell auf. Das Militärbündnis der sozialistischen Länder existierte seit 1955 und war ein Instrument der Konfrontation während des Kalten Krieges.
Staatenbündnis 1991
Am 19. August 1991 wollten konservative Kräfte die von Michail Gorbatschow eingeleitete Wende unterbinden und zettelten einen Aufstand an. Boris Jelzin organisierte den Widerstand und der Aufruhr der KPdSU-Kader brach nach drei Tagen zusammenbrach. Die KPdSU wurde verboten und eine Sowjet-Republik nach der anderen trat aus der Union aus. Am 8. Dezember 1991 beschlossen Russland, die Ukraine und Belarus, dass «die UdSSR als völkerrechtliches Subjekt sowie als geopolitische Realität ... ihre Existenz beendet». Am 21. Dezember 1991 unterzeichneten die Führer der vormaligen Sowjetrepubliken in Alma-Ata den Vertrag zur Auflösung der UdSSR. Mit dem Rücktritt des letzten Präsidenten der UdSSR am 25. Dezember 1991, Michail Gorbatschow, endete deren Existenz am 26. Dezember 1991. Die Auflösung der UdSSR markierte das Ende des Kalten Krieges.
Militärbündnis 2026
Am 14. Februar 2026 bemerkte der USAussenminister Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz (MSC): «Wir wollen keine Trennung, sondern eine alte Freundschaft wiederbeleben». Ein Ende der transatlantischen Ära sei «weder unser Ziel noch unser Wunsch», fügte Rubio hinzu. «Was wir wollen, ist ein wie-
derbelebtes Bündnis.» Kommentatoren ergänzten: zu den Konditionen der USA.
Staatenbündnis 2026
Frankreich und Deutschland sind die Eckpfeiler der Europäischen Union. Ihr Schöpfungswille, im Verbund mit Italien, stand am Anfang. Im Augenblick gibt es Differenzen zwischen Frankreich und Deutschland. Es geht um eine selbstständigere europäische Verteidigungsstrategie im Rahmen der NATO. Die Wirtschafts- und Investitionspolitik wird wohl augenblicklich unterschiedlich interpretiert. Einer möchte Eurobonds, um Schulden zu finanzieren, sowie eine protektionistische Wirtschaftspolitik «Made in Europe». Der anderen Seite passen solche Bonds nicht, ausserdem will man handelspolitische Offenheit. Es wird einerseits gefordert, dass die Europäische Union souveräner auftritt, andererseits wird an der Hegemonie der USA angehaftet. Die Haltungen zu Russland und China sind kontrovers. Frankreich bietet einen atomaren Schutzschirm und beansprucht die Führungsrolle. Das kann Deutschland nicht. Die Ausgangslage ist knifflig. Hier kann der Merkur seine Stärken wie Diplomatie und Verhandlungsgeschick zeigen, damit die «Achse BerlinParis» stabil bleibt.
Verhandlungen
Am 31. Juli 1991 wurde das START IAbkommen zwischen George Bush und Michail Gorbatschow unterschrieben. Es wurde eine Reduzierung der Trägersysteme und eine Obergrenze für die Anzahl nuklearer Gefechtsköpfe vereinbart. Ausserdem willigten beide Seiten ein, VorOrt-Inspektionen zuzulassen. Die letzte Überarbeitung des STARTVertrages ist am 5. Februar 2026 ausge-
laufen. Es gibt im Augenblick wenig, was ein nukleares Wettrüsten eindämmen könnte, ausser der gute Wille. «Der USPräsident erklärte, er lehne eine Verlängerung von ‚New Start‘ ab. Es handele sich um ein ‚schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten‘, das ‚grob verletzt‘ werde. Nach Angaben des Weissen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen.» (Quelle Focus 5.2.2026). Für 2026 ist eine «episodische» Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden geplant. Russland antwortete postwendend. Im Merkur-Jahr 1991 wurde der Kalte Krieg beendet. Im Merkur-Jahr 2026 droht eine Wiederkehr.
Konflikte 1991
Am 12. April 1991 endete mit dem Waffenstillstand zwischen dem Irak und den Koalitionsstreitkräften offiziell eine kriegerische Auseinandersetzung in der Golfregion, die als Zweiter Golfkrieg in die jüngere Geschichte einging. In diesem Krieg stand der Irak der grössten Kriegskoalition seit dem Zweiten Weltkrieg gegenüber. Nun gab es sogar arabische Staaten, die gegeneinander Krieg führten. Hinzu kamen weitere nichtarabische Staaten der Region – Israel, Iran und die Türkei. Der Zweite Golfkrieg war der erste militärische Grosseinsatz der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. In diesem Krieg gewannen die elektronischen Medien grossen politischen Einfluss. Es sei CNN genannt. Mit der Berichterstattung vor Ort konnte sich dieser Sender als weltweit bekanntes Massenmedium etablieren.
Auf dem Balkan wurde am 2. Januar 1992 zwischen Kroatien und Serbien ein Waffenstillstandsabkommen, mit dem das Ausmass der Kampfhandlungen und das Töten deutlich reduziert werden konnte. Zur Überwachung des Waffenstillstands ZURÜCK zum Inhaltsverzeichnis
wurden Schutztruppen der Vereinten Nationen in Stellung gebracht.
Konflikte 2026
Die «Zeit» schreibt am 7. Februar 2026: «Die USA haben der Ukraine und Russland nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frist bis Juni gesetzt ... Im Rahmen dieses Zeitplans werde die Regierung von USPräsident Donald Trump wahrscheinlich Druck auf beide Kriegsparteien ausüben, sagte Selenskyj vor Journalisten in Kyjiw.
‚Sie (die Amerikaner) sagen, dass sie alles bis Juni machen wollen. Und sie werden alles tun, um den Krieg zu beenden. Und sie wollen einen klaren Zeitplan für alle Ereignisse.‘» Der ukrainische Präsident geht nun davon aus, dass auch die US-amerikanische Seite den Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass unterstützt. Die Europäische Union hat eine andere Haltung dazu.
Laut Tagesschau vom 15. Februar 2026 sind für den «... 17. Februar 2026 Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung des Oman in Genf geplant. Die Positionen von Iran und der
Radix Frühlingspunkt 1991
Beginn Merkurjahr 1991: 21.3.1991; 4:02 Uhr MEZ, Berlin (D)
1991: Merkur steht stark im Widder und ist auf einzigartige Weise mit den drei transpersonalen Planeten verbunden: in quadratischer Spannung zu Uranus und Neptun und in ambitioniertem Wunschdenken mit dem Pluto. Wie lässt sich die Radix auf das Geschehen des Merkur-Jahres 1991 beziehen? Neptun und Uranus in Konjunktion und in Verbindung mit Merkur deuten Reformen und Veränderungen unter dem Zeichen der Menschliebe und Freiheit, von Merkur an die Menschheit vermittelt, an. Die Sowjetunion zerfällt in einzelne Staaten und die andere Weltmacht USA geht aus dem Ende des Kalten Krieges gestärkt hervor. Im Verbund mit den Nationen der westlichen Welt und anderer Verbündeter wird diese Weltmacht zur führenden Kraft im Krieg um Ressources im Nahen Osten. Diese Weltmacht trägt nun das Banner des Uranus, das Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verheisst, auch mit militärischen Mitteln in die Welt. Dabei entsteht eine neue Art der Kommunikation: die Live-Berichterstattung. CNN tritt auf den Plan. Die erste Version des WWW wurde 1991 freigegeben. Es entfaltet sich der merkurische Informationsaustausch über Satellit als Berichterstattung aus Krisengebieten, die überall auf der Erde empfangen werden kann. Merkur sucht immer den Kontakt mit Pluto, um den Informationen die nötige Explosivität, d.h. Neuigkeitsgehalt zu geben.
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USA liegen weit auseinander. So will Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen. Die USA wollen zusätzlich über die ballistischen Raketen des Irans und seine Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten. Trump hat mehrfach mit einem militärischen Angriff auf Iran gedroht, sollte es keine Einigung geben.» Da kommt das Merkur-Jahr mit dem Fokus auf Diplomatie und Verhandlungen ab 21. März 2026 hoffentlich noch zurecht.
Radix Frühlingspunkt 2026
Beginn Merkurjahr 2026: 20.3.2026; 15:46 Uhr MEZ, Berlin (D)
2026: Merkur steht stark im Zeichen Fische und wird stark von Mars beeinflusst, zu dem er in einer «leichten» Konjunktion steht. Sein Geschick für Diplomatie und in Verhandlungen bekommt eine aggressive Note. In den USA gibt es neuerdings ein «Department of War». Im Merkur-Jahr 2026 schreitet der Informations- und Propagandakrieg voran. Polarisierte Berichterstattung verhärtet die Fronten. CNN wird von Trump geschmäht. Das WWW wird zum wichtigen Kommunikationskanal und über kommerzielle Satelliten gewährleistet es die Verteilung strategischer Daten und Informationen. Auseinandersetzungen erfolgen über Satelliten und deren Kanäle. Der «Krieg um die Köpfe» findet auf den Schlachtfeldern der Kommunikation, den Social Media Plattformen statt. Das beeinflusst die Wahrnehmung der Welt und korrumpiert den Sinn für Gerechtigkeit: «Wer nicht für mich ist, ist gegen mich». Die Sonne hält Kontakt zu allen transpersonalen Planeten, wird von neptunischem Idealismus gestärkt. Im Zusammenwirken mit Saturn kann ein regelbasierter Plan mit innovativen und alles verändernden Alternativen entstehen, womit der Trend zur Verselbständigung der Kommunikation vermittels KI in den Auseinandersetzungen eingedämmt wird. Der schwache Herrscher muss im Verbund mit Pluto dafür wirken, dass ein Gegengewicht zur marsisch geprägten, die Wahrnehmung verzerrenden Kommunikation entsteht.
Künstliche Intelligenz
Im Folgenden soll eine kleine Übersicht über grundlegende Instrumente der Künstlichen Intelligenz gegeben werden. Es kommen fast täglich neue Programme, Applets, usw. hinzu, so dass es schwer fällt, einen Überblick zu behalten. Die vom Autor gewählte Einteilung ist willkürlich, hilft jedoch bei der Orientierung. Es werden allgemeine Chatbots aufgeführt, die eigentlich alles können. Dann als zweite Kategorie gibt es eine Übersicht über die Kreativ-Spezialisten, die vor allem auf dem Gebiet der Bild-, Video- und Audio-Erstellung verwendet werden können. Natürlich gibt es die Kategorie der Instrumente, die ihre Stärken im Design und in der Erstellung von Workflows haben und sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Eine weitere Kategorie sind die Instrumente zur Recherche und Analyse. Hierbei geht es vor allem um Wissensmanagement und Bewertung verschiedener Ergebnisse.
Base44 Intelligente Daten- & API-Analyse ZURÜCK zum Inhaltsverzeichnis
Wie tickt die Künstliche Intelligenz
Statistische Wahrscheinlichkeit versus intuitiver Schau
Autor: Hans Werner Bethke
Astrologisches Potential
Um das Potenzial der KI in der astrologischen Facharbeit zu verstehen, ist ein Blick «unter die Haube» entscheidend. Wenn eine KI eine Konstellation deutet – wie etwa ein Quadrat zwischen einem Mond im Löwen im 6. Haus und einem Saturn im Skorpion im 8. Haus – findet kein Akt der Erkenntnis statt. Der Prozess basiert nicht auf Intelligenz oder Kreativität, sondern auf einer komplexen statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnung. Die KI durchsucht Milliarden von Texten nach Mustern und berechnet die plausibelste sprachliche Darstellung einer Konstellation. In der Praxis arbeitet die KI nach dem Prinzip der additiven Synthese. Sie kombiniert Bausteine für Planeten, Zeichen und Häuser. Da ihr jedoch die Fähigkeit zur echten Priorisierung fehlt, wie sie die zeitlosen Weisheitslehren fordern, bietet sie oft eine Aufzählung von Möglichkeiten an. Sie kann nicht autonom entscheiden, welcher Faktor im Leben eines Klienten das geistige Zentrum bildet. Die hierarchische Ordnung der Symbole bleibt dem menschlichen Bewusstsein vorbehalten.
Narrative Verführung
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal ist die Unterscheidung zwischen sachlicher Präzision und rhetorischer Effekthascherei. Während einige KI-Modelle darauf optimiert sind, wie eine Boulevardzeitung besonders mitreissend zu formulieren (was oft zu inhaltlichem „Bullshit“ führt), liefern sachorientierte Systeme oft verblüffend genaue Ergebnisse, sofern man sie nicht in Nischen auskundschaftet.
Der Unterschied liegt in der «Temperatur» der Antwort: Ein auf Sachlichkeit trainiertes Modell nutzt fundierte astrologische Prompts als Leitplanke, anstatt sie als Sprungbrett für eine «gute Story» zu missbrauchen. Dennoch gilt: Die KI ist ein Spiegel des kollektiven Wissens, aber kein Schöpfer von Erkenntnis. Sie liefert das Material, doch die schöpferische Synthese – das Erkennen der lebendigen Wahrheit hinter dem Symbol – bleibt eine exklusiv menschliche Fähigkeit.
Kunst des Promptings
Um die KI als präzises Werkzeug zu nutzen und die Gefahr von «Halluzinationen» oder eigenmächtiger Kreativität zu minimieren, bedarf es einer klaren Strategie beim sogenannten Prompting. Eine KI liefert nur dann verlässliche Ergebnisse, wenn man ihren Suchraum radikal einschränkt. Ohne diese Leitplanken greift das Modell auf das allgemeine «Internet-Wissen» zu, das oft oberflächlich oder widersprüchlich ist. Für eine professionelle astrologische Analyse sollte ein Prompt daher folgende strukturelle Eckpunkte enthalten, um eine «temperaturfreie» und sachliche Antwort zu erzwingen:
Rollen-Definition (Role Priming): Weisen Sie der KI eine exakte Expertenidentität zu. Nennen Sie spezifische Schulen und Autoren, um den Zugriff auf deren Fachvokabular zu priorisieren.
Ausschluss von Beliebigkeit:
Untersagen Sie explizit blumige Adjektive, spirituelle Klischees oder «Boulevard-Astrologie». Fordern Sie eine nüchterne, strukturelle Analyse.
Methodische Vorgaben: Definieren Sie die Hierarchie der Deutung (z.B. «Aspektbild vor Einzelplanet» oder «Berück-
sichtigung der esoterischen Herrscher»).
Ausgabeformat: Bestimmen Sie, ob die Antwort in Thesen, einer Tabelle oder einer schrittweisen Synthese erfolgen soll. Dies verhindert ausufernde „Erzählungen“.
Beispiel eines Prompts
Ein wirksamer Prompt, der die KI auf die Schiene der zeitlosen Weisheitslehren setzt und ihre «Eigenmächtigkeit» unterdrückt, könnte wie folgt formuliert werden. Dieser Text dient als Schablone, die vor der eigentlichen fachlichen Fragestellung eingegeben wird:
Optimierter Muster-Prompt: «Du agierst als Experte für die Astrologische Psychologie nach der Huber-Methode und die zeitlosen Weisheitslehren. Dein Wissensfundament sind die Werke von Bruno, Louise und Michael Huber, Alice Bailey, Alan Oken, Dane Rudhyar, Oskar Adler, Alan Leo, Thomas Ring und Torkom Saray-Darian. Deine Arbeitsanweisung: Antworte ausschließlich auf Basis dieser Schulen und verwende deren spezifische Fachterminologie (z.B. Funktionsorgane, Milieu-Prägung, Bewusstseinsstufen).
Halte die ‚Temperatur‘ Deiner Antwort minimal: Vermeide jede narrative Ausschmückung, dramatische Aufhänger oder subjektive Interpretationen. Wenn Du eine Synthese bildest, priorisiere strikt nach der Huber-Methodik (Aspektbild – Planeten – Häuser).
Falls Informationen zu einer speziellen Nische fehlen, halluziniere keine Fakten, sondern weise auf die Wissenslücke hin.
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Anschliessend folgt die individuelle Fragestellung. Z.B. [Hier folgt Ihre spezifische Konstellation, z.B. Mond/Löwe/ Haus 6 im Quadrat zu Saturn/Skorpion/ Haus 8].
Praxisbeispiel
Nach dem oben beschriebenen allgemeinen Muster-Prompt und der folgenden allgemeinen Arbeitsanweisung für die Künstliche Intelligenz folgt die spezifische Fragestellung.
Frage an die KI
Wie deutest Du einen rückläufigen Uranus auf 27⁰ 37‘ Krebs im 5. Haus und einen Jupiter auf dem Anareta-Grad 29⁰ 52‘ Krebs, der stationär ist. Beide Planeten haben ein Trigon zur Sonne im Skorpion 23⁰ 39‘ im Haus 8 und ein Quadrat zum eingeschlossenen Neptun in der Waage im 7. Haus (26⁰ 48‘ Waage) und ein Halbsextil zum stationären Pluto im 6. Haus in Löwe 26⁰ 45‘. Jupiter, Uranus und Sonne sind im dynamischen Quadranten der Huber-Methode sogenannte Rundläufer, befinden sich alle drei im Talpunkt oder in Talpunktnähe.
Antwort der KI
Die Antwort erfolgte im Sinne einer verinnerlichten Transformationsdynamik am Talpunkt: Die vorliegende Konstella-
tion zeigt eine hochgradige Konzentration von Planetenkräften in den statischen Zonen des Häusersystems. Die Synthese aus Talpunkt-Positionen, Stationarität und eingeschlossenen Qualitäten deutet auf eine Persönlichkeitsstruktur hin, deren wesentliche Entwicklungsprozesse sich dem äusseren Zugriff und der sozialen Sichtbarkeit weitgehend entziehen.
1. Talpunkt-Dominanz
Sonne (Haus 8), Jupiter und Uranus (Haus 5) befinden sich jeweils im Bereich des Talpunkts (ca. 3/8 vor der nächsten Häuserspitze). Nach der HuberHäuserkurve ist hier das energetische Minimum erreicht. Die Planeten wirken als «Rundläufer»: Ihre Energie fliesst nicht in die Umwelt (Leistung), sondern dient der reinen Bewusstseinsbildung und Subjektivierung. Der Horoskopeigner erlebt diese Funktionen als einen inneren Raum der Freiheit, der jedoch vom Milieu oft als Passivität missverstanden wird.
2. Stationarität
Die Stationarität von Jupiter (29°52‘ Krebs) und Pluto (Löwe, Haus 6) verleiht dem Horoskop eine massive Schwere und Dichte.
3. Gradymbolik
Jupiter am Anareta-Grad markiert einen Endpunkt in der emotionalen Sinnfindung (Krebs). Die Weisheitssuche ist hier fixiert; sie «steht», was eine enorme Tiefenbohrung in seelische Schichten ermöglicht, aber die äussere Expansion erschwert.
Pluto, stationär im 6. Haus an der Invertpunkt-Zone, bildet den einzigen stabilen Anker in der funktionalen Welt, während die anderen Planeten im Talpunkt «ruhen». Pluto fungiert als transformatorisches Nadelöhr.
4. Das Aspektgefüge
Das Trigon zwischen der Skorpion-Sonne und der Jupiter/Uranus-Konjunktion bildet einen stabilen, aber rein verinnerlichten Wesenskern. Die eigentliche Dynamik entsteht durch die roten Aspektverbindungen:
Das Quadrat zum eingeschlossenen Nep-
tun (Haus 7) deutet auf eine subtile Vermeidungstaktik hin. Die hohen Ideale des eingeschlossenen Neptun im Du-Bereich können als Fluchtraum vor der notwendigen plutonischen Alltagsdisziplin genutzt werden.
Das Halbsextil ist die einzige Verbindung zwischen der verinnerlichten TalpunktEbene und der praktischen Realität, die im 6. Haus beim Pluto liegt. Diese Konstellation erzwingt die Umsetzung der inneren Schau durch akribische Kleinarbeit und die Transformation der eigenen Lebensgewohnheiten.
5. Zusammenfassung
Diese Radix-Konstellation ist ein Paradebeispiel für eine «Inward-Bound»Persönlichkeit. Der Fokus liegt auf esoterischer Schulung und Läuterung der Motive. Die Herausforderung besteht darin, die neptunischen Projektionen im 7. Haus zu durchschauen und die tiefen, uranischen Einsichten nicht im «privaten Paradies» des Talpunkts zu isolieren, sondern sie vermittels plutonischer Disziplin schrittweise in eine dienende Form zu gießen.
6. Personalisiertes Fazit
Mit Uranus, Neptun und Pluto sind alle drei «geistigen Planeten» in komplexe Spannungsverhältnisse (Quadrat, Halbsextil) verwickelt. Da diese Organe die Ich-Hüllen (Sonne, Mond, Saturn) transzendieren, deutet dies auf eine Persönlichkeit hin, die stark von überpersönlichen oder kollektiven Strömungen beeinflusst wird.
Da das Ich-Zentrum (Sonne) ebenfalls am Talpunkt steht, fehlt der natürliche Drang, diese gewaltigen transpersonalen Energien zur Selbstdarstellung zu nutzen. Das Bewusstsein befindet sich in einem Zustand des «Beobachters».
Das Halbsextil zwischen Pluto und Uranus/Jupiter bildet eine Brücke zwischen der geistigen Einsicht (Uranus) und der praktischen Läuterung (Pluto). Es ist die einzige Verbindung, die die transpersonalen Einsichten aus der «Isolation des Talpunkts» in eine Form bringt, die für die menschliche Bewusstseinsevolution nutzbar wird.
Prompting: mit einem KI-Ratespiel von Jack Wild aus der Reihe von Google Arts & Culture sollen nacheinander drei von der GoogleKI generierte Bilder möglichst detailliert in englischer Sprache beschrieben werden. Die Beschreibung dient wiederum als Prompt für eine neue Kreation, die nach 30 Sekunden rechts neben der Vorlage erscheint. Das neue erstellte Bild muss dem ursprünglichen ausreichend ähnlich sein, damit die Aufgabe als gelöst gilt. In Level 1 genügt eine Übereinstimmung von 50 Prozent, in Level 2 sind es bereits 60 Prozent. https://artsandculture.google.com/experiment/say-what-you-see/jwG3m7wQShZngw?hl=de
Hubersche Planetentafel
Mit der Planetentafel ist Bruno Huber ein Meisterstück gelungen. Die Planeten im Horoskop sind in einer Matrix zusammengefasst, wo jede Teilpersönlichkeiten in einen psychologischen Zusammenhang eingeordnet wird. Reale Planeten «oben» im Kosmos, die in der Radix abgebildet werden, erscheinen «unten» in der Planetentafel als archetypische Teilpersönlichkeiten. Die Planetentafel umfasst die von Bruno Huber intuierte Gesamtschau auf den Menschen allgemein und seine neun Teilpersönlichkeiten. In diesem Sinne ist die Planetentafel ein Produkt des kollektiven Unbewussten. Die Teilpersönlichkeiten werden von Bruno Huber als Archetypen mit astrologischer Terminologie verschlüsselt. Radix «oben» und Planetentafel «unten» sind Ergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen desselben Bewusstseins. Die Planetentafel kann als Dokument des kollektiv Unbewussten, als Huberscher «Vorschlag zur Güte» betrachtet werden. Die Radix hingegen ist die symbolische Beschreibung des persönlich Unbewussten. Die Planetentafel «füllt» das Wesenszentrum in der Radix und speist die Planetenkonstellation mit kollektiv verschlüsselten Bedeutungen. (AHo)
Vorschlag zur Güte
Einen ersten Eintrag mit Abbildung der Planetentafel gibt es im Astro-Glossarium im Astrolog Nr. 78 von 1994. In den Heften 101-103 Der Astrolog gibt in seinen Nummern 101 bis 103 (1997 und 1998) gibt es Erläuterungen zu der Planetentafel, die Bruno Huber zugeordnet werden, aber letztlich von Louise Huber und Rita Schafroth veröffentlicht wurden. Bruno Huber kommentiert im Astro-Glossarium die Grafik unter anderem so: «Ein Vorschlag zur Güte des Autors wäre das Planetenschema, mit dem sich schon heute in der therapeutischen Praxis sehr viel besser arbeiten lässt, als mit den überlieferten Ordnungen.» Der Vorschlag zur Güte scheint kein fixes Modell zu sein, sondern eher ein Projekt im Fluss, dass Beratung erleichtert, weil es die von Bruno genutzten Planeten übersichtlich einordnet. Bruno Huber beschreibt die psychologische Komponente, die in diesem Thema steckt, wie folgt: «Wenn man den Planeten ein Geschlecht zuweisen will, so muss man von ihrer ursächlichen Eigenart als kosmische Funktionsprinzipien ausgehen. In den vielen Jahren menschlicher Existenz im allgemeinen, und der
Astrologie im Besonderen, haben sich im kollektiven Unbewussten archetypische Rollenbilder oder sogenannte Prototypen menschlichen Verhaltens gebildet. Diese Prototypen stehen jedem Menschen in individueller Ausprägung durch sein Erbgut als angeborenes Potential für Verhaltensweisen zur Verfügung. Im Verlauf der menschlichen Entwicklung wurden diese archetypischen Rollenbilder stets angereichert und somit verändert.» (Astro-Glossarium) Hier bringt Bruno Huber eine Sicht ein, die in den Zusammenhang zur analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung gestellt werden kann. «Früher wurde die Sonne dem Mann und der Mond der Frau zugeordnet. Heute an der Schwelle zum Zeitalter der Gleichberechtigung von Mann und Frau, wird es notwendig Rollenbilder einmal mehr neu zu betrachten, und dabei als dritte, neutrale Komponente, den über Mann und Frau stehenden Menschen einzubeziehen.» (Astro-Glossarium).
In der analytischen Psychologie bekommt der Mond eine ganz besondere Bedeutung. Er wird als Archetyp der Mutter oder der Anima dargestellt, wobei die zentralen Themen Emotion, Fürsorge, Unbewusstes sind. Bindung, Bedürftig-
keit und seelische Tiefe werden von der analytischen Psychologie dem Mond zu geordnet.
Und hier fallen einige Begriffe auf, die Bruno aus der analytischen Psychologie entlehnt hat: das kollektiv Unbewusste, archetypische Rollenbilder und Prototypen menschlichen Verhaltens.
Das Kollektiv Unbewusste
Das kollektive Unbewusste ist ein zentrales Konzept der Analytischen Psychologie. Carl Gustav Jung, der Hauptvertreter dieser Richtung, hat zwischen persönlichem und kollektivem Unbewussten unterschieden. Das Persönliche enthält individuell verdrängte Inhalte, wobei das Kollektive universelle, angeborene psychische Strukturen enthält, die man auch als archetypische Grundmuster bezeichnen kann, die kulturübergreifend auftreten können und sich in Mythen, Symbolen und Träumen artikulieren. «Solange es sich um Material persönlicher Art handelt, haben wir uns mit dem persönlichen Unbewussten zu befassen. Kommt es aber zu einem Problem, das nicht mehr rein persönliche, sondern auch kollektive Bedeutung hat, dann erscheinen kollek-
tive Träume. ... Die Psyche hat kollektive Probleme, kollektive Überzeugungen usw. Davon werden wir stark beeinflusst, was sich durch Beispiele beweisen lässt. Man ist einer bestimmten Partei angeschlossenn, gehört zu einer bestimmten Konfession, und das bedingt weitgehend unser Verhalten.» (Jung, S. 65)
Archetypische Rollenbilder
Archetypen sind keine konkreten Bilder, sondern formale Urstrukturen der Psyche, die sich in Rollen manifestieren wie: Mutter, Held, Schatten, Anima/Animus, Alter Weiser, usw. Sie erscheinen in Religion, Märchen, Literatur und individueller Traumwelt. Carl Gustav Jung beschreibt den Archetypus wie folgt: «Er ist die biologische Ordnung unseres geistigen Tuns, so wie unser biologischphysiolgisches Tun auch einem Modell folgt. ... Der Mensch hat sein bestimmtes Grundmuster, das ihn spezifisch menschlich macht, und kein Mensch wird ohne das geboren.» (Jung, S. 60). Der Mensch ist sich dieser Tatsache nur ganz und gar nicht bewusst, denn er lebt durch seine Sinnesorgane und ausserhalb seiner selbst. «Würde ein Mensch in sich schauen, so könnte er es entdecken.» (Jung, S. 60). Auf die Frage, ob die Anzahl der Archetypen begrenzt oder vorausbestimmt sei, und ob sich ihre Anzahl vergrössern kann, verweist Car Gustav Jung darauf, dass dies schwer zu durchschauen sei, weil es ja keine Vergleichsmöglichkeit gäbe, wieviele Archetypen man denken könne. Es scheine nur, dass es Gebiete, beziehungsweise bestimmte Verhaltensweisen gibt, wo Varianten der Archetypen auftreten. Jung antwortet dazu: «Nichts ist klar umrissen, weil der Archetypus selbst ja ganz im Unbewussten steckt und nur an seinen Wirkungen
erkennbar ist.» (Jung, S. 61) Als Beispiel führt er den Archetypus der Anima an: ... denn wenn Sie sehen, dass ein Mann von einem bestimmten Frauentyp gefesselt ist, dann wissen Sie: er steht im Bann der Anima.» (Jung, S. 61)
Anima und Animus
Wenn es bei Carl Gustav Jung um die Archetypen geht, bezieht man sich häufig auf eine Anzahl zwischen acht und zwölf. Die ist jedoch eine Vereinfachung und Systematisierung seiner Ansichten, denn er selbst hat aus obigem Grund die Anzahl offen gelassen. Folgende Archetypen werden hautsächlich genannt: Das Selbst, der Schatten, die Anima, der Animus, die Persona, die Grosse Mutter, der Weise alte Mann, das Kind, der Held. Anima und Animus sind wohl die bekanntesten Archetypen, die im Zusammenhang mit Carl Gustav Jung genannt werden. Er erläutert sie wie folgt: «Die Anima ist eine archetypische Gestalt. Sie drückt die Tatsache aus, dass der Mann eine Minderheit weiblicher Gene in sich trägt. Dieses Weibliche ist aber nicht etwas, das in ihm verschwindet; nein es ist ständig da und wirkt als ein weibliches Wesen im Manne. ... Das gleiche gilt für den Animus. Er ist das männliche Bild in der Seele der Frau, das zuweilen ganz bewusst, zuweilen nicht bewusst ist; aber es wird in dem Augenblick ans Licht gerufen, wo die Frau einem Mann begegnet, der das Richtige sagt. Dann ist alles wahr, weil er es sagt; und er ist der Rechte, einerlei, was er sonst sein mag.» (Jung, S. 62)
Prototypen
Die Prototypen menschlichen Verhaltens können begrifflich weiter gefasst werden. Sie sind vergleichbar mit den Archety-
Abb. 2: Bewusstseinsebenen
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pen, denn sie stellen Dispositionen, das heisst Veranlagungen dar, die sich in typischen Verhaltens- und Erlebensmustern äussern. Dieser Begriff wird nicht nur in der Analytischen Psychologie verwendet, sondern auch in der kognitiven Psychologie, der Evolutions- und Sozialpsychologie.
Bezüglich der Archetypen findet sich im Astro-Glossarium von Bruno Huber nur ein ganz kurzer Eintrag: «Archetypus ist ein neuplatonischer Begriff, den C.G. Jung aufgriff, um damit die philogenetischen (d.h. angeborenen und evolutionär vererbten psychischen) Urbilder wie Anima/Animus, Introvert/Extrovert, Schatten, etc. im Kollektivunbewussten zu bezeichnen.» Desweiteren findet sich unter dem Stichwort «Astrologische Psychologie» folgende Erläuterung im Astro-Glossarium: «Die Astrologische Psychologie ist eine Psychologie, die sich der Astrologie als Diagnose-Instrument bedient. Ihr psychologischer Background sind in erster Linie die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie (z.B. Sigmund Freud, C.G. Jung), aber auch der Humanistischen (z.B. Carl Rogers, Abraham Maslow) wie der Transpersonalen Psychologie (z.B. Stanislaw Grof, Abraham Maslow). Ihr Konzept steht dem der Psychosynthese von Roberto Assagioli am nächsten.»
Mensch
Wie oben erwähnt hat Bruno Huber erkannt, dass die zunehmende Gleichberechtigung von Mann und Frau zu einer Neubetrachtung der Rollenbilder führt, und dass dabei eine neutrale Komponente mit einbezogen werden muss, das Mensch-Sein als solches, das über dem Mann- und Frau-Sein steht.
Aber: «... es ergibt sich ein ganzer Rest von Situationen und Sichtweisen, zu denen sich Frauen und Männer neigungsgemäss immer noch verschieden verhalten.» ... «Die Tatsache bleibt jedoch, dass in allen Horoskopen immer alle Planeten, gleichwelchen Geschlechtes vorhanden sind, und dass sie, je nach Geschlecht des Horoskopeigners, verschieden interpretiert werden müssen.» (Astro-Glossarium)
Radix
Der Archetyp ist das biologische Modell, dem das geistige Tun folgt, vergleichbar mit dem körperlichen Tun, das seinem biologischen Modell folgt. Jeder Mensch wird mit einem bestimmten Grundmuster geboren, welches das Bewusstsein speist. Das Grundmuster, das der Astrologe sieht, ist die Radix. Der Astro-Psychologe hilft die Sinne zu schärfen und nutzt die Radix, um die jeweiligen Arche-
typen und das jeweilige Modell bewusst zu machen, die hinter dem geistigen Tun stehen. Oft ist man blind und man versteht das geistige Tun, die Gedanken, kann aber das dahinterstehende geistige Modell, den Archetypen nicht entschlüsseln.
In der Huber-Methode ist die Radix ein wichtiges Instrument zur Entschlüsselung dieses geistigen Modells, zur Selbsterkenntnis. Angewandt nach der Huber-Methode verbessert sie Selbstwahrnehmung, sensibiliert für die Botschaften aus den verschiedenen Bereichen des Unbewussten und unterstützt bei der Integration der Persönlichkeit. Die Radix zeigt also angelegte Fähigkeiten, innere Spannungen, unbewusste Muster, Lern- und Reifungsaufgaben, die mit psychischen Grundmustern in konkreten Lebensbereichen als Herausforderung anstehen.
Planetentafel
Neben der Zusammenstellung in drei Ebenen übereinander, gibt es drei senkrechte Kolonnen oder Spalten, die von rechts nach links in Weiblich, Neutral und Männlich aufgeteilt sind. Das Weibliche wird als Ausdruck einer passiv, aufnehmenden Haltung verstanden, welche die Dinge auf sich zukommen lässt. Hier liegt die Anpassungsfähigkeit, das Vermeiden von Unannehmlichkeiten und Konflikten. Das Männliche signalisiert
Archetyp:
Rebell/Erneuerer
Funktion:
Durchbruch bestehender
Strukturen
Kernqualität: Bewusstseinserweiterung, Autonomie
Archetyp: Mutter/Anima
Funktion:
Strukturierung und Begrenzung
Kernqualität: Verantwortung, Reifung
Archetyp: Liebende
Funktion: Herstellung von Bindung und Harmonie
Kernqualität: Affiliation, Werteorientierung
die umgekehrte Einstellung. Es dient als Ausdruck der nach Aussen und auf Ziele und Objekte gerichteten Energie. Hindernisse werden aus dem Weg geräumt. Das Männliche will bewirken, das Weibliche reagiert auf Wirkungen. Die Bewegung von innen nach aussen ist männlich, die Bewegung von aussen nach innen ist weiblich. Das Männliche und Weibliche sind als Polarität zu verstehen. Bleibt die Kolonne Neutral. Am besten passt hier das Menschliche oder wie Bruno Huber es versteht, der Mensch als etwas, was über Mann und Frau, über blossem Männlichen und Weiblichen steht.
Weibliche Kolonne
Die linke, die weibliche Kolonne umfasst Uranus, Saturn und Venus. Venus entspricht dem Urweiblichen, Saturn ist das körperliche Ich, das als weiblich verstanden wird, weil mit seiner Fähigkeit der Abgrenzung das Bestehende geschützt und erhalten wird. Uranus verkörpert Sicherheit durch Verbesserung und Zukunftsorientierung.
Männliche Kolonne
In dieser Kolonne rechts sind einige männliche Seiten des Menschen zusammengefasst, wie beispielsweise Aktivität, Willenskraft, Durchsetzungsvermögen. Der Mars symbolisiert Durchsetzungskraft, Aktivität und Willensstärke. Bei
Archetyp: Mystiker Funktion:
Auflösung der Ich-Grenzen
Kernqualität: Transzendenz, Hingabe
Archetyp: Selbst/Persona Funktion: Emotionale Resonanz und Fürsorge
der Sonne geht es um die selbsterzeugte Willensenergie, die einem Ziel zustrebt. Im Pluto zeigt sich das höhere Leitbild des Vaters, dessen Wille machtvoll ist und die Welt ständig und unwiderruflich nach seinem Urbild verändert.
Die neutrale Kolonne
Sie enthält auf der unteren Ebene Merkur und Jupiter, darüber steht der Mond und in der oberen Ebene der Neptun. Es sind die neutralen, sensitiven Planeten, die spontan auf Beziehungen und mitmenschliche Angelegenheiten reagieren. Sie sind für Ausgleich zuständig. «Den Mond könnte man als Summenwert der beiden Planeten Merkur und Jupiter bezeichnen. Allen gemeinsam ist ein Symbolanteil in der Symbolzeichnung der Planeten, nämlich das Halbmondsymbol. ... Es ist das Symbol der Sensitivität und Rezeption, eine Eigenschaft die in allen vier Planeten in dieser Kolonne vorhanden ist. Wenn das sensitive Symbol nach links gerichtet ist wie beim Jupiter, wird versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen, wenn es nach rechts gerichtet ist, dann geht es um den Kontakt, wenn es nach oben gerichtet steht, ist man auf höhere Eingebungen ausgerichtet wie beim Neptun.» (Astrolog Nr. 101) Merkur empfängt eine Botschaft von oben und leitet sie über das Kreuz nach unten. (AHo) Fortsetzung folgt
Archetyp: Vater/Animus Funktion: Zentrum der Persönlichkeit
Kernqualität: Integration, Ganzheit
Archetyp: Held/Krieger Funktion: Durchsetzung und Abgrenzung
Kernqualität: Initiative, Konfliktfähigkeit
Entwurf AHo
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HUBER's ASTRO - GLOSSAR
Quellen: Das ABC der Astrologie, Astrolog, Huber-Bücher
Häusersystem
Die Häuser teilen den Raum, von einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche aus gesehen in zwölf gleich grosse Sektoren, die als Mundanhäuser bezeichnet werden. Sie beziehen sich auf die Position auf der Erde, während die «Himmelshäuser» die Ekliptik, die scheinbare Umlaufbahn der Sonne vom Erdmittelpunkt aus gesehen in zwölf Segmente teilen.
Der Bezugspunkt für das Häusersystem ist der Ort auf der Erde, z.B. der Geburtsort eines Menschen. Wenn man von diesem Standort nach Süden schaut, wo die Sonne mittags am höchsten steht, dann hat man den MC, Medium Coeli, die Himmelsmitte.
Schattenstäbe (Gnomone) oder «stehende Steine» (Menhire und Obelisken) dienten vor langen Zeiten dazu, Sonnenstand und wechselnde Schattenlängen der Instrumente in Beziehung zu setzen, um den immer wiederkehrenden Wandel von Sonne, Mond und Planeten zu erkennen und später sogar vorauszuberechnen. Dabei war die Grundannahme, dass sich Sonne, Mond und Planeten um die Erde drehten. Die Erde war fix und somit auch das Häusersystem. Der Tag beginnt am Aszendenten. Der Betrachter muss auf der Nordhalbkugel seinen Blick gen Süden wenden, um Sonne, Mond, Planeten und den Tierkreis zu sehen. Aber er sieht nur die eine Hälfte des Tierkreises (die andere Hälfte ist unter dem Horizont und also unsichtbar). Der Horizont unterteilt somit seine Welt in zwei Hälften: eine obere, in welcher der Himmel sichtbar ist (der bewusste Raum), und eine untere, in der er keinen Himmel, dafür aber die irdische Wirklichkeit dicht vor sich sieht (der unbewusste Raum, was den Himmel betrifft).
Die Himmelsmitte (MC, höchster Punkt des Tierkreises) und ihr Lot, das zur unsichtbaren Himmelstiefe (IC) zeigt, unterteilt die subjektiv sichtbare Welt in eine linke und eine rechte Hälfte: eine linke Hälfte, die Nacht und den Morgen vor dem Mittag (ante meridiem, a.m., Vormittag) und eine rechte Hälfte, den Nachmittag und Abend (post meridiem, p.m.). Dies er-
gibt eine Vierteilung des Himmels- und Erdraumes. Wieder lagen Wahrnehmung und Wirklichkeit weit auseinander. Die Häuser basieren nicht auf dem Lauf der Planeten um die Sonne, sondern auf der Eigenrotation der Erde. Innerhalb von 24 Stunden scheint sich der gesamte Sternenhimmel einmal um den Punkt, an dem der Beobachter steht, herumzudrehen. Dabei entstehen vier markante Punkte, die das Grundgerüst der Häuser bilden: Aszendent (AC): Der Punkt im Osten, der gerade am Horizont aufsteigt. Der Deszendent (DC): Der Punkt im Westen, der gerade untergeht. Das Medium Coeli (MC): Der höchste Punkt am Himmel (Mittagssonne)und das Imum Coeli (IC): Der tiefste Punkt unter dem Horizont (Mitternacht).
Den ersten Schritt hinsichtlich der Verwirklichung der ptolemäischen Idee machte im dritten Jahrhundert der Römer Porphyrius. Er unterteilte die ungleichen Viertel zwischen den Kardinalspitzen (AC-IC-DC-MC) in je drei gleiche Teile. Er verwendete also das Muster des äqualen Systems. Aber er ging dabei von den natürlichen Verhältnissen aus, indem er die inäqualen Quadranten gesondert teilte. Er dividierte einfach die Anzahl Grade des Tierkreises, die sich z.B. zwischen AC und MC fanden durch drei, und fand dadurch die Spitzen der Häuser 11 und 12. Diese Handhabung wurde also durch Teilung des betreffenden Zodiakbogens vollzogen - man nennt das eine räumliche Teilung.
Ptolemäus aber wollte eine zeitliche Teilung. Es war der arabische Astrologe Alcabitius im 9. Jahrhundert, der diesen Vorschlag erstmals verwirklichte. Er war der Auffassung, dass die Häuser innerhalb des Quadranten nicht gleich gross sein dürften, und fand, dass innerhalb eines Halbtagbogens (2 Quadranten) die Felder z.B. vom AC bis zum DC fortlaufend grösser oder kleiner wurden. Er teilte dazu nicht den Raum des Tierkreises, sondern die Zeit, die ein zodiakaler Punkt benötigt, um einen Halbtagbogen zu beschreiben.
In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich eine zunehmende Aktivität um immer noch bessere Häusersysteme zu
Abb. 2: Der Zodiak vom Beobachter nach Süden gesehen
entwickeln. Heute sind ungefähr 25 verschiedene Methoden bekannt. Nur etwa 13 davon werden zur Zeit noch verwendet. Und vier von diesen: Äqual, Campanus, Placidus und GOH , teilen - weltweit - ca. 90% des «Marktes» unter sich auf. Es gibt im wesentlichen zwei Grundtypen, nach denen diese vielen Systeme eingeteilt werden können. Die grössere Gruppe unterteilt die Quadranten räumlich, während die restlichen eine Zeitunterteilung vornehmen. Der Unterschied innerhalb dieser Gruppen besteht dann wesentlich darin, dass sie verschiedene Grosskreise der Himmelsmechanik benützen, um ihre Drittelungen der Quadranten vorzunehmen.
A) Räumliche Aufteilung findet in folgenden Systemen statt: Äqual - Porphyrius - Campanus - Regiomontanus - MorinusAxial - Zenith-Natürliche Graduierung- Ostpunkt - Meridian Die Äquale Methode hat in den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts eine Variante aus England erhalten und ist im englischen Sprachraum gut verbreitet. Bei diesem System werden die 30°-Schritte vom MC (Meridian) aus gemacht, so dass in der Folge die Spitze des 1. Hauses meistens nicht mit dem natürlichen Aszendenten zusammenfällt. Im Äqualen System liegt der MC mitunter zwischen 8. und 11. äqualen Haus. Einige Systeme gehen vom örtlichen Horizont aus. Das wichtigste ist das Campanus System, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, und die Achse vom Nord- zum Südpunkt am Horizont zur Unterteilung des Himmels verwendet. Die Grosskreise mit je 30° Abstand, gemessen am erstenVertikal (dem Bogen vom AC über den Zenith zum DC), teilen die dazu schief stehende Ekliptik in ungleiche Teile. Dieses lange vergessene System hat in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts wieder viele Anhänger gefunden.
Regiomantanus (um 1600) unterteilte sein System mit Bezug zum Himmelsäquator. Diese Methode hat Vorteile für die Schiffsnavigation, weshalb es von Seeleuten in aller Welt über Jahrhunderte zur Ortsbestimmung auf hoher See verwandt wurde. Die Methode nach Regiomontanus hat in der
Zwischenkriegszeit recht weite Verbreitung gefunden. Bei der Ostpunkt-Methode wird anstelle der Nord-Süd Line die Linie zwischen Ost und West als Achse verwendet. Bei der ZenithMethode liegen die zwölf Sektoren um die senkrechte Achse vom Zenith zum Nadir herum. Die Aufteilung erfolgt am lokalen Horizont in äquale 30°-Sektoren. Dieses Vorgehen ist astronomisch inspiriert, denn die Astronomen verwenden zum Einrichten ihrer Teleskope das Azimuth (Gradeinteilung des Horizontes) und die Höhe über dem Horizont um ihre Geräte auf einen bestimmten Stern einzustellen. Diese letztgenannten Methoden haben den emminenten Nachteil, dass, ähnlich den äqualen Systemen, entweder der Aszendent oder das MC wieder nicht mit den gegebenen natürlichen Voraussetzungen übereinstimmen. Das System des Morinus benutzt die Achse der ekliptikalen Pole und errichtet darüber sechs Grosskreise, die sie rotieren lässt. Die Schnittpunkte mit dem Tierkreis bestimmen die Häuserspitzen. Dieses Häusersystem hat in französisch sprechenden Ländern noch relativ weite Verbreitung. Die Axiale Methode ist eigentlich nur eine Vereinfachung des Systems des Morinus.
B) Zeitliche Einteilung: Alcabitius - Placidus - GOHDie Systeme nach Alcabitius und Placidus (17. Jh.) sind ähnlich in ihrem Ansatz. Jeder Grad des Tierkeises stellt eine eigene Bewegungsebene einer vollen 24-Stundenbewegung dar. Die Bezugsebene ist der Himmelsäquator und die Drehachse der Systeme ist die Erdachse. Das Errechnen von Häusertabellen von Alcabitius ist damit recht aufwendig. Die Placidustabelle kann auch von mathematisch Unbedarften durch einfache Addition von Grundwerten errichtet werden kann. Das durfte der Hauptgrund für die lange Vorherrschaft der Placidus-Häuser sein. Dieses ursprunglich wenig gebrauchte System wurde durch Raphael 1821 zu neuem Leben erweckt. Und diese Raphaelschen Häusertafeln waren bis zum ersten Weltkrieg praktisch die einzigen auf dem Markt erhältlichen. Die GeburtsortHäuser (GOH), die Walter Koch 1964 herausgegeben hat, und die ursprünglich zehn Jahre davor von Specht und Zanziger entwickelt wurden, arbeiten mit einer Teilung des örtlichen Breitenkreises in stereographischer Projektion. Sie weichen damit völlig von den bisher üblichen Überlegungen und Gepflogenheiten ab. Dieses Zeiteinteilungssystem kommt dem ptolemäischen Urgedanken am nächsten. Die «Koch-Häuser», wie sie meist genannt werden, haben seit den sechziger Jahren grosse Verbreitung in aller Welt gefunden. Bei der Vielfalt der heute zur Verfügung stehenden Systeme kann der Neuling in Astrologie in arge Verwirrung geraten. Die natürliche Frage scheint zu sein: «Welches Sysstem ist denn nun das Beste?» Das Leidige ist, dass auf Grund himmelsmechanischer Argumente kaum ein System beanspruchen kann, das Beste zu sein - auch wenn solches immer wieder im «fachlichen Disput» von Vertretem «ihres» Systems versucht wird. Sicherlich kann sachlich entschieden werden, welche Systeme näher an der sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeit liegen. Aber das scheint nicht unbedingt ein letztgültiges Kriterium zu sein. Denn die Realitat zeigt, dass auch Astrologen, die mit recht theoretischen, wirklichkeitsfernen Systemen arbeiten, damit gute Resultate erzielen können.
So ist es zum Beispiel eine leicht zu überprüfende Tatsache, dass der Sechs-Jahresrhythmus der Altersprogression nur mit
den GOH-Koch-Geburtsorthäusem verlässlich funktioniert, während die rücklaufenden Siebenjahresperioden der Münchner Rhythmenlehre nur bei Placidushäusern schlüssige Resultate bringen.
Koch-Häusersystem
Das Koch-Häusersystem wird oft auch als GOH-System (Geburtsortshäuser-System) bezeichnet. Es ist eines der präzisesten und am weitesten verbreiteten Häusersysteme in der modernen Astrologie – besonders im deutschsprachigen Raum. Es wurde in den 1960er Jahren von dem deutschen Astrologen Walter Koch (zusammen mit Friedrich Zanzinger und Heinz Specht) entwickelt und 1971 veröffentlicht. Der entscheidende Unterschied zu Systemen wie Placidus liegt darin, wie die Häuserspitzen berechnet werden. Das Koch-System wird oft als »ortsnäher» empfunden. Während Placidus die Zeit teilt, die ein Planet braucht, um vom Horizont zum Mittagspunkt (MC) zu wandern, schaut das Koch-System auf den Aszendenten (AC). Die Berechnung auf der Grundlage des Koch-Systems funktioniert vereinfacht so: Man nimmt den Punkt, an dem der Aszendent bei der Geburt steht. Man schaut sich den Weg an, den dieser spezifische Punkt am Himmel zurückgelegt hat, seit er den «Himmelshöchststand» (MC) überschritten hat. Dieser Weg wird in drei gleiche Teile geteilt, um die Häuser dazwischen zu bestimmen. Der Unterschied zwischen Placidus und Koch könnte wie folgt erklärt werden: Während Placidus ein Film ist, bei dem man die Zeit stoppt, in der ein Schauspieler von links nach rechts läuft, ist das Koch-System eher wie eine Vermessung der Bühne unter Berücksichtigung der exakten Position des Hauptdarstellers. Das Koch-Systems (GOH), das sich vor allem in der psychologischen Astrologie und der Huber-Methode durchgesetzt hat, bietet einige Vorteile. Beim Bezug zum Geburtsort berücksichtigt es die spezifische Krümmung und Neigung des Himmels, weshalb die Häuser auch «Geburtsortshäuser» (GOH) genannt werden. Die Erfahrung belegt, dass die KochHäuser die innere Struktur eines Menschen (seine psychologischen «Räume») präziser widerspiegeln als rein zeitbasierte Systeme. In einer Radix-Zeichnung (dem Horoskop-Bild) sehen beide Systeme oft ähnlich aus, aber die Häuserspitzen verschieben sich meist um ein paar Grad. Das kann dazu führen, dass ein Planet plötzlich im 8. statt im 9. Haus steht. Die Abkürzung «GOH» steht für Geburtsortshäuser. Walter Koch war überzeugt, dass sein System die «irdische» Realität am Geburtsort am besten einfängt. Er wollte eine mathematische Lösung finden, die den Horizont (unseren Standort auf der Erde) perfekt in die Berechnung integriert.
Abb. 4: Vergleich Häusersysteme, von aussen nach innen: GOH (Koch), Placidus, Äquale, Campanus
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Gabriele Vierzig-Rostek Leitung des Düsseldorfer Instituts für Astrologische Psychologie – DIAP
Lebensberatung und Kurse. Unterricht in kleinen Gruppen oder als intensive Beratung zur Selbsterfahrung im Einzelunterricht. Unterstützung in allen Fragen zu Lebensführung, Partnerschaft, Familie und Beruf.
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Monika Bachmann Harry Tobler Sibylle Sulser
Geoffrey, Jensen, Sam und Demis - Vier AI Pioniere
Geoffrey Hinton *6. Dezember 1947 • o.Z. • Wimbledon (London, UK). Oft als „Pate der KI“ bezeichnet, erhielt er 2024 den Nobelpreis für Physik. Er legte mit seinen Forschungen zu neuronalen Netzen das Fundament für fast alles, was wir heute unter KI verstehen. Inzwischen ist er jedoch eine der mahnendsten Stimmen, die vor den existenziellen Risiken einer zu mächtigen KI warnen. Der «Pate der KI» bezeichnet ist ein umtriebiger Schütze mit Visionen
Sam Altman *22. April 1985 • o.Z. • Chicago, Illinois (USA). Als CEO von OpenAI ist er das Gesicht der modernen KI-Revolution. Unter seiner Führung wurde ChatGPT zum Welterfolg. Er gilt als die treibende Kraft hinter der Vision einer „Allgemeinen Künstlichen Intelligenz“ (AGI), die menschliche Fähigkeiten in fast allen Bereichen erreicht. Gilt als der «Stratege der KI», der mit starkem Jupiter im Wassermann auf Orientierung und Wachstum in luftigen KI-Gefilden setzt.
Jensen Huang *17. Februar 1963 • o.Z. • Tainan, Taiwan (CN). Als CEO von NVIDIA baut er die „Schaufeln für den Goldrausch“. Ohne seine Grafikchips (GPUs) gäbe es keine Rechenpower für LLMs. LLM = Large Language Models, grosse Sprachmodelle. Er hat NVIDIA zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht und entscheidet faktisch darüber, wer wie viel KI-Leistung nutzen kann. Wird mitunter als der «Architekt» bezeichnet, einer der mit Saturn das Fundament der KI errichtet.
Demis Hassabis *27. Juli 1976 • o.Z. • London, England (GB). Der Mitbegründer und CEO von Google DeepMind (und Chemie-Nobelpreisträger 2024) verfolgt einen eher wissenschaftlichen Ansatz. Seine Arbeit an AlphaFold (Proteinfaltung) hat gezeigt, wie KI die Medizin und Biologie revolutionieren kann. Er steht für die Verbindung von Neurowissenschaften und KI. Er wird als der «Forscher» bezeichnet. Die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und Werteorientierung zeichnen ihn aus.