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03 2013

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03 2013 WEITERBILDUNG Einführung in die Tagebautechnik - Lagerstättenspezifische Merkmale und deren Einfluss auf die Tagebautechnik

Tudeshki, H.

Institut für Bergbau | TU Clausthal | Deutschland

TECHNOLOGIETRANSFER Management “geologischer” Unsicherheit – Ein Beitrag zur Wertschöpfung im Bergbau

Dr. - Ing. MPhil Jörg Benndorf

ContiTech - Rollgurte – eine perfekte Transportlösung!

Dipl.-Ing. Thomas Neumann

Mit Innovationsmanagement immer einen Schritt voraus: Von der Idee bis zur Marktreife

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Tiong Woon setzt TEREX® CC 8800-1 Raupenkran für Mega-Hub ein

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Innovatives Bandantriebskonzept sichert TAKRAF den Auftrag für eine Grossbandanlage

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102 Jahre Ehrensberger / 151 Jahre Sandvik – Tradition und Technik im Einklang

Sandvik Construction

Sandvik in Saalfelden – anspruchsvolle Herausforderung

Sandvik Construction

Sandvik Flexifeed-Kegel im Kann-Baustoffwerk im Einsatz: Wer kann – der KANN

Sandvik Construction

Ludwigshafen: Trash & Crush ... oder warum ist es am Rhein so schön?

Sandvik Construction

Cat Walzen CD 54B stellen sich wissenschaftlichem Test zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle

Zeppelin Baumaschinen GmbH

Aus drei mach zwei - Einsparung einer Brechstufe in der Edelsplittproduktion

Metso Minerals (Deutschland)

Department of Geosciences & Engineering | TU Delft ContiTech CBG | Northeim | Deutschland Beckum | Deutschland

Leipzig | Deutschland Essen | Deutschland Essen | Deutschland Essen | Deutschland Essen | Deutschland

Garching bei München | Deutschland

Bochum | Deutschland

NEUHEITEN & REPORTAGEN Powder & Bulk Solids India 2013: BEUMER Group informiert über innovative Lösungen für die Schüttgutindustrie

BEUMER Group GmbH & Co. KG Beckum | Deutschland

Backers Maschinenbau GmbH

Backers Maschinenbau GmbH eröffnet 3. Fertigungslinie für Sternsiebe!

Twist | Deutschland

HAVER & BOECKER erobert Australien - Neue Tochtergesellschaft in Perth gegründet

HAVER & BOECKER Oelde | Deutschland

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Sandvik Metso Betek GmbH

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03 2013 WEITERBILDUNG NEUHEITEN & REPORTAGEN Arbeitssicherheit nach deutschem Vorbild

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Ulmer Unternehmerin erwirbt New Holland Radlader und gewinnt Fiat 500

New Holland Construction

Neue Selbstlenker-Züge für Universal Transport

DOLL Fahrzeugbau AG

Putzmeister bestellt Dr. Gerald Karch zum CEO

Putzmeister Holding GmbH

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Oppenau | Deutschland Aichtal | Deutschland

Bundesverband MIRO

Geschäftsführung bei MIRO wieder komplett

Köln | Deutschland

ForumMIRO 2013 vom 6.-8. November in Aachen: Nach der Wahl besonders spannend!

Bundesverband MIRO Köln | Deutschland

Der neue D6K2 setzt Massstäbe

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Kundenwunsch erfüllt: Effizienz gesteigert

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Ejector-Dumper zeigen was sie können

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Mit GPS schneller am Ziel

Zeppelin Baumaschinen GmbH

Lebensdauer hängt an der Kette

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Garching bei München | Deutschland Garching bei München | Deutschland

Hoch, tief und weit - Mit dem Multi Docker will die Brunsbüttel Ports GmbH ihren Hafenumschlag ausbauen

Zeppelin Baumaschinen GmbH Garching bei München | Deutschland

Zeppelin Baumaschinen GmbH

Baumaschinen nicht mehr fest in Männerhand

Garching bei München | Deutschland

TEREX® AC 200-1 All Terrain Kran hebt Baumaterialien nach Erdrutsch in Tirol

Terex Cranes Global

Weltweit anerkannte Wissenschaftler stellen Zukunftsperspektiven für die Weltwirtschaft, die städtebauliche Entwicklung und die Konvergenz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien vor

Doosan Global Business

Neuer Vertriebspartner im Komatsu -Team: BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH

Komatsu Europe International Hannover | Deutschland

LUTZE übernimmt Servicegeschäft von Metso

Lutze Fördertechnik GmbH

Erfolgreiche Sandvik-Premiere auf Recycling Aktiv 2013: Prallbrecher als mobiler Allrounder!

Sandvik Construction

Der neue R1100DE Parallel-Hybrid Brecher: Fortschritt durch Technologie

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03 2013 WEITERBILDUNG NEUHEITEN & REPORTAGEN BETEK und Wirtgen finden für jede Aufgabe eine Lösung!

BETEK GmbH & Co. KG

Herrenknecht liefert speziellen Tunnelbohrer für neue Bosporus-Unterquerung

Herrenknecht AG

Aichhalden | Deutschland

Schwanau | Deutschland

Herrenknecht Vertical: Erfolgreiche Bohrungen im brasilianischen Urwald

Herrenknecht Vertical GmbH

ContiTech baut Geschäft mit Industrie-Fördergurten aus

ContiTech AG

Schwanau | Deutschland

Hannover | Deutschland

Beton pumpen im Dienst des Umweltschutzes

Putzmeister Holding GmbH Aichtal | Deutschland

Ergonic® 2.0 – intelligentes Steuerungssystem für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit

Putzmeister Holding GmbH

Saubere Energie Lösungen für LNG-Anlage geliefert – Weltweit erstes Projekt zur Umwandlung von Kohleflözgas in Flüssigerdgas

Putzmeister Holding GmbH

Turbokupplung CPC 1600 von Voith verdoppelt Produktivität in chinesischer Kohlemine

Voith Turbo GmbH & Co. KG

Atlas Copco: Leichte Gesteinsbohrhämmer lösen Lärmproblem

Atlas Copco Construction Tools

Hydraulikhämmer und Gesteinsbrecher von Atlas opco für heikles Abbruchprojekt in Brasilien ausgewählt

Atlas Copco Construction Tools

Pfahleintreiben im Akkord in Südafrika - mit Hydraulikhämmern der Serie HB 2000

Atlas Copco Construction Tools

Atlas Copco führt Tier 4i-konforme Motoren bei Untertage - Ladern und -Lkws ein

Atlas Copco Underground Rock Excavation

Aichtal | Deutschland

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Crailsheim | Deutschland Essen | Deutschland Essen | Deutschland

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VERANSTALTUNGEN Der AMS-Veranstaltungskalender 2013

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

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WEITERBILDUNG

Einführung in die Tagebautechnik

Lagerstättenspezifische Merkmale und deren Einfluss auf die Tagebautechnik

von Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. H. Tudeshki Institut für Bergbau | TU Clausthal | Deutschland

Nach dem sich die Weiterbildung in der AMS-Ausgabe 01/2013 und 02/2013 ausführlich mit der Einführung in die Rohstoffgewinnung beschäftigt hat und mit dem Thema „Abbau fester mineralischer Rohstoffe im untertägigen Bergbau“ abgeschlossen wurde, widmet sich die Weiterbildung der aktuellen AMS-Ausgabe der Einführung in die Tagebautechnik und erläutert in den nachfolgenden Abschnitten die Lagerstättenspezifische Merkmale und deren Einfluss auf die Tagebautechnik.

Einführung in Tagebautechnik Die Realisierung eines Rohstoffprojektes setzt eine umfassende Planung voraus und stellt sowohl einen projektvorbereitenden Prozess, als auch ein dynamisches, kontinuierliches und projektbegleitendes Element dar. Dabei muss der Planungsrahmen an die jeweiligen Projektphasen zeitlich abgesteckt bzw. angepasst und zugleich organisatorisch flexibel gestaltet werden. Die Planung und Projektierung von Rohstoffbetrieben sind somit immer auf die Zukunft gerichtet und beinhalten unter anderem die systematische Suche und Festlegung von Unternehmenszielen sowie die Vorgabe von Solldaten, deren Einhaltung bzw. Erreichung Ziele der Planung sind. Tagebautechnik ist die Gesamtheit aller technischen Maßnahmen und Mittel zur Gewinnung fester mineralischer Rohstoffe im Tagebau. Der Tagebau wird als ein Bergbaubetrieb definiert, der dadurch gekennzeichnet ist, dass die über dem zu gewinnenden Mineral anstehenden Deckgebirgsschichten und das Mineral selbst in einer offenen Baugrube gewonnen werden. Gegenüber einem Tiefbaubetrieb weist ein Tagebau folgende Vorteile auf: • geringe Abbauverluste • höherer Mechanisierungsgrad • größere Betriebseinheiten

und schließlich die Inanspruchnahme von Land und die damit einhergehenden totalen Bergschäden aus. International werden rund 80% aller mineralischen Rohstoffe im Tagebau gewonnen. Der technische Entwurf des Abbaus von mineralischen Rohstoffen im Tagebaubetrieb wird als Tagebauprojektierung definiert. Die Zielsetzung dabei ist die Schaffung eines Instrumentariums zur Durchführung eines technisch und wirtschaftlich optimalen Rohstoffabbaus unter Berücksichtigung umweltrelevanter Aspekte. Die Projektierung soll anhand der zu erstellenden Planungsgrundlagen die Durchführung von Tagebauprozessen derart ermöglichen, dass die spezifischen Kosten je Tonne Wertmineral kalkuliert und gemäß der vorherrschenden Randbedingungen minimiert werden können. Die Tagebauprojektierung umfasst mehrere Etappen und stellt einen iterativen Prozess dar. Ende der 70er-Jahre wurde von GOERGEN, HUPP und STOLL eine Systematik für einen folgerichtigen Gang der Tagebauprojektierung aufgestellt. Diese nachstehend aufgelisteten Schritte besitzen in ihrem Grundsatz noch ihre Gültigkeit und können für heutige Projekte ebenfalls angewandt werden. Dabei ist jedoch anzumerken, dass die Projektierung stets so abläuft, dass auch mehrere Planungsschritte parallel bearbeitet werden können.

• schnellere Aufnahme der Regelförderung

1. Erfassung äußerer Einflussfaktoren

• größere Transparenz des Betriebes

2. Erfassung wirtschaftlicher Projektdaten

• höhere Arbeits- und Betriebssicherheit • leichtere selektive Gewinnung

3. Erfassung detaillierter Lagerstätteninformationen durch Prospektion und Exploration

• höhere Förderung

4. Bestimmung der optimalen Feldesgröße 5. Massenberechnung (nach Qualitäten getrennt)

Nachteilig wirken sich die Klimaabhängigkeit, die Notwendigkeit der Bewegung von größeren unproduktiven Massen bei Tagebauen mit hoher Abraumüberdeckung

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6. Bestimmung von Betriebsgröße und Lebensdauer 7. Wahl des Abbauverfahrens und der Abbauführung

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WEITERBILDUNG 8. Wahl des Tagebauzuschnitts und dessen wesentliche Einflussgrößen

Flächenhafter Abbau

9. Aufschlussplanung

Flözartige, flach gelagerte Lagerstätten können nach Beräumung der Überdeckung bzw. des Abraums flächenhaft abgebaut werden. Die Abmessungen des Abbaufeldes in der Länge und Breite sind verhältnismäßig groß gegenüber der angestrebten Endteufe. Bei dem so genannten flächenhaften Abbau werden die gewonnenen Massen in der Regel entgegen der Schwerkraft bis zur Aufbereitung bzw. Weiterverarbeitung transportiert (Förderbezugspunkt). Während die Abraummassen in der ersten Entwicklungsphase des Tagebaus aus dem Tagebauraum heraus transportiert und außerhalb verkippt werden müssen, können aufgrund der zeitlichen Entwicklung des Abbaus und der damit einhergehenden Schaffung von Freiräumen, Teile des Abraumes innerhalb des Tagebaus verkippt werden. Dementsprechend sind als Merkmale dieser Abbauart das Anlegen einer Außen- und Innenkippe sowie das Verbleiben eines Restraumes zu verzeichnen.

10. Betriebsmittelauswahl 11. Entwässerung 12. Ermittlung von Abbau- und Kippenständen 13. Bestimmung des kritischen Tagebaustands 14. Bevorratung 15. Bergschäden 16. Landschaftsgestaltung 17. Plankostenrechnung

Im Rahmen der vorliegenden Vorlesungsschrift werden ausgewählte Projektierungsschritte detailliert beschrieben.

Lagerstättenspezifische Merkmale und deren Einfluss Die räumliche Lage des Wertminerals in der Erdkruste, seine Form, seine Erstreckung, seine Teufelage und schließlich die Morphologie des Abbaufeldes bestimmen die Möglichkeiten der Schaffung eines Zugangs zu einer Lagerstätte.

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Abb. 1: Prinzipieller Ablauf eines flächenhaften Abbaus

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WEITERBILDUNG Abb. 2: Abbau nach der Teufe

Abbau nach der Teufe

Hang- / Hügelabbau

Der Zugang und die Gewinnung von Flözen in steiler Lagerung bzw. von steilen Erzgängen und -stöcken erfordert eine Abbauentwicklung nach der Teufe. Die flächenhafte Ausdehnung des Abbaus ist verhältnismäßig gering. Die gewonnenen Massen werden entgegen der Schwerkraft zur Rasensohle bzw. zum Förderbezugspunkt transportiert. Das Anlegen einer Innenkippe ist sehr schwierig und nur bei bestimmten Voraussetzungen zu realisieren. Als Merkmale dieser Abbauart, die auch als Abbau nach der Teufe bezeichnet wird, gelten das Anlegen von Außenkippen und das Verbleiben eines relativ großen Restraumes.

Befindet sich eine Lagerstätte innerhalb einer topographischen Erhebung, z. B. in einem Hang oder Hügel, so ist das Vorgehen der Abbauentwicklung umgekehrt zum Abbau nach der Teufe. Hier werden die gewonnenen Massen von oben nach unten auf die Förderbezugsebene transportiert. Je nach Ausbildung der Lagerstätte sind Kombinationen aus den genannten Abbauarten möglich. Innerhalb der dargestellten Abbauarten können unterschiedliche Systeme zur Gewinnung des Abraums und des Wertminerals angewandt werden. Die Auswahl richtet sich zum einen nach geologischen und petrographischen

Abb. 3: Hang- bzw. Hügelabbau

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WEITERBILDUNG Abb. 4: Strip Mining

Eigenschaften des Gebirges und zum anderen nach den betrieblichen Randbedingungen wie Selektivität und Qualitätssteuerung. Zudem haben raumbedeutsame und umweltrelevante Aspekte, wie Lärm- und Staubentwicklung bzw. Nachbarschaftsschutz einen Einfluss. Wird die Gewinnung über einen längeren Zeitraum auf einer Ebene vorgenommen, so wird dies als Scheibenabbau bezeichnet. Dieses Abbauverfahren wird bei homogenen

Lagerstätten angewandt. Werden mehrere Abbausohlen gleichzeitig, relativ zueinander fortentwickelt, wird das Abbauverfahren als Mehrsohlenabbau bezeichnet. Werden mehrere Sohlen in einem Arbeitsgang als Gruppe in die Gewinnung einbezogen, so handelt es sich um Gruppenabbau. Dieses Abbauverfahren ist auf Festgesteinstagebaue beschränkt, bei denen kein Konfliktpotential hinsichtlich des Umwelt- und Nachbarschaftsschutzes existiert. Bei Lagerstätten mit flacher Lagerung und geringer Abraumüberdeckung kann bei der flächenhaften Abbauart die Lagerstätte systematisch in einzelnen Streifen in Angriff genommen werden.

Abb. 5: Parallelabbau [25]

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WEITERBILDUNG Dabei wird der Abraum derart entfernt, dass das Wertmineral entlang eines Streifens freigelegt und gewonnen werden kann. Die gewonnenen Abraummassen werden innerhalb des zuletzt gewonnenen Streifens verkippt. Diese Vorgehensweise wird als Streifenabbau bzw. Strip Mining bezeichnet. Die prinzipielle Art des Fortschreitens der Gewinnungsfront über einen längeren Zeitraum wird als Abbauführung definiert. Bei einem Parallelabbau schreiten die Strossen der Gewinnungsund Verkippungsseite parallel zueinander in Abbaurichtung fort. Der Abbaufortschritt ist an beiden Strossen gleich groß. Bei einem Schwenkabbau werden die Abbau- und Kippenstrossen um einen Drehpunkt geschwenkt. Der Abbaufortschritt am Drehpunkt ist Null. Er nimmt am Strossenende seinen maximalen Wert an. Der Weitungsabbau wird bei Lagerstätten mit einer sehr heterogenen Wertmineralverteilung angewandt. Bedingt durch die erforderliche Qualitätssteuerung bzw. die Gewinnung von reichen Erzpartien wird von einem Aufschluss aus der Abbau in verschiedene Richtungen in Abhängigkeit der Lagerstätte weiterentwickelt.

Abb. 6: Schwenkabbau [25]

Literaturverzeichnis [1]

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Schnell, W.: Grundbau und Bodenmechanik 1 + 2 (Studienunterlagen); Institut für Grundbau und Bodenmechanik der TU Braunschweig, 7. Auflage, 1990

[4]

Arnold, I.; Schutze, D.: Der Einsatz von Dichtwänden im Lausitzer Braunkohlerevier; Vortrag anlässlich des Clausthaler Kongress für Bergbau und Rohstoffe, Mining 2002, Clausthal

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Rheinbraun AG: Informationsbroschüren

[6]

Pflug, W.: Braunkohlentagebau und Rekultivierung, Springer Verlag, 1997

[7]

Bundesverband der Gips- und Gipsbauplattenindustrie e.V.: Lebensraum Gips

[8]

Rheinbraun: Landschaftsgestaltung und Ökologie im Rheinischen Braunkohlenrevier

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Abb. 7: Weitungsabbau [25]

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WEITERBILDUNG [9]

MIBRAG: Rekultivierung und Bergbaufolgelandschaft

[10]

Blume, H.-P.: Handbuch des Bodenschutzes, ecomed 1990

[11]

Wohlrab, B., Ehlers, M., Günnewig, D., Söhngen,H.-H.: oberflächennahe Rohstoffe – Abbau, Rekultivierung, Folgenutzung

[12]

Hüttl, R. F., Weber, E., Klem, D.: Ökologisches Entwicklungspotenzial der Bergbaufolgelandschaften im Niederlausitzer Braunkohlenrevier, Teubner, 2000

[13]

Olschowy, Gerhard: Bergbau und Landschaft, Paul Parey, 1993

[14]

Verein Deutscher Zementwerke e.V.: Alte Steinbrüche – Neues Leben

[15]

Rekult: Rekult-Ratgeber, Stein-Verlag, 2000

[16]

Knauf: Gipsabbau mit der Natur

[17]

Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V.: Naturschutz und Zementindustrie

[18]

Vorlesungsskript Ernährung, Landnutzung und Umwelt http://www.wzw.tum.de/bk/

[19]

Bundesberggesetz: http://jurcom5.juris.de/bundesrecht/bbergg/index.html

[20]

Helitanker Hydroseeding:http://www.htpa.org/heli.html

[21]

Steinmetz, R., Mahler, H.: Tagebauprojektierung VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1987

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Kennedy, B. A.: Surface Mining, 2nd Edition Society for Mining, Metallurgy, and Exploration, Inc., Littleton, Colorado, 1990

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Schmid, M.: EDV - gestützte Bergbauplanung II Institut für Bergbau der Technischen Universität Clausthal, 1999

[24]

Goergen, H.: Festgesteinstagebau; Trans Tech Publications, Clausthal-Zellerfeld, 1987

[25]

Goergen, H. : Festgesteinstagebau; Trans Tech Publications, Clausthal-Zellerfeld, 1987

[26]

Härtig, H.; Ciesielski, R.: Grundlagen für die Berechnung von Tagebauen, VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1974

[27]

Geophysik.de: Das Informationsportal zur angewandten Geophysik http://www.geophysik.de/index.html

[28]

GEODIENSTonline Geowissenschaftlicher Dienst http://www.geodienst.de/index.htm

[29]

Borg, G. Mineralogie und Ökonomie; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2002

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Dr. Donié Geo-Consult: Firmeninformation

[31]

University of Melbourne: Introduction to Geophysical Exploration http://www.earthsci.unimelb.edu.au/ES304/index.html

[32]

Institut für Geologische Wissenschaften der FU Berlin: Online-Vorlesungen „Die Erde I und II“ http://userpage.fu-berlin.de/~amadeusm/index.html

[33]

Fa. Schimmele: Firmeninformation

[34]

Baumann/Nikolskij/Wolf: Einführung in die Geologie und Erkundung von Lagerstätten; Verlag Glückauf, 1979

[35]

Ewans, A. M.: Introduction to mineral exploration; Blackwell Science Ltd., 1995

[36]

LaCoste & Romberg: Firmeninformation

[37]

Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung (NLfB): Erkundungsmethoden online; http://www.nlfb.de

[38]

Wellmer, F.-W.; Neumann, W.: Bewertung und Akquisition von Lagerstätten; BGR, 1999

[39]

Barthel, F.: Reserven, Ressourcen und Lebensdauer von mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen; BGR, 1999

[40]

Mining Journal: Jahrgang 2000

Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Hossein H. Tudeshki studierte am Mining College of Schahrud, Iran. Nach mehrjähriger Tätigkeit in der Bergbauindustrie absolvierte er 1989 das Bergbaustudium an der RWTH Aachen. Von 1992 bis 2001 war er Oberingenieur am Institut für Bergbaukunde III der RWTH Aachen mit dem Arbeitsschwerpunkt Tagebau- und Bohrtechnik. Er promovierte 1993 und habilitierte sich 1997. Von 1997 bis zu seiner Ernennung zum Universitätsprofessor war er als Dozent für das Fach Tagebau auf Steine und Erden tätig. 1998 wurde ihm die Venia Legendi für dieses Fach an der RWTH Aachen verliehen. 2001 wurde er zum Professor für Tagebau und Internationaler Bergbau an der TU Clausthal ernannt. Neben dem Tagebau und internationalem Bergbau bildet u.a. die Spezialbohrtechnik mit den Anwendungsfeldern Brunnenbau, Microtunneling, pipe jacking und HDD-Technologie einen Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit. | tudeshki@tu-clausthal.de | www.bergbau.tu-clausthal.de | Lehrstuhl für Tagebau und Internationaler Bergbau Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. H. Tudeshki Institut für Bergbau Sekretariat Technische Universität Clausthal Telefon: +49 (0) 53 23 / 72 22 25 Erzstrasse 20 Telefax :+49 (0) 53 23 / 72 23 71 D-38678 Clausthal-Zellerfeld

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Management “geologischer” Unsicherheit –

Dr. - Ing. MPhil Jörg Benndorf Assistant Professor Resource-Engineering TU Delft | Department of Geosciences & Engineering | Faculty of CEG | Delft | Niederlande

Ein Beitrag zur Wertschöpfung im Bergbau

Grundlage vieler Entscheidungen im Bergbau oder in der Aufbereitung sind Kenntnisse zu geochemischen, physikalischen oder mineralogischen Eigenschaften des Rohstoffes. In den verschiedenen Prospektions- und Erkundungsphasen werden Informationen zur räumlichen Verteilung relevanter Eigenschaften unter Nutzung verschiedener (und verschieden kostenintensiver) Methoden und in verschiedener Informationsdichte eingeholt. Dabei stehen geologische Charakteristika, Informationsdichte und wirtschaftliche Konsequenz von Entscheidungen im direkten Zusammenhang. Die moderne Geostatistik erlaubt mit der Technik der geostatistischen Simulation die Erzeugung verschieden möglicher Szenarien über den Lagerstättenverlauf. Die Anwendung bergtechnischer und wirtschaftlicher Ansätze zeigt den direkten Zusammenhang zwischen einzelnen Szenarien und wirtschaftlicher Konsequenz bestimmter Entscheidungen auf und mündet in quantifizierbares wirtschaftlichen Risikos.

Geologische Unsicherheit und ihr Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Bergbauprojekten Bergbaubauprojekte sind aufgrund ihrer örtlichen Gebundenheit, hoher Investitionssummern sowie langen Rückzahlungsperioden mit signifikantem Risiko behaftet. Eine weitere Charakteristik ist ein Wertschöpfungsprozess, dessen elementarer Produktionsfaktor, die Lagerstätte, weder in Menge noch in Qualität komplett verstanden ist. Informationen über die räumliche Verteilung des Wertstoffes sind rar und nur an vergleichsweise wenigen Erkundungsstellen bekannt. In diesem Zusammenhang nennt Dagbert (2003) einen interessanten Vergleich: Das Verhältnis von Volumen der Probenahme in der Erkundung zur räumlichen Ausdehnung der Lagerstätte verhält sich im Durchschnitt wie 1:10.000.000. In anderen Worten,1 kg Probenahme repräsentiert 10.000t Rohstoff oder eine Größenordnung von 5 bis 10 typischen Zugladungen. Die Vorhersage von Wertstoffgehalten der Gewinnungsblöcke und letztendlich auch von Zugladungen ist unzweifelhaft mit Unsicherheit behaftet. Diese Lücke im Kenntnisstand über die Lagerstättenverhältnisse beeinflusst signifikant die Effizienz der Gewinnung sowie des dem Bergbau nachgeschaltetem Aufbereitungsprozess und kommt demzufolge auch mit wirtschaftlichen Konsequenzen daher.

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Oftmals liegen beim Bergbaubetreiber Produktqualitäten im Fokus. Der Rohstoff ist in engen Qualitätsbändern verschiedener Wertstoffattribute an den Kunden zu liefern. Im Eisenerz sind neben dem eigentlichen Wertstoff Fe2O3 auch sogenannte Verunreiniger, wie Al2O3, SiO2, P oder LOI (Stone et al, 2004) von Interesse. In Kohle sind entsprechende Attribute der Aschegehalt, der Schwefelgehalt oder der Heizwert. Abbildung 1 zeigt einen typischen Vergleich zwischen Modell-basierter Vorhersage des Heizwertes und tatsächliche Heizwerte aus Laboranalysen gelieferter Kohle. Offensichtlich fluktuiert der Heizwert der Kohle in der Realitäten wesentlich mehr als im Model vorhergesagt. Diese Fluktuationen können Abweichungen von Qualitätsvorgaben verursachen und zu geringeren Effizienten in der Verarbeitung des Rohstoffes oder auch Vertragsstrafen führen. Verständnis über geologische Unsicherheit und die in-situ Variabilitäten von Wertstoffparametern in der Lagerstätte und deren Auswirkungen unter Verwendung verschiedenen Gewinnungsverfahren und Weiterverarbeitungsprozessen auf eigentliche Produkt kann zu verbesserten Entscheidungen in der täglichen Betriebsführung und Abbauplanung führen. Die Beantwortung von Fragen, wie • “Wie genau kennen wir den Verlauf des Wertstoffgehaltes in der Lagerstätte?”, • “Welche Genauigkeit ist für eine abgesicherte Entscheidungsfindung notwendig?”,

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TECHNOLOGIETRANSFER • “Welchen Aufwand in der Exploration entspricht dieser Genauigkeit?” oder • “Wie häufig und in welchem Maß wird unter Betrachtung eines bestimmten Abbauplanes von Zielvorgaben abgewichen?”

ist grundlegend für das Management geologischer Unsicherheit in einem Bergbauprojekt. Die Prozesse der Bergbauplanung und Betriebsführung basieren auf einem Lagerstättenmodel. Traditionell wird dieses auf der Basis von Erkundungsdaten unter Anwendung von Interpolatoren, wie Inverse Distance Power, Triangulation oder auch Kriging erstellt. Obwohl Interpolatoren in der Regel lokal zu den besten Schätzungen des Wertstoffgehaltes führen, sind sie auch durch einen sogenannten Glättungseffekt gekennzeichnet. Aufgrund dessen wird das Auftreten extrem hoher und extrem niedriger Werte unterschätzt, was ein systematischen Über- oder Unterschätzung von bauwürdigen Vorräten zur Folge hat (David, 1977; David, 1988). Interpolatoren sind nicht dafür ausgelegt, in-situ Variabilität in Modellen abzubilden. Ebenfalls ist eine Ableitung realistischer Genauigkeitsmasse für die lokale Vorhersage von Gehalten nur begrenzt möglich. Die Möglichkeit geologische Unsicherheit zu modellieren, diese in wirtschaftliches Projektrisiko zu übersetzen und in eine “risikorobuste” Entscheidungsfindung (z.B. kurz-, mittel oder langfristige Abbauplanung) zu integrieren eröffnet ein hohes Potenzial, geologisches Projektrisiko zu kontrollieren und Projektprofitabilität zu erhöhen.

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Im folgenden Beitrag wird ein Überblick zur Integration geologischen Risikos in die Entscheidungsfindung zu verschiedenen Stadien der Wertschöpfungskette Bergbau gegeben. Grundlage bildet die Modellierung geologischer Unsicherheit unter Nutzung moderner Methoden der geostatistischen Simulation. Die Anwendung sogenannter Transferfunktionen erlaubt die Übersetzung der geologischen Unsicherheit in Projektrisiko sowie die Integration in die Optimierung der Abbauplanung. Ausgewählte Beispiele entlang des Wertschöpfungsprozesses verdeutlichen Konzepte und demonstrieren den Nutzen, den diese Methoden im Vergleich zu konventionellen interpolationsbasierten Anwendungen generieren können.

Ein Ansatz zum Management geologischer Unsicherheit in Bergbauprojekten Der Ansatz zum Management geologischer Unsicherheit steht auf den drei Grundpfeilern:

Abb. 1: Modell-basierte Vorhersage und tatsächliche Werte des Heizwertes gelieferter Kohle (Benndorf, 2009).

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TECHNOLOGIETRANSFER 1. Modellierung geologischer Unsicherheit, 2. Abschätzung von Projektrisiko, bedingt durch geologische Unsicherheit und 3. Optimierung von Entscheidungen unter geologischer Unsicherheit. Die nachfolgenden Abschnitte können lediglich eine Einführung in die einzelnen Elemente geben. Der interessierte Leser wird an die angegebenen Literaturstellen verwiesen.

Entscheidungen im Bergbau, wie die Spezifikation von Geräteparametern, Optimierung von Kurz-, Mittelund Langfristplanung oder auch die Projektierung von Mischbetten basieren auf der Kenntnis über die Lagerstätte, traditionell modelliert unter Nutzung von Interpolationen. Obwohl Interpolatoren lokal dem besten Schätzer bieten, sind sie auch durch einen Glättungseffekt gekennzeichnet. Die Minimierung der Schätzvarianz führt zur systematischen

Unterrepräsentation der Anteile extrem hoher und extrem niedriger Wertstoffgehalte. Um diesen Effekt zu umgehen und Lagerstättenmodelle zu erzeugen, die sowohl insitu Variabilitäten der Attribute als auch realistische Angaben zu Vorhersagegenauigkeiten abbilden, werden seit mehreren Jahren die Methoden der geostatistischen Simulation genutzt (Journel und Huijbregts, 1978; Goovaerts, 1997; Chiles und Delfiner, 1999; Dimitrakopoulos 2004). Die geostatistische Simulation ist eine Methode der Monte-Carlo basierten Simulation und erlaubt es, basierend auf den verfügbaren Erkundungsdaten mehrere mögliche Szenarien des Lagerstättenverlaufes, genannt Realisationen, zu erzeugen. Diese sind jeweils durch eine gleiche Eintrittswahrscheinlichkeit gekennzeichnet. Das bedeutet, dass jede Realisation unter Beachtung der verfügbaren Daten den möglichen Verlauf der Lagerstätte darstellen könnte. Jede Realisation honoriert die erkundeten Wertstoffgehalte an den Erkundungsstellen und reproduziert sowohl die Häufigkeitsverteilung der Daten sowie deren räumliche Struktur, in der Geostatistik erfasst durch das Semi-Variogram. Abbildung 2 zeigt einen Vergleich zwischen einem interpolierten Modell und zwei Realisationen, erzeugt durch Simulation, am Beispiel der Geometrie einer Braunkohlelagerstätte. Visuell sind die Unterschiede sehr gut zu erkennen. Das interpolierte Modell deutet einen sehr glatten Verlauf der Flöze sowie des Verlaufes des Heizwertes im Flöz an. Dieser vorteilhaft

Abb. 2: Vergleich zwischen interpolierten und simulierten Lagerstättenmodellen (Benndorf, 2009).

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TECHNOLOGIETRANSFER erscheinende glatte Verlauf entspricht jedoch nicht der in den Daten erkannten Variabilität. Die beiden Realisationen hingegen, reproduzieren diese in-situ Variabilität sehr gut. Die Realisationen erfassen die statistischen Eigenschaften der Daten im globalen Maßstab, zeigen jedoch Unterschiede im Detail. Der Vergleich mehrerer Realisationen, z.B. für einen bestimmten Gewinnungsblock oder eine Koordinate, liefert Aufschluss über die lokale Vorhersagegenauigkeit. Unterscheiden sich die einzelnen Realisationen lokal stark, so ist die Vorhersage als unsicher einzuschätzen. Eine statistische Auswertung der einzelnen Realisationen, z.B. durch Berechnung der Standardabweichung oder der Wahrscheinlichkeit der Überschreitung von Grenzwerten, liefert quantifizierbare Aussagen zur Vorhersagegenauigkeit. Die Anwendung der geostatistischen Simulation im Bergbau birgt Herausforderungen, im speziellen die Größe der Anwendung, rechentechnische Effizienz sowie das Management der Daten. Große Lagerstättenmodelle, oftmals diskretisiert durch mehrere Millionen von Rasterzellen, müssen in einem vertretbaren zeitlichen Aufwand bearbeitet werden können. Die Entwicklung der Algorithmen in den letzten beiden Dekaden trägt diesen Anforderungen Rechnung. Im Allgemeinen können die Algorithmen zur geostatistischen Simulation in zwei Klassen unterteilt werden, direkte Verfahren zur Simulation und zweistufige Verfahren. Letztere, wie das fast schon historische TurningBand Verfahren (z.B. Journel und Huijbregts, 1978) oder Algorithmen unter Nutzung der spektralen Darstellung der Kovarianzfunktion (z.B. Borgman et al 1984; Pardo-Iguzquiza und Chica-Olmo, 1993) erzeugten zunächst unbedingte Realisationen, d.h. Daten an den Erkundungsstellen werden nicht honoriert. In einem nachgeschalteten Schritt werden unter Hilfe des Kriging-Verfahrens die Realisationen an die Datenwerte konditioniert. Dieser zusätzliche Schritt bedarf zusätzlicher Rechenzeit und lässt diese Verfahren nachteilig erscheinen. Direkte Algorithmen zur geostatistischen Simulation, wie die sequentiellen Verfahren (Scheuer und Stoller, 1962; Journel, 1994) oder Simulation durch Zerlegung der Kovarianzmatrix (Davis, 1987) führe den Simulationsund Konditionierungsschritt simultan aus. Dimitrakopoulos und Luo (2004) entwickelten die theoretische Grundlage zu einer rechentechnisch sehr effizienten Methode, der Generalisierten Sequentiellen Gauß’schen Simulation (GSGS). Dieses Verfahren simulieren Gruppen von benachbarten Rasterpunkten simultan. Der dadurch erlangte rechentechnische Vorteil konnte durch Benndorf und Dimirakopoulos (2007) nachgewiesen werden. Eine Anwendung auf eine Kupferlagerstätte in den Anden resultierte bei 14.000.000 zu simulierenden Rasterpunkten in einem 20-fachen Zeitvorteil verglichen zur traditionellen Sequentiellen Gauß’schen Simulation (SGS).

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Das Konzept zur Quantifizierung von Projektrisiko aufgrund geologischer Ungewissheit basiert auf dem Ansatz der Transferfunktion (Dimitrakopoulos, 1998; Dimitrakopoulos, 2004). Ausgehend von mehreren gleichwahrscheinlichen Szenarien über den Lagerstättenverlauf, modelliert durch geostatistische Simulation, wird der Bergbauprozess oder Teilprozesse, wie z.B. die Abbaureihenfolge, als Transferfunktion betrachtet. Angewandt auf diese Funktion resultiert jede einzelne Realisation in einer Aussage der jeweils interessierenden repräsentativen Kennzahl. Dies können wirtschaftliche Kennzahlen, z.B. Gewinnungskosten, erwartete Cash-Flows und NPV oder auch technische Kennzahlen, wie Gehalte, Tonnagen und Abweichungen des geförderten Erzes von Vorgaben hinsichtlich bestimmter Wertstoffgehalte sein. Ein Vergleich der den einzelnen Realisationen entsprechenden Ergebnissen der Transferfunktion sowie eine statistische Auswertung dieser liefern wertvolle Einblicke in die Unsicherheit der prognostizierten Kennwerte. Abbildung 3 verdeutlicht dieses Konzept. Eine wesentliche Eigenschaft der Transferfunktionen ist die Nicht-Linearität. Das arithmetische Mittel der Realisationen, z.B. ein interpoliertes Modell, resultiert bei Anwendung einer nicht-linearen Transferfunktion nicht im arithmetischen Mittel der entsprechenden Ergebnisse. In anderen Worten, die Anwendung interpolierter Modelle auf eine Transferfunktion, z.B. die einfache Anwendung eines cut-off Gehaltes, führt zu einer systematisch verzerrten Aussage und zwangsläufig zu nicht-optimalen Entscheidungen. Die Anwendung der geostatistischen Simulation überwindet diese Limitation. Ein Beispiel für die Anwendung dieses Konzepts liefert Benndorf (2009). Ein langfristiger Abbauplan wurde für eine Kohlelagerstätte mit entsprechendem Erkundungsgrad unter Nutzung des eben beschriebenen Vorgehens wirtschaftlich bewertet. Ausgehend von Investitionen, den durch das geologische Modell ausgewiesene Mengengerüsten sowie den entsprechenden zu erwartenden Gewinnungskosten und Erlösen erfolgte eine Cash-Flow Analyse sowie eine Berechnung des zu erwartenden Ertragswertes oder NPV. Die Vorhersage basierend auf dem interpolierten Modell resultierte in einem NPV von 42,7 Mio. Euro. Das gleiche Vorgehen basierend auf 25 Realisationen der Lagerstätte resultierte in einer Häufigkeitsverteilung oder Wahrscheinlichkeitsverteilung zu erwartender Ertragswerte (Abbildung 4).

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Abb. 3: Ansatz der Modellierung und Quantifizierung geologischen Risikos im Bergbau (nach Dimitrakopoulos, 2004).

Abb. 4: Quantifizierung wirtschaftlichen Projektrisikos aufgrund geologischer Unsicherheit (rechts) und Optimierung der Erkundungsdichte (links).

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TECHNOLOGIETRANSFER Eine Auswertung der Wahrscheinlichkeitsverteilung gibt interessante Einblicke. Der höchste Ertragswert, berechnet durch eine Realisation, beträgt of 39,8 Mio. Euro (best-case Szenario), der niedrigste Ertragswert beträgt 27,2 Mio. Euro (worst-case Szenario). Das arithmetische Mittel aus den Realisationen kann mit 36,2 Mio. Euro beziffert werden. Der durch die Interpolation ermittelte Wert wurde durch keine einzelne Realisation bestätigt. Aufgrund der in-situ Variabilität und der damit verbundenen Abweichungen von Zielvorgaben sowie der Unsicherheit in der Kenntnis über den genauen Lagerstättenverlauf ist diese interpolationsbasierte Einschätzung zu optimistisch. Es ist zu beachten, dass die Unsicherheit des Ertragswertes, ermittelt durch geostatistische Simulation, nur der geologischen Unsicherheit Rechnung trägt. Andere Risikofaktoren, wie Preisschwankungen für Produkte, sind nicht in Betracht gezogen. Von weiterem Interesse im vorausgegangen Beispiel ist die große Spannweite zwischen „worst-case Szenario“ und „best-case Szenario“ von ungefähr 12,6 Mio. Euro. Diese Größenordnung ist eine quantifizierbare wirtschaftlich Konsequenz des unvollständigen Kenntnisstandes über den Lagerstättenverlauf und kann in die Entscheidungsfindung hinsichtlich Explorationsdichte einfließen. Die linke Hälfte der Abbildung 4 zeigt einen typischen Verlauf von Explorationskosten. Die spezifischen Explorationskosten K(s) fallen erwartungsgemäß mit steigendem Abstand des Explorationsrasters. Die zu erwartenden Erlöse G(s) fallen ebenfalls mit steigendem Abstand des Explorationsrasters. Der Grund hierfür ist ein erwarteter Anstieg in der Häufigkeit von Abweichung von Zielvorgaben, z.B. Einhaltung des Qualitätsbandes gelieferter Kohle, mit sinkendem Kenntnisstand über die Lagerstätte und eine damit einhergehende negative wirtschaftliche Konsequenzen. Unter Nutzung der quantifizierbaren wirtschaftlichen Konsequenz aus dem vorher beschriebenen Ansatz kann nun G(s) beziffert und mit dem Erkundungsaufwand K(s) direkt verglichen werden. Der Simulationsansatz erlaubt diese Analyse bereits vor Inbetriebnahme in einem frühen Planungsstadium. Verschiedene Bohrraster können unter Nutzung synthetischer Erkundungsraster, erzeugt aus Realisationen, analysiert werden (e.g. Benndorf 2009). Strategische Entscheidungen können damit frühzeitig getroffen und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von unerwarteten Überraschungen minimiert werden. Die eben beschriebenen Vorgehensweise zur Verknüpfung von Explorationsdichte und wirtschaftlicher Konsequenz ist ein Schlüssel in der Berichterstattung geologisch anstehender Vorräte und technisch wirtschaftlich gewinnbarer Vorräte gemäß internationaler Reporting-Standards, z.B. JORC –Code (JORC, 2012).

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Das Ziel der Bergbauplanung ist es in der Regel, einen “besten” Plan zu erstellen, der den gegebenen technischkapazitiven, geologischen, wirtschaftlichen, legislativen und umweltrelavanten Randbedingungen Rechnung traegt. Der Ausdruck „beste“ wird durch strategische Ziele definiert und beinhaltet oftmals die Maximierung des monetaeren Wertes eines Projektes. Eine grundlegende Aufgabe der Bergbauplanung ist die Planung des lang-, mittel- und kurzfristigem Ablaufes der Gewinnung, d.h. die Planung, welche Teile der Lagerstaette zu welchem Zeitpunkt gewonnen werden (Hustrulid and Kuchta, 1995). Die langfristige Abbauplanung definiert dabei die Reihenfolge der Gewinnung von Lagerstaettenbereichen, Arbeitsebenen und Jahresscheiben ueber die gesamte Laufzeit der Lagerstaette. Das Ziel ist es dabei den Abbau so zu steueurn, dass der Ertragswert (NPV) unter der Bedingung, das Erreichen von Produktionszielen hinsichtlich Tonnage und Qualitaetsanforderungen an Produkte sicherzustellen, maximiert wird. Der Erfolg der Abbauplanung in Lagerstaetten mit mehreren qualitaetsrelevanten Elementen, z.B. Nickel, Bauxit Eisen Erz oder Kohle, ist stark anhaengig von der Moeglichkit, die geochemische Zusammensetzung des Erzes sowie die statistischen Beziehungen zwischen den Elementen (Korrelationen) im Lagerstaettenmodell zu erfassen. Eine weitere entscheidende Charakteristik ist die Variabilitaet der einzelnen Elemente. Die Abbauplanung sowie die projektierten Spezifikationen der Mischbetten sind so auszulegen, dass die der Lagerstaette inhaerente Variabilitatet in die gewuenschte Produktqualitaet transformiert wird. Um diese Aspekte bereits fruehzeitig in der Planung zu beruecksichtigen sollten in-situ Variabilitaeten aber auch Unsicherheit in der Vorhersage in die Langfristplanung einfliessen. Ramazan und Dimitrakopouos (2004) praesentieren einen Ansatz zur Integration geologischer Unsicherheit in die Mathematische Optimierung der Abbauplanung unter Nutzung geostatistischer Simulation und Stochastic Integer Programming (SIP). Das Ziel hierbei ist es, einen Plan zur Gewinnungsreihenfolge zu erarbeiten, welcher den Ertragswert maximiert, dabei jedoch die Wahscheinlichkeit der Ueberschreitung von Grenzwerten und die Einhaltung von Zielvorgaben kontrolliert. Dies kann durch die Intergration verschiedner Szenarion (Realisationen) in die Optimierungsaufgabe realisiert werden.

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TECHNOLOGIETRANSFER Abb. 5: Unsicherheitsbasierte Optimierung der Abbauplanung einer Channel Iron-Ore Lagerstätte in Westaustralien (nach Benndorf und Dimitrakopoulos, 2010).

Benndorf und Dimitrakopoulos (2010) wenden dieses Konzept in einer Channel-Iron-Ore Lagerstätte in Westaustralien an. (Abbildung 5). Die Fallstudie hat das Ziel, die Einhaltung verschiedener Produktionsziele für die Attribute SiO2 und Al2O3 sowie die produzierte Menge an Metall über das gesamte Projekt sicherzustellen. Die Ergebnisse, dargestellt in Abbildung 6, zeigen den Vorteil einer unsicherheitsbasierten Betrachtungsweise im Vergleich zum traditionellen Ansatz, Abbauplanung basierend auf einem interpoliertem Lagerstättenmodel.

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Abb. 6: Risiko Profile je Planungsperiode von SiO2 und Al2O3, basierend auf einer Abbauplanung mit interpoliertem Modell (links) und Abbauplanung mit Integration geologischer Unsicherheit (rechts) (nach Benndorf und Dimitrakopoulos, 2010).

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TECHNOLOGIETRANSFER Die in der Abbildung dargestellten Risikoprofile resultieren aus 25 Realisationen. Zum Vergleich sind jeweils unterer und oberer Grenzwert dargestellt. Die Ergebnisse des traditionellen Ansatzes (linke Seite) sind durch hohe Fluktuationen und höhere Wahrscheinlichkeiten der Grenzwertueberschreitung gekennzeichnet. Der unsicherheitsbasierte Ansatz hingegen kontrolliert die Einhaltung der Produktionsziele im Rahmen der Möglichkeit der Lagerstätte. Ebenfalls können erwartete Vertragsstrafen aufgrund von Abweichung vertraglich festgelegter Grenzwerte durch den unsicherheitsbasierten Ansatz um 35% reduziert werden.

Zusammenfassung Verständnis über den Einfluss geologischer Unsicherheit auf wirtschaftliches Projektrisiko ist ein Schlüssel für erfolgreiches Projektmanagement im Bergbau. Es wurde ein Überblick über Methoden gegeben, die modellierte geologische Unsicherheit in wirtschaftliches Projektrisiko übersetzen und in die Entscheidungsfindung, z.B. Optimierung der Abbauplanung integrieren. Die präsentierten Beispiele zeigen, wie der unsicherheitsbasierte Ansatz zu einem besseren Verständnis über den elementaren Produktionsfaktor Lagerstätte und damit auch zu besseren Entscheidungen in Planung und Produktion führen kann. Neben den gezeigten Beispielen demonstrieren weitere Anwendung entlang der gesamten Wortschöpfungskette im Bergbau ein hohes Verbesserungspotential auf, z.B. Optimierung des Erkundungsrasters, Bestimmung der Selektivitäten im Abbau, Kurzfristplanung oder Optimierung der Mischprozesse. Der aktuelle Trend im Bergbau zur Anwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) wird zu einer Vielzahl von Echtzeit verfügbaren Datenquellen entlang der Erkundungs- , Gewinnungs-, Transport- und Aufbereitungsprozesse führen. Diese Daten stellen indirekte Informationen über Lagerstättencharakteristika dar und beinhalten ein großes Potential zur Echtzeit-Verbesserung des Lagerstättenmodells. Zukünftige Forschungsaktivitäten werden sich auf die Entwicklung, Validierung und Demonstration von Methoden konzentrieren, derartige Daten in ein Lagerstättenmodell zu integrieren und damit zur Automation und Echt-zeit Optimierung beitragen.

Literaturverzeichnis [1.] Benndorf, J. und Dimitrakopoulos, R., 2007. New efficient methods for conditional simulation of large orebodies. In Orebody and Strategic Mine Planning, The Australian Institute of Mining and Metallurgy, Spectrum Series, vol. 14, 2nd Edition, pp. 103-110. [2.] Benndorf, J., 2009. Evaluation of lignite deposits using conditional simulation in geostatistics. Schriftenreihe des Institutes für Geotechnik und Markscheidewesen der TU Clausthal, Heft 18/2009. [3.] Benndorf, J. und Dimitrakopoulos, R., 2010.Stochastic Long-Term Production Scheduling of Iron Ore Deposits – Integrating Joint Multi-Element Geological Uncertainty. In Dimitrakopoulos,R. (ed.), Advances in Orebody Modelling and Strategic Mine Planning I. The Australian Institute of Mining and Metallurgy, Spectrum Series, vol. 17. pp. 151 – 158. [4.] Borgman, L. Taheri, M., und Hagan, R., 1984. Threedimensional, frequency domain simulations of geological variables, in Verly et al, eds., Geostatistics for Natural Resources Characterization, Part 1,D: Reidel Publishing Company, p. 517-541. [5.] Chiles, J. P., und Delfiner P., 1999. Geostatistics, modelling spatial uncertainty. John Wiley & Sons, New York, 695 p. [6.] David, M., 1977. Geostatistical ore reserve estimation. Elsevier, Amsterdam, 364 p. [7.] David, M., 1988.Handbook of applied advanced geostatistical ore reserve estimation. Elsevier, Amsterdam, 216 p. [8.] Davis, M. D., 1987. Production of conditional simulations via the LU triangular decomposition of the covariance matrix. Mathematical Geology, v. 19, no. 2, p. 91-98. [9.] Dagbert, M., 2003. Geostatistical mineral reserves/ ore resource estimation and meeting JORC requirements. Professional Development Seminar. WH Bryan Mining Geology Research Centre, University of Queensland, Brisbane Qld, 321 p. [10.] Dimitrakopoulos, R., 1998. Conditional simulation of algorithms for modelling orebody uncertainty in open pit optimisation. International Journal of Surface Mining, Reclamation and Environment, v.12, p. 173-179. [11.] Dimitrakopoulos, R., 2004. Orebody uncertainty, risk assessment and profitability in recoverable reserves, ore selection and mine planning, in conditional simulation concepts and applications for the mining industry. AusIMM-BRC 2004 Professional Development Seminar Series, 385 p. [12.] Dimitrakopoulos, R., and Luo, X., 2004. Generalised sequential Gaussian simulation on group size and screen – effect approximations for large field simulations. Mathematical Geology, v. 36, no. 5, p. 567-591. [13.] Hustrulid, W., and Kuchta, M., 1995. Open pit mine planning and design, Volume 1 – fundamentals. A.A. Balkema, Rotterdam, The Netherlands, 636 p. [14.] Goovaerts, P., 1997. Geostatistics for natural resources evaluation. Oxford University Press, New York, 483 p. [15.] JORC Code, 2012 edition. AUSTRALASIAN JOINT ORE RESERVES COMMITTEE. [16.] Journel, A. G., und C. J. Huijbregts, 1978. Mining geostatistics. Academic Press, London, 600 p.

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TECHNOLOGIETRANSFER [17.] Journel, A. G., 1994.Modelling uncertainty: some conceptual thoughts. In Dimitrakopoulos, R., ed., Geostatistics for the Next Century: Kluwer Academic Publishers, Dordtrecht, The Netherlands, p. 30-43.

Dr.-Ing. MPhil Jörg Benndorf

[18.] Pardo-Iguzquiza, E., und Chica-Olmo, M., 1993. The Fourier integral method: an efficient spectral method for simulation of random fields. Mathematical Geology, v. 25, no. 2, p. 177-217.

Expertise

[19.] Ramazan, R., und Dimitrakopoulos, R., 2004. Stochastic optimisation of long-term production scheduling of open pit mines with a new integer programming formulation. In Dimitrakopoulos, R., and Ramazan, S., eds, Orebody Modelling and Strategic Mine Planning, Uncertainty and Risks Management: The Australian Institute of Mining and Metallurgy, Melbourne, VIC, p. 353-359. [20.] Scheuer, E.M., andStoller, D.S., 1962.On the generation of normal random vectors. Technotronics, v. 4, no. 5, p. 278-281. [21.] Stone, P., Froyland, G., Menabde, M., Law, B., Pasyar, R. und Monkhouse, P., 2004. Blasor- blended iron ore mine planning optimisation at Yandi. In Dimitrakopoulos, R., and Ramazan, S., eds, Orebody Modelling and Strategic Mine Planning, Uncertainty and Risks Management: The Australian Institute of Mining and Metallurgy, Melbourne, VIC, p. 285-288.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: TU Delft Department of Geosciences & Engineering, Faculty of CEG Stevinweg 1 2628 CN Delft, NL P.O. box 5048 2600 GA Delft, NL Tel: +31 15 278 6024 Mobil: +31 628873079 eMail: J.Benndorf@tudelft.nl

Asssitant Professor Resource Engineering

Jörg is an Mining Engineer with 10 years industry experience. He worked as project leader and project manager for large investment projects, mine planning engineer, operational engineer and consultant in Germany, Australia, USA, and Jamaica. His interests are in process optimization along the whole mining value chain from exploration to processing. In particular his research focuses in methods of real-time data integration, geostatistical modeling and geological risk assessment, mine process simulation and mine planning optimization. Jörg graduated at the University of Mining and Metallurgy “Bergakademie” Freiberg/ Germany. He holds a PhD in Mining geostatistics from TU Clausthal /Germany and a MPhil in Mining Engineering from University of Queensland/ Australia.

Research • Geostaistical methods for assessing geological mining project risk • Long- and short term mine planning optimization and integration of geological risk • Mining process simulation and optimization

Current projects • Real-Time Reconcilation and Optimization of open pit mining operations • Geostatistical simulation of geology and its implications to operations efficienc

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ContiTech - Rollgurte –

Dipl.-Ing. Thomas Neumann ContiTech CBG | Northeim | Deutschland

eine perfekte Transportlösung! Bandanlagen sind die effizienteste Methode, um große Mengen von Gütern zu transportieren. Kohle, Asche, Kali, gebrochene Roherze, Sand usw. werden über Transportbänder sicher und kosteneffizient aus dem Schacht, dem Tagebau, dem Zwischenlager zur Weiterverarbeitung gebracht. ContiTech ist seit Jahrzehnten der weltweit führende Hersteller auf dem Gebiet von Textil – und Stahlseilfördergurten, sowie Spezialprodukten für Bandanlagen verschiedenster Leistungsklassen. Ein extrem breites Produktionsprogramm und das exzellente Produkt – Knowhow machen ContiTech für die Kunden zu einem kompetenten Gesprächspartner.

ContiTech - Rollgurte – eine perfekte Transportlösung! Sind Sie auf der Suche nach innovativen Lösungen im Bereich der Transportbandtechnik? Suchen Sie Antworten auf Fragen zur Gestaltung der Bandanlagen und ihrer Komponenten, wie z. B. zur Auslegung der Gurtwendestationen, Trommeldurchmesser oder der Aufgabe- und Übergabestationen, zur Installation, Inbetriebnahme und sicherem Betreiben eines Fördergurtes, wie z. B. bei der Herstellung der Gurtverbindungen, Gurteinzugsstrategie, Reparaturtechnologie oder bei der Beseitigung von Bandschieflauf, bei der elektronischen Überwachung des Gurtverschleisses, der Gurtschlitze oder eines Zustandes von Gurtverbindungen u.v.a.? Dann ist ContiTech der richtige Partner!

Rollgurte sind eine innovative Lösung, die von ContiTech entwickelt und seit dem Ende der 80er Jahre in einer großen Zahl von Projekten zum Einsatz gekommen ist. Jeder Gurt ist auf die jeweilige Anlage zugeschnitten und den jeweiligen Umgebungsbedingungen angepasst. Die Führung des Fördergurtes in der Anlage verlangt eine besondere Konstruktion der Tragrollen. Diese Besonderheiten machen den Gurt nicht zu einer Billiglösung. Aber die prägnanten Vorteile von Rollgurten wiegen die Nachteile in den meisten Fällen schnell auf! Ein Rollgurt ist einem gewöhnlichen Gurt ähnlich, unterscheidet sich aber im Aufbau. Unterschiede bestehen in der Gestaltung der Überlappungszone der beiden Aussenkanten, der Anordnung des Zugträgers und einem System aus mehreren Querarmierungen (siehe Bild 2). Der Rollgurt hat an dieser Stelle die Aufgabe, bei einer runden Form möglichst dicht zu schließen und

Abb. 1: Ein Rollgurt (l.) und konventioneller gemuldeter Gurt (r.)

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dabei die Zugkräfte aufzunehmen. Die Steifigkeit des Gurtes soll ein flexibles Anschmiegen des Gurtes in der Anlage gewährleisten und die Verformungen des Gurtes z. B. in den Kurven minimieren. Ein System aus mehreren Querarmierungen aus verschiedenen Werkstoffen sichert die Formstabilität eines Rollgurtes auch bei extremen Umgebungsbedingungen. Dieser speziell ausgelegte Rollgurt liegt an den Antriebstrommeln und Umlenktrommeln flach und somit sieht er so wie ein gewöhnlicher gemuldeter Fördergurt aus. Vor und nach Antriebs- und Umlenkstrommeln verwandelt er sich dank einer speziellen Anordnung der Tragrollen in ein Rohr. Das Fördergut wird verschlossen und das Material und die Umwelt werden voneinander geschützt.

• Umsetzung einer komplizierten, kurvigen Förderstrecke nur mit einer einzigen Rollgurtanlage. Anpassung der Anlage an die gegebene Landschaft. Dadurch fallen die Übergabestellen, und dafür notwendigen Spann- und Antriebsstationen weg. • Schutz des Fördergutes gegen Umgebungseinflüsse (Schnee, Regen, Wind usw.) Keine bis geringe Transportverluste und Reinigungsaufwand an der Förderstrecke

Abb. 2: Spezielle Anordnung eines Zugträgers und der Querarmierungen in einem Stahlseil-Rollgurt

andere Richtung nimmt zum Beispiel den Brennstoff auf, der mit dem Schiff angeliefert wird. Ein anderes Beispiel ist, wenn die Kohle vom Tagebau zum Kraftwerk im oberen Trum eines Rollgurtes und die Asche aus dem Kraftwerk im Rücktrum zurück zum Tagebau transportiert und dort deponiert wird. Eine perfekte Lösung in den Mining- und Industriebranchen!

• Kraftwerke (Kohle, Asche, Gips) • Kohleminen • Hafenterminals • Chemische Industrie • Zementfabriken • Müllaufbereitung

können die Vorteile von Rollgurten sehr gut nutzen.

• Sehr enge Kurven sind realisierbar • 3D-Kurven sind möglich • Große Neigungswinkel bis zu 35° sind möglich • Dehnungsarme Gurte ermöglichen kurze Spannwege

Besonders effektiv ist ein Rollgurt dann, wenn das Fördergut in BEIDE Laufrichtungen aufgenommen und transportiert wird. So kann in die eine Richtung fertiges Schüttgut von der Fabrik zum Schiff gebracht werden. Die

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ContiTech setzt die Weiterentwicklung dieser Technologie auch heute fort. Ein Ergebnis ist der MEGAPIPE. Mit einem Aussendurchmesser vom bis zu ca. 900 mm transportiert ein solcher Gurt bis ca. 9000 m3/h (gerechnet bei der Fördergeschwindigkeit 6 m/s und dem Füllungsgrad von 75%)! Unsere Anwendungstechnik-Spezialisten und das Service-Team stehen Ihnen mit Rat und Tat gern zur Seite. Ob bei der Auslegung eines Gurtes bzw. der Bandanlage, der Vulkanisation der Gurtverbindungen und Reparaturen „vor Ort“, beim Einziehen und Inbetriebnahme des Gurtes stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung. Das ist Perfektion bis ins letzte Detail!

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TECHNOLOGIETRANSFER Refinskaya GRES in der Nähe von Jekatarinburg (OGK-5), Russland • • • • • • • • •

Anlagenbauer: Takraf GmbH Fördergut: heiße Kohlenasche +90°C (auch Materialtransport bis +130°C möglich) Achsabstand: 4390 m Fördergeschwindigkeit: 5,2 m/s Betriebstemperatur: -45°C … +45°C Rollgurt-Außendurchmesser: 570 mm AC-Motoren: 4 x 800 kW am Kopf und 2 x 800 kW am Heck Förderstrecke: 5 horizontale Kurven und 1 vertikale Kurve Minimaler realisierte Kurvenradius auf der Förderstrecke: 420 m

Western Arch Coal Skyline Mine, Utah, USA • • • • • • • • •

Anlagenbauer: ThyssenKrupp Robins Inc., Denver, CO Fördergut: gebrochene Kohle (crashed coal) Achsabstand: 3414 m Fördergeschwindigkeit: 4,2 m/s Betriebstemperatur: -40°C - +40°C Rollgurt-Außendurchmesser: 452 mm DC-Motoren: 2 x 299 kW am Heck und 1 x 299 kW am Kopf Förderstrecke: 22 horizontale Kurven und 45 vertikal Kurven Minimaler realisierte Kurvenradius auf der Förderstrecke: 365 m Dipl.-Ing. Thomas Neumann ContiTech Conveyor Belt Group Mining Europe | Northeim

Kontakt: Dipl.-Ing. Thomas Neumann ContiTech Transportbandsysteme GmbH Breslauer Straße 14 | D-37154 Northeim Tel. +49 (0) 3949 94969 23 Fax +49 (0) 3949 94969 24 Mobil +49 151 65228510 eMail: thomas01.neumann@cbg.contitech.de

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ContiTech Transportbandsysteme GmbH Als Technologieführer und weltgrößter Fördergurthersteller ist ContTech Entwicklungspartner und Erstausrüster des Bergbaus. Durch ihre High-End-Fördergurttechnologie laufen Fördergurtanlagen weltweit zuverlässig, wirtschaftlich und umweltschonend. Als Systemlieferant rüsten sie Anlagen komplett aus und bieten umfassenden Service von der Montage bis zur Inbetriebnahme.

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WEITERBILDUNG

ContiTech Conveyor Belt Group | Phone +49 5551 702-207 transportbandsysteme@cbg.contitech.de

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Mit Innovationsmanagement immer einen Schritt voraus:

Von der Idee bis zur Marktreife

Bei der BEUMER Group ist Innovationsmanagement Teil der Unternehmensstrategie

U

m nachhaltig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen neue Ideen schnell in marktreife Produkte umsetzen können. Das ist besonders im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung überlebenswichtig. Denn diese führt zu einem härteren Wettbewerb, der Innovationsdruck auf die Unternehmen steigt. Die BEUMER Group hat deshalb ein Innovationsmanagement für die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Innovationen fest in die Unternehmensstrategie integriert. Eine gute Idee ist zwar eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Innovation, es braucht aber deutlich mehr. Denn diese Idee muss technisch umgesetzt und zur Marktreife gebracht werden. Die BEUMER Group verfolgt mit ihrem Innovationsmanagement die Entwicklung von kundenorientierten Lösungen, von der Idee bis zur Umsetzung in wirtschaftlich erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen. Dazu besteht die Strategie von BEUMER aus drei Teilen: dem Ideenmanagement, der Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, sowie dem strategischen Produktmanagement.

Ideenmanagement – ein globaler Gedanke Neuerungen finden immer häufiger in der Zusammenarbeit mit den Kunden statt, in der Vernetzung mit Kooperationspartnern, aber insbesondere im wechselseitigen Austausch der Mitarbeiter. „Unter

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Innovationskultur sind demzufolge alle Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen zu verstehen, die das Verhalten der am Neuerungsprozess beteiligten Personen prägen“, sagt Mark Antonius Behler, der bei der BEUMER Group für das Innovationsmanagement verantwortlich ist. Da es sich bei diesen Prozessen um bereichsübergreifende Vorgänge handelt, wird eine Innovationskultur von allen Beschäftigten geprägt und getragen. Die besten Ideen entstehen somit in den Köpfen der Kolleginnen und Kollegen, wie auch zum Beispiel aus Marktbeobachtungen, aus intensiven Patentrecherchen oder Trend- oder Zukunftsforschungen. Um das Ideenpotenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der Unternehmensgruppe weltweit zu nutzen, hat BEUMER ein Netzwerk aus Ideen-Gebern und -Unterstützern implementiert. Alle produktbezogenen Ideen und Anregungen nehmen die sogenannten Idea Scouts auf, sammeln diese und reichen sie an die Mitarbeiter des Innovationsmanagements weiter.

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TECHNOLOGIETRANSFER Strategisches Produktmanagement Wie lässt sich nun eine innovative Idee in ein Produkt umsetzen und sich selbiges am Markt einführen und positionieren? BEUMER Group Mitarbeiter, die für das strategische Produktmanagement, also das Absatz-, Umsatz- und Ergebnismanagement des Produkts verantwortlich sind, bewerten diese Ideen und erstellen eine Einschätzung bezüglich der Investitionen und der Chancen am Markt. Dabei bilden Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Kundengruppen- und Wertschöpfungskettenanalysen die Basis für ein fundiertes Marketingkonzept. Die Mitarbeiter erstellen eine Roadmap für das Produkt, das für die ganze Unternehmensgruppe als Richtlinie für zukünftige Entwicklungen gilt. Diese begleitet das Produkt entlang seines Lebenszyklus‘ von der Einführung bis zur Abkündigung. Somit lässt sich das Produkt stets an aktuelle Marktentwicklungen und -anforderungen oder auch den Wissenstransfer zu den Gruppengesellschaften anpassen.

Koordination beschleunigt Prozesse Das Innovationsmanagement stellt sicher, dass alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe nach einheitlichen Standards und Zielen durchgeführt werden. Bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten werden die F&E-Zentren der Standorte Beckum, Aarhus in Dänemark, Bree in Belgien und Shanghai vom Innovationsmanagement koordiniert und unterstützt. Die zentralen Ziele sind hierbei die Optimierung von „Time to Market“ und der Entwicklungskosten sowie die Sicherstellung der hohen Qualitätsansprüche der BEUMER Group.

Die BEUMER Group Die BEUMER Group ist ein international führender Hersteller der Intralogistik in den Bereichen Förder- und Verladetechnik, Palettierund Verpackungstechnik sowie Sortier- und Verteilsysteme. Zusammen mit Crisplant a/s und Enexco Teknologies India Limited beschäftigt die BEUMER Group etwa 3.200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro. Mit ihren Niederlassungen und Vertretungen ist die BEUMER Group in zahlreichen Branchen weltweit präsent. Mehr Informationen unter: www.beumergroup.com.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: BEUMER Group GmbH & Co. KG Oelder Str. 40 59269 Beckum | Deutschland Internet: www.beumergroup.com Regina Schnathmann Tel. + 49 (0) 2521 24 381 eMail: Regina.Schnathmann@beumergroup.com Verena Breuer Tel. + 49 (0) 2521 24 317 eMail: Verena.Breuer@beumergroup.com

Die einzelnen Standorte übernehmen dabei die projektinterne Koordinierung zum Beispiel in Bezug auf Termine oder Kosten.

Bei der BEUMER Group ist Innovationsmanagement Teil der Unternehmensstrategie

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TIONG WOON SETZT TEREX® CC 8800-1 RAUPENKRAN FÜR MEGA-HUB EIN ingapur, 2013 – Beim Transport und Aufbau der weltweit drittgrößten Xylol-Splitterkolonne S brachte der führende Spezialdienstleister, Tiong

Terex_TWC CC 8800-1

Woon, seinen Gittermast-Raupenkran vom Typ Terex® CC 8800-1 zum Einsatz. Ausgeführt wurden die Arbeiten für den Kunden SK E&C, einem international tätigen AnlagenbauGeneralunternehmen, am Standort der Jurong Aromatics Corporation (JAC) auf Jurong Island, Singapur. Tiong Woon, dessen Hauptsitz sich ebenfalls in Singapur befindet, verfügt über eine der größten Kranflotten der Welt und gehört bei Kranen mit Tragfähigkeiten von 1.600 Tonnen und mehr zu den führenden Anbietern auf dem Markt.

Um den 1.147 Tonnen schweren und 108 Meter hohen Xylol-Splitter zu transportieren und in seine Endposition zu heben, arbeitete der mit 1.600 Tonnen Tragfähigkeit ausgestattete CC 8800-1 Raupenkran mit einem von Tiong Woon entwickelten, 120 Meter hohen Turmhubsystem zusammen, das bis zu 2.400 Tonnen schwere Lasten heben kann. Dieses Portalhubsystem nutzte den CC 8800-1 als Hilfskran, der das untere Ende der riesigen Kolonne abstützte. Zu diesem Zweck war der CC 8800-1 mit einem 54 Meter langen Hauptausleger in SSL-Konfiguration ausgerüstet. Die Kolonne ist Teil eines 2,9 Milliarden US-DollarProjekts (2,2 Mrd. €) von JAC zum Bau einer der größten Petrochemie-Anlagen Asiens. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2014 wird der Anlagenkomplex jährlich 4,5 Millionen Tonnen Kondensat-Rohstoff verarbeiten, um 1,44 Millionen Tonnen sogenannter Aromaten zu produzieren – Chemikalien zur Herstellung von Produkten wie Nylon und Polyester. Laut Aussage von JAC ist der gesamte Produktionsausstoß der Anlage bereits für die nächsten sieben Jahre vorab verkauft.

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Neben der Durchführung der Hub- und Transportarbeiten wurde Tiong Woon darüber hinaus beauftragt, einen temporären Roll-on-Roll-off-Anleger auf Jurong Island zu planen und zu bauen, sowie die Straßen für den Transport vom Anleger zum Bauplatz vorzubereiten. Zu den letzteren Aufgaben gehörten der Umbau der Zubringerstraße und das Umsetzen von 300 Bäumen entlang der Strecke. Aufgrund des enormen Gewichts musste der Boden zunächst vorbereitet werden, bevor der Hub stattfinden konnte. Hierzu wurden Pfähle in den Boden getrieben, die als Fundament für eine Betonplatte dienten. Auf diese Betonplatte wurden massive Holzbohlenmatten als Unterlage für das Traggestell des aus vier Sätzen Grundschienenträgern bestehenden Turmhubsystems gelegt. Der Hub war innerhalb von zwei Tagen abgeschlossen. Am ersten Abend wurde die Kolonne auf eine Höhe von etwa 24 Meter gehoben und im Laufe des zweiten Tages an ihre endgültige Position gebracht.

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TECHNOLOGIETRANSFER Um die Arbeiten durchzuführen, setzte Tiong Woon verschiedene Krane ein, darunter seinen 600-TonnenRaupenkran Terex CC 2800-1 mit 66 bzw. 78 Meter langem Haupt- und Wippausleger. Er wurde verwendet, um den oberen Teil des Turmhubsystems auf- und wieder abzubauen. Zum Aufbau des Trägergestells diente ein Terex-Raupenkran vom Typ CC 1800 mit 300 Tonnen Tragfähigkeit und 42-Meter-Hauptausleger. Auch den Transport der gigantischen Kolonne vom temporären Anleger übernahm das Team von Tiong Woon, das dazu zwei parallel fahrende, 16-achsige modulare Schwerlastfahrzeuge (sogenannte SPMTs – Self-Propelled Modular Transports) mit Drehtischen einsetzte. Für die neun Kilometer lange Fahrt auf öffentlichen Straßen wurden insgesamt acht Stunden benötigt. Tiong Woon war außerdem in Transport-, Kranund Montagearbeiten von mehr als 60 weiteren Ausrüstungsteilen des JAC-Projekts eingebunden, wobei sowohl die beiden Terex Raupenkranmodelle CC 2800-1 und CC 1800 als auch die erwähnten SPMTs zum Einsatz kamen. Ang Kah Hong, Vorsitzender und Geschäftsführer der Tiong Woon Group, erklärte: „Wir betrachten es als Ehre, Teil des Teams zu sein und unseren Anteil zum Gelingen dieses Projekts beitragen zu dürfen. Hier kann man tatsächlich von einer großen Herausforderung sprechen. Als Komplettanbieter von Schwerlasttransport- und Kranlösungen für die Öl-, Gas- sowie Petrochemiebranchen verfügen wir über die notwendige Erfahrung und Kompetenz, um dieser Herausforderung zur vollsten Zufriedenheit unseres Kunden gerecht zu werden.“

In diesem Jahr hat Tiong Woon in 12 neue Mobilkrane von Terex investiert, deren Tragfähigkeit von 100 bis 700 Tonnen reicht. Damit ist das Unternehmen nun Besitzer der meisten Terex-Krane in ganz Südostasien.

Der Gittermast-Raupenkran CC 8800-1 Der Terex® CC 8800-1 gehört zu den leistungsstärksten in Serienproduktion hergestellten Mobilkranen der Welt. Neben einer maximalen Tragfähigkeit von 1600 Tonnen und einem maximalen Lastmoment von 24.002 Metertonnen bietet er einen von 19 auf 32 Meter verstellbaren „Superlift“-Radius. In der Konfiguration mit einem SWSL-Wippausleger erreicht der Kran eine maximale Auslegerlänge von 216 Metern. Der Kran ist für den weltweiten Transport ausgerichtet – keines der Bauteile ist breiter als 3,5 Meter, während das Transportgewicht für nahezu alle Einzelkomponenten unter 40 Tonnen liegt. Neben den Vorzügen einer Arbeitsbereichsbegrenzung und Bodendruckanzeige bietet die IC-1-Steuerung des CC8800-1 GittermastRaupenkrans umfangreiche Selbstdiagnose-Funktionen, die eine Fehlersuche vor Ort erleichtern und damit die Stillstandzeiten minimieren. Genauso tragen die beiden identischen, unabhängigen Antriebseinheiten sowie ein zweites, ebenfalls unabhängiges Steuersystem zur weiteren Reduzierung der Stillstandszeiten auf der Baustelle bei. Damit kann der CC8800-1 Raupenkran selbst dann seine Arbeit fortsetzen, wenn ein Motor oder eine Steuerung beispielsweise durch Blitzschlag ausfällt. Mit dem optionalen TWIN-Kit kann die Tragfähigkeit des Krans auf 3200 Tonnen gesteigert werden.

Terex_TWC CC 8800-1

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TECHNOLOGIETRANSFER Über die Tiong Woon Corporation

Über Terex

Tiong Woon Corporation Holding Ltd (Tiong Woon), 1999 gegründet, gehört zu den führenden Komplettanbietern integrierter Dienstleistungen, hauptsächlich in den Industriesegmenten der Petrochemie, Infrastrukturentwicklung sowie Hochund Tiefbau.

Die Terex Corporation ist ein diversifiziert aufgestellter, global tätiger Hersteller des Maschinen- und Anlagenbaus. Kernaufgabe der Terex Corporation ist die Bereitstellung zuverlässiger, kundenorientierter Lösungen für zahlreiche Anwendungsbereiche wie z.B. Bau und Infrastruktur, Schifffahrt- und Transportunternehmen, die Gesteinsindustrie, Raffinerien, Energieversorger, kommunale Dienstleister und Fertigungsbetriebe.

Das Unternehmen wickelt sowohl für EPCGeneralauftragsnehmer (Engineering, Procurement and Construction) als auch Projekteigner schlüsselfertige Projekte ab – von der Planung und Vorbereitung der Schwerlast-Kran- und Transportarbeiten bis zur Ausführungsstufe, in der die schweren Bauteile transportiert sowie am Standort des Kunden aufgestellt und montiert werden. Tiong Woon besitzt zudem seine eigene Schwertransportund Kranflotte, sowie Schlepper, Schuten und Montageplätze, sodass das Unternehmen seinen Kunden eine besonders breite Palette integrierter Dienstleistungen anbieten kann. Neben der Firmenzentrale in Singapur betreibt Tiong Woon Niederlassungen in Malaysia, Indonesien, Thailand, Vietnam, China, Myanmar, Indien, Saudi-Arabien und auf den Philippinen. Das Unternehmen rangiert weltweit an 14. Stelle der Unternehmen mit eigenem Kranfuhrpark. Bezogen auf die Raupenkrane zählt es darüber hinaus zu den 10 führenden Unternehmen der Welt. Nicht zuletzt besitzt das Unternehmen einen Kran mit 1.600 Tonnen Tragfähigkeit und mehr, nämlich seinen Terex CC 8800-1 Raupenkran.

Terex berichtet in fünf verschiedenen Unternehmenssegmenten: Aerial Work Platforms (Arbeitsbühnen), Construction (Baumaschinen), Cranes (Krane), Material Handling & Port Solutions (Materialumschlag und Hafenausrüstung) und Materials Processing (Materialaufbereitung). Terex unterstützt den Erwerb seiner Maschinen und Anlagen durch Finanzprodukte und Dienstleistungen aus dem Unternehmensbereich Terex Financial Services. Weitere Informationen finden Sie unter www.terex.com.

Terex_TWC CC 8800-1

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Terex Corporation Agustin Dominguez Associate Marketing Manager Communication Tel.: + 49 / 6332 – 83 1023 eMail: Agustin.Dominguez@terex.com Internet: www.terrex.com

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TECHNOLOGIETRANSFER Terex Corporation

MONTCALM MONTAGENS INDUSTRIAIS MIT TEREX® RT100 ROUGH-TERRAIN-KRAN IN DER GRÖSSTEN EISENERZMINE BRASILIENS! inas Gerais, Brasilien - 2013. Ein Terex® RT100 Rough-Terrain-Kran wird derzeit bei der neuen Minas-Rio-Mine des Bergbauunternehmens Anglo American im M Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien eingesetzt. Diese Mine gehört weltweit zu den größten Eisenerzbergwerken und liefert Eisenerzpellets von allerhöchster Qualität. Etwa 26,5 Millionen Tonnen Erz aus der Minas-Rio-Mine sollen 2013 vor allem über eine 525 km lange Rohrleitung für Schlammerz zum Hafen von Açu im Bundesstaat Rio de Janeiro transportiert werden. Die Mine bietet jedoch ein Förderpotenzial von bis zu 80 Millionen Tonnen pro Jahr und verfügt über nachgewiesene Reserven von 4,6 Milliarden Tonnen. Nach der Übernahme der Mine im Jahr 2008 begann Anglo American mit den Arbeiten, nachdem die brasilianische Regierung die entsprechende Genehmigung erteilt hatte. Im Jahr 2012 konnte die eigentliche Förderung aufgenommen werden. Derzeit wird ein umfassender Infrastrukturerweiterungsplan umgesetzt, der neue Büros, Lager- und Verarbeitungsgebäude vorsieht. Für den Aufbau der Stahlträgerkonstruktionen dieser Gebäude brachte das in São Paulo ansässige Unternehmen Montcalm Montagens Industriais seinen Terex RT 100 Rough-Terrain-Kran zum Einsatz. „Es musste ein Rough-Terrain-Kran sein, damit wir einerseits auf dieser riesigen Baustelle ausreichend mobil sind, aber andererseits auch die Möglichkeit haben, auf engstem Raum zu arbeiten“, erklärt Paulo Simonsen, Operations Director bei Montcalm. „Der RT 100 war da genau richtig, denn seine Lastdiagramme und Reichweite sind besser als bei allen direkten Wettbewerbern.“

„Beim Aufbau der Stahlträgerkonstruktionen muss der RT 100 mit seinem 22,5-Meter-Ausleger häufig 12 Tonnen Gewicht auf einem 12-Meter-Radius bewegen. Dank der ruckfreien Bewegungsabläufe, der Allradlenkung und seiner außerordentlichen Wendigkeit wird jeder Hubvorgang zu einem Erfolg. Zügiges Verfahren ist ebenfalls sehr wichtig, denn die verschiedenen Einsatzorte sind weit voneinander entfernt, bis zu 40 Minuten, und sie sind oft schwer zu erreichen“, fügt Simonsen hinzu. Auch die Verlegung des Krans zur Baustelle war nach Aussagen von Simonsen recht einfach. „Der Kran musste innerhalb von drei Tagen über 1.300 km Entfernung zum Standort transportiert werden und wir benötigten nur einen zusätzlichen LKW. Alles in allem waren wir sehr zufrieden mit seiner Leistung.“ Montcalm setzt den Terex RT 100 Rough-TerrainKran seit Ende 2012 am Standort ein, wo er wohl noch bis Ende 2013 bleiben wird.

Terex® RT 100 Rough Terrain Kran

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TECHNOLOGIETRANSFER Terex速 RT 100 Rough Terrain Kran

Terex速 RT 100 Rough Terrain Kran

Terex速 RT 100 Rough Terrain Kran

Terex速 RT 100 Rough Terrain Kran

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TECHNOLOGIETRANSFER Terex® RT 100 Rough Terrain Kran

Montcalm Montagens Industriais Von seiner Zentrale in São Paulo aus bietet Montcalm in ganz Brasilien integrierte Komplettlösungen für Bautechnik, Konstruktion und elektromechanische Montage für Aufbau, Erweiterung und Wartung in vielen Bereichen der verarbeitenden Industrie, wie zum Beispiel Zement, Erze, Zellstoff und Papier, Textilien, Chemie und Petrochemie, Düngemittel, Öl und Gas, Energieerzeugung, Metallurgie, Pharma, Lebensmittel, Zucker und Alkohol.

Über Terex Die Terex Corporation ist ein diversifiziert aufgestellter, global tätiger Hersteller des Maschinen- und Anlagenbaus. Kernaufgabe der Terex Corporation ist die Bereitstellung zuverlässiger, kundenorientierter Lösungen für zahlreiche Anwendungsbereiche wie z.B. Bau und Infrastruktur, Schifffahrt- und Transportunternehmen, die Gesteinsindustrie, Raffinerien, Energieversorger, kommunale Dienstleister und Fertigungsbetriebe.

Der Terex® RT 100 Rough Terrain Kran Als einziger Rough Terrain Kran mit CE Kennzeichnung in der 90-Tonnen-Klasse vereint der Terex® RT 100 einen langen Ausleger mit hoher Tragfähigkeit und kompakten Abmessungen, sodass er selbst auf beengtem Raum schwere Lasten problemlos bewältigt. Die herausragenden Leistungswerte des RT 100 Krans zeigen sich bereits in seiner maximalen Tragfähigkeit von 90 Tonnen. Der sechsteilige Ausleger lässt sich auf 53 Meter Maximallänge ausfahren und erreicht eine Rollenhöhe von bis zu 55,8 Metern. Zur zusätzlichen Funktionalität tragen zwei synchronisierte TeleskopierBeriebsarten bei. Der durchzugsstarke Motor des Krans liefert 194 kW bei 2200 U/min und erfüllt im vollen Umfang die internationale Abgasnorm EuroMOT 3b/Tier 4i. Die Servolenkung bietet eine sowohl komfortable als auch sichere Fahrzeugkontrolle und kann in drei Lenkmodi betrieben werden – Vorderrad-, Allradlenkung oder Hundegang. Eine Ausführung des RT 100 Krans mit 100 US Tonnen nach der US-Norm ASME B30.5 ist ebenfalls erhältlich.

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Terex berichtet in fünf verschiedenen Unternehmenssegmenten: Aerial Work Platforms (Arbeitsbühnen), Construction (Baumaschinen), Cranes (Krane), Material Handling & Port Solutions (Materialumschlag und Hafenausrüstung) und Materials Processing (Materialaufbereitung). Terex unterstützt den Erwerb seiner Maschinen und Anlagen durch Finanzprodukte und Dienstleistungen aus dem Unternehmensbereich Terex Financial Services. Weitere Informationen finden Sie unter www.terex.com.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Terex Corporation Agustin Dominguez Associate Marketing Manager Communication Tel.: + 49 / 6332 – 83 1023 eMail: Agustin.Dominguez@terex.com Internet: www.terrex.com

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TECHNOLOGIETRANSFER TAKRAF GmbH

Innovatives Bandantriebskonzept sichert TAKRAF den Auftrag für eine GroSSbandanlage

El Teniente Erz-Aufbereitungsund Verarbeitungsanlage (Quelle: TAKRAF GmbH)

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as staatliche chilenische Bergbauunternehmen Codelco erteilte TAKRAF den Auftrag zur Lieferung eines Bandfördersystems für die Erweiterung ihrer El Teniente Mine.

Die Bandanlage verbindet die neue Erzlagerstätte mit der vorhandenen Aufbereitungsanlage. In der Endausbaustufe werden hier mehr als 12.000 t/h Kupfererz von der Primärbrechanlage über eine Distanz von ca. 12 km zur Weiterverarbeitung gefördert. Die Bänder mit einer Bandbreite von 2 m laufen mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s. Das Fördersystem besteht aus einem 9 km langen Tunnelband und zwei Schrägförderern von jeweils 1000 m, die mit einer Steigung von 15° die vorhandene bzw. die geplante, neue Erzhalde beschicken. Der Auftrag umfasst auch die Verlängerung der vorhandenen Bandförderer, in die das neue Bandfördersystem innerhalb einer Stillstandzeit von nur 4 Tagen eingebunden werden muss. Die projektspezifische Bauablaufplanung ist daher ein besonderer Faktor für den Erfolg des Projektes und muss in jeder Phase des Engineering berücksichtigt werden.

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Bei ständig steigenden Energiekosten sind der Wirkungsgrad der Antriebe sowie der Laufwiderstand der Förderbänder von zunehmender Bedeutung. Codelco hat sich deshalb für das Konzept der Direktantriebe entschieden, bei denen der Elektromotor direkt die Antriebstrommel antreibt ohne ein zwischengeschaltetes Bandgetriebe. Der höhere Wirkungsgrad der Direktantriebe in Verbindung mit der Möglichkeit, die Bandgeschwindigkeit variabel zu steuern, eröffnet dem Betreiber und dem Projekt eine ganze Reihe von betrieblichen Vorteilen. So kann in El Teniente in den ersten Jahren, in denen noch nicht die maximale Förderleistung benötigt wird, mit niedrigeren Bandgeschwindigkeiten gefahren werden, wodurch ein geringerer Energieverbrauch bei gleichzeitig reduziertem Anlagenverschleiß realisiert wird. Das bedeutet zur selben Zeit geringerer Aufwand in der Wartung. Geringere Betrieb- und Wartungskosten in Verbindung mit höherem Wirkungsgrad und höherer Zuverlässigkeit sind die Vorteile des Direktantriebes.

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TECHNOLOGIETRANSFER

El Teniente Lageplan (Quelle: TAKRAF GmbH)

Bandanlagenverlauf (Quelle: TAKRAF GmbH)

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TECHNOLOGIETRANSFER Wenngleich die Direktantriebe durchaus als erprobte Technologie betrachtet werden können (Mühlen, Schachtförderanlagen), so ist es doch ein Novum im Bereich der Förderbänder. In Partnerschaft mit ABB hat TAKRAF die über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen aus den herkömmlichen Bandantriebskonzepten, wie z.B. die einfache Ausrichtung der Antriebe oder die Notwendigkeit eines einfachen und schnellen Austauschs der Antriebe, übertragen auf das Direktantriebskonzept. Ein besonderes Augenmerk wurde deshalb in der Entwicklung darauf gelegt, dass notwendige Einstell- und Anpassarbeiten in der Mine auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Ein defekter Antrieb kann somit einfach ausgetauscht und dann in der Werkstatt repariert werden. Der Motor ist dazu auf einem speziellen Rahmen verankert, der es darüber hinaus zulässt – und dies ist ein weiterer Vorteil – dass Standard-Antriebstrommeln verwendet werden können. Durch den Direktantrieb können u.U. besondere Kräfte auf den Trommelkörper wirken, die in der Vergangenheit zu größeren Problemen geführt haben. Mit dem TAKRAF design ist dieses Risiko eliminiert. Die innovative Herangehensweise der TAKRAF hat zu einem zuverlässigen, wartungsfreundlichen Antriebskonzept geführt, dass die Parameter einer erprobten Technologie mit den modernen Elementen des Direktantriebs kombiniert. Insbesondere bei der Auslegung des langen Tunnelbandes ist auf Minimierung der Laufwiderstände durch optimalen Bandlauf durch Sonderbandgerüste und durch die Verwendung einer besonderen Kautschukmischung des Fördergurtes Wert gelegt worden.

Die beiden Schrägförderer, die in der Endausbaustufe mit jeweils 4 x 2500 kW angetrieben werden, stellten eine besondere Herausforderung im Hinblick auf die Wartung der Tragrollen dar, da die Bänder auch überwiegend in Tunnel verlaufen. Bei einem Einzelgewicht von 45 kg bzw. 65 kg pro Tragrolle ist die „Handhabung“ durch das Wartungspersonal nicht nur schwierig sondern darüber hinaus auch gefährlich. TAKRAF hat speziell für die Wartung dieser beiden Schrägförderer ein besonderes Servicefahrzeug entwickelt, das über den Förderbändern auf Schienen fährt. Die Wartungserfordernisse der Förderbänder hatten insofern keinen negativen Einfluss auf den Tunnelquerschnitt. Das Servicefahrzeug ist mit einem Spezialkran und einer besonderen Hubvorrichtung ausgestattet, mit deren Hilfe die Tragrollen transportiert und einfach ausgetauscht werden können. Diese Wartungsaufgabe kann somit durch Personal sicher und ohne besonderen körperlichen Einsatz wahrgenommen werden. TAKRAFs spezieller Fokus auf Sicherheit, Wartungsfreundlichkeit und technische Zuverlässigkeit in Kombination mit erprobten Technologien einerseits und technischer Weiterentwicklung in der Bandfördertechnik andererseits sind der Garant für TAKRAFs Erfolg im internationalen Bergbau und insbesondere auch im Projekt El Teniente. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: TAKRAF GmbH Torgauer Straße 336 04347 Leipzig | Deutschland Tel.: +49 (0) 341 24 23 5 00 Fax: +49 (0) 341 24 23 5 10 eMail: sales@takraf.com Internet: www.takraf.com

Eingang des 8800 m langen Tunnels für Band CV01 (Quelle: TAKRAF GmbH)

Pressebüro Gebhardt-Seele Leonrodstraße 68 80636 München | Deutschland Tel.: +49 (0) 89 500315-0 Fax: +49 (0) 89 500315-15 eMail: pressebuero@gebhardt-seele.de Internet: www.gebhardt-seele.de

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TECHNOLOGIETRANSFER

Aus drei mach zwei Einsparung einer Brechstufe in der

Metso Minerals (Deutschland) GmbH

Edelsplittproduktion

Abb.: Splittproduktion im Werk Winklarn mit stationärem Kegelbrecher HP200.

I

m oberpfälzischen Rötz – unweit der tschechischen Grenze – wird das traditionsreiche Baustoffunternehmen Georg Huber (Inh. Josef Rappl GmbH & Co. KG) von den Brüdern Josef und Georg Rappl in dritter Generation geführt. Nach dem ersten Schotterwerk, das in den 40er Jahren in Winklarn erschlossen wurde, kamen Anfang der 80er der Steinbruch Böhmischbruck und später in den 90ern das Werk Dürnersdorf hinzu.

Mit Tradition zur Innovation Mit der Erfahrung und der knapp 100-jährigen Tradition des Betriebs liegt den Brüdern Rappl die Gewinnung und Aufbereitung von Hartgestein im Blut. „Unser Ziel besteht darin, die Ausrüstung stets auf dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung zu halten“, macht Georg Rappl ganz zu Anfang des mit ihm geführten Interviews deutlich. Bei einem Streifzug durch zwei der drei Werke sieht sich der Besucher in dieser Aussage bestätigt.

Abb.: HP200 für die Splittproduktion im Werk Winklarn.

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TECHNOLOGIETRANSFER

Im Werk Winklarn (Oberpfälzer Landkreis Schwandorf), 20 Fahrminuten von Cham entfernt, steht u. a. ein stationärer Metso Kegelbrecher vom Typ HP200, der in zweiter Brechstufe 0/32 Splitt produziert. „Mit dem arbeiten wir erst seit letztem Jahr – mit weitaus weniger Verschleiß beim Brechwerkzeug und höherer Verfügbarkeit“, bringt es Rappl auf den Punkt. Vorher betrieb das Unternehmen eine Prallmühle, deren Betriebskosten bis zuletzt auffällig anstiegen.

Abb.: HP3 Kegelbrecher im Werk Böhmischbruck; im Vordergrund die Ausführung für die Herstellung der „Extrafein“-Fraktion, im Hintergrund der HP3 für die Fraktion „Fein“.

„Wir benötigten für die alte Maschine 3 Sätze Schlagleisten pro Jahr – mit dem neuen Kegelbrecher leisten wir uns einen Satz Brechwerkzeuge, der bestimmt 2 Jahre hält“, prognostiziert er. Neben der Splittproduktion verarbeitet Georg Huber das in Winklarn gewonnene Vulkangestein Serpentinit auch über eine Asphaltmischanlage. Für den Straßenbau werden auch Mineralgemische hergestellt.

Vom Feinsten zum Allerfeinsten Fährt man eine halbe Stunde weiter, erreicht man den Granitsteinbruch in Böhmischbruck, der sich über eine Fläche von rund 10 ha erstreckt. Auch hier hat Georg Rappl gemeinsam mit seinem Bruder einiges verändert: Zur Produktion von Edelsplitt tauschten sie drei Brechanlagen von Krupp gegen zwei neue stationäre Kegelbrecher von Metso aus, die die gleiche Arbeit weitaus effektiver verrichten. Beide Anlagen vom Typ HP3 sind seit Frühjahr in Betrieb und liefern aufeinander abgestimmt ein für alle Belange optimales Endprodukt: In zwei Brechstufen – „Fein“ und „Extrafein“ – verarbeitet der erste der beiden Brecher die 2/56 - Fraktion; der zweite bricht das vorproduzierte Material von 0/22 mm auf wahlweise 0/2, 0/5, 0/8 und 0/16 mm herunter. Nach dem HP3 „Fein“ erfolgt eine Absiebung des Überkorns, um es dem ersten Brecher erneut zuzuführen.

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Abb.: Geor Rappl vor seinem neuen stationären Metso Kegelbrecher HP3.

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TECHNOLOGIETRANSFER Abb.:Füllstandskontrolle der Silos und Synchronisation mit den HP3-Brechern über die IC7000 Advanced Steuerung von Metso.

Teamwork ohne Leerlauf Steuerungstechnisch wurden die Füllstände der Silos und der Brecher nach dem Einbau intelligent miteinander verzahnt. Läuft ein Silo leer, bleibt der erste Brecher automatisch stehen. Die Steuerung misst die Stromaufnahme, nachdem zuvor ein oberer und ein unterer Grenzwert definiert wurden. Überschreitet die Stromaufnahme den oberen Grenzwert, gilt das als Anzeichen für eine zu hohe Last des Brechers. Um der Überbeanspruchung entgegenzuwirken, öffnet der Kegelbrecher den Spalt automatisch. Unterschreitet die Stromaufnahme den unteren Grenzwert, reagiert der Brecher gegenläufig und schließt den Spalt. Das führt zu einem automatischen Verschleißausgleich des Brechwerkzeugs. Während der erste „Feinbrecher“ mit einer Automatiksteuerung ausgestattet ist, lässt sich der zweite Brecher für die „extrafeine“ Weiterverarbeitung im Remote-Betrieb (kann wahlweise auch im Automatik-Betrieb gesteuert werden) über die Leitstelle justieren.

Abb.: Brechspalt-Ferneinstellungsmöglichkeit des HP3-Brechers für die „Extrafein“-Fraktion.

„Das Interessante an der IC7000 Advanced Steuerung von Metso ist die Synchronisation von Füllstandsauswertung, Aufgabe und Zerkleinerung“, so Georg Rappl. „Selbst die Einweisung der Bediener in die Steuerung war recht einfach“. Die Durchsätze der neuen Kegelbrecher von Metso liegen bei zwischen 200 und 240 t/h bzw. 1.000 t Edelsplitt am Tag. Da die Brechwerkzeuge der neuen Anlage nicht vergossen sind, ist ein Wechsel innerhalb von nur 3 Stunden möglich.

Abb.: Brechdatenspeichermöglichkeiten über die IC7000 Advanced - Steuerung.

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TECHNOLOGIETRANSFER Abb.: Panoramablick über den Steinbruch Böhmischbruck.

Das Werk in Böhmischbruck produziert anteilig 40 % Edelsplitt, 30 % Schotter und rund 30 % Frostschutzmaterial. Abnehmer für das Material, das nicht über die eigene Mischanlage weiterverarbeitet wird, sind Baufirmen, Betonwerke sowie Staat und Kommunen. In der nächsten Ausbaustufe im Osten und Süden des Steinbruchs ist noch genügend Potential für den Betrieb vorhanden. Im dritten Schotterwerk Dürnersdorf ist die Produktpalette von Huber ähnlich aufgeteilt wie in Böhmischbruck. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Georg Rappl in näherer Zukunft auch dort für wirtschaftlichere Prozesse und damit verbundene technische Umstellungen sorgt.

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WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Metso Minerals (Deutschland) GmbH Karl-Heinz Hessler Tel. +49 177 6608438 eMail: karl-heinz.hessler@metso.com Internet: www.metso.com

Abb.: Panoramablick über den Steinbruch Böhmischbruck.

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TECHNOLOGIETRANSFER

Die wichtigsten techn. Daten des Metso Kegelbrechers HP3 „FEIN“: Brechkammer: max. Aufgabegröße: Brechkegeldurchmesser: einstellbare Spaltweiten: Gewicht Grundmaschine: erforderlicher Antriebsmotor:

Fein 95 mm 1.000 mm 8-45 mm 3.280 kg 200 kW

Die wichtigsten techn. Daten des Metso Kegelbrechers HP3 „EXTRAFEIN“: Brechkammer: max. Aufgabegröße: Brechkegeldurchmesser: einstellbare Spaltweiten: Gewicht Grundmaschine:

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Abb.: Arbeit an der Abbruchwand im Granitsteinbruch Böhmischbruck.

erforderlicher Antriebsmotor: 200 kW

Die wichtigsten technische Daten des Kegelbrechers HP200 von Metso: Brechkammer: Std, Grob max. Aufgabegröße: 185 mm Brechkegeldurchmesser: 974 mm einstellbare Spaltweiten: 10-38 mm Gewicht Grundmaschine: 10.400 kg erforderlicher Antriebsmotor: 132 kW

Extrafein 18 mm 1.000 mm 8-45 mm 13.280 kg

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NeuheitenNEUHEITEN / Produkt-Vorstellung & REPORTAGEN

Mining Calculator: A Software for Mine Optimization Software characteristics • • • • • •

Individual equipment selection for loading and haulage Discontinuous and continuous haulage systems Equipment matching Economic analysis Ecological assessment (greenhouse gas emissions) Overall-comparison and rating of different bulk material handling systems as a basis for key decisions • Improvement of economic and ecological feasibility

Key applications • • • •

Feasibility studies for green and brown field projects Optimization of operating mines and earthmoving projects Evaluation of project development dynamics Education

• • • • •

Selection of loading and haulage systems Equipment matching Calculation of various cost types Determination of CO2-emissions Presentation of results by tables and diagrams

Key functions

Mining Technology Consulting Albrecht-von-Groddeck-Str. 3 38678 Clausthal-Zellerfeld | Germany XGraphic Ingenieurgesellschaft mbH Aretzstr. 9 52070 Aachen | Germany

Information and contact:

Internet: www.mining-calculator.com eMail: info@mining-calculator.com

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TECHNOLOGIETRANSFER Sandvik Construction Central Europe

102 Jahre Ehrensberger / 151 Jahre Sandvik –

Tradition und Technik im Einklang

Sandvik Backenbrecher CJ412 in St. Veit bei Aufbereitung von Naturstein und Baurestmassen im Einsatz Alois und Christian Ehrensberger führen das 1911 in Bischofshofen gegründete Familienunternehmen in der 3. Generation. Mittlerweile gehören vier Gesellschaften an den weiteren Standorten, wie Sulzau, Klammstein und St. Veit zu der Firmengruppe. Mit 45 engagierten Mitarbeitern hat das Gesamtunternehmen im Jahre 2012 einen Jahresumsatz von rund 8 Mio EUR erwirtschaftet. Neben der Gewinnung und Aufbereitung von Naturstein, ist man seit Jahren – im Sinne der Kreislaufwirtschaft – in der Aufbereitung und Veredelung von Baurestmassen aktiv. Die Kundenaufträge setzen sich zu 70 % aus Öffentlicherund zu 30 % aus Privater Hand zusammen. Neben Sand, Kies und Naturstein gehören RecyclingProdukte zum Standardprogramm. Zu den zertifizierten Spezialitäten des Unternehmens zählt das RC-Gemisch 0/63 aus Naturgestein und aufbereitetem Asphalt. Ferner ist man auf dem Sektor der Ziersteine, mit dem Produkt „Dreamstone“, eines der innovativsten Unternehmen des Landes.

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102 Jahre Ehrensberger und 151 Jahre Sandvik – Tradition und Technik im Einklang

Fortschritt und strategische Planung sind seit je her die Basis des unternehmerischen Erfolges in Tenneck gewesen. In langjähriger Geschäftsbeziehung steht mit Sandvik ein Partner zur Seite, der dieselbe Sprache spricht und über die jeweils marktführende Technik und Geräte verfügt. Derzeit sind in den vier Betrieben eine Vielzahl an Sandvik Produkten im Einsatz. Beispielsweise: Siebanlage SC1242 sowie Brecher H2000, H2800, CH430, CJ211 und die Neuinvestition, der CJ412. Die gute Erfahrung mit Sandvik und deren Produkten führte die beiden Partner wieder einmal zusammen. Je nach Kundenbedarf und Aufkommen von Baurestmassen, sollte ein Backenbrecher für das Zerkleinern von Naturstein oder Recyclingmaterial, wie beispielsweise Asphalt, individuell genutzt werden.

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TECHNOLOGIETRANSFER

„Die produktspezifische Aufbereitung differenten Materials war uns wichtig. Die schnelle Spaltverstellung hat uns überzeugt. Ferner schätzen wir die Zuverlässigkeit der Sandvik Geräte. Der verringerte Verschleiß und der wartungsarme Umgang sind ein weiteres Plus.“, resümiert der Geschäftsführer und Inhaber Christian Ehrensberger. „Was der Markt verlangt, wird produziert.“, ergänzt der Werksleiter Michael Rainer. „Der Brecher läuft täglich 10 Stunden bei 110 kW – problemlos und Energie sparend, seit der Inbetriebnahme im März 2013.“, führt Michael Rainer weiter aus. Eine effizientere Produktion ist somit durch den CJ412 gewährleistet. Eine Gleichbleibende Körnung ohne Feinanteil ist das Resultat. Betrachtet man Tradition und Technik als einzelne Elemente, so verschmelzen sie mit dem Qualitätsfaktor zur Erfolgsgeschichte. Wie bei Sandvik und der Firma Ehrenberger.

SBV Steinbruch- und Baurestmassenverwertung GmbH in Zahlen: Aufbereitung von Baurestmassen • Hochbaurestmassen: 30.000 t • Beton/Stahlbeton: 30.000 t • Asphalt: 20.000 t

Aufbereitung von Naturgestein • Kalkgestein: 70.000 t • Hartgestein: 30.000 t

Christian Ehrensberger Ges.mbH und SBV Steinbruch- und Baurestmassenverwertung in Zahlen: Aufbereitung von Baurestmassen und Naturgestein gesamt: 750.000 t

Technische Daten: Sandvik Backenbrecher CJ412 • Gesamtgewicht: 27.000 kg • Max. Motorengröße: 132 kW • Nennleistung: 165-790 t/h • Spaltgröße (CSS): 75-275 mm • Max. Aufgabenöffnung: 1.200-830 mm

Kontakt: Sandvik Construction Internet: www.sandvik.com

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TECHNOLOGIETRANSFER Sandvik Construction Central Europe

Sandvik in Saalfelden –

anspruchsvolle Herausforderung

Ein „Baustein“ der Mineral-Gruppe ist das Diabaswerk Saalfelden. Seit 1927 wird hier in der nördlichen Grauwackenzone das Hartgestein Diabas abgebaut und aufbereitet.

Sandvik in Saalfelden – anspruchsvolle Herausforderung In der nördlichen Grauwackenzone, zwischen den nördlichen Kalkalpen und den Hohen Tauern, liegt das Diabaswerk Saalfelden. Seit 1927 wird hier, am Fuße des Bibergs, Diabas abgebaut. Für den Schritt in die Zukunft – für weitere 40 Jahre oder rund 40 Mio. Tonnen Gestein – wurden ca. 5,4 Mio. EUR investiert. Ein Schwerpunkt der neuen Anlage ist der neue Sandvik Kegelbrecher CH660, der die aufgestellten Prognosen der Leistung übertroffen hat. Das traditionsreiche Unternehmen, die Diabaswerke in Saalfelden, strebten 2004 eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Erweiterung am hiesigen Berg an. 2007 wurde die Standardaufbereitung inklusive eines 3 km langen Tunnels rechtskräftig. 2011 begann der Tagebau mit vorgebrochenem Gestein am Berg und Weitertransport über die Förderbänder.

bei der Aufbereitung und 10 % mehr Leistung waren das angestrebte Ziel. Nach längeren Testserien mit Maschinen unterschiedlicher Hersteller, überzeugte die Leistung des Sandvik Kegelbrechers CH660. „Die vielfältigen Programme der Prozesssteuerungseinheit, der ASRi, sind das technische Highlight des Sandvik Kegelbrechers. Das effiziente Arbeiten und die Leistungsfähigkeit waren ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.“ erläutert Betriebsleiter Dipl.-Ing. Klaus Stifter.

V.l.n.r.: Alois Raffelsberger (Sandvik Mining and Construction), Hans-Peter Altersberger, Rudi Heugenhauser, Klaus Schweiger, Klaus Stifter

Im Zuge der Erweiterungsmaßnahmen sollte ein Prallbrecher gegen einen Kegelbrecher ausgetauscht werden. Drei Wettbewerber standen zur Auswahl. Die Entfernung der Fischkörnung

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TECHNOLOGIETRANSFER Nach zweijährigem Entscheidungsprozess begann die einjährige Umsetzungsphase – eine anspruchsvolle Herausforderung – für die Beteiligten Unternehmen. In Zusammenarbeit mit der Stahlbaufirma Gerwin sowie Binder & Co., wurde die neue Anlage konzipiert und aufgebaut. Die Inbetriebnahme erfolgte im April 2013. Im 1-Schichtbetrieb ist der Sandvik Brecher jetzt täglich im Einsatz. Der Projektleiter, Ing. Rudi Heugenhauser, ist von der Kooperation der Partner und der Ausführung begeistert. „Der massive und solide Stahlbau ist betriebssicher und die Anlage leistungsstark. Von der Gewinnung, über die Aufbereitung, bis hin zur Bahnverladestation läuft bei uns alles über Förderbänder. Hier wird kein Stein mehr mit dem Radlader oder LKW bewegt. 150.000 t hochwertiger Schotter wird so umweltfreundlich gehändelt. Der CO2-Ausstoß wird pro Jahr um ca. 250 t reduziert.“ Darüber hinaus wird die Geräuschemission erheblich gesenkt. Ferner verringern sich die Produktionskosten durch die moderne Anlage und höhere Produktivität. Fast die gesamte Jahresproduktion wird per Bahn zu den Kunden in Westösterreich, Süddeutschland und der Schweiz transportiert. Ökologisch wie ökonomisch hat man die Herausforderung in Saalfelden angenommen und ideal gemeistert. Ein positives Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technik.

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„Die vielfältigen Programme der Prozesssteuerungseinheit, der ASRi, sind das technische Highlight des Sandvik Kegelbrechers. Ein „Baustein“ der Mineral-Gruppe ist das Diabaswerk Saalfelden. Seit 1927 wird hier in der nördlichen Grauwackenzone das Hartgestein Diabas abgebaut und aufbereitet.

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TECHNOLOGIETRANSFER Kompetenz im Gesteinsabbau Die Mineral-Gruppe ist Teil des STRABAG SEKonzerns und eine der führenden Rohstoffmarken Mittel-, Südost- und Osteuropas. Mit rund 200 Steinbrüchen und Kiesgruben wird eine optimale Versorgung mit hochqualitativen, mineralischen Rohstoffen garantiert. Ein „Baustein“ der Mineral-Gruppe ist das Diabaswerk Saalfelden. Seit 1927 wird hier in der nördlichen Grauwackenzone das Hartgestein Diabas abgebaut und auf bereitet. Derzeit sind 20 Mitarbeiter vor Ort beschäftigt. Die Jahresproduktion beträgt 150.000 bis 200.000 t.n.

Technische Daten: Sandvik Kegelbrecher CH660 • Gesamtgewicht 24.200 kg Schnitt durch Kegelbrecher mit Brechwerkzeug aus speziallegiertem Manganstahl.

• Max. Motorengröße 315 kW • Nennleistung 177-660 t/h • Spaltgröße (CSS) 13-51 mm • Max. Aufgabenöffnung 65-275 mm

Kontakt: Sandvik Construction Internet: www.sandvik.com

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TECHNOLOGIETRANSFER Sandvik Construction Central Europe

Sandvik Flexifeed-Kegel im Kann-Baustoffwerk im Einsatz

Wer kann – der KANN

KANN Gruppe: • Die KANN Gruppe unterhält 20 Produktionsstätten für Produkte des Straßen-, Garten- und Landschaftsbaus sowie 3 Kieswerke • In Produktions-, Verwaltungs- und Vertriebsstätten in Deutschland sind rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt

m KANN-Baustoffwerk Urmitz – in Sichtweite des Kraftwerks Mülheim-Kärlich – verarbeitet der Sandvik Kegelbrecher differentes Ausgangsmaterial zu Qualitätsbaustoffen für die eigene IBetonherstellung und sorgt mit dem patentierten und speziell legierten Kegel für längere Standzeiten.

Sandvik Flexifeed-Kegel im Kann-Baustoffwerk im Einsatz Am Standort Urmitz werden rund 2/3 der Kies Jahresproduktion für die eigene Betonproduktion der KANN Gruppe verwendet. Der über Transportbänder angelieferte Kies besteht zu 90 % aus 16 bis 90 mm Aufgabegut sowie aus 10 % bis 150 mm Material. Die Verarbeitung dieses differenten Aufgabegutes war Ziel der neuen Investition und neuerlichen Zusammenarbeit mit Sandvik. „Das große Spektrum, welches wir mit dem Einsatz des Sandvik Flexifeed-Kegels erreichen, war ausschlaggebend für die Kaufentscheidung des Kegelbrechers.“, erläutert Frank Hergenroether, Technischer Leiter der KANN GmbH Baustoffwerke. Darüber hinaus war er nach dem Erstkontakt über die schnelle Reaktion und gute Beratung des Sandvik

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V. l. n. r.: Frank Hergenroether (Technischer Leiter KANN GmbH Baustoffwerke), Hubertus Kirschbaum (Sandvik Construction), Michael Kocks (Betriebsleiter KANN Baustoffwerke)

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TECHNOLOGIETRANSFER

Außendienstes hoch erfreut. Was mit der Optimierung der Brechkonfiguration eines H3000 Brechers begann, endete bei der Investition in den Sandvik Kegelbrecher CH430 mit Flexifeed Werkzeug. „Grobere Körnungen werden durch geänderte Betonrezepturen immer weniger nachgefragt. Die Tendenz geht zu feinerem Material.“ fasst Frank Hergenroether zusammen. Die Vorgabe war daher: mehr 2/8er Material zu produzieren. Im Januar 2013 wurde der neue Sandvik CH430 in Betrieb genommen. Der erste Werkzeugwechsel erfolgte dann routinemäßig nach 400 Betriebsstunden. Derzeit fährt man mit der Spaltweite FF MC – zwischen 19 und 22 mm. Der Betriebsleiter Michael Kocks bestätigt:

Ein weiterer Vorteil ist die ASRi Steuerung. Ausgerüstet mit der automatischen Spaltregelung ASRi wird die Belastung des Brechers permanent überwacht. Das gewährleistet eine optimale Nutzung des Sandvik CH430 und erlaubt es, von dem Brecher zu jeder Zeit die maximale Leistung abzuverlangen. Damit bietet Sandvik eine vollständige Prozesskontrolle. Im Werk Urmitz und den beiden weiteren Kieswerken der KANN-Gruppe haben sich Sandvik Brecher über Jahrzehnte bewährt. Einer Ausdehnung der Geschäftsbeziehung steht demzufolge nichts im Wege. Da sind sich beide Partner einig:

Wer kann, der KANN mit SANDVIK!

„Mit dem großen Brechraum, gegenüber Standardausführungen, erzielen wir 10 bis 15 % mehr Leistung.“

Kontakt: Sandvik Construction Internet: www.sandvik.com

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KANN Gruppe: • Die KANN Gruppe unterhält 20 Produktionsstätten für Produkte des Straßen-, Garten- und Landschaftsbaus sowie 3 Kieswerke • In Produktions-, Verwaltungs- und Vertriebsstätten in Deutschland sind rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt

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TECHNOLOGIETRANSFER Automatische Spaltregelung ASRi Die Kegelbrecher können optional mit der automatischen Spaltregelung ASRi ausgestattet werden, die die Effizienz des Kegelbrechers verbessert und die Brecher automatisch an Änderungen der Aufgabebedingungen anpasst. Durch die Überwachung der Abnutzung der Brechwerkzeuge ermöglicht das ASRi-System, dass das Auswechseln der Brechwerkzeuge geplant und Produktionsunterbrechungen vermieden werden können.

Technische Daten: Sandvik Flexifeed-Kegel - Höhere Produktivität und Zerkleinerung, längere Standzeiten Vorteile des innovativen, patentierten und bewährten Flexifeed-Kegels: • bis zu 20-50 % höhere Einsatzzeit des gesamten Brechwerkzeugsatzes, je nach Anwendung dank optimierter Auslastung • um etwa 5 % höhere Zerkleinerung im Produkt • gleichbleibende Produktionsniveaus während der gesamten Einsatzzeit des gesamten Brechwerkzeuges • gleichbleibend hohes Leistungsvermögen

KANN Gruppe: • Die KANN Gruppe unterhält 20 Produktionsstätten für Produkte des Straßen-, Gartenund Landschaftsbaus sowie 3 Kieswerke • In Produktions-, Verwaltungs- und Vertriebsstätten in Deutschland sind rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt

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Flexifeed erhältlich für die SandvikKegelbrecher: • CH440 (H4000 + H4800) • CH430 (H3000 + H3800) • CH660 (H6000 + H6800) und H51

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TECHNOLOGIETRANSFER Sandvik Construction Central Europe

Ludwigshafen: Trash & Crush ... oder warum ist es am Rhein so schön?

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ährend Daniela Katzenberger,ein Phänomen desTrash-TV, seit einiger Zeit als Kunstfigur für Furore sorgt, produzieren die Spezialisten von Scherer + Kohl – in Zusammenarbeit mit Sandvik – seit Jahrzehnten formschönes Recycling-Material. Dank innovativer Crush-Technologie.

Ludwigshafen: Trash & Crush ... Die Firma Scherer + Kohl ist seit über 50 Jahren in der Metropolregion Rhein-Neckar tätig. An allen Standorten zusammen – in Ludwigshafen und Mannheim – arbeiten rund 130 Mitarbeiter. Direkt am Rhein gelegen, konzentrieren sich die Mitarbeiter um Bereichsleiter RC-Werke, HansOtto Hermann, und Betriebsleiter Markus Bien, auf die Aufbereitung von Recycling-Material. Eine Spezialität liegt im Bereich der RCHartgestein-Edelsplitte, die über eine spezielle Nasswäsche veredelt und marktreif produziert werden. Durch einen Schaden an einem älteren Steilkegelbrecher kam die Produktion ins Stocken. Man sah sich gezwungen, nach einer Alternative umzusehen. Durch langjährigen Kontakt zum Hause Sandvik, schloss man sich mit dem zuständigen Außendienstler, Werner Müller, kurz. Ein Gebrauchtgerät war die erste Option. Nach eingängiger Prüfung und Testläufen, entschloss man sich jedoch für ein Neugerät – den Sandvik Flachkegelbrecher CH430, inklusiv Wartungsvertrag. Nicht zuletzt durch die aufgezeigten Vorteile, wie beispielsweise die optimale Verarbeitung von einer Bandbreite differenter Aufgabematerialien.

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Die angestrebte Zielvorgabe: Leistungssteigerung & Qualitätsverbesserung.

Bauschutt aller Art, wird über einen Vorbrecher auf 0/150er Körnung zerkleinert und dem Sandvik Kegelbrecher zugeführt. Das eingesetzte Grobwerkzeug wurde auf das Aufgabematerial und das zu erzielende Endprodukt abgestimmt.

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TECHNOLOGIETRANSFER

Als zertifizierter Fachbetrieb produziert Scherer + Kohl, mit Hilfe der leistungsfähigen und innovativen Aufbereitungsanlage, gütegeprüfte RC-Baustoffe. Unter dem Markennamen RECYLIT werden RC-Gemische für den Straßen-, Tiefbau sowie Wege-und Landschaftsbau angeboten. Hierzu zählen beispielsweise Frostschutzund Tragschichtmaterialien, Zuschlagstoffe für Betonund Asphaltherstellung sowie Edelsplitte zur Herstellung von ressourcenschonendem Beton.

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Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft der Brecher nun zur vollen Zufriedenheit der Betreiber. „Im 1-Schichtbetrieb haben wir, je nach vorhandenem Recycling-Material, eine temporäre Auslastung von ca. 85 %.“, erläutert Betriebsleiter Markus Bien. „Seit Oktober letzten Jahres, haben wir die Energiekosten darüber hinaus erheblich senken können. Ferner wurde die angepeilte Leistung, nach Modifizierung der Werkzeuge und Einstellung der Brechkonfiguration, erzielt.“, resümiert Hans-Otto Hermann.

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TECHNOLOGIETRANSFER

Im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes plant man bei Scherer + Kohl schon weiter in die Zukunft. Mit dem Partner Sandvik setzt man bei der Verwertung/ Aufbereitung von Bauschutt sowie Gleisbau- und Altschottermaterialien auf Innovation und Nachhaltigkeit – nicht wie im Show-Geschäft auf Glitzer und Glamour. Bodenständigkeit und Qualität setzt sich eben durch.

Technische Daten: Kegelbrecher CH430 • Gesamtgewicht 9.200 kg • Max. Motorengröße 150 kW • Nennleistung 48-208 t/h • Spaltgröße (CSS) 4-38 mm • Max. Aufgabenöffnung 35-185 mm

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Kontakt: Sandvik Construction Internet: www.sandvik.com

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TECHNOLOGIETRANSFER Zeppelin Baumaschinen GmbH

Schwankungen in Schranken weisen

Cat Walzen CD 54B stellen sich wissenschaftlichem Test zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle

PIRMASENS (SR). Bislang wurde die Verdichtungsqualität einer Straßenbefestigung in Asphaltbauweise durch Bohrkernentnahmen stichprobenartig überprüft. Die Schwankungen hinsichtlich der Gleichmäßigkeit des Walzens waren so nicht ausreichend zu erkennen. Dabei sind inzwischen elektronische Aufzeichnungssysteme auf dem Markt.

Drei Cat Walzen vom Typ CD 54B sollten auf einem ein Kilometer langen Abschnitt beweisen, wie gleichmäßig mit ihnen eine homogene Verdichtung auf der B10 nahe Pirmasens zwischen der Anschlussstelle Waldfriedhof und der Ausfahrt Münchweiler mithilfe elektronischer Aufzeichnungssysteme gelingt und wie genau die grafische Auswertung der flächendeckenden Verdichtungskontrolle erfolgt.

Doch kann damit eine gleichmäßige homogene Verdichtung über die gesamte Fläche nachgewiesen werden? Diese Frage sollte ein Walzentest beantworten. Vier führende Walzenhersteller wollten es wissen und schickten ihre Straßenbaugeräte ins Rennen. Auch Caterpillar und sein Vertriebs- und Servicepartner Zeppelin stellten sich einem großen Walzentest, begleitet von der Uni Siegen, Fakultät IV, Department Bauingenieurwesen, vertreten durch das Institut für Straßenwesen.

Das Ziel des Forschungsvorhabens: die Qualität im Straßenbau zu erhöhen und so eine höhere Nutzungsdauer des eingebauten Asphaltmischguts zu erreichen. Bislang treten bei nicht verdichteten Asphaltschichten nach kurzer Zeit Spurrinnen oder Setzungen im Asphalt auf, obwohl in Deutschland ein hohes Know-how im Straßenbau vorliegt. Entsprechend hohe Ansprüche hat die Nation der Autofahrer selbst an den Bau von Fahrbahnen, insbesondere an die Deckschichten, die ebenmäßig, verschleißarm, resistent gegen Verformungen, leise und besonders griffig sein sollen.

Den Anstoß hatten dazu die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und der Arbeitskreis 7.4.1. FDVK A, sprich flächendeckende Verdichtungskontrolle Asphalt, sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gegeben. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland- Pfalz hatte die rund fünf Kilometer lange Versuchsstrecke auf der B10 bei Pirmasens zur Verfügung gestellt. Auch wurde die Ausschreibung für die Maßnahme speziell auf das Forschungsprojekt zugeschnitten.

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„Für uns stellt der Test eine gute Möglichkeit dar, zu zeigen, was Cat Straßenbau- Walzen können und wie sie die am Markt geforderte Verdichtungsleistung liefern können. Was Cat Geräte in der Erdbewegung leisten, ist rund um den Globus bekannt. Wir scheuen keinen Vergleich mit anderen Anbietern und wollen im Straßenbau eine klare Position beziehen“, erklärt Staale Hansen, der bei Zeppelin das Produktmanagement für Straßenbaugeräte leitet.

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TECHNOLOGIETRANSFER Jeder Walzenhersteller musste bei dem wissenschaftlich begleiteten Test zwei Mal antreten: Zuerst ging es darum, auf der 7,50 Meter breiten Fahrbahn auf einer Länge von einem Kilometer eine acht Zentimeter dicke Asphaltbinderschicht zu verdichten. Dann wurde darauf in einem zweiten Arbeitsgang mit dem Fertiger eine Schicht aus Splittmastixasphalt eingebaut und auf eine Dicke von vier Zentimetern endverdichtet. 1 500 Tonnen Asphalt für die Binderschicht und 750 Tonnen Asphalt für die Deckschicht hatte die Unternehmensgruppe Juchem täglich in ihrem Asphaltmischwerk Landau, direkt an der B10, knapp 30 Kilometer vom Einbauort entfernt, produziert und geliefert. Die Juchem-Unternehmensgruppe hatte bis zu 24 Sattelzüge im Einsatz. Normalerweise hätte das Unternehmen die Straße in einem Satz und deutlich schneller als den festgelegten zwei mal fünf Arbeitstagen durchgebaut. Doch diesmal war die Tagesbauleistung klar vorgegeben und lag aufgrund der Testbedingungen deutlich unter dem Niveau, das Juchem sonst locker bewältigen kann. Den Einbau übernahm der firmeneigene Geschäftsbereich Straßenund Asphaltbau, der zuvor bereits zwölf Zentimeter des Straßenbelags abgefräst hatte. Das Unternehmen deckt die komplette Bandbreite von der Rohstoffgewinnung mit sechs Steinbrüchen über fünf Asphaltmischanlagen bis hin zu Straßenbau ab. Das Betätigungsfeld umfasst allein beim Verkehrswegebau den Bau von Start- und Landebahnen für Flughäfen sowie den Bau von Wirtschafts-, Rad- und Gehwegen inklusive Erd- und Kanalbau. Der Betrieb liefert Asphalt für Trag-, Binderund Deckschichten, offenporigen Asphalt, Niedrigtemperaturasphalt, Gussasphalt, Splittmastix und Wintermischgut. Einen Test in dieser Dimension hat die Unternehmensgruppe mit rund 300 Mitarbeitern erstmals durchgeführt – auch wenn in der Vergangenheit immer wieder mal besondere Asphaltsorten oder Maschinen einzelner Baumaschinenhersteller im Zusammenspiel mit dem Fertiger oder Beschicker getestet wurden. „Für unsere Fahrer war es eine sehr gute Möglichkeit, einmal die Walzen der führenden Anbieter auf dem Markt zu testen und so die technischen Features neutral und objektiv zu beurteilen. Unsere Mitarbeiter haben neue Erfahrungen gewinnen können. Man lernt doch nie aus“, erläutert Rudolf Peter Juchem von der Geschäftsleitung des Familienbetriebs seine Motivation zur Teilnahme an dem Test. Grundvoraussetzung, objektive Messergebnisse Testbedingungen. Diesen Forschungsvorhaben, das

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um vergleichbare und zu erhalten, sind einheitliche Anspruch hat auch dieses die Wissenschaftler der Uni

Siegen unter Leitung von Professor Ulf Zander vom Institut für Straßenbautechnik im Auftrag der BASt durchführen und auswerten. „Die Einbaubedingungen waren günstig. Das Wetter hat mitgespielt. In der Regel haben wir es an der Teststrecke nicht mit Sonderfällen zu tun. Wir bauen hier ein Standardmischgut ein – so wie es in der Praxis in der Regel auch sonst verwendet wird und wir haben hier auch bewusst keine Besonderheiten hinsichtlich Bindemittel oder der Einbaustärke“, weist Dr. Hermann Heppenheimer, verantwortlich für die Asphaltproduktion und das Qualitätsmanagement der Juchem- Unternehmensgruppe, hin. Schließlich ging es darum, die Unterschiede bei der Walzarbeit herauszuarbeiten. Eine klare Vorgabe lautete: Erarbeitung und Einhaltung eines Walzschemas. Der Fertiger gab das Tempo vor: Beim Einbau der Binderschicht betrug es 2,5 Meter pro Minute – bei der Deckschicht lag es bei 3,5 Meter pro Minute. „Wichtig ist ein disziplinierter Bediener am Fertiger, der für konstante Geschwindigkeit sorgt und darauf achtet, dass der Fertiger nicht stehen bleibt oder zu schnell voranschreitet, weil er denkt, die Lkw-Kolonne mit dem heißen Asphalt wartet zu lange“, so Dr. Hermann Heppenheimer. Doch nicht nur die Geschwindigkeit des Fertigers ist entscheidend, sondern auch die der Walzen. Die Fahrer sollen das erarbeitete Walzschema aus Walzgeschwindigkeit, Walzbahnlänge sowie der Reihenfolge und Anzahl der Übergänge einhalten. Um einheitliche Referenzwerte zu erhalten, auf den die übrigen Walzeneinsätze bezogen werden können, führte das Unternehmen den ersten BauKilometer mit seinen eigenen Straßenbaugeräten aus. Die Fahrer wurden angehalten, so zu fahren, wie sie es sonst auch tun. Bevor sie in der Cat Walze CD 54B Platz nahmen, erhielten sie eine Einweisung von Uli Schmelzeisen, Zeppelin Produktmanager für Straßenbaugeräte, und Ronald Utterodt, bei Caterpillar Spezialist für das Segment Straßenbau. Zeppelin und Caterpillar stellten drei Walzen vom Typ CD 54B sowie das geforderte Ersatzgerät zur Verfügung. Installiert war die Verdichtungsmesstechnik der Anbieter Trimble und Völkel Microelektronik. Darüber sollten die Fahrer erkennen, wohin sie ihre Walze steuern mussten, um eine flächendeckend gleichmäßige Verdichtung zu erzielen. Die Praxis zeigt leider immer wieder, dass kleine Bereiche bei der Verdichtung übersehen werden, andere Bereiche zu viel verdichtet werden und nicht immer eine vollständige flächendeckende Verdichtung erfolgt, so wie es eigentlich der Maßstab sein sollte. Dabei kann die Tagesform und Motivation der Walzenfahrer entscheidend sein, wie konsequent und gut das gelingt.

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TECHNOLOGIETRANSFER „Die Walzarbeit ist sehr ermüdend. Irgendwann lässt die Konzentration nach. Deswegen sollen elektronische Systeme die Fahrer unterstützen“, meint Uli Schmelzeisen. Sensoren waren in den Bandagen und GPS-Empfänger auf der Kabine installiert, welche die Verdichtungswerte sowie die Position der Walze aufzeichneten und in die Kabine übertrugen. Um den Fahrern die Arbeit zu erleichtern, wurden die Fahrwege der Walze samt der bereits verdichteten Abschnitte sowie der noch nicht bearbeiteten Flächen farbig auf den Monitoren von Trimble und Völkel angezeigt. „Damit haben die Fahrer ein Hilfsmittel zur Hand und wissen, wie viel Übergänge sie bereits erreicht haben. Selbst Profi-Walzenfahrer, die ein gutes Gespür dafür haben, welche Bereiche sie verdichtet haben, können nun exakt erkennen, wo sie noch mit der Walze Verdichtungsarbeit zu leisten haben. Sie haben somit eine Kontrolle ihrer ausgeführten Arbeit. Die Anzeige ist einfach zu bedienen und übersichtlich. Letztlich soll das System den Maschineneinsatz optimieren und helfen, mit weniger Geräten und mit weniger Kraftstoff zu arbeiten“, beschreibt Norbert Mattivi von Trimble die Vorteile des Systems. Die ermittelten Daten werden dokumentiert, können am PC jederzeit abgerufen werden und stehen somit nicht nur den Fahrern, sondern auch den Auftraggebern als Nachweis sowie zur Auswertung jederzeit zur Verfügung. Gemessen wurde außerdem die Oberflächentemperatur, die ebenfalls grafisch auf den Monitoren dargestellt wurde. Der Fahrer kann seine Walzarbeit danach ausrichten. Er weiß somit, wo er im verdichtungsgünstigen Bereich ist und die für die Vibration zulässige Mindesttemperatur noch nicht unterschritten ist. Aufgrund des hier verwendeten Bindemittels ist die dynamische Verdichtung in einem Temperaturbereich zwischen 110 und 140 Grad Celsius möglich. Unterhalb dieser Temperaturen ist nur eine statische Verdichtung zulässig, um Bindemittelbrüche und Kornzertrümmerungen zu vermeiden. Bislang übernahmen die Walzenfahrer der Firma Juchem die Verdichtung ohne elektronische Verdichtungskontrolle. Sie führten die Walze rein nach Augenmaß. Einen Weg, den der Fahrer der ersten Cat Walze, Andreas Fellenzer, bislang gewählt hat: Er merkt sich einen Fixpunkt am Straßenrand, wie ein Schild oder eine besondere Pflanze, und orientiert sich daran. So war es auch auf den jeweils ersten Kilometern der Teststrecke. „Ein Fahrschüler tut sich anfangs auch noch etwas schwer, alle Anzeigen im Pkw im Überblick zu behalten. Mit der Zeit gewinnt er aber Routine und richtet seinen Blick in die Ferne. Genauso macht es der Walzenfahrer, wenn er den Monitor in der Kabine im Blick behalten muss“, so Ronald Utterodt von Caterpillar.

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Eine Erfahrung, die Andreas Fellenzer bestätigen kann: „Man gewöhnt sich recht schnell an das elektronische System zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle. Allerdings war es gut, dass wir jeden Tag eine Einweisung bekommen haben. Denn wir mussten uns jedes Mal aufs Neue auf eine andere Walze und ein anderes System einstellen. Da kommen selbst Geübte ins Schwitzen. Alles in allem lässt sich sagen: Die Cat Walze bietet eine gute Übersicht, viel Platz sowie eine präzise Steuerung und ist leise“, so Fellenzer über seinen ersten Eindruck zum Einsatz der Cat Walze CD 54B. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Bedieneinheit um 360 Grad drehen lässt und auch um bis zu zehn Zentimeter seitlich über die Kabinenkante herausfahren kann, um eine gute Sicht auf die Bandagenkante und das Kantenandrückgerät zu haben. „Die Frage ist auch immer, wie viele Informationen benötigt der Fahrer, um eine flächenmäßig gleichmäßige Verdichtung zu erzielen? Der Walzentest soll auch dazu eine Antwort liefern“, so Micha Tobias Buch, DiplomBauingenieur und wissenschaftlicher Mitarbeiter von der Uni Siegen. Allerdings hänge dies auch immer stark vom Walzenfahrer ab – der eine verlange nach mehr, der andere nach weniger Informationen. Genauere Erkenntnisse wird die endgültige Auswertung ergeben. Dazu wurden pro Streckenabschnitt an zwei verschiedenen Stellen je sechs Bohrkerne gezogen und Mischgutproben entnommen. Kontrolliert wurden die von den Cat Walzen erzielten Ergebnisse mithilfe der radiometrischen Verdichtungsmessung – dazu war eine sogenannte Troxler- Dünnschichtsonde im Einsatz. Die Werte wurden von Ria Schneider, Laborantin der Uni Siegen, und von Andreas Dietzen, Leiter des Asphaltlabors der Firma SBT, Laboratorium für Straßen- und Betonbau Trier, protokolliert und überwacht. Für die Dichtebestimmung des eingebauten Asphalts werden häufig Gammastrahler verwendet. Dabei wird die Sonde auf das zu untersuchende Material gesetzt. Die Strahlenquelle sendet Strahlung aus, die durch das Material abgeschwächt und gestreut wird. Mithilfe des integrierten Zählrohrs können diese Unterschiede bestimmt und daraus auf die Dichte des Materials geschlossen werden. Die Auswertung läuft vollautomatisch im Gerät ab. „Letztlich hängt die Effizienz der Walzarbeit – auch bei Nutzung moderner Informationssysteme – unmittelbar von der Arbeitsvorbereitung der gesamten Baustelle ab. Das beste System versagt, wenn der Einbau ungleichmäßig vonstatten geht. Und gerade hier hat das ausführende Unternehmen Juchem eindrucksvoll bewiesen, dass ein nahezu unterbrechungsfreier Einbau mit sehr

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TECHNOLOGIETRANSFER gleichmäßigen Mischguttemperaturen möglich ist“, so Ronald Utterodt. Besonderer Wert wurde auch auf die Gleichmäßigkeit der Materialströme gelegt, die durch den Einsatz eines Beschickers in Kombination mit einem großvolumigen Fertiger-Einstellkübel erzielt wurde. Des Weiteren war eine gute Abstimmung des Materialflusses vom Lattenrost bis zu den Seitenbegrenzungsblechen der Bohle sowie geringe und sich umwälzende Materialfüllstände zwischen den Dosierblechen und den Vorderwänden der Bohlen- Ausschiebeteile gegeben. Auch die Förderschnecken drehten sich langsam und gleichmäßig, sodass insgesamt ein Einbau wie aus dem Lehrbuch erfolgte. Damit wurden seitens der Baufirma die Voraussetzungen geschaffen, dass die Walzverdichtung auf guten Ausgangsbedingungen aufgebaut werden konnte und das Forschungsprojekt zum Erfolg geführt werden kann. Einen ersten Zwischenbericht will die Uni Siegen, Fakultät IV, Department Bauingenieurwesen, vertreten durch das Institut für Straßenwesen Ende Oktober der Bundesanstalt für Straßenwesen vorlegen. Eine endgültige Auswertung aller Ergebnisse soll bis August 2014 fertig sein.

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WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Zeppelin Baumaschinen GmbH Kommunikation Klaus Finzel Tel.: +49(0) 89 - 32 00 03 41 Fax: +49(0) 89 - 32 00 07 341 eMail: klaus.finzel@zeppelin.com Internet: www.zeppelin-cat.de

Die Cat Walze vom Typ CD 54B sollte auf einem ein Kilometer langen Abschnitt beweisen, wie gleichmäßig mit ihr eine homogene Verdichtung erzielt werden kann – und das im Zusammenspiel mit zwei weiteren Modellen und elektronischen Aufzeichnungssystemen. (Foto: Zeppelin).

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

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NEUHEITEN & REPORTAGEN BEUMER Group GmbH & Co. KG Mit Gurtförderanlagen lassen sich Schüttgüter schnell und effizient vom Abbauort auch über unwegsames Gelände zum Zielort transportieren.

Powder & Bulk Solids India 2013: BEUMER Group informiert über innovative Lösungen für die Schüttgutindustrie:

Lagern, handhaben, verarbeiten!

uf der Powder & Bulk Solids India 2013, der internationalen Konferenz und Ausstellung für Lagerung, Handling und Verarbeitung von Schüttgütern und Pulver (9. bis 11. Oktober, Mumbai/ A Indien), informiert die BEUMER Group über ihre umfassende Kompetenz in der Silotechnik, der Förder- und Verladetechnik sowie in der Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik. Enexco Teknologies India Limited, Teil der BEUMER Group mit Hauptsitz in Beckum/Deutschland, informiert an Stand C2 die Messebesucher über ihre innovativen Lösungen für den Schüttgutbereich. BEUMER hat zum Beispiel Systemlösungen für die Planung, Konstruktion und Fertigung kompletter Mahlanlagen im Programm, die speziell auf die jeweiligen Anwendungsfälle abgestimmt sind. Enexco ist zudem Komplettausrüster für Siloanlagen. Zum Lieferspektrum gehören Luftförderrinnen, manuelle und automatische Absperrschieber, Parallelverteiler, Wiegeund Belüftungssysteme, Dosiertechnik, Durchlaufmessgeräte und Rohrleitungen sowie die passende Steuerungstechnik. Referenzanlagen weltweit belegen die Erfahrung und das Fachwissen von Enexco bei verschiedenen Silotypen.

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BEUMER hat weiterhin kurvengängige Gurtförderer im Programm. Diese können große Mengen Schüttgut vom Steinbruch oder Bergwerk kostengünstig und schnell zum Werk oder zum Hafen befördern. Die Gurtförderer bewältigen lange Distanzen, große Steigungswinkel und enge Kurvenradien und lassen sich individuell an die jeweilige Aufgabenstellung und Topographie anpassen. Je nach Anforderung bietet BEUMER offene Muldengurtförderer für höhere Durchsätze, stärkere Massenströme sowie größere Kurvenradien und geschlossene Rohrgurtförderer für Produkte, die vor Umwelteinflüssen geschützt werden müssen. Um die Schüttgüter schnell und staubfrei in Silofahrzeuge zu verladen, bietet BEUMER Losebeladeköpfe an. Diese sind nach dem Doppelwandsystem konstruiert: Materialeinlauf und Entstaubungssystem sind voneinander getrennt. Um geringe Positionsungenauigkeiten des

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Mit dem Enexco fillpac bietet die BEUMER Group eine effiziente und optimierte Abfülltechnik an.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: BEUMER Group GmbH & Co. KG Oelder Str. 40 59269 Beckum | Deutschland Internet: www.beumergroup.com Regina Schnathmann Tel. + 49 (0) 2521 24 381 Regina.Schnathmann@beumergroup.com Verena Breuer Tel. + 49 (0) 2521 24 317 Verena.Breuer@beumergroup.com

Fahrzeugs auszugleichen, lässt sich der Losebeladekopf zum Aufsetzen seitlich bewegen. Stationär angeordnete Losebeladeköpfe reichen bei großen Verladekapazitäten, wie sie zum Beispiel in der Zementindustrie der Fall sind, oft nicht mehr aus. Der Losebeladekopf muss dann zu jedem Einfüllstutzen des Fahrzeugs gefahren werden können. BEUMER hat dafür Belademobile entwickelt, die sich an die Fahrzeuglänge anpassen lassen. Sollen offene Fahrzeuge staubfrei beladen werden, stehen verschiedene Teleskopbeladeeinrichtungen zur Verfügung. Mit dem Enexco fillpac bietet die BEUMER Group eine effiziente und optimierte Abfülltechnik an. Ausgelegt ist dieser rotierende Packer für Kapazitäten von 300 bis 6.000 Sack pro Stunde. Die Anlage kann alle Sackarten verarbeiten. Mit einem speziellen Aufstecker ausgerüstet, befüllt der fillpac R sogar HDPE-Säcke. Außerdem wurde die Füllturbine vergrößert. Im Produktbereich Palettiertechnik informiert die BEUMER Group über die Baureihe paletpac. Dieser Lagenpalettierer palettiert in Säcken abgefüllte Schüttgüter. Die geometrische Genauigkeit und die Stabilität der palettierten Stapel ermöglichen eine problemlose Lagerung und gewährleisten eine sichere Integration in die nachgelagerten Verpackungsanlagen. Dazu hat BEUMER das vielseitige HochleistungsVerpackungssystem BEUMER stretch hood entwickelt. Es verpackt palettierte Waren bei minimiertem Folienverbrauch und sichert die Ladung auf der Palette mit einer perfekt sitzenden Folienhaube.

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Über die BEUMER Group Die BEUMER Group ist ein international führender Hersteller der Intralogistik in den Bereichen Förder- und Verladetechnik, Palettier- und Verpackungstechnik sowie Sortier- und Verteilsysteme. Zusammen mit Crisplant a/s und Enexco Teknologies India Limited beschäftigt die BEUMER Group etwa 3.200 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro. Mit ihren Niederlassungen und Vertretungen ist die BEUMER Group in zahlreichen Branchen weltweit präsent. Mehr Informationen unter: www.beumergroup.com.

Die Hochleistungs-Verpackungsmaschine BEUMER stretch hood sichert die Ware auf der Palette, minimiert den Folienverbrauch und schützt das Produkt vor äußeren Einflüssen.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Backers Maschinenbau GmbH

Backers Maschinenbau GmbH eröffnet 3. Fertigungslinie für Sternsiebe!

ie Nachfrage an Sternsieben der Firma Backers hat seit Jahren kontinuierlich zugenommen. Die mobilen Sternsiebe werden bisher in 2 Fertigungslinien dem Kundenwusch entsprechend D hergestellt. Weil es jedoch Engpässe gab hat die Firma Backers 2012 in eine neue Halle für

die Endmontage investiert. Seit Mai 2013 läuft jetzt in dieser Halle die dritte Fertigungslinie. In der neuen Halle mit 2 x 6,3 Tonnen Brückenkrane sollen künftig stationäre Sternsiebaggregate sowie komplette stationäre Anlagen gefertigt werden. Die kontinuierliche Umsatzsteigerung beruht auf der stetigen Weiterentwicklung der Produkte. Besonders wichtig ist dabei der Kontakt zum Kunden, insbesondere wenn Kunde und Branche neue Wege einschlagen. Dieses konnte die Firma Backers besonders bei der Weiterentwicklung der Sieb- und Mischmaschine für sich nutzen. Das Sternsieb 3-mtbc bzw. 3-mtac hat sich seit 2005 einen guten Namen gemacht, wenn es darum geht Böden zu stabilisieren oder Flüssigböden sowie HGT (hydraulisch gebundene Tragschichten) herzustellen. Dabei hat die Firma Backers das Gesamtkonzept nicht aus dem Auge gelassen und kann auch bezüglich Bindemittelzuführung u. a. unterstützend zur Seite stehen.

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Es nützt nichts, wenn die Maschine einige Stunden voll genutzt wird und es danach zu Arbeitsausfall kommt, weil es zum Beispiel beim Nachschub von Bindemitteln stockt. Um solchen Problem zu entgehen muss das Gesamtkonzept passen. Auch ist die stetige und kontinuierliche Vermischung samt Dokumentation von Bedeutung. Zur Herstellung von Flüssigboden sind auch die exakte Wasserzuführung sowie die Großkörnigkeit wesentlich. Der Arbeitsablauf muss kundenspezifisch ausgearbeitet werden.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Die Firma Backers hat sich bei den mobilen Sternsiebprodukten jedoch nicht total vom Kunden beeinflussen lassen. Hier ist konsequent nach dem Kriterium „Was ist machbar und sinnvoll!?“ gearbeitet worden.

Fazit daraus ist folgende, einteilende Produktpalette: • 2- Fraktionen Sternsiebe – Hakenliftmobil, optional kombiniert mit Raupenfahrwerk • 2- Fraktionen Sternsiebe für Straßentransport als Sattelauflieger und mit Zugdeichsel. • 2- Fraktionen Sternsiebe auf Raupe, welche auch im hügeligen Gelände fahren und zugleich sieben können. • 3- Fraktionen Sternsiebe nach dem Prinzip „Grobabsiebung vor Feinabsiebung“ – auf Rädern, Raupe oder Rad-Raupen-Kombination.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Backers Maschinenbau GmbH Auf dem Bült 42 49767 Twist Tel.: ++49-5936-9367-0 Fax: ++49-5936-9367-20 eMail: info@backers.de Internet: www.backers.de

2- und 3-Fraktionen Sternsiebe werden in zwei Standardbreiten angeboten, die gängigste dabei ist die Siebbreite von 1,2 Meter, die nächste Stufe hat eine Breite von 1,7 Metern. Bei allen Entwicklungen wird stets genau auf’s Details geachtet, da die Sternsiebe von Backers nicht nur zur Absiebung von organischem Material eingesetzt werden können, sondern auch in mineralischem Material oder in der Sieb- und Mischtechnik genutzt werden. Die Sternsiebe von Backers werden weltweit in zahlreiche verschiedene Länder und Gebiete vertrieben, so dass auch die Gegebenheiten der jeweiligen Länder wie bspw. Extremtemperaturen bedacht werden müssen.

Leitbild der Firma Backers Die Sternsiebtechnik der Firma Backers Maschinenbau GmbH geht seit über 20 Jahren Produktion erfolgreich Ihren Weg. Ständig neue Anforderungen auf dem Markt, wie aber auch die flexibel gestaltete zukunftsorientierte Unternehmenspolitik haben die Firma Backers stetig wachsen lassen. Unterstützt wurde dies durch das große Vertrauen und die gute, langfristige Zusammenarbeit mit Kunden, Importeuren, Mitarbeitern sowie auch Lieferanten. So wird in der heutigen Zeit die Backers Sternsiebtechnik nicht einfach nur gekauft. Nein, sie wird mit der intensiven Zusammenarbeit der o. g. Mitwirkenden und den wachsenden Anforderungen in Form von Innovation, Vertrauen, Treue und Qualität gelebt. Und so ist der wichtigste Leithauptsatz der Firma Backers Maschinenbau GmbH und der Ihrer Partner:

Qualität ist, wenn der Kunde wiederkommt und nicht das Produkt!

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NEUHEITEN & REPORTAGEN HAVER & BOECKER

HAVER & BOECKER erobert Australien Neue Tochtergesellschaft in Perth gegründet

Neue Tochtergesellschaft in Perth gegründet Die HAVER-Gruppe hat ihr globales Netzwerk erneut erweitert und HAVER AUSTRALIA in Perth, Westaustralien, gegründet. Seit Beginn dieses Jahres ist ein vierköpfiges Team unter Leitung von Geschäftsführer René Dechange in einem modernen Industriekomplex in Malaga, ca. 20 km nördlich vom Stadtzentrum Perth, ansässig. Damit ist HAVER & BOECKER nun auf allen Kontinenten dieser Erde vertreten. HAVER AUSTRALIA bietet das komplette Portfolio der HAVER & BOECKER-Verpackungstechnik sowie der HAVER & TYLER-Aufbereitungstechnik an. Neben dem Verkauf deckt HAVER AUSTRALIA auch den Servicebereich ab. In der 500 m2 großen Montagehalle werden Ersatzteile gelagert, Montage- und Servicearbeiten durchgeführt sowie der Versand organisiert.

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Das Team von HAVER AUSTRALIA mit (v. l.) Geschäftsführer René Dechange, Dominik Vennewald, Gabriela Emanuele und Larissa Kneissl vor dem Lager der neuen Tochtergesellschaft.

Neben der Pflege und dem weiteren Ausbau des Kundenstamms der HAVER-Verpackungstechnik liegt der Schwerpunkt auf der Erschließung der Bergbauindustrie in Westaustralien. Gute Chancen rechnet sich HAVER & BOECKER für den Verkauf seiner Hochleistungssiebmaschinen, Reinigungstechnik und Pelletiersysteme aus. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: HAVER & BOECKER DRAHTWEBEREI UND MASCHINENFABRIK Carl-Haver-Platz 3 | 59302 Oelde Tel.: +49 2522 30 0 | Fax: +49 2522 30 403 eMail: info@haverboecker.com Internet: www.haverboecker.com

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NEUHEITEN & REPORTAGEN RAG Mining Solutions GmbH

Arbeitssicherheit nach deutschem Vorbild

Dr. Jürgen Steiger (GIZ), Wenjie Chang (Kailuan Coal Group) und Dieter Mantwill (RAG Mining Solutions) bei der Unterzeichung des Vertrages (vordere Reihe, von links).

I

m Juli 2013 wurde in der chinesischen Stadt Tangshan ein Vertrag zwischen der RAG Mining Solutions GmbH, der Kailuan Coal Group Ltd. und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH über die Durchführung eines Public Private Partnership (PPP) Projekts unterschrieben.

Ziel dieses Projekts ist es, das im deutschen Steinkohlenbergbau gewonnene Know-how im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Form von Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bei der Kailuan Coal Group umzusetzen. Das PPP-Projekt läuft von 2013 bis 2015 und umfasst die Themengebiete Unfallschwerpunkte in den Bereichen Streckenvortrieb, Logistik und Gewinnung, Wettertechnik, Brandschutz, Gefahrstoffe, Explosionsschutz und Rettungswesen. Die RAG Mining Solutions (Beijing) Ltd. in Peking, die von Beginn an in die Konzeption und Vorbereitung des Projektes eingebunden war, wird das Projekt als lokaler Kontaktpartner, Dienstleister und Clearingstelle aktiv begleiten. Dazu gehören auch weiterführende Gespräche zwischen beiden Unternehmen über die Zusammenarbeit auf anderen Produktfeldern wie z.B. den ConsultingDienstleistungen Aus- und Vorrichtung, Wetter- und Klimatechnik sowie Automation. Anlässlich der feierlichen Zeremonie der Vertragsunterzeichnung, die von Zhang Zhiyou Personalvorstand der Kailuan Coal Group und hoher Parteifunktionär - moderiert wurde, betonten die Herren Zhang und Dieter Mantwill, Prokurist und Leiter des Geschäftsfelds AGU bei der RAG Mining Solutions die besondere Bedeutung des Vorhabens, welches die Arbeitssicherheit im chinesischen Bergbaus im Zuge dieses Zweijahresprogramms erneut nachhaltig verbessern wird. „Dabei geht es uns nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern um die partnerschaftliche Umsetzung des Projekts“, sagt Dieter Mantwill im Nachgang zur Unterzeichnung der Verträge.

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Dr. Jürgen Steiger, Landeschef der GIZ China, drückte die Freude seiner Organisation darüber aus, das mit der RAG erneut eine Partnerschaft eingegangen wurde, die den Zielsetzungen der GIZ wie auch die des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) voll entspräche. „Die Sicherheit von Bergleuten ist ein Thema, das mittlerweile auch in China höchste Priorität genießt, und das wir mit dieser Anteilsfinanzierung gerne unterstützen – es dient uns als Leuchtturmprojekt für kommende Aufgaben“, so Steiger. Den hohen Stellenwert, den das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Kailuan Coal Group besitzt, zeigt der Umstand, dass während einer zuvor stattfindenden Veranstaltung der International Social Security Association (ISSA) das Bergbauunternehmen Kailuan von dem eigens angereisten Generalsekretär der ISSA Mining, Herrn Helmut Ehnes, als Mitglied in den Verband aufgenommen wurde. RAG Mining Solutions GmbH Die RAG Mining Solutions GmbH vermarktet weltweit das deutsche Know-how im Steinkohlenbergbau und bietet dem Markt ein breites Angebot an Consulting- und Engineeringleistungen sowie Schulungen für den gesamten Bereich rund um das Thema Bergbau. Weitere Themen wie beispielsweise das Prüfwesen oder die Industriesanierung runden das Dienstleistungsangebot ab. Darüber hinaus vermarktet die RAG Mining Solutions gebrauchtes und bewährtes Bergbauequipment, Industrieanlagen sowie Kraftwerke und Kraftwerkskomponenten.

Kontakt: RAG Mining Solutions GmbH Karsten Gutberlet | Leiter Marketing/Kommunikation Tel (0 23 23) 15-53 06 | Fax (0 23 23) 15-53 55 eMail: info@ragms.com | web: www.ragms.com

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NEUHEITEN & REPORTAGEN New Holland Construction

New Holland Construction : Ulmer Unternehmerin

erwirbt New Holland Radlader und gewinnt Fiat 500 MSU Geschäftsführerin Christiane Konzelmann in ihrem neuen Fiat 500

Ulm, 2. August 2013. Die Metallschmelzwerke Ulm GmbH (MSU) konnte sich im letzten Monat nicht nur über einen New Holland Kompakt-Radlader W60B freuen: Geschäftsführerin Christiane Konzelmann gewann zudem einen brandneuen Fiat 500 im New Holland Branding. Damit war sie die erste Gewinnerin der großen New Holland Verlosung, die während der Bauma 2013 unter allen Kunden stattfand. Matthias Meiser, Geschäftsführer des lokalen New Holland Händlers Böhrer Baumaschinen, ließ es sich nicht nehmen, die Schlüssel persönlich an die neue Besitzerin zu überreichen: „Wir freuen uns darüber, dass das Los auf unser Händlergebiet gefallen ist und die Firma MSU als ein Marktführer für Kupfergusslegierungen den Hauptpreis gewonnen hat.“ „Der Gewinn war eine große Überraschung für mich“, freut sich Christiane Konzelmann. „Wir können das Auto gut gebrauchen und werden es hier im Unternehmen für verschiedene Botengänge einsetzen.“ Die MSU ist ein mittelständisches Unternehmen, das pro Jahr etwa 13.000 Tonnen Kupfergusslegierungen produziert. „Wir haben uns für den W60B von New Hollland entschieden, weil er aufgrund der guten Sicht und hohen Ausschütthöhe ideal für den Einsatz in unserem Werk geeignet ist“, erklärt Konzelmann. „Zudem ist auch das temperaturgeregelte Kühlsytem für uns extrem wichtig, da dieser Radlader selbst in belastetem Umfeld und in unmittelbarer Nähe der Drehtrommelöfen eingesetzt werden kann. Den Ausschlag hat letzten Endes der schlagkräftige Service der Firma Böhrer gegeben. “

New Holland Construction New Holland Construction ist ein weltweiter Hersteller und Full Liner von Maschinen für die Erdbewegung mit einem Netz von 800 Vertragshändlern und mehr als 2.100 Standorten in 100 Ländern. Das Unternehmen vereint die Leistungsstärke und die Ressourcen einer weltweiten Organisation in den Bereichen Handel, Industrie und Finanzen. Als Anbieter zahlreicher Traditionsmarken verkauft New Holland Qualitätsprodukte auf dem neuesten Stand der Technik, die alle geltenden Sicherheitsnormen und Umweltvorschriften einhalten. New Holland Construction ist eine Marke der CNH Global N.V., einer Tochtergesellschaft mit Mehrheitsbeteiligung der Fiat Industrial S.p.A. (Fi.Mi). Weitere Informationen finden Sie online unter www.newholland.com v.l.: Markus Meyer, CNH CE Business Director D-A-CH; Dr. Gerhard Konzelmann, MSU Geschäftsführer; Christiane Konzelmann, MSU Geschäftsführerin; Matthias Meiser, Geschäftsführer Böhrer Baumaschinen; André Friedrichs, Business Manager New Holland Construction; Stefan Kiss, Verkauf

Kontakt: C2 Marketing für ALARCON & HARRIS Lutz Holthaus eMail: presseservice@c2marketing.de

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NEUHEITEN & REPORTAGEN DOLL Fahrzeugbau AG

DOLL: Neue Selbstlenker-

Züge für Universal Transport

Universal Transport Michels (UTM), ein Unternehmen für Schwertransporte mit mehreren Standorten in Deutschland und Osteuropa, hat fünf neue DOLL¬SelbstlenkerZüge in ihren Fuhrpark aufgenommen. Seit Juli verfügt das Unternehmen Universal Transport mit Hauptsitz in Paderborn über Verstärkung ihres Fahrzeugangebots. Neben fünf 5-Achs-SelbstlenkAnhängern vom Typ N5S-0 22,5 unterstützen zukünftig fünf 3-Achs-Zwischensattel-Anhänger, Typ D3L-0, das Unternehmen bei seinen Transporten. Kaufentscheidend für UTM waren die jahrzehntelange Erfahrung, die bessere Fahrstabilität sowie die praxisgerechten Detaillösungen von DOLL. Im Segment „Selbstlenker“ ist DOLL der absolute Benchmark, an dem sich auch preisaggressive Wettbewerber aus dem benachbarten Ausland messen lassen müssen. Die 5-Achs Nachläufer verfügen bei einem Leergewicht von 12.250 kg über ein zulässiges Gesamtgewicht von 50.000 kg (60.000 kg technisch) und eine Nutzlast von 37.750 kg. Das Fahrniveau des Selbstlenkers ist für eine zweite Fahrstellung um 40 mm absenkbar, sodass eine Schemelhöhe von 1.625 mm möglich ist. Die erste und die zweite Achse des Fahrzeugs sind auf Drehgestell montiert, die dritte und vierte sind starr, die fünfte Achse ist als

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reibungsgelenkte Nachlauflenkachse ausgeführt, die über Lenkzylinder nachlenkbar ist und bei einer Geschwindigkeit über 40 km/h automatisch verriegelt. Der Aufbau kann einen DOLL-Spezialschemel aufnehmen, der über einen maximalen mechanischen Drehwinkel von 80 °nach links und rechts verfügt. Die Zwischen-Sattel verfügen bei einem Leergewicht von 8.000 kg über ein zulässiges Gesamtgewicht von 53.000 kg und haben eine Sattellast von 23.000 kg. Die Ladehöhe liegt bei 1.720 mm. Das Fahrgestell lässt drei Stellungen für den Betonschemel zu, woraus sich ca. 18 t, 20,2 t oder 22,6 t Sattellast ergeben. Der Spezialschemel ermöglicht ein Auflagegewicht von bis zu 60 t. Er wird mittels einer Wipplagerung auf dem Zwischen-Sattel montiert. Um ein optimales Eigengewicht zu realisieren, wurden sowohl der Selbstlenk-Anhänger als auch der ZwischenSattel mit Aluminium Felgen DOLL Fahrzeugbau AG Alcoa Dura-Bright ausgestattet.

Kontakt: DOLL Fahrzeugbau AG - Patrick Spitznagel Industriestraße 13 | 77728 Oppenau paspitznagel@doll-oppenau.com | www.doll-oppenau.com

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Putzmeister Holding GmbH

Putzmeister bestellt Dr. Gerald Karch zum CEO: Wechsel von Norbert Scheuch auf Gerald Karch zum 31. August Dr. Gerald Karch: “Putzmeister setzt auf Kundenorientierung und internationale Stärke” „Es war eine spannende und herausfordernde Aufgabe, Putzmeister wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, sagt Norbert Scheuch. „Nach der Restrukturierung in den vergangenen Jahre kann Putzmeister zurecht behaupten, der Weltmarktführer in seiner Branche zu sein.“ Dr. Gerald Karch sagt: „Ich freue mich, die Position als CEO von Putzmeister anzutreten. Das Unternehmen ist in guter Verfassung. Putzmeister wird weiterhin auf den Ausbau der Kundenorientierung und internationalen Stärke setzen.“ Vor seiner Tätigkeit bei Putzmeister verbrachte Gerald Karch 14 Jahre beim deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ZF Friedrichshafen in verschiedenen Managementpositionen. Herr Karch studierte Maschinenbau an der Universität Karlsruhe und promovierte im Jahr 1992. (Bild: Dr. Gerald Karch) Aichtal, September – Der Aufsichtsrat von Putzmeister, der weltweit führende deutsche Hersteller von Betonpumpen, hat Dr. Gerald Karch zum neuen Geschäftsführungsvorsitzenden des Unternehmens und somit Nachfolger von Norbert Scheuch bestellt. Herr Scheuch schied nach insgesamt vierjähriger Tätigkeit im gegenseitigen Einvernehmen mit Ablauf des 31. August 2013 aus der Geschäftsführung der Putzmeister Holding GmbH aus. Gerald Karch kam Ende 2008 zu Putzmeister und ist seit Anfang 2010 Geschäftsführer der Putzmeister Holding. Zusätzlich zu seiner Rolle als CEO wird Gerald Karch nach der Zustimmung der entsprechenden Gremien auch in das Sany-Board berufen. „Der Aufsichtsrat dankt Herrn Scheuch für sein hohes Engagement, die erfolgreiche Restrukturierung und Neuausrichtung der Gruppe und wünscht ihm für seine berufliche und private Zukunft weiterhin alles Gute“, sagt Dietmar Feder, Aufsichtsratsvorsitzender von Putzmeister. „Gleichzeitig begrüße ich Gerald Karch als neuen CEO unseres Unternehmens. Er war bereits Mitglied der Konzernführung in Zeiten fundamentalen Wandels und ich bin überzeugt, dass er unser Unternehmen in eine Zukunft internationaler Stärke führen wird.“

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CFO Dr. Renate Neumann-Schäfer sowie das Management Team von Putzmeister bleibt unverändert an Bord und stellen somit die Kontinuität im Unternehmen sicher. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Putzmeister Holding GmbH Marketing Max-Eyth-Str. 10 | 72631 Aichtal Tel.: +49 7127 599-311 | Fax: +49 7127 599-140 eMail: marketing@putzmeister.de Internet: www.putzmeister.de Pressekontakt: Michael Walder, +49(0)7127 599 311 Dr. Sarah Rötzer +49(0)7127 599 348

Putzmeister Holding GmbH Die Putzmeister Holding GmbH und ihre mehr als 20 Tochterfirmen entwickeln, produzieren und verkaufen weltweit technisch hochwertige Maschinen in den Bereichen Beton- und Mörteltechnik sowie in der Förderung von Dickstoffen. Die Marktfelder liegen in der Bauindustrie, im Berg- und Tunnelbau, bei industriellen Großprojekten und Anlagen. Sitz des Unternehmens ist Aichtal. Mit rund 3.000 Mitarbeitern, davon 1.200 in Deutschland, erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr rund EUR 675 Millionen Umsatz. Gesellschafter der Putzmeister Holding GmbH ist zu 100 % die SANY Heavy Industry Co., Ltd.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Bundesverband Mineralische Rohstoffe

Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe:

Geschäftsführung bei MIRO wieder komplett

Das Präsidium des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) hat Herrn Dr.-Ing. Olaf Enger (51) zum neuen Hauptgeschäftsführer berufen. Er tritt seinen Dienst im August 2013 in der Geschäftsstelle in Köln an. Der promovierte Bergingenieur bringt über 20 Jahre einschlägige Berufserfahrung mit. Dr. Enger arbeitete nach seinem Studium und der Assistentenzeit an der TU Clausthal zunächst bei der Treuhandanstalt in Berlin, wo er als Referent im Direktorat „Energie/Bergbau/Steine und Erden“ an der Privatisierung von Bergbauunternehmen mitwirkte. Im Anschluss war er bei verschiedenen Kies-, Sandund Recyclingunternehmen in verantwortlicher Position als Produktionsleiter, Prokurist und zuletzt Geschäftsführer tätig. Vor rund vier Jahren übernahm er die Geschäftsführung der Euroquarz GmbH und deren Tochtergesellschaften. Seit vielen Jahren bringt sich Dr. Enger außerdem aktiv in das Verbandsgeschehen ein. So ist er seit 2001 Vorsitzender des Bundesüberwachungsverbandes Kies, Sand, Splitt. Als langjähriges Vorstandsmitglied in vero (ehem. WVB) sowie im damaligen Bundesverband der deutschen Kiesund Sandindustrie (BKS) und jetzigen MIRO, bestimmte er Entwicklung und Ausrichtung der Verbandslandschaft aktiv mit. MIRO: DWalter Nelles wird nach 17 Jahren beim Verband Stellvertretender Hauptgeschäftsführer.

MIRO: Dr. Olaf Enger übernimmt im August die Hauptgeschäftsführung bei MIRO in Köln.

Zeitgleich hat das Präsidium des Bundesverbandes Herrn Assessor des Bergfachs Walter Nelles zum Stellvertretenden Hauptgeschäftsführer von MIRO berufen. Er absolvierte nach dem Bergbaustudium an der RWTH Aachen den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des Höheren Staatsdienstes im Bergfach und wechselte nach einer kurzen Tätigkeit am Oberbergamt des Landes Brandenburg im April 1996 als Assistent der Geschäftsführung zum Bundesverband Naturstein-Industrie (BVNI), dem heutigen MIRO und dessen Forschungsgemeinschaft. 2001 wurde er zum Geschäftsführer der Forschungsgemeinschaft und zum Mitglied der Geschäftsführung des BVNI ernannt. Seit Mai 2008 ist Walter Nelles als Geschäftsführer im MIRO u.a. für die Bereiche Arbeitssicherheit, Gewinnungsund Aufbereitungstechnik, Technischer Umweltschutz, Bergrecht sowie Forschung tätig. Zudem betreut er die Arbeitsgemeinschaft Quarz. Die neue Hauptgeschäftsführung wird gemeinsam mit den Geschäftsführern Christian Haeser, der die Bereiche Rohstoffsicherung, Umweltschutz, Folgenutzung und Recht verantwortet, sowie Raimo Benger, der sich von Duisburg aus u.a. für die Bereiche Steuern und Betriebswirtschaft stark macht, sämtliche anstehenden Aufgaben auf Bundesund europäischer Ebene engagiert angehen und speziell die politische Arbeit verstärken.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

ForumMIRO 2013 vom 6.-8. November in Aachen: Nach der Wahl besonders spannend! ForumMIRO heiSSt die Leitveranstaltung der deutschen Gesteinsindustrie. Durchgeführt an unterschiedlichen Orten in Deutschland, wurde in diesem Jahr Aachen als Austragungsort gewählt, zumal Eurogress und Umfeld ideale Bedingungen für eine Fachveranstaltung dieser Art bieten.

Den Impulsvortrag im Rahmen der Eröffnung hält Prof. Günter Verheugen. Branchenbekannt wurde der Festredner, der von 1999 bis 2009 EU-Kommissar war, vor allem durch seine EU-Rohstoffinitiative, mit der er das Thema Rohstoffe nach langer Pause endlich wieder auf die europäische Agenda brachte und eine Diskussion zur Rohstoffbedeutung anschob.

Das Jahr 2013 liefert reichlich Zündstoff. Nicht nur da es ein Bundestagswahljahr ist, sondern auch weil Versäumnisse der Vergangenheit gerade jetzt drastisch zutage treten. Bei Infrastrukturerhaltung und sozialem Wohnungsbau sind die Folgen besonders deutlich zu erkennen. Die Roh- und Baustoffindustrie sollte sich angesichts dessen eigentlich zurücklehnen können und zuversichtlich die steigende Nachfrage abwarten. Da es aber in einem politischen Umfeld, das der Wertschöpfung seiner Industrie zu wenig Bedeutung beimisst, auch immer „Aufpassen“ heißt, schlagen sich die Unternehmen und Verbände der Branche mit wenig erfreulichen Gesetz- und Verordnungsentwürfen, komplizierteren Unternehmensfinanzierungen, EEGVerwirrungen, schwierigen Bedingungen bei der vorsorgenden Rohstoffsicherung, organisierten und/ oder instrumentalisierten Wutbürgern und immer wieder aufkeimenden Steuer- und Abgabenbegehrlichkeiten herum.

Begleitet wird die Veranstaltung wie immer von einer hochkarätigen Fachausstellung führender Ausrüster und Dienstleister der Branche zusätzlichen Wissensinput verspricht. Die Tagungs- und Anmeldeunterlagen stehen auf den Internetseiten des Veranstalters (bv-miro.org) und des Organisators (geoplanGmbH.de) zur Verfügung.

All diese Brennpunkte werden neben technischen Vortragsblöcken und einem Schwerpunkt zur Nachwuchsgewinnung Themen der Workshops beim diesjährigen ForumMIRO vom 6.-8. November im Eurogress in Aachen sein. Veranstaltet wird diese Leitveranstaltung der deutschen Gesteinsindustrie vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe (MIRO).

zum Verband www.bv-miro.org: MIRO vertritt auf Bundes- und Europaebene die einheitlichen Interessen der Kies- und Sand-, Quarz- sowie Natursteinindustrie in den Bereichen Rohstoffsicherung/Umweltschutz/ Folgenutzung, Steuern/Betriebswirtschaft, Recht, Anwendungstechnik/Normung, Gewinnungsund Aufbereitungstechnik, Arbeitssicherheit usw. MIRO spricht für rund 1.600 Unternehmen mit ca. 3.200 Werken in Deutschland, die ca. 27.000 Mitarbeiter beschäftigten. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. – MIRO Walter Nelles (stellvertr. HGF) Annastraße 67-71 50968 Köln Tel. +49 (0)221 93467460 Fax +49 (0)221 93467464 eMail: info@bv-miro.org Internet: www.bv-miro.org

MIRO: Branchenhighlight ForumMIRO. In diesem Jahr findet die Veranstaltung mit etwa 500 Teilnehmern im Kongresszentrum Eurogress in Aachen statt. Im vergangenen Jahr reisten die Teilnehmer nach Dresden. (Fotos: 190° Fotografie)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Caterpillar Inc.

DER NEUE D6K2 SETZT MASSSTÄBE

Er hat viel zu bieten – der innovative Cat® D6K2. Planierschild, Laufwerk, Fahrerkabine, Motorkomponenten und selbst die einzelnen Schalter sind ganz auf Effizienz und Produktivität ausgelegt. Resultat: leistungsbester Kettendozer seiner Klasse.

Gravierende Neuerungen Im Wesentlichen sind es vier Bereiche, die den D6K2 zum Leistungsbesten seiner Maschinenklasse küren und unmittelbar auf die Kundenbedürfnisse zielen.

Erstklassige Feinplanier-Eigenschaften Das Erstellen eines Feinplanums gilt zu Recht als echte Herausforderung für Mensch und Maschine. Selbst routinierte Fahrer müssen hier mit voller Konzentration ans Werk gehen und ihr ganzes Können in die Waagschale werfen. Angesichts dieser Tatsache hat sich Caterpillar etwas Neues einfallen lassen. Eine dieser Neuheiten ist die Cat® Schildstabilisierung „Stable Blade Control“. Sie gehört zur Standardausrüstung des D6K2 und beschreitet beim Stabilisieren des Planierschilds einen revolutionären Weg, denn sie arbeitet mit einem elektronischen Gyroskop. Untergebracht im Dom des Schubrahmens, erkennt diese patentierte Technik unerwünschte Schildbewegungen und generiert ergänzend zum Fahrer Steuersignale, um eine exzellente Feinplanumqualität zu gewährleisten. So können auch weniger geübte Fahrer erstaunlich gute Ergebnisse erzielen. Zudem besitzen die neuen D6K2-Laufrollenrahmen zwei Tragrollen – bisher war nur jeweils eine Rolle vorhanden. Dadurch haben sich die Kettenvibrationen verringert und die Laufeigenschaften deutlich verbessert. Außerdem wurde die Anzahl der Laufrollen von sechs auf acht pro Seite erhöht, damit sich das Gewicht gleichmäßiger auf

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die Ketten verteilt. Erfolg dieser Änderungen: Der D6K2 übertrifft alle Wettbewerbsmaschinen in seiner Klasse.

Mit weniger Kraftstoff mehr Material bewegen Diverse Innovationen, die sich unter der Motorhaube verbergen, zielen auf eine Verbrauchsminderung ab. An erster Stelle sind die neuen Eco-Modi für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt zu erwähnen. Bei Modusaktivierung läuft der Dieselmotor mit niedrigeren Drehzahlen, wenn die Maschine nicht belastet ist.

Selbst ungeübte Fahrer tun sich leicht beim Feinplanieren. Sobald die Last ansteigt, wird die Drehzahl augenblicklich erhöht, damit der Motor die abgerufene Leistung sofort bereitstellen kann. Aufgrund der spontanen Motorbeschleunigung in dieser Situation darf der EcoModus auch in schweren Einsätzen des D6K2 ohne Produktivitätsverlust ständig eingeschaltet bleiben. Bei hohen Lastfaktoren sinkt der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zum D6K um 5%. Unter leichter Belastung bringt der Eco-Modus sogar Einsparungen von bis zu 22%.

Breitere Planierschilde Zusammen mit dem D6K2 werden zwei neue hydraulisch heb-, schwenk- und kippbare Schilde mit mechanischer Schnittwinkelverstellung eingeführt. Die Breite dieser VPAT-Schilde wuchs von 3’077 auf 3’196 mm (XLMaschine)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Neue Laufrollenrahmen verbessern das Laufverhalten.

Selbst unter ungünstigsten Voraussetzungen findet die Regeneration unbemerkt vom Fahrer und ohne Betriebsunterbrechung statt. Anders bei den meisten Wettbewerbsmaschinen dieser Klasse: Niedrige Temperaturen bzw. längerer Leerlauf machen eine Betriebsänderung oder sogar einen Maschinenstillstand von bis zu 60 Minuten notwendig, um den Dieselpartikelfilter frei zu brennen.

Am Bedarf orientiert bzw. von 3’360 auf 3’682 mm (LGP-Maschine) – eine Zunahme von 9% gegenüber dem D6K LGP. Auch an den Maschinentransport wurde gedacht, denn der VPAT-Schild für die LGP-Version ist weiterhin als Klappschild erhältlich, der die Breite auf unter drei Meter verringert.

Wie schon eingangs angedeutet, hat der neue D6K2 in der Tat viel zu bieten. Manche Kunden beeindruckt der niedrige Kraftstoffverbrauch, andere Kunden begeistern sich für die großartigen Feinplanier-Eigenschaften oder die neue Fahrerkabine. Doch alle schätzen die Zuverlässigkeit und Robustheit der Maschine. Auch Sie werden im D6K2 etwas finden, was Sie bisher vielleicht vermisst haben. Neu gestaltete Fahrerkabine mit zusätzlichen, leicht lesbaren Diagnoseanzeigen.

Emissionsreduzierter Dieselmotor Der im D6K2 installierte Cat C6.6 ACERT™ unterschreitet die Abgasemissions-Grenzwerte gemäß EU-Stufe IIIB bzw. Tier 4 Interim. Erreicht wurde diese drastische Schadstoffminderung (NOx und Ruß) durch zwei entscheidende Verbesserungen der Abgasnachbehandlung. Erstens leitet die Abgasrückführung einen Teil der Abgase zurück in den Brennraum, um die Verbrennungstemperatur abzusenken und dadurch den Stickoxidgehalt (NOx) zu reduzieren. Zweitens ist der D6K2 mit einem passiven Regenerationssystem ausgerüstet. Ein solches System kann eingesetzt werden, weil die Abgastemperatur hoch genug ist, um den Ruß im Dieselpartikelfilter zu verbrennen. Läuft der Motor längere Zeit mit niedriger Temperatur im Leerlauf, begrenzt ein Gegendruckventil den Abgasstrom, sodass der Motor mehr Leistung abgeben muss. Folglich steigt die Abgastemperatur auf einen Wert an, der zum Verbrennen der Rußpartikel ausreicht.

Die wichtigsten neuen Merkmale: • Elektronisch gesteuerte, hydrostatische Hystat™-Kraftübertragung mit automatischer Drehzahlanpassung des Dieselmotors • Unabhängige Fahrmotoren verleihen der Maschine eine beeindruckende Agilität auf engstem Raum • Traktionsregelung reduziert Kettenschlupf, spart Kraftstoff und schont den Fahrer • Neuer Fahrersitz mit optionaler Klimatisierung • Mühelos ablesbare Displays und mehr Diagnoseinformationen • Auf Wunsch ab Werk mit AccuGrade™-Vorrüstung lieferbar

Eco-Modi (vorwärts und rückwärts) senken die Betriebskosten.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Caterpillar Inc.

KUNDENWUNSCH ERFÜLLT: EFFIZIENZ GESTEIGERT

VIELE WICHTIGE ÄNDERUNGEN SIND DIREKT AUF EINE VERBRAUCHSSENKUNG AUSGERICHTET

IN DIESEM JAHR FEIERT DER CAT® 988 EIN BEMERKENSWERTES JUBILÄUM. CATERPILLAR STARTETE DIE PRODUKTION DES POPULÄREN RADLADERTYPS VOR 50 JAHREN, UND BIS HEUTE WURDEN MEHR ALS 20‘000 EXEMPLARE VERKAUFT. ÜBER JAHRZEHNTE HINWEG HAT SICH AN DER PRINZIPIELLEN KONSTRUKTION NUR WENIG GEÄNDERT. DOCH MIT DEM NEUEN 988K WIRD JETZT VIELES GANZ ANDERS Will man den neuen, modernisierten Radlader 988K mit einem einzigen Wort charakterisieren, trifft der Begriff „Effizienz“ exakt ins Schwarze. Caterpillar Produkteinsatzspezialist Todd Tuntland: „Bei den Befragungen unserer Kunden stellte sich klar heraus, dass sie sich eine effizientere Maschine wünschen, vor allem in puncto Kraftstoffverbrauch.“ Die hervorragende Kraftstoffeffizienz resultiert aus zahlreichen Modifi-kationen, die sich über die gesamte Maschine erstrecken. So gut wie keine Komponente ist davon verschont geblieben.

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Hubrahmen mit Z-Kinematik Während der 988H einen einteiligen Hubarm in geschweißter Kastenkonstruktion aufweist, erhält der 988K einen Hubrahmen mit zwei massiven Stahlarmen und Z-Kinematik – ähnlich der Ausführung beim 988F. Dadurch erhöht sich die Vielseitigkeit, denn mit der Rückkehr zur Z-Kinematik wurde die Maschine kürzer, die Ausschütthöhe größer und die Sicht auf den vorderen Bereich besser. Die Neukonstruktion erforderte sehr viel Aufwand. „Mit Hilfe von Computerprogrammen haben wir die Lage der Gelenkbolzen sorgfältig optimiert. Unser Ziel war es, den Dieselverbrauch abzusenken und den Schaufelfüllungsgrad anzuheben, um die Gesamteffizienz der Maschine deutlich zu steigern“, fügt Tuntland hinzu. „Wir haben sogar die Schaufeln der Performance-Reihe vom 988H übernommen, damit für den 988K dieselben Formen und Größen erhältlich sind.“

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Kraftstoffeffizienz

Sonstige Verbesserungen

Wie eingangs erwähnt, geht es beim 988K hauptsächlich um Effizienz. Demzufolge sind viele wichtige Änderungen direkt auf eine Verbrauchssenkung ausgerichtet. So ist es immerhin gelungen, den Dieselkonsum gegenüber dem 988H um 15%, in bestimmten Einsätzen sogar um bis zu 20% zu reduzieren.

Doch nicht nur der Kraftstoffverbrauch stand im Fokus der Neu- und Weiterentwicklung. Auch in den Fahrerkomfort wurde viel Detailarbeit investiert.

Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Motordrehzahl. Beispielsweise wurde die Höchstdrehzahl ohne Leistungsverlust um 200/min und die Leerlaufdrehzahl um 100/min herabgesetzt. Auch der neue Eco-Modus trägt grundlegend zur Effizienzsteigerung bei. Todd Tuntland: „Wenn dieser Modus aktiviert ist, kann man wie gewohnt die Gaspedalarretierung benutzen und trotzdem die Wirkung einer manuellen Steuerung erzielen. Die effektive Drehzahl wird vom Fahrer über das linke Pedal und durch die Schaufelbelastung geregelt. Das spart viel Kraftstoff.“ Hinzu kommt, dass die Bedarfsstromregelung der 988KHydraulik schon bei erheblich niedrigerer Drehzahl die maximale Ölmenge liefert. „Wenn der Fahrer die Lenkung nicht betätigt, wird der Förderstrom der Lenkhydraulikpumpe in die Arbeitshydraulik geleitet, sodass es konstant mit niedriger Drehzahl und kurzen Taktzeiten weitergeht“, verdeutlicht Tuntland.

Kraftstoffeffizienz im Vergleich Todd Tuntland lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er den 988K beim Kraftstoffverbrauch im Vorteil sieht. Dank der zahlreichen Verbesserungen ist er mindestens so kraftstoffeffizient wie jede andere Maschine in dieser Größenklasse. „Wir sind gegen den 988H um 15% besser geworden und haben mit allen Wettbewerbern gleichgezogen“, stellt Tuntland klar.

Der Kabinen-Innenraum präsentiert sich in komplett neuem Design mit sitzmontierten Steuerelementen und niedrigerem Geräuschpegel, damit der Fahrer noch ermüdungsärmer arbeiten kann. Die bisher oben rechts platzierten Bedien- und Kontrollelemente wurden in die rechte Steuerkonsole verlegt. „Zur Instrumententafel gehört eine Anzeige, die den Fahrer in Echtzeit über den momentanen Kraftstoffverbrauch informiert“, sagt Tuntland.

Grandiose Vorstellung Die Produktion des Cat® 988K läuft 2013 an. Todd Tuntland: „Voraussichtlich wird im August die Fertigungsstraße im Werk Aurora (USA) in Gang gesetzt. Die Auslieferung ist für September vorgesehen. Im April konnte die neue Maschine bereits auf der bauma 2013 besichtigt werden – der weltweit erste öffentliche Auftritt des Radladers.“ Schon im Mai 2012 veranstaltete Caterpillar 988KVorführungen, um sich Klarheit über die Kundenresonanz zu verschaffen. „Unsere Kunden äußerten sich durch die Bank sehr positiv. Von den Fahrern wurde der Radlader als schneller, harmonischer, stärker und ruhiger beurteilt“, resümiert Tuntland. „Da die meisten Verbesserungen aus Kundenbefragungen resultieren, sind wir überzeugt, dass die Maschine ein echter Hit wird.“

Als Antriebsquelle des 988K dient der Cat Sechszylinder-Dieselmotor C18 ACERT™, der den Richtlinien gemäß EPA Tier 4 Final und EU-Stufe IV entspricht.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Caterpillar Inc.

Patrik Eriksson, Baumaschinenführer bei Flygts Excavation & Transport AB.

EJECTOR-DUMPER ZEIGEN WAS SIE KÖNNEN

Nass, schwer und klebrig – drei typische Eigenschaften der Bodenart Ton. Insbesondere die Klebrigkeit bereitete der schwedischen Firma Flygts Excavation & Transport AB ständig große Probleme beim Entleeren der Kippmulden ihrer 25-Tonnen-Dumper.

Innovation im Einsatz Flygts transportiert ausgebaggerten, natürlichen Ton, der als Rohstoff für Blähton im Garten- und Landschaftsbau sowie beim Hausbau verwendet wird. „Ton ist ein klebriges Material, sodass sich die Kippmulde kaum vollständig entleeren lässt. Die großen Restmaterialmengen beeinträchtigen unsere Produktivität“, beklagte sich Firmenchef Peter Flygt verständlicherweise.

Probeeinsatz 730 mit Ejectormulde Die Klage des Chefs wurde vom schwedischen Cat Händler Pon erhört, der eine vielversprechende Problemlösung parat hatte. „In dieser Region sind Dumper mit Ejectormulde noch nicht so gebräuchlich. Deshalb haben wir Flygts vorgeschlagen, einen Cat® Dumper 730 EJ zunächst ein Jahr lang als Mietmaschine ausgiebig zu testen und erst zu übernehmen, wenn der Probeeinsatz zur Zufriedenheit ausfällt. Vereinbart wurde außerdem, die bezahlten Mietkosten auf den Kaufpreis anzurechnen“, erzählt Anders Carlsson, Produktmanager bei Pon Equipment AB.

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„Das mechanische Entladen ist im Winter besonders wichtig“ Peter Flygl, Chef der Firma Flygts Excavation & Transport AB. Nach anfänglichen Bedenken dauerte es nicht lange, bis Peter Flygt von der Leistung und den Vorteilen des 730 EJ gegenüber den Standard-Dumpern überzeugt war. „Unsere Fahrer zeigten sich begeistert vom neuen Dumper. Ich gebe zu, dass ich nicht daran geglaubt habe. Aber durch den Probeeinsatz wurden meine Zweifel zerstreut“, räumt Flygt ein.

Vorzüge der Ejector-Dumper Der entscheidende Vorteil, den der 730 EJ der Firma Flygts bietet, ist das mechanische Entleeren der Mulde mit einem hydraulisch betätigten Ejector. Dessen Form ist exakt an die Mulde angepasst, sodass er das gesamte Material bei der Ausstoßbewegung mitnimmt. Peter Flyght: „Vor allem

Firmenchef Peter Flygt.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN im Winter bietet die Ejectormulde enorme Vorteile, denn bei Temperaturen bis zu minus 20°C friert das Ladegut sehr schnell fest. Dann hatten wir noch größere Restmengen und mussten die Bagger von ihrer Hauptarbeit abziehen, um die Mulden auszuräumen.“ Ferner zeichnen sich die Cat Dumper mit Ejector durch eine hervorragende Standsicherheit aus, denn die Mulde muss nicht angehoben werden. Folglich ist das Kippmoment erheblich kleiner und die Umsturzgefahr entsprechend geringer – vor allem auf weichem oder unebenem Boden. Zudem kann man das Ladegut auch an Böschungen während der Vorwärtsfahrt dosiert ausstoßen und dadurch die Umlaufzeiten verkürzen. In Tests bewältigte der 730 EJ die Umläufe bis zu 14% schneller als die Standardversion des 30-Tonnen-Dumpers beim selben Einsatz. Und aufgrund der guten Verteilung des Ladegutes beim Ausstoßen werden weniger Einbaugeräte benötigt, sodass der Ejector-Dumper auch eine Reduzierung der Maschinenparkkosten mit sich bringt.

Kundenspezifische Modifikation Obwohl der Cat 730 EJ an sich die ideale Lösung für Flygts war, musste dennoch eine Änderung vorgenommen werden. Wegen des starken Wassergehalts des Tons und weil die Heckklappe nur die untere Hälfte abdeckt, fiel während der Fahrt Material aus der Mulde. „Der Ton

rutscht und schwimmt in der Mulde. So kam es auf Steigungen zu großem Materialüberlauf“, beschreibt Peter Flygt die Situation. Pon and Flygts bauten dann gemeinsam eine hohe Heckklappe, die das hintere Ende der Mulde komplett abdeckt. „Es dauerte einige Zeit, bis alles stimmig war. Das Werk hat uns bei der Konstruktion und bei der Feinanpassung sehr geholfen. Inzwischen funktionieren die Änderungen gut – und sie haben sogar noch das Fassungsvermögen erhöht“, merkt Anders Carlsson ausdrücklich an. „Caterpillar fand die Modifikationen so interessant, dass man andere Kunden einlud, sich die Flygts-Heckklappe in Aktion anzusehen.“

Maschinenparkzuwachs Flygts Dumperflotte besteht jetzt aus zwei Cat 730 mit Ejectormulde und drei weiteren Fahrzeugen mit Kippmulde für den Transport von Ton im täglichen 24-Stunden-Einsatz. Peter Flygts Kommentar: „Der erste Ejector-Dumper läuft bei uns derartig gut, dass wir noch einen dazu gekauft haben.“ Und ein Dritter ist bereits fest eingeplant. Generell eignen sich Dumper mit Ejectormulde ideal für die Bauindustrie. In Erdbaueinsätzen, die das Verteilen bzw. Einbauen des transportierten Materials erfordern, sind diese Dreiachs-Knicklenker in puncto Umlaufzeiten, Produktivität, Standsicherheit und Betriebskosten kaum zu schlagen.

Flygts transportiert Ton zwei Kilometer weit in den Verarbeitungsbetrieb seines Kunden.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Zeppelin Baumaschinen GmbH

Bei den neuen Regenklär- und Rückhaltebecken in Neuenstein konnte der Cat Kettenbagger 329ELN die Trimble duale GNSSMaschinensteuerung nutzen. (Foto: Wolff & Müller)

Mit GPS schneller am Ziel

Cat Kettenbagger 329E mit Trimble-Steuerung arbeitet sich Vorsprung heraus DENKENDORF (SR). Die erste Baustelle hat ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestanden: Beim Bau eines neuen Regenklär- und Rückhaltebeckens in Neuenstein an der A 6 hat die Zweigniederlassung Künzelsau der Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH erstmals den Einsatz einer 3-D-GPS-Maschinensteuerung in Kombination mit einem Cat Kettenbagger 329E erprobt. Das Resultat der Baustelle: Schneller und genauer kam das Unternehmen zum Ziel. Kein Wunder, dass Maschinensteuerungen seit geraumer Zeit auf dem Vormarsch sind und ihnen in Zukunft auf der Baustelle eine immer größere Bedeutung zugeschrieben wird. Insbesondere 2D-Steuerungen bei Kettenbaggern, 3D-GPS- Maschinensteuerungen für Dozer und Kettenbagger sowie 3D-UTS-Steuerungen für Motorgrader bilden den Schwerpunkt dieser Technologie. Mit Cat Grade Control (CGC) bietet Cat erstmals eine 2D-Steuerung für Kettenbagger der E-Serie ab Werk, die sofort einsatzfähig ist. Cat Grade Control ist ein Höhenanzeigesystem in der Fahrerkabine, das werkseitig montiert und kalibriert ist und jederzeit auf eine 3D-GPS-Steuerung von Trimble aufgerüstet werden kann. Cat Grade Control versetzt den Baggerfahrer in die Lage, ohne Messgehilfen in Gefahrenbereichen bei

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Fundamentarbeiten schneller und genauer zu arbeiten. Durch die permanente Höhenanzeige der Löffelschneide wird das zu tiefe Ausheben von Material von vornherein vermieden.

Abläufe verändern Solche Lösungen sollen Kunden in die Lage versetzen, durch effiziente Nutzung der Zeit, sicherere Arbeitsbedingungen, besseres Projektkostenmanagement und präzise Umsetzung der Arbeitsvorgaben ihr Ergebnis zu verbessern. Schon heute haben Positionierungs- und Informationstechnologien die Arbeitsabläufe auf den Baustellen enorm verändert. Dies gilt insbesondere für den Einsatz von 3D-GPS-Steuerungen bei Dozern und 3D-UTS-Steuerungen bei Motorgradern, bei denen sie längst zum Standard gehören. Doch der von vielen Firmen eingeschlagene Modernisierungsprozess steht hierzulande gerade erst am Anfang. Anders in Skandinavien, zum Beispiel in Norwegen: Dort sollen Schätzungen zufolge bereits 70 Prozent aller neuen Kettenbagger mit GPSSteuerung in den Einsatz gehen.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Die im März 2013 abgeschlossene Baustelle von Wolff & Müller ist ein gutes Beispiel dafür, wohin die Reise in Deutschland geht. Erstmals wurden mithilfe einer 3D-GPSSteuerung an der A 6 zwischen Heilbronn und Nürnberg der Aushub für zwei Regenklärbecken in Stahlbeton und zwei Regenrückhaltebecken als Erdbecken ausgeführt. Dabei waren umfangreiche Massenbewegungen erforderlich. Im Detail betrugen diese für das Regenklärbecken Süd rund 5 500 Kubikmeter, für das Regenrückhaltebecken Süd 13 000 Kubikmeter, für das Regenklärbecken Nord rund 4 600 Kubikmeter und für das Regenrückhaltebecken Nord rund 5 300 Kubikmeter. Zum Erdbau kam der Rückund Neubau von Straßenflächen in Asphaltbauweise hinzu, welche für die Erweiterung der Verkehrsanlagen erforderlich waren. Und es mussten alte gegen neue Entwässerungsrohrleitungen auf einer Länge 750 Metern mit DN 600 und DN 1200 getauscht werden.

Stand der Technik Maschinenseitig waren unter anderem zwei Cat Kettenbagger 324DLN sowie zwei Cat Kettenbagger 329ELN und die Cat Mobilbagger M316D sowie M318D im Einsatz. Die Kettengeräte sind alle für einen 3DGPS-Einsatz vorgerüstet. Ebenso sind im Gerätepark, den die Zweigniederlassung Logistik stellt, zwei Cat Kettenbagger 323EL für einen später möglichen 3D-GPSSteuerungseinsatz vorgesehen, sofern es Bauaufgaben erfordern. „Entscheidend ist bei Investitionen wie diesen, dass die Geräte großflächig eingesetzt werden können.

Uns geht es stets darum, in den Stand der Technik zu investieren“, definiert Jürgen Kleindopp, Leiter der Zweigniederlassung Logistik, die Voraussetzungen für die GPS-Vorrüstung. Bei den neuen Regenklär- und Rückhaltebecken in Neuenstein war es der Cat Kettenbagger 329ELN, der die Trimble duale GNSS-Maschinensteuerung nutzen durfte. „Zug um Zug wurde damit die Böschung nachprofiliert, so dass wir kontinuierlich die Baugruben herstellen konnten“, beschreibt Andreas Zumbach, Bauleiter bei Wolff & Müller das Vorgehen. Während er und seine Mitarbeiter die anderen Baumaschinen mehr für gröbere Arbeiten vorsahen, musste der GPS-gesteuerte Bagger die Feinarbeit übernehmen. Das ist jedoch nicht der einzige Vorzug, den die Maschinensteuerung mit sich bringt. Das Team von Andreas Zumbach war nicht nur schneller mit dem Baugrubenaushub fertig, sondern erreichte auch eher das gewünschte Ergebnis in Form der vorgegebenen Toleranzen und perfekten Böschungsneigungen. „Die Baustelle hat gezeigt, dass sich eine Maschinensteuerung für größere Aushubarbeiten insbesondere im Erdbau lohnt“, meint Bauleiter Zumbach. Über weitere Einsatzmöglichkeiten wie beispielsweise im Kanalbau denkt das Unternehmen derzeit nach. Ähnlich sieht es Jürgen Kleindopp: „Es bietet sich wohl ein Einsatz an, bei dem größere Massen auf einmal ausgehoben werden müssen. Allerdings müssen die Abläufe entsprechend optimiert werden. Bei einem Baustelleneinsatz muss die Tätigkeit mit dem GPS-System den Löwenanteil der auszuführenden Arbeiten ausmachen und“, so schränkt er ein, „es müssen die Maschinisten im Vorfeld zeitnah geschult werden, sonst bringt der Vorsprung der Technik wenig. Weitere Schulungen sind daher angedacht.“ Im Fall des Baggerfahrers bei Wolff & Müller hatte dieser nach ein bis zwei Tagen den richtigen Dreh im Umgang mit 3D-GPS heraus, nachdem er von Sitech West eine Einweisung erhielt. „Der Fahrer bestätigt uns bei einem Besuch auf der Baustelle, dass er vorher noch nie tausend Kubikmeter Masse an einem Tag bewegen konnte“, führt Siegfried Cammerer, der stellvertretende Niederlassungsleiter der Logistiksparte an. Ihm fielen auch sofort die Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Baggereinsatz und dem Einsatz mit der 3D-GPS-Steuerung auf. „Die Nacharbeit war ohne Steuerung viel größer.“

Maschinenseitig waren unter anderem zwei Cat Kettenbagger 324DLN sowie zwei Cat Kettenbagger 329ELN und die Cat Mobilbagger M316D sowie M318D im Einsatz. Die Kettengeräte sind alle für einen 3D-GPS-Einsatz vorgerüstet. (Foto: Wolff & Müller

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Somit spart sich ein Unternehmen wie Wolff & Müller mit der 3D-GPS-Steuerung viel Zeit. Und Zeit ist auf Baustellen bekanntlich Geld. Doch auch sonst birgt das System Sparpotenzial: „Erfolgt der Aushub genauer, muss nicht so viel Material abgefahren werden. Damit fallen weniger Transporte an. Das Verkehrsaufkommen sinkt und das wirkt sich schließlich auf die Umweltbilanz positiv aus“, zieht Jürgen Kleindopp die Schlussfolgerung.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Zeppelin Baumaschinen GmbH Kommunikation Klaus Finzel Tel.: +49(0) 89 - 32 00 03 41 Fax: +49(0) 89 - 32 00 07 341 eMail: klaus.finzel@zeppelin.com Internet: www.zeppelin-cat.de

Die Grafik oben zeigt Sensoren (durchnummeriert von eins bis vier), die am Kettenbagger angebracht wurden. Sie befinden sich am Oberwagen, Ausleger, Stiel und Koppel (Löffel). Am rechten Eck der Fahrerkabine wurde ein gelbes Kästchen montiert. Es handelt sich um ein Funkgerät für den Empfang der GPS-Korrekturdaten. Der Bagger ist mit zwei GPS/Glonass-Antennen ausgerüstet, die Positionsdaten empfangen. Die Grafik unten links zeigt einen Querschnitt von Versorgungsleitung (links) und Abwasserleitung (rechts) mit Soll- und Ist-Aushub. Die dunkelbraun schraffierte Fläche symbolisiert den Mehraushub, die hellbraun schraffierte Fläche den Bereich, in dem die Rohre auf einer Bettung liegen. Die schwarze dicke Linie zeigt die Ideallinie an, die ein Bagger ausheben soll. Der rote Balken verdeutlicht, dass zu tief ausgehoben wurde. Auch bei der Grafik unten rechts steht die schwarze dicke Linie für die Ideallinie der Gradiente, die ein Bagger ausheben soll. Hebt er zu viel aus, muss er mehr Material einbauen und zusätzlich verdichten. Hebt er zu wenig aus, muss ebenfalls korrigiert werden. Eine ungleichmäßig ausgehobene Gradiente führt zur Mehrarbeit, zusätzlichem Einbau von Material und Verdichtung für die Bettung.

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Lebensdauer hängt an der Kette

Michel Bau aus Klingenberg setzt auf SystemOne Laufwerk bei seinen Cat Kettendozern und -ladern KLINGENBERG (SR). 2004 nahm die erste Raupe mit SystemOne-Laufwerk in Deutschland ihre Arbeit auf. Mit einem D6N wollte Caterpillar ein neues Kapitel in der Laufwerkskonstruktion aufschlagen. Entsprechend gespannt warteten Baumaschinenexperten auf den neuen Wurf, den sich der Urheber aller Kettenlaufwerke von Baumaschinen ausgedacht hatte. Das SystemOneLaufwerk sollte Betriebskosten senken und die Lebensdauer bei kleinen und mittleren Kettendozern sowie -ladern erhöhen. Nun ist die dritte Generation im Einsatz. Umfangreiche Erfahrungen damit hat das Bauunternehmen Michel Bau aus Klingenberg am Main gemacht. Das mehr als 150 Jahre alte Familienunternehmen führt Aufträge unter anderem im Hoch- und Tiefbau aus – im Bereich Bauen für den Umweltschutz zählt Michel Bau seit vielen Jahren zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Seit 1955 arbeitet man mit der Raupentechnologie aus dem Hause Caterpillar – eine D8A13 mit Seilwinde und Schürfkübel markiert den Einstieg des Unternehmens in die Cat Baumaschinen mit Kettenlaufwerk. Heute fahren 40 der 50 Erdbaumaschinen unter der gelb-schwarzen Flagge. Sämtliche Kettenlader und Dozer wurden mit SystemOneLaufwerken ausgestattet – das hatte seinen Grund. „Wir konnten die Standzeiten der Laufwerke verdoppeln“, erklärt Carl Pioch, geschäftsführender Gesellschafter der MichelBau-Gruppe, und konkretisiert: „Bei einer Nutzungsdauer von rund 12 000 Betriebsstunden kommen wir mit einem Laufwerkswechsel aus.“

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Durch das Laufwerk werden weniger Vibrationen verursacht, was auch für den Einsatz einer am Dozer angebrachten Laseranlage wiederum von Vorteil ist. (Fotos: Zeppelin)

Während bei einer konventionellen Kette die Buchsen durch einen Presssitz fest mit den Kettengliedern verbunden sind, können sie sich bei den SystemOneKetten, dem Nachfolger der Drehbuchsenkette, frei mitdrehen. Die Besonderheit von SystemOne: die in sich geschlossenen und lebensdauergeschmierten, abgedichteten Bolzen-Buchsen-Einheiten. Typisch für das Laufwerk: Es entfällt das Drehen der Buchsen auf der Kettenpresse. Und es zeigt sich deutlich weniger Verschleiߨ an den Antriebsrädern und Kettengliedern. Warum das so ist, liegt an den Laufketten. Sie werden von neuen Leiträdern mit zentraler Lauffläche, besser als bei konventionellen Leiträdern, geführt. Der Kontakt mit dem Leitrad erfolgt über die Kettenbuchsen statt üblicherweise über die Kettenglieder. Auch die neuen Laufrollen mit höheren Flanschen und größerem Durchmesser sorgen zusammen mit größer dimensionierten Tragrollen für eine bessere Kettenführung. Dank den sich drehenden Buchsen ist im Zeitraum zwischen dem Auswechseln der Ketten praktisch keine Wartung nötig. Soviel zur Theorie. Was sagen die Praktiker?

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NEUHEITEN & REPORTAGEN „Wir konnten die Standzeiten der Laufwerke verdoppeln“, erklärt Carl Pioch, geschäftsführender Gesellschafter der Michel-Bau-Gruppe. (Fotos: Zeppelin)

Eine Einschätzung, die inzwischen viele Kunden teilen, wie eine Umfrage unter den Anwendern 2012 ergab. „Was Kunden überzeugt hat, ist die bessere Laufdynamik. Sie haben festgestellt, dass das Cat Laufwerk weniger Vibrationen und Geräusche verursacht. Das liegt an der Konstruktion. Die Komponenten sind einfach besser aufeinander abgestimmt“, erklärt Jens Heerdegen, Zeppelin Produktmanager für Laufwerke und Schneidwerkzeuge.

Weniger Ausfallzeiten Udo Wombacher, seit 15 Jahren als Bauleiter tätig, seit zwei Jahren bei Michel Bau im Tiefbau einer von hundert Mitarbeitern des Klingenberger Familienunternehmens, erklärt: „Ich kann bestätigen, dass sich die Ausfallzeiten reduziert haben, weil kein Drehen der Buchsen mehr erforderlich ist.“ Dies ist eine von weiteren Beobachtungen. Durch das Laufwerk werden weniger Vibrationen verursacht, was für den Einsatz einer am Dozer angebrachten Laseranlage von Vorteil ist. In Summe haben sich laut Udo Wombacher von Michel Bau Fahrverhalten und Laufwerksgeräusche verbessert, was sich in einem höheren Fahrerkomfort bemerkbar machte. Diesen können der Dozerfahrer Carsten Beringer und sein Kollege Andreas Morlang am Steuer eines Kettenladers, am besten beurteilen: „Wir haben den Eindruck, dass das Laufwerk wesentlich leichtgängiger und ruhiger läuft.“

Als einer der Erfinder von Raupenfahrwerken, die sich durchsetzten, gilt Benjamin Holt, der 1904 erstmals eine Laufkette konstruierte. Sein Unternehmen, The Holt Manufacturing Company, tat sich 1925 mit der Firma von Daniel Best zusammen, der ebenfalls Raupentraktoren fertigte. Gemeinsam gründeten sie Caterpillar. Was heute als zugkräftiges, geländetaugliches Fahrwerk bei zahllosen Maschinen gang und gäbe ist, erforderte vor über hundert Jahren eine große Portion Mut, viel Pionierarbeit und eine durchdachte Konstruktion. Zwar gab es schon vor der Jahrhundertwende erste zaghafte Versuche mit Raupenantrieben, doch die Erfinder erlitten damit Schiffbruch. Anders die Erfindung von Caterpillar, auf der die Laufwerke von heute basieren. Weil Dampftraktoren aufgrund ihres Gewichts den Ackerboden so verdichteten oder einsanken, entwickelte Holt – ausgehend von einem seiner großen Dampfschlepper – 1904 eine Maschine, deren Raupenkette in die Geschichte einging. Der Raupentraktor wurde auf den Namen Caterpillar getauft. Mit ihm startete die Serienproduktion.

Durch das Laufwerk werden weniger Vibrationen verursacht, was auch für den Einsatz einer am Dozer angebrachten Laseranlage wiederum von Vorteil ist. (Fotos: Zeppelin)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Technik verfeinert Die Vorteile der Raupenfahrwerke zeigten sich nicht nur in der Landwirtschaft, sondern traten bald auch schon bei Bauvorhaben zutage. Mit dem Lauf der Zeit wurde die Technik der Laufwerke immer weiter verfeinert. Kaum eine Komponente bietet so viele Variationsmöglichkeiten wie das Laufwerk. Dessen Bestandteile sind bei Einsätzen unterschiedlich starkem Abrieb oder Stoßbelastungen ausgesetzt, je nachdem mit welchem Boden sie in Kontakt sind. Um den Verschleiß des Laufwerks festzustellen, ermitteln Zeppelin Serviceberater mithilfe von Ultraschall den Verschleißzustand an den verschiedenen Laufwerkskomponenten. Auf der Grundlage der Daten legen sie Instandhaltungsmaßnahmen fest, die dem Kunden helfen, die Einsatzdauer der Maschine samt Laufwerk

zu erhöhen, Ausfallzeiten zu verringern und Kosten zu sparen. Heute profitieren Anwender rund um den Globus von den Vorteilen der Raupenfahrzeuge im Allgemeinen und vom SystemOne-Laufwerk im Besonderen – wie das Bauunternehmen Michel Bau aus Klingenberg am Main.

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Heute fahren 40 der 50 Erdbaumaschinen unter der gelb-schwarzen Flagge. Sämtliche Kettenlader und Dozer wurden mit SystemOne-Laufwerken ausgestattet. (Fotos: Zeppelin)

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Hoch, tief und weit

Mit dem MultiDocker will die Brunsbüttel Ports GmbH ihren Hafenumschlag ausbauen

Auf der bauma war der MultiDocker vom Typ CH74D mit dem Fünf-Meter-Unterwagen zu sehen. (Fotos: Zeppelin)

BRUNSBÜTTEL (SR). Kaum war die Kooperation zwischen dem schwedischen Unternehmen MultiDocker und Zeppelin 2012 beschlossene Sache und der erste Umschlagbagger in Lübeck ausgeliefert, folgte der zweite Paukenschlag. Kurze Zeit später ging schon ein weiteres Gerät – diesmal an der Elbe – in Betrieb. Brunsbüttel Ports verstärkt seit Juli 2012 die Flotte an Umschlagmaschinen mit einem MultiDocker vom Typ CH74D, geliefert von der Zeppelin Niederlassung Rendsburg. Die gleiche Maschine wurde seit Mitte März dieses Jahres im Süden Deutschlands aufgebaut. Sie stand nicht im Hafen, sondern auf dem Freigelände vor der Halle B6 der Messe München. Sie verkörperte ein neues Produktsegment, das Zeppelin seit letztem Jahr in sein Programm aufgenommen hat und das auf der weltgrößten Messe der Öffentlichkeit vorgeführt werden sollte. Im Unterschied zu den Messebesuchern müssen die Hafenmitarbeiter in Brunsbüttel nicht mehr von der Leistungsfähigkeit der Umschlaggeräte überzeugt werden. „Die Maschine läuft rund und entspricht unseren Erwartungen. Wir sind zufrieden mit unserer Wahl, auch wenn wir anfangs ein gewisses Risiko eingegangen sind,

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weil zum Zeitpunkt unserer Investitionsentscheidung noch keine umfangreichen Erfahrungswerte vorlagen”, stellt Frank Schnabel, Geschäftsführer von Brunsbüttel Ports, dar. Die Herangehensweise des Hafenbetreibers war, zunächst nach einer Maschine zu suchen, mit der Spundwände auf der großen Wasserbaustelle gerammt werden können, um den mittleren Liegeplatz in Höhe von 15 Millionen Euro für den Umschlag neu auszurichten und so langfristig mehr Umschlagleistung zu erzielen. Nach Studium der verschiedenen Möglichkeiten fokussierte sich die Maschinensuche nicht allein auf ein Gerät für den Baustelleneinsatz, sondern die Investition sollte langfristig dem Hafenbetrieb dienen. So bot sich ein flexibler Bagger mit einem fünf Meter hohen Raupenlaufwerk an, wie ihn das schwedische Unternehmen MultiDocker zusammen mit Zeppelin, dem deutschen Caterpillar Vertriebs- und Servicepartner, vertreibt. Mit dem CH74D ist die Beladung von Containerschiffen, Lkw sowie Güterwaggons möglich. Lkw können direkt unter dem MultiDocker durchfahren und werden direkt von oben beladen, was eine saubere und gezielte Verladung ohne Hilfsmittel wie Trichter

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Lkw können direkt unter dem MultiDocker durchfahren und werden direkt von oben beladen, was eine saubere und gezielte Verladung ohne Hilfsmittel wie Trichter garantiert. (Fotos: Zeppelin)

garantiert. Zudem können Güter unterhalb der Standebene aufgenommen werden, wodurch auch das Löschen kleinerer Schiffe möglich ist. Ohne aufwendige Umbauten lässt sich der Wechsel des Standortes vollziehen – mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h wechselt der MultiDocker seinen Einsatzort. Der Umschlag sollte zügig vonstattengehen und der Bagger sollte sich schnell bewegen können. Denn sobald ein Containerschiff fest an einem der drei Liegeplätze vertäut ist, läuft die Uhr, um die mehrere tausend Tonnen Fracht schnellstmöglich zu löschen. Eine weitere Bedingung war ein langer Hubarm. Denn die Containerschiffe, welche im Elbehafen mit 14,4 Metern Tiefgang festmachen, werden immer breiter und tiefer. Das bedeutet für den Hafenumschlag: Maschinen müssen von der Pier aus so weit wie möglich ins Innere der Ladung vordringen. „Wir müssen mit der Maschine in die Höhe, Tiefe und Weite kommen. Darum haben wir verschiedene Varianten und Maschinenkonfigurationen durchgespielt, bis unser Entschluss fiel, einen MultiDocker anzuschaffen”, erklärt Klaus Schjut, Leiter der mechanischen Werkstatt. Das Gerät ist 20 Meter hoch und knapp hundert Tonnen schwer. Mit einer maximalen Kranreichweite von circa 22 Metern verfügt der Bagger über eine Tragkraft von acht Tonnen. Bei einer geringeren Auslage kann der MultiDocker sogar bis zu 20 Tonnen heben. Worauf es dem Hafenbetreiber

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ankam: Den Mitarbeitern einen modernen Arbeitsplatz zu bieten, mit dem sie sich identifizieren können. „Wir wollen auch mit diesem neuen außergewöhnlichen Gerät der Belegschaft signalisieren, dass wir in Arbeitsplätze investieren. Unsere 140 Mitarbeiter werden besonders durch gute Arbeitsbedingungen motiviert“, verdeutlicht Schnabel. Der MultiDocker ist nicht die einzige Investition der jüngsten Zeit. In vier Wochen übernimmt die Brunsbüttel Ports ein neues Verwaltungsgebäude für 5,5 Millionen Euro – der Einzug erfolgt diesen Mai. Darüber hinaus werden eine Million Euro in neue Öllöschanlagen für die Raffinerie Heide gesteckt, die im Spätsommer fertig sein sollen „Unsere Zeichen stehen auf Wachstum. Ab Mitte März werden wir im Hamburger Kohlekraftwerk Moorburg die Ver- und Entsorgung übernehmen. Allein damit sind 25 Mitarbeiter beschäftigt”, fügt der Geschäftsführer hinzu. Um dem Unternehmenswachstum gerecht zu werden, wird auch in Zukunft in allen Bereichen Personal eingestellt. Brunsbüttel Ports hat mit dem Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor 2012 erneut einen Rekordumschlag erzielt. Nachdem im Vorjahr erstmalig die Zehn-MillionenTonnen-Marke überschritten wurde, konnte der Umschlag im letzten Jahr um über zehn Prozent gesteigert werden. Insgesamt wurden annähernd 11,5 Millionen Tonnen bewegt.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Der MultiDocker hatte demzufolge viel zu tun. Sein Einsatz schwankt zwischen Dauerbetrieb und Pausen. Sobald ein Schiff angelegt hat, muss es so schnell wie möglich gelöscht werden. Dann wird mitunter 24 Stunden drei Tage am Stück gearbeitet. In dieser Zeit muss der MultiDocker alle seine Leistungsreserven abrufen. „Das macht den großen Unterschied von Maschinen im Hafenumschlag und Maschinen im Baustelleneinsatz aus, mit denen vielleicht sechs, acht Stunden gearbeitet wird. So einen Dauerbetrieb müssen die Geräte aushalten. Das müssen Hersteller bei der Konstruktion berücksichtigen, wenn sie speziell für die Hafenlogistik ausgerichtete Maschinen entwickeln. Die andere Anforderung: Unsere Geräte dürfen nicht allein für die Tiefe und den Aushub, wie sie im Tiefbau typisch sind, ausgelegt sein, sondern müssen auch entsprechende Reichweiten und Hubhöhen sowie Umschlaggeschwindigkeiten erzielen”, meint Schnabel. Mit dem CH74D ist die Beladung von Containerschiffen, Lkw sowie Güterwaggons möglich. (Fotos: Zeppelin)

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Im Fall des eingesetzten CH74D verfügt der MultiDocker über ein ganzes Arsenal an Anbaugeräten zum Umschlag von Stück- und Schüttgütern, wie Kranhaken, Zwei- und Mehrschalengreifer. Für den Umschlag von Ersatzbrennstoffen sind Klammern vorgesehen. Weil im Elbehafen auch viele Windkraftanlagen zum Transport für die Nordsee verladen werden, wird auch der MultiDocker genutzt, die Flügel auf See zu verschiffen. Aber das ist nicht sein Haupteinsatz. Dieser besteht im Entladen und Verladen von den verschiedensten Massen-, Schüttund Stückgütern. Der Hafen Brunsbüttel versteht sich als Universalhafen, der auf eine Vielzahl von Gütern und Containern fokussiert ist. Auf die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist auch der MultiDocker ausgelegt. Somit fügt sich eins zum anderen.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Zeppelin Baumaschinen GmbH Kommunikation Klaus Finzel Tel.: +49(0) 89 - 32 00 03 41 Fax: +49(0) 89 - 32 00 07 341 eMail: klaus.finzel@zeppelin.com Internet: www.zeppelin-cat.de

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Baumaschinen nicht mehr fest in Männerhand

Zeppelin bildet erstmals zwei Frauen zu Land- und Baumaschinenmechanikerinnen aus GARCHING BEI MÜNCHEN (SR). Die Baumaschine Keinen Frauenbonus ist weiblich – doch bislang galten Berufe, bei denen Mitarbeiter mit Baumaschinen in Berührung kommen, als klassische Männer-Domäne. Im 21. Jahrhundert rücken Frauen erstmals nicht nur in Dax-Vorstände vor, sondern sie fassen auch ganz langsam Fuß in einer Arbeitswelt, in der Frauen bis heute eine Ausnahmeerscheinung darstellen.

Das Kuriose: Die größten Baumaschinen der Welt, wie Muldenkipper, die in den Kupfer, Eisen- und Goldminen verkehren, sind bevorzugt in Frauenhänden. Das Argument: Frauen steuern feinfühliger eine Maschine. Schon beim Auto gilt laut dem ACE, dem Auto Club Europa – auch wenn es Männer nicht gerade gerne lesen – dass Frauen die besseren Autofahrer sind. Eine Studie des ACE belegt, die Damen der Schöpfung fahren sicherer. Mehr als zwei Drittel aller Unfälle mit Verletzten werden von Männern verursacht. Sicherheit ist auch ein Aspekt, warum die großen Minenbetreiber dieser Welt die millionenschweren Investitionen lieber Frauen anvertrauen.

Anders ist es jedoch beim Warten und Reparieren von Maschinen. Die Ausbildungsquote von Frauen im Bereich Land- und Baumaschinenmechaniker liegt im Bundesdurchschnitt bei gerade einmal 0,6 Prozent – bei Zeppelin beträgt sie 1,2 Prozent. „Das ist nicht viel, aber damit liegen wir schon mal über dem Durchschnitt“, macht Walter Rohusch deutlich, verantwortlich für die gewerbliche Ausbildung bei Zeppelin. Seit 2010 hat das Unternehmen Erfahrungen mit weiblichen Auszubildenden, die ihre Lehre als Land- und Baumaschinenmechaniker absolvieren: „Frauen wissen, was sie wollen. Sie nutzen ihre Chance, sind sehr leistungsorientiert und zeigen Geschick im Umgang mit Baumaschinen und sie strengen sich sehr an, uns von ihren Fähigkeiten zu überzeugen“, erklärt Rohusch und führt zwei Beispiele an: Aileen Bönisch und Kerstin Hof.

Kerstin Hof (Mitte) und Aileen Bönisch (rechts) lernen, was ein Monteur bei Zeppelin können und wissen muss. Die beiden Auszubildenden zeigen Walter Rohusch (links), verantwortlich für die gewerbliche Ausbildung, was sie bereits gelernt haben. (Fotos: Zeppelin)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Kerstin Hof absolviert seit zwei Jahren ihre Lehre in der Niederlassung Straubing und Aileen Bönisch lernt im dritten Lehrjahr in der Niederlassung Köln alles, was ein Monteur bei Zeppelin können und wissen muss. Was sie bewogen hat, den Berufsweg einzuschlagen und wie Freude und Kollegen reagiert haben, haben sie im Vorfeld zu „Werkstatt live“ berichtet, wo sie ihren Mann stehen und anderen Jugendlichen zeigen wollen, was sie in ihrer Ausbildung bereits alles gelernt haben und wie interessant ihr Betätigungsfeld ist. Dazu Aileen Bönisch, Auszubildende der Zeppelin Niederlassung Köln: „Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Technik hat mich schon immer gereizt. Darum wollte ich auch was Handwerkliches machen, das zugleich außergewöhnlich ist. Als ich meinen Freunden von meinem Berufswunsch berichtet habe, gab es unterschiedliche Reaktionen. Die einen waren sofort begeistert und fanden das hochinteressant. Von den anderen wurde schon der eine oder andere Spruch geklopft. Da muss man dann halt zeigen, dass man was drauf hat und Sprücheklopfern das Wasser abgraben, indem man durch Leistung, Können und Wissen überzeugt und sich so Anerkennung erarbeitet. In meiner Ausbildung in Köln werde ich behandelt wie jeder andere Auszubildende auch. Ich muss genauso Leistung zeigen wie jeder Mitarbeiter bei Zeppelin. Da gibt es keinen Frauenbonus. In der Regel braucht man für die Arbeiten keine Muskelkraft, sondern Köpfchen. Als Land- und Baumaschinenmechaniker muss ich mir Gedanken machen, wie ich Hilfsmittel einsetze. Man muss sich nur zu helfen wissen. Auch Männer können nicht alles alleine machen. Zur Not bitte ich eben meine Kollegen um Hilfe. Aber man hat schon seinen Stolz, es in erster Linie alleine zu schaffen. Mir macht meine Arbeit unglaublich viel Spaß – sie ist äußerst vielfältig. Ich werde nicht nur in der Werkstatt eingesetzt, sondern in Köln lerne ich auch die verschiedensten Abteilungen, wie Schweißerei, Hydraulikspezialisierung, Kettenpresse, Motor- und Getriebeinstandsetzung sowie Lackiererei, kennen. Dass man sich mit Baumaschinen die Finger schmutzig macht, dürfte jedem klar sein. Da darf man nicht empfindlich sein. Ich habe da kein Problem damit. Meine Fingernägel lackiere ich dann eben am Wochenende oder wenn ich Schule habe.“ Auf die Frage, was die gewerblichen Auszubildenden bei Zeppelin machen können, wenn sie ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen haben, meint Walter Rohusch: „Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist nicht nur der Einsatz im Außendienst denkbar, sondern wir haben auch viele Jobs im Servicevertrieb, im Innendienst oder im Bereich Ersatzteile, wo technisches Wissen eine Grundvoraussetzung ist.“

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Köpfchen ist gefragt Eine, die es direkt in den Außendienst zieht, ist Kerstin Hof, die in der Zeppelin Niederlassung Straubing lernt, wie ein Land- und Baumaschinenmechaniker einen Bagger, Radlader oder eine Raupe wartet. Ihre Motivation erklärt sie so: „Ich habe mich schon immer für Baumaschinen interessiert. Mein Vater ist Baggerfahrer und hat mir viel über die Maschinen berichtet. Er hat mir immer Prospekte von Caterpillar und Zeppelin mitgebracht, die ich eifrig studiert habe. Auch in meinem Freundeskreis gibt es einige Baggerfahrer. Als ich ihnen von meinem Berufswunsch erzählt habe, war ihre Reaktion: „Gut, dass Frauen endlich auch so was machen.“ Als ich die ersten Mal mit meinem Zeppelin Kollegen auf die Baustelle gefahren bin, waren die Kunden schon überrascht. Denn damit hatten sie nicht gerechnet. Aber wer sich als Frau in diesem Berufsumfeld bewegt, darf sich nicht den Schneid abkaufen lassen und muss zeigen, dass man was kann. Darum bin ich auch sehr stolz, dass ich zu den besten meines Jahrgangs in der Ausbildungsklasse gehöre. Ich will es mir selbst beweisen, aber auch zeigen, dass dieser Job nicht nur was für Männer ist. Nicht immer kommt man bei der Arbeit mit Muskelkraft weiter, sondern oft ist Intelligenz gefragt. Am liebsten zerlege ich das Getriebe und den Motor von einer Baumaschine, weil man bis in das innerste Maschinenleben vordringen kann und sieht, wie alles zusammenläuft.“ Kerstin Hof (Fotos: Zeppelin)

Aileen Bönisch (Fotos: Zeppelin)

Zeppelin Baumaschinen GmbH Kommunikation Klaus Finzel Tel.: +49(0) 89 - 32 00 03 41 Fax: +49(0) 89 - 32 00 07 341 eMail: klaus.finzel@zeppelin.com Internet: www.zeppelin-cat.de

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Terex Cranes Global

TEREX® AC 200-1 ALL TERRAIN KRAN HEBT BAUMATERIALIEN NACH ERDRUTSCH IN TIROL

EINSATZ VOR BEEINDRUCKENDER KULISSE!

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CHÖNBERG, ÖSTERREICH, September 2013 – Nach heftigen Regenfällen in Tirol wurde die alte Brennerbundesstraße B 182 im Ortsbereich Schönberg durch einen riesigen Erdrutsch verschüttet. Damit war eine der wichtigsten Hauptverkehrsachsen von Innsbruck nach Italien blockiert. Bevor hunderte Kubikmeter abgerutschten Erdreichs und Holz entfernt werden konnten, musste der Hang abgesichert werden. Diese Aufgabe übernahm eine Spezialtiefbaufirma; das dazu benötigte Baumaterial inklusive der erforderlichen Maschinen brachte das Team des österreichischen Krandienstleisters Prangl von der Niederlassung Buch in Tirol an die oberste Stelle des Hangs. Ihr Einsatzgerät: ein Terex® AC 200-1 All-Terrain Kran. „Wir haben uns bei diesem Einsatz für den AC 200-1 entschieden, weil dieser All-Terrain-Kran durch seine diversen Ballastvarianten sehr flexibel einsetzbar ist und sich auch gut für Arbeiten in den unteren Traglastklassen eignet“, erklärt Oliver Thum vom Technischen Außendienst der Firma Prangl. Er war bei diesem Projekt unter anderem für die Baustellenbesichtigung im Vorfeld des Einsatzes und damit für die Wahl des geeigneten Krans verantwortlich. Für die Hübe unterschiedlicher Baumaterialien wie Stahlstützen oder Fangzäune mit Gewichten von bis zu zwei Tonnen setzte das Prangl-Team den AC 200-1-Kran mit 42,6 Tonnen Ballast ein. „Die Montage des Vollballasts von 68,5 Tonnen war aufgrund der relativ geringen Lasten nicht erforderlich. Deshalb haben wir für den Transport

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der Unterlegplatten für die Stützen sowie für den Ballast auch nur zwei LKWs benötigt“, berichtet Kranfahrer Frank Schimpf. Der Aufbau des Krans erfolgte direkt auf der Bundesstraße, so dass eine Präparation des Standplatzes nicht erforderlich war. Dennoch sah sich das Team am Einsatzort mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Da die Straße leicht abschüssig war, musste der Vorderwagen des Krans hochgebockt werden, um das Gefälle auszugleichen und ihn in eine stabile waagerechte Position zu bringen. „Hierbei verrichtete die hydropneumatische Achsfederung des AC 200-1 gute Dienste, die ein exaktes Austarieren problemlos ermöglichte“, erklärt Oliver Thum. Neben dem Gefälle hielt die Straße eine weitere Herausforderung bereit: Sie war zu schmal, um den Kran in voller Breite abzustützen. Aber auch hierfür hatten die Prangl-Monteure

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NEUHEITEN & REPORTAGEN eine Lösung parat: „Da sich bei diesem Kran verschiedene Abstützbreiten nutzen lassen, haben wir an der Seite, über die nur der Ballast geschwenkt wird, die Stützen nicht voll ausgefahren“, erläutert Frank Schimpf. Der geringe Schwenkradius dieses Terex-Krans erwies sich bei den beengten Platzverhältnissen auf der Bundesstraße als weiterer Vorteil. Um die Arbeitsmaterialien bis zur Oberkante des abgerutschten Hanges zu heben, rüstete das Team den AC 200-1 Kran mit einer 17 Meter langen Hauptauslegerverlängerung aus. So konnte mit einer Ausladung von 58 Metern die erforderliche Hubhöhe von 50 Metern erzielt werden. Die Hübe selbst waren für den Kranfahrer und sein Einsatzgerät dann nur noch reine Routine – nach gerade einmal drei Tagen waren alle Materialien am gewünschten Ort und der Hang damit gesichert.

Positives Einsatz-Resümee „Bei der Projektabwicklung machte sich neben der Flexibilität des Krans auch seine montagefreundliche Konstruktion bezahlt: Die Kombination von hydropneumatischer Achsfederung, die nahezu beliebige Teilbarkeit der Gegengewichte sowie die einfache Montage der Hauptauslegerverlängerung ermöglichte uns eine zügige und damit wirtschaftliche Projektabwicklung“, betont Oliver Thum.

Der Terex® AC 200-1 All-Terrain-Kran Mit einer Gesamtlänge von 14,1 m ist der Terex® AC 200-1 All-Terrain-Kran der kürzeste fünfachsige Kran der 200-Tonnen Tragfähigkeitsklasse. Der serienmäßige Hauptausleger erreicht eine Länge von 67,8 m. Die maximale Reichweite mit Hauptauslegerverlängerung und variabler Verlängerung beträgt 100 m. Vier Abstützbasen ermöglichen optimalen Zugang zu unterschiedlichsten Baustellen. Dank des modernen IC-1 Steuersystems mit Color-Touchscreen ist der AC 200-1 All-Terrain-Kran außerordentlich einfach zu bedienen. Für wirtschaftlichen und kraftvollen Fahrantrieb sorgt der 390 kW (530 PS) starke Unterwagenmotor. In Verbindung mit dem 16-GangAutomatikgetriebe gewährleistet der Antriebsstrang höchste Fahrleistungen und optimale Steigfähigkeit – die Reisegeschwindigkeit beträgt bis zu 85 km/h. Der separate Oberwagenmotor leistet 170 kW (231 PS). Um die Leistung in optimale Manövrierfähigkeit umzusetzen, sind vier der fünf Achsen (bzw. fünf von sechs beim AC 200-1P Kran) lenkbar – damit wendet der AC 200-1 All-Terrain-Kran innerhalb eines Radius von gerade einmal 11,05 m.

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Über Prangl „Menschen und Lasten zu bewegen, ist unser tägliches Geschäft“ – unter diesem Motto bietet Prangl seinen Kunden umfangreiche Dienstleistungen an. Die Kernkompetenzen des Unternehmens reichen dabei von der Vermietung von Mobilkranen und Arbeitsbühnen bis hin zur Durchführung von Spezialtransporten. Der Fuhrpark im Servicebereich Krane umfasst moderne Einsatzgeräte mit Hubstärken bis 600 Tonnen, die Prangl sowohl bei Großprojekten im Kraftwerks-, Industrieanlagenund Wohnbau einsetzt als auch bei Bergungen. Das 1965 in Wien gegründete Unternehmen betreibt heute Niederlassungen an sechs Standorten in Österreich sowie in Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Deutschland.

Weitere Informationen auf www.prangl.at

Über Terex Die Terex Corporation ist ein diversifiziert aufgestellter, global tätiger Hersteller des Maschinen- und Anlagenbaus. Kernaufgabe der Terex Corporation ist die Bereitstellung zuverlässiger, kundenorientierter Lösungen für zahlreiche Anwendungsbereiche wie z.B. Bau und Infrastruktur, Schifffahrt- und Transportunternehmen, die Gesteinsindustrie, Raffinerien, Energieversorger, kommunale Dienstleister und Fertigungsbetriebe. Terex berichtet in fünf verschiedenen Unternehmenssegmenten: Aerial Work Platforms (Arbeitsbühnen), Construction (Baumaschinen), Cranes (Krane), Material Handling & Port Solutions (Materialumschlag und Hafenausrüstung) und Materials Processing (Materialaufbereitung). Terex unterstützt den Erwerb seiner Maschinen und Anlagen durch Finanzprodukte und Dienstleistungen aus dem Unternehmensbereich Terex Financial Services.

Weitere Informationen finden Sie unter www.terex.com.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Terex Corporation Agustin Dominguez Associate Marketing Manager Communication Tel.: + 49 / 6332 – 83 1023 eMail: Agustin.Dominguez@terex.com Internet: www.terrex.com

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Weiterbildungsprogramm Mining:

Advanced Mining Academy

Die erfolgreiche Kundenbetreuung und der erfolgreiche Vertrieb von Bergbaumaschinen sowie eine folgerichtige technische und wirtschaftliche Entscheidungsfindung bei Management und Finanzierung von Bergbauprojekten setzen fachspezifische bergtechnische und bergwirtschaftliche Kenntnisse voraus. Speziell im mittleren und höheren Management beschäftigt die Industrie der mineralischen Rohstoffe, Maschinenindustrie, Banken, Behörden und Rohstoffhandelsgesellschaften Mitarbeiter mit Ausbildungsschwerpunkten in den Fachgebieten des Maschinenbaus, der Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Als komplementäre berufsbegleitende Ausbildung bietet die Advanced Mining Academy mit der oben formulierten Zielsetzung eine praxisorientierte kompakte und modular aufgebaute Weiterbildung. Die Ausbildung soll die Kernkompetenzen der Mitarbeiter im Bereich Rohstofflagerstätten, Bergbau, Recht und Arbeitssicherheit stärken. Das Ausbildungsprogramm vermittelt das praxisrelevante Wissen in Kompaktkursen, das durch Exkursionen in Rohstoffbetriebe untermauert wird. Nähere Informationen (Termine, Anmeldung, usw.) finden Sie unter:

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Doosan Global Business Beim Forum trafen führende Politiker und Wissenschaftler von Weltrang sowie CEOs global agierender Unternehmen zusammen, um gemeinsam die Weltwirtschaftslage und eine Reihe geopolitischer Fragen zu erörtern.

Weltweit anerkannte Wissenschaftler stellen Zukunftsperspektiven für die Weltwirtschaft, die städtebauliche Entwicklung und die Konvergenz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien vor

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eim zweiten Doosan Global Business Forum, das am 19. Juli im schottischen Edinburgh stattfand, trafen führende Politiker und Wissenschaftler von Weltrang sowie CEOs global agierender Unternehmen zusammen, um gemeinsam die Weltwirtschaftslage und eine Reihe geopolitischer Fragen zu erörtern.

Zu den eingeladenen Gästen zählte der Erste Minister Schottlands, Alex Salmond, die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice, Professor Paul Krugman von der Princeton University, Professor Tyler Cowen von der George Mason University (Autor des Werks „The Great Recession“) und Steven Koonin, Leiter des Center for Urban Science & Progress der New York University (ehemaliger Staatssekretär für Energie der Regierung Obama). Weitere hochrangige Gäste der Veranstaltung waren CEOs verschiedener globaler Unternehmen der Infrastruktur- und Maschinenbranche

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aus den USA, aus Großbritannien, Deutschland, Japan, Brasilien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und vielen anderen Ländern. Das Forum bot die einmalige Gelegenheit, in Edinburgh Meinungsbildner aus unterschiedlichsten Bereichen an einen Tisch zu bringen, für die sich diese Möglichkeit sonst kaum ergibt. Edinburgh ist der Austragungsort des Golfturniers The Open Championship (The British Open); Doosan ist Titelsponsor dieses Turniers.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN In seinen Begrüßungs- und Schlussworten sagte der Vorsitzende Park: „Noch immer bewegen wir uns in einem Umfeld, das sich durch seine schwierige Prognostizierbarkeit kennzeichnet. Unsere Zukunft hängt also davon ab, Wege zu finden, dieses schwierige Umfeld zu meistern, das Unternehmen daran hindert, nachhaltiges Wachstum zu erzielen.“ Er fügte hinzu: „Indem der Trend hin zur Konvergenz innovativer Informationsund Kommunikationstechnologien in der traditionellen Infrastruktur- und Maschinenbauindustrie vermehrt eingebunden wird, werden neue Geschäftsmöglichkeiten geschaffen.“ Die ehemalige US-Außenministerin Condoleezza Rice erläuterte nach lobenden Worten des schottischen Ersten Ministers Salmond ihre eigene Sichtweise zur weltpolitischen Situation und zu verschiedenen geopolitischen Fragen. In der nachfolgenden Einzelveranstaltung „Prospects for the Global Business Environment“ (Entwicklungsperspektiven der Weltwirtschaft) legten die Professoren Krugman und Cowen ihre aufschlussreichen Analysen zu den Perspektiven im Hinblick auf die Erholung der Weltwirtschaft, auf die Auswirkungen der alternden Gesellschaft, auf die Weltwirtschaft und auf die Effizienz der Finanzpolitik dar.

In der Veranstaltung „The New Era of Connectivity“ (Das neue Zeitalter der Konnektivität), die sich mit dem Trend zur Konvergenz der Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigte, stellten Dr. Stefan Ferber, der Leiter der Bosch Software Innovations GmbH, sowie Steven Koonin, der Leiter des Center for Urban Science & Progress der New York University, den weltweiten Trend zur Konvergenz von Informations- und Kommunikationstechnologien vor. Sie erörterten die Zukunftsperspektiven im Hinblick auf die Veränderungen, welche die ITK-Konvergenz in der Fertigungsindustrie und im Energiesektor mit sich bringen wird. Doosan veranstaltete das erste Global Business Forum im vergangenen Jahr. Zu den damaligen Teilnehmern im englischen Manchester zählten der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, der Generalsekretär der OECD Angel Gurria und Prof. Kenneth Rogoff von der Harvard University.

Kontakt: Doosan Global Business Internet: www.doosan.com

Yongmaan Park (Vorsitzender von Doosan), Condoleezza Rice (ehemalige US-Außenministerin) und Alex Salmond (Erster Minister von Schottland).

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Besuchen Sie uns auch unseren Social Media Service:

Profitieren Sie zudem von unserer neuen Entwicklung, der CMP:

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Werfen Sie einen Blick auf die neuste AMSEntwicklung, unsere „AMS-Academy“:

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Komatsu Europe International N.V.

Neuer Vertriebspartner im Komatsu-Team:

BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH

Foto: v.l.n.r.: Herr Manfred Ausmeier und Herr Harald Ausmeier, Geschäftsführer von BRR –Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH, Herne

Die Firma BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH mit Hauptsitz in Herne verstärkt ab September das Vertriebsnetz von Komatsu in Deutschland im Bereich von Kleve bis zum Oberbergischen Kreis und von Viersen bis Wuppertal. Zum 1. Januar 2014 wird die BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH das exklusive Vertriebsrecht für Komatsu Baumaschinen für diesen Bereich erhalten. Die Firma BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr ist seit 20 Jahren als Baumaschinenhändler eine bekannte Größe in Nordrhein-Westfalen. Ob Kauf, Miete oder Service von Baumaschinen - BRR bietet Ihnen einen Service mit kurzen Wegen und kompetenten Ansprechpartnern unter Führung von Harald und Manfred Ausmeier – mit dem Motto: „Nah am Kunden“.

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WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Komatsu Europe International N.V. Bettina Meeuw Sales Promotion Coordinator Hanomagstraße 9 D-30449 Hannover Tel. +(0)49 511 - 4509 212 eMail: bettina.meeuw@komatsu.eu Internet: www.komatsu.eu | www.komatsu-deutschland.de

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Metso Corporation | Lutze Fördertechnik GmbH

LUTZE übernimmt Servicegeschäft von Metso

Das Management der Metso Corporation in Helsinki und der LUTZE – Unternehmensgruppe aus Einbeck haben einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet.

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eit dem 03. September ist es spruchreif: Das Management der Metso Corporation in Helsinki und der LUTZE – Unternehmensgruppe aus Einbeck haben einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet, der das Service-Geschäft für Transportbandtechnik und Verschleißschutz in mehreren Nordeuropäischen Ländern neu regelt.

Danach übernimmt LUTZE den Metso Servicebetrieb für diese Produktbereiche einschließlich der relevanten Standorte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Weitere Metso Standorte in Norwegen und Schweden gehören dann ebenfalls zur LUTZE – Unternehmensgruppe. „Wir haben bereits 7 Standorte in Deutschland, mit denen wir das Geschäft unserer Kunden erfolgreich unterstützen. Um künftig auch international gesundes Wachstum zu erzielen, gab es für unsere Entscheidung keinen günstigeren Zeitpunkt“, erläutert Geschäftsführer Heinz Lutze seine Investition in die Zukunft. LUTZE nimmt etablierte Metso Produkte in sein Portfolio auf und erweitert dadurch sein Angebotsspektrum. Das Metso Servicepersonal der jeweiligen Standorte wird von der LUTZE Unternehmensgruppe übernommen. „Wir können es uns nicht leisten, auf gute Mitarbeiter mit Branchenerfahrung zu verzichten“, so Heinz Lutze weiter.

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Die LUTZE – Unternehmensgruppe ist bereits seit über 50 Jahren mit eigenem Produkt- und Serviceprogramm Lösungsanbieter für fördertechnische Anwendungen. Die Geschäftsbereiche Polyurethanverarbeitung und Verschleißschutz durch Sprühbeschichtung gelten als weitere wichtige Bestandteile der Unternehmensgruppe und setzen branchenübergreifend innovative Akzente. Metso ist ein globaler Anbieter von Technologien und Dienstleistungen für Kunden in der Prozessindustrie einschließlich Bergbau, Konstruktion, Papier- und Zellstoff, Kraftwerke sowie Öl & Gas. Ihre 30.000 Experten in über 50 Ländern liefern Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit an Kunden weltweit. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Lutze Fördertechnik GmbH Hullerser Landstr. 37 D-37574 Einbeck Tel. +49 (0) 55 61 – 3 13 41 15 eMail: grabianowski@lutze.de

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Sandvik Construction

Als Neuheit präsentierte Sandvik Construction in Baden-Baden den neuen kompakten Prallbrecher QI341 mit Eindecker-Nachsiebeinheit. (Fotos: Sandvik Construction)

Erfolgreiche Sandvik-Premiere auf Recycling Aktiv 2013:

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Prallbrecher als mobiler Allrounder!

andvik Construction präsentierte auf der Recycling Aktiv 2013 seine mobile Aufbereitungstechnik gemeinsam mit beiden deutschen Vertriebs- und Servicepartnern Oppermann + Fuss, Quickborn, und Trump Technik, Velbert. Viel beachtetes Highlight war die „Weltpremiere“ des neuen raupenmobilen Prallbrechers QI341 PrisecTM, der live auf dem Stand von Trump Technik präsentiert wurde.

Hohe Flexibilität mit kompakter Technik Wie sein direkter Vorgänger QI240 und der bereits auf der Bauma vorgestellte größere QI441 basiert der neue raupenmobile Prallbrecher Sandvik QI341 auf dem innovativen PrisecTM-Brecherkonzept. In kurzer Zeit und ohne zusätzliche Hebezeuge lässt sich der Sandvik-Prallbrecher CI411 Prisec umrüsten und eignet sich so für hoch produktive Primäranwendungen (Einlauföffnung 992 mm x 830 mm, max. 300 t/h) und die qualitäts-orientierte Sekundäraufbereitung gleichermaßen. Mit seiner umfangreichen Serienausstattung und transportgerechten Abmessungen und Gewichten (17,14 x 3,0 x 3,55 m; ca. 46 Tonnen) zielt der kompakte QI341 damit ebenso auf Betreiber aus dem Rohstoffbereich, wie auf Recycling- und Rückbauunternehmen.

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Als Neuheit präsentierte Sandvik Construction in Baden-Baden den neuen kompakten Prallbrecher QI341 mit Eindecker-Nachsiebeinheit. (Fotos: Sandvik Construction)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Die rund 46 Tonnen schwere raupenmobile Anlage bringt dank flexibler Sandvik Prisec-Prallbrecher-Technologie eine hohe Flexibilität in den verschiedenen Produktionsstufen von Rohstoffaufbereitung und Recycling. (Fotos: Sandvik Construction)

Ein Doppeldeck-Vibrationsvorsieb am Aufgabetrichter optimiert mit Wechsel-Siebmedien (Grizzly, Lochblechen, etc.) die Produktionsleistung des Prallbrechers mit Direktantrieb über Nasskupplung (CAT C9, 261 kW). Zahlreiche hydraulische Verstellfunktionen und die variable Rotorgeschwindigkeit (537 – 707 U/min) sorgen für ein großes Spektrum an Endprodukten. Der Brecher besitzt ein mechanisches Überlastsystem gegen Fremdstoffe, den störungsfreien, kontinuierlichen Betrieb gewährleistet darüber hinaus die intelligente Anlagensteuerung, die Beschickung und Leistungscharakteristik überwacht und den Maschinisten auch bei diversen Routineabläufen (An-/Herunterfahren, etc.) unterstützt. Zum Serienumfang zählen neben der aktiven Vorabsiebung auch das Vorsieb-

Seitenband, die Hubhydraulik des Hauptaustragsbandes mit Magnetaustrag, die Wasserbedüsung sowie die Funk/ Kabel-Fernsteuerung des proportionalen Raupenantriebs. Der Materialaustrag auf eine Vibrationsabzugsrinne unter dem Brecher gehört ebenfalls zum Standardlieferumfang. Augenscheinlichste Neuerung am QI341 ist die Eindecker-Nachsiebeinheit zur Vorort-Produktion definierter Endkörnungen. Die ca 6.500 kg schwere selbsttragende Einheit (Siebfläche 3,35 x 1,52 m) lässt sich bei Bedarf schnell demontieren und kann auch an bestehenden QI240 nachgerüstet werden. Das auf einem Drehschemel montierte seitliche Überkornband ermöglicht die Rückführung in den Aufgabetrichter sowie die Herstellung von zwei Endprodukten. Die hydraulische Hub- und Schwenkfunktion gewährleistet auch große Haldenkapazitäten für das Überkorn oder die einfache Übergabe zu nachgeschalteten Brech- oder Siebanlagen. Siebeinheit und Rückführband verbleiben beim Transport an der Maschine (Breite: 3,0 m), was eine kurze Rüstzeit der QI341 von nur 15 Minuten ermöglicht.

Mit hydraulischer Hub-/und Schwenkfunktion erlaubt das Rückführband das Brechen im geschlossenen Kreislauf oder die Aufhaldung bzw. Übergabe des Überkorns an weitere Anlagen. (Fotos: Sandvik Construction)

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Innovative Konzepte und konsequente Ausrichtung Gerade die positiven Besucher- und Kundenreaktionen auf der Recycling Aktiv mit ihrem hohen Anteil an Praktikern und Entscheidern bestätigen Sandvik und seinen deutschen Händlern eine erfolgreiche Produktstrategie und gute Marktpräsenz. Neben dem neuen QI341 stieß auch der erfolgreich eingeführte 47-Tonnen-Backenbrecher QJ341 auf großes Interesse und unterstrich die Attraktivität des erst in den vergangenen beiden Jahren grundlegend modernisierten Sandvik-Programms an Brech- und Siebanlagen im mittleren Leistungsbereich bis 450 t/h. Auch die Vertriebs- und Service-Anstrengungen finden Anklang: dank intensiver Betreuung, kompetenter Beratung quer durch alle Segmente und ein immer engmaschigeres Servicenetz zählen Sandvik-Mobilanlagen auch in der Wahrnehmung kritischer Kunden heute zu den führenden Lösungen am Markt.

Sandvik Sandvik ist ein weltweit tätiger Industriekonzern mit führenden Produktprogrammen in verschiedenen Bereichen – darunter die metallverarbeitende Industrie, Ausrüstungen und Werkzeuge für den Bergbau und Bausektor, Edelstähle und Speziallegierungen, metallische und keramische Verschleißmaterialien sowie Verfahrenstechnik. 2012 beschäftigte die Gruppe in 130 Ländern insgesamt rund 49.000 Mitarbeiter und erreichte einen Umsatz von über 98 Mrd. SEK.

Sandvik Construction Der Geschäftsbereich Sandvik Construction innerhalb der Sandvik-Gruppe bietet Lösungen für nahezu alle Segmente der Bau-Industrie. Dazu zählen unter anderem Steinbruchanwendungen, der Tunnelbau, Abbruch und Recycling, der Erd-, Straßen- und Tiefbau. Das Produktprogramm umfasst Gesteinswerkzeuge, Bohrgeräte, Hydraulikhammer, Anlagen für das Schüttgut-Handling sowie Brech- und Siebanlagen. Mit etwa 3300 Beschäftigten erwirtschaftete Sandvik Construction 2012 einen Umsatz von über 9,7 Mrd. SEK.

Kontakt:

Die intelligente Sandvik-Anlagensteuerung informiert den Maschinisten jederzeit über den Betriebszustand und entlastet bei Routine-Abläufen. (Fotos: Sandvik Construction)

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Sandvik Construction Melissa Baker Marketing Communications, Mobile Crushers and Screeners Tel. +44 (0) 1283 212121 eMail: melissa.baker@sandvik.com Internet: www.construction.sandvik.com www.oppermann-fuss.de www.trump-technik.de

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Kormann Rockster Recycler GmbH

Der neue R1100DE Parallel-Hybrid Brecher:

Fortschritt durch Technologie

Rockster führt den ersten ParallelHybrid Prallbrecher R1100DE ein

Einsatz der Elektrifizierung als hybride Lösung

Für eine der größten, französischen Straßenbaufirmen, entwickelte Rockster eine völlig neue Kompaktbrechanlage – die R1100DE. Hauptziel dabei war die Steigerung der Leistung bei Senkung des Energieverbrauchs.

Da in der Welt der mobilen Kompaktbrecher oftmals kein Strom verfügbar ist, hat Rockster die Stärken des Elektromotors in einer hybriden Lösung umgesetzt. Der Dieselmotor arbeitet nahezu konstant bei Optimal-Drehzahl um den Generator für den E-Motor anzutreiben.

R1100D als Basismaschine

Permanent-Magnet Technologie verspricht

Als Basis diente der Duplex-fähige Prallbrecher R1100D, welcher vor allem für seine Robustheit und seine gute Performance bei hohem Zerkleinerungsgrad von jeglichem Material bekannt ist. Damit kann der Kunde innerhalb weniger Stunden die Brecheinheit des Prallbrechers R1100 auf die des Backenbrechers R1200 switchen (wie auch umgekehrt) und steigert somit seine Anpassungsfähigkeit an diverse Einsatzfälle.

• geringeren Energieverbrauch • bessere Motor- und Generatorleistung • höhere Leistungsdichte bei geringerem Gewicht • kleinere Komponenten

Vorteile eines E-Motors Elektromotoren liefern aus dem Stand binnen Millisekunden volles Drehmoment, fahren Lastwechsel effizienter und erlauben eine exakt kontinuierlich gleichbleibende Drehzahl des Brechaggregates unabhängig vom Lastzustand.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Abpuffern der Lastspitzen Etwaige Lastspitzen werden durch Speicher sogenannte Powercaps - welche Energie puffern, abgefedert. Somit sinken der Verbrauch und durch den Einsatz nahezu wartungsfreier Elektromotoren auch die Wartungskosten. Durch diese Technologie, kann man sich bei einer jährlichen Nutzung einer Maschine bis zu 16.000 Liter Diesel einsparen.

Robuste Komponenten Alle e-Komponenten sind wassergekühlt und entsprechen dem IP65-Standard. Sie sind speziell für die Verwendung in mobilen Arbeitsmaschinen konzipiert und dementsprechend gegen Staub, Schmutz und Wasser geschützt sowie resistent gegen Vibrationen und starke Temperaturschwankungen. Sonstige Neuerungen • Die vier neuen Verstellpumpen für die Anlagenhydraulik liefern nur den Ölstrom, welcher auch tatsächlich benötigt wird, was Verluste reduziert, Kraftstoff einspart und eine gleichbleibend hohe Fördergeschwindigkeit bei niedriger oder wechselnder Dieselmotordrehzahl garantiert. • Über die neu designte Steuerung sind jegliche Werte einfach und intuitiv ablesbar, sorgfältig ausgearbeitete Fehlermeldungen helfen bei der raschen Eruierung und Lösung eventueller Störungen und die einfache Bedienung steigert die Effizienz in der Einschulung und Anwendung. • Eine hydraulische Überlastsicherung der Prallschwingen schützt die Anlage außerdem besser vor ungeeignetem Material und hilft Überkorn zu vermeiden. • Das einzigartige Rückführsystem, bestehend aus dem zweiteiligen Rückführ- bzw. Haldenband, hat Rockster auch erstmals bei einer der großen Anlagen eingebaut. Eine Demontage für den Transport ist damit nicht mehr notwendig. Außerdem besteht die Möglichkeit eines geschlossenen Kreislaufs mit 100% definierbarem Endkorn, sowie auch die Nutzung als Haldenband mit einer Abwurfhöhe von ca. 4 Metern gegeben ist.

Optional kann der R1100DE auch mit Netzanschluss geordert werden, um den Brecher rein elektrisch betreiben zu können. Dadurch sind weitere Einsparungen möglich, jedoch ist die Stromzufuhr im Offroad-Gelände nicht immer gewährleistet.

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WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Kormann Rockster Recycler GmbH Wirtschaftszeile West 2 4482 Ennsdorf Tel.: +43/7223/81000 Fax: +43/7223/81000-329 eMail: office@rockster.at Internet: www.rockster.at

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Kormann Rockster Recycler GmbH

Recycling Aktiv 2013:

Qualität vor Quantität

Auf einer Standfläche von 700m² zeigten die Mitarbeiter von Rockster bei der Recycling Aktiv im Airpark Baden, von 5.-7. September, dass sie beim Thema Recycling genau der richtige Ansprechpartner sind.

Qualität vor Quantität

Mit dem kompaktesten Brecher, der Prallmühle R700S inklusive Siebbox und Retourband sowie dem kleinsten Sieb des bestehenden Portfolios, dem RS EASY 76 ausgerüstet, demonstrierte Rockster eindrucksvoll, was diese Maschinen leisten können. Der R700S wurde im Einsatz mit Bauschutt und Beton präsentiert und beeindruckte die Besucher mit ausgezeichneter Durchsatzleistung, dem gut durchdachten, zweiteiligen Rückführ-/Haldenband und der einfachen Bedienung. Auch das Separieren von Eisen mit dem standardmäßig eingebauten Magnet-abscheider funktionierte hervorragend. Die integrierte Staubunterdrückung sorgte außerdem dafür, dass auch bei der großen Hitze an den ersten beiden Messetagen, das Endkorn fein besprüht und ohne Staubwolken von der Maschine lief. Großes Interesse bei den Besuchern, weckte auch die kompakteste Siebanlage aus dem Hause Rockster, die RS EASY 76, welche bei den Vorführungen sehr gut die Aussiebung in drei verschiedene Fraktionen zeigte. Die einfache, aber sehr effektive Technologie überzeugt durch gute Wartungsfreundlichkeit und einfachste Handhabung im Betrieb. Es ist für die Sortierung von Erdmaterial, Gestein, Schutt, Kompost, Sand, Kohle und diversem anderen Material geeignet und spricht somit eine große Zielgruppe an. Trotz begrenzter Besucherzahl bei der Messe, haben die Qualität der Anwesenden und das rege Interesse an den Maschinen einen positiven Eindruck hinterlassen.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN BETEK GmbH & Co. KG

BETEK und Wirtgen:

finden für jede Aufgabe eine Lösung!

W1-15/25RK: So heißt die BETEK Meißel-/ Halterlösung für den schwierigen Untergrund beim Bau der A 7 in Dänemark.

b StraSSenfräsen, Stabilisieren oder Surface Mining: Gemeinsam haben BETEK und Wirtgen ein groSSes Ziel – die ständige Weiterentwicklung dieser O Technologien, um den Kunden gröSStmögliche Effizienz zu bieten. BETEK ist

stolz auf die Systempartnerschaft mit Wirtgen, die eine nun schon 30jährige Erfolgsgeschichte ist. Der Produktmanager Thomas Allgaier verantwortet die Produktgruppe der MeiSSel, die für das StraSSenfräsen, Stabilisieren und Surface Mining eingesetzt werden. Thomas Allgaier: „Durch hohe Innovationskraft und anwendungsbezogene Entwicklungen wird die Leistungsfähigkeit der Meißel kontinuierlich gesteigert. Die Produktpalette bietet für jeden Anwender ideale Lösungen auch für schwierigste Fräsaufgaben.“ Jüngstes Beispiel ist ein Stabilisierungsprojekt unter schwierigsten Bedingungen in Dänemark. Für den Neubau der Autobahn A 7 musste der Boden stabilisiert werden. Dabei hatte die Fräse Lehmboden zu bewältigen, der mit Steinen jeglicher Größe durchsetzt war. Das Fräsen brachte alle eingesetzten Standardhalter und Meißel an Der Wirtgen-Anbaustabilisierer wird an eine Zugmaschine – in diesem Fall an einen ihre Grenzen, was zahlreiche Meißelbrüche Traktor – angehängt. In Dänemark verwandelte der Stabilisierer lehmigen, mit großen und Halterschäden zur Folge hatte. „Das ist Steinen durchsetzen Untergrund in einbaufähigen und verdichtbaren Boden. Zu grobes der Albtraum jedes Maschinenführers und Material wird im Mischraum der Fräswalze zerkleinert.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN W1-15/25RK: So heißt die BETEK Meißel-/ Halterlösung für den schwierigen Untergrund beim Bau der A 7 in Dänemark.

wir wurden zu Hilfe gerufen“, erklärt Thomas Allgaier, der sich gemeinsam mit den Wirtgen-Kollegen Bjarne Dahl und Morten Wold aus Dänemark und Thomas Lehnert und Helgo Koch von Wirtgen in Deutschland der Herausforderung stellte und Halter und Meißel speziell an diese Gegebenheiten vor Ort anpasste. Allgaier: „Es war natürlich klasse, gemeinsam mit Wirtgen auf der Baustelle die neuen BETEK-Meißel vorzustellen und das Resultat mitzuerleben. Es gab keinerlei Brüche mehr, die Produktivität war ausgezeichnet und das Verschleißverhalten hervorragend.“ Der Straßenbauer, der durch diese Unterstützung sein Projekt erfolgreich durchführen konnte, war mehr als glücklich über die schnelle und unkomplizierte Vorgehensweise. Produktmanager Thomas Allgaier ist natürlich genauso

zufrieden und betont: „Alleine wäre so etwas gar nicht zu realisieren. Es steckt immer ein Team dahinter. Meine Kollegen Christoph Haberstroh und Sarah Bitzer sind an dem Erfolg genauso beteiligt wie unser Systempartner Wirtgen.“ WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: BETEK GmbH & Co. KG - Presse-Kontakt Anne-Christine Jahnke, Marketing Sulgener Str. 21-23 D-78733 Aichhalden | Deutschland Tel.: +49 (0) 7422/ 565-183 Fax: +49 (0) 7422/ 565- 122 eMail: : a.jahnke@betek.de Internet: www.betek.de

Der Wirtgen-Anbaustabilisierer wird an eine Zugmaschine – in diesem Fall an einen Traktor – angehängt. In Dänemark verwandelte der Stabilisierer lehmigen, mit großen Steinen durchsetzen Untergrund in einbaufähigen und verdichtbaren Boden. Zu grobes Material wird im Mischraum der Fräswalze zerkleinert.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Herrenknecht AG

Herrenknecht liefert speziellen Tunnelbohrer für neue Bosporus-Unterquerung

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in Straßentunnel großen Durchmessers soll die Meerenge in Istanbul unterqueren und das Infrastruktur-Nadelöhr zwischen Europa und Asien aufweiten. Die technischen Planungen des Tunnelvortriebs weisen komplexe Herausforderungen aus. Das Baukonsortium orderte daher eine speziell angepasste Tunnelbohrmaschine bei Herrenknecht. Der 13,6-Meter-Gigant, ein Mixschild, wurde Anfang Juli 2013 in Schwanau fertiggestellt und befindet sich nun auf dem Transport zur Baustelle in der Türkei.

Spezieller Tunnelbohrer für neue BosporusUnterquerung Istanbul, Türkei / Schwanau, Deutschland, 14. August 2013. Um vom europäischen zum asiatischen Teil Istanbuls zu gelangen, müssen Menschen und Güter die BosporusMeerenge überqueren. Bisher stellen zwei Straßenbrücken sowie Fährschiffe die einzige Verkehrsverbindung zwischen den Stadtteilen und den Kontinenten her. Für die knapp 14 Millionen Einwohner der Stadt und für den internationalen Transitverkehr soll sich die angespannte Verkehrssituation durch den Bau eines neuen Straßentunnels unter dem Bosporus entscheidend verbessern.

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„Das Projekt ist sicherlich einer der anspruchsvollsten Tunnelvortriebe, die heute in der Welt angegangen werden“, lautet die Einschätzung des HerrenknechtProjektleiters Georg Schleer. Rund 100 Meter unter dem Meeresspiegel verläuft die Trasse des »Istanbul Strait Road Tube Crossing Project« an der tiefsten Stelle. Der Innendurchmesser des Tunnelbauwerks wird zwölf Meter betragen, um pro Fahrtrichtung zwei Spuren aufnehmen zu können. Diese verlaufen auf zwei Ebenen übereinander. 3,34 Kilometer des insgesamt 5,4 Kilometer langen Tunnels werden mit einer Herrenknecht-Vortriebsmaschine erstellt, die ihre Untergrund-Mission aus einem Startschacht auf der asiatischen Seite beginnen wird.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Umfangreiche geologische und hydrogeologische Voruntersuchungen zeigten, dass die Tunnelbauer mit bis zu 12 Bar Wasserdruck rechnen müssen. Das bauausführende türkisch-südkoreanische Konsortium YMSK, bestehend aus Yapı Merkezi Insaat ve Sanayi A.S. und SK Engineering & Construction Co. Ltd., orderte für das Projekt eine speziell entwickelte HerrenknechtTBM vom Typ Mixschild mit einem Durchmesser von 13.660 mm. „Das Engineering der Maschine hat uns vor echte Herausforderungen gestellt“, fasst Georg Schleer die Ausgangssituation für die Schwanauer Ingenieure zusammen. Die zentrale Aufgabenstellung: „Selbst wenn vorne an der Ortsbrust extrem hoher Druck ansteht, muss der Kunde die Abbauwerkzeuge im Bedarfsfall schnell und sicher wechseln können.“ Herausgekommen ist ein neuartiges Schneidradkonzept, bei dem zeitund kostenaufwendige Einstiege für Wartungsarbeiten unter Druckluft reduziert werden können. Das komplette Schneidrad ist vom rückwärtigen Bereich der Maschine unter atmosphärischem Druck begehbar. Von dort können alle Schneidrollen und ein großer Teil der Schälmesser sicher gewechselt werden. Zusätzlich ist der Mixschild mit einem speziellen, neu entwickelten Schleusensystem ausgestattet. Es ermöglicht im Bedarfsfall Drucklufteinstiege bei weit über 5 Bar. Um starke Materialabnutzung frühzeitig zu erkennen und notwendige Wartungseinstiege gezielt angehen zu können, sind in den Abbauwerkzeugen sowie im Stahlbau des Schneidrades Verschleißdetektoren integriert. Überdies sind die Schneidrollen mit dem von Herrenknecht

entwickelten Überwachungssystem DCRM (Disc Cutter Rotation Monitoring) ausgestattet. Es meldet Daten zu Drehbewegung und Temperatur der Schneidrollen in Echtzeit an den Maschinenfahrer im Steuercontainer. So lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Werkzeuge ziehen und Wechselintervalle besser planen. Im Herrenknecht-Werk in Schwanau wurde der Mixschild auf den Namen YILDIRIM BAYEZID getauft. Dies ist der Name eines Sultans, der zum Ende des 14. Jahrhunderts die Ausdehnung des Osmanischen Reiches erfolgreich vorantrieb. Nach Demontage, Transport und Baustellenmontage wird der HerrenknechtMixschild Ende 2013 den Vortrieb in Istanbul aufnehmen. Nach der Inbetriebnahme des Tunnels wird die neue Schnellverbindung zwischen Europa und Asien zunächst für 26 Jahre durch das Joint Venture »Avrasya Tüneli Isletme Insaat ve Yatırım A.S. (ATAS)« betrieben und anschließend an die Regierung von Istanbul übergeben. In den Jahren 2008 – 2009 wurde der Bosporus zum ersten Mal mit einer Tunnelbohrmaschine unterquert. Für den Bau eines Wassertunnels kam damals ein Erddruckschild (Ø 6.110 mm) von Herrenknecht zum Einsatz. Darüber hinaus wurden bzw. werden insgesamt über 56 Kilometer der Istanbuler U-Bahn mit Maschinen aus Schwanauer Fertigung gebaut. WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Herrenknecht AG Schlehenweg 2 D-77963 Schwanau Tel (+49) 78 24 30 20 Fax (+49) 78 24 34 03 eMail: pr@herrenknecht.de Internet: www.herrenknecht.com Der Herrenknecht-Mixschild mit einem Durchmesser von 13,6 Metern für das »Istanbul Strait Road Tube Crossing Project« wurde Anfang Juli 2013 in Schwanau fertiggestellt.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Herrenknecht Vertical GmbH

Herrenknecht Vertical:

ERFOLGREICHE BOHRUNGEN IM BRASILIANISCHEN URWALD Tiefbohrrigs von Herrenknecht Vertical in Brasilien Seit Juni 2009 sind zwei Tiefbohrrigs von Herrenknecht Vertical in Brasilien für das Unternehmen Petrobras im Einsatz. Mit den Slingshot-Anlagen vom Typ Terra Invader 350 wurden bereits rund 40 Bohrungen erfolgreich fertiggestellt. Im Bundesstaat Bahia werden die Rigs in abgelegenen Regionen des brasilianischen Regenwalds, die nur über schmale und schlecht ausgebaute Straßen zu erreichen sind, zur Exploration von Öl und Gas verwendet. Bei Teufen von bis zu 4.000m pro Bohrung haben die Tiefbohranlagen insgesamt bereits rund 110.000m gebohrt.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Herrenknecht Vertical GmbH Im Heidenwinkel 5 D-77963 Schwanau Postfach 30 | D-77961 Schwanau T +49 7824 302-1300 F +49 7824 302-1330 eMail: info@vertical-herrenknecht.de Internet: www.herrenknecht-vertical.de

Weitere Bohrungen für Petrobras sind in Planung. Außerdem soll, als Teil des brasilianischen Energieprogramms, eine der Anlagen in Kürze auf einem rund 1.000km entfernten Ölfeld der Nationalen Erdölagentur ANP zum Einsatz kommen. Dies bedeutet aufgrund der abgeschiedenen Lage der Baustelle nicht nur eine logistische Herausforderung. Eingesetzt wird das Rig für Forschungszwecke und soll Tiefen von bis zu 4.300m abteufen.

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TECHNOLOGIETRANSFER

Deutschland GmbH

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

ContiTech baut Geschäft mit Industrie-Fördergurten aus

ContiTech AG

• Conveyor Belt Group übernimmt von der Metso Corporation eine Fabrik und die zugehörige Sales- und Serviceorganisation in Finnland • Fördergurte für Steinbrüche, die Erzindustrie und den Transport in Fabriken • Spezialfördergurte für die Papier- und Lebensmittelindustrie

Conveyor Belt Group übernimmt die Industrie-Fördergurtsparte der finnischen Metso Corporation Northeim/Hannover, September 2013. Die ContiTech Conveyor Belt Group, Northeim, stärkt ihr Geschäft mit Fördergurten für industrielle Anwendungen und übernimmt die Industrie-Fördergurtsparte der finnischen Metso Corporation, Helsinki. Entsprechende vertragliche Vereinbarungen wurden heute unterzeichnet. Gegenstand der Transaktion ist unter anderem eine Fertigung im finnischen Kalkku, in der Fördergurte für Steinbrüche, die Erzindustrie, den Transport in Fabriken oder Spezialfördergurte für die Papier- und Lebensmittelindustrie hergestellt werden. Darüber hinaus erwirbt ContiTech die zugehörige Sales- & Serviceorganisation in Finnland. Insgesamt übernimmt ContiTech rund 130 Mitarbeiter von Metso. Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Der wirtschaftliche Übergang ist für das vierte Quartal 2013 geplant. „Der Kauf stärkt das Industriegeschäft von ContiTech und rundet das Programm der Conveyor Belt Group an IndustrieFördergurten und Spezialgurten sinnvoll ab. Zusätzlich

verbessern wir unsere Marktpräsenz in Nordeuropa und optimieren die Struktur unserer Produktionsstandorte“, sagt Hans-Jürgen Duensing, Geschäftsbereichsleiter ContiTech Conyeor Belt Group. „Unser Ziel ist es, das Werk in Finnland fortzuführen und uns weitere Kundenkreise in den skandinavischen Märkten zu erschließen.“ ContiTech hatte bereits 2010 von Metso das Geschäft mit Flexowell- und Pocketlift-Fördergurten übernommen und dieses seitdem erfolgreich ausgebaut.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Mario Töpfer Head of Technical Media Relations, ContiTech AG Vahrenwalder Straße 9 D-30165 Hannover Tel.: +49(0) 511 938-1304 Fax: +49(0) 511 938-1305 eMail: mario.toepfer@contitech.de Jens Fechner Director Market Communications,ContiTech AG Vahrenwalder Straße 9 D-30165 Hannover Tel.: +49(0) 511 938-14019 Fax: +49(0) 511 938-14025 eMail: jens.fechner@contitech.de

Continental gehört mit einem Umsatz von 32,7 Milliarden Euro im Jahr 2012 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antriebe und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt Continental zu mehr Fahrsicherheit und zum globalen Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Continental beschäftigt derzeit knapp 175.000 Mitarbeiter in 46 Ländern. Die Division ContiTech gehört zu den weltweit führenden Anbietern von technischen Elastomerprodukten und ist ein Spezialist für Kunststofftechnologie. Sie entwickelt und produziert Funktionsteile, Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie und andere wichtige Industrien. ContiTech beschäftigt insgesamt rund 28.000 Mitarbeiter und erzielte 2012 einen Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Putzmeister Holding GmbH

Speziell für hohe Drücke bei Hoch- und Weitförderungen und flexible Einsätze sind die Maschinen der Moli-Reihe entwickelt.

Beton pumpen im Dienst des Umweltschutzes

B

randenburg/Aichtal, 2013 – Eine nicht alltägliche Aufgabe für Putzmeister: Quer durch das Biosphärenreservat Spreewald fördert eine Pumpe zurzeit über eine Rohrleitung Beton zur 450 m entfernten Baustelle. Mit dem Bau einer Schleuse soll der Niveauunterschied im Wasserlauf überwunden werden. Dass sich Naturschutz und Betonpumpen nicht widersprechen, zeigt der erfolgreiche Verlauf dieses Projektes.

Putzmeister-Pumpe für die umweltfreundliche Weitförderung von Beton im Spreewald eingesetzt Der Spreewald in Brandenburg liegt nur etwa 70 km von Berlin entfernt und ist ein Gebiet von hohem touristischem Wert. Neben vielen anderen Freizeitaktivitäten, ist das Befahren der schier unendlichen Flussläufe mit allen Arten von Booten beliebt. Um dieses Vergnügen ungestört zu ermöglichen, soll bis zur Sommersaison 2013 der Höhenunterschied an einer schwer zugänglichen Stelle durch eine neue Schleuse überbrückt werden.

Nicht nur der mit einer Bauzeit von neun Monaten sehr eng gefasste Zeitplan und die in diesem Zeitraum überwiegend winterlichen Bedingungen stellten eine große Herausforderung dar. Auch die Logistik in der fast undurchdringlichen Landschaft beschäftigte die Projektbeteiligten bereits im Vorfeld intensiv. Um diese Hürden zu nehmen, war Know-how, Teamarbeit und eine hervorragende technische Ausrüstung gefragt.

Erste Hürde – schwer zugängliche Baustelle im Naturschutzgebiet Die betreffende Schleuse Nummer 112 liegt inmitten des Spreewaldes in einem Biosphärenreservat. Jenseits befestigter Straßen und umgeben von einer sumpfigen, fast undurchdringlichen Landschaft. Für schwere Baufahrzeuge ist spätestens am Parkplatz einer nahe gelegenen Gaststätte Endstation. Von dort sind es jedoch mindestens noch 450 m bis zur Baustelle.

Zur Wahl stand der Bau einer provisorischen Baustrasse durch den unberührten Spreewald oder die Verwendung einer Betonpumpe.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Die Moli 21.12 beschickt die 450m lange Rohrleitung. Die Rohrleitung ist mit einem schweren Betonblock fixiert.

Bereits im Januar 2012 hatten die Verantwortlichen verschiedene Möglichkeiten diskutiert und geprüft, wie Beton und andere Baumaterialien umweltfreundlich zur Baustelle transportiert werden könnten. Kurzzeitig wurde selbst der Transport per Esel nicht ausgeschlossen. Die Planungsgemeinschaft Tief- und Wasserbau GmbH in Dresden hatte auch frühzeitig die Projektingenieure von Putzmeister angefragt und in das Projekt eingebunden. So war in kurzer Zeit ein tragfähiges und umweltschonendes Betonförderkonzept entstanden. Mittels einer Rohrleitung solle der Beton ohne Eingriffe in die geschützte Landschaft an Ort und Stelle transportiert werden. Dieses Konzept sieht auch vor, im Sinne des Naturschutzes die Reinigung der Betonpumpe und Rohrleitung so durchzuführen, dass weder Restbeton, noch Reinigungswasser in den Spreewald gelangen. Die praktische Lösung: Eine Reinigung nach vorn mittels Druckluft, welche die Betonreste in die Schalung befördert.

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Zweite Hürde – Prüfung der Betonrezeptur auf die Pumpbarkeit Unklar war zu Anfang, ob die vorgeschriebene Betonrezeptur für die Förderung über eine Distanz von 450 m mit der Pumpe überhaupt geeignet wäre. Fachleute testeten vor Ort bei der Firma Kann Beton in Koschendorf mit Hilfe des SLIPER Rheometer den vorgegebenen Sohlenbeton C30/37. Dieses Messgerät liefert Werte, die den zu erwartenden Förderwiderstand (Reibbeiwert) von Beton in der Förderleitung angeben. Daraus lassen sich Rückschlüsse sowohl bezüglich der benötigten Betonpumpe als auch der Rohrleitung ziehen. Erst nach positiven Ergebnissen der Messung stand dem Einsatz der eingeplanten Betonpumpe nichts mehr im Wege. So konnte im November 2012 mit der Einrichtung der Baustelle begonnen werden. Die beteiligten Unternehmen transportierten Spundwände und anderes Material mit Lastenkähnen zur Baustelle. Für die Bagger erfüllten Schwimmpontons ihren Zweck. Die Putzmeister Projektingenieure sorgten in enger Zusammenarbeit mit allen an der Betonage beteiligten Firmen für Installation,

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Aufbau und Befestigung der Rohrleitung. Sie trafen Vorbereitungen insbesondere für einen eventuellen Notfall während der Betonage (Stopfer) und auch für die Reinigung. Für die zu erwartenden hohen Förderdrücke bis knapp 100 bar fixierten Arbeiter die Rohrleitung an mehreren Stellen.

Dank der guten Vorbereitung, der Spezialisten vor Ort und dem erstklassigen Equipment steht einem pünktlichen Abschluss der Bauarbeiten aus heutiger Sicht nichts im Wege.

Putzmeister-Equipment im Einsatz: Dritte Hürde – widrigste Witterungsbedingungen Ende März 2013 begannen schließlich Betonagearbeiten der Schleusensohle.

• Betonpumpe BSF 21.12 H MOLI • Max. Förderdruck 115 bar • Rohrleitung ZX 125 130 bar

die

Trotz Schneeschauern und Minustemperaturen förderte die Pumpe die ersten 150 m3 Beton problemlos in die Schalung. Der beauftragte Betonpumpen-Dienstleister, die TBG Pumpendienst Berlin hat eine PutzmeisterAutobetonpumpe vom Typ MOLI im Einsatz. Diese verfügt über eine überdurchschnittlich leistungsfähige Betonpumpe, die Förderdrücke bis 115 bar zulässt.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Putzmeister Holding GmbH Marketing Max-Eyth-Str. 10 D-72631 Aichtal Tel.: +49 7127 599-411 Fax: +49 7127 599-140 e-Mail: marketing@putzmeister.de Internet: www.putzmeister.de

Mit Hilfe von flexiblen Förderschläuchen und Baggern wird der Sohlbeton verteilt.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Ergonic® 2.0 –

Putzmeister Holding GmbH

intelligentes Steuerungssystem für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit

A

ichtal, 2013 – Putzmeister hat sich bei seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf ein zukunftsgerichtetes Konzept für die Steuerung der Autobetonpumpen fokussiert. Sowohl bei Hard- als auch Software integrierte der Aichtaler Baumaschinen-Hersteller Funktionen und technische Details, die unter ökologischen, wirtschaftlichen und ergonomischen Gesichtspunkten erarbeitet wurden. Konsequent umgesetzt hat Putzmeister Ergonic 2.0 erstmals in Autobetonpumpen des Typs 38-5.

Putzmeister legt einen Schwerpunkt in der Weiterentwicklung seiner Autobetonpumpen auf das computergesteuerte Zusammenspiel von Mensch und Maschine Besonderes Augenmerk hat Putzmeister bei der Entwicklung von Ergonic® 2.0 auf Nachhaltigkeit gelegt. So steht das sogenannte Ergonic® blue-Konzept für einen ganzen Maßnahmenkatalog mit dem Ziel, den Verbrauch von Ressourcen zu schonen, umweltschädliche Emissionen zu senken sowie Material einzusparen. Auch in puncto Sicherheit gibt es signifikante Änderungen, die nicht zuletzt der neuen europäischen Norm EN 12001:2012 geschuldet sind. Die Vorgabe, eine permanente Kontrolle über das Zusammenspiel zwischen Abstützung, Mastbewegungen und Pumpfunktion zu gewährleisten, hat Putzmeister mittels einer ausgeklügelten Sensorik und der vollelektronischen Steuerung ESC (Ergonic® Setup Control) umgesetzt. Last but not least erleichtert das neue System die Arbeit für den Maschinisten. In die Hard- und Software haben die

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Entwickler von Putzmeister zahlreiche mit Maschinisten abgestimmte und getestete Funktionsinhalte sowie eine optimierte Menüführung integriert. Die Bedienung der Hauptfunktionen blieb unverändert, sodass sich Anwender kaum umstellen müssen.

Konzept für mehr Nachhaltigkeit – Ergonic® blue Unter dem Namen Ergonic® blue hat Putzmeister eine Reihe von Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Bei der 38-5 macht sich das neue Konzept durch eine moderne Leichtbauweise bemerkbar. Bei der Fertigung verwendete das Aichtaler Unternehmen vorwiegend handelsübliche Materialien und eine hohe Anzahl an Multifunktionsbauteilen. Die Folgen sind nicht nur erhebliche Materialeinsparungen, sondern auch eine Gewichtsreduzierung, die je nach Maschinentyp mehrere Tonnen betragen kann. Parallel dazu hat Putzmeister Bauteile mit einer längeren Lebensdauer verbaut. Über den gesamtem Lebenszyklus der Maschine hinweg senkt das den Materialverbrauch beträchtlich.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Die Ergonic 2.0 Funkfernsteuerung ist leichter und handlicher

Ein neues Hydraulikölmanagement, das in die Steuerung integriert wurde, ermöglicht es zudem, nicht nur die erforderliche Menge an Hydrauliköl um bis zu 50 % zu reduzieren, sondern auch umweltfreundliches Bioöl zu verwenden.

Konzept für mehr Sicherheit – Ergonic® Setup Control (ESC) Mit Inkrafttreten der EN 12001:2012 (28. Februar 2013) haben sich einige Änderungen für die Betreiber von fahrbaren Betonpumpen im europäischen Wirtschaftsraum ergeben.

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Vorgabe ist eine permanente Kontrolle über das Zusammenspiel zwischen Abstützung, Mastbewegungen und Pumpfunktion. Putzmeister hat mit der vollelektronischen Steuerung ESC (Ergonic® Setup Control) ein ganzheitliches willensunabhängiges Sicherheitssystem entwickelt, dass es erlaubt, flexibel und einfach im Rahmen der bestehenden Richtlinien und Normen zu arbeiten. Neben der Möglichkeit zur Vollabstützung bietet Putzmeister für ausgewählte Maschinen ein sicheres System für die Schmalabstützung an.

Die Ergonic 2.0 Funkfernsteuerung ist leichter und handlicher

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Die wichtigsten Neuerungen sind: • Sonderformen wie die K-Stellung, die Y-Stellung und die Reinigungsstellung erweitern die Funktionen der Maschine • Bei Aktivierung der Mastfunktion erfolgt eine Überprüfung der korrekten horizontalen Position der Stützbeine • Das Steuerungssystem gewährleistet, dass das Armpaket nur im zulässigen Arbeitsbereich bewegt werden kann

Konzept für mehr Bedienerfreundlichkeit – die Funkfernsteuerung Ergonic 2.0 Ergonomie stand im Mittelpunkt der Überlegungen. So liegt die neue Fernsteuerung dank des reduzierten Gewichts und der durchdachten Konstruktion leichter in der Hand. Und auf dem größeren, hochauflösenden Farbdisplay lassen sich alle Anzeigen sehr gut ablesen. Die Tasten der Statusanzeige sind mit Symbolen versehen und mit LED hinterleuchtet. Mit neuen Funktionsinhalten sowie einer verbesserten Menüführung ist sie zudem konsequent auf die Bedürfnisse der Maschinisten abgestimmt. Die neue Fernsteuerung ist dabei absolut dicht und robust. Die Elektronik wurde vergossen, um allen Wetterbedingungen zu trotzen. Ein Akku mit längerer Laufzeit und minimierter Selbstentladung versorgt die Fernsteuerung zuverlässig mit Strom. Alternativ lässt sich die Fernsteuerung über Kabel bedienen. Spezifische Einstellungen der Maschine werden mit Ergonic® 2.0 über eine Chipkarte übertragen. So kann die Funkfernsteuerung durch einen Austausch des Chips problemlos für andere Putzmeister-Autobetonpumpen genutzt werden.

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Über die Putzmeister Gruppe Die Putzmeister Gruppe entwickelt und produziert technisch hochwertige Maschinen in den Bereichen Betonförderung, Autobetonpumpen, Stationäre Betonpumpen, Verteilermaste und Zubehör, Anlagentechnik, Rohrförderung von IndustrieDickstoffen, Betoneinbau und Abraumförderung im Tunnel und unter Tage, Mörtelmaschinen, Verputzmaschinen, Estrichförderung, Injektionund Sonderanwendungen. Marktfelder sind die Bauindustrie, Berg- und Tunnelbau, industrielle Großprojekte, Kraft- und Klärwerke sowie Müllverbrennungsanlagen weltweit. Sitz des Unternehmens ist Aichtal. Mit rund 3.000 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr rund 680 Millionen Euro Umsatz.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Putzmeister Holding GmbH Marketing Max-Eyth-Str. 10 D-72631 Aichtal Tel.: +49 7127 599-411 Fax: +49 7127 599-140 e-Mail: marketing@putzmeister.de Internet: www.putzmeister.de

Die neue Autobetonpumpe M 38-5

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Putzmeister Holding GmbH

Saubere Energie

Lösungen für LNG-Anlage geliefert – Weltweit erstes Projekt zur Umwandlung von Kohleflözgas in Flüssigerdgas

Nach der Fertigstellung 2014 wird Queensland Curtis LNG (QCLNG) Kohleflözgas in Flüssigerdgas (LNG für „liquified natural gas“) umwandeln und so eine sauberere fossile Energie für die Exportmärkte bereitstellen. Dadurch werden gleichzeitig Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen, und die Wirtschaft in der Region wird angekurbelt. Die Verantwortung für die Erschließung des Projekts liegt bei QGC Pty Ltd, einem Geschäftsbereich der BG Group, die mit Betriebsstätten in mehr als 25 Ländern auf allen fünf Kontinenten zu den führenden Akteuren auf dem weltweiten Energiemarkt gehört. Ausrüstung von Putzmeister zum Verteilen von Beton ist seit dem letzten Herbst auf der Baustelle im Einsatz. QCLNG mit seinem Standort auf Curtis Island in Gladstone, Australien, ist ein Projekt zum Bau einer LNG-Anlage auf Weltklasseniveau.

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Nach der Fertigstellung wird die Anlage zwei als „Stränge“ bezeichnete LNG-Produktionseinheiten umfassen, von denen jede mehr als vier Millionen Tonnen Flüssigerdgas pro Jahr erzeugen kann; zwei Lagertanks bieten ein Fassungsvermögen von jeweils ungefähr 140.000 m³ Flüssigerdgas, hinzu kommt eine Schiffsanlegestelle für den Personen- und Materialtransport zwischen dem Festland und Curtis Island sowie Seeverladeeinrichtungen für die LNG-Ladungen. Der Großteil der 120.000 m³ Beton, die für die Anlage und die zu dem Projekt gehörenden sonstigen Bauten benötigt werden, wird von Putzmeister-Ausrüstung verteilt, darunter zwei Autobetonpumpen von 47 Meter bzw. 36 Meter Länge sowie sechs MX-Verteilermasten von 43 Meter Länge.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Projektdaten Die Werksanlage, die weniger als zwei Prozent der Insel einnimmt, ist von einem Naturschutzgebiet umgeben. Der Standort ist für eine Erweiterung auf mehr als 12 Mio. Tonnen LNG pro Jahr ausgelegt. LNG ist eine farb- und geruchlose, ungiftige und nicht korrosive Flüssigkeit. Für das Projekt wurde Bechtel Australia PTY LTD als Generalunternehmer ausgewählt, der die Betonverteilersysteme von Putzmeister gekauft hat. Das Unternehmen Meales Concrete Pumping liefert die Autobetonpumpen und HochdruckAnhängerbetonpumpen von Putzmeister.

Abgelegener Standort Eine der Herausforderungen des QCLNG-Projekts ist sein Standort auf einer Insel. Das bedeutet, dass die gesamte Ausrüstung, sämtliche Lieferungen und Arbeitskräfte über den Hafen von Gladstone, Queensland, transportiert werden müssen. Da für die Ausführung des Auftrags ca. 3.000 Arbeitskräfte benötigt werden, wurde auf der Insel ein vorübergehendes Baustellen-Camp errichtet, in dem bis zu 1.700 Arbeitskräfte wohnen können. Dadurch konnte der Straßenverkehr verringert werden, und der Immobilienmarkt in Gladstone wurde entlastet. Zusätzlich kommen Arbeitskräfte aus der näheren Umgebung täglich mit der Fähre vom Festland auf die Insel. Alle Zuschlagstoffe für den Beton auf der Baustelle werden mit Schüttgutfrachtern zur Insel übergesetzt, dort in dreiachsige Kipper umgeladen und zu den zwei Betonmischanlagen mit

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einer Kapazität von 120 m³/h transportiert, die von Boral Concrete, dem Betonlieferanten des Projekts, eingerichtet worden sind. Alle übrigen Baustoffe und die Ausrüstung, darunter auch die Betonpumpen und Verteilermaste von Putzmeister, wurden ebenfalls per Schiff angeliefert.

Schaffen eines Zugangs vom Meer Durch den Standort auf einer Insel sind geeignete Hafenanlagen ein wesentlicher Teil des QCLNGProjekts. Daher wurde in der ersten Phase eine Materialentladeanlage gebaut, an der Schiffe während der Bauarbeiten anlegen können, um ihre Fracht auszuladen. Das für diese Baumaßnahme zuständige Team setzt eine 36-Meter-Betonpumpe ein, um die für alle Schiffsanlegestellen erforderlichen 8.000 bis 10.000 m³ Beton zu verteilen. Durch den Platzmangel auf der Baustelle und aufgrund der Tatsache, dass die meisten dieser Bereiche vom Land aus nicht zugänglich sind, war der Bau des Schiffsanlegers eine echte Herausforderung. Deshalb mussten die meisten Arbeiten von Kähnen im Wasser aus durchgeführt werden. Zusätzliche Anlegestellen bestehen aus Fährterminals für Passagierfähren sowie Docks und Rampen für die Kähne, die alle Baustellenfahrzeuge transportieren. Zum Schluss soll noch eine Landebrücke (Jetty) gebaut werden, an der die Schiffe anlegen, um nach der Fertigstellung der Anlage ihre LNG-Ladungen aufzunehmen.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Die Arbeiten für die Schiffsanleger wurden wegen des Platzmangels auf der Baustelle, und da die meisten Bereiche dieser Anlagen vom Land aus nicht zugänglich sind, größtenteils von Kähnen im Wasser aus durchgeführt.

Betonringe für die Tanks

Verteilen des Betons für die „Stränge“ Die beiden LNG-Produktionseinheiten oder „Stränge“ sind der Ort, an dem das Kohleflözgas verschiedene Verarbeitungsstationen durchläuft, bevor es schließlich in Flüssigerdgas umgewandelt wird. Um die massiven Stränge zu bauen, werden zwei Putzmeister-Autobetonpumpen von 47 Meter Länge eingesetzt. Mit ihnen wird der größte Teil der 90.000 m³ Beton für die Fundamente, das Vergießen der Bewehrungsmatten, die Sockel und Säulen verteilt. Gelegentlich unterstützte eine Betonpumpe M 36 mit einer Reichweite von 32m die M 47’s beim Verteilen des Betons. Die M 36 wird außerdem zusätzlich zu den M 47’s beim Vergießen von Bewehrungsmatten mit einer Fläche von mehr als 1.200 m³ sowie für diverse kleinere Betonierarbeiten eingesetzt, beispielsweise für die vielen Sockel, die die Anlage nach der Fertigstellung tragen werden.

Nachdem das Gas in der Verarbeitungsanlage verflüssigt worden ist, wird es vor dem Export in einen der beiden massiven Lagertanks gepumpt. Für den Bau der Tanks mit einem Durchmesser von 90 m und einer Höhe von 40 m Höhe werden sowohl Verteilermaste als auch Autobetonpumpen eingesetzt. Für jeden Tank werden ca. 19.600 m³ Beton verteilt. Sechs MX-Verteilermaste der 43-MeterKlasse, von denen jeweils drei rund um eine Tankstruktur angeordnet sind, werden dazu auf 40 m hohe, freistehende Gittertürme montiert. Jeder ist über Streben wiederum mit dem Tank verbunden, um die freistehende Höhe zusätzlich abzustützen. Die Systeme arbeiten mit drei stationären Betonpumpen des Typs BSA 2109 HD. Da der MX 43 der branchenweit größte Verteilermast ist, der kein Gegengewicht benötigt, hat er wesentlich dazu beigetragen, das Gedränge auf der Baustelle in Grenzen zu halten. Die 47m Autobetonpumpen werden auch zur Unterstützung der Verteilermastsysteme bei größeren Betonierarbeiten für die Tankwände eingesetzt.

Da der Standort des Projekts auf einer Insel liegt, mussten die gesamte Ausrüstung und alle Lieferungen auf Fracht- und Schüttgutkähnen zur Baustelle transportiert werden.

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NEUHEITEN & REPORTAGEN

Für das Projekt werden sechs Verteilermaste des Typs MX 43 Meter eingesetzt, die auf 40 m hohen, freistehenden Gittertürmen montiert sind, sowie zwei Betonpumpen M 47 Meter zur Unterstützung bei größeren Betonierarbeiten.

Für jeden Tank muss die Wand in 10 Abschnitten von jeweils ca. 4 m Höhe betoniert werden, wobei jeder Abschnitt als vollständiger Ring gegossen wird. Die Grundfläche jedes Tanks wird in vier Abschnitten betoniert: Dabei werden zwei Außenringe gegossen sowie der innere Boden in zwei Abschnitten, wobei in jedem Abschnitt ca. 1.000 m³ Beton gegossen werden.

Mit den beiden Verteilermasten und den Autobetonpumpen werden für jeden Tank ca. 15.000 m³ Beton verteilt.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Putzmeister Holding GmbH Marketing Max-Eyth-Str. 10 D-72631 Aichtal Tel.: +49 7127 599-411 Fax: +49 7127 599-140 e-Mail: marketing@putzmeister.de Internet: www.putzmeister.de

„Die Tanks haben einen Durchmesser von ca. 90 Meter. Das ergibt einen ganz beträchtlichen Umfang“, erklärte Peter Lethbridge, General Manager von Meales. „Wir haben uns für diese Verteilermaste entschieden, weil das Team damit die Wände vollständig ausführen konnte. Sie bieten genügend Reichweite, um auch noch an die oberste Stelle der Tanks zu kommen, wenn die Decke gegossen wird.“ Die Verteilermaste haben in erster Linie die Aufgabe, den Beton für die Wände und die Kuppel der Tankbauten zu verteilen. In den unteren Abschnitten der Tankwände, die dicker sind als die oberen und für die deshalb mehr Beton verteilt werden muss, werden zur Unterstützung der Betonierarbeiten auch die M 47’s eingesetzt. „Mit den zusätzlichen Autobetonpumpen können die Betonierarbeiten in kürzerer Zeit beendet werden, als wenn nur die drei Verteilermaste zum Einsatz kämen“, erklärte Lethbridge. „Dies hilft die Termine besser einzuhalten, ein entscheidender Punkt bei jedem Bauprojekt.“

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Voith: Turbokupplung CPC 1600 von

Voith Turbo GmbH & Co. KG

Voith verdoppelt Produktivität in chinesischer Kohlemine

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50.000 Tonnen Kohle mehr pro Monat – mit der leistungsstarken Strebförderer-Kupplung CPC 1600 ist nun eine höhere Fördermenge in der chinesischen Sandaogou Kohlemine, Provinz Shaanxi, möglich. Die hydrodynamische Turbokupplung überträgt 1.600 Kilowatt. Das sind 60 Prozent mehr Leistung als bei Standardkupplungen mit vergleichbarem Bauraum. Damit bietet Voith seinen Bergbaukunden ein Alleinstellungsmerkmal. Die Steigerung der Leistungsdichte machten die Ingenieure von Voith durch das innovative XLSchaufelradprofil möglich. Um im sieben Meter hohen, 350 Meter breiten und mehr als drei Kilometer langen Kohlestreb effizienter zu fördern, benötigt der Betreiber der Sandaogou Kohlemine deutlich leistungsstärkeres Equipment. Die Herausforderung: Die vorhandene Antriebstechnologie konnte die erforderliche Leistung nicht auf den Förderer übertragen. Die China Coal Zhangjiakou Coal Mining Machinery Co., Ltd., einer der größten chinesischen OEM und Ausstatter der Sandaogou Kohlemine, entschied sich für ein Antriebssystem mit der CPC 1600 von Voith. Sie bietet eine maximale Leistungsübertragung bei kleiner Baugröße. Die leistungsstärkste Turbokupplung für Strebfördererantriebe CPC 1600 kommt in der chinesischen Sandaogou Kohlemine jetzt gleich mehrfach zum Einsatz. Tong Xiangyang, Teamleiter eines Kohlestrebs in der Sandaogou Kohlemine, ist mit der Leistung und Zuverlässigkeit der hydrodynamischen Kupplung von Voith sehr zufrieden. Dank der neuen CPC 1600 kann die Kohlemine unglaubliche 350.000 Tonnen mehr Kohle fördern. Und das pro Monat.

CPC 1600 schützt Motoren und Antriebskomponenten vor Schäden „Da keine mechanische Verbindung zwischen der Input- und Output-Seite der Kupplung besteht, können wir unsere Motoren lastfrei hochlaufen lassen. Wir schalten einen Motor nach dem anderen ein und umgehen so Einschaltstromspitzen, die unser Stromnetz unnötig belasten würden.“, so Tong. Die Turbokupplung CPC 1600 schützt außerdem die Motoren vor Überlast. Denn

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Die hydrodynamische Kupplung CPC 1600 für Strebförderer überträgt 1600 Kilowatt. Das sind 60 Prozent mehr Leistung als bei Standardkupplungen mit vergleichbarem Bauraum.

bei einer Überlast rutschen die füllungsgesteuerten Turbokupplungen wegen des hydrodynamischen Wirkprinzips, einfach durch. Dieser Schlupf schützt alle Antriebskomponenten sowie die Kette des Strebförderers vor Schäden. Dadurch maximiert die Kupplung die Verfügbarkeit des gesamten Systems und damit auch die Produktivität.

Anfahren des Strebförderers in jeder Situation Das Team um Tong kann jetzt seinen Strebförderer in jeder Situation anfahren. „Mit der CPC 1600 können die Anwender in Sandaogou beliebig viele Anfahrvorgänge in Folge durchführen“, erklärt Tang Min, General Manager Anfahrkomponenten bei Voith in China. „Das ist wichtig, um beispielsweise einen blockierten Förderer loszubrechen. So verhindern unsere Kupplungen ein zeitaufwändiges, manuelles Losbrechen der Anlage und damit kostspielige, ungeplante Stillstände.“

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Verbesserte Performance, keine ungeplanten Stillstände Die Zhiangjiakou Coal Mining Machinery entschied sich aus gutem Grund für die Voith CPC 1600. Die Kupplung punktet mit beeindruckenden Leistungsdaten, geringer Baugröße und ihrer robusten Bauweise. Tong und sein Team sind mit der verbesserten Performance ihres Strebförderers durch die Kupplungen aus Deutschland hochzufrieden. Die Bergarbeiter erleben es täglich aufs Neue: Seit der Inbetriebnahme des neuen Strebförderers im Mai 2012 gab es keine ungeplanten Stillstände und die Produktion läuft deutlich effektiver.

Die CPC 1600: wartungsarm und langlebig Die hydrodynamische Turbokupplung CPC 1600 von Voith arbeitet mit Wasser als Betriebsmedium. Dadurch vermeiden Anwender zusätzliche und kostenintensive Explosionsschutz-Maßnahmen. Zudem ist Wasser umweltfreundlich und im Kohlebergbau Untertage nahezu unbegrenzt verfügbar. Die Drehmomentübertragung ist verschleißfrei, die Kupplung selbst ist wartungsarm. Dadurch ergeben sich extrem lange Lebenszyklen. Durch ihre Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen wie Staub, Schmutz und Feuchtigkeit sind Turbokupplungen von Voith ideal für den rauen Einsatz beim untertägigen Kohlebergbau geeignet.

Die chinesische Kohlemine bei Sandaogou in der Provinz Shaanxi, etwa 700 Kilometer westlich von Peking. Dank der neuen Strebförderer-Kupplung CPC 1600 von Voith produziert die Mine nun monatlich 350.000 Tonnen Kohle mehr.

Jährliche Produktionssteigerung von 4,2 Millionen Tonnen Kohle Die chinesische Kohlemine bei Sandaogou liegt in der Provinz Shaanxi, etwa 700 Kilometer westlich von Peking. Die Mine hat aktuell einen jährlichen Output von zehn Millionen Tonnen. Vor dem Einsatz der Kupplungen von Voith in einem der Kohlestrebe produzierte die Mine dort 3,6 Millionen Tonnen Kohle jährlich. Dank der neuen Kupplungen an einem Strebförderer sind es nun monatlich 350.000 Tonnen mehr. Das ergibt aufs Jahr betrachtet eine Gesamtsteigerung von 4,2 Millionen Tonnen Kohle. Damit hat sich die Produktion in besagtem Streb mehr als verdoppelt.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Voith Turbo GmbH & Co. KG Voithstr. 1 74564 Crailsheim | Deutschland Tel.: +49 (0) 7951 32-429 Fax: +49 (0) 7951 32 665 Internet: www.voith.com

Alena Eisele Tel: +49(0) 7951 32-429 eMail: alena.eisele@voith.com

Über Voith Turbo Voith Turbo, der Spezialist für hydrodynamische Antriebs-, Kupplungs- und Bremssysteme für den Einsatz auf der Straße, der Schiene, in der Industrie und für Schiffsantriebe, ist ein Konzernbereich der Voith GmbH. Voith setzt Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit mehr als 42.000 Mitarbeitern, 5,7 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 50 Ländern in allen Regionen der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.

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Atlas Copco: Leichte

Atlas Copco Construction Tools

Gesteinsbohrhämmer lösen Lärmproblem

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erklüftete Kalksteinhügel und das hochgelegene, durch historische Steinmauern abgetrennte Ackerland machen den portugiesischen Nationalpark Parque Natural das Serras de Aire e Candeeiros zu einer beliebten Touristenattraktion. Er ist außerdem das Zentrum einer Reihe großer Kalksteinbrüche. Bisher haben viele davon die pneumatischen Gesteinsbohrhämmer des Typs BBD 94 DSI von Atlas Copco verwendet. Um den Bedenken der Menschen vor Ort hinsichtlich des Geräuschpegels gerecht zu werden, beliefert Atlas Copco die Steinbrüche jetzt mit Modellen des Typs BBC 34 DSI. Diese liefern die gleiche hohe Leistung bei einem um 5 dB(A) niedrigeren Geräuschpegel. Anfangs haben die Kalksteinbrüche der Gegend mit handgeführten Gesteinsbohrhämmern von Atlas Copco gearbeitet. Mit der Zeit erforderte die zunehmender Nachfrage eine stärkere Technisierung und die Einführung des Raupenbohrers führte zu einem weit verbreiteten Einsatz des pneumatischen Gesteinsbohrhammers des Typs BBD 94 DSI von Atlas Copco.

Starker ökologischer Druck Einige der Steinbrüche im Nationalpark liegen nah an dicht besiedelten Gebieten und die Steinbruchbetreiber waren besorgt, dass Beschwerden der Anwohner über den Geräuschpegel der Bohrungen ihre Abbau-Genehmigungen gefährden könnten. Ökologische Interessen üben in der

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NEUHEITEN & REPORTAGEN Gegend einen starken Druck aus – von anfänglich 120 vergebenen Abbau-Genehmigungen sind heute nur noch ungefähr 40 Steinbrüche in Betrieb. Atlas Copco hat wie immer sehr schnell auf die Anliegen seiner Kunden reagiert und eine Partnerschaft mit dem lokalen Händler DRCP-Ferramentas e Equipamentos Lda initiiert, der daraufhin Feldversuche mit dem Modell BBC 34 DSI als Alternative zum BBD 94 DSI durchführte.

50 % niedrigerer Geräuschpegel „ Die Feldversuche haben gezeigt, dass der BBC 34 DSI eine ebenso hohe Bohrgeschwindigkeit liefert wie der BBD 94 DSI, aber bei einem um 5 dB(A) reduzierten Geräuschpegel und das wird vom menschlichen Ohr als ein um 50 % geringerer Geräuschpegel empfunden”, erklärt Torres Marques, Business Line Manager bei Atlas Copco Portugal. Der pneumatische Gesteinsbohrhammer BBC 34 DSI verfügt über einen Kolbendurchmesser von 80 mm, einen langen Hub von 70 mm und einen leistungsstarken Sperrachsen-Drehmechanismus. Er liefert eine sehr hohe Schlagenergie und ist bei mittelhartem bis hartem Gestein äußerst effizient. Durch den großen

Kolbendurchmesser kann er sogar bei niedrigem Luftdruck ein hohes Effizienzniveau aufrechterhalten, und seine Wartungsintervalle sind länger als beim BBD 94 DSI.

Lärmproblem gelöst „Wir empfehlen den Kalksteinbrüchen jetzt das Modell BBC 34 DSI und haben in der Gegend ungefähr 20 Einheiten in Betrieb“, sagt Marques. „Unsere Kunden machen sich jetzt keine Sorgen mehr wegen Störungen der Anwohner durch den Geräuschpegel.“

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Atlas Copco Construction Tools Communications & Training Manager Anja Kaulbach eMail: anja.kaulbach@de.atlascopco.com Internet: www.atlascopco.com

Atlas Copco ist ein Industriekonzern, der eine weltweite Spitzenposition in den folgenden Bereichen einnimmt: Kompressoren, Expander und Luftaufbereitungssysteme, Bauund Bergbaugeräte, Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Dank seiner innovativen Produkte und Services kann Atlas Copco Lösungen für nachhaltige Produktivität liefern. Das Unternehmen wurde 1873 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden. Es ist weltweit in über 170 Ländern vertreten. 2012 beschäftigte Atlas Copco etwa 39.800 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz in Höhe von 90,5 Mrd. SEK (10,5 Mrd. EUR). Atlas Copco Construction Tools ist ein Teil des Atlas Copco Unternehmensbereichs Bautechnik. In diesem Bereich werden hydraulisch-, pneumatisch- und benzinbetriebene Aufbrechhämmer und -bohrer sowie Raupenbohrgeräte entwickelt, hergestellt und weltweit unter verschiedenen Markennamen vertrieben. Der Hauptsitz befindet sich in Essen, Deutschland, mit Produktionsstätten in Europa, Afrika und Asien. 2013 feiert Atlas Copco, das weltweit als eines der innovativsten, nachhaltigsten und ethisch verantwortungsbewusstesten Unternehmen gilt, 140 Jahre rentablen Wachstums. Zu Beginn stellte das Unternehmen Eisenbahnprodukte her, aber das Kerngeschäft von Atlas Copco geht auf die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, als die ersten Kompressoren, Werkzeuge und Gesteinsbohrhämmer produziert wurden. Heute nimmt die Atlas Copco Gruppe in diesen und vielen weiteren Bereichen eine weltweite Spitzenposition ein. Atlas Copco unterstützt Kunden in 180 Ländern und besitzt eigene Betriebsstätten in 90 Ländern. Lesen Sie in der Atlas Copco-Firmengeschichte mehr über ein Unternehmen, das überzeugt ist: „Es geht immer noch besser“.

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Atlas Copco:

Atlas Copco Construction Tools

Hydraulikhämmer und Gesteinsbrecher von Atlas Copco für heikles Abbruchprojekt in Brasilien ausgewählt

MB 1700 Hydraulikhämmer und CC 1700 CombiCutter erleichterten die schwere Arbeit

er brasilianische Abbruchspezialist Comprex Ltda. erhielt den Auftrag zum Abbruch einer Brücke D zwischen zwei wichtigen Stadtbezirken von Vitória im Bundesstaat Espirito Santo. Da Trümmer aus Umweltschutzgründen nicht in die von der Brücke überspannte Wasserstraße fallen durften, mussten

spezielle Vorkehrungen für den Abtransport von Abbruchschutt getroffen werden. Zur Durchführung des Auftrags entschied sich Comprex für Hydraulikhämmer und CombiCutter von Atlas Copco.

Vor Ort waren drei neue Brücken über der alten Brücke gebaut worden, die das erhöhte Verkehrsaufkommen zwischen den beiden Stadtbezirken nicht mehr bewältigen konnte. Diese aus 1.300 m³ armiertem Beton bestehende alte Brücke galt es zu entfernen.

Zunächst die leichten Strukturen Comprex begann die Abbrucharbeiten mit den leichten Strukturen wie der Brüstung, dem Straßenbelag usw. Dazu wurde ein SB 452 Hydraulikhammer von Atlas Copco eingesetzt. Danach ging es an die schwierigeren Aufgaben, d. h. die Abtragung der Betonverkleidung von den Eisenträgern und schließlich der Abriss der 10 Träger selbst.

Eine schlagkräftige Kombination erhielt den Zuschlag Ronaldo Zucchi, Eigentümer von Comprex, erläutert: „Die Hydraulikhämmer MB 1700 und SB 452 erbrachten beeindruckende Leistungen bei dem sehr harten Beton. Die schlagkräftige Kombination aus Hydraulikhämmern und CombiCuttern von Atlas Copco ließ uns die Herausforderung mit Zuversicht annehmen und war ein ausschlaggebender Faktor dafür, dass wir den Zuschlag von der Stadt Vitória erhielten.“

Zwei MB 1700 Hydraulikhämmer von Atlas Copco und zwei CC 1700 CombiCutter , montiert auf Trägerfahrzeugen vom Typ Volvo EC 210 und CAT 416E, erleichterten die schwere Arbeit. Der Abbruchschutt wurde von einem Spezialboot aufgefangen und zu einem Recyclingwerk transportiert. Atlas Copco Construction Tools Communications & Training Manager Anja Kaulbach

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Atlas Copco:

Atlas Copco Construction Tools

Pfahleintreiben im Akkord in Südafrika mit Hydraulikhämmern der Serie HB 2000

E

s heißt, dass das hohe Niveau der Sonneneinstrahlung in Südafrika das weltweit beste ist, und das Land weist eine schnell wachsende Solarenergiebranche mit mehreren Produktionsstätten in der Nordkapregion auf. Zurzeit installiert Geopile Africa an den Standorten in der Umgebung Pfähle für Solarprojekte und verwendet dafür das Duktus Pfahlsystem in Kombination mit Hydraulikhämmern der Serie HB 2000 von Atlas Copco. Die große Kraft und die hohe Schlagfrequenz des HB 2000 erweisen sich bei derartigen Pfahlrammprojekten als äußerst nutzbringend. „Die meisten dieser Solarfelder sind sehr groß; manche messen 3 x 1,25 km“, erläutert Jared Prowse, der für die Operationen und Projekte von Geopile Africa zuständig ist. „Für uns ist das jedoch kein Problem, da wir für unsere Arbeit hochflexible und mobile Hydraulikbagger von Volvo einsetzen, die mit leistungsstarken Hydraulikhämmern von Atlas Copco ausgestattet sind.“

400 Schläge pro Minute Das Duktus Pfahlsystem konzentriert 4.000 Joule Energie pro Schlag des Hydraulikhammers auf den Pfahlschuh, und mit einer Frequenz von 400 Schlägen pro Minute lassen sich Pfähle einfach und schnell durch die härteren abrasiven Materialschichten des oberen Erdreiches treiben. „Derzeit beträgt unsere durchschnittliche Pfahlproduktionsgeschwindigkeit 5 Minuten pro Pfahl, und mit 4 Bohrgeräten am Standort können wir täglich bis zu 400 Duktus-Pfähle installieren“, sagt Jared Prowse. „Diese Produktionsrate erachte ich als notwendig, da wir im Rahmen der Projekte 50.000 Pfähle in einem Zeitraum von knapp über 6 Monaten installieren müssen. Für meine Kunden möchte ich alle diese Arbeiten sicher und schneller als geplant erledigen.“

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NEUHEITEN & REPORTAGEN HB 2000 – leistungsstark und benutzerfreundlich Der Hydraulikhammer HB 2000 von Atlas Copco hat ein Betriebsgewicht von 2.000 kg. Das VibroSilenced-System schützt das Bedienpersonal vor Lärm und Schwingungen, AutoControl passt die Schlagfrequenz und -energie an den Härtegrad des Gesteins an, und das Anbauwerkzeug ist mit dem integrierten automatischen Schmiersystem ContiLube ™ II ausgestattet. Der Hammer verfügt außerdem über das PowerAdaptSystem, das den Hammer bei zu hohem Öldruck abschaltet – eine nützliche Funktion für den Einsatz des Hydraulikhammers auf unterschiedlichen Trägereinheiten.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Atlas Copco Construction Tools Communications & Training Manager Anja Kaulbach eMail: anja.kaulbach@de.atlascopco.com Internet: www.atlascopco.com

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Atlas Copco ist ein Industriekonzern, der eine weltweite Spitzenposition in den folgenden Bereichen einnimmt: Kompressoren, Expander und Luftaufbereitungssysteme, Bauund Bergbaugeräte, Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Dank seiner innovativen Produkte und Services kann Atlas Copco Lösungen für nachhaltige Produktivität liefern. Das Unternehmen wurde 1873 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stockholm, Schweden. Es ist weltweit in über 170 Ländern vertreten. 2012 beschäftigte Atlas Copco etwa 39.800 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz in Höhe von 90,5 Mrd. SEK (10,5 Mrd. EUR). Atlas Copco Construction Tools ist ein Teil des Atlas Copco Unternehmensbereichs Bautechnik. In diesem Bereich werden hydraulisch-, pneumatisch- und benzinbetriebene Aufbrechhämmer und -bohrer sowie Raupenbohrgeräte entwickelt, hergestellt und weltweit unter verschiedenen Markennamen vertrieben. Der Hauptsitz befindet sich in Essen, Deutschland, mit Produktionsstätten in Europa, Afrika und Asien. 2013 feiert Atlas Copco, das weltweit als eines der innovativsten, nachhaltigsten und ethisch verantwortungsbewusstesten Unternehmen gilt, 140 Jahre rentablen Wachstums. Zu Beginn stellte das Unternehmen Eisenbahnprodukte her, aber das Kerngeschäft von Atlas Copco geht auf die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, als die ersten Kompressoren, Werkzeuge und Gesteinsbohrhämmer produziert wurden. Heute nimmt die Atlas Copco Gruppe in diesen und vielen weiteren Bereichen eine weltweite Spitzenposition ein. Atlas Copco unterstützt Kunden in 180 Ländern und besitzt eigene Betriebsstätten in 90 Ländern. Lesen Sie in der Atlas Copco-Firmengeschichte mehr über ein Unternehmen, das überzeugt ist: „Es geht immer noch besser“.

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Atlas Copco:

Atlas Copco Underground Rock Excavation

fÜhrt Tier 4i-konforme Motoren bei UntertageLadern und -Lkws ein

Der Untertage-Lader Scooptram ST7 gehört zu einer der Maschinen von Atlas Copco, die ab sofort mit Tier 4i-Motoren von Cummins erhältlich sind.

A

b sofort bietet Atlas Copco als Wahlmöglichkeit bei fünf seiner Untertage-Lader und bei einem seiner Untertage-Lkws Cummins-Motoren der Stufe Tier 4 Interim, die sich durch niedrige Emissionen und eine hohe Kraftstoffeffizienz auszeichnen.

Die Tier 4i-Motoren von Cummins sind optional bei den Untertage-Ladern Scooptram 517, 517LP, 5T1030, 5T1030LP und 5T14 sowie bei dem Untertage-Lkw Minetruck MT2010 erhältlich. „Die neuen Tier 4i-Motoren sorgen neben geringeren Emissionen auch für eine verbesserte Kraftstoffeffizienz“, erläutert Ben Thompson, Produktmanager bei Atlas Copco. „Das heisst also, es wird weniger Kraftstoff verbraucht. Zudem verringert sich der Belüftungsbedarf, wodurch sich spürbare Einsparungen bei den Betriebskosten ergeben. Weiterhin sorgen Sie damit fur ein gesunderes Arbeitsumfeld für alle Beteiligten unter Tage.“

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT:

Atlas Copco Underground Rock Excavation Ben Thompson, Product Manager Telefon: +46(0)19-503 1395, Mobiltelefon: + 46 (0)70-946 9241 E-Mail: ben.thomDson@se.atlascopco.com Patrik Johansson, Project Leader Marketing Communications Telefon: +46 (0)19 503 1251 oder +46 (0)70 6021249 E-Mail: patrik.johansson@se.atlascopco.com

Dank eines Turboladers mit variabler Geometrie (VGTLader) und eines verbesserten Kraftstoffsystems zeichnen sich Tier 4i-Motoren durch erhöhte Leistung und eine verbesserte Drehmomentreaktion aus. Dadurch ist eine Effizienzsteigerung von bis zu 5 % gegenüber gleichwertigen Tier 3-Motoren möglich. Die passive Regenerierung des Dieselpartikelfilters erfolgt automatisch ohne Eingreifen des Bedieners, wobei dennoch eine hohe Maschinenleistung erhalten bleibt. Zudem wird für den Tier 4i-Motor von Cummins keine Dieselabgasflüssigkeit benötigt, was ebenfalls zu geringeren Kosten und weniger Produktionsausfällen beiträgt.

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Bewertet Effizienz von Transportlösungen! • Neue Software ermittelt beste Transportlösung für Tagebauprojekte • Programm ermöglicht CO2-Bilanzierung und Wirtschaftlichkeitsberechnung • Objektive und markenunabhängige Bewertung

Innovation: MiningCalculator München, 2013. Ob Lkw-Einsatz, Transport mit Fördergurten oder beides: Das neue Computerprogramm MiningCalculator vergleicht unterschiedliche Lade- und Transportkombinationen für konkrete Tagebauprojekte und ermittelt, welche Lösung aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten am besten geeignet ist. Auf der bauma 2013 würde das Programm der Mining Technology Consulting aus Clausthal-Zellerfeld erstmals in finaler Form am ContiTech Stand präsentiert. Entwickelt wurde der neue MiningCalculator von dem Ingenieurbüro Mining Technology Consulting in Zusammenarbeit mit der XGraphic Ingenieurgesellschaft. „Unser Ziel war es, eine unabhängige und objektive Software zu entwickeln, mit der Unternehmen die individuell passende Transportlösung für Tagebau- und allgemeine Erdbewegungsprojekte ermitteln können“, sagt Prof. Dr. Hossein Tudeshki, Gründer von Mining Technology Consulting. „Mit dem MiningCalculator ist uns dies gelungen.“ Die ContiTech Conveyor Belt Group setzt das Programm als erstes Unternehmen ein. „Wir sind von dem Mehrwert des Programms bei der Effizienzermittlung und Energiebilanz von Bergbauunternehmen überzeugt“, sagt Hans-Jürgen Duensing, Geschäftsbereichsleiter der ContiTech Conveyor Belt Group.

Lösungsalternative für individuelle Transportlösungen Das Programm ermöglicht die Dimensionierung, Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie CO2-Bilanzierung für das jeweilige Tagebauprojekt. Dabei berücksichtigt die Software sowohl die Möglichkeit eines diskontinuierlichen als auch eines kontinuierlichen Transports. So können in einem Arbeitsschritt beide Szenarien bewertet werden. Schwerpunkte legt das Programm dabei auf die spezifischen CO2-Emissionen und auf die Kostenkalkulation, um mögliche Gerätekombinationen zu bewerten. Die Ergebnisse veranschaulicht die Software mithilfe von Diagrammen und Tabellen. Dabei zeigt der MiningCalculator auch mehrere Alternativen auf, die als einzelne Projekte in einer übergeordneten Projektmappe abgelegt und im Projektvergleich ausgewertet werden können. So ist eine objektive Bewertung unterschiedlicher Transportlösungen möglich.

WEITERE INFORMATIONEN UND KONTAKT: Mining Technology Consulting Albrecht-von-Groddeck-Str. 3 D-38678 Clausthal-Zellerfeld XGraphic Ingenieurgesellschaft mbH Aretzstr. 9 52070 Aachen eMail: info@mining-calculator.com Internet: www.mining-calculator.com

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VERANSTALTUNGEN

2013

DER AMS-VERANSTALTUNGSKALENDER Oktober 2013 01 - 02 Okt The 7th Annual EU Iron Ore Conference 2013

Paris, Frankreich

www.immevents.com

01 - 06 Okt XVII International Coal Preparation Congress (ICPC)

Istanbul, Türkei

www.icpc2013.com

02 - 03 Okt Exploring & Mining the Isa 2013

Mount Isa, Australien

www.informa.com.au

03 - 04 Okt CIEMC 2013 - 1st Congo International Mining Conference & Exhibition

Brazzaville, Kongo

www.ciemcongo.com

07 - 09 Okt Praxisforum Geothermie.Bayern

München, Deutschland

www.praxisforum-geothermie-bayern.de

08 - 10 Okt INTERGEO 2013

Essen, Deutschland

www.intergeo.de

08 - 11 Okt MiningWorld Uzbekistan 2013

Tashkent, Uzbekistan

www.ite-uzbekistan.uz

08 - 11 Okt Chad International Oil, Mining and Energy (CIOME) 2013

N´Djamena, Republik Tschad www.ciome-chad.com

09 - 10 Okt Fachausschuss Geothermie der GDMB

Elsass, Deutschland

www.gdmb.de

09 - 11 Okt Powder & Bulk Solids India 2013

Mumbai, Indien

www.powderbulksolidsindia.com

14 - 15 Okt In-Pit Crushing and Conveying 2013 IPCC

Köln, Deutschland

www.corporate.im-mining.com

14 - 15 Okt Longwall Conference 2013

Lovedale, Australien

www.informa.com.au

14 - 19 Okt Mine Planning and Equipment Selection (MPES) 2013

Dresden/Freiberg, Deutschland

www.mpes2013.com

15 - 16 Okt EPCM for Energy and Mining

Calgary, Kanada

www.canadianinstitute.com

15 - 17 Okt 35th International Conference of Safety in Mines Research Institutes

London, UK

www.iom3.org

15 - 17 Okt GeoForm+ 2013

Moscow, Russland

www.geoexpo.ru

15 - 18 Okt 2013 Beijing International Construction Machinery Exhibition and Seminar

Beijing, China

www.chinaexhibition.com

15 - 18 Okt Procemin 2013 International Mineral Processing Conference

Santiago, Chile

www.procemin.com

16 - 17 Okt The Gold Investment Symposium 2013

Milsons Point, Australien

www.symposium.net.au

16 - 19 Okt 45th International October Conference on Mining and Metallurgy

Bor, Serbien

www.ioc.tf.bor.ac.rs

16 - 19 Okt XXX Convencion Internacional de Mineria 2013

Acapulco, Mexiko

www.expominmexico.com.mx

17 - 17 Okt Kolloquium Sekundäre Rohstoffe, Energie und Recycling

Leoben, Österreich

www.technologieakademie. unileoben.ac.at

17 - 18 Okt Bergbau- und Steine und Erden-Tag "Bayerische Rohstoffwirtschaft im Wandel der Zeiten"

Oberstdorf, Deutschland

www.abbm-bayern.de

17 - 18 Okt Mining Business and Investment Conference MBI 2013

Nairobi, Kenia

www.mbieastafrica.com

17 - 18 Okt Groundwater Modelling for Mining

Vancouver, Kanada

www.edumine.com

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VERANSTALTUNGEN

2013

DER AMS-VERANSTALTUNGSKALENDER Oktober 2013 18 - 20 Okt Colombian Mining Conference 2013

Santa Marta, Kolombien

www.wmeexpo.com

20 - 22 Okt Coaltrans Berlin 2013

Berlin, Deutschland

www.coaltrans.com

21 - 22 Okt Exploration, Resource and Mining Geology Conference 2013

Cardiff, UK

www.ermg2013.com

22 - 24 Okt Filtech 2013

Wiesbaden, Deutschland

www.filtech.de

22 - 25 Okt China Coal and Mining Expo 2013

Beijing, China

www.chinaminingcoal.com

23 - 24 Okt 6. Norddeutsche Geothermietagung

Hannover, Deutschland

www.norddeutsche-geothermietagung.de

25 - 27 Okt India Mining 2013

Gandhi Nagar, Indien

www.india-mining.in

29 - 31 Okt 9th Fennoscandian Exploration and Mining FEM 2013

Levi, Finnland

www.fem.lappi.fi/en

29 - 30 Okt Minpro 2013

Lima, Peru

www.minproperu.com

Yangon, Myanmar

www.miningmyanmar.com

Tianjin, China

www.china-mining.org/en

31 Okt - 03 Nov Mining Myanmar 2013

November 2013 02 - 05 Nov International Mineral Processing Congress IMPC 2014 03 - 05 Nov Exploration, Mining and Petroleum New Brunswick 2013

Fredericton, Kanada

www.gnb.ca

03 - 05 Nov Canadian Aboriginal Mineral Association Conference 2013

Vancouver, Kanada

www.aboriginalminerals.com

04 - 05 Nov 2013 Money Mining Seminar

Johannesburg, S端dafrika

www.whittleconsulting.com.au

04 - 06 Nov Met Coke 2013

Pittsburgh, USA

www.metcokeworldsummit.com

04 - 07 Nov Mining Procurement and Supply Africa 2013

Johannesburg, S端dafrika

www.miningprocurementafrica.com

05 - 07 Nov Minerals South Conference and Trade Show 2013

Cranbrook, Kanada

www.keg.bc.ca

05 - 08 Nov SRMining 2013

Santiago, Chile

www.srmining.com

06 - 08 Nov Forum MIRO

Aachen, Deutschland

www.bv-miro.org

11 - 12 Nov Australasia HR Mining Forum

Brisbane, Australien

www.fleminggulf.com

11 - 12 Nov Americas Iron Ore Conference

Rio de Janeiro, Brazilien

www.immevents.com

11 - 14 Nov 2013 Quebec Mining Exploration Convention

Quebec City, Kanada

www.congresaemq.ca

11 - 14 Nov The TZMI Congress 2013

Hong Kong, China

www.congress.tzmi.com

12 - 13 Nov Fachausschuss Aufbereitung der GDMB

Freiberg, Deutschland

www.gdbm.de

Ausgabe 03 | 2013

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VERANSTALTUNGEN

2013

DER AMS-VERANSTALTUNGSKALENDER November 2013 12 - 14 Nov Der Geothermiekongress 2013

Essen, Deutschland

www.geothermie.de

13 - 14 Nov Tagung: "Aufbereitung und Recycling"

Freiberg, Deutschland

www.uvr-fia.de

14 - 14 Nov World Potash 2013

Toronto, Kanada

www.potashsummit.com

18 - 20 Nov GeoAfrica 2013

Accra, Ghana

www.geoafrica2013.com

20 - 22 Nov Manitoba Mining and Minerals Convention 2013

Winnipeg, Kanada

www.manitoba.ca

21 - 22 Nov Mining Industry in the Barents Euro-Arctic Region: View to the Future

Kirovsk, Russland

www.conference.ncci.ru

25 - 26 Nov The Metals and Minerals Investment Conference San Francisco 2013

San Francisco, USA

www.metalsandmineralsevents.com

25 - 26 Nov Mining Insight Stockholm 2013

Stockholm, Schweden

www.miningontop.com

25 - 26 Nov Mining on Top Stockholm 2013

Stockholm, Schweden

www.miningontop.com

26 - 27 Nov CIS Responsible Mining Forum

Almaty, Kazakhstan

www.fleminggulf.com

26 - 27 Nov Underground Mining Excellence

Sydney, Australien

www.undergroundminingexcellence.com.au

27 - 29 Nov IX Heavy Minerals Conference 2013

Visakhapatnam, Indien

www.meai.org

01 - 04 Dez Copper 2013

Santiago, Chile

www.iimch.cl

01 - 05 Dez Mines and Money London 2013

London, UK

www.minesandmoney.com

Dezember 2013

02 - 04 Dez The 44th Annual Saskatchewan Geological Open House

Saskatoon, Kanada

www.economy.gov.sk.ca

04 - 05 Dez Oil Sands Symposium

Calgary, Kanada

www.canadianinstitute.com

04 - 06 Dez Salon International des Mines et des Carrieres SIMC 2013

Casablanca, Morokko

www.simc2013.org

10 - 12 Dez The 2nd Exhibition on Investment Opportunities in Iran’s Mining & Mining Industries

Tehran, Iran

www.minex.ir

MĂźnchen, Deutschland Hannover, Deutschland Aachen, Deutschland Essen, Deutschland Nairobi, Kenia

www.praxisforum-geothermie-bayern.de

Event-Highlights 2013

07 - 09 Okt 23 - 24 Okt 06 - 08 Nov 12 - 14 Nov 04 - 06 Dez Ausgabe 03 | 2013

Praxisforum Geothermie.Bayern 6. Norddeutsche Geothermietagung Forum MIRO Der Geothermiekongress 2013 4th World Geothermal Energy Summit

www.norddeutsche-geothermietagung.de

www.bv-miro.org www.geothermie.de www.arcmediaglobal.com www.advanced-mining.com

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Medienpartnerschaften / VERANSTALTUNGEN Veranstaltungen

Praxisforum geothermie.bayern

Veranstaltungsort

Das Praxisforum geothermie.bayern findet am 8.10.2013 im Haus der Bayerischen Wirtschaft, München statt. Neben dem Kongress werden am 7. und 9.10. Workshops sowie Exkursionen zu Strom- und Wärmeprojekten angeboten.

Das Praxisforum geothermie.bayern findet im exklusiven Konferenzzentrum Haus der Bayerischen Wirtschaft statt. Der Veranstaltungsort liegt zentral in München und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. In der Tiefgarage steht eine begrenzte Zahl an Parkplätzen zur Verfügung. Weitere Parkplätze finden Sie in der Umgebung.

Das detaillierte Programm wird Mitte Juli zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.praxisforum-geothermie-bayern.de

Veranstalter Enerchange

Die Veranstaltung verteilt sich auf zwei Konferenzsäle, ausgestattet mit modernster Technik. Aussteller finden im Foyer ausreichend große Repräsentationsflächen. Bei gutem Wetter kann das Atrium von den Teilnehmern entsprechend mitgenutzt werden.

Marcus Brian & Dr. Jochen Schneider GbR Projektverantwortliche: Dr. Jochen Schneider, Dr. Sabine Volland Goethestr. 4 D- 79100 Freiburg Fon: +49 (0)761- 38 42 10 01 Fax: +49 (0)761 - 38 42 10 05 eMail: agentur@enerchange.de Internet: www.enerchange.de

Enerchange ist eine Spezialagentur für PR, Veranstaltungen sowie Informationsund Beratungsdienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien und nachhaltiger Energienutzung. Unser Leistungsspektrum umfasst die Organisation von Veranstaltungen, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Recherche und das Publizieren von Fachinformationen.

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Medienpartnerschaften / VERANSTALTUNGEN Veranstaltungen

6. Norddeutsche Geothermietagung bietet umfassenden Überblick über aktuelle Herausforderungen innovative Lösungen der Erdwärmenutzung. Vom 23. bis 24. Oktober 2013 findet im Geozentrum Hannover zum sechsten Mal die Norddeutsche Geothermietagung statt. Veranstalter sind die Freiburger Agentur Enerchange, die drei Organisationen des Geozentrums Hannover sowie die Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls. Rund 200 Teilnehmer nutzen die etablierte Veranstaltung jedes Jahr, um sich über Potenziale und innovative Anwendungsmöglichkeiten der oberflächennahen und tiefen Geothermie speziell im Norddeutschen Becken zu informieren. Am ersten Tag befasst sich die Veranstaltung traditionell mit Themen der oberflächennahen Geothermie – in diesem Jahr reichen sie von Qualitätssicherung über beispielgebenden Großprojekten in der Entwicklung bis hin zur Fragen der Wirtschaftlichkeit und Integration in die Städteplanung. Am zweiten Tag steht die tiefe Geothermie im Fokus. Hier geht es unter anderem um die Bereitstellung von geothermischer Fernwärme, die Erschließung der unterirdischen Reservoire, die Finanzierung der Projekte, Machbarkeitsstudien sowie Erfahrungen mit der Nutzung der tiefen Erdwärme. Abgerundet wird die Tagung durch Exkursionen, die Impuls-Lounge am Abend des ersten Tages und eine Podiumsdiskussion zum Spannungsfeld Fracking und Geothermie, an der unter anderem auch der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel teilnimmt. Die Freiburger Agentur Enerchange richtet die Tagung gemeinsam mit der Wirtschaftsfördergesellschaft hannoverimpuls und dem Geozentrum Hannover aus, das mit seinen drei Organisationen (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie und Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik) aktiv an der Gestaltung des Tagungsprogramms beteiligt ist. Alle Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter:

www.norddeutsche-geothermietagung.de

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Veranstalter Enerchange ist eine unabhängige Spezialagentur für PR, Veranstaltungen sowie Informations- und Beratungsdienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien und nachhaltige Energienutzung. Unser Leistungsspektrum umfasst die Recherche und das Publizieren von Fachinformationen, die Organisation von Veranstaltun- gen, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Beratung von Unternehmen bei der Umsetzung von Erneuerbare-EnergieProjekten. Initiatoren der Norddeutschen Geothermietagung sind das Geozentrum Hannover mit seinen drei unten aufgeführten Instituten und hannoverimpuls. Im Frühjahr 2011 haben die Institutionen Enerchange mit der Durchführung der Veranstaltung betraut. Als Mitveranstalter unterstützen sie Enerchange bei der Programmgestaltung und Organisation der Tagung. hannoverimpuls ist die gemeinsame Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft von Stadt und Region Hannover. Ziele des Unternehmens sind die Gründung, das Wachstum und die Ansiedlung von Unternehmen in der Region Hannover sowie die strategische Steuerung der Tochtergesellschaften für Marketing, Tourismus, Fonds und Internet. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist die zentrale geowissenschaftliche Beratungseinrichtung der Bundesregierung. Als geowissenschaftliches Kompetenzzentrum berät und informiert sie die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft in allen geowissenschaftlichen und rohstoffwirtschaftlichen Fragen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ist Bergbehörde für Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Geologischer Dienst für Niedersachsen. Zu den Kernaufgaben des LBEG gehören die Bergaufsicht in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Rohstofftransport (Pipelines) und Energierohstoffspeicherung, die Beratung und Verfahrensbeteiligung z. B. in der Energiewirtschaft und die Bereitstellung von Geofachdaten. Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik - LIAG ist eine eigenständige Forschungseinrichtung, die mit den Methoden der Angewandten Geophysik geowissenschaftliche Fragestellungen untersucht. Der Schwerpunkt der Arbeiten des LIAG liegt in der Erkundung des nutzbaren Untergrundes sowie in der Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren, die hierbei zum Einsatz kommen.

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VERANSTALTUNGEN

Advanced Mining Academy

Fachtagung „Sensor-Based Sorting“

Weiterbildungsprogramm Mining

Vom 11. bis 13. März 2014 wird im Eurogress Aachen die sechste Fachtagung „Sensor-Based Sorting“ stattfinden. Es werden Neuentwicklungen und Anwendungen im Bereich der automatischen Sortiertechnik bei der Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen thematisiert. Veranstalter sind das Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.; Prof. Pretz) sowie das Lehr- und Forschungsgebiet Aufbereitung mineralischer Rohstoffe (AMR; Prof. Wotruba) der RWTH Aachen sowie die GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.. Die Fachvorträge fokussieren sich auf Sortierverfahren, die mittels intelligenter Sensorik unterschiedliche Merkmale des Aufgabegutes detektieren und erkannte Bestandteile selektiv austragen. Dabei werden u. a. Fortschritte bei der Sortierung von Industriemineralien, Metallerzen, Kohle, Altmetallen, Kunststoffen, Altpapier, Ersatzbrennstoffen, Leichtverpackungen und Altglas eingehend behandelt. Tagungsbegleitend wird zur Firmenpräsentation eine Ausstellung veranstaltet, auf der sich die Teilnehmer einen Überblick über die neuesten Technologien der sensorgestützten Sortierung verschaffen können. Ziel der Konferenz ist es, Anlagenbetreiber, Hersteller und Entwickler zu einem intensiven Erfahrungsaustausch miteinander in Kontakt zu bringen. Wegen des internationalen Charakters der Tagung wird diese ausschließlich in englischer Sprache durchgeführt. Weitere Hinweise zur Tagung sind auf der Internetseite www.sbs.rwth-aachen.de zu finden.

Eine praxisorientierte modulare Ausbildung für Fach- und Führungskräfte der Bereiche Mineralische Rohstoffindustrie Maschinenindustrie Rohstoffhandel Finanzsektor Dienstleistungssektor

Kontakt:

11.03. – 13.03. 2014; sechste Fachtagung „SensorBased Sorting“ im Eurogress in Aachen; Veranstalter: Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R., Prof. Pretz) sowie Lehr- und Forschungsgebiet Aufbereitung mineralischer Rohstoffe (AMR, Prof. Wotruba) der RWTH Aachen und die GDMB Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.. Neuentwicklungen und Anwendungen im Bereich der sensorgestützten Sortiertechnik bei der Aufbereitung von Primär- und Sekundärrohstoffen. Weitere Informationen unter www.sbs.rwth-aachen.de.

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ANZEIGE

Weitere Hinweise zur Tagung sind auf der Internetseite zu finden: www.sbs.rwth-aachen.de

AMA - Advanced Mining Academy Albrecht-von-Groddeck-Str. 3 38678 Clausthal-Zellerfeld Telefon: +49 (0) 53 23 - 98 39 38 Telefax: +49 (0) 53 23 - 96 29 908 eMail: academy@advanced-mining.com

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ng� ons ues conors, nge dern mary can and

der e.V.

VERANSTALTUNGEN

Statement of Interest

Intention and Contact

6th "Sensor-Based Sorting" 2014 International Conference and Exhibition in Aachen, Germany

     

Last name, First name,Title



       

  Company/University

Call for Papers Street

Postal code

City

Country Foto:Umicore UmicoreAG AG & &Co. Co.KG KG ŠŠFoto: Phone

E-Mail

Fax

Gesellschaft der Metallurgen und Bergleute e.V.

Intention The sixth expert conference “Sensor-Based Sortingâ€? 2014 addresses new developments and applications in the ďŹ eld of automatic sensor separation techniques for primary and secondary raw materials. The conference provides a platform for plant operators, manufacturers, developers and scientists to exchange know-how and experiences. With focus on modern and efďŹ cient sensor technologies in the primary and secondary resource industries, participants can expect lectures on current technological, scientiďŹ c and economic issues. ScientiďŹ c contact: Department of Processing and Recycling WĂźllnerstraĂ&#x;e 2 52062 Aachen Phone : +49 241 8099346 Fax: +49 241 8092232 Unit of Mineral Processing LochnerstraĂ&#x;e 4-20 52064 Aachen Phone: +49 241 80 96883

I would like to participate in the conference and submit a single-page abstract I would like to participate in the exhibition Š Foto: Aurubis AG and kindly ask for additional information I would like to join the conference "Sensor-Based Sorting" 2014 A joint conference of AMR Unit of Mineral Processing IAR Department of Processing and Recycling Date, Signature GDMB Society of Metallurgists and Miners

Organizational contact: GDMB Society of Metallurgists and Miners Paul-Ernst-StraĂ&#x;e 10 38678 Clausthal-Zellerfeld Tel.: +49 5323 9379-0 Gesellschaft der Fax: +49 5323 9379-37 Metallurgen und Bergleute e.V. E-Mail: sortieren@gdmb.de Additional Information: www.sbs.rwth-aachen.de

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NEUHEITEN Firmen&Vorstellung REPORTAGEN

Mining Technology Consulting Field of activity • Feasibility studies

• equipment selection

• Exploration

• drilling & blasting

• geological modelling

• slope stability & monitoring

• geostatistical resource estimation

• assessment of geotechnical risk

• resource classification

• hydrological investigation

• mine design

• health & safety in mining

• mine optimization

Geological Investigation Exploration • Survey & Mapping • Mineral exploration program • Geological investigation • Geochemical investigation • Geological and structural analysis • Microscopic investigation and mineralogical analysis

Geological Modelling • Data collection and review of projects • Database validation and verification • Exploration and data management • 3D geological, structural and mineralization interpretation and modeling • Statistic and geostatistic analysis • Geostatistical resource estimation • Resource classification, reporting andreconciliations

Mine Design & Mine Optimization Mine Planning • Design and optimization of pit layout • Mine development planning • Scheduling • Design of mine dumps • Optimum location of surface facilities

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NEUHEITEN Firmen&Vorstellung REPORTAGEN Equipment Selection & Modelling • Loading and haulage • Transport route optimization • Optimization of primary crusher location (Mobile / semimobile / stationary crusher) • Economic evaluation

Slope Stability & Monitoring • Geotechnical investigation • Groundwater investigation • Slope stability assessment • Slope design • Implementation of geotechnical instrumentation • Slope monitoring • Assessment and management of geotechnical risks

Drilling & Blasting • Planning of drilling and blasting • Blast vibration control • Control of borehole deviation • Economic evaluation

Compact courses For the international mining industry on mining methods and technology: • Seminars, conferences, courses, lectures and workshops

FOR MORE INFORMATION AND CONTACT:

Mining Technology Consulting Professor Dr.-Ing. habil. H. Tudeshki

Albrecht-von-Groddeck-Str. 3 D-38678 Clausthal-Zellerfeld

Tel.: +49(0) 53 23 - 98 39 33 Fax: +49(0) 53 23 - 96 29 90 8

www.mtc-tudeshki.com

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IMPRESSUM VERLAG

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GESCHÄFTSFÜHRUNG Dipl.-Umweltwiss. Christian Thometzek

HERAUSGEBER

Prof. Dr.-Ing. habil. Hossein H. Tudeshki Universitätsprofessor für Tagebau und internationalen Bergbau eMail: tudeshki@advanced-mining.com

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Prof. Dr.-Ing. habil. Hossein H. Tudeshki Dr. Monire Bassir Dipl.-Umweltwiss. Christian Thometzek eMail: redaktion@advanced-mining.com

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GRAFISCHES DESIGN

Graumann Design Dipl.-Des. Kerstin Graumann Mildestieg 13 22307 Hamburg | Deutschland Tel.: +49 (0) 40 - 741 061 64 eMail: kontakt@graumann-design.de Internet: www.graumann-design.de

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79pixel Steffen Ottow, B.Sc. Bodestraße 9 38667 Bad Harzburg | Deutschland Tel.: +49 (0) 53 22 - 7 84 16 57 eMail: steffen@79pixel.de Internet: www.79pixel.de

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