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P.P. 8034 Zürich

Die Zeitung für alle Sammlerinnen und Sammler von Aluverpackungen Herausgeberin: IGORA-Genossenschaft, Postfach, 8034 Zürich Tel. 044 387 50 10, Fax 044 387 50 11, info@igora.ch, www.igora.ch

Juni 2010

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Kostenloser Abholservice

Ein Anruf und die Aludosen sind weg

Das Sammelsystem von IGORA wird durch eine neue Dienstleistung ergänzt: Dank einer schweizweiten Zusammenarbeit mit 87 Transportpartnern werden leere Aludosen ab sofort kostenlos abgeholt. Ein Anruf genügt. IGORA sucht immer wieder nach neuen Möglichkeiten, das eigene Sammelsystem auszubauen und die Wiederverwertung von Aluverpackungen zu steigern. Mit dem neuen Abholservice schliesst die Organisation eine wichtige Lücke auf dem Weg zu ihrem ehrgeizigen Ziel von 100 Prozent Alurecycling. Seit Anfang Jahr können Sammler schnell und unkompliziert einen Transportpartner in ihrer Region kontaktieren und die leeren Aludosen abholen lassen. Die Adressen sowie die Mindestmengen der Transportpartner sind auf www.igora.ch aufgeführt.

Clevere Lösung

«Dieser neue Service hilft unseren Sammlern, die Entsorgung einfach und ohne grosse Umstände zu bewältigen», erklärt Markus Tavernier, Geschäftsführer von IGORA. «Gerade der Transport vom Sammelort zum Altstoffhandel war bei grösseren Mengen, wie sie etwa in Restaurants oder Schulen anfallen, nicht immer leicht. Mit dem neuen Abholservice wird dies clever gelöst.»

3er-Auswahl

Neben dem neuen Abholservice gibt es nach wie vor zwei weitere Möglichkeiten, Aluminiumverpackungen umweltfreundlich zu entsorgen. Einerseits können sie in

«Der Abholservice hilft unseren Sammlern, die Entsorgung einfach und ohne grosse Umstände zu bewältigen.»

Markus Tavernier, Geschäftsführer der IGORA

die Sammelcontainer geworfen werden, die es in praktisch allen Gemeinden und Städten gibt. Und andererseits nehmen

alle Schweizer Recyclingbetriebe Aluverpackungen direkt von den Sammlern entgegen. Für separat gesammelte Aludosen erhält der Sammler 1.30 Franken pro Kilo und pro 10 Kilo ein Glücks-Lösli mit Sofortgewinnen.

Erste Erfolge

Bereits gute Erfahrungen mit dem neuen Abholservice hat die Schläpfer Altmetall AG in St. Gallen. Das Unternehmen bietet komplette Entsorgungslösungen an und deckt die Kantone St. Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sowie Teile des Kantons Thurgau ab. «Wir sammeln bei unseren Kunden schon seit Jahren PET ein. Eine Ausweitung auf Aludosen finde ich sehr sinnvoll. Sowohl für die Sammler wie auch aus ökologischen Gründen», sagt Röbi Schär vom Beratungsteam der St. Galler Firma. Aufgrund eines Flyers haben sich bei ihm bereits einige neue Sammler gemeldet, die ihre Aludosen abholen lassen möchten: «Wir freuen uns, über den guten Anklang des kostenlosen Abholservices. Hoffentlich spornt die bequeme Dienstleistung noch mehr Leute zum aktiven Sammeln von

AUS DEM INHALT

3 Neues Präsidium

4 Innovation Challenge 7 für Gemeinden und Städte

Jetzt noch einfacher sammeln mit dem IGORA-Abholservice.

Aluminium an.» In der Region Zürichsee baut die Schneider Umweltservice AG in Meilen bei zwei wöchentlichen Touren zusammen mit der PET-Sammlung den Abholservice auf. «Anfänglich war die Nachfrage klein, doch langsam kommt die Dienstleistung auch bei uns ins Rollen», berichtet Bereichsleiter Remo Huber. Insgesamt 800 Sammelstellen betreut die Ryffel AG in Uster. Die Touren sind täglich und der neue Abholservice hat sich laut Werner Ryffel bis jetzt vor allem im Getränkehandel herumgesprochen. # Anrufen und zurücklehnen: einfacher ging es noch nie, Aludosen zu entsorgen.

Abholpartner finden – easy! Unter www.igora.ch oder mit dem Mobiltelefon unter igora.mobi finden Interessierte den nächstgelegenen Abholpartner in der Umgebung.


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Juni 2010

Prix-Alurecycling 2010

Gesucht: Alusammler mit Power Bereits zum 12. Mal zeichnet IGORA die drei erfolgreichsten Alusammler der Schweiz mit je 1000 Franken aus. Lassen Sie sich vom vorbildlichen Sammeleifer anstecken, denn auch Sie können dieses Jahr Schweizer Meister im Alurecycling werden.

Nirgends wird so eifrig Alu gesammelt wie in der Schweiz und nirgendwo sonst engagieren sich so viele Leute fürs Alurecycling. Der stolze Kreis bisheriger Schweizer Meister im Alusammeln reicht von der vorbildlichen Familie und dem engagierten Jugendtreff bis zur innovativen Berufsschule, vom fleissigen Reinigungsteam der Zürcher Verkehrsbetriebe bis zur Badi, lässigen vom hektischen Kiosk bis zur schicken Apérobar und vom umsichtigen Hauswart einer Wohnüberbauung bis zum selbstständigen EntsorgungsspeBühne frei für 3 neue Schweizer Meister im Alusammeln. Anmelden bis 15. Juni 2010. zialisten.

Jetzt mitmachen und gewinnen beim Prix-Alurecycling 2010

Nun ist es an Ihnen, diese Auszeichnung abzuholen. Lassen Sie sich einfach vom Sammelfieber anstecken und reissen Sie sich so viele leere Aluverpackungen wie möglich unter den Nagel. Dazu gehören Getränkedosen, Tiernahrungsschalen, Tuben für Senf, Mayonnaise und andere Saucen sowie Nespresso Kaffeekapseln. Selbstverständlich dürfen Sie auch in einem Team agieren und weitere Leute für sich sammeln lassen. Denn jede Aluverpackung, die nicht im Abfall landet, zählt. Teilen Sie uns anschliessend auf dem Antworttalon mit, welche Menge Sie zusammenbringen. Und schon befinden Sie sich vielleicht unter den drei möglichen Gewinnern des Prix-Alurecycling 2010. Dieser Erfolg bringt Ihnen nicht nur den Titel eines Schweizer Meisters, sondern auch 1000 Franken bar auf die Hand. Wer kann da widerstehen?

Damit Sie Ihr Sammelziel leichter erreichen, geben wir Ihnen noch einen heissen Tipp. Die bisherigen Schweizer Meister waren an folgenden Standorten besonders erfolgreich:

! Verraten Sie uns, wie, wo und wie viele Getränkedosen, Tiernahrungsschalen, Tuben und Kaffeekapseln aus Aluminium Sie sammeln:

"

________________________________ Meine jährliche Sammelmenge beträgt ungefähr _________________ Kilogramm. Vorname/Name evtl. Organisation/Firma Strasse Nr. PLZ/Ort Telefon

Mitmachen ist simpel

E-Mail

Bitte bis zum 15. Juni 2010 einsenden an: IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, Postfach, 8034 Zürich

# zu Hause # in einer organisierten Sammelgruppe am Wohnort # in der Wohnüberbauung # bei einem Kiosk oder Imbissstand # im Take-away # in der Kantine eines Unternehmens, einer Schule oder eines Treffs # im Jugendtreff # im Kino oder an der Bar # im Bahnhof und in den SBB-Zügen # im Restaurant und in der Hotelküche # in der Berghütte # an Festen, Feiern und Sportveranstaltungen # in der Badi und beim Camping # an Quais und auf öffentlichen Plätzen usw.

Nespresso baut sein Sammelstellennetz weiter aus Für Kaffeegeniesser wirds immer leichter, die gebrauchten Nespresso Kaffeekapseln ins Recycling zu bringen. Heute umfasst das schweizweite Recyclingnetz für Nespresso Kaffeekapseln rund 2’250 Sammelstellen. In anderen Worten heisst dies, dass 75 Prozent der Nespresso Clubmitglieder über eine Sammelstelle verfügen, die weniger als 2 Kilometer von ihrem Wohnsitz entfernt ist (Quelle: Schweizerische Post, Abteilung Geomarketing, August 2009). Um den Rücklauf der Kapseln weiterhin zu erhöhen, ist Nespresso bestrebt, das

Sammelstellennetz in Gemeinden und Städten stetig zu erweitern. Ein gutes Beispiel ist die Stadt Genf, wo in den letzten Monaten 64 Sammelpunkte für Nespresso Classic Kaffeekapseln eröffnet wurden. Aber auch die Städte Lausanne, Bern und Zug engagieren sich stark, neu sogar mit mobilen Sammelstellen.

an die Gemeinde oder Stadt ausgeliefert. Anschliessend wird er regelmässig durch einen Recyclingbetrieb geleert und gereinigt. Diese Dienstleistungen sind für alle Nespresso Kapseln: Sammelstellen-Entwicklung 2400 2200

2150

2000

1950

1800

Wie läuft der Aufbau einer Sammelstelle?

Alle Gemeinden und Städte können sich dem Sammelnetz von Nespresso anschliessen. Nach Bestellung eines Containers für Nespresso Classic Kaffeekapseln wird dieser nach wenigen Tagen kostenlos

1743

1600 1400

1285

1200 1000 800 650 600

700

750

850

930

1050

400 200 0

Anzahl 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Jahr

Gemeinden und Städte kostenlos und der Bevölkerung wird ein breiteres Sammelangebot zur Verfügung gestellt. # Gemeinden und Städte, die sich für eine zusätzliche Recyclingmöglichkeit interessieren, können sich gerne an IGORA oder direkt an Nespresso wenden: IGORA Chris Ruegg, ruegg@igora.ch Tel. 044 387 50 13 Nespresso nespresso.recycling@nespresso.com Eine aktualisierte Liste der Sammelstellen finden Sie unter www.ecolaboration.com oder auf der neuen Nespresso Applikation für iPhone.


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Wechsel im IGORA-Präsidium An der Generalversammlung vom 21. Mai 2010 in Zürich hat sich Arno Bertozzi als Präsident verabschiedet. Als langjähriger CEO von Coca-Cola Schweiz war er Mitgründer der IGORA und hat während 21 Jahren die Entwicklung unserer Genossenschaft wesentlich mitgeprägt, davon 9 Jahre als Präsident. In seinen Schlussworten hat er einige Highlights in Erinnerung gerufen und auch einige Reminiszenzen zum Besten gegeben.

Arno Bertozzi übergibt das Präsidium an Robert Bühler, der nun für die fehlenden 9% von IGORAs Vision für eine Schweiz mit 100% Alurecycling die Verantwortung trägt.

Arno Bertozzi, scheidender IGORA-Präsident (links) und Robert Bühler, neuer IGORA-Präsident.

Die Generalversammlung hat einstimmig Robert Bühler zum neuen IGORA- Präsidenten gewählt. Robert Bühler hat während vieler Jahre Führungspositionen im Detailhandel und in der Lebensmittelindustrie

ausgeübt. Als selbständiger Unternehmer nimmt er heute Beratungs- und Verwaltungsratsmandate in bekannten Unternehmen wahr. Seit 6 Jahren ist er Präsident von PRS, PET Recycling Schweiz.

45’000 Glücks-Lösli für gesammelte Aludosen

Sagenhafte Belohnungen für emsige Sammler IGORA beschenkt Dosensammler wiederum mit Tausenden von GlücksLösli. Darin verstecken sich über 7’000 Sofortpreise wie superschnelle Aluschlitten, Mountainbikes, Kinokarten oder Einkaufsgutscheine. Wenn Alusammler ihre gesammelten Dosen einer der rund 150 Abgabestellen überlassen, erhalten sie nicht nur für jedes Kilo CHF 1.30, sondern pro 10 Kilo auch noch ein Glücks-Lösli. 2010 werden davon insgesamt 45’000 Stück verteilt.

Zu gewinnen gibt es 10 Aluschlitten Slittino, 10 Mountainbikes, 1’000 Kinokarten, 3’000 Einkaufsgutscheine von Migros und Coop, 1’000 Rubbellose von Swisslos und der Lotterie Romande sowie 2’500 Geschenke der IGORA. Und als Highlight winken an der Jahresendverlosung Bargeldpreise im Gesamtwert von 5’000 Franken.

# Es lohnt sich, zu sammeln und Glücks-Lösli zu ergattern. Info: www.igora.ch

45’000 GlücksLösli mit über 7’000 Sofortpreisen für gesammelte Aludosen.

Die drei Gewinner der Jahresendverlosung 2009 Beat Gloor Den Hauptpreis im Wert von 3’000 Franken erhielt Beat Gloor aus Leutwil. Er ist Abwart in der Kaserne Aarau und sammelt dort seit November 2008 mit grossem Engagement die von Wehrmännern leer getrunkenen Aludosen. Damit ist er so erfolgreich, dass er inzwischen 15 Sammelbehälter sowie 2 Dosenpressen aufgestellt hat. Und dort drin sind bisher satte 480 kg Aludosen gelandet.

Michi Schelling Lediglich von einem kleinen Zustupf für sein Portemonnaie träumte Michi Schelling aus Ottenbach, als er im Januar 2009 zu sammeln begann. Doch der 14-Jährige war zusammen mit seiner Familie so fleissig, dass er schon

bald 303 kg und somit eine stolze Prämie beisammen hatte. IGORA stellte der Familie daraufhin eine eigene Dosenpresse zur Verfügung. Die grösste Überraschung erfolgte für den Jugendlichen jedoch, als er erfuhr, dass er den zweiten Preis über 1’500 Franken gewonnen hatte.

Peter Rüegsegger 500 Franken für den dritten Preis gingen an Peter Rüegsegger aus Münsingen. Er ist seit Oktober 2008 aktiver Sammler und hat es bereits auf die unglaubliche Menge von 1’171 kg Aludosen gebracht. Sein Geheimtipp sind die Restaurants. Von insgesamt elf Wirtshäusern sammelt er die leeren Aludosen ein. Das Preisgeld will er im Sommer in ein neues Mofa investieren, damit seine Sammeltouren in Zukunft etwas bequemer werden.


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3 Gewinnerprojekte für 100% Alurecycling Aludetektive in Rapperswil-Jona, ein Alu-Abholservice durch Hauslieferdienste und öffentliche Kunst aus Aluminium. Dies sind die drei überzeugenden Gewinnerprojekte des Innovation Challenge auf dem Weg zu 100 % Alurecycling in unserem Land. Der Ideenwettbewerb ist 2009 zum 20-jährigen Jubiläum der IGORA ins Leben gerufen worden und am 21. Mai war zum ersten Mal Preisverleihung. Mit insgesamt 50’000 Franken prämiert IGORA pro Jahr frische Ideen, die die Schweiz beim Sammeln von Aluminium einen Schritt weiterbringen. Denn die Vision von 100% Recycling für Aluminiumverpackungen besteht weiterhin. Auf die erste Ausschreibung gingen über 300 Bewerbungen ein. Darunter viele Projekte mit Hand und Fuss. Für Jurypräsident Prof. Peter Uggowitzer von der ETH Zürich ist dies ein klares Zeichen dafür, dass den Menschen in der Schweiz die Umwelt nicht egal ist: «Ideen sind da, wir müssen sie nur abholen, ihnen eine Plattform und attraktive Fördermöglichkeiten bieten. Genau dies tun wir mit der jährlichen Ausschreibung des Innovation Challenge.»

tive waren, selber gesammeltes Aluminium mit. Sie mussten also innert kürzester Zeit aus ihrem Umfeld davon gehört haben.» Und eine Frage der begeisterten Kinder hat ihn besonders aufgerüttelt: «Schon nach dem ersten Mal kamen einige Kinder zu mir und wollten ganz auf-

geregt wissen, ob sie auch nach dem Projektende noch Alu sammeln dürften. Diese wunderbare Frage zeigt, wie wichtig die Sensibilisierung junger Menschen ist und wie nachhaltig sie sein kann.» Die Aktion stösst auch bei den Eltern auf Begeisterung: die Detektividee fasziniert.

Leere Aluverpackungen abholen lassen

Ebenfalls nicht nur über nachhaltige Entwicklung reden, sondern auch konkrete Taten umsetzen, will Gaël Vietti-Violi aus Lausanne. Der 25-Jährige hat sich überlegt, wie das Alusammeln vereinfacht werden könnte. Dabei kamen ihm Erfahrungen während seines Studiums zugute: «Ich beteiligte mich im Rahmen meiner Ausbildung schon mal an einem Projekt

Klub junger Aludetektive

Der erste Preis in der Höhe von 25’000 Franken geht an die Kinder- und Jugendarbeit in Rapperswil-Jona. Im Rahmen ihres derzeitigen Themas, Wertstoffe nachhaltig und korrekt zu entsorgen, baut sie einen Klub junger Aludetektive im Alter von 8 bis 12 Jahren auf. Sie stöbern an den Schulen und in ihren Familien nach gebrauchten Aluverpackungen für das umweltgerechte Recycling. Der lokale Jugendbeauftragte Jürg Wrubel ist vom Echo auf sein Projekt, das vor Kurzem begonnen hat, regelrecht überwältigt: «Bereits bei der zweiten Inputaktivität brachten Kinder, die noch keine Aludetek-

Siegerehrung Innovation Challenge: Gewinner Gaël Vietti-Violi aus Lausanne, Jurypräsident Prof. Dr. Peter Uggowitzer, Gewinner Jürg Wrubel aus RapperswilJona, IGORA-Geschäftsführer Markus Tavernier, Gewinnerin Nadia Laden aus Lausanne, IGORA-Präsident Arno Bertozzi (von links nach rechts).

für Batterien. So überlegte ich mir analog dazu, wie das Sammelsystem für Aluminium heute funktioniert und wie es verbessert werden könnte. Ich grübelte manchmal sogar nachts im Bett darüber nach.» Der Stadtgeograf, der zurzeit ein Praktikum als Stadtplaner macht, schlägt vor, dass Hauslieferdienste wie z. B. diejenigen des Detailhandels künftig nicht nur die bestellte Ware liefern, sondern gleich auch noch das gesammelte Aluminium mitnehmen oder abholen. So würden sich die Entsorgungstouren von Privatpersonen für Aluverpackungen verringern. Die Jury belohnt diesen praktikablen Vorschlag mit 15’000 Franken.

Öffentliche Kunstwerke mit Anziehungskraft

Das Mühsame in etwas Lustvolles verwandeln will auch Nadia Laden. Die zweifache Mutter aus Lausanne ist überzeugt, dass die Bevölkerung mit einer spielerischen Idee für den bewussten Umgang mit unseren Ressourcen gewonnen werden kann: «Ich schlage vor, dass an stark frequentierten Standorten metallene Gerüste aufgestellt werden, die zum Dekorieren mit leeren Aluverpackungen auffordern. So entstehen Skulpturen, mit denen sich die Bevölkerung identifizieren kann und die gleichzeitig zu konsequentem Alusammeln auffordern. Der Vorteil ist, alle können daran mitmachen. Die Schulkinder genauso wie die Eltern und die gesamte Öffentlichkeit.» Für diese kreative Idee gewinnt die 37-jährige Spezialistin für Umweltberatung und Kommunikation 10’000 Franken. # Wer beim ersten Innovation Challenge nicht mitgemacht hat, kann bereits ein Projekt für 2011 aushecken. Denn auch 2011 wird IGORA brillante Ideen für die fehlenden 9 % auf dem Weg zum lückenlosen Alurecycling auszeichnen. Die Ausschreibung findet im September 2010 statt.

GASTKOLUMNE

Ressourcen schonen muss finanziell attraktiv werden Seit zehn Jahren setzt sich die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch für eine umweltschonende Nutzung der natürlichen Ressourcen ein. Zusammen mit ihren Vorgängerorganisationen kann Pusch gar auf eine sechzig jährige Geschichte zurückschauen. Knapper werdende Ressourcen – Rohstoffe wie Metalle oder Phosphor, aber auch Bodenfläche, Energie und Wasser – werden die Gesellschaft in den kommenden Jahren stark herausfordern. Dies insbesondere, weil der weltweite Wohlstand stark wachsen dürfte – vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern wie Brasilien, China oder Indien. Bis ins Jahr 2050 könnte sich die weltweite Wirtschaftsleistung gemäss groben Schätzungen vervierfachen. Entspre-

Ion Karagounis, Geschäftsleiter Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch

chend wird der Verbrauch an Ressourcen weiter zunehmen, wenn es uns nicht gelingt, diesen vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Das ist ein altes Postulat, aber immer noch aktuell. Zwar haben wir in den letzten Jahrzehnten grosse Fortschritte bei der effizienten Nutzung von Ressourcen

gemacht. Dazu zählt das weit entwickelte System zur Abfallverwertung in der Schweiz. Aber die mengenmässige Steigerung des Konsums hat vieles mehr als kompensiert. Mit praxisnahen Angeboten zeigt Pusch auf, was wir alle tun können, um den Verbrauch an Ressourcen zu senken. Der Umweltunterricht in Schulen, der Aktionstag Wahre Werte für Gemeinden oder die Informationsstelle Labelinfo.ch für Konsumierende zählen dazu. Das alles wirkt aber nur dann, wenn umweltfreundliches Verhalten finanziell attraktiver wird. Pusch setzt sich deshalb zusätzlich dafür ein, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für den Umweltschutz verbessert werden. Mehr Infos: www.umweltschutz.ch


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IRIS WEISS RAT

Iris Niederberger, Leiterin Administration.

Unter «Iris weiss Rat» beantworten wir in jeder Ausgabe der IGORA News Fragen von Konsumentinnen und Konsumenten zum Sammeln von Aluminium. Die Frage: Bis vor Kurzem konnte ich jeweils bei der Denner-Verkaufsstelle meine Aludosen abgeben. Nun steht dort kein Sammelbehälter mehr. Wohin soll ich nun die leer getrunkenen Aludosen bringen? Iris Niederberger: Seit Anfang Jahr ist Denner Mitglied der IGORA und somit unserem feinmaschigen und effizienten Sammelsystem angeschlossen. Demzufolge entfallen die Sammelbehälter in den Denner-eigenen Verkaufsstellen. Sie haben seit jeher die Möglichkeit, Ihre Dosen an vielen Sammelstellen abzugeben. Speziell gekennzeichnete Sammelcontainer stehen in nahezu allen Schweizer Gemeinden und Städten für leere Dosen, Schalen und Tuben zur Verfügung. Oft werden im gleichen Container auch Stahlblechverpackungen (Konservendosen) gesammelt. Die nächstgelegene Sammelstelle bei Ihrem Wohnort finden Sie unter: www.igora.ch Mehr noch: An gut frequentierten Standorten sind IGORA-eigene Dosenpressen oder Sammelbehälter aufgestellt. Auch hier können Sie die Dosen einwerfen. IGORA dankt Ihnen für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung!

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news Nachgefragt bei Barbara Stammbach

«Was zählt, ist die Motivation zum Sammeln» Praktische Behälter und Dosenpressen vereinfachen das Sammeln von Aludosen und sorgen gleichzeitig für Ordnung. Für die unterschiedlichsten Bedürfnisse gibt es eine passende Lösung. Barbara Stammbach von IGORA klärt auf.

Gibt es Mindestmengen für einen eigenen Sammelbehälter? Die Dosenpressen lohnen sich ab 100 bis 200 Dosen pro Woche. Doch für die Sammelbehälter schreiben wir keine fixen Mengen vor. Was vielmehr zählt, ist die Motivation zum Sammeln.

Für wen eignen sich die Sammelbehälter und Dosenpressen von IGORA? Unsere Sammelinfrastruktur ist überall dort ideal, wo regelmässig leere Aludosen anfallen. Also sowohl in der kleinen Snackbar am Bahnhof wie auch an Schulen, auf Baustellen oder in Unternehmen, in vielen Berghütten, Freizeitparks und an Veranstaltungen aller Art. Für das Sammeln von Aluverpackungen im Haushalt empfehlen wir allerdings das dichte Netz von Sammelstellen in den Gemeinden.

Wie kann man möglichst rasch loslegen? Am schnellsten geht es über unsere Website www.igora.ch. Dort können Interessierte einen passenden Sammelbehälter aussuchen. Wir leihen diesen kostenlos aus. Ist der Behälter voll, haben die Sammler zwei Möglichkeiten: Sie bringen die Aludosen zu einem Recyclingbetrieb und profitieren so von einer Vergütung von 1.30 Franken pro Kilo. Oder sie verzichten auf die Entschädigung und lassen dafür die gesammelte Menge bequem und kostenlos abholen. Dieser Abholservice ist neu. Wer nicht genau weiss, welche Lösung für das eigene Sammeln am besten passt, kann sich von uns gerne per Telefon beraten lassen.

Wie unterscheiden sich die fünf Modelle? Am offensichtlichsten ist die Kapazität. Sie reicht von 140 bis zu 800 Dosen. Doch die Grösse ist nicht alles. Der Sammelbehälter aus Metall erfüllt zum Beispiel die feuerpolizeilichen Anforderun-

Barbara Stammbach arbeitet bei IGORA, wo sie sich um die Administration der Sammelinfrastruktur kümmert.

gen. Diese Eigenschaft wird gerade in öffentlichen Gebäuden immer häufiger gefordert. Spannend ist auch die KartonBox. Sie ist leicht, handlich und eignet sich hervorragend für den Einstieg ins Alurecycling und zum Kennenlernen unseres Sammelsystems.

# Bestellen Sie kostenlose Sammelbehälter unter www.igora.ch!

# Haben Sie Fragen zum Alusammeln? Kontaktieren Sie uns unter 044 387 50 10 oder unter info@igora.ch. 5 kostenlose Sammelbehälter und Dosenpressen – speziell für Aludosen!

Rebello, Recycling aus 70% Altpapier, FSC Mix, naturweiss

IMPRESSUM Herausgeberin: IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, Bellerivestrasse 28, Postfach, 8034 Zürich Mitarbeitende dieser Nummer: Daniel Frischknecht, Bernadette Muff, Iris Niederberger, Andreas Renggli, Chris Ruegg, Barbara Stammbach, Markus Tavernier, Rolf Varis, Mirco Zanré Verantwortlich für die Redaktion: Bernadette Muff, flowRelations, 6301 Zug Fotos: Keystone, gettyimages, Photopress, Marcel Zürcher, diverse Lektorat: Ilse-Helen Rimoldi, 5040 Schöftland Übersetzung Französisch: Hubert JeanRichard, 8008 Zürich Übersetzung Italienisch: Claudia Thérisod, 5070 Frick Grafik und Layout: LMS-Media GmbH, Christine Lang, 8535 Herdern Druck: SpeckPrint AG, 6342 Baar Auflage: Deutsch 11’000; Französisch 4’500; Italienisch 3’000

Neue Mitglieder bei IGORA Seit dem 1. Januar 2010 setzt Denner AG in Zürich auf das Sammelsystem der IGORA und ist neu stimmberechtigtes Mitglied. Mit dem Beitritt zu IGORA stellte Denner gleichzeitig die bisherige

Eigenentsorgung in den Verkaufsstellen ein. Weiter sind Anfang 2010 zwei neue Unternehmen als Gast-Mitglied – ohne Stimmrecht – der IGORA beigetreten:

# STH Spring Trading AG, Aesch # Oroverde GmbH, Sitterdorf IGORA freut sich auf eine spannende Zusammenarbeit.


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IG saubere Umwelt

Bereit für die neue Freiluftsaison

Auch in diesem Sommer werden unachtsame Konsumentinnen und Konsumenten durch die IG saubere Umwelt aufgeklärt: freundlich, witzig und überzeugend. Eine stetig wachsende Zahl von Equipen begeisterter Botschafterinnen und Botschafter setzt sich leidenschaftlich ein für eine saubere Schweiz. Zürich, St. Gallen, Bern, Basel und Rapperswil stehen als erste Stationen für die Aufklärungstournee in der kürzlich begonnenen Freiluftsaison bereits fest. Und weitere werden folgen. Für den Chef-Botschafter Urs Freuler ist diese rasante Verbreitung der IGSU-Botschafter eine erfreuliche Entwicklung: «Immer mehr Städte schätzen unsere Information. Unser Flair für Abfallpädagogik kommt gut an. Mehrere Teams von Botschafterinnen und Botschaftern werden diesen Sommer unterwegs auf Abfallaufklärung sein.» Weitere kleine und grosse Städte können sich jederzeit melden, wenn sie für die IGSUBotschafter einen Sommereinsatz planen.

Musik gegen den Dreck

Neben ihrer Informationsarbeit führt die IG saubere Umwelt auch breit abgestützte Aktionen durch, wo sich die

IG saubere Umwelt: das Angebot # Botschafter gegen das Littering in grossen Städten # kostenlose Abgabe von Plakaten an interessierte Kreise (Print/Online) # Gratis-Kino-Dia # Informationsvermittlung über Medien und über www.igsu.ch # Comic-Contest

Bevölkerung direkt beteiligen kann. Letztes Jahr zum Beispiel mit dem ersten nationalen Anti-Littering-Song-Contest. Dieser Wettbewerb löste ein grosses Echo aus: knapp 200 Interpreten produzierten im Herbst eigene Lieder mit markigen Worten gegen das Littering und reichten sie auf der Musikplattform Mx3.ch ein. Die besten Songs lieferten die Hip-HopCrew Churchhill mit «Agriff», die Popband Ringo mit «Abfou und Schärbe» sowie die Sängerin Onésia Rithner mit «Sous les déchets la plage». Sie alle gewannen je 5’000 Franken. Die junge Walliserin Onésia hat auf ihren Wettbewerbssong unzählige zustimmende Rückmeldungen erhalten: «Vielen Leuten gefiel nicht nur mein Lied, sondern auch die Idee, dass der Aufruf zum bewussterem Umgang mit dem Abfall mit einem Musikwettbewerb verbunden wurde.» Und sogar Radio Suisse Romande hat den Song einige Male gespielt. Er wird deshalb definitiv einen Platz finden auf ihrem allerersten Album, das Anfang 2011 erscheinen wird. Eine CD mit den besten Songs aus dem Wettbewerb kann, solange Vorrat, kostenlos über www.igsu.ch bestellt werden.

# Neue kreative Aktion Auch 2010 ruft die IG saubere Umwelt dazu auf, sich mit viel Fantasie gegen das Littering stark zu machen. Anstelle eines Musikwettbewerbs findet in diesem Jahr ein Anti-LitteringComic-Contest statt (siehe rechts).

Zeichnen und gewinnen: Anti-Littering-Comic-Contest Die IG saubere Umwelt lanciert im Kampf gegen das Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum einen nationalen Comic-Contest. Die Aufgabe: zeichnerisch eine kreative Geschichte gegen das Littering erzählen. Dank den drei Alterskategorien (bis 12 Jahre, 13 bis 17 Jahre, ab 18 Jahren) steht der Wettbewerb allen in der Schweiz wohnhaften Personen offen, sowohl Einzelpersonen wie auch Gruppen. Zu gewinnen gibt es lukrative Geldpreise im Gesamtwert von 20’000 Franken. # Eingabeschluss ist am 15. Januar 2011. Weitere Informationen zum Comic-Contest gibt es unter www.igsu.ch.

Rundum kreativ mit Aluverpackungen Die Einsendefrist des neuen Alu-KreativWettbewerbs zum Motto «andere Länder, andere Völker, andere Kulturen» ist bereits abgelaufen. Ab Anfang Juli bis Ende September sind die Kunstwerke wiederum in Knies Kinderzoo in Rapperswil SG zu bewundern. Echte Spannung gibts aber erst an der Preisverleihung am 25. September 2010 in Knies Kinderzoo. Dann präsentiert Jury-Präsident Rolf Knie die 37 neuen Alukünstler des Jahres 2010.

Newcomer willkommen

Nadia Holdener, Moderatorin von Trash-up des SF 2 bewundert selbst gebastelte Alusterne.

Möchten auch Sie bald unter den Alukünstlern sein und nächstes Jahr am Alu-KreativWettbewerb dabei sein? Einen ersten Einblick besonders für unsere kleinen Bastler, erhalten

Sie in der Bastelsendung Trash-up immer am Samstag oder Sonntag um 8 Uhr im SF zwei. Dazu die Moderatorin Nadia Holdener als begeisterte Alukünstlerin: «Abfall ist eben nicht gleich Abfall. Unglaublich, was sich zum Beispiel aus gebrauchten Aludosen alles machen lässt! Das gefällt mir auch am AluKreativ-Anlass, wo alle aus Abfall wieder etwas Tolles herstellen und so kreativ über Recycling nachdenken. Am letzten Anlass konnte ich mir viele Ideen für meine Bastelsendung holen, das war toll.» Mehr Infos unter www.sf.tv/sendungen/tubii.

# Starten Sie jetzt mit Kreieren und Basteln aus leeren Aluverpackungen. Es lohnt sich und vielleicht zählen Sie schon bald zu den begeisterten Alukünstlern unseres Landes.


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Green Can Award 2010

Bühne frei für vorbildliches Recycling Wenn sich Gemeinden, Städte oder Gemeindeverbände für das Recycling stark machen, profitiert die gesamte Bevölkerung. Deshalb hat IGORA im Jahr 2000 den kommunalen Prix-Alurecycling eingeführt. Neu heisst die Auszeichnung Green Can Award und die aktuellen Gewinner sind Fehraltorf, Herisau sowie das Entlebuch. Der festliche Austragungsort für die zehnte Recyclingauszeichnung für Gemeinden an der Interstaatlichen Hochschule für Technik im St. Galler Rheintal war alles andere als Zufall. Denn die Standortgemeinde Buchs SG wurde 2003 ebenfalls als Vorreiterin mit dem Prix-Alurecycling von IGORA belohnt.

dem Green Can Award nicht mehr nur Taten für das Alurecycling, sondern auch innovative Lösungen für den gesamten Entsorgungsprozess», erläuterte Chris Ruegg von IGORA die Weiterentwicklung des Wettbewerbs. Nach seinen Ausführungen warteten alle gespannt auf die Präsentation der drei diesjährigen Sieger.

Neues Qualitätslabel

Abholservice für ältere Leute

Als grosse Überraschung präsentierte IGORA an der Preisverleihung eine Neuheit. Zum Anlass der zehnten Preisverleihung hat IGORA den Prix in Green Can Award umgetauft und vor den Augen der über 60 neugierigen Gäste feierlich das neue Logo des Wettbewerbs enthüllt: eine leuchtend grüne Rosette, die als Qualitätslabel für vorbildliches Recycling in Gemeinden und Städten steht. «Uns ist wichtig, dass die Gemeinden am Ball bleiben. Aus diesem Grund belohnen wir mit

Zuerst war Fehraltorf an der Reihe. Die Gemeinde bietet ihren Senioren seit 2006 einen innovativen Service. Alle zwei Wochen können Leute ab 80 Jahren auf Voranmeldung Aluminium, Papier, Karton, Stahlblech und Glas kostenlos abholen lassen. So müssen sie den beschwerlichen Weg zum Werkhof im Industriegebiet nicht mehr auf sich nehmen. Stefan

Alle Sieger auf einen Blick Seit der Lancierung vor zehn Jahren haben folgende 30 Gemeinden, Städte und Abfallverbände die Auszeichnung des Prix-Alurecycling bzw. neu des Green Can Award erhalten: ACR Bioggio TI Adelboden BE AVM Mittelbünden GR Bösingen FR Brugg AG Buchs SG Burgdorf BE Delémont JU Dübendorf ZH GKRE Region Entlebuch LU Fehraltorf ZH Herisau AR Köniz BE KELSAG BL

KVA Thurgau TG Langenthal BE Näfels GL Oftringen AG Reiden LU Renens VD St. Gallen SG Thalwil ZH Therwil BL Thun BE Ueken AG Unterägeri ZG Uster ZH Vernier GE Vevey VD Versoix GE

Andreas Bühring, Werkmeister, Thomas Gisler, Gesundheitssekretär, Walter Schweizer, Gemeinderat und Werkvorstand, und Stefan Mathys, Leiter Bau und Werke (von links).

Mathys, Leiter Bau und Werke, blickt zufrieden auf den bisherigen Projektverlauf: «Unsere Dienstleistung wird sehr geschätzt. Dennoch hätten wir nicht gedacht, dass wir damit mal einen Recyclingpreis gewinnen würden. Und noch mehr überraschte uns, als sich danach bereits andere Gemeinden nach unserem Vorgehen erkundeten.»

Vorzeigegemeinde mit nachhaltiger Entwicklung

Ebenfalls eine Auszeichnung verdient hat Herisau. Der Hauptort von Appenzell

Gewinner und Gäste an der Preisverleihung zum Green Can Award 2010 am 19. März in der Interstaatlichen Hochschule für Technik (NTB) in Buchs SG.

Ausserrhoden ist vielen anderen Städten einen Schritt voraus, wenn es um nachhaltige Entwicklung geht. Denn seine Bürger können alles, was sie nicht mehr brau-

Hans Jörg Blaser, Leiter Fachstelle Umweltschutz, Eugen Brunner, Bereichsleiter Entsorgung Win-WinMarkt, und Regula Ammann-Höhener, Gemeinderätin (von links).

chen, im Win-Win-Markt abgeben. Was einen neuen Nutzer finden könnte, wird im eigenen Second-Hand-Laden verkauft. Alles andere wird sauber getrennt und dem Recycling-Kreislauf zugeführt. Was Hans Jörg Blaser, Leiter der Umweltschutzfachstelle, besonders überzeugt: «Mit diesem Modell vermindern wir nicht nur den Abfall, sondern schaffen gleichzeitig noch Arbeitsplätze für IV-Bezüger, ausgesteuerte Arbeitslose und Jugendliche im Vorlehrjahr.»

Kooperieren und sparen

Da bisher alle acht Gemeinden innerhalb des Entlebucher Gemeindeverbands Kehrichtentsorgung (GKRE) das Recycling selber regelten, gab es viele Doppelspurigkeiten. So war es kein Wunder, dass der

Check-up von Swiss Recycling ein grosses Potenzial ortete. «Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, wie viel wir einsparen können, wenn wir die Entsorgung besser koordinieren», sagt Roland Schnyder, Gemeindeammann von Escholzmatt. «Ich hoffe, dass wir bis am 1. Januar 2011 die bestehenden Verträge anpassen und ab dann in allen unseren Gemeinden Glas, Aluminium und Stahlblech gemeinsam und zur gleichen Zeit sammeln können.» Doch damit nicht genug. In Zukunft soll die Zusammenarbeit auf andere Wertstoffe wie Papier und Karton ausgedehnt werden. Die Umwelt im Entlebucher UNESCO-Biosphärenreservat wird sich freuen.

Hans Lipp, Vize-Präsident GKRE (links), und Roland Schnyder, Gemeindeammann, Gewinner aus dem GKRE Region Entlebuch.

# Alle innovativen Gemeinden und Städte können sich schon jetzt zum Green Can Award 2011 bei IGORA anmelden. # Filmporträt der 3 Ausgezeichneten unter www.igora.ch / Green Can Award.


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news

Juni 2010

Wettbewerb

Gewinnen Sie ein iPhone Wow! Das fehlt gerade noch: In unserem aktuellen Wettbewerb gibt es ein nigelnagelneues Apple iPhone zu gewinnen. Nicht nur für fleissige Alusammler, sondern auch für alle Alufans.

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Kreuzen Sie die richtige Antwort an:

! ! ! Ein smartes iPhone, das wärs. Mitmachen lohnt sich.

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Ähnlich wie IGORA beim Alurecycling setzt auch Apple in der Unterhaltungselektronik immer wieder neue Massstäbe. So auch mit dem iPhone. Das Gerät ist nicht nur Mobiltelefon, sondern auch Digitalkamera, Mediaplayer, Surfstation und Navigator. Zudem gibt es für das iPhone bereits über 140’000 kleine Zusatzprogramme, sogenannte Apps, die Ihnen das Leben leichter machen. Auch IGORA bietet bald eine kostenlose App für alle Alusammler an. Mit einem iPhone oder Smartphone können Sie unter www.igora.mobi bereits jetzt die mobile Internetseite von IGORA aufrufen. Beantworten Sie also schleunigst die aktuelle Wettbewerbsfrage und das trendige Handy liegt mit etwas Glück schon bald in Ihrer Hand.

utet: a l e g a r sf b , dank r A e R w O e G I b t von Die Wet wird? istung

Dosenpresse Abholservice Sammeltüten

Bitte bis 30. Juni 2010 einsenden an: IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, «Wettbewerb» Bellerivestrasse 28, Postfach, 8034 Zürich

Urban Mining

Die Stadt als riesige Rohstoffmine Urban Mining könnte in Zukunft das Recycling wertvoller Rohstoffe einen grossen Schritt weiterbringen. Hinter dem Begriff steckt nicht etwa die Suche nach Edelsteinen im Stadtgebiet, sondern die wiederholte Nutzung verbauter Materialen in Ballungszentren. Die meisten Rohstoffe für die Produktion von Konsumgütern sind begrenzt und müssen aufwendig gewonnen oder hergestellt werden. Zudem sorgt unser täglicher Verbrauch dafür, dass die Vorräte natürlicher Rohstoffe zunehmend schrumpfen, während die Menge nicht mehr gebrauchter Waren um uns herum rasant wächst. So haben sich Siedlungsgebiete nach und nach zu wertvollen Minen der Neuzeit entwickelt. Denn überall sind Rohstoffe eingelagert: in Abfalldeponien, Gebäuden, Industrieanlagen, Leitungen und Installationen, in Schlacken und Klärschlämmen.

Rohstoffe reaktivieren

Mit Urban Mining sollen diese abgelagerten Wertstoffe reaktiviert werden. Ganz neu ist diese Idee zwar nicht. Bereits seit

Längerem werden Stahl, Aluminium, Papier, Karton oder Verpackungen aus Glas konsequent rezykliert. Und auch aus Bauschutt entsteht frisches Material für neue Bauten. Weiteres Potenzial ist aber noch reichlich vorhanden. Zum Beispiel könnte der in Klärschlämmen vorhandene Phosphor wieder zu Dünger umgewandelt werden. Und aus den Schlacken von Kehrichtverbrennungsanlagen könnten Metalle wie Kupfer, Zink und Blei restlos zurückgewonnen werden. Urban Mining bringt Rohstoffe, die wir bereits einmal bezahlt haben, wieder in den Kreislauf. Dies spart Geld, verringert die Abhängigkeit von weiter steigenden Rohstoffpreisen und reduziert die Umweltbelastung.

Urban Mining bringt uns einer echten Ressourcenwirtschaft einen grossen Schritt näher.

Neue Technologien gefragt

Noch stehen wir bei der Nutzung dieses gigantischen Materiallagers, das wir um uns herum errichtet haben, am Anfang. Einzelne Technologien müssen erst noch entwickelt werden und es braucht eine grosse Innovationskraft der Politik wie auch der Entsorgungswirtschaft und der Forschung. Und sollte Urban Mining allein den Ressourcenkollaps nicht ver-

hindern können, so ist es doch ein wichtiger Schritt hin zu einer echten Ressourcenwirtschaft.

# Chris Ruegg, der Autor dieses Berichtes, ist bei der IGORA-Genossenschaft tätig und verantwortlich für Marketing und Projekte.

Juni 2010  

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