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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

ALTER GASOMETER – SOZIOKULTURELLES ZENTRUM e.V.

JAHRESBERICHT

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2016

Kleine Biergasse 3, 08056 Zwickau www.alter-gasometer.de


Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Alter Gasometer e.V. Das Soziokulturelles Zentrum der Zwickau Region

VIELFALT | BILDUNG | TEILHABE

Kleine Biergasse 3 08056 Zwickau

Telefon: 0375 / 277 21 10

www.alter-gasometer.de

1

Jahresbericht 2016


Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Inhalt Vorwort

3

Rechtliches

4

Konzeptionelles

4

Räumlichkeiten

5

Öffnungszeiten

5

Finanzierung

5

Alleinstellungsmerkmale | Mehrwert

7

Organigramm

9

Bereichs- und Projektberichte Mitgliederversammlung & Vorstand

10

Geschäftsleitung & Verwaltung

10

Mitarbeiter

11

Weiterbildung

12

Jugendarbeit

13

Kulturarbeit

16

Demokratiearbeit

23

Gebäudemanagement & Facility

36

Öffentlichkeitsarbeit

37

Kooperationen

38

Statistik

39

Archiv

39

2


Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Vorwort Als eine Soziokulturelle Einrichtung vereinigt der Verein Alter Gasometer nach wie vor selbstorganisierte unterschiedliche Arbeitsbereiche im Blickwinkel der Kulturarbeit, vor allem

aus

den

Politikfeldern

Kunst/Kultur

[KULTURARBEIT],

Jugend/Soziales

[JUGENDARBEIT], kulturelle und politische Bildung/Information [JUGENDARBEIT & KULTURARBEIT], Toleranz/Demokratie [DEMOKRATIEARBEIT] unter seinem Dach. Der Verein verfügt über eine Satzung und Trägerkonzeption im soziokulturellen Selbstverständnis

sowie

ein

Leitbild,

das

die

strategische

Verbindung

dieser

Arbeitsbereiche unter Verwendung des Programmbegriffs Soziokultur zum Ausdruck bringt. Der Verein arbeitet partizipations- als auch rezeptionsorientiert. Als Kultureinrichtung befassen wir uns mit mehreren künstlerischen Sparten [Kino, Theater, Musik, Lesung, etc.], die u.e.a. in Beziehung gesetzt, vernetzt und gefördert werden. Dabei sprechen wir sowohl das professionelle als auch das Laienschaffen an. Der e.V. arbeitet dicht an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger (niedrigschwellig), verfolgt also einen engen Gemeinwesenbezug, und ist als gemeinnützige Organisation nicht kommerziell ausgerichtet. Möglichst keine potentielle NutzerIn wird aufgrund mangelnder Finanzkraft von Angeboten ausgeschlossen [kulturelle Teilhabe]. Der Verein Alter Gasometer verfügt über wiederkehrende Aktionsbereiche, aber auch projektförmig angelegte, experimentelle Methoden, um zeitlich und thematisch befristete Vorhaben von großer Aktualität umzusetzen. Der e.V. begreift sich mit seinen Angeboten immer auch als Forum politischer Bildung und demokratischer Aktivierung, ohne parteipolitisch gebunden zu sein. Zur Umsetzung soziokultureller Arbeit nutzt der Verein feste Räume, die einen sinnfälligen, in die Öffentlichkeit wirkenden Kristallisationsort verkörpern und auch die Möglichkeit offener Treffs und informeller Kommunikation bieten. Darüber hinaus finden soziokulturelle Projekte im öffentlichen Raum (Wege und Plätze) als auch auf weiteren genutzten Projektflächen (Historisches Dorf) statt. Wir sind offen für die Nutzung unserer Räume durch Initiativen, andere Vereine und sonstige Dritte, soweit sie den Charakter der Einrichtung nicht gefährden.

3


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Rechtliches Der Verein Alter Gasometer e.V. wurde am Vereinsregister

des

Amtsgerichts

15.07.1997 unter Nummer VR 71258 im

Chemnitz

eingetragen

und

gilt

laut

Verschmelzungsvertrag vom 19.02.2002 als Rechtsnachfolger des Gründungsvereins BUNTES ZENTRUM (von 1992) bzw. FRIEDENSZENTRUM (1989). Der e.V. handelt im Sinne des Vereinsrechtes nach BGB.

Konzeptionelles Die alltägliche Arbeit des Vereins resultiert aus der in der Satzung des Vereins festgelegten Zielstellungen. Der Mitgliederversammlung (MV) wurde im Februar 2016 und September 2016 ausführlich Bericht abgelegt. Zur Frühjahrs-MV berichteten die Mitarbeiter_innen selbst über die Arbeit und standen den Mitgliedern für Fragen zur Verfügung. Zur SommerMV stellten Vorstand und Geschäftsleitung die ausführlichen Finanz- und Sachberichte vor. Seitens der Mitglieder entstand kein Diskussionsbedarf. Die Vorstände wurden mehrheitlich entlastet. Zur MV wurde außerdem ein neuer Vorstand gewählt. 4 Mitglieder stellten sich zur Wahl – davon 3 bisherige Vorstände. Die Vorstände wurden für den Zeitraum für 2 Jahr einstimmig gewählt. Professionelle Arbeit ist gleichzusetzen mit konzeptioneller Arbeit. Die Trägerkonzeption des Vereins Alter Gasometer wurde letztmalig in 2011 fortgeschrieben. Sie bildet die Grundlage der mittelfristigen Arbeit (2016/2017) des Soziokulturellen Zentrums. Erarbeitet wurde sie von allen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und dem Vorstand unter Einbeziehung der

Mitgliederversammlung.

Konzeptionsfortschreibungen,

insbesondere

in

den

Arbeitsfelder Demokratiearbeit, Jugendarbeit und Kulturarbeit fanden auch in 2016 statt. Dabei reflektierten die MitarbeiterInnen des Arbeitsbereiches gemeinsam mit dem Geschäftsführer und Vorstandsmitgliedern das zurückliegende Jahr und planen das Folgejahr. Die Reflektion der Arbeit erfolgt meist auf Grundlage eines SOLL / IST Vergleiches sowie einer SMART Analyse bzw. SWOT Analyse. Ergebnisse und Festlegungen wurden in ein realistisches Projektmanagement eingepflegt (Stakeholdererwartungen, Verantwortlichkeiten,

Zeitschienen,

Kosten-

und

Finanzierungspläne,

Fördermittelbeantragungen und –abrechnungen, Öffentlichkeitsarbeit & Marketing, etc.). Die „Überwachung“ der Festlegungen der Tagesklausur bzw. erforderlichen Korrekturen erfolgten in den Monatsberatungen zwischen dem Geschäftsführer und dem Arbeitsbereich, welche nach Absprache ca. aller 6 Wochen stattfanden.

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Räumlichkeiten Der überwiegende Teil der Angebote des Vereins fand im Soziokulturelle Zentrum Alter Gasometer statt. Der barrierefreie Begegnungs- und Kommunikationsort mit rund 1700 qm Nutz- und etwa 900 qm Freiflächen bietet Platz für Vereine, Institutionen, Gruppen und Projekte. Darüber hinaus fanden Angebote und Projekte im öffentlichen Raum der Stadt Zwickau sowie im Gelände des Historischen Dorfes in Zwickau – Schedewitz statt.

Öffnungszeiten Die Öffnungszeiten richten sich nach den Projekten, Veranstaltungen und Sprechzeiten der jeweiligen Arbeitsbereiche. Durchschnittlich hatten wir 66 Wochenstunden offen.

Finanzierung Der gemeinnützige Verein Alter Gasometer ist gleichzeitig ein Non Profit Unternehmen. Er arbeitet nach vereinsrechtlichen- und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Der Alte Gasometer zahlt in der Stadt Zwickau Gewerbesteuer. Dem Verein entstanden im Jahr 2016 Kosten von 854.075,01€ (vorläufiger Schlussbestand per 15.01.2017). Diese wurden zusammengefasst wie folgt gedeckt: GESAM T-SALDO (unbereinigt) EINNAHMEN GESAMT AUSGABEN GESAMT Übertrag 2017, zweckgebundene Rückstellungen DIFFERENZ E vs A

vl SB 2016 957.597,94 € 854.075,01 € 103.522,93 € €

Kos tens truk tur

vl SB 2016 414.629,95 €

Personalkosten Personalkosten in %

Betriebskosten Betriebskosten in %

Maßnahmekosten Maßnahmekosten in %

48,55%

218.437,29 € 25,58%

225.593,18 € 26,41%

GESAMTAUSGABEN. Siehe oben

854.075,01 €

ZUSAM M ENFASSUNG VEREIN ALLGEMEIN GESAMT:

vl SB 2016 400.450,94 €

Verein allgemein in %

Kulturarbeit Kulturarbeit in %

46,89%

234.184,71 € 27,42%

Jugendarbeit Jugendarbeit in %

Demokratiearbeit Demokratiearbeit in % Verein Gesamt

68.041,89 € 7,97%

129.933,63 € 15,21% 832.611,99 €

Gastro Gesamt Gastro in %

AUSGABEN GESAM T

21.463,84 € 2,51%

854.075,83 €

5


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Die öffentliche Hand förderte jeden Nutzer indirekt mit 14,46€. Die Fördermittelquote lag bei 69%. Die Eigenmittelquote bei 31%. Folgende Partner haben den Verein in 2016 finanziell unterstützt: Fördermittelgeber: 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bundesförderprogramm "Kultur macht stark" // "Bündnis für Bildung Zwickau"

Sächsisches Staatsministerium für Inneres: Fördermittelprogramm "Weltoffenes Sachsen"

Kulturraum Vogtland-Zwickau

Landkreis Zwickau, Landrat

Landkreis Zwickau, Jugendamt

Stadt Zwickau, Amt für Schule, Soziales und Sport

Spenden & Sponsoring: 

Vereins-Fördermitglieder

Privatspenden

Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ)

Sparkasse Zwickau

Mauritius Privat-Brauerei Zwickau

Stadtwerke Zwickau Holding

Zwickauer Energieversorgung

Stiftungen u.ä.: 

Justizkasse Sachsen

Stiftung Demokratische Jugend

Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle herzlich bei allen Fördermittelgebern, Sponsoren, Spendern, Stiftern und sonstigen Zuwendern. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen unserer Arbeit.

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Finanzentwicklung

Alleinstellungsmerkmale | Mehrwert | regionale Bedeutsamkeit Der Alte Gasometer ist das Soziokulturelle Zentrum der Zwickauer Region. Sowohl im förderrechtlichen Kontext des Kulturraum Vogtland Zwickau bzw. nach den Kriterien des Landesverbandes Soziokultur ist es das einzige im Landkreis Zwickau. Der Mix der Arbeitsfelder Kulturarbeit, Jugendarbeit, Sozialarbeit, Behindertenarbeit und Demokratiearbeit sowie der Querschnittsaufgabe Bildung (kulturelle, soziale, politische) unter einem Dach begründen das Alleinstellungsmerkmal.

7 Der Verein Alter Gasometer wirkt in unser Gemeinwesen, unsere Region und darüber hinaus. Er ist  ein kultureller und sozialer Faktor,  ein wirtschaftlicher Faktor,  ein infrastruktureller Faktor,  ein touristischer Faktor,  Impulsgeber.  Denn; er übt mit attraktiven Kulturveranstaltungen und Projekten, die sich teilweise überregionaler Ausstrahlung erfreuen, eine hohe Anziehungskraft auf die Menschen der Region, aber auch auf Touristen aus. Er ist Anlaufpunkt für aktive und rezeptive Kultur unterschiedlichster Genres und somit unverzichtbar zur Befriedigung kultureller Grundbedürfnisse. Das schließt ebenso jugendkulturelle Aktivitäten bzw. alternative Kulturformen ein. Zudem orientieren sich auch wirtschaftliche Unternehmen am kulturellen Angebot einer Stadt bzw. eines Kulturraumes.  Der Verein Alter Gasometer versteht sich als Plattform für Bürgerschaftliches Engagement. Er regt zu Mitgestaltung und Eigenaktivität an, bietet Freiräume und fördert die Ausprägung von Talenten und Fertigkeiten. Zudem bieten wir jungen


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Frauen und Männern, die ein Freiwilliges Soziales oder Kulturelles Jahr absolvieren wollen, Einsatzfelder zur beruflichen Orientierung am Übergang von Schule zu Beruf bzw. ermöglichen Aspekte des sogenannten lebenslangen Lernens mit einem Bundes-Freiwilligen-Jahr.  Der Alte Gasometer leistet einen Beitrag zu Ausbildung und Qualifizierung, denn er hält regelmäßig Praktikumsplätze in unterschiedlichen Bereichen vor. Die Einsatzgebiete liegen im technischen, kaufmännischen, pädagogischen oder medientechnischen Berufsfeldern. Damit leisten wir einen Beitrag zur Qualifikation und Ausbildung junger Frauen und Männer. Dies ermöglichen auch unsere Partnerschaften mit Fachhochschulen und Schulen. Der Verein Alter Gasometer bietet attraktive Arbeitsplätze, die u.a.a. den Zuzug von Personen aus anderen Regionen befördern. Zusätzlich zu hauptamtlichen Stellen, beschäftigen wir Honorarkräfte und Selbständige, schaffen Arbeitsgelegenheiten für Empfänger von Grundsicherung sowie Mini-Jobs.  Der Alte Gasometer liefert einen Beitrag zum weltoffenen, globalen Denken. Interkultureller Austausch und kulturelle Vielfalt bilden das Fundament für die Ausprägung von Toleranz, die Wertschätzung gegenüber anderen Kulturen und das Verstehen globaler Zusammenhänge. Das sind Kompetenzen, die in Zeiten eines zusammenwachsenden Europas, weltweiter Kommunikation und globaler Wirtschaft für jeden und jede unverzichtbar geworden sind.  Der

Alte

Gasometer

liefert

einen

Beitrag

8 zur

Stadt-

und

Bevölkerungsentwicklung. Er gestaltet aktiv den sozialen Nahraum mit, bringt sich in Stadtentwicklungsprozesse ein und aktiviert das Gemeinwesen. Die Einrichtung selbst arbeitet in einem ehemals industriell genutzten Gebäude, welches in seiner ursprünglichen Funktion ausgedient hat, aber durch kulturelle Umnutzung neue Aufwertung erfuhr.


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Organigramm

9


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Bereichs- und Projektberichte Mitgliederversammlung & Vorstand Die

Mitgliederversammlung

ist

das

oberste

Vereinsorgan. Die MV tagte am 09.02.2016 und 3.09.2016.

Es

Neuaufnahmen.

gab In

keine

2016

Austritte

engagierten

bzw.

sich

21

Privatpersonen, 8 Firmen und Vereine sowie 3 Fördermitglieder. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und verwaltet sein Vermögen. Die Vorstände wurden letztmalig zur MV am 03.09.2016 für den Zeitraum für 2 Jahr einstimmig gewählt. Die

Satzung

des

e.V.

wurde

zur

Mitgliederversammlung am 24.09.2014 bzw. im

folgenden

Umlaufverfahren

letztmalig

fortgeschrieben. Der Vorstand tagte in 2016 formal korrekt 8 mal. Darüber hinaus beratschlagten sich Vorstände und Geschäftsführer in diversen Vorberatungen. Insbesondere der Vorsitzende und der Geschäftsführer tauschten sich in einem 14-tägigen regelmäßigen Turnus aus.

Geschäftsleitung & Verwaltung Für das strategische und operative Management zeichnet der zeichnungsberechtigte Geschäftsführer als besondere Vertretung i.S.d. §30 BGB verantwortlich. Dieser handelt zur Entlastung des Vorstandes für

bestimmte Geschäftskreise selbstständig und

eigenverantwortlich und repräsentiert den Verein. Ihm obliegt die Sicherstellung der allgemeinen Funktionsfähigkeit des Soziokulturellen Zentrums. Der Geschäftsführer zeichnet für das operative und strategische Management des Vereins verantwortlich. Darüber hinaus engagiert er sich für den Verein im  Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region,  im Vorstand des Jugendring Westsachsen e.V.,  als Vertreter in der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Soziokultur e.V.,  als Vertreter

im

Verband

der

Musikspielstätten

LiveKomm

sowie

in

weiteren

arbeitsfeldrelevanten Arbeitsgruppen. Außerdem ist er ehrenamtlicher Kultursachverständiger im Kulturbeirat des Kulturraum Vogtland Zwickau, welchem er auch seit 2008 als Beiratsvorsitzender vorsteht. Für die Bereiche allgemeine Verwaltung, Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung sowie Rechnungs- und Mahnwesen beschäftigt der Verein eine Buchhalterin. Für das Alltagsgeschäft beschäftigte der Verein auch in 2016 Personal.

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Mitarbeiter Eine Vielzahl unterschiedlicher Beschäftigungsmodele sichern den Arbeitsalltag des Vereins ab. Verwaltung Vorstand

4

Geschäftsführer

1

Verwaltung

1

Kulturarbeit Kulturmanagerin

1

Veranstaltungsmanager

1

Technischer Leiter

1

Bundesfreiwilliger

1

FSJ

1

Hausmeister

1

Gebäudereiniger

1

Pausc halkräfte Technik

3

Pauschalkräfte Service

5

Jugendarbeit Sozialpädagoge

1

Kulturpädagogin

1

FSJ

1

"Erzieher-Praktikant"

1

Projekt-Ehrenamtler

10

Honorarkräfte

7

Demokratierbeit Koordinator

1

Projektmitarbeiter

1

Projektmitarbeiter

1

Beirat

5 50

Insgesamt muss der Verein sich bei allen hauptamtlichen, nebenberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein überdurchschnittlich hohes Engagement bedanken. Ohne diesen Einsatz wäre eine Vielzahl von Angebote, Projekte, Aktionen, Reparaturen und Wartungen so nicht realisierbar gewesen. Das fortlaufende Jahresarbeitszeitkonto aller Mitarbeiter (seit Betriebseintritt) betrug zum Jahresende 3.981 Überstunden. Die MitarbeietrInnen verdienten in 2016 durchschnittlich 13% weniger im Vergleich zum TVÖD und trugen somit mit rund 33.000€ zur Haushaltskonsolidierung des e.V. bei. Die vorletzte Lohnanpassung erfolgte in 2011. In 2016 erfolgte nun eine Lohnanpassung von durchschnittlich 8%.

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Weiterbildung Der Verein beschäftigt in all seinen Arbeitsbereichen qualifiziertes Fachpersonal. Zur Sicherung eines qualitativen und fachlichen hohen Niveaus erfolgten auch 2016 privat & dienstlich geförderte Weiterbildungen der Mitarbeiter_innen. z.B.: 

Brandschutzhelfer

Ersthelfer

Fördermittel: Beantragung und Abrechnung

Kulturabgaben bei Veranstaltungen

Crowd-Management, Publikumssicherheit

arbeitsfeldrelevante Tages-Weiterbildungsveranstaltungen.

In House Seminare sind für 2017 bisher 4 Stück geplant. In den Arbeitsbereichen erfolgten Tagesklausuren.

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Jugendarbeit Portfolio: Auch 2016 konnten der Bereich „Jugend-

&

Sozialarbeit“

sowie

der

Querschnittsbereich „Soziokultur und Bildung“ erneut auf ein vielfältiges Angebot sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für junge Erwachsene zurückblicken. Die umfangreichen Angebotsformen

erlaubten

den

Besuchern

eine Bandbreite der Nutzung von aktiven Mitmachangeboten

bis

hin

zum

reinen

Konsumieren.

Dabei

vereinte

der

Querschnittsbereich inhaltlich all jene Projekte, welche Verbindungen in den Bereichen Jugendarbeit, Kulturarbeit und Demokratiearbeit haben. Wöchentliche Angebote im Bereich Offene Jugendarbeit (z.B. Sportangebot, Volxküche, Nähkurs Stoff statt Plastik, Rumpelwicht & Co), finden ihren Platz genauso wie die umfangreichen Ferienprogramme (z.B. HANDMADE, Kinderzirkus, Sandstein Bildhauerei, Projektwochen im Historischen Dorf) sowie Jugend- und Soziokulturveranstaltungen (z.B. Poetry Slam, Wildverwachsen, Ping Pong Session, Herbstbaumeln), Projekte zur kulturellen und politischen Bildung (z.B. Schulprojekttage zum

Thema

Informationsveranstaltungen

Flucht

für

und Asyl

Erwachsene.

sowie

Ein

Integration)

Schwerpunkt

und spezielle

im

Bereich

der

Projektarbeit war die Fortgestaltung des Historischen Dorfes. Wichtiges Ziel ist vor allem eine breite Palette an Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in verschiedenen Lebenslagen zu gestalten. Da mit den verschiedenen Angeboten auch unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden, ist es immer wieder wichtig die Bedürfnisse der Besucher aufzunehmen. Das Projektcafé, unser Jugendtreff, öffnete an 102 Tagen, an 37 Nachmittagen trafen wir uns in der Sporthalle bzw. beteiligten uns an Turnieren. Im Rahmen von kultureller, sozialer und politischer Bildung führten wir 143 Projekte durch. Weiterhin wurden

53

kinder-

und

jugendkulturelle

Veranstaltungen wurden von uns organisiert. NutzerInnen: Unsere 335 Angebote wurden 2016 von mehr als 16.000 jungen Menschen genutzt. Dabei hatten die männlichen Nutzer mit 55% ein leichtes Übergewicht gegenüber 45% weiblichen Nutzerinnen. Rund 17,5% waren Kinder bis 14 Jahre, 26,5% Kids zwischen 15 und 20 Jahren und gut 56% junge Erwachsene ab 21 Jahren. Knapp 7% unserer Besucher haben einen Migrationshintergrund und rund 2% waren Nutzer_innen mit einem Handicap.

Damit

konnten

wir

im

offenen

Jugendtreff

eine

durchschnittliche

Besucher_innenzahl von 14 je Angebotszeit erreichen, was in etwa dem Vorjahr entspricht.

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Alle von uns angebotenen Ferienprojekte wurden wieder sehr gut angenommen und waren ausnahmslos ausgebucht. Sonstige Workshops und Aktivitäten wurden gut frequentiert und die jugendkulturellen Veranstaltungen haben einen hohen Beliebtheitsgrad erreicht. Team: Im Jugendbereich bilden eine Kulturpädagogin und ein Sozialpädagoge das hauptamtliche

Team.

Komplettiert

Bundesfreiwilligendienst.

Der

wird

Mitarbeiter

es

durch

betreut

die

einen

jungen

Mitarbeiter

Öffnungszeiten

des

im

offenen

Jugendtreffes und unterstützt die Pädagogen bei einer Vielzahl von Projekten. Darüber hinaus arbeiten wir mit verschieden Bildungseinrichtungen zusammen, so dass wir regelmäßig Schulpraktikanten und Praktikanten in Ausbildung zum Erzieher bei uns im Einsatz haben. In den Projekten, insbesondere der kulturellen Bildung bzw. bei jugendkulturellen Veranstaltungen sind wir mit einer Vielzahl von Engagierten vernetzt, welche wir entweder als Honorarkraft oder als ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz haben. Integration: Eines der immer präsenten Themen, mit denen wir uns auch weiterhin intensiv beschäftigen werden ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder vereinfacht gesagt – die Flüchtlingsarbeit. Es ist und bleibt eine wichtige Aufgabe, diesen Menschen durch einen ungezwungenen Umgang und die Angebotsvielfalt einen Rahmen zu schaffen, in dem sie sich wohl fühlen, die Möglichkeit zu Begegnung und Austausch vorherrscht und in dem sie für sich eine sinnvolle Beschäftigung finden. So blieben beispielsweise die Arbeiten am Historischen Dorf Zwickau ein essentieller Bestandteil in der Arbeit mit UMAs sowie volljährigen Flüchtlingen. Dazu kommt, dass bei diesem großen Projekt immer Reibungspunkte zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen geschaffen werden können. Für eine gelungene Teamarbeit benötigt man zwangsläufig Kommunikation. So lernt einer vom anderen und sprachliche Barrieren können somit weiter abgebaut und ein Verständnis für einander entwickelt werden. Die sinnvolle Beschäftigung mit diversen Themengebieten schafft Ausgleich und genau dieser ist für Menschen mit Fluchterfahrung genauso wichtig, wie ein normaler, gleichberechtigter Umgang. Da Integration von beiden Seiten aktiv mitgestaltet werden muss, damit sie funktioniert, fand 2016 ein erstes dreitägiges internationales Begegnungscamp statt. Die darin inkludierten 8 Workshops haben deutsche wie ausländische Jugendliche besucht und gemeinsam mit den Wokshopleitern wurde dieses Event zu einer neuen und hoffentlich repetitiven Größe angehoben. Was sich sehr gut etablieren

konnte,

ist

die

Sportgruppe

jeden

Mittwoch in der Sporthalle der Dittesschule, wo sich ausländische und deutsche Jugendliche gemeinsam dem Teamsport widmen. Weitere Ideen für Projekte in Bezug auf integrative Angebote sind in Planung.

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Kooperationen: Nicht jeder muss alles können. Daher sind Kooperationen unerlässlich. Einerseits um einen Blick über den Tellerrand zu schärfen und Synergien zu ermöglichen, andererseits um Ressourcen optimal zu nutzen und uns Kompetenzen Dritter zu eigen zu machen. Wir pflegen ein großes Netzwerk. Sei es um dieses für unsere eigenen Projekte zu nutzen, uns inhaltlich - fachlich auszutauschen oder Projekte von Dritten zu unterstützen. Die intensivste Partnerschaft pflegen wir mit der Stadtmission Zwickau. Hier reichen die gemeinsamen Aktivitäten von School Warm Up - Motivationscamps über Inklusionsprojekte wie dem Freizeitclub Löwenzahn oder dem Projekt Rumpelwicht (Treff für Kinder mit und ohne Behinderung) bis hin zum Großprojekt Historisches Dorf „in territorio Zcwickaw“ (gemeinsam mit dem Likedeeler e.V.). Ein weiteres wichtiges Netzwerk ist das „Bündnis für Bildung Zwickau“ zu welchem u.a. die Impulsstiftung Zwickau, die Lernwerkstatt Zwickau und die Schulsozialarbeit der Pestalozzischule Zwickau zählt. Über diesen Verbund holten wir mehr als 20.000 € Projektgelder nach Zwickau und ermöglichten

Kindern

und

Jugendlichen

unter

dem

Motto

„Kultur

macht

stark“

abwechslungsreiche Angebote wie z.B. unsere „Handmade“ - Workshops in den Oster-, Sommer- sowie Oktoberferien. Die Angebote sind für die Kinder und Jugendlichen bzw. die Familien ebenso kostenfrei wie auch unser Kinderzirkusprojekt, welches über den Verbund „Zirkus macht stark“ mit über 7.000 € gefördert werden konnte. Auch mit der Stadt Zwickau arbeiten wir eng zusammen. So beteiligten wir uns beim Zwickauer Stadtfest, dem Historischen Markttreiben - wie zu Schumanns Zeiten oder dem Handwerkermarkt an den ersten beiden Adventswochenenden im Domhof.

Ausgewählte Veranstaltungen - Jugend- und Sozialarbeit: Projektcafe BuZe (Di, Do, Fr), wöchentliche Sport AG, wöchentliche Workshopreihen: Anti Plastik (1.Hj.), Ping Pong Session, Sozialstundenprojekt, Ferien-Workshops Ausgewählte Veranstaltungen - Soziokultur: Betreuung Proberäume, Unterstützung Bandwettbewerb & Newcomernight, Organisation Poetry Slam, Organisation und Durchführung Wildverwachsen – Wohnzimmerkonzerte, Kinderprogramm: Gute! Nachtgeschichten, Ferien-Workshops: HANDMADE, FerienWorkshops: Kinder-Zirkus, Ferien-Workshops: Sandstein-Workshop Ausgewählte Kooperationen - Jugend- und Sozialarbeit: Inklusionsprojekte: Freizeittreff Löwenzahn (Stadtmission Zwickau), Zwickauer Jugendbuffet | Runder Tisch der Jugend (mit Zwickauer Partnerschaft für Demokratie), Schulprojekte: u.a.: Flucht, Asyl, Weltkonflikte (mit Bündnis für Demokratie und Toleranz), Handwerkermarkt zum Weihnachtsmarkt (Stadt Zwickau: mit Stadtmission Zwickau), SCHOOL WARM UP (mit Stadtmission Zwickau), Ferien-Freizeit: Floß / Dorf - Erlebnistage (mit Stadtmission Zwickau), VOLX-Küche (mit Roter Baum Zwickau), Mini EM und Jahresabschluss - Fußballturnier (div. Jugendeinrichtungen) Ausgewählte Kooperationen - Soziokultur: Historisches Dorf (mit Stadtmission Zwickau & Likedeeler), Inklusionsprojekte: RUMPELWICHT (mit Stadtmission Zwickau), Historisches Markttreiben - wie zu Schumanns Zeiten (Stadt Zwickau: mit Stadtmission Zwickau), Akt10 – Zeichenkurs Ausgewählte Dienstleistung: Raumvermietung z.B. für Kinder-Geburtstage, Workshop Durchführung für Externe (WoLo, Schulen, etc.)

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Kulturarbeit STRUKTUR Der Kulturbereich ist der personell größte Bereich der Einrichtung Alter Gasometer. Das Team

besteht

aus

drei

Hauptamtlich

angestellten

Mitarbeitern

(1

x

Veranstaltungstechniker, 1 x Kulturmanagerin, 1 x Veranstaltungsmanager), zwei Freiwilligen, 2 Minijobbern und Pauschalkräften in den Bereichen Technik und Gastronomie. Kernaufgaben sind das Kultur- und Veranstaltungsmanagement, die begleitende Presseund Öffentlichkeitsarbeit sowie Verkauf und Marketing. Zum Kerngeschäft gehört auch die Vermietung der Räumlichkeiten und des Inventars mit dazu buchbaren Serviceleistungen. Die Mitarbeiter des Kulturbereichs sind außerdem die Koordinationsstelle für das Gebäudemanagement, Haus- und Bühnentechnik, Objektpflege, Facilitymanagement und Veranstaltungsgastronomie. AUSGANGSLAGE KULTURARBEIT Ein Soziokulturelles Zentrum ist mehr als ein reines Konzerthaus: an unterschiedlichen Tagen, zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Räumen finden verschiedene kulturelle Angebotsformen

ihre Berücksichtigung

bei

der

Programmplanung:

Der

Gasometer ist Ort der kulturellen Vielfalt. Für die Kulturarbeit bedeutet dies oftmals eine Gratwanderung: auf der einen Seite muss man wirtschaftlich erfolgreich agieren und auf der anderen Seite sollte man aufgrund des soziokulturellen Anspruchs unterschiedliche Bevölkerungsinteressen befriedigen/beteiligen. Ein Spagat, der im Alltag nicht immer gelingt. Das kulturelle Angebotsspektrum umfasst unterschiedlichste Genres und Formen der Rezeption, wie auch der aktiven Mitwirkung. Zentraler Veranstaltungsort ist der Saal, der eine Kapazität von 300 Sitzplätzen bzw. 600 Stehplätzen umfasst. Soziokultur heißt Raum für Entwicklungen und Kreativität. Projektideen und Initiativen und Bewegungen müssen initiiert, gefördert, mitgestaltet und zu Ende gedacht werden - mit unserem Know-How, Ressourcen und Hilfe. Aufgrund einer Langzeiterkrankung im Jahr 2016 von einem halben Jahr blieb nicht immer Raum, um neue Projektideen im Bereich Kulturarbeit zu entwickeln, es mussten personelle Lücken im Dienstplan gefüllt werden. Für 2017 steht wieder mehr die kulturelle Projektarbeit auf der Agenda. KONZEPTIONELLES Wir bieten den Gästen ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Programm und sind dabei auch wirtschaftlich erfolgreich! Nebenbei ist es Aufgabe, Projektideen zu entwickeln, die das Potenzial haben, das soziokulturelle Profil unseres Hauses zu stärken. Wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Programmauswahl liefern Rückkopplungen und Feedbacks unserer Besucher und Nutzer: Wie sind sie auf uns aufmerksam geworden, welche Veranstaltungstypen interessieren sie und wie ist ihr Weg-Geh-Verhalten. Für das

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Jahr 2017 ist eine qualitative Besucherbefragung (Tiefeninterviews) geplant, um neue Rückschlüsse über unsere Nutzer ziehen zu können.

Für das Jahr 2017 ist die

Weiterführung der Konzeption des Bereichs Kulturarbeit geplant und auch die Entwicklung neuer Projektideen, die das soziokulturelle Profil unserer Einrichtung im Kulturbereich wieder stärker in den Fokus rücken. Die im Frühjahr 2017 stattgefundene Bereichsklausur (in 2016 wegen Langzeiterkrankung ausgefallen) soll auch zukünftig kontinuierlich einmal im Jahr stattfinden. Dort werden getroffene Zielstellungen evaluiert und neue konzeptionelle Ideen besprochen, danach die Konzeption fortgeschrieben. VERANSTALTUNGSMANAGEMENT Kerngeschäft im Veranstaltungsbereich ist die Programmplanung: von der Suche nach geeigneten Künstlern, der danach anschließende Kontakt mit Agenturen & Künstlern, der passenden Filmauswahl fürs Kino, der Auswahl der Bands für den jährlich stattfindenden Bandwettbewerb - es ist immer die Suche und das Finden des Programms, welches nach reiflicher Überlegung Sinn macht und das Image unseres Hauses positiv befördert. Aufgrund der Tatsache, dass man über den Wert von Programmen und Künstlern urteilt und möglichst das Beste für die eigene Veranstaltung herausholt, ist ergebnisorientierte und empathische Kommunikation der entscheidende Faktor für ein erfolgreiches Veranstaltungsmanagement. Was können wir zahlen? Welche Leistungen erhalten wir? Welche technischen Einsparungen sind notwendig bzw. hilfreich? Wie hoch ist der Personalaufwand am Veranstaltungstag? Was sind unsere Highlights, die wir unseren Künstlern

bieten

können?

Alle

diese

Komponenten

machen

den

Alltag

des

Veranstaltungsmanagements aus. Die Kommunikation mit den unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Kommunikationsstilen ist Herausforderung aber auch eine unheimliche Bereicherung. Es ist mitunter eine komplexe Aufgabe, ein funktionierendes Programm zusammen zu stellen: unter den Mailanfragen / Telefonaten mit Agenturen und Künstlern sollte man die Künstler herausfinden, die qualitativ überzeugen, die eine künstlerische Bereicherung darstellen und Besucher generieren. Diese Aufgabe fordert die permanente Beschäftigung mit Kultur, die gefällt und Kultur, die funktioniert – idealerweise stimmen beide Ziele überein. PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Eine stetige Öffentlichkeitsarbeit gehört zum Alltagsgeschäft. Die permanente Versorgung der unterschiedlichsten Medien mit entsprechenden Texten, Bildern, Anzeigen etc. ist existenziell für die Umsetzung fast aller Vorhaben, die mit Veranstaltungen zu tun haben. Jede öffentliche Veranstaltung im Bereich Kulturbereich erfährt eine mehr oder weniger intensive Beschäftigung: vom einfachen Pressetext, der Veröffentlichung über Facebook & Homepage

bis

hin

zur

Rücksprache

mit

einschlägigen

Redaktionspartnern,

zu

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Verlosungsaktionen mit einzelnen Medienpartnern, zu Abfragen von Künstlerinterviews bis hin zum Vermitteln von Fernsehberichterstattung und Aufbereitung von Räumlichkeiten für Interviews

bis

hin

zur

immer

wichtiger

werdenden

sozialen

Komponente

der

Nachberichterstattung über persönliche Blogeinträge. Für "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" gibt es keine feste Stelle in unserer Einrichtung, sondern jeder inhaltlich Arbeitende Mitarbeiter übernimmt Anteile der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der gesamten Einrichtung. Auch hier ist es weiterhin Ziel, an der fortschreitenden Professionalisierung zu arbeiten, wohlweislich um das Wissen, dass die Arbeit von vielen Einzelnen geleistet wird und jeder andere Herangehensweise an "Presseund Öffentlichkeitsarbeit" hat. In Abhängigkeit von den Fertigkeiten unserer wechselnden Freiwilligen in unserer Einrichtung können manchmal Anteile der Öffentlichkeits-

und

Pressearbeit auch von Freiwilligen übernommen werden. VERKAUF Durch die Nutzung des Systems Ticketmaster ist es gelungen, unsere unterschiedlichen Verkaufskanäle in unserer Einrichtung zu bündeln. Dies bedeutet nicht, dass wir andere Vorverkaufssysteme nicht mehr bedienen, sondern wir bedienen mehr: nach wie vor ist CTS/ Eventim der verkaufsstärkste Absatzmarkt bei Ticketverkäufen und gleichzeitig der weltweite Marktführer. Ein weiterer Trend ist bei den Agenturen festzustellen, dass bei größeren Produktionen gerne ein eigenes oder der Agentur verbundenes Ticketsystem mitgenutzt werden muss. Eine Arbeitsentlastung ist nicht durch die Nutzung von Ticketmaster entstanden, jedoch eine bessere Strukturierung des In-House Verkaufs. GASTRONOMIE Zu fast allen Veranstaltungen wird eine Veranstaltungsgastronomie ermöglicht. Sie beschränkt sich auf die Versorgung mit Getränken. Im Bereich Gastronomie kommen Pauschalkräfte (Mini-Job) zum Einsatz. Teilweise ist es unumgänglich, dass Mitarbeiter der Einrichtung entsprechende Dienste mit übernehmen. Die Bereichsleitung kümmert sich um die Dienstplanerstellung und die Gewinnung von neuem Personal. Um die Warenbestellung kümmert sich der Technische Leiter der Einrichtung. Der gastronomische Kern besteht derzeit

aus

durchschnittlich

nur

vier

Mitarbeitern

und

deckt

nicht

alle

Veranstaltungsdienste im Bereich Gastronomie ab. Aufgrund gesetzlicher Veränderungen zum Jahr 2017 im Bereich Selbständigkeit ist es eine Aufgabe in den nächsten Monaten, neues Personal für den Bereich Gastronomie zu akquirieren.

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PROGRAMMSCHWERPUNKTE: KABARETT & COMEDY & KLEINKUNST Wortveranstaltungen bereicherten das Programm des Gasometers: politisches Kabarett, Stand-UpComedy,

Musikkabarett,

slamartige

Lesungen.

Diese Genres sehen sich einer wachsenden Zahl konkurrierender Angebote anderer Anbieter in Zwickau und der näheren Umgebung gegenüber. Die Zahl von Konkurrenzanbietern steigt - es ist ein einfaches Veranstaltungsformat mit einer überschaubaren Kostenstruktur, dies ist auch verlockend für Clubs und Kneipen, die dann auch noch gastronomische Mehreinnahmen erzielen können als wir, die nur Veranstaltungsgastronomie betreiben. Ein erkennbarer Trend des vergangenen Veranstaltungsjahrs: Die Suche nach den Künstlern, die eine große Auslastung unseres Hauses gewährleisten, wird langwieriger, da die Masse an Kleinkünstlern stetig steigt – jedoch nicht immer der Bekanntheitsgrad und viel mehr entscheidend die Qualität der Künstler. Diese Erfahrung haben wir öfters machen müssen. Nicht alle Anfragen an Künstler, die wir gerne veranstalten möchten, werden positiv beantwortet, da wir mit einer Sitzplatzkapazität von 300 Plätzen nicht mehr die „Großen“ der Szene für unser Haus gewinnen können. Wortveranstaltungen sind weniger personalintensiv und der technische Aufwand ist überwiegend als gering einzuschätzen. Die vorhandene technische Ausstattung reicht bei 90% der Veranstaltungen aus und auch rechnerisch ist dieser Veranstaltungstyp leicht zu planen: die Veranstaltungen sind risikoarmer, da die Produktionsnebenkosten geringer sind,

allerdings

verbunden

mit

der

Konsequenz,

dass

auch

der

Gewinn

und

Zusatzeinnahmen (z.B. Gastronomie) geringer ausfallen. Leider ist aus unserer Sicht die Beschäftigung mit dem Wort, vor allem dem politischen Wort nicht im Trend - wir wissen darum und werden diesen Fakt bei der Programmauswahl berücksichtigen.

Wir

haben

dennoch

den

Anspruch,

ein

qualitativ

hochwertiges

Kabarettprogramm zu planen und nicht das allgemeine Bedürfnis nach einfacher und einfältiger Unterhaltung zu befriedigen, denn dies sehen wir als soziokulturellen Anspruch an uns, denn wir möchten mehr als "nur unterhalten". Highlights des Jahres 2016 waren u.a. 

Frank Lüdecke, zu Recht vielfach prämiert u.a. Gewinner des deutschen Kleinkunstpreises

Sybille Bullatschek mit ihrem Pflegekabarett, mit dem sie so vielen Pflegekräften aus dem Herzen spricht und Menschen in den Gasometer brachte, die ansonsten nicht unser Programm besuchen

Ottfried Fischer, der schon sehr von seiner Krankheit gezeichnet ist

Gernot Hassknecht, der sich so gerne empört und aufregt

dem unglaublich gut erzählenden und plaudernden Wladimir Kaminer, der ein Buch über seine Mutter schrieb und daraus erzählte

Horst Evers, der aus seinem Alltag die absurdesten Geschichten entwickelt

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

KONZERTE & KLEINKUNST Aufgrund der Größe des Hauses ist es eine mühsame Aufgabe,

Headliner

bzw.

große

Acts

oder

medienpräsente Künstler zu finden, die die den Saal an

die

Auslastungsgrenze

bekannteren

Bands

bringen. ziehen

Viele

der

größere

Veranstaltungsorte vor. Um ein großes Highlight für das Haus buchen zu können, hat man mindestens 20 Absagen anderer großer Gruppen erhalten und dann kann immer noch etwas dazwischen kommen. Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, der sich lohnt, sobald eine dieser Anfragen erfolgreich ist, denn solche Veranstaltungen bringen Strahlkraft in die Region und steigern das Image unseres Hauses als Eventort für Livemusik - wir werden als renommierter Live-Club wahrgenommen. Die Zusatzkosten bei Veranstaltungen werden auch in Zukunft weiterhin steigen: Pauschallöhne

Technik/

Security,

GEMA-Gebühren,

KSK,

steigende

Hotelkosten,

intensivere und längerer Aufbauzeiten. Die Abwägung, wann man ein Konzert machen darf und wann man erfolgreich ist, ist nicht einfach zu treffen. Manchmal ist die "Schwarze Null" das Ziel. Auch im Bereich Konzerte ist es großes Ziel, externe Partner zu finden, die sich als Kulturpartner in unser Haus einmieten und uns somit Künstler bescheren, für die wir eigentlich zu klein sind oder unsere Erfolgsaussichten zu gering. Leider war das zweite Halbjahr 2016 bestimmt durch Ausfälle, Tour-Verschiebungen und Erkrankungen von Künstlern. Keine einfache Situation für ein Kulturzentrum, da man zum einen nicht kurzfristig irgendeinen Ersatz auf die Bühne holen kann und zum anderen erzeugt ein Ausfall / Verschiebung immer Mehraufwand in der Abwicklung und der externen Kommunikation. Wir hoffen auf gesunde Künstler im Jahr 2017! Highlights des Jahres 2016 waren u.a. 

Felix Meyer stellte sein neues Album vor und spielte vor begeisterten Fans sein Konzert

Sven van Thom mit hintergründig vordergründigem Witz und Humor

Mrs. Greenbird ... elfig, traumhaft schön und ganz bei sich in der Zweierbesetzung

Ray Wilson, der mal wieder die Bühne rockte, mit Hits von Stilskin und Genesis

Ost + Front, mit genialer Live-Show und menschlich unkompliziert

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PROGRAMMKINO – KINO CASABLANCA Das Kino ist ein nicht weg zu denkender Programmpunkt des Gasometers für Gäste, die gute und besondere filmische Unterhaltung schätzen. Im Jahr 2016 waren 35 Filme im Kino Casablanca zu sehen. Diese besuchten 1913 Gäste – durchschnittlich 55 BesucherInnen pro Film. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Besucherrückgang von fast 500 Besuchern. Im Gegensatz zu den Vorjahren war im letzten Jahr ein ambitioniertes aber auch schwieriges Programm zu sehen. Aufgrund der Tatsache, dass wir keine Förderung mehr für das Kino Casablanca beantragen, muss in Zukunft verstärkt darauf geachtet werden, eine Filmauswahl zu treffen, die sich stärker am Mainstream und am Trend der Zeit organisiert, denn das "Kino soll unterhalten". Auch die Besucher des Kommunalen Kinos werden

in

den

2017

durchzuführenden

Tiefeninterviews

befragt,

um

daraus

Handlungsempfehlungen abzuleiten. Dennoch soll das Kino Casablanca im Gasometer ein Ort bleiben, an dem skurrile, eindrückliche, lustige, absurde und besondere Filme zu sehen sind, denn wir glauben, dass Zwickau einen solchen Ort des Austauschs benötigt. Eine inhaltliche Aufwertung der Filme fand durch organisierte Gesprächsrunden zu Filmen und den dort behandelten Themen statt: so konnte mit der Organisation des MultipleSklerose-Tages in Kooperation mit dem Städtischen Klinikum und dem in Anschluss gezeigten Kinofilm "Kleine Graue Wolke" ein ganzer Thementag organisiert werden. Im Rahmen der Interkulturellen Woche wurde "Der Schwarze Nazi" mit im Anschluss stattfindenden Filmgespräch mit dem Regisseur gezeigt. Highlights des Jahres 2016 waren u.a. 

24 Wochen, oder wer maßt sich an über Lebenswert zu entscheiden

Ein Mann namens Ove - berührend, traurig, komisch - eine nordische Dramödie mit Tiefgang

Das brandneue Testament - Gott lebt, ist böse und lebt in Brüssel

Birnenkuchen mit Lavendel - es lebe die französische Komödie garniert mit Liebe

ZWICKAUER MUSIKFORUM Das Zwickauer Musikforum hat seine Identität in jahrelanger musikalischer Nachwuchsarbeit des Vereins

Alter

Gasometer

gefunden

und

herausgebildet. Getreu dem Gedanken, dass in einem Forum sich Menschen treffen und sich untereinander

austauschen,

kann

man

das

Zwickauer Musikforum als Ort begreifen, an dem musikspezifische, wie auch technische Fragen gestellt, diskutiert und beantwortet werden. Unter der Rubrik des Zwickauer Musikforums 2016 gab es den 22. Bandwettbewerb mit drei Vorausscheiden und ein Finale, 6 Poetry Slams, 5 „Wie Verwildert/ Wild Verwachsen“ (Wohnzimmerkonzerte), Proberäume und die 14. Newcomernight auf dem Hauptmarkt.

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EINMIETUNGEN Bei den Einmietungen unterscheiden wir Kleineinmietungen (BarTerre, Mehrzweckraum, Backstage) und Saaleinmietungen. Während die kleineren Räume meist für private Zwecke bzw. Seminare und Besprechungen genutzt werden, ist der Saal vordergründig für Kulturveranstalter, Betriebe u.a. Organisationen interessant. 2016 haben wir einen Rückgang im klassischen Tagungsgeschäft zu verzeichnen, konnten jedoch unseren Saal häufiger

für

Kulturveranstaltungen

vermieten,

was

auch unserer

Kernkompetenz

entspricht. Somit konnten wir durch diese Veranstaltungen das Angebotsspektrum der Einrichtung ergänzen. Regelmäßige Einmietungen bzw. auch Kooperationen kultureller Art gab es auch 2016 u. a. mit dem Theater Plauen Zwickau, dem CVJM e.V. und dem Mondstaubtheater e.V..

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Demokratiearbeit Der Arbeitsbereich Demokratiearbeit teilt sich in zwei Arbeitsfelder auf. Zum einen betreiben wir das Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region zum zweiten das Koordinierungsbüro der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie.

Koordinierungsbüro des Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region Unser Gesamtfazit für das Jahr 2016 fällt positiv aus. Unser Team (Koordinator und Mitarbeiter), was erst im Juli 2015 neu zusammenfand, hat sich im neuen Jahr gefestigt. Dabei konnte unser Mitarbeiter von 14 auf 40 Wochenarbeitsstunden gehoben werden und die Stellenanteile einer zweiten Mitarbeiterin aus dem Jahr 2015 übernehmen. So wurde das Team von 3 auf 2 Angestellte reduziert und die Arbeitsabläufe haben sich durch feste Arbeitsbereiche gefestigt. In der Folge geben wir einen Überblick über unsere Arbeit mit unterschiedlichsten Zielgruppen und Methoden im ersten Halbjahr, aufgeteilt in unsere angegebenen Mittlerziele (Zielpyramide) und bezugnehmend auf unsere chronologische Maßnahmenübersicht. MZ1: Vernetzung der Helferkreise Helfer-Stammtisch: Im Jahr 2016 fanden sieben Helfer-Stammtische mit Besucherzahlen zwischen 10 und 45 statt. Im ersten Halbjahr trafen sich die Helfer im Bereich Flucht und Asyl monatlich in einer informellen lockeren Runde, um ohne große Tagesordnung über den Alltag mit Gleichgesinnten zu reden. Dabei kamen Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Landkreis Zwickau zusammen. Zu Beginn jedes monatlichen Treffens gab es dennoch einige Infos im Plenum zu aktuellen Themen und Fragen. Dies waren im Jahr 2016 Integration in Schulen, Arbeitsmarktintegration, unbegleitete minderjährige Ausländer, Amtsgänge und das Konto für alle. Zu diesen Themen waren jeweils Vertreter aus dem Sozialamt, Jugendamt, der Bildungsagentur, der Agentur für Arbeit und der Sparkasse Zwickau zu Gast. So konnten wir nicht nur die Helferstrukturen im Landkreis weiter vernetzen, sondern auch Kontakt zu wichtigen Ansprechpartnern herstellen. Dies diente auch unserer eigenen Vernetzung. Nach einer Sommerpause und eines weiteren Stammtisches entschieden sich alle Beteiligten dafür, sich nun verstärkt auf die Netzwerktreffen gemeinsam mit den Wohnprojekten zu konzentrieren, da sich die Zahl der Besucher bei den Stammtischen von Anfangs über 30-40 auf teilweise unter 10 einpendelte. So wurde für das Jahr 2017 ein Netzwerktreffen mehr und das Aussetzen des Stammtisches beschlossen.

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Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte: Zudem haben wir mit dem Netzwerktreffen der Helferkreise und Wohnprojekte eine zweite Plattform für den Landkreis etabliert. Dieser ist formeller Natur, umfasst eine Moderation und eine Tagesordnung. Er findet alle 3-4 Monate statt. Er ist im Gegenteil zu Stammtisch nicht offen, sondern mit Anmeldung und pro Helferkreis und Wohnprojekt auf 2 Teilnehmer begrenzt. Ziel ist vor allem, dass Wohnprojekt und Helferkreise noch besser in Kontakt kommen. Im Jahr 2016 fanden drei Netzwerktreffen mit 30, 34 und 35 Teilnehmern aus dem gesamten Landkreis statt. Durch eingeladenen Referenten findet zudem eine Vernetzung mit lokalen Behörden und Bildungsträgern statt. Anwesende Referenten waren von der Westsächsischen Hochschule, dem Sozialamt, dem Jobcenter und dem Netzwerk Kindeswohl. Kontaktdaten: Interessierte finden auf unserer Homepage und auf persönliche Nachfrage zudem Kontaktdaten zu Helferkreisen vor Ort, wo sie sich einbringen können. Dazu tauschen wir uns auch monatlich mit der Ausländerbeauftragten des Landkreise Zwickau aus. (MZ2) MZ2: Aufklärungsarbeit, Zusammenarbeit mit Ämtern: Asyl-Broschüre: Mit der Aktualisierung der bereits vergriffenen Erstauflage (15.000) des Infoheftes „Flüchtlinge unterstützen – Diskriminierung entgegentretet“ wurde bereits Ende des letzten Jahres (2015) begonnen. Zu Beginn dieses Jahres (2016) wurden die Fakten final

akribisch

in

Zusammenarbeit

mit

dem

Sozialamt

und

der

Polizeidirektion

zusammengetragen und überarbeitet. Im Februar erschien sie dann in einer Auflage von 20.000 Heften und wurden u.a. allen Gemeinden und Kommunen des Landkreises zur Verfügung

gestellt.

Bildungseinrichtungen,

Sie

dient

Behörden,

Vereinen

und

Ämtern,

der

Wohnungsgesellschaften,

hiesigen

Bevölkerung

als

Argumentationsgrundlage und Sensibilisierungspapier. Zusammenarbeit

mit

Ämtern:

Es

findet

ein

monatliches

Treffen

mit

der

Ausländerbeauftragten des Landkreise Zwickau statt, um sich zu aktuellen Entwicklungen, Geschehnissen und Aktionen abzusprechen. Zudem arbeiten wir gemeinsam mit Institutionen wie dem Sozialamt und der Polizeidirektion. (Beispiel Asyl-Broschüre, Referate zu den Helfer-Stammtischen und Netzwerktreffen). Geh-Denken 27.01. - Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus: Qualitativ hochwertig konnten wie unsere gesetzten Gedenktage und Veranstaltungen umsetzen. Dies betraf zunächst den Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01. im Herman Gocht Haus in Zwickau, wo über das Schicksal der zweijährigen Elke Jacob und ihren von Berlin aus beschlossenen Abtransport und Tod in Stadtroda berichtet wurde. Fünf Heiminsassen des heutigen Gocht-Hauses blieb ein ähnliches Schicksal erspart, als ihnen

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Heimleiter Hermann Gocht nach dem Abtransport hinterherreiste und in Dresden durch energischen Widerstand eine Rückkehr erwirkte. So konnten einige heute noch im Hause lebende Menschen der gemeinsamen Zeit mir ihren Freunden im Gocht-Haus, die teilweise bis spät in die 1980er Jahre ging, gedenken. Zudem wurde bereits der Gedenktag für das kommende Jahr organisiert. Ziel ist es, an wechselnden Orten im Landkreis Zwickau den Opfern zu Gedenken und so verschiedenste Auswüchse des Nationalsozialismus aufzuzeigen. Im Jahr 2017 werden wir also wiederum einen Ort in Zwickau aufsuchen, der für viele für etwas ganz Anderes steht, als für Verbrechen und eine dunkle Vergangenheit: Das August Horch-Museum. So wollen wir weiterhin auf Schicksale und Orte im Raum Zwickau aufmerksam machen, um neben dem Gedenken und Erinnern auch das Lernen über diese vermeintlich unbekannteren Geschichten zu integrieren. Geh-Denken zum 78. Jahrestag der Reichspogromnacht: Auch 2016 kamen Zwickauer an mehreren Orten zusammen um einer der schwärzesten Stunden deutscher Geschichte zu Gedenken. Zum Gedenken am jüdischen Friedhof nahm die Oberbürgermeisterin Bezug auf die aktuellen Ereignisse rund um die Gedenkbänke, die an die Opfer des NSU erinnern sollen, geschändet und zum Teil gestohlen wurden. Sie erwartet bei solchen Ereignissen einen lauteren Aufschrei der Zivilgesellschaft. Diese darf nicht wegsehen, denn auch so konnte

es

zu

solch

tragischen

Entwicklungen

wie

zur

NS-Zeit

kommen.

Kurz danach kamen knapp 100 Menschen an der Gedenktafel am Georgenplatz zusammen. Hier befand sich bis 1950 das ehemalige Polizeipräsidium, von dem aus zahllose Juden deportiert wurden. Auch hier wurde auf unsere Verantwortung hingewiesen, damit sich solche schrecklichen Ereignisse nicht wiederholen. Nach Rede- und Musikbeiträgen schlossen sich einige Teilnehmer drei Gruppen an, die die verschiedenen Stolpersteine aufsuchten, um sie zu putzen und Kerzen und Blumen zum Gedenken nieder zu legen. In Zwickau erinnern 26 Stolpersteine an ehemalige jüdische Mitbewohner. Die Steine befinden sich an der Anton-Saefkow-Weg 22, Bachstraße 28, Bahnhofstraße 60, Leipziger Straße 15, Dr.-Friedrichs-Ring und Walther-Rathenau-Straße 9e. Die Gruppe auf unseren Bildern suchte den Dr.-Friedrichs-Ring gegenüber dem Studentenwohnheim auf. An dieser Stelle befand sich damals das sogenannte Judenhaus, in dem jüdische Mitbewohner von der weiteren Bevölkerung isoliert wurden.

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Z16 - Tage der Demokratie und Toleranz: Die Tage für Demokratie und Toleranz brachten dieses Jahr eine Rekordbesucherzahl und einen Veranstaltungsrekord gleichermaßen mit sich. Knapp 4.000 Besucherinnen und Besucher können wir nach dem Ende der 14. Tage für Demokratie

und

Toleranz

im

Landkreis

Zwickau

verkünden. Das Motto „Z16“ hielt, was es versprach. Vielfalt, Begegnung und Mitsprache! Jeder Veranstaltung wurde dabei ein Begriff mit Z zugeordnet: Zukunft, Zuversicht, Zusammen, Zuspiel, Zuflucht. Dies ließ sich äußerst gut vermarkten. Als weitere Erfolgsindikatoren sehen

wir

dabei

Veranstaltungen

vor

fanden

allem in

drei

vielen

Fakten:

Die

Gemeinden

und

Kommunen im gesamten Landkreis statt; die Formate der Veranstaltungen waren mit Sportfesten, Konzerten, Ausstellungen, Kundgebungen, Theaterstücken, Lesungen und Diskussionsrunden unterschiedlichster Natur und sprachen viele verschiedene Zielgruppen an; letztlich beschäftigten wir uns aber nicht nur in der Eröffnungsveranstaltung mit aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, sodass auch ein klarer inhaltlicher Schwerpunkt in den beiden Wochen vorhanden war, der auch auf die Ängste und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger einging. So dienten viele Veranstaltungen als Dialogforum, um über kontroverse Themen, wie z.B. den Islam oder Pegida, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Mitspracherecht, gehört zu werden, sachliche Kritik zu äußern; genau das, was Bürger immer wieder fordern, boten wir in vielen Veranstaltungen an. Wenn Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg zu Wort kamen, die rechte Szene oder der Islam beleuchtet oder im Seminar Argumentation gegen rechte Propaganda geübt wurde, dann wurden aber auch Grenzen des „Menschseins“ und damit der Toleranz thematisiert und wie damit umzugehen ist. Aber die 14. Tage der Demokratie und Toleranz standen auch im Zeichen

der

Begegnung.

Begegnung

unterschiedlicher

Religionen

aber

auch

unterschiedlicher Kulturen wie beim Kirgisischen Länderabend, der Babyparty im Mütterzentrum oder dem interkulturellen Sportfest im Westsachsenstadion. Es waren auch solche niedrigschwelligen Angebote, wo das Miteinander und die Begegnung in den Vordergrund rückten, die Menschen in Kontakt treten ließen. All dies erklärt, warum bei 39 Veranstaltungen in 9 verschiedenen Gemeinden im Landkreis letztlich 3926 Besucherinnen und Besucher gezählt werden konnten. Das sind im Schnitt etwas mehr als 100 Teilnehmende pro Veranstaltung. Damit wurde die bisherige Rekordzahl aus dem Jahr 2014 (3107) übertroffen und die Reihe lockte gar viermal so viel Besucherinnen und Besucher wie im vergangenen Jahr an.

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Geh-Denken-Novembertage: Die Novembertage fanden das erste Mal seit 2013 wieder statt und brachten viel Diskussionsstoff mit sich. Das werten wir als gutes Zeichen, ist es doch wichtig für uns, eine Plattform für Diskussionen anzubieten und die Menschen zum Nachdenken anzuregen. Denn ein Anliegen war und ist es, Formate zu finden, die verschiedenste und vor allem auch junge Menschen ansprechen. Mit Ausstellungen und Vorträgen in der Westsächsischen Hochschule Zwickau, dem Georgischen Länderabend und dem Schultheaterstück „Rosa-Rot ist eine Mischfarbe“ an der Pestalozzischule konnten wir Studenten und Schüler erreichen. Ebenso ist das Ge(h-)Denken mit Veranstaltungen in der Moccabar, dem Alten Gasometer, dem Theater und dem Konzert- und dem Thementag „If the kids are united against racism“ in der kulturellen Szene angekommen. Konzerte, Film, Lesung, Theater, Ausstellung. Damit gehen wir den eingeschlagenen Weg der Demokratietage weiter, decken ein breites Spektrum an Formaten ab und agieren zielgruppenorientiert und zeitgemäß. Die Novembertage bliebt leider auch nicht vor negativen Begleiterscheinungen verschont, was die Beschmutzung und der Diebstahl von Gedenk-Bänken unterlegen. Doch auch diese Aktion zeigt, dass es in den Menschen brodelt, sodass die Novembertage wohl leider auch Plattform für negative Beispiele sein müssen. Eine Antwort fand die Zivilgesellschaft wenige Tage später im spontanen Programmpunkt des Gedenk-Spätis, der überregional für positive Schlagzeilen sorgte und einer von zwei Programmpunkten war, der während der Novembertage noch spontan das Programm erweiterte. An letztlich 26 Veranstaltungen nahmen so knapp 2700 Menschen teil. Doch allein die Interaktion im November 2016 lässt uns im Vergleich zu den Vorjahren eine ganz andere Qualität in der Auseinandersetzung mit Deutscher Geschichte bilanzieren. Dafür danken wir allen Beteiligten, auch der Stadt Zwickau, die sich mit der finanziellen Unterstützung am

Theatertreffen

„Unentdeckte

Nachbarn“

dieser

Debatte

gestellt

hat

und

Rahmenbedingungen schuf. Das angesprochene Schülertreffen „Rosa-Rot ist eine Mischfarbe“ wirkt zudem über die Novembertage, und selbige damit auch über die Grenzen des Landkreises Zwickau hinaus. Denn eine Aufführung samt Besuch der Zwickauer und Chemnitzer Schüler auch in Hamburg erfolgte zu Beginn des Jahres 2017! Planung der Demokratietage 2017:

Bereits im Herbst 2016 begann die Planung der

Demokratietage 2017. Das Finden eines Mottos, das Gestalten des Layouts und die ersten Aufrufe zur Beteiligung fanden allesamt noch im Jahr 2016 statt. Infobroschüre: ist erschienen.

Eine neue Broschüre zur Arbeit des Bündnisses wurde fertig gestellt und

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Mitarbeit Interkulturelle Woche: Hier konnte auf ein bereits erfolgreiches Format mit verlässlichen Partner im Landkreis zurückgegriffen werden. Hervorzuheben ist hierbei die Eröffnung der Interkulturellen Woche im Alten Gasometer mit 120 Gästen und die Beteiligung am Interkulturellen Fest auf dem Hauptmarkt im Herzen der Stadt. So fand am Samstag fest statt. Bei der Veranstaltung gab es Stände mit Angeboten aus aller Welt und aus unserer Stadt. Sie luden ein zu probieren, mitzumachen, zu kosten oder einfach nur ins Gespräch zu kommen. Eine Vielzahl von Partnern aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region organisierte dieses Fest und weit mehr als 1000 Bürgerinnen und Bürger feierten gemeinsam. Neben den Ständen gab es auch ein buntes Programm auf der Radio Zwickau Bühne. So gab es unter anderem Beiträge mit Folkloretänzen aus Polen, Kirgisien und Russland. Es wurde Mode aus dem letzten Jahrhundert gezeigt und etliche Vereine gestalteten musikalische Beiträge. Bevor Saitenspiel, Still Trees und Toni mit seiner Band den Tag abschlossen, regte die Poetry Slamerin Anny mit einem Ihrer Text zum Nachdenken über Probleme und Ihre Lösungen an. Dies passte gut zum Fest, welches mit seinen Begegnungen dazu beitragen sollte, dass die Zwickauer nicht einfältig werden und die Möglichkeiten der kulturellen Vielfalt genießen. Zudem zeigten wir im eigenen Haus den Film „Der Schwarze Nazi“ mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur. Über 130 Gäste verfolgten die Vorführung der Film-Groteske. MZ3: Schulung von Multiplikatoren aus der Zivilgesellschaft Seminare: Im Ersten Halbjahr fanden drei solcher Seminare statt. Zum einen konnten wir gemeinsam mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage und der Westsächsischen Hochschule ein Moderationsworkshop anbieten. Zum anderen konnten wir gemeinsam mit dem Kreisverband der Grünen in Zwickau und dem Verein DAKS e.V. ein Seminar zum Thema Umgang mit rechten Parolen anbieten. Außerdem konnten wir gemeinsam mit der Linken Stadtratsfraktion Glauchau ein Workshop zum Thema „Rechte Musik, Rechte Szene im Landkreis Zwickau“ durchführen. Es fertig geplantes Seminar unter dem Thema „Argumentationstraining gegen Rechts“ in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage musste krankheitsbedingt leider ausfallen. Dafür konnte eine interne Weiterbildung zum Thema „Neue Rechte“ und „III. Weg und Identitäre Bewegung“ speziell für den Zwickauer Raum durchgeführt werden, die im Jahr 2017 nochmals allen Bündnismitgliedern angeboten wird. Im Rahmen der Novembertage konnten wir gemeinsam mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau und dem Verein Crossculture/Kirche für Zwickau eine Veranstaltung im Rahmen des Studiums Generale zum Thema „Islam“ anbieten, welche 35 Leute besuchten.

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Projekttag Flucht und Asyl: Zudem konnten das Koordinierungsbüro in Eigenregie ein neues

Format

im

Bereich

„Aufklärung

Flucht

und Asyl“ entwerfen. In unserer

chronologischen Maßnahmenübersicht war bereits vom Projekttag „Flucht und Asyl“, wie auch von der Reihe „Lesung/Interview“ mit einem Flüchtling“ zu lesen. Daraus entwickelten wieder ein gemeinsames Format, woraus der der „Projekttag Flucht und Asyl“ entstanden ist. Schulen und andere Bildungseinrichtungen werden in diesem Rahmen besucht und über das Thema „Flucht und Asyl“ aufgeklärt und informiert. Aktuellen Zahlen, wichtige Begriffe und Hintergrundinfos sollen so vermittelt werden. In verschiedene Teams eingeteilt rätseln die Schüler und Schülerinnen bei einem Quiz über Zahlen und Begriffe. Die Inhalte werden so nicht einfach nur vorgetragen, sondern bleiben durch angeregtes Diskutieren in Gruppen zur richtigen Lösungsfindung und einem damit verbundenen AHA-Effekt hoffentlich viel eher hängen. In einem zweiten Programmpunkt berichtet ein syrischer Asylbewerber von seiner Flucht, den Fluchtursachen und dem Leben hier in Zwickau. Videomaterial und bewegende Erinnerungen von den Geschehnissen auf der Reise bis nach Deutschland sorgen jedes Mal wieder für demütige Stille im Klassenzimmer. Anschließend hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit Fragen zu stellen. Dieser Projekttag wurde insgesamt 13 mal an 7 Schulen im Landkreis und ein weiteres Mal mit den Mitarbeitern einer sozialen Einrichtung durchgeführt. Zusätzlich konnten wir mit diesem Projekttag VW Sachsen in Mosel auf uns aufmerksam machen, sodass bereits im Herbst zwei

komplette

Tage

mit

Auszubildenden

von

VW

Sachsen/Mosel verbracht wurde und zwei Pilotprojekttage über jeweils 8 Stunden zu den Themen Weltkonflikte, Flucht, Asyl und Mediennutzung durchgeführt wurden. Mit Erfolg! Für das Jahr 2017 kündigt sich eine Kooperation an. MZ4: Niedrigschwellige Angebote/Formate für die Zivilgesellschaft Wir haben mit der Podiumsdiskussion „Neue Gefahr durch rechten Terror?“ (Kooperation mit dem DGB) und dem „Dialogforum Asyl“ (Kooperation mit dem Kreisverband der CDU) bereits zwei Veranstaltungen ähnlichen Formates mit hochrangiger Besetzung durchführen können, die diesem Konzept entsprachen. Ebenso entsprachen die Tage für Demokratie und Toleranz mit ihrer diesjährigen Ausrichtung und Vielfalt diesen Dialogplattformen. Kneipenquiz: Dieses für uns neue Format konnten wir dreimal im Jahr 2017 durchführen, wobei sich jeweils ca. 60 Besucher allen Alters einfanden. Die Gäste finden sich vor Ort in Teams von 2-6 Personen zusammen und beantworten die von uns gestellten Fragen. In mehreren Durchläufen wird dies u.a. in den Themenbereichen Stadtgeschichte, Politik, Musik, Stadt-Name-Land und Sport getan. Ein niedrigschwelliges Format mit viel Wissensvermittlung, was sehr gute Anklang findet.

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Länderabende:

Wie

bereits

im

Halbjahresbericht angekündigt, haben wir für das zweite Halbjahr die Gelegenheit einer Kooperation mit dem Akademischen Auslandamt

der

Westsächsischen

Hochschule Zwickau genutzt. So wurden mit Austauschstudenten aus Frankreich 100 Besucher)

zwei

Länderabende

organisiert

(Besucher)

und

bei

und

Georgien

landestypischer

Musik

(50 und

landestypischem Essen niedrigschwellig Infos zu anderen Ländern und Kulturen vermittelt. Dies setzen wir im Jahr 2017 fort. Filmvorführung: Ende Oktober zeigten wir in Kooperation mit dem Zwickauer Kino Astoria die neue Verfilmung des weltbekannten Buches „das Tagebuch der Anne Frank“. Dies erzählt die Geschichte eines versteckt lebenden jüdischen Mädchens während des zweiten Weltkrieges.

Zu

Schulveranstaltung

Gast

war

mit

400

Regisseur Schülern

Hans aus

Steinbichler.

dem

Zwickauer

Einer

ausverkauften

Landkreis

folgt

eine

Abendveranstaltung mit 200 Gästen.

30 MZ5: Bewusstsein für eine Mitgliedschaft im Bündnis Das Koordinierungsbüro des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat alle geplanten Veranstaltungen und Maßnahmen durchgeführt. Grundstein sind dabei die quartalsmäßigen Bündnissitzungen, wo wir weiterhin eine konstante Zahl an Mitgliedern und Kooperationspartnern begrüßen können. Nachdem zu Beginn des letzten Jahres die Zahlen auf bis zu 12 Teilnehmern sanken, sind wir aktuell bei konstant zwischen 23 und 30 Teilnehmern. Von aktuell 21 Mitgliedern nehmen derzeit immer mindestens 2/3 dieser Mitflieder an den Sitzungen teil. Unsere Statistik ergibt am Jahresende eine durchschnittliche Anwesenheit bei Sitzungen von 80% aller Mitglieder. Die persönliche Ansprache und Betreuung der Mitglieder und wechselnde Orte der Sitzungen bei den Mitgliedern selbst sind zwei Gründe, die diese positiven Zahlen und den Aufschwung erklären. Ebenso konnten wie das gesteckte Ziel der wechselnden Orte der Sitzungen umsetzen. So waren wir beim DGB, der Westsächsischen Hochschule Zwickau, der Diakonie und der SPD. So lernen sich die Mitglieder unter einander noch besser kennen, werden gleichzeitig aber auch mehr in die Pflicht genommen. Die Beiratssitzungen finden derweil regelmäßig alle 6-8 Wochen statt. Sie sind Planung- wie Evaluationselement zu gleich. Davon ausgehend gestaltet sich die alltägliche Arbeit im Koordinierungsbüro und die Umsetzung der weiteren Vorhaben und Mittlerziele.


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Koordinierungsbüro der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie Durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ werden in ganz Deutschland kommunale Gebietskörperschaften

(Städte,

Landkreise

und

kommunale

Zusammenschlüsse)

unterstützt, „Partnerschaften für Demokratie“ als strukturell angelegte lokale bzw. regionale Bündnisse aufzubauen. In diesen „Partnerschaften für Demokratie“ kommen die Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft – aus Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten – zusammen. Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen entwickeln sie gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie. Begleitausschuss (BGA): Aktions- und Initiativfonds Der BGA kam im Jahr 2017 sechs Mal zusammen, vor allem um über eingereichte Projekt und deren Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ zu diskutieren und letztlich auch zu entscheiden. Bei vier ausgeschriebenen Förderperioden kamen insgesamt 21 Anträge zusammen, von den 11 Projekte gefördert und letztlich 9 auch durchgeführt wurden. Gesamt standen 39.000€ zur Verfügung, von denen letztlich 25.000€ vergeben wurden. Damit konnten nicht alle Gelder verbraucht werden. Die Qualität der geförderten Projekte aber entsprach den Zielen der Partnerschaft für Demokratie, die Ende des Jahres in einer inhaltlichen Sitzung des BGA novelliert und für das Jahr 2017 neu aufgestellt bzw. konkretisiert wurden. Die Polizeidirektion Zwickau verließ unterjährig den BGA aus Neutralitätsgründen. Dafür konnten wir mit dem Zwickauer Jugendbuffet ein neues stimmberechtigtes Mitglied begrüßen. Damit konnte ein Ziel des Bundesprogramms bereits im Zweiten Jahr erreicht werden, nämlich die Vertretung eines aus der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie hervorgehenden Jugendgremiums. Der Kleinstprojektefonds-eine Erfolgsgeschichte Der Kleinstprojektefonds richtet sich an Kleinstprojekte, die eine Fördersumme durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ von 500€ nicht übersteigen. Für diese Projekte und deren Antragsteller gelten gesonderte Richtlinien. Der Begleitausschuss hat für das Jahr 2016 eine Ausgliederung aus dem Aktionsfons in Höhe von 10.000€ beschlossen. Diese Summe wurden per Zuwendungsbescheid dem Verein Alter Gasometer e.V. überschrieben. Der Verein Alter Gasometer e.V. verwaltet diesen Fördertopf gemeinsam mit der externen und internen Koordinierungs- und Fachstelle der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie, sprich der Stadtverwaltung und dem Projektkoordinator. Die Koordinierungsstelle ist ebenfalls für die Bewilligungsentscheidung, die Auszahlung der Fördergelder und Prüfung der Einhaltung der Förderrichtlinien verantwortlich. Ziel ist es, bürgerliches Engagement zu fördern und zu vereinfachen. Ebenso wird etwas mehr an Spontanität und Flexibilität gewährt. Es gibt kein langes Warten auf kleine

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Summen durch Fristen und Ausschusssitzungen. Und natürlich wird die Zielgruppe erweitert; alle die in der großen Partnerschaft nicht förderfähig sind, z.B. Privatpersonen, können über den kleinen Fonds gefördert werden. Im Jahr 2016 waren dies 17 Projekte im Wert von etwa 6.000€! Demokratiekonferenz 2016: Einmal

pro

Partnerschaft

Jahr

findet für

Demokratiekonferenz

organisiert

durch

Demokratie statt,

zu

der

die eine

Politik,

Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammenkommt, um sich über demokratische Strukturen in Zwickau auszutauschen. Unser Ziel ist es dabei, keinen frontalen Input durch Referate zu geben, sondern die Akteure

gemeinsam

zu

gezielten

Fragen

ins

Gespräch kommen zu lassen. Möglichst konkrete Ergebnisse sollen dabei entstehen. In der gut gefüllten Manufaktur diskutierten 40 Teilnehmer am Nachmittag des 15.6.2016, wie sich bürgerschaftliches Engagement in Zukunft noch besser unterstützen lässt. Wie kommen Engagierte zum Engagement und wie das Engagement zu den Engagierten? Welche Anerkennung und Mitsprache wünschen sich Engagierte heute? Als konkrete Vorhaben wurden vorerst eine gemeinsame Freiwilligenmesse nach dem Hamburger Vorbild „Aktivoli“ im April 2017 vereinbart sowie eine Umfrage bei allen Vereinen, Initiativen und Kirchgemeinden, um belastbare Zahlen zu Engagement und dessen Stärken und Schwachstellen in Zwickau zu erhalten. Als konkrete Projektidee bleibt die „Essbare Stadt“ hängen. Ein Modell, bei dem Parkanlagen, Grünflächen und Blumenkübel vermehrt mit Nutzpflanzen wie Kräutern und Obst von den Bürgern der Stadt selbst bepflanzt werden sollen. Nutzbar ist dies für Schulen, für Touristen als möglicher „Naschpfad“ und für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Verantwortung für die Fortführung des begonnenen Prozesses übernehmen die Zwickauer Partnerschaft für Demokratie zusammen mit den Initiatoren der „Engagierten Stadt“ und Uwe Ziesler von der Stabsstelle Stadtentwicklung, mit denen Die Veranstaltung gemeinsam durchgeführt wurde. Das Jugendbuffet auf dem Weg zum Zwickauer Jugendgremium? Wöchentliche Treffen (Kaffeekränzchen) Seit Juli 2016 besteht für die Jugendlichen der Stadt Zwickau die Möglichkeit an den wöchentlich stattfinden Sitzungen des „Zwickauer Jugendbuffets“ teilzunehmen. Dies hat auch damit zu tun, dass seit Juli 2016 ein zweiter Mitarbeiter in der Partnerschaft für Demokratie angestellt werden konnte, der sich ausschließlich mit Jugendbeteiligung auseinandersetzt. Diese Treffen werden über die sozialen Netzwerke beworben und es bedarf keiner Anmeldung. Ziel ist es, interessierte Jugendlichen zu vernetzen, die

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Zusammenarbeit unter diesen anzuregen sowie unter pädagogischer Anleitung Ideen für Beteiligungsmöglichkeiten zu entwickeln. Aber auch bereits vorhandene Vorstellungen und Wünsche in die Tat Umzusetzen. Desweiteren sollen Interessen der Jugendlichen aus der Stadt Zwickau wahrgenommen und umgesetzt

werden. Hierfür

arbeitet

das

Zwickauer

Jugendbuffet

an

einem

Jugendbeirat, welcher die Stimme der Jugendlichen im Stadtrat und somit im politischen Kontext darstellt und die Jugend der Stadt vertritt. Derzeit engagieren sich 11 Jugendliche im Alter von 16-23 Jahren ehrenamtlich für das Jugendbuffet. Diese kommen aus unterschiedlichen Schulen der Stadt sowie von der Westsächsischen Hochschule. Themen zu besagten Treffen waren: Besuch von Stadtratssitzung als nächster Schritt Um

parlamentarische

und

politische

Prozesse

zu

verstehen,

bedarf

es

einer

Auseinandersetzung mit den kommunalen Strukturen. Aus diesem Grund beschäftigten sich die Jugendlichen mit den Tagesordnungen der Sitzungen des Zwickauer Stadtrates und pickten sich jugendrelevante Themen heraus. Weiter kommunizierten Sie Ihren Standpunkt zu diesen Themen und Formulierten hieraus gezielte Fragen für die Bürgersprechstunden, die zu den Stadtratssitzungen stattfinden. Die Jugendlichen nutzen erste Elemente der Bürgerbeteiligung und formulierten Jugendliche Anliegen. Ebenso wurden öffentliche Ausschusssitzungen besucht.

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Planung eines Jugendbeirats Im Dezember 2016 trafen sich die Jugendlichen mit Vertretern des Stadtrates sowie der Stadtverwaltung und tauschten sich in Ihren Erwartungen und Zielen aus. In Vorbereitung auf dieses Treffen formulierten die Jugendlichen für sich als Gruppe Ziele und Forderungen an den Stadtrat und die Verwaltung. Aus diesem Treffen ergab sich für alle drei Parteien eine klare Aufgabenstellung die besagt, dass die Jugendlichen, Vertreter des Stadtrates und der Verwaltung jeweils ein erarbeiteten.

Diese

werden

dann

erstes Konzeptpapier zu

einem

weiteren

zum Thema Jugendbeirat Treffen

verglichen

und

zusammengeführt. Derzeit erarbeiten die Jugendlichen besagtes Papier. Das Treffen erwies sich als sehr fruchtbar und fand auf Augenhöhe statt. 2. Zwickauer Jugendkonferenz -28.04.2016 Anwesend waren ca. 40 Besucher, welche sich im „Worldcafé“ Format an drei Themen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Planung einer Open Air Veranstaltung und inhaltliche Struktur eines Jugendbeirats zusammengefunden haben.


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Die Jugendlichen selbst, welche sich bereits in Form des „Jugendbuffets“ (Runder Tisch Jugend) formiert haben, planten in Zusammenarbeit mit Fachkräften die einzelnen Thementische, übernahmen die Moderation dieser und planten die Veranstaltung gemeinsam mit dem externen Koordinator der Partnerschaft und dem dazugehörigen Coach. Themen waren die Struktur eines künftigen Jugendgremiums in Zwickau, jugendgerechte Öffentlichkeitsarbeit und die konkrete Vorbereitung eines Open Air Kinos im Innenstadtbereich von Zwickau. Grund hierfür ist die Interessenlage welche durch eine Umfrage an verschieden Schulen der Stadt Zwickau von den Jugendlichen durchgeführt wurde.

Dieses

durchgeführt

Kino

und

wurde

war

im

mit

August

über

300

Besuchern ein voller Erfolg. Zuvor konnte bei einem

mobilen

Späti

über

den

Film

abgestimmt werden. Finanziert wurde es durch den Jugendfonds. Späti on Tour – Ein Glücksgriff Ein Späti in Zwickau war einer der größten Wünsche der hiesigen Jugendlichen resultierend aus der 1. Jugendkonferenz im Jahr 2015. Das „Jugendbuffet“ hat diese Idee im Namen, im Logo wie auch im äußeren Erscheinungsbild angenommen. So bauten wir uns einen eigenen kleinen Markt-Stand, den wir kurzerhand auf „Späti“ tauften. Dieser hatte zunächst schon einige Auftritte auf Veranstaltungen und Konzerten, zum Beispiel dem Bandwettbewerb im Gasometer. Der „Späti“ soll sich weiter als Wiedererkennungsmerkmal für eine politische Jugendvertretung in Zwickau etablieren. Er soll nicht nur auf Veranstaltungen seinen Platz finden, sondern eine „eigene Veranstaltung“ sein. Unser Ziel ist es, die Innenstadt als Anlaufpunkt für die Abendgestaltung attraktiv zu machen. Gerade an warmen Sommerabenden lebt eine Stadt von reger Betriebsamkeit. Diese muss sich nicht immer in Cafès und Kneipen abspielen. Begegnung kann auch ungezwungen auf der Straße stattfinden. Gerade für jüngere Menschen haben sich solche Anlaufpunkte in anderen Städten etabliert. So waren wir zwischen April und September einmal im Montag zwischen 18 24 Uhr an einem Platz in der Innenstadt mit unserem mobilen Späti präsent. Dabei haben wir stets auch auf gewissen Anliegen und Themen der Zwickauer aufmerksam gemacht. Von einem Cafè auf der Paradiesbrücke, hin zum Leerstand von Häusern und dem Gedenken an die Opfer des NSU. Dieses Konzept kam an war teilweise von bis zu 500 Menschen an einem Abend besucht. Besucher allen Alters kamen zu den Veranstaltungen. Der Kontakt mit den zuständigen Ämtern verlief für die Jugendlichen gut, die indes zunehmend Verantwortung übernehmen. Zudem hat sich der Begriff „Jugendbuffet“ besonders bei den Jugendlichen etabliert und neue Mitstreiter konnten gefunden werden. Beim Ideenwettbewerb der Stadt Zwickau „Innenstadtbelebung“ erreicht unser Projekt

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

unter 80 Einsendung den 3. Platz. Zudem wurde das Projekt mit dem „Selbstverständlich menschlich“ Preis der Sächsischen Jugendstiftung ausgezeichnet.

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Gebäudemanagement & Facility Der Verein ist Mieter der beiden Objekte Veranstaltungshaus Alter Gasometer und Vereinshaus

Kleine Biergasse 3. Der Verein

kümmert

sich

Maßgeblich

um

die

Instandhaltung, Instandsetzung, Wartung und Ersatzbeschaffung, respektive um die Werterhaltung der beiden kommunalen Objekte. Im Alltag sind dafür zwei Mini Job Mitarbeiter (Hausmeister und Gebäudereiniger) unter Anleitung und Begleitung des Technischen Leiter verantwortlich. Unterstützend kommen diverse Fachfirmen zum Einsatz. Rund 93.000€ verausgabt der Verein für diese Positionen. Somit hat der Verein auch in 2016 wieder maßgeblichen Anteil an der Werterhaltung der beiden kommunalen Objekte. Alle laut Wartungskalender anstehenden Wartungen und Prüfungen wurden durchgeführt. Die Einrichtung ist nach rund 16 Jahren intensiver Nutzung an vielen Stellen ertüchtigungsbedürftig. Hier gilt es insbesondere mit der Eigentümerin (Stadt Zwickau) im Gespräch zu bleiben um auch in Zukunft entsprechende finanzielle Mittel für Werterhaltung und Ersatzinvestitionen zur Verfügung zu haben. Als Verein können wir auf eine sichere Saison 2016 in der Ausführung und Durchführung von Eigen- und Fremdproduktionen in allen Sparten zurückblicken. Um diesen Stand zu gewährleisten bedarf es einer regelmäßigen und kontinuierlichen Wahrnehmung der Sorgfaltspflicht und der Einhaltung der vorgeschriebenen sowie bedarfsbedingten Wartung durch Fremdleistung genauso wie der internen Kompetenzen. Neben den baulichen und einrichtungstechnischen Maßnahmen wurden auch persönliche Qualifikationen in Form der Brandhelferschulung und Ersthelferschulung wahrgenommen, um eine fachliche Situationsbeurteilung im Objekt zu gewährleisten und den gesetzlichen Auflagen nachzukommen. 1 x im Quartal checken der Geschäftsführer und der Technische Leiter das Objekt, die Technik sowie Wartungsintervalle bzw. Prüfungsauflagen. Mängel werden in internen Protokollen erfasst und Handlungsschritte festgelegt. Größere Mängel werden an die Eigentümerin gemeldet. Nicht

nur

Gebäude,

Schönheitsreparaturen

Inventar unterzogen,

und

Gebäudetechnik

sondern

ebenfalls

wurden die

veranstaltungstechnischen Anlagen regelmäßig geprüft, gewartet bzw. repariert/ausgetauscht. Bestandteile auf Funktion, sowie einen messtechnischen Check unterzogen. Hierfür standen die benötigten zwei Hauptzeitfenster (Januar und August) als fester Bestandteil in der Jahresplanung wieder zur Verfügung. In 2016 fortgeführt wurde die kontinuierliche Erneuerung der Beleuchtungseinheiten auf LED Einheiten.

gewartet

bzw.

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Öffentlichkeitsarbeit Nach wie vor konnte die Stelle PR & Marketing wegen begrenzter Mittel nicht wiederbesetzt werden. Seit 2005 wird ein Großteil dieser Aufgaben durch die Mitarbeiter_innen in den Arbeitsbereichen selbst bzw. ehrenamtlich erledigt. Stellenweise arbeiten wir mit freischaffenden Mediendesginern zusammen. Selbige unterstützen uns bei der Erstellung von Werbemitteln. Dieser Einsatz sichert uns Qualität, minimiert zusätzliche Arbeitszeit verbraucht aber auch zusätzliche finanzielle Mittel. Über folgende Kommunikationswege lassen sich Informationen über unsere Angebote abrufen: Pressearbeit in Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Monatsmagazinen, Fernsehsender, Radiostationen  Anzeigen in Wochenzeitungen, Monatsmagazinen und Fachpublikationen  eigene Online Präsentationen o

www.alter-gasometer.de

o

www.zwickauer-demokratie-buendnis.de

 eigene Social Web Auftritte o

www.facebook.com/altergasometer

o

www.facebook.com/ZwickauerDemokratieBundnis

o

www.facebook.com/HistorischesDorfZwickau

 eigener BLOG o

http://alter-gasometer-zwickau.tumblr.com/

 eigener Video Kanal o

http://www.youtube.com/user/AlterGasometer

 eigener Nachrichtenkanal o

https://twitter.com/altergasometer

o

https://twitter.com/bfdt2012

 eigene APP für Android, Apple ioS, Windows Phone und Blackberry o

http://www.alter-gasometer.de/nachrichten.1/items/alter-gasometer-nunauch-mit-eigener-nativer-app-fuers-smartphone-529.html

o

http://www.zwickauer-demokratiebuendnis.de/nachrichten.3/items/zwickauer-demokratiebuendnis-nunauch-mit-eigener-app-fuers-smartphone.html

 Bestückung von regionalen Online Portalen, z.B.: o

www.stadtreicher.de

o

www.zwickau-aktuell.de

o

www.ausgehen-in-sachsen.de

o

www.zwickau-live.de

o

www.zwickau.de

 Druck von eigenen Publikationen

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

o

Monatsprogrammheft (9 x im Jahr)

o

diverse Veranstaltungsflyer

 Präsentationsstände, z.B.: o

Stadtfest Zwickau

o

Zwikkifax

o

Handwerkermarkt / Weihnachtsmarkt

 In House Werbung  KFZ Werbung  gelistet auf der Tourismus APP der Stadt Zwickau (Android, Apple ioS)  Verteilung von Druckerzeugnissen im Landkreis Zwickau (Behörden, Einzelhandel, Arztpraxen, Schulen, Kindertagesstätten, etc.)  Plakatierung im öffentlichen Raum der Stadt Zwickau  Vorstellung unserer Angebote in Verwaltung, Institutionen, etc. direkt & persönlich  und einiges mehr Die

Erwartungshaltung

Öffentlichkeitsarbeit, begrenzten

die

der

NutzerInnen,

Vielfältigkeit

personellen,

zeitlichen

der

die

Notwendigkeit

von

professioneller

Kommunikationswege und und

finanziellen

–mittel,

Ressourcen,

die der

arbeitsbereichsübergreifende Zugriff, all diese sind Fakten, welche uns immer wieder große Herausforderungen in diesem Tätigkeitsfeld stellen. Nicht immer kann uns eine 100% zufriedenstellende (in Qualität und Quantität) Öffentlichkeitsarbeit gelingen.

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Kooperationen Kooperative und vernetzende Arbeit nimmt in unserm Alltag einen hohen Stellenwert ein. Im Sinne unseres soziokulturellen Ansatzes ist es sinnvoll und notwendig, mit anderen Einrichtungen und Institutionen in Kontakt zu treten, zu kooperieren und sich gegebenenfalls zu vernetzen. Zum anderen ist es im Zusammenhang einer sparsamen Haushaltsführung unabdingbar, vorhandene regionale und überregionale Ressourcen effizient und effektiv zu nutzen. Natürlich schützt uns der Blick über den Tellerrand auch vor Betriebsblindheit. Wir kooperieren mit Arbeitseinheiten der Stadtverwaltung Zwickau, mit Trägern der

Jugendhilfe,

mit

Kultureinrichtungen,

mit

Bildungseinrichtungen,

mit

Wirtschaftsunternehmen im Landkreis Zwickau bzw. Kulturraum Vogtland – Zwickau.


Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Statistik

Zusammenfassung Jahr 2016 Bereich Kulturarbeit Dienstleistung & Vermietung

Kulturarbeit gesamt:

Zählung je Tag

Eigen-VA | Durchnitt je Kooperatio Bereich nen NutzerInnen Produktion Fremd-VA 11.677 98 119,15 8.944 161 55,55

20.621

259

175

Jugend- und Sozialarbeit Meilensteinchen Zwickauer Musikforum

8.851 653 4.797

297 30 226

29,80 21,77 21,23

Jugendarbeit gesamt:

14.301

553

73

Demokratiearbeit

10.913

181

60,29

Demokratiearbeit gesamt:

10.913

181

60

GESAMT

45.835

872

873

67

53

39

Archiv Wir dokumentieren unsere Arbeit ausführlich, z.B.: Fotogalerien, youtube Kanal, Video, Programmhefte, Projektberichte oder in unserem Blog. Ein Großteil der Dokumentation sind auf unseren Internetseiten, facebook Seiten oder APP´s

online einsehbar.

Presseberichte dürfen wir nach aktueller gesetzlicher Lage nicht mehr auf unseren Internetseiten zur Verfügung zu stellen. Unser Pressearchiv ist in der Geschäftsstelle einsehbar. Zur Erleichterung legen wir dem Bericht keine zusätzliche Dokumentation bei und verweisen auf die Online Dokumentationen.


Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Weitere Akteure (Vereinsmitglieder) am Standort Kleine Biergasse Cabana e.V. Der Verein ist ein Beratungs-, Informations- und Begegnungszentrum für Aus- und Inländerinnen. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in der 3. Etage des Vereinshauses. Der Verein hat bedingt durch verknappte personelle und finanzielle Ressourcen seine Angebote stark zurückfahren müssen. Eine Zusammenarbeit beider Vereine erfolgte trotz mehrfacher Bemühung seitens des Vereins Alter Gasometer auch in 2016 nicht. Mitte 2016 kündigte der Verein seine Mitgliedschaft im

Verein

sowie

seine

Büroräume

in

der

Kleinen

Biergasse

wegen

Vereinsauflösung. Weltladen Der Weltladen begann 1990 seine bis heute ehrenamtliche Tätigkeit mit dem Verkauf fair gehandelter Produkte. Die Palette reicht von Tee, Kaffee, Süßigkeiten, über Kunsthandwerk bis hin zu Musikinstrumenten. Die ProduzentInnen in zumeist unterentwickelt gehaltenen Regionen erhalten für ihre Ware einen fairen Preis, der zusätzlich auch Anteile zur Entwicklung der Infrastruktur beinhaltet. Langfristige Verträge, Kredite und Beratung leisten einen Beitrag zu einer gerechteren Welt. Das

Ladengeschäft

befindet

sich

im

Erdgeschoss

des

Vereinshauses.

MitarbeiterInnen des Vereins Alter Gasometer ermöglichen temporär den Zutritt zum Weltladen außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Mondstaubtheater e.V. … …ist ein freies Theater, dass seit 1993 junge und junggebliebene Menschen in Tanz, Theater und verwandten Künsten ausbildet und mit ihnen gemeinsam Inszenierungen erarbeitet. In den letzten Jahren hat sich ein semiprofessionelles Schauspiel-Ensemble herausgebildet, welches mit Stücken wie “Faust auf’s Auge”, "Rumpel Stil" oder “Shakespeare à la carte” in der Region und weit darüber hinaus zu erleben ist. Das Mondstaubtheater hat seinen Vereinssitz nicht am Standort. Es engagiert sich aber als Vereinsmitglied mit Aufführungen am Standort Kleine Biergasse.

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Stadtmission Zwickau e.V…. …

ist

ein

eingetragener,

selbstständiger

Verein

als

Träger

der

freien

Wohlfahtspflege. Die Stadtmission Zwickau ist im Stadtgebiet Zwickau und im Landkreis Zwickauer Land mit weit über 400 angestellten Mitarbeitern tätig. Als

Vereinsmitglied

engagieren

sie

sich

insbesondere

in

gemeinsamen

Kooperationsprojekten wie School Warm Up, Rumpelwicht, Inklusion, Jugendarbeit und dem neuen Kooperationsprojekt „Historisches Dorf“.

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Alter Gasometer e.V. | Jahresbericht 2016

Impressum

Alter Gasometer e.V. Kleine Biergasse 3 08056 Zwickau Telefon:

0375 | 277 21 10

Fax:

0375 | 277 21 11

www.alter-gasometer.de kontakt@alter-gasometer.de Amtsgericht Chemnitz | VR 71258 Steuer - Nummer: 227 / 141 / 03575 Ust-IdNr.: DE252241025 Sparkasse Zwickau IBAN: DE12 8705 5000 2242 0085 63 BIC: WELADED1ZWI Vorstandsvorsitzender: Sebastian Dietzsch vertretungsberechtigter Geschäftsfßhrer: Mario Zenner

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