Ausgabe Nr. 4 26. Februar 2026 50. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Ein Kompromiss ist nur dann gerecht, brauchbar und dauerhaft, wenn beide Parteien damit gleich unzufrieden sind. H. Kissinger
Die „heiligen drei Tåg“ sind vorbei ...
Kino im Kurhaus Jane Austen und das Chaos in meinem Leben. Komödie, F, 2024, 94 Min., Regie: Laura Piani. Eine feinsinnige und lebensnahe Komödie mit Verstand und Gefühl sowie Sinn und Sinnlichkeit. Emma steckt im Liebes- und Lebenschaos und reist nach England, wo sie sich von Jane Austens Romanen inspirieren lässt. Dabei lernt sie, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen und echte Gefühle zuzulassen. Montag, 9. März, 20 Uhr. Eintritt: € 8,–. Reservierungen nicht erforderlich. ... und so dürfen selbst wettererprobte Löwenköniginnen in der Fastenzeit – die ja bekanntlich ohne Fleisch über die Bühne gehen soll – leicht skeptisch sein. Seit dem 17. Jahrhundert wird für den Fasching der Begriff „Karneval“ verwendet, der sich aus den lateinischen Wörtern für „carne“ (Fleisch) und „vale“ (lebe wohl) zusammensetzt.
Ausgelassener Fasching im Ausseerland Der Fasching im Ausseerland war intensiv, ausgelassen und wettertechnisch immer für Überraschungen gut. War es am Freitag noch bedeckt und frühlingshaft, stellte sich von Samstag auf Sonntag eine Kaltfront mit Schneefall ein, die vor allem am Dienstag für sehr winterliche Verhältnisse sorgte. Die Narren ließen sich davon aber nicht abhalten, die Tage des kollektiven Schabernacks zu genießen. Die „heiligen drei Faschingtage“ sind bekanntlich auf fünf angewachsen, wird doch an manchen Orten schon am Freitag die „Maschkeragewandkiste“ geöffnet und dem süßen Leben der Ausgelassenheit gefrönt. So konnte – vor allem in Grundlsee – bei bedecktem, frühlingshaftem Wetter der Umzug der Volksschule und des Kindergartens durchgeführt werden, wie auch der „Vogerlfreitag“ der Gößler Trommelweiber wieder exzessiv gefeiert wurde. Tags darauf – am Tag der Arbeiterflinserl, die heuer mit einer großen Gruppe im Zentrum von Bad Aussee unterwegs waren – stellte sich am
Nachmittag eine Regenfront ein, die in der Nacht auf Sonntag nicht nur Kälte, sondern auch Schnee brachte. Die Umzüge und Veranstaltungen von Lupitsch bis Tauplitz mussten somit mit einer Extraschicht Gewand aufgesucht werden. Der Montag zeigte sich – nach anfänglichen Schneefällen am Morgen – teilweise sogar von seiner sonnigen Seite und so konnten die meisten Trommelweibergruppen der Region ohne größere Behinderungen ihre Runden ziehen. Der Dienstag zeigte sich dann zum Abschluss von der winterlichsten Seite. So auch in Kainisch, wo die Kainischer Flinserl bei einem
Schneesturm sondergleichen unterwegs waren, Oberflinserl Engl mit seinen 79 Jahren jedoch unbeeindruckt mit seiner Flinserlrunde die Kinder bei der Schule abholte, sie nach Hause begleitete und von Knoppen bis Kainisch aktuelle Sprücherl dichtete. Der Schneefall, der auch den Zug der Ausseer Flinserl durch den Ort begleitete, war so intensiv und weihnachtlich, dass die „Flinserlmusik“ – sehr zum Amüsement der vielen Besucher entlang der Straße – sogar für ein paar Takte „Stille Nacht“ intonierte. Fortsetzung auf Seite 15
Ein Kompromiss Der „Gesundheitsgipfel“ letzte Woche erbrachte für alle Beteiligten einen Kompromiss und es mussten alle „Federn lassen“. FPÖ-Klubobmann Marco Triller musste sich gefallen lassen, für gebrochene Wahlversprechen verantwortlich zu sein (was er selbstredend anders sah), wie auch die über Jahre sukzessive runtergefahrenen Leistungen mit den damit verbundenen Fallzahlen am LKH Bad Aussee, auf deren Basis der „Plan B“ entwickelt wurde, angesprochen wurden. Kurzfristig sah es sogar nach einem Abbruch der Gespräche aus, aber es waren schlussendlich alle Beteiligten sehr bemüht, das „Beste aus der Situation zu machen“ und einen Kompromiss zu finden. Ob dieser zukunftsfähig ist, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, dass miteinander gesprochen wurde und das „Gesundheitsdiktat“ ein Ende EGO fand.