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Alpenpost 26/2022

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Ausgabe Nr. 26 22. Dezember 2022 46. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14tägig – Preis: € 1,80 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Es gibt ein erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche. Dietrich Bonhoeffer

Frohe Weihnachten …

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Alles ½ so schlimm?!

...und ein glückliches Jahr 2023 wünscht den Lesern der „Alpenpost“ die gesamte Redaktion.

Foto: A. Rastl

Kein Weihnachtsfriede in Altaussee Bei der letzten Gemeinderatssitzung am 14. Dezember in der Losergemeinde zeichnete sich die tiefe Spaltung ab, die derzeit durch das Dorf geht. Rund 40 Zuschauer wurden Zeugen einer sehr emotionalen Sitzung, die in Rücktrittsaufforderungen eines Vorstandsmitglieds endeten.

Die Gemeinderatssitzung (siehe Seite 5) löste größtes Interesse bei der Altausseer Bevölkerung aus – rund 40 Besucher lauschten den Ausführungen. Zu Beginn der Sitzung verlas Bgm. Gerald Loitzl einen Brief, der von 16 Vertretern von Altausseer Wirt schaftsunternehmen unterzeichnet wurde und Gemeindekassier Martin Dämon das Misstrauen aussprach. „...Fernab jeglicher notwendiger überparteilichen Verantwortung Ihrer Position entsprechend haben Sie massiv mit allen Mitteln der Fehl information, der Faktendrehung und durch juristische Verzögerungen zukunftsweisende Projekte der Altausseer Wirtschaft – wie zum Bei -

spiel die Gondelbahn auf den Loser – blockiert und im höchsten Maße gefährdet … und beleidigen gleich auch noch unseren, ja unseren Hannes Androsch, einen höchst respektierten Vorzeigeunternehmer, der Altaussee zutiefst verbunden ist...“ Und man fordere eine Entschuldigung ein. Martin Dämon verwehrte sich dagegen und zeigte sich froh, dass man „sich nicht in Nord korea befände“ und plädierte auf Meinungsfreiheit. Zweites Schreiben Bgm. Gerald Loitzl verlas auch jenen Brief, unterschrieben von Verant wortlichen der Saline, der Salz welten, der Loser Bergbahnen und VivaMayr, in welchem eine Klar -

stellung des gesamten Gemeinderates gefordert wird, nachdem der Gemeindekassier Martin Dämon einer großen österreichischen Tageszeitung ein Interview gegeben hatte, in dem er anmerkte, dass „...ein Brain-Drain (Anm.: die Abwanderung von Talenten) aus Altaussee zu bemerken sei und weil das, was Herr Androsch anbieten kann, nur Jobs als Zimmermädchen oder Liftwarte sind. Und die kommen großteils eh schon aus Ungarn.“ Dies wollte der Angesprochene so nicht auf sich sitzen lassen und nahm den Altausseer Gemeinderat in die Pflicht. Fortsetzung auf Seite 3

Was werden uns derzeit nicht für dunkle Szenarien prognostiziert: Teuerung, Hyperinflation, Energieknappheit, ja sogar auf den vollkommenen Zusammenbruch der Stromversorgung („Blackout“) sollen wir uns, jetzt da die Pandemie keine Schlagzeilen mehr macht, vorbereiten. Das ständige Sargdeckelklappern nagt an den Nerven und die Auswüchse daraus können wir tagtäglich – auch in der Nachbarschaft – beobachten. Schon die Generationen vor uns hatten ihren Rucksack zu tragen und ihre Herausforderungen zu meistern – und sie schafften es. Genauso werden wir die Herausforderungen der Zukunft annehmen und Lösungen finden. Als begeistertes Mitglied im „Club der Optimisten“ ist für mich meist alles „halb so schlimm“. Und wenn es wirklich ganz schlimm kommt, dann buchstabiere ich Optimismus von hinten. Das ergibt nämlich „Sumsi mit Po“, was übersetzt heißt: Alles wird gut! Frohe Weihnachten wünscht ... EGO


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