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Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Donaueschingen bewältigen muss. Den Donaueschinger Feuerwehrleuten möchte ich für diese Professionalität bei der Durchführung ihrer Einsätze und für das beständige Engagement Dank und Anerkennung aussprechen. Beides garantiert, dass ihnen Vertrauen und hohes Ansehen in der Bevölkerung auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen wünsche ich ein gelungenes Feuerwehrfest zum 150. Geburtstag und dass sie sich ihren Schwung und ihre Tatkraft auch in Zukunft bewahren möge. Thorsten Frei

Die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen feiert ihr 150-jähriges Bestehen. Hierzu möchte ich meine herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Das Jubiläum erinnert an eine lange Tradition großen Einsatzes und selbst auferlegter Pflichterfüllung für die Bürgerschaft, für deren Leib und Leben ebenso wie für deren Hab und Gut. Die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen dokumentiert, welch wichtiges Anliegen der Brandschutz für das Gemeinwesen war und ist. Sie dokumentiert aber auch das soziale und politische Selbstbewusstsein der Bürgerschaft und deren Bereitschaft, sich für das Wohlergehen der Stadt und ihrer Bürger einzusetzen. Heute sehen wir die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr im Zuge einer fortschreitenden Technisierung und schenken dieser besondere Beachtung. Ihre Aufgaben sind komplexer geworden und um ein Vielfaches gestiegen. Aus der Mannschaft, die nur Brände löscht, hat sich in den vergangenen Jahren eine universelle Eingreiftruppe entwickelt, die kompetent und schnell unterschiedlichste Gefahrensituationen

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Grußwort des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Gedenktag der verheerenden Brandkatastrophe vom 5. August 1908 begangen. Bei diesem Brand wurden zahlreiche Gebäude zerstört und über 200 Familien obdachlos. Mit der anschaulichen Ausstellung „1908 - Donaueschingen brennt“ wird detailliert die Katastrophe, ihre Bewältigung und die Besonderheiten des Wiederaufbaus der Stadt dargestellt. Ich danke allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen herzlich für ihr beispielloses Engagement und ihren Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der Erfüllung ihrer wertvollen Arbeit und stets „Gut Wehr“ sowie viel Freude bei den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr. Günther H. Oettinger

Seit nunmehr 150 Jahren besteht die Feuerwehr in Donaueschingen. Dies ist ein Ereignis, das es zu feiern gilt und über das sich die Mitglieder der Wehr und die ganze Stadt freuen dürfen. Gerne übermittle ich herzliche Glückwünsche zu diesem besonderen Jubiläum. Die knapp fünfzig aktiven Kameradinnen und Kameraden leisten zusammen mit der Altersmannschaft und der Jugendfeuerwehr einen unschätzbaren Dienst am Gemeinwesen. Bei der Bekämpfung von Bränden riskieren sie ihr Leben, um das anderer zu schützen. Sie stellen ihre persönlichen Belange zurück und widmen ihre Energie nicht nur den Einsätzen selbst, sondern verbringen auch viel Zeit damit, sich in Schulungen und Besprechungen den Anforderungen des gewachsenen Aufgabenspektrums zu stellen, welches neben der Brandbekämpfung- und Verhütung auch die weiten Bereiche der Technischen Hilfe und des Umweltschutzes umfasst. Dieser ehrenamtliche Einsatz steht für Bürgersinn, gelebte Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Diese Tugenden bilden das Rückgrad unserer Gesellschaft. Anlässlich der Feierlichkeiten im Jahr 2008 wird auch der 100.

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Grußwort des Innenministers des Landes Baden-Württemberg das Aufgabenspektrum der Feuerwehr anspruchsvoller und breiter geworden. Neben dem Brandschutz zählt mittlerweile beispielsweise die Soforthilfe bei Verkehrsunfällen oder Unwetterkatastrophen zu ihrem Einsatzgebiet. Dabei gehen die Feuerwehrangehörigen häufig an ihre physischen und psychischen Grenzen. Nicht zuletzt deshalb genießen die Frauen und Männer völlig zu Recht allerhöchste Wertschätzung in unserer Gesellschaft.

Donaueschingen begeht in diesem Jahr zwei besondere Jahrestage, wie sie unterschiedlich nicht sein könnten. Ein erfreuliches Jubiläum ist das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Eher nachdenklich stimmt hingegen das zweite Ereignis, an das 2008 erinnert wird: Am 5. August vor hundert Jahren verwüstete der große Brand beinahe zwei Drittel aller Gebäude der Stadt. Beide Ereignisse sind eng miteinander verknüpft, hat doch gerade der tragische Stadtbrand von 1908 schonungslos aufgezeigt, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr für die Menschen einer Stadt ist.

Donaueschingen erinnert an die beiden herausragenden Jahrestage mit zahlreichen Veranstaltungen, für die ich sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. Ich gratuliere den Frauen und Männer der Feuerwehr und den Einwohnern der Stadt Donaueschingen herzlich zum Feuerwehrjubiläum. Gleichzeitig möchte ich an die Ereignisse von 1908 erinnern und die daraus resultierende Verantwortung betonen. Die Landesregierung wird auch künftig alles daran setzen, ein funktionierendes Feuerwehrwesen in Baden-Württemberg zu sichern. Für ihren verantwortungsvollen Dienst danke ich den Helferinnen und Helfern recht herzlich. Ich wünsche ihnen, dass sie ihre unverzichtbare Aufgabe immer mit Freude und Erfolg ausüben. Vor allem wünsche ich eine allzeit gesunde und wohlbehaltene Rückkehr von den Einsätzen. Heribert Rech MdL

Bereits 1858 hatten rund 160 verantwortungsbewusste Bürger dies erkannt und eine der ersten Feuerwehren im Land gegründet. Trotz allen Mutes und Einsatzes konnten die Helfer 50 Jahre später die verheerende Katastrophe nicht verhindern. Vor allem der vorherrschende Wassermangel machte es damals unmöglich, die Flammen früher zu löschen. Bei allem Unglück, das vor hundert Jahren über die Menschen in Donaueschingen hereinbrach, wurde eines sehr deutlich: ein funktionierendes Feuerwehrwesen ist für eine Stadt unabdingbar. Das gilt heute noch viel mehr als damals, ist doch

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Grußwort des Landrates

Die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen darf im Jahr 2008 einen besonderen Jahrestag feiern. Die Donaueschinger Wehr zählt dank ihrer einhundertfünfzigjährigen Geschichte zu den erfahrensten und traditionsreichsten Feuerwehren im gesamten Kreisgebiet. Zu diesem herausragenden Ehrentag gratuliere ich im Namen des Landkreises und persönlich von Herzen.

reiche und die Problematik des Transports von Löschwasser über lange Strecken hinzu. Insgesamt hat das Feuerlöschwesen in diesen 150 Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht. Mußte man zu Anfang einfach löschen so gut es eben ging, heißt es heute „retten, bergen, helfen, löschen“. Was das im äußersten Fall bedeutet, wissen Feuerwehrangehörige selbst am besten: Sich hier zu engagieren, kann auch heißen, sein eigenes Leben für die Rettung anderer Menschen einzusetzen. Um so gut wie möglich für diese Aufgabe gerüstet zu sein, investieren Feuerwehrleute ehrenamtlich viele Stunden ihrer Freizeit in Fortbildungen und Übungen. In zahlreichen, teils spektakulären Einsätzen mußte die Donaueschinger Wehr ihr Können bereits unter Beweis stellen – beim verheerenden Stadtbrand 1908 ebenso wie bei der Hochwasserkatastrophe 1990 und vielen anderen Einsätzen. Seit 1974 gibt es eine Jugendfeuerwehr, die dafür sorgt, immer genügend junge Leute zu als Nachwuchs zur Verfügung stehen. Für die zurückliegenden 150 Jahre unentgeltlicher und freiwilliger Arbeit im Dienst der Allgemeinheit, danke ich den Feuerwehrleuten aus Donaueschingen ausdrücklich. Ihnen gebührt dafür unser aller Respekt und große Anerkennung. Und so wünsche ich der Jubiläumswehr auch für die Zukunft von Herzen alles Gute. Mit den besten Wünschen zum Jubiläum

Die Wurzeln des Löschwesens in Donaueschingen reichen wohl bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück – die Gründung jedoch ist für das Jahr 1858 verzeichnet. Nur wenige Wehren in Deutschland haben eine so lange Tradition – und die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen gehört zu den etwa 350 freiwillig organisierten Wehren, die es seinerzeit im gesamten Deutschen Reich gab. War der Einsatzbereich der Wehr zunächst ausschließlich auf das Stadtgebiet Donaueschingen selbst beschränkt, so änderte sich das mit der Gemeindereform, als mehrere bisher eigenständige Gemeinden mit ihren jeweiligen Ortswehren integriert werden mußten. Damit hatten sich auch die Anforderungen an die Gesamtwehr deutlich erweitert: Standen bislang überwiegend innerstädtische, auch gewerbliche Areale im Mittelpunkt, so kamen nun Außenbe-

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Karl Heim


Grußwort des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes So werden derzeit 13 Jungen und ein Mädchen der Jugendfeuerwehr Donaueschingen, die seit 1974 besteht, für den Einsatz durch vier ehrenamtliche Mitglieder ausgebildet. Für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen ist diese Einstellung selbstverständlich – genau wie es für die Bürgerinnen und Bürger in Donaueschingen selbstverständlich ist, dass „ihre“ Feuerwehr nicht nur 365 Tage im Jahr für sie da ist, sondern auch tief im Gemeindeleben verwurzelt. Der Gedanke der Gründer ist heute so aktuell wie damals: Wer vor Ort verwurzelt ist, der setzt sich auch für seine Familie, seine Freunde, seine Nachbarn ein. Die Hilfe vor Ort ist die schnellste und engagierteste, die wir uns vorstellen können. Feuerwehrangehörige opfern Freizeit, und sie gehen zuweilen auch persönliche Risiken ein, um anderen zu helfen. Das dürfen wir nie vergessen!

Schnelle, verlässliche und gut organisierte Hilfe in Not und Gefahr zu gewährleisten – dafür schlossen sich vor 150 Jahren verantwortungsbewusste Bürger in Donaueschingen freiwillig zum Dienst am Nächsten zusammen. Sie gründeten 1858 eine Feuerwehr, die manche Wirren und Tragödien, wie den verheerenden Stadtbrand im August 1908, der Geschichte überstand und heute in der Tradition ihrer Gründerväter für gelebtes Bürgerengagement steht.

Möge es Ihnen gelingen, den Bürgern die Arbeit der Feuerwehr in ihrer ganzen Vielfalt und die hohe Motivation ihrer Mitglieder interessant und informativ darzustellen. Zum 150jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen gratuliere ich Ihnen herzlich und wünsche den Jubiläumsfeierlichkeiten einen guten Verlauf! Hans-Peter Kröger

Im Laufe dieser Zeit haben sich die Anforderungen an die Einsatzkräfte stetig verändert – längst ist es nicht mehr nur das Feuer, das zu bekämpfen ist. Bestand bei der Gründung die Ausrüstung aus einfachen Hilfsgeräten, so müssen sich die 49 Männer und zwei Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen heute mit sehr viel komplexerem technischem Equipment auskennen, um den Menschen zu helfen. Bis zu ihrem 150-jährigen Bestehen hat sich die Wehr zu einer gut ausgestatteten Feuerwehr etabliert, die unter anderem einen SW 1000, einen GW-Gefahrengut und einen DLK 23/12 beherbergt und im Jahr etwa 150 Einsätze fährt. Das freiwillige Engagement macht auch nicht bei der Ausbildung halt:

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Grußwort des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg sind auf die Unterstützung der Kommunen, des Landes ebenso angewiesen wie auf die Hilfe von Industrie, Handwerk oder Handel. Arbeitgeber von Feuerwehrangehörigen müssen genauso für die Anliegen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein offenes Ohr haben wie Presse, Rundfunk und Fernsehen. Das Jubiläum in Donaueschingen ist ein willkommener Anlass, um auch darauf hinzuweisen und vor allem um für Nachwuchs zu werben.

Persönlich und im Namen der baden-württembergischen Feuerwehren gratuliere ich der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen herzlich zum 150. Jubiläum. Ich danke allen, die in dieser langen Zeit Dienst in der Feuerwehr Donaueschingen geleistet haben. Sie haben sich uneigennützig und ehrenamtlich eingebracht und zuverlässig Leben gerettet, Schadensfeuer gelöscht und die Umwelt geschützt. Mehr noch: Feuerwehrdienst ist beispielhafter Bürgersinn, ist herausragendes gesellschaftliches Engagement; er ist unverzichtbar für unsere Gemeinden, Städte, für unsere Kreise und für unser Land. Der 10. Landesfeuerwehrtag Baden-Württemberg ist 2008 in Ravensburg und Weingarten. Er steht unter dem Motto „Sicher Leben“. Wir haben dieses ganz bewusst gewählt. Unsere Feuerwehren sorgen für sicheres Leben. Sie beugen vor, informieren über Gefahren, sie helfen schnell, kompetent und zuverlässig. Dieser ehrenamtliche Dienst ist einmalig und unbezahlbar. Feuerwehren helfen – sie brauchen aber auch selbst Hilfe. Sie

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Auch die Feuerwehren und die Feuerwehrverbände auf Kreis, Landes- oder Bundesebene setzen sich für das Wohl der Feuerwehrangehörigen ein. Dazu gehört in Baden-Württemberg mit an entscheidender Stelle unser Feuerwehrhotel Sankt Florian im Hochschwarzwald. Schon 2001 haben wir mit großer Mehrheit die dringend nötige Modernisierung auf den Weg gebracht. Dank der Zusage des Landes Baden-Württemberg, unser Vorhaben mit 4,5 Mio. Euro zu unterstützen, nimmt zum Jubiläum in Donaueschingen bereits der zweite Neubau schon sichtbare Konturen an. 2009 wollen wir mit allen Arbeiten fertig werden. Schon vorher lade ich auch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen und ihre Familien herzlich zum Besuch von Sankt Florian ein. Nicht nur das Jubiläum der Feuerwehr wird 2008 im Blickpunkt in Donaueschingen stehen. In einem sehr ansprechenden Rahmen und gebotenem Umfang wird auf den Gedenktag 100 Jahre Stadtbrand Donaueschingen hingewiesen werden. Die Ausstellung in der Donauhalle, die historische Stadtführung und sicherlich als Krönung die pyrotechnische Nachstellung des Stadtbrandes wird vielen Besuchern und Zuschauern die Auswirkungen von Schadenfeuer nahe bringen. 100 Jahre später ist die Welt für uns deutlich sicherer geworden. Dafür garantiert nicht zuletzt auch die Feuerwehr Donaueschingen. Auch in Donaueschingen hat sich die Feuerwehrarbeit in den vergangenen 150 Jahren radikal verändert. Die heutige Technik und Aufgaben, unsere aktuellen Fahrzeuge und Anforderungen sind mit früher nicht mehr vergleichbar. Geblieben ist die entscheidende Grundlage unseres


Feuerwehrwesens - die uneingeschränkte Bereitschaft der Menschen in unseren Feuerwehren zu helfen. Ich bin mir sicher, dass dies auch noch in Jahrzehnten so sein wird. Der Feuerwehr Donaueschingen wünsche ich ein erfolgreiches Jubiläumsjahr, ihren Gästen viele bleibende Begegnungen und allen Feuerwehrangehörigen in Stadt und SchwarzwaldBaar-Kreis eine gute Zukunft. Dr. Frank Knödler

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Grußwort des Landesbranddirektors des Landes Baden-Württemberg Bedrohung von Feuer, Wasser und anderen Naturereignissen zu erwehren. Dies erkannten auch die Bürgerinnen und Bürger in Donaueschingen und gründeten im Jahre 1858 eine Freiwillige Feuerwehr. Für uns ist dies 150 Jahre später Grund zur Freude und zum Rückblick. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern feiert die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen ihr 150-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieser Feierlichkeiten möchte ich den Feuerwehrangehörigen der Jubelwehr meinen herzlichen Dank und meine Glückwünsche überbringen. In meinen Dank möchte ich alle einbinden und an sie erinnern, die sich über die 150 Jahre hinweg ehrenamtlich Tag und Nacht für den Dienst an der Allgemeinheit bereitgehalten und unzählige Stunden ihrer Freizeit eingebracht haben. Ihr Gemeinschaftssinn, ihre Einsatzbereitschaft, ihr Idealismus und ihr hohes Maß an Pflichtbewusstsein waren und sind unverzichtbar für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Donaueschingen. „Feuer und Wasser sind zwei gute Diener, aber schlimme Herrn“ so besagt es ein altes deutsches Sprichwort. Schon immer spielten Feuer und Wasser eine wichtige Rolle in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Die Beherrschung und die Nutzung des Feuers waren bedeutende Meilensteine in der Fortentwicklung des menschlichen Zusammenlebens. Im täglichen Umgang erlebte der Mensch schon seit Urzeiten das Feuer in der ihm typischen „Zweigesichtigkeit“. Einerseits genießen wir Feuer als wohltuendes, beschützendes Element; andererseits fürchten wir Feuer als erbarmungslosen Zerstörer. Die Menschen haben daher schon sehr früh versucht, sich der vernichtenden Gewalt des Feuers zu erwehren. Sie entwickelten Löschgeräte und verfeinerten ihre Methoden, um sich vor Bränden und deren Gefahren zu schützen. Aber all die über die Jahrhunderte entwickelte und perfektionierte Technik nützte nur, wenn die Menschen sie gemeinschaftlich anzuwenden wussten. So war geradezu augenfällig, sich in bürgerschaftlichen Zweckgemeinschaften zusammen zu finden, um sich der

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Ich wünsche den Veranstaltungen zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen einen guten Verlauf. Mögen sie zu Tagen der Kameradschaft und der Begegnung von Feuerwehr und Bürgerschaft werden. Den Feuerwehrangehörigen der Feuerwehr Donaueschingen wünsche ich für die Zukunft ein herzliches „Glück auf“. Hermann Schröder


Grußwort des Bezirksbrandmeisters not oder Öleinsätze, die das tägliche Geschäft der Feuerwehr prägen. Aber auch bei besonderen Ereignissen, die eben nicht zum täglichen Aufgabenspektrum gehören, erwartet man schnelle und kompetente Hilfe von der Feuerwehr. Im Rahmen dieser Aufgabenverteilung stellt die FF Donaueschingen den Chemieteil vom Gefahrgutzug des Landkreises. Zusätzlich betreibt die Feuerwehr Donaueschingen eine zentrale Atemschutz- und eine zentrale Schlauchwerkstatt für die Feuerwehren des Kreises und tritt damit als kompetenter Dienstleister auch innerhalb der Feuerwehren auf. Eben dieses Know-how und die zugehörige technische Ausrüstung, gepaart mit einer motivierten, leistungsfähigen Mannschaft zeichnet die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen aus. Sie ist eine wichtige Stütze im Schwarzwald - Baar Kreis in Sachen Einsatz und Ausbildung, auf die man gerne zugreift - weiter so ! Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Angehörige der Feuerwehr Donaueschingen, meinen herzlichen Glückwunsch zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen Abteilung Stadt. 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr ist ohne Zweifel ein bemerkenswertes Ereignis für die Freiwillige Feuerwehr und die Stadt Donaueschingen. Das sind rund sechs Generationen, welche in der Feuerwehr gelebt und mitgewirkt haben. Wo vor 150 Jahren noch hauptsächlich die Muskelkraft gefragt war, ist heute zusätzlich ein hohes Maß an Taktik und Technik von Nöten, um einen Feuerwehreinsatz mit all seinen Besonderheiten bewältigen zu können. Mitglieder der Feuerwehr müssen ständig aus- und fortgebildet werden, um den Anforderungen der Einsätze in unserer schnelllebigen technischen Welt gewachsen zu sein. Überall wo „Not am Mann“ ist ruft man nach der Feuerwehr. Dies ist bekanntlich schon lange nicht mehr nur bei einem Schadenfeuer der Fall, sondern betrifft auch im großen Maße alle Arten der Hilfeleistung wie beispielsweise Verkehrsunfälle, Wasser-

Mein besonderer Dank gilt neben den Feuerwehrangehörigen vor allem den Familienangehörigen, welche immer wieder bereit sind, Verständnis für die ehrenamtliche Tätigkeit aufzubringen. Auch dann, wenn es wie so oft, nicht in den familiären Terminkalender passt und nicht selten mit Sorge um die Gesundheit des Familienmitgliedes verbunden ist. Ebenso möchte ich denen Arbeitgebern meinen Dank aussprechen, die ihre Mitarbeiter für die Zwecke der Feuerwehr gerne freistellen um zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und dem Schutz der Mitbürger beizutragen. Ich wünsche Ihnen - liebe Feuerwehrangehörige - weiterhin hohe Motivation für Einsatz und Ausbildung, den nötigen Weitblick und auch das kleine Quäntchen Glück dem es manchmal auch Bedarf, um immer gesund und unversehrt von den Einsätzen zu Ihrer Familie zurück zu kehren. Für den Verlauf ihrer Jubiläumsveranstaltung wünsche ich Ihnen alles Gute und fröhliche, gesellige Tage. Jürgen Link

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Grußwort des Kreisbrandmeisters und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Feuerwehren ist richtungsweisend. So war es der Bürgersinn der vor 150 Jahren die Feuerwehr Donaueschingen schuf, die sich im Laufe der Zeit bis heute zu einer ,,Universalwehr“ für eine Vielzahl verschiedenster Einsatzspektren entwickelte. Kurz um gesagt: Die Feuerwehr ist eine unentbehrliche, nicht mehr weg zu denkende Einrichtung. Die Anforderungen an die Feuerwehr als Institution, und damit an jedes einzelne Mitglied, nehmen ständig zu; und verlangen ständig neu orientierte Aus- und Fortbildung, um allen möglichen Gefahren wirkungsvoll entgegentreten zu können.

Zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen übermittle ich meine herzlichsten Glückwünsche. Gerne nehme ich dieses Jubiläum aber auch zum Anlass, allen Angehörigen der Feuerwehr Donaueschingen für ihren aufopferungsvollen Dienst zum Schutz der Bürger ihrer Stadt zu danken. Dieses Jubiläum symbolisiert die Bestandskraft und die Aktualität unserer Feuerwehren, aber auch die Fähigkeit ihrer Mitglieder, wertvolle Traditionen zu bewahren und sich dabei den ständigen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen zu zeigen. Es ist in unserer heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich, dass sich Menschen bereitfinden, das Risiko der eigenen Gefährdung auf sich zu nehmen, um in Not geratenen Bürgern zu helfen. Unsere Feuerwehrangehörigen sind ein Beweis dafür, dass es bei uns noch Menschen gibt, die die persönliche Freiheit nicht missverstehen und sie nicht nur als ein Freisein von öffentlichen Pflichten betrachten. Dieses Selbstverständnis der

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Das große Maß an freiwillig und unentgeltlich erbrachter Leistungen der Feuerwehrangehörigen für die Allgemeinheit, die Opfer an Freizeit für Ausbildung und Übung sowie Einsatz, kann gerade in der heutigen Zeit nicht oft genug lobend und anerkennend hervorgehoben werden. Abschließend wünsche ich einen guten und harmonischen Verlauf der Jubiläumsveranstaltungen. Der Feuerwehr Donaueschingen wünsche ich für die Zukunft alles Gute. Manfred Bau


Grußwort des Kommandanten und des Abteilungskommandanten

1858 wurde in Donaueschingen ein Entschluss gefasst, der noch heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat: Die freiwillige Feuerwehr Donaueschingen wurde gegründet. In jetzt über 150 Jahren konnte kein Krieg oder sonstige Not, veränderte Lebensbedingungen oder moderne Ansichten ihren Bestand gefährden. Im Gegenteil, immer wenn die Not am größten war zeigte sich die Richtigkeit dieser Entscheidung. Welche Entscheidungen gibt es, die über alle Zeiten hinweg solch unveränderten Bestand haben? Den Frauen und Männern, die in dieser langen Zeit bereitstanden, gebührt Dank und Anerkennung. Heute hat die Feuerwehr Donaueschingen eine Jugendfeuerwehr, eine einsatzbereite aktive Mannschaft sowie eine rührige Altersabteilung. Sie ist modern ausgestattet. Dies sind die Garanten für Ihren Fortbestand. Aber auch nach 150 Jahren heißt es, sich neuen Schwierigkeiten zu stellen. Hohe Arbeitsplatzflexibilität der Einsatzkräfte, die Belastung im Berufs- und Familienalltag, immer neue Ausbildungsvorgaben aber auch die Akzeptanz der Feuerwehren in der Gesellschaft sind die Herausforderungen der Zukunft. Hier stehen wir den Män-

nern von 1858 in der Pflicht. Gemeinsam werden wir ihr Erbe fortführen. Die Feuerwehr Donaueschingen wird auch in Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt einsatzbereit sein. Wir wünschen unserer Feuerwehr Donaueschingen mit ihrer Jugendfeuerwehr, aktiven Mannschaft und Altersabteilung allzeit viel Freude, Glück und Anerkennung für ihre zukünftigen Aufgaben. Für die Jubiläumsveranstaltungen wünschen wir allen Gästen und unseren Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden schöne Stunden in der Stadt. Joachim Wicher

Markus Dold

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Donaueschingen - Die Quelle und mehr Den besonderen Charme von Donaueschingen bewirkt die geglückte Symbiose von Marktflecken und Musenhof – also das harmonische Miteinander der bürgerlichen Stadt und der Residenz des Fürstenhauses zu Fürstenberg. Herzstücke des Residenzbereichs sind das Schloss und der sich südöstlich daran anschließende ausgedehnte Park im englischen Stil. Absolutes touristisches Highlight ist die Donauquelle, die unterhalb des Hügels entspringt, auf dem die Pfarrkirche St. Johann steht. Baumeister Frantisek Maximilian Kanka hat die Architektur dieser Kirche entworfen. Er zählte im 18. Jahrhundert zu den Großen seines Fachs in der böhmischen Metropole Prag. Aus diesem Grund besticht St. Johann mit einer Formensprache, die im deutschen Südwesten einzigartig ist: Barock in der zurückhaltenden böhmischen Ausprägung. In der Kirche selbst erinnert die Donaueschinger Madonna noch an den prächtigen Schnitzaltar der spätgotischen Vorgängerkirche, der von Hans Loi, dem begnadeten Schöpfer des bekannten Schnitzaltars im Breisacher Münster, geschaffen worden ist. Die bürgerliche Stadt hat im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem großen Stadtbrand von 1908 dem barocken Residenzbereich selbstbewusst Bauformen des Historismus und des Jugendstils entgegengesetzt, deren variantenreiche Vielfalt dem Stadtbild einen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Museumsfreunde finden in den Fürstenberg Sammlungen mit der musealen Präsentationen von Geologie, Mineralogie und Zoologie gewissermaßen ein Museum im Museum, wie es andernorts kaum noch zu sehen ist. Der Geschichte des Hauses Fürstenberg ist der andere Teil der Sammlungen gewidmet. Eine weitere Attraktion entsteht gerade im so genannten Museumsgebäude an der Brigach: ein Kunstmuseum, das von privater Seite eingerichtet wird. Ausstrahlung weit über Donaueschingen hinaus haben die seit 1921 veranstalteten Donaueschinger Musiktage für neue Musik und das S.D. Fürst Joachim zu FürstenbergGedächtnisturnier, zu dem sich jährlich die besten Reiter der Welt im fürstlichen Park ein Stelldichein geben. Tradition und Gemütlichkeit vermitteln die zahlreichen Feste und Feiern im Jahresablauf wie zum Beispiel die Donaueschinger Fastnacht, die in der schwäbisch-alemannischen Form gefeiert wird, das Donaueschinger Gegorifest, das als Schulfest schon auf eine über 400-jährige Geschichte verweisen kann und das große Drachenfestival auf dem Flugplatz, das alle zwei Jahre Drachenfreunde in großer Zahl magisch anzieht.

Bild v.l.n.r: R. Sigwart, Hüfingen; Tourist-Information, Donaueschingen; C. Everke, Donaueschingen

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Das Feuerlöschwesen vor 1858 Das Feuer spendet Licht und Wärme, macht Speisen genießbar, Metall gefügig, vernichtet das Morsche, das Kranke. Sonne und Blitz, die Feuererscheinungen der Natur, rücken das Element Feuer in die Sphäre des Übernatürlichen. Das nicht gehütete Feuer kann sich zum unendlichen Schaden entwickeln. Unsere Vorfahren glaubten zum Teil noch bis ins 19. Jahrhundert, mit kultischem Zauber gegen ein Schadensfeuer ankämpfen zu können. Die Feuersbrunst sollte in einem Ring gebannt werden, durch „Umgehen“ oder „Umritt“ durch die Feuerreiter. Auch das Aufstellen eines Backtroges oder das Hineinwerfen eines hölzernen Teller sollte dem Feuer Einhalt gebieten. Noch 1742 gab es in Deutschland Verordnungen über den Gebrauch von sog. „Feuertellern“, die genügend in Städten und Dörfern vorhanden sein sollten, um beim Gebrauch, in Gottes Namen das Element zu besänftigen, obwohl schon seit Tausenden von Jahren das Element Wasser als Löschmittel bekannt war.

Löscheimer aus dem 19. Jh.

Wenn doch schon die Römer in Ihren Lagern und Städten Feuerlöschkohorten aufgestellt hatten und über Wasserträger verfügten war die Bekämpfung des Feuers eine Tat des Menschen und nicht des Aberglaubens. Die Erfindungen von Gerätschaften zur Feuerbekämpfung, Feuereimern, Feuerhaken und Leitern, vor allem der Feuerspritze und des Löschschlauches förderten die Brandbekämpfung. Um den Verheerungen durch Feuersbrünste Einhalt zu gebieten, sahen sich die Obrigkeiten veranlasst, durch Anweisungen, Verbote und durch „Feuerordnungen“ auf die Feuersgefahren hinzuweisen und Bestimmungen zur Feu-

erbekämpfung aufzustellen. Für die Fürstenbergischen Lande wurde schon im Jahre 1625 eine Feuerordnung geschaffen, die im Jahre 1744 erweitert wurde. Die nachfolgende „Hochfürstlich Fürstenbergische erneute General-Feuerordnung“ mit 113 Paragraphen, vom 2. August 1798 erließ der damalige Fürst Joachim zu Fürstenberg. Im Paragraphen 1, so die Feuerordnung lehret: „ dass ein großer Teil der Feuersbrünste durch fehlerhaftes Feuerwerken entsteht“. Sie besagte des Weiteren Bauordnungen, Vorkehrungen und Verbote, die zum Teil heute noch ihre Gültigkeit haben. Zur Brandbekämpfung selber wird aufgeführt, dass die ganze „Löschung“ einer Direktion untersteht, dass Löschgerätschaften bereitzustellen und zu unterhalten sind. Des Weiteren sind Anweisungen zur Verteilung der Löscharbeiten dargelegt „So dass auch sollen Übungen mit den Spritzen abgehalten werden“. In Donaueschingen war die Feuergefahr besonders groß, da Schindeldächer und Holzkonstruktionen in der Bauweise überwiegten. Alle Einwohner der Stadt waren zur Löschhilfe und zum Bedienen der Gerätschaften und Spritzen verpflichtet und waren in Feuerrotten eingeteilt. Jeder Rotte stand ein Obmann vor. Bei Bränden entstand meisten ein großer Wirrwarr, da die Führung versagte. Man sah bei der Ernennung der Obmänner nur nach dem Namen, nicht nach den Qualitäten des Mannes. Vor allem fehlte es an einheitliche Ausbildung und Führung. Die Löschgerätschaften befanden sich in der Remise im Farrenstall, Spritzen, Schläuche, Leitern und Feuerhaken waren in einem allgemein vernachlässigtem Zustand. Die Feuereimer musste jeder Bürger bei sich zu Hause aufbewahren. Bei einem Brandausbruch wurde Feuerlärm gegeben. Die den Brand

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zuerst entdeckenden Personen mussten „Feurio“ rufen, der Nachtwächter blies den Feuerruf und die Kirchenglocken stürmten. Die Bürger mussten sich bei ihrer Feuerrotte sammeln. Der Sammelplatz war bekannt, die Rotte durch ein Schild gekennzeichnet. Die mitzubringenden Feuereimer mussten mit Wasser gefüllt sein. Die Spritzen wurden von den eigenst eingestellten Rotten bedient, denen ein Spritzenmeister vorhanden. Die Löschmaßnahmen dienten hauptsächlich dazu, die Brandausdehnung auf andere Gebäude zu verhindern. Mehrere große Brände hatte Donaueschingen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu verzeichnen. 1821 brannte das alte Schloss 1822 wurde die Fürstliche Stadtmühle ein Raub der Flammen, auch brannten zwei Häuser auf dem Lehen nieder. 1829 war das Rathaus in Gefahr, denn in der Nähe brannten zwei Häuser nieder. 1837 sind in der Stadt vier Häuser abgebrannt. 1839 brannte die Bäckerei Seitz und das Haus des Jakob Hauger nieder. 1840 wurden die Häuser von Josef Gorgg und´s Wehrle´s eingeäschert. 1844 brannte das Gemeindespital ab und im Laufe des Jahres noch zwei weitere Häuser. 1845 verzeichnete man vier Brände, zu dem auch ein großer Teil des Museumsgebäudes durch Feuer zerstört wurde. 1846 brannten in der Vorstadt vier Häuser ab Eine im Jahre 1848 erlassene „Städtische Feuerlöschordnung“ sollte die „Fürstliche“ ablösen. Doch an den Brandfällen änderte sich nichts. 1849 kam es zu einem großen Brand in der Mühlengasse, der sechs Häuser vernichtete.

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1850 wurde das Fürstlich Fürstenbergische Hoftheater durch die Unvorsichtigkeit eines Bediensteten in Schutt und Asche gelegt. 1856 brannte das Adlerwirtshaus ab, danach war schon die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr im Gespräch. Doch bis dahin wurden 1857 fünf und 1858 weitere vier Häuser durch Brände zerstört. Die Zeit der Gründung von sog. freiwilligen Pompier-Corps war bereits angebrochen. Christian Hengst gründete 1846 in Durlach die erste Freiwillige Feuerwehr. Carl Metz aus Heidelberg und Conrad Dietrich Magirus aus Ulm stärkten den Geist der Freiwilligkeit. Diese beiden Männer schufen die ersten praktischen Löschgerätschaften zur Brandbekämpfung, somit war auch die Feuerlöschgeräte-Industrie geboren.


Die Gründung im Jahr 1858 Vorhergehende Brände und Einrichtungen von Feuerlöschcorps in anderen Städten des Groherzogtums Baden, ließen auch die Bürger von Donaueschingen nicht ruhen, sich um die Gründung einer Feuerwehr zu bemühen. Am 1. Dezember 1858 lud der damalige Bürgermeister Gleichauf die Herren Oberamtmann Wenzel, F. F. Domänendirektor Prestinari, Hofapotheker Kirsner, Kaufmann Fischer, Kaufmann Raus und den Lammwirt Buri zu einer Besprechung über die Gründung einer Freiwilligen Löschordnung ein. Es wurde ein Komitee unter dem Vorsitz von Hofapotheker Kirsner gebildet, dessen Aufgabe es war, die Vororganisation zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zu übernehmen. Schon am 2. Dezember 1858 erging ein Aufruf an die Bürger der Stadt zum Beitritt einer zu gründenden militärisch organisierten Feuerwehr. Diesem Aufruf folgten 157 Bürger. Gleichzeitig wurde eine freiwillige Sammlung zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen für minderbemittelte Feuerwehrmänner durchgeführt, die 359 Gulden und 10 Kreuzer ergab. In die Meldeliste trugen sich u. a. die Mitglieder der Museums-Gesellschaft und der Schützen-Gesellschaft ein. Auch die oberen Volksschulklassen richteten ein Schreiben an die ,,Wohllöbliche Kommision der neuen Feuerlöschordnung“ bei etwa künftig vorkommenden Feuersbrünsten gemeinsam löschen helfen zu dürfen. Der Gemeinderat bedankte sich für die wohlgemeinte Einstellung mit der Bemerkung, dass man später auf sie zurückkommen werde. Am Stefanstag, dem 26. Dezember 1858 versammelten sich im Rathaussaal 130 Bürger, die sich in den Listen eingetragen hatten. Ihnen wurden die bereits entworfenen Statuten und die allgemeine Feuerlöschordnung vorgetragen, welche von der Generalversammlung einstimmig gutgeheißen wurde. Der Paragraph I der Statuten der Feuerwehr für die Stadt Donaueschingen lautet: ,,Die Feuerwehr hat die Aufgabe, in die allgemeine städtische Feuerlöschanstalt militärische Ordnung und einheitliche Leitung zu bringen, damit deren Zweck, in Brandfällen das Aufruf zum Beitritt der Feurwehr vom 2. Dezember 1858

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bedrohte Leben und Eigentum zu schützen, möglichst gut erreicht werde.“ Am 2. Januar 1859 nachmittags 3.00 Uhr fand dann im Rathaussaal die Aufstellung der Abteilungen sowie die Wahl des eigentlichen Verwaltungsrates bzw. der Offiziere statt. Von den einzuteilenden Männern waren 120 von 157 erschienen. Zum Hauptmann des Corps wurde der Fürstlich Fürstenbergische Hofzahlmeister Lamey mit 99 Stimmen gewählt. Sein Adjudant wurde Kaufmann Andreas Fischer und Corpsarzt wurde Chirurg Gebhart. Als Leutnants der Abteilungen wurden gewählt für die I. Abt. Architekt Teufel, die II. Abt. Hirschenwirt Heizmann, die III. Abt. Lammwirt Buri und für die IV. Abt. Rechtsanwalt Marquier. Auf die einzelnen Abteilungen fielen folgende Aufgaben: I. Rettungs-Mannschaft: für Rettung von Menschen, Fahrnissen und Bedienung der Handspritzen. II. Spritzen-Mannschaft: zur Bedienung der für die Feuerwehr bestimmten Spritze und zur Stellung der Obmänner und Spritzenmeister für die übrigen von den Hilfsmannschaften bedienten Spritzen. III. Arbeits-Mannschaft: zur Beibringung und Handhabung der Feuerwehrleitern, Abbruchwerkzeugen usw. IV. Schutz-Mannschaft: zur Bewachung der geretteten Gegenstände, Aufrechterhaltung der Ordnung auf dem Brandplatze und Kontrolle der Straßenpatrouillen. Die Stärke des Feuerwehr-Corps beträgt 158 Mann. Die vorhandenen Gerätschaften wurden weiter benützt. Die Fürstlich Fürstenbergische Standesherrschaft stellte ihre Geräte zur Verfügung. Im Donaueschinger Wochenblatt wurde bekannt gegeben, dass bei einem Brandausbruch bis auf weiteres die Feuerlöschordnung von 1848 anzuwenden ist. Hauptmann Lamey erstellte einen Kostenvoranschlag über die Beschaffung von Feuerlöschgeräten und Mannschaftsausrüs-

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tungen in Höhe von 1600 Gulden. Die Ausrüstung der CorpsMitglieder, Helm und Beil stellt die Corps-Kasse. Jacke, Hose und Gurt mussten selbst angeschafft werden. In wenigen Wochen waren die Feuerwehrmänner ausgerüstet. Im Juni wurden 163 Helme ausgegeben mit dem Versprechen, sie in gutem Zustande zu erhalten. Ende des Jahres bildeten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr einen Unterstützungs-Verein zur Unterstützung kranker Mitglieder und zur Sicherung angemessener Beiträge zu den Begräbniskosten in Sterbefällen. So ging das erste Jahr des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen vorüber.


Die Geschichte von 1859 - 1908 Nach der Gründung im Jahre 1858 war natürlich noch nicht alles getan. Die Wehr stand da in ihren Drillich-Uniformen und schwarz lackierten Eisenhelmen mit Messingkamm und den rotschwarzen Gurten. Die Offiziere trugen Messinghelme mit Helmbusch. Es war Pflicht des Kommandanten, Meldung zu machen, an das Großherzogliche Bezirksamt, wenn das Feuerwehrcorps in Uniform ausrückte. Der erste Einsatz für das junge Corps war 1859, wo das Gasthaus zum Hirschen abbrannte. In der Zwischenzeit wurden ein Gerätewagen und verschiedene Leitern angeschafft. Am 4. März 1860 schenkte der damalige Fürst Carl Egon zu Fürstenberg der Wehr eine neue Saug- und Druckspritze. Sie wurde mit den Wappen der Stadt und dem alten Adlerschild des Hauses Fürstenberg geziert. Hergestellt wurde diese Pompierspritze vom Universitätsmechaniker Link in Freiburg. 1861 kamen drei Wagenspritzen und verschiedene Leitern als Geschenk des Fürsten hinzu. 1862 trat der erste Kommandant Hofzahlmeister Lamey von seinem Amte zurück. In der Offizierswahl am Sonntag, dem 2. Februar 1862 ging der Schützenwirt Josef Buri als neuer Kommandant hervor. Eine Dienstvorschrift für die Übungen der Schlauchmannschaften wurde vom Verwaltungsrat genehmigt. Die Übungen wurden am Fürstlichen Speichergebäude abgehalten. Auch durfte die Wehr sämtliche fürstlichen Gerätschaften benutzen. Schon 11 Tage nach der Erlaubnis durch den Fürsten, wünschte die F. F. Domänenkanzlei eine Änderung dahingehend, dass wenn Häuser aus fürstlichem Besitz brennen, F. F. Spritzen löschen und wenn bürgerliche Häuser brennen die Städtischen in Aktion treten. Dieses Ansinnen wurde vom Kommandanten Buri abgelehnt. In das Jahr 1863 fiel die Gründung des Badischen Landesfeuerwehrverbandes. Die Stadtgemeinde schaffte ein Hydrophor sowie eine Saug- und Druckspritze von der Firma Kurz in Stuttgart an, die von 12 Männern mit 55 Pumpenhüben in der Minute bedient werden musste. Die Anschaffung des Hydrophors war zwecklos, weil 1864 das Brigachbett tiefer gelegt wurde und dadurch die Saughöhe nicht mehr erreicht wurde. 1864 wurde die Bildung einer V. Abteilung durch die Kreisre-

gierung genehmigt. Sie bildete dann die Hydrophor-Mannschaft, zur Bedienung des Wasserzubringers und der Auslässe an der herrschaftlichen Wasserleitung. Am 25. September 1864 beantragten 11 Allmendshofener Bürger die Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen, der auch stattgegeben wurde. Die Ausrüstung der Männer ging zu Lasten der Gemeinde Allmendshofen. Die 1. Inspektion nach Ablauf der 6jährigen Dienstzeit am 18. Dezember 1864 fand im Rathaussaale statt. Die Musiker der 1860 gegründeten Pompiermusik sowie die Hornisten mussten ihre Blechinstrumente zur Inspektion mitbringen. Der Mannschaftsstand betrug zu diesem Zeitpunkt 184 Mann zusätzlich 11 Bürger von Allmendshofen, das ergab ein Soll von 195 Wehrmännern. Im Jahre 1865 ließ man 40 Stück Feuerpatschen zum Bekämpfen von Flugfeuern auf Schindeldächer herstellen, auch wurden eine Buttenspritze und eine Kübelspritze angeschafft. Bei der Gerätevisitation 1868 wurde der folgende Bestand von Löschgerätschaften festgestellt: An städtische Geräten: Pompierspritze, Spritze Nr. IV, Spritze Nr. V, Saug- und Druckspritze, Requisitenkarren mit Schlauchhaspel, 1 Sturmfass, Kleine Spritze, Hydrophor, Feuermannschaftswagen. An fürstlichen Geräten: Vierradspritze Nr.I und III - Gartenhydrophor Studenten Abprotzspritze Nr.II - 4 Sturmfässer Die Statuten der Feuerwehr für die Stadt Donaueschingen vom 31. Dezember 1858 wurden am 22. September 1868 geändert. U. a. sieht der § 16 der Statuten Strafen vor. Sie bestanden aus einfachen Verweisen, Geldstrafen bis zu 5 Gulden, geschärfte Verweise vor der Abteilung, Entziehen des Dienstgrades und Ausweisung aus dem Corps. Die Strafen der Dienstgradentziehung und der Ausweisung bedurften der

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Zustimmung der Löschdirektion. Ein Ausschluss hatte zur Folge, beim unwürdigen Verhalten in der Öffentlichkeit, bei unbegründetem Fernbleiben bei einem Brande oder grober Verletzung der Disziplin. Das Protokollbuch aus der damaligen Zeit gibt Aufschluss über die Durchführung des § 16. Verweis wegen Beschimpfung eines Feuerwehrmannes. Wegen insgesamt 30 Geldstrafen aus dem Corps ausgeschlossen. 30 Kreuzer Strafe wegen verspätetem Eintreffen am Brandplatze. Ausschlussandrohung wegen Zurückbleiben in angetrunkenem Zustande beim Brand in Pfohren. Wegen Gleichgültigkeit als Spritzenmeister abgesetzt. Verweis wegen Lärmen und Schreien beim Brand in der Lehenstraße. Strafe von 1 Gulden und 30 Kreuzer wegen Trunkenheit bei einer Beerdigung und urinieren an die Friedhofsmauer während des Begräbnisses. Ausschluss wegen unsittlichem Benehmen gegen Mädchen. Auch wurden Verweise ausgesprochen wegen ungebührlichem Benehmen beim Pompier-Ball. Nicht nur Strafen stehen im Protokollbuch, sondern auch Berichte über Fasnetbälle, Tanzkränzchen und andere gesellschaftliche Veranstaltungen, Feste und Jubiläen. Es bestand aber auch ein herzliches Verhältnis mit den Vereinen der Stadt. Viele Einladungen zeugen davon. Bei den geselligen Veranstaltungen wurde natürlich auch gegessen und getrunken. Zum Beispiel kostete 1871 ein Mittagessen mit einem Brot und einem Schoppen Wein, 42 Kreuzer und 1875 ein Essen, ein Brot und 1/2 Liter Wein 2 Mark. Für einen Liter Bier zahlte man 30 Pfennig. Die Feuerwehr bekämpfte nicht nur Brände, sondern leistete auch Ehrendienste. So nahm sie an den Fronleichnams-Prozessionen teil, hielt Ehrenwache bei Großherzoglichen und Fürstlichen Besuchen, bei Hochzeiten und Beerdigungen. Das Protokollbuch gibt auch Auskunft über Anschaffungen und Kosten, über zu leistende Gebühren und Bezahlungen. 1867 wurde Schweineschmalz zum Schmieren der Radachsen eingekauft. Für das Ausbessern von Dächern nach den Proben mussten 4 Gulden und 37 Kreuzer aufgewendet werden. Die von der Firma Johann Rappenegger und

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Sohn aus Hüfingen gelieferte Feuerspritze kostete 1030 Gulden. Für die Gestellung von Gespannen für die Spritzen bei auswärtigen Bränden musse für eine Wegstunde 10 Mark bezahlt werden, für ein Pferd 2 Mark. 1882 kam der Überschuss der Sparkasse, es kamen 3100 Mark der Feuerwehr zugute. Im selben Jahr wurden noch neue Uniformen beschafft, dazu spendete der Fürst 500 Mark. 1869 wurde der Drechslermeister und Stadtrechner Carl Limberger zum Kommandanten gewählt, bis ihn ihm Jahre 1883 der Kaufmann Hermann Fischer in seinem Amte ablöste. Eine besondere Ehre für die Stadt und die Feuerwehr war die Ausrichtung des

Handdruckspritze aus dem Jahr 1868 (Aufen)


X. Badischen Feuerwehrtags am 2. bis 4. August 1884. An diesen Tagen feierte, wenn auch ein Jahr verspätet, die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen ihr 25jähriges Bestehen. Dieser Feuerwehrtag hatte ein beachtliches Programm. Tagung des Landesausschusses und der Geräteprüfungs-Kommision. Delegierten-Sitzung der badischen Feuerwehren und Generalversammlung des X. Badischen Feuerwehrtages wurden in den Lokalen ,,Schützen“, ,,Lamm“ und im ,,Museum“ abgehalten. Aufgebaut war auch eine Löschgeräte- und Requisitenschau, welche von namhaften Firmen beschickt war. Die Geräte wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen und mit Medaillen ausgezeichnet. Der Sonntag, der 3. August 1884 war dem eigentlichen 25jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen gewidmet. 157 Delegierte und Abordnungen nahmen an dem großen Festumzuge durch die Hauptstraßen der Stadt teil. Anschließend war die Jubelfeier auf der Museumswiese, bei der 31 Feuermänner der Stadt mit dem von Se. Königlichen Hoheit, dem Großherzog, gestifteten Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienste ausgezeichnet wurden. Anschließend fand die Hauptübung der hiesigen Feuerwehr an dem Fürstlichen Pumpenhaus statt, die bei den Feuerwehrkameraden und Gästen aus nah und fern einen guten Eindruck über den Ausbildungsstand des Corps hinterließ. Abends war ein großes Festbankett in der Fürstlichen Reithalle unter der Mitwirkung der Donaueschinger Feuerwehr-Musik und dem Männergesangverein ,,Liedertafel“. Erleuchtet war die Halle durch hunderte von Kerzen, welche auf großen Kronleuchtern, die geschmackvoll mit Blumen und Bändern geziert, aufgesteckt waren. Die Getränke wurden von schmucken Mädchen in der Baaremer Tracht kredenzt. Reden und Trinksprüche wechselten mit dem Unterhaltungsprogramm. Herr Bürgermeister Ganter und Kommandant Kaufmann Hermann Fischer sowie hohe Beamte der Regierung wiesen in ihren Ansprachen auf die Stellung der Feuerwehr in der Öffentlichkeit hin, zollten Dank und Anerkennung den Männern, die sich für den Nächsten in Not und Gefahr uneigennützig einsetzen. Grüße überbrachten auch die Vertreter der schweizerischen und italienischen Feuerwehren. Die Stunden der Kameradschaft dehnten sich lange bis nach Mitternacht

aus. Am Montag war zum Ausklang ein reichhaltiges Ausflugsprogramm veranstaltet worden. Nach den Feierlichkeiten ging der Feuerwehralltag weiter. In den kommenden Jahren wurden die Löschgerätschaften erweitert. Besonderes Augenmerk wurde auf den Leiterpark gerichtet, 9 italienische Dachleitern und 4 Anstelleitern sowie ein Rettungsschlauch und 2 Rettungskörbe wurden angeschafft. Die fürstliche Standesherrschaft kaufte 1885 eine mechanische 20-Meter-Leiter, System Lieb, welche in der Remise im alten Hofzahlamt (später Konsum-Gebäude) untergestellt wurde (diese Leiter war bis 1959 noch im Einsatz). In der Zwischenzeit wurde auch Kommandant Fischer (1885) zum Bürgermeister der Stadt gewählt. 1891 fand die Generalversammlung des Feuerwehr-Gaues, der Baar und des Schwarzwaldes im Gasthaus ,,Lamm“ statt. Im Jahre 1892 wurde die städtische Wasserleitung mit 59 angeschlossenen Hydranten fertiggestellt, was eine neue Angriffstaktik der Feuerwehr erforderlich machte. Eine neue ,,Feuerlöschordnung“ wurde 1892 erlassen. Die Zusammensetzung der Löschdirektion von 1858 wurde in ihr neu bestimmt. Aufgabe der Löschdirektion war, Anordnungen und Leitung der auszuführenden Löschmaßnahmen zum Schutze für Leben und Eigentum zu überwachen. Diesem Gremium gehörten an: Der Bezirksbeamte oder dessen Stellvertreter, das für Feuerlöschwesen bestimmte Mitglied der fürstlichen Domänenkanzlei, der Bürgermeister, der Feuerwehr- kommandant, der Großherzogliche Bezirksbau-lnspektor sowie der Kultur-Inspektor, der Vorstand des fürstlichen Bauamtes und der Stadtbaumeister. Der Ort, wo sich die Löschdirektion und der Kommandant aufhielten wurde am Tage durch eine Fahne, in der Nacht durch eine Laterne mit den badischen Hausfarben, gelb-rot-gelb gekenn- zeichnet. 1895 wurde der Feuerwehr eine Sanitätsabteilung angegliedert. In den kommenden Jahren wurden 30 Männer zum Samariter ausgebildet. Leiter der Sanitätsabteilung war Christian Kienzle, Corpsarzt Dr. Hauger. Am 26. November 1898 feierte man das 40jährige Stiftungsfest mit einem Feuerwehrball im Museum. Das Kommando lud die Wehrmänner und die Frauen zu einem gemein- samen

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Letzmaliges Ausr端cken unter Kommandant H. Fischer 1899 (Stadtarchiv)

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Essen ein. Im Laufe des Abends konnten noch 4 aktive Gründungsmitglieder geehrt werden. 1899 legte Bürgermeister Hermann Fischer sein Amt als Kommandant der Feuerwehr nieder. Sein Nachfolger wurde der F. F. Bauinspektor Karl Mayer. Die allgemeine Feuerlöschordnung von 1892 wurde 1906 durch eine neue abgelöst, um den Bedürfnissen der Zeit Rechnung zu tragen. Unter Punkt 8 der Feuerlöschgerätschaften wird der erste Angriff über die Hydranten der städtischen Wasserleitung, die mit Hochdruck von 4 bis 5 Atmosphären wirken, zur Bekämpfung jedes Schadenfeuers befohlen, dafür wurden 2 Hydranten und 2 Schlauchhaspelwagen mit Standrohren, Strahlrohren und Schläuchen angeschafft, so dass von jedem Wagen mit 8 Schlauchlängen gearbeitet werden konnte.

betrug 1499 Mark. Schon am 29. desselben Monats lag ein Angebot der Firma Carl Metz über einen Automobilwagen, der mit einer Centrifugal- pumpe und Plätzen für die Mannschaft ausgerüstet ist, dem Gemeinderat vor. Ursprünglich sollte das 50jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr durch eine größere Veranstaltung gefeiert werden, doch wegen des vergangenen großen Brandes wurde es nur in einfacher Weise begangen. Am Abend des 13. November 1908 traf sich die Wehr im Lammsaale, wo der Kommandant Mayer der Gründung der Wehr gedachte. Die Tätigkeit, so Mayer, war in dem abgelaufenen halben Jahrhundert eine äußerst vielseitige und erfolgreiche. Bei einer Reihe von Bränden wurde hier und auswärts stets nach besten Kräften und in selbstloser Weise Hilfe geleistet. Mit Ehrungen und dem Dank Feuerwehrhelm aus dem Jahr 1864 des Bürgermeisters wurde die Veranstaltung beendet.

Zur damaligen Zeit war die Wehr sehr gut ausgerüstet, es waren 3 städtische und 3 fürstliche Spritzen vorhanden. Im städtischen Spritzenhaus standen 2 Mannschaftswagen für je 15 Mann und eine mechanische 13 Meterleiter zum Einsatz bereit. Auch wurden jährlich mindestens zwei Proben mit der Hilfsmannschaft abgehalten, zu der jeder Einwohner verpflichtet werden konnte. Gegen eine Bezahlung von 5 Mark wurde der Betreffende von der Feuerlösch-Dienstpflicht befreit. Ein schwerer Tag für die Feuerwehr Donaueschingen war der 5. August 1908, als die Stadt durch die Feuersbrunst in Schutt und Asche sank. Am 26. August wurde dem Bürgermeisteramt der Wert für beim großen Brand in Verlust geratenen Ausrüstungsgegenstände, Helme, Röcke usw. gemeldet: er

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Der große Stadtbrand 1908

Ölgemälde vom Stadtbrand 1908 nach der bekannten Lithografie

,,Feuer - Feuer - Feuer“; rief das Glöcklein vom Turme des Rathauses Man schrieb den 5. August 1908, die Uhr zeigte 1/ 4 3. Es war ein schwüler, heißer Nachmittag. Die Signale der Feuerwehrhornisten gellten und die Glocken der Stadtkirche riefen um Hilfe.

Gewitterregen konnte Hilfe bringen. Schaurig lag die Nacht über der Stadt. Die immer wieder einsetzenden Winde ließen die Löschmannschaften, verstärkt durch Militär, nicht zur Ruhe kommen. Erst im Morgengrauen konnte mit Sicherheit angenommen werden, dass die Gefahr gebannt war.

Der von der Käferstraße ausgehende Brand wurde gleich von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt bekämpft. Aber ein Sturmwind fegte durch die Straßen und Gassen, Feuer und Flammen mit sich reißend. Die Feuerwehren des ganzen Umlands, kamen ihren Kameraden zur Hilfe. Durch den herrschenden Wassermangel konnte sich ein grausiges Schauspiel entwickeln, gnadenlos brannte die Stadt. Schritt für Schritt musste die Feuerwehr vor dem wahnsinnigen Feuer in den Straßen zurück weichen, unter Lebensgefahr zu retten was noch zu retten war, mancher Feuerwehrmann fand sein eigen Haus in Flammen. 1725 Feuerwehrleute und Angehörige von Löschmannschaften mit 40 Fahrspritzen kämpften gegen die Macht des Feuers. 3 Stunden nach Ausbruch des Brandes hatte die Gefahr ihren Höhepunkt erreicht, ein plötzlich einsetzender

125 Wohnhäuser und 168 Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen, 221 Familien sind obdachlos geworden. Der Gebäudeschaden belief sich auf ca. 2,5 Millionen Goldmark.

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Ganz Deutschland nahm Anteil an dem Donaueschinger Brandunglück. Es trafen Spenden und Hilfsgüter in der Höhe von 1.138.000 Goldmark ein. Oskar Baumeister, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von 1919 bis 1935, hat in seinem Buche: „Der Brand in Donaueschingen am 5. August 1908“ das ganze Geschehen ausführlich geschildert.


Lรถschgruppe im Einsatz beim Stadtbrand 1908 (Stadtarchiv)

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Die Geschichte von 1909 - 1945 Abermals wurde 1909 die Feuerlöschordnung geändert, dies war aufgrund der Erkenntnisse aus dem Stadtbrand notwendig geworden. Neu eingefügt wurde der § 20 der Allgemeinen Bestimmungen der u. a. besagt: ,,Die Polizeibehörde kann anordnen, dass jeder am Brandplatze anwesende Arbeitsfähige, auch wenn er nicht zur Hilfsmannschaft eingeteilt ist, Hilfe zu leisten hat und zur Ausführung der angeordneten Arbeiten verpflichtet ist.“ Zuwiderhandlungen werden mit Geld bis zu 60 Mark bzw. mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. Im Dezember 1909 wurde eine Saug- und Druckspritze durch die Fa. Grether & Cie. Freiburg an die Stadt ausgeliefert. 1911 wurde wieder seit langem ein Familien-Abend abgehalten. Das Essen kostete 1,50 Mark und der 1/2 l Wein 80 Pfg. Jeder Feuerwehrmann bekam einen Gutschein über 2,30 Mark. Der Mannschaftsbestand betrug 206 Mann. Im selben Jahr verstarb das letzte Gründungs- und Ehrenmitglied Johann Ev. Thedy. Die Freiwillige Feuerwehr gab ihm das Ehrengeleit. 1912 wurde das Feuerwehrfest in Schwenningen und das Landesfeuerwehrfest in Karlsruhe besucht. Im November fand der Kreisfeuerwehrtag in Donaueschingen statt. Im Jahre 1913 wurde die Wehr in 3 Kompanien neu eingeteilt. Die 1. und 2. war im Spritzenhaus in der Lehenstraße, die 3. im Konsumgebäude untergebracht. Auch wurde ein sog. Löschzug zum schnellen Einsatz gebildet, dessen Geräte im Schuppen beim Rathaus untergebracht waren. Führer des Löschzuges wurde Glasermeister Fritz Mayer. Durch die Umstellung wurde zwangsläufig die 4. Abteilung (Wachmannschaft) aufgelöst, die Wehrmänner mussten die Hirschfänger abgeben. Bei der Gestellung von Feuerschutzwachen in der Festhalle sollen ab dato, 40 Pfg. pro Mann und Stunde vergütet werden. Auch wurde eine Elektrikerausrüstung, Helm, Gurt, Zange und Gummihandschuhe beschafft. Am 1. August 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Viele Feuerwehrmänner wurden eingezogen und ein Teil sah die Heimat nicht wieder. Die erste Sitzung des Verwaltungsrates mit dem Bürgermeister fand am 30. August im Rathaussaale statt, wo über die Maßnahmen im Kriege in bezug auf das Feuerlösch-

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wesen besprochen wurden. Am 26. August wurde beschlossen, den Angehörigen der im Felde stehenden Wehrmänner eine Unterstützung von 10 Mark zu gewähren. In der Kriegszeit 1914-18 wurden nur drei Verwaltungsratssitzungen abgehalten; die erste nach dem Kriege war am 4. Februar 1919. In diesem Jahre wurde der F. F. Bauinspektor Oskar Baumeister Kommandant. Mit ihm kam ein Mann an die Spitze der Wehr, der den Ausbildungsstand und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr von Donaueschingen förderte, dass dies weit über die Landesgrenzen bekannt wurde. Er erarbeitete Ausbildungsregl- emente, die vom Badischen Feuerwehrverband übernommen wurden. Wegen dem Belagerungszustand fiel der Unterricht des Löschzuges am 24. Februar 1919 aus. Im März des Jahres wurde die Spritze Nr. 4 verkauft, weil sie nicht mehr benötigt wurde. 1920 betrug der Mannschaftsstand 182 Wehrmänner. Der Bestand der Feuerwehrkasse wurde mit 244,48 Mark, der der Unterstützungskasse mit 14.492,66 Mark angegeben. Von der Unterstützungskasse wurden auf Antrag laufend minderbemittelte Feuerwehrkameraden unterstützt. Die Hauptversammlung 1922 gab Anlass zu einem Politikum, denn die Gewerkschaft forderte Mitspracherecht im Verwaltungsrat der Feuerwehr. Es kam zu Angriffen auf Kommandant Baumeister und die Wehrführung in der Zeitung ,,Volkswille“. Auch wurde beanstandet, dass S.D. Fürst zu Fürstenberg zur Ehrung verdienter Feuerwehrmänner eingeladen war. Kommandant Baumeister argumentierte darauf, dass die Feuerwehr mit Politik nichts zu tun habe. Er und die Offiziere haben darauf ihr Amt niedergelegt. 10 Tage später waren Neuwahlen, wo Baumeister wieder mit großer Mehrheit als Kommandant hervorging, auch die anderen Offiziere wurden wieder in ihrem Amt bestätigt. Am 28. November wurde von der Firma Magirus Ulm eine Motorspritze vorgeführt, doch die Wehr musste noch Jahre warten, bis der Wunsch, eine Motorspritze zu besitzen, in Erfüllung ging. Die Einheitsausbildung wurde vorangetrieben und die Beförderung der Löschmannschaften mit Lastkraftwagen


Die I und IV Abteilung im Jahr 1910

angeregt. Zur Lkw-Gestellung erklärten sich die Firmen A. Mall, C. Honer, A. Hamann und die F. F. Brauerei AG bereit. An die neue Saug- und Druckspritze wurde eine Vorrichtung zum Anhängen an die Lkw’s angebracht. Von einem Familienabend wurde in diesem Jahr wegen Geldmangel Abstand genommen. Im Jahre 1923 wurde die Wehr in zwei Kompanien eingeteilt, die in Züge und Halbzüge unterteilt waren. Am 3. August 1923 beim Brande in Behla wurde zum ersten Male mit dem Lkw der Brauerei gefahren, was sich gut bewährte. Die große Jahreshauptübung fand in der Kaserne statt. Durch die Inflation war der Beitrag zur Unterstützungskasse 100.000 Mark, an Sterbegeld wurden pro Fall 800.000 Mark ausbezahlt. Bei der Hauptversammlung sagte Kommandant Baumeister in seinen Ausführungen: ,,So haben wir heute noch keine Autospritze in der brandreichsten Gegend von Deutschland, wir dürfen nicht ruhen, sie muß her, denn sie ist einfach lebensnotwendig für die Stadt und den Amtsbezirk“. 1924 beschloss der Gemeinderat den Kauf einer Magirus Automobilspritze zum Preise von 21.000 Goldmark. Am Kreisfeuerwehrtag, der am 26. und 27. Juli in Donaueschingen stattfand, wurde die neue

Magirus Autospritze der Wehr übergeben, damit ging ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehr in Erfüllung. Doch am 8. September kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Bürgermeister und Kommandant Baumeister wegen der Unterbringung der Autospritze im Spritzenhaus, die einen kleinen Umbau erforderte. Es kam soweit, dass Baumeister als Kommandant zurücktrat und als Feuerwehrmann in der 2. Kompanie Dienst tat. Die Feuerwehrmänner bekundeten ihr Vertrauen zu Baumeister und baten ihn, sein Amt wieder zu übernehmen, was dann auch am 21. November geschah. Am 1. Oktober 1925 wurde die Weckerlinie in Betrieb genommen, an der 24 Mann angeschlossen wurden. Bei der Generalversammlung zollte Landrat Wöhrle besondere Anerkennung dem Autolöschzug. Die Einrichtung der Weckerlinie brachte nahezu eine Schlagfertigkeit, die einer Berufsfeuerwehr gleichkomme. Der Amtsbezirk Donaueschingen stand damals an 5. Stelle der Brände in Baden. Der Autolöschzug wurde im Laufe des Jahres noch mit Lederhelmen und Ledergurten ausgerüstet. Im Sommer 1926 fand eine Großübung der Feuerwehr Donaueschingen mit den Sanitäts-Kolonnen von Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen am F. F.

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Magirus Motorspritze 1924 (Reproduktion Foto Fischer)

Waschhaus statt. Es wurde eine Dampfkesselexplosion angenommen. Am 16. Oktober 1927 wurde eine neue Motor-Lafettenspritze an die Wehr durch Bürgermeisterstellvertreter Meßmer übergeben, welche bei der großen Nachtübung an der Volksschule zum ersten Male eingesetzt wurde. Bei der Generalversammlung am 1. März 1928 hatte die Wehr einen Stand von 8 Offizieren, 157 Mann, 54 Ehren-

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und 28 Kassenmitgliedern. An der Feierstunde zum 70jährigen Bestehen wurde Kommandant Baumeister vom Badischen Landes-Feuerwehr-Verband für seine Verdienste um das Feuerlöschwesen ausgezeichnet. Am 6. November 1929 wurde die Stadtgemeinde Mitglied des Deutschen Feuerwehrverbandes mit einem Jahresbeitrag von


10 RM. Vom Hause Fürstenberg wurde im Jahre 1931 ein schwerer Personenkraftwagen, Marke Mercedes Benz aus eigenen Mitteln für 800 RM gekauft und als Zugfahrzeug für die Magirus Lafettenspritze umgebaut und der 2. Kompanie zugeteilt. Bei dem Reichsfeuerwehrtag 1932 in Karlsruhe war die Wehr mit einer starken Abordnung vertreten. Auch für die Feuerwehr war im Jahre 1933 eine andere Zeit angebrochen. Der Mannschaftsbestand an der Generalversammlung am 12. März 1933 war 8 Offiziere und 139 Mann. Zur Sonnwendfeier musste die ganze Wehr antreten, auch wurde, um der Mannschaft militärisches Benehmen beizubringen, Fußdienst angesetzt. Am 25. November wurde das 75. Stiftungsfest veranstaltet und in einem kameradschaftlichen Rahmen mit Ehrungen und einem Theaterstück abgehalten. 5-Mann-Streichmusik spielte zur Unterhaltung. Im Laufe des Jahres wurde die Gemeinde Allmendshofen zur Stadt Donaueschingen eingemeindet, die Freiwillige Feuerwehr als 3. Kompanie der Donaueschinger Wehr angegliedert. Im Frühjahr 1934 wurde Hauptmann Keßler zum Feuerwehroffizier im Zivilen-Luftschutz bestimmt. Der Feuerwehrmann Sedelmeyer erklärte seinen Austritt aus der Wehr, da er zum Bürgermeister gewählt wurde. Am 11.1.1935 wurden neue Dienstgrad-Bezeichnungen eingeführt. Das Innenministerium gab bekannt, dass die Schlauchkupplungen auf die neue Reichsnormalkupplung umzustellen sind. Die Gemeinde Aufen wurde zur Stadt eingemeindet. Der Verwaltungsrat der Wehr sah es für notwendig an, in Aufen eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Nach der neuesten Vorschrift erhalten Offiziere Kragenspiegel. Die Landesfeuerwehrschule wurde von mehreren Offizieren besucht. Am 1. August 1935 erklärte der langjährige Kommandant Oskar Baumeister seinen Rücktritt, 24 Jahre stand er der Wehr vor und wurde für seine Verdienste zum Ehrenkommandant ernannt. Sein Nachfolger wurde Hafnermeister Alfons Keßler, mit der Bezeichnung Wehrführer. Die Wehr besuchte am 1. September den Landesfeuerwehrtag in Villingen und nahm an den Wettkämpfen teil, die dort zum ersten Male ausgetragen wurden. Der jüdische Kaufmann Max Linder erklärte aufgrund eines Schreibens vom Innenministerium betreffend: ,,Nicht Arier“ nach l3jähriger Dienstzeit seinen Austritt. Im Herbst 1935 wurde zum ersten Male eine Luftschutzübung

durchgeführt, bei der auch der Sanitätszug der Stadt mitwirkte. In Aufen wurde am 13.10.35 ein Löschzug aufgestellt. Im Februar 1936 kam der Befehl, dass bei Generalversammlungen und Beerdigungen Orden und Ehrenzeichen zu tragen sind. Mit einem Schreiben des Badischen Bezirksamtes vom 18. Mai 1936 wird die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen als öffentliche Feuerwehr im Sinne des Erlasses des Herrn Reichs- und Preußischer Minister des Innern vom 5. Februar 1936 -III D 6074- anerkannt. Damit verbunden ist das sofortige Tragen des Hoheitsabzeichens der Feuerlöschpolizei sowie das Tragen von Seitengewehren für die Führer. Für den 1. Löschzug beschaffte man neue Stahlhelme. Am 2.8.36 fand der Kreisfeuerwehrtag in Donaueschingen statt. Dabei wurde eine Schauübung in der Artilleriekaserne durchgeführt. Für Einsätze in bergbaulichen Betrieben (Blumberg und Gutmadingen) wurde unter dem Kommando von Oberbrandmeister Dernbach ein Trupp von 10 Mann aufgestellt. Ferner die Wehr nach den neuesten Richtlinien des Landesfeuerwehrführers in zwei Normal-Löschzüge und zwei Halbzüge eingeteilt. Am 11. Oktober fand die Einweihung des Feuerwehr-Ehrenmales in Achern statt, diese Veranstaltung hatte eine starke Abordnung besucht. Eine außerordentliche Generalversammlung war am 19. November 1936, bei der die Satzung vom 9. März 1930 außer Kraft gesetzt und die neue Einheitssatzung angenommen wurde. Die Neuwahl des Wehrführers und des Führerrates wurde durch Bürgermeister Sedelmeyer vorgenommen mit dem Ergebnis: Alfons Keßler, Wehrführer; Dr. Johne, Stellvertreter; Emil Hall, Schriftwart; Hans Abele, Kassenwart und Josef Kopp als Gerätewart. Seit Dezember 1936 trug man die neuen Dienstgradabzeichen. Beim Kameradschaftstreffen im Februar 1937 wurden die neuen Dienstmützen (Schiffchen) ausgegeben. Am 1. Mai 1937 musste sich die Wehr an der Maikundgebung beteiligen. Nach dem der Amtsbezirk Donaueschingen ein selbständiger Kreis wurde, ist Wehrführer Keßler zum Kreiswehrführer ernannt worden. Brandmeister Wilhelm Dilger wurde Kreisausbilder, Dr. Eduard Johne zum Hauptbrandmeister befördert. Bei der Generalversammlung 1938 gedachte man des 80jährigen Bestehens der Wehr. Im Mai wurde eine Drehleiter bestellt. Noch im gleichen Jahr führte man den Alarm mit Martinshörnern ein. Beim Kameradschaftsabend im Januar 1939 wurde der Zeit entsprechend

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ein Gulasch-Eintopf gereicht. Frostiges und raues Wetter hat den Kreisfeuerwehrtag am 26. März 1939 beeinträchtigt, so dass die Übungen verkürzt werden mussten. 1. September 1939 –Kriegserklärung- noch am selbigen Tage fand im Rathaus eine Sitzung statt, um über den Kriegszustand zu beraten. Ab sofort erfolgt die Alarmierung der Wehr durch Signale mit dem Martinshorn. Die Sirenen werden zum Geben von Fliegeralarm benutzt. Sollte ein Alarm eintreten, so hat die Wehr sofort an den Gerätehäusern anzutreten und die Luftschutzkeller in den Häusern Reger und Stier sowie in der F. F. Bibliothek aufzusuchen. So lautete der Wehrbefehl am ersten Kriegstage. Viele Wehrmänner wurden in den kommenden Tagen zum Kriegsdienst einbezogen. Um die

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entstandenen Lücken aufzufüllen, wurden am 30. September 20 freiwillige Jugendliche als Jungwehrmänner in die Freiwillige Feuerwehr übernommen und sofort eingekleidet. An sämtliche Wehrmänner wurden Gasmasken ausgegeben. Die noch vor Kriegsbeginn bestellte Kraftfahrdrehleiter ist am 20. November 1939 eingetroffen. Mit dem neuen Fahrzeug wurde der Übungsbetrieb sofort aufgenommen. Die Metz-Drehleiter mit einer Steighöhe von 24 Metern, aufgebaut auf einem Daimler-BenzFahrgestell, war zusätzlich mit einer 800Liter-Tragkraftspritze Fabrikat Balke ausgerüstet. Die offizielle Magirus Lafettenspritze 1927 Übergabe fand am Sonntag, den 21. Januar 1940, verbunden mit einer Übung am Zigarrenhaus Höfler statt. Am 7. Februar wurde die Freiwillige Feuerwehr laut Befehl des Chefs der Polizei zur Hilfspolizeitruppe erklärt. Im März wurde ein Luftschaumgerät ,,Lu 200" angeschafft. Beim Kameradschaftsappell am 13. April 1940 betrug der Mannschaftsstand 87 Mann und 44 Jungfeuerwehrmänner, somit waren 131 Wehrmänner verfügbar. Zum Wehrdienst waren zu dieser Zeit 66 Mann eingezogen. Übungen werden ab dato jeden Dienstag abgehalten, um den Ausbildungsstand zu erhöhen. Der Wehrführer lobte die Jungfeuerwehrmänner, dass sie sich schon tapfer bei Bränden eingesetzt haben. Der Entgiftungstrupp für den Fall eines Gasangriffes muss von der Feuerwehr übernommen werden. Neue Dienstgradbezeichnungen wurden ebenfalls eingeführt,


so zum Beispiel war ein Brandmeister dann Haupttruppführer. Im Laufe des Jahres mussten die Nickel-Helmkämme entfernt werden. Am 1. August 1941 wurde ein neuer Wehrbefehl ausgegeben zur Einteilung von sog. SHD-Männern (Sicherheitsund Hilfsdienst) und neu hinzugekommenen Jungfeuerwehrmännern aus der Hitler-Jugend. Das Jahr 1942 brachte laufende Umstellungen in der Organisation der Wehr. Ein neues Löschgruppenfahrzeug (SLG.1500) wurde am 17. August 1942 in Dienst gestellt. Nur noch 46 aktive Feuerwehrmänner waren am 1.1.1943 im Dienst. Um die Wehrstärke von 144 Mann zu erreichen waren 44 Jungmänner und 51 Verpflichtete zugeteilt worden. Vorbeugend auf die immer mehr zunehmenden Luftangriffe auf Deutschland wurde der Mannschaftsstand der Feuerwehr erhöht, die Ausbildung weiter vorangetrieben. So hatte dann die Wehr im Oktober 1943 195 Mann und im Juli 1944 bereits 201. Am 20. Dezember wurden 94 weibliche Hilfskräfte zugeteilt, so dass am 21. Januar 1945 225 Personen als Feuerwehreinsatzkräfte zur Verfügung standen. Mit dem Beginn des Jahres 1945 hatte die Kriegsfurie auch Donaueschingen erreicht. Tapfer griff die Feuerwehr bei den Fliegerangriffen ein, um den Verschütteten Hilfe zu bringen und Brände zu löschen. Leider zu oft konnten Menschen nur noch tot geborgen werden, darunter auch zwei Feuerwehrkameraden. Was der Krieg den Feuerwehrmännern abverlangte kann nur derjenige ermessen, der dabei gewesen war und all das Leid miterlebte. Die Gedanken jener schrecklichen Zeit hat der damalige Schriftführer und später stellvertretende Kommandant Johann Leu im Protokollbuch der Wehr niedergeschrieben. Am Ende dieses schrecklichen Krieges zählte die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen 19 gefallene und 9 vermisste Kameraden.

ten, eine kleine aber einsatzfähige Wehr zu bilden. Durch Polizei-Radfahrer musste jeder einzelne Feuerwehrmann alarmiert werden. Wegen des Uniformverbotes trugen die Wehrmänner Zivilkleidung mit einer blau-weißen Armbinde. Als Löschfahrzeug stand die Magirus-Spritze zur Verfügung, die kurz vor Kriegsende im Fischerhof ausgelagert war. Die Drehleiter stand noch manövrierunfähig im Gerätehaus. Durch Fehlbedienung französischer Soldaten war sie zwischen Boden und Decke eingeklemmt und blieb somit der Wehr erhalten. Am 1. Juli 1945 wurde das Uniformverbot für die Feuerwehr aufgehoben und ab 13. August war die Alarmierung durch die Sirene wieder gestattet. Um die Geräte und das Gerätehaus in einen einsatzfähigen Zustand zu versetzen, stellten sich alte bewährte Kameraden zur Verfügung. Das 1942 angeschaffte LF 15 war beschlagnahmt und wurde fortgeschafft. Die Kammerbestände zeigten einen Verlust von 231 Röcken, 27 Tuchhosen, 44 Mäntel und 50 neuen Ledergurten an. Abhanden gekommen waren natürlich auch Helme, Schläuche und sonstige Gerätschaften.

Mit dem Einzug der Besatzungsmacht am 20. April 1945 fand die Tätigkeit der Wehr ein vorübergehendes Ende. Bei den Bränden in der Nacht vom 21./22. April war keinerlei Hilfe möglich, da die Besatzungsbehörde ein Ausgehverbot verfügt hatte. Durch die totale Niederlage brach auch das Gefüge der Feuerwehr auseinander. Beherzte Männer jener Zeit nahmen die Geschicke unserer Heimatstadt in ihre Hände und so wurde am 10. Mai 1945 vom damaligen Bürgermeister Meßmer der seitherige Brandmeister Wilhelm Dilger zum Kommandanten bestimmt. Kamerad Dilger ist es gelungen, einige erfahrene Feuerwehrmänner zu gewinnen, die es ermöglich-

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Die Zerstörung der Stadt im II Weltkrieg Mit dem ersten großen Fliegerangriff am 2.Januar 1945 begann die Zerstörung der Stadt Donaueschingen. Das Hauptziel des damaligen Angriffes war das Bahnhofgelände. Der Bahnhof und die Anlagen wurden schwer, das Postgebäude total zerstört. Auch die ganze Umgegend wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr griff sofort helfend zur Menschenrettung ein. Brände machten Löschangriffe erforderlich, um die in den Trümmern eingeschlossenen Zivilund Militärpersonen zu retten. Es gab viele Tote und Schwerverletzte. Im Keller des Bahnhofes gelang es beherzten Feuerwehrmännern, die dort eingeschlossenen Menschen unter Lebensgefahr zu retten. Von dem noch stehengebliebenen Giebel des Postgebäudes, konnte eine Frau in letzter Minute mit der Drehleiter gerettet werden. Am 22. Februar 1945 erfolgte der nächste große Angriff, der sich auf den Westteil und die Stadtmitte konzentrierte, wo eine große Anzahl Amts-, Geschäfts- und Wohnhäuser zerstört und schwer beschädigt wurden. Durch diesen Angriff sind in den total zerstörten Gebäuden, dem Landratsamt, dem Hause Weh in der Käferstraße, der Schreinerei Obergfell in der Wasserstraße, der Metzgerei Wenz und Meinrad Engesser in der Zeppelinstraße beachtliche Brände ausgebrochen. Die Wehr war an den einzelnen Schadensstellen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Tapfere Wehrmänner konnten verschütteten und eingeschlossenen Menschen Hilfe bringen, vereinzelt ihre eigenen Familienangehörigen retten oder nur noch tot bergen. Das Landratsamt bekam einen Volltreffer, die dort eingeschlossenen Menschen konnten erst nach Tagen, aber leider nur tot, herausgebracht werden. Der nächste Angriff war am 25. Februar 1945 auf die Kasernengebäude und die umliegenden Wohnhäuser, wo wiederum neben schweren Gebäudeschäden, viele Soldaten und Bürger ihr Leben verloren. Das immer noch am Landratsamt eingesetzte LF 15 musste zur Brandbekämpfung an die Stadtmühle abgezogen werden. In den kommenden Wochen waren Angriffe von Jagdflugzeugen an der Tagesordnung. Diese verursachten verschiedentlich Brände, so auch in der Bräun-

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lingerstraße. In der Nacht wurde die Stadt auch von Einzelflugzeugen mit Brandbomben beworfen, davon war vor allem die Le-henstraße betroffen. Ein erneuter Großangriff erfolgte am 19.April auf die Gebäude des Heeresverpflegungslagers, dadurch wurden auch die angrenzenden Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen. Wiederum fanden zahlreiche Menschen den Tod. Mit Beendigung des Angriffes begann die Plünderung des Verpflegungslagers, denn die alliierten Truppen waren im Anmarsch. Doch noch einmal erhob sich das Unheil. In den Abendstunden des 20. April 1945 erschienen feindliche Jagdbomber und warfen auf die schon schwer zerstörte Stadt zahllose Brandbomben. An allen Ecken und Enden der Stadtmitte schossen Flammen zum Himmel. Schwere Stunden kamen auf die Hilfskräfte zu. Die Motorspritzen von Furtwangen, Hüfingen und Geisingen wurden zur Hilfe gerufen. Feuerwehrmänner und Frauen, Bürger und Bürgerinnen kämpften gegen die kaum überschaubaren Brände, um noch Schlimmeres zu verhüten. Auch durch manche Selbsthilfe wurde Hab und Gut gerettet. In den Morgenstunden des 21. April 1945 schoben sich die ersten alliierten Panzerrspitzen von Dürrheim kommend an die Stadt heran. Während brave Feuerwehrmänner, die Motorspritzen und das Schlauchmaterial in Sicherheit brachten, kehrten die verantwortlichen Männer der Stadt den Rücken. Sämtliche Brücken der Stadt wurden noch gesprengt. Durch einen Zufall blieb die Mühlenbrücke verschont. Kurz nach 12.00 Uhr trafen die ersten französischen Panzer, über die Lehenstraße kommend auf dem Rathausplatz ein. In der Nacht vom 21. auf 22. April 1945 gingen die Häuser Dernbach, Hauger, Hauser in der Max Egon Straße und


Zeppelinstraße im Jahr 1947, Zeichnung W. Merz-Ziegler (Stadtarchiv)

das Haus des Fotografen Schwarz in Flammen auf. Keine Feuerwehr konnte Hilfe bringen, denn das Kriegsrecht herrschte in Donaueschingen. Die Bilanz der letzten schrecklichen Kriegstage zeigt, was menschliche Unzulänglichkeit zustande bringt:

Not und Elend. Viele Menschen, Bürger und Soldaten, die ihr Leben ließen, klagen an. 124 ganz und 719 teilweise zerstörte Gebäude zählten zum materiellen Schaden.

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Die Geschichte von 1946 - 1982 Langsam nahm die Tätigkeit der Wehr wieder ihre gewohnte Ordnung an, allerdings unter den Anweisungen und der Kontrolle der Militärregierung. Die erste Verwaltungsratssitzung nach dem Kriege fand am 21. Oktober 1945 im Gasthaus Linde statt. Die politischen Veränderungen haben auch eine Neubesetzung der Stelle des Kreisfeuerlösch-lnspektors notwendig gemacht. Der Landrat hat den früher zum Löschzug Allmendshofen gehörigen Hermann Ailinger zum vorläufigen Kreisbrandmeister bestellt. Dem früheren Kreiswehrführer und Wehrführer Alfons Keßler wurde durch Bürgermeister Meßmer seine Verabschiedung am 29. Mai 1946 zugestellt. Es erfolgte überhaupt eine umfassende Neueinteilung der Wehr. Am 29. September fand eine große Herbstübung an der Bürstenfabrik Locherer statt unter der Beteiligung von je einer Gruppe der Feuerwehren aus Hüfingen und Bräunlingen. Angeordnet war die Übung von der französischen Militär-Regierung und der Landesfeuerlöschdirektion. Im März 1947 bahnte sich eine Veränderung in der Wehr an, die sich am 1. April 1947 voll auswirkte. Im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Kommandanten Wilhelm Dilger ergab sich durch Anordnung der Militär-Regierung innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr einschneidende Veränderungen, die die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr seither nicht kannte. Viele Kameraden durften ihren Dienst in der Feuerwehr nicht mehr leisten, da sie unter das Entnazifizierungs-Gesetz fielen. Die Feuerwehr musste von Grund auf neu organisiert werden. Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr wurde von Bürgermeister Meßmer dem Kameraden Alois Hock übertragen, dem seinerseits die Aufgabe oblag, neue Männer für die Wehr zu werben, die nicht unter die Entnazifizierung fielen. Monatlich wurden jetzt 2 Übungen abgehalten, um die neuen Wehrmänner auszubilden. Zu Ende des Jahres 1946 wurde in der Siedlung ,,Schluch“ eine Hydrantenstation eingerichtet und eine Löschgruppe aufgestellt. Im Dezember am Kameradschaftsabend in der ,,Traube“ wurde auf das 90jährige Bestehen der Wehr hingewiesen. Der Mannschaftsbestand war damals 130 Mann. Der trockene Sommer des Jahres 1949 brachte verhältnismäßig viele Wald- und Flächen-Brände. Beim 90jährlgen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Säckingen

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wurden zum ersten Male Wettkämpfe durchgeführt, daran beteiligte sich auch eine Gruppe der Wehr. Bei den Leistungswettkämpfen im Oktober wurde die Gruppe von Donaueschingen Kreisbester. Überlandhilfe wurde meist mit der Drehleiter und der darauf befindlichen TS 8 geleistet, da die Magirusspritze auf große Strecken zu langsam war. Im Sommer des Jahres 1950 wurde vom Gemeinderat die Anschaffung eines modernen Löschfahrzeuges beschlossen. Eine Gruppe nahm an den Landeswettkämpfen teil. Das neue Löschfahrzeug LF 15 konnte im Oktober der Wehr übergeben werden. Über das Jahr 1951 liegen keine wesentlichen Aufzeichnungen vor. 1952 wurde die Wehr nur dreimal zu Einsätzen gerufen, das war die geringste Anzahl von Alarmen seit 29 Jahren. Die angestandene Wahl des Kommandanten brachte keine Veränderung. Kommandant blieb Haupt-Brandmeister Alois Hock, sein Stellvertreter Oberbrandmeister Otto Weibel. Die Stadt Donaueschingen hat seit dem Kriegsende 100.000 DM für die Feuerwehr aufgewendet. Am 6. Januar1953, dem Dreikönigstag, wurde in Geisingen der Kreisfeuerwehrverband gegründet. Eine Abordnung der Wehr nahm am Bundesfeuerwehrtag in Ulm teil. 1954 äußerte die Feuerwehr den Wunsch, ein Tanklöschfahrzeug zu beschaffen. Der Brand der Festhalle am 20. März 1955 forderte die Männer. Das Jahr 1956 brachte für die Wehr neben dem üblichen Übungsbetrieb auch verschiedene Einsätze. Beim Kreisfeuerwehrfest 1957 in Furtwangen erreichte die Wettkampfgruppe die höchstmögliche Punktezahl. 1956 feierte man 100jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen in einer würdigen Form. Verbunden war das Jubiläum mit dem Kreisfeuerwehrtag. Am 17. Mai waren Wettkämpfe und am Abend ein großes Festbankett in der Stadthalle, dabei wurde von Bürgermeister Schrempp der Wehr die neue Funkalarmanlage übergeben. Sonntags zog ein großer Festzug durch die Straßen der Stadt und endete mit einem kameradschaftlichen Beisammensein in der Stadthalle. Mit einem Bunten Abend wurden die Festlichkeiten beschlossen.


ger aus Hüfingen. Bei der Generalversammlung 1961 wurde Kommandant Hock und sein Stellvertreter Ludwig Utz mit überwiegender Mehrheit wiedergewählt. Mitte Dezember wurde das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16 Daimler-Benz-Metz in Dienst gestellt. Die Feuerwehr Donaueschingen hatte seit ihrer Gründung noch nie eine Fahne, doch nun wurde nach einem Entwurf des damaligen Stadtbaumeisters Mauritius und der Initiative von Oberbrandmeister Ludwig Aigner eine Standarte geschaffen. Träger der Standarte wurde Hubert Dold. In den Jahren 1962 und 1963 waren keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. 1964 wurde Kommandant Hock mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold für 40jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Bei der Hauptversammlung 1966 stellte sich aus Altersgründen Kommandant Hock nicht mehr zur Wahl. Neuer Kommandant wurde Ludwig Utz und Stellvertreter Rudolf Schlatter. Beide wurden auch an diesem Tag mit dem Ehrenzeichen in Silber für 25jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Alois Bock wurde zum Ehrenkommandanten ernannt, der im Januar 1967 noch die Übergabe des neuen Gerätehauses leitete. Im selben Jahr wurde das kreiseigene Ölwehrfahrzeug bei der Donaueschinger Wehr in Dienst gestellt. Im Jahre 1969 verlagerten sich die Einsätze rapid von den eigentlichen Bränden zu den Hilfeleistungen und Ölwehreinsätzen. 1970 wurde mit den französischen Streitkräften und dem Roten Kreuz eine Großübung am Lazarett abgehalten. Ferner beteiligte sich die Wehr an der groß angelegten Katastrophenübung ,,Schwarzwälder Kirsch“. Nach der vergangenen Amtsperiode wurden 1971 Kommandant Utz und sein Stellvertreter Schlatter auf weitere 5 Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Die Wehr hatte im selbigen Jahr 122 Einsätze zu verzeichnen. Brand der Stadthalle am 20. März 1955

Zu einem geselligen Beisammensein trafen sich die Wehrmänner mit ihren Frauen am 10. Januar im Hotel ,,Schützen“. Bis Ende des Jahres 1959 funktionierte die drahtlose Alarmanlage immer noch nicht 100%ig, man erwog eine Rückgabe an die Herstellerfirma. Durch den Umtausch gegen andere Empfangsgeräte für die Funkanlage im Jahre 1960 sind der Stadt Mehrkosten in Höhe von 10.000 Mark entstanden. 1961 legte Kreisbrandmeister Hermann Ailinger sein Amt nieder. Neuer Kreisbrandmeister wurde der Zimmermeister Lukas Riedlin-

Mit der Kreisreform 1973 fand auch ein Wechsel in der Kreisführung statt. Der langjährige Kreisbrandmeister des ehemaligen Landkreises Donaueschingen verzichtete auf eine weitere Kandidatur und so wurde Kurt Hog aus Villingen Kreisbrandmeister im neuen Schwarzwald-Baar-Kreis. Durch die Gemeindereform im Jahre 1972 wurden die Gemeinden Aasen, Grüningen, Heidenhofen, Hubertshofen, Pfohren und Wolterdingen zur Stadt Donaueschingen eingemeindet. Somit wurden auch die Feuerwehren als selbständige Abteilungen in die nun sogenannte Gesamtwehr eingegliedert. Komman-

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Gruppe beim Kreisfeuerwehrtag 1959 in Hüfingen

dant der Gesamtwehr wurde der Kommandant der Stadtwehr Ludwig Utz, der 1973 zum Stadtbrandmeister befördert wurde. Im selbigen Jahr wurde eine Metz Drehleiter DL 30 auf Daimler-Benz Fahrgestell für 240.000 DM angeschafft. 1974 konnte man eine Jugendfeuerwehr gründen. Abschied nehmen musste die Wehr von ihrem langjährigen tüchtigen Schriftführer Oberbrandmeister Karl Leute, der an einem Herz-

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versagen gestorben ist. Sein Nachfolger wurde der damalige Oberlöschmeister Wilhelm Müller. Ein neues Feuerlöschfahrzeug vom Typ LF 16 TS bekam die Wehr im Jahre 1976. Im November des Jahres wurde die Wahl des Gesamt-Kommandanten in der Donauhalle durchgeführt. Alle Stadtteilwehren, jetzt auch Neudingen, waren anwesend.


Gesamtkommandant wurde Ludwig Utz und sein Stellvertreter Rudolf Schlatter. Die Jahresbilanz für das Jahr 1977 sah wie folgt aus. 44 Einsätze, 46 Sicherheitswachen und Sonderdienste bei den jährlichen Großveranstaltungen, dem Reitturnier und beim Marathonlauf in Bräunlingen. Die damalige Mannschaftsstärke betrug 111 Mann. Die Zahl der Einsätze von 64 im Jahre 1978 ging 1979 auf 34 zurück, davon waren 1/3 Öleinsätze. Am Kameradschaftsabend im November 1979 wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold, für 40jährige Dienstzeit die Kameraden Kommandant Ludwig Utz, sein Stellvertreter Rudolf Schlatter und Oberlöschmeister Erwin Wehrle ausgezeichnet. Noch gegen Ende des Jahres wurden die ersten Probealarme über die viel umstrittene Feuerwehrleitstelle in Villingen gegeben, bis sie 1980 voll zum Einsatz kam. Damit hat die eigenständige Alarmierung der Wehr aufgehört. Die Jugendfeuerwehr nahm an den Landeswettkämpfen teil und qualifizierte sich für die Bundesausscheidungen im Jahre 1981. Tiefe Bestürzung allerseits, brachte die Nachricht vom Tode des Kreisbrandmeisters Kurt Hog. Bei der Einsatzfahrt zu einer Brandstelle in Donaueschingen kam es zu einem Verkehrsunfall, wo er sich tödliche Verletzungen zugezogen hatte. Die Amtsgeschäfte des Kreisbrandmeisters übernahm Gottlieb Rombach aus Schonach. Änderungen gab es im November in der Führungsspitze der Wehr. Kommandant Utz legte das Amt als Abteilungsleiter der Stadtwehr nieder. Für ihn wurde Rudolf Schlatter zum neuen Abteilungsleiter der Stadt gewählt, sein Stellvertreter wurde Oberlöschmeister Joachim Wicher. Die im Dezember stattgefundene Gesamt-Kommandanten-Wahl mit den Ortsteilwehren brachte keine Änderungen. Kommandant blieb Utz, Stellvertreter Schlatter. Laut Satzung konnte im Jahre 1982 eine Altersmannschaft gegründet werden, deren Abteilungsleiter Brandmeister Franz Schilling wurde. Im laufenden Jahr wurde verstärkt Wert auf die Ausbildung und den Übungsdienst gelegt. Eine Gruppe Bronze und eine Gruppe Silber beteiligten sich bei den Leistungswettkämpfen. Bei einem Internationalen Wettkampf wurde eine Bronze-Medaille erworben. Im Herbst fand eine Großübung am Altenheim St. Michael mit der Rot-Kreuz-Bereitschaft statt, dabei kam die Einsatzbereitschaft beider Organisationen demonstrierend zur Geltung. Zum Ende des Jahres wurde an die Stadtwehr ein neues Löschfahrzeug von der Bauart LF 16 durch Bürgermeister Dr. Bernhard Everke übergeben. Dafür musste das LF 16

Gemeinschaftsprobe mit dem DRK am Lazaret im Jahr 1970

TS mit Vorbaupumpe an die Abteilung Wolterdingen abgegeben werden. Das Jahr 1982 schloss mit dem Jahresbericht des Abteilungsleiters Rudolf Schlatter ab. Der Mitgliederstand vom 30. November 1982 betrug 97 aktive Feuerwehrangehörige, die Altersabteilung mit 8 Angehörigen und die Jugendfeuerwehr mit 22 Angehörigen. Die Wehr hatte 55 Einsätze und 41 Fehlalarme zu verzeichnen. Der Fahrzeugbestand: LF 16, DL 30, TLF 16, LF 15, GW Öl und ELF wurden in das Jubiläumsjahr 1983 übernommen.

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1983 Im Jahre 1983 konnte die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen ihr 125jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass wurde der Kreisfeuerwehrtag in der Donaustadt ausgerichtet. Vom 08. bis zum 11. Juli beging man dieses Jubiläum mit bekannten Künstlern aus Rundfunk und Fernsehen in einem bunten Rahmenprogramm. Am Samstag wurden die Leistungswettkämpfe zum Erwerb der Leistungsabzeichen ausgetragen. Mit einem Gottesdienst und einem großen Umzug durch die Stadt fand das Fest am Sonntag seinen Höhepunkt. Am Samstag den 10. September ereignete sich auf der B31 ein schwerer Busunfall. Eine Reisegruppe verunglückte kurz

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vor der Abfahrt Pfohren, wo die neue Umgehung kurz vor ihrer Eröffnung stand. Am Übergang, wo der bereits fertiggestellte neue Straßenbelag in einen noch abgefrästen Bereich überging, kam der Reisebus auf regennasser Fahrbahn ins schleudern. Nach einem Überschlag blieb das Fahrzeug im gegenüberliegenden Straßengraben an einem Baum liegen. Von den 43 im Bus befindlichen Fahrgästen wurden 36 verletzt, elf davon schwer. Neben einem Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch 3 Rettungshubschrauber im Einsatz.


1984 In der Nacht zum Karfreitag ereignete sich ein Schadensfeuer großen Ausmaßes in Pfohren. Eine drei Anwesen umfassende Häuserzeile brannte bis auf die Grundmauern nieder. Im ausgetrockneten Fachwerkgebälk der 270 Jahre alten Gebäude fanden die Flammen rasch Nahrung und breiteten sich mit rasender Geschwindigkeit aus. Fast 200 Schweine und 33 Rinder konnten nicht mehr in Sicherheit gebracht werden und fielen dem Brand zum Opfer. Der Feuerschein war weithin über die Baar zu sehen, was über tausend Schaulustigen an den Unglücksort zog. Neben den Feuerwehren aus Pfohren und Donaueschingen waren auch Kräfte aus Hüfingen, Bad Dürrheim und Schwenningen im Einsatz. Ein großes Problem stellte am nächsten Tag die Beseitigung der Tierkadaver dar. Aufgrund des Feiertages war die staatliche Tierkörperbeseitigungsanstalt nicht besetzt. Außerdem konnte wegen des Sonntagsfahrverbotes kein Container zum Abtransport angefahren werden. Dies war erst nach großem bürokratischem Aufwand und der Ausstellung einer Sondergenehmigung durch die Polizei möglich.

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Ein Beinahe-Unglück ereignete sich am Morgen des 4. Juli am Güterbahnhof. Aus einem Kesselwaggon trat an einem ungenügend verschlossenen Kesseldeckel, an welchem vier Verschlussschrauben fehlten, eine Flüssigkeit aus. Hierbei handelte es sich um Butylacetat. Bei einem Ausdampfen dieser Flüssigkeit ab 21°C herrscht Explosionsgefahr. Um die Gefahr zu bannen wurde der Waggon mit Schaum gekühlt. Für eine knappe Stunde wurde der komplette Straßenverkehr im Umkreis der Unglücksstelle sowie der gesamte Zugverkehr im Bahnhof lahmgelegt.

Am 14. Juni konnte das neue Löschfahrzeug LF 16-TS in Empfang genommen werden.

Nur einen Tag später kam es auf der Bundesstraße 27 zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein Zusammenprall zwischen einem Kleinbus und einem Lastwagen forderte vier Todesopfer. Der Lastwagen war zwischen der Ausfahrt Donaueschingen Nord und Donaueschingen Mitte auf die Gegenfahrbahn geraten. Der aus Richtung Blumberg kommende Kleinbus konnte nicht mehr ausweichen und stieß frontal mit dem Lastwagen zusammen. Drei Fahrzeuginsassen konnten nur noch tot aus den Fahrzeugwracks geborgen werden, ein weiterer Mitfahrer verstarb einen Tag später im Krankenhaus. Vier weitere Insassen wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Zur Überlandhilfe wurde die Donaueschinger Wehr am Abend des 23. Juli von den Kollegen aus Bräunlingen gerufen. Dort stand die Werkshalle der Firma Spadinger Elementebau in Brand. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehren aus Bräunlingen, Döggingen, Donaueschingen und Hüfingen konnten die Werkshalle und der angebaute Bürotrakt nicht gehalten werden und wurden komplett zerstört.

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Zu einem Zwischenfall im Chemiesaal der Realschule kam es am Vormittag des 13. November. Bei einem Versuch geriet ein erbsengroßes Stück Phosphor in Brand, Teile davon spritzen in Folge dessen in Richtung der Schüler und verteilen sich auf dem Boden des Klassenzimmers. Dem Lehrer gelang es zwar die Flammen zu löschen, jedoch blieb das in sehr starker Konzentration tödliche Gas Phosphorpentoxid zurück. Wegen akuter Brandgefahr durch Phosohor wurde die Feuerwehr alarmiert. Unter Atemschutz wurde der Chemiesaal von den Phosphorresten befreit. Die betroffenen Schüler wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Eine Feuerwehrepoche endete bei der Generalversammlung der Gesamtwehr im November. Der bisherige Gesamtkommandant Ludwig Utz und sein Stellvertreter Rudi Schlatter schieden nach 20 Jahren aus Ihren Ämtern. Für ihre Verdienste um die Allgemeinheit wurden sie mit der Silbernen Medaille der Stadt Donaueschingen geehrt.


1987 Millionenschaden entstand beim Brand zweier Bauernhöfe im Ortsteile Neudingen. In den frühen Morgenstunden des 16. Juli gingen die aneinandergebauten Gebäude in Flammen auf. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Teil des Inventars sowie das gesamte Vieh gerettet werden. Die Dachstühle brannten jedoch komplett aus. Ursächlich für den Brandausbruch war eine Selbstentzündung des im Ökonomieteil eingelagerten Heus. Im Herbst wurde der Gerätewagen Gefahrgut des Landkreises in Dienst gestellt, welcher Aufgrund der günstigen

Verkehrslage in Donaueschingen stationiert wurde. Ein weiteres Landwirtschaftliches Anwesen wurde während des Dorffestes in Aasen in der Nacht zum 20. September ein Raub der Flammen. Der Stall und die Scheune standen innerhalb kürzester Zeit im Vollbrand, genährt von der hölzernen Dachkonstruktion und dem eingelagerten Heu, und brannten komplett nieder. Das Wohnhaus und eine weitere Scheune konnten von den Löschmannschaften gehalten werden. 18 Stück Vieh fielen dem Feuer zum Opfer.

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Eine Explosion, ausgelöst durch Benzindämpfe, forderte am 19. April ein Menschenleben. Durch die Verpuffung war das erste Obergeschoss eines Wohnhauses in Brand geraten. Ein zur Brandbekämpfung vorgehender Trupp fand am Ort des Geschehens einen leblosen Körper. Die sofort durch den Notarzt eingeleiteten Wiederbelebungsversuche blieben jedoch ohne Erfolg, er konnte nur der Tod feststellen. Die Wohnung wurde durch die Explosion schwer beschädigt.

Ein altes Bauernhaus in der Bräunlinger Straße wurde in diesem Jahr Opfer eines Schadenfeuers. Dadurch wurde eines der letzten landwirtschaftlichen Anwesen innerhalb der Kernstadt zerstört.

Der Fahrzeugpark wurde in diesem Jahr um einen Mannschaftstransportwagen erweitert.

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Sachschaden in Millionenhöhe richtete ein Brand im Einkaufscenter Krone an. Kurz vor Jahreswechsel brach im Aussenlager des Kaufhauses ein Feuer aus. Angefacht durch starke Windböen griff das Feuer auf das Dach des Gebäudes über und breitet sich rasch auf das Innenlager aus, bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte das Lager lichterloh. Neben starker Rauchentwicklung wurden die Löschmaßnahme ferner durch explodierende Gasflaschen und Feuerwerkskörper erschwert, die bereits für das bevorstehende Silvesterfest eingelagert waren. Zusätzlich zum entstandenen Brandschaden wurde durch die starke Rauchentwicklung ein hoher Inventarschaden innerhalb der Verkaufshallen verursacht. Der Markt musste für mehrere Tage seine Pforten schließen.


1990 Vom sogenannten Jahrhunderthochwasser blieb auch Donaueschingen nicht verschont. Auf einen kalten Winter mit viel Schnee im Schwarzwald folgte plötzlich Tauwetter in Verbindung mit Regen. Das anfallende Schmelzwasser konnte vom noch gefrorenen Boden nicht aufgenommen werden und ließ die Pegel der Flüsse stark anschwellen. Auch Brigach und Breg, die im Donaueschinger Schlosspark zusammenfließen und letztendlich die Donau bilden, traten über ihre Ufer und sorgten für zahlreiche Einsätze für die Donaueschinger Wehr.

schen im weiteren Umkreis zu Atembeschwerden und Augenreizungen. Das Firmengebäude wurde samt Maschineninventar durch den Brand zerstört sowie die auf dem Freigelände gelagerten Materialien. Eine weitere Überlandhilfe wurde in diesem Jahr beim Brand des Kaufringes in Schwennigen geleistet.

Zu einem Großeinsatz wurde die Donaueschinger Wehr von den Kameraden aus Hüfingen in den frühen Mittagstunden des 20. Juli angefordert. Schon von weitem wies eine tiefschwarze Rauchsäule den Weg zur Einsatzstelle, verursacht von einem Brand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb. Eine plötzliche Explosion verschärfte die Situation vor Ort noch. Außerdem konnte aufgrund der bei der Verbrennung von Polyester, Styrol und Komponenten von Härtemitteln entstehenden ätzenden Dämpfe nur unter Atemschutz agiert werden. Diese sorgte auch bei vielen Men-

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1991 Über ein Ereignis, welches bei einer Freiwillige Feuerwehr wohl eher zur Seltenheit gehört, konnte man sich im Jahre 1991 freuen. Gleich zwei neue Fahrzeuge konnten in Empfang genommen werden. Zum einen war dies der RW 2, mit welchem

man nun für fast jede technische Hilfeleistung bestens gerüstet ist. Des Weiteren wurde der SW 1000 in Dienst gestellt.

Flugzeugabsturz im Jahr 1992

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1992 Das neue Jahr war gerade einmal etwas mehr als eine Stunde alt, als der erste große Einsatz des Jahres anstand. Der Dachstuhl des Bahnhofhotels stand in Flammen. Da die Räume als Unterkunft für Asylbewerber dienten, musste von verstärkter Menschenrettung ausgegangen werden. Glücklicherweise hatte sich bereits alle Bewohner selbst in Sicherheit bringen können oder waren aufgrund der Silvesternacht nicht anwesend. Ein Feuerwehrmann wurde jedoch verletzt als er durch den durchgebrannten Boden in das darrunterliegende Stockwerk brach. Der komplette Dachstuhl wurde ein Raub der Flammen. Bereits wenige Tage später brannte erneut eine Asylbewerberunterkunft. In einem ehemaligen Gasthaus im Ortsteil Pfohren, das durch die Stadt zur Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen genutzt wurde, war ein Brand ausgebrochen. Auch hier waren bereits alle Bewohner bereits in Sicherheit. Durch den Brand wurde das ganze Haus unbewohnbar, was eine Unterbringung der Asylbewerber in anderen Unterkünften notwendig machte.

In die Nachbarstadt Bräunlingen wurden die Donaueschinger Floriansjünger in der Nacht zum 05. September gerufen. Aus den Werkshallen der Firma Spadinger, die bereits wenige Jahre zuvor durch einen Großbrand zerstört worden waren, schlugen die Flammen weithin sichtbar in den Himmel. Unter Einsatz der Feuerwehen aus Bräunlingen, Döggingen, Hüfingen und Schwenningen wurde der Brand bekämpft. Das durch eine Brandwand abgetrennte Bürogebäude sowie das Sägemehlsilo konnten vor der Zerstörung bewahrt werden, die Brand Firma Spadinger, Bräunlingen (Foto Fischer)

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1992 Fabrikationshalle war jedoch nicht mehr zu retten und wurde komplett vernichtet. Einen ihrer traumatischsten Einsätze erlebte die Feuerwehr Donaueschingen am Sonntag, den 05. September. Auf dem Autobahnzubringer kam ein Reisebus kurz vor der Abfahrt auf die B 27/33 ins Schleudern und kippte auf die Leitplanke, die den Bus von vorne bis hinten aufschlitzte. Die vielen Verletzten und Toten, die teilweise schwer entstellt und verstümmelt wurden, boten den zahlreichen Rettungskräften ein Bild des Grauens. 53 Personen wurden mühsam aus dem auf der Seite liegenden Bus befreit. Beim schwersten Busunglück in Deutschland seit 1959 kamen 20 Menschen ums Leben.

Busunglück auf der Autobahnabfahrt bei Donaueschingen

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1993 Im Jahr 1993 wurde die Feuerwehr durch zahlreiche Brandstiftungen in Atem gehalten. Neben mehreren Feldscheunen, die teilweise nur wenige Minuten nacheinander in Flammen aufgingen, waren unter anderem auch das Krone-Center, die

Fürstenberg-Brauerei, die Zentralgenossenschaft und eine Landwirtschaft in der Dürrheimer Straße von Bränden betroffen.

Brand bei der Fürstenberg Brauerei

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1994 Ein Feuer im Silo der Zentralgenossenschaft hielt die Kameraden am 25. Juli in Atem. Fast genau ein Jahr, nachdem im alten ZG-Komplex durch Brandstiftung Millionen- schaden entstanden war, drangen dichte Rauchschwaden aus dem rapsgefüllten Silo. Eine große Gefahr bestand darin, dass sich der Brand durch die Lüftungsrohre weiter ausbreitete. Um den Brandherd besser zu erreichen wurden über die Drehleiter Löcher in die Blechwand des Silos geschnitten. Um weitere Brandnester ausschließen zu können musste dass Silo bis in die Abendstunden hinein geleert werden. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Nachmittag des 27. September auf der B31 bei Pfohren. Ein vollbeladener Kleintransporter kam ins Schleudern. Ein Pkw konnte nicht mehr bremsen und raste mit voller Wucht in den Kleintransporter. Auch ein unbeladener Langholzlaster erfasste den

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Brand einer Scheune hinter dem Gasthaus Hirschen

Transporter und drückte diesen in die Böschung. Die Beifahrerin des Pkw und die drei Insassen des Kleintransporters verloren bei diesem Unfall ihr Leben. Die Toten mussten mittels hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugwracks geborgen werden. Die Bundesstraße war rund fünf Stunden komplett gesperrt.


1995 Nach der Flut von 1990 wurde Donaueschingen im Januar erneut von einem größeren Hochwasser heimgesucht. Durch starke Regenfälle stiegen die Flusspegel im Laufe des Nachmittags des 25.01. stetig an. Am frühen Nachmittag fand sich eine kleine Einsatzbereitschaft im Gerätehaus ein. Ebenfalls wurden 50 Mann des Jägerbatallions der Bundeswehr in Bereitstellung gesetzt. Mit dem weiteren Ansteigen der Pegel kamen die Einsätze nun Schlag auf Schlag, mittlerweile waren sämtliche Fahrzeuge im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Den Scheitelpunkt erreicht die Hochwasserwelle um 23:50 Uhr. Im Laufe der Nacht entspannte sich die Lage langsam. Trotzdem waren die Kameraden noch bis zum folgenden Abend an verschiedenen Einsatzstellen gebunden. Ein Brand am 13. April legte die Lagerhalle der Firma Mall in Schutt und Asche. Bereits bei eintreffen des ersten Fahrzeuges stand der Dachstuhl des Gebäudes auf eine Länge von 50m im Vollbrand. Mittels der Drehleiter wurde ein Riegel zu den angrenzenden Verwaltungs- und Verkaufsräumen des angrenzenden Baumarktes aufgebaut. Das Feuer fraß sich jedoch durch einen Zwischendeckenbereich im Bitumendach immer weiter vor. Erst ein massiver Schaumeinsatz konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern. Um eine weitere Gefahr der Brandausbreitung durch die Zwischendecke zu verhindern wurde das Dach mit einem Bagger eingerissen. Der Baumarkt konnte gehalten werden und wurde lediglich durch geringfügig eindringendes Wasser in Mitleidenschaft gezogen.

in Neudingen. Der Brand war in der Mischerei für Rohgummi ausgebrochen und breitete sich schnell auf das ganze Produktionsgebäude aus. Durch einen massiven Löscheinsatz konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Produkt- und Rohstofflager verhindert werden. Neben der Feuerwehr Neudingen waren Einsatzkräfte aus Donaueschingen, Pfohren, Wolterdingen und Schwenningen im Einsatz.

Ein Großfeuer zerstörte in den frühen Morgenstunden des 4. Dezember die Produktionshalle der Südbadischen Gummiwerke

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1996 Unglück hatte ein Häuslebauer Anfang des Jahres in der Talstraße. In fünfjähriger Eigenarbeit hatte er ein altes Bauernhaus zur Reihenhauszeile umgebaut und stand kurz vor der Vollendung, als am 15. Januar der Dachstuhl abbrannte. Bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs stand er Dachstuhl und das Obergeschoss der linken Gebäudehälfte bis zur Brandmauer in Vollbrand. Mit der Drehleiter wurde eine Riegelstallung zur rechten Gebäudeseite aufgebaut. Mehrere Trupps waren im Innen- und Außenangriff zur Brandbekämpfung im Einsatz. Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern wurde über die Drehleiter die Dachhaut geöffnet und der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Einen Einsatz für die Gefahrgutgruppe gab es am Mittag des 25. Januar bei der Firma Sto. Bei der Entladung eines Silofahrzeuges gab ein Füllstutzen nach und der Inhalt – ein weißes Pulver – hüllte die nähre Umgebung in eine Pulverwolke. Da nicht bekannt war um was es sich bei dem Pulver handelte wurde zunächst die Einsatzstelle großräumig abgesperrt. Als sich herausstellte, dass ein Bindemittel zur Farbherstellung ausgetreten war, konnte auf die Verwendung von Vollschutzanzügen verzichtet werden und man konnte sich auf Feinstaubmasken beschränken. Die Reinigung der Einsatzstelle und der kontaminierten Gebäudefronten der angrenzenden Firmen zog sich noch bis in die Abendstunden hin. Ein Großbrand zerstörte im 22. Juni einen Großteil des Gebäudes, in dem auch der Lidl Einkaufsmarkt seine Verkaufsräume hat. Der Dachstuhl war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits durchgebrannt. Sofort wurde mittels Wasserwerfer vom Fahrzeugdach und dem Wendestrahlrohr der Drehleiter der Brand von Außen bekämpft. Durch einen gezielten Innenangriff, der wegen ständig herabstürzender Teile nur mit äußerster Vorsicht möglich war, konnte eine Ausdehnung des Brandes auf den eigentlichen Einkaufsmarkt im Erdgeschoss verhindert werden. Im Einsatz waren auch die Drehleiter aus Bad Dürrheim sowie die alte Drehleiter aus Wolterdingen aus dem Jahre 1939.

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Am 12. Juli konnte das neue Feuerwehrgerätehaus an die Wehr übergeben werden. Die Planung und Bauleitung oblag dem Stadtbauamt. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wurde ein funktionsgerechtes Bauwerk geplant und erstellt. Der Grundstückszuschnitt, das bereits vorhandene Gebäude und die Erfordernisse der Feuerwehr wurden dabei berücksichtigt. Im Kellergeschoss befinden sich die Lagerräume. Das Obergeschoss enthält die notwendigen Verwaltungs- und Sozialräume, die neue Atemschutzwerkstatt, Einrichtungen für die Jugendfeuerwehr sowie den Aufenthaltsraum. Alle Geschosse sind auch durch einen Aufzug erreichbar. Bautechnische Besonderheiten waren die Unterfangungsarbeiten der kompletten Rückwand des bestehenden Gebäudes sowie das Entfernen der tragenden Rückwand im Erdgeschoss. Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus ist die Feuerwehr für ihre zukünftigen Aufgaben bestens gerüstet.

Gerätehausanbau, Ansicht von der Spitalstraße


1997 schingen versuchten der Flammen Herr zu werden. Der Viehbestand konnte größtenteils von den Hubertshofener Kameraden gerettet werden, lediglich ein paar Stallhasen und ein Kalb fielen dem Brand zum Opfer. Bei beiden Bränden wurden die Gebäude trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr fast gänzlich zerstört.

Gleich zwei Brände von Ökonomiegebäuden forderten in diesem Jahr die Kameraden der Kernstadtwehr. Ein unbewohntes Ökonomiegebäude stand in der Nacht auf den 16. Mai in Flammen. Der Dachstuhl und der landwirtschaftliche Gebäudeteil standen im Vollbrand, genährt von größeren Mengen von losem Heu und Stroh. Um ein Übergreifen des Brandes auf das Nachbargebäude zu verhindern wurde eine Riegelstellung aufgebaut. An einen Innenangriff war aufgrund der akuten Einsturzgefahr nicht zu denken. Nur knapp zwei Monate später verursachte ein Blitzschlag den Vollbrand eines Ökonomiegebäudes im Ortsteil Hubertshofen. Einsatzkräfte aus Hubertshofen, Wolterdingen und Donaue-

Einen Toten forderte ein Verkehrsunfall am 27. Mai an der Ortseinfahrt Wolterdingen. Das Fahrzeug war ins Schleudern geraten und blieb mit eingedrückter Beifahrerseite an einem Baum liegen. Der Fahrzeugführer wurde dabei schwer verletzt in seinem Wagen eingeklemmt. Unter Einsatz der Kameraden aus Donaueschingen und Wolterdingen konnte dieser nach kurzer Zeit befreit werden, er verstarb jedoch kurze Zeit später im Krankenhaus. Durch das Engagement einiger computerbegeisterter Kameraden konnte im Sommer die Internetseite der Feuerwehr Donaueschingen ins Netz starten. Auf dieser kann sich die Allgemeinheit ein Bild über die Feuerwehr Donaueschingen machen. Der Seite wurden über die Jahre immer mehr Informationen hinzugefügt und der Aufbau zeigte sich immer professioneller. Die aktuelle Homepage kann unter der Adresse www.feuerwehr-donaueschinge.de besucht werden.

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1998 Ein brandreiches Jahr erlebte Donaueschinger Wehr auch im Jahr 1998. Bereits im Januar waren die Kameraden gefordert als sie von der Feuerwehr Hüfingen zur Überlandhilfe angefordert wurden. Eine Werkshalle der F.F. Holzindustrie stand in Brand. Schon nach kurzer Zeit wurde Gesamtalarm ausgelöst, so dass sämtlich verfügbaren Kräfte der Feuerwehren Hüfingen und Donaueschingen gegen das Flammenmeer ankämpften. Ein besonderes Augenmerk lag darauf die Brandausbreitung auf andere Werkshallen zu verhindern, da ein holzverarbeitender Betrieb naturgemäß über eine sehr hohe Brandlast verfügt. Komplett zerstört wurde ein Ökonomiegebäude im Teilort Pfohren. In unmittelbarer Nähe war das Dorffest in vollem Gange als das Gebäude durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt wurde. Obwohl die durch Besucher des Dorffestes alarmierte Feuerwehr nach wenigen Minuten vor Ort war, stand das Ge-

bäude bereits im Vollbrand. Eine direkt an das Gebäude angebaute Tierarztpraxis konnte gehalten werden, für 36 Schweine gab es jedoch keine Rettung mehr. Ein Kellerbrand einem großen Wohnblock hielt die Wehr am 12. September in Atem. Der Brand war zwar nicht sehr groß, wie sich später herausstellen sollte. Jedoch kam es zu starker Rauchentwicklung, wodurch viele Bewohner nicht ins Freie flüchten konnten. Sie standen an den Fenstern und auf den Balkonen und schrieen um Hilfe. Insgesamt mussten 17 Personen durch die Feuerwehr gerettet werden. Ein Einsatz, der sich Stadtteil Aufen ereignete, blieb einigen Kameraden wohl länger in Erinnerung, weniger durch die Dramatik dieser Hilfeleistung als durch die Geruchsbelästigung. Auf einem landwirt- schaftlichen Anwesen war eine Gülleleitung auseinander gegangen. In Folge dessen ergossen sich 10.000 Liter Gülle über den Hof und die tiefer gelegene Straße. Die übelriechende Flüssigkeit wurde mit Sägespänen abgestreut und mit Hilfe von Schneeschiebern und einem Schaufellader zu einem großen Berg zusammengetragen. Ein neues Fahrzeug konnte die Wehr im Sommer entgegennehmen. Nach 25jähriger Dienszeit wurde die alte DL30 durch eine neue DLK23/12 ersetzt. Die Ersatzbeschaffung war seit langem erwartet worden, da die alte Drehleiter immer Aussetzet aufzeigte. Mit der neuen Drehleiter steht der Feuerwehr Donaueschingen nun wieder ein modernes Rettungsgerät zur Verfügung.

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1999 Das Jahr 1999 stand ganz im Zeichen des Feuerwehrnachwuchses. Die Jugendfeuerwehr Donaueschingen feierte in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen und hatte daher die Jugendwehren des Landkreises Schwarzwald-Baar zum großen Zeltlager geladen. Unzählige Stunden der Planung, Organisation und Vorbereitung waren notwendig, bevor am 2. Juni dieses Großereignis beginnen konnte. Bewusst war der Termin auf die Pfingstfeiertage gelegt worden, um den Jugendlichen ein viertätiges Erlebnislager der Superlative zu bieten. So wuchs innerhalb kurzer Zeit auf dem Reitturniergelände eine beeindruckende Zeltstadt. Egal ob Stadtrallye, Filmeabend, Lagerdisco, Wettkämpfe oder einfach nur das gemeinsame Sitzen am Lagerfeuer – die vielen hundert Nachwuchslöscher aus dem gesamten Kreisgebiet verbrachten nicht zuletzt auch aufgrund des guten Wetters vier tolle Tage in Donaueschingen. Und so wohlwollend Petrus mit den Jugendlichen während des Zeltlagers war, so stürmisch endete das Jahr, nicht nur in Donaueschingen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag fegte der Orkan Lothar mit Spitzengeschwindigkeiten von teilweise 150

Stundenkilometern über Süddeutschland und sorgte auch im Einsatzgebiet der Feuerwehr Donaueschingen für chaotische Verhältnisse. Um 11.15 ging der erste Alarm ein, dann folgten die Einsätze teilweise im Minutentakt. Meist waren es umgestürzte Bäume und Verkehrsschilder sowie abgedeckte Dächer, die im gesamten Kreisgebiet Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen an die Kapazitätsgrenze führten. Allein die Feuerwehr Donaueschingen Abt. Kernstadt bewältigte bis in die frühen Abendstunden hinein 55 Einsätze.

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2000 Dramatische und auch belastende Einsätze gab es für die Donaueschinger Feuerwehr gleich zu Beginn des Jahres 2000 zu bewältigen. So wurden am 28. Februar im Bereich Hagelreinstraße drei junge Menschen beim Überqueren der Gleise von einem Interregio-Zug erfasst. Zwei Personen waren sofort tot, eine Person wurde schwerst verletzte. Die Kameraden unterstützten den Rettungsdienst bei der Rettung des Verletzten, leuchteten die Einsatzstelle für die Dauer der polizeilichen Ermittlungen aus und halfen abschließend bei der Bergung der Toten. Nur wenige Wochen später, am 2. April kam es zu einem ähnlichen Unfall auf dem Bahnabschnitt auf Höhe der Kläranlage. Hier wurde ein junger Mann vom Zug erfasst und getötet. Auch hier war der Einsatz der Feuerwehr gefragt. Zusammen mit einem weiteren Mann, der am 7. Februar in Neudingen aus ungeklärter Ursache vom Zug erfasst und getötet wurde, ließen in diesem Jahr insgesamt vier Menschen bei Bahnunglücken im Großraum Donaueschingen ihr Leben. Heiß endete das Einsatzjahr 2000 am 29. Dezember mit dem Brand der Schreinerei Doser in Grüningen. Als die ersten Einsatzkräfte um kurz 10 Uhr morgens in Grüningen eintrafen, stand ein Großteil der Schreinerei bereits in Vollbrand. Gemeinsam mit den Kameraden aus Grüningen hatten die ca. 35 Einsatzkräfte mit 7 Fahrzeugen das Feuer bereits gegen 11 Uhr unter Kontrolle. Feuerwehr ohne Grenzen – allerdings abseits des Einsatzgeschehens – erlebten einige Mitglieder im Juni bei einem eindrucksvollen Besuch der Interschutz in Augsburg, der weltweit größten Messe für Brand- und Katastrophenschutz. In einem Schlaraffenland für jeden Feuerwehrmann zeigten 1.096 Aussteller aus 38 Nationen in zwölf Hallen und auf einem riesigen Freigelände das Neuste aus den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

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2001 Als sich in der Nach vom 1. November neun Kameraden der Bereitschaftsschleife auf den Weg zur Firma IMS:Gear machten, nur vier Minuten zuvor hatte die automatische Brandmeldeanlage Alarm geschlagen, glaubte noch jeder an einen der üblichen Fehlalarme. Doch im Bereich der Kreuzung Dürrheimer – Pfohrener Straße war allen klar: heute würde man nicht nach einer Stunde wieder seelenruhig im Bett liegen. Eine tief schwarze, mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule stieg über dem Donaueschinger Industrie- gebiet auf und kleidete den in dieser Nacht so hell leuchtenden Mond in ein unheimliches Gewand. Noch auf der Anfahrt gab der Gruppenführer den Befehl die Brandschleife nachzual- armieren. Im Minutentakt trafen mit dem LF16-TS, TLF 16, MTW, RW2, SW 1000, GW-T und dem KR-SW weitere Einsatz- kräfte ein. Neben zahlreichen Kunststoffen bereitete eine größere Menge an brennendem Magnesium den Einsatzkräften Kopfzerbrechen. Immer wieder erhellten Explosionen den nächtlichen Himmel. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Unsicherheit über den Gefährdungsgrad der verbrannten Stoffe, rückten Mitglieder des Gefahrgutzuges mit dem GW-G zu Luftmessungen im Stadtgebiet aus, welche jedoch überall negativ ausfielen. Als im morgengrauen die Sonne über Donaueschingen aufging, zeigte sich erstmals das ganze Ausmaß des Feuers: Grosse Teile der

Montagehalle waren komplett eingestürzt, zentimeterdicke Stahlträger waren unter der enormen Hitzeeinwirkung total deformiert. Lediglich aus dem kleinen Bürobereich im nördlichen Abschnitt konnten von IMS-Mitarbeitern noch einige Computer, Möbel und diverse Akten ins Freie gebracht werden. Um 18 Uhr konnte endlich Einsatzende gemeldet werden. Die Aufräum- und Reinigungs- arbeiten an Fahrzeugen und Geräten nahm jedoch noch einige Zeit in Anspruch. Nach 33 Jahren Dienstzeit konnte in diesem Jahr zudem das TLF 16 der Feuerwehr Donaueschingen ersetzt werden. Als Ersatz vorgesehen war ursprünglich ein Fahrzeug auf Basis eines TLF. Aufgrund der geringen Besatzungsstärke und relativ wenig Ausrüstung wurde Brand bei der Firma IMS (Helmut Jabs) schlussendlich ein Konzept auf Basis eines LF 16/12 erarbeitet. Es sollte ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe, 2500 l Wasser, ohne Rettungsgeräte, dafür jedoch mit einer Druckluftschaumanlage werden, also ein für den modernen Brandeinsatz zugeschnittenes Fahrzeug. Mit dieser Neubeschaffung steht der Feuerwehr Donaueschingen seitdem ein Fahrzeug zur Verfügung, welches für den täglichen Einsatzdienst im Brandeinsatz optimal gerüstet ist.

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2002 Im August 2002 verloren etliche Menschen in Ostdeutschland beim Jahrhunderhochwasser ihr gesamtes Hab und Gut und ein großer Teil des Wiederaufbaus der letzten zehn Jahre, wurde zerstört. Berührt durch die schrecklichen Bilder, die rund um die Uhr über die Fernsehbildschirme flimmerten, beschlossen einige Kameraden der FFW Donaueschingen aktiv zu helfen. Eine Anfrage beim Innenministerium BadenWürttemberg ergab, dass keine feuerwehrtechnische Hilfe aus Baden-Württemberg angefordert wurde. Mit dieser Antwort gaben sich die Feuerwehrmänner jedoch nicht zufrieden. Für die Idee, man könne doch einen Transport bestehend aus Hilfsgütern jeglicher Art organisieren entschied man sich letztendlich. Nach Rücksprache mit Gesamtkommandant und dem Rathaus wurde ein Spendenaufruf in der Zeitung veröffentlicht. Die Resonanz der Bevölkerung war überwältigend. Aus dem gesamten Kreisgebiet erhielt die Feuerwehr Spenden in Form von Möbeln, Haushaltswaren und –geräten. Am Morgen des 28. August machten sich dann vier Kameraden, welche sich hierfür extra Urlaub genommen hatten auf die ca. 600 km lange Reise nach Dresden. Schnell fanden sich viele Freiwillige, die beim Entladen der LKWs halfen. Nach nur einer Stunde waren beide LKWs komplett entladen und die Reise ging weiter nach Pirna. Diese Stadt wurde vom Hochwasser besonders stark getroffen. Bereits eine Woche vor dem Elbehochwasser wurde die Stadt schon einmal durch starke Regenfälle und eine Schlammlawine verwüstet. Am Abend trat der Konvoi bereits

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die Rückreise Richtung Donaueschingen an. Nach einer Übernachtung im Großraum Chemnitz kehrten die Kameraden am darauf folgenden Tag wohlbehalten wieder nach Donaueschingen zurück. Zudem konnte in diesem Jahr erneut ein neues Fahrzeug bei der Feuerwehr Donaueschingen in Dienst gestellt werden. Als

Fahrzeugbrand Richtung Aasen

Ersatz für den alten Ford Transit wurde ein Gerätewagen-Transport auf Mercedes-Benz Atego mit einem Kofferaufbau und mit einer Hebebühne beschafft.


2003 Ein lang ersehnter Wunsch für die Feuerwehr Donaueschingen ging im Jahr 2003 in Erfüllung. Pünktlich zum Tag der offenen Tür konnte der neue ELW 1 in Dienst gestellt werden. Bisher arbeitete man bei größeren Einsätzen mit einem um Telefon, Fax und Arbeitstisch erweiterten MTW. Beim Fahrgestell fiel die Wahl auf einen LT 35 Hoch-Lang von VW. Für die feuerwehrtechnische Beladung sowie den Innenausbau bekam die Firma Schmitz den Zuschlag. Der ELW 1 war das vorerst letzte Fahrzeug in einem über mehrere Jahre andauernden und in Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelten Fahrzeug- und Beschaffungskonzept. Gegen Ende des Jahres hielt die Digitale Alarmierung Einzug bei der Feuerwehr Donaueschingen. Durch die Digitale Alarmierung wurden der Sprechfunk und die Alarmierung komplett voneinander getrennt. Besonders bei Großschadenslagen wie z.B. bei Hochwasser oder dem Sturm „Lothar“ wird der Funkverkehr so deutlich entlastet. Bereits im Frühjahr 2004 konnten alle Abteilungen der Feuerwehr Donaueschingen auf die neue Alarmierung umgestellt werden.

Brand der Hofgärtnerei

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2004 Mitte 2004 hielt ein junger Brandstifter die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr auf Trab. Er hatte wohl eine Vorliebe für brennende Papiercontainer. Im April begann die Serie als in der Friedrich-EbertStraße der erste Container in Flammen stand. Insgesamt sollten noch 9 weitere Brände folgen bis die Polizei den Brandstifter Mitte Juni stellen konnte. Der Wohnungsbrand in einem Obergeschoss gehört wohl zu den mit am häufigsten simulierten Fällen im Probengeschehen. Dennoch ist ein solcher Einsatz bei einer Feuerwehr mittlerer Größe vergleichsweise selten und stellt die Einsatzkräfte im Ernstfall vor eine besondere Herausforderung. So auch an einem Abend im August als die Feuerwehr Donaueschingen zu einem Wohnungsbrand in die Hagelrainstraße gerufen wurde. Bereits auf der Anfahrt konnte man über dem Wohnblock eine hohe Rauchsäule am Nachthimmel erkennen. Am Einsatzort angekommen wurden die Bewohner des Gebäudes geweckt und ins Freie gebracht. Der erste Trupp betrat unter Vornahme eines C-Rohrs die Wohnung, begann mit der Brandbekämpfung und suchte nach Personen. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr in der Wohnung. Bereits nach kurzer Zeit war der Brand unter Kontrolle. Dem Zusammenspiel von Mensch, Ausbildung und Technik, sowie der Tatsache, dass das Feuer noch rechtzeitig bemerkt worden war, war es wohl zu verdanken, dass der Sachschaden gering gehalten werden konnte und keine Personen zu Schaden kamen.

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2005 Das Jahr 2005 hatte noch nicht einmal richtig begonnen und schon rief es die Feuerwehren aus Pfohren und Donaueschingen zu einem Großbrand. In einem leerstehenden Wohnhaus brach in der Küche im 1. Obergeschoss ein Feuer aus und breitete sich ziemlich schnell auf das Dachgeschoss aus, welches kurze Zeit später im Vollbrand stand. Nach erfolgloser Personensuche begann der erste Trupp mit dem Innenangriff, da sich das Feuer hier rasend schnell ausbreitete. Im Außenangriff waren zwischenzeitlich 5 CRohre, 1 B-Rohr und das Wendestrahlrohr der Drehleiter im Einsatz. Gut eineinhalb Stunden nach dessen Ausbruch konnte das Feuer gelöscht werden. Die Einsatzstelle wurde in den Morgenstunden an die Kameraden von der Abteilung Pfohren übergeben. Im Mai konnte die Feuerwehr Donaueschingen einen ganz besonderen Ausflug unternehmen. Nach 12 Jahren Städtepartnerschaft wurden zum ersten Mal die Kameraden in der ungarischen Partnerstadt Vác besucht. Alle Mitreisenden konnten sehr viele positive Eindrücke und Erinnerungen

Gefahrguteinstaz bei Blumberg

von dieser Reise mit nach Hause nehmen und sicherlich einige neue Freunde in den ungarischen Kameraden dazu gewinnen. In diesen wenigen Tagen, in denen es uns ermöglicht wurde einmal Ungarn, das Land und die Leute kennen zu lernen, wurde ein sehr großes Maß an Freundlichkeit und Gastlichkeit entgegengebracht.

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2006 In der Nacht von Samstag auf Sonntag des 22. April 2006 wurde die Brandschleife der Abteilung Stadt alarmiert. Dem Alarmstichwort „Rauchentwicklung“ zufolge rüstete sich der erste Angriffstrupp bereits auf der Anfahrt aus. An der Einsatzstelle ergab die Ersterkundung des Gruppenführers, dass die Fensterscheiben des Restaurants schon sehr heiß waren. Zudem drang Rauch aus einer Lüftungsöffnung. Der Angriffstrupp ging vor der Eingangstür in Stellung. Zwischenzeitlich wurde die Wasserversorgung aufgebaut, zusätzlich machte sich ein zweiter Angriffstrupp bereit. Kurz nach dem LF 16/12 trafen auch der ELW, die Drehleiter und das LF-16 TS in der Max-Egon-Straße ein. Der erste Trupp ging nun mit Wasser am Strahlrohr durch die Eingangstür in das Gebäude vor. Bereits beim Öffnen der Tür drang dichter Rauch nach draußen. Bei sehr geringer Sichtweite konnte man nur wenige Meter nach dem Eingangsbereich Feuerschein erkennen. Das Feuer hatte nur noch wenig Sauerstoff und brannte nur noch leicht. Der Thekenbereich wurde noch unter schlechten Sichtverhältnissen abgelöscht und zwei Kohlesäureflaschen gekühlt. Der zweite Trupp suchte die weitere Umgebung systematisch nach weiteren möglichen Brandstellen ab. Im Bereich der Toiletten wurde ein Fenster geöffnet um mit dem vor dem Gebäude in Stellung gebrachten Lüfter den dicken Rauch aus den Räumlichkeiten zu entfernen. Gegen 2:30 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Ein Zwischenfall in der Fürstenberg-Brauerei im Juni des Jahres 2006 machte den Einsatz des Gefahrgutzuges des Schwarzwald-BaarKreises erforderlich. Im Lagerkeller der Brauerei war Ammoniak ausgetreten, was letztendlich für einen sehr zeitaufwändigen Einsatz für die Rettungskräfte und einen mehrstündigen Produktionsausfall sorgte. Mit dem Stichwort „Chemieunfall, Fürstenberg Brauerei“ alarmierte die Leitstelle Villingen um

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11:23 Uhr die Feuerwehr Donaueschingen, sowie die Gefahrgutgruppe, welche als Teil des Gefahrgutzuges in Donaueschingen stationiert ist. Die ersten am Einsatzort eingetroffenen Kräfte konnten bereits auf dem Brauereihof einen stechenden Geruch wahrnehmen. Durch einen technischen Defekt wurde ein Lagertank überfüllt, was letztendlich dazu führte, dass dieser barst. Im Laufe der weiteren Stunden wurden immer wieder Messungen im Keller durchgeführt. Erst kurz vor Mitternacht war die Konzentration der Ammoniakdämpfe soweit gesunken, dass dieser wieder ohne Schutzkleidung betreten werden konnte. Einsatzende konnte um 00:33 Uhr gemeldet werden.

Gefahrguteinsatz bei der Fürstenberg Brauerei


Pr채sentation der Feuerwehr beim verkaufsoffenen Sonntag

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2007 Im Jahr 2007 ereignete sich einer der größten Einsätze seit dem Großbrand der Firma IMS:Gear im Jahr 2001. Drei Tage, nachdem im Nachbardorf Tannheim ein Bauernhof bis auf die Grundmauern nieder brannte, äscherte ein mächtiges Feuer am Samstagvormittag des 20. September 2007 das Wolterdinger Bregwerk ein. Binnen weniger Minuten wurde der mehrgeschossige Sägewerksbau zu einer riesigen Fackel. Bereits auf der Anfahrt ist allen Einsatzkräften klar, dass dies

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nicht ein „einfacher Gebäudebrand“ wird. Kilometerweit ist die riesige schwarze Rauchwolke zu sehen, die sich über das sonst ruhige Wolterdingen zieht. Auf der Geländevorderseite hatte der Dachstuhl des Anwesens durchgezündet. Ca. 20 Meter hohe Flammen schlugen aus diesem Gebäude. Leider musste schnell festgestellt werden, dass man keine Chance mehr bestand, die hoch lodernden Flammen niederkämpfen zu können. Zu viel Nahrung bot dem Feuer das 120 Jahre alte Fachwerk-Anwesen einer ehemaligen Kornmühle, so dass man sich darauf konzentrieren musste, angebaute und benachbarte Gebäude zu schützen. Am frühen Nachmittag konnte „Brand unter Kontrolle“ gemeldet werden, was soviel bedeutete wie, dass sich der Brand nicht weiter ausbreiten wird. Die Flammen im Inneren des Geländes loderten weiterhin. Nach und nach konnten die Fahrzeuge vereinzelt in Richtung Gerätehaus abrücken. Die Wolterdinger Mannschaft stellte eine Brandwache. Das Ablöschen der Glutnester zog sich noch bis in den Montag hinein.


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Die Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen im Jubil채umsjahr 2008

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Auf der Drehleiter: Toni Geschwandtner, Jörg Petersen, Georg Gargioni, Gerd Wimmer, Oliver Daniels Auf dem Dach: Thomas Schäfer, Thomas Williard, Regina Ebi, Rainer Beranek, Christian Wollenberg Hintere Reihe: Lothar Albicker, Stefan Eisenring, Ralf Schleicher, Rüdiger Leute, Markus Jauch, Edgar Schiesel, Michael Trempek, Ernst Minzer Mittlere Reihe: Theo Rotmund, Stefan Ruf, Anja Dangel-Wicher, Hans-Peter Schleicher, Wilfried Reichmann, Andreas Völcker, Reiner Wolff, Wilhelm Berndt Vordere Reihe: Martin Kiefer, Joachim Wicher, Markus Dold, Andreas Kampf, Frank Fritzschka, Michael Wieder, Albert Kampf, Helmut Binkert, Norbert Bäurer, Michael Jester, Markus Schuhnagel, Christoph Rothweiler, Markus Hielscher, Paulo Gomes, Philippe de Surmont Kniend: Stefan Neininger, Ralf Jester, Thorsten Schnurr Nicht auf dem Bild: Holger Kreuzberg, Tilmann Rothweiler, Helmut Wolff

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Festprogramm zum Jubiläum Festbankett - Freitag, 18.04.2008 Festbankett zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Donaueschingen. Beginn 20.00 Uhr Innenstadtpräsentation - Sonntag, 13.07.2008 An diesem Sonntag wird ab 11.00 Uhr das Modernste zu sehen sein,was die Feuerwehren zur Brandbekämpfung derzeit zu bieten haben. Neben den Feuerwehren aus dem Landkreis werden in Donaueschingen zusätzlich auch noch die Feuerwehren aus Rottweil,Titisee-Neustadt, Tuttlingen und sogar aus Schaffhausen/Schweiz mit dabei sein. Ebenso werden DLRG, DRK, THW, Bundesgrenzschutz und Polizei Einblicke in ihre Arbeit geben. Eine besondere Attraktion dürfte das Spezialfahrzeug für die Schwarzwaldbahn werden, das sich sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene bewegen kann. Den ganzen Tag über werden spektakuläre Aktionen geboten. So wird eine „Olympiade“ für Feuerwehrmänner veranstaltet, bei der diese Können und Fitness unter Beweis stellen. Die Höhenrettungsgruppe des Schwarzwald-Baar-Kreises wird am Turm der Fürstenberg-Brauerei Rettungsübungen durchführen, die Feuerwehren werden Rettungseinsätze bei schweren Verkehrsunfällen simulieren und darüber hinaus an zwei Standorten zu jeder Stunde Vorführungen feuerwehrtechnischer Art zeigen. Für die Bewirtung der Besucher werden an sieben Stationen die Angehörigen der Stadtteilswehren sorgen. Auch wird es musikalische Unterhaltung geben. Dafür sind die Feuerwehrmusik Schaffhausen und eine weitere Kapelle engagiert. Die Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr wird mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden sein. Große Ausstellung „1908 - Donaueschingen brennt“ 18.07.2008 bis 03.08.2008 Ausstellung mit detaillierten und sehr anschaulichen Informationen zur Brandkatastrophe, deren Bewältigung und die Besonderheiten des Wiederaufbaus der Stadt geben, der mit den dabei gewählten Stilelementen Historismus und Jugendstil der Residenzstadt auf der Baar zum heutigen unverwechselbaren Stadtbild verholfen hat.

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Historischer Stadtbrand - Samstag, 02.08.2008 Etwa um 14.30 Uhr wird die Blumberger Museumsbahn in Donaueschingen eintreffen, beladen mit historischen Feuerwehrfahrzeugen und -gerätschaften. So ist es auch am Katastrophentag vor 100 Jahren gewesen,als die Feuerwehren aus der gesamten Umgebung nach Donaueschingen beordert wurden. Die historischen Feuerwehrfahrzeuge werden am Bahnhof entladen und zum „Brandplatz“ gebracht. Um 16 Uhr wird die historische Feuerwehrübung beginnen, die drei Epochen der Feuerwehrtechnik darstellen wird: Ein Feuerwehreinsatz wie vor einhundert Jahren mit Handdruckspritzen und Pferdefuhrwerken; eine Brandbekämpfung aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg,bei dem motorgetriebene Feuerwehrfahrzeuge zum Einsatz kommen und die „Feuerwehrmoderne“ bei der Fahrzeuge und Gerätschaften aus den 1950er Jahren Verwendung finden. Am Übungsort werden Gäste und Feuerwehrleute bewirtet und musikalisch unterhalten. Gegen 22 Uhr wird das eigentliche Stadtbranderlebnis folgen. Dabei wird das gesamte Brandgebiet zwischen Wöhrdenstraße, Wasserstraße, Max-Egon-Straße, Karlstraße, Villinger Straße, St. Lorenz-Straße, Mühlenstraße, Herdstraße und Friedrichstraße illuminiert. Für die Besucher wird damit deutlich, welche Dimension das Jahrhundertfeuer hatte. Zum Abschluss werden die Veranstalter dann sogar noch das kräftige Gewitter simulieren, dessen Regengüsse den großen Brand am 5. August 1908 gelöscht haben.


Die Altersmannschaft der Abteilung Stadt

Hintere Reihe: Ernst Rothweiler, Josef Albicker, Max Specht, Ewald Birkenheier, Hans Dufner, Egon Page, Bernd Sellwig Vordere Reihe: Wilhelm M端ller, Erwin Wehrle, Ludwig Utz, Ericht Zeitvogel, Emil Roth, Franz Zeller, Franz Laufer, Kurt Kopp

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Die Abteilung Aasen Um 1850 entstanden die ersten Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland. Vorher bestanden allerorts Pflichtfeuerwehren, so auch in Aasen. Eine alte Feuerordnung vom 4. Mai 1792 besagt, dass die Feuerwehr „widerum erneuert und frisch aufgerichtet“ worden ist. Sie war also ein Teil der Gemeinde. So ist der auch in Aasen der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr bei deren Gründung im Oktober 1866 der damalige Bürgermeister Matthä Metzger. Aus den vorhandenen Akten entnehmen wir, dass die Wehr im Jahre 1888 82 freiwillige und 24 verpflichtete Mitglieder hatte. Die Feuerwehr Aasen gründete 1926 auch einen Spielmannszug, der bis Anfang des Krieges bei Proben und Festen auftrat. Die erste Feuerwehrfahne aus dem Jahr 1866 ging in den Wirren des letzten Weltkrieges verloren. Zum 100. Geburtstag im Jahr 1967 wurde eine neue Feuerwehrfahne beschafft. Die Modernisierung der Wehr begann 1926 als Aasen eine

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Wasserleitung bekam, mit der Beschaffung von 2 Hydrantenwagen. 1967 folgte ein Tragkraftspritzenanhänger mit einer Pumpe TS8. Im Herbst 1973 kam das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF 8 hinzu. Im Januar 2002 wurde unser jetziges Fahrzeug TSF-W übergeben. Als 1972 die Gemeinde Aasen im Zuge der Gemeindereform ein Stadtteil von Donaueschingen wurde, war es um die Selbstständigkeit der traditionsreichen Wehr geschehen. Die Wehr wurde in die Gesamtwehr eingegliedert. Doch kann auch nach den Jahren der jetzigen Zugehörigkeit gesagt werden, dass von Seiten der Wehrführung im Rahmen der Möglichkeiten die Selbständigkeit belassen wurde. Die Wehr zählt zurzeit 26 Aktive und 14 Kameraden in der Altersmannschaft und wird seit 1990 von Wolfgang Wiehl geleitet.


Hintere Reihe: Karl Rothweiler, Bernhard Happle, Torsten Zahn, Alexander Haas, Hermann Stolz, Rolf Märkle, Johann Schretzlmaier, Stefan Bäurer Mittlere Reihe: Patrik Schretzlmaier, Karlheinz Bäurer, Karl Märkle, Hubert Stolz, Armin Rothweiler, Wolfgang Wiehl, Erwin Erndle, Werner Buck, Joachim Tritschler Sitzend: Peter Weißhaar, Jürgen Wiehl, Markus Bäurer, Jürgen Baier, Josef Rothweiler Nicht auf dem Bild: Georg Hauger, Alexander Maus, Markus Rothweiler, Markus Streit

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Die Abteilung Grüningen Vor der offiziellen Gründung der Feuerwehr Grüningen anno 1902 gab es schon fast 35 Jahre lang aktiven Brandschutz im Ort. Die ortsansässigen Vereine stellten diesen damals sicher, 1868 wird die erste Löschmannschaft erwähnt, die aus insgesamt 58 Wehrmännern und 20 Wasserträgerinnen bestand. Am 18.07.1902 wurde dann die Feuerwehr Grüningen mit 40 Freiwilligen offiziell gegründet. Nur drei Jahre nach dem großen Stadtbrand in Donaueschingen verwüstete auch in Grüningen ein Großbrand einen Großteil des Dorfes. Am 12.09.1911 wurden 22 Häuser im Ortsbereich Zinken Opfer der Flammen, alle Gemeinden der Umgebung, auch die Feuerwehr Villingen, rückten zur Unterstützung an. Auch die Weltkriege forderten ihren Tribut, 1918 kehrten 6 von 35 zum Kriegsdienst eingezogenen Wehrmännern nicht zurück. Im zweiten Weltkrieg fielen insgesamt 21 Kameraden im Felde. Doch der Krieg ging auch an der Gemeinde selber nicht spurlos vorbei. Bei einem der insgesamt 18 Tieffliegerangriffe, die Bahnlinie entlang der Brigach galt als Nachschublinie vom Bodensee ins Rheintal, brannten durch den Beschuss eines Munitionszugs am Bahnhof zwei angrenzende Gebäude nieder, ein Feuerwehrmann starb sogar an den Folgen der Brandverletzungen im Löscheinsatz. Und trotzdem war es für Grüningen Glück im Unglück, beim Angriff wurde der Zug selber nicht getroffen und damit auch nicht zur Detonation gebracht; nicht auszudenken, welche Verwüstungen mitten im Dorf durch eine derartige Explosion entstanden wären. Nach dem Krieg wurde die Abteilung mit neun Mann neu aufgestellt, 1952 konnte die erste Bachert TS 8 beschafft werden, sie wurde auf einem Anhänger verlastet. Die Einweihung des neuen Geräts wurde zusammen mit dem 50. Jubiläum der Wehr gefeiert. 1957 wurde noch ein Spielmannszug gegründet, der sechs Jahre später in die Feuerwehrkapelle umgewandelt wurde. Ihr gehörten anfangs 24 Mann an. 1968 wurde die mittlerweile 16 Jahre alte Spritze durch eine neue

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Bachert Pumpe mit VW-Motor ersetzt. Zwei Jahre später, 1970, spaltete sich die Kapelle von der Feuerwehr ab, der MV Grüningen war geboren. Die siebziger Jahre waren zum einen noch von der Eingemeindung nach Donaueschingen und zum anderen vom Umbau des Farrenstalls zum Feuerwehrgerätehaus geprägt. 1983 wurde dann der Traum von eigenen Fahrzeug war, ein TSF auf Ford Transit konnte von der Abteilung Wolterdingen übernommen werden, somit konnten Mannschaft und Gerät geschlossen zum Einsatz gebracht werden. Dieses erste TSF wurde schließlich durch das noch heute in Grüningen auf Daimler Benz Fahrgestell gebaute TSF der Firma Ziegler ersetzt. Dies war nicht nur dringend notwendig, um den Brandschutz mit modernen Gerätschaften sicherstellen zu können, sondern auch um den Jugendlichen der ein Jahr zuvor gegründeten Jugendfeuerwehr gute Übungsbedingungen bieten zu können. Bereits ein Jahr nach der Gründung legten einige von ihnen die Leistungsspange der Jugendfeuerwehren mit diesem Fahrzeug ab. Zu den größten Einsätzen der letzten Jahre gehören neben Jahrhunderthochwasser 1990 und Sturm „Lothar“ 1999, der Brand der Schreinerei Doser, bei dem Grüninger und Donaueschinger Wehrleute durch rasches und entschlossenes Handeln den Schaden auf die Werkstatt begrenzen konnten. Im Folgejahr wurde am Bahnübergang ein Pkw von einem Regionalzug erfasst und ca. 20 Meter mitgeschleift, der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Doch gibt es neben Feuer und Unglück auch unzählige erfreuliche Ereignisse, die man in dieser Abteilung im Laufe der Zeit erleben konnte. Insbesondere die gute Kameradschaft untereinander ermöglichte die Schaffung von diversen Interessengruppen, die weder aus Feuerwehr, noch aus dem Grüninger Dorfleben mehr wegzudenken sind. Heute besteht die Abteilung Grüningen aus 16 aktiven Einsatzkräften, 12 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und insgesamt 23 Mitgliedern der Altersmannschaft. Geleitet wird die Abteilung von Abteilungskommandanten Hartmunt Doser und seinem Stellvertreter Frank Erndle.


Stehend: Daniel Brandi, Martin Zeller, Domenik Doser, Hans Berger, Mathias Doser, Johannes Kempter, Kurt Erndle, Timo Feldmeier, Frank Erndle, Bernhard Hettich, Michael Zeller, Tobias Schwarz Auf dem Dach: Hartmund Doser Nicht auf dem Bild: Bernd Doser, Attila Gemes, Roman Buller

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Die Abteilung Heidenhofen Bevor die Feuerwehrabteilung Heidenhofen im Jahre 1940 gegründet wurde, handelte es sich um eine reine Löschmannschaft, welche zum damaligen Zeitpunkt noch mit einem sogenannten Hydrantenwagen ausgestattet war. In den sechziger Jahren wurde die Abteilung dann erstmals mit einem TSA (Tragkraftspritzenanhänger) ausgestattet. Die Abteilung Heidenhofen ist bis heute die kleinste Abteilung der Stadt Donaueschingen und zählt 18 aktive Feuerwehrmänner und 2 Ehrenmitglieder. Mit Nachwuchsproblemen hat die Abteilung die ganzen Jahre über, trotz ihrer Größe, nicht zu kämpfen gehabt und sieht stolz auf ihren gezogenen und frisch ausgebildeten Nachwuchs. Von 1985 bis heute wurde in der Abteilung ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) in den Dienst gestellt. Die letzten Brandeinsätze verzeichnete die Abteilung im Früh-

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jahr 2006, als es unerwartet zu einem Wohnhausbrand in einem Reiterhof kam. Außerdem war die Abteilungswehr zur Unterstützung bei einem weiteren Wohnhausbrand im Sommer 2007 in der Nachbarabteilung Aasen Vorort. Diese erfolgreiche Bekämpfung lässt sich u.a. zurückführen auf die gute abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und regelmäßigen Proben mit der Abteilung Aasen. Zusätzlich zu den monatlichen Probenbesuchen innerhalb der Feuerwehr Heidenhofen ist die Abteilung derzeit mit dem Ausbau eines Schulungsraumes beschäftigt. Die überdurchschnittliche Beteiligung an dieser Baumaßnahme lässt wiederum auf ein sehr gutes kameradschaftliches Verhältnis innerhalb dieser Abteilung schließen. Aber auch die Hilfsbereitschaft innerhalb der Gemeinde wird in der Freiwilligen Feuerwehr Heidenhofen groß geschrieben.


Hintere Reihe: Albert Höfler, Herbert Müller, Arnold Rothweiler, Daniel Reichmann Mittlere Reihe: Karl Müller, Thomas Müller, Bernd Ulrich, Rolf Rothweiler, Günter Engesser, Fritz Wiesendorfer, Wolfgang Steiert Vordere Reihe: Clemens Hauser, Tobias Engesser, Mario Steiert, Andreas Höfler Clemens, Thorsten Steiert Nicht auf dem Bild: Manuel Ulrich

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Die Abteilung Hubertshofen Die Häufung von Bränden in den Jahren 1864 - 1875 löste in der Bürgerschaft den Wunsch nach mehr Sicherheit und somit die Gründung einer eigenen Feuerwehr aus. So wurde am 09.01.1876 in einer Gründungsversammlung die Hubertshofener Feuerwehr ins Leben gerufen und noch im gleichen Jahr schaffte man eine Feuerlöschspritze an. Bereits sechs Jahre später stifteten die Frauen und Jungfrauen des Orts eine Fahne, die noch heute bei Feuerwehrumzügen getragen wird. Zu jener Zeit wurde das erste Spritzenhaus im Rimsenweg gebaut und zur Unterbringung der Gerätschaften genutzt. 1958 kam es zum Aufbau des neuen Feuerwehrgerätehauses in der heutigen Schwimmbadstraße. Das bisherige Spritzenhaus diente danach der Zentralgenossenschaft als Lagerraum und wird auch heute noch zu Lagerzwecken genutzt. Der Rückgang der Vollerwerbslandwirtschaft und der damit steigenden Zahl der Berufstätigen außerhalb des Dorfes hatte zur Folge, dass gerade tagsüber nur wenige Feuerwehrangehörige zur Verfügung standen. Dies hat die Verantwortlichen im Jahr 1978 dazu bewogen, eine Frauenhilfsmannschaft zu gründen. Diese sollte erste Maßnahmen ergreifen, bis die eigenen Männer sowie die Abteilungen der FFW Wolterdingen und Donaueschingen vor Ort eintreffen. Schon mehrfach konnte die Frauenhilfsmannschaft ihr Kön-

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nen unter Beweis stellen und hat bei verschiedenen Einsätzen dafür gesorgt, dass sich die Auswirkungen von Bränden in Grenzen hielten. Insbesondere das Übergreifen von Bränden auf Nachbargebäude konnte durch den beispiellosen Einsatz der Frauen schon mehrfach verhindert werden. Für den Ernstfall stehen als Löschwasserentnahmestelle der Sangenweiher sowie das 1958 gebaute Schwimmbad zur Verfügung. Im Juli 1999 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet; auch konnte eine Altersmannschaft ins Leben gerufen werden. Besonderen Wert legt die Feuerwehr neben der Aus- und Fortbildung auch auf die Zusammenarbeit mit der im nahegelegenen Wolterdingen bestehenden Stützpunktwehr, die im Ernstfall neben Atemschutz auch mit einer besseren Ausstattung an Fahrzeugen und Rettungsgeräten aufwarten kann. Über die Grenzen Hubertshofens hinaus ist die Feuerwehr nicht nur durch die im Kreis wohl einmalige Frauenhilfsmannschaft, sondern auch durch den alljährlichen Verkauf des in der ortseigenen Mosterei hergestellten Süßmostes und selbst gebackener Kilbigküchle beim Donaueschinger Herbstfest bekannt.


Hintere Reihe: Daniel Ruf, Georg Tritschler, Roland Grimm, Klaus Ganter Mittlere Reihe: Manfred Grimm, Herbert Gfell, Berthold Schmid, Ernst Wiehl, Willi Maier, Bruno Tritschler, Hans-Peter-Fesenmeier, Robert Andris, Michael Knรถpfle, Norbert Maier, Robert Knรถpfle, Benno Schneider, Franz Ratzer, Franz Ritter, Rolf Scherzinger Ernst Matt, Monika Troll, Franz Troll ( Kommandandt ) Sitzend: Ruth Gfell, Erika Maier, Gerda Wiehl, Luzia Schmid, Lore Degen Kniend: Andreas Schmid, Patrick Dankwardt, Thorsten Dankwardt, Christian Ritter, Andreas Wiehl, Franz Troll jun., Markus Troll

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Die Abteilung Neudingen Die Geschichte des Löschwesens reicht in Neudingen bereits mehr als 1200 Jahre zurück. Historische Schriftstücke lassen auf organisierte Feuerbekämpfung bereits seit dem Jahr 744 schließen. Damals stellte man fest, „dass genügend Feuerwehrkübel und eine gute Feuerspritze vorhanden seien.“Aus dem Jahr 1792 wird von Einsätzen mit Löschgerät in Gutmadingen, Wolterdingen und Engen berichtet. Dass Beschaffungen für Feuerwehren nicht erst in den heutigen Zeiten für Zündstoff sorgen zeigten die Ereignisse rund um die geplante Beschaffung einer Feuerspritze für die Gemeinde im Jahr 1818. Neudingen sollte eine Feuerspritze von der Gemeinde Mundelfingen, die eine Neue beschaffen wollte, für 288 Gulden abkaufen. Die Gemeinde wehrte sich mit der Begründung, ihre jetzige Spritze sei besser. Das Bezirksamt gab zunächst Mundelfingen Recht und ordnete die Ausgabe an. Erst nach einem Rechtsstreit, welcher erst im Badischen Innenministerium in Karlsruhe beigelegt wurde, durfte die Gemeinde Neudingen ihre Spritze behalten. Nach der ersten Aufstellung einer Löschmannschaft im Jahr 1848 wurde die Feuerwehr Neudingen im Jahr 1913 offiziell gegründet. Im Jahr 1980 wird die Altersmannschaft gegründet, im Jahr 2002 dann die gemeinsame Jugendfeuerwehrabteilung Pfohren / Neudingen im Rahmen eines Festaktes in der Pfohrener Festhalle. Untergebracht ist die Abteilung Neudingen in der ehemaligen Molkerei, die 1987 in Eigenleistung zum Feuerwehrhaus mit Schulungs- und Aufenthaltsraum umgebaut wurde. In der Garage des Gebäudes wurden das damalige Einsatzfahrzeug, ein TSF auf Ford Transit, und der Schlauchanhänger untergebracht. Im Laufe des Jahres 2004 wurde für die Feuerwehr Neudingen ein neues Fahrzeug vom Typ

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TSF-W auf MB Atego bestellt. Im gleichen Zuge musste aufgrund der größeren Außenmaße des neuen Fahrzeugs die bestehende Halle umgebaut und erweitert werden. Mit großem Engagement der Wehrleute und Unterstützung durch die Stadt konnte ebenfalls im Jahr 2004 unter laufendem Proben- und Einsatzbetrieb das Gerätehaus ausgeräumt, renoviert, um- und ausgebaut werden. Das neue fertige Haus wurde gebührend im Rahmen eines Tags der offenen Tür offiziell seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht. Das nächste Ereignis ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Das lang ersehnte und im Vorjahr bestellte neue TSFW wurde am 14.03.2005 beim Hersteller abgeholt und mit anschließendem Korso durch den Ort von der Musikkapelle bis zum Gerätehaus begleitet. Nach der Umrüstung auf die digitale Alarmierung, der Grundrenovierung des Gerätehauses und der Fahrzeugneubeschaffung hat die Neudinger Abteilung einen umfassenden Modernisierungsprozess erfolgreich bewältigt und ist für die kommenden Jahre bestens für ihre Aufgaben gerüstet. Die größten Einsätze der Wehr waren der Brand im Gnadentalhof, die Gasexplosion bei der Familie Schäfhauer, der Brand von zwei Bauernhöfen der Familien Widmann und Gieray, sowie 1997 der Großbrand bei den Südbadischen Gummiwerken. Heute besteht die Abteilung aus 31 aktiven Mitgliedern, die durch Marcus Przystaw und Jürgen Keller geleitet wird. Die Altersmannschaft zählt 13 Kameraden unter der Leitung von Gerhard Preis, die Jugendfeuerwehr zählt 8 Jugendliche. Betreut wird die Jugendfeuerwehr von Heiko Weber.


Auf dem Dach hinten: Stefan Zürcher, Marc Neininger, Jochen Preis Auf dem Dach vorne: Christian Eckert, Steffen Münzer, Corinna Schatz, Marius Kehle Im Auto: Hermann Unhold, Juan Moreno Hintere Reihe: Norbert Gut , Gerhardt Preis ,Franz Zürcher Alfred Münzer Vordere Reihe: Franz Glunk, Sascha Spitz, Marcus Przystaw, Jürgen Keller, Uwe Münzer, Udo Männer, Hermann Widmann, Helmut Zürcher, Thomas Hogg Kniend: Sven Hasenfratz, Elmar Hensler, Walter Rehm, Bernhardt Eckert, Heiko Weber

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Die Abteilung Pfohren Die Freiwillige Feuerwehr Pfohren wurde im Jahre 1866 gegründet und zählt zum heutigen Tag 36 aktive Mitglieder. Die Wehr wird von Abteilungsleiter Reinhold Schöndienst und seinem Stellvertreter Thomas Raible geführt. Ergänzt wird die aktive Abteilung von der Jugendfeuerwehr, die 2001 in Kooperation mit der Abteilung Neudingen gegründet wurde. Elf Jugendliche aus Pfohren gehören der gemeinsamen Jugendgruppe an. Zur Kameradschaftspflege über die Zeit im aktiven Dienst hinaus existiert noch eine Altermannschaft, die 1956, im Jahr des 90. jährigen Jubiläums, aufgestellt wurde. Für Brandschutz, Proben- und Einsatzdienste stehen ein Löschfahrzeug LF 8/6 und ein Schlauchanhänger zur Verfügung. Das Löschgruppenfahrzeug wurde 1995 an die Wehr übergeben und ersetzte ein TSF auf Ford Transit. Das Fahrzeug wurde von der Firma Ziegler auf einem Mercedes Fahrgestell mit Normbeladung ausgebaut und geliefert. Durch die mitgeführte Ausrüstung und vor allem durch den Wassertank verfügt die Wehr seitdem über die notwendige Autonomie, um Einsätze auch außerhalb der Ortschaft im Bereich des Riedsees, der Bundesstraße B31 und im Rahmen der Ortsteilhilfe für die umliegenden Gemeinden bewältigen zu können. Auch das Gerätehaus wurde jüngst renoviert; mit viel Engagement und hohem persönlichen Einsatz der Wehrleute konnte die Feuerwache in Pfohren für die Zukunft fit gemacht werden. Das Obergeschoss beispielsweise wurde in Eigenleistung zu einem wunderschönen Schulungs- und Aufenthaltsraum ausgebaut. Bereits am Neujahrstag gegen vier Uhr morgens begann das Einsatzjahr 2005 für die Abteilung Pfohren, mit einem Gebäude im Vollbrand. Das leer stehende Gebäude in der Hüfingerstraße konnte leider nicht gerettet werde, der Schaden durch den Brand im Dachbereich war zu groß. Zusammen mit den Kameraden aus Donaueschingen konnten zumindest die angrenzenden Gebäude geschützt werden. Dieser Gebäudevollbrand gehört mit zu den größten Schadensfällen der

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Donauortschaft. Der Einsatz in der Silvesternacht war nicht der erste in diesem Bereich der Gemeinde. Im Jahr 1984 ereignete sich nur unweit der jüngsten Einsatzstelle der bisher größte Brand in der Gemeinde. Am Osterwochenende 1984 brach in der Hüfingerstraße kurz nach 23 Uhr Feuer im Mittelteil des 60 Meter langen Gebäudes aus. Trotz massivem Wassereinsatz der Feuerwehr Pfohren und der Überlandhilfe aus Donaueschingen war eine Eindämmung des Großbrandes nicht möglich. Kreisbrandmeister Rombach ließ weiter Einsatzkräfte aus Hüfingen, Bad Dürrheim und Schwenningen nachalarmieren. Über 150 Feuerwehrleute kämpften gegen Hitze und Flammen, die zeitweise eine Höhe von 50 Meter erreichten. Nach drei Stunden gelang es den Einsatzkräften das Feuer einzudämmen und unter Kontrolle zu bekommen. Dem Großbrand fielen 33 Stück Großvieh und etwa 200 Schweine sowie das gesamte Hab und Gut der Besitzer, die sich bei Feuerausbruch auch nur knapp ins Freie retten konnten zum Opfer. Die Brandursache konnte von den Sachverständigen nicht genau geklärt werden. Der aufwendigste und zeitintensivste Einsatz der Feuerwehr Pfohren war mit Sicherheit das Jahrhunderthochwasser im März 1990. Schneeschmelze und ergiebige Regenfälle addierten sich zu einer Flutwelle, die die Donauanrainer in Angst und Schrecken versetzte. Nach Auslösen des Katastrophenalarms am 15. März um 12:30 Uhr stieg der Wasserpegel der Donau kontinuierlich bis kurz nach 20 Uhr. In dieser Zeit wurden Weite Teile des Dorfes rund um das alte Schulhaus und die Hüfingerstraße vom Wasser überspült, immense Schäden an Infrastruktur und Privateigentum waren die Folgen. Da die umliegenden Gemeinden genauso vom Hochwasser betroffen waren, war an Hilfe nicht zu denken. Ingesamt leisteten die Wehrmänner 604 Einsatzstunden in drei Tagen, um die ersten Schäden zu beseitigen.


Auf dem Dach: Andreas Bertsch, Martin, Wesle, Dominik Raible, Heinz Heinemann, Tobias Ketterer, Rene Kraft, Robert Mergl Hintere Reihe: Konrad Schรถndienst, Alfred Wesle, Konrad Wolf, Robert Wolf, Wolfgang Raible, Alois Fritschi, Franz Bollin, Hartmunt Friker, Robert Widowisch Vordere Reihe: Marcus Ohnmacht, Micahel Braun, Thomas Wolf, Albert Schรถndienst, Reinhold Schรถndienst, Joachim Bausch, Hubert Ketterer, Alwin Wolf, Hubert Wiehl Sitzend: Herbert Schick, Dieter Ohnmacht, Karl Weber, Stefan Wolf, Wilhelm Wolf Nicht auf dem Bild: Thomas Reible, Christian Wiehl, Sascha Robusch, Andreas Limberger, Christoph Hofmaier

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Die Abteilung Wolterdingen Am 26. April 1856 brach in der Nacht ein verheerender Großbrand in Wolterdingen aus. Schon zu dieser Zeit gab es in Wolterdingen eine Löschmannschaft, die jedoch nicht verhindern konnte das 22 Gebäude dem Brand zum Opfer fielen. Erst neun Jahre später wurde nach einem Aufruf der Gemeinde am 23. Juli 1865 eine freiwillige Feuerwehr eingerichtet und der erste Hauptmann bestimmt. Es wurden Statuten entworfen die 20 Paragraphen umfaßten. Diese wurden einstimmig am 20. September 1865 in der Generalversammlung angenommen. Diese Statuten wurden am 28. Dezember 1865 durch das großherzogliche Ministerium des Innern genehmigt. Aus Anlaß zur Gründung der freiwilligen Feuerwehr, beschloß 1865 der Gemeinderat von Wolterdingen eine Sturmglocke gießen zu lassen, um die Zeitspanne zwischen Brandausbruch und Feueralarm wirksam zu verkürzen. Diese befand sich bis 1945 auf dem Rathaus und wurde zum 125 jährigen Jubiläum 1990 wieder auf dem Rathaus angebracht. 1923 stellte die Gemeinde Zindelstein beim Bezirksamt in Donaueschingen den Antrag auf Vereinigung mit der Gemeinde Wolterdingen. Am 1. April 1924 wurde der Zusammenschluß vollzogen und die bis dahin eigenständige Feuerwehr Zindelstein der Wolterdinger Wehr angegliedert. Im Zuge der Gemeindereform wurde Wolterdingen in der Stadt Donaueschingen eingemeindet. Die selbstständige Feuerwehr wurde der Donaueschinger Wehr als selbstständige Abteilung der Stadtwehr angegliedert.

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In der Zeitgeschichte wurde die Wehr immer wieder mit diversen Bränden und Großfeuern konfrontiert, was auch das Ortsbild von heute prägte. So vielen auch die beiden Sägewerke verheerenden Feuern mehrfach zum Opfer. Zuletzt das Bregwerk Willmann am 22. September 2007. Nicht nur Feuereinsätze sind zu verzeichnen, auch durch heftige Regenfälle und Schneeschmelze wird die Wehr vermehrt zu Hochwassereinsätzen gerufen. Die großen Hochwasser von 1972, 1990 (Höchststand seit Aufzeichnung) und 1995 hatten großen Schaden zur Folge. Deshalb wird am Ortsausgang Richtung Furtwangen ein Rückhaltebecken errichtet, welches voraussichtlich ab Sommer 2011 für Entlastung entlang der Breg, sowie der Donau bis Ulm bringen soll. Vermehrt muß man sich aber in der heutigen Zeit auch mit technischen Einsätzen auseinandersetzen, die nicht zuletzt durch die wachsende Mobilisierung ausgelöst werden. Bis heute ist es der Wolterdinger Wehr gelungen, entgegengesetzt dem Trend eine stattliche Wehrstärke zu halten, dessen Altersdurchschnitt einem der jüngsten in der Gesamtwehr Donaueschingen darstellt. Es wird sehr großen Wert auf die Ausund Weiterbildung gelegt, was dem Ausbildungsstand widerspiegelt. Man wünscht sich diesen Idealismus auch in Zukunft, treu dem Wahlspruch: „Gott zu Ehr, dem nächsten zur Wehr“.


Auf dem Fahrzeug: Wolfgang Doser, Alexander Neininger, Christoph Baier, Mathias Stobbe, Heiner Heim, Thomas Kaltenbrunner Hintere Reihe: Martin Doser, Sebastian Merk, Klaus Schiefelbein, Jürgen Schmid, Peter Hauer Vordere Reihe: Marcus Groß, Robert Held, Johannes Heizelmann, Claudius Gantert, Thomas Vogt, Sebastian Doser, Andreas Jägle, Michael Kaltenbrunner,, Klaus Kromer, Andreas Zwick, Jürgen Streck Im Fahrzeug: Michael Eisemann, Christian Scherer Sitzend: Marc Werner, Wolfgang Müller Andreas Fischer, Alexander Müller, Lothar Schropp, Peter Stobbe, Simon Breuer, Michael Mattes, Michael Demond

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Die Jugendfeuerwehren der Stadt Donaueschingen Die Jugendfeuerwehr Donaueschingen wurde im Jahr 1974 gegründet. Sie umfasst im Jubiläumsjahr eine Mannschaftsstärke von 10 Jugendlichen, davon ein weibliches Mitglied. Das Amt des Jugendfeuerwehrwartes hat Stefan Ruf inne, dieser wird unterstützt von seinen Stellvertretern Albert Kampf und Andreas Kampf. Nach einem Probejahr gründete die Feuerwehr Grüningen am 21.10.1994 als erste Abteilung eine Jugendfeuerwehr. 12 Jugendliche sind derzeit in dieser aktiv unter Jugendfeuerwehrwart Michael Zeller und dessen Stellvertreter Bernhard Hettich. Am 21.07.1999 wurde in Hubertshofen eine Jugendfeuerwehr

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gegründet. 13 Jugendliche sind dort begeistert dabei, davon ebenfalls ein weibliches Mitglied. Die Leitung der Jugendfeuerwehr hat Jugendwart Georg Tritschler mit Unterstützung seines Stellvertreters Thorsten Dankwardt. Die bisher letzte Jugendfeuerwehr wurde von den Abteilungen Pfohren und Neudingen ins Leben gerufen. Die beiden Ortsteile taten sich hier zusammen und gründeten am 01.01.2001 gemeinsam eine Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr Pfohren/Neudingen zählt momentan 14 Mitglieder. Jugendfeuerwehrwart ist Marcus Ohnmacht aus Pfohren, seine Stellvertretung hat Heiko Weber aus Neudingen inne. Als Stadtjugendwehrwart ist Michael Jester im Amt.


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Vom Spritzenschopf zum Feuerwehrgerätehaus Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr waren die gemeindeeigenen Löschgeräte und Spritzen im städtischen Waschhaus und im Spritzenschopf heim Farrenstall untergestellt. Die Fürstlich Fürstenbergische Gerätschaften standen im F.F. Hofzahlamt und im al-ten Kutschenschopf im F. F. Reitstall. 1858 Von der Löschdirektion wurde der Antrag gestellt, die städtischen sowie die fürstlichen Spritzenschöpfe benutzen zu können. 1868 Planung eines Spritzenhauses. 1869 Bau des neuen Spritzenhauses bei der Sebastianskapelle. 1924 Vergrößerung der Tore am Spritzenhaus nach Lieferung einer neuen Autospritze. 1939 Umbau des Gerätehauses wegen der Unterbringung der neuen Drehleiter. 1964 Planung des künftigen Gemeinschaftshauses für Rotes Kreuz und für die Feuerwehr. 1967 Im Januar Übergabe des neuen Gemeinschaftshauses. 1968 Einrichtung der Kreisschlauchpflege und der Kreisatemschutzwerkstatt. 1984 Anmietung von Lagerräumen in der Lehenstraße.

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1986 Einrichtung der „Feuerwache West“ am Tiefen Weg 5 mit Unterbringung von Geräten und einem Fahrzeug. Der Feuerwehrkommandant erhält ein eigenes Büro. 1991 Der Lagerraum am Tiefen Weg wird gekündigt. Die Feuerwehr verteilt ihre Geräte auf die Ortsteile Grüningen, Wolterdingen und nach Allmendshofen. 1992 Der Gemeinderat stimmt einem Anbau zu. Die Pläne für eine Gerätehauserweiterung sind fertig. 1994 Beginn der Bauarbeiten mit Spatenstich durch Oberbürgermeister Dr. Everke. 1996 Abschluss der Bauarbeiten und Einweihung am 12. Juli 1996. Die Feuerwehr verfügt über ausreichende Fahrzeughallen. Waschhalle, Werkstatträume, Umkleideräume und Lagerräume für Geräte sind ebenso vorhanden wie eine neue Atemschutzwerkstatt, Jugendwehrraum, Aufenthaltsraum und Verwaltungsräume. Der Altteil des Gerätehauses wurde gründ-


Das Ger채tehaus im Jahr 1942 (oben) und im Jahr 2007 (unten)

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Die Kommandanten der Feuerwehr Donaueschingen

F.F. Hofzahlmeister Lamey Kommandant 1858 - 1862

Josef Buri Kommandant 1862 - 1869

Carl Limberger Kommandant 1869 - 1883 Hermann Fischer Kommandant 1883 - 1899

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Karl Mayer Kommandant 1899 - 1919

Oskar Baumeister Kommandant 1919 - 1935

Alfons KeĂ&#x;ler Kommandant 1935 - 1945

Wilhelm Dilger Kommandant 1945 - 1947

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Alois Hock Kommandant 1947 - 1966

Ludwig Utz Abteilungs-Kommandant 1972 - 1981 Kommandant 1966 - 1986

Rudolf Schlatter Abteilungs-Kommandant 1981 - 1986

Wilhelm M端ller Kommandant 1986 - 1995


Joachim Wicher Abteilungs-Kommandant 1986 - 1997 Kommandant seit 1995

Armin Hauser Abteilungs-Kommandant 1997 - 2002

Markus Dold Abteilungs-Kommandant seit 2002 93


Der Fahrzeugpark der Feuerwehr Donaueschingen Einsatzleitwagen (ELW 1)

Funkrufname Florian Donaueschingen 11

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

2003 105 PS Schmitz 7

Mannschaftstransportwagen (MTW)

Funkrufname Florian Donaueschingen 19

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

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2007 116 PS Hensel 8


Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12)

Funkrufname Florian Donaueschingen 44-2

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzplätze:

2001 280 PS Ziegler 9

Löschgruppenfahrzeug (LF 16)

Funkrufname Florian Donaueschingen 44-1

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzplätze:

1982 190 PS Bachert 9

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Löschgruppenfahrzeug (LF 16-TS)

Funkrufname Florian Donaueschingen 45

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzplätze:

1986 220 PS Ziegler 9

Drehleiter (DLK 23/12)

Funkrufname Florian Donaueschingen 33

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzplätze:

96

1998 264 PS Metz 3


R체stwagen (RW 2)

Funkrufname Florian Donaueschingen 52

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

1992 220 PS Ziegler 3

Ger채tewagen Gefahrgut (GW-G)

Funkrufname Florian Baar 54

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

1987 200 PS Ziegler 3

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Schlauchwagen (SW 1000)

Funkrufname Florian Donaueschingen 61

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

1991 130 PS Ziegler 3

Schlauchtransportwagen

Funkrufname Florian Baar 67

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

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1999 80 PS Ziegler 3


Ger채tewagen Transport (GW-T)

Funkrufname Florian Donaueschingen 55

Technische Daten Baujahr: Leistung: Aufbauhersteller: Sitzpl채tze:

2001 150 PS Selbst 3

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St. Florian der Feuerwehr Donaueschingen Jubil채umsgeschenk 1983 von F체rst Joachim zu F체rstenberg

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Wir gedenken unseren gefallenen, vermissten und verstorbenen Feuerwehrkameraden

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Impressum 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Donaueschingen, Abteilung Stadt Texte: Albert Kampf, Stefan Ruf, Thomas Williard, Ernst Zimmermann Mannschaftsfotos: Roland Sigwart Photographie, Hüfingen Druck: Druckerei Anton Meder, Donaueschingen

Die Feuerwehr Donaueschingen übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Feuerwehr Donaueschingen, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens der Feuerwehr Donaueschingen kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Alle Rechte vorbehalten.

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&

Stark f체r die Region

Nah in der Region

www.volksbank-villingen.de 103

Wir gratulieren der Feuerwehr Donaueschingen zum 150-j채hrigen Jubil채um!


Danksagung

Wir bedanken uns bei allen Personen und Firmen, die uns bei der Erstellung dieser Festschrift finanziell und materiell unterstĂźtzt haben. Die VerĂśffentlichung erfolgt im Mitteilungsblatt der Stadt Donaueschingen sowie auf der Festhomepage der Feuerwehr Donaueschingen.

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Festschrift - 150 Jahre Feurwehr Donaueschingen  

Festschrift - 150 Jahre Feurwehr Donaueschingen

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