AIHK Wirtschaftsumfrage 2012

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Nr. 2 von 12 Februar 2012 · 94. Jahrgang GeschĂ€ftsstelle Entfelderstrasse 11 5001 Aarau Telefon 062 837 18 18 info@aihk.ch www.aihk.ch · www.ahv-aihk.ch Wirtschaftspolitisches Mitteilungsblatt fĂŒr die Mitglieder der AIHK

M I T T E I L U N G E N Aargauer Firmen erwarten knapp befriedigendes GeschĂ€ftsjahr 2012 Von Bettina Simioni, lic. int. rel., wirtschaftswissenschaftliche Mitarbeiterin FahrlĂ€nder Partner Die AIHK-Wirtschaftsumfrage 2012, die von FahrlĂ€nder Partner im Auftrag der AIHK durchgefĂŒhrt wurde, zeigt, dass die Aargauer Unternehmen insgesamt ein knapp befriedigendes GeschĂ€ftsjahr 2012 erwarten. Branchen, die wenig konjunkturabhĂ€ngig sind, erwarten ein gutes GeschĂ€ftsjahr, wĂ€hrend insbesondere Branchen der stark exportorientierten InvestitionsgĂŒterindustrie pessimistisch sind. Im RĂŒckblick bewerten die Teilnehmenden der Umfrage das Jahr 2011 als befriedigend. Die Weltwirtschaft prĂ€sentiert sich zu Beginn des Jahres 2012 in fragiler Verfassung. Insbesondere in der EuropĂ€ischen Union (EU) – der mit Abstand wichtigste Handelspartner fĂŒr die Schweiz – lastet die Staatsschuldenkrise auf den FinanzmĂ€rkten und der Konjunktur. Obwohl die Schweiz hinsichtlich Staatsfinanzen und Arbeitsmarkt im Vergleich gut dasteht, kann auch sie sich den negativen Auswirkungen des ungĂŒnstigen Umfeldes nicht entziehen.

KonjunkturschwĂ€che in der Schweiz fĂŒr 2012 erwartet Die Schweizer Wirtschaft hat denn auch in der zweiten HĂ€lfte des vergangenen Jahres an Fahrt verloren, nachdem sie sich bis Mitte Jahr noch gut gehalten hatte. FĂŒr das gesamte Jahr 2011 rechnet das Staatssekretariat fĂŒr Wirtschaft (Seco) mit einem BIPWachstum von 1,8 Prozent. Da die negativen Einflussfaktoren (schwĂ€chere Nachfrage aus dem Ausland und weiterhin hoch bewerteter Schweizer Franken) anhalten, ist im laufenden Jahr mit einer KonjunkturschwĂ€che zu rechnen. Das Wirtschaftswachstum wird 2012 gemĂ€ss Seco

nur 0,5 Prozent betragen. Bislang zeichnet sich kein krisenhafter Konjunktureinbruch wie Ende 2008 ab und die KonjunkturschwĂ€che sollte von relativ kurzer Dauer bleiben, so das Seco. Dass sich das ungĂŒnstige aussenwirtschaftliche Umfeld negativ auf das Wachstum auswirkt, zeigen die BIP-Zahlen des 3. Quartals 2011: negative WachstumsbeitrĂ€ge gingen vom Aussenhandel und von den AusrĂŒstungsinvestitionen aus. DemgegenĂŒber hat die Binnenkonjunktur (privater und öffentlicher Konsum sowie Bauinvestitionen) positiv zum Wachstum beigetragen. Dies wird gemĂ€ss den Seco-Prognosen auch 2012 so bleiben: wĂ€hrend der Konsum das Wachstum stĂŒtzen dĂŒrfte, sind es insbesondere die AusrĂŒstungsinvestitionen welche negativ ins Gewicht fallen. Bei den Exporten wird ein schwach positives Wachstum erwartet. GemĂ€ss dem jĂŒngsten Purchasing Managers’ Index (PMI von procure.ch und Credit Suisse) muss in den kommenden Monaten mit einem RĂŒckgang der IndustrieaktivitĂ€t gerechnet werden.

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AIHKWIRTSCHAFTSUMFRAGE 2012


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