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kostenlos, aber nicht umsonst! H 5567 Heft 3/1998 August / September / Oktober

Die Fahrradzeitschrift f체r Bremen und umzu

3. Bremer Fahrradfestival Moor-Radtouren Ostafrika StVO-Novelle

Landesverband Bremen e.V. Kreisverb채nde Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz, Delmenhorst pedal, Buntentorsteinweg 262, D - 28201 Bremen


2 Impressum oo

pedal pedal, Regionale Fahrradzeitschrift für die Städte Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst sowie für die Landkreise Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden und Diepholz. Herausgeber: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) - Landesverband Bremen e. V., Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen, sowie die beteiligten niedersächsischen ADFC-Kreisverbände ISSN 0934-1161, Postvertrst. H 5567 Heft 3/1998 (August bis Oktober 98) 11. Jahrgang (19. Jg. als Mitgliederrundbrief des ADFC Bremen) pedal erscheint viermal jährlich Auflage: 10.000 Stück Verlag, Vertrieb und Anzeigenverwaltung: Dieter König, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, Telefon/Fax Q (0421) 5 57 70 10 Redaktion: Dieter König (verantwortl.) Satz, Layout: die AutorInnen, die RedakteurInnen Titelblatt: Gerhard Hövermann Druck: Geffken . Köllner, Bremen Preise: Abonnement für ein Jahr: 8 DM Für Mitglieder der herausgebenden ADFC-Gliederungen ist der Bezug im Jahresbeitrag enthalten. Einzelne Hefte werden an Selbstabholer kostenlos abgegeben. Nachdruck ist in der Regel zu nichtkommerziellen Zwecken bei Zusendung eines Belegexemplares gestattet. Der Verlag bittet jedoch um vorherige formlose Abklärung.

Abonnements Ein pedal-Abonnement kostet 8 DM für ein Jahr, besser noch 16 DM für zwei Jahre. Das Abo wird bestellt entweder - durch Überweisung des Betrages auf Konto: 57 33 29, Dieter König, Spardabank Hannover, BLZ 250 905 00, oder - durch Barzahlung des Betrages im ADFCInfoladen oder im pedal-Büro, oder - durch Einsenden des Betrages bar oder in Briefmarken an das pedal-Büro, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, und Angabe des Namens und der Adresse. Das Abo beginnt dann mit dem nächsten Heft. Wann das Abo beendet ist, erkennen Abonnenten an der dreistelligen Zahl rechts oben auf dem Adreßetikett: Die ersten beiden Ziffern bezeichnen das Jahr, die dritte die Heft-Nummer des letzten Heftes, das mit dem Abonnement noch bezahlt ist. Bitte verlängern Sie ihr Abonnement nach Möglichkeit, bevor die letzte Heft-Nummer erreicht ist. Also wenn "984" (oder erst recht "983") auf Ihrem Etikett steht.

Zum Titelbild: Der Kinderzirkus Larifari aus Thedinghausen begeisterte auch 1998 wieder das Publikum beim Bremer Fahrradfestival auf dem historischen Bremer Marktplatz. Foto: Gerhard Hövermann

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Inhalt Rückschau ............................................... 4 3. Bremer Fahrradfestival .................. 4 1. Bremer Fahrradcup ....................... 8 weitere Veranstaltungen .................. 10 Vorschau ................................................. 11 Leute .................................................... 12 Fahrradkusus. "Es ist beflügelnd" ... 12 Magazin ................................................. 14 Forum .................................................... 16 Kleinanzeigen .................................. 16 Preisaufgabe ................................... 16 Leserbrief ........................................ 16 Fahrrad ................................................... 17 Verkehr ................................................... 18 Radwege machen nicht Sicher ........ 19 Was bringt die StVO-Novelle? ......... 21 Bischofsnadel: ................................. 22 Freizeit ................................................... 26 Freizeit-Tips ..................................... 26 Tourismus .............................................. 26

Das 3. Bremer Fahrradfestival ist vorbei, aber ein Rückblick mit Fotos und persönlichen Eindrücken auf das, was war, sei gestattet.

Ab dem 1. Oktober gelten neue Verkehrsregeln - vor allem für für Radfahrer. Das bedeutet für die Verwaltung (eigentlich) viel Arbeit. Was hat sie getan? Was tut sie noch?

Radtourenkalender ................................ 27 Radtouren des ADFC Bremen ........ 27 Nicht-ADFC-Radtouren ab Bremen . 30 Radtouren des ADFC Bremerhaven 30 Radtouren des ADFC Cuxhaven ..... 30 Radtouren des ADFC Osterholz ...... 31 Radtouren des ADFC Lilienthal ....... 31 Radtouren des ADFC und des NABU Bremervörde ..... 31 Radtouren des ADFC Verden ......... 31 Radtouren des ADFC Achim ........... 32 Radtouren des ADFC Twistringen ... 32 Radtouren des ADFC Diepholz ....... 32 Radtouren des ADFC Weyhe .......... 33 Radtouren des ADFC Stuhr ............ 33 Radtouren des ADFC Delmenhorst . 33

Wieder sieben Seiten randvoller Radtourenkalender für die Monate August bis September. Mit vielen regelmäßigen (Feierabend-) Touren, Tagestouren und Mehrtagestouren.

Freizeit / Reisen ..................................... 34

Teufelsmoor, Emsland, Ostfriesland - Moor scheint "in" zu sein. Auf einer Doppelseite sind zusammengefaßt: ein Bericht von einer ADFC- und einer von einer individuellen Radtour, das Angebot eines neuen Radwander-Faltblattes sowie ein Pauschalreiseangebot.

Moor-Radtouren .............................. 34 Hinter Brinkum liegt die Nordsee ..... 35 Reisen ................................................... 36 Radreise-Kurznachrichten ............... 37 Madona: Zwei Mark pro Kilometer ... 38 Ostafrika - ein Erlebnis .................... 39 Tips und Tricks für Tourentreter ...... 42 Die Preisaufgabe ............................. 42 Vereinsnachrichten - Bremen ................ 43 ADFC-Geschäftsführer .................... 43 Stellenangebote beim ADFC ........... 43 Niedersachsen ................................ 44 Service ................................................... 44 Fördermitlieder ................................ 44 Der ADFC im Verbreitungsgebiet .... 45 Informationen für Radler in Bremen 46 ADFC-Informationen ....................... 47

Die Bremerin Anke Schoeße berichtet von ihrer Fahrradreise mit Wolfgang Reiche durch Ostafrika. Drei Seiten Reiseerlebnise mit Fotos und sehr persönlichen Reiseeindrücken. Neu in diesem pedal: Die ServiceSeiten. Ob Fahrradmarkt, Fernsehsendung, Neuentreff, Infoladen oder ADFC-Arbeitskreis: Hier sind wichtige Informationen für Bremen zusammengefaßt, die bisher auf verschiedenen Seiten verstreut waren.


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Sternfahrten

Am 6. Juni 1998, dem internationalen Tag des Fahrrades, stieg in Bremen das dritte Bremer Fahrradfestival. Einige Schlaglichter werden auf dieser und der nächsten Doppelseite - und auf der Titelseite - in Wort und Bild festgehalten.

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Aus verschiedenen Richtungen kamen Radlerinnen und Radler zum Fahrradfestival gefahren. Die Regionalzeitungen der Bremer Tageszeitungen AG hatten zur Sternfahrt aufgerufen, Aktive des ADFC übernahmen die Tourenleitung. Von dem Vegesakker Ast der Sternfahrt berichtet Lars Grundmann: "Am Samstag versammelten sich gegen 8.30 Uhr vor dem Zeitungshaus in der Sagerstraße 86 Radlerinnen und Radler, um sich gemeinsam auf den Weg zum Marktplatz in Bremen zu machen. Sicherlich ließen die Regenschauer am Vorabend einige Teilnehmer abschrecken, denn mit den Coupons der „Norddeutschen“ hatten sich sogar 107 angemeldet. Die von der Zeitung angekündigten Erfrischungsgetränke fehlten, aber wenigstens waren dann noch die Schirmmützen in den Räumen der Zeitung aufzufinden. Nachdem dann, mit etwas Verspätung, die beiden Polizei-Motorräder eingetroffen waren, machte sich nach Begrüßung und einleitenden Worten durch Tourenleiter Helmut Schumacher die Gruppe auf den Weg zur Vegesacker Fähre. Es war schon ein imposantes Bild, wie sich die Gruppe auf der Fähre versammelte. Es ging dann über Lemwerder, Altenesch und das Ochtumsperrwerk zur geplanten Pause im Mühlenhaus. Das Wetter spielte mit und begleitete die Gruppe trocken bis zum Ziel. Nach einer kurzen Pause ging es über Hasbergen von Westen her direkt zum Marktplatz. Hierbei zeichnete sich die Polizeibegleitung aus, die die Gruppe an Kreuzungen und Überquerungen von Hauptstraßen absicherte. Besonders zu erwähnen sind die jüngsten Teilnehmer Florian und Christian, die beide die 30 Kilometer gut durchfuhren. Bis auf zwei Kettenabläufe, einen Platten und einen falschen Platten [was ist das denn? D. Red.] fällt der Schadensbericht im Verhältnis zur Gruppengröße klein aus. Beim Durchfahren eines Privatweges stellte sich heraus, daß Radfahrer auch gute Kuhtreiber sind. Die sich in den Weg stellenden Schwarzbunten wurden von einem Mitradler von der Strecke getrieben. Die Stimmung in der vom Alter her gut gemischten Gruppe war gut. Da auch die Streckenführung von Helmut Schumacher gut ausgearbeitet war, war die Sternfahrt für den ADFC und die Stadtteilgruppe Bremen-Nord ein Erfolg." LG

Alle Fotos: Gerhard Hövermann


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6 Im blauen T-Shirt* mittendrin Das Fahrradfestival ist für mich wie Weihnachten: Das ganze Jahr steht der Termin fest, und – plötzlich und unerwartet steht es vor der Tür. Der feste Vorsatz nach dem letzten Fest, etwas frühzeitiger an den Vorbereitungen teilzuhaben, war längst in Vergessenheit geraten. Wie die erste Adventskerze kam das pedal ins Haus, und mir fiel wieder ein, daß ich mich für Aktivitäten zur Verfügung stellen wollte. Das Kettenblatt (der Rundbrief für aktive ADFC-Mitglieder des ADFC Bremen) kam als zweite Kerze – und wurde in wenigen Tagen begraben unter anderen Blättern mit wichtigen und dringlichen Dingen, die ich unverzüglich in Angriff nehmen wollte. Wie durch die ersten Weihnachtskarten, die mir ins Haus flattern, mußte ich erst durch Brigittes Anruf erinnert werden, daß es langsam Zeit wurde. Denn natürlich wollte ich mitmachen. Schon bei dem ersten Fahrradfestival hatte ich, trotz des Regens, so viel Spaß, daß ich immer dabeisein wollte.

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Es hat mir wieder Spaß gemacht, auch wenn ich beim Aufstellen des Pavillons schon nach kurzer Zeit klatschnaß war. Auch die anderen Helfer, die unermüdlich Material durch den Regen die Treppen hochschleppten, wurden schließlich nicht verschont. Und als am Festtag die Gruppen der Sternfahrt auf dem bunten Marktplatz eintrafen, hatte ich die gleichen feuchten Augen wie am Heiligabend, wenn die Kerzen am Baum brennen. Und ich war froh dabeizusein, dazuzugehören. Und als am Kuchenstand eine Kundin fragte, warum ich kein Pfand für das Geschirr bezahlen mußte, und als ihr dann gesagt wurde, daß ich dasrichtige T-Shirt anhätte, war ich sehr stolz: Ja, ich hatte das richtige T-Shirt, das blaue!* Nächstes Jahr will ich es wieder tragen. Inge Vorberg *

Das blaue T-Shirt war das Kennzeichen der aktiv am Fahrradfestival Beteiligten

Wer wollte schon immer mal fahrradfestivallen? Wer wollte schon immer mal ... ... zwei Tage vor dem Festival eine Absage eines Künstlers entgegennehmen? ... Pavillon-Aufbau-Expertin werden: Wer baut in kürzester Zeit Pavillons verschiedener Bauart zusammen? ... als überzeugte Radfahrerin 100 Stadtkilometer im Transporter fahren und Schilderfüße, Kühlschränke und Mülltonnen transportieren? ... morgens um halb sieben (wenn die Welt noch in Ordnung ist) auf dem Marktplatz die nachts zuvor in aufgeweichter Taubenscheiße gewendeten drei Meter langen Stangen aufstellen? ... die Mitarbeiterin bei der Zentrale anschreien, um sich dann doch nicht mit ihr zu verständigen. (Die Zentrale stand direkt neben den Lautsprecherboxen.) ... zu zweit einen vierfüßigen Pavillon festhalten, durch den eine steife Brise bläst? ... viele viele Male die Treppe des Bürgerschaftsgebäudes rauf und runter laufen? ... Paletten vom Großmarkt stapeln Die Arbeit für das, während des und nach dem Fahrrad-Festival hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich sag’s ja: Radfahren hält gesund und der ADFC eine/n auf Trab. Christiane Wasserscheid

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Bremen - Mit der „Nacht zum Tag des Fahrrades“ wurde am Tag des Fahrrades die Nacht zum Tag gemacht. Die Organisatoren der 1. Bremer RadlerInnen-Party am 6. Juni hatten im Bürgerhaus Weserterrassen etwas Tolles auf die Beine gestellt: viel Spaß, gute Musik, tolle Videos, klasse Dekoration, trotz Unwetters 130 nette Leute und ein geheimnisvoller Bike-Dealer. Alle, die nicht da waren, haben etwas verpaßt. Die 2. RadlerInnen-Party im nächsten Jahr ist schon fast beschlossen. Dann wahrscheinlich am 15. Mai. dk

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Dankeschön an alle Sachspenderinnen und -spender: Barmer Ersatzkasse Bohle – Schwalbe Marathon Reifen BREPARK Büsselmann Fahrradstudio Fahrrad-Expreß Fahrradstation am Hauptbahnhof Fata Morgana, Geographische Buchhandlung Großmarkt Bremen HKK – Handelskrankenkasse

Jakst Zweiradcenter ÖVB – Öffentliche Versicherungen Bremen Quo Vadis Schröder Zweiradhaus Karl Sprenger, Verkehrszeichen Velo-Sport VILSA – Mineralwasser Wolfgang Reiche

und die zahlreichen Kuchenspenden von ADFC-Sympathisantinnen und -Hobby-Bäckern

Dankeschön an alle Ausstellerinnen und Aussteller

und mitwirkenden Firmen: Dalladas Dutschke WellenReisen Speiche Findorffer Radhaus Fahrradladen Radschlag Imken-Reisen Quo Vadis

Quirl Zweiradhaus Schröder ASB - Sanitätsdienst Der „Fahrrad-Doctor“ Bremer Drucksachen Service Urlaub + Reisen / von Rahden-Reisedienst Happy Rikscha-Tours/Fahrradstation Bremen

Dankeschön an alle mitwirkenden Künstlerinnen

und Künstler sowie die beteiligten Medien und Firmen: Bürgermeister Hartmut Perschau, Schirmherr DIE FIESEN FRIESEN, Varel Kinderzirkus Larifari, Thedinghausen Hauke Hirsinger, Fahrrad-Hochsprung Weltmeister Jens Stemminger, Hochrad-Artist Günther Meyer, Moderator Radio Bremen Gerd Hasenjäger, Marktschreier für den ADFC Elgin Kröger, Plakatgestaltung

Radio Bremen WESER KURIER Eine Welt Aktion – Lieferservice, Bremen Ernst Bartsch Stahlbau, Weyhe Friedehorst Reha- und Pflegeeinrichtungen, Bremen Joke-Veranstaltungsservice, Bremen Big Beat P.A.Service, Bad Zwischenahn

Dankeschön an alle Unterstützerinnen und Sponsoren: Beirat Mitte Senator für Umweltschutz

und ganz besonders an die


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ADFC und ÖVB veranstalteten Fahrradwettbewerb

Der erste Cup ging zur Drebberstraße Am Freitag, dem 10. Juli, traten zum ersten Mal Bremer Schülerinnen und Schüler zum Wettbewerb um den „ÖVB-Fahrrad-Cup“ an. ADFC-Landesverband Bremen und die Öffentlichen Versicherungen Bremen (ÖVB) hatten auf den Schulhof des Schulzentrums an der Drebberstraße in Hemelingen eingeladen. Die teilnehmenden Dreierteams aus den fünften und sechsten Klassen von sieben Schulen grübelten, strampelten und schraubten um die Wette.

Am besten kannten sich die „Biker“ aus dem „Heimteam“ von der Drebberstraße mit ihren Fahrrädern, den Verkehrsregeln und der Fahrradtechnik aus: Sonja Sieczek, Alexander Bolt und Mateusz Golebioswski gewannen hochwertige Bügelschlösser, gestiftet von der ÖVB. „Die Schule erhält als Belohnung neue

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stabile Fahrradständer („Bremer Modell“). An diesen können zehn Fahrräder mit Rahmen und Laufrad diebstahlsicher und komfortabler angeschlossen werden als bei den herkömmlichen ‘Felgenkillern’“. Mit diesen Worten überreichten Dorothee Brede, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Bremen und Dr. Ekkehart Helms von der

ÖVB die ersten Preise. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen nicht leer aus; Fahrradbeleuchtung mit Standlicht und vernünftiges Fahrradwerkzeug erhöhen künftig für sie die Sicherheit beim Radfahren. Ein makellos blauer Himmel mit Sonnenschein und Getränke- und Kuchenversorgung durch die gastgebende Schule ließen die Endausscheidung am Freitag in Hemelingen zu einem wohlgelungenen Ab-

schluß werden. Den 2. Platz errangen zwei punktgleiche Teams: Die Grundschule am Alten Postweg und das Schulzentrum Obervieland. Ihr Erfolg wurde mit einer Fahrradbeleuchtung mit Standlichtfunktion belohnt. Um pro teilnehmende Schule ein Dreierteam zu bestimmen, hatten interne Vorauswahlen in den Schulen stattgefunden. Hier übten die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld an Fähigkeiten und Fertigkeiten zu den Themen Sicherheit, Fahrverhalten und Fahrradtechnik, um Aufgaben wie richtiges Verhalten im Straßenverkehr, Wettschleichen, Lastenfahrt, Platten flicken und vieles mehr zu be-wältigen und zu wissen, was zu einem verkehrssicheren Fahrrad gehört. „Fahrradfahren und Verkehrssicherheit ist gerade bei der Altersgruppe der Zehn- bis Zwölfjährigen ein wichtiges und brisantes Thema“, begründet E. Dorothee Brede den in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Wettbewerb. en hiedlich untersc f u a n e Brems , ... ründen Unterg „Diese Schülerinnen und Schüler benutzen sehr häufig das Fahrrad für den Schulweg und sind dabei besonders unfallgefährdet. Der ADFC und die ÖVB schaffen mit dem Fahrrad-Cup einen spielerischen Anreiz, sicheres Verhalten im Verkehr zu üben und zugleich den Spaß am Fahrradfahren zu steigern“. Der Fahrrad-Cup soll im nächsten Frühjahr zum zweiten Mal stattfinden. Dann sind nicht nur die Orientierungsstufen in Bremen sondern auch in Bremerhaven zur Teilnahme aufgerufen. Mehr Informationen gibt es beim ADFC von Christiane Wasserscheid unter Telefon (0421) 70 11 79.


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Verdener Kindertag am 4. Juli mit dem ADFC

Fahrradmarkt

Verden - Nach dem Riesenerfolg des letzten Jahres, bei bestem Wetter, wurde die Innenstadt Verdens wieder zum Tummelplatz für die Kinder, jetzt nur mit Regenwetter. Die Aktivitäten reichten von einem Kinderzirkus, einer Minibahn bis zu einer Kletterwand und einer Schminkecke. Neben vielen Vereinen nahm in diesem Jahr auch die ADFC-Ortsgruppe Verden mit dem Fahrradparcour des ADFC Landesverbandes teil. Durch Unterstützung der örtlichen Fahrradhändler Finke, Lollo, Fahrradstudio Walle und Kappel sowie der Volksbank Verden wurde die Teilnahme mit dem Fahrradparcour ermöglicht, der auf der gesperrten „Unteren Straße“ aufgebaut wurde. Die vier Aktiven, Heinrich Hansing vom ADFC-Kreisverband Hannover, der den Fahrradparcour für den Landesverband betreut, Horst Uhde, Rainer Guth und HansWalter Wacker hatten zwar nicht alle Hände

Lemwerder - Am 4. April war die Stadtteilgruppe Bremen-Nord mit drei Mitgliedern und dem Codiergerät der Öffentlichen Versicherungen Bremen (ÖVB) beim Fahrradmarkt in Lemwerder vertreten. Trotz des schlechten Wetters konnten acht Fahrräder codiert werden. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Polizeiinspekton Wesermarsch, die ebenfalls Räder codierte, verlief die „Jungferncodierung“ der Stadtteilgruppe erfolgreich. Die Stadtteilgruppe dankt auch der F.D.P. Lemwerder, die den Fahrradmarkt organisiert und die Versorgung der Aktiven gesichert hat, und dem „Radhaus“ in Schwanewede, das die Geheimnisse des Codierens weitergegeben hatte. Der Fahrradmarkt soll auch 1999 wieder stattfinden.

voll zu tun, Pausen gab es allerdings auch nicht. Trotz des regnerischen Wetters kamen immer wieder kleine Kindergruppen und wollten den Parcour durchfahren - zunächst probeweise, dann einzelne mit Wertung. Die Wertungsfahrt durfte nur einmal gefahren werden. Dafür gab es dann zur Freude aller eine Urkunde. Die jeweils drei besten Jungen und Mädchen erhielten je einen kleinen Preis (ADFC-Mütze oder ADFC-Sticker). Die besten Mädchen waren Witaly Borgardt, Sally Lünnemann, beide aus Verden und Stephanie-Christin Piesker aus Achim. Die besten Jungen kamen alle aus Verden: Jan-Florian Süllow, Tobias Maske und Christian Boht. Der Fahrradparcour kam wirklich an, auch wenn er nicht leicht zu bewältigen war. Etliche Kinder absolvierten ihn immer wieder - „weil es ja so’n Spaß macht“. Hans-Walter Wacker

Sicher über den Schwebebalken (oben) und Konzentration beim Ablegen der Kette (unten)

BRENOR Bremen-Nord - Während der diesjährigen BRENOR vom 24. bis zum 16. April vertrat die ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord die Interessen des ADFC. Leider litt die Veranstaltung unter den Launen des Wetters. So sah man immer wieder bei Windböen Mitglieder des ADFC als „lebendes Gegengewicht“ am Gestände des Pavillons hängen. Das Interesse des Publikums steigerte sich zum Sonntag. Die Anfragen waren gezielt, besonders häufig nach der Feierabendradtour. Viele Besucher waren erstaunt, daß der ADFC in Bremen-Nord vertreten ist. Der ADFC begegnete dem weit verbreiteten Unwissen mit der Verteilung von Informationsmaterial, insbesondere des pedal. Auch nach Fahrradkarten für den Bereich um Bremen-Nord wurde häufig gefragt. Stadtteilgruppensprecher Lars Grundmann: „Dank an alle Mitglieder, die trotz des Wetters prima mitmachten! (Claudia, Egon, Helmut R., Manni, Helmut S.).“ LG

Festival der Pedalen Bremen-Vegesack - Beim diesjährigen Festival der Pedalen des Radsport-Clubs Vegesack am Sonntag, dem 14. Juni, war die ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord mit ihrem Infomobil vertreten. Obwohl für den Tag Regenschauer vorausgesagt worden waren, war es bis zum Ende der Veranstaltung gegen 16 Uhr trocken und es ließ sich sogar manchmal die Sonne sehen. Der ADFC ergänzte mit seinem Angebot die Palette der ausstellenden Händler und Vereine. „Renner“ war die Radwanderkarte „Bremen und Umgebung“, die sich besonders gut für Radtouren auch im Raum nördlich von Bremen-Nord eignet. Im Verlauf der Veranstaltung gab es immer wieder interessante Gespräche und Nachfragen rund ums Radfahren, besonders auch über die Neuerungen der StVO. Die ADFC-Stadtteilgruppe konnte sich so gut in der Öffentlichkeit präsentieren und somit auch den ADFC in Bremen-Nord etwas bekannter machen.


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Vorschau

Mit freiwilligem Engagement etwas Bewegen! Bremen - Am 28. und 29. August informieren rund 80 gemeinnützige Organisationen in der Unteren Rathaushalle auf Stelltafeln, Infoständen und Dia- und Filmvorführungen über das Engagement ihrer Aktiven. Wer sich - völlig unverbindlich - über das breite Spektrum freiwilliger Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen wie Politik, Umweltschutz, Gesundheit, Soziales, Jugend, Kultur und Sport, interessiert, sollte sich diese Veranstaltung auf keinen Fall entgehen lassen: Natürlich ist auch der ADFC dabei. Dort soll unter anderem ein neuentwickeltes PC-

Programm präsentiert werden, das Auskunft über die Arbeit des Landesverbands Bremen gibt. “Wir hoffen, durch unsere neuartige Präsentationsweise die Möglichkeit einer Mitarbeit im ADFC noch transparenter zu machen und damit weitere Aktive für uns zu gewinnen. Die Arbeit eines Vereins kann schließlich immer nur so gut sein wie die Menschen, die ihn unterstützen“, so die stellvertretende Vorsitzende Anke Schoeße. Die Ausstellung ist am Freitag, dem 28. August von 13 bis 20 Uhr und am Sonnabend, dem 29. August von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Anke Schoeße

11 Foto-Bildungsurlaub:

Einsteigen, Aussteigen, Umsteigen Bremen - Der Straßenverkehr gilt mit seinen steigenden Kohlendioxid-Emissionen als das größte „Sorgenkind“ der Klimaschutzpolitik. Der Stadt-Umland-Verkehr nimmt zu, Viele fliehen wegen des Lärms, der Abgase und Unfallgefahren aus den Städten „ins Grüne“, um dann selbst – eigentlich ungewollt – in Beruf und Freizeit zur Belastung beizutragen. Auch Einkaufs- und Freizeiteinrichtungen auf der grünen Wiese fördern den Trend zur Weitläufigkeit. In einem Bildungsurlaub der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben werden vom 28. September bis zum 2. Oktober Mobilitätsprobleme in Bremen mit Fotoapparat und Diafilm durchleuchtet. In dem Seminar sollen unter Anleitung von Gerhard Schneider und Rainer Thiele eigene Perspektiven über das Verkehrsgeschehen in Bremer Stadtteilen erarbeitet werden. In einer DiaSerie sollen die Verkehrsprobleme und die Möglichkeiten der Stadtplanung aufgezeigt werden. Foto-Grundkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Teilnehmergebühren betragen 50 DM, hinzu kommen etwas 15 DM an Materialkosten. Auskunft und Anmeldung bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben (DGB/VHS), Bahnhofsplatz 22 - 28 in 28195 Bremen, Tel. (0421) 32 15 59. RTh


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Frauen auf Erfolgs-Kurs:

„Es ist beflügelnd“ Bremen - Sie gehen zu Fuß, benutzen Bus oder Bahn oder lassen sich mit dem Auto fahren – Menschen, die nicht Fahrrad fahren, weil sie nicht Fahrrad fahren können. Dies sollte sich für sechs Frauen an zwei Samstagen im Mai ändern. Durch Ankündigungen in der Presse und natürlich im Programm der Bremer Volkshochschule informierte der ADFC über sein Kursangebot zum Radfahren lernen für Frauen unter dem Titel: „Radeln lernen – Frauen fahren ab!“ Die Kursleiterin, Christiane Wasserscheid, berichtet über ihre Erlebnisse und Erfahrungen:

rad getraut. Jetzt habe ich Angst.“- „Ich habe erst spät angefangen, Rad zu fahren, weil ich kranke Knie hatte. Jetzt habe ich ein Fahrzeug mit einem sehr niedrigen Einstieg.“ – „Obwohl ich nicht Fahrrad fahren kann, bin ich, weil alle mich so gedrängt haben, im Urlaub doch aufs Rad gestiegen.

falls vieles: „In meinem Heimatland Iran war es für Frauen verboten, Fahrrad zu fahren.“ - „Bis ich 19 war, lebte ich in Griechenland. Da schickte es sich nicht für ein Mädchen, Fahrrad zu fahren.“ - „Ich wuchs bei den Großeltern auf. Die waren zu ängstlich, mich Fahrrad fahren zu lassen.“

„Für mich war es das erste Mal, daß ich einen Kurs in Fahrradfahren leiten sollte. Ich war sehr gespannt. Der Kurs fand auf einem leeren nicht einsehbaren Schulhof bei sehr schönem Wetter statt. Alle angemeldeten Frauen erschienen. Dazu kamen noch zwei Frauen, die sich erst kurzfristig entschlossen hatten, teilzunehmen. Anstoß zu der Anmeldung waren oft die Angehörigen: „Mein Sohn hat das in der Zeitung gelesen“, „mein Mann hat mich darauf aufmerksam gemacht“, „wir saßen zu mehreren beim Grillen, da hat mein Bekannter gesagt ‘ich ruf da jetzt an und melde dich an’’’. Viele Gründe fürs Nicht-Radfahren-Können Von diesen acht mutigen Frauen sind vier über 60 Jahre alt. Die Gründe, warum sie bis jetzt nicht radfahren gelernt haben, sind vielschichtig. Eine Frau, die älteste Teilnehmerin, kann bereits radfahren, fühlt sich aber noch unsicher. In der ersten Kennenlern-Runde kommt vieles zur Sprache. Ein zentraler Grund ist Angst: „Ich war schon als Kind sehr ängstlich. Außerdem habe ich keinen Führerschein gemacht und kenne mich mit den Verkehrsregeln nicht aus.“ – „Ich bin in Südkorea aufgewachsen. Da habe ich mich wegen dem unübersichtlichen Straßenverkehr nicht aufs Fahrrad getraut.“ Ein weiterer Grund sind traurige Geschichten und Erlebnisse, die sie lange Zeit davon abhielten, sich überhaupt gedanklich mit dem Fahrrad zu befassen: „Ich hatte vor zehn Jahren einen sehr schweren Unfall, seitdem habe ich mich nicht mehr aufs Fahr-

Eine der Übungen auf dem Weg zum Radfahren-Können: Das Draisine-Fahren Ich bin gegen einen Pfosten gefahren, hatte einen schweren Unfall und entsetzliche Schmerzen.“ Andere Kulturen und/oder das Aufwachsen in der vorigen Generation erklären eben-

Nicht Fahrrad fahren zu können, ist schwierig zuzugeben. Andere sollen dies nicht merken: „Ich habe mein Fahrrad bis hierher geschoben. Ich wollte es nicht in der Straßenbahn mitnehmen bei dem schönen


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Wetter. Da denken die Leute doch ‘Warum fährt die denn nicht mit dem Fahrrad?’“ Ihre Motivation, endlich doch Fahrrad fahren zu lernen, äußert Maria*: „Wenn ein Ausflug angesagt ist, fahren die anderen, mein Mann und die Kinder, los mit dem Fahrrad und ich bleibe alleine zuhause.“ Viele Schritte zum Radfahren-Können Jetzt starten wir. Zunächst sichten wir die mitgebrachten Fahrräder und schieben sie über den Hof, erst am Lenker haltend, dann einhändig am Sattel führend, was sich schon als nicht so einfach herausstellt. Erste Übungen mit der Handbremse lassen erkennen, wie wichtig dosiertes Bremsen ist.

Leute Widerstände gearbeitet werden muß. Karin*: „Auf einem Minirad würde ich es ja mal versuchen, aber mein Mann sagt, das sei doch nur was für Omas.“ So teilen sich einige Frauen zu zweit ein Minirad. Das stellt sich aber nicht als Nachteil heraus, da sowieso individuell Pausen gemacht werden und die Hitze dann doch der einen oder anderen zu Kopfe steigt. Es wird also emsig gefahren, geschoben, „draisiniert“, gerollert, geredet, gegessen, ausgeruht. Am Ende des ersten Kurstages meistert jede Teilnehmerin „in der Zange“ von Kursleiterin und Assistentin den Ablauf Anfahren, Setzen, Treten, Bremsen, Halten, Absteigen. Dies wird begleitet von „treten, treten, treten, nach vorne gucken“.

13 berin, -läuferin und -schieberin Kirsten halb empört zu: „Guck mal, sie fahren ja! Was machen wir denn jetzt?“ Natürlich gibt es noch genug Programm für den Tag: Aufsteigen, bremsen, absteigen statt abspringen, Kurven fahren, durch Engstellen, auf Sand, auf unebener Erde. Ich bin fasziniert, ich freue mich. Sechs Frauen können nun Zweirad fahren, eine Teilnehmerin hat die Angst vor dem Fahrzeug verloren. Zwei Wochen später sprach ich noch einmal mit Maria*, die sonst alleine zuhause blieb: „Endlich kann ich mit der Familie ins Blockland fahren. Das ist eine ganz neue Lebensqualität, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und die Natur zu genießen. Es ist beflügelnd.“ Ein Aha-Erlebnis am Rande

Foto: Brigitte Breyling

Radfahren lernen "in der Zange" macht Spaß - hier ein Foto aus einem früheren Kurs Mit diesem Erfolgserlebnis gehen die Frauen in die nächste Woche.

Info

Danach wärmen wir die vielen Muskeln auf, die wir zum Radfahren brauchen. Die Stimmung ist sehr gut, alle sind gespannt, was sie am Ende des ersten Kurstages schon können. Bis dahin ist es noch lang und es folgen viele Übungen: Über Sitzen auf dem Sattel mit beiden Füßen auf dem Boden, Laufrad fahren, sich schieben lassen, Rollern auf dem Pedal, Gleichgewicht halten, Rücktritt einüben, auf- und absteigen bis zu etlichen Schraubaktionen, um die Sättel den Fahrerinnen anzupassen. Zum Teil sind die mitgebrachten Fahrräder für Frauen mit geringerer Körpergröße zu groß. So manche Fahrräder eignen sich aufgrund zu großer Rahmenhöhe nicht zum DraisineFahren. Am besten sind dafür Miniräder (auch Klappräder genannt) geeignet. Sie sind schnell in ihrer Höhe verstellbar und ermutigen durch ihre Optik (kleine Räder) eher zum Aufsitzen als große schwere 26oder 28-Zoll-Fahrräder. Auch Fahrräder mit Mixterahmen oder ohne Rücktritt können noch nicht benutzt werden. Aber auch hier ist nicht zu unterschätzen, gegen welche

Zwei Wochen nach meinem Kurs: Meine Freundin und ich versuchen eine kurze Fahrt mit einem Tandem. Wir scheitern schon beim Aufsteigen und sind kurz davor, uns auf dem geräumigen Bahnhofsplatz im wahrsten Sinne des Wortes niederzulegen. Ich wollte eigentlich, weil vorne sitzend, steuern. Meine Mitfahrerin hat wohl das gleiche vor, versucht dem starren Lenker „in der zweiten Reihe“ ein Mitmischen am Geschehen abzuringen. Das gelingt ihr insoweit, daß ich mangels Gleichgewicht den Aufstieg nicht schaffe. Mit vertauschten Rollen und jenseits des wuseligen Bahnhofs schaffen wir es doch, auf einem Radweg halbwegs geradeaus zu fahren und leicht hysterisch eventuell uns zu nahe tretende Fußgänger/innen von uns fern zu halten. Nähert sich uns links ein Auto und macht Anstalten, rechts abzubiegen und unsere Bahn zu kreuzen, so treten wir in großer Einigkeit die Bremsen und schieben

Viel Freude durchs Radfahren-Können Am nächsten Tag treffe ich Maria* und ihre Töchter im Bürgerpark. Sie ißt zufrieden ein Eis. Allerdings hatte sich ihr Mann abgeseilt, weil sie ihm zu langsam war und zu oft abstieg. Das Zurechtkommen im Straßenverkehr fordert noch viel Übung und Geduld. Martina*, Besitzerin des Spezialfahrrads, sprach darüber zu Beginn des Kurses: „Ich kann radfahren, fühle mich aber unsicher, wenn die Wege schmal sind oder mir jemand entgegenkommt. Vor Kreuzungen steige ich ab und schiebe.“ Beim zweiten Termin herrscht wieder konzentriertes Üben. Wir starten mit dem Aufwärmtraining. Danach soll noch einmal an den Sätteln geschraubt werden. Ich drehe mich kurz um, um Werkzeug zu holen. Dann traue ich meinen Augen nicht. Sieben Frauen fahren auf ihren Rädern auf dem Schulhof herum. Ich rufe meiner Mitschrau-

Der nächste Kurs in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule findet statt am 10. und 17. Oktober. Hierfür nimmt die Volkshochschule Anmeldungen entgegen. Außerdem können sich Interessentinnen beim ADFC melden. Dort wird eine Liste geführt. Sobald sie lang genug ist, findet eine neuer Kurs statt.

oo über die Straße. So verkehrskonform habe ich mich in den letzen 20 Jahren nicht mehr verhalten; weder geöffnete noch geschlossene Einbahnstraßen reizen uns, sie zu befahren. Plötzlich macht es „klick“ irgendwo in meinen grauen Zellen: Jetzt verstehe ich, wie sich Martina und andere Anfänger/ innen im Straßenverkehr fühlen müssen. Christiane Wasserscheid *

Die Namen der Personen wurden von der Autorin geändert


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Magazin

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Vor 100 Jahren Bremen - Bei seinen Forschungen zu einer Firmenchronik stößt ADFC-Mitglied Horst Klostermann in alten zeitungsbänden immer wieder auf Meldungen über Radfahrer und Fahrräder. Manche davon kommen uns heute exotisch vor, wie die Anpreisungen gleich mehrerer ständig betriebener Radfahrschulen in Bremen (abgedruckt in pedal 1/98, Seite 5). Andere Ereignisse, wie folgenlose Karambolagen, sind heute (leider) keine Zeitungsmeldung mehr wert (Ausschnitt rechts aus den Bremer Nachrichten vom 17. April 1898). Ebensowenig würde die Zeitung heute noch vermelden, daß aus einem Vorgarten ein Fahrrad gestohlen wurde (Ausschnitt rechts aus den Bremer Nachrichten vom 13. April 1898). Geradezu bemerkenswert ist der redaktioneller Aufwand, der wegen zwei gestohlener Fahrräder getrieben wurde. (Ausschnitt rechts unten aus den Bremer Nachrichten vom 17. April 1898. Es handelt sich - wohl gemerkt - nicht um den Anzeigenteil, sondern die einzelnen Meldungen wurden in der Zeitung ähnlich wie heute die Kleinanzeigen direkt aufeinanderfolgend gedruckt.) Am Rande sei darauf hingewiesen, daß die heute übliche Deutsche Rechtschreibung keineswegs so langjährig erprobt und gottgewollt zu sein scheint, wie manche ihrer Verfechter es gerne darstellen.

Löhrig

Unser Bremer ADFC-Infoladen in der Mathildenstraße 89 ist ganz leicht zu finden! Denn über unserem Laden in der Feldstraße hängt ja das halbe Fahrrad aus der Wand heraus (geöffnet: mo 10 - 13; di, do, fr 16 - 18.30 Uhr)

Landesverband Bremen e. V.

Foto: Dieter König


Magazin

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Werbung für das Radfahren

Bremen - Eine gute Idee hatte Rainer Böhle, eingefleischter Radfahrer und überzeugtes ADFC-Nicht-Mitglied aus Bremen. In der Werkszeitschrift „ÜBERsLAND“ seiner Arbeitsstelle „Überlandwerk Nord-Hannover“ berichtete er von seinen Erfahrungen als Radfahrer und warb dafür, ebenfalls mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. „Ich möchte Ihre Bereitschaft wecken, für die tägliche Fahrt zur Arbeit auf das Rad umzusteigen“, legte er gleich die Karten auf den Tisch. „Norddeutsches Mistwetter“ verliert seinen Schrecken nicht nur durch entsprechende Kleidung, „damit auch ein Sturzregen nicht meinen Anzug durchweicht“, sondern auch durch die Statistik: „Es sind nur relativ wenige Tage im Jahr, an denen es dann regnete, wenn ich unterwegs war.“ Hinweise auf Adressen und Öffnungszeiten der ADFCGeschäftsstellen helfen jenen Kollegen und Kolleginnen weiter, die es auch einmal probieren wollen und dafür Beratung benötigen. Der ADFC freut sich über diesen Einsatz für die gute Sache und möchte anregen, in Vereins-, Betriebs-, Kunden- oder Schülerzeitungen aktiv zu werden.

Meik und sein neues Bike Mit einem neuen Kindercomic wendet sich der ADFC an Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Der siebenjährige Meik nimmt die Kids mit auf eine Tour mit seinem neuen Bike durch die Stadt. Er weiß, wie er sich und andere in brenzligen Situalionen schützt und wo er besonders aufpassen muß. „Kinder, die beim Radfahren positive Erfahrungen machen, benutzen das Fahrrad später auch gerne als Verkehrsmittel“, so die Intention des ADFC.

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Baik statt bike von Dieter Jürgens, Bremen Es dürfte einige Jahrzehnte her sein und ebenso lange gedauert haben bis Worte zum Beispiel aus dem Französischen wie Friseur (Frisör), Bureau (Büro), adieu (tschüs) und so weiter eingedeutscht wurden. Ich meine, es ist langsam an der Zeit auch den Begriff „bike“ einzudeutschen. Damit es wegen der Schreibweise nicht zu jahrelangen Auseinandersetzungen gegebenenfalls bis hin zum Bundesverwaltungsgerichts kommt, sollten wir zunächst „baik“ der Schreibweise „beik“ vorziehen als Konzession an die Bayern und für ebendiese auch als Animation zum vermehrten Radfahren, bis sie unter Berücksichtigung der bei ihnen gegebenen Geländeunebenheiten vergleichbar häufig Rad fahren wie die Norddeutschen. Danach ließe sich dann eine endgültige Eindeutschung in „beik“ vornehmen und vielleicht, wenn auch nach einem längeren Gewöhnungszeitraum durchsetzen.

Weil Kinder besonders viel Schutz benötigen, hat sich der ADFC dafür eingesetzt und mit der Novelle zum 1. September 1997 letztlich auch erreicht, daß die Straßenverkehrsordnung mehr Sicherheit bietet. Wie bisher müssen Kinder bis zum Alter von acht Jahren auf dem Gehweg fahren. Neu ist, daß sie bis zum Alter von zehn Jahren - beziehungsweise ihre Eltern - selbst entscheiden dürfen, ob sie auf dem Gehweg fahren möchten oder lieber auf der Fahrbahn, beziehungsweise auf dem Radweg. Der Comic wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr erstellt und ist kostenlos im Bremer ADFC-Infoladen erhältlich (ggf. gegen Einsendung von 3 DM in Briefmarken).

Das große Fahrradlexikon Mit dem großen Fahrradlexikon der Bielefelder Verlagsanstalt gibt es erstmals ein umfassendes Nachschlagewerk zu allen Fragen rund ums Rad. Leicht verständlich erläutert das bewährte Autorengespann HansChristian Smolik und Stefan Etzel jedes nur denkbare Stichwort. Nahezu 2000 Stichworte von Aluminium bis Zentrieren und über 1500 Abbildungen vermitteln das gesamte Wissen zum Thema Fahrrad: zu Material und Herstellung, Typen und Technik, Sport und Physik, zu Praxis und Geschichte. Stichworte, Marginalien und Querverweise geben dem Buch eine klare und übersichtliche Struktur. Das große Fahrradlexikon hat 640 Seiten im Format 195 x 230 mm, kostet 98 DM und ist im Buchhandel und im ADFC-Infoladen erhältlich.


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Forum Tandem zu verleihen, 50er Jahre, Zweigang-Nabenschaltung, für Spende von mindestens 10 DM zugunsten des ADFC (+ Kaution). K-P Land, (0421) 50 32 68 oder im Infoladen, (0421) 70 11 79. MitbewohnerIn für 2 Zimmer in WG/ HG im Flüsseviertel, Bremer Neustadt, ab 1.10.98 oder früher gesucht (430 DM + 150 DM Nebenk.), (0421) 50 32 68. ReisepartnerIn gesucht für Südamerika-Trip per Fahrrad. Start: Nov./Dez. ’98, ca. 4 - 6 Monate. Infos bei Patrick, (0177) 5 69 97 94. Ortlieb-Fahrradtaschen (wasserdicht) zu verkaufen: 1 Paar Backroller, grün/schwarz, fast neu, daher sehr guter Zustand, Rollverschluß, bombenfester Sitz durch QuickLock-Haken, Schultergurt, NP 199 DM, VB 159 DM. 1 Paar Frontroller, rot/schwarz, gebraucht, aber in gutem wasserdichtem Zustand, Rollverschluß, bombenfester Sitz durch Quick-Lock-Haken, Schultergurt, NP 169 DM, VB 109 DM. 1 Lenkertasche, grün/schwarz, sehr guter Zustand, stabiler Innenrahmen, Quick-Snap-Befestigung, wasserdichte Kartentasche, Tragegurt, NP 149 DM, VB 109 DM. Patrick, (0177) 5 69 97 94. Raum Bremen: Patente Sie, 60/168/ NR, sucht humorvollen Ihn für lockere Radtouren, (04242) 6 31 67. Zimmer für einen jungen Mann, der voraussichtlich ab September sein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim ADFC-

Landesverband Bremen ableisten will, gesucht. Wer so etwas preisgünstig und bei netten Leuten anzubieten hat, möge sich bitte an Brigitte Breyling im ADFCInfoladen wenden. Benzinkocher MSR XGK zu verkaufen. Brennt mit Benzin, Petroleum und Kerosin. Neuwertig, incl. Tasche und Flasche, 130 DM. (04791) 54 29. Riesentandem für 14 Personen zu verleihen. Trailer für Transport wird gestellt. Lüers, Westerstede-Torsholt, (04409) 18 10 Original indonesische Rikschas, exotisch, farbenfroh und handgemacht, Verleih, Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42, 28844 Weyhe, (0421) 89 25 66. Suche alte Fahrradfotos, Festschriften, Firmenkataloge, Anstecknadeln o. Ä. aus dem Fahrradbereich. Theo Giesen, Marienstr. 1, 47647 Kerken-Nieukerk. Sachspenden für den ADFC gesucht: Kellerregal, ca. 1,80 m hoch, ca. 0,30 m tief, ca. 2,00 m lang oder länger für mehr Ordnung in der Garage; Stabile Aufbewahrungs- und Transportsäcke für Gartenpavillons/“Zeltlinge“ (?), mindestens 100 cm tief, mindestens 40 cm Durchmesser (aus wetterfestem Kunststoffgewebe?), oder wer weiß, wo es so etwas gibt? Scanner und Laserdrucker oder Multifunktionsgerät (Scanner/Fax/Drukker); PC als Infoladen-Kasse Angebote bitte an den ADFC-Infoladen.

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Preisaufgabe Puh, das letzte Preisrätsel war wohl zu schwer! Fünf Preise gab es, aber nur drei Einsendungen, davon zwei richtige. Die Redaktion dankt und gratuliert Hertha Brüning aus Lilienthal und Herbert Groll aus Bremen. Die fröhliche Landpartie per Rad von Marie und Pierre wurde von niemand geringerem als Emile Zola geschildert. Der Text stammt aus „Trois Villes, Paris 1898“. Er ist entnommen dem Buch „Fahrradgeschichten - ein Lesebuch für Liebhaber“, in dem verschiedene Kurzgeschichten oder Abschnitte aus längeren Werken mehr oder weniger bekannter Autoren abgedruckt sind, in denen das Fahrrad eine Rolle spielt. Das Buch ist im ADFC-Infoladen für 25 DM erhältlich. Das nächste Preisrätsel: Das nächste pedal-Preisräsel steht aus besonderem Anlaß dieses Mal am Ende des Reiseteils bei den "Tips und Tricks für Tourentreter" auf Seite 42.

Leserbriefe noch mal zur Mercedes-Werbung in pedal 4/98: „Nun hat die MB AG ein (fast) wirklich brauchbares Rad-Zubehör in der Werbung kreiert, und schon tauchen erboste Damen auf und drohen mit Austritt aus dem Fahrrad-Club. Etwas mehr Toleranz und Durchblick, Frau Meta Plate! Die MB AG ist einer der größten Arbeitgeber in HB, und von der dort verdienten Knete können sich viele MB-Worker unter anderem auch ein schickes Fahrrad kaufen und ADFC-Beiträge bezahlen. Und die Autos der MB AG gehören mit zu den „saubersten“ überhaupt, in Produktion und Betrieb. Schon mal was vom kleinsten Benz gehört, der mit dem Elchtest? Kleiner und universeller geht’s kaum! Ich meine, die haben ihr Soll (fast) erfüllt." Peter Goll, Syke („mit je 10 000 km Rad und Auto per anno“) zum pedal „Obwohl ich nun schon seit Oktober 1988 nicht mehr im Norden Deutschlands lebe, habe ich immer noch gerne Ihre „Fahrradzeitschrift für Bremen und umzu“ gelesen. Meine Bindung an meine Geburtsstadt Bremerhaven und auch an Bremen wird mit der Zeit immer loser, und so habe ich mich nun entschlossen, mein pedal-Abonnement mit dem Erhalt der nächsten Ausgabe auslaufen zu lassen. Ich wünsche Ihnen und dem pedal für die zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg und bitte Sie, meine Entscheidung nicht als Kritik an Ihrer Zeitschrift mißzuverstehen!" Martin Moltkau, Brackenheim


Fahrrad

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Reparaturkurs für Frauen

Rückrufaktionen

Fahrradmarkt und Codierung

Bremen - Der ADFC-Landesverband Bremen bietet in diesem Herbst zum dritten Mal einen Fahrradreparaturkurs von Frauen für Frauen an. Er findet Sonnabend, dem 17. Oktober von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag, dem 18. Oktober von 10 bis 14 Uhr im Jugendfreizeitheim Stackkamp (Osterhop 90 in Bremen-Hemelingen) statt. Ziel ist es, das eigene Fahrrad eigenständig zu warten und es im Pannenfall auch selbst reparieren zu können. Im Einsteigerinnenkurs geht es unter Anleitung von Claudia Schwehm und Anke Schoeße neben der „klassischen“ Reparatur von Platten (mit Ein- und Ausbau der Laufräder) um den Austausch von Bremsschuhen und Bowdenzügen, die richtige Einstellung der Bremsen, die Wartung und Einstellung von Kette und Schaltung sowie die Reparatur defekter Lichtanlagen. Die Teilnehmerinnen sollten neben dem eigenen Fahrrad auch das üblicherweise zu Hause für Arbeiten am Fahrrad benutzte Werkzeug, Putzlappen und unempfindliche Kleidung mitbringen, sowie - falls vorhanden - die Bedienungsanleitung. Die Teilnehmerinnenzahl ist auf zehn Frauen begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung im ADFC-Infoladen ist erforderlich. Dabei wird auch die Kursgebühr von 45 DM (25 DM für ADFC-Mitglieder, 25 DM plus 4 Tiden für Tauschwatt-Mitglieder) erhoben.

Dolphin-Fahrradanhänger Fahrradanhänger der Marke „Dolphin“, die in diesem und dem vergangenen Jahr gekauft wurden, sind möglicherweise nicht sicher. Nach Angaben des Herstellers besteht die Gefahr, daß die Manschette, die die Deichsel hält, reißt. Alle Käufer werden aufgefordert, ihren Anhänger zur Nachbesserung an ihren Händler zurückzugeben.

Achim/Bremen - Am Sonnabend, dem 19. September, führt die ADFC-Ortsgruppe Achim in Zusammenarbeit mit der Polizei während des Achimer Wochenmarktes von 9 bis 13 Uhr einen Gebrauchtfahrradmarkt und eine Fahrrad-Codieraktion durch. Auch der ADFC Bremen bietet weiterhin Fahrradmärkte mit Codierung an, und zwar bis zum 5. September an jedem ersten Sonnabend im Monat von 10 bis 13 Uhr am dem Präsident-Kennedy-Platz in den Bremer Wallanlagen. Außerdem können Fahrräder an jedem dritten Freitag im Monat im ADFCInfoladen codiert werden.

Busfahrt zur IFMA ’98 Bremen - Am Samstag, dem 3. Oktober, fährt wieder ein vom ADFC-Landesverband Bremen gecharterter Bus zur Internationalen Fahrrad und Motorrad Ausstellung (IFMA) nach Köln. Einen ganzen Tag lang können sich an Fahrradtechnik interessierte Bremerinnen und Bremer in den Messehallen umschauen und dabei entdecken, was es alles an neuen und innovativen Entwicklungen auf dem Fahrradmarkt gibt. Die Busfahrt beginnt um 6 Uhr morgens am Bremer ZOB (neben Überseemuseum und Hauptbahnhof) und führt uns unmittelbar vor die Kölner Messehallen. Dort kann dann jeder nach seinen Wünschen die Hallen durchstreifen, neue Eindrücke sammeln, mit Erfindern und Produzenten plaudern, brandneue Radmodelle begutachten oder sich Vorträge und Shows anschauen. Oder “nur” die nahe Kölner Innenstadt. Die Rückfahrt beginnt bald nach Messeschluß, so daß mit der Ankunft in Bremen gegen 22.30 Uhr zu rechnen ist. Die Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt betragen 70 DM, für ADFC-Mitglieder nur 50 DM. Wer bis zum 15. September bezahlt, bekommt einen Frühbucherrabatt von 10 DM. Da die Zahl der Busplätze begrenzt ist, sollte man sich während der Öffnungszeiten des ADFC-Infoladens schon bald seinen sicheren Sitzplatz durch Bezahlung des Entgeltes reservieren.

Shimano-Tretkurbeln An drei verschiedenen Shimano-Kurbelarmen können in selten Fällen Risse Auftreten. Die Kurbelarme wurden in den Jahren 1994 und 1995 hergestellt, möglicherweise aber später eingebaut. Sollte die Rückseite, also die innere Seite des rechten Kurbelarmes eine der Zeichenkombinationen FC-CT90, FC-M290 oder FC-MC12 tragen, bittet Shimano die Fahrradbesitzer, die Garnituren bei ihrem Fachhändler kostenfrei gegen verbesserte Modelle austauschen zu lassen. Weitere Informationen erteilt Shimano unter der Telefonnummer (0130) 73 80 73.

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Reiterstadt Verden, DZ sep. Eing., Bad, Tel., Fahrr.-R., Sat-TV, Minibar Kochecke+Gesch., p.P. DM 30 mit Wunschfrühstück Tel/Fax 04231-62551

Zweirad-Adressen

Das „Zweirad-Adressbuch ’98" hat der Kern Verlag herausgebracht. Auf 204 DIN-A-4Seiten werden Unternehmen aus dem Zweiradbereich alphabetisch sowie nach angebotenen Produkten aufgelistet. Ferner geben allgemeine Adressen Auskunft über allgemeine Anbieter von Dekoartikeln bis zu EDV, von Fahrradreisen bis zu Verbänden. Schließlich wird im Markenverzeichnis der Kontakt zu den Anbietern von Produkten mit Markenzeichen hergestellt. Außerdem ist das Verzeichnis als CD-Rom, ebenso wie das Buch zum Preis von 51 DM zuzüglich Versandkosten und Mehrwertsteuer, erhältlich. Auskunft erteilt der Kern Verlag, Am Herrengarten 5, 79224 Umkirch, Telefon (0 76 65) 80 74, Fax 54 44. Im ADFC-Infoladen steht das ZweiradAdreßbuch als Nachschlagewerk zur Einsicht zur Verfügung.

Neue Öffnungszeiten: montags bis freitags sonnabends

Verkauf

Service

10.00 - 13.00, 14.30 - 20.00 9.00 - 16.00

Bremen-Osterholz, Davoser Straße 67 - 69 Telefon (04 21) 40 45 55 Parkplatz hinterm Haus Ausstellung auf 700 m2

Trekkingräder, Shimano 21-Gang: ab 499,- DM Mountainbikes, Shimano 21-Gang: ab 399,- DM


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Verkehr

Kurznachrichten

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Wohnstraßen zu Spielstraßen

Wehr umgestaltet

Parkprobleme auf Harriersand

Bremen - Am 20. September ist Weltkindertag. In Bremen soll versucht werden, an diesem Tag den Kindern den Platz zurückzugeben, den sie bis zur massenhaften Zunahme des Autoverkehrs traditionell zum Spielen nutzten: die Straßen. Für einen Tag sollen die Straßen, in denen sich die Anwohner dazu bereitfinden, zu verkehrsberuhigten Wohnbereichen erklärt und mit der entsprechenden StVO-gerechten Beschilderung versehen werden. In verkehrsberuhig-

Dörverden/Hilgermissen - „Wehr nicht befahrbar“ steht in den Radwanderkarten als Erläuterung am Dörverdener Weserwehr. Nun ist es zwar immer noch nicht befahrbar, aber von Ende April bis Mitte Oktober von Sonnenauf- bis -untergang immerhin offiziell begehbar. Die Gemeinden Hilgermissen und Dörverden, die Preussen Elektra und das Wasser- und Schiffahrtsamt Verden haben sich mit finanzieller Beteiligung der Europäischen Union ins Zeug gelegt, um

ten Wohnbereichen können Fußgänger die gesamte Straße in voller Breite nutzen und Kinder können überall spielen. Fahrzeuge, also selbstverständlich auch Fahrräder, dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer müssen gegenseitig Rücksicht üben. Das Team „SpielRäume schaffen“ beim Bremer Verein für Jugendhilfe & Soziale Arbeit in der Friedrich-Ebert-Straße 124, 28201 Bremen, Telefon (0421) 5 57 23 77, Fax 5 57 23 72, hilft und berät bei der Genehmigung. Mit beteiligt an der Aktion sind der VCD und das Kinderschutzzentrum. dk

alte Verbindungen über die Weser wiederzubeleben und überregionale Radwandertouren zu ermöglichen. „Besonders würden wir uns freuen, wenn Sie mit dem Fahrrad anreisen könnten“, hieß es dann auch im Einladungsschreiben zur offiziellen Eröffnung, die am 5. Juli in Anwesenheit von 2000 Gästen begangen wurde. Interessant für Ausflügler sind sicher die Erläuterungen zu Aufgabe und Funktionsweise der Wehranlage. Menschen mit beladenen Fahrrädern oder gar Fahrradanhängern werden allerdings trotz der nun angebrachten Schieberillen immer noch mit den insgesamt 54 zu überwindenden Stufen Mühe haben. dk

Schwanewede - Der Harriersand, die Weserinsel gegenüber der Stadt Brake, die den nordwestlichen Zipfel der Gemeinde Schwanewede und des Landkreises Osterholz darstellt, ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer und für Badegäste aus Brake und Umgegend. Er ist von Brake aus über die Personen- und Fahrradfähre „Guntsiet“ und seit den 60er Jahren auch von Rade aus über eine Brücke zu erreichen. Die einzige Straße auf der zehn Kilometer langen Insel wird seitdem von einer jährlich steigenden Zahl von Autos genutzt. Da diese auch irgendwo parken müssen, die drei Meter breite Straße dafür aber zu schmal ist, der sandige Boden in Ufernähe nicht zerfahren werden darf und die ansässigen Betriebe ihre landwitschaftlichen Flächen nicht zum Parken hergeben wollen, gibt es ernste Parkprobleme auf dem Harriersand. Fahrbahnen und Ausweichstellen werden so vollgestellt, daß den Landwirten ihre Arbeit zeitweise unmöglich gemacht wird, daß Lieferanten nicht durchkommen und Rettungswagen stecken bleiben. Zur Lösung der Probleme mit den rund 30 000 Gästen pro Saison ist die Ausweisung zusätzlicher Parkflächen ebenso im Gespräch wie ein Pendelbus. dk

Skepsis begleitet den Aktionsprozeß Kommentar zur Lokalen AGENDA 21 von Rolf Kasper ten, es sei nichts als „Politur fürs Image“ der Landkreis Diepholz - Syke, Diepholz, Stuhr, kommunalen Entscheidungsträger. Wozu dieWeyhe, ..., ein Agendaauftakt jagt den nächses alles mit dem lateinischen Wort AGENsten. Immer mehr Kommunen rüsten sich DA umschreiben, wenn es doch ganz schlicht zum Aufbruch in das 21. Jahrhundert. Zubedeutet: „Was zu tun ist“. „Wieso packen kunftsvisionen für ein besseres Leben sind sie’s nicht an“, ag sich da so manch einer gefragt. Und was ganz neu ist: Die Menschen fragen. Kein Wunder also, wenn das Volk nur werden von ihren Verwaltungen und Politizögerlich kommt, scheinen doch selbst zahlkern um Antworten gebeten. Bürgerinnen reiche Ratsleute noch wenig überzeugt. und Bürger, Vereine, Verbände, alle Gruppen gesellschaftlichen Lebens sind aufgeruLetztlich kann die Lokale Agenda nur zu fen sich an der nachhaltigen Entwicklung einem Bürgerthema werden, wenn Politik zukunftsfähiger Gemeinden zu beteiligen. und Verwaltung die Menschen in die demoGanz offiziell ist der offene Dialog erwünscht. kratischen Entscheidungsprozesse wirklich einbinden und zur Umsetzung der erarbeiteBisher nur alle vier Jahre um ein Votum ten Ziele bereit sind. Der Weg ins 21.Jahrgefragt, sollen die Menschen jetzt aktiv an hundert verlangt das Aufbrechen alter Strukdiesem demokratischen Aktionsprozeß teilturen und Gewohnheiten sowie die Entwicknehmen. Überrascht ob dieses plötzlichen lung neuer Lebensstile. Deshalb gilt es vor Mitgestaltungsangebots kommt verständliallem auch junge Menschen für diesen Akticherweise Skepsis auf. Selbstkritisch wurde onsprozeß zu gewinnen, vielleicht sogar zuvon den Initiatoren in Syke gar von einer rückzugewinnen. „Mogelpackung“ gesprochen. Andere mein-

Fahrradparkplätze: Keine Fortschritte Bremen - Bei der Umwidmung von Autoparkplätzen am Fahrbahnrand in Fahrradparkplätze gibt es derzeit keine Fortschritte. Prinzipiell ist das in Bremen bei (nachgewiesenem) Bedarf auf Antrag an die Straßenverkehrsbehörde möglich. Die Fahrradabstellanlagen zahlt der Antragsteller oder die Antragstellerin dann aus eigener Tasche. Das Antragsformular und Beratung gibt’s beim ADFC. Die Verfahren laufen zur Zeit aber äußerst schleppend, die Behörde begründet die Verzögerungen mit Personalmangel und vordringlicheren Aufgaben. kpl

Neue Radverkehrsverbindung Bremen-Neustadt - Die lange geplanten Maßnahmen zur Umgestaltung der Neustadtswallanlagen haben begonnen. Um die beiden Spielplätze in Höhe des Hallenbades wird ein „Umgehungsradweg“ herumgebaut. So wird zukünftig die Verbindung zwischen Schulzentrum, Kindergärten, dichtbesietelten Wohnstraßen, dem Delmemarkt und der Geschäftsstraße Pappelstraße einerseits und dem Hallenbad Süd, Kindergärten, der Hochschule Bremen, dem Neuen Markt, der Mensa und der Fortführung zur Teerhofbrücke andererseits mit dem Rad legal möglich sein. dk


Verkehr

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Radwege allein machen nicht Sicher Orte und Beteiligte von Radfahrerunfällen

12 % Alleinunfälle 5 % Fußgänger

Eine Häufung von Unfällen finden wir entlang der Hauptstraßen. Da keine Daten zur Verkehrsbelastung einzelner Straßen vorliegen, können die Unfallorte nicht zueinander in Verhältnis gesetzt werden. Über zwei Drittel aller Unfälle haben sich an Straßen mit Radwegen ereignet. Dies zeigt, daß die baulich getrennte Führung von Rad- und Autoverkehr per se noch kein

7 % Sonstige

5 % Längsverkehr

12 % Parken

Die meisten Unfälle passieren an den Hauptstraßen

Unfälle verteilen sich auf sonstige 58 Kreuzungen. Auf Straßen mit Radwegen ereignet sich die Mehrheit der Unfälle in den Kreuzungsbereichen, an Straßen ohne Radwege auf der Strecke.

51 % Einbiegen

Datengrundlage sind alle 1997 durch die Polizei erfaßten Unfälle mit Radfahrerbeteiligung in der Bremer Neustadt. Generell muß bei unfalldaten berücksichtigt werden, daß die Dunkelziffer der polizeilich nicht erfaßten Radverkehrsunfälle sehr hoch ist. Alleinunfälle von Radfahrern und Unfälle zwischen Radfahrern sowie zwischen Radfahrern und Fußgängern haben die höchste Dunkelziffer. Im Jahre 1997 wurden in der Neustadt 155 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung erfaßt, dabei wurde ein Radfahrer getötet, 15 wurden schwer und 100 leicht verletzt.

73 Prozent aller erfaßten Radverkehrsunfälle ereignen sich zwischen Radfahrern und dem motorisierten Verkehr. Danach folgen die Alleinunfälle von Radfahrern mit 12 Prozent, zehn Prozent der Unfälle ereigneten sich zwischen Radfahrern und nur 4 Prozent zwischen Radfahrern und Fußgängern. Unfälle zwischen dem motorisierten Verkehr und Fahrradfahrern sind zu mehr als 68 Prozent auf das Fehlverhalten von Autofahrern zurückzuführen. Die obige Grafik verdeutlicht, daß die meisten Unfälle (76 %) zwischen Rad- und Autofahrern auf Ab- und Einbiegevorgänge zurückzuführen sind. Bei Unfällen zwischen Radfahrern und anderen unmotorisierten Verkehrsteilnehmern konnte keine signifikante Fehlerhäufung festgestellt werden.

25 % Abbiegen

Bremen - Im Rahmen seiner Diplomarbeit über die Fahrradfreundlichkeit der Bremer Neustadt hat der Bremer Student Jens Rühe die Unfallzahlen mit Radverkehrsbeteiligung im Stadtteil betrachtet. Zum einen haben Radfahrer keine Knautschzone und sind demzufolge besonders auf eine hohe Verkehrssicherheit der Straßen angewiesen. Zum anderen ist die Benutzung des Autos anstelle des Fahrrades eine mögliche Konsequenz aufgrund unzureichender Sicherheit von Radfahrern im Verkehr.

Unfallursachen der Unfälle zwischen Radfahrern und Autofahrern (Bremen-Neustadt, 1997) Radwege sind so lange relativ sicher, bis die bauliche Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr an den Knotenpunkten aufgehoben wird. Hier werden die zumeist bevorrechtigten Radfahrer oftmals von Autofahrern übersehen und es kommt zu einer Häufung von Unfällen. Zur Erhöhung der Sicher-

3 % auf selbständigen Radwegen 72 % auf Straßen mit Radweg ...

25 % auf Straßen ohne Radweg ...

... davon 29 % auf der Strecke ... davon 59 % auf der Strecke

10 % Radfahrer 1 % Mofa 1 % Linienomnibus 4 % Lkw ... davon 71 % im Kreuzungsbereich

... davon 41 % im Kreuzungsbereich

66 % Pkw

Unfallgegner von Radfahrern (Bremen-Neustadt, 1997)

Unfallort in Abhängigkeit von der Radverkehrsführung (Bremen-Neustadt, 1997) Garant für eine hohe Verkehrssicherheit ist. die Analyse der Unfallursachen hat bereits gezeigt, daß Richtungsänderungen des Autoverkehrs das größte Gefahrenpotential für den Radverkehr darstellen. 65 Prozent dieser Unfälle können definitiv einem Knotenpunkt zugeordnet werden. Die relativ kleine Kreuzung Langemarckstraße/Neustadtswall ist mit sechs Unfällen die gefährlichste Kreuzung in der Neustadt, alle weiteren

heit des Radverkehrs müssen vor allem die Knotenpunktbereiche von Radverkehrsanlagen besonders sorgfältig geplant und entsprechend den Grundsätzen einer hohen Verkehrssicherheit ausgebaut werden. Andernfalls ist die Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn im Mischverkehr mit den Autos sicherer, da sich Rad- und Autofahrer im gegenseitigen Blickfeld bewegen. Jens Rühe/dk


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Verkehr

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Verdens Rat und Verwaltung mit dem Fahrrad durch Verden Verden - Am 3. Juni war es soweit. Während einer etwa 90-minütigen Radtour durch Verden führte Hans-Walter Wacker von der ADFC-Ortsgruppe Verden die Teilnehmer aus Rat, Verwaltung und Presse zu negativen Radwegbeispielen und aber auch zu positiven Einrichtungen. Hierzu sollte auch der einzig brauchbare Fahrradständer der Stadt Verden gehören. Dieser befindet sich vor dem Geschäft Holzhausen, zu Beginn der Fußgängerzone. Jedoch war dieser wieder einmal abgebaut worden. Der Platz wurde für die Buden der bevorstehenden Domweih benötigt. Auch während der Wochenmärkte ist er schlecht nutzbar, da er durch einen Verkaufsstand verdeckt wird. Der beste Fahrradständer hat keinen Nutzen, wenn an ihm keine Fahrräder abgestellt werden können. Zu dieser Einsicht kamen dann auch zwangsläufig die Teilnehmer, die stellvertretende Stadtdirek-

Radweg als Minigolfbahn

ADFC begutachtete Radwege Stuhr – „Kein Radweg in der Gemeinde Stuhr erfüllt die festgelegte Mindestanforderungen der neuen Straßenverkehrsordnung“. Zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder der Stuhrer ADFC-Ortsgruppe, die über 30 Radwegstrecken an im wahrsten Sinne des Wortes erfahren haben. Hauptverkehrsstraßen mit einer Länge von fast 100 Kilometern wurden dabei unter die Lupe genommen. „Viele Radwege in unserer Gemeinde gleichen Minigolfanlagen“, stellte ADFC-Neumitglied Volker Höfig fest. Hinsichtlich des in den Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrsordnung (StVO) verankerten Kriteriums des „Radwegezustandes“ konnte er jedem Radweg nur die Note „mangelhaft“ geben. Der mit einem Zollstock bewaffnete Aktivist Frank Sperling überprüfte die Radwegmindestbreite, die kein einziger Radweg erreichte: „Das Ergebnis hat uns nicht überrascht“. Außerdem wurde fast überall eine unklare und gefährliche Linienführung für den Radverkehr festgestellt, die in der neuen StVO auch eingefordert wird. Die Konsequenz aus der Stuhrer Begutachtung faßte Ortsgruppen-Sprecher Christian Girschner zusammen: „Die Verkehrsbehörden haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder die Radwegebenutzungspflicht aufzuheben. Das würde zum Beispiel bedeuten, daß Abmarkierungen auf der Straße zum Schutz der Radfahrer angebracht werden. Oder aber die Radwege gemäß der StVO zu sanieren.“ Eine detaillierte Zusammenfassung der Ergebnisse der Radwegebeurteilung in Stuhr ist bei der ADFC-Ortsgruppe erhältlich.

torin Frau Ute Scholz, der Mitarbeiter des Bauamtes, Oliver da Silva Sobral und die Bauausschußmitglieder Lutz Brockmann, Rainer Osterhagen, Jens Richter und Heinrich Wessel sowie die Pressevertreter. Im Rahmen der Tour wurden die „Radwegführungen“ im Bereich des Holzmarktes, die sich im Rahmen der dort stattfindenden Umbaumaßnahmen ändern werden, der „Lüneburger Weg“, der sich hervorragend für eine Verbindung zwischen „Schwarzer Berg / Borstel“ und der Innenstadt und dem Bahnhof eignet und auch die Kreuzung Lindhooper Straße / Berliner Ring, angesprochen. Trotz des Neubaus des Radweges an der Lindhooper Straße ist es nicht gelungen, den Bordstein insgesamt abzusenken. Dabei hätten die Planer nur einige Schritte in Richtung Innenstadt gehen müssen um dort auf Radwegquerungen zu treffen, die für den Fahrradfahrer keine Kanten oder Erhöhungen aufweisen. Ein positives Beispiel ist noch die Ampelschaltung im Zuge des Berliner Ringes in Höhe der Querung des Borsteler Weges. Hier bekommen die Fahrradfahrer schon vor dem Kfz-Verkehr freie Fahrt bekommt.

Auch die Radwegführung im Lönsweg läßt zu wünschen übrig. Vom ADFC wurde hier die Frage aufgeworfen, warum hier eigentlich ein Radweg notwendig ist? Links und rechts befinden sich verkehrsberuhigte Zonen. Es ist eine wenig befahrene Straße. Als einziges Argument wurde hier die Nutzung als Schulweg angeführt. Das Team kam dann zum Schluß, daß man hier auch über eine Einbeziehung in die verkehrsberuhigte Zone nachdenken sollte. In dieser kurzen Zeit wurden einige weitere neuralgische Punkte angefahren. Diese stehen beispielhaft für eine Vielzahl ähnlicher negativer „Radverkehrsführungen“ oder entsprechender Einrichtungen in Verden. Auch muß auf Selbstverständlichkeiten, wie kantenlose Radwegabsenkungen oder auch Niveauaufpflasterung immer wieder hingewiesen werden. Bleibt festzustellen, daß in Verden noch viel Zeit ins Land gehen wird, bevor wir von einer fahrradfreundlichen Stadt sprechen können. Doch ist der ADFC Verden zuversichtlich, in den nächsten Jahren einiges für die Fahrradfahrer zu erreichen. Hans-Walter Wacker

Warum nicht einmal anders?

Stuhr - Das oft an Baustellen zu findende Verkehrsschild „Radfahrer absteigen“ ist ja bekannt. Einigen Stuhrer ADFClern reichte es jetzt: Sie haben es durch das neue Verkehrsschild „Autofahrer aussteigen“ ersetzt. Dazu bedurfte es einiger kreativer Pinselstriche auf dem Originalverkehrsschild. Mit dieser Art des zivilen Ungehorsams wurde gegen diese auch in Stuhr gern betriebene Schikane protestiert. Das Ordnungsamt hatte erklärt, derartige Schilder auch in Zukunft aufstellen zu wollen, obwohl es sich bei

„Radfahrer absteigen“ nach § 39 der Straßenverkehrsordnung um ein unselbständiges Verkehrszeichen handelt. Dieses darf kein eigenständiges Gebot oder Verbot aussprechen. Aus diesem Grund ist es allein für sich stehend rechtlich unwirksam. Ein Mißachten dieses nicht erlaubten „Gebotes“ kann daher auch nicht als Ordnungswidrigkeit belangt werden. Der genannte rechtliche Hintergrund kann in Dietmar Kettler (1997): „Recht für Radfahrer“ nachgelesen werden.


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§ Verkehr

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Was bringt die StVO-Novelle?

Unterschiedlicher Stand der Umsetzung der Neuregelung zur Radwegbenutzungspflicht Am 1. September 1997 trat die ber 1998 nur noch solche Wege als jüngste Novelle der Straßenver- Radwege oder Rad-und-Fußwege kehrsordnung (StVO) in Kraft. ausgeschildert sein dürfen, die Für Radfahrerinnen und Radfahrer gewissen Mindestanforderungen hinsichtlich bedeutet der Breite das, daß sie und des ab dem baulichen 1. Oktober Zustandes 1998 nur genügen. noch solche Für die Radwege Tiefbauämbenutzen ter bedeutet müssen, die das, daß mit dem noch die entspreeine oder chenden Foto: dk andere GebotszeiAb dem 1. Oktober 1998 dürfen Gebotszeichen für Nachbessechen ausgeRadfahrer nur noch an Radwegen stehen, die rung fällig schildert gewissen Mindestanforderungen genügen. ist. sind. Für die Straßenverkehrsbehörden Wie aber gehen die Behörden bedeutet das, daß ab dem 1. Okto- mit den neuen Anforderungen um?

Landkreis Verden: Es geht los Landkreis Verden - Mit den ersten Maßnahmen zur Umsetzung der StVO-Novelle im Landkreis Verden wurde am 29. Juni dieses Jahres begonnen. An diesem Tag begannen die Radwegschauen in Oyten und Ottersberg. Mit den Vertretern des Landkreises Verden, des Straßenbauamtes Verden, der Polizei Verden und den zuständigen Gemeinden wurden die bestehenden Radwege auf Vereinbarkeit mit den neuen Regelungen überprüft. Die Überprüfung erfolgte unter Mitwirkung des ADFC-Kreisverbandes Verden. Auch wenn in einzelnen Punkten unterschiedliche Auffassungen zu Tage traten, so wurden doch in den meisten Fällen einvernehmliche Entscheidungen getroffen. Einen ausführlichen Bericht wird es im nächsten pedal geben. Vielleicht liegen dann auch schon Ergebnisse aus den Städten Achim und Verden vor. Hans-Walter Wacker

Gemeinde Stuhr: „Vieles bleibt, wie es ist“

Stadt Bremen: Das dauert noch

Stuhr - Die erste Reaktion auf die ADFCRadwegebeurteilung (siehe Artikel „Minigolfbahn“ auf der gegenüberliegenden Seite) aus der Stuhrer Gemeindeverwaltung läßt vermuten, daß der Sinn und Zweck der veränderten StVO ausgehebelt wird. Unter der Generalklausel „Verkehrssicherheit“ will die Gemeinde Stuhr die Benutzungspflicht für Radwege weitgehend aufrecht erhalten. Zugleich soll auch keine Sanierung der Radwege eingeleitet werden. Denn, so lautet die Begründung aus dem Rathaus, die Kriterien sind nicht zwingend vorgeschrieben, sondern lediglich Normen. Eine entsprechende schriftliche ADFC-Anfrage an die Gemeindeverwaltung, auf welcher Grundlage sie ihr Vorgehen und ihre Aussagen rechtfertigt, will sie nicht schriftlich beantworten. Hinsichtlich ihrer Auffassung beruft sie sich auf einen „Ermessensspielraum, der den Verwaltungsbehörden“ eingeräumt wird. „Wie dieser aussieht“, kritisiert ADFC-Sprecher Girschner, „das wollten wir ja gerade von der Gemeinde wissen. Keine Antwort ist in diesem Fall auch eine Antwort.“ Inzwischen liegt der Stuhrer ADFC-Ortsgruppe der Umsetzungsplan der Gemeinde für die StVO vor. In der Tat wird sich nicht viel ändern: So wird zwar an zahlreichen Gemeindestraßen, aber nur an wenigen innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben. In den übrigen Fällen, wo die Radwegebenutzungspflicht ohne Sanierung der Rad-

Bremen - Nachdem erst eine Weile gar nichts passiert war, sollte im Frühjahr ein Arbeitskreis gegründet werden, in den auch der ADFC einen Vertreter entsenden sollte und wollte. In diesem Arbeitskreis sollten die Kriterien für die Entscheidung 'benutzungspflichtig oder nicht' festgelegt und die Arbeit eines eventuell mit der konkreten Überprüfung zu beauftragenden Planungsbüros begleitet werden. Seitdem ist nach Kenntnis des ADFC nichts mehr passiert. Allerdings ist die Lage auch nicht so dramatisch wie andernorts, da die meisten Radwege in Bremen ohnehin nicht ausgeschildert und damit ab dem 1. Oktober auch nicht mehr benutztungspflichtig sind. Für die wenigen Ausnahmen muß sich die Verwaltung allerdings auf einige Klagen vor dem Verwaltungsgericht gefaßt machen. Denn jeder Bürger, der sich durch ein Verkehrszeichen in seinen Rechten verletzt sieht, kann vor dem Verwaltungsgericht klagen. Und wenn der Radweg den in den Verwaltungsvorschriften zur StVO festgelegten Anforderungen nicht genügt, wird er diese Klage gewinnen. Der ADFC Bremen nimmt Hinweise auf ungenügende und trotzdem beschilderte Radwege entgegen und hilft bei der Vorbereitung der Klagen. Vielleicht kann im nächsten pedal schon über die ersten Ergebnisse berichtet werden, vielleicht wird die Verwaltung aber ja doch noch tätig. dk

wege gemäß der StVO aufrecht erhalten wird, heißt es unter anderem lapidar: Das „verkehrliche Tatbestandsmerkmal Sicherheit genießt Vorrang vor der Leichtigkeit des Fahrradverkehrs“. Oder es wird bemerkt: „Die in der StVO-Verordnung festgelegten Regelbreiten können keinen uneingeschränkten Maßstab bilden“. Aus diesem Grund müssen die Radwege auch nicht gemäß den StVO-Kriterien saniert werden. Entsprechend gibt es keine Mängelanalyse und keinen Maßnahmenplan zur Erfüllung der in der StVO genannten Mindestanforderungen für benutzungspflichtige Radwege. Die Begründung vom stellvertretenden Gemeindedirektor in der Verkehrsausschußsitzung dazu: „Unsere kommunale Finanzhoheit lassen wir uns nicht nehmen“. Deswegen werden die zahlreichen benutzungspflichtigen Radwege mit zu geringen Breiten und mit starken Unebenheiten, Bordsteinkanten, Aufbrüchen, Aufwölbungen und anderen Gefahrenstellen weder kurz- noch langfristig von der Gemeinde oder dem Straßenbauamt Nienburg saniert. Von dieser Grundregel gibt es nur drei Ausnahmen. Dort wurde die Radwegebenutzungspflicht vorläufig aufgehoben. Aber auch hier steht es in den Sternen, wann eine Sanierung kommt und wie sie aussehen wird. Kommentar des ADFC Stuhr: „So wird die StVO ausgehebelt - der beschissene Zustand für den Radverkehr bleibt hier also vielfach, wie er ist.“ Christian Girschner


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Verkehr

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... mit diesem Schild und mit Informationsblättern protestierte der ADFC Bremen in den Monaten Juni und Juli an der Bischofsnadel gegen den von der Stadt Bremen betriebenen Umbau des Tunnels. Das Informationsblatt, auf dem der Stand der Dinge und die ADFC-Forderungen aufgezählt sind, ist auf der nächsten Doppelseite abgedruckt. Der ADFC hatte statt Unterschriften zu sammeln um schriftliche Stellungnahmen gebeten. Diese Stellungnahmen (und auch die Leserbriefe in den Zeitungen) waren bemerkenswert hinsichtlich ihrer Zahl und ihrer breiten Ablehnung der Umbaumaßnahmen. Auf dieser Doppelseite sind einige Beispiele abgedruckt. Die Reaktionen des Bauressorts waren in vielen Punkten ausweichend, konnten aber bei der Presse offenbar den Eindruck erwecken, es gäbe keine Probleme mehr. Darauf hat der ADFC mit der folgenden Presseerklärung reagiert:

"Der Sprecher des Bausenators, Thomas Wedrich, soll sich gegenüber einem Redakteur geäußert haben, er könne die Aufregung um die Bischofsnadel nicht verstehen. (...) Seine Behauptung, der Tunnel sei nie ein Verkehrstunnel gewesen, scheint (...) die Verkehrspolitik der gesamten Bau- und der Wirtschaftsbehörde widerzuspiegeln. Rund 20 000 Menschen, die dort im Laufe eines Tages vorbeikommen, das ist offenbar kein Verkehr, weil sie keine Autos mit sich führen. Nach Kenntnis des ADFC Bremen soll der Tunnel keine Rampe, sondern nur eine einseitige Schieberille erhalten. Diese zwingt Menschen, die mehrspurige oder beladene Fahrzeuge (Fahrräder mit Packtaschen und Körben, Dreiräder, Fahrradanhänger, Rollstühle, Kinderwagen, Einkaufswagen) mit sich führen, entweder zu weitäumigen Umwegen oder zu Wartezeiten am geplanten Fahrstuhl. Es soll nach Kenntnis des ADFC nur noch eine Schiene geben, während man bisher das Fahrrad immerhin wahlweise links oder rechts neben sich her schieben konnte. Das ist oft wichtig für ältere Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Der Fahrstuhl soll nach Kenntnis des ADFC so ausgelegt sein, daß ein Rollstuhl oder ein Zwillingskinderwagen hineinpaßt. Von Fahrrädern, gar mit Anhänger, oder von Dreirädern war in den dem ADFC bekannten Unterlagen keine Rede. Ob dieser Fahr-

stuhl auf Dauer benutzbar sein wird, dürfte angesichts der vielen in Brtemen abgeschalteten Rolltreppen mehr als fraglich sein. Der ADFC hat nie behauptet, daß der Tunnel bisher hat durchfahren werden dürfen. Insofern ist die Ausweisung als Fußgängerzone an sich keine Verschlechterung der Situation. Angesichts der 3000 bis 4000 täglichen Radfahrer wäre es allerdings sinnvoll gewesen, mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen. Statt dessen wird die zur Verfügung stehende Verkehrsfläche eingeengt, Menschen mit und ohne Fahrrad zusammengedrängt. Auch wer hier schiebt, braucht Platz. Die reinen Baukosten betragen über 1,6 Millionen Mark. Da dieser Betrag (...) auf 25 Jahre finanziert werden muß, entstehen Gesamtkosten in Höhe von 3,3 Millionen Mark. Dieses Geld zahlt der Steuerzahler nur dann nicht, wenn es der "Bremischen" gelingt, die Ladenflächen für 150 DM pro Quadratmeter dauerhaft zu vermieten. (...) Die Auseinandersetzungen um die Bischofsnadel hätte die Baubehörde vermeiden können, wenn das für solche Fälle geregelte Verfahren eingehalten worden wäre. In der monatlich tagenden beim Bausenator angesiedelten „Arbeitsgruppe Radverkehr“, in der neben verschiedenen Behörden und Ämtern auch der ADFC vertreten ist, (ist) dem ADFC (...) auf Anfrage (...) immer wieder erklärt worden, es gäbe keine derartigen Planungen. Erst Ende Mai wurden die Pläne mit dem Hinweis vorgelegt, nun sei daran nichts mehr zu ändern."


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Verkehr

n e g n u n i Me Ich bin entsetzt. Ohne Not aber mit viel Geld werden die Radfahrerbedingungen verschlechtert! Ein toller Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung (Agenda 21)! Ich finde es unerhört, gerade für uns Alte aus dem Remberti-Viertel hört die normale Durchquerung auf.

Warum muß an einer Hauptverkehrsader noch mehr Raum zum Verkauf geschaffen werden? Es stehen doch genug Läden leer? Und wenn keine Möglichkeit besteht, Kinderwagen und Rollstühle einigermaßen bequem hier durchzubekommen, dann ist diese Aktion (Tunnelneubau) eine Frechheit. Es würde niemandem einfallen, mitten über eine Bundesstraße beispielsweise ein McDonalds drive-through zu errichten oder wie? Der Engpaß für den Fahrradverkehr auf einem der wichtigsten Fahrradwege Bremes wird sich verschärfen. Wie kann man Fußgänger und Radfahrer erst unter die Erde verbannen und ihnen dann noch den benötigten Platz halbieren.

Scheinbar wird die Stadtplanung / Wegeplanung total am Nutzen und Bedürfnis der Menschen vorbei geplant, dafür wird dann auch noch viel Geld ausgegeben. Außerdem: Wer wird sich in diesen Tunnel setzen und sein Mittagessen einnehmen. Das funktioniert sowieso nicht, siehe Brilltunnel. Ich fahre jeden Tag mindestens zweimal durch die Unterführung Bischofsnadel und stelle immer wieder fest, wie oft sich der Fahrrad-/Fußgängerverkehr staut und behindert. Nur eine Metallschiene anzubringen, stellt eine weitere Verschlechterung der Situation das, denn nicht alle können ihr Fahrrad einfach die Stufen hinuntertragen. Auch für Leute mit Fahrradanhänger und ältere oder schwer beladene Menschen muß eine Möglichkeit da sein, ohne Gefahr und große Schwierigkeiten diesen Weg zu passieren. Die Bischofsnadel ist wichtige Verbindung zwischen Viertel usw. und Innenstadt. Auch ich als Radfahrerin will sie weiterhin nutzen, ohne (als ohnehin schon eingeschränkte Verkehrsteilnehmerin) noch weitere Verbote zu bekommen. Ebenfalls fordere ich eine Rampe für andere Mitmenschen, die durch „Fahrzeuge“ (Rollstuhl, Kinderwagen, Gehwagen,...) erschwert am Straßenverkehr teilnehmen!!!

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Die „Bischofsnadel“ wird stark von RadfahrerInnen frequentiert. Dies ist der direkte Weg (kürzeste, ruhigste und grünste, angenehmste und ungefährlichste!) in die Innenstadt. Nicht nur FußgängerInnen müssen auch zukünftig diesen Weg nutzen können!! Der reine Blödsinn! Eine Neuplanung, die die Radfahrer vergißt: schnelle Nachbesserung! In der Behörde können nur Dummköpfe ohne Erfahrung sitzen! Haben Sie mal eine Zählung der Radfahrer und Fußgänger veranstaltet? Der Tunnel an der Bischofsnadel ist ein wichtiger Verbindungsweg für Radfahrer und muß gut und gefahrenfrei befahrbar sein. Es ist nicht gut, daß man das Fahrrad tragen muß. Fahrradfahrer entlasten den Innenstadtverkehr. Und wir sind auch Steuerzahler und Wähler. Der Tunnel als Möglichkeit zur Erreichung der Innenstadt mit dem Fahrrad muß uneingeschränkt bleiben!

n e g n u m m i St Der Bischofsnadeldurchgang ist hinten und vorne an Fahrradwege angeschlossen, also muß er auch einen breiten bequemen Aufgang bieten. Der Senat sollte hierfür abgelöst werden. Fahrrader gehören zu Bremen wie die Küste nach Ostfriesland. Wer den Zugang für Fahrräder in die City behindert, gehört daher abgelöst.

Man wird sich als Fahrradfahrer einmal mehr überlegen, ob man zum Einkauf in die Innenstadt fahren soll.

Die geplante Umgestaltung der Bischofsnadel ist entgegen jeglicher Interessen: zu schmal für den stetigen Strom der Passanten, die tagtäglich mit Kinderwagen und Fahrrädern die Stelle passieren (ganz zu schweigen von Rollstuhlfahrern, an die aber offenbar so gut wie nie gedacht wird), zu zugig, um hier wie geplant Cafés oder Imbißbuden zu errichten und auch wieder zu schmal! Ich halte die Planer dieser Idee für - naja, das schreibe ich lieber nicht.

Als Behinderter kann ich noch Radfahren, aber nicht das Rad treppauf/treppab tragen.

Soll ich mein Kind auf dem Weg zum und vom Sport in der Neustadt durch die Wallanlagen schicken?!

Haben die Wirtschaft / Geschäftsleute bedacht, daß mit der Umlenkung des Fahrradverkehrs mehr als 50% ihrer potentiellen Kunden ausbleiben? Meiner Meinung nach wird dies passieren und die „hohe Frequenz“ auf niedrige, den Tunnel unsicher machende Werte absenken. Was wäre damit erreicht? Schade drum.

Autos, Fußgänger und Radfahrer aus der Stadt raus - damit’s noch schneller bergab geht mit unserem Bremen. Ein einfaches, schnelles, nicht störendes, möglichst niemanden belästigendes Passieren des Bischofsnadelöres für den Fahrradfahrer ist nötig und notwendig. Die neu geplante Behinderung ist eine Frechheit sondergleichen. Warum sollten Fußgänger durch die Nadel gehen können, wenn Fußgänger mit Fahrrad oder Kinderwagen nicht die Chance bekommen? Erst denken - dann bauen!

Denkt an die Radfahrer, die den Tunnel benutzen! Wir sind auch Wähler (!!) und Steuerzahler!

Ich wohne in der Mendestr./Fedelhören und bin täglich auf die Bischofsnadel angewiesen.

Die Nadel ist ein kleiner (breit genug) Tunnel ohne Ampel, zu dem ein Fahrradweg hinführt und einer wegführt, warum denn nicht mittendrin einen lassen.

Ich finde das Verfahren unmöglich, in dem der Umbau beschlossen wurde. Daß die Interessen der BürgerInnen einschließlich der RadfahrerInnen nicht angemesen berücksichtigt und eine städtebauliche Fehlplanung erfolgte, ist deshalb wenig verwunderlich!! Trotzdem fordere ich: Macht den Tunnel auf für FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Kinder, Alte, Behinderte, Penner ...!!

Ich fahre sehr häufig durch die Bischofsnadel mit dem Fahrrad und finde es eine Zumutung, das Rad die Treppen hochzutragen.

Für mich als Bewohner des Fedelhören und meiner Mitarbeiter im Büro Eduard-GrunowStraße ist dieser Weg per Rad der einzige, der in die Innenstadt führt. Es ist unglaublich, diesen Weg für uns in der Zukunft sperren zu wollen.

n e g n u r e d r o F Für mich, die ich die Bischofsnadel als Fahrradfahrerin auf dem Weg von der Innenstadt zur Uni täglich benutze, sind die geplanten Umbauten ein Schlag ins Gesicht. Die geplante Verengung wird einen täglichen Stau von Radfahrern bewirken und sicherlich damit auch eine Verärgerung der geplanten Geschäftsinhaber zur Folge haben. Eine Vorahnung davon gibt der Zustand beim Umbau. Desweiteren ist die Beschränkung auf nur eine Rinne für Leute mit Kinderwagen und für RollstuhlfahrerInnen unmöglich. Der geplante Fahrstuhl wird sicherlich nicht immer einsatzfähig sein, wie man es von anderen öffentlichen Fahrstühlen schon kennt und somit ist die Bischofsnadel für diese Leute nicht benutzbar und es muß ein Riesenumweg gemacht werden, da die Rinnen vom Wall runter in die Wallanlgen viel zu steil sind!

Ich finde, die Bischofsnadel soll für Fahrradfahrer verbessert und nicht schlechter gemacht werden. Fahrradfahrer sind ein sehr umweltfreundlicher Bestandteil des Verkehrs und durch das Verzichten auf Autofahren kann die Lebensqualität viel verbessert werden. Diese Fehlplanung ist Fußgängern und Radfahrern ein Dorn im Fahrradreifen. Geldverschwendung und chaotische Bauvorhaben kennen in Bremen keine Grenzen.

Wie können die Behörden planen, ohne RadfahrerInnen in der Stadt zu berücksichtigen? Ich wünsche eine Rampe für Fahrradfahrer im Tunnel an der Bischofsnadel.

Der Tunnel ist einer der Hauptzufahrtswege, der von FahrradfahrerInnen in die (und aus der) Stadt genutzt wird. Sollte Radfahren nicht unterstützt werden? Meiner Meinung nach sollte hier eine Verbesserung eingeführt werden - zwei Rampen wären sinnvoll bei dieser hohen Nutzung.


Radfahrer raus aus der Bischofsnadel? Die Bischofsnadel, also die Wegeverbindung zwischen PräsidentKennedy-Platz und Domshof, stellt für viele Bremerinnen und Bremer eine direkte und autofreie Verbindung auf dem Weg von den Stadtteilen Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Vahr, Horn-Lehe, Borgfeld und Oberneuland in die Innenstadt oder weiter in die Bremer Neustadt dar.

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Allein in der Zeit von 14 bis 18 Uhr wurden hier über 4000 Fußgänger und über 1000 Radfahrer gezählt. Das heißt, alle 14 Sekunden kommt hier ein Fahrrad vorbei, in Spitzenzeiten noch deutlich mehr. Die nächstgelegenen Zugänge zur Innenstadt sind das Herdentor und das Ostertor. Sie liegen nicht nur abseits der Verkehrsbeziehungen, sondern sind auch so gestaltet, daß das Radfahren dort alles andere als angenehm ist. Deshalb steht für Radfahrerinnen und Radfahrer fest: Zur Bischofsnadel gibt es keine Alternative!

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Was ist geplant? Die Verkehrssituation in der Bischofsnadel ist seit den 60er Jahren erträglich, aber unbefriedigend. Vom Landesverband Bremen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) e. V. sind immer wieder Verbesserungen angemahnt worden:  eine übersichtlichere Gestaltung des Tunnels,  eine Rampe, auf der Kinderwagen, Rollstühle, Fahrradanhänger, Dreiräder und beladene Fahrräder sicher und bequem hinauf- und hinuntergeschoben werden können und  auf der anderen Seite der Treppe eine zusätzliche Schieberinne, damit sich der Verkehr nicht auf beiden Seiten der Treppe staut.

Statt einer Verbesserung wird nun eine Verschlechterung geschaffen:  Der Tunnel wird auf 5,10 Meter eingeengt.  DieTreppe wird noch enger.  Durch einen - im Prinzip zu begrüßenden - Handlauf in der Mitte der Treppe wird diese dann so schmal, daß man Fahrräder kaum noch hinaufoder hinuntertragen kann.  Die bisher immerhin einseitig vorhandene doppelte Schieberille, auf der man wenigstens manche Kinderwagen hinauf- und hinunterschieben konnte, wird durch eine einfache Rille ersetzt.  Die Anlieger befürworten darüber hinaus ein Rollgitter, mit der der Tunnel nachts geschlossen wird.

Ob der Fahrstuhl wirklich die erwünschte Hilfe bedeutet, darf bezweifelt werden angesichts  der vielen Rolltreppen, die in Bremen in den letzten Jahren stillgelegt wurden,  der offensichtlichen Unmöglichkeit, den Fahrstuhl an der Teerhofbrücke benutzbar zu machen,  der vielen Bahnhöfe, an denen Fahrstühle so klein sind, daß man nicht einmal ein Fahrrad mit Kindersitz mitnehmen kann,  der hohen Zahl von Passanten an dieser Stelle und der geringen Leistungsfähigkeit von Fahrstühlen. Damit wird die Verkehrssituation in der Bischofsnadel demnächst nicht nur unbefriedigend, sondern geradezu unerträglich sein.


Und warum das alles? Der Wall fristete in den vergangenen Jahrzehnten ein städtebauliches Schattendasein. Verständlich, daß die dort ansässigen Geschäftsleute und Hausbesitzer das ändern wollen. Auch ist es städtebaulich sinnvoll, Geschäftsflächen nicht nur in Obern- und Sögestraße anzubieten. Der ADFC begrüßt die Initiativen, den Wall zu attraktivieren.

Nicht einverstanden ist er allerdings damit, wie dieses geschieht. Die Geschäftswelt scheint den öffentlichen Raum als ihr Eigentum zu betrachten; Wirtschaftssenator und Bausenator leisten dabei Unterstützung:

 Während ein nobler Parkstreifen unbedingt erforderlich ist, gibt es für einen Radweg auf der Seite der Geschäfte keinen Platz mehr.  Während die Fahrbahn einen herrlich glatten Belag bekam, ist der „historische“ Radweg anscheinend gut genug.  Und jetzt die radfahrerunfreundliche Umgestaltung mit dem Ziel:

Radfahrer raus aus der Bischofsnadel! Im vergangenen Jahr wurde die Arbeitsgruppe (AG) Radverkehr von einem Vertreter des Wirtschaftssenators gebeten, Vorschläge zu unterbreiten, wie Radfahrer an der Bischofsnadel „vorbeigeleitet“ werden könnten. (In der AG Radverkehr beraten verschiedene Behörden und der ADFC den Radverkehr betreffende Planungsvorhaben.) Aufgrund der großen Bedeutung sah sich die AG Radverkehr außerstande, eine derartige Lösung vorzuschlagen, zumal in den Wallanlagen aus

Gründen des Denkmalschutzes nicht gebaut werden darf. Als dann Gerüchte laut wurden, daß trotzdem Pläne für den Tunnel der Bischofsnadel geschmiedet würden, hatte der ADFC mehrfach darum gebeten, sie in der AG Radverkehr vorzulegen - stets mit der Antwort, es gäbe keine derartigen Überlegungen. Als dann Ende Mai Pläne vorgelegt wurden, hieß es, nun sei es für Änderungen zu spät.

Weder das Verfahren noch das Ergebnis kann der ADFC Bremen hinnehmen. Es ist unerträglich, daß sich hier täglich Tausende von Radfahrern und Fußgängern auf engerem Raum drängeln sollen, daß schon jetzt der Tunnel für alle jene faktisch gesperrt ist, die ihre Einkäufe oder ihre Kinder auf dem Fahrrad oder im Anhänger statt mit dem Auto transportie ren, für alle, die wegen körperlicher Beeinträchtigungen auf Sonderfahrräder angewiesen sind. Zur Befriedigung einiger Kaufleute.

Wir bitten Sie:  Schreiben Sie Ihre Meinung, ihre Wünsche, Ihre Stellungnahme in die ausliegenden Wunschbücher oder schicken Sie sie an den ADFC. Wir werden die Stellungnahmen öffentlich machen.  Sprechen Sie mit Freunden, Nachbarn und Geschäftsleuten über diese Planungen.

 Unterstützen sie den ADFC durch ihre Mitgliedschaft und/ oder Ihre Spende.  Unterstützen Sie diese Aktion heute und an anderen Tagen durch Verstärkung unseres InfoTeams.  Denken Sie bei der nächsten Bürgerschaftswahl auch an die Radverkehrsplanung.

ADFC-Infoladen und Landesgeschäftsstelle: Mathildenstr. 89 (Eing. Feldstr.) 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79 Telefax (0421) 70 11 59 Öffnungszeiten mo: 10.00 bis 13.00 Uhr di, do, fr: 16.00 bis 18.30 Uhr

Landesverband Bremen e. V.


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Freizeit

Tourismus

Freizeit-Tips

Radfahrerfreundlich

„autofrei und Spaß dabei!“

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Bremen - Mehr als die Hälfte aller Autokilometer wurden schon 1993 in der Freizeit „zusammengefahren“. Die Tendenz ist noch steigend. Andererseits trägt der Autoverkehr nach wie vor in starkem Maße zur Umweltverschmutzung bei. Das möchten die Bremer Landesverbände des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) gerne ändern. Unterstützt vom Senator für Umweltschutz und der Sparkasse Bremen haben sie noch rechtzeitig vor den Sommerferien eine Broschüre mit dem Titel „autofrei und Spaß dabei!“ herausgegeben. Darin werden Anregungen gegeben, wie man auch ohne Auto in der Freizeit etwas erleben kann. Je zwei Spaziergänge und Radtouren durch Bremen werden mit An-

Bremen - Zu den Einkehrtips der Leserinnen und Leser im letzten pedal erreichte die Redaktion eine Ergänzung. Der Vorstand des Kleingärtnervereins Fresenbulten hat Frau Brüning und ihre Gruppe zu einem

Foto: Dieter König

Gespräch bei einer Tasse Kaffee eingeladen und weist im übrigen darauf hin, daß das Vereinsheim Fresenbulten seit dem 20. Juni unter neuer Leitung geführt wird: „Die neuen Pächter, das aus Worpswede stammende Ehepaar Stockfleth, haben dem Fresenbulten neues Leben eingehaucht. Ein farbenfrohes Ambiente in Garten und Innenraum lädt zum Zwischenstop auf der Radtour ein. ... Im Sommergarten befindet sich auch ein kleiner Kinderspielplatz, auf dem sich ihre Kleinen in Sichtweite austoben können.“ Der Fresenbulten sei im übrigen nicht nur für Radler, sondern auch für Inline-Skater optimal zu erreichen. fahrt und Sehenswürdigkeiten beschrieben, eine Kartenskizze sorgt für Übersicht und 15 meist farbige Fotos machen Appetit auf autofreie Freizeit. Auf fünf Infoseiten werden unter anderem Verkehrsunternehmen, Veranstalter von Wanderungen, Rundfahrten und Führungen, Fahrradverleiher und die Adressen und Telefonnummern von weiteren Unternehmen, Vereinen und Verbänden aufgelistet. Alle Leserinnen und Leser, die einen Fragebogen einsenden, können an der Verlosung von „autofreien Preisen“ bis hin zu einer viertägigen Reise ins Altmühltal teilnehmen. Die Broschüre ist kostenlos beim VCD, Am Dobben 44, und beim ADFC, Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen erhältlich. Dort kann sie gegen Einsendung von 3 DM in Briefmarken auch per Post angefordert werden.

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autofreies Innerstetal Clausthal-Zellerfeld - Die Gemeinden und Städte im und am Innerstetal im Harz sperren am 30. August wieder die Straße für den Autoverkehr. Ein buntes Rahmenprogramm bietet Radfahrern, Fußgängern und InlineSkatern viel Abwechslung. Der ADFC präsentiert sich mit Infostand und Aktionsbühne auf dem Lautenthaler Schützenplatz. dk

Radtouren per Fax Bremen - Wer dieses pedal liest, braucht den folgenden Hinweis eigentlich nicht. Aber trotzdem: Die Termine zu den Radtouren des ADFC Bremen können jetzt probeweise drei Monate lang rund um die Uhr per Faxabruf unter der Nummer (0421) 70 11 59 angefordert werden. dk

Achim - Eine fünfzehnköpfige Gruppe aus Wiesbaden war auf dem Weg mit dem Fahrrad an die Nordsee. Das für den Abend des 5. Juni in Thedinghausen vorbestellte Hotel lehnte die Aufnahme ab, die Gründe waren nicht zu ermitteln. So mußte die Tourenleiterin für 15 Leute, die schon den ganzen Tag lang bei strömendem Regen stramm geradelt waren, eine neue Unterkunft finden. Schließlich wurde sie beim Novotel in Achim fündig. Als die Radler nach einigen weiteren Regengüssen erschöpft dort ankamen, hatte das Hotel-Team schon einen Seminarraum ausgeräumt und Plastikfolie ausgelegt. Dort konnten die müden Radler in Ruhe Fahrräder und Gepäck voneinander trennen und alles zum Trocknen ausbreiten. Die Stimmung stieg, und dieses Erlebnis, so eine Teilnehmerin, hat den Regen und die Schlamperei in Thedinghausen wieder aufgewogen. dk

ADFC sucht Marketingsymbol für Fahrradtourismus Landkreis Diepholz - Stellen Sie sich einmal vor, südlich von Bremen, oder richtiger: im Norden des Landkreises Diepholz soll mit Anbindung an Bremen, Oldenburg und Verden eine Naherholungsinfrastruktur für Freizeitaktivitäten mit dem Fahrrad entstehen. Wegweisung für Radfahrer, Rastplätze mit Standorttafeln, Freizeitkarte, Infos über Gastronomie, Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten und alles, was sonst dazu gehört. So etwas braucht natürlich für Werbeund Informationsmaterial ein möglichst unverwechselbares Marketingsymbol. Also einen Begriff, einen Namen und ein Erkennungszeichen (Logo), welches, wie beispielsweise „Dümmerland“, zur Identifika-tion dieser Region geeignet ist. Hier sind kreativen pedal-Leser/-innen keine Grenzen geHB setzt. Die nebensteh e n d e Grafik soll VER lediglich OL eine Anreu nbegrenzter gung geben. Es M öglichkeiten sollte keine Nörliches Kreisgebiet Diepholz einzelne Stadt oder Gemeinde zur Umschreibung benutzt werden, eher vielleicht die regionalen Flüsse wie Weser, Ochtum, Hache oder Delme, ein Landschafts- oder Kulturraum. Unter Ausschluß des Rechtsweges wird die pfiffigste Einsendung vom ADFC-Arbeitskreis „Naherholung & Tourismus“ in Weyhe mit einem Radwanderführer oder einer Karte nach Wunsch belohnt und im pedal veröffentlicht. Zum Mitmachen sind also kreative Leute jeden Alters aufgerufen. Einsendungen bitte an Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42 in 28844 Weyhe. R.K.

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Radtourenkalender

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Radtouren des ADFC Bremen Feierabendtouren

August

Bremen-Findorff: bis einschließlich August: 2. und 4. Dienstag Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 18.15 September und Oktober: 2. u. 4. Sonnabend Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 14.00 Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Außerdem stehen Sonntagabendtouren im Terminkalender

Sonntag, 2. August Mit dem Rad durchs Sonnensystem Peter Schloms, (0421) 50 37 04 (ab 19.00) Stephanibrücke, Neustadts (R/S 85): 8.30 ca. 90 km zügiges Tempo (ca. 18 km/h) überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen Etwa halbstündige Picknickpause und Einkehr Über Delmenhorst, Stemme und Bookholzberg führt der Weg nach Hude zum Planetenweg. Zurück führt der Weg immer an der Hunte entlang bis zur Huntebrücke, dann über Berne nach Vegesack. Dort endet die Tour offiziell. Wer will, kann in den Zug steigen. Wer noch nicht genug hat, kann gerne auch mit dem Rad zurück nach Bremen fahren. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei ggf zuzüglich 6 DM für Bahnfahrt und Fahrradbeförderung.

Bremen-Neustadt: bis 23. Oktober jeden Freitag Deichschart, Höhe Buntentorsteinweg 270 (T 87): 17.00 Regina Herkenhoff, (0421) 87 08 16 Bremen-Vegesack: bis einschl. September jeden Dienstag Bahnhof Bremen-Vegesack (G 75): 18.30 Lars Grundmann, (0421) 6009076

Bitte beachten oo

Teilnahmebedingungen für Radtouren des ADFC Bremen und seiner Gliederungen Sofern nicht anders angegeben, ist keine Anmeldung erforderlich. Gäste sind herzlich willkommen. In der Regel wird ein Teilnehmerbeitrag erhoben, der für ADFCMitglieder ermäßigt ist. Alle Teilnehmer/innen tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Sie sind deshalb auch bei einer geführten Tour für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften selbst verantwortlich. Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades ist jede/r Teilnehmer/in selbst verantwortlich. Für Minderjährige wird keine Aufsichtspflicht übernommen. Wer eine Tour abbricht, teilt das bitte dem/der Tourenleiter/in mit.

Montag, 3. August Mit Schiff und Rad nach Oldenburg Weser, Hunte, Ollen, Lesum und Wümme Rainer Thiele, (0421) 71525 (am besten zwischen 16 und 18 Uhr) oder Roonstraße 60, 28203 Bremen Anleger am Altenwall (S 87): 8.45 (DAS SCHIFF von Hal Över) Schiffsanleger Vegesack (G/H 74): 9.50 55 bis Vegesack bzw. 78 km bis Stadtmitte, mittleres Tempo Rückkehr 19 Uhr in Vegesack bzw. 21 Uhr in Bremen DAS SCHIFF von Hal Över benötigt gut vier Stunden, um uns auf Weser und Hunte nach Oldenburg zu bringen. Da Essen und Trinken an Bord erhältlich ist, geht es nach der Ankunft in Oldenburg ohne Mittagseinkehr auf ruhigen Wegen entlang von Hunte und Ollen nach Lemwerder und Vegesack (ca. 55 km). Unterwegs gibt es einige interessante Brücken zu sehen: In bzw. bei Oldenburg die alte Eisenbahnbrücke und die neue Autobahnbrücke – mit einem herrlichen Rundblick - und die Hubbrücke bei Elsfleth. Von Vegesack können Sie je nach Kondition und Wetter mit dem halbstündlich verkehrenden Zug oder mit Rad (ca. 23 km entlang von Hamme und Wümme) nach Bremen zurückfahren. 39 DM, ADFC-Mitglieder 33 DM einschließlich Schiffahrt, Fähre, Fahrradtransport und Tourenleitung Wegen beschränkter Platzzahl ist eine verbindliche Anmeldung spätestens bis 31.7. beim Tourenleiter (siehe oben) erforderlich. (Wer in Vegesack zusteigt, möge das bitte bei der Anmeldung angeben)

Sonnabend, 8. August Die heiße Tour mit Baden im Ohlenstedter Quellensee Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Martini-Anleger (S 86): 8.00 ca. 60 km mittleres Tempo überwiegend auf Wirtschaftswegen Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen Wir fahren mit dem „Schreiber-Dampfer“ nach Farge, setzen mit der Fähre über, durchradeln den Harriersand und fahren über Garlstedt zu „Tante Sonja“. Dort besteht die Möglichkeit zum Umkleiden, Einkehr und/oder 2 Stunden Badeaufenthalt. Rückkehr abends über die Blocklander Hemmstraße. 33 DM, ADFC-Mitglieder 27 DM, Kinder bis 14 Jahre in Begl. Erw. 14 DM einschließlich Schiffsfahrt, Fahrradtransport, Fähre, Eintritt und Tourenleitung Sonntag, 9. August Mit Paddel und Pedale ins Bremer Umland YETI Reisen und ADFC Bremen Peter Schloms, (0421) 50 37 04 (ab 19.00) Hauptbf, neue Fahrradstation (R 87): 9.00 Kuhgrabenweg/Am Stadtwald (O 89): 9.30 ca. 35 km per Rad, 12 km per Kanu (mit der Strömung) gemütliches Tempo Rückkehr ca. 18 Uhr überwiegend auf Wirtschaftswegen und ruhigen Nebenstraßen Kurze Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen Wir fahren per Rad nach Ottersberg, von wo aus wir nach einer Einführung in die Kunst des Kanufahrens in Richtung Borgfelder Wiesen aufbrechen. Am frühen Nachmittag haben wir in Fischerhude Gelegenheit zu einer Kaffeepause an Land. In den Borgfelder Wiesen erwarten uns wieder unsere Fahrräder und wir fahren durch den Bremer Osten gen Heimat. 55 DM, ADFC-Mitglieder 50 DM, Kinder bis 16 Jahre in Begleitung Erwachsener 30 DM, für Familien höchstens 160 DM. inkl. Kanu, Paddel, wasserdichte Säcke, Schwimmwesten, Fahrradtransport zur Ausstiegsstelle, Tourenleitung Bitte mitbringen: Fahrrad, Ersatzkleidung (für alle Fälle), Verpflegung Weitere Informationen bei YETI Reisen, Oldenburg, Telefon (0441) 8 55 85 Montag, 10. August Anmeldeschluß für die Tour „Mit Schiff und Rad nach Nordenham“ am Mittwoch, 12. August Fortsetzung August auf der nächsten Seite


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Radtouren des ADFC Bremen (Fortsetzung) Mittwoch, 12. August Mit Schiff und Rad nach Nordenham mit Besichtigung des Hunte-Sperrwerks Rainer Thiele, (0421) 7 15 25 (am besten zwischen 16 und 18 Uhr) Anleger am Altenwall (S 87): 8.15 Schiffsanleger Vegesack (G/H 74): 9.25 ca. 60 km bis Vegesack, mittleres Tempo Rückkehr ca. 19 Uhr in Bremen-Vegesack überwiegend ruhige Nebenstraßen und befestigte Wirtschaftswege Mittagseinkehr Die Radtour beginnt am Morgen mit Nichtstun, mit einer dreistündigen Fahrt mit dem Schreiber-Dampfer weserabwärts nach Nordenham. Es gibt die Möglichkeit, an Bord preiswert zu frühstücken (bitte bei der Anmeldung angeben). Von Nordenham startet dann die Radtour auf dem Weser-Radweg über Brake in Richtung Elsfleth. Nach Mittagseinkehr in einem Restaurant mit Blick auf das HunteSperrwerk werden in einer Führung Einzelheiten über dessen Funktion erläutert und gezeigt. Auf dem Weserradweg wird die Tour über Lemwerder nach Vegesack fortgesetzt. Je nach Wind und Wetter bzw. Kondition geht es per Zug (halbstündige Verbindung) oder mit Rad (zusätzlich ca. 23 km) ab Vegesack zurück zur Stadtmitte. 40 DM, ADFC-Mitgl. 34 DM (ab Bremen) 37 DM, ADFC-Mitgl. 31 DM (ab Vegesack, bitte bei der Anmeldung angeben) einschließlich Dampferfahrt, Weser-Fähre, Führung und Fahrradtransport verbindliche Anmeldung beim Tourenleiter (s.o.) ist wegen beschränkter Teilnehmerzahl bis zum 10. August erforderlich. Freitag, 14. August Anmeldeschluß für die Tour „Mit Schiff und Rad nach Worpswede“ am Sonntag, 16. August Sonnabend, 15. bis Sonntag, 16. August Campingtour mit Baden in der Nordsee Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Martini-Anleger (S 86): 8.00 2 x ca. 30 km, mittleres Tempo überwiegend auf Wirtschaftswegen Mit dem Schiff nach Brake, weiter zum Campingplatz Sehestedt an der Nordsee, am Jadebusen beim „Schwimmenden Moor“ gelegen. Selbstversorgung und/ oder Einkehr ist möglich, eine Übernachtung im Zelt, Rückfahrt ab Brake um 16.30 Uhr wieder per Schiff. Ankunft in Bremen um 19 Uhr. 37 DM, ADFC-Mitglieder 31 DM, Kinder bis 14 Jahre in Begl. Erwachsener 15 DM. einschließlich Schiffsfahrt hin und zurück, Fahrradtransport und Tourenleitung, zuzüglich Campingplatzgebühr. Anmeldung beim Tourenleiter erforderlich.

Sonntag, 16. August Mit Paddel und Pedale ins Bremer Umland YETI Reisen und ADFC Bremen Peter Schloms, (0421) 50 37 04 (ab 19.00) Hauptbf, neue Fahrradstation (R 87): 9.00 Kuhgrabenweg/Am Stadtwald (O 89): 9.30 ca. 35 km per Rad, 12 km per Kanu (mit der Strömung) gemütliches Tempo Rückkehr ca. 18 Uhr überwiegend auf Wirtschaftswegen und ruhigen Nebenstraßen Kurze Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen Beschreibung des Ablaufes siehe 9. August 55 DM, ADFC-Mitglieder 50 DM, Kinder bis 16 Jahre in Begleitung Erwachsener 30 DM, für Familien höchstens 160 DM. inkl. Kanu, Paddel, wasserdichte Säcke, Schwimmwesten, Fahrradtransport zur Ausstiegsstelle, Tourenleitung Bitte mitbringen: Fahrrad, Ersatzkleidung (für alle Fälle), Verpflegung Weitere Informationen bei YETI Reisen, Oldenburg, Telefon (0441) 8 55 85 Sonntag, 16. August Mit Schiff und Rad nach Worpswede Wörpe, Wümme, Hamme und Lesum Rainer Thiele, (0421) 7 15 25 (am besten zwischen 16 und 18 Uhr) Hauptbahnhof, Neue Fahrradstation hinter dem ZOB (R 87): 9.30 Kuhsiel-Schleuse an der Wümme (M 90/91): ca. 10.00 ca. 62 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 19.30 Uhr überwiegend ruhige Nebenstraßen und Wirtschaftswege Mittagseinkehr Die Tour führt auf Umwegen entlang von Wümme und Wörpe - nicht auf dem den meisten Bremern bekannten Jan-ReinersWeg - über Tarmstedt nach Worpswede, unterbrochen durch eine Mittagseinkehr. Auf Hamme und Lesum geht es dann mit dem Schiff bis Bremen-Burg. Mit dem Rad wird die Tour nach Bremen entlang der Lesum und der Wümme abgeschlossen. Wer will, kann die Fahrt mit dem Schiff auch bis Vegesack verlängern. Mit dem Rad ist man dann aber erst ca. um 21 Uhr zurück im Bremer zurück. 35 DM, ADFC-Mitglieder 29 DM einschließlich Schiffahrt, Fahrradtransport und Tourenleitung Eine verbindliche Anmeldung beim Tourenleiter (s.o.) ist wegen beschränkter Teilnehmerzahl bis zum 14. August erforderlich.

Sonntag, 23. August Picknick-Tour Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 9.00 75 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 17 Uhr überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen Einkehr am Nachmittag nach Absprache, etwa halbstündige Pause vorher. Auf Nebenstraßen, die teils auch durch den Wald führen, geht es zum Picknickplatz an der Wassermühle in Meyenburg. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonnabend, 29. August Zu den Bremer Höhlenwohnungen Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Martini-Anleger (S 86): 8.00 33 km Mittagseinkehr Diese Radtour durch das Werderland und am Lesum- und Wümmedeich ist besonders für die Menschen geeignet, welche sich schon mal Gedanken über ein bewußteres einfacheres Leben gemacht haben. Für eine bestehende Bauwagenund Erdhöhlen-Siedlung werden überwiegend Menschen mit Kindern gesucht (???). 21 DM, ADFC-Mitglieder 15 DM einschließlich Schiffsfahrt, Fahrrradtransport und Tourenleitung Sonntag, 30. August Sonntagabendtour Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 17.00 ca. 30 km, mittleres Tempo, ca. 3 Stunden kurze Picknick-Pause, im Anschluß Einkehrmöglichkeit

Pagentorner Heimweg 33, tel.: 49 88 277 zwischen Bismarckstr. und Eisenbahn


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Radtouren des ADFC Bremen (Fortsetzung) September Sonnabend, 5. September Halbtagestour nach Lesum oder Leuchtenburg Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 14.00 40 km mittleres Tempo Rückkehr ca. 18.30 Uhr überwiegend auf Asphaltstraßen und ruhigen Nebenstraßen kurze Picknickpause und Einkehr 6 DM, ADFC-Mitglieder 3 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonnabend, 12. bis Sa, 19. September Fahrradurlaub auf dem Darß Diese Tour ist ausgebucht Sonntag, 13. September Zeitreise zum Tarmstedter Taschenuhr-Museum Peter Schloms, (0421) 50 37 04 (ab 19.00) Hauptbahnhof, neue Fahrradstation hinter dem ZOB (R 87): 9.00 ca. 70 km ca. 18 km/h Rückkehr ca. 18 Uhr überwiegend auf Wirtschaftswegen und ruhigen Nebenstraßen Kurze Picknickpause, Einkehr vorgesehen Unter fachkundiger Führung besichtigen wir das Taschenuhren-Museum. Wer eine Taschenuhr aus Großvaters Zeiten besitzt, kann sie hier begutachten lassen. Angeschlossen ist ein kleines Bistro, in dem die Möglichkeit zur Mittagseinkehr besteht. 18 DM, ADFC-Mitglieder 14 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener 6 DM einschließlich Eintritt und Tourenleitung

Sonntag, 20. September Fahrt nach Berne zur Juliusplate Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): Startzeit beim Tourenleiter erfragen 70 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 17 Uhr Asphaltstraßen kurze Picknickpause und Einkehr Es geht entlang des Weserdeiches, zwischendurch eine Pause an der alten Schifferkirche in Warfleth. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonntag, 27. September Radtour nach Delmenhorst Jörn Bellersen, (0421) 6 16 15 01 nähere Einzelheiten waren bei Redaktionsschluß nicht bekannt Sonntag, 27. September Sonntagabendtour Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 17.00 ca. 30 km, mittleres Tempo, ca. 3 Stunden kurze Picknick-Pause, im Anschluß Einkehrmöglichkeit

Kurz und knapp

Mittwoch, 16. September Blockland-Runde ADFC Bremen-Horn-Lehe Hans-Werner Ellerbrock, (0421) 23 67 31 Horner / Leher Heerstr./Post (Q 91): 16.30 ca. 25 km mittleres Tempo Rückkehr ca. 19 Uhr überwiegend auf Asphaltstraßen und ruhigen Nebenstraßen Wer die untergehende Abendsonne über dem Blockland genießen will, der ist bei dieser Feierabendtour richtig. Wieder in Horn angekommen, trifft sich die ADFCStadtteilgruppe Horn-Lehe zu einem Gläschen Bier oder Tee. Dazu sind Gäste herzlich eingeladen.

Sonnabend, 19. September Für Familien mit Kindern Mit dabei: viel Spannung, Spaß und Spiel Simone Meißner, (0421) 6 19 96 84 Wilhelm-Kaisen-Brücke/St.-Pauli-Deich (S 86): 11.00 ca. 30 bis 40 km Unsere Tour führt uns an der Weser entlang. wir fahren bis Thedinghausen mit dem Fahrrad und von dort mit der Kleinbahn nach Bremen-Kirchhuchting zurück. Für die Kinder gibt es wieder viele Pausen zum Fußballspielen und Toben und natürlich am ende eine Fahrt mit der Kleinbahn. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei zuzüglich Kleinbahnfahrt Anmeldung bei der Tourenleiterin ist erforderlich

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Radtourentermine 24 Stunden täglich Die Termine zu den Radtouren des ADFC Bremen können jetzt probeweise drei Monate lang rund um die Uhr per Faxabruf unter der Nummer (0421) 70 11 59 angefordert werden. Wer das mitgelieferte Beitrittsformular ausfüllt und zurückfaxt, kann schnell die Vorteile einer ADFC-Mitgliedschaft genießen.

Oktober Sonnabend, 3. Oktober Kleine Radtour in die Pilze Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Berliner Freiheit/Apotheke (R 92): 10.00 ca. 40 km mittleres Tempo Kurze Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen, keine Einkehr Wir fahren nach Fischerhude und in den Hexenberg-Wald. Die gesammelten Pilze (Körbe und Messer mitbringen) können dann am Sonntag gebraten werden. Pilzbücher bringt der Tourenleiter mit, übernimmt aber keine Haftung. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonnabend, 10. Oktober Große Radtour in die Pilze Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Berliner Freiheit/Apotheke (R 92): 10.00 ca. 80 km, mittleres Tempo Kurze Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen, keine Einkehr Die im Ummel-Wald hinter Hepstedt gesammelten Pilze können am Sonntag gebraten werden (Körbe und Messer mitbringen). Der Tourenleiter hat mehrere Pilzbücher dabei, übernimmt aber keinerlei Haftung. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonnabend, 10. Oktober Für Familien mit Kindern Mit dabei: Fußball und viel Spaß Simone Meißner, (0421) 6 19 96 84 Am Stern/Bürgerpark (R 88): 10.00 ca. 30 bis 40 km Geplant ist eine Fahrt ins Blaue. Zum Mittagessen kehren wir in eine gemütliche Gaststätte ein, zum Essen und Erzählen. Und danach geht es frisch gestärkt nach Bremen zurück. Für die Kinder gibt es Pausen für Spielplatz, fußball und Toben. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonntag, 18. Oktober Fahrt nach Neukrug, Fahrenhorst, Melchiorshausen Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): Zeit ??? 60 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 17 Uhr Etwa halbstündige Picknickpause und Einkehr Die Tour verläuft auf ruhigen Nebenstraßen durch eine Acker- und Wiesenlandschaft. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei


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Nicht-ADFC-Radtouren ab Bremen

Radtouren des Radtouren des ADFC Bremerhaven ADFC Cuxhaven

jeden Donnerstag Feierabendradtouren Veranstalter nicht bekannt Bremen-Huchting, St.-Georgs-Kirche (Alter Dorfweg/Kirchhuchtinger Landstraße, V 82): 18.00 ca. 20 bis 30 km, mittleres Tempo (ca. 15 km/h) Anschließend oder unterwegs besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Die Tour wird von den Teilnehmern gestaltet.

Sonntag, 9. August Überraschungstour mit Picknick Heike Vogler / Thomas Richter Stadthalle: 10.00 ca. 60 km Rucksackverpflegung mitnehmen!

bis zum 24. September 1998 jeden Donnerstag, 18.30 Uhr (außer an Feiertagen) Feierabendtouren Treffpunkt am NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstraße 20 a, Cuxhaven

Sonntag, 23. August Ziel: Stedener Forst und See Irma Bruch / Isolde Saupe Stadthalle: 9.00 ca. 80 km Einkehrmöglichkeit

Sonntag, 2. August Börderundfahrt ca. 65 km Rundkurs durch die Börde Lamstedt 9.00 Uhr Bahnhof Hemmoor Tourenleiter: Gerhard Vollmers, Lamstedt, Tel. (04773) 7939 Der Anmeldeschluß ist abgelaufen, Informationen über eventuelle Ersatzplätze erteilt Winfried Netzlaff, Tel. (04721) 33619 (abends)

Sonnabend, 15. August Historisch-naturkundliche Radtour durch das Werderland BUND Bremen, Birgit Olbrich Martinianleger: Zeit nach Vereinbarung Los geht es mit dem Schiff von BremenStadt nach Niederbüren, von da aus mit dem Fahrrad den Ökoweg entlang bis Burg-Grambke. Die Rückfahrt nach Bremen ist mit dem Zug möglich Anmeldung unter (0421) 79 00 20 erforderlich Sonntag, 23. August Radwanderung ins Seeberger und Rautendorfer Moor BUND Bremen, Waltraud Kern Bremen-Horn, Lestra/Berckstraße: 10.00 etwa 50 km Einkehr nur auf Wunsch Sonnabend, 29. August Fahrradexkurison zu einer Binnendüne BUND Bremen, Siegfried Eisend Borgfelder Kirche: 10.30 mit kleinem Pflegeeinsatz (Entfernen von Strauchausschlag), Natur erleben, Wissenswertes über Flora uand Fauna, Betrachtung von Naturschutzmaßnahmen Weitere Touren im BUND-Programm

Sonntag, 6. September Ziel: Otterndorf Wolfgang Sander Stadthalle: 8.00 ca. 100 km Wenig Einkehrmöglichkeit, Rucksackverpflegung mitnehmen! Sonntag, 20. September Ziel: Großenhain Rolf Meier Stadthalle: 9.30 ca. 70 km Einkehrmöglichkeit Für alle Touren des ADFC Bremerhaven gilt: Strecken: Hauptsächlich Wirtschaftswege (nicht immer befestigt) Durchschnittsgeschwindigkeit bei Fahrten bis 60 km: 14 km/h, über 60 km: 16 km/h Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Jegliche Haftung von seiten des ADFC ist ausgeschlossen. Teilnehmen kann Jede/r! Startgelt für Nichtmitglieder 3 DM, Familien 5 DM. Änderungen der Fahrtziele und Fahrtlängen sind vorbehalten.

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Freitag, 21. - Sonntag, 23. August Wochenendtour: Bad, Bett & Bike in Butjadingen Per Rad zum “Nordsee Tropen Parc” in Tossens. Übernachtung: Holiday Inn-Bungalows, Halbpension, Kosten: ca. DM 200 9.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstr. 20 a, Cuxhaven Bei Redaktionsschluß waren noch Plätze frei. Informationen erteilt Bernd Ehlers, Tel. (04721) 61337 Mindestteilnehmerzahl: 12 Personen Sonntag, 6. September Bad Bederkesa ca. 80 km Von Cuxhaven über Lüdingworth Nordleda - Bad Bederkesa - Neuenwalde Krempel zurück nach Cuxhaven 8.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstr. 20 a, Cuxhaven Tourenleiter: Heinz Rolle, (04721) 64216 Sonntag, 4. Oktober Jahresabschlußtour durch die herbstliche Landschaft ca. 50 km Rundtour durch das Wurster Land mit Einkehr und Klönschnack 11.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstr. 20 a, Cuxhaven Tourenleiter: Winfried Netzlaff, Tel. (04721) 33619 (abends) Uns ist jeder willkommen, der ein verkehrssicheres Fahrrad besitzt. Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Jegliche Haftung schließen wir aus. Startgeld für Nicht-ADFC-Mitglieder (außer bei Feierabentouren): 3 DM pro Person, Kinder frei


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Radtouren Radtouren Radtouren des ADFC Osterholz des ADFC Lilienthal des ADFC Verden Bis September jeden ersten Dienstag Feierabendtour Kaiser-Wilhelm-Eiche am Scharmbecker Markt: 19.00 ca. 2 - 3 Stunden mittleres Tempo (ca. 17 km/h) anschließend Einkehr Sonnabend 15. und Sonntag, 16. August Zwei Tagestour mit Rad und Bahn ADFC OG Osterholz-Scharmbeck Hartmut Lange, (04793) 24 24 und Christa Grimm, (04792) 12 71 Bahnhof Osterholz-Scharmbeck: 8.00 ca. 105 + 85 km Übernachtung in der Jugendherberge in Otterndorf Rückfahrt ab Bremerhaven mit der Bahn 4 DM, ADFC-Mitglieder 2 DM, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei zuzüglich Kosten für Bahn, Fahrradbeförderung, Übernachtung u. a. Anmeldung bei den Tourenleitern ist erforderlich Sonnabend, 19. September Langstreckentour für konditionsstarke Radler ADFC OG Osterholz-Scharmbeck Hartmut Lange, (04793) 24 24 Bahnhof Osterholz-Scharmbeck: 8.15 ca. 95 km mittleres Tempo (ca. 17 km/h) Einkehr ist vorgesehen Mit der Bahn nach Bremerhaven, von hier über das Butjadinger Land heimwärts nach Osterholz 4 DM, ADFC-Mitglieder 2 DM, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei zuzüglich Bahnfahrt, Fahrradbeförderung Anmeldung beim Tourenleiter Sonntag, 18. Oktober Kai, Kräne und Fabriken eine Hafenführung per Fahrrad ADFC OG Osterholz-Scharmbeck Jörg Kappmeyer, (04791) 54 29 Bahnhof Osterholz-Scharmbeck: 10.00 ca. 70 km In Bremen erhalten wir von „Stadt,Land,Fluß“ eine Führung über die Hfen von Bremen und ihre Entwicklung. Einkehr ist vorgesehen. 4 DM, ADFC-Mitglieder 2 DM, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei zuzüglich Führung u. a. Anmeldung beim Tourenleiter Jeder Teilnehmer ist für die Verkehrssicherheit seines Fahrrades und für die Einhaltung der StVO selbst verantwortlich. Der ADFC übernimmt keine Haftung für unterwegs auftretende Schäden.

Bis 24. Sept. jeden letzten Donnerstag Feierabendtour Rathaus: 18.30 Martin Enderle, (04298) 56 78 Bei Bedarf steht ein Tandem zur Verfügung

ahrrad station Service rund ums Rad Inh. Harald Vogt Neu: Hauptbahnhof Westseite 28195 Bremen Tel./Fax (0421) 30 21 14

Radtouren des ADFC und des NABU Bremervörde Sonntag, 13. September (und nicht, wie es im letzten pedal stand, im August) Was lebt im Moor? Pflanzen und Tiere im Moor Dirk Seyppel, (04761) 6712 Umweltpyramide: 9.00 sehr gemäßigtes Tempo ca. 50 km ca. 9 Stunden Tourenverlauf: Bremervörde - Sandbostel - Augustendorf (Moor- und Glasmuseum) Bremervörde. 10 DM, ADFC- und NABU-Mitglieder frei zuzüglich 3 DM Eintritt Bitte Regenkleidung und Verpflegung mitbringen. Möglichkeit zur Einkehr. Eine weitere Tour wird vorausichtlich wenige Tage oder Wochen später stattfinden, der Termin stand jedoch bei Redaktionsschluß noch nicht fest. Jeder ist für die Verkehrssicherheit seines Fahrrades und sein Verhalten im Straßenverkehr selbst verantwortlich. Haftung und Aufsicht werden nicht übernommen.

Sonntag, 2. August Von Nienburg nach Rehburg-Loccum Bahnhof Verden: 7.30 80 km Die Bahn bringt uns zunächst nach Nienburg. Zu großen Teilen auf dem Weserradweg entlang fahren wir über Landesbergen, Schlüsselburg und am Kloster Loccum vorbei bis nach Münchehagen. Nach einem herrlichen Blick auf das Steinhuder Meer bei Wölpinghausen radeln wir dann erst bis nach Rehburg, um dann über Heidhausen wieder zurück nach Nienburg zu gelangen. Von dort geht’s dann mt dem Zug zurück. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Sonntag, 6. September Über Kirchweyhe nach Vegesack Lugenstein: 8.00 75 km Von Verden radeln wir zunächst links an der Weser entlang bis nach Thedinghausen und dann weiter über Riede bis nach Kirchweyhe (Wassermühle). Nach der Mittagspause fahren wir dann über Leeste, Brinkum und Huchting bis an die Ochtum. Am Ochtumsperrwerk vorbei geht’s links der Weser weiter bis nach Vegesack. Nach der Kaffeepause kommen wir dann mit dem Stadtexpress wieder zurück nach Verden. Sonntag, 4. Oktober Bremen-Vegesack - Ritterhude - Verden Bahnhof Verden: 8.00 98 km Wir laden unsere Räder erst einmal in den Stadtexpress und gelangen in gut einer Stunde bis nach Bremen-Vegesack. Von dort radeln wir zunächst zum Schloß Schönebeck. Nach einer Pause fahren wir an der Lesum entlang nach Burglesum und dann weiter über Ritterhude und Lilienthal bis nach Fischerhude. Nach einer Kaffeepause kommen wir über Ottersberg, Posthausen und Völkersen wieder zurück nach Verden. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Für alle Touren des ADFC Verden gilt: Tourenleiter: Robert Reinke, (04231) 6 25 84 Teilnehmerentgelt: 5 DM, Schüler und Auszubildende 2 DM, ADFC-Mitglieder frei Wir fahren in der Regel abseits der Autostraßen auf meist gut aufgebauten Feld- und Waldwegen. Unser Tempo ist eher gemütlich; so sehen wir mehr. Im Allgemeinen sind wir etwa um 19 Uhr wieder am Ausgangspunkt angelangt. Für Getränke und Verpflegung sorgen die Teilnehmer selbst. In einigen Fällen ist aber auch eine Einkehr möglich.


32 Radtouren des ADFC Achim jeden Dienstag Feierabendtour Achim, Bibliothek am Rathausmarkt: 18.30 ca. 1 1/2 Stunden abseits der Hauptstraßen Bei Bedarf werden zwei Touren angeboten, eine mit mittlerem Tempo (ca. 15 km/h), eine mit zügigem Tempo (über 20 km/h). Sonnabend, 5. und Sonntag, 6. September Mit Klaus entlang des Weserradwanderweges Klaus Tonn, (04202) 7 09 10 Achim, Bibliothek am Rathausmarkt: 9.00 Rückkehr in Achim am Sonntag ca. 18 Uhr maximal 14 Teilnehmer/innen Wir fahren am Sonnabend mit öffentlichen Verkehrsmitteln weseraufwärts und starten noch am selben Nachmittag mit unseren Rädern die Rücktour. Nach einer Übernachtung nehmen wir gut gestärkt den etwas längeren Etappenteil in Angriff. 80 DM, ADFC-Mitglieder 70 DM für Bahnfahrt und Übernachtung mit Frühstück Der Anmeldeschluß ist abgelaufen. Über eventuelle Ersatzplätze gibt der Tourenleiter Auskunft. Sonntag, 20. September Kaffeefahrt mit Herbert zur Moorlosen Kirche Herbert Kablitz, (04207) 80 20 97 Achim Rathaus: 9.30 Sagehorn Bahnhof: 10.15 Bremen-Oberneuland, Bahnhof (R 96): 10.45 ca. 80 km mittleres Tempo (ca. 15 km/h) größtenteils autofreie Strecken Rückkehr in Achim am Sonntag ca. 21 Uhr Mit dem Rad fahren wir über den Hodenberger Deich an Wümme, Lesum und

Radtourenkalender Weser entlang zur Moorlosen Kirche (Besichtigung möglich). Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken fahren wir mit dem Schiff um 18.10 Uhr zum Martinianleger. Von dort wieder mit dem Rad über den Osterdeich zurück. 25 DM, ADFC-Mitglieder 20 DM einschließlich 1 Stück Kuchen und 1 Kännchen Kaffee und Schiffsfahrt. Anmeldung bis zum 30. August beim Tourenleiter Montag, 28. September bis So., 4. Oktober Von Passau bis Wien Mit Andy entlang der Donau Andreas Bartsch, (04202) 7 52 48 Achim Bahnhof: 8.30 Tagesetappen bis 85 km Rückkehr in Achim am Sonntag 20.30 oder 23.30 Uhr 5 bis 15 Teilnehmer Von Achim nach einem Umsteigen in Hannover mit dem Zug nach Passau. Wir radeln dann noch ungefähr 20 Kilometer und übernachten dann in einem netten österreichischen Gasthof. In den nächsten Tagen geht es über Aschach, Linz, Steyregg, Ybbs, Melk und Tulln nach Wien. Dort steht noch ein Nachmittag und Abend zur freien Verfügung. Am nächsten Morgen geht es mit der Bahn zurück nach Achim. 750 DM Der Anmeldeschluß ist abgelaufen. Über eventuelle Ersatzplätze gibt der Tourenleiter Auskunft. Für alle Radtouren des ADFC Achim gilt: Alle Teilnehmer/innen tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Sie sind desshalb auch bei einer geführten Tour für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften selbst verantwortlich. Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades ist jede/r Teilnehmer/in selbst verantwortlich.

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Radtouren des ADFC Diepholz Sonntag, 9. August Fahrt in das Oppenweher Moor Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 10.00 Moopfadwanderung, Mittagseinkehr bei „Heino Huck“ Sonntag, 23. August Kaffeefahrt zum Dümmer See Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 14.00 Sonntag, 6. September Fahrt zum Tierpark Ströhen oder zum Museumsdorfe Cloppenburg Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 10.00 Sonnabend, 3. Oktober Fahrt auf einem Rundkurs nach Barnstorf Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 14.00 Sonntag, 29. November Fahrt nach Steinfeld Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 10.00 mit Einkehr beim Griechen (Jahresabschluß)

Radtouren des ADFC Twistringen 14tägig montags Feierabendtouren Paul Wiese, (04243) 31 11 Sportplatz: 19.00 ca. 20 bis 25 km, je nach Wetter 2 DM, Familein 3 DM, ADFC-Mitglieder frei wahrscheinlich bis zum Ende der Sommerzeit: 14tägig sonntags Feierabendtouren Paul Wiese, (04243) 31 11 Sportplatz: 10.00 ca. 20 bis 25 km, je nach Wetter 2 DM, Familein 3 DM, ADFC-Mitglieder frei Sonntag, 6. September Tagestour G. und C. Wüstefeld, (04243) 31 11 Start am Bahnhof Twistringen, Zeit wird bei Anmeldung bekanntgegeben ca. 70 - 80 km Die Tour führt vom Dümmer durch die Diepholzer und Vechtaer Moore und Goldenstedt und zurück. Anmeldung bis zum 2. September beim Tourenleiter


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Radtourenkalender

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Radtouren des ADFC Weyhe

Radtouren des ADFC Stuhr

Radtouren des ADFC Delmenhorst

Sonntag, 9. August Landschaftsformen und idyllische Dorfbilder in unserer Umgebung Ganz grob fahren wir heute in Richtung Süden Leitung: Peters, (0421) 89 45 31 Neues Rathaus: 10.00 Längere Tour

Sonntag, 16. August Hasbergen - Mühlenhaus - Ochtumsperrwerk - Niedervieland - Brokhuchting H. Opara, W. Leenhuis, (04221) 34 89 Haferflockenkreuzung (Varreler/Moordeicher Landstraße): 13.00 ca. 35 km gemütliches Tempo

jeden Mittwoch Feierabend-Radtouren Walter Worofka, (04221) 2 10 51 ZOB Delmenhorst: 18.00

Sonnabend, 15. bis Sonntag, 23. August „Romantische Straße“ Einwöchige Radreise vom Main bis zu den Alpen auf traumhaften Wegen. An- und Abreise per Bahn Der Anmeldeschluß ist abgelaufen. Informationen über eventuelle Ersatzplätze erteilen Helga und Werner Torst: (04203) 50 01

Sonnabend, 29. August Unbekanntes Ziel F. Sperling, C. Girschner, (0421) 89 25 05 ZOB Brinkum (Bremer Str.): 9.00 ca. 100 km zügiges Tempo (20km/h)

Sonntag, 30. August „Fünfe an einer Schnur“, so heißt diese Seentour Achterdiek-, Bulten-, Behling-, Oyter- und Mahndorfer See. (Badezeug?!) Leitung: Kasper, (0421) 89 25 66 Neues Rathaus: 10.00 Längere Tour Sonntag, 6. September Dort, wo die Castenea Sativa blüht und reift Eine Frucht, eine Blume oder gar eine bezaubernde Jungfrau? Leitung: Verhey, (0421) 89 21 00 Neues Rathaus: 10.00 Längere Tour Sonntag, 27. September Begegnung von Stahl-Rössern und Wolltieren Zum bunten Markttreiben in das idyllische Bruchhausen-Vilsen. Leitung: Merle, (0421) 89 25 66 Neues Rathaus: 10.00 Gemäßigte Tour Sonnabend, 3. und Sonntag, 4. Oktober Teuflisches, uuuriges und wirklich deftiges Eine zweitägige Rustikaltour mit Heuhotel Leitung: Verhey, (0421) 89 21 00 Längere Tour Verbindliche Anmeldung bis zum 1. September beim Tourenleiter Sonntag, 25. Oktober Tour zum Abradeln ins Herbst-Winterprogramm Die Herbstfarben der Natur als Begleiter unserer Abschlußtour. Leitung: Kracke, (0421) 89 05 61 Neues Rathaus: 10.00 Gemäßigte Tour

Sonnabend, 12. September Wildeshausen D. Koppe, (04221) 32 39 Rahthaus Stuhr: 9.30 ca. 70 km Tempo: 15 km/h Sonnabend, 12. September Durch das Wiehengebirge F. Sperling, C. Girschner (0171) 7 84 86 96 (ab 19.00) An- und Rückfahrt mit dem Zug zügiges Tempo Anmeldungen und Informationen beim Tourenleiter Sonnabend 10. Oktober Ganderkesee D. Koppe, (04221) 32 39 Rathaus Stuhr: 13.30 ca. 45 km Tempo: 15 km/h

Für alle Radtouren des ADFC Weyhe gilt: Der ADFC-Weyhe bietet alle Tagestouren für Mitglieder und Kinder kostenlos an. Für Nichtmitglieder erhebt er einen Unkostenbeitrag von DM 3.- pro Person. Bei gutem Wetter Picknick nicht vergessen. Gemäßigte Tour: Tour von 30 bis 60 km Länge, auch für weniger Geübte geeignet Motto: Mehr sehen als radeln. Längere Tour: 60 bis 80 km Länge, für Leute mit mehr Kondition. Motto: Mehr radeln mehr sehen. Für alle TeilnehmerInnen gilt die Straßenverkehrsordnung. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Weder der ADFC noch die Tourenleitung können für Schäden, Unfälle oder dergleichen haftbar gemacht werden. Alle Veranstaltungen werden ehrenamtlich durchgeführt, deshalb können Änderungen nicht ausgeschlossen werden. Für weitere Infos: Johann Kracke, Telefon (0421) 89 05 61.

jeden Freitag Feierabend-Radtouren Rückfragen an Erich Hager, (04221) 6 69 00 ZOB Delmenhorst: 18.00 ca. 30 - 35 km Sonntag, 30. August Auf dem Weserradweg nach Nordenham Manfred Janßen, (04221) 7 44 66 ZOB Delmenhorst: 10.00 ca. 70 km Auf dem linken Weserradweg geht es nach Nordenham, zurück mit der Bahn nach Delmenhorst. 3 DM, ADFC-Mitglieder und Kinder bis 16 Jahren frei Fahrtkosten werden auf die Teilnehmer umgelgt. Sonntag, 27. September Zur Delmequelle bei Twistringen Walter Worofka, (04221) 2 10 51 ZOB Delmenhorst: 10.00 ca. 80 km über Harpstedt, Beckeln und Köbbinghausen nach Twistringen, zurück über Poggenmühle, Ristedt und Rogge Dünsen. 3 DM, ADFC-Mitglieder und Kinder bis 16 Jahren frei Für alle Touren des ADFC Delmenhorst gilt: Es gilt die Straßenverkehrsordnung. Weder Tourenleiter noch ADFC können für Schäden oder Unfälle aufkommen oder haftbar gemacht werden. Bei entstehenden Kosten für Fähren, Bahnfahrten, Führungen u.s.w. richtet sich der zu zahlende Betrag nach der Teilneh merzahl und wird auf die Gruppe umgelegt. Änderungen vorbehalten. Die Touren finden bei jedem Wetter statt.


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Freizeit / Reisen

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Moor-Radtouren Mit dem Fahrrad im Moor - wer denkt da nicht an morastige Wege, vielleicht gar an Radler, die samt ihrem Fortbewegungsmittel in einem Wasserloch versinken? Und doch scheint es so, daß die Moore in der näheren und weiteren Umgebung Radfahrern von den unterschiedlichsten Anbietern besonders nahe bebracht werden sollen. Auf dieser Doppelseite sind einige Tips und Angebote zusammengestellt.

Moorhof in Augustendorf

Torf und Glas aus dem Moor

Bremervörde - Der Bremervörder ADFC und der Naturschutzbund hatten zu einer Radtour mit dem Titel „Faszination Moor“ eingeladen. Am 9. Mai starteten bei strahlender Sonne 24 Radfahrerinnen und -fahrer fast pünktlich um neun Uhr an der Bremervördener Umweltpyramide. Von hier ging es in beschaulicher Geschwindigkeit am See entlang durch das Vorwerk. Auch die mitfahrenden Kinder konnten diese Geschwindigkeit mithalten. Im Spreckener Moor konnte man noch richtiges Moor erleben. eine Mitfahrerin stolperte und machte so die Erfahrung, wie naß Moor sein kann. Nachdem alle einen Gagelstrauch berochen hatten (die Blätter duften und helfen gegen Motten), ging es weiter nach Minstedt, wo ausgiebig die brütenden Störche beobachtet wurden. Bei den Tempelbergen wurde eine längere Rast eingelegt. Allgemeine Erschütterung herrschte bei den Teilnehmern, als statt des Heidehäuschens ein leerer Platz vorgefunden wurde. Nach dem Besuch der Annenquelle ging es zurück zur Umweltpyramide. Alle Teilnehmer waren sich einig, daß die Tour ihre Fortsetzung finden sollte. Dies geschieht nun, nach einem unfallbedingten Ausfall des Tourenleiters, am Sonntag, dem 13. September (und nicht, wie es im letzten pedal stand, im August) zum Thema „Was lebt im Moor? - Pflanzen und Tiere im Moor“ (siehe Radtourenkalender). Dann gehtes wieder mit sehr gemäßigtem Tempo rund 50 Kilometer weit und etwa 9 Stunden lang von Bremervörde über Sandbostel nach Augustendorf, wo das Moor- und Glasmuseum besichtigt werden kann. Im Anschluß daran ist eine Einkehr möglich. Eine weitere Tour wird vorausichtlich wenige Tage oder Wochen später stattfinden, der Termin stand jedoch bei Redaktionsschluß noch nicht fest. Dirk Seyppel

Gnarrenburg - Der Verkehrsverein Gnarrenburg hat zusammen mit dem Landschaftsverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden im Rahmen des Programms „Wege in die Kulturlandschaft zwischen Elbe und Weser“ ein illustriertes Faltblatt herausgegeben. Damit kann man in und um Gnarrenburg Relikte der 225jährigen Geschichte des Torfaubbaus und der Glasindustrie im Gnarrenburger Moor aufspüren.

Info

Moor-Radtouren

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Verkehrsverein Gnarrenburg, Bahnhofstr. 1, 27442 Gnarrenburg, Telefon (04763) 880, Fax (04763) 88 22, Telefon und Fax (04764) 516, Telefon und Fax (04763) 12 18. Historischer Moorhof Augustendorf, Telefon (04763) 311 oder (04285) 513, Fax (04285) 639, geöffnet vom 1. Mai bis zum 15. Oktober sonntags von 14 bis 18 Uhr, Sonderführungen für Gruppen auf Anfrage Glasmuseum Marienhütte und Teufelsmoor-Museum, Telefon (04763) 7487, geöffnet von März bis Oktober freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr, sowie ganzjährig nach Vereinbarung.

Die 21 Kilometer lange Tour führt durch eine urige Moor- und Geestlandschaft und ist besonders für Familien geeignet. Unterwegs werden das Glas-Museum, der historische Moorhof und das Naturschutzgebiet Huvenhoopsmoor besucht.

„Beschaulich ist’s durchs Moor zu fahrn“ Meppen - Eindrucksvolle Naturerlebnisse, aber auch die Begegnung mit harter Arbeit in früheren Zeiten bietet eine siebentägige grenzüberschreitende Radtour durch die Moore des Emslandes mit Abstechern in die Niederlande. Die Route startet im niederlänischen Oosterbos bei Emmen und führt über Meppen nach Papenburg. Zahlreiche Kanäle verleihen dieser typischen Fehnsiedlung und traditionsreichen Hafenstadt ihren maritimen Charakter. In Groß Hesepe lohnen das Emsland-Moormuseum, das über eine eigene 30 Hektar große Hochmoorfläche verfügt, und ein Moorlehrpfad einen Besuch. Verschiedene Großmaschinen sind dort ausgestellt. Wer jedoch die harte Arbeit des Torfstechens am eigenen Leibe erfahren möchte, hat auch dazu Gelegenheit. Auf niederländischer Seite erwarten die Radtouristen faszinierende Ausblicke auf Moorflächen, die noch nicht abgegraben wurden. Im Veenpark in Barger wird die Welt der früheren Torfstecher wieder lebendig. Das Naturschutzgebiet Bargerveen ist darüber hinaus für seine vielen Vogelarten bekannt. In Oud Aalen lohnt ein Besuch der historischen Bauernhöfe. Die gut ausgeschilderte Radtour kann bequem in Tagesetappen von jeweils rund 50 Kilometern gefahren werden. Eine Informationsmappe gibt Auskunft über Sehenswürdigkeiten und Quartiere. Auskunft erteilt die Emsland Touristik GmbH, Ordeniederung 1 in 49716 Meppen, Telefon (5931) 4 43 35, Fax 4 43 44, e-mail: Emsland-Touristik@t-online.de. dk

Anzeige

Reiterstadt Verden, DZ sep. Eing., Bad, Tel., Fahrr.-R., Sat-TV, Minibar Kochecke+Gesch., p.P. DM 30 mit Wunschfrühstück Tel/Fax 04231-62551


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Freizeit / Reisen

Gleich hinter Brinkum liegt die Nordsee Radfahren bis zum Horizont, das bieten zwei charakteristische Erlebnisrouten im Nordwesten Deutschlands. Da ist zunächst die „Deutsche Fehnroute“, ein gut 160 Kilometer langer Rundkurs nahe der Nordseeküste und angrenzend an die Niederlande. Der Begriff „Fehn“ stammt aus dem Niederländischen und bedeutet „Moor“. Und holländisch wirken auch die vielfältigen Eindrücke. Fehnkanäle, Klappbrücken, Schleusen und Windmühlen sowie Backsteinkirchen im gotischen oder romanischem Stil. Zahlreiche reizvolle Zeugnisse der Fehnkultur säumen diese gut ausgeschilderte Route. Städte, wie beispielsweise Papenburg, laden mit ihrem typischen Flair zum Verweilen ein. Nach Anmeldung können Gruppen sogar die Meyer-Werft besichtigen. Nördlich des sehenswerten Leer, auch was die aktuellen Radverkehrsmaßnahmen betrifft, liegt Brinkum in Ostfriesland.

Aber entdecken Sie selbst die Eigenheiten dieser Region abseits vom Touristenrummel, wo man sich auch abends noch freundlich mit „Moin“ begrüßt. Wer es noch niederländischer mag, der findet entlang der mit der „Fehnroute“ vernetzten „Dollardroute“ genau das Richtige. Die nicht minder reizvolle Rundroute ermöglicht nämlich auf 180 Kilometern „Genzenloses Fietsen“ zwischen Deutschland und den Niederlanden. Für maritime Abwechselung sorgt dabei die Dollart-Überfahrt mit dem Schiff. Bei der Anreise mit der Bahn über Oldenburg eignen sich als Zielorte Leer oder Papenburg. Man kann auf beschilderten Radwegen bis in das Zielgebiet fahren. Den Einstieg findet man über den Fernradweg Bremen - Osnabrück beispielsweise ab Bremen oder in der Gemeinde Stuhr an der Kreuzung Blockener Straße/Delmenhorster Straße (vor Groß Mackenstedt). Über den Fernradweg Bremen - Osnabrück trifft man in Gräfinghausen auf den „Geestweg“. Folgt man diesem, führt er über Wildeshausen auf den „Meerweg“, dieser bei Bad Zwischenahn auf die Ammerland-Route und diese am Bahnhof Augustfehn auf die Fehnroute. Rolf Kasper

Weser-Ems-Gebiet und Weser-Ems-Gebiet Info Fehnroute und Info Fehnroute

Radeln zur und auf der Deutschen Fehnroute:

35 Hinweise und Adressen für Ihre Tourenplanung erhalten sie gegen einen mit 1,10 DM frankierten Rückumschlag bei Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42, 28844 Weyhe. Auskunft erteilen auch Interessengemeinschaft Deutsche Fehnroute e.V. Bergmannstraße 27, 26789 Leer/Ostfriesland Telefon (0491) 6 66 41 Dort gibt es unter anderem einen Reise- und Routenführer und eine Radwander- und Autokarte im Maßstab 1 : 40 000 Internationale Dollardroute Bergmannstraße 27, 26789 Leer/Ostfriesland Telefon (0491) 4 91 - 56 96 Auch dort gibt es unter anderem einen Routenführer und eine kleine Karte. Über das Angebot einer Vielzahl geführter Touren informiert das Verkehrsamt der Stadt Leer unter (0491) 9 78 25 00. weitere Karten: Radwanderkarten Niedersachsen 1 : 75 000 als Ergänzung für die Anreise mit Rad. Blatt 10 Bremen, enthält Teile der Radfernwege „HB-OS“ und „Geestweg“ Blatt 9 Oldenburg, enthält Teile der Radfernwege „Geestweg“ und „Meerweg“ Blatt 3108 Papenburg, enthält Teile der Radfernwege „Meerweg“ und „Fehnroute“ Preis pro Blatt: 9,80 DM, erhältlich in vielen Buchhandlungen und Fahrradgeschäften, im ADFC-Infoladen sowie per Post (zzgl. 3 DM Versandkosten) bei Dieter König, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, Telefon/Fax (0421) 5 57 70 10

Autor Rolf Kasper am Ortseingang von Brinkum (links) "Städte, wie beispielsweise Papenburg, laden mit ihrem typischen Flair zum Verweilen ein" (unten)

Foto Papenburg

bikeline-Radtourenbuch "Deutsche Fehnroute", Esterbauer, 14,80 DM

Foto: Rolf Kasper

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Alle Karten und Führer gibt es auch im Bremer ADFC-Infoladen, Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen (mo 10 - 13; di, do, fr 16 - 18.30 Uhr).


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Reisen

Neu: Weser-Radweg

Neu: Radatlas Münsterland

Bremen - Die offizielle Karte des Weserbundes über den Weser-Radweg ist vor wenigen Wochen in neuer Auflage erschienen. Die Streckenführung wurde verbessert, touristisch interessante Punkte, wie

Mit dem neuen „bikeline-Radatlas Münsterland“ streckt der österreichische Esterbauer-Verlag seine Finger wieder einmal nach Norddeutschland aus. Das Münsterland mit ruhigen „Pättkes“, majestätischen Wasser-

das Weserrenaissance-Schloß Bevern bei Holzminden, wurden mit eingebunden, und Alternativstrecken wurden ausgewiesen. Damit sind nach Auffassung des Weserbundes, der zentralen Informationsstelle des Weser-Radweges, alle Voraussetzungen gegeben, daß der Weser-Radweg mit seinen 455 Kilometern Länge auch 1998 seine Spitzenposition unter Europas bedeutsamsten Radwanderwegen ausbauen kann. Auch der Weser-RADgeber mit 240 Seiten Informationen für Radfahrer ist neu herausgekommen. Anschriften und Öffnungszeiten der Tourist-Informationsstellen, Hinweise auf Freizeiteinrichtungen und kulturelle Angebote sowie Veranstaltungen gehören genauso dazu wie Angaben zu Fahrradsevice-Stationen, Campingplätzen, Jugendherbergen und Übernachtungen in radfahrerfreundlichen Hotels, Pensionen und Privatvermietern.

schlössern und schmucken Städtchen ist zweifellos ein attraktives Ziel für einen Fahrradurlaub. Der Radatlas Münsterland enthält dafür die Karten im Maßstab 1 : 75 000, Orts- und Stadtpläne, Hintergrundinformationen, Adressen und Übernachtungsverzeichnisse. Er ist für 22,80 DM im Buchhandel und im ADFC-Infoladen erhältlich. dk

ADFC-Infos überarbeiten

Die Karte aus der Reihe der BVA-"Spiralos" ist für 19,80 DM, der RADgeber für 9,80 DM (ggf. zzgl. Versandkosten) im Bremer ADFC-Infoladen und beim Weserbund, Teerhof 34, 28199 Bremen, erhältlich. dk

Die ADFC-Länderinfos und ADFC-Bundeslandinfos bieten Radreisenden kurze aktuelle Informationen zum jeweils gewünschten Reiseland. Besoners wertvoll sind sie, weil die Erfahrungen vieler Radreisenden schnell darin einfließen. Jeweils am Ende einer Reisesaison werden alle Informationen gesammelt, in die Infos eingearbeitet und zur nächsten Reisesaison überarbeitet herausgegeben. So sind sie nicht nur aktueller, sondern mit einer Mark pro Blatt auch preiswerter als fast jeder Reiseführer. Wer in diesem Jahr Erfahrungen macht, die im Widerspruch zu den Informationen des jeweiligen Infos stehen oder die diese ergänzen, wird gebeten, sie zu notieren und an den ADFC-Fachausschuß Fahrradtourismus, Wolfgang Reiche, Postfach 10 77 47, 28077 Bremen, oder über den Bremer ADFCInfoladen einzusenden. dk

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Holsteinrunde per Rad

Rad-Reise-Ziele ‘99 Bremen - Die schon traditionelle Veranstaltungsreihe "Rad-Reise-Ziele" des ADFC Bremen wird auch im kommenden Herbst und Winter wieder fortgesetzt. Mit insgesamt sechs Dia-Vorträgen über Radreisen in nahe und ferne Regionen möchte der ADFC allen interessierten Bürgern Tips und Hinweise für selbstgestaltete Radtouren geben und damit das Radwandern als abwechslungsreiche, gesunde und ökologisch unbedenkliche Freizeit- und Urlaubsgestaltung fördern. Die Veranstaltungsreihe wird in diesem Herbst erstmals in Kooperation mit der Bremer Jugendherberge durchgeführt. Der erste beginnt am 20. Oktober 1998 um 19.30 Uhr. Astrid Buchholz und Roger Rohde aus Bremen berichten dann von ihrer „Holsteinrunde per Rad“. Radeln durch Holstein das bedeutet Marsch und Meer, zahlreiche Seen, eine lange Küstenlinie, immer wieder Grün, nette Menschen und idyllische, einsame Flecken. Wer hier radelt, rollt an Feldern, Seen und Wiesen entlang, durchquert Wälder und hat eine überwiegend flache Landschaft vor sich. Allerdings haben die deutlichen Erhebungen schon so manchen Radwanderer, der das Land für völlig platt gehalten hatte, in Erstaunen versetzt. Beginnen kann man seine Radtour an der Elbe, dem wohl am wenigsten verbauten Fluß Westeuropas. Entlang des Elbe-Lübeck-Kanals, eines alten Handelsweges und Teils der berühmten norddeutschen Salzstraße, geht es geradewegs ins Zentrum der historischen Hansestadt Lübeck. Für viele Radler wird dann die Ostsee ihre magische Kraft ausüben. Doch statt anschließend gleich zur Küste weiterzuradeln bietet sich zuvor ein Abstecher nach Bad Segeberg an. Die Indianer aus den Büchern von Karl May bekommt man allerdings nur während der Festspielzeit zu Gesicht. Doch auch ohne Winnetou und Old Shatterhand ist die Kulisse dieses open-air-Theaters beeindruckend. Wem der Trubel an der Ostseeküste im Sommer zu groß ist, der weicht am besten zu den Seen der Holsteinischen Schweiz aus. An ihren Ufern findet man noch viel Ruhe und kann auch einmal anstelle der eigenen Muskelkraft die Weiße Flotte für Erkundungen der Landschaft oder für Abkürzungen nutzen. Setzt man die Fahrt an der Küste fort, nähert man sich der Landeshauptstadt Kiel – dem Ziel dieser Reise und eines der Tore nach Skandinavien. Dieser und auch die weiteren Diavorträge werden im Jugendgästehaus in der Kalkstraße 6, direkt am Radfernweg Weser in der Nähe der Bürgermeister-Smidt-Brücke angeboten. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 6 DM, für ADFC- und DJH-Mitglieder 4 DM. Alle weiteren Vortragsthemen und Termine werden in der nächsten Ausgabe des pedal bekanntgegeben.


Reisen

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Radreise-Kurznachrichten Für Schnellentschlossene: Inselhüpfen in Kroatien

Individuelle Radtouren links und rechts der Altmühl

Mit dem Fahrrad zum Thermalbaden

Stuttgart - Der ADFC Baden-Württemberg bietet im September zwei einwöchige kombinierte Rad-Schiffs-Touren zwischen dem Festland Kroatiens und der Halbinsel Istrien an. Ein Motorsegler dient als schwimmende Unterkunft, die jeden Tag andere Ausgangspunkte für Radtouren über Inseln und zu verträumten Häfen bietet. die täglichen Radetappen sind meist nicht länger als 40 Kilometer und werden von zwei erfahrenen Tourenleitern geführt. Das Kennenlernen von Land und Leuten steht dabei im Vordergrund. Der Bus startet am 4. oder 11. September abends in Stuttgart, Ulm und München und kommt am Sonnabend der folgenden

Treuchtlingen - Der Treuchtlinger Reiseveranstalter NATOUR (Naturpark Altmühl TOurismus Und Reisen - Neue Alternative TOURistik GmbH) feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Schwerpunkte des Unternehmens bilden nach wie vor individuelle Pauschaltouren mit Gepäcktransport oder in der Umgebung eines festen Standortes zwischen Bamberg und Nördlinger Ries, zwischen Rothenburg und Regensburg. Neben Wander- und Bootstouren, darunter auch viele mit thematischem Schwerpunkt, manche auch mit fachkundiger Tourenleitung, bietet NATOUR vor allem individuelle Radwanderungen an. Im Naturpark Altmühltal, dem größten deutschen Natur-

Bad Füssing - Radtouren durch das niederbayerische und oberösterreichische Hügelland, kombiniert mit einem Gesundheitsurlaub in Europas größtem Thermalbadeort Bad Füssing, bietet Austria Radreisen erstmals in diesem Jahr an. Nach jeder der 55 bis 60 Kilometer langen Tagesetappen können sich die Teilnehmer am Abend in dem bis zu 42 Grad warmen Hewilwasser entspannen. Der Preis der siebentägigen Sternfahrt einschließlich Übernachtung mit Halbpension, ärztlicher Untersuchung, täglichem Thermalbaden und Dreigang-Tourenrad beträgt ab 1000 Mark. Nähere Informationen bei Austria Radreisen, Holzinger Straße 546, A - 4780 Schärding, (0043 7712) 55 11.

Woche wieder zurück. Fahrräder werden in einem speziellen Anhänger mitgenommen. Der Reisepreis einschließlich Busfahrt, Unterkunft mit Halbpension und Fahrradstransport beträgt 1050 DM, für ADFC-Mitglieder 980 DM. Ein ausführlicher Prospekt ist im Bremer ADFC-Infoladen zu bekommen (ggf. 3 DM in Briefmarken mit einsenden). dk

park, und den angrenzenden Gebieten geht es „die Altmühl auf und ab“, „an Frankens Seen und Wasserstraßen“ entlang oder durch „durch romantisches Franken“. Auch „die Altmühl mit Rad und Boot“ kann man erleben. Der einfach aufgemachte und informative Katalog kann im ADFC-Infoladen eingesehen werden oder angefordert werden bei NATOUR, Am Schulhof 1, 91757 Treuchtlingen, Telefon (09142) 96 11 - 0, Fax - 22. Außerdem sind weitere Details im Internet unter www.NATOUR.de zu erfahren. dk

ADFC-Mehrtagestouren

Wochenendfahrt ins Butjadinger Land

Bitte daran denken

Cuxhaven - Der ADFC-Kreisverband Cuxhaven unternimmt vom 21. bis zum 23. August eine gemütliche Tour an der Weser entlang bis zum Nordseepark Tossens. In den Bungalows des Holiday Inn Resort wird übernachtet. Am Sonnabend geht es per Rad und Fähre nach Wilhelmshaven. Dort gibt es eine Stadtführung mit dem Rad. Abends in Tossens stehen Spiel, Spaß und Badevergnügen in der Hotelanlage auf dem Programm. Die Rückfahrt erfolgt am Sonntagmittag über Bremerhaven, je nach Wetterlage eventuell mit der Bahn. Die Kosten einschließlich Halbpension betragen etwa 200 DM. Für die wenigen noch freien Plätze bittet Bernd Ehlers unter Telefon (04721) 6 13 37 um schnellstmögliche Anmeldung. Bernd Ehlers

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Wer Ausrüstungsgegenstände bei Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen in Bremen kauft, möchte bitte vor dem Schreiben der Quittung auf seine ADFC-Mitgliedschaft hinweisen. Für jede Mark bekommt der ADFC von Quo Vadis am Jahresende einen Bonus. Im Jahre 1997 sind so fast 1000 Mark der gemeinnützigen Arbeit des ADFC zugeflossen. Der ADFC dankt allen, die beim Einkauf daran gedacht haben.

Bremen - Die ADFC-Gliederungen aus dem Verbreitungsgebiet des pedal bieten eine Vielzahl von Mehrtagestouren in ganz Deutschland an. Ein Blick in den Radtourenkalender auf den Seiten 27 bis 33 sei deshalb empfohlen.

Brake

an der Unterweser  direkt am Weser-Radweg  maritime Seefahrerstadt  Schiffahrtsmuseum in zwei historischen Gebäuden  alte Pack- und Lagerhäuser  Villen aus dem 19. Jahrhundert

Entdecken Sie neue Ziele entdecken Sie Brake! Sie sind herzlich willkommen! Tourist-Information Brake Breite Straße 9, 26919 Brake Telefon/Fax (04401) 1 94 33 Info-Pavillon: (04401) 25 74


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Reisen

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Madona: Zwei Mark pro Kilometer „Bike for help“ - Hilfe für die Ärmsten Weder Sozialhilfe noch Arbeitslosengeld: Wer keine Arbeit hat, ist praktisch mittellos. Das ist die harte Realität in Weyhes Partnerstadt Madona in Lettland. Viefältige Hilfe wurde bereits durch den 1992 gegründeten Fördervereins Weyhe - Madona geleistet.

bike

Madona

for help

Kaunas Olstyn (Allenstein) Schwedt Bydgoszcz (Bromberg) Wittenberge

Weyhe

2000 km

ADFC-Grafik

für „Bike for Help“. Insgesamt kamen durch „Bike for Help“ zwei Mark pro Kilometer, also 4000 DM zusammen. Nur auf den ersten Blick nicht viel. Tatsächlich kann damit ein Arzt ein Jahr lang bezahlt werden. Der ADFC möchte sich dafür im Namen der Empfänger ganz herzlich bei den Spenderinnen und Spendern bedanken, sie haben diesen Menschen eine ganz große Freude bereitet. Ein besonderer Dank geht auch an Zweirad H. Schweers in Erichshof, der die Fahrräder der beiden Akteure für den langen Trip von A bis Z kostenlos fit gemacht hat. In Kooperation mit dem Weyher ADFC kommen nun die Spenden der Aktion „Bike for help“ bis auf den letzten Pfennig dem

Empfang von Rolf Kasper (4. v. l.) und Manfred Böcker (2. v. r.) am Rathaus Madona mit Blumen, Eichenkronen, Gesang und Musik anläßlich der Ligo-Nacht und des Janos-Tages. reien und genauso reichlich Alkohol gehören dazu. „Rigas melnais Balzams“ räumt am Schluß dann den Magen auf. Andere Länder, ähnliche Sitten ... . Die Gastfreundschaft war großartig, die Gastfamilie reizend. Rolf Kasper: „Unser Gastgeber hat mir als Profimasseur alle Verspannungen zwischen Kopf und Füßen wieder herausgewalkt.“ So fällt denn auch das persönliche Fazit positiv aus: „Eine tolle Radreise! Wetterfeste Ausrüstung und Bekleidung, Russischkenntnisse zur Verständigung sowie ein geeignetes Reiserad sind allerdings empfehlenswert.“ Letzteres mußte Mani (Manfred) Böcker am eigenen Rad erfahren: Unterwegs wurde ein neues Hinterrad fällig, dennoch gab’s diverse Speichenbrüche und häufig „Plattfüße“ noch bis kurz vor dem Ziel. Ebenfalls kurz vor dem Ziel gab es allerdings auch eine erfreuliche Begegnung: Autotouristen aus dem Landkreis Diepholz spendeten spontan 60 Mark

Sozialen Dienst in Madona, einer Einrichtung der Bezirksbehörde der Lettischen Partnerstadt, zugute. Behinderten und besonders Bedürftigen kann auf diese Weise in bescheidenem Umfang Hilfe zuteil werden. Davon konnten sich die Bike-for-HelpRadler bei ihren Besuchen in verschiedenen Sozialeinrichtungen überzeugen. Der Weiterbau des Bezirkskrankenhauses ruht allerdings, weil die Kranken die nötigen Eigenleistungen oft nicht aufbringen können und das Haus deshalb nicht ausgelastet ist. Kasper: „Auch in Lettland beißt sich die Katze nicht selten in den Schwanz.“ Rolf Kasper/dk

Info

Am Rande des Weyher Umelttages 1997 kamen dann der Vorsitzende dieses Fördervereins, Manfred Böcker, und der ADFCOrtsgruppensprecher Rolf Kasper auf die Idee, Spendengelder für die Partnergemeinde zu „erradeln“ (pedal 2/98, Seite 8). Auch die pedal-Leserinnen und -Leser waren aufgerufen, zum „Kilometergeld“ für die 2000 von den Beiden zurückzulegenden Kilometer beizutragen. Wer also einen Pfennig pro Kilometer eingesetzt hat, hat das Hilfsprojekt in Madona mit 2000 x 0,01 DM, also mit 20 Mark unterstützt. Neben dem Beitrag zu einem guten Zweck war es für die beiden Akteure auch eine erlebnisreiche Vier-Länder-Tour über etwa 1850 Kilometer. Ostdeutschland, besonders aber Polen, haben nachhaltige Reiseeindrücke hinterlassen. Reizvolle, gut geeignete Nebenstrecken durch abwechslungsreiche Landschaften machen das Radfahren zum Genuß. Ein Höhepunkt ist Masuren mit über 3000 Wasserflächen, an denen 250 Arten von Wasservögeln leben. In Litauen und Lettland scheint das Leben auf den Dörfern überall stehengeblieben. Die Nebenstrecken sind meistens zum Radfahren ungeeignete sandige Schotter“straßen“, auf denen man von den Autofahrern hemmungslos in dichte Staubwolken eingehüllt wird. So führt der Weg häufig durch weites, offenes und flaches Land, manches Mal mit langen, geraden und weniger attraktiven Autopisten. Immerhin darf man in Lettland und Litauen auf asphaltierten „Autobahnen“ radfahren. Doch mit rasenden Motoristen Seite an Seite, Lkw inklusive, ist das nicht gerade ein Lustgewinn. Nicht zu unterschätzen sind die Steigungen in den ausgedehnten Moränengebieten. Madonas höchster Berg ist immerhin 311 Meter hoch. Auch das kalte Regenwetter hat den Radelgenuß der Weyher reduziert. Doch das wurde durch den warmherzi-

gen Empfang in Madona wettgemacht. Schon ab der lettischen Grenze wurden die beiden Aktivisten aus Weyhe von einer Fahrradeskorte begleitet. Auf dem Rathausplatz von Madona wurden sie mit Musik und Gesang empfangen und gleich unter Küssen und Umarmungen zu „gekrönten Häuptern“ gemacht. Wie geplant waren die beiden nämlich pünktlich zum lettischen Ligo-Fest am 23. Juni eingetroffen, einem besonders ausgelassenen Ereignis zur Sonnenwende. Und dazu gehört es nun mal, den Frauen Blumenkränze und den Männern Kronen aus Eichenlaub aufs Haupt zu setzen. Es versteht sich von selbst, daß bis in die Nacht hinein gefeiert wurde. Tanz und Gesang am offenen Feuer, reichlich traditionelle Lecke-

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Wer auch eine Reise ins Baltikum machen möchte, kann bei Rolf Kasper unter (0421) 89 25 66 weitere Reisetips bekommen.


Reisen

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Ostafrika

Ein unvergeßliches Erlebnis Anfang des Jahres starteten Wolfgang Reiche und Anke Schoeße ihre Tour durch Ostafrika - Kenia, Uganda, Ruanda und Tansania. Von der Faszination dieser Reise berichtet Anke Schoeße im nachfolgenden Beitrag. „Vielleicht motiviert dieser Bericht ja den einen oder anderen, ähnliche Touren zu unternehmen und andere Länder zu entdecken!?“ schreibt sie dazu. „Hattest Du keine Angst?“, so lautet die Standardfrage, wenn ich über unsere Reise berichte. Zugegeben - ein wenig gemischte Gefühle hatten wir schon, als wir nach Afrika aufbrachen. Die Presseberichte waren nicht unbedingt positiv. Die Gewaltkriminalität war erheblich angestiegen, und die Bedenken von Freunden und Kollegen beruhigten uns auch nicht gerade. Auch die Deutsche Botschaft, die wir in Nairobi aufsuchten, um unser Vorhaben kundzutun und eventuell noch einige Tips zu erhalten, riet uns dringend von der Reise ab, als Radfahrer sei man natürlich besonders gefährdet. Je länger wir uns jedoch in dem Land aufhielten, desto mehr verschwand die Unsicherheit. Nichts von all diesen Gefahren bekamen wir zu spüren. Vermutlich gerade deshalb, weil wir mit dem Fahrrad unterwegs waren und uns damit der Bevölkerung gleichstellten. Auch die Art der Fortbewegung mit schwerbeladenen Fahrrädern wurde von den Menschen bewundert, sie winkten uns fröhlich zu und hießen uns herzlich willkommen. Die durchaus üblichen Grußformeln „Hello, Sister“ und „Jambo, Mama“, was in Afrika eine Form der Anerkennung bedeutet, ließen mich anfangs allerdings schon ein wenig stutzen. Nach vier Tagen Akklimatisierens in Nairobi, die wir für einige Kurztrips nutzten, radelten wir zum Lake Naivasha. Die Straße - es gibt zur Hauptverkehrsstraße eine Nebenstrecke, die allerdings nicht durchgehend asphaltiert und deshalb streckenweise recht staubig ist - führte uns zum Rift Valley. Nach jedem Lkw, der uns überholte, mußten wir einige Minuten abwarten, bis sich die Staubwolken verzogen hatten und wir unseren Weg wieder erkennen konnten. Vom Gipfel des Randgebirges aus, den wir uns hart erarbeitet hatten, eröffnete sich vor uns ein grünes, weites Tal, ein Anblick, der mich plötzlich alle Emotionen der Afrika-Autorinnen, deren Bücher ich vorher gelesen hatte, nachempfinden ließ. Kurz bevor wir den Lake Naivasha erreichten, sahen wir am linken Straßenrand

Anke Schoeße und Wolfgang Reiche mit ihrem frisch erradelten "Äquatordiplom"

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Reisen

Auch wenn Hotel dransteht, ist kein Hotel drin, sondern ein "Restaurant" Das ist aber nicht weiter tragisch, ...

unsere erste Zebraherde. Zunächst blieben die Zebras ruhig stehen, als wir aber anhielten, um sie zu fotografieren, schien ihnen das nicht ganz geheuer, und sie entschieden sich sicherheitshalber für den Rückzug. Auf dem Foto kann man die Zebras nur mit einer Lupe erkennen. In allen touristisch erschlossenen Gebieten gibt es zwischenzeitlich bewachte Campingplätze - so auch am Lake Naivasha. Hier habe ich auch zum ersten Mal die Intensität des nächtlichen Sternenhimmels wahrgenommen. Er scheint sehr viel klarer mit einer um ein Vielfaches größeren Anzahl an noch funkelnderen Sternen als in unseren Breitengraden zu sein. Nach einem weiteren „restday“ fuhren wir Richtung Mt. Kenya. Erwartungsgemäß verlief die Straße kontinuierlich auf und ab - der jeweils tiefste Punkt der Mulde bestand aus großen Schlaglöchern, so daß wir den herrlichen Schwung der Bergabfahrt immer wieder abbremsen mußten. Für die ersten Radeltage war das recht anstrengend. Meine Vorstellungen über Afrika und die Realität lagen zunächst weit auseinander! „Mein“ Afrika war trocken, eher karg, vereinzelte Akazien ragten aus einer bräunlichen Grassteppe heraus. Statt dessen erstreckte sich ein grünes, fruchtbares Land mit Laubund Nadelbäumen vor uns - fast vergleichbar mit einer Mittelgebirgslandschaft. Die Region um den Mt. Kenya herum wird intensiv landwirtschaftlich genutzt, hier sieht man viele Tee- und Kaffeeplantagen, Bananenund Maisfelder. Das entsprach so gar nicht „meinem“ Afrika! Auch stellte ich mir Afrika sehr dünn besiedelt vor. Tatsächlich befinden sich die ganze Straße entlang Dörfer und Rundhütten. Die Menschen sind viel unterwegs: Wasser holen, zur Feldarbeit, Früchte zum Markt bringen, zum nächsten Fluß und Wäsche waschen, ... Man ist selten allein auf der Straße. Haupttransportmittel ist im übrigen das Fahrrad, von daher sind Fahrradfahrer in Ostafrika längst keine Seltenheit. Dort ist allerdings das indische Fahrrad mit einer sehr schrägen Gabel verbreitet, das ein

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dürfnis überhaupt kein Verständnis hatte. Bei vielen Pausen in Gaststuben wurden wir intensiv beobachtet, manchmal sammelte sich eine große Horde Menschen um uns herum. Ging es bei großer Hitze kräftezehrend bergauf, standen rechts und links des Weges fast immer Menschen, die dieses Schauspiel intensiv verfolgten und ihre Kommentare hierzu abgaben. Um sie zu verstehen, reichten unsere Kisuaheli-Kenntnisse jedoch leider (oder zum Glück?) nicht aus. Vor allem Kinder kennen da keinerlei Hemmungen. Sobald sie uns gesichtet hatten, machten sie lauthals die gesamte Umgebung auf die „muzungus“ (=Weißen) aufmerksam, und bald kamen von allen nur ... denn das Zelt war natürlich immer dabei. Weil ein Bauer den Fremden das von ihnen für die Übernachtung ausgesuchte Fleckchen auf seinem Grundstück nicht zumuten mochte, lotste er sie mitten auf den Dorfplatz. Auf diese Weise kamen auch andere Dorfbewohner in den Genuß, zeltende Europäer beobachten zu können. ruhigeres Geradeausfahren ermöglicht und für den Transport von Lasten wesentlich geeigneter ist. Riesige Bananenstauden, mehrere Coca-Cola-Kisten oder auch Ziegen werden mit dem Fahrrad transportiert. Nicht selten muß das Fahrrad als Taxi herhalten - wobei sich meist die Frau von ihrem Ehemann chauffieren läßt. In jedem Dorf befindet sich mindestens ein Fahrradhändler! Ersatzteile für unsere Hightech-Räder sind dort allerdings kaum zu erhalten - dafür verfügen die Menschen über eine reiche Erfindungsgabe und eine handwerkliche Geschicklichkeit, so daß sie wahrscheinlich jeder Panne Herr werden. Meine Sattelstellschraube ist jetzt ein großer Haken. Eine Seltenheit sind allerdings Weiße auf einem Fahrrad! In Afrika ist man als Weißer für die Bevölkerung automatisch reich, und Reiche fahren mit dem Auto. Je mehr Tourismus herrscht, desto mehr hat sich dieses Bild der Weißen gefestigt. Nun stelle man sich einen Afrikaner vor, der eine solche Vorstellung von Weißen hat, und plötzlich kommen zwei Weiße auf Fahrrädern an ihm vorbei. Und so wurden wir doch von vielen Menschen neugierig bestaunt. Diese Neugier wird teilweise recht hingebungsvoll ausgelebt, was für Menschen unserer doch recht anonymen Kultur sehr gewöhnungsbedürftig ist. Machten wir abseits des Weges unser Picknick und wollten uns ein wenig entspannen, so kam garantiert jemand vorbei, der für unser Ruhebe-

erdenklichen Seiten Kinder angerannt. Meist hörten wir die Kinder in der Ferne, bevor wir sie überhaupt zu Gesicht bekamen. Kaum hatte ich eine Gruppe Kinder überholt, hörte ich hinter mir die kleinen Füße trapsen, manchmal kam eine halbe Schulklasse hinterhergerannt. Es mußte unheimlich aufregend sein, hinter diesen außergewöhnlichen Radlern herzulaufen. Leider sprach der Großteil dieser Kinder kein oder nur sehr wenig Englisch. Aber sie verfügten über eine ziemlich gute Kondition! Je weiter wir in den Westen kamen, desto mehr verwandelte sich die Landschaft in eine typisch afrikanische Steppenlandschaft. Richtig reizvoll wird diese erst, wenn sich statt der gepflasterten Straßen nur noch eine Piste aus roter Erde vor einem erstreckt. Die rote Erde, die bräunliche Vegetation, die unendliche Weite, das flimmernde Sonnenlicht, all das hat so etwas Geheimnisvolles und zugleich Vertrautes. Genau das war das von mir erträumte Afrika. In schönster Erinnerung ist mir das Gebiet am Mt. Elgon auf ugandischer Seite geblieben. Der Weg dort ist unbefestigt, verläuft abwechselnd steil bergauf und bergab und ist mit dem Auto nicht mehr passierbar. Dieses Gebiet ist touristisch noch kaum erschlossen. Der Blick ins Tal, den wir dort zwei Tage lang genießen konnten, war traumhaft schön und entschädigte für sämtliche Strapazen. Die Ebene schimmerte in einem bläulichen Ton, die Luft flimmerte in der


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Hitze, vereinzelt schauten Vulkanspitzen aus diesem imaginären Meer hervor. Der Anblick erinnerte an eine Mondlandschaft und läßt sich nur schwer in Worte fassen. Unser erster Abend dort führte uns zu einem Dorf, in dem wir auf dem Rasen vor der Schule unser Zelt aufschlagen konnten. Viele Menschen in den von uns befahrenen Gebieten sind Christen, die ihren Glauben mit Überzeugung ausüben, so auch im östlichen Teil Ugandas. Man gab uns reichlich Wasser zum Waschen und Kochen und leistete uns bis zum späten Abend Gesellschaft. Einige Bewohner sprachen sehr gut Englisch, und so reichten die Diskussionen vom christlichen Glauben über Ehe, Familie, Kinder, Schule, bis zur Arbeitslosigkeit. Gleich nachdem wir den Mt. Elgon hinter uns gelassen hatten, mußten wir eine zweitägige Zwangspause einlegen. Bei mir stellte sich nach nächtlichem Durchfall und Erbrechen hohes Fieber ein. Glücklicherweise hatten wir unser Zelt in einem Projekt der Salem-Brüderschaft in Mbale, das im übrigen aus Deutschland unterstützt wird, aufgeschlagen. Neben vielfältigen sozialen Einrichtungen befindet sich dort auch ein Hospital, welches ich schließlich aufsuchte. Der Besuch eines afrikanischen Hospitals ist ein Erlebnis für sich. Es besteht aus mehreren kleineren Hütten und Häuschen, die Aufnahme der Patienten erfolgt unter freiem Himmel. Nach der Aufnahme wurde ich von Hütte zu Hütte geschickt: erst zur Kasse, Ortsdurchfahrt mit anderen Reiseradlern.

Reisen Bier der Nile Brauerei zu probieren - es ist angeblich das beste Bier Ostafrikas. Das erst Glas überzeugte mich gänzlich, und so gönnte selbst ich mir fast jeden Abend ein Bier. Es ist allerdings nicht immer in erfrischender Temperatur erhältlich. Nicht jedes Dorf verfügt über einen Kühlschrank, und nicht überall gibt es Strom. Ein weiteres reizvolles Gebiet ist die Massai-Steppe in Tansania, südöstlich des Victoriasees. Wir hatte eine Nebenstrecke gewählt - nachdem uns Polizisten in Singida versichert hatten, diese sei für Fahrräder durchaus passierbar. Sie war passierbar, abgesehen davon, daß wir die Fahrräder und das Gepäck einzeln durch ich weiß nicht wieviele Flüsse tragen und über provisorische Brücken balancieren mußten, uns mehrmals völlig verfahren hatten und uns fernab jeglicher Hauptwege wiederfanden. Diese „Abkürzung“ kostete uns letztendlich ein bis zwei Tage. Doch die Menschen, die hier leben - überwiegend Massai, ein hübsches und stolzes Volk - haben mich mit ihrer noch ursprünglichen Lebensweise außergewöhnlich beeindruckt. Die einzigen Einflüsse der weißen Kultur, die spontan zu bemerken waren, sind das Fahrrad und die Verwertung von Autoreifen und -schläuchen, die zu Sandalen und Befestigungsgurten verarbeitet werden - eine sinnvolle Variante des Recyclings! Wir kamen hier mehrmals von der Hauptstrecke ab - sofern man von so etwas über-

41 haupt sprechen kann. Die Massai, die wir nach dem Weg fragten, brachten uns mit ihren Fahrrädern quer durch den Wald wieder auf unsere Route zurück. Leider war die Kommunikation schwierig, aber es war beeindruckend, diese stolzen Menschen in ihrer traditionellen Kleidung mit dem meist lilafarbenen Rock, dem rotgemusterten Umhang, dem Ohrschmuck und dem typischen Wanderstab zu betrachten! Besonders wenn sie sich für Feierlichkeiten zurechtgemacht hatten, war das Bild sehr eindrucksvoll. Und so war es oftmals ein gegenseitiges Bestaunen. Ab Arusha, einem vielbesuchten Touristenort, war es bis Dar es Salaam nur noch ein Dahingleiten. Die Straße ist asphaltiert, und so war die Zeit bis zu meinem Zielort recht gut berechenbar. Für Wolfgang ging es von da an alleine weiter bis Harare. Was ich am meisten vermißt habe? Eine abwechslungsreiche Küche! Jede Hauptmahlzeit besteht fast ausschließlich aus Reis mit Fleisch. Selten gibt es statt Reis Ugali (Maisbrei) oder Matoke (Kochbananen), noch seltener Gemüse. Von Haus aus bin ich eigentlich eine großer Reisesserin, aber nicht jeden Tag in derselben Zubereitung! Zudem hat das Fleisch in Afrika eine bemerkenswerte Zähigkeit, die vermutlich rassebedingt aufgrund der extremen Anforderung an die Tiere ist. Dafür war die Auswahl an Obst fast paradiesisch: Bananen, Papayas, Ananas, Mangos, Orangen, Jackfruit, Kokosnüsse, ... - kein Vergleich zu den hiesigen Früchten! Auf dem Weg zum Flughafen in Dar es Salaam überkamen mich wehleidige Gefühle: Bald bekam ich kein „Jambo, Sister“ oder „How are you, Mama“ mehr zu hören. In Deutschland würde es heißen: „Hallo“ und „Tag“. Die Leute am Straßenrand lächelten uns freundlich an und winkten uns fröhlich zu. All das würde ich bald nicht mehr haben. Es hieß Abschied nehmen! Anke Schoeße Wer an Informationen über Ostafrika interessiert ist, kann sich unter (0421) 3 76 10 67 an Anke Schoeße oder unter (0421) 7 58 90 an Wolfgang Reiche wenden.

dann ins Labor, die erste Diagnose lautete Malaria, was mir natürlich einen großen Schreck einjagte, nach der Diagnose durch einen anderen Arzt - der Verdacht bestätigte sich zum Glück nicht - wieder zur Kasse und schließlich zur Apotheke, wo ich genau abgezählte Tabletten in zwei kleinen Tütchen erhielt. Sie halfen recht schnell, und nach einem weiteren Ruhetag setzten wir unsere Reise fort. Die Behandlung kostete mich im übrigen einschließlich Tabletten umgerechnet drei Mark! Das war schon fast ein beschämendes Gefühl! Die nächste Strecke führte uns nach Jinja. Wer wie ich kein Biertrinker ist, sollte es sich trotzdem nicht entgehen lassen, das

"So wurden wir von vielen Menschen neugierig bestaunt. Diese Neugier wird teilweise recht hingebungsvoll ausgelebt, was für Menschen unserer doch recht anonymen Kultur sehr gewöhnungsbedürftig ist."

Alle Fotos: Anke Schoeße


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Reisen Tips und Tricks für Tourentreter

sehr unter die Schutzbleche schiebt. Mit einer veränderten Einstellung der Schutzbleche konnte ich das Problem ein wenig in den Griff bekommen. Dabei werden die Befestigungsschrauben zwischen Schutzblech und Schutzblechstreben etwas gelockert und so verstellt wieder festgezogen, daß die jeweils nach hinten weisenden Enden nur noch wenige Millimeter von den Reifen entfernt sind. Zugleich achtet man darauf, daß sich - sofern es möglich ist - der Abstand in Fahrtrichtung immer mehr vergrößert und beim Vorderrad vorne und beim Hinterrad unten möglichst sein Maximum erreicht. So wirkt das jeweilige Schutzblechende wie ein Schlammabstreifer, während sich aufgrund des sich nach vorn weitenden Abstands weniger Dreck unter den Schutzblechen festsetzt. Bei besonders klebrigem Schlamm versagt die Methode; dann bleibt bei längeren Strecken wirklich nichts anderes übrig, als die Bleche zeitweilig zu demontieren. ● Zum Abstellen und Parken des beladenen Reiserades haben sich zumeist die im Bereich des linken hinteren Ausfallendes angebrachten Seitenständer bewährt. Allerdings sollte so ein Ständer nicht nur stabil, sondern auch mit einem deutlich breiteren Fuß ausgestattet sein, damit er bei weichem nachgiebigem Untergrund nicht so leicht wegsackt. Die von manchen Herstellern nur auf das relativ dünne Ende gesteckten breiteren Plastikfüße sind keine dauerhafte und akzeptable Lösung, da sie sich nach einiger Zeit durchdrücken und nach oben rutschen oder gänzlich verloren gehen. Als Hilfsmittel für unterwegs kann man ein kleines etwa vier mal vier Zentimeter großes festes Sperrholzplättchen in der Lenkertasche immer griffbereit mitführen. Unter den Ständerfuß geschoben sorgt es insbesondere auf sandigen und sehr weichen Böden (wo es keinen Stein weit und breit gibt) für eine sicher Aufstandsfläche des Ständerfußes. ● Viele Reiseradler, die in entlegenen Gebieten unterwegs sind, haben in ihren Packtaschen einen Kocher. Mit Benzin, Spiritus oder Gas betrieben arbeiten die kleinen Brenner zumeist gut und problemlos und erfüllen ihren Zweck völlig. Kommt man aber

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in Gegenden, wo es - insbesondere bei Gas und Spiritus - Nachschubprobleme gibt, muß man zur Zubereitung einer warmen Mahlzeit oder auch nur eines Tees auf das altbewährte Holzfeuerchen zurückgreifen. Kleine Stöckchen und dürre Ästchen gibt es fast überall. Auch trockenes Gras oder getrockneter Kuhmist können als Brennstoff eingesetzt werden. Drei Steine, auf denen Topf oder Wasserkessel stehen, dienen dabei als Ständer. Das Brennmaterial wird dann dazwischengeschoben. ● Das Suchen passender Steine entfällt, wenn man sich vor der Tour ein kleines Hilfsmittel gebastelt hat. Ein etwa 15 bis 20 Millimeter breiter und ein bis zwei Millimeter dicker Blechstreifen wird zu einem Kreis gebogen und an den Enden verschraubt oder verschweißt. Der Durchmesser sollte etwas kleiner als der Durchmesser des kleinsten Topfes sein. Jeweils um 120 Grad versetzte Bohrungen dienen der Aufnahme dreier anschraubbarer Beine aus Flachstahl. Schnell zusammengeschraubt hat man immer und überall ein passendes Gestell zur Hand, unter dem sich ein Feuerchen entfachen und darüber ein leckeres Mahl zubereiten läßt. ● Ausgiebige Knoblauchesser unter uns Reiseradlern können sich freuen: Sie leben in manchen Teilen unserer Welt in einer Aura, die kaum von Mücken akzeptiert wird (... und leider manchmal auch nicht von anderen Menschen). Nach der genüßlichen Einnahme mehrerer Knoblauchzehen - pur zerkaut oder auch mit Salaten oder anderen Nahrungsmitteln zu sich genommen - hatte ich bald darauf spürbar weniger mit diesen Plagegeistern, die ja leider manchmal auch unangenehme Krankheiten übertragen, zu tun als ohne. Der Knoblauchgeruch ist offenbar so penetrant, daß die kleinen Viecher sich nicht mehr in meine Nähe wagten. Ob diese Methode immer und überall wirkt, habe ich noch nicht herausgefunden. Hier in Ostafrika, wo das Vertreiben der Mücken von allen Körperteilen wegen der Gefahr der Malariaübertragung besonders wichtig ist, klappt es jedenfalls. Ob dies in Schweden oder Finnland wohl auch funktioniert?

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von Wolfgang Reiche

Liebe Leserinnen und Leser, wir begehen ein kleines Jubiläum: Die fünfzigste Folge der Tips und Tricks für Tourentreter im pedal. Schon als das erste pedal im Frühjahr 1988 erschien, waren die Beiträge Wolfgang Reiches unter dem Symbol des etwas verbissen radelnden Weltumradlers dabei. "Er greift dabei auf seine vielfältigen Erfahrungen zurück, die er bei seiner globalen Pedaltour in mehr als vier Jahren und auf über 73 000 Kilometern gesammelt hat", heißt es dazu in der Einleitung. Inzwischen ist das unter dem gleichen Titel erschienene Buch längst vergriffen, inzwischen werden die Tips und Tricks in der RadWELT regelmäßig veröffentlicht, inzwischen war Wolfgang Reiche wieder unterwegs, dieses Mal, wie man den vorigen Seiten entnehmen konnte, nach Afrika. Man soll ja aufhören, wenn's am schönsten ist. Und so nehmen Wolfgang und Redaktion das Jubiläum zum Anlaß, diese Serie im pedal einzustellen. In der RadWELT geht es natürlich weiter. Zur Feier des Tages und als krönenden Abschluß gibt es "Live-Tips" von Wolfgang Reiche, die kurz nach dem letzten Redaktionsschluß direkt aus Afrika eingetroffen sind: „Seit einigen Wochen schon bin ich wieder auf Radfernreise. Es zog mich erneut hinaus, dieses einfache, freie und ungebundene Leben auf dem Fahrrad. Ausgestattet mit Zelt und Kocher, einigen wenigen Kleidungsstücken, mit Werkzeug und ein paar Ersatzteilen radle ich auf einem VSF-Reiserad durch Ostafrika. Kenia, Uganda, Ruanda und der Norden Tanzanias liegen bereits hinter mir. Nach einigen „faulen Tagen“ auf Zanzibar folgt nun der zweite Teil der Tour, der mich nochmal rund 3500 Kilometer durch den Süden Tanzanias, durch Malawi und Teile Mozambiques bis nach Zimbabwe führt. Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, aber auch mit einigen kleinen Tips und Ideen werde ich im Mai wieder nach Bremen zurückkehren. Ein paar dieser Tips möchte ich den pedal-Lesern sozusagen „tropenfrisch“ vorstellen: ● Heftige Regenfälle haben in den vergangenen Wochen zu Überschwemmungen, weggespülten Brücken und so manchen Schlammabschnitten geführt. Dabei erweist es sich als günstig, wenn der Schlamm, der an den Reifen klebt, sich möglichst nicht zu

Die Preisaufgabe

für Freunde des Tourentretens:

In der Einleitung wurde es schon erwähnt: Das erste pedal erschien 1988 mit der ersten Folge der Tips und Tricks. In diesem, dem dritten Heft 1998, erscheint nun die fünfzigsten Folge. Macht 4,8 Folgen pro Jahr. Wie geht das auf? Wer weiß die Lösung? Das wievielte pedal ist denn nun das Heft, das Sie jetzt in Händen halten? Hat es in irgend einem Heft zwei oder mehr Folgen gegeben?

Unter allen, die eine Lösung bis Ende September an das pedal über den den ADFC-Infoladen oder direkt an das pedalBüro, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, Fax (0421) 5 57 70 10, einsenden, verlosen wir drei Exemplaren des längst vergriffenen Buches "Mit dem Fahrrad um die Welt - Tips und Tricks für Tourentreter - Erfahrungen einer Weltreise" von Wolfgang Reiche.


Vereinsnachrichten

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Personalien:

Der ADFC Bremen hat neuerdings einen Geschäftsführer

Kurz und knapp

Kein Stadtteilgruppentreffen mehr Bremen – Die Stadtteilgruppe HornLehe trifft sich bis auf weiteres nicht mehr regelmäßig im Café Gödeken. Der Sprecher der Stadtteilgruppe, Hans-Werner Ellerbrock, steht aber weiterhin zur Verfügung.

Radfahrerstammtisch Bremen – Der Radfahrerstammtisch des ADFC Bremen wird auch weiterhin an jedem zweiten Freitag im Monat im Leierkasten, Pagentorner Heimweg (zwischen Bismarckstraße und Eisenbahn) um 18 Uhr angeboten.

Fahrrad-Anlehnbügel zum Sonderpreis

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Exklusiv für ADFC-Vereinsmitglieder gibt es in Bremen die Anlehnbügel zum Sonderpreis. Diese Fahrradabstellanlagen ermöglichen ein sicheres Anschließen von Fahrrädern (Laufrad und Rahmen, auch von Kinderrädern). Sie gibt es als Einzel- oder Mehrfachbügel, zum Einzementieren oder zum Aufschrauben. Sie können im Vorgarten, Hof oder auf Antrag in Wohnstraßen auch am Fahrbahnrand aufgestellt werden. InteressentInnen wenden sich an den ADFC Landesverband Bremen, K.-P. Land, Mathildenstr. 89, 282203 Bremen, Tel. (0421) 70 11 79.

Der neue Bremer ADFC-Landesvorsitzende, Klaus-Peter Land

Foto: Torsten Ueberfeldt

Bremen - Seit Anfang April arbeitet KlausPeter Land, bisher mit einer halben Stelle in Verkehrsplanungsfragen für den ADFC Bremen tätig, als Geschäftsführer für den Landesverband. Der Vorstand hat seine Stelle auf 26 (bezahlte) Wochenstunden aufgestockt. Zu seinen Aufgabenbereichen zählt unter anderem die Organisation in der Geschäftsstelle, die Informationsvermittlung zwischen Vorstand und (hauptamtlichen) MitarbeiterInnen, die Arbeitsplanung und Abrechnung von Projekten. Nicht ganz so geplant war der arbeitsreiche Einsatz des neuen Geschäftsführers für die Organisation des 3. Bremer FahrradFestivals, die durch den krankheitsbedingten Ausfall einer Mitarbeiterin auf andere als die vorgesehenen Schultern verteilt werden mußte. Hier ist ein außerordentliches Dankeschön des ADFC Bremen an alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeite-

rInnen fällig, die sich wirklich flexibel und oft bis an die Grenze der Belastbarkeit engagiert haben! „In der alltäglichen Arbeit möchte ich das Menschliche nicht zu kurz kommen lassen, ein gutes Klima der Zusammenarbeit im Team mit den KollegInnen und den Vorstandsmitgliedern ist mir das Wichtigste,“ äußerte sich Klaus-Peter Land über seine Ziele in der ersten Zeit. Einerseits packt er immer wieder selber mit an, andererseits braucht er ab und an auch einen freien Kopf, um einen Blick über das Alltagsgeschäft hinaus riskieren zu können. Um mehr Erfolge für den ADFC zu erreichen, sollen Projekte künftig rechtzeitiger geplant, Aufgaben besser zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen verteilt oder vielleicht auch mal gar nicht erst angenommen, Entscheidungswege verkürzt und vereinfacht werden.

Neue Stellenangebote beim ADFC Bremen Bremen - Es gibt viel zu tun, manchmal weiß die ADFC-Aktive nicht mehr so recht, wo ihr der Kopf steht. Über Verstärkung im Team wäre die Freude deshalb riesengroß! Alle die Lust dazu haben, können sich natürlich ehrenamtlich einzubringen. Für den Tätigkeitsbereich des ADFC Bremen, der dem Wohl aller dient, sprich gemeinnützig ist (zum Beispiel im Sinne des Umweltschutzes oder der Unfallverhütung), gibt es im Rahmen öffentlich geförderter Arbeit auch die Möglichkeit, eine bezahlte Stelle auf Zeit zu schaffen. Also, wer die Berechtigung für eine ABM- oder BSHG-19Stelle hat und sich für Arbeit rund ums Fahrrad interessiert, sollte sich schnellstmöglichst mit Klaus-Peter Land beim ADFC Bremen in Verbindung setzen. Ganz besonders gefragt sind Talente, die sich mit folgenden Schwerpunktaufgaben auseinandersetzen wollen (aber auch über andere Arbeitsfelder ließe sich bei entsprechender Bereitschaft zu ein wenig Engagement reden): Vorbereitung und Durchführung der Jubiläumsveranstaltungen zum 20. Geburtstag des ADFC 1999 in Bremen, unter anderem des 4. Bremer Fahrrad-Festivals (auch Organisation weiterer Veranstaltungsbeteligungen und Aktionen des ADFC in Bremen, z. B. Auftritte bei Straßen- und Stadtteilfesten, in Schulen, Bürgerhäusern u. ä.) Verkehrspolitische und verkehrsplanerische Mitarbeit – Ausarbeitung von Stellungnahmen zu (Rad-)Verkehrsplanungen, Stadtentwicklungskonzept, Umgang mit

Anregungen und Beschwerden aus der Bevölkerung, kritische Begleitung der Umsetzung der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (besonders geeignet für GeographInnen, VerkehrsplanerInnen, RaumplanerInnen, StadtplanerInnen oder entsprechend zusätzlich qualifizierte und interessierte andere AkademikerInnen) Ausbau und Re-Organisation von Beratungsangeboten im Infoladen (Kenntnisse in Bürotätigkeiten, evtl. „Verkaufstalent“, Begabung für Gestaltung, Spaß am Kontakt mit Menschen) Für alle drei Tätigkeitsbereiche schadet es nicht, von folgendem etwas mitzubringen: - Engagement, weitgehende Übereinstimmung mit den Zielen des ADFC, - Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten (ab und an abends und am Wochenende) - Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Menschen - PC-Kenntnisse (mind. Textverarbeitung) Infos, Kontakt, Bewerbungen: ADFC-Landesverband Bremen, Klaus-Peter Land, Mathildenstraße 89 (Eing. Feldstr.), 28203 Bremen, Tel. (0421) 70 11 79, Fax (0421) 70 11 59 Außerdem sucht der ADFC (möglichst) auf ehrenamtlicher Basis jemanden für: Mitaufbau und Mitbetreuung einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt des ADFC Bremen (Einen Menschen und Räume gibt es schon, jemand zweites wäre schön. Infos bei Wolfgang Reiche, Tel. 7 58 90)


44 Vereinsnachrichten ADFC-Nachrichten aus Niedersachsen Landesherbsttreffen Niedersachsen - Das Landesherbsttreffen des ADFC Niedersachsen findet dieses mal im pedal-Verbreitungsgebiet statt. Vom 20. bis zum 22. November teffen sich niedersächsische Aktive und solche, die es vielleicht mal werden wollen, in der Bildungsstätte Bredbeck in Osterholz-Scharmbeck. Themen sind unter anderem Mitgliederwerbung, Touristik, Technik, Verkehrspolitik und Finanzen. Natürlich gibt es auch wieder ein attraktives Rahmenprogramm, zum Beispiel eine Radtour durchs Teufelsmoor. Die Kosten werden bei 130 DM für Übernachtung mit Vollpension liegen. Das Programm mit Anmeldeunterlagen gibt's ab dem 3. August in der Landesgeschäftsstelle.

Radfahrerstammtisch Landkreis Osterholz - Neben dem Aktiventreffen, bei dem richtig gearbeitet wird, gibt es seit einiger Zeit beim ADFC Osterholz auch einen Radfahrerstammtisch. Interessierte Radlerinnen und Radler treffen sich an jedem zweiten Dienstag eines Monats um 19.30 Uhr im Rumpelstilzchen/Bahnhofshotel.

Fax ist falsch Landkreis Verden - Entschuldigung an alle, die ein Fax an Kreisverbandssprecher HansWalter Wacker zu schicken versucht und sich dabei auf die Angaben im pedal verlassen haben. Die Nummer war falsch. Die richtige ist (04231) 93 35 43.

Programmbesprechung Weyhe - Für den 12. November lädt der ADFC Weyhe zur Besprechung des Radtourenprogrammes ’99 ein. Ideen und konkrete Tourenvorschläge und neue Tourenleiter/-innen sind willkommen.

Hilfe gesucht! oo

Wer legt pedale aus? Bremen - Der ADFC sucht er Freiwillige, die Lust haben, Geschäfte, Kneipen, öffentliche Einrichtungen und vielen anderen Stellen viermal im Jahr mit pedal-Heften zu versorgen. Im der Innenstadt und den Ortsteilen Ostertor, Steintor, Findorff und Neustadt dürfte ein Fahrradanhänger hilfreich sein, in den Außenbezirken reichen sicher auch große Packtaschen oder ein stabiler Gepäckträger. Meldungen bitte schriftlich oder per Fax an den ADFC-Infoladen.

Service ADFC-Fördermitglieder ... in Bremen

Blaukopp - U. Kasten Gevekohtstraße 14, 28213 Bremen (0421) 21 62 66 Fahrrad-Studio Büsselmann Karl-Marx-Straße 168 C, 28279 Bremen (0421) 83 25 84 Dalladas - Räder u. Service Friedrich-Ebert-Straße 142, 28201 Bremen (0421) 5 57 86 99 Zweirad-Fachmarkt Dutschke Lindenhofstraße 7 - 11, 28237 Bremen (0421) 61 15 56 Der Fahrraddoktor Patrick Kundmüller (0177) 5 69 97 94 Fahrrad-Expreß - Diegritz & Peukert Bohnenstraße 7, 28203 Bremen (0421) 707027 Fahrradstation Bremen Bahnhofsplatz Westseite, 28195 Bremen (0421) 30 21 14 Findorffer Radhaus Hemmstraße 164, 28215 Bremen (0421) 3 76 10 49, Fax 37 22 48 Findorffer Weinladen - Inh. Ingrid Wiener Hemmstraße 120, 28215 Bremen (0421) 35 85 38, Fax 3 76 07 91 Zweirad-Center H.-P. Jakst Davoser Straße 67 - 69, 28325 Bremen (0421) 40 45 55 A. + O. Meyer Mühlenstraße 78, 28779 Bremen (0421) 60 15 06 Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen Bürgerm.-Smidt-Straße 43, 28195 Bremen (0421) 1 47 78 rabbit BMX bremen - W. Fritscher Auf dem hohen Ufer 86, 28759 Bremen (0421) 62 75 70 RAD AS Handels GmbH Wartburgstraße 64, 28217 Bremen (0421) 39 32 57 Fahrradladen Radschlag GmbH Humboldtstraße 16, 28203 Bremen (0421) 70 41 05 Dr. Andreas Reich - Rechtsamwalt Hollerallee 67, 28209 Bremen (0421) 34 50 91, Fax 34 50 92 Zweiradhaus Schröder Langemarckstraße 187-207, 28199 Bremen (0421) 50 28 24 Speiche - Der Fahrradladen im Ostertor Fehrfeld 62 / Vor dem Steintor (0421) 70 03 31 H. Sprenger - Schlosserei Buntentorsteinweg 524, 28201 Bremen (0421) 87 32 36 Vegesacker Fahrradladen Gerhard-Rohlfs-Straße 45, 28757 Bremen (0421) 66 46 36 Velo Sport - Ihr Radsporthaus Martinistraße 30 - 32, 28195 Bremen (0421) 1 82 60

in der Stadt Bremerhaven

Fahrradhaus Frick Fehrmoorweg 68, 27578 Bremerh.-Leherh. (0471) 6 33 58

in der Stadt Delmenhorst

Fahrradhandlung Heinz Stöver Schönemoorer Str. 64, 27753 Delmenhorst (04221) 5 14 63

pedal 3 / 98

im Landkreis Cuxhaven

Ernst Kranich - Fahrräder Am Markt 5, 27624 Bederkesa (04745) 16 35 Uwe Treudler Feldstr. 19 u. Kleine Str. 8, 21769 Lamstedt (04773) 70 35, Fax 89 20 90 Jörg Wichmann - "Der Zweiradmeister" Speckenstraße 15 A, 27632 Dorum (04742) 22 67, Fax 23 67

im Landkreis Osterholz

Velo-Treff Hillers Baustraße 4, 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 5 78 98 Fahrradladen Worpswede - Eckhard Eyl Findorffstraße 28, 27726 Worpswede (04792) 23 23 Zweirad Kliem Beekstr. 2 / Ecke Riesstr., 27721 Ritterhude (04292) 12 47 Zweiradhaus Lübke - Fr. Vanester An der Untermühle 21, 27721 Ritterhude (04292) 12 49 Das RADHAUS am Markt Am Markt 4, 28790 Schwanewede (04209) 91 94 64, Fax 91 94 65 Fahrrad Stoll - Horant Wohlleben Hauptstraße 19, 28865 Lilienthal (04298) 22 58 Fr. Windhorst GmbH Bahnhofstr. 111, 27711 Osterholz-Scharmb. (04791) 5 76 68

im Landkreis Verden

H. Behrmann GmbH Herrenkamp 20, 27299 Langwedel (04232) 79 18 Brinkmann-Zweirad-Markt Justus-von-Liebig-Straße 17, 28832 Achim (04202) 12 12 Fahrradies Zum Achimer Bahnhof 17, 28832 Achim (04202) 8 48 50 Fahrradhaus Finke Verden Predigerstraße, 27283 Verden (04231) 8 27 86 Helmke Fahrrad-Center Bürgerstraße 48, 27321 Thedinghausen (04204) 6 97 64 Fahrradstudio Walle Waller Heerstraße 54, 27283 Verden-Walle (04230) 14 39

im Landkreis Diepholz

Zweirad Bösche, Inh. Olaf Bösche Kirchweyher Str. 4, 28844 Weyhe-Kirchw. (04203) 8 16 95, Fax 81 69 60 Heinrich Buldmann - Heinrich Willenbrock Lange Straße 4, 27232 Sulingen (04271) 23 05 Zweiradshop Drahtesel Junkernhof 2, 27211 Weyhe (0421) 80 10 84 Mundt's Radland - Fahrräder, Motorroller Am Marktplatz 17 A, 28844 Weyhe (04203) 8 17 84 Per Pedal - Hartmut Schomburg Hindenburgstraße 12, 28844 Bassum (04241) 73 88 Zweirad Schweers Bremer Straße 11, 28844 Weyhe-Erichshof (0421) 89 19 53 Zweiradfachgeschäft Wiegmann Schützenstraße 7, 27232 Sulingen (04271) 10 82


Service

pedal 3 / 98

Der ADFC im pedalVerbreitungsgebiet

45 Erläuterungen:

ADFC-Infoladen Cuxhaven

Cuxhaven

c/o NABU-Umweltzentrum Bahnhofstraße 20 A, 27472 Cuxhaven Do 16.45-18.30, 1. Mo ab 19.30 während dieser Öffnungszeiten: (04721) 3 63 64

Winfried Netzlaff Tel./Fax (04721) 3 3619

KREISVERBAND (KV) mit Postanschrift (meist Sprecher/in), Telefon und ggf. Treffen für Mitglieder

Ortsgruppe bzw. Stadtteilgruppe

Lamstedt/Hemmoor KV CUXHAVEN

Dorum und Umgebung

mit Sprecher/in, Telefon und Treffen für Mitglieder

Hilde und Gert Vollmers (04773) 79 39

Ort bzw. Stadtteil

c/o Bernd Ehlers Matthias-Claudius-Weg 13 27474 Cuxhaven Tel. u. Fax (04721) 6 13 37 1. Mo, 19.30 NABU, Bahnhofstraße 20 A

Jörg Wichmann (04742) 22 67, Fax 23 67

KV BREMERHAVEN

c/o Knut Müller Alte Deichstraße 59 27612 Loxstedt-Ueterlande Tel. u. Fax (04740) 1363 1. Mi, 19.30, Bürgerhaus Lehe, Friedhofstraße 15

mit ADFC-Ansprechpartner/in und Telefon

ADFC-Infoladen

mit Adresse,Telefon, Fax und Öffnungszeiten

Bremervörde

Es bedeuten z. B.:

Dirk Seyppel (04761) 6712

1. Mi: erster Mittwoch eines Monats

KV OSTERHOLZ

c/o Jörg Kappmeyer Heckenweg 27 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 54 29 letzter Di, 19.30, "Rumpelstilzchen"/Bahnhofshotel zusätlich Radlerstammtisch: 2. Di, 19.30, "Rumpelstilzchen"/Bahnhofshotel

Osterholz-Scharmbeck Jörg Kappmeyer (04791) 54 29

Worpswede

Ritterhude

ADFC-Infoladen Oldenburg

Postfach 11 26, 26001 Oldenburg c/o Umwelthaus im Kulturzentrum PFL Peterstraße 3, 26121 Oldenburg Telefon (0441) 1 37 81, Fax 2 48 93 30 E-Mail ADFC-OL@WriteMe.com Do 18.00-20.00, Sa 10.00-12.00

Christa Grimm (04792) 12 71

Horst Saur (04791) 47 57

Lilienthal

Stadt Bremen: siehe nächste Seite

Intressenten aus dem Kreis

ROTENBURG

wenden sich bitte an die Landesgeschäftsstelle in Hannover

Martin Enderle, (04298) 56 78 Jacques Leclerc, (04298) 15 77

ADFC-Infoladen Bremen

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.) 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Mo 10.00-13.00, Di, Do, Fr. 16.00-18.30

KV DELMENHORST

c/o Burkh. Kühnel-Delventhal Brendelweg 227 27755 Delmenhorst Stuhr (04221) 2 12 97 Christian Girschner 2. Mo, 19.00 (?), Umweltbüro, (0421) 89 25 05 Wittekindstr./Louisenstr. 8

Weyhe

Rolf Kasper (0421) 89 25 66 2. Do, 19.30, MeyerLankenau, Hauptstr. 75

KV VERDEN

Hans-Walter Wacker Pulverschuppen 20 Achim/Oyten Am Alten 27283 Verden Peter Tonnemacher (04231) 6 45 87, Fax 93 35 43 (0421) 40 25 46 1. Mo, 18.30, Verden/Kirchlinteln Schützenhof

Bassum

Langwedel/Dörverden Thedinghausen

Hans-Walter Wacker (04231) 6 45 87, Fax 93 35 43

Hartmut Schomburg (04241) 73 88

Twistringen

Karl Wüstefeld (04243) 17 42 Termine erfragen

Bruchhausen-Vilsen Ingeburg Sandvoß (04252) 26 74

Weitere ADFC-Gliederungen:

KV DIEPHOLZ

c/o Rolf Kasper Hördener Sandhöhe 42 28844 Weyhe (0421) 89 25 66

Diepholz

Horst Herrmann (05441) 72 21 1. Di, 20.00, Münte, Lange Str. 33

Sulingen

Klaus Bendig (04271) 63 62

ADFC-Landesverband Bremen

c/o ADFC-Infoladen Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Öffnungszeiten: Mo 10.00 - 13.00, Di, Do, Fr 16.00 - 18.30 Uhr außerdem telefonisch: Di + Do 9.00 - 13.00

ADFC-Landesverband Niedersachsen Postfach 352, 30001 Hannover Rautenstraße 28, 30171 Hannover Telefon (0511) 28 25 57, Fax 81 07 61

ADFC-Bundesverband

Postfach 10 77 47, 28077 Bremen Telefon (0421) 3 46 29 - 0, Fax 3 46 29 - 50

Informationen über weitere ADFC-Gliederungen im Bundesgebiet sind in den ADFC-Infoläden zu erfragen.


46

Service

oo

Informationen für Radfahrer in Bremen ADFC-Infoladen Bremen und Landesgeschäftsstelle

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen (Nähe Am Dobben) Telefon: Q (0421) 70 11 79, Fax: (0421) 70 11 59, Radtouren auf Faxabruf: (0421) 70 11 79 Öffnungszeiten: montags 10.00 - 13.00 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags: 16.00 - 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung und immer dann, wenn das Schild "Geöffnet" in der Tür steht. Mitgliederverwaltung (telefonisch): dienstags und donnerstags 9.00 - 13.00 Uhr Straßenbahn- und Busverbindungen: mit den Linien 1, 4 und 10 bis zur Haltestellle Am Dobben Spendenkonto: Nr. 104 8859, ADFC-Landesverband Bremen, Sparkasse in Bremen, BLZ 290 501 01. Spenden sind nach § 34g EStG als Sonderausgabe absetzbar. Spendenbescheinigung ab 100 DM (darunter reicht der Beleg). Bei schriftlichen Anfragen und Anforderungen legen Sie bitte ausreichend Rückporto bei. Ihr Schreiben wird sonst nicht bearbeitet.

ADFC-Stadtteilgruppen und ADFC-Ansprechpartner in den Stadtteilen

Bremen-Nord: Lars Grundmann, (0421) 6 00 90 76, regelmäßiges Treffen: jeden ersten Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, "Zum Vegesacker Jungen", Am Vegesacker Hafen 17 Horn-Lehe: Hans-Werner Ellerbrock, (0421) 23 67 31 Schwachhausen: Jan Scotland, (0421) 34 33 96 Findorff: Dietrich Reusche, (0421) 37 29 31 Neustadt: Regina Herkenhoff, (0421) 87 08 16

regelmäßige Arbeitskreise und Treffs für Radfahrer in Bremen

ADFC-Neuentreff: in der Regel einmal im Vierteljahr freitags ab 18 Uhr mit Kaffee oder Tee und Kuchen im ADFC-Infoladen Nächster Termin: 7. August ADFC-Radlerstammtich: jeden zweiten Freitag eines Monats ab 18 Uhr, "Leierkasten", Pagentorner Heimweg 33 (nähe Bismarckstr.). ADFC-Arbeitskreis Verkehr: jeden ersten und dritten Montag eines Monats, 19 Uhr, ADFC-Infoladen. ADFC-Arbeitskreis Radtouren: jeden letzten Donnerstag eines Monats, 19 Uhr, ADFC-Infoladen ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord: jeden 1. Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, "Zum Vegesacker Jungen", Am Vegesacker Hafen 17 Kontakt: Lars Grundmann, (0421) 6 00 90 76, Liegeradgruppe der Liegeradgruppe Bremen: jeden zweiten Donnerstag eines Monats, 20 Uhr, “Sender”, Humboldtstraße 136 Kontakt: Frithjof Weber, (0421) 34 34 53. Feierabendradtouren sind in den Radtourenkalendern vorne im Heft aufgeführt Gäste sind bei allen hier genannten Veranstaltungen willkommen.

regelmäßige Angebote für Radfahrer in Bremen

ADFC-Infoladen: Anschrift und Öffnungszeiten siehe oben Fahrradmarkt: bis zum 5. September jeden ersten Sonnabend im Monat, 10 bis 13 Uhr, Präsident-Kennedy-Platz (Wallanlagen) An- und Verkauf von gebrauchten Fahrrädern, von/an Privat. Verkäufer müssen ein gültiges Personalpapier mitbringen. Fahrradcodierung: bis zum 5. September jeden ersten Sonnabend auf dem ADFC-Fahrradmarkt (siehe oben) außerdem jeden dritten Freitag im Monat von 16 bis 18 Uhr im ADFC-Infoladen (siehe oben) Bitte ein gültiges Personalpapier, einen Eigentumsnachweis und 25 DM (ADFC-Mitglieder 10 DM) mitbringen. BUM live: jeden dritten Mittwoch eines Monats, 20.15 Uhr, Kabelfernsehen, Kanal 11 Am BUM, dem Bremer Umweltmagazin verschiedener Bremer Umweltgruppen, ist auch der ADFC beteiligt. Kontakt: Chrisiitian Kruse, (0421) 61 23 31

Hilfe gesucht! oo

Wer legt pedale aus? Bremen - Der ADFC sucht er Freiwillige, die Lust haben, Geschäfte, Kneipen, öffentliche Einrichtungen und vielen anderen Stellen viermal im Jahr mit pedal-Heften zu versorgen. Im der Innenstadt und den Ortsteilen Ostertor, Steintor, Findorff und Neustadt dürfte ein Fahrradanhänger hilfreich sein, in den Außenbezirken reichen sicher auch große Packtaschen oder ein stabiler Gepäckträger. Meldungen bitte schriftlich oder per Fax an den ADFC-Infoladen.


oo

Service

Radfahren ist einfach besser,

weil es ... ● unabhängige, individuelle und schnelle Mobilität ermöglicht, ● die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung (außer dem Zufußgehen) ist, da abgasfrei, leise, platzsparend, ● gesunde Bewegung bietet, ● ein viel geringeres Gefahrenpotential als Autofahren birgt, ● die billigste Art der Mobilität (außer dem Zufußgehen) ist, ● Spaß macht: Radler sehen und erleben mehr!

Beitrittserklärung

Radfahren könnte noch schöner sein,

wenn ... ● die Straßen nicht dermaßen von den Autos beherrscht würden, ● die Fahrräder samt Zubehör zweckmäßiger und zuverlässiger wären, ● und wenn ... was stört Sie sonst noch? Deshalb brauchen Radler eine starke Vertretung!

Der ADFC ...

● engagiert sich für eine menschen- und umweltgerechte Verkehrspolitik und -planung, also für den Vorrang für Fußgänger, Radfahrer und öffentlichen Verkehr vor den Autos, ● fördert und verbreitet neue Erkenntnisse zur Verbreitung des Fahrradverkehrs, ● vertritt die Verbraucherinteressen rund ums Rad, ● informiert Radler über Fahrradtechnik, sinnvolles Zubehör, Fahrradtouren, Fahrradliteratur, ● organisiert Fahrradtouren, Technikkurse, Vorträge, ● ist die Lobby der Radfahrer!

Der ADFC braucht Sie!

Der ADFC ist so stark wie seine Mitglieder und Aktiven. Sie können ihn stärken ... als Mitglied: Jedes Mitglied mehr erhöht das Gewicht des ADFC in der öffentlichen Diskussion und die finanzielle Basis für die Aktivitäten. als Aktive/r: Der größte Teil der ADFC-Aktivitäten wird ehrenamtlich geleistet. Viele Ideen liegen brach. Sie können mitmachen, wo immer Sie etwas fürs Radeln tun wollen. als Spender: Die Aktivitäten des ADFC kosten Geld. Dafür reichen die Mitgliedsbeiträge (noch) nicht aus. Jede zusätzliche Mark stärkt die Radler-Lobby!

Sie brauchen den ADFC!

ADFC-Mitglieder ● erhalten kostenlos und frei Haus das ADFC-Magazin “RadWelt” und (in Bremen und Umgebung) das pedal, ● sind als Radfahrer, Fußgänger und Benutzer von Bus und Bahn automatisch haftpflicht- und rechtschutzversichert, ● erhalten kostenlose Technik- und Tourenberatung im ADFC-Infoladen*, ● können ihr Fahrrad beim ADFC* zu einem ermäßigten Entgelt codieren lassen, ● können preisgünstig an Radtouren*, Reparaturkursen*, Vorträgen*, Busfahrten teilnehmen, ● erhalten einige Bücher und Karten fürs Radeln im ADFCInfoladen* zu ermäßigten Preisen, ● können genauso wiederen Mitglieder die Leistungen der Partnerorganisationen im Ausland nutzen, ● haben eine starke Vertretung! * Mitgliedsausweis nicht vergessen

ausfüllen, abschneiden und abschicken an:

Landesverband Bremen e. V. Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen Telefon: Q (0421) 70 11 79, Fax: (0421) 70 11 59 geöffnet: mo.: 10 - 13 Uhr, di., do., fr.: 16 - 18.30 Uhr Ihre Beitrittserklärung wird gegebenenfalls an die für Ihren Wohnort zuständige ADFC-Gliederung weitergeleitet, sofern Sie nicht etwas anderes bestimmt haben.


48

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Spot(t)

pedal 3 / 98

: d r i w r e s s be Landesverband Bremen e.V. Kreisverb채nde Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz, Delmenhorst


1998 pedal Nr. 3  

Fahrradzeitung des ADFC Landesverband Bremen und der Kreisverbände Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz, Delmenhorst

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