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Portfolio EE

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Vom Compund zum Haus Pascale Marthine Tayou stammt aus Kamerun, Afrika. Mein Ziel ist es gewesen traditonelle Bauweisen mit einer zeitgenössischen Architektur zu verbinden. In Afrika und vor allem in Kamerun ist die Lehmbauweise vorherrschend. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, ein Lehmhaus zu bauen. Bauen mit Lehm hat außerdem viele Vorteile, die einem so vielleicht nicht bekannt sind :

PRIVAT

ÖFFENTLICH

- Während des Bauprozesses werden weniger Schadstoffe produziert, der Lehm kann ganz einfach wieder zu Baustoff verwandelt werden

- Ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60 %, wohnliche Atmosphäre, warm, geringere Staubbildung

- Lehm macht es möglich, dass man ganz eigene Elemente kreieren kann

Außerdem hat die Compund (Gehöft) Bauweise in Afrika eine Traditon. Es wird gebildet aus einer Gruppierung von freistehenden Wohnhäusern, Speicherbauten etc. Der Lageplan eines Compounds zeigt eine erstaunliche Qualität in der Differenzierung von Einzelbereichen. Der Zugangsweg führt durch einen Gürtel von Nutzpflanzen zum Eingangshof mit öffentlicher Funktion. Von diesem Platz aus führen schmale Zugänge oder Durchgänge zu den privateren Bereich, den Wohnhäusern. Die Folgen von offenen und abgeschirmten Bereichen eines Compounds und die meist dreiseitig geschlossenen Höfchen, schaffen einen hohen Grad an Geborgenheit und Wohnwert. Ich habe versucht diese Grundidee der Compounds auf das Domizil zu übertragen, beginnend mit dem öffentlichen Bereich (Reisebüro), durch schmale Zugänge gelangt man in die halb öffentlichen Bereiche (Werkstatt,Küche, WC) und durch einen weiteren schmalen Durchgang (Treppe) kommt man zuletzt in den privaten Bereich (Schlafzimmer).


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Portfolio EE by Marc-Phillip Michel - Issuu