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PORTFOLIO Marc-Phillip Michel | EE | 2011/2012


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"DO WHAT YOU LOVE"


Mensch und Mass Ü1 Mensch und Raum Ü2

Mensch und Ort Ü3

Raum und Funktion Ü4


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"MENSCH UND MASS"


EIGENRAUM 1.1 Die Aufgabe ist es gewesen, den eigenen physischen Bewegungsraum aufzunehmen, w채hrend man so -wohl typische, als auch untypische Handlungen eines Tages ausf체hrt. Wie sieht also der dieser Raum aus, den diese Handlungen einnehmen, wenn sie sich 체berlagern ?

SCHUTZRAUM 1.2

HANDLUNGSRAUM 1.3


EIGENRAUM 1.1 Wir haben uns dazu entschieden, usneren Eigenraum im Kurzfilmformat darzustellen. Links sind einige Bildausschnitte des Videos als ein kurzes Storyboard abgebildet. Dort zeigen wir verschiedene, alltägliche Handlungen, wie Zähneputzen oder auf die Toilette gehen. Diese typischen Handlungen haben wir dann mit weiteren untypischen Handlungen kombiniert, wodurch es dann zu Überlagerungen kommt. Man kann so sehr gut den Bewegungsraum nachvollziehen, den die jeweiligen Tätigkeiten in Anspruch nehmen und man sieht, an welcher Stelle es zu Überlagerungen kommt.

http://www.youtube.com/ watch?v=TWIXXeNZtSQ


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"MENSCH UND MASS"


SCHUTZRAUM 1.2 EIGENRAUM 1.1

Bei dieser Aufgabe ging es darum, einen Raum zu entwerfen, der den eigenen, persönlichen Schutzbe -dürfnissen in ganz spezifischer Weise gerecht wird . Entscheidend sind hierbei die eigenen physischen und psychischen Schutzbedürfnisse .

HANDLUNGSRAUM 1.3


Anhand der Grundrisse kann man die Felxibilität dieses Schutzraumes erkennen; alle Möglichen Kombinationen für die eigenen Bedürfnisse sind möglich. Zudem bietet er durch das Holz eine sehr natürliche und entspannende Atmosphäre.


EIGENRAUM 1.1 Mein Schutzraum besteht aus aufgestapelten Holzscheiten und passt sich flexibel meinen Schutzbedürfnissen an. Meine erste Assoziation mit dem Thema Schutzraum war eine abgelegene Holzhütte in einem Wald. Ich habe veruscht diese Idee auf meinen Alltag zu übertragen. Das Ergebnis ist dieser anpassbare Schutzraum. Im Herbst werden aus den Holzscheiten 4 Wände um einen feststehenden Kamin in der Mitte herum aufgebaut. So ist man im Winter vor physischen Anforderungen wie Schnee und Kälte geschützt. Nach und nach werden die Holzscheite verbrannt und der Schutzraum verändert seine Struktur und kann so auf meine Bedürfnisse reagieren. So brauche ich im Winter zum Beispiel eher Ruhe und möchte mich gerne vom Stress und den Leuten etwas zurückziehen, wohingegen ich im Sommer lieber unter Leuten bin und so entspanne. Darauf kann mein Schutzraum reagieren. Denn durch das Verbrennen der Holzscheite „löst“ er sich langsam auf und wir zum Sommer hin immer offener und bietet so die Möglichkeit mit mehren Leuten zu grillen. Im Winter kann man sich aus den Holzscheiten Nischen, Bänke, Tische oder Betten bauen, je nachdem was man grade benötigt. Mein Schutzraum soll bei mir in Aachen stehen, da ich dort einen kleinen Innenhofgarten besitze und so nicht all zu weit weg müsste und einfach für eine kurze Auszeit dorthin gehen könnte.


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"MENSCH UND MASS"


HANDLUNGSRAUM 1.3 EIGENRAUM 1.1

SCHUTZRAUM 1.2

Man sollte einen Raum für zwei Tätigkeiten entwerfen. Dabei trifft eine gegebene, alltägliche Tätigkeit auf eine zugeloste, besondere Tätigkeit. Dieser Raum kann aber auch in Form eines Objektes entworfen werden, welches beide Tätigkeiten vereint.


HANDLUNGSRAUM 1.3 Mein Raumobjekt ist eine umfunktionierte Tür, die weiterhin ihre ursprüngliche Funktion erfüllt, darüberhinaus aber auch als Tischtennisplatte oder als Bügeltisch genutzt werden kann. Da der Funtkions- und Bewegungsraum sowohl beim Bügeln, als auch beim Tischtennisspielen ähnlich ist, kam mir die Idee beides in einer drehbaren Platte zu vereinen. Da soetwas aber viel Platz benötigt, wollte ich es gerne etwas praktischer und alltagstauglicher gestalten. Da in einer normalen Wohnung generell eher wenig Platz zur Verfügung steht, habe ich mir überlegt, wie ich diesen am sinnvollsten Nutzen kann und bin auf die Idee der kippbaren Platte, welche in einer Tür integriert ist, gekommen. So ensteht durch das Kippen ein neuer Handlungsraum für beide Tätigkeiten.


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"MENSCH UND RAUM"


Licht und Raum 2.1 Die Aufgabe bestand darin, eine weiรŸe, unmรถblierte Raumsituation zu einem gegebenen Raumtypus zu entwerfen.

Masse und Raum 2.2


Licht und Raum 2.1 / Nische Ich bin der Frage nachgegangen, wie Licht Raum schafft und auch wie Licht Raum verändert. DIe verschiedenen Arten von Nischen sowie die bewusste Platzierung dieser im Raum , schaffen eine Atmosphäre, welche die Raumwahrnehmung ganz unterschiedlich beeinflussen kann. Je nach Lichteinfall und Lichtstärke witrkt der Raum mal kleiner und mal größer. http://www.youtube.com/


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"MENSCH UND RAUM"


Masse und Raum 2.2 Licht und Raum 2.1

Zu entwerfen ist ein unterirdisches Raumgef체ge, das fremd-und eigen-gesetzte Regeln ber체cksichtigt. Besondere Beachtung soll die Dramaturgie der Raumfolge sowie die Belichtung der einzelnen R채ume erfahren.


Schnitt 1

Schnitt 2


Masse und Raum 2.2 / Konzept Mein unterirdisches Raumgefüge stellt einen Sportkomplex dar. Dieser setzt sich aus verschieden großen Hallen zusammen. Die Hallen haben dabei ebenfalls unterschiedliche Funktionen, wobei die größte Halle offen gehalten ist und Platz für Laufbahnen und Zuschauerränge bietet. Zwei weitere Hallen befinden sich in der Ebene darüber, wo man Volleyball und Badmintion spielen kann. Wieder eine Ebene darüber ist noch eine Parkourhalle. Die Hallen werden durch Treppen und Gänge miteinander verbunden. Jedoch geschieht dies auf keine offensichtliche Weise, sondern so, dass der Besucher im ersten Moment im unklaren über ihren Bestimmungsort ist. So wird der Übergang von den engen und schmalen Gängen, in die großen Hallen viel inentsiver wahrgenommen. Oberhalb des Horizonts entsteht aus der


Masse und Raum 2.2 / Regeln Regel 1 Alle Räume, die unterhalb des Horizonts sind, müssen eine Überlagerung mit einem darüberliegenden Raum haben, wodurch Licht in jene fällt.

Regel 2 Die Masse, die unterhalb des Horizonts herausgenommen wird, wird oberhalb des Horizonts um 90° gedreht und neu angeordnet. Wird nun oberhalb des Horizonts wieder Masse herausgenommen, so muss diese gespiegelt und auch oberhalb angeordnet werden.

Grundriss UG 3


Grundriss UG 2

Grundriss UG 1


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"MENSCH UND ORT"


Aufnahme 3.1 Es wird durch einen Printenwurf ein zuf채lliges Gebiet innerhalb Aachens ausgelost. Dieser Ort wird dann observiert, dokumentiert, analysiert und katiert. Die Observation wird mit unterschiedlichen Mitteln festgehalten.; Foto, Film, Ton Karte oder Notiz.

Intervention 3.2


Aufnahme 3.1 / Karte Mein Mittel zur Dokumentation ist die Karte und ich habe mich dazu entschlossen Diese bewusst abstrakt und sehr simpel zu halten. Durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem “Printenviertel” Theaterstrasse, sind mir direkt ein paar charakteristische Merkmale des Stadtfeldes aufgefallen. Zum einen gibt es sehr viele Graffiti, teils einfache Schmierereien, teils aber auch wirklich Kreative. Ebenfalls fast an jeder Ecke sind Banken und Ärzte zu finden. Ich habe jeweils einzelne Karten für jedes Merkmal erstellt, um zu sehen , wo sich diese im Stadtfeld befinden. Im letzten Schritt habe ich alle 3 Karten zu einer großen Karte zusammengefügt, um so die Überlagerungen und Hauptzonen der einzelnen Merkmale festzustellen.


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"MENSCH UND ORT"


Intervention 3.2 Aufnahme 3.1

Aufgabe ist es innerhalb des observierten Territoriums eine Intervention zu planen. Art, GrĂśĂ&#x;e und Programm der Intervention wird auf Basis des Erkenntnisgewinns aus der vorigen Analyse des Stadtfeldes entwickelt.


Intervention 3.2 / Kino To Go Diese Intervention dient der Aufwertung und Verschönerung des Stadtfeldes „Theaterstrasse“ in Aachen. Dieses ist geprägt durch Stress, Hektik und Ruhelosigkeit. Durch die vielen Banken auf engem Raum, entsteht eine angepsannte Atmosphäre, die diesen ersten Eindruck noch weiter verstärkt. Leute laufen ständig herum und durchqueren das Stadtfeld, nehmen sich dabei aber nur selten die Zeit, sich einmal auszuruhen oder innezuhalten. Außerdem ist das Stadtfeld stark befahren, wodurch tagsüber ständiger Lärm herrscht. Wirklich ruhige Orte gibt es nicht, zwar gibt es einige abgelegene Strassen, die sich dem ganzen Verkehr teilweise entziehen, aber die Möglichkeiten zum Rückzug oder Entspannen bieten sie dabei nicht. Des Weiteren gibt es viele Ärzte der unterschiedlichsten Fachgebiete, weswegen man oft Leute in Eile sieht, deren Mimik aber verrät, dass sie sich nicht wohlfühlen. Ein weiteres Merkaml sind die vielen Graffiti, welche an fast jeder Ecke zu finden sind. Sie zeigen, dass Jugendliche sich hier aufhalten und austoben. Es fehlt dem Stadtfeld an einer Möglichkeit zur Beschäftigung, zur Entspannung und zum Rückzug. Genau da setzt meine Intervention an, das „Kino To Go“. Sie bietet all diese Möglichkeiten und reagiert damit auf die Umgebung und wirkt den negativen Einflüssen entgegen, auf eine simple, wie effektive Art und Weise.


/ Kino To Go Die Idee, die hinter dem „Kino To Go“ steckt, basiert auf einer Analyse des Stadtfeldes und der Auswertung verschiedener Eindrücke. Ich wollte einen Ort schaffen, der den negativen Aspekten des Stadtfeldes entgegenwirkt, es aufwertet und einen Ausgleich zum sonst so tristen Alltag schafft. Dabei ist es mir wichtig gewesen mehrere Elemente miteinander zu verbinden. Es sollte eine temporäre Intervention sein, die auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar sein soll; sie soll die Neugier der Leute wecken, aber jederzeit auch praktisch unsichtbar werden können, sodass man sich mit der Intervention beschäftigen muss, um sie zu verstehen. Ebenfalls muss sie zum Entspannen einladen und was liegt da näher als ein gemütlicher Kinobesuch ? Die Intervention sollte flächenminimiert sein und sich an die gegebene räumliche Situation anpassen und nicht noch zusätzlich Platz verbrauchen. Auch sollte der Kontrast zwischen öffentlichem und privatem Raum deutlich gemacht und durch die Intervention miteinander verbunden werden. Aus diesen ersten Ideen und Anforderungen hat sich dann eine die Idee der temporären Kinoinstallation entwickelt.

STRESS ? ANGESPANNT ? ZU VIELE LEUTE ?

ERLEBE DAS KINO TO GO ! SIEH DIR FILME MIT FREUNDEN & FREMNDEN AN.

UND GEH ENTSPANNT ZURÜCK IN DEN ALLTAG !


Als das Konzept stand, fing die Plaungsphase an. Ich habe mir verschiedene Orte ausgesucht, an denen diese Intervention sinnvoll sein könnte. Kriterien für die Ortwahl waren das Vorhandensein einer/s Nische/Zwischenraums und eine gewisse Zugägnlichkeit. Zuerst habe ich mich nur für einen Ort entschieden, an dem die Intervention stattfinden sollte; einer Gebäudeecke gegenüber des Parkhauses, dessen Ecke überkragt und von Säulen getragen wird. Dadurch ergibt sich ein arkadenähnlicher Durchgang, welcher sich sehr gut für die Intervention eignete. Nachdem Ort und Idee gefunden waren, ging es an die Ausarbeitung des Kinos selbst. Es sollte klein, gemütlich und persönlich sein. Aus diesem Grund ist eine Personenzahl von max vier bis sechs Leuten vorgesehen. So wird eine private Atmosphäre geschaffen und der Kontrast zum öffentlich Raum weiter verstärkt. Da das Kino temporären Charakter haben soll, müssen die Wände auf- und abbbaubar sein, weshalb ich mich für Klappwände entschieden habe. Die Möbel müssen diese Bedingung auch erfüllen. Sie bestehen aus einer funktionalen Matte, aus welcher man die Möbel herausklappen kann und bei Bedarf wieder fast unsichtbar im Boden verschwinden lassen kann.

SITZMATTEN FLACH / AUFGEBAUT


Nachdem die Planung abgeschlossen war, begann die Ausführung. Und relativ schnell, nach den ersten Modellen und Bearbeitungen wurde mir klar, dass ein Kino nicht dem Sinn meiner Intervention gerecht wird. Also habe ich das Konzept ausgeweitet und auf ein viel größeren Bereich des Stadtfeldes bezogen. Nun behinhaltet die Intervention vier Kinos im Stadtfeld verteilt mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, wie Action, Romantik, Doku und Horror. Alle Kinos werden in Zwischenräumen, wie Einfahrten, Hausrücksprüngen etc. installiert und gliedern sich so perfekt in die räumliche Umgebung ein. So entsteht ein in sich schlüssiges Raumprogramm. In den Kinos werden tagsüber Kurzfilme von ca. 20 Minuten Länge und abends richtige Filme gezeigt. Das ist darin begründet, dass es tagsüber meist stressig zugeht und meist 20 Minuten reichen, um eine kurze Auszeit vom Geschehen zu nehmen; abends hingegen kann man sich mit Freunden treffen und einen eine entspannte Zeit dort verbringen. Da die Interventionen auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind, haben sie einen gewissen Indie-Charakter, da man sich mit ihnen auseinandersetzten muss und so den Ort für sich neu entdeckt.


VON EINEM AUTODESK-SCHULUNGSPRODUKT ERSTELLT

Lageplan

2 3

4

VON EINEM AUTODESK-SCHULUNGSPRODUKT ERSTELLT

KINO 1 ROMANTIK KINO 2 ACTION KINO 3 HORROR KINO 4 DOKU

VON EINEM AUTODESK-SCHULUNGSPRODUKT ERSTELLT

1


SCHNITT 1-1

SCHNITT 2-2


Das „Kino To Go“ erfüllt als Intervention die Aufgabe, sowohl der räumlichen Situation, als auch der sozialen Komponente gerecht zu werden. Durch seine simple Struktur ist es universell einsetzbar und nicht an einen Ort gebunden. Durch das Raumkonzept wird die Möglichkeit geboten, sich im Stadtfeld zurechtzufinden und sich an den Farben zu orientieren. Auch erfüllt es die Bedingung, ein Rückzugort zu sein und für Entspannung sowie Beschäftigung zu sorgen .

GRUNDRISS KINO


"RAUM UND FUNKTION"

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Exildomizil 4 Aufgabe ist es, ein Exil-Domizil f端r einen zugelosten K端nstler innerhalb Aachens zu entwerfen. Dazu notwendig sind Analyse und Auseinandersetzten mit dem K端nstler, aber auch der Umgebung.


Pascale Marthine Tayou Pascale Marthine Tayou ist ein sehr engagierter Künstler aus Kamerun, Afrika. Er arbeitet mit unterschiedlichen Kunstformen, wie Zeichnungen, Videos, Skulpturen und Installationen. Er reist sehr viel und beschreibt sich selbst auch als “Reisenden, der sein Land nie verlassen hat”. Aus diesem Grund spiegeln sich in so gut wie allen seinen Arbeiten sowohl persönliche, als auch soziale/politische Themen aus seiner Heimat Afrika wieder. Diese werden aber mit seinen Erfahrungen aus Europa vermischt und behandeln meist Themen wie zum Beispiel AIDS, Nationalismus, die Machtverhältnisse im postkolonialen Afrika,, aber auch Themen wie die Frage nach der (kulturellen oder nationalen) Identität, der Suche nach dem Selbst oder dem Nachgehen der Frage des Global Village. Pascale Marthine Tayou lebt und arbeitet “nomadisch”, das bedeutet, dass er viel unterwegs ist, reist, Materialen recycelt, das in seiner Kunst verwendet, was er grade zur Hand hat und generell mit wenig zufrieden ist. Er versucht lokale Traditonen und persönliche Erfahrungen mit Globalen zu vereinen und zeigt damit eine gewisse Grenzenlosigkeit was Raum, Kultur und Meinungen angeht. Man kann sagen, dass seine Arbeit Tagebuchcharakter hat und in einer gewissen Weise, die Reise einer Person durch die Welt wiederspiegelt.


PRIVAT

PRIVAT ÖFFENTLICH

PRIVAT ÖFFENTLICH

ÖFFENTLICH


Vom Compund zum Haus Pascale Marthine Tayou stammt aus Kamerun, Afrika. Mein Ziel ist es gewesen traditonelle Bauweisen mit einer zeitgenössischen Architektur zu verbinden. In Afrika und vor allem in Kamerun ist die Lehmbauweise vorherrschend. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, ein Lehmhaus zu bauen. Bauen mit Lehm hat außerdem viele Vorteile, die einem so vielleicht nicht bekannt sind :

PRIVAT

ÖFFENTLICH

- Während des Bauprozesses werden weniger Schadstoffe produziert, der Lehm kann ganz einfach wieder zu Baustoff verwandelt werden

- Ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60 %, wohnliche Atmosphäre, warm, geringere Staubbildung

- Lehm macht es möglich, dass man ganz eigene Elemente kreieren kann

Außerdem hat die Compund (Gehöft) Bauweise in Afrika eine Traditon. Es wird gebildet aus einer Gruppierung von freistehenden Wohnhäusern, Speicherbauten etc. Der Lageplan eines Compounds zeigt eine erstaunliche Qualität in der Differenzierung von Einzelbereichen. Der Zugangsweg führt durch einen Gürtel von Nutzpflanzen zum Eingangshof mit öffentlicher Funktion. Von diesem Platz aus führen schmale Zugänge oder Durchgänge zu den privateren Bereich, den Wohnhäusern. Die Folgen von offenen und abgeschirmten Bereichen eines Compounds und die meist dreiseitig geschlossenen Höfchen, schaffen einen hohen Grad an Geborgenheit und Wohnwert. Ich habe versucht diese Grundidee der Compounds auf das Domizil zu übertragen, beginnend mit dem öffentlichen Bereich (Reisebüro), durch schmale Zugänge gelangt man in die halb öffentlichen Bereiche (Werkstatt,Küche, WC) und durch einen weiteren schmalen Durchgang (Treppe) kommt man zuletzt in den privaten Bereich (Schlafzimmer).


WC TERRASSE

WERKSTATT

SCHLAFZIMMER

REISEBÜRO


Erklärung Das Exil-Domizil ist genau auf die Bedürfnisse Pascale Marthine Tayou’s abgestimmt. Dies ist nur möglich gewesen dank der Analyse seiner Person und seiner Arbeit. Das Haus beschränkt sich dabei auf die wesentlichen und notwendigen Räumlichkeiten und bietet inmitten Aachens einen angenehmen Rückzugsort. Da das Haus in gewisser Weise nicht nur Bezug auf Tayou nehmen soll, sondern auch etwas über ihn aussagen soll, besitzt jedes Element eine auf Tayou rückführbaren Begründung. Angefangen beim Grundriss. Dieser ist kein simpler rechteckiger Bau, sondern passt sich an die vorhandenen Gegebenheiten, also die GrundstücksKÜCHE form, an. Im vorderen Bereich ist ein kleines Gewerbe, ein Reisebüro. Für Leute, die Tayou nicht kennen, ist es nichts als ein Reisebüro. Leute, die ihn aber kennen, wissen dass es ein Bezug zu seiner Liebe zum Reisen ist. Neben dem Reisebüro ist ein ebenfalls zur Strasse hin öffenbarer Raum, in dem 4 Mülltonnen stehen. Dieser Raum hat aber gleichzeitig auch eine Tür zur Werkstatt in der Tayou arbeitet. Da er gerne und oft auch gebrauchte Materialen verwendet, kann er sich dort bei Bedarf bedienen. Den selben Grund hat die, von der Fassade ins Innere, rückspringende Nische. In ihr steht ein Altkleidercontainer, der allerdings etwas modifiziert ist. Er hat eine angeschweisste Luke ins Innere der Werkstatt, sodass er sich auch hier für seine Arbeiten bedienen kann. Die Werkstatt selbst ist relativ klein und überschaubar gehalten, da das Domizil eher als Rückzugsort und nicht als hauptsächlicher Arbeitsort gedacht ist. Von der Werkstatt aus kann man in den hinteren Bereich des Hauses gehen, in dem sich Küche und Bad befinden oder man geht die Treppe hinauf ins Schlafzimmer. Hier wird auch wieder die Trennung zwischen halb-öffentlich und privatem Bereich deutlich. Im oberen Geschoss befindet sich nur das Schlafzimmer, welches ein Dachfenster und eine öffenbare Glasfassade zur Terrasse hin hat. Dieser Terrassenbereich ist noch von einer Verlängerung der Ergeschossmauern umgeben und geschützt. So bleibt das Schlafzimmer ein vor Blicken geschützter Bereich. Erst wenn man die kleine Treppe hinunter auf die etwas tiefere Terassenebene geht, kommt man in einen offeneren Bereich. Dieser Bereich ist auch über eine versteckte Treppe am hinteren Teil des Hauses zugänglich und dienst Tayou auch als privater, geheimer Zugang zu seinem Schlafzimmer.


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LAGEPLAN


ANSICHT 2

ANSICHT 3

ESK-SCHULUNGSPRODUKT ERSTELLT

ANSICHT 1


SCHNITT 1

SCHNITT 2

VON EINEM AUTO


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"LOVE WHAT YOU DO "

Portfolio EE  

This is my portfolio which contains all the projects I did over the last year for EE class in architecture. Check it out !

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