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2017

BRASILIEN KULTUR Magazin

Rio – da ist Musik drin

NATUR

Pantanal – die Arche Noah Südamerikas

SONNE & STRAND Copacabana und Brasiliens Nordostküste

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Seit 2012 verkehren wir auf dem Paraguay Fluss, in der Region des „TAIAMAN Ecological Federal Reserve“, mit einer herausragenden Dichte an Sehenswürdigkeiten. Diese Region ist mit ihren Granithügeln und riesigen Seerosen einfach einzigartig. Das Schönste ist, dass wir mit diesem Angebot die einzigen Anbieter sind… Dies ist die einzige Region im Panatal, wo man Jaguare auf Felsen und Höhlen sehen kann… Eine erstaunliche Landschaft und faszinierende Tierwelt!

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(Gültig von Mitte Juli bis Mitte November 2017)

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Unterbringung Vollverpflegung (Frühstück, Mittag, Vesper, Abendessen) Zwischen 2 und 3 Aktivitäten/ Touren pro Tag/Nacht, entsprechend dem Fahrplan mit Begleitung von Englisch oder Portugiesisch sprechenden Reiseführern mit maximal 8 Gästen pro Reiseführer Transfers Reinigung

N Ä C H T E

NICHT INKLUSIVE: • Getränke, Trinkgelder, persönliche Ausgaben • Angebot nicht gültig für den Zeitraum der Brasilianischen Ferien • Termine/Verfügbarkeiten bitte prüfen unter info@pantanalexplorer.com.br oder reservas@araraslodge.com.br

*OPTIONALE TOUR von Juni bis November (in Verbindung mit einem Mindestaufenthalt von 4 Nächten in der Lodge). Der JAGUAR EXPRESS ist eine 14-stündige Ganztagestour auf der Suche nach Jaguaren und anderen Tieren.

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Brasilien | Grußwort

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER. In den letzten Jahren war Brasilien die Bühne für die Fußballweltmeisterschaft und die Olympischen und Paralympischen Spiele. Dennoch haben viele Touristen aus Deutschland und Europa das Land noch nie selbst besucht, sei es, weil es an zielgerichteter Werbung über Brasilien mangelte, oder sei es wegen der Entfernung zu Europa. Allerdings konnte Brasilien in jüngster Zeit vermehrt Touristen mit seinem vielfältigen Ökotourismus-Angebot begeistern. Diese Form des Tourismus, mit der auf nachhaltige Weise das reiche natürliche und kulturelle Erbe erlebbar wird, konnte zuletzt im ganzen Land eine steigende Nachfrage von Besuchern aus Brasilien und Deutschland verzeichnen. Die Achtung der Umwelt und die Sorge um den Naturschutz sind heute im ganzen Land verankert und sicher ein Grund für den Erfolg des Ökotourismus. An unzähligen Orten in Brasilien ist er inzwischen zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren geworden. All jene, die einmal den Amazonas, das Pantanal, die Iguaçu-Fälle oder die vielen anderen Nationalparks, die Hochebenen, Canyons und Dünenlandschaften oder die historischen Städte besucht haben, werden zu Botschaftern dieser Weltwunder und begeistern wiederum andere Menschen, Brasilien zu bereisen. Dank des Internets ist es einfacher denn je, Informationen zu den verschiedenen Natur- und Kulturdestinationen zu erhalten. In der Infrastruktur gibt es vielerorts immer noch Nachholbedarf, daher bietet der Kultur- und Ökotourismus hervorragende Aussichten für Unternehmer und Investoren.   José Carlos Oldoni Pato Branco, Paraná

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Brasilien | Inhaltsverzeichnis

INHALT

Von Rios Stränden Arpoador und Ipanema reicht der Blick bis zum Zwillingsgipfel über dem Stadtteil Gávea

Allgemeines 1 Grußwort und Impressum Höhepunkte 4 Touristische —7 zehn TAP-Destinationen 8 Die —9 Brasilien von A bis Z 42 — 47

Kultur, Musik, Getränke Feste und Veranstaltungen 10 Rio – da ist Musik drin! 12 — 15 Unverbrauchte Klänge und Rhythmen 20 — 22 Cachaça – in allen Variationen 41 Afrika stand Pate: Rhythmische Trommelmusik ist auch in Brasilien allgegenwärtig

Natur 24 – 25 Foz do Iguaçu: Wildes Wasser    Pantanal: 34 — 37 Die Arche Noah Südamerikas 2


UNSERE

IDEEN KÖNNEN

Bild links: Spektakuläres Weltnaturerbe: Die Wasserfälle Foz do Iguaçu

SICH SEHEN

Bild unten: Groß und rar: Hyazinth-Ara im Pantanal

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Full Service DMC Deutschsprachig Originelle Reiserouten Büros in Recife und Rio 21 Jahre Erfahrung & Qualität Spezialist für Mietwagentouren

Menschen Circus Krone: Trapezartisten 23 aus Brasilien 32 — 33 Interview mit Santa Catarinas Ehrenbürger

Regionen Nordostbrasilien 16 – 18 Amazonas: Tief im Westen 26 — 29 Minas Gerais: Barock 30 – 31 im Bergland

Reisen Familienreise: Unsere Leser berichten 38 – 39 Reisen für Rollstuhlfahrer 40 Wir sehen uns in Brasilien 48

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Fotos: EMBRATUR


Brasilien | Höhepunkte

DIE HÖHEPUNKTE IHRER REISE IN BRASILIEN Brasilien ist das fünftgrößte Land der Erde. Mit Blick auf die natürliche Schönheit und kontinentale Größe ihrer Heimat greifen die Einheimischen gerne auf ein häufig zu hörendes Sprichwort zurück: „O Brasil tem de tudo muito“, frei übersetzt: „Brasilien besitzt viel von allem.“ – Von Robin Daniel Frommer

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Das gilt – natürlich – auch für die Sehenswürdigkeiten. Das größte Land Südamerikas besitzt mehr als 7400 Kilometer Atlantikküste mit nicht weniger als 2000 Badebuchten. Hinter weiten Sandstränden räkeln sich quirlige Städte in der tropischen Sonne – Rio und Salvador sind nicht nur für die Brasilianer Namen, die auf der Zunge Samba tanzen –, während sich im dünn besiedelten Landesinneren die meisten Orte in der kontinentalen Weite geradezu verlieren. Hier beindruckt Brasilien mit dem landschaftlichen Wechselspiel dichter Regenwälder, riesiger Sümpfe, spektakulärer Wasserfälle und weiter Hochebenen: dem Lebensraum der artenreichen Vielfalt brasilianischer Flora und Fauna. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine überschaubar gehaltene Auswahl der wichtigsten Highlights, die Sie sich in Brasilien keinesfalls entgehen lassen sollten.

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Rios Schokoladenseite im Blick: Die Zuckerhut-Seilbahn brachte schon James Bond auf den Gipfel

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Rio de Janeiro

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Die Zuckerhutmetropole ist das einzigartige Schaufenster Südamerikas. Nicht erst seit den Olympischen Spielen. Ein grandioser Wurf der Natur umgibt Rio de Janeiro mit Atlantik und Stränden, bis in die Innenstadt reichendem Regenwald, Küstengebirge und glatzköpfigen Granitkegeln. Eine Brasilienreise ohne Besuch der kosmopolitischen Millionenstadt ist und bleibt unvollständig. Ihre schönsten Feste feiern die Cariocas, die lebensfrohen Einwohner Rio de Janeiros, in der Silvesternacht an der Copacabana und während des Karnevals in der Arena Sambódromo.

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Brasilien | Höhepunkte

Salvador da Bahia 02

Zu Salvador hat der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in seiner Monografie „Brasilien – Ein Land der Zukunft“ schon 1941 notiert: „Nur in ihren Steinen und Straßen versteht man Brasiliens Geschichte, nur hier begreift man, wie aus Portugal Brasilien geworden ist.“ Und er schwärmte von der eigenständigen Küche, vom bunten Straßenbild und von der kulturellen Tradition der alten, majestätischen Hafenstadt. Wer sich heute wirklich – und eben nicht nur für eine hastige Stippvisite – auf Salvador einlässt, wird Stefan Zweigs Faszination fraglos sofort teilen. Salvador da Bahias Unterstadt mit dem Markt „Mercado Modelo“

Foz do Iguaçu: Imposante Abbruchkante und 272 Wasserfälle (Foto: Thonny Cantalleano)

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Foz do Iguaçu Großer Ameisenbär im Pantanal

Spektakulärer kann Natur nicht sein: Die faszinierenden Wasserfälle von Foz do Iguaçu stürzen von einem ungefähr 80 Meter hohen Basaltplateau donnernd in die Tiefe – bis zu 6500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde speisen nicht weniger als 272 Kaskaden. Flora und Fauna der Iguaçu-Fälle stehen sowohl auf der argentinischen wie auch auf der brasilianischen Seite als Weltnaturerbe unter Schutz der UNESCO. 55 000 Hektar misst der argentinische Nationalpark, 185 265 Hektar nimmt sein brasilianisches Pendant ein. Beide lohnen einen Besuch. 6

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Der Pantanal

Die „Arche Noah Südamerikas“ nennen die Brasilianer den Pantanal, denn das mit 210 000 Quadratkilometern größte Feuchtgebiet der Erde wird in der Regenzeit (Ende Oktober bis März) weiträumig überflutet. Nur höher gelegene Landflächen ragen dann wie Inseln aus dem Wasser. Viele der Farmen des Pantanals sind dann nur per Boot oder Propellerflugzeug zu erreichen. Einzige Ausnahme: die Fazendas entlang der ganzjährig befahrbaren Dammpiste „Transpantaneira“. Am Ende der Trockenzeit (Juni bis September) dörrt das Sumpfland völlig aus und die letzten Wasserlöcher werden von Vogelschwärmen, Wasserschweinen und Kaimanen geradezu belagert.


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Lukullischer Snack am Strand von Jericocoara, Ceará (Foto: Embratur)

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Nordostbrasiliens Küste

Die brasilianische Atlantikküste hält im Nordosten des Landes jede Menge Sonne und herrliche Badebuchten für (fast) jeden Geschmack bereit. Die lohnendsten Sandstrände befinden sich vor dem Nationalpark Lençóis Maranhenses, bei Jericoacoara und Canoa Quebrada in Ceará, zwischen der Praia do Amor und Pipa in der Provinz Rio Grande do Norte, vor Porto de Galinhas in Pernambuco und nahe Maragogi und Maceió in Alagoas sowie bei Praia do Forte, auf der Halbinsel Maraú und vor Santa Cruz Cabrália in Bahia. Nur FKK-Strände sind ausgesprochen rar in Brasilien: Es gibt kaum mehr als eine Handvoll. Ein Abschnitt der Praia de Tambaba in Paraíba ist der älteste textilfreie Badestrand Brasiliens.

Natur r tu & Kuerlleben aktiv

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Abenteuerweg: „Circuito Chico Mendes“ unweit der Ortschaft Xapuri, Acre (Foto: Setur Acre)

Der Amazonas

Brasilien – Zwischen Amazonas und Zuckerhut

Kein Fluss der Erde führt mehr Wasser als der Amazonas. An seiner Mündung bei Macapá ist der Hauptstrom 30 Kilometer breit, an seiner schmalsten Stelle, bei Óbidos, misst er immer noch zwei Kilometer und ist 90 Meter tief. Seine weit gefächerten Adern durchfließen ein riesiges Einzugsgebiet, dessen Regenwald die größte Schatzkammer der Artenvielfalt ist. Der mächtige Dschungelstrom ist bis heute der wichtigste, in manchen Gegenden Nordbrasiliens sogar der einzige Verkehrsweg. Die westlichsten Bundesstaaten Brasiliens – Acre und Rondonia – versprechen Aktiv-Urlaubern individuelle Abenteuer. 7

Entdecken Sie alle Facetten Brasiliens mit Salvador da Bahia, Tafelbergen der Chapada Diamantina, Amazonasabenteuer, Pantanal Sümpfen, Iguazu Wasserfällen und Rio de Janeiro. 23 Tage ab € 4.699,-

Brasilien / Argentinien / Peru / Ecuador – Große Südamerikarundreise Erleben Sie die Vielfalt Südamerikas mit Rio de Janeiro, tosenden Iguazu Wasserfällen, Estancia Gaucho Feeling, Tangometropole Buenos Aires, Titicacasee, Machu Picchu und Galapagos. 26 Tage ab € 6.199,-

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Brasilien | TAP-Destinationen

AUF DIREKTEM WEG IN ALLE LANDESTEILE BRASILIENS Keine andere Fluglinie bedient mehr brasilianische Destinationen direkt als TAP Portugal. Europäische Passagiere, die auf schnellstem Weg in den brasilianischen Nordosten, nach Rio Grande do Sul oder beispielsweise an den Amazonas fliegen möchten, müssen an Bord eines TAPAirbus also nicht in São Paulo oder Rio de Janeiro zwischenlanden oder gar umsteigen. – Von Robin Daniel Frommer

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Über die TAP-Verbindungen zwischen den beiden europäischen Drehkreuzen Frankfurt und Lissabon können Fluggäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an dem mit diesen Direktflügen nach Brasilien einhergehenden Komfort und der Zeitersparnis partizipieren. Verschaffen Sie sich hier in kürzester Zeit einen Überblick:

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Belém do Pará

Flug TP 047 verbindet Lissabon  (LIS) – dienstags und samstags – mit Belém (BEL). Die Abflugzeit in Lissabon ist 11:45 Uhr; die Ankunft erfolgt um 16:45 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Belo Horizonte

Flug TP 103 verbindet Lissabon (LIS) – Mo, Di, Mi, Do, Sa – mit Belo Horizonte (CNF). Die Abflugzeit in Lissabon ist 10:00 Uhr; die Ankunft erfolgt um 17:50 Uhr (jeweils Ortszeit).

03

Brasília

Flug TP 059 verbindet Lissabon (LIS) – Di, Mi, Do, Fr, So – mit der brasilianischen Hauptstadt Brasília (BSB). Die Abflugzeit ist jeweils 10:00 Uhr; die Ankunft erfolgt um 17:45 Uhr (jeweils Ortszeit).

04

Fortaleza

Das Ziel Fortaleza (FOR) haben folgende Flüge ab Lissabon (LIS): TP 035 – Mo, Di, Fr, Sa u. So – Abflugzeit ist 16:40 Uhr; die Ankunft erfolgt um 21:30 Uhr und TP 039 – donnerstags – Start: 17:00 Uhr, Ankunft 21:50 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Natal

Das Ziel Natal (NAT) haben folgende Flüge: TP 007 – Di u. Do; Abflugzeit 15:05 Uhr; Ankunft 19:45 Uhr und TP 005 – Fr u. So; Abflugzeit 18:55 Uhr und Ankunft 23:40 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Porto Alegre

Flug TP 117 verbindet Lissabon (LIS) – Mo, Do u. Sa – mit Porto Alegre (POA).  Startzeit ist 11:00 Uhr; die Landung erfolgt 20:35 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Recife

Das Ziel Recife (REC) haben folgende Direktflüge:  TP 011 – Mo, Mi, Fr, Sa u. So; Startzeit 16:35 Uhr, Landung 21:30 Uhr und TP 011 – samstags; Abflug 16:35 Uhr, Ankunft: 21:30 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Rio de Janeiro

Der Flug TP 073 verbindet Lissabon (LIS) täglich mit Rio de Janeiro (GIG); die Startzeit ist 23:25 Uhr, die Landung erfolgt um 07:25 Uhr (jeweils Ortszeit).

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Salvador

Der Flug TP 023 verbindet Lissabon (LIS) – Mo, Di, Mi, Fr, Sa u. So – mit Salvador (SSA); Start 16:30 Uhr, Ankunft 22:15 Uhr (jeweils Ortszeit).

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São Paulo

Das Ziel São Paulo (GRU) haben folgende Direktflüge: TP 089 – Mo, Di, Do, Fr, Sa u. So; Abflugzeit 10:30 Uhr, Ankunft 18:55 Uhr und TP 087 – täglich; Start 23:30 Uhr, Ankunft 07:30 Uhr (jeweils Ortszeit).

Weiterführende Flüge – mit Azul Linhas Aéreas oder GOL Linhas Aéreas – zu anderen innerbrasilianischen Zielen können direkt über TAP Portugal gebucht werden. Weitere Infos: www.flytap.com 9


Brasilien | Festkalender

BRASILIENS FESTE Gründe zu feiern finden die Brasilianer immer und überall. Ihre Kreativität und Toleranz haben dazu beigetragen, dass altes Brauchtum und religiöse Rituale selbst mit bombastischen Show-Elementen eine junge, umtriebige Verbindung eingehen. Hier eine keineswegs vollständige Auswahl der sehenswertesten Feste:   Januar      

01. 06. 01.

So.

August

Bom Jesus dos Navegantes Bootsprozession | Wo: Salvador Reis Magos, Folias de Reis Dreikönigsfest | Wo: Nordosten Lavagem do Bonfim Synkretist. Fest | Wo: Salvador

Februar

02.

Festa da Yemanjá Synkretist. Fest | Wo: Salvador

Carnaval (Rosenmontag) Die 5. Jahreszeit | Wo: Rio, Salvador,  Recife, Olinda

April

14. 14. 21.

Ostern Olinda Prozessionen | Wo: Ouro Preto Paixão de Cristo Passionsspiel | Wo: Nova Jerusalém Tiradentes-Tag Nationalfeiertag | Wo: Minas Gerais

Mai – Juni 

September

07.

Unabhängigkeitstag Militärparaden | Wo: landesweit

Oktober

12. 02. 22.

So.

     

Nossa Senhora de Aparecida Patronatsfeiern | Wo: landesweit Círio de Nazaré rel. Prozession | Wo: Belém (PA) Oktoberfest Bier u. Samba | Wo: Blumenau (SC)

November

02. 15. 22.

Finados (Allerseelen) christl. Feiertag | Wo: landesweit Proklama­tion der Republik Nationalfeiertag | Wo: landesweit Dia da Consciência Negra Gedenktag der afrik. Kultur | Wo: Palmares, Rio u. Nordostbrasilien

 

Dezember    

05.

Divino Espírito Santo Reiterspiele | Wo: Pirenópolis (GO)

Ende Juni

Fests Juninas Quadrille-Tänze | Wo: landesweit

Ende Juni

Bumba-Meu-Boi Folklorefest | Wo: São Luís (MA)

Ende Juni

Boi-bumbá Folklorefest | Wo: Parintins (AM)

10

Festa do Peão Rodeo u. Musik | Wo: Barretos (SP)

    

März

27.

25.

25. 31.

  

Weihnachten Christfest | Wo: landesweit Reveillon (Silvester) Synkretist. Fest | Wo: Rio de Janeiro


Advertorial | Pousada Capitù

EIN TRAUM WIRD WAHR

„Wir wollen unseren Gästen nicht ein übliches Hotelerlebnis bieten, sondern ihnen die Möglichkeit geben, die Natur und sich selbst neu und intensiv zu erleben. Jedes Detail ist nach diesem Anspruch gestaltet.“ Was passiert, wenn eine Italienerin und ein Schotte in Paris beschließen, in Brasilien eine Niederlassung ihrer Werbeagentur zu eröffnen? Es ist der Beginn einer großen Liebe. Der Liebe für Land, Leute und für die wilde Atlantikküste der Bahia. Hier, zwischen Rio Imbassai und weißem Sandstrand, kaufen Nick und seine Frau Sylvia vor 15 Jahren ein Stück Land und beginnen, von einer Posada zu träumen. Entwürfe für einzeln stehende Unterkünfte entstehen, doch dann kehrt die Familie zurück nach Paris. Es bleibt bei den Träumen. Bis Amelia, die heute 31-jährige Tochter der beiden, vor dreieinhalb Jahren nach Brasilien zurückkehrt, im Gepäck die alten Architekturskizzen ihres Vaters und einen unerfüllten Traum. Stück für Stück entstehen im Laufe der folgenden 18 Monate ein gutes Dutzend strohgedeckte Chalets – nach den Original-Entwürfen, mit Hilfe lokaler Handwerker und aus den natürlichen Baumaterialien der Umgebung. Die schlichte Architektur fügt sich mit warmen Farben in die überwältigende Landschaft, eingebettet zwischen Ozean und tropischem Paradiesgarten mit seinen Schmetterlingen, Kolibris und Kapuzineraffen am malerischen Flussufer. Hier ist und bleibt die Natur wild und weitestgehend unberührt: Dank eines privaten Projektes für Meeresschildkröten ist der hiesige Teil des Sandstrandes geschützt, der im übrigen 500 Kilometer(!) lang ist. Zu den Gästen von Amelia gehören daher auch Radfahrer und Reiter, die hier immer am Wasser entlang unterwegs sind. Reiten, Surfen oder Kanufahren – auch die Gäste der Pousada haben viele Möglichkeiten, aktiv zu sein. Zusammen mit lokalen Guides geht es zu Wasserfällen, verborgenen Stränden und wilden Flussläufen. Nach einem Tag voller intensiver Eindrücke erfrischt und entspannt ein Bad im Pool oder eine Behandlung im hauseigenen Spa. Im Sommer 2014 öffnet die Pousada Capitù ihre Türen. Amelias Mann Adrien sowie ihre Cousine Oriana sind seitdem mit im jungen Team des kleinen Boutique Hotels. Die internationalen Wurzeln der Gründer bereichern dabei nicht nur die Küche des eigenen Restaurants, sondern sind Sinnbild für die Weltoffenheit und Gastfreundschaft des Familienunternehmens. Was sie damit geschaffen haben? Ein echtes Ziel für eine Traumreise.

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Brasilien | Rio de Janeiro

Der Granitgipfel „Pedra da Gávean“ überragt den Badestrand von Leblon (Foto: Embratur)

RIO – DA IST MUSIK DRIN! Rio de Janeiro 2017 – was bleibt? Was geht vorüber? Sänger und Komponist Gilberto Gil wusste schon zu Beginn seiner musikalischen Karriere: „O Rio de Janeiro continua lindo“ („Rio de Janeiro bleibt schön“). Jedenfalls hat er sich so bereits 1969 in seiner beschwingten Samba-Hymne „Aquele abraço“ festgelegt.   – Von Robin Daniel Frommer Corcvado mit „Cristo Redentor“ und Zuckerhut (Foto: Embratur)

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Eigentlich stand nicht zu erwarten, dass ausgerechnet dieser Song ganz Brasilien – dauerhaft – erobern sollte, denn zuvor wurde Gil von der Militärjunta geächtet und saß, zusammen mit seinem Freund und Musikerkollegen Caetano Veloso, in Rios Vorort Realengo 60 Tage im Verlies einer Kaserne. Aschermittwoch 1969 kam Gil schließlich aus der Haft frei, fand die Prachtstraßen der Zuckerhutmetropole noch von Konfetti und Pailletten bedeckt vor und begann über „sein“ Rio zu reflektieren: Die Stadt bleibt schön, beschreibt er in seinem Lied, wegen ihrer Einwohner und Strände, wegen ihres Fußballs, ihrer Farben und Sambaschulen. Rio de Janeiro bleibt schön, trotz der Clownsrolle, in die „Chacrinha“ (bürgerlich: José Abelardo Barbosa de Medeiros), der zu dieser Zeit populärste TV-Moderator, schlüpfen musste, um den Konflikt mit der Zensur zu vermeiden. Zugegeben, das ist lange her. Doch im Vorjahr eröffneten Gilberto Gil und Caetano Veloso mit „Aquele abraço“ im Maracanã-Stadion die Sommerspiele in Rio de Janeiro.

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Brasilien | Rio de Janeiro

Das urbane und kulturelle Erbe der Olympiade Zu den neuen Errungenschaften Rios zählt das Kunstmuseum MAR „Museu de Arte do Rio“ (Foto: Embratur)

Es steht außer Frage, dass Rio de Janeiro als Stadt von der ersten Olympiade in Südamerika profitiert hat. Neue Verkehrswege wurden aus dem Boden gestampft, die Metro reicht jetzt bis zu den Arenen in der Barra und mit der neu gestalteten Hafenmeile „Porto Maravilha“, entstanden mit Calatravas „Museu do Amanhã“ („Museum von Morgen“) und dem Kunstmuseum MAR („Museu de Arte do Rio“) neue urbane Preziosen. Der olympische Kraftakt hat der Metropolregion aber auch einen Schuldenberg beschert, den Land und Bevölkerung in einer – Gils Aschermittwoch nahen – Katerstimmung derzeit aufarbeiten.

Bild oben: Rios hundertjährige Trambahn „Bondinho“ überquert das ehemalige Aquädukt „Arcos da Lapa“ auf dem Weg in den Stadtteil Santa Teresa (Foto: Embratur) Bild rechts: 28 Meter Spannweite: Die ausgebreiteten Arme der Christusstatue auf dem Corcovado (Foto: Embratur)

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Und analog zu „Aquele abraço“ ist es – jetzt – wieder an der Zeit, die natürliche Schönheit Rio de Janeiros auf sich wirken zu lassen: die breiten Stadtstrände von Copacabana und Ipanema, die Boheme-Viertel wie Laranjeiras, Santa Teresa oder Lapa, die Aussicht vom Zuckerhut oder vom Corcovado sowie die Farben und die Musik der zum Atlantik blickenden Millionenstadt.


Der grandiose Faltenwurf der Natur macht Rio de Janeiro einzigartig (Foto: Embratur)

Musikalischer Zugang ohne Schwellenangst

Gruppenfoto: Richard Lengsfeld (Bildmitte mit Perücke) musiziert selbst in zwei „Blocos“

Das deckt sich auch mit der Sicht von Richard Lengsfeld. Der in Rio gebürtige und ansässige Chef der IncomingAgentur „B.I.T – Brazilian Incentives & Tourism“ mag eidgenössische Wurzeln haben, hat in der Schweiz aber gerade einmal ganze 15 Jahre gelebt. Für ihn steht fest: „Brasilien ist einfach unschlagbar wenn es um Musik und Tanz geht.“ Und Lengsfeld weiß: „Es ist viel einfacher, als man denkt, in die Musikalität und damit ins unnachahmliche und zugleich authentische Leben Rios einzutauchen.“ Er selbst organisiert diesen Zugang beispielsweise für europäische Musikvereine. „Im Fernsehen wird immer nur die Karnevalsparade in Rios SambaArena gezeigt“, so Lengsfeld weiter, „dass aber viele Trommelgruppen und Musikschulen jedem offenstehen, wissen die wenigsten Besucher der Stadt.“ Eine typische Übungsstätte ist die Musikschule Maracatu im

Stadtteil Laranjeiras. Ihr Gründer ist Guto (bürgerlich: Flávio Augusto Goffi Marquesini), in den 80er-Jahren Schlagzeuger der Rock-Band „Barão Vermelho“ aus Rio, die als „Rolling Stones Brasiliens“ Kultstatus genoss. Auf den nordostbrasilianischen Maracatu beschränkt sich die Schule jedoch nicht. Lengsfeld weiß: „Dort werden gut 40 verschiedene Kurse zu unterschiedlichen brasilianischen und afrikanischen Rhythmen angeboten – oder es proben Blocos, Musikzüge und Gruppen, die vor und während des Karnevals durch die Straßen defilieren.” Für Richard Lengsfeld, der freimütig bekennt, keine Noten lesen zu können und deswegen in der Grundschule schikaniert worden zu sein, ist die Wirkung dieser Proben („Ensaios“) phänomenal: „Selbst Menschen ohne Vorbildung können bereits nach kurzer Zeit sensationelle Ergebnisse präsentieren. Natürlich nicht als Solisten. Aber stellen Sie es sich wie in einem Chor vor. In der Gruppe gelingt ein sehr schöner Sound schneller.“

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Brasilien | Der Nordosten

Recife (Foto: Embratur)

TROPISCHE PERLEN UND KÖNIG FUSSBALL Der Küstenstreifen Nordostbrasiliens ist überall reizvoll. Doch gerade zwischen Pernambuco und Bahia schwelgt sein fruchtbares Band besonders üppig in sattem tropischem Grün und reicht außergewöhnlich weit ins angrenzende, Agreste genannte, Hinterland. Schon seit dem Beginn der europäischen Besiedelung kennzeichnet diese Region ein besonders reiches koloniales Kulturerbe. – Von Robin Daniel Frommer 

Pernambuco ist stärker europäisch geprägt als alle anderen Teilstaaten Nordostbrasiliens. Der Anbau von Zuckerrohr warf hier von Anfang an derart hohe Erträge ab, dass Brasiliens zu dieser Zeit reichste Provinz gleich mehrfach den Besitzer wech16

selte: Neben den Portugiesen hinterließen auch holländische Kolonialherren deutliche Spuren. Die Europäer brachten der Region ihre Architektur, ihre Bräuche und Religionen, aber auch die Plantagenwirtschaft samt Monokulturen und Sklavenhaltung.

Ihre Machtzentren – Olinda (Portugiesen) und Recife (Niederländer) – entstanden als Brückenköpfe ihrer Heere und Flotten. Ihr Blick war auf den Warentausch und Handel mit der europäischen Seite des Atlantiks gerichtet.


Recife wird auch das „Venedig des Nordostens“ genannt. Natürlich hinkt dieser Vergleich etwas: Mit dem Boot muss man sich in der Stadt nicht fortbewegen, denn die Flüsse Capiberibe, Beberibe und Jordão werden im Zentrum von nicht weniger als 39 Brücken überspannt. Selbst bei knapper Zeit sollte man sich die Capela Dourada nicht entgehen lassen. Die „Goldene Kapelle“ entstand im 17. Jahrhundert als Teil der Klosteranlagen der Franziskaner. Ihre geschnitzten Altäre sind vollständig vergoldet. Weniger bekannt, aber nicht minder sehenswert ist der benachbarte Innenhof des ehemaligen Stifts mit einer Vielzahl von Azuleijo-Kachelbildern, teils aus portugiesischer, teils aus niederländischer Produktion. Der Stadtteil Recife Antigo wartet mit der in ein Kulturzentrum umgewandelten ehemaligen Synagoge „Kahal Zur Israel“ und dem 2014 an der Avenida Alfredo Lisboa eingeweihten und sehenswerten Museum „Cais do Sertão“ auf. Nachts erfreuen sich die Bars und Musikkneipen von Recife Antigo großer Popularität.

Recife, Olinda und Porto de Galinhas

Praça do Marco Zero in Recife Antigo (Foto: Embratur)

UNESCO-Kulturerbe: Olinda, Pernambuco (Foto: Embratur)

Olinda, die barocke Nachbarstadt Recifes, genießt bereits seit 1982 den Schutz der UNESCO als Weltkulturerbe. In Brasilien erfuhr diese internationale Anerkennung nur Ouro Preto zwei Jahre früher. Die architektonischen Schätze Olindas sind wie Juwelen in die von Palmenhainen überzogene Hügellandschaft gebettet. Von den Anhöhen der an Kirchen, Klöstern und Kapellen reichen Altstadt reicht der Blick zum zwischen Azurblau und Smaragdgrün changierenden Atlantik und zum nur sechs Kilometer entfernte Recife. Bilder unten: Nannai Resort, Muro Alto (Fotos: Nannai Resort)

Pernambucos prächtigste Badestrände finden sich 66 Kilometer südlich von Recife, beim Küstenort Porto de Galinhas und entlang des benachbarten Küstenabschnitts Muro Alto. Hier überzeugt beispielsweise das Nannai Beach Resort mit einer Infrastruktur auf europäischem Niveau, die keine Wünsche offenlässt. 17


Brasilien | Der Nordosten

Der Platz „Largo do Cruzeiro de São Francisco“ in Salvador da Bahias barockem Pelourinho-Viertel (Foto: Embratur)

Salvador, Tinharé und Santa Cruz Cabrália

Bild rechts: Capoeira: Kampftanz aus der Sklavenzeit (Foto: Embratur)

Begegnungen in Santo André: Nationalelf und Pataxó-Indianer (Fotos: Toni Ormundo)

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Afrobrasilianische Kultband mit kraftstrotzenden Trommlern: Olodum (Foto: Embratur)

Die Baumeister Salvador da Bahias kamen aus Europa, die überwiegende Mehrheit der heutigen Bevölkerung hat westafrikanische Wurzeln. Die Klosteranlagen und Kirchen der Jesuiten, Karmeliter, Franziskaner oder Benediktiner sind ebenso Teil des einzigartigen Stadt- und Straßenbilds wie die Nachkommen der in der Kolonialzeit verschleppten Yoruba und Bantu. Die vorgelagerten und teils autofreien Inseln Tinharé und Boipeba locken vor allem Familien mit herrlichen Palmenstränden. Die Katamarane und Fähren legen von ihren Terminals am Hafen Salvadors ab. Ungefähr 400 Kilometer südlich der Hauptstadt, zwischen Santo André bei Santa Cruz Cabrália und Porto Seguro mit seinem Flughafen, reihen sich schönste Tropenstrände aneinander wie Perlen auf einer Schnur. In der sommerlichen Wärme des Campo Bahia in Santo André hat 2014 das DFB-Team samt Tross regeneriert. Wie gut das gelang, ist unvergessene Fußballgeschichte, auch bei den brasilianischen Passanten, denen hier beim Strandspaziergang hin und wieder ein „Sete a um“ („7:1“) entfährt …


Nannai

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Brasilien | Musik

UNVERBRAUCHTE KLÄNGE UND RHYTHMEN

Feuerwerk instrumentaler Musik: der Akkordeon-Virtuose Renato Borghetti, hier mit Gitarrist Daniel Sá (Foto: Marcus Borghetti)

Brasilianische Musik lebt von der eigenen Vielfalt. Mit Samba und Bossa Nova ist bestenfalls an der Oberfläche gekratzt. Axé, Baião, Carimbó, Chamamé, Chorinho, Frevo, Forró, Lundú, Maracatú, Maxixe, Milonga  und  Xote sind nur ein Dutzend von unzähligen weiteren Spielarten der brasilianischen Musik. Gespeist wird diese Fülle an Ausdrucksformen von der breit aufgestellten Volksmusik des Landes, der „Matéria-prima“. Brasiliens musikalischer „Rohstoff“ hat afrikanische, europäische und indianische Elemente – und spiegelt damit die Vielfalt der brasilianischen Bevölkerung wider. – Von Robin Daniel Frommer 20


International wirklich nachhaltig in Erscheinung getreten, auf einer weltweit wahrgenommenen Erfolgswoge geschwommen sind in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten freilich nur Bossa Nova und Lambada. Und zuletzt – Ende der 1980er-Jahre – vielleicht noch der weitgehend mit dem Samba-Reggae deckungsgleiche Axé. Auch zusammengenommen ist das nur ein Bruchteil der rhythmischen und musikalischen Stilvielfalt des größten südamerikanischen Lands, das, wäre seine marode Musik- und Tonträgerindustrie intakt, jahrzehntelang dem Rest der Welt in jeder Saison einen neuen Tanz, eine innovative Liedform oder einen mitreißenden neuen Rhythmus schenken könnte, ohne sich je wiederholen zu müssen. Musik ist Teil der brasilianischen AllBild oben: Leihstimme: PercussionExperte Edmundo Carneiro assisitiert von Bê Ignacio Bild links: Tropical Soul: Für eingängige Pop-Musik aus Brasilien steht Bê Igancio (Foto: Holger Hage)

Renato Borghetti steht in der Tradition der Gaúchos Südbrasiliens

tagskultur. Brasilianer brauchen nicht viel „Drumherum“ um spontan zu musizieren – und sie merken sich alle Songs über den Text. Man kann das häufig in Strandbars, Cafés oder Restaurants beobachten: An einem Tisch sitzen drei Männer: Einer beginnt zu singen, der zweite steigt genauso textsicher ein, der dritte zückt und schüttelt eine halbvolle Streichholzschachtel – und steuert damit genau den Rhythmus bei, den hier scheinbar alle ohnehin im Blut haben. Brasiliens kommerzielle Musik – 21


Brasilien | Musik Música Popular Brasileira, kurz: MPB – hat mehrere Hotspots, dazu gehören neben Rio de Janeiro auch São Paulo, Belo Horizonte und Salvador da Bahia. Es kommen ständig neue Musiker, Talente, Stilrichtungen hinzu, gleichzeitig erweist sich die „alte Garde“ – Gilberto Gil, Caetano Veloso, Chico Buarque, Maria Bethânia oder Gal Costa – als erstaunlich langlebig. Seit der brasilianische CD-Markt vollkommen zusammengebrochen ist, gibt es außerdem ein vergleichsweise junges Phänomen: Brasilianische Musiker, die ihre Kompositionen nicht nur im Ausland aufnehmen, sondern auch dort zumindest einen Teil des Jahres wohnen – wie beispielsweise die Sängerin Bê Ignacio am Bodensee oder wie Flavia Coelho in Paris. Auch viele andere brasilianische Musiker und ihre Bands kommen im Juli, August oder September – wie Zugvögel – gerne ins sommerliche Europa. So beispielsweise der virtuose Akkordeonist Renato Borghetti aus Rio Grande do Sul, der einzige Instrumentalist Brasiliens, dessen Tonträger in Südamerika auch ohne eine Silbe Gesang millionenfach verkauft wurden.

Pendelt zwischen São Paulo und Bodensee: Bê Ignacio

Sie stehen für ein spannendes musikalisches Potpourri: Flavia Coelho und ihre Band; Keyboarder Victor-Attila Vagh, links, und Drummer Al Chonville, rechts

Renato Borghetti

Ihre aktuellen CDs: Die jüngsten Alben von Bê Ignacio „Tropical Soul“ (Erscheinungsdatum: 08/2016) und von Flavia Coelho „Sonho Real“ (10/2016) werden bei Amazon angeboten und sind lieferbar. Renato Borghettis aktuelle CD „Gaita Na Fábrica“ (10/2016) ist bei JPC (www.jpc.de) günstiger erhältlich.

Brasilianische Musik im Internet: http://bossanovabreakfast.radio.de/ http://ambiancebrasil.radio.de/ http://klassikradiobrazil.radio.de/ 22


Brasilien | Artisten

Flying Zuniga

UNTER DER ZIRKUSKUPPEL

Brasilianische Trapezakrobaten „Flying Zuniga“ (Foto: Circus Krone)

Brasilianische Ballzauberer sind aus europäischen Profi-Fußballvereinen nicht mehr wegzudenken. Weit weniger bekannt ist Brasilien als Herkunftsland erstklassiger Trapezartisten. Guilherme Zuniga, Marlon Michaels und Claudio Dias sorgen mit dreifachen Salti Mortale und anderen spektakulären Nummern unter der Zeltkuppel des Circus Krone für prickelnde Faszination, Glamour und Nervenkitzel. – Von Robin Daniel Frommer

Die drei Brasilianer treten bei Krone gemeinsam mit ihren Ehefrauen, Evelyn Zuniga aus Roque Saenz Peña in Argentinien und Wendy Huesca aus Rom, als „Flying Zuniga“ auf – ein erstklassiges Trapez-Quintett, das aus den in Europa ebenfalls bekannt gewordenen Formationen „Sepuveda“ und „Flying Michaels“ hervorging. Fänger Guilherme (36) stammt aus São Vicente im Bundesstaat São Paulo. Marlon (33) aus Minas Gerais und sein Cousin Claudio (44) (Foto: Frommer) aus Goiás. „Aber“, lacht Guilherme, dessen Vater schon Trapezartist war, „eigentlich ist der Geburtsort beim fahrenden Volk der Artisten eher zufällig.“ Für die hohe Präsenz von Brasilianern unter den Akrobaten hat er eine simple Erklärung: In vielen Resorts an der Küste Nord-

ostbrasiliens steht den Gästen ein Trapez zur Verfügung. Und: „In São Paulos Stadtteil Osasco bildet die Zirkusschule Picadeiro nicht nur professionell aus, sondern vermittelt auch Artisten nach Europa, beispielsweise an den Schweizer Cirkus Nock.“ Marlon schildert seinen durch Bernard Paul ausgelösten Weg in die alte Welt: „Auf vier Jahre beim Circus Roncalli folgte ein Jahr Europatournee beim Cirque de Soleil.“ Er schwärmt für Europa, aber die Schönheit seiner Heimat Brasilien bliebe unerreicht. Evelyn hat zwei Söhne, einer von ihnen ist schulpflichtig. Markus Strobl (39), artistischer Koordinator beim Circus Krone, ergänzt: „Fünf Kinder besuchen derzeit unsere Circus-Schule, zehn sind vorschulpflichtig.“ 23


Brasilien | Foz do Iguaçu

WILDES WASSER Dieses Naturschauspiel ist ein wahrer Besuchermagnet: Mit jährlich gut sieben Millionen Besuchern rangieren die Wasserfälle von Foz do Iguaçu an zweiter Stelle auf der Beliebtheitsskala der touristischen Attraktionen Brasiliens.

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Die Kaskaden von Iguaçu bilden einen Halbkreis von gut 2700 Meter Länge; sie übertreffen die Victoria-Fälle an Höhe und die Niagara-Fälle an Breite. Herzstück der Katarakte von Foz do Iguaçu ist ein von der Natur geformter Geländeeinschnitt, den die Brasilianer „Garganta do Diabo“ („Teufelsrachen“) nennen. Nicht weniger als 14 mächtige Wasserfälle donnern hier in den tiefer liegenden Abschnitt des Iguaçu-Flusses – das aufgepeitschte Wasser scheint zu brodeln. Ein Teil wird zu feinem Nebel zerstäubt. Der aufsteigende Dunst reflektiert die Sonnenstrahlen als in allen Farben schillernde Regenbogen. November bis April sind die besten Besuchsmonate. Wirklich hautnah lassen sich die Wasserfälle an Bord eines Schlauchboots erleben; entsprechende Touren, ausgehend vom Nationalpark auf der brasilianischen Seite, bietet Macuco Safári an: www.macucosafari.com.br

Brasilien

Erlebnisreisen

• Amazonas, Pantanal & Iguazú • Samba, Rhythmus & Karneval • Zuckerhut & Strände • Tierexkursionen & Trekking • Familienreisen

Bild links: Die „Garganta do Diabo“ (zu Deutsch: der Teufelsrachen) ist das Herzstück der Wasserfälle von Iguaçu (Foto: Marcus Faller)

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Bild oben: Ritt auf brodelnden Wassermassen: Schlauchboot-Exkursion zu den Wasserfällen von Iguaçu Bild links: (Foto: Embratur / Rodger Savaris)

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Brasilien | Amazonien

TIEF IM WESTEN Kein Fluss der Erde führt mehr Wasser als der Amazonas. Die Quellflüsse des mächtigsten Stroms entspringen an den Osthängen der Anden Perus; auf dem langen Weg zu seinem vielfach verzweigten Mündungsdelta durchquert der Amazonas fast den gesamten südamerikanischen Kontinent. Der Fluss dient seit Menschengedenken als Hauptverkehrsader Amazoniens, insbesondere beim Gütertransport. Er besitzt ungefähr 10 000 Nebenflüsse, von denen gut 100 schiffbar sind; nicht weniger als 17 übertreffen die Länge des Rheins. In den Amazonas münden auch die für den äußersten Westen Amazoniens besonders wichtigen Weißwasserflüsse, beispielsweise der mehr als 3200 Kilometer lange Rio Purus und der Rio Madeira mit insgesamt gut 3380 Flusskilometern.   – Von Robin Daniel Frommer

Artenreich: Dampfender Regenwald in West-Amazonien (Foto: Setur Acre)

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(Foto: Setur Rondonia)

Während der Rio Madeira den brasilianischen Bundesstaat Rondônia in nordöstlicher Richtung durchzieht, führt der vielfach gewundene Lauf des Rio Purus lehmbefrachtetes Wasser mit sich, das in Mäandern durch den Acre fließt. Beide Tropenflüsse sind besonders fischreich, im Rio Madeira haben Wissenschaftler der Universität von Rondônia nicht weniger als 800 unterschiedliche Fischarten nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass Angler aus Südostbrasilien die ersten Touristen stellten, die beide Provinzen für sich entdeckt haben. Rondônias Hauptstadt Porto Velho ist von der benachbarten Provinz Mato Grosso aus über die Fernstraße BR-364 zu erreichen. Brasilianische Linienmaschinen bringen Passagiere sowohl zum Flughafen Governador Jorge Teixeira de Oliveira, sechs Kilometer vor Porto Velho, als auch zum Aeroporto Placido de Castro in Rio Branco, der Hauptstadt des Bundesstaats Acre. 27


Brasilien | Amazonien

Porto Velho am Rio Madeira (Foto: Setur Rondonia)

Ausflugsboot vor Porto Velho (Foto: Setur Rondonia)

Juni-Feste in Rondônia mit Quadrille-Tanz in Perfektion: Formation „Flor do Maracujá“ (Foto: Setur Rondonia)

Porto Velho und Rondônia Die ungefähr 500 000 Einwohner zählende Haupt- und Hafenstadt Porto Velho überrascht mit ihrem bunten kulturellen Angebot. Sehenswert sind hier die Tanzvorführungen der einheimischen Quadrille-Formation „Flor de Maracujá“, mit dem zeitlichen Schwerpunkt im Juni, sowie junge urbane Festivals, wie beispielsweise das „Fest Cine Amazônia“, das 2017 zum 15. Mal abgehalten wird. Übrigens: Porto Velho und seine Bevölkerung sind weit internationaler, als Touristen dies im Westen Amazoniens gemeinhin erwarten. Während des Kautschukbooms, genauer gesagt beim Bau der legendären Bahnstrecke am Oberlauf des Rio Madeira (1907 bis 1912), gelangten Arbeiter und Goldsucher aus gut 50 Nationen nach Porto Velho. Der ehemalige Bahnhof („Estação Ferroviária“) hält, nahe der Hafenmauer, die Erinnerung an diese stürmische Zeit wach. Nur ein Steinwurf entfernt legen die Ausflugsboote ab, die den Rio Madeira bis zum Staudamm des Wasserkraftwerks Santo Antônio befahren. 28

Zusammentreffen eines Schwarz- und eines Weißwasserflusses (Foto: Setur Rondonia)

Gleitschirmflieger am Morro Chico Mendes, Rondônia (Foto: Setur Rondonia)

Oben: Kletterpark „Circuito Chico Mendes“. Unten: Pousada Ecologica Seringal Chico Mendes. (Fotos: Setur Acre)


Wigwam

Rio Branco: Flaniermeile am alten Markt (Foto: Setur Acre Sergio Vale)

Naturreisen Expeditionen trekking Privatreisen

Br asilien Calçadão da Gameleira in Rio Branco (Foto: Setur Acre Sergio Vale)

Das grüne Paradies Lateinamerikas...

Stadtpalais „Barão de Rio Branco“ (Foto: Setur Acre Mauro Maciel)

Rio Branco, Xapuri und Acre

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Die BR-364 führt weiter nach Rio Branco, der Hauptstadt der Provinz Acre mit ungefähr 340 000 Einwohnern. Hinter Rio Branco endet der Asphalt und die fortan unbefestigte Fernstraße gilt zumindest in den Monaten Oktober bis Mai als unpassierbar. Der extrem dünn besiedelte Bundesstaat Acre gehörte bis 1903 zu Bolivien und besitzt bis heute, wie auch das benachbarte Rondônia, großflächige Kautschuk-Sammelreservate. Selbstverständlich ist dies jedoch keineswegs: Der Kampf für den Erhalt der Kautschuk- und Paranussreservate kostete den Führer der Landarbeitergewerkschaft, Chico Mendes, das Leben. Er wurde 1988 von einem regionalen Großgrundbesitzer und dessen Sohn auf der Türschwelle seines Hauses in Xapuri, ungefähr 80 Kilometer südlich von Rio Branco, erschossen. Seine Ermordung erregte internationales Aufsehen und führte schließlich zu einer Umorientierung der Umweltpolitik und zur verstärkten Einrichtung von Sammelreservaten. An Chico Mendes erinnern in Xapuri sein 2009 zum Kulturdenkmal erklärtes Haus, die Fundação Chico Mendes, und die Gummibaumplantagen der Kautschukzapfer („Seringueiros“), die im Rahmen geführter Touren besucht werden können.   

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Brasilien | Mina Gerais

BAROCK IM BERGLAND  

Gold, später Diamanten, heute Eisenerz: Der Abbau von Bodenschätzen stand Pate, als Minas Gerais seinen Namen erhielt. „Minen überall“ lautet die knappe Bezeichnung der kühlen, gebirgigen Provinz nördlich von Rio de Janeiro seit den ersten Edelmetallfunden. Goldschürfer lassen sich nicht in die Karten schauen, ergiebige Claims verraten sie niemals und Fremden misstrauen sie grundsätzlich. Nicht auszuschließen, dass „Minas Gerais“ auch so etwas wie die aus ihrer Sicht gerade noch vertretbare Ortsangabe zu ihren Grabungen und Fundstätten war.         – Von Robin Daniel Frommer

Bild oben: Osterprozession in Ouro Preto (Foto: Acervo Setur Minas Gerais) Bild links: Ouro Preto: Koloniale Architektur im Gebirge

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Bis zum Jahr 1693 wurde das nur schwer zugängliche Bergland von Minas Gerais kaum beachtet. Mit dieser Abgeschiedenheit sollte es schlagartig vorbei sein, als ein Stoßtrupp aus São Paulo in der Nähe des Städtchens Sarabá das erste Schwemmgold entdeckte. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer und schon zehn Jahre später förderten die aus allen Himmelsrichtungen herbeigeeilten Goldsucher jährlich vier Tonnen des Edelmetalls. In Minas trafen wortkarge Gaúchos aus dem Süden Brasiliens erstmals auf „Lederhüte“ aus dem Nordosten, entlaufene afrikanische Sklaven auf gut organisierte Paulistas und europäische Abenteurer. Gemeinsam und gleichberechtigt folgten sie den Goldfunden in kleinen halbnomadischen Pioniertrupps, „Emboabas“, die eine, modern ausgedrückt, flache Hierarchie kennzeichnete – Plantagenwirtschaft und Rassismus konnten daher in Minas Gerais nie wirklich Fuß fassen, wohl aber der vom Fähnrich Joaquim José da Silva Xavier, genannt „Tiradentes“ („Zahnzieher“), ab 1760 angeführte Wille zur Unabhängigkeit von der portugiesischen Monarchie. Heute wird Tiradentes als erster Nationalheld Brasiliens verehrt, der 21. April ist sein Gedenktag. Doch der Nebenerwerbs-Dentist war seiner Zeit voraus. Seine Verschwörung wurde verraten, er selbst wurde gevierteilt und sein Kopf auf dem Hauptplatz von Vila Rica de Ouro Preto 1792 zur Schau gestellt; dieser zentral gelegene Platz heißt heute Praça Tiradentes.


Spätbarocke Pracht in Ouro Preto (Fotos: Embratur)

 

 

Gold, Diamanten und Konkubinen

Brasiliens Michelangelo

Vila Rica de Ouro Preto (die „Reiche Stadt des schwarzen Goldes“), 95 Kilometer südöstlich der heutigen Hauptstadt Belo Horizonte gelegen, wuchs rasch zum Epizentrum des brasilianischen Goldrauschs. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gehörte Ouro Preto mit mehr als 200 000 Einwohnern – noch vor New York – zu den größten Siedlungen Amerikas. Blutig geführte Auseinandersetzungen um die besten Claims gehörten ebenso zur Tagesordnung wie groteske Verschwendung und ausschweifende Gelage. Den eklatanten Frauenmangel versuchte man mit der öffentlichen Versteigerung von aus Westafrika verschleppten Sklavinnen zu mindern; die sonst zu dieser Zeit in Brasilien geradezu „zementierten“ Rassenschranken spielten in Minas Gerais von Anfang an kaum eine Rolle, selbst katholische Ordensleute zeugten fleißig kleine Mulatten. Das Konkubinat war nur eines der überaus irdischen Privilegien, die sich Geistliche während des Goldrauschs großzügig genehmigten. Manche Sklavin gelangte zu erstaunlichem Einfluss: Im Städtchen Diamantina, 290 Kilometer nördlich von Belo Horizonte, hatte Chica da Silva das Sagen. Der dort von Portugal eingesetzte Verwalter, João Fernandes, war ihr sogar derart verfallen, dass er ihrem Wunsch folgend, den Glockenturm der 1784 fertiggestellten Karmeliterkirche nachträglich an die Rückseite des Kirchenschiffs versetzen ließ, um den Schlaf der Geliebten nicht zu gefährden. Bis heute kennt der Volksmund dieses Gotteshaus nur als: „Chicas Kirche“.

Leibeigene und Lasterleben gehören heute der Vergangenheit an, erhalten geblieben sind hingegen koloniale Patrizierhäuser – manche so bunt lackiert wie englische Keksdosen – und eine große Zahl sehenswerter barocker Kirchen und Kapellen mit kostbaren Altären, Schnitzereien und Täfelungen sowie Kunstgegenständen von unschätzbarem Wert. Das Werk eines Baumeisters des Tropenbarocks überstrahlt bis heute alles: Antônio Francisco Lisboa (1730-1814). Seinen Spitznamen, „O Aleijadinho“ („das Krüppelchen“) erhielt er wegen einer fortschreitenden Krankheit, die ihn ab seinem 47. Lebensjahr verunstaltete. Trotz seiner körperlichen Behinderung schuf Aleijadinho, der sich seine Fähigkeiten autodidaktisch angeeignet hatte, beeindruckende Meisterwerke von Weltgeltung. Er leitete den Bau der spätbarocken Kirchen São Francisco de Assis und Nossa Senhora do Carmo in Ouro Preto, und verschmolz die koloniale Baukunst mit unübersehbaren tropischen Elementen. Zwischen 1800 und 1805, zwei Jahre bevor er das Augenlicht verlor, meißelte er mit den lebensgroßen Statuen der Zwölf Propheten für die Freitreppe der Wallfahrtskirche von Congonhas do Campo (85 Kilometer südlich von Belo Horizonte) ein letztes großartiges Werk. Aleijadinhos ungewöhnliche Propheten aus Speckstein haben eine mystische, fast apokalyptische Ausstrahlung und scheinen das jähe Erwachen aus dem Goldrausch bereits anzukündigen.

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Brasilien | Santa Catarina Gerald Degen

AUTO-MANAGER UND EHRENBÜRGER

Gerald Degen

Zur Person: Ingenieur und Manager Gerald Degen (46) stammt aus München. Im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina wurde er 2015 von der Regierung zum Ehrenbürger ernannt. In Joinville realisierte er ab 2013 als Projektleiter dem Bau des neuen BMW-Werks Araquari; nach Abschluss der Bauarbeiten wurde er dort Werkleiter. Studium und Promotion (Ph. D.) erlangte er in Maschinenbau und Produktionstechnik an der Technischen Universität München. Gerald Degen ist verheiratet, lebt und arbeitet inzwischen in den USA, seine Hobbies sind Fitness-Sport, Windsurfen sowie Ski- und Snowboardfahren. BMW-Montage im Werk in Araquari, Joinville (Fotos: G. Degen / BMW)

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wirtschaftlicher Volatilität steigt das durchschnittliche Haushaltseinkommen. Langfristig also beste Voraussetzungen.  

Gerald Degen mit Ehrenbürger-Urkunde

Herr Degen, São Paulo gilt ja als größtes „deutsches“ Industriegebiet, noch vor dem Ruhrpott. Aber wie kam es eigentlich zum BMW-Standort Joinville? Bei der Standortsuche für ein neues Produktionswerk gibt es stets eine lange Liste von Auswahlkriterien. Dabei spielen das Werksgelände und dessen Lage eine wichtige Rolle, aber auch die logistische Infrastruktur, die Ausbildung potenzieller Arbeitskräfte, das Lohnniveau und die Beziehung zur lokalen Regierung. Die Bundesstaaten São Paulo und Santa Catarina lagen bei der Auswahl fast gleichauf. Die finale Entscheidung fiel dann für Santa Catarina.  

Sie sprechen Deutsch, Englisch und Portugiesisch? Wie wurden Sie und ihre deutsche Gattin in Brasilien aufgenommen? Meine Frau und ich nahmen bereits vor unserem Umzug nach Brasilien Sprachunterricht und wir konnten uns daher schnell in das soziale Umfeld in Brasilien integrieren. Insbesondere in den Städten Joinville, Pomerode und Blumenau sprechen viele Brasilianer auch Deutsch. Oft sind Großeltern oder Ur-Großeltern ausgewandert und haben die deutsche Sprache in der Familie erhalten. Es gibt Geschäfte und Straßen mit deutschen Namen. Wir kauften beispielsweise im „Brothaus“ unser Frühstück, gingen am Abend zum Essen in Restaurants namens „Frau“ oder „Zum Schlauch“ und tranken „Opa Bier“. Das war anfangs schon sehr skurril.

Blieb Ihnen und Ihrer Familie Zeit, sich Brasilien anzuschauen? Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung, die mit dem Aufbau und der Leitung des Werks einherging, konnten wir weniger von Brasilien kennenlernen als ursprünglich erhofft. Das Land ist jedoch faszinierend. Bei unseren Reisen nach Rio de Janeiro, São Paulo und Fortaleza stellten wir große regionale Unterschiede fest. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann ich Brasilien auf jeden Fall empfehlen und würde auch jederzeit wieder hingehen. Gibt es etwas typisch Brasilianisches, das Sie andernorts vielleicht sogar vermissen? In vermisse ich meine hochqualifizierten und engagierten brasilianischen Mitarbeiter. Wir waren ein tolles Team – und die Gelegenheit, ein BMW-Werk in Brasilien aufzubauen, bekommt man in der Regel nur einmal in der Karriere. Privat vermissen meine Frau und ich das typisch brasilianische Churrasco und die leckeren Caipirinhas. Die Wochenenden verbrachten wir oft am Meer, da Joinville nur ungefähr 20 Autominuten von der Küste entfernt liegt. Wir vermissen das warme Wetter und die Herzlichkeit der Menschen.

 

Welche Fahrzeuge werden im Werk Araquari gebaut? Wir bauen den BMW 1er, 3er, X1, X3 und den X4 für den lokalen Markt. Seit diesem Jahr exportieren wir den X1 auch in die USA. Bei BMW folgen wir dem Leitsatz „Produktion folgt dem Markt“. Brasilien ist die viertgrößte Automobilnation der Welt; das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei knapp über 30. Trotz 33


Brasilien | Pantanal

SÜDAMERIKAS ARCHE NOAH Der Tierreichtum des Pantanals ist unvergleichlich. Brüllaffen und Papageien teilen sich die Bäume, Capivara, Kaimane, Reiher und Soldatenvögel belagern in der Trockenzeit die Ufer der Lagunen, Tümpel und Wasserläufe. Da das Ökosystem im Dreiländereck von Bolivien, Brasilien und Paraguay in der Regenzeit (Ende Oktober bis Mitte März) weiträumig überflutet wird, haben ihm die Einheimischen den Beinamen „Arche Noah Südamerikas“ verliehen.

Vogel mir Riesenschnabel: Tukan im Pantanal.

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Pantanal

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Brasilien | Pantanal

Der Pantanal besitzt die weltweit höchste Kaiman-Dichte

Bild unten: Ruft „Bem-te-vi“ und heißt „Bem-te-vi“

Auf der Pirsch: Jaguar am Rio Piquiri

Pantanal ist die portugiesische Bezeichnung für Moor oder Sumpfland. Doch der Pantanal ist landschaftlich weit facettenreicher, was die außergewãhnlich hohen Tier- und Pflanzenvielfalt dieses einzigartigen, von der UNESCO als Weltnaturerbe geschützten Ökosystems erklärt. Die Schwemmlandebene wird, von Bergzügen auf drei Seiten umschlossen und von zahllosen Flüssen, Kanälen, 36

großflächigen Seenplatten, Grassavannen und Wäldern durchsetzt. Dieses enorme Wasser-Labyrinth nimmt eine Gesamtfläche von 210 000 Quadratkilometern ein. Ideal für die Tierbeobachtung ist die Trockenzeit (Juli bis Ende September), wenn sich das Wasser kontinuierlich zurückzieht und die Tiere kollektiv an den Ufern ausharren.


Viehtrieb auf der Dammpiste „Transpantaneira“

Transpantaneira

Transpantaniera: Einfacher Zugang

Hyazinth-Ara in Baumhöhle

Die 149 Kilometer lange Dammpiste – Transpantaneira – führt von Norden über Poconé und Pixaim bis nach Porto Jofre im Herzen des Pantanals. Sie ist ganzjährig befahrbar und von Cuiabá aus einfach zu erreichen. Über unzählige Brücken gelangt man tief in das faszinierende Naturparadies Pantanal und zu Fazendas und Pousadas, die größtenteils über eine angenehme touristische Ausstattung verfügen. Die Pousadas an der Dammpiste bieten (tags und nachts) eine Palette geführter Exkursionen zur Tier- und Vogelbeobachtung an.

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Brasilien | Interviews

MEIN SCHÖNSTES ERLEBNIS IN BRASILIEN

Theo (10), Schüler

Leckeres zum Kilo-Preis  

Was in Brasilien am schönsten war? Das ist schwer. Da war es richtig schön! Wir haben bei Rainer, einem Freund meiner Eltern, auf der Itororó-Lodge (Bei Novo Friburgo) gewohnt. Da gab es jede Menge Tiere. An einem Tag durften mein jüngerer Bruder Pepe und ich sogar auf die Avocado-Bäume klettern, um Avocados zu ernten. Und wir haben Wanderungen gemacht – jeder von uns durfte einen eigenen Baum pflanzen. In ein paar Jahren möcht ich mal dort vorbeischauen und wissen, wie groß mein Baum dann ist. Am Strand wars auch ganz toll, aber noch schöner war der Bootsausflug mit Felipe. Wir sind einer Insel vor Paraty gefahren, da gabs frische Kokosnüsse. Wir durften Stand-Up Paddeln. Zurück in Paraty gabs Eis zum Kilo-Preis. Um möglichst viele Sorten probieren zu können, hab ich nur halbe Kugeln genommen. Leider gibt es das in Deutschland nicht.

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Simon (20), Student

Magic Bus Meine Freundin Hannah und ich haben zunächst Rio de Janeiro, São Paulo, Florianópolis und Foz do Iguaçu besucht. In Foz do Iguaçu wuchs unsere Reisegruppe – hier haben wir zu siebt einen gebrauchten VW-Bus gekauft. Mit dem sind wir quer durch Brasilien und zunächst bis in die Provinz Minas Gerais im Südosten des Landes gefahren. Danach fuhren wir zur nordostbrasilianischen Küste und fuhren von Ilhéus über Salvador da Bahia bis nach Fortaleza und wieder zurück nach Salvador, wo wir den Bus verkaufen konnten. Am besten gefallen hat mir die naturbelassene Landschaft in der Chapada Diamantina mit ihren klaren Flüssen mit bis zu zehn Meter langen Naturrutschen und Becken, ihren Tälern, Tafelbergen und Hãhlen wie beispielsweise „Lapa Doce“. Bei Itubera, im Süden Bahias, hab ich mich an dem 126 Kilometer langen Strand sehr wohlgefühlt.


Gioia (41), Projektassistentin  

Kontrastprogramm: Messe und Park Beim Abflug in Frankfurt knapp 26° Celsius, bei der Ankunft in São Paulo 12°. Der brasilianische Winter kann ganz schön kühl sein! Nach einer kurzen Verschnaufpause gehts gleich aufs Messegelände „Expo Center Norte“, im Norden der Metropole. Obwohl meine Portugiesisch-Kenntnisse noch auf Anfängerniveau sind, spüre ich schnell, dass sich der VHS-Kurs doch gelohnt hat. Sei es auch nur, um mit einem „Obrigada“ (Danke) oder „Todo bem?“ (Alles ok?) das Eis zu brechen. Endlich treffe ich all die brasilianischen Kollegen persönlich, mit denen ich das Jahr über diese Veranstaltung für die Solarbranche gemeinsam vorbereitet habe.

Durch die stark gestiegenen Energiepreise in Brasilien ist das Interesse an Sonnenenergie sehr hoch. Am Abreisetag nutze ich die Zeit bis zum Abflug, um doch noch ein wenig mehr von São Paulo zu sehen. Mit dem Taxi gehts zum Parque Ibarapuera – der in meinem Reiseführer als „Central Park von São Paulo“ angekündigt wird. Als ich dann im Park an dem großen Teich stehe und auf die Skyline dieser riesigen Stadt blicke, kommt das Central-Park-Gefühl tatsächlich auf. Fazit: Vielleicht ist São Paulo nicht die schönste Stadt, um Brasilien kennenzulernen, aber auf jeden Fall eine Reise wert – und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Besuch.

Ulrike (57), Kauffrau, und Bernd (65), Informatiker

Im Atlantischen Regenwald Wir waren über Silvester in der Regenwaldakademie „Salve Floresta“. Schon die Fahrt von São Paulo nach Tapiraí geriet zu einem kleinen Abenteuer, dass wir im Regenwald waren, merkten wir sofort: Es schüttete in Strömen! Der letzte Abschnitt unserer Anreise führte über einen ganz gut ausgebauten Schotterweg vorbei an kleinen Bauernhöfen, die jedoch immer seltener wurden – und irgendwann fragten wir uns: Kommt da noch was? Wir waren schon ein wenig unsicher, ob wir uns nicht doch verfahren hatten. Aber just am Ende der Straße tauchte die Akademie auf. Wir unternahmen an drei Tagen mehrere geführte Wanderungen in den Atlantischen Regenwald und lernten sehr viel über dieses Ökosystem. Als wir abends auf der Terrasse saßen, kamen die Ochsenfrösche bis dorthin. Auch Leguane waren keine Seltenheit. Von der Hängematte vor unserer Hütte konnten wir auch in aller Ruhe die Vogelwelt beobachten. Und das Silvestermenü? Spanferkel und viel Caipirinha – das Team von der Akademie hat sich sehr viel Mühe gemacht. 39


Brasilien | Reisen im Rollstuhl

ROLLSTUHLREISEN IN BRASILIEN Nein, durchgängig barri-

Auch Brasiliens naturbelassene Insel Fernando de Noronha können Rollstuhlfahrer besuchen (Foto: Embratur)

Eine behindertengerechte Infrastruktur und Standards wie mitteleuropäische Länder kann Brasilien noch nicht bieten, wohl aber die überragende, oft spontane und wohltuend menschliche Hilfsbereitschaft der Einheimischen. Diese Erfahrung hat der Niederländer Bernard van Steen immer wieder gemacht: Seine von Recife und Rio de Janeiro aus operierende Incoming-Agentur „Ideia Tours“ hat bereits vor mehr als zehn Jahren ersten Pioniergrüppchen von Rollstuhlfahrern mehrwöchige Rundreisen durch ganz Brasilien ermöglicht. Er weiß, „wirklich ungeeignet ist eigentlich nur das abschüssige Kopfsteinpflaster in der oberen Altstadt von Salvador“. Neben der sorgfältigen Auswahl der Zielorte sind bereits im Vorfeld einer Brasilienreise im Rollstuhl grundsätzliche Fragen zu klären, dazu gehören der Versicherungsschutz im Ausland mit Rücktransport bei Notfällen, die Auswahl der Medikamente (beispielsweise bei begleitenden chronischen Krankheiten) und der Gegenstände, die im medizinischen Sondergepäck am besten – weil während des Flugs erreichbar – aufgehoben ist. Und natürlich die Entscheidung, welche beweglichen Teile am Rollstuhl vorsorglich demontiert werden sollten, weil sie während des Flugs allzu leicht Schaden nehmen könnten. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, welche Ersatzteile und welche Werkzeuge mitzunehmen sind. Von zentraler Bedeutung ist natürlich auch die individuelle Begleitperson: Kommt diese nicht aus 40

erefrei ist Brasilien ganz sicher nicht. Weder in Rio de Janeiro noch in der Weite des Hinterlands. Trotz der rundum gelungenen Paralympischen Spiele des Vorjahrs. Gerade für Rollstuhlfahrer ist und bleibt die Entscheidung für eine Brasilienreise, schon was ihre Planung betrifft, anspruchsvoll.

dem familiären Umfeld, können die einschlägigen Verbände auch eine geeignete Reisebegleitung vermitteln. Sind diese Fragen zufriedenstellend geklärt, kann auch die Routenplanung beginnen. Mit Ruppert-Brasil steht in München ein Reiseveranstalter mit speziellem Know-how bereit, der Menschen mit körperlichen Einschränkungen auf einer Brasilien-Reise selbst einen Kanu-Ausflug auf dem Rio Negro, einem Zufluss des Amazonas, ermöglichen kann. Das Wissen, welche Türen die erforderliche Mindestbreite haben, welches Badezimmer in welchem Hotel mit den für Rollstuhlfahrer notwendigen Haltegriffen ausgestattet ist, hat das seit 35 Jahren südamerikaerfahrene Team ohnehin.

Weitere Infos Deutscher Rollstuhlsportverband: www.drs.org Ideia Tours, Brasilien: www.ideiatours.com.br Ruppert Brasil, München: www.ruppertbrasil.de www.myhandicap.de/ rehatreff/reiseversicherungen-fuer-behinderte/ www.versicherungsstelle-ccb.de/ versicherungsschutz/rollstuhlversicherung/


Brasilien | Caipirinha

CACHAÇA – IN ALLEN VARIATIONEN

www.chjlya.de

Bio-Cachaça der reine Geschmack Brasiliens

Zuckerrohrschnaps – Cachaça – ist der alkoholische Grundbestandteil der Caipirinha; weitere Zutaten des süffigen Cocktails sind Limetten, weißer Zucker und gestoßenes Eis. In dieser traditionellen Zusammensetzung kennt man das brasilianische Mix-Getränk inzwischen fast überall auf der Welt. Hartnäckig sieht der gehobene brasilianische Kunde importierte Produkte qualitativ vor den einheimischen Erzeugnissen – und Schnaps macht da keine Ausnahme. Diesem Vorurteil tragen die „Weiterentwicklungen“ der Caipirinha Rechnung: bei der Caipiroschka ersetzt Wodka die Cachaça, bei der Caipirissima wird mit weißem Bacardi-Rum gemixt. Und mit brasilianischem Erfindungsreichtum ist man dabei, den Drink statt mit Limetten in neuen Variationen mit Erdbeeren, Kiwi, Maracuja oder beispielsweise Sternfrüchten anzubieten. Cachaça wird aus dem frischen Saft des Zuckerrohrs gebrannt, Rum hingegen aus der Zuckerrohrmaische. Cocktails auf Cachaça-Basis haben daher mehr Zuckerrohraroma. Diesen Unterschied und die Vorteile konsequenten biologischen Anbaus Andreas Ludwig probiert gern Neues nutzt Andreas Ludwig in für seine (Foto: Frommer) Variationen der Bio-Cachaça: Der findige Schwabe tüftelt kontinuierlich neue Bio-Mixgetränke aus, die er unter seinem Label Chjlya in Weltläden und online auf den Markt bringt – längst reicht die angebotenen Palette von der fair gehandelten und zertifizierten Cachaça (Rum agricole) über Premix-Cocktails und Bio-Coffee Cream Likör (aus Cachaça, Sahne und Kaffee) bis zum duftenden Heißgetränk exklusiv für nordeuropäische Gefilde. Weitere Infos: www.chjlya.de 41

Das Chjlya Bio-Sortiment: Cachaça silber und gold Bio Cocktails Coffee Cream Likör


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Auskünfte

BRASILIEN VON A BIS Z

Auswärtiges Amt, Berlin www.auswaertiges-amt.de Brasilianische Botschaft, Berlin www.brasilianische-botschaft.de

– Von Robin Daniel Frommer 

Brasilien.de, Dresden www.brasilien.de Brasilien Nachrichten, Freiburg www.brasiliennachrichten.de Deutsch-Brasilianische Gesellschaft, Bonn www.topicos.de Institut für Brasilienkunde, Mettingen www.brasilienkunde.de

Allgemeines Brasilien ist das fünftgrößte Land der Erde. Mit 26 Bundesstaaten und dem Distrikt der Hauptstadt Brasília nimmt das Land eine Fläche von 8,5 Mio. km2 ein – ca. 47 Prozent des südamerikanischen Kontinents. In Brasilien sind nach offiziellen Schätzungen knapp 207 Mio. Menschen zu Hause. Die Entfernungen innerhalb Brasiliens sind riesig: Die Luftliniendistanz zwischen Manaus im Landesinnern und Natal an der brasilianischen Atlantikküste entspricht, übertragen auf Europa, der Entfernung zwischen Lissabon und Warschau. Noch etwas gilt es bereits bei der Reiseplanung zu berücksichtigen: Durch die Lage auf der Südhalbkugel sind Brasiliens Jahreszeiten denen Europas entgegengesetzt. Hält in Europa der Winter Einzug, beginnt in Brasilien gerade der Sommer und umgekehrt. 42

207 Mio. Einwohner

8,5 Mio. km² Fläche

26 Bundesstaaten

Brasilia Hauptstadt


Diplomatische Vertretungen

Clever Reisen

Brasilianische Botschaft in Berlin Wallstr. 57, D-10179 Berlin, Tel: 0049 (0)30.72 62 80, http://berlim.itamaraty.gov.br/de/   Brasilianische Botschaft in Wien                   Pestalozzigasse 4/3. Stock. A-1010 Wien Tel. 0043 (0)1.51 20 631, http://viena.itamaraty.gov.br/de/   Brasilianische Botschaft in Bern Monbijoustrasse 68, CH-3007 Bern Tel. 0041 (0)31.371-85 15, http://berna.itamaraty.gov.br/de/   Brasilianisches Generalkonsulat in Frankfurt Hansaallee 32 a+b, D-60322 Frankfurt am Main Tel. 0049 (0)69.92 07 420, http://frankfurt.itamaraty.gov.br Zuständig für Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen   Brasilianisches Generalkonsulat in München Sonnenstr. 31, D-80331 München Tel. 0049 (0)89.21 03 760 http://munique.itamaraty.gov.br/de/ Zuständig für Bayern und Baden-Württemberg Deutsche Botschaft in Brasília (Embaixada da Alemanha) SES - Avenida das Nações, Quadra 807, Lote 25, 70415-900 Brasília, DF Tel.: 0055 (0)61.34 42 70 00 und 34 43 70 36   Fax: 0055 (0)61 34.43 75 08, E-Mail: info@bras.diplo.de Besuchsverkehr: Mo bis Fr 10 – 12 Uhr www.brasilia.diplo.de   Österreichische Botschaft in Brasília (Embaixada da República da Áustria) SES - Avenida das Nações, Quadra 811, Lote 40, 70426-900 Brasília, DF, Tel.: 0055 (0)61.34 43 34 21, 34 43 31 11, 34 43 32 31 und 34 43 33 73 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 - 13 Uhr, www.bmeia.gv.at/oeb-brasilia/   Schweizer Botschaft in Brasília (Embaixada da República Federal da Suíça) SES - Avenida das Nações, Quadra 811, Lote 41, 70448-900 Brasília, DF, Tel.: 0055 (0)61.34 43 55 00, 34 43 39 22, 34 43 39 34 und 34 43 39 69; Öffnungszeiten: Mo - Do 9 - 11.30 Uhr, Fr 7.30 - 12.30 Uhr, www.dfae.admin.ch/brasilia

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Einreise und Dokumente Ausrüstung und Kleidung Atmungsaktive Oberbekleidung, Kopfbedeckung, Sonnen- und Mückenschutz sind im ganzen Land notwendig. Langärmlige, moskitodicht gewobene Hemden und Blusen gehören schon mit Blick auf Zika, Dengue und Gelbfieber zur Grundausstattung. Moskitonetze sind hingegen nur in der Weite des dünn besiedelten Hinterlands angebracht – nicht hingegen an der Küste und schon gar nicht in den Metropolen.

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für einen Ferienaufenthalt von max. 90 Tagen kein Visum. Zur Einreise genügt ihnen ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass. Außerdem erhält man vor der Einreise, noch im Flugzeug, zwei unterschiedliche Formulare: ein „Cartão de Entrada/Saída“ genanntes Ein- und Ausreiseformular, das ausgefüllt bei der Grenzkontrolle vorgelegt werden muss, und einen „Accompanied Baggage Declaration“ genannten Vordruck, auf dem importierte Gegenstände mit einem Wert von mehr als 3000 US-Dollar sowie ggf. mitgeführte Tiere, Pflanzen und Samen aufgelistet werden müssen.  

Zugegeben, manches mag in Brasilien zwar legerer sein als in Europa, dennoch sind in Behörden, Kirchen, Museen und in gehobenen Restaurants kurze Hosen, Strandkleidung und Sandalen („Chinelos“) verpönt. Sonnenbaden „oben ohne“ ist an den öffentlichen Stränden verboten – in ganz Brasilien gibt es kaum mehr als eine Handvoll FKK-Strände.

Ärzte und Apotheken

ZENTRALE NOTRUFNUMMER für alle deutschen Touristen im Ausland: Tel.: 0049 (0) 30.50 00-20 00 44

Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind teilweise erheblich höher als in Deutschland. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist grundsätzlich immer zu empfehlen. Brasilianische Apotheker sind berechtigt, selbstständig Diagnosen zu stellen, und dürfen Spritzen („Injeções“) verabreichen; auch rezeptpflichtige Medikamente werden meist ohne ärztliche Verordnung abgegeben. Standard-Medikamente („Remédios“) sind verhältnismäßig billig und Tabletten („Comprimidos“) werden auch stückweise verkauft. Die gängigen Kreditkarten werden in den meisten Apotheken akzeptiert. 


Gesundheitsvorsorge

Craghoppers entwickelt seit mehr als 50 Jahren Bekleidung, die den Bedürfnissen und Ansprüchen Reisender weltweit gerecht wird. Nützliche Reisedetails wie UV-Schutz, Sonnenbrillenhalter und -putztuch, Aufhängeschlaufen zum Trocknen oder auch Sicherheitstaschen dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Unsere NosiLife Technologie ist permanent Zecken- und Insektenabweisend.

Grundsätzlich sollte man sich vor allen Reisen ins Landesinnere von Brasilien immer von einem Facharzt für Tropenkrankheiten bezüglich der Gesundheitsvorsorge beraten lassen. Bei Reisen an den Oberlauf des Amazonas und ins Grenzgebiet zu Peru oder Venezuela sind Fitness, Gelbfieberimpfung und eine Malaria-Prophylaxe unverzichtbar.

Nach dem Prinzip Freedom to Travel bietet die Kollektion den passenden Komfort und die erforderliche Sicherheit für das individuelle Reiseziel. Der modische Aspekt kommt dabei nicht zu kurz.

Weitere Gesundheitstipps für Tropenreisen findet man im Internet unter: www.fit-for-travel.de  

Damen Auswahl

Leichtgewichtig, schnell trocknend, pflegeleicht und komfortabel, ist die NosiLife Adventure Bluse der ideale Reisebegleiter.

Das modische NosiLife Symone Hemdkleid ist der Liebling der Saison. Praktisch und pflegeleicht macht es eine gute Figur im Büro, auf Städtetrips oder Safari.

Herren Auswahl

Trinkgeld Hotels und Restaurants schlagen in Brasilien auf den Rechnungsbetrag bis zu 10 Prozent Steuern und Bedienungsgeld auf. In Restaurants, in denen dies nicht der Fall ist, wird die Rechnung mit dem Hinweis „Nos não cobramos serviço“ überreicht oder stillschweigend mit dem Aufdruck „Serviço não incluído“ („Bedienungsgeld nicht inbegriffen“) versehen – mit anderen Worten: Hier wird ein Trinkgeld von 10 Prozent des Rechnungsbetrags zwar nicht verlangt, aber sehr wohl erwartet.

Tragekomfort mit Funktion: Die bequeme NosiLife Mercier Hose überzeugt mit modernem Schnitt und praktischen Details.

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Das stylische NosiLife Tatton ist der ideale Reisebegleiter für Herren! Durch sein pflegeleichtes Material ist es nach dem Waschen im Handumdrehen wieder einsatzbereit.

www.craghoppers.de


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Taxis / Rádio-Taxis

Leihwagen und Straßenverkehr Alle namhaften sowie einige lokale Mietwagenunternehmen sind an den wichtigsten Flughäfen und in den Großstädten vertreten. Selbstverständlich kann man einen Leihwagen auch online oder über das beauftragte Reisebüro buchen. Zur Übernahme des Fahrzeugs genügt in der Regel die Vorlage einer Kreditkarte und eines gültigen Führerscheins. In Brasilien herrscht Rechtsverkehr. Die brasilianische Schnellstraßenpolizei (Polícia Rodoviária Federal – PRF) hat für alle Ausländer eine Broschüre zur brasilianischen Straßenverkehrsordnung herausgebracht. Sie enthält Informationen über allgemein in Brasilien geltende Verkehrsgesetze („Código de Trânsito Brasileiro“) und macht auf besondere Regelungen aufmerksam, die sich von anderen Ländern unterscheiden können, beispielsweise bei Trunkenheit am Steuer, Notwendigkeit der Aktivierung des Abblendlichtes bei Tageslicht, Informationen über Verkehrsübertretungen und Zahlung der entsprechenden Strafen. Die Broschüre ist in Portugiesisch, Englisch und Spanisch im Internet unter folgendem Link zu finden: https://issuu.com/ascomprf/docs/cartilha_publica____o_ascom/1?e=9775321/37661365

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In den größeren brasilianischen Innenstädten zirkulieren Taxen. Sie müssen die Fahrpreise – per Taxameter – nach gefahrenen Kilometern (in der bras. Währung Real) berechnen. Mo-Fr wird tagsüber der einfache Tarif („Bandeira Um“) berechnet – dann zeigt sich auf dem Taxameter die Ziffer 1. Der Tarif mit der Ziffer 2 („Bandeira Dois“) wird ab Flughäfen, an Wochenenden, Feiertagen oder während der Nacht berechnet; er ist höher als der sonst übliche Tagestarif. Die Regelungen, ab welcher Uhrzeit (oder an welchen Tagen) der höhere Tarif zu verwenden ist, unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Rádio-Taxis gelten als besonders sicher. Sie fahren von den größeren Flughäfen zu Festpreisen zu den Hotels der Innenstädte. Bezahlt wird im Voraus, am Verkaufsstand des jeweiligen Unternehmens (meist Taxi-Kooperativen). Der Fahrer erhält nur einen Abschnitt der Quittung, ggf. mit dem darauf notierten Zielort. Will man mit einem Rádio-Taxi zum Flughafen zurück, so muss ein Wagen telefonisch angefordert werden.

Sicherheitstipps Fotokopien des Reisepasses reichen für die meisten Erledigungen in Brasilien; Fotokopien der eigenen Tickets sind bei deren Verlust von unschätzbarem Wert; größere Geldbeträge, Originaldokumente und Flugscheine sollte man besser im Hotel-Safe lassen; vorsorglich eine Liste der wichtigsten Adressen (z.B. des Reisebüros) anlegen und eine Kopie der Rechnung des Flugscheins im Reisegepäck mitführen; echten Schmuck und wertvolle Uhren am besten gar nicht mit auf die Reise nehmen. Teure oder auffällige Kleidung kann Begehrlichkeiten wecken; Kameras und MP3-Player sollte man nur in blickdichten Taschen tragen. Viertel, die selbst Einheimische meiden, gar nicht erst betreten. Kommt es tatsächlich zu einem Überfall: Ruhe bewahren und einen zu verschmerzenden Betrag griffbereit halten.


Telefon Die Vorwahl für Gespräche nach Brasilien lautet 0055; von Brasilien nach Deutschland wählt man 002149, nach Österreich 002143 und in die Schweiz 002141, danach folgen Ortskennzahl (ohne die führende Null) und die individuelle Rufnummer des jeweils gewünschten Teilnehmers.

Währung Die brasilianische Währung heißt seit 1994 Real mit dem Plural Reais. In jüngster Zeit hat der Real an Wert verloren. 1 EUR = 3,60 BRL 1 BRL = 0,28 EUR (Stand: 10.11.2016)

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Geld tauschen kann man in Wechselstuben und Banken mit dem Hinweis „Cambio“. Noch bequemer geht es an Bankautomaten in den großen Städten mit EC-Karte, die eines der beiden Logos „Maestro“ oder „Cirrus“ aufweisen.

Tourismus ist unsere Leidenschaft. Marketing ist unsere Stärke. Wir kombinieren beide Elemente – gestalten, etablieren und promoten

Zeit

Ihre Marke.

Aufgrund seiner kontinentalen Ausdehnung gibt es in Brasilien drei, zählt man die Inselgruppe Fernando de Noronha mit, sogar vier Zeitzonen. Fernando de Noronha: MEZ minus 3 Std.; Norden, Nordosten, Südosten und Süden: MEZ minus 4 Std.; Amazonien, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul: MEZ minus 5 Std.; Acre und im Westen Amazoniens: MEZ minus 6 Std. Während der europäischen Sommerzeit vergrößern sich die genannten Zeitdifferenzen um jeweils eine weitere Stunde.

STRATEGIE | BRANDING DESIGN | PROMOTION NETWORK | 7o7.com 47


Brasilien | Impressum

WIR SEHEN UNS IN BRASILIEN! ATÉ BREVE NO BRASIL! Ihre Meinung zählt! Herausgeber:  7o7 MARKETING Thömelstraße 2 01259 Dresden www.7o7.com

Nehmen Sie bis 1. Dezember 2017 an unserer Leser-Umfrage teil, und gewinnen Sie eine von drei Hängematten von La Siesta®.

Text & Gestaltung: 7o7 MARKETING fizzy mint GbR

Druck: Vetters, Radeburg

Auflage: 10 000 (März 2017)

Fotos: Acervo, Bê Ignacio, BMW, Embratur, Flavia Coelho, Holger Hage, Jörg Ehrlich, Marcos Borghetti, Marcus Faller, Markus Recknagel, nannai recebido do hotel, Rodger Savaris, Setur Acre, Setur Acre Mauro Maciel, Setur Acre Sergio Vale, Setur Rondônia, Thomas Kimmel, Thonny Cantalleano, Toni Ormundo, Youri Lenquette | Titel: zavarts Fotolia | S.2: Val Thoermer - Fotolia, Aleksandar Todorovic - Fotolia | S.3: ondrejprosicky - Fotolia | S.5: lazyllama - Fotolia | S.6: Mats - Fotolia, Bastos - Fotolia | S.34: jtplatt - Fotolia | S.36: Nick Dale Fotolia | S.37: ondrejprosicky - Fotolia, SDuggan - Fotolia | S.41: eiskristall102 - Fotolia |

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