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W I RTS C H A F TS B U N DM AG A Z I N

Tirol rockt die Welt. Beat The Street: Wie ein Tiroler Unternehmer die Musikstars mit exklusiven Tourbussen begeistert.

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Tagen in traumhafter Naturkulisse Das Hotel Entners am See setzt neue Maßstäbe im Tagungssektor

Das Entners am See bietet: Moderne Tagungsräume mit High-End-Technik und Wohlfühlambiente Tagungsräume mit Terrasse für bis zu 200 Gäste Traumhafte Kulisse mit Blick auf den Achensee und das Karwendelgebirge Individuelle zusammengestellte Menüvorschläge See-Lounge mit Outdoor-Spa und Infinity-Pool Exklusive Bar und Community Table ergänzen die Tagungsräume

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„DURCH DIESE KATE­

GORISIERUNG IN SCHWARZ ODER WEISS GEHEN OFT WICHTIGE ZWISCHENTÖNE VERLOREN, DOCH GERADE IN DIESEN LIEGT MEIST DER KERN DER WAHRHEIT.

Franz Hörl, Landesobmann

M © DANIEL ZANGERL

it unserem neuen Wirtschaftsbund-Magazin möchten wir transparent und direkt über unsere Arbeit im Tiroler Wirtschaftsbund berichten und einen Gegenpol zu schonungsloser Kampfrhetorik schaffen. Denn zu oft gewinnt man heutzutage den Eindruck, dass bei uns alles schlecht ist. Das Feindbild ist dabei nicht selten die Wirtschaft – und damit genau jene Menschen, die täglich harte, verlässliche und verantwortungsvolle Arbeit für dieses Land leisten. Dem widerspricht aber vieles, was ich quer durchs Land vernehme. Inhaltliche Diskussionen werden immer polarisierender. Dies führt dazu, dass man entweder für oder gegen etwas ist. Durch diese Kategorisierung in Schwarz oder Weiß gehen oft wichtige Zwischentöne verloren, doch gerade in diesen liegt meist der Kern der Wahrheit. Trotz – oder gerade wegen – des derzeit enormen Reform­tempos auf Landes- und Bundesebene wird der Ton rauer, die politische Diskussion hitziger und der Er- und Aufklärungsbedarf größer. Wir möchten Gründe, Fakten und Wirkung unserer Arbeit darstellen und damit auch zur Versachlichung beitragen. Denn gerade in dieser Zeit scheint es besonders wichtig, zwar emotional zu seinen Zielen zu stehen, diese aber immer auf eine sachliche Grundlage zu stellen. Nur so wird das „Warum“ unseres Tuns verständlich. Nur so können wir weiterhin an einem gemeinsamen Strang ziehen. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir genau dies mit unserem Magazin vermitteln können, und wünsche Dir eine informative, aufklärende und anregende Lektüre.

Dein Franz Hörl, Landesobmann


INHALT

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RY TITELSTO

NEWS Die wichtigsten Nachrichten aus dem Wirtschaftsbund

Warum es sich lohnt, beim Wirtschaftsbund dabei zu sein

20

DER „MASCHINEN­ SPINNER“ Ein junger Holzbaumeister setzt auf robotergestützte Fertigung.

8

EIN LEBEN FÜR DEN ROCK’N’ROLL Wie ein Tiroler Unternehmer die Musikwelt erobert

AKTIV IN TIROL

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Was die Tiroler Politik bewegt

© GERHARD BERGER, SHUTTERSTOCK.COM, AXEL SPRINGER, BRUNNER IMAGES, ANDRE SCHÖNHERR

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KOMMENTAR


DER NEUE

EINSATZ IN WIEN

WirtschaftskammerPräsident Christoph Walser im Porträt

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MEIN SCHÖNSTES ERLEBNIS

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INTERVIEW

WB-Mitglieder sprechen über ihr schönstes Erlebnis als UnternehmerIn.

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DIE FAMILIEN STORY

Die Erfolgsgeschichte eines Tiroler Familienbetriebs

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38 Der neue Stil in Wien trägt Früchte.

Die neue Bezirksobfrau Osttirols stellt sich vor.

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60

ADABEI Die schönsten Momente der Veranstaltungen des WB

WIRTSCHAFTS­ BUND FACTS Zahlen und Fakten zum Wirtschaftsbund Tirol

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AUSSTIEG

Gefühlte Wirtschafts­ wahrheiten

IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: Österreichischer Wirtschaftsbund – Landesgruppe Tirol, Ingenieur-Etzel-Straße 17, 6020 Innsbruck, Tel. 0512 52022, ZVR 109526795/Bundespolizeidirektion Innsbruck | Mit der Produktion beauftragt: TARGET GROUP Publishing GmbH, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck | Redaktion: Mag. Simon Leitner, Daniel Schreier, BA, Lisa Schwarzenauer, MA Grafik: Sebastian Platzer, BA | Gesamtverkaufsleitung: Wolfgang Mayr | Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn


NEWS 6 | 7

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NEWS

BUNDESREGIERUNG SETZT AUF TATEN STATT WORTE

Regionalisierung der Mangelberufsliste und Modernisierung der RotWeiß-Rot-Karte sind richtige Antwort auf aktuelle Arbeitsmarktsituation.

GERBER: KLARE UND STRENGE SPIELREGELN FÜR AIRBNB UND CO. IM VISIER!

Angebote dieser Art beeinflussen die ohnedies angespannte preisliche Situation am Wohnungsmarkt, stellen eine Ungleichbehandlung im Wettbewerb dar und wirken sich – Stichwort Freizeitwohnsitze – nicht zuletzt auch auf Grundverkehr und Raumordnung aus.

WIRT­ SCHAFTS­ BUND GRATULIERT MARTHA SCHULTZ

Vizepräsidentin Schultz zur Tirolerin des Jahres gekürt.

HÖRL: UVP-NOVELLE BRINGT MEHR AUGEN­ MASS UND FAIREN INTERESSEN­AUSGLEICH!

PERSÖNLICH­ KEITSTRAINING FÜR LEHRLINGE

BUNDESREGIERUNG MUSS VERSÄUM­ NISSE VON EXVERKEHRSMINISTER STÖGER AUFHOLEN! Die Diskussion rund um die rollende Landstraße – RoLa – hat schonungslos die Versäumnisse der vergangenen Jahre aufgezeigt. Besonders der Blick auf die Amtszeit Stögers beweist, dass dieser die RoLa völlig vernachlässigt hat.

14 Lehrlinge nahmen am Lehrlingsseminar des Bezirks Kitzbühel rund um das Thema Persönlichkeitstraining und Persönlichkeitsentwicklung teil. Die jungen Menschen setzten sich intensiv mit ihren eigenen Fähigkeiten und Talenten sowie ihrer aktiven Rolle im Ausbildungsbetrieb auseinander.

MEHR NACHRICHTEN AUF UNSERER WEBSITE UNTER WIRTSCHAFTSBUND-TIROL.AT

© REGINA UNTERGUGGENBERGER, SHUTTERSTOCK.COM (4), DAVID SAILER, BRUNNER IMAGES, ANDRE SCHÖNHERR

Novellierung ist wichtige Maßnahme zur weiteren Ver­einfachung und Objektivierung von Verfahren. Mehr Transparenz bei NGOs durch Vorstoß des Umweltausschusses.


S

RICHARD SPATZIER ALS OBMANN BESTÄTIGT Bei der Ortsgruppenvollversammlung des Miederer Wirtschaftsbundes im Hotel Alpenstolz wurde der bisherige Ortsobmann Richard Spatzier einstimmig als Obmann bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Dominik Jenewein, Christian Nagiller und Paul Wibmer.

SOZIALBETRUG: JA ZU KON­ SEQUENTEM VOR­GEHEN BEI BETRUG, NEIN ZU PAUSCHALEM UNTERNEHMER­BASHING DES ÖGB! MINDEST­ SICHERUNG DARF MOTIVATION FÜR BESCHÄFTIGUNG NICHT KONTER­ KARIEREN! Schon jetzt wurden im Tiroler Modell regionale Unterschiede durch die höhere Bewertung von Wohnkosten berücksichtigt. Die aktuelle Regelung ist insgesamt eine ausgewogene Lösung, der jedoch keine weiteren Erhöhungen folgen dürfen.

Rund um das Thema unkorrekt abgeführter Sozialabgaben rät Franz Hörl, Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes, zu Bodenhaftung in der politischen Diskussion.

DAS UNTERNEHMEN HINTER SCHWARZ-GRÜN Als Fußballverein ist der FC Wacker Innsbruck ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor, wovon sich über 60 Mitglieder des Wirtschaftsbundes Innsbruck-Land und Innsbruck-Stadt zusammen mit Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler beim „Treff.Punkt Unternehmen“ hautnah überzeugen konnten.

MICHAELA HYSEK-UN­ TERWEGER MIT 96,4 % ZUR NEUEN OSTTIRO­ LER BEZIRKSOBFRAU GEWÄHLT Landesobmann Franz Hörl sieht in der Wahl einen inhaltlichen und personellen Neustart und sieht diese auch als Auftrag, mit neuem Elan und bundespolitischem Rückenwind für Osttirol zu arbeiten.

ARBEITSZEIT­FLEXIBILI­ SIERUNG UMGESETZT! Schon stark, was alles zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung behauptet wird. Zanoccio und seine Freunde verbreiten bewusst Mythen und Märchen und verunsichern so die Menschen. Du bist auch verunsichert? Auf unserer Website findest du die Antworten auf die wichtigsten Fragen.


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EIN LEBEN FÜR DEN

ROCK’N „ES GEHT NICHTS ÜBER EINE VERZERRTE GITARRE“, SAGT JÖRG PHILIPP, GRÜNDER VON BEAT THE STREET. ROCK’N’ROLL IST FÜR IHN ABER MEHR ALS NUR SEIN LIEBLINGSMUSIKGENRE: DER UNTERNEHMER HAT SEIN LEBEN DER MUSIK GEWIDMET UND MIT FLEISS UND PIONIERGEIST DAS ERFOLGREICHSTE TOURING-UNTERNEHMEN EUROPAS AUFGEBAUT.

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itten in Tirol, genauer gesagt in der 2.100-Seelen-Gemeinde Fritzens, nur zwei Minuten entfernt von der Autobahnauffahrt, steht die moderne Firmenzentrale von Beat The Street. Das Transportunternehmen ist der europaweit größte Anbieter von hochwertigen Tourbussen, die in der firmeneigenen Werkstatt zu rollenden Hotels ausgebaut werden. Normalerweise empfängt Jörg Philipp keine Journalisten. Beat The Street hat einen Status in der Musikindustrie erreicht, der Werbung oder Medienberichte überflüssig macht. Die größten Stars der Musikwelt wissen schon lange, dass sich eine ausgedehnte Tournee am bequemsten in den Luxusbussen von Jörp Philipp verbringen lässt.

© AXEL SPRINGER

DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN Für den Wirtschaftsbund macht der sonst so medienscheue Philipp eine Ausnahme, denn vor einiger Zeit konnte durch die Intervention von Landesobmann Franz Hörl und anderer politi-

scher Entscheidungsträger ein gesetzlicher Widerspruch gelöst werden, der die Arbeit der Fahrer von Beat The Street unnötig erschwerte. Vor zwei Jahren erhält Philipp eine horrende Strafsumme vorgeschrieben. Seine Fahrer haben, laut Meinung der Behörde, gegen die Bestimmungen des Arbeitszeitruhegesetzes verstoßen. Schnell wird klar, dass ein Softwarefehler zur falschen Kalkulation der Fahrzeit geführt hat. So kann ein Teil der Vorschreibung reduziert werden. Ein Problem bleibt: Die im Kollektivvertrag geregelten Lenk- und Ruhezeiten stehen im Widerspruch zu den Regelungen im Arbeitszeitruhegesetz. Die Fahrer, die ihre Lenkpausen in ihrer Schlafkabine verbringen, müssten nach sechs Stunden im Bus aufgeweckt werden, das Fahrzeug verlassen, um eine halbe Stunde Pause zu machen. Für Philipp eine Farce. „Ich fühle mich durch solche Aktionen gewissermaßen verraten. Man baut mit harter Arbeit über Jahre lange Durststrecken ein Unternehmen auf, das funktioniert und für das es internationalen Bedarf gibt, und deine eigenen Leute fallen dir in den Rücken, mit


’ROLL

„DURCH DIE HILFE

VON FRANZ HÖRL HABE ICH DEN EIGENTLICHEN SINN DES WIRT­ SCHAFTSBUNDES ERKANNT.“

Jörg Philipp, Gründer von Beat The Street

irgendwelchen Gesetzen und Verordnungen, die keinen Sinn ergeben“, schäumt der Unternehmer. Er wendet sich an seinen ehemaligen Steuerberater Peter Grüner, der aus dem Ruhestand heraus für Beat The Street aktiv wird. Grüner kontaktiert den Wirtschaftsbund und andere politische Entscheidungsträger, wie Landeshauptmann Platter und Landesrat Tratter, die sich für Beat The Street einsetzen. Landesobmann Franz Hörl macht die Angelegenheit zur Chefsache und interveniert auf höchster Ebene in Wien. „Franz Hörl hat zugehört und sich wirklich mit der Materie beschäftigt. Durch seine Hilfe habe ich den eigentlichen Sinn des Wirtschaftsbundes erkannt“, erinnert sich Jörg Philipp. Durch den Einsatz Hörls kann das Problem gelöst und sinnvollere gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. ,


4.025. 10 | 11

BEAT THE SREET

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4.700 Kilogramm Holz

100 Meter Leder

gefliestes Bad

Flatscreens und Spielekonsolen


000 KM 1.285.7

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Treibs

verbrau ch im Jah r

Kingsize Bett

Arbeitsstunden pro Bus

© GERHARD BERGER

2.000


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Jörg Philipps Sammlung von Backstagepässen

BESCHEIDENE ANFÄNGE

HARD FACTS 260 Mitarbeiter in

Österreich und England

105 Fahrzeuge

1.295 Fahrten mit der Fähre im Jahr

BERUFSBILDER IM UNTER­ NEHMEN Büroangestellte, Tischler, Schlosser, Fahrer, Elektriker, Schweißer, Lackierer, Köche, Reinigungskräfte, Wäscher, Sattler, Mechaniker

Jörg Philipp hat allen Grund, mit Stolz auf seine Leistungen in den letzten 26 Jahren zurückzublicken. Der Rocker sitzt in seinem elegant eingerichteten Büro und erzählt, wie es ihm gelungen ist, sich gegen alle Widerstände durchzusetzen und ein Unternehmen aufzubauen, das in ganz Europa seinesgleichen sucht. Ein Stockwerk tiefer bauen seine Tischler gerade einen neu angeschafften Bus aus. Heute besteht der Fuhrpark aus mehr als 100 Fahrzeugen, doch das war nicht immer so. Während seiner Zeit am Gymnasium arbeitet Jörg Philipp als Aufbauhelfer bei Konzerten in Innsbruck. Nach der Matura versucht er sich, leider nicht sehr erfolgreich, selbst als Veranstalter. Er hat jedoch Blut geleckt und will sich eine Karriere in der Musikindustrie aufbauen. Philipp wird Tourneeleiter für verschiedene Bands und reist zwei Jahre lang durch ganz Europa. Er ist für die gesamte Infrastruktur der Tourneen zuständig, kümmert sich um die Anmietung von LKWs und Bussen, plant und organisiert Licht- und Tontechnik und die Zusammenstellung der Bühnencrew. Während dieser Zeit erkennt er, dass gut ausgestattete Tourbusse Mangelware sind: „Es gab welche in England und Deutschland. Das waren aber einfache Reisebusse, bei denen schnell die Sitze rausgeschraubt und Bettgestelle eingebaut wurden“, erinnert sich Philipp. Für eine Tour der Band „Kool & the Gang“ muss Philipp Busse aus England organisieren. Das Unterfangen verschlingt fast gleich


SCHWIERIGE FAHRZEUGSUCHE Ein erschwingliches Fahrzeug zu finden, stellt sich aber schwieriger heraus als erwartet. Sogar ausgemusterte Busse kosten 80.000 Schilling. Geld, das der junge Visionär nicht hat. Durch einen Bekannten erfährt er, dass ein alter Bus in Kärnten zu haben ist, der darauf wartet, ausgeschlachtet zu werden. Jörg Philipp bietet dem Besitzer 10.000 Schilling an, dieser nimmt an und freut sich noch heute über diesen guten Deal. Der Bus wird nach Tirol gebracht. Jörg Philipp sucht nach Spenglern und Lackierern, um den Bus wieder auf Vordermann zu bringen. Keiner ist gewillt, dem Unternehmer mit den großen Plänen zu helfen. „Hau den Bus weg, den wirst du im Leben nie restaurieren, geschweige denn zugelassen bekommen“, verhöhnt ihn ein Automechaniker. Philipp lässt sich nicht beirren, sucht weiter,

bis er in der Firma Hollaus in Hall endlich einen Partner findet, der sich auf das Projekt einlässt. Der Besitzer der Werkstätte macht dem Jungunternehmer ein unkonventionelles Angebot: „Ich kann dir nicht sagen, was das kosten wird. Bring mir Geld und wir arbeiten, bis es aufgebraucht ist. Dann bringst du wieder neues, und irgendwann ist das Fahrzeug fertig“, erinnert sich Philipp an die Worte, die ihm zum Einstieg ins Geschäft verhalfen. Nach der Reparatur durch die Mechaniker von Hollaus entscheidet sich Philipp dazu, den Innenausbau des Busses selbst zu übernehenmen. Ein dreiviertel Jahr vergeht, dann kann er seinen ersten Kunden, den Clown und Komiker Jango Edwards, auf einer Tour durch Europa begleiten.

BEAT THE STREET STARTET DURCH „Alles Geld, das wir eingenommen haben, haben wir gleich wieder investiert. Das waren andere Zeiten. Wir mussten damals noch keine Verantwortung für Familie oder Mitarbeiter übernehmen“, erzählt Philipp. Jedes

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Beyoncé, Steven Tyler und Paul McCartney – alle drei Künstler vertrauen Beat The Street bei ihren Tourneen.

© AXEL SPRINGER, SHUTTERSTOCK.COM

viel Geld wie die ganze Tournee. Er entscheidet sich, selbst in das Touring-Geschäft einzusteigen, und macht sich auf die Suche nach seinem ersten eigenen Bus.


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Luxus und Komfort – die zu rollenden Hotels ausgebauten Busse von BTS

Der in Stein gemeißelte Abschiedsgruß an Fahrer und Passagiere am Firmengelände

Jahr nach dem Ende der Wintersaison kauft das Unternehmen alte Skibusse, repariert und renoviert sie. Die Zahl der Fahrzeuge steigt auf drei. Sie werden in unterschiedlichen Farben lackiert, damit Kunden nicht meinen, die Firma unterhalte nur einen Bus. Philipp fährt am Anfang selbst, ist oft 300 Tage im Jahr unterwegs. Durch Glück lernt der Firmeninhaber eine Agentur in Berlin kennen, die viele Bands der New Yorker Hardcore-Szene vertritt. Beat The Street wird für die Europatourneen der Punk­rocker gebucht und kann dadurch erste Gewinne erwirtschaften. Philipp kann Kontakt zum gut vernetzen Touring-Unternehmen Phoenix Bussing Services aus England aufbauen, das von der Qualität der Busse aus Tirol begeistert ist und Beat The Street immer häufiger für seine berühmten Kunden bucht.

WACHSTUM UND EXPANSION Anfang der 2000er beginnt die eigentliche Wachstumsphase des Unternehmens. Immer mehr große Stars chartern Busse von Beat The Street. Die ersten neuwertigen Busse können angeschafft und in der eigenen Werkstätte zu rollenden Hotels umgebaut werden. Von Aerosmith bis ZZ Top, von Beyoncé bis Justin Timberlake, alles was in der Musikwelt Rang und Namen hat, lässt sich in Philipps Tourbussen über die Straßen Europas kutschieren. „Die Musikindustrie agiert zwar global, aber, übertrieben gesagt, gibt es nur eine Handvoll Leute, die die Entscheidungen treffen. Wenn man einen guten Job macht, dann spricht sich das herum und man bekommt die Aufträge“, sagt Philipp. Mit Sting und seiner Band fährt Beat The Street bis nach Russland. Dem Countrystar Dolly Parton gefallen die Busse von Philipp so gut, dass sie sie zweimal nach Australien verschiffen lässt. Parton droht sogar damit, ihre Tournee abzusagen, sollten die Busse von Beat The Street nicht für den Verkehr in Down Under zugelassen werden. Der damalige Premierminister interveniert höchstpersönlich, und die Busse mit dem Innsbruck-Land-Kennzeichen rollen für einige Wochen durch das Outback.


Das Geschäft läuft und Jörg Philipp erhält die Möglichkeit, den früheren Geschäftspartner Phoenix Bussing Services zu übernehmen. Ein Vorhaben, das nach reichlichen Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit der Investition umgesetzt wird. Durch die Übernahme wird Beat The Street zum Marktführer in der europäischen Touring-Branche. Im Jahr 2011 eröffnet Philipp zwei weitere Büros in England und erweitert das Firmenportfolio um eine Flotte kleinerer Luxusfahrzeuge, die Kurzstreckentransporte und Abholungen von Flughäfen erledigen.

DAS ERFOLGSGEHEIMNIS Die wirklichen Stars bei Beat The Street sind für den Chef aber nicht die berühmten Fahrgäste, sondern die Mitarbeiter des Unternehmens. „Für einen langfristigen Erfolg ist es wichtig, dass man begeistert ist von dem, was man macht. ‚Touring with Passion‘, wie ich immer sage. Ganz wichtig sind auch meine langjährigen Mitarbeiter. Sie sind die festen Säulen unseres Betriebs“, lobt Philipp sein Team. Viele der 260 Beschäftigten des Unternehmens sind schon länger als 15 Jahre dabei, manche hatten nie einen anderen Arbeitgeber als Beat The Street. Die Fahrer machen den größten Teil der Belegschaft aus. Sie sind es, die 250 bis 300 Tage lang im Bus leben und sich um das Wohlergehen der Kunden kümmern. Für das Tiroler Unternehmen zu fahren, gilt als äußerst erstrebenswert. Alle Fahrer sind fix angestellt, Philipp zahlt überdurchschnittlich gut, keine Selbstverständ-

„UNSERE

TISCHLER WOLLEN KEINE ZIRBEN­STUBE, SONDERN DEN TOLLSTEN TOURBUS BAUEN.

Jörg Philipp, Gründer von Beat the Street

lichkeit in der Transportbranche. Dadurch gelingt es, die besten Fahrer aus ganz Europa zu rekrutieren. Auch die Handwerker des Unternehmens gehören zu den besten ihres Fachs. Die Tischler, Elektriker, Schweißer, Sattler und Lackierer von Beat The Street sind diejenigen, die die Busse in 2.000 Arbeitsstunden zu den hochwertigen Luxustransportern umbauen. „Unsere Tischler wollen keine Zirbenstube, sondern den tollsten Tourbus bauen, den man sich vorstellen kann“, scherzt Philipp. Die Tischler, die für den Innenausbau verantwortlich sind, gehen auch öfters als Zweitoder Drittfahrer mit auf Tour, um ihre Werkstücke in Aktion zu erleben. „Dort haben sie Kontakt zu den Kunden und Fahrern, die das ganze Jahr im Bus leben. Dadurch kommen sie immer wieder mit neuen Ideen zurück. So können wir unsere Busse ständig weiterentwickeln und am neusten Stand der Technik bleiben“, so Philipp. Obwohl Jörg Philipp schon alles erreicht hat, was sich ein Tiroler Unternehmer wünschen kann, bleibt der Selfmademan hungrig und stets auf der Suche nach neuen Ideen für die Verbesserung seiner Fahrzeuge und Dienstleistungen. Derzeit wird in Fritzens an der Erneuerung der Busflotte gearbeitet. Neue Busse mit modernster Technik und edlem Interieur werden schrittweise die älteren Modelle des Unternehmens ersetzen – und damit sicherstellen, dass auch in Zukunft die größten Stars der Musikwelt mit Bussen aus Tirol durch ganz Europa rocken und rollen.

© AXEL SPRINGER (4)

In der firmeneigenen Werkstatt wird in Handarbeit die luxuriöse Innenausstattung der Busse entworfen und eingebaut.


R POLITIK E D S U A N E M STIM JOSEF LETTENBICHLER

Den Spagat zwischen Arbeitnehmerschutz und wirtschaftlichen Interessen zu schaffen, ist und bleibt eine Herausforderung.

Beat The Street – ein wahrer Hidden Champion

NATIONALRATSABGEORDNETE

NATIONALRATSABGEORDNETER

Das Beispiel von Beat The Street zeigt, wie wichtig eine funktionierende Interessenvertretung ist. Wenn sich Gesetze und Verordnungen widersprechen, muss die Politik schnellstmöglich handeln. Durch den Einsatz des Wirtschaftsbundes ist das im Fall von Jörg Philipp gelungen. Dabei ist es oftmals kein leichtes Unterfangen, die Interessen beider Seiten – die der Arbeitgeber und Arbeitnehmer – zu wahren. Hier zeigt vor allem die österreichische Tradition der Sozialpartnerschaft ihre Wirkung. Ein klarer Pluspunkt und Ausdruck für die Bedeutung der gesetzlichen Interessenvertretung.

In meiner langjährigen politischen Tätigkeit durfte ich zahlreiche Tiroler Betriebe kennenlernen. Eines ist für mich dabei unverändert faszinierend: die Vielfalt der Tiroler Betriebe und die zahlreichen Hidden Champions. Beat The Street ist hier eine ganz besondere Tiroler Erfolgsgeschichte – vom Kauf des ersten Busses um 10.000 Schilling bis hin zu einer Flotte mit mehr als 100 Fahrzeugen und über 260 Beschäftigten. Jörg Philipp hat bewiesen, was man mit Mut und unternehmerischem Willen alles erreichen kann.

FRANZ HÖRL Ich habe noch keinen Tiroler kennengelernt, der mir nicht auch was zu sagen hat. WB LANDESOBMANN & NATIONALRATSABGEORDNETER

Tagen mit Weitblick

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Jedes Mal, wenn ich erfolgreich einem Unternehmen helfen konnte, wird mir wieder richtig bewusst, warum ich in die Politik gegangen bin. Vor Ort bei den Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmern zu sein, ist wohl die schönste und zugleich intensivste Aufgabe, die ich als Politiker wahrnehmen darf. Aber eines ist für mich klar: Nur wer vor Ort ist, kann praxisnahe Politik betreiben.

© TANJA CAMMERLANDER (2), ANDRE SCHÖNHERR

REBECCA KIRCHBAUMER

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KOM M E N TA R

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JA, ICH M

itglied beim Tiroler Wirtschaftsbund sein! Das haben bereits über 10.000 Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer gesagt. Diese 10.000 wissen nämlich, wie wichtig die politische Vertretung durch den Wirtschaftsbund sein kann. Dieser vertritt die unternehmerischen Interessen innerhalb der ÖVP, aber auch in vielen anderen Organisationen und Gremien. Im Wirtschaftsbund sind es die Unternehmerinnen und Unternehmer, die neben der Arbeit in ihren eigenen Betrieben als PolitikerInnen tätig sind. Sie wissen aus eigener Erfahrung, welche Bedürfnisse und Herausforderungen der Unternehmeralltag mit sich bringt, und können sich deshalb im Sinne ihrer Kolleginnen und Kollegen einbringen. Denn Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sind nur dann praxistauglich, wenn auch Praktiker am Verhandlungstisch sitzen. Dafür sorgen unsere zahlreichen MandatarInnen und FunktionärInnen von der kommunalen Ebene bis nach Brüssel: Gesetzesentwürfe sind zu verhandeln, Stellungnahmen müssen durchleuchtet und bewertet, Anträge werden ausverhandelt und eingebracht, Kollektivverträge müssen fortgeschrieben werden und vieles, vieles mehr. Und überall gilt es, das unternehmerische Denken einzubringen und den oft schwierigen Interessenausgleich innerhalb unserer zahlreichen Branchen Rechnung zu tragen. Die Basis unserer Arbeit bilden die 214 Wirtschaftsbund-Ortsgruppen und neun Bezirksorganisationen. Sie sind für unsere tägliche Arbeit unverzichtbar und zugleich

unser Sprachrohr in den Tiroler Gemeinden. Durch den starken Einsatz und die Unterstützung vieler WählerInnen, WahlkampfhelferInnen und KandidatInnen ist es dem Tiroler Wirtschaftsbund gelungen, bei den vergangenen Wahlen beachtliche Ergebnisse zu erzielen. So sitzen drei der sechs Tiroler Nationalratsabgeordneten auf einem Ticket des Wirtschaftsbundes für die Volkspartei im Nationalrat. Und auch unsere Bundesministerin für Wirtschaftsstandort und Digitalisierung, die 48-jährige Tirolerin Margarete Schramböck, ist aus unserem Hause. Mit über 44 % bei den diesjährigen Landtagswahlen ist die Tiroler Volkspartei unter der Führung von Landeshauptmann Günther Platter wieder zur stärksten Kraft im Land gewählt worden. Seitens des Wirtschaftsbundes stellen wir neben unserer Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf mit Anton Mattle den Landtagsvizepräsidenten und vier weitere Abgeordnete. Auch in der Tiroler Wirtschaftskammer ist der Wirtschaftsbund die dominierende Kraft. Über tausend FunktionärInnen setzen sich täglich für die Interessen unserer Tiroler UnternehmerInnen ein. Darunter der Präsident und 71 Obleute in den zahlreichen Fachgruppen, Landesgremien, Innungen und Fachvertretungen. Auch die elf MitarbeiterInnen im Tiroler Wirtschaftsbund handeln in diesem Sinne und bemühen sich, für alle Mitglieder da zu sein.



Und zwar in guten wie in schlechten Zeiten – ganz nach dem Motto: „Ja, ich will!“


KOM M E N TA R

WILL! „IM WIRTSCHAFTSBUND SIND ES DIE UNTERNEHMERINNEN UND UNTERNEHMER, DIE NEBEN DER ARBEIT IN IHREN EIGENEN BETRIEBEN ALS POLITIKE­ RINNEN TÄTIG SIND.

© I. ASCHER

LANDESGESCHÄFTSFÜHRERIN DANIELA KAMPFL.


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DER „MASCHINENSPINNER“ DAS BAUEN MIT DEM ROHSTOFF HOLZ BOOMT. DER ZILLERTALER HOLZBAUMEISTER JOHANNES ERLER HAT ES SICH ZUM ZIEL GESETZT, DIE TRADITIONELLE ARBEITSWEISE SEINES BERUFES DURCH DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN IN DER ROBOTERGESTÜTZTEN FERTIGUNG WEITERZUENTWICKELN.

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ohannes Erler ist ein sogenannter Early Adopter, wenn es um die Nutzung der neuesten Technologien in seiner Branche geht. Der 33-jährige Holzbaumeister, der sich selbst gerne als „Maschinenspinner“ bezeichnet, führt seit dem Jahr 2010 sein eigenes Unternehmen, das sich in den letzten acht Jahren von einem Einzelunternehmen mit einem Mitarbeiter zu einer der erfolgreichsten Holzbaufirmen Tirols entwickelt hat. Mittlerweile beschäftigt Erler 19 Mitarbeiter. Im letzten Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 35 Prozent steigern. Einer der Hauptgründe für diesen Erfolg sind die innovativen Fertigungsverfahren, die in der Zimmerei-Holzbau Erler zur Anwendung kommen. In der im Jahr 2014 in Holzbauweise neu errichteten Fertigungshalle der Zimmerei steht eine der modernsten Abbundmaschinen Tirols, die Hundegger K2i. Sie übernimmt das Anreißen, Bearbeiten, Zusammenpassen und Kennzeichnen von Schnitt- und Rundholz, das später in den Baustellen des Unternehmens verbaut wird. Durch die Investition in modernste Fertigungstechnologien konnten sich

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Perfekte Werbung – das Passivhaus von Johannes Erler

© AXEL SPRINGER (2), SHUTTERSTOCK.COM

Aus Holz wird Haus – der Stil der Häuser von Erler ist schon zu seinem Markenzeichen geworden.


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Die Fertigungshalle mit der Abbundmaschine Hundegger K2i

"  JUNG UND INNOVATIV Johannes Erler arbeitet in einem der ältesten Berufe der Menschheitsgeschichte, trotzdem ist er das genaue Gegenteil von konservativ. Im Jahr 2000 beginnt Erler eine vierjährige Doppellehre zum Maurer und Zimmerer. Schon während seiner Lehrzeit zeigt sich, dass der junge Handwerker aus dem Zillertal zur Arbeit mit dem Rohstoff Holz tendiert. Er macht seine Gesellenprüfung und besucht nach dem Präsenzdienst die Bauhandwerkerschule an der HTL für Bau und Design in Innsbruck. „In der Zeit meiner Lehre hat sich der Holzbau wirtschaftlich stark entwickelt und ich habe darin viel Potential für mich selbst gesehen. Schon nach dem Abschluss habe ich festgestellt, dass mir die reine Anstellung in einem Unternehmen zu wenig ist. Aus dieser Überlegung heraus habe ich mich entschlossen, den Meister zu machen“, erinnert sich Erler. Den Meisterbrief erhält er im Jahr 2008. Erler wird gemeinsam mit einem weiteren Anwärter aus Ostösterreich zum jüngsten Holzbaumeister der Republik. Da bei Erlers damaligem Arbeitgeber Innovation nicht unbedingt großgeschrieben wird, entschließt sich der junge Holzbaumeister dazu, im Jahr 2010 selbst ein Unternehmen zu gründen. Die Holzbaubranche im Zillertal boomt. Immer mehr Hoteliers, aber auch Privatpersonen entscheiden sich

Johannes Erler, Geschäftsführer

"

dazu, bei Neu- und Ausbau ihrer Gebäude auf den Rohstoff Holz zu setzen. Jedes Jahr kann Erler neue Mitarbeiter einstellen. Im Jahr 2014 entscheidet er sich dazu, eine neue Fertigungshalle zu errichten. 2015 wird die Abbundmaschine K2i angeschafft. Durch sie kann Erler Fertigungsgeschwindigkeit und -genauigkeit seiner Holzbauteile erhöhen und Mitarbeiter effizienter und kostengünstiger arbeiten lassen. Das Risiko der Investition in die innovative Fertigungsanlage zahlt sich für den Jungunternehmer aus. Die Umsätze steigen, und auch die Menge des verarbeiteten Holzes wächst jedes Jahr. 2017 werden 2.500 Kubikmeter an Fichten-, Lärchen- und Eichenholz in der Zimmerei von Johannes Erler verarbeitet.

© AXEL SPRINGER (2)

Johannes Erler und sein Team einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz erarbeiten, der in den nächsten Jahren durch die Weiterentwicklung der maschinellen Fertigung noch weiter ausgebaut werden soll.

DURCH DIE NEUEN MASCHINEN BENÖTIGEN WIR WENIGER MITAR­ BEITER IN DER FERTIGUNG UND KÖNNEN DIE VORHANDENE ARBEITS­ KRAFT IN DER MONTAGE NUTZEN.


Foto: Defrancesco Photography

Holz dominiert in der Fertigungshalle der Zimmerei-Holzbau Erler

„DEM PASSIVHAUS GEHÖRT DIE ZUKUNFT. “ Johannes Erler, Geschäftsführer

GRANDER® Wasser – Quell der Lebensfreude Eine Wohltat für Menschen, Tiere und Pflanzen

DIE ZUKUNFT DES BAUENS Für Johannes Erler liegt die Zukunft der Baubranche im Baustoff Holz. Es ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, dessen Verwendung für ein angenehmes und gesundes Wohnklima sorgt. Die Holzmenge, die für ein Einfamilienhaus gebraucht wird, wächst in Österreichs Wäldern innerhalb von 40 Sekunden wieder nach. Ein weiterer Vorteil des modularen Holzbaues, wie Johannes Erler ihn betreibt, ist die enorm kurze Bauzeit, vor allem im Vergleich zum Bauen mit Ziegel oder Beton. Auch Schimmelbildung kann durch den Einsatz des Naturstoffes fast vollständig vermieden werden. Holz lässt sich fast überall einsetzen, egal ob im optischen oder konstruktiven Bereich. Der Werkstoff kann in jeglicher Anwendungsform überzeugen. Ein besonderes Anliegen von Erler ist die Niedrigenergie- und Passivbauweise, bei der aufgrund der verbesserten Wärmedämmung und des Funktionsprinzips, mittels Wärmetauscher Lüftungswärmeverlust zu vermeiden, keine klassische Gebäudeheizung mehr benötigt wird. „Dem Passivhaus gehört die Zukunft. Ein Haus hat ja nicht nur Errichtungskosten, man muss auch die Erhaltungskosten miteinrechnen. Die Anschaffungskosten bei so einem Haus sind sicherlich höher. Rechne ich aber die Ausgaben über die ganze Nutzungsdauer des Gebäudes, dann rentiert sich das auf jeden Fall“, so der Holzbaumeister, der selbst in einem Passivhaus in Massivholzbauweise lebt. Auch bei gewerblichen Objekten und im kommunalen Bau sollte in Zukunft mehr auf energiesparende Bauweisen aus Holz gesetzt werden, findet Erler: „Das Land Tirol hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 energieautonom zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird viel mehr in Passivbauweise gebaut werden müssen, denn was Luftdichtheit und Wärmeleitung angeht, gibt es keine Alternativen zum Holz.“

Die GRANDER®-Wasserbelebung verleiht Ihrem Leitungswasser – auf natürliche Weise – eine ausgesprochen hohe Qualität von biologischem Wert. Davon profitieren sowohl wir Menschen als auch Tiere und Pflanzen, durch … > hohen Genuss und Geschmack > verbesserte Vitalität und Wohlbefinden > gesteigertes Wachstum und Ertrag > zahlreiche Optimierungen und Einsparungen > nachhaltigen Umweltschutz und Ressourcenschonung

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... die ganze Kraft des Wassers.


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MASCHINEN STATT LEHRLINGE

NEUE GENERATION VON HANDWERKERN

Obwohl der Holzbau boomt, kann Erler diesen Aufschwung nur bedingt nutzen. Seit drei Jahren tut sich der Meisterzimmerer immer schwerer, neue Arbeitskräfte für sein expandierendes Unternehmen zu finden. Vor allem Lehrlinge sind kaum mehr zu haben. Für das Jahr 2019 musste Erler sogar schon einige Aufträge absagen, da die notwendigen Arbeitskräfte fehlen, um sie zu meistern. In den nächsten Jahren möchte Erler öfter als Generalunternehmer auftreten und Häuser schlüsselfertig für seine Auftraggeber herstellen. Um mit diesen Wachstumsplänen mithalten zu können, hat er sich dazu entschlossen, weiter in den Ausbau seiner maschinellen Fertigung zu investieren: „Wir planen eine Erweiterung in der maschinellen Wandproduktion. Wir wollen die Genauigkeit unserer Produkte noch weiter erhöhen und müssen natürlich auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Durch die neuen Maschinen benötigen wir weniger Mitarbeiter in der Fertigung und können die vorhandene Arbeitskraft in der Montage nutzen.“ Auch die digitale Vernetzung von Planungsbüro, Werkstatt und Baustelle will Erler in den nächsten Jahren ausbauen. Früher machte Erler die Planung selbst, mittlerweile hat er zwei Techniker eingestellt, die mithilfe eines 3D-Zeichenprogramms detailgetreue und fotorealistische Darstellungen der Projekte anfertigen, die direkt von den Fertigungsmaschinen übernommen werden können.

Johannes Erler ist das Paradebeispiel einer neuen Generation von Handwerkern, die die technischen und wirtschaftlichen Chancen des 21. Jahrhunderts erkennen und in ihrem Unternehmen umsetzen. „Jeder spricht von der Digitalisierung, die ist bei uns schon Realität. Vom Auftragseingang über die Abwicklung bis hin zur Abrechnung funktioniert bei uns alles digital“, erklärt Erler. Auch beim Thema Ausbildung will der Jungunternehmer vorne bleiben. Die Zimmerei-Holzbau Erler ist Mitglied des Netzwerkes Passivhaus und des Holzbauteams Tirol. Beide Plattformen bieten Weiterbildungsprogramme für Lehrlinge und Facharbeiter, die Erler und seine Mitarbeiter dabei unterstützen, sich ihre fachlichen Qualifikationen weiterzuentwickeln und neue Strategien für die Zukunft des eigenen Unternehmens zu erarbeiten.

WARUM WIRTSCHAFTSBUND? Ein junges Unternehmen wie das von Johannes Erler verlangt auch nach einer modernen Interessenvertretung. „Als Jung­ unternehmer ist es wichtig, eine Interessenvertretung zu haben, die sich für unsere Belange einsetzt. Wenn man das alles alleine durchziehen muss, ist man einfach aufgeschmissen. Der Wirtschaftsbund schaut darauf, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Betriebe verbessern und man nicht von gesetzlichen Reglementierungen erdrückt wird. Deswegen bin ich dabei“, erzählt Erler.

© AXEL SPRINGER, TANJA CAMMERLANDER (3)

Das junge und motivierte Team der Zimmerei-Holzbau Erler


STIMMEN AUS DER P O

LITIK

BARBARA SCHWAIGHOFER

CORNELIA HAGELE

Verpflichtender Talente-Check: persönliche Fähigkeiten und Chancen erkennen!

Meister und Bachelor auf einem Level

LANDTAGSABGEORDNETE

LANDTAGSABGEORDNETE

Es gibt in Tirol derzeit über 960 Lehrstellen, die besetzt werden müssen. Für die Heranwachsenden zählt die Wahl des richtigen Berufsweges zu den schwierigsten Entscheidungen gegen Ende der Pflichtschule. Daher fordern wir als Wirtschaftsbund einen verpflichtenden, kostenlosen Talente-Check für alle Schülerinnen und Schüler der siebten Schulstufe. Dieser soll Sicherheit geben und dazu beitragen, die individuelle Weichenstellung für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler zu erleichtern.

Die internationale Vergleichbarkeit ist für die Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Mit der offiziellen Zuordnung der Meisterprüfung auf Stufe 6 im Nationalen Qualifikations­ rahmen (NQR) hat unsere Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck eine langjährige Forderung des Wirtschaftsbundes im September umgesetzt. Damit zieht der Meister formal mit dem Bachelor gleich und wird damit international offiziell anerkannt. Ein wichtiges Signal, das auch zur gesamten Aufwertung der dualen Ausbildung beiträgt.

MARIO GERBER In 173 Gemeindeprojekten werden Glasfasernetze oder Zubringer errichtet. LANDTAGS­ ABGEORDNETER

Die Digitalisierung hat längst Einzug in die klassischen Gewerbe gehalten. Ganz nach dem Motto: „Der Mensch muss seine Energie auf jene Tätigkeiten setzen, die eine Maschine nicht erbringen kann“, erleichtern moderne Technologien unseren Arbeitsalltag enorm. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Die erfolgreiche Breitbandoffensive des Landes Tirols wurde daher mit weiteren 50 Millionen Euro von 2019 bis 2023 fortgesetzt.

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Tirolerhaus – Top-Berggastronomie

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Fondue & Heißer Hut an den Rodelabenden im Tirolerhaus

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POLITIK OHNE SCHULDEN In Tirol wird Politik gemacht, die unseren Kindern einen schuldenfreien Start in ihre Zukunft ermรถglichen wird.


© SHUTTERSTOCK.COM


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AKTIV IN TIROL. „UM ERFOLGREICH ZU SEIN, BRAUCHT ES TEAMWORK.“ E

ines habe ich als Transportunternehmer bereits früh gelernt: Um erfolgreich zu sein, braucht es Teamwork. Das beginnt bei der Rohstoffgewinnung, führt über die Verarbeitung und Logistik bis hin zum Handel. Wirtschaft entsteht erst dann, wenn alle Glieder dieser Kette funktionieren. Es bringt mir nichts, wenn ich ein gutes Produkt habe, es aber keiner dem Kunden bringt. Dasselbe gilt für die Vertretung unternehmerischer Interessen in der Politik. Was nützt die beste Idee als Rohstoff, wenn daraus keine sinnvolle Maßnahme als Produkt entsteht? Und was bringt das beste Produkt, wenn es nicht richtig an die Bevölkerung vermittelt, sprich transportiert wird? Wir müssen als Team an allen Stellen unseren Beitrag leisten. Dazu gehört für mich vor allem, dass wir uns gegenseitig informieren, diskutieren, Meinungen aufnehmen und daraus die besten Lösungen erarbeiten. Dabei ist es mir als gelernter Unternehmer und Familienvater wichtig, dass wir in unserem Handeln an morgen denken und dafür bereits heute verantwortungsvoll wirtschaften. Die Nullschuldenpolitik des Landes zielt genau darauf ab und hat Tirol schon jetzt zum finanziell bestaufgestellten Bundesland Österreichs gemacht. Damit das so bleibt, müssen wir diesen Grundsatz in unserer täglichen Arbeit stets mitdenken. So können wir Bleibendes schaffen und unseren nächsten Generationen die besten Voraussetzungen mit auf ihren Weg geben.

CHRISTOPH WALSER: Der frischgebackene WK-Präsident ist ein absoluter Teamplayer.


„TIROL WEIST MIT

59,7 PROZENT DIE HÖCHSTE VER­BESSERUNG BEI DER BREITBANDVERSORGUNG AUF.

D

T

irol ist nicht nur eines der schönsten Länder der Welt, sondern auch eines der erfolgreichsten. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter und konsequenter Arbeit – über Jahrzehnte und Generationen hinweg. Diesen hohen Standard zu halten und dort, wo es möglich ist, sogar noch weiter auszubauen, muss unser gemeinsames Ziel sein. Mit einer wettbewerbsfähigen und innovativen Wirtschaft, gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften und einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur bringt Tirol alle Voraussetzungen mit, um auch in Zukunft ganz vorne mitspielen zu können. Wichtig ist mir dabei, dass wir möglichst alle in unserer Gesellschaft auf diesem Weg mitnehmen und dafür eintreten, dass Tirol auch weiterhin nicht nur ein wirtschaftlich erfolgreiches, sondern auch ein sozial starkes Land bleibt. Das Fundament dafür ist eine konsequente Budgetpolitik und eine Regierung, die darauf schaut, dass wir die Zukunft unserer Kinder nicht mit Schulden verbauen. Diesem Kurs der finanziellen Verantwortung fühle ich mich auch in Zukunft verpflichtet.

„TIROL IST NICHT NUR

EINES DER SCHÖNSTEN LÄNDER DER WELT, SONDERN AUCH EINES DER ERFOLGREICHSTEN.

GÜNTHER PLATTER: Wirtschaftlich erfolgreich und sozial – so sieht LH Platter sein Bundesland.

© GETTYIMAGES, STANDORTAGENTUR TIROL / OTS, JULIAN ANGERER, JOHANN GRODER/EXPA/PICTUREDESK.COM

PATRIZIA ZOLLER-FRISCHAUF: Die Wirtschaftslandesrätin macht Tirols Infrastruktur fit für die Zukunft.

igitalisierung benötigt Breitbandinfrastruktur. Eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit ist die Digitalisierung. Sie ist Voraussetzung, um als Standort bzw. Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Grundlage dafür schaffen wir mit dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur, den wir seit 2013 gemeinsam mit den Tiroler Gemeinden intensiv vorantreiben. Bis zum Jahr 2023 werden wir dafür insgesamt 100 Millionen Euro an Landesmitteln einsetzen. Bisher haben 170 Gemeinden in die Zukunft, in eine schnelle Internetanbindung investiert. Tirol weist mit 57,9 Prozent die höchste Verbesserung bei der Breitbandversorgung österreichweit auf. Damit wir für den nächsten Schritt ein noch besseres Service anbieten können, wurde die Breitbandserviceagentur des Landes gegründet. Die Servicestelle dient als zentrale Anlaufstelle für Fragen technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Art rund um den Breitbandausbau und soll vor allem Gemeinden und Planungsverbänden als professionelle Unterstützung beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur zur Verfügung stehen. Mit Arno Abler haben wir dafür einen erfahrenen Mann gefunden, der als Internetpionier in Tirol gilt.


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DA GEHT WAS WEITER Seit März konnte die Tiroler Landesregierung schon einiges bewegen.

QUALITÄT VOR QUANTITÄT: NEUE TOURISMUS­ FÖRDERUNGS­ RICHTLINIE. , , , ,

 Schwerpunkte: Qualitätsverbesserung, Personalunterkünfte, Dorfgasthäuser und Infrastruktur Sommertourismus  Vorhaben, die über Investorenmodelle mit Verkauf von Appartements/Chalets finanziert werden, sind nicht förderbar.  Fachbeirat wird installiert, der über 500.000 Euro förderbare Kosten entscheidet.  Es werden keine neuen Betten gefördert (Ausnahme Sonder-/Regionalförderprogramme).

WEITERENT­ WICKELN: GRUNDSATZBE­ SCHLUSS FÜR NEUE RAUMORDNUNG. ,

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 aßnahmen zur Baulandmobilisierung, wie u. a. M Einführung von befristeten Baulandneuwidmungen und Kompetenz- und zivilrechtliche Absicherung für die Vertragsraumordnung Freizeitwohnsitzabgabe Umgang mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Tourismus (z. B. Chaletdörfer und Investorenmodell) Flächenverbrauch: Verlagerung von Stellplätzen in Hoch- oder Tiefgaragen bei Handelsbetrieben ab 300 m2 Kundenfläche sowie Mehrfachnutzung bei Handelsbetrieben (Dienstleistungen bzw. Wohnen im 1. Stock)

ZUKUNFTSFIT: BREITBAND­ AUSBAU. , ,

SPORTLAND TIROL. , ,

Sommer 2018: Austragung der ­ Kletter- und Rad-Weltmeisterschaft Winter 2019: FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften in Seefeld

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Neue Breitbandserviceagentur eingerichtet als Servicestelle für Tiroler Gemeinden Digitalisierungsförderung unterstützt Tiroler UnternehmerInnen dabei, das Potential der Digitalisierung auszuschöpfen. Up-to-date-Informationen auf www.digital.tirol abrufbar Bis zum Jahr 2023 werden insgesamt 150 Millionen Euro in die Digitalisierung Tirols investiert.


BILANZ: WIRTSCHAFTS­ FÖRDERUNG 2017. , ,

 and Tirol genehmigte LandesfördeL ­r­ungen in der Gesamthöhe von rund 50 Millionen Euro für 1.930 Projekte. Das geförderte Projektvolumen belief sich auf 615 Millionen Euro. Das sind um 130 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016.

STÄRKUNG DES LÄNDLICHEN RAUMS: OSTTIROL. ,

VERANTWORTUNG FÜR DIE NÄCHSTEN GENERATIONEN: BUDGETENTWURF 2019. , , , ,

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 Campus Technik Lienz wurde eröffnet (Universität, HTL und Berufsschule unter einem Dach; 13,2 Millionen. Euro Gesamtbaukosten)  Förderpaket Osttirol, u. a. maßgeschneidertes Finanzierungsinstrument für den Osttiroler Tourismus über die Osttiroler Investment GmbH (drei Millionen Euro)

 irol wird auch 2019 nicht mehr ausgeben, als es T einnimmt. Die Landesregierung hat die Haftungen von einst mehr als 11 Milliarden Euro mittlerweile fast gänzlich abgebaut. Die bereits jetzt niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung von allen Bundesländern wird weiter zurückgehen. Keine Nettoneuverschuldung: Pro-Kopf-Verschuldung 2019: 361,70 Euro (2018: 371 Euro)

OPTIMIERUNG DER MARKE TIROL: LEBENSRAUM TIROL HOLDING. , , ,

 ie Tirol Werbung, die Standortagentur Tirol und die Agrarmarketing Tirol D werden gesellschaftsrechtlich in eine Holding integriert. Die strategische Marke Tirol wird fortan von einer Gesellschaft gesteuert. Die neue Konstruktion soll Vernetzung schaffen, Synergien nutzen und Einsparungen in der Struktur bewirken.


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P O RT R ÄT

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Christoph Walser:

DER NEUE. TIROLS WIRTSCHAFTSKAMMER-PRÄSIDENT IM PORTRÄT

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rstmals in der Geschichte des Österreichischen Wirtschaftsbundes wurde die Entscheidung über die Präsidenten-Nachfolge der Tiroler Wirtschaftskammer in die Hände der Wirtschaftsbund-Familie gelegt. Bereits im Oktober wurde im Rahmen der 22. außerordentlichen Landesgruppenhauptversammlung Christoph Walser mit 97 Prozent der Delegiertenstimmen zum Nachfolger von Jürgen Bodenseer gewählt. Am 14. November erfolgte die offizielle Amtsübergabe. Walser ist damit der jüngste amtierende Präsident einer Landeskammer der Wirtschaftskammer Österreich. Wer Christoph Walser kennenlernt, ist überrascht, wie viel Ruhe und Gelassenheit der 43-Jährige ausstrahlt. Es ist eigentlich eine der aufregendsten Zeiten seines Lebens. Gerade wurde der Unternehmer und Bürgermeister der Gemeinde Thaur zum neuen Präsidenten der Wirtschaftskammer Tirol (WKT) gewählt. Ein Termin jagt den anderen. Ein neues und verantwortungsvolles Amt wartet darauf, von Christoph Walser ausgefüllt zu werden. Er nimmt sich trotzdem Zeit, beantwortet geduldig und gut gelaunt die vielen Fragen, die ihm gestellt werden. Trotz des Stresses der Übergabe wirkt der neue Präsident nicht angespannt oder nervös. Man sieht ihm an, dass er sich auf die Aufgabe freut und mit ihm wohl auch ein neuer Stil in die Kammer einziehen wird.

VOM LEHRLING ZUM ERFOLGREICHEN UNTERNEHMER Christoph Walser wächst in den 1970ern in der Gemeinde Thaur auf und besucht dort die Volksschule. Die Hauptschule schließt er im Nachbarort Absam ab und wechselt danach auf das Gymnasium in Volders. Nach zwei Jahren wird Walser klar, dass er eine Lehre machen will. Er bricht das Gymnasium ab und entscheidet sich für die Ausbildung zum Speditionskaufmann bei der Firma Kapeller in Innsbruck, die er im Jahr 1994 abschließt. Danach leistet Walser seinen Präsenzdienst bei den Gebirgsjägern und arbeitet acht Jahre lang bei der Spedition Gebrüder Weiss. Nach zwei weiteren Jahren bei der Spedition Nindl entscheidet er sich dazu, selbst Transportunternehmer zu werden und sein berufliches Schicksal in die eigene Hand zu nehmen: „Ich hatte immer den Wunsch, ein Unternehmen zu gründen und selbst die Zügel in der Hand zu haben. Mir hat die Arbeit als Speditionskaufmann gut gefallen, aber ich habe mir oft gedacht, dass ich das auch alles selbst machen könnte.“ Walser startet im Jahr 2005 mit nur einem LKW sein eigenes Transportunternehmen, die CWA Transporte GmbH, in seiner Heimatgemeinde Thaur. Inzwischen ist die Fahrzeugflotte der Firma auf 50 LKWs angewachsen, Walser beschäftigt 60 Mitarbeiter. Damit zählt sein Unternehmen zu den größten Frächtern Tirols. Das ist die unternehmerische Erfolgsgeschichte im Leben des Christoph Walser. Es gibt aber auch eine politische.

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„ICH HATTE

SCHON IMMER DEN WUNSCH, EIN UNTER­ NEHMEN ZU GRÜNDEN.

© ANDRE SCHÖNHERR, SHUTTERSTOCK.COM

Christoph Walser Wirtschaftskammer-Präsident


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POLITISCHES ENGAGEMENT IN GEMEINDE UND KAMMER Schon ein Jahr vor der Gründung seines Unternehmens wird Christoph Walser in den Gemeinderat Thaurs gewählt. Er will mitgestalten. Etwas verändern und bewegen. Im Jahr 2008 eröffnet sich eine neue Chance, der amtierende

„Jeder, der ein Amt in der Politik innehat, sollte zuerst Erfahrungen in der Gemeindepolitik sammeln.“ Christoph Walser, Wirtschaftskammer-Präsident

Vize-Bürgermeister verabschiedet sich in den Ruhestand. Walser interessiert sich für die Nachfolge und bekommt das Amt. In dieser Zeit beginnt er, sich auch in der Fachgruppe Güterbeförderung zu engagieren. „Ich war immer politisch interessiert und habe dann nach zwei, drei Jahren der Selbstständigkeit gemerkt, dass es wichtig ist, dass man eine gute Interessenvertretung hat. Nur durch sie kann man die Themen, die für einen und sein Unternehmen wichtig sind, weiterbringen“, erklärt Walser. Acht Jahre lang bleibt Walser Vize-Bürgermeister und sammelt Erfahrung in der Gemeindepolitik. Neben der Gemeinde bringt er sich auch immer mehr in der Kammer ein. Seine Anstrengungen werden belohnt. 2015 wird er Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Innsbruck-Land und Obmann-Stellvertreter der Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe. Walser sieht die Gemeindepolitik als die Basis für all seine weiteren politischen Ämter: „Ich bin der Meinung, dass jeder, der ein Amt in der Politik innehat, zuerst Erfahrungen in der Gemeindepolitik sammeln sollte, damit er die Grundlagen der Politik kennenlernt.“

AUSGEZEICHNETER BÜRGERMEISTER Als Vize-Bürgermeister ist Walser sehr in die politischen Prozesse des Dorfes involviert. Sein Interesse an der Politik wächst, er wünscht sich mehr und mehr, die Führungsverantwortung in der Gemeinde zu übernehmen. Im Jahr 2016 tritt er gegen den amtierenden Bürgermeister Konrad Giner und dessen Liste bei den Bürgermeisterwahlen an und erreicht im ersten Wahlgang mit 50,49 Prozent auf Anhieb die absolute Mehrheit. Im gleichen Jahr wird Walser dann auch zum Landesobmann-Stellvertreter des Tiroler Wirtschaftsbundes bestellt. Christoph Walser betont, dass sein rasanter politischer Aufstieg nicht so geplant war. „Den Weg, den ich gemacht habe, konnte ich durch Ehrgeiz, aber auch etwas zeitliches Glück gehen. Einsatz und Wissen gehören natürlich auch dazu, aber alles in allem kann man so etwas nicht planen. Es kommt dann einfach auf einen zu“, stellt der neue Präsident bescheiden fest. Walser konzentriert sich als Bürgermeister auf die Themenschwerpunkte Familie, Jugend und Verkehr und startet innerhalb kurzer Zeit politische Initiativen, um den Missständen in der Gemeinde zu begegnen. Unter seiner Füh-

Das Erfolgsduo Christoph und Yvonne Walser


DER WERDEGANG Die Erfolgsgeschichte Christoph Walser

1991–94 Lehre zum Speditionskaufmann

rung werden in Thaur eine neue Kinderkrippe und ein neues Jugendzentrum gebaut, die Sport- und Spielplätze des Ortes erneuert und der Kindergarten und die Volksschule modernisiert. Auch der Verkehr im Dorf wird unter Walser neu geregelt. Es entstehen neue Einbahnstraßen und Kreisverkehre, die für eine Entlastung der Verkehrsinfrastruktur im Ort sorgen sollen. Walsers Engagement macht sich bezahlt. Im Jahr 2017 wird Thaur mit dem Landes-Gemeindepreis des Innenministeriums ausgezeichnet.

2005 Gründung der Firma CWA Transporte mit nur einem LKW

EIN PRÄSIDENT ZUM ANFASSEN Auf die Frage, warum er glaubt, ein guter Wirtschaftskammer-Präsident zu sein, antwortet Walser überzeugt und pragmatisch: „Weil ich aus der Basis komme. Weil ich von der Gründung bis zum Ausbau meines Unternehmens auf die mittlerweile 60 Mitarbeiter die ganze Problematik des

2008–16 Vizebürgermeister der Gemeinde Thaur

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2015 Bezirksstellenobmann WK Bezirksstelle Innsbruck-Land

2015 Fachgruppenobmann-Stv. der Fachgruppe Güter­ beförderungsgewerbe

2016 Bürgermeister der Gemeinde Thaur

Christoph Walser mit seinem mittleren Sohn Daniel

© WK TIROL/FRISCHAUFBILD (2)

2016 Landesobmann-Stellvertreter des Tiroler Wirtschaftsbundes

2018 Präsident der Wirtschaftskammer Tirol


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Landesobmann Hörl gratuliert WK-Präsident Walser zur Amtsübernahme.

DER FAMILIENMENSCH Neben seinen vielen Ämtern und Funktionen ist Walser aber vor allem eines, ein Familienmensch. Christoph Walser und seine Frau Yvonne haben gemeinsam vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Im Gespräch mit dem neuen Präsidenten der WKT wird klar, dass seine Familie für ihn Ansporn und Rückhalt zugleich ist und er sich sehr wohl der außerordentlichen Unterstützung seiner Familie bewusst ist: „Ohne meine Frau und Kinder hätte alles nicht so funktioniert. Angefangen vom Unternehmersein über das Bürgermeisteramt bis hin zur Kammer. Nichts davon wäre möglich gewesen, wenn nicht meine Frau und Familie so extrem hinter mir stehen würden. Dafür bin ich sehr dankbar.“ 

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Auch kritische Töne wird es von Seiten des neuen Präsidenten geben. Walser ist zur Wahl angetreten, weil er sich nicht mit dem Status quo der WKT zufriedengibt: „Trotz der guten wirtschaftlichen Lage ist es notwendig, die Strukturen und Abläufe in der Kammer zu hinterfragen und den Ansprüchen der Mitglieder anzupassen“, lässt Walser durchblicken.

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Unternehmerseins miterlebt habe. Die Angst, ob die Unternehmung wirklich so funktioniert. Das Gefühl abends im Bett zu liegen und sich zu denken: Wie soll ich diesen Monat wieder die ganzen Gehälter bezahlen. Diese Erfahrung ist sicherlich auch die Grundlage für eine solide Arbeit in der WK.“ Man nimmt Walser diese Aussagen ab. Er ist ein Präsident, der sich nach oben gearbeitet hat und die Sorgen und Nöte eines Unternehmers versteht. Was ihn nach eigener Einschätzung auszeichnet, ist die Fähigkeit im Team zu agieren, die Funktionäre der WKT in die Entscheidungsprozesse einzubinden und auch anderen einen Erfolg gönnen zu können. Eine Einstellung, die in der Politik selten anzutreffen ist. Walser will ein Präsident zum Anfassen sein und den Unternehmern das Gefühl geben, dass jemand aus ihren eigenen Reihen sie an der Spitze der Kammer vertritt. Unter dem neuen Präsidenten wird der Kontakt zu den Mitgliedern der Kammer großgeschrieben werden, denn nur durch den Austausch mit der Basis, können die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um den Alltag der Unternehmer zu erleichtern.


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Einsatz Was wir uns in Tirol vornehmen, mĂźssen wir in Wien

umsetzen.


© GETTYIMAGES

in Wien


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AKTIV IN WIEN.

„UNSERE UNTER­

NEHMERINNEN UND UNTER­ NEHMER SIND DER MOTOR FÜR INNOVATION, WACHSTUM UND BESCHÄFTIGUNG.

HARALD MAHRER: WKO-Präsident Mahrer arbeitet an einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung des Fachkräftemangels .

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nsere Betriebe sind der Motor für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. Jedes neue Unternehmen schafft im Schnitt 2,4 neue Arbeitsplätze. Uns fehlen jedoch schon heute 162.000 Fachkräfte. Der Fachkräftemangel ist somit eines der größten Probleme und damit Wachstumshemmnis für den Wirtschaftsstandort. Das hat Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Um den Fachkräftemangel zu lindern, brauchen wir eine nachhaltige Gesamtstrategie – einzelne Maßnahmen sind nicht mehr ausreichend. Daher konzentrieren wir uns auf fünf wesentliche Punkte: Qualifizierung, Personalsuche und -sicherung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Erhalt der Arbeitsfähigkeit und qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Die Bundesregierung hat den Startschuss für eine Reihe notwendiger Maßnahmen gegeben und so auf unsere Forderungen reagiert. Dazu zählen nicht nur Maßnahmen im Inland, sondern auch der Ausbau der überregionalen Vermittlung – wichtige Schritte zur Fachkräftesicherung.


„WIR MÜSSEN

DIE MARKE ÖSTERREICH IN DER WELT BEST­MÖGLICH PLATZIEREN.

S

SEBASTIAN KURZ: Der Bundeskanzler hat seit Regierungsantritt ein beachtliches Tempo vorgelegt.

„MIR IST ES

WICHTIG, AUF DEM WEG IN EINE DIGITALE ZUKUNFT NIEMANDEN ZURÜCKZU­ LASSEN.

MARGARETE SCHRAMBÖCK: Die Tiroler Bundesministerin will Österreich zu einem digitalen Musterland weiterentwickeln.

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in Blick auf den digitalen Wandel macht deutlich, wie sehr sich die Welt in den letzten Jahren verändert hat, und ist zugleich Auftrag an die Politik, Österreich und den Wirtschaftsstandort an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Als Digitalministerin ist es mir wichtig, auf dem Weg in eine digitale Zukunft niemanden zurückzulassen. Digitale Skills werden neben Schreiben, Rechnen und Lesen in Zukunft die vierte Grundkompetenz. Daher haben wir bereits die Initiative „fit4internet“, die den Bürgerinnen und Bürgern digitale Basiskompetenzen vermitteln soll, gestartet. Ab 2019 sollen in einem ersten Schritt flächendeckend über alle Bundesländer verteilt digitale Kurse für die Generation 60+ zur Verfügung stehen. Digitalisierung wird aber nicht nur Voraussetzung für den Erfolg des Einzelnen, sondern auch und vor allem für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Ein modernes Berufsausbildungssystem muss rasch und flexibel auf neue Anforderungen in der Wirtschaft, insbesondere auf neue technische Entwicklungen wie den Megatrend zur Digitalisierung der Arbeits- und Produktionsprozesse, eingehen. Schritt für Schritt entwickeln wir die Lehrlingsausbildung laufend weiter, indem wir die Berufsbilder regelmäßig aktualisieren und neue Elemente in die Ausbildung einbeziehen. Unser Ziel ist, Österreich zum digitalen Musterland weiterzuentwickeln und die Digitalisierung als Mittel zu nutzen, um das Leben der Menschen zu verbessern.

© MARTIN JUEN/SEPA.MEDIA/PICTUREDESK.COM, VOLKSPARTEI, HELMUT FOHRINGER/APA/PICTUREDESK.COM

eit einem Jahr arbeiten mein Team und ich daran, den Weg der Veränderung konsequent zu gehen. Ein zentrales Anliegen ist uns dabei, den Standort zu stärken, um Österreich wieder zukunftsfit zu machen. Österreich ist bekannt für seine starke Exportleistung. Sie ist eine wesentliche Stütze des heimischen Wohlstandes und sichert zahlreiche Arbeitsplätze. Das verdanken wir unseren engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern. Doch die globale Wirtschaft befindet sich im Wandel. 90 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums werden in den nächsten zehn bis 15 Jahren außerhalb Europas generiert werden. Damit wir an diesem Wachstum teilhaben können, müssen unsere Unternehmen die besten Rahmenbedingungen vorfinden. Um die Chancen internationaler Märkte zu nützen, benötigt es daher gut gemachte Partnerschaften, die Marktzugang schaffen. Wir müssen außerdem die Marke Österreich in der Welt bestmöglich platzieren. Derzeit arbeiten wir mit voller Kraft an einer Außenhandelsstrategie mit Fokus auf Innovation und Technologie, Digitalisierung und neuen Wachstumsmärkten. Wir haben als Bundesregierung schon einiges geschafft, aber wir haben noch viel vor. Auch der Standort Tirol ist für diese Herausforderungen optimal aufgestellt, sei es im Tourismus, dem Handwerk oder der Industrie. Ich bin mir sicher, mit der Unterstützung aller unserer heimischen Unternehmerinnen und Unternehmer können wir Österreich im internationalen Wettbewerb zurück an die Spitze bringen.


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DER NEUE STIL TRÄGT FRÜCHTE Österreichs neue Regierung macht das Land fit für die Zukunft.

NEUE GERECHTIGKEIT: MINISTERRAT BESCHLIESST EINHEITLICHE MINDEST­ SICHERUNG. , , ,

 Neue einheitliche Regelung: Der Bund regelt den Rahmen, Details liegen bei den Ländern.  Deutsch ist der Schlüssel: Wer die volle Mindestsicherung will, muss Deutsch auf einem gewissen Niveau können.  Wir helfen Alleinerziehenden: Sie erhalten zusätzlich für jedes minderjährige Kind einen Bonus.

WIRTSCHAFTS­ STANDORT ÖSTERREICH ZUKUNFTSFIT MACHEN. ,

 sterreich soll zu einem weltweiten Vorreiter im Ö 5G-Ausbau werden. Dafür legt die Bundesregierung eine 5G-Strategie vor.

„BERATEN STATT BESTRAFEN“. ,

Kleinere Verwaltungsübertretungen werden in Zukunft nicht sofort zu hohen Strafen führen, sondern die Behörde wird das Unternehmen zuerst beraten.

SCHLANKERE STRUKTUREN: REFORM DER SOZIAL­ VERSICHERUNGSTRÄGER. , , ,

I n Zukunft gibt es nur noch fünf statt 21 Sozialversicherungsträger. Statt neun Gebietskrankenkassen kommt die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK). Es werden keine Krankenhäuser geschlossen und keine Leistungen gekürzt – es wird am System gespart.


ENTLASTUNG: FAMILIENBONUS PLUS BESCHLOSSEN. , , ,

 ie Steuerlast für Familien sinkt pro Kind um D bis zu 1.500 Euro im Jahr.  Davon profitieren 950.000 Familien mit 1,6 Millionen Kindern – speziell mit kleinen und mittleren Einkommen!  Der Familienbonus tritt Anfang 2019 in Kraft und erhöht somit bereits ab Jänner 2019 das Nettoeinkommen von Familien mit Kindern.

EXPORTE STEIGERN & STANDORT STÄRKEN: AUSSENWIRTSCHAFTS­ STRATEGIE. ,

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 Österreich braucht eine neue Außenhandelsstrategie, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Exporte zu steigern.  Schwerpunkte werden in den Bereichen Innovation und Technologie, Digitalisierung und in neuen Wachstumsmärkten liegen.

LANGJÄHRIGE FORDERUNG UMGESETZT: ARBEITSZEIT­ FLEXIBILISIERUNG. , , , , ,

Der 8-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche bleiben die Normalarbeitszeit. Darüber ist es aber möglich, länger zu arbeiten – maximal 12 Stunden pro Tag oder 60 Stunden pro Woche. Im Durchschnitt darf nicht mehr als 48 Stunden (Höchstarbeitszeit) in 17 Wochen gearbeitet werden. Dadurch wird die 4-Tage-Woche weiterentwickelt. Kollektivvertragliche Regelungen der Normalarbeitszeit und Überstundenzuschläge bleiben unverändert.

JOBGIPFEL. ,

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 ie Mangelberufsliste wird D regionalisiert, um lokalen Fachkräftebedarf abdecken zu können. Durch gezielte Anwerbung von Fachkräften aus der EU sowie eine leichtere und schnellere Erlangung der Rot-Weiß-Rot-Karte sollen Schlüsselarbeitskräfte nach Österreich kommen können.


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ENTLASTUNG: ARBEITSLOSEN­ VERSICHERUNGSBEITRAG GESENKT. ,

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Mit der Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages hat die Bundesregierung eine konkrete Entlastung für niedrige Einkommen bis 1.948 Euro brutto geschaffen. Damit haben bis zu 900.000 Österreicher­ Innen im Schnitt ca. 310 Euro pro Jahr mehr Geld in der Tasche.

FÜR EIN EINFACHES UND BESSERES STEUERRECHT: JAHRESSTEUER­ GESETZ. ,

ENTLASTUNG IM TOURISMUS: SENKUNG DER UMSATZSTEUER. ,

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Statt zahlreicher, kurz aufeinander folgender Änderungen der Steuergesetze werden steuerliche Änderungen künftig in einem Jahressteuergesetz zusammengefasst. Jahr für Jahr soll so das Steuerrecht einfacher und übersichtlicher gemacht werden.

 it 1. November wurde die Umsatzsteuer für M Beherbergungen von 13 % auf 10 % gesenkt.

STANDORT STÄRKEN. , , ,

Lehrlingsoffensive mit Fokus auf Digitalisierung: Einführung von 13 neuen Berufsbildern Weniger Bürokratie für Betriebe durch den Entfall von Genehmigungsverfahren für Betriebsanlagen Klares Bekenntnis der Bundesregierung zur schrittweisen steuerlichen Entlastung im Laufe der Legislaturperiode (Senkung Lohnnebenkosten und Steuerund Abgabenquote)


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as Mentoring-Programm des Tiroler Wirtschaftsbundes füllt deinen politischen Werkzeugkasten. In zehn Modulen absolvierst du mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Tirol ein exklusives Kurs- und Besuchsprogramm mit spannenden Einblicken hinter die Kulissen der Wirtschaftspolitik. Am umfangreichen Lehrplan stehen unter anderem eine zweitägige Wienreise mit Besuchen des Bundeskanzleramtes und verschiedenen Ministerien sowie Stippvisiten im Parlament und in der Wirtschaftskammer Österreich. Aber auch die persönlichen Fähigkeiten werden weiterentwickelt: vom Rhetorikkurs bis hin zu Expertenseminaren zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen. Du kannst dabei mit wichtigen Playern des politischen Systems – vom Landtag und Nationalrat über regionale Medien bis hin zur Sozialversicherungsanstalt– erste Kontakte knüpfen. 

Das Hohe Salve

Das Seepark

Das Jakobskreuz

SPORTRESORT

KLAGENFURT

AUSFLUGSZIEL & EVENTLOCATION


46 | 47 W I RTS C H A F TS BUND M AG A Z I N

DEIN SCHÖNSTES ERLEBNIS ALS UNTERNEHMERiN WB-Mitglieder erzählen von den Höhepunkten des UnternehmerInnendaseins.

HANSJÖRG SCHIMPFÖSSL, Geschäftsführer Das Möbelhaus Huber H. Schimpfössl GmbH, Reutte

KUNDENFEEDBACK

EXPORTSCHLAGER

HELENE MAYR, Geschäftsführerin Tracht & Braut, Kirchbichl

„Ich habe einmal einen Brief von einer Kundin bekommen, worauf stand: ‚Liebe Helene, du verschönerst die Frauen‘. Dieser Einzeiler war für mich sehr vielaussagend, weil er Wertschätzung ausdrückt, meinem Handwerk und meiner Vision als Trachtenschneiderin gegenüber.“

„Eines Tages kam ein Kunde – ein erfolgreicher Geschäftsmann in den Vereinigten Staaten – mit dem Anliegen zu mir, ich möge doch einen Teil seiner Hauseinrichtung in Montana herstellen. Von Reutte aus in die USA zu liefern, war für mich etwas Besonders.“

„Während der Biathlon WM 2017 in Hochfilzen haben wir den Shuttle-­Verkehr abwickeln dürfen – und das als kleines Familienunter­nehmen. Damit haben wir uns mit persön­lichem Einsatz und dem notwendigen Know-how vor Ort gegen die großen Mitstreiter durchgesetzt. Das macht Mut.“ CHRISTINA BRUNNER, Geschäftsführerin Dödlinger Touristik GmbH, Fieberbrunn

© MARKUS MAYRRGER, NINA BEIRER, PLANLICHT, REIFMÜLLER

DURCHSETZUNGSKRAFT


BÜHNENMOMENT „ Bei der Weihnachtsfeier meine allererste Ansprache als Geschäftsführerin zu halten, war für mich ein schönes Erlebnis. Es hatte einen gewissen Zauber, vor meinem eigenen Team alleine auf der Bühne zu stehen.“

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FELICITAS KOHLER, Geschäftsführerin Planlicht GmbH & Co KG, Vomp

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LEHRMEISTER „Es freut mich, dass wir in unsere neue Tischlerei im Gewerbe­gebiet in Gries im Sellrain umgesiedelt sind und dadurch unseren Mitarbeiterstamm ausbauen konnten. Genauso gerne erinnere ich mich aber an den Moment zurück, als ich den ersten Lehrling einstellen durfte. “ MARCO HOLZKNECHT, Geschäftsführer Tischlerei Holzknecht GmbH, Gries im Sellrain STEFAN MAIR, Geschäftsführer Mair’s Beerengarten, Rietz

ANNA GEIGER-VERGEINER, Geschäftsführerin Vergeiner’s Traube GmbH, Lienz

„Was mich an meiner Arbeit besonders erfreut, ist ein zuverlässiges Team zur Seite zu haben, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und auf diese Weise so vieles im Team erreichen zu können – das macht einfach Spaß.“

WILLKOMMENSGRUSS „Das schönste Erlebnis war für mich, als ich in der Innsbrucker Altstadt mein eigenes Geschäft eröffnen durfte und dort herzlich will­kommen geheißen wurde. Tiroler Qualitätsprodukte einer breiten Kundschaft zugänglich zu machen, freut mich sehr.“

© MARTIN LUGGER, HOLZKNECHT TISCHLEREI, OSS, DIE FOTOGRAFEN, TANJA CAMMERLANDER

TEAM WORK


KUNDEN­ ZUFRIEDENHEIT

JUBILÄUMSFREUDE MICHAEL GITTERLE, Geschäftsführer GITTERLE Sebastian Raumausstattung GmbH, Fließ

„Zu meinen schönen Erlebnissen gehört allein Kunden zufrieden zu stellen und Großaufträge erfolgreich abzuschließen. Ich freue mich aber auch darüber, dass wir 2016 von der Bundesinnung der Bodenleger als Österreichs bester Lehrbetrieb ausgezeichnet wurden und bereits einige Bundessieger hatten.“

HELGA PEINTNER, Geschäftsführerin Konditorei Peintner, Innsbruck

„Zu meinen schönsten Erlebnissen gehört, dass wir vom Land Tirol für unser 60-jähriges Firmenbestehen geehrt wurden. In unserem wachsenden Familienunternehmen arbeiten mittlerweile drei Generationen und viele langjährige Mitarbeiter zusammen – mit ihnen allen das 60-Jahre-Jubiläum zu feiern, war etwas Besonderes.“


I N T E RV I E W

A

Nach ihrem Studium in Wien und Trient sowie beruflichen Aufenthalten im In- und Ausland zog es Michaela Hysek-Unterweger (38) wieder zurück in ihre Heimat Assling in Osttirol. 2011 übernahm sie den elterlichen Betrieb Unterweger Früchteküche, den sie nun in dritter Generation als Geschäftsführerin leitet. Das Familienunternehmen ist neben Osttirol auch mit einem Standort im Burgenland vertreten und beschäftigt insgesamt fast 70 Mitarbeiter. Hysek-Unterweger ist Mitglied im Aufsichtsrat der Osttirol Investment GmbH (OIG) und war bis zu ihrer Bestellung als Bezirksobfrau im September als Stellvertreterin ihrer Vorgängerin tätig.

© BRUNNER IMAGES

NAME MICHAELA HYSEK-UNTERWEGER


UF-

BRUCHSTIMMUNG in Osttirol

IM VERGANGENEN S ­ EPTEMBER WURDE ­MICHAELA HYSEK-­UNTERWEGER ZUR NEUEN BEZIRKSOBFRAU DES OSTTIROLER WIRTSCHAFTSBUNDES GEWÄHLT. GEMEINSAM MIT IHREM TEAM SOLL SIE FÜR FRISCHE IMPULSE IN DER BEZIRKSGRUPPE SORGEN. IM INTERVIEW ERZÄHLT DIE UNTERNEHMERIN VON DEN ANSTEHENDEN AUFGABEN UND DEN GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN IN DER REGION. FRAU HYSEK-UNTERWEGER, SIE WURDEN VON DEN MITGLIEDERN DES OSTTIROLER WIRTSCHAFTSBUNDES MIT ÜBER 96 PROZENT ZUR NEUEN BEZIRKSOBFRAU GEWÄHLT. WIE BEWERTEN SIE DIESES ERGEBNIS? Das ist natürlich ein starker Vertrauensbeweis. Genauso wichtig wie das Wahl­ ergebnis ist für mich allerdings, dass in der Bezirksgruppe nun eine Aufbruchstimmung herrscht: Nach der Wahl haben mir einige der Anwesenden mitgeteilt, dass sie so etwas wie einen

Aufwind im Wirtschaftsbund spüren. Es sind zwei Komponenten, die hier zusammenspielen: Einerseits merken wir einen wirtschaftlichen Aufschwung, andererseits gibt es den starken Drang, dass wir auch in der Vertretung unserer Interessen etwas weiterbringen. Das Wahlergebnis trägt also natürlich auch einen Auftrag in sich.

WAS PRÄDESTINIERT SIE FÜR DAS AMT ALS BEZIRKSOBFRAU? Im Wirtschaftsbund sind alle Mitglieder in gewissem Sinne Führungspersönlichkeiten. Wir sind alle Unternehmer, der Großteil von uns führt Mitarbeiter, und wer einmal beim Wirtschaftsbund ist, trägt auch den Politikvirus in sich. Es liegt vielleicht an meiner Rolle in unserem Unternehmen, dass ich als passend für dieses Amt angesehen

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DE R B E Z I RK S VOR S TA N D

MICHAELA HYSEK-UNTERWEGER führt seit 2011 in dritter Generation das Familienunternehmen Unterweger Früchteküche in Assling und ist Mitglied der Osttiroler Investment GmbH.

„UNS GEHT ES DARUM,

DIE WIRTSCHAFT IN OSTTIROL INSGESAMT WIEDER SICHTBARER ZU MACHEN.

Michaela Hysek-Unterweger, Bezirksobfrau Wirtschaftsbund Osttirol

werde: Wir sind eine Manufaktur, genau zwischen Gewerbe und Industrie, beliefern Handel, Bäcker und Gastronomie und kaufen von Bauern. Wir stehen an der Schnittstelle aller Stakeholder, die auch die Wirtschaft im Bezirk Lienz gestalten. Und schlussendlich sind mir viele unserer Themen ganz persönliche Anliegen.

DIE BEZIRKSGRUPPE OSTTIROL HAT ZULETZT AUCH TURBULENTE ZEITEN ERLEBT. WIE LÄSST SICH DIE LAGE WIEDER BERUHIGEN? Mich interessiert in diesem Zusammenhang die Zukunft mehr als die Vergangenheit. Und da habe ich mir mit meinem Team vorgenommen, mit Ruhe, aber auch mit Konsequenz unsere Forderungen zu vertreten. Wir werden also

nicht um des lieben Friedens Willen nachgeben, aber auch nicht gleich herumwirbeln. Es ist jetzt am Beginn mehr zu tun, damit der Laden dann rund läuft. Ganz wichtig für eine Beruhigung ist in jedem Fall ein Miteinander. Im Vorstand treffen wir uns zu einem monatlichen Jour fixe und besprechen die anstehenden Themen. Zudem wollen wir unsere Mitglieder verstärkt ansprechen.

WELCHE THEMEN SIND IHNEN WICHTIG, WELCHE SCHWERPUNKTE VERFOLGEN SIE IN IHRER NEUEN FUNKTION? Uns geht es darum, die Wirtschaft in Osttirol insgesamt wieder sichtbarer zu machen. Wir sind für den Tourismus bekannt, und der macht auch ein Drittel der Osttiroler Wirtschaftsleis-

ROBERT EDLINGER leitet den Lienzer Traditionsbetrieb Franz Fagerer Installationen und arbeitet seit vielen Jahren im Gemeinderatsteam der Bezirkshauptstadt mit.

tung aus, aber Gewerbe, Industrie und Handel prägen unseren Bezirk genauso. Dazu werden wir zuerst den Kontakt zu unseren Mitgliedern stärken, was einiges an Arbeit erfordert. Denn wir müssen den Unternehmern einen Anreiz bieten, ihre Wünsche und Forderungen zu artikulieren. Wir wollen, dass Unternehmen aller Branchen in Osttirol als wichtiger und identitätsstiftender Bestandteil unseres Bezirkes wahrgenommen werden. Denn Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und geben einen Grund zum Leben im Bezirk, sie exportieren und machen Osttirol auch außerhalb der Grenzen bekannt. Und gerade heute, wo Regionalität so groß geschrieben wird, formen Unternehmen auch das Bild des Bezirkes.

WAS ERACHTEN SIE ALS DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG FÜR DIE REGION? Neben dem Fachkräftemangel im Bezirk ist ganz klar die Abwanderung das dringlichste Problem. Wir haben hochtalentierte junge Menschen hier, die weggehen, um eine Ausbildung zu machen und Erfahrungen zu sammeln. Das ist großartig – ich habe das selbst auch gemacht. Allerdings müssen wir diesen Verlust auch wieder durch Zuwanderung ausgleichen, und da unternehmen wir noch nichts. Bisher haben wir immer nur versucht, „unsere“ Osttirolerinnen und Osttiroler wieder nach


RICHARD ORTNER ist Geschäftsführer des Ortner Sägewerks in Abfaltersbach, das sich seit drei Generationen im Besitz der Familie Ortner befindet.

Hause zu holen. Wir müssen uns aber viel grundlegender überlegen, was an Osttirol als Lebensmittelpunkt attraktiv ist, und damit Menschen zu uns holen. Zudem müssen wir natürlich auch feststellen, was diese Menschen arbeiten wollen, und entsprechende Voraussetzungen dafür schaffen. Es gilt, den Bezirk Osttirol als attraktiven Ort zum Leben und Arbeiten zu positionieren.

CHRISTOF SCHETT bietet mit dem Unternehmen YellowSPORTS Gmbh Abenteuer und Freizeittrips im In- und Ausland an, unter anderem in Frankreich und in Island.

SIE HABEN AUCH EIN NEUES TEAM AN IHRER SEITE. WIE SIEHT DIE ZUSAMMENARBEIT MIT IHREN STELLVERTRETERN AUS? Mein Team ist nicht wirklich neu: Es sind genau die Personen, die im vergangenen halben Jahr mit mir gemeinsam den Plan für die Zukunft des Wirtschaftsbundes in Osttirol geschmiedet haben. Wir vertrauen uns, wir bilden die Wirtschaft unseres Bezirkes in ihrer gesamten Bandbreite ab

LEONHARD UNTERRAINER hat 2005 in Ainet ein Holzbau­ unternehmen gegründet, dessen Team mittlerweile von zwei auf 45 Facharbeiter angewachsen ist, und 2008 den Jungunter­ nehmerpreis der Wirtschafts­ kammer Tirol gewonnen.

und bringen unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse mit ein. Gemeinsam kennen wir auch die unterschiedlichen Anliegen verschiedener Wirtschaftsbereiche, einschließlich der Landwirtschaft. Wir kommen aus verschiedenen Regionen innerhalb unseres Bezirkes und kennen auch hier die unterschiedlichen Befindlichkeiten. Und diese Vielfalt zeichnet das Team aus.

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DIE FAMILIEN STORY. Die Familie Norz produziert und verkauft jährlich 60.000 Weihnachtssterne.


ES IST NICHT GANZ EINFACH, DIE BLUMENWELT NORZ-TICHOFF IN HAIMING ZU FINDEN. WENN MAN ES ABER ERST EINMAL GESCHAFFT HAT, WIRD KLAR, WARUM DER FAMILIENBETRIEB TROTZ DER VER­ STECKTEN LAGE SEIT JAHRZEHNTEN EINE WAHRE INSTITUTION FÜR GÄRTNER UND PFLANZENLIEBHABER AUS GANZ TIROL IST. nachtsmänner richtig zur Geltung kommen. In den Gewächshäusern nebenan wartet ein Meer aus 60.000 Weihnachtssternen auf den Verkaufsstart, die restlichen Hallen beheimaten im Moment 300.000 Stiefmütterchen – teilweise in Blüte – die schon für das Frühjahr vorbereitet werden. Ruhezeit? Nicht wirklich.

SCHRITT FÜR SCHRITT „Im Winter wird es schon ein bisschen ruhiger, aber eine wirkliche Pause gibt es nie“, bestätigt Gärtnermeister und Wirtschaftsbund-Funktionär Josef Norz. Zusammen mit seiner Frau Natascha und dem gemeinsamen Sohn Josef jun. führt er das seit 1952 bestehende Familienunternehmen. Von Generation zu Generation ist aus dem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb von damals einer der größten Gärtnereibetriebe Tirols – und Österreichs – gewachsen: „Ganz am Anfang war es Gemüsebaubetrieb. In den 70ern hat mein Schwiegervater dann mit Blumen angefangen,

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© AXEL SPRINGER

V

on außen sieht es zurzeit aus, als läge die Gärtnerei im Winterschlaf. Zahlreiche leere Flächen lassen erahnen, wo im Frühjahr jeder Quadratmeter mit Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen bedeckt ist. Drinnen herrscht dagegen reges Treiben: Mitarbeiter spazieren fröhlich durch die Gänge und betreuen Kunden, die winterharte Pflanzen und Geschenke für Freunde suchen. Nebenher werden gerade die letzten Vorbereitungen für die große Adventausstellung getroffen, und es wird dafür gesorgt, dass die zahlreichen Sterne, Engel und Weih-


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Parallel zum Weihnachtsgeschäft werden im Hintergrund schon 300.000 Stiefmütterchen für das Frühjahr vorbereitet.

Ende der 80er-Jahre bin ich dazugekommen und habe das zusammen mit meiner Frau noch weiter ausgebaut. Unser Sohn Josef ist jetzt die vierte Generation im Betrieb“, so der sichtlich stolze Seniorchef.

TEAMWORK Im Gegensatz zu den meisten anderen Gärtnereibetrieben findet man in der Blumenwelt Floristik, Baumschule und Gärtnerei an einem Standort vereint. Die breite Aufstellung des Betriebs ist nicht nur ein besonderer Service für die Kunden, sondern auch eine Art Absicherung: Sollte ein Bereich eine Zeit lang nicht so gut funktionieren, gleichen die beiden anderen die Verluste wieder aus. „Unsere Stärke ist, dass jeder Bereich gleich wichtig ist und von einem Familienmitglied geleitet wird. Josef leitet die Baumschule, meine Frau die Floristik und ich die Gärtnerei“, erzählt Norz. „Jeder von uns hat seine eigenen Kompetenzen. Wir sind drei gleichberechtigte Geschäftsführer und niemand redet dem anderen hinein.“ Wenn allgemeine Entscheidungen anstehen, es Probleme gibt oder jemand eine Anregung hat, setzt man sich zusammen und entscheidet als Team. Als Familie könne man ganz offen miteinander reden und dadurch Konflikte vermeiden. „Der große Vorteil im Familienbetrieb ist aber, dass man immer füreinander da ist. Die Verlässlichkeit ist einfach gegeben. Ein Familienmitglied wird einen nicht spontan sitzen lassen“, betont Norz.

RIESIGE PFLANZENVIELFALT Die Gärtnerei produziert jedes Jahr über eine Million Pflanzen, die auf der mehr als zwei Hektar großen Fläche gezogen und gehegt werden, bis sie bereit für den Verkauf sind. Wie viele verschiede-

ne Pflanzenarten sich zu Spitzenzeiten in der Blumenwelt befinden, lässt sich kaum beziffern. „Wir haben von der Salatpflanze bis zu Gewürzkräutern, vom Brautstrauß bis zum Sarggesteck, von der Balkonpflanze bis zum meterhohen Alleebaum wirklich alles. Da wird man mit dem Zählen nicht mehr fertig,“ erklärt Josef Norz sen. Um immer perfekt vorbereitet zu sein, ist man mit der Produktion auch immer schon ein halbes Jahr voraus. „Jetzt sieht man die Weihnachtssterne, wir sind aber schon bei den Balkonblumen für März und April. Im Sommer sind wir dann schon wieder mit den Weihnachtssternen beschäftigt“.

FAVORITEN Aus dieser Vielfalt an Pflanzen, die Tag für Tag kultiviert, gepflegt und verkauft werden, haben sich über die Jahre einzelne Pflanzen herauskristallisiert, die den Familienmitgliedern besonders am Herzen liegen. Für Josef Norz sen. sind das die Pflanzen, die am schwierigsten zu kultivieren sind. „Calluna zum Beispiel, die im Herbst überall auf den Friedhöfen sind. Wir sind der einzige Betrieb in Tirol, der sie selbst kultiviert“, erzählt er. „Weihnachtssterne sind auch eine Herausforderung. Die kommen ja eigentlich aus Mexiko, wo sie so groß werden wie Apfelbäume. Wenn man das weiß, kann man ihnen aber auch bieten, was sie brauchen, damit sie schön werden.“ Das bedeutet unter anderem einen höheren Zeitaufwand, wie der Gärtnermeister erklärt: „Ich bevorzuge immer eher eine längere Kulturdauer und lasse die Pflanzen langsam und kühl wachsen, ohne zu pushen. Man kann eine Pflanze auch in kurzer Zeit machen, den Weihnachtsstern zum Beispiel in der halben Zeit, aber dann ist er flattrig und

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" 

DER GROSSE VORTEIL IM FAMILIENBETRIEB IST, DASS MAN IMMER FÜREINANDER DA IST. DIE VERLÄSSLICHKEIT IST EINFACH GEGEBEN.

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© AXEL SPRINGER

Josef Norz sen.


Natascha Norz leitet die Floristik, ihr Sohn Josef Norz jun. die Baumschule.

„ICH MÖCHTE

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MITGESTALTEN, MITPLANEN UND IN DIE RICHTIGEN BAHNEN LENKEN.

weich. So sind unsere Pflanzen nicht – die sind robust.“ Sein Sohn dagegen bevorzugt Bäume: „Mein Liebling ist der japanische Fächerahorn. Es gibt so viele verschiedene Sorten von dieser einen Art – grüne Blätter, rote Blätter, zweifärbige Blätter, kleinwüchsige, großwüchsige. Das fasziniert mich einfach“, sagt der Juniorchef, der nach seiner Ausbildung zum Gartenbau-Ingenieur in Schönbrunn und dem Bachelor in Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur an der BOKU lieber direkt in den Gärten der Kunden arbeitet als im Verkauf. Auch die gelernte Floristin Natascha Norz, die zusätzlich die beiden Filialen in Sölden (Floristeria) und Längenfeld (Blumentenne) leitet, zögert nicht, einen Liebling zu nennen: „Alle Blumen sind schön, aber am liebsten habe ich Hortensien, egal in welcher Farbe.“

BLUMEN UND MUSIK Die Blumenwelt Norz-Tichoff ist aber nicht nur für die große Pflanzenvielfalt bekannt: Seit 2006 finden dort unter dem Motto „Die musikalische Gärtnerei“ regelmäßig Frühschoppen, Musikantentreffen und Nachwuchswettbewerbe statt. „Zu Spitzenzeiten haben wir über 1.000 Leute hier, die Veranstaltungen sind schon eine richtige Institution mittlerweile. Und egal welche Gruppe bei mir spielt, ich stelle mich auch immer selber auf die Bühne und spiele ein paar Stücke mit der Harmonika“, so der Seniorchef. Die Kombination aus hoher Qualität, großer Auswahl, zuvorkommendem Service und abwechslungsreichen Veranstaltungen sorgt dafür, dass die Blumenwelt trotz der abgeschiedenen Lage das ganze Jahr über Kunden aus ganz Tirol und darüber hinaus anzieht,

wovon sich auch Landesobmann Franz Hörl, Landesgeschäftsführerin Daniela Kampfl und Bezirksgeschäftsführer Simon Klotz schon persönlich überzeugt haben. Zufriedene Kunden haben dem Familienbetrieb im September auch zur Auszeichnung als „Gärtnerei des Jahres“ verholfen. „Wir versuchen immer, unser Bestes zu geben, aber trotzdem ist es eine tolle Überraschung und eine Wertschätzung, dass wir diese Auszeichnung bekommen haben“, freut sich der Seniorchef auch zwei Monate später noch über diese Ehre.

DIE ZUKUNFT GESTALTEN Neben der zeitintensiven Arbeit im Betrieb und seinem Musikantendasein findet Josef Norz sen. trotzdem noch

gerne Zeit für seine Aufgaben als Wirtschaftsbund-Funktionär. „Ich bin beim Wirtschaftsbund, weil ich der Meinung bin, dass wir eine starke Berufsvertretung brauchen und ich lieber mitrede als fertige Sachen präsentiert bekomme. Ich möchte mitgestalten, mitplanen und die Zukunft in die richtigen Bahnen lenken, dann muss ich mir nicht im Nachhinein einen Vorwurf machen“, begründet er sein langjähriges Engagement. Wenn man schon die Chance bekommt, etwas zu bewegen, müsse man diese schließlich auch nützen.

© AXEL SPRINGER (2), TANJA CAMMERLANDER (3)

Josef Norz sen.


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Günther Platter, Barbara Schwaighofer, Philipp Reisinger

Hannes Anzengruber, Ossi Lerch, Christoph Walser, Quirin Ilmer

09.10.2018 22. AUSSER­ ORDENTLICHE LANDESGRUPPEN­ HAUPTVERSAMMLUNG

Alois Rainer, Franz Staggl, Mario Gerber, Ferry Polai

Johann Steixner, Josef Lettenbichler, Christian Simair


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DIE POWERDAMEN Cornelia Hagele und Rebecca Kirchbaumer testeten die Maschinen des Tischlereibetriebs Holzknecht im Sellraintal.

ÜBER 500 LEHRLINGE haben bereits die Persönlichkeitstrainings des Wirtschaftsbundes Kitzbühel absolviert.

SOMMERTREFF DES WIRTSCHAFTSBUND REUTTE v. l. n. r.: Franz Hörl, Franz Dengg und Peter Müller

VOMP: Von Fake News bis make America great again v. l. n. r.: Klaus Mair, Martin Wex und Alois Rainer

AUCH IM OBERLAND organisiert der Wirtschaftsbund erfolgreich Lehrlingsseminare.

UNTERNEHMER­ FRÜHSTÜCK SÖLL v. l. n. r.: Georg Horngacher, Barbara Schwaighofer und Günther Hintner


WEISSWURST-ESSEN v. l. n. r.: Hannes Staggl, Günther Platter und Anton Prantauer

KITZBÜHEL: DIGITALISIERUNG ALS CHANCE FÜR DIE WIRTSCHAFT v. l. n. r.: Christoph Holz, Margarete Schramböck, Peter Seiwald, Manfred Pletzer und Bettina Huber

VOR ORT. DAS TRADITIONELLE WEISSWURST-ESSEN der Bezirksgruppen Imst und Landeck ist schon lange ein Hotspot für Wirtschaft und Politik.

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BEZIRKSGRUPPENHAUPTVERSAMMLUNG MIT NEUWAHLEN IN LIENZ v. l. n. r.: Patrizia Zoller-Frischauf, Hans Gumpitsch, Robert Edlinger, Leonhard Unterrainer, Michaela Hysek-Unterweger, Richard Ortner, Christof Schett, Hermann Kuenz und Franz Hörl

UNTERNEH­ MERTREFF im Felsenkeller in Niederndorf


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WIR

tschaftsbund

Wir können viel für dich tun!

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er Tiroler Wirtschaftsbund ist das Sprachrohr der Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer, wichtiger Impulsgeber und die umsetzungsstärkste wirtschaftspolitische Interessenvertretung des Landes. Tirolweit entsendet der Tiroler Wirtschaftsbund über 2.000 Mandatare und Funktionäre in alle politischen Institutionen und Körperschaften. Somit bildet die Organisation eine Plattform für unternehmerische Netzwerke, bestehend aus Funktionären und Mitarbeitern. Der Tiroler Wirtschaftsbund bietet seinen Mitgliedern und Interessenten eine Vielzahl an unterschiedlichen

Services und ist stets darum bemüht die Servicepalette auszubauen, um heimische Unternehmen zu unterstützen. Von der modernen Medienarbeit für eine wirtschaftsfreundliche Gesinnung bis zu Veranstaltungen und Seminaren, setzt der Tiroler Wirtschaftsbund alles dran, seinen Mitgliedern Hilfestellung und Orientierung im ständigen gesellschaftlichen Wandlungsprozess zu gewährleisten. Unser Antrieb ist die feste Überzeugung, dass unsere Unternehmerinnen und Unternehmer diejenigen sind, die Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und tausenden jungen Menschen mit der Lehre im Betrieb eine Zukunftsperspektive geben. Durch ihre Steuerleistungen finanzieren sie einen großen Teil des Sozialsystems und erwirtschaften somit den Wohlstand in Österreich. Der Tiroler Wirtschaftsbund vertritt alle LeistungsträgerInnen sowie verantwortungsbewusste UnternehmerInnen und trägt dadurch zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bei, indem er sich besonders für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen einsetzt.


1

BUNDESMINISTERIN

1 Landesrätin

Die Tirolerin Margarete Schramböck ist unsere Stimme in der Bundesregierung. Seit 18. Dezember 2018 ist die 48-Jährige Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort.

9 Bezirksstellen

Nur wer vor Ort ist und die Sorgen der Unternehme­ r­innen und Unternehmer kennt, kann praxisnahe Wirtschaftspolitik betreiben.

3 ABGEORDNETE IM NATIONALRAT

5

69

BÜRGERMEISTERINNEN

10.000

MEHR ALS

MITGLIEDER

Wir sind nicht nur das größte unternehmerische Netzwerk Tirols, sondern auch die größte wirtschaftspolitische Interessenvertretung.

ABGEORDNETE IM TIROLER LANDTAG

214 Ortsgruppen Der Wirtschaftsbund ist tief verwurzelt in den Regionen. Unsere Ortsgruppen sind für unsere tägliche Arbeit unverzichtbar und zugleich unser Sprachrohr in den Tiroler Gemeinden.

DAS TEAM DES TIROLER WIRTSCHAFTS­ BUNDES


70

Ja, ich will:

Mitglied im Tiroler Wirtschaftsbund werden.

Mitglied in der Tiroler Volkspartei werden.

Vor- und Zuname

Geburtsdatum

Firma

Anzahl der Beschäftigten

Straße

PLZ/Ort

G U T Z U W I SS E N

GEFÜHLTE WIRTSCHAFTS­ WAHRHEITEN

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KOM M T I M M E R ALS LETZTER ZUR BESPRECHUNG

5

70

70+ 20 + 10 25+75 25+75 W E I S S N I C H T, WIE DIE KAFFEEMASCHINE FUNKTIONIERT

Was Mitarbeitern beim Jahresgespräch wichtig ist. GEHALTSERHÖHUNG

FEEDBACK 20

Telefon

Mobil

E-Mail

Mit dieser Unterschrift bestätigen Sie die Datenschutzbedingungen auf unserer Homepage unter wirtschaftsbund-tirol.at.

ZUM BEITRETEN DAS FORMULAR AUSFÜLLEN UND AN DEN TIROLER WIRTSCHAFTSBUND RETOURNIEREN, ODER EINFACH UND BEQUEM ONLINE UNTER WIRTSCHAFTSBUND-TIROL.AT Ing.-Etzel-Straße 17, 6020 Innsbruck

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Wirtschaftsbundmagazin 01/18  

Das Magazin von der Wirtschaft für die Wirtschaft. Mitgliedermagazin des Wirtschaftsbund Tirol.

Wirtschaftsbundmagazin 01/18  

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