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Meine Religion - Deine Religion


2

INHALT

Inhaltsverzeichnis Einführung Liebe Mädchen und Jungen

3

Arbeiten mit der Unterrichtsreihe

4

Reisen durch unsere Themen

5

Wir Kinder - und unser Glauben

6

Sprache der Religionen

8

Große Fragen Gibt es Gott?

14

Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

38

Wie entscheide ich, was Recht und Unrecht ist?

58

Warum leiden Menschen?

74

Wissen Einführung Orientierungswissen

90

Judentum

92

Hinduismus

94

Buddhismus

96

Christentum

98

Islam

100

Glossar

102

Bild- und Quellennachweis

104


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Mach ein Foto von einem Baum, der dir gefällt. Erzähle von deinem Baum.

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Text: Reinhard Bäcker/Musik: Detlev Jöcker

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aus: Sauseschritt Edition für Gotteskinder. © MenschenK'iniler Verlag GmbH. D-48157 Münster

I 11


17

Wir haben viele Kippa. Das sind ganz kleine Hütchen,

Mazza

die wir beim Beten und in der Synagoge auf dem Kopf

Bevor die Israeliten aus Ägypten weggegangen

tragen.

haben sie Brot ohne Hefe gemacht. Diese Brote wer-

sind,

den Mazza genannt. Damit werden die Juden jedes Jahr an Pessach an den überstürzten Einmal in der Woche gehe ich in den Religionsunter-

Aufbruch

erin-

nert. Ich habe auch schon selber Mazza gemacht.

richt. Dort lernen wir Hebräisch, hören Geschichten und singen Lieder.

Ein wichtiges Fest

Meine Gedanken zur Geschichte auf der nächsten Seite

Im Frühling feiern wir Pessach. Dieses Fest erinnert uns

Einmal brauchte ich sehr viel Mut, als ich vom 3-Meter-Sprungbrett

an den Auszug aus Ägypten. In unserer Familie feiern

springen wollte. Ich hatte Angst, als ich oben stand. Weil alle zuge-

wir zweimal Pessach. Einmal bei uns zu Hause und ein-

schaut und mir Mut gemacht haben, bin ich dann doch gesprun-

mal bei den Großeltern. An diesem Fest wird die Ge-

gen.

schichte vom Auszug aus Ägypten erzählt, und es gibt ganz spezielle Speisen, die zu dieser Geschichte passen

Ein anderes Mal hat mir ein großer Junge auf dem Weg nach Hause

und auf der Sederplatte serviert werden. Ich habe sei-

den Weg versperrt. Ich hatte große Angst und habe angefangen

ber eine solche Platte gemacht. Ich mag nicht alle Spei-

zu weinen. Die anderen Kinder haben nur gelacht. Ich habe mich

sen, die es an diesem Fest gibt; vor allem die bitteren

allein gefühlt und war sehr traurig.

Kräuter schmecken mir nicht. Aber das Charoset, ein Mus aus Haselnüssen und Äpfeln, esse ich sehr gerne.


32

GIBT ES GOTT?

~

PORTRÄT

Melike Ich stelle mich vor

de es auch uns Menschen nicht geben.

In der Moschee

Ich heiße Melike, bin 9 Jahre alt und

Meine Religion ist der Islam.

Manchmal gehe ich mit meiner Familie

wohne

in Stuttgart.

auch in die Moschee. Das ist ein Ort,

Ich gehe in die

3. Klasse. In der Schule ist Rechnen mein

Beten

wo wir Muslimas und Muslime uns zum

Lieblingsfach. In meiner Freizeit spiele ich

Erwachsene Muslime beten jeden Tag.

Beten treffen. Wir singen auch zusam-

gerne Gitarre. Ich bin sogar schon Mit-

Ich bete noch nicht jeden

men und essen danach gemeinsam.

glied einer Band. Außerdem

wenn ich es tue, dann gemeinsam mit

spiele ich

Tag, aber

draußen oft mit meinen Freundinnen.

meiner Mutter. Sie zeigt mir, wie es geht.

Arabisch lernen

Ich liebe Blumen. Manchmal mache ich

Wir Frauen tragen während des Gebets

Unser heiliges Buch ist der Koran. Er ist

Ketten daraus oder ich bringe meiner

ein Kopftuch und Kleider, die den Körper

auf Arabisch geschrieben.

Mutter einen Strauß.

gut bedecken.

nen muslimische Kinder Arabisch, denn

Deshalb ler-

alle sollen den Koran lesen können. Ich

Mein Glaube

Der Freitag ist der heilige Tag in unserer

habe vor einem Jahr mit Lernen ange-

Ich glaube an Gott. Er ist allmächtig und

Woche. Viele Menschen beten dann in

fangen und jetzt kann ich bereits das

er hat alles erschaffen, auch uns Men-

der Moschee, aber ich bete mit meiner

arabische Alphabet. Ich finde diese Spra-

schen. Wenn es keinen Gott gäbe, wür-

Mutter zu Hause.

che aber sehr schwierig.


96

ORIENTIERUNGSWISSEN

lIBUDDH,SMUS

Buddhismus

Wie alles begann Der Buddhismus

ist vor

ungefähr 2500 Jahren in Nordindien

entstanden.

Die vier edlen Wahrheiten

ben in Tibet, Thailand, Sri Lanka, Korea,

» Glück ist vergänglich und das Leben

China und Japan. Auch in Nordamerika

ist Leiden.

und Europa bekennen sich viele Men-

» Das Leiden entsteht aus der Gier: Die

schen zum Buddhismus. Dabei gibt es

Sein Begründer ist Prinz

Menschen wollen immer mehr haben

verschiedene

Gautama Siddhartha, der

und klammern sich an ihren Besitz.

Richtung heiBt Hinayana, das "Kleine

als Kind und als junger

» Wenn Menschen diese Gier überwin-

Richtungen.

Die älteste

Fahrzeug". Hier versucht jeder Mensch,

Mann im väterlichen Palast ein Leben in

den, hört das Leiden auf. Das ist das

aus eigener Kraft die Erlösung zu finden.

Luxus und Glück führte. Dennoch war

vollkommene Glück.

Hauptsächlich

er ohne Ruhe. Er verlieB den Palast und erkannte, wie sehr die Menschen unter

» Der Weg zu diesem Glück ist der achtfache Pfad.

Mönche und Nonnen ge-

hören zu dieser Richtung. Der Mahayana Buddhismus, das "GroBe Fahrzeug"

Krankheit, Alter und Tod litten. Er wollte

Gautama Siddhartha zog durchs Land

ist die jüngere

herausfinden, wie dieses Leiden entsteht

und lehrte die Menschen den Weg, der

sich die Menschen an ein Vorbild, ei-

und wie Menschen es beenden können.

aus dem Leiden herausführt. Viele Men-

nen Bodhisattva

Deshalb verlieB er sein Zuhause und

schen folgten

auf dem Weg der Erlösung hilft. Ein Bo-

wurde Mönch.

Mönchs- und Nonnengemeinde. Im Alter

dhisattva ist bereits erlöst. Aus Mitleid

von 80 Jahren starb er. Seine Anhänger

mit allen Lebewesen verzichtet er aber

nannten ihn Buddha, den Erleuchteten.

darauf, ins vollkommene

Die Lehre Gautama Siddhartha fastete*

ihm und bildeten

eine

und me-

Richtung. Hier können wenden,

Nirwana* ein-

zugehen. Im Tibet ist eine dritte Rich-

ditierte*. Nach vielen Jahren fand er die

Glaubensrichtungen

tung entstanden,

Antwort

Heute gibt es weltweit

dhismus, dessen Oberhaupt

auf seine Fragen:

der ihnen

360 Millionen

Buddhistinnen und Buddhisten. Viele le-

Lama ist.

der tibetische

Bud-

der Dalai


Geschichtenbuch Das vierfarbige Geschichtenbuch lädt ein, über die groBen Fragen des Lebens zu reden. Den Anfang macht die zentrale Frage "Gibt es Gott?" Mit zahlreichen Geschichten wird in die fünf Weltreligionen eingeführt. Essind die Kinder selbst, die sich und ihre Religionen vorstellen. Sie berichten dabei von den Gebräuchen, die sie kennen und den Erfahrungen, die sie selbst mit ihrer eigenen Religion gesammelt haben. Geschichten und Gleichnisse lassen die Kinder schwierige Begriffe und Themen besser verstehen. Ein leicht verständliches Glossar hilft bei Informationslücken.

Die Reihe "Meine Religion - Deine Religion"

In dieser Reihe sind

für das 4.- 6. Schuljahr behandelt die fünf Weltreligio-

außerdem erschienen:

nen, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Aber es geht nicht nur um Wissen, sondern auch um den respektvollen Umgang mit Andersdenkenden und -gläubigen.

Themen:

Recht - Unrecht Warum Menschen leiden

Orientierungswissen:

~--

Gibt es Gott?

Die Weltreligionen

......

Im Mittelpunkt steht dabei stets die interreligiöse Verständigung: "Du Christ", "Du Muslim" sollte gar nicht erst zu einem Schimpfwort werden können.

Recht - Unrecht Warum Menschen leiden

www.schulverlagplus.de

schul

Orientierungswissen: Die Weltreligionen

Gibt es Gott? Woher kommen, wohin gehen wir?

Mappe, Spiral bindung,

Mappe, Spiralbindung,

Mappe, Spiralbindung,

A4, 98 Seiten

A4, 120 Seiten

A4, 110 Seiten

ISBN 978-3-292-00979-1

ISBN 978-3-292-00980-7

ISBN 978-3-292-00978-4

ISBN 978-3-292-00977-7

r········

9 783292

009777


Geschichtenbuch