Bereits über 330 Kunstwerke eingeliefert und über 140 verkauft!
Die idyllische Alp im Berner Oberland an der Wand – ein Bild, das längst nicht mehr gefällt. Eine Ansicht des Niesens, die im Estrich verstaubt. Oder eine Sammlung an Thuner Originalbildern, die im Keller auf die Wiederentdeckung wartet. Oder aktuelle Kunst von Berner Oberländer Kunstschaffenden.
Dies und vieles mehr soll den Weg in den Kunstmarkt finden und von dort zu neuen Besitzern und Besitzerinnen gelangen. Die Werke können auch in der Kunstgalerie Hodler besichtigt und direkt gekauft werden.
Informieren Sie sich auf kunstmarkt-beo.ch über das ständig wachsende Angebot.
Bedingungen
+ Angenommen und verkauft werden ausschliesslich Kunstwerke (Bilder, Grafiken, Skulpturen, Objekte) von lebenden oder verstorbenen Berner Oberländer Kunstschaffenden oder mit Ansichten des Berner Oberlandes.
+Es muss sich um Originalbilder oder Grafiken in gutem Zustand handeln. Kunstdrucke werden nicht angenommen.
+ Die Einlieferung der Kunstgegenstände erfolgt laufend direkt in der Kunstgalerie Hodler.
+ Grundsätzlich entscheidet der Galerist über die Annahme. Er legt zusammen mit dem Verkäufer/der Verkäuferin den Verkaufspreis fest.
+ Die Angebote werden auf der Internetplattform kunstmarktbeo.ch, die durch
den Werd & Weber Verlag betreut wird, veröffentlicht. Die Objekte verbleiben bis zu einem Jahr auf der Internetplattform und können laufend erworben werden.
+ Für jedes angenommene Werk ist eine Grundgebühr von Fr. 20.–in bar zu bezahlen. Die Provision bei einem Verkauf beträgt 30 %; dem Einlieferer verbleiben 70 %.
Werd & Weber Verlag AG Gwattstrasse 144, 3645 Thun/Gwatt +41 33 336 55 55, mail@weberverlag.ch www.weberverlag.ch
Fabienne Righetti, Telefon 033 336 55 55 inserate@mis-magazin.ch
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Auflage (Nr. 3, Herbst 2021) 50 000 Expl.
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4 × jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint am 24. November 2021. Foto
Fotografinnen und Fotografen gemäss Quellenangabe oder stock.adobe.com
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Cover
Artwork: Nikol Kraken, Thun | Fotovorlage: Andrea Abegglen | Model: Walter Tännler, Inhaber Media-Line, Bern, Thun und Interlaken.
Liebe Leserin, lieber Leser
32 … So alt war ich vor nicht allzu langer Zeit. Auf Seite 32 finden Sie ein Interview mit der digitalen Handwerkerin Consuelo Keller, die ihre Colliers mittels Codings entwirft. Genug um den heissen Brei getextet, echt jetzt: Auf so viele Zähne habe ich mir knirschend gebissen, denn diese Zahl steht auch für die Stunden, in denen ich in einer durchschnittlichen Woche auf meinem Smartphone scrolle, swipe, simse: O du liebe Zeit, Bildschirmzeit! ��
Meine Top-Drei: WhatsApp, Webbrowser, Instagram. Zugegeben, ich war zuerst entsetzt, blickte kurz vom Display auf … und stellte dann fest: Ich finde am vielen Virtuellen nichts Verwerfliches, solange wunderbar Wirkliches dahintersteckt – echte Menschen, mit denen ich kommuniziere, handfeste Recherchen und Inspirationen, die nicht zuletzt in dieses Magazin einfliessen. Trauen Sie sich auch, sich aus der Komfortzone zu klicken und Ihre Bildschirmzeit nachzuschauen? Bestenfalls reduziert sich diese sowieso seitenaufschlagartig durch die neue Ausgabe, weil Sie diese nicht mehr aus den Händen legen wollen, beispielsweise weil Sie das Porträt über die Künstlerin Nikol Kraken liken, die digital Dunkelschönes designt (S. 50) oder die Magie von Multimedia Ihre «Emojionen» weckt (S. 42). Es sei Ihnen verziehen, wenn Sie «Digital Detox» vertagen und sogleich das Handy zücken, um ein nachhaltiges Accessoire zu fotografieren und es mit Ihrer Freundin zu teilen, wenn Sie aus Neugier die Webseiten der Schweizer Kreativen googeln oder online ein Abo lösen �� Trotz faszinierender Wisch-und-weg-Welt tut man gut daran, den kleinen Kasten hie und da bewusst nicht zu entsperren. Manchmal verpasst man nämlich durch den Screen starrend pixelgenau das Bewegende, was man eigentlich festzuhalten wünscht: Mit Herz statt Hertz. Daumen hoch für eine hochauflösende, ungefilterte Herbstzeit!
Daniela Dambach ��
Chefredaktorin daniela.dambach@mis-magazin.ch
DIGITAL BERÜHREND
Digitale Kunst, so kontrastreich wie das echte Leben.
Colliers per Code: Schmuck der digitalen Handwerkerin Consuelo Keller.
3
EDITORIAL
Du liebe Zeit, Bildschirmzeit!
7 HINTER DEN KULISSEN
8 – 13
14 – 19
20 – 34
35 – 37
Wie ein Foto als Kunstvorlage entsteht
NEWS & HIGHLIGHTS
Starke Signale aus den Schweizer Ateliers
MODESTRECKE
«Sode» – geküsst von der Herbstsonne zwischen Tokio und Thun
MODE & ACCESSOIRES
Drag-and-Drop des Designs: Luxus von handgemacht bis hightech
MEN’S WORLD
Mit vollem Haar und Tech-Gadgets durch die Saison
38 – 41
42 – 49
50 – 53
54 – 59
60 – 61
62 – 69
WOHNEN
Ruhemodus für die eigenen vier Wände
TITELSTORY
Die High-Definition von Magie: Das Familienunternehmen «Media-Line» aus der Region.
PORTRÄT
Wie Nikol Kraken digital dunkelschöne Artworks schafft
GENUSS & GASTRO
Lauschiger die Pilze nie sprossen!
INTERVIEW
Wenn sich das Glück fügt: Lisbeth Mathys und ihr «Hotel Eden»
TOOLS & TECHNIK
Visionäre Ideen für Mobilität und Fotografie
AUFGEHENDE WONNE
Sehenswerter Klang: Multimedia-Meisterwerke von «Bang & Olufsen».
70 – 75 AUSFLUSGSTIPPS
Stecker ziehen und rein in das analoge Naturleben!
76 – 81 EVENTS & TERMINE Fiktion oder Realität?
Multimediale Kunst entdecken
82 WETTBEWERBE
Gewinnen und mit Tech-Accessoires aufrüsten!
Foto: Christoph Walther
Foto: Bang & Olufsen
Eröffnung: 17.12.2021
Hereinspaziert!
Dein Apartment mit individuellem Hotelservice. Plane jetzt deinen Aufenthalt im neuen «Mountain Loft Apartment» für bis zu 6 Personen mit voll ausgestatteter Küche.
HINTER DEN KULISSEN
Bei ohrenverwöhnendem Sound, der aus kunstvoll designten Anlagen klang, inszenierte Fotografin Andrea Abegglen die Familie Tännler in ihrem Geschäft in Thun. Ein Porträt von Walter Tännler, der «MediaLine» vor 30 Jahren gründete, diente als Vorlage für die Thuner Künstlerin Nikol Kraken: Sie kreierte exklusiv für das Cover ein digitales Artwork in ihrem typisch mystischen Stil, der die Wirklichkeit surreal wirken lässt.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ANDREA ABEGGLEN, ZVG
1 Location voller Lautsprecher: Das Thuner Geschäft von «Media-Line», mit weiteren Standorten in Interlaken und Bern, verwandelte sich in ein Fotoset.
2 | 5 Illustriert auf dem iPad: Von Hand zeichnet Nicole Hubler alias Nikol Kraken das Porträt pixelpräzise.
3 Sound on! Rolf, Walter und Beatrice Tännler, sind es gewohnt, Hand in Hand zu arbeiten – zusammen vor der Kamera zu stehen, ist eine neue, aber spassige Erfahrung.
4 Walter Tännler «durchlief» im wahrsten Sinne des Wortes alle Generationen an Multimedia-Geräten
MAGISCH MELANGIERT
Das feine, braun rhodinierte Silbercollier «Melange» der Schmuckmanufaktur «Gellner» vereint einen mit Roségold umrahmten Perlmutt-Anhänger, einen Einhänger aus elf Brillanten und eine handverlesene Tahiti-Zuchtperle. Zigerli+Iff, Spitalgasse 14, Bern. zigerli+iff.ch
Verschlüsselte Netze, digitale Währungen, künstliche Intelligenz und empfindsame Maschinen: Ob gewollt oder nicht, es gibt kein Entrinnen aus dem ungestümen Informationsfluss, der uns unablässig umströmt. Diesen Effekten widmet sich die Gruppenausstellung «Information (Today)» in der Kunsthalle Basel. Sechzehn internationale Kunstschaffende zeigen ihre Werke, die durch die Auseinandersetzung mit Daten, Technik und Information entstanden sind. Doch um in die spielerische, materiell vielschichtige Ausstellung zu gelangen, müssen die Besucherinnen und Besucher zuerst die grimmigen, verchromten Sicherheitsabsperrungen der Künstlerin Marguerite Humeau passieren, die mit Laserleuchten und Lärm verdutzen. Schliesslich erforscht man vor Installationen, Gemälden, Videos und Performances, wie Information die «postfaktische» Ära charakterisiert. Beispielsweise beschäftigt sich die Skulptur «Gleichgewicht des Unsichtbaren und des Vorhersehbaren» von Gabriel Kuri, bestehend aus Kreditkarten-Logos und Schlafsäcken, mit der geplatzten Immobilienblase und der damit verbundenen Obdachlosigkeit. Über das Gemälde «Dein Bett ist ein magischer Ort, wo du dich an all das erinnerst, was du tagsüber vergessen hast / Deine Eitelkeit ist mächtig genug, um alles zu besiegen», das sich mit der vom Smartphone ausgehenden Texthysterie beschäftigt, hirnt man möglicherweise gerade dann, wenn man abends mit dem Handy unter die Decke kriecht
Ausstellung «Information (Today)», bis 10. Oktober 2021, Kunsthalle Basel, Steinenberg 7, Basel. kunsthallebasel.ch
GUT GEBRÜHT, LÖWS! Liquide Löwenküsse machen Naschkatzen wild: Die Schwestern Fabia und Laura Löw aus Zürich haben sich auf eine süsse Safari ausserhalb ihres Schokoladengeheges gewagt und einen Likör kreiert, der ihren Kokos-Maracuja-Pralinen nachempfunden ist. loewdelights.com
IN CASE OF…
Im Falle, dass man zu den musikliebenden Vielverlierern zählt: AirPods-Etui aus Upcycling-Mikrofaser mit Öffnung zum Anschliessen des Ladegeräts und seitlichem Ring zur Befestigung an einer Tasche. lnelondon.com
Fr. 18.–
LUGEN WIE GEDRUCKT
Nichts als die Wahrheit: Die Sonnenbrillen des Berner Labels «Lars» kommen aus dem 3D-Drucker! In vier Produktions schritten entstehen aus pulverförmigem Ausgangsmaterial robuste Fassungen wie das Modell «Matter», das sich unbeschwert leicht trägt. larsbrillen.ch
WOLKENLEICHTE GEDANKEN
Olaf Egner kreiert in seinem Studio in St. Gallen digital gedruckte Keramiken wie das Objekt «Cloud in the Head» (14.5 × 19 cm) aus seiner Serie «Moral Models», für die er sich mit Vergrösserungen von Internet-Fundstücken befasst hat. seremik.ch
Fr. 2110.–
Fr. 52.–
Fr. 338.–
Foto: Michel Gilgen
Fr. 24.–
NEUERÖFFNUNG:
VON «HUS»
AUS STILVOLL
HERBSTLICHE LICHTGRÜSSE
Absenderin ist die gebürtige Zugerin
Arienne Birchler, deren neue Kollektion man freundlichst kopfnickend zurückgrüsst.
Geprägt von der Antwerper Modeakademie, sind die Kreationen der ausgezeichneten
Designerin eine Liaison von Kunst und Mode mit avantgardistischer Attitüde. ariennebirchler.com
ABBLÄTTERN?
Das tun diesen Herbst nur die Blätter der Bäume: Dank den langanhaltenden Nagellacken von «Kure Bazaar» in Nuancen wie «Bohemian», «Khol» und «Corso» mit veganen, zu 90% natürlichen Inhaltsstoffen. pflegbar.ch
Wer kennt das nicht? Eigentlich will man nur eine neue Lampe, um die heimischen Lichtverhältnisse im anbrechenden Herbst zu verbessern. Eigentlich. Dann aber, kaum den Store betreten, verspürt man dieses (durch-) dringende Begehren, sogleich auch die Kissen und Keramiksachen, ja eigentlich sogar die Kellen in der Küche, auszutauschen. So ergeht es einem, wenn man durch den neuen «Concept Store» von Leila Arbia flaniert. Die Bernerin folgte damit ihren Leidenschaften für unkonventionelles Design und langlebiges Handwerk, die sich während ihrer 15-jährigen Tätigkeit bei verschiedenen Mode- und Textilunternehmen ausprägten. Nachdem sie 2015 ihre Geschäftsidee als fünfwöchiges Pop-up testete, ist sie nun in der «Feuerwehr Viktoria» sesshaft geworden. Hier kuratiert sie Alltagsgegenstände wie Körbe, Pflanzentöpfe oder Besteck, die nicht nur schön aussehen, sondern aus nachhaltigen (Recycling-)Materialien fair produziert sind. Getreu ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit sammelt sie Kisten und Verpackungen, um sie möglichst mehrfach zu verwenden. Möglicherweise nimmt man die hölzerne Lampe im geometrischen BauhausStil sowieso unverpackt mit nach Hause –schliesslich kann man es kaum erwarten, diese von der eigenen Decke strahlen zu sehen.
Studio Hus, Viktoriastrasse 70a, Bern. studiohus.ch
ODE AN DAS
OFFLINE-SHOPPING
Das neue schweizweit einzigartige Ladenkonzept im Coop Marktgass Bern ermöglicht nicht nur bequemes einkaufen, sondern bereicherndes: Echten Erlebnissen sei Dank.
So praktisch es auch ist – gerade zu Zeiten von «stay at home» – die Knabbereien per Klick in den virtuellen Warenkorb zu legen, so inspirierend ist es, dies wieder eigenhändig zu tun. Einfach mal vor dem Regal der Knusper-Konkurrenz stehen und in sich hineinfühlen, welche Verpackung das Wasser im Mund zum Zusammenlaufen bringt und welche Cookies man zulassen will. Einfach mal kurz den Wein-Sommelier vor Ort fragen, welcher exzellente Tropfen denn am besten zum geplanten Trüffelrisotto mundet, statt sich durch sternchenreiche Rezensionen scrollen. Kein Formular per «Autofill» ausfüllen, um den Kauf abzuschliessen, sondern an der Kasse ein hashtagfreies Hallo-Dankeschön-Tschüss mit der sympathischen Kassiererin oder anderen Mitarbeitenden wechseln. Statt dann den Laptop zuzuklappen, beim Rausgehen einfach mal spontan in der KaffeeBar mit eigener Rösterei einen Cappuccino ordern. Coop hebt das reale Einkaufen auf
eine neue Ebene des Erlebens: An der Marktgass 24 in Bern eröffnete die Detailhändlerin einen Laden auf einer Fläche von insgesamt 2100 m 2 , der das Prädikat «super» verdient. Sieben Monate hat es gedauert, um aus dem einstigen Coop City im denkmalgeschützten Gebäude «ein Schmuckstück» zu machen, wie es Geschäftsführerin File Gjokaj betitelt. «Vielfalt, Besonderheiten und ein noch nie dagewesenes Ladenkonzept machen den Unterschied», so die 39-Jährige weiter.
Hinter Tageslicht spendenden Fensterfronten wartet ein Angebot an frischen, heimischen Produkten auf einkaufende Menschen, die gerne mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Händen fassen, was in ihrem Einkaufkorb landen soll. Wer beim Anblick der frischen Zutaten ein freundlich-forderndes Knurren aus der Magengegend vernimmt, bringt dieses am FoodCourt vergnüglich zum Verstummen: Hier schlemmt man Pasta, Pizza, Salate oder
Poke-Bowls, ohne Gefahr zu laufen, auf die Tastatur zu tropfen. Viele der kulinarischen Köstlichkeiten sind hausgemacht, wovon man sich durch die offen gestalteten Produktionsstätten selbst überzeugen kann. Wer zwar offline shoppt, aber – gerade nach einem saftig-sättigenden Grillpoulet – beim Gedanken an das Nach hauseschleppen stockt, bucht den bequemen Heimlieferservice.
Das ist nur die erste Etappe des Erlebens: Denn es sind regelmässige Kulinarik- und Kulturveranstaltungen geplant und Ende September eröffnete in den Untergeschossen ein «update Fitness» auf 1400 m 2 . Beim Auspowern ein Selfie für Social Media zu schiessen, ist natürlich jedem selbst überlassen. Doch die Freude, die all die Erlebnisse unter einem Dach auslösen, vermag ein simples Emoji kaum hinlänglich auszudrücken.
Coop Marktgass Bern, marktgass-bern.ch
1 | 2 Mitte August feierte Coop die Eröffnung des ersten Ladens nach neuem Konzept: Von hochwertigen Materialien und Tageslicht geprägt ist das Ambiente, in dem man einkauft oder sich verpflegt. 3 Kompetente Beratung, Freundlichkeit und grosses Engagement – das zeichnet Geschäftsführerin File Gjokaj und ihr Team aus.
UNIKAT
Der GOTS-zertifizierte Digitalprint der Wickelbluse «Sneeuw», inspiriert von einer Aquarell-Landschaft, variiert je nach Schnittführung, wodurch jedes Exemplar ein Einzelstück ist. Auch in den Farbkombinationen BlauWeiss und Blau-Schwarz erhältlich. pfefferverbeek.com
GENÄHTES HOLZ MEISTERSTÜCK
GEKÜRT:
ÄPFEL FÜR DIE «APPLE WATCH»
Nein, es ist keine Veräppelung: Das Uhrenarmband in Apfelbackenrot von «Sohotree» aus Zürich besteht aus wasserabweisendem Apfelleder, ein nachhaltiges Nebenprodukt der Apfelsaft-Herstellung. sohotree.ch
TRENCH-SETTER
G(R)USS AUS DER DESIGNKÜCHE
Der Fingerring mit drei goldenen Appetithäppchen des Thurgauers Moritz Ganzoni, der eine Gusstechnik im Wachsausschmelzverfahren anwendet, ist ein wahres «Amuse-Bague» moritz-ganzoni.ch
Der Klassiker aus Baumwolle und Polyamid von «Lamarel», unter fairen Bedingungen in Portugal gefertigt, ist kompatibel mit Kundenbesuchen, Karaokepartys oder allfälligen Krimi-Auftritten shoplamarel.com
Alle zwei Jahre prämiert «formforum», der grösste Verein für zeitgenössisches Kunsthandwerk und Design, herausragende Arbeiten seiner 500 Mitglieder. Die sechsköpfige Jury verlieh dem Stauraummöbel «Tenuto da filo» in Patchwork-Optik von Heinz Baumann das Gütesiegel «Masterpiece». Um Holzstücke zu verbinden, geht der Schreiner verblüffende, irritierende Wege: Er «näht» sie mit Metallfäden zusammen und verschmilzt so Holz- und Textilhandwerk.
Infos und weitere Preisträger, darunter auch junge Talente: formforum.ch
AUF DEM LAUFSTEG EVENT-TIPP:
DAUERGRINSEN
Mit der schlanken und ranken Edelstahl-Powerbank von «Design Letters» hält das Lächeln an und an – ebenso wie der Akku, den es unterwegs schnell auflädt (10 W). niste.ch
SOFTES FÜR DIE HARDWARE
Damit der Laptop zum herbstlichen Look passt: Die rotorange Wildlederhülle «The Copenhagen» (11 oder 12 Zoll) des Zürcher Labels «The Boho Potato» könnte man geradeso gut am Feierabend als Clutch ausführen. thebohopotato.com
Für zwei Tage verwandelt sich das grösste Lederfachgeschäft in der Schweiz in einen Laufsteg: «Ledermode Neuenschwander» präsentiert die neue Kollektion in zeitlosen wie auch unübersehbaren Farben. Dank der entspannten Atmosphäre traut man sich auch, diese einfach anzuprobieren, lässt sich überraschen und stösst auf 500 m2, zwischen ledernen Jacken, Hosen und Accessoires, auf das Leben an – und auf die Langlebigkeit!
Mode-Event, 6./7. November (Shows jeweils um 14 und 16 Uhr und am Samstag zusätzlich um 18 Uhr), Ledermode Neuenschwander, Industriestrasse 4, Oberdiessbach. neuenschwander.ch
Fr. 389.90
Fr. 75.–
Fr. 2870.–
Fr. 325.–
FOTOWORKSHOP:
WHAT THE WALK!
Noe Romano und Bruno Jost lotsen Fotofreudige mit eigener Kamera durch die herbstliche Welt der Bildgestaltung: Auf dem Weg vom Berner Hausberg Gurten bis ins Stadtzentrum zeigen die Foto-Profis buchstäblich Schritt für Schritt, worin das Geheimnis ausdrucksstarker Bilder liegt. Sie bringen gestalterische Prinzipien näher und verraten technische Kniffe, sodass aus anfänglichem «Äh?» ein «Aha!» wird. «What the Walk», 30. Oktober (Start um 9 Uhr, Talstation Gurtenbahn), Infos und Anmeldung: noeromano.ch
KAMERAD
FÜR DIE KAMERA
Kaum verbunden, schon unzertrennlich: Mit dem klassischen, minimalistischen Riemen behält man seine Kamera an der 105 cm langen «Leine». Das natürlich gegerbte, zertifizierte Vollnarbenleder, das Marco Lazzaroni in seinem Atelier in Mendrisio traditionell von Hand verarbeitet, stammt aus der Toskana. Das Modell «Lian» mit Nickelringen ist in Schwarz und in verschiedenen Brauntönen auf Bestellung erhältlich (Fr. 39.–). vicuspelle.ch
BRILL-ANT!
In Handarbeit kreiert Fabienne Wüthrich Schmuckstücke, die das Sehen verbessern: Mit der technischen Raffinesse einer Goldschmiedin und dem Know-how einer Produktdesignerin fertigt die Baselbieterin wertbe -
UM EINE ARMLÄNGE VORAUS
«Woke up like this»? Nicht ganz, obwohl die Kollektion «Homeoffice» aus Baumwolle und Mohair, gestrickt in Huttwil, auch zum Schlafen kuschlig genug wäre. Machen muss man die Looks «selfverständlich» nicht selbst –das übernimmt das Basler DesignerDuo von «AWS». after-work-studio.com
CHAT-THEMA NUMMER EINS Wahrscheinlich fotografiert man die handgefertige Umhängetasche «Miss Sophie» gleich, sendet das Bild in die Gruppe des guten Geschmacks und chattet über deren puristische Form, das pflanzlich gegerbte Rindsleder und das schöne Olive-Grau … frei-form.ch
PLATZPROBLEME WEGSTECKEN Gerade feilt der Berner Produktdesigner am Flatpack-Regal «plug», das durch die Verbindung zweier Beinelemente mit einer Traverse entsteht. Die Höhe der Bretter ist dadurch spielend veränderbar. marcgerber.design
STARKE SIGNALE
Na, hat es schon gefunkt?
Mit den handbestickten Broschen von «Macon & Lesquoy» (18 × 18 mm) erweitert man fast automatisch sein Netzwerk, denn am Pullover oder an der Jacke getragen geben sie zu reden! die-handlung.ch
Fr. 490.–
Fr. 28.–
WO MAN
KEINEN METER WEIT LÄUFT
Der zweitägige Laufmeter Mode-Salon holt einheimisches Modeschaffen aus den Ateliers auf den Schirm der Öffentlichkeit und lädt zu inspirierenden Zwischenhalten.
Stehenbleiben ist gemeinhin nichts, was man anstrebt: Ausser hier im «Laufmeter Mode-Salon», der am 29. Oktober seine Türen öffnet. Man kann gar nicht anders als stehenbleiben, um die Kreationen der Schweizer Labels näher zu betrachten. Als stoppen, um mit Endlich-sehe-ich-dichmal-wieder-Menschen einen giggelnden Gruss auszutauschen. Als innehalten, um die prickelnde Palette hiesigen Modeschaffens auf sich wirken zu lassen – und einen Schluck Prosecco auf sie zu trinken.
Stehengeblieben sind indes die Designer selbst nicht: Von der Entwicklung ihrer neusten Kollektionen erzählen die Kreativen von sieben ausgewählten Labels an der moderierten Präsentation (Freitag, 19 Uhr) gleich selbst. Man hängt ihnen an den Lippen, wenn etwa Sabine Portenier ihre Inspirationsquellen preisgibt, Tabitha Wermuth von ihren kreativen Prozessen spricht oder Livia Naef erzählt, warum sie im Sommer 2020 ihr nachhaltiges Label lancierte. Der Nachhaltigkeit haben sich alle der 35 teilnehmenden Labels verschrieben, denn das ist, wofür «Laufmeter» seit 2013 steht. Das Herzstück der Institution, die sozial und ökologisch verträgliche Slow-Fashion sowohl analog wie auch digital mit eigenem Online-Shop in Schweizer Garderoben bringt,
ist die «Modeschau uf dr Gass». Wenn diese zum nächsten Mal im Mai 2022 in Bern und Luzern stattfindet, wird man nicht an Ort und Stelle verharren, sondern Altstadtgassen queren, um die Models möglichst mehrmals auf dem Frischluft-Runway zu erspähen. Bis es so weit ist, frönen Modebegeisterte dem Stop-and-go im Mode-Salon: Nach Zwischenstopps bei der Lederaccessoires-Kollektion des Zürcher Labels «Fin Projects», bei den minimalistischen Alltagsbegleitern von «J. Grubenmann» und bei den Kreationen von «Nom Commun», die für das Hier und Heute geschaffen sind, quietscht das gelbe Kleid mit Bindegürtel von «Manusha» vom Bügel: «Halt, Halt!». Vermutlich übersteigt die Tüte voller Schweizer Designs, mit denen man nach Hause läuft, das Mass von 1 × 1 Meter Und sollte man, daheim angekommen, der einen Bluse oder der anderen Hose doch nachweinen, muss man sich keinen Meter rühren: Denn eine Auswahl an herbstlichen Looks ist auch im Online-Shop verfügbar.
Laufmeter Mode-Salon, Kornhausforum Bern; Freitag, 29. Oktober (19 bis 22 Uhr, Ticket für Präsentation erforderlich) und Samstag, 30. Oktober (10 bis 17 Uhr, Eintritt frei). laufmeter.ch
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Anhalten und anprobieren: Der Mode-Salon versammelt die neusten Mode- und Accessoires-Kollektionen von 35 Labels aus allen Ecken der Schweiz, darunter Claudia Güdel aus Basel und Tabitha Wermuth aus Bern.
AUFGEHENDEN IM LAND DER WONNE
Inspiriert vom minimalistischen Stil Japans designt
Carla Lehmann wonnige Alltagsstücke in einer Grösse, in welcher jede Sehnsucht nach Heimat aufgeht –wo auch immer diese unter der Herbstsonne zwischen Tokio und Thun liegen mag.
Strickkleid «Hikaru» mit Taschengürtel, aus 100% Merinowolle gestrickt in Huttwil (Fr. 460.–).
Kaum in die Mode von «Sode» hineingeschlüpft, stellt sich ein Gefühl des Angekommenseins ein – genau das bezweckt deren Schöpferin Carla Lehmann auch. Als «nobel und easy zu tragen» beschreibt sie ihre fliessenden Lagenlooks in erdigen Tönen wie Sand, Salbei, Waldgrün und Rost. Mit einer japanischen Schere, die gut in ihrer linken Hand liegt, entwirft sie Silhouetten, die nur aus den nötigsten Linien bestehen. Sie macht und tut, verwirft und beginnt von vorne, bis Schnitt und Stoff harmonieren – bis sie das Stück selbst gerne überstreift. Schneiderinnen der Tessiner Firma «Punto 310» und des «Nähwerk IDM» in Thun, dem Heimatort der Designerin, nähen ihre minimalistischen Kreationen vorwiegend aus Reststoffen, neuerdings auch aus Emmentaler Flachs. Für die Herbstkollektion hat sie zudem zu mulesingfreier Merinowolle gegriffen, die in Huttwil zu ihren typischen Oversize-Styles verstrickt wird. Transportwege kurz halten, lokal produzieren und gängige Modezyklen umkrempeln sind des jungen Labels Asse im Ärmel – letzteres bedeutete «Sode» auf Japanisch; weite Ärmel, in denen man wonnevoll die Welt umarmt.
Alle Stücke der neuen Herbst-/Winterkollektion sind in einer limitierten Auflage von 10 bis 20 Stück erhältlich. wear-sode.ch
Waldgrünes Strick-Ensemble mit Cardigan «Botan» (Fr. 360.–). und Culotte «Sen» (Fr. 250.–); Mütze «Nao» (Fr. 79. –). Alles aus 100% Merinowolle gestrickt in Huttwil.
Pullover «Hiroki, aus 100% Merinowolle gestrickt in Huttwil (Fr. 290.–); Culotte «Yume» aus 80% Tencel, 18% Polyamid, 2% Elasthan, genäht im «Nähwerk IDM» in Thun (Fr. 250.–). wear-sode.ch
DIE DEHNUNG DES DENKBAREN
Alle haben gesagt, das geht nicht. Doch Familie Wellendorff forschte unbeirrt weiter –bis es gelang, physikalische Grenzen zu verschieben und ein federndes Armband aus 18 Karat Gold zu erfinden.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Die Geschichte des Schmucks ist fast so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Es scheint kaum vorstellbar, sie neu zu erfinden. Doch gerade diese Vorstellung des Machbaren kraft ihres Innovationsgeistes zu sprengen, treibt die Schmuckmanufaktur «Wellendorff» seit der Gründung im Jahr 1893 an. Mit den neuen Armbändern «Umarme mich» ist den Pforzheimern ein Coup gelungen, der sich in die Ikonen der Manufaktur einreiht: Das weichste Collier der Welt, der lebendigste Ring der Welt – und nun das elastischste Goldarmband der Welt.
Wunder des Weglassens
Nachdem die Goldschmiede ein Armband erfanden, dessen Faltschliesse aus Lamellen, filigranen Kufen und federndem Schloss nahezu unsichtbar ist, schien es nur noch eine
Krönung dessen zu geben: Ein Armband ohne Schloss, das sich ohne auf- und zumachen wie von selbst um das Handgelenk schmiegt, es umarmt. Aus der Überlegung, «dazu bräuchte es federndes Gold» machte die Manufaktur die Tatsache, «dazu gibt es federndes Gold aus 18 Karat Gold». Wissenschaftler waren überzeugt: Das ist unmöglich. Unbeirrt davon tüftelten die Goldschmiede siebzehn Jahre lang beharrlich weiter – bis sie es fertigbrachten, die physikalischen Grenzen der elastischen Verformbarkeit von Gold zu verschieben. Es hält oder bricht – so lautet ein Grundgesetz – dehnen liesse es sich allerdings nicht. Bis die Meister der Manufaktur mit geballtem Wissen von 128 Jahren Firmengeschichte dem dafür notwendigen Zusammenspiel von Legierung, Druck, Temperatur und Verformung auf die Schliche kamen. Es ist also keineswegs vermessen, hier von einem technischen (und handwerklichen) Wunderwerk zu sprechen. Doppelt so biegsam wie normales Gold, schmiegt sich die «Umarme mich»Kreation um das Handgelenk, ohne seine Form einzubüssen. Legt man es an und ab, kehrt es sanft in seine kreisovale Ursprungsform zurück. Um das zu erreichen, fertigen die Schmuckspezialisten ein neues Innenleben voller Flexibilität und Spannkraft für die Gold-
kordel, die sie als deren Seele bezeichnen. Bei jeder Bewegung des Handgelenks, umarmt von zwei oder drei seidenweichen Goldsträngen, scheint diese Seele hervorzustrahlen … So spielend federleicht, dass sich kaum erahnen lässt, wie viel ausgereifte Technik darin steckt. Man habe sich dafür den Erkenntnissen der Medizintechnik bedient. Mehr wollen die Wunderwahrmacher nicht verraten. Mehr will man auch nicht wissen: denn anders als die Technik ist die Magie gewiss nichts Ergründbares.
Erhältlich bei Zigerli+Iff, Spitalgasse 14, Bern. zigerli-iff.ch
Schwere Aufgabe, federleichte Lösung: Gold, das sich sanft und sicher um das Handgelenk schmiegt, ist das Resultat von 17 Jahren Entwicklung. Die «Umarme mich»-Armbänder gibt es in fünf unterschiedlichen Designs vom pur gehaltenen Einzelstrang bis zum mehrreihigen, mit Diamanten besetzten Modell.
ZEITGEIST
MIT PATINA
Die neue «Certified Pre-Owned»Lounge führt moderne, klassische und rare Luxusuhren aus zweiter Hand, deren Echtheit von Uhrmachermeistern klitzeklein unter der Lupe geprüft ist: Damit Vorgeliebtes zur Vorliebe wird.
Zeit ist eine physikalische Einheit, die für alle gleich ist – präzise springen die Zeiger in derselben Sekunde auf dem Zifferblatt. Wie sie das tun, könnte doch unterschiedlicher nicht sein: Manche durch Quarzuhrwerk, automatisch oder mechanisch, manche in verschnörkelter, birnen- oder blattförmiger Gestalt, auf schlicht-schwarzen oder perlmuttschillernden Indexen. Diese Vielfalt an ästhetisch im Form gebrachter Zeit bildet die neue, im August eröffnete «Certified Pre-Owned»-Lounge exemplarisch ab, denn die sorgfältig hinter den holzumrahmten Vitrinen platzierten Uhren sind Einzelstücke. Es sind schon mal getragene – oder hinsichtlich der Emotionen, die solche Kunstwerke der Uhrmacherei zu wecken vermögen – schon mal geliebte – Exemplare aller namhafter Edelmarken von «A. Lange & Söhne» bis «Zenith».
«Bucherer» erkennt damit die Zeichen der Zeit, zumal das nachhaltige Prinzip von Designstücken «aus zweiter Hand» im Luxussegment angekommen ist – durch ihre schier ewig währende Güte sind sie prädestiniert dafür. Mit «Certified Pre-Owned» trifft das traditionsreiche Schweizer Familienunternehmen den begrifflichen Inhalt von «Secondhand» präzise und gibt den Takt vor: Die kuratieren Uhren tickten einst sekundengenau am Handgelenk ihrer Vorbesitzer – manche allerdings nicht lange; viele der Modelle schlummerten in Schatullen, ehe sie auf der Reise in ihr zweites Leben in der Boutique von «Bucherer» zwischenlanden. Die «Certified Pre-Owned»Kollektion umfasst nicht nur moderne Ikonen, sondern fördert auch sammelnswerte Schätze aus vergangenen Zeiten zutage, darunter rare Modelle aus limitierten Editio -
«VINTAGE-LUXUSUHREN ZEIGEN NICHT EINFACH STUNDEN, MINUTEN UND SEKUNDEN AN, SONDERN ERZÄHLEN ZEITGESCHICHTE.»
nen. Um sicherzugehen, ob es sich tatsächlich um «Oldies but Goldies» handelt, reicht ein kennerischer Augenschein nicht aus. Bedeutende Bestandteile der komplexen Mechanik und damit den Gesamtzustand kann nur ein Uhrmacher prüfen und zuverlässig beurteilen. Hauseigene Uhrenexperten authentifizieren, inspizieren und zertifizieren jedes dieser Meisterstücke der Feinmechanik. Sie begutachten Verpackung und Dokumente, überprüfen Uhrwerk, Reparaturen und sowohl Original- wie auch Ersatzteile, reinigen Armband und Gehäuse mit Ultraschall, polieren auf, nehmen Glas-, Kronenund Rückseitendichtungen unter die Lupe und testen die Funktionen eingehend. So bürgt «Bucherer» für die Echtheit und gewährt eine zweijährige Garantie auf die erschwinglichen Trouvaillen. In Vorfreude auf
das, was sie erwartet, ertappen sich Uhrenfreunde und -sammlerinnen dabei, wie sie auf der Treppe gleich zwei Stufen auf einmal nehmen möchten, um zeitiger auf die zweite Boutique-Etage zu gelangen. In anheimelndem Ambiente und auf Augenhöhe mit der benachbarten Zytglogge lädt die Lounge zur ungestörten Inspiration und zum Austausch. Wer hierher kommt, tut gut daran, eines mitzubringen: Zeit. Denn wandelt man im oder gegen den Uhrzeigersinn durch die fünfzig Quadratmeter und blickt den Raritäten tief in die Gehäuse, flüstern sie von Tempi passati und erzählen Geschichten, die erspürt sein wollen – und weiter ihren Lauf nehmen.
«Seamaster Railmaster» von «Omega» mit Automatik-Kaliber 8806, 40 mm Edelstahlgehäuse, Saphirglas, grauem Zifferblatt ohne Datumsanzeige und Armband aus Kalbsleder (Fr. 3200.–).
Zeitmesser von «Jaeger LeCoultre» mit 26 mm Weissgold-Gehäuse, Saphirglas, schwarzem Zifferblatt ohne Datumsanzeige und geprägtem Lederarmband, der im Innern ein HandaufzugKaliber 822 birgt (Fr. 8000.–).
«Explorer» von «Rolex» mit AutomatikKaliber 3130, 36 mm Edelstahlgehäuse, Saphirglas, schwarzem Zifferblatt mit arabischem Index ohne Datumsanzeige und stählernem Metallarmband (Fr. 7200.–).
Die gesamte «Certified Pre-Owned»-Kollektion, filterbar nach Kriterien wie Marke, Herstellungsjahr oder Farbe, ist online bestellbar und die Verfügbarkeit in den Filialen abrufbar, mit der Option «Click and Collect»: bucherer.com/buy-certifiedpreowned
Neu im Deltapark Vitalresort
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Wir präsentieren Ihnen eine wirksame Alternative zu Botox, Spritze und Skalpell, das Ihr Hautbild verfeinert und Fältchen mildert. Die exklusive Formel von 3LEMÉNTS wirkt auf zellulärer Ebene, um die Fibroblasten anzuregen. Diese sind für die Herstellung der extrazellulären Matrix und Kollagen verantwortlich, welche den Gewebereparaturprozess ermöglichen. Die Gesichtsmaske ist ein medizinisches Kosmetikum (Cosmeceuticals), das für alle Hauttypen sowie Frauen und Männer geeignet ist.
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DES DESIGNS
Man wählt die neusten Kreationen der Mode- und Schmuckdesigner aus, zieht sie an die gewünschten Körperstellen und lässt sich damit unverpixelt in die Herbstsaison fallen
1 Musterhaft sind nicht nur die Designs der Schwestern Nina und Livia Henne, sondern auch deren Prinzip der Nachhaltigkeit: Die Zürcherinnen lassen ihre Mode, wie das Wickelkleid «Beatrix» aus kräftigem, strukturiertem Curpo-Stoff, sozial verträglich bei langjährigen Partnern in London und Jaipur fertigen – und bauen so sowohl Brücken mit Formen und Linien wie auch zu unterschiedlichen Kulturen (Fr. 295.–). komana.com
2 Versehen mit feinen Glanzpunkten, fangen die Weissgoldkordeln der neuen «Wellendorff»-Ohrringe «Sonnenglanz» mit jeder Bewegung das einfallende Licht ein und flirren wie die Sonnenstrahlen selbst. Der Stift des Ohrrings ist dezent abgeschrägt, sodass die leichten Creolen niemals seitlich vom Ohr abstehen, sondern angenehm anliegen (Fr. 7000.–). Zigerli+Iff, Spitalgasse 14, Bern. zigerli-iff.ch
3 Beim Zeitmesser «Elegance» mit markentypischem Saphirgehäuse, das erste Modell von «Century» mit Mondphasen-Uhrwerk, trifft glänzender Stahl auf zarten Perlmuttschimmer als kostbare Kulisse für das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Bijouterie Sonderegger, Spitalgasse 36, Bern. bijouterie-sonderegger.ch
4 Während man Knoten im Kopfhörerkabel eilends entwirren will, lässt man diesen bestehen: Geleitet vom Wunsch nach Versöhnung und des Zusammenkommens, reflektiert die neue Kollektion «Node» von Nicole Hana Kim den Knoten als Spannungsfeld und als Grundbedürfnis nach Nähe – zu sich selbst und zu anderen (Fr. 175.–). hanakim.ch
5 Lässig, locker, ledern: Die taillierte Jacke «Aprilia» mit grossem Reverskragen und Druckknöpfen fällt mit warmem Cognacton beim Waldspaziergang zwischen herbstlichen Laubbäumen kaum auf… In der hippen Cocktailbar mit Glastresen und Pop-Art-Tapete dafür umso mehr (Fr. 598.–)! Ledermode Neuenschwander, Industriestrasse 4, Oberdiessbach. neuenschwander.ch
GRAFIKKARTE
Wer dieses Gemälde am Körper trägt, verrechnet sich optisch nie: Schal mit handgemaltem Print (35 × 200 cm) von Ginny Litscher, inspiriert vom historischen Interieur des Londoner Hotels «St. Pancras». ginnylitscher.com
FRAME REIMT SICH AUF
fame! Wie passend, denn für ihre jüngste, limitierte Edition haben «Sol Sol Ito» mit der Schweizer Modelberühmtheit Tamy Glauser zusammengespannt. Das Modell «Abundance» ist in Bernstein, Blaugrün und Schwarz erhältlich. solsolito.com
HASHTAG AM WASCHTAG?
#Moderetter! Während manche Filter fragwürdige Effekte haben, verbessert dieser das Resultat garantiert: Die Farb- und Schmutzfangtücher «Advanced» schützen das «Outfit of the day» mit Mikrofasern und Farbfangmolekülen zweifach gegen Verfärbungen. dr-beckmann.ch
Fr. 15.90
PILZE AN DEN FÜSSEN … und dort gehören sie auch hin, dann hat man auch immer vor Augen, welche man nicht pflücken sollte: Nachhaltig produzierte Socken «Toxic Sand Shroom» aus Bio-Baumwolle, designt in Zürich. dillysocks.com
PASSWORT: AWS … das steht für das Basler Label «After Work Studio», könnte aber geradesogut «alles wird schöner» bedeuten – mit dem Pullover aus feiner, norditalienischer Merinowolle, angefertigt im Emmental. aws247.ch
ANHANG ÖFFNEN … Und zum Vorschein kommt das Smartphone! Die Crossbody-Tasche «Pink Martina» mit pinkem Innenfutter und aufgenähter Schleife, zugunsten der Brutkrebs-Charity lanciert, ist in Ecuador handgefertigt aus Orlon, Leder und Baumwollfutter. avanzar-shop.ch
Fr. 6.85
Fr. 449.–
Fr. 370.–
Fr. 155.–
Fr. 429.–
FUNKTIONALER FOLLOWER
Von der Handytasche «Sörenberg» wird man gerne «verfolgt», schliesslich hält man so das Smartphone stets griffbereit für Schnappschüsse der Herbstlandschaft. Mit Innenfächern und Ring zur Befestigung an der Tasche oder am Gürtel. lnelondon.com
MEGA, DIESE PIXEL!
Mit dem Rotgold-Ring «Pixel» macht die Zürcher Künstlerin Bruna Hauert, die in ihrer Galerie «Friends of Carlotta» aussergewöhnlichen Schmuck aus aller Welt kuratiert, Bildzellen buchstäblich berührbar. foc.ch
CALL IT
… love! Wären die Gesichter jener, welche die neue Kollektion «Call it love» von LIDA NOBA betrachten, Emojis – es wären jene mit den herzförmigen Augen. Für ihre neusten Looks liess sich die Designerin von der Geschichte der Qajar-Dynastie in ihrem Heimatland Iran inspirieren. lidanoba.com
GUTE REICHWEITE
Die schwarze Jeans mit ausgefranstem Saum erreicht all jene, die auf weites Bein, hohe Taille und Nachhaltigkeit stehen: Sandra Pinto, die es versteht, Dinge einfach zu halten, lässt ihre Mode fair in Portugal produzieren. shoplamarel.com
SOLIDES LAUFWERK
Für Wechselträger, die guten Stil bis in die Zehen abgespeichert haben: Handgemachte Stiefel aus Leder (Absatzhöhe 8 cm) der Zürcher Designerin Maya Seyferth, deren Entwürfe von unterschiedlichen Kulturkreisen beeinflusst sind. mayaseyferth.com
Fr. 3780.–
Fr. 450.–
Foto: Alexander Palacios, Mode Suisse Edition 20, Zürich
5 6
Highlights der «Mode Suisse»
1 | 7 Für ihre Kollektion «Posthuman» kooperierte Nina Yuun mit der Taschendesignerin Leonie Riesch.
2 | 6 Die fünfte Kollektion von «Nomadissem» ist inspiriert vom japanischen Konzept «Ikigai».
3 | 5 Lida Noba präsentiere ihre Designs unter dem Titel «Call it Love». 4 «Casella Meyer» debütierte mit Looks in Airbrush-Ästhetik. 8 Das Bademode-Designduo «Volans» spannte mit dem Label «Sol Sol Ito» zusammen, das eine limitierten Sonnenbrillen-Edition lancierte. mode-suisse.com
TUN SICH
ZWEI ZUSAMMEN …
… lacht für einmal nicht der Dritte, sondern das ganze Publikum der «Mode Suisse»: Die Jubiläumsedition stand im Zeitzeichen der Kooperationen. Ob das die Kreativität potenziert?
Es war bereits Feuer unter dem Dach in der Werkstatthalle in Altstetten, als die geladenen Gäste eintrudelten, um sich an der 20. Edition der «Mode Suisse» die gegenwärtigsten aller Gewänder zu Gemüte zu führen. – Feuer, jedoch nicht das brennende, sondern das bunte: Das junge Label «Casella Meyer» aus Zürich besprühte mitten im Raum live einen plissierten Bauwoll-Zweiteiler mit Airbrush-Farben. Als multidisziplinäres Kollektiv debütierten Rico Zeindler und Tobias Häusler mit einer Kollektion, die dazu anregt, intuitiv rauszugehen auf die Strasse und die Energie unverhoffter Momente einzusaugen wie die Fasern die Farbpartikel. In den Airbrush-Ästhetik-Looks – mit vom Saum her emporflammenden Feuermotiven und Schriftzügen, die sich dornzweigartig um Ärmel und Hosenbeine schlingen, kann man sich vor urbanen Fassaden tarnen, sofern man sich in feinsten GraffitiKreisen bewegt. Für viele kam mit dieser Live-Performance der Höhepunkt des Happenings früh: Nämlich noch vor der eigentlichen Runway-Show...
Diese eröffnete das gleichnamige Label der koreanisch-schweizerischen Designerin Nina Yuun, die es verstand, die diffizile Thematik der körperlichen und emotionalen Fragilität feinfühlig zu interpretieren. Die Stärke ihrer fliessenden Entwürfe liegt in der unbeschwerten Subtilität, die sie mit filigranen Details wie losen Fädchen oder Tagebuchzeilen, gestickt in Schnürchenschrift, ausdrückt. Man war versucht, das vorbeischreitende Model anzuhalten, um die Sätze von der Schulter abwärts zu lesen, – aber dazu hatte man später im Showroom noch Gelegenheit genug. «Wir akzeptieren die Verletzlichkeit, die uns menschlich und schön macht. Wir alle werden zu einem ‹Posthuman›, so die hoffnungsvolle Botschaft von Nina Yuun, die für die «Mode Suisse» mit der Taschendesignerin Leonie Riesch aus Liechtenstein zusammenspannte. Die handgefertigten Taschen, welche die Models mal um den Hals, mal an der Hand mittrugen, verbanden sich durch gewellt-flattrige Lederelemente geradezu symbiotisch mit den Outfits von Nina Yuun.
Ähnlich verhielt es sich bei Giancarlo Bello, der mit der Schmuckdesignerin Nicole Hana Kim gemeinsame Sache machte. Ihre goldenen Stacheldraht-Creolen und silbernen Clips in Cursor-Form unterstrichen, worüber der Tessiner jüngst für seine Kollektion «24/7» reflektierte: Die omnipräsente Cyberwelt und deren unterschätzten Risiken. Ironischerweise sind seine skulpturalen, aufwändigen und teilweise «geh-hemmenden» Roben wenig alltagstauglich, aber höchst «instagrammable».
Hand in Hand arbeiteten überdies das Label «Mourjjan» und Textildesignerin Ginny Litscher aus Zürich. Ihr Gemeinschaftswerk, bei dem paradiesische Prints auf seriöse Seide knallen, nannten sie schlicht und treffend «Us». Die 20. «Mode Suisse» innert zehn Jahren war getragen von diesem «Wir-Gefühl», stand sie doch gemäss Organisatoren «im Zeichen der Freundschaft und Unterstützung.» Die Antwort auf die Eingangsfrage muss also lauten: In der Fashion ist es wie in der Freundschaft: Nicht auf kurzlebige Verrücktheit kommt es an, sondern auf langfristige Verlässlichkeit.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO MODE SUISSE EDITION 20, ZÜRICH; ALEXANDER PALACIOS
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WALDBADEN
Statt durch das kühle Nass durch die warmroten Wipfel gleiten und nicht vom Elfmeter, sondern vom Baumstrunk hüpfen: Während man in Swimmingpools allmählich das Wasser ablässt, beginnt die «Badesaison» im Wald erst, nach einer japanischen Achtsamkeitsmethode. Bei «Bijou les Boutiques» findet man Mode und Accessoires für das Waldbad, bei dem der weiche Boden unter den Profilsohlen federt und das Handy im Flugmodus im Shopper verstaut schweigt, um das relaxende Rascheln nicht zu unterbrechen. Gehüllt in die farngrünen bis baumrindenbraunen Erlesenheiten des Schweizer Familienunternehmens taucht man nicht nur ein, sondern regelrecht ab: Mit herbstlichen Nuancen wird man eins mit der Natur.
1 Viskose-Kleid «Aldo Zach» mit raffinierten Ballonärmeln von «Mos Mosh» (Fr. 199.–). Lederjacke «Shine Star» mit schräg angesetztem Reissverschluss von «Freaky Nation» (Fr. 369.–). 2 Kaschmirschal «Life is Love» von «Faliero Sarti» mit Motiven des Streetart-Künstlers «Banksy» (Fr. 349.–).
3 Pullover «Thora» aus kuschelweicher Alpaka-Wollmischung von «Mos Mosh» (Fr. 149.–). 4 Retro-Sneaker aus Nylon und Wildleder von «Wushu» (Fr. 169.–).
5 Shopper aus Canvas von «Campomaggi» (Fr. 399.–). 6 Bomberjacke «Darcy Rono» aus Polyester von «Mos Mosh» (Fr. 219.–).
7 Handgefertigte Lederstiefelette «Bandolero» von «Moma» (Fr. 449.–). 8 Handgemachtes Lederarmband «Judith» von «Corazón» (Fr. 99.90).
Erhältlich bei «Bijou les Boutiques» in Bern, Biel, Brügg, Luzern, Lyss, Shoppyland Schönbühl, Thun, Warehouse Sutz und im Online-Shop: bijoulesboutiques.ch.
PREZIOSEN PROGRAMMIERTE
Einst Archäologin, versteht sich
Consuelo Keller heute als digitale
Handwerkerin: Sie formt auf der Spielwiese der Software skulpturalen Schmuck, 3D-gedruckt und handverfeinert. Gerade tüftelt sie mit Material, das von Hand schwer zu bearbeiten wäre.
Im ersten Moment klingt es abwegig, dass Sie als Archäologin beim 3D-Schmuckdesign gelandet sind – und im zweiten?
Als Archäologin beschäftigte ich mich intensiv mit der Kultur der Antike und rekonstruierte Geschichte; ich grub Menschen gemachte Artefakte aus der Erde aus, säuberte, vermass und beschrieb sie präzise. Daraus habe ich Erkenntnisse gewonnen über die Menschen, die sie getragen, getauscht oder in das Grab mitgenommen
haben. Computercodes sind eine sehr mächtige Sprache der Gegenwart. Um kulturelle Artefakte zu fertigen, welche die heutige Zeit repräsentieren, liegt es nahe, sich damit zu befassen.
Was ist unter «digitale Handwerkerin» zu verstehen?
Ich erkunde Gebiete wie kreatives Programmieren, parametrisches Design sowie digitale Herstellungstechniken. Diese Verfahren verbinde ich sowohl mit handwerklichen Techniken als auch mit traditionel-
len Materialien. Daraus habe ich meinen Label-Namen abgeleitet: Eine Kombination des lateinischen Wortes «Digitus»; «Finger» – und des altgriechischen Wortes «Morphé»; «Form».
Inwiefern setzt Ihnen die intelligente Technik kreative Grenzen?
Die digitale Technik erweitert meinen Freiraum als Gestalterin um eine grosse Spielwiese, die ich mit Spass auskundschafte. Es ist spannend zu beobachten, wie aus exakten, unverrückbaren Aneinanderreihungen von digitalen Nullen und Einsen Materie entsteht. Ich habe die freie Wahl, welche vorhandenen Mittel ich nutze – wie seit jeher alle Künstler.
Drohen Maschinen den designenden Menschen dereinst zu ersetzen?
Technologien sind nicht per se «gut» oder «böse», es kommt auf deren Einsatz an. Ich erachte die digitalen Entwurfs- und Produktionswerkzeuge nicht als «bedrohlich», sondern lerne, sie zu verstehen und zu meinem Vorteil zu nutzen. Technologien
sind nur so gut, wie sie die Menschen zu kreieren und zu gebrauchen wissen. Durch parametrisches Arbeiten kann ich in kurzer Zeit eine grosse Anzahl Varianten entwerfen, verwerfen und testen. Was Handwerker bereits vor Jahrhunderten getan haben, tue ich auch, aber dank digitalen Tools umfassender, effizienter und facettenreicher.
Wie viel «Mensch» und wie viel «Maschine» steckt in Ihren Designs?
Es ist eine enge Zusammenarbeit, bei der die Maschine das übernimmt, was sie besser kann als der Mensch – und umgekehrt. Beispielsweise kann der Computer schnell rechnen, doch nur die Hand vermag zu beurteilen, ob eine Stelle zu rau ist. Ich steuere als Mensch jeden Schritt: Wie beim Zeichnen jeder Strich, ist auch beim Coding jede Zeile ein Gestaltungsentscheid.
Wie einzigartig ist Schmuck überhaupt, der «beliebig» ausdruckbar ist?
Auch konventionell gefertigter Schmuck ist im Grunde «beliebig» reproduzierbar, denkt man nur an die traditionelle Guss-
«MITTELS HANDWERK UND DIGITALEM WERKZEUG
WIDME ICH MICH DER FORM.»
Consuelo Keller
Aus Nullen und Einsen entsteht Schmuck: Consuelo Keller macht sich die Programmiersprache zunutze, um 3D-gedruckte Colliers, Armschmuck und Ohrringe aus unterschiedlichen Materialien zu kreieren. digimorphe.com
technik. Es entstehen Unikate, weil ich nach dem Druckprozess zig Schritte von Hand vollführe. Zudem lassen sich die Zugriffsrechte auf Vorlagen einschränken oder bewusst «Zufallsfehler» im FormCode einbauen.
Inwiefern beeinflusst der technische Fortschritt Ihre Arbeit?
Ein spannender, aber herausfordernder Aspekt ist, dass es gefühlt täglich neue Materialien, Maschinen und Softwares gibt. Einerseits will ich auf dem aktuellen Stand bleiben und Neues auszuprobieren, andererseits konzentriere ich mich auf ausgewählte Tools und Materialien, um mich darin zu vertiefen.
Woran tüfteln Sie derzeit?
Ich erforsche gerade den Direktdruck mit Titan, ein Werkstoff, der von Hand schwer zu bearbeiten ist, aber Eigenschaften wie Leichtigkeit und Formstabilität besitzt, die für Schmuck vorteilhaft sind. Ich plane, diesen Winter eine limitierte Kollektion aus diesem biokompatiblen Metall zu lancieren.
MÖBEL MODE SCHMUCK BASEL MESSE HALLE 3 1 – 3 OKTOBER 2021 ZÜRICH KONGRESSHAUS 19 – 21 NOVEMBER 2021
TICKETS KAUFEN
1 Dr. med. Wiebke Gruber und Dr. med. Christian Süss und ihr Team verbinden mit ihrem breitgefächerten Angebot all das, was Menschen gesünder und schöner macht.
2 Den Herbst in Fülle geniessen: Plasma-Injektionen wirken nicht nur gegen Haarausfall, sondern reduzieren zudem Falten, was zu einem gestrafften Hautbild führt.
WIEDER VOLLES HAAR –
NOCH DIESES JAHR
Viele Männer suchen weit, wenn es darum geht, wieder dichteres und volleres Haar zu bekommen – dabei tragen sie den geeigneten Wirkstoff in sich: ihr eigenes Blut. Wie «PRP» zu einer Prachtfrisur verhilft und Lücken im Barthaar füllt.
Ein taufrischer Morgen, nach der aufweckenden Dusche vor dem Spiegel nur noch frisieren… Doch das Zurechtkämmen der Haare braucht Zeit, denn es gilt, lichte Stellen geschickt zu kaschieren
Eine alltägliche Szenerie, die viele Männer nur zu gut kennen: Gerade mit fortschreitendem Alter verändern sich Haarwachstum und Regeneration der Haarwurzeln,
sodass sich der Schopf lichtet. Das Sinnbild der Jugendlichkeit schwindet dahin… Diesem nicht selten belastenden Haarausfall schlägt «PRP» ein Schnippchen – oder besser gesagt: «ein Strähnchen». Denn «Platelet Rich Plasma», gewonnen aus frischem Eigenblut, stimuliert die Zellen mit körpereigenen Wachstumsfaktoren. «Damit regen wir die noch intakten Zellen an. Deshalb gilt: je früher, desto wirkungsvoller», führt Dr. med. Wiebke Gruber aus. Gemeinsam mit Dr. med. Christian Süss leitet sie das Institut «SanoMed» mit einem Team aus erfahrenen Fachärztinnen und Therapeuten. Nach der Entnahme einer kleinen Menge Blut trennt sie mittels einer Zentrifuge innert nur drei Minuten die hochwirksamen Blutplättchen heraus und injiziert dieses Plasma-Konzentrat an den gewünschten Stellen, um den (Selbst-)Heilungsprozess zu aktivieren. Dies können auch optisch störende Lücken im Bart oder andere Haarwachstumsleiden sein. «Da es sich beim Plasma um eine körpereigene Substanz des Patienten handelt, sind allergische Reaktionen oder Abstossungen ausgeschlossen»,
nennt sie weitere Vorteile der nahezu schmerzfreien Methode, die ihre Wirkung nach mehreren Monaten entfaltet – schliesslich brauchen die Haare Zeit, um wieder zu wachsen. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, kombiniert die Ärztin «PRP» mit einem niedrig dosierten Laser. Das Angebot von «SanoMed» geht über ästhetische Medizin hinaus und umfasst sowohl schulmedizinische wie auch komplementäre Therapien. «Menschen kommen mit einem Problem zu uns und wir zeigen den schnellsten und nachhaltigsten Lösungsweg auf», fasst Dr. med. Christian Süss zusammen. «Das Ärzte-Team und ich nennen es: Best-of aller möglichen Behandlungen.» Ein taufrischer Morgen, nach der aufweckenden Dusche nur noch kurz mit einer Hand durch die Haare wuscheln – und bereit sein für alles, was der Tag mit sich bringt.
Weitere Infos und Beratungsgespräch: SanoMed, Kyburgstrasse 5a, Thun Telefon 033 224 00 01 info@sanomed.ch, sanomed.ch
UHRENDESIGNS ZEITGENOSSEN EINES LEGENDÄREN
Zahlen sind ja auf Zifferblättern per se nichts Ungewöhnliches. Im Falle einer diskret integrierten «60» hingegen schon: Sie ziert die Sonderedition aus drei Modellen, welche die Schwarzwälder Manufaktur «Junghans» anlässlich des 60-Jahre-Jubiläums der Armbanduhren des Architekten und Künstlers Max Bill lanciert hat. «Ein einmaliges Detail, das die auf weltweit 1060 Exemplare begrenzten Modellen zu Sammlerstücken macht», freut sich Dominik Maegli, der in seinem Concept-Store «Konzept Uhrsachen» kuratierte Designikonen versammelt. Die limitierte Trilogie in Anthrazit, Beigebraun und Orange fügt sich nahtlos ein zwischen der variierenden Auslese an Wohn- und Zeitmessobjekten, in der Feierstätte des Faszinierenden, das funktioniert. Der Laden hält die ideellen Werte der Designschaffenden hoch, so auch der Antrieb Max Bills: Die perfekte Ablesbarkeit der Zeit. Vorlage der späteren Armbanduhren war die Küchenuhr von 1956, für deren Kreation «Junghans» den BauhausKünstler beauftragte. Er setzte dafür auf die gestalterischen Tugenden, welche funktionalistische Formsprache des Bauhaus forderte: Ein Gegenstand sollte so gestaltet sein, dass er seine Funktion optimal erfüllt. Obwohl seither sechs Jahrzehnte des klaren, puristischen Uhrendesigns vergangen sind, erweisen sich die Modelle als zeitlos – «so zeitlos, wie das eben gehen würde, ohne die Zeit zu vergessen.» Der Blick auf das puristische Zifferblatt, das von Designgeschichte zeugt, ruft in das Bewusstsein: Gestern ist heute längst nicht verstrichen. Die Edition mit den drei Modellen «Automatic», «Mega» und «Regulartor» ist erhältlich bei KONZEPT Uhrsachen, Kramgasse 21, Bern. uhrsachen.ch
FÜR AUFBROWSER
Hat man die Web-Programme geschlossen, verstaut man seinen Laptop in der Hülle von «Qwstion», welche diesen mit 100% natürlichem Bananatex®-Material und stossabsorbierendem Wollfilz vor Schmutz, Kratzern und aufbrausenden Mitmenschen schützt. qwstion.com
DIE STYLE-RETTUNG: NAHT! Betont, geziert und zum Anlehen wirkt die Schulterpartie dank den Steppnähten auf der körpernahen RacerJacke «Adkins» aus edlem Lammnappa mit Stehkragen und Reissverschlüssen. Ledermode Neuenschwander, Industriestrasse 4, Oberdiessbach.
VÄTERCHEN ROST … hat es nicht nötig, Märchen zu erzählen: Das T-Shirt «Kitumba», was auf Swahili «Baumwollknospe» bedeutet, besteht aus 100 % fair gehandelter «bioRe»-Baumwolle und ist mit «Cradle to Cradle»-Garn in St. Gallen bestickt. wearezrcl.com
BILLS IDOLE
Die limitierte Jubiläumsedition, bestehend aus drei Automatik-Armbanduhren, vereint Designgeschichte mit moderner Technologie. Damit würdigt die Uhrenfabrik «Junghans« ihre Zusammenarbeit mit BauhausKünstler Max Bill, die 1956 begann.
Fr. 759.–
Fr. 130.–
Fr. 49.–
INSPEKTOR GADGET 2.0
Mit dem metallisch-kupferfarbenen Lederetui des Zürcher Labels «Powch» hat man seine elektronischen Alltagsgadgets vom Kabel bis zum USB-Stick im Griff, selbst wenn man weltvergessen an den nächsten Business-Tatort eilt. powch.ch
BART DÉCO
Wahrlich ein Stilbegriff für die Formgebung im Gestaltungsbereich der unteren Gesichtspartie: Der Rasierhobel aus beschichtetem Messing gleitet sanft über die Männerhaut, dank dem Rasieröl, das mit Mandel-, Traubenkern- und Arganöl pflegt. nabanskincare.com
ZEIT ZUM ZAHLEN
«SwatchPAY!» sieht aus wie eine typische Uhr, trägt aber Technologie in sich: An der Kasse hält man sie einfach an das Terminal und schon erfolgt die Zahlung bargeldlos. Dank dem NFC-Modul braucht «SwatchPAY!» keinen Akku, um zu funktionieren – nur eine virtuelle Zahlkarte, die mit einem Konto verknüpft ist. swatch.com
KNIT RIDER
Mit der neuen Unisex-Kollektion «Art and it’s Wardrobe» des Bieler Designers Luca Xavier Tanner –in der Schweiz und den Niederlanden hergestellt – cruist man souverän durch den Alltag, selbst wenn sich dessen Szenen zum Actionfilm verstricken. lxtanner.com
4X4 FÜR DIE FÜSSE
Mit dem neuen «4x4»-Allrounderschuh des Schweizer Brands «Benci Brothers», der sich auf authentisches Handwerk und Lederprodukte fokussiert, hat man selbst in unwegsamem Gelände genügend (Allfuss-)Antrieb. In vier Farben erhältlich in den Stores in Zürich, Zug und Luzern. bencibrothers.com
Fr. 115.–
Fr. 359.–
Fr. 42.–
Fr. 54.–
KUNST PER KLICK
Kommt das Wort «Wand» eigentlich von «wandelbar»? Denn mit Bildern, die man heute ebenso einfach online bestellen kann wie Hammer und Nagel, wird aus kahl kunstvoll: Mit museal in Reih und Glied komponierten Kunstwerken oder einem inszenierten Einzelgemälde entstehen Räume, in denen man nicht mehr mit dem Rücken zur Wand stehen will. Dank massgefertigten Rahmen – Halt und Zierde zugleich –werden daraus Unikate, an denen man hängt.
1 «Die Wolke» (42 x 32 cm) aus der New-York-Serie von Käthy Borer-Gut, Assemblage auf Karton (Fr. 320.–). art333.ch
2 «Happy Girl» (100 x 100 cm) von Tanja Strausak, Mischtechnik mit Acryl- und Ölfarben (Fr. 900.–). kunstkaufhaus.ch
3 «KWH 215» (120 x 100 cm) von Bernhard Zimmer, mit feinstrukturierten, durchschimmernden Flächen und Textfragmenten (Fr. 2600.–). affordable-online-art.com 4 «Brain Maze» (140 x 120 cm) von Marion Viviane, Acryl- und Ölfarbe auf Leinwand (Fr. 800.–). pabloart.ch 5 «Nord» (27 x 21 cm) von Sebastian Speckmann, Linocut-Druck auf dünnem Papier (Fr. 380.–). galerie-soon.ch 6 «Overlay 2» (40 x 60 cm) von «Tens», Acryl, Spray und Bronzepigment auf Leinwand (ca. Fr. 490.–). weartgallery.com 7 «Ohne Titel» (150 x 50 cm) von Heloisa Ackermann, überlagerte Malerei auf Leinen (Fr. 2700.–). kunstreich.ch 8 «Karte von Zürich» (30 x 40 cm) auf Holz gedruckt, mit schwarzem Rahmen und Plexiglas (Fr. 70.–). thisislekka.com
GEDIMMT PER GESTE
Mit der Designserie «Mito», die Pendel-, Decken- und Bogenleuchten umfasst, wird man nebenberuflich zum Lichtdirigenten: Berührungslos, mit blosser Handbewegung, orchestriert man dank Gestensteuerung die Lichtszenarien im Raum. intraform, Rathausgasse 76-80, Bern. intraform.ch
ZEIGERBALLETT
SCHEMELHAFT
Der Entwurf des Architekten und Produktdesigners Klaus Vogt aus dem Jahre 1963 ist alles andere als konturlos: Die Sitzfläche aus Holz und die Stahlblechbeine des stapelbaren Hockers sind individuell konfigurierbar. embru.ch
Als eingespieltes Ensemble drehen die 24 Zifferblätter der «Clock Clock»-Wanduhr ihre präzisen Pirouetten im Minutentakt. Die visionäre Idee, dass die Zeiger die Zeit als Typografie performen, geht auf das schwedische Künstler-Duo «Humans» zurück, das zuvor mit Kunst KONZEPT Uhrsachen, Kramgasse 19, Bern. uhrsachen.ch
VERSTEINERTE SCREENS
Als Bildschirm für vergangene Momente des Alltags dienen der Westschweizer Keramikkünstlerin Joëlle Bellenot emaillierte Scherben, die sie am See gesammelt hat und auf Flusskieselsteine appliziert. jobellenot.ch
KABELSALAT? GEGESSEN! Der Kabelsortierer, der sich einfach an die Arbeitstischplatte klemmen lässt, hält bis zu drei Kabel ordentlich und griffbereit. Aus einer gebogenen Velospeiche in der Schweiz gefertigt. fideadesign.com
Esstischstühle: Das robuste Modell «MC16» aus vegetabil gegerbtem Rindsleder, veredelt und verarbeitet im Emmental, und Gestell aus geschwärztem Edelstahl gibt es in Farben von Cognacbraun bis Nachtblau (auf Bestellung). esszett.ch Fr. 790.–
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Die Farben der Deckendesigns «Stain» und «Patchwork» des Schweizer Innenarchitekten Michele Rondelli fliessen so farbenfroh-lebendig ineinander, man könnte sie sich als Bildschirmschoner vorstellen. zigzagzurich.com
Multikulturell
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Multifunktional
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Multidimensional
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Als mystisch-moderne Schatzkisten hat «De Castelli» die Kommodenserie «Pan dora» aus Eisen, Messing oder Kupfer zum Aufbewahren – und damit zum Ver stecken – aller Arten von Gegenständen kreiert. Erst durch «Suchanfragen» und damit dem Öffnen der bis zu sechs Schubladen werden diese sichtbar intraform, Rathausgasse 76–80, Bern.
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Braucht man nicht! Denn die Blätter der Bouquets, welche die Zürcher Fotografin Isabel Rotzler auf ihre neuen Kissenkreationen druckt, fallen nicht einmal im Herbst In verschiedenen Formaten und Farbkombinationen erhältlich. isabelrotzler.com
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Herunterfahren gelingt in grafisch-eleganten Farbwelten wie «Earthy Reds» wie auf Knopfdruck – und mit digitalen Unikaten: An der Schnittstelle von Tradition und Technologie druckt «Création Baumann» individuelle Dessins ab 25 Laufmetern auf funktionale Grundstoffe – von verdunkelnd oder transparent, bis hin zu raumteilend oder schallabsorbierend, damit einzig das Gefühl von Ruhe nachhallt. creationbaumann.com
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Aus Ästen, die den Bäumen im Sturm wie Zacken aus der Krone brachen und vom Wasser fortgetragen wurden, fertigen Veronika Oberngruber und Christina Gierlinge Leuchten-Unikate wie das Modell «Gspusi» mit bronzefarbenem Lampenschirm. lenzholz.ch
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Audiophile Designaffine verfallen Klang und Kleid des Standlautsprechers «W11» der Basler Manufaktur «Boenicke Audio», die in Handarbeit Hightech mit Massivholz wie Eiche, Nussbaum oder Esche ummantelt. boenicke-audio.ch
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HIGH-DEFINITION DIE VON MAGIE
Musik im Dunkeln hören?
Eher nicht, denn das Design der Multimedia-Elektronik ist zu ästhetisch, um sie nicht dabei sehen zu wollen.
Die Zauberformeln für solch technisch geschaffene Magie kennt das Familienunternehmen von Walter Tännler seit 30 Jahren: Vom Videorekorder zur Vision von «Smart Home».
TEXT DANIELA DAMBACH
FOTO ANDREA ABEGGLEN; BANG & OLUFSEN, ZVG
Es gab eine Zeit, da begriffen Maschinen nur zwei Wörter: «ein» und «aus». Heute verstehen sie weitaus mehr, sogar wortlos: Sie reagieren auf Fingertippen, die vage Wahrnehmung einer Geste, führen anmutige mechanische Kunststücke auf, kommunizieren untereinander, denken mit, berühren und wollen berührt sein. Im lichtdurchfluteten Laden von «Media-Line» sieht man sich umgeben von dieser Technologie. Man wähnt sich in einem Museum der «Modern Art», doch die TV-Geräte und Lautsprecher sind mehr als nüchterne Kunstwerke: sie tönten, sie hallen, sie schallen, sie bebildern – und unterhalten. Wenn hier Kundinnen und Kunden, aufund abgehen, ist das kein Akt des angespannten Wartens. Sie tun es, um zu versuchen, ihren gespitzten Ohren zu trauen, denn altbekannte Melodien in innovativen Modi wie «Narrow», «Wide» oder «Omni» durch Highend-Lautsprecher oder Kopfhörer wahrzunehmen, kommt einem neuem Hören gleich – eine Art «Überwältigungseffekt»: Der «BeoLab 90» beispielsweise ist einer der intelligentesten Lautsprecher, welche die Soundingenieure jemals für den Heimgebrauch entwickelten, denn dieser bietet ein Musikerlebnis, das sich Raum und Hörposition anpasst. Die Klangbühne ist da, wo man sie gerade haben will: Raumfüllend oder nur in der einen Lieblingsecke, wo die Couch steht – die neue Technologie kompensiert gar die Einflüsse des Zimmers oder der Möbel, um die Klänge fein darauf abzustimmen. Bewegt man sich frei durch die Wohnung – vielleicht schon im Partydress, aber mit Putzlappen in der Hand, weil gleich die Gäste klingen, – begleitet und trägt einen die Musik einfach, sodass man sich unter der Dunstabzugshaube nicht mehr fragen muss: Ist das jetzt Beethoven? Oder doch Beatles? In einem ausgeklügelten Messprozedere legt man
1 Die Multimedia-Massschneider: Das «Media-Line»Team, angeführt von Rolf und Walter Tännler, bringt das Kino- und Konzerterlebnis nach Hause, von der Beratung bis zur Installation.
2 | 3 Guter Sound, der sehenswert ist: Wortwörtlich kreative Klangbilder schafft «Beosound Shape», dessen Töne auch das Wohnzimmer von Alex Brooker durchfluten.
ausserdem die favorisierten Hörpositionen fest, sogenannte «Sweet Spots» – süsser die Glocken nie klingen.
Die Geschichte von «Media-Line» ist auch die Geschichte der Unterhaltungselektronik –eine Geschichte voller Quantensprünge: von Tonbänder verschlingenden Apparaturen, meterweit verkabelten MonsterStereoanlagen, Langwellen-Radios für Kurzweile und zittrigen Röhrenmonitoren, deren Wuchtigkeit an Meteoriten erinnerte –hin zu slimfitten, drahtlosen MultiroomSystemen mit zunehmend konvergierenden Technologien.
Schlüsselerlebnis im Sommer 1972
Als Walter Tännler seinen ersten Fernsehmomente frönte, guckte er noch «in die Röhre». «Als Kind habe ich die bewegten Bilder regelrecht eingeatmet», erinnert sich der Geschäftsinhaber, der in Innertkirchen aufwuchs. Einmal pro Woche besuchte er seine Tante, um bei ihr den Dienstagskrimi zu schauen. Der Weg führte durch ein finsteres Gässchen, wo ihm seine älteren Schwestern Heidi und Ruth auflauerten, um ihn zu erschrecken. Manch eine Kindheitserinnerung mag sich um den eckigen Kasten drehen, der längst nicht selbstverständlich in jeder Stube stand und der zu klein war für all die grossen Augen, die sich davor drängten – für Walter Tännler aber war eine Begebenheit wegweisend. Während den Olympischen Spielen 1972 –rund vier Jahre, nachdem in der Schweiz die allererste reguläre Sendung in Farbe über die Mattscheiben ausstrahlte – stellte ein Geschäft aus Meiringen seiner Familie einen TV probeweise zur Verfügung. Unter den staunenden Augen von Walter Tännler, der das Treiben still beobachtete, sprang der Techniker um das ganze Haus herum, verschwand im Keller, tauchte wieder auf, verlegte Kabel und montierte eine Antenne, die Besteck aus dem Land der Giganten ähnelte. «Es hat mich schlicht und ergreifend fasziniert, dass er fähig war, einen Apparat in Betrieb zu setzen, mit dem man fernschauen konnte», erinnert er sich an sein Schlüsselerlebnis. Der damals 14-Jährige wusste: «Das will ich auch können». Nach einem Zwischenjahr an der Handelsschule in Thun, trat er seine Lehrstelle zum Radiound TV-Elektriker an. Seine Kenntnisse für Installationen und Reparaturen kann er nach wie vor einsetzen, wobei sich die Technologie grundlegend verändert hat. «Früher mass man jedes Einzelteil aus, um den Defekt festzustellen und die beschädigte Komponente auszuwechseln. Heute ersetzt man die gesamte Platine», veranschaulicht
er, «– sofern das Konstrukt dies überhaupt noch zulässt, bedingt durch die Komplexität der Technologie.» Eine Ausnahme ist der dänische Audio-Pionier «Bang & Olufsen», der nach wie vor mit einzelnen Elementen arbeitet, die ersetz- und erweiterbar sind –eine nachhaltigere Philosophie, die es überdies erlaubt, sich langsam mit der Technik vertraut zu machen und das System schrittweise auszubauen. So auch bei der jüngsten Multiroom-Lautsprecher-Kreation «Beosound Level», – das erste Produkt in der Unterhaltungselektronik, das mit der «Cradle to Cradle»-Zertifizierung ausgezeichnet ist: Der Schacht hinter der Schallabdeckung lässt sich öffnen, um beispielsweise die Elektronik-Platine für Upgrades auszutauschen. Der zierlich gebaute Speaker, den man wie eine schmucke Clutch unter den Arm klemmen kann, klingt grösser als er ist und vermag den Raum mit Rhythmus zu füllen – in allen erdenklichen Positionen: liegend wie ein tönendes Tablett, stehend wie ein basslastiges Buch oder an der Wand als beatendes Bild, dekoriert mit Rippen aus gemasertem Eichenholz.
Visionär in der Videothek
Weit vor solchen revolutionären Erfindungen, im Jahr 1985, absolvierte Walter Tännler den Abschluss zum technischen Leiter und beteiligte sich an einer Firma, für die er hauptsächlich Haushalte in der Region flächendeckend mit dem damals boomenden Kabelfernsehen ausstattete. Weil die Signale gut standen, wagte er mit 29 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit: 1990 startete er sein Business, gemeinsam mit seiner Frau Beatrice, in einem Nebenraum einer Videothek in Interlaken. Der Videothekar spielte im Laden die Blockbuster auf den neusten TVs ab, sodass die Leute vor lauter entzücktem Baffsein über die nie gesehene und gehörte Qualität nicht nur den Film ausliehen, sondern gleich noch das Gerät dazu begehrten.
Die einzige Konstante in der Welt der Technologie ist der Wandel – und «Media-Line», denn das Familienunternehmen von Walter, Beatrice und Rolf Tännler besteht seit 30 Jahren.
«WIR GEHEN NICHT VOM GERÄT AUS, SONDERN VON GEWOHNHEITEN, WIE MAN MUSIK HÖRT
ODER FERNSIEHT.»
Walter Tännler, Inhaber «Media-Line»
Dass sein Sohn Rolf früh mit Unterhaltungselektronik in Berührung kam, liegt nahe wie die Nadel auf den Rillen einer Schallplatte. «Mit dem grossen, drehbaren TV, den wir zuhause hatten – damals ein Novum – konnte man angeben im Freundeskreis, wenn man denn wollte», schmunzelt er. Aber nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch in fremden hatte er mit Systemen und Screens, deren Diagonalen man sonst von Parkfeldern kennt, zu tun. Während den Schulferien halft er im elterlichen Geschäft aus und ging mit auf Tour, wenn für Installationen starke Schultern und flinke Hände vonnöten waren. Doch seine Karriere im Familienbusiness war deshalb nicht etwa vorprogrammiert: Er erlernte den Beruf des Zimmermanns. Erst später reifte der Wunsch heran, die Multimedia-Luft tiefer zu inhalieren. «Ich mag meinen erlernten Beruf nach wie vor und könnte mir durchaus vorstellen, dereinst mit Hammer und Nagel auf dem Dach zu stehen», erzählt er. Aber als er einen Fuss durch die Schiebetür von «MediaLine» gesetzt hatte, zog es ihn ganz hinein bis auf die Führungsetage. Vom baulichen Beruf her brachte er eine Begabung für Montagen mit, gekrönt vom Wissen, das ihm sein Vater vermittelte sowie der Ausbildung zum ICT- und Netzwerktechniker. Damit entbrannte auch seine Begeisterung für Aufgaben wie den Service, die Beratung und die ikonischen Geräte selbst. «Ja, man muss von Leidenschaft sprechen: Wir haben B&O im Blut», drückt es Rolf Tännler aus. Dem pflichtet Walter Tännler bei und wirft ein: «Herzblut!».
Hightech trifft Handwerkskunst
Bereits 1989 bewarb sich Walter Tännler erfolgreich als «Bang & Olufsen»-Vertreter. Dies nicht zuletzt, weil sich der Hersteller seit jeher mit ebenso viel Hingabe dem Design widmet wie der Highend-Technologie. Die Ingenieure Peter Bang und Svend Olufsen trafen sich Anfang der 1920er-Jahre an der Elektrotechnischen Schule in Aarhus. Bereits ihre erste gemeinsame Erfindung
war bahnbrechend: Der «Eliminator», eine Komponente, um Radios netz- statt batteriebetrieben zu machen. Was am 17. November 1925 mit der Firmengründung in Jütland im Westen Dänemarks begann, sollte die Unterhaltungselektronik-Industrie ebenso prägen wie verändern – und tut es bis heute, denn das Erbgut der Marke, bestehend aus Design, Handwerk und Technologie, tragen Tausende Mitarbeitende weltweit seit 95 Jahren weiter. Als «magisch» beschreibt es Walter Tännler, wenn sich etwa beim «Beovision Harmony» das edelhölzerne Konstrukt schmetterlingshaft in Bewegung setzt, der Screen auf Augenhöhe hinan schwebt und sich die Flügel der Stereo-Lausprecher anmutig auffächern. Übersinnliche Kräfte vermutet auch, wer es nicht besser weiss, wenn die akustische Linse des «Beolab 50»-Lautsprechers majestätisch aufsteigt und sich zusammenzieht, um einen direkten Schallstrahl zu senden. Via Smartphone-App steuert man die Schallbündelbreite, wodurch der Klang einen vom Sessel aus in einen Konzertsaal versetzt, wo Violinen aufspielen, oder auf den Meeresgrund, wo Wale ihre Rufe entsenden. Klangingenieure und -designer erforschen die technologischen Grenzen, um die Töne ehrlich und originalgetreu wiederzugeben. Um die Hörerlebnisse wie im wirklichen Leben nachzubilden, testet «Bang & Olufsen» die Prototypen in seiner hochmodernen Forschungseinrichtung «The Cube», die vollständig von der Aussenwelt isoliert ist. Die würfelförmige Testkammer von 12 × 12 × 13 Metern, ein akustisches Ausnahmeambiente, das auch schon Walter Tännler auf sich wirken liess, ermöglicht Messungen unter simulierter Umgebung, wie sie in einem gewöhnlichen Zuhause besteht, um die bezauberndste Wiedergabe von Klangbalancen und Raumeindruck auszuloten. Magie, von der sich auch Rolf Tännler stets aufs Neue faszinieren lässt, obwohl ihm sein Sachverstand erlaubt, hinter den Zauber zu blicken. «Jeder Techniker im Raum dachte, er wisse alles über die Produkte, doch vermochten uns die mitreissenden Referenten abermals in Staunen zu versetzen», berichtet er lebhaft von Produktschulungen bei «Bang & Olufsen» in Bassersdorf. Selbst dreht er vor allem während dem Autofahren die Musik auf, wenn er unterwegs ist zu Kunden, zum Beispiel zu Alex Brooker nach Gerzensee. Der Coach für Profiathleten, der beim Vorbeifahren am Berner Flagship-Store auf «Media-Line» aufmerksam wurde, war auf der Suche nach einem Kunstwerk für die Wand und einem Soundsystem – mit «Beosound Shape» fand er beides in einem.
1 Sound, Vision und Multimedia: Den ersten Laden eröffnete «Media-Line» im November 1990 in Interlaken, später kamen Standorte in Thun und Bern hinzu.
2 Von dezent bis auffällig: Hightech von «Bang & Olufsen» ist technisch wie optisch individualisierbar.
3 Beat vom Bücherregal oder vom Beistelltisch aus: Der Lautsprecher «Beosound Balance» bietet imposanten Klang bei kompakter Grösse.
Mittendrin im Movie: Die Lautsprecher «Beolab 50» und «Beolab 90» arbeiten als vollständig integriertes Highend-System mit dem «Beovision Harmony»-TV zusammen, sodass man die Filmszenen nicht nur sieht und hört, sondern spürt.
Sound in spektakulärer Optik
Die wabenförmigen Lautsprecher-Elemente mit unterschiedlichen Texturen sind in vollkommen beliebiger Form anzuordnen, in Nuancen von Pariser Nachtblau bis brasilianischem Lehmgrau. Mit der klingende Kunstinstallation hört Alex Brooker Musik vom Morgengrauen bis zum Schlafgehen –«wenn wir überhaupt daran denken, sie auszuschalten», lacht er. Die Klangqualität habe seine Wertschätzung für Musik verändert und er lobt, wie einfach das System zu bedienen sei: Die «Smart Home»-Funktion verbindet alle Komponenten miteinander und ist via Smartphone zentral zu steuern. «Der Wahl der Ausstattung geht eine Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen voraus: Wann schaue ich fern? Wie höre ich Musik?», erläutert Rolf Tännler, der sich auf «Smart Home» spezialisiert hat. Bei Luxushotels wie dem «Chalet Zermatt Peak» geht die komplexe Konfiguration weit über das Installieren von «Beovision Harmony»-4K-UHD-Fernsehern in den Galerie-Suiten mit Aussicht auf das Matterhorn hinaus: «Media-Line» massschneidert ganze Beschallungs- und Steuerungskonzepte für Gästezimmer, Wellnessbereiche oder Seminarräume, sodass Licht, Bild und Ton unsichtbar vernetzt sind – eben wie durch Zauberhand. «Denkbar ist jede technische Spielerei», führt der Multimedia-Experte aus, «doch zielt unsere Beratung darauf auf, jene Lösung zu entwerfen, die tatsächlich dienlich ist. Doch: die Home-Automation wird verstärkt einfliessen.»
Es wird eine Zeit kommen, da werden Maschinen nicht nur Befehle verstehen, sondern Bedürfnisse – und das automatisch. Sobald man die Lider aufschlägt, ziehen sich die Samtvorhänge bedächtig auf, das Licht dimmt sich auf, das Lebensgeister weckende Lieblingslied erklingt und die App kommuniziert der Kaffeemaschine unmittelbar: «Brühe doch schon mal einen extrastarken Espresso!», worauf diese melodisch zu mahlen beginnt. Fehlte nur noch, dass ein Zerstäuber just in diesem Augenblick einen sinnlich-warmen Zedernholzduft in Richtung der ausgeruhten Nase entsendete…! «Das ist unser nächster Coup: Clevere Raumbeduftung», verrät Walter Tännler verschmitzt.
Fortgeschrittene Technologie wird von Magie in Zukunft also noch weniger zu unterscheiden sein.
Weitere Infos: Media-Line, Thun, Bern und Interlaken. media-line.ch
1 | 2 Entertainment, das sich in edelste Umgebungen einfügt wie in das Luxushotel «Chalet Zermatt Peak», das «Media-Line» mit zugeschnittenen Systemen ausstattete.
3 Bunteres Bunt dank OLED-Bildschirmtechnologie: «Beovision Eclipse» offenbart mit mehr als 8 Millionen selbstleuchtenden Pixeln ein TV-Erlebnis mit fast unwirklich scharfen Bildern.
DIE JUNGE FRAU ( DATEN-) MEER UND DAS
Die Sehnsucht nach dem sattesten Tintenfischschwarz führte sie zur Software: Wie die Thuner Künstlerin Nikol Kraken mithilfe des Tablets digitale Werke kreiert, in deren mystischer Tiefe man zu tauchen wünschte.
Ist Nicole Hubler alias Nikol Kraken unterwegs, am liebsten in das stimmungsvolle Skandinavien, hat sie stets ihr gesamtes Studio dabei: es ist gerade mal 12,9 Zoll klein. Statt im Etui nach dem Stift zu kramen und diesen anzuspitzen, sodass die bröseligen Locken auf ihrem graphitschwarzen Kleid landen, startet die Thunerin ihr iPad auf, greift zum knochenweissen Touchpen und wählt die Strichart aus der Menüleiste. Ihre Augen, deren Iris das Schwarz spiegeln und sie noch dunkler erscheinen lassen, fokussieren das Display, über das sie ihren Rumpf weich beugt, sodass ihr eine ebenholzfarbene Strähne in das Gesicht fällt. Wer ihr zusieht, in welcher Behändigkeit sie aus einem Skelett aus Linien, Schraffuren und Schattierungen irritierend realistische Porträts zeichnet, vermutet, sie müsste acht Arme haben – wie die Krake, der zu Ehren sie ihren Künstlernamen gewählt hat. Was sie mit einer Selbstverständlichkeit tut, wie eine Krake sich über den sandigen Meeresgrund bewegt, hat sie sich erst vor zwei Jahren angeeignet. Als 34-Jährige zählt sie zu jener Generation, die noch ohne technische Hilfsmittel aufgewachsen ist. Gemeinsam mit ihrem Vater zeichnete sie schon als Kind, wenn ihre Hände frei waren, um einen Bleistift zu halten. Er war stolz darauf, mit welchem Talent seine Tochter Landschaften und vor allem Tiere skizzierte. Die schwarz-weissen Orcas hatten es ihr angetan, sodass sie in ihrer kindlichen Vorstellung am liebsten als Wal-Dresseurin gearbeitet hätte. Stattdessen ist sie nach zwei Gestaltungsjahren und einer Lehre Polygrafin geworden und beobachtet die Wesen, die ihr wundersam erscheinen, in der freien Wildbahn. Eine Gefühlswelle der Euphorie und Ehrfrucht umspült sichtlich ihre Aura, wenn sie davon erzählt, wie sie in Tromsö auf einem Katamaran rausgefahren war und glänzendschwarze Dreiecke von Rückenflossen den Wasserspiegel durchschnitten. «Begegnungen, die mich zu Tränen rührten», schildert sie. «Überhaupt herrscht in den nordischen Ländern eine mystische Stimmung, die ich hier vermisse», sagt sie, blickt zum Himmel und dehnt die Arme, sodass der Blick auf ihr Tattoo
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Sentimentale Momentaufnahmen: Inspiriert von Stimmungen, Perspektiven und Schattenwürfen, schafft die Digital-Künstlerin Nikol Kraken (foto-) realistische Zeichnungen wie für das aktuelle Cover von «MIS MAGAZIN». Die Werke der Thunerin sind vom 7. bis 10. Oktober an der «Stroke Artfair» in München zu sehen. instagram.com/nikol_kraken
fällt: ein Polarfuchs, der rein zufällig ihrem Hund «Ferro» gleicht. Während ihren Anfängen als Zeichnerin nahm sie sich Tiere zum Motiv, heute gilt ihr Interesse Gesichtern und deren Ausdruck, vor allem der Augen, die weder Angst, Freude noch Melancholie zu verbergen vermögen. In kontemplativen Kerzenscheinnächten, bei aufgedrehter Filmmusik, liess sie den Bleistift über loses Papier gleiten, bis sich im Flackerlicht Frauenpersönlichkeiten formierten; sie versuchte vehement, den intensivsten Schwarzkontrast aus dem Zeichenwerkzeug herauszupressen und doch erschien es ihr zu grau. Nicht zuletzt dieses Sehnen nach dem «schwärzesten Schwarz» und zugleich ihr Lieblingswerkzeug, den Bleistift, beizubehalten, brachte sie auf die Digitalkunst. Mit den technischen Instrumenten erzeugt sie jene Sattheit, die ihre Kontraste verlangen: Schwarz und Weiss, Gut und
Böse, Licht und Schatten. Die digitale Machart sei mit der analogen vergleichbar, wobei man sich zuerst daran gewöhnen müsse, statt auf haptisch-warmer Faserstruktur auf spiegelglatt-kaltes Glas zu illustrieren. «Die Kontrolle ist geringer als mit der Hand, weil es sich um eine Simulation des Striches handelt», beschreibt sie. Den Korrekturmöglichkeit setzt das Papier Grenzen, weil es durch das Radieren irgendwann ausdünnt. Digital seien sie schier endlos, was Plus- und Minuspunkt zugleich sei. «Ich könnte für Ewigkeiten an Einzelheiten, hier und da, feilen, was es schwieriger macht, den Endpunkt zu setzen.»
Dafür ist die Effizienz höher als bei traditioneller Kunst wie Acryl- oder Ölgemälden, an der ein Künstler monatelang malt, was vermutlich einer der Gründe sei, warum sich digitale Kunst als ernstzunehmende Schaffensrichtung noch immer zu behaupten ver-
«WIE DAS DASEIN SELBST IST MEINE DIGITALKUNST VON KONTRASTEN GEPRÄGT.»
sucht. Dem zuträglich ist, dass sich zunehmend Galerien dieser Gattung widmen. Max Wellner, Initiant der Plattform «WeArt Gallery», war der erste, der Krakens Kunst kuratierte. Die Frage nach dem Original, das sich bei der Digitalkunst unweigerlich stellt, löst er, indem er einen einzelnen grossformatigen Fine-Art-Print als solches definiert. Zwar ist Nikol Kraken eine, die weder nach Komplimenten fischt noch sich selbst ins Licht drängt, doch sei es «überwältigend», die eigenen Werke ausgestellt zu sehen. «Fast noch schöner ist es, zu wissen, dass die Porträts in Wohnzimmern hängen, die Menschen in deren Alltag berühren und sie kurz in eine andere Welt eintauchen lassen.» Es sind dunkelschöne Sujets, die einen anziehen, als besässen sie nicht sichtbare Saugnäpfe. Um das Berührende einzuordnen, das sie auslösen, wünschte man sich drei Herzen – wie es Kraken haben.
Nikol Kraken
Der Kürbisversteher
Spitzenkoch und Gastgeber Adrian Tschanz versteht etwas von Kürbisfesten, schliesslich wuchs er im Landwirtschaftsbetrieb «Brunnenhof» seines Vaters in Oppligen auf. Diesen verwandelt er während der Kürbissaison in «La Zuccaria», in der er eine ungeahnte Vielfalt aus den flaschenförmigen bis bauchigen Früchten herausschält. brunnenhof.ch
AUF ZUM KÜRBISFEST!
Asiatischer Kürbissalat
Zutaten
300 g grüne Gemüsepapya
300 g festkochender Kürbis (Sucrine du Berry oder Muskatkürbis)
2 gepresste Knochblauchzehen
2 rote Chilischoten
50 g geröstete Cashwekerne
2 EL Agavendicksaft
1 Limette, Saft und Schale
2 – 3 Spritzer Reisessig
Abends im Tropenhaus:
Wo Papayas nur im Teller landen.
Zubereitung
Papaya und Kürbis in feine Streifen schneiden. Dazu am besten zuerst mit einem Sparschäler hauchdünne Blätter schälen und diese anschliessend mit einem scharfen Messer in feine Streifen schneiden. Die Gemüsestreifen in eine grosse Schüssel geben und mit Salz und Agavendicksaft während 30 Minuten marinieren. Die Chilischote halbieren und das Kerngehäuse entfernen, ebenfalls in feine Streifen schneiden und zum Gemüse geben. Nun die restlichen Zutaten bis auf die Cashewkerne dazugeben und alles gut vermengen. Auf eine flache Schale anrichten und mit den gerösteten Kernen garnieren.
Weitere Rezepte, Tipps und Trick bietet das Buch «Tschanz kocht!» (Fr. 59.–). weberverlag.ch
Exklusive Dinners in tropischem Ambiente für die kleinen Glücksmomente, die garantiert alle fünf Sinne anregen.
tropenhaus-frutigen.ch
Jeden Pfifferling wert … ist das Set, bestehend aus Pilzmesser aus der italienischen Messerschmiede «Maserin», Etui aus umweltfreundlichem «Ecopell»-Leder sowie Tasche aus Bio-Halbleinen (ca. 30 × 35 cm), handgefertigt von Menschen mit Beeinträchtigung in der Sarganser Stiftung «Arwole» (auf Vorbestellung). jaund.ch
Finderglück?
Darauf ist man zum Glück nicht angewiesen: Denn der Familienbetrieb «Gotthard Pilze» züchtet in seiner Höhle in Stansstad seit 2016 BioEdelpilze wie Pleurotus oder Kräuterseitlinge unter Naturklima bei stetigem, sanftem Tropfen von der Felswand. gotthardbiopilze.ch
Salz und Biscotti machen Wangen rot Und nicht nur das – wie sich an der internationalen Design- und Shoppingmesse «BLICKFANG» zeigt, die vom 1. bis 3. Oktober in Basel (und vom 19. bis 21. November in Zürich) gastiert: Dort tut dies auch Gutgemachtes und Neugedachtes wie die handgedrechselte Dose aus Schweizer Hainbuchenholz von Designerin Nicole Lehner von «Golden Biscotti». Diese sorgt nicht nur für freudiges Wangenrot, sondern für Verwendungsideen: Darin lassen sich sowohl Gewürze oder Salz als auch Schmuck aufbewahren. Designmesse «BLICKFANG», 1. – 3. Oktober, Messe Basel, Halle 3. blickfang.com
Marinierte Steinpilze
Zutaten
9 Steinpilze, ganz frisch, klein und fest, in feine Lamellen geschnitten
2 EL Schalotten, in Würfel geschnitten
½ EL Petersilie, geschnitten
½ EL Schnittlauch, geschnitten
100 ml Olivenöl
20 – 30 ml Balsamico Fleur de Sel Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
Die geschnittenen Steinpilze in eine Schale geben, die Schalottenwürfel daraufstreuen und 1 – 2 Minuten in den Combisteamer geben. Sie sollten leicht angedämpft beziehungsweise noch halb roh sein. Wer keinen Combisteamer hat, kann die Pilze auf einen Teller geben und diesen in einem Locheinsatz über Dampf zugedeckt 5 – 6 Minuten garen. Die Pilze aus dem Steamer nehmen, Schnittlauch und Petersilie darüberstreuen, Olivenöl daraufträufeln, wenig Balsamico, Fleur de Sel und Pfeffer aus der Mühle zugeben. Mischen, abschmecken und sofort in einem tiefen Teller anrichten. Eventuell noch mit etwas Olivenöl beträufeln.
Weitere Rezept-Inspirationen: Kochbuch «Rober Speth: Cuisine pure» (Fr. 88.–). weberverlag.ch
Fr. 98.–
GAUMEN SCHMECKT SO WEIT DER ALPEN,
Rund 470 Berner Alpsenninnen und -sennen käsen in den Sommermonaten in traditioneller Handarbeit. Im Herbst dürfen deren aromatischen Alpkäse auf keiner Genussplatte fehlen – «gemöckelt», gebröckelt oder gehobelt.
Wenn manche im Tal erst ihren Computer hochfahren, haben Alpkäser schon ihre Kühe von der blumen- und kräuterreichen Weide geholt, gemelkt, Holz gestapelt, gekäst und ausgemistet: Der Tag eines Senns beginnt schliesslich vor Sonnenaufgang. In der Natur, fernab von lärmigen Strassen, entsteht Käse – schon seit Jahrhunderten. Das Käsen auf der Alp hat seine Urform bewahrt, wobei zunehmend auch Frauen am Kupferkessi stehen. Es ist nicht so, dass man hier im Kleinod des kristallklaren Wassers und der reinen Bergluft nichts von Technologien wissen will. Eine Rohrmelkanlage wäre beispielsweise wohl eine Arbeitserleichterung, doch beobachten erfahrene Alpkäser auch, dass die Modernisierung teils gar nicht möglich ist – wie etwa die elektrische Regulierung der Milchtemperatur – teils gar Fehlerquellen begünstig. Bedeutender als technische sind natürliche «Hilfsmittel» wie das Lab zum Eindicken
der Milch oder die Käsekultur zur Säuerung, ein wichtiger Prozess für die Reifung. So verlassen sie sich bei ihren Handgriffen mehr auf ihr Gespür als auf eine exakte Wissenschaft. Denn dieses Fingerspitzengefühl beeinflusst den herben bis würzigkräftigen Charakter des Alpkäses ebenso wie gut gehütete, familieneigene Geheimrezepturen, das Wetter oder das Ursprungsgebiet. Letzteres ist auch namensgebend, denn Alpkäse darf Käse nur heissen, wenn dieser direkt auf der Alp aus Milch von dort sömmernden Kühen, Ziegen oder Schafen hergestellt ist. Im Gegensatz zum Bergkäse wird er folglich nur im Sommer produziert. Wenn auf der Alp manch ein Senn schon müde ins Bett gefallen ist, fährt im Tal manch einer erst seinen Computer herunter – und tauscht die Fest- gegen die Genussplatte aus, um die Käsestückchen zu kosten, welche das Aroma eines Alpsommers in sich gespeichert haben.
Geschützte Bezeichnung: Der Begriff «Alpkäse» ist nur dann zulässig, wenn sowohl die Milchproduktion als auch das Käsen auf der Alp erfolgen. Weitere Infos zum Berner Alpkäse AOP und zum Berner Hobelkäse AOP: casalp.ch.
BEIM «PILZELN» POWERN
Waldboden frei für das sammelnde Spazieren und das spazierende Sammeln: Gebogenes Messer und Pinsel stets griffbereit, wenn einem die Pilze ihre mit Lamellen gezierten Hüte entgegenstrecken, landen die Guten zuerst im Körbchen, dann in der Küche.
1 Bürste mit hölzernem Griff zur Reinigung von Pilzen, ohne deren zarte Haut zu beschädigen (4 × 5 cm, Fr,. 10.90). globus.ch 2 Set mit handgeschmiedetem Messer (19,7 cm), das dank scharfer und leicht gebogener Klinge präzise schneidet, Pinsel und Lederetui zur praktischen Befestigung am Korb (Fr. 69.–). Klötzli Messerschmiede, Bern und Burgdorf. klotzli.com 3 Schneidebrett «Aissa» mit beidseitiger Griffmulde, designt von Carlo Clopath, aus unbehandeltem Ahorn-Holz (46 × 28 cm, Fr. 149.–). okro.com 4 Geflochtener Korb mit Deckel, in verschiedenen Grössen sowie mit oder ohne Tragriemen erhältlich (ab Fr. 47.–). Schneider Korbwaren, Bahnhofstrasse 5, Rüthi. schneider-korbwaren.ch 5 Rapsöl mit Steinpilzen von Ruth Gerber, die in Allmendingen ihrer Leidenschaft für Eingemachtes nachgeht (Fr. 2 dl / Fr. 12.90). ruthsdelikatessen.ch
LAUSCHIGE GASTRO-TIPPS
Das Handy weglegen und den Genuss an die Hand nehmen: In diesen lauschigen Lokalen mit waldigem bis bergigem Weitblick richtet man seine Antennen auf «Appetit» aus.
Alpenblick, Adelboden
In den lauschigen Höhen Adelbodens kann man den Alltagsstress gut hinter sich lassen – insbesondere, wenn man frühzeitig einen Tisch im Restaurant «Alpenblick» gebucht hat. Von dort aus kann man wunderbar dem Wald gegenüber beim Erröten zusehen und sich in die Weinkarte vertiefen (ein herbstlicher Bündner Blauburgunder ist da sicher nicht fehl am Platz ). Dann geht es aber auch schon weiter in die Küche, denn im «Alpenblick» wird man vom renommierten Koch Björn Inniger nicht nur bewirtet, man kann ihm nach Voranmeldung sogar während dem Apéro über die Schultern schauen und echte Sterneküchenatmosphäre schnuppern. Überhaupt bietet der «Alpenblick» nicht nur ausgezeichnete (im wörtlichen wie im übertragenen Sinn) Küche, sondern eine Vielzahl von Veranstaltungen – neben dem Küchenapéro (unbedingt reservieren!) kann man diesen Herbst zum Beispiel alles über Wild lernen oder an der hochkarätigsten Metzgete im ganzen Land teilnehmen.
In den malerischen Freiburger Voralpen zwischen zwei Bergbächen liegt ein verwunschenes Haus, das als Alpbeizli durchgehen könnte. Es ist aber viel mehr als das – die «Pinte des Mossettes» ist das Reich des gleichermassen welterfahrenen wie natur verbundenen Nicolas Darnauguilhem, der sich nach Stationen in Genf und Brüssel in diese Wildnis zurückgezogen hat, um hier seine «cuisine libre» zu zelebrieren. Diese Küche geht mit den Jahreszeiten und den Produkten, die in der Umgebung des Restaurants wachsen. Im Herbst sind das zum Beispiel Pilze und Lauch – die Ersteren landen auf dem Grill, aus Letzterem zaubert Darnauguilhem eine Sauce, garniert mit Blättern und Blüten aus dem restauranteigenen Garten. … soll der Winter nur kommen!
Pinte des Mossettes, Route des Echelettes 8, Cerniat. lapintedesmossettes.ch
Hotel Moosegg, Emmenmatt
Das Hotel« Moosegg» befindet sich auf einer Anhöhe, von der aus man einen spektakulären Ausblick über das Emmental hätte – wären da nicht die kunstvollen kulinarischen Kompositionen von Küchenchef Daniel Lehmann, die dieser fast vollständig aus lokal erhältlichen Produkten zaubert. Klar liegt das Hotel auf einem herrlichen Flecken Erde, und wer möchte, kann sich das Ganze sogar vom Hot Pot aus zu Gemüte führen, müsste sich dafür aber von einem raffinierten Kalbsgeschnetzelten mit Waldpilzen oder vom Weissweinschaumsüppchen abwenden, was einige Willenskraft erfordert. Zudem gilt es, keinesfalls die rustikale Schatzkammer des Hotel-Weinkellers zu verpassen, wo man zwischen der ikonischen Berkel-Aufschittmaschine und unzähligen mit Passion und Sachverstand ausgewählten Etiketten ausgezeichnet den Herbst mit dem herbstlichsten aller Getränke einläuten kann.
Hotel Moosegg, Moosegg 231 A, Emmenmatt/BE. moosegg.ch
Ruedihus, Kandersteg
Das «Ruedihus» ist ein mächtiger alter Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert, der nur so vor heimeliger Atmosphäre strotzt. Zusammen mit dem Schwesterhaus «Doldenhorn» bewacht es die Zufahrt nach Kandersteg, umgeben von Bergen wie Festungsmauern. Wie für solche Gebäude typisch, gibt es im Inneren einiges zu entdecken – verwinkelte Gänge und Stuben, antike Bauernmöbel und viel sonnenverbranntes Holz. Analog ist Trumpf – wem die Hektik unseres modernen Lebens über den Kopf wächst, kann sich hier ebendiesen freimachen, sich in die Kontemplation der Natur vertiefen und sich vom GaultMillau-gekrönten Küchenchef René Mäder verwöhnen lassen. Im «Ruedihus» ist nicht nur das Gebäude urschweizerisch – sämtliche Zutaten sind nicht nur aus dem eigenen Land, sondern oftmals aus der eigenen Region. Die Gelegenheit, die saure Herbstdepression mit einem klassischen «Suure Mocke» zu vertreiben.
Lisbeth Mathys und das «Hotel Eden» – eine Fügung: Denn sie wollte die Recherche nach einem Hotel schon aufgeben, als sie das Bijou in der Bucht von Spiez vor 15 Jahren entdeckte. Die Hotelière über freudvolle Aufgaben, Jubilieren und Liebe zum Detail.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
In einem früheren Interview mit «MIS MAGAZIN» haben Sie gesagt: «Ich habe keine Zeit zum Altwerden». Gibt es dafür ein Geheimrezept? Geheim ist das Rezept nicht (schmunzelt), aber es lautet: Immer dran bleiben, den Kopf mit Ideen füllen und sie verwirklichen. Natürlich merke ich, dass die Kraft nicht mehr dieselbe ist wie einst, aber ich
versuche stets, das Beste herauszuholen. Jeden Tag arbeite ich ab acht Uhr morgens im Büro; ohne solche freudvollen Aufgaben würde ich vielleicht schneller altern (lacht)
Woraus schöpfen Sie Kraft für diese Aufgaben?
Die Fähigkeit, mich für alles Mögliche zu begeistern, ist tief in mir drin, das war schon immer so. Ich richte meinen Blick zwar auf die Zukunft aus und erfreue mich
erfüllender Erinnerungen, aber ich schaue nicht allzu weit zurück, sondern lebe in der Gegenwart.
Auch das «Hotel Eden» altert nicht –im Gegenteil. Sie werden nicht müde, es zu verändern und haben es in drei Umbauphasen über Jahre hinweg erweitert, jüngst um einen Wellnessbereich. Was treibt Sie dazu an?
Das Hotel ist ein bisschen wie mein «Kind»! Ich habe es mit Herzblut so geschaffen, wie
«WEIL
ICH IN DER GEGENWART LEBE, GIBT ES IMMER RAUM FÜR UNVERHOFFTES.»
Lisbeth Mathys, Inhaberin «Hotel Eden»
ich auf meinen Reisen selbst gerne ein Hotel angetroffen hätte. Kosten und Mühen habe ich nie gescheut, weil ich überzeugt bin, dass die Gäste die Wertigkeit spüren – das bestätigt sich abermals.
Sie haben ein Auge für Finessen. Um welche Details, insbesondere beim Interieur, kümmern Sie sich selbst?
Um alle, von A bis Z – natürlich mit einem eingespielten Team, das meine Visionen umzusetzen versteht. Mein Hotel «nur» von einem Stararchitekten gestalten zu lassen, wäre für mich nie infrage gekommen, weil ich ein warmes Ambiente verwirklichen wollte, das meiner klassischen Handschrift in ruhigen Farben entspricht. An jeder Bausitzung war ich anwesend, denn Bauen, Einrichten und Wohnen faszinieren mich seit jeher.
Wie sind Sie vor nunmehr 15 Jahren überhaupt in den Besitz des Hotels gekommen?
Ich wurde regelrecht herangeführt: Auf der Suche nach einem Objekt, mit dem ich mir meinen glühenden Traum vom eigenen Hotel erfüllen konnte, arbeitete ich eine Inserateliste ab. Nach 16 eher niederschmetternden Besichtigungen dachte ich, es hat nicht sollen sein … Doch irgendein Impuls liess mich auf dem Nachhauseweg in Spiez aussteigen. Ich sah mich um und erblickte auf der linken Seite der Spiezer Bucht ein altes Hotel mit dem Schriftzug «Eden». Sofort war eine helle Begeisterung in mir geweckt: Genau das sollte mein Hotel werden! – und das wurde es dann auch …
Was hat denn diese helle Begeisterung an diesem schicksalshaften Tag ausgelöst?
Natürlich die idyllische Lage in der Bucht, mit Ausblick auf See und Berge. Das Gebäude aus dem Jahr 1902 selbst war es nicht – vielmehr erkannte ich, dass es einst ein Bijou war und ich es wieder zu
dem machen konnte, indem ich den historischen Charme zum Vorschein hole.
Diese Begebenheit liegt nun 15 Jahre zurück: Sie feiern Jubiläum – mit welchen Gedanken geht das einher? eigentlich gar nicht so lange, oder? Ich werde aber nie vergessen, dass ich unserem Direktor Jürgen Kögler und seinem Team viel zu verdanken habe. Er hat in den vergangenen zehn Jahren das «Eden» so richtig zum Blühen gebracht.
Wir haben Sie in der besagten vergangenen Ausgabe von «MIS MAGAZIN» als starke Frau porträtiert. Wie konnten Sie sich, auch im Hinblick auf die damalige Zeit, als Frau in der HotellerieFührungsetage behaupten? Diese ist ja nach wie vor eine Männerdomäne… Mit 23 Jahren machte ich mich zum ersten Mal selbstständig mit meinem eigenen Coiffeursalon im solothurnischen Bucheggberg. Später war ich 30 Jahre lang in der Firma meines Mannes tätig, der mich in meinem Tun stets bestärkte. Übergab er mir während seiner Abwesenheit eine Aufgabe, die ich mir nicht zutraute, pflegte er zu sagen: «Doch, doch, das kannst du!». Da er bedeutend älter war als ich, musste ich mich früh damit befassen, auf mich selbst gestellt zu sein. Auch meine Mutter, die Dorfhebamme war, hat mir Stärke vorgelebt. Ich habe mich stets auf mein Bauchgefühl verlassen, meinen Weg verfolgt und unbeirrt gekämpft für das, was ich für richtig hielt. Und: Ich übte mich oftmals in Geduld…
Was wünschen Sie sich für die nächsten 15 Jahre?
Dass ich gesund bleibe, damit ich mich noch lange an meinem Bijou erfreuen darf, denn ich bin am Punkt angelangt, an dem für mich alles rundum stimmt. Ich wünsche mir, dass «Eden» weiterhin blüht und gedeiht.
1 «Ein bisschen wie ein Kind» sei das «Hotel Eden» für die 83-jährige Lisbeth Mathys. Auf den ersten Blick erkannte sie, welchen Zauber die damals marode Liegenschaft aus dem Jahr 1902 innehatte, den sie über Jahre hinweg in detailverliebter Eigenregie nach aussen kehrte.
AN PARADIESISCHER LAGE
Seit 2004 besitzt Lisbeth Mathys das idyllisch in einem Park gelegene Hotel mit 45 Zimmern und Juniorsuiten. Nach einem Totalumbau eröffnete sie es am 25. September 2006 als erstes Schweizer Hotel, das sich explizit auch an Alleinreisende richtete. Das beschauliche Hotel am Thunersee verfügt über ein Restaurant, eine BistroBar, einen Rauchersalon, ein Tagungszentrum und neu auch über einen Wellnessbereich mit Soleaussenbad mit «Jungbrunnenwasser», einer Salzgrotte, Saunen, Erlebnisduschen, einer Private-Spa-Suite und einem Hallenband mit Panoramasicht auf den Thunersee und die Berner Alpen – diese geniessen die Gäste im «Hotel Eden» von überall aus in paradiesischen Perspektiven.
Weitere Infos und Buchung: eden-spiez.ch
STADT. LAND. CROSS.
KURZ UND GUT
ÜBER LANGE SICHT
Der Mini-SUV «Yaris Cross» beweist sowohl im urbanen Strassenverkehr wie auch bei den umweltschonenden Eigenschaften Grösse, dank der vierten Generation der Hybridtechnologie.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Da! Da! Endlich eine Parklücke in der engen Tiefgarage oder vor der Lieblingsboutique in Sicht. Bei so manchen SUV flaut die Freude allerdings ab, ragt aus dem markierten Feld doch die Schnauze heraus – und der zirkelnde Lenker hat letztere ganz schön voll… Nicht so mit dem neuem Kompakt-SUV von «Toyota»: Mit einer Länge von 4,18 Metern ist der «Toyota Cross» kurz genug, um sich durch die Stadt zu schmiegen. Dennoch bietet das Modell mehr Platz als die meisten Autos der VierMeter-Klasse: Das «Big-small»-Raumdesign – dem «Yaris Hatchback» entliehen –gewährleistet trotz der kompakten Aussenmasse ein geräumiges Interieur mit variablem (Stau-)Raum, unter anderem mit einem blickgeschützten Unterbodenfach
oder herunterklappbaren Rücksitzen. Kehrt man vom Einkauf mit vollen Tüten in beiden Händen zum Parkplatz zurück, öffnet man die Hecktür praktischerweise per Knopfdruck. Der neue «kleine» SUV steht für die fortschrittliche Hybridtechnologie, in welche «Toyota» seit Jahren investiert und die eine aussergewöhnliche Leistungscharakteristik und Effizienz erreicht. Neben «Yaris» ist der «Yaris Cross» das erste Modell, das mit dem neusten, selbstaufladenden Hybridsystem der vierten Generation ausgestattet ist. Der 1,5-Liter-Hybridmotor mit 116 PS schaltet im richtigen Momente nahtlos von Benzin- auf Elektroantrieb, wodurch der SUV kraftvoll beschleunigt und zugleich sparsam im Verbrauch bleibt. Der HybridCoach, mit dem die «MyT»-App ausgestattet ist, unterstützt dabei, den Fahrstil dahingehend zu optimieren, dass der Treibstoffverbrauch weiter sinkt. Die Konnektivitätsservices erleichtern das bewegte Alltagsleben ausserdem mit bargeldlosem Bezahlen von Benzin oder bei der Parkplatzsuche. Das ist gut, doch am liebsten nur für kurz: Denn der «Toyota Yaris» macht so fahrlustig, dass man ihn kaum lange parkiert stehen lassen mag.
Weitere Infos: Emil Frey, Milchstrasse 3, Bern-Ostermundigen. emilfrey.ch
Echt SUV, echt Hybrid: Der höher gesetzte Aufbau und der intelligente Allradantrieb «AWD-i» für bessere Stabilität unterstreichen den SUV-Charakter, dessen Dimensionen in die städtische Umgebung passen.
«Apphabet» der E-Mobilität
Ein Blick auf das bunte Smartphone-Display zeigt: Der Home-Bildschirm ist ganz schön überfüllt mit (ungenutzten) Apps! Es kommt daher wie gerufen, dass es für die E-Mobilität nur eine einzige braucht: «j+ pilot» bündelt nutzer freundlich alle relevanten Fahrzeug-, Fahr- und Ladedaten für E-Automobilisten zusammen. Die multifunktionale Web- und Smartphone-App von «Juice Technology», die Schweizer Herstellerin von Ladelösungen und -software für E-Fahrzeuge, dokumentiert unter anderem die wichtigsten Kennzahlen zum Energieverbrauch, wertet das Fahrverhalten aus, zeigt Ladevorgänge, Akkustand wie auch Kosten auf einen Blick und dient zu gleich als steuerlich akzeptiertes Fahrtenbuch – die All-in-oneApp lehrt einem die Sprache der E-Mobilität von A bis Z.
juice-world.com
AUF DIE VOLT! EIN HOCH
Die Zukunft der Mobilität ist elek trisch – dem trägt die Münsinger «Aaretal Garage» Rechnung und eröffnet eine Reparatur-Werkstatt für Hochvolt-Batterien.
Ob Mild-Hybrid, Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch – 2020 war ein Rekordjahr für die Elektromobilität: Nie zuvor gab es mehr Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Alternativantrieb. Allmählich verstummt das Dröhnen der Verbrennungsmotoren – und ein Summen macht sich auf Schweizer Strasse breit. Doch was, wenn dieses Summen ins Stocken gerät? Lösungen dafür bietet die «Aaretal Garage»: Im Untergeschoss des Neubaus hat sie ein Batterie-Reparaturzentrum eröffnet, durch «Volvo» als «Hochvolt Kompetenz Center» (VKC) zertifiziert. «Wir sind stolz, einer der auserwählten Schweizer Händler zu sein, der defekte E-Batterien vor Ort reparieren kann», freut sich Geschäftsführer Iwan Müller. Damit trage man einerseits zur Nachhaltigkeit bei, weil nicht die
ganze Antriebsbatterie ausgetauscht werden müsse, andererseits gebe man Mitarbeitenden die Chance, ihre Fachkompetenzen auszubauen. Mit Joel Wyss und Joel Schmid haben zwei der Mechatroniker sich zum «Advanced Electric Vehicle Technician» weitergebildet, was der höchsten Ausbildungsstufe im Bereich der Elektromobilität entspricht. Wer mit seinem zuverlässig repartierten E-Auto aus dem Kompetenzzentrum düst, wird wohl aus Zufriedenheit in das Summen des Motors einstimmen
Weitere Infos: Aaretal Garage, Bernstrasse 93, Münsingen aaretal-garage.ch
E-Mobilität fordert neue Kompetenzen: Die «Aaretal Garage» investiert in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden, um sie zu befähigen, im dafür geschaffenen Zentrum zukunftsweisende Services auszuführen.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
DAS STEUER
AUS DER HAND GEBEN?
Selbstfahrende Autos – für die Einen verheissungsvolle Vision, für die Anderen utopisches Schreckensszenario. So oder so schreitet die Entwicklungen für das fahrerlose Fahrzeug voran.
Cleverness hält längst Einzug in das Chassis: Schon heute übernimmt künstliche Intelligenz das Einparken, assistiert im stockenden Verkehr beim Bremsen oder korrigiert beim Lenken aus. Doch bald könnte der Computer zum Chauffeur werden: Verschiedene Hersteller tüfteln an solchen hoch- und vollautomatisierten Autos, mit deren ersten Zulassungen ab 2025 bis 2050 zu rechnen ist. Damit der Fahrer das Lenkrad aus der Hand geben kann, müssen selbstfahrende Autos in der Lage sein, die Strassenverkehrsordnung zu befolgen.
TEXT DANIELA DAMBACH
Nicht nur in Kalifornien führen Forscher Tests mit Autos durch, die autonom Tempolimits einhalten, Hindernisse umfahren oder Rotlichter sehen. Auf dem Dübendorfer Campus-Gelände der «Empa» kurvte jüngst ein Auto ganz selbstständig durch einen Parcours. Projektleiterin Miriam Elser untersuchte hierbei, wie die Sensoren unter verschiedensten Bedingungen, etwas bei schlechtem Wetter, arbeiten. Ihr Ziel: einen «Sehtest» für autonome Fahrzeuge entwickeln, damit den Sensoren auch noch nach mehreren Jahren und zurückgelegten Kilo -
metern zu trauen ist. Schliesslich ist deren Qualität für den Einsatz im öffentlichen Verkehr zentral, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Daraus gewinnen sie und ihr Team aussagekräftige Erkenntnisse für eine spätere Strassenzulassung, die augenscheinlich noch ferner liegt, als man in die Zukunft zu blicken vermag: Schliesslich fehlen die hierzu nötigen Gesetze noch, die unter anderem Fragen nach Verantwortlichkeiten und der Ethik beantworten müssen.
Berechnungsbeispiel Leasing Ford Credit by BANK-now AG: Fahrzeugpreis Fr. 21’300.-, Leasing Fr. 129.-/Monat, 1. Leasingrate Fr. 4607.-. Zins (nominal) 1.9%, Zins (effektiv) 1.92%, Laufzeit 48 Monate, 10’000 km/Jahr. Kaution und Restwert gemäss Richtlinien von Ford Credit by BANK-now AG. Obligatorische Vollkaskoversicherung nicht inbegriffen. Die Kreditvergabe ist verboten, falls sie zur Überschuldung des Konsumenten führt (Art. 3 UWG). Angebot gültig bei teilnehmenden Ford Partnern bis auf Widerruf, spätestens bis 30.9.2021. Das Angebot 1.9% gilt nur für alle Personenwagen (Nutzfahrzeug sind ausgeschlossen). Irrtum und Änderungen vorbehalten.
TECHTELMECHTEL MIT DER ZUKUNFT
Die Geschichte des Automobils knistert nur so vor lauter Fortschritt: Einst waren es ABS und Anschnallgurt – heute ist es künstliche Intelligenz, die mitfühlt.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
«ABS für alle!» – was in den 70er-Jahren noch der Werbeknaller von «Ford» schlechthin war, entlockt Automobilisten heute höchstens noch ein mildes «Ahaaa». Denn das Antiblockiersystem, das beim Bremsen dem gefährlichen Blockieren der Räder entgegenwirkt, ist heute längst Standard. Dies ist «Ford» zu verdanken, denn der amerikanische Hersteller erhob das System 1985 zum Serienstandard: Der «Ford Scoprio» war der erste PKW mit serienmässigem ABS – nicht die erste revolutionäre Innovation, die auf «Ford» zurückgeht: Am 7. Oktober 1913 läutete man in Detroits Werkstätten die
Geburtsstunde der Fliessbandarbeit ein, inspiriert von den Produktionsstrassen in Chicagos Schlachthöfen. … und es sollte nicht die letzte sein: Heute ist jedes Modell vom Stossfänger bis zum Heckdeckel vollbepackt mit hilfreichen Features und intelligenten Systemen, die sowohl die Sicherheit wie auch das Fahrerlebnis verbessern. Neue Technologien wie die Verkehrsschilderkennung, Fuzzy-Logik oder die lokale Gefahrenwarnung veranlassen Autofahrer schon eher zu einem entfesselten «Ahhh!». In der dunklen Jahreszeit passt die intelligente Lichttechnologie die Ausleuchtung mithilfe einer reichweitenstarken Frontkamera an, sodass Verkehrsschilder, Fahrbahnmarkierungen und vorausliegende Kurven gut sichtbar sind. Im neuen «Ford Kuga»-Vollhybrid überwacht das clevere Allradantriebssystem kontinuierlich, welche Räder auf der Fahrbahn die beste Traktion aufweisen. Innert weniger als 20 Millisekunden –also zwanzigmal schneller als ein Augenzwinkern – messen Sensoren, ob zwischen den Rädern und der Fahrbahn möglicherweise Schlupf entsteht. Die Leistung des
benzinelektrischen Hybrid-Antriebsstrangs wird nahtlos auf die Vorder- und Hinterräder verteilt, was selbst auf rutschigen Strassen bestmögliches Fortkommen, sicheres Kurvenfahren und eine höhere Treibstoffeffizienz mit sich bringt. Der Begriff «FuzzyLogik» bezieht sich auf den Algorithmus, der alle Arten von Variablen einbezieht, um eine «Entscheidung» zu treffen – ähnlich wie sich auch Menschen für ihr Outfit entscheiden, je nach Wettervorhersage oder Blick aus dem Fenster. Mit dem Unterschied, dass das «feinfühlige» Sensorensystem wesentlich reaktionsfreudiger ist als jeder Mensch. Und möglicherweise muss der Mensch künftig noch weniger Entscheidungen treffen: Mit den Handlungsfeldern Elektrifizierung, Konnektivität und autonomes Fahren transformiert «Ford» seine lange Unternehmensgeschichte tiefgreifend. Ideen dafür gibt es «wie am Fliessband» – ein Flirt mit der Zukunft, aus dem schnell etwas Ernstes werden kann.
Weitere Infos: Schönegg Garage, Oberlandstrasse 54, Spiez. schoenegg-garage.ch
Selbst ist der Motor: Die Batterie des «Ford Kuga» kann man durch eine externe Stromquelle aufladen, muss man aber nicht, denn der Plug-in-Hybrid lädt diese während der Fahrt regenerativ beim Bremsen und Ausrollen auf.
CHANDRA KURT‘S WEINSELLER 2022
Der Weinseller ist der einzige Schweizer Weinguide, der die Weine des Detailhandels vorstellt. Weinexpertin Chandra Kurt und ihr Team stellen darin die Highlights aus den Regalen von Aldi, Coop, Denner, Globus, Landi, Lidl, Manor, Spar und Volg vor. Das Buch ist eine praktische Hilfe für den Weingenuss zu Hause und auch ein Ratgeber, welcher Wein zu welcher Speise passt. Das Buch beinhaltet die Vorstellung von über 500 Weinen primär aus der Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, Portugal, Österreich und der Neuen Welt.
Autorin: Chandra Kurt
ca. 680 Seiten, 16 × 21 cm, gebunden, Softcover Mit über 500 Abbildungen.
ISBN 978-3-03922-126-4, CHF 39.–
Chandra Kurt ist 1968 in Sri Lanka geboren und ist eine der bekanntesten Weinpublizistinnen der Schweiz. Sie hat mehr als 20 Weinbücher publiziert, darunter «Chasselas –Von Féchy bis Dézaley». Seit 2015 gibt sie zudem ihre eigene Weinzeitschrift «Weinseller Journal» heraus. Chandra Kurt ist international und national als Wein-Consultant tätig (z.B. Swiss International Air Lines) und hat verschiedene Weinprojekte unter dem Label «Collection Chandra Kurt». Sie lebt in Zürich.
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Das gilt für jene hinter der Kamera, denn ihnen wird ganz schön warm in Anbetracht der neuen «Nikon Z fc» – und für jene vor der Kamera, weil sich Wind im Haar gut macht.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Wer ein altes Fotoalbum durchblättert, dessen vergilbte Seiten mit knisterndem Pergamentpapier abgetrennt sind, dem fächelt neben etwaigem Estrichgeruch auch ein Hauch Nostalgie entgegen. Stammen die Aufnahmen aus den 80er-Jahren, fein säuberlich mit Fotoecken eingeklebt, sind sie womöglich einer «Nikon FM2» entsprungen. Das Modell markierte den Höhepunkt in der Entwicklung der klassischen Spiegelreflexkamera mit mechanischer Verschlusssteuerung. Von dieser Designikone ist die neue spiegellose Kamera «Nikon Z fc» inspiriert. Denn am Wunsch, Erinnerungen und Eindrücke festzuhalten, hat sich nichts geändert; an der Weise, dies zu tun, hingegen schon. Inmitten von Menschen, die ihr Smartphone zücken, um die Sehenswürdigkeit einzufangen, fällt sie auf: Das strukturierte Gehäuse der «Nikon Z fc» und das fein gemaserte Silbermetall erinnern an den Charakter aus dem analogen Zeitalter der Spiegelreflexkameras. Die Designdetails sind dem «Urgestein» mit viel Liebe nachempfunden: Von den echten Einstellrädern, anhand derer man Belichtungszeit, Belichtungskorrektur und ISO-Empfindlichkeit reguliert, über den elektronischen Pentaprisma-Sucher, dessen Okular rund gestaltet ist, bis hin zum Vintage-Schriftzug, der
den Sucherkasten ziert. Während das Design retro ist, erweist sich die Technologie als zukunftsgewandt. Durch das Z-Bajonett mit grossem Durchmesser fängt der DXFormat-Sensor mit 20,9 Megapixel mehr Licht ein, was Schärfe, Kontrast, Fokussiergeschwindigkeit und Abbildungsleistung verbessert, sogar bei schwacher Ausleuchtung oder nachts. Das Autofokussystem mit Bildraten bis 11 Bilder/s und die ISO-Automatik von 100 bis 51 200 sorgen dafür, dass man jenen Augenblick erwischt, in dem der Wind das Haar am neckischsten streift oder die Herbstblätter wilder tanzen als Grossmutter und Grossvater auf ihrem Hochzeitsschnappschuss. Als erstes Modell der NikonZ-Serie unterstützt der Auto-Modus die Belichtungskorrektur und mithilfe von zwanzig «Camera Picture Control»-Optionen lassen sich mit Parametern wie Farbton, Tönung und Sättigung kreative Effekte in Echtzeit kreieren.
Inmitten von Feeds mit Bildern, die mit dem Smartphone getippt wurden, fallen die «Nikon Z fc»-Shots durch Schärfe, Detailtreue und Klarheit auf. Geradezu so, dass man Lust bekommt, damit ein Fotoalbum anzufertigen – eines zum Durchblättern mit den Fingerspitzen.
Weitere Infos: nikon.ch
Retro: Das Modell «Nikon Z fc» im klassischen Kameradesign und mit innovativer Technologie, auch als Spezialedition mit «Nikkor Z»-Objektiv erhältlich, ermöglicht dank neig- und drehbarem Touchscreen-Monitor fotografische wie filmische Aufnahmen aus jedem Winkel.
Abenteuer (er)leben. An jedem Ort. Robust: «Coolpix W3000» scheut weder Wasser oder Schnee noch Staub, denn die digitale Kompaktkamera ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 30 Metern, staubdicht, stossfest und frostbeständig bis –10 °C. Die «Coolpix W3000» gibt es zu gewinnen. Weitere Infos auf Seite 82.
EIN FÜR-IMMER-
( RES-)ORT
Im auf dem Bürgenberg thronenden Luxus-Resort zwischen See und Himmel, so blau wie das Kleid von «Alice im Wunderland», bekommt man eine Ahnung davon, wie lange «für immer» ist.
«Wie lange ist für immer?», wollte schon Alice im Wunderland vom weissen Hasen wissen. Um sich dieser Antwort anzunähern, muss man nicht in ein Erdloch hinabsteigen, sondern hinauf, auf den Bürgenberg: oberhalb des Vierwaldstättersees in der Nähe von Luzern thront das «Bürgenstock Resort Lake Lucerne». Auf die Frage, «wie es von unten aus weitergehen soll?» gibt es mehr Antworten als anderswo, doch die märchenhafteste lautet: Von Luzern aus via Shuttle-Schiff über den Vierwaldstättersee, vorbeigleitend an Villen, die Gipfel von Rigi, Titlis und Pilatus im Blickwinkel der vor Faszination weit geöffneten Augen. Nach rund einer halben Stunde an-
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
gekommen an der schroffen Felswand des 500 Meter hohen Gebirgsstocks, der aus dem See ragt wie ein versteinertes Schloss aus einem Wunderland, geht es weiter mit der «Bürgenstock Bahn», leuchtend rot wie die Herzen auf Spielkarten. Ins Herz des Resorts befördert die nach dem historischen Vorbild originalgetreu nachgebaute Standsteilbahn die Besucherinnen und Besucher, wobei sich die Landschaft zwischen See und Hochgebirge in den Glasfassaden spiegelt.
Über einen ganzen Kilometer erstreckt sich der architektonisch spannungsvolle Komplex des Hotel- und Restaurant-Juwels mit insgesamt dreissig denkmalge -
schützten Gebäuden, die nach neun Jahren Bauzeit polierter und geschliffener denn je in den Luzerner Himmel strahlen. Inmitten einer 60 Quadratmeter grossen Grün an lage befinden sich vier Hotels, zehn Restaurants, Bars, Lounges und ein Dimen sionen sprengendes «Alpine Spa». – Orte, an denen man freigeistig darüber philosophieren mag, was denn dieses «für immer» eigentlich sei … Der dreistöckige «Alpine Spa» ist ein Novum in diesen historischen Gefilden, über einen Skywalk mit dem Hotel verbunden: Der Innen- und Aussen-Spa dehnt sich über 10 000 Quadratmetern aus. In Dampfbädern, Panorama- und Aroma-Saunen,
1 | 2 Wellness inmitten von Wahrzeichen: Während man drinnen in der Spa-Landschaft auf 10 000 Quadratmetern oder an der frischen Luft im «Infinity Edge»-Pool in Leichtigkeit aufblüht, geniesst man die Weitsicht auf Vierwaldstättersee, Rigi und Pilatus.
3 Genuss als Teil des Gesamterlebnisses:
Die Restaurants im «Bürgenstock Resort» warten mit feinen und fantasievollen bis hin zu exotischen und modernen Speisen auf.
4 Die Designmerkmale der 82 Zimmer und 20 Suiten, ausgestattet mit erlesenen Materialien wie Nussbaumholz, griechischem Quarz oder Arana-Marmor, sind Erker-Fenster, doppelseitige Kamine und Panorama-Badewannen.
Weitere Infos und Buchung: burgenstockresort.com
Kneipp-Bädern und Erlebnisduschen sprudelt die Schwere des Alltags dahin. Sie schrumpft gar, als hätte man sie in einen Zaubertrunk ein gelegt – man entlässt sie in die Ferne, und diese ist hier zwischen Wasser und Himmel weiter als gewohnt. Nicht zuletzt, wenn man im «Infinty Edge»-Aussenpool in 35 Grad warmem Wasser nahezu schwebt und sich der Mund vor Freude verbreitert, sodass er jenem der Grinsekatze ähnlich sieht. 500 Meter über dem Vierwaldstättersee ragt der Lförmige Pool über die Felsflanke des Bürgenbergs hinaus; L wie Liebe, Lebensgeister – und Lust auf Leckereien. Diese stillen Feinschmecker in zehn Restaurants, je nach dem, ob es sie gelüstet, die schweizerische, chinesische, indische, japanische oder thailändische Küche durchzukosten. Verbindend sind sowohl deren Ausblicke wie auch deren Auszeichnungen: Insgesamt zählen die Restaurants 57 «Gault & Millau»-Punkte.
Geniesst man beispielsweise im «Verbena»-Restaurant ein authentisches Dinner, das herbe Aromen aus dem Kräutergarten auf das weisse Porzellan bringt, unterstrichen von der uneingeschränkten Aussicht auf die Alpen, ist es gut möglich, dass man am Nebentisch jemanden gedankenversunken «pour toujours» oder «forever» murmeln hört. Die Gäste im «Bürgenstock Resort» sind seit jeher international – und illuster. Manche von ihnen wurden zu Legenden, wie das Gästebuch offenbart: Sowohl Charlie Chaplin, Sean Connery, Sophie Loren wie auch Audrey Hepburn nächtigten in den Suiten mit luxuriösem Interieur.
Streckt man sich eines Morgens im Kingsize-Bett – die wohltuende Massage vom Vortag noch im Nacken –, und blinzelt verträumt dem See und der Rigi entgegen, kennt man die Antwort: Für immer – das ist exakt so lange, wie man hier verweilen möchte. «STEHT
DUBIDUUU
STATT DRINGDRING
«Digital Detox» lautet die Devise, wenn man einfach mal den Stecker zieht und in der Stille-Idylle der Natur seine inneren Akkus auflädt.
Am Ruheort des Raschelns und Plätscherns
Tritt man im Naturpark Thal in Solothurn, zwischen Herbetswil und Welschenrohr, über die kleine Brücke, taucht man ein in eine andere Welt: so anders still, so anders beruhigend. Der schummrige Wald erinnert an ein Elfenreich, dämmrig und dichtbewachsen schirmt er die Aussenwelt ab und es scheint, als bliebe die Zeit stehen Die schroffen Kalkfelsen laden ein, sich anzulehnen, innezuhalten und dabei Energie zu tanken. So ganz ohne Empfang und ohne WLAN konzentriert man sich auf die Natur statt zu scrollen. Verstärkt nimmt man die puren Geräusche des Waldes wahr: Die Blätter rascheln und der Bach plätschert. Bleibt man bewegungslos sitzen, traut sich vielleicht sogar ein Eichhörnchen vorbeizuhuschen, während der Specht schon mal den Takt von Thal klopft
POETISCH LANGSAMER PULS
Wer die Ruhe in verschwiegenen Wäldern und an träumenden Seen sucht, findet zahlreiche Inspirationen dafür in der dreiteiligen Bildbandserie «Stille Orte der Schweiz» von Heinz Storrer. weberverlag.ch
Augenblicke der Achtsamkeit
Das Oberengadin ist eine Region der Ruhe und der Kraft. Vor allem im Spätherbst, wenn die Mehrheit der Feriengäste abgereist ist und die Wälder sich in ein Farbenmeer verwandeln, dient die Gegend als Rückzugsort. Fernab von Hektik und Überfluss besinnt man sich auf das Wesentliche. Möglichkeiten zum entspannenden Entdecken bietet das Bündner Hochtal unzählige, wie Wanderungen und malerische Spaziergänge. Im Rosegtal führt der Weg durch lichte Wälder zum Morteratsch-Gletscher. Auf dem Panoramaweg zwischen der Alp Languard und der Alp Muottas Muragl erblickt man unterwegs vielleicht sogar einen Steinbock… Bei all der tiefatmigen Ablenkung fällt es leicht, das Smartphone daheim zu lassen und das Erlebte achtsam auf sich wirken zu lassen. Wer dennoch das eine oder andere Erinnerungsfoto möchte, könnte doch mal wieder zur «guten alten» Kamera greifen...
NATUR NÄHER RÜCKEN
Baumstrunk oder Murmeltier?
Das neue Fernglas «CL Curio 7x21» gibt Aufschluss darüber: Entworfen von Marc Newson, vereint das Leichtgewicht aussergewöhnliche optische Leistung mit formschönem Industriedesign. swarovskioptik.com
Fr. 69.–
IM HERZEN DES
BERGES
KLARES BAUCHGEFÜHL
Schon beim Anblick der OhrhängerUnikate des Zürcher Labels «Elvetia» kribbelt es: Aus RecyclingSilber und naturbelassenem Nadelquarz aus dem Val Bedretto (inkl. passende Halskette). «Sasso San Gottardo»-Shop , elvetia.luxury
Hier festigt sich die Faszination für Funkelndes: Einst eine Festung, bunkert das «Sasso San Gottardo» die Riesenkristalle vom Planggenstock.
(Kinder-)Glück auf Geissenart
Obwohl die Festung «Sasso da Pigna» 2001 aus der strengen Geheimhaltung entlassen wurde, umgibt sie noch immer die Vagheit des Verborgenen. Zwischen 1941 und 1945 erbaut, zählt der 2,5 Kilometer lange Stollen zwischen Airolo und Andermatt zu den Denkmälern von nationaler Bedeutung. Hinter den gewaltigen Felswänden erleben Museumsbesuchende Zeitgeschichte hautnah: Besichtigt man Mannschaftsräume, Waffenlager und Originalrelikte, beschleicht einen das Gefühl, die Soldaten könnten jeden Augenblick zurückkehren – alles wirkt, als wäre es gerade erst verlassen worden
Auf zwei neuen Erlebniswegen im «Saaniland» garantiert die Destination Gstaad Spass für die ganze Familie, sodass die Kleinen nicht schon nach gefühlten drei Metern nölen: «Mami, Papi – wann gehen wir wieder nach Hause?». Durch die abenteuerreichen Attraktionen entlang der Trails vergessen die Kinder die Anstrengung und machen ihre Schrittchen grösser, um der kleinen, frechen Saane-Geiss «Saani» nachzujagen. Die lebhafte Leitfigur führt Familien flink durch die beiden Themenpfade: Bei «Saanis Klangerlebnis» zwischen Gstaad und Saanen heisst es «Ohren spitzen», um sich spielerisch mit Geräuschen, Klängen und Musik zu beschäftigen. «Saanis Bergerlebnis» von Saanenmöser nach Schönried trainiert Kondition sowie Koordination und lehrt spannende Fakten über lokale Flora und Fauna. Für mehr Weile ohne Eile lässt man sich am besten in einem der ausgewählten Shops und Hotels einen Picknickkorb packen. gstaad.ch/saaniland
So unterirdisch er ausgestellt ist, so überirdisch schön wirkt er: Der Riesenkristall, der seinesgleichen sucht. In der Er-
lebniswelt ist er als glänzendes Gefüge ausgestellt, so wie die Gänge der Alpen ihn schufen. In Jahrmillionen am Planggenstock herangewachsen, zirka 60 Meter im Berginnern, beförderte ihn Strahler Franz von Arx mit seinem Partner Elio Müller ans Licht. Mit 1,5 Tonnen Gewicht und Spitzen, die bis zu einen Meter in die Höhe ragen, ist der Schatz an Format und Funkelkraft kaum zu überbieten. Während sich die flirrenden Facetten noch in den Pupillen spiegeln, wartet die «Wunderkammer» mit sagenumwobenen Sachen und Sächelchen auf. Tief in den Kavernen versetzt einen Kurioses und Kunsthandwerkliches in Staunen, das vom Talent der einstigen Kristallschleifer zeugt: Kronleuch ter, Kerzenhalter und Kostbar keiten, die italienische Fürsten zierten.
BESCHWINGT
TRINKEN
Am Idaplatz in Zürich fertigt Glasbläser Otmar Trost jede «Gigi»-Karaffe mit Einpassung für den Bergkristall – unter anderem aus dem Tessin – in höchster Handwerkskunst an. «Sasso San Gottardo»-Shop, crystalsonicwater.com
WER ES NICHT LASSEN KANN, der schliesst sein Handy unterwegs an der Mini-Powerbank an. «toCharge», auch kompatibel mit PDAs, Kameras und anderen Geräten,
Kehrt man nach der Erkundungs tour ans Tageslicht zurück, ist es schwer zu sagen, was einen mehr blendet: Die Sonne oder doch die Schätze, die in Erinnerung wei terstrahlen?
Ab 6. Juni jeweils von 10.30 Uhr bis 15 Uhr geöffnet (Eintritt ab Fr. 18.–). sasso-sangottardo.ch
Einkaufen und Recyceln ohne Schleppen?
Collectors macht’s möglich: Mit unseren Cargo-Velos liefern wir Ihre Einkäufe nach Hause und entsorgen Ihre Leergüter fachgerecht. Collectors ist ein Sozialprojekt, das Ihren Alltag erleichtert.
Perimeter: Stadt Thun (ohne Goldiwil), Steffisburg, Hilterfingen, Hünibach
www.collectors-thun.ch
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
Fr. 350.–
Foto: Jurg Hunziker
Unterwegs zu sich selbst
Pilgern ist beliebt – kein Wunder, ohne Internet und Social Media kann man sich auf dem Jakobsweg ganz auf sich und die Umgebung konzentrieren. Auch im Berner Oberland liegen zahlreiche Etappen, wie beispielsweise zwischen Brienz und Interlaken. Hier geniesst man die Aussicht auf den türkisblauen Brienzersee und die (verschneiten) Berge im Hintergrund, kommt an charmanten Kirchen vorbei oder balanciert über eine Hängebrücke, was den Fokus auf das Selbst augenblicklich intensiviert.
Info über den Schweizer Jakobsweg bietet das Buch «Pilgern auf dem Jakobsweg Schweiz und seinen Anschlusswegen» mit über 140 gedruckten Karten.
Auf den Spuren der Goldwäscher
Angekommen in Romoos, weiss man sich fernab von Strassenlärm und Alltagsstress und ist bereit, den Gipfel der Gelassenheit zu erklimmen: Hinauf auf den Napf kommt aber nur, wer die Puste raubende Anstrengung auf sich nimmt –eine Seilbahn fährt keine hoch. Belohnt wird man mit einer lauschigen Picknickwiese und einem wohltuenden Ausblick: Man gibt sich dem landschaftlichen Wechsel von dichtem Tannenwald und offenem Gelände hin. Die Gegend ist durchzogen von Bächen – die im wahrsten Sinne des Wortes «Gold wert» sind, denn das Entlebuch ist ein bekanntes Goldwäschegebiet.
Anreise: Von Wolhusen mit dem Postauto nach Romoos. Ca. 6 Stunden Wanderung von Romoos bis nach Frankhaus. Von dort mit dem Bus retour nach Langnau.
Tipp: Das bildstarke Buch «Naturparadiese Schweiz» führt in 40 Tagestouren durch urtümlich gebliebene Schweizer Landschaften wie Hochalpentäler, Nationalparks, Auenwälder oder Hochmoore (Fr. 39.–). weberverlag.ch
Ganz im Hier und Jetzt
Die Region Viamala macht es einem leicht, einfach mal offline zu sein: Die Bündner Berge bieten spannende Zweitagesprogramme für alle, die sich auf das Hier und Jetzt einlassen wollen. Für wasserliebende Geniesser steht ein Besuch des «Mineralbad Andeer» auf dem Plan, wo man sich in zahlreichen Bädern und Saunas treiben lässt. Am zweiten Tag verspricht die Rofflaschlucht mit Felsengalerie und Wasserfall echte Eindrücke. Verschiedene, ausgiebige Wanderungen führen durch die Natur – und noch weiter weg vom Alltag.
Anreise: Per Postauto ab Thusis bis «Zillis, Viamala Schlucht». viamala.ch
«EMOJIONEN» WECKEN
Multimediale Kunst entlockt Smileys, aber nicht nur: Das Festival für digitale Kultur inszeniert Pixel in ihrer ästhetischsten und teils provokantesten Form.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
1 Sich in Fantasielandschaften begeben: Die Installation «Beings» von Studer/ van den Berg besteht aus einer interaktiven, in Echtzeit gerenderten Projektion.
2 Experimente in Echtzeit: Verschiedene Events beamen das Publikum in die Animationswelt des Live-Codings und der Demoszene, erstes immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
3 Provozierende Pixel: Matthieu Cherubini nutzt seine Coding-Skills für sozialkritische Werke und hält der Gesellschaft den Spiegel – beziehungsweise den Screen – vor.
4 Futuristische Sphären: Während fünf Tagen zeigen 80 nationale und internationale Digital-Künstler ihre Werke, darunter Mathieu Le Sourd aus Frankreich.
Es ist stockdunkel. Inmitten einer nebligen Landschaft aus Bäumen, Sträuchern, Unterholz und seltsam anmutenden Gerüstkonstruktionen tauchen von Zeit zu Zeit helle Punkte auf, die zu farbigen Lichtgebilden auswachsen und an jene erinnern, die man sonst nur am arktischen Himmelszelt bewundert. Mittels Joystick navigiert man gemächlich durch diesen Nachtwald, nähert sich den leuchtenden Erscheinungen an, die einen scheinbar umhüllen, die Szenerie ausfüllen und sich schliesslich auflösen. Es sind «Beings», Wesen aus Licht, die als 3DModelle konstruiert, zufällig platziert und animiert sind. Dieses interaktive Spiel mit der Betrachtungssituation hat das Schweizer Künstler-Duo Monica Studer und Christoph van den Berg geschaffen, das mit seinen Projekten seit Jahrzehnten die Wirklichkeit um eine illusionistische Dimension erweitert. In echt erleben kann man diese virtuellen Nebelschwadenbilder am «Digital Arts»-Festival, das zum zweiten Mal nationale und internationale Kunstschaffende in das Zentrum von Zürich bringt. Das facettenreichste Festival für digitale Kultur, eine Initiative der «Digital Arts and Sciences Switzerland Association», verbindet das künstlerische Spektrum des Genres mit der Auseinandersetzung über globale gesellschaftliche Entwicklungen unter dem Einfluss der Digitalisierung. Es holt digitale Kunst aus dem Nischendasein, schliesslich tut sich der kommerzielle Kunstmarkt bislang schwer mit der virtuellen Virtuosität, die man sich nicht einfach an die Wand nageln kann… Projektionen, Videos, Devices, Spots und Softwares vermögen die begrenzten Flächen von Bildern und Screens zu überwinden: Sie machen die Betrachtenden zu Protagonisten des Ge-
schehens, – das mit nichten heiler ist als die Wirklichkeit. Im Virtual-Reality-Game «36 000 Feet» des in Peking lebenden Schweizer Design-Technologen Matthieu Cherubini, der mit Code und Data sozialkritische Werke erschafft, fliegen die User an Bord eines Hightech-Flugzeugs über Syrien. Während sich ausserhalb der Luken Drohnen tummeln und Ruinen des Kriegsgebiets vorbeiziehen, können sich die Passagiere an Bord wahlweise mit Sushi, Hochglanz-Magazinen und Hollywood-Kriegsfilmen von der tödlichen Zerstörung ablenken, die sich zehn Kilometer unter ihnen abspielt. Digitale Kunst erlaubt, in die Realitäten anderer einzutauchen, was zu Diskursen veranlasst. Diese finden Raum bei Talks und Vorträgen mit Gästen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und gehen nicht googlebaren Fragen nach wie «PostFake-News: Wie kann man der Digitalisierung in Zukunft vertrauen?» oder «PostCrisis: Wie künstliche und menschliche Intelligenz zu ethischer Intelligenz verschmelzen».
Das hochauflösende Programm spricht sowohl Menschen mit digitalen Berührungsängsten wie auch digital Affine an, abgerundet mit experimentellen Konzerten und DJ-Sets.
Es ist stockdunkel. Inmitten der heimischen Bettlandschaft projiziert das Gedächtnis bewegte Bilder auf die Leinwand der geschlossenen Lider. Das Kunsterlebnis geht weiter, im Museum der Erinnerung: Entrückt von der Wirklichkeit oder echter mittendrin, denn je?
«DA Z» – «Digital Arts Festival Zürich», 27. bis 31. Oktober, Zürich (diverse Locations). Programm und Tickets: da-z.net
ANALOG DEM ZEITGEIST
«Wer nicht printet, fotografiert nicht», findet René Felderer.
Zum fünften Mal zieht er die «Werkschau-Bern» formatstark auf, als Rahmen des zeitgenössischen Fotoschaffens.
TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ZVG
«Moment, das muss ich zuerst fotografieren!» – wer kennt diese Situation im Restaurant nicht, wenn man magenknurrend das Wasser im Mund zusammenhalten muss, weil ein Tischgenosse noch ein «Pic» vom Food braucht; Gelegenheit macht eben Dauerdokumentierende. Das Smartphone-Foto – bearbeitet mit digitalen Fil-
tern, die das Ähnliche noch gleicher machen – landet dann höchstens für 24 Stunden in der Story. In Zeiten von Bist-duwas-knipst-du-das wirkt die Ausstellung «Werkschau» geradezu als Gegenpol, der das Verständnis von Fotografie als Kunst im Denkapparat scharfstellt. Natürlich landen Schnappschüsse der Ausstellungsstücke mal in einer Story, aber dies ist nicht deren Endbestimmung, sondern höchstens Nebenschauplatz: Die Werke erzählen Geschichten, die erhaben sind über die klickbissige Kurzlebigkeit. So ist es keine Instantangelegenheit, sondern eine des Innehaltens, sich in das Leben der Theravada-Mönche einzufühlen: In Kampot im Süden Kambodschas hat der Zürcher Fotograf und Filmemacher Steff Gruber den Alltag buddhistischer Mönche im Kloster dokumentiert. Im Kontrast zur aus dem Leben gegriffenen schwarz-weiss Reportage stehen die im
Studio geschliffenen Kompositionen von Gina Roder: Mit «Leafy» inszeniert sie botanische Frisuren künstlerisch. Ob sie damit (digitale) Dinge symbolisiert, die uns über den Kopf wachsen oder ob man die Natur endlich zum Haupt-Anliegen erheben soll, kann man die Bernerin möglicherweise selbst fragen: Viele der Ausstellenden sind persönlich vor Ort. Das widerspiegelt auch, was René Felderer, Initiant und Kurator der «Werkschau-Bern», bezweckt: Nähe schaffen, indem er die Fotokunst (an-)fassbar macht. «Wer nicht printet, fotografiert nicht», findet der Berner, der sich seit seinem 11. Lebensjahr mit Fotografie beschäftigt – und meint damit: Die Wirkung und Auseinandersetzung seien völlig anders, wenn ein Bild Raum einnehme. So spreizt man hier nicht Zeigefinger und Daumen, um zu zoomen –man macht einfach einen echten Schritt auf das gross aufgezogene Werk zu.
Storys in Bildern, die länger bestehen als 24 Stunden – und für die man sich gerne etwas geduldet: Die «Werkschau-Bern» im Kornhausforum Bern – pandemiebedingt auf 2022 verschoben – bildet die Bandbreite des hiesigen Fotoschaffens ab, unter anderem mit Werken von Gina Roder (1), Steff Gruber (2) und Brigitte Kraus (3). werkschau-bern.ch
DES DRUCKENS KUNST
Früh erkannte Bernhard Zumbrunn seine Leidenschaft für Drucke. Nach seiner Lehre als Tiefdruck-Farbenretuscheur und der Umschulung zum Lithografen gründete er vor nunmehr 20 Jahren «imaprint». Die Dunkelkammer braucht es heute zwar nicht mehr, um Bilder zu entwickeln, jedoch ähnlich viel Detailwissen. Dieses setzt Peter Brechbühl, der die Firma 2011 übernahm, täglich für makellose und veredelte Fine-Art-Prints ein. Mit Akribie und Kenntnis der Materie bringt er selbst komplexe Sujets in sorgfältigen Druckverfahren auf die unterschiedlichsten Papiertypen auf. Die Papierwahl ist die Königsdisziplin, denn Dicke, Struktur und Farbwiedergabe beeinflussen das Resultat. Man müsse mit eigenen Augen sehen, was so ein Fine-Art-Print im Vergleich zu herkömmlichen Drucken leiste und erst deren Wirkung entfalte, findet der Colormanagement-Spezialist. Davon kann man sich zum Beispiel an der «Werkschau» überzeugen, für welche er die Bilder der anspruchsvollen Fotografen und Fotografinnen printet.
Weitere Infos: imaprint, Neufeldstrasse 7, Bern. imaprint.ch
Clevere Codes
Das Vorurteil, dass Mädchen nichts mit Technik am Hut haben, ist längst überholt: Eine App entwickeln, eine Animation kreieren oder einem Roboter programmieren – für all das bietet der «Coding Club for Girls» erste Grundlagen. In den kostenlosen Workshops der «EPFL Wissenschaftsförderung» schnuppern Mädchen von 11 bis 15 Jahren Luft in der Informatikwelt und lernen dabei, selbst Programme zu schreiben, eigene IT-Projekte durchzuführen – und können sich digital austoben.
codingclub.ch
BIS 2. DEZEMBER
Gespenstische Stille
Fernab vom Alltagsstress und Social Media bietet der Wald einen stillen Rückzugsort und – angesichts von Halloween – rückt dessen schon fast gespenstische Seite in den (Kamera-)Fokus. Passend zur Jahreszeit setzt sich Ruedi Beutler mit totgeglaubten Bäumen auseinander. Auf faszinierende Weise fotografiert der Künstler den Wald aus einer neuen Perspektive, sodass man sich beim Beteten seiner Ausstellung «Waldgeister» in der «galerie p» beinahe ins mystische Blättermeer hineinteleportiert fühlt
Bern, fotogruppe-p.jimdosite.com/galerie-p
Spielend in die Zukunft
Unter dem Motto «Wir spielen uns in eine gute Zukunft» zieht «PlayBern» in die «Grosse Halle». Gaming-Könige ebenso wie Experimentierfreudige sind eingeladen, zusammen zu spielen, zu diskutieren und zu programmieren. Während vier Tagen stehen unter dem Motto «Utopia!» ungewöhnliche Games und sperrige Ideen im Blickpunkt: Sämtliche Dystopien hinter sich lassen und sich in eine gute Zukunft spielen! Beispielsweise bauen Teilnehmende im Workshop «Make your own Experimental Hardware Game» ihr eigenes Spiel –ganz ohne programmieren. Nach dem Spiel ist vor dem Feiern: Denn nach der «Demonight», dem interaktiven Kugellabyrinth und Performances lässt man die Realität in der Game-Disco «endgültig» hinter sich, während man zu Game-Musik und 80er-Pop tanzt
Bern, playbern.ch
5. NOVEMBER
Ausgezeichnetes Schweizer Design
Bereits seit 30 Jahren würdigt der «Design Preis Schweiz» die Höchstleistungen der Schweizer Designszene. Dank einer unabhängigen, internationalen Jury bietet dieser Schweizer Designschaffenden ein international beachtetes Gütesiegel –auch, weil er ein beispielloses Netzwerk eröffnet. Die Jury vergibt Auszeichnungen für wertschöpfende Produkte, Projekte, Dienstleistungen und Konzepte aus allen Designdisziplinen. Ein Blick in die «Hall of Fame» offenbart dies: Zu den Preisgekrönten der letzten Jahre zählen beispielsweise der «Limbic Chair» – ein Sitzmöbel, das neuronale Aspekte berücksichtigt –, Taschen aus nachhaltigem Bananen-Leder des Labels «Qwestion» oder «Bolido Core», eine Armbanduhr mit zum Träger geneigtem Zifferblatt. Erstmals wurden die Nominationen dieses Jahr filmisch aufgezeichnet, um Innovation und Emotionalität der Designs zu veranschaulichen. Langenthal, designpreis.ch
24. OKTOBER BIS 5. DEZEMBER
Freiraum für Kunst
Diesen Sommer kamen die «Badi»-Besuche definitiv zu kurz. Umso intensiver lässt «Jetzt Kunst» mit der Ausstellung im Strandbad Thun die Sommergefühle noch einmal aufblühen. 24 Schweizer Kunstschaffende stellen in dieser frischluftigen Umgebung ihre Werke aus. Auf eindrückliche Weise nutzen sie den ungewohnten Freiraum für ihre Ausstellungsstücke von Skulpturen bis Video-Installationen. Thun, jetztkunst.ch
BIS 11. DEZEMBER
Fiktion oder Realität?
Das Polit-Forum Bern präsentiert diverse Zukunftsszenarien: Mit einer App, welche die Schaukästen ergänzt, ist die Ausstellung «Digitale Demokratie» eine spannende Mischung aus digital und analog, die auf eine interaktive Reise in die politische Zukunft führt. Die Szenografien regen zum verdichteten Nachdenken an: Futuristische Objekte oder sciencefictionartige Erzählungen ermuntern zum Austausch – und möglicherweise entbrennen (hitzige) Diskussionen! Bern, polit-forum-bern.ch
JEWEILS MONTAGNACHMITTAGS
Programmieren im Garten
Der Rostgarten in Thun bietet Platz für allerlei kulturelle Happenings. Im gemütlichen Ambiente der alten Gärtnerei finden zum Beispiel jeden Montagnachmittag Programmierworkshops statt. Teilnehmende erhalten einen spannenden Einblick in die Robotik und erlernen selbst die Grundlagen dazu. Es lohnt sich durchaus, danach noch etwas zu verweilen, denn neben Pop-up-Bar und Foodtruck rundet Live-Musik den Abend ab. Thun, rostgarten.be/programm
BIS 10. OKTOBER
Wer spielt mit wem?
4. BIS 7. NOVEMBER
Nachhaltiges aus der Schweiz
Spielen wir mit der Kamera oder spielt die Kamera letztlich mit uns? Fragestellungen wie dieser spürt die Gruppenausstellung «How to Win at Photography – die Fotografie als Spiel» nach. Auf spielerische Weise zeigt das «Fotomuseum Winterthur» wie sich das Verhältnis zwischen Spiel und Bild entwickelt hat, wobei das Gegenspiel von Bildproduktion und Computerspiel im Mittelpunkt steht. Die multimedialen Installationen von vierzig Kunstschaffenden reichen von modernen, gesellschaftskritischen Werken bis hin zu historischen Bildern aus dem 20. Jahrhundert, welche die ungeahnten Facetten der Fotografie widerspiegeln. Den krönenden Abschluss der Ausstellung markiert ein Spielturnier: Für einmal als «Sportkommentatoren» präsentieren die Kuratoren Matteo Bittani und Marco De Mutiis die Auslese der In-Game-Fotografie und beziehen das Publikum mit ein: Es entscheidet mit, welche Künstlerin oder welcher Künstler die (inoffizielle) Weltmeisterschaft der In-Game-Fotografie gewinnt.
Winterthur, fotomuseum.ch
Im Herzen der Winterthurer Altstadt findet dieses Jahr zum zwölften Mal die Designmesse «Designgut» statt. Im Casinotheater und im Gewerbemuseum Winterthur entdecken Designliebende Werke von 80 Schweizer Labels, die ebenso viel Wert auf Nachhaltigkeit legen wie auf Ästhetik. Zudem führt ein DesignParcours durch die Gassen zu den Altstadtperlen der Kreativszene – und zu den Menschen dahinter, die Geschichten über ihr Schaffen und den Ort erzählen. Zwei weitere Highlights sind die Plattform für Jungdesign und die Modeschau, nicht zuletzt wegen der Live-Musik des «Musikkollegium Winterthur». Kaum vorstellbar, dass man von Mode, Accessoires und Möbeln von hier genug kriegt! – deshalb begibt man sich auf die «Design Promenade», wo Schönes an jeder Ecke lauert Bei allen Programmpunkten stehen Themen wie der schonende Umgang mit Ressourcen und lokale Produktion im Fokus, mit der Motivation, das hiesige Designschaffen zu fördern.
Winterthur, designgut.ch/jungdesign-21
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Es wird Zeit …!
Man kann sie gewinnen, aber ebenso schnell verlieren, sie verfliegt oder bleibt scheinbar stehen, man kann sie messen und dabei in ästhetische Designformen bringen: die Zeit. Die Winterausgabe nimmt sich Zeit, sich mit der bestimmenden Grösse der Gegenwart zu beschäftigen. Wer hört das Ticken und Tacken?
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