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Berlinale Generation 2012 Projektberichte und Ergebnisse der teilnehmenden Grundschulen


Berlinale Generation 2012 Projektbericht der Carl-Humann-Grundschule Vorbedingungen des Schulumfeldes Die Carl-Humann-Grundschule ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule in der zur Zeit etwa 400 Schülerinnen und Schüler lernen. An Berlinale-Schulprojekt nahmen Klasse 6b und Klasse 5b teil. In der Klasse 6b lernen 23 Schülerinnen und Schüler und das Projekt wurde fachübergreifend durchgeführt. In der Klasse 5b lernen 26 Schüler, davon nehmen 20 am Lebenskundeunterricht teil, in dessen Rahmen es durchführt wurde.

Arbeit zum Film Arcadia

Tagelang dauert mit dem Auto die Fahrt nach Arcadia, einer kleinen Stadt im sonnigen Kalifornien. Dorthin will der Vater mit seinen drei Kindern im vollgepackten Kombi. Anfangs herrscht blendende Laune an Bord. Es ist angeblich ein normaler Umzug, die Zukunft verspricht Gutes, und die Mutter soll auch nachkommen. Doch bald wird der zwölfjährigen Greta klar, dass etwas nicht stimmt. Was verbirgt der Vater vor ihnen? Und inwieweit ist ihre jugendliche Schwester eingeweiht? Die Reise führt quer durch die USA, von Motel zu Motel, von Schnellimbiss zu Schnellimbiss. Der Vater ist täglich mehr gereizt, provoziert peinliche Streitigkeiten mit Dritten und führt heimlich erregte Gespräche auf seinem Handy. Greta kann die Mutter telefonisch nicht erreichen, dabei fehlt sie gerade jetzt besonders. Mit jedem Kilometer, den Kalifornien näher rückt, gerät die kleine Welt der Familie ins Wanken. USA 2012, 91 Min Englisch Empfohlen ab 12 Jahren Regie: Olivia Silver

Darsteller: John Hawkes Ryan Simpkins Kendall Toole Ty Simpkins


Didaktisch-methodische Überlegungen Da die Schüler der 6. Klasse kaum Erfahrungen mit dem Genre des Roadmovies hatten, wurde mit ihnen in Vorbereitung auf den Film das Genre besprochen und im Internet dazu recherchiert. Nach dem Film wurden Verständnisfragen und Fragen zum Inhalt geklärt und anhand des Fragebogens Generation K plus stellten die Schüler ihre Eindrücke, Emotionen, sowie persönliche Meinungen dar und diskutierten erste Probleme. Deine Lieblingsstelle in Film war: ..als Greta und ihr Vater endlich mal miteinander geredet haben, und als Greta erwachsen wurde, z.B. sich für Jungs interessiert hat, sich die Beine rasiert hat und ihren Hasen in die Klippe geworfen hart ....als Greta und Nat immer ein Stück von Rubbellos gerubbelt haben ...als Greta und Nat dann ihre Fahrräder hatten und glücklich von der Schule nach Hause fuhren ...als der Vater Greta aus dem Auto rausgeworfen hat Woran musstest du denken, als du den Film gesehen hast? Was hast du gefühlt? ...ich konnte mich gut in die Situation von Greta hineinversetzen, dadurch habe ich mich genauso wie sie gefühlt ...daran, wie gut wir es haben, weil an einem Ort leben, unsere Lieblingssachen noch haben und dass die meisten Eltern nicht in der Psychiatrie sind. Ich habe mich komisch gefühlt ...an mich manchmal. Mitleid.

In szenischen Spielen wurden dazu einzelne Szenen von Schülern und Schülergruppen nachgestellt und von Mitschülern erraten. Dabei kam es nochmal zum Austausch über einzelne Problemsituationen. In Anschluss wurden Themen gemeinsam mit Schülern erarbeitet, die für den Projekttag eine Rolle spielen sollen. Für die Schüler standen die dramatische Situation der Familie, das Streben nach Glück, persönlichen Lebenszielen und deren Bedeutung für andere, das Verhältnis von Familien Mitgliedern untereinander, vor allem die Problematik des Erwachsenwerdens im Mittelpunkt (die Veränderung Gretas). Von Interesse war auch die Frage, wo sich Arcadia befindet und welche anderen Voraussetzungen und Bedingungen es für Familien und Kinder dort gibt. Daraus ergaben sich verschiedene Themenangebote für die Schüler an einem Projekttag sowie für die Weiterführung im Unterricht. Die Schüler arbeiteten in Gruppen zu den unterschiedlichen Themen. So wurde im Lebenskunde-, Deutsch- und Englischunterricht an der Problematik gearbeitet.


Durchführung

Themenangebote für den Projekttag:

Meine Reise I

Was hast du bereits auf einer Reise erlebt - mit Eltern, Freunden usw. (Roadmovie) Erstelle einen Reiseplan/Reiseroute, zeichne sie auf, gestalte sie.

Meine Reise II

Im Juni ist deine Grundschulzeit beendet. Was hast du dir für die Zukunft vorgenommen? Fertige eine Collage, einen Comic oder Roten Faden mit kleinen Kärtchen mit deinem Lebensweg.

Filmkritik

Schreibe eine Filmkritik für die Zeitung. Sammle vorher Informationen. Bewerte den Film nach vorgegebenen Kriterien und schreibe eine Altersempfehlung dazu.

Eltern-Kinder-Problematik

Schildere die unterschiedlichen Problemsituationen und finde Lösungsmöglichkeiten Drehe einen Film, erarbeite ein Hörspiel oder führe ein Interview zum Thema durch

Arcadia

Look for Arcadia on the map of the USA.. What do you know about Arcadia? Make a mindmap or make a poster. Follow the route of the family. What stops/towns do they pass? Draw a map with all important and interesting points of their trip.

Themen in Film

Verfasse zu den Themen des Filmes ( Familie, Vertrauen, Alleinsein, Zusammenhalt, Freundschaft, Hoffnung, Erwachsenwerden,,,,,,) kleine Gedichte und gestalte diese

Zuhause verlassen

Fertige eine Figur nach der Vorlage. Male Sachen, die du unbedingt mitnehmen würdest und begründe deine Auswahl


Die Schülerinnen und Schüler haben die Themen frei gewählt, so entstanden zu den verschieden Themen unterschiedlich viele Ergebnisse. Da im Schulalltag nur ein Tag als Projekttag möglich war, haben die Schülerinnen und Schüler nicht alle Arbeiten an diesem Tag fertig stellen können. Zu den Kurzfilmen wurde nur ein Exposé geschrieben, die Kurzfilme wurden anschließend selbständig von den Schülern in ihrer Freizeit gedreht. Die ersten Versuche mit einer Kamera und anschließende Bearbeitung eines Filmes waren für die Schüler und Schülerinnen eine sehr wichtige Erfahrung. Wie setze ich meine Ideen um, welche Einstellungen passen zu dieser Szene, was ist mit dem Ton? Es gab viele kleine Probleme und technische Schwierigkeiten, aber es sind die ersten eigenen Filme enstanden. In Englischunterricht wurde noch das Thema Arcadia ausführlicher behandelt. Die Schüler recherchierten im Internet. Sie stellten die Route nach, fanden Orte, die die Familie durchquert hatte, berichteten über “Arcadia” und die Bedeutung des Namens. Anschließend lernte die ganze Klasse den Song “You´ve got a friend in me” kennen (Orange Line 2, Lehrerband, Kopiervorlagen, Ernst Klett Verlag, S.139, ) in Bezug auf Freundschaft als wichtiger Bestandteil des Zusammenlebens. Im Lebenskundeunterricht wurde das Thema “Zuhause verlassen” diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler haben mögliche Ereignisse, die eine Familie zum Verlassen ihres Zuhauses zwingen, im Form des Brainstormings aufgestellt ( Krieg, Katastrophen wie Erdbeben, Hochwasser.., aber auch Trennung der Eltern, Umzug wegen Arbeitswechsel). Was bedeutet es die gewöhnte Umgebung plötzlich verlassen zu müssen? Was würde ich unbedingt mitnehmen wollen? (Erinnerungsstücke, Kleidung, Spielsachen... )


Arbeit zum Film Isdraken

Mik ist stolz darauf, dass sein Vater bei den Motherfuckers Schlagzeug spielt, einer heruntergekommen Rockband, die auf Tournee gehen will. Aber wenn sein Vater besoffen in der Stockholmer Vorstadt über die Straße torkelt, schämt der Junge sich maßlos. Miks Mutter ist tot, und sein großer Bruder ist gut zum Zombiefilmeschauen, hat ansonsten aber andere Dinge im Kopf. Nach der Schule geht Mik ins Naturkundemuseum und lauscht dem Gesang der Wale. Abends kocht der Elfjährige das Essen für die kleine Familie. Eines Tages bricht Miks Vater entkräftet zusammen und kommt in einen Entzug. Das Jugendamt kümmert sich um Mik, findet aber im Umgang mit ihm nicht den richtigen Ton. Mik bringt man gegen seinen Willen zu seiner Tante Lena in ein abgelegenes Kaff im Norden des Landes. Die Schule besteht hier nur aus zwölf Kindern, doch immerhin gibt es die coole Pi und ihre Hip-Hop-Gang. In der schneebedeckten Landschaft denkt Mik immer wieder an die Wale und daran, dass sie ein Leben lang Kontakt miteinander halten. Kaum hat sich Mik endlich mit dem Dorfalltag angefreundet, kommen die Leute vom Jugendamt, um ihn in eine Pflegefamilie zu bringen. Schweden 2011, 77 Min Schwedisch Empfohlen ab 10 Jahren REGIE Martin Högdahl Hampus Andersson

DARSTELLER Philip Olsson Malin Morgan Feline Andersson Vincent Grahl


Didaktisch-methodische Überlegungen Als Vorbereitung für den Kinobesuch haben sich die Schülerinnen und Schüler Vermutungen aufgestellt, welche Bedeutung der Eisdrache (Isdraken) in dem Film spielt. Darüber hinaus wurden Beobachtungsaufgaben gestellt - jede kleine Gruppe bekam eine Person von dem Film zugeteilt, deren sie besondere Aufmerksamkeit widmen soll.

Die viele Themen in diesem Film brachten jede Menge Ansatzpunkte mit. Zwischenmenschliche Beziehungen, Familie, Freundschaften, Zusammenhalt, Einsamkeit, Abschied nehmen, Gefühle wie Angst und Mut, Traurigkeit und Freude, Wut, Bezug zur Natur, das alles waren bedeutende Aspekte. Da dieses Projekt nur im Rahmen des Lebenskundeunterrichts durchgeführt worden ist, hatten wir leider nicht so viele Stunden zur Verfügung. Den Schülerinnen und Schülern wurden folgende Angebote zur selbständigen Einzel/Gruppenarbeit gestellt:

1. Charakterisiere die Person, die du im Film beobachtet hast. Hat sie dich vielleicht an einer Person, die du kennst erinnert? 2. Schreibe eine Filmbewertung. Was ist das Thema des Filmes? Wer sind die Hauptpersonen? Wie ist der Film aufgebaut? Gibt es Musik (wenn ja, in welcher Funktion?) Kannst du dich in bestimmte Personen in diesem Film einfühlen? Warum? 3. Welche Stelle in Film hat dich besonders beeindruckt? Warum? Schreibe oder male ein Bild dazu. 4. Wale bleiben ihr ganzes Leben im Kontakt. Mit wem möchtest du im Kontakt bleiben? Nimm dir die Kopiervorlage oder male einen Wal und schreibe deine Begründung hinein. 5. Fertige einen eigenen Eisdrachen-Entwurf an (als Bild oder Objekt).

Durchführung

1

Unterrichtsgespräch Fragen zum Inhalt? Woran hat der Film dich erinnert? Was hat du gefühlt?

Erinnerung Persönliche Bedeutsamkeit Vergleich mit eigenen Erfahrungen Gefühle ausdrücken

2

Szenen nachspielen

Erinnerung Kreativität Ausdrucksfähigkeit

36

Arbeit an den gestellten Aufgaben

Selbständigkeit Vertiefung Kreativität

7

Präsentation der Ergebnisse

Ausdrucksfähigkeit Wertschätzung


Das erste Unterrichtsgespräch fand aufgrund mehrere Exkursionen und Krankheit erst zwei Wochen nach dem Kinobesuch statt. Es hat sich aber gezeigt, dass der Film tiefe Eindrücke hinterlassen hat. ... ich fand doof, wie die Jugendamtleute mit Mik umgegangen sind ...die Pflegefamilie hat Mik doch wie einen Sklaven behandelt. ...wie kann er so gut kochen, er war doch noch klein... ...es war für ihn bestimmt total peinlich, als er in die Hose gepinkelt hat.. ...es war cool, wie die Klasse und die Lehrerin Mik geschützt haben ...es war lustig, als die Fleischdose explodiert hat. ...ich fand den Bruder von Mik cool, schade, dass er sich nicht um Mik kümmern dürfte ...ich war ganz schon wütend, als die Leute vom Jugendamt Mik nochmal holen kamen, er wollte doch endlich ein Zuhause haben ...ich war manchmal traurig, ...ich hatte richtig Angst, als sie mit dem Eisdrachen fast ins Wasser gefallen sind ...es war toll, dass er doch bleiben dürfte ...ich glaube, Miks Bruder und der Vater ziehen auch noch in dieses Dorf und dann sind sie alle wieder zusammen Durch das szenische Spiel kamen noch mehr Erinnerungen, so dass die Schülerinnen und Schüler in den darauf folgenden Stunden selbständig an ihren Aufgaben arbeiten konnten. Die geplante Präsentationsstunde hat noch nicht stattgefunden, da manche Schüler ihre Arbeiten noch über die Ferien fertig stellen wollten.


Abschluss Berlinale-Besuch ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis. Film als Medium wird leider noch nicht ausreichend in den Schulen in den Unterricht eingebunden. Film nicht als reine Unterhaltung wahrzunehmen, sondern sich mit einem Film auseinander zu setzen, nachzudenken, warum bestimmte Gefühle oder Erinnerungen wachgerufen worden sind, fördert Entwicklung der Kritikfähigkeit der Schüler. Beide Filme haben zu lebhaften Diskussionen geführt. Ein Film, bzw. eine Szene kann sehr unterschiedlich wahrgenommen werden und dementsprechend mussten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit gegensätzlichen Meinungen der anderen auseinandersetzen. Darüber hinaus besteht bei Berlinale meistens die Möglichkeit den Schauspieler und Regisseuren nach dem Film Fragen zu stellen. Das Podiumsgespräch mit Olivia Silver, Ryan und Ty Simkins war für die Schülerinnen und Schüler eine sehr interessante Erfahrung. Vielen Dank für die tollen Filme. Wir freuen uns schon auf die Berlinale 2013.

Birgit Roguszczak Blanka Hansel


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Group Work to the Film Q.1:

Gattu

Gattu was dishonest in many situations in the film. Find as many as you can, describe the situation and say why you think he acted like that.

Situation description:______________________________________________ ______________________________________________________________

Reason for his dishonest behaviour: ___________________________________ ______________________________________________________________

Situation description:______________________________________________ ______________________________________________________________

Reason for his dishonest behaviour: ___________________________________ ______________________________________________________________


Q.2: Would you like to go to school in India? Why/why not? ______________________________________________________________ ______________________________________________________________ ______________________________________________________________ ______________________________________________________________

Q.3: Find as many examples as you can where the `uncle´ treated Gattu a) badly and b) where he treated him well.

Treated badly:

Treated well:

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Harry Potter Saves the Children ”Who are you?” asked Flowa, Süda and Saku. “I am Harry Potter” said the boy. “Can you three please help me?” he begged. “What’s the problem?” “Lord Voldemore is an evil entity. He wants to kidnap all the children of this school so that they can serve and follow him in his evil ways.

“Oh no! We can’t let that happen. We will help you!” “I must engage in a kite flying competition with Lord Voldemore. If I win, then the children of this schol are safe from Lord Voldemore. But if I lose, then all children must serve him in his evil ways!”

“The roof of our school is the highest, but how will you get up there? The door to the roof is guarded at all times!!”

So they discussed the plan. This was the plan;

- Use magic wand to become invisible. - Fly to the roof.

Harry Potter made them invisible with his magic wand and flew to the top of the roof. There he engaged in a kite-flying battle with Lord Voldemore. After a long, hard battle he defeated Lord Voldemore.

Harry Potter won and the children were saved!!!


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!#68*$% “Who are you?” asked the classmates astonished. “I am %'46"() ,” she replied. To their surprise, she rose up, twirling around and turned into %'46"(). “My boss, b&#$ 2)',-$ %'4 has sent me down here to protect your school,” said %'46"(). “From what?” “From zombies, of course. Or do you think I came here for a cup of tea and some cookies?!!” “Ha, ha, ha!!! ZOMBIES!!! What would zombies want with our school?” “They want to turn it back into Zombie Castle. Your school was built right on top of the site of The Old Castle of Romania. They want to destroy your school and all that’s in it so that Zombie Castle can reign again!!!” “Oh my God! What can we do?” “We must stop the zombies getting to the Magic Crystal.” “What Magic Crystal?” “The Magic Crystal that’s buried somewhere in the Castle of Romania. If the zombies get their hands on it, they will TAKE OVER THE WORLD!!!! ” exclaimed %'46"(). With that, %'46"() pulls the Magic Crystal from her cloak. GASP!!!!!!!!!!!! “We must now send my boss b&#$2)',-$%'4 a kite signal from the rooftop that the Magic Crystal is safe. He will come and kill the zombies.”


“From the roftop?

That’s impossible!

The guard will never let us up there.

We’re doomed!” “Don’t be silly. That guard is as stupid as a sheep. We can trick him if you help me,” laughed %'46"(). “Run quickly, so we can complete the mission before the zombies awake!” So they ran towards the roof with a kite, sleeping spray and some food attached to a piece of string. When they reached the wall, they set the trap for the guard. They lured him down the stairs with the food and the string and$%'46"() threw her net on him. One of her friends sprayed him with the sleeping spray and he fell into a coma. %'46"() took his keys and they all ran up to the roof. They let the kite fly and b&#$2)',-$%'4 knew he should come and kill the zombies.

THE END

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Berlinale Generation 2012 Bericht der Evangelischen Schule Neukölln von Isabelle Düring und Anna Muth, Anja Jülicher und Stephanie Keil sowie Dorett Steinke mit den Klassen 4b, 5a und 6a Vorbedingungen des Schulumfeldes und der Lerngruppen Die Evangelische Schule Neukölln ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule mit langer Tradition. Die Schule existiert seit 1948. In ihr vereinen sich Grundschule und Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe zu einer Schulgemeinschaft. In der Schule werden ungefähr 900 Schülerinnen und Schüler von ca. 80 Lehrkräften unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler kommen zum größten Teil aus dem Stadtbezirk Neukölln und zu etwa gleichen Teilen aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien. Der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund liegt bei etwa 15%. Ab der 4. Jahrgangsstufe werden die Schülerinnen und Schüler der ESN in jahrgangshomogenen Klassen unterrichtet, nachdem sie die ersten drei Jahrgangsstufen in altersgemischten Klassen gelernt haben. Mit dem Übergang in die 4. Klasse erhalten die Kinder nach dem 1. Halbjahr erstmalig ein Notenzeugnis. Aufgrund des jahrgangsübergreifenden Lernens in den ersten drei Schuljahren, aber auch aufgrund gemeinsamer jahrgangsübergreifender Schulprojekte kennen sich die Lerngruppen unserer Juniorstufe (Klassenstufe 4 – 6) untereinander sehr gut. Sie arbeiten gern in Gruppen zusammen und sind selbstständiges Arbeiten, z.B. durch die regelmäßige Arbeit am Wochenplan gewohnt. Bezüglich des Arbeitstempos und der Zielgerichtetheit des Arbeitens sind alle Klassen sehr heterogen. Ein verhältnismäßig hoher Anteil an Kindern hat die Schulanfangsphase in 3 Jahren statt 2 Jahren absolviert. Viele Kinder arbeiten sehr motiviert an den gestellten Aufgaben, dennoch muss eine relativ große Zahl der Schülerinnen und Schüler bei langfristigen Arbeitsprozessen stark begleitet und motiviert werden. Die Klasse 4b hat sich im Rahmen des Berlinale-Projekts 2012 die Filme „Good Chances“ und „Eisdrache“ angesehen. Die 5a und 6a haben sich für die Filme „Nono“ und „Arcadia“ entschieden. Aufgrund der fachlichen Schwerpunktsetzungen spezialisierte sich die 5.Klasse im Anschluss auf „Nono“ und die 6.Klasse auf „Arcadia“.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Projekt Klasse 4b: „Gute Chancen“ und „Eisdrache“ 0. Vorüberlegungen: In der Klasse 4b wurden die Filme „Gute Chancen“ und „Eisdrache“ gesehen. Das zentrale Thema in „Gute Chancen“ sind Ängste um geliebte Personen und der Umgang mit ihnen. Da sich die meisten Kinder mit solchen Ängsten konfrontiert sehen, bietet der Film einen besonderen Lebensweltbezug und somit eine Projektionsfläche für eigene Ängste und Gefühle. Der Film „Eisdrache“ zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben eines Jungen, der von seinem alkoholkranken Vater und seinem kriminellen Bruder getrennt wird und (vorerst) zu seiner Tante aufs Land zieht. Neben den fragwürdigen Lebensumständen bilden auch die Themen „Freunde – Cliquen“, „verliebt sein“, „für sein eigenes Glück kämpfen“ hier anregende Anknüpfpunkte für die Schüler. In beiden Filmen sind die Protagonisten „coole“ und starke Persönlichkeiten, Sympathieträger, die die Perspektivübernahme in hohem Maße anregen. 1. Preview-Activities : Da sich die Schüler nach der Rezeption beider Filme selbst dafür entscheiden sollten, mit welchem Film sie weiter arbeiten wollen, wurde lediglich zu den Titeln antizipiert, inhaltlich jedoch nicht weiter vorweg gegriffen. Die Schüler sollten möglichst offen in beide Filmsituationen hineingehen. An dieser Stelle wurde der Berlinalebogen eingesetzt, der den Schülern vor den Vorstellungen ausgehändigt wurde. Sie konnten sich dann für einen Film entscheiden, den sie im Anschluss als „Filmkritiker“ beurteilen: „Die „Filmkritiker“ finden das Entstehungsland, den/die Regisseur(in) und die Originalsprache des Films heraus, notieren die wichtigen Figuren des Films, entscheiden sich, welche Figur sie selbst gern wären, formulieren eine knappe Inhaltsangabe, zeichnen eine wichtige Szene und bewerten den Film.“ 1 Damit erfolgte bereits eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Filmen, die wertvolle Impulse und Anregungen in Hinblick auf die Anschlusskommunikation und weitere Projektarbeit enthielt. 2. Whilewatching-Activities: Die Grundlage für die Hör-/Sehaufträge bildeten die Kategorien des Berlinalebogens. Zusätzlich sollte auf Besonderheiten der Berlinale (Atmosphäre, Einsprechen etc.) geachtet werden, die im Anschluss reflektiert wurden.

1

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/berlinale-bogen.html


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3.

Postwatching Activities

3.1. Deutschunterricht – Filmwandprojekt Die Aufgabenstellungen im Rahmen des Deutschunterrichts verfolgten vorrangig das Ziel, eine handlungsorientierte, kreative und weitgehend selbstgesteuerte Auseinandersetzung zu Aspekten der jeweiligen Filme anzuregen. Darüber hinaus sollte ein Gesamtprodukt entstehen, das das „Berlinale-Erlebnis“ und die Filminhalte in Form einer „Filmwand“ für die anderen Schulklassen transportiert. Es gab insgesamt fünf weitgehend offen konzipierte Aufgabenstellungen zu den Bereichen: „Hauptdarsteller“, „Lieblingsszene“, „Filmplakat“, „Filmkritik“ und „Teil 2“. Die Offenheit bezog sich auf die Sozialform, die Auswahl des Filmes, die individuelle Bearbeitung und Umsetzung/Darstellung: 1. „Hauptdarsteller“ Wähle dir einen Hauptdarsteller aus. 1. Fertige einen Steckbrief zu seiner Figur an. 2. Schreibe eine Personenbeschreibung mit Hilfe des Steckbriefes. Gute Chancen:

Kiek, Thomas, Esmee

Der Eisdrache:

Mik, Lena, Pi, Tony

Lösungsbeispiele:


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

2. „Lieblingsszene“ Wählt eure Lieblingsszene aus. Entw ickelt ein Standbild dazu. 1. Lasst das Standbild fotografieren. 2. Was denken die Figuren? Schreibt Gedankenblasen auf. 3. Begründet, w arum euch die Szene w ichtig ist.

Lösungsbeispiele:


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3. „Film plakat“ Entw erft ein Filmplakat! Nehmt den „Berlinale-Bogen“ zur Hilfe! Lösungsbeispiel mit Auflistung der Schauspieler, Altersempfehlung, Inhaltsangabe, nachgestellter Lieblingsszene:

4. „Filmkritik“ Schreibe eine Filmkritik oder eine Filmempfehlung! Nimm den „Berlinale Bogen“ zur Hilfe. Lösungsbeispiel:


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

5. „Teil 2“ Du bist der Regisseur und planst einen zw eiten Teil des Filmes. Erinnere dich: Was passiert im ersten Teil genau? Wie könnte es w eitergehen? Entw irf eine mögliche Fortsetzung des Filmes ! Lösungsbeispiele:

Bei der Ausw ahl der Aufgabe w ar das Ziel „Filmw andprojekt“ hilfreich, da die Schüler selbst auf eine ausgew ogene Verteilung der Aufgaben achteten. Jeder Schüler (jedes Paar oder jede Gruppe) hatte sechs Schulstunden Zeit für seinen Beitrag zur Filmw and. Die Projektstunden w urden mit einer Präsentationsphase begonnen und beendet, in der die Schüler ihre (Zw ischen-) Ergebnisse zeigen konnten und konstruktive Kritik erhielten. Auch Organisatorisches, w ie das Mitbringen von Boxhandschuhen für die Darstellung der Lieblingsszene oder die Anfrage nach Leihschauspielern für das Standbild, konnten im Klassenverband geklärt w erden. Die Schüler arbeiteten fast ausnahmslos überaus motiviert, konzentriert und vor allem kooperativ an ihren Projekten. Sie schrieben, überabeiteten, probten, gestalteten, schrieben Texte zu Hause auf dem Computer ab und zeigten allgemein eine sehr hohe Anstrengungsbereitschaft. Ihr Einsatz spiegelt sich in der Filmw and w ieder, für die sie auch von Schülern aus den Nachbarklassen anerkennende Worte bekommen.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Bilder vom „Filmw andprojekt“:


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3.2. Mathematikunterricht Parallel zum Deutschunterricht war es, speziell für den Film „Gute Chancen“ geradezu ideal innerhalb der Mathematik Wahrscheinlichkeiten zu betrachten, genauer zu untersuchen und Statistiken in Form von Balkendiagrammen herzustellen. Zunächst riefen wir uns in Erinnerung, wie die Protagonistin Kiek zu ihren Wahrscheinlichkeitsideen gelangte, um ihren Vater aus der Gefahrenzone zu bekommen. Die Schüler konnten sich unglaublich gut einfühlen und waren fast alle einheitlich davon überzeugt, sie hätten ähnlich gehandelt, wenn sie es hätten beeinflussen können, ihren Vater zu retten. Sie wussten aber auch, dass die Art und Weise, wie die Protagonistin Einfluss nehmen wollte, nicht funktioniert. Ziel der Einheit war es, den Umgang mit Wahrscheinlichkeiten kennenzulernen, Vermutungen anzustellen, Daten zu sammeln und Häufigkeiten zu ermitteln und diese mit vermuteten Wahrscheinlichkeiten zu vergleichen. Eine der ansprechendsten Herangehensweisen sind hierfür Würfelspiele. Die Mathematische Einheit wurde 5 Schulstunden erarbeitet. Titel der Einheit: „Gute Chancen beim Würfeln“. Das Erstellen der Gruppendiagramme benötigte zusätzlichen einen Vormittag. 1. Die Schüler erhalten in Partnerarbeiten zwei Aufgaben: a) Würfle zweimal die Augensumme 2 b) Würfele zehnmal die Augensumme 7 Für das Spiel erhalten die Schüler 2 Würfel. Wer zuerst seine Aufgabe erfüllt hat, hat gewonnen. Bevor die Aufgabe bearbeitet wurde, wurden Vermutungen mit Begründungen angestellt, welche Aufgabenkarte zuerst gelöst werden würde. 2. Die Schüler sind über das Ergebnis meist sehr erstaunt, da Aufgabenkarte a) fast immer gewinnt. Im Gespräch wird erarbeitet, dass man die Häufigkeit feststellen müsse, wie oft die Augensumme 2 im Verhältnis zur Augensumme 7 auftritt. Aufgaben: a)Würfelt in 3-er-Gruppen 100mal mit 2 Würfeln. Notiert die Augensummen in einer Strichliste. b) Zeichnet ein Streifenbild zu den Ergebnissen eurer Strichliste.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3. Die Schüler der Kleingruppen stellen ihre Ergebnisse über eine OH-Folie in der Klasse vor. Sie diskutieren über die Häufigkeiten und stellen fest, dass sie alle Ergebnisse benötigen, um eine absolute Häufigkeit darstellen zu können. 4. Hierfür werden drei neue Gruppen gebildet, mit je einem Vertreter der zu vor tätigen Gruppen. Die Aufgabe lautet: Addiert alle einzelnen Ergebnisse und zeichnet dazu ein Balkendiagramm. Die Schüler arbeiteten sehr motiviert und waren neugierig über die Ergebnisse, die sie erhielten. Aufgabe 4 war eine große Herausforderung. Alle Schüler mussten die gesammelten Daten berechnen und dann vergleichen. Das wurde ihnen teilweise zu anstrengend. In einem Balkendiagramm stellten sie dann ihre Ergebnisse auf Plakaten an der Filmwand aus. Auch die Wahrscheinlichkeiten möglicher Würfe mit zwei Würfeln stieß auf großes Interesse. So ist die Wahrscheinlichkeit eine 12 zu würfeln doch sehr viel geringer, als eine 8 zu würfeln. 5. Für das Balkendiagramm zur Präsentation an der Filmwand wurde Karopapier verwendet. Die Schüler teilten sich die gewürfelten Häufigkeiten auf und schnitten die passenden Balken aus (pro Wurf/1 Karo). Diese Arbeit erfreute sie sehr, da die Balken immer länger wurden, über das Plakat hinaus gerieten und sie anschaulich darstellen konnten.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Projekt Klasse 5a: Nono 0. Vorüberlegungen Der Film „Nono“ schien uns schon von der Vorankündigung besonders geeignet für unsere Klasse zu sein, in der einige Kinder durch ihre Gewaltbereitschaft auffallen. Wir arbeiten sehr stark an der Verbesserung des Klassenklimas und setzen uns nicht nur in unseren Klassenratsstunden mit der Problematik des Mobbings auseinander. Auch im Film geht es um Mobbing und daher spielte dieser Punkt für uns eine zentrale Rolle in den anschließenden Diskussionen. 1. Preview-Activities Da beide Klassenlehrerinnen diesen Film im Vorfeld sehen konnten, war es uns möglich danach genau über seinen Einsatz im Unterricht zu sprechen. Die Schüler wurden mit einem kurzen Trailer auf den Film neugierig gemacht, lernten die Hauptfiguren kennen und erhielten den folgenden Fragebogen zum Film, der kurz besprochen wurde: Fragen zum Film „Nono“ 1. Beschreibe Totos Familien verhältnisse. 2. Toto und seine Mutter haben ein besonderes Verhältnis. Beobachte es im gesamten Filmverlauf. 3. Toto wird ständig von dem Nachbarsjungen bedroht. Wie ändert sich die Beziehung zu ihm während des Films? 4. Was vermutest du, ist mit der Mutter von Totos schwerhörigem Freund passiert? 5. Gibt es ein Happy End? 6. Achte auf Musik und Farben im Film. 7. Bist du selbst schon mal in der Situation gewesen, dass du „gemobbt“ wurdest?

2. Whilewatching Activities Manche Schüler hatten am Kinotag ihre Fragen dabei und machten sich gleich nach der Vorführung Notizen. Andere sprachen später im Bus darüber. 3. Postwatching Activities 3.1 Unterrichtsgespräch Der Gesprächsbedarf der Schüler über den Film, den wir am Freitag sahen, war auch nach dem Wochenende am Montag erstaunlich groß. Daher setzten wir Klassenlehrerinnen spontan unsere Unterrichtsstunden an diesem Tag komplett für Gespräche ein. Wir nahmen die Fragen als Gerüst, beantworteten aber auch weitere Fragen und Unklarheiten. Die Schüler und Schülerinnen konnten sich gut mit Nono identifizieren. Auch wenn die Verhältnisse, in denen er lebte, ärmlich waren, erkannten die Kinder von alleine, dass er in einer liebevollen Umgebung aufwuchs.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3.2 Projekttag Um gemeinsam mit den Kindern zu arbeiten, nutzten wir einen Wandertag als Projekttag zum Thema „Berlinale“. An diesem Tag setzten die Kinder sich mit beiden Filmen, die sie gesehen hatten, auseinander. Es war ihnen freigestellt, ob sie Briefe an die Mutter aus dem Film „Arcadia“ schreiben wollten aus der Perspektive der Hauptpersonen, sich mit dem Thema „Lüge und Wahrheit“ („Warum hat der Vater in „Arcadia“ gelogen?) auseinandersetzten, Filmkritiken lasen und kommentierten oder einen Redevortrag vorbereiteten, der anschließend mit der Videokamera aufgezeichnet wurde. In Anlehnung an Nonos Redevortrag hatten wir den Kindern schon Tage im Vorfeld vorgeschlagen, sich ein Ereignis zu überlegen, das sie besonders bewegt hat, dieses niederzuschreiben und sich gegenseitig vorzutragen, wer wollte auch vor der Videokamera. Keiner wurde zu diesen Aufträgen gezwungen, es gab genug Alternativen (s.o.), aber erstaunlich viele ließen uns ihre Gefühle wissen. Hier ein paar Beispiele: Ich bin traurig Ich bin traurig, weil ich dich nicht sehen kann Ich bin traurig, weil ich dich nicht sehen konnte Es ist doof, dass du schon mit 53 Jahren gestorben bist Ich bin froh, dass ich wenigstens dein Bild sehen kann Ich bin traurig, dass ich nie deine Stimme hören konnte Ich bin traurig, dass ich in deine Augen sehen konnte Ich bin traurig, dass ich nie was mit dir machen konnte Ich bin froh, dass ich ein Bild von dir von deinem 52. Geburtstag habe (Junge, der seinen Großvater nie kennen gelernt hat) Scheidung 15 Jahre liebten sich Mama und Papa. Langsam fiel mir auf, dass nicht mehr in Ordnung war. Ihre lauten Worte fielen fast jeden Tag. Das kein Kind, ich auch nicht, allzu gerne mag. Jetzt merkte ich, meine Familie würde sich trennen. So lernte ich die Scheidung meiner Eltern kennen. -Die Ruhe ist in unsere Familie eingekehrt. Nun hat alles Leben wieder einen hohen Wert. „Alleinerziehend“ war meine Mutter tagtäglich. Zu Oma und Opa gehen, war immer möglich. Traurig sein oder hatte ich nur großen Hunger, ging ich zu meinen Großeltern -- weg war der Kummer. (Junge, dessen Eltern seit einigen Jahren geschieden sind)


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Ich bin traurig Ich bin traurig, weil ich dich nicht sehe. Ich bin traurig, weil du nicht anrufst. Ich bin glücklich, weil ich dich sehe. Ich bin traurig, du gehst wieder. Ich bin traurig, weil du krank bist. Ich bin glücklich, dass du wieder zu Hause bist und nie wieder weggehst, Mutter. (Mädchen, dessen Mutter zeitweise in der Psychiatrie war)

Wenn jemand nicht mehr ... Viele, viele, die von uns gehen ... werden wir nie wieder sehen. Manchmal schlecht, manchmal gut, verlier bloß niemals deinen Mut. Schöne Zeiten sind vorbei. Neue Zeiten kommt herbei. Beim Umzug ist’s ja nicht so schlimm, man kann sich ja mal wiederseh’n. (Mädchen, bei dem die Großeltern kurz hintereinander verstarben)


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Die Gestaltung von Plakaten zu den Filmen überließen wir den Schülern eigenhändig. Zu „Nono“ entstanden die folgenden:


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

Projekt Klasse 6a: Arcadia 0. Vorüberlegungen Der Film „Arcadia“ bietet zahlreiche Parallelen zur Lebenswelt unserer Schüler der 5. und 6.Klasse. Diese können sich aufgrund des gleichen Alters insbesondere mit den Hauptfiguren Nat und Greta (hin- und hergerissen zwischen Kindheit und Erwachsenwerden) identifizieren bzw. sich in deren Gefühlswelten hineinversetzen. Da der „Roadmovie“ zudem in Amerika spielt, bietet er sich ideal als landeskundliche Ergänzung im Englischunterricht der 6. Klasse an. Das im Film dominierende Thema „Lügen“ ergänzt ideal die Unterrichtsreihe „Wahrheit und Lüge“ im Religionsunterricht 5./6.Klasse an der ESN. 1. Preview-Activities Vor dem Besuch des Films „Arcadia“ erhielten die Schüler beider Klassen im fächerübergreifenden Unterricht einzelne Szenen (Fotos), um erste Vermutungen zum Inhalt des Filmes zum Ausdruck zu bringen. Den Schülern wurde mittels der Bilder bewusst, dass der Film von einer Familie handelt, die - ohne die Mutter - durch Amerika reist. So wurde die Neugier geweckt, zu erfahren, ob sich die Vermutungen (hauptsächlich Krankheit oder gar Tod der Mutter) bewahrheiten würden. Verstärkt in englischer Sprache erkundete die Klassen mithilfe des Atlas und einer Landkarte Amerikas sowie eines Amerika-Quiz die Größe und Weite des Landes, um bereits im Vorfeld eine Vorstellung von der Tragweite des Umzuges von New England nach Kalifornien zu bekommen. 2. Whilewatching Activities Am Kinotag selbst erhielten die Schüler den Auftrag, während des Films darauf zu achten, welche Orte / Staaten, die sie zuvor auf der Landkarte kennengelernt haben, von Toms Familie durchfahren werden. 3. Postwatching Activities 3.1. Getting Organized / Brainstorming (Deutsch) Im Deutschunterricht erhielten die Schüler A3-Blätter und Fotos der einzelnen Hauptdarsteller Greta, Nat, Caroline und Tom sowie Bilder besonders prägnanter Szenen. Natürlich wurden die Fotos der Preview-Activities hinzugezogen und reflektiert. In Gruppenarbeit sammelten die Schüler alles, was ihnen zu jeweils einer Figur / Szene einfiel und schrieben ihre ersten Gedanken in Stichworten und Sätzen nieder. Anschließend tauschten die Gruppen ihre Ergebnisse aus und konnten weitere Ergänzungen zu den anderen Charakteren / Szenen hinzuschreiben. Die Ergebnisse dieser Ideensammlung wurden für die folgenden Arbeitsaufträge als Entlastung und Ideenfindung v.a. für leistungsschwächere Schüler im Klassenraum veröffentlicht.


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3.2.

Briefe an die Mutter (Perspektivwechsel) / In Szene gesetzt (Deutsch/Kunst)

Die Schüler beider Klassen (5a, 6a) erhielten den Auftrag, sich in eine der Filmrollen hineinzuversetzen und aus deren Sicht einen Brief an die Mutter zu schreiben.

Des Weiteren konnten die Schüler der 6a in Partner- und Gruppenarbeit ihre Lieblingsszene nachstellen oder in Einzelarbeit zeichnen. Die Schwierigkeit bestand darin, die Distanz zu den Figuren abzulegen, eine Szene emotional einzufangen und ggf. alle Gedanken und Worte, die in jenem Moment von tragender Bedeutung waren, in Sprech- und Gedankenblasen festzuhalten.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

3.3

A trip from New England to California (Englischuntericht, Klasse 6a)

3.3.1 New England Nachdem die Schüler der Klasse 6a in der Landkarte Amerikas die Reisroute der Familie eingezeichnet hatte, erkundeten sie mithilfe kleiner englischsprachiger Sachtexte, eines Hörtextes sowie zahlreicher Bilder den Nordosten Amerikas (New 1 England) und hielten ihre Ergebnisse in einer Mindmap fest. 3.3.2 The Wild West: Rawhide (The Blues Brothers) Auf der imaginären Reise durch Amerika, die jeder Schüler in einem eigenen Leporello2 festhalten konnte, „fuhren” die Schüler – ähnlich wie Toms Familie – in der Folgestunde durch den „Wilden Westen“: Der im Film oft gesungene Song „Rawhide – Rolling, rolling, rolling…“ bot sich dafür bestens an. Auch wenn der Originaltext eine 6.Klasse sprachlich eher überfordert, konnte er mittels der Reimwörter (leatherweather, kissing-missing) und Assoziationen mit den Cowboys (Cows - move them, ride them, …) verständlich gemacht werden. Text und Melodie des Refrains blieben über Tage als Ohrwurm in den Köpfen der Schüler hängen… 3.3.3 Expressing Feelings Auch im Englischunterricht wurden die Lieblingsszenen aufgegriffen und diesmal in Gruppenarbeit nachgespielt. Grundlegende Voraussetzung war hierfür die Einführung des thematischen Wortschatzes „Feelings“. Die englischsprachigen Dialoge wurden von den Schülern selbst verfasst und als Rollenspiel eingeübt.1 3.3.4 Dreamland California In den weiteren drei Stunden beschäftigten sich die Schüler ausgiebig mit „Dreamland California“. Als Impuls wurde zunächst ein nur mit Musik unterlegtes Video eingesetzt, das Momentaufnahmen der berühmtesten Orte und Sehenswürdigkeiten Kaliforniens zeigte. Im Anschluss bildeten die Schüler Expertengruppen und erkundeten mittels kurzer englischsprachiger Informationstexte einzelne Orte, wie z.B. Hollywood, Beverly Hills aber auch Arcadia. Aus einer Auswahl von (richtigen und falschen) Bildern und Satzstreifen sollten die Schüler im Anschluss passende Bilder und Informationen zu ihren Orten / Sehenswürdigkeiten herausfinden und damit letztendlich Plakate erstellen und den anderen Expertengruppen englischsprachig vorstellen.

2

Anhang : Schülerarbeiten


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In einem weiteren und letzten Schritt planten die Schüler in Partnerarbeit eine dreitägige Reise nach Kalifornien, für die ihnen imaginär 100 Dollar zur Verfügung 1 standen. Demzufolge galt es englischsprachig abzuwägen, welche Schauplätze in Frage kommen.

Reflexion Unsere Schule hatte sich im letzten Jahr zum ersten Mal mit zwei vierten Klassen an der Berlinale beteiligt und konnte so auf einige Erfahrungen zurückgreifen, was das Organisatorische betraf. Die Klasse 5a, in der es sehr oft Konflikte zwischen den Schülern gibt, war sehr stolz, dass sie zum zweiten Mal teilnehmen konnte und benahm sich vorbildlich. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4b und 6a, die zum ersten Mal die Berlinale besuchten, zeigten sich besonders beeindruckt von der festlichen Stimmung und dem direkten Kontakt zu den Filmschaffenden. Sie konnten mit Darstellern sprechen, sich mit ihnen fotografieren lassen und Autogramme geben lassen. Es wurde nicht nur ein Film gesehen, sondern Kino „begreifbar“ gemacht. Diese positive Stimmung wurde in die Schule mitgenommen und hat sich in den anschließenden Unterrichtsprojekten zu den Filmen bemerkbar gemacht. Den Kindern machten nicht nur die Berlinale-Besuche Spaß, sondern auch die Vorbereitung auf die Filme und die spätere Arbeit mit ihnen in der Schule. Die von uns ausgewählten Filme scheinen die Kinder sehr bewegt zu haben. Im Religionsunterricht der 5a, in dem z. Z. über „Wahrheit und Lüge“ gesprochen wird, kommen die Schüler immer wieder auf den Vater aus Arcadia als Beispiel für „Notlügen“ und die Frage „Muss man immer die Wahrheit sagen?“ Die Plakate auf unseren Gängen mit Fotos, Briefen und Ergebnissen der Unterrichtsprojekte werden von den Schülern gerne in den Pausen betrachtet und kommentiert. Unsere Schüler und wir würden uns sehr freuen, auch im nächsten Jahr wieder am Schulprojekt Berlinale teilzunehmen. Isabelle Düring, Anna Muth, Anja Jülicher, Stephanie Keil, Dorett Steinke


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Weitere Ergebnisse We miss you, mom (6a) - Arcadia

Briefe von Greta, Caroline, Nat und Tom aus Arcadia an die Mutter/Frau (Klasse 5a)


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Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

In Szene gesetzt (6a) - Arcadia Kentucky (Greta-Nat, Bonbonklau) – We are kidnapped (Toms Familie von Polizei gestoppt)

„Frauengespräche“ (Greta und Caroline) – „Prügelszene“ (Tom wird gewalttätig)

Swimming pool (Greta – Caroline) – Greta erfährt die Wahrheit (Greta – Tom)


Berlinale Generation 2012 Bericht der Ev angelischen Schule Neukölln / Klassen 4, 5 und 6 Filme: "Arcadia", Regie: Oliv ia Silv er, USA 2012 „Nono“, Regie: Rommel Tolentino, Philippinen 2011 „Patatje Oorlog (Good Chances)„ Regie: Nicole van Kilsdonk, Niederlande / Belgien 2011

A trip to California (6a) – Arcadia


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Berlinale Schulprojekt: der Klasse 3b der Joan – Mirò - Grundschule; Europaschule deutsch/spanisch zu dem Film: KAUWBOY

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Die Schüler malten und bastelten Dohlen.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Vorbedingungen im Schulumfeld und in der Lerngruppe Die Kinder der Klasse 3b besuchen die staatliche Europaschule Deutsch-Spanisch in Charlottenburg. Die Lerngruppe besteht aus 14 Kindern mit Deutsch als Muttersprache und 13 Kindern im Spanisch muttersprachlichen Unterricht. Didaktisch- methodische Überlegungen zum Projekt Wir wollten die Schüler für die Filmfestspiele begeistern und ihnen eine Reihe von Möglichkeiten aufzeigen einen Film „nachzubereiten“. Wir haben uns für den Film „Kauwboy“ entschieden. Die Themenvielfalt in diesem Film gab uns viele verschiedene Ansätze: Beziehungen in der Familie, Freundschaft, Beziehung zu einem Vogel, Gefühle wie: Trauer, Schmerz, Einsamkeit, Liebe. Projektstruktur Die Projektarbeit wurde wie folgt gegliedert: Die Arbeiten wurden überwiegend in den Sprachstunden Spanisch und Deutsch durchgeführt. Wir arbeiteten ca. 4 Wochen an diesem Projekt. • Der Kinobesuch wurde ausgewertet, die Geschichte nacherzählt, die Eindrücke/Emotionen der Kinder besprochen, Bilder zum Film gemalt. • Wir gaben unserem Projekt den Namen: „Miteinander reden“. • In den weiteren Gesprächen zum Inhalt des Filmes wurden vor allem die Konflikte zwischen den einzelnen Personen diskutiert u.ausgewertet. • Der Schwerpunkt der Projektarbeit beinhaltete die Auswahl geeigneter Szenen für ein darstellendes Spiel ( Tischtheater). Außerdem erforschten einige Schüler das Leben und Verhalten der Dohle. Sie ist Vogel des Jahres 2012. • In den weiteren Projektstunden beschäftigten sich die Schüler mit dem Erstellen eines Storyboards. Nachdem sie geeignete Szenen aus dem Film zusammengetragen hatten, entstanden Gruppen von zwei bis drei Schülern. Sie erstellten ihre Storyboards und sammelten Ideen für die entsprechende Kulisse ihrer Szene. Nun begann die Teamarbeit. Es wurden Bilder gemalt, Texte bzw. Dialoge einstudiert und geeignete Materialien gesammelt und gebastelt. • Ein Schüler bereitete eine kleine Präsentation über die Dohle vor. Literatur: „Die Dohle- Vogel des Jahres 2012“ NABU • In einer weiteren Unterrichtseinheit malten alle Kinder der Klasse eine Dohle und gestalteten einen Rabenvogel aus einem Tontopf und Tonzeichenpapier. • Abschluss der Projektarbeit war die Präsentation vor der gesamten Klasse, einigen Eltern und das Erstellen eines Plakates.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Proyecto Berninale Joan Miró Grudschule Clase 3b Área de Español

Objetivos: -

Conocer el trabajo de todas las personas que colaboran para un proyecto en nuestra ciudad.

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Visita al cine para observar la película de Kauwboy.

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Formación de grupos y discusión sobre la importancia que tiene el conversar con los adultos sobre los problemas diarios.

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Lecturas sobre el resumen de los grupos.

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Formar directa de escribir y leer los textos.

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Dibujos de los aspectos importantes para cada alumno sobre la película.

-

Memorizar y actuar sobre los textos resumidos.

-

Elaboración de un periódico mural con los aspectos más importantes reunidos en clase.

-

Recortar y pintar con acuarelas el trabajo.

-

Presentación a otras clases sobre los trabajos realizados.

-

Videos y fotografías en el ritmo de trabajo.

Prof. Julieta Götze

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Proyecto Berninale Clase 3b Tema reflección sobre la película. Nombre______________________ Oscar pequeña historia sobre el grajo 1.-

2.-

Emely Selma y Lucía Corro al puente a despedirlo. Me despido de mi papá sobre el puente como todos los días. Voy caminando por el campo y veo un árbol muy grande. En el suelo veo un grajo que se cayó de su nido y trato de subirlo a su nido Me lo llevo a casa para cuidarlo. Lo tengo que esconder para que mi papá no lo vea. El dice siempre, las plantas y los animales deben estar afuera. Le doy de comer como puedo, hablo como el grajo ¡Cree, cree! para que coma. Le doy cariño, lo quiero mucho. Al final mi pájaro chocó contra mi bicicleta y se murió. Estoy muy triste y enojado. Un buen escondite. Ilan Mi padre no se da cuenta que tengo un pájaro. Llega a casa y corro y lo escondo en el refrigerador. Mi grajo se queda tranquilo dentro de la nevera hasta que pasa el peligro le doy a papá una cerveza depués lo saco del refrigerador.

3.

-Encuentro a una amiga. Iago y santiago Jojo – estoy feliz porque he encontrado una amiga en el waterpolo. Hacemos una pausa para jugar de nuevo . Nos sentamos en una banca, el maestro nos llama y Yenthe guarda su pega su chicle azul debajo de la banca y salta al agua. Jojo , cojo el chicle y lo mastico y salto al agua, buceo y hago una gran bomba con el chicle. Quiero mucho a mi amiga.

4.-

Problemas de comunicación. Valerie y Luca. Estamos sobre el puente y escupimos a la carretera, donde pasan los autos. Se oye, ¡Se lo que pasó con tu madre!. Respondo ¡Y qué! Tu madre está muerta. Me enojo mucho y le pego a Yenthe con mucha fuerza.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Ella responde también y le pega. Corro hacia mi casa donde esta mi amigo grajo. Después voy a la casa de Yenthe y la observo por la ventana. No se que hacer. 5. - Estoy muy triste. Ilan Jojo- No regreso a casa me quedo a dormir en el vagón , mi papá me busca Subo a mi bicicleta y busco a mi grajo. Lo encuentro volando en el cielo. Se acerca demasiado a la bicicleta y lo mato. Necesito hablar con alguien. 6.- ¿Qué puedo hacer? Niklas y Luciano Estoy sobre el puente mi mejor grajo ha muerto, miro hacia abajo mi padre está en camino de su trabajo, cojo una gran loza y estoy muy enojado y triste , quiero tirarla al coche. Miro al cielo veo miles de grajos, entonces corro hacia el bosque. Mi padre me persigue me alcanza y al final nos abrazamos. Enterramos a mi pájaro. Nos queremos mucho y nos comunicamos.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Abschließende Bewertung zum Filmprojekt Der Film “Kauwboy” war für eine dritte Klasse recht anspruchsvoll. In den Gesprächen wurden die Konflikte zwischen Jojo und seinem Vater thematisiert und aufgegriffen.Trotz vieler Probleme, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Hauptdarstellern und dem plötzlichen Verlust der jungen Dohle war für die Kinder der Ausgang des Filmes sehr wichtig: Jojo und sein Vater sind wieder eine richtige kleine Familie, die Freude am Leben haben.

“Sie reden wieder miteinander.” Den Schülern der Klasse 3b hat das Filmprojekt sehr gut gefallen, sie waren motiviert, entwickelten eigene Ideen und Kreativität bei der Umsetzung ihrer Arbeiten. Besonders beeindruckend war für sie die Begegnung mit dem Regisseur und dem Produzenten nach dem Film. Sie stellten viele Fragen, vor allem zu den Dreharbeiten mit den Dohlen und den Hauptdarstellern.. Die Begeisterung für die Filmfestspiele in Berlin wurde bei vielen Schülern unserer Klasse geweckt.

Team der Kl. 3B der Joan- Mirò- Grundschule ____________________________________________________________________________________________________ Seite: 7


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

“Der Vater kommt- Jojo versteckt seine Dohle im Kühlschrank.”

„Jojo ist wütend auf seinen Vater und spielt mit seinen Soldaten.“

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

„Die Dohle- Jojos bester Freund“

„Jojo steht auf dem Tisch, er singt für seine verstorbene Mutter ein Lied zum Geburtstag.“

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

„Die Dohle wird auf einer Wiese begraben.“

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Szene: „Der Vater liegt unter seinem Auto und Jojo erzählt ihm von einem „Freund“, der eine Dohle gefunden hat.“

Szene:“ Jojo zeigt Yanthe seine Dohle und plötzlich kommt der Vater.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Szene: „ Jojo im Schwimmverein“

Szene: “Jojo, Yanthe und der Vater im Kinderzimmer“

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 3b Film: „KAUWBOY“, Regie: Boudewijn Koole, Niederlande, 2012’ _________________________________________________________________________________

Szene: „Jojo und sein Vater beim Kräftemessen im Wohnzimmer“

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

62. Internationale Filmfestspiele Berlin Generation Berlinale Schulprojekt: der Klasse 4b der Joan Miro Grundschule; Europaschule deutsch/spanisch zu dem Film: Gattu

Indien 2011, 80 Min, Hindi, Empfohlen ab 7 Jahren, REGIE: Rajan Khosa DARSTELLER: Mohammad Samad, Naresh Kumar Bhura Synopsis: „Am Ende siegt die Wahrheit“, das ist das Motto der Schule in Gattus Stadtteil. Für die Schule ist Gattu zu arm, und mit der Wahrheit nimmt er es nicht so genau. Er wohnt und arbeitet hart auf dem Schrottplatz eines Mannes, den er „Onkel“ nennt. Der hat ihn vor Jahren von seinem kranken Vater gekauft. Immer neue Ausreden muss sich Gattu einfallen lassen, um Zeit für das Drachensteigen zu gewinnen, seine große Leidenschaft. Tag für Tag tobt ein Wettkampf unter den Kindern. Kali nennen sie den rätselhaften schwarzen Drachen, der die Lüfte beherrscht. Keiner weiß, wem er gehört. Wenn Gattu mit seinem Drachen Kali besiegen will, muss er auf den höchsten Punkt der Stadt. Das ist ausgerechnet die Dachterrasse der Schule. Gattu schleicht sich dort ein und übernimmt mit haarsträubenden Lügengeschichten das Kommando über eine kleine, aber entschlossene Truppe von Schülern. Es kommt zum dramatischen Endkampf am Himmel, in dem sich Gattu trickreich entscheidende Vorteile verschafft. Den wirklichen Erfolg jedoch erringt er, als sich wegen der Freundschaft zu seinen neuen Kameraden die Wahrheit offenbart.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Vorbedingungen des Schulumfeldes und der Lerngruppe: Schulumfeld: Die staatliche Europaschule Deutsch-Spanisch, Joan Miro Grundschule, liegt in Charlottenburg direkt unterhalb des Sauvignyplatzes zwischen Bleibtreustraße und Knesebeckstraße. Die Schülerschaft unterliegt keinem Einzugsgebiet, da die Sprachkompetenz für Deutsch und Spanisch ausschlaggebend ist für einen Schulbesuch dieses Schultypes. Es handelt sich um eine gebundene Ganztagschule, an der die Schüler bis 16:00 Uhr bleiben. Der Unterrichtstakt beträgt 40 Minuten. Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassenstufen haben jeden Tag eine verlängerte Mittagspause (Mittagsband). Danach findet an 2 Tagen noch Unterricht statt, an den anderen Tagen Freizeitangebote durch Erzieher/innen, auf Deutsch und auf Spanisch. In jeder Klasse ist etwa die Hälfte der Kinder Deutsch-Muttersprachler mit Spanisch als Zweitsprache und die andere Hälfte sind Spanisch-Muttersprachler mit Deutsch als Zweitsprache. In letzterer Gruppe sind in der Regel viele Kinder, die beide Sprachen auf gleichem Niveau beherrschen, aber auch Kinder, die im Laufe der Schulzeit nach Deutschland kommen und diese Sprache erst noch lernen müssen. Der Sprachunterricht ist ab der 1. Klasse unterteilt in zwei Lerngruppen, die parallel unterrichtet werden. Die Kinder werden in ihrer Muttersprache von Spanischmuttersprachlichen Lehrern/innen alphabetisiert und lernen die Partnersprache dazu im gleichen Stundenanteil wie die Muttersprache. Außer dem Sprachunterricht werden im Klassenverband Fächer wie Vorfachlicher Unterricht (Sachkunde) ausschließlich in Spanisch unterrichtet, Sport, Musik und Kunst wahlweise auf Spanisch oder Deutsch. Mathematikunterricht findet ausschließlich auf Deutsch statt. Die Kinder kommen vorwiegend aus Familien mit bildungsorientiertem Hintergrund. Sie haben größtenteils beide Sprachen in der Familie vertreten oder durch längere Aufenthalte in spanischsprachigem Ausland entsprechende Sprachkenntnisse. Da die Anzahl der spanischsprachigen Länder im außereuropäischen Teil der Erde recht groß ist, sind entsprechend viele Länder und Kulturen bei uns vertreten, auch bei den Lehrern/innen. In der 4b unterrichtet Sra. Angie Ulloa als Klassenlehrerin den spanisch-sprachigen Unterricht in Sprache, Sachkunde und Sport und ich, Christina Weinandt-Melgarejo, unterrichte Deutsch als Muttersprache und Partnersprache und Musik. Mathematik und Kunst werden von zwei weiteren Kolleginnen unterrichtet. Unterrichtsbegleitend unterstützen uns die Erzieherin Ria Trenkmann und der Erzieher Diego. Lerngruppe: die Gruppe besteht aus 13 Kindern im Spanisch-muttersprachlichen Unterricht und aus 12 Kindern mit Deutsch als Muttersprache. Die Gruppe ist sehr heterogen, sodass teilweise differenziert unterrichtet werden muss. Die Kinder sind seit der 4. Klasse an Wochenplanarbeit gewohnt. Durch einige Projekte, die durchgeführt wurden, haben die Kinder bereits gelernt in Kleingruppen und Partnerarbeit zu arbeiten, auch bei vorgegebenen Gruppenzusammenstellungen. Ein großer Teil der Kinder kann selbständig zu gewählten Themen Arbeitsschritte planen und organisieren, einige benötigen mehr Anleitung und Unterstützung. Insgesamt herrscht eine gute Arbeitsbereitschaft und Motivation zu themenorientierter Projektarbeit.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Didaktisch-Methodische Vorüberlegungen: Da ich erst seit Beginn dieses Schuljahres mit dieser 4. Klasse arbeite, konnte ich auf keinerlei Kenntnisse bezüglich der Arbeit mit Filmen zurückgreifen. Für die Kinder war es die erste Begegnung mit dem Medium Film als Unterrichtsgegenstand. Die Kinder lernten fast alle mit unsern Kinobesuchen die Berlinale zum ersten Mal kennen. Somit war es eine neue und für die meisten Kinder nachhaltige Erfahrung und ein besonderes Kinoerlebnis. Die Kinder waren auf den Ablauf vorbereitet und haben sich rasch getraut, nach den Vorführungen Fragen an die Filmcrew zu stellen. Um zu verhindern, dass die Geschichte des Filmes ‚an den Kindern vorbeirauscht’, wurden 2 Kinobesuche geplant. Die Kinder erhielten für den 2. Kinobesuch spezifische Aufgaben, um die Konzentration zu fördern. Durch das mündliche Nacherzählen der Geschichte, wurden die Inhalte gefestigt und einzelne Themenschwerpunkte herausgearbeitet. Vertieft wurden die Themen durch das schriftliche Nacherzählen einzelner Szenen des Films. Die Themen wurden zum Schwerpunkt der weiteren Arbeit. Die Aufforderung an die Kinder, sich in Gruppen eigene Geschichten auszudenken, sollte ihnen die Möglichkeit geben, eigene Vorstellungen zu entwickeln und einzubringen. Dabei konnten sie auch lernen zu recherchieren um Fragestellungen weiterzuentwickeln und zu klären. Für die Umsetzung der eigenen Geschichten in Spielszenen sollte ein Storyboard erstellt werden. Dazu musste die Erzählperspektive verlassen werden und die Handlung in Bilder und Dialoge umgesetzt werden. Diesen Prozess sollten die Kinder gemeinsam vollziehen und gestalten, dabei lernten sie, sich mit Inhalten und Sprache auf andere Art als bisher auseinanderzusetzen. Ein weiterer Prozess war das Proben und Ausarbeiten der Szenen. Die Gestaltung einer Rolle, die Interaktion mit anderen Akteuren fordern die Kinder auf eine ganz andere Art als der gewohnte Unterricht, sie machen neue Erfahrungen mit sich und den Mitspielern, sie setzen sich mit Klassenkameraden auf eine neue Art auseinander. Da ich hier auf die Unterstützung eines Fachmannes (Schauspieler und Professor für Schauspiel: Michael Hornig) bauen konnte, habe ich mich überhaupt nur getraut, eigene Szenen mit den Kindern zu entwickeln. Ich habe keine theaterpädagogische Ausbildung, habe einige Erfahrung in der Gestaltung von Musiktheater im Musikunterricht, aber keine Erfahrung mit Theaterspielen. Somit wäre dieser Teil des Projektes nicht ohne die fachliche Unterstützung von Michael Hornig möglich gewesen. Die Begegnung und gemeinsame Arbeit der Kinder mit Herrn Hornig stellte eine weitere, wichtige Erfahrung für die Kinder dar.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Ablauf: 1. Nach zweimaligem Sehen des Filmes wurde die Geschichte besprochen. In beiden Sprachen (in Form von bilingualem Unterricht) wurde in Form von Stichworten ein roter Faden für den Inhalt erstellt. 2. Die im Film angesprochenen Themen wurden herausgearbeitet: Kinderarbeit, Kinderarmut, Familie, Ziele im Leben verfolgen, Freundschaft, Kinderrechte 3. Jedes Kind der Klasse hat sich eines der Themen ausgewählt und eine dazugehörige Szene aus dem Film beschrieben (in der jeweiligen Muttersprache). 4. Jetzt wurde im muttersprachlichen Unterricht (deutsch und spanisch) weitergearbeitet. Danach ordneten sich in den jeweiligen Sprachgruppen die Kinder den gewählten Themen zu, um sich eine eigene Geschichte zu dem Thema der Gruppe auszudenken. Es bildeten sich in jeder Sprachgruppe 3 Untergruppen, die sich eine eigene Geschichte ausdachten und aufschrieben. Die gewählten Themen waren vorwiegend Kinderarbeit und Kinderarmut und Familie. 5. Danach sollten aus den Geschichten Spielszenen entwickelt werden. Dazu schrieben die Kinder ihre Geschichte um in storyboards um eine Vorstellung zu entwickeln, wie die Geschichte in Szenen umgesetzt werden kann. 6. Nun begannen der praktische Teil der Proben und die Ausarbeitung der Szenen aus den jeweiligen Geschichten. Dies geschah mit Unterstützung des befreundeten ehemaligen Theaterschauspielers und Professors für Schauspiel an der Universität Salzburg, Michael Hornig. Mit seiner Hilfe wurden aus den Geschichten der Kinder kurze Szenen entwickelt und geprobt, zuerst in der Muttersprache, dann in der jeweiligen Partnersprache. Wir Lehrerinnen begannen mit den Szenen in der jeweiligen Muttersprache und Michael Hornig hat sie dann mit den Kindern ausgearbeitet, umgearbeitet und den jeweiligen Kern der Geschichte darstellbar gemacht. Dazu wurden manche Geschichten stark verändert und weiterentwickelt oder auch auf eine Kernaussage reduziert. Da sich zwei Gruppen das gleiche Thema mit ähnlicher Handlung in den beiden Sprachgruppen ausgedacht hatten, wurden diese Gruppen zusammengelegt und die Kinder gestalteten gemeinsam eine Szene. Insgesamt entstanden somit 5 Szenen. 7. Dann wurde geprobt und geprobt und geprobt………………………… Für die Gruppen, die nicht probten, gab es Angebote mit Informationen zu verschiedenen Berufen der Filmindustrie in Form von Skripten oder Internetarbeit www.kinderfilmwelt.de/filmstudio 8. Die Film-AG der Schule unter der Leitung eines Mitarbeiters aus Argentinien, Sebastian Mira, hat mit einigen Schülern und Schülerinnen die einzelnen Szenen aufgenommen und bearbeitet. 9. Eine Aufführung der Szenen für die Eltern der Klasse ist nach den Osterferien geplant.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Projektstruktur: Die Projektarbeit wurde in den Sprachstunden Deutsch und Spanisch realisiert. Das sind für jede Gruppe 12 Wochenstunden (6 Stunden in der jeweiligen Muttersprache und 6 Stunden in der jeweiligen Partnersprache). Der Zeitraum umfasste ca. 6 Wochen. Erste Woche: 1. Der erste Kinobesuch diente dem Kennenlernen der Geschichte und einem ersten Eindruck. Der zweite Kinobesuch diente • der Festigung der Inhalte, • dem Achten auf Details in ausgewählten Szenen • Entwicklung der Hauptcharaktere des Filmes, vor allem Gattus. 2. Eine erste Auswertung der Kinobesuche fand statt: die Geschichte wurde in beiden Sprachen nacherzählt, Schlüsselwörter gesammelt und mit Hilfe von Stichworten als roter Faden zusammengestellt. Zweite Woche: 1. Herausarbeiten der im Film angesprochenen Themen wie: Freundschaft, Familie, Kinderarmut/arbeit, Ziele verfolgen, Kinderrechte, 2. Ausgewählte Szene des Filmes „Gattu“ zu einem der Themen beschreiben; Dritte Woche: 1. Eine eigene Geschichte in einer Gruppe zu dem gewählten Thema entwickeln; 2. Bearbeitung eines Arbeitsblattes zur Charakterisierung einer der Hauptfiguren; Vierte Woche: 1. Storyboard zur Geschichte in der Gruppe entwickeln; 2. Entwicklung der Szenen und Proben in der Muttersprache; Fünfte Woche: 1. Weitere Proben und Arbeit an den Szenen, auch in der Partnersprache; 2. Redaktion und Reinschrift der Storyboards. Sechste Woche: 1. Weitere Probenarbeit mit den Szenen; 2. Entscheidung für Requisiten; 3. Proben und Aufnahme in der Mutter- und Partnersprache; Auswertung: Die Arbeit an dem Projekt hat den Kindern insgesamt viel Freude bereitet. Sie konnten in unterschiedlicher Form bei der Gruppenarbeit ihre Interessen und Fähigkeiten einsetzen, auch die der mitarbeitenden Kinder kennen zu lernen, was durchaus auch zu Auseinandersetzungen geführt hat, die es gemeinsam zu lösen galt. Die Gestaltung der Storyboards hat die Kinder veranlasst, eine andere Sicht auf die Geschichte einzunehmen, damit sie zur Szene umgestaltet werden kann. Die Handlung musste in Dialoge und Regieanweisungen umgewandelt werden, die Erzählerperspektive musste verlassen werden. Dieser Prozess fiel vielen Kindern nicht leicht, hier bedurften die einzelnen Gruppen der Unterstützung und Begleitung durch uns Lehrerinnen und den begleitenden Erziehern. 5


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Die Verteilung der Rollen und Aufgaben in den Gruppen waren danach zu klären, diese Entscheidungen sind konfliktträchtig, hier galt es Kompromisse auszuhandeln und Entscheidungen herbeizuführen. Dieser Prozess war eine wichtige Entwicklung für die Kinder. Wichtig war die Begleitung durch uns Lehrerinnen, Lob und Bestätigung für Gelungenes, aber auch die Diskussion der auftretenden Probleme und Hilfen bei der Erarbeitung von Lösungen. Dann ging es ans Spielen. Da diese Klasse kaum Erfahrung damit hatte, war dies eine neue Herausforderung. Einige Kinder hatten wenige Probleme und handelten sehr spontan und konnten sich auf die Rolle einlassen, andere hatten Hemmungen zu überwinden und mussten überredet werden mitzumachen. Die Vorgabe bei der Entwicklung der Szenen war, dass alle Kinder der Gruppe eine Rolle bekommen müssen, somit war klar, dass kein Kind ausgeschlossen wurde oder sich entziehen konnte. Durch die Zusammenarbeit mit Michael Hornig hatten die Kinder Gelegenheit, einen außerschulischen Theaterfachmann kennen zu lernen. Die intensive Arbeit in den kleinen Gruppen was sicherlich eine besondere Erfahrung, die die schulische Arbeit belebte und erweiterte. Das zeigte sich in der Begeisterung der Kinder und deutlichen Vorfreude auf die Probenarbeit mit ihm. Außerdem ist das Einbeziehen von außerschulischen Fachleuten eine gute Möglichkeit für uns Lehrerinnen dazuzulernen und unsern Blick auf die Kinder zu erweitern - und das macht auch Spaß. Die fertigen Szenen sind ein schönes Arbeitsergebnis, und zeigen, dass sich dieser Prozess gelohnt hat, sie machen hoffentlich auch den Zuschauern Freude. Da meine Kollegin und ich gerne Projektarbeit machen, schätzen wir den Umgang in diesen Phasen mit den Kindern, die sich dabei mit neuen Fähigkeiten ausprobieren und zeigen können. Auch wenn die Arbeitsphasen intensiv und anstrengend sind, ist eine zeitliche Begrenzung der Arbeit sinnvoll. Um das vorgegebene Ziel zu erreichen, mussten wir den gesamten Sprachunterricht für die Projektarbeit einplanen.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Bei der Arbeit:

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Bei den Proben:

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Aus dieser Geschichte wurde das darauf folgende Storyboard: Eine arme indische Familie Die drei Geschwister Leonardo, Fritz und Shera wohnen mit ihrer Mutter im Norden von Indien in einem Dorf an einem See der 200 Meter vom Haus entfernt ist. Sie gehen jeden Morgen zum See um Wasser holen weil sie es sich nicht leisten können es im Geschäft zu kaufen. Ihre Mutter arbeitet bei einem Fischhändler und verdient 20 Rupien pro Monat womit sie sich und ihre Kinder versorgen kann. Eines Tages wurde ihre Mutter (Sara) krank und konnte nicht zur Arbeit gehen. Als sie nach einem Monat immer noch nicht gesund war und nicht zur Arbeit gehen konnte, machten sie sich langsam Sorgen, dass sie eine unheilbare Krankheit hätte. Sie fragten ihre Mutter ob alles okay wäre .Doch sie sagte nur: ,,Geht, geht ihr müsst arbeiten, sonst haben wir bald gar nichts mehr zu essen.“ Doch die Kinder wollten sie nicht allein lassen, deshalb beschlossen sie, dass immer zwei arbeiten und einer auf ihre Mutter aufpassen sollte. Und das taten sie. An diesem Tag gingen sie früh ins Bett, um morgen früh aufzustehen. Doch am nächsten Morgen fanden sie ihre Schwester nicht mehr. Sie suchten und sie suchten, doch sie fanden sie nicht. Sie fragten ihre Mutter, ob sie Shera gesehen hätte. Doch die Mutter sagte: „Nein, ich hab sie auch schon gesucht, aber nicht gefunden.“ Sie machten sich alle Sorgen um sie. Sie suchten alles ab bis zum Abend und sie fanden sie immer noch nicht. Auf einmal sagte Fritz: „Es gibt keine Hoffnung mehr.“. Da machte es plötzlich „Buh!“ und Shera sprang aus einem Busch. Alle erschraken sich und sagten wie aus einem Mund: Shera, wo hast du gesteckt?“ Als sie die Geschichte erzählte, wurde ihre Mutter so wütend auf Shera, dass sie sie schlug. Doch Shera bückte sich und die Mutter traf Leonardo und Fritz. Darüber war sie so böse, dass Shera Hausarrest bekam. Sie sind spät eingeschlafen. Am nächsten Morgen war Shera wieder verschwunden und alle dachten, es wäre wieder ein Streich. Aber als sie dieses Mal ihre Mutter fragten, antwortete sie ungewöhnlich. Sie sagte: „Äh, äh, ich weiß es nicht. Sie macht bestimmt wieder einen Streich, oder?“ Fritz und Leonardo machten sich zum ersten Mal Sorgen um ihre kleine Schwester. Sie suchten zwei Tage und fanden sie immer noch nicht. Am nächsten Tag rannten sie zu allen Geschäften der Stadt. Als sie eine Stunde später fast alle Geschäfte durchsucht hatten und das letzte Geschäft erreicht hatten, sahen sie nicht mehr genau hin weil sie langsam gelangweilt waren von dem vielen hin- und herschauen. Doch auf einmal sagte Leonardo: „Das ist schon der letzte Laden und wir haben sie immer noch nicht gefunden!“ „Stimmt,“ antwortete Fritz „aber sieh doch mal, da ist sie ja!“ „Wir brauchen etwas, um die Aufpasser abzulenken. Dann können wir zu Shera gehen und ihr sagen, dass wir sie befreien.“ sagte Leonardo. Doch Fritz hatte schon einen Plan und sagte: „Leonardo, du gehst rein, die Aufpasser ablenken und ich gehe zu Shera und befreie sie.“ „Okay“, sagte Leonardo. „Jetzt fangen wir an.“ Leonardo schaffte es fast nicht, weil die Aufpasser sagten, dass sie verpflichtet sind, auf die Kinder aufzupassen. Aber Leonardo sagte: „Mein Freund Fritz passt auf die Kinder auf“. „Okay“ sagten die Aufpasser. In dieser Zeit schaffte Fritz es, Shera zu befreien.

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 4b Film: "Gattu", Regie: Rajan Khosa, Indien 2011

Sie rannten schnell nach Hause. Nach einiger Zeit kam auch Leonardo und berichtete, was die Aufpasser alles gesagt hatten. Sie sagten, dass sie immer das Geld bekommen, worüber sie sich sehr freuten und so weiter. Fritz bekam einen Schock. Er wusste noch nicht, wie schlimm es ist, Kinderarbeit zu machen. Sie mussten sich aber mit Shera verstecken, weil die Mutter nicht wusste, dass Shera wieder zurück ist und kein Arbeitsgeld mehr bekommt. Sie machten es so, dass Shera sich immer in dem Busch verstecken sollte, wo sie sich das letzte Mal versteckt hatte und Leonardo und Fritz brachten ihr jeden Tag etwas zu essen. Doch am Ende des Monats, als Shera immer noch nicht das Geld gebracht hatte, wurde sie langsam misstrauisch. Sie ging in den Laden und fragte, warum ihre Tochter noch nicht nach Hause gekommen sei. Die Aufpasser antworteten. „Wir wissen nicht, wo sie ist.“ Die Mutter suchte überall im Laden und bei sich zu Hause. Dann kam ihr die Idee, dass sie in dem Versteck nachschauen könnte, wo sich Shera bei ihrem Streich versteckt hatte. Sie guckte nach und sah ihre Tochter schlafen. Sie war böse auf sie und versuchte sie zu wecken. Shera blinzelte ihrer Mutter ängstlich ins Gesicht. Sie sagte: „Was hast du hier zu suchen, ich dachte, du arbeitest fleißig und bringst uns das Geld! Stattdessen machst du es dir im Gebüsch gemütlich und wer gibt dir immer das Essen? Du wärst doch längst verhungert.“ Shera antwortete: „Es tut mir leid, Fritz und Leandro haben mich befreit und mir immer Essen gebracht.“ Sara schimpft: „Na, die Beiden werden aber richtig was erleben!“ „Nein“, sagte Shera, „Das kannst du nicht machen, sie haben mich befreit!“ „OK, wir werden ja sehen“, sagte die Mutter und ging mit Shera ins Haus. Diese bekam Hausarrest und musste ihrer Mutter jeden Tag im Haus helfen. Als Fritz und Leandro sie sahen fragten sie: „Warum muss Shera arbeiten?“ Die Mutter antwortete: Sie hat gesagt, dass sie an allem schuld ist und ihr sollt nicht arbeiten müssen:“ Die beiden entgegneten: „Wir helfen ihr, wir haben sie doch befreit, ohne uns hätte sie doch gar keine Strafe bekommen! Wir helfen ihr, wir wollen nicht, dass sie alles alleine machen muss!“ „Aber es ist viel Arbeit, fünf Monate ist eine Menge Zeit!“ sagte die Mutter. Die Brüder sagten:“ Trotzdem helfen wir ihr, egal wie viel Arbeit es ist!“ „Na gut, wie ihr wollt“ entgegnete die Mutter. Sie halfen ihrer Schwester die ganzen fünf Monate, es war wirklich viel Arbeit, aber sie taten es für ihre Schwester, das war wirklich sehr brüderlich. Nach fünf Monaten waren sie froh, dass die Zeit vorbei war. Es war ihnen eine Lehre und sie machten so etwas nie wieder. Sie hatten Glück, dass ihre Mutter wieder gesund wurde und wieder arbeiten gehen konnte. Und so führten sie am Ende ein glückliches Leben!

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Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Josefina Lleonart Bettina Burkhardt

Joan-Miró-Grundschule / Europa-Schule Deutsch/Spanisch

Bericht zum Unterrichtsprojekt Berlinale 2012. / 62. Internationale Filmfestspiele Isdraken – The Ice Dragon Schweden, 2012, 77 min, schwedisch Regie: Martin Högdahl Nach einem Roman von Mikael Engström Darsteller: Philip Olsson, Feline Anderrsson, Vincent Grahll Hampus Andersson William Nordberg, Malin Morgan, Per Bolander Sektion: Generation Kplus

Mik ist ein elfjähriger Junge aus einem Stockholmer Kiez. Am Anfang des Filmes erfahren wir von seinen familiären Problemen: Niks Mutter ist tot und er wächst bei seinem Vater auf, einem ehemaligen Rocker, der außerdem noch Alkoholiker ist. Tony, den älteren Bruder, liebt Mik über alles; zusammen haben sie viel Spaß. Neben seinen schulischen Verpflichtungen, versucht Mik den Haushalt zu meistern und seinen Vater zu versorgen. Doch diese „Ordnung“ erweist sich als sehr zerbrechlich. Als Tony wegen Überfalls und Diebstahls festgenommen wird, interveniert das Jugendamt. Vorübergehend muss Mik zur Tante Lena, die im Norden Schwedens ein etwas schrilles Leben führt. Der Anfang im kleinen Dorf Selet ist hart. Am liebsten würde Mik gleich abhauen. Der Film zeigt uns seine Schwierigkeiten, kleine Alltagsfreuden und auch einige ungewöhnliche Abenteuer in der neuen Umgebung. Die Freunde, die er allmählich bekommt, begleiten ihn durch Dick und Dünn. Zusammen versuchen sie, die Entscheidung des Jugendamtes, ihn in einer Pflegefamilie unterzubringen, zu trotzen. Das Ende lässt uns glauben, dass Freundschaft stark genug machen kann, um allen Widrigkeiten standzuhalten. Trotzdem bleiben viele Fragen über Miks Zukunft offen.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Unsere Klasse 6b Unsere Schule ist Standort der Staatlichen Europa Schule Berlin mit der Sprachkombination Deutsch/Spanisch. Die Schüler werden in den Sprachstunden getrennt nach Mutter- und Partnersprache unterrichtet. Außerdem werden die Fächer Naturwissenschaften, Geographie und Geschichte auf Spanisch unterrichtet. Die Klasse besteht aus 25 Schülern und Schülerinnen, die hoch motiviert waren und sich sofort bereit zeigten, auch an einem Samstag zur Berlinale zu gehen, da die Erfahrung vom Vorjahr sehr positiv war.

Didaktisch-methodische Überlegungen zum Film „Isdraken“ Der Film enttäuschte die Erwartungen nicht und erwies sich als sehr geeigneter Ausgangspunkt für Gespräche über Probleme und Besorgnisse. Alle Kinder waren beeindruckt von der Geschichte, vor allem von der witzigen Art und Weise der Darstellung. Sie empfanden große Empathie für Mik und konnten sich in seine Situation versetzen. Mit dem offenen Ende konnten sich viele Kinder jedoch nicht abfinden, denn was nicht gelöst ist bleibt beunruhigend. Die Durchführung eines Projekts erwies sich jedoch als nicht so leicht, da die Deutschlehrerin den Film nicht gesehen hatte und es aus organisatorischen Gründen fast unmöglich war, gemeinsame Projektstunden durchzuführen. Deswegen wurde die Arbeit über den Film zum größten Teil in den Fachunterricht eingebettet. Vorbereitung und Organisation: Im Vorfeld haben die Schüler den Film im Erzählkreis kommentiert und ausgewertet. Wir sammelten alle Ideen in einer Mindmap und überlegten verschiedene Vorgehensweisen. Aus den Vorschlägen wählten die Schüler die Themen, die die meisten interessierten: • •

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Freundschaft. Miks Situation ist am Anfang ziemlich verzweifelt. Was ihm neue Kraft gibt, ist Menschen zu finden, die ihn annehmen und zu ihm halten. Der Wal als Symbol für Zusammenhang und Gemeinschaft. Wale üben eine große Faszination auf viele Schüler aus. In einer der ersten Szenen, besucht Mik das Naturkundemuseum und unterhält sich mit einem älteren Herrn über den Gesang der Wale. Seine Erklärungen begleiten Mik wie ein roter Faden im ganzen Film. Er ist davon überzeug, die Wale hören zu können. Skandinavien. Einige Schüler wollten gern mehr über den Norden Europas erfahren. Das ungelöste Ende.

Durchführung Die Arbeiten fanden meist im Fachunterricht statt: • Deutschunterricht: Vertiefung des Inhaltes und Analyse der Geschichte unter Verwendung verschiedener Textgattungen. • Spanischunterricht: Analyse der Figuren des Filmes und deren Beziehungen zueinander. • Geographie: Nordeuropäische Länder näher kennen lernen.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Methodisch wurde der Film durch folgende Aktivitäten erarbeitet: • Im Deutschunterricht wurden Texte verfasst. Je nach Interesse, konnten die Schuler ein Interview mit einer Figur des Filmes entwerfen, einen Meinungsartikel schreiben oder ein fiktives Ende erfinden. Im Vorfeld wurden die Eigenschaften der 3 verschiedenen Textarten erörtert. Für jede wurde ein Raster entwickelt, damit die Schüler ihre Texte selbst überprüfen konnten. • Der Spanischunterricht zentrierte sich auf das Gespräch über die Meinung der Schüler und deren Gefühle bei den verschiedenen Situationen der Geschichte. Mit Ausnahme von zwei Unterrichtsstunden, in denen wir die Symbolik von Tieren in Redewendungen und Sprichwörtern der spanischen Sprache untersuchten, verlagerte sich die Arbeit im Bereich des Sozialen Lernens spontan: Die Rolle von Freundschaft, Zuneigung, Unsicherheit und Angst im Film so wie im reellen Leben wurde zum Hauptthema. Die Schüler analisierten die Gefühle der Figuren im Film und deren Beziehungen und stellten ihre Ergebnisse auf einem gemeinsamen Plakat dar. Das Gespräch über Gefühle endete mit dem spanischen Hörtext El hombre de otra galaxia, von Carlos-Guillermo Domínguez, der gewisse Parallelen zum Ende des Filmes erweist. Wir gestalteten es als Fantasiereise. • Der Geographieteil musste aus Zeit- und Organisatorischen Gründen reduziert werden. Eine Gruppe sammelte die wichtigsten Angaben über Schweden und stellte sie der Klasse vor. Da wir gerade beim Thema Klima waren, widmeten wir besondere Aufmerksamkeit dem Klima und der Vegetation Nordeuropas. Das Klimadiagramm als Darstellungsform von Daten wurde eingeführt.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Einige Ergebnisse der Schüler Deutschunterricht – verschiedene Textarten kennen lernen/ Texte verfassen Der Schüler Emilio arbeitete die Textart Interview. Er sprach mit dem Vater von Mik Der Vater von Mik wohnt in Stockholm (Schweden) in einer kleinen Wohnung. Im Raum, in dem ich ihn treffe, stehen ein Schlagzeug, viele Bierflaschen und an der Wand hängt ein Plakat seiner früheren Band. Er bittet mich freundlich, mich an einen Tisch zu setzen. Dann fragt er mich, ob ich was trinken will, aber ich lehne ab. Ich fange an, ihn abzufragen. „Was halten Sie von ihrem Sohn Mik?“ „Ich finde es traurig, dass man Mik in seiner früheren Schule wegen seiner großen Ohren diskriminiert hat. Ich finde es toll, dass er ziemlich selbstständig ist, aber es kam traurigerweise durch meinen früheren Zustand zu seiner Selbstständigkeit.“ „Was meinen Sie mit ihrem „früheren Zustand“?“ „Früher war ich alkoholabhängig.“ „Ihr Vater war ja selber Alkoholiker. Sie selber sahen, was für Folgen das hatte und trotzdem wurden Sie dann Alkoholiker. Wie kam das?“ „Durch den Tod meiner Frau wurde ich tieftraurig. Ich versuchte die Trauer im Alkohol zu ersäufen.“ „Kurz nach dem Tod ihrer Frau sind sie ja aus ihrer Band gegangen. Warum?“ „Ich wurde immer betrunkener und irgendwann wollten sie mich nicht mehr in der Band haben.“ „Statt Alkoholiker zu sein hätten Sie in der Band weiterspielen können, was Sie wahrscheinlich ablenken könnte. Wäre das nicht eine bessere Variante gewesen?“ „Meine liebevolle Frau konnte ich nicht vergessen. Ich werde nicht weiter darüber reden.“ „Noch eine letzte Frage. Was empfinden Sie im Wissen, dass ihr älterer Sohn Tony klaut?“ „Es ist traurig, dass er sich zum Schlechten gewandt hat, aber man lernt aus Fehlern. Vielleicht ist er nach der Haft ein netter Mann.“ Jetzt, da ich geendet habe, räume ich mein Aufnahmegerät weg. Miks Vater bittet mir überraschenderweise was zu essen an, nach diesem nicht ganz gut gelaufenen Interview. Diesmal nehme ich an. Nach einem netten Essen, verabschieden wir uns.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Simon lieferte folgenden Kommentar Ich schreibe mein Kommentar über das Ende eines schwedischen Filmes namens Isdraken. Der Film handelt von einem Jungen namens Mik, der Probleme mit seinem Vater und mit seinem Bruder namens Tony hat. Tony muss für ein Jahr ins Gefängnis und Mik kann nicht mit seinem Vater leben, da er Alkoholiker ist. Mik muss für kurze Zeit bei seiner Tante wohnen, bis das Jugendamt eine Pflegefamilie gefunden hat. Am Ende aber weiß man nicht so richtig, was dann mit dem Vater passiert oder mit Tony, dem Bruder von Mik. Auf der einen Seite ist es gut für die Leute, die ein bisschen kreativ sein wollen und sich das Ende ausdenken können. Aber andererseits finde ich hätte man das Ende „runder“ machen können. Vielleicht auch nur sagen, was mit Tony passiert. Aber, sollte man das Ende wirklich so offen lassen? Ich finde, dass das nicht so gut gemacht ist. Wenn das Ende unklar bleibt, wie soll man sich damit auseinandersetzen? Bei einem „runden“ Ende lässt sich eben viel besser reden und diskutieren. Dann wird es doch erst richtig interessant. Sonst nicht, oder? Paul verfasste ein Kommentar mit Hintergrundinformationen Mik lebt anfangs bei seinem betrunkenen Vater und seinem sehr netten Bruder Tony. Er vergleicht sich mit einem Wal. Als sein Bruder verhaftet wird und er zu seiner Tante ziehen muss, ist er sehr bekümmert. Dieser Teil des Filmes ist sehr traurig, weil wenig Lustiges passiert und weil die Schauspieler sehr überzeugend gespielt haben. Als er in dem Örtchen, wo seine Tante lebt, Freunde findet, wird der Film lustiger, wegen der beiden Zwillingsbrüder Bengt und Bertil und auch wegen Pi und der „Katzenfabrik“. Trotzdem behält der Film etwas Traurigen. Er geht bis zum Ende in dieser Stimmung weiter, trotz einigen spannenden Geschehnissen. Das Ende gefällt mir nicht so gut, weil es zu offen ist, nicht klar ist, was mit Miks Vater und seinem Bruder passiert und weil Mik und Pi sich am Ende nicht küssen. Trotzdem ist der Film sehr gut gelungen. Einige Schüler wagten es, gemeinsam das Ende zu ergänzen durch einen kreativen Text Als Mik vom Wasser gerettet wurde, war er für einen Augenblick bewusstlos und er musste reanimiert werden. Er war unterkühlt und ohne Kräfte. Sicher war der Augenblick, in dem er wieder atmete eine große Freude für alle, doch, wie sollte es mit ihm weiter gehen? Die zwei Beamten vom Jugendamt haben sich natürlich auch gefreut, wenn auch ein bisschen egoistisch, denn, wie hätten sie es bei deren Vorgesetzten erklärt, wenn Mik tödlich verunglückt wäre? Sie ließen Mik nicht lange in Ruhe. Die ersten Tage nach dem Einbrechen im Eis musste Mik im Krankenhaus verbringen. Als er definitiv außer Gefahr war, durfte er nach Hause gehen. Tante Lena und seine Freunde hatten eine große Feier für ihn vorbereitet, mit einem Transparent am Dorfeingang, auf dem Pi, Filip und Oskar mit bunten Buchstaben geschrieben hatten „Willkommen zu Hause“. Auch Bengt hatte etwas Ähnliches gesagt, als er Mik aus dem eiskalten Wasser herausgezogen hatte –„Du bist zu Hause“.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Alle haben sich mit Mik gefreut, ihn verwöhnt und immer wieder ihm zugehört, als er erzählte, wie er von einem „echten, riesigen Wal“ zur Wasseroberfläche getragen wurde. Mik wollte sogar den Gesang der ganzen Walfamilie gehört zu haben. Zwar konnte es keiner richtig glauben. Sie fanden die Vorstellung, Wale könnten bis zu den Seen im Landesinnern schwimmen trotzdem sehr schön und trauten sich in Miks Anwesenheit nicht an der Wahrheit der Geschichte zu zweifeln. Als einige Tage später ein Brief vom Jugendamt kam, kamen auch die alten Sorgen wieder. Und auch ohne dem wäre die anfängliche Freude verblasst, denn Miks Sehnsucht nach seinem Vater und Tony war groß. Aber der Brief vom Jugendamt enthielt einen überraschenden Vorschlag: Mik sollte weiterhin bei Tante Lena bleiben bis sein Vater auf eigenen Füßen stehen könnte. Er hatte zwar mit Erfolg eine Entzugskur hinter sich, aber er war noch nicht in der Lage, für seine Söhne da zu sein. Er sollte sich außerdem um eine vernünftige Arbeit bemühen. Auf jeden Fall würde Mik die Ferien bei ihm und bei seinem Bruder in Stockholm verbringen. Er müsste ja sowieso demnächst in die Oberschule wechseln. Aber bis dahin blieb ihm noch genug Zeit, um eine endgültige Entscheidung über sein Wohnort zu treffen. Das Jugendamt sah jedoch an, dass er auch bei Tante Lena gut aufgehoben war, und dass er schon alt genug war, um zu wissen, was er wollte. Die Nachricht machte Mik sehr glücklich. Tante Lena freute sich auch und sagte zu ihm: „Jetzt, da mein Bruder und ich uns wieder vertragen, ist er auch hier bei mir jederzeit willkommen. Vielleicht wäre das Beste, wenn du vorerst bei mir bleibst, und er uns besucht? Um deine Freunde solltest du dir auch nicht so viele Sorgen machen, letztendlich müsst ihr alle woandershin, um eine Ausbildung zu machen, oder zum Studieren. Du wirst sehen: so abschätzig wie man bei uns über Stockholm redet. Manch einer wird auch dorthin ziehen müssen. Und sie werden sich freuen, jemand zu haben, der die große Stadt gut kennt und ihnen hilft, sich zu recht zu finden.“


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Spanischunterricht – Redewenden und Sprichwörter mit Tiere Die Tiere als Symbol menschlicher Eigenschaften Las ballenas simbolizan la solidaridad dentro del grupo. Cuando una ballena se desvía y no encuentra el camino, sus compañeras reconocen su sonido y no paran hasta dar con ella, llegando a arriesgar sus vidas. Tarea en grupo: Discutid sobre qué simbolizan los siguientes animales y formulad oraciones usando las formas comparativas del adjetivo. Ej: Es más lento que una tortuga. Preguntad en casa qué expresiones o refranes sobre animales conocen. Reunid, para terminar, todos los materiales en un cartel.


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Geographieunterricht - Klimazonen Europas Übungsblatt Hier hast du 4 Tabellen mit den Monatsdurchschnitten für Temperaturen und Niederschläge. Eine Tabelle gibt das Klima Berlins wieder. Die restlichen 3 Tabellen sind von 3 schwedischen Städten. Aufgaben Individuelle Arbeitsphase: Zeichne die entsprechenden Klimadiagramme. Partnerarbeitsphase: Vergleiche die Tabellen und verbessere eventuelle Ungenauigkeiten. Gruppenarbeitsphase: Entscheidet zusammen, welcher Klimadiagramm von Berlin ist (Nr.1). Ordne die restlichen Diagramme von Süden nach norden (Nr. 2-3-4). Trage die Zahlen in die Karte ein, sowie die Namen der abgebildeten Länder und Städte. Materialien Diagramm A ; Nr._____ ________________________________ E F M A M J mm 19 18 17 19 26 46 °C -14 -14 -9,9 -3,6 3 9,8

Stadt: J A S 63 57 41 13,7 11,2 5,4

O 26 -1,6

N 26 -7,3

D 22 -11

O 55 9

N 62 4

D 56 0

A S O 62 45 37 17,8 13,6 9,1

N 45 4,4

D 57 1,8

Diagramm B ; Nr._____ ________________________________ E F M A M J J mm 44 31 39 39 46 57 79 °C -1,7 -1,3 1,9 6 11,5 15,5 17

Stadt:

Diagramm C ; Nr._____ ________________________________ E F M A M J J mm 43 36 41 38 53 67 55 °C 0,5 1,2 4,6 8,7 13,9 16,6 18,4

Stadt:

Diagramm D ; Nr._____ ________________________________ E F M A M J mm 36 25 27 29 32 41 °C -4,3 -4,3 -1 4 10 15

A S 65 63 16,5 13

Stadt: J A S 72 64 56 16,4 15,3 11

O 50 6,6

N 52 1,2

D 43 2,8

Du kannst außerdem die Karte der Europaklimas nachschlagen. Besonders wichtig: wie ändern sich die Temperaturen, wenn man sich vom Äquator entfernt?


Berlinale Generation 2012 Bericht der Joan Miro Grundschule / Klasse 6 Film: "Isdraken", Regie: Martin Högdahl, Schweden 2011

Ergebnisse - Beispiele Diagramm C ; Berlin *

Nr. 1

Stadt:

Diagramm B ; *

Nr. 2

Diagramm D ; Uppsala *

Nr. 3

Stadt:

Diagramm A ; Karesuando *

Nr. 4

Stadt: Ystad

Stadt:

* Die Namen der Städte wurden nach der gemeinsamen Korrektur der Diagramme bekannt gegeben. Die Schüler mussten sie im Atlas finden und im Arbeitsblatt eintragen.


Genia Förster Monika Eckhardt

Spartacus - Grundschule Friedenstr. 40 -45 10249 Berlin

Ergebnisbericht zum Unterrichtsprojekt:

Berlinale 2012 / 62. Internationale Filmfestspiele der Klasse 5a der Spartacus - Grundschule zum Film

"Nono" Regisseur: Rommel Tolentino

1.

Vorbedingungen im Schulumfeld und der Lerngruppe

2.

Didaktisch-methodische Überlegungen

3.

Abschließende Bewertung zur Unterrichtseinheit

4.

Arbeitsmaterial ______________________

1.

Vorbedingungen im Schulumfeld und die Lerngruppe

Die Klassenlehrerin Genia Förster und die Lebenskundelehrerin Monika Eckhardt sind große Fürsprecherinnen des Projektlernens. Deshalb wollten wir es der Klasse 5a ermöglichen, die Berlinale zu erleben. Viele der Schüler_innen konsumieren Massenmedien. Sie gehen jedoch selten ins Kino. Wir wollten ihnen das Medium Film im besonderen Rahmen der Berlinale präsentieren. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, teilweise nicht so einfache Filme über die Lebenswelt von Kindern in anderen Ländern im Rahmen eines Filmfestivals kennenzulernen. Damit wollten wir sie kritisch näher an das Medium Film heranführen und es auf besondere Weise erfahrbar machen. Die meisten Schüler_innen erleben die Berlinale als etwas Besonderes. Auch das internationale der Berlinale gefällt uns gut. Die Schüler_innen lernen dadurch buchstäblich


andere Welten kennen. Es liegt auch ein interessanter Aspekt darin, dass die Filme in Originalsprache laufen und deutsch eingesprochen werden. Filmauswahl Unsere Filmauswahl fiel auf den philippinischen Film "Nono". Wir fanden, dass die Thematik sehr gut von der Klasse zu bearbeiten sei. Die Hälfte der Schüler_innen der Klasse hat einen Migrationshintergrund und/oder kommt aus sozial schwachen Familien. Sie haben bereits früh Erfahrungen mit Benachteiligung oder zum Teil Ausgrenzung gemacht. Außerdem kommen die Eltern einiger Kinder aus einem asiatischen Land. Als Themen zur Bearbeitung bieten sich an: − Familienleben: Es ist nicht alles so wie es auf den ersten Blick scheint. − Benachteiligung: Wie kann ich mich durchsetzen gegen mannigfaltige Schwierigkeiten ohne den Mut zu verlieren? −

Hoffnungen und Wünsche für mein Leben Nono

Phillippinen 2011 115 Minuten Sprachen: Tagalog, Englisch Regisseur: Rommel Talentino Darsteller: Axle Aeiou Samson, Russel Abulad, Allen Dimaunahan Zusammenfassung:


Der kleine Toto heißt eigentlich Ernesto Santamaria. In der Schule nennen ihn aber alle Nono. Weil er mit einer Lippenspalte geboren wurde, kann er manche Wörter nicht so aussprechen wie die anderen. Von Badong, dem Klassenfiesling, wird er deshalb geärgert, und sogar die Lehrerin versucht, Toto vom Mitsingen der Nationalhymne auszuschließen. Aber der Junge aus einem Armenviertel ist eine fröhliche Kämpfernatur und lässt sich nicht unterkriegen. Er hat einen kleinen schwerhörigen Freund; wenn die beiden herumstrolchen, kann ihnen auch der Schlägerjunge von nebenan nichts anhaben. Seine Mutter hält fest zu ihrem Sohn und kümmert sich gleichzeitig um die Verständigungsprobleme mit dem neuen Freund. Totos Mutter kann sich nicht viel um ihren Sohn kümmern. Probleme mit Männern machen ihr zu schaffen, und sie will nach Japan, um dort als Unterhaltungsdame zu arbeiten. Wenn es drauf ankommt, kann Toto sich aber ganz auf seine eigensinnige und warmherzige Mutter verlassen. Sie unterstützt ihn auch bei einem aberwitzigen Entschluss. Toto will am Nationalfeiertag unbedingt an einem Vortragswettbewerb teilnehmen. Dann verschafft sich Toto eben mit eigenen Mitteln Gehör. Das farbenfrohe Langfilmdebüt Rommel Tolentinos, der mit seinen Kurzfilmen bereits viele Preise in Asien gewonnen hat, ist ein Plädoyer für ein manchmal schmerzvolles, gleichwohl aber erfülltes Leben abseits der ausgetretenen Pfade. Benachteiligung und Ausgrenzung werden hier offensiv zum filmischen Thema gemacht, das Unnormale wird zur Bereicherung des Lebens. Nono von Rommel Tolentino, der philippinische Beitrag in Kplus zum Beispiel erzählt von verschiedensten Charakteren, die in einer Patchworkfamilie zusammenfinden.

2.

Didaktisch-methodische Überlegungen

Wir haben eine Stunde als gemeinsame Projektstunde und eine Lebenskundestunde,die wir auch teilweise nutzen können. Als Themenkomplexe bearbeiten wir: − Familienleben − Ausgrenzungen und Diskriminierung − Wünsche und Hoffnungen − die Entstehung eines Filmes


Erste Nachbesprechung: Wie war das inhaltliche und sprachliche Verständnis des Films? Was machte die Besonderheit von Filmfestspielen im Erleben aus? Die ersten Reaktionen der Schüler_innen waren positiv. Sie erlebten die Berlinale als etwas Besonderes. Nach der Vorstellung konnten sie sich noch ein Autogramm und Werbung für den Film von dem Regisseur geben lassen und Fragen stellen (Leider konnten wegen des zeitlichen Rahmens nur wenige Fragen gestellt werden.). Die Meinungen über den Film gingen auseinander. Es war deutlich zu merken, dass der Film mit einem geringen Budget gedreht wurde. Teilweise wirkte er geradezu dokumentarisch (was auch eine Frage der Schüler_innen war). Der Film wurde innerhalb von zwei Wochen abgedreht. Leider konnte der Hauptdarsteller aus finanziellen und aufenthaltsrechtlichen Gründen nicht nach Berlin zur Berlinale kommen. Der Film ist vom Tempo her eher langsam und wirkt wie mit einer Handkamera gedreht. Das hat einen Teil der Schüler_innen verstört und sie empfanden das als langweilig. Der Großteil der Schüler_innen fand den Film sehr gut, für viele war das zu Blockbustern vergleichsweise langsame Tempo auch förderlich, sie konnten so Nono in seinem Alltagsleben gut folgen. Ersten 3 Stunden: In der ersten Stunde wurden erste Eindrücke und Fragen zum Film gesammelt und gemeinsam bearbeitet. Als erstes sind alle Schüler_innen durch den Raum gelaufen. Es gab einen Ball, der wurde aufmerksam mit Augenkontakt zugeworfen. Auf ein akustisches Zeichen hin sind alle `“eingefroren“ (also haben sich nicht mehr bewegt und waren ganz stumm) und der oder die Schüler_in mit dem Ball hat einfach eine Szene aus dem Film erzählt, die ihr oder ihm spontan einfällt. Danach haben wir uns in einen Stuhlkreis gesetzt und gemeinsam Fragen zum Film geklärt. Der Film hat berührt und einige Fragen aufgeworfen, z.B. wie hat sich die Mutter von Ogoy verhalten, ist es realistisch dass die Mutter von Nono Ogoy einfach so aufnimmt. Wieso ist Nono beim ersten Vorsprechen der Text entfallen und wieso hat er es denn auf dem Schulfest geschafft. Etc. Am Ende der ersten Stunde wurde das Berlinale-Projektheft ausgeteilt und gemeinsam besprochen. In der zweiten und dritten Stunde wurde das Projektheft dann bearbeitet. Außerdem wurden Reporterfragen erarbeitet und die Schüler_innen von einem Reporter zu der Berlinale befragt. Diese Interviews wurden denn als erster Eindruck von der Berlinale mit einer Videokamera aufgenommen.


Weiterer Verlauf: In den nächsten Stunden darauf wird erarbeitet, wie ein Film entsteht. Es ergibt zum Schluss ein Filmheft, in dem alles wichtige über Filmerstellung festgehalten wird. Die Schüler_innen lernen ein Storyboard kennen und schreiben zum Schluss ihr eigenes Storyboard. Angelehnt an den Film Nono sollen sie eine Szene beschreiben, in der sie etwas erreichen, was sie stolz macht. Dies erarbeiten sie denn als Szene in Vierergruppen. Zum Schluss werden einige der besten Szenen gemeinsam gedreht und es entsteht ein Projektfilm.

3.

Abschließende Bewertung zur Unterrichtseinheit

Der Film wurde positiv und sehr bewegt aufgenommen. Viele Schüler_innen meinten, was sie von Nono lernen können ist, mutig für einen tiefen Wunsch einzustehen und nicht aufzugeben. Das Tempo und die Art des Filmes entsprach oft nicht den Sehgewohnheiten der Schüler_innen, was auch zu Verstörungen führte. Insgesamt wurde der Film sehr interessiert aufgenommen und deshalb war die Bearbeitung auch sehr lebhaft und aktiv. Auch das Erleben eines Filmes aus den Philippinen wurde sehr positiv und interessiert aufgenommen.

4.

Arbeitsmaterial

die beiden Arbeitshefte werden als PDF-Dateien angehängt


Projektheft zum Berlinale Film "Nono"

Die Klasse 5a der Spartacus- Grundschule besucht die Berlinale 2012

Dieses Projektheft gehรถrt ______________________


Berlinale Am _________ besuchte deine Klasse die Filmvorstellung "Nono" in dem Kino ____________________________.

1. Wie hat dir der Besuch der Berlinale gefallen? Gib eine Note und begründe. 1 (sehr gut) - 2 (gut) - 3 (in Ordnung) - 4 (hat mir nicht gefallen) - 5 (schlecht) Begründe: 2. Was war das Besondere für dich an dem Filmbesuch? __________________________________________________________________ __________________________________________________________________ 3. In welchen Sprachen konnte der Film verstanden werden? Filmsprache: _____________________ Untertitel:

_____________________

Einsprache: _____________________ 4. Wie war das für dich, die unterschiedlichen Sprachen mit zu bekommen? __________________________________________________________________ 5. Hast du vorher schon einmal einen Film in einer anderen Sprache gesehen?

□ Nein

□ Ja, in __________________________________


NONO der Film Regisseur:______________________ Land:__________________________ Schauspieler_innen:_________________________________________________

Der kleine Toto heißt eigentlich Ernesto Santamaria. In der Schule nennen ihn aber alle Nono. Weil er mit einer Lippenspalte geboren ist, kann er manche Wörter nicht so aussprechen wie die anderen. Von Badong, dem Klassenfiesling, wird er deshalb geärgert, und sogar die Lehrerin versucht, Toto vom Mitsingen der Nationalhymne auszuschließen. Aber der Junge aus einem Armenviertel ist eine fröhliche Kämpfernatur und lässt sich nicht unterkriegen. Er hat einen kleinen schwerhörigen Freund; wenn die beiden herumstrolchen, kann ihnen auch der Schlägerjunge von nebenan nichts anhaben. Totos Mutter kann sich nicht viel um ihren Sohn kümmern. Probleme mit Männern machen ihr zu schaffen, und sie will nach Japan, um dort als Unterhaltungsdame zu arbeiten. Wenn es drauf ankommt, kann Toto sich aber ganz auf seine eigensinnige und warmherzige Mutter verlassen. Seine Mutter hält fest zu ihrem Sohn und kümmert sich gleichzeitig um die Verständigungsprobleme mit dem neuen Freund. Sie unterstützt ihn auch bei einem aberwitzigen Entschluss. Toto will am Nationalfeiertag unbedingt an einem Vortragswettbewerb teilnehmen.

Wieso heißt der Film Nono? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________


Was ist deine Lieblingsszene im Film? Male oder beschreibe sie:

____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________


Es ist nicht alles wie es auf den ersten Blick scheint

Familie 1. Beschreibe bitte die erste Szene im Film, warum streiten sich Nono und seine Mutter Glenda?

__________________________________________________________________ __________________________________________________________________ __________________________________________________________________ 2. Was hast du in dieser Szene für einen Eindruck von der Mutter? Kümmert sie sich gut um Nono? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 3. Wie verhält sich die Mutter von Ogoy, seinem kleinen tauben Freund? ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 4. Toto redet mit seiner Mutter darüber, ob sie ihn auch verlässt, was antwortet da die Mutter? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 5. Wo wohnen Toto und seine Mutter Glenda? _______________________________________________________________


Freundschaft und Schule 6. Was macht Badong um Toto und Ogoy zu ärgern? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 7. Wodurch werden Badong und Nono schließlich Freunde? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 8.Die Freundschaft zeigt sich, als Badong Toto hilft, die Bücher in der Bibliothek abzuschreiben. Toto bewundert, wie gut Badong schreiben kann. Wieso kann Badong so gut schreiben?

□ Er übt immer heimlich zu Hause □ Er muss als Strafe 100 Mal an die Tafel schreiben: ich komme nicht mehr zu spät

□ Er muss 10 Mal an die Tafel schreiben: ich vergesse keine Hausaufgaben mehr 9. Toto möchte die philippinische Nationalhymne mitsingen. Wie verhalten sich die anderen Schüler_innen und die Lehrerin? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 10. Wie wehrt sich Toto gegenüber der Klassenlehrerin?

□ Er steigt auf einen Tisch und singt einfach die Nationalhymne obwohl die Lehrerin mit dem Stock auf den Tisch haut hört er nicht auf

□Er beschimpft die anderen Kinder in der Klasse □Er wirft den Mülleimer um □Er schreibt: „ich höre nicht auf euch und ihr habt kein Ahnung“ 100 Mal an die Tafel


Toto glaubt an sich und setzt sich durch 11.Toto will es allen beweisen, trotz seiner Sprachschwierigkeiten will er unbedingt bei dem Erzählwettbewerb mitmachen und arbeitet sehr hart für sein Ziel:

□Er geht in die Bibliothek und sucht alle Bücher in denen Gedichte drin stehen □Er schreibt alle Bücher ab. □Er schreibt sein eigenes Gedicht. □Er erzählt das bekannte Gedicht , in dem sich seine Mutter umbringt und er sie rächt, in dem er den Vater und die Geliebte umbringt

□Er kopiert mit Onkel Dindo alle Gedichtbücher 12. Wovon handelt sein Gedicht? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 13. Von wem wird er bei seinem Vorhaben unterstützt? (kreise ein) Badong

Ogoy

Glenda (Mutter)

Lehrerin Miss Dimaculangan Miss Santa Ana Georgetta

Ruby (Godfather Robert) Onkel Dindo Tanzgruppe der Mutter

(Mitschülerin die den Erzählwettbewerb gewinnt)

14. Wieso hat Toto die Stärke dass gerade er mit einer Sprachschwierigkeit am Erzählwettbewerb teilnehmen will, obwohl die Lehrerin ihn davon abhalten will? Woher nimmt er die Kraft und den Mut dafür, sich nicht unterkriegen zu lassen? ________________________________________________________________ ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 15. Was findest du an Toto gut? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________


Ziele 16. Hast du auch ein Ziel wie Toto? Was wünschst Du dir für dich selbst? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 17. Was könntest du von Toto lernen und machen, um dein Ziel zu erreichen? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 18. Was könnte Toto von dir lernen? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 19. Was würdest du Toto gerne sagen? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________ 20. Was denkst du, möchte der Regisseur mit dem Film sagen? Warum hat er ihn gemacht? ________________________________________________________________ _______________________________________________________________


Lebensbedingungen Vergleiche die Lebensbedingungen von Toto auf den Philippinen und dir in Berlin. Beschreibe kurz zu jedem Bereich, wie er bei Toto aussieht und bei dir: Bereich: Schule

Familie

Essen

Freizeit und Spielzeug

W端nsche

Zuhause

Freund_innen

Toto

Du


Sprache 1. Welche Sprachen sprichst du (oder Menschen in deiner Familie) fließend?

2. Welche Fremdsprachen lernst du oder hast du gelernt?

3. Welche Sprachen möchtest du gerne mal fließend sprechen?

4. In welchen Ländern warst du schon einmal?

5. Welche Länder würdest du gerne einmal besuchen?


Wir auf der Berlinale:

Autogramm vom Regisseur

Das Berlinale Projekt verlief in Kooperation des Bereiches Lebenskunde des HVD und der Spartacus-Grundschule mit der Leitung des Bereiches "Generation" der Berlinale Filmfestspiele.


Berlinale 2012 - GS Gesamtbericht