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fünfseenland

Nr. 08 / 2015 I August I fünfseenland I Schutzgebühr 3,90 Euro

Ammer­seerenade

Sopranistin Juliane Banse macht den Auftakt

Küchen der Welt Die echte türkische Küche

Auf in die Trachtensaison! Fesch samma!

Gartengestaltung Sichtschutzwände + Leuchtobjekte

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Riegele BierManufaktur Brauspezialitäten seit 1386

CraftBier Brauer des Jahres Experten küren die handwerklichen BrauSpezialitäten aus dem Hause des Weltmeisters der Biersommeliers Die Brauer des Jahres

er Meininger Crabi 15 20 d ar Aw

Tradition

Charakter

Geschmack

Echte Tradition ist der Zukunft verpflichtet. Entdecken Sie deshalb überraschende Kreationen aus der Riegele BierManufaktur. Erfreuen Sie sich an Brauspezialitäten aus einer der ältesten Braustätten der Welt. Das goldene Ross ist Gütesiegel dieser Jahrhunderte alten Genusstradition. Seit 1386.

Jede Riegele Brauspezialität ist ihr eigener Charakter. Selektiert und empfohlen vom Weltmeister der Biersommeliers, Sebastian Priller-Riegele. Der einzelne Sud ist limitiert und auf dem Etikett dokumentiert. Vom Biersommelier-Weltmeister im Genusspiktogramm beschrieben und mit Unterschrift besiegelt. Inklusive passender Speiseempfehlung.

Von fruchtig bis malzig von schlank bis kräftig bieten die Riegele Brauspezialitäten eine handverlesene Selektion acht ausgefallener Geschmackserlebnisse. Genießen Sie ein Farbenspektrum von sonnengelb über kastanienrot bis zu tiefschwarz und freuen Sie sich über ein Aromenspiel von zitrusfruchtig bis zu Bitterschokolade.

Erhältlich im 6er Karton oder als 4er Selektion mit Glas im Getränkehandel oder online unter www.riegele-biermanufaktur.de Riegele BierManufaktur Frölichstraße 26 86150 Augsburg Tel.: 0821-3209-0 info@riegele-biermanufaktur.de


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| Editorial | 3

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V-ALPIN

Fesch samma! Der Countdown läuft! Spätsommer ist bei uns in Bayern Trachtenzeit. Nicht nur der Wies’n wegen. Auch sonst gibt es jetzt viele zünftige Gelegenheiten, Trachten­ mode zu tragen. Der Begriff kann allerdings weit inter­ pretiert werden. Was ist noch Tracht, was ist schon Kos­ tümierung? Was gilt als modisch und was läuft noch unter traditionell? Hier scheiden sich die Geister. Aber seien wir doch großzügig und lassen wir jedem Tierchen sein Plaisierchen. Wichtig ist, dass man Spaß hat und sich wohlfühlt in seiner Trach­ tenkluft, ob es nun ein klassisches langes Dirndl ist, eine knackige Lederhose mit

„Top-Designerküchen zum Bestpreis. Zusammen mit unserem ganz persönlichen Service - von der Planung bis zum Einbau - bieten wir Ihnen ein unschlagbares Gesamtpaket an!“

Karobluse, ein modisches Landhauskleid oder etwas Verrücktes dazwischen. Die Aus­ wahl für Sie und Ihn ist momentan riesig, so dass bestimmt jeder sein Trachtenoutfit finden kann. Wir haben uns ein wenig umgesehen und ein paar Highlights für Sie herausgepickt. Zu einem rundum stimmigen Trachtenlook gehören natürlich auch die Accessoires und die passende Frisur. Ein besonders gutes Händchen für Trachtenhüte hat die Augsburgerin Doris Limmer, die den Strohhut auf dem Titel designt hat. Das SchlossMagazin hat sie in ihrem Atelier besucht. In Sachen Frisuren hilft Annabell Fiebiger aus Neusäß unseren Leserinnen auf die Sprünge. Die hauptberufliche Foto­ grafin hat nämlich auch eine Friseurlehre absolviert und realisiert die tollsten Flecht­ frisuren. Gerade hat sie ein Buch zum Thema herausgegeben und – vielen Dank – dem SchlossMagazin eine Schritt-für-Schritt Anleitung für den sog. Holländischen Zopf zur Verfügung gestellt.

Adolf N. Franke Geschäftsführer

Damit unsere männlichen Leser nicht denken, wir haben sie in dieser Ausgabe verges­ sen, stellen wir ihnen ein paar sehenswerte Entdeckungen aus der Abteilung Motor + Technik vor. Wussten Sie, dass die Universität Augsburg Elektro-Rennwagen entwi­

ckelt? Glauben Sie, dass ein Jaguar ( der mit Rädern! ) über eine Hochseilkonstruktion

himmlisch wohnen 86899 Landsberg am Lech Max-Planck-Str. 2 • Tel. 0 81 91 - 9 40 45-0

fahren kann? Lesen Sie mal rein! Staunen Sie über die unglaubliche riesige Mazda Sculpture, die in England die Betrachter verblüfft. Und träumen Sie von den innova­ tiven Rollern, mit denen man im Stadtverkehr jedem Stau Paroli bieten kann. Wenn die Abende wieder länger werden, aber draußen noch warm sind, dann freuen wir uns über besonders schöne Leuchtobjekte für den Garten, die ihn nach Sonnenuntergang noch gemütlicher machen. Ganz besonders intensive Gemüt­ lichkeit kommt auf, wenn wir uns unbeobachtet fühlen können. Schilfrohrmatten als Sichtschutz waren gestern: Jetzt gibt es wunderbare, optisch überzeugende und haltbare Zaunsysteme, die vor neugierigen Blicken schützen. Wir stellen Ihnen drei Alternativen vor.

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Haben Sie Lust bekommen, in der August-Ausgabe des SchlossMagazins zu schmö­ kern? Nur zu! Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen. Ihre

Hannelore Eberhardt-Arntzen, Chefredakteurin samt team

30.06.

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Montage und Geschirrspüler. himmlisch wohnen himmlisch wohnen 86899 Landsberg am Lech 86701 Neuburg-Wagenhofen Max-Planck-Str. Im Gewerbepark himmlisch wohnen21 Tel. Tel.0081 8491 31- -9640 1945-0 87-0 86701 Neuburg-Wagenhofen Im Gewerbepark 1 www.himmlisch-wohnen.de www.himmlisch-wohnen.de Tel. 0 84 31 - 6 19 87-0

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i n h a lt s v er z ei c h n i s

Inhalt

Besuchen Sie das SchlossMagazin auch auf der Website www.schlossmagazin.com

T i t e l f o t o Wilfried Feder · www.wilfried-feder.com

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region aktuell

5  D as Neueste

aus dem Fünfseenland Interessantes in Kürze

9  s zene-rückblick Events in Bildern

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Lückenlatein Doris Pospischil Weitersagen Veranstaltungstermine

13 Jazz am See

3. SeeJazz-Festival 2015

14  T itelthema:

Zwischen MET und Mutter sein Künstler-Porträt Juliane Banse

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Power auf Dauer Superfood-Küche + Rezepte

28 America’s Sweethearts Amerikanische Kuchenklassiker neu interpretiert

30 G eh’ doch dahin, wo der 32

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Pfeffer wächst! Fugger und Welser Museum Augsburg Roter Steinway im Kuhstall 2. AMMERSEErenade

Weichen neu gestellt Der Kulturbahnhof Starnberg

menschen – orte – leidenschaften

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Entspannung für sonnen­­gestresste Haut

52  C ity-Roller

Ideen für umweltfreundliche Mobilität

54 Staunenswert

Technische Meisterleitungen

60 Light-Show im Garten Beleuchtungs-Systeme

62 Wohnwagon – ich bin so frei!

Römerlager Das römische Augsburg in Kisten

Selbstversorgender, mobiler Zweitwohnsitz

mozart@augsburg, die Vierte Festival vom 28. August bis 18. September

50 K eep Coooool…!

Zaunsysteme mit Know-how

Eine App, die fit macht Digital organisierte Fitness

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Mode Preview Herbst-Winter

58 Blickdichtes

Powerbands Widerstandstraining

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48  S chön schlicht

38 38 O’Zogn is!

Aktuelle Trachtenund Landhausmode

64 T ierische Fasern

Serie Stoffkunde, Teil 2

65 Mary Quant

Serie Who is Who der Modewelt, Teil 2

66 Vorschau + Impressum

42 Do legst di nieda!

promotions

Zünftiges Drumherum zur Tracht

Bild des Monats Kuchenduft liegt in der Luft

22 Zwischen Orient und Okzident Die echte türkische Küche + Rezepte

44 A ufputzt is!

Designerhüte von Doris Limmer

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Frisuren, Fotos und mehr von Annabell Fiebiger

56 Lignum linearis Sichtschutzsystem

46 O’Zopft is!

Schlossmagazin Golfpartner Golfplätze in der Region


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Region aktuell

Ihr Spezialist für echte Trachten- und Landhausmode

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das neueste aus dem fünfseenland

Termine e r e t i e W .08., 20. bis 22 . .08 9 2 is 27. b 5 1 0 2

„Unorte“ im Stadtmuseum Landsberg

Im Stadtmuseum Landsberg ist seit 1. August die neue Sonderausstellung „Un­ orte“ mit Malerei von Martin Gensbaur und Stellagen von Roswitha Taferts­ %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% hofer zu sehen. Beide Künstler haben einen besonderen Blick für Räume und Orte, bzw. so genannte Unorte – ein aktuelles Thema nicht nur in der Soziolo­ gie, sondern auch im Alltagsleben. Denn Orte und Räume verändern sich. Das Verschwinden von Räumen und das Entstehen neuer Transiträume sind Kenn­ zeichen unserer modernen Gesellschaft. Im allgemeinen Verständnis ist ein Un­ ort nichts anderes als ein unschöner Ort. Die Vorsilbe „Un-“ zeigt bereits, dass der Unort als Gegenbegriff zum Ort ge­ meint ist, welcher Identität stiftet und klar definiert ist. Der Dießener Künstler Martin Gensbaur malt Tankstellen, Verkehrsinseln, Baucontainer und Einkaufs­ zentren. Gensbaurs Malerei erkennt und würdigt diese scheinbar hässlichen Orte und beraubt sie dadurch gleichzeitig ihres Makels. Eine verbeulte Leitplan­ ke, eine Betonlampe: Ästhetischer kann man sie nicht in Szene setzen. Roswitha Tafertshofer gestaltet Stellagen: Bahnhöfe, Einkaufsläden, Bauernhöfe und Tankstellen. Sie spürt dem Nimbus und dem Glanz des Gewesenen nach, der nur entsteht, wenn das Vergangene und der Verfall einbezogen werden. Die Aus­ stellung „Unorte“ lädt dazu ein, über die Bedeutung von „Raum“ und „Ort“ nach­ zudenken sowie der Aura nostal­ gischer, vertrauter und entfremdeter Orte nachzuspüren.

Dirndl ab 50 €

vom 06.08. bis 08.08. 0 5, vom 3.08. und 4.08. 0 5

Neues Stadtmuseum Von Helfenstein-Gasse 426 · 86899 Landsberg a. Lech · Tel. 08191 - 128 - 360 w w w.museum-landsberg.de Öffnungszeiten Di - Fr. 14:00 – 17:00 Uhr, Sa / So und feiertags 11:00 – 17:00 Uhr gemälde Martin Gensbaur (Ausschnitte)

Josef-Eigner-Straße 1 86682 Genderkingen / Rain Tel. 0 90 90 96 79-0

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a k t u el l | das neueste aus dem f ü nfseenland

Zonta spendet an nachbarschaftshilfe

Ufermarkt in Starnberg

11. – 13. September Das parkähnliche Marktgelände befindet sich direkt am Ufer des Starnberger Sees in der Nähe des Dampferstegs. Rund 60 ausgewählte Aussteller präsentieren den Besuchern ihre kreativen Arbeiten aus verschiedensten Bereichen des Kunsthandwerks. Bürstenmacher Volker Kees zeigt, wie in alter und traditioneller Weise Pinsel, Besen und Bürsten aller Art hergestellt werden. Christel Kling fertigt wunderschöne Faltkarten aus Holz und Papier und Holzbildhauermeister Hans Joachim Seitfudem schnitzt moderne und alte Motive aus Holz. Glaskünstlerin Claudia Schlenz zeigt die Faszination des Prozesses des Glasschmelzens, Glasblasens und Glasfor­ mens. Auch für das leibliche Wohl ist in breitem Umfang ge­ sorgt. Der Ufermarkt findet vom 11. bis 13. September statt, geöffnet täglich von 11:00 bis 20:00 Uhr. Eintritt frei Informationen www.geja-event.de · Foto Claudia Schlenz

Anfang Juni übergab der Vorstand des Zonta Club Fünf-SeenLand eine Spende in Höhe von 900.– € in der diskreten „Red Bag“ an die Nachbarschaftshilfe Feldafing. Mit dieser Summe sollen von Altersarmut besonders stark betroffene Frauen finanziell unterstützt werden. Das Geld wurde bei einem Frühstück anlässlich des „Equal Pay Day“ im März gesammelt. Dieser Aktionstag dient dazu, auf die immer noch bestehen­ den Ungleichheiten bei Löhnen und Gehältern zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen. Zonta Inter­ national ist eine überparteiliche, überkonfessionelle, und weltanschaulich neutrale Dachorganisation, in der sich aktiv berufstätige Frauen zusammengeschlossen haben mit dem Ziel, die Stellung der Frau in „rechtlicher, gesundheitlicher, politischer, sozialer und beruflicher Hinsicht zu verbessern.

Neu: Rotwild-Trachten in Landsberg Nun gibt es endlich auch in Landsberg die Möglichkeit, vor Ort exklusive Trachtenmode zu kaufen. In der Altstadt bieten seit diesem Sommer Gabriele und Lisa Hunger in ihrem rund 60 m² großen Laden Rotwild-Trachten Dirndl, Röcke, Blusen, Jacken und Janker, aber auch Lederhosen und Trachten-Accessoires in breiter Auswahl an. Ein prächtiger Hirsch ziert das Logo. Mutter und Tochter haben sich ausschließlich auf Damenbekleidung konzentriert. Und auf Marken, die nicht jeder hat. So bieten sie z. B. Dirndl der Münchner Designerin Elisabeth Eugeni an oder von Berwin & Wolff, Kaiserjäger oder Alpenfee, frisch geordert in Salzburg auf der Tracht & Country Messe.

Spende von Zonta für Mütter mit behinderten Kindern Mitte Juli überreichte der Zonta Club Fünf-Seen-Land im his­ torischen Ambiente der Villa Waldberta in Feldafing der Le­ benshilfe Starnberg wie bereits in der Vergangenheit eine Spende, diesmal in Höhe von € 2.100.– €. Mit der Spenden­ summe wird Müttern mehrfach behinderter Kinder eine Aus­ zeit von ihrem belastenden Alltag ermöglicht, um Kraft für ihre große Aufgabe zu tanken. Informationen www.zonta-fuenfseenland.de

Informationen www.rotwild-trachten.de Rot wild Tr achten · Vorderer Anger 233 · 86899 Landsberg


BM_Wasser_Ad_90x133_Layout 1 08.05.15 14:50 Seite 1

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Charity-Aktion Empty Bowls Im Rahmen des 25. Fürsten­ felder Töpfer- und Kunsthand­ werkermarktes kämpfen die Bürgerstiftung des Landkreises Fürstenfeldbruck und der Verein Herzen für eine Neue Welt e.V. mit der Aktion Empty Bowls gegen den Hunger in der Welt. Empty Bowls ist eine durch den Kalkspatz e.V. betreute Initiative von Töpfern, die ei­ nen persönlichen Beitrag dazu leisten möchten. Die Idee ist einfach: Töpfer des Fürstenfelder Marktes stiften selbst hergestellte Schalen, die mit einer gespendeten Suppe der Fürstenfelder Gastronomie gefüllt werden. Diese Schale mit Suppe und Brot kann gegen einen Betrag von 17.– € er­ worben werden (Ausgabe täglich von 11:00 – 15:00 Uhr im Waaghäusl). Der gesamte Erlös geht direkt an zwei Organi­ sationen, deren Ziel es ist, die Not des Hungerns zu lindern.

Die Amper GESCHICHTE (N) EINES FLUSSES VOM AMMERSEE BIS OLCHING BAUERNHOFMUSEUM JEXHOF 15. 5. - 31. 10. 2015 VON OLCHING BIS MOOSBURG BEZIRKSMUSEUM DACHAU 1. 5. - 27. 9. 2015

Informationen www.buergerstiftung-lkr-ffb.de www.herzenhelfen.de

Nachtmarkt in Herrsching

15. – 23. 08.15 Vor traumhafter Kulisse direkt am Ammersee, an der Seepro­ menade in Herrsching (Alter Sportplatz in der Riederstrasse), bieten über 80 Aussteller, Künstler und Kunsthandwerker wieder ihre schönen Dinge an und zeigen ihre Künste: Kera­ miken in eigenwilligen Formen ebenso wie Skulpturen aus Metall oder Unikate aus Glas, Leder, Stoff, Papier, Holz und Stein; Vielfalt und einzigartiges Design bei Kleidung und Ta­ schen, Schmuck, Wohn- und Gartenaccessoires. Etwas ganz Besonderes sind dabei die vorführenden Kunsthandwerker in den so genannten lebendigen Werkstätten. Der Nachtmarkt wird von einem bunten und attraktiven Rahmenprogramm begleitet. Er findet vom 15. bis 23. August statt. Am letzten Abend bezaubert ein südamerikanisches Tanzensemble mit lateinamerikanischen Tänzen. Ein weiterer Höhepunkt ist das Großfeuerwerk am 18. August um 22:00 Uhr (Ausweich­ termin 19. August). Geöffnet Montag bis Freitag von 14:00 bis 23:00 Uhr, am Wochenende von 11:00 bis 23:00 Uhr. Der Ein­ tritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

www.dachauer-galerien-museen.de www.jexhof.de

Heiter bis sportlich

Informationen www.geja-event.de · Foto pillar-of-fire

Bayerisch-Schwabens Top-Ten-Radtouren in unserer neuen Broschüre inkl. GPS-Tracks und Roadbooks zum Download!

www.bayerisch-schwaben.de/rad


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a k t u el l | das neueste aus dem f ü nfseenland

Klein und Fein: die Sammlung Dessauer in Tutzing Das Ortsmuseum Tutzing zeigt eine Ausstellung mit Objekten, die eher rar sind und nicht allzu oft im Zentrum des Interesses stehen. Zu sehen sind Bozzetti (Ent­ würfe, Skizzen) und Modelli (Realisierungen in verkleinertem Maßstab) aus dem 17. bis 20. Jahrhundert, zusammengestellt aus der Sammlung des lange in Tutzing le­ benden Physikers und Buntpapierfabrikanten Guido Dessauer. Bozzetti wie Mo­ delli zeigen die Handschrift des Meisters besonders klar und individuell – weniger, weil die Ausführung im großen Maßstab in den Ateliers vielbeschäftigter Künstler im Wesentlichen von Mitarbeitern ausgeführt wird, sondern vor allem da sich bis zum endgültigen Werk nicht zuletzt auf Wunsch des Auftraggebers noch Ände­ rungen ergeben können. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 25. Oktober. Öffnungszeiten Mi, Sa und So von 13:00 – 17:00 Uhr · www.ortsmuseum-tutzing.de

Sissi & Franz® mit neuem Laden in Seefeld „Sissi & Franz® Trachtenmo­ den bietet bereits seit eini­ SISSI & FRANZ® gen Jahren moderne und tra­ ditionelle Trachtenkleidung Trachtenmoden für Jung und Alt in Gilching an. Seit Anfang Juli gibt es nun auch in Seefeld-Oberal­ ting ein Geschäft. Auf über 200 m² Verkaufsfläche erhält man jetzt auch am Pilsensee alles, was das Trachtlerherz begehrt. Zusätzlich finden Brautpaare alles für Ihre geplante Traumhochzeit in Tracht. Ebenso bekommt man passende Accessoires. Sissi & Fr anz® Tr achtenmoden Hauptstraße 33 · 82229 Seefeld Römerstraße 47 · 82205 Gilching Informationen www.sissi-trachten.de

Hauptstr. 33, 82229 Seefeld www.sissi-trachten.de


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Szene-Rückblick

Impressionen vom Ritterturnier Kaltenberg Die Kaltenberger Ritterspiele begeisterten auch dieses Jahr wieder das große und kleine Publikum. Fotos Ritterturnier Kaltenberg

Die weltbeste Hammond-Organistin Nach der ausverkauften Premiere mit Klaus Doldinger ging die neue Konzertreihe „All that Jazz @ Starn­ berg“ am 25. Juli in der Starnberger Schlossberghalle weiter mit Barbara Dennerlein, die vor kurzem als welt­ beste Hammond-Organistin be­ zeichnet wurde und mit ihrer Forma­ tion „Bebap“ den Großen Saal rockte. Im Bild Barbara Dennerlein · Foto Johannes Tichy

Russisch-Picknick im Kloster Am Sonntag, den 2. August hieß es „Picknick mit Tschaikowsky“ im Innenhof des ehemaligen Klosters St. Vinzenz in Dießen. Hier interpretierten die besten jungen Musiker des Mariinsky-Thea­ ters St. Petersburg und des Moskauer Tschaikowsky-Konserva­ toriums mit Musikstudierenden der Berliner Universität der Künste, der Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler’ Berlin und der Hochschule für Musik und Theater Leipzig Peter Tschaikowskys ‚Die Jahreszeiten̒ . Das Konzert unterstützte die River Doctors in Myanmar der Artemed Stiftung.

Tosender Applaus für „Schweizer Helden“ Der Film „Schweizer Helden“ begeisterte zur Eröffnung des 9. Fünf Seen Filmfestivals am 29. Juli 700 Zuschauer in drei aus­ verkauften Spielstätten. Viele illustre Gäste, unter ihnen FSFF-Ehrengast Michael Verhoeven und seine Frau Senta Ber­ ger, bereicherten den Abend. Der Film wurde herausragend auf­ genommen, die Atmosphäre war einfach wunderbar, die Eröff­ nungsfeier wurde als locker und sehr herzlich empfunden. Im Bild Senta Berger und Michael Verhoeven · Foto fsff


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a k t u el l | das neueste aus dem f ü nfseenland

Die Amper: Geschichte(n) eines Flusses Einst ein mächtiger Schmelzwasser-Fluss ist die Amper immer noch die Gewässer-Dominante der Landkreise Fürstenfeld­ bruck und Dachau, die zu Recht auch Amperland genannt wer­ den. Das Bauernhofmuseum Jexhof und das Bezirksmuseum Dachau beschäftigen sich in der Präsentation mit Geschichte und Gegenwart der Amper. Ohne Wasser ist kein Leben. Auch die menschliche Kultur hängt am Wasser: Wo Wasser ist, gründete der Mensch Siedlungen und Städte. Der Mensch nutzt das Wasser zum Waschen und Kochen, überall in der In­ dustrie und im Handwerk ist es unabdingbare Grundlage, auch als Verkehrs- und Handelsweg. Wasser ist die Voraussetzung für unseren Wohlstand, unsere Gesundheit, unsere Zivilisati­ on. Neun Museen in fünf Landkreisen rund um München haben sich unter der Marke „Landpartie" zusammengeschlossen und präsentieren im Jahr 2015 Sonderausstellungen rund um das große und umfangreiche Thema Wasser. Die thematische Bandbreite der Ausstellungen ist groß: Sie reicht von der Aus­ einandersetzung von zeitgenössischen Künstlern mit Was­ serlandschaften über naturkundliche Präsentationen zu einzel­ nen Gewässern bis hin zu kulturhistorischen Fragestellungen etwa zum Zusammenhang zwischen Wasserläufen und Sied­ lungsgeschichte. Die Ausstellungen dauern noch bis zum 27. September (Dachau) bzw. bis zum 31. Oktober im Jexhof. Im Bild rechts o. Badende in einem Altwasser der Amper 1945 Foto Stadtarchiv Dachau rechts u. Die Amper – Idyll im Morgendunst Foto Jexhof Bauernhofmuseum Jexhof Schöngeising-Jexhof · 82296 Schöngeising Bezirksmuseum Dachau Augsburger Str. 3 · 85221 Dachau Informationen www.museen-in-bayern.de www.jexhof.de www.dachauer-galerien-museen.de

Gössl eröffnet in Starnberg Am 24. Juli eröffnete das Salzburger Trachtenhaus Gössl in Starnberg im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier seine Fi­ liale. Neue Geschäftsleiterin ist Vera Bader, die gemeinsam mit dem Juniorchef des Salzburger Traditionshauses Maximi­ lian Gössl feierte. Anwesend war auch die Erste Bürgermeis­ terin der Stadt Starnberg, Eva John. Gössl Starnberg Maximilianstraße 13 a, 82319 Starnberg http://www.goessl.com/haendler/starnberg-shop.html Im Bild Maximilian Gössl gratuliert Vera Bader zur Eröffnung in den neuen Räumen.


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Lückenlatein Persönlichkeiten aus der Region vervollständigen den Lückenbrief des SchlossMagazins.

In dieser Ausgabe: Doris M. Pospischil, Initiatorin und Veranstalterin des Klassikfestivals AMMERSEErenade

Doris Pospischil wurde in New York in eine christliche Familie mit einem einzigar­ tigen Vater, einer humorvollen Mutter und zwei wunderbaren Schwestern hi­ nein geboren. Sie wuchs in Madrid auf und wurde in Freiburg i. Br. zur diplo­ mier ten Försterin, anschließend zur Forstassessorin graduiert. Über das Di­ plomthema „Forstliche Öffentlichkeitsar­ beit“ gelangte sie zum Wirtschaftsjour­ nalismus. Zehn Jahre war Doris Pospischil in den Wirtschaftsredaktionen von dpa/ VWD in Frankfurt, New York, Bonn, Mün­ chen, Dresden tätig und auf der anderen Schreibtischseite für die Pressearbeit in namhaften Unternehmen verantwortlich. Immer wieder arbeitete sie beim Aufbau von Sozialprojekten wie ARD-Sendungen zugunsten der Mukoviszidose-Stiftung von Christiane Herzog oder verschiedener Kinderhilfsprojekte mit. Seit 1999 wohnt sie in Schondorf am Ammersee. Hier steht seit 2014 die Wiege des kleinen Klassikfes­ tivals AMMERSEErenade, das in diesem Jahr zum zweiten Mal den See umrundet. www.ammerseerenade.de


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t er m i n e | veranstaltungstipps

Weitersagen: Veranstaltungstipps # Ausstellung

# Theater & Kabarett

Starnberg 21. August + 4. September, 18:30 Uhr

Königliche Wassermusik

Luxus-Schifffahrt mit Sektemp­ fang, Dinner, Musik und Barock­ feuerwerk · Tel. 089-289 755 97 w w w.muenchenticket .de

4. September, 19:30 Uhr

Warum wir die Wies’n so lieben

BergSpektiven mit Christian Schottenhamel, Hotel Schloss Berg, Tel. 0170-850 1875

St. Ottilien 30. August, 20:00 Uhr

Classic Spiritual

Eröffnungskonzert der Ammer­ seerenade mit Sopranistin Juliane Banse und der Academy of Taiwan Strings Klosterkirche Herz-Jesu St. Ottilien w w w.ammer seerenade.de

10 Jahre Jann-Orgel

Orgelsommer: Chor und Orgelmusik aus England, Wallfahrtskirche Abendkasse

22. August, 18:00 Uhr

Die Königin lässt bitten…

Orgelsommer: Die Orgel als Königin der Instrumente, mit Franz Günthner, Wallfahrtskirche. Abendkasse

5. September, 18:00 Uhr

Horn und Orgel

6. September, 10:30 Uhr

15. August, 17:00 Uhr

Bayerisch-argentinische Liebesgeschichte in Tanz und Theater, Gesellschaft unterm Apfelbaum, Irschenhausen, Karten Tel. 08178-4783

Münchner Banjo-Band, Wohnstift Augustinum Karten Tel. 08807-8899

mit Alexander‘s Jazzband im Kurparkschlösschen www.kulturverein-herrsching.de

Bernried

21. - 28. August, 19:30 Uhr

Utting 8. August, 20:00 Uhr

Plutos – der Reichtum

Ringsgwandl kammermusikalisch

5. September, 21:00 Uhr

15. – 17. August

Schatzsuche im HorrorLabyrinth

Ex Ornamentis, Freizeitgelände Tel. 08192-934683 w w w.exornamentis.de

töpfermarkt fürstenfeld

Fürstenfeldbruck 16. August

25. Fürstenfelder Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt

Gipfelgespräch

mit Reinhold Messner und Bernd Zimmer Buchheim Museum w w w.buchheimmuseum.de

www.kunsthandwerker-markt.de

Erik Berthold & Friends

15. August, 18:00 Uhr

Duft und Sehnsucht

poetisch-musikalischer Abend­ gang über die Insel aus der Reihe KunstRäume Karten Tel. 08151-90600 w w w.kunstraeume-am-see.de

9. August, 11:00 Uhr

Münsing

3 Gitarren, 3 Stimmen, 3 Typen Frühschoppen im Bräustüberl im Schloss Tel. 08152-99120

22. August, 20:00 Uhr

Huntcase

9. August, 19:30 Uhr

5. Seefelder Tastenspektakel

16. August, 11:00 Uhr

Kunsthandwerkermarkt in den Seeanlagen

15. August, 12:00 Uhr

Feldafing

DieSSen

15. August

Stegen

20. August, 11:00 Uhr

in der Torbogenhalle im Kloster w w w.bernried.de

Beethoven und die Romantiker, Sudhaus im Schloss w w w.pianistenclub.de

Icking

Karikaturen

von Dieter Hanitzsch, im Kurparkschlösschen www.kulturverein-herrsching.de

Folk- und Country-Songs Ammerseer Brauhaus, Tel. 08143-9976431

im Veranstaltungszentrum Fürstenfeld w w w.fuer stenfeld.de

Lust auf…Swing!

Dixieland

Kunsthandwerker­ ausstellung

Seefeld

Konzert mit den Echoes Of Swing, Augustinum, Karten Tel. 08807-8899

Theaterstück von und mit Peter Spielbauer, Irschenhausen, Karten Tel. 0817 7-9383

9. August, 11:00 Uhr

Performance mit Musik Buchheim Museum w w w.buchheimmuseum.de

9. August, 10:30 Uhr

8. August, 20:00 Uhr

Lust auf…Dixie!

Theater auf der Seebühne w w w.seebuehne-ut ting.de

Orgelsommer: mit Hanna Staszewska und Clemens Schnorr, Wallfahrtskirche, Abendkasse

Alles Bürste

# Sonstiges

9. August, 20:00 Uhr

Tango Bavaria

Andechs 8. August, 19:00 Uhr

# Musik & Tanz

Die Boogies

Music for Dancing im Bräustüberl im Schloss Tel. 08152-99120

Herrsching

Klavierabend

mit Psotne Tsotskhalahvili, Werke von Bach, Chopin u. a. im Schloss Weidenkamm w w w.weidenkamm.de

3. September, 18:30 Uhr

Erik Berthold Solo

Folk- und Country-Songs Biohotel Schlossgut Oberambach Tel. 0817 7-9323

Waal 28. – 30. August, 10:00 – 18:00 Uhr

Gartenlust Schloss Waal

Gartenmesse w w w.gar tenmessen.de

15. - 23. August

Ammersee-Nachtmarkt

bis 23:00 Uhr an der Seepromenade w w w.geja-event .de

Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Anspruch auf Vollständigkeit


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Jazz am See

3.SeeJazz-Festival 2015

Jazz-Liebhaber können vom 8. bis 16. August an verschiedenen Orten am Starnberger See wunderbare Musik talentierter Künstler aus der Region genießen. Möglich macht dies der 2012 gegründete Verein SeeJazz e. V. 9. August, 20:00 Uhr

Adam Baldych + Pawel Kacmarzyk, Rittersaal Schloss Kempfenhausen

unterbiberger hofmusik

8. August, 20:00 Uhr

Unterbiberger Hofmusik im Schlossgut Oberambach, Remise

Herzstück der „Unterbiberger Hofmusik“ ist das Ehepaar Irene und Franz Josef Himpsl mit ihren drei Söhnen Xaver, Ludwig und Franz, bis auf den erst 9-jährigen Franz Junior allesamt studierte Musiker. Heimat dieser hochmusika­ lischen Familie ist eine umgebaute historische Schnapsbrennerei in Unterbiberg.

Adam Baldych, Echo-Jazzpreisträger 2013, Komponist wie Avantgardist und Pawel Kacz­ marczyk sind jung, phänomenale polnische Jazzmusiker, die aktiv in der ganzen Welt auf Tour sind. Adam Baldych gilt als funkelnder Stern im Himmel der virtuosen Jazz-Violi­ nisten. Mit 16 Jahren gefeiert als „Wunderkind“ und international weitergereicht als „Teufels­ geiger“, spielte er bereits mit hervorragenden polnischen und amerikanischen Musikern und erhielt im Laufe der Jahre diverse nationale wie internationale Auszeichnungen. Pawel Ka­ czmarczyk ist einer der aufregendsten Pianis­ ten der jungen polnischen Jazz-Generation, Komponist, Solist und Sideman.

k athrin pechlof trio

13. August, 20:00 Uhr

Echoes Of Swing, Seeresidenz Alte Post, Seeshaupt

Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das ̒ Great Ame­ rican Songbook’ und die meisterlichen Aufnah­ men vorväterlicher Helden bilden feinsten Hu­ mus für die Kreativität der Combo, die sich in verblüffenden Arrangements, virtuosen Solo­ beiträgen und ausdrucksstarken Eigenkompo­ sitionen niederschlägt.

echoes of swing

16. August, 20:00 Uhr adam baldych & pawel K acmar z yk

12. August, 20:00 Uhr

Three Fall, Museumsschiff Tutzing

threefall

Zu den ungewöhnlichsten Blüten des jungen, deutschen Jazz gehört wohl das Trio Three Fall. Vom Jazz nehmen Three Fall sich vor allem die Freiheit, das zu tun, was ihnen gefällt, so dass ihre HipHop, Funk und Reg gae Wur zeln un­ überhörbar sind. Trombone Shorty, der die Band ins Vorprogramm seiner DeutschlandTour nahm, fand sie „unique“. Diese einzigar­ tige Musik wurde in den letzten Monaten auch bei Konzerttourneen durch China, Russland und Spanien enthusiastisch gefeiert.

Kathrin Pechlof Trio, Casino auf der Roseninsel, Feldafing

Die Harfenistin, Improvisateurin und Komponis­ tin Kathrin Pechlof ist eine der wenigen Instru­ mentalistinnen ihres Fachs, die den Klang der Harfe in den zeitgenössischen Jazzkontext in­ tegriert. Sie verfolgt dabei einen eigenen Weg jenseits aller Klischees vom Harfenengel und fernab herkömmlicher Stilkategorien.

Infor m at ionen www.seejazz.de foto See: bayregio, übrige Bilder: Presse


14 |

r egi o n | P o rträt J uliane B anse

Juliane Banse T e x t Miriam Anton foto s Stefan Nimmesgern, kl. Bild: Miriam Anton

Zwischen MET und Mutter sein Die Sopranistin Juliane Banse ist am Ammersee zu Hause und beglückt mit ihrer Stimme Opernbesucher in aller Welt. Im August wird sie in St. Ottilien die AmmerSeerenade eröffnen, in der Uraufführung „Gaia“ von Wilfried Hiller. Besuch bei einer Frau, die eine internationale Karriere und den Alltag als Mutter von drei Kindern unter einen Hut bekommt

E

in Feldweg mitten im Grünen, auf der einen Seite der

gerade beim Fußball und der ältere Florian (14) auf einem Or­

Ammersee, auf der anderen der Schatzberg. Hier liegt

chester-Ausflug. Nuria schaut zu, wie ihre Mama für den Foto­

das Haus der international gefragten Opernsängerin

termin posiert. Sie ist darin ein Profi. Als es heiß wird, greift

Juliane Banse. Das Tor steht offen. Die attraktive 46-Jährige

sie zu einem Päckchen mit chinesisch aussehenden Schriftzei­

mit lockigem Haar, dezenter Schminke und schwarzem Som­

chen, darin schwarze Puder-Blättchen, mit denen sie sich die

merkleid geht voran in ein geschmackvoll eingerichtetes Haus.

Stirn abtupft. „Habe ich von einer Schülerin meines Mannes

Im Flur steht ein neuer Tischkicker, die steinerne Terrasse

aus Korea“. Wie ihr Mann, der Dirigent und Violinist Christoph

führt zum weitläufigen Garten mit Pool und Fußballwiese. Ein

Poppen, ist auch Juliane Banse viel unterwegs und tritt mit

Mädchen im Sommerkleid schaut die Besucher neugierig an –

internationalen Größen auf. Ein Drittel des Jahres gibt sie

Juliane Banses vierjährige Tochter Nuria. Sohn Lucas (12) ist

Konzerte in England, China oder Japan, die anderen zwei Drit­


| a k t uel l | 15

tel probt sie und kümmert sich um

schend aber auch anstrengend. Die MET ist

die Kinder. Juliane Banse ist diszipli­

eine Opernfabrik, ein Massenbetrieb, es weht

niert. Als ihre Tochter acht Monate

ein rauer Wind. Ansonsten ist es wie überall

alt war, sang sie sechs Stunden die

auch, die machen auch den Mund auf und sin­

Eva in Wagners ‚Meistersinger von

gen – und sie arbeiten hart.“ Ein Unterschied

Nürnberg‘. „Ich hatte ein tolles Kin­

sind die fehlenden öffentlichen Subventionen.

dermädchen und konnte zwischen­

„Wir vergessen manchmal, wie privilegiert wir

durch stillen.“ Der Fotograf möchte

hier sind.“ Juliane Banse musste zu Spon­

Bilder von Juliane Banse auf der

soren-Dinner gehen, um für Spenden zu wer­

Schaukel im Garten machen, mit der

ben, das gehörte zum Vertrag. „Die Theater­

man fast den Himmel erreichen

macher sind nicht wirklich frei, weil sie dem

kann, so hoch hängen die Seile in der

Geschmack hinterherarbeiten müssen, das

alten Linde. Sie schwingt sich fröh­

Gros der großen Geldgeber ist nicht das Fort­

lich in die Luft. Ausgerechnet jetzt

schrittlichste. Wenn dem Geldgeber die Pro­

will Nuria auch auf die Schaukel,

duktion nicht gefällt, dann spendet er das

aber sie muss warten. Trotz Hitze und Mücken bleibt die Sän­

nächste Mal halt für den Tierschutz.“ Nach ihrer letzten Vor­

gerin und ausgebildete Balletttänzerin gut gelaunt. Nach dem

stellung an der MET flog sie sofort nach Hause zu ihrer Fami­

Foto-Shooting serviert Juliane Banse Espresso aus Kapseln.

lie. „Es gibt nichts Schlimmeres, als in solche Löcher zu fallen,

Mit etwas schlechtem Gewissen, gibt sie zu, wegen des

wenn man im Hotel herumsitzt und die Aufführung nachwir­

Alu-Verpackungsmülls. Das Interview beginnt. Nuria will jetzt

ken lässt.“ Sie trägt ihre Rollen nicht mit sich nach Hause,

endlich die Aufmerksamkeit ihrer Mutter. Geht das, eine

schaltet sofort auf Familie, das muss sie auch. „Wenn mein

Strauss-Oper einüben, z wischendurch zum Kindergar ten

Sohn mit mir Französisch lernen will, ist es ihm egal, wo ich

fahren, aufräumen und Mittagessen vorbereiten? „Es ist nicht

vorher aufgetreten bin.“ Ihr nächster Rollenwunsch? „Die

so mys­t isch und künstlerisch wie man denkt, es ist auch viel

Marschallin im Rosenkavalier ist beim Universum bestellt.

simple Paukerei dabei“, sagt sie bescheiden.

Eine vielschichtige Rolle, herrlich zu singen, Strauss liegt mir

Muss man Perfektionistin sein? „Man muss perfektionistisch

perfekt. Es geht um Midlife-Crisis, ums Altwerden, um Prio­

sein, aber man wird nie fertig, muss sich alles immer neu er­

ritäten im Leben.“ Wie steht es mit ihrer eigenen Midlife-

arbeiten. Beim Muttersein habe ich es aufgegeben, perfekti­

Crisis? „Dafür habe ich keine Zeit!“ sagt sie lachend. Jetzt

onistisch zu sein, da wird jeder scheitern, der es versucht.“

freut sich Juliane Banse auf die Zusammenarbeit mit dem

Von ihren Söhnen muss sie sich viel Kritik anhören, wenn sie

Komponisten Wilfried Hiller in der Uraufführung von „Gaia“

Playstation und iPod zeitlich reglementiert. Doch die beiden

beim Eröffnungskonzert der AmmerSeerenade. Dabei singt

waren es auch, die ihre Mutter sofort unterstützt haben, als

sie nicht nur, sie trommelt und sie tanzt. Beim Konzert tre­

sie vor einer neuen Herausforderung stand. An einem der

ten auch der aufstrebende Cellist Charles-Antoine Duflot so­

Vormittage, als sie im Wohnzimmer probte, klingelte das Te­

wie die „Academy of Taiwan Strings“, ein preisgekröntes En­

lefon, ein Anruf aus New York: die MET mit einem Job-Ange­

semble aus 16 Streicherinnen und Streichern aus Taiwan auf.

bot für die Zdenka in Richard Strauss‘ „Arabella“. Der Ritter­

„Es macht Spaß im direkten Kontakt mit dem Komponisten zu

schlag im Leben einer Opernsängerin. Sie reagierte nicht

arbeiten. Im Gegensatz zu Strauss kann man einfach anrufen

euphorisch sondern pragmatisch, es ratterte in ihrem Kopf:

und fragen: Wie hast du das eigentlich gemeint?“ Das 2014

Wie mache ich das mit den Kindern, wenn ich sechs Wochen

ins Leben gerufene Klassikfestival „AmmerSeerenade“

weg bin? „Als die Jungs von der Schule nach Hause kamen,

möchte sie unterstützen: „In der heutigen Zeit wird so viel

hab‘ ich sie gleich gefragt, ob sie wissen, was die MET ist.

abgeschafft und eingespart, jede Initiative, die etwas Neues

„Klar, Mama, mach‘ das! haben sie gesagt. Nuria war damals

schafft, ist gut.“ Endlich, das Interview ist fertig und Nuria

zwei Jahre alt, das war schon schwieriger.“ Aber es hat ge­

darf jetzt mit ihrer Mama ins Wasser springen.

klappt. Ihr Mann, der nach Mexiko musste, hat die Tochter für zehn Tage nach New York gebracht und auf seiner Rückreise

Das Eröffnungskonzert mit Juliane Banse findet am Sonntag,

wieder abgeholt. Mutter und Tochter besuchten täglich ei­

den 30. August, um 20:00 Uhr in St. Ottilien, Klosterkirche

nen Spielplatz im Central Park. „Da gab es eine tolle Schaukel,

Herz-Jesu, Erzabtei 1, statt. Kartenbestellung über die Seite

wo man sich nicht festhalten musste“, erinnert sich Nuria.

www.amerseerenade.de. Infos zu Juliane Banse gibt es unter

Wie ist es, wenn ein Traum real wird? „New York ist berau­

www.julianebanse.com.

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16 |

r egion | unternehmensporträt Die Römer in Augsburg topjus

Römerlager Das römische Augsburg in Kisten Foto S staedte-fotos.de, Römisches Museum Augsburg

Aus Sicherheitsgründen musste das ehe­ malige Römische Museum in der Domi­ nikanerkirche in Augsburg im Dezember 2012 geschlossen werden. Der Fußboden war zu schwach. Deswegen traf man den Entschluss, in der Toskanischen Säulen­ halle eine Übergangsausstellung einzu­ richten, „für fünf Jahre plus x“, bis ein neues Römermuseum realisiert ist, wie Kulturreferent Thomas Weitzel bei der Eröffnung prophezeite.

F

ür Augsburg, einst eine bedeutende römische Provinz­

lung Augsburgs zu einer Handelsstadt. Gegenstände des rö­

hauptstadt mit zahlreichen archäologischen Fundstel­

mischen Alltags spielen ebenso eine Rolle wie das Ende des

len, wäre es ein großer Verlust gewesen, die Exponate

Einzelnen im Totenkult. Der Besucher erfährt außerdem, wa­

für viele Jahre ungesehen in den Depots verschwinden zu las­

rum Hölzer für den Wissenschaftler manchmal genauso wert­

sen. Die Toskanische Säulenhalle im Zeughaus ist seit kurzem

voll sind wie Goldmünzen und was es Neues gibt vom bekannten

nun Interims-Unterkunft sogar für mehr als die wichtigsten

Augsburger Pferdekopf. Dieser war ein prominenter Untersu­

Objekte der bisherigen Dauerausstellung, Denn

chungsgegenstand in einem internationalen

das Ausmaß neuer antiker Funde ist immer noch

Forschungsprojekt. Das Fragment einer Sphinx,

enorm. Zehn Paletten voller Ausgrabungsfunde

ursprünglich der Unheil abwehrende Teil eines

fallen laut Oberbürgermeister Kurt Gribl jedes

Grabmals, ist ein weiteres imponierendes Stück

Jahr in Augsburg an. Der geschäftsführende Lei­

in der Sammlung von Steindenkmälern. Und auch

ter der römischen Sammlung, Manfred Hahn,

der jüngst entdeckte, ungewöhnliche Grabstein

zeigt aus diesem Grund jetzt noch nie präsen­

für die Kinder Burilla und Burinianus aus der

tierte bzw. frisch ausgegrabene Exponate aus

Franziskanergasse wird der Öffentlichkeit zu­

Augsburg. Die jeweils aktuellsten Funde werden in der Säulen­

gänglich gemacht. Abgerundet wird die Ausstellung durch eine

halle in einer eigenen Ecke präsentiert, die immer wieder neu

Sammlung wertvoller Gemmen und Objekte aus privaten

bestückt wird. Überhaupt ist das provisorische Museum ganz

Stiftungen.

und gar nicht als Notunterkunft gestaltet – im Gegenteil. Die

Dass die Idee einschlug, wurde schon unter Beweis gestellt:

Transportkisten und Paletten vermitteln den Eindruck, als

Der Faszination Römer erlagen bereits am Eröffnungswo­

würde man sich an einer Ausgrabungsstätte befinden und

chenende Ende Juni mehrere hundert Gäste. Auch viele Schu­

nicht in einem Museum – ein gewolltes erlebnisorientiertes

len haben darauf gewartet, dass die Stadt ihre römische

Konzept von Christian Thöner. Das soll beim Besucher die

Vergangenheit wieder greif- und erlebbar macht.

Phantasie anregen und den Entdeckergeist wecken. Zu sehen sind u. a. die Funde des römischen Militärlagers AugsburgOberhausen sowie Funde, die Zeugnis geben von der Entwick­

Römis ches Mus eum im Zeugh aus Augs b urg Zeugplatz 4 · Geöffnet Di bis So, 10:00 bis 17:00 Uhr Infor m at ionen www.kunstsammlungen-museen-augsburg.de

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AUGSBURGER

| r egion | 17

OLDTIMER 27. RALLYE SEP. 2015 8.00 UHR

Anmeldung & Infos unter fuggerstadt-classic.de


18 |

r egion+| kult unternehmensporträt topjus kunst ur | mozart@augsburg

S

eit 2012 konnte man in Augsburg bereits zahlreiche renommierte Künstlerinnen und Künstler begrüßen, darunter Klaus Maria Brandauer, Hannelore Elsner, das Artemis Quartet und viele andere. Diese Reihe wird nun nahtlos fortgesetzt.

Namensgeber Mozart steht natürlich im Mittelpunkt. Mit einer ihm gewidmeten

festlichen Gala am 28. August eröffnen die Camerata Salzburg unter der Leitung von Alexander Shelley, Sopranistin Mojca Erdmann und Sebastian Knauer am Kla­ vier das Festival. Von Anfang an dabei, kommt am 30. August auch Violinist Daniel Hope mit Vivaldis Vier Jahreszeiten sowie Max Richters Vivaldi Recomposed nach Augsburg zurück. Das Cuarteto Casals und das Orchestre de Chambre de Paris unter der Leitung von Sir Roger Norrington führen Werke von Mozart, Beethoven und der Bach-Familie auf. In Anlehnung an Mozart, der häufig klassische mit populären Werken kombinierte, verbinden am 13. bzw. 15. September The King’s Singers bzw. Igudesman & Joo Comedy und Klassik auf einzigartige Weise. s eb a st i a n k n auer ist der Gründer und künstlerische Leiter des mozart@augsburg Festivals. Foto: Steven Haberland

Zum zweiten Mal präsentiert mozart@augsburg das Format Rising Stars. Diese Plattform, inspiriert von Leopold Mozarts pädagogischer Vision, gibt jungen Künstlern die Möglichkeit, im Rahmen eines internationalen Festivals aufzutreten.

Der Gründer und künstlerische Leiter des mozart@augsburg Festivals Sebastian Knauer präsentiert im vierten Jahr neue Programmhighlights und Besonderheiten: Künstler, Ensembles und Orchester, die zum ersten Mal beim Festival zu Gast sind, einen verlängerten Zeitrahmen, zusätzliche Spielstätten innerhalb der Mozartstadt Augsburg und einzigartige Programme.

mozart@augsburg, die Vierte 28. August bis 18. September Neu: Mozart im Cinemaxx Mit dem Programm „American Dream“ wird die gefragte deutsche Schauspielerin Katja Riemann als Rezitatorin in einer Gershwin-Hommage gemeinsam mit Pianist Sebastian Knauer im Saal 1 des CinemaxX Augsburg auf der Bühne stehen: eine fas­ zinierende Begegnung mit dem genialen Pianisten und Komponisten George Gershwin, populär durch seine Broadway-Erfolge und seine vom Jazz inspi­ rier ten Werke für den Konzer tsaal. Seine Schwester Frances – verkörper t durch Katja Riemann – erinner t an das beweg te, kurze Leben des großen Musikers. k atja r iem a nn

Dazu erklingen Gershwin‘s berühmteste Klavier werke wie die Preludes, das Songbook und die Soloversion der Rhapsody in Blue. „Es ist eine einzigar tige Kombination aus Wor t, Musik und Bild, die dafür sorg t, dass das Schaffen und die Leidenschaft von Georg Gershwin zu neuem Leben er weckt werden. Ich freue mich sehr, die wunderbare Katja Riemann für dieses ganz besondere Pro­ jekt gewonnen zu haben“, freut sich Sebastian Knauer. „Eine besondere Ehre, dass sie zwei Tage vor dem bundesweiten Filmstar t von ‚Fack ju Göhte 2‘, der For tsetzung einem der erfolgreichsten deutschen Kinofilme aller Zeiten, noch bei uns live und hautnah zu erleben sein wird!“

c a mer ata s a l zb urg Foto: Hechenberger

T ick e t s für diesen einzigarten Abend gibt es direkt im CinemaxX Augsburg: www.cinemaxx.de P rogr a mm und Infor m at ionen www.mozartaugsburg.com

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r egion ur | 19 | kulturbahnhof starnberg | kunst +| kult

Weichen neu gestellt Der Kulturbahnhof Starnberg

l aur i a ne fol lonier Pianistin

Der vor rund 160 Jahren erbaute Bahnhof hatte einstmals vielbeachtete Besucher: Im eigens erbauten, holzgetäfelten Wartesaal verbrachten die königlichen Herrschaften um König Ludwig II die Zeit bis zur Abfahrt. Das historische Schmuckkästchen dämmerte leider lange ungenutzt vor sich hin. Doch heute hat es sich zum Kultur­bahnhof gemausert.

I

m Jahre 185 4 wurde die Eisenbahnstrecke München –

mehr genutzt und erst in jüngster Zeit als kultureller Ort wie­

Starnberg feierlich eröffnet. Mit der Eisenbahn sollte die

dererweckt. Heute ist die Stadt Starnberg Eigentümer des

Anreise aus der Landeshauptstadt an den See und in die

unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Zwischenzeitlich

„Sommerfrische“ für Bürger und Könighaus bequemer und öko­

wird im Erdgeschoss sowohl der „Wartesaal für allerhöchste

nomischer werden. Das 1856 errichtete Bahnhofsgebäude in

Herrschaften“ als auch die ehemalige Schalterhalle (einst

Starnberg bildete damals die Endhaltestelle. Da auch die kö­

Wartesaal der I.  Klasse) mit ausgewählten kulturellen

nigliche Familie den Bahnhof nutzte, musste er als „Aufent­ „Schmankerln“ bespielt. halt hoher und allerhöchster Herrschaften“ repräsentativ ge­

Ab 18. September startet das Programm in die Herbst-Winter

staltet werden. Neben den verschiedenen Wartesälen für die

Saison. Den Anfang macht „Verfremdung“ aus der Ausstel­

I., II. und III. Klasse gab es deshalb in Starnberg einen beson­

lungsreihe „nah – fern“. Ende November spielt die Schweizer

deren holzgetäfelten Wartesaal, zwei separate Kabinette für

Pianistin Lauriane Follonier gemeinsam mit dem Sänger Pe­

den König und die Königin sowie ein eigenes königliches Vor­

ter Schön Franz Schuberts „Winterreise“ am Hammerflügel.

zimmer.

Weitere interessante Veranstaltungen und die Vorverkaufs­

Diese Ära endete nach dem Ersten Weltkrieg. Der Bahnhof mit

stellen sind im Internet und im Programm-Flyer „Kunst & Kul­

dem „Wartesaal für allerhöchste Herrschaften“ stand nun der

tur im historischen Bahnhof Starnberg am See“ zu finden. #

ganzen Bevölkerung zur Verfügung. Es zog ein Bahnhofsres­ taurant ein, das sich jahrzehntelang größter Beliebtheit er­ freute. Dann wurde es ruhiger, der königliche Saal wurde nicht

Kult ur b a hnhof Sta r nb erg Bahnhofplatz 5 · 82319 Starnberg Infor m at ionen www.starnberg.de


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b il d des mon at s

Kuchenduft liegt in der Luft Titel eines Backbuches von Betty Bossi Spiralbindung 路 320 Seiten 路 ISBN 978-3-03815-074-9


| b il d des mon at s | 21

Du riechst so gut

Du riechst so gut

Du riechst so gut Ich geh Dir hinterher Du riechst so gut Ich finde Dich So gut Ich steig Dir nach Du riechst so gut Gleich hab Ich Dich Refrain eines Songtextes von Rammstein Foto Sony Userforum


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genus s | Türkische Küche

Zwischen Orient und Okzident Die echte türkische Küche spielt mit Farben, Aromen und frischen Zutaten.

Ein kulinarischer Streifzug durch Istanbul hält weit mehr Schätze bereit als Döner Kebap und Börek und besticht durch große Vielfalt und frische Zutaten. Lassen Sie sich entführen in eine exotische Welt voller Geschmack.

D

ie echte türkische Küche ist hierzulande weitgehend

folgt festgelegten Ritualen. Nach einem Gläschen Raki, dem

unbekannt und wird gemeinhin auf Döner Kebap, Bö­

typischen Anisschnaps, werden kalte Vorspeisen, die „meze“

rek und Baklava reduziert. Damit tut man den tür­

und im Anschluss warme Zwischengerichte serviert. Das kön­

kischen Köchen unrecht, pflegen sie doch eine überaus leben­

nen gemischte Salate sein, fruchtige Gemüse-Salsa, fetter

dige Koch-Kultur. Fertig- oder Halbfertigprodukte finden

Joghurt mit Gurken oder kräftiges Püree aus dicken Sauboh­

kaum Verwendung, sondern alles wird frisch zubereitet. Die

nen. Alles wird bunt auf die Tafel gestellt und jeder kann sich

türkische Hausfrau die Türkei ist auch heute noch eine

nach Lust und Laune bedienen. Darauf folgt das Hauptgericht

patriarchalisch geprägte Gesellschaft – steht nicht selten

mit Fleisch oder Fisch. Ein türkisches Abendessen nimmt Zeit in

stundenlang in der Küche, um ein reiches Abendbrot für die

Anspruch, doch diese Zeit ist wertvoll. Nach einem langen Tag

Familie zu zaubern.

kommt endlich die ganze Familie an einem großen Tisch zusam­ men, um den Tag zu feiern und ausgelassen zu plaudern.

Alle an einem Tisch

Das gemeinsame Abendessen ist der er­ klärte Höhepunkt des Tages. Tagsüber nehmen Istanbuler aufgrund der Hitze

wenig Nahrung zu sich. Morgens begnügen sich die meisten

Schmelztiegel der Kulturen

Um sich durch die türkischen Kochtöpfe zu probieren, ist Istanbul geradezu prädesti­ niert. Die geschichtsträchtige Kultur­

mit einer Scheibe Weißbrot, dazu Schafskäse, Oliven und Ho­

hauptstadt der Türkei ist ein Schmelztiegel der verschiedenen

nig sowie Tee und halten sich auch beim Mittagessen zurück.

Regionen und Kulturen. Die Menschen kommen seit jeher aus

Das abendliche Festmahl beginnt nicht vor 20:00 Uhr und

den entlegensten Provinzen in die verheißungsvolle Stadt, die


| genus s | 23

Übrigens: Die Türkei ist Weltmeister im Export von Haselnüssen.

Der Geschmack des Orients

Schnell

verderb­

liche Lebensmittel sind aufgrund des

heißen Klimas kaum zu finden. So ist etwa die Auswahl an Milchprodukten deutlich geringer als in nordischen Ländern. Un­ verzichtbar sind jedoch die verschiedenen Sorten von weißem Käse in Salzlake aus Schafs-, Kuh- und Ziegenmilch sowie der typische Joghurt mit 10 Prozent Fettge­ halt, der zu vielen warmen Mahlzeiten gereicht wird. Beliebtes Erfrischungsge­ tränk ist Ayran, das aus Joghurt, Wasser und Salz besteht und im Handumdrehen selbst zubereitet ist. Um sich Appetit zu holen, lohnt sich der Gang über einen der vielen Istanbuler Märkte: Flanieren Sie durch enge histo­ rische Gassen vorbei an aufgetürmtem Obst, Bergen von Tomaten und Körben voller Bulgur. Händler reichen den Pas­ T e x t Stefanie Grindinger Foto Nata Vkusidey / fotolia.com

santen kleine frittierte Fischchen, kan­ dierte Früchte und handgroße, süße Fei­ gen zum Probieren – ein Hochgenuss, der seinesgleichen sucht.

Buch-Tipp The taste of Istanbul.

Die echte türkische K üche

Beim Überqueren der Galatabrücke fällt der Blick schon auf die schwankenden Boote. Je nä­ her sie rücken, desto intensiver wird der köst­ liche Duft nach frisch gegrilltem Fisch. Istanbul ist eine Stadt der Gegensätze, doch in Sachen Essen sind sich alle einig: einfach großartig. Fri­ sche Fischbrötchen am Bosporus, einen Okra­ eintopf in einer kleinen Lokanta oder liebevoll zubereitete Mantı in einem kleinen Restaurant. In diesem Buch sind die 80 besten Rezepte der Türkei vereint, von typischem Street-Food bis hin zu traditionellen Eintöpfen und Süßigkeiten. Preis 19,95 € Edition Fackelträger · ISBN 978-3-7 7 16-4573-1

ehemals Byzanz oder Konstantinopel

Großer Beliebtheit erfreut sich frischer Fisch, gefangen am Bosporus, im Schwarzen

hieß. Jede Volksgruppe – egal ob Noma­

Meer oder in der Ägäis. Schwertfisch am Spieß, gegrillter Blaubarsch oder mit Käse

den, Turkvölker, Perser, Araber oder Ar­

überbackener Krabbentopf sind besondere Delikatessen, die man sich nicht entgehen

menier – hat ihre traditionellen Rezepte

lassen sollte. In Sachen Fleisch stehen Rind, Lamm und Huhn häufig auf dem Speise­

mitgebracht. Die türkische Küche hat

plan; auf Schweinefleisch wird aus religiösen Gründen verzichtet. Kebap wird in der

also viele Gesichter!

Türkei gerne gegessen, jedoch nicht in der Form, wie wir es kennen. Das gegrillte Fleisch, was Kebap übersetzt bedeutet, ist in der Türkei ein vollwertiges Hauptge­

In vielerlei Hinsicht ähnelt sie den ande­

richt, das mit Reis und Salat serviert wird. Die Fast-Food-Variante mit Pitabrot und

ren mediterranen Länderküchen, schon

Soße wird allenfalls in Touristen-Zentren verkauft.

alleine wegen der klimatischen Bedin­

Eine Herausforderung und kein Fall für Kalorienbewusste sind die türkischen Des­

gungen. Die fruchtbaren Regionen des

serts. Kuchen, Kleingebäck und Pasteten werden mit jeder Menge Zucker zubereitet

Landes versorgen Istanbul mit allerlei

und oftmals mit Sirup übergossen. So bleiben sie schön saftig und lange haltbar. Die

frischem Obst und Gemüse. So gedeihen

Einheimischen lieben aber auch frisches Obst als Nachspeise, geschält und geschnit­

am Mittelmeer Zitrusfrüchte, Bananen,

ten serviert. Gelungener Abschluss jeden Festmahls ist ein starker Mokka. Der tür­

Tomaten und sogar Erdnüsse und Baum­

kische Kaffee wird in den charakteristischen Kupfer- oder Messing-Kannen mit

wolle, während die fruchtbaren Böden

langem Stiel gekocht. Sobald sich das Kaffeepulver komplett am Boden abgesetzt

der Schwarzmeerregion für den Anbau

hat, wird der Kaffee stilecht aus kleinen, niedrigen Tassen genossen. Dieses besonde­

von Tee, Mais und Tabak genutzt werden.

re Aroma zaubert endgültig den Geschmack des Orients in den Mund.

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genus s | T ürkische R ezepte

Kabak Mücveri Zucchinip uffer a l s Vor s p eis e Zutaten für 4 Portionen 3 mittelgroße Zucchini + 1 große Zwiebel + 3 Knoblauchze­ hen + 3 EL Öl + 3 Eier + 3 EL Mehl + 200 g beyaz peynir (weißer Käse in Salzlake) + je 1 Handvoll Blätter von glatter Petersilie, Dill und Minze + 1 TL pul biber (Paprikapulver) + Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

+ 250 g süzme

yoğurt (türkischer Joghurt mit 10 % Fettanteil) + 1 Schuss Mineralwasser + Saft von 1 Zitrone + Salz und frisch gemah­ lener schwarzer Pfeffer

+ Öl zum Ausbacken + Salz und

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer Zubereitung #  Die Zucchini putzen und grob raspeln, mit Salz bestreuen und etwas ziehen lassen. Anschließend mit den Händen portionsweise kräftig ausdrücken, eventuell noch in ein sau­ beres Geschirrtuch geben und das letzte Wasser herauspressen. #  Zwiebel und Knoblauch fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen, Zucchini, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. #  In einer Schüssel die Eier mit dem Mehl verquirlen, dann die Zucchinimischung unterheben. Den Käse zerbröseln, dazuge­ ben und alles gut vermengen. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Ebenfalls unter die Zucchinimasse mengen. Mit pul biber, Salz und Pfeffer abschmecken. #  Zum Ausbacken reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen, etwas Zucchinimasse hineingeben, mit einem Löffelrücken etwas flach drücken. Von beiden Seiten goldgelb frittieren und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. In der Zwischenzeit den Joghurt mit etwas Mineralwasser aufschlagen, mit Zitronensaft, Salz und Pfef­ fer abschmecken. Zu den Puffern reichen.

Köfte Baharatı KöfGe t e-w ür zmis chung Zutaten für 1 Portion 2 TL Kreuzkümmelsamen + 1 TL pul biber (Paprikapulver) + 1 TL rosenscharfes Paprikapulver + 1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer + 2 TL gerebelter Oregano + 1 TL gerebelte Minze Zubereitung #  Die Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne trocken (ohne Fett) rösten, bis sie duften, anschließend in einem Mörser zerstoßen. Mit den übrigen Gewürzen und Kräutern vermischen und in einem Schraubglas kühl und trocken aufbewahren.


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Adana Kebap K eb a b aus A da n a a l s H aup tger ich t Zutaten für 4 Portionen 500 g Rinderhackfleisch (oder Rind und Lamm gemischt) + 2 TL köfte-Gewürz­ mischung (s. separates Rezept) + 2 TL pul biber (Paprikapulver) + 1 Eiweiß + Salz

+ 1 EL Öl + süzme yoğurt zum Servieren (türkischer Joghurt mit 10 %

Fettanteil) + 2 lange Grillspieße (möglichst aus Metall und in Schwertform) Zubereitung #  Den Backofengrill vorheizen oder – wer mag – den Holzkohlegrill anfeuern. #  Fleisch, Gewürzmischung und pul biber in einer Schüssel kräftig verkneten. Das Eiweiß zugeben, kräftig salzen und weiterkneten, bis eine pastenartige Konsistenz erreicht ist. #  Die Kebab-Spieße mit Öl einreiben. Die Fleischmasse halbieren und je eine dicke Rolle daraus formen. Die Spieße der Länge nach mittig in die Rollen ste­ cken, das Fleisch fest andrücken und dabei gleichmäßig verteilen. Die Kebabs 3 bis 4 Minuten grillen, so dass sie gerade durch sind. Heiß mit Joghurt servieren.

Zerde S a fr a n-R eis-P udding a l s Des s ert Zutaten für 4 Portionen 6 – 8 Safranfäden + 75 g weißer Reis (mittel­ große Körner) + 30 g Maisstärke + 275 g Zucker + 1 EL Rosenwasser + 50 g Rosinen + 40 g ge­ hackte Pistazien Zubereitung #  Den Safran in eine Tasse geben, mit 60 ml heißem Wasser übergießen und 1 bis 2 Stunden stehen lassen. #  Den Reis gründlich waschen und abtropfen lassen, dann mit 1,5 l Wasser in einem Topf zum Sieden bringen. Den Topf zudecken, die Hitze reduzieren und 20 Minuten köcheln, bis der Reis weich ist. #  Die Maisstärke in einer kleinen Schüssel mit 80 ml kaltem Wasser glatt rühren. Den Zucker und die Safranmischung in den Reis rühren, die Maisstär­ kemischung dazugeben und 3 bis 4 Minuten verrühren, bis der Pudding kocht und eindickt. Vom Herd nehmen, das Rosenwasser einrühren und leicht ab­ kühlen lassen. #  Auf sechs Gläser mit je 300 ml Volumen verteilen, mit Rosinen und Pistazien bestreuen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie ab­ decken und in den Kühlschrank stellen. Den gekühlten zerde mit einem Klecks kaymak servieren. Hält sich im Kühlschrank bis zu 4 Tage.

r e zep tFoto S Jaek / Fackelträger Verlag


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genus s | Superfoods

S

uperfoods nennt man Lebensmittel mit einem beson­ ders hohen und konzentrierten Anteil an wertvollen In­ haltsstoffen. Auch hierzulande finden sich viele solcher

Lebensmittel, beispielsweise Grünkohl, Weizengras, Vollkorn

oder die Goji Beere, besser bei uns bekannt als Wolfsbeere oder „Gemeiner Bocksdorn“. Ja richtig, die berühmte Goji Bee­ re wurde nicht nur in der Chinesischen Medizin geschätzt; auch unsere Vorfahren in unseren Breitengraden wussten um die Wunderwirkung. Superfoods sind für jede Ernährungsweise geeignet und un­ terstützen die Gesundheitsvorsorge und das allgemeine Wohlbefinden. Zudem können sie beim vernünftigen Abneh­ men helfen, Stress entgegenwirken, den Alterungsprozess aufhalten, Energie geben, Erkältungen vertreiben, entgiften und das Gehirn powern. Und sie schmecken superlecker, wenn sie gekonnt einfach und köstlich zubereitet werden.

Power auf Dauer

„Superfood Küche“ – das Beste aus der Natur Foto baibaz / fotolia.com

Goji / Bocksdorn

Die Beere hat einen außergewöhnlich ausgewogenen Gehalt an Makronähr­

stoffen (Proteine, Kohlenhydrate, Fett und sogar lösliche Bal­ laststoffe). Sie verfügt über achtzehn Aminosäuren (inkl. der acht essentiellen Aminosäuren), die 10 % der Zusammenset­ zung der Frucht ausmachen. Hinzu kommen ihre Mikronähr­ stoffe, ihre Vitamine und Spurenelemente; kurz ein Wunder der Natur.

Quinoa

Die UNO erklärte das Jahr 2013 zum „Jahr der Quinoa“. Diese alte Getreidepflanze

ist ebenfalls ein Superfood und soll aufgrund der vielen gesun­ den Nährstoffe und ihres einfachen Anbaus helfen, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen.

Weizengraspulver + Grünkohl

Weizengras enthält mehr als 70 ver­ schiedene Vitamine und Mineralien. Und Grünkohl hat pro Kalorie mehr Eisen als

Rindfleisch und mehr Calcium als Milch. Kohl stärkt Nerven, Knochen und ist gut für die körperlichen Abwehrstoffe. Er darf nur nicht verkocht werden. Darum: einfach einmal Grünkohl im Smoothie trinken, ein genussvolles Erlebnis besonders für Grünkohlmuffel. Quel l e humannews

#

Wer Superfoods hört, denkt häufig an exotische Pülverchen aus Wurzeln oder Beeren von fernen Landen oder gar Nah­ rungsmittelergänzung. Superfoods kommen auch nicht aus dem Labor oder von hochgezüchteten Pflanzen. Ganz im Gegenteil: Es handelt sich um altbewährte Naturprodukte.


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Klosterstüble

Umwerfend:

Karotten-Yacón-Suppe mit Gojibeeren Da Karotten und Yacón zu den „süßen“ Wurzeln gehören, sind sie natürliche Geschmacksge­ fährten in dieser umwerfenden, abenteuer­ lichen Suppe. Das i-Tüpfelchen bringen die Goji­ beeren, die am Ende dazu kommen. Sie werden zur Vorbereitung in frischem Karottensaft ein­ geweicht und explodieren dann tatsächlich mit süßem Geschmack beim Kauen. Zu den vielen Vorzügen dieser Suppe zählen die Stärkung des Sehvermögens dank des hohen Gehalts an Ca­ rotin in Karotten und Gojibeeren und die Förde­ rung einer guten Verdauung dank Yacón.

Oberschönenfeld

Wir auf uns e u fre nser vierung e Ihre Rter Telefon0: un 8 – 3 7 3. . . . . . . 0 8 2.3. . . . . . . . . ........ gszeiten: n Ö f f n un s t a g b i s e i D ag ab Sonnt Uhr 10

Zutaten (für 4 – 6 Portionen) 1,5 Tassen frischer Karottensaft + 2 Esslöffel Gojibeeren, getrocknet + 2 Esslöffel Kokosöl + 1 Tasse süße gelbe Zwiebel, ge­ hackt + 1 Rote Jalapeñoschote, ohne Kerne, fein gehackt + 450 g Karotten, in Scheiben geschnitten + 1 Tasse (gehäuft) getrocknete Yacónstreifen (alterna­ tiv können auch getrocknete Apfelringe verwendet werden) + 3 Tassen Gemü­ sebrühe mit wenig Salz + 1 Tasse Wasser + 0,5 Tasse Kokosmilch light + Meer­ salz und grob gemahlener Pfeffer zum Abschmecken + Essbare Blüten und Kräuter zum Garnieren (optional) Zubereitung  In einer kleinen Schüssel oder einem Glas Karottensaft und Gojibeeren verrüh­ ren. Für 30 Minuten einweichen lassen, bis die Beeren dick und weich sind.  Während die Beeren einweichen bereiten Sie die Suppe vor. Erhitzen Sie das Kokosöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Zwiebeln zugeben und 3-4 Minuten glasig braten. Roten Jalapeño zugeben, umrühren und eine weitere Mi­ nute dünsten lassen. Fügen Sie Karotten, Yacón, Gemüsebrühe und Wasser zu und bringen Sie alles zum Kochen. Hitze auf ein Simmern reduzieren, zudecken und 30 Minuten köcheln lassen, bis die Karotten weich sind. Die Mischung in ei­ nen Mixer umfüllen, Kokosmilch dazu gießen und zu einem dickem Püree verar­ beiten. Den Karottensaft mit den Gojibeeren durch ein Sieb gießen, die Beeren für einen Moment beiseite stellen und Karottensaft in die Suppe geben. Mixen bis alles sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren die Suppe in Schüsseln schöpfen. Mit ein paar Gojibeeren garnie­ ren und optional mit Blüten und Kräutern (wie Ringelblumenblütenblätter und Estragonblätter) und mit einem Hauch schwarzem Pfeffer bestreuen.

Biergarten und Sonnenterrasse Zisterzienserinnen Abtei Oberschönenfeld Oberschönenfeld 1 86459 Gessertshausen www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de

Buchtipps

Glück im Glas:

Sanddorn-Karotte Smoothie In Russland verwendet man Sanddornbee­ ren oft in cremigen Drinks, gebraut aus fri­ schen Beeren, Karottensaft und Butter­ milch – eine Kombination, die vielleicht etwas fragwürdig erscheint, aber erstaun­ lich süchtig macht. Dieses Rezept transfor­ miert das extravagante Gebräu zu einem höchst erfrischenden Superfood-Smoothie ... mit außerordentlichem und deutlich opti­ miertem Genuss-Faktor. Zutaten (für zwei Portionen à 475 ml) ⅓ Tasse rohe Cashewkerne + ¼ Tasse Medjool-Datteln, ohne Kerne ( 3 – 4 große Früchte) + 1 ½ Tassen frischer Karotten­ saft + ¼ Tasse Sanddornsaft + 2 Tassen Kokoseis + 1 Tasse Crushed-Eis + Süßen nach Bedarf Zubereitung Mixen Sie die Cashewkerne, die Datteln, den Karotten- und den Sanddornsaft gut durch, bis die Masse cremig ist. Geben Sie die zwei Eis-Sorten dazu und mixen alles noch einmal zu einer frostigen Masse. Obwohl die Mischung schon von Haus aus süß ist, sollten Sie sie abschmecken und eventuell noch nachsüßen. S up er food-e x t r a 3 EL Chiasamen geben dem Smoothie zusätzliche Bal­ laststoffe – so macht er länger satt. rezepte + fotos Aus dem Buch „Superfood-Küche“ von Julie Morris

Julie Morris

Julie Morris

Superfood Küche

Das Buch der Superfood Smoothies

Hardcover, 256 Seiten Preis 24,99 € ISBN 978-3-86826-129-5 Königsfurt Urania Verlag

Hardcover, 208 Seiten Preis 19,99 € ISBN 978-3-86826-130-1 Königsfurt Urania Verlag

Küchenchefin, Ernährungsberaterin und Bestseller-Autorin Julie Morris aus Los Angeles vermittelt in ihren Büchern „SuperfoodKüche" und „Superfood-Smoothies“ alles Wissenswerte und Su­ perfood-Rezepte für jeden Anlass. Sie ist eine Pionierin auf dem Superfood Gebiet und eine Meisterin der Superfood Küche, die ihr Wissen auch in Koch-Shows weitergibt. Mehr Infos auf www.superfood-smoothies.de


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genus s | America’s Sweethearts

America’s Sweethearts Amerikanische Kuchenklassiker neu interpretiert Foto badmanproduction / fotolia.com


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Die amerikanische Küche lässt für Naschkatzen nahezu keine Wünsche offen: Cremige Cheesecakes, saftige Brow­ nies und krosse Waffeln mit „Schnellback-Garantie“ sind nur einige Beispiele von „America‘s Sweethearts“, die sich durchaus „schmecken lassen“ können.

We love it: Amerikanischer Brownie aus nur zwei Zutaten

Say cheese: American Cheesecake ohne Backen Nicht nur in den USA versüßt dieser cremig süße Kuchentraum Naschkatzen den Nachmit­ tag; auch hierzulande verdrängt er immer häufiger den klassischen Käsekuchen vom Dessertteller. Während für den klassischen Käsekuchen meistens Quark verwendet wird, besteht der American Cheesecake aus Frisch­ käse. Das verleiht ihm seinen unnachahm­ lichen cremigen Geschmack. Wir verraten, wie man den Gaumenschmaus auch ohne Backofen zubereiten kann. Zutaten für eine Springform � 16 cm 70 g Vollkorn-Butterkekse 30 g Butter + 1 EL Rohrzucker + 250 g Doppelrahm-Frischkäse + 50 g Crème fraîche + 100 g weiße Schokolade + 2 EL Puderzucker + 100 g Erdbeeren + 1 Blatt Gelatine + Mark einer Vanilleschote + Abrieb und Saft einer Zitrone

Die saftigen Schokoschnitten sind bei Groß und Klein gleicherma­ ßen beliebt. Dabei gehen sie der Legende nach auf einen Bäcker zurück, der mit seinen Gedanken scheinbar nicht ganz bei der Sa­ che war, denn er vergaß, seinem Kuchen Backpulver zuzufügen. Obwohl er bemerkte, dass dieser im Ofen nicht richtig aufging, hatte er keine Wahl und musste das misslungen geglaubte Backwerk seinen Gästen reichen. Die waren allerdings von dem Ergebnis be­ geistert. Seit dem 19. Jahrhundert gilt der saftige Schokoladenkuchen als typisches amerikanisches Dessert. Und für den schnellen Süßhunger zwischendurch lassen sich Brownies mit nur zwei Zutaten herstellen! Zutaten 350 g Nuss-Nougat-Creme + 4 Eier (Größe L) Zubereitung:

#  Eine viereckige Back- oder Auflaufform (ca. 20 × 30 cm) mit Backpapier auslegen. Die Eier auf­ schlagen und in einer Schüssel ca. 8 Minuten lang schaumig rühren. Die Nuss-Nougat-Creme im Wasserbad schmelzen und dabei umrühren. Löffelweise unter die Eier mischen und den Teig in die Form füllen und bei 175 °C ca. 25 bis 30 Minuten backen.

Kein altes Eisen: Amerikanische Waffeln

Zubereitung

#  Zuerst die Vollkorn-Butterkekse in einen

Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zerkleinern. Die Butter schmelzen und mit den zerbröselten Butterkeksen und 1 EL Rohrzu­ cker vermischen. Die Mischung auf dem Boden der Springform verteilen und in den Kühl­ schrank stellen.

Auf dem Frühstückstisch darf in den USA vor allem eines nicht fehlen: das Waffeleisen! Und dieses gehört keinesfalls zum alten Eisen, auch wenn Belege für seine Verwendung bereits im 9. Jahr­ hundert existieren. Während die Amerikaner ihre süßen Waffeln ganz klassisch mit Buttermilch und Natron zubereiten und dazu Ahornsirup reichen, präsentieren wir eine andere Rezeptidee.

#  Nun den Frischkäse mit der Crème fraîche

in einer Schüssel mit dem Schneebesen ver­ rühren. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und zu der Masse dazugeben. Die Zitrone heiß waschen, die Schale abreiben und ebenfalls hinzufügen. Das Ganze gut verrühren. Schoko­ lade über dem heißen Wasserbad schmelzen, leicht abkühlen lassen und zu der Masse hinzu­ fügen. Zuletzt den Puderzucker in die Schüssel geben und alles gut miteinander verrühren. Die Käsemasse nun auf dem Keksboden gleich­ mäßig verteilen und glatt streichen.

#  Für den Saucenspiegel die Gelatine in kal­ tem Wasser einweichen. Anschließend die Erd­ beeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Saft einer halben Zitrone und 1 EL Puderzucker hinzufügen und alles gut miteinander verrühren. Die Gelatine in der Mikrowelle auflösen und zur Sauce geben. Anschließend auf dem Kuchen ver­ teilen. Kuchen mindestens 2 bis 3 Stunden, am besten aber über Nacht kalt stellen.

Zutaten für 4 Waffeln Saft einer halben Orange + 2 EL Margarine + 1 EL Honig + ½ Päckchen Vanillezucker + 1 Ei + 3 EL Vollkornmehl + 3 EL gemahlene Haselnüsse + 1 Msp. Backpulver + ½ EL Öl zum Ausbacken + Puderzucker zum Bestäuben Zubereitung

#  Die Margarine mit dem Honig und dem Vanillezucker in eine Schüssel geben und mit dem Mi­ xer cremig rühren. Das Ei trennen und das Eigelb vorsichtig unter die Margarine-Honig-Mi­ schung rühren.

#  Anschließend die trockenen Zutaten (Mehl, Haselnüsse und Backpulver) vermischen und zur Masse dazugeben. Vorsichtig unterrühren. Nach und nach dabei den Orangensaft dazugeben, so dass ein zähflüssiger Teig entsteht.

#  Das Eiweiß steifschlagen und den Eischnee mit einem Schneebesen vorsichtig unter den Teig

heben. Nun das Waffeleisen vorheizen und mit Öl bestreichen. 2 EL des Teigs in das Eisen geben, Deckel schließen und ca. 4 Minuten lang ausbacken. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäu­ ben. Nach Wunsch noch Honig auf die Waffeln geben. Guten Appetit! Quel l e livingpress R e zep t e www.kuechengoetter.de · www.thekitchn.com foto s Village Inn, rezeptesuchen


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r egion | Fugger und Welser Museum

Geh’ doch dahin, wo der Pfeffer wächst! Knapp ein Jahr Fugger und Welser Museum Augsburg Seit seiner Eröffnung im Jahr 2014 haben bereits über 20.000 Menschen das Erlebnis­ museum im Äußeren Pfaffengässchen 23 besucht. Ein voller Erfolg, der zu neuen Plänen motiviert: Demnächst werden unter den Arkaden ganz besondere Kaffee-Spezialitäten serviert. Außerdem gibt es nächtliche Führungen und noch viele andere neue Angebote.

S

o spannend kann Geschichte sein: Das Fugger und

Geschichte erlebbar machen und gleichzeitig Bezüge zur Ge­

Welser Erlebnismuseum erzählt von der Bedeutung

genwart herstellen – dieser Anspruch ist schon im Leitgedan­

Augsburgs im 16. Jahrhundert und ihren berühmten

ken des Fugger und Welser Erlebnismuseums verankert: „Nur

Handelshäusern auf ganz besondere Weise. Es lässt den Be­

wer die Lektion der Geschichte verstanden hat, kann die

sucher hautnah miterleben, mit welch kaufmännischem Ge­

Zukunft begreifen.“ Auf den von innen beleuchteten Stelen

schick die damaligen Strategen agierten: weniger durch aus­

werden den historischen Geschehnissen deshalb heutige

gestellte Exponate als durch spannendes „Storytelling“,

Strukturen gegenübergestellt. Die Wissensvermittlung ist

unterstützt von modernster Technik. Als Hauptakteure tre­

kurzweilig und spannend. Mit zahlreichen interaktiven Sta­

ten Jakob Fugger der Reiche und Bartholomäus V. Welser auf.

tionen werden 500 Jahre alte Erfolgsstrukturen reflektiert

Sie sind es, die dem Betrachter Einblick in ihre Gedankenwelt

und die Besucher zum Mitmachen angeregt. Anfassen ist hier

und ihre strategischen Überlegungen geben.

erwünscht! Regelrecht eintauchen in die Geschichte der Frü­

Ein technisch aktualisierbares RFID-System hilft dabei, aktu­

hen Neuzeit kann man in den multimedialen Installationen

elle Ereignisse im Kontext der Geschichte zu spiegeln. Denn

wie etwa dem Bergwerk, der magischen Galerie „Augsburger


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Geschlechtertanz“ oder in der „Goldenen Schreibstube“: Hier werden die historischen Akteure scheinbar lebendig und der Besucher steuert die Informationen selbst.

European Design Award

So viel Innovation zieht natürlich auch internationale Aufmerksamkeit auf sich. So wurde das Ausstellungsdesign des Fugger und Welser Erlebnismuseums am 23. Mai in der Mimar Sinan Universität in Istanbul mit dem European Design Award in Bronze ausgezeichnet. Ilja Sallacz, Geschäftsleiter von LI­ QUID | Agentur für Gestaltung, nahm die Auszeichnung ent­ gegen. Die Jury des European Design Awards, bestehend aus internationalen Designkritikern und Redaktionen von euro­ päischen Design Magazinen, inspizierte und beurteilte heuer über 1.900 Einreichungen aus 35 Ländern.

Café marsch!

Bei herrlicher Aussicht in das große Areal des Stephansgartens kann man

seit dem 25. Juli unter den Renaissance Arkaden des Fugger und Welser Erlebnismuseums historisch anmutenden Kaffee genießen, der dank exotischer Gewürze eine ganz besondere Note hat. Die Tanzgruppe „Augsburger Patrizier – Tanz und Geschichte“ der IG „Historisches Augsburg e. V.“ bietet bis Ende September/Anfang Oktober jeweils samstags und sonn­ tags zwischen 12:00 und 17:00 Uhr in ihren Gewändern der Bürgerlichen besondere Spezialitäten an: Diese reichen von „Kaffee Indio“, über „Kaffee der Patrizier“ bis zu Kaf­ feezubereitungen, die Namen Augsburger Bevölkerungsgruppen tragen wie „Domstäd­ ter“ oder „Kaufherren“. Zutaten sind Karda­ mom und Zimt, Kakao oder Schokolade, Man­ delsirup; alles edle Ingredienzen, die durch die Kaufmannsfamilien im 16. Jahrhundert auch nach Augsburg kamen und zu enormen Preisen angeboten wurden.

Nachts im Museum

Unter diesem Motto werden Darsteller in

Patriziergewändern durch die Räume wan­ deln und den Besuchern aus ihrem Leben erzählen. Neu sind dabei sog. „Tableaus

Stolz präsentieren Il ja S a l l ac z (rechts) und Tourismusdirektor Göt z B eck (links) die Auszeichnung des European Design Award für das Aus­ stellungsdesign des Fugger und Welser Erlebnismuseums.

Auszüge aus dem analogen Gästebuch Die Da r st el lung der H a ndel sa b l äuf e hat mir sehr gut gefallen. So etwas wie in Jakob Fuggers Büro hatte ich noch nie gesehen. (A.H.) Hu t a b ! Vor diesem Konzept! …das schreibt Ihnen jemand, der in NRW Me­ dienproduktionen für Museumspäda­ gogen erstellt! (09.10.14) Ungl aub l ich was hier geschaffen wurde! Danke für diese tolle Reise zwi­ schen damals & heute! RG

vivants“, also lebende Bilder, bei denen die Schauspieler minutenlang in Starre verfallen, um sich dann

Museumsmagazin

Optisch aufwändig und hochwertig gestaltet

präsentiert sich das neue, 70-seitige Maga­ zin „Fugger und Welser, Museum, Historie, Marketing“, das in interessanten, von His­ torikern verfassten Beiträgen die Verbin­ dung von Vergangenheit und Gegenwart herstellt und ihre Schlüsse daraus zieht. Es ist für 9.90 € erhältlich. An der reichen Handelsstadt Augsburg kam im frühen 16. Jahrhunder t keiner vorbei. Dafür sorg ten die Fugger und die Welser mit ihrer Finanzkraft und ihren immensen Handelsimperien. Noch heute

dürfte Jakob Fugger der Reiche (1 459 – 15 25) zu den be­

wieder zu bewegen. Die Anzahl der Gruppen-Führungen,

kanntesten Augsburgern zählen. Mit der Fuggerei hat er sich

die tagsüber stattfinden, wurde er weiter t und spezifi­

selbst ein Denkmal gesetzt und auch das Fugger und Welser

zier t, z. B. für Schulklassen. „Geh’ doch dahin, wo der Pfef­

Erlebnismuseum sorgt dafür, dass seine Maximen bis heute

fer wächst“ heißt übrigens eines der Führungsprogramme

nichts von ihrer wegweisenden Wirkung eingebüßt haben. #

für Schüler. Jeden zweiten Sonntag im Monat gibt es um 11:00 Uhr eine Führung für Besucher, die nicht in einer Gruppe unter wegs sind.

Infor m at ionen www.fugger-und-welser-museum.de foto s Tanzgruppe: Siegfried Kerpf; Gebäude: Rudolf Morbitzer; Preisverleihung: Regio Augsburg


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r egion | ammerseerenade

b oot s h aus des Augsburger Seglerclubs in Utting: außergewöhnliche Location für den großen Gala-Abend

2. AMMERSEErenade

Roter Steinway im Kuhstall Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr bringt auch die 2. AMMERSEErenade im Spätsommer in sage und schreibe 33 Veranstaltungen herausragende Kammermusik an außergewöhnliche Spielorte rund um den Ammersee. t e x t Konstantin Fritz

V

om 30. August bis 5. September 2015 umspannt das 2.

Steinway-Flügel im umfunktionierten Kuhstall. Bildhauer

Klassikfestival AMMERSEErenade den Ammersee

aus der Gegend stellen gleichzeitig hier ihre Werke aus. Am

südwestlich von München wieder mit feinster Musik

ersten Festivaltag ( 30. August ) gibt es einen einmaligen

und Kunst an herrlichen Spielorten: Vom Kloster bis zum

Auftakt: Dann stehen ausnahmsweise die Türen zu den pri­

Bootshaus, vom umgebauten Heustadel bis zur jahrhunder­

vaten Kapellen der Bauernhöfe und Landgüter rund um den

tealten Parkanlage finden sieben Konzerte mit Weltklasse-

See offen; mit nur 20 bis 100 Plätzen sind die Kleinode geis­

Musikern statt, die sonst in New York, Paris, Wien oder Tai­

tigen und künstlerischen Schaffens die kleinsten Konzertor­

pei zu hören sind. Junge Talente aus der Region und ganz

te der AMMERSEErenade. In zauberhafter Atmosphäre ist

Deutschland, die Stars von morgen, begeistern das Publi­

hier Musik zu erleben, deren Spannbreite von Stuben- über

kum während der täglichen Happy Classic Hours am knallroten

Blasmusik bis hin zu Unplugged-Konzerten reicht.


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k a p el l e gu t romen t h a l · Foto Brititte Bermeier

ch a r l es-a n toine duf lot Foto Renaud Cambuzat

w il f r ied hil l er

gu t achs el s ch wa ng, ehemaliger Braunviehstall

ja no s k a-b rüder

Festivalinitiatoren und -organisatoren sind die Mitglieder

ist nicht nur landschaftlich und kulturhistorisch eine der at­

des eigens gegründeten Vereins „Kultur am Ammersee e. V.“

traktivsten und interessantesten Gegenden Deutschlands.

mit ihrem künstlerischen Berater, Komponist und Carl-Orff-

Sondern seit 2014 auch Heimat für ein sehr spannendes Klas­

Gefährten Wilfried Hiller.

sikfestival. So eröffnet die international gefragte Sopranis­ tin (und weltweit eine der vielseitigsten deutschsprachigen

Herrliche Landschaft, Salonkonzerte, Weltstars, intime At­

Sängerinnen) Juliane Banse das Festival in der Klosterkirche

mosphäre, ein Höhepunkt nach dem anderen – es ist nicht

von St. Ottilien mit einer Uraufführung von Wilfried Hiller ge­

einfach, die AMMERSEErenade mit wenigen Worten gebüh­

meinsam mit dem jungen, aufstrebenden Cellisten Charles-

rend zu beschreiben. Klar ist, dass im Spätsommer ein ganz

Antoine Duflot sowie der „Academy of Taiwan Strings“, einem

besonderer Zauber über der Ammerseeregion liegt. Denn sie

preisgekrönten Ensemble von 16 Streicherinnen und Streichern →


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r egion | ammerseerenade

aus Taiwan. Es ist erstmals in Bayern zu hören und das gleich zwei Abende lang: Am zweiten Festivalabend interpretiert es gemeinsam mit dem jungen Percussionisten und ARD-Preis­ träger Alexej Gerassimez Sibelius, Haydn und Mieczyslaw Karlowicz in Herrsching – ein Ausnahmekonzert! Starglanz am Ost- und Westufer: Die legendäre Sopranistin Anja Silja spricht im Herrschinger Kurparkschlösschen zu ih­ rem 75. Geburtstag über ihr Leben und Bayreuth. Später dann bespielt das weltbekannte Szymanowski-Quartett, sonst in der New Yorker Carnegie Hall zu hören und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, virtuos eine Gasthofscheune in He­ chenwang bei Schondorf am Ammersee. Im Florian-Stadl des Kloster Andechs spannt am 2. September das renommierte Wiener Janoska-Ensemble mit seiner Improvisationskunst ei­ s z y m a now s k i-qua r t e t t

nen Bogen von populären klassischen Werken über Eigenkom­ positionen hin zu Arrangements aus Genres wie Gypsy, Tango und Pop-Musik: ein mitreißendes Konzert von „Classic Imperi­ al Sounds aus Wien“. Es wird vom Radio-Medienpartner BR Klassik aufgezeichnet. Am Gala-Abend im Bootshaus des Augsburger Segler-Clubs in Utting am Ammersee spielt zunächst der junge russische Pia­ nist Denis Kozhukhin Haydn und Prokofjew. Kozhukhin wird mentoriert von Valery Gergiev und ist seit einigen Jahren auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. Im Anschluss begeis­ tert die britische Sopranistin Louise Alder, Ensemblemitglied der Frankfurter Oper, mit feinsten Liedinterpretationen ihre Zuhörer – am Klavier spielt der wohl gefragteste und bekann­ teste Liedbegleiter unserer Zeit, Helmut Deutsch.

louis e a l der

Carl Orff wäre heuer 120 Jahre alt geworden. Mehr als Grund genug, den Weltkomponisten und Dießener Bürger mit einer Hommage zu ehren: Die „Singphoniker“ vermischen seine Werke kongenial mit den Klassikern der Comedian Harmo­ nists. Am Abschlussabend lädt das Festival im ehemaligen Braunviehstall von Gut Achselschwang zum Quartett „Passo Avanti“. Hier ist kammermusikalisches Zusammenspiel in bes­ ter Streichquartett-Tradition ebenso möglich wie das feurige Swingen einer Gypsyjazz-Combo. Zudem gibt der junge, mehrfach preisgekrönte Pianist Amadeus Wiesensee Werke von Beethoven und Liszt zum Besten. Bei den „Happy Classic Hours“ auf Gut Achselschwang sind an jedem Festivaltag vor den Hauptkonzerten junge Musiktalente zu erleben, die die Werke von zehn Skulpteurinnen und Bildhauern aus der Am­ denis kozhuk in · FOTO Felix Broede

merseeregion musikalisch in Szene setzen. Infor m at ion www.ammerseerenade.de foto s AMMERSEErenade, soweit nicht anders angegeben

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8 Golfclub Feldafing e. V.

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20 Golfclub Gersthofen e. V.

30 Golfclub Eggelstetten Gut Maierhof e. V.

21 Golfrange Augsburg

86698 Eggelstetten-Oberndorf www.golfclub-eggelstetten.de

82396 Pähl · www.gchp.de

10 Golf- und Landclub Bergkramerhof e. V. 82515 Wolfratshausen · www.gc-bergkramerhof.de

11 Golfclub München- Riedhof e. V. 825 4 4 Egling · www.riedhof.de

12 Golfclub Beuerberg e. V. 825 47 Beuerberg · www.gc-beuerberg.de

13 Golfclub Dachau e. V.

22 Golfclub Lechfeld e. V. 23 Golfclub Königsbrunn e. V. 86343 Königsbrunn · www.gc-koenigsbrunn.de

31 Golfclub zu Gut Ludwigsberg e. V. 868 42 Türkheim www.golfclub-tuerkheim.de

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14 Golfclub Eschenried e. V. 85232 Eschenried · www.gceschenried.de

85293 Reichertshausen · www.gcr.de

17 GolfPark Gerolsbach Hof 1 · 85302 Gerolsbach Tel. 08 4 45 / 799 www.golfpark-gerolsbach.de 18 Loch, sanft hügelig, anspruchsvolle Gastronomie

27 Golfclub Donauwörth Gut Lederstatt · Lederstatt 1 86609 Donauwörth Tel. 0906 / 404 4 www.gc-donauwoerth.de 21 Loch, leicht hügelig, Blick über die Donau

33 Golfclub Hellengerst e. V.

34 Golfclub Hammerschmiede e. V.

35 Golfclub Bad Wörishofen 87668 Bad Wörishofen www.golfclub-bad-woerishofen.de

36 Golfclub Schloss Klingenburg e. V. 89343 Jettingen-Scheppach www.golf-klingenburg.de

FOTO: BURAK ÇAKMAK – FOTOLIA.COM / comtex

6 Golfclub Starnberg e. V.


36 |

s p or t + s pa s s | Power-Gymnastik

Powerbands Foto s Let’s Bands

Widerstands-Training

Sonne tanken und gleichzeitig effektiv den Körper trainieren? Mit kleinen bunten Bändern, die in jede Tasche passen, ist das kein Problem. Let’s Bands heißen die verschieden starken Powerbands, mit denen unterschiedliche Übungen auch im Freien absolviert werden können.

S

ixpack, Bauch, Beine, Po? Muskelaufbau, Stretching

wird es. Das wiederum sorgt für eine ideale Beanspruchung

oder einfach nur Warm-up? Die Einsatzmöglichkeiten

der Muskulatur. Auf der Website finden sich zahlreiche Videos

für Männer und Frauen sind extrem vielseitig. Und da­

und Anleitungen, wie die Powerbands eingesetzt werden kön­

bei nehmen die Powerband von Let’s Bands so gut wie keinen

nen und welche Körperpartien sie trainieren. Hier kann auch

Platz weg. Sie sind aus hochwertigem Naturkautschuk gefer­

nachgelesen werden, welche Bandstärke für welchen Leis­

tigt und erzeugen bei Benutzung einen progressiven Wider­

tungsgrad angebracht ist.

stand, das heißt, je stärker man zieht, umso anstrengender

Infor m at ionen www.letsbands.com

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| s p or t + s pa s s | 37

Eine App, die fit macht

Digital organisierte Fitness von Freeletics Foto freeletics

Den inneren Schweinehund überwinden und mit Gleich­ gesinnten Schweiß, Tränen aber auch sportliche Erfolge teilen kann man jetzt über sein Smartphone. Möglich macht das seit Mitte 2013 das Münchner Unternehmen Freeletics, das bis heute rund sechs Millionen Mitglieder motivieren konnte.

F

reeletics hat die Vision, jeden Menschen auf der Welt dabei zu unterstützen, physisch wie auch mental, sein volles Potential zu entfalten und damit zur stärksten Version seiner selbst zu werden. Geboten wird vor allem Motiva­

tion und ein Online-Fitness-Programm, das in der Grundversion kostenlos erhält­ lich ist und als individualisierte Version 80.– € im Jahr kostet. Die Übungen sind im Prinzip nicht neu, tragen aber hippere Namen. Aus Liegestützen werden Push-ups

und aus Kniebeugen Squats. Entscheidend ist in allen Fällen, dass man sich bis zum Anschlag verausgabt. Was logischerweise bedeutet, dass das Programm nur für gesunde und sportliche Menschen geeignet ist und nicht für ältere, kranke oder ganz und gar unsportliche. Trainiert wird grundsätzlich ohne Geräte, das Pro­ gramm kann theoretisch also an jedem Ort durchgezogen werden. Die Software enthält über 700 verschiedene Übungskombinationen. Das Herzstück von Freeletics bildet die Community. Damit der „freie Athlet“, wie Freeletics seine Kunden nennt, auch durchhält, wird nach einem Punktesystem trainiert. Durch die Vernetzung mit Facebook wird das Training quasi öffentlich und Erfolge werden ebenso wie im schlechtesten Fall Misserfolge von digitalen Kommentaren begleitet. Vorher-Nach­ her-Fotos kursieren im Netz, man stachelt sich gegenseitig an. Und man kann sich über Facebook zum gemeinsamen Sporttreiben verabreden. Infor m at ionen www.freeletics.com

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s p eci a l t r ach t en | Aktuelle Mode

a l p enher z Traum­ haftes Dirndl mit einem geschwungenen Ausschnitt – macht ein tolles Dekolleté

S p or ta l m Zurückhaltend in der Farbe, dafür umso perfekter mit den Accessoires

„O’Zogn is!“ Foto s Anbieter / Hersteller W enger Unaufgeregtes schlichtes Dirndl in klassischer Farbstellung für jeden Tag Gö s s l Hirsch­ lederner Janker für Ihn – ein Stück fürs Leben

Die aktuelle Trachtenund Landhausmode

T

racht ist ein Dauerbrenner. Kein zünftiges Fest, kein lässiger Event bei uns im Süden und schon gar nicht die Wies’n macht Spaß

ohne Dirndl, Lederhose oder Trachteng wand. Wo geht der Trend hin? Bei den schönsten Dirndln reicht der Rock übers Knie. Die Ledershorts der Mädels dürfen dagegen nach wie vor knackig sit­

zen. Und den Männern wird in Sachen Trachten­ look mehr Modemut zugetraut. Schaut‘s eich einfach mal bei uns um!

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Erst schöne Accessoires machen den Trachtenlook perfekt. Oft kommt es halt auf Kleinigkeiten an. Hier ein paar Anregungen Modis che S chür zen a nh ä nger gesehen bei Sissi & Franz® www.sissi-trachten.de

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44 |

s p eci a l t r ach t en | Annabell Fiebiger

„O’Zopft is!“ Frisuren, Fotos und mehr von Annabell Fiebiger Allrounderin im wahrsten Sinn des Wortes ist die Fotografin, Visagistin, Hairstylistin und seit neuestem auch Buchautorin Annabell Fiebiger aus Neusäß. Bei Shootings in ihrem Studio oder an anderen Locations kann sie viele Leistungen aus einer Hand anbie­ ten. Für die Leserinnen des SchlossMagazins zeigt sie in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sich eine trendige Trachtenfrisur flechten lässt.

V

ielseitigkeit steht ganz oben auf der Liste der Eigenschaften, mit denen sich Annabell Fiebiger selbst charakterisiert. Sie sucht ganz bewusst Abwechs­ lung, Spaß und Ganzheitlichkeit bei der Arbeit. So lautet ihr Credo: „Man

muss mit der Zeit gehen, um dabei zu bleiben, aber die Herausforderung macht das

Leben spannend.“ Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin startete ihren Berufsweg zu­ nächst mit einer Schneiderlehre im Hinblick auf ihr ursprüngliches Ziel, Modede­ signerin zu werden. Nebenher machte sie eine Friseurlehre und besuchte später eine Visagistenschule in München. Hier kam sie in Kontakt mit professionellen Fo­ tografen, was ihr Interesse für die Fotografie weckte. Nach einem entsprechenden Fernstudium sollte diese bald in ihrem beruflichen Fokus stehen. Menschen aus un­ terschiedlichen Perspektiven zu zeigen, persönliche Züge herauszuarbeiten und Interessantes sichtbar zu machen sind Annabell Fiebigers Leitgedanken. Oft seien es Kleinigkeiten, die ein Bild zu dem machen, was es ist. Gerade bei Hochzeits-

Buch-Tipp

Shootings kommt diese Einstellung zum Tragen und speziell der Umstand, dass sie

Zauberhafte Flechtfrisuren

sich auch um Hairstyling und Make-up der Braut kümmern kann, ist von großem

A nnabell F iebiger

Vorteil. Ein weiterer Interessenschwerpunkt in der Fotografie ist die Architektur. Annabell Fiebiger liebt es, den „Spirit“ alter Gebäude im Bild einzufangen. Doch ein ganz anderes Projekt liegt ihr derzeit besonders am Herzen: Im August erscheint ihr erstes Buch „Zauberhafte Flechtfrisuren“, das Schritt für Schritt in Wort und Bild demonstriert, wie sich ausgefallene Looks flechten lassen, die natürlich beson­ ders gut zur Trachtenmode passen. Für das SchlossMagazin zeigt sie exklusiv, wie der sog. Holländische Zopf geflochten wird. Weitere Bücher sind übrigens in Pla­ nung, z. B. ein Band über Lockenfrisuren. (hea) A nn a b el l F ieb iger Wilhelm März Str. 1 86356 Neusäß Tel. 0170-2474699 w w w.annabellf iebiger.de

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Kein alter Zopf – Flechten ist Trend! Das Buch Zauberhaf te Flechtfrisuren Von schnell gemacht bis extravagant zeigt 18 Flechtmodelle – Bauernzöpfe, Haarkränze, Chignons usw. – mit zahl­ reichen Step-Bildern und leicht ver­ ständlichen Texten. Mit Extra-Kapitel zu den Grundtechniken des Flechtens, Haartypen, Locken u.v.m. 96 Seiten Preis 7,99 € · ISBN 978-3869415789 Komet Verlag www.komet-verlag.de


| s p eCi a l t r ach t en | 45

Holländischer Zopf Für den Holländischen Zopf benötigt man über­ schulterlange Haare.

Schritt 1

Die Haare gut durchkäm­ men und bis zum Nacken einen Mittelscheitel ziehen.

Schritt 2

Vorne auf dem Oberkopf auf einer Seite parallel zum Scheitel eine dicke Strähne in drei gleich große Partien teilen.

Schritt 3

Zuerst die linke Strähne unter die mittlere legen und dann die rechte.

Schritt 4

Mit einem Finger eine weitere Strähne auf der linken Seite abteilen und zur rechten, bereits geflochtenen hinzufügen. Darauf achten, dass alle Strähnen unterhalb ab­g elegt werden. Strähnen von der rechten Seite auf die gleiche Weise einflechten.

Schritt 5

Auf diese Art vom Mittelscheitel ausgehend weiterflechten und am Schluss in einen normalen Zopf übergehen. Die Enden mit einem Gummi abbinden.

Workshop zum Buch

Fotografie, Make-up, Hairstyling Samstag, 3 1. Ok tober 20 15 9:30 bis 16:00 Uhr Teilnahmegebühr 89.– € maximal 6 Teilnehmer Anmeldung unter info@annabellf iebiger.de

Schritt 5

Den Vorgang auf der anderen Kopfhälfte wiederholen.

Schritt 6

Beide Zöpfe im Nacken kreuzen und mit Haar­ klammern an den Seiten befestigen; die Enden unter dem Flechtwerk verschwinden lassen.

Extra-Tipp:

Bei stufigen Haarschnitten stehen die Haarspit­ zen immer etwas vom Flechtzopf ab. Sie können den trendigen „Undone“-Look betonen, indem Sie mit einem Stielkamm weitere Spitzen aus dem Zopf ziehen. Falls Sie eine akkurate Flechtfrisur vorziehen, die Spitzen mit dem Stielkamm wieder in den Zopf zurückschieben und die Frisur mit Haarspray fixieren.


46 |

s p eci a l t r ach t en | Doris Limmer

„Aufputzt is!“ Designerhüte von Doris Limmer Foto s Annabell Fiebiger (Hüte), Stefan Heinrich


| s p eCi a l t r ach t en | 47

Sie ist eine waschechte Augsburgerin und hat ein sicheres Gespür für Typenerkennung, wie man ihr zu Recht nachsagt. Die Modistenmeisterin Doris Limmer registriert auf den ersten Blick, welches Hutmodell der Kundin steht – und wenn grade kein passendes im Fundus zu finden ist, dann fertigt sie eben eines an, ganz nach den individuellen Wünschen, aber mit der nötigen Portion Know-how und Stilgefühl.

D

ie Hutwerkstatt von Doris Limmer im

das gewisse Etwas verleiht. So etwas lässt sich

Stadtteil Lechhausen ist voll gespickt

nicht in ein Zeitraster fassen.

mit Damenhüten aller Art, vom reprä­

Gelernt hat Doris Limmer im renommierten

sentativen „Wagenrad“ für exklusive Anlässe

„Haus der Hüte“ in Augsburg und wurde Modistin

über

Kopf­

aus Freude am Handwerklichen. Als dieses Ge­

schmuck bis hin zu kleinen „Fascinators“, also

schäft Ende der 1990er Jahre aus Altersgründen

fantasievollen

extravaganten

Arrangements aus Stoff, Spitze, Federn oder

doris limmer

anderen leichten Materialien, die mit Haarna­

geschlossen wurde, stand Doris Limmer vor der Wahl, Augsburg zu verlassen oder sich selbst­

deln, einem Kamm oder einem Haarreif unsichtbar auf dem

ständig zu machen. Sie entschied sich für Letzteres und hat es

Kopf befestigt werden und über dem Haar zu schweben

nicht bereut. Jeden Tag kann sie nun ihre Kreativität, die

scheinen. Aber auch „praktische“ Kopfbedeckungen für die

Freude am Umgang mit dem Material ausleben. Überregionale

kalte Jahreszeit haben ihren Platz. Und sogar Kopfputz nach

Anerkennung für Ihre Arbeit hat sie übrigens auch schon er­

historischem Vorbild kann man von Doris Limmer bekommen.

halten. 2014 war sie unter den Bewerbern für den Danner-

Die meisten Hutmodelle sind Unikate. Gerne fertigt Doris

Preis der Danner-Stiftung im Landeswettbewerb zur Förde­

Limmer die Hüte individuell auf die Kundinnen abgestimmt

rung des Kunsthandwerks in Bayern, der im dreijährigen

und nach Maß – meist sind es Stammkundinnen oder auch

Turnus ausgeschrieben wird. Ihre Kreationen wurden ausge­

hutbegeisterte Damen, die durch Mundpropaganda ange­

stellt und sind im Katalog Danner-Preis 2014 zu finden.

lockt werden. Da gilt es ein bestimmtes Outfit mit einem Hut

Wer „seinen“ neuen Hut von Doris Limmer erwerben möchte,

perfekt zu krönen, aus einem Erbstück ein topaktuelles Teil

sollte einen Termin in ihrer Wertstatt vereinbaren. Mit etwas

zu machen oder einem einstmals heiß geliebten, aber nun

Glück kann man aber auch einmal Ihre Hüte in dem einen oder

hoffnungslos unmodischen oder unpassenden Kleidungs­

anderen, eigentlich leerstehenden Ladengeschäft in Augsburg

stück ein neues Leben als Kopfputz zu verleihen. „Upcycling“

probetragen, das sie bei passender Gelegenheit für eine kurze

nennt Doris Limmer ihre Idee, wenn sie aus einem ehema­

Zeit anmietet, z. B. in der Adventszeit. Die Trachtenhüte auf die­

ligen Mieder eine Kappe designt, einen alten Persianerman­

ser Seite stammen natürlich auch aus der Limmer’schen Werk­

tel in schicke Hüte verwandelt oder einen verfilzen Pulli als

statt – grade recht zum Start in die Wies‘n Saison. (hea)

kunstvolle Mütze adelt. So wurde z. B. aus einer früheren Lieblingsbluse einer Kundin ein Turban, dem man sein ur­ sprüngliches Leben auf den ersten Blick nicht ansieht. Ange­ regt von einer Ausstellung im tim Museum in Augsburg über Strümpfe hatte sie den Einfall, aus Strumpfhosen flexible Headpieces zu machen. Wer sich selbst an einem Fascinator versuchen möchte, dem bietet Doris Limmer kleine Bastelpa­ ckungen an. Aus Filzblüten, Federn, Perlen und ähnlichem lässt sich zum Beispiel nach Anleitung passend zu einem Dirndl ein dekoratives Schmuckteil basteln, das mit einem Kämmchen ins Haar gesteckt werden kann. Auf die Frage, wie lange so ein Hut durchschnittlich bis zur Fertigstellung braucht, kann Doris Limmer nur schmunzeln: Da jedes Teil ein einzigartiges Stück ist, kann es auch mal sehr, sehr lange dauern, bis das Accessoire gefunden ist, das dem Kopfputz

Dor is L immer Hu t w er k stat t Scharnhorststraße 2 · 86165 Augsburg · Tel. 0821 - 79 19 03 limmer.hutwerkstat t@gmx .de

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b e au t y + W el l nes s | Mode Preview

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Schön schlicht

48 |

Pure Eleganz und neues Volumen

Lulu Guines s Henkeltasche Doll Face

m a del eine gemütliche Sweat­ hose, kombiniert mit Kurzblazer und Ledershirt


| b e au t y + w el l nes s | 49

U

naufgeregte Mode aus hochwertigen Materialien mit voluminösen Schnitten ist angesagt. Die Säu­ me rutschen nach unten, der praktische und

schicke Hosenrock setzt seinen Siegeszug vom Sommer fort. Bei den Farben dominieren über weite Strecken

Schattierungen aus der Camel-Palette oder schmeicheln­ de Winterpastells. Aber auch kräftige Farbkontraste zu Schwarz sind en Vogue. Leder spielt in diesem Herbst und Winter wieder eine tragende Rolle, nicht nur bei Taschen. Schuhe gehen gerne auf flachen Sohlen, die auch etwas gröber sein dürfen.

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M a del eine Chelsea mit Absatz und Schlangenprägung


50 |

b e au t y + W el l nes s | Sonnenstrapazierte Haut

Das Sonnenvitamin Calciol – besser bekannt als Vitamin D – ist wichtig für unsere Gesundheit. Doch nach wie vor stellt übertriebene UV-Strahlung einen Stressfak­ tor für die Haut dar und lässt sie schneller altern. Damit unser größtes Organ gut geschützt durch die Sommermonate kommt, darf neben allgemeinem Sonnen­ schutz auch die Hautpflege „danach“ nicht vernachlässigt werden. Foto Carsten Bachmeyer / fotolia.com

Keep coooool … ! Entspannung für sonnenstrapazierte Haut

Die Sonne und das „UV-ABC“ Im Gegensatz zu den langwelligen Infrarotstrahlen, die für

kömmlichen Bodylotions enthalten sie häufig Inhaltsstoffe,

den Wärmeeffekt verantwortlich sind, sind die kurzwelligen

die ideal auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad

UV-Strahlen schädlich für die Haut: So dringen UV-A-Strahlen

abgestimmt sind wie z. B. Aloe Vera, Hamamelis, Glycerin

tief in die Hautschichten ein, bewirken eine kurzzeitige Bräu­

oder auch Panthenol. Beim Eincremen zieht die Feuchtigkeit

nung und führen zu vorzeitiger Hautalterung, indem sie das

in die ausgetrocknete Haut ein und sorgt beim Verdunsten

Kollagen schädigen. Infolgedessen verliert die Haut an Elas­

für einen angenehmen kühlenden Effekt. Die Haut wird hy­

tizität. Zwar erzeugt UV-A-Licht selten Sonnenbrand, es

dratisiert und geschützt. Dabei reichen die Texturen vom

kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und erhöht

Spray über Fluid und Gel sowie vom Balsam über Lotion und

das Hautkrebsrisiko. UV-B-Licht bewirkt hingegen eine lang­

Creme. Oft haben einzelne Präparate Zusatzeffekte, wie das

samere und auch anhaltende Bräunung, hat aber einen

schnelle Abklingen von Rötungen oder einen mattierenden

starken erythemen (hautrötenden) Effekt. Anders als bei UV-

Effekt bei fettiger Haut. In einigen Produkten ist sogar

A- und UV-B-Strahlen ist die Eindringtiefe von UV-C-Strah­

Selbstbräuner enthalten, um die Urlaubsbräune zu vertiefen

lung nur sehr gering. Das Sonnenbrand-Risiko richtet sich

und zu erhalten.

jedoch nicht nur nach dem UV-Index, der angibt, wie gefähr­ lich die Sonneneinstrahlung am Tag ist, sondern auch nach

Bei Sonnenbrand kühlen, beruhigen, reparieren

dem jeweiligen Hauttyp.

Für einen attraktiven Teint legen sich viele Menschen in die pralle Sonne, weil sie glauben, so die maximale Wirkung zu

Nach der Sonne After-Sun-Produkte

erreichen. Doch damit ist ein Sonnenbrand geradezu vorpro­

Jede Form von UV-Exposition stellt einen Stressfaktor für die

grammiert. Ist es einmal passiert, sind folgende drei Regeln

Haut dar, denn die Sonne entzieht ihr Feuchtigkeit. Durch

unbedingt zu beachten: Kühlen, beruhigen, reparieren – denn

Wasserkontakt verstärkt sich der Effekt sogar, denn das er­

bei einem Sonnenbrand handelt es sich im Grunde um eine

frischende Bad im kühlen Nass entfettet die Haut zusätzlich.

Entzündung der Haut. Sonnenbrand wird in der Regel nach ca.

After Sun-Produkte bieten schnelle Soforthilfe für sonnen­

drei bis zu 24 Stunden in Form einer Rötung der betroffenen

strapazierte Haut. Zuerst befreit ein mildes Duschgel den

Hautstelle sichtbar, die durch geweitete Blutgefäße hervor­

Körper von Schweiß, Resten von Sonnenschutzmitteln, Chlor-

gerufen wird. Da der Körper nun mit allen Mitteln versucht,

oder Salzwasser und Sand. Après Sun-Lotionen und -cremes

die betroffenen Hautzellen zu reparieren, wird die gerötete

sind meist Öl-in-Wasser-Emulsionen, die einen höheren

Stelle besser mit Nährstoffen und Zellen des Immunsystems

Feuchtigkeits- als Fettanteil besitzen. Im Gegensatz zu her­

versorgt. Oft treten zudem Schwellungen und Schmerzen


| b e au t y + w el l nes s | 51

auf. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Verbrennung 3.

fährliche Unterkühlung des Körpers und Hautschädigung dro­

Grades kommen, die weitgehende Zerstörungen der Haut mit

hen kann. Auch nützt Kühlung nur, wenn sie unmittelbar nach

sich bringt und im Krankenhaus behandelt werden muss.

der Verbrennung der Haut stattfindet. Um der Haut Zeit zur

Nach etwa 24 bis 36 Stunden erreicht Sonnenbrand seinen

Beruhigung zu geben, sollte man mit Sonnenbrand auf jeden

Höhepunkt, 48 bis 72 Stunden später klingt er langsam ab,

Fall ein weiteres Sonnenbad meiden und die betroffenen Kör­

nach ein bis zwei Wochen ist er meist verschwunden. Hat sich

perstellen bedeckt halten. Zur Ankurbelung der Selbsthei­

die Haut nicht abgelöst, bleibt eine Bräunung zurück. Gen­

lungskräfte der Haut kann sie mit einer entzündungshem­

schäden, die Hautkrebs verursachen können, entstehen je­

menden und antibakteriellen kolloidalen Silbercreme, einer

doch schon bevor sich die Haut sichtbar rötet. Zur Kühlung

Salbe mit Hydrocortison aus der Apotheke oder einem Aloe

von Sonnenbrand am besten mit sauberem, evtl. abge­

Vera Gel behandelt werden. Dieses lindert außerdem Schmerz

kochtem und erkaltetem Leitungswasser getränkte Baum­

und Juckreiz. Bei Fieber oder Schüttelfrost unbedingt sofort

wolltücher für zehn bis zwanzig Minuten auf die betroffenen

den Arzt aufsuchen.

Stellen legen. Keine Eiswürfel verwenden, da sonst eine ge­

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motor + t echnik | Cit y-Roller

City-Roller Ideen für umweltfreundliche Mobilität

Elektrischer Kick für die City e-micro one Scooter Mit einem eleganten Schwung cruist lautlos ein Elektro-Scooter um die Ecke und bahnt sich den Weg durch den Citydschungel. Clever, kompakt und umweltfreund­ lich: der Micro e-micro one aus der Schweiz. Elektrische angetriebene Roller gelten als unhandlich und schwer. Micro, der weltweit führende Hersteller für kleine und kompakte Scooter, beweist das Gegenteil. Der Motor ist ins Hinterrad und die Lithi­ um-Ionen-Akkus sind ins Trittbrett integriert. Damit sieht das 7,5-kg-Leichtge­ wicht e-micro one wie ein gewöhnlicher Scooter aus und lässt sich auch zusam­ mengeklappt mitnehmen. Der leistungsstarke Motor setzt erst dann ein, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht ist. Mit jedem Tritt startet der Motor und unterstützt die Muskelkraft mit einem elektrischen Antrieb. Der Fahrer kann die Modi Eco, Standard und Sport individuell einstellen. Neben dem Tempo – bis 25 km/h – wird damit auch die Stärke der elektrischen Unterstützung gewählt. Bei Rampen und leichten Steigungen unterstützt der Slope-Support den Fahrer. Unab­ hängig vom gewählten Modus steht mehr elektrische Leistung zur Verfügung. Möglich sind damit in Abhängigkeit von Fahrweise, Streckenprofil und Körpergewicht 10 bis 15 km Reichweite. An einem 220-V-Anschluss sind die Batterien des Elektro-Scooters nach 60 Minuten wieder vollständig aufgeladen. Wer sich den e-micro one gönnen möchte sollte sich beeilen: Die Auflage ist zunächst auf 100 Stück limitiert. Infor m at ionen www.microscooter-shop.de Foto s Hersteller

Tota l uns ich t b a r : Der Motor ist ins Hinterrad integriert.


| motor + t echnik | 53

Alu-Roller mit Transportmodul „Kombi“-Konzept gewinnt Designpreis

Stat t K inderwagen: der Kombi zum Schieben

Zwei junge Designer sind dabei, mit ihrem neuen modularen City-Roller „Kombi“ den Markt zu erobern. Mit dem Roller, der mit einem Transportmodul ergänzt werden kann, gewannen sie im Frühjahr den vom kanadischen Hersteller Alcoa ausge­ schriebenen Wettbewerb „Aluminum as a driver of mobility“. Dieser Contest lädt Industriedesigner ein, innovative Pro­ dukte aus Aluminium zu entwickeln, die die persönliche Mobi­ lität erhöhen. Der mit 15.000.- Dollar dotierte Preis ging an Charles Godbout und Luc Plante, die den umweltfreundlichen Alu-Roller entwickelten. „Kombi“ bietet verschiedene Nut­ zungsmöglichkeiten: Dank seines modularen Aufbaus kann er als Fortbewegungs- oder auch als Transportmittel genutzt werden. So kann mit wenigen Handgriffen an Stelle des Vor­ derrads z. B. ein zweirädriges Transportmodul, wahlweise mit oder ohne Dach angebracht werden, mit dem sich Ein­ käufe oder auch Kleinkinder sicher transportieren lassen. Das Transportmodul kann auch ohne das Roller-Modul eingesetzt oder als Anhänger fürs Fahrrad verwendet werden. Die Kons­ truktion aus Aluminium macht den Roller ultra-leicht, sicher und einfach im Handling. Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, dass der innovative Roller bald in Serie gehen kann. Infor m at ionen www.alcoa.com Foto s Alcoa

Rol l er p ur : antreten und los geht’s


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motor + t echnik | staunenswertes

Staunenswert Technische Meisterleistungen

The Mazda Sculpture Das Kunstwerk des britischen Designers Gerry Judah, das den zentralen Punkt des Goodwood Festival of Speed 2015 in Sussex (England) bildet, zelebriert das einzigartige Motor­ sport-Erbe der Mazda Motor Corporation mit einer kraft­ vollen Vereinigung skulpturaler Innovation und konstruktiver Präzision. Zwei Mazda Rennwagen sprinten in 40 Meter Höhe gen Himmel auf spektakulär gestalteten Schienen aus Stahl. 720 Stahlträger verschiedener Länge mit einem Gesamtge­ wicht von 120 Tonnen sind so ineinander gruppiert, dass sich der entstehende Turm wie eine Spirale hoch über die Köpfe der Betrachter windet und den Rennwagen als surreale Sprungschanze dient. Foto David Barbour


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Jaguar riskiert Hochseil-Stunt Im März dieses Jahres enthüllte Jaguar den neuen XF bei einer dramatischen Hoch­ seil-Fahrt im Herzen der Londoner City zum weltweit ersten Mal. Stuntman Jim Dow­ dall, der schon in Bond- und Indiana Jones-Filmen für Schauspieler bei gefährlichen Szenen als Double agierte, steuerte den Jaguar in luftiger Höhe über das Wasser der im East End gelegenen Docklands. Mit der spektakulären Überwasser-Passage wollte das Unternehmen die gewichtsoptimierte Aluminium Konstruktion der Business­ class-Limousine auf besondere Weise demonstrieren.

Rollout für neuen Elektrorennwagen Das Formula Student Electric Rasing Team der Hochschule Augsburg präsentierte im Mai seinen vierten Elektro-Renn­ wagen in Folge der Öffentlichkeit, den UASA1504 Cedur, be­ nannt nach einer Figur aus der Augsburger Puppenkiste. Mit ihm wird das Team an mindestens zwei Events teilnehmen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Vorjahren hat sich der Verein Starkstrom Augsburg e. V. bemüht, das neue Elek­ tro-Fahrzeug auf noch höherem technischem Level zu kons­ truieren, mit 40 Änderungen und/oder Neuentwicklungen. So konnte man u. a. den Akku-Container aus Aluminium güns­

komplett neues Antriebskonzept mit leichteren Motoren

L eist ungs dat en Leistung Max . Drehmoment Von 0 – 100 km / h Höchst geschwindigkeit Gewicht

führte zu einer Gewichtsersparnis von über 20 Kilo.

Foto Starkstrom e.V.

tiger und einfacher fer tigen, während gleichzeitig die Fahrsicherheit signifikant gesteigert werden konnte. Auch das aerodynamische Konzept wurde weiter optimiert. Ein

80 kW, 600 Nm unter 3 Sekunden 130 km/h 255 kg


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g a r t en | l ignum l ine a r is Hol z v er k l eidungen

promotion

lignum linearis Holzverkleidungen

Einfach geniales Schnellmontage-System Eine innovative Idee, zwei Freunde und ein Patent: Das junge Unternehmen lignum linearis aus dem Wittelsbacher Land hat ein langlebiges, sicheres und optisch ansprechendes Sichtschutz- und Verkleidungssystem aus Stahlstehern mit Holzeinlagen entwickelt, das auf genial einfache Weise innerhalb kurzer Zeit von jedermann auch ohne großen Aufwand aufgebaut werden kann.

M

arkus Grabmann aus Unterwittelsbach bei Aichach

das System dank der eingebauten starken Feder automatisch

ist Do-it-Yourself-Man durch und durch: Gelernter

nach. Das zum Patent angemeldete System garantiert, dass

Elektriker, aber auch ein geschickter Heimwerker,

komplett auf Schrauben und Bohrlöcher im Holz verzichtet

der gerne tüftelt und von seinem Vater eine professionell aus­

werden kann, was vor allem der Haltbarkeit des Holzes zu Gute

gestattete Schlosserwerkstatt übernommen hat. Hier setzt er

kommt: Die Auflagefläche des Holzes auf den Trägern ist nur 3

nun sehr erfolgreich im Nebenberuf eine Idee seines langjäh­

mm breit. Staunässe oder gar Faulstellen haben so keine Chan­

rigen Freundes Franz Gail um, der ein Maschinenbau-Unter­

ce – konstruktiver Holzschutz für eine besonders haltbare und

nehmen betreibt und seine zum Patent angemeldete Entwick­

nachhaltige Zaunkonstruktion.

lung nicht selbst weiterverfolgen möchte. Die Grundidee zum

lignum linearis Zaun- und Sichtschutzelemente können ganz in­

inzwischen verfeinerten System kam Franz Gail beim Bau sei­

dividuell gestaltet und mit anderen, auch systemfremden Ele­

nes neuen Firmengebäudes, als sein Architekt hölzerne Schie­

menten wie Gabionen kombiniert werden. Länge, Breite und

beläden für die Fenster vorsah. Die herkömmlichen Angebote

Höhe richten sich nach den Wünschen des Kunden. Auch an abfal­

wollten seine Vorstellungen nicht erfüllen und so setzte er

lendem Gelände lässt sich das System problemlos einsetzen. Mit­

sich mit seinem Freund zusammen, um ein besonders haltbares

hilfe von CAD-Software werden die Bauteile nach Kundenmaß

und einfach zu realisierendes Stecksystem zu entwickeln. Ent­

designt und geplant. Die Stahlkonstruktion wird auf ein 100stel

standen sind hieraus mittlerweile vier Systemvarianten, die

Millimeter genau lasergefertigt und gekantet. Das Einspannsys­

sich nicht nur für Fassadenverkleidungen und Schiebefenster­

tem ist aus Edelstahl, feuerverzinktem Stahl, pulverbeschichtet

läden eignen, sondern insbesondere auch für Sichtschutz- und

oder aus blankem Stahl zur Weiterverarbeitung zu haben. Die

Gartenzäune sowie Rankgitter. Diese vier Varianten können

Holzlatten sind, je nach Systemvariante, in unterschiedlichen

problemlos miteinander kombiniert werden.

Breiten aus Lärche oder Fichte erhältlich. Für Rankgitter werden

Clou der Entwicklung ist das Einspannsystem mit einer zentra­

¾  Zoll Edelstahlrohre oder verzinkte Rohre angeboten. Nach

len Riegelschiene aus Stahl, das an Wänden, Zaunpfosten aller

dem gleichen Prinzip bietet lignum linearis inzwischen auch Kom­

Art oder auch frei stehend im Boden oder auf bestehenden

poster im Baukastenprinzip zum Versand an. (hea)

festen Untergründen verankert werden kann. Die Querlatten werden lediglich in die vorgesehenen Halterungen eingelegt eingelegt (ohne aufwändiges Messen von Abstand und Gerad­ linigkeit) und dann alle gleichzeitig verspannt. Mit einem ein­ zigen Handgriff können alle Holzteile auch wieder „frei gege­ ben“ werden, so dass man sie zum Reinigen, Anstreichen oder Austauschen entnehmen kann. Bei Holzschwund spannt sich

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g a r t en | sichtschutzwände

Zaunsysteme mit Know-how

Blickdichtes Foto s Anbieter / Hersteller

G a r t en B ronder – Heck e a m l auf enden Me t er®: Hier wurden Efeuelemente mit Edel­ stahlgabionen P eg a s us® zu einer optisch abwechslungsreichen, blickdichten Wand kombiniert.

Wer möchte schon, dass der Nachbar weiß, was auf dem Teller liegt, wenn man auf der Terrasse zu Abend isst. Oder in welchem Outfit man ein Sonnenbad genießt. Wenn der Garten an eine öffentliche Straße grenzt, sind neugierige Blicke erst recht störend. Sichtschutzwand heißt in solchen Fällen das Zauberwort. Es gibt jetzt innovative Systeme, die mehr bieten als der übliche Standard-Sichtschutz, den man im Baumarkt bekommt. Sie sind individueller, haltbarer, ideenreicher und schlichtweg dekorativer. Hecke am laufenden Meter® Sofort Sichtschutz und gleichzeitig eine grüne Atmosphäre – das bietet zum Bei­ spiel die Hecke am laufenden Meter®. Sie lässt sich zu jeder Jahreszeit pflanzen. Nach nur einer Vegetationsperiode ist die Hecke weitestgehend blickdicht. Und sie lässt sich wunderbar mit anderen Sichtschutzelementen kombinieren, was ihre Einsatzmöglichkeiten vervielfacht. Da ihr Unterhalt wenig Aufwand verursacht, eignet sie sich auch für den gewerblichen Bereich. Die Breite der Heckenelemente beträgt jeweils 1,20 m; in der Höhe sind die Efeuelemente in 1,00 m, 1,80 m und 2,20 m erhältlich. Zwischenhöhen und -breiten lassen sich durch Einkürzen der Elemente bzw. mit Aufsatzgittern verwirklichen. Die Hecke gibt es wahlweise aus Hainbuche, Rot-Buche oder Liguster. Eine immergrüne Sichtschutz-Lösung bietet das Hecken­ element aus Efeu. Extrem robust, schmal wachsend und sonnenverträglich zeigt sich hier die Sorte Wörner. Vorgezogen am verzinkten Gitter haben die Elemente einen festen Rahmen. Zur weiteren Stabilisierung werden z. B. Eisen- oder Stein­ pfosten zwischen jedes Element gesetzt. Diese sollten in einem Betonfundament verankert sein. Infor m at ionen www.garten-bronder.de

L ignum l ine a r is Innovatives Zaun- und Sichtschutzsystem aus Metall und Holz ( siehe auch S. 56)


| s ich t s chu t z wä nde | 59

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c a mb o Zaungeflecht-Elemente mit vielen Kombinationsmöglichkeiten

Flechtzäune aus Naturmaterial Engmaschige Zaun-Geflechte aus Naturmaterial haben eine lange Tradition, die z. B. das Zaunsystem Cambo der Marke Weidenprofi in moderner und optisch ansprechender Form wieder aufleben lässt. Das modulare Zaunsystem kombiniert stabile Edelstahlpfos­ ten und -halter mit verschiedenen Elementen aus horizontalen oder vertikalen Natur­ geflechten und anderen Materialien zu einem individuellen Sichtschutz. Für vielseitige und abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten stehen verschiedene Module in un­ terschiedlichen Größen zur Verfügung: Flechtzäune aus Naturmaterial in Weide oder Robinie sowie Elemente aus Klarglas, satiniertem oder grau beschichtetem Glas. So lässt sich der der Sichtschutz an jede Gartenarchitektur, jeden Gartenstil und Ge­ schmack anpassen. Die Module können zudem jederzeit ausgewechselt werden, so dass der Sichtschutz eine andere Optik erhält und dauerhaft ist. Alternativ zu den Edelstahl­ pfosten sind auch Pfosten aus Robinienholz erhältlich, die ebenfalls sehr haltbar sind

Die „Hecke am laufenden Meter“® Sofort immergrüner Sichtschutz z.B. Efeu Heckenelement Höhe 180 cm x Breite 120 cm

und eine noch „grünere“ Optik schaffen. Das Zaunsystem kann im Internet selbst konfi­ guriert und bestellt werden. Infor m at ionen www.naturgeflechte24.de oder www.weidenprofi.de

Von der schnellen Truppe Aus horizontalen Holzlatten in Lärche oder Fichte, die nicht angebohr t und ver­ schraubt, sondern nur in speziell konstruier te Stahlstützen eingehäng t werden, lässt sich im Schnellmontagesystem ein blickdichter oder wahlweise leicht offener Sicht­ schutz bauen. Der Vor teil: Zum Reinigen, Streichen oder Austauschen lassen sich ein­ zelne Leisten einfach herausnehmen. Aufgrund der speziellen Bauweise lässt sich das System auch in abfallendem Gelände installieren. Infor m at ionen www.lignum-linearis.de

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60 |

g a r t en | Dekorative Beleuchtung

Light-Show im Garten Foto s Anbieter / Hersteller

Hochwertige Schwimmkugeln von Moonl igh t

Am Abend lassen sich die schönsten Plätze im Garten mit einer stilvollen Gartenbeleuchtung hervorheben. Lichtinseln sorgen für eine gemütliche Stimmung. Neben offenem Feuer und klassisch elektrisch betrie­ benen Lichtquellen rücken immer mehr LED Lampen oder Solarleuchten in den Mittelpunkt, da sie auf­ grund ihrer besonderen Eigenschaften ganz neue gestalterische Möglichkeiten bieten. Wa s s er f est e LED-T eel ich t er für romantische Abende am Brunnen


| g a r t en | 61

Fackeln und Feuerschalen Im Handel gibt es eine große Auswahl an hochwertigen Gar­ tenfackeln in exklusiven Designs. Fackeln aus Edelstahl in Kombination mit dunklem Holz liegen derzeit im Trend. Die Fackelbehälter werden mit Lampenöl befüllt und am Docht entzündet. Einsatzbereit sind sie jedoch nur bei Windstille oder leichtem Wind. Feuerschalen finden ihren Platz auf dem Boden und werden auf passende Gestelle bzw. spezielle Füße gestellt, was ihnen Standfestigkeit verleiht. Die Schalen wer­ den mit Holzscheiten gefüllt und bieten so Lagerfeueratmos­ phäre. Kleinere Schalen werden auch teilweise mit Bioethanol betrieben.

Beleuchtete PflanzgefäSSe Diese Objekte sind multifunktional: Leuchtobjekt, Blumen­ topf und Sitzgelegenheit in einem. Ausgerüstet sind sie mit schlicht-weißer Engergiesparbeleuchtung oder farbiger LED-

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Beleuchtung, teilweise mit fernbedienbaren Farbprogrammen. Mit diesen außergewöhnlichen Pflanzkübeln lassen sich tolle Akzente setzen.

Gartenbeleuchtung durch Solarleuchten Wer sich komplizierte Umbauarbeiten durch das Verlegen von Stromkabeln etc. ersparen möchte, der greift am besten zu Solarleuchten. Zum einen sind sie vergleichsweise billig im Preis und zum anderen benötigen sie keinerlei Strom, wo­ durch weitere Kosten gespart werden. Denn Solarleuchten speichern durch einen integrierten Akku die durch die Sonnen­ einstrahlung erzeugte Energie und geben diese wieder ab, so­ bald es dunkel wird. Die Solarleuchten erstrahlen. Solarleuch­ ten genügen allerdings nicht der Verkehrssicherungspflicht. Deshalb sind sie nicht zur Beleuchtung von Wegen geeignet. Solarleuchten haben das Problem, dass ihre Energie zumeist nicht ausreicht, um die gesamte Nacht zu leuchten. Solarleuch­ F euer s ch a l e von Keilbach

ten sind also eher als Deko-Elemente anzusehen.

Gartenbeleuchtung mit LED Leuchten LED Leuchten sind eine weitere Möglichkeit, eine Gartenbe­ leuchtung zu realisieren. Sie benötigen wenig Strom und sind zudem äußerst langlebig. Zwar sind sie in der Anschaffung etwas teurer als andere Leuchtmittel, doch können sie auf­ grund ihrer Form auch in den Boden eingelassen werden. So­ mit eignen sich die so genannten Bodeneinbaustrahler beson­ ders gut zur Wegbeleuchtung. Für Romantik pur sorgen „Candle-Lights", elektrische Kerzen, die individuell platziert werden können. Oder der Gartenteich wird mit schwim­ menden Kugelleuchten illuminiert. Die Freude wird auch nicht durch hohe Energiekosten getrübt. LED-Lampen sind äußerst energieeffizient, halten bis zu 100.000 Stunden.

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l eb en + des ign | Der Wohnwagon

L eb en in der N at ur , unabhängig, günstig und nachhaltig. Mit dem Wohnwagon haben zwei Österreicher eine Vision realisiert.

Wohnwagon – ich bin so frei ! Fünfundzwanzig Quadratmeter natürlicher Wohnraum, in dem es an nichts fehlt und der sich selbst mit Strom versorgt – das ist der Wohnwagon aus Österreich, Foto s wohnwagon.at der locker ein Ferienhaus ersetzt und außerdem noch mobil ist.

D

er sechs Meter lange Wohnwa­

Investoren, die auf dem Weg des Crowd­

gon ist als Zweitwohnsitz, als

funding die Serienproduktion möglich

mobile Alternative zum Micro-

machten. Intakte Kreisläufe sind der

House, Gartenhaus, Seehaus oder zur

Schlüssel zum funktionierenden Wohn­

Berghütte konzipiert. Mit eigener Pho­

wagon, der im Einklang mit einem um­

tovoltaikanlage, Bio-Toilette und Was­

weltbewussten Lebensstil steht. Der

seraufbereitungsanlage ermöglicht der

Wohnwagon verursacht nahezu keine

Wagen unabhängiges Wohnen und bie­

Betriebskosten. Das System ist völlig

tet einen geschlossenen Wohnkreislauf. Individuelle Varianten sind möglich. Die Macher des Wohnwagons sind Theres

Da s T e a m Wohn wagon : Theres Steininger und Christian Frantal. Die beiden arbeiten be­ reits an Weiterentwicklungen.

autark und kommt ohne externe Wärme, Strom, Wasser und Kanalisation aus. Die Solaranlage verfügt über einen Energie­

Steininger und Christian Frantal. Die Vision des Unternehmer-

speicher, liefert also auch Strom bei Nacht und an weniger

Paares war, selbstbestimmtes Wohnen in Zukunft greifbar zu

starken Sonnentagen. Zudem sind der Wasserkreislauf und

machen. „Wenn die Qualität stimmt und wir uns wohl fühlen,

das Reinigungssystem bis auf den letzten Punkt ausgeklü­

benötigen wir viel weniger Raum zum Leben als gedacht“, war

gelt. Über das Flachdach wird Regenwasser aufgefangen und

die Erkenntnis der beiden Jungunternehmer. Also entwi­

gefiltert. Anschließend gelangt das Wasser in einen im Bo­

ckelten sie 2013 den Prototyp des Wohnwagons, der unabhän­

den befindlichen Tank, der für die Speisung der Dusche, der

gigen mobilen Lebensraum im Einklang mit der Natur schafft.

Wasserhähne und des isolierten Warmwassertanks zustän­

Selbstredend, dass bei der Fertigung stets regionale und na­

dig ist. Im Warmwassertank wird das Wasser über die Sonne

türliche Rohstoffe wie Lärche, Fichte und Schafwolle zum Ein­

und mittels der Solarpanele erhitzt. Bleibt die Sonne länger

satz kommen. Die Idee schlug ein und überzeugte über 200

aus, wird eine elektrische Heizwendel im Wassertank aktiv


| l eb en + des ign | 63

und heizt das Wasser auf. Energie gibt es dann beispiels­ weise aus dem Batteriespeicher. Der Warmwassertank befindet sich unter dem Bad und ist nach oben hin weni­ ger dick isoliert, was wiederum hat den Vorteil hat, dass der Tank gleichzeitig auch als Fußbodenheizung fungiert. Eine Pumpe hält den Kreislauf stets intakt. Das benutzte und zunächst unbrauchbare Wasser wird umgehend auf das Dach befördert und über die Grünkläranlage wieder gereinigt. Die Reinigung übernehmen die besonders gut geeigneten Sumpfpflanzen. Unabhängig von diesem Sys­ tem arbeitet die Bio-Toilette. Aus den flüssigen Ausschei­ dungen produziert das stille Örtchen Dünger und aus dem Kot wird Schwarzerde. Der Wohnwagon bietet aufgrund des ausgeklügelten Sys­ tems genügend Energie, um zwei Laptops, einen Bild­ Besuchen Sie unseren Ausstellungsraum in 86836 Klosterlechfeld Am Wäldle 12 jeweils Di., Mi. und Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr Tel. 08232 / 77 426 Fax 08232 / 77 436 www.koch-ueberdachungen.de

schirm, einen Wasserkocher, einen WLAN-Router, Radio, Beleuchtung, Wasserpumpe sowie eine kleine Waschma­ schine und zu guter Letzt das Handy ein ganzes Jahr lang zu versorgen. Individuelle Erweiterungen sind machbar. Ein Wohnwagon kostet je nach Größe und Ausstattung zwi­ schen 40.000.– und 80.000.– € und kann Schritt für Schritt on­ line zusammengestellt und bestellt werden. (hea) # Infor m at ionen www.wohnwagon.at

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64 |

l eb en + des ign | st offkunde · teil 2

Tierische Naturfasern Stoffkunde Teil 2

foto s wikipedia

Tierische Fasern stammen von Tieren in Form einer Behaarung bzw. eines Fells. Es gibt nur eine kleine Ausnahme: Die Seidenfaser wird aus dem Kokon verpuppter Seidenrau­ pen gewonnen. Genutzt werden diese Fasern traditionell für Bekleidung und Heimtexti­ lien, das grobe Rosshaar z. B. zur Füllung von Matratzen oder als Isoliermaterial. Wolle

Wolle ist eine Naturfaser, die

Himalaya und dem Pamir stammt und von denen

vom Fell des Schafes (Ovis aries)

es rund 20 Arten gibt. Kaschmirziegen werden ge­

gewonnen wird. Als „Reine Schurwolle“ darf nur

schoren, ansonsten wird die lange, feine Unter­

solche Wolle bezeichnet werden, die vom le­

wolle ausgerupft oder ausgekämmt. Jährlich kön­

benden, gesunden Schaf durch Schur gewon­

nen zwischen 150 und 200 Gramm Wolle je Tier

nen wird. In Längsrichtung gesehen ist Wolle

gewonnen werden. Die Wolle der Kaschmirziegen

aus zwei verschiedenen Arten von Spindelzel­

ist deutlich feiner als die dünnste Schafwolle und

len aufgebaut, die einander umwinden. Diese

gehört zu den feinsten Tierhaaren überhaupt.

zwei Zellarten können unterschiedliche Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und dehnen sich ungleich stark aus. Das bewirkt die

Seide

Seide (lat. Seta) ist die einzige in der Natur vor­

natürliche Kräuselung der Wollfaser. Der Lufteinschluss im

kommende textile Endlosfaser und von allen Tex­

Garn aus gekräuselten Wollfasern sorgt, wie im Wollvlies am

tilien unserer Haut am ähnlichsten. Ursprünglich stammt sie

Körper des Schafes, für eine sehr gute Wärmeisolation. An der

vermutlich aus Ostasien. Seide entsteht durch die Seidenraupe,

Außenschicht der Wollfaser befindet sich eine Struktur aus

die sich hauptsächlich von den Blättern des Maulbeerbaumes

dachziegelartig angeordneten Schuppen. Diese Schuppen sind

(Maulbeerseide) ernährt. Seidenraupen müssen sich als erstes

mit einer Wachsschicht umhüllt, die auf natürliche Weise das

verpuppen, denn nur so können sie die Seide in ihren speziellen

Wasser abweisende Verhalten der Wolle bewirkt. Unter dieser

Düsen im Maul produzieren. Dabei entstehen große Schlaufen,

Wachsschicht ist die Wolle jedoch hygroskopisch und kann viel

die sich mit bis zu 300.000 Windungen um den Kokon legen.

Feuchtigkeit aufnehmen, fühlt sich allerdings wegen der

Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, werden sie mit Hilfe

Wachsschicht auch bei relativ hohem Feuchtigkeitsgehalt tro­

von heißem Wasser oder Wasserdampf vor dem Schlüpfen getö­

cken an. Diese Eigenschaften führen zu der guten Klima regu­

tet, um zu verhindern, dass die Kokons vorher zerreißen. Danach

lierenden Wirkung der Wolle.

werden in der Regel ca. drei bis acht Kokons (Filamente) zusam­ men entweder abgewickelt oder gehaspelt (sog. Haspelseide).

Ziegenhaar

Ziegenhaar zählt zu den ältesten natürlichen

Durch den dadurch entstandenen Seidenschleim kleben die Ko­

Spinnstoffen der Welt, dem Haargarn. Grund­

kons zusammen und bilden einen Seidenfaden (Grège), der sich

sätzlich unterscheidet man zwischen den Schur- und Gerber­

jetzt zu einer glatten Textiloberfläche verarbeiten lässt. Bei der

haaren von gewöhnlichen Ziegen, die als grobes Tierhaar be­

Wildseide (Tussahseide) verpuppen sich die Raupen zwar auch,

zeichnet werden und den feineren Haaren der Angoraziege

werden aber nicht getötet, sondern können schlüpfen. Durch

(Mohair) und der Kaschmirziege (Kaschmir). Die groben Ziegen­

diesen Vorgang erzielt man aber keinen Endlosfaden; der Faden

haare sind glatt, lang, hart und haben einen harschigen Griff.

der Wildseide muss erst wieder zusammengesponnen werden.

Teppichböden daraus sind extrem strapazierfähig. Die feinhaa­

Dadurch entstehen unregelmäßige Verdickungen. Seide ist ein

rige Angoraziege zählt zu den Wollziegenrassen und hat rein­

höchst angenehmer Begleiter – sowohl an sehr heißen als auch

weißes, langes, seidiges und lockig herabhängendes, aber nicht

kalten Tagen. Durch seine Leichtigkeit und den besonders ange­

gekräuseltes Haar. Es wird als Mohair für die Herstellung von

nehmen Tragkomfort wirkt der Stoff im Sommer erfrischend

Teppichen, Decken und Stoffen verwendet. Ebenfalls zu den

kühl und im Herbst herzlich warm.

Wollziegen zählt die Kaschmirziege, die ursprünglich aus dem

Quel l e fashionpress, Baunetzwissen

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| l eb en + des ign | 65

Das Who is Who der Modewelt

Mary Quant „Eine Frau ist so jung wie ihre Knie.“ foto s Corbis Images, nationaal-archief

D

eboren wurde die britische Mo­

neues, zeitgemäßes Image zu verpas­

dedesignerin Mary Quant am 11.

sen, verwendete die Britin erstmals

Februar 1934 in Kent, England,

neue Materialien wie PVC für flache

als Tochter zweier Lehrer. Gewillt in die

Schuhe/Stiefel und Regenmäntel – und

Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, be­

schuf damit den Wet-Look. Als erste

legte sie zunächst am Goldsmith's Col­

Designerin kreierte sie außerdem Kni­

lege of Art den Studiengang zum

ckerbocker-Hosen für Mädchen und

Kunstlehrer. Gleichzeitig begann sie

hängte ihnen Schultertaschen um.

nebenbei Schnittmuster zu entwerfen.

Um den Look immer wieder neu zu er­

1955 eröffnete die junge Mary Quant

finden, entwarf sie knallige Accessoires

schließlich gemeinsam mit ihrem spä­

wie etwa Nylon-Strumpfhosen in ver­

teren Ehemann ihren ersten Modeladen

schiedenen Farben. Zudem kreierte sie

Bazaar in der King‘s Road im Londoner

eine Kosmetiklinie, die von bunten Lid­

Stadtteil Chelsea.

schatten, hellen Lippenstiften und lan­

Mit ihrem Minirock löste sie in den 1960er

gen falschen Wimpern alles beinhaltete,

Jahren eine gesellschaftliche Revolution

was für ein kindlich-jugendliches Er­

aus. Bereits 1959 hatte sie diesen nebst

scheinungsbild erforderlich war. Ihr

extrem kurzen und kindlichen Kleidern

Idealtyp war nicht etwa die weibliche

entworfen. 1963 lichtete die britische Vo­

Frau, sondern ein mageres, dürres

gue erstmals ihre Hängekleider ab. Von

Mädchen.

da an war Mary Quant erfolgreich in der

Bekannt für ihren legendären Minirock

Welt der Mode integriert.

und die bunten verspielten Nylon-

London wurde für Mary Quant der Inbe­

Strumpfhosen Anfang der 60er Jahre

griff für ihre kindlichen Minikleider, die

entwarf die Designerin eine hippe und

ganz im Zeichen der Androgynität und

preisgünstige junge Mode. Im Jahre

Jugendlichkeit standen. Das Model Lesley

2000 zog sich Mary Quant komplett aus

Hornby – besser bekannt als Twiggy –

dem Modegeschäft zurück und ihr Label

wurde zur Stil-Ikone und machte den

Mary Quant Ltd. wurde von japanischen

Look Ende der 60er Jahre zu Quants

Eignern übernommen.

Markenzeichen. Um ihrer Mode ein

Quel l e fashionpress.de

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Vor s ch au & imp r es s um

Vorschau

Freuen Sie sich auf eine neue Ausgabe des SchlossMagazins. Im Fokus steht im September die neue Mode.

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Jetzt muss was Neues her! Die aktuellen Looks

Schöner Wohnen – die besten Trends

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Impressum Das regionale Lifestylemagazin für BayerischSchwaben und das Fünfseenland 1. Jahrgang www.schlossmagazin.com

W ei t er e Mi ta r b ei t er dies er aus g a b e: Carmen Achter, Miriam Anton, Konstantin Fritz, Stefanie Grindinger

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V er l ag: MedienFusion Verlag Arntzen e. K. Inhaber: Raimund T. Arntzen Am Aichberg 3 · D - 86573 Obergriesbach Tel. 08251 - 8 88 08 - 52 · Fax 08251 - 8 88 08 - 53 arntzen@medienfusion-online.de www.medienfusion-online.de

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Onl ine-R eda k t ion: onlineredaktion@medienfusion-online.de

A n zeigen v er k auf: Vera Schäfer · Tel. 08251 - 8 88 08 - 45 schaefer@medienfusion-online.de A n zeigenp r eis l ist e: Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 gültig seit 01.04.2015

V er l ags- und A n zeigenl ei t ung: Raimund T. Arntzen Tel. 08251-88808-52 arntzen@medienfusion-online.de

L ayou t: Martina Vodermayer www.mavograph.com

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Druck : hofmann infocom GmbH 90411 Nürnberg www.hofmann-infocom.de

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Ab onnemen t: Das SchlossMagazin erscheint monatlich jeweils zum Monatswechsel in den Regionen BayerischSchwaben und Fünfseenland (siehe Mediadaten). Der Preis für ein Jahres­ abonnement beträgt 48.– € inkl. MwSt und Versandkosten (Inland). Ur heb er- und V er l ags r ech t: Copyright © 2015 für alle Beiträge bei Medien­ Fusion Verlag Arntzen e. K. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schrift­ liche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen insbesondere der Nachdruck und die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf elektronischen Datenträgern.


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