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Das regionale Wirtschaftsmagazin – Kostenfrei für alle Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 500 000 € November 2013 · 3,50 €

Management & Mittelstand Nordwest

Perfekte IT-Infrastruktur mit BSH IT Solutions

Logistik von den Häfen bis ins Hinterland

Maritime Wirtschaft im Wandel: Jade-WeserPort auf kurs

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Georgsmarienhütte macht Schrott zu Stahl

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Titelstory

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Editorial // 3

Logistik als Megabranche

Speditionsdienstleistungen und Logistik haben immer noch ein verstaubtes Image. Schlimmer noch: Nur selten erkennen Wirtschaftsführer diese Branche überhaupt als eine Kernbranche der deutschen Wirtschaft an. Mit einer Wertschöpfung von rund 225 Milliarden Euro pro Jahr sind knapp drei Millionen Beschäftigte in Deutschland hier zu Hause – zwischen LKW, Kommissionierlager und im klassischen Büro. Die größte Herausforderung für die deutsche Logistik ist schon längst nicht mehr die immer stärker geforderte Lieferfähigkeit. Binnen 24 Stunden können heute bereits die meisten Waren an einen beliebigen Zielort innerhalb Europas geliefert werden. Modernste Technik, effektiver Warenumschlag, multimodale Verkehre und Kooperationsnetzwerke von Spediteuren machen dies möglich. Die Kernprobleme der Logistiker in Deutschland sind längst der Fachkräftemangel und notwendige Infrastrukturmaßnahmen geworden. Letzteres ist Aufgabe der Politik, die wachsenden Investitions- und Instandhaltungskosten mit Budgetkürzungen begegnet. Zehn Milliarden Euro stehen jährlich zur Verfügung – zu wenig, finden Branchenführer aus dem Nordwesten.

Als Unternehmen im Handwerk, spezialisiert auf elektrotechnische Großprojekte, entwickeln wir individuelle Lösungen für individuelle Kunden. Mit unserem kompetenten Team stehen wir Ihnen dabei zur Seite.

Jade-Weser-Port nimmt Fahrt auf

Seit Inbetriebnahme sahen sich die Verantwortlichen des Jade-Weser-Ports scharfer Kritik ausgesetzt. Zu hoch waren die Erwartungen an den einzigen deutschen Tiefwasserhafen. Doch allmählich zeichnet sich Bewegung ab, verriet der neue Chef-Vermarkter Andreas Bullwinkel im Interview. Wie er mit der Kritik umgeht, und wo der JadeWeser-Port in einigen Jahren stehen dürfte, lesen Sie im aktuellen Magazin.

Firmenwikis und offene ERP-Systeme

Wie können Unternehmen ihr Wissen besser speichern und verfügbar machen? Ein Firmenwiki kann hier notwendige Abhilfe schaffen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: Meetings sind nicht mehr an jeder Stelle notwendig, Feedbacks können zentral eingeholt und Daten per Rechtebeschränkung nur den gewünschten Mitarbeitern angezeigt werden. Wikis können viel leisten, doch das Management muss mit gutem Beispiel vorangehen, um Akzeptanz dafür zu schaffen. Viele Mittelständler scheuen moderne IT-Systeme – auch aus Investitionsgründen. Ein modernes ERP-System zum Beispiel kann auch auf Open Source Software basieren. Entscheidend ist hierbei die Individualisierung auf das eigene Unternehmen. Diese und weitere spannende Themen warten auf Sie im aktuellen Magazin – und noch mehr interessante Inhalte finden Sie in unserer App, die für Sie zum kostenlosen Download auf www.mm-nordwest.de zur Verfügung steht.

In diesem Sinne grüßt Sie,

ebm GmbH & Co. KG Tel. +49 541 95700-0 Fax +49 541 95700-68 K a r m a n n s t r a ß e 13 i n f o @ e b m - o s . d e D - 4 9 0 8 4 O snabr ück w w w . e b m - o s . d e

Andrea Maria Waden, Geschäftsführerin

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4 // MMN 5 | 2013

Maritime Wirtschaft S. 46

Inhalt 03 Editorial

Regional

06 Nordwest XXL Georgsmarienhütte – aus Schrott wird Stahl T 08 Wirtschaftsjunioren Unternehmenswert Mensch 10 Konjukturdynamik Weser-Ems Günstige Aussichten 11 Emsländischer Unternehmerpreis Preisverleihung des Wirtschaftsverbandes Emsland 12 Business Plus Erfolgreiche Wirtschaftskontaktmesse in Emden 14 Quid Agis* Coaching-Abend „Führung ist wie Fussball“

Unternehmen des monats

16 BSH IT Solutions GmbH T Perfekte Infrastruktur für IT-Projekte

Firmenwikis S. 57

Branchenreport

21 Logistik Megabranche erwirtschaftet 225 Milliarden Euro Jahresumsatz 26 Interview Bruno Boes, BTR-Logistik GmbH 27 AirportPark FMO

Mensch

30 Arbeitsschutz Eine Millionen Arbeitsunfälle 33 Interview Heinz Böcker, TÜV NORD Akademie

Management

Metropolregion – Logistik T 36 Starker Standort muss Potenziale nutzen 37 Interview Klaus Platz, Via Bremen e. V. 39 Interview Detlef Breitzke, JadeBay 40 CITIPOST Nordwest GmbH & Co. KG | GOLDBECK West GmbH 41 ROLAND Industrie-Verpackungs GmbH | Straßenverkehrs-Genossenschaft Bremen eG 42 KNI-Netzwerk Gemeinsame Plattform für die regionale Logistik 43 Interview Rolf Meyer, Kompetenznetz Individuallogistik e.V. 46 Maritime Wirtschaft T 60 Prozent Umschlagsteigerung bis 2030

mm-nordwest.de


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Branchenreport Logistik S. 21 Modene Bürowelten: Telekommunikation S. 54

48 Interview Andreas Bullwinkel, Jade-Weser-Port 49 Bernhard Beyer GmbH & Co. KG 50 Häfen im Nordwesten Bedeutender Wirtschaftsfaktor der Region 54 Moderne Bürowelten: Telekommunikation Teil 1 Themenreihe 57 Firmenwikis Flexible Wissensdatenbank 59 ERP im Mittelstand Open Source-Lösungen als Alternative 61 Merentis GmbH 62 Warenkreditversicherungen Forderungsausfällen vorbeugen

Lebensart

64 Weihnachtsfeier 2013 Teambuiling-Events im Trend 67 Freizeit Der Weg zum Jagdschein 69 Gestatten, Harley Davidson Frei und individuell 70 Kurzmeldungen 74 Impressum/Vorschau T

Titel mm-nordwest.de


6 // Regional XXL Nordwest

NORDWEST XXL Aus Schrott wird Stahl

1856 von König Georg V. und Königin Marie gegründet, hat das damalige Hochofenwerk der Stadt Georgsmarienhütte zu ihrem Namen verholfen. Das heutige Stahlwerk, die Georgsmarienhütte GmbH, zählt mit seinen 1.420 Mitarbeitern und einem Umsatz von 644 Millionen Euro (2012) zu den führenden europäischen Anbietern für Rohstahl, Stabstahl, Halbzeug und Blankstahl aus Qualitäts- und Edelbaustählen. Die „Hütte“ ist eines der modernsten Stahlwerke Europas und zählt zu den Technologieführern ihrer Branche. Für die Stahlerzeugung kommt übrigens ausschließlich aufbereiteter, sortierter Stahlschrott zum Einsatz. Stahl der Georgsmarienhütte GmbH ist kein Rohstoff, sondern ein nach Kundenwünschen maßgefertigtes Produkt: Mit mehr als fünfhundert Güten hat er eine Schlüsselposition in der Industrie. Hauptkunden sind vorrangig die Automobilindustrie und ihre Zulieferer aus der Schmiede-, Federn- und Wälzlagerindustrie.


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8 // Regional Oldenburger Wirtschaftsjunioren

„Familie, Freizeit und Beruf – geht das?“ Veranstaltung der Oldenburger Wirtschaftsjunioren hochkarätig besetzt Unter dem Titel „Unternehmenswert Mensch: Familie, Freizeit und Beruf – geht das?“ stand Ende Oktober eine stark besetzte Veranstaltung der Oldenburger Wirtschaftsjunioren. 120 Gäste aus Wirtschaft und Öffentlichkeit kamen, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und Lösungen und Handlungsempfehlungen von Personalern mizunehmen. Im EWE Forum Alte Fleiwa stellten sich Nikolaus Behr (Vorstand Personal und IT bei der EWE AG), Marion Blatt (Personalleitung CEWE COLOR), Martin Grapentin (Vorstandsvorsitzender LzO), Anja Behrmann (Personalentwicklung Müller & Egerer) und Christina Framke (Vorstand Helga Stödter Stiftung) erst als Redner und schließlich auch auf dem Podium der Frage, wie man dem demografischen Wandel begegnet. IHK-Präsident Gert Stuke wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Zeiten des Arbeitgebermarktes vorbei seien: „Längst geht es nicht mehr darum, aus hunderten Bewerbern den geeignetsten herauszupicken. Das Blatt hat sich gewendet! Bereits 70 Prozent der Firmen haben Probleme, passende Fachkräfte für ihre offenen Stellen zu finden.“ Mitarbeiterbefragungen decken Handlungsbedarf auf Im Unternehmen CeWe Color wurden Mitarbeiterinterviews durchgeführt, um eine möglichst ehrliche Einschätzung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bekommen. „Im Arbeitsalltag fühlen sich Frauen wohl und gleichberechtigt“, unterstrich Personalchefin Blatt. „Diese Einschätzung ändert sich allerdings, wenn es um Entwicklungschancen geht“, gab sie nach den Interviews offen zu. Auch seien überaltete Rollenbilder von Frau und Mann noch präsent und in den Köpfen der Frauen würden sich Familie und Karriere häufig ausschließen. „CEWE bietet in dieser Hinsicht noch zu wenig, lautete unser Fazit nach den Interviews“, sagte Blatt. In mehreren lockeren Diskussionsrunden zwischen Vorstand, Führungskräften und MitarbeiterInnen wurden verschiedene Fragestellungen erörtert, anhand derer Handlungsstrategien abgeleitet werden konnten. So wurde eine Leitlinie vom Vorstand zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Frauenförderung entwickelt: „Wir ermutigen Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, neue Wege zu gehen und individuelle Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden und zu erproben“, sagte Blatt. Mittlerweile biete das

Unternehmen schon eine Menge an Leistungen, sei aber noch nicht am Ziel angekommen: „Ein regelmäßiges Monitoring ist dafür eine nötige Selbstverpflichtung und hat eine hohe Außenwirkung“, wies Blatt auf externe Zertifizierungen und interne Kennzahlenüberprüfung hin. An dieser Schnittstelle konnte auch EWE-Vorstand Nikolaus Behr einhaken: Mit einem Erhebungsworkshop habe sich das Unternehmen der Frage gestellt, wie Familie und Beruf im eigenen Unternehmen vereinbar seien. „Danach wussten wir, dass wir nicht bei Null starten – EWE hat schon Einiges ermöglicht.“ Betriebskindergarten und Führungskräfte in Teilzeit seien nur einige Beispiele dafür. Eine Vision unterstreicht nun aber den Aspekt der Nachhaltigkeit: „Wir leben Chancengleichheit, ermöglichen Balance und binden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Behr. „Lebensphasenorientierte Personalpolitik ein Muss“ Auch Martin Grapentin, Vortandsvorsitzender der LzO referierte über die Notwendigkeiten einer modernen Personalpolitik: „Die Implementierung einer familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik ist heute ein Muss, um weiterhin neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen zu können.“ Durch Kooperationen mit dem Eltern- und Seniorenservice der AWO könne beispielsweise standortunabhängige Kinderbetreuung geregelt oder die individuelle Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger unterstützt werden. Individuelle Teilzeitmodelle hätten bei der LzO dazu geführt, dass sich die Elternzeit von drei auf unter anderthalb Jahre reduziert habe. Ein Hausaufgabenraum in der Zentrale sowie Sozialräume in den Filialen gäben Möglichkeiten her, die Kinder auch während der Arbeit zu beaufsichtigen und ein Wickeltisch könne von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen genutzt werden. Mit der Wertschätzung von Kindern durch Geschenke zur Geburt und Glückwünsche zum 18. Geburtstag sowie mit regelmäßigen Familienfesten könne zudem die Bindung zum Arbeitgeber verstärkt werden. „Auch wir sind hier nicht am Ziel. Verschiedene Umfragen zur Vereinbarkeitsthematik helfen uns, weitere Bedarfe zu ermitteln“, sagte Grapentin. Ganz wichtig seien außerdem die Kompetenzen von Müttern und Vätern, von denen die LzO am Ende profitiere: „Belastbarkeit, Verantwortung und organisatorische Fähigkeiten.“


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(V.l.) Das Organisationsteam des Arbeitskreises Wirtschaft & Politik der Wirtschaftsjunioren der Oldenburgischen IHK: Christoph Meurer, Andreas Langer, Andrea Maria Waden (Leitung), Dr. Christian Ahlers.

(V.l.) Marion Blatt, Uwe Haring, Nikolaus Behr, Andrea Maria Waden, Martin Grapentin, Gert Stuke, Andreas Langer, Dr. Christian Ahlers, Anja Behrmann, Christoph Meurer, Christina Framke

(V.l.) Moderator Uwe Haring im Gespr채ch mit Martin Grapentin, Vostandsvorsitzender der Landessparkasse zu Oldenburg

Nikolaus Behr, Vorstand Personal und IT der EWE AG

Das Publikum diskutierte mit

120 G채ste sahen eine lockere Podiumsdiskussion mit interessanten Inhalten


10 // Regional Konjukturdynamik Weser-Ems

Aussichten bleiben günstig Konjukturdynamik in Weser-Ems verlangsamt sich: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Herbst 2013

Der schwache Jahresbeginn lastet noch immer auf der mittelständischen Wirtschaft im Weser-Ems-Gebiet. Die 1.151 von der Creditreform Leer, Nordhorn, Oldenburg und Osnabrück befragten Unternehmen schätzten ihre Geschäftslage insgesamt etwas schlechter ein als vor einem Jahr. Dabei fallen die Bewertungen der Unternehmen aber immer noch positiv aus. Jeder Zweite (51,5 Prozent) gab die Note „sehr gut“ beziehungsweise „gut“, nachdem es im Herbst 2012 noch 57,8 Prozent waren. Dabei hat die Konjunkturlokomotive Bau einen negativeren Trend verhindert. Insgesamt schätzen die hiesigen Unternehmen ihrer Geschäftslage derzeit etwas schlechter ein als der bundesweite Durchschnitt. Trotz des jüngsten Dämpfers ist die Wirtschaftsentwicklung intakt. 36,1 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, den Umsatz gegenüber dem Frühjahr gesteigert zu haben (Vorjahr: 33,0 Prozent). Dabei dürften allerdings auch Nachholeffekte eine Rolle gespielt haben, da einige Wirtschaftsbereiche nach dem langen Winter 2012/13 spät in Tritt kamen.

Die hiesigen Unternehmen haben im vergangenen Halbjahr ihre Beschäftigtenzahl weiter erhöht. 29,4 Prozent beschäftigen mehr Personal als vor sechs Monaten (Vorjahr: 31,1 Prozent). Personal abgebaut hat knapp jedes zehnte Unternehmen (10,6 Prozent). Die Mehrzahl der Befragten (78,8 Prozent; Vorjahr: 74,7 Prozent) wird auch im kommenden Halbjahr am Personalbestand keine Veränderungen vornehmen. Jedes achte Unternehmen (12,3 Prozent) plant, die Zahl der Mitarbeiter aufzustocken. Beschäftigungsimpulse dürften in den kommenden Monaten vor allem aus dem Dienstleistungssektor kommen. Drei von zehn Unternehmen (29,5 Prozent) erwarten in den kommenden sechs Monaten Umsatzsteigerungen (Herbst 2012: 27,2 Prozent). Nur 8,8 Prozent der Befragten (Vorjahr: 12,3 Prozent) rechnen mit Einbußen. Damit sind die Unternehmen aus dem Weser-Ems-Gebiet zuversichtlicher als der Bundesdurchschnitt. Positiv in das Stimmungsbild passen die expansiven Investitionsplanungen: Fast jedes zweite Unternehmen (45,6 Prozent) möchte ein Investitionsvorhaben durchführen.


Regional Emländischer Unternehmerpreis // 11

Vier Preisträger und 300 Gäste Emsländischer Unternehmenspreis geht an Hedelius, Hüntelmann und Hölscher Wasserbau – Heribert Nasch für sein Lebenswerk geehrt Mit Spannung erwarteten Ende September, 300 Gäste auf der Preisveranstaltung des Wirtschaftsverbandes Emsland zum vierten Emsländischen Unternehmenspreis die Bekanntgabe der Nominierten und die Verkündung der Preisträger. Die erste Laudatio in der Preiskategorie „Innovation und Kreativität“ hielt Prof. Dr. Frank Blümel, Dekan der Fakultät MKT der Hochschule Osnabrück am Standort Lingen.

Die Preisträger und Laudatoren auf der Bühne

Maßstäbe in Entwicklung und Produktion gesetzt Er bescheinigte der Hedelius Maschinenfabrik GmbH Maßstäbe in Entwicklung und Produktion gesetzt zu haben. Beispielhaft für die Innovationstätigkeit seien die produzierten Bearbeitungszentren mit perfekter Technik und Qualität auf höchstem Niveau, so Blümel bei der Übergabe der durch den Lingener Kunstschmied Antoni Krukowski angefertigten Skulptur an die Geschäftsführung der Hedelius Maschinenfabrik. Als zweites Unternehmen zeichnete Wilhelm Kuipers, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Wirtschaftsverbandes Emsland, die Hölscher Wasserbau GmbH aus Haren in der Kategorie „Unternehmensentwicklung“ aus. „Ihr Unternehmen hat vom Zeitpunkt der Gründung bis heute eine enorme Entwicklung genommen und ist auch für die Zukunft hervorragend ausgerichtet“, so Kuipers. Ein Grundstein für diese bemerkenswerte Entwicklung wurde in der mit Weitsicht vorgenommenen Spezialisierung auf einzelne Branchenfelder gelegt. Im vergangenen Jahr war Hölscher Wasserbau mit seinen 430 Mitarbeitern auf über 800 Baustellen in ganz Europa im Einsatz. Die Skulptur nahmen die beiden Geschäftsführer Maria Borgmann und Heinz Hölscher entgegen. Die dritte Skulptur für die Kategorie „Soziales Engagement“ überreichte Ehrenlandrat Hermann Bröring an Bernhard und Jürgen Hüntelmann stellvertretend

für die Hüntelmann Maschinen- und Stahlbau GmbH. Der Name Hüntelmann stehe nicht nur im Zusammenhang mit unternehmerischem Geschick sondern auch für besonderen Einsatz für die Gesellschaft der Umgebung. „Sowohl Musikvereine, Kirchengemeinden und Sportvereine als auch die Mitarbeiter Ihres eigenen Unternehmens dürfen von Ihrer sozialen Ader profitieren“, so Bröring. „Das Emsland positiv und nachhaltig geprägt“ Eine vierte Skulptur überreichte der parlamentarische Staatssekretär Dr. Hermann Kues als Sonderpreis in Anerkennung für das Lebenswerk an Heribert Nasch, Geschäftsführer der ISP Salzbergen GmbH, der den Preis gemeinsam mit seiner Frau Emilie entgegennahm. „Heribert Nasch hat das Emsland positiv und nachhaltig geprägt – und das in wirtschaftlichen und sozialen Bereichen“, so Dr. Kues. Er würdigte nicht nur Nasch‘ erfolgreiche Unternehmertätigkeit, sondern auch sein Gespür für Innovationen und sein soziales und kulturelles Engagement. Das Projekt „Ehrensache – ISP hilft“ sei vorbildlich und solle viele Nachahmer finden. Der Unternehmenspreis des Wirtschaftsverbandes Emsland wurde zum vierten Mal verliehen. Mehr als 370 Mitgliedsunternehmen sind dem Verband angeschlossen und beschäftigen mehr als 45.000 Mitarbeiter.

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12 // Regional Business Plus

Zahlreiche Kontakte in Emden geknüpft Wirtschaftskontaktmesse Business Plus mit 120 Aussteller Alte Kontakte pflegen, Visitenkarten austauschen, mit anderen Unternehmen ins Gespräch kommen – die Nordwestmesse Business Plus ist als Kontakt-, nicht als Verkaufsmesse konzipiert. Im Vordergrund stehen das Netzwerken und das Kennenlernen neuer Kontakte: „Wir wollen den Unternehmen aus dem Nordwesten die Möglichkeit geben, Netzwerke zu knüpfen und Raum für Gespräche bieten“, sagte Dieter Frikke vom veranstaltenden Unternehmensbündnis Centers of Competence. Rund 120 Austeller, Unternehmen und Einrichtung kamen zu der im jährlichen Turnus zwischen Emden, Oldenburg und Lingen wechselnden zweitägigen Messe. Zwar erreichte man am ersten Messetag nicht die erhofften 6.000 Besucher, zeigte sich aber dennoch insgesamt zufrieden: „Dass wir Olaf Lies gewinnen konnten zeigt, dass wir von der Politik wahrgenommen werden“, so Frikke. Lies, der neben dem Emder VW-Werksleiter Jens Hermann Schirmherr der Veranstaltung war, machte in einem Vortrag keinen Hehl aus der Bedeutung von Netzwerken: „Netzwerke bieten riesen

Chancen für Unternehmen“, unterstrich er und verwies beispielsweise auf den Erfolge des maritimen Clusters. Auch die Aussteller waren mit der Messe nicht unzufrieden, besonders das Business-Speed-Dating und Gespräche mit potenziellen Bewerbern an den Ständen sahen viele der Aussteller positiv.

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(V.l.) „Studenten Fragen nach“: Nicolas Marius Weisensee, Alina Boekholt, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Lena Dannemann, Daniel Suck

Niedersachsen Wirtschaftsminister Olaf Lies hielt einen Vortrag über die „Vernetzung als Wirtschaftsfaktor der Zukunft“

Die deutschen Studenten, die in den Niederlanden ihren Abschluss machen, fanden die Forderung von Olaf Lies, das Promotionsrecht auf Fachhochschulen auszuweiten, einen gelungenen Ansatz

(V.l.) Eröffnungstalk mit: Moderator Ludger Abeln, Edmund Schulz (Demografieagentur Hannover), Dr. Dirk Lüerßen (Ems-Achse), Dr. Anna Meincke (Metropolregion Bremen-Oldenburg) und Karla Wielenga (Emshaven.info)

TEMPTON Group Lösungen in einer flexiblen Arbeitswelt

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Jörg Hensel Geschäftsführer Region Nord, West und Nord-West

– Niederlassung Aurich

Mit der TEMPTON Group und ihren rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in rund 100 Niederlassungen partizipieren Kunden an 30 Jahren Erfahrung und Innovation in Personaldienstleistungen. Zeitarbeit heißt für TEMPTON: „Jeder Einzelne zählt.“ Das gilt für Mitarbeiter wie auch für Unternehmen. In der unternehmenseigenen TEMPTON Akademie beispielsweise werden gezielt die Potenziale aller Mitarbeiter gefördert. Das Ergebnis sind hoch qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte und effiziente, flexible Lösungen für Arbeitgeber – von schnell und pragmatisch bis individuell und umfassend vermittelt TEMPTON Personal, auf das sich Kunden verlassen können. In der Region Nord-West ist die TEMPTON Group mit fünf Niederlassungen vertreten, die das gesamte Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe – von der Zeitarbeit über die Personalberatung und -vermittlung bis zum Outsourcing – anbieten. Die Personaldisponenten vor Ort sind oftmals Branchenkenner und verfügen über eine ausgeprägte lokale Marktexpertise. „So stellen wir trotz unseres bundesweiten Engagements, eine individuelle Betreuung unserer Kunden vor Ort sicher“, erläutert Jörg Hensel (Geschäftsführer Region Nord, West und Nord-West).

Ansprechpartner: Joachim Coordes · Tel.: 04941 9382050 – Niederlassung Bremen Ansprechpartner: Martina Schulz · Tel.: 0421 4348360 – Niederlassung Lingen/Ems Ansprechpartner: Klaus-Dieter Hüsemann · Tel.: 0591 8073560 – Niederlassung Osnabrück Ansprechpartner: Dirk Westerholt · Tel.: 0541 933960 – Niederlassung Rheine Ansprechpartner: Simone Arentz · Tel.: 05971 931646

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14 // Regional Coaching-Abend bei Quid Agis*

„Führung ist wie Fußball“ Coaching-Abend bei Quid Agis* Führe dich selbst und du spielst in 5 Jahren in deiner individuellen Champions-League – das behauptete Triathlet Carlo Jesse. Er war Referent beim Quid Agis* Coaching-Abend, der mit dem Motto „Sich selbst und andere führen“ rund 60 Unternehmerpersönlichkeiten aus ganz Norddeutschland auf Daniela A. Ben Saids Trainingshof in Osnabrück lockte. Nach einem kurzen Get-together erzählte Jesse seine ganz persönliche Erfolgsgeschichte. In 5 Jahren schaffte es der Unternehmer, ausgehend von guten 100 Kilogramm Körpergewicht und absoluter Unsportlichkeit, zum Top-Athleten. Erst kürzlich konnte er sein großes Ziel erreichen: die Teilnahme beim Ironman

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auf Hawaii! Wie das neben seiner Führungstätigkeit im eigenen Unternehmen möglich war? Mit Disziplin, Proaktivität und vor allem: Selbstführung! Nach einer kleinen Pause, in der Snacks gereicht wurden, gehörte das Podium der Hausherrin, die gemeinsam mit ExVfL-Torwart Uwe Brunn das Thema Mitarbeiterführung lebhaft am Beispiel Fußball erörterte. Zwei von vielen Erkenntnissen: Wer fragt, der führt. Und: Jeder Chef hat das Team, das er verdient! Wie von Daniela A. Ben Said nicht anders gewohnt, wurden diese allerding nicht einfach herunterreferiert, sondern mit zahlreichen Beispielen aus ihrem eigenen Alltag gespickt.


Motivationsnacht Tour 2014 20. Februar 2014 georgsmarienhütte

9. oktober 2014 oldenburg

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Einlass: ab 18 Uhr | Beginn: 19 Uhr VorTrag I „Du schaffst, was Du willst“ Referent: Wolfgang Fasching Wolfgang Fasching ist Extremsportler, nahm mehrfach am „Race across America“ von der Ost- zur Westküste Amerikas teil und gewann dieses Rennen dreimal. Er meisterte die „Seven Summits“, die sieben höchsten Berge der Welt. Der Extremsportler ist mehrfacher Buchautor sowie Vortragender und Seminarleiter zum Thema „Mentale Stärke“. Fasching ist Einzelhandelskaufmann mit Meisterprüfung und war zehn Jahre selbstständiger Kaufmann. Der ausgebildete Fachwirt für Handel absolvierte 2003 die Hubschrauber-Pilotenausbildung. Die Ausbildung zum akademischen Mentalcoach sowie zum Lebens- & Sozialberater an der Universität Salzburg (2009), und ein MBA Studium (General Management) schloss Wolfgang Fasching erfolgreich ab.

VorTrag II „So verkaufen Sie Ihre Produkte erfolgreich“ „Von der Produkt- zur Kundenorientierung“ Referent: Norbert Boshüsen Boshüsen ist seit 13 Jahren selbstständiger Verkaufs- und RhetorikTrainer. Sein „Trainings Institut Verkauf und Führung“ mit Sitz im niederrheinischen Kempen hat sich darauf spezialisiert, Freude an der täglichen Kommunikation so zu vermitteln, dass Kompetenz im Umgang mit anderen Menschen entsteht: Persönlichkeit und Kommunikationsfähigkeit werden von seinen Seminarteilnehmern als Erfolgsfaktoren entdeckt, die motivieren. Zuvor hat der Betriebswirt in nationalen und internationalen Firmen wie „Canon“ auf allen Kunden-, Handels- und Entscheidungsebenen gearbeitet. Ende gegen 22.30 Uhr Preis: 99 € pro Person Im Preis enthalten sind Getränke und Fingerfood

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16 // Unternehmen des Monats BSH IT Solutions Gmbh Anzeige

Geschäftsführer Sascha Sambach

Perfekte Infrastruktur für Ihre IT-Projekte Die BSH IT Solutions GmbH bietet herstellerunabhängige Lösungen vom Rechenzentrum bis zum Softwareprojekt Dezentral aufgestellt, nah am Kunden und von dem Willen, exzellente Lösungen zu bieten, geprägt – so lässt sich die BSH IT Solutions GmbH mit Verwaltungssitz in Westerstede am besten beschreiben. Das Unternehmen mit seinen mittlerweile 80 Mitarbeitern gehört zur Allgeier Gruppe, einem der größten IT-Dienstleister der Bundesrepublik, die jüngst von der Computerwoche zum besten Systemhaus 2013 gekürt wurde. Somit können den Kunden in nahezu allen Bereichen maßgeschnei- den. Neben Westerstede und Bremen bedeutete das auch die Übernahme derte Lösungen geboten werden, die passenden Kernkompetenzen von Mitarbeitern am Standort Münster. Durch die Zusammenlegung der Infrastruktur-Kompetenzen verstärkt BSH die finden sich spätestens in der Gruppe. Dass Präsenz in Nordrhein-Westfalen sowie das eisich BSH hier aber besonders hervortut, gene Dienstleistungs-Portfolio deutlich. Kunzeigt ein besonderer Umstand: Anfang Juli den profitieren zukünftig von einem Rechenhat sich die mittelständische BSH mit Ihrer zentrum für Hosting und Software-as-a-Service Fachkompetenz besonders hervorgetan und BSH IT Solutions GmbH (SaaS)-Lösungen sowie verbesserten und vervon der Muttergesellschaft die vollumfängli– einheitlichten Service-Prozessen. che Betreuung des Infrastrukturbereiches Standort Bremen BSH-Geschäftsführer Sascha Sambach übernommen. Im Zuge eines Asset Deals Heinz-Kerneck-Straße 14 · Tel. 0421 6492290 – freut sich über das Vertrauen der Muttergeumfasst das den operativen Geschäftsbetrieb Standort Münster sellschaft und sagt über die Entwicklung: inklusive der Kundenbeziehungen und -verHüttruper Heide 88 · Tel. 0251 76040 „Die Bündelung der Kompetenzen beider träge sowie die Mitarbeiter. Damit sind die – Unternehmen in der BSH ist für unsere gegemeinsame Service-, Vertriebs- und InfraStandort Westerstede meinsamen Bestandskunden und zukünftistrukturkompetenzen zu einer starken EinWilhelm-Geiler-Straße 5 · Tel. 04488 528080 gen Neukunden in besonderem Maße wertheit unter Führung der BSH gebündelt wor–

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hängig und lösungsorientiert. Das führt zum maximalen betriebswirtschaftlichen Nutzen und einer planbaren Zukunftsperspektive für notwendige Investitionen. „Am besten werden wir schon direkt beim Bau eines Rechenzentrums ins Boot geholt, dann können wir als Generalunternehmer bereits die richtigen Weichen für optimale Lösungen stellen“, sagt Sascha Sambach. BSH IT Solutions bietet Hosting-Services für alle denkbaren Bereiche der Unternehmens-IT. Mit den Hosting und Managed Services der BSH IT Solutions haben Kunden die Möglichkeit, Teile oder den gesamten IT-Betrieb durch BSH-Services abzudecken. Software-as-aService (SaaS) ist hier nur einer von vielen wichtigen Punkten: „Unsere Kunden benötigen nicht zwangsläufig ein eigenes ERP-System. Mit der Software cierp3, die im vergangenen Jahr als innovativstes ERP-System ausgezeichnet wurde, bieten wir ein modulares System, das wir unseren Kunden auch gegen monatliche Gebühren zur Verfügung stellen können“, sagt Dr. Vohl. Auch die Datenhoheit ist bei der Auslagerung klar definiert und die Sicherheit der Daten stets gewährleistet: „Wir unterhalten zwei physikalisch komplett voneinander getrennte Rechenzentren, um eine permanente Datensicherheit zu garantieren“, sagt Ulrich Wolf, der als Rechenzentrumsleiter die Hosting Services im Unternehmen verantwortet. Hochverfügbarkeit sei dadurch ebenfalls stets gewährleistet. Und in punkto Sicherheit? „Mit JULIA MailOffice bieten wir Unternehmen die bislang einzige vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlene Mailverschlüsselungs-Lösung, die auch bei vielen Bundesbehörden im Einsatz ist. Sicherheit ist uns entsprechend nicht nur ein enorm wichtiges, sondern auch ein sehr geschäftserhaltendes Anliegen“, erklärt Geschäftsführer Sascha Sambach.

haltig. Die BSH IT Solutions hat sich in den letzten Jahren konstant positiv entwickelt und strebt weiteres Wachstum an.“ Weiteres Wachstum ist dabei ein durchaus starkes Ziel, zumal die BSH IT Solutions ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nahezu verdoppelt hat. „Durch die Übernahme der Infrastructure Unit konnten wir natürlich viel Know-how hinzugewinnen. Das setzen wir jetzt verstärkt bei unseren Kunden ein und erwarten auch im Neukundengeschäft positive Resonanzen“, sagt Sambach. Infrastructure Solutions & Services Ob Beratung, Support, Automation, Hosting oder Outsourcing – im Bereich der Infrastrukturlösungen bietet die BSH ihren Kunden Lösungen nach Maß. „Fokussiert auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen bringen wir unsere langjährige Erfahrung zielgerichtet in die IT-Projekte unserer Kunden ein. Maßgeschneiderte, skalierbare und kosteneffiziente Lösungen sind das Ergebnis“, unterstreicht Serviceleiter Dr. Sascha Vohl die Arbeit. Qualifizierte und stetig geschulte Mitarbeiter bieten eine Rundum-Betreuung, produktunab-

Professionelles Dokumentenmanagement Von Haus aus stark aufgestellt ist die BSH IT im Bereich des Enterprise Content Managements. Sichere Archivierung führt zu beschleunigten Prozessen – Optimierung, Kostenreduktion und Fehlerquellenvermeidung sind häufig genannte Ziele zur Ertragssteigerung in Unternehmen. Das Produkt scanview®, das von der Muttergesellschaft Allgeier in Bremen entwickelt wird, bündelt sämtliche Informationen eines Unternehmens zu einer strukturierten Wissensquelle. Es erfasst dabei zentrale Daten aus dem ERP-System, aber auch dezentrale und unstrukturierte Dokumente von Mitarbeitern. scanview® ist zudem fälschungssicher und erfüllt alle Anforderungen an ein revisionssicheres Archivierungssystem. Document Solutions Dank langjähriger Erfahrung als Spezialist im Bereich der Papierausgabesysteme (Druck, Fax, Kopie, Multifunktional) bietet BSH auch im Bereich der Hardware-Ausstattung Services, die enormes Einsparungspotential bieten. Zwar sind Druckkosten in den letzten Jahren mm-nordwest.de


18 // Unternehmen des Monats BSH IT Solutions Gmbh Anzeige

Standort Münster (FMO)

Vertriebsleiter Christian Wolken

(v. l.) Die Prokuristen Herbert Jöckel, Dr. Sascha Vohl, Ulrich Wolf und Oliver Apitzsch

stetig nach unten gegangen, das hatte allerdings zur Folge, dass versteckte und unbekannte Druckkosten kaum noch zu beziffern sind. Beschaffung, Vertragsmodalitäten und unflexible Vertragslösungen bieten erhebliches Einsparpotenzial, weiß Herbert Jöckel, Bereichsleiter Technik Document Solutions & Services: „Gerade im Druckbereich liegen die Betriebskosten bei mehr als 75 Prozent der Gesamtkosten eines Systems.“ An diesem Punkt bietet die BSH IT Analysemöglichkeiten für Systeme und deren Anwendungen, auf deren Basis Optimierungsvorschläge gemacht können, die für weitere Einsparungen sorgen – der Managed Document Service (MDS): „Übersetzt könnte man MDS als ganzheitliche Organisation aller Kundenaspekte um das Dokument bezeichnen. Ziel dieser Strategie ist es, die Situation des Kunden als Ganzes zu betrachten und alle Kosten um das Dokument zu erfassen und dann im nächsten Schritt zu optimieren“, bringt Jöckel diesen komplexen Aspekt auf den Punkt. Durch systematische Auswertung der erfassten Daten entwickelt BSH eine individuelle Optimierungsstrategie. Erstklassiger Service Im Bereich Service kann die BSH besonders Punkten. Ein direkter Ersthelfer-Kontakt verschafft häufig schon die passende Lösung. Hosted BSH die Kunden-IT selbst, erfährt der Kunde von möglichen Problemen in der Regel, bevor er sie selbst identifiziert, und bekommt eine umgehende Fehlerbereinigung. Beim zentralen Helpdesk wird je nach Fehlertyp entweder direkt ein BSH-Mitarbeiter entsendet oder eine Fachkraft von Hersteller oder Servicepartner koordiniert – in jedem Fall bedeutet Service bei der BSH, einen Ansprechpartner zu haben und eine schnelle und direkte Lösung zu erhalten – das gilt übigens auch bei Hardwareschäden. mm-nordwest.de

An den bundesweit zwölf Ersatzteillagern werden somit auch Hardwarekomponenten auf Lager gehalten, um den Kunden reibungslos und ohne lange Wartezeiten das passende Ersatzteil zu liefern. Partnerschaften Als IT-Unternehmen steht BSH in enger Zusammenarbeit mit Herstellern und Händlern. So ist das Unternehmen als eins von nur zwölf Unternehmen in der Bundesrepublik Premier Partner des Herstellers DELL, liefert als 5-Sterne-Vertragspartner von Kyocera Outputlösungen im Bereich der Document Solutions & Services und ist unter anderem Affiliate Elite Partner von EMC, Gold Solution Partner bei Sophos und Enterprise Solution Provider von VMware. Starke Mitarbeiterbindung Um ihren Kunden stets erstklassige Leistungen zu bieten, setzt die BSH IT Solutions GmbH auf das Know-how und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter. „Wir sind ein sehr junges und dynamisches Team und werden von Externen häufig für unseren Teamgeist gelobt. Darauf sind wir natürlich besonders stolz“, freut sich Sambach. Fortbildungsmöglichkeiten sowie internationale Aktivitäten für deutsche Kunden sind gute Perspektiven, die die Mitarbeiter des Unternehmens für den Karriereweg prägen. Flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege tun ihr Übriges für die Mitarbeiterzufriedenheit. In Zukunft will das Unternehmen weiter wachsen: „Aktuell sind wir mit unserem Portfolio sehr gut aufgestellt. Aber wir wollen weiter wachsen. Organisch oder gegebenenfalls auch anorganisch“, sagt Sambach. Nach der erfolgreichen Einbettung des günstig gelegenen Standortes Münster sei nun wieder Platz für neue Herausforderungen.


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Branchenreport Logistik // 21

Branchenreport Logistik:

Logistik ist zur Megabranche geworden Infrastrukturmaßnahmen des Bundes reichen kaum aus, um dem Verkehr der Zukunft standzuhalten

Download unter www.mm-nordwest.de Logistik in Deutschland ist zur Boombranche geworden. Laut Angaben der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. erwirtschafteten 2012

2,85 Millionen Beschäftigte einen Umsatz von rund 225 Milliarden Euro. Ein Ähnliches Niveau schätzt der Verband für das laufende Jahr: „Es ist weitgehend unbekannt, dass die Logistik – gemessen am Umsatz – der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland ist. Etwa die Hälfte der Leistung wird in den Logistikbereichen von Industrie und Handel erzeugt, die andere Hälfte bei den Logistikdienstleistern“, so Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL. Dabei bewegen sich die Logistiker in einem dynamischen Marktumfeld: Schnellere Entwicklungszyklen, mehr Nischenprodukte, breitere und tiefere globale Netzwerke, mehr Vertriebskanäle mit deutlich stärkeren Differenzierungen prägen das Bild. Mehr Innovationen: Die Logistik rüstet sich für die Zukunft Die Logistik befindet sich am Wendepunkt von einem eher innovationsscheuen hin zu einem innovativen Wirtschaftsbereich. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Bundesvereinigung Logistik durchgeführte Mitgliederbefragung „Innovation in der Logistik“. Fast alle befragten Experten betrachten Innovationen für die Zukunft der Logistik als wichtig. Gleichzeitig empfinden über 60 Prozent die Innovationsfreude des Wirtschaftsbereiches als gering. Dabei könnten Unternehmen durch größeres Engagement besonders von Zeit- und Kostenersparnissen pro-

fitieren. Insgesamt macht die Studie jedoch deutlich: Die Logistik hat die Bedeutung von Innovationen erkannt – und sich dementsprechend aufgestellt. Die Zeichen stehen auf mehr Innovation in der Zukunft. Notwendigkeit von Innovationen ist erkannt Die befragten Experten blicken selbstkritisch auf die Logistik und deren Innovationsfreude: Rund 65 Prozent halten die Logistik für nicht bis wenig innovativ. Auch im Vergleich mit anderen Wirtschaftsbereichen sehen die Befragten noch Aufholbedarf.


22 // Branchenreport Logistik

Interview

Tankstelle auf dem Hof Drei Fragen an Klauspeter Köhn

Klauspeter Köhn ist Geschäftsführer des Mineralölgroßhandels Köhn & Plambeck GmbH & Co. KG aus Oldenburg Herr Köhn, Sie betreiben für gewerbliche Endverbraucher Tankstellen. Welche Vorteile bietet das für Ihre Kunden und welche Investitionsmöglichkeiten gibt es in diesem Bereich? Klauspeter Köhn: Der Vorteil der eigenen Tankanlage auf dem Hof hat für uns mehrere Aspekte. Einmal ist der so eingekaufte Kraftstoff gegenüber den Tankstellenpreisen günstiger, zum anderen sind harte Kosten wie Personal und Fuhrpark mächtiger denn je. An die Tankstelle fahren – mit LKW oder Transporter – ein bis drei Mann Besatzung. Einen Kaffee trinken, eine kurze Unterhaltung und dann vielleicht auf Umwegen zurück zur Basis, das ist auch zu Zeiten der modernen Fuhrparkkontrolle kein Novum. Eine eigene Tankanlage auf dem Hof birgt da eine Hürde, was die Zeitverschwendung angeht. Unter Anschaffungsgesichtspunkten bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit der Tankanlagengestellung. Die Investition tätigen wir und je nach Verbrauch und Größe der Anlage amortisiert sich solch eine Investition innerhalb einiger Jahre. Ab einem Jahresverbrauch von 10.000 Litern rechnet sich nach unseren Erfahrungen solch eine Anlage bereits. Seit kurzem müssen Tankstellen Preisänderung stetig an eine Zentralstelle berichten. Dadurch hat sich der Wettbewerb massiv verschärft, die Preise sind nachweislich zurückgegangen. In wie weit trifft das Ihr Geschäftsmodell? Klauspeter Köhn: Wir glauben dass die Preisregulierungsbehörde eine gute Arbeit macht und dem Endverbraucher Vorteile bringt. Mittelständische Unternehmen verbrauchen in der Regel weit mehr Kraftstoff als ein normaler Haushalt. Hier sind weiterhin gute Einsparmöglichkeiten gegeben. Sie arbeiten mit 24-Stunden-Tankstellen und Bezahlung per Tankkarte. Welche Tankkarten unterstützen Sie und wie erleichtern Sie Ihren Kunden die Abrechnung? Klauspeter Köhn: Wir unterstützen diverse Kartenanbieter wie Tankpool-24, AS-24, DKV / UTA und im regionalem Verkehr zwischen Bremen und der Küste unsere „Köhn & Plambeck“ Tankkarte. Abgerechnet wird nach Wunsch des Kunden 14-tägig oder monatlich bequem mit der Bankabbuchung. Per Einzelnachweis wird jedes Fahrzeug erfasst. Wann, wo was und wie viel getankt worden ist, steht auf der Rechnung. Die heutige EDV erlaubt weitere für Kostenstellen relevante Auswertungen des Fuhrparks.

Das verstaubte Image von Packhilfen in Lagern und dem Trucker auf der Straße ist ein Problem der Branche, die sich zu lange auf ihrer Geschäftssicherheit ausgeruht hat. Der Internethandel hat die Logistik längst auf den Kopf gestellt, aus kleinen Start-Ups können binnen kürzester Zeit mittelständische Unternehmen mit hohen Wachstumsraten werden. Das verlangt von Logistikern und Spediteuren viel Flexibilität gegenüber ihren Auftraggebern. Der zunehmende und immer schneller erforderliche Warenverkehr bedeutet zudem, die jetzige Schülergeneration für die verschiedenen Berufsbilder rund um die Logistik zu gewinnen: „Die Logistik steht angesichts ihres eigenen stabilen Wachstums und der demografischen Entwicklung im Wettbewerb um die besten Köpfe“, sagt Klinkner. Die Arbeitsfelder im Bereich Logistik werden komplexer und erfordern eine gute Ausbildung, in vielen Fällen ein Studium. Die besten Chancen haben Absolventen der Logistikstudiengänge mit Schwerpunkten in den Bereichen Ingenieurwesen, IT und BWL. Persönliche Erfolgsfaktoren sind Analyse- und Entscheidungsstärke für die vielfältigen wechselnden Aufgaben. Dazu gehören auch Freude an Kommunikation und interkulturelle Kompetenz. Denn Arbeitsplätze in der Logistik sind oft an der Schnittstelle zu anderen internationalen Märkten angesiedelt. Häufig ergeben sich dabei Chancen, auch im Ausland eingesetzt zu werden. Doch auch bei den Kraftfahrern ist eine hoher technischer Sachverstand nötig. Die behördlichen Auflagen sind enorm, LKW immer stärker mit Technik versehen. Stetige Schulungen bleiben nicht aus und die Mär vom LKW-Fahrer, der wochenlang quer durch Europa pendelt ist heutzutage auch nicht mehr zu halten. Kurze Verkehre zwischen Produktionsstätten und Logistikzentren müssen genauso gefahren werden wie internationale Verkehre. Der Transportwechsel über Schiff – Schiene und Straße ist bei vielen Waren fließend, der Kunde erwartet immer zügigere Lieferung, bis hin zum Versand innerhalb von nur einem Tag – an möglichst jeden Zielort. Fehlende Mittel des Bundes erschweren vor allem den Fernverkehr auf deutschen Straßen. Zwar fließen über die LKW-Maut Einnahmen in Sanierung und Instandhaltung, aber als Transit- und Exportland steht Deutschland einem immer größeren Verkehrsaufkommen gegenüber, das noch mehr Kosten verursachen wird. Es wird neben der Energiewende wohl die größte Herausforderung der neuen Bundesregierung werden, zukunftsweisende Konzepte zur Finanzierung der Infrastruktur vorzulegen, um Deutschland als Logistikstandort auch für den internationalen Warenversand interessant zu halten. 10 Milliarden Etat – Zu wenig für marode Straßen und Brücken Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wollte kurz vor Amtsende noch einen größeren Teil der Verkehrsinvestitionen in die Sanierung der Infrastruktur stecken. Angesichts knapper Kassen sollen demnach statt der bisherigen 55 Prozent künftig nur noch 30 Pro-

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Branchenreport Logistik // 23

zent der bereitstehenden Mittel in den Neubau von Straßen, Schienennetze und Wasserstraßen fließen. Das widerspricht natürlich der Forderung, trimodale Verkehre (Straße – Schiene – Wasserstraße) voranzutreiben. Dafür sollen für den Erhalt der bereits bestehenden Verkehrsinfrastruktur künftig 70 Prozent des Etats aufgewandt werden. Neben der Opposition forderte auch die Industrie mehr Geld für die Infrastruktur. Solange der seit Jahren mit zehn Milliarden ausgestattete Verkehrsetat nicht aufgestockt werde, stehe sein Haus vor „der Frage des Umsteuerns“. „Die Zeit der Wunschzettel ist vorbei, wir müssen streng priorisieren“, sagte Ramsauer bei der 3. Nationalen Konferenz „Güterverkehr und Logistik“. So hilft sich die Wirtschaft in Teilen bereits selbst: Der Ausbau der E233 im Emsland beispielsweise wird aus Eigenmitteln von wachstumsorientierten Unternehmen mitgetragen – Wirtschaftsförderung mal andersrum, die Politik nennt das dann öffentlich-private Partnerschaften. Für die Schiene hat die Bundesregierung die Investi-

tionshilfen gerade noch um 10 Prozent erhöht: Die Deutsche Bahn durfte sich über eine Steigerung von 2,5 Milliarden auf 2,75 Milliarden für die kommenden zwei Jahre freuen – dann wird neu verhandelt. Verschlankt werden sollen die Etats bei den Wasserstraßen. „Es muss der neuen Regierung klar sein, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland auf leistungsfähige Seehafenhinterlandanbindungen angewiesen ist“, sagt Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaport of Niedersachsen GmbH. Hierbei gehe es vor allem um die Verbindungen zu den deutschen Seehäfen: „Es kann nicht Aufgabe des Bundes sein, die Hinterlandanbindungen ausländischer Seehäfen zu fördern. Wir benötigen daher in der neuen Legislaturperiode ein eindeutiges, mit finanziellen Mitteln untermauertes Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Ausbau der Seehafenanbindungen.“ Dieses Bekenntnis wäre die Aufnahme der seewärtigen Zufahrten und Hinterlandverbindungen in den Bundesverkehrswegeplan 2015. Auch Onnen-Lübben spricht sich für eine deutliche Anhebung des zehn Milliarden Euro starken Etats für Infrastruktur aus.

Expertentipp Jens Hanke ist Geschäftsführer der Metallotec GmbH aus Osnabrück. Sein Fachbetrieb ist nach WH6 und BGR 117 zertifiziert, Heizöltanks zu entsorgen. Pro 1000 Liter Volumen veranschlagt das Unternehmen 80 Euro.

Heizöltanks vom Fachmann entsorgen lassen Immer wieder schwere Unfälle bei Demontageversuchen Wenige Wochen ist es her, dass im westfälischen Herford ein Hausherr versuchte, einen Heizöltank in Eigenregie zu demontieren. Erheblicher Sachschaden und ein Krankenhausaufenthalt waren die Folge. Und dieser Fall ging noch vergleichsweise glimpflich aus. Nicht selten sterben unerfahrene Menschen bei dem Versuch, Heizöltanks zu entsorgen oder verlieren Haus und Hof. Laut TÜV-Informationen gibt es noch rund 5,5 Millionen Tankanlagen dieser Art in Deutschland, viele davon in öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen. Sofortiger Handlungsbedarf für uns als Entsorgungsfachbetrieb besteht dann, wenn bereits Vorarbeiten wie das Entfernen der Schutzmauern erledigt wurden. Das ist nicht nur grob fahrlässig, sondern außerordentlich gefährlich. Ein kleiner Funkenflug kann dabei schon verheerende Auswirkungen haben. Vorarbeiten, die geleistet werden sollten, beschränken sich auf das Säubern des Raumes, in dem sich die Tanks befinden. Denn hier darf bei der Demontage kein zündbares Material mehr vorzufinden sein.

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Vor der eigentlichen Entsorgung führt ein Fachbetrieb erst einmal eine Freimessung durch und prüft den Sauerstoffgehalt, um eine Vergasung des Raumes auszuschließen. Denn Heilzöltanks befinden sich oft in Kellerräumen ohne ausreichende Freiluftzufuhr. Ist der Sauerstoffgehalt geprüft, wird ein Entlüfter aufgebaut und dann die Kesselfüllung geprüft. Gegebenenfalls muss Restöl abgepumpt werden. Mit geprüften Sägen wird der Tank dann vom Fachmann aufgeschnitten. Hier dürfen unter keinen Umständen Flexgeräte oder Brenner zum Einsatz kommen, da diese für Funkenschlag sorgen! Nachdem der Tank von innen fachgerecht gereinigt wurde, kann die eigentliche Demontage beginnen: Kunststofftanks werden auseinandergeschnitten, Stahltanks auseinandergebrannt. Ein ausgewiesener Fachbetrieb ist zudem verpflichtet, eine auflagengerechte Entsorgung per Nachweis zu erbringen. Aufgrund des meist unterschätzten Gefahrenpotentials kann ich Besitzern von Heizöltanks nur raten, bei Demontage und Entsorgung einen zertifizierten Fachbetrieb zu Rate zu ziehen.

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24 // Branchenreport Logistik

Unternehmen

Hauptsitz

Mitarbei- Umschlag ter Tonnen 2012

Geschäftsführer

Albers Internationale Spedition und Transporte GmbH & Co. KG

Haren/Ems

100

k.A.

Wilfried Albers

Bentheimer Eisenbahn AG

Nordhorn

70

k.A.

Joachim Berends

BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Bremen

> 16.000

k.A.

Frank Dreeke (Vorstandsvorsitzender)

BTR-Logistik GmbH

Rehden

46

293.000

Bruno Boes

EUROFRESH Logistics GmbH

NeuenkirchenVörden

100

20.000

Reinhard Schoenfeld, Frank Kremer

EUROKREIS Express, Internationaler Transport

Osnabrück

8

k.A.

Anna Jäger

EVA GmbH

Emden

380

k.A.

Karsten Dirks, Dietmar P. Walter

F und R LOGISTIK - Südwest-Europa Spedition GmbH

Wallenhorst

17

16.000

Siegfried Rott

F. W. NEUKIRCH (GmbH & Co.) KG

Bremen

100

50.000

Bruno Kruth

Georg Boll GmbH & Co. KG

Meppen

490

250.000

Ulrich Boll, Jörg Gerdelmann, Frank Hanzlik

Heinrich Grummel GmbH & Co. KG

Werlte

30

200.000

Heinrich Grummel, Michael Grummel

Heinrich Koch Internationale Spedition GmbH & Co. KG

Osnabrück

725

1.000.000

Heinrich Koch

Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG

Osnabrück

10.735

k.A.

Klaus und Jost Hellmann

Jade Weser Cargo GmbH

Wilhelmshaven

22

k.A.

Christian Prott

Jade-Weser Logistik GmbH

Wilhelmshaven

6

k.A.

Mark Folkers

L.I.T. Sepditions GmbH

Brake

1.300

k.A.

Fokke Fels, Christian Niemann

Meyer & Meyer Holding GmbH & Co. KG

Osnabrück

2000

k.A.

Michael Meyer, Rolf Meyer (geschäftsführende Gesellschafter)

Möhlmann Automobil-Logistik KG

Neuenburg/ Oldenburg

104

420.000

Günter Möhlmann

Neutrales Transport Kontor GmbH

Bremerhaven

51

k.A.

Wilhelm Prott

Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG

Oldenburg

ca. 700

27.400.000

Dr. Jens-Albert Oppel, Hans-Joachim Uhlendorf

Paneuropa-Rösch GmbH

Vechta

103

678.000

Carsten Hemme

PHL Transport - Logistik GmbH

Wardenburg

26

k.A.

Sandra Poelmeyer, Jürgen Poelmeyer, Renke Stolle

Schwarzer Spedition

Steinfeld

200

340.000

Klaus Schwarzer

Speditions- & Lagergesellschaft Gebr. Wellmann GmbH & Co. KG

Holdorf

33

k.A.

H. Wellmann, F. Wellmann

Willenbrock Fördertechnik Holding GmbH

Bremen

560

k.A.

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Branchenreport Logistik // 25

Die versteckte Konjunkturbremse Fahrermangel kann ab 2014 Aufschwung im Nordwesten gefährden

Die deutsche Logistikbranche schaut derzeit so optimistisch in die Zukunft wie seit langem nicht mehr. Das zeigt unter anderem der aktuelle Logistik-Indikator der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Umso wichtiger ist es für die regionale Wirtschaft, mögliche mittel- und langfristige Konjunkturbremsen bereits jetzt zu lösen. So warnen Experten der DEKRA Akademie vor drohenden Engpässen beim Gütertransport ab 2014, auch und gerade in Branchen, die damit möglicherweise noch gar nicht rechnen. Den 10. September 2014 haben sich wohl fast alle deutschen Transporteure und Spediteure rot im Kalender angestrichen: Spätestens bis zu diesem Tag muss jeder Fahrer im gewerblichen Güterverkehr eine gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung im Umfang von insgesamt 35 Stunden absolviert haben, nachgewiesen durch Eintrag der Schlüsselzahl 95 in den Führerschein. Wer diesen Nachweis nicht erbringen kann, muss den LKW stehen lassen – ein Szenario, dass in Anbetracht des ohnehin drohenden Fahrermangels so manchem Transportunternehmer den Schweiß auf die Stirn treibt. Noch drängender kann das Problem allerdings für Branchen werden, die jetzt noch gar nicht wissen, dass sie zu den Betroffenen gehören. Beispiel Nah- und Lieferverkehr: Viele Fahrer und Transporteure im Nah- und Lieferverkehr sind sich nicht im Klaren darüber, dass das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) auch für sie gilt. Denn auch, wer beispielsweise ein Fahrzeug mit einem Gewicht zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen mit der alten Fahrerlaubnis Klasse 3 beruflich fährt, ist zu der Weiterbildung verpflichtet. Verschärft werden könnte

die Situation durch eine Entwicklung, die der neue Arbeitsmarkt-Report der DEKRA Akademie belegt: Fahrer für Kurier-, Express- und Paketdienste werden immer häufiger gesucht. Dies sei, so die Bildungsexperten, unter anderem ein Hinweis auf den Trend hin zu einem kleinräumigeren Verkehr infolge veränderten Konsumverhaltens. Ein böses Erwachen droht auch vielen Unternehmen, die eigentlich gar nicht zur Transportbranche gehören. So setzen viele der Produktions-, Handels- und größeren Handwerksbetriebe in der Region Fahrer für überwiegend gewerbliche Transporttätigkeiten ein. Letztere fallen dann nicht, wie häufig angenommen, unter die sogenannte „Handwerkerregelung“ des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes und sind daher auch nicht von der Weiterbildungspflicht befreit. Reagieren betroffene Unternehmer nicht umgehend, wird es in Sachen Weiterbildungsangebot richtig eng, besonders, weil vorhandene Schulungskapazitäten mehr und mehr durch die Transportbranche belegt werden, je näher der Stichtag für den Weiterbildungsnachweis rückt: Die Güterverkehrslogistik ist in Deutschland mit 2,8 Millionen Beschäftigten der Wirtschaftszweig mit dem drittgrößten Umsatz. Und die Nachfrage steigt, sodass viele Unternehmen bereits Schwierigkeiten mit der Deckung des Personalbedarfs haben, berichtet das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) in seinem „Turnusbericht zu den Arbeitsbedingungen in Güterverkehr und Logistik“. Wer sich nicht sicher ist, ob im eigenen Unternehmen Weiterbildungsbedarf für das Fahrpersonal besteht, sollte sich sachkundig beraten lassen, ehe der Stichtag böse Überraschungen bereithält.


26 // Branchenreport Logistik

Chancen zu Perspektiven machen Güterumschlag im Eisenbahn-Terminal Rehden

Bruno Boes ist ein alter Hase in Sachen Transport. Schon 1979 gründete er sein erstes Transportunternehmen und baute es kontinuierlich aus. Als das Unternehmen einige Jahre später an Kapazitätsgrenzen stieß kamen dem findigen Unternehmer sein Weitblick und der Zufall zur Hilfe. Er konnte das ehemalige Militärgelände in Rehden erwerben. Boes erkannte die einmaligen Entwicklungsmöglichkeiten des Areals: Zur Infrastruktur gehörten neben dem Gleisanschluss rund 20 Kilometer Straßennetz sowie zahlreiche Gebäude. Eine Nach-Nutzung bot sich geradezu an. Seine Idee der Straße-Schiene-Kombination (Kombinierter Verkehr = KV) überzeugte – nicht zuletzt angesichts immer stärker belasteter Straßen. Herr Boes, Sie sind Geschäftsführer einer Logistikgruppe und betreiben am Firmensitz in Rehden mit Ihrem Unternehmen BTRLogistik GmbH ein eigenes KV-Terminal. Welchen Vorteil hat der Güterumschlag von der Straße auf die Schiene für die Teilnehmer am Kombinierten Verkehr? Bruno Boes: Lastkraftwagen, die im Vor- und Nachlauf zum nächstgelegenen geeigneten Terminal des Kombinierten Verkehrs eingesetzt werden, dürfen ein Gesamtgewicht von 44 Tonnen haben, also vier Tonnen mehr als Fahrzeuge, die im reinen Straßenverkehr unterwegs sind. Transporte im Kombinierten Verkehr sind teilweise von Fahrverboten ausgenommen. Dies gilt unter anderem für die bestehenden Fahrverbote während der Ferienzeit, wenn der Transport im Kombinierten Verkehr vom Versender bis zum nächstgelegenen Versandterminal oder vom nächstgelegenen Empfangsterminal bis zum Empfänger erfolgt. Überschreitet der Vor- und Nachlauf zum Terminal nicht eine Entfernung von 200 km, so sind Transporte im Kombinierten Verkehr auch vom bestehenden Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen ausgenommen. Sie bieten Interessenten die Möglichkeit, Waren in den Kombinierten Verkehr zu schicken. Wie stark ist das bisher am Markt gefragt? Bruno Boes: Wir registrieren seit geraumer Zeit zunehmendes Interesse am KV-Terminal Rehden, sowohl bei Verladern als auch bei Zugoperateuren. Wir fertigen Einzelaufträge sowie Regelverkehre über unser Terminal ab. So arbeiten wir mit Kunden zusammen, die ihre Produkte schon länger als zehn Jahre bei uns umschlagen. Für welche Waren und welche Beförderungsstrecken lohnt sich die Nutzung des Schienentransportes besonders? Bruno Boes: Grundsätzlich hat die Schiene ihre Stärken bei der Beförderung von großen Gütermengen oder schweren Gütern über lange Strecken mit hoher Transportsicherheit. Die Straße ist überlegen bei der flexiblen Verteilung der Güter vor Ort. Mit der Verknüpfung beider Verkehrsträger werden die jeweiligen Vorteile bestens ausgenutzt, ohne dass ein Umladen des Transportguts erforderlich ist. Beispielhaft für Umschlagsaktivitäten im Terminal Rehden sind zu nennen: Umschlag von Tank-Container mit Produkten für die BASF – Polyurethanes in Lemförde, der Umschlag eines Großteils der Rohre für die Norddeutsche Erdgas Pipeline oder der Umschlag von Kartoffeln. Und immer wieder Automobile für unseren Geschäftszweig Automobillogistik. Wenn wir über die deutschen Grenzen hinaus schauen, haben Warenströme per Eisenbahn Richtung Osteuropa einen großen Haken: Irgendwann beginnt ein Schienennetz, das einfach eine andere Spurbreite hat. Was bedeutet das für Ihre Verkehre und inwieweit erschwert das den Warentransport? Bruno Boes: Richtig, das westeuropäische Schienennetz mit der mm-nordwest.de

auch in Deutschland genutzten Spurbreite endet auf dem Weg nach Russland an der polnisch-weißrussischen Grenze. Für einen Weitertransport auf der Schiene müssen die Produkte umgeladen werden. Um diese Hürde zu nehmen, unterhält die BTR-Logistik eine Partnerschaft mit einem Logistikdienstleister im polnischen Malaszewicze an der Grenze zu Weißrussland, der über ein Umschlagterminal mit Übergang zum russischen Schienennetz verfügt und Verzollungsdienstleistungen bis nach Russland anbietet. Wirtschaftsminister Olaf Lies hat sich aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens in Deutschland explizit für einen Ausbau Kombinierter und Trimodaler Verkehre ausgesprochen. Im Umkehrschluss werden aber die Landesausgaben für Infrastrukturmaßnahmen weiter gesenkt. Was erwarten Sie hier von der Politik und wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung? Bruno Boes: Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Industrienation, zu großen Teilen exportorientiert. Unabdingbar für reibungsloses wirtschaftliches Zusammenwirken ist ein engmaschiges, gut ausgebautes Verkehrswegenetz. Das gilt für Straße, Schiene und Wasserwege gleichermaßen. Der Bundesverkehrswegeplan 2025 sagt eine weitere Steigerung der Güterströme voraus – die Verkehrswege müssen zukunftsfähig gemacht werden. Dieses bedeutet nicht nur Investitionen für die nächsten Dekaden, sondern es müssen bereits jetzt vorhandene Infrastrukturdefizite mit einem Wert von rund 7 Milliarden Euro dringend beseitigt werden. Das Thema Kombinierte Verkehre wurde lange Zeit verschlafen. Hier hat die Deutsche Bahn ihre vermeintliche Monopolstellung nicht genutzt und die Politik hat die Notwendigkeit lange Zeit unterschätzt. Wo denken Sie, stehen wir in diesem Bereich in fünf Jahren? Bruno Boes: Ich sehe ganz klar einen Zuwachs von Transporten auf der Schiene und das nicht nur im Kombinierten Verkehr. Der politische Wille für eine Umschichtung der Güterströme weg von der Straße ist ebenso gegeben wie die zunehmende ökologische Sichtweise von Produzenten und last but not least eine kontinuierlich wachsende übergroße Verkehrslast auf der Straße – bis hin zu Verkehrsinfarkten.

Das KV-Terminal Rehden der BTR-Logistik GmbH bietet den Unternehmen im Landkreis Diepholz und darüber hinaus die Möglichkeit, Güter auf der Schiene zu transportieren.


Branchenreport Logistik // 27 Anzeige

Baufeld von Schumacher Packaging im westlichen Gebiet des AirportPark FMO. ©AirportPark FMO GmbH Baustelle von Schumacher Packaging im Oktober 2013. ©AirportPark FMO GmbH

AirportPark FMO Logistik und noch mehr! Schumacher Packaging – Planzeichnung 1. Bauabschnitt und Gesamtkomplex. ©Schumacher Packging GmbH

Im Juli 2013 erhielt der bayerische Verpackungshersteller Schumacher Packaging den NRW.INVEST AWARD 2013 für seine bedeutende Investition im AirportPark FMO. Im Düsseldorfer K21 Ständehaus verlieh Wirtschaftsminister Garrelt Duin vor 400 Gästen den Preis an den Geschäftsführer des Unternehmens, Björn Schumacher. In seiner Dankesrede betonte Björn Schumacher vor allem die logistischen Vorzüge des AirportPark FMO für das neue Zweigwerk von Schumacher Packaging: „Es ehrt uns, den NRW.INVEST AWARD 2013 zu erhalten. Der Standort AirportPark FMO bietet uns mit seiner Nähe zur A1 und zum Flughafen Münster/Osnabrück eine optimale Infrastruktur. Beste Voraussetzungen also für den weiteren Ausbau unserer europäischen Präsenz in Märkten wie den Niederlanden, Belgien und den skandinavischen Ländern.“ Großinvestition von über 100 Mio. EUR und bis zu 250 LKW-Bewegungen am Tag Auf einem rund 110.000 Quadratmeter großen Grundstück investiert das Unternehmen im ersten Bauabschnitt bereits über 40 Millionen Euro für die Herstellung und den Vertrieb von modernsten Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe und schafft hiermit rund 100 neue Arbeitsplätze. In den nächsten Jahren sind für Erweiterungen zusätzlich rund 100 Millionen Euro kalkuliert sowie die Schaffung von bis zu 500 neuen Arbeitsplätzen geplant. Hierfür hat der Verpackungshersteller extra rund 34.000 m² reserviert. Produktionsstart im AirportPark FMO ist im Frühjahr 2014. Dann sind bereits über 50 LKW-Fahrten am Tag geplant. Im Endausbau werden für den neuen Werksstandort bis zu 250 LKW-Bewegungen erwartet. Beste Voraussetzungen für Logistik und mehr Zwischen Münster und Osnabrück, direkt an der A1 bzw. vor dem Flughafen Münster/ Osnabrück gelegen, entwickelt sich der hochmoderne AirportPark FMO zu einem erstklassigen Standortangebot für Dienstleistungs-, Gewerbe- und Logistikunternehmen. Im 1. Realisierungsabschnitt stehen baurechtlich gesichert und erschlossen noch rund 200.000 m² in dem über 200 Hektar großen Gebiet zur Verfügung. Neben den

optimalen Verkehrsverbindungen profitieren die Unternehmen im AirportPark FMO von zahlreichen Mehrwerten, wie z.B. von dem 24/7-Betrieb ohne einschränkende Wohnbebauung im Umfeld, von modernster Breitbandtechnologie mit Glasfaseranschluss und von der regenerativen Regenwasserentsorgung. Dazu können sich die Unternehmen optional an das Fernwärmenetz eines Biomasseheizkraftwerkes anschließen lassen und damit erhebliche Energiekosten sparen. Münsterland bedeutende Logistik-Region – AirportPark FMO zentraler Logistikstandort Das Münsterland ist in einer Logistikstudie des Fraunhofer-Instituts als eine der bedeutenden Logistik-Regionen Deutschlands eingestuft worden. Darüber hinaus geht aus einer Branchen- und Standort-Cluster-Analyse der Beratungsgesellschaft ExperConsult der AirportPark FMO als zentraler Logistikstandort in der Region hervor. So ist seit der Eröffnung des neuen Autobahnanschlusses an die A1 und seit der wegweisenden Investition von Schumacher Packaging die Nachfrage von Logistikern nach geeigneten Grundstücken im AirportPark FMO stark gestiegen.

AirportPark FMO GmbH Airportallee 1 · 48268 Greven Tel. 02571 944780 info@airportparkfmo.de · www.airportparkfmo.de

Investieren auch Sie für die Zukunft Ihres Unternehmens im neuen Businesspark des Münsterlandes – expandieren Sie in den AirportPark FMO! mm-nordwest.de


28 // Branchenreport Logistik AnzeigeN

Fa. Aschwege & Tönjes

Georg Boll GmbH & Co. KG

Die Fa. Aschwege & Tönjes wurde 1989 in Garrel gegründet. Von Anfang an zeichnete sich das Unternehmen als Volvo Nutzfahrzeughändler mit konsequenter und absolut dienstleistungsorientierter Zielrichtung aus. Aschwege & Tönjes ist dabei stets kompetenter und fairer Ansprechpartner, ganz gleich ob es sich um ein Nutzfahrzeuge vom Werk oder ein individuell nach Kundenwunsch erstelltes Fahrzeug handelt. Angefangen mit einem Mitarbeiter ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. In den Abteilungen Vertrieb von Volvo Nutzfahrzeugen, in der Werkstatt, im Fahrzeugbau, in der Fahrzeugvermietung und in der Gebrauchtwagenvermarktung sind derzeit über 100 Mitarbeiter beschäftigt. Die Möglichkeit, den Kunden in allen Bereichen fast unbegrenzt zu bedienen, erfüllt die Ansprüche in jeder Hinsicht. Für Kunden, die auf Vielseitigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit setzen, ist Aschwege & Tönjes der kompetente Partner. Die Devise ist heute wie damals gleich geblieben: Alles aus einer Hand können viele, aber der Service macht den Unterschied.

Das Unternehmen BOLL ist bereits seit 1865 erfolgreich am Markt tätig. Im Laufe der langen Firmengeschichte des mittelständischen Dienstleisters aus Meppen war der Mut, neue, innovative Wege zu beschreiten, Voraussetzung für die posi- Die Geschäftsführer Jörg Gerdelmann, tive Weiterentwicklung des Un- Frank Hanzlik und Ulrich Boll ternehmens BOLL-Logistik. Heute hat sich das in der fünften Generation familiengeführte Unternehmen mit seinen 490 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 39 Millionen Euro als multimodaler Logistikdienstleister an drei Standorten auf der Ems-Achse etabliert. Durch verschiedene Kooperationen verfügt BOLL über den Zugang zu internationalen Logistiknetzwerken und kann den Kunden weltweit Lösungen für Logistikprobleme vom Päckchen bis zum Überseecontainer bieten. Aber längst kümmert sich BOLL-Logistik nicht mehr einfach nur um den Transport von A nach B, sondern bietet das FullService-Paket an. Bei allen Aktivitäten dieser ganzheitlichen Logistik ist der Umweltschutz als fester Bestandteil in der Unternehmensphilosophie verankert und so ist auch der geschäftsführende Gesellschafter Ulrich Boll sicher, dass „sich ökologisches Handeln und ökonomisches Denken durchaus erfolgreich kombinieren lassen“.

v. Aschwege & Tönjes GmbH Zur Schlagge 17 · 49681 Garrel Tel. 04474 89000 · info@aschwege-toenjes.de www.aschwege-toenjes.de

Georg Boll GmbH & Co. KG Schützenhof 40-56 · 49716 Meppen Tel. 05931 4020 · info@boll-logistik.de www.boll-logistik.de

EUROFRESH Logistics GmbH

Spedition Eurokreis

Das zur niederländischen HSF-Logistics-Gruppe gehörende deutsche Unternehmen Eurofresh Logistics GmbH sieht sich als kompetenter Partner für die Lebensmittelindustrie in WeserEms. Wir bieten ein Komplettpaket an Dienstleistungen rund um die gekühlte Schaltzentrale: und tiefgekühlte Logistik. Die Kern- Europäische Der deutsche Stammsitz in kompetenz der Dienstleistungen von Neuenkirchen-Vörden Eurofresh und der HSF-Gruppe liegt in der Fleisch verarbeitenden Industrie. In EG-anerkannten Kühlhäusern bietet die Gruppe Lager- und Umschlagsmöglichkeiten für Paletten sowie hängendes Fleisch, Leergutvermietung, -verwaltung und -reinigung, Orderpicking, Crossdocking sowie Tracking & Tracing. Die gesamte Kette kann bedient werden. Eurofresh ist eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, das frische, hängende Fleischwaren in Sendungs- und Stückgutgrößen kommissioniert, umschlägt und befördert. Über 600 moderne Kühlwagen transportieren sieben Tage pro Woche Tiefkühl- und Frischware in ganz Europa. Während der gesamten Strecke vom Absender bis zum Empfänger wird eine geschlossene Kühlkette beim Transport und beim Umschlag garantiert. Die Daten werden in den Fahrzeugen mit speziellen Temperaturschreibern ausgezeichnet und dokumentiert.

Das Unternehmen Eurokreis steht für Qualität, Sicherheit und ein optimales Preis-Leistungsverhältnis. 2011 gegründet, hat sich das junge Unternehmen im hart umkämpften Speditionsmarkt bereits einen Namen im Bereich zeitkritischer Güter erarbeitet. „Wir haben ein offenes Ohr für unsere Geschäftsführerin und Inhaberin Kunden und bieten eine fachgerechte Anna Jäger Abwicklung der Aufträge“, sagt Geschäftsführerin Anna Jäger. Mit ihrem Unternehmen und derzeit fünf festen Mitarbeitern hat sie sich auf nationale und internationale Landverkehre, Sonderfahrten sowie Direktund Eiltransporte von Kleinstmengen bis hin zum kompletten Sattelzug spezialisiert. „Für alles, was schnell und direkt zum Empfänger soll, sind wir die richtige Adresse“, hebt Jäger hervor. Als moderner Speditionsdienstleister bietet die Firma Eurokreis ihren Kunden maßgeschneiderte Transportlösungen. Zum Erfolgskonzept gehört dabei der gute Ruf: „Liefertreue und Sicherheit haben bei uns oberste Priorität. Für uns ist das Lob, das uns entgegengebracht wird Motivation und Bestätigung für unser Handeln“, so Jäger.

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Meyer & Meyer Holding GmbH & Co. KG Unternehmensgruppe J. MÜLLER Meyer & Meyer sorgt für volle Regale in der Fashionwelt. Das inhabergeführte Familienunternehmen ist führender Spezialist für Fashionlogistik in Europa und hat über 110 Jahre logistische Erfahrung. Das Unternehmen übernimmt für namenhafte nationale und internationale Textilhersteller und -händler umfangreiche Transport- und Logistikdienstleistungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. Die Services reichen von der Rohwaren- und Produktionslogistik über die Lagerung, Aufbereitung und Qualitätssicherung bis zur Distribution der Waren in den Einzelhandel. Aus der Firmenzentrale in Osnabrück sowie einem Netz von Niederlassungen und Partnergesellschaften im In- und Ausland steuert Meyer & Meyer mit 2000 Mitarbeitern logistische Aktivitäten in Europa, Asien und Nordafrika. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert auf ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften.

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Innovativ, international, investitionsfreudig 1821 gegründet, ist der mittelständische Familienbetrieb heute einer der leistungsfähigsten Hafenterminalbetreiber an der Unterweser mit einem umfassenden Dienstleistungsportfolio. Getreide, Futtermittel, Stahl- und Forstprodukte, Wertstoffe, Windkraftanlagen, Kakao und Kaffee, Schwefel und Fischmehl bis hin zu kompletten Industrieanlagen – die Mitarbeiter von J. MÜLLER wissen, wie man diese Güter fachgerecht umschlägt, lagert und bewegt. Neben Umschlag und Lagerung ermöglichen die Agri-, Breakbulkund Commodity-Terminals von J. MÜLLER auch eine Reihe von Value-Added-Services. Darüber hinaus wartet die J. MÜLLER Unternehmensgruppe in Brake mit nachgelagerten Dienstleistungen auf, von der Schiffsmaklerei über die Befrachtung bis hin zur Entwicklung von Supply-Chain-Lösungen. Das J. MÜLLER Brake Logistics Center bietet Hallen und Freilager-Flächen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Damit umfasst das Servicespektrum der J. MÜLLER Unternehmensgruppe die komplette Logistikkette.

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Expertentipp von Gunnar Barghorn, Geschäftsführer Barghorn GmbH & Co. KG, Brake

Hallenbauer bei Logistikimmobilien frühzeitig ins Boot holen Für die Planung und Errichtung einer Halle mit logistischer Nutzung stellen sich weit mehr Fragen, als zunächst offensichtlich wäre. Deshalb empfiehlt es sich den Hallenbauer bereits in der Vorplanungsphase mit einzubeziehen. Ein breit aufgestellter Anbieter kann dann bereits bei entscheidenden Weichenstellungen zu Fragen des Gebäudeenergiebedarfes, der resultierenden Konzepte zu Heizung und Dämmung oder der Elektroinstallation wichtige Hinweise geben. Insbesondere aber mit Blick auf die Zukunftssicherheit und optionaler Nutzungsvarianten empfiehlt es sich allemal. In jedem Fall sollten Bauherren darauf achten, dass für ihre Bauten heute bereits die statische Berechnung nach Eurocode3 erfolgt und das ausführende Unternehmen nach EN1090 in der zutreffenden Ausführungsklasse zertifiziert ist. Ansonsten kann es mit späteren Änderungen und Erweiterungen unnötig aufwändig werden. Die EN1090, als Nachfolgenorm der DIN 18800, ist insbesondere deshalb vorteilhaft für den Verwender, weil diese die Prozesse Schrauben und Beschichtung mit umfasst. Die DIN 18800 beschränkte sich dem gegenüber auf die Schweißprozesse. Mitte 2014 endet die Übergangs-

und Koexistenzphase beider Normen. Bis dahin sollten Bauherren aber auch schon auf die Anwendung der neuen Norm bestehen. Insbesondere im Logistikbereich sind große Spannweiten der Hallen attraktiv, um Anfahrgefahren innerhalb der Halle – durch dann nicht mehr erforderliche Stützen – auszuschließen. Hierzu bestehen unterschiedliche Ausführungsoptionen, welche es wert sind in der Abwägung zwischen Kosten, Variabilität, Zukunftssicherheit und Raumnutzung abgewogen zu werden. Ein weiterer wesentlicher Aspekt zur Zukunftssicherheit einer Halleninvestition ist die Beachtung möglichst umfassender Umnutzungsoptionen. Was heute Lagerhalle ist, kann morgen Fertigungshalle und übermorgen eine Veranstaltungshalle sein. Wir erleben täglich, mit welcher Geschwindigkeit sich unser Umfeld verändert. Da sind Planungen, die über einen Zeithorizont von zehn Jahren hinausgehen, bereits ein großes Risiko. Ein Grund mehr, möglichst frühzeitig einen erfahrenen und breit aufgestellten Hallenbauer in die Projektplanung einzubeziehen, denn dort bestehen umfangreiche Erfahrungen zu diesen Fragen.

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30 // Mensch Arbeitsschutz

Eine Million Arbeitsunfälle

Arbeitsschutzmanagement spielt in Unternehmen eine wichtige Rolle Schon im Jahr 2011 war die Zahl der Arbeitsunfälle trotz steigender Beschäftigungszahlen auf den zweitniedrigsten Wert seit 1960 gesunken. Dieser erfreuliche Trend hat sich auch 2012 fortgesetzt. Die Gesamtzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2012 nochmals um 2 Prozent auf etwa 1 Millionen Unfälle gesunken. Der Rückgang der Arbeitsunfälle ist auf eine Reihe von Maßnahmen zurückzuführen. Auszubildende werden schon in der Berufsschule für das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert: Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften verstärken ihre Anstrengungen in der zielgerichteten Präventionsarbeit. So hat sich zum Beispiel die BG Bau an der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern mit dem Arbeitsprogramm Bau- und Montagearbeiten beteiligt. Und nicht zuletzt, ist das Sicherheitsbewusstsein vieler Unternehmer gestiegen.

Thorsten Herbrüggen, Geschäftsführer TERNION Management-Systeme, Meppen

Tödliche Arbeitsunfälle Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Fälle auf 195 Unfälle gesunken. Die Zahl bleibt dennoch alarmierend, vor allem wenn der Arbeitsschutz vorsätzlich nicht eingehalten wird. Mangelnder oder nicht eingehaltener Arbeitsschutz führt aber nicht nur zu Arbeitsunfällen, sondern auch zu Berufskrankheiten. Zwar ist die Zahl der anerkannten Fälle einer Berufskrankheit seit dem Jahr 2000 leicht gesunken, hält sich aber immer noch relativ konstant auf dem Niveau von rund 16.000 Personen pro Jahr. Spitzenreiter der anerkannten Berufskrankheiten ist die Lärmschwerhörigkeit mit circa 5.700 Fällen, gefolgt von Silikose und Asbestose, von der 1.750 beziehungsweise 1.600 Personen betroffen sind. Auch durch Asbest hervorgerufener Lungenund Kehlkopfkrebs sowie Hauterkrankungen mit verschiedenen Ursachen sind mit 721 beziehungsweise 570 Fällen vertreten.

oder Beinahe-Unfällen eignet sich die „ganzheitliche Unfallanalyse“. Um das Verfahren auch in kleinen und mittleren Unternehmen anwenden zu können, wurde ein unterstützender Leitfaden entwickelt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat jetzt den Bericht „Ganzheitliche Unfallanalyse - Leitfaden zur Ermittlung grundlegender Ursachen von Arbeitsunfällen in kleinen und mittleren Unternehmen“ veröffentlicht. Vielfach wird bei der Unfallanalyse der menschliche Fehler als „universelle Ursache“ in den Vordergrund gestellt. Dadurch treten verdeckte Ursachen in den Hintergrund. So kann beispielsweise die Überlastung des Beschäftigten eine Ursache des „menschlichen Versagens“ sein. Die ganzheitliche Unfallanalyse (Root-Cause-Analysis) setzt deshalb tiefer an, um Problemstellen an ihrer Wurzel aufzudecken und zu beseitigen. So können Unfälle nachhaltig vermieden und ein betriebsinternes Sicherheitsbewusstsein gefestigt werden.

BAuA veröffentlicht Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen Unfälle am Arbeitsplatz sind tragisch, liefern jedoch zugleich wichtige Hinweise auf mögliche Schwachstellen und Präventionsmaßnahmen. Zur effizienten Diagnose der Ursachen von Ereignissen, Störungen

Arbeitsschutzmanagement wichtig Um Unfälle möglichst im Vorfeld schon zu vermeiden, bietet sich ein professionelles Arbeitsschutzmanagement an. Im Arbeitsschutzmanagement geht es neben der Unfallverhütung auch darum, die Unter-

Weltneuheit im Arbeitsschutz – Made in Oldenburg Die JUTEC GmbH aus Oldenburg entwickelt eine Laserschutzkleidung für handgeführte Laserarbeiten. JUTEC, einer der führenden Hersteller aluminisierter Schutzkleidung und Hitzeschutzausrüstungen sowie Isoliertechnik nimmt eine neue Produktsparte in sein Programm auf. Zum ersten Mal wird eine passive Laserschutzkleidung von Kopf bis Fuß angeboten. Bei laserunterstützten Schneid- und Schweißarbeiten besteht die Gefahr, dass der Laserstrahl abgelenkt wird und es bei Kontakt mit der Haut zu schweren Verbrennungen sowie starken Hautirritationen kommen kann. Die Schutzfunktion der Kleidung und Handschuhe schafft es, den Laserstrahl zu brechen und diffus zu reflektieren. Das Sortiment umfasst Handschuhe, Jacken, Hosen, Gamaschen, Frontalschutzmäntel und Hauben. Das geringe Materialgewicht erlaubt eine flexible Handhabung. Gemäß der „Optischen Strahlungsschutzverordnung“ (OStrV) aus 2010 sind die Arbeitgeber verpflichtet, für diese Arbeiten geeignete PSA zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen unter info@JUTEC.com oder telefonisch unter 0441 300 99 0


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32 // Mensch Arbeitsschutz

nehmer selbst vor einem Organisationsverschulden zu bewahren. „Zudem ist das Ziel, systematisch sicherzustellen, dass rechtliche Anforderungen im Arbeitsschutz konsequent umgesetzt werden. Das Gegenteil wäre, immer wieder einzelne Feststellungen zu bearbeiten und doch nicht die Ursachen zu beheben“, sagt Fachmann Thorsten Herbrüggen, Geschäftsführer der TERNION Management-Systeme GmbH aus Meppen. Zertifizierungen gibt es hierzu einerseits nach OHSAS 18001 oder diversen berufsgenossenschaftlichen Standards, auf der anderen Seite nach dem SCC-Regelwerk: „Das SCC-Regelwerk ist gedacht für ausführende Unternehmen mit dem Fokus darauf, dass Leistungen beim Auftraggeber ausgeführt werden, wie zum Beispiel Bau- oder Montagetätigkeiten. In vielen Branchen wie der Chemie oder Petrochemie sowie Energieerzeugung ist das SCC-Zertifikat die Grundvoraussetzung, um überhaupt noch einen Auftrag zu bekommen“, erklärt Herbrüggen. Aber auch als Zulieferer dieser Branchen oder im Bereich Automotive würden Zertifikate nach OHSAS 18001 stärker nachgefragt, da diese aktive Risikominimierung bedeuteten und damit die Lieferzuverlässigkeit erhöhten.

geln auf den Baustellen eingehalten werden, zumal Unfälle auf Baustellen neben dem Leid des Verunfallten auch gegebenenfalls langfristige Stilllegungen der Baustelle und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Der SiGeKo ist eine wesentliche Maßnahme, dies zu verhindern“, sagt Herbrüggen. Bei größeren Unternehmen ist der Arbeitsschutz meist gut und professionell gemanagt, „schwieriger wird es häufig, je kleiner die Unternehmen werden. Hier fehlt die interne Kompetenz. Aber gerade in einem kleinen Unternehmen fehlt ein Verunfallter oder kranker Mitarbeiter mit seiner Arbeitskraft noch deutlicher als vielleicht in manchem großen Unternehmen“, zeigt Herbrüggen die Problemstellung auf. Insgesamt, so der Experte, hätten die Unternehmen im Arbeitsschutz in den letzten Jahren stark nachgeholt. „Die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen hat durchaus zugenommen“, sagt Herbrüggen. Es gebe aber immer noch eine Reihe Unternehmen, die hier Nachholbedarf hätten: „Manchmal bedarf es erst der Aufforderung durch die Berufsgenossenschaft oder die Gewerbeaufsicht bis Unternehmen aktiv werden. Dann kann es aber zu spät sein. Der Unternehmer ist in der Verantwortung!“

SiGeKo-Dienstleistungen Gerade auf Baustellen kommt es immer wieder zu schweren Arbeitsunfällen. Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) wird vom Bauherrn bestellt. Meist nimmt diese Rolle ein externes Unternehmen wie TERNION ein. „Durch die Baustellen-Verordnung wird der Auftraggeber mit in die Haftung für die ausführenden Gewerke genommen. Somit sollte er darauf achten, dass die Arbeitsschutzre-

Auf Arbeitsschutz folgt Gesundheitsschutz Für die Zukunft sieht Herbrüggen eine klare Entwicklung: „Die Unternehmen, die bereits Einiges in puncto Arbeitsschutz unternehmen, werden sich zukünftig mehr dem Gesundheitsschutz widmen.“ Denn der demografische Wandel und längere Lebensarbeitszeiten fordern nicht nur zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit bis ins hohe Alter, sondern vor allem auch, altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen.

Wissen gibt Sicherheit Auf Nummer sicher gehen – Mit der TÜV NORD Akademie haben Sie einen starken Partner an Ihrer Seite. Unser Tipp Baustellenkoordinator Oldenburg Teil 1: 18.11. – 21.11.2013 Teil 2: 02.12. – 05.12.2013 Wir beraten Sie gerne zu allen Weiterbildungsfragen rund um die Themen: „ „ „ „ „ „

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Unfälle bei der Arbeit vermeiden

Wie sichert ein Unternehmen Mitarbeiter vor Gefahren im Berufsalltag? Befähigte Personen als Schlüssel zu mehr Sicherheit Herr Böcker, Sie sind Geschäftsstellenleiter der TÜV NORD Akademie in Oldenburg. Können Sie uns erklären, wie Unternehmer den Arbeitsplatz ihrer Mitarbeiter gegen Gefahren absichern? Heinz Böcker: Jedes Unternehmen ist Mitglied in der Berufsgenossenschaft, die im Falle eines Arbeitsunfalls für den Schaden des Mitarbeiters aufkommt. Allerdings setzt das voraus, dass der Arbeitnehmer über die Gefahren an seinem Arbeitsplatz unterHeinz Böcker, Geschäftsstellenleiter der TÜV NORD Akademie, Oldenburg wiesen wird und seine Arhboecker@tuev-nord.de beitsmittel regelmäßig auf Siwww.tuevnordakademie.de cherheit geprüft werden. Sprich, der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung zusammen mit Sicherheitsfachkräften zu erstellen. In diesem Dokument sind auch die Art, der Umfang und die Fristen für die erforderlichen Prüfungen der Arbeitsmittel enthalten. Diese Prüfungen können durch befähigte Personen durchgeführt werden. Wie kann jemand „befähigte Person“ im Unternehmen werden? Heinz Böcker: Eine befähigte Person wird vom Arbeitgeber ernannt und schriftlich bestellt. Der Arbeitgeber muss sich im Vorfeld von der Qualifikation der befähigten Person überzeugen und sie entsprechend auf ihre neue Aufgabe vorbereiten. Die Anforderungen an eine befähigte Person werden vom Ausschuss für Betriebssicherheit definiert und schriftlich in den „Technischen Regeln für Betriebssicherheit – TRBS 1203“ beschrieben. Diese TRBS fordert generell angemessene Weiterbildungen, da allein die Vorschriften und Regelwerke zur Prüfung der verschiedenen Arbeitsmittel sehr umfangreich sind. Welche Grundvoraussetzungen müssen Mitarbeiter erfüllen, damit sie als „befähigte Person“ bestellt werden können? Wie lange dauern entsprechende Weiterbildungen und welche Kosten gehen damit einher? Heinz Böcker: Der Arbeitgeber muss bei der Auswahl der befähigten Person darauf achten, dass diese eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen und die nötige Berufserfahrung im Umgang mit den zu prüfenden Geräten im Unternehmen gesammelt hat. Mit einer Schulung erlangen die Mitarbeiter die darüber hinaus geforderten Fachkenntnisse für die Durchführung einer ordnungsgemäßen Prüfung. Sind alle drei Voraussetzungen erfüllt, kann eine Bestellung zur befähigten Person erfolgen. Unsere Dozenten arbeiten sehr praxisnah und vermitteln den Teilnehmern alles Wissenswerte in ein, zwei oder vier Tagen – je nach Umfang des Themas. Die Kosten variieren in Abhängigkeit von den zu vermittelnden Inhalten und der Länge des Seminars.

Welche Vorteile haben Unternehmen und Mitarbeiter von der Qualifikation? Heinz Böcker: Die Teilnahmebescheinigung der TÜV NORD Akademie ist der Befähigungsnachweis für den Arbeitgeber gegenüber den gewerblichen Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und Aufsichtsbehörden. So hat der Arbeitgeber einen wichtigen Schritt für die Sicherheit seiner Mitarbeiter getan und gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Gibt es zusätzliche Anforderungen an befähigte Personen zur Prüfung bestimmter Gefährdungen, z.B. Explosionsgefährdungen? Heinz Böcker: Das Regelwerk unterscheidet an dieser Stelle drei besondere Gefährdungen: Explosionsgefährdungen, Gefährdung durch Druck und Elektrische Gefährdungen. In Abhängigkeit des zu prüfenden Arbeitsmittels können besondere Anforderungen, wie Nachweis eines Studiums oder bestimmte fachliche Kenntnisse und Qualifikationen, notwendig sein. Welche weiteren Qualifizierungs- und Unterstützungsmöglichkeiten bietet die TÜV NORD Akademie im Bereich der Arbeitssicherheit? Heinz Böcker: Wer denkt, dass im Bereich der Arbeitssicherheit lediglich das Bau- und produzierende Gewerbe aufgerufen sei, der irrt. Es gibt sehr viele alltäglich erscheinende Arbeitsmittel, von denen eine Gefahr ausgeht, und die von befähigten Personen geprüft werden müssen. Also betrifft das geltende Regelwerk nahezu jedes Unternehmen, unabhängig von der Mitarbeiterzahl. Wir bieten Seminare für ganz unterschiedliche Arbeits- und Betriebsmittel an: Druckbehälter und Rohrleitungen, elektrische und mechanische Betriebsmittel in explosionsgefährdeten Bereichen, Brandschutzklappen, elektrische Betriebsmittel, Fenster, Türen, Tore, Leitern und Tritte, Gerüste, ortsfeste Regalsysteme aus Stahl, Brücken- und Portalkrane, Anschlagmittel, Winden, Hub- und Zuggeräte, Hubarbeitsbühnen, Flurförderzeuge, Wechselbehälter, austauschbare Kipp- und Absetzbehälter und Sportgeräte. Wer sich unsicher ist, kann bei der TÜV NORD Akademie Schulungen besuchen, die über das Berufsgenossenschaftliche Regelwerk oder die Gefährdungsbeurteilung und die Dokumentationsverpflichtung aufklären. Weiterhin bieten wir Seminare in dem Bereich Arbeitssicherheit, Baustellensicherheit und Arbeitsschutzmanagement an. Je nach Anzahl der zu schulenden Mitarbeiter, können Seminare auch vor Ort im Unternehmen stattfinden. Generell würde ich empfehlen, dass wir zunächst im persönlichen Gespräch klären, welches Seminar für die Mitarbeiter sinnvoll ist. Dazu können uns Unternehmen jederzeit ansprechen.

Fachtagung Arbeitsschutz 2014 Die Fachtagung der TÜV NORD Akademie findet vom 03. bis 04.06.2014 in Hamburg statt. Anhand von Best-Practice-Vorträgen zeigen Branchenexperten, wie die wichtigsten gesetzlichen und formalen Grundlagen im betrieblichen Alltag erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden können.

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36 // Management Metropolregion – Logistik

Starker Standort fit für die Zukunft Studie bescheinigt Metropole Nordwest große Chancen Text: Nicholas Salagaray Fotos: fotolia

In keiner anderen Metropolregion ist der Anteil der Beschäftigten in der Logistikbranche so hoch wie im Nordwesten. Fast 115.000 Erwerbstätige arbeiten in diesem Bereich. Der Logistik fällt somit eine Schlüsselbedeutung für die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Metropolregion zu. Die Seeschifffahrt bewältigt mehr als 92 Prozent des weltweiten Warenverkehrs, 90 Prozent des internationalen Warenverkehrs der EU werden mit dem Schiff transportiert. Die Hafenregion Weser/Jade mit ihren Transportwegen auf Wasser, Straße, Schiene und in der Luft hat alle Möglichkeiten, von dieser Entwicklung zu profitieren.

Jade-Weser-Port mit großem Potenzial Für die Metropolregion werden durch den Tiefwasserhafen Wachstumschancen im Logistikbereich gesehen – allerdings müsse dafür das Standortmarketing verbessert werden, sagte Dr. Nikolai Lutzky vom BAW-Institut. Als Ergebnis der gut 240-seitigen Studie „Europa-Hub“ (Download auf www.frischkoepfe.de ) leitete er zehn Handlungsfelder für die Branche ab: Hiernach gilt es, die Engpässe im Hinterlandverkehr der nordwestdeutschen Seehäfen bei wieder wachsendem Welthandel durch Kapazitätserweiterungen zu beseitigen, technische Neuerungen wie zum Beispiel Spezial-Terminals für die Offshore-Wirtschaft zu berücksichtigen und die Seehäfen zu maritimen Kompetenzzentren in Sicherheit, Umwelt- und Klimaschutz auszubauen. mm-nordwest.de

Eine besondere Rolle fällt der Vernetzung der Akteure im Nordwesten zu. Die für die Logistikfunktionen geeigneten Standorte in Bremen und Niedersachsen sollten systematisch nach Eignung, Funktionen und Potenzialen erfasst, entwickelt und entsprechend vermarktet werden. Der Aufbau eines Standortinformations-Systems wird als sinnvoll erachtet. Gleichzeitig soll der Blick grenzüberschreitend auf den Aufbau europäischer Partnernetzwerke im Nord- und Ostseeraum gerichtet werden – auch vor dem Hintergrund des EU-Förderzeitraums 20142020. Was die Logistikregion im Nordwesten bewegt, erfahren Sie auf den kommenden Seiten. Wir haben zum Thema Standortmarketing einen Blick nach Bremen und in die JadeBay geworfen.


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„Der Fachkräftemangel ist ein Problem unserer Branche“ Logistikexperte Klaus Platz im Interview Herr Platz, Sie sind Geschäftsführer bei VIA BREMEN und beschäftigen sich unter anderem mit der Standortvermarktung der Bremischen Häfen. „Logistics for your Benefit“ lautet Ihr Claim, der VIA BREMEN in seiner Markenpräsenz unterstützt. Wo steht Ihre Marke aktuell und was sind die wichtigsten Schwerpunkte, mit denen Sie sich befassen? Klaus Platz: Unsere Marke VIA BREMEN, die von wichtigen Logistik-Institutionen und der Politik sowie Verwaltung getragen wird, soll unseren hoch effizienten Standort in Deutschland und der Welt bekannter machen. Diesen einheitlichen Markenauftritt gibt es erst seit zweieinhalb Jahren. Für eine Markeneinführung eine relative kurze Zeitspanne. Trotzdem ist es uns gelungen, auch mit begrenzten finanziellen Mitteln, den Bekanntheitsgrad der Häfen Bremen/Bremerhaven mit ihrem breiten Spektrum an erstklassigen Logistikdienstleistern deutlich zu steigern. Aber wir stehen noch am Anfang und müssen unsere Anstrengungen weiter steigern, getreu dem Motto: „The smaller try harder“. Sie arbeiten eng mit der Jacobs University Bremen zusammen und schicken zum Beispiel Studenten als Logistics-Ambassadors ins Ausland, um für den Standort zu werben. Erklären Sie uns, was dahinter steckt und welche Erfolge dieser Austausch mit sich bringt. Klaus Platz: Wir arbeiten natürlich nicht nur mit der Jacobs University zusammen, sondern mit allen infrage kommenden Institutionen, also der Universität, den Hochschulen, den weiterbildenden Lehrinstituten und Logistik-Forschungseinrichtungen. Mit der Jacobs University verbindet uns allerdings eine besonders enge Zusammenarbeit, was auch durch unser gemeinsames Projekt, den „VIA BREMEN Logistics Ambassadors“ entstanden ist. Mit diesem Projekt wollen wir internationalen Studenten, die an der Jacobs University ihren Master- oder Bachelor-Abschluss in der Logistik machen, in die Lage versetzen, den guten Ruf des Logistikstandortes Bremen in die Welt hinauszutragen. Wir bilden in jedem Jahr zehn Studenten aus unterschiedlichen Ländern aus und bauen so langsam ein Netzwerk von Logistics Ambassadors auf. Dieses Netzwerk wird von VIA BREMEN betreut und informiert. Die erfolgreichsten Ambassadors werden wir einmal im Jahr nach Bremen zum Kapitänstag einladen. Bremen hat die größte Dichte an Institutionen und Studiengängen zur Aus- und Weiterbildung von Logistik-Spezialisten auf Länderebene. Warum ist der Standort so interessant für die Logistik und die übergreifende Arbeit so erfolgreich? Klaus Platz: Die Logistikwirtschaft im Land Bremen hat sicherlich entscheidende Anstöße ge-

geben. Der Standort zeichnet sich unter anderem ja auch dadurch aus, dass kurze Entscheidungswege zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Schwerpunktbildung erleichtern. Ich erinnere daran, dass die Hochschule Bremerhaven sich bereits seit Jahrzehnten Verdienste in der Ausbildung für Logistik erworben hat. Der Fachkräftemangel ist gerade im Bereich der Logistik ein Thema, dass für die Unternehmen spürbarer wird. Wie wirbt VIA Bremen für Berufe rund um die Logistik? Klaus Platz: Der Fachkräftemangel ist schon heute und verschärft in Zukunft ein Problem unserer Branche. Aus diesem Grunde unterstützen wir vor allen Dingen alle Bemühungen, Nachwuchs für die Logistik zu finden und zu motivieren. Die Schulen im Land Bremen und der näheren Umgebung sind daher eine wichtige Zielgruppe. Die zentrale VIA BREMEN-Veranstaltung in der Überseestadt am bundesweit einmal im Jahr stattfindenden „Tag der Logistik“, der durch die Bundesvereinigung Logistik initiiert wird, hat sich seit zwei Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt für Schüler und junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen, entwickelt. Die Resonanz war auch in diesem Jahr überwältigend. Mehr als 60 Aussteller aus der LogistikWirtschaft präsentierten den rund 3000 Besuchern die vielfältigen Berufsbilder und Karriere-Chancen der Logistik. Das VIA BREMEN-Job- und Karriereportal „www.logistikjobs-bremen.com“ bietet sowohl Stellen-Anbietern als auch -Suchenden die Möglichkeit, offene Stellen anzubieten und zu besetzen. Darüber hinaus bietet das Portal eine Vielfalt an Informationsmöglichkeiten über Aus- und Weiterbildung, Berufsbilder, Studiengänge und vieles mehr. Jungen Menschen deutlich zu machen, dass Logistik gerade hier im Land Bremen eine Wachstumsbranche mit hervorragenden Karrierechancen ist, bildet einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Unser Innovationskreis „Aus- und Weiterbildung“ unterstützt dabei mit großem Engagement diese Bemühungen.

Klaus Platz, Vorsitzender und Geschäftsführer VIA BREMEN e.V. sowie geschäftsführendes Vorstandsmitglied Bremische Hafenvertretung e.V. 51 Jahre war ich in der internationalen Speditions- und Logistikgruppe IPSEN (Bremen) tätig – habe dort gelernt und war über verschiedene Positionen ab 1974 bis zum meinem Ausscheiden 2005 geschäftsführender Gesellschafter. Ab 2007 übernahm ich die Geschäftsführung der Bremischen Hafenvertretung e.V., einer Organisation, die es bereits seit 1942 gibt und die über Jahrzehnte für die Stadt das Hafenmarketing betrieben hat. Heute hat die BHV überwiegend Netzwerkfunktionen rund um Hafen und Logistik. Seit 2011 leite ich zusätzlich als Vorsitzender des Vorstands und als Geschäftsführer die VIA BREMEN e.V. Träger der Standortmarke für den Hafen- und Logistikstandort Land Bremen. In dieser Funktion arbeite ich unter anderem sehr eng mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen zusammen.

Offshore ist ein Thema, das zwar aktuell nur schleppend vorangeht, aber auch in Ihrem Portfolio nicht fehlen darf. Fehlende Weichenstellung seitens der Regierung ist ein häufiger Vorwurf, um den bisher schwerfälligen Ausbau zu rechtfertigen. Wie ist Ihre Haltung dazu und was erwarten Sie von der neuen Bundesregierung in diesem Bereich? Klaus Platz: Sie haben Recht, Offshore Windenergie ist für Bremen und Bremerhaven für die Produktion und die Logistik von herausragender Bedeutung. Schon heute ist dieser Industriezweig ein Wachstumsträger. Alle Fachleute sind sich darin mm-nordwest.de


38 // Management Metropolregion – Logistik

einig, dass der Energiewechsel ohne Offshore Strom nicht gelingen kann. Umso bedauerlicher, dass die letzte Bundesregierung es an der nötigen Klarheit der Beschlüsse hat fehlen lassen. Dadurch wurde Unsicherheit bei Investoren und Betreibern erzeugt, was wiederum zu vermeidbaren Verzögerungen geführt hat. Daher erwarten wir von einer neuen Bundesregierung, dass diese schnellstens die notwendige Weichenstellung vornimmt. In einer Veranstaltung in der Bremer Landesvertretung in Berlin am 22.10., dem Vorabend des diesjährigen Deutschen Logistik-Kongresses, haben wir in einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Windstille oder Windkraft“ unsere Forderungen in die Öffentlichkeit und die künftige Bundesregierung getragen. Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven stellt sicherlich für einige Ihrer hafennahen Unternehmen eine Konkurrenz dar. Wie sehen Sie die bisherige Arbeit dort und welche Synergieeffekte lassen sich nutzen? Klaus Platz: Der Jade-Weser-Port ist ein Jahrhundertprojekt und es war richtig, dass sich Bremen daran beteiligt hat. Daran ändern die Anlaufprobleme nichts. Wir sind davon überzeugt, dass der Logistikstandort Bremen auf längere Sicht von Wilhelmshaven profitieren wird. Ich denke zum Beispiel an das GVZ mit seinem Umschlagsbahnhof für kombinierten Verkehr, das hervorragend dafür geeignet ist, Konsolidierungsmöglichkeiten im Zentrum von Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg zu bieten. Bremen wird sicherlich auch seinen Anteil an logistischen Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette gewinnen. Von Wilhelmshaven via Bremen ins Hinterland, das ist das Motto.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.via-bremen.com.

Fotos: bremenports

Die maritime Wirtschaft hat schwierige Dekaden erlebt. Wo steht der Standort Deutschland im internationalen Vergleich und wohin geht die Reise in der Zukunft? Klaus Platz: Im internationalen Ranking waren wir vor einigen Jahren noch Logistik-Weltmeister. Auch wenn wir inzwischen „nur“ noch Platz 2 oder 3 bekleiden, ist gerade die maritime Wirtschaft in Deutschland immer noch eine der führenden Branchen. Das ist nicht zuletzt auf den hohen Anteil der mittelständischen Unternehmen zurückzuführen. Allerdings macht die Infrastruktur in Deutschland zunehmend Sorgen. Marode Straßen, marode Brücken, marode Schleusen im Nord-Ostseekanal, jahrelange Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten und die erheblichen Finanzierungslücken sind nur einige Stichworte. Auch hier ist die Politik, ist die neue Bundesregierung, gefragt.

VIA BREMEN VIA BREMEN ist die Marke für den Hafen- und Logistikstandort Bremen/Bremerhaven. Die Marke VIA BREMEN repräsentiert die Hafen- und Logistikwirtschaft im Lande Bremen und verfolgt das Ziel, den Hafen- und Logistikstandort Bremen/Bremerhaven im nationalen sowie internationalen Wettbewerb zu profilieren und somit jeden einzelnen Akteur zu stärken. Als unternehmensneutrale Koordinierungs-, Informationsund Kommunikationsplattform für den Hafen- und Logistikstandort ist VIA BREMEN die zentrale Anlaufstelle für alle Belange in der Logistik. Zu den Aufgaben gehören neben der Repräsentanz der Hafen- und Logistikbranche die Koordinierung des Marketings sowie die Verzahnung der Hafen- und Logistik-Community mit der Wissenschaft, Forschung, Politik und hoheitlichen Instanzen. Getragen wird die Marketinginitiative VIA BREMEN e.V. aktuell von 25 Unternehmen, Verbänden und politischen Institutionen der Branche des Landes Bremen. VIA BREMEN versteht sich als Schnittstelle und repräsentiert den Standort nach außen, indem sie Marketingmaßnahmen aufeinander abstimmt. Sie liefert allgemeine Informationen zu den Standortleistungen und leitet Anfragen in den richtigen Kanal weiter – egal ob Wirtschaft, Forschung, Verwaltung oder Politik. Der Vernetzung dieser Akteure mit der Hafen- und LogistikCommunity dienen die VIA BREMEN-Innovationskreise, in denen zu aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit/CO2, Forschung und Entwicklung oder Aus- und Weiterbildung praxistaugliche Lösungen erarbeitet werden.

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„Infrastruktur Lebensader für die Wirtschaft“

Detlef Breitzke über Chancen und Stärken des Logistikstandortes JadeBay Herr Breitzke, zum Portfolio der JadeBay zählt die Vermarktung als wichtiger Logistik-Standort. Wie gut sehen Sie sich in diesem Bereich bisher aufgestellt? Detlef Breitzke: Exzellent, weil es mit langen Planungsvorlaufzeiten jetzt auch die Produkte für unterschiedliche Anforderungen gibt. Das trifft auf die maritime Wirtschaft, die Energiewirtschaft, den Luftfahrzeugbau wie auch auf die damit verbundenen Querschnittbereiche beispielsweise der Logistik zu. Die Braker Hafenerweiterung wird gut angenommen, der Jade-Weser-Port läuft auf der anderen Seite seiner so hoch gepriesenen Leistungsstärke hinterher. Wo liegen aus Ihrer Sicht die Gründe dafür? Detlef Breitzke: Der Braker Hafen hat bereits eine lange „Tradition“. Er wurde in den Jahren des Betriebs immer weiter professionell entwickelt, Baustein für Baustein. Das kann in Wilhelmshaven noch nicht der Fall sein. Der JWP ist ein Greenfieldprojekt und das muss jetzt auch schrittweise und klug weiterentwickelt werden. Das Thema Offshore ist sicherlich für die weitere Entwicklung essenziell. Wie ist da der aktuelle Stand der Dinge, welche Services sind in der JadeBay-Region bereits vorhanden und welche Investoren gilt es in der Konkurrenz zu Standorten wie Emden oder Cuxhaven zu gewinnen? Detlef Breitzke: Genauso wenig wie wir bei den Containerhäfen an der Nordsee über Konkurrenz, sondern über den kooperativen Wettbewerb im deutschen volkswirtschaftlichen Sinne sprechen, sollten wir das im Bereich der Offshore-Windenergie tun. Der Markt braucht die richtigen Produktangebote, damit die Prozess- und Wertschöpfungskette sinnvoll und gewinnbringend entstehen kann. Das kann kein einzelner Standort leisten, das ist eine Frage des Verbundes. Hier täten alle gut daran, die Anforderungen aus dem Markt mit den Angeboten zu synchronisieren. Gerade im Hinblick auf wichtige Infrastrukturmaßnahmen ist das angebracht, weil hiermit auch erhebliche Investitionen verbunden sind. Nicht nur die Häfen sind wichtiger Bestandteil Ihres Logistikkonzeptes. Multimodale Verkehre, so bekräftigt es Wirtschaftsminister Olaf Lies auch immer wieder, sind von enormer Bedeutung für die Zukunft. Was zeichnet die JadeBay-Region in diesem Kontext besonders aus? Detlef Breitzke: Zu Wasser, über die Schiene oder über die Straße kann die Region extrem gut punkten. Auch wenn die Schiene und die noch fehlende Elektrifizierung immer wieder Gegenstand der Diskussionen ist, die Schiene zum JWP ist da und kann und wird genutzt werden. Die weitere Optimierung erfolgt in weiteren Schritten. Da sich unsere

Region nicht dadurch auszeichnet und auch nicht auszeichnen kann, dass der Konsum von eingeführten Gütern und Waren direkt vor Ort stattfindet, braucht es diese exzellente Infrastruktur für die Zuführung und den Weitertransport der Ware. Selbstverständlich streben wir eine Veredelung der Waren vor Ort an. Das ist übrigens noch ein zusätzlicher Vorteil für die Logistiker, weil sie damit weitere Dienstleistungen für ihre Kunden anbieten können. Bei uns sind dazu die Mitarbeiter zu finden und diese sind erfahrungsgemäß sehr unternehmensverbunden und loyal. Das war schon immer so. Wenn wir über Logistik sprechen, sprechen wir leider auch über einen spürbaren Fachkräftemangel. Das beginnt bei LKW-Fahrern und geht bis in den Umschlagbereich. Wie gewinnt die JadeBay an Attraktivität für Fachkräfte in diesen Bereichen und wie werden Aus- und Weiterbildung gefördert? Detlef Breitzke: Das stimmt. Der Fachkräftemangel ist allerdings auch unterschiedlich in den Wachstumsregionen wie beispielsweise der Jade Bay ausgeprägt. Wir setzen hier bereits bei den Haupt- und Realschulen, den Gymnasien und mit der Kooperation zur Jade Hochschule an. Weiterhin arbeiten wir an der Transparenz von Angebot und Nachfrage. Ein Beispiel ist unsere unabhängige Jobplattform, auf der tagesaktuell die Angebote aus der Region angezeigt werden. Als nächsten Schritt werden wir die Nachfragetransparenz bearbeiten.

Detlef Breitzke, Diplom-Betriebswirt (FH), geboren 1962 in Wittmund, ist seit April 2010 Geschäftsführer der JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft. Nach dem Studium der Immobilienwirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen/Stuttgart 1990 begann er seinen Werdegang in einem international anerkannten Maklerunternehmen, wechselte 1997 in die Geschäftsführung der Corporate Real Estate Consulting, ehe er in die strategische Immobilienberatung wechselte. Vor seinem Wirken bei der JadeBay war Breitzke geschäftsverantwortlich für ein Gesamtimmobilienportfolio mit über 41.000 Mietverträgen.

Die Haushaltskassen sind leerer denn je, insbesondere bei notwendigen Infrastrukturmaßnahmen wird der Sparhebel angesetzt. In wie weit trifft das Ihre Region und welche Maßnahmen erwarten Sie von der neuen Bundesregierung? Detlef Breitzke: Ein großes Thema mit großer Wirkung! Ich erwarte von der Regierung nach der Bundestagswahl deutliche und wirtschaftsfreundliche Signale zu den Themen Steuern, Energiekosten und Infrastruktur. Bei der Infrastruktur, Ihre Frage also, leben wir von der Substanz. Das ist gefährlich, weil die Infrastruktur eine Lebensader für die Wirtschaft ist. Die notwendigen Investitionen sind sehr hoch und werden die Kassen extrem belasten. Es gibt aber keine Alternativen. Wo wünschen Sie sich den Logistikstandort JadeBay in fünf Jahren? Detlef Breitzke: Eine Wirtschaftsregion, die in dem Prozess des organischen Wachstums nach der Initialphase angekommen ist. Das wird dann spürbar bei den Beschäftigten und bei den Kommunen im Bereich der Einkommens- und Gewerbesteuer und damit kann der Kreislauf zur strukturellen Optimierung, wie in den reichen süddeutschen Bundesländern, entstehen. mm-nordwest.de


40 // Management Metropolregion – Logistik AnzeigeN

CITIPOST gestaltet Logistik nachhaltig! Alle Prozesse klimaneutral gestellt

Zukunftsweisende Logistikimmobilie GOLDBECK baut „grün“

„Grüne“ Logistikimmobilie: Der Nord-Hub von Hermes in Lagenhagen, DGNB Zertifiziert Nachhaltigkeit in der Logistik: Die CITIPOST Nordwest setzt schon früh auf Elektromobilität – Mittlerweile findet sich ein halbes Dutzend E-Fahrzeuge im Fuhrpark

Wie passt gute Logistik und nachhaltiger Klimaschutz im Zuge der globalisierten Welt zusammen? Ist die Zielsetzung beider Interessen im internationalen aber auch im deutschlandweiten Handel zu vereinen? Für die CITIPOST Nordwest kann diese Frage ohne Zweifel mit JA beantwortet werden. Es gehört zur Verantwortung aller Unternehmen, nicht nur wirtschaftliche Prozesse und Produkte anzustreben, sondern vielmehr auch auf die Auswirkungen der Ökobilanz ihrer Unternehmung zu achten. Dies betrifft die Logistikbranche in hohem Maße. Da die CITIPOST Nordwest nicht nur in den Grenzen Niedersachsens, sondern auch deutschlandweit als Logistikdienstleister tätig ist, steht somit die Nachhaltigkeit der Logistik im Mittelpunkt. Bereits 2012 hat die CITIPOST sämtliche Prozesse – von der Postabholung bis zur Zustellung – klimaneutral gestellt. Im März 2013 folgte der nächste logische Schritt. Auf dem Firmengelände der CITIPOST wurde eine Photovoltaikanlage mit 135 kWp Leistung installiert. Mit dieser Investition wird der Energiebedarf mit klimaneutral produziertem Strom vollständig gedeckt. So können auch neue Produkte wie Druck, Kuvertierung und die Versandalternative zum Infobrief im Hause der CITIPOST klimaneutral erbracht werden. Sogar für die Erweiterung des Briefzentrums mit einer neuen Hochleistungssortiermachine ist der klimaneutral erzeugte Strom ausreichend. Hierdurch können jährliche mehr als 31 Millionen Sendungen von der CITIPOST Nordwest am Standort Oldenburg verarbeitet werden. Viele Kunden haben bereits erkannt, dass die CITIPOST nicht nur mit dem klimaneutralen Versand eine gute und unverkennbare Alternative zur Deutschen Post darstellt.

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Björn Sundermann

„Alles spricht dafür, dass sich die rasante Steigerung der Energiekosten aus den letzten Jahren auch in Zukunft fortsetzen wird. Zudem stehen der Klimaschutz und die von der Regierung ausgelobten Ziele im Bereich der CO²-Einsparung mehr denn je im Fokus. Daher wird auch der Ruf nach energieeffizienten und nachhaltigen Logistikimmobilien immer lauter“, sagt Björn Sundermann, Verkaufsingenieur der Goldbeck West GmbH, Niederlassung Bremen. Untersuchungen haben ergeben, dass bei den Gesamtkosten einer Immobilie (Investition und Betriebskosten) über einen Lebenszyklus von 50 Jahren die Betriebskosten bis zu 80 Prozent ausmachen können. „Energieeffiziente und nachhaltige Gebäude bringen neben Klimaschutz auch einen großen wirtschaftlichen Vorteil mit sich“, unterstreicht Sundermann. Ob Photovoltaik auf dem Dach, verbesserte Dämmstoffe oder gebäudetechnische Komponenten von der Wärmeerzeugungsanlage bis zu Beleuchtung und Elektrotechnik – GOLDBECK West bietet seinen Kunden die passenden Lösungen, insbesondere wenn es um die ökologische Beurteilung geht. In Deutschland können Neubauten unter anderem durch das DGNB-Zertifizierungsverfahren bewertet werden. Je nach Grad der Nachhaltigkeit gibt es die Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. „Um ein wirtschaftliches und nachhaltiges Gesamtprojekt anzugehen, wird der Bauherr künftig einen starken Partner benötigen, der alle Aspekte von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe aus einer Hand bietet“, ist sich Sundermann sicher. Auf diesem Sektor hat sich GOLDBECK bereits heute einen sehr großen Erfahrungsschatz angeeignet und realisierte bereits diverse Logistikimmobilien in Deutschland, die mit dem DGNB-Zertifikat ausgestattet wurden.

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Verpackungslösungen für Transportgüter ROLAND Industrie-Verpackungs GmbH bietet Lösungen für alle Verkehrsträger

Die ROLAND Industrie-Verpackungs GmbH aus Bremen liefert seit über 30 Jahren kundenorientierte, individuelle und wirtschaftlich attraktive Verpackungslösungen. Die Leistungspalette umfasst Exportverpackungen für See- und Luftfracht oder LKW-Transport, Schwergutverpackungen und das Stauen von Containern. Aus der eigenen Kistenzimmerei und Tischlerwerkstatt und mit eigenen Fahrzeugen liefert Roland Kisten, Verschläge und spezielle Messekisten sowie andere Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch. Das erfahrene und engagierte Team arbeitet auf höchstem Niveau, um seinen Kunden die bestmögliche beanspruchungsgerechte Verpackungslösung für ihr Transportgut anzubieten. In dem modernen Betrieb stehen Krankapazitäten bis 40 Tonnen und Gabelstapler bis 28 Tonnen zur Verfügung. Auf Wunsch wird auch im Werk der Kunden verpackt. Der Spezialist ist zertifiziert nach AEOS, DQS/ ECOSTEP und arbeitet gemäß ISO 9001:2008 und ist Mitglied im HPE (Bundesverband Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackungen). Darüber hinaus ist die Firma vom Luftfahrtbundesamt als „Reglementierter Beauftragter“ für Luftfrachtsicherheit zertifiziert. Durch die sach- und fachgerechte Verpackung sämtlicher Industriegüter kann die ROLAND das gesamte Spektrum der Industrieverpackung anbieten. Hier wird alles – vom Ersatzteil über die Einzelmaschine bis zur kompletten Industrieanlage – transportsicher für alle Verkehrsträger vorbereitet und verpackt.

ROLAND Industrie-Verpackungs GmbH Senator-Mester-Str. 8 · 28197 Bremen Tel. 0421 5204633 · info.roland@roland-verpackungen.de www.roland-verpackungen.de

Straßenverkehrs-Genossenschaft Bremen eG Richtungsweisend für Transport und Logistik

Als Blutkreislauf der Wirtschaft wird das Transport- und Logistikgewerbe gesehen. Hier ist ein reibungsloser Ablauf das Rückgrat jedes erfolgreichen Unternehmens. In diesem Sinne steht die SVG Bremen eG ihren Kunden seit über 60 Jahren erfolgreich zur Seite, weil man dort weiß, welche Erwartungen an sie gestellt werden. Die SVG ist der Garant, um im Bereich Transport und Logistik erfolgreich am Markt zu agieren. Seit mehr als einem halben Jahrhundert greift die SVG ihren Mitgliedern und Geschäftspartnern mit vielseitigen Leistungen auf dem Gebiet der Transport- und Logistikbranche hilfreich unter die Arme. Zu ihrem umfangreichen Produktportfolio zählt u.a. die Qualifizierung von Arbeitskräften sowie die Aus- und Weiterbildung, die von Arbeitsagenturen und Jobcentern gefördert wird. Zu den weiteren Dienstleistungen gehört darüber hinaus die Fördermittelberatung zu den verschiedensten Fördertöpfen, die europaweite Mautabrechnung, Unternehmensberatung, Qualitätsmanagement, Mandantenbuchhaltung, Arbeitssicherheit sowie Beratung und Schulungen rund um das Thema Gefahrgut. Aber auch als Vermittler von Transportund Personenversicherungen steht Ihnen das SVG-Team in Kooperation mit der KRAVAG und der R+V-Versicherung stets gern zur Verfügung. Außerdem betreibt die SVG Fahrschulen in Bremerhaven und Bremen sowie zusammen mit Partnern zwei Autohöfe – einen in der Überseestadt Bremen und den zweiten in Stuhr/Brinkum. Jährlich schult der SVG-Verbund mehr als 4.000 Berufskraftfahrer. Das Angebot reicht vom Motorrad-, Pkw- und Lkw-Fahrsicherheitstraining bis zum Kommunikationsmanagement. Rund 600 Transport- und Logistikunternehmen mit mehr als 6.500 schweren Lkw nutzen bereits den SVG-Mautservice und rechnen ihr Mautvolumen über die Genossenschaft ab. Und last but not least unterbreitet Ihnen die SVG Bremen gern ein für jeden Betrieb maßgeschneidertes Tank- und Servicekartenangebot.

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42 // Management KNI-Netzwerk

Logistiker schließen sich zu Netzwerk zusammen Fachkräftemangel begegnen – Bekanntheit der Region verstärken Der Raum Münster/Osnabrück/Bielefeld gehört zu den TopLogistikregionen Deutschlands. Starke Logistikbetriebe und -institutionen spielen eine wichtige Rolle in der hiesigen Wirtschaft und profitieren von der zentralen Lage. Um die Kompetenz in dem Städtedreieck noch besser zu vermarkten, haben sich Logistikunternehmen, Verbände und wissenschaftliche Einrichtungen aus der Region zum Verein „Kompetenznetz Individuallogistik“ (KNI) zusammengeschlossen. Ziel soll es sein, klassisches Konkurrenzdenken durch starke Kooperation zu ersetzen und Logistikfachkräfte auf die Attraktivität der Region aufmerksam zu machen. Auf Initiative von Logistikprofessoren der Hochschule Osnabrück, der Regionalgruppe Münster/Osnabrück der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und des Niedersachsenparks arbeiten zahlreiche Unternehmen und Institutionen bereits seit rund zwei Jahren daran, die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern. Aktuelle Partner im

Netzwerk sind neben der Hochschule Osnabrück und der Wirtschaftsförderung Osnabrück auch Unternehmen wie Apetito, Adidas oder der Textillogistiker Meyer & Meyer. Wichtig ist es den Mitgliedern dabei insbesondere, die Region als erstes Drehkreuz im Hinterland von Europas größten Seehäfen in die Köpfe von Entscheidern und Logistiktalenten zu bekommen. Flexibilität in den Dienstleistungen und eine Region im Kreuzungsverkehr wichtiger Transportrouten sind dabei ebenso schlagkräftige Argumente für die Markenbildung der Logistikregion wie auch eine gesicherte Personalverfügbarkeit, hervorragende Arbeitsmentalität und ein dynamischer Mittelstand mit gelebter Nachhaltigkeit. Die enge Verzahnung von Unternehmen und Bildungseinrichtungen tut ihr Übriges, um das Know-how in anspruchsvollen Logistiklösungen zu unterstreichen.

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Attraktivität und Image der Logistikregion steigern KNI-Vorstand Rolf Meyer im Interview Der Raum Münster-Osnabrück-Bielefeld gehört zu den Top-Logistikregionen Deutschlands. Starke Logistikbetriebe und -institutionen spielen eine wichtige Rolle in der hiesigen Wirtschaft und profitieren von der zentralen Lage. Warum braucht es da ein Netzwerk von Verbänden, Institutionen und eigentlich erfolgreichen Logistikunternehmen? Rolf Meyer: Die Region Münster – Osnabrück – Bielefeld gehört in der Tat zu den Top-Logistikregionen Deutschlands, ist aber weniger bekannt als andere Gebiete mit Logistikschwerpunkt. Das KNI möchte deshalb die Attraktivität und das Image der Region steigern. Talente und Fachkräfte sollen angezogen, gefördert und an die Region gebunden werden. Dies können Unternehmen, Institutionen und Verbände nicht als Einzelkämpfer, sondern nur im Netzwerk mit vereinten Kräften erreichen. Das Netzwerk sorgt zudem für Know-howAustausch und gibt Impulse für gemeinsame Projekte und innovative Lösungen, von denen Meyer & Meyer genauso profitiert, wie die anderen Netzwerkpartner. Gibt es denn keine Konkurrenz zwischen den Unternehmen innerhalb des Netzwerkes? Rolf Meyer: Die Mitgliedsunternehmen des KNI sind zum Teil sehr spezialisiert. Insofern konkurrieren sie nur bedingt um Kunden. Natürlich besteht Konkurrenz um Fachkräfte. Wenn es aber gelingt, die Region insgesamt für Talente attraktiv zu machen, gewinnen am Ende alle Partner. Eine gewisse Konkurrenzsituation ist typisch für Netzwerke. Wir sind aber überzeugt, dass das KNI am Ende allen Beteiligten einen enormen Mehrwert bringt.

Rolf Meyer, geboren am 20. September 1957 in Osnabrück, ist gemeinsam mit seinem Cousin Michael Meyer Inhaber und Geschäftsführer der Osnabrücker Unternehmensgruppe Meyer & Meyer. Rolf Meyer begann seine berufliche Laufbahn mit einem BWL-Studium und einer parallelen Ausbildung zum Speditionskaufmann. Nach dem Abschluss 1981 arbeitete er in einer internationalen Spedition in Berlin. Ab 1983 war er im elterlichen Unternehmen für die nationalen Verkehre und den Aufbau der Deutschen Textil Logistik GmbH (DTL) zuständig. Rolf Meyer ist heute außerdem Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Mitglied im Verkehrsausschuss der DIHK und Aufsichtsratsmitglied der Krefelder ImPuls AG. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

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44 // Management KNI-Netzwerk

WIE PERFEKT LOGISTIK WIRKLICH IST, MERKT MAN ERST, WENN ETWAS FEHLT.

Ist jedes Logistikunternehmen willkommen, dem KNI beizutreten? Oder gibt es dafür Grundvoraussetzungen? Rolf Meyer: Ja, es sind alle Logistikunternehmen aus der Region Münster – Osnabrück – Bielefeld herzlich willkommen. Es gibt keine Zugangsvoraussetzungen, jedes Logistikunternehmen kann beitreten, wobei sich das Netzwerk auch besonders über kleine und mittelständische Unternehmen freut. Mit Hochschulen und Verbänden beziehungsweise Institution verknüpfen Sie Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. Welche Synergieeffekte lassen sich dadurch schaffen? Rolf Meyer: Die verschiedenen Netzwerkpartner sorgen für die Verknüpfung von Theorie und Praxis und erzeugen dadurch Synergien. Hochschulen unterstützen bei der passgenauen Qualifizierung von Fachkräften und sind gleichzeitig Innovationstreiber, die neue Impulse in die Logistikbranche geben. Andererseits können junge Talente frühzeitig Kontakt zu Unternehmen knüpfen und sich beruflich orientieren. Durch die enge Verknüpfung können Verbände Anforderungen aus Theorie und Praxis zudem direkt an politische Stellen weiterleiten und nötige Entwicklungen mit gestalten. Das Thema Fachkräftemangel ist im Logistiksektor spürbar angekommen. Mit welchen Mitteln kann das KNI-Netzwerk erfolgreich für Arbeitsplätze rund um die Logistik und in der Region werben? Rolf Meyer: Die Region Münster – Osnabrück – Bielefeld bietet attraktive Arbeitsplätze und Lebensbedingungen. Die Region zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität und familienfreundliche Strukturen aus. Ein dynamischer Mittelstand mit flachen Hierarchien steigert zudem die Attraktivität. Eine große Zahl familiengeführter Unternehmen sorgt dafür, dass Wert auf nachhaltiges Wirtschaften gelegt wird. Außerdem gibt es hier sehr gute Schulen und Hochschulen mit logistischem Schwerpunkt, durch die sich Talente weiterbilden können. Die Region hat für Fachkräfte also sehr viel zu bieten. Und genau das möchte das KNI nach außen tragen – zum Beispiel durch Präsenz auf Messen und Veranstaltungen, durch Pressearbeit und durch einen kontinuierlichen Ausbau des Netzwerks.

Als Kontraktlogistiker ist es unser Job, dafür zu sorgen, dass Sie sich ganz und gar auf Ihre Produktion konzentrieren können. Wenn Sie wollen, kümmern wir uns um Details wie Etikettierung, Qualitätskontrolle oder das Beschaffungsmanagement. Damit jedes Einzelteil am richtigen Ort ist, wenn es gebraucht wird. Nicht früher, nicht später. Immer. Manche nennen das qualitätsbewusst. Wir nennen es Leidenschaft.

Die Achse Münster-Osnabrück-Bielefeld gehört zu den leistungsstärksten Logistikregionen. Was zeichnet die Region denn in dieser Hinsicht besonders aus? Rolf Meyer: Entscheidend für eine Logistikregion sind die zentrale Lage und eine gute Infrastruktur. Die Region liegt im Kreuzungsgebiet wichtiger Transportrouten, bietet Möglichkeiten für eine flexible Hinterlandlogistik und kurze Wege zu den Seehäfen. Außerdem gibt es viele auf Branchen spezialisierte Logistiker, also große Kompetenz in der Individuallogistik – auch befördert durch die enge Verzahnung von Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Diese Verzahnung sorgt für qualifizierte Fachkräfte. Ein weiterer Pluspunkt sind die großen Expansionsmöglichkeiten, da im Umland viele freie Flächen vorhanden sind. Die Investitionen in Infrastruktur werden weniger, das hat die Landesregierung bereits bestätigt. Wo drückt denn der Schuh aus Sicht Ihres Netzwerkes am stärksten und welche Forderungen haben Sie an die Politik? Rolf Meyer: Für die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Wirtschaft sind der Erhalt der Infrastruktur sowie deren Ausbau ganz entscheidend. Dazu müssen die entsprechenden Finanzmittel von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden. Konkrete Projekte, die aus Sicht des KNI unbedingt kurzfristig umgesetzt werden sollten , sind zum Beispiel der 6-streifige Ausbau der A 30 im Großraum Os-

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nabrück, der Lückenschluss der A33 zur A1 sowie in Richtung Bielefeld und der Ausbau der Stichkanäle am Mittellandkanal. Gleichzeitig sollte es keine weitere Belastung der Verkehrsteilnehmer zum Beispiel durch eine Ausweitung beziehungsweise Erhöhung der LKWMaut geben. Wichtig ist zudem die Ausweitung des Lang-LKW-Feldversuchs auf weitere Bundesländer – um nur einige Beispiele zu nennen, für die sich das KNI in Infrastrukturfragen politisch einsetzt. Das KNI-Netzwerk ist noch sehr jung. Gibt es bereits erste Erfolge vorzuweisen und wenn ja, welche? Rolf Meyer: : Das KNI ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gewachsen, neue Mitgliedsunternehmen sind dem Verein beigetreten. Dies zeigt, dass immer mehr Unternehmen und Institutionen den Wert des Netzwerks für sich erkennen. Das KNI ist außerdem bei der Landesregierung offiziell als Vertreter und damit Sprachrohr der Logistikregion gelistet. Nicht zuletzt hat sich das KNI auf verschiedenen Veranstaltungen präsentiert, um seine Bekanntheit zu erhöhen, den Austausch innerhalb der Branche zu fördern und das Netzwerk auszubauen. Beispiele dafür sind die „Nacht der Logistik“ in Osnabrück, auf der die KNI Mitgliedsunternehmen Schülern und Studenten aktuelle Stellen- und Ausbildungsangebote präsentiert und mit Fachbeiträgen Einblick in die Vielfalt der Logistik gegeben haben. Außerdem organisierte das KNI den Logistikdialog, eine jährliche Veranstaltung, auf der 2013 die neuesten

Entwicklungen im Thema E-Commerce diskutiert wurden. Ende Oktober präsentierte sich das KNI außerdem mit einem eigenen Messestand auf dem 30. Deutschen Logistikkongress. Insofern hat das KNI bereits einige Projekte auf den Weg gebracht und sich erfolgreich entwickelt. Geben Sie uns doch zum Schluss bitte einen Ausblick, wo das Netzwerk in einigen Jahren stehen soll und welche Ziele auf diesem Weg erreicht werden wollen! Rolf Meyer: : Ideal wäre, wenn es dem Netzwerk langfristig gelingen würde, die Logistikregion Münster – Osnabrück Bielefeld deutlicher zu positionieren, die Branche weiter zu entwickeln und ihr Image zu verbessern. Schritte auf dem Weg dahin sind zum Beispiel eine professionelle Geschäftsstelle, um insgesamt besser managen zu können. Wichtig ist auch, in den gängigen Veröffentlichungen als wichtige Logistikregion gelistet zu sein. Im Thema Fachkräftegewinnung ist ein Ausbildungsverbund für logistiktypische Berufe wie Fachkraft für Lagerlogistik, Kauffrau/ -mann für Spedition und Logistikdienstleistung oder Berufskraftfahrer in Planung. Dieser bietet den Fachkräften die Chance, bei Bedarf auch zwischen verschiedenen Logistikunternehmen zu rotieren. Hinzu kommt die Präsenz auf einem festen Portfolio von Veranstaltungen der Logistikbranche und im Bereich Recruiting. Insgesamt soll die Wirtschaftskraft der Region durch die Arbeit des KNI gestärkt werden.

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46 // Management Maritime Wirtschaft

60 Prozent Umschlagsteigerung bis 2030 erwartet Niedersächsische Seehäfen mit starker Nischenplatzierung – Bundesregierung muss für die Zukunft wichtige Weichen stellen

Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH (Bild: Stefanie Peters)

Text: Nicholas Salagaray | Fotos: siehe Auszeichnung,fotolia

In Niedersachen ist die maritime Wirtschaft mit mehr als 20 Einzelbranchen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Den Branchen der maritimen Wirtschaft gehören knapp 900 Unternehmen und Betriebe mit rund 39.600 Beschäftigten an. In den 67 Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sind rund 2.650 Mitarbeiter tätig. Das Leistungsspektrum der Wissenschaft fokussiert sich im Wesentlichen auf die Themenfelder Meerestechnik, Wasserbau- und Küsteningenieurwesen sowie Nautik. In den niedersächsischen Betrieben des Schiff- und Bootsbaus sind derzeit knapp 6.900 Arbeitskräfte angestellt. Damit sind mehr als ein Viertel der deutschen Beschäftigten dieser Branche in Niedersachsen tätig. Diese Zahlen zeigen, welche Stärken die Wirtschaft hat. Bedenkt man darüber hinaus, dass 92 Prozent des Transportgewichtes im weltweiten Handel über das Wasser befördert werden, bekommt man einen ungefähren Eindruck vom Potential und den Chancen der Maritimen Wirtschaft – insbesondere für eine Exportnation wie Deutschland. Im Nordwesten ist die Hafenwirtschaft größtenteils gebündelt – Die Seaports of Niedersachsen GmbH besteht mittlerweile seit fast 10 Jahren. Gemeinsame Marketingaktivitäten gab es zwar bereits vorher, aber eine tatsächlich kooperative Strategie fehlte.

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Seaports sind ernstzunehmender Wettbewerber Mit der Bündelung der neun Seehäfen in Niedersachsen als Gruppe unter der Dachmarke „Seaports of Niedersachsen“ sollte eine Professionalisierung des Hafenmarketings erfolgen und eine Wahrnehmung auf Augenhöhe mit anderen großen deutschen Seehäfen wie Bremen und Hamburg erreicht werden. „Dies ist uns gelungen, denn wir werden innerhalb der deutschen Hafenlandschaft längst als ernstzunehmender Wettbewerber wahrgenommen“, sagt Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin der Seaports of Niedersachsen GmbH. Zudem habe man es geschafft, sich auch politisch stärker Gehör zu verschaffen: „Hierzu arbeiten wir auch eng mit der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen zusammen, die die politischen Interessen der privaten Hafenwirtschaft bündelt. Gemeinsam werden wir auch weiterhin aktive Präsenz zeigen, zum einen im Markt, denn die Konkurrenz in den Westhäfen wie auch mittlerweile im Schwarzen Meer schläft nicht und steht mit uns im scharfen Wettbewerb um die Ladung.“ Andererseits müsse man bei Politik und Verwaltung auf die Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen hinweisen – vom regionalen Aspekt her betrachtet als wichtiger Arbeitgeber im Nordwesten, vom überregionalen Ansatz her dahingehend, dass funktionierende Seehäfen für eine stark exportorientierte Nation wie Deutschland von größter Wichtigkeit sind. Seehäfen besetzen Nischen Eine Studie des Bundesverkehrsministeriums geht bis 2030 von einem jährlichen Güterumschlag in Niedersachsens Seehäfen von 81 Millionen Tonnen aus. Momentan liegt der Umschlag der Häfen bei 50 Millionen Tonnen jährlich. „Wir müssen uns in den Häfen auf weiterhin wachsende Umschlagsvolumen einstellen und es müssen die entsprechenden Strukturen hierfür geschaffen werden, denn sonst stoßen die Häfen schnell an ihre Auslastungsgrenzen“, unterstreicht Onnen-Lübben. Bislang haben sich die niedersächsischen Seehäfen vor allem in Nischenmärkten etabliert. Hier sind sie sehr erfolgreich und können auf zum Teil langfristig bestehende Kundenbeziehungen verweisen. „Dazu gehören zum Beispiel Umschlag, Lagerung und Distribution von Getreide und Futtermitteln, von Windenergie-Komponenten, Stahlprodukten, Massengütern wie Kohle oder Rohöl, Papier und Zellstoff und natürlich auch von PKW“, sagt Onnen-Lübben. Die Auslastung der Seehäfen in Niedersachsen sei daher anhaltend positiv, aber auch vor konjunkturellen Einbrüchen wie dem Rohölimport oder den Automobilverschiffungen nicht gefeit. „Leider berücksichtigen die gängigen Statistiken nur den Umschlag auf Tonnenbasis. Güter wie zum Beispiel hochentwickelte Windenergiekomponenten für den Onshore-Bereich, die in mehreren unserer Häfen erfolgreich umgeschlagen werden, bringen eben nicht viel Gewicht auf die Waage, bieten dafür aber eine hohe Wertschöpfung und vor allem werden hierdurch Arbeitsplätze geschaffen“, weist Onnen-Lübben auf die Bedeutung von qualitativen Umschlagaspekten hin. Starke Hinterlandanbindung Ein Vorteil der Niedersächsischen Seehäfen sind die trimodalen Anbindungen ans Hinterland per Straße, Bahn und Wasserstraße. „Bei den prognostizierten Gütermengen der kommenden Jahre müssen diese Verkehrsinfrastrukturen aber natürlich weiter angepasst werden“, sagt Inke Onnen-Lübben. Das gelte insbesondere für die Bahnwege. Hierzu hat Wirtschaftsminister Olaf Lies für Niedersachsen kürzlich ein durchaus vielversprechendes Konzept zur Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken vorgestellt. Dieses berücksichtigt zwar im Wesentlichen den Personennahverkehr, doch würde dies sicherlich auch neue Möglichkeiten für den Güterschienenverkehr eröffnen. „Beim Thema Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen ist aber vor allem der Bund gefragt. Hier drängen wir gemeinsam mit anderen mm-nordwest.de

Küstenländern auf eine prioritäre Aufnahme der seewärtigen Zufahrten und Hinterlandanbindungen in den Bundesverkehrswegeplan 2015“, so Onnen-Lübben. Eine weitere Problemstellung für den Erfolg der Häfen stellt seit geraumer Zeit die Kategorisierung der Wasserstraßen dar. Die Kategorisierung, die alleine auf die Anzahl der auf den Wasserstraßen bewegten Güter basiert, haben die Seaports of Niedersachsen mit Nachdruck abgelehnt. Hierbei geht es vor allen Dingen um die Investitionsmaßnahmen der Wasserstraßen: „Nach heutigem Stand fallen nur die Zufahrten der Häfen Wilhelmshaven, Stade und Cuxhaven in die Kategorie A (über 5 Mio. t/Jahr Güterverkehr, d. Red.), was bedeutet, dass mittelfristig nur hier Ausbaumaßnahmen für größer werdende Schiffseinheiten durchgeführt werden sollen. Diese Ausbaumaßnahmen befürworten wir natürlich. Die Zufahrten zu Häfen wie Brake und Emden hingegen sind bislang nur in die Kategorie B (3,5 – 5 Mio. t/Jahr Güterverkehr, d. Red.) eingeordnet worden. Das heißt, dass laufende Ausbaumaßnahmen noch beendet werden, die seewärtige Erreichbarkeit dieser Standorte für größer werdende Schiffe aber in Zukunft gefährdet sein würde. Wasserstraßen wie die Hunte oder der Küstenkanal würden in der Kategorie C (unter 3 Mio. to/Jahr, d. Red.) nur noch einer Bestandserhaltung unterzogen werden und wären damit von weiteren Entwicklungen praktisch abgehängt. Beides können wir nicht akzeptieren und fordern, sämtliche Zufahrten der deutschen Seehäfen in die Kategorie A aufzunehmen um die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen aufrechtzuerhalten“, erklärt Onnen-Lübben. Aufgrund der Zusage der Bundesregierung, den breiteren Einsatz umweltfreundlicher Verkehrsträger zu unterstützen, müsste ohnehin die Binnenschifffahrt schärfer in den Mittelpunkt gerückt werden. „Wenn aber Wasserstraßen nicht weiter ausgebaut werden, werden sich die Verkehre langfristig wieder auf die Straße zurückorientieren“, mahnt Onnen-Lübben.


48 // Management Maritime Wirtschaft

Jobmaschine statt Milliardengrab

Noch boomt der Jade-Weser-Port nicht, aber er nimmt langsam Fahrt auf Wie ein behäbiges Containerschiff schien der Jade-Weser-Port (JWP) lange im Hafen zu liegen. Erst musste vieles repariert werden, dann musste die Fracht geladen werden und nachdem Betreiber und Regierung eine Route mit neuen Anlaufzielen gewählt haben, nimmt er nun langsam Fahrt auf. Sobald er seine Zielgeschwindigkeit erreicht hat, könnte er so manchen Wettbewerber problemlos aus dem Fahrwasser bringen. Zwischen Inbetriebnahme im September 2012 und Mitte Oktober 2013 haben 148 Schiffe den Jade-Weser-Port angelaufen. Mærsk Line, die weltweit größte Containerschiffreederei bekannte sich als eines der ersten Unternehmen zu Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen. Nun kommen stetig neue Kunden hinzu. Unser Redakteur Nicholas Salagaray sprach mit Andreas Bullwinkel, der als neuer „Chef-Vermarkter“ dem Jade-Weser-Port den notwendigen Fahrtwind bescheren soll.

Andreas Bullwinkel: Da wir bereits mehr als einen neuen Kunden gewonnen haben, ist mir Ihre Frage nicht ganz klar. Ich vermute aber, das Sie auf das Unternehmen B-Plast in Aurich ansprechen, die wir kürzlich von den Stärken des Container Terminals in Wilhelmshaven überzeugen konnten und die nun regelmäßig über Wilhelmshaven verladen und damit ihre Lieferkette optimieren konnten. Wie schon gesagt, ist dies nicht der einzige neue Kunde, den wir von den Vorteilen Wilhelmshavens überzeugen konnten, aber dieser Kunde war so freundlich, uns die Veröffentlichung zu gestatten. Wir erhoffen uns davon weitere, positive Auswirkungen auf andere Kunden, mit denen wir bereits in Gesprächen sind, um auch sie von den Vorzügen unseres Standortes zu überzeugen.

Andreas Bullwinkel ist seit dem 1. Oktober 2013 Geschäftsführer der JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG. Der 56-jährige gebürtige Bremer begann seine Laufbahn mit einer Ausbildung zum Kaufmann im Reederei- und Schiffsmaklergewerbe. Später folgte ein Studium zum Wirtschafts-Ingenieur bei der Fachhochschule Bremerhaven. Umfangreiche Berufserfahrungen konnte er während seiner Tätigkeiten bei verschiedenen Bremer Schiffsmaklern erlangen. Knapp zehn Jahre war Bullwinkel Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen GmbH und damit zuständig für die Vermarktung der Niedersächsischen Häfen, bevor er die derzeitige Funktion übernommen hat. Zudem ist er Mitglied des Lenkungskreises „Häfen und Schifffahrt“ im Deutschen Verkehrsforum.

Herr Bullwinkel, der Start des Jade-Weser-Ports verlief alles andere als erfolgreich. Viel Kritik mussten Sie, Ihre Mitarbeiter und Vorgänger über sich ergehen lassen, der JWP wird auch heute noch gerne in Medien als Milliardengrab bezeichnet. Wie gehen Sie damit um und mit welchen Argumenten begegnen Sie Ihren Kritikern? Andreas Bullwinkel: Bei den veröffentlichten Kritiken müssen wir immer betrachten, von wem sie kommen und was man damit bezwecken will. Insofern sind wir davon nicht wirklich überrascht, oder betroffen. Es war durchaus zu erwarten, dass andere Marktteilnehmer mit Sorge auf das Containerterminal in Wilhelmshaven blicken. Für uns ist das eher die Bestätigung, das genau das Richtige getan wurde, nämlich ein spezielles Angebot an die Reedereien zu richten, die ULCC´s (Ultra Large Crude Carrier – die größten Containerschiffe der Welt, d. Red.) in ihrem Portfolio haben und hierfür einen wirklich geeigneten Hafen benötigen. Jüngst konnten Sie einen Kunden gewinnen, der für einen zusätzlichen Frachter pro Woche sorgt. Um wen handelt es sich und was kann daraus erwachsen? mm-nordwest.de

Vor einigen Wochen hat sich das Unternehmen Nordfrost, dass sich mit dem Bau eines großen Logistikzentrums als eines der ersten zum Jade-Weser-Port bekannte, sehr kritisch über die Auslastung der Umschlagflächen geäußert. 2,7 Mio. TEU an Kapazität bestehen, für das erste Jahr garantierte der JWP 700.000 TEU, weniger als 10 Prozent davon wurden tatsächlich erreicht. Da ist die Frage sicherlich gerechtfertigt: Was sind die Flächen Wert und wie kann der Umschlag in Richtung der avisierten Größe verstärkt werden? Andreas Bullwinkel: Falls sich ein Kunde heute fragen sollte, ob er sich eine Nutzung des Angebotes im JWP leisten kann, so wird er sich in zwei Jahren ganz sicher fragen müssen, ob er es sich leisten kann, die angebotenen Flächen und Dienstleistungen nicht nutzen zu wollen. Wir bieten hier vor Ort eine ausgezeichnete Infrastruktur zu sehr guten Konditionen an, das steht außer Frage. Gemeinsam mit unserem Partner Eurogate arbeiten die Teams sehr hart daran, durch gezielte Kundenansprachen von Spediteuren, Verladern, Exporteuren und Importeuren für eine verbesserte Nutzung unseres Terminals zu sorgen. Jedoch sind wir hierbei nachhaltig davon abhängig, welche Liniendienste wir über das Containerterminal Wilhelmshaven diesen Kunden anbieten können. Hier kommt der Faktor Zeit ins Spiel: Verträge zwischen Reedereien und Terminals werden immer für eine gewisse Laufzeit geschlossen. Sobald eine Neuverhandlung dieser Verträge erfolgt, ist der Anlauf des Containerterminals Wilhelmshaven eine weitere Option für die Reedereien. Da diese Terminalverträge meist Laufzeiten von zwei Jahren haben, ist eine kurzfristige Umstellung kaum machbar gewesen, für die nähere Zukunft sind wir aber optimistisch gestimmt. Die Ausrichtung des Jade-Weser-Ports hat sich nach schleppendem Startverlauf mit Unterstützung der niedersächsischen Lan-


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desregierung grundlegend geändert. Wie sieht die neue Richtung aus und welche zusätzlichen Konzepte sollen für höhere Frequenz und mehr Transporte sorgen? Andreas Bullwinkel: Wie schon soeben kurz erwähnt, sprechen wir nunmehr potentielle Kunden nicht nur wegen möglicher Ansiedlungsinteressen an, sondern fragen gleichzeitig auch nach Möglichkeiten zur Nutzung der angebotenen Liniendienste. Die guten Hinterlandanbindungen werden dargestellt – hier haben wir echte Vorteile zu bieten. Bei Bedarf werden auch ganze Konzepte zur Lieferkettenoptimierung angeboten. Die Koalitionsverhandlungen laufen und in der Bundesregierung wird es Veränderungen geben. Welche notwendigen Weichenstellungen erwarten Sie, damit der Logistikstandort JWP zukunftsfähig bleiben kann? Andreas Bullwinkel: Wir wünschen uns, dass es eine Verstetigung der Infrastrukturinvestitionen des Bundes innerhalb des Bundesverkehrswegeplans gibt. Die Logistik ist eine der größten Industrien Deutschlands, das wir leider oft verkannt oder gar ignoriert. Deutschland ist eine der st��rksten Exportnationen der Welt. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und kein Naturgesetz, daher müssen wir ständig darauf achten, konkurrenzfähig zu sein und zu bleiben. Hierfür benötigen wir also eine bedarfsgerecht ausgebaute Infrastruktur. Da die Bedarfe aufgrund des erhofften und erwarteten weiteren Anstiegs des Welthandels wachsen werden, muss also konsequenter Weise auch die Infrastruktur entsprechend mitwachsen können und dürfen. Der JWP hat eine turbulente Startphase erlebt, viel Kritik und Tiefschläge einstecken müssen. Wann gehen Sie davon aus, in ruhige Fahrwaser zu kommen und wo sehen Sie den JWP in fünf Jahren? Andreas Bullwinkel: Machen Sie sich doch bitte einmal die Mühe und schauen Sie sich die Volumenentwicklung anderer europäischer Containerhäfen an, mit denen Sie uns so oft kritisch vergleichen. Sie werden dann sehen, dass die heute führenden Häfen Europas alle einen durchschnittlichen Vorlauf von gut zehn Jahren gebraucht haben, um auf die erste Umschlagmillion in TEU zu kommen. Von uns wird aber erwartet, dass wir das in zwei Jahren erreichen. Wir haben hier ganz sicher ein herausragend gut aufgestelltes Terminal, dass auf der Ladungswie auch auf der Schiffsseite vorzügliche Vorteile anzubieten hat, aber dennoch sind auch wir den Gesetzmäßigkeiten des Marktes unterworfen. Das heißt, wenn Kunden bereit sind zu uns zu wechseln, dauert das seine Zeit, bis der Wechsel aufgrund von Vertragsverpflichtungen überhaupt vollzogen werden kann. Diese Geduld müssen wir aufbringen. In fünf Jahren wird das Container Terminal Wilhelmshaven von mehreren führenden Containerreedereien innerhalb verschiedener Linienverbindungen angelaufen, die uns mit Asien, Nord- und Südamerika verbinden. Im Sog dieser Überseeverbindungen werden dann selbstverständlich auch diverse Feederlinien und Short-Sea Services Wilhelmshaven regelmäßig bedienen. In der Logistic Zone herrscht reges Treiben bei den angesiedelten Unternehmen, die dort für den Im- und Export distribuieren, verpacken, kommissionieren und andere Dienstleistungen erbringen. Und selbst unsere heutigen Kritiker erkennen an, dass der JWP nicht das „Miliardengrab“ ist, sondern eine Jobmaschine für die Region und ein wichtiger Baustein des Standortes Deutschland innerhalb der Logistikketten internationaler Handelsunternehmen geworden ist – und das in bemerkenswert kurzer Zeit!

Bernhard Beyer GmbH & Co. KG Weltweit tätiger Spezialist

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Die Firma Beyer ist spezialisiert auf elektrische Antriebe und Stromerzeuger und beschäftigt sich seit Geschäftsgründung 1967 mit Verkauf, Wartung, Instandsetzung und Vermietung von elektrischen Antrieben und Generatoren. An den beiden Standorten Meppen und Kassel-Lohfelden kümmern sich insgesamt 22 hochqualifizierte Mitarbeiter um die unterschiedlichen Belange der Kundschaft. Der Schwerpunkt im Elektromaschinenbau liegt dabei auf Motoren, Getrieben, Generatoren, Pumpen und Krananlagen. Neben Industrie, Baugewerbe, Landwirtschaft, Krankenhäusern, Energieversorgern, Katastrophenschutz, Städte/Kommunen und Veranstaltern ist die Schifffahrt eine der Hauptkundengruppen für die Firma Beyer. Allein aufgrund der geografischen Nähe zu sämtlichen Reedereien in Haren (Ems), Leer, Emden, Bremen und Hamburg hat sich Beyer schnell einen Namen für alle Instandsetzungsarbeiten, zum Beispiel an Wellengeneratoren, Bugstrahlrudermotoren, Gangwaymotoren und Windenmotoren auf Schiffen aller Art gemacht – und das mittlerweile weltweit. Ob in Hamburg, Rotterdam oder Miami, die Schifffahrt profitiert überall vom Know-how, der Qualitätsarbeit und dem schnellen Service des erfahrenen emsländischen – nun bald 50-jährigen – Familienunternehmens. Die Firma Beyer steht jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und führt flexibel und termingerecht alle erforderlichen Instandsetzungsarbeiten auf Schiffen jeder Größenordnung durch. „Hohe Qualität bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu liefern, ist für uns oberstes Gebot“, so Günter Beyer, Geschäftsführer der Firma Beyer.

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50 // Management Häfen im Nordwesten

Binnen- und Seehäfen Niedersachsen Häfen als Wirtschaftsfaktor im Nordwesten Text: Maren Bergmann | Fotos: siehe Auszeichnung,fotolia

Die Wasserwirtschaft stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor im Nordwesten dar. Im- und Export werden über die Binnen- und Seehäfen in der Region abgewickelt. Die Häfen sind auch Standorte für Logistik-Zentren, in denen die Weiterverteilung abgewickelt wird. Die wichtigsten Häfen des Nordwestens stellen wir Ihnen vor. Brake Brake ist ein multifunktionaler Spezialhafen, der durch eine breite Dienstleistungspalette seine Nischenfunktion zwischen den großen europäischen Universalhäfen einnimmt. Er liegt am seeschifftiefen Wasser der Wesermündung. Das Bild des Hafens wird geprägt von seiner Funktion als Umschlagszentrum für die traditionellen Massenschüttgüter Getreide, Futter- und Düngemittel, Schwefel sowie die Massenstückgüter Holz, Papier, Eisen und Stahl. Zusätzlich gewinnt der Umschlag von ProjektlaZellstoffverladung in Brake. dung, Stück- und SchwerFoto: Seaports of Niedersachsen gut sowie Containern ständig an Bedeutung und bildet einen weiteren Schwerpunkt. Im Binnenhafen, der über eine Seeschleuse erreichbar ist, können Küstenmotorschiffe und Binnenschiffe für den europäischen Logistikverkehr abgewickelt werden. Cuxhaven Der Seehafen Cuxhaven liegt direkt an der Elbmündung. Die Lage des Hafens am Weltschifffahrtsweg Elbe wird durch dessen Position an der gegenüberliegenden westlichen Einfahrt zum Nord-Ostseemm-nordwest.de

Kanal unterstrichen. Die Gesamtfläche des Hafens beträgt 319 ha, davon entfallen 231 ha auf Land- und 88 ha auf Wasserflächen. Im östlichen Teil des Amerikahafens befindet sich mit einer Gesamtkailänge von 840 m die Mehrzwe- Autoverladung in Cuxhaven. ckumschlagsanlage der Foto: Seaports of Niedersachsen CuxPort GmbH mit insgesamt vier Liegeplätzen. Ansonsten sind im Amerikahafen Umschlagsund Ausrüstungskais für Stückgut- und kleine Massengutschiffe sowie für die große Passagierschifffahrt vorhanden. Perspektivisch wird sich der Hafen mit der Abwicklung und Versorgung von Windparks auf hoher See ein zukunftsorientiertes Marktsegment sichern. Seit dem Jahr 2007 ist eine Offshore-Basis entstanden, die über eine optimale Infrastruktur verfügt. Bremerhaven / Bremen Die mit Abstand größten Hafenanlagen der Region sind in Bremen und Bremerhaven zu finden. Container und Autos, Stück- und Massengüter, Gefahrgut und Projektladung – an den Terminals in Bremen und Bremerhaven wird fast jede Art von Ladung umgeschlagen. Damit haben sich die Häfen zu wichtigten Universalhäfen entwickelt. Sie verfügen über gute Übersee- und Hinterlandanbindungen. An


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den Standorten haben sich verschiedene Schwerpunkte gebildet. Die stadtbremischen Häfen sind die Spezialisten im Handling von konventionellen Stück- und Schwergütern. Zudem werden Massengüter umgeLuftbild Neustädter Hafen schlagen. Zahlreiche LogisFoto: bremenports tikzentren und das bundesweit führende Güterverkehrszentrum GVZ haben hier ihren Sitz. Bremerhaven erzielt mit der Abfertigung von Containerschiffen, Auto-Carriern und Kühlschiffen im Fruchtumschlag etwa 80 Prozent Terminal Bremerhaven bei Nacht Foto: bremenports des Frachtaufkommens der gesamten Hafengruppe. Zudem entwickelt sich die Seestadt zum wichtigen Hafen für die Offshore-Windenergieindustrie.

Papenburg Der See- und Binnenhafen Papenburg liegt direkt an der Seewasserstraße Ems und ist Niedersachsens Torf-Umschlagplatz Nr. 1. Das Hafenbecken im Industriegebiet Nord der Stadt PaDie Meyer Werft ist ein bedeutender Wirtpenburg ist zwischenzeitlich schaftsfaktor in Papenburg, von dem auch der um 520 m auf jetzt insge- Hafen profitiert. Foto: Stadt Papenburg samt 1.320 m Länge ausgebaut worden. Ausgelöst wurde der Ausbau des Seehafens durch die Ansiedlung eines neuen Biomasse-Heizkraftwerkes. Durch den Ausbau wurden auch weitere Industrieflächen erschlossen, die anderen neuen Betrieben weitere Ansiedlungsmöglichkeiten bieten. Der Seehafen Papenburg verfügt über gute Hinterlandverbindungen, so z. B. über den Dortmund-Ems-Seitenkanal in das gesamte Binnenwasserstraßennetz. Die direkte Anbindung an die Autobahn 31 (Nordsee - Ruhrgebiet) und die unmittelbar angrenzenden Autobahnen 28 (Oldenburg - Bremen) sowie A7 (NL) bieten eine attraktive Möglichkeit, um großflächige Marktgebiete erschließen zu können.

Nordenham Der Seehafen Nordenham ist der einzige privat betriebene öffentliche Seehafen Deutschlands. Direkt am tiefen Fahrwasser der Außenweser gelegen ist der Hafen Umschlagsplatz für Güter aller Art, insbesondere Kohle, Holz, Eisen- und Stahlprodukte, Erze/Abbrände sowie rollende Ladung. Die Pieranlagen sind auf ganzer Länge mit Gleisan- In Nordenham liegt der Fokus schlüssen ausgestattet, das City-Termi- zunehmend auf Offshoreund der nal besitzt eine elektrifizierte Bahnan- Windenergie zugehörigen Seekabellogistik. bindung. Die Bundesstraße 212 bindet Foto: Rhenus Midgard den Hafen (optimiert durch den Wesertunnel) an das überregionale Fernstraßennetz an. Über die Mittelweser ist Nordenham an die wichtigen Binnenwasserstraßen Europas angeschlossen.

Wilhelmshaven Der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven gehört zu den drei umschlagsstärksten Seehäfen in Deutschland. Begünstigt durch die besondere geografische Lage des Hafens mit seinem tiefen Fahrwasser können Schiffe aller Größenklassen abgefertigt, Massen- und Stückgut aller Art sowie Container umgeschlagen werden. Wilhelmshaven ist größter Importhafen für Rohöl und ein bedeutender Umschlagplatz u.a. für Mineralölerzeugnisse, Steinkohle und chemische Produkte. An den Äußeren Hafen mit seinen charakteristischen Umschlagsbrücken schließt der tidefreie Innere Hafen an, der über eine Doppelkammer-Seeschleuse erreicht wird. Er ist mit modernen Kaianlagen für den Umschlag von Massengut, Wilhelmshaven gilt als Energiedrehscheibe Deutschlands mit großen Umschlagvolumen Containern, Kühlladungen, an Öl und Kohle. Lebensmitteln, Stückgut Foto: Seaports of Niedersachsen und Projektladungen ausgerüstet. Angesiedelt sind hier neben den Umschlagsbetrieben leistungsfähige Werften und Servicebetriebe für die Schifffahrt.

Oldenburg Der Hafen Oldenburg liegt im Schnittpunkt der Seewasserstraße Hunte und der Binnenwasserstraße Küstenkanal und ist einer der umschlagstärksten Binnenhäfen Niedersachsens. Dabei werden in erster Linie landwirtschaftliche Güter wie Getreide, Futter- und Düngemittel sowie Baustoffe (Sand, Kies, Natursteine und Split) umgeschlagen. Der Hafen ist über die Autobahnen 28 und 29 gut erreichbar. Über eigene Anschlussgleise ist der Hafen an das Schienennetz der Deutschen Bahn AG angebunden. Die Stadt Investitionen in neue Suprastrukturen sollen in Oldenburg ist das wirtOldenburg die logistischen Abläufe optimieren. schaftliche, administrative Foto: Oldenburger HWG und kulturelle Zentrum der Weser-Ems-Region. Für diese Region verfügt Oldenburg mit ihren 162.000 Einwohnern über alle zentrale Dienstleistungen und eine hochwertige, zukunftsorientierte Infrastruktur. Große Betriebe des produzierenden Gewerbes haben sich hier angesiedelt.

Emden Der Seehafen Emden ist der drittgrößte Nordseehafen. Er liegt am Nordufer der Ems und besteht aus zwei Teilen, dem tideoffenen Außenhafen sowie dem durch zwei Seeschleusen zugänglichen tidefreien Binnenhafen. Emden ist ein moderner Universalhafen und hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem der bedeutendsten RoRoHäfen Europas entwickelt. Fabrikneue, für den Export bestimmte Autos machen einen großen Teil der umgeschlagenen Güter aus. Emden nimmt aber auch eine wichtige Rolle in dem entzählt zu den Kernkompestehenden Markt der rege- Fahrzeugumschlag tenzen im Emder Hafen. nerativen Energien, insbe- Foto: EVAG Emden mm-nordwest.de


52 // Management Häfen im Nordwesten

sondere der Windenergie ein. Hier werden Komponenten sowohl für On- wie auch für Offshore-Anlagen produziert, montiert und verschifft. Der Hafen dient für mehrere Windparks in der Deutschen Bucht als Basis zur Vormontage, zum Transport und zur Wartung der Anlagen. Aber auch breitgefächerte Güter wie Forstprodukte aller Art, Flüssigkreide, Mineralstoffe, Magnesiumchlorid und Flüssigdünger sowie Projektladungen werden hier umgeschlagen. Leer Der See- und Binnenhafen Leer gehört zu den wichtigsten kommunalen Häfen des Landes Niedersachsen. Er hat Anschluss an das Ruhrgebiet und an die BeneluxStaaten über den Dortmund-Ems-Kanal und an die Nordsee über die See- Einfahrt in die Seeschleuse im Hafen Leer. schifffahrtsstraße Ems. Die Foto: Seaports of Niedersachsen Hafen- und Bahnanlagen sind Existenzgrundlage für über 20 hafengebundene Betriebe. Außerdem befinden sich zahlreiche hafenabhängige Firmen in Leer, die über den Hafen bedient werden. Die Autobahnen 28 und 31 schließen Leer an das überregionale Fernstraßennetz an. Durch den Anschluss der Autobahn A31 an die A7 in den angrenzenden Niederlanden ist Leer unmittelbar an das internationale Autobahnnetz angebunden. Der Hafen in Leer verfügt über eine Schleuse und ist tideunabhängig. Dörpen Der gemeindeeigene Hafen in Dörpen ist Teil des Güterverkehrszentrums (GVZ) Emsland und liegt an einem Stichkanal mit Wendebecken am Küstenkanal. Das GVZ wird von der Dörpener Umschlaggesellschaft für den kombinierten Verkehr mbH bewirtschaftet. Daneben befinden sich Produktionsunternehmen auf dem Gelände, die ihren Umschlag selbst durchführen. Das geDer Hafen in Dörpen ist Teil des Güterversamte GVZ-Gebiet ist mit kehrszentrums Emsland. Gleisen erschlossen. Die Foto: DUK nächstgelegene Autobahn ist die BAB 31 in ca. 10 Kilometern Entfernung. Auf der Strecke zur Autobahn werden keine Wohngebiete durchquert. Der trimodale Standort ist als GVZ und Industriegebiet ausgewiesen und liegt außerhalb der Wohnbebauung. Neben dem Umschlag, welcher auch direkt zwischen den Verkehrsträgern Schiene und Schiff stattfindet, werden sämtliche Dienstleistungen rund um den Container angeboten. Auch andere allgemeine Dienstleistungen wie Verzollung, Ladungssicherung, -veredelung und Ähnliches sind im Angebot. Haren (Ems)

Umschlagplatz an der Ems: Der Eurohafen

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Der Eurohafen Emsland in Haren (Ems) bietet gute Infrastruktur und alle Vorteile eines modernen öffentlichen Binnenhafens. Verkehrsgünstig an Wasser, Schiene und Straße gelegen, ist der trimodale Eurohafen Emsland mit dem gesamten europäischen Verkehrssystems verbunden. Als interkommunales Gemeinschaftsprojekt der Städte Haren (Ems) und Meppen sowie des Landkreises Emsland wurde er 2008 in Betrieb genommen. Das Hafenbecken liegt an einem Stichkanal und grenzt an ein Industriegebiet an. Hauptumschlaggüter sind Futtermittel, Baustoffe, Düngemittel sowie Schwergut. Saterland/ Sedelsberg Am Küstenkanal in der Nähe von Sedelsberg ist seit 2003 der c-Port entstanden. Das interkommunale Industrie- und Gewerbegebiet liegt im Landkreis Cloppenburg . Hier ist eine Binnenhafenanlage entstanden, die im Städtedreieck Bremen-Emden-Cloppenburg liegt und ist aus allen Richtungen über Bundesstraßen erreichbar. Der Industriepark verfügt über eine Fläche von 280 Hektar, die zur sofortigen Bebauung bereitstehen. Der Hafen am Küstenkanal Schwergutumschlag zählt zu den Schwerhat eine 570 Meter lange Kaje punkten des c-Port. mit Anlegestellen für fünf EuFoto: Zweckverband IIK ropaschiffe. Er ist ausgerichtet auf den Umschlag von Schütt-, Massen- und Schwergütern sowie Containern und Stückgut. Containertransporte sind zweilagig möglich. Spelle-Venhaus Der Hafen Spelle liegt am Dortmund-Ems-Kanal km 123 und wird von der Hafenbetriebs-und Verwaltungsgesellschaft SpelleVenhaus mbH betrieben, einer 100-prozentigen Tochter der Samtgemeinde Der Umschlag von landwirtschaftlichen Spelle. Diese verpachtet die Erzeugnissen, Nahrungs- und Futtermitteln Hafengrundstücke. Der bildet einen Schwerpunkt im Hafen SpelleVenhaus. Umschlag wird von den an- Foto: Ulrich Wozniak sässigen Unternehmen übernommen. Die nächstgelegene Autobahn ist die BAB 30 in ca. 4 km Entfernung. Vorrangig umgeschlagen werden hier landwirtschaftliche Erzeugnisse, Nahrungs- und Futtermittel, Mineralölprodukte, Steine und Erden sowie chemische Erzeugnisse und Düngemittel. Osnabrück Der Hafen Osnabrück ist über einen 14,5 Kilometer langen Stichkanal und zwei Schleusen mit dem Mittellandkanal verbunden. Die Stadtwerke Osnabrück betreiben den Hafen, in dem sowohl Bahn- als auch Schiffumschlag betrieben wird. Neben dem Schwerpunkt Umschlag von Massengütern werden umfassende logistische Dienstleistungen angeboten. Der Gefahrgutumschlag beschränkt sich auf die Güter Heizöl und Pro- Der Umschlag von Massengütern ist ein pangas. Schwerpunkt im Hafen Osnabrück.


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Ort

Güterumschlag 2012

Dienstleistungen

Brake

6,1 Mio. Tonnen

Umschlagszentrum für Massenschüttgüter, Massenstückgüter

Bremen

k.A.

Umschlag von Gütern aller Art

Bremerhaven

k.A.

Umschlag von Gütern aller Art

Cuxhaven

2,8 Mio. Tonnen

RoRo-Anlagen, Container-Umschlag, Kühl- und Tiefkühllagerhallen, Servicehafen für WindOffshore-Felder

Nordenham

3,5 Mio. Tonnen

Umschlag von Gütern aller Art

Oldenburg

1,17 Mio. Tonnen

Umschlag von Binnen –und Seegütern, überwiegen landwirtschaftliche Produkte sowie Baustoffe

Papenburg

1,45 Mio. Tonnen

Umschlag von landwirtschaftlichen Gütern, Holz sowie Baustoffen

Wilhelmshaven

26,6 Mio. Tonnen

Umschlag von Massen- und Stückgut aller Art sowie Containern, größter Importhafen für Rohöl

Emden

4,5 Mio. Tonnen

RoRo-Hafen für Fahrzeug-Export, Umschlag von Forstprodukten, Flüssigkreide sowie Mineralstoffen, Basis für Offshore-Windparks

Leer

552.000 Tonnen

Umschlag von Getreide, Nahrungsmitteln, Steine/Erden, Futtermitteln, Eisen/Stahl sowie Düngemitteln

Dörpen

900.000 Tonnen

Umschlag von Containern und Gütern

Haren (Ems)

530.000 Tonnen

Umschlag von Futtermitteln, Baustoffen, Düngemitteln sowie Schwergut, dreilagiger Containerverkehr in Richtung Norden möglich

Saterland / Sedelsberg

k.A.

Umschlag von Schütt-, Massen- und Schwergütern sowie Containern und Stückgut

Spelle-Venhaus

k.A.

Umschlag von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Nahrungs- und Futtermitteln, Mineralölprodukten sowie chemischen Erzeugnissen

Osnabrück

1,65 Mio. Tonnen

Umschlag von Massengütern, umfassende logistische Dienstleistungen

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54 // Management Moderne Bürowelten: Telekommunikation Teil 1

Themenreihe: Moderne Bürowelten

1: Planung Büroräume 2: Der Konferenzraum 3: Haus- und Sicherheitstechnik für Bürogebäude

4: Der professionelle Empfang 5: Telekommunikation –Teil 1 6: Telekommunikation – Teil 2 (Dezember-Ausgabe)

Arbeitsabläufe effizienter gestalten

Moderne Telekommunikation ist eine Voraussetzung für Unternehmenserfolg Moderne Telekommunikation ist zu einer wesentlichen Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg herangewachsen. Sie mobilisiert konsequent die gesamte Telekommunikations-Infrastruktur und gestaltet dadurch Arbeitsabläufe effizienter. Welche personellen und finanziellen Ressourcen das freisetzt, zeigen die deutlichen Vorteile für Unternehmen jeder Größe. Telekommunikation (TK) in Unternehmen muss heutzutage mehr leisten als das Verbinden von Gesprächspartnern. Die stetig wachsenden Anforderungen an Mobilität und Verfügbarkeit der Mitarbeiter können von herkömmlichen Telefonanlagen kaum noch erfüllt werden. In Zeiten härteren Wettbewerbs und höheren Kostendrucks sind Lösungen gefragt, mit denen Unternehmen ihre Telefonie kostenbewusster gestalten und gleichzeitig ein verbessertes Leistungsportfolio und Qualitätslevel erreichen.

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Nahtlose Integration aller TK-Elemente Grundlage einer modernen Telekommunikation ist die Vereinigung aller TK-Elemente sowie deren Auslagerung an einen Spezialisten. Die nahtlose Integration der bisher getrennten Komponenten Festnetz, Mobilfunk und Telefonanlage sorgt für maximale Mobilität: Jeder Mitarbeiter benötigt nur noch ein mobiles Endgerät und ist dadurch deutschlandweit und international unter einer Durchwahl erreichbar. In dieser einen Kommunikationsarchitektur ohne Systembrüche geht kein Anruf mehr verloren. Zudem hat er uneingeschränkten Zugriff auf alle Nebenstellenfunktionen wie Rufweiterleitungen oder das Einrichten von Konferenzen – egal wo er sich aufhält. Die Effizienz steigt, da die eingesparte Zeit für konkrete Aufgaben zur Verfügung steht. Hinzu kommt ein direkter Einspareffekt, da für Rufumleitungen und firmeninterne Anrufe keine Gebühren mehr anfallen und eine teure Mehrfachbeschaffung von Endgeräten nicht länger nötig ist. Telekommunikation virtualisieren Klare Kostenvorteile ergeben sich auch aus der Virtualisierung der Telekommunikation: Die TK-Anlage wird dabei von einem externen Spezialisten betrieben, der alle Leistungen netzbasiert zur Verfügung stellt und von einem zentralen Rechenzentrum aus betreut. Dies spart Investitionen in eine eigene physische TK-Anlage sowie Ausgaben für deren Unterhalt, für Reparaturen und Modernisierungen. Die virtuelle Struktur sorgt dafür, dass sich die Telefonanlage flexibel den Bedürfnissen eines Unternehmens anpasst: Weitere Standorte oder neue Mitarbeiter lassen sich unkompliziert mit zusätzlichen Anschlüssen integrieren. Ausgaben für Um- oder Aufrüstung einer Anlage entfallen ebenso wie für die Aktualisierung: Durch kostenfreie Updates ist die TK-Infrastruktur immer auf dem neuesten Stand. Tarife flexibel gestalten Neben den technischen Voraussetzungen gibt es einen weiteren wichtigen Baustein für eine kosteneffiziente Telekommunikation: eine möglichst flexible Tarifstruktur, die sich dem individuellen Telefonie-Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters anpasst – und nicht umgekehrt. Als Ergänzung zu einem Basistarif können verschiedene Zusatzleistungen hinzugebucht werden. So bezahlt ein Nutzer tatsächlich nur den Service, den er wirklich benötigt. Ist es etwa notwendig, kurzfristig einen Home-Office-Arbeitsplatz zu realisieren, lässt sich der Tarif einfach und ohne langfristige Bindung ändern. Neben der Flexibilität spielt auch die Kostentransparenz eine wichtige Rolle für die effiziente Steuerung der Telefonie: Mit einem Partner, der die Telekommunikation aus einer Hand betreut, endet das Nebeneinander mehrerer Anbieter und damit unterschiedlicher Verträge und Rechnungen.

Standortunabhängig, schnell und flexibel Die Vorteile einer voll integrierten Telekommunikationslösung liegen auf der Hand: Durch die standortunabhängige Erreichbarkeit ist die Koordinierung unternehmerischer Geschäftsprozesse schneller und effektiver – der Zeitaufwand für das Anrufmanagement sinkt. Die nahtlose TK-Infrastruktur ermöglicht eine unkomplizierte Handhabung der Telekommunikation. Die Nutzer müssen sich nicht länger mit technischen Hürden der Telefonie auseinandersetzen, sondern können sich optimal auf ihre Aufgabe konzentrieren und dadurch Arbeitsabläufe verbessern und ihre eigene Produktivität steigern – und damit die des gesamten Unternehmens. Die eingesparten Kosten der entfallenden Investitionen in die physische TK-Anlage sowie deren Unterhaltung, Reparatur und Aktualisierung können in strategisches Zukunftswachstum kanalisiert werden. Moderne Telekommunikation setzt somit finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen frei, die im eigentlichen Kerngeschäft deutlich besser aufgehoben sind.

Virtualisierung der Telekommunikation • D  ie flexible Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens ist eine der Stärken virtueller TK-Anlagen. • D  ie technische Struktur einer virtuellen TK-Anlage sollte bereits im Kern mobil sein, damit die geforderte Mobilität der gesamten TK-Infrastruktur erreicht werden kann. Der am weitesten entwickelte Standard hierbei ist ein eigenes Mobilfunknetz (GSM) an jedem Standort eines Unternehmens. Nur so können alle wirtschaftlichen Vorteile für das Unternehmen realisiert werden. • D  ie Auslagerung der Telefonie ist risikofrei. Die gesamte TK-Infrastruktur der virtuellen Telefonanlage verbleibt im redundant gesicherten Rechenzentrum des spezialisierten Anbieters. • I st der vollständige Umstieg aufgrund vertraglicher Bindungen noch nicht möglich, kann eine teilweise Modernisierung durch sogenannte Hybrid-Lösungen begonnen werden. Hierbei wird die physische TK-Anlage in die virtuelle Struktur eingegliedert. So lassen sich beispielsweise weiterhin ISDN-Tischtelefone nutzen, ohne auf die Vorteile einer virtuellen Lösung verzichten zu müssen.

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Management Firmenwikis // 57

Flexible Wissensdatenbank Firmenwikis sind ein hilfreiches Mittel, Dokumente zu teilen, Informationen auszutauschen und jederzeit auf das Unternehmenswissen zugreifen zu können

Was ist eigentlich ein Firmenwiki und wozu soll das gut sein? Das fragen sich sicherlich viele Geschäftsführer, wenn sie erste Berührungspunkte mit diesem Thema bekommen. Die Antwort ist einfach: Im Großen und Ganzen dient ein Firmenwiki der verbesserten Zusammenarbeit der Mitarbeiter durch die zentrale Speicherung von Wissen. Somit gehört die Überlegung, ein Firmenwiki umzusetzen nicht nur in die IT-Strategie, sondern sollte dem großen Thema Wissensmanagement unterstellt sein, das in Zukunft auch im Sinne der Strategie des lebenslangen Lernens mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. Wikipedia ist wohl das bekannteste Wiki weltweit. Die Vorteile eines Wikis haben einige Unternehmen bereits erkannt: Wissen lässt sich dokumentieren und speichern, das reicht von Prozessen über Strategien bis hin zu Protokollen. Dokumente können ohne serverseitige Speicherung und ewige Suche auf der Festplatte gespeichert und der Belegschaft zugänglich gemacht werden. Inhalte können aktualisiert und ergänzt werden, und die generelle Suche von Informationen wird erleichtert. Zu guter Letzt lässt sich außerdem inhaltliches Feedback gebündelt sammeln, um bessere Entscheidungsfindungen zu ermöglichen.

Die erste Hürde: Mitarbeiter sensibilisieren Die technischen Möglichkeiten sind heutzutage definitiv nicht mehr das Problem bei der Einführung eines Firmenwikis. Die größte Hürde ist es, Mitarbeiter zu motivieren, das Wiki auch aktiv zu nutzen und mit Leben zu füllen. Bis es soweit ist, müssen Firmen oft Zeit und Ausdauer mitbringen. Das bedeutet zuerst einmal, ein Change Management aufzubauen und Werte wie Offenheit, Transparenz und Flexibilität in die Unternehmenskultur zu integrieren. Damit alle Mitarbeiter diese Prämissen verinnerlichen, ist es besonders wichtig,

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58 // Management Firmenwikis

dass Führungskräfte und das Management dahinter stehen und als absolutes Vorbild agieren. Wenn diese erste Hürde der Veränderung von Werten und der Unternehmenskultur überwunden ist, profitieren Sie langfristig von den Stärken eines Firmenwikis. Postfächer verschlanken, Ordnerstrukturen entzerren Informationen der kompletten Transparenz auszusetzen ist anfangs nicht einfach. Doch im Prinzip ist es für alle Beteiligten, die das Wissen eines anderen benötigen, sinnvoll. Überlegen Sie mal, wie viel Zeit verschwendet wird, um Dokumente zu finden. Sie suchen in all möglichen Ordnern oder fragen per E-Mail sämtliche Kollegen nach den gesuchten Informationen. Die Suche in einem Firmenwiki läuft intuitiv, spart Zeit und Nerven. Zusätzlich lassen sich die Inhalte von Seiten jederzeit bearbeiten, ändern und erweitern. Natürlich kann man Bereiche auch administrativ über eine Rechteverwaltung nur für einen bestimmten Nutzerkreis freigeben. Überfüllte E-Mail-Postfächer dürften bei richtiger Nutzung eines Wikis dann auch der Vergangenheit angehören. Es ist keine persönliche Ablage verschiedener Dokumente (und eben das machen Mitarbeiter sehr gerne) nötig, es finden sich schließlich alle notwendigen Daten und Dokumente direkt auf einer gemeinsamen Plattform. Wenn es notwendig ist, dass ein Mitarbeiter definitiv über eine Änderung informiert werden muss, dann lassen sich diese Inhalte im Firmenwiki besonders hervorheben. Vom gespeicherten Wissen profitiert das gesamte Unternehmen. So lassen sich komplizierte Übergaben für Urlaubsvertretungen vereinfachen und im Falle eines kurzfristigen Mitarbeiterausfalls kann auch ein abteilungsfremder Mitarbeiter sich schnell einen Überblick über die notwendigsten Daten verschaffen. Meetings vermeiden und Entscheidungen treffen Wer ein Firmenwiki nutzt, hinterfragt auch schnell die Notwendigkeit von Meetings. Bedenkt man, dass im Mittelmanagement in vie-

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len Unternehmen rund 30 Prozent der Mitarbeiterzeit für Meetings verplant wird, ist das auch eine Frage der Kostenersparnis und Effizienzsteigerung. Denn Konzepte und Prozessabläufe können über das Wiki allen nötigen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden, um eine gemeinsam Feedback-Runde zu schaffen. Das öffnet auch Räume, persönliche Differenzen zu vermeiden und möglichst pragmatisch an Themen heranzugehen. Denn jeder kann den Beitrag lesen, das gesagte Wort verschwindet in Meetings meistens schnell wieder und im Protokoll ist nur das Wesentliche festgehalten. In einem Firmenwiki haben Kollegen hingegen die Möglichkeit, per Kommentar ihre Meinung zu äußern oder direkt auf der Seite Verbesserungen vorzunehmen. Das schafft auch für den Mitarbeiter die nötige Flexibilität, bestimmte Themen zu passenden Zeiten zu bearbeiten und unterstützt bei allen Beteiligten außerdem den Prozess, Ideen reifen zu lassen anstatt Lösungen innerhalb eines Meetings zu erzwingen. Natürlich bedeutet ein Wiki nicht, dass Meetings im Unternehmen nun abgeschafft werden müssen. Allerdings lässt es die berechtigte Frage zu, ob wirklich jedes manchmal zeitintensive Treffen notwendig ist. Wikis im Wandel Wikis sind gerade im Businessbereich nicht stehen geblieben. Im Gegenteil, sie haben sich in den letzten Jahren zu flexiblen und handhabbaren Lösungen gemausert, die in den verschiedensten Anwendungsgebieten eingesetzt werden: für Dokumentationen, als Glossare und im Projektmanagement. Und sie werden zunehmend an Unternehmensbedürfnisse angepasst. Von der Checkliste über Freigabemechanismen bis hin zur Darstellung von Geschäftsprozessen mittels semantischer Erweiterungen lassen sich Wikis für den jeweiligen Anwendungsfall optimieren. Anbindung an andere Systeme Besonders großen Wert legen die Kunden auf die Flexibilität, die Wikis bieten. Dies betrifft nicht nur Anwendungs-, sondern vor allem auch Integrationsanforderungen. Die „neuen“ Wikis treiben nicht mehr nur als vereinzelte, unbekannte Inseln herum, sondern schlagen Brücken zu verschiedensten prominenten Plattformen wie z. B. Sharepoint. Auch in bestehende Content Management Systeme wie Joomla! oder Drupal, ERP-Systeme und CRM-Systeme (z. B. vtiger) werden Wikis integriert. Die sogenannten „Bridges“, mit denen dies geschieht, synchronisieren Daten und erzeugen durch Kombination der Systeme Synergie-Effekte. Analyse der Wiki-Inhalte Die Analyse ist ein weiterer Punkt, der die neue Wikigeneration kennzeichnet. Fortgeschrittene Wikis ermöglichen es, das Geschehen innerhalb eines Wikis sichtbar zu machen. Was, wie viel, wie oft, wann, wo – Statistiken ermöglichen es, eine Metastruktur über das Wiki und die Arbeit darin zu generieren. In welchen Bereichen werden Wissenslücken sichtbar, welche Personen können als Kompetenzträger identifiziert werden, was sind aktive, was passive Bereiche in der Wissensnutzung? Daten einer solchen Metastruktur ermöglichen es, Auswertungen in Hinblick auf das Erfüllen gesetzter Ziele vorzunehmen, erzeugen damit Feedback und legen den Bedarf an weiteren Wissensmanagementmaßnahmen offen. So tragen Sie wesentlich zum Lernprozess in Unternehmen bei. Unternehmen, die auf freie Wikis setzen, behalten ihre Unabhängigkeit. Zum einen werden sie durch die Open Source Software nicht in ein Bezahlsystem gezwungen. Zum anderen bleiben ihre Wissensbestände in einer freien Standardsoftware. Anbieterwechsel sind jederzeit möglich, ohne die Software selbst wechseln zu müssen. mm-nordwest.de


Management ERP im Mittelstand // 59

Seit dem Jahr 2006 unterstützt Uwe Salm Unternehmen bei der Auswahl und Einführung von ERP-Lösungen. „Dazu nutzen wir die wissenschaftlichen Kenntnisse der Osnabrücker Hochschulen und das Praxiswissen einiger Anbieter von ERP-Lösungen. Zusätzlich koordiniert der eBusiness-Lotse Osnabrück das Cluster Prozessmanagement und ERP der BMWi-Initiative eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen, in dem sich rund zehn Einrichtungen aus dem Bundesgebiet zusammengeschlossen haben. Die Informationen des eBusiness-Lotsen Osnabrück und des gesamten Clusters werden durch Leitfäden, Checklisten usw. und in Form von kostenfreien Veranstaltungen zu den Unternehmen transportiert. Außerdem bieten wir neutrale Lotsengespräche rund um das Thema ERP, Prozesse und innerbetriebliche IT an.“ Die nächste Informationsveranstaltung zum Thema findet übrigens am 21.11.13 um 18 Uhr in der Hochschule Osnabrück statt. Weitere Infos unter http://www.ebusiness-lotse-osnabrueck.de

ERP-Systeme müssen nicht teuer sein Open Source-Lösungen können Alternative zu den großen Systemen darstellen.

Enterprise Ressource Planning – kurz ERP – ist aus vielen Unternehmen kaum noch wegzudenken. Doch ebenso häufig scheuen gerade kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund von hohen Investitionskosten den Einsatz.

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Bei Bedarf können dann auch schnell zusätzliche Module hinzugefügt werden. Zahlreiche Aufgaben werden dem Unternehmen abgenommen. „Da kein eigener Server betrieben werden muss, entfällt die entsprechende Wartung, Aktualisierung und Datensicherung des Systems. Außerdem verfügen die Anbieter aufgrund ihrer Spezialisierung häufig über eine große Kompetenz, die gerade kleinere Unternehmen mit eigenem Personal meistens nur schwer realisieren können“, zeigt Salm die Pluspunkte von Cloud-Lösungen auf. Dennoch ergeben sich auch einige Nachteile bei der Nutzung: „Unternehmen haben nach wie vor große Bedenken, ihre unterneh-

Ha

Immer mehr Dienste wandern heute in die Cloud. So verhält es sich oft auch mit ERP-Daten. Das bietet dank erhöhter Flexibilität und Transparenz große Chancen für Unternehmen, sagt Uwe Salm, der als eBusiness-Lotse in der Metropolregion Unternehmen bei Fragen rund um ERP-Systeme unterstützt: „Mit der Nutzung von ERP-Lösungen aus der Cloud ergeben sich für Unternehmen zahlreiche Vorteile. Die häufig modular aufgebauten Lösungen können den Bedürfnissen der Unternehmen angepasst werden. Damit müssen Unternehmen auch nur die genutzten Dienste bezahlen und nicht das gesamte Paket.“


60 // Management ERP im Mittelstand

menskritischen Daten auszulagern. Zusätzlich begeben sie sich in eine hohe Abhängigkeit von dem jeweiligen Dienstleister, was zum Beispiel bei einem Wechsel des Dienstleisters große Probleme nach sich ziehen würde. Außerdem setzen Cloud-Lösungen stabile und zuverlässige Internetverbindungen voraus. Ein weiterer Nachteil ist der Verlust der des eigenen IT- Know-hows“, so Salm. Kostenersparnis durch Einsatz von ERP-Systemen. Durch den Einsatz von ERP-Lösungen können Prozesse innerhalb des Unternehmens deutlich beschleunigt werden, was somit zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann. Außerdem können die Ressourcen des Unternehmens besser genutzt werden. Insbesondere bei produzierenden Unternehmen ergeben sich durch eine genauere Bedarfsplanung und Optimierung des Lagers erhebliche Einsparungsmöglichkeiten. Natürlich bedeutet die Implementierung eines ERP-Systems auch gleichzeitig einen Aufwand von Investitionskosten: „Die Amortisierungszeit hängt sehr stark vom Optimierungspotential des Unternehmens ab. Generelle Aussagen sind nicht möglich. Damit sich die Lösungen möglichst schnell amortisieren, ist es wichtig, dass die Lösung genau auf die Bedarfe des Unternehmens zugeschnitten ist und möglichst gut in das Unternehmen integriert wird“, sagt Uwe Salm. Freie Lösungen Zu den gängigen ERP-Lösungen großer Softwarehäuser hat sich mittlerweile auch eine starke Open Source-Konkurrenz entwickelt. Diese

Programme sind frei verfügbar und dank offener Quellcodes kann die Software hier auch an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Was auf den ersten Blick günstig erscheint, muss es allerdings nicht sein: „Gerade diese notwendige Anpassung, die häufig von spezialisierten Dienstleistern vorgenommen werden muss, verursacht natürlich auch Kosten. Der Kostenvorteil liegt im Wegfall der Lizenzkosten, was insbesondere in der Einführungsphase zu einer Reduzierung der Einführungskosten führt. Die Einstiegshürde bei der Nutzung von ERP-Lösungen ist somit gerade für kleinere Unternehmen durch die Nutzung von Open Source – Programmen somit etwas niedriger.“ Kostenlos, wie Open Source als Begriff suggeriert ist der Zugriff auf freie ERP-Software also nicht. Grundsätzlich sollten bei einer ERP-Lösung aber nicht die Kosten im Vordergrund stehen. Denn ERP-Lösungen sollten die Anforderungen und Prozesse des Unternehmens bestmöglich abbilden. Dies gilt sowohl für lizenzkostenfreie als auch lizenzgebundene Lösungen. „Da der Quellcode freier Lösungen veränderbar ist, können diese Lösungen sehr genau an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Insofern sind diese Lösungen interessant“, sagt Uwe Salm. Für Unternehmen, die über das notwendige Know-how verfügen, würden freie Lösungen somit eine besonders gute Alternative darstellen. „Unternehmen mit großer Affinität zu freier Software sind somit prädestiniert. Auf bestimmte Branchen zugeschnittene Lösungen sind im Bereich der freien ERP-Lösungen bisher allerdings selten verfügbar“, ergänzt Salm.

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Ganzheitliche Beratung im Informationsmanagement Im Bremer Raum heißt Ihr Partner MERENTIS

Andree Plat, Geschäftsführer MERENTIS GmbH

Seit über 17 Jahren steht der Name MERENTIS für Beratung, Konzeption und Umsetzung anspruchsvoller InformationsmanagementProjekte. Neben kaufmännischen IT-Lösungen wie Email-Lifecyclemanagement oder Eingangsrechnungsbearbeitung bietet das Unternehmen ein breit gefächertes Know-how für technische Dokumentenmanagement-Lösungen wie Prozessdatenarchivierung oder mobiles Service- und Wartungsmanagement. Ein reichhaltiges Referenzangebot bietet Einblick in die Arbeiten von MERENTIS. Kunden unterschiedlicher Branchen, wie beispielsweise Maschinen- und Anlagenbau, Verkehrsbetriebe, Automotive, Lebensmitteltechnologie oder die Energiebranche, setzen auf Lösungen von MERENTIS. dung aufklären. Die Pegel-App wurde auf Basis der Windows Phone 8 App-Entwicklung für das Hafenmanagement Für die Hafen-Managementgesellschaft bremenports GmbH & Co. KG Technologie entwickelt und kann auf verschiedenen Endgeräten verentwickelte MERENTIS kürzlich eine App zur Anzeige von Pegelstän- wendet werden, da das Betriebssystem nicht an eine bestimmte Hardden der Weser und Nordsee sowie von Windstärke und Windrichtung. ware gebunden ist. „Die neue Pegel-App unterstützt die Arbeit unseres BereitschaftsDas öffentliche Unternehmen bremenports ist zentraler Dienstleister der Logistikwirtschaft im Welthafen Bremen/Bremerhaven. Die Inge- diensts einfach und effizient. Die Daten werden übersichtlich dargenieure und Techniker betreuen die komplexe maritime Infrastruktur stellt, was eine sehr hohe Akzeptanz bei den Nutzern schafft“, sagt im Zwei-Städte-Staat – von der großen Seeschleuse bis zu den Deichen, Ralf Franz, Leiter IT/Organisationsentwicklung bei der bremenports GmbH & Co. KG. die die Großstadt Bremerhaven vor Sturmfluten schützen. Die neue App unterstützt die Mitarbeiter von bremenports, die in der technischen Unterhaltung der Hafenanlagen und im Hochwasser- Service-Leistungen schutz tätig sind. Für die tägliche Arbeit standen die Pegel- und Wetter- Ergänzend zu ihren Lösungen und Produkten bietet MERENTIS ein daten den Beschäftigten bereits in einem webbasierten Tool zur Verfü- umfangreiches Angebot an Service-Leistungen an. Die ganzheitliche Begung. Jetzt sind sie auf unkomplizierte Weise mobil von unterwegs aus ratung in allen Prozessschritten ermöglicht es Unternehmen, Insellösuneinsehbar. Die Anwendung passt sich dabei den Bedürfnissen der An- gen abzuschaffen oder gezielt in effiziente Arbeitsabläufe zu integrieren. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der MERENTIS Group wender an und zeigt jedem Mitarbeiter genau die Daten, die notwendig sind. Pegelstände, Windstärke und Windrichtung werden kontinuierlich agiert das Unternehmen umfassend in den Bereichen ECM, DMS, Professional Services, Kommunikation, Kolan einzelnen Standorten gemessen und stehen laboration, Konzeption, Datenschutz und dem Benutzer in Echtzeit zur Verfügung. Informationssicherheit und ist damit stärker Die Pegel-App ist so konzipiert, dass sie als je zuvor. sich hinsichtlich Gestaltung und BedienbarAndree Plat, Geschäftsführer der MERENkeit an die vorhandene Anwendung hält und TIS GmbH: „Unsere Kunden profitieren von damit vom Anwender mit bekannten Wischunserer ganzheitlichen Strategie. Durch unsere gesten und grundsätzlichen Steuerelementen Tochterfirmen sind wir in der Lage, dass unterintuitiv zu bedienen ist. Zusätzlich wurden an MERENTIS GmbH schiedlichste Abteilungen miteinander kollaeinigen Stellen Hilfetexte eingefügt, die Kurfürstenallee 130 · 28211 Bremen borieren. Und das ist unsere Maxime.“ schnell über die Funktionen einer AnwenTel. 0421 238040 · info@merentis.com www.merentis.com mm-nordwest.de


62 // Management Warenkreditversicherungen

Forderungsausfällen vorbeugen Risikomanagement durch Warenkreditversicherungen

Es gibt viele Möglichkeiten, Geschäftspartner von Ihrer guten Bonität zu überzeugen. Eine der sichersten ist CrefoZert, das Creditreform Bonitätszertifikat!

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Eine Warenkreditversicherung (WKV) ist für viele Unternehmen ein zentrales Instrument im Risikomanagement-Werkzeugkasten. Sie springt nicht nur im Schadensfall ein, sondern versucht vorrangig, diesen zu verhindern. Und warnt, bevor Geschäftspartner zahlungsunfähig sind. Dazu prüft die Versicherungsgesellschaft ständig die Marktlage, die handelnden Akteure sowie die Bonität der Unternehmen, mit denen ihre Versicherungsnehmer eine Geschäftsbeziehung haben. Dementsprechend legt der Versicherer dann ein Limit fest, eine Summe, bis zu der sie das Zahlungsausfallrisiko trägt. Ist der Geschäftspartner des Versicherungsnehmers kreditwürdig, geht dies einfach vonstatten. Gerät ein Geschäftspartner jedoch unter Druck, werden Limite gekürzt oder schließlich ganz gestrichen. So geschehen beispielsweise im Fall Praktiker: Nachdem verschiedene Sanierungsversuche lange Zeit mitgetragen und sogar neue Kreditlinien zugestanden worden waren, entzog der Versicherer schließlich im Juli 2013 das Limit vollständig. Die Konsequenz: Alle Versicherungsnehmer, die an Praktiker liefern, konnten ihr Zahlungsausfallrisiko für zukünftige Forderungen nicht mehr versichern. Für Praktiker hieß das: Wenn keine Waren mehr eintreffen, ist die Geschäftsgrundlage entzogen. Der passende Partner für den Datenschutz Faktisch schützte die WKV mit ihrer Entscheidung viele weitere Betriebe. Nämlich all die, die Holz, Baustoffe, Werkzeuge, Pflanzen oder Sanitärartikel an die Praktiker-Baumärkte lieferten und über kurz oder lang auf ihren Kosten sitzen geblieben wären. Die Kreditversicherung erfüllte damit ihre wichtigste Aufgabe: den Schutz ihrer Versicherungsnehmer. Für sie gilt es zu verhindern, dass wirtschaftsschwache Unternehmen ohne Rücksicht auf ihre Geschäftspartner auf dem Markt agieren und dann womöglich weitere Unternehmen mit sich in die Insolvenz reißen. Aus der Vergangenheit haben die mm-nordwest.de


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Versicherer erheblich dazugelernt, im Falle Praktiker griff die Überwachungsfunktion der WKV. Zwar war die Entscheidung des Kreditversicherers der Auslöser der Insolvenz – die eigentlichen Fehler werden jedoch nach wie vor meist vom Unternehmen selbst begangen. Maßgeschneiderte Lösungen zum Schutz vor Forderungsausfällen Unternehmen gewähren ihren Kunden permanent Lieferantenkredite in Höhe von rund 300 Milliarden Euro. Jedoch werden viele dieser Forderungen erst spät oder überhaupt nicht beglichen und gefährden damit die Liquidität von Unternehmen. Die Creditreform beispielsweise hat gemeinsam mit führenden Kreditversicherern spezifische Forderungsausfallversicherungen entwickelt, mit denen sich speziell auch kleine und mittlere Unternehmen gegen diese Risiken absichern können. Partner sind die Atradius Kreditversicherung und die R+V Allgemeine Versicherung AG als Risikoträger der „Crefo Kreditversicherung“. Creditreform Mitglieder profitieren von den finanziellen Vorteilen der Kooperationslösung und können sich somit zu attraktiven Preisen bedarfsgerecht absichern. Die Kooperationslösungen bieten Creditreform Mitgliedern eine Kombination aus präventiver Risikosteuerung durch Wirtschaftsauskunft, Versicherungsschutz durch Atradius oder R+V und den Inkassodienstleistungen von Creditreform. Spezielle Lösungen sichern branchenspezifische Risiken ab und stellen die Rahmenbedingungen beispielsweise für Branchen wie Bau, Transport oder Personalwirtschaft flexibel dar. Bedarfsgerechte Absicherung Ob branchenspezifische Konzepte oder Speziallösungen für einzelne Kunden, Basis zur Ermittlung einer passenden Versicherungslösung ist eine individuelle Bedarfsanalyse. Die Creditreform Spezialmakler CrefoConsult GmbH und Riegel & Unger Versicherungsmakler GmbH & Co. KG unterstützen dabei die Mitglieder und Kunden als Kreditversicherungsexperten bei der Realisierung geeigneter und bedarfsgerechter Lösungen zum Schutz vor den finanziellen Folgen von Forderungsausfällen und zur Verbesserung der Liquidität, mit umfassenden Beratungs- und „Vor-Ort-Service“. Die Vorteile aus der Kooperation mit Maklergesellschaften liegen dabei klar auf der Hand. Durch persönliche Beratung kann ein individuelles Versicherungskonzept für Unternehmen entwickelt werden. Betriebliche Besonderheiten werden dabei durch speziell entwickelte Lösungen besonders berücksichtigt. Das führt zu einem Deckungskonzept, das besonders für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein kann. Compliance durch IT-gestütztes Forderungsmanagement Keine bahnbrechend neue Erkenntnis ist, dass die wesentlichen Aufgaben des Managements im Zusammenhang mit Compliance mitunter darin bestehen, für die Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Richtlinien zu sorgen. Hierfür müssen Risiken, die für das Unternehmen existenzgefährdend sein können, identifiziert, angemessen bewertet und gesteuert werden. Der sorgfältige Umgang mit Compliance-Risiken im Kundenportfolio liefert damit einen wesentlichen Beitrag zur Stabilität des Gesamtunternehmens. Dies gilt umso mehr für das Forderungsmanagement. Durch die Verbesserung der Effektivität lassen sich geeignete Absicherungen von Geschäftsrisiken erlangen, ein höheres Risikoverständnis im Unternehmen erzeugen und somit bessere Geschäftsentscheidungen treffen. Während die Geschäftsführung primär für die Gesamt- und Organisationsverantwortung zuständig ist, müssen im Forderungsmanagement die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben sowie die organisatorische Handhabe für das Compliance- und Risikomanagement gewährleistet sein. Dazu gehören für einzelne Branchen beispielsweise der Abgleich mit Sperr- und Embargolisten, die Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten oder

die Sicherstellung der Datenschutzvorgaben. Ziel ist immer, die nicht genehmigte Einräumung von Kundenkrediten, Ausfälle von Kundenforderungen sowie Zahlungsverzüge zu vermeiden. Moderne IT-Systeme sind heute in der Lage, die Geschäftsführung bei der Erfüllung sich ständig ändernder rechtlicher Anforderungen zu unterstützen. Flexible Regelwerke, frei definierbare Workflows sowie eine umfangreiche Kompetenzsteuerung könnten eine exakte Abbildung der Kreditpolitik ermöglichen. Ein umfangreiches Reporting liefert die Gesamtrisikosicht auf das Kundenportfolio. Ein IT-gestütztes Forderungsmanagement sorgt damit für die Einhaltung der definierten Prozesse im operativen Geschäft und dokumentiert die begründeten Ausnahmen. Damit sind auch Kreditentscheidungen für Kunden jederzeit nachvollziehbar. Ein IT-gestütztes Compliancesystem überwacht das Kundenportfolio und reagiert bei risikorelevanten Abweichungen. Der manuelle Aufwand beschränkt sich in diesem Zusammenhang auf die Behandlung besonders komplexer Fälle, wobei die Entscheidungen mehrstufig skaliert werden können. Schließlich stellt ein solches System eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen her und trägt somit zur Gesamtunternehmenssteuerung bei. Kommt es dennoch zu Problemen im Credit Management, können automatisierte Inkassoprozesse angestoßen werden. Wichtig ist das Einhalten klar definierter Kompetenzen, da insbesondere komplexe Risikoverflechtungen zu Intransparenzen führen. Vor allem bei Doppelakten im Datenbestand sind die Aggregation von Außenständen, einheitliche Zahlungsbedingungen und das Zusammenführen von Zahlungsverhalten von erhöhter Bedeutung. SEPA-Verfahren Im Zahlungsverkehr kommen auf das Forderungsmanagement aktuell noch weitere Herausforderungen zu, die schnellstmöglich angegangen werden müssen. Denn schon ab Februar 2014 werden die Formate der Single Euro Payments Area (SEPA) verbindlich, dann löst die IBAN, die International Bank Account Number, Bankleitzahl und Kontonummer ab und sorgt europaweit für einheitliche Datenformate. Trotz der Dringlichkeit der Umstellung auf SEPA verkennen viele Unternehmen noch den Handlungsbedarf. Nach einer Studie der Universität Regensburg nutzt erst ein Drittel der Unternehmen schon heute SEPA-Überweisungen – sporadisch. Die Umstellung auf den europäischen Zahlungsraum verlangt von den Finanzabteilungen, die Bankverbindungsdaten der Kunden zu verifizieren. Spezielle SEPA-Anwendungen prüfen automatisiert, ob die IBAN syntaktisch korrekt ist, alle Vorgaben zum Aufbau einer IBAN erfüllt sind und sie eindeutig einer Bank zugeordnet werden kann. Die Plausibilisierung der IBAN erfolgt durch die Zuordnung einer Internationalen Bankleitzahl (BIC) oder Prüfung von IBAN und BIC gegeneinander. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der SEPA-Umstellung ist die Sicherstellung der Qualität der Stammdaten von Kunden und Lieferanten. Unter anderem müssen Unternehmen Ermächtigungen zum Lastschrifteinzug, also die Mandate, neu einholen und darüber hinaus müssen Kreditoren ihren Debitoren künftig die Belastung ihres Kontos mittels Pre-Notifications im Voraus anzeigen. Eine möglichst frühzeitige Prüfung der Daten- und Dokumentenflüsse auf mögliche Qualitätsschwächen ist deshalb dringend geboten. Smarte Lösungen lassen sich nahtlos in die relevanten Anwendungen integrieren, können die unterschiedlichen Einsatzszenarien unter Nutzung von Cloud-Technologien abdecken und last but not least die Risiken für Unternehmen minimieren. Genutzt werden können umfangreiche Referenzdaten von SWIFT, der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Schon bei der Dateneingabe werden falsche Bankverbindungsdaten und Kreditkartennummern erkannt, Tippfehler zuverlässig korrigiert. So wird das Risiko einer gescheiterten Transaktion minimiert. Die Weichen für einen reibungslos ablaufenden Zahlungsverkehr sind gestellt. mm-nordwest.de


64 // Lebensart Weihnachtsfeier 2013

Weihnachtsfeier schon geplant? Teambuilding-Events im Trend Text: Nicholas Salagaray

Es sind nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. In manchen Unternehmen wissen die Mitarbeiter schon seit Jahresbeginn den Termin und Ort für die Weihnachtsfeier, bei anderen Unternehmern fehlen noch die richtigen Ideen. Und manchmal ist auch bis kurz vor Ende des Jahres nicht einmal klar, ob die Feier aufgrund der wirtschaftlichen Situation überhaupt stattfinden kann. Die jährliche Weihnachtsfeier stellt für viele Mitarbeiter das Highlight am Jahresende dar. Umso schwerer scheint es für die Organisatoren, sich jedes Jahr aufs Neue etwas einfallen zu lassen. Und dann heißt es oft: Größer, schneller, weiter, aber bitte schön für das vorgesehene Budget. Dabei muss eine erinnerungswürdige Weihnachtsfeier nicht immer gleich teuer sein. Natürlich lautet für manchen Unternehmer die Devise „Klotzen statt Kleckern“: Ein Saal wird gemietet, ein großes Buffet aufgefahren, Reden geschwungen und ein anschließendes ausuferndes Trinkgelage funktioniert nun mal im Land der Biertrinker in den meisten Firmen wunderbar. Doch gerade in klein- und mittelständischen Betrieben lassen sich aufgrund von überschaubarer Personenzahl für ähnliches Geld Highlights schaffen. Sicherlich erfindet man mit einem gemeinsamen Gang über den Weihnachtsmarkt, Kegeln und Bowlen oder einem Abend im Varieté-Theater das Rad nicht neu – aber es bringt vielleicht eine Veränderung.

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Teambuilding-Events lockern auf Um nicht einfach nur zu feiern, bieten sich immer auch kleine oder größere Teambuilding-Spiele an. Entweder kommen die Mitarbeiter dabei körperlich in Aktion, zum Beispiel beim Outdoor-Klettern, Eisstockschießen oder einer Winterwanderung mit weihnachtlicher Rallye – oder sie werden geistig gefordert, etwa beim PowerpointKaraoke, wenn Mitarbeiter eine dreiminütige, ihnen unbekannte Präsentation halten müssen. Damit sich die Belegschaft dabei nicht vorgeführt fühlt, müssen Abteilungsleiter und Chefs dann aber auch selber mitspielen. So lässt sich auch ein Grundstein für eine lustige Weihnachtsfeier setzen. Gerade für Abteilungsfeiern und kleinere Teams bietet sich das gemeinsame Zubereiten der Speisen für die Weihnachtsfeier unter professioneller Anleitung an. Hier ist die Teammotivation entscheidend – aber einmal selbst Molekularküche kochen oder einen Sushi-Workshop zu erleben sind sicherlich Erfahrungen, über die nachher gesprochen wird. Ein gemeinsamer Casino-Abend mit Croupiers, Black-Jack, Roulette und Pokertischen kann auch stimmungsvoll sein – wer seinen Mitarbeitern Wandelbarkeit zutraut, darf eine solche Feier natürlich auch unter ein Kleidungsmotto á la 60-er Jahre stellen. Die Firmenfeier in einer exklusiven Location kann außerdem durch ein Improvisationstheater oder einen Comedian ergänzt werden. Budgets entscheidend Welche Art der Weihnachtsfeier möglich ist, hängt immer auch von dem vorhandenen Budget ab. Manch Unternehmer fliegt mit seiner Belegschaft für ein verlängertes Wochenende auf die Kanarischen Inseln statt eine opulente Weihnachtsfeier auszurichten. Das kann sich

wahrlich nicht jeder Chef leisten. Wichtig ist in jedem Fall, die Feier für die Mitarbeiter zu gestalten und ihnen dabei die notwendige Wertschätzung entgegenzubringen. Denn letztlich soll sich die Belegschaft in ungezwungenem Rahmen begegnen, einen schönen Abend haben und diesen positiv im Gedächtnis behalten. Egal ob Teambuildung-Event oder ein mehrgängiges Menü im Festsaal: Das Feiern sollte dabei nicht vergessen werden! Die Party am Ende des offiziellen Teils sollte also in keinem Fall fehlen – Musik und Getränke inklusive.

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Die Zeit der Weihnachtsfeiern steht bevor. Damit steht auch die Suche nach originellen Locations und Geschenken an. Der Offroadpark Fursten Forest in Fürstenau empfiehlt sich für Betriebs- und Weihnachtsfeiern in der rustikal-geselligen Variante für nahezu jede Größe. Ein Ausflug mit Offroadfahrzeugen ins freie Gelände ist auch im Winter möglich, auf Wunsch mit Biwak und Grillen in freier Natur. Oder man wählt dafür die gepflegten Feierräume in „Antjes Lounge“. Beides ist auch in Kombination möglich. Als Weihnachtsgeschenk bieten die Fürstenauer Gutscheine, die man online mit eigenem Foto und Text individualisieren und ausdrucken kann. Vieles spricht dafür, auf festliche Art eine Fahrt im Panzer, im Lamborghini, „Hummer-“, Kart-, Quad- und Buggyfahren zu verschenken. Oder wie wäre es mit einer Runde Lasergames oder Paintball?

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Lebensart Freizeit // 67

Der Weg zum Jagdschein Naturnähe als Erholungswert Text: Nicholas Salagaray | Fotos: fotolia

Die Jagd ist gerade im Herbst ein Hobby, dem besonders natuverbundene Menschen gerne nachgehen. Was im ersten Moment wie ein Witz erscheinen mag, hat dennoch seine Berechtigung: Denn beim Jagen geht es nicht in erster Linie darum, archaisch Wildtiere zu erlegen, sondern vielmehr um den Einklang mit der Natur und den Schutz von Beständen. Wird eine Population zu groß, bedeutet das Nachteile für andere Waldtiere und auch für die Pflanzenwelt. Daher ist die Jagd nicht nur ein Hobby, sondern auch wichtige Unterstützung für Förster und Forstwirtschaft. In der Bundesrepublik besitzen etwa 360.000 Personen einen Jagdschein, jeder sechste Jäger ist ein Niedersachse. „Grünes Abitur“ Grundvoraussetzungen Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, muss einen gültigen Jagdschein besitzen. Voraussetzung, um diesen bei der jeweiligen Unteren Jagdbehörde lösen zu können, ist das Bestehen des „grünes Abiturs“, der Jägerprüfung. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Jägerprüfung beträgt 16 Jahre und die erfolgreichen Absolventen (im Alter von 16 bis 18 Jahren) können nach bestandener Prüfung den Jugend-

jagdschein lösen. Dieser berechtigt zur Ausübung der Jagd in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder einer von ihm benannten Aufsichtsperson, die jagdliche Erfahrung haben muss. Die Teilnahme an Gesellschaftsjagden ist Inhabern von Jugendjagdscheinen nicht gestattet. Da die Jägerprüfungen für Jugendjagdschein und Jagdschein für Erwachsene identisch sind, kann ab dem 18. Lebensjahr automatisch ein „normaler“ Jagdschein gelöst werden.

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68 // Lebensart Freizeit

Intensive Vorbereitung Das Bestehen der Jägerprüfung verlangt von den Absolventen ein fundiertes Wissen aus allen Bereichen der Jagd. Zur Vermittlung dieses Wissens und zur Vorbereitung auf die Prüfung werden von den jeweiligen örtlichen Jägerschaften Vorbereitungslehrgänge angeboten, die zumeist im Zeitraum von sechs bis sieben Monaten in Abendveranstaltungen und an den Wochenenden durchgeführt werden. Zusätzlich finden praktische Schießübungen auf den Schießanlagen statt, die den Teilnehmern den sicheren Umgang mit der Waffe vermitteln sollen. Für den Vorbereitungslehrgang erheben die Jägerschaften eine Gebühr, die Höhe dieser Gebühr ist von Jägerschaft zu Jägerschaft unterschiedlich. Die Preise liegen je nach Art des Vorbereitungskurses zwischen 1500 und 3000 Euro, weitere 250 Euro fallen noch für die eigentliche Prüfung an. Auch eine jährliche Jagdgebühr, die je nach Bundesland zwischen 50 und 80 Euro variiert, sowie eine Jagdhaftpflichtversicherung, die mit etwa 100 Euro im Jahr zu Buche schlägt gehören zu den Kosten, mit denen man kalkulieren sollte. Bei Ausrüstung, Pferd, Hund oder Fahrzeug entscheidet natürlich das persönliche Budget. Die Anmeldung zur Jägerprüfung hat bei der jeweiligen Unteren Jagdbehörde zu erfolgen, in der sich der Hauptwohnsitz des Prüflings befindet. Neben den örtlichen Jägerschaften bietet in Niedersachsen beispielsweise der Jägerlehrhof Jagdschloss Springe, eine Institution der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., Kompaktkurse zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung an. Im Verlauf dieser Kurse werden die Teilnehmer in 21 bis 24 Tagen intensiv auf die Jägerprüfung vorbereitet. Die Prüfung Die Jägerprüfung gliedert sich in die Schießprüfung mit Wiederholungsmöglichkeit, die schriftliche Prüfung und die mündlich- praktische Prüfung im Revier. Die Prüfung findet an drei Tagen (ein Prüfungsfach pro Tag) statt. Bei der Schießprüfung werden der sichere Umgang sowie die Fertigkeit der Teilnehmer mit der Büchse und Flinte geprüft. Werden die festgelegten Mindestergebnisse nicht erreicht, können mangelhafte Ergebnisse nicht ausgeglichen werden. In der schriftlichen Prüfung werden folgende Themenbereiche geprüft: 1. Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere 2. Jagdwaffen und Fanggeräte 3. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb 4.  B ehandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum 5. Jagdrecht und verwandtes Recht Geprüft wird im Multiple-Choice-Verfahren. Pro Fachgebiet müssen die Prüflinge unter Aufsicht 20 Fragen beantworten. Details zur Prüfung sind in der Verordnung über die Jägerund Falknerprüfung vom 30.August 2005, Stand 18.04.2012, geregelt. Ist die Prüfung erfolgreich bestanden, berechtigt sie den frisch gebackenen Jäger dazu, bei der Unteren Jagdbehörde einen Jagdschein zu lösen. „Jungjägern“ ist es in den ersten drei Jahren untersagt, ein Revier zu pachten.

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Gestatten, Harley-Davidson Von Freiheit, Individualität und Nonkonformismus Kennen Sie eine Firma, die so alt ist wie der Motorflug, so kultig wie Levi’s und so berühmt wie Coca-Cola? Die Rede ist von Harley-Davidson, dem Urgestein unter den amerikanischen Motorradherstellern. Die Erfolgsstory der „Motor Company“ nahm ihren Ursprung in einem winzigen Holzschuppen, in dem die Herren Harley und Davidson 1903 ihr erstes Motorrad herstellten. Heute gilt Harley-Davidson als traditionsreichster Motorradhersteller der Welt, ein Unternehmen, dessen Produkte auf der ganzen Welt geliebt werden. Zuhause ist die Company aber noch immer dort, wo einst alles begann: in Milwaukee, USA. Für viele Fans rund um den Globus sind die Bikes mit den charakteristischen V2-Motoren eher Lebensanschauung als Fortbewegungsmittel. Sie gelten als Statement eines Lebensgefühls, das sich im Laufe der letzten Jahrzehnte kaum geändert hat: Harley-Davidson steht für Freiheit, Individualität und Nonkonformismus. Harley Besitzer wissen, worauf es bei einem solchen Bike ankommt. Es geht nicht darum, schnellstmöglich von A nach B zu gelangen, Rundenrekorde zu brechen oder das Knie am Boden schleifen zu lassen. Vielmehr ist der Weg das Ziel. Für diesen Weg nimmt man sich Zeit, denn er bedeutet Meter um Meter puren Genuss. Genuss am Fahren, Genuss an der Schönheit der Natur und Genuss an dem ästhetischen Objekt, auf dem man relaxt dahin gleitet. Wer heute eine Harley erwirbt, der ist meist Anfang bis Mitte 40

und erfüllt sich mit der Anschaffung des Motorrads einen lang gehegten Traum. Alle Berufe und alle sozialen Schichten sind im Kundenkreis der US-Marke vertreten: vom Lehrling, der sich seine gebrauchte Harley vom Munde abspart, bis hin zum Top-Manager, der bereits zwei Harleys sein eigen nennt. Harley-Davidson ist das verbindende Element zwischen diesen äußerst unterschiedlichen Menschen, einer großen Harley Familie, die sich zudem aus allen Altersklassen zusammensetzt. Einer Familie, die einen Namen trägt: Harley Owners Group (H.O.G.). Dabei handelt es sich um die größte von einem Hersteller unterstützte Motorradfahrervereinigung der Welt. Auch diese weltweit mehr als eine Millionen Mitglieder starke Gemeinschaft sorgt dafür, dass Harley Kunden die markentreuesten unter den Motorradfahrern sind. Zu der großen Individualität, die von den US-Bikes so trefflich verkörpert wird, trägt die Tatsache bei, dass keine Harley der anderen gleicht. Der Grund heißt „Parts & Accessories“: Die Harley-Davidson Zubehörkollektion umfasst tausende von Teilen, die jedes Bike zu einem Unikat machen. Und damit die Fans ihre Liebe zu den amerikanischen Kultobjekten auch im Alltag ausleben können, bietet die Company seit 1912 eine umfangreiche Bekleidungskollektion an, die wahrlich keine Wünsche offen lässt. Nicht wenige Fans gehen noch weiter und lassen sich das berühmte „Bar and Shield“ Logo eintätowieren – könnte die Verbundenheit mit einer Marke größer sein?

MEETINGS FINDEN BEI UNS NICHT IM BÜRO STATT! Harley-Davidson Weser-Ems Stahlwerkstr. 17 | 26689 Augustfehn www.boerjes-american-bikes.de info@boerjes-american-bikes.de Tel. 0 44 89 - 94 12 94

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70 // Kurzmeldungen

Dettmer Group steigt ins Bahngeschäft ein Osteuropa und ARA Region im Fokus

Am 01. Januar 2014 nimmt das mit Sitz in Hamburg gegründete Unternehmen „Dettmer Rail GmbH“ sein operatives Geschäft im Güterverkehr auf der Schiene auf. Die Zielgruppe werden überwiegend Kunden aus der Mineralöl- und Chemieindustrie sein – mit Transporten innerhalb Deutschlands aber auch in das benachbarte Ausland, insbesondere Tschechien und Polen, sowie die ARA Region. Kunden können bei Dettmer Rail sowohl auf Blockzüge, Einzelwagen- und Wagengruppenverkehre zurückgreifen. Dabei stellt das Tanklager in Magdeburg (MUT) eine wichtige Drehscheibe für die Blockzugverkehre dar. Diese werden bedarfsgerecht nach Ost, Nord oder Süddeutschland weitergeleitet. Europäische Einzelwagenverkehre runden das Angebot ab. Das Bremer Logistikunternehmen will damit seine Aktivitäten im Bereich Binnenschifffahrt und Tanklagerung strategisch erweitern, um somit erweiterte Dienstleistungen für die Kunden aus einer Hand anzubieten.

Gesteuerte Zuwanderung aus Spanien unterstützen

IQ Netzwerk Niedersachsen berät Unternehmen Wie kann gezielte Zuwanderung von Arbeitnehmern aus Spanien gelingen? Darüber informierte das IQ Netzwerk Niedersachsen gemeinsam mit der Botschaft des Königreichs Spanien jetzt niedersächsische Unternehmerinnen und Unternehmen. Das Netzwerk zur beruflichen Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte tourte durch vier niedersächsische Städte, um Arbeitgeber über die Möglichkeiten der Anwerbung spanischer Fachkräfte zu informieren. Wie und wo können die Zuwanderer Deutsch lernen? Werden die im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen anerkannt? Gibt es Fördermittel für die Migrantinnen und Migranten? Und welche konkreten Hilfen von der Wohnungssuche bis zu Behördengängen sorgen für den Erfolg einer Zuwanderung? Über diese und viele Themen mehr informierten die IQ-Experten sowie Vertreter der spanischen Botschaft Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Roadshow in Hannover, Oldenburg, Göttingen und Braunschweig. Weitere Informationen rund um das Thema berufliche Integration von Zuwanderern sind erhältlich im Migrationsportal des IQ Netzwerks Niedersachsen unter www.migrationsportal.de.

Kosmetik und Massage im Linus Lingen After-Work-Sauna im November

Am Donnerstag, 14. November 2013, von 19.00 – 24.00 Uhr findet wieder eine After-Work-Sauna in den Linus Lingen Wasserwelten statt. Highlight der After-Work-Sauna ist ein Kosmetik- und Massagespecial: Die Gäste können sich 15 Minuten lang für 10 Euro vom Massagepersonal massieren lassen oder das neue Kosmetikangebot (30 Min. für 20 Euro) testen. Eine wohltuende Klangschalen-Entspannung und eine progressive Muskelentspannung runden das erholsame Gesamtpaket ab. Für den Gaumengenuss bietet das Bistro „BES•SER genießen“ Essen á la carte an. mm-nordwest.de

BITMi-Mittelstandsallianz wächst auf 1.000 IT-Unternehmen Das iuk-Unternehmensnetzwerk aus Osnabrück e.V. tritt dem Bundesverband bei

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) erweitert seine Mittelstandsallianz: Der Verband iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück e.V. ist dem BITMi als assoziierter Partner beigetreten. „Mit diesem strategisch wichtigen Punkt im Wirtschaftsraum Osnabrück wächst das Mittelstandsnetzwerk unter dem Dach des BITMi. Wir freuen uns, mit dem iuk ein starkes Regionalnetzwerk aus Norddeutschland begrüßen zu dürfen“, so Dr. Oliver Grün, BITMi-Präsident und Vorstand der GRÜN Software AG. Rund 70 IT-Mittelständler mit etwa 2.000 Mitarbeitern bringt das iuk-Netzwerk mit in den BITMi. „Im Raum Osnabrück haben wir uns als Netzwerk bereits einen Namen gemacht“, berichtet Reinhold Berling, Vorstandsvorsitzender des iuk-Netzwerks. „Der BITMi kann den kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen in Osnabrück nun auch auf nationaler Ebene politisch mehr Gehör verschaffen.“ Das iuk Unternehmensnetzwerk Osnabrück gibt Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und organisiert den intensiven Austausch zwischen Fach- und Führungskräften in der Region. Ein besonderer Baustein ist der Dialog zwischen der innovativen Wirtschaft und der Forschungs- und Hochschullandschaft sowie die enge Zusammenarbeit mit dem vom BMWi geförderten Projekt „eBusiness-Lotse Osnabrück“.

Gesundheit als Trendberuf

Allein am Klinikum Oldenburg derzeit 269 Azubis Das Klinikum Oldenburg ist nicht nur Arbeitsplatz für über 2.600 Mitarbeiter, sondern auch Ausbildungsstätte für derzeit insgesamt mehr als 265 junge Menschen. Bereits im Frühjahr begannen 57 junge Menschen ihre Ausbildung in der Kranken- und Kinderkrankenpflege und als Hebammen. Nach den Sommerferien starteten jetzt weitere 94 Auszubildende mit ihrer Ausbildung. Davon fingen 57 am 1. Oktober 2013 ihre Ausbildung an und folgten 37 Auszubildenden, die bereits am 1. August beziehungsweise 1. September starteten. Die Palette der Ausbildungsberufe im Klinikum ist weit gefächert. Das Ausbildungsangebot reicht von den Gesundheitsberufen im Bereich der Pflege und der Medizin bis hin zu kaufmännischen und handwerklichen Berufen. „Die Ausbildung in einem Unternehmen ist immer auch eine Investition in die Zukunft des Hauses. Wir bilden aber nicht nur unseren eigenen Nachwuchs aus, sondern für die Gesundheitseinrichtungen der ganzen Region“, unterstreicht Geschäftsführer Dr. Dirk Tenzer das Engagement des Klinikums in Sachen Ausbildung. Neben den klassischen Auszubildenden ist das Klinikum Oldenburg außerdem an der Ausbildung von Medizinstudenten aus Göttingen und der EMS (European Medical School) beteiligt.


Kurzmeldungen // 71

„Letzter Elektriker in der Innenstadt“ SUSTAINABLE COMPANY Osnabrücker Traditionsunternehmen unter neuer Führung

„Wir wollen zeigen, was mit Licht machbar ist“ – das war die Aufgabe, die sich die Mitarbeiter vom Lichtprofi Korte gestellt haben, als sie mit der Planung zum Ladenumbau gestartet sind. Das kleine Geschäft in der Osnabrücker Herrenteichsstraße ist seit vielen Jahren die Anlaufstelle in Osnabrück für alle, die ihr Leuchtmittel jeglicher Art suchen. Im Jahre 1927, also noch zu Lebzeiten des Glühlampenerfinders Thomas Alva Edison, gründete Otto Korte ein Elektrohandwerksunternehmen mit angeschlossenem Handel. Am Januar 2013 wird aus dem Familienunternehmen Otto Korte ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Osnabrücker Elektrounternehmens ebm GmbH & Co. KG. Geschäftsführer Andreas Ennen: „Natürlich bleibt ein solches Traditionsunternehmen eigenständig unter dem bekannten Namen erhalten.“ „Der letzte Elektriker in der Innenstadt“ hat seit 86 Jahren seine Werkstatt und sein Ladengeschäft am gleichen Platz in der Fußgängerzone. Know-how, Service, und das direkt in Osnabrücks Einkaufsmeile, qualifiziert den Lichtprofi Korte zur ersten Wahl für alle elektrischen Fragen der Büros und Geschäfte in der Osnabrücker Innenstadt. Der neu renovierte Shop an der Herrenteichsstraße hält für die Kunden natürlich auch weiterhin jedes Leuchtmittel bereit. Von den letzten frei verkäuflichen Glühlampen bis hin zu modernen LED´s, der Großteil liegt abholbereit am Lager oder wird sofort beschafft. Innovative Leuchten für den Wohn- oder Geschäftsbereich, kombiniert mit aktuellen Lichtsteuerungen signalisieren: „Gutes Licht kommt vom Fachmann“. Selbstverständlich gehört zu gutem Licht ein design-orientiertes Schalterprogramm, für alles gilt: hochwertige Qualität für den individuellen Geschmack muss nicht teuer sein. Die Botschaft ist einfach: fachgerechte Arbeitsplatzbeleuchtung und die Lichtsteuerung von Beleuchtungsanlagen für ein Wohlfühlzuhause gehören heute nicht mehr in die Hände von Netzanbietern und Discountern.

Globale Trends und die Arbeitswelt von morgen Erfolgreiches i2b meet-up

Die Bedeutung der Arbeitsplatzgestaltung als strategische Ressource des Unternehmenserfolgs stand Anfang Oktober auf dem i2 meet-up „Inspiration Office – Globale Trends revolutionieren die Arbeitswelt der Zukunft“ im Fokus. Quintessenz der hochkarätigen Veranstaltung: Dank neuer Technologien haben Menschen die Freiheit, überall zu arbeiten. Die Anforderungen der Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplatz haben sich in den letzten Jahrzehnten jedoch bedeutend verändert. So hat vor allem der Wunsch nach einem attraktiven Arbeitsplatz, der herausfordernde Aufgabenfelder bietet und der Teamarbeit sowie generationenübergreifende Arbeit unterstützt, stark an Bedeutung gewonnen. Das Büro wird nicht mehr als Ort der Arbeit, sondern des kontinuierlichen Lernens, persönlichen Wachstums und des sozialen Vernetzens angesehen.

POMMEREL für nachhaltiges Wirtschaften ausgezeichnet

Die POMMEREL Live-Marketing GmbH aus Berne nimmt das Thema Nachhaltigkeit ernst. Für ihr verantwortungsbewusstes Handeln der Umwelt und den Mitarbeitern gegenüber wurde die Agentur mit dem Siegel „Sustainable Company“ ausgezeichnet. „Die Bedeutung dieses Themas wird in Zukunft noch zunehmen. Daher ist es für unsere Kunden wichtig, dass sie einen Partner an ihrer Seite haben, der verantwortungsbewusst arbeitet“, erklärt Geschäftsführer Reinhard B. Pommerel, seinen Entschluss, die Agentur zertifizieren zu lassen. Für die Live-Kommunikations-Spezialisten war es wichtig, eine branchenspezifische Zertifizierung zu erhalten, die Anreize zur Verbesserung der Arbeitsprozesse im Unternehmen schafft und keine Selbstverständlichkeiten bewertet. Daher unterzog sich POMMEREL einer Zertifizierung durch den Branchendachverband FAMAB, der zusammen mit der CO2OL, einem unabhängigen Dienstleister für betrieblichen Klimaschutz, und VIABONO als Spezialist für Zertifizierungsprozesse das Siegel verleiht. „Obwohl wir uns für ein nachhaltig arbeitendes Unternehmen halten, mussten wir bei der Bearbeitung feststellen, dass das Feld der Verbesserungsmöglichkeiten noch groß ist und wir noch viel zu tun haben.“ Im Laufe des Zertifizierungsprozesses wurden elf Bereiche des Unternehmens auf alle Belange des nachhaltigen Handelns hin durchleuchtet, darunter der Energieverbrauch, die Mobilität, der Einkauf von Lebensmitteln und Material. Immer im Hinblick auf die Branchenbedürfnisse wurden die einzelnen Maßnahmen bewertet. Letztlich dürfen sich Unternehmen nur dann „Sustainable Company powered by FAMAB“ nennen, wenn sie im Rahmen von Energieeinsatz, Abfallvermeidung und Mobilität genauso wie in der Mitarbeiterverantwortung „State of the art“ sind.

„Ein Ort für jeden, der Spaß am Genuss hat!“ Aus Klöter wird Schmitz!

Aus einem traditionsreichen Feinkosthandel mit Restaurant entstand in Oldenburg innerhalb von vier Monaten eine neue Brasserie. Das traditionsreiche Feinkosthaus im Herbartgang war mehr als 20 Jahre die „kulinarische Adresse“ in Oldenburg. Jetzt war es nach dem erfolgten Betreiberwechsel an der Zeit, das Haus und das Konzept für die Zukunft neu auszurichten. Unter der neuen Firmierung „Schmitz Brasserie und Vinothek“ werden viele bekannte und liebgewonnene Elemente des alten, bewährten Konzeptes mit neuen, frischen Ideen kombiniert. Ziel ist es, ein Stück Pariser Genusswelt nach Oldenburg zu holen. Tolle Produkte, klassisches Handwerk gekoppelt mit viel Lockerheit und Spaß am Genuss sorgen für eine einmalige Stimmung rund ums Thema Genuss: „Wir wollten einen Ort schaffen, zu dem zu jeder Zeit jedermann gehen kann, der Lust auf Genuss hat. Das ist uns mit der Brasserie Schmitz denke ich ganz gut gelungen“, sagt Betreiber In der neuen Küche wird Altera-Koch Cord-Henning Pieper einen Hauch von Paris nach Oldenburg bringen Michael Schmitz. mm-nordwest.de


VORTEIL

72 // Kurzmeldungen

DURCH EIGENE

STROMERZEUGUNG Schade Maschinenbau erweitert Maschinenpark Neuwertige SHW mit modernster Technik versehen

Es ist schon ein Gerät, das man in unserer Region nicht alle Tage zu Gesicht bekommt: Eine SHW PS5 mit einem X-Weg von acht Metern mit zwei synchron oder unabhängig voneinander verfahrbaren 15t-Tischen erweitert nun den Maschinenpark und gleichzeitig das Angebotsportfolio des Unternehmens Schade Maschinenbau aus Wildeshausen. Schade Maschinenbau ist in der Großteilbearbeitung zu Hause und entsprechend auf einen modernen Maschinenpark angewiesen. „Mit der neuen Maschine können wir praktisch mit einem großen Bearbeitungszentrum arbeiten und so auch bei der Kleinserienfertigung von komplexen Bauteilen punkten“, freut sich Geschäftsführer Dirk Schade. Die fünf Jahre alte Maschine wurde komplett auf den neuesten Stand der Technik gebracht, wobei SHW die Genauigkeiten einer Neu-Maschine zusicherte. Zusätzlich mit einer 60 Bar Innenkühlungspumpe ausgerüstet, damit das Unternehmen den Kundenwünschen nach Tieflochbohrbearbeitung entgegenkommen kann. Auch die Spindelverlängerung ist extra neu angeschafft worden, um mit dieser Maschine zusätzlich Getriebebearbeitung durchführen zu können. Die neu eingebauten Heidenhein-Drehgeber, die derzeit modernsten und genauesten am Markt, wurden ebenfalls in die Tische integriert, um die Bearbeitungsgenauigkeit von einer Winkelsekunde zu gewährleisten. „Dies entspricht unserer Auffassung von Präzision“, sagt Dirk Schade. „Schließlich sind wir bei Firma Schade einen weiteren Schritt gegangen, um die Laufzeiten der Spindel zu erhöhen. Wir haben zusammen mit der SHW auch einen neuen CAD/CAM-Programmierplatz angeschafft, so dass wir in Zukunft sowohl an der Maschine als aber auch extern programmieren können. Die PS5 ist von ihrer Bauart und Philosophie eher ein Bearbeitungszentrum mit schneller Drehzahl und dynamischen Verfahrwegen, dafür aber geringerer Spantiefe. Das ermöglicht die Erweiterung des Bearbeitungsspektrums: So können weitere Materialen, zum Beispiel Aluminium oder andere Produkte wie Presswerkzeuge bearbeitet werden. „Mit der SHW PS5 wollen wir wirtschaftlich Kleinserien fertigen – auf einem Tisch wird dabei gearbeitet, während auf dem anderen gerüstet wird – oder aber auch große einzelne Bauteile, die auf beiden Tischen liegen, fertigen. Immer mit höchster Präzision, so wie unsere Kunden es von uns kennen“, erklärt Dirk Schade die Investition und die Umbaumaßnahmen.

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Kurzmeldungen // 73

Endspurt beim Bau des Innovations- Räume schaffen – Centrum Osnabrück (ICO) schnell, einfach und individuell Das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Osnabrück nimmt Anfang März 2014 den Betrieb auf.

Jansen Holding erweitert Produktportfolio um modulare Raumsysteme

Noch knapp vier Monate bleiben den Handwerkern für den restlichen Innenausbau und den Feinschliff im ICO, dann wird das neue Technologie- und Gründerzentrum im WissenschaftsPark Osnabrück eröffnen. Nach der Inbetriebnahme am 1. März 2014 werden neben der ICO GmbH und verschiedenen Hochschuleinrichtungen nach und nach circa 25 bis 30 Firmen einziehen. Unter den aktuellen Mietinteressenten befinden sich klassische Ein-Mann- bzw. Ein-Frau-Unternehmen bis hin zu größeren Firmen mit mehreren MitarbeiterInnen. Die Mehrheit der Mietinteressenten hat ihr Unternehmen in den letzten zwei bis drei Jahren gegründet und profitiert so von den niedrigen Mieten und den flexiblen Mietbedingungen im ICO. Die GründerInnen schätzen das ICO vor allem aufgrund der Nähe zum Campus Westerberg der Hochschule und Universität Osnabrück und den unterstützenden Serviceleistungen der ICO GmbH. Gerade Start-ups können sich so auf den Aufbau ihres Kerngeschäfts konzentrieren und sich beim Arbeitsalltag unterstützen lassen. Ein weiterer Vorteil ist auch die Nähe zu ähnlichen sowie ergänzenden Branchen. Dadurch können Kooperationen entstehen und gefördert werden. www.innovationscentrum-osnabrueck.de

Die Firma Jansen Maritim, ein Unternehmen der Jansen Holding, ist auf die Produktion von Brandschutzprodukten für den Schiffbau spezialisiert und fertigt Wand- und Deckenpaneele, Roller Shutter und Nasszellen. Nun erweitert Jansen Maritim das Produktportfolio um Raumsysteme in Modulbauweise für den Hochbau. Jansen fertigt aus den eigens produzierten Paneelen Raum- und Trennwandsysteme. Die Erfahrung im Paneel- und Modulbau führte dazu, dass dieses Know-how hervorragend im Bereich der Raumsysteme eingesetzt werden kann. Die modularen Raumsysteme sind hochflexibel und individuell einsetzbar. Bei Nutzungsänderungen können die mobilen Raumlösungen demontiert und an einem anderen Standort aufgestellt werden. Die Raumsysteme finden in verschiedenen Bereichen ihre Anwendung: Von Hallen- und Meisterbüros über Sozial- und Verkaufsräume bis hin zu Maschineneinhausungen und Dokumentenarchiven ist jeder Einsatz denkbar. Die Raumsysteme können schlüsselfertig als eine Einheit geliefert werden. Alternativ werden die modularen Baugruppen und Komponenten vor Ort montiert. Die Raumsysteme werden auf Wunsch mit umfangreichem Zubehör ausgestattet.

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Job-Achse im neuen Gewand

Ems-Achse entwickelt erfolgreiche Stellenplattform der Region weiter Papenburg. Die neue Job-Achse der Wachstumsregion Ems-Achse startet mit einer Bewerberdatenbank und neuen Suchfunktionen für Fachkräfte und Unternehmen durch. Das Portal steht im Mittelpunkt der bundesweiten Fachkräfteanwerbetour „Ems-Achse mobil“, in deren Rahmen die Ems-Achse jährlich 20 Jobmessen besucht. Unter www.jobachse.de können sich Bewerber kostenlos über mehr als 600 Unternehmen sowie über 300 bis Von links: Nils Siemen (Ems-Achse), Dr. Dirk Lüerßen (Ems1.000 Stellenange- Achse), Jens Jüngerhans (ncn KG), Hendrik Unkenholz (ncn KG) und Ansgar Hulsmeier (MSO-Digital) präsentieren den bote in der Region neuen Auftritt der www.jobachse.de. informieren. Mit der neugestalteten Job-Achse möchte die Ems-Achse ihr Stellen- und Bewerberportal zum wichtigsten Portal in der Region entwickeln.

Vom kleinen Serviceunternehmen für PCs zum EDV-Systemhaus mit Kunden aus sämtlichen Branchen mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz – das ist die Erfolgsgeschichte, auf die „tadora – business-und it-solutions“ in Lohne zurückblicken kann. Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt sich über Warenwirtschaftssysteme, Online-Shop-Systeme, Telekommunikation, Server-Lösungen, Programmierung, Virtualisierung, PC Hardware, Web-Design und Schulungsangebote. „Wir bieten individuelle Lösungen und können somit fast jeden Kundenwunsch erfüllen“, sagt Firmeninhaber Matthias Lammers. Seit über einem Jahr ist „tadora“ Business-Partner von Shopware, einem sehr erfolgreichen und innovativen Onlineshop-Software-Hersteller. Die von „tadora“ individuell erstellten Lösungsentwicklungen und Anpassungen sind bundesweit in Online-Shops im Einsatz. Zum zehnjährigen Bestehen bringt „tadora“ seine selbst entwickelte netzwerkbasierte „i-Ware Warenwirtschaft“ als kostenlose, voll funktionsfähige Basis-Version mit Schnittstelle zum Online-Shop von Shopware auf den Markt. Businessund Enterprise-Versionen folgen in wenigen Wochen. www.tadora.de mm-nordwest.de


74 // Impressum/Vorschau

Management & Mittelstand Nordwest

Die Themen im Dezember: IT

Passgenaue Kundenansprache dank CRM

Herausgeber: Verlag MMN-Medien GmbH Andrea Maria Waden Meinardusstraße 32 | 26122 Oldenburg Tel.: 0441 39012525 | Fax 0441 39012526 info@mm-nordwest.de www.mm-nordwest.de

Wirtschaft mit Geschichte

Traditionsunternehmen des Nordwestens Leitender Redakteur: Nicholas Salagaray ns@mm-nordwest.de

Redaktion: Maren Bergmann mab@mm-nordwest.de

Fotos: Titelporträt: Lukas Lehmann Verlagsarchiv, www.fotolia.de

Anzeigen: Martin Bock | Tel.: 05461 703851-22

Branchenreport:

mb@mm-nordwest.de

Büroausstatter

Olaf Rosenkranz | mobil: 0173 3967993 or@mm-nordwest.de

Auflage: 25.000

Für unverlangt eingereichtes Material (Bilder, Manuskripte, etc.) wird keine Haftung übernommen. Nachdruck von Berichten und Fotos, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung. mm-nordwest.de

Metropolregion

Automobilindustrie


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Voll erschlossene Gewerbe- und Industrieflächen am Hafen

Cargo & Industrie am Küstenkanal Flexibel und sicher Container, Stück, Schwer- und Schüttgüter umschlagen und lagern. Intelligente Logistik-Leistungen einsetzen, wo Verkehrsträger perfekt vernetzt sind. StandortVorteile an hochmodernen Hafenanlagen nutzen. Bedarfsgerechte Flächen stehen hier zur industriellen Bebauung bereit. c-Port ist die ideale Basis für zukunftsweisende Industrieund Logistikansiedlung.

Am Küstenkanal 2 26683 Saterland Tel. 04491 786000 Fax 04491 786009 info@c-port-kuestenkanal.de www.c-port-kuestenkanal.de


Dorothee Knie, Firmenkundenbetreuung

Auch wenn Projekte außergewöhnlichen Tiefgang haben, behalten wir den Überblick. Und Ihre Bank? Wo Logistik-Know-how gefragt ist, gilt es, mit den spezifischen Rahmenbedingungen vertraut zu sein – und mit Erfahrung Mehrwerte zu bieten. Kurze Abstimmungswege und schnelle Entscheidungen inklusive. Das heißt, wir gehen mit Erfolg da in die Offensive, wo wir uns auskennen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir den Mittelstand am Puls der Zeit in Richtung Zukunft begleiten.


Management & Mittelstand Nordwest 5/2013