turi2 edition #13: Agenda 2021

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Dunja Hayali

Susanne Glasmacher Die RKI-Sprecherin hat in 20 Jahren viel gesehen: EHEC, SARS, Ebola. Dann kommt das Corona-Virus – und mit ihm Hunderte Presseanfragen pro Tag. Wir drücken Glasmacher die Daumen, dass bald wieder bessere Zeiten kommen. Auch sportlich: Ihr Lieblingsclub ist der 1. FC Kaiserslautern.

Alice Hasters Der Augenöffnerin in Sachen Feminismus und afrodeutscher Identität kann Dieter Nuhr nix anhaben: Alice Hasters spricht aus, „was weiße Menschen nicht hören wollen, aber wissen sollten“. Hasters ist Buchautorin, Podcasterin – und neuerdings Geschichtenerzählerin bei DLF Nova.

Anfeindungen gegen ihre Person veröffentlicht die „Jeanne d’Arc des ZDF“ konsequent auf Social Media –und zieht gegen HassKommentator*innen auch mal vor Gericht. Allein 2020 bekommt Hayali drei Preise für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus. To be continued in 2021.

Korinna Hennig Die studierte Germanistin wird 2020 mit ihrem mehrfach ausgezeichneten NDR- und DrostenPodcast „CoronavirusUpdate“ bekannt. Auch wenn sich alle wünschen, bald keine CoronaUpdates mehr zu brauchen: Auf weitere gute Wissenschafts-Podcasts von Hennig und ihrem Team freuen wir uns.

Ninia LaGrande Carolin Kebekus Bergisch-Gladbach hat Heidi Klum hervorgebracht – und Carolin Kebekus. Shoppen und Prosecco? Lieber Bier und Mett. Kebekus kann deutlich mehr als nur witzig sein: Sie nutzt ihr Standing, um auf Geschlechterungleichheit aufmerksam zu machen und positioniert sich gegen Rechts.

Katja Krasavice Die selbsternannte „Boss Bitch“ zeigt ihren 2,5 Mio Insta-Fans tiefe Dekolletees und viel Silikon. In ihren Songs besingt Katja Krasavice Sexpraktiken. Ihre „Bitch Bibel“ wird „Spiegel“-Bestseller. Zu einer Feministin macht sie, dass sie trotz einiger devoter Zeilen voll auf Selbstbestimmung setzt.

In kurzer Zeit viel sagen – Ninia „LaGrande“ Binias, 1,40 groß, beherrscht diese Kunst meisterhaft. Binias slammt Poesie und podcastet für Aktion Mensch über Inklusion. Seit 2020 ist sie YouTube-Reporterin für „Wiso“. Taktvoll, aber schlagfertig – eine Frau mit „Rampensau-Gen“, der wir gerne weiter folgen.

Fotos: picture alliance (9), Johannes Arlt (1), Axel Springer SE (1), ZDF/Labo M (1), NDR (1), NDR/Christian Spielmann (1)

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Joana Mallwitz 2020 ist Mallwitz die erste Frau in der Geschichte der Salzburger Festspiele, die eine Oper dirigieren darf. Publikum und Kritik umjubeln das OrchesterWunderkind. Noch wichtiger: Die Musiker*innen unter ihrem Taktstock schätzen sie – als disziplinierte Arbeiterin mit tiefem Musik-Verständnis.