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Haus & Grund Eigent端merschutz-Gemeinschaft | Rheinland

Juli 2010

Seite 28 | Thema des Monats

Dachausbau mit raffinierten Ideen


EDITORIAL

Sehr geehrte Damen und Herren, die Mitgliederversammlung von Haus & Grund Rheinland hat mich am 31. Mai 2010 zum Vorsitzenden gewählt. Die Aufgabe, einen so großen Verband zu führen, wird sicher nicht leicht sein, aber aufgrund meines Engagements und meiner Erfahrung traue ich sie mir zu. Am Ende meines Chemie-Studiums kaufte ich 1969 ein Haus in Aachen. Damals hatte ich als junger Doktorand natürlich keine Ahnung, Peter Rasche wie man Wohnungen vermietet. Deshalb wurde ich noch 1970 Mitglied von Haus & Grund Aachen. Auf der ersten Mitgliederversammlung von alles begann. Wie Sie sehen, habe ich nun einen Haus & Grund Aachen, an der ich teilnahm, „Unruhestand“ und nutze die Möglichkeit u.a. war ich mit Abstand das jüngste Mitglied. Der für die Organisation von Haus & Grund Rheindamalige Vorsitzende, Dr. Karl-Heinz Loyen- land. Es ist wichtig, den Verband neu auszurichLequis, fand meine diversen Fragen zum Haus- ten. Die Informationen müssen schneller an die eigentum so interessant, dass ich in den Beirat Vereine und Mitglieder weitergegeben werden. des Vorstands berufen wurde. Bereits 1972 Ebenso sollte der Kontakt zur Landesregierung wurde ich in den Vorstand gewählt. Von 1976 noch intensiver gepflegt werden. bis 1989 vertraute man mir den stellvertretenDer Zentralverband Haus & Grund Deutschden Vorsitz an, und seit 1989 bin ich Vorstands- land arbeitet hartnäckig an Themen wie vorsitzender von Haus & Grund Aachen. 1996 Abwehr von Mietnomaden, Beseitigung der übernahm ich auch den asymmetrischen KündiVorsitz im Verein Haus steuerliche Als Organisation Gehör gungsfristen, & Grund Alsdorf und Hemmnisse bei Moderniverschaffen. Umgebung. Dem Vorsierungen sowie die mietstand des rheinischen rechtliche DurchsetzbarVerbands Haus & Grund Rheinland gehöre ich keit von Modernisierungen einschließlich der seit 1992 an. Von 1995 bis 2002 bekleidete ich sich daraus ergebenden Mieterhöhung. Dass im Verband das Amt des stellvertretenden Vor- Themen wie Vermögens- und Grundsteuer wesitzenden. gen knapper Kassen von der Politik aufgegriffen Neben meinen umfangreichen ehrenamtli- werden, muss sehr kritisch begleitet werden. chen Aufgaben für die verschiedenen Haus & Wir werden den Zentralverband bei seinen Grund-Bereiche arbeitete ich von 1972 an bei Aktivitäten unterstützen. Wir müssen uns als der Bayer AG als Produktmanager. Noch wäh- Organisation Gehör verschaffen, damit unser rend meiner Tätigkeit für die Bayer AG betreute Eigentum nicht für das Füllen leerer Staatskasich als Lehrbeauftragter Textilchemie-Studenten sen genutzt wird. der Hochschule Niederrhein in Krefeld. 1990 wurde ich dort zum Professor und Dekan für Für heute verbleibe ich den Fachbereich Chemie berufen und gewählt. Ihr Seit 2008 bin ich aus Altersgründen von meinen Lehrverpflichtungen an der Hochschule entbunden und lebe mit meiner Frau in Rurberg am Rursee in der Eifel. Unsere Söh- Peter Rasche ne studieren mittlerweile beide an der RWTH Vorsitzender Aachen und wohnen in dem Haus, mit dem Haus & Grund Rheinland

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INHALT

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Editorial

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Das Aktuelle Thema: Haus & Grund fordert Regierung zum Handeln auf

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No-Frost-Systeme: Nie wieder abtauen

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Immobilienportale im Test: Online übertrumpft Print

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Einstimmig: Die Delegierten verabschiedeten eine gemeinsame Resolution.

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Aus den Gerichten: Aktuelle Urteile in Kürze

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Impressum

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Pflege von Beerensträuchern im Sommer: Vorsorge für eine reiche Ernte

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Thema des Monats: Tipps zum Dachausbau Solarstrom in Eigenregie produzieren: Reiche Ernte auf dem Dach

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Nachgefragt: Leser fragen – Experten antworten

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Mitmachen & Gewinnen: Rätselspaß und attraktive Preise

Foto: Google

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Geräte mit No-FrostSystem verhindern die Eisbildung durch einen kontinuierlichen Umluftstrom.

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Titelfoto: HBI Fenster + Türen, Hemsbünde

Vorher/nachher: Mit dem Ausbau des Dachbodens entsteht günstiger und hochwertiger Wohnraum.

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ZAHLEN & FAKTEN

Abwärtstrend im Osten

Neubauwohnungen im Westen im Wert robust

Foto: LBS

Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Ost und West entwickeln sich derzeit gegenläufig. Während in den alten Bundesländern zahlreiche Spitzenlagen für Stabilität sorgen, geraten die Preise im Osten Deutschlands zunehmend unter Druck. Lediglich Neubauwohnungen in den neuen Bundesländern erweisen sich als robust. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Immobilienindex IMX von ImmobilienScout24,

Die Preise von Neubauwohnungen sind stabil.

der auf Basis von über acht Millionen Immobilienangeboten gebildet wird. Am deutlichsten ist die unterschiedliche Entwicklung bei Bestandswohnungen zu beobachten. Deren Preise sind in den neuen Bundesländern in den letzten beiden Monaten um 2,9 Prozent gefallen, während sie in den alten Bundesländern um 0,8 Prozent gestiegen sind. Am stärksten ist der Abwärtstrend bei Wohnhäusern im Osten zu beobachten: Sowohl Neubauhäuser (-5,4 Prozent) als auch Häuser im Bestand (-6 Prozent) verloren in den letzten beiden Monaten an Wert. Auch im Westen Deutschlands sind die Preise für Bestandshäuser um 4,5 Prozent gefallen. Lediglich bei Neubauwohnungen erweisen sich die Preise gesamtdeutsch als stabil. Hier sorgen steigende Baukosten und ein zurückgehendes Angebot sowohl im Osten als auch im Westen für eine robuste Entwicklung. [rib] ■

Zahl des Monats

Fast 66 Prozent der Haushalte innerhalb der Gruppe der Selbstständigen weisen Haus- und Grundeigentum auf, dicht gefolgt von Beamtenhaushalten, von denen 65,2 Prozent in den eigenen vier Wänden leben. 50,1 Prozent der Haushalte von Arbeitern sind solche mit Haus- und Grundeigentum, während unter Rentner- und Pensionärshaushalten 50 Prozent Hausund Grundeigentümer zu finden sind. Auf weniger als 50 Prozent Eigentum, nämlich 48,3 Prozent, kommt die Gruppe der Angestellten-Haushalte.

[destatis]

Verbraucherpreisindex Gesamtindex

2005 = 100

Jahr

Monat

Veränderungsrate gegenüber Vorjahreszeitraum Index

in %

Veränderungrate gegenüber Vormonat in %

2006 Jahresdurchschnitt

101,6

1,6

2007 Jahresdurchschnitt

103,9

2,3

2008 Jahresdurchschnitt 2009 Jahresdurchschnitt

106,6 107,0

2,6 0,4

Januar Februar März April Mai

106,3 106,9 106,8 106,8 106,7

0,9 1,0 0,5 0,7 0,0

-0,5 0,6 -0,1 0 -0,1

Januar Februar März April Mai

107,1 107,5 108,0 107,9 108,0

0,8 0,6 1,1 1,0 1,3

-0,7 0,4 0,5 -0,1 0,1

2009

2005: 100,0 2004: 98,5 2003: 96,9

2010

2002: 95,9 2001: 94,5 2000: 92,7

Seit Dezember 1999 erstellt das Statistische Bundesamt nur noch einen einheitlichen Verbraucherpreisindex für Deutschland. Mitte 2008 wurde zudem das Basisjahr von 2000 auf 2005 umgestellt. Für Berechnungen, die die vorher gebräuchlichen verschiedenen Indizes einbeziehen, bietet das Amt ein kostenloses Rechenprogramm im Internet: Klicken Sie dazu unter www.destatis.de ganz unten auf der Startseite auf „Wertsicherungsklauseln“. Weitere Auskünfte erteilt das Statistische Bundesamt auch telefonisch unter 06 11 / 75-47 77. E-Mail: verbraucherpreisindex@ destatis.de, www.destatis.de

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DAS AKTUELLE THEMA

124. Zentralverbandstag in Braunschweig

Haus & Grund fordert Regierun Beim Zentralverbandstag von Haus & Grund Deutschland mahnte Dr. Rolf Kornemann an, es dürfe nicht bei den Ankündigungen im Koalitionsvertrag bleiben. Es sei an der Zeit, nun endlich Taten folgen zu lassen, so der Haus & Grund Präsident weiter. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution folgten die Delegierten diesem Aufruf und forderten die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarten immobilienpolitischen Vorhaben zügig umzusetzen.

Präsident Kornemann rund 1.200 Haus & Grund-Mitglieder sowie Gäste aus Politik und Verbänden zum Festakt. Joachim Koch, Ehrenvorsitzender von Haus & Grund Braunschweig, sowie Hans Reinold Horst, Geschäftsführender Vorstand und Vorsitzender von Haus & Grund Niedersachsen, überbrachten Grußworte des gastgebenden Ortsvereins und des gastgebenden Landesverbands. Freie Entscheidung Im Anschluss referierte die Staatssekretärin des Bundesministeriums der Justiz, Birgit Grundmann, über die mietrechtlichen Vorhaben der Bundesregierung. Sie stellte heraus, dass bei den anstehenden Gesetzesvorhaben die soziale Ausgewogenheit des Mietrechts ein wichtiges Kriterium sei. Konkret arbeite die Bundesregierung an Plänen, wie die energetische Moder-

Einstimmig: Die Delegierten verabschiedeten eine gemeinsame Resolution.

nisierung des Gebäudebestands forciert werden könne. Entscheidungen über konkrete Investitionen sollten unbedingt in der freien Entscheidung des Vermieters liegen. Hinsichtlich der Vereinfachung von Modernisierungsmieterhöhungen, der Duldung von Modernisierungsmaßnahmen sowie des Problems von Mietminderungen für die Zeit der Umbaumaßnahmen kündigte die Staatssekretärin Vorschläge an. Über Einzelheiten konnte sie aber noch nichts berichten. Hinsichtlich der Mietnomadenproblematik sollen Gesetzesvorschläge bis zum

Fotos (4): Haus & Grund

In seiner Rede anlässzeichnung „Verein des Jahres lich der Mitgliederver2010“ freuten sich Haus & sammlung des 124. ZentralGrund Marl sowie Haus & verbandstags hob Präsident Grund München. Haus & Rolf Kornemann die politiGrund Marl erzielte im verschen Erfolge von Haus & gangenen Jahr mit einem Plus Grund hervor. In keinem Koa- von 39,23 Prozent den höchslitionsvertrag zuvor ten relativen Mitgliehabe sich die derzuwachs. ImmobilienwirtHaus & Grund schaft mit so vielen München erreichte Punkten wiederfinden höchsten absoluden können wie in ten Mitgliederzudem von CDU, wachs: Die Zahl der CSU und FDP vom Mitglieder stieg um Oktober 2009. Dies 634. Turnusmäßig gelte insbesondere stand darüber hinaus Wiedergewählt: für die Themen die Wahl des Vizeenergetische Moder- Haus & Grund-Vize präsidenten von Jochem Schlotmann Haus & Grund nisierung, Abwehr von Mietnomaden Deutschland an. Zur sowie Angleichung der KünWahl stellte sich der Amtsdigungsfristen von Mietern inhaber Jochem Schlotmann, und Vermietern. Vorsitzender von Haus & Im Anschluss an die Rede Grund Schleswig-Holstein. des Präsidenten wurden die in Die Delegierten bestätigten ihn der Mitgliederwerbung erfolgeinstimmig als Stellvertreter reichsten Ortsvereine des von Präsident Rolf Kornevergangenen Jahres ausgemann. Am zweiten Tag des zeichnet: Über die AusZentralverbandstags begrüßte

„Verein des Jahres 2010“ I: Haus & Grund Marl

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„Verein des Jahres 2010“ II: Haus & Grund München

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DAS AKTUELLE THEMA

g zum Handeln auf Jahresende vorgelegt werden, die es ermöglichten, Räumungstitel schneller zu vollstrecken. Bei dem dritten mietrechtlichen Thema, der Vereinheitlichung der Kündigungsfristen, verwies Birgit Grundmann auf Differenzen innerhalb der Koalition, die zunächst ausgeräumt werden müssten. Grenzen des Wachstums Hauptredner im Rahmen des Festakts war Prof. Meinhard

Miegel, einer der bedeutendsten Publizisten und Gesellschaftsforscher in Deutschland. Miegels Anliegen war es, seine Zuhörer für das Problem der Erwartung ständigen Wachstums zu sensibilisieren. Er machte mit einer faktenreichen Rede deutlich, dass die alte Vorstellung, allein durch Wachstum seien die Konsumbedürfnisse der Menschen immer weiter zu steigern und auch zu befriedigen, in Zukunft nicht mehr gelte.

Verschiedene Entwicklungen, so etwa die Alterung der Gesellschaft und die hohe Staatsverschuldung, führten dazu, dass Wachstum in Zukunft nicht mehr wohlfahrtsmehrend sei. Vielerlei neue Aufgaben tragen laut Miegel jedoch dazu bei, dass Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahrzehnten immer mehr zu einem Randphänomen werde. ■ Alexander Wiech, Leiter Kommunikation Haus & Grund Deutschland

Resolution

Sanierungshindernisse beseitigen, Wirtschaftlichkeitsgebot beachten Die deutsche Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 250 Milliarden Euro – das entspricht einem Anteil von 12 Prozent an der Gesamtwirtschaft – ein Wirtschaftszweig von zentraler Bedeutung. Darin nimmt Haus & Grund Deutschland als der Spitzenverband der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer mit über 850.000 Mitgliedern einen herausragenden Platz ein. Sie repräsentieren einen Wohnungsbestand von bundesweit rund 5,5 Millionen Wohnungen. Die Politik in der 17. Wahlperiode des Deutschen Bundestags muss der erheblichen volkswirtschaftlichen Bedeutung der privaten Wohnungswirtschaft in besonderer Weise Rechnung tragen; dies gilt auch und gerade in konjunkturell schwierigen Phasen. Haus & Grund Deutschland erwartet für die private Wohnungswirtschaft dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen, die den Anforderungen des Wohnungsmarkts sowie politischen Forderungen insbesondere im Bereich der Klimaund Energiepolitik gerecht werden. Mietrecht Der dringend erforderliche Abbau von Sanierungshindernissen im Mietrecht muss das Regelwerk praktikabler gestalten, für Mieter und Vermieter neue Rechtssicherheit schaffen und das InvestorNutzer-Dilemma auflösen. Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebestand nutzen Mietern. Einzelne Mieter sollten zur Duldung solcher Maßnahmen auch im Interesse der übrigen Mieter verpflichtet sein, unabhängig davon, ob und wie viel Primär-, End- oder fossile Energie eingespart wird. Die formellen Anforderungen an die Beteiligung der Mieter an den Kosten energetischer Sanierungsmaßnahmen sind überkomplex und äußerst fehler-

anfällig. Sie verzögern klimawirksame Investitionen und bergen die Gefahr, unwirtschaftlich zu handeln. Klima- und Energiepolitik Bereits verabschiedete energiepolitische Programme zwingen Immobilieneigentümer zu Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebestand mit ungewissem Amortisationshorizont. Dies verstößt gegen die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes. Im vermieteten Bestand können die Aufwendungen nicht – wie bei Selbstnutzern unterstellt – durch Energieeinsparungen erwirtschaftet werden. Der vermietende Eigentümer ist auf praktisch kaum durchführbare Beteiligung der Mieter an den Kosten seiner Investition angewiesen, die dazu begrenzt ist durch das ortsübliche Mietniveau. Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die diese Hürden nicht berücksichtigen, dürfen nicht Grundlage verschärfter energetischer Anforderungen sein. Haus & Grund Deutschland verlangt in Übereinstimmung mit dem Bundesratsausschuss für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung, die für 2012 angekündigten weiteren Verschärfungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) so lange zurückzustellen, bis aus der Anwendungspraxis der EnEV 2009 sowohl wirtschaftliche als auch technische Erfahrungen vorliegen. Steuerrecht Das am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Erbschaftsteuerreformgesetz verletzt in eklatanter Weise die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an die Reform. Während Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen weitgehend steuerfrei auf Dritte übertragen werden können, werden Immobilienerwerber ohne verfassungs-

rechtlich stichhaltige Begründung tendenziell höher belastet. Die Reform hat insbesondere zu einer Benachteiligung von Erwerbern privaten vermieteten Immobilienvermögens geführt. Dagegen hatte das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom November 2006 gerade die private Wohnungswirtschaft als Beispiel für gerechtfertigte Verschonungsregelungen im Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht genannt. Die durch die Änderungen im Tarifgefüge resultierende Benachteiligung von Erwerbern der Steuerklasse II (nahe Verwandte wie Geschwister, Nichten, Neffen) führen zu einer verfassungsrechtlich nicht hinnehmbaren Reduzierung des Familienbegriffs auf die Kernfamilie. Da der Politik keine verfassungsrechtlich unanfechtbare Reform der Erbschaftsteuer gelingt, sollte sie diese Steuer – dem Beispiel etlicher Industriestaaten folgend – endlich ersatzlos streichen. Die Grundsteuer verringert die Rendite von Immobilien. Sie kann konfiskatorisch wirken, d.h. sie kann höher sein als die Nettoerträge und die realen Wertsteigerungen. Dies ist gleichzusetzen mit einer Besteuerung der Substanz. Nicht zuletzt die vorgenommenen Einschränkungen beim gesetzlichen Grundsteuererlass für Vermieter verschärfen diese Gefahr. Die Grundsteuer kann erst ab einem Ertragsausfall von 50 Prozent statt früher bei mindestens über 20 Prozent gemindert werden. Die auf schrumpfenden Wohnungsmärkten von strukturellem Leerstand betroffenen Vermieter, ohnehin bereits erheblich wirtschaftlich belastet, sehen sich nun mit hohen zusätzlichen Kosten konfrontiert. Der Grundsteuererlass ist unverzüglich wieder in der vor dem ändernden Jahressteuergesetz 2009 geltenden Form zu beschließen.

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POLITIK & EIGENTUM

Finanzministerium kommt Aufforderung des Bunds der Steuerzahler nach

Rechtsschutz beim Solidaritätszuschlag auf Abgeltungsteuer

Mit einer Eingabe vom 26. März 2010 forderte der Bund der Steuerzahler (BdSt) das Bundesministerium der Finanzen (BMF) auf, auch denjenigen Steuerzahlern Rechtsschutz hinsichtlich des Solidaritätszuschlags zu gewähren, deren Kapitalerträge abgeltend besteuert werden und bei denen der „Soli“ somit automatisch einbehalten wird.

Erstattung auf Antrag Da in diesen Fällen kein Steuerbescheid vorliegt, kann mittels Vorläufigkeitsvermerk

zum Solidaritätszuschlag kein automatischer Rechtsschutz erreicht werden. Das Bundesfinanzministerium ist der Aufforderung des BdSt nun nachgekommen und bestimmt per Verwaltungsanweisung, dass bei einer für die Steuerzahler positiven Bundesverfassungsgerichtsentscheidung der Solidaritätszuschlag auch in diesen Fällen auf Antrag erstattet wird. Bisher konnten die betroffenen Steuerzahler nur über das Veranlagungsverfahren Rechtsschutz erhalten. Dies hatte zur Folge, dass viele

Steuerzahler bereits abgeltend besteuerte Kapitaleinnahmen zur Wahrung ihres Rechtsschutzes wieder in der Einkommensteuererklärung aufführen mussten. Der Vereinfachungsgedanke der Abgeltungsteuer wurde hierdurch konterkariert. Rechtsschutz gewahrt Mit Beschluss vom 25. November 2009 machte das Niedersächsische Finanzgericht (Az.: 7 K 143/09) in dem vom BdSt unterstützten Musterverfahren deutlich, dass es die Erhebung des

Solidaritätszuschlags zumindest ab dem Jahr 2007 für verfassungswidrig hält und legte die Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor. Daraufhin hat die Finanzverwaltung die Festsetzung des Solidaritätszuschlags auf die Einkommen- und Körperschaftsteuerbescheide für Veranlagungszeiträume ab 2005 in den Vorläufigkeitskatalog aufgenommen. So wird der Rechtsschutz der Betroffenen gewahrt. Dies gilt jetzt auch für den „Soli“ auf die Abgeltungsteuer. [bdst/rib] ■

No-Frost-Systeme

Nie wieder abtauen ■ Wer kennt sie nicht: arktische Eislandschaften im Gefrierschrank, die sich nur durch zeitraubendes Abtauen vermeiden lassen. Moderne Geräte mit NoFrost-Technik nehmen einem diese Arbeit für immer ab. Sie bieten aber nicht nur mehr Komfort, sondern helfen auch beim Energiesparen: Bereits ein Zentimeter Reifansatz erhöht den Stromverbrauch des Gefrierschranks um rund 50 Prozent. Geräte mit No-FrostSystem verhindern die Eisbildung durch einen kontinu-

ierlichen Umluftstrom. Ein Ventilator führt die Luft des Innenraums zu einem außen liegenden Verdampfer, wo sich die Luftfeuchtigkeit als Reif niederschlägt. Zurück in den Gefrierschrank gelangt nur die trockene, kalte Luft. Um den Reif auf dem Verdampfer kümmert sich eine Intervallheizung. Sie taut ihn ab, das Tauwasser rinnt in eine Schale an der Rückwand, wo es verdunstet. Lagerraum und Lebensmittelvorräte bleiben zuverlässig eis- und reiffrei. Die Initiative Hausgeräte rät,

Geräte mit No-Frost-System verhindern die Eisbildung durch einen kontinuierlichen Umluftstrom. Foto: djd/Hausgeräte+/Siemens

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rechtzeitig zum Start der Erntezeit Alter und Zustand des Gefriergerätes im Haushalt zu überprüfen. „Ist der Gefrierschrank schon länger als zehn Jahre im Einsatz, lohnt es sich, in ein neues, energiesparendes Modell mit No-Frost-System zu investieren", sagt Claudia Oberascher. „Wer damit wartet, bis das alte Gerät nicht mehr funktioniert, verschwendet Energie und verzichtet auf viel Komfort.“ [rib/djd] ■ Weitere Informationen: 4www.hausgeraete-plus.de


POLITIK & EIGENTUM

Immobilienportale im Test

Online übertrumpft Print Laut Getestet.de bietet der Immobilienmarkt im Internet weitaus mehr Möglichkeiten für Interessenten als Zeitungsinserate. Das Verbraucherportal hat die größten OnlineImmobilienmärkte durchleuchtet und zeigt, welcher Anbieter in welcher Disziplin die Trümpfe in der Hand hält.

Abhilfe im Angebotschaos und reichlich Zusatzangebote für Interessenten – das zeichnet laut Test die großen Immobilienportale im Internet aus. „ImmobilienScout24“ liefert seinen Besuchern dabei umfassende Informationen rund ums Thema Bauen, Renovieren und Umziehen. „Immonet“ punktet mit der Rubrik „Einrichten“. Diese erstreckt sich wie ein eigenes Magazin innerhalb der Website. Nennenswert ist laut Test auch der gut intakte Aftersales-Bereich, auf dem der Kunde meist weiterführende Tipps erhält. Etwas schmuckloser hingegen wirkt „Immowelt“. Zwar gibt es auch hier größere Ratgeberanteile, doch sind diese deutlich abgespeckter. Immopool verzichtet gänzlich auf alles, was vom reinen Immobiliengeschäft ablenken könnte.

Suchen, filtern, auswählen Auf jedem der ImmobilienPortale lässt sich anhand unterschiedlicher Kriterien das Suchumfeld problemlos

eingrenzen, findet Getestet.de. Nur Immowelt beherrscht derzeit eine Freitextsuche. Dafür gibt es auf allen Portalen die Möglichkeit, einzelne Immobilien auf einer Merkliste zu speichern. Umfangreiche Filterfunktionen ermöglichen eine Feinauswahl für das Sortieren der Suchkriterien wie Preis und Quadratmeteranzahl. Kartentools Geografische Karten auf Online-Immobilienbörsen sind vor allem dann wichtig, wenn man in einem bestimmten Stadtteil wohnen oder sich das Umfeld seines erstrebten Domizils genauer ansehen möchte. Alle vier Portale nutzen hierfür – auf unterschiedlichste Weise – das Kartentool von Microsoft, wie die Tester herausgefunden haben. Am besten gefällt ihrer Meinung nach die Kartendarstellung bei ImmobilienScout24: Neben der gezeichneten Karte kann die Immobilie auch aus Satellitensicht oder in detailreicher Vogelperspektive angezeigt werden. Umfeldinfos wie Schulen, U-Bahnen oder Shoppingcenter lassen sich ergänzend in die Karte einblenden. Immowelt steht dem in nichts nach, nur hapert es an der korrekten Lokalisierung vieler Objekte und das PopupFenster der Karte ist schlichtweg überlagert mit Werbung.

Immobilien inserieren funktioniert bei jedem der Testkandidaten einwandfrei, stellten die Portaltester fest. Außer bei Immopool, das nur Zahlungen über Drittanbieter wie PayPal und Micro Payment akzeptiert, kann man bei allen anderen Portalen meist per Lastschrift oder Kreditkarte zahlen, bei Immonet sogar per Rechnung. Während man auf Immopool beim Inserieren nicht über das Bilderhochladen hinauskommt, akzeptieren die Mitstreiter auch PDF-Dokumente und Videos, Immonet obendrein ein 360Grad-Panorama. Service Vor allem ImmobilienScout24 reagierte auf schriftliche Anfragen von Getestet.de sehr schnell und ausführlich. Die Servicenote „Sehr gut“ (1,3) erreicht sonst nur noch Immonet. Immowelt reagiert zwar im Vergleich sehr zügig, allerdings mit teils lückenhaften Inhalten. Unverständlich erscheint, warum Kunden im Internet eine teure Servicenummer vorge-

setzt bekommen und Immowelt bei Mailantworten plötzlich eine kostenlose Hotline parat hat. Immopool ist zwar schnell erreichbar, doch sind die Mails vom Portalbetreiber wenig professionell und zudem noch unvollständig. Immonet Gesamtsieger Unterm Strich bewerteten die Tester Immonet mit einem „Sehr gut“: Der Immobilienmarkt liefert einen strukturierten Onlineauftritt, diverse Komfortfunktionen und einen überzeugenden Service. Der zu hohe Preis und die kundenunfreundliche Abo-Politik verhindern den Punktsieg für ImmobilienScout24. Das Portal teilt sich Platz 2 mit Immowelt, liegt aber beim Internetauftritt und Service klar vorn. Immopool ist mit der Note 2,3 Letzter der Gesamtwertung. Trotz des günstigen Preises für kurzfristige Immobilieninserate fehlen hier einfach zu viele Komfortfunktionen, um näher zur Spitze aufschließen zu können, meinen die Tester von Getestet.de. [rib/PresseBox] ■

Müheloses Inserieren Immonet bietet erst gar keine Umfeldinfos an. Ebenfalls sehr bescheiden gehalten ist die gezeichnete Karte ohne Extras beim Anbieter Immopool.

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POLITIK & EIGENTUM

Guter Zeitpunkt für Immobilienkredite

Zinsen auf Rekordtief ■ Anleger flüchteten in den letzten Wochen in die als sicher geltenden deutschen Staatspapiere, woraufhin deren Verzinsung stark zurückging. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten zeitweise unter 2,6 Prozent. Die Märkte dürften allerdings nicht allzu lange auf einem Rekordtief verharren. Denn es gibt deutli-

Zinsen auf Rekordtief

che Anzeichen für eine dynamische Konjunkturerholung in wichtigen Industriestaaten. So deutet beispielsweise der ifoIndex nach wie vor auf eine gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hin. Auch die Auftragslage deutscher Unternehmen hat sich in den letzten Monaten kräftig verbessert, was für eine weiter steigende

Quelle: BHW Bausparkasse

Industrieproduktion in den nächsten Monaten spricht. Zinserhöhung nicht akut Normalerweise sorgt eine gute Konjunkturentwicklung für einen Anstieg der Kapitalmarktzinsen, da in einem solchen Umfeld Leitzinserhöhungen wahrscheinlicher werden. Die Notenbanken dürften sich mit dem ersten Zinserhöhungsschritt allerdings noch etwas Zeit lassen. Inflationäre Gefahren sind angesichts einer explodierenden Staatsverschuldung auf lange Sicht zwar unbestritten vorhanden. Angesichts einer aktuell noch moderaten Preissteigerung gibt es aber keinen Anlass für eine schnelle Zinsanhebung. Mit einer ersten Leitzinsanhebung rechnen wir frühestens Anfang 2011. Dementsprechend ist das Potenzial für einen Rendite-

anstieg vorerst noch begrenzt. Bei einer erneuten Verschärfung der Verschuldungskrise könnten die Renditen nochmals nachgeben. Ausmaß und Dauer des Renditerückgangs sollten unseres Erachtens dabei aber eng begrenzt ausfallen. Derzeit befinden sich die Zinssätze für Immobilienkredite, die sich stark an den Kapitalmarktrenditen orientieren, auf einem sehr niedrigen Niveau. Insbesondere langfristige Finanzierungen mit fester Zinsbindung sind aktuell sehr interessant. Investoren und Eigenheimerwerber sollten sich die günstigen Konditionen schnell sichern. Wenn die Kapitalmarktrenditen wie von uns erwartet in den kommenden Monaten steigen, dürften sich gleichzeitig auch die Baukredite wieder verteuern. ■ Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank

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KREFELD/M’GLADBACH/VIERSEN AUS DEN GERICHTEN

Aktuelle Urteile in Kürze „Zweite Miete“ Viele Mietnebenkosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Vermieter können diese „zweite Miete“ dennoch recht niedrig ansetzen, um die Gesamtmiete gering erscheinen zu lassen und die Wohnung möglicherweise leichter zu vermieten. Der BGH hatte nichts gegen diese Praxis, nach welcher der Vermieter von einer weit niedrigeren Vorauszahlung ausging, mit der die tatsächlich anfallenden Kosten nicht zu decken waren. Selbst wenn die späteren Nachzahlungen mehr als hundert Prozent über den Vorauszahlungsbeträgen liegen, hat der Vermieter nicht unrechtmäßig gehandelt, so die Richter. (BGH, Az.: VIII ZR 195/03) [ivd] ■

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Die abgedruckten Urteile können nur eine Tendenz der Rechtsprechung zu bestimmten Themen und Einzelfällen aufzeigen. Diese Entscheidungen binden keine anderen Gerichte und sind immer nur für den Einzelfall maßgebend. Für eine ausführliche Beratung wenden Sie sich bitte an Ihren Haus & Grund Ortsverein. ■

Haus am See Je einschneidender die geplanten Veränderungen innerhalb einer Wohnanlage, desto wichtiger ist es, alle Eigentümer mit ins Boot zu nehmen. So hatte die Gemeinschaft einer Immobilie in Seelage nicht einstimmig beschlossen, nachträglich einen Außenaufzug zu bauen und zusätzliche Fenster in die Fassade einzufügen. Alle diese Maßnahmen wies das Amtsgericht Konstanz zurück. Die Begründung: Derartig nachhaltige Eingriffe bedürften der Zustimmung aller Eigentümer. (Amtsgericht Konstanz, Az.: 12 C 17/07) [lbs] ■

Schikanieren verboten Wohnungseigentümer haben gegenüber dem Verwalter einen Anspruch, relevante Abrechnungsbelege einsehen zu dürfen oder in Kopie zu erhalten. Für das Fertigen von Kopien darf der Verwalter in vertretbarem Umfang einen Unkostenbeitrag in Rechnung stellen. Für beide Seiten gibt es gewisse Grenzen. So urteilte das Oberlandesgericht München, dass ein „Schikane- und Missbrauchsverbot“ existiere: „Das Ersuchen des Wohnungseigentümers muss sich daher grundsätzlich auf vorhandene und hinreichend genau bezeichnete Unterlagen beziehen, die ohne nennenswerten Vorbereitungsaufwand und ohne Störungen des Betriebsablaufs der Verwaltung herausgesucht und fotokopiert werden können.“ (OLG München, Az.: 34 Wx 27/06) [lbs] ■

Rechtlicher Hinweis

Eigentümer bekam recht

Hoch hinaus

Beim Einzug in eine Mietwohnung hatten beide Parteien vereinbart, dass monatlich 20,45 Euro an Vorauszahlungen für die Betriebskosten zu bezahlen seien. Die vorgesehene Jahresabrechnung erfolgte allerdings nie. Mehr als 20 Jahre lang blieb es bei den Vorauszahlungen. Doch dann übernahm der Sohn der bisherigen Eigentümer die Wohnung und erstellte für das gerade abgelaufene Jahr eine Abrechnung. Es waren Nachzahlungen in Höhe von knapp 1.000 Euro fällig. Die Mieter weigerten sich, dem nachzukommen. Sie beriefen sich auf die lange Zeit stillschweigend akzeptierte Regelung. Man sei deswegen von einer pauschalen Abgeltung ausgegangen. Der Bundesgerichtshof stellte sich auf die Seite des Eigentümers. Die Nebenkosten des Vorjahres, deren Höhe nicht bestritten wurde, mussten bezahlt werden. Die ursprüngliche, schriftlich fixierte Vereinbarung gelte auch nach einem so langen Zeitraum noch. Trotz der jahrelang ausgebliebenen Betriebskostenabrechnung hätten die Mieter nicht von einer Vertragsänderung ausgehen dürfen. Zwar sei es grundsätzlich möglich, dass solch ein Wechsel stillschweigend zustande komme, doch dazu bedürfe es wenigstens noch zusätzlich eines bestimmten Verhaltens einer Vertragspartei, aus der man diese Willensänderung ablesen könne. (BGH, Az.: VIII ZR 14/06) [lbs] ■

Die Menschen werden immer größer. Das schlägt sich auch in den Vorstellungen darüber nieder, wie zeitgemäße Türen auszusehen haben. Ein Wohnungskäufer bezeichnete es als einen Mangel, dass der Bauträger lediglich eine Eingangstüre mit der Durchgangshöhe von 1,91 Metern errichtet habe. Das sei für heutige Verhältnisse zu wenig. Das Landgericht Köln stimmte dem zu. Die Türe müsse auf 1,93 Meter erweitert werden, hieß es im Urteil. (LG Köln, Az.: 37 O 57/07) [lbs] ■ Quellen: LBS Infodienst Recht und Steuern (lbs), IVD West e.V. (ivd)

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LOKAL & REGIONAL KREFELD/M’GLADBACH/VIERSEN

Wohnimmobilienmarkt NRW 2010

„Betongold“ erlebt Renaissance Der nordrhein-westfälische Wohnimmobilienmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr sehr solide. Trotz der Wirtschaftskrise blieben die Preise für Wohnungen und Häuser bei Verkauf und Vermietung fast konstant. Die Preise für Eigentumswohnungen in Großstädten sanken vielerorts leicht, Wohnungsmieten stiegen hingegen vor allem in den Großstädten an, die mehr

Foto: Deutsche Annington

als 300.000 Einwohner zählen.

Der aktuelle Preisspiegel „NRW-Wohnimmobilienmarkt 2010“ des IVDWest, Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region West e.V., weist eine weiterhin starke Nachfrage privater Käufer aus. In vielen Städten NRWs stieg sie sogar merklich an. Ursachen liegen in der Attraktivität

und Wertbeständigkeit des „Betongolds“, die besonders in einer wirtschaftlich angespannten Zeit Anleger anzieht. Da in den zurückliegenden drei Jahren in den größeren Zentren des Landes die Wohnungskaltmieten stiegen, entschieden sich mehr Personen für den Erwerb der eigenen „vier Wände“. Die monatlichen Belastungen bei einer gekauften Immobilie stellen sich in vielen Lebenssituationen vorteilhafter dar als die Option zu mieten. Darüber hinaus lassen sich Einkünfte durch Vermietung erzielen. Die Preise für Eigentumswohnungen aus dem Bestand sanken im letzten Jahr leicht. Um etwa fünf Prozent gingen die Verkaufspreise in einfachen und mittelguten Lagen in

Städten von 100.000 bis 300.000 Einwohnern zurück. Um 13 und 14 Prozent sanken hier die Preise in Leverkusen sowie um ganze 19 und 20 Prozent in Mönchengladbach. Die Preise für Wohnungen im Neubau-Erstbezug blieben sehr stabil und sind weiterhin am höchsten in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier muss man in sehr guten Lagen etwa 4.000 Euro pro Quadratmeter einrechnen. In Münster liegen die Preise an vergleichbaren Standorten bei 3.600 Euro, in Köln bei 3.500 Euro und in Bonn bei 3.200 Euro. Am günstigsten sind Wohnungen in diesem Segment in Stolberg (1.300 Euro), Bergheim (1.320 Euro) und Kerpen (1.340 Euro). Kaltmieten ziehen in vielen Städten wieder an Die Wohnungskaltmieten stiegen in den Großstädten NRWs mit mehr als 300.000 Einwohnern moderat an. In guten Lagen verbesserten sich die Mieten in Altbauten im Schnitt um ein, in Bestandswohnungen nach 1948 um zwei Prozent. In guten Lagen erzielen Vermieter in Essen mit Gebrauchtwohnungen derzeit durchschnittlich 7,00 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche und damit satte acht Prozent mehr als im Vor-

Preisspiegel 2010

Betongold: Wohnungen im Neubau können je nach Lage zwischen 1.300 Euro wie in Stolberg und 4.000 Euro wie in Düsseldorf kosten. Insgesamt erwies sich der Wohnimmobilienmarkt in NRW auch im Krisenjahr 2009 als sehr wertstabil.

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Der Preisspiegel Wohnimmobilienmarkt NRW 2010 kann für 30 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West, Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region West e.V., bestellt werden. 4Telefon: 02 21/95 14 97-0 4info@ivd-west.net 4www.ivd-west.net

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als wertstabile Anlageform

Grafik: Marko Ruh

Wohnungsmieten im Rheinland und am Niederrhein

Quelle: Preisspiegel Wohnimmobilien 2010 des IVD West

Preise je qm, Netto-Kaltmiete, mittlerer Wohnwert, Baujahr nach 1948

jahr. In Köln stiegen die Mieteinnahmen lediglich um zwei Prozent auf 8,70 Euro. Die höchsten Mietpreise schafft nach wie vor die Landeshauptstadt: Mit 13,00 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter in Neubau-Wohnungen (Erstbezug) führt Düsseldorf die Rangliste an, vergleichbare Lagen liegen in Köln bei 10,50 Euro und in Bonn, Mönchengladbach und Ratingen bei

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10,00 Euro. Die niedrigsten Einnahmen in der Sparte Neubau-Erstbezug verzeichnen Vermieter in Fröndenberg und Windeck: Sie müssen sich mit fünf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche begnügen. Sichere Vermögensanlage Freistehende Eigenheime sind in NRW wertbeständig und eine sichere Vermögensanlage

geblieben. Im Durchschnitt kam es zu Preisveränderungen von zwei bis minus ein Prozent. Vereinzelt kam es aber auch zu Anstiegen und Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich. Besonders im ländlichen Raum gaben Immobilien mit einfacher Ausstattung preislich nach. In Wesel und in Euskirchen gingen in diesem Segment die Preise um 20 Prozent zurück.

In den neun größten Städten Nordrhein-Westfalens muss man im Schnitt für ein freistehendes Eigenheim in guter Lage derzeit 382.500 Euro investieren (minus ein Prozent). Die Spanne reicht von 285.000 Euro in Bielefeld bis 580.000 Euro in Düsseldorf. Unverändert zum Vorjahr findet man in Lübbecke mit 140.000 das günstigste vergleichbare Eigenheim. [mar] ■

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Verbandstag 2010 Haus & Grund Rheinland

Am 31. Mai fand der Verbandstag 2010 in Düsseldorf statt. Haus & Grund Rheinland hatte sich diesmal für einen kleinen Verbandstag entschieden – ohne Rahmenprogramm und ohne Zusatzveranstaltungen, da die Mitgliederversammlung ein umfangreiches Programm zu bewältigen hatte, das ausschließlich die Organisation und Struktur des Verbands betraf. Der erste Vorsitzende, Prof. Dr. Johann Eekhoff, schied turnusmäßig aus dem Amt aus und hatte sich entschieden, nicht wieder für den Vorsitz zu kandidieren, sodass ein neuer Vorsitzender gewählt werden musste. Auch der langjährige Schatzmeister, Rechtsanwalt Knut Giesen, schied nach langjähriger Tätigkeit als Schatzmeister unseres Verbands aus und stand nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung, sodass das Amt des Schatzmeisters ebenfalls neu besetzt werden musste. Wechsel in der VerbandsGeschäftsführung

Darüber hinaus war Elisabeth Vogel als Verbandsdirektorin ausgeschieden. Vorübergehend, bis zur Wahl eines neuen Verbandsdirektors, wird dieses

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Foto: Marko Ruh

Prof. Rasche ist neuer Vorsitzender ■

Protagonisten des rheinischen Verbandstags: (v. l.) Prof. Dr. Peter Rasche, RA Knut Giesen, Prof. Dr. Johann Eekhoff und der Präsident von Haus & Grund Deutschland, Dr. Rolf Kornemann

Dank für langjähriges Engagement

Den scheidenden Mitgliedern, Prof. Eekhoff und RA Giesen, danken wir an dieser Stelle nochmals herzlich für ihre langjährige Tätigkeit und ihr Engagement für unseren Verband und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute. Dem neuen Vorsitzenden, Prof. Dr. Peter Rasche, und der neuen Schatzmeisterin, Sabine Haberland-Hoffmann, wünschen wir ebenfalls viel Kraft für ihre zukünftige Tätigkeit bei der Leitung unseres Verbandes. Ass. jur. Wolfgang Friedrich Verbandsdirektor Amt kommissarisch von Ass. jur. Wolfgang Friedrich, ehemals Geschäftsführer von Haus & Grund Wuppertal, bekleidet. 15 Jahre lang – seit 1995 – leitete Prof. Eekhoff die

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Geschicke des Verbands und bereits seit 1982 ist RA Giesen Mitglied des Vorstands und Schatzmeister des Verbands. Als Gast des Verbandstags verabschiedete der Präsident des Zentralverbands Haus &

Grund Deutschland, Dr. Rolf Kornemann, die ausscheidenden Vorstände, Prof. Johann Eekhoff und RA Knut Giesen, und dankte ihnen für ihre langjährige Tätigkeit mit der Verleihung des Großen Ehrenzeichens der Haus & Grund Organisation. Bei den Wahlen wurde Prof. Dr. Peter Rasche, Vorsitzender von Haus & Grund Aachen, mit Stimmenmehrheit vor Dr. Heiner Kaumanns, Vorsitzender von Haus & Grund Neuss, zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Sabine Haberland-Hoffmann, Vorsitzende von Haus & Grund Krefeld, wurde zur Schatzmeisterin gewählt, und Horst-Lothar Sieben, Vorsitzender von Haus & Grund Viersen, wurde stellvertretender Schatzmeister. Bei den Wahlen zum Vorstand wurden die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder, RA Erwin Freihoff, Vorsitzender von Haus & Grund Hilden, Johannes Gastreich, Mitglied des Vorstands von Haus & Grund Eschweiler, RA Dr. Heiner Kaumanns, Vorsitzender von Haus & Grund Neuss, und Luzie Pingen, Mitglied des Vorstands von Haus & Grund Kerpen, wiedergewählt. [hug] ■

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■ KREFELD Haus & Grund Krefeld Verein der Haus-, Wohnungsund Grundeigentümer für Krefeld u. den Niederrhein e.V. Ostwall 214 47798 Krefeld Tel. 0 21 51 / 7 84 88-0 (Zentrale) Fax 0 21 51 / 7 84 88-10 Allgemeine Anliegen, Bestellungen, Terminvereinbarungen etc. an:

info@hausundgrund-krefeld.de Juristische Fragen per E-Mail richten Sie bitte ausschließlich an folgende Adresse: Rechtsberatung@hausundgrund-krefeld.de. www.hausundgrund-krefeld.de Öffnungszeiten Für juristische Beratungen und unser Serviceangebot rund um Ihre Immobilie ist

Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8.30 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr, freitags von 8.30 bis 13.00 Uhr

nungen von uns erstellen lassen wollen, vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Termin in unserer Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf Ihren Anruf und Ihren Besuch in unserer Geschäftsstelle. Ihr Team von Haus & Grund Krefeld.

MIETSPIEGEL: Der fortgeschriebene Mietspiegel für die Stadt Krefeld – Stand Juli 2006 – ist gegen Gebühr in der Haus & Grund Geschäftsstelle erhältlich. ■ VIERSEN

■ MÖNCHENGLADBACH Haus- und Grundbesitzerverein Mönchengladbach e.V. Humboldtstraße 66 41061 Mönchengladbach Tel. 0 21 61 / 56 70 7-0 Fax 0 21 61 / 56 70 7-17 info@haus-u-grund-mg.de www.haus-u-grund-mg.de

unsere Geschäftsstelle durchgehend geöffnet von Montag bis Freitag 8.30 bis 16.30 Uhr. Zusätzlich bieten wir donnerstags von 16.30 bis 19.00 Uhr. Beratungstermine für Berufstätige an. Sofern Sie Ihre Betriebskostenabrech-

Sprechstunden: nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Telefonische Beratung wird nur dienstags und donnerstags zwischen 14.00 und 16.45 Uhr unter den Telefonnummern 0 21 61 / 56 70 7-18 und 0 21 61 / 56 70 7-19 erteilt. Die Steuerberatersprechstunde findet einmal monatlich statt. Für Terminabsprachen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Haus-, Wohnungs- und Grund- eigentümerverein Viersen e.V. Landwehrstraße 50 41747 Viersen Tel. 0 21 62 / 35 81 73 Fax 0 21 62 / 1 02 63 10 Geschäftsführerin: Gisela Sieben

Mitglieder können zu jeder Zeit anrufen und auf dem Anrufbeantworter Nachrichten hinterlassen. Beratungstermine werden telefonisch abgestimmt. Drucksachen können jeden Montag von 17.00 bis 18.30 Uhr in der Geschäftsstelle erworben werden.

MIETSPIEGEL: Der neue Mietspiegel für Viersen ist beim Ortsverein erhältlich.

MIETSPIEGEL: Der fortgeschriebene Mietspiegel für die Stadt Mönchengladbach – Stand Juli 2006 – ist gegen Gebühr in der Geschäftsstelle erhältlich.

Sanierung

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Heizung

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Einladung zur Mitgliederversammlung Der Verein der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer für Krefeld und den Niederrhein e. V. lädt hiermit ein zur diesjährigen Mitgliederversammlung am: Dienstag, den 3. August 2010 um 19.00 Uhr in das „Seidenweberhaus“, Vortragssaal 2, Theaterplatz 1, 47798 Krefeld

5. 6. 7.

8. 9.

Etatvoranschlag 2011 Wahlen zu Vorstand, Beirat und Kassenprüfung Satzungsänderung: Der Entwurf der geänderten Satzung kann zu den üblichen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle von montags bis freitags zwischen 08:30 und 16:30 Uhr eingesehen werden. Verschiedenes Vortrag zu aktuellen Themen. Den Vortrag hält Rechtsanwalt Michael Heß, Geschäftsführer von Haus & Grund Krefeld und Niederrhein.

Tagesordnung: 1. 2. 3. 4.

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Niederschrift über die letzte Mitgliederversammlung vom 10. November 2009 Geschäftsbericht 2009 Jahresrechnungs- und Kassenprüfungsbericht Entlastung von Vorstand, Beirat und Geschäftsführung

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Wir freuen uns, an diesem Abend viele Mitglieder unseres Vereins begrüßen zu dürfen. Sabine Haberland-Hoffmann Vorsitzende

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Heizen mit den Kräften der Natur

Moderne Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen sorgen für kostensparende, klimafreundliche Wärme. Sie sind technisch ausgereift und können in fast jedem Haus eingesetzt werden. Für Neubauten sind sie seit 1. Januar 2009 sogar Pflicht: Das Erneuerbare-EnergienWärmegesetz (EEWärmeG) schreibt verbindlich den Einsatz erneuerbarer Energien in Neubauten vor. Für Bauherren bedeutet dies in der Regel, dass sie einen Teil ihres Wärmebedarfs über regenerative Energiequellen decken müssen. Der Einbau lohnt sich: „Wer erneuerbare Energien für die Beheizung seines Gebäudes einsetzt, macht sich unabhängiger von der Preisentwicklung fossiler Energieträger und schützt gleichzeitig das Klima“, erläutert Thomas Kwapich, Bereichsleiter der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Eine Solaranlage auf dem Dach muss laut EEWärmeG mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs in einem Neubau decken. Etwa vier Prozent der Nutzfläche reichen in einem Ein- oder Zweifamilienhaus in der Regel aus, um diesen Wert zu erreichen. Bei 150 Quadratmetern genügen also bereits sechs Quadratmeter Kollektorfläche.

Wärme aus der Erde Wärmepumpen erschließen die im Erdreich, dem Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeicherte Sonnenwärme und geben diese an den Heizkreislauf oder das Warmwasser ab. Am effizientesten sind Erdwärmepumpen, da das Erdreich im Gegensatz zur Außenluft auch im kalten Winter relativ konstante Tem-

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Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH

Sparen mit erneuerbaren Energien ■

Ein neues Heizungssystem lohnt sich in der Regel schon, wenn die alte Heizung älter als 15 Jahre ist.

peraturen aufweist. Um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen, müssen Wärmepumpen mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs eines Gebäudes decken. Eine weitere Alternative ist die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, allen voran Holz. Moderne Holzheizungen verwenden überwiegend Pellets, zu kleinen Stäbchen gepresstes Restholz. Auch Bioöl oder -gas entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Wer sein Haus besser dämmt als es der Gesetzgeber verlangt und so

einen Energiebedarf des Gebäudes erreicht, der 15 Prozent niedriger als gesetzlich vorgeschrieben ist, kann auf

die Nutzung erneuerbarer Energien verzichten. Das gleiche gilt, wenn er seine Wärme nicht selbst erzeugt, sondern aus einem Nah- oder Fernwärmenetz mit Kraft-WärmeKopplung (KWK) bezieht. Gut beraten ist in jedem Fall, wer vor dem Start eines Bauvorhabens einen Energieberater hinzuzieht. Mit der Hilfe eines Sachverständigen lässt sich die optimale Lösung für das verfügbare Budget entwickeln. Die Energieberatung und der Einsatz erneuerbarer Energien werden staatlich gefördert. [djd/pt/mar] ■ 4 www.zukunft-haus.info

Erneuerbare Energien im Altbau

Thermische Solarkollektoren auf dem Dach lassen sich mit jedem anderen Heizsystem kombinieren. Für den Umstieg auf Biomasse werden eine neue Brennertechnik und Raum für die Holzlagerung benötigt. Das Heizungssystem im Haus kann in der Regel weiter genutzt werden. Etwas aufwendiger ist die Installation einer Wärmepumpe mit Grundwasseroder Geothermiesonden oder Flächenkollektoren. Luft-Wärmepumpen sind leicht einzubauen, arbeiten aber nur in sehr gut gedämmten Gebäuden auch effizient.

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Mitgliederversammlung Haus & Grund Mönchengladbach

„Gemeinsam sind wir stark“ Haus & Grund Mönchengladbach wächst – und wirbt offensiv um weitere Mitglieder. Denn: „Gemeinsam sind wir stark“, sagte Wolfgang Weuthen bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Gegen „verfassungswidrige Eingriffe in das Eigentumsrecht“ indes sprach sich der Vorsitzende deutlich aus und erntete dafür bei den rund 100 anwesenden Mitgliedern reichlich Applaus.

Eine Mitgliederversammlung ist immer auch Anlass für einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. 2009 stand im Zeichen der Wirtschaftskrise, und Wolfgang Weuthen, Vorsitzender von Haus & Grund Mönchengladbach, gab dazu eine Einschätzung, die für Immobilieneigentümer sicher eine gute Nachricht ist: „Sachwerte sind in diesen Zeiten Gold wert.“ In seiner Doppelfunktion als Vorsitzender und Banker fügte Weuthen hinzu: „Die private Immobilie hat weiterhin Zukunft. Wer jetzt angesichts der geringen Nachfrage und niedriger Zinsen in guten Lagen kauft, dem ist eine Wertsteigerung sicher.“ Der Vorsitzende verschwieg

jedoch auch nicht, dass es mit dem Kauf einer Immobilie keineswegs getan ist. Um den Wert zu erhalten und am Markt zu bestehen, müsse regelmäßig in Haus und Grund investiert werden. Gerade im Bereich der energetischen Sanierung würden die Anforderungen des Gesetzgebers immer anspruchsvoller. Doch wer könne sich das noch leisten, fragte Weuthen. Die gesteckten Ziele müssten

erreichbar sein, forderte der Vorsitzende stattdessen. Investitionen umlegen Kritik übte Weuthen auch am bestehenden Mietrecht, das den Klimaschutz bremse. So kritisierte er insbesondere das Recht auf Mietminderung während der Sanierungsphase. Außerdem müssten Investitionen in die CO2-Reduzierung auf die Mieter umlegbar sein, was zum Beispiel bei einer

Solidarität: 100 Mitglieder von Haus & Grund Mönchengladbach waren zur Versammlung gekommen.

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Solaranlage nicht möglich sei, wenn man es nicht – geradezu prophetisch – im Mietvertrag bereits vorformuliert habe. Neben der finanziellen Beteiligung der Mieter müssen laut Weuthen auch die Förderprogramme aufgestockt werden. Denn bei allen Maßnahmen gelte es, die Machbarkeit im Auge zu behalten. „Der Zwang zu unwirtschaftlichen Investitionen verstößt gegen die vom Grundgesetz gewährte Eigentumsgarantie“, konkretisierte der Mönchengladbacher Haus & Grund Vorsitzende seine Kritik. Altersgerecht umbauen Neben der klima- und umweltfreundlichen Modernisierung sei der altersgerechte Umbau von Wohnungen die zentrale wohnungspolitische Herausforderung der kommenden Jahre, erklärte Weuthen den Zuhörern. Daher begrüße er die vom Bundesbauministerium mit der KfW entwickelte neue Zuschussvariante für entsprechende Umbaumaßnahmen. Dies sei umso mehr erforderlich, als gerade ältere Eigentümer keine größeren Kredite mehr aufnehmen können oder möchten. Um die Forderungen von Haus & Grund und die berechtigten Interessen der Mitglieder voranzubringen, appellierte Wolfgang Weuthen an die Solidarität. Ihm und den Mitarbeitern von Haus & Grund Mönchengladbach brenne dieses Thema auf der Seele. „Gemeinsam sind wir stark“, sagte der Vorsitzende und kam

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Fotos (4): Marko Ruh

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Vorsitzender Wolfgang Weuthen

in diesem Zusammenhang auf die vereinseigene Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ zu sprechen. Zwar sei der Verein mit rund 3.700 Mitgliedern schon stark aufgestellt.

Dennoch gab Weuthen die Parole aus: „Wir wollen mehr werden.“ Der Verein setzt hierbei auf Mundpropaganda. Schließlich sei nichts überzeugender, als wenn ein Mitglied ein neues Mitglied wirbt, so der Vorsitzende. Klare Ansage: Wer ein neues Mitglied für Haus & Grund Mönchengladbach wirbt, erhält dafür 50 Euro. Wer zwei Mitglieder wirbt, hat seinen Jahresbeitrag von 90 Euro also schon mehr als drin. Und auch das angeworbene Mitglied profitiert: Die Aufnahmegebühr von 50 Euro entfällt. [mar] ■

Regularien

Satzungsgemäß trug Ass. jur. Petra Laumen, die Geschäftsführerin von Haus & Grund Mönchengladbach, den Kassenbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Die beiden Rechnungsprüfer, Rolf Terhag und Dr. Karl Bühler, hatten den korrekten Zustand der Kasse geprüft, wie Ass. jur. Petra Laumen, Terhag berichtete. Dies veran- Geschäftsführerin lasste die Versammlung zur einstimmigen Entlastung der Vereinsführung. Der Haushaltsplan für 2010, den Petra Laumen vorstellte, wurde von den anwesenden Mitgliedern ebenso angenommen. [mar] ■

Experten-Tipps zum Schutz des Eigentums

Einbrecher wirksam abwehren

„Wie schütze ich mein Eigentum“, hieß der Vortrag von Kriminaloberkommissar Peter Kiewitt. Der Experte für Einbruchschutz vom Polizeipräsidium Mönchengladbach zeigte den Haus & Grund Mitgliedern zunächst einen eindrucksvollen Film, der reale Fälle von Einbruchsopfern dokumentierte. Titel: „Einbruch in Haus und Seele“. Doch versicherte Kiewitt: „Man kann sich schützen.“ Die Erfahrung zeige, dass Einbrecher von ihren kriminellen Taten ablassen, wenn das Objekt ihrer Begierde gesichert ist. Grundsätzlich gebe es zwei Arten von Schutz, den elektronischen und den mechanischen. Alarmanlagen würden zwar neun von zehn Tätern

abschrecken, doch sei der Installationsaufwand vielfach sehr hoch. Der Fachmann legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf mechanische Schutzvorrichtungen. Für Fenster empfahl der Kriminaloberkommissar SicherheitsPilzzapfen. Die lassen sich bei 95 Prozent der marktüblichen Fenster nachrüsten und kosten rund 100 bis 150 Euro je Fenster. Als ebenfalls wirksam

Sicherheitsberatung Für eine individuelle Beratung rund um das Thema Einbruchschutz ist Kriminaloberkommissar Peter Kiewitt unter Telefon 0 21 61/29 28 26 zu erreichen. Eine Liste mit speziell geschulten Firmen stellt das Landeskriminalamt NRW auf seiner Internetseite zur Verfügung: 4www.polizei-nrw.de/lka4Stichwort „Kriminalprävention“ anklicken4Firmenlisten als pdf-Datei herunterladen

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erweisen sich laut Kiewitt einbruchshemmende Griffe oder eine Bandseitensicherung. Fenster und Türen sichern Während in Einfamilienhäuser meist durch Fenster oder Terrassentüren eingestiegen werde, geschieht das in Mehrfamilienhäusern hauptsächlich durch die Wohnungstür. Um die abzusichern, können diverse Vorrichtungen angebracht werden. Vom teuren Querriegel riet der Experte ab, ein stabiles Schließblech, gute Beschläge und Schließzylinder, eventuell ein Kastenschloss oder eine verstärkte Zarge seien hingegen sinnvoll. Wichtig sei, VDS-geprüfte Produkte zu wählen und im Fachhandel einzukaufen

beziehungsweise sich dort beraten zu lassen. Eine Liste mit zertifizierten Firmen und Anbietern hat das Landeskriminalamt auf seinen Internetseiten veröffentlicht (siehe Kasten). Für den Fall der Fälle gab der Kriminalbeamte einen dringenden Rat: „Wenn Sie einen Einbrecher auf frischer Tat ertappen, spielen Sie nicht den Helden!“ Vielmehr sollte man den Kriminellen einen Fluchtweg freihalten und sie zum Verlassen des Hauses auffordern. Denn bei allem materiellen Verlust sei die Gesundheit immer noch das Wertvollste. [mar] ■

KOK Peter Kiewitt

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Haus & Grund Buch-Tipp

Die gesamte Schimmel-Problematik ■ Das Buch gibt einen Überblick über die gesamte Problematik der Schimmelbildung in Wohnungen und Gebäuden. Der Autor beschreibt mögliche Risiken

und gesundheitliche Auswirkungen der Schimmelbildung, erläutert die maßgeblichen bauphysikalischen Einflussfaktoren, die zur Schimmelbildung führen sowie geeignete

Messmethoden zur Untersuchung des Feuchtehaushalts und gibt Hinweise zur Bekämpfung und Vermeidung von Schimmel. Mit Auszügen aus Gerichtsurteilen macht er deutlich, wie das Thema in der Rechtsprechung behandelt wird, zeigt, wo im Einzelfall die Beweislast liegt und wie Schimmelschäden gutachterlich beurteilt werden. Ein kleines ABC der bauphysikalischen Grundbegriffe vervollständigt das Buch.

Schimmel-Experte ist studierter Bauingenieur und seit 1986 als Bausachverständiger und beratender Ingenieur für Bauphysik tätig. Zugleich ist er Inhaber des Ingenieurbüros für Bauwerkserhaltung Köneke in Hamburg. [mar] ■

Autoren-Info Autor des Fachbuchs ist Dipl.Ing. Michael Köneke. Der Bezugsquelle Schimmel im Haus. Erkennen – vermeiden – bekämpfen. Erschienen im Fraunhofer IRB Verlag, 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, 111 Seiten, durchgehend farbig illustriert, kartoniert. Bestellung möglich über Tel. 0211/416 217 40 oder 4www.verlag-hausundgrund.de

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EU-Parlament verschärft Bedingungen

Zeitplan und Praxis-Tipp

Nachbessern beim Energieausweis ■

Die beschriebenen Änderungen sollen voraussichtlich bis Ende 2012 in nationales Recht umgesetzt werden. Tipp: Wer noch keinen Ausweis hat, sollte sich vor dieser Frist einen ausstellen lassen. Die Pläne der EU lassen einen höheren Aufwand für die Erstellung und damit höhere Preise befürchten. Für bestehende Energieausweise geben Experten Entwarnung. Sie werden ihre Gültigkeit nicht verlieren.

Am 18. Mai 2010 hat das EU-Parlament eine Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie beschlossen. Ein wesentlicher Punkt der Novelle betrifft den Energieausweis. Hier fordert Europa künftig mehr Qualität, um die Wirkung zu verstärken. Auch Deutschland müsse deutlich nachlegen. Nach den Plänen der EU soll der Energieausweis künftig bei Bau, Verkauf oder Vermietung von Gebäuden im Original oder als Kopie nicht nur vorgelegt, sondern dem neuen Mieter oder Käufer auch ausgehändigt werden. Die Mitgliedsstaaten verlangen darüber hinaus, dass bei Verkaufs- oder Vermietungsanzeigen der in dem Ausweis angegebene Indikator der Gesamtenergieeffizienz genannt wird. Rechtliche Auseinandersetzungen scheinen insbesondere bei den Modernisierungsempfehlungen vorprogrammiert. Denn sie müssen künftig vom Aussteller auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden, so will es das EU-Parlament. Knifflig

ist dies insbesondere bei mehreren parallelen Maßnahmen, wodurch sich Abhängigkeiten ergeben. Ob detaillierte Kostenangaben in Deutschland als Kann- oder MussRegelung oder gar nicht umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Deutsche Mieter haben Nachholbedarf

Außerdem will die EU das Interesse am Energieausweis deutlich erhöhen. Bei der Information der Bürger bestehe erheblicher Nachholbedarf. In Deutschland hätten mehrere Befragungen ergeben, dass die Empfängergruppe Mieter kaum Interesse am Energieausweis und wenig Kenntnisse über ihn hat. Im europäischen Vergleich nimmt die aktuelle deutsche Energieausweis-Lösung eine Sonderrolle ein. Deutschland ist in der Untersuchung beispielsweise der einzige Staat ohne Qualitätssicherung der Energieausweise und auch das einzige Land, In dem ein VorOrt-Termin nicht verpflichtend ist. [mar] ■

Noch nicht weit verbreitet

Obwohl der Energieausweis seit Januar 2009 für Wohngebäude Pflicht ist, sei die Mehrzahl der Immobilien noch nicht mit einem entsprechenden Dokument ausgestattet. Das zumindest ergab eine Umfrage des RDM (Ring Deutscher Makler), Bezirksverband Düsseldorf Anfang Juni 2010. Laut Angaben der etwa 150 Makler und Hausverwaltungen des Verbands kann bislang nur jeder dritte bis vierte Immobilieneigentümer in der Region einen Energieausweis vorlegen. Bei 70 bis 80 Prozent der Wohngebäude in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Neuss oder Viersen, die Maklern angeboten werden, würden die Energieausweise fehlen, konkretisiert RDM-Vorstandssprecher Jörg Schnorrenberger. [mar] ■

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Quelle: Rheinische Post vom 13. Mai 2010

Quelle: www.wfg-krefeld.de

Barrierefreies Wohnen

KfW fördert altersgerechten Umbau Durch den wachsenden Anteil älterer Einwohner steigt der Bedarf an kleineren, altengerechten Wohnungen. In Großstädten wie Krefeld beispielsweise sind Senioren über 60 Jahre bereits mit einem Anteil von rund 26 Prozent vertreten. Das entspricht einer Zunahme um 7.000 Personen in den vergangenen zehn Jahren.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind im Segment der über 60Jährigen weitere Zuwächse zu erwarten. So prognostizierte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik 2007, dass diese Altersgruppe alleine in Krefeld in den nächsten 20 Jahren um gut 10.000 auf mehr als 73.000 Personen ansteigt. Bereits zum heutigen Zeitpunkt besteht eine große Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen – vor allem in den Innenstädten. Mit Ausblick auf die nächsten Jahre nehmen die Drei- und Vierpersonenhaushalte ab. Zudem wird ein Anstieg der Ein und Zweipersonenhaushalte speziell bei Älteren erwartet.Die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum gewinnt somit weiter an Bedeutung. Aus diesem Grund will die Kreditan-

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stalt für Wiederaufbau (KfW) als staatliche Förderbank insbesondere für Privatpersonen weitere Anreize schaffen, um sich rechtzeitig und umfassend mit dem Thema Barrierereduzierung zu befassen. Barrierefrei umgestalten Damit ältere Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung selbstständig und unabhängig leben können, fördert die KfW bereits seit einiger Zeit über das Programm „Altersgerecht Umbauen“ Maßnahmen, um bestehende Wohnungen und Häuser barrierefrei umzugestalten. Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen beispielsweise die Verbreiterung von Türöffnungen, der Umbau von Bädern, der Einbau von Rampen sowie der Abbau von Schwellen.Die KfW hat es sich zur Aufgabe

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gemacht, das bisherige Förderprogramm nochmals zu erweitern und damit den Wohnungsbestand noch stärker an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen. Seit dem 1. Mai dieses Jahres belohnt die KfW – neben dem bisherigen zinsvergünstigten Darlehen – den altersgerechten Umbau von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen durch Zuschüsse. Extrazuschuss Umbauwillige erhalten dadurch – unter bestimmten Voraussetzungen – einen Extrazuschuss zur Barrierereduzierung. Ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro kann ein Zuschuss von fünf Prozent der förderfähigen Investitionskosten gewährt

werden, maximal allerdings 2.500 Euro pro Wohneinheit. Mit Einführung der Zuschussvariante macht die KfW Investitionen in Baumaßnahmen auch für Menschen attraktiv, die kein Darlehen aufnehmen möchten. Seit dem 1. Juli dieses Jahres wird auch der Erwerb von frisch altersgerecht umgebauten Häusern oder Eigentumswohnungen von der KfW bezuschusst. Eine Kombination mit weiteren Fördermitteln ist ebenfalls möglich. Weitere Informationen gibt Ihre Hausbank. ■ Der Autor Ulrich Platen ist Bereichsleiter Immobilien der Sparkasse Krefeld.

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Rückblick auf das Seminar „Kehr- und Überprüfungsordnung/Feuerstättenbescheid“

Bei den Schornsteinfegern ändert sich dieses Jahr so manches Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde auch in Nordrhein-Westfalen die gesetzkonforme bundeseinheitliche Kehr- und Überprüfungsordnung (BUNDES-KÜO) mit dazugehöriger Kehr- und Überprüfungsgebührenordnung (KÜGO) in Kraft gesetzt. Welche wesentlichen Änderungen sich daraus ergeben, erfuhren die Teilnehmer des monatlich stattfindenden Haus & Grund Seminars.

Bei den Schornsteinfegern hat die EU einiges in Bewegung gebracht. Die wichtigsten Änderungen erklärte Seminar-Referent Frank Gärtner, seines Zeichens Schornsteinfegermeister und geprüfter Gebäude-Energieberater (HWK). Die neuen Gebührenstrukturen beinhalten etwa, dass für jede Nutzungseinheit, sprich Wohnung, eine eigene Fahrtpauschale erhoben wird.

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Neu ist auch, dass in Gebäuden, deren Feuerungsanlagen ausschließlich mit Öl und Gas betrieben werden, alle vorgeschriebenen Prüf- und MessArbeiten einmal jährlich und gleichzeitig durchgeführt werden müssen. Bei Ölheizungen ist zudem der Abgasweg zu überprüfen. Auch Rauchfänge und Rauchrohre der klassischen offenen Kamine sind einmal jährlich auf Rußbehaftung zu checken und, wenn nötig, zu

reinigen. Dabei verursacht eine staubfreie Reinigung ExtraKosten. Neue Immissions-VO Zum 22. März 2010 trat überdies die neue Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) in Kraft. Hieraus ergibt sich, dass Öl- und Gasheizungen ab 4 KW Nennwärmeleistung messpflichtig sind. Heizungen bis zu einem Betriebsalter von zwölf Jahren

müssen nur noch drei, ältere Modelle jedoch alle zwei Jahre gemessen werden. Für Anlagen mit Überwachungseinrichtung gilt die Messpflicht nur noch alle fünf Jahre. Weitere Neuregelungen: Staubgrenzwerte für Kaminöfen sind je nach Alter ab 2015, 2019, 2025 einzuhalten und gegebenenfalls mit Filtern nachzurüsten. Bei Ölheizungen gibt es einen CO-Grenzwert von 1288 ppm. [hug/mar] ■

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LOKAL & REGIONAL KREFELD/M’GLADBACH/VIERSEN

Haus & Grund SolvenzCheck hat sich tausendfach bewährt

Kontrolle schützt vor Überraschungen ■ Das Vermieten von Immobilien ist Vertrauenssache. Private Vermieter sollten sich vor dem Abschluss von Mietverträgen deshalb absichern. Denn: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Haus & Grund bietet einen SolvenzCheck an, der vor bösen Überraschungen schützt. Denn auch mit gut gekleideten, höflich auftretenden Mietinteressenten haben Vermieter bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn ein Immobilieneigentümer vor der Vermietung keine Auskunft über die Bonität eines Mieters einholt, geht er das Risiko ein, sich zahlungsunfähige Mieter ins Haus zu holen oder sogar auf Mietnomaden hereinzufallen. Entscheidungshilfe Der Haus & Grund SolvenzCheck hilft bei der Entscheidung, an wen vermietet werden soll: Die meisten Mietinteressenten, die nicht zahlungswillig oder -fähig sind, schrecken vor einem Solvenzcheck zurück. Die übrigen „schwarzen Schafe“ fallen meist durch den SolvenzCheck auf. Das gilt jedenfalls dann, wenn bereits die eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde, dafür vielleicht sogar Haftbefehle laufen oder auch Rechnungen offen stehen. Einwilligung des Mieters Haus & Grund Rheinland führt diese SolvenzChecks selbstverständlich entsprechend den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen durch. Wichtige Voraussetzung für eine Überprüfung ist die schriftliche Einverständniserklärung des Mietinteressenten. Hierfür

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existiert ein spezieller Fragebogen zur Mieter-Selbstauskunft. Diesen Fragebogen füllt der Mietinteressent selbst aus und willigt anschließend in den SolvenzCheck schriftlich ein. Das Ergebnis, das Vermieter mit einem Haus & Grund Berater besprechen können, ist ein Indiz, ob eine Vermietung an den Interessenten bedenkenlos möglich ist. Über den Ablauf eines SolvenzChecks und die dafür notwendigen Formulare informiert Sie Ihr Ortsverein. Die Formulare können Sie im Internet unter www.verlag-hausundgrund.de herunterladen. Vorteile beim Rechtsschutz

Wer den SolvenzCheck und einen Mietvertrag von Haus & Grund nutzt, wird vom Haus & Grund Partner HDI-Gerling Rechtsschutz Versicherung

Bitte beachten Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen bitte nur aktuelle Formulare von Haus & Grund Rheinland oder Ihres Ortsvereins verwenden. Diese beiden Formulare müssen komplett ausgefüllt übersandt werden: ■ Auftrag SolvenzCheck ■ Einwilligungserklärung des Mietinteressenten Vordrucke im Internet unter www.hausundgrund-rheinland.de unter dem Punkt „SolvenzCheck“ oder über Ihren Ortsverein.

AG zusätzlich belohnt: Für Mitglieder, die einen Eigentümer- und Vermieter-Rechtsschutz abschließen, entfällt

Impressum Herausgeber: Haus & Grund Rheinland Verlag und Service GmbH Geschäftsführerin Kristina Stock Aachener Straße 172 40223 Düsseldorf Telefon: 0211 / 416 217 40 Fax: 0211 / 416 217 49 E-Mail: info@verlag-hausundgrund.de Internet: www.verlag-hausundgrund.de in Kooperation mit: Maenken Kommunikation GmbH Geschäftsführer: Dr. Wieland Mänken Von-der-Wettern-Straße 25 51149 Köln Telefon: 0 22 03 / 35 84-0 Fax: 0 22 03 / 35 84-185 E-Mail: info@maenken.com Internet: www.maenken.com Redaktion: Marko Ruh (v.i.S.d.P., mar) Marc Ribbrock (rib) Nachrichtendienste: hug (Haus & Grund Manuskriptdienst), lbs, djd, bhw

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die sonst übliche Wartezeit von drei Monaten. [hug] ■ Weitere Informationen: Telefon 0211 / 416 217 40

Objektleitung: Christine Tabel christine.tabel@maenken.com Anzeigenmarketing: Norbert Kannenberg Telefon: 0 21 66 / 45 72 69 Mobil: 0170 / 84 59 648 norbert.kannenberg@maenken.com Wolfgang Locker Telefon: 0 22 03 / 35 84-182 Fax: 0 22 03 / 35 84-186 Grafik/Repro: Maenken Kommunikation GmbH Druck: Graphischer Betrieb Henke GmbH Engeldorfer Straße 25, 50321 Brühl Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag der Haus & Grund Ortsvereine enthalten, soweit dies nicht per Satzung anders geregelt ist. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers/Verlags wieder. Nachdruck von redaktionellen Inhalten der Zeitschrift darf nur nach vorheriger Zustimmung durch den Verlag erfolgen. Beiträge, in denen über Erzeugnisse und Dienstleistungen von Firmen berichtet wird, dienen ausschließlich der Information der Leser. Eine Garantieerklärung für die besprochenen Produkte und Dienstleistungen ist damit in keinem Fall verbunden. Für unverlangt eingesandte Manuskripte oder fertige Beiträge übernimmt der Verlag keine Haftung. Die Redaktion behält sich vor, alle Beiträge zu bearbeiten und gegebenenfalls zu kürzen. Ein Anspruch auf Abdruck besteht nicht.

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HEIM, GARTEN & TECHNIK

Pflege von Beerensträuchern im Sommer

Vorsorge für eine reiche Ernte ■ Ein paar Beerensträucher runden den Sommer im Garten erst richtig ab. Damit sie jedes Jahr reichlich tragen, sollte man einige gärtnerische Tricks anwenden: Johannisbeersträucher etwa werden nach der Ernte ausgelichtet. Die ältesten Zweige – erkennbar an den dickeren Stämmen mit besonders dunkler Rinde – werden knapp über dem Boden abgeschnitten. So gelangen mehr Licht und Luft ins Innere der Sträucher und es sprießen neue, er tragreichere Zweige. Insgesamt acht bis zehn Haupttriebe, die nicht älter als drei Jahre sein sollten, reichen aus. Bei schwarzen Johannisbeeren empfiehlt es sich, die Triebspitzen genau anzuschauen, denn einige Sorten sind anfällig für den amerikanischen Stachelbeer mehltau. Erkennbar ist die Pilzerkrankung an einem weißlichen Überzug auf den jungen Blättern. Sie werden vorzeitig braun. Bei ersten Anzeichen sollten befallene Blätter und Zweigspitzen herausgeschnitten und vernichtet werden.

Stachelbeeren Besonders stark werden aber Stachelbeeren von diesem Mehltaupilz befallen. Selbst sogenannte „tolerante“ Sorten können bei ungünstiger Witterung erste Symptome aufweisen. Auch hier muss Befallenes sofort weggeschnitten werden. Bei den Hochstämmchen achtet man zudem auf Stock- oder Stammausschläge. Die stammen von der Unterlage und müssen regelmäßig entfernt werden, weil sie sonst die Edelsorte überwachsen und absterben lassen. Bei Stachelbeeren ist maßvolles Auslichten angesagt. Hierbei werden einige der schwächeren Seitentriebe weggenommen, damit der Strauch nicht zu dicht wird.

Sommerhimbeeren Abgetragene Ranken von gewöhnlichen Sommerhimbeeren werden bodennah abgeschnitten. Damit beugt man einer schwer bekämpfbaren Pilzerkrankung – der Rutenkrankheit – vor. Die neuen Triebe aus diesem Jahr bleiben dagegen stehen, man erkennt sie an ihrer hellen, grünen Rinde. Sie werden erst im nächsten Sommer Früchte tragen. Hierbei aber die Zahl der Triebe überprüfen: Pro laufenden Meter sollten es nicht mehr als acht bis zehn sein, damit die Knospen in den unteren Bereichen gut belichtet werden. Besonders dünne und schwache Jungtriebe und die ganz dicken werden als erstes entfernt, sie sind besonders anfällig für Pilzerkrankungen.

Pralle Beeren: mit ein paar Tricks zu wohlbehangenen Sträuchern

Herbsthimbeeren und Brombeeren Sogenannte Herbsthimbeeren können sowohl im Sommer als auch im Herbst Früchte tragen. Es sind die Ruten, die im letzten Herbst Himbeeren trugen, welche im folgenden Frühsommer erneut blühen und fruchten. Die Regel lautet prinzipiell: immer im Spätherbst nach der Ernte wegschneiden. Wer sich nicht daran hält, hat aber zweimal etwas von ihnen. Aber jetzt nach der zweiten Ernte im Sommer haben sie endgültig ausgedient. So auch die abgetragenen Brombeerranken, die bodennah entfernt werden. Hier werden dann noch zusätzlich alle Seitentriebe der neuen Ranken bis auf einen kurzen Stummel eingekürzt. ■

ARD Ratgeber Heim+Garten am 8. August um 16:30 Uhr im Ersten!

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Foto: Velux

THEMA DES MONATS

Tipps zum Dachausbau

Neuer attraktiver Wohnraum entsteht Zusätzlichen, attraktiven Wohnraum schaffen, die Energieeffizienz des Hauses verbessern oder den Wert der Immobilie steigern – drei gute Gründe für einen Dachgeschossausbau. Von der Baugenehmigung über die Finanzierung bis zur optimalen Planung der Fenster gilt es einiges zu berücksichtigen.

Viele Ein- oder Mehrfamilienhäuser haben ihn noch, den geheimnisvollen alten Speicher unterm Dach. Diese Raumreserve, die oft nur als Abstellfläche für Ausrangiertes dient, bietet eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, neuen, hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Einer der Gründe für die Attraktivität: Zimmer unter dem Dach zeichnen sich durch besondere Helligkeit und reizvollen Ausblick aus. Nirgendwo sonst im Haus kann soviel natürliches Licht einfallen wie hier. Dachfenster ermöglichen Aufenthaltsräume, die einen besonders hohen Wohnwert erzielen. Ihre Lichtausbeute ist etwa doppelt so hoch wie bei gleich großen Fassadenfenstern und sogar dreimal so hoch wie bei Gauben. Emotionale Faktoren, wie das Erlebnis von Lichtund Schattenspiel im Tagesverlauf, unterstützen die Attraktivität zusätzlich. Das ist zu beachten Generell sollten sich Eigentümer vor der Umsetzung ihres Vorhabens mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung setzen. Denn je nach

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landestypischem Baurecht ist der Ausbau genehmigungs- und anzeigepflichtig. Insbesondere die Vorgaben zu Brand- und Schallschutz sowie Energierichtlinien gilt es zu beachten. Dabei ist die Beratung durch einen Fachmann, wie zum Beispiel Architekten oder versierte Dachhandwerker, zu empfehlen. Beschränkt sich die Maßnahme auf den Einbau von Dachfenstern, ist dieser in der Regel genehmigungsfrei. Die Wärmedämmung spielt beim Dachausbau eine besondere Rolle: Eine ausreichend bemessene Dämmschicht ermöglicht das ganze Jahr über ein angenehmes Innenraumklima, indem sie den Dachraum im Winter vor Kälte und im Sommer vor Überhitzung schützt. Diese Maßnahme verbessert meist die Energieeffizienz des gesamten Hauses deutlich, denn durch ein schlecht gedämmtes Dach geht enorm viel Wärme verloren. Was für die Dachfläche gilt, gilt erst recht für den sensiblen Anschluss der Dachfenster. Fachgerecht ausgeführte Einbauten durch Dachhandwerker gewährleisten optimalen Wärmeschutz. Darü-


THEMA DES MONATS

Tageslicht-Spot

Bild links – Gemütlich und sonnendurchflutet: Das Spiel von Licht und Schatten unterstützt die Attraktivität von Dachwohnungen. Bild Mitte – Hingucker: Dächer sorgen nicht selten für architektonische Glanzlichter. Bild rechts – vorher/nachher: Mit dem Ausbau des Dachbodens entsteht günstiger und hochwertiger Wohnraum.

ber hinaus können die Bewohner die auf die Glasfläche der Dachfenster treffende Sonnenenergie zur kostenlosen Raumerwärmung nutzen. Gerade in den Übergangszeiten können so Heizkosten reduziert werden. Fenster professionell planen Das Fachhandwerk unterstützt auch bei der Planung der Fenster. Wie viele Fenster in welcher Größe für eine optimale Lichtsituation erforderlich sind, richtet sich nach der Grundfläche des Dachraums. Die Landesbauordnungen fordern als Mindest-Lichtfläche 10 bis 12,5 Prozent der Raumgrundfläche. Die Dachexperten empfehlen für mehr Wohnkomfort als ideale Fensterfläche drei Quadratmeter bei einem Raum von 20 Quadratmetern Grundfläche. Doch nicht nur Anzahl und Größe der Dachfenster haben Einfluss auf die Raumwirkung, auch die Anordnung beeinflusst die Wahrnehmung. Für Schlafzimmer empfehlen die Fachleute etwa eine Orientierung der Fenster nach Osten. Dann trägt die aufgehende Sonne zu einem optimalen Start in den Tag bei. Für Bauherren ist auch immer ein Blick in die staatlichen Fördertöpfe interessant. So vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Darlehen. Auch Länder und Gemeinden unterstützen private Bauherren durch verschiedene Förderprogramme. Darüber hinaus sind bis zu 20 Prozent der Lohnkosten bei Handwerkerrechnungen steuerlich absetzbar. ■

Vom Badezimmer bis zum Treppenhaus – mit dem Tageslicht-Spot werden fensterlose Räume endlich aus ihrem Schattendasein befreit. Die Idee ist simpel, die Ausführung raffiniert: Durch eine Scheibe auf dem schrägen – und ganz neu auch auf dem flachen Dach – wird das Tageslicht durch ein reflektierendes Rohr direkt in das innen liegende Zimmer geleitet. Dort sorgt eine spezielle Streuscheibe dafür, dass der darunter liegende Raum auch ohne Fenster sanft und natürlich ausgeleuchtet wird. Das stärkt nicht nur das Wohlbefinden, sondern spart auch noch Energie: Künstliche Lichtquellen kommen mit dem Tageslicht-Spot nur noch bei Dunkelheit zum Einsatz. Helle Röhre Den Tageslicht-Spot gibt es dafür in zwei Ausführungen: für innen liegende Räume unter dem Dachboden geneigter Dächer (15°-60°) und auch unter flachen Dächern (0°-15°). Insbesondere für fensterlose Zimmer mit abgehängten Decken unter dem Flachdach ist diese neue, unkomplizierte Lösung geeignet. Für beide Dachvarianten gibt es den Tageslicht-Spot wahlweise mit starrem

Rohr für eine besonders hohe Lichtausbeute und längere zu überbrükkende Distanzen oder mit flexiblem Rohr, um festen Hindernissen in der Dachkonstruktion auszuweichen. So oder so: Der Rohrdurchmesser von 35 Zentimetern lässt genügend Licht durch, um eine Fläche von bis zu neun Quadratmetern aufzuhellen, was in etwa der Leistung einer 60-Watt-Glühlampe entspricht. Künstliche Lichtquellen sind damit zumindest tagsüber überflüssig. Ausgestattet mit einem Beleuchtungszusatz übernimmt der Spot auch nachts diese Aufgabe und eine zusätzliche Lampe ist im jeweiligen Raum überflüssig. Die Außenscheibe ist in der Regel mit einem natürlichen Reinigungseffekt ausgestattet. So bleibt sie sauber und die Leuchtkraft erhalten. In Kombination mit dem Lüftungsadapter gelangt sogar verbrauchte und feuchte Luft nach außen – stickige und muffige Räume gehören somit endgültig der Vergangenheit an. Bei den Deckenringen kann aus vier Farbvarianten gewählt werden. Der Tageslicht-Spot kann nachträglich in die Dachkonstruktion eingebaut werden. ■

Fotos: Velux

Foto: Velux

Foto: Dach.de

Es werde Licht! ■

Durchlässig: Das reflektierende Rohr bringt natürliches Tageslicht in die innenliegenden Räume unterm Dach.

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THEMA DES MONATS

Solarstrom in Eigenregie produzieren

Reiche Ernte auf dem Dach ■

Für Hauseigentümer, die sich mit der Anschaffung einer Photovoltaikanlage beschäftigen, gibt es in diesem Jahr eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte: Für Anlagen, die 2010 neu ans Netz gehen, ist die Vergütung seit 1. Januar neun Prozent niedriger als noch im Vorjahr und soll im Laufe des Jahres nochmal gekürzt werden. Derzeit erhält der Betreiber „nur“ noch 39,14 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom – dies allerdings weiterhin für 20 Jahre gesetzlich garantiert. Die gute Nachricht: Angesichts der im letzten Jahr um rund 20 Prozent gesunkenen Preise für Solarmodule lohnt sich die Investition nach wie vor – für den Klimaschutz sowieso, aber auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Für alle, die ihren eigenen Solarstrom produzieren wollen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen. Welche Dächer eignen sich für eine Photovoltaikanlage? Ob das Dach sich grundsätzlich eignet, muss der Statiker klären. Um einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen, sollte das Dach weitestgehend unverschattet sein. Bei Satteldächern ist eine in Richtung Süden ausgerichtete Fläche

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mit einem Neigungswinkel von etwa 30 Grad optimal. Aber auch Dächer, die nach Südost oder Südwest weisen, kommen infrage. Welche Arten von Solarzellen gibt es? Solarzellen aus kristallinem Silizium haben derzeit einen Marktanteil von 85 Prozent. Dabei unterscheidet man mono- und polykristalline Zellen. Erstere werden aus einem einzigen großen Siliziumkristall gesägt und erzielen die höchsten Wirkungsgrade. Die effizientesten Module am Markt erreichen derzeit fast 20 Prozent. Wie groß sollte die Anlage sein? Grundsätzlich gilt: je größer, desto besser. Daher sollte die Größe an der vorhandenen Dachfläche und dem verfügbaren Kapital bemessen werden. Da bei der Montage Fixkosten entstehen (etwa für ein Gerüst), ist es ratsam, die Dachfläche bestmöglich auszunützen: Je mehr Module aufs Dach kommen, desto geringer werden umgerechnet die Kosten


Was kostet eine Solaranlage? Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft kostete eine Anlage im dritten Quartal 2009 durchschnittlich 3.371 Euro pro Kilowatt (bei einer Gesamtleistung von unter 10 Kilowatt). Dabei handelt es sich um den Endkundenpreis inklusive Wechselrichter, allem Zubehör und Montage – und zwar ohne Mehrwertsteuer. Diese Angabe ist insofern sinnvoll, als die meisten Eigentümer ihre Solarstromanlage heutzutage als Gewerbe betreiben und damit die Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückbekommen. Wie ist der Ertrag? Der Ertrag hängt natürlich maßgeblich von der Sonneneinstrahlung am Standort ab, wobei die regionalen Unterschiede nicht so groß sind wie mitunter vermutet. Für ein Kilo-

Lukratives Geschäft: Ein nach Süden ausgerichtetes Solardach produziert rund 9.500 Kilowattstunden Sonnenstrom jährlich.

watt Leistung benötigt man eine Modulfläche von etwa 8 bis 9 m2. Eine gute Anlage erzeugt damit pro Jahr rund 900 kWh Strom, im Süden gut 1.000 kWh. Das folgende Beispiel beweist die Rentabilität: Eine Anlage mit 32m2 Modulfläche, die 2010 nachträglich auf dem Dach eines Einfamilienhauses installiert wird, kostet rund 13.000 Euro. Sie produziert in 20 Jahren etwa 72.000 kWh Solarstrom. Dafür gibt es eine garantierte Vergütung von 28.180 Euro. Welche Probleme können auftreten? Solaranlagen arbeiten nahezu wartungsfrei; nur eine Reinigung der Module kann hin und wieder sinnvoll sein. Die häufigste Ursache für einen Ausfall liegt beim Wechselrichter. Um solche technischen Probleme rechtzeitig zu erkennen, ist es ratsam, die Einspeisewerte regelmäßig zu kontrollieren. Auf die Geräte gibt es heute meist eine Herstellergarantie von mindestens fünf Jahren, die man auf Wunsch häufig auch auf bis zu 20 Jahre aufstocken kann. Entscheidet man sich gegen die verlängerte Garantie, sollte man einen Austausch des Wechselrichters nach etwa zehn Jahren einkalkulieren. Wartungs- und Betriebskosten sollte man mit jährlich 1,5 Prozent ■ der Investitionssumme veranschlagen.

Foto: Dachdecker.de

Foto: Schwäbisch Hall

je Kilowatt Leistung. Anlagen mit weniger als 1,5 Kilowatt Leistung lassen sich meist nicht wirtschaftlich betreiben.

THEMA DES MONATS

Investitions-Tipp

Börse, Bank oder Dach?

Die Verunsicherung ist groß. Wie legt man sein Geld künftig an, damit es sicher ist? Und am liebsten auch gleich sicher vor dem Zugriff des Finanzamts. „Wer sein Erspartes in sein Haus investiert, ist auf der sicheren Seite“, so der Sprecher des Dachdecker-Landesinnungsverbandes BadenWürttemberg. Dass dabei dem Dach eine besondere Rolle zukommt, erklärt der DachExperte wie folgt: „Das Dach gehört zu den wichtigsten Bauteilen des Hauses, denn es schützt alle anderen Bauteile und das gesamte Hab und Gut der Bewohner.“ Aber nicht nur die Schutzfunktion ist von Bedeutung. Bis zu 20 Prozent Energieverluste treten durch ein mangelhaft wärmegedämm-

Sichere Investition: Das Dach erfüllt viele wichtige Funktionen.

tes Dach in einem Haus auf. In eine Optimierung dieser Dämmung zu investieren, zahlt sich also auch schnell aus. Darüber hinaus kann das Dach auch eine Nutzfunktion erfüllen. Auf vielen Dachflächen ist die kostenlose Sonnenenergie nutzbar – sei es mit einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung oder einer Fotovoltaikanlage zur Stromerzeugung. Ob eine kleine Summe oder ein großer Teil des Ersparten: Im Dach ist es gut angelegt. ■ 4www.dachdecker.de

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HEIM, GARTEN & TECHNIK

Leser fragen – Experten antworten In dieser ständigen Rubrik beantworten fachkundige Experten die Fragen unserer Leserinnen und Leser. Schreiben Sie an die Redaktion Haus & Grund, Stichwort „Nachgefragt“, Aachener Str. 172, 40223 Düsseldorf.

In unserer Sechs-Parteien-Eigentümergemeinschaft haben die beiden unteren Eigentümer ein Sondernutzungsrecht der Gärten. Nun soll ein circa 30-jähriger Baumbestand gefällt werden. Es drängt sich die Frage auf,

wer für die Kosten dieser Aktion aufzukommen hat. Sind es die Nutzungsberechtigten oder die gesamte Gemeinschaft? Und welchen Einfluss kann die Gemeinschaft auf die Bepflanzung der Gärten nehmen? Herr G., Oberhausen

Zur Person

Nach einschlägiger Rechtssprechung entsprechend der Methode KOCH wird der Wert einer Bepflanzung aus ihrer Funktion und Werterhöhung für das Grundstück abgeleitet. Demnach ist der Baumwuchs Bestandteil des Grundstücks und meines Erachtens nicht auf das Sondereigentum eines Grundstückteils zu beschränken. Die Kosten wären daher durch die Gemeinschaft zu tragen. Hinsichtlich der Bepflanzung der Gärten kann

Diese gartenbauliche Frage beantwortete Dipl.Ing. Werner Remlinger, Landschaftsarchitekt i.R. und vereidigter Sachverständiger aus Königswinter, Mitglied im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NordrheinWestfalen e.V.

Foto: siepmannH/PIXELIO

Streitfall Bepflanzung

Baumwuchs ist kein Sondereigentum eines Grundstückteils.

die Eigentümergemeinschaft einen Ersatz grundstücksprägenden Bewuchses beschließen, sofern keine über den

vorherigen Zustand hinausgehenden Einschränkungen des Sondereigentums damit einhergehen. ■

Überprüfung von Schimmelbefall beim Mieter

Foto: Allianz

Nach einem Wasserschaden ist Schimmelpilzbefall im Schlaf- und Badezimmer der darunter liegenden Mietwohnung aufgetreten. Den Schaden haben wir sofort beheben lassen. Die Mieterin behauptet jetzt, der Schimmelpilzbefall wäre

Bei Schimmelbefall durch Wasserschäden sollte ein Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen beauftragt werden.

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gesundheitsgefährdend, ihr Mobiliar wäre mit Schimmelsporen belastet, und sie droht mit Kündigung der Wohnung. Kann ich das überprüfen? Norman K., Düsseldorf Schimmelpilze können gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen, vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Allergikern und Kindern. Allerdings gilt das im erheblichen Umfang nur für den kleinen Teil der circa 250 in Wohngebäuden vorkommenden Schimmelpilzarten. Man muss Schimmelbefall also differenziert betrachten und das Ausmaß und den Ort des

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Befalls in die Bewertung einbeziehen. Größere Befallstellen im Schlaf-, Wohn-, oder Kinderzimmer sind problematischer als ein Befall im Keller. Besteht eine erhebliche Gesundheitsgefahr für den Mieter, kann er die Wohnung fristlos kündigen. Zur Einschätzung des Schadens und zur Bewertung einer möglichen Gesundheitsgefahr können Sie einen Sachverständigen für Schadstoffe in Innenräumen beauftragen, der öffentlich bestellt und vereidigt sein sollte (Näheres dazu erfahren Sie bei der zuständigen IHK). Dadurch ist eine unabhängige Begutachtung gewährleistet, die von beiden

Parteien anerkannt wird. Handelt es sich bei dem Schaden um einen Haftpflichtschaden (verursacht beispielsweise durch ein beauftragtes Unternehmen oder die Waschmaschine des Mieters) ist die regulierende Versicherung zur Übernahme der Kosten für die unabhängige Begutachtung verpflichtet. Reguliert die Gebäudeversicherung den Wasserschaden (beispielsweise bei Rohrbrüchen), übernimmt erfahrungsgemäß eine kulante und kundenorientierte Versicherung das Honorar für einen unabhängigen Gutachter. ■ Dr. Martin Pitschke, Geschäftsführer DomoLytik GmbH


NACHGEFRAGT

Wie hoch ist der Mietwert für eine Einbauküche Wir haben eine Dachgeschosswohnung mit einer Küche vermietet, die passgenau in die Dachschräge inklusive der Elektrogeräte eingebaut wurde. Im Mietvertrag ist für die Küche und die Geräte kein separater Mietbetrag angesetzt. Nur Kleinreparaturen müssen vom Mieter getragen werden. Kleinreparaturen werden durch den Mieter nicht durchgeführt, sondern die Geräte werden genutzt, bis sie vollständig defekt sind und ausgetauscht werden müssen. Gibt es Richtlinien über die Höhe des anzusetzenden Mietwerts für solche mitvermieteten Einrichtungen? Kann ich beim Ansatz des Mietwerts von bestimmten Prozentwerten des Anschaffungspreises ausgehen? Wie kann eine vertragliche Regelung getroffen werden, die beiden Parteien Rechnung trägt? Frau S., Klein-Winterheim Der Einbau und die Mitvermietung einer solchen maßangefertigten Küche bringt zunächst Vorteile bei der Vermietung und führt auch zu einer verminderten Zahl von Dübellöchern bei häufigen Mietwechseln. Die Kehrseite ist, dass die Küche

Mietvertragsgegenstand geworden ist und der Vermieter den Gebrauch für die Mietzeit dem Mieter zu gewähren hat und darüber hinaus auch noch die Küche in einem vertragsgemäßen und zum Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und zu erhalten hat (§ 535 BGB). Separater Mietvertrag Dies bedeutet in der Praxis, dass die Reparaturen (bis auf die Kleinreparaturen) vom Vermieter zu tragen sind. Hat

man die Kaltmiete nicht entsprechend über der ortsüblichen Vergleichsmiete angesetzt, bleibt der Vermieter auf den Reparaturkosten ohne Gegenleistung sitzen. Hat man jedoch eine höhere Kaltmiete vereinbart, kann dies bei einen späteren, geplanten Anpassung an die ortsübliche Miete durch eine Mieterhöhung zu Schwierigkeiten führen, da man ja schon mit der Kaltmiete gegebenen-

falls über diesem Wert liegt. Es rät sich daher an, einen separaten Mietvertrag über die Wohnung die Einbauküche abzuschließen. Dies hat den Vorteil, dass genau festgelegt werden kann (unabhängig vom Wohnraumietrecht), welche Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen der Mieter an der Küche durchzuführen hat. Diese Regelung kann jedoch nur im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Mieter getroffen werden und kann nicht ein-

seitig in einem bestehenden Mietverhältnis vom Vermieter geändert werden. Am sinnvollsten ist eine solche Vereinbarung zu Beginn des Wohnraummiet-

Zur Person Die mietrechtlichen Fragen unserer Leser beantwortet RA Volker Steffen. Der Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht ist Vorsitzender von Haus & Grund Oberberg e. V.

verhältnisses zu treffen. Eine Richtlinie hinsichtlich der Höhe des Mietwerts existiert nicht, sondern ist einzelfallabhängig. Grundsätzlich kann man bei einer pfleglichen Behandlung einer Küche mit Geräten mittlere Art und Güte von einer Nutzungsdauer von zehn bis 15 Jahren ausgehen, die dann im Verhältnis zum Anschaffungspreis einen Anhaltspunkt für einen monatlichen Mietzins geben kann. Dies lässt sich einem Mieter letztlich psychologisch auch gut vermitteln, da der Vermieter sich nicht bereichert, sondern nur seinen finanziellen Einsatz wieder „heraus“ haben möchte. ■

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Das Magazin für Immobilieneigentümer

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