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Touring 06 / 2019 deutsch

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MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

LUXURIÖS AUF DER ALP CAMPEN Der TCS lanciert Pop-upGlamping in Graubünden

#6 | JUNI 2019 | FR. 4.50

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Die ganze Welt liebt Hamburg und seine Elbphilharmonie! Mit seiner spektakulären Architektur und der fantastischen Akustik hat sich der Superbau binnen kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Konzerthäuser der Welt entwickelt. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern ist es uns wie im Vorjahr wieder gelungen, ein einmaliges Exklusivkonzert mit den fabelhaften K&K Philharmoniker im Grossen Saal der Elbphilharmonie für unsere Kunden zu organisieren. Sichern Sie sich Ihre Plätze für dieses Konzerterlebnis der Superlative sofort!

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Samstag 21. September 2019 – Anreise nach Hamburg Frühmorgendliche Abfahrt mit dem Extrabus nach Hamburg, wo wir im Hotel mit dem Nachtessen erwartet werden. 2. Tag – Sonntag 22. September 2019 – Stadtführung & Konzert Elbphilharmonie Nach dem ausgiebigen Frühstück zeigen wir Ihnen am Vormittag Hamburg bei einer interessanten Stadtführung. Die zweitgrösste Stadt Deutschlands gehört unbestritten zu den schönsten Hafenstädten der Welt und wird Sie begeistern. Freuen Sie sich unter anderem auf die Speicherstadt, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Oder gleich nebenan auf

Grosser Saal, Elbphilharmonie

Hafen City, ein modernes und beeindruckendes Quartier mit architektonischen Highlights wie der Elbphilharmonie. Der Nachmittag bleibt Ihnen zur freien Verfügung. Am frühen Abend erwartet uns der fantastische Höhepunkt der Reise: das Konzert der bekannten K&K Philharmoniker in der Elbphilharmonie. Was gibt es Schöneres als im wohl bekanntesten Konzerthaus der Welt in die grossartige musikalische Wunderwelt von Tschaikowsky einzutauchen? 3. Tag – Montag 23. September 2019 – Freizeit & Hafenrundfahrt Schlafen Sie heute etwas länger, geniessen Sie ein spätes Frühstück und unternehmen Sie einen Bummel durch die Stadt. Am Nachmittag lassen wir uns bei einer herrlichen Hafenrundfahrt die Hamburger Brise um die Nase wehen

- ein grossartiges Erlebnis! Der Abend steht zur freien Verfügung. Wie wäre es mit einem Besuch auf der Reeperbahn und einem Bummel entlang der sündigsten Vergnügungsmeile der Welt, den Kiez? 4. Tag – Dienstag 24. September 2019 – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck die Heimreise an.

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Leistungen - Alles schon dabei! ✓ Fahrt mit dem komfortablen Extrabus nach Hamburg ✓ 3 Übernachtungen in der gewählten Hotelkategorie/Lage ✓ 3 x ausgiebiges Frühstück im Hotel ✓ 1 x feines Nachtessen im Hotel ✓ Interessante Stadtführung in Hamburg ✓ Herrliche Hafenrundfahrt mit der Barkasse ✓ Freier Zutritt zur Elbphilharmonie Plaza ✓ Eintritt und reservierte Plätze für das Konzert «Tschaikowsky» der K&K Philharmoniker in der Elbphilharmonie am 22.9.2019 (Mittlere Kategorie 3) ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Unsere Sonderpreise für Sie: Preis pro Person im Doppelzimmer

4-Sterne Hamburg Stadtrand: Fr. 799.4-Sterne Hamburg Zentrum: Fr. 899.-

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K&K Philharmoniker – «Tschaikowsky»

Folgende beliebte Erstklasshotels sind für diese Reise vorgesehen: Hamburg Zentrum: z. Bsp. Mövenpick, Hyperion, Jufa, Crown Plaza Hamburg Stadtrand: z. Bsp. Dorint , Best Western, Premier Alsterkrug Änderungen vorbehalten. Nicht inbegriffen/zusätzlich wählbar: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 349.Auf Wunsch Zu- & Abschläge Konzert: Im Preis inkludiert ist die mittlere Kat. 3 Zuschlag Kat 2: Fr. 22.Zuschlag Kat 1: Fr. 52.Abschlag Kat 4: Fr. 23.Abschlag Kat 5: Fr. 49.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

Wir freuen uns sehr, Ihnen ein Konzerterlebnis der Superlative mit Gänsehautfeeling zu präsentieren: Die K&K Philharmoniker unter der Leitung des charismatischen Dirigenten Matthias Georg Kendlinger gehören zu den führenden, privat finanzierten Sinfonieorchestern der Welt. Seit 2005 setzen sich die K&K Philharmoniker eingehend mit dem Schaffen des russischen Musikklassikers auseinander. Neben Passagen aus den Ballettmusiken »Der Nussknacker«, »Dornröschen« und »Schwanensee« sowie Auszügen aus »Eugen Onegin« und seiner vierten Sinfonie, dürfte Tschaikowskys berühmtes b-Moll-Konzert zum unumstrittenen Höhepunkt dieses Konzertes werden.

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren!

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Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich

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INHALT

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Nicht überall kostet Park + Rail gleich viel

Drei Familien reisen nach Korsika

Hyundai Nexo fährt mit Brennstoffzelle

11

34 EDITORIAL

MEISTGELESENES MAGAZIN DER SCHWEIZ

Dossier Unbeschwert Reisen mit dem neuen TCS ETI Schutzbrief

11 Auf nach Korsika

ls junge Bergsteiger reisten wir oft ins Ausland, um zu klettern und andere Outdoorabenteuer zu erleben. Damals, unbeschwert wie wir waren, waren Reiseversicherungen überhaupt kein Thema. Das, obschon wir uns alpinen Gefahren aussetzten, mit Mietautos auf gefährlichen Strassen rumfuhren und in menschenleeren Gegenden unsere Camps aufschlugen. Wir dachten, uns könne sowieso nichts passieren. Erst mit fortgeschrittenem Alter, als einem der eine oder andere Unfall zu Ohren kam und man von den Schwierigkeiten bei der Rückführung des Verletzten und der hohen Kosten erfuhr, begann man sich ernsthaft mit dem Thema Reiseversicherung zu befassen. Heute ist der ETI Schutzbrief für mich selbstverständlich. Besonders die Leistungen wie Heilungskosten oder Reisegepäckversicherung des neu aufgelegten TCS-Produkts sprechen für diese umfassende Versicherung.

15 Immer auf See

A

Vor- und Nachteile von Zug, Auto oder Flugzeug Der Genfer Alan Roura segelt seit seiner Kindheit

20 Entspannt Fliegen Gute Vorbereitung hilft beim Fliegen mit Kindern

Mobilität 26 Nur zwei sind gut Beim TCS E-Trottinett-Test fallen einige durch

28 Grosse Unterschiede Die Preise bei den Park + Rails variieren stark

31 Wie richtig Pendeln? Forscher Guillaume Drevon weiss, wie Pendler ticken

22 Guter Reiseschutz Der TCS ETI Schutzbrief bietet noch bessere Leistungen

E-Trottinette im TCS-Test

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Felix Maurhofer Chefredaktor COVER CREDITS: Illustration: Nicolas Kristen

Juni 2019 | touring

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TONI

Eine genussvolle Italien-Reise zum unschlagbaren Superpreis!

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✓ 1 x «Pizza Party» im Rahmen der Halbpension ✓ Interessante Stadtführungen in San Marino, Ravenna, Bologna & Modena ✓ Pasta Kochkurs auf einem Agriturismo mit Weinprobe & Lunch ✓ Besichtigung Olivenölfabrik inkl. Probe ✓ Käsereibesichtigung inkl.

Käse - und Balsamicoprobe ✓ Besichtigung Schinkenfabrik inkl. Probe ✓ Besuch eines Parmaschinken Museums ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag – Anreise Fahrt im komfortablen Extrabus nach Rimini. Nachtessen im Hotel.

Modena

Pizza-Party

Olivenöl-Probe

San Marino

Wunderschönes Ravenna

2. Tag – San Marino & Tagliatelle Heute morgen sind wir zu Gast auf einem typischen Agriturismo, wo wir Weine verkosten und unter fachkundiger Anleitung leckere Tagliatelle herstellen werden, welche wir zum Mittagessen geniessen - ein schönes Erlebnis in guter Gesellschaft. Später zeigen wir Ihnen den «kleinsten Staat» der Welt, San Marino. An den Hängen des Apennin Gebirges gelegen, bietet die Stadt einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Landschaft. 3. Tag – Ravenna & Olivenöl Schon zur Zeit des römischen Kaiserreichs wurde Ravenna zur Hauptstadt des weströmischen Reiches. Die Stadt hat enorm viel zu bieten und gehört zu den Schönsten Italiens. Nach der tollen Führung machen wir auf dem Rückweg einen Stopp in einer Olivenölfabrik, wo wir das flüssige Gold Italiens kosten werden.

4. Tag – Bologna & Pizza Heute erwartet uns das zauberhafte Bologna. Freuen Sie sich auf eine der schönsten Altstädte Europas, auf herrliche Arkaden und prächtige Paläste. Nach einer beeindruckenden Führung bleibt genügend Zeit für eigene Entdeckungstouren. Am Abend erwartet uns im Hotel eine «Pizza-Party» à discrétion. 5. Tag – Prosciutto & Parmigiano & Aceto Am Vormittag erfahren wir in einer bekannten Käserei alles Wissenswerte über die Herstellung des berühmten Parmigiano. Anschliessend werden wir diesen zusammen mit gutem Aceto Balsamico verkosten. Später flanieren wir durch die schöne Altstadt von Modena bevor wir uns am Nachmittag in Parma auf die Spuren des Parmaschinkens begeben. 6. Tag – Heimkehr Nach dem Frühstück treten wir die Heimreise an

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Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise a) 24. - 29. September 2019 Reise b) 29. Sept. - 4. Okt. 2019 Reise c)

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Nicht inbegriffen – zusätzlich wählbar: Saisonzuschlag Reise a+b: Fr. 90.Saisonzuschlag Reise c: Fr. 50.Einzelzimmerzuschlag: Fr. 115.Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, Sargans, St. Gallen, Thun, Winterthur oder Zürich Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf


INHALT

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Kecker, neuer Audi A1

Leckereien aus Ligurien

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Meine Club-Vorteile 48 TCS Benefits: Profitieren und sparen 67 Leserreise mit Zeppelinflug 89 Spielen und Gewinnen

Tour de Fromage in Frankreich

Technik 34 Trendiger Crossover Der Hyundai fährt mit Wasserstoff

38 Kompakte Reisevans Die meisten Modelle überzeugen im TCS-Test

49 Starkes Pendlerbike Der Stromer ST3 zeigt gute Fahreigenschaften

Club 70 TCS-Streitbarometer So streitet die Schweiz im Bereich der Mobilität

73 Das Sommer-Zeltdorf Das erste «TCS Pop-Up Glamping» findet in Graubünden statt

77 TCS eSports League Impressionen von der Polymanga und ein Treffen mit Scott

Glamping in den Bündner Bergen

Rubriken 51

Der TCS-Experte Mit Kindern auf dem Velo

69 83 83 85 86

Gesundheit Forum Impressum Tourolino Unterwegs mit…

Freizeit 58 Kroatien wie im Film In der Region Lika wurden einst die Winnetou-Filme gedreht

61 Liguriens Hinterland Hügel, Borghi und Kulinarik abseits der italienischen Riviera

64 Slowenien kompakt

Cosplayer: Helden unter sich

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Entdeckungsreise durchs vielseitige Land

Touring Nr. 7/8

Im nächsten «Touring» Dossierthema Naturparadies Schweiz, der Volvo V60 T8 im Test und Reisen mit dem Hobby verbinden. Erscheinungsdatum: 4.7.2019

Juni 2019 | touring

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Vom Vierwaldstättersee zum Lago d’Iseo

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Traumhafte Seen-Trilogie, legendäre Gotthardstrecke & italienische Gastlichkeit vom Feinsten! Unterwegs auf dem Vierwaldstättersee

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Neu in der 1. Klasse über die historische Gotthardstrecke

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Verträumter Lago d’Iseo

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✓ 3 Übernachtungen im 4-Sterne Hotel Settecento ****, Presezzo ✓ 3 x Frühstück & 3 x Nachtessen im Hotel

Bellinzona

✓ feines Mittagessen mit Wein im Agriturismo

Como Bergamo Villenromantik am Comersee

Lago d’Iseo

FranciacortaGebiet

Gotthard Panorama Express

Eine fantastische Reise! Mit dem Dampfschiff gleiten wir gemächlich über den schönsten See der Schweiz - später bezwingen wir mit dem neuen Gotthard Panorama Express die legendäre Gotthardstrecke. Auf dem Lago die Como schnuppern wir am Leben der Schönen und Reichen und schliesslich lassen wir es uns am verträumten Lago d’Iseo bei Wein und lokalen Köstlichkeiten so richtig gutgehen!

Ihr Reiseprogramm: 1. Tag – Auf dem Vierwaldstättersee & Gotthard Panorama Express Gemütliche Busfahrt vom gewählten Einsteigeort nach Luzern, wo wir von einem stolzen Dampfschiff erwartet werden. Vorbei an mystischen Buchten und malerischen Landschaften passieren wir die Rütliwiese, den Schillerstein und die Tellskapelle – ein herrliches Schauspiel auf dem schönsten See unseres Landes. In Flüelen steht der Gotthard PanoramaExpress zum Einsteigen bereit. Freuen Sie sich auf die historische Gotthardstrecke, die aufgrund der kühnen Bahnanlage mit ihren vielen Kehrtunnels Weltruhm erlangt hat. Unterwegs erleben wir spezielle Inszenierungen zu Sehenswürdigkeiten sowie zur Geschichte rund um den Mythos Gotthard. Die unvergessliche Fahrt endet in Bellinzona, von wo aus wir mit dem Bus in die Region von Bergamo fahren. Nachtessen in unserem tollen Hotel, das in altehrwürdigen Klostermauern entstanden ist. Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

2. Tag – Schifffahrt und Villenromantik am Lago di Como Am Morgen zeigen wir Ihnen Como, das Juwel am südlichen Ende des Lago di Como. Der schöne Hafen voller luxuriöser Jachten und die gemütliche Altstadt, deren enge Gassen gespickt sind mit Spezialitätenläden und Boutiquen, werden Sie begeistern. Nach etwas Zeit zur freien Verfügung unternehmen wir eine tolle Schifffahrt und erhaschen herrliche Blicke auf die schönsten Villen und Paläste mit ihren bezaubernden Gartenanlagen. Danach unternehmen wir einen gemütlichen Spaziergang bei dem wir die schöne Parkanlage der bekannten Villa Olmo besuchen. Nachtessen im Hotel. 3. Tag – Verträumter Lago d’Iseo & der Wein Heute zeigen wir Ihnen den verträumten Lago d’Iseo, der vom Massentourismus total verschont wurde und daher noch viel von seiner ursprünglichen Schönheit bewahren konnte. Bei einer

herrlichen Rundfahrt werden wir die schönen Uferlandschaften, die malerischen Fischerdörfchen aber auch das zauberhafte Franciacorta-Gebiet kennenlernen. Das Gebiet ist insbesonders für seinen guten Schaumwein weltbekannt, der hier schon seit Jahrtausenden angebaut wird. Davon überzeugen wir uns im örtlichen Weinkeller. Selbstverständlich dürfen wir dabei die guten Tropfen auch verkosten. Später fahren wir zu einem typischen italienischen Agriturismo, eine Art Bauernhof. Hier wird uns ein rustikales Mittagessen mit Spezialitäten aus der Region und natürlich Wein serviert. Freuen Sie sich auf einen schönen Nachmittag in herrlicher Umgebung und bester Gesellschaft. Am Abend Rückfahrt ins Hotel und Nachtessen. 4. Tag – Heimreise Nach dem Frühstück treten wir mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

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Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Weindegustation von 3 Weinen auf dem Agriturismo

✓ Herrliche Dampfschifffahrt auf dem Vierwaldstättersee (Luzern – Flüelen) – 1. Klasse ✓ Fahrt mit dem Gotthard-PanoramaExpress (Flüelen – Bellinzona), 1. Klasse (Panoramawagen) ✓ Schifffahrt auf dem Lago di Como ✓ Geführte Rundfahrt Lago d’Iseo & Franciacorta ✓ Eigene Schweizer Reiseleitung während der ganzen Reise

Wählen Sie Ihr Reisedatum: Reise g: 5. - 8. September 2019 Reise h: 10. - 13. Oktober 2019 Reise f: 17. - 20. Oktober 2019

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im Hotel Settencento ****, Presezzo Fr. 699.Zuschläge / Abzüge: Einzelzimmerzuschlag: Fr. 99.Abzug Halbtaxabonnement: Fr. 72.Abzug GA: Fr. 144.Buchungsgebühr Fr. 20.- pro Person Sie wählen Ihren Bus-Einsteigeort: Aarau, Basel, Bern, Luzern, Pfäffikon SZ, St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur, Zürich


CLUB AKTUELL

Ein Hauch Olympia im Stockental Am 16. Juni 2019 findet auf dem Gelände des TCS-Fahrzentrums Niederstocken bei Thun (BE) der «ParacyclingCup» statt. Dieser soll unseren nationalen Athleten die Möglichkeit bieten, sich Startplätze an den SommerParalympics 2020 in Tokio zu sichern. Gefahren wird in den Kategorien Handbike, Cycling, Sehbehinderte und Blinde sowie Dreirad.

Akku leer? Der TCS hilft jetzt auch stehen gebliebenen Elektroautos

«eCharge»: Die Powerbank für Elektroautos Mit dem «eCharge»-Anhänger helfen TCS-Patrouilleure nun auch saftlosen E-Autos. Das ist aber nicht die einzige Neuerung.

E

rstmals vorgestellt am Autosalon, sind heute bereits die ersten TCS-Patrouilleure mit dem neuen «eCharge» unterwegs. Im Innern des Spezialanhängers befindet sich eine 12-kWh-Batterie, mit der Elektrofahrzeuge mit leergefahrener Batterie wieder so weit geladen werden können, dass sie die nächstgelegene Ladestation erreichen. Der Ladevorgang dauert etwa 20 Minuten und reicht je nach Fahrzeug für eine Fahrdistanz von 18 bis 28 Kilometer. Nach einer erfolgreichen Testphase im Raum Luzern fand die definitive Inbetriebnahme des Anhängers Anfang Mai dieses Jahres statt. Nebst

100% Entschädigung bei Totalschaden

dem operativen Einsatz kann er künftig auch als Stromquelle für diverse Events wie Open-Airs oder Ausstellungen verwendet werden.

Mit der Deckung «Neuwertentschädigung» in der TCSAutoversicherung erhalten Sie bei einem Totalschaden den bezahlten Kaufpreis zurück. Die Deckung kann in den ersten beiden Betriebsjahren des Fahrzeugs eingeschlossen werden und gilt bis zum 7. Betriebsjahr.

Universal-Reserverad Der «eCharge» ist jedoch nicht die einzige Neuerung bei der TCS-Pannenhilfe: Ab Juni 2019 verfügt jedes Patrouillenfahrzeug über ein sogenanntes Multi-fit-Wheel. Dabei handelt es sich um ein UniversalNotrad, mit dem die Patrouilleure eine zusätzliche Möglichkeit haben, ein Fahrzeug wieder fahrbar zu machen. Denn immer weniger Neuwagen haben vom Werk her ein Reserverad an Bord.

tcs.ch/kontakt-auto, 0800 801 000

Weitere Infos unter tcs.ch/pannenhilfe

Neuer Präsident für TCS Camping Club

ELEKTROAUTOS TESTEN IN GENF UND BASEL

FOTOS EMANUEL FREUDIGER, ZVG

Welches E-Auto passt zu mir? Am «TCS eTest-Drive Day» haben Interessierte die Gelegenheit, mehrere Elektroautos an einem Tag zu fahren. Vor Ort stehen zudem Experten für Fragen und Beratungen zur Verfügung. Der Event findet am 15. Juni 2019 im TCS-Zentrum Plantin (GE) statt. Ebenfalls zum Elektroauto-Test

Der Paracycling-Cup findet am Samstag, 16. Juni im Stockental statt

lädt die TCS Sektion beider Basel am 29. Juni im Zentrum in Füllinsdorf ein. Eine Anmeldung wird empfohlen, will man sich eine Testfahrt mit dem Wunschmodell sichern. tcs.ch/etest

TCS eTest-Drive Day Finden Sie das passende Elektroauto

An der Delegiertenversammlung des TCS Camping Club Schweiz in Sempach wurde mit Jean-Marc Jaton ein neuer Präsident einstimmig und unter grossem Applaus gewählt. Er übernimmt das Amt von Gérald Caboussat, der dem Club sechs Jahre lang vorstand. tcs.ch/cc-schweiz

Juni 2019 | touring

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Instagram-Wanderer Eine Studie für Schweiz Tourismus zeigt, dass Nordwesteuropäer besonders gern beim Wandern entstressen. Aber ganz ohne digitale Anbindung geht’s bei den meisten doch nicht. Fühlen sich Schweizer, Deutsche, Franzosen, Niederländer oder Briten gestresst, gehen sie gerne in die Natur. Vor allem beim Wandern gelingt es ihnen, Druck und andere negative Alltagserscheinungen abzuschütteln. Das war das Ergebnis der Studie «Sehnsuchtsort Natur in der digitalen Leistungsgesellschaft», welche die Forschungsstelle Sotomo des Politgeographen Michael Hermann für Schweiz Tourismus durchführte. Befragt wurden insgesamt 5340 Personen, darunter mehr als 2000 Schweizerinnen und Schweizer.

Ungekrönte Wanderkönige Hierzulande wird nicht nur mehr gewandert als in den vier anderen Ländern. Mit durchschnittlich drei Stunden dauern Touren zwischen Schaffhausen, Chiasso, Genf und Samnaun auch län-

ger und überwinden mit durchschnittlich 500 Höhenmetern mehr Höhe. Rund zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer ziehen die Natur sogar als Erholungsort dem Zuhause vor. Da der Zwang zur ständigen Erreichbarkeit zum Alltagstress beiträgt, schaltet ein Drittel aller Befragten häufig das Handy auf Routen aus oder lässt es daheim. Und geniesst das Gefühl, nicht erreichbar zu sein. Das Gros der Teilnehmer aber hat das Telefon dabei – für Notfälle, zur Orientierung und um Fotos zu machen und zu teilen. Letzteres zeigt Wirkung. So hat ein Drittel der Schweizer Studienteilnehmer bereits ein Wanderziel ausgewählt, weil sie Fotos anderer inspiriert hatten. Und mehr als 50 Prozent haben schon andere wegen deren schöner Naturfotos beneidet.

TCS unter den Top-8-Unternehmen

8 touring | Juni 2019

Hühnerstreifen Da hat sich jemand einen Scherz erlaubt. Weil Hühner im Deutschen Ertingen regelmässig die Strasse überqueren, um sich am Dorfbrunnen zu laben, hat ein tierlieber Nachbar einen Zebrastreifen – pardon – Hühnerstreifen auf die Strasse gemalt und zwei selbstgebastelte Verkehrsschilder aufgestellt. Obschon die Aktion für Freude im Ort sorgte, hiess es bei der Gemeinde, dass der Scherz wieder entfernt werden müsse.

DIE ZAHL

27,6 Während 2016 Neuzulassen von Dieselautos noch 39,2% aller Neuimmatrikulationen in der Schweiz ausmachten, sanken sie im ersten Quartal 2019 auf 27,6%. Doch glauben Analysten des Zürcher Datenspezialisten «auto-idat», dass ein Comeback des Diesels nur eine Frage der Zeit ist. Auch die Empa kommt zum Schluss, dass er besser ist als sein Ruf.

Wer wandert, hält unterwegs gern auch tolle Motive fest

Das Reputation Institute hat über 20 000 Personen zu ihrer Einstellung gegenüber 200 Schweizer Unternehmen befragt. Das Ergebnis der Studie zeigt diejenigen Unternehmen, die in der Bevölkerung den besten Ruf geniessen – und dazu zählt auch der Touring Club Schweiz. Der TCS belegt den starken Platz 8 und reiht sich damit weit vor direkten Konkurrenten wie dem VCS (Platz 44) oder dem ACS (Platz 56) ein. «Um als Unternehmen positiv wahr-

DAS BILD

genommen zu werden, reicht es nicht mehr aus, innovative, hochwertige Produkte zu vermarkten. Wichtig ist auch, welchen Beitrag das Unternehmen zum Wohlergehen der Gesellschaft leistet», erklärt Lukas Zihlmann, Direktor des Reputation Institute. Eine schöne Bestätigung für den TCS und seine wichtige Funktion für die Gesellschaft. Angeführt wird das diesjährige Ranking von Ricola, gefolgt von der Migros und der Swatch Group.

DAS WORT

Yakamoz Kommt Ihnen das etwa spanisch vor? Floskelhaft bestimmt. Yakamoz aber entspringt dem Türkischen und bezeichnet etwas, das zu beschreiben man in vielen Sprachen mehrere Wörter benötigt: die Widerspiegelung des Mondes im Wasser. Dass der melodische Begriff damit als schönstes Wort der Welt gilt, erstaunt nicht weiter.


NEWS

FOTOS ULLSTEIN BILD – WESTEND61, ZVG

St. Galler Klosterplan Seit Kurzem ist im neuen Ausstellungssaal am Klosterhof in St. Gallen ein besonderer Schatz zu sehen: Im 9. Jahrhundert auf der Insel Reichenau gezeichnet, ist der St. Galler Klosterplan eines der ersten architektonischen Schriftstücke, welche das soziale und wirtschaftliche Zusammenleben dokumentierten. Er diente vielen späteren Klosterbauten als Vorlage. Auch das Kloster St. Gallen wurde teilweise nach dessen Vorgaben erbaut. Der Originalplan wurde für die Ausstellung durch wertvolle Stücke des Stiftsarchivs ergänzt. stiftsbezirk.ch

Wasserstoff: In der Schweiz tut sich was

E-Biken in Samnaun In den meisten Beherbergungsbetrieben sind Velos mit E-Antrieb im Übernachtungspreis nicht inbegriffen. Gäste des Chasa Montana Hotel & Spa in Samnaun aber können jetzt während ihres Aufenthalts gratis neueste E-Bikes nutzen und so etwa ins nahe Österreich radeln statt mit dem Auto zu fahren. hotelchasamontana.ch

Bis 2023 will der Förderverein H2 Mobilität Schweiz ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen aufbauen. Der vor einem Jahr gegründete Verein zählt heute 15 Mitglieder. Nebst grossen Transportunternehmen hat sich ihm nun auch Tamoil angeschlossen. Ende Jahr geht’s weiter: Wie schon angekündigt, wird Huyndai die erste Charge von über tausend BrennstoffzellenElektro-Nutzfahrzeugen liefern. H2-Mobilität-Mitglieder werden nur Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen verwenden.

Den Tesla und seine Batterien aufladen Der von Tesla in Dietikon (ZH) eingeweihte neue Bereich zeichnet sich nebst den 24 Ladestationen durch seine Besucherfreundlichkeit aus. Eine Lounge mit Sofas und ein Restaurantbereich begrüssen die Autofahrer. Und die Jüngeren können sich mit «Töggele», Tischtennis oder Videospielen vergnügen. Juni 2019 | touring

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WENN DER WEG ZUM ZIEL WIRD NEU

NEW YORK – KARIBIK – PANAMAKANAL

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New York, New York. Auf der Brooklyn Bridge mit Blick auf Manhattan, am vibrierenden Times Square oder bei der Freiheitsstatue: Hier schlägt der Puls höher, hier pulsiert eine Weltstadt. Verträumte Inseln, einzigartige Tropenlandschaft und das koloniale Cartagena bringen im Anschluss die (Ent)Spannung mit karibischen Flair. 1. TAG: Flug Zürich – New York. 2. TAG: Halbtägige Stadtrundfahrt danach Freizeit. 3. TAG: Freizeit bis zur Abfahrt am frühen Abend. Geniessen Sie den einmaligen Ausblick auf die Stadt. 4. – 6. TAG: Erholung auf See. 7. TAG: In Curacao trifft Karibik auf farbenfrohe, holländische Architektur. 8. TAG: Traumhafte weisse Sandstrände, wo sich Flamingos tummeln gibt es auf Aruba. 9. TAG: Santa Marta/ Kolumbien, ist die zweitälteste Stadt Südamerikas. Hier treffen Sie auf die uralte Kultur der Tayrona. 10. TAG: Cartagena in Kolumbien steht für Paläste im andalusischen Stil und bunt bemalte Häuser. 11. TAG: Optionale Teildurchquerung des imposanten Panamakanals. 12. TAG: In Puerto Limon/ Costa Rica können Sie auf Bekanntschaft mit der exotischen Tierwelt gehen. 13. TAG: Erholung auf See. 14. TAG: Roatan/ Honduras, eine unberührte Insel mit atemberaubender Unterwasserwelt. 15. TAG: Sowohl Ruhe als auch Abenteuer bietet Ihnen die beeindruckende Landschaft von Harvest Caye/ Belize. 16. TAG: Strände und türkisfarbenes Wasser wie im Bilderbuch bietet die Costa Maya in Mexiko. 17. TAG: Erholung auf See. 18. TAG: Besichtigung Tampa und Rückflug nach Zürich. 19. TAG: Ankunft in Zürich.

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Flüge mit SWISS/Lufthansa in Economy 2 Nächte in gutem Mittelklasshotel Täglich Frühstück 1 Ganztages- und 2 Halbtagesausflüge Deutsch sprechende Reiseleitung in New York und Tampa während den Transfers und Ausflügen 15 Nächte Kreuzfahrt an Bord der Norwegian Dawn in der gewählten Kabinen-Kategorie Nutzung der Bordeinrichtung Alle Hafen- und Passagiergebühren Premium All Inclusive an Bord Trinkgelder für Standardleistungen Teilnahme an Bordaktivitäten und Veranstaltungen Betreuung durch Deutsch und Englisch sprechenden Gästeservice an Bord Reiseunterlagen inklusive Reiseführer

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DOSSIER

Auf nach Korsika Drei Familien aus Luzern reisen auf unterschiedliche Weise nach Ghisonaccia – drei höchst unterschiedliche Ergebnisse in Sachen Reisedauer, Kosten und CO2-Fussabdruck. TEXT JULIANE LUTZ | ILLUSTRATIONEN NICOLAS KRISTEN

Zufrieden Familie Gerber am Pool ihrer luxuriösen Ferienvilla in Ghisonaccia

Juni 2019 | touring

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Reisedetails: 13. Juli, Fahrt von daheim zum Bahnhof: Vanessas Mutter bringt die Familie hin. Luzern: 6.54 Uhr Abfahrt des Zuges nach Basel SBB, 1 Std. 5 Min., Kosten (Hin-und Rückfahrkarten): 170 Fr. Bahnhof Basel SBB zum Euroairport Basel-Mulhouse mit Taxi, 8 km, Kosten (hin- und zurück): 100 Fr. Easyjet: Abflug Basel 10.10 Uhr; Ankunft Ajaccio 11.35 Uhr. Kosten insgesamt (Hin- und Rückflüge plus aufgegebene Koffer): 1330,63 Fr. Übernahme des Mietwagens in Ajaccio 12.30 Uhr, Kompaktklasse, Citroën C4, (14 Tage, Vollkaskoschutz ohne Selbstbehalt, ein Zusatzfahrer; gebucht über TCS-Mietwagenportal): 1681 Fr. (für TCS-Mitglieder) Autofahrt Ajaccio–Ghisonaccia, 104 km, Dauer: 2 St. 8 min., Treibstoffkosten*** ca. 10 Fr. Miete der Villa (13 Nächte, 5 Zimmer, 5 Badezimmer, grosser Pool) in Ghisonaccia: 8043 Franken (7048 Euro) 26. Juli, Autofahrt Ghisonaccia– Ajaccio, 104 km, Dauer: 2 St. 8 min, Treibstoffkosten*** ca. 10 Fr. Rückgabe Mietauto: 10 Uhr Easyjet-Rückflug 12.25 Uhr ab Ajaccio, Ankunft Basel Euroairport 13.50 Uhr, Taxi zum Bahnhof Basel SBB, 8 km Bahnhof Basel SBB: Abfahrt: 15.01 Uhr, Ankunft Luzern: 16.30 Uhr. Die Gerbers sind eher ungeduldige Naturen und fliegen daher nach Korsika

Die Hedonisten

Vanessas Mutter holt die Familie wieder ab.

Remy und Vanessa Gerber* sind den schönen Dingen des Lebens zugetan. Der 43-jährige Inhaber einer erfolgreichen Kreativagentur und die 36-jährige Designerin können sich das auch leisten. Sohn Mattia ist sechs Jahre und Tochter Shiloh 14 Monate alt. Da sie möglichst rasch ankommen wollen, fliegen sie am 13. Juli** mit Easyjet ab Basel nach Ajaccio auf Korsika – eine der schnellsten Verbindungen, um die Insel zu erreichen. Dort gelandet, nehmen sie sich für 14 Tage einen Mietwagen und beziehen eine grosszügige Villa mit Pool in Ghisonaccia. Am 26. Juli fliegen die Gerbers wieder von Ajaccio nach Basel und fahren von dort mit dem Zug zurück nach Luzern. Dauer der Anreise (Bahnhof Luzern–Ghisonaccia; mit Wartezeiten): 7 Std. 44 Min. Dauer der Rückreise (Ghisonaccia–Bahnhof Luzern; mit Wartezeiten): 8 Std. 38 Min. Kosten (für An- und Rückreise, Mietwagen und Ferienhaus) insgesamt: 11 344.63 Franken CO2-Fussabdruck der Familie: circa 1,41 t CO2e (CO2-Äquivalent) Vorteil der Reiseart: schnell Nachteil der Reiseart: hoher CO2-Verbrauch, Check-in mit Baby stressig, relativ teuer

* Alle Personen sind frei erfunden, die Preise für Zugfahrten, Flüge, Fähren, Mietwagen bzw. -velos sowie Ferienhäuser und Ferienwohnungen entsprechen den Tatsachen ** Reisezeit: 13. Juli bis 26. bzw. 28. Juli 2019 *** Treibstoffkosten über TCS-Routenplaner ermittelt **** CO2-Fussabdruck von Myclimate, Zürich errechnet Währungsrechner Stand 3.5.2019, 1 Euro = 1,14 CHF

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DOSSIER

Die Normalos

Reisedetails:

Die Zauggs kann man als typische Mittelstandsfamilie bezeichnen. Urs, 45, ist kaufmännischer Leiter einer Firma bei Luzern. Andrea, 40, hat Veterinärmedizin studiert. Solange Salomé, 9, und Maelle, 7, noch nicht im Teenageralter sind, arbeitet ihre Mutter Teilzeit in einer Tierarztpraxis. Familie Zaugg ist gern mit dem Velo in der Natur unterwegs, deshalb gehen die Räder mit nach Korsika.

13. Juli, Luzern: 4.30 Uhr Abfahrt mit dem Auto Richtung Livorno, 542 km, Dauer (mit Pausen): 6 Std. 45 Min., Treibstoffkosten ca. 52 Fr. 2 Std. Wartezeit im Fährenterminal

Die Familie fährt immer mit dem Auto, derzeit ein Volvo Kombi, in die Ferien. Am 13. Juli soll es früh morgens in Luzern losgehen. Wegen der zeitlich besseren Verbindung nehmen sie auf der Hinreise eine Fähre von Livorno nach Bastia. Das Schiff von Moby Lines legt um 13.15 Uhr in Livorno ab. Nach der Ankunft in Bastia am frühen Abend werden sie direkt nach Ghisonaccia fahren. Dort haben sie ein kleines Chalet zwischen Ortskern und Strand gebucht. Am 26. Juli nehmen sie eine Moby-Lines-Nachtfähre von Bastia nach Genua. Nach der Ankunft am frühen Morgen geht es direkt zurück nach Luzern. Dauer der Anreise (Luzern–Ghisonaccia; mit Wartezeiten): 14 Std. 50 Min. Dauer der Rückreise (Ghisonacci–Luzern; mit Wartezeiten): 19 Std. 20 Min. Kosten (für An- und Rückreise, Ferienhäuschen) insgesamt: 3336 Franken CO2-Fussabdruck der Familie: circa 0,375 t CO2e (CO2-Äquivalent) Vorteil der Reiseart: praktisch, kein Gepäckstress, man kann Pausen einlegen, wo man will Nachteil der Reiseart: hoher CO2-Ausstoss bei Autofahrten, evtl. anstrengende Fahrt (Stau etc.)

Livorno: Abfahrt Fähre Moby Lines 13.15 Uhr, Ankunft Bastia: 17.30 Uhr, Kosten Hinfahrt (Auto, vier Personen): 146.24 Fr. (128.27 Euro) Autofahrt von Bastia nach Ghisonaccia, 88 km, Dauer: 1 Std. 50 Min., Treibstoffkosten ca. 8 Fr. Miete des kleinen Chalets (13 Nächte) zw. Ortskern von Ghisonaccia und Strand: 2777 Fr. 26. Juli: Autofahrt Ghisonaccia nach Bastia, 88 km, Dauer: 1 Std. 50 Min., Treibstoffkosten 8 Fr. Bastia: 2 Std. Wartezeit im Fährenterminal, 21 Uhr Abfahrt Fähre Moby Lines nach Genua. Kosten Rückfahrt (Auto, vier Personen, Vierbettkabine): 308.76 Fr. (271.16 Euro). 27. Juli, Ankunft Genua: 7 Uhr Rückreise nach Luzern, 379 km, Dauer (mit Pausen): 5 Std. 30 Min., Treibstoffkosten ca. 36 Fr. Die Zauggs kommen mit dem Auto auf die Insel, wo sie ein Chalet mieten

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DOSSIER

Die ökologisch Eingestellten

Reisedetails:

Fabio Meier, 39, und Léa Kalbermatten, 42, leben höchst umweltbewusst. Der Lehrer an einer Kantonsschule und die Ernährungsfachfrau mit 60-Prozent-Pensum haben sich gegen ein Auto entschieden, fahren Velo oder nehmen den Zug, wenn mal eine längere Strecke ansteht. Ihre Söhne Jakob und Aenea sind 8 und 5 Jahre alt. Es ist selbstverständlich, dass sie auch mit der Bahn nach Genua fahren und sie wollen als «Slow Travel»-Anhänger bereits die Anreise geniessen. Ihr Plan: Am 13. Juli den Zug um 12.06 Uhr über Mailand nach Genua nehmen. Dort besteigen sie die Nachtfähre von Moby Lines, die um 21 Uhr ablegt. Am 14. Juli kommen sie morgens in Bastia an, wo sie die Vermieterin ihrer Ferienwohnung abholen und zum Aufenthaltsort bringen wird. Für die Variante mit dem Auto mussten sich Fabio und Léa entscheiden, weil die Busverbindung nicht gut ist. Auf dem Weg in das kleine Dorf bei Ghisonaccia werden sie dort gleich Mietvelos für die nächsten 14 Tage ausleihen. Am 27. Juli bringt sie die Vermieterin wieder zur Nachtfähre nach Bastia. Am nächsten Morgen nehmen sie von Genua aus den Zug um 9.18 Uhr zurück in die Schweiz.

13. Juli: Fussmarsch zum Bahnhof, der nur 5 Min. vom Heim der Familie entfernt ist

Dauer der Anreise (Bahnhof Luzern–Dorf bei Ghisonaccia; mit Wartezeiten) 22 Std. 4 Min. Dauer der Rückreise: (Dorf bei Ghisonaccia–Luzern Bahnhof; mit Wartezeiten): 22 Std. 17 Min. Kosten (für An- und Rückreise, Mietvelos und Ferienwohnung) insgesamt: 3140.90 Franken CO2-Fussabdruck der Familie: ca. 0,21 t CO2e (CO2-Äquivalent) Vorteil der Reiseart: umweltverträglich, entspannt, Halbtax/Sparbillets machen Zugreise recht günstig Nachteil der Reiseart: umständliches häufiges Umsteigen, für so eine lange Reise ist viel Geduld nötig

12.06 Uhr, Bahnhof Luzern: Abfahrt des Zuges nach Mailand, umsteigen, Ankunft Genua: 18.42 Uhr, Dauer 6 Std. 36 Min., Kosten (Hin- und Rückfahrkarten): 388 Fr.; Spaziergang zum Hafen und zum Terminal Genua: 21 Uhr Abfahrt Nachtfähre Moby Lines, Kosten Hinfahrt (vier Personen, Vierbettkabine aussen): 271.53 Fr.(238.16 Euro) 14. Juli, Bastia: Ankunft 7 Uhr. 8 Uhr Abfahrt im Auto der Vermieterin nach Ghisonaccia, 88 km, Dauer 2 Std. 10 Min. (inkl. Ausleihe der Mietvelos), Kosten (Transport hin- und zurück): 159.61 Fr. (140 Euro) Miete für vier Velos (14 Tage): 820,87 Fr. (720 Euro) Miete der Ferienwohnung in einem Dorf bei Ghisonaccia (13 Nächte): 1 175.37 Fr. (1030.93 Euro) 27. Juli: Rücktransport vom Dorf bei Ghisonaccia zum Hafen in Bastia, 88 km, Dauer ca. 1 Std. 45 Min. 1 Stunde Wartezeit im Fährenterminal. Bastia: 21 Uhr Abfahrt Moby Lines Nachtfähre Richtung Genua, Dauer: 10 Std., Kosten Rückfahrt (vier Personen, zwei Zweibettkabinen innen): 325.52 Fr. (285.52 Euro). 28. Juli: Genua: Fähre kommt um 7 Uhr an, Fussmarsch zum Bahnhof, 25 Min. 9.18 Uhr: Abfahrt des Zuges nach Mailand, umsteigen, Ankunft Luzern 16.32 Uhr, Dauer 7 Std., 14 Min. Luzern Bahnhof: Fussmarsch nach Hause

Ökofamilie Meier/ Kalbermatten vor dem Haus mit ihrer Ferienwohnung

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DOSSIER

In der Schule der Sieben Meere TEXT JÉRÔME LATHION | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

Alan Roura lernte das Segeln schon früh kennen, er lebt seit seinem zweiten Lebensjahr auf dem Genfersee

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Der Aufsteiger der Schweizer Segelszene, der Genfer Alan Roura, verbrachte seine Kindheit und Jugend auf dem Genfersee und den Weltmeeren. Der junge Skipper, der heute seine Basis in Lorient (F) hat, wird seine frühen Jahre, in denen er sich in Freiheit entwickeln konnte, nie vergessen.

Das Wasser des Genfersees wiegte ihn in seinen ersten Jahren in den Schlaf. Als er zwei Jahre alt war, bezog seine ganze Familie ein Motorboot, das in Port-Noir in der Nähe von Genf lag. «Wir waren die erste Familie, die auf dem Genfersee wohnte.» Sein Vater Georges entschloss sich, für ein grosses Abenteuer zu sparen: die Welt mit einem Schiff zu umsegeln. Der Traum wurde mit dem Kauf der «Ludmilla» wenige Jahre später Wirklichkeit. «Ein tolles Boot, aus einer Werft von Grandson», erinnert sich Alan Roura. 2001 erreicht es das Mittelmeer in Port-Camargue. An Bord sind die Eltern von Alan, er selbst (8 Jahre alt), sein Bruder und seine Schwester. Bis zur Stunde des Abschieds in Neukaledonien vergehen elf Jahre. Der Vater und Alan, der inzwischen volljährig ist, kümmern sich um den Verkauf. Nur sie beide haben diese abenteuerliche Odyssee bis zum Ende mitgemacht. Die übrigen Familienmitglieder sind jeweils vorher ausgestiegen.

Am Ruder Georges Roura konnte seine Leidenschaft für das Segeln an Sohn Alan weitergeben, der ihn auf ein langes Meeresabenteuer begleitete.

Die «Ludmilla», ein in Grandson gebautes Segelboot, brachte die Familie Roura ans Ende der Welt. Noch heute segelt sie in Neukaledonien.

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«Meine Mutter war zu erschöpft, um den Pazifik erneut zu überqueren», erinnert sich der Skipper.

Zwischenstopps zum Broterwerb Mittelmeer, Atlantik, Pazifik, Karibik: die «Ludmilla» durchkreuzt diese Meere in verschiedenen Richtungen. «Meine erste Idee war, für die Weltumsegelung fünf Sabbatjahre zu nehmen», erklärt Georges Roura, der inzwischen im Kanton Genf wieder festen Boden unter den Füssen hat. Da sich das Abenteuer in die Länge zog, mussten wir Zwischenstopps von zwei bis 18 Monaten einlegen und arbeiten. Wir haben immer Jobs gefunden und Alan hat immer gern gearbeitet.» Der Schiffsjunge und künftige Skipper übernimmt im Laufe der Jahre verschiedene Gelegenheitsarbeiten: auf den Antillen, als er noch klein war, verkauft er Halsketten, die er an Bord aus Haifischzähnen herstellte; später wird er mit der Wartung einer Yacht in Neuseeland beauftragt, übernimmt die Leitung einer Marina in Grenada… Dazwischen liegt die harte Lehre des Seemannslebens. Über Langeweile, wie sie Kinder oft auf Reisen haben, kann Alan Roura nur lachen. Er war immer dankbar für dieses «andere Leben». «In Freiheit bringt jeder Tag etwas Neues.» Und er denkt dabei an die Freude beim Fischen, ans Kitesurfen oder Tauchen. «Verglichen mit anderen Kindern hatte ich nicht viele Freunde. Aber obwohl

Die Lehre des Seemannshandwerks beinhaltet das Klettern am Mast. Alan Roura praktizierte dies als Kind auf allen Meeren der Welt.

Die Schweizer Fahne weht seit elf langen Jahren auf dem Genfersee, aber auch auf dem Atlantik und dem Pazifik.

Die Schulbildung des jungen Alan Roura nahmen an Bord seine Eltern Myriam und Georges in die Hände. Das übermittelte Wissen ermöglichte ihm den YachtmasterSchifferschein, den er mit 18 Jahren erhielt.

FOTOS ZVG, KEYSTONE

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er italienische Schriftsteller Alessandro Baricco bewegte 1994 die ganze Welt mit seiner Legende von Novecento, dem «Ozeanpianisten», den das Leben an Land erschreckte. Manchmal kommt die Realität der literarischen Fiktion erstaunlich nahe, wie die frühen Jahre des Genfer Skippers Alan Roura (26 Jahre), die er fast ausschliesslich auf dem Wasser verbrachte, zeigen.


DOSSIER

wir von der Welt abgeschnitten gelebt haben, waren wir nicht isoliert», betont er. Er erinnert sich an Feste und Begegnungen, wenn sie an Land gingen. Und in französischsprachigen Gebieten stand oft ein Kinoabend auf dem Programm.

Unterricht an Bord Für die persönliche Entwicklung ist Schulunterricht aber vonnöten. Auf den ersten Blick mag es schwierig erscheinen, diesen Anspruch mit einem abenteuerlichen Leben auf dem Meer zu vereinen. «Aufgrund ihres Lebensentwurfs haben sich meine Eltern bereits in Genf um meine Schulbildung gekümmert. An Bord fand morgens Unterricht statt. Sie haben mir ihr eigenes Schulwissen in Fächern wie Mathematik und Französisch vermittelt», erinnert sich Alan Roura. «Aber sie konnten mir vor allem praktisches Wissen vermitteln, mich das Leben auf spielerische Weise lehren.» Sein Vater, der bei Landgängen Schulbücher kaufte, erinnert sich gern an die Fortschritte, die sein Sohn und einziger Schüler machte. «Es reicht, wenn ein Junge Englisch sprechende Freunde hat, um die Sprache in wenigen Monaten zu lernen.» Man muss diese Sprache mehr als nur rudimentär kennen, um den Yachtmaster, den internationalen Schifferschein, zu machen. Alan Roura erhält diesen anspruchsvollen Schein mit 18 Jahren. In den Annalen der Schifffahrt ist er der jüngste Inhaber dieses Scheins. Zufrieden stellt er fest: «Der Master fällt einem nicht in den Schoss. Ich bin froh, dass ich ihn mit meinen ‹bescheidenen Kenntnissen› erhalten habe», meint er zurückhaltend.

«Freiheitsbedürfnis» Inzwischen hat sich Alan Roura in der Bretagne niedergelassen und seine Karriere als Offshore-Fahrer gefestigt. Im

Rückblick auf seine wegweisenden Lehrjahre lässt er einen Wunsch erkennen: «Meine ganze Familie hat ein Freiheitsbedürfnis. Wir werden es nicht vergessen und gemeinsam wieder in See stechen, ganz sicher!» In dieser Hoffnung beendet er seinen Rückblick auf die Vergangenheit. Er will sich nun ganz auf die bevorstehenden Herausforderungen konzentrieren: Ende Oktober nächsten Jahres wird er wieder an der Transat Jacques Vabre ab Le Havre teilnehmen. Aber auch an der Vendée Globe, deren Startschuss am 8. November 2020 fällt. «Ich mache wieder mit. Denn meine Teilnahme 2016 bleibt mir unvergessen. Und ich will noch besser sein, aber nicht nur das. Möglichst viel Zeit auf dem Meer rund um den Globus zu verbringen, hat etwas Magisches an sich.»◆ Lesetipp: Alan Roura, L‘aventure au bout du rêve, Ed. Favre, Lausanne, 2017 (Buch nur auf Französisch verfügbar). Mehr Informationen unter alanroura.com

MEILENSTEINE Nachfolgend die Liste der grössten Erfolge im Laufe der Karriere von Alan Roura bis heute: 2013 belegt er im Alter von 20 Jahren den 11. Platz an der Mini-Transat. 2015 erringt er den 10. Platz der Klasse 40 bei der Transat Jacques Vabre. 2016–2017 ist er mit 23 Jahren der jüngste Teilnehmer der Vendée Globe, einer ohne Unterstützung und nonstop gefahrenen Welttour. Sein 12. Platz in der Klassierung wird im Kreise der Familie gebührend in Sables-d’Olonne gefeiert. Der Vater, der seinen Mut lobend hervorhebt, gesteht, dass er 106 Tage in Angst gelebt hat. 2017 belegt er zusammen mit Frédéric Denis den 9. Platz bei der Transat Jacques Vabre. 2018 erringt er den 7. Platz der Route du Rhum.

Freier Nachmittag Nach dem morgendlichen Unterricht hatte der junge Alan den Rest des Tages frei.

Guter Fang! Heute erinnert sich Alan Roura gerne an die unvergesslichen Freuden des Angelns auf See.

Nachwuchstalent Als Alan Roura erwachsen wurde, hatte er schon Segelerfahrung auf allen Arten von Booten gesammelt. Alan Roura bereitet sich auf zwei Herausforderungen vor: die Transat Jacques Vabre und die Vendée Globe.

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Damit die Reise wie im Flug vergeht Egal, ob im Auto, im Zug oder im Flugzeug: Eher früher als später stellt sich bei Kindern Langeweile ein. Dann heisst es vorbereitet sein, damit die Reise in die Ferien nicht zur Nervenprobe wird – für alle Beteiligten.

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TEXT DINO NODARI | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

ie Übergänge vom Quengeln und Nörgeln zum Zappeln und weiter zum Wutausbruch sind zumeist fliessend. «Sind wir schon da? Wie lange dauert es noch?» Mit Kindern zu reisen, ist nicht immer einfach. In engen Sitzen und Reihen gibt es in der Regel wenig Bewegungsfreiheit und den Kleinen wird schnell langweilig. Doch wer gut darauf vorbereitet ist, erspart sich und den Mitreisenden die nervliche Zerreissprobe. Und mit cleveren Spieletipps vergeht die Zeit wie im Flug. Zur Not kann ja immer noch ein Tablet eingepackt werden. Apps und Videos sind zwar pädagogisch nicht sehr sinnvoll, aber man kann auf Reisen auch einmal ein Auge zudrücken.

Im Auto: Bei langen Autofahrten in der Nacht oder frühmorgens abfahren. Und tagsüber genügend Pausen einrechnen. Im idealen Fall kann man sie auch nutzen, um etwas zu erleben. Eine Sehenswürdigkeit, ein Badesee oder auch einfach ein Spielplatz finden sich fast überall. Diese Pausen können gut eingeplant werden und unterbrechen die für Kinder langweilige Fahrt. Geht der Nachwuchs noch aufs Töpfchen, kann es von Vorteil sein, dieses mit dabei zu haben. Einerseits kann die Pipipause fast überall stattfinden und andererseits müssen die Kinder so nicht auf allenfalls dreckige Raststätten-WCs. Feuchttücher, Plastiktüten, Windeln, Ersatzkleider und Snacks sollten griffbereit sein. Babynahrung kann vorbereitet werden, so dass nur noch heisses Wasser aus der Thermosflasche beigefügt werden muss und auch für die Grösseren empfiehlt es sich, genügend (krümelfreie) Snacks und Getränke mitzunehmen. Als Spiele eigenen sich Kreativ-Klassiker wie «Ich packe meinen Koffer» oder «Ich sehe was, was du nicht siehst». Da es bei einer Autofahrt viel zu entdecken gibt, können auch eigene Spiele erfunden werden, etwa wer sieht als Erster jeweils eine Brücke oder ein rotes Auto… Zur Not kann ein Erwachsener auf die Rückbank wechseln, um die Kinder zu unterhalten.

Familie Meier/ Kalbermatten vertreibt sich die Zeit mit Kartenspielen im Pendolino nach Mailand

Im Zug: Bei längeren Zugfahrten – gerade zur Ferienzeit – empfiehlt es sich, Sitze frühzeitig zu reservieren. So kann allenfalls ausgewählt werden, ob es ein Abteil mit Tisch (ideal für Spiele) oder mit mehr Beinfreiheit sein soll. Im zweiten Fall kann man auch eine Krabbeldecke auslegen, damit sich das Baby etwas bewegen kann. Da es in der Ferienzeit im Zug eng werden kann, empfiehlt sich ein Kinderwagen, der klein zusammenklappbar ist. Auch ist es ratsam, den Wagen nicht zu voll zu beladen, da dieser sehr wahrscheinlich zusammengefaltet werden muss. Wichtig ist vor allem auch, dass genügend Snacks eingepackt werden. Gibt es einen Tisch, eignen sich im Zug Gesellschaftsspiele wie Uno oder Eile mit Weile (es gibt von vielen Spielen Reisevarianten mit Magneten). Oder es werden Wortspiele wie «Stadt, Land, Fluss» gespielt. Dabei wird ein Anfangsbuchstabe vorgegeben und Worte in der jeweiligen Kategorie gesucht. Ist der erste fertig mit allen Begriffen, müssen alle anderen die Stifte weglegen. Bei den Kategorien müssen nicht immer die klassischen Dinge (Stadt, Land, Fluss) gesucht werden. Warum nicht mal Promis, Essen oder auch Schimpfwörter suchen?

Im Flugzeug: Fliegt das Kind zum ersten Mal, kann das Erlebnis schon vorher vorbereitet werden. Beim «Flugzeug» spielen können der Check-in, die Sicherheitskontrolle und der Flug durchgespielt werden. Auch das Kuscheltier muss durch die Sicherheitskontrolle. Auf Langstreckenflügen kann für Kleinkinder die Mitnahme der Babyschale sinnvoll sein, Kindermenüs sollten vorbestellt werden. Der veränderte Luftdruck beim Starten und Landen des Flugzeugs kann zu Ohrenschmerzen führen. Einige Babys reagieren darauf mit Weinen oder Schreien, so können sie den Druckausgleich befördern. Kauen, Essen oder Trinken können da Abhilfe schaffen – oder auch einfach ein Schnuller. Im engen Flugzeug ist es sinnvoll, Ersatzwindeln und -kleider griffbereit zu haben, ebenfalls Snacks und kleines Spielzeug. Warum nicht auch ein ganz neues Spielzeug, das sogar noch als Geschenk verpackt ist. So sind die Kids noch etwas länger beschäftigt. Ideal sind ein Malbuch und Stifte, ein kleines Wimmelbuch, ein neuer Comic oder auch Sticker, die in ein Heft oder auf ein Papier geklebt werden können. Auch gut funktionieren Wortspiele (siehe Zug). Ältere Kinder werden sich ziemlich schnell dem Bordunterhaltungsprogramm zuwenden. ◆ Juni 2019 | touring

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«Cry Baby Cry»: Soll man mit Kleinkindern fliegen?

Der Wunsch, ferne Länder zu entdecken, lässt mit der Ankunft des eigenen Nachwuchses nicht unbedingt nach. Doch mit Kleinkindern im Flugzeug zu reisen, kann für die Familie und die anderen Passagiere Stress bedeuten. Sollte man deswegen besser auf Langstreckenflüge verzichten? TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

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ls Shiloh während des Abhebens aus vollem Hals schrie, fühlten sich Vanessa und Remy Gerber* gestresst. Der Flug nach Thailand im letzten Dezember begann schlecht. Das damals sieben Monate alte Baby vermochte die Druckunterschiede nicht auszugleichen. «Der erste Flug ist schwer: Den Kindern schmerzen die Ohren, die Eltern wissen noch nicht, wie zu reagieren ist», bestätigt Aurélie Amiot, alias «Madame Oreille». Die Reisebloggerin und Fotografin unternahm mit ihrer vier Monate alten Tochter zur Angewöhnung zunächst einen Kurzflug. Fünf Monate später nahm sie ihr Kind auf einen zweimal zwölf Stunden langen Flug nach Neukaledonien mit, mit Zwischenhalt in Japan. «Sie weinte nur ein einziges Mal, als ich sie während Turbulenzen aufwecken musste», erinnert sich Aurélie.

An Bord des Fliegers Dieselbe positive Erfahrung machten Nadine und ihr Mann, die auf ihrer Hochzeitsreise in Begleitung ihres 18 Monate jungen Sohnes die Insel La Réunion entdecken wollten: «Wir hätten uns den Flug nicht angenehmer vorstellen können.» Zudem bot die Airline eine verhältnismässig hohe Gewichtsbegrenzung für Kinderbettchen an, und die Flüge fanden 20 touring | Juni 2019

nachts statt. «Das machte alles leichter», erinnert sich Nadine. «Die Flugerfahrungen sind in der Regel sehr positiv. Obschon der Kinderlärm manchmal zu Konflikten führen kann», erklärt Yassin Yassad, Flight Attendant bei Swiss, der sich an einen Flug Zürich–Hongkong erinnert, bei dem ein Neugeborenes ohne Unterbruch weinte. Die Vielreiserin Stephanie ihrerseits fühlt sich durch Familien, die sich an Bord in ihrer Nähe befinden, nicht gestört: «Die Babys haben oft Ohrenschmerzen und können gar nicht anders als weinen. Ich greife dann zu meinen Ohrstöpseln oder Kopfhörern.» Ein Mindestalter fürs Fliegen gibt es nicht, «doch für Babys unter sieben Tagen ist ein Arztzeugnis erforderlich, das ihre Reisefähigkeit bescheinigt», sagt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott. Jean-Baptiste Armengaud, Kinderarzt am Unispital Lausanne, informiert, dass es keine expliziten Kontraindikationen gebe, wenn das Kind gesund ist. «Für termingerecht geborene Babys empfehle ich, 10 bis 15 Tage zu warten, da die Lungen noch nicht voll entwickelt sind.» Was das Immunsystem betrifft, beschwichtigt der Arzt: «Im Flugzeug sind Kinder Infektionserregern etwas mehr als üblich ausgesetzt, vergleichbar mit dem Besuch im Einkaufszentrum.»


DOSSIER

Wenn Sie das Abenteuer wagen… Wahl des Reiseziels

Die ersten Erinnerungen Ein Kleinkind könne sich gar nicht an eine Reise erinnern, argumentieren die Gegner von Kleinkindern im Flugzeug. «Mich dünkt, dass das Reisen meiner Tochter und ihrer persönlichen Entwicklung gut tut. Sie erinnert sich an vieles; es liegt an den Eltern, diese Erinnerungen wach zu halten», hält die Bloggerin Aurélie Amiot entgegen. Für den Kinderarzt sind mehrere Faktoren zu beachten: «Man muss überlegen, ob es Sinn macht, die Kleinkinder ans andere Ende der Welt mitzunehmen. Aber es kann auch ein schöner Moment sein, der ihnen zugutekommt. Die ersten bewussten Erinnerungen entstehen jedoch erst im Alter von drei oder vier Jahren.» Gewisse Eltern, wie Valérie, verzichten ganz auf Langstreckenflüge: «Ein solcher Flug schränkt die Freiheit des Babys ein, das ab sechs oder sieben Monaten Platz braucht, um sich zu bewegen.» Die reiselustige Frau findet es unpraktisch, ein Kind während mehrerer Stunden auf dem Schoss zu halten, ganz abgesehen von den Schlafpausen, den Mahlzeiten und dem Windelwechseln. Die laute Umgebung, das grelle Licht wie auch die vielen Passagiere über längere Zeit erachtet sie als viel zu intensiv für ein Baby. «Im Auto können wir anhalten und frische Luft schnappen, was im Flugzeug nicht geht.» Auch wenn die Frage der Langstreckenflüge mit Babys umstritten bleibt, denken viele – wie Globetrotterin Stephanie –, dass es jedem freisteht, zu reisen mit wem es ihm beliebt. Und Aurélie Amiot fügt an: «Wenn die Kinder gesund sind, stellt sich nur eine Frage: Fühlen sich die Eltern wohl? Wenn ein langer Flug für sie Stress bedeutet, lohnt es sich nicht.» ◆ * Die Personen sind fiktiv

Die Bloggerin Aurélie Amiot vermeidet hoch gelegene oder sehr heisse Destinationen. Was Nadine und ihren Mann betrifft, haben sie sich für La Réunion entschieden, weil die angenehmen Temperaturen und die Grösse der Insel es ihnen erlauben, während zwei Wochen am gleichen Ort zu bleiben und dabei zumeist die Schlafpausen zu wahren. Westliches Essen, ein mässiger Jetlag sowie ein geringes Gesundheitsrisiko machten die Destination attraktiv. Kinderarzt Jean-Baptiste Armendgaud hält es für erforderlich, den Aufenthalt auf die damit verbundenen Gefahren hin zu überprüfen. Er empfiehlt dringend, sich bei auf Reisemedizin spezialisierten Ärzten zu erkundigen und sich über die politischen Gefahren einer Region zu informieren. «Allerdings bin ich vorsichtig mit Stigmatisierungen, denn bei einem Aufenthalt in einem Top-Hotel in einem sicheren Gebiet sind die Risiken geringer. Was den Jetlag anbelangt, haben Kinder grössere Fähigkeiten als wir, ihren Schlaf zu regulieren.» Reiseinfos: tcs.ch/reiseinfos, safetravel.ch

Das Kind vorbereiten «Wir empfehlen, mit dem Kind über die Reise zu reden, seine Lust auf die Flugreise zu wecken und ihm alle Etappen zu erklären», sagt die Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott. Ein Vorabend-Check-in und ein Nachtflug vereinfachten die Aufgabe. Bei Swiss und den meisten anderen Fluggesellschaften können Familien zuerst an Bord und erhalten geeignete Plätze. Auf Langstreckenflügen sind Kinderbetten verfügbar, und spezielle Menüs können im Voraus reserviert werden. Mehr Infos zu Kindern im Flugzeug: tcs.ch/kinder-im-flugzeug

An Bord «Das Flugpersonal hält für Kinder Puzzles, Ausmalbilder und andere Spiele bereit», führt die Swiss-Sprecherin aus. «Auf den längsten Flügen bieten wir in allen Klassen Snacks an», fügt Flight Attendant Yassin Yssad hinzu. «Auch muss man beide Hände frei haben und sich nicht mit zu viel Gepäck beladen», rät Bloggerin Aurélie Amiot.

Was soll ins Handgepäck? Hier einige Tipps der Airline Swiss: ■ Lieblingsdecke des Kindes ■ Dicke Socken ■ Spielzeug und Plüschtiere ■ Bevorzugte Zwischenverpflegung ■ Windeln, Reinigungstücher und Ersatzkleidung ■ Schoppen, Schnuller oder Kaugummis und Bonbons zum Ausgleich der Druckunterschiede ■ Wichtige Medikamente Juni 2019 | touring

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Kluge Reisende schützen sich Seit über 60 Jahren können sich Reisende in der Not auf den TCS ETI Schutzbrief verlassen. Jetzt wurde der beliebteste Ganzjahres-Reiseschutz der Schweiz überarbeitet und bietet noch umfassenderen Schutz. Die Familie Zaugg hat den neuen ETI bereits und musste ihn auch schon in Anspruch nehmen.

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TEXT DOMINIC GRAF | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

m Artikel «Auf nach Korsika» haben wir auch die Familie Zaugg* kennengelernt – liebevoll als die Normalos bezeichnet. Während der Ferien ist die kleinste Tochter, die siebenjährige Maelle, nach dem Baden im Meer an einem Ausschlag erkrankt. «Nichts Schlimmes», meinte der korsische Arzt und verordnete dem Mädchen ein Medikament. Die Mutter, Andrea Zaugg, traute dieser Einschätzung jedoch nicht vollumfänglich und holte sich eine Zweitmeinung von einem Arzt aus der Schweiz ein. Als Inhaberin des TCS ETI Schutzbriefs stehen ihr eigene TCS-Ärzte im ETI-Plateau in Genf zur Verfügung. Ein Anruf, und sie konnte beruhigt sein: nichts Schlimmes. Einmal mehr war die Familie froh über die Unterstützung des TCS, der ihr vor einiger Zeit schon bei einer Panne im Ausland aus der Patsche half. Auch da führte ein Anruf zur unkomplizierten und schnellen Lösung des Problems.

den Skiferien im Winter ist die Familie auch in der Heimat oft gemeinsam unterwegs. An den Wochenenden unternehmen die vier gerne mal eine Velotour oder besuchen eine kulturelle Veranstaltung. Dass der TCS ETI Schutzbrief jetzt auch eine Annullierungsversicherung für Veranstaltungstickets beinhaltet und im Falle einer ernsthaften Erkrankung oder eines Unfalls den Ticketpreis erstattet, nahm Urs Zaugg zwar wohlwollend zur Kenntnis, hatte jedoch nicht gedacht, dass er schon bald davon Gebrauch machen muss.

Zirkus verpasst – Geld zurück

An einem schönen Samstag entscheiden sich die Zauggs, mit dem Velo die Innerschweiz näher kennenzulernen. Die Fahrt entlang des Sempachersees, das gemütliche Picknick und die angenehme Sommerluft zaubern ein Dauerlächeln in die Gesichter der Familie. Während einer kurzen Pause überraschen die Eltern ihre Kinder sogar noch mit einer besonderen Belohnung. «Weil ihr so toll mitgemacht habt, fahren wir Mit dem ETI Schutzbrief bietet der TCS seit über 60 Jahren nachher direkt auf die Luzerner Allmend und besuchen den einen umfassenden, ganzjährigen Reiseschutz an, der schon Zirkus Knie. Die Tickets haben wir schon gekauft», sagt Hundertausenden aus der Not half. Nun wurde der beliebAndrea Zaugg, die sich genauso darauf freut wie ihre Töchter teste Reiseschutz der Schweiz überarbeitet und das Leisund ihr Mann. Doch die Freude währt nur kurz. Unweit vom tungsangebot erweitert. Neu gibt es ihn in zwei Varianten: Zirkus entfernt, reisst die Velokette des Vaters und er stürzt. Standard und Plus. Beide werden für Europa oder die ganze An eine Weiterfahrt ist nicht zu denken, der Knöchel scheint Welt sowie für Einzelpersonen und Familien angeboten. Die gebrochen. Nachdem die Mutter die Ambulanz gerufen hat, Plus-Variante unterscheidet sich dabei hauptsächlich durch die ihren Mann ins Spital bringt, indie zusätzlichen Heilungskosten, die formiert sie auch den TCS, der sofort Reisegepäckversicherung und das DEN NEUEN ETI GIBT ES einen Patrouilleur losschickt, der das Wegfallen gewisser Selbstbehalte IN ZWEI VARIANTEN Velo zum Haus der Familie transpor(siehe Kasten). Es steht jedem tiert. TCS-Mitglied natürlich frei, sich für Standard den neuen ETI, und damit die neuen Personen-Assistance und Rückführung, Annullierungskosten (200 Fr. Alles klappt reibungslos. Zur ErleichteLeistungen, zu entscheiden oder den Selbstbehalt), Reiserechtsschutz, rung der Familie erlitt der Vater nur bisherigen beizubehalten. Pannenhilfe im Ausland inkl. Mieteine Knöchelstauchung und kann das auto, Veranstaltungsticket-VersiErweiterte Leistungen Krankenhaus am gleichen Tag wieder cherung, Reduktion Selbstbehalt Als Vater Urs von den zusätzlichen verlassen. Die Zirkusvorstellung haben bei Mietauto (500 Fr. Selbstbehalt) Leistungen erfahren hat, war für ihn sie aber verpasst. Immerhin erstattet Plus sofort klar, dass er seine Familie mit der ETI den Preis für die EintrittskarPersonen-Assistance und Rückfühdiesem Reiseschutz jetzt noch umten. «Der TCS hat uns schnell und sourung, Annullierungskosten (ohne fangreicher absichern wird. Zum Beiverän geholfen. Es hat sich auf jeden Selbstbehalt), Reiserechtsschutz, spiel begrüsst er die neue ReisegeFall gelohnt, dass wir auf den ETI Pannenhilfe im Ausland inkl. Mietauto, Veranstaltungsticket-Versipäckversicherung, bei welcher der Reiseschutz gesetzt haben. Und mit cherung, kein Selbstbehalt bei TCS im Fall eines Verlusts, Diebstahls den neuen Leistungen ist er jetzt sogar Mietauto, Heilungskosten im Ausoder einer Beschädigung bis zu 2000 noch attraktiver. Es ist beruhigend, zu land, Reisegepäck (bis 2000 Fr., Franken entschädigt. Eine weitere wissen, dass der TCS immer an unserer 200 Fr. Selbstbehalt) Sicherheit, welche die Zauggs in ZuSeite ist, egal wo auf der Welt und egal Wechsel vom bisherigen auf den neuen kunft noch unbeschwerter reisen lässt. wann», sagt Urs Zaugg. ◆ ETI jederzeit unter tcs.ch/eti-wechseln oder telefonisch unter 0800 140 000 * fiktive Familie Nebst den Badeferien im Sommer und 22 touring | Juni 2019


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Gut geschützt im Auto

Salomé schläft in ihrem Britax Römer Adventure fast wie im eigenen Bett

Von den 27 vom TCS getesteten Produkten wurden nur zwei Kindersitze als «nicht empfehlenswert» eingestuft. Die Ergebnisse unseres Frühlingstests. TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

B

ei der Auswahl der Sicherungsvorkehrungen für seine Töchter hat das Ehepaar Zaugg* die Dinge richtig gehandhabt. Sie informierten sich zunächst im TCS-Kindersitztest, dessen Ergebnisse seit 2015 direkt verglichen werden können. Danach besuchten sie ein Fachgeschäft, um die Kindersitze im Auto und mit ihren beiden kleinen Mädchen auszuprobieren. Ein halbes Jahrhundert Expertise hat der TCS in Sachen Kindersitze schon

Marke Maxi-Cosi Maxi-Cosi Maxi-Cosi Maxi-Cosi Peg Perego Cybex Cybex Baby Jogger Nania Baby Jogger Chicco Cybex Cybex Nuna Nachfolger Heyner Apramo Besafe Maxi-Cosi Peg Perego Maxi-Cosi Britax Römer Britax Römer Maxi-Cosi Britax Römer Britax Römer Safety 1st

Modell Jade + 3wayFix 3 6 Pebble Pro i-Size 2 4 6 Pebble Pro i-Size + 3wayFix 2 4 6 Pebble Pro i-Size + FamilyFix One 2 4 6 Primo Viaggio i-Size + i-Size Base 2 4 Cloud Z i-Size 2 Cloud Z i-Size + Base Z 2 3 City Go i-Size + i-Size base 2 4 Beone SP 2 City Go i-Size 2 Oasys i-Size Bebecare + i-Size Base 2 4 Sirona Z R i-Size + Base Z 2 3 Sirona Z i-Size + Base Z 1 3 Norr 2 3 Hy5.1 TT 2 Multifix Twist 1 2 3 All Stage 1 iZi Modular RF i-Size + iZi Modular Base 2 3 Pearl Pro i-Size + 3wayFix 1 3 6 Viaggio FF105 + i-Size Base 3 TobiFix 5 6 Max-Way Plus 2 4 Advansafix IV R 4 Titan Pro 4 6 Kidfix III M 4 Adventure 4 Road Fix

24 touring | Juni 2019

Verwendung i-Size 40–70 cm i-Size 45–75 cm i-Size 45–75 cm i-Size 45–75 cm i-Size 40–83 cm i-Size 45–87 cm i-Size 45–87 cm i-Size 0–87 cm 0+ i-Size 0–87 cm i-Size 40–78 cm i-Size 45–105 cm i-Size 45–105 cm i-Size 40–105 cm 0/I 0+ / I 0+ / I / II / III i-Size 61–105 cm i-Size 67–105 cm i-Size 71–105 cm I I / II I / II / III I / II / III II / III II / III II / III

auf dem Buckel, in diesem Jahr wurden 27 neue Produkte auf Herz und Nieren geprüft. Ein Vergleichstest, der sich auf Sicherheit, Handhabung, Komfort und Schadstoffgehalt der getesteten Modelle konzentriert.

Schleudersitz Das erste im Test gescheiterte Modell ist der Chicco Oasys i-Size Bebecare, dessen Haltegurt beim Frontalcrash-Test zerriss und der Dummy so unsanft aus seinem Sitz befördert wurde. Ebenfalls «nicht empfehlenswert» ist der TobiFix Preis ca. TCS-Bewertung Comfort Baby, sein Stoff★★★★★ 520.– ★★★★☆ 260.– bezug wies einen zu hohen ★★★★☆ 460.– Schadstoffgehalt auf. Zwei ★★★★☆ 450.– weitere Kindersitze werden ★★★★☆ 430.– nur bedingt empfohlen. Alle ★★★★☆ 360.– ★★★★☆ 600.– anderen erreichten die Note ★★★★☆ 220.– «empfehlenswert oder besser. ★★★★☆ 70.– Ein Sitz stach gar mit einem ★★★★☆ 300.– «hervorragend» heraus. ◆ ★☆☆☆☆ 450.– 670.– 670.– 550.– 400.– 420.– 480.– 670.– 320.– 460.– 210.– 420.– 390.– 380.– 270.– 100.– 120.–

★★★★☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★☆☆ ★★☆☆☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★☆☆☆☆ ★★☆☆☆ ★★★★☆ ★★★☆☆ ★★★★☆ ★★★★☆ ★★★★☆

* erfundene Familie

1

2 3

4

5 6

Befestigung vorwärts- oder rückwärtsgerichtet Befestigung nur rückwärtsgerichtet Befestigung nur mit Isofix, nicht mit Fahrzeuggurt Befestigung im Auto mit Isofix oder Fahrzeuggurt Abgewertet wegen Schadstoffprüfung Gleichnamiges Modell wird auch unter der Marke Bébé Confort verkauft ★★★★★ hervorragend ★★★★☆ sehr empfehlenswert ★★★☆☆ empfehlenswert ★★☆☆☆ bedingt empfehlenswert ★☆☆☆☆ nicht empfehlenswert


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Letzte Meile E-Tretroller liegen im Trend, doch was sagt das Gesetz?

Handlich, praktisch, gut E-Trottinette sind praktisch und liegen im Trend. Der TCS hat sieben in der Schweiz erhältliche Modelle getestet. Richtig überzeugt haben nicht alle – und vier Modelle dürfen ab Werk gar nicht auf Schweizer Strassen gefahren werden. TEXT DINO NODARI | FOTO EMANUEL FREUDIGER

S

ie sind kaum mehr wegzudenken aus unseren Innenstädten. Gerade für die letzte Meile scheinen die E-Trottinette ideal. Die trendigen Fortbewegungsmittel sind ein wichtiges Element der E-Mobilität. In erster Linie profitieren davon Pendler, deren Arbeitsweg nur wenige Kilometer lang ist. Die Leichtgewichte unter den ElektroTretrollern machen sich als Ergänzung zu den Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besonders nützlich. 26 touring | Juni 2019

Von der Bahn zur Arbeit, von der Wohnung zur Bahn, alles kein Problem und dank elektrischem Antrieb kommt man auch nicht verschwitzt an. In puncto Qualität, Bedienung, Handlichkeit und Verarbeitung gibt es aber grosse Unterschiede. Worauf es bei einem ElektroTretroller ankommt, hat der TCS zusammen mit dem Schweizer Fernsehen und Euroconsumers untersucht und sieben in der Schweiz erhältliche Geräte getestet.

Das günstigste E-Trottinett im Test, das Streetmotion Tech 2, kostet 289 Franken, das teuerste, der E-Twow Booster S+, schlägt mit 1090 Franken zu Buche. Im Test hat sich aber auch gezeigt, dass der Preis allein noch nicht viel über die Qualität aussagen muss. Denn das günstigste Modell bietet auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Während das Booster S+ in vielen Bereichen überzeugt, ist es aber aufgrund der einstellbaren Höchstgeschwindigkeit mit fast 30 km/h schneller, als in der Schweiz erlaubt und somit auf den öffentlichen Strassen verboten – wie auch drei weitere Modelle im Test, die ab Werk über kein Licht verfügen. Die Elektro -Tretroller wurden in Sachen Sicherheit, Funktion, Handling und Qualität getestet.


MOBILITÄT

Wofür wird es benötigt?

Günstige Mobilität

Wer sich ein E-Trotti kaufen möchte, sollte sich zunächst fragen, für welchen Zweck es genutzt werden soll. Das Gewicht spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Wer vorhat, den E-Tretroller regelmässig auch zu tragen, sollte sich für ein klappbares, leichteres Model entscheiden. Ein weiteres zentrales Element eines Elektro-Tretrollers ist die Akkuleistung. Die modernen ElektroTrottis sind leistungsstark und vielseitig. Mit Motoren von 150 bis zu 500 Watt bieten sie genau die richtige Leistung für jeden Zweck. Wer auch Steigungen ohne Treten bewältigen möchte, entscheidet sich für ein Modell mit einer höheren Wattzahl. Ausgereifte Akkus erzielen eine Reichweite von rund 20 Kilometern und die meisten Modelle besitzen eine Ladeanzeige, an der man rechtzeitig erkennen kann, ob man umkehren oder unterwegs nachladen muss.

Viele dieser Trottinette werden ausserhalb von Europa hergestellt und können online bestellt werden. Wer jedoch einen E-Tretroller für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen kaufen möchte, muss ein zugelassenes Modell wählen, das mit den notwendigen Ausstattungsmerkmalen wie Bremsen hinten und vorne, akustischer Warnvorrichtung und Lichtern versehen ist. ElektroTretroller sind umweltfreundlich, insbesondere, wenn man wieder erneuerbaren Strom zum Laden der Akkus verwendet. Ausserdem sind sie die sparsamste Art der Elektromobilität, da man im Schnitt mit Kosten von 50 Rappen pro 100 Kilometer rechnen kann. Wichtig ist, dass das Gerät gut verarbeitet und robust ist. Die Erfahrung zeigt, dass es bei schlechter Verarbeitung durch Erschütterungen schnell zu Verschleisserscheinungen kommt. Der TCS empfiehlt,

die Bedienungsanleitung genau zu lesen und bei Nässe, Tramschienen und Kopfsteinpflaster vorsichtig zu fahren. Zudem sollte nachts nie ohne Beleuchtung gefahren werden. Ein Velohelm ist zwar nicht vorgeschrieben, aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich jedoch das Tragen eines Kopfschutzes. ◆

FRAGEN VOR DEM KAUF Wie viel Zeit braucht man zum Laden zwischen den Fahrten? Wie viel Reichweite wird benötigt? Wie viele Kilogramm (Traglast + Zuladung) müssen transportiert werden? Gewicht des E-Trottinetts prüfen Wie wichtig ist das Zusammenklappen? Achtung: Einige Produkte entsprechen nicht den Schweizer Vorschriften betreffend Licht vorne und hinten sowie der erlaubten Geschwindigkeit.

E-Trottinett-Test 2019 Marke Modell Leistung laut Hersteller (Watt) Reichweite gemessen (km) Geschwindigkeit gemessen (km/h) Traglast (kg) Gewicht Trottinett (kg) Bremsweg gemessen (m) Ladezeit gemessen (Std.) Preis (CHF) Sicherheit Funktion Handling Qualität Gesamtnote TCS-Bewertung Stärken Schwächen

V Max R20 350 23,6 17 120 15,6 2,34 6,5 699 Gewichtung 0.40 0.20 0.20 0.20

71% 77% 61% 40% 64%

Streetmotion Soflow 1 Flowboard pop Tech 2 250 250 8,4 11,1 19 22 100 120 10,2 11,6 2,79 3,27 3 3,8 289 329 64% 59% 73% 50% 62%

53% 63% 68% 53% 58%

Razor 1 E200 200 8,4 16 70 16,8 2,91 7 298

Micro Condor X3 500 15,2 22 100 11 2,23 2,9 999

E Twow 2 Booster S+ 500 27,1 27 125 11,2 2,59 3,1 1090

Segway 1 Nineboot ES1 250 14,5 22 100 11,2 2,66 3,5 599

37% 44% 34% 45% 39%

79% 78% 72% 90% 79%

73% 81% 81% 65% 75%

81% 82% 78% 70% 78%

★★★★☆

★★★★☆

★★★☆☆

★★☆☆☆

★★★★☆

★★★★☆

★★★★☆

Fahrkomfort sehr gut, effektive Bremsen, gut am Berg, einfach faltbar, überzeugende Reichweite Sperrig und schwer im Vergleich, wenig überzeugende Qualität

Informatives Display, einfach faltbar, geringstes Gewicht, günstigster Preis Hinterradbremse schwergängig, schlecht am Berg, geringste Reichweite

Gutes Handling, hohe Traglast Nur durchschnittliche Sicherheit, kein Licht im Lieferumfang, wenig Kraft am Berg, geringe Reichweite

Geringer Preis, breites Trittbrett Wenig Kraft und schlecht dosierbar, Traglast max. 70 kg, kein Licht im Lieferumfang, nicht faltbar

Gutes Handling und Fahrkomfort, sehr gute Qualität, beste Bremsen, relativ leicht Diodenanzeige hinten statt Display, hoher Preis, durchschnittliche Reichweite

Gutes Handling, Fahrkomfort und Qualität, informatives Display, einfach faltbar, höchste Reichweite im Test, Ladebuchse gut erreichbar, automatisches Licht Zu schnell, daher nur auf privatem Grund einsetzbar, höchster Preis

Gutes Handling und Fahrkomfort, Tempomat und App, sehr einfach faltbar, gute Qualität, Ladebuchse gut erreichbar, Geschwindigkeit gut dosierbar Durchschnittliche Reichweite, kein Rücklicht

80–100% 60–79% 40–59% 20–39% 0–19%

★★★★★

1

Diese Produkte sind nur mit nachgerüstetem Licht strassentauglich

2

Nach Schweizer Recht zu schnell, daher nur auf privatem Grund einsetzbar

hervorragend sehr empfehlenswert empfehlenswert bedingt empfehlenswert nicht empfehlenswert

★★★★☆ ★★★☆☆ ★★☆☆☆ ★☆☆☆☆

Juni 2019 | touring

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MOBILITÄT

Grosse Preisunterschiede beim Parkieren am Bahnhof Mit Park and Rail bieten die SBB für Pendler ein interessantes Angebot. Parkieren beim Bahnhof und dann gemütlich mit dem Zug zur Arbeit. Die Preise indes können je nach Standort bis zu viermal teurer sein. TEXT DINO NODARI

D

ie Schweiz ist ein Volk von Pendlern. Vier Millionen Menschen müssen zur Arbeit pendeln. Und gemäss Bundesamt für Statistik haben 2017 71 Prozent aus­ serhalb ihrer Wohngemeinde gearbeitet. Die Arbeitswege werden dabei immer länger. Durchschnittlich legen Arbeitspendler heute ungefähr 15 Kilometer pro Weg zurück und benötigen dafür etwas mehr als 30 Minuten. Mehr als die Hälfte der Pendler benutzte 2017 dafür das Auto, 31 Prozent den öffentlichen Verkehr. Trotz hervorragendem öffent­ lichem Verkehr setzen also immer noch

Kombiniert Mit dem Auto zum Bahnhof und dann mit dem Zug weiter zur Arbeit

28 touring | Juni 2019

sehr viele Pendler auf das Auto. Die Verbindungen zwischen den Zentren sind sehr gut ausgebaut und etwa zwischen Zürich und Bern oder Lausanne und Genf ist der Zug oft sogar schneller als das Auto. Das Problem liegt bei der letzten Meile, also dem Weg vom Wohnort zum Bahnhof oder vom Bahnhof zum Arbeitsplatz. Bis autonome Autos auf den Strassen verkehren, dürfte noch etwas Zeit verstreichen.

Riesige Preisunterschiede Warum also nicht Auto und Bahn kombinieren? Park and Rail heisst das Ange-

Parkplatzkosten bei P&R-Anlagen Ort Aigle Allaman Baden Bassecourt Bassersdorf Biasca Bümpliz Süd Cadenazzo Chur Cossonay-Penthalaz Emmenbrücke Glarus Herzogenbuchsee Liestal Neuenburg Nyon Olten Palézieux Pfäffikon SZ Turbenthal

Plätze 347 88 40 36 122 62 32 68 121 66 89 46 99 243 190 101 108 183 178 43

Tag 7 Fr. 7 Fr. 16 Fr. 0 Fr. 6 Fr. 6 Fr. 6 Fr. 6 Fr. 12 Fr. 8 Fr. 6 Fr. 5 Fr. 10 Fr. 10 Fr. 14 Fr. 12 Fr. 12 Fr. 7 Fr. 7 Fr. 4 Fr.

Monat 70 Fr. 70 Fr. 160 Fr. 0 Fr. 60 Fr. 60 Fr. 60 Fr. 50 Fr. 120 Fr. 80 Fr. 60 Fr. 50 Fr. 70 Fr. 80 Fr. 150 Fr. 80 Fr. – 70 Fr. 70 Fr. 40 Fr.

Jahr 700 Fr. 700 Fr. 1600 Fr. 0 Fr. 600 Fr. 600 Fr. 600 Fr. 500 Fr. 1200 Fr. 800 Fr. 600 Fr. 500 Fr. 700 Fr. 800 Fr. 1500 Fr. 800 Fr. 900 Fr. 700 Fr. 700 Fr. 400 Fr.


WER HAT RECHT

EX-PRESS

Betrunkener Fussgängerin droht Ausweisentzug bot, das die SBB hier machen. 27 500 Parkplätze an rund 580 Bahnhöfen bieten die SBB an. Ein Blick auf die Preise fördert grosse Unterschiede zu Tage. An den teuersten Lagen kostet das Tagesticket 16 Franken und ja, es gibt sogar noch Gratis-Parkplätze, wie die SBB auf Anfrage bestätigen. «Gerade im ländlichen Raum, wo die weiteren öffentlichen Parkplätze der Gemeinde kostenlos sind», so die Antwort. In der Regel bewegen sich die Preise jedoch zwischen 4 und 16 Franken pro Tag. Für Pendler besonders attraktiv sind Monats- und Jahreskarten, die zwischen 40 und 160 beziehungsweise 400 und 1600 Franken kosten. Ein Vergleich der Anlagen in der jeweiligen Region kann sich also lohnen. Denn beim gleichen Anbieter können also Parkplätze mehr als viermal mehr kosten. «Der Preis hängt vom Standort, der Konkurrenz, der Nachfrage und vor allem vom Bahnangebot ab», erklärt SBB-Mediensprecher Reto Schärli. Konkret bedeutet dies, dass etwa ein Viertelstundentakt ab dem Bahnhof zu teureren Parkplätzen führt, als wenn es ab dem Bahnhof einen Halbstundentakt gibt. «Je attraktiver ein Standort, desto höher die Nachfrage und dementsprechend der Preis», sagt Reto Schärli.

Kein garantierter Platz Die SBB haben das Angebot an P&R-Anlagen kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 2000 waren es noch 12 000 Plätze, 2016 bereits über 26 000 und aktuell rund 27 500. «Je nach Siedlungsart, aktuellem Angebot und vor allem der aktuellen Auslastung werden wir nach wie vor Anlagen punktuell ausbauen», sagt Reto Schärli. Grundsätzlich könne die Nachfrage befriedigt werden, heisst es bei den SBB, es gäbe aber vereinzelt Anlagen, die manchmal überlastet seien. Dessen müssen sich die Kunden bewusst sein, denn auch wenn sie das Ticket vorab online, via App, am Schalter oder am Automaten gekauft haben, besteht kein Anspruch auf einen freien Parkplatz und nicht an jedem Standort gibt es viele Parkplätze, manchmal sind es auch nur ein Dutzend. Konkret heisst dies, dass der Parkplatz voll sein kann und in diesem Fall gibt es keine Erstattung der Parkplatzkosten. ◆

Wer ein Alkoholproblem hat und sich auffällig verhält, muss auch dann damit rechnen, im Hinblick auf seine Fahreignung untersucht zu werden, wenn er nicht am Steuer mit Alkohol erwischt wird. TEXT URS-PETER INDERBITZIN

B

estehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, verlangt das Gesetz, dass eine verkehrsmedizinische Abklärung anzuordnen ist. Der klassische Fall ist der Lenker, der in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr gefahren ist. In solchen Fällen muss zwingend eine Fahreignungsuntersuchung vorgenommen werden. Aufgrund dieser Untersuchung wird dann entschieden, ob der Lenker den Führerausweis im Rahmen eines Warnungsentzugs einige Zeit abgeben muss oder ob gar wegen eines verkehrsrelevanten Suchtverhaltens ein Sicherungsentzug für längere Zeit notwendig ist. Bestehen nach der Untersuchung Zweifel an der Fahrkompetenz einer Person, so kann diese einer Kontrollfahrt, einer Theorieprüfung, einer praktischen Fahrprüfung oder einer anderen geeigneten Massnahme wie einer Aus- oder Weiterbildung oder einer Nachschulung unterzogen werden.

Zweifel an Fahreignung

Kürzlich hat das Bundesgericht (Urteil 1C_569/2018) in diesem Zusammenhang – soweit ersichtlich zum ersten Mal – entschieden, dass sich eine Person einer verkehrsmedizinischen Untersuchung unterziehen muss, obschon sie nicht selbst am Steuer eines Fahrzeugs sass.

Nicht selber gefahren Im konkreten Fall war eine Fussgängerin beim Überqueren einer Hauptstrasse in einen Unfall mit einem Personenwagen verwickelt. Die durchgeführte Atemalkoholprobe ergab für den Unfallzeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration zwischen 2,65 bis maximal 3,38 Gewichtspromille. Obwohl die Frau in Bezug auf Trunkenheitsfahrten nicht vorbestraft war, erachtet das Bundesgericht die verkehrsmedizinische Begutachtung als verhältnismässig. Es liege im öffentlichen Interesse an einem sicheren Strassenverkehr, bei einem so hohen Wert zu prüfen, ob eine Alkoholgewöhnung beziehungsweise Missbrauchsproblematik oder gar eine Suchterkrankung vorliege. Dies gilt laut dem Urteil aus Lausanne im beurteilten Fall umso mehr, als die Frau nicht nur den Personenwagen-Ausweis hat, sondern auch im Besitze des Führerausweises für Lastwagen und für Cars ist. ◆

Die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung setzt jedoch nicht zwingend voraus, dass der Fahrzeugführer tatsächlich unter dem Einfluss von Alkohol gefahren ist. Laut Bundesgericht können, sofern stichhaltige Gründe für ein tatsächlich verkehrsrelevantes Suchtverhalten vorliegen, auch bei Personen, die ausserhalb des motorisierten Strassenverkehrs auffällig geworden sind, Zweifel an der Fahreignung aufkommen, was URS-PETER eine verkehrsmedizinische INDERBITZIN Untersuchung rechtfertigen Verkehrssexperte kann.

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Fort William Loch Ness Atlantischer Glen Coe Ozean Loch Lomond Glasgow

Aberdeen Dunnottar Castle Glamis Castle

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Edinburgh

✓ Fährüberfahrten Rotterdam-Hull & HullRotterdam, Basis 2-Bett-Kabine Innen, mit 2 Übernachtungen inkl. Halbpension

Nordsee

Gretna Green

✓ 6 Übernachtungen in Schottland in guten und gehobenen Mittelklasshotels

York Traumlandschaften um Glen Coe

Irische See

Hull

✓ 6 x Frühstück in den Hotels

Eine perfekte Schottland Rundreise die nicht nur sämtliche Erwartungen erfüllt sondern zusätzlich das „Bisschen Mehr“ bietet, das Sie anderswo oft vergebens suchen. Geheimnisvolle Seen, sagenumwobene Schlösser, malerische Fischerdörfer, die wildromantischen Highlands, der bekannte Whisky-Trail, die Metropolen Glasgow, Aberdeen und Edinburgh sowie das weltbekannte Military Tattoo in Edinburgh.

Ihr tolles Reiseprogramm: 1. Tag, Donnerstag – Anreise nach Rotterdam & Einschiffung Frühmorgendliche Fahrt im komfortablen Extrabus nach Rotterdam, wo wir am Abend unsere Nachtfähre mit Kurs Richtung England besteigen. Übernachtung und Nachtessen an Bord. 2. Tag, Freitag – Gretna Green & Glasgow Am Morgen erreichen wir das englische Festland in Hull. Unser erstes Etappenziel nach der englisch-schottischen Grenze ist das reizende Örtchen Gretna Green. Hier besuchen wir die berühmte Hochzeitsschmiede, wo sich einst jugendliche Pärchen heimlich trauen liessen. Später erleben wir Schottlands Hauptstadt Glasgow bei einer interessanten Stadtführung. Übernachtung im Raum Glasgow. 3. Tag, Samstag – Loch Lomond, Glen Coe & Fort William Auf unserem Weg in den Norden passieren wir zunächst die „Bonny bonny banks“ des zauberhaften Loch Lomond. Anschliessend können Sie sich von der wilden Schönheit des Glen Coe, dem Tal der Tränen, beeindrucken lassen. Letztes Ziel des heutigen Tages ist das Städtchen Fort William, das zu Füssen des bekanntesten Berges Schottlands – des mächtigen Ben Nevis – liegt. Übernachtung im Raum Fort William. 4. Tag, Sonntag – Eilean Donan Castle, Loch Ness & Inverness Auf dem Weg Richtung Norden machen wir für einen der schönsten Fotomomente Schottlands einen lohnenden Umweg nach Westen. Hier treffen wir am Ufer des Loch Duich auf das grandiose

Eilean Donan Castle (Eintritt inkludiert). Das Schloss ist die wohl bekannteste der vielen schottischen Burgen und dient immer wieder als Kulisse zahlreicher Hochlandverfilmungen. Anschliessend wartet der legendärste schottische See auf Sie, der Loch Ness. Nach der Besichtigung der beeindruckenden, am Ufer gelegenen Ruinen des Urquhart Castles, unternehmen wir eine schöne Bootsfahrt auf der Suche nach Nessie. Übernachtung im Raum Inverness/ Aviemore. 5. Tag, Montag – Auf dem Whisky Trail bis nach Aberdeen Der heutige Tag beginnt ganz im Zeichen von Whisky und Berge, eben typisch schottisch. Wir fahren durch die herrlichen Grampian Mountains und besichtigen auf dem berühmten „Whisky Trail“ eine der zahlreichen Destillerien und eine Küferei – natürlich werden wir dabei die edlen Brände auch selbst verkosten. Weiterfahrt nach Aberdeen. Der alte Stadtteil wird durch eine dörfliche Atmosphäre geprägt, während für den modernen Stadtteil Geschäfts- und Einkaufsgegenden typisch sind. Übernachtung im Raum Aberdeen. 6. Tag, Dienstag – Entlang der Ostküste nach Edinburgh Heute fahren wir weiter Richtung Edinburgh. Unterwegs stossen wir auf die Ruinen des malerischen Dunnottar Castle bei der kleinen Fischerstadt Stonehaven. Das Schloss diente bereits als Kulisse zu den Dreharbeiten von Shakespeares Tragödie Macbeth und ist ein beliebtes Fotomotiv. Südlich von Dundee besuchen wir das bekannte Glamis Castle mit seinen bezaubernden Gärten. Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel im Raum Edinburgh.

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✓ 5 x Nachtessen in den Hotels ✓ Alle aufgeführten Ausflüge und Besichtigungen gemäss Programm ✓ Interessante Stadtführung in Glasgow

7. Tag, Mittwoch – Edinburgh & das Military Tattoo Nach dem Frühstück fahren wir heute nach Edinburgh, wo wir zu einer beeindruckenden Stadtführung erwartet werden. Wir sehen St. Giles Cathedral, Royal Mile und erleben das bunte Treiben der Princess Street. Der Nachmittag steht Ihnen dann für eigene Erkundungen oder Einkäufe zur freien Verfügung. Am Abend erwartet uns ein ganz besonderer Höhepunkt: Wir besuchen das berühmte Edinburgh Military Tattoo – die spektakulärste Musik- und Militärparade der Welt! Nach dem Tattoo bringt uns der Bus zurück ins Hotel. 8. Tag, Donnerstag – Schottische Borders – York – Hull Heute erleben wir noch einmal unberührte Natur und atemberaubende Landschaften. Unsere Fahrt durch die schottischen Borders, bekannt durch die vier grossen Abteien, wird Sie begeistern. Später bummeln wir durch die mittelalterlichen Gassen der zauberhaften Stadt York bevor wir schliesslich nach Hull fahren, wo wir wieder unser Fährschiff besteigen. Übernachtung an Bord. 9. Tag, Freitag – Heimreise Nach der Ankunft der Fähre am Morgen in Rotterdam treten wir mit vielen unvergesslichen Reiseerlebnissen im Gepäck die Heimreise in Richtung Schweiz an Noch mehr sparen bis 100% REKA-Checks!

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MOBILITÄT

Für Pendler wird die Zeit immer mehr zum kostbarsten Gut

So planen Pendler ihr Leben Im Mittelpunkt einer Studie von Guillaume Devron, Wissenschaftler an der EPFL, steht die zunehmende Beschleunigung in unserer Gesellschaft. In seinem neu erschienenen Werk analysiert er das durchgetaktete Leben der Pendler, die mit verschiedenen Strategien die Hektik ihres Alltags zu meistern versuchen. → TEXT ALINE BEAUD | FOTO EMANUEL FREUDIGER

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Excellence Gourmetfestival ´19 ab FFr. 285.– 2-Tages-Flussreise mit Sternekoch und Gourmetmenü

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Martin Dalsass

Pierre André Ayer

Jeroen Achtien

Mattias Roock

1 Michelin-Stern 18 Punkte Gault Millau Talvo by Dalsass, St. Moritz-Champfèr

1 Michelin-Stern 18 Punkte Gault Millau Restaurant Le Pérolles, Fribourg

1 Michelin-Stern 16 Punkte Gault Millau Restaurant Sens, Hotel Vitznauerhof, Vitznau

1 Michelin-Stern 18 Punkte Gault Millau Locanda Barbarossa, Castello del Sole, Ascona

Route 1 Route 2

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20.10.–21.10.2019

Buchungscode:

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21.10.–22.10.2019

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25.10.–26.10.2019 26.10.–27.10.2019

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Stefan Heilemann

Roger Kalberer

Gerhard Wieser

Mike Wehrle

2 Michelin-Sterne 17 Punkte Gault Millau Restaurant Ecco, Hotel Atlantis by Giardino, Zürich

1 Michelin-Stern 17 Punkte Gault Millau Restaurant Schlüssel, Mels

2 Michelin-Sterne 18 Punkte Gault Millau Hotel Castel, Tirol bei Meran

1 Michelin-Stern 16 Punkte Gault Millau Bürgenstock Resort Lake Lucerne, Bürgenstock

Route 2

Route 2

Route 2

04.11.–05.11.2019

Buchungscode:

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11.11.–12.11.2019

Buchungscode:

Route 1 Basel–Strassburg Tag 1 Basel. Busreise nach Basel. Die Crew heisst Sie an Bord von Excellence willkommen. Um 15 Uhr nimmt Ihr Flussschiff Kurs auf Strassburg. Bei Kaffee, Kuchen und einem Willkommensdrink geniessen Sie den Blick auf die vorbeiziehende Flusslandschaft. Im Anschluss folgt der Höhepunkt Ihrer Reise mit dem grossen Gala-Menü im Excellence Restaurant. Sie erfahren Interessantes zur Philosophie der Küche, den Zutaten und der Idee hinter den einzelnen Gängen. Sie können sich für eine harmonisch abgestimmte Weinbegleitung entscheiden oder Weine aus der eigens für den Abend zusammengestellten Weinkarte wählen. Lassen Sie den Abend an der Bar oder bei entspannter Pianomusik in der Lounge ausklingen. Tag 2 Strassburg. Frühmorgens erreichen Sie die elsässische Hauptstadt Strassburg. An Bord geniessen Sie das Frühstücksbuffet à la Excellence. Strassburg ist bekannt für sein Münster «Notre Dame», beeindruckende Kunstgalerien und sympathi-

Gratis-Buchungstelefon

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18.11.–19.11.2019

Buchungscode:

sche elsässische Gaststuben. Mittelalterliche Fachwerkhäuser prägen das Stadtbild. Sie haben Zeit durch die romantischen Gassen zu schlendern. Am Nachmittag erfolgt die Rückreise mit dem Komfort-Reisebus in die Schweiz. Route 2 Strassburg–Basel Reise in umgekehrter Richtung.

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Route 1 Route 2 Buchungscode:

22.11.–23.11.2019 23.11.–24.11.2019 epbas14_ku / epstr14_ku

Preise pro Person Kabinentyp

Fr. Katalogpreis Sofortpreis

2-Bett-Kabine Hauptdeck 570.– 2-Bett-Kabine Mitteldeck, frz. Balkon 690.– 2-Bett-Kabine Oberdeck, frz. Balkon 770.– Mini-Suite Mitteldeck, frz. Balkon 910.– Mini-Suite Oberdeck, frz. Balkon 990.– Sofortpreis mit beschränkter Verfügbarkeit

285.– 345.– 385.– 455.– 495.–

Zuschläge Unsere Leistungen • An-/Rückreise im Komfort-Reisebus • Excellence-Flussreise mit Halbpension an Bord • Gourmet-Abend mit mehrgängigem Menü eines Spitzenkochs • Mittelthurgau-Reiseleitung Nicht eingeschlossen • Getränke, persönliche Auslagen, Trinkgelder

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0800 86 26 85 · www.mittelthurgau.ch Reisebüro Mittelthurgau Fluss- und Kreuzfahrten AG · Oberfeldstr. 19 · 8570 Weinfelden · Tel. +41 71 626 85 85 · info@mittelthurgau.ch

• Abreise Excellence Countess 18.10., 19.10. 45.– • Abreise Excellence Princess 25.10., 26.10., 22.11., 23.11. 45.– • Kabine zur Alleinbenützung 135.– • Auftragspauschale 20.– Wählen Sie Ihren Abreiseort Wil , Winterthur-Wiesendangen SBB, Zürich Flughafen , Burgdorf , Baden-Rütihof , Basel SBB, Bern. Lausanne & Fribourg (auf ausgewählten Reisen).

IM19_048

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18.10.–19.10.2019 19.10.–20.10.2019


MOBILITÄT

In Ihrem Buch gehen Sie besonders auf die Überlastung der Grenzgänger in Luxemburg ein, die ihr Privat- und Berufsleben nur schwer miteinander vereinen können. Was zeigt Ihre Studie?

Guillaume Devron: Es ist eine Langzeitstudie über Mobilität. Laut OECD hat sich die durchschnittliche Arbeitszeit in der Schweiz seit den 90er-Jahren um 12 Prozent verringert. Wir arbeiten immer weniger, doch Burnouts und Stress werden immer häufiger. Es geht darum, den richtigen Rhythmus zu finden. Mein Buch empfiehlt, einen Gang zurückzuschalten und Pausen einzulegen. Die Beschleunigung stellt eine neue Problematik dar, bei der die Zeit – wie andere Ressourcen auch – zum seltenen Gut wird. Daher habe ich nicht nur das Familienund Berufsleben in meiner Studie untersucht, sondern auch die Raum-Zeit-Komponente berücksichtigt. Das Thema Zeit kommt in der Forschung zu kurz und sollte in der öffentlichen Politik klar Eingang finden. Was ist typisch für die Befragten in Ihrer Studie?

Für meine Studie habe ich Pendler als Extremfall gewählt, da sie unter dem grössten Zeitdruck stehen und für die Situation besonders kennzeichnend sind. In diesem Falle sind es Grenzgänger aus Luxemburg, die im Durchschnitt jeden Tag 45 Kilometer zu ihrem Arbeitsplatz fahren, in einer Paarbeziehung leben, in Vollzeit oder zu 80 Prozent arbeiten und mindestens zwei minderjährige Kinder haben. Sie leben wie auf einem Vulkan, ihre Belastung ist verständlicherweise ungeheuer gross.

FOTO ZVG

«Die Hektik ist enorm, aber wir haben uns schliesslich dafür entschieden», meint einer der Grenzgänger aus Luxemburg. Warum, meinen Sie, haben sie sich diesem Druck freiwillig ausgesetzt?

Diese Personen leben meist in einem Einfamilienhaus auf dem Land. Die Immobilienpreise in

Frankreich und Belgien sind niedriger und die Einkommen in Luxemburg attraktiver. Die Pendler setzen also auf räumliche Mobilität. Vermeintlich geniessen sie ideale Lebensumstände, leben aber ständig unter einem absoluten Zeitdruck. Das ist ein Paradox der Mobilität. Und die Autofahrer sind am schlechtesten dran...

Die Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel für den Weg nutzen, haben eine kleine Ruhepause. Einen Moment des Innehaltens, den sie schätzen und auf den sie nicht verzichten möchten. Durch eine

Vorgehensweise ist, die Arbeitszeit zu verringern. Hier ist es oft die Frau, die weniger arbeitet. Auch Technik wird strategisch eingesetzt, von einem gemeinsamen Terminplan in Google Drive über Whatsapp-Gruppen bis hin zu Facebook. Bei den Familien dreht sich alles darum, die familiären Termine einzuhalten, wie zum Beispiel die Kinder zur Schule zu bringen, das Essen zu machen und anderes. Sie haben keinerlei Spielraum und der kleinste Zwischenfall bringt ihren Zeitplan komplett durcheinander. Was geschieht also?

Die Familien müssen ihr soziales Hilfsnetz aktivieren. Einige leben in der Nähe ihrer Eltern, andere nehmen zu Fahrgemeinschaften mit Nachbarn oder Freunden Zuflucht. Eine solche Unterstützung wird regelmässig oder gelegentlich in Anspruch genommen. Bieten sich für diese Pendler noch andere Lösungen an als ein Umzug?

«Die Pendler leben wie auf einem Vulkan» Guillaume Drevon

semantische Analyse der Gespräche haben wir festgestellt, dass die Autofahrer mit ihrer Lage sehr unzufrieden sind. Schuld daran ist der Unsicherheitsfaktor in ihrer Zeitplanung, sprich die Ungewissheit ihrer Pünktlichkeit. Sie nehmen daher Umwege in Kauf und wählen statt staubelasteter Autobahnen Nebenstrecken. Sie wollen nicht unbedingt Zeit sparen, sondern sicher sein, dass sie pünktlich ankommen. Welche alternativen Strategien verwenden die Pendler noch?

Sie richten ihren Zeitplan nach der Verkehrsdichte ein, sprechen sich mit ihrem Partner ab und stellen Hilfskräfte, wie beispielsweise Kindermädchen oder Haushaltshilfen, ein. Eine weitere, radikale

Es ist eine sehr schwierige Lebensphase, beispielsweise wenn die Kinder noch klein sind. Aber es ist eine vorübergehende Phase. Die Kinder werden grösser, selbstständiger und benötigen weniger Betreuung. Also, die Zähne zusammenbeissen und warten, bis es vorüber ist?

Das ist die grosse Frage der öffentlichen Politik. Die Eltern organisieren ihre Zeit um feste Termine der Aktivitäten ihrer Kinder herum. Letztlich geben die Kinder den Rhythmus vor. Ein Vorschlag wäre, eventuell die Unterrichtszeiten flexibler zu gestalten. Man stelle sich vor, man könnte die Kinder zwischen 8 und 9 Uhr zur Schule bringen und nicht zu einem festen Zeitpunkt. Das hiesse, enorm an Lebensqualität zu gewinnen. ◆

«Proposition pour une rythmologie de la mobilité et des sociétés contemporaines» vom Guillaume Drevon, éditions AlphilPresses universitaires suisses. (Buch ist nur auf Französisch verfügbar).

Juni 2019 | touring

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TECHNIK

HYUNDAI NEXO VERTEX

Ein guter Tipp,

Wasserstoff

Design und Technologie setzen sich im Interieur durch

EElektromotor/Brennstoffzelle, 163 PS W0,99 kg/100 km (Test-Mittelwert), Energie-Etikette E VReichweite: 637 km kGewicht: 1925 kg (Testfahrzeug) P0–100 km/h in 9,0 s L84 900 Fr. Unter seinen trendigen Crossover-Linien verbirgt der Hyundai Nexo eine moderne Brennstoffzelle. Es ist eine Freude, dieses innovative Fahrzeug zu fahren, trotz rudimentärem Wasserstofftankstellen-Netz.

Stilvoller Technologieträger Fahren ohne lokale Emissionen Reichweite mit Verbrenner uniform Fahrkomfort/Durchzug Schöne Innenausstattung

TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

Geräumigkeit/komfortable Sitze Umfassende Assistenten-Ausstattung

34 touring | Juni 2019


B Wasserstoff erzeugt Strom, wenn er mit Sauerstoff reagiert

TECHNISCHE DATEN TESTFAHRZEUG Hyundai Nexo Vertex: 5 Türen, 5 Plätze; 84 900 Fr. (Testfahrzeug: 85 800 Fr.) Varianten: Einzelausführung Optionen: Metallic-Lackierung (900 Fr.) Garantien: 5 Jahre Werk, 5 Jahre/100 000 km auf den Antriebsstrang, 8 Jahre/200 000 km auf die Hochspannungsbatterie, 8 Jahre Service (Auflagen); Rostschutz: 12 Jahre Importeur: Hyundai Suisse, 8305 Dietlikon, hyundai.ch TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN Motor: elektrisch angetrieben durch eine Brennstoffzelle (Wasserstoff-SauerstoffReaktion), 163 PS, 395 Nm; einstufiges Getriebe, Frontantrieb; Gewicht: 1925 kg (Testfahrzeug), zul. Gesamtgewicht 2340 kg, keine Anhängelast

Crossover Mit Leuchtstreifen vor der Kühlerhaube und versenkbaren Türgriffen 90%

Nur zwei Wasserstofftankstellen (CH) 163 cm

Anschaffungs- und Wartungskosten Leergewicht/keine Anhängelast Überfüllte Mittelkonsole Synthetisches Fahrgefühl Künstliches Motorgeräusch Nervöser Spurhalteassistent

Radstand 279 cm Länge 467 cm Breite 186 cm Kofferraum: 461–1466 Liter Reifen: 245/45 R19

islang waren es vor allem ÖkoPioniere, welche diese designtechnisch alles andere als berauschenden Wasserstoff-Autos gefahren sind. Doch der Hyundai Nexo, der attraktive Nachfolger des ix35, bringt die raffinierten Eigenschaften eines zeitgemässen Crossovers mit sich. Anstelle eines Verbrennungsmotors verfügt der Nexo über eine Brennstoffzelle, welche den Wasserstoff aus den drei bordeigenen Tanks mit dem Sauerstoff aus der Umgebung reagieren lässt und so Strom produziert. Damit ist der Nexo eigentlich ein Elektroauto. Mit dem Unterschied, dass keine schwere Batterie mitgeführt werden muss. Auf dem Bordcomputer lässt sich beobachten, wie der Nexo seinen Strom erzeugt. Die kleine Zusatzbatterie wird unter anderem für die Energierückgewinnung der Bremsen verwendet und unterstützt die Beschleunigung.

Unter dem Vortrieb seines stets präsenten vollen Drehmoments (395 Nm) wird der Nexo kräftig durchgeschüttelt. Die 163 PS, die ihm zu Verfügung stehen, sind mehr als genug, um ihm trotz seiner fast zwei Tonnen kräftig Schub zu verleihen. Keineswegs sportlich, aber da geht etwas. Wie auch sein einladendes Interieur, das durch silberne Einsätze unterstrichen wird, setzt dieser innovative Crossover voll auf Komfort. Die gut gepolsterten Sitze und die Federung mit langem Federweg arbeiten optimal zusammen, um die Insassen zu verwöhnen. Und da das Motorengeräusch nur als leises Rauschen wahrgenommen wird, nimmt der Nexo auch gerne Autobahnen unter die Räder. Anders als bei Elektroautos ermöglicht der durchschnittlich gemessene Wasserstoffverbrauch (0,99 kg/100 km) eine Reichweite von mehr als 600 km. Einziges Dilemma: Die einzigen zwei Wasserstoff-Tankstellen in der Schweiz befinden sich in Zürich und im Aargau. Weitere sind aber noch dieses Jahr geplant. Unter diesen Voraussetzungen lässt die Begeisterung natürlich etwas nach. Und auch der Preis von 84 900 Franken ist etwas abschreckend. Doch der Nexo ist top ausgestattet. Das macht die zusätzlichen 30 000 Franken, die man im Vergleich zu einem Crossover mit Verbrennungsmotor ausgibt, grad etwas erträglicher. Ausserdem verleiht die fortschrittliche Technik des Nexos dem Fahrer ein sehr gutes Umweltgefühl. ◆ Juni 2019 | touring

35

→


TECHNIK

FAHRDYNAMIK Beschleunigung (0–100 km/h): Elastizität: 60–100 km/h (Fahrstufe D) 80–120 km/h (Fahrstufe D) Wendekreis:

9,0 s 4,8 s 7,4 s 12,1 m

TCS MoBe: Bernhard Schwab

Bremsweg (100–0 km/h): Innenlärm: 60 km/h: 120 km/h:

35,9 m 57 dB (A) 67 dB (A)

SERVICEKOSTEN Wartung (km/Mte) Stunden Kosten (Fr.) 1 15 000/12 3,3 1350.– 30 000/24 6,6 2701.– Gesamtkosten Wartung 180 000 km: 15 000 km/Jahr 39,7 16 203.– 1

inklusive Servicematerial

BETRIEBSKOSTEN km/Jahr

Das Nutzvolumen ist relativ gut

Rp./km

Fr./Monat feste variable 15 000 122 959.– 1520.– 30 000 83 959.– 2080.– Stundenansatz für TCS-Berechnung: 145 Fr. (BFS), Hyundai-Händler: 90 bis 176 Fr. NORMVERBRAUCH AUF PRÜFSTAND (WLTP) Mix Werk 0,84 kg/100 km 0 g/km CO2-Emissionen: CO2-Durchschnitt CH 2018: 137 g/km Energieetikette (A–G): E TESTVERBRAUCH 0,99 kg/100 km Reichweite: 637 km Tankinhalt (Wasserstoff): 6,33 kg Batterie: 1,56 kWh

Das Tanken ist einfach

Video zum Test tcs.ch/ videoportal

Der Hyundai Nexo im Detail KAROSSERIE Der Nexo hat ein attraktives CrossoverDesign. Der um 15 cm verlängerte Radstand führt zu grosszügigem Platz im Fond. Der kubische Kofferraum hat ein angemessenes Nutzvolumen und die Rückenlehnen können über zwei Hebel heruntergeklappt werden (60/40). INNENRAUM Der Innenraum ist mit hellen und hochwertigen Materialien ausgestattet. Die Anzeigen sind in zwei Bildschirmen integriert, die eine Einheit bilden. Das Multimedia-System und die Vielzahl der Tasten auf der Mittelkonsole sind kompliziert und erfordern besondere Aufmerksamkeit. KOMFORT Die hochwertige Schalldämmung, die komfortable Feder-Dämpfer-Abstimmung und die Vordersitze sorgen für einen hervorragenden Fahrkomfort. Vom Antriebsstrang ist kaum etwas hörbar. PREIS/LEISTUNG Als technologischer Vorreiter ist der Nexo natürlich nicht ganz günstig. Dafür ist die serienmässige Komfort- und Sicherheitsausstattung fast vollständig. Es gibt belüftete Sitze und einen vollautomatischen Parkassistenten. Doch sind die Wartungskosten sehr hoch. FAHREIGENSCHAFTEN Der Nexo ist auf Komfort ausgerichtet, das Fahrwerk filtert jegliche Unebenheiten. Mit ihm lässt es sich sanft dahingleiten, wobei die weiche Auslegung das Fahrverhalten nicht negativ beeinflusst. Die Lenkung wirkt etwas synthetisch. MOTOR UND ANTRIEB Mit seinem Vorderradantrieb fährt sich der Nexo wie ein Elektroauto. Der Motor liefert aus dem Stand eine kräftige Beschleunigung ohne Zugkraftunterbrechung. In einer Brennstoffzelle wird die chemische Reaktionsenergie von Wasserstoff und Sauerstoff in elektrische Energie umgewandelt. VERBRAUCH Dieses 1925 kg schwere Auto verbrauchte durchschnittlich 0,99 kg/100 km Wasserstoff. Das Ergebnis ist eine Reichweite von 637 km. Hyundai gibt einen durchschnittlichen Verbrauch von 0,84 kg/ 100 km an, was einem Benzinäquivalent von 3,2 l/100 km entspricht. Die EnergieEtikette (E) bezieht sich auf die nicht CO2-neutrale Wasserstoffproduktion.

In fünf Minuten ist der Wasserstoff-Tank gefüllt. Doch die Tankstellen sind noch rar

36 touring | Juni 2019

SICHERHEIT Mit Ausnahme des Head-up-Displays ist die Ausstattung mit Fahrassistenzsystemen vollständig. Der adaptive Tempomat und der Spurwechselassistent sind Serie.

CREDITS: In Zusammenarbeit mit Wasserkraftwerk Eniwa AG, Aarau und H2 Energy, Zürich

TCS-EXKLUSIV


Burma – Land der «Goldenen Pagoden» auf dem Irrawaddy RV Thurgau Exotic 3bbbb

Suite Oberdeck (ca. 24 m²) mit Privatbalkon

Sonnendeck

Mandalay–Bagan–Nyaung Don (–Rangun) mit Boutique-Schiff RV Thurgau Exotic 3bbbb 1. Tag Zürich–Bangkok Individuelle Anreise zum Flughafen. Flug via Bangkok nach Mandalay. 2. Tag Bangkok–Mandalay Transfer und Einschiffung. Freie Zeit. Begrüssungscocktail am Abend. 3. Tag Mandalay–Mingun Stadtrundfahrt Mandalay mit Mahamuni-Pagode. «Leinen los!». Schifffahrt. Besuch Mingun Tempel. Abends Tanzaufführung. 4. Tag Sagaing–Amarapura Busausflug zu den Sagaing-Hügeln. Nachmittags Busausflug nach Amarapura. Sonnenuntergang an der U Bein Brücke. 5. Tag Yandabo Schifffahrt und Präsentation. Nachmittags Rundgang durch das Töpferdorf Yandabo. 6. Tag Dorf am Flussufer–Bagan Morgenspaziergang durch ein Dorf. Rundfahrt mit Pferdewagen durch Bagan. Traditionelles Puppentheater an Bord. 7. Tag Bagan–Sale Besichtigungen in Bagan. Spaziergang durch Sale. (Ballonfahrt bei Sonnenaufgang auf Anfrage gegen Gebühr, Oktober–März). 8. Tag Magwe Schifffahrt und Vortrag über Land und Leute. Nachmittags Busausflug in die Umgebung von Magwe. Besichtigung der Myat Thalon Pagode. 9. Tag Minhla–Thayet Myo Besichtigung der ehemaligen Festung von Minhla. Schifffahrt und Präsentation. Spaziergang zum Markt in Thayet Myo. 10. Tag Pyay–Shwe Daung–A Kauk Taung Busausflug nach Shwe Daung mit Besuch der Pagode. Rundfahrt durch die Handelsstadt Pyay (Prome). Schifffahrt und Erholung an Bord. Passage der berühmten Klippen von A Kauk Taung. 11. Tag Irrawaddy Delta Schifffahrt mit Vorlesung. Spaziergang durch ein Dorf am Irrawaddy.

12. Tag Nyaung Don–Rangun Ausschiffung, Bustransfer nach Rangun und Mittagessen. Transfer zum Hotel. Busausflug zur bekannten Shwedagon Pagode. Abendessen in einem lokalen Restaurant. 13. Tag Rangun–Bangkok Stadtrundfahrt, Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Nachmittags weitere Besichtigungen mit Halt beim königlichen See. Transfer zum Flughafen und Flug nach Bangkok. 14. Tag Bangkok–Zürich Kurz nach Mitternacht Abflug. Am Morgen Ankunft und ind. Heimreise. (Rangun–) Nyaung Don–Bagan–Mandalay Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge. RV Thurgau Exotic 3bbbb Im Kolonialstil aus Hartholz gebautes Schiff mit Platz für 32 Gäste. Elegant eingerichtet überzeugt es durch familiäre Atmosphäre. Alle Suiten und Kabinen mit Dusche/WC, Föhn, Safe, und Klimaanlage. Die Suiten erstrecken sich über die gesamte Schiffsbreite, auf dem Oberdeck mit Privatbalkon. Im Restaurant finden alle Gäste gleichzeitig Platz. Salonbar auf dem Sonnendeck. Nichtraucherschiff (Rauchen auf dem Sonnendeck erlaubt). Verlängerungsmöglichkeiten 3 Tage Inle See ab Fr. 890.– pro Person* 8 Tage Ngapali Beach ab Fr. 1290.– pro Person* 8 Tage Inle See/Ngapali Beach ab Fr. 1690.– p.P.* * Weitere Leistungen und Details im Internet

14 Tage ab Fr. 4190.– (Nach Rabattabzug, günstigste Kategorie in Nebensaison inkl. VP)

Reisedaten 2019/20 Es het solangs het Rabatt Mandalay–Nyaung Don (–Rangun) 27.10.–09.11.19 500 (7) 10.01.–23.01.20 16.11.–29.11.19 300 30.01.–12.02.20 21.12.–03.01.20 300 (Rangun–) Nyaung Don–Mandalay 05.11.–18.11.19 500 (6) 19.01.–01.02.20 25.11.–08.12.19 300 08.02.–21.02.20 30.12.–12.01.20 300 (6) Nur noch wenige Kabinen verfügbar (7) Fotopaket buchbar für Fr. 290.–

300 300

300 500

Unsere Leistungen Kreuzfahrt inkl. Vollpension, Übernachtung im 4-Sterne-Hotel in Rangun, Flüge ab/bis Zürich mit Thai Airways in Economy (G-Klasse), inkl. Flughafentaxen, höhere Klasse gegen Zuschlag, alle Ausflüge gemäss Programm, alle Transfers und Hafengebühren, lokale Deutsch sprechende Bordreiseleitung Preise pro Person in Fr. (vor Rabattabzug) 2-Bettkabine Standard Hauptdeck 4690 Suite Hauptdeck 4990 Suite Oberdeck Mitte, Privatbalkon 5390 Suite Oberdeck vorne, Privatbalkon 5590 Front-Suite Oberdeck (ca. 30 m²), Privatbalkon 5990 Zuschlag Alleinbenutzung 2-Bettkabine 190 Zuschlag Alleinbenutzung Suite Hauptdeck 990 Zuschlag Business Class auf Anfrage Jahresversicherung Allianz Einzel/Familie 124/199 Weitere Flussfahrten in Burma RV Thurgau Exotic 2bbbb Mandalay–Rangun v.v. 17 Tage ab Fr. 4590.–* RV Thurgau Exotic 3bbbb Bagan–Mandalay 18 Tage ab Fr. 4290.–* Mandalay–Rangun v.v. 17 Tage ab Fr. 4290.–* * (Nach Rabattabzug, günstigste Kategorie)

U Bein Brücke, Amarapura

Tempel und Pagoden, Bagan

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Alle Ausflüge gemäss Programm inbegriffen | Programmänderungen vorbehalten

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Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen


Ab in die vier Winde

Umgebaute Vans sind in der modischen Welt der Reisemobile auf dem Vormarsch. Ein Vergleichstest des TCS bestärkt die Vorteile dieser für ihre Kompaktheit geschätzten Kategorie. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS HEINZ EHRAT

S

ie sind ideal, um zu zweit sein Debüt in der irren Welt der Reisemobile zu geben. Nicht gerade so komfortabel wie teilintegrierte oder AlkovenWohnmobile, sind umgebaute Vans dafür weniger sperrig und bieten doch ein einladendes Mobilheim. Die vier getesteten Modelle zeigen kontrastreiche Eigenschaften. Der Pössl 600 (48 000 Fr.) bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Hymer Grand Canyon ist der kompletteste, hat aber seinen Preis. Und auch der Malibu Van 600 DB überzeugt. Wie auch der sehr kompakte VW T6 California, das einzige Serienfahrzeug. Er trumpft mit Vielseitigkeit und guter Verarbeitung auf.

Fahrverhalten Die meisten Hersteller bevorzugen den Frontantrieb, weil er nicht durch Kardan und Antriebskonstruktionen die Gestaltung des Aufbaus erschwert. Dies aber auf Kosten der Traktion. So spürt man 38 touring | Juni 2019

bei allen Fahrzeugen – mit Ausnahme des Hecktrieblers von Hymer – wenn auch nicht gravierend die Effekte des Frontantriebs. Der 163PS-Motor des Hymer, auf Basis des Mercedes Sprinters, ist erstaunlich. Und der VW T6 fährt sich dank seinen Abmessungen wie ein normales Auto, absolut alltagstauglich! Auf der Praxistour variierte der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch zwischen 10 und 12 l/100 km. Der Pössl weist mit 865 km die grösste Reichweite auf (90-l-Tank).

Einrichtung Bis auf den VW T6 sind die Reisemobile alle etwa 6 m lang. Zwei haben ein Hubdach mitsamt Schlafplatz. Der Malibu bietet einen hochwertigen Innenraum, viele Ablagemöglichkeiten und am meisten Stauraum. Die Küche hat abnehmbare Arbeitsflächen und die schwenkbare Toilette schafft mehr Platz für die Dusche. Der Pössl verfügt seinerseits über viel Stauraum über der

Fahrerkabine und hat ein Fenster in der Toilette, durch das eine Aussendusche montiert werden kann. SoftlockSchiebetür und Moskitonetz sind Serie. Im kompakten VW T6 hat keine Toilette Platz, das elektrische Hubdach tröstet aber darüber hinweg. Allerdings sind die Schiebetüren der Möbel etwas hakelig. Der Hymer profitiert von mehreren Laderäumen, er ist auch der Einzige, der mit einer Dieselheizung ausgestattet ist. Dank der Gutmütigkeit des Fahrwerks bietet der Hymer besten Fahrkomfort. Die Motor-Getriebe-Abstimmung und die Dämpfung sind beispielhaft. Die beste Schalldämmung zeigt der VW T6. Auf der Sicherheitsseite ist die Ausstattung aller Modelle eher minimalistisch. Fazit: Alle diese Fahrzeuge haben ihre Vor- und Nachteile. Das bedeutet, sich Zeit zu nehmen, die richtige Wahl nach seinen persönlichen Vorstellungen zu treffen. ◆

Einklappbar Die praktische Arbeitsfläche auf engstem Raum

Willkommen Sanitäranlagen mit WC und Lavabo


TECHNIK

Die vier umgebauten Vans (v. l. n. r.) Hymer Grand Canyon, Malibu Van 600 DB, Pössl 600 und VW T6 California

Gut dimensioniert Das Doppelbett im Heck des Fahrzeugs

TCS-Wohnmobil-Test

Lieferanten der Testfahrzeuge: Hymer (Bad Waldsee), Pössl (Biel), Malibu (Aulensdorf), VW (Amag Schinznach)

Marke Motor Chassis

Pössl 600 Citroën Jumper

Preis (CHF) ab ca. 48 000.– Zylinder/Hubraum 4/1997 cm3 Leistung/bei Drehzahl (Werk) 120 kW bei 3800 U/min Leistung gemessen 123,9 kW Drehmoment/bei Drehzahl 350 Nm bei 1750 U/min Kraftübertragung/Getriebe Front/man. 6-Gang Reifengrösse Testfahrzeug 225/75 R16 Praxis 10,4 l/100 km Reichweite/Tankvolumen 865 km/90 l Beschleunigung 0–100 km/h, 60–100 km/h 19,8/13,8 s Bremsweg aus 100 km/h 49,3 m Wendekreis links/rechts 14,9/14,9 m Innengeräusch bei 60 km/h, bei 120 km/h 61 dB(A)/74 dB(A) Länge/Breite/Höhe 6/2,05/2,58 m Leergewicht Werk/gewogen 2998/3195 kg Gesamtgewicht/Zuladung effektiv 3500/305 kg Anhängelast gebremst 3000 kg Gewichtung Karrosserie 0.15 54% Innenraum 0.10 65% Komfort 0.10 59% Preis/Leistung 0.10 64% Fahreigenschaften 0.10 59% 0.10 67% Verbrauch/CO2/Reichweite Sicherheit 0.20 41% Motor und Antrieb 0.15 56% Gesamtnote 58% ★★★☆☆ TCS-Bewertung¥ Positiv Preis/Leistung überNegativ zeugt, 90-l-Tank, grösste Reichweite, Seitentüre mit Softlock, Fenster im Video Toilettenraum, Fliegenzum Test schutz an Schiebetür. tcs.ch/ Längster Bremsweg, videoportal Kein Isofix für Kindersitze, Mit dem Hochdach hervorragend 80–100% ★★★★★ muss man vorsichtig sehr empfehlenswert 60–79% ★★★★☆ umgehen, träge Beempfehlenswert 40–59% ★★★☆☆ schleunigung. bedingt empfehlenswert 20–39% ★★☆☆☆ ★☆☆☆☆ nicht empfehlenswert 0–19%

Malibu Van 600 DB Fiat Ducato

Hymer Grand Canyon Mercedes Sprinter

VW T6 California VW T6

60 000.– 4/2287 cm3 110 kW bei 3600 U/min 110,1 kW 350 Nm bei 1500 U/min Front/man. 6-Gang 225/75 R16 11,4 l/100 km 789 km/90 l 20,6/12,9 s 47,2 m 14,85/14,85 m 62 dB(A)/74 dB(A) 5,99/ 2,05/2,58 m 2755/3055 kg 3500/445 kg 2500 kg

65 000.– 4/2143 cm3 120 kW bei 3800 U/min 121,6 kW 300 Nm bei 1200 U/min Heck/aut. 6-Gang 235/65 R16 11,3 l/100 km 628 km/71 l 18,1/11,2 s 43,8 m 13,4/13,6 m 63 dB(A)/74 dB(A) 5,93/2,03/2,76 m 2830/3155 kg 3500/345 kg 2000 kg

70 000.– 4/1968 cm3 110 kW bei 3750 U/min 115,7 kW 340 Nm bei 1500 U/min Front/DSG 7-Gang 205/65 R16 10,1 l/100 km 690 km/70 l 14,4/8,6 s 40,9 m 11,95/12 m 61 dB(A)/71 dB(A) 4,9/1,9/1,99 m 2553/2595 kg 3000/405 kg 2300 kg

57% 73% 61% 57% 60% 52% 58% 58% 59%

63% 76% 62% 73% 75% 55% 84% 65% 69%

54% 57% 66% 63% 82% 52% 83% 81% 67%

★★★☆☆

Grösster Stauraum im Test, hochwertige Materialien farblich gut abgestimmt, 90-lKühlschrank oben, Schneide- und Ablagebrett, Komfort, Bad, aufwendige Isolierung. Die schwenkbare Toilette muss gut eingerastet sein, kein Isofix für Kindersitze, grosser Wendekreis, träge Beschleunigung, Verbrauch.

★★★★☆

★★★★☆

Dieselheizung, Stauraum und Zugänglichkeit, isolierter und beheizter Abwassertank, Motor und Automat, Hinterradantrieb. Eingebaute Fenster hinten, Windgeräusche, Spurhalteassistent gewöhnungsbedürftig, kein Isofix für Kindersitze, geringe Reichweite.

Elektrisches Hubdach, Qualität Serienhersteller, kann als PW gebraucht werden, gute Fahrleistungen, kürzester Bremsweg. Wagenheber und Reserverad ausbauen, hackelige Möbelschiebetüre, kein Isofix für Kindersitze, kein Bad, Verbrauch.

Juni 2019 | touring

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Atemberaubend: der überwältigende Luxor Tempel

1. Tag / Zürich – Hurghada: Flug von Zürich mit Edelweiss nach Hurghada. Nach Ankunft Transfer in Ihr Erstklasshotel in Hurghada. 2. bis 3. Tag / Hurghada: Entspannte Tage zu Ihrer Verfügung für Strand oder fak. Ausflüge. 4. Tag / Hurghada – Luxor: Transfer nach Luxor und Einschiffung auf Ihr Nilschiff. 5. Tag / Fak. Ausflug 1) Theben West: Besuch des sagenumwobenen Tals der Könige – wo zahlreiche Grabstätten von Pharaonen entdeckt wurden. Zum Abschluss bewundern Sie den Terrassentempel der Königin Hatschepsut. 6. Tag / Fak. Ausflug 2) Kom Ombo: Fahrt zum Sobek Tempel bei Kom Ombo – majestätisch auf einer Düne über dem Nil gelegen. Gegen Abend Weiterfahrt Richtung Assuan. 7. Tag / Fak. Ausflug 3) Assuan Staudamm: Besichtigung des gigantischen Assuan-Stau-

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dammes sowie des unvollendeten Obelisken. 8. Tag / Fak. Ausflug Abu Simbel: Fak. Ausflug nach Abu Simbel (vor Ort buchbar). Diese riesigen Ramses-Statuen – ein UNESCO Weltkulturerbe – gehören zu den atemberaubendsten Schätzen Ägyptens. 9. Tag / Assuan – Edfu: Erholung an Bord, während dem Tausende Jahre Geschichte am malerischen Nilufer an Ihnen vorbeiziehen. 10. Tag / Edfu (Ausflug 4): Heute bewundern Sie den 2000 J. alten Tempel des Sonnengottes Horus – ein Meisterwerk ägyptischer Baukunst. 11. Tag / Fak. Ausflug 5) Luxor- & Karnaktempel – Hurghada: Mit dem atemberaubenden Luxor Tempel und der labyrinthartigen Tempelstadt von Karnak stehen die grossartigsten Anlagen der Geschichte auf Ihrem Programm. Ausschiffung und Fahrt in Ihr Erstklasshotel in Hurghada. 12. bis 14. Tag / Rotes Meer : Erholung in Ihrem Erstklasshotel am Roten Meer. 15. Tag / Hurghada – Zürich: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Zürich. Die Reihenfolge kann je nach Ankunftstag variieren. Die Einschiffung der NiIkreuzfahrt erfolgt immer an einem Montag.

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Hotel Hilton Resort Hurghada ★★★★★ Erstklassiges Hotel direkt am privaten Sandstrand. Poolanlage, div. Restaurants, Bars, Abendunterhaltung. 550 Zimmer mit Dusche/WC, Fön, Tel., Sat.TV, Kühlschrank und Klimaanlage. Lage: Ca. 8km bis ins Zentrum von Hurghada (www.hilton.com) NICHT INBEGRIFFEN: Visum 35.– (zahlbar vor Ort) • Reservationsgebühr 15.– p. P. • Versicherung 44.– bis 79.–• Fak. Ausflugspaket CHF 265.– (Ausflüge 1–5) • Fak. Ausflug Abu Simbel (mit Bus ca. € 110.–, mit Flugzeug ca. € 210.–) • Trinkgelder an Bord ca. € 35.– p. P.

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FOTOS CARAVANING-SHOP.CH/IMAGE BROKER

TECHNIK

Falsch Die Abreissleine ist wie ein Lasso über die Anhängerkupplung gelegt Richtig Die Abreissleine ist per Karabinerhaken an der Öse der Anhängerkupplung befestigt

Geisel der Kantone Die Vorschriften, wie Abreissleinen richtig an Anhängern anzubringen sind, sind umstritten. Nicht alle Kantone wenden das gleiche Verfahren an, was sich in hohen Bussgeldern abzeichnen kann. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

D

ie Abreissleine an Anhängern (bis 3,5 Tonnen) erfüllt eine wichtige Funktion. Häufig rot bedeckt, löst dieses Zubehörteil die Bremse der Anhängerkupplung aus, sofern sich der Anhänger unerwartet vom Zugfahrzeug löst. Die Praxis der Strassenverkehrsämter ist jedoch umgekehrt proportional zur einfachen Handhabung der Abreissleine. Seit einiger Zeit informieren ausländische Automobilclubs den TCS darüber, dass Autofahrer und Lenker von Wohnmobilen mit Anhängern bei Kontrollen in der Schweiz mit einer Geldstrafe von etwa 500 Franken rechnen müssen, wenn die Abreissleine falsch angebracht ist.

Zum korrekten Betrieb muss die Abreissleine mit dem Karabinerhaken an einer Öse am Fahrzeug oder der Anhängerkupplung eingehängt werden. Es ist nicht erlaubt, sie einfach um den Kugelhals zu legen (Lasso-System). Sofern keine Öse vorhanden ist, muss sie nachgerüstet werden. Die Frage ist jedoch wo, denn hier gehen die Meinungen der 26 kantonalen Behörden auseinander.

Eine simple Lösung Im Kanton Zürich etwa genügt es, einen Stahlring über den Kupplungskopf zu streifen oder eine Sicherungsschelle an den Kupplungshals zu schrauben und den Karabinerhaken daran einzuhängen (auch bei abnehmba-

ren Anhängerkupplungen). Diese einfache, unbürokratische Lösung ist aber unwirksam, wenn sich der Anhänger mitsamt der abnehmbaren Kupplung vom Fahrzeug löst und verabschiedet. So haben einige kantonale Strassenverkehrsämter bis vor wenigen Monaten verlangt, den Befestigungspunkt für die Abreissleine an einem nicht abnehmbaren Teil der Anhängerkupplung oder direkt am Fahrzeug zu montieren. Folgend wurden in bestimmten Kantonen Lenker von Fahrzeugen mit Anhängern bestraft. Diese Zuwiderhandlungen sind keineswegs trivial. Sie werden nicht mit einer Ordnungsbusse geahndet, sondern es wird ein ordentli-

TIPPS Der TCS empfiehlt, den Befestigungspunkt für die Abreissleine an einem nicht abnehmbaren Teil der Anhängerkupplung oder direkt am Fahrzeug zu montieren, z. B. am Querträger unter der Stossstange. So sind die Sicherheit und die Einhaltung der kantonalen Vorschriften gewährleistet. Dies entspricht der UN/ ECE-Regelung Nr. 55, die festlegt, dass Abschlepphaken einen Befestigungspunkt für Abreissleinen haben müssen, aber nicht angibt, wo. Eine Ergänzung zu dieser Verordnung vom Februar 2018 schliesst abnehmbare Haken als Befestigungspunkte aus. Die Abreissleine muss dann an einem nicht abnehmbaren des Fahrzeugs befestigt werden.

ches Strafverfahren mit Gerichtskosten in Höhe von mehreren hundert Franken eingeleitet. Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn sich die Kantone gegenseitig konsultieren und ihre Praktiken in diesem Bereich vereinen würden. ◆

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Das Auto der Zukunft Mit Blick auf Elektroantrieb und autonome Fahrtechnik definiert Mercedes Benz die Ansprüche an ein modernes Auto neu und präsentiert das Experimental-SicherheitsFahrzeug ESF 2019. In dem Hightech-Auto stecken rund zwanzig Innovationen, von denen einige schon bald Wirklichkeit werden. TEXT MARC-OLIVIER HERREN

Alles unter Kontrolle Mit einer Reihe von Kameras, Ultraschallsensoren und Radaren überwacht der ESF 2019 ununterbrochen seine Umgebung. Durch farbige Kühlergrill­ anzeigen, Dach-Blinkleuchten, Textanzeigen am Heck und Sprachhinweise kommuniziert er auch mit den anderen Verkehrsteilnehmern. Das Fernlicht ist mit einer Technologie ausgestattet, die den Gegenverkehr nicht blendet. Diverse Pre-Safe-Systeme greifen bei einem bevorstehenden Unfall ein, um dessen Auswirkungen zu begrenzen. Das Impuls-Rear-System etwa wird in Stausituationen aktiv, um den Aufprall bei einem Auffahrunfall zu dämpfen. Es sorgt dafür, dass der Mercedes einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum vorderen Fahrzeug einhält und im Falle eines sich rasch von hinten nähernden Fahrzeugs kurz beschleunigt, sodass der Aufprall abgemildert wird. Das System ist eine Art virtuelle Knautschzone.

Gefährlichen Situationen, an denen Fussgänger oder Radfahrer beteiligt sind, wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Beim Ein- bzw. Ausparkieren und Rangieren alarmiert das 360-Grad­ Schutzsystem den Fahrer und die anderen Verkehrsteilnehmer, wenn Kollisionsgefahr besteht. Auch beim Abbiegen erkennt der Notbremsassistent Fussgänger und Radfahrer, die sich in gleicher Richtung wie das Fahrzeug bewegen, und greift in kritischen Situationen ein. Befindet sich während des Abbiegevorgangs ein Radfahrer im toten Winkel, wird dies dem Autofahrer optisch und akustisch angezeigt. Reagiert er nicht, bremst das System stark ab oder verringert die Geschwindigkeit. Eine autonome Notbremsung bringt das Fahrzeug im letzten Moment zum Stehen. 42 touring | Juni 2019

FOTOSW ZVG

Stark gefährdete Verkehrsteilnehmer


TECHNIK

Schutz der Fahrzeuginsassen Autonome Autos werden die Fahrzeugsicherheit von Grund auf verändern. Man denke nur an ein versenkbares Lenkrad, in dem der Fahrer-Airbag nicht mehr untergebracht werden kann. Mercedes arbeitet daher an einem Airbag, der ähnlich dem des Beifahrers im Armaturenbrett Platz findet. Vorhangairbags, die nur aufrecht sitzende Passagiere schützen, sind ein Risiko. Integrierte Seitenairbags schaffen hier etwas Abhilfe. Die sich auf beiden Seiten entfaltenden Kissen schützen Schultern, Arme, Kopf und den Sitznachbarn. Im ESF ist zum ersten Mal auch ein Fond-Airbag verbaut, der das Verletzungsrisiko bei einem Frontalaufprall mindern soll. Um die Passagiere zu schonen, wird er nicht gleichmässig mit Druckluft gefüllt, sondern schlauchförmig aufgeblasen und im mittleren Teil mit Umgebungsluft gefüllt. Mercedes erwartet sich davon 30 Prozent weniger Gesichts- und Halswirbelverletzungen.

Sicherheit für die Kleinsten

Der PannendreieckRoboter steigt im Fall einer Panne selbstständig aus dem Unterboden des ESF 2019

Auch Kindersitze werden jetzt bei der Konzeption von Sicherheitssystemen berücksichtigt. Mercedes entwickelt ein Rückhaltesystem, das per Funk mit dem Fahrzeug verbunden ist. Bei einem Unfall werden nicht nur die Spanngurte des Sitzes straff gezogen, sondern es wird auch ein in die Rückenlehne integrierter Seitenaufprallschutz wirksam. Ein Fünf-Punkt-Gurt hält das Kind noch besser im Sitz. Die innerhalb von Millisekunden erzeugte Spannung reduziert die üblichen Auswirkungen eines zu schlaffen Gurts. Bei rückwärts gerichteten Kindersitzen fällt es besonders schwer, das Kind während der Fahrt im Auge zu behalten. Dann helfen kleine Bildsequenzen auf der digitalen Instrumententafel. Ein Überwachungssystem verhindert zudem Fehler bei der Handhabung und acht am Sitz angebrachte Piktogramme helfen beim Einbau. Juni 2019 | touring

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TECHNIK

SEAT TARRACO 2.0 TSI XCELLENCE 4DRIVE

Das Familienjuwel NLänge: 4,74 m; Kofferraum: 700 l E2-Liter-Turbobenziner, 190 PS, 320 Nm; 7-Gang-DSG, 4×4; 0–100 km/h in 8,0 Sek.; Testverbrauch: 9,2 l/100 km; Reichweite: 652 km L44 650 Fr.

Konventionell Der Tarraco schlägt in puncto Stil in die gleiche Kerbe wie andere SUV. Die 20-Zoll-Räder sind optional

Seats Modellpalette wird neu durch den SUV Tarraco gekrönt. Für Familien interessant ist die 7-Sitzer-Version des vielseitigen Modells TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER/ZVG

D

er Seat Tarraco ist Teil der Bewegung der SUV, welche den Minivan ablösen. Eng verwandt mit dem Tiguan Allspace, nutzt der Tarraco die Vorteile der Plattform mit langem Radstand für SUV des VW-Konzerns (MQB A LWB). Er wurde zwar in Spanien entwickelt, aber in Wolfsburg produziert. Das zeigt, dass Seat vom einst schwarzem Schaf zum führenden Technologieträger des Konzerns geworden ist.

Viel, sehr viel Platz Das Design im Intérieur ist eher unaufgeregt, daher konzentrieren wir uns auf die Einrichtung: Das schlichte Armaturenbrett beherbergt digitale Instrumente und einen 10,25-Zoll-Touchscreen, dessen Anzeige in drei Konfigurationen darstellbar ist.

Das Ganze ist mit geschäum1020 Fr.) haben gut Platz, die ten Material beschichtet, das niedrige Sitzhöhe ist aber schön zur Abdeckung an den eher für Kinder geeignet. Die Innentüren passt. Das lässt beiden herunterklappbaren den grossen Sitze stehlen Anteil Hartdem KofferSuper Fahreigenschaften plastik im unraum 60 Liter, Geräumigkeit/Variabilität teren Teil des er bleibt denGute Leistung Innenraums noch geräuAusstattung/Technologie fast vergessen. mig. Zieht Anhängelast (2,4 t) Die Stoff-Alman an den cantara-Sitze etwas widerWenig Fahreindrücke sind gut bespenstigen Viel Hartplastik messen und Zuglaschen, Brüsker Notbremsassistent geben Halt. klappen die Auf den leicht Sitze herunzugänglichen Rücksitzen ter und geben 1775 Liter Kofherrscht der gleiche Überferraumvolumen frei. fluss. Wie bei einem Minivan ist die geräumige ⅓, ⅔ teilSehr positiv sind der niedrige bare Rücksitzbank verschieb- Geräuschpegel und die prima bar und die Lehnen sind Federung. Der 190 PS starke kippbar. Es gibt kleine BildBenzinmotor bewegt das schirme wie im Flugzeug, 2-Tonnen-Fahrzeug flink und aber in Leichtbauweise. Auch klettert gierig in hohe Drehdie zwei Passagiere in der zahlbereiche. Der schallisodritten Sitzreihe (Option lierte Innenraum dämpft je-

5+2 Sitze Vermächtnis der Minivans von einst

doch die Fahreindrücke. Der Tarraco ist nicht sehr agil, aber doch geschickt und die adaptive Federung (890 Franken) unterbindet jegliches Schlingern. Ein Fahrverhalten, das gut zum Tarraco passt, der serienmässig oder zu moderaten Preisen mit vielen Fahrhilfen ausgestattet ist. Ein echter Pluspunkt, abgesehen von einigen unnötigen, vom Notbremsassistent ausgelösten Bremsungen. Der SUV mit Allradantrieb, dessen Offroad-Modus eine Bergabfahrhilfe unterstützt, ist höchst vielseitig. Wem 9,2 l/100 km zu viel sind, der kann auf die Plug-in-Version warten. ◆ Juni 2019 | touring

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21.3. Kapstadt (Südafrika). Ankunft und Ausflug auf den Tafelberg danach Transfer in Ihr zentrales Hotel an der Waterfront. Übernachtung. 22.3. Kapstadt (Südafrika). Transfer zum Hafen. Einschiffung und Ab- Trauminsel mit unberührten, weissen, feinsandigen Stränden umgeben von kristallfahrt um 16.00. klarem Wasser. Übernachtung an Bord 23.3. Mosselbay (Südafrika) und Abfahrt am Folgetag um 16.00. 08.00 - 17.00. Sportliche Besucher finden ein abenteuerliches Betätigungsfeld am 7.4. Malé (Malediven) stark zerklüfteten Strand von „The Point“: 08.00 - 18.00. Verpassen Sie auf keinen Fall Bei den richtigen Wind- und Gezeitenver- einen Besuch beim Präsidentenpalast Theehältnissen entstehen hier riesige Wellenber- muge. ge. Es erfordert allerdings Mut, sich von den steilen Klippen in die tosenden Wassermas- 11.4. Phuket (Thailand) 08.00 - 17.00. In Süd-Thailand gelegen, ist sen zu stürzen. die grösste Insel des Landes durch eine Viel24.3. Port Elizabeth (Südafrika) zahl von buddhistischen und hinduistischen 07.00 - 20.00. Port Elizabeth rühmt sich, Tempeln geprägt. Südafrikas Stadt mit den meisten Sonnentagen zu sein. Freizeit und Wassersport wer- 12.4. Langkawi (Malaysia) den in der geschäftigen Grossstadt darum 08.00 - 17.00. Die Insel Langkawi fasziniert immer wieder aufs Neue. Von traumhaften gross geschrieben. Stränden, über Dschungel, bis hin zu Was26.3. Richards Bay (Südafrika) serfällen Langkawi bietet Natur pur. 07.00 - 20.00. Richards Bay ist stolz darauf, eine der saubersten und umweltfreundlichs- 13.4. Penang (Malaysia) ten Städte Südafrikas und - trotz seiner In- 08.00 - 17.00. Das Spezielle an Penang ist, dustrieanlagen - auch ein attraktiver Ferien- dass verschiedene Kulturen nebeneinander leben. Meist befindet sich unweit eine Moort zu sein. schee, eine Kirche oder ein buddhistischer 30.3. Pointe des Galets (La Reunion) Tempel. 08.00 - 17.00. Die Bilderbuchinsel beeindruckt durch ihr imposantes Gebirge, den 14.4. Kuala Lumpur / Port Klang (Malaysia) aktiven Vulkan und die atemberaubend 06.00 - 17.00. Von Port Klang aus lohnt es sich, einen Tagesausflug nach Kuala Lumpur, schöne Landschaft. der Hauptstadt von Malaysia, zu unterneh31.3. Port Louis (Mauritius) men. 08.00 - 17.00. Das Inselparadies im Indischen Ozean. Glasklare Lagunen mit Bil- 15.4. Singapur (Singapur) derbuchstränden und imposanten Korallen- Ausschiffung und Transfer zum Flughafen riffe laden zum Baden und Schnorcheln ein. inklusive ganztägiger Stadtrundfahrt mit Grünbedeckte Berglandschaften, tropische Abendessen. Rückflug mit Swiss nach ZüWälder und botanische Gärten mit Rie- rich. sen-Seerosen machen Ihren Aufenthalt auf 16.4. Ankunft in Zürich. Mauritius unvergesslich. (Seetage nicht erwähnt) 3.4. - 4.4. Port Victoria (Seychellen) Ankunft um 08.00. Eine paradiesische Mo. - Fr. 09.00 bis 18.00 Uhr

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19.3. Oudtshoorn (Südafrika). Heute warten auf Sie eine Pirschfahrt sowie der Besuch einer Tropfsteinhöhle. Übernachtung.

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TECHNIK Was für ein Anblick! In der Version S Line hat der Audi A1 einen titanschwarzen Kühlergrill mit wabenförmigen Lufteinlässen

AUDI A1 SPORTBACK 30 TFSI S LINE

Horizontblauer Städter NLänge: 4,03 m; Kofferraum: 335 l E1,0-l-Turbobenziner, 116 PS, 200 Nm; 7-Gang-DSG; 0–100 km/h in 9,5 s; Verbrauch (Test): 6,4 l/100 km; Reichweite: 625 km L32 750 Fr. Der Audi A1 vereint kantiges Design mit gutmütigem Charakter. Ein Krafttraining würde dem erklärten Bomber aber nicht schaden. TEXT MARC-OLIVIER HERREN | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

E

r wirkt knackig mit der makellosen blauen Lackierung, die durch weisse 17-Zoll-Felgen hervorgehoben wird. Die kantigere, mit LEDs versehene Karosserie verändert das Erscheinungsbild des jüngsten Audi-Sprosses radikal. Die Begeisterung wird einzig durch den hohen Preis der meisten seiner Extras getrübt. Man ist dies zwar von Audi gewohnt, doch kann dieser Stadtwagen mit innovativen Optionen ausgestattet werden, die jegliche Rekorde brechen: Auf 51 000 Fr. kam unser Testfahrzeug. Immerhin nutzt der Audi A1 seine gewonnenen 6 cm Länge zur Verbesserung des Raumgefühls. Die Beinfreiheit auf der Rückbank ist nicht phänomenal, die Füsse finden aber gut unter den Sitzen Platz. Die Herrschaft des Verschwenderischen ist

vorne spürbar. Der Fahrer sitzt vor digitalen Armaturen mit einem Touchscreen der neuesten Generation. Top für ein Stadtauto, genau wie das Navi mit Touchpad. Das Ganze ist in ein Armaturenbrett raffinierten Designs mit kantigen Konturen verpackt. Und wenn es Nacht wird, schmückt sich der A1 mit einer blauen Lichterkulisse. Verwundert hat uns einzig die sehr unterschiedliche Qualität der verbauten Kunststoffe. Dank Erhöhung des Fassungsvermögens um 65 Liter bietet der Kofferraum erstaunlich viel Platz für diese Kategorie.

150-PS-Version, oder gar jener mit 200 PS, abgeholfen werden. Der Ein-Liter-Motor verrichtet seine Aufgabe aber sehr gewissenhaft. Unterstützt wird er vor allem durch das Doppelkupplungsgetriebe, das schnell den idealen Gang wählt. Das Sportfahrwerk der Version S Line verhält sich nahezu neutral und ist sehr sicher. Selbst in schnellen Kurven taumelt der A1 nicht. Dadurch wird das ESP quasi zur Arbeitslosigkeit verdonnert. Für mehr

Knackig-kraftvolles Design Cockpit/Armaturenbrett Motor-Getriebe-Abst. Gewahrter Komfort Kofferraumkapazität Gratis-Wartung (10 Jahre) Preis/inflationäre Optionen Fahrwerksgefühl Qualitätsempfinden Werksgarantie (2 Jahre)

Fahrspass hätten wir uns ein keckeres Chassis gewünscht, um diese kleine Bestie mehr zu spüren. Eine Lösung: Die 200-PS-Version für 37 700 Fr. Eine kleine zusätzliche Aufwendung, die wir stoisch an der Kasse abgeben. ◆

Schwarz auf Blau Markante Farben am Heck. Man beachte die LEDs

116 PS sind zu wenig Eifrig setzen wir uns hinters Steuer. Kleine Enttäuschung: Der 116 PS starke 3-ZylinderMotor ist nicht wirklich der Aufgabe gewachsen, diesen Bomber richtig anzuspornen. Diesem Manko kann mit der Juni 2019 | touring

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TECHNIK Eine gute Figur und Top-Fahrleistungen bietet der Stromer ST3

STROMER ST3

Der Pendlertraum NGewicht: 29,7 kg; zul. Gesamtgewicht: 150 kg; Motor: 820W/44Nm/45 km/h, Akku: 814 Wh; 11 Gänge; 3 Fahrmodi Lab 7500 Fr. Hohe Verarbeitungsqualität, Top-Fahrleistung und Konnektivität zeichnen den neuen Stromer ST3 aus. Ein S-Pedelec, das viel Fahrspass garantiert. TEXT UND FOTOS FELIX MAURHOFER

D

as Design des neuen ST3 Stromers ist gelungen: Die dicken Reifen zusammen mit dem in klaren Linien gehaltenen Rahmen verleihen dem E-Bike ein sportlichelegantes Aussehen. Aufgeräumt ist der Vorbau mit dem bulligen Scheinwerfer, der mit 900 Lumen im Fernlichtmodus leuchtet.

Online unterwegs Das im Oberrohr integrierte Omni-Display zeigt alle relevanten Fahrdaten an und ist mit dem Touchscreen bedienerfreundlich und übersichtlich gestaltet. Es dürfte aber einen Tick grösser sein. Hier können verschiedenen Funktionen wie der Diebstahlschutz, die Bremsstärke des E-Motors oder das Ansprechverhalten des Stromers ein-

gestellt werden. Clever ist ziell für diesen Stromer entauch die Entnahme des Akwickelten flachen Felgen mit kus gelöst. Ohne Schlüssel den fetten Reifen garantiekann er über ren eine das Display hohe SpurTop-Fahrleistungen und eine Taste treue und Gute Akkukapazität entriegelt werein sicheres Clevere App den. Die VerKurvenWertig verarbeitet bindung zum gefühl. Die Griffige Bremsen Smartphone griffigen läuft über TRP-BremGewicht Bluetooth. Die sen, welche Kleines Display App lässt Einübrigens Stolzer Preis stellungen auch von und Kontrollfunktionen soProfi-Downhillfahrern einwie weitere Features zu. gesetzt werden, bringen das knapp 30 Kilogramm Sicheres Fahrgefühl schwere Bike schnell zum Die Fahreigenschaften des Stillstand. Allerdings rollt ST3 sind hervorragend. Der der Stromer recht hart ab. 820-Watt-Motor schiebt kräf- Da könnte die optionale Fetig an, das insbesondere in dergabel ein wenig Abhilfe der Unterstützungsstufe 3, schaffen. Auch mit etwas weund bringt das S-Pedelec niger Reifendruck kann die schnell auf Touren. Der staDämpfung optimiert werden. bile Alurahmen und die speDas ST3 kann mit zwei ver-

Der Akku lässt sich ohne Schlüssel zum Laden herausnehmen

Der Omni-Touchscreen ist elegant im Oberrohr integriert

schiedenen Akkus geordert werden. Standardmässig ist einer mit 814 Wh dabei, gegen Aufpreis gibt es einen mit 983 Wh. Im Test erreichten wir mit dem 814-WhAkku, gefahren in der grössten Unterstützungsstufe, eine Reichweite von gegen 90 Kilometer. Ein Ersatzakku kommt auf rund 2000 Franken zu stehen. ◆ Juni 2019 | touring

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DER TCS EXPERTE

Mit Kindern pedalieren Bei Veloanhängern und Kindersitzen ist einiges zu beachten

WAS IST ERLAUBT?

1.

Auch Velos mit Anhänger und CargoBikes müssen auf dem Radweg fahren.

RIESE & MÜLLER

2.

Die Anhängerbreite mit Ladung darf max. 1 m und der hintere Überhang max. 50 cm betragen.

REDAKTION TOURING

M

it dem Velo kommt man günstig ans Ziel, steht nicht im Stau, hat kaum Parkplatzprobleme und die Reisezeit dient der sportlichen Aktivität. Auch Kinder mögen den Fahrtwind. Doch wer die Kleinen auf einen Velo-Ausflug mitnehmen will, sollte sich vor dem Kauf einer Transportmöglichkeit Gedanken zu den Anforderungen machen. Nebst der Alltagstauglichkeit und Sicherheit ist auf eine robuste Konstruktion, strapazierfähiges Material und praktisches Handling – alles Qualitätsmerkmale– zu achten.

Anhänger oder Sitz? Bei wenig Verkehr, auf breiten Velowegen oder für Nebenstrassen ist der Anhänger eine sichere und komfortable Wahl. Selbst wenn der Velofahrer stürzt, bleibt der Anhänger in der Regel auf den Rädern. Wenn doch nicht, dient der Schiebegriff als stabiler Überrollbügel. Die Kinder sind durch Hosenträgergurten gesichert. Meist sind Fahrradanhänger für den Transport von bis zu zwei

Kindern konzipiert und bieten zusätzlichen Gepäckraum. Ein guter Anhänger kostet aber deutlich mehr als ein Kindersitz. Zudem ist er mit zwei Kindern an Bord recht schwer zu ziehen. Für Anhänger eignen sich deshalb besonders E-Bikes als Zugfahrzeuge. Kindersitze haben indes den Vorteil, dass sie das Velo nicht verlängern, doch werden sie oft als gefährlicher eingestuft als Anhänger: Denn kippt das Velo um, besteht für das Kind wegen er grösseren Fallhöhe ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Über 16-Jährige dürfen an ein- oder zweiplätzigen Fahrrädern in einem Anhänger höchstens zwei Kinder auf geschützten Sitzplätzen ziehen sowie ein Kind auf einem Kindersitz mitführen.

Alternativen? Wer keine Kosten scheut, könnte mit der Toplösung Transportvelo glücklich werden. Sogenannte CargoBikes bieten eine Ladefläche für Güter, die meisten lassen sich mit Sitzen, Gurten und Regendächern aufrüsten. Es gibt zwei- und dreirädrige

Versionen, solche mit Ladeflächen vor oder hinter dem Fahrersitz sowie mit oder ohne Elektroantrieb. Einspurige Cargo-Bikes lassen sich einfach durchs Verkehrsgewühl navigieren. Zweispurige brauchen ähnlich viel Platz wie Anhängergespanne und haben den Vorteil, dass ein Umkippen fast ausgeschlossen ist. Unter den Kindersitzen wird zwischen Modellen für die Heck- und solchen für die Lenkermontage unterschieden. Letztere sind eher ein Nischenprodukt für Kinder bis zu einem Ge-

3. 4.

Die max. Anhängelast nicht überschreiten.

Vorne und hinten muss der Anhänger beidseitig Rückstrahler haben. Nachts muss das rote Rücklicht (am Velo oder am Anhänger) sichtbar sein.

wicht von rund 15 kg. Vorne befestigte Sitzchen sind aus Sicherheitsgründen weniger empfehlenswert. Viel öfter gefragt sind solche zur Montage am Sattelrohr oder am Gepäckträger, die dann meist auch etwas mehr Nutzlast haben. Für bereits etwas grössere Kinder, die Velo fahren können, aber im Strassenverkehr noch ungeübt sind, gibt es Anhänger- und TrailerRäder. Diese werden am Zugfahrrad befestigt, wobei die Kinder mittreten können, aber nicht müssen. ◆ BERNHARD SCHWAB Funktion: Experte Mobilitätsberatung Beruf: Automobilingenieur Alter: 50 Jahre Kontakt:

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Mehr Sicherheit im Strassenverkehr durch gutes Sehen.

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FREIZEIT Eine Prise Wildwest im Südburgund Felsen von Solutré bei Mâcon

Voyage, Voyage – Fromage, Fromage! Comté, Saint-Nectaire oder Salers – hören Gourmets diese Namen, leuchten ihre Augen. Frankreich ist so reich an wunderbaren Käsesorten, dass sich für Feinschmecker eine Tour de Fromage anbietet – vom Jura bis zu den Pyrenäen. REPORTAGE CHRISTOPH WEYMANN

U

nsere Idee, Frankreich auf den Spuren seiner Käse zu durchqueren, gefällt Claude Querry so gut, dass der Chef des Reifungskellers im Fort St. Antoine beim Lac de Saint-Point einen Comté-Laib aus dem Regal kippt und mit dem Bohr- und Klopfhämmerchen der Käsetester eine Skizze unserer Route in die Rinde ritzt. Die traditionellen Sorten verraten viel über die Geschichte und die Landschaften, aus denen sie kommen, bestätigt der Experte. Grosse Laibe entstanden als Vorrat in höheren Lagen, wo im Winter nicht genügend Milch vorhanden war. Um einen solchen Hartkäse machen zu können, bekam im Jura früher jeder Bauer reihum auch die Milch seiner Nachbarn. So entstanden im 13. Jahrhundert erste Genossenschaften für landwirtschaftliche «Früchte». In der modernen «Fruitière des Lacs» ganz in der Nähe ist das vor allem der Comté. «Aus jedem Kessel schmeckt der

Für Gourmets lohnt sich im französischen Jura ein Besuch im Käsemuseum von Trépot

Claude Querry prüft konzentriert Comté-Laibe im Reifungskeller

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Schöner Blick vom «Tour des Fromages» in Cluny im Burgund

GBR

Käse anders», erklärt der Landwirt Jonathan Martin. Jahreszeit, Weideboden, Milchmischung und Reifungskeller lassen jeden Comté zu einer Überraschung werden, die mit einem von dreiundachtzig Aromen, darunter «fruchtigen» und «gerösteten», umschrieben werden kann.

BEL Är me lk anal

GER Paris

F R A N K R E I C H Burgund

Die Rinde trügt Zweihundert Kilometer südwestlich, in der Region Puy-de-Dôme

Pascale Chassard bringt ihren Saint-Nectaire in Form

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Das hübsche Salers gäbe einen guten Schauplatz für einen Harry-Potter-Film ab

Auvergne Atlantik

Coralie Champenois verkauft Ziegenfrischkäse ab Hof

SaintPointLac

CH

Jura

Saint-Nectaire Rocamadour

ITA

Salers

Okzitanien Izeste KARTE KEYSTONE

Der nächste Probierteller wartet im Süden des hügeligen Burgunds. In Chissey-lès-Mâcon bei Cluny betreiben junge Leute eine Ziegenkäserei mit Hofverkauf. Coralie Champenois zeigt uns, wie der joghurtähnliche Frischkäse bei feuchter Reifung zu Schimmelkäse, oder bei Trockenlagerung zu einem salzig-trockenen Leckerbissen wird – und wie beide mit jedem Tag kleiner und aromatischer werden.

ChisseylèsMâcon

Mitte lme e r

SPANIEN

150 km


FREIZEIT

Rocamadour, ein alter Pilgerort, liegt spektakulär an einer Schlucht

noch in Sennhütten (Burons) hergestellt. Die Weiden von Marie-Jo und Guy Chambon liegen oberhalb der schmalen, aussichtsreichen Passstrasse Col de Neronne, in einer Gipfellandschaft aus offenen, kahlen Hügeln, die man bei einem Bilderrätsel irgendwo in den USA vermutet hätte. Die Chambons sind die Letzten, die noch Salers-Kühe nutzen. Das ist aufwendig, weil die Tiere nur ihren Kälbern Milch geben wollen. Der Reihe nach werden die Jungtiere deshalb mit Namen aus einem Gatter gerufen, dürfen etwas trinken und werden dann der Mutterkuh ans Bein gebunden, während die Melkmaschine weitermacht.

Ein Land, randvoll mit Käse Zwei Autostunden südwestlich liegt der winzige, alte Pilgerort Rocamadour spektakulär am Rand einer Schlucht, die einst vom Wasser in das Kalksteinplateau des Naturparks Causses du Quercy gegraben wurde. Das Dorf ist kein Geheimtipp, hat aber direkten Naturanschluss. Wer es ruhiger mag, muss nur ein paar hundert Meter weiter ins Alzou-Tal spazieren und hat bald das Gefühl, es ganz für sich zu haben. Kulinarische Besonderheit der Region ist der kleine, flache Ziegenkäse Rocamadour, eine Variante des Cabecou. Schon als milder Frischkäse ist er eine leckere Angelegenheit, erst recht als cremigwürziger Weichkäse. Zu den besten bäuerlichen Produzenten zählt Alain Lacoste im Weiler Les Alix, den wir mit seiner Herde auf die Weide begleiten – wir staunen, wie vorsichtig sich die kleinen Tiere mit den spitzen Hörnern im Gedränge verhalten.

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Alain Lacoste inmitten seiner Ziegenherde bei les Alix

mit ihren herrlichen Vulkanbergen, quetschen sich die alten Hotels des Kurstädtchens Saint-Nectaire in ein Tal aus eng aneinanderliegenden, bewaldeten Hügeln, überragt vom oberen Teil des Ortes mit der schönsten romanischen Kirche der Auvergne. Ein paar Kilometer ausserhalb produziert die Familie der quirligen Bäuerin Pascale Chassard den beliebten Saint-Nectaire. Zum Reinbeissen sieht der im modernen, feuchten Betonkeller gereifte Käse mit dem grauen Schimmelpelz nicht aus. Aber die fröhliche Pascale demonstriert im Hofladen, dass es sich lohnt, den wunderbar milden Käse samt der – nur leicht abgeschabten – Rinde zu essen, weil die den nussigen Geschmack verstärkt. Das Hügelstädtchen Salers im südlicher gelegenen Cantal-Massiv könnte mit seinen alten Häusern aus dunklem Vulkangestein den Schauplatz eines Harry-Potter-Films abgeben. Die kompakten Laibe des fein säuerlichen Salers-Käses werden teilweise Juni 2019 | touring

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FREIZEIT Schafe am oberen Ende des Ossau-Tals

GUT ZU WISSEN Jura (Comté) Anreise über Besançon und das KäseMuseum in Trépot durch das Loue-Tal und Pontarlier zum Lac de Saint-Point. Übernachten: Chambre d’Hôtes «Ecrin du Lac» in Saint-Point-Lac. Einkehren: Gasthaus «La Boissaude» in Rochejean (auf dem Mont d’Or). Reifungskeller: comte-petite.com, lafruitieredeslacs-comte-morbier.com

Jean-Noël Castaing mit einem Leib seines beliebten Brebis auf dem Hof in Izeste

Zu jedem französischen Roadmovie gehört der grosse Umweg für ein gutes Essen. Bei uns sind es dreihundert Kilometer zu den Pyrenäen, wo es festen Schafskäse gibt (Brebis). Im Ossau-Tal angekommen, stellt sich heraus, dass der bekannte Ossau-Iraty vor Ort nicht überall beliebt ist. Denn der weisse, milde Käse, der fast im Mund zergeht und von den Franzosen gerne mit Kirschkonfitüre gegessen wird, ist meist ein Industrieprodukt. Ausserdem werde der Käse im baskischen Iraty-Massiv ganz anders hergestellt als hier im Tal von Ossau, betont der Schafskäser Jean-Noël Castaing auf seinem Hof in Izeste. Unstrittig ist, dass auf den Hochweiden der Pyrenäen schon seit 7000 Jahren Schäferei betrieben wird. Auch Castaing, dessen bäuerlicher Brebis schärfer und würziger schmeckt, hat seine Schafe am oberen Ende des Tals. Die Tiere grasen nur ein paar Hundert Meter unterhalb der spanischen Grenze, bewacht von weissen Herdenschutzhunden. Für seinen Käse geht dieses Land wirklich bis ans Limit. ◆

Burgund (Ziegenkäse) Ziegenkäserei Chevrerie La Trufière, Chissey-lès-Mâcon bei Cluny. Infos zur Region: de.bourgognefranchecomte.com

Auvergne (Saint-Nectaire, Salers) Übernachten: Hotel Auberge de Fondain, Laqueille oder Hotel Saluces, Salers. Einkehren: Restaurant Garage, Trizac. Saint-Nectaire-Hofladen, GAEC du Bois Joli, Saint-Diéry; La Cave de Salers (Reifekeller mit Shop), Salers. Infos zur Region: de.auvergne.travel Okzitanien (Rocamadour, Brebis) Übernachten: Hotel Relais Amadourien. Einkehren: Restaurant im Grand Hotel Beau Site, Rocamadour. Hofladen Lacoste in Les Alix bei Rocamadour; Hofladen von Jean-Noel Castaing, Izeste. Infos zur Region: vallee-dordogne.com, tourismusoccitanie.de

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In Winnetous Heimat Atemberaubender Blick in den Zrmanja-Canyon

Lika – der Schatz am Silbersee Pierre Brice ritt als Winnetou in den Kultfilmen der 1960er Jahre durch das Velebit-Gebirge

Beliebtes Fotomotiv Die imposanten Wasserfälle im Nationalpark Plitvicer Seen

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FREIZEIT

Die kroatische Region Lika hat mehr als nur die Plitvicer Seen zu bieten. Winnetou ist einst durch das Velebit-Gebirge geritten. In Smiljan steht das Nikola-Tesla-Museum, wo die Funken nur so sprühen. Und eine Ranch in Velika Plana bietet alles, was man für eine Auszeit benötigt. REPORTAGE THOMAS WÄLTI

D

FOTOS ISTOCK (2), PRISMA, KARTE KEYSTONE

ITA

ie Gedenktafel für die HUN berühmte Indianerfigur SLO Zagreb hängt an einer WindschutzKROATIEN mauer am Mali-Alan-Pass. Velika Plitvicer Seen Diese Schotterpiste muss von Sveti Plana Rok hinauffahren, wer im karstiSmiljan BIH gen Velebit-Gebirge dem grossen VelebitZadar Apachen-Häuptling die letzte Ehre Gebirge erweisen will. «In Memoriam Adr ia Pierre Brice Winnetou 1929 – 2015», steht auf der zweisprachigen Pla100 km kette. Auch zwei Schweizer Touristen verweilen andächtig vor dem Eine kleine natürliche Höhle oberEhrenmal. Die beiden Karl-Mayhalb des Kaluderovac-Sees ist ein Fans sind mit dem Camper unterbeliebtes Fotomotiv im wohl bewegs und besuchen während ihrer kanntesten Naturschauspiel KroaFerien in Kroatien bekannte Drehorte der Winnetou-Filme. Der Blick tiens. Sie erlangte im Film «Der Schatz im Silbersee» in den 1960er schweift zum mystischen BerggipJahren Weltruhm. Während eines fel Tulove Grede. Erinnerungen Spaziergangs erzählt Führerin werden wach. Wie hat der Autor Mariana, dass die Parkverwaltung damals geweint, als die Besucherzahl in der Hochsein Filmheld in «WinGUT ZU WISSEN saison von 16 000 auf maximal netou III» von BöseAnreise: Germania Flug 10 000 Besucher pro Tag begrenwicht Rollins oberhalb fliegt von 1.6. bis 12.10. zen will, um das Unesco-Weltder grünen Wiese ersamstags von Zürich nach kulturerbe zu schützen. Auf den schossen wurde. Auf Zadar. Für die Weiterreise Wanderwegen entlang der 16 stueinem Pfad kann die bietet sich ein Mietauto an. fenförmig angelegten blaugrünen Sterbestelle besichtigt Beste Reisezeit: Anfang werden. Der Schweizer Seen, die durch 83 Wasserfälle Mai bis Mitte Oktober. Gast verzichtet darauf – und Höhlensysteme miteinander Wohnen: Linden Tree Reverbunden sind, herrscht mitunter in der Umgebung wird treat & Ranch, Velika Plana. ein Riesengedränge. 2017 kamen vor Minen aus dem Winnetou-Feeling im luxuKroatienkrieg gewarnt. 1,6 Millionen. riösen Indianerzelt. Essen: Hotel Plitvicka Vila, Rakovica, am Eingang des Nationalparks Plitvicer Seen; Cvitusa-Medo Bar bei Lovinac.

Schafhirte Mile Sarlija lebt am Fuss des Tulove Grede (1120 m ü. M.). Er freut sich über den Besuchen: Nikola-TeslaBesuch und offeriert Gedenkmuseum, Smiljan Käse und Schnaps. nikolatesla.hr Dann verschwindet er Anbieter: croaticum.ch in seinem Steinhaus und kommt mit einem alten Filmplakat mit Winnetou und Old Shatterhand wieder hervor. «Ich war Statist und stellte einen Indianer dar. Pro Drehtag habe ich eine Menge Geld verdient», schwärmt Mile Sarlija.

Grosser Andrang Auch im Nationalpark Plitvicer Seen ist Winnetou allgegenwärtig.

Länger bleiben, bitte 1,5 Tage verbringen Feriengäste durchschnittlich in der Gespanschaft Lika-Senj, wie die regionale Selbstverwaltungseinheit bezeichnet wird. Das bedeutet: Touristen übernachten lediglich einmal in der Region, dann ziehen sie weiter, oftmals an die Adriaküste. «Wir möchten unsere Feriengäste animieren, drei Tage in der Region zu verbringen», sagt Petra Butkovic. Sie ist Cluster-Managerin bei der Organisation Lika Destination, die sich für Nachhaltigkeit einsetzt und das touristische Angebot in Lika-Senj ausbauen will. Die Region ist ein beliebtes Ziel für Bergstei-

ger, Naturkundler, Velofahrer und Mountainbiker. Von der Tourismusförderung profitieren sollen auch Hotellerie und Landwirtschaft. Petra Butkovic schwebt ein Label vor wie der «Rote Hahn» in Italien. Unter dieser Marke macht der Südtiroler Bauernbund Bauernhofurlaub auf über 1600 Höfen zum Erlebnis.

Blitze bei Nikola Tesla Elektrisierende Stimmung garantiert ein Ausflug zum Nikola-TeslaGedenkmuseum in Smiljan. Der 1943 verstorbene Erfinder des Wechselstroms und erbitterter Rivale von Thomas Edison wird in Kroatien verehrt. Nach der Besichtigung seines Geburtshauses kann der Besucher an einer Vorführung mit einem Tesla-Transformator teilnehmen, bei dem buchstäblich die Funken sprühen. Sehr zu empfehlen ist ein Abstecher zur «Linden Tree Retreat Ranch» nach Velika Plana. In diesem abgelegenen Tal abseits der Touristenströme am Fuss des Velebit-Gebirges lebt Bruce Yerkovich mit Partnerin Megi in tiefer Verbundenheit mit der Natur. Maximal 24 Personen können in Rundhäusern, Lodges oder in Tipis in diesem kleinen Paradies übernachten. Die Gastgeber legen Wert darauf, dass ihre Gäste im mehrfach ausgezeichneten Luxus-Resort den hektischen Alltag hinter sich lassen und neue Energie tanken. Speziell dabei: Vor der Registrierung will Bruce Yerkovich, der eine höchst beruhigende Ausstrahlung hat, erst wissen, mit wem er es zu tun hat. Dieses persönliche Gespräch ist der erste Schritt raus aus dem Hamsterrad. Wer dann auf einem der gutmütigen Pferde in den Sonnenuntergang reitet, muss sich wie Winnetou fühlen. Grosses Indianerehrenwort. ◆ Die Reportage kam auf Einladung von Croaticum und Germania zustande.

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FREIZEIT

Überraschungen abseits der Riviera Die Küste Liguriens ist wunderschön, doch ziemlich überlaufen. Dabei lohnt auch das grüne Hinterland mit seinen Hügeln, mittelalterlichen Borghi und spannenden Kleinstbetrieben, in denen engagierte Menschen Beeindruckendes schaffen. REPORTAGE JULIANE LUTZ

E

in Frosch bringt mir nach dem Abendessen im Restaurant des Le Macine del Confluente noch ein Ständchen. Was für ein netter Abschluss eines wunderbaren Mahls, das aus Artischockensalat und mit Lavendel gefülltem Kaninchen bestand. Das B&B mit seinen Gebäuden aus Natursteinen liegt im grünen Nirgendwo zwischen Taggia und Badalucco. Ausser Tierstimmen ist nichts zu hören. Beim Frühstück geht es mit ligurischen Köstlichkeiten weiter. Ein Tisch allein ist dem Kleingebäck der Region gewidmet. «Stroscia ist ein mit Olivenöl gebackener Kuchen und das sind Biscotti mit Lavendel», beschreibt Wirtin Tiziana Oliva, die mit ihrem Mann Gigi Prevedini 2006 das B&B eröffnete, zwei der Sorten.

Mattia Rossi und seine Mutter Ornella sind die Köpfe hinter Pane di Triora

verhangenes Gebirge erreiche. Beim Ortseingang weist ein Schild mit einer Hexe darauf hin, wodurch Triora einst Berühmtheit erlangte: Prozesse, denen im 16. Jahrhundert rund 30 Frauen zum Opfer fielen. Ein kleines Museum erinnert daran. Es ist schön, sich durch das Labyrinth der Gassen treiben zu lassen, die sich kreuzen und unter prächtigen Häusern hindurch führen. Heute ist Trioria vor allem für sein Brot bekannt, das der fröhliche Bäcker Mattia Rossi jeden Nachmittag backt. Unterstützt von der Mutter und ein paar Mitarbeitern, ist das gute Pane di Triora mittlerweile in ganz Ligurien, ja sogar Italien bekannt. Das Weizenbrot hat eine knusprige Kruste und hält sich lange. Beim Besuch

Triora duftet nach Brot Ligurien steht nicht nur für Meer, sondern auch für eine fantastische Küche. Die lernt man in den überlaufenen Küstenorten kaum kennen, sondern eher im Hinterland. Im Westen Liguriens gibt es zahlreiche sehenswerte Orte. Auch sie sind gut besucht, aber noch weit vom Overtourism der Cinque Terre entfernt. Das im Mittelalter gegründete Triora ist ein auf 765 Metern über dem Meer gelegenes Borgo im Valle Argentina, das ich nach einer Fahrt durch noch nebel-

Regionale Köstlichkeiten im B&B Le Macine del Confluente

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Marco Foresti und seine Mutter im Laden ihres Weinguts

Bei Signor Ivo geraten Gourmets ins Schwärmen

verstehen wir uns so gut, dass Mattias Vater spontan ein gemeinsames Mittagessen anregt. Kurze Zeit später sitzen wir alle in der Bar Ricici mitten in Triora und teilen uns Bruschette mit Stockfisch, Käse und Torta Verde. Zum Reiz von Ligurien tragen auch die Menschen dort bei. Signor Ivo zum Beispiel betreibt das Restaurant Cian de Bià in Badalucco. Der feine ältere Herr war früher Beamter. Da er die ligurische Küche der 1950er und 1960er Jahre vermisste, eröffnete er im Ruhestand das Lokal. Er bietet nur ein Menü mit Speisen an, die früher an Sonn- und Feiertagen serviert wurden. An diesem Tag sind es weisse Bohnen mit Thon, russischer Salat, Vitello Tonnato und Stockfisch

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mit Kartoffeln. Pastagerichte bereitet Ivo selbst zu. Seine mit Borretsch gefüllten Ravioli zergehen auf der Zunge ebenso wie die Tagliatelle mit Steinpilzen. Darauf folgen noch Kaninchen und Budino de la Nonna. Dieses Essen ist ein Fest und Ivo erweist sich als wunderbarer Gastgeber, der auf die Schnelle noch einen Fahrservice zum B&B organisiert, so dass die Journalistin auch etwas Wein trinken kann.

Aufstand in Dolceacqua Vor 20 Jahren waren die Gassen von Dolceacqua im Val Nervia, das an der Mündung des gleichnamigen Flusses bei Ventimiglia beginnt, leer. Dabei hatte Monet bereits 1884 den geschwungenen Ponte Vecchio mit dem Castello dei Doria im Hintergrund in einem Bild verewigt. Doch Bestrebungen, Dolceacqua in einen Ort des Kulturtourismus zu verwandeln, fruchteten. Cars halten in dem hübschen 2000-Seelen-Ort und entlassen Reisegruppen in die steilen Gässchen des Burgviertels. Noch lohnt ein kurzer Besuch und auch eine Michetta di Dolceacqua sollte man versuchen. Beim Kauf erzählt die Besitzerin des Lebensmittelladens spontan die Ge-

Für den Anblick von Apricale lohnt die etwas abenteuerliche Anfahrt

Den Ponte Vecchio von Dolceacqua verewigte Monet 1884 in einem Bild


FREIZEIT schichte dazu: Im 14. Jahrhundert hatten die adligen Herren das Recht auf die erste Nacht. Als sich ein Mädchen widersetzte, endete das mit ihrem Tod. Aus Protest backten die jungen Frauen von Dolceacqua Michette: Ein Gebäck aus einem briocheartigen Teig, das so weich ist wie ein bestimmtes weibliches Organ. Das hielten sie den Herren hin mit den Worten: «Ihr wollt uns? Gut, unsere Michette könnt Ihr haben. Mehr nicht!» Weinliebhaber sollten ein paar Minuten ausserhalb bei Foresti anhalten. Winzer Marco bewirtschaftet mit seinem Vater, zwei Angestellten und ein paar Leuten vor Ort 20 Hektaren, während seine Mutter den Laden führt. Der sympathische Mann gerät ins Schwärmen, wenn er von seinen zwischen zwei Tälern gelegenen Weinbergen spricht. Rund 60 000 Flaschen füllt er pro Jahr ab. Sein Rossese di Dolceacqua passt zu Fischgerichten mit Tomaten, während die Weissweine Vermentino und Pigato Gemüsegerichte gut ergänzen.

Business à la famiglia Im Hinterland der Riviera di Ponente gibt es interessante Kleinstbetriebe zu besuchen. Die Familie Boeri presst in Taggia in der 5. Generation aus Taggiasca Oliven wunderbares Öl. Sogar einen Cru stellt Giuseppe Boeri her. In Agaggio baut Patrizia Cugge mit ihrer Schwester auf 1200 Meter Lavendel an und gewinnt daraus kostbares Öl. Barbara Cardone und Daniele Laigueglia aus Badalucco sind nicht nur Bio-Gemüsebauern und Besitzer des entzückenden, auf einem Hügel gelegenen Drei-Zimmer-Agriturismo Barbara Cardone und Daniele Laigueglia

Apricale: lebendiger denn je

I T A L I E N

10 km

Triora

FRA

Badalucco Imperia Apricale Dolceacqua Ventimiglia Monte Carlo

M i t t e l m eer

GUT ZU WISSEN Anreise: Zum Beispiel mit dem Zug über Mailand nach Imperia. Von dort weiter mit dem Mietwagen.

Der gemietete Lancia Y keucht die steile Strasse voll unübersichtlicher Haarnadelkurven nach Apricale hoch. Das westligurische Vorzeigedorf klebt sozusagen an den Flanken eines schmalen Seitentals des Val Nervia. Sein Name leitet sich von apricus – der Sonne zugewandt – ab. Die abgeschiedene Lage führte zu starker Abwan­ derung. Doch ein engagierter Stadtpräsident stellte sich diesem Trend in den letzten Jahren mit Erfolg entgegen. Er brachte auch Emanuela Pisano dazu, ein Hotel zu eröffnen, das Muntaecara. Beim herzhaften Frühstück in einem früheren Stall erzählt die Frau, die unter der Woche in Turin arbeitet, wie sie ehemalige, über ganz Apricale verstreute Wohnungen in Hotelzimmer umwandelte. Oft blieb das Mobiliar erhalten, so dass jeder Raum seinen eigenen Charme hat. Längst leben in Apricale auch dauerhaft Ausländer; die sich in das Gewirr der Gässchen und die schöne Piazza mit der Kirche verliebt haben.

pingonepescaturismo.com

Da eine Ligurienreise nicht ganz ohne Meer auskommt, gönne ich mir etwas Zeit in Imperia. Die 42 000-Einwohner-Stadt an der Riviera di Ponente ist im Ausland wenig bekannt. An der hübschen Hafenzeile in Oneglia liegt der Kutter «Pingone» von Salvatore Pinga. Der Ex-Broker und Fischer bietet dort Abendessen an, nimmt aber auch Interessierte morgens zum Einholen der Netze mit. Anschliessend wird ihnen der frische Fisch auf dem Boot zubereitet. Ich muss nicht erst mithelfen, sondern darf gleich essen. Selten hat Fritto Misto so gut geschmeckt. Und später im Agriturismo Il Risveglio, das schön an einem Hang in Imperia liegt, begleitet mich wieder Froschquaken in den Schlaf. ◆

Frischer Fisch auf einem Kutter im Hafen von Imperia.

Die Reportage kam zustande mit Unterstützung von Agenzia in Liguria.

Wohnen: Le Macine del Confluente, zw. Taggia und Badalucco, B&B mit hübschen Zimmern und Top-Restaurant; Muntaecara, Apricale, Zimmer in ehemaligen Wohnungen, feines Frühstück; Il Risveglio, Imperia, Agriturismo in zwei Villen mit Geschichte. Einkehren: Cian de Bià, Badalucco: Ein Essen dort ist wie ein Fest; Baci, Apricale: Beste ligurische Küche wie vor 60 Jahren.

Il Poggio di Maro. Seit 2012 bauen die beiden auch Safran höchster Quaität unter dem Label «Zafferano di Triora» an. Tipp: Barbaras Birnenkonfi mit Safran. In Sarola schwingt die junge Winzerin Fabiana das Zepter im Weingut Ramoino, die ihre Tropfen sogar bis nach Japan verkauft. Weinliebhaber haben ihre Freude am Pigato, Vermentino, Rossese di Dolceacqua und dem auf einer Dolcetto-Traube basierenden Ormeasco. olioboeri.com anticadistilleriacugge.com ilpoggiodimaro.it ramoinovini.com Winzerin Fabiana

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Kleines Land – grosse Vielfalt REPORTAGE GABRIELLE ATTINGER

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ieser Anblick begeistert auch diejenigen, die mit Pferden sonst nichts am Hut haben: Wenn das Gehege geöffnet wird und die weissen Rosse mit grossen Sprüngen und wallenden Mähnen auf die Wiese hinaus galoppieren, wird einem unwillkürlich warm ums Herz. Es sind Lipizzaner, benannt nach ihrer Heimat Lipica, südlich der Hauptstadt Sloweniens, dem Mutterhaus von mittlerweile 17 Lipizzaner-Gestüten in Europa.

Lipica bietet Besuchern eine Reihe von Attraktionen. Auf einer Kutschfahrt lassen sich die Weiden der Pferde besichtigen. In den historischen Stallungen darf man die Pferde anfassen und lernt, dass die Schimmel dunkel zur Welt kommen. Jeder Hundertste bleibt schwarz. Ein Museum dokumentiert die über vierhundertjährige Geschichte der Zucht und auch eine Dressurshow gibt es.

47 Kilometer Küste, die es in sich haben Geografisch könnte Lipica auch im Schweizer Mittelland liegen. Zwischen grünen Ebenen und Hügeln wachsen Obst und Weinreben. Und doch sind es von hier keine 50 Kilometer bis an Sloweniens Mittelmeerküste, wo Palmen rauschen und Oleander blüht. Nur gerade 47 Kilometer lang ist sie, aber gespickt mit Sehenswürdigkeiten. Ganz im Süden der an Kroatien grenzenden Meeresbucht liegen die Salinen Piran, wo Meersalzblüten für Küche und Gesundheitspflege abgebaut werden. Weiter nördlich züchtet die Familie Fonda Wolfsbarsch, den sie an Gourmet-Restaurants und -Läden im ganz Slowenien sowie in den Nachbarländern verkauft. Auch in der Schweiz? Irena Fonda verneint. Dort kenne man wirklich frischen Meeresfisch gar nicht und würde ihn deshalb auch nicht wertschätzen, erklärt sie mit entwaffnender Offenheit. Zum Glück nimmt sie auch Banausen 64 touring | Juni 2019

S L O W E N I E N

50 km

Ljubljana

ITA Piran Ad ri a

Slowenien wird oft als kleine Schweiz bezeichnet. Tatsächlich ist das Land nur halb so gross, doch es bietet viel mehr als Berge, Seen und schöne Kleinstädte: eine Reise voller Überraschungen.

ÖSTERREICH

Postojna Lipica

KROATIEN

Weisse Pracht Die berühmten slowenischen Lipizzaner

mit auf eine Schiffstour zu den Zuchtbecken, die weit draussen in der Bucht liegen. Die Fondas sind stolz auf ihr Geschäft. Es gilt als besonders nachhaltig und wird deshalb vom Europäischen Fischereifonds unterstützt. In den riesigen runden Netzen ist es ganz ruhig, bis der Fischfütterer mit seinem Boot heranfährt. Noch bevor er das Futter über den Becken auswirft, wird das Wasser unruhig und Aberhunderte von Fischen drängen an die Oberfläche, um etwas abzukriegen – ein fast surreales Spektakel. Dutzende solcher grosser und offenbar auch sehr tief liegender Netze sind in der Bucht verankert. Wie viele Fische wohl darin leben? Die Schätzungen variieren um Millionen. Einig sind wir uns nur in einem: die Begeisterung der promovierten Biologin Irena Fonda für ihre Fische ist ansteckend. In einem nahen Gourmet-Restaurant serviert man uns nach dem Ausflug den besagten Fisch und wir stellen einstimmig fest: Er schmeckt himmlisch.

Spektakel Fütterung auf der Fischfarm der Fondas bei Portoroz

Piran – kleines Juwel mit grossartiger Aussicht In der Mitte der Bucht liegt der Badeort Portoroz und wenige Kilometer dahinter ein weiteres Highlight: Piran, ein kleines Hafenstädtchen auf einer Landzunge. Die Autos kommen nur bis zum Ortseingang – ganz Piran ist Fussgängerzone. Das Zentrum bildet eine grosse Piazza mit glänzendem Marmorbelag. Hier spielen Jugendliche abends Unihockey, rennen Kinder barfuss um die


FREIZEIT Hinreissend Die Hafenstadt Piran mit ihrer bekannten Piazza

Wette. Auf den Terrassen der angrenzenden Restaurants und Bars sitzt man derweil beim Bier oder bei einem opulenten Nachtessen. Ein Muss ist der Spaziergang hinauf zur Kirche auf der Hügelkuppe. Von dort sieht man auf das nahe Triest. Weiter in der Ferne glitzern die Lichter von Venedig. Sehenswert sind auch die Höhlen von Postojna in der Karstregion Sloweniens. Das Touristenbähnchen, das Besucher über drei Kilometer ins Innere des Erdreichs fährt, mag nicht jedermanns Geschmack sein. Doch die Hallen und Kammern, die man dahinter zu Fuss entdecken kann, sind so gigantisch, dass der stete Besucherstrom nur noch wie ein Glühwürmchenschwarm erscheint.

FOTOS ZVG, KARTE KEYSTONE

Mix aus Salzburg und Venedig Ganz viel Zeit sollten sich SlowenienReisende für die Hauptstadt nehmen, denn sie übertrifft sämtliche Erwartungen. Ljubljana erinnert mit seinem Burghügel und der habsburgischen Architektur stark an Salzburg. Doch die prachtvollen Brücken über die Laibach

GUT ZU WISSEN Anreise: Adria Airways, fliegt 2× täglich von Zürich direkt nach Ljubljana. adria.si/de

Wohnen: Grand Hotel Union, Ljubljana, edel. union-hotels.eu

Kempinski Palace Portoroz, Palast an der Küste. Ein Muss Die Höhlen von Postojna

verleihen dem Zentrum auch viel venezianisches Flair. Auf dem Fluss kreuzen Ausflugsschiffe. Die Innenstadt ist verkehrsfrei. Nur Velos und ein paar Elektrobusse schlängeln sich durch die riesige Fussgängerzone. An jeder Ecke gibt’s Strassencafés, Bars und Restaurants, die bis spätnachts geöffnet sind. In den Gassen locken Hunderte kleiner Geschäfte, viele davon mit im Land hergestellten Bio-Produkten. Alles zu entdecken, würde Tage in Anspruch nehmen, die sich aber lohnen, denn Ljubljana ist ein tolles Ziel. ◆

kempinski.com

Hotel Jama, komfortables Haus am Eingang der Höhlen von Postojna. postojnska-jama.eu

Besichtigen: Gestüt Lipica, Lipica 5, Sezana. lipica.org

Fonda Fischzucht, Portoroz. fonda.si

Höhlen von Postojna Infos zum Land: Slowenisches Tourismusbüro. slovenia.info/de

Die Reportage kam zustande auf Einladung des Slowenischen Tourismusverbands.

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Besuch im Dornier-Museum

Zeppelinflug über den Bodensee

Den Flugpionieren auf der Spur! Die Geschichte des Fliegens ist geprägt von Pionieren und Abenteurern, von technischen Meisterleistungen und Präzisionsarbeit. Und diese können Sie hautnah miterleben: Bei Rundflügen mit einem Zeppelin, bei der Besichtigung der Dornier-Werke und der Werkhallen von «SR-Technics» in Zürich-Kloten. Reisen Sie mit uns durch Raum und Zeit – mit dieser einmaligen TCS Aviatik-Reise! Diese einzigartige AviatikKurzreise hat der TCS speziell für seine flugbegeisterten Mitglieder geplant. Gestartet wird in Zürich-Kloten. Während der 2¹⁄₂-stündigen Führung erfahren Sie bei «SRTechnics» Interessantes und Wissenswertes über die Wartung von Jets.

FOTOS ACHIM MENDE, ZVG

Weiter geht’s mit Ihrem komfortablen Reisecar via Konstanz am Bodensee. Von hier aus weiter per Fähre zu Ihrem Hotel in Friedrichshafen, wo Sie übernachten. Zweiter Tag: Zeppelin-Tag! Der zweite Tag dieser AviatikReise ist der Geschichte des Zeppelins gewidmet: Erfahren Sie mehr über dieses einzigartige Starr-Luftschiff, Nach dem Frühstück führen Sie unsere Experten durch das Zeppelin-Museum. Weiterfahrt zum Zeppelin-Han-

gar. Hier ist der Zeppelin NT zuhause. Aber natürlich werden Sie den Zeppelin nicht nur ansehen: Nach dem Mittagessen im Hangar-Restaurant geniessen Sie einen 45-minütigen Zeppelinflug über den Bodensee! Abends Degustation und Nachtessen auf dem Weingut «Hornstein». Dritter Tag: Dornier-Werke. Zum Abschluss dieser faszinierenden Aviatik-Kurzreise besuchen Sie die bekannten Dornier-Werke. Mit einer Fülle von Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen kehren Sie nach einer spannenden Reise durch Zeit und Raum zurück nach Hause.

Wir freuen uns darauf, diesen Höhenflug der TCSReisen mit Ihnen zusammen zu erleben! ◆

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REISEINFORMATIONEN Wie reisen wir? Ab/bis Zürich-Flughafen. Fahrt mit komfortablem Reisebus. TCS-Highlights Besuch «SR-Technics»; 45-minütiger Flug mit Zeppelin über den Bodensee; Weinverkostung im Weingut «Hornstein»; Besuch des Dornier-Museums; TCSReisebegleitung ab/bis Zürich Flughafen. Inbegriffen Busfahrt (hin und retour); alle Taxen und Ticketgebühren; 2 Übernachtungen inkl. Frühstück; 1 Abendessen; Weinverkostung inkl. warmen + kalten Snacks; 2 Mittagessen; Überfahrt mit Fähren; 45minütiger Zeppelin-Rundflug ab/bis Friedrichshafen; Eintritte ins Zeppelin- und ins Dornier-Museum; lokale deutschsprachige Reiseleitung; ausführliche Reisedokumentation.

Nicht inbegriffen Persönliche Ausgaben; nicht erwähnte Mahlzeiten und Getränke; Annullations-, Rückreise- und Heilungskostenversicherung, wir empfehlen den TCS ETI-Schutzbrief Europa. Buchbar über reiseschutz.tcs.ch

Einreisebestimmungen Schweizer Bürger benötigen einen gültige Identitätskarte. Es gelten besondere Reisebedingungen von TCS Reisen AG, welche Sie mit den Anmeldeunterlagen erhalten. Änderungen im Reiseprogramm bleiben vorbehalten.

Organisation, Buchung & detaillierte Informationen TCS Tourismus Service Center Maulbeerstrasse 10 3001 Bern Telefon 0800 163 111 reisen-tcs@tcs.ch oder tcs-reisen.ch/zeppelin

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Schlafapnoe Wer darunter leidet, hat einen wenig erholsamen Schlaf

Gefährliche Atempausen mitten in der Nacht TEXT SACHA ERCOLANI

Was genau ist Schlafapnoe? Daniel Brunner: Beim Schlafapnoe-Syndrom treten während des Schlafens immer wieder Atempausen von über zehn Sekunden auf. Diese Atempausen entstehen aufgrund einer Verengung oder eines vollständigen Kollapses der Atemwege im Rachen – insbesondere hinter der Zunge und dem weichen Gaumen. Diese Atemblockade geschieht nur im Schlaf, da die Muskulatur stark erschlafft ist. Durch diese Erschlaffung und Verengung der Atemwege wird der Luftfluss vermindert oder ganz blockiert, bis sich die Muskelspannung, durch eine vom Schläfer nicht bemerkte Weckreaktion, wieder erhöht und das typische Luftschnappen am Ende einer Atempause eintritt.

Weil sich die Weckreaktionen zur Wiedererlangung der Atmung sehr häufig, circa im Minutentakt, wiederholen ist das Schlafapnoe-Syndrom durch einen stark fragmentierten und wenig erholsamen Schlaf gekennzeichnet. In welcher Form zeigen sich die Symptome? Neben dem beobachteten Schnappschnarchen weisen Symptome wie in Serie auftretende Atempausen, vermehrte Tagesschläfrigkeit und Abgeschlagenheit, Bewegungsunruhe im Schlaf, mehrmaliges Wasserlösen nachts, Bluthochdruck, Nachtschweiss oder vorübergehender Kopfdruck beim Aufwachen auf eine mögliche Schlafapnoe hin.

Durch was kann die Apnoe ausgelöst werden? Zu den Auslösern zählen starkes Übergewicht, das Schlafen in Rückenlage, abendlicher Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis oder Beruhigungsmitteln, grosse Gaumenmandeln und ein kleiner oder nach hinten verschobener Unterkiefer. Wie sollte man reagieren, wenn der Verdacht besteht, dass man von Schlafapnoe betroffen ist? Besteht die Vermutung, betroffen zu sein, sollte ein Termin beim Hausarzt vereinbart werden. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen und überweist den Patienten bei Verdacht auf das Schlafapnoe-Syndrom an die entsprechende Stelle. ◆

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Die Zentralschweizer streiten am längsten, die Zürcher am häufigsten und die Tessiner am teuersten

Ein einig Volk von Streitern Wie streiten wir Schweizer? Wo leben die streitfreudigsten Menschen und gibt es einen Unterschied im Streitverhalten zwischen Frauen und Männern, Jungen und Alten? Der neue und schweizweit einzigartige TCS-Streitbarometer liefert jetzt Antworten. TEXT DOMINIC GRAF | ILLUSTRATION NICOLAS KRISTEN

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treit ist nie schön. Aber manchmal muss man sich sein Recht erstreiten – oder, wenn man eine Rechtsschutzversicherung hat, Anwälte für sich streiten lassen. Zum 50-jährigen Bestehen der Assista Rechtsschutz AG hat der TCS rund 263 000 Policen im Verkehrsrechtsschutz und die daraus hervorgehenden Rechtsfälle aus dem Jahr 2018 genauer unter die Lupe genommen. Untersucht wurden die Fälle auf ihre Häufigkeit, ihre durchschnittliche Dauer sowie die Durchschnittskosten – jeweils unterteilt in die Kategorien Rechtsgebiet, Region, Altersgruppe, Geschlecht und Sprache. Die Erkenntnisse sind im ersten TCS-Streitbarometer zusammengefasst, aus dem hier die drei relevantesten Kernaussagen vorgestellt werden. Ring frei.

Die grössten Streithähne In Zürich und in der Genferseeregion haben jährlich beinahe vier von hundert Personen einen Rechtsstreit infolge eines Vorfalls auf der Strasse oder im Zusammenhang mit ihrem Fahrzeug. Verglichen mit den anderen Regionen 70 touring | Juni 2019

werden im Grossraum Zürich und Genf beinahe 50 Prozent mehr Rechtsstreitigkeiten rund um die Mobilität ausgefochten. Werden die Anteile bei den einzelnen Kategorien betrachtet, fällt auf, dass zum Beispiel die Zürcher 80 Prozent mehr Streitigkeiten im Bereich Verkehrsregelverletzungen führen als die Bewohner im Espace Mittelland oder im Tessin. Die grössten Streithähne der Schweiz leben in Genf und Zürich, lautet demnach eine erste Kernaussage. Doch weshalb ist das so? Um die Erkenntnisse aus dem Streitbarometer einordnen zu können, konfrontiert der «Touring» den Soziologen Ueli Mäder mit den Befunden. Zu den grössten Streithähnen sagt der emeritierte Professor: «In Zürich und Genf ist die Urbanität ausgeprägt. Sich für sein Recht einzusetzen, gehört zur Normalität. Wohl mithilfe von Anwälten – sie sind quasi in Greifnähe und besonders dicht vorhanden, wie auch das erforderliche Kleingeld.» Der Begriff Streithähne sei aber zu despektierlich. Denn einige Fälle liessen sich auch positiv deuten und zeugten von Konfliktfähigkeit und

dem Bewusstsein für Gerechtigkeit, so der Alt-Dekan der PhilosophischHistorischen Fakultät der Uni Basel.

Streitlust nimmt mit dem Alter ab Wird die Streithäufigkeit nach Altersgruppen betrachtet, ist festzustellen, dass diese mit zunehmendem Alter klar abnimmt. Mit fast vier Streitigkeiten auf hundert Personen sind die 18bis 35-Jährigen beinahe doppelt so oft in einen Verkehrsrechtsstreit involviert wie die Altersgruppe von 66 und mehr Jahren. Je älter die Menschen, desto weniger streitlustig sind sie, lautet folglich eine weitere Kernaussage des TCSStreitbarometers. Auch hierzu liefert Ueli Mäder eine mögliche Erklärung: «Jüngere wissen um ihre Rechte, die sie mit grösserem Selbstverständnis einfordern – administrativ und bürokratisch.» Zwar seien ältere Menschen grundsätzlich stärker mit dem moralischen Appell an Pflichtgefühle sozialisiert, jedoch könnte eine neue Lockerheit eine erhöhte Bereit-


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Zentralschweiz

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1462 Fr.

186 Tage

2,40 % 945 Fr.

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2,36 %

Zürich

Tessin

Genferseeregion

Häufigkeit

Dauer

Kosten

Personen pro 100

in Tagen

in Franken

schaft mit sich bringen, Konflikte selbst und direkt zu lösen. «Selbstverständlich ohne Faustrecht, sondern in bekannter Manier und eben jener älteren Tradition, die Wert darauf legt, sich bei Konflikten zunächst mit den direkt Involvierten an einen Tisch zu setzen», interpretiert Mäder.

FOTO KEYSTONE

Männer und Frauen streiten anders Bei den Geschlechtern zeigt sich, dass zwei Drittel aller Streitigkeiten rund um die Mobilität von Männern ausgelöst werden. Männer streiten demnach in diesem Bereich doppelt so oft wie Frauen. Besonders gross ist die Diskrepanz bei den Verkehrsregelverletzungen und bei den Verkehrsunfällen, wo die Verteilung sogar bei rund drei Viertel zu einem Viertel liegt. Auch die Durchschnittskosten der Streitigkeiten sind bei Männern 25 Prozent teurer. Frauen streiten hingegen länger. So dauert ein Rechtsstreit bei Frauen im Durchschnitt fast einen Monat länger als bei Männern. «Ja, dieser Befund dokumentiert, wie das klassische Rollenverständnis

noch funktioniert», erklärt Ueli Mäder. Männer agierten offenbar aufbrausender und vermehrt nach dem Muster: Heute handeln, morgen denken. Egal, was es kostet. «Frauen reagieren zurückhaltender und beharrlicher», so Mäder.

Weitere Teile des Barometers folgen Mit dem Streitbarometer unterstreicht der TCS nicht nur seine Expertise rund um die Themen Reisen und Mobilität, sondern auch seine langjährige Erfahrung im Bereich des Rechtsschutzes. Nebst dem Verkehrsrechtsschutz bietet die Assista zudem Privat- und Gebäuderechtsschutzversicherungen an. Auch zu diesen beiden, ebenso interessanten Themen, hat der TCS spannende Erkenntnisse bezüglich des Streitverhaltens gesammelt. Diese werden in zwei weiteren Teilen des TCS-Streitbarometers noch im Laufe dieses Jahres präsentiert. Wir dürfen also gespannt sein, wie Herr und Frau Schweizer streiten, wenn sie sich für ihr Recht in Alltagssituationen oder für ihr Zuhause einsetzen. ◆

WIE VIEL KOSTET EIN RECHTSSTREIT? Gemäss der Assista Rechtsschutz AG kostet ein Rechtsstreit durchschnittlich 1200 Franken. Diese relativ tiefen Kosten sind vor allem auf die Eigenleistung der über 80 Hausjuristinnen und -juristen an acht Standorten in der Schweiz zurückzuführen, die in der Lage sind, den Versicherten bei einem Grossteil der Angelegenheiten ohne externe Anwälte zur Seite zu stehen. Dennoch können einzelne Fälle sehr kostspielig sein: Das teuerste Prozent der Verkehrsrechtsschutz-Fälle kostet über 10 000 Franken, einzelne sogar weit über 100 000 Franken – was eine Person ohne Rechtsschutz-Versicherung finanziell stark belasten kann. Zur Person: Ueli Mäder (68) ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die soziale Ungleichheit und Konfliktforschung. Juni 2019 | touring

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Bergromantik mit einem Hauch Luxus Luxuriöses Camping, kurz Glamping, verbindet Natur mit Komfort. Mit «TCS Pop-Up Glamping», einem temporären Zeltdorf in den Bündner Bergen, führt der TCS diesen beliebten Trend auf ein neues Level. → TEXT DOMINIC GRAF | ILLUSTRATION BENJAMIN HALLBERG

Das Pop-up-Zeltdorf steht von Juli bis September 2019 auf der Alp Plaun (GR)

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CLUB

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er Blick wandert über das Weideland zu den Wäldern bis zu den spektakulären Gipfeln der Bündner Bergwelt. Hier auf der Alp Plaun, 1620 m ü. M., inmitten der beliebten Wintersportregion FlimsLaax-Falera, präsentiert sich die Natur auch während der Sommermonate von ihrer schönsten Seite. Der ideale Ort für das allererste «TCS Pop-Up Glamping». Wie der Begriff Pop-up schon sagt, handelt es sich um eine temporäre Einrichtung, die von Juli bis September dieses Jahres bestehen wird. Insgesamt bilden 20 grosszügige Gästezelte sowie zwei Gemeinschaftszelte ein kleines Dorf, das Natur mit Komfort, Geselligkeit mit regionalen Köstlichkeiten und romantische Zweisamkeit mit spannenden Outdoor-Aktivitäten verbindet.

Luxuszelte mit heimeligem Ambiente Die 25 m2 grossen Zelte stehen auf einer Holzunterlage und sind mit zwei Einzelbetten, einem kleinen Tisch mit bequemen Stühlen, einer Bank mit Staumöglichkeiten und einem Kleiderständer, welcher gleichzeitig als Raumteiler dient, ausgestattet. Teppiche, Kissen, Lampen und weitere liebevoll arrangierte Dekorationen sorgen für ein heimeliges Ambiente. Jede Einheit verfügt über Strom sowie ein eigenes WC und ist beheizbar. Dank des weitläufigen Geländes werden die Zelte so platziert, dass sie auch genügend Privatsphäre

bieten. In den grosszügigen Gemeinschaftszelten trifft man sich zum reichhaltigen Frühstücksbuffet mit lokalen Leckerbissen und abends zum köstlichen 3-Gang-Menü. Es wird in geselliger Runde an der grossen Tafel gegessen. Danach lädt die gemütliche Lounge zum Verweilen bei einem guten Glas Wein und anregenden Gesprächen ein. Wer die Zweisamkeit sucht, kann sich im kleinen Shop vor Ort mit Getränken eindecken und den Abend zum Beispiel bei Kerzenschein ausklingen lassen.

Im und rund um das Dorf gibt es viel zu erleben Idyllische Bergromantik in allen Ehren, doch die Region ist auch prädestiniert für vielfältige, spannende und actionreiche Aktivitäten: 250 Kilometer Wanderwege für Anfänger bis hin zu Profis führen durch traumhafte Landschaften. Eingebettet in die herrliche Flimser Bergwelt, lässt zudem ein 330 Kilometer langes Velostreckennetz Bikerherzen höherschlagen. Wer es etwas entspannter angehen möchte, kann sich ein E-Bike mieten und eine der vielen E-Bike-Touren unter die Räder nehmen. Die Gletschermühlen Alp Mora mit den natürlich entstandenen Badewannen oder die berühmten Seen Cauma und Cresta eignen sich im Sommer optimal als einzigartiges Naturbadevergnügen. Des Weiteren sorgen der Klettergarten mit rund 30 Klettertouren sowie der Hochseilpark Flims inmitten des Flims«TCS Pop-Up Glamping» Das Dorf als Basis für spannende Entdeckungstouren

erwaldes für adrenalingeladene Abwechslung für Gross und Klein. Das sind nur einige der vielen Angebote, welche diese Region bietet. Wer gerne Zeit in und mit der Natur verbringt, jedoch nicht auf einen gewissen Komfort verzichten möchte, wird sich bei «TCS Pop-Up Glamping» pudelwohl fühlen. Gehören Sie zu den Ersten, welche dieses neue Konzept ausprobieren und sichern Sie sich am besten heute noch einen Platz – das Angebot ist limitiert. ◆

TCS POP-UP GLAMPING Das Pop-up-Dorf, bestehend aus 20 komfortablen 25 m2 grossen Zelten und zwei Gemeinschaftszelten, verbindet Natur mit Komfort, exzellentem Service, hervorragendem Essen und erlesenen Weinen aus der Region. Ort: Alp Plaun (GR) Daten: 5. Juli bis 29. September 2019 Preise für zwei Personen: Di–Mi (1 Nacht) 298 Fr. pro Zelt Mi–Fr (2 Nächte) 490 Fr. pro Zelt So–Di (2 Nächte) 490 Fr. pro Zelt Fr–So (2 Nächte) 610 Fr. pro Zelt (inkl. MwSt. und Kurtaxen) Im Preis inbegriffen: Willkommensgeschenk, Frühstücksbuffet, LunchBag, Abendessen (3 Gänge), Wasser, Kaffee, Tee und Nachmittags-Kuchen. Zuschläge (pro Person und Übernachtung): Erwachsene (ab 16 J.) 75 Fr., Kinder (6–15 J.) 30 Fr., Kleinkinder (0–5 J.) gratis. Haustiere sind nicht erlaubt. TCS-Mitglieder und Mitglieder des TCS Camping Clubs profitieren von 10% Rabatt.

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74 touring | Juni 2019


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7. Tag Vila Nova de Gaia Die Rundfahrt(1) in Porto führt von der farbenprächtigen Cais da Ribeira bis zur alten Alfândega. Portweinverkostung in einer Kellerei. Ausflug(2) in das malerische Guimarães mit mittelalterlichem Stadtkern und stolzer Burg. Abschieds-Abendessen an Bord. 8. Tag Vila Nova de Gaia–Porto–Zürich Ausschiffung und Weiterreise gemäss Verlängerungsprogramm oder Transfer zum Flughafen Porto. Rückflug nach Zürich. Individuelle Heimreise. MS Douro Spiritbbbbk Modernes Schiff mit Platz für 124 Gäste. Alle 65 Kabinen mit französischem Balkon, Dusche/WC, Föhn, TV, Telefon, Safe, kleinem Tisch und Stühle sowie individuell regulierbarer Klimaanlage. Die Kabinengrösse beträgt bei den 2-Bettkabinen sowie den 1-Bettkabinen Mitteldeck ca. 14 m², 2-Bettkabinen Mitteldeck vorne ca. 13 m² und 1-Bettkabinen Mitteldeck vorne ca. 12 m². Die Junior Suite auf dem Mitteldeck (ca. 20 m²) und die Suiten auf dem Oberdeck (ca. 21 m²) sind mit einer Badewanne ausgestattet. Zur Bordausstattung gehören Réception und Boutique/Souvenirshop, elegantes Restaurant, Panorama-Salon mit Bar/Tanzfläche, Spa, Fitnessraum, teilweise überdachtes Sonnendeck mit Pool, Sitz- und Liegegelegenheiten. Lift zwischen Hauptund Oberdeck. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Nichtraucherschiff (Rauchen auf Sonnendeck erlaubt).

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Die E-Spiele mögen beginnen Die «TCS eSports League» hat sich etabliert – das zeigt auch das grosse Interesse am TCS-Stand an der Polymanga. Gleichzeitig fördert der Club damit eine Kultur, die den Weg an die Oberfläche der gesellschaftlichen Akzeptanz längst vollzogen hat. TEXT DOMINIC GRAF | FOTOS EMANUEL FREUDIGER

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ie heisst du? Diese, eigentlich simple Frage kann an einer Manga- und GamingMesse Verwirrung stiften. «Meinst du meinen Nickname, mein Cosplay oder meinen RL-Namen?», lautet die Gegenfrage des Teenagers, der sich gerade für das Rocket-LeagueTurnier am TCS-Stand in die Warteschlange eingereiht hat. Am überforderten Gesichtsausdruck des Fragestellers erkennt der junge Mann, dass er hier anders sprechen muss als in seiner gewohnten Community. «Also: Online heisse ich NotYoz. Heute bin ich als mein Lieblings-Anime-Charakter Kirito gekleidet. Im Real Life heisse ich Dan. Du kannst dir aussuchen, was dir besser gefällt», lächelt der 17-Jährige.

«Scott» Das Cosplay der TCS eSports League wurde von zwei Künstlern angefertigt

Hüter der «TCS eSports League» Dan ist einer von über 40 000 Besuchern an der diesjährigen, 15. Polymanga in Montreux. Damit zählt sie nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den grössten Schweizer Messen für Popkultur. Anders als an gewöhnlichen Messen, stehen hier vor allem die Besucher im Mittelpunkt. Geschätzt die Hälfte des mehrheitlich jungen Publikums präsentiert sich in Kostümen und verwandelt die Messehallen sowie die berühmte Seepromenade von Montreux in einen Laufsteg. Nicht etwa die FreddyMercury-Statue ist an diesem Osterwochenende das begehrteste Fotomotiv, sondern Spiderman, Deadpool, Sailor Moon, Pikachu oder Princess Bubblegum. Cosplay nennt sich das, wenn sich Manga-, Anime- oder Gaming-Fans in ihre Lieblingsfigur verwandeln. Ein Cosplay sticht unter den vielen anderen jedoch heraus. Ein grosser Mann mit Rüstung, Helm, Umhang und leuchtenden LEDs patrouilliert am Stand des TCS und begrüsst die Interessierten: «Hi, ich bin Scott, Hüter der TCS eSports → League». Juni 2019 | touring

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CLUB

Helden unter sich Scott begrüsst einen anderen Cosplayer am TCS-Stand

Das Cosplay von Scott wurde in drei Wochen von zwei Künstlern der Firma Creative Exhibition Promotions eigens für den TCS angefertigt. Verwendet wurden hauptsächlich Foam, eine Art Moosgummi mit speziellen Hitzeeigenschaften und Worbla, ein Thermoplast, das für Stabilität sorgt. Das Kostüm besteht aus einem zweiteiligen Undersuit und einem Gurtsystem, an dem die Brust- und Schulterteile angesteckt werden. Klettverbindungen dienen einem schnellen An- und Ausziehen. «Am Ende dauert die Verwandlung aber trotzdem knapp 30 Minuten, da die Elektronik komplett angeschlossen werden muss», sagt CEO Nastassja Köhler. Sie erklärt auch, wofür dieses Cosplay steht und inwiefern es die Werte des TCS vermittelt: «Scott ist ein Helfer, Held, Beschützer und Vorbild.» Zu sehen sein wird Scott an E-Sports-Veranstaltungen oder Messen wie der Polymanga. Cosplay Die japanische Fanpraxis wird auch bei uns immer beliebter

TCS ESPORTS LEAGUE Kein traditionelles Sponsoring Ein Mobilitätsclub und Gaming – wie passt das zusammen? Nebst dem Ziel, dadurch auch den jungen Mitgliedern ein im Trend liegendes Angebot zu schaffen, sei es eine erklärte Strategie des TCS, grundsätzlich weg vom traditionellen Sponsoring zu kommen, hin zur Kreation von Eigenevents, wie Marcus Brugger, Leiter Brand Communication & Sponsoring beim TCS erklärt. «Für uns war von Anfang an klar, nicht einfach ein bestehendes Team oder einen Wettkampf zu sponsern, sondern direkt eine eigene Plattform bzw. eine eigene Liga für unsere E-Sports-Aktivitäten zu kreieren. Was uns ja mit der ‹TCS eSports League› erfolgreich gelungen ist», so Brugger. Zurück zur Polymanga. Nebst den zahlreichen Cosplays überrascht es auch, dass überhaupt so viele Menschen den Weg an eine solche Messe gefunden haben. Schliesslich spielt sich ihre Welt hauptsächlich virtuell ab – von Bildschirm zu Bildschirm. Ein Anzeichen dafür, dass das Gaming und der E-Sport einen Imagewandel durchlaufen haben? Ja! Wurde ein Gamer früher nicht selten als «einsames Kellerkind» abgestempelt und in die Nerd-Schublade gesteckt, stossen die fingerfertigen Digitalathleten heute vermehrt auf Akzeptanz und Respekt – ja, sogar Bewunderung, wie Millionen von Followern und Zuschauern auf Streaming-Plattformen wie Youtube oder Twitch beweisen. In Asien füllen die besten E-Sportler sogar ganze Stadien. Und bei uns?

Jeder dritte Schweizer ist ein Gamer In der Schweiz spielt mehr als jeder Dritte mindestens einmal 78 touring | Juni 2019

Nach erfolgreicher Premiere im letzten Jahr läuft zurzeit die zweite Saison der «TCS eSports League». Dabei messen sich die besten Gamer jeweils in Dreierteams im gewaltfreien Autoball-Spiel Rocket League, das mit über 60 000 aktiven Spielern zu den beliebtesten Games der Schweiz gehört. Neu haben zehn statt wie bisher acht Mannschaften die Möglichkeit, sich in der Liga zu messen. Zudem werden die Playoff-Plätze von vier auf sechs Teams erhöht. Sämtliche Spiele werden über die Plattform Twitch ausgestrahlt und kommentiert. Über zwei Challenger Cups können sich neue Teams für die nächste Saison qualifizieren. Auch Amateure haben die Chance, um verschiedene Preise zu spielen. Insgesamt werden dieses Jahr Preisgelder und Preise in Höhe von 15 000 Franken ausbezahlt. Infos und Anmeldung: tcs-esports-league.ch

«Heute bin ich Kirito» Dan (17), einer von 40 000 Polymanga-Besuchern


DER TCS-EXPERTE

UNTERWEGS

pro Woche ein Videospiel auf dem Smartphone, dem PC oder einer Konsole, zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung sogar täglich. Zocken ist populär wie nie! Diese Nachricht ist zwar nicht ganz neu, jedoch konnten erstmals anhand einer repräsentativen Studie aufschlussreiche Erkenntnisse zu unserem Gaming-Verhalten gewonnen werden. Die Studie «eSports Schweiz 2019» der ZHAW in Partnerschaft mit UPC, Baloise Group und dem TCS stellt unter anderem fest, dass ein Gamer oder E-Sportler durchschnittlich elf Stunden pro Woche spielt und jährlich 1270 Franken für Hardware, Software und Zubehör ausgibt. Wobei es hier wohl vor allem darauf ankommt, ob es sich «nur» um einen Gamer handelt oder um einen E-Sportler, der wettkampfmässig oder gar professionell spielt. Gemäss der Studie würden rund 42 500 Personen in der Schweiz Geld mit E-Sport verdienen – Tendenz steigend. Ein Grund, weshalb die Branche immer höhere Preisgelder ausschütten kann und stets mehr Spieler zu Profis werden, liegt sicherlich auch am steigenden Zuschauer-Interesse. Denn: Laut der Studie sehen sich heute schon mehr Personen E-Sport an, als selbst zu spielen. Wie bei einem Fussballmatch bieten auch die professionellen E-Sportler attraktive Unterhaltung auf höchstem Niveau. Wer sich selbst einmal davon überzeugen will, kann die Matches der «TCS eSports League» live und mit Kommentar auf twitch.tv verfolgen. Popcorn nicht vergessen! ◆

Ärger mit Gepäck

«

Meine Sportausrüstung ist verspätet gelandet – was zahlt die Airline?»

123RF

Game-Action Am TCS-Stand kann man sich spontan im Spiel Rocket League üben

TEXT VERA BEUTLER

Gemäss dem Montrealer Über­ einkommen muss die Airline den Schaden ersetzen, der durch die Verspätung des Reisegepäcks entsteht. Bei einer Sportausrüstung kann das insbesondere die Miete der Ausrüstung vor Ort sein. Ist Ihre Sportausrüstung nicht mitgeflogen, melden Sie das am besten sofort beim Lost-and-found-Schalter, spätestens aber der Airline 21 Tage nachdem Sie die Ausrüstung wieder erhalten haben. Diese Schadenanzeige müssen Sie schriftlich machen. Um den Schaden nachweisen zu können, sollten Sie sowohl Ihre Ausrüstung vor dem Abflug fotografieren als auch die Belege für die Mietkosten der Ersatzausrüstung und für allfällige weitere Ausgaben aufbewahren.

teilweise Übernahme der Miete für die Sportausrüstung. Die Praxis der Airlines ist unterschiedlich, die Obergrenze nach dem Mont­ realer Abkommen liegt jedoch aktuell bei etwa 1600 Franken. Was nun aber, wenn Sie mit einer exklusiven Ausrüstung fliegen, die weit über 1600 Franken kostet und bei der auch die Ersatzmiete dieses Budget sprengt? Das müssen Sie vor der Aufgabe bei der Airline deklarieren und den verlangten Zuschlag entrichten. Die Airline muss Ihnen dann Ersatz in der Höhe des angegebenen Betrags leisten, sofern sie nicht nachweist, dass Sie an der Ersatzmiete gar kein tatsächliches Interesse haben. ◆ Vera Beutler ist

Können Sie dann noch argumenDr. iur. und Leiterin von «lex4you» tieren, dass Sie keinen Ferientag ohne Sport aushalten und etwa ein kulturelles AlterLEX4YOU nativprogramm auch nicht als «lex4you» ist Ihre interaktive RechtsauskunftsÜberbrückung in plattform für den Alltag Frage kommt, ha– gut verständlich, ben Sie gute Chanaktuell und praktisch. cen auf SchadenerFür rechtliche Anliegen steht satz, hier konkret Ihnen der TCS zur Seite. lex4you.ch auf die zumindest Juni 2019 | touring

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touring Impressum Magazin des Touring Club Schweiz Herausgeber Touring Club Schweiz Postfach 820, 1214 Vernier (GE) Chefredaktor Felix Maurhofer Stv. Chefredaktoren Dino Nodari Marc-Olivier Herren Redaktion Aline Beaud Jérôme Lathion Juliane Lutz Dominic Graf Art Director Alban Seeger Fotograf/Bildredaktion Emanuel Freudiger Layout Andreas Waber Stephan Kneubühl Sara Bönzli Mathias Wyssenbach Redaktionsassistenz Oliver Marti (D) Michela Ferrari (I) Tania Folly (F) Irene Mikovcic-Christen Korrespondenzadresse Redaktion Touring Maulbeerstrasse 10, 3001 Bern +41 58 827 35 00 touring@tcs.ch Auflage Deutsche Ausgabe: 735 588 Totalauflage: 1 190 995 Verlag/Medienmarketing Reto Kammermann Inserate Cumi Karagülle Roger Müller Chantale Hofer verlag@tcs.ch Clubreisen Mario Brunelli Mitgliedervorteile Marcel Zimmermann Assistenz Clubleistungen Dominique Voramwald Abonnement Für Mitglieder im Jahresbeitrag inbegriffen. Der «Touring» erscheint 10 Mal jährlich. Adressänderungen Unter Angabe der Mitgliedernummer direkt an: TCS-Zentralsitz Postfach 820, 1214 Vernier 0844 888 111, info@tcs.ch Alle Texte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unverlangte Manuskripte wird jede Haftung abgelehnt. Herstellung Swissprinters AG Brühlstrasse 5, 4800 Zofingen 058 787 30 00

Schreiben Sie uns... In dieser Rubrik gilt: Je kürzer der Leserbrief, desto grösser die Chance für den Abdruck. Mein «Leukoplastbomber» Als junger Mann arbeitete ich 1955 in Stuttgart und bestand dort die Fahrprüfung. Für ein erstes Auto waren die gebrauchten Volkswagen viel zu teuer. Meine Ersparnisse reichten nur für einen gebrauchten Lloyd LP 300, ein Kleinstwagen aus der inzwischen aufgelösten Borgward-Gruppe. Die Karosserie – auf einer Bodenplatte aus Stahlblech aufgebaut – bestand aus Sperrholzplatten und einem Holzgerippe, bespannt mit Kunstleder. Der Wagen kam deshalb zum Übernamen «Leukoplastbomber». Mit seinem Zweitakt-Ottomotor (0,3 l) mit 10 PS betrug die Höchstgeschwindigkeit 70 km/h. Er sang dabei in hohen Tönen wie eine Nähmaschine. Mein «Bomber» führte mich zuverlässig in die Umgebung und bis in den Norden von Deutschland. Der kleine Lloyd hat damals seinen Zweck erfüllen können. Im heutigen Umfeld und Verkehr hätte er keinen Platz! Hans Peter, Bolligen

Schnell repariert

Seit 1954 besitze ich ein Auto, zuerst einen VW Käfer and seit 1957 immer Opel. Seit 1954 bin ich auch TCSMitglied. Ich war immer gut zufrieden mit meinem Opel Vectra, nur die letzten Jahre hat er mich mit halbwarmem Motor hin und wieder im Stich gelassen. Er liess sich erst wieder starten, wenn der Motor abgekühlt war. An einem Samstag wollte ich ihn wieder einmal mit einer Runde warm fahren. Doch musste ich wegen Gegenverkehrs vom Gas und der Motor stellte ab. An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden Herren nochmals herzlich bedanken, die mir spontan halfen, das Auto an den Strassenrand zu schieben. Ebenfalls dem netten Ehepaar, das mit Pannendreieck und einer Decke für meine im kalten Auto sitzende Frau zu Hilfe eilte. Ich meldete mich per Handy beim TCS. Eine nette

Lloyd LP 300 Sein Kosename kommt nicht von ungefähr

@ Gesucht: Leserbilder

Das erste Auto vergisst man nie. Auch nicht, was damit alles erlebt wurde. Erzählen Sie uns Ihre kuriose, spannende oder abenteuerliche Geschichte. Senden Sie uns das Bild und die Legende dazu an touring@tcs.ch.

Frauenstimme erkannte sofort mein Problem und schickte einen Fachmann vorbei. Der nette Patrouilleur erkannte das Übel sofort. Er anerbot mir, mich nach Hause zu begleiten, um der Panne auf den Grund zu gehen. Er hat mir zu Handen der Garage das zu ersetzende Teil aufgeschrieben, vielen Dank! Ein Bekannter hat mir dann eine Kleingarage empfohlen, wo ich vom Chef mit schwarzen, öligen Händen empfangen wurde und meinen Vectra am Folgetag bereits repariert abholen konnte. Stefan Suter-Köferli @ Abstand mit Anstand Touring 5/2019

Der Umstand, dass LKW überhaupt unterwegs sind, ist kein Störfaktor, sondern

immer wieder Anlass, ihnen die Teilnahme am Strassenverkehr freundschaftlich zu erleichtern. Trotzdem: Ein Ärgernis, das ich seit Jahren beobachte, ist das Verhalten sehr vieler LKW-Lenker, die offensichtlich beim Einhalten einfachster, aber sicherheitsrelevanter Verkehrsregeln überfordert sind: Mit den oft erschreckend kurzen Abständen zu den vorausfahrenden PKW schaffen sie Unsicherheit, Angst und erhebliche Unfallgefahr. Dieses Verhalten erfüllt den Tatbestand der Nötigung, wird verzeigt und in aller Regel mit dem Entzug des Führerausweises sanktioniert. Es macht den Anschein, dass die Abstandsvorschrift des halben Tachos für diese Brummi-«Helden» nicht gilt. Jules Grüter @

Die Redaktion behält sich Kürzungen vor und führt keine Korrespondenz. Zuschriften sind auch via E-Mail (touring@tcs.ch) möglich. Leserbriefe erscheinen ebenfalls in der Online-Ausgabe des Touring (touring.ch).

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TEXT ALINE BEAUD | ILLUSTRATION ANDREA PETER

KREATIVITÄT

Ein Spiel namens Iyaga So stellst du ein Fangspiel her, das auch die Inuit kennen, bei ihnen aber aus Knochen besteht: Bohre mit der Spitze des Bleistifts ein Loch in den Rand der Rolle. Fädle die Schnur ein und verknote sie. Befestige das andere Ende der Schnur am Bleistift. Du kannst dein Iyago auch nach deinen Wünschen dekorieren, wenn du willst. Benötigte Materialien: Ein Bleistift, eine Schnur (ca. 40 cm) und eine leere WC-Papier-Rolle. Wie spielt man es? Nimm den Bleistift in die Hand und versuche, die Rolle durch einen kleinen Ruck am Bleistift aufzuspiessen. Oder auch umgekehrt!

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Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser des «Touring» in der Schweiz und in Liechtenstein, ausgenommen sind Mitarbeitende des TCS und deren Familienangehörige. Gewinner der Wettbewerbe «Tourolino» werden ausgelost und benachrichtigt. Zu den Wettbewerben wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden auf touring.ch veröffentlicht.

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UNTERWEGS MIT

PASCAL DERRON

Formula E öffnet Türen für neue Mobilitätsformen Er ist durch Zufall Direktor der Veranstaltung «Swiss E-Prix» geworden. Die nachhaltigen Rennen zeigen dem Publikum auf, was die Mobilität der Zukunft zu leisten vermag. Selber steuerte er noch nie ein E-Rennauto. TEXT FELIX MAURHOFER | FOTO EMANUEL FREUDIGER

P

ascal Derron ist ein vielbeE-Autos. Die direkte Übertragung schäftigter Mann. Kein der Leistung sei schlicht sensatioWunder, denn der 2. Swiss nell. Mit der Elektromobilität sei E-Prix findet in ein paar viel Bewegung ins System gekomWochen in Bern statt. Dann wird men. Dass das aber noch nicht das nach Zürich eine zweite Schweizer Ende der Entwicklung sei, liege Stadt Austragungsort eines Formel- auf der Hand. E-Rennens. Da gibt es noch einiges Rennsport war an Vorbereitungsarbeiten zu erlekein Thema digen. «Die Rennstrecke in Bern Bevor Pascal Derrons Direktor des wird der engen Kurven und SteiSwiss E-Prix wurde, hatte er mit gungen wegen eine besondere HeRennsport nichts am Hut. Der rausforderung für die Fahrer», ist 42-jährige Holzbauingenieur mit Derron überzeugt. Er selber hatte viel Erfahrung im Eventmanagenoch nie die Gelegenheit, einen ment ist wie die Jungfrau zum 250 kW starken und 280 km/h Kinde zu diesem Job gekommen. schnellen E-Boliden zu fahren. «Ein Rennsponsor fragte mich, Begeistert vom öV ob ich mich um das BewilligungsSelber besitzt er kein Auto und verfahren des Rennens in Zürich ist daher ausschliesslich mit dem vom vergangenen Jahr kümmern öffentlichen Verkehr unterwegs. könnte», erzählt er. Da habe er Überhaupt ist er stark davon überspontan zugesagt und sei so in zeugt, dass die Mobilität in Zudiese Rolle gerutscht. Das Rennen kunft eine andere Form erhalten fand statt und stiess auf grosse wird. Vor allem das autonome Fah- Begeisterung, was Derron anren mit E-Fahrzeugen werde das spornte, weiterzumachen. Dabei Mobilitätsverhalten fundamental geht es ihm nicht primär um den verändern. Auf die Frage, ob er Rennsport, sondern um die Gelelieber viel PS oder null Emissionen genheit, die Möglichkeiten der haben würde, überlegt er keine E-Mobilität den Leuten vor Augen Sekunde und sagt: «Zero Emissizu führen. Zu Beginn habe er viel ons». Alternative Antriebe vom Überzeugungsarbeit leisten müsE-Motor bis zur Brennstoffzelle sen. Da aber der Anlass auf Nachwerden sich aus seiner Sicht in haltigkeit ausgerichtet sei, konnte Zukunft durchsetzen. Dabei er die Austragungsstädte dafür schwärmt er vom Fahrgefühl in begeistern.

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Seine Bubenträume hatten absolut nichts mit Motoren zu tun. Viel mehr träumte er von grossen Reisen und fremden Ländern. Als gelernter Zimmermann mit Weiterbildung zum Holzbauingenieur arbeitete er in der Funktion des Chief Market Officer beim Messeund Eventbauer Nüssli. In seiner Freizeit bezwang er als Sportkletterer einige Felswände, tauchte gerne in die Tiefen der Meere ab und verwirklichte seine Reiseträume. Heute habe er für seine Hobbys kaum mehr Zeit. Die Arbeit und seine Familie stehen für ihn im Vordergrund. Pascal Derron ist es bereits heute gelungen, die Formel-E in der Schweiz anzusiedeln. «Die Art, wie wir mit dem Anlass zu den Leuten hin gehen, funktioniert bestens», so der Direktor. Wie sonst im Rennsport unüblich, besuchten den Swiss E-Prix viele Familien und Frauen. Für ihn steht denn auch der Spass im Vordergrund. Bereits hat die Stadt Genf für die Austragung 2021 zugesagt. ◆

«Autonomes Fahren mit E-Fahrzeugen wird die Mobilität fundamental verändern» Pascal Derron Direktor Swiss E-Prix, 42, aus Frauenfeld

Hoch über der Stadt Bern, dem Austragungsort des 2. Swiss E-Prix


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