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The Gap 199

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Musik und Citizenship Wie Europavox die europäische Bühne öffnet Beim EU-geförderten Projekt Europavox dreht sich alles darum, ein Netzwerk aus europäischen Bühnen und Musiker*innen zu etablieren. Bei sieben Festivals in sieben unterschiedlichen Ländern können up-and-coming Bands erste Schritte außerhalb ihrer lokalen Szene wagen. Wir haben uns angeschaut, was die Ziele und Potenziale dieses Projekts sind. ———— Control Club, Bukarest, Anfang April. Die Anlage wird gerade von der irischen Shoegaze-Band Just Mustard an ihre technischen Grenzen gebracht. Ein Meer an Verzerrungen, dazwischen die Stimme der Sängerin, mal elegant auf den Wellen surfend, mal ums Überleben kämpfend. Die Boxen dürften sich freuen, dass sich der erste Abend des zweitägigen Festivals seinem Ende zuneigt. Am nächsten Tag wird es entspannter zugehen, weniger (Post-)Rock, mehr Mix aus Elektronik, Techno, Jazz, Soul und Klassik. Es ist eine breite Mischung, die an diesen zwei Tagen über diese Bühne zieht – an musikalischen Stilen wie an Ländern. Rumänien, eh klar, aber sonst: Irland eben, Frankreich, Schweden, Dänemark, Griechenland und Finnland. Dieses Gemenge ist nicht nur gewollt, es ist sort of the point. Das Europavox Festival gastiert nämlich in Bukarest.

Multimediales Gesamtkonzept Europavox ist ein Netzwerk aus sieben Partner*innen in ganz Europa: in Bukarest, Vilnius, Zagreb, Bologna, Brüssel, ClermontFerrand und Wien. Hannes Cistota organisiert jährlich das Europavox Festival im WUK, dessen musikalische Leiter er auch ist. »Die Idee von Europavox ist, dass wir unbekanntere

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europäische Bands hin und her durch Europa schicken. Dadurch können sie für ein neues Publikum spielen – unter professionellen Produktionsbedingungen«, erklärt Hannes. Um in die Auswahl für ein Europavox Festival zu kommen, muss ein Act Teil des EuropavoxRosters werden. Pro Monat werden ca. zehn Acts von den Partner*innen gemeinschaftlich dafür auserkoren. Auf der Website von Europavox kann dann öffentlich abgestimmt werden, welcher Act davon »Band of the Month« wird – mit zusätzlicher Publicity und Auftrittsangeboten. All das soll dafür sorgen, dass Europavox auch abseits der Festivals präsent bleibt. Es ist Teil eines medialen Gesamtkonzeptes wie Ana Martinez, Head of Communication für Europavox, erläutert: »Unsere medialen Auftritte erlauben es Leuten, neue Bands zu entdecken – also gehen sie zu den Festivals, um diese Bands dann live zu sehen. Andererseits stoßen dann Leute, die live vor Ort sind, auf unsere Medien.« Ursprünglich war Europavox ein einzelnes Festival in Clermont-Ferrand. François Missonnier gründete dieses 2006 und ist bis heute einer der Projektleads: »Mein erstes Ziel war, die europäische Musikproduktion in all ihrer Diversität sichtbar zu machen und zu fördern. Das zweite Ziel war Citizenship: Wie können wir der europäischen Jugend klarmachen, was das Herz, die Seele Euro-

Über Europavox soll das Publikum nicht nur junge europäische Bands kennen­lernen, sondern auch Europa selbst.

25.05.23 21:11


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