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1 0 . – 2 6 . O KT O B E R 2 0 1 3 P R O G R A M M - M AG A Z I N ZUM 7. MÜNCHNER KLIMAHERBST www.klimaherbst.de

GEHT´S D I E Z U KU N F T D E R M O B I L I T Ä T

NOCH?! WEG MIT DER BEWEGUNGSPROTHESE Ein Aufruf von Auto-Kritiker Knoflacher

D I E E R O T I K D E S R A D FA H R E N S Ein Maler mit einem Faible für Velos

WOHNEN IM MORGENLAND Ein Leben ohne eigenes Auto


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Symposium 11. OKTOBER 2013

Wasser

Leben in Bewegung

Informationen unter: Telefon: 089/360064 40 E-Mail: ebertshaeuser@indras-netz.de

11. Oktober 2013 9.30–20 Uhr Museum Mensch und Natur Schloss Nymphenburg 80638 München

Schirmherrschaft: Umweltminister Dr. Marcel Huber

Eine Veranstaltung der Hofpfisterei, München im Rahmen des Münchner Klimaherbstes 2013


„GEHT´S NOCH?!“ – MOBILITÄT

WILLKOMMEN ZUM MÜNCHNER KLIMAHERBST 2013

Mobilität ist vor allem auch Teilhabe an der Gesellschaft. Dies wird schon in unserer Sprache deutlich. So beschreibt unser Standpunkt, wo wir örtlich, aber auch geistig stehen. Sobald wir mit unseren Mitmenschen in Kontakt treten wollen, gehen wir auf den anderen zu, wir wagen den ersten Schritt. Liebende gehen ihren Weg miteinander. Überfahren wir die anderen heute nicht viel zu oft? Geht´s noch?

Titelfoto: © sumikophoto/123RF

Im Jahr 2013 legt der durchschnittliche Deutsche zwei Wege am Tag mit dem Auto zurück. Aber nicht einmal einen Weg zu Fuß. Die meisten dieser Fahrten dienen Einkäufen und der Freizeitgestaltung. Unsere Mobilität ist dabei zum überwiegenden Teil von fossilen Energieträgern wie Benzin, Diesel, Erdgas und Strom aus Kohlekraftwerken abhängig und verursacht rund zwanzig Prozent der gesamten CO2 -Emissionen in Deutschland und rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Geht´s noch?

Der Münchner Klimaherbst 2013 beschäftigt sich in seinen über sechzig Veranstaltungen mit der sich wandelnden Mobilität. Wir fragen nach, warum in München die Pkw-Zulassungszahlen steigen, aber gleichzeitig die Fahrten mit dem eigenen Auto zurückgehen. Wir reisen mit neuen Kommunikationstechnologien in Sekundenbruchteilen um die Welt und diskutieren, wie das unsere Mobilität beeinflusst. Wir proklamieren den Wert des Teilens gegenüber dem Besitzen und sparen damit wertvolle Ressourcen und Flächen.

Der Wunsch, mobil zu sein, ist in unserer Geschichte tief verwurzelt. Seit Jahrtausenden legt der Mensch dreieinhalb Wege am Tag zurück. Die Distanzen und die Art der Fortbewegung haben sich jedoch drastisch verändert und verlängert. Für unsere Mobilität werden derzeit – mit zum Teil höchst umstrittenen Methoden wie dem Fracking – die letzten Tropfen Öl aus der Erde gepresst. Geht´s noch?

Geht doch! Wir freuen uns, diesen Weg mit Ihnen zu gehen.

Aktuelles unter:

bst.de

www.klimaher

Der 7. Münchner Klimaherbst wird besonders unterstützt von folgenden Partnern:

Kooperationspartner und Förderer 2013: Abfallwirtschaftsbetrieb München, ADFC München, Amerika Haus Verein e.V., Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr MüFo, Bayerische Amerika-Akademie, Bayerischer Localbahn Verein e.V., BenE-München e.V., Bezirksausschuss 13 Bogenhausen, Bikekitchen München e.V., bmp greengas GmbH, BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe München, Bundespolizei, DanceSpirit Barbara Theiss, DGB Bildungswerk, Deutsches Museum Verkehrszentrum, Evangelische Akademie Tutzing, Evangelische Stadtakademie München, FIAN Deutschland e.V., Global Challenges Network (GCN) e.V., Green City e.V., Green City Energy AG, Handicap International, HandlungsSpielRaum, Hofpfisterei München, IHK für München und

Oberbayern, Initiative n-a-h-r-u-n-g-s-k-e-t-te, KAB Bildungswerk, Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V., KJR München-Stadt, Landeshauptstadt München, Büro des 3. Bürgermeisters, Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landeshauptstadt München, Kommunalreferat, Stadtgüter München, Landeshauptstadt München, Kulturreferat, Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt, Umweltschutz Bauzentrum, Landesverband Bayerischer Spediteure, MAN Bus und Truck, Michael Lapper, MORECO, m+p e-mobility, Münchner Forum, Münchner Umwelt-Zentrum e.V., Münchner Volkshochschule, Münchner Volkshochschule Süd, Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG), MVV - Münchner Verkehrs-

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und Tarifverbund, Netzwerk Slowmotion, Netzwerk Solidarische Mobilität, Nord-Süd Forum München, NordOstKultur, oekom e.V., Ökoprojekt – MobilSpiel e.V., Öpfelchasper München, Pedalhelden, Petra-Kelly-Stiftung, Plant-for-the-Planet, PresseClub München, Promedia Verlag, Radio Lora München, rehab republic e.V., Selbach-UmweltStiftung, Sparda-Bank München eG, Spielhaus Sophienstraße, Spiellandschaft Stadt, Stattauto München e.V., Tagwerk, Technische Universität München, Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen, TELI e.V. – Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik, Umweltinstitut München e.V., Werkbox3, Werkstatt für Ökodesign und lebendige Kunst GbR


8 Zurück zur Mobilität

14 Gute Dinge

INHALT

6 ERSTMAL ZAHLEN

16 Die Erotik des Rades

2 2 S O N N E I M TA N K

Das bewegt München

E-Mobilität eignet sich besonders gut für den Stadtverkehr

8 ZURÜCK ZUR MOBILITÄT

2 3 D I E N E U E LU S T A M L I E F E R N L A S S E N

Wenn man vorwärts kommen will, ist das Auto nicht die Lösung, sondern das Problem, meint Prof. Hermann Knoflacher

Einkaufen ohne Auto ist oft beschwerlich. Lieferdienste liefern eine gute Alternative – manche kommen sogar mit dem Rad

1 2 TEILEN IST DAS NEUE FAHREN

38 10 GUTE GRÜNDE

Nachgefragt bei Münchens oberstem Mobilitäts-Strategen Martin Schreiner

40 AUF GEHT’S

PROGRAMM 2013

7.Münchner Klimaherbst

2 0 W O H N E N O H N E A U T O Christian Stupka, Vorstand der WOGENO München eG, über die Zukunft der Nahmobilität und aktuelle Projekte in München

3 6 D I E M AC H T D E R V E R B R A U C H E R NUTZEN BenE-Vorstand Gerhardt Mayer über eine neue Kultur der Mobilität

3 7 KLIMASCHUTZ BEGINNT BEIM SCHMUTZ

4 2 WA S S E R I S T B E W E G U N G

Die Hofpfisterei veranstaltet ein Symposium über den ganz besonderen Stoff

43 ES GEHT NICHT NUR UM KÖRPER Helmut Lind, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München eG über geistige Mobilität

14 GUTE DINGE FÜR UNTERWEGS Künstler Benjy Barnhart widmet sich dem Münchner Radverkehr

Der gute Plan für Fußgänger in München

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1 6 G E P I N S E LT E G E F Ä H R T E

Ein Bekenntnis vom radelnden Reporter Kai Schächtele

3 9 M Ü N C H E N S R A D L-A B C

Fernbusse, Mitfahrgelegenheiten und Car-Sharing im Vergleich

1 3 WAS BRING CAR-SHARING?

39 10 Gute Gründe

4 6 G LO S S E

Axel Hacke macht sich Sorgen um die Beziehung zwischen Auto und Fahrer

46 IMPRESSUM

Der AWM investiert in eine umweltfreundliche Flotte

GRUSS

WORT

Dass wir schon mit einem Hin- und Rückflug nach New York weit mehr Treibhausgase produzieren, als es unser CO2-Jahresbudget erlaubt, hat sich herumgesprochen. Auch wenn sich die Fluggesellschaften Mühe geben, uns etwas anderes weiszumachen: Der Luftverkehr ist einer der ganz großen Klimakiller. Wer an die Umwelt denkt, steigt nur noch mit schlechtem Gewissen in ein Flugzeug. Und darüber hinaus? Was muss auf lokaler Ebene passieren, damit unsere Mobilität das Klima so wenig wie möglich belastet? Wie können wir den Verkehrskollaps verhindern und die Lebensqualität Münchens weiter steigern? Der Münchner Klimaherbst hat wieder ein ganz wichtiges Thema auf der Agenda, denn ohne Mobilitätswende wird es keine nachhaltige Entwicklung geben. Ich wünsche allen Beteiligten spannende und anregende Veranstaltungen und bin sicher, dass wir damit einen weiteren Schritt Richtung klimafreundliche Stadt machen. Joachim Lorenz Referent für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München

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DIE ZUKUNFT DER MOBILITÄT IN MÜNCHEN

ZAHLEN

-Autor Benjamin Büttner, TU München

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BEWEGUNG 662,8 FAHRGASTREKORD

MILLIONEN FAHRGÄSTE NUTZTEN 2012 DEN MVV Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um rund 3 Prozent bzw. 17,5 Millionen Fahrgäste

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AUF RUND 66 PROZENT IHRER TÄGLICHEN WEGE VERZICHTEN DIE MÜNCHNER AUF IHR EIGENES AUTO UND NUTZEN LIEBER BAHN, BUS, TRAM, RAD ODER DIE EIGENEN FÜSSE. BEVÖLKERUNGSPROGNOSE 2030 FÜR MÜNCHEN

1,65 MILLIONEN!

KAPAZITÄT DES ÖFFENTLICHEN VERKEHRS AM LIMIT: VIER NEUE BUSLINIEN SOLLEN DIE U-BAHN ENTLASTEN

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Unser Beitrag zum besseren Stadtklima Wir sind Münchens erste Dienststelle mit einem Hybrid-Lkw! Unsere Fahrzeugflotte umfasst rund 350 Fahrzeuge – bereits knapp die Hälfte davon erfüllt die Abgas­ norm Euro 5 oder den strengen EEV­Standard für Busse und Lkws. Und wir tun gerne noch mehr: Unser neuer Hybrid­Lkw ist noch leiser, sparsamer und sauberer unterwegs – für München. www.awm-muenchen.de

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Durch sein provokantes Buch «Virus Auto» gilt Hermann Knoflacher als Enfant terrible der Verkehrsplaner. Als Verfechter für mehr Fuß- und Radverkehr prangert der Autokritiker den enormen Platzbedarf des Kraftverkehrs an. In seinem neuen Buch «Zurück zur Mobilität» stellt der emeritierte Professor der TU Wien die Versprechen der Autoindustrie in Frage und fordert mehr geistige Mobilität. Nur so sei es möglich, von der «Bewegungsprothese» Auto loszukommen.

ZURÜCK ZUR MOBILITÄT --Text: Hermann Knoflacher Illustration: Christoph Ohanian

Die Zukunft der Mobilität liegt nicht dort, wo man sie in den letzten beiden Jahrhunderten suchte und dabei in einer Sackgasse landete. Das heutige Mobilitätssystem ist auf drei Irrtümern errichtet: - einem »Mobilitätswachstum«, das es nicht gibt; - einer »Zeiteinsparung« durch Geschwindigkeit, die im Verkehrssystem nicht existiert; - der Illusion einer bedingungslosen »Freiheit der Verkehrsmittelwahl« in einer Realität, in der die Strukturen das Verhalten bestimmen. Diese Irrtümer haben zu einer größeren Fremdabhängigkeit des Einzelnen, der Gemeinden, der Städte und der Staaten geführt als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das Risiko steigt durch den Anteil billiger und leicht verfügbarer Exergie, die geistig nicht bewältigt wird. Dies trifft nicht nur auf den Autoverkehr zu, sondern auf jede Art des Verkehrs, so wie etwa auch auf den Geld- und Nachrichtenverkehr, wenn die Geschwindigkeiten der Bewegungen nicht mehr begreifbar sind. Geschwindigkeit und Macht – beides kann missbraucht werden zu rücksichtslosen Raubzügen und zur systematischen Irreführung von Menschen, wenn nicht verantwortungsvoll damit umgegangen wird. Die Folgen für die Natur, die Wirtschaft und die Sozialsysteme sind unabsehbar. »Zurück zur Mobilität« ist der Weg aus der Sackgassenfalle heutiger Zwangsmobilität, die zu schweren Verletzungen fundamentaler Menschenrechte geführt hat. Es ist der Weg aus der technischen Falle zurück zur Beherrschung der Technik. Der Weg von den vier Rädern zurück zum aufrechten Gang – ein Sprung vorwärts über mehr als sechs Millionen Jahre. Dazu müssen jedoch die Mobilitätsbarrieren beseitigt werden, die in den vergangenen beiden Jahrhunderten auf einem soliden Unverständnis der 8


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Folgen mit großem Aufwand errichtet wurden. Dies funktioniert wiederum nur über Struktureingriffe. Das Verhalten wird durch Strukturen geprägt, innere wie äußere. Ein Bewusstsein, d. h. eine innere Struktur, ist für die elementaren Werte des Lebens zu entwickeln, um das Auto in den Tiefen unserer Hirne zu begreifen. Entfernt man es von dort, so schafft man die Voraussetzungen, sich auch äußerlich aus der Abhängigkeit zu lösen. Bedauerlicherweise ist dieser ideale Weg nicht realistisch, denn wir alle tendieren zur Maximierung positiver Empfindungen bei minimalem Aufwand. Das Auto, das in unsere tiefste Evolutionsschicht eindringt, befreit uns nicht nur von der Last der menschlichen Mobilität, dem aufrechten Gang, sondern auch von der Last unangenehmer geistiger Mobilität, jener Mobilität, die uns aus den Gruppen der Hominiden zu kultivierten und zivilisierten Gemeinschaften geführt hat. Um wieder zum aufrechten Gang – und damit zur Mobilität – zurückzufinden, brauchen wir Hilfe von außen. DER LÖSUNGSWEG FOLGT DEM ENTSTEHUNGSWEG

Der Erkenntnisweg in die Mobilitätsfalle führte von den Symptomen zur Ursache, wo wir ansetzen müssen, um aus der Falle herauszugelangen. Dieser Weg ist nicht so schwer, wie es scheint, beachtet man elementare lebenserhaltende Indikatoren und erprobte Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Die Erdoberfläche ist ein nicht vermehrbares Gut und zwingt uns, da wir von ihr abhängig sind, zu einem sparsamen Umgang mit ihr. Der Flächenaufwand für Automobilität liegt um das Zehn- bis Hundertfache über dem für Fußgänger, Rad- und öffentlichen Verkehr. Da jeder Verkehrsträger die gleichen Funktionen zu erfüllen hat, gibt es keinen Grund für eine Ungleichbehandlung. Dem Auto sind daher mindestens neun Zehntel der von ihm besetzten Flächen zu entziehen. Das Leben ist ein Prozess zum Aufbau und zur Erhaltung von Ordnung, ein Kampf gegen die Entropie, gegen die zunehmende Unordnung, wobei die für das System optimale und nicht maximale Nutzung verfügbarer Exergie entscheidend war. Zu demselben Zweck muss im Autoverkehr mehr als das Hundertfache der Fußgänger und Radfahrer und zehnmal mehr Exergie aufgewendet werden als im öffentlichen Verkehr. Eine solche Energievergeudung kann nur dort toleriert werden, wo sonst unüberwindbare Ungerechtigkeiten entstehen würden, wie zum Beispiel wenn es um die Mobilität körperlich beeinträchtigter Menschen geht, oder dann, wenn ein Mehrwert für die Gesellschaft daraus entsteht, für den es keine geeignetere Alternative gibt: Transporte

DER WEG ZURÜCK ZUR MOBILITÄT FÜHRT DAHER NUR IN EINE RICHTUNG: ZU EINEM GERINGEREN AUFWAND FÜR RÄUMLICHE MOBILITÄT. schwerer Lasten, Arbeitsmaschinen oder Rettungseinsätze. Das Auto muss sich dem freien Wettbewerb stellen und darf nicht mehr Energie als die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer zur Verfügung gestellt bekommen. Eine Vorgabe für die Forschung. Da Geld Energie ist, müssen dem Auto wie auch jedem anderen Verkehrsmittel seine direkten und indirekten Kosten angerechnet werden. Dazu sind faire Marktbedingungen herzustellen. Welche Subvention allein bei billigem Treibstoff entsteht, lässt sich leicht berechnen, wenn man die Treibstoffkosten für eine 100 Kilometer lange Fahrt mit dem Aufwand vergleicht, der entsteht, würde man sich mit dem Auto dieselbe Strecke von Personen schieben lassen. Genau diese wahren Transportkosten sind das Geheimnis für den Erfolg der Evolution, die auf einer Handvoll Erde mehr Lebewesen existieren lässt als Menschen auf ihr wohnen. Der Weg zurück zur Mobilität führt daher nur in eine Richtung: zu einem geringeren Aufwand für räumliche Mobilität. KEINE AUTOABSTELLPLÄTZE IN MENSCHLICHEN SIEDLUNGEN

Der Parkplatz bei jeder Aktivität ist ein eklatanter Verstoß gegen die Gleichheit der Menschen: eine Rückkehr zum Faustrecht, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Es ist realitätsfremd, von Gleichheit zu reden, wenn sich die Massen und Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer um mehr als eine Zehnerpotenz und das Bedrohungspotenzial um das mehr als Tausendfache unterscheiden. Zurück zur Mobilität kommt man nur durch autofreie Siedlungen, Dörfer und Städte. Das Auto bekommt seinen Platz außerhalb der mensch10

lichen Lebensräume am Rand der Städte und Dörfer: ein langer Weg in der Außenwelt, ein sehr kurzer im Kopf. Dort, wo heute bei den meisten das Auto »sitzt« und die geistige Mobilität behindert, weil es keine Alternativen zulässt, sollten wieder jene Lebensgeister und -inhalte einziehen, die den Menschen in der Entwicklungsgeschichte begleitet und getragen haben. Nur als Bewegungsprothese, das es ja ist, hat ein Auto Zufahrt für jene, die es wirklich brauchen. Ein praktischer Hinweis für Eltern: Wer Kinder hat, sollte diese in sein Hirn einziehen lassen, wo jetzt das Auto »sitzt«. Falls sie das schaffen, wird es ihm oder ihr nicht mehr so schwer fallen, das Auto nicht dorthin zu stellen, wo die Kinder den Platz brauchen können. Für Hundeliebhaber: Wo Hunde wieder frei herumlaufen können, braucht es Bäume statt der Autoabstellplätze und Grün, wo jetzt grauer Beton und schwarzer Asphalt die Herrschaft der Autos über die Menschen zum Ausdruck bringen.

ZURÜCK ZUR MOBILITÄT! Hermann Knoflacher

Mobilität – was ist das? Für viele ein Auto, das sich möglichst schnell von A nach B bewegt. Aber das kann doch nicht alles sein - und ist es auch nicht. Hermann Knoflacher plädiert in „Zurück zur Mobilität!“ für eine Gesellschaft, in der Fahrradfahrer und Fußgänger eine wichtige und große Rolle spielen. In der sich das Auto auf dem Rückzug befindet - mithilfe einer geistigen Mobilität. Verlag: ueberreuter, 112 Seiten, € 9,70

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Oktober

ZURÜCK ZUR MOBILITÄT Anstöße zum Umdenken in Zeiten des Klimawandels, Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Hermann Knoflacher 19.00 bis ca. 21.30 Uhr Eintritt frei, Anmeldung erforderlich Alter Rathaussaal, Marienplatz 15


DU-Termin: 2.07.13

Die Verantwortung fürs Geld kann man am Bankschalter abgeben, muss man aber nicht. Geld ist ein soziales Gestaltungsmittel — wenn wir es gemeinsam dazu machen.

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Jetzt Bank wechseln! s .d

Die Forderung nach maximaler Mobilitätsdichte – also Zahl der Mobilitätszwecke je Flächeneinheit als Voraussetzung einer lebendigen Stadt – schließt sowohl das Abstellen von Autos als auch das unbegrenzte Fahren aus. Nur in einem sicheren öffentlichen Raum ohne Gefahren, Abgase und Lärm, der Menschen aller Altersgruppen und aller sozialen Schichten so zur Verfügung steht, dass sie unbehindert in diesem verkehren können, ist Mobilität für alle möglich. Fußgänger und Radverkehr sowie auch öffentliche Verkehrsmittel – Tram, U-Bahn usw. – entschärfen soziale Unterschiede. Die Normalgeschwindigkeit der Fußgänger bin-

– Finanzkosten – an die Reichen, mehr als ein Drittel der Warenpreise. Der Markt wird überschau- und begreifbar, wenn eine Vielzahl von Einzelhändlern im fairen Wettbewerb zu ihrem Wort stehen, für das sie sich Zeit nehmen müssen. Qualifizierte Bedienung und Information setzen geistige Mobilität auch bei den Kunden Für Super- und Fachmärkte in den Asphaltwüs- in Bewegung. Regionale Lebensmittel können ten, die einst grüne Wiesen waren, schaut es das Angebot bereichern und die industriellen weniger lustig aus. Sie kommen nicht mehr so Produkte verdrängen. Der Geldverkehr wird leicht an ihre Kundschaft, wenn diese aufs Auto ebenfalls wieder begreifbar, wenn das Geld in verzichten. Sie müssen sich ihren Kunden wie- der lokalen Wirtschaft im Umlauf ist zwischen der anpassen. Das geht nur dann, wenn sie sich Menschen, die einander vertrauen. Es gerät so auf dieselbe Stufe mit ihnen stellen und sie be- seltener in den Sog von Banken und in die Kasdienen, anstatt sie in demütigender Weise Indus- sen der Konzerne. trieprodukte sammeln zu lassen. Die Geschäfte Ist Bargeld in lokalem Umlauf, so steht auch die werden kleiner und müssen sich den Menschen Gemeinde oder die Stadt wieder auf den eigeanpassen, anstatt diese wie bisher mit der Auto- nen Beinen. Sie wird handlungsfähig und geistig mobiler als in den vergangenen Jahrhunderten. falle anzulocken. Lokale Betriebe bekommen wieder eine Chan- Denn sie wird die Probleme dort zu lösen haben, ce, unter fairen Bedingungen zu existieren. Sie wo sie auftreten, und kann sie nicht auf Räder werden nicht mehr von den Konzernen rück- stellen und in die Ferne verschieben. sichtslos ausgerottet. Es gibt wieder Dienst- Der Weg aus dieser selbst verschuldeten Verleistungen für Kunden – und nicht umgekehrt: sklavung ist zwar einfach, aber nicht leicht. Die Dienstleistungen der Kunden für die Konzerne, Autos in den Köpfen werden alles unternehmen, für die sie außerdem zahlen müssen, wie es auch um das zu verhindern, damit sie ihre Macht über bei den Banken bereits üblich ist. Bekommt die Menschen weiterhin uneingeschränkt ausMedium: Klimaherbst man mehr Waren aus bekannten lokalen Betrie- üben können. Und sie haben starke Verbündete. Ssp 98x128 mm, 4c ben, spart man sich auchFormat: die Tributzahlungen det die Kaufkraft und die Arbeitsplätze in der Nähe. Fehlt das Auto in der Nähe, wird die bisher unterdrückte geistige Mobilität wieder aufblühen und mit ihr die Vielfalt der Möglichkeiten in der Wirtschaft, der Gestaltung der Lebensräume und der Beziehungen.

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Für Geschäftsinhaber: Wo heute die Autos ohne Brieftasche herumstehen, gibt es ein Potenzial für Hunderte von Kunden, die vom Auto und den Autofahrern verdrängt werden. Bei keinem Verkehrsmittel kann die Brieftaschendichte so hoch werden wie bei Fußgängern. Mikromobilität ist die Grundlage aller Bindungen für die Strukturen des Lebens und der Gesellschaft. Die geistige Mobilität ist unser größtes Potenzial, solange sie den Boden unter den Füßen nicht verliert, aber auch das größte Risiko, wenn sie fehlgeleitet wird.

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Filiale München Herzog-Heinrich-Str. 18

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das macht Sinn


BUS

MITFAHRGELEGENHEIT

CAR-SHARING

Seit den 30er-Jahren hatte die Deutsche Bahn ein Monopol auf Fernstrecken. Busse waren nur erlaubt auf Strecken, die nicht mit der Bahn zu bewältigen waren. Das ist seit 1. Januar 2013 anders – Fernbusse dürfen fahren, sobald die Strecke über eine Stunde dauert oder 50 Kilometer lang ist.

Schon 1956 gab es die erste Mitfahrzentrale in Frankfurt am Main – damals noch mit Telefon und Handzetteln organisiert. Auch erinnerungswürdig: die Aktion Roter Punkt. Wer einen solchen am Auto hatte, zeigte: Ich nehme jemanden mit.

Die Idee stammt aus den 80er- und 90er-Jahren, unter grün gesinnten Bürgern teilten sich erstmals größere Gruppen Autos, um Erledigungen und Ausflüge zu ermöglichen, auch wenn sie sonst Rad und Bahn bevorzugen. In München wurde 1992 mit Stattauto ein städtisches Angebot geschaffen.

Die Altbekannten: www.berlinlinienbus.de http://sued.aldi-reisen.de

Die kosten was www.mitfahrgelegenheit.de www.mitfahrzentrale.de

In München tummeln sich die CarSharing-Anbieter mit insgesamt 800 Autos:

Die Neuen: www.meinfernbus.de www.flixbus.de www.deinbus.de

Die Kostenlosen www.bessermitfahren.de, spontan entstanden, nachdem www.mitfahrgelegenheit.de Provision eingeführt hat. www.flinc.org: kooperiert mit Drive Now – ermöglicht Mitfahren statt selber zu mieten www.blablacar.de: www.drive2day.de

Drive Now von BMW, Flinkster von der Bahn, die in München mit dem Car-Sharing-Urgestein Stattauto kooperieren. Neu dabei: 300 Autos von Car2go von Daimler

Meist direkt übers Web: Ticket buchen, ausdrucken, los geht’s, zum Teil sogar ohne Registrierung. Achtung: Manche Strecken gehen sogar über Nacht, da heißt es: Kuschelkissen, Ohrenstöpsel und Schlafbrille einpacken.

Ganz unterschiedlich: per Mail, direkter Kontaktaufnahme, mit Registrierung oder ohne. Tipp: Immer auf die Bewertungen achten – da steht nicht nur etwas über den Fahrer, sondern oft auch über den Zustand des Autos.

In der Regel mit einmaliger Registrierung, der Hinterlegung der Daten und übers Smartphone. Ein bisschen Zeit vorher sollte man vor allem beim ersten Mal einplanen: Buchungsund Abholtechnik sind nichts für Anfänger.

Ab 4,50 Euro – beispielsweise auf der Strecke Berlin-Hamburg.

5 bis 7 Euro für 100 Kilometer.

Je nach Anbieter, Streckenlänge und Leihdauer zwischen 30 und 50 Euro.

DIE MACHENS

Menschen mit viel Zeit und wenig Geld, vermutlich Rentner und Studenten. Denn im Zweifelsfall ist die Bahn schneller.

Menschen, die zwar von A nach B möchten, aber egal wie. Deshalb nehmen sie auch mal schlechte Musik und 20 Pinkelpausen in Kauf.

Für Menschen, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zurücklegen, lohnt sich der Verzicht aufs eigene Auto auch finanziell.

DAS IST DARAN SO PRAKTISCH

Die neuen Verbindungen sind oft günstiger als die Bahn und Umsteigen fällt auch weg – Anschluss verpassen gehört damit der Vergangenheit an. Bei einigen Anbietern gibt es sogar Einzelsitze. Fremde Sabber auf der Schulter ist daher kein Muss mehr.

Wirtschaftsingenieur, Tänzerin und Schlagzeuger auf vier Quadratmetern – was dabei rauskommt, bleibt einem selbst überlassen. Lustige Beispiele gibt es im Buch von Annabel Dillig und Dirk von Gehlen: „Von A nach B plus X“ und in „Hinsetzen, anschnallen, Klappe halten“ von Petra Brumshagen und Nina Petersmann.

Der Landausflug geht auch spontan – und ohne vorher tagelang bei Freunden rumzufragen. Am besten aber ist: ein Auto zu fahren, ohne es putzen zu müssen.

DAS NERVT DARAN

Kleine Städte sind eher schwierig zu erreichen. Und: Einfach mal ins Bistro laufen geht nicht.

Es ist eben nicht 100 Prozent sicher. Absagen gibt es oft, Staus sowieso. Und man weiß nie, ob jemand ein Stotterbremser oder ein Lichthuper ist.

Bei Unfall muss man oft viel selbst zahlen – 1500 Euro im Schnitt. Viele Anbieter haben keine Parkplätze. Die Suche muss man auf den Mietpreis aufschlagen.

Kaum sind die neuen Buslinien da, gibt’s das passende Vergleichsportal: www.busliniensuche.de. Dort stehen Preise, Dauer und Umstiegsmöglichkeiten schön übersichtlich beieinander.

Angesichts der großen Konkurrenz versuchen die Portale, sich abzuheben. Charmantes Beispiel: BlablaCars. Da kann man angeben, ob man eher schweigen oder durchlabern möchte.

Zunehmend gibt es Angebote, bei denen man von privat Autos mieten kann, das ist oft günstiger; ein Beispiel: www.autonetzer.de. Dort kann man sogar Bentleys ausleihen – oder einen Oldtimer.

SO GINGS LOS DIE BIETENS AN

SO FUNKTIO NIERTS DAS KOSTEN 100 KM

DER TIPP

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Zebramobil hat vor Kurzem aufgegeben.


nach wie vor hoch. Und das Angebot an Alternativen ist noch nicht gut genug.

Seit 2011 untersucht Martin Schreiner von der Straßenverkehrsbehörde im Kreisverwaltungsreferat, wie und ob CarSharing den Münchnern nutzt. Im Klimaherbst erzählt er von ersten Ergebnissen – und warum derzeit überall neue Autos durch unsere Straßen fahren.

ÜBERALL SIEHT MAN DERZEIT CAR-SHARING-AUTOS D U R C H D I E S TA D T FA H R E N – WIE KOMMT DAS?

Der Car-Sharing-Markt ist momentan sehr im Aufbruch. Durch neue Technologien, den Wertewandel der Bevölkerung – Stichwort iPhoneGeneration -, aber auch durch eine Änderung in den Strategien der großen Automobilkonzerne oder pfiffige Geschäftsideen von Unternehmensgründern geschieht viel Neues.

WIE SEHEN DIE S T R AT E G I E N D E N N A U S ?

Die Konzerne versuchen, die Generation der weniger autoaffinen Jugendlichen durch neue Angebote zu locken – ehe sie überhaupt kein Auto mehr kaufen, sollen sie wenigstens ein Leihauto fahren. Vielleicht kaufen sie sich später doch noch ein Auto, weil sie auf den Geschmack gekommen sind. Die Bahn hingegen versucht, die Mobilitätskette fortzusetzen, indem sie Fahrräder verleiht und jetzt mit Flinkster auch mit Autos auf den Markt gekommen ist. Zusätzlich gibt es Ideen wie die von Citeecar, die das Prinzip von Billigfluglinien auf den Car-Sharing-Markt übertragen wollen, oder klassische Car-SharingAnbieter wie Stattauto - also ganz unterschiedliche Ansätze, Motivationen und Player.

BIS JETZT IST NUR VON ANGEBOTEN DIE REDE. WIE SIEHT ES DENN ÜBERHAUPT MIT DER NACHFRAGE AUS?

Beratungsunternehmen prognostizieren eine Verzehnfachung der Zahl der Car-Sharing-Kunden bis 2020. Glaubt man den Anbietern oder auch dem Bundesverband CarSharing, schnellen die Kundenzahlen in die Höhe. Natürlich gibt es Extreme, Kunden, die wenig fahren und Hardcore-Nutzer. Aber es gibt viele normale Autofahrer, bei denen das Auto 23 Stunden am Tag herumsteht, und die keine Lust mehr haben, sich um die Instandhaltung kümmern zu müssen. Die sagen sich: Super, wenn wir 6000 Euro im Jahr für Standplatz und so weiter sparen und uns einen Haufen Ärger sparen. Für sie ist das ein tolles Angebot. Wie es jedoch weitergeht mit dem Car-Sharing, ob das nur ein Strohfeuer ist,

WA S B R I N G T

CAR

SHARING

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Nachgefragt bei Martin Schreiner, Münchens oberstem Mobilitäts-Strategen

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Text: Lea Hampel

welche Standards sich langfristig etablieren, wird man sehen.

FÜHRT DAS IN MÜNCHEN NICHT EHER DAZU, DASS LEUTE LEIHAUTOS ALS ZWEITWAGEN NUTZEN?

Vom klassischen Car-Sharing wissen wir, dass ein Fahrzeug sieben bis zehn andere ersetzt, egal, ob es sich um den Erst- oder den Zweitwagen handelt. Bei den neuen Anbietern wissen wir es noch nicht. In den Gebieten, wo Car-Sharing-Anbieter in München unterwegs sind, innerhalb des Mittleren Rings, vermuten wir einen wesentlichen Prozentsatz an Leuten, die überlegen, das Auto abzuschaffen. Was die neuen Angebote wirklich bringen, evaluieren wir in unserer Studie bis 2015. Danach erst können wir sagen: Wie ändert sich das Verkehrsverhalten? Wie entwickelt sich die Stellplatzsituation?

NOCH BLEIBEN DIE MEISTEN LEUTE ABER BEIM EIGENEN AUTO – WARUM?

Das stimmt nicht ganz. 30 Prozent der Münchnerinnen und Münchner haben überhaupt kein Auto, innerhalb des Mittleren Rings sogar 50 Prozent. Trotzdem sind die Zulassungszahlen natürlich 13

MÜNCHEN HAT ANGESICHTS SEINER GRÖSSE RELATIV VIELE ANBIETER – DIENT DIE STADT ALS MODELLPROJEKT?

Die meisten Anbieter gibt es in Berlin. Aber auch in den anderen Städten gibt es viele, und jede Stadt hat ihr eigenes Modell. Alle probieren aus, auch in München befinden wir uns in einer Experimentierphase, es wird viel passieren in den nächsten Jahren. Andere Städte verlassen sich auf Angaben der Betreiber. Wir in München haben uns zur Evaluation verpflichtet und versuchen, das Angebot ins gesamtstädtische Konzept einzubetten und mit dem Parkraummanagement und dem öffentlichen Verkehr in Einklang zu bringen. Wir versuchen herauszufinden, was für die Bürger am besten ist, und arbeiten an einem Leitfaden, wie das ideale Modell aussehen kann.

SEHEN SIE AUCH NACHTEILE?

Eigentlich nicht, da wir in unserem Fall die sowieso sehr überschaubaren Risiken sehr stark begrenzen. Wir haben Zeit und Menge der Ausnahmegenehmigungen eng definiert und strenge Regeln aufgestellt. Der Stadtrat entscheidet 2015 in Abhängigkeit der Evaluationsergebnisse, ob und wie es weitergeht.

WELCHE ROLLE SPIELEN ELEKTROAUTOS?

Car2go, die jetzt auch in München vertreten sind, haben in Stuttgart Elektroautos. Auch in München fahren einige von Drive Now. Gerade wird untersucht, ob das nicht besonders sinnvoll ist im Car-Sharing, da die Fahrten kurz sind und die Ladeproblematik nicht so ausgeprägt ist wie bei rein privaten Fahrzeugen. Aber noch gibt es viele technische und ordnungsrechtliche Probleme und der Betrieb ist teuer. > www.verkehrsmittelvergleich.de

17.

Oktober

HAUPTSACHE MOBIL – MIT WELCHEM ZIEL? Wissenschaft und Schule im Gespräch: Mobilität für junge Menschen in der Großstadt Eine Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe 11.00 bis 14.30 Uhr Eintritt frei – Anmeldung erforderlich MVHS, Stadtbereich Ost, Severinstr. 6


Für Unterwegs

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das richtige outfit für walk on the wild side Bei diesen puristisch designten Sonnenbrillen steht das Kerbholz im Mittelpunkt. Kein Schnickschnack, übermäßige Lackierung oder Beize: So bleibt die Oberfläche des Holzes mit seinen Maserungen und Färbungen unverfälscht im Mittelpunkt. Das besondere Plus: Mit jeder verkauften Brille spendet Kerbholz für Aufforstungsprojekte des WWF – und zwar genau dort, wo die Bäume wachsen.

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Richtig gut ins Rollen kommen

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Stadtplan zum Knautschen Schluss mit Falten! Einen reißfesten Weg zum Ziel garantiert Crumpled City: Den widerstandsfähigen Stadtplan kann man in die Hosentasche knüllen, in den Rucksack knautschen und mitten im Platzregen als Kopfschutz benutzen. Crumpled City gibt es für die 40 beliebtesten Städte der Welt – natürlich durfte München nicht fehlen. Crumpled City von Palomar gibt es online auf www.palomarweb.com

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Mobilität ist nicht gleich Mobilität - besonders dann, wenn man auf Räder angewiesen ist. Darum haben die Sozialhelden Wheelmap erfunden: Egal ob Rollstuhlfahrer, Rollerblader, Kinderwagen- und Rollatorschieber, auf Wheelmap können alle, die rollend unterwegs sind, ihre barrierefreie Route finden. Wie bei Wikipedia kann man selbst mitmachen und öffentlich zugängliche Orte entsprechend mit Grün, Gelb oder Rot markieren. Mehr Infos gibt es auf www.wheelmap.org


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ein treuer Begleiter

Sonnenkraft zum mitnehmen

Durch dick und dünn gehen, nie von einander lassen, egal wie steinig der Weg auch ist. Solche Qualitäten wünscht man sich letztendlich auch von seinem Fahrradanhänger. Das superverlässliche Exemplar des Münchner D esigners Peter Hornung-Sohner folgt einem über Stock und Stein. Hier gibt’s Informationen über den Fahrradanhänger: www.hinterher.com

Es sind die kleinen Dinge, die die Welt verändern – so wie die Changers Starter Solarkits. Bestehend aus einem hauchdünnen Solarpanel und einem kraftvollen SolarAkku ist das Mitnehm-Set der beste Beweis dafür, dass jeder von uns tagtäglich Energie sparen kann. Kompatibel ist das handschmeichelnde Duo mit den verschiedensten mobilen Endgeräten. Kaufen kann man das Solarkit im firmeneigenen Onlineshop: www.changers.com

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Karma Chakhs Diese Schuhe haben ein blütenreines Gewissen in der Sohle. Bei der Fertigung der Karma Chakhs sind weder Plastik, Kinderarbeit noch sonstige Abscheulichkeiten im Spiel. Bekommen kannst du die Schuhe, wenn du Teil der Crowd wirst über www.startnext.de; die nächste Fertigungswelle folgt im September.

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der retter der Frisuren Ein modisches Wunderding und gleichzeitig ein freudiger Abgesang auf die Helmfrisur. Beim Sturz vom Fahrrad entspringt dem unscheinbaren Kragen eine schützende „Haube“, die dabei tatsächlich dreimal so stabil wie ein herkömmlicher Fahrradhelm ist. Gibt es in München zum Beispiel im Sporthaus Schuster, Rosenstraße 1-5, 80331 München

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Die Erotik des Rades Das Objekt seiner Begierde besteht aus Reifen, Ketten, Stahl, Alu, Bremsen und etwas Öl. Wenn man diese Worte wie Puzzleteile zusammen fügt, ergeben sich Fahrräder. Fahrräder, um die sich auf den Bildern von Benjy Barnhart alles dreht. Der US-Amerikaner lebt in München und ist von der Münchner Fahrradkultur fasziniert.

Herr Barnhart, haben Sie ein Auto?

Benjy Barnhart: Nein. Ich fahre Fahrrad. Das ist auch mit Abstand das beste Fortbewegungsmittel in der Stadt. Zumindest in München. Hier gibt es eine richtige Fahrradkultur. Die gibt es in den USA nicht. In meiner Heimatstadt Roanoke in Virginia sieht man kaum Radfahrer. Dafür ist die Stadt viel zu hügelig und weitläufig, und dafür fehlt ihr auch die entsprechende Infrastruktur. Wie sind Sie dann aufs Fahrrad gekommen?

Ich habe als Junge in Virginia das Fahrradfahren gelernt. Aber es spielte keine große Rolle in meinem Alltag. Erst in New York Ende der 1990er-Jahre habe ich es wiederentdeckt. New York?

Ich weiß, New York war damals nicht gerade eine Fahrradstadt. Wie in allen amerikanischen Großstädten ist dort alles auf Autos ausgelegt. Aber während meines Studiums an der „Studio School for Drawing, Painting and Sculpture“ kam ich mit dem Rad einfach schneller und direkter durch die Stadt. So bin ich wieder aufs Fahrrad gestiegen. In Ihrer Fahrrad-Serie zeigen Sie die Zweiräder und deren Fahrer in den verschiedensten Posen und an den unterschiedlichsten Plätzen in München.

Ja. Ich finde es einfach toll, wie die Menschen hier das Radfahren leben – Omas und Opas, Büroleute mit Anzug und Krawatte, Kinder, Frauen mit Kleid auf dem Weg zur Oper. Alle radeln ganz selbstverständlich durch die Straßen von München. Denn das Rad beinhaltet hier nicht nur Sport, sondern ist ein fester Bestandteil des Lebens, des Alltags. Wie wichtig ist Ihnen die Verbindung von Kunst und Umwelt?

Das ist eine sehr gute Verbindung. Ich habe hier in München jahrelang für GreenCity gearbeitet, habe mich dort mit umweltfreundlicher Mobilität befasst. Und gerade Fahrrad fahren steht für urbane, moderne, saubere und bewusste Mobilität. Die drückt sich auch in meiner Bilderreihe „Unterwegs“ aus. Allerdings werde ich bald wieder Auto fahren. Wurde Ihr Fahrrad gestohlen?

Nein. Ich fahre mit meiner Freundin Nadine und unserer sieben Monate alten Tochter Ria für ein halbes Jahr nach Virginia in meine Heimatstadt. Da würden wir mit Rad nicht weit kommen.

Interview -Sebastian Schulke

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NOCH BESTIMMEN AUTOS DAS ANTLITZ DER STÄDTE. DOCH DAS WIRD SICH ÄNDERN. GENOSSENSCHAFTEN WIE DIE WOGENO WAGEN MIT „WOHNEN OHNE AUTO“ SCHON HEUTE EINE EXPEDITION IN DIE ZUKUNFT UNSERER MOBILITÄT. Interview -Laura Hertreiter, Martin Schneider

© Wogeno München eG

„ D A S A U TO I S T K E I N S TAT U S S Y M B O L M E H R“

Herr Stupka, der Stau auf dem Mittleren Ring ist so normal wie die Maß im Biergarten. Hat München ein Verkehrsproblem? In dem Wogeno-Haus Johann-FichteStraße 12 läuft das Pilotprojekt „Mobilität aus einer Hand“, das verschiedene nachhaltige Verkehrsangebote unter einem Dach vereint, um den Teilnehmern Mobilität ohne eigenen Pkw in ganz München zu garantieren. Car-Sharing, Fahrradausleih und Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel werden über ein einheitliches Buchungssystem angeboten. Hinter dem Projekt stehen das Kreisverwaltungsreferat und die Wohnungsgenossenschaft WOGENO gemeinsam mit STATTAUTO, MVG, Fidelio und der Elektrofahrrad-Zentrale. -Ein Interview mit Christian Stupka von der WOGENO.

München hat zu viel störenden Verkehr. Die Stadtbevölkerung wächst, man kann aber nicht mehr Straßen bauen. Die Einwohnerdichte pro Quadratmeter ist sehr hoch und der ruhende Verkehr ein Ärgernis ohne Ende. Früher hat man versucht, mehr Verkehr zu ermöglichen, wir sagen jetzt: Wir müssen störenden Verkehr vermeiden. Dieser Ansatz ist unserer Ansicht nach alternativlos. Wie könnte das umgesetzt werden? Menschen setzen heute eher auf einen Mobilitätsmix. Ein konkreter Ansatzpunkt ist bei uns in der Wohngenossenschaft der Stellplatzschlüssel. Bislang mussten wir pro Wohneinheit einen Parkplatz errichten. Aber für viele ist das 20

eigene Auto gar nicht mehr Voraussetzung dafür, um sich adäquat fortzubewegen. Wir bieten in unseren Neubauten Car-Sharing, E-Bikes, das klassische Nahverkehrssystem und weitere Mobilitätsangebote. Dann kann man den Stellplatzschlüssel leicht halbieren. Auf 0,5 Plätze pro Wohneinheit. Wollen Menschen nicht ein eigenes Auto besitzen? Das kommt auf die Lebenssituation an. Bei den jüngeren Singles ist eher die Frage, ob sie überhaupt noch den Führerschein machen. Ob ein Auto angeschafft wird, ist bei der städtischen Jugend stark in den Hintergrund getreten. Die orientiert sich eher an den verfügbaren Mobilitätssystemen und greift auf das zu, was gerade verfügbar ist. Und bei älteren Menschen? Gilt das Auto da nicht noch als Statussymbol?


Nein, das beobachten wir nicht. Auch für die Generation ab dem 60. Lebensjahr ist das Auto jetzt nicht mehr das Statussymbol. Wenn die sich auf Car-Sharing umstellen wollen und können, gibt es eine hohe Bereitschaft. Unserer Erfahrung nach gibt es bei Familien mit Kindern noch das stärkste Bedürfnis nach einem Pkw. Weil die viel Transport zu bewältigen haben, wird das Umsteigen auf Car-Sharing eher als Zusatzbelastung empfunden. Glauben Sie, der Verzicht auf den eigenen PKW wird mit steigenden Benzinpreisen weiter zunehmen? Ich weiß gar nicht, ob es so sehr die Benzinpreise sind. Ich glaube, beim Auto sind es eher die Anschaffungs- und Unterhaltskosten. Ein Stellplatz beispielsweise kostet ja real 120 Euro im Monat. Das kann man den Mietern kaum abverlangen. Wenn ich es durchrechne, komme ich schnell darauf, dass Car-Sharing in vielen Fällen einfach günstiger und bequemer ist. In New York boomt gerade das RadSharing. Könnte das auch ein Modell für München sein? Das ist ein Erfolgsmodell in Städten und das wird in München auch kommen, klar.

Bei welchen konkreten Wohnprojekten setzen Sie auf neue Mobilitätskonzepte? Wie äußern die sich konkret? Wir bauen gerade zwei Mehrgenerationenwohnprojekte mit 75 und 120 Wohneinheiten, letzteres in Kooperation mit der GEWOFAG. In beiden Projekten ist eine Mobilitätsstation als Drehscheibe für gemeinsam nutzbare Fahrzeuge und die Organisation von Mitfahrmöglichkeiten integraler Bestandteil. Auf dem Gebiet der ehemaligen Funkkaserne soll dieses Konzept für ein Wohngebiet mit 1600 Wohnungen realisiert werden. Dafür wurde ein Konsortium aus Genossenschaften, Baugemeinschaften und der städtischen Wohnungsgesellschaft GEWOFAG gebildet. Ist das neue Mobilitätskonzept bei Wohngenossenschaften eher eine, das auf mittlere bis untere Einkommen abzielt? Also bei uns sind die Häuser eher durchgemixt. Sozial und altersmäßig. Natürlich, bei eher geringen Einkommen verzichtet man sowieso – gerade in München – auf einen Pkw. Aber wir machen die Erfahrung, dass die Frage: Hab ich jetzt ein Auto oder nicht, eher eine Frage der Einstellung und des Rechnens ist. Die cleveren

Leute nutzen Car-Sharing. Und die Cleverness zieht sich ja durch alle sozialen Schichten. Abseits von Car-Sharing, welche Konzepte werden in Zukunft immer wichtiger werden? Organisationskonzepte, die möglichst alle Angebote miteinander vernetzen. Man will nicht x Fahrpläne und diverse Internetseiten von Mobilitätsanbietern durchblättern, um jeweils das schnellste und günstigste Mobilitätsangebot zu ermitteln. Gefragt ist „Mobilität aus einer Hand“.

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Oktober

DIE MOBILITÄTSWENDE IST ALTERNATIVLOS Chancen für München – Reurbanisierung mit der nachhaltigen Siedlungsstrategie „kompakt urban grün“ Podiumsdiskussion zum Thema Siedlungskultur, ÖPNV, Stadtplanung 19.00 bis 21.30 Uhr Eintritt frei – Anmeldung erwünscht Green City Energy, Orange Bar im 6. OG, Zirkus-Krone-Straße 10

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Danke! Bio leben.

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Die Ziele der Vereinten Nationen sind hochgesteckt: Bis zum Jahr 2050 sollen die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt und mindestens 80 Prozent der gegenwärtigen CO 2 -Emissionen vermieden werden. Das ist globaler Umweltund Klimaschutz im großen Stil, an dem sich die deutsche Bundesregierung orientiert. Der größte Anteil des CO 2 -Ausstoßes wird dem Verkehr zugerechnet – mit rund 40 Prozent! Das ruft neue Antriebstechnologien und Solartankstellen auf den Plan – für eine moderne und umweltfreundliche Mobilität.

S O N N E B E W E G T S A U B E R S O L A R E M O B I L I TÄT I S T S C H N E L L , D I R E K T U N D U M W E LT F R E U N D L I C H

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An Antrieben für Elektroautos, Elektromotorräder oder Elektroräder wird bereits intensiv gearbeitet, damit sie für die breite Masse immer attraktiver werden. Das soll auch für die Energiequelle gelten. Mit Fotovoltaikzellen wird Strom durch Sonnenkraft sauber und umweltfreundlich gewonnen. Und das genau dort, wo er gebraucht wird – auf Garagen, Häusern, Carports oder Parkplätzen. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern sind etwa 1200 bis 3750 kWh notwendig. Diese Energiemenge kann mit einer solchen Solartankstelle erzeugt werden. Beim Münchner Klimaherbst 2013 werden im Bauzentrum München am 16. Oktober mit dem Fachforum „Sonne bewegt sauber“ die Chancen der Elektromobilität aufgezeigt. Und diese Chancen stehen gut: Bis Ende des Jahrzehnts sollen nach dem Plan der Bundesregierung eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Denn 95 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als 50 Kilometer. Dafür braucht man keine vollen Benzintanks, sondern kann auf Solarenergie umschalten. Solarenergie, die von Solartankstellen geliefert wird. Doch wo und wie viele dieser Tankstellen müssen dafür in Zukunft in den Großstädten bereitgestellt werden? Das Projekt E-Plan München, das von der Bundesregierung im Programm „Schaufenster Elektromobilität“ gefördert wird, soll modellhaft Lösungen für eine Großstadt aufzeigen: Wo können Lademöglichkeiten eingerichtet werden? Funktioniert Car-Sharing mit E-Autos? Oder: Wie können sogenannte Laternenparker ohne eigenen Garagenplatz ihre Fahrzeuge laden? Wichtige Fragen, die im Bauzentrum München während des Fachforums „Sonne bewegt sauber“ beantwortet werden. 22

Oktober

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SONNE BEWEGT SAUBER Solare Mobilität als Teil einer ganzheitli­chen Klimaschutzstrategie Informationsveranstaltung 9.00 bis 12.00 Uhr Eintritt frei Anmeldung erbeten Bauzentrum München, Willy-Brandt-Allee 10


SHOPPING

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WIR LIEFERN VÖLLIG KLIMANEUTRAL

sagt Martin Hallensleben. Darauf ist er besonders stolz. Seit April 2013 radelt seine Firma Öpfelchasper durch München und liefert Biofrüchte und -gemüse mehrheitlich von regionalen Biobauern direkt ins Büro oder nach

Treibhaus

Wie shoppt man am umweltfreundlichsten? Es ist nicht nur entscheidend, zu welchen Produkten wir greifen. Der Weg zum Biomarkt bestimmt über die Klimabilanz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung. Wer mit dem Auto zum Bioladen kurvt, macht damit alles wieder zunichte. Am besten für die Klimabilanz: Aufs Radl schwingen und im Biomarkt Regionales und Saisonales kaufen. Oder der neueste Trend: Liefern lassen. Das bringt reduzierte Fahrtwege und damit eine bessere CO 2 -Bilanz als die Fahrt mit dem eigenen Auto.

In München ist die Zukunft des Shoppens längst angekommen. Es gibt viele Biolieferanten wie Naturkost Lieferservice München, freshfoods oder call-a-kördl. Am bekanntesten ist die Ökokiste. Sie liefert Brot, Fleisch, Käse oder andere zertifizierte Bioprodukte bis an die Türschwelle. Jede Woche liegen in der Ökokiste Rezeptvorschläge – das sorgt für kulinarische Abwechslung. “Wir haben eine durchschnittliche Anfahrtstrecke von 1,5 Kilometer pro Kunde“, sagt Beate Mayer, Vorstandsmitglied des Ökokiste e.V. So kann der Bio-Lieferdienst nicht nur mit stets hochwertigen Bioprodukten, sondern auch mit einem sehr kleinen CO2Fußabdruck punkten.

Damit Atmen nicht auf die Nüsse geht. Einfach MVV fahren.

Klimaschutz ist unser Antrieb.

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Hause. Die Idee stammt aus der Schweiz, wo das Unternehmen schon seit 2007 existiert. Martin Hallensleben hat den Bio-Fahrradkurier nun nach Deutschland geholt. Jeden Montagmorgen schwirren er und seine jungen Kollegen mit den strammen Wadeln und den leuchtend gelben Trikots in Hannover, Hamburg und München aus und versorgen Kunden im Stadtgebiet. Nur die Muskelkraft seiner Kuriere ist nötig, um Bioobst und -gemüse vom Münchner Ostbahnhof – wo die Ware in hübsche Weidenkörbe gepackt und auf Fahrradanhänger verladen wird – bis an die Haustür des Kunden zu bringen. Den CO2-Ausstoß, der bei der Anlieferung der Bioware in die Firmenzentrale per Lieferwagen entsteht, kompensiert das Unternehmen über Ausgleichszahlungen an die Stiftung myclimate. Diese lässt das Geld Klimaschutzprojekten zugute kommen. Autorin --Tania Greiner

www.oepfelchasper.de www.oekokiste-muenchen.de


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

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Themenabend „Verkehr und Mobilität“

PROGRAMM

Radio LORA München

17.00 - 19.10 Uhr: Interviews, Beiträge, Nachrichten und Informationen zu den Themen Verkehr und Mobilität, sowie über das Programm der „Klimaherbst“- Veranstaltungsreihe 2013 19.10 - 21.00 Uhr: Live-Übertragung der Auftaktveranstaltung zum Klimaherbst im Alten Rathaussaal, Marienplatz 5 21.00 - 22.00 Uhr: Live-Gespräche mit Teilnehmern und Gästen der Auftaktveranstaltung

1 3 1. WOCHE KLIMAHERBST 10. – 13. OKTOBER DONNERSTAG, 10. OKTOBER Zurück zur Mobilität

Info: T 089 / 48 95 23 04 oder buero@lora924.de 17.00 bis 22.00 Uhr Radio Lora München: UKW 92.4, Kabel 96.75, Internet-Livestream, DAB+

FREITAG, 11. OKTOBER

Anstöße zum Umdenken in Zeiten des Klimawandels Wir alle wollen mobil sein – sowohl körperlich, wie geistig: Wir reisen und erkunden die Welt, gehen spazieren und machen Sport, wir kommunizieren und vernetzen uns weltweit. Mobilität ist Leben. Jedoch beschränkt sich unsere Wahrnehmung von Mobilität auf den motorisierten Verkehr. Dieser beruht – egal ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – auf fossilen Brennstoffen, verbraucht Millionen Hektar an Land, ist lebensfeindlich und schädigt das Klima. Mobilität zerstört Leben. Professor Hermann Knoflacher ist einer der renommiertesten und radikalsten Kritiker dieser Art von Verkehr. Zum Auftakt des Münchner Klimaherbstes 2013 „Die Zukunft der Mobilität – Geht´s noch?!“ fragt er nach den Gründen unseres Mobilitätsverhaltens, zeigt das Zerstörungspotenzial des Verkehrs auf und skizziert Ansätze für eine menschen- und naturverträgliche Mobilitätskultur der Zukunft.

Ein Weltunternehmen mitten in Sendling: IWIS-Ketten „IWIS-Ketten bewegen die Welt“ lautete der Slogan des Familienunternehmens Joh. Winklhofer & Söhne, das seit 1916 in SendlingWestpark angesiedelt ist. IWIS ist ein stark expandierendes, mittelständisches Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie. Es beliefert weltweit sowohl die Automobilhersteller mit Motorkomponenten als auch Industrie und Landwirtschaft mit Kettensystemen. Im Personalund Umweltbereich arbeitet das Unternehmen erfolgreich, was zahlreiche Auszeichnungen belegen. Veranstalter: Münchner Volkshochschule Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 239 oder www.mvhs.de, Kursgebühr 5,00 EUR – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. CS 3251, Bitte bringen Sie zur Führung den Personalausweis mit. nicht barrierefrei

© Fotostudio Huger

Referent: Prof. Dr. Hermann Knoflacher Moderation: Heiner Müller-Ermann (Bayerischer Rundfunk) Veranstalter: Green City e.V. und Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München in Kooperation mit Münchner Volkshochschule und Münchner Forum Nachhaltigkeit Info und Anmeldung: T 089 / 54 04 53 07 oder mona.fuchs@klimaherbst.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich, Reservierungen verfallen 15 Min. vor Beginn 19.00 bis ca. 21.30 Uhr Alter Rathaussaal, Marienplatz 15 U-Bahn/S-Bahn Marienplatz 24

09.30 bis 11.30 Uhr Iwis-Ketten, Albert-RoßhaupterStraße 53, U6 Partnachplatz

„Wasser – Leben in Bewegung“ Symposium

Wasser ist Grundlage allen Lebens. Inzwischen werden jedoch die Folgen weltweiter Misswirtschaft im Umgang mit Wasser überall sichtbar. Das Symposium setzt sich mit der gegenwärtigen Situation des Wassers aus ökologischer, politischer und sozialer Sicht auseinander. Dazu gehören die Problematik landwirtschaftlicher Nutzung, des Klimas, des virtuellen Wassers, sowie ethische Fragen


zum Verhältnis Mensch - Natur. Auch neueste Forschungsergebnisse zur Feinstofflichkeit des Wassers werden vorgestellt. Referenten: Prof. Dr. Martin Grambow, TU München und Abt. Wasserwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium Umwelt & Gesundheit, Dr. Engelbert Schramm, Institut für sozial-ökologische Forschung Frankfurt/ Main, Prof. Dr. Bernd Kröplin, ehem. Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrttechnik, Universität Stuttgart, Josef Braun, Öko-Landwirt aus Freising und weitere renommierte Wissenschaftler Schirmherrschaft: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Veranstalter: Hofpfisterei München Info und Anmeldung: T 089 / 36 00 64 40 oder ebertshaeuser@indras-netz.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht 09.30 bis 21.00 Uhr Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg, Tram Romanplatz

Produkte auf Weltreise

Menschenrechte in einem globalisierten Weltmarkt Welche Menschenrechte sind im „Reisegepäck“ von Produkten und Dienstleistungen? Uns, dem westlichen Teil der Weltbevölkerung, geht es größtenteils gut. Oft ist uns nicht bewusst, welche Auswirkungen unser Konsumverhalten und Lebensstil auf Klima und Menschenrechte haben. Anhand von praktischen Beispielen erfahren die TeilnehmerInnen des Workshops, wie zivilgesellschaftliche Organisationen sich gegen Menschenrechtsverletzungen weltweit wehren und wie man sich für Menschenrechte einsetzen kann. Referent: PD Dr. Michael Krennerich, Nürnberger Menschenrechtszentrum Veranstalter: BenE München e.V. in Kooperation mit der Landeshauptstadt München, Büro des 3. Bürgermeisters, der Menschenrechtsorganisation FIAN, der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen Bayern (DGVN) und dem Nord-Süd Forum München e.V. Info und Anmeldung: inge.wittenzellner@bene-muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich 16.00 bis 19.30 Uhr Rathaus, Marienplatz 8, Raum 109, U-Bahn/S-Bahn Marienplatz

Mobilitätskosten in der Zukunft Worauf sollten wir uns einstellen?

Der Großraum München wird zurzeit innerhalb des von der EU geförderten Projektes MORECO (Mobilitäts- und Wohnkosten) untersucht. Die TU München berechnete für mehrere Kommu-

nen, wie sich höhere Energiepreise konkret auf Mobilitätskosten auswirken. Dazu bezogen die Forscher verschiedene Haushaltstypen mit unterschiedlichen Aktivitäten ein. Die Ergebnisse zeigen, wo und mit welchen Änderungen im Siedlungs- und Mobilitätsverhalten bei höheren Energiepreisen zu rechnen ist, aber auch was Bürger und Kommunen zur Abmilderung negativer Konsequenzen tun können. Referenten: Daniela Bischof, Walter Riedler und Dr. Stephan Schott Veranstalter: MORECO Info: T 089 / 23 32 29 77 oder stephan.schott@muenchen.de Eintritt frei – ohne Anmeldung nach vorheriger Anmeldung unter 089/ 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de 18.30 bis 21.00 Uhr Green City Energy, Orange Bar im 6. OG, Zirkus-Krone-Straße 10, S-Bahn/Tram Hackerbrücke

SAMSTAG, 12. OKTOBER Behinderung und Alltag in Entwicklungsländern

Sensibilisierungs-Parcours für Kinder und Jugendliche An verschiedenen Indoor-Stationen (z.B. Rollstuhl-Parcours, Quiz, Brailleschrift, Einkaufen mit 1 Dollar, etc.) wird der Kreislauf von Behinderung, Armut und Verletzung der Menschenrechte deutlich und hinterlässt bei den TeilnehmerInnen einen tiefen Eindruck. Spielerisch und mit viel Spaß erfahren Kinder und Jugendliche mehr über die Probleme, die Gleichaltrige (mit Behinderung) in Entwicklungsländern täglich erleben. Für Gruppen und Einzelne. Veranstalter: Handicap International Info: T 089 / 54 76 06 29 oder rgrund@handicap-international.de Museumseintritt 6,00 EUR – Anmeldung erwünscht

Großhesseloher Brücke zum Hauptbahnhof und über die Braunauer Brücke zurück nach München-Ost. Auf den zwei Isarbrücken bleibt der Zug stehen, damit Sie die einmalige Aussicht genießen können. Fahrtdauer ca. eine Stunde ab München-Ostbahnhof. Veranstalter: Bayerischer Localbahn Verein e. V. Info und Anmeldung: T 089 / 44 81 288, Fax 089 / 66 65 53 65, Internet www.BLV-online.eu oder www.localbahnverein.de Fahrpreise Rundfahrt: Erwachsene 14,00 EUR, Kinder 7,00 EUR, Familienkarte 32,00 EUR, Anmeldung erforderlich für Gruppen ab 20 Personen Abfahrtszeiten: 13.00 und 15.00 Uhr Treffpunkt: Mü-Ostbahnhof Gleis 12

Radeln bringt‘s!

Ein knackiges Dankeschön für Münchner Radler Am Odeonsplatz und in den Tagen danach in ganz München erhalten Radler ein gesundes, nachhaltiges und leckeres Dankeschön – natürlich CO2-frei! Wir bedanken uns damit bei allen, die statt mit dem Auto mit dem Radl durch die Stadt flitzen. Gemeinsam radeln wir für weniger Lärm, Staus und Schadstoffe – stattdessen für mehr Ruhe, Raum, Bewegung, Freude, frische Luft und machen München so lebenswerter. Die Stadt und jeder Einzelne von uns profitieren. Kommt vorbei und holt Euch Euer Dankeschön ab. Veranstalter: ADFC München, Öpfelchasper München, rehab republic e.V. Eintritt frei – ohne Anmeldung 12.00 bis 18.00 Uhr Odeonsplatz, U3/U4/U5/U6

Wem gehört der Gehweg?

10.00 bis 16.00 Uhr Deutsches Museum Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

Isarbrücken Dampflokfahrt

Erleben Sie eine unvergessliche Fahrt im originalen Localbahnzug mit der kohlegefeuerten Dampflokomotive 70 083, der alten E-Lok 169 005 und den grünen Plattformwagen. Die neue Route führt vom Ostbahnhof über die Vorortstrecke nach Deisenhofen. Von dort über die

Die Theorie: Die Gehwege sind zum Gehen da – sie dienen der Nahmobilität, laden aber auch zum Verweilen ein. Die Praxis: Schon sehr lange teilen sich jedoch Fuß- und Radverkehr den Rand der Straße, damit mehr Platz für Autos bleibt. Oft werden Teile des Bürgersteigs dauerhaft für parkende Autos genutzt.

Mit der historischen Dampflok über die beliebten Münchner Isarbrücken

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© Green City e.V._SuGinOng


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

Beim Spazierengehen in typischen Münchner Nachbarschaften mit vielen schmalen „Parkplatz-Ersatz-Gehwegen“ suchen wir Antworten auf die Frage: Wie können wir diesen Zustand wieder ändern? Referent: Hege Wiedebusch Veranstalter: Werkstatt für Ökodesign und lebendige Kunst GbR Info: T 089 / 95 15 93 oder www.wichtlbaamschui.de Eintritt frei – ohne Anmeldung nicht barrierefrei 14.00 bis ca. 18.00 Uhr Treffpunkt: Utzschneiderstraße  / Ecke Blumenstraße, Tram 16/18 Reichenbachplatz, von dort geht es teilweise mit dem ÖPNV zu weiteren Begehungsorten. Ende in der Orffstraße (Neuhausen)

SONNTAG, 13. OKTOBER In die Mitte gehen

Geh-Meditation im Englischen Garten eine sinnliche, amüsante und überraschende Einladung „In die Mitte gehen“ ist eine Geh-Technik, die Körper und Seele mit jedem Schritt „in die Mitte“ kommen lässt. Schritt für Schritt werden Bewegungsabläufe bewusster und geschmeidiger. Es entwickelt sich ein weicher, „rollender“ Gang. Bewegungsabläufe und Verspannungen werden bewusst wahrgenommen und lösen sich. Für Seele und Geist eröffnen sich „GedankenGänge“: klärende, schöpferische Impulse aus dem Unterbewusstsein. Denken Sie an wetterfeste Kleidung, Schuhwerk mit weicher Sohle (gerne barfuß) und für Ihre Habseligkeiten ggf. an einen Rucksack, damit die Arme frei schwingen. Referentin: Isabella Maria Weiss Veranstalter: HandlungsSpielRaum Info und Anmeldung: T 089 / 81 30 18 25 oder mail@isabellamariaweiss.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich (30 Plätze) 10.00 bis 12.30 Uhr AusGangspunkt: „Walking Man“ vor der Münchner Rück, Leopoldstraße 36, U3/U6 Giselastraße AbGang: Milchhäusl, Ausgang Englischer Garten, Veterinärstrasse NachGang: geselliger Ausklang mit Gespräch, Speis` und Trank

Isarbrücken Dampflokfahrt

Mit der historischen Dampflok über die beliebten Münchner Isarbrücken

Siehe Seite 25 Veranstalter: Bayerischer Localbahn Verein e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 44 81 288 Fax 089 / 66 65 53 65, Internet www.BLV-online. eu oder www.localbahnverein.de Fahrpreise Rundfahrt: Erwachsene 14,00 EUR, Kinder 7,00 EUR, Familienkarte 32,00 EUR, Anmeldung erforderlich für Gruppen ab 20 Personen Abfahrtszeiten: 10.00, 13.00 und 15.00 Uhr Treffpunkt: Mü-Ostbahnhof Gleis 12

Referentin: Sylvia Hladky, Leiterin Deutsches Museum Verkehrszentrum Veranstalter: Deutsches Museum Verkehrszentrum Info und Anmeldung: T 089 / 50 08 06 762 oder c.kainz@deutsches-museum.de. Museumseintritt 3,00 EUR - Anmeldung erwünscht 15.30 bis 16.30 Uhr Deutsches Museum Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5, U4 U5 Schwanthalerhöhe

Zukunftschance Elektromobilität?

Testen und diskutieren Sie den Antrieb von morgen Entdecken Sie Elektromobilität als Antrieb für die Zukunft. Testen Sie an diesem Tag unterschiedliche E-Fahrzeuge, vom Pedelec über Segways und E-Roller, bis hin zum Kleinstwagen und informieren Sie sich über die verschiedenen Formen der Elektromobilität. Ab 15.00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, mit Experten über Risiken, Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität zu diskutieren. Referenten: Martin Randelhoff, Blogger www.zukunft-mobilitaet.net, Prof. Dr. Markus Lienkamp, TU München, Leiter des Lehrstuhls Fahrzeugtechnik, Dr. Gerhard Urbainczyk, Projektleiter „München für Klimaschutz“ E-Mobility in München, Tim Ruhoff, Next Generation Mobility/Wissenschaftlicher Beirat Bundesverband eMobilität e.V. Moderation: Hanno Langfelder, DeepDialogue Veranstalter: Green City e. V. in Kooperation mit dem Deutschen Museum, Verkehrszentrum und m+p e-mobility Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder julia.froebel@greencity.de Museumseintritt 6,00 EUR ab 15.00 Uhr 3,00 EUR – ohne Anmeldung 11.00 bis 16.00 Uhr: Testparcours 15.00 bis 16.30 Uhr: Vorträge mit Diskussion Deutsches Museum Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

Der Fußgänger im Wandel der Zeit Viele Jahrhunderte lang war das Zufußgehen die häufigste Art der Fortbewegung. Mit der Entwicklung neuer Verkehrsmittel wie der Eisenbahn oder des Automobils veränderte sich insbesondere im 20. Jahrhundert die Rolle des Fußgängers im Spektrum der Verkehrsteilnehmer. Der „Bürgersteig“ verlor bei der Aufteilung des Straßenraums an Priorität. Im Rahmen von „Nahmobilitätskonzepten“ erfreuen sich Radfahrer und Fußgänger nun wieder steigender Bedeutung. 26

2. WOCHE KLIMAHERBST 14. – 20. OKTOBER MONTAG, 14. OKTOBER Öldämmerung

Peak Oil, Fracking und die Zukunft der Mobilität

© marrakesh-Fotolia

Von keinem Energieträger ist unsere Wirtschaft so abhängig wie vom Erdöl, dem Motor des modernen Verkehrs, Grundlage unseres westlichen Lebensstils. Es gilt als Voraussetzung für die Globalisierung. Doch wie lange noch? Haben wir den „Peak Oil“, das weltweite Ölfördermaximum, überschritten? Was bedeutet das für unsere Form der Mobilität? Oder retten uns neue Technologie wie das „Fracking“ vor dem Versorgungsengpass? Statt dem fossilen Finale doch ein fröhliches „Weiter so!“ und „Jetzt erst recht!“? Referenten: Jörg Schindler und Dr. Werner Zittel (Ludwig-Bölkow-Stiftung und ASPO Deutschland) Moderator: Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.) Veranstalter: Amerika Haus Verein e.V., Bayerische Amerika-Akademie und oekom e.V. Info und Anmeldung: Amerika Haus T 089 / 55 25 370 oder info@amerikahausverein.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht


18.00 bis 21.00 Uhr Amerika Haus, Karolinenplatz 3, Tram 27 Karolinenplatz

Wem gehört der Gehweg? Siehe Seite 25 Referent: Hege Wiedebusch Veranstalter: Werkstatt für Ökodesign und lebendige Kunst GbR Info: T 089 / 95 15 93 oder www.wichtlbaamschui.de Eintritt frei – ohne Anmeldung nicht barrierefrei 18.00 bis ca. 22.00 Uhr Treffpunkt: Utzschneiderstraße / Ecke Blumenstraße, Tram 16/18 Reichenbachplatz, von dort geht es mit dem ÖPNV zu weiteren Begehungsorten. Ende in der Orffstraße (Neuhausen)

die Kosten und den Zeitaufwand. Um die Verkehrsmittelwahl an einem neuen Wohnstandort realistisch abschätzen zu können, werden dabei detaillierte Vergleiche der Verbindungsqualitäten und -kosten mit Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln oder P+R-Nutzung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz durchgeführt. Im Rahmen des EU-Projektes MORECO (Mobilitäts- und Wohnkosten) werden verschiedenste Szenarien berechnet. Referenten: MVV-Mitarbeiter und Dr. Stephan Schott, MORECO Veranstalter: MORECO und MVV Info und Anmeldung: T 089 / 23 32 29 77 oder stephan.schott@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich (35 Plätze) 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr MVV, Thierschstraße 2, S-Bahn/Tram Isartor

Vom Wandern

DIENSTAG, 15. OKTOBER

Neue Wege zu einer alten Kunst

Neue Nähe – Krautgärten

Referentin: Ruth Kleinöder, Veranstalter: Stadtgüter der Landeshauptstadt München Info und Anmeldung: T 089 / 32 46 86 18 oder sgm.kom@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht Nicht barrierefrei 16.00 bis 18.30 Uhr Gut Riem, Isarlandstraße 1, S2 Riem

Der Wohn- und Mobilitätskostenrechner des MVV

Ein praktisches Online-Beratungswerkzeug für Umzugswillige Der Wohn- und Mobilitätskostenrechner des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) ermittelt als Online-Beratungswerkzeug für Wohnstandorte in der Region München

Sonne bewegt sauber

Solare Mobilität als Teil einer ganzheitlichen Klimaschutzstrategie Bis 2020 soll eine Million (teil)elektrischer Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Doch wie und wo können diese Fahrzeuge aufgeladen werden? Photovoltaik erzeugt Strom ohne Belastung für die Umwelt genau dort, wo er gebraucht wird. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern sind ca. 1.200 bis 3.750 Kilowattstunden pro Jahr notwendig. Diese Energiemenge kann mit Solaranlagen auf Haus- oder Garagendächern erzeugt werden. Im Morgenforum werden Voraussetzungen und Möglichkeiten für Solartankstellen gezeigt. Veranstalter: Bauzentrum der Landeshauptstadt München Info und Anmeldung: T 089 / 54 63 660 oder bauzentrum.rgu@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erbeten 9.00 bis 12.00 Uhr Bauzentrum München, Willy-BrandtAllee 10, U2 Messestadt Ost

Zu Fuß zum Krautgarten, statt mit dem Auto in den Supermarkt Die Münchner Krautgärten werden sowohl von Landwirten, als auch von privaten Betreibern im Stadtbezirk angelegt. Als kommunales Projekt zur Existenzsicherung der rund 100 landwirtschaftlichen Betriebe im Grüngürtel von München entstanden, trifft es heute, 14 Jahre nach Gründung, den Nerv der Zeit: Urban leben und arbeiten, ökologisch und nachhaltig wirtschaften. Was ist besser für´s Klima, als Gemüse, Kräuter, Blumen aus dem Biogarten der städtischen Landwirtschaft zu ernten und mit Bus oder Bahn nach Hause zu fahren?

MITTWOCH, 16. OKTOBER

Die Stahlgruber-Stiftung

Ein Beitrag zur Ressourcenschonung

© Julien Christ-pixelio.de

Wandern im 21. Jahrhundert? Wie bitte? Unsere Art, unterwegs zu sein, geht in eine andere Richtung: Man lebt temporeich, motorisiert mobil und fast grenzenlos. Aber die Sehnsucht nach Entschleunigung und Konzentration wächst mit. Einfach verschwinden. Losgehen. Vier, fünf Kilometer pro Stunde zu Fuß zurücklegen. Mal weniger, mal mehr, je nach Gelände und Witterung. Vom Weg abweichen. Im Weglosen enden. Wer wandert sucht die Exotik der Nähe – und findet sich selbst. Wandern im 21. Jahrhundert? Ja bitte! Referent: Ulrich Grober, Journalist und Buchautor Moderation: Dr. Manuel Schneider, SelbachUmwelt-Stiftung Veranstalter: Selbach-Umwelt-Stiftung Info und Anmeldung: T 089 / 51 55 59 39 oder info@selbach-umwelt-stiftung.org Eintritt frei – Anmeldung erforderlich nach vorheriger Anmeldung 19.00 bis 21.00 Uhr münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29 Rgb., U3/U6 Goetheplatz 27

Die Stahlgruber-Stiftung hat sich der Fortund Weiterbildung des Vulkanisier- und KFZHandwerks verpflichtet. Der Vulkaniseur befasst sich traditionell mit der Handhabung von Reifen und Rädern und wie mit Hilfe neuer Technologien Ressourcen geschont werden können. Ein Werkstattbesuch gibt Einblick in Reifenrunderneuerung, Reifenreparatur und deren industriellen Anwendungen. Sie erhalten Informationen zur Geschichte der StahlgruberStiftung und deren Wirkungsbereich. Veranstalter: Münchner Volkshochschule Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 23 9 oder www.mvhs.de Kursgebühr 3,00 EUR – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. CS 3320 nicht barrierefrei 16.30 bis 18.00 Uhr Treffpunkt: Stahlgruber-Stiftung, Zielstattstraße 32/1 UG, Bus 53 Zielstattstraße

Unterwegs!

Nachhaltig Reisen in Zeiten des Klimawandels Flugreisen gelten als „Klimakiller“. Einmal Karibik und zurück „kostet“ 6 Tonnen CO² pro


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

Nase. Mit dem Auto reist es sich nicht viel klimaschonender. Kaum ein Thema emotionalisiert so wie das Reisen: Es gehört zu unserem Leben, trägt zum Verständnis anderer Kulturen bei und zur persönlichen Erholung. In einer Gesprächsrunde mit literarischen Exkursen unter der literarischen Reiseleitung von Rita Russek loten wir das Spannungsfeld Reisen zwischen Kulturgut und „Carbon Footprint“ aus. Wir begeben uns auf die Suche nach einem Kompromiss zwischen Umweltschutz und Selbstschutz.

© Sb-pixelio.de

Referenten: Angelika Müller, Studiosus Rei sen, Jochen Temsch, Süddeutsche Zeitung Stefan Rostock, Germanwatch, Rita Russek, Schauspielerin Moderation: Frauke Liesenborghs, Global Challenges Network e.V., Winfried Eckardt, Münchner Volkshochschule Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Zusammenarbeit mit Global Challenges Network e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 239 oder 089 / 62 08 200 oder www.mvhs.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. FG 4002 19.00 bis 21.30 Uhr Gasteig, Black Box, Rosenheimerstraße 5, S-Bahn/Tram Rosenheimerplatz

Die Wege des Biers

Globale Zutaten für den lokalen Genuss? Die Deutschen rühmen die Zutaten ihres Bieres Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Woher diese Zutaten stammen, darüber schweigt sich das Reinheitsgebot aus. Der jüngste Trend in der Brauereiszene sind Biere, für deren Zubereitung vor allem der Hopfen, aber vermehrt auch Hefen und Malz aus der ganzen Welt importiert werden. Die Redaktion Biergebiete geht den Weg des Bieres nach und hinterfragt den Hype ums globalisierte Bier. Studiogast: Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG, Braumeister und Bio-Bier-Pionier. Veranstalter: Radio Lora München, Redaktion Biergebiete 22.10 bis 00.00 Uhr Radio Lora München: UKW 92.4, Kabel 96.75, Internet-Livestream, DAB+

DONNERSTAG, 17. OKTOBER Hauptsache mobil – mit welchem Ziel?

Wissenschaft und Schule im Gespräch: Mobilität für junge Menschen in der Großstadt Immer weniger junge Erwachsene in Großstädten nutzen das Auto, doch die Nutzung der „smart mobility“, also Fahrrad, Füße, Bus und Bahn, falls nötig gerne auch das Auto – wenn auch nicht das eigene - steigt. Stimmt das? Und wenn ja, warum ist das so? Prof. Claus J. Tully hat das Mobilitätsverhalten junger Menschen untersucht. In Workshops werden die Kosten der Mobilität, intelligente Alternativen zum Auto, planerische Voraussetzungen der Stadt, sowie klimafreundliche Reisemöglichkeiten besprochen. Eine Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Referenten: Prof. Dr. Claus J. Tully, Deutsches Jugendinstitut, Christoph Rickert, Münchner Forum, Stadtfragen, Dr. Stephan Schott, Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Andreas Schuster, Green City e.V., Christoph Steinbrink, Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt München, Jürgen Triftshäuser, Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung München und dem Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport Info und Anmeldung: (nur für SchülerInnengruppen in Begleitung einer Lehrkraft) T 089 / 23 32 73 38 oder 089 / 62 08 20 12 oder franz.hammerlpfister@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. BO 82 nicht barrierefrei 11.00 bis 14.30 Uhr MVHS, Stadtbereich Ost, Severinstraße 6, U2/U7 Untersbergerstraße/Tram 17 St-Martins-Platz

Unterwegs in München: and the winner is...

Eine Mitmach-Rallye durch die Stadt Mit dem Radl oder mit „den Öffentlichen“? Vielleicht doch mit dem Auto oder besser mit einem Pedelec? Mit Blades, Tretroller, Joggingschuhen, Skateboard... Es gibt so viele Möglichkeiten, sich durch eine Großstadt zu bewegen. Welche ist die schnellste, macht am meisten Spaß, ist am umweltfreundlichsten? Was bremst unsere Mobilität, was befördert sie? Wir probieren‘s aus – machen Sie mit! Veranstalter: Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München 28

Info und Anmeldung: T 089 / 23 34 75 54 oder klimaaktion.rgu@muenchen.de Eintritt frei / Anmeldung erforderlich mit Einschränkung 14.30 bis 18.00 Uhr Deutsches Museum Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

Dynamo

Der nachhaltige Fahrradservice Der Betrieb ist seit 1986 ein NachhaltigkeitsPionier: ökologisch durch Förderung des Radverkehrs, ökonomisch durch Recycling und sozial durch Förderung des zweiten Arbeitsmarktes. Dynamo Fahrradservice Biss e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung und Bildung sozial benachteiligter Menschen, der in seinem Fahrradladen mit Recyclingwerkstatt 22 Arbeitsplätze bietet. Es können Abschlüsse erworben werden, die mit der Prüfung vor der HWK abgeschlossen werden. Dynamo kooperiert mit der Straßenzeitschrift BISS. Referentin: Karin Lohr; Dynamo-Geschäftsführerin Veranstalter: Münchner Volkshochschule Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 23 9 oder 089 / 62 08 200 oder www.mvhs.de Eintritt frei– Anmeldung erforderlich unter Kursnr. CO 2243 17.00 bis 18.00 Uhr Dynamo-Fahrradservice, Haager Straße 11, S-Bahn Ostbahnhof/Bus 146 Friedenstraße

Mobilitätskonzepte der Zukunft

Wie die Verknüpfung von Energietechnik, Kommunikation und Mobilität unsere Fortbewegung verändern werden. Noch nie war der Mensch so mobil wie heute. Aufgrund von Klimawandel und Ressourcenknappheit stoßen unsere aktuellen Mobilitätsmuster an Grenzen. Kommunikations- und Informationstechnologien und alternative Antriebe wie Elektromotoren ermöglichen neue Mobilitätsformen. „Intermodalität“, die optimale Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsmittel, könnte die Basis neuer Verkehrskonzepte werden. Sylvia Hladky stellt Mobilitätskonzepte vor, die unsere Welt in den nächsten 20 Jahren verändern könnten. Referentin: Sylvia Hladky, Leiterin des Verkehrszentrums des Deutschen Museums Veranstalter: Münchner Volkshochschule, Verkehrszentrum des Deutschen Museums Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 239 oder www.mvhs.de Museumseintritt 3,00 EUR – Anmeldung erwünscht unter Kursnr. FS 4004


18.30 bis 20.00 Uhr Deutsches Museum Verkehrszentrum, Auditorium, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

Wie können wir die Lücke zwischen Erkenntnis und Umsetzung schließen, dabei aber dennoch fröhlich bleiben? Nach einem Impulsvortrag erarbeiten wir Wege zur Stärkung unserer Ziele.

Alles ist möglich, aber nichts geht mehr

Referentinnen: Christina Hüge-Hornauer und Cäcilia Triep Veranstalter: BenE München e.V. (Projekt GenE), Initiative n-a-h-r-u-n-g-s-k-e-t-t-e, Bund Naturschutz, Kreisgruppe München

Über die Grenzen von Beschleunigung und Mobilität

© Hartmut Rosa

Modern sein, bedeutet in Bewegung zu sein. Flexibilität und Mobilität sind jedoch mittlerweile Selbstzweck und Zwang: Immer schneller muss immer mehr in der materiellen, sozialen und geistigen Welt in Bewegung gesetzt werden – nur um den Status quo zu erhalten. Eine Steigerungslogik, die im „rasenden Stillstand“ (Virilio) endet. Wie viel Mobilität verträgt unsere Gesellschaft? Und wie viel (innere) Stabilität braucht Mobilität, um sinnvoll und nicht selbstzerstörerisch zu sein? Referent: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Soziologe, Universität Jena Moderation: Dr. Manuel Schneider, oekom e.V. Veranstalter: Evangelische Stadtakademie München, oekom e. V., Petra-Kelly-Stiftung Info und Anmeldung: T 089 / 54 90 270 oder info@evstadtakademie.de Eintritt 5,00 EUR – Anmeldung erwünscht 19.00 bis 21.00 Uhr Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Straße 24, U-Bahn/ Tram Sendlinger Tor

FREITAG, 18. OKTOBER Nachhaltig leben – morgen fange ich an!

Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung guter Vorsätze im Alltag Beschleunigung prägt uns. Immer schneller rasen wir mit oder ohne Auto durchs Leben. Mehr Informationen, mehr Werbebotschaften prasseln auf uns ein. Nicht immer tut uns und der Erde das gut. Mit unserem Lebens- und Konsumverhalten tragen wir zur Erhöhung des Co2-Ausstoßes bei. Wir erkennen, was wir ändern könnten, aber handeln nicht. Warum?

Lehrerin Barbara Theiss geleitet uns mit ihrer Live-Band ReJoyce durch verschiedene Bewegungscharaktere – von fließend bis wild, von ekstatisch bis meditativ. Ensemble: Barbara Theiss und die Band ReJoyce: Angelika Vizedum (Perkussion und Stimme), Martin Seeliger (Sax, Flöte, Didg), Andrea Hermenau (Piano, Stimme), Jerker Kluge (Bass), Tomas Stötzer (Schlagzeug), Ravi Pagnamento (Perkussion).

Info und Anmeldung: tina.hornauer@t-online.de Eintritt frei - Anmeldung erforderlich (20 Plätze)

Veranstalter: DanceSpirit Barbara Theiss, mit Unterstützung von bmp greengas GmbH, Green City e. V., Münchner Volkshochschule und BenE München e.V.

15.00 bis 17.00 Uhr Gregor Louisoder-Stiftung, Brienner Straße 46, U-Bahn/Tram Stiglmaierplatz

Info und Anmeldung: T 089 / 18 14 02 oder bt@DanceSpirit.de Eintritt frei - Anmeldung erwünscht: für Menschen jeden Alters; es sind keinerlei tänzerische Vorerfahrungen erforderlich

Essen im Tank

Warum Biosprit und Elektroantrieb den Klimawandel nicht aufhalten Vortrag und Diskussion mit dem Autor Bernhard Knierim. Der wachsende Verkehr macht uns nicht mobiler, sondern belastet uns immer stärker. Dem gegenüber stellt Bernhard Knierim in seinem Buch „Essen im Tank“ eine solidarische Mobilität, die Umwelt und Klima schont und Mobilität für alle gewährleistet. Knierim arbeitete selbst an der Entwicklung von Agrokraftstoffen und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Er engagiert sich u. a. beim Netzwerk „Solidarische Mobilität“. Referent: Bernhard Knierim Veranstalter: Green City e.V., Promedia Verlag, Netzwerk Solidarische Mobilität mit freundlicher Unterstützung der Green City Energy AG Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei / Anmeldung erwünscht nach vorheriger Anmeldung 19.00 bis 21.00 Uhr Green City Energy, Orange Bar im 6. OG, Zirkus-Krone-Straße 10, S-Bahn/ Tram Hackerbrücke

Tanzworkshop: Wie beweglich ist unser Körper?

Gewinnen Sie die Freude an der kreativen Bewegung des Körpers und der Seele zurück. Wir entdecken die Möglichkeiten unserer eigenen Beweglichkeit – selbst wenn sie auf die eine oder andere Weise eingeschränkt ist. Jenseits von Richtig und Falsch tanzen wir durch innere und äußere Räume des Körpers, der Wahrnehmung und der Kommunikation ohne Worte. Als Wegweiser dienen die Fünf Rhythmen®, die unsere Freude an spontaner Bewegung erwecken. Die Fünf Rhythmen29

20.00 bis ca. 22.30 Uhr Studio DanceSpirit, in der Medienfabrik, Ganghoferstraße 68 b, 1. Stock, Bus 53/134 Ridlerstraße

SAMSTAG, 19. OKTOBER Fahrradwerkstatt

So wird mein Fahrrad winterfest Mit uns wird Ihr Rad winterfest, wir geben Tipps zum Licht, empfehlen den passenden Spikereifen, erklären wie man Bremsen und Gangschaltung vor dem Einfrieren schützt und zeigen, wie man dem Streusalz und Rost den Kampf ansagt. Natürlich sollen Sie auch selbst Hand anlegen und Ihren zweirädrigen Gefährten mit unserer Hilfe auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Material gegen Unkostenbeitrag erhältlich. Referenten: Paulina Klaput, Peter Remm Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Kooperation mit Bikekitchen München e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 93 94 89 61 oder ww.mvhs.de Kursgebühr 15,00 EUR (20 Plätze) Anmeldung erforderlich unter Kursnr. FZ 4102 14.00 bis 18.00 Uhr Ökologisches Bildungszentrum, Englschalkinger Straße 166, Tram 16/Bus 154/184/189 Cosimabad

Bitte alle einsteigen!

Die Ökolumbini auf einer Mobilitätsrallye im ÖPNV Unabhängig und umweltfreundlich ans Ziel gelangen – kinderleicht, wenn gewusst wie. Um Münchens Jüngste fit für den ÖPNV zu machen, geht es mit der Kindergruppe Öko-


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

lumbini quer durch München. Denn für Kinder sind die Öffentlichen eine gute Ergänzung zum Fahrrad, um sich in der Stadt fortzubewegen. Auf einer Rallye mit U-Bahn, Bus, Tram und SBahn lösen die Ökolumbini spannende Rätsel, lernen mit Netzplänen umzugehen und Routen zu planen. So erleben Kinder klimafreundlichen Fahrspaß im MVV. Veranstalter: Green City e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 317 oder oekolumbini@greencity.de Teilnehmerbeitrag 12,00 EUR, für Green CityMitglieder 7,00 EUR Anmeldung bis zum 14. Oktober erforderlich nicht barrierefrei 13.00 bis 17.00 Uhr Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben

Töchter des Aufbruchs

SONNTAG, 20. OKTOBER Den Engeln gleich

Himmlische mediale Mobilität – eine Ausschweifung

Info und Anmeldung: T 089 / 35 98 246 oder info@gcn.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich nach vorheriger Anmeldung 11.00 bis 13.00 Uhr münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29 Rgb., U3/U6 Goetheplatz

© Uli Bez

Flucht, Vertreibung, Arbeitssuche oder Lust auf Neues: Die Gründe, die Frauen verschiedener Nationen nach Deutschland führen, sind unterschiedlich. Was bleibt ist der Schmerz: wenn die Kinder daheim bleiben mussten und das Gefühl von Heimatlosigkeit nicht verschwindet. Dennoch – der Aufbruch aus Armut, Perspektivlosigkeit oder politischer Verfolgung war für viele der Frauen auch ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten. Spannend und anrührend erzählt der Film Lebenswege von Migrantinnen. Die Regisseurin Uli Bez und eine Darstellerin aus dem Film sind anwesend. Moderation: Dietlind Klemm Veranstalter: oekom e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 54 41 84 27 anmeldung@oekom-verein.de Eintritt frei (Spenden erwünscht) Anmeldung erforderlich nach vorheriger Anmeldung 18.00 bis 20.00 Uhr münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29 Rgb, U3/U6 Goetheplatz

Aktionstag im Ökologischen Bildungszentrum

Musikalische Sonntagsmatinee Machen Medien aus uns engelsgleiche Wesen? Die Glücksversprechen der Mediengesellschaft stimmen oft mit dem Bild überein, das sich Menschen seit jeher von der Sehnsuchtsfigur des Engels machten. Angefangen mit dem Telefon, vorerst endend mit der digitalen Welt des Cyberspace schweben wir in den Stand engelhafter Wesen, die den Gesetzen der Schwerkraft scheinbar nicht unterliegen und wie von Geisterhand Raum, Zeit und Materie überwinden. Technologie wird zum Vollender und Vollstrecker der Theologie. Mitwirkende: Dr. Manuel Schneider (Vortrag) und Peter Ludwig (Klavier) Veranstalter: oekom e.V. und Global Challenges Network (GCN) e.V. mit freundlicher Unterstützung durch BenE München e.V.

Lebenswege von Migrantinnen – Dokumentarfilm von Uli Bez

10.00 bis 17.00 Uhr Haus der Eigenarbeit Wörthstr. 42, S-Bahn U4/U5 Ostbahnhof

Mobilität von Immobilien findet im Kopf statt

Ein experimenteller Nachdenk- und Mitmachworkshop über die Beweggründe unseres Wohnverhaltens Wieviel Quadratmeter brauchen wir wirklich zum Wohnen? Wieviel Raum benötigen wir für das Lagern unserer oft wenig gebrauchten Konsumgegenstände? Muss „ZuhauseSein“ jederzeit im gleichen Einfamilienhaus stattfinden oder „Heimatgefühl“ sich immer am jetzigen Wohnort einstellen? Welche sinnvollen Möglichkeiten der Transformation, Umbau, Umnutzen usw., bietet meine derzeitige Wohn- und Einrichtungs-Situation? Was kann, will, darf ich überhaupt verändern, um nachhaltig mobil zu sein? Eigene Pläne mitbringen und mitplanen ist im Haus der Eigenarbeit ausdrücklich erwünscht. Referentinnen: Dipl. Ing. Jana Krubert und Dipl. Ing.& M. sc. Annette Rinn Veranstalter: Planungsgruppe Rundum, Haus der Eigenarbeit e.V., BenE München e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 20 25 160 oder rundum@t-online.de Eintritt frei Anmeldung erforderlich (20 Personen) nicht barrierefrei 30

© Kerstin Kamm

Reiselust

Aktionstag zum nachhaltigen Reisen Geht das: Nachhaltig reisen? Dieser Frage widmen wir uns von 14.00 bis 18.00 Uhr in den Kurzvorträgen „Mobilität früher und heute“, „Klimakiller Klimaanlage“, „Nachhaltig Reisen“ und dem Reisevortrag „Solarbetrieben um die Welt“. Wir zeigen neue, attraktive Möglichkeiten. Neben Mitmachaktionen und Kontaktmöglichkeiten zum Thema Nachhaltiges Reisen sind Infostände zu den Themen Kinderstadtteilpläne, BN-Zugspitzen, Tagwerk Reisen, Werkbox3, nachhaltige Reiseanbieter, sowie das ÖBZ-Sonntagscafé geboten. Im Anschluss findet um 18.30 Uhr die Aufführung des Films „Solartaxi - Mit der Sonne um die Welt“ statt (Doku., 76 Min., Regie: Erik Schmitt). Referenten: Rudi Oberpriller, Detlef Schmitz, Roland Krack, Bernd Sluka, u.a. Veranstalter: ÖBZ: Münchner Umwelt-Zentrum + Münchner Volkshochschule, NordOstKultur, Tagwerk, Bund Naturschutz, Werkbox3 14.00 bis 18.00 Uhr Vorträge und Infostände (Einstieg jederzeit möglich), 18.30 bis 20.00 Uhr Film

Kinderstadtteilplan Bogenhausen Auf dem Weg zum Kinderstadtteilplan Bogenhausen

Kinder machen einen Stadtplan für Kinder. Das ist die Idee der Kinderstadtteilpläne. Die Erkundungstouren in Bogenhausen sind nun abgeschlossen, bald liegt der Kinderstadtteilplan vor. Das MUZ im ÖBZ, die Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt und VertreterInnen des Bezirksausschuss 13 stellen die ersten Ergebnisse der Erkundungen vor. Anregungen, die die Kinder bis dahin noch nicht gemeldet haben, können noch aufgenommen werden. Auch die weiteren Kinderstadtteilpläne Münchens werden da sein.


Referentin: Dr. Jutta Zarbock-Brehm Veranstalter: Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ, Spiellandschaft Stadt, Bezirksausschuss 13 Bogenhausen 14.00 bis 18.00 Uhr (Einstieg jederzeit möglich)

Mobil in die Zukunft – aber wie? Zukunftswerkstatt für Kinder

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? Wie werden die Fortbewegungsmittel dann wohl aussehen? Wird es überhaupt noch Autos geben oder sind wir dann mit fliegenden Untertassen oder gar mit Raumschiffen unterwegs? Ihr zeigt uns anhand Eurer kreativen Kunstwerke wie Ihr in Zukunft unterwegs sein wollt! Dabei dürft Ihr nach Herzenslust und Phantasie Eure neuen fahrbaren und fliegenden Untersätze basteln und/oder malen. Wir sind schon gespannt auf Eure Ideen. Referentin: Jessica Mücke Veranstalter: Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ Info: T 089 / 93 94 89 71 oder muz@oebz.de Eintritt frei – ohne Anmeldung 14.00 bis 20.00 Uhr (Einstieg jederzeit möglich) Ökologisches Bildungszentrum, Englschalkinger Straße 166, Tram 16/Bus 154/184/189 Cosimabad

3. WOCHE KLIMAHERBST 21. – 26. OKTOBER MONTAG, 21. OKTOBER Die Mobilitätswende ist alternativlos

Chancen für München - Reurbanisierung mit der nachhaltigen Siedlungsstrategie „kompakt urban grün“ Im Unterschied zur Energiewende ist die Verkehrswende noch nicht zum öffentlichen, geschweige denn politischen Thema aufgestiegen. Aber die Verkehrswende steht jetzt an. Global wegen Peak Oil und Klimawandel, in München wegen des starken Bevölkerungswachstums. Das heißt, in München werden die Menschen näher zusammenrücken müssen und die Mobilität muss neu organisiert werden: echte Priorität für Schiene, ÖPNV, Rad und Füße im attraktiven öffentlichen Raum. München hat gute stadtstrukturelle Voraussetzungen, die Mobilitätswende zu wagen.

Referenten: Joachim Schwanck, Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt, Dierk Brandt, Stadtplaner, Münchner Forum, Thomas Kantke, Verkehrsplaner, AK Schienenverkehr Moderation: Ursula Ammermann, Münchner Forum Veranstalter: Münchner Forum und Green City e.V. mit freundlicher Unterstützung der Green City Energy AG Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht nach vorheriger Anmeldung 19.00 bis 21.30 Uhr Green City Energy, Orange Bar im 6. OG, Zirkus-Krone-Straße 10, S-Bahn/ Tram Hackerbrücke

Diskussion weiter auf der Internetplattform wissenschaftsdebatte.de. Referenten: Steffen Braun, Dipl.-Ing., Architekt und Morgenstadt-Koordinator, Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Stuttgart, Professorin Dr. Elisabeth Merk, Münchner Stadtbaurätin, Moderation: Wolfgang C. Goede Veranstalter: Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI e.V. und PresseClub München Info und Anmeldung: T 089 / 35 15 570 oder nina.eichinger@teli.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

DIENSTAG, 22. OKTOBER Barrierefrei bauen und wohnen Barrierefreies Bauen erlaubt nicht nur Menschen mit Behinderung eine selbständige Lebensführung. Es ist für uns Alle jederzeit von Vorteil: Eltern mit Kinderwagen müssen keine Stufen überwinden, ein Lieferant kann seine Sackkarre ungehindert schieben, nach Unfällen ist man auch mit Gipsbein in der Wohnung mobil, im Alter muss keine neue Wohnung gesucht werden. So sollten bei jeder baulichen Maßnahme, ob Neubau oder Sanierung, die Kriterien dieser Bauweise in die Überlegungen mit einbezogen werden.

© Radlhauptstadt München, Simone Naumann

nach vorheriger Anmeldung 18.30 bis 21.00 Uhr PresseClub München, 4. Stock, Marienplatz 22, U-Bahn/S-Bahn Marienplatz (Zugang zum Lift durch Cafe „Am Marienplatz“ – neben Hugendubel, Liftservice von 18.00 bis 18.45 Uhr)

Referent: Michael Klingseisen, Architekt Veranstalter: Bauzentrum der Landeshauptstadt München

Hungern für die Spritfresser?

Info und Anmeldung: T 089 / 54 63 660 oder bauzentrum.rgu@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erbeten

Der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung stellt sich zunehmend als Katastrophe für die globale Ernährungssituation heraus. Denn Agrarflächen, auf denen Pflanzen zur Lebensmittelgewinnung wachsen könnten, werden immer häufiger für den Anbau von Biomasse genutzt. Sogenannte „flex crops“ wie Zuckerrohr oder Soja werden je nach Weltmarktpreis als Treibstoff, Nahrung oder Futtermittel verwendet – mit schwerwiegenden Folgen für die Ernährungssicherheit des globalen Südens.

18.00 bis 19.00 Uhr Bauzentrum München, Willy-BrandtAllee 10, U2 Messestadt Ost

Mobilität im Post-Fossilen Zeitalter

Ein Spagat zwischen Vision und städtebaulicher Praxis Die Fraunhofer Gesellschaft designt die Stadt der Zukunft. Im Projekt „Morgenstadt“ haben E-Mobile Vorfahrt. Die Wohnquartiere passen sich ihnen an. Plus-Energiehäuser werden zu Strom-Tankstellen, Distanzen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz schrumpfen, Straßen werden zurückgebaut. Was heißt das für eine Großstadt wie München? Wie gehen ihre Städteplaner damit um? Impulse aus Zukunftsplanung und Städtebau treffen auf Reaktionen des Publikums und der Öffentlichkeit. Nach der Veranstaltung geht die 31

Agrartreibstoffe und das Menschenrecht auf Nahrung

Referent: Roman Herre, FIAN Deutschland e.V. Veranstalter: Umweltinstitut München e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 30 77 490 oder info@umweltinstitut.org Eintritt frei – Anmeldung erforderlich nach vorheriger Anmeldung unter T 089 / 54 41 84 27 oder anmeldung@oekom-verein.de 19.00 bis 21.00 Uhr münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29 Rgb., U3/U6 Goetheplatz


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

Unterwegs im Kunstareal München Vielfalt - Vernetzung - Öffnung - räumliche Prägnanz

Bei diesem Spaziergang durch das Kunstareal München mit seinen zwei Kernbereichen rund um den Königsplatz und den Pinakotheken werden die Aspekte Orientierung, Aufenthaltsqualitäten der Freiflächen, Sichtbarkeit der Häuser und Institutionen sowie Begehbarkeit und Fußgängersicherheit betrachtet. Ein Zwischenstopp auf der Dachterrasse des Vorhoelzer Forum erlaubt einen wundervollen Rundblick von oben über das Kunstareal München. Referenten: Monserat Miramontes, Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen, TU München, Andreas Uhmann, Stadtplanung, Landeshauptstadt München, Birgit Schöppl, Stadtplanung, Landeshauptstadt München Veranstalter: Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung und Technische Universität München, Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht

Kooperation mit Plant-for-the-Planet Info und Anmeldung: klimaherbst@sparda-m.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich 19.00 bis 21.00 Uhr Sparda-Bank München eG, Arnulfstraße 15, Veranstaltungsraum im EG, Tram 16/17 Hopfenstraße/S-Bahn/U-Bahn Hauptbahnhof

Wenn Arbeit viele Orte hat

Nachhaltige Mobilität und betriebliches Mobilitätsmanagement Die Globalisierung führt in Unternehmen zu einer enormen Reisetätigkeit. Die Folge ist, dass Reisen für immer mehr Beschäftigte zum Alltag gehört. Doch bei der Gestaltung mobiler Arbeit stellen sich neue Herausforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Diese sind unter anderem neue betriebspolitische Ansätze, sowie die Einbeziehung der Betroffenen selbst. Die betriebliche Interessenvsertreter werden vor die Überlegung gestellt, wie Mitbestimmungsrechte zu diesem Zweck fruchtbar gemacht werden können.

13.30 bis 15.00 Uhr Treffpunkt: U-Bahnstation Königsplatz – Kunstbau München, U2 Königsplatz

Referentin: Dr. Gerlinde Vogl Moderation: Dietlind Klemm Veranstalter: DGB Bildungswerk und KAB Bildungswerk

Nicht nur reden – denken, handeln, verändern!

Info und Anmeldung: anmeldung@bildungswerk-bayern.de oder Fax 089 / 53 80 494 Eintritt frei – Anmeldung erforderlich unter Kursnummer C240-13/3

Was Groß und Klein gemeinsam fürs Klima tun können

19.00 bis 21.00 Uhr Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstraße 64, Raum T.0.02, U4/U5 Theresienwiese

MITTWOCH, 23. OKTOBER Unterwegs mit Köpfchen – nachhaltig mobil in München

© Plant-for-the-Planet

Mobilitätsbildung für 4. Klassen

Für unser Mobilitätsverhalten und unseren Lebensstil holen wir täglich so viel Kohlenstoff in Form von Kohle, Erdöl und Erdgas aus der Erde, wie die Sonne dort in einer Million Tagen gespeichert hat. Die Folge ist Klimaerwärmung. Felix Finkbeiner, Gründer der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-thePlanet, bricht gedankliche Barrieren auf, um ein Bewusstsein für Veränderung in der Welt zu schaffen. Felix will die Menschen mobilisieren, ökologische Probleme aktiv anzugehen.

In München stehen viele Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wir bieten Projektvormittage zur nachhaltigen Mobilitätsbildung an Grundschulen an. Hier werden die Kinder über unterschiedliche Methoden und Zugänge an das Thema Fortbewegung in der Stadt herangeführt. In drei Workshops erforschen sie den Verkehr rund um die Schule, üben spielerisch die Fähigkeiten, die sie für eine sichere Verkehrsteilnahme brauchen und entwickeln im Theaterspiel kreative Ideen für eine klimafreundliche Mobilität.

Referent: Felix Finkbeiner, Gründer der Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet Veranstalter: Sparda-Bank München eG in

Veranstalter: Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. in Kooperation mit dem Spielhaus Sophienstraße/ KJR München-Stadt 32

Info und Anmeldung: T 089 / 76 96 025 oder steffi.kreuzinger@mobilspiel.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich 08.00 bis 12.15 Uhr jeweils Mi und Do von 23. Oktober bis 5. Dezember Grundschulen Maxvorstadt

Münchens Klima – unsere Verantwortung Die umweltfreundliche Flotte des Abfallwirtschaftsbetriebes München

Mit seiner rund 350 Fahrzeuge starken Flotte sorgt der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) täglich für die Sauberkeit der Stadt. Um den Kraftstoffverbrauch und damit die Treibhausgasemissionen so gering wie möglich zu halten, setzt der AWM auf eine innovative Fahrzeugtechnik. Alle Münchnerinnen und Münchner haben hier die Gelegenheit, die umweltfreundlichsten Fahrzeuge zu besichtigen und sich umfassend über den Beitrag der AWM-Flotte zum Klimaschutz zu informieren. Veranstalter: Abfallwirtschaftsbetrieb München Info: T 089 / 23 33 10 04 oder helga.seitz@muenchen.de Eintritt frei – ohne Anmeldung 12.00 bis 17.00 Uhr Karlsplatz Stachus, zwischen Brunnen und Karlstor, S-Bahn/U-Bahn Karlsplatz

Freiham-Nord

Erkundungsgang über die Feldflur vom S-Bahnhof Aubing zum S-Bahnhof Freiham In Freiham Nord soll über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren, basierend auf dem Gedanken des Stadtweiterbauens ein kompakter, urbaner und grüner Wohnstandort für ca. 18.000 bis 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit den notwendigen Infrastruktureinrichtungen entstehen. In einem Spaziergang über die freien Felder zwischen den beiden S-Bahn-Haltestellen Freiham und Aubing kann die Dimensionen dieses künftigen Stadtteiles erfasst werden. Dazu gibt es Informationsstationen zum Planungskonzept. Referent: Thomas Rehn, Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Hauptabteilung Stadtplanung Veranstalter: Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung Info und Anmeldung: plan.ha2-42p@muenchen.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht nicht barrierefrei 14.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr Treffpunkt: S-Bahnhof Aubing


Fluchtursache Klimawandel

Dimensionen einer globalen Katastrophe: Schwerpunkt Afrika

sen, um auf internationaler Ebene Regelungen für Nachtflugverbote und Rechte der Anwohner durchzusetzen.

Bessere Stadtplanung – weniger Verkehr?

Referentin: Helga Stieglmeier, Sprecherin AufgeMUCkt Veranstalter: Green City e.V und oekom e.V.

Der BUND Naturschutz, Kreisgruppe München und der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr im Münchner Forum diskutieren mit Stadtplanungs- und Verkehrsexperten. Wir möchten die Zusammenhänge zwischen Siedlungsentwicklung und Stadtplanung auf der einen und der verkehrlichen Entwicklung auf der anderen Seite näher beleuchten.

Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht nach vorheriger Anmeldung von 19.00 bis 21.30 Uhr münchner zukunftssalon, Waltherstraße 29 Rgb, U3/U6 Goetheplatz

© Robson-pixelio.de

Die UN prognostiziert, dass aufgrund von Umweltveränderungen durch den Klimawandel in den nächsten Jahren bis zu 330 Millionen. Menschen vertrieben werden könnten. Menschen, die gezwungen sind, wegen Dürre, Landverlust oder Überschwemmungen ihr Land zu verlassen, schützt keine Flüchtlingskonvention. Ursachen, Dimensionen und Wege der Klimamigration werden am Beispiel Afrika diskutiert. Der Rechtsstatus der Vertriebenen wird ebenso erörtert, wie individuelle und politische Schutz- und Unterstützungsmöglichkeiten. Referenten: Prof. Dr. Cord Jakobeit, Lehrstuhl für Internationale Politik, Universität Hamburg Sophia Wirsching, Referentin für Migration und Entwicklung, Brot für die Welt Virginia Wangare Greiner, Maisha e.V. - Selbsthilfe für afrikanische Frauen in Deutschland Kai Schäfer, Geschäftsführer Nord-Süd-Forum e.V. München Moderation: Winfried Eckardt, MVHS Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Nord-Süd-Forum e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 48 00 66 23 9 oder 089 / 62 08 200 oder www.mvhs.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. FG 4008 von 19.00 bis 21.30 Uhr Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek, Rosenheimer Straße 5, S-Bahn/ Tram Rosenheimerplatz

Ein Jahr Münchner Bürgerentscheid

Die Internationalisierung des Widerstands Am 17. Juni 2012 feierten die Startbahngegner den Bürgerentscheid der Münchnerinnen und Münchner gegen den Ausbau des Flughafens. Ein Jahr nach dem Kommunalentscheid stellt sich die Frage nach der moralischen Bindung für die Entscheidungsträger. Mittlerweile haben sich Akteure verschiedenster Bündnisse zusammengeschlos-

DONNERSTAG, 24. OKTOBER Unterwegs mit Köpfchen – Nachhaltig mobil in München Mobilitätsbildung für 4. Klassen Siehe Seite 32

Podiumsdiskussion

Referenten: Dipl. -Ingenieurin Angelika Winkler, stellvertretende Abteilungsleiterin MA18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung, Wien) Helmut Steyrer, Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums, Dr. Wolfgang Schneider, freier Mitarbeiter bei Intraplan, Horst Schaffer, Senior Transport Consultant, Dr. Werner Reh, Verkehrsexperte des BUND Bayern Moderation: Richard Mergner, Landesbeauftragter BUND Bayern Veranstalter: Bund Naturschutz, Kreisgruppe München, Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr im Münchner Forum

Veranstalter: Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. in Kooperation mit dem Spielhaus Sophienstraße/KJR München-Stadt

Info: www.bn-muenchen.de Eintritt frei – ohne Anmeldung

Info und Anmeldung: T 089 / 76 96 025 oder steffi.kreuzinger@mobilspiel.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

19.00 bis ca. 21.00 Uhr Vorhoelzer Forum, TU München, 5. Stock, Arcisstraße 21, U2 Theresienstraße

08.00 bis 12.15 Uhr jeweils Mi und Do von 23. Oktober. bis 05. Dezember 2013, Grundschulen Maxvorstadt

Mobilität aus einer Hand

Das Schwabinger Mobilitätskonzept Ein brandaktuelles Münchner Pilotprojekt vereint Car-Sharing, Leihräder und MVVTickets über Buchungssystem und Schlüsseltresor von Stattauto München; Projektpartner sind Kreisverwaltungsreferat und Wogeno. Es wurde bereits mit dem Europäischen Mobilitätspreis ausgezeichnet. Olaf Rau informiert über erste Ergebnisse und eine mögliche Ausweitung des Münchner Projekts auf weitere Gebiete. Referent: Olaf Rau, StattAuto Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Kooperation mit Stattauto München e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 93 94 89 61 oder ww.mvhs.de Eintritt 6,00 EUR – Anmeldung erforderlich unter Kursnr. FN4104 nicht barrierefrei 19.00 bis 20.30 Uhr MVHS Seidlvilla, Nikolaiplatz 1 b, Bus 53/54 Hohenzollernstraße

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Wie kommen unsere Waren zukünftig in die Stadt?

Brennpunkte der Logistik und des Güterverkehrs in München Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung. Wie kann der städtische Güterverkehr klimaverträglich und ressourcenschonend organisiert und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität in München gewährleistet werden? Welche Konzepte gibt es? Wo liegen die besonderen Herausforderungen und Problemschwerpunkte? Gemeinsam mit Ihnen diskutieren vier Experten aus den Bereichen Logistik, Güterverkehr und Stadtentwicklung interessante, teils ungewöhnliche Ansätze und neueste Erkenntnisse. Referenten: Rain Edina Brenner, Geschäftsführerin LBS – Landesverband Bayerischer Spediteure, Dipl.-Ing. Eberhard Hipp, Bereichsleiter Zentralbereich Research, MAN, Horst Mentz, Leiter Referat Verkehrsplanung, Planungsreferat der Landeshauptstadt München, Joseph Seybold, Referatsleiter Stadtverkehr und Güterverkehrslogistik, IHK für München und Oberbayern Moderation: Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing Veranstalter: Green City e.V., Evangelische Akademie Tutzing, Landesverband Bayerischer Spediteure, IHK für München und Oberbayern, MAN Bus und Truck, Landeshaupt-


Klimaherbst 2013 / Programmkalender

stadt München – Referat für Stadtplanung und Bauordnung Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht nach vorheriger Anmeldung 19.00 bis 21.00 Uhr Green City Energy, Orange Bar im 6. OG, Zirkus-Krone-Straße 10, S-Bahn/ Tram Hackerbrücke

Die Zukunft der „Radlhauptstadt“ Wie geht es mit dem Radverkehr in München weiter?

FREITAG, 25. OKTOBER Literarischer Spaziergang auf den Spuren Sigi Sommers Spaziergang mit Lesungen

Spaziergang mit Lesungen. „Eigentlich ist ja der Fußgänger in der Großstadt bereits gestorben. Denn es gibt nur mehr seinen Nachkommen: den Fußspringer, Hüpfer oder Läufer. Der wie eine frisch geimpfte Gemse durch den Verkehr hopst“ (Sigi Sommer, Sommersprossen, 1969, Süddeutscher Verlag GmbH, München). In einer literarischen Exkursion besuchen wir Plätze und Orte, die niemand so treffend und spitzzüngig beschrieben hat, wie das Münchner Original Sigi Sommer (1914-1996). Veranstalter: Netzwerk Slowmotion Info und Anmeldung: T 089 / 89 06 68 319 oder andreas.schuster@greencity.de Eintritt frei – Anmeldung erwünscht

Referent: Wigand von Sassen, Landeshauptstadt München, Kreisverwaltungsreferat Moderation: Marco Eisenack, text:bau Veranstalter: Pedalhelden und Green City e.V. Info und Anmeldung: info@pedalhelden.de Eintritt frei - Anmeldung erforderlich 19.00 bis 21.00 Uhr Pedalhelden c/o Rikscha-Mobil GmbH & Co. KG, Müllerstraße 6, Bus 52/62 Blumenstraße

Regie: Franny Armstrong, Großbritannien 2009, 92 Minuten, OmU Der als Dokudrama konzipierte Film verbindet sechs dokumentarische Geschichten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Indien, Nigeria und Jordanien mit einer Rahmenerzählung. Diese spielt in einer fiktionalen Zukunft, in der die Menschheit die Biosphäre des Planeten Erde nachhaltig zerstört hat. Während die Welt in Trümmern liegt, stellt sich der Schauspieler, Pete Postlethwaite in seiner Rolle als Überlebender, die Frage: „Warum haben wir den Klimawandel nicht aufgehalten, als wir noch die Möglichkeit hatten?“ Veranstalter: Münchner Volkshochschule in Kooperation mit dem Rachel Carson Center Info und Anmeldung: T 089 / 93 94 89 61 oder ww.mvhs.de Eintritt frei / Anmeldung erwünscht unter Kursnr. EG 540

SAMSTAG, 26. OKTOBER

10. Oktober, ab 20:00 Uhr Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek, Rosenheimer Straße 5, S-Bahn/ Tram Rosenheimer Platz

Abschluss des Münchner Klimaherbstes 2013 In der „Radlhauptstadt München“ stieg der Anteil der Radler am Modal Split in den letzten zehn Jahren sprunghaft an und beträgt heute 17 Prozent. Rad-Akteure sehen jedoch weitere Verbesserungspotentiale. Im Gespräch mit Wigand von Sassen (KVR) gehen Dominic Staat (Pedalhelden), Patrick Kolesa (Bikekitchen), Martin Glas (ADFC) und Markus Koch (Polizei) den Fragen nach, welche Maßnahmen die Stadt für eine umfassende Förderung des Radverkehrs ergreifen sollte.

The Age of Stupid – Warum tun wir nichts?

von 19.00 bis 21.00 Uhr Altstadt, Treffpunkt Sigi SommerStandbild am Roseneck, S-Bahn/U-Bahn Marienplatz

Mobilität – geht doch! © Green City e.V., Alp Tigli

WÄHREND UND NACH DEM KLIMAHERBST

Nach zwei rasanten Veranstaltungswochen schenkt uns ein Improvisations-Ensemble des Fastfood Theaters einen Moment des Innehaltens. Es läd ein, uns umzuwenden und die komische Seite der Mobilität auszukosten. Als Gastgeberin der Abschlussveranstaltung stellt die MVG ihre Mobilitätsangebote vor. Neben U-Bahn, Bus und Tram wird der Service ausgebaut und den multimodalen Ansprüchen der Fahrgäste angepasst. An diesem Nachmittag besteht die Möglichkeit diese Trends sowie die Konzepte und Neuentwicklungen der MVG kennen zu lernen. Geselliges Beisammensein, sowie Musik runden den Ausklang des Klimaherbstes 2013 ab. Veranstalter: Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) in Kooperation mit BenE München e.V. Info und Anmeldung: T 089 / 23 00 27 84 oder info@bene-muenchen.de Eintritt frei – ohne Anmeldung 14.00 bis 20.00 Uhr Gaszählerwerkstatt, Agnes-PockelsBogen 6, U1 Westfriedhof

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Mobilität in der Stadt

5. Schreibwettbewerb im Rahmen des „Münchner Klimaherbstes 2013“ für junge Autorinnen und Autoren zwischen 9 und 17 Jahren Du bist eingeladen über neue umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten für eine lebenswertere Zukunft Deiner Stadt nachzudenken. Wir freuen uns auf viele spannende Beiträge in Form von Erzählungen, Berichten, ScienceFiction-Stories, Umweltkrimis, Märchen, Gedichten, Satiren, Comics, Foto- und Audioreportagen. Eine Auswahl der besten Texte wird veröffentlicht. Veranstalter: BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe München, Hannelore Prechtel und Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V., Gitta Gritzmann Der Wettbewerb wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt unterstützt. Info und Teilnahmebedingungen: www.bn-muenchen.de, www.klimaherbst.de oder www.kinderschreiben.de Einsendeschluss ist der 20. Oktober 2013. Der Verein „Kinder lesen und schreiben für Kinder e.V.“ bietet wieder Schreibwerkstätten für Schulklassen zu dem Thema des Wettbewerbs an.


Anmeldung: gitta@gritzmann.net 18. November, 16.30 bis 18.00 Uhr Feierliche Preisverleihung, Großer Sitzungssaal im Münchner Rathaus, Marienplatz 8, U-Bahn/S-Bahn Marienplatz

Bambini mini und Bambini maxi – bewegt in die Zukunft Projekt zur nachhaltigen Mobilitätsbildung in Münchner Kindergärten

Bewegung ist wichtig für eine gesunde Entwicklung. Kinder sind gerne draußen und wollen ihr Umfeld entdecken. Jedoch werden Bewegungsräume für Kinder in Städten immer kleiner. Das steigende Verkehrsaufkommen führt dazu, dass Eltern in Sorge um die Sicherheit sind. Das Projekt vermittelt Freude an Bewegung, am umweltfreundlichen Unterwegssein. Dafür und für eine sichere Verkehrsteilnahme erwerben die Kinder spielerisch zahlreiche Bewegungs-, Sozial- und Sachkompetenzen. Sie erleben Natur vor der Haustür und erkunden ihr Umfeld. Veranstalter: Ökoprojekt - MobilSpiel e.V.

erweitert sich der Mobilitätsraum junger Menschen erheblich. Sie legen weitere Schulwege zurück und wollen – mit zunehmendem Alter – auch im Freizeitbereich selbständiger unterwegs sein. Als TeilnehmerInnen im öffentlichen Verkehr sind sie hierbei dessen Gefahren wie auch Chancen ausgesetzt. Das Projektangebot umfasst jeweils die Durchführung eines Projektvormittags mit einer Schulklasse im Verkehrszentrum des Deutschen Museums mit Vor- und Nachbereitung. Veranstalter: Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. in Kooperation mit dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums Info und Anmeldung: T 089 / 76 96 025 oder steffi.kreuzinger@mobilspiel.de 4,50 EUR pro SchülerIn, inkl. Museumseintritt – Anmeldung erforderlich Oktober bis Dezember von 9.00 bis 12.00 Uhr Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

Info und Anmeldung: T 089 / 76 96 025 oder steffi.kreuzinger@mobilspiel.de Eintritt frei – Anmeldung erforderlich

On my way – Was dich bewegt!?

Oktober bis Dezember von 8.00 bis 15.00 Uhr in interessierten Kindergärten

Jugendliche werden zunehmend selbständiger. Dies hat Einfluss auf ihr Mobilitätsverhalten und die Wahl bestimmter Verkehrsmittel. In diesem Alter machen sich die Wenigsten Gedanken über ökologische Auswirkungen. Auch „selbstbewusst und sicher unterwegs zu sein“ ist wichtig, da sich die Freizeitgestaltung der Jugendlichen stärker in die Abendstunden verschiebt. Das Angebot umfasst die Durchführung eines Projektvor-

Fair move – Mobilität bewegt Schule

Mobilitätsbildung für 5. und 6. Klassen aller weiterführenden Schulen Mit dem Eintritt in weiterführende Schulen

Mobilitätsbildung für 7. und 8. Klassen aller weiterführenden Schulen

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mittags im Verkehrszentrum des Deutschen Museums mit Vor- und Nachbereitung. Veranstalter: Ökoprojekt - MobilSpiel e.V. in Kooperation mit dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums und der Bundespolizei Info und Anmeldung: T 089 / 76 96 025 oder steffi.kreuzinger@mobilspiel.de 4,50 EUR pro SchülerIn, inkl. Museumseintritt – Anmeldung erforderlich Oktober bis Dezember von 9.00 bis 13.00 Uhr Verkehrszentrum des Deutschen Museums, Am Bavariapark 5, U4/U5 Schwanthalerhöhe

wir hier / here we are

Installation auf dem Willy-Brandt-Platz wir hier / here we are ist ein Kunstprojekt und darüber hinaus einiges mehr. Es geht dabei um den internationalen Handelsplatz Messe München und den nicht weniger internationalen Stadtteil Messestadt-Riem und dessen Identität, um Wanderungsbewegungen und Business-Mobilität aus unterschiedlichen Perspektiven. Und zentral um einen Platz, der trist vor sich hindümpelt und im Oktober 2013 zu einem echten Stadtplatz der Bürger werden wird. Und um Kunst, deren Form aktuelle Themen beteiligend illustriert. Veranstalter: Michael Lapper / büroriem Info: www.here-we-are.net Eintritt frei – ohne Anmeldung 1. bis 31. Oktober, ganztägig Willy-Brandt-Platz/Messestadt-Riem, U2 Messestadt-West


DER MENSCH UND SEINE KONSEQUENZ ––– Interview: Sebastian Schulke

Funktion der MVG-Mobilitäts-App auch dies berücksichtigt werden – dabei ist ein Abrechnungsmodul integriert.

__ Welche Rolle spielt der Mensch bei dem Thema Mobilität?

Autos, Internet, Handys, Flugzeuge – moderne Mobilität bewegt und bestimmt unseren Alltag. Doch es gibt auch eine nachhaltige Art und Weise, sich zu bewegen oder miteinander zu kommunizieren. Gerhard Mayer ist Vorstand von BenE München, das regionale Kompetenzzentrum für „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Wir sprachen mit ihm über die „neue Kultur der Mobilität“.

Letztendlich geht es darum, dass der Mensch sich und seine Umwelt wieder mehr in den Mittelpunkt rückt und sich nicht von der Industrie durch Werbung diktieren lässt, wie seine Mobilität auszusehen hat. Viele Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Mobilität sind schon in der Stadt vorhanden, doch die Bequemlichkeit führt immer noch zu Ausreißern. Zusammengefasst meine ich, der Mensch und seine Konsequenz spielen die zentrale Rolle. Die Industrie wird versuchen, das zu beeinflussen, sich aber letztendlich der Marktmacht des Menschen beugen, wenn er sie nutzt.

__ Höher, schneller und weiter – Mobilität bewegt und treibt unsere moderne Gesellschaft. Doch geht diese Art der Mobilität in die richtige Richtung?

__ Was versteht BenE München unter „Neue Kultur der Mobilität“?

Das kommt darauf an. Wenn ich mir die Steigerung des Anteils des Radverkehrs und des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ansehe, geht das schon in die richtige Richtung. Ganz ohne höher, schneller, weiter. Aber wir benötigen noch bessere Voraussetzungen für den Radverkehr, für Fußgänger und einen weiteren Ausbau des ÖPNV, damit die Mobilität sich in die richtige, nachhaltige Richtung bewegt.

__ Wie kann man in München nachhaltig „mobil“ sein? Gerade relativ flache Städte wie München bieten hierfür ja viele Möglichkeiten auf zwei Rädern. So steigert beispielsweise der Einsatz von Pedelecs den Fahrrad-Radius von durchschnittlich 5 auf 15 km und ist auch für viele Ältere attraktiv. Auch eine stärkere Kombination von Verkehrsmitteln – wie Fahrrad und ÖPNV – ist hilfreich. Ab Herbst kann mit einer neuen

Als Regionales Kompetenzzentrum zur Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung versteht sich der BenE München e.V. als Zusammenschluss für die Suche nach Wegen zu einer Münchner Kultur der Nachhaltigkeit. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Veränderung von Mobilitätsvorstellungen, also Bewusstseinsbildung.

26.

Oktober

MOBILITÄT - GEHT DOCH! Gemeinsam mit der MVG lädt BenE München am 26. Oktober zum Ausklang des Klimaherbstes 2013 ein. 14 bis 20 Uhr, Eintritt frei – Anmeldung nicht nötig Gaszählerwerkstatt, Agnes-Pockels-Bogen 6

Kulturfrage nachhaltige Mobilität Auf dem Weg zur Arbeit, zum Sport, zum Einkaufen – kaum ein Lebensbereich ist frei von Mobilität. Immer mehr Menschen in München nehmen dies als Herausforderung für einen nachhaltigen Lebensstil wahr. Die Akteure bei BenE München unterstützen durch ihre Angebote die Münchner Bürgerinnen und Bürger bei der Verwirklichung eines nachhaltigen Lebensstils. Um sich hierbei gegenseitig zu stärken, haben sich im BenE München e.V. inzwischen 50 Institutionen und 20 Privatpersonen zusammen geschlossen. Beim Klimaherbst 2013 zum Thema Mobilität werden 70% der 41 Veranstaltungen von Mitgliedern des BenE München e.V. organisiert.

Regionales Kompetenzzentrum zur Förderung der

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung


-Foto B. Lang, AWM

MÜNCHENS KLIMA ––– Mit seiner umweltfreundlichen Flotte übernimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb München Verantwortung

Vier Millionen Kilometer oder 100-mal um die Erde – das ist die Strecke, die die Flotte des Abfallwirtschaftsbetriebes München jährlich zurücklegt und dabei für die Sauberkeit der Stadt sorgt. Neben der zuverlässigen Entsorgung von Münchens Abfällen sind dem AWM der Umweltschutz und eine möglichst geringe Lärmbelastung im Stadtgebiet ein besonderes Anliegen.

Münchens Abfall entsorgen – eine Aufgabe mit Verantwortung Für den AWM ist eine ökologische Abfallentsorgung seit über 20 Jahren die oberste Maxime. Mit seiner umweltschonenden Flotte leistet der AWM einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwohl und der hohen Lebensqualität der Stadt München. Auch zukünftig will der AWM auf umweltschonende Technologien setzen und dabei darauf achten, dass ökologische und ökonomische Faktoren ausgewogen sind.

Niedrige Emissionen Die Flotte des AWM umfasst insgesamt rund 350 Fahrzeuge, etwa 230 haben ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 25 Tonnen. Knapp die Hälfte davon verfügt über die Abgasnorm Euro 5 oder den EEV-Standard.

Innovative Fahrzeugtechnik Für Dienstfahrten der Verwaltung setzt der AWM 49 Pkws ein, davon aktuell 9 Smarts mit Mikrohybriddrive, 2 Toyota Prius Hybrid und ein reines Elektroauto. Dabei wird der Anteil der Pkws mit zukunftsweisenden Antriebstechniken permanent ausgebaut. Auch im Bereich der schweren Lkws, zu denen die Müllfahrzeuge und die Containerfahrzeuge gehören, setzt der AWM auf innovative Techniken und arbeitet auf fahrzeug- und umwelttechnisch höchstem Niveau. Bereits seit 2009 betreibt er ein beson-

DER VOLVO FE HYBRID SORGT SEIT JUNI 2012 FÜR DIE ENTSORGUNG DER CONTAINER AUF DEM WERTSTOFFHOF

ders leichtes und damit kraftstoffsparendes Müllfahrzeug, den „Müllwagen light“. Seit Mitte 2012 ist ein Hybrid-Abrollkipper für die Entsorgung der Container auf den Wertstoffhöfen im Einsatz. Hier sind Kraftstoffeinsparungen möglich. Darüber hinaus hat der Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen durch die geringe Lärmbelastung einen positiven Effekt für Mitarbeiter, Kunden und Anwohner. Zwei Müllfahrzeuge mit dieselektrischem Hybridantrieb sind in Planung. 37

23.

Oktober

MÜNCHENS KLIMA – UNSERE VERANTWORTUNG Die umweltfreundliche Flotte des Abfall­ wirtschaftsbetriebes München 12.00 bis 17.00 Uhr Eintritt frei Anmeldung nicht erforderlich Karlsplatz Stachus


Bei mir war das zunächst nicht anders. Als ich 16 war, brauchte ich ein Moped. Nur ein paar Tage nach meinem 18. Geburtstag hatte ich meinen Auto- und Motorradführerschein. Doch es ist ein Trugschluss, dass das Fahrrad nur eine Zwischenstation der menschlichen Evolution markiert. In Wahrheit ist es ihr Höhepunkt. Für mich ist es das ehrlichste und eleganteste Fortbewegungsmittel, auf keine andere Weise lässt sich das Nützliche besser mit dem Angenehmen verbinden. Man tut etwas für sich, man tut etwas für die Umwelt und fährt mit einem sanften Lächeln an all den Staus vorbei, die einem sonst den Hormonhaushalt durcheinanderbrächten. Höchste Zeit also, die zehn goldenen Gründe zu benennen, die das Rad zur Krone der Schöpfung erheben.

STOCKHOLM, BUSSGELD UND EINBAHNSTRASSEN – SO RADELT’S SICH IN MÜNCHEN In München dreht sich einiges – und zwar um zwei Räder. In der bayerischen Metropole haben die Fahrradfahrer und ihre mobilen Gefährten aus Alu, Stahl oder Carbon einen ganz besonderen Stellenwert. Neben den üblichen Fahrradwegen gibt es Fahrradstraßen, eine Radl&Fashion Show, öffentliche Fahrradstationen, an denen man sein Rad schnell, direkt und unkompliziert reparieren kann, Fahrradtiefgaragen und noch vieles mehr. Hier ein Überblick – von A bis Z: *A* Von München aus ins ALPENVORLAND radeln – ein Traum!

*I* Bei den „Feierabend-Touren“ für Neubürger wird die INNENSTADT umfahren

*B* Der Flyer „Entspannt mobil – Sicher unterwegs“ gibt gute Tipps – mit BUSSGELDTABELLE

*J* Das ganze JAHR über tummeln sich kleine, große, gemütliche und sportliche Radler auf dem Isar-Radweg

*C* Mit „Schultournee – CHECK dein Radl“ werden die Inhalte der Fahrradprüfung in der fünften und sechsten Klasse vertieft *D* Der gute alte DRAHTESEL bewegt die Münchner *E* Knapp 300 EINBAHNSTRASSEN wurden bislang in Gegenrichtung für Radler geöffnet *F* 47 FAHRRADSTRASSEN in München, mehr als in jeder anderen deutschen Stadt *G* Bike und Ride - 25.000 Fahrradstellplätze GIBT es an S- und U-Bahnstationen *H* München will RADLHAUPTSTADT werden – und liegt damit unter den deutschen Großstädten ganz vorne!

*K* Auf Strecken bis zu 5 KILOMETERN ist das Rad das schnellste Verkehrsmittel *L* LAUFSTEG statt Radweg: Im September lud die Radlhauptstadt bereits zur dritten Radl&Fashion Show *M* Der Radverkehrsanteil am gesamten Verkehrsaufkommen (MODAL-SPLIT-ANTEIL) liegt in München bei 17,4 Prozent – der höchste von allen Millionenstädten in Europa *N* NIEMALS ohne Helm fahren! *O* Rad ODER Nichtrad – das ist in München schon lange keine Frage mehr 38

BUCHTIPP

Seit über 30 Jahren fahre ich nun Rad. Wollte man mir Böses, könnte man sagen, ich sei in meiner Entwicklung irgendwann stehen geblieben. Der Mensch kommt auf die Welt, krabbelt erst auf allen Vieren, lernt laufen und setzt sich bald aufs Rad. Es liegt in seiner Natur, den Aktionsradius stetig zu erweitern.

„ Ich lenke, also bin ich: Bekenntnisse eines überzeugten Radfahrers“ Eine Liebeserklärung an die schönste Art, sich fortzubewegen. Zum Aufsteigen, Durchtreten und Losfliegen. Heyne Taschenbuch, 224 Seiten, 8,99 Euro

ICH LENKE, ALSO BIN ICH WER?

*P* Bike-POLO – radeln mit Schläger und Ball *Q* Praktische Tipps gibts bei den „RadlSicherheitschecks“ – mit interaktivem QUIZ *R* ein RAD, Zweirad, Dreirad… *S* Kostenloser SERVICE der Radlhauptstadt München: Radl-Sicherheitschecks überprüfen kostenlos Räder auf Verkehrssicherheit *T* Anbieten, TESTEN und Kaufen – beim Münchner Radlflohmarkt *U* ÜBER 80 Prozent der Münchner besitzen mindestens ein Fahrrad *V* VORSICHT im Straßenverkehr – Licht an, Kopfhörer leise *W* Viel Spaß auf der WIESN, aber das Radl bleibt dahoam *X* EXTREME Berge und Anstiege gibt es in München zum Glück nicht *Y* YIPPIE! Radeln macht nicht nur Spaß, sondern ist auch sehr gesund *Z* Alle Zahlen, Fakten, Infos – auf www.radlhauptstadt.de


02 Weil ich nicht auf die tägliche Dosis an Freiheit und Unabhängigkeit verzichten möchte.

03 Weil es Spaß macht. Schon wenige Meter nach dem Losfahren gerate ich in einen Flow, bei dem ich eins werde mit mir und der Welt. Dass es mir so schwerfällt, an Ampeln anzuhalten, liegt vor allem daran, dass ich den Zustand des Fließens nicht aufgeben möchte.

04 Weil mich bei meinen gelegentlichen, unerheblichen, ungefährlichen, wohldosierten, nach reiflichem Abwägen für vertretbar gehaltenen und alles in allem also völlig akzeptablen Regelübertritten niemand zur Rechenschaft ziehen kann, jedenfalls nicht, ohne mich anzuhalten. Was meistens nicht gelingt, weil ich, wenn es jemand versucht, schon längst weg bin (siehe Grund eins).

05 Weil ich bei Bedarf das Argument, ich würde auf dem Rad mehr für die Umwelt tun als jeder Autofahrer und könne mir deshalb ja wohl auch ein bisschen mehr rausnehmen, aus dem Streitkoffer ziehen kann, wenn mir kein anderes mehr einfällt.

Weil ich wenig so sehr hasse wie Parkplatzsuchen. Es ist für mich die größte Vergeudung an Lebenszeit, noch weit vor dem Ausfüllen von Steuererklärungen und „Bauer sucht Frau“.

07 Weil ich mir den Ärger, den man sich auf unseren Straßen als Radfahrer zwangsläufig einhandelt, gleich wieder aus Kopf und Körper strampeln kann.

08 Weil ich sonst gar nicht wüsste, wie ich mein Leben auf die Reihe bekommen sollte, weil ich zu meinen Terminen immer genau so losfahre, dass ich bei idealem Verlauf auf die Minute pünktlich am Ziel ankomme.

09 Weil ich, wenn die Realität unterwegs von der Ideallinie abweicht, Mittel und Wege finde, sie miteinander in Einklang zu bringen. Das führt zwar unweigerlich zu Regelverletzungen, aber nur in einem gelegentlichen, unerheblichen, ungefährlichen, wohldosierten, nach reiflichem Abwägen für vertretbar gehaltenen und alles in allem also akzeptablen Rahmen.

10 Weil ich weiß, dass man nur über Schmerz zum Genuss kommt und nur durch Leid zur Freude; dass man sich bewegen und manchmal einfach durchbeißen muss, um voranzukommen; dass, so hoch die Berge unterwegs auch werden und so weit die Fahrten auch führen mögen, man irgendwann den Gipfel erreicht; dass die schönste Fahrt immer erst noch vor einem liegt und dann alle Anstrengungen davor vergessen sind; dass die schönste Melodie die der Straße ist und der schönste Geruch der von frisch gemähtem Gras, was man nur auf dem Fahrrad unmittelbar in sich aufsaugen kann; dass Radfahren zwar wehtut, aber glücklich macht, und einem all dieses Wissen nicht nur auf dem Sattel eines Rads nützt. Kurzum: weil ich begriffen habe, dass man vieles von dem, was man über das Leben wissen muss, am besten auf dem Sattel eines Fahrrads lernt.

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Kai Schächtele, 38, lebt als Journalist und Buchautor in Berlin. Seit diesem Sommer ist er dort auf einem Modell der kleinen, feinen Marke Pelago aus Finnland unterwegs. Von seinen Erlebnissen erzählt er auch auf www.radfahren-macht-gluecklich.de

Weil es schneller geht als jede andere Fortbewegungsart, zumindest in der Großstadt.

GUTE GRÜNDE FÜRS RADFAHREN

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Beim Blick auf einen normalen Stadtplan sieht man vor allem Straßen, Straßen und nochmals Straßen. Im Klartext: ein undurchsichtiges Straßenmeer, das Autofahrern, Radlern oder Fußgängern den Weg weisen soll. Doch Fußgänger bleiben da meist auf der Strecke. Denn die Pläne sind eher auf die Bedürfnisse der Menschen ausgelegt, die mit vier oder zwei Rädern unterwegs und mobil sind.

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Paul Bickelbacher ist einer der beiden Sprecher für FUSS e.V. in Bayern und in der Vereinigung für Stadt-, Regional und Landesplanung im Forum Mensch und Verkehr aktiv. Für diese Doppelseite hat der Münchner Anregungen geliefert, wie man auf direkten und möglichst angenehmen Wegen zum Deutschen Museum, zu den Isarbrücken, dem Glockenbachspielplatz, Südfriedhof, Gärtnerplatz, Müller’schen Volksbad, der Maximilianskirche und den grünen Parkanlagen am Isarufer gelangen kann. Diese Wege findet man hier als gelb eingezeichnete Routen. Auch die Schnellbahnstationen der öffentlichen Verkehrsmittel sind eingetragen. Der Plan ist in einem großen Maßstab dargestellt, sodass man nicht den Überblick im Asphaltdschungel verliert.

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Aber auch für Menschen, die ihre beiden Füße zum Entdecken und Durchqueren einer Stadt benutzen, gibt es einen Plan – und zwar Fußgängerstadtpläne. In Städten wie Hamburg, Berlin und Leipzig gibt es sie bereits. Sie wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein FUSS e.V. erstellt, der für die Interessen der Fußgängerinnen und Fußgänger eintritt. In München nicht. Paul Bickelbacher will das jedoch ändern. Der Stadt- und Verkehrsplaner wünscht sich auch für München einen Fußgängerstadtplan, der Abkürzungen durch Häuserblocks oder Sackgassen, grüne Wege und verkehrsberuhigte Straßen, kurze und angenehme Fußwege zu Sehenswürdigkeiten und Denkmälern zeigt. Ein Plan, der nicht nur für Touristen und Besucher geeignet wäre, sondern auch Anwohnern neue Fußwege offenbart und damit eine ganz neue Mobilität verschaffen würde – ohne dabei im Straßenmeer unterzugehen.

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CONNECTS!

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Die bedeutendste Konferenz zu den Themen Fußverkehr und lebenswerte Städte kommt vom 11. - 13. September 2013 erstmalig unter dem Motto „Walking Connects!“ nach München. Nutzen Sie die Gelegenheit und vernetzen Sie sich mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Politik sowie aus Planungsbüros und Forschungseinrichtungen. Treffen Sie NGOs und Aktivisten aus aller Welt und diskutieren Sie über die Zukunft des Fußverkehrs, die Steigerung urbaner Lebensqualität und vieles mehr!

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WEM GEHÖRT DER GEHWEG?

Spaziergang 14.00 bis ca. 18.00 Uhr / 12.Oktober 18.00 bis ca. 22.00 Uhr / 14. Oktober Eintritt frei – ohne Anmeldung Treffpunkt: Utzschneiderstraße / Ecke Blumenstraße

Silberhornstr.

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LE B E N I N B E WE G U N G

Autor: Sebastian Schulke

Jedes Tier, jede Pflanze, jeder Mensch – kein Lebewesen auf der Welt kommt ohne Wasser aus. Wasser bewegt und belebt die Erde, den Blauen Planeten. Klar, frisch und rein sprudelt es durch Gebirgstäler, füllt Seen und Ozeane, fällt als Regentropfen vom Himmel oder läuft ganz munter aus Wasserhähnen. Das flüssige Lebenselixier befindet sich fortwährend in Bewegung, ist eine Quelle purer Mobilität. Doch nicht nur das.

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In der modernen, globalisierten Gesellschaft wird Wasser immer öfter als Machtinstrument und Spekulationsobjekt missbraucht. Davon handelt auch das Symposium der Hofpfisterei „Wasser – Leben in Bewegung“ während des Münchner Klimaherbstes. Einen ganzen Tag lang wird im „Museum Mensch und Natur“ im Schloss Nymphenburg am 11. Oktober (9.30 bis 21 Uhr) informiert, diskutiert und referiert. Denn die weltweite Industrialisierung, falsche Bewässerungspolitik, Verunreinigung des Grundwassers und verschiedenste wirtschaftliche Interessen machen nicht nur dem Wasser das Leben sehr schwer, sondern gefährden auch Mensch und Natur.

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© Henning Bornemann

Für die Industrie ist Wasser wie ein ganz normales Nahrungsmittel, das man kaufen und verkaufen kann. Dem gegenüber steht die ethisch-sozial orientierte Einstellung, dass Wasser ein Gemeingut für alle Menschen ist. Im Bereich der Wasserwirtschaft kommt der ökologischen Landwirtschaft eine besondere Bedeutung zu, die dafür sorgt, dass in den Ackerböden nicht zu viel Gülle und chemische Düngemittel landen, die das Grundwasser verunreinigen. Außerdem ist Wasser direkt vom Klimawandel betroffen, da sich die klimatischen Veränderungen in allen Teilen der Erde auch auf seine landwirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzung auswirken.

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„Die Ressource Wasser ist weltweit sehr ungleich verteilt. Hier in Bayern können wir uns glücklich schätzen über den Wasserreichtum und die gute Wasserqualität. Dennoch gilt auch für uns, weiter am nachhaltigen Umgang mit Wasser und Gewässern zu arbeiten“, sagt Dr. Marcel Huber, der Staatsminister für Umwelt und Ernährung in Bayern sowie Schirmherr des Symposiums ist. „Sauberes Wasser und intakte Gewässer sind zudem unverzichtbar für die Bewahrung unserer biologischen Vielfalt – einer weiteren großen Zukunftsaufgabe.“

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Hier noch ein paar Highlights des Symposiums: Am Vormittag gibt Prof. Dr. Martin Grambow von der Abteilung Wasserwirtschaft im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit eine Situationsbeschreibung des Wassers auf der Erde: Wie steht es um das Wasser? Dr. Engelbert Schramm (Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt/Main) stellt die Frage: Wem gehört das Wasser? Er referiert über globale Wasserrechte und soziale Fragen. Und Prof. Dr. Wolfram Mauser von der LMU (Lehrstuhl Geografie), der auch Dekan für Geowissenschaften ist, beschäftigt sich mit dem Thema: Virtuelles Wasser – Wie viel Wasser steckt wo drin? Viele Fragen, auf die es klare Antworten gibt. So klar wie frisches, sprudelndes Wasser.

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Oktober

„WASSER – LEBEN IN BEWEGUNG“ Symposium 09.30 bis 21.00 Uhr Eintritt frei – Anmeldung erwünscht Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg

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© Fotografie Stefan Obermeier

---„Bewegung hat noch niemandem geschadet.“ Diesen Satz hat doch jeder schon einmal benutzt, um sich oder andere zu einem Spaziergang zu motivieren – und er trägt einen wahren Kern. Körperliche Bewegung fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden und ist für viele Menschen nicht aus dem Alltag wegzudenken.

MO BILI TÄT

Helmut Lind Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München eG

nicht nur körperlich, sondern auch geistig Ein Plädoyer von Helmut Lind

Doch wie steht es um unsere geistige Beweglichkeit? Ob im Beruf, im Studium, in der Schule oder im Privaten: Ständig sind wir mit neuen Situationen und Informationen konfrontiert, die wir erfassen, verarbeiten und umsetzen müssen. Und in der heutigen Zeit, in der wir so gut wie pausenlos online und mit einer großen Zahl an Menschen vernetzt sind, nehmen diese Momente rasant zu. Doch was bedeutet geistige Beweglichkeit eigentlich? Ist es die Fähigkeit, blitzschnell zwischen zwei Gesprächen umschalten zu können? Oder das schnelle Einstellen auf eine ungewöhnliche Situation? Wir von der Sparda-Bank München würden sogar noch einen Schritt weiter gehen. Für uns steht „geistige Mobilität“ auch für das Aufbrechen alter Muster und Gewohnheiten

– sei es in der Gesellschaft oder auch in Bezug auf die vorherrschende Wirtschaftsordnung. Aus diesem Grund engagieren wir uns seit 2011 als Pionierunternehmen in der Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie. Die Initiative wurde vom österreichischen Autor Christian Felber ins Leben gerufen und beschreibt eine alternative Wirtschaftsordnung. Dabei sollen genau die Werte und Normen in der Ökonomie etabliert werden, die auch zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren lassen, zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Mitgefühl, Gerechtigkeit und Kooperation. Das Herzstück der Initiative ist die Gemeinwohl-Bilanz, in der die teilnehmenden Unternehmen ihre nachhaltige Entwicklung zusammenfassen. Der finanzielle Aspekt rückt dabei in den Hintergrund, im Mittelpunkt steht das Wohl der Gesellschaft. Im April 2013 43

hat die Sparda-Bank München bereits ihre zweite Gemeinwohl-Bilanz vorgestellt. Damit haben wir zusammen mit den anderen Befürwortern der Idee einen weiteren Schritt hin zu einer neu gedachten Wirtschaftsordnung gemacht – um gemeinsam etwas zu bewegen.

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NICHT NUR REDEN – DENKEN, HANDELN, VERÄNDERN! Was Groß und Klein gemeinsam fürs Klima tun können Vortragsabend von Felix Finkbeiner 19.00 bis 21.00 Uhr Eintritt frei – Anmeldung erforderlich Sparda-Bank München eG, Arnulfstr. 15, Veranstaltungsraum im EG


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RADLHAUPTSTADT MÜNCHEN Radfahren hat Stil, ist gesund, klimafreundlich und die schnellste Möglichkeit, sich in der Stadt fortzubewegen. Daher hat München sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, Radlhauptstadt zu werden. Mit einer Zunahme des Radverkehrs um mehr als 50 Prozent seit dem Jahr 2002 und einem über 1.200 Kilometer langen Radverkehrsnetz ist München dabei auf einem sehr guten Weg. Mit dem „Grundsatzbeschluss zur Förderung des Radverkehrs in München“ hat der Stadtrat im Juli 2009 einen wichtigen Meilenstein gesetzt und 2013 wurde der Grundsatzbeschluss Radverkehr fortgeschrieben. Neben Verbesserungen und dem kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur wird auch das positive Image des Fahrrads gefördert. Deshalb startete im April 2010 die Radlhauptstadt Kampagne mit dem Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Steigerung des Radverkehrsanteils und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu leisten. Seither kommen jedes Jahr mehrere Tausend Münchnerinnen und Münchner zu Aktionen wir der Radlnacht, dem Radl-Sicherheitscheck, den Radl-Aktionstagen und der Radl&Fashion Show.

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DAS AUTO UND SEIN FAHRER

Jahren mit zunehmendem Erfolg Springreit-Turniere ohne Pferde statt, sogenannte »horseless horse shows«: Junge Menschen bezwingen dort einen Spring-Parcours zu Fuß. Sind nicht in Wetten, dass..? schon zweimal Menschen solo gegen die Kombination Reiter und Pferd angetreten? Ja, so ist es, einmal 1983, wenn ich mich recht entsinne. Und dann wieder 2011. Da gewann das Paar Mensch/Tier nur noch sehr knapp.

SIE HABEN EINE KRISE... Wenn ich alles richtig verstanden habe, wird es nicht mehr lange dauern, bis eines der großen Paare der Weltgeschichte für immer getrennt wird: das Auto und sein Fahrer. Schon jetzt besitzen viele Menschen in großen Städten keinen eigenen Wagen mehr; sie nehmen sich einen, wenn sie ihn brauchen: bei einem der vielen Car-SharingUnternehmen, die ihre Autos in den Straßen geparkt haben. Das ist ein hervorragender Gedanke, wenn auch ungewohnt für Leute meiner Generation, in deren Kindheit die ersten gesprochenen Wörter oft nicht »Mama« oder »Papa« waren, sondern »Brumm-brumm«.

Eine bestechende Idee, denn warum soll man ein Pferd den Strapazen des Sports aussetzen, wenn der Mensch diese doch auch allein bewältigen kann? Sehr gespannt bin ich nun, Von Axel Hacke wie es sein wird, wenn dieser -- Dieser Artikel ist im Magazin der Grundgedanke bald auch auf Süddeutschen Zeitung erschienen das Dressurreiten ausgeweitet --  Illustration: Katharina von Hellberg wird und die ersten von uns in graziös-gezügelten Traversalen, Die Scheidung des Autos vom Piaffen und Pirouetten über den Fahrer wird aber noch viel weiter gehen, dahin nämlich, dass das Auto gar keinen Fahrer mehr benötigt. Sand der Dressur-Vierecke schweben. Und mit welcher Freude werden wir Längst haben, wie ich dem Spiegel entnehme, einerseits sowohl Mercedes sehen, wie muskulöse Herren, vor einen Sulky gespannt, in elegantem Trab oder Volkswagen als auch andererseits Google Techniken entwickelt, die es von einer automatischen Peitsche gezüchtigt die Rennbahnen umkurven! schon in fünf Jahren ermöglichen werden, serienreife Fahrzeuge anzubieten, die sich selbst über unsere Straßen chauffieren, während jener Mensch, der Überhaupt scheint der Sport das angemessene Feld zu sein für die Pioniere sich einst »Fahrer« nannte, ein gutes Buch liest oder eine Magazin-Kolumne. dieser Bewegung: Viele fragen sich schon lange, warum sich Menschen den Anstrengungen des Schachs aussetzen, wenn es längst Computer gibt, die Das hat etwas Kränkendes, denn das Auto ist immer noch etwas anderes als viel besser spielen. Mensch und Schachbrett – eine im Grunde groteske Paaein Geschirrspülautomat, dessen Dienste wir ohne jeden Verlust an Selbst- rung! Wie ich übrigens auch finde, dass man im Radsport aus der absurden bewusstsein annehmen. War das Kraftfahrzeug nicht immer eine Art Erwei- Doperei die einzig wahre Konsequenz ziehen sollte: Radrennen ohne Radler. terung unserer Persönlichkeit? Machte es Besitzer und Fahrer nicht zu mehr, Oder könnte es die angemessene Strafe für Lance Armstrong sein, dass er die als sie eigentlich waren? Und nun soll es weder Besitzer noch Fahrer mehr Tour de France allein und ungedopt zu Fuß bewältigen muss? Auch in der geben? Nun sollen wir ein Auto besteigen in dem Gefühl, dass wir darin Leichtathletik wäre Doping ja sinnlos, wenn Kugelstoßer nicht mehr schwere nicht mehr wirklich gebraucht werden? In einem Gefühl von, wie soll ich Kugeln herumwuchten müssten. Wenn es Speerwurf ohne Speer gäbe. Alles könnte so leicht sein. sagen: Nutzlosigkeit?

BRUM

Außerdem bin ich sehr gespannt auf die Entwicklung der Formel 1 in Zeiten, in denen Herr Vettel in einem Car-Sharing-Fahrzeug ohne Lenkrad und Gaspedal mit automatischer Abstandsregulierung durchs Autodrom saust.

Interessant ist aber nun Folgendes: dass der Prozess der Trennung einst selbstverständlich verbundener Paare längst auch anderswo viel weiter fortgeschritten ist, als wir denken. In den USA finden zum Beispiel seit

IMPRESSUM

MÜNCHNER KLIMAHERBST – DAS MAGAZIN Ausgabe Nr. 06 (6. Jahrgang) Herausgeber Marco Eisenack (V.i.S.d.P.) CvD Justyna Dembowski Verlag text:bau Verlag Schwanthalerstraße 155 80339 München www.textbau.com info@textbau.com T 089 21 66 50 55

Art-Direction dear robinson Katharina von Hellberg www.dear-robinson.com

Fotografie Stefan Obermeier, Wilfried Petzi, Wogeno München eG

Illustratoren Katharina von Hellberg, Christoph Ohanian, Fitz Schneider

geschützt. Jeglicher Nachdruck,auch auszugsweise, ist nur mit schriftlicher

Cover-Foto sumikophoto/123RF

Programmteil C. Fotostudio Huger (S.24), Green City e.V._SuGinOng (S.25), marrakesh-Fotolia (S.26), Julien Christpixelio.de (S.27), Sb-pixelio.de (S.28), Hartmut Rosa (S.29), Uli Bez (S.30), Kerstin Kamm (S.30), Radlhauptstadt München, Simone Naumann (S.31), Plant-for-the-Planet (S.32), Robson-pixelio.de

Lektorat Margit Brand

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Autoren Viviana D´Angelo Jonas Bock Benjamin Büttner Tania Greiner Axel Hacke Lea Hampel Laura Hertreiter Hermann Knoflacher Martin Schneider Sebastian Schulke Fotos Benjy Barnhart, Henning Bornemann,

Erscheinungsweise jährlich Nächster Erscheinungstermin: September 2014 Anzeigen anzeigen@textbau.com T 089 21 66 50 55 Druck Westermann Druck Die Zeitschrift, alle in ihr enthaltenen Abbildungen und Beiträge sind urheberrechtlich

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Das Magazin ist zugleich der offizielle Programmkalender zum Münchner Klimaherbst Träger des Münchner Klimaherbst 2013 Green City e.V. Martin Glöckner Goethestraße 34 / Rgb. 80336 München info@greencity.de T 089 89 06 68 0

Kontakt Klimaherbst Mona Fuchs, mona.fuchs@klimaherbst.de, T 089 54 04 53 07 Andreas Schuster andreas.schuster@ greencity.de Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Judith Müller judith.mueller@greencity.de


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Gemeinwohl-Ökonomie

Wir bewegen uns zum Wohle aller. Auch großartige Ideen haben klein begonnen. Mit der Gemeinwohl-Ökonomie gehen wir unseren begonnenen Weg nun sinnvoll und konsequent weiter. Deshalb engagieren wir uns nachhaltig für ökologische, soziale und ökonomische Anliegen. Unsere Förderprojekte sind so vielfältig wie die Region Oberbayern. Was wir heute tun, ist für morgen ausgerichtet – und zum Wohle aller.

Foto: Fotolia/Michael Tieck

Arnulfstraße 15 · 80335 München SpardaService-Telefon: 089 55142-400

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