Schweizer Landtechnik 01/2019

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Januar 2019

MANAGEMENTHILFEN Sensoren spiegeln den Unterschied Gefühl ist gut – seriöse Daten besser Was ändert im Strassenverkehr? «Swiss Innovation Award» für den Rigitrac


NEUER VALTRA A4H4: SIE HABEN NICHT UMSONST GEWARTET!

«Valtra bringt die A-Serie mit der Lastschaltung auf ein neues Niveau.» Christian Walder, 079 440 02 17

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1716 PLAFFEIEN, Rappo Gebrüder AG 1797 MÜNCHENWILER, M. R. Tech GMBH 3232 INS, GVS Agrar Ins AG 3400 BURGDORF, Hess Durs GmbH 3538 RÖTHENBACH I.E., Schüpbach Reparaturwerkstätte 3555 TRUBSCHACHEN, Zaugg Forst- u. Landtechnik AG 4415 LAUSEN, Hugo Furrer AG 5322 KOBLENZ, GVS Fried AG 5324 FULL-REUENTHAL, Heinz Kämpf Landmaschinen AG 5502 HUNZENSCHWIL, Odermatt Landmaschinen AG 5618 MURI, Mosimann Paul 5734 REINACH, Stalder Technik GmbH 6221 RICKENBACH, Müller Sebastian AG 7006 CHUR, Mehli Andreas 8207 SCHAFFHAUSEN, GVS Agrar AG 8340 HINWIL, Grimm Forst- und Maschinenbetrieb GmbH

8468 GUNTALINGEN, Baumaschinen Landtechnik GmbH 8374 OBERWANGEN TG,Heller Technik Center Grueb&AG 8564 WÄLDI, Reusser AG Baumaschinen & Landtechnik GmbH 8468 GUNTALINGEN, Heller 8722 KALTBRUNN, Berchtold AG 8564 WÄLDI, Reusser Steiner AG 8834 SCHINDELLEGI, Schuler Maschinen 8722 KALTBRUNN, Steiner Berchtold AG und Fahrzeuge AG 8934 KNONAU, Hausheer & Sidler 8834 SCHINDELLEGI, Schuler Maschinen und Fahrzeuge AG 9056 GAIS, Koch Maschinen AG 8934 KNONAU, Hausheer & Sidler 9486 SCHAANWALD, Koch Maschinen AG 9056 GAIS, Sentitechnik Anstalt 9486 SCHAANWALD, Sentitechnik Anstalt


Januar 2019 | Editorial • Inhalt

Aktuelles

Editorial

4 Kurzmeldungen Markt 10 14 16

Haftungsfragen bei Traktor und Anhänger Neuerungen bei den Fahrzeugvorschriften Getriebe-Update bei Valtra

Schwerpunkt: Managementhilfe

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Sensoren spiegeln den Unterschied Überflieger als Managementhilfe Der mit dem Tablet Bauchgefühl oder seriöse Daten? Sensor versus Satellit Elektronik als Managementhilfe

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Roman Engeler

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«Landwirt, der wichtigste Beruf der Erde» – dieser Slogan ist nicht nur Inhalt einer laufenden Werbekampa­ gne eines bekannten Zulieferers für die Landwirtschaft, die Aussage stimmt sogar! Landwirt ist nicht nur ein wichtiger, sondern auch zu einem äusserst anforderungsreichen Beruf geworden. Längst sind die Zeiten vorbei, als es genügte, einfach die Bevölkerung ausreichend mit Lebens­ mitteln zu versorgen. Die heutigen Bauern sind konfrontiert mit viel­ schichtigen Forderungen der Öffent­ lichkeit oder gesetzlichen Auflagen, die fast mehr Zeit und Energie bean­ spruchen als die eigentliche Produk­ tion. Hinzukommen neue Herausforde­ rungen, beispielsweise der viel diskutierte Klimawandel oder die fast omnipräsente Digitalisierung. Herausforderungen, die auch im eben gestarteten Jahr 2019 nicht abnehmen dürfen. Im Gegenteil, auf der politi­ schen Traktandenliste steht einmal mehr die Anpassung der Agrarpolitik, nun unter dem Stichwort «AP22+» und mit dem Damoklesschwert weiterer Grenzöffnungen. Zudem werden die beiden Pflanzenschutz-Initiativen die Landwirtschaft aufs Stärkste auf die Probe stellen. In landtechnischer Hinsicht gilt es, die neue Verordnung betreffend der technischen Anforde­ rungen an Strassenverkehrszeuge mit den Stichworten «Bremsen» oder «vorderer Überhang» möglichst prag­matisch und kostengünstig umzusetzen. Liebe SVLT-Mitglieder, liebe Leserin­ nen und Leser der «Schweizer Land­ technik»: Wir werden Sie auch in diesem Jahr unterstützen, begleiten und informieren. Wir wünschen Ihnen alles Gute in Haus, Hof und Stall – und denken Sie stets daran: «Landwirt ist der wichtigste Beruf der Erde».

Wissen 35

Der Informant

Impression 36 38

Reform(ierter) Aufbauladewagen Ein «Keiler» mit Schweizer Genen

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Management 41

Was gilt bei Markierungen von Doppeloder Breitreifen?

Plattform 42 44 46

Neuheiten und Trends bei Holzheizungen Top-Treff für Lohnunternehmer Gemeinsam tüfteln und schweissen

Sicherheit 49

Achtung: Kinder an Bord!

Passion 50

Ein junggebliebener «MF» als Arbeitstier

SVLT 52 «Swiss Innovation Award»: Die Gewinner stehen fest 54 Abschlussgitter an Viehtransportern: Anfrage im Nationalrat 55 Sektionsversammlungen 57 Sektionsnachrichten 62 Porträt: Betriebsleiter mit 24 Jahren 63 Kurse und Impressum

Titelbild: Das Smartphone als AllzweckGerät, auch in der Landwirt­ schaft. Digitalisierung kann einen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft liefern.

www.youtube.com/­ agrartechnikCH

www.facebook.com/­ CHLandtechnik

Ausgabe Nr. 2 erscheint am 14. Febr. 2019

Bild: agrarfoto.com

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Aktuelles

In Kürze Über 1000 historische landtechnische Prüfberichte wurden in Deutschland digitalisiert und auf https://mediatum.ub.tum. de/ nun öffentlich zugänglich gemacht.

Jubiläum für die Krone «Big Pack»

Am 7. Bioenergie-Forum – Mittwoch, 3. April 2019, Fabrikhalle 12, Bern – wird über optimale Wärmeversorgungen mit zukunftsfähigen Finanzierungsmodellen diskutiert. Trotz des Dürre-Sommers hat Claas den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 3,4 % auf 3,88 Mrd. Euro steigern können. Ochsner AG, ein Zubehörlieferant für die Land- und Baumaschinenbranche, hat per 1. Januar 2019 die Elektroniksparte von Agroelec AG übernommen. Für sein Konzept eines Methan-Traktors hat New Holland 2018 einen der «Good Design Awards» gewonnen. Kazunari Shimokawa wird neuer Präsident und CEO von Kverneland. Er löst Dai Watanabe ab, der innerhalb von Kubota neue Aufgaben übernimmt. GKN Walterscheid hat eine mehrfach teleskopierbare Gelenkwelle entwickelt, mit der Übertragungen bis zu 3 m möglich sein sollen. Das deutsche Unternehmen 365FarmNet und die Schweizer Datenplattform Barto sind eine Kooperation eingegangen. Stihl vertreibt sein umfassendes Sortiment an Fan- und Lifestyle-Artikeln ab sofort auch in einem Online-Markenshop. Zum dritten Mal treffen sich am Mittwoch, 30. Januar 2019, auf dem Gurnigel in Rüschegg und am Donnerstag, 31. Januar 2019, auf dem Panzerschiessplatz Wicheln in Elm namhafte Unternehmen zu einer Präsentation von Fahrzeugen und Maschinen für Winterdienste. Hella präsentiert neue Arbeitsscheinwerfer aus der «compact»-Serie, die durch ihr Plastikgehäuse vollständig gegen Korrosion geschützt sind. Die österreichische Firma HS-Tech bietet einen Tempomaten an, der als Nachrüst-Bausatz auf jeden Traktor aufgebaut werden kann, auch nach einem Traktortausch. Neben den bisher bekannten Vakuum- und Pumptankwagen mit vollverzinkten Stahlbehältern bietet Oehler nun auch Tankwagen mit GFK-Behältern an. Güllefass-Hersteller Samson hat den französischen Hersteller Pichon Industries übernommen.

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Vor 25 Jahren baute Krone seine erste Grosspackenpresse. Begonnen hat Krone mit den zwei Modellen «Big Pack 80–80» sowie «Big Pack «12080» (im Bild). 1993 war Krone der erste Hersteller weltweit, der die Ausrüstungsvarianten Schneidwerk (3 Messer) und Tandemachse für Grosspackenpressen anbieten konnte. Ebenfalls einmalig im Markt war die automatisch wieder einrastende Überlastkupplung

des Raffers ohne Scherschraube.In den Folgejahren wurden die «Big Pack»-Pressen ständig weiterentwickelt. Nachfolgend einige Entwicklungen aus 25 Jahre Krone-Grosspackenpresse. So stellte Krone 1999 das variable Füllsystem (VFS) vor. 2003 präsentierte Krone mit dem «MultiBale»-System die erste Presse am Markt, die sowohl Grosspacken als auch bis zu neun kleine Bunde in einem Grossballen abbinden kann. Im Jahr 2007 feierte der integrierte Vorbauhäcksler «PreChop» Premiere und 2015 kombinierte Krone die Eigenschaften dreier «BiG Packs» in der neuen «Big Pack 870 HDP XC MultiBale». Aktuell bietet Krone 16 verschiedene Modelle in fünf verschiedenen Kanalmassen an.

John Deere in Militäruniform Bestens geschützt auf Truppenübungsplätzen und militärisch belasteten Flächen arbeiten: Mit dem «Rebo Rack» auf Basis eines John Deere «6R» haben Rebo Landmaschinen und Kooperationspartner Rhein­ metall Defence einen voll gepanzerten Traktor entwickelt, der den Fahrer optimal vor Splitterwirkung von Blindgängern und Munitionsresten geschützt ist. Mit beheizten Panzerglasscheiben und einem Unter-

bodenschutz aus Panzerstahl qualifiziert sich dieser Schutzaufbau der Kabine nach Nato-Norm, bietet aber gleichzeitig kaum Einschränkungen in Freisicht und Ergonomie. Rheinmetall übernimmt dabei den Bau der Kabine, während Rebo die Integration der Kabine auf dem Traktor realisiert. Zu sehen war dieser umgebaute Traktor der Baureihe «6R» an der «DeLuTa», der deutschen Lohnunternehmer-Tagung, in Bremen.


Aktuelles

Schusssicherer Fendt Um vor Steinschlägen und anderen widrigen Einflüssen geschützt zu sein, gibt es spezielle Kabinen-Umrüstungen, wie diese für den Fendt «720 Vario». Es scheint da und dort Einsätze zu geben, bei denen eine solche von der Firma PSV Project Support Vehicles entwickelte Kabine benötigt wird. An der «DeLuTa», der deutschen Lohnunternehmer-Tagung in Bremen, wurde eine solche Kabine gezeigt. Dieses Fahrerhaus ist aus Panzerstahl der Stärke 6,6 bis 8 mm sowie aus Panzerglas der Stärke 39 mm gefertigt und wiegt gegenüber einer Norm-Kabine knapp 1000 kg mehr. Bis heute konnte PSV zehn solche Kabinen fertigen.

Traktor hängt am Kabel John Deere hat einen über 400 PS starken Elektrotraktor entwickelt, der über ein Kabel mit Strom versorgt wird. Mit dem Forschungstraktor will das Unternehmen die Elektrifizierung von Landmaschinen weiter vorantreiben und eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben bei der Selbstversorgung mit Energie perspektivisch neue Möglichkeiten. Vor zwei Jahren hat John Deere mit dem «Sesam» den ersten voll­ elektrisch betriebenen Traktor vorgestellt. Nun wurde der Nachfolger präsentiert, der sich schon rein äusserlich deutlich vom Vorgänger unterscheidet. Denn eine Kabine und eine Batterie unter der Haube sucht man hier vergeblich. Stattdessen wird dieser Prototyp über eine Kabelverbindung vom Feldrand aus permanent mit Strom versorgt. Die Kabeltrommel mit über 1000 m Reichweite kann über 300 kW übertragen. Bei Bedarf ist die Kabellänge erweiterbar. Während des Feldeinsatzes wird das Kabel sowohl beim Abwickeln als auch beim Aufwickeln von einem Roboterarm geführt. Eine intelligente Steuerung verhindert die Kollision mit dem Schlepper.

Initiative für die Elektro-Mobilität Selbstfahrer-Jubiläum 2019 wird für den Hackfrucht-Ernte-Spezialisten Grimme ein besonderes Jahr sein, wurde doch vor 50 Jahren der erste selbstfahrende Kartoffelroder vorgestellt. Mittlerweile haben über 2000 Einheiten dieser selbstfahrenden Erntemaschinen das Werk verlassen. An der Hausveranstaltung «Grimme Technica» tauschten sich Händler und Kunden über die künftigen Herausforderungen im Landmaschinenhandel aus und wurden darüber informiert, dass mit der Übernahme des dänischen Herstellers Asa-Lift die Sparte Gemüsetechnik innerhalb der Gruppe einen deutlicheren Fokus erhalten soll, nicht zuletzt auch in der Sätechnik, wo Grimme eine Kooperation mit dem englischen Traditionshersteller Stanhay eingegangen ist. Asa-Lift wird künftig das Corporate Design der Grimme-Gruppe übernehmen und die blauen Maschinen im Laufe des Jahres 2019 auf Rot umstellen.

Im Dezember haben in Bern rund 50 Organisationen und Unternehmen die «Roadmap Elektromobilität 2022» unterzeichnet. Ziel ist es, die Verbreitung von E-Fahrzeugen zu steigern. Auch Fenaco unterstützt das Ziel der Roadmap und engagiert sich für eine nachhaltige Mobilität, indem sie in einer ersten Phase bis Ende 2021 an rund 20 Standorten im ländlichen Raum Schnellladestationen für E-Fahrzeuge in Betrieb nehmen wird. Eine erste Pilotanlage haben die Landi Matzingen und Agrola bereits im

Sommer 2017 in Matzingen TG eingeweiht. Seither hat die Landi Graubünden in Thusis GR eine Solar-Ladestation in Betrieb genommen, eine Station der Landi Chablais-Lavaux in St. Maurice VS wird laut Fenaco folgen.

Sicherheitsgurten «Wir verzeichneten 2018 leider viele Unfälle in der Landwirtschaft und stehen damit bezüglich der Risikoberufsgruppen an vierter Stelle», führte BUL-Geschäftsführer Thomas Frey beim traditionellen Werkstattapéro bei Martin Bossert in Neunkirch SH aus. So seien 2018 42 tödliche Unfälle verzeichnet worden, wobei deren 14 auf Fahrzeugstürze zurückzuführen waren. «80 % der Unfälle gehen auf eine menschliche Ursache zurück und nur 20 % haben einen technischen Grund», hielt Frey fest. Frey macht sich dafür stark, dass man sich auch auf dem Traktor grundsätzlich immer anschnallen sollte. Wo die notwendigen

Schutzvorrichtungen mit Sturzkabine oder Sturzbügel vorhanden seien, könnten diese Gurten das Leben retten. Oftmals würden die Fahrzeugführer beim Sturz des Traktors vom Sitz weggeschleudert oder sie versuchten abzuspringen und würden dabei überrollt, betonte Frey.

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Aktuelles

Unkrautbekämpfung im Fokus Für viele Obst-, Wein- und Gemüsebauern gilt der Silent-Treff vor den Festtagen als wichtiger Fixpunkt, wo man sich über innovative Landtechnik ins Bild setzen kann. Aktuell verlangt der enorme Druck auf Herbizide nach neuen Technologien, um eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung mit schlagkräftiger Technik zu ermöglichen. Gerade in den Spezialkulturen setzt man bereits verstärkt auf mechanische Alternativen. «Wir bieten verschiedene technische Möglichkeiten an, die als Herbizid-Ersatz für die Baumstreifen- und Unterstockpflege eingesetzt werden können», erklärt Silent-Geschäftsführer Peter Scherrer auf einem Rundgang durch die Ausstellungshallen. Nebst den bewährten Technologien mit Unterstock-Mulchgeräten kommen heute verstärkt Kombi-Hackgeräte auf. Mit dem «Vitrac» war bei Silent auch eine neue Generation von Geräteträgern zu sehen. Entwickelt und gebaut im

Südtirol, zeichnet sich dieses leichte und wendige Fahrzeug dank Kicklenkung durch seine Kompaktheit aus.

Mehrwertsteuer-Geschenk Die Händlergemeinschaft «Zetor Schweiz» verzichtete auf eine Teilnahme an der Agrama und führte stattdessen am 12. und 13. Dezember bei Andreas Lehmann Weihnachts-Probefahr-Tage durch. Vom Zetorschen Agrama-Verzicht profitierten jene, die sich noch vor Ende 2018 für den Kauf eines Traktormodells von Zetor entschieden haben, sie erhielten nämlich die Mehrwertsteuer geschenkt. Für die Testfahrer stand von jeder Baureihe ein Exemplar bereit, darunter zwei Neuheiten. Grösster Blickfang war der «Crystal HD 170», das mit bis zu 171 PS leistungsstärkste Modell von Zetor. In der neuen Kabine stach vor allem die völlig neu gestaltete Seitenkonsole heraus. Eine weitere, für den Schweizer Markt besonders interessante Neuheit war der «Major HS 80», mit dem Zetor erstmals in einem Kompakttraktor ein Getriebe mit Lastschaltstufe und PowerShuttle-Wendeschaltung anbietet (Bild). Frühestens im kommenden Frühling soll das erste «Major»-Exemplar mit neuem Design by Pininfarina in der Schweiz eintreffen.

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Holz-Vollernter im Rapsöl-Betrieb John Deere hat einen Forst-Harvester «1470 G» erfolgreich auf Rapsölbetrieb umgerüstet. Angetrieben vom heimischen Kraftstoff, stellte die Maschine ihre Praxistauglichkeit im Innovationsprojekt «Rapster» über eineinhalb Jahre unter Beweis. Durch den Einsatz von Rapsöl statt Dieselkraftstoff kann gerade die Forstwirtschaft einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten. Gleichzeitig verringern sich die Auswirkungen von Leckagen auf Boden und Gewässer beim Betanken im Wald. Um die Eignung von Forstmaschinen unter den harten Praxisbedingungen zu testen, wurde der Harvester auf Rapsölkraftstoff nach DIN 51 605 umgerüstet. Für den störungsfreien Betrieb bei niedrigen Temperaturen hat man die Kraftstoffleitungen zwischen Tank und Motor mit einer Heizung ausgestattet. Die Software des Motorsteuergeräts wurde für den Betrieb mit Rapsölkraftstoff angepasst. In Messungen konnte man nachweisen, dass die Grenzwerte der aktuellen Abgasstufe 4 für mobile Arbeitsmaschinen auch im realen Praxiseinsatz eingehalten werden.


Aktuelles

Jahresausklang bei Spahr Tradition ist Tradition. Das ist auch bei der Fritz Spahr AG in Lengnau BE so. Seit Beginn der 90er-Jahre lädt die weit über die Region hinaus bekannte Landmaschinenfirma jeweils zur gros­ sen Jahresend-Ausstellung zwischen Weihnachten und Neujahr. Die diesjährige Ausstellung, die bereits die dritte im neuen Gebäude an der Industriestrasse war, stand im Zeichen von «100 Jahre John Deere», dem «Command-Pro»-Fahrhebel, der nun auf allen «6R«-Modellen verfügbar ist, sowie den Hof- und Teleskopladern von Hersteller Kramer, die neu im Vertrieb der Robert Aebi Landtechnik AG sind. Zu sehen waren natürlich auch viele Anbaumaschinen, Anhänger und einzelne Bührer-Exponate der Schweizer Traktormarke, die zur langjährigen Geschichte der Firma Spahr dazugehört. Auf dem Bild zu sehen: Fritz Spahr, Geschäftsführer der Fritz Spahr AG, sowie sein Sohn Dominic.

Traditionelle Landmaschinenschau Während zweier Tage hat Brack Landtechnik in Unterstammheim ZH in der Altjahreswoche zur Weihnachtsausstellung eingeladen. Bereits die Kontrollschilder aus fast allen Kantonen bei den Autos zeigten, dass diese zweitägige Ausstellung bei Brack Landtechnik in Unterstammheim in der Altjahreswoche ein Treffpunkt für Landwirte, Lohnunternehmer und auch Privatpersonen aus der ganzen Schweiz ist. «Aktuell sind besonders Bewässerung sowie Striegel und Hacken gefragte Technologien», führte Junior-Chef Stefan Brack auf einem Rundgang aus. Einerseits hat der trockene Sommer 2018 auf vielen Höfen mit intensiven Kulturen die Bewässerung in den Vordergrund gesetzt. Dafür braucht es die notwendige Technologie vom Pumpen über den Wassertransport bis zu den verschiedenen Beregnungssystemen. Zudem fördert der Bund ab 2019 verstärkt im Rahmen des neuen Ressourceneffizienzbeitrages für alle Kulturen im offenen Ackerland den Verzicht von Herbizid zur Unkrautbekämpfung. Entsprechend sind wieder die alten bis vor wenigen Jahrzehnten allgemein angewendeten Bodenbearbeitungsmaschinen mit Striegel und Hackgeräten gefragt.

Niederwiler «Olma»-Zeit Die fünftägige 49. Ausstellung von Mäder Landmaschinen in Niederwil AG hatte nicht nur die rassige «Schmit­­ten»-Wurst vom Holzkohlegrill und «Kafi-Ford» zu bieten, sondern auch landtechnische Neuheiten wie die Schweizer Premiere des Strautmann-Wannenstreuers «TS 1601», das Frontmähwerk Novacat «Alpha Motion Master» von Pöttinger, die neusten Traktormodelle von Steyr, Case IH und New Holland mit dem intelligenten Anhängerbremssystem iTBS oder den Heisswasser-Hochdruckreiniger «HDS Trailer» von Kärcher – eine Landmaschinen-Ausstellung, die von Kleingeräten bis zu grossen Landmaschinen und einem Occasionsmarkt alle Wünsche der Landwirte abdeckte. Wie Rolf Mäder (Bild) ausführte, fanden sich allein am ersten Tag rund 3000 Besucher ein. Das Unternehmen kann heuer zwei Jubiläen feiern: das 100-Jahr-Jubiläum (Firmengründung 1919 durch Hugo Mäder) und die 50. Jahresausstellung seit dem 50. Jahr des Bestehens.

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Aktuelles

SMSWettbewerb Jeden Monat verlost die Schweizer Landtechnik in Partnerschaft mit einem Landmaschinen-Händler ein attraktives Traktoren-Modell.

In dieser Ausgabe ist es ein Modell des Case IH «Farmall 115 U» von Universal Hobbies im Massstab 1:32.

SMS – und gewinnen mit

Per Tastendruck präzise streuen Amazone hat für die Zweischeibenstreuer-Baureihe «ZA-M» den vom Traktor zu bedienenden Computer «EasySet» entwickelt, über den die Dosierschieber des «ZA-M» elektrisch angesteuert werden können. So lassen sich am Vorgewende per Tastendruck beide Dosierschieber schlies­sen oder öffnen. In Keilen hat man die Möglichkeit, die Schieber rechts und links unabhängig voneinander zu betätigen. LED-Leuchten zeigen an, ob die Schieber geöffnet oder geschlossen sind. Zusätzlich kann über den Bedien-Computer die Ausbringmenge für jede Seite separat angepasst werden. Somit kann die Düngermenge während der Fahrt dem Bedarf des Bestandes einfach angepasst werden. Der Einbau des Computers ist einfach, da für die Schieberbetätigung keine Hydraulik benötigt wird und somit keine Hydraulikschläuche gekoppelt werden müssen, sondern lediglich ein Kabel. Sollte man zusätzlich die Grenzstreueinrichtung «Limiter» wählen, so ist hierfür ein doppelt wirkendes Steuergerät vorzusehen.

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Kubota-Fahrtage Schreiben Sie ein SMS (1 Fr.) mit SVLT Name Adresse an die Nummer 880 und gewinnen Sie mit etwas Glück dieses Modell des Traktors Case IH «Farmall 115 U» von Universal Hobbies. Die glückliche Gewinnerin des Modells John Deere Forsttraktor, das in der Dezember-Ausgabe der «Schweizer Landtechnik» zur Verlosung ausgeschrieben wurde, heisst Susanne Salm, 5106 Veltheim AG.

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Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nutzen viele Importeure und Händler von Landmaschinen für Ausstellungen oder Fahrtage – so auch Ad. Bachmann AG im thurgauischen Tägerschen. Der Schweizer Importeur von Kubota-Traktoren stellte dabei die wachsende Produktpalette des japanischen Herstellers für intensive Testfahrten zur Verfügung, darunter auch die neuen Modelle der Serien «M4002» und «M7002». Diese Traktoren wurden im Frühjahr an der spanischen Messe «Fima» erstmals gezeigt und sind nun im Markt verfügbar.

Doppel-Jubiläum Die Zeitschrift «Alte Landmaschinen» feiert ein doppeltes Jubiläum mit einer Sonderausgabe: 25 Jahre Dachverband «Freunde alter Landmaschinen» (FALS) und 10 Jahre Zeitschrift. In der Sonderausgabe wird auf 100 Seiten auf die Mechanisierung der schweizerischen Landwirtschaft eingegangen. Im Nachschlagewerk die Entwicklung des schweizerischen Traktorenbaus aufgezeigt. Hingewiesen wird zudem auf die Entstehungsgeschichte des Dachverbandes sowie auf dessen verschiedene Sektionen und Clubs. Die Jubiläumsausgabe der Zeitschrift stellt auch ein detailliertes Nachschlagewerk der Markenliste der Schweizer Traktoren dar. Hingewiesen wird darin zudem auf die landwirtschaftlichen Schweizer Museen und die zahlreichen äusserst interessanten Schweizer Traktorenbücher. Das von zehn Redaktoren in Fronarbeit konzipierte Nachschlagewerk kann für Fr. 14.– bei Heinrich Gautschi, Sudel 105, 5728 Gontenschwil, abo-service@altelandtechnik.ch, bestellt werden.


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Markt | Interview

Beantwortet Fragen zum Thema Haftung: Rechtsanwalt Stephan Stulz aus Baden AG. Er ist spezialisiert auf sämtliche Verwaltungs- oder Strafverfahren mit technischem Hintergrund. Bilder: H. Röthlisberger

«Grundsätzlich haftet immer der Halter» Wer haftet, wenn ein Angestellter mit Traktor und Anhänger einen Unfall verursacht oder der ferngesteuerte Motormäher in ein anderes Fahrzeug hineinfährt? Rechtsanwalt Stephan Stulz gibt Auskunft. Heinz Röthlisberger «Schweizer Landtechnik»: Mit welchen Unfällen waren Sie als Rechtsanwalt in letzter Zeit besonders involviert? Stephan Stulz: Mit Unfällen im Strassenverkehr habe ich derzeit am meisten zu tun. Glücklicherweise nur in seltenen Fällen mit gravierenden Personenschäden, aber oft mit hohen Sachschäden. Unfälle im Strassenverkehr kommen immer wieder vor. Dabei stellt sich die Frage: Wer haftet? Gut zu wissen ist im Voraus, dass es verschiedene Haftungsarten gibt. Unterschieden wird die Haftung im Straf- und Administrativrecht sowie im Zivilrecht. Bei der strafrechtlichen und administrativen Haftung geht es immer um die Person, 10

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die das Fahrzeug fährt. Geht es um die zivilrechtliche Haftung, wird der Fahrzeughalter gemäss Artikel 58 Strassenverkehrsgesetz haftbar. Bei dieser Haftungsart gibt es Reduktionsmöglichkeiten gemäss Artikel 59 SVG. Diese kommen dann zur Anwendung, wenn der Halter alle Vorsichtsmassnahmen getroffen hat und nachweisen kann, dass ihn kein Verschulden trifft. Dann kann das Gericht den Schadenersatz reduzieren. Wenn der Halter nicht selber fährt, haftet der Fahrer oder der Halter des Fahrzeuges? Der Halter des Fahrzeuges haftet zivilrechtlich, das heisst er haftet für den verursachten Personen- und Sachschaden. Das ist auch so, wenn er nicht selber ge-

fahren ist. Allerdings kann der Halter Regress (Rückgriff, Anm. d. Red.) gegenüber dem Fahrer nehmen.

Zur Person Stephan Stulz ist Rechtsanwalt mit einer eigenen Kanzlei. Nach der Lehre als Landmaschinenmechaniker absolvierte er ein Maschineningenieurstudium und studierte an der HSG (lic. iur). Stephan Stulz ist spezialisiert auf sämtliche Verwaltungs- oder Strafverfahren mit technischem Hintergrund. Kontakt: Anwaltskanzlei Stulz, Hahnrainweg 4, Postfach, 5400 Baden, Telefon 056 203 10 00; office@stulz-recht.ch, Internet: www.stulz-recht.ch


Interview | Markt

Wie ist das zu verstehen? Wurde der Unfall von einem Angestellten oder einem sonstigen Fahrer verursacht, der unvorsichtig, betrunken oder nicht angegurtet war und deswegen strafrechtlich belangt wird, kann der Fahrzeughalter Regress gegenüber dem Fahrer nehmen. Das heisst, er kann den Fahrer für sein Verhalten belangen, weil dieser nicht korrekt oder fahrlässig auf der Strasse unterwegs war. Wenn mehrere Personen einen Unfall verursacht haben, wer haftet dann? Alle zusammen. Sie haften solidarisch nach Art. 60 SVG. Der Geschädigte kann dann den Haftpflichtigen aus den Unfallverursachern auswählen, beispielsweise nach dem Kriterium, ‹wer am meisten Geld hat, den mache ich haftbar›. Das hat den Vorteil, dass die Abwicklung für den Geschädigten und das Verfahren weniger kompliziert ist. Die Haftenden müssen dann selber schauen, wie sie den Schadensbetrag untereinander aufteilen. Was ist, wenn ein Landwirt seinen Traktor an einen Nachbarn ausleiht und der Nachbar einen Schaden verursacht? Auch in diesem Fall haftet grundsätzlich der Halter. Dies gilt grundsätzlich auch, wenn für das Ausleihen kein Entgelt verlangt wurde, da wohl in den meisten Fällen von einem berufsmässigen Ausleihen auszugehen ist. Ein Bauer will einen Traktor kaufen und testet diesen für ein, zwei Tage. Der Traktor ist aber noch nicht im Eigentum des Bauern. Es kommt zu einem Schaden. Wer haftet? Auch hier gilt grundsätzlich das schon vorher Gesagte. Der Halter haftet zivilrechtlich. Also in diesem Fall der Händler oder Hersteller, der den Traktor verkaufen will. Zum Beispiel ist das so, wenn es zu einem Sachschaden oder gar einem Personenschaden kommt. Wenn aber dem Landwirt eine Verletzung seiner Sorgfaltspflicht nachgewiesen werden kann, dann kann der Landwirt haftbar gemacht werden. In welchen Fällen kann der Hersteller, Händler oder Verkäufer der Landmaschine haftbar gemacht werden? Grundsätzlich geht ist hier um die Vertragshaftung und auch um die Produkthaftpflicht. Wobei diese in der Schweiz ‹schwach› ist und in der Praxis noch nicht

Was heisst Haftung im juristischen Sinne? • Haftung heisst: Einstehen für etwas. Es ist kein feststehender Begriff, sondern kontextabhängig. Das heisst die Haftung wird unterschiedlich angeschaut. Insbesondere ob es sich um ein Strafverfahren (z.B. Straftat), ein Administrativverfahren (z.B. Führerausweisentzug) oder ein Zivilverfahren (z.B. Schadenersatz) handelt. Wann haftet man zivilrechtlich? • Grundsätzliche Voraussetzungen sind ein Schaden, Verschulden und eine Kausalität zwischen dem Schaden und der infrage stehenden Handlung. Wobei es zu ergänzen gilt • Verschulden hat verschiedene Grade (Absicht, Grobfahrlässigkeit und Fahrlässigkeit). • Kausalität: Rechtsfigur der adäquaten Kausalität, d.h. nach der sogenannten Adäquanztheorie muss jemand nicht für Ereignisse einstehen, die nach dem normalen Lebensverlauf einer gut informierten und sorgfältig handelnden Person völlig ausserhalb der Erfahrung und Erwartung liegen. Aber Achtung! • Ein Ereignis oder Unfall wird immer erst

verbreitet ist. Dies im Gegensatz zu den USA, wo Hersteller oft Millionenbeträge bezahlen müssen. Wenn Anhänger ausgeliehen werden und die Halter von Zugfahrzeug und Anhänger verschieden sind. Was gilt hier? Grundsätzlich haftet in einem solchen Fall der Halter des Zugfahrzeugs. Dazu gibt es extra eine Bestimmung im Strassenverkehrsgesetz. Konkret wird dies im Artikel 69 des SVG geregelt. Diese Regelung ist

«Als Halter eines Fahrzeuges steht man viel mehr in der Pflicht, als dass man es sich eigentlich bewusst ist.»

sinnvoll. Denn Traktor-Anhängergespanne, bei denen der Traktor und der Anhänger nicht vom gleichen Halter sind, kommen häufig vor und der Traktor ist ja der ‹bestimmende› Teil des Gespannes.

im Nachhinein beurteilt und nach einem alten Sprichwort «… im Nachhinein ist man immer schlauer …». • Gemäss Rechtsprechung ist das verboten, aber trotzdem kommt es in der Praxis regelmässig vor. Man hört hie und da von einer Kausalhaftung und einer Verschuldenshaftung, was hat es damit auf sich? • Der Gesetzgeber hat insbesondere für gewisse Gefahren im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Maschine oder einem Betrieb Kausalhaftungen vorgesehen. Das heisst: Das Verschulden des Verursachers spielt keine Rolle. Zum Beispiel Kind rennt in eine Strassenbahn, Eisenbahnbetrieb oder der Betrieb eines Atomkraftwerkes. Unter Umständen kann es bei Unfällen zu Schäden in Millionenhöhe kommen, was ein Privater nicht verkraften könnte. Zudem sind viele Umweltverschmutzungen als Kausalhaftungen ausgestaltet. Haftung durch Unterlassung? • Das bedeutet, wenn man Pflichten unterlässt (z. B. Kontrollen, Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugen überprüfen). Stephan Stulz

Was ist, wenn es zu einem Schaden aufgrund von neuen Technologien kommt? Also wenn beispielsweise ein ferngesteuerter Motormäher in ein Auto oder gar in einen Menschen hineinfährt? Grundsätzlich haftet auch hier immer der Halter. Diese Frage wurde übrigens auch schon politisch diskutiert. 2015 hat Nationalrätin Christa Markwalder eine Interpellation betreffend Haftung bei neuen Technologien und autonomen Apparaten eingereicht. Der Bundesrat war in seiner Antwort der Meinung, dass man zu diesem Thema kein Spezialgesetz benötigt. Dies mit der Begründung, dass unser Haftungsrecht flexibel und allgemein genug gehalten ist, um auch Haftungsfragen im Zusammenhang mit neuen Techniken abzuhandeln. Wichtig ist, dass immer die Zurechenbarkeit, respektive Verantwortung, für die Haftung gegeben ist. Ist in Zukunft in dieser Hinsicht von der Politik noch etwas geplant? Nein. Schauen Sie, die Zurechenbarkeit bei neuen Technologien kann man erst definitiv festlegen, wenn die Fachleute und Gerichte, die über Unfälle mit neuen 1 2019 Schweizer Landtechnik

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Markt | Interview

Technologien urteilen müssen, ebenfalls über das technische Know-how verfügen. Das Thema ist sehr komplex, um bei einem Unfall sagen zu können, ob es ein Bedienungsfehler war, die Software falsch programmiert worden ist oder der Unfall aufgrund der Kombination von mehreren Geräten, die einander nicht verstanden haben, passiert ist. So etwas im Nachhinein festzustellen, das ist in der Regel sehr schwierig. Schlussendlich ist es aber so, dass in der Regel zuerst beim Halter und Fahrer angefangen wird. Das heisst, als Halter eines Fahrzeuges steht man viel mehr in der Pflicht, als man es sich bewusst ist. Wie ist es beim Einsatz von Drohnen? Hier sind die einschlägigen Vorschriften des Flugverkehrs zu beachten, wobei die Praxis zur Zeit stark im Wandel ist. Anwender von Drohnen tun auf jeden Fall gut daran, sich sehr gut darüber zu informieren, was erlaubt ist und was nicht. Was ist bei neuen Technologien grundsätzlich zu beachten? Ideal und empfehlenswert ist einerseits eine explizite vertragliche Vereinbarung, wenn kritische Zustände und Elemente der neuen Technologie im Voraus bekannt sind und zwar in Form einer Zusicherung vom Verkäufer, dass die Maschine einwandfrei funktioniert. Das Problem für einen Halter ist, dass für ihn die Haftung gegenüber Dritten bestehen bleibt, man also Regress nehmen muss. Das ist meist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Der Käufer sollte daher beim Kauf vom Verkäufer allenfalls das Bestehen einer Haftpflichtversicherung verlangen. Wichtig ist auch, dass der Verkäufer die ferngesteuerte oder autonome Maschine selber umfassend auf ihre Tauglichkeit getestet hat und dies auch schriftlich bestätigt. Der Landwirt kauft die Fahrzeuge in der Meinung, dass diese einwandfrei funktionieren. Ja. Der Bauer geht doch davon aus, dass die Bremse ausreichend dimensioniert ist, genug grosse Schläuche hat und richtig abbremst. Und trotzdem kommt es vor, dass die Technik in einer speziellen Konstellation nicht so arbeitet, wie sie sollte. Trotzdem ist der Bauer haftpflichtig. Wie soll man da vorgehen? Ich erinnere mich an einen Fall, bei dem sich an einem Traktor die Hydraulik selbst12

Schweizer Landtechnik 1 2019

ständig gesenkt hat, weil etwas mit der Elektronik nicht in Ordnung war. Auf der Strasse kann sich das verheerend auswirken. Ist der Fehler repariert, muss der Fahrzeughalter von der Werkstatt eine schriftliche Bestätigung verlangen, dass nach einer Reparatur die Funktionsfähigkeit umfassend getestet worden ist und diese nun tadellos funktioniert. Wenn dann später trotzdem etwas passieren sollte, hat man als Halter mindestens einen Nachweis in der Hand, dass man als Fahrzeugbesitzer die nötigen Schritte unternommen hat, um den Traktor sicher zu machen. Wie sollen sich Landwirte grundsätzlich absichern? Selber sollte der Käufer über eine Haftpflicht- und Maschinenbruchversicherung, allenfalls noch mit gewissen Einschlüssen für Drittfahrer und für Grobfahrlässigkeit verfügen. Eventuell sollte auch noch eine Rechtsschutzversicherung in Betracht gezogen werden. Zusätzlich empfehlenswert ist insbesondere auch, Angestellte über Gefährlichkeit, Grenzen, Vorschriften in Bezug auf Maschinen umfassend aufzuklären und unterschriftlich bestätigen zu lassen. Dann sollte die Funktions- und

«Die wesentlichen Aussagen zu einem Unfall werden schon sehr früh gemacht. Da kann man später nicht mehr sagen, es sei anders gewesen.»

Fahrtüchtigkeit von Maschinen regelmässig überprüft werden; allenfalls auch von Dritten. Die Haftpflichtversicherung sollte bei Neuanschaffungen, also wenn der Wert des Maschinenparks steigt, regelmässig überprüft werden. Was ist sonst noch wichtig? Die Mängelrüge. Falls etwas an der gekauften oder reparierten Sache mangelhaft ist, muss der Mangel sofort schriftlich und idealerweise eingeschrieben dem Hersteller oder dem Verkäufer gemeldet werden. Das ist die sogenannte Mängelrüge. Zu beachten ist ferner, dass Ansprüche gegenüber Drittverursachern grundsätzlich innerhalb eines Jahres, respektive nach zwei Jahren im Strassenverkehr, verjähren.

Stephan Stulz: «Die Zurechenbarkeit von neuen Technologien kann man erst bestimmen, wenn die Leute, die über diese neue Technik urteilen müssen, ebenfalls über das technische Know-how verfügen.»

Mit einem sogenannten Verjährungsverzicht kann man sich dagegen schützen. Wann spätestens soll man einen Anwalt beiziehen? Möglichst früh. Überall dort, wo es zu Personenschäden gekommen ist und wo es grossen Sachschaden gegeben hat. Auch sollte man einen Anwalt beiziehen, wenn die Polizei vor Ort ist oder wenn nicht klar ist, wer von den Beteiligten schadenersatzpflichtig wird. Die wesentlichen Aussagen werden oft schon vor Ort oder sehr früh im Verfahren gemacht. Später besteht nur noch eingeschränkt die Möglichkeit für andere Sachverhaltsdarstellungen. Wird ein Anwalt frühzeitig hinzugezogen, hat man sicher nichts falsch gemacht. Manchmal kann man einen Schaden ohne Polizei regeln. Wann soll trotzdem die Polizei gerufen werden? Wenn man das Gefühl hat, massgeblich unschuldig zu sein, sollte man insistieren und die Polizei verlangen. Bei einem Personenschaden ist es Pflicht, dass die Polizei avisiert wird.

SVLT-Dienstleistungen «Rechtshilfe» Der Schweizerische Verband für Landtechnik berät seine Mitglieder in Fragen des Strassenverkehrsgesetzes, der Verkehrszulassungsverordnung und technischen Anforderungen an landwirtschaftlichen Strassenfahrzeugen. Kontakt und Informationen: SVLT, 5223 Riniken, Tel. 056 462 32 00, zs@agrartechnik.ch, www.agrartechnik.ch


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Markt | Vorschriften

Neuerungen bei den Fahrzeugvorschriften Ende November hat der Bundesrat die Anforderungen an Strassenfahrzeuge den neusten Sicherheits- und Umwelt­standards angepasst. Die neue Verordnung tritt ab 1. Mai 2019 in Kraft. Roman Engeler und Aldo Rui

In Ergänzung zu einem Zwei-Leiter-Bremssystem kann bei Traktoren ein hydraulisches Ein-Leiter-Bremssystem aufgebaut werden (im Gegensatz zur geltenden EU-Regelung auch noch nach 2025). Bild: H. Röthlisberger

Im April letzten Jahres wurde die Vernehmlassung (siehe auch «Schweizer Landtechnik» 5/2018) abgeschlossen, während des Sommers die entsprechenden Eingaben im Bundesamt für Strassen ausgewertet und nun hat der Bundesrat an seiner Sitzung die Anforderungen an Strassenfahrzeuge den neusten Sicherheits- und Umweltstandards angepasst und die entsprechende Verordnung in Kraft gesetzt. Damit sollen auch Handelshemmnisse gegenüber der EU vermieden werden. Für die Landwirtschaft von besonderem Interesse sind die Änderungen bei den Anhänger-Bremsen, dem vorderen Überhang sowie bei den Stützlasten, die nachfolgend detailliert kommentiert werden.

Bremsen Wie bereits hinlänglich bekannt, müssen neue Traktoren und andere Zugfahrzeuge 14

Schweizer Landtechnik 1 2019

mit einem Zwei-Leiter-Bremssystem (pneu­matisch oder hydraulisch) ausgerüstet sein. In Ergänzung dazu kann ein hydraulisches Ein-Leiter-Bremssystem aufgebaut werden (im Gegensatz zur geltenden EU-Regelung auch noch nach 2025). Will man ein hydraulisches Zwei-Leiter-Bremssystem nur mit einem Anschluss betreiben, so muss dieses System «intelligent» sein und den Bremsdruck entsprechend anpassen können, ansonsten ist diese nicht erlaubt. Bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h ist eine Bremsverzögerung von 50 % gefordert, bis 30 km / eine solche von 35 %. Neu dürfen bei Traktoren bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h und mit einer bewilligten Anhängelast Anhänger mit Auflaufbremse und einem Gesamtgewicht von 8 t angehängt werden (früher 6 t). Die «alten» pneumatischen Schweizer Syste-

Keine Änderungen bei «G40» Mitte Dezember hat der Bundesrat auch die Revision der Führerausweis-Vorschriften («Opera 3») verabschiedet. Im Entwurf sah diese Revision vor, die Kategorie «G40» durch die Kategorie «G» zu ersetzen und so den «G40»-Fahrkurs obligatorisch zu erklären. Für den SVLT ging diese Änderung allerdings zu weit, weil sie nicht den Bedürfnissen der Landwirtschaft entsprach (siehe auch «Schweizer Landtechnik» 1/2018). Der Verband hat sich in der Vernehmlassung auch entsprechend geäussert. In der nun verabschiedeten Regelung wurde dieses Obligatorium (vorerst) ausgeklammert, es bleibt also beim bisherigen zweistufigen Verfahren. Wichtigste Änderung in diesem Regelwerk betrifft den Lernfahrausweis für Personenwagen. Dieser kann nun schon ab dem 17. Altersjahr beantragt werden, dafür wird die Lernphase auf 12 Monate verlängert.

Bei den «G40»-Kursen sind momentan keine Änderungen vorgesehen.

me werden an neuen Fahrzeuge nicht mehr zugelassen. Generell gilt aber der Grundsatz der Besitzstandswahrung, wonach bereits in Verkehr gesetzte Gespanne ihre Zulassung behalten.

Vorderer Überhang Beim vorderen Überhang war es bisher so, dass bis zu 3,00 m (gemessen ab Mitte Lenkrad) keine besonderen Massnahmen und bis zu 4,00 m die Montage von Seitenblickspiegeln notwendig waren. Dies gilt grundsätzlich weiterhin. Allerdings müssen diese Spiegel heute eine konvexe (nach aussen gewölbte) Fläche von mindestens 500 cm2 aufweisen und dürfen maximal 2,50 m vom vordersten Punkt des Anbaugeräts zurückversetzt angebracht sein. Anstelle der Seitenblickspiegel ist auch ein Kamera-Monitor-System zulässig. Ist


Vorschriften | Markt

ein solches montiert, darf der vordere Überhang dann maximal bis zu 5,00 m betragen. Auch die Kameras dürfen dann maximal 2,50 m vom vordersten Punkt zurückversetzt angebracht sein. Frontanbaugeräte, die mehr als 4,00 m ab Mitte des Lenkrads reichen, müssen mit mindestens einem nach vorne und nach der Seite wirkenden gelben Gefahrenlicht ausgerüstet sein. Die technischen Anforderungen an die erwähnten Kamera-Monitor-Systeme sind in einem separaten Anhang genau festgelegt. Sie müssen nach einer speziellen

ISO-Norm geprüft sein und die Anforderungen an Einrichtungen für indirekte Sicht auf der Fahrerseite nach UNECE-Reglement erfüllen. Eine Installations- und Betriebsanleitung muss vorhanden sein. Ausländische Prüfungen können anerkannt werden, wenn die Anforderungen solcher Prüfungen gleichwertig sind. Der Nachweis der Gleichwertigkeit muss der Gesuchsteller erbringen. Kamera-System hin oder her – die zulässigen Achslasten der Traktoren und die Tragfähigkeiten der Reifen müssen nach wie vor eingehalten werden. Sie dürften

Ist auf einem Frontanbaugerät ein geprüftes Kamera-System montiert, darf der vordere Überhang künftig bis zu 5,00 m betragen. Bild: Fliegl

wohl in vielen Fällen nach wie vor ein limitierender Faktor bei vorderem Überhang darstellen.

Stützlasten Anpassungen gibt es weiter bei den Stützlasten. Die Stützlast von Starrdeichselanhängern mit Kugelkopfkupplungen darf nun maximal 4,00 t, mit anderen Zugvorrichtungen maximal 3,00 t, betragen (vormals generell 3 t). Bei Arbeitsanhängern, die an Traktoren mitgeführt werden, darf die Stützlast bis zu 40 % des Garantiegewichts des Anhängers betragen.

Die Stützlast von Starrdeichselanhängern mit Kugelkopfkupplungen darf nun maximal 4,00 t betragen. Bild: H. Röthlisberger

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1 2019 Schweizer Landtechnik

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Markt | Neuheiten

Getriebe-Update Valtra bietet bei zwei Modellen der «A»-Serie optional ein automatisiertes, vierstufiges Lastschaltgetriebe an und macht digitalisierte Serviceangebote nun auch für diese Baureihe verfügbar. Roman Engeler

Valtra bietet jetzt bei zwei Modellen der «A»-Serie ein vierstufiges Lastschaltgetriebe mit Automatik-Funktionen an. Bilder: zVg

Derzeit umfasst die «A»-Serie von Valtra sieben Modelle in einem Leistungsbereich von 75 bis 130 PS. In einem PS-Segment also, das in der Schweiz noch immer weit über 50 % der neu immatrikulierten Traktoren ausmacht. Diese Baureihe wurde in den letzten Jahren insofern weiterentwickelt, als dass einige Elemente baugleich zur «Global Series» von Massey Ferguson sind. Das Mutterhaus Agco kann so mit grösseren Stückzahlen operieren und kostensparende Skaleneffekte erzielen. Nun steht also dieser Baureihe neben dem serienmässigen, mechanischen Wendegetriebe (12 × 12) auch ein vierstu16

Schweizer Landtechnik 1 2019

Automatik-Funktionen

figes Lastschaltgetriebe zur Verfügung – zwar nicht bei allen Modellen, sondern nur für die beiden mittleren Typen «A104» (100 PS) und «A114» (110 PS). Mit diesem Getriebe will man in erster Linie Kundenwünsche im europäischen Markt abdecken, der bekanntlich etwas höhere Ansprüche an Technik und Komfort stellt. Modell

Motor

Max. PS

Das Getriebe umfasst vier Gruppen zu je vier unter Last schaltbaren Gängen. Das Getriebe kann über ergonomisch platzierte Wippschalter bedient werden, also auch ohne Kupplungspedal. Mit der Funktion «Autotraction» kann zudem mit dem Bremspedal ausgekuppelt werden, praktisch bei Arbeiten mit dem Frontlader Max. Nm

Getriebe Standard*

Option*

A104

4 Zylinder Agco

100

410

12 × 12

16 × 16

A114

4 Zylinder Agco

110

417

12 × 12

16 × 16

* Optional mit Kriechgang (24 × 24 oder 32 × 32)


Neuheiten | Markt

Lastschaltstufen und Gänge können mit den Wippschaltern am grauen Hebel geschaltet werden.

Die Anzeigen am Armaturenbrett können angepasst werden, sodass vorwiegend die jeweils relevanten Informationen im Blickfeld sind.

«Connect, Care and Go» Mit dem Servicepakt «Connect» kann man über ein Smartphone oder PC auf Informationen eines Valtra-Traktors zugreifen und so Kraftstoffstand, GPS-Standort oder Canbus-Signale abrufen. Diese Daten kann der Traktorfahrer auf Wunsch auch gleich mit dem Servicepartner teilen, um so die Maschinenwartung zu planen oder Fehlersituationen zu diagnostizieren. Nach einer längeren Testphase gibt es diesen Service nun für alle Baureihen von Valtra, jene Modelle mit der «SmartTouch»-Armlehne sind dafür bereits vorgerüstet, andere lassen sich nachrüsten. Die Gewährleistungsverlängerung «Care» bietet Sicherheit vor unerwarteten Reparaturkosten. Diese Verlängerung ist für bis zu fünf Jahre oder 6000 Stunden erhältlich. Für maximale Einsatzsicherheit, bestmögliche Effizienz und maximalen Restwert der Maschine gibt es das «Go»-Servicepaket, das alle vorgeschriebenen Wartungsarbeiten bis zu 10 000 Betriebsstunden umfasst.

oder sonstigen «Stop-and-Go»-Aktionen. Dank «SpeedMatching» wird beim Gruppenwechsel gleich die passende Lastschaltstufe gewählt. Durch eine Reihe von automatischen und programmierbaren Funktionen kann das Getriebe selbst die passende Übersetzung wählen, sodass sich der Fahrer auf das Arbeitsgerät und die Arbeitsumgebung fokussieren kann. Als weitere Option gibt es auch eine Kriechgang-Gruppe, sodass sich die Anzahl Gänge von 16 × 16 auf 32 Vorund 32 Rückwärtsgänge erweitern lässt.

Neue Frontsteuerung Frontlader-Aufgaben können bei der «A»-Serie von Valtra jetzt noch präziser erledigt werden. Eine neue elektronische Frontladersteuerung bietet über den Joy­ stick eine optionale dritte und vierte Funktion. Die Schwingungstilgung «Soft­ Drive» und eine hydraulische Gerätever-

riegelung sorgen dafür, dass die Arbeit mit dem Frontlader komfortabler erledigt werden kann. Verbesserungen gibt es auch beim Fahrkomfort. Optional kann nämlich eine mechanische Kabinenfederung mit zwei Panhard-Stangen für erhöhte Stabilität eingebaut werden. Die Härte der Federung ist dann wie bei den Traktoren der Serien «N» und «T» vorab einstellbar. Zudem gibt es optional ein Fronthubwerk und eine Frontzapfwelle. Ein Update hat auch das Armaturenbrett erfahren. Es ist nun so konzipiert, dass die Anzeigen auch bei hellem Sonnenlicht noch gut lesbar sind. Weiter sind die Anzeigen anpassbar und zeigen jene Informationen an, die für bestimmte Arbeitsaufgaben relevant sind. Weiter steht nun auch den «A»-Traktoren von Valtra das Service-Angebot «Connect, Care and Go» zur Verfügung (siehe Kasten).

Luftgefederte Vorderachse Valtra bietet die luftgefederte Vorderachse als Option nun auch für die «N»-Serie an. Diese Vorderachse soll ein feinfühligeres Ansprechverhalten und ein besseres Dämpfungsniveau ermöglichen. Dieses System wird bereits bei der «T»-Serie verbaut, arbeitet mit einem Luftbalg sowie zwei robusten Stossdämpfern. Diese Vorderachsfederung wird ab Frühjahr den «N174»-Modellen und ab Herbst bei den Modellen «N134» und «N154» zur Verfügung stehen.

1 2019 Schweizer Landtechnik

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Managementhilfen

Sensoren spiegeln den Unterschied Eine bedarfsgerechte Ernährung der Kulturpflanzen ist seit jeher das Anliegen einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion. Sensorgesteuerte Düngung ermöglicht bei Getreide die Steigerung der Erträge und des Proteingehalts. Ruedi Hunger

Yara-N-Sensor «ALS» auf dem Kabinendach. Der N-Sensor misst und analysiert das vom Pflanzenbestand reflektierte Sonnenlicht. Bild: Yara

Stickstoffsensoren machen nichts anderes als das geübte Auge eines Ackerbauern auch, sie nutzen die Lichtreflektion der Pflanzen. Chlorophyll in den Blättern reflektiert vom sichtbaren Licht das Grün intensiver, was von den Sensoren und von unseren Augen wahrgenommen wird. Deshalb erscheinen uns Blätter immer grün und gut mit Stickstoff versorgte Blätter eben noch grüner. Wenn die sensorische Erfassung zur Bestimmung der Stickstoffdüngung herangezogen wird, 18

Schweizer Landtechnik 1 2019

müssen weitere Einflussfaktoren, die sich auf die Blattfarbe auswirken und damit die Reflexionseigenschaften der Pflanzen beeinflussen, ausgeschlossen werden. Solche Einflussfaktoren sind beispielsweise andere Nährstoff-Mangelerscheinungen (Schwefel, Mangan) oder Pflanzenkrankheiten. Auch verdichtete Bodenzonen, Trockenstress und Staunässe haben zur Folge, dass Bestände heller sind, und führen damit zu falsch interpretierten Messwerten. Sensoren, die den Ernäh-

rungszustand der Pflanzen «messen» und in Echtzeit die auszubringende Nährstoffmenge anpassen, gibt es seit 2002.

Mechanische und optische Systeme Es gibt zwei Möglichkeiten, den Ernährungs- und Entwicklungszustand der Pflanzen zu erfassen: • Mechanisches System Eine Möglichkeit ist (war), mithilfe eines Pendels den Biegewiderstand der Pflan-


Managementhilfen

Gegenüberstellung der verschiedenen Sensorarten Crop Sensor

N-Sensor ALS

Crop Circle

GreenSeeker

CropSpecTM

Isaria

(MiniVeg N)

Hersteller

Claas / Fritzmeier

Agricon / Yara ALS

Holland Scientific

Trimble / Landdata

Topcon

Fritzmeier

Fritzmeier

Messprinzip

Optisch (Spektrometer)

Optisch (Fotodioden)

Optisch (Fotodioden)

Optisch (Fotodioden)

Optisch

Optisch

Optisch (Photomultiplier)

Messgrösse

N-Aufnahme Biomasse

N-Aufnahme Biomasse

NDVI* Biomasse

NDVI* Biomasse

N-Aufnahme Biomasse

N-Aufnahme Biomasse

Cchl** Fluoreszenz

Blickrichtung

senkrecht

schräg

senkrecht

senkrecht

schräg

senkrecht

senkrecht

Montage

Ausleger im Frontanbau

Kabinen-Dach

Ausleger im Frontanbau

Ausleger im Frontanbau

Kabinen-Dach

Ausleger im Frontanbau

Ausleger im Frontanbau

Messfeld

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

links / rechts neben der Fahrgasse

Lichtquelle

LED

Xenon-BlitzlamLED pe

LED

Laser

LED

Laser

Sensoren

2

2

2

2 oder 4

2

2

4

Anwendungszeit / Tag

24 Stunden

24 Stunden

24 Stunden

24 Stunden

24 Stunden

24 Stunden

24 Stunden

Kulturen

Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Rüben, Gras

Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Rüben, Gras

Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Rüben, Gras

Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Rüben, Gras

Getreide, Raps, Mais, Kartoffeln, Rüben, Gras

Getreide, Raps, Gras

Getreide

Kalibrierung

Freie Kalibrierung

Freie und abso- Freie lute Kalibrierung Kalibrierung

Freie und abso- Freie lute Kalibrierung Kalibrierung

Freie Kalibrierung

Freie Kalibrierung

Praxiseinsatz

Seit 2010

Seit 1999

Seit 2009

Seit 2009

Seit 2005

Mit «Düngesystem» Weizen, kein Kalibrieren notwendig.

3 cm Abstand des Sensors zur Messfläche

17 000 Euro (Verkauf auch Claas)

33 500 Euro (nicht mehr im Verkauf)

Seit 2005

Seit 2011 (erwartet)

Bemerkung

18 000 Euro Richtpreis *NDVI **Cchl

27 000 bis 37 000 Euro

12 500 Euro

25 000 bis 31 000 Euro

k. A.

Normalized Difference Vegetation Index. Indikator für Biomasse Indikator für Chlorophyllkonzentration

(Quelle: Yves Reckleben; Themenheft Sensorik 2015, Änderungen vorbehalten)

zen zu erfassen. Dazu wird die Auslenkung des durch den Bestand geführten Pendels gemessen. Je höher der Widerstand ist, desto besser bzw. stabiler ist die Pflanze. Dieser Widerstand wird nicht nur durch den Ernährungszustand beeinflusst, sondern gewissermassen auch durch den Einfluss von Wachstumsreglern «verfälscht». Dieses mechanische System der Firmen Claas und Müller Elektronik wird seit 2014 nicht mehr verkauft. • Optische Systeme Alle anderen Messsysteme, die derzeit zur Erfassung des Ernährungs- und Entwicklungszustandes auf dem Markt sind, arbeiten indirekt mit optischen Messgrössen (Tabelle 1). Diese berührungslosen Systeme erfassen entweder die Reflektion oder die Fluoreszenz und schliessen aufgrund ihrer Intensität auf den

«GreenSeeker»-Sensor von Trimble am Ausleger im Frontanbau. Bild: Trimble

1 2019 Schweizer Landtechnik

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Managementhilfen

Die Vegetationskennzahlen (Böhrnsen) NDV: Der «Normalized Difference Vegetation Index» (NDVI) ist eine international anerkannte Kennzahl, welche den Biomasseaufwuchs beschreibt. Der NDVI lässt sich berechnen, indem die Lichtreflexion von zwei Wellenlängen gemessen wird. Eine davon muss aus dem roten und eine andere aus dem Nahinfrarot-Bereich stammen. Der Biomassindex wird auch bei der Fernerkundung per Satellit ermittelt. Der Wert ist in erster Linie ein Mass für die Pflanzenbedeckung einer Fläche. Seine Eignung für die Bewertung der Stickstoffversorgung ist deshalb umstritten, weil in dichten und gut versorgten Pflanzenbeständen eine Art Sättigung eintritt und keine Unterschiede mehr feststellbar sind. REIP: Der «Red Edge Inflection Point» beschreibt den Wendepunkt der reflektierten Lichtintensität am Übergang vom roten zum nahinfraroten Wellenlängenbereich. An diesem Punkt zeigt die Reflexion von grünen Pflanzen einen deutlichen und recht steilen Anstieg. Dieser Anstieg ist weniger stark ausgeprägt, wenn die Pflanzen schlecht mit Stickstoff versorgt sind. Um den Wendepunkt des Rot-Infrarot-An-

Ernährungszustand. Ein Vorteil der indirekten und berührungslosen Messung ist, dass je nach Montagepunkt des Sensors relativ grosse Messflächen betrachtet und für die Düngerentscheidung berücksichtigt werden können.

stiegs zu berechnen, müssen die Lichtintensitäten von vier Wellenlängen aus dem roten und dem nahinfraroten Bereich gemessen werden. Weil der REIP eine geringe Sortenabhängigkeit zeigt und auch bei guter N-Versorgung der Pflanzen noch Unterschiede erkennen lässt, scheint er gut für eine automatische Ausbringmengenregulierung geeignet zu sein. Chlorophyll-Fluoreszenz: Licht regt das Chlorophyll in den Pflanzen zum Eigenleuchten der sog. «Fluoreszenz» an. Man kann dieses Eigenleuchten bewusst auslösen, indem man die Blätter der Pflanzen mit Laserlicht bestrahlt. Das Chlorophyll absorbiert das Anregungslicht mit bekannter Wellenlänge und Energie. Da das Chlorophyll auf ganz charakteristische Art und Weise auf die Laserlichtbestrahlung reagiert, lässt die laserinduzierte Chlorophyll-Fluoreszenz sehr gute Aussagen über die Photosynthese-Aktivität und folglich auch über den Stickstoffgehalt zu. Da jedoch die Laserstärke beim Einsatz in einem N-Sensor aus Sicherheitsgründen beschränkt ist, muss ein solcher Sensor sehr dicht über den Bestand geführt werden.

Funktionsprinzip Das beispielsweise vom Fritzmeier/Isaria Sensor ausgesendete rote und nahinfrarote LED-Licht ist monochromatisch, das heisst, fast einfarbig. Mittig im Sensorkopf ist die Optik des Lichtdetektors zu

Isaria/Fritzmeier-Sensor in einem Raps-Bestand. Bild: CNH/Fritzmeier

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Schweizer Landtechnik 1 2019

finden. Darin enthaltene Fotodioden messen den durch das auftreffende Licht erzeugten Photostrom und damit die Lichtintensität. Im Jobrechner werden anschliessend bis 1000 Messwerte je Sekunde verrechnet. Eine Vergleichsgrösse: Das menschliche Auge kann max. 20 Bilder pro Sekunde verarbeiten. Zur Ermittlung des Stickstoffbedarfs stützt sich Sensor auf eine Vegetationskennzahl (REIP). Einmal pro Sekunde sendet der Rechner via Bluetooth die verrechneten Werte an das Isaria-Terminal in der Kabine. Schliesslich wird die geforderte Düngermenge als Auftrag vom Isaria-Terminal an den Rechner des Düngerstreuers weitergeleitet. Die Update-Rate ist einstellbar (z.B. alle 5 Sekunden).

Der Begriff «StickstoffSensor» ist eigentlich falsch, denn keiner der Sensoren kann den tatsächlichen Stickstoffgehalt messen. Aber alle Sensoren auf dem Markt erfassen die natürlich existierenden Unterschiede in der Bestandesentwicklung. Kalibrieren obligatorisch Alle Sensoren müssen zum Applikationstermin kalibriert werden (Reckleben, 2007). Das heisst, sie müssen an die zum Zeitpunkt der Applikation am Standort herrschenden Verhältnisse, insbesondere Bestandesentwicklung, Düngerstrategie, N-Bedarf und sortenspezifische Reflektion, angepasst werden. Bei der «freien Kalibrierung» kann der Anwender entscheiden, was der Sensor tun soll, das heisst, wie viel Stickstoff auf gut entwickelten oder schwach entwickelten Teilflächen ausgebracht werden soll. Bei der «absoluten Kalibrierung» ist die Strategie für jedes Entwicklungsstadium festgelegt und der Anwender entscheidet mit der Kalibrierung einzig über das Niveau der N-Düngung und den Regelbereich. Die Bemessung der Referenz-N-Menge kann durch verschiedene N-Bedarfs-Tester abhängig von der Sorte und dem Entwicklungsstadium manuell durchgeführt werden.


Managementhilfen

Klassische Sensoranwendung für die qualitätsbetonte Düngung im Getreide. Bild: Claas/Fritzmeier

Prinzip der Lichtreflektion Photosynthese ist der grundlegende Stoffwechselprozess auf der Erde. Über ihn laufen alle Biomassen-Produktionsprozesse. Dank Photosynthese wird Energie für Lebensvorgänge gebunden und Sauerstoff für die Atmung freigesetzt. Die für die Photosynthese wichtigen Chlorophyllpigmente absorbieren Licht verschiedener Wellenlängen. Wenn dem sichtbaren «weissen» Licht blaue und rote Lichtanteile durch Absorption im Chloroplast entzogen werden, bleibt die grüne Farbe im reflektierten Lichtanteil zurück. Daraus erklärt sich die Blattfärbung (Reckleben, 2004). Je dunkelgrüner die Pflanze ist, desto grösser ist der absorbierte blaue und rote Lichtanteil durch das Chlorophyll, was auf eine gute Ernährungssituation der Pflanze schliessen lässt (Thiessen, 2002). Je besser die Pflanze versorgt ist, desto mehr Strahlung wird im nahen Infrarotbereich reflektiert. Das Verhältnis zwischen Infrarotreflektion und Reflektion im sichtbaren roten Wellenlängenbereich wird als Indikator für die Biomasseentwicklung genutzt. Krankheiten, Schwefelversorgung und Staunässe usw. beeinflussen den Chlorophyllgehalt. Tauwasser auf den Pflanzen verändert die Reflexion.

Zusammenfassung Die verschiedenen Sensoren unterscheiden sich nicht nur in der Messgrösse, sondern auch in ihrer Ausstattung und Funktionalität. Der Anbaupunkt ist besonders wichtig, denn damit wird die erfasste Flächengrösse bestimmt. Der schräge Sensor-Blick ab dem Kabinendach ins Feld ermöglicht das Erfassen einer verhältnismässig gros­

sen Fläche. Der senkrechte Blick erfordert grössere Abstände oder mehr Sensoren, um die gleiche Fläche abzudecken. Die erfasste Fläche je Sensor misst zwischen 0,144 bis 4,0 m². Ein sinnvoller Einsatz beginnt je nach Sensor bei 100 Hektaren. Verschiedene Anwender in Deutschland gehen von einer Wirtschaftlichkeitsschwelle zwischen 300 bis 400 Hektaren aus.

Gegenüberstellung der verschiedenen Sensorarten Sensoren für die variable Stickstoffdüngung Optische Sensoren Mechanischer Sensor Messgrösse: Reflektion

Messgrösse: Fluoreszenz

Pendel-Sensor von Claas/ Müller Elektronik (Wird seit 2014 nicht mehr verkauft)

Yara-N-Sensor MiniVeg N Yara-N-Sensor ALS CropSpec Crop Circle GreenSeeker Isaria Der Pendelsensor benötigt einen geschlossenen Bestand, damit die Auslenkung ein realistisches Resultat bringt, und der MiniVeg-N muss in einem definierten Abstand von drei Zentimeter über die Messfläche geführt werden, was beim Ährenschieben nicht einzuhalten ist. Beide Sensoren sind daher nicht mehr im Verkauf.

1 2019 Schweizer Landtechnik

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Managementhilfen

Pflanzenschutz im Weinberg ist ein zukünftiger Einsatzbereich für Drohnen. Bild: zVg

Die Überflieger als Managementhilfe Drohnen werden zweifellos über Ackerbaufeldern und Spezialkulturen ein neues Tätig­ keitsfeld finden. Dort, wo sie brauchbare Managementunterstützung bringen, sind sie auch gerechtfertigt. Ruedi Hunger

Multikopter ist der Überbegriff für Flug­ objekte, die landläufig Drohnen genannt werden. Sie werden von vier oder mehr Rotoren angetrieben. Entsprechend ihrer Rotoranzahl werden sie «Quadrokopter» (4 Rotoren), «Hexakopter» (6 Rotoren) oder «Octokopter» (8 Rotoren) genannt. Gesteuert werden die Kopter per Funk vom Boden aus. Alternativ fliegen die Ob­ jekte GPS-gestützt per Autopilot eine vorprogrammierte Flugbahn. Damit das Flugobjekt stabil fliegt, werden Lage und Beschleunigung des Kopters im dreidi­ mensionalen Raum in Echtzeit erfasst und entsprechend korrigiert. Um brauchbare Bilder zu schiessen, muss auch die Kame­ ra stabilisiert werden. Diese «Gimbal» ge­ nannte Aufhängung gleicht mittels Sen­ soren und schnellen E-Motoren die Lage des Kopters aus und ermöglicht ruhige 22

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Aufnahmen. Einfache Kopter kosten zwi­ schen 1000 und 4000 Franken (inkl. «normaler» Kamera) und können im In­ ternet-Versandhandel bestellt werden. Geräte unter 1000 Franken sind für den Freizeitspass gedacht.

Grenzenloser Einsatz Inzwischen ist die Funktionsweise der Kopter allgemein bekannt. Nicht jede Drohne eignet sich für die landwirtschaft­ liche Nutzung. Es gibt so unterschiedliche Modelle, dass sie sich kaum in feste Kate­ gorien einordnen lassen. Herzstücke dieser Flugobjekte sind Kame­ ras und Software, um Bilder und Daten auszuwerten. So gesehen, sind Kopter oder Drohnen «nur» das Transportmittel. Drohnen machen unterschiedliche Fotos. Beispielsweise wird die Biomasse eines

Grasbestandes festgestellt oder der Er­ folg einer Pflanzenschutzmassnahme kontrolliert. Nährstoffkarten können ver­ arbeitet werden. Oder aufgrund spezifi­ scher Lichtreflexionen wird auf die Nähr­ stoffversorgung, im Speziellen auf die Stickstoffversorgung geschlossen. Der Begriff «Foto» ist zu harmlos, geht es doch darum, die überflogene Fläche re­ gelrecht zu scannen. Erst das Sammeln zahlreicher Daten ermöglicht anschlies­ send brauchbare Rückschlüsse.

Drohnen über dem Weinberg An steilen Weinbergen-Hanglagen wer­ den Pflanzenschutzmittel oft noch mit Rücken-Sprühgeräten ausgebracht. Wenn ein Fluggerät diese strenge Arbeit über­ nehmen kann, bringt dies für den An­ wender eine merkliche Erleichterung. Im


Managementhilfen

Vergleich zu grossen Fluggeräten wie dem Helikopter entstehen mit der Drohne weniger Sprühmittelverluste und der Einsatzzeitpunkt kann individueller gewählt werden. Aufgrund der begrenzten Nutzlast ist ein häufiges Auffüllen notwendig. Ganz allgemein wird der Einsatz in Weinbergen noch zurückhaltend beurteilt, nicht zuletzt deshalb, weil der Anwender/ Winzer zur Drohnensteuerung ausserhalb des Weinbergs steht und so nicht mehr den direkten visuellen Kontakt zu den Pflanzen hat.

Drohnen entdecken Rehkitzen Drohnen geben den Rehkitzen eine Chance zum Leben. Jahr für Jahr werden Rehkitzen von ihren Müttern in noch stehende Grasbestände gesetzt. Dank Thermal- oder Wärmebildkameras können sie beim Überflug durch Drohnen lokalisiert werden.

lungsbedarf besteht. Eine andere Partnerschaft besteht zwischen Drohne und Düngerstreuer. «Drohnen Fotos» können – vergleichbar mit dem Pflanzensensor – zur automatischen teilflächenbezogenen Düngung übernommen werden.

Drohnen im Kampf gegen den Maiszünsler Der Drohneneinsatz zur Schädlingsbekämpfung im Feldbau hat sich in den letzten Jahren auf die Ausbringung der «Optikugeln» konzentriert (UFA-Samen). Mit einer speziellen Abwurfvorrichtung werden die Kugeln mit Trichogramma/ Schlupfwespen zur biologischen Maiszünslerbekämpfung über dem Feld abgeworfen. Dazu fliegt der Kopter nach einem vordefinierten Raster über das Feld. Der zeitliche Aufwand von rund drei Minuten pro Hektar steht in keinem Verhältnis zum wesentlich längeren Zeitbedarf für die manuelle Ausbringung.

Drohnen und Roboter als Partner Beim ETH/EU-Forschungsprojekt «Flourish» wird die Zusammenarbeit zwischen Drohne und Feldroboter im Praxiseinsatz getestet. Diese Arbeitsteilung soll letztendlich zu einem präzisen, multifunktionalen und autonom arbeitenden System führen. Mit einem passiven Drohnen-Sensor werden die Unkrautpositionen oder problematische Unkrautzonen im Feld ermittelt. Die von der Drohne ermittelten Bilddaten sind in der Cloud gespeichert und können vom Feldroboter dort abgerufen werden. In einem nächsten Schritt «klärt» der Feldroboter mit einem besseren, aktiven Sensor vor Ort ab, ob Hand-

Drohnen zur Pilzerkennung Pilzerkrankungen beim Getreide stören den Wasserhaushalt. Das zeigt sich bei einem erkrankten Getreidebestand durch eine höhere Wärmeabstrahlung (Fieber). Durch den Einsatz eines Kopters mit Wärmebildkamera kann ein Wärmebild erstellt werden, worauf die erkrankten Teilflächen ersichtlich sind.

Und, und, und … «Unmanned Aerial Vehicle», abgekürzt UAV und gut Deutsch: Drohnen oder Kopter, haben als Managementhilfe ihre Berechtigung. Was sinnvoll und gut ist, wird

Die biologische Maiszünslerbekämpfung und die Rehkitzenortung sind derzeit die bekanntesten Anwendungen. Bild: Fenaco

sich wie überall im Laufe der Zeit zeigen. Natürlich soll nicht die Meinung unterstützt werden, dass nun jeder Landwirtschaftsbetrieb «seinen» Kopter anschafft. Wie erwähnt, ist das eigentliche Fluggerät nur ein Teil der Anschaffung, mindestens so wichtig sind die richtigen Kameras und eine leistungsfähige Software. In der Regel sind es Dienstleister, beispielsweise Berater, extra dafür gegründete Unternehmen oder Lohnunternehmer, die ins Geschäft einsteigen. Auch beim Kopter-Einsatz, das heisst, vor allem bei der anschliessenden Auswertung der erhobenen Daten, ist das geschulte Auge und eine Portion Erfahrung notwendig.

Blick nach Deutschland Gut neun Prozent der deutschen Bauern setzen auf Drohnen. Die Zahl von fast zehn Prozent Drohnen-Bauern betrifft nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in der Regel grosse Betriebe mit mehr als 100 Hektaren. Rund ein Drittel aller Anwendungen der Drohnen fallen auf Wildrettungen. Ein etwa gleich grosser Anteil der Anwender nutzt die Drohne, um Böden und Pflanzen exakter zu messen. Gleichzeitig werden überraschend viele Flugobjekte bereits zur Ausbringung von Nützlingen bzw. zum Schutz der Pflanzenbestände eingesetzt. Die Umfrage des DBV in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband Bitkom zeigt, dass keine andere Branche Drohnen vergleichbar intensiv nutzt wie die Landwirtschaft.

Diese Sprühdrohne von Agrofly hat rund 40 kg Gesamtgewicht und eine Nutzlast von 17 kg. Bild: röt

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Tablet-Computer sind immer öfter auch in der Landtechnik anzutreffen. Bild: Grimme

Der mit dem Tablet Für die Bedienung und Steuerung von Maschinen werden zunehmend Tablets und Smartphones eingesetzt. Tablets sind einfach zu bedienen und kostengünstig. Smartphones sind allgegenwärtig und bieten sich geradezu für Steuer-Apps an. Ruedi Hunger

Damit ein Tablet Maschinensteuerungs-­ Funktionen übernehmen kann, braucht es entsprechende Apps. Erste marktreife Apps wurden 2013 vorgestellt. Doch damit nicht genug. Die Situation in der Kabine ist nicht vergleichbar mit jener am Schreibtisch. Nicht von ungefähr werden Terminals über Köpfe und Tasten gesteuert. Wenn’s holpert und vibriert, ist die glatte Oberfläche eines Touchscreens nicht immer einfach zu «treffen» (Haptik*). Nicht jedes Tablet, das auf dem Markt ist, erfüllt dann noch die System­ anforderungen. Geeignet sind Tablets, die die ISO-Norm 25119 erfüllen und vom Hersteller garantiert sind. Zudem ist ein Tablet auf eine stabile WLAN-Verbindung angewiesen, damit die gespeicherten Da24

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ten nicht verloren gehen. Schliesslich muss ein Tablet auch robust und den landwirtschaftlichen Bedingungen gewachsen, das heisst, staub-, stoss- und wasserdicht sein. Schliesslich benötigen Tablet und Apps ein Sicherheitskonzept, das dafür sorgt, dass nur mit dem ihm zugewiesenen Gerät kommuniziert wird. Schliesslich sollen sich die verschiedenen Anwender auf benachbarten Feldern beziehungsweise deren Geräte nicht in die Quere kommen.

Terminal-Überforderung Das Terminal ist bei modernen Traktoren eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. Die Bedienung und Kontrolle vieler Traktorfunktio-

nen wie Getriebe oder Vorgewendemanagement erfolgen in Echtzeit über das Terminal. Auch die Steuerung von Pflanzensensoren oder neuerdings die Anbindung an das Farmmanagement erfolgt über das Terminal. Das führt dann schliesslich auch dazu, dass der Fahrer durch die vielen Informationen auf den Terminals überfordert wird. Steht ISO-XML-Software zur Verfügung, können sowohl Tablet wie Smartphone für die Bedienung im Traktor dienen. Immer mehr Landmaschinen- und Agrar­ elektronik-Hersteller setzen auf die kostengünstigeren Tablets. Mehr und mehr werden neue Bedienterminals auf Traktoren und Erntemaschinen der Tablet-Technologie angeglichen. Das


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heisst, sie verfügen über eine dem Tablet ähnliche Wischfunktion für den Wechsel zwischen den Hauptbedienseiten. Beispiele finden sich beim John Deere «Gen 4 Displays» oder bei der MF «Datatronic 5» und anderen.

Prozessorientierte Vernetzung Echtzeit-Kommunikation mit dem Service-Spezialisten ist weltweit mithilfe von Android- oder iOS-Geräten möglich. Der Service-Techniker, der gerade eine schwie­rige Reparatur durchzuführen hat, ist dabei per Tablet, Smartphone oder AR-Datenbrille in Echtzeit mit dem Service-Spezialisten im Büro verbunden. Letzterer kann das Reparaturfeld einsehen und darauf aufbauend Anleitungen geben. Im Zuge der prozessorientierten Vernetzung von Landmaschinen übernehmen Tablet-Computer zunehmend die Anbindung an Auftragsmanagementsysteme. Nachfolgend einige herstellerspezifische Lösungen:

ZF «sehen-denken-handeln» ZF Friedrichshafen AG – selbst kein Traktorhersteller – zeigt, wie beim Konzept

des «Innovation Tractors» Systeme aus den Bereichen Pkw und Lkw in Traktoren nutzbar sind. Ein Ergebnis von «see-thinkact» ist das Kuppeln von Traktor und Anhänger mittels Finger auf dem Tablet. Systemvoraussetzungen sind vernetzte autonome ZF-Fahrerassistenzsysteme wie Kompetenz-Sensorik, intelligente Elektronik und mechatronische Systeme. Das Konzeptfahrzeug, in Form eines marktgängigen Traktors, verfügt über sechs Kameras, die an der Fahrerkabine und an der Motorhaube angebracht sind. Daraus ergibt sich ein «Surround-View»-Bild. Der Fahrer kann dieses Bild auf einem Tablet in mehreren Ansichten abrufen. Zudem kann er sich auch den Bewegungsverlauf des Traktors darstellen lassen. Für automatische Ankoppelungsvorgänge kommen im Heckbereich weitere Kameras, die über eine eigene Recheneinheit verfügen, zum Einsatz. Dazu gehört auch eine Fussgänger-Erkennung. Personen, die sich zwischen Fahrzeug und Anhänger aufhalten, werden auf dem Tablet mit Standort angezeigt. Reagiert der Fahrzeugführer/ Tablet-Halter nicht, hält das System das Fahrzeug an. Alle relevanten Fahr- und

Lenkbefehle lassen sich von ausserhalb der Kabine über ein Tablet fernsteuern. Für das anspruchsvolle Rückwärtsfahren fährt der Anwender über den Bildschirm.

Väderstad «E-Service» Väderstad war einer der ersten Anwender von iPad-basierten Steuerungssystemen. Das Väderstad «E-Control» ist drahtlos über den «Gateway» mit der Maschine verbunden und bietet vollen Zugang zu Maschinenfunktionen und Maschinendaten. Weil Gateway sein eigenes drahtloses WLAN-Netzwerk erzeugt, besteht kein Bedarf für einen externen Internetzugang. Der Anwender ist beispielsweise mit einem Knopfdruck in der Lage, die Arbeitstiefe anzupassen oder die Aussaatstärke zu verändern und gleichzeitig die Ablagegenauigkeit während der Fahrt anzuzeigen. «E-Control» ist ein tragbares Steuerungssystem, das jederzeit startklar ist, wo immer es gebraucht wird. So auch bei der Kalibrierung der Väderstad-Sä- oder Einzelkorn­ sämaschine. Dazu wird das iPad aus seiner Halterung in der Traktorkabine entfernt und für den Abdrehvorgang zur

Väderstad

Väderstad war einer der ersten Hersteller, der Tablet-PC zur Erweiterung der Maschinenbedienung nutzte. Die Einführung einer kabellosen WLAN- und iPad-Gerätesteuerung wurde von den Kunden erstaunlich offen angenommen.

Claas

Die «Easy on board»-App von Claas eröffnete schon vor mehreren Jahren eine völlig neue Möglichkeit in der Isobus-Kommunikation. Ob Mähdrescher, Mähwerkkombination oder Feldhäcksler, alle Funktionen lassen sich darüber steuern.

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Managementhilfen

Kverneland

• • •

Rauch

Kverneland-Sämaschinen: Aussaatrechner als App ist eine Kalkulationshilfe für Smartphone oder Tablet. Direktes Daten-Management mit Einstell-Empfehlungen für Amazone-Kunden (Handy oder Tablet) Rauch stellt dem Bediener eine Streutabellen-App für Smartphone oder Tablet zur Verfügung. Per Touch werden Einstellwerte gewählt.

Maschine mitgenommen. VäderstadKun­­ den können alle E-Control-Software-Updates kostenlos herunterladen. Als iPad-Halter stellt Väderstad den «E-Keeper» zur Verfügung. Dieser versorgt das iPad mit Strom und ist mit Knöpfen zur einfacheren Menünavigation in der Traktorkabine ausgerüstet. Das iPad ist mit anderen Väderstad-Maschinen austauschbar.

WTK Elektronik «fo@PC» WTK Elektronik aus Neustadt (D) hat mit der Isobus-Bediensoftware «fo@PC» für Tablet (und PC) eine MS-Windows-Anwendung auf dem Markt. Die Daten werden kabelgebunden zwischen Tablet und Isobus bzw. Can-Bus ausgetauscht, dies laut WTK, um die Übertragungssicherheit zu gewährleisten. Benötigt wird dazu ein USB-Anschluss. «fo@PC» beinhaltet auch eine Feldnavigation und die Section-Control-Funktion. Beide Funktionen können mit allen Isobus-kompatiblen Maschinen genutzt werden. Mit «fo@PC» kann eine Maschine vollständig bedient und gleichzeitig können bei vier weiteren Maschinen die laufenden Prozesse beobachtet werden.

Reichhardt «ISO Flex Modul» Das «ISO Flex Modul» von Reichhardt ermöglicht per WLAN die Nutzung von Tablets oder anderen Anzeigegeräten zur Fahrzeugbedienung. Die Daten werden auf einem Web-Server bereitgestellt, damit braucht das Endgerät (Tablet usw.) nur einen Internet-Browser. Anschlies­ send kann sich der Anwender der auf dem Markt verfügbaren Technik nach seinem Geschmack bedienen. Das «ISO Flex Modul» beeinflusst die funktionale Sicherheit von Maschinen und Geräten nicht und entspricht einem vollwertigen ISO-­ Virtual-Terminal. Zahlreiche Apps 26

Amazone

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sind jederzeit ergänzbar, ebenso wie die «T-ECU». Echtzeit-Informationen über die Maschine können eingesehen werden.

Trimble «FlexCommand-7» Trimble nutzt selbstentwickelte Tablets und begründet dies mit mehr Sicherheit. Das heisst, das selbstentwickelte Tablet soll nach Angaben von Trimble eine effiziente Maschinensteuerung verbessern. Sie laufen alle mit dem Betriebssystem Android. Darauf lassen sich dann die ausgewählten Apps installieren. Damit kann das Tablet nur für den vorgegebenen Funktionsumfang genutzt werden. Die Geräte sind staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Alle Apps für diese Geräte sind über das Onlineportal App Central abrufbar.

Kotte «SmartControl Connect» Vertragen sich Güllefässer und iPad? Garant-Kotte sagt, Ja! Mit dem Datenmanagementsystem «SmartControl for iPad 2.0» bietet Garant-Kotte ein System, das alle relevanten Daten des Güllewagens drahtlos auf ein iPad überträgt. Die Daten werden visualisiert und in einem standardisierten Dateiformat dem «Farmpilot-Portal» und neu dem «365FarmNet-Portal» zugeführt. Letzteres verwaltet herstellerübergreifend die Daten des gesamten Betriebes mit nur einer Software. Laut Garant-Kotte ist die «SmartControl for iPad 2.0»-App ein «365FarmNet»-Baustein, welcher die Echtzeitdokumentation der Gülleausbringung ermöglicht. Am Arbeitsende wird automatisch ein innerbetrieblicher Arbeitsnachweis oder ein Lieferschein mit digitaler Signatur für den Kunden als pdf-Datei erstellt.

Hansenhof «farm display» Hansenhof Elektronik macht aus jedem Windows- oder Linux-basierten Note-

book oder Tablet ein Isobus-Terminal. Die Geräte bekommen eine Display-Eigenentwicklung mit «farm display»-Isobus-­ Funktionalität. Die konsequente Implantierung des VT-Standards Teil 4 ermöglicht mit dem «farm display» unter anderem die gleichzeitige Überwachung mehrerer Jobrechner. Das Gerät ist hochkant und quer nutzbar. Die Bildschirmaufteilung erfolgt nach Kundenanforderungen. Zudem unterstützt es Multitouch und Fingergesten. Zu den freischaltbaren Modulen gehört unter anderem ein Web-Browser für Cloud- und Telemetrieanwendung. Ein Modul für Parallelfahren, Flächennavigation und Sensorsysteme ist integrierbar. Ausser für Tablet und Notebook ist die Software auch in Robust-PC und Desktop-PC nutzbar. Die Software unterstützt Windows, Linux und Mac OS.

Die kleine App mit der grossen Wirkung Claas ist mit der App «Easy on board» seit 2016 auf dem Markt. Diese Software-Applikation für die Isobus-Kommunikation zwischen Traktor und Anbaugerät wird über die integrierte ISO-Universal-Terminal Anwendung (ISO UT) per Touchscreen be-

Begriffe Haptik: Haptische Wahrnehmung ist die Bezeichnung für das tastende Begreifen. Haptik ist in Anlehnung an Akustik und Optik die wissenschaftliche Lehre über das Tastsinnessystem. FMIS: «Farm Management Information Systems». Software-Systeme, die unkompliziert landwirtschaftliche Daten verwalten. ICT-Infrastruktur: «Information and Communication Technology»


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dient. Für die Bedienung lassen sich über die App auch die Funktionstasten am Bedienhebel des Traktors belegen. Claas spricht von einer kostengünstigen Alternative zum Isobus-Terminal. «Easy on board» kann die Isobus-Daten direkt zu den Management-Programmen senden. Damit die «Easy on board»-App eingesetzt werden kann, müssen Traktor und Anbaugeräte die Isobus-Fähigkeit erfüllen. Die Kommunikation erfolgt über WLAN. Dazu wird der WLAN-Adapter «CWI» (Claas Wire­ less Interface) mit der «inCab»-Isobus-Steckdose des Traktors verbunden. Über diese wird auch die Stromversorgung des WLAN-Adapters sichergestellt. Aussen am «CWI» gibt es einen USB-Steckplatz zum Aufladen des Akkus und einen Eingang für das Isobus-Kabel. Wenn sich ein Anwender für die Tablet-Variante entschliesst, sind im Lieferumfang der WLAN Adapter sowie ein Universalhalter für das Tablet enthalten. Die eigentliche App (Easy on board) lässt sich einfach und kostenfrei über App Store herunterladen. Gleiches gilt für Software-Updates.

Spezielle Anforderungen im Forst Mit Handschuhen ein Tablet bedienen? Ob das möglich ist oder nicht, hat das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik KWF geprüft. Eines der zertifizierten Tablets kommt von Panasonic. Es eignet sich auch für IT-widrige Bedingungen – etwa bei der Holz-Datenerfassung im Gelände – und übersteht dank «Toughpad FZ-G1» die alltäglichen Strapazen im Wald. Mit seinem robusten Magnesiumgehäuse und stosssicherer Komponenten-Unterbringung trotzt das Gerät auch Stossund Sturzereignissen. Das KWF bestätigt die Handschuhtauglichkeit, zudem behalte das Display auch bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen die gute Lesbarkeit. Das Gerät hat eine SSD-Kapazität von 128 GB und läuft mit der Windows-Version «Win 10 Pro». Kostet aber stolze 3100 Franken.

«myGrimme» Dem Endkunden von Grimme-Erntetechnik steht ab dem 1. Quartal 2019 mit «myGrimme» ein webbasiertes Portal zur

Maschinen-Verwaltung zur Verfügung. Dieses Portal ist ab jedem Tablet oder Smartphone nutzbar. Neben Telemetriedaten kann ein übersichtliches und leistungsstarkes Auftragsmanagement angezeigt werden. Mit einer Kartendarstellung kann der Nutzer im Livemodus die aktuellen Maschinendaten (beispielsweise Flächenleistung und Dieselverbrauch) einsehen. Zudem ist mit der Freigabe des DKE-agrirouters (1. Quartal 2019) eine sofortige Verbindung über myGrimme «agrirouter ready» möglich.

Fazit Viele Fahrer von landwirtschaftlichen Maschinen und Lohnunternehmen haben ohnehin ein Smartphone oder Tablet in der Fahrerkabine oder in der Tasche und weil diese Geräte auch gerne benutzt werden, ist es naheliegend sie auch als Isobus-Terminal zu benutzen. Dank ausgeklügeltem Sicherheitskonzept wird sichergestellt, dass Tablet und App immer nur mit dem ihnen zugewiesenen Gerät kommunizieren.

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Christoph Good bewirtschaftet in Mels SG einen Landwirtschaftsbetrieb und führt unter Good Silage AG in dritter Generation ein Lohnunternehmen. Hier zeigt er elektronische Hilfsmittel, die er für das Datenmanagement nutzt. Bilder: R. Hunger

Gefühl ist gut – seriöse Daten sind besser Landwirt und Lohnunternehmer Christoph Good aus Mels SG nutzt in seinem Betrieb Datenmanagement-Systeme. Damit kann er die anfallenden Daten rasch und effizient verarbeiten. Ruedi Hunger

«Schweizer Landtechnik»: Der Firmenname Good Silage AG sagt ja schon einiges aus, wo der Schwerpunkt Ihres Lohnunternehmens liegt. Umschreiben Sie doch kurz Ihren Betrieb. Christoph Good: Wir sind während der Hauptsaison mit bis zu vier Rundballenpressen und entsprechenden Traktoren unterwegs. Rund zwei Drittel der Ballen werden im Talboden und ein Drittel – wie wir sagen – am Berg, das heisst, an den Hanglagen unseres Einzugsgebietes gepresst. Alle Ballen in Hanglagen werden separat gewickelt. Unser Einzugsgebiet erstreckt sich über das Sarganserland hinaus bis ins Fürstentum Liechtenstein. In futterwüchsigen Jahren sind alle Pressen gut ausgelastet. In der vergangenen Sai28

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son mussten wir uns mit rund einem Drittel weniger begnügen. Neben Pressen und Wickeln werden die Ballen zum Kunden transportiert und grösstenteils auch auf dem Hof gestapelt. Seit 2016 ist das Lohnunternehmen eine Aktiengesellschaft. Weiter haben wir eine Zweigstelle im Fürstentum Liechtenstein. Gibt es bei Good Silage ein eigentliches Datenmanagement? Nun, da möchte ich zuerst einen Blick zurück in die frühen 1950er-Jahre werfen. Lohnarbeit hat in unserer Familie Tradi­ tion, ebenso ein Datenmanagement. Auch wenn man damals dieses Wort noch nicht kannte, den Sinn der Datenerfassung hatte schon mein Grossvater er-

«Die wichtigen und vor allem die wirtschaftlichen Entscheide fälle ich aufgrund von effektiven Daten.» kannt. Seit 1952 haben er, und später auch mein Vater, alle Lohnarbeiten für Berufskollegen, Gemeinden und Kommunen detailliert in einem Buch festgehalten. Beide machten diese Handeinträge nicht einfach aus Spass, sondern sie hatten begriffen, dass Daten betriebswirtschaftlich enorm wichtig sind.

Sie führen diese Philosophie nun weiter? Ja, dieses Denken wurde mir vererbt. Ich bin überzeugt davon, dass Datenerfassung – in welcher Form auch immer – eine sehr wichtige Tätigkeit ist. Die gewaltige Datenmenge, die heute auf einem normalen Landwirtschaftsbetrieb anfällt, kann aber nicht mehr «händisch» verarbeitet werden. Erst recht nicht mehr, wenn noch ein Lohnunternehmen angegliedert ist oder wenn daraus eine Aktiengesellschaft geworden ist. In welcher Form werden die anfallenden Daten verarbeitet? Jeder unserer Traktoren ist Isobus-fähig.


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Das heisst, er ist auch in der Lage, viele Daten von sich, aber vor allem auch von den Anbaugeräten – in unserem Fall den Pressen – zu verarbeiten. Einerseits nutzen wir das geschlossene System, das uns die Pressen mit dem Claas «Communicator» bieten. Zusätzlich ist ein Drucker auf dem Traktor, sodass der Fahrer nach Beendigung eines Auftrages innerhalb kürzester Zeit einen entsprechenden Beleg ausdrucken kann. Anderseits habe ich vergangene Saison versuchsweise ein Tablet zur Maschinensteuerung eingesetzt. Dazu brauchte ich auf dem Traktor eigentlich nur einen Isobus-Stecker und als Schnittstelle zur Presse ein Isobus-Kabel.

Wetterlage drängt. Am Berg, unten im Tal oder über dem Rhein im Liechtenstein, regnet es nicht gleichzeitig. Das heisst folglich, dass ich umdisponieren und wetterbedingt einzelne oder mehrere Aufträge vorziehen oder zurückstellen muss.

«Auch bei den Mitarbeitern spüre ich, dass sie willens sind, Daten korrekt und auf einfachste Weise zu sammeln.»

Welches Ziel haben Sie damit? Mit diesem offenen System möchte ich Erfahrungen sammeln und es in Absprache mit den Fahrern Schritt für Schritt einführen. Das Tempo der Einführung ist von der Akzeptanz abhängig. Im Endausbau stelle ich mir vor, dass mithilfe von Goo­gle Maps die Kundenparzellen auf dem Tablet sichtbar und die Aufträge an den Fahrer ohne Telefon übermittelt werden. Kann man das nicht alles über das Handy abfragen? Kann man. Ich weiss aber, dass Telefonanrufe den Fahrer in seiner Konzentration stören oder in seiner Arbeit gar behindern. Und da spreche ich ja nicht von einem Anruf, wenn es richtig läuft, dann erhalte ich in den Nachmittagsstunden bis zu 40 Anrufe, die ich dann entsprechend koordiniere und weiterleite. Hektik kommt insbesondere dann auf, wenn die

Mit dem Test eines offenen Systems mit dem Tablet hoffe ich in Zukunft auf Entlastung. Vielleicht braucht es dann noch ein gezieltes Telefon, aber nicht mehr. Fühlen sich die Fahrer nicht kontrolliert? Und noch eine Anschlussfrage, welche Wünsche an das Datenmanagement haben die Mitarbeiter? Ich denke, es ist eine Frage der Umgangskultur. Wie gehe ich mit meinen Mitarbeitern um – ein ganz entscheidendes Moment. Wenn ich ständig anrufe, kann ich mit dem Handy ebenso viel Druck aufbauen oder noch mehr, wie wenn sie wissen, dass ich auf dem Tablet sehe, wo sie gerade sind. Auch bei den Mitarbeitern spüre ich, dass sie willens sind, Daten korrekt und auf einfachste Weise zu sammeln. Eine spezielle Dynamik kann ich immer im Frühjahr beobachten oder wenn

Good Silage bietet einen kompletten Service an, inklusive Ballen laden und stapeln.

irgendetwas neu ist, dann sind sie voll ‹Datendrang›, das flacht dann zwar im Laufe der Saison etwas ab und es braucht wieder etwas Motivation. Ganz wichtig ist, dass sie später mit einbezogen werden, wenn es um Entscheide geht, die auf der Basis von gemachter Datenerfassung gefällt werden. Liefern mehr Daten auch eine bessere Entscheidungsgrundlage oder verwirren sie nur? Auch bei der Datenerfassung auf elektronischem Weg ist es ganz wichtig, dass man ehrlich ist, ehrlich zu sich selber. Gefühl ist gut, seriöse Daten sind besser – damit möchte ich sagen, dass oft Entscheide aufgrund eines guten – oder weniger guten – Bauchgefühls getroffen werden. Ja, ich bin der Meinung, dass auch Gefühlsentscheide ihren Platz haben sollen. Doch die wichtigen und insbesondere die wirtschaftlichen Entscheide müssen bei mir aufgrund von effektiven Daten gefällt werden. Ein Beispiel: Reparaturkosten je gepresste Balle. Unter 15 000 Ballen wird bei mir keine Presse eingetauscht, Zielvorgabe sind 20 000 bis 25 000 Ballen. Um einen Entscheid für oder gegen eine Ersatzbeschaffung zu fällen, brauche ich Angaben zu den Reparaturkosten je gemachte Balle – das ist nur möglich, wenn alle Daten entsprechend lückenlos und ehrlich festgehalten sind. Ein anderes Beispiel: Wenn mir genügend Maschinendaten zur Verfügung stehen, kann ich vorbeugende Reparaturen jetzt im Winter machen oder ich kann darauf verzichten und ein kalkulierbares Risiko eingehen, indem ich die Reparatur aufschiebe. Noch eine letzte Frage: Spürt der Kunde etwas von den erfassten Daten? Der Kunde ist König, ganz klar. Er profitiert indirekt, wenn ich keine Maschinenausfälle habe. Das ist sein grösster Nutzen. Sämtliche Daten sind vertraulich zu behandeln. Mit einem geschlossenen Datenmanagement ist das kein Problem. Mit einem offenen System ist das vielleicht anders. Vielleicht deshalb, weil ich noch nicht sicher weiss, wie die Daten gesichert sind. Diesbezügliche Abklärungen laufen noch und deshalb will ich, wie bereits erwähnt, Erfahrungen sammeln. Genauso wie Kundendaten von uns vertraulich behandelt werden, stelle ich natürlich die Forderung, dass nicht plötzlich Lieferanten, Hersteller oder Dritte über das offene Netz auf meine Daten zugreifen können. 1 2019 Schweizer Landtechnik

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Die Stärke der Sentinel-1-Satelliten (Radar) liegt darin, dass sie auch bei Regen, Nebel oder Dunkelheit zuverlässige Daten liefern. Bild: zVg

Sensor versus Satellit Eine neue Generation von Satelliten liefert jetzt auch wertvolle Informationen für die Landwirtschaft. Insbesondere in den Bereichen Bestandesentwicklung und Pflanzenschutz werden sie Konkurrenten zu bereits etablierten Systemen. Ruedi Hunger

Während bisherige Satelliten vor allem zur Maschinensteuerung in der Landwirtschaft verwendet wurden, sollen neue Satelliten künftig verstärkt dabei helfen, Pflanzenbestände zu kontrollieren, Erträge abzuschätzen, Wasser zu sparen und den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu optimieren. Da die neuen Satelliten eine hohe zeitliche, räumliche und spektrale Auflösung ermöglichen, werden sie auch für kleinstruktu­rierte Betriebe interessant. Speziell die wolkendurchdringende Radartechnik war bisher im Bereich Landwirtschaft weitgehend ungenutzt. Radar ist unabhängig von atmosphäri30

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schen Störungen und daher ideal für Zeitreihen-Untersuchungen (z. B. für Messung von Veränderungen nach einem Schadenereignis bei Ackerkulturen).

Rohdaten müssen aufbereitet werden Die physikalischen Messungen eines Radarsatelliten unterscheiden sich wesentlich von jenen eines optischen Satelliten. Der Radar misst die Struktur und Feuchte und entspricht damit am ehesten dem Zustand von frischer Biomasse. Mit den Rohdaten kann der Landwirt nichts anfangen, denn es sind keine Fotos. Dafür

werden aus den Rohdaten sogenannte ESVI (enhanced SAR vegetation index) erstellt. Fehlinterpretationen, hervorgerufen durch Hochnebel, Staub oder Smog, wie dies bei optischen Messungen von Satelliten der Fall ist, gibt es bei Radar-­ Daten nicht. Wichtig ist aber eine Zeitreihenanalyse (siehe Kasten).

Erdbeobachtungsprogramm «Copernicus» Copernicus* ist ein Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die eigene Satellitenflotte


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trägt die Bezeichnung «Sentinel». Insgesamt sollen es bis in einigen Jahren 20 Satelliten sein, welche die Erde beobachten. Für die Landwirtschaft von Interesse sind die Daten, welche die beiden Satelliten-Paare Sentinel-1 (A und B) sowie Sentinel-2 (A und B) generieren. Die beiden Sentinel-1-Satelliten sind Radarsatelliten. Die Sentinel-2-Satelliten sind passiv-optische multispektrale Satelliten. Beide Satelliten (A und B) haben jeweils eine polare Umlaufbahn** und decken die ganze Erdoberfläche ab. Erstmals werden Radardaten (SAR) als kostenfreie Daten der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Der Betrieb ist bis mindestens 2030 gesichert.

Sensor oder doch Satellit? N-Sensoren sind bekannt und bekannt ist auch, dass sie sehr teuer sind. Das führte schon in der Vergangenheit zu grossen Diskussionen, ob die höhere Präzision nicht zu teuer erkauft werden muss. Kleinstrukturierte Betriebe wie sie grösstenteils in der Schweiz zu finden sind, kommen kaum in den Genuss einer Sensor-Düngung. Zudem redet man immer von Sensoren, eigentlich sind es aber Algorithmen, die auf der Grundlage langjähriger Versuche in Echtzeit eine konkre-

te Düngungsempfehlung abgeben. Daher sollten N-Sensoren auch immer kalibriert werden. Wenn die Daten der passiven optischen Sentinel-2-Satelliten genutzt werden, ist die Messgenauigkeit eindeutig tiefer als mit dem Sensor. Dies, weil Staub, Nebel und Bewölkung zu Fehlinterpretationen führen. Die Anbieter von Satelliten-Daten streben aber bereits einen «Verschnitt» von Radar- und optischen Daten an. Das erhöht die Qualität. Bleibt noch die räumliche Auflösung. Der N-Sensor vom Ausleger oder Kabinendach erreicht eine fünffach höhere Auflösung als Satelliten. Mit einem Radar-Satelliten sind 20 × 20 m erreichbar oder pro Hektar 25 Messpunkte. Reicht das? Und wie weit muss Genauigkeit gehen, damit sie noch sinnvoll und realistisch wirkt?

Fazit Der Klimawandel und der notwendige Ressourcen- und Umweltschutz erfordern eine hocheffiziente Landwirtschaft. Fernerkundung kann einen grossen Beitrag dazu leisten. Das Interesse am Copernicus-Programm ist gross. So gross, dass die (Sensor-) Konkurrenten auf Erden reagiert haben. Agricon hat den Preis für den Yara-N-Sensor um nicht weniger als

6000 Euro gesenkt und Fritzmeier bietet neben dem aktiven Sensor am Ausleger ein passives System an (nur Tageslicht), das rund 12 000 Euro kostet. Das alles kommt nicht von ungefähr, denn Satelliten können fast das Gleiche zu einem wesentlich günstigeren Preis anbieten. *Quelle: www.cropix.ch (Schweiz) und DLG-Mitteilungen **Polare Umlaufbahn: Umlauf über Süd- und Nordpol mit einer Bahnneigung von 90 °.

Zeitreihenanalyse Was ist eine Zeitreihenanalyse? Fachleute betonen, dass in der Fernerkundung der Grundsatz gilt: «Eine Aufnahme ist keine Aufnahme». Fernerkundungsdaten sind keine absoluten Werte, sondern viele Punktinformationen oder sogenannte Pixel. Damit Veränderungen dargestellt werden können, muss eine grosse Anzahl aufeinanderfolgender Aufnahmen verfügbar sein (was bei optischen Aufnahmen nicht der Fall ist). Radardaten eignen sich im Wesentlichen für folgende drei Bereiche: • Präzisionslandwirtschaft • Ernteversicherung • Grossflächiges Monitoring

Dem Düngerstreuer ist es egal, woher die Steuerungsdaten kommen, Hauptsache sie sind genau. Bild: Kverneland

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Managementsysteme sollen die Jobs in der Landwirtschaft vereinfachen und effizienter gestalten. Bild: John Deere

Elektronik als Managementhilfe Die «Digitalisierung» ist eine Herausforderung, welche mit dem Wechsel vom Pferd zum Traktor verglichen werden kann. Die heutigen Herausforderungen bestehen zur Hauptsache in der sinnvollen Bewältigung riesiger Datenmengen. Ruedi Hunger

Ertragserhebung und Satellitenortung waren die Hauptbestandteile von Preci­ sion Farming das in den 1990er-Jahren mehrheitlich ins Leere gelaufen ist. Als Revolution angekündigt, fand Precision Farming in der Praxis kaum Akzeptanz und auch die ortsspezifische Bewirtschaf­ tung setzte sich nicht durch. Es braucht daher mehr Akzeptanz und wirkungsvolle Verbesserungen, wenn die Digitalisierung zukünftig erfolgreicher verlaufen soll.

Datenbasierte Landwirtschaft Datenmanagement ist derzeit eines der aktuellsten Themen in der Landwirt­ 32

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schaft. Durch die zunehmende Komplexi­ tät landwirtschaftlicher Prozesse besteht ein wachsender Bedarf für eigentliche Datenmanagementkonzepte. Daten sol­ len bessere Entscheidungsgrundlagen für die Praxis liefern. Diese Forderung erfüllt die Digitalisierung bereits heute, indem sie riesige Datenmengen erzeugt, die sich mit externen Datenquellen verbinden las­ sen. Mit geeigneten Analysentools lassen sich daraus Rückschlüsse für die Optimie­ rung einzelner Produktionsschritte zie­ hen. Gleichzeitig sollen die landwirt­ schaftlichen Prozesse transparenter, res­ sourceneffizienter und nachhaltiger wer­-

den. Sind das nun Verbesserungen, wel­ che die Akzeptanz beim Anwender ver­ bessern?

Den letzten beissen die Hunde … Das perfide an der Datenflut ist, dass der «Zubiss» am Schreibtisch erfolgt. Dort, wo Daten- und andere Berge sich erhe­ ben, wo die Übersicht schwindet und die Überforderungen beginnen. Weshalb die­ ses Problem? Digitale Technologien pro­ duzieren riesige Datenmengen, daher auch der Begriff «Big Data». Viele dieser Daten werden von der Forschung, der In­ dustrie und zum Teil von staatlichen Bera­


Managementhilfen

tungs- und Verwaltungsstellen genutzt. Nur der Landwirt selbst nutzt sie nach wie vor nur ungenügend. Noch zu oft landen vom Lohnunternehmer, vom Traktorhersteller, vom Maschinenkoordinator oder den Beratungsstellen erhobene Daten in mehr oder weniger loser Papierform oder isolierten Dateidaten auf dem Schreibtisch der Landwirte und beanspruchen einen unverhältnismässig hohen Nachbereitungsaufwand. Ein Grund sind die hohen Herausforderungen in Form von fehlender Kompatibilität und Zuverlässigkeit elektronischer Systeme. Fehlenden FMIS führen zu arbeitsintensiven Insellösungen. Eine weitere Hemmschwelle ist die Angst vor dem gläsernen Betrieb.

Kundenbedürfnisse oder Anbietervisionen? Die Erwartungen der landwirtschaftlichen Betriebsleiter ist heute stark geprägt durch Anwendungserfahrungen im Konsumbereich (Onlinehandel, E-Commerce) und durch das Wissen über die verfügbaren Technologien, insbesondere bei der «Digital Natives»-Generation. Von einer Softwareplattform wird heute gefordert: • Ein offener und herstellerübergreifender Datenaustausch ohne Konvertierungsprobleme zur Optimierung und Effizienzsteigerung landwirtschaftlicher Produktionsprozesse.

Mit wachsendem Automatisierungsgrad wächst insbesondere der Anteil der automatisierten Buchungen. Bild: 365Farmnet

• Die Datenaustausch-Plattform zur Anbindung von Dritt-Anbieter-Diensten (App) soll attraktiv und qualitativ hochstehend sein. • Agronomische Prozessdaten sollen zur Interpretation und Auswertung automatisch erfasst werden. • Die Informationen sollen an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar sein. • Keine zentrale Speicherung von Nut-

Digital Native, Electronic Commerce & Co. Nachfolgend einige Begriffe aus der Welt des elektronischen Datenmanagements kurz erklärt: Das Wort Management setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern «manus» (Hand) und «agere» (führen). Management ist ein sprachlicher Ausdruck, der aus dem Englischen in eine andere Sprache eingeflossen ist und gleichbedeutend ist wie «an der Hand führen». Management steht für jede zielgerichtete und nach ökonomischen Prinzipien ausgerichtete menschliche Handlungsweise der Leitung, Organisation und Planung in allen Lebensbereichen. Electronic Commerce. Per Definition umfasst «Electronic Commerce» (E-Commerce, Internet- oder Onlinehandel) jede Art von geschäftlichen Transaktionen, bei der die Beteiligten auf elektronischem Wege Geschäfte anbahnen, abwickeln oder

elektronischen Handel mit Gütern und Dienstleistungen betreiben. Digital Native. Als Digital Native (deutsch: digitaler Eingeborener) wird eine Person der gesellschaftlichen Generation bezeichnet, die in der digitalen Welt aufgewachsen ist. FMIS. Farm Management Information Systems (FMIS) sind Software-Systeme, die landwirtschaftliche Daten verwalten und eine unkomplizierte Nutzung dieser ermöglichen. ICT. Abkürzung für «information and communications technology», deutsch: Informations- und Kommunikationstechnik. ldD. Abkürzung für «Internet der Dinge». Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften.

zungsdaten – und ganz wichtig – Eigenbestimmung zur Speicherung von Nutzungsdaten.

Beispiel: Ein neuerer Ansatz ist ein herstellerübergreifendes Datenmanagementsystem in «Form» einer Datendrehscheibe, an die weitere Softwareapplikationen angebunden werden können. So sollen beispielsweise Drittanbieter (Applikationskarten) oder Landmaschinenhersteller angebunden werden. In einem App-Infobereich wird das Daten- und Verbindungsmanagement festgelegt und bestimmt, wer mit wem wie lange Daten austauschen darf. Die Rechte bestimmt grundsätzlich der Daten-Besitzer. Weil die bisherigen 1:1-Verbindungen wegfallen, verringert sich bei den Kommunikationspartnern der Aufwand zur Pflege der jeweiligen Schnittstellen-Verbindung. Da sich auch weitere Prozessteilnehmer (z. B. Betriebsmittelbranche) anbinden können, werden die Produktionsprozesse optimiert. Gleichzeitig wird in der ganzen Produktionskette bis zum fertigen Lebensmittel die heutige Dokumentationspflicht deutlich vereinfacht.

Elektronischer Handel Heute nutzen ein Grossteil der Landwirte das Internet regelmässig, dies nicht zuletzt, weil sie damit einen Grossteil der Betriebsführung darüber abwickeln können. Eine Untersuchung in Deutschland definiert den Begriff «regelmässig» mit mindestens einmal pro Woche. Fachleute 1 2019 Schweizer Landtechnik

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Managementhilfen

Strukturierung Smart Farming Tools (M. Bertschi, Strickhof) Ausführung

Von Hand oder mit maschinellen Hilfsmitteln

Lenkhilfe, Maschinen, Gerätesteuerung

Automatisierte Maschinen und Applikationen, Roboter

Entscheidungsunterstützung

Berufskollegen und Geschäftspartner, Berater

Internet, Handy-Software

Farm-Management-Informationssysteme, Maschinen-Maschinen-Mensch-Interaktion

Informationsanalyse und Verarbeitung

Kopfrechnen Taschenrechner

PC- oder mobile Software

Smarte ICT- und loT-Lösungen mit Algorithmen

Datenerfassung

Von Auge, einfache Hilfsmittel, Statistiken, Aufzeichnungen

Sensoren, Internet, Suchmaschinen, Datenbanken

Vernetzte Sensoren und Satelliten, Daten-Cloud, Big Data

manuell

teilautomatisiert

(voll) automatisiert

gehen davon aus, dass vor dem Hintergrund steigender Einkaufspreise E-Commerce bei der Beschaffung von Betriebsmitteln steigende Bedeutung erhält. Nach dem genossenschaftlichen und privaten Handel ist die Nutzung des Internets für Einkäufe bereits an dritter Stelle. Mit fortschreitender Digitalisierung ist es in Zukunft sehr wahrscheinlich, dass E-Commerce in digitalisierte und automatisierte Betriebsprozesse mit eingebunden werden. Dies deshalb, weil moderne Kommunikationstechnologien zahlreiche Lösungen für ein umfassendes Datenmanagement bieten. Die lückenlose Rückverfolgbarkeit von landwirtschaftlichen Produkten wird vereinfacht, weil mit digitaler Datenübertragung sämtliche Informationen gespeichert werden. E-Commerce könnte eine Lücke schliessen zwischen den Vorleistungsbetrieben aus Industrie und Handel einerseits und dem Landwirtschaftsbetrieb anderseits.

Mithilfe einer Datendrehscheibe werden alle Akteure und Partner der Landwirte in ein unabhängiges Datenmanagementsystem eingebunden. Grafik: Agrirouter

Das grösste Hemmnis von E-Commerce ist das höhere Vertrauen, welches die bisherigen Marktpartner bzw. der etablierte genossenschaftliche und private Handel geniessen. Wenn dieser Vorteil vom Han-

del gezielt genutzt wird, kann die Ausbreitung von E-Commerce – nicht unterbunden – aber gehemmt werden.

Fazit Noch gibt es (zu) viele «kann» und «sollte» in Bezug auf Datenmanagement-Systeme. Doch der Weg ist vorgezeigt und die Vernetzung zieht immer grössere Kreise. Möglich, dass nicht alles so verwirklicht wird, wie es angedacht ist. Das spricht aber für den «Reifungsprozess» den auch das Datenmanagement durchlaufen muss. Nach wie vor sind rechtliche Fragen und Eigentumsrechte nicht restlos geklärt und die versprochene Transparenz, verbunden mit einer merklichen Ressourcensteigerung, muss sich noch bestätigen. Klar ist, dass neue Technologien wie Smartphone, iPad, Tablets und Cloud zunehmend zum Standardinstrument im Bereich Datenmanagement werden.

Hauptforderung an ein Datenmanagement: Einfach und effizient soll es sein. Bild: Fendt

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Eine Marktübersicht zu Managementhilfen finden Sie auf www.agrartechnik.ch unter dem Link «Schweizer Landtechnik» «Downloads».


Landtechnik-Begriffe | Wissen

Kurz erklärt Telematik definiert eine Technologie, die Bereiche aus Navigation, Ortung und Telekommunikation miteinander vernetzt, und ist eine Wortschöpfung aus «Telekommunikation» und «Informatik». Telemetrie. Unter diesem Begriff ist die Übertragung von Messwerten eines am Messort befindlichen Messfühlers (Sensor) zu einer räumlich getrennten Stelle zu verstehen (Fernmessen).

management-Systeme, die die EchtzeitBetrachtung von Daten ermöglichte. Zum Beispiel konnte man nun Fragen klären, ob der Kraftstoffverbrauch bei Fahrern unterschiedlich ist, Transportzeiten zu hoch sind oder wie Rüst- und Standzeiten optimiert werden können. Im Lohneinsatz liefern die Telematik-Daten zudem Informationen für die Verrechnung mit Kunden.

Fernzugang zu Landmaschinen Übertragung in Echtzeit: Mit der Telematik-Technik kann vom Büro aus mit den Maschinen eine Kommunikationsverbindung hergestellt werden. Bild: New Holland

Der Informant Navigation, Ortung und Telekommunikation miteinander vernetzen. So in etwa kann der Begriff «Telematik» kurz und bündig umschrieben werden. Heinz Röthlisberger

«Wo ist meine Landmaschine?». «Wie lange braucht die Maschine, um das Feld zu ernten?». «In welchem Zustand befindet sich der Traktor?». Diese und mehr Informationen liefert eine Technik, die unter dem Begriff «Telematik» bekannt ist. Zwar wird in der Praxis eher von Flottenmanagement, GPS oder Datennetzwerken gesprochen als von der Telematik, die

«Landtechnik-Begriffe» In der Serie «Landtechnik-Begriffe» sind erschienen: «AdBlue», «Common Rail», «Drehmomentwandler», «Ejektor», «Feuerverzinkt», «Metalldampflampe», «Load­ Sensing», «DOC», «LED-Lampe», «NIR-Sensor», «Wastegate» und «Touchscreen».

eher ein Überbegriff für all diese Anwendungen ist. «Telematik» ist eine Wortschöpfung aus «Telekommunikation» und «Informatik» und wurde erstmals 1978 in Frankreich in einem Bericht über die Computerisierung der Gesellschaft verwendet.

Kein Wunder also, dass sich auch die Landmaschinen-Hersteller für die Telemetrie zu interessieren begannen. Telematik-Anwendungen in der Landmaschinen-Branche wie «JDLink», «AGCOmmand», «Telematics», «PLM Connect» oder «AFS Connect» ermöglichen den Fernzugang zu Maschinen. Mit diesen können Daten, der Standort, die Auslastung, die Leistung und Wartungsdaten erfasst und gespeichert werden. Das Service-Modul gibt Händlern den Zugriff auf Maschinendaten für Diagnose, Wartung und Reparatur. Ausserdem können Fahreralarme und Diagnosecodes an ausgewählte Personen geschickt werden. Eigentlich ist die Telematik ein Informant – eine Art Brücke zwischen den Managern im Büro und den Fahrern auf der Strasse. Natürlich immer mit dem Ziel, die Produktivität und die Profitabilität zu erhöhen.

Kleingedrucktes lesen Daten in Echtzeit Der Ursprung der Telematik ist Mitte der 1960er Jahre zu suchen. Damals entwickelte die US-Navy im Kontext des Kalten Krieges ein globales Satelliten-Ortungssystem (GPS). Diese neue Technologie war der Ausgangspunkt für die Telematik. Die ersten Telematik-Systeme kamen vor rund 30 Jahren auf den Markt. Ab 2000 wurde dann richtig Gas gegeben. Eine Neuerung in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends waren webbasierte Flotten-

Die enorme Anzahl an Daten, die von den Herstellern gesammelt werden, hat auch zu Kritik geführt. Stichworte dazu sind «Privatsphäre», «Datenschutz» und «Wem gehören die gesammelten Daten?». Deshalb ist es heute bei einem Neukauf von Vorteil, wenn man auch das Kleingedruckte im Vertrag genau liest. Trotzdem: Auch wenn die Telematik unglaublich komplex und von aussen nur schwer zu verstehen ist. Sie ist für die moderne Gesellschaft unverzichtbar geworden. 1 2019 Schweizer Landtechnik

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Impression | Testbericht

Der Reform «PrimAlpin» hat im Test einen guten Gesamteindruck hinterlassen. Er ist leistungsstark, sauber verarbeitet und bietet interessante Features. Bilder: J. Paar

Reform(ierter) Ladewagen Reform hat seinen Aufbau-Ladewagen überarbeitet. Sowohl bei der Leistungsfähigkeit als auch beim Handling hat er deutlich zugelegt. Wo ihm noch weitere Optimierungen guttäten, erfährt man im folgenden Testbericht. Johannes Paar*

Der bisherige Hecklader von Reform war zwar leicht, aber seine Technik ist schon etwas in die Jahre gekommen. Um sich mit einer neuen Generation abzuheben, haben die Welser Ingenieure nicht nur an der Technik gefeilt, sondern auch den Namen geändert: «PrimAlpin» heisst der neue Ladewagen, der seit September 2017 bereits über hundert Mal verkauft wurde.

Jetzt auch für Allradlenkung Zum Start der neuen Generation gab es nur die Variante mit 24 m³ (DIN 13,9 m³) Ladevolumen für Transporter mit langem Radstand. Ab sofort gibt es aber auch wieder eine 22-m³-Ausführung (12,5 m³) für 36

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kurze Trägerfahrzeuge. Durch das um 27,5 cm breitere Plateau haben die neuen Aufbauten um gute 2 m³ mehr Fassungsvermögen. Das Plateau ist aber auch um 5 cm höher geworden. So kann man den Reform-Ladewagen jetzt auch mit Allradlenkung fahren, was bisher nicht möglich war. Wer trotzdem auf die Vierradlenkung verzichtet, hat die Möglichkeit, den Aufbau für eine günstigere Schwerpunktlage um 7 cm näher zur Kabine zu rücken. Zudem verbessert sich so der Böschungswinkel. Um den Aufbau nach vorne zu rücken, muss man lediglich die vorderen Beschläge umdrehen und die hinteren Muffen austauschen – fertig. Sonst hat sich am An- und Aufbau mit dem bekannten

Steckbrief Reform «PrimAlpin» Ladevolumen: 13,9 m3 (nach DIN 11741), Ladevolumen bei Dürrfutter: 24 m3 Breite: 2470 mm Pickup: 1,90 m breit, 5 Zinkenreihen, hydraulische Aushebung, stufenlose Höhenverstellung Förderaggregat: 3 mittig versetzte, gesteuerte Förderschwingen Schneidwerk: max. 19 Messer, theoretische Schnittlänge 82,5 mm Eigengewicht: 1630 kg (Grundausstattung) Preis: CHF 44 010 Euro (inkl. MwSt., Serienausstattung) (Herstellerangaben)


Testbericht | Impression

Neue Robalon-Kunststoffführungen sorgen für einen ruhigen Lauf des Kratzbodens.

Die Rückwand des Ladewagens wird durch eine Querrohranhebung geöffnet.

Das 1,90 m breite Pickup mit fünf Zinkenreihen weist einen grossen Pendelweg auf.

Schnellkuppelsystem ohne Gelenkwelle nichts verändert.

sorgen für einen ruhigeren Lauf des gesamten Aggregats. Mit seinen 19 Messern schneidet der «Prim­Alpin» deutlich kürzer als sein Vorgänger mit nur 12 Messern. Die theoretische Schnittlänge wurde von 110 auf 82,5 mm verkürzt. An den äusseren Rändern, wo in der Regel weniger Futter gefördert wird, ist der Messerabstand fast doppelt so gross. Es gibt wie bisher kurze und lange Messer, die abwechselnd montiert werden und auf unterschiedlicher Höhe im Förderkanal schneiden. Die Anzahl kann beliebig gewählt werden. Kritik gibt es aber für die Messersicherung. Wenn alles sauber ist, funktioniert sie gut. Ist der Aufbau aber erst einmal voll Schmutz, lässt sich die Messerwelle zur Sicherung nur noch schwer verdrehen. Gegen Fremdkörper sind die Messer mit einer Sternratschenkupplung gesichert. Diese soll künftig gegen eine Nockenschaltkupplung ersetzt werden. Positiv aufgefallen ist uns die neue Halterung für nicht verwendete Messer unter dem Plateau. So muss man sie nicht mehr in der Kabine mitnehmen. Wie bisher lässt sich das Ladeaggregat komplett abbauen. Das bringt vor allem bei eventuellen Reparaturen Vorteile. Reform bietet ab Werk sogar Tauschaggregate an.

Futter fällt beim Abladen leichter heraus. Beim Abladen rutscht das Futter nur schwer über den systembedingten, abgeklappten Rechen oberhalb des Pickups. Es verhängt sich immer wieder an den Blechen. Zudem zieht es der Rotor teilweise wieder nach unten. Steht man dann am Ende des Fahrsilos noch bergab, wird das Problem nicht kleiner. Man muss das restliche Futter händisch herausräumen. Das kostet Zeit, Kraft und Nerven! Fast ein Luxus ist hingegen der hydraulisch schwenkbare Dürrfutteraufbau. Landwirte, die den Ladewagen überbetrieblich einsetzen und oft zwischen Silage- und Heueinsatz wechseln oder durch niedrige Durchfahrten oder Streuobstwiesen fahren, werden diese Option aber zu schätzen wissen. Gut gefallen hat der LED-Arbeitsscheinwerfer an der Rückwand, der das Abladen in dunklen Gebäuden vereinfacht. Hervorzuheben ist die gesteigerte Verarbeitungsqualität. Diese Reform schlägt sich natürlich auch in den Anschaffungskosten nieder: Der getestete «PrimAlpin» steht mit knapp CHF 47 200 Euro (inkl. MwSt.) in der Preisliste. Ab Frühjahr 2019 gibt es den Ladewagen auch für die Modelle mit kurzem Radstand (2800 mm) in der Ausführung mit 22 m³ Ladevolumen.

Einfache Wartung und Bedienung

*Johannes Paar ist Chefredaktor des österreichischen Fachmagazins «Landwirt».

Effizienter durch mehr Breite Reform hat den Ladewagen verbreitert und damit dessen Ladeleistung sowie -qualität deutlich gesteigert. Das macht sich beim Pickup, dem Lade- und Schneidaggregat und dem höheren Ladevolumen bemerkbar. Den grössten Fortschritt gibt es aber beim Pickup: Es ist gegenüber dem Vorgängermodell um 15 cm breiter geworden, kann durch seitliche Langlöcher viel weiter pendeln als bisher und hat jetzt fünf Zinkenreihen statt vier. Dadurch läuft sie auch langsamer und ruhiger. Die Höhenführung der Zinken lässt sich optional durch eine dritte Tastrolle in der Mitte verbessern. Die bekannte, stufenlose Höhenverstellung mit einer Spindel an der linken Seite wurde abermals gelobt. Leitbleche und Gummilappen an den beiden Aussenseiten des Pickups sollen Futterverluste verhindern. Feines Gras rieselt aber immer noch heraus. Reform hat dieses Manko erkannt und arbeitet bereits an einer Verbesserung.

Top Schnitt- und Ladeleistung Viel Lob gibt es für das Ladeaggregat. Es läuft ruhig, verstopft kaum, schneidet fein und ist viel robuster gebaut als bisher. Es verbeisst sich auch nicht in Haufen von ungleichmässigen Schwaden. Extrem grosse Schwaden von abgeräumten Steilflächen kann man mit angehobenem Pickup sogar rückwärts laden. Es gibt keine Hindernisse durch Radaufhängungen und dergleichen, die den Futterfluss stören. Das Förderaggregat besteht wie bisher aus drei mittig versetzten, gesteuerten Förderschwingen. Es wurde aber an die neue Plateau- und Pickup-Breite angepasst. Neu sind auch die gefrästen Kurvenbahnen und die geschmiedeten Förderschwingen. Sie sind weniger anfällig gegen Fremdkörper und lassen sich bei Bedarf wieder zurechtbiegen, ohne gleich zu brechen. Die gefrästen Kurvenbahnen

Einen Beitrag zur Einsatzsicherheit leistet auch die einfachere und komfortablere Wartung: Die Schmiernippel des Förderaggregats sind zu zwei Schmierleisten zusammengefasst. Die Ketten werden ebenso zentral geschmiert und automatisch gespannt. Verbogene Pickup-Zinken lassen sich jetzt einzeln tauschen. Es muss nicht mehr das ganze Pickup zerlegt werden. Das Pickup und die Heckklappe werden wie üblich hydraulisch bedient. Die Ausschwenkhöhe und die Öffnungsgeschwindigkeit der Ladewagentür lassen sich anpassen. Beim Öffnen hebt sich das obere Querrohr automatisch an. Dadurch ver­ grös­sert sich die Durchgangshöhe und das

Kurzbewertung + Einfacher Auf- und Abbau auf Trägerfahrzeug + Robustes Lade- und Schneid aggregat + Förderaggregat lässt sich de- montieren – Verdrehen der Messerwelle bei Verschmutzung – Futterreste über dem Pickup Rechen beim Abladen – Geringer Böschungswinkel bei Allradlenkung

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Impression | Einsatzbericht

Der «Keiler 1» ist eine imposante Maschine mit stattlichem Gewicht, aber auch hoher Leistung.

Bilder: R. Burkhalter

«Keiler 1» mit Schweizer Genen Den einreihigen Kartoffelvollernter «Keiler 1» von Ropa gibt es seit 2017 mit einer Zusatzausrüstung zum Feldverlesen. Diese wurde ursprünglich in der Westschweiz entwickelt. Ruedi Burkhalter

«Wir waren vom Keiler an der Agritechni­ ca 2015 schon auf den ersten Blick begeis­ tert», sagt Martin Uhlmann. Der Landwirt führt gemeinsam mit Ernst Bangerter die in Seedorf BE beheimatete, auf Kartoffel­ ernte spezialisierte «BG Löhr GmbH». Das Unternehmen erntet pro Saison gut 100 ha Kartoffeln, davon 16 ha auf eige­ nen Flächen der Betriebsgemeinschaft Löhr. Neben dem hier vorgestellten «Kei­ ler 1» gehören auch ein zweireihiger «Kei­ ler 2» und ein Einreiher von Grimme zum Maschinenpark. Grund für Uhlmanns frü­ he Begeisterung für den «Keiler» waren

etwa die grossen Trennflächen, das einzig­ artige Antriebskonzept und die robuste Bauweise der gelben Neuheit. Damit ein Hersteller von Kartoffelvollern­ tern im Schweizer Markt erfolgreich sein kann, ist eine optionale Zusatzausrüstung für das Verlesen auf dem Feld fast ein Muss. Dieser Herausforderung stellte sich 2016 der Westschweizer Händler Agri Dubey und baute eine Maschine um. Da­ rauf basierend entwickelte dann Ropa ei­ ne Werkslösung, die in diesem Einsatzbe­ richt vorgestellt wird.

Massive Bauweise

Video zum Ropa «Keiler 1» Weitere Filme zu landtechnisch inter­ essanten Themen auf unserem YouTube-­ Kanal «Schweizer Landtechnik».

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Aufgebaut ist die Technik des «Keiler 1» auf einen massiven Zentralrohrrahmen. Diese Bauweise bietet viel Platz für die Anordnung der Aggregate und ermög­ licht eine vorbildliche Zugänglichkeit für Kontroll- und Wartungsarbeiten. Anhand des Leergewichts von 9,1 bis 9,4 t wird schnell klar, dass, wie bereits von den Ro­ pa-Rübenerntern bekannt, nicht am Ma­

terial gespart wurde, dass es sich um eine sehr robuste Profi-Maschine handelt. Das Gewicht wird denn auch am häufigsten als Kritikpunkt genannt. Doch Martin Uhlmann relativiert: «Einerseits kann eine bis 710 mm breite, gross dimensionierte Bereifung montiert werden, was trotz­ dem ein bodenschonendes Arbeiten er­ möglicht. Andererseits wurde das Ge­ wicht intelligent verbaut: nach rund 100 ha mit dem Zweireiher und 90 ha mit dem Einreiher konnten wir feststellen, dass die Wartungskosten, unter anderem aufgrund höherer Materialstärken bei den Verschleissteilen, deutlich niedriger ausfallen als bei entsprechend leichteren Maschinen.» Das Fahrwerk ist mit einem automati­ schen, hydraulischen Neigungsausgleich ausgerüstet. «Der Neigungsausgleich sta­ bilisiert das Fahrzeug vorbildlich, dies so­ wohl beim Roden in seitlich geneigtem Gelände als auch beim Abbunkern», so Uhlmann weiter.


Einsatzbericht | Impression

Alles unabhängig von der Motordrehzahl Ein Highlight der Maschine und zugleich Alleinstellungsmerkmal ist das 100 Prozent hydraulische Antriebskonzept. Alle Ketten und Bänder können einzeln und unabhän­ gig von der Zapfwellen- bzw. Motordreh­ zahl elektronisch angesteuert werden. Die am Terminal eingestellten Zielgeschwin­ digkeiten werden auch dann beibehalten, wenn sich die Zapfwellendrehzahl ändert, beispielsweise wenn beim Bergauffahren eine etwas höhere Motordrehzahl benö­ tigt wird. Das System ermöglicht einerseits eine enorme Bandbreite an Einstellungs­ möglichkeiten, um die Arbeitsweise opti­ mal auf unterschiedliche Erntebedingun­ gen und das Erntegut anzupassen. Da an­ dererseits die maximalen Drehzahlen aller Arbeitselemente bereits mit 450 Zapfwel­ lenumdrehungen erreicht werden können, lässt es sich mit niedriger Motordrehzahl sparsam arbeiten. Die grosse Anzahl an Hydraulikfunktio­ nen wird aus drei Quellen versorgt. Mit

der Zapfwelle werden über ein Verteiler­ getriebe zwei grosse Axialkolben-Ver­ stellpumpen der Bordhydraulik angetrie­ ben, wovon eine für den Antrieb der bei­ den Siebketten und des Krautbands, die zweite von Reinigungselementen und Verlesetisch sorgt. Dank Load-Sensing wird immer nur so viel Öl gefördert wie tatsächlich benötigt, was für einen spar­ samen Verbrauch sorgt. Schliesslich wer­ den jene Funktionen, die bei ausgeschal­ teter Aufnahme am Vorgewende ge­ braucht werden, von der Traktorhydraulik versorgt.

Einstellungen mit einem Knopfdruck wechseln Weiter eröffnen sich Möglichkeiten zur Automatisierung gewisser Einstellungen, um den Fahrer zu entlasten und die Scho­ nung des Ernteguts zu optimieren. Martin Uhlmann schätzt die Siebkettenautomatik, welche die zwei Siebkettengeschwindig­ keiten kontinuierlich der Fahrgeschwindig­ keit anpasst. «Ich kann beispielsweise ein­

geben, dass Siebkette eins fünf Prozent schneller läuft als die Fahrgeschwindigkeit, kann diese aber auch mit einem Maximal­ wert begrenzen. Wenn das Kraut noch stark an den Kartoffeln haftet, lasse ich das Krautband langsamer laufen als Sieb­ kette zwei.» Die Kombination von elektronischer Steu­ erung und hydraulischem Antrieb ermög­ licht es auch, Maschineneinstellungen, die für bestimmte Erntebedingungen op­ timiert wurden, abzuspeichern und jeder­ zeit wieder abzurufen. «Wenn es bei­ spielsweise in einem Feld einen sehr stei­ nigen Abschnitt hat, kann ich dort mit nur einem Knopfdruck ein anderes Profil aktivieren, um die Ernte zu schonen», be­ richtet Uhlmann. Nicht zuletzt hat der vollhydraulische An­ trieb ohne quietschende Keilriemen, rat­ ternde Ketten und leiernde Gelenkwellen auch die weiteren Vorteile einer sehr ruhi­ gen und vibrationsarmen Arbeitsweise, einer hohen Einsatzsicherheit und eines geringen Wartungsaufwands.

Damm lenkt Aufnahme

Die Achse ist über einen automatischen, hydraulischen Neigungsausgleich mit dem Zentralrohrrahmen verbunden.

Die Aufnahme ist mit elektronisch gesteuerter Dammtrommellenkung und einer Dammdruckregelung ausgerüstet.

Die Lenkdeichsel ist mit einer automati­ schen Dammtrommellenkung ausgestat­ tet. Die Dammtrommel ist über eine Längsachse mit Winkelsensor an der Auf­ nahme befestigt. Sobald die Aufnahme etwas neben die Mitte des Damms gerät, fängt die Trommel an, sich seitlich zu kip­ pen, worauf die Lenkautomatik sofort korrigiert. Ropa bietet in der Grundaus­ stattung eine hydraulisch verstellbare Dammdruckentlastung. Die hier gezeigte Maschine ist mit der optionalen Damm­ druckregelung ausgestattet: Über eine hydraulisch verstellbare Kunststoffrolle kann der Abstand zwischen Dammtrom­ mel und Schar und somit die Aufnahme­ tiefe stufenlos verstellt werden. Die Elek­ tronik sorgt durch das kontinuierliche Re­ geln des Entlastungsdrucks dafür, dass die Rolle und somit die Dammtrommel mit einem gleichbleibenden Gewicht be­ lastet wird. Die Verstellung der Aufnah­ metiefe ist übrigens nicht nur von der Ka­ bine aus möglich. Kommen zu viele ange­ schnittene Knollen oder zu viel Erde auf den Verlesetisch, kann auch das Verlese­ personal an der hier eingebauten «Premi­ um»-Bedieneinheit jederzeit direkt und einfach die Aufnahmetiefe verstellen. Zu­ sätzlich kann auch in der Grundausstat­ tung die Dammdruckentlastung hydrau­ lisch verstellt werden. Mit einer 800 mm breiten Siebkette 1, ei­ ner 840 mm breiten Siebkette 2 sowie 1 2019 Schweizer Landtechnik

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Impression | Einsatzbericht

Der Doppelbunker bietet sechs Tonnen Kapazität, wovon ein Viertel für den Abgang abgetrennt ist.

An der «Premium»-Bedienung kann das Verlesepersonal sämtliche Einstellungen der Maschine selber beeinflussen.

keiten aller Reinigungselemente auch vom Verlesepersonal verstellt werden können. Einige der am häufigsten zu verstellenden Elemente wie der Abstand des Fingerkamms können praktisch über Knöpfe verstellt werden, ohne dabei ins Menu des Terminals gehen zu müssen.

Fazit

Der Verlesetisch mit fünf Kalibrierwalzen bietet für bis zu sieben Personen einen hohen Arbeitskomfort.

zwei Trennstufen mit 1050 mm bzw. 900 mm breiten Igelbändern hat Ropa jede Menge an Reinigungs- und Trennflächen eingebaut. Die Vortrennung erfolgt über Igel 1 mit einer Doppelableitwalze, die Haupttrennung über Igel 2 mit einem umlaufenden, 4-reihigen Fingerkamm. Auch sämtliche Reinigungseinheiten sind hydraulisch angetrieben und halten unabhängig von der Zapfwellendrehzahl ihre eingestellte Zielgeschwindigkeit.

Erstklassiger Komfort am Verlesetisch Der Verlesetisch ist mit fünf Kalibrierwalzen ausgestattet, durch welche das kleinkalibrige Erntegut in das darunter laufende Band des Abgangsbunkers fällt. Zusätzlich stehen zwei Sortierschächte zur Verfügung, durch welche grosskalibriger Abgang ebenfalls auf dieses Band gelangt. «Der Verlesetisch bietet sehr grosszügige Platzverhältnisse und mit verstellbarer Podesthöhe einen vorbildlichen Arbeitskomfort, das wird von unseren Kunden sehr geschätzt», betont Martin Uhlmann. In ex­ tremen Bedingungen finden bis zu sieben 40

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Personen Platz, wobei meistens drei bis vier Personen ausreichen. Der Doppelbunker bietet insgesamt sechs Tonnen Fassungsvermögen, wovon ein Viertel für den Abgang beansprucht wird. Die Bedienung der Maschine erfolgt über Isobus wobei die Einstellungen und Anzeigen wahlweise über ein Isobus-Terminal des Traktors, ein einfacheres, von Ropa mitgeliefertes Terminal oder wie bei der hier gezeigten Maschine mit einem etwas grösseren Terminal mit Touchscreen erfolgen. Zusätzlich werden die intuitiv zu bedienenden Hydraulikfunktionen mit zwei Mini-Joystick-Bedienungselementen gesteuert. Das Kästchen auf der rechten Seite beinhaltet neben der Achslenkung die wichtigsten Funktionen des Rodevorgangs, insbesondere die Steuerung der Aufnahme. Auf der linken Seite kann der Fahrer ebenfalls die Achslenkung und zusätzlich alle Funktionen, die bei der Bunkerentleerung gebraucht werden, separat betätigen. Die «Premium»-Bedienung über dem Verlesetisch ist mit einem eigenen Terminal ausgestattet, auf dem die Geschwindig-

Der «Keiler 1» mit Feldverleseausrüstung ist eine durchwegs gelungene Profi-Maschine, die dank grosser Trennflächen eine hohe Leistung ermöglicht. Das hohe Gewicht und der hydraulische Antrieb würden theoretisch einen eher hohen Treibstoffverbrauch erwarten lassen. «In der Praxis liegt der Treibstoffverbrauch pro Hektare aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit im Bereich anderer Maschinen», sagt aber Martin Uhlmann. Den Leistungsbedarf gibt Ropa ab 60 kW / 82 PS an. Wer jedoch mit dem beladenen Gespann mit bis zu 20 t Gesamtgewicht auch noch bergauf zügig arbeiten will, muss doch wohl über 100 PS vorspannen.

Steckbrief Ropa «Keiler 1» Antrieb: Zapfwelle 540 U/min; hydraulisch, 2 Axialkolbenpumpen und Traktorhydraulik Masse: L: 9,6 m; B: 3,0 m; H: 3,53 m Bunker: 6000 kg, davon ¼ für Abgang Leergewicht: 9,1 bis 9,4 t Siebkettenbreite: 1: 800 mm; 2: 840 mm Krautkette: 950 mm breit Igelbänderbreite: 1: 800 + 250 mm; 2: 900 mm. Verleseband: Breite 750 mm; Platz für 7 Personen Leistungsbedarf: Ab 60 kW / 82 PS Preis: ab Euro 128 000.−; abgebildete Version Euro 140 000.− (Bruttopreise, exkl. MwSt.) (Herstellerangaben)


Praxisfragen | Management

Konforme Markierung mit Frontprotektor für Anhänger mit Überbreiten. Beträgt die Distanz zur Mitte Lenkrad mehr als 3 m, wird ein V-Spiegel benötigt. Bild: Wismer Landtechnik AG

Richtig markieren Was gilt generell bei Doppelradmarkierungen, Breitreifen und Überbreiten? Für all diese Fälle gibt es sinnvolle Hilfsmittel, die die Sichtbarkeit verbessern und die Unfallgefahr vermindern.

gen an Strassenfahrzeuge VTS und in der Verkehrsregelverordnung VRV. Gemäss VTS Art. 27 Abs. 1bis werden andere landwirtschaftliche Fahrzeuge, welche die Breite von 2,55 m nur wegen der montierten Breitreifen (Art. 60 Abs. 6) oder Gummiraupen-Laufwerken und allenfalls vorhandenen Radabdeckungen aus nachgiebigem Material überschreiten, als Ausnahmefahrzeuge bis zu einer Breite von 3,00 m zugelassen. Vom betreffenden Fahrzeugtyp muss eine Ausführung mit einer Breite von maximal 2,55 m existieren. VTS Art. 27 Abs. 1ter: Ein Ausnahmeanhänger (nach VTS Art. 27 Absatz 1bis) darf die Breite des Zugfahrzeugs (Art. 38 Abs. 1bis) nicht überschreiten, ausser bei Zugfahrzeugen, die mit Breitreifen oder Doppelbereifungen oder mit Gummiraupen-Laufwerken ausgerüstet sind. In diesem Fall ist die Breite des Anhängers am Zugfahrzeug auffällig zu markieren. Aufgrund der VTS Art. 68 Abs. 1 sind mit auffälligen, schrägen, rund 10 cm breiten, gelb-schwarzen oder rot-weissen Streifen (die retroreflektierend sein dürfen) zu versehen: a) Fahrzeuge, die wegen ihrer Bauart oder ihrer Verwendung für andere Strassenbenützer eine nicht leicht erkennbare Gefahr bilden, die Markierungen können vorn und hinten angebracht sein. b) Fahrzeugteile, Anbau- oder andere Geräte, die nicht leicht erkennbar mehr als 0,15 m seitlich oder mehr als 1,00 m nach vorne oder nach hinten vorstehen.

Urs Rentsch

Hervorstehende Ladungen In der Praxis haben sich Doppelradmarkierungen bei Verwendung von Doppelrädern oder Breitreifen bestens bewährt. Sie werden auf den Kotflügeln montiert und können somit bei Tag und Nacht, von vorne und hinten, mit oder ohne Anbaugeräte / Anhänger, wahrgenommen werden.

«Vorne am Fahrzeug»? Werden Transportanhänger mit Breitreifen ausgestattet und weisen eine Aussenbreite von über 2,55 m auf, muss das Zugfahrzeug mit Doppelrädern oder Breitreifen ausgestattet sein. In diesem Fall ist die Breite des Anhängers zwingend am Zugfahrzeug zu signalisieren. Die Rückfrage bei verschiedenen Kantonspolizeien hat ergeben, dass die Markierung «vorne am Zugfahrzeug» angebracht sein muss. Hier gehen die Meinungen jedoch auseinander, ob «vorne» Vorderachse oder Front-

anbaubereich bedeutet. Bei überbreiten Anhängern wird mindestens eine Doppelradmarkierung auf den Kotflügeln der Vorderachse benötigt. Um ganz sicherzugehen, ist eine Überbreitenmarkierung an der Traktorfront zu empfehlen, zum Beispiel mit einem Frontprotektor. Die Markierung sollte aus rot-weiss reflektierenden Markierungstafeln sowie Positionslampen bestehen und über einen Anfahrschutz verfügen. Nicht vergessen: Falls eine Überbreitenmarkierung an der Fronthydraulik befestigt ist und die Distanz zur Mitte Lenkrad grösser als 3 m beträgt, wird ein V-Spiegel benötigt (siehe auch Seite 14).

Die gesetzlichen Grundlagen Die gesetzlichen Grundlagen zu obigen Ausführungen finden sich in der Verordnung über die technischen Anforderun-

Stehen Ladungen, Einzelteile oder Anhänger nicht leicht erkennbar seitlich vor, so sind laut VRV Art. 58 Abs. 2 die äus­sersten Stellen deutlich zu kennzeichnen, tags mit Wimpeln oder Tafeln, nachts und wenn die Witterung es erfordert, mit Licht oder Rückstrahlern, die nach vorne weiss und nach hinten rot leuchten; die Rückstrahler dürfen sich höchstens 90 cm über dem Boden befinden. Das Ende von Ladungen oder Einzelteilen, die das Fahrzeug auf der Rückseite um mehr als 1 m überragen, ist ebenfalls deutlich zu kennzeichnen.

Definition Breitreifen Als Breitreifen gelten Reifen, deren Breite mindestens ein Drittel des Reifenaussendurchmessers oder mindestens 0,6 m beträgt.

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Plattform | Ausstellungen

Neuheiten und Trends bei Holzheizungen In zahlreichen Ländern Europas nimmt die Energiewende Fahrt auf. Das war auch während der Messen «Energy­ Decentral» in Hannover und «Heizen mit Holz» in Fuhrberg zu erkennen. Carsten Brüggemann*

Neben verfeinerter Kessel- und Filtertechnik sind bei Holzheizungen innovative Sensorik, Digitalisierung von Kontroll- und Regelsystemen zukunftsweisende Themen, um Feinstaub- und Stickoxidbelastungen zu reduzieren. Dies natürlich immer mit den bestehenden und den zukünftigen Vorschriften und Grenzwerten vor Augen. Das grosse Sorgenkind ist nach wie vor die Einzelfeuerung, also Kamin- und Kachelöfen, die massiv an den Umweltbelastungen durch Holzfeuerungen beteiligt sind. So wurde in einigen Ländern auch schon über ein Verbot dieser Feuerungen nachgedacht. Während Kessel durch besondere Feuerungstechnik oder nachgeschaltete Filter Staubgehalte erreichen, die weit unter den geforderten Grenzwerten liegen, wurden die Entwicklungen von Filtersystemen für Einzelraumfeuerungen weitgehend eingestellt, da sie in der Praxis nicht nachgefragt werden. Themen sind aber nicht nur die Filter- und Feuerungstechnik, sondern auch Brennstoff, Qualitätssicherung sowie die Zertifizierungen von Brennstoffen und deren Aufbereitung und Handel.

Interessante Entwicklungen Biobrennstoffe waren diesen Herbst auch Themen an den Messen «BioenergyDecentral» in Hannover (D) und «Heizen mit Holz» in Fuhrberg (D). Windhager, Hersteller von Holzfeuerungsanlagen, zeigte mit dem «PuroWin»-Verfahren eine Feuerung, mit der ohne Filter, ausschliesslich durch Feuerungstechnik, sehr geringe Staubemissionen entstehen. Mit Hilfe einer patentierten Gegenstromvergasung macht man sich die filternde Wirkung des Brennstoffvor­ rates im Kessel zunutze. Brennstoff wie Holzhackschnitzel wird vergast, das Gas­ gemisch wandert durch den Brennstoff, Feinstaub wird so herausgefiltert. Oberhalb von Glutbett und Brennstoffvorrat bildet sich durch gezielte Luftführung eine blaue Gasflamme. Die 100-kW-Anlage wird inkl. Austrag- und Zuführeinheit ab CHF 28 000.− netto angeboten.

Warmwasser aufbereiten

Die «PuroWin»-Feuerung von Windhager hat keinen Filter. Mit Hilfe einer patentierten Gegenstromvergasung macht man sich die filternde Wirkung des Brennstoffvorrates im Kessel zunutze. Bilder: C. Brüggemann

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Wer einen Scheitholzkessel betreibt, muss sich darüber Gedanken machen, wie er im Sommerhalbjahr sein Brauchwasser erwärmt. Guntamatic will dies durch eine Kombination von Scheitholzkessel und einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe lösen. Die Wärmepumpe arbeitet dann nur in der wärmeren Jahreszeit mit entsprechend guten Wirkungsgraden. Zudem wird ein Strom-Speichersystem angeboten, um auch Solarstrom für die Wärmepumpe nutzen zu


Ausstellungen | Plattform

können. Eine Kombination aus 14-kWScheitholzkessel und 9-kW- Wärmepumpe wird ab CHF 12 500.− angeboten. Mit den «Evolution»-Hybrid-Anlagen geht Gunta­ matic noch weiter und kombiniert eine Wärmepumpe mit einer zum Beispiel im Wohnzimmer stehenden automatischen Pelletfeuerung, die auch als ScheitholzKaminofen betrieben werden kann und an die Zentralheizung angeschlossen ist.

Transportable Anlage Auf der Messe «Heizen mit Holz» in Fuhr­ berg zeigte Hersteller SSp einen Kessel, der mit Holzpellets oder Holzhackschnit­ zeln befeuert werden kann und mit ent­ sprechenden Wärmetauschern als Warm­ lufterzeuger dienen kann. Kessel, Schorn­ stein und Vorratsbehälter werden auf einer Palette montiert und können als transportable Anlage eingesetzt werden. Die Einheit wird mit Leistungen von 30 bis 80 kW zum Preis ab CHF 14 500.− bis 24 000.− angeboten. Herz stellte eine neue Holzhackschnitzel­ feuerung vor, die mit Brennwerttechnik arbeitet. Durch das Reduzieren der Rauchgastemperaturen kondensieren die Rauchgase und reduzieren so die Staub­ gehalte der Rauchgase. Ein Kesselkörper aus hochfestem und säurebeständigem Edelstahl verhindert Korrosionen. Fröling bietet seine Hackschnitzelfeue­ rungen «T4e» mit integriertem elektro­ statischem Filter an, der auch nachgerüs­ tet werden kann. Die Kessel für Holz­ pellets der Serie «PE1c» werden mit Brennwerttechnik angeboten.

Mit entsprechenden Wärmetauschern kann dieser Kessel von Hersteller SSp auch als Warmlufterzeuger dienen.

Kombination von Scheitholzkesseln mit Wärmepumpe bei Guntamatic. Die Wärmepumpe arbeitet nur in der wärmeren Jahreszeit mit entsprechend guten Wirkungsgraden.

«HolzUp» und Bündler Gezeigt wurde in Fuhrberg auch ein selbstentwickeltes System zum Bündeln von Scheitholz. Ein Stütz- und ein Spann­ bock aus Aluminium stehen sich auf ei­ ner EU-Palette gegenüber, der Zwischen­ raum wird mit Holzscheiten gefüllt. Beim anschliessenden Umspannen des Holzes mit Gurt und Ratsche wird der Spann­ druck durch die besondere Konstruktion des Spannbocks in den Stapel über­ tragen, so dass die Hilfsböcke zum Ent­ nehmen freigegeben werden. Meter­ scheite können in gebündeltem Zustand in kleinere Scheite zersägt werden. Mit dem Bündeln von Holzscheiten wird der Brennholzhandel mit der Masseinheit

Herz und Fröling zeigten Holzhackschnitzelfeuerungen, die durch Brennwerttechnik höhere Wirkungsgrade erreichen.

«Raummeter» möglich und kann so den ungenaueren «Schüttraummeter» ablö­ sen. Mit dem recht simplen Werkzeug «Holz­ Up» kann der Kraftaufwand zum Bewe­ gen auch stärkerer Meterholzstämme deutlich (−35 %) reduziert werden. Beim Ansetzen des patentierten Gerätes, das von der gleichnamigen Firma «HolzUp» aus St.  Johann Upfingen, Baden-Würt­ temberg, hergestellt wird, bohren sich Fi­ xierdorne in das Holz und bilden so eine feste Verbindung, um den Stamm ziehen oder aufstellen zu können. *Der Autor ist Berater für Energietechnik bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Das patentierte Werkzeug «HolzUp» reduziert dank Hebelwirkung den Kraftaufwand beim Aufarbeiten von Brennholz.

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Plattform | Tagung

Das Gesamtkonzept der Ausstellung – ohne besondere Bauten und Einrichtungen – macht die «DeLuTa» einmalig und legt den Fokus auf den fachlichen Austausch. Bilder: R. Engeler

Top-Treff der Dienstleister Mehr als 10 000 Lohnunternehmer haben sich Anfang Dezember in Bremen zur Deutschen Lohnunternehmer-Tagung getroffen – darunter auch eine grössere Gruppe aus der Schweiz. Roman Engeler

«Dynamik, Energie und auch Spass» – so lautete das Motto der «DeLuTa», der deutschen Lohnunternehmer-Tagung, die Anfang Januar auf dem Messegelände im norddeutschen Bremen über die Bühne ging. Diese Veranstaltung hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der Agrar-Dienstleister entwickelt und ist schon längst nicht mehr auf Deutschland beschränkt. Trotzdem ist der «halböffentliche» Status geblieben, kann man doch nur auf Einladung und entsprechender Anmeldung an dieser Veranstaltung teilnehmen. 44

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Viele Aussteller, kompakte Fläche Die Lohnunternehmer und ihre Angestellten bleiben also an diesem Event mehr oder weniger unter sich. Rund 270 Aussteller, ziemlich analog der Agrama und vorwiegend aus dem Bereich der Landtechnik, präsentierten in vier überschaubaren Hallen ihre Produkte. Im Vergleich zu anderen Ausstellungen wirkten diese Auftritte aber weit weniger pompös – scheinbar geht es doch auch mit etwas weniger Aufwand. Dafür blieb umso mehr Raum für individuelle und fachliche Gespräche.

Trotzdem werden auch die von Lohnunternehmern häufig eingesetzten Maschinen immer noch grösser und schwerer, obwohl aus verkehrstechnischer Sicht das Ende der Fahnenstange eigentlich längst erreicht sein sollte. Gut war die bunte Mischung in den Ausstellungshallen der verschiedenen Branchen und Firmen, die absichtlich in einer bunten Reihe auf begrenzter Standfläche zusammengestellt wurden. Der regelmässige Wechsel der Firmen zwischen den Hallen findet Akzeptanz, keiner der Aussteller konnte sich im Vorfeld einen bestimmten Platz aussuchen.


Tagung | Plattform

Gülle-Problematik In fünf parallelen Sessionen wurden in über 60 Vorträgen Lohnunternehmerspe­ zifische Themen behandelt. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Handling von Hofdüngern (Separation, Aufwertung, Verschlauchung, Einarbeitung oder exaktes Messen der Nährstoffe). Die seit letztem Jahr in weiten Teilen der EU gültige Düngerverordnung hat gerade den Gülletechnik-Herstellern volle Auftragsbücher beschert, den Landwirten und Lohnunternehmern aber viel administrative Arbeit auferlegt. Mit der neuen Gesetzgebung wollen die Behörden erreichen, dass die Effizienz der organischen Düngung erhöht, die Gewässer besser geschützt und die Emissionen in Form von Ammoniak reduziert werden. Dazu gaben die Vorträge neue Impulse – durchaus auch anwendbar für unsere Verhältnisse.

«Smart Farming» Ein weiteres dominantes Thema in den Vorträgen war, wie könnte es anders sein, die Digitalisierung. In einem überaus interessanten, kontradiktorisch geführten Referat ging es beispielsweise um die Probleme bei der markenübergreifenden Umsetzung von «Landwirtschaft 4.0». Verschiedene Lohnunternehmer berichteten über die Schwierigkeiten im Austausch elektronischer Daten zwischen einzelnen Maschinen. Die klare Forderung, dass solche Systeme für die Praktiker anwendbarer und vor allem zuverlässiger werden müssen, wurde in einer Podiumsdiskussion von den Vertretern der Landtechnik-Industrie erstaunlicherweise kaum bestritten. Obschon die jeweiligen Marketingabteilungen in der Verbreitung positiver Botschaften kaum zu bremsen sind, sehen es die Entwickler wohl doch etwas pragmatischer. Ihnen scheint die Problematik durchaus bekannt zu sein. Sie hoffen, dass gerade mit der Plattform «Agrirouter» einige der vorhandenen Unzulänglichkeiten gelöst werden können.

Das Thema «Gülle» war in verschiedenen Facetten auf der Tagung omnipräsent.

Gruppenbild mit Traktor: Die Schweizer «DeLuTa»-Teilnehmer beim abschliessenden Besuch auf dem Lohnunternehmer-Betrieb Hauschild bei Hamburg.

Weiter kam an der «DeLuTa» auch der notorische Mangel an «digital affinen» Fachkräften im Landmaschinenhandel zur Sprache. Obwohl diese Sparte in der Ausbildung forciert wird, gibt es scheinbar immer noch zu wenige Personen mit entsprechenden Kenntnissen. Und ist eine Fachkraft einmal digital ausgebildet, wird sie meist von den Herstellern gleich wieder abgeworben, weil die Landtechnik-Industrie selbst erhöhten Bedarf hat und darüber hinaus angenehmere Arbeitsmodelle bieten kann als der Handel mit der von der Praxis geforderten 24-h-Verfügbarkeit.

le Neuheit ist, wurde den Tagungsteilnehmern überlassen, die per App auf ihren Smartphones abstimmen konnten. Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe war allerdings noch keine Auswertung dieses Wettbewerbs verfügbar.

Fazit

Erstmalig gab es im Rahmen der Firmenpräsentationen einen Neuheiten-Wettbewerb in den drei Kategorien «selbstfahrende Maschinen und Fahrzeuge», «Anbau- und Anhängegeräte» sowie «Dienst­leistungen, Software und Sonstiges». Als Neuheit galt, was 2018 erstmalig in den Verkauf gelangte, also bereits den Status der Serienfertigung erreicht hat. Die Entscheidung, was eine wertvol-

Für die rund 50 Schweizer Lohnunternehmer war die Teilnahme ein voller Erfolg. Geschätzt wurden die informativen Vorträge, bemängelt allerdings die Tatsache, dass diese nicht wiederholt wurden und man so bei parallelen Veranstaltungen sich nicht alle interessanten Themen anhören konnte. Positiv vermerkten die Teilnehmer die Gespräche mit den Ausstellern in entspannter Atmosphäre, etwas, das an den grossen Messen heute fast nicht mehr möglich ist. Der abschliessende Besuch eines im «Speckgürtel» der Grossstadt Hamburg aktiven Lohnunternehmers zeigte, dass sich die Berufskollegen in unserem Nachbarland mit nahezu den gleichen Herausforderungen herumschlagen müssen.

Die 1300 Plätze in den fünf Vortragssälen waren meist voll besetzt.

Die Lohnunternehmer nutzten die Chance, sich auch über Details zu informieren.

Neuheiten-Wettbewerb

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Plattform | Report

Der Dammbau mit permanenten Fahrspuren benötigt oft Maschinen, die im Handel nicht zu finden sind. Bilder: Ch. Hirschi

Gemeinsam tüfteln und schweissen «L’Atelier Paysan» ist eine französische Genossenschaft, die sich aktiv für den Eigenbau von Maschinen engagiert. Sie stellt Bauanleitungen kostenlos zur Verfügung und gibt landesweit Kurse. Christian Hirschi*

Während in der Schweiz das Konzept der Ernährungssouveränität in letzter Zeit Schlagzeilen machte, ist die Technologiesouveränität weit weniger bekannt. Sich damit auseinanderzusetzen, ist allerdings angebracht, nimmt doch unsere Abhängigkeit von der Maschinenindustrie stetig zu – auch in der Landwirtschaft. Die grosse Menge elektronischer Komponenten und der herrschende Gigantismus bei

*Christian Hirschi ist Redaktor bei «Bioaktuell». Der Artikel ist in der Ausgabe 10/18 von «Bioaktuell» erschienen.

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Maschinendimensionierung und Traktorenleistung ziehen zudem Investitionskosten nach sich, welche die Betriebsrentabilität stark beeinträchtigen können. Die Maschinen werden zwar immer schlagkräftiger, aber auch teurer, da ihre Entwicklung durch marktwirtschaftliche Überlegungen vorangetrieben wird und mit dem Wachsen der Betriebsgrössen einhergeht. Diese Umstände haben 2009 zur Gründung des «Atelier Paysan» in der Region Grenoble geführt. Die französische Genossenschaft beschäftigt ein Dutzend Angestellte. Sie begleiten Landwirte bei der Pla-

nung und beim Bau von Maschinen und Geräten, die den Prinzipien der bäuerlichen Agrarökologie gerecht werden. Modelle für den Gemüsebau sind am häufigsten. Daneben findet man Geräte für den Einsatz mit Zugpferden, Maschinen für den Weinbau, mobile Unterstände für Tiere, Sämaschinen für Gründüngungskulturen, eine «Röndle» zur Kornseparierung in Gemengen und vieles mehr.

«Open Source» statt Patentschutz Die französische Genossenschaft sucht im ganzen Land nach guten Selbstbauprojekten mit dem Ziel, den bäuerlichen Wissens-


Report | Plattform

Grégoire Stoky mit einer Federzahnegge

schatz zu sammeln und zugänglich zu machen, damit die Landwirte in Bezug auf ihre technische Ausrüstung für den Bio-Landbau autonomer werden. Interessante Mechanisierungskonzepte oder ergonomische Verbesserungen werden dokumentiert und auf der Internetplattform des «Atelier Paysan» veröffentlicht. In ihrem Vorhaben wird die Genossenschaft von zahlreichen Vereinigungen unterstützt. Die Baupläne der Maschinen, die Genossenschaftsmitglieder selbst entworfen oder mitgestaltet haben, werden als Allgemeingut angesehen: Alle Pläne werden unter der «Creative Commons»-Lizenz veröffentlicht. Das heisst, sie stehen zur freien Verfügung unter der Bedingung, dass sie nicht für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden.

Mobile Werkstatt, praxiserprobte Baupläne Das «Atelier Paysan» verfügt über fünf als Werkstatt eingerichtete Lieferwagen, die als mobile Infrastruktur überall in Frankreich für Kollektivprojekte eingesetzt werden. Es werden Praxiskurse zur Realisierung von Maschinen-Prototypen durch­geführt. Die Prototypen, welche die Teilnehmenden im Kurs anfertigen, werden darauf in der Praxis getestet. Schliesslich wird ein überarbeiteter Bauplan auf der Webseite der Genossenschaft aufgeschaltet.

re Tage und sind so organisiert, dass eine Gruppe gemeinsam ein Projekt realisiert oder eine Maschine baut. «Die Themen der Kurse werden weitgehend durch die Landwirte der Interessengruppen unseres Netzwerks bestimmt. Anfänger sollen dabei ebenso angesprochen werden wie versierte Bastler», erklärt der Co-Geschäftsführer beim «Atelier Paysan», Fabrice Clerc. «Kursteilnehmer hingegen, die eine Kundenhaltung an den Tag legen und eine schlüsselfertige Lösung geliefert haben möchten, kehren vermutlich enttäuscht nach Hause zurück», präzisiert er. In der Regel nehmen die Teilnehmenden einen Prototyp mit nach Hause, den sie in der Folge an die eigenen Bedürfnisse anpassen und weiterentwickeln müssen.

Maschinen auch in der Schweiz Ein Vorzeigeprojekt ist die Ausrüstung des Maschinenparks mit Schnellkuppeldreiecken, die bei uns für die Kupplung von Frontanbaugeräten am Traktor bekannt sind. «In einem durchschnittlichen Gemüsebaubetrieb können so 35 Stunden im Jahr eingespart werden. Zudem schont das System den Rücken und vermindert das Verletzungsrisiko an den Händen», erklärt Grégoire Stoky. Er bewirtschaftet zusammen mit seinem Cousin Quentin Tanner einen Landwirtschaftsbetrieb mit Gemüsebau in Jussy GE. Auf anderthalb des zwanzig Hektaren grossen Betriebs wird Gemüse im Dammanbau mit permanenten Fahrspuren angebaut. Die beiden Cousins haben ihre Maschinen, die nach Bauplänen des «Atelier Paysan» angefertigt wurden, als Occasionsmaschinen gekauft. Sie verwenden ein Häufelgerät, eine Federzahnegge und einen Grubber, die alle ohne Zapfwellenantrieb funktionieren und speziell für die Bodenbearbeitung im Dammanbau konzipiert wurden. «Diese Maschinen mit Zinken und Scheiben arbeiten im Ver-

Anfänger und versierte Bastler Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld des «Atelier Paysan» sind Kurse, in denen in Gruppen gearbeitet wird. Das Kursprogramm ist vielfältig: Es werden Weiterbildungen zur Metallbearbeitung, zu Unterhalts- und Reparaturarbeiten an Traktoren, zu einem Schädlingsabschreckgerät, zu mobilen Gewächshäusern, zu Brotbacköfen oder zum Bau von Spezialausrüstungen wie Hackgeräten für den Damm­anbau mit permanenten Fahrspuren angeboten. Die Kurse dauern mehre-

gleich zu zapfwellenangetriebenen Geräten, etwa der Beetfräse, bodenschonender. Die Bodenstruktur bleibt erhalten, was insbesondere bei unseren lehmhaltigen, zur Verschlämmung neigenden Böden ein Vorteil ist. Zudem kann man sie leicht selbst reparieren und anpassen», erläutert der Genfer Gemüsebauer. Die gute Flächenleistung und der verminderte Treibstoffverbrauch sind weitere Vorteile. «Nachteile sehe ich einzig bei der Verstopfungsgefahr, wenn viele Ernterückstände eingearbeitet werden müssen, und bei den etwas begrenzten Einsatzmöglichkeiten.»

Anpassung an lokale Bedingungen Kursleiter des «Atelier Paysan» waren kürzlich an der Landwirtschaftsschule in Marcelin VD zu Gast, wo sie zeigten, wie fixe Gemüsetunnels in mobile umgebaut werden können. «Wir haben aber keine Filialen im Ausland. Initiativen sollen aus lokalen Bedürfnissen heraus entstehen», erläutert Fabrice Clerc. «So könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen, dass eine Gruppe Landwirte, die bäuerliches Saatgut kultiviert, eine Sortiermaschine entwickelt. Denn Maschinen können so lebendig sein wie Samen zur Aussaat. Sie müssen an die lokalen Bedingungen angepasst werden.» Für Fabrice Clerc ist klar: «Durch industrielle Produktion und grosse Serien können zwar die Stückkosten gesenkt, aber spezifische, lokale Bedürfnisse nicht bedient werden.»

Baupläne, Videos, Kurse Auf der französischsprachigen Website von «Atelier Paysan» ist eine Fülle von Informationen zur Selbstbau-Genossenschaft aus Frankreich zu finden. Neben Bauplänen und Video-Anleitungen für den Eigenbau von Maschinen und Geräten sind auch Kontaktadressen, Kursdaten oder Beiträge zu Themen wie biodynamische Landwirtschaft, Arbeit mit der Motorsäge, Hofverarbeitung, Ergonomie und Bodenbedeckung sowie ein Forum zu finden. www.latelierpayson.org (frz. oder engl.)

Ein Häufelgerät für die Dammbildung

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Unfallverhütung | Sicherheit

Es geht meistens blitzschnell und einmal in der Kabine, kann man fast nicht mehr «nein» sagen. Bilder: M. Abderhalden

Sicherheit für kleine Mitfahrer Unfälle mit Kindern sind immer tragisch. Selbst wenn sie sich auf dem vermeintlich sicheren Kindersitz befinden, kann das Unfassbare passieren. Das Mitfahren für Kinder ist zeitlich zu limitieren. Ruedi Hunger

Landtechnik fasziniert. Das ist seit jeher so und trifft bei Kindern besonders zu. Sie sind vom kräftigen Erscheinungsbild eines Traktors, von dessen Motorensound und von seiner Grösse beeindruckt. Wer kann es daher den Jüngsten auf dem Hof verargen, wenn sie im Traktor mitfahren wollen. Dem Kind seinen momentan sehnlichsten Wunsch abzulehnen, ist nicht immer einfach. Doch, ist der Traktor oder der Transporter ein ideales Fahrzeug, um Kinderwünsche zu erfüllen? Nein, sicher nicht. Es gibt geeignetere Fahrzeuge, um Personen, insbesondere Kinder, zu transportieren. Doch oft muss es aus der Situation heraus einfach sein. Unfälle werden verursacht, wenn sich Kinder unbemerkt dem Fahrzeug nähern. Die toten Winkel – also, die für den Fahrer nicht einsehbaren Bereiche, sind gross und daher entsprechend gefährlich. Einmal auf dem Fahrzeug, werden Kinder durch das monotone Fahrzeuggeräusch

schläfrig und können vom Sitz rutschen. Zudem sind Kinder im Wachstum und ihr Körper, insbesondere die Wirbelsäule, empfindlich auf dauernde Vibrationen und Schläge. Sitzen Kinder zudem auf der «falschen» Seite, können sie unabsichtlich mit den Füssen die Bedienelemente der Hydraulik (oder Zapfwelle) betätigen.

Verkehrsregelnverordnung Die Verkehrsregelnverordnung (Art. 61 VRV) schreibt vor: • Berechtigte Personen dürfen im Nahverkehr im Fahrzeug und auch auf der Ladebrücke oder der Ladung mitgeführt werden, wenn ein ange- messener Schutz sichergestellt ist. Kinder bis zum vollendeten 7. Al- tersjahr müssen von einem mehr als 14 Jahre alten Mitfahrer beauf- sichtigt werden oder benötigen einen sicheren Kindersitz.

5-Punkt-Gurt. Eine zusätzliche Kopfstütze und Seitenteile geben Stabilität und schützen Kopf und Halswirbelsäule, sollte der kleine Mitfahrer einmal einschlafen. Nach Möglichkeit ist der Sitz in Fahrrichtung zu montieren (siehe auch «Schweizer Landtechnik» 6/7, 2015).

Fazit Was ist ein «guter Kindersitz»? Das Schutzblech oder die Kotflügel sind sicher keine geeigneten Kindersitze. Ebenso sollten Kinder im Gelände nicht auf den Fahrzeugen Platz nehmen. Eine im Normalfall sichere Sitzposition befindet sich innerhalb einer Sicherheitskabine, auf einem sicheren Kinder- (bis 7 Jahre) oder Mitfahrersitz. Dieser ist gefedert, dämpft die Schläge und ist mit Sicherheitsgurten ausgerüstet, die einen «kindersicheren» Öffnungsmechanismus aufweisen. Für Kleinkinder reicht der Beckengurt nicht, es empfiehlt sich ein

Wenn schon – denn schon! Wenn Kinder mitfahren dürfen oder müssen, sollen sie einen sicheren und komfortablen Sitzplatz erhalten, genau wie auch die Fahrerin und der Fahrer.

«Kindersitz-Börse» Es muss nicht immer ein neuer Sitz sein. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) betreibt eine «Kindersitz-Börse» mit gebrauchten Kindersitzen, die noch in gutem Zustand sind und die Anforderungen erfüllen.

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Passion | Youngtimer

Hans «Johnny» Brodbeck aus Buus BL ist von seinem «Arbeitstier», dem MF «365», hell begeistert. Bild: D. Senn

«Der MF ‹365› ist ein Arbeitstier» Hans Brodbeck und Sohn Marc haben mehrere Traktoren von Massey Ferguson auf ihrem Milchwirtschaftsbetrieb Grienhof in Buus BL. Schon früh hat sich Hans Brodbeck ein Lohnunternehmen aufgebaut. Dominik Senn

Schwere Böden prägen den hügeligen Grienhof im basellandschaftlichen Buus. Landwirt und Lohnunternehmer Hans «Johnny» Brodbeck und auch seine Vorgänger, seine Schwiegereltern, waren sich immer einig: Um die Viehhaltung kommen sie nicht herum, wollen sie den Hof gewinnbringend bewirtschaften. Dreissig Milchkühe stehen im Stall, dazu fünfzehn bis zwanzig Kälber und Rinder. Von den 34 Hektaren Kulturland stehen jeweils etwa 12 unter dem Pflug, ein Drit50

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tel davon für Rapsanbau, der Rest für Brotweizen und Gerste zum Verfüttern. 5 bis 6 Hektaren sind Kunstwiesen, 3,3 Hektaren Wald, der Rest Naturwiesen und Weiden. Hans Brodbeck ist nebenbei noch Weizen-Saatzüchter, früher der Sorte «Forel», heute «Hanswin».

Ursprünglich Förster Ursprünglich – ab 1966 – war er Förster in Wintersingen, wo er auf dem elterlichen Kleinbauernbetrieb mit acht Kühen

und wenig Rebland aufwuchs. «Von diesem Betrieb kann eine Familie in Zukunft nicht leben», beschied ihm sein Vater und riet ihm, die Försterschule in Lyss zu absolvieren. Es währte nicht lange, lernte Hans Brodbeck seine zukünftige Ehefrau in Buus kennen und lieben, und bereits 1969 kam er durch Heirat auf ihren Grienhof, worauf er unverzüglich in einer Zweitausbildung noch die landwirtschaftliche Schule Ebenrain absolvierte. Die Förstertätigkeit erklärt den Umstand,


Youngtimer | Passion

dass er als Landwirt parallel ein kleines Lohnunternehmen aufzubauen begann, das im Winter Forstarbeiten ausführt, aber auch sommers mit Dresch-, Sä- und Pflanzenschutzarbeiten sehr aktiv ist. Der zweite Umstand war die Tatsache, dass man «Johnny» früh nachsagte, er sei maschinenverrückt, er habe Diesel im Blut. «Der erste Mähdrescher in weiter Umgebung stand ab 1967 auf unserem Betrieb», bestätigt Hans Brodbeck. Heute sind es drei.

Im Grünland und Acker geeignet Durch Massey-Ferguson-Händler Flückiger in Wintersingen kam der neue MF «365» Allrad im Jahre 1996 auf den Grienhof. Und befand sich bereits in guter Gesellschaft. Denn ein MF «135» von 1972 war als kleiner Hoftraktor im Einsatz, und der jüngste Sohn Brodbecks hielt sich einen MF «1155» zum Pullern. Der «365» sei für spezifische Bedürfnisse des Lohnunternehmens angeschafft worden, so Hans Brodbeck. In den Hanglagen der Umgebung bis 35 % sei er mit der Dreipunktanhängung und dem Frontgewicht sowie seiner Pflegebereifung die ideale Zugmaschine für das 900 Liter fassende Pflanzenschutzgerät. Mit seinen über 70 PS aus einem Perkins-Motor mit Turbolader bei bloss 3320 kg Gewicht bediene er aber auch die Kleinballenpresse, das Druckfass, den Ladewagen, Dosierwagen und einen Düngerstreuer aufs Vortrefflichste. Das Getriebe weist 18 Gänge mit Halbgang auf. Die Lenkung, Bremsen und Zapfwellenschaltung werden hydraulisch betätigt.

Zylinderkopf – Dichtung ersetzt «Seit 1996 bis heute lief der ‹365› um die 9000 Stunden lang», berichtet Hans Brodbeck. «Eine grössere Reparatur war nur einmal fällig, und zwar im 2017, als der Kühlergrill verstopft war und der Motor überhitzte; die Zylinderkopfdichtung musste ersetzt werden. Ansonsten gab es nur Verschleissteile zu ersetzen. Der ‹365› ist zuverlässig, übersichtlich und trotz Allrad wendig, ein richtiges Arbeitstier: Ölwechsel und Fahren, mehr braucht er nicht. Als Negativpunkt ist höchstens der vergleichsweise ansehnliche Treibstoffverbrauch zu nennen.» Der Nachfolger des MF «165» sei nicht umsonst auf allen Kontinenten im Einsatz für die Landwirtschaft, da er weitgehend Elektronik-frei sei.

Der Marke treu geblieben Hans Brodbeck ist der Marke «MF» treu:

Der unverwüstliche MF «365» im Feldeinsatz. Bild: zVg

Zehn Jahre vor dem «365» schaffte er sich einen «264» für die Verrichtung leichter Arbeiten im Grünland an, zum Mähen, Kreiselheuen, Düngen und Güllen sowie für Weidepflege. Er hat bereits über 10 000 Stunden auf dem Zähler. Gar auf 14 500 Stunden bringt es der 90 PS starke MF «3070» mit Jahrgang 1986. Er ist mit Seilwinde ausgerüstet und entsprechend für Waldarbeiten eingesetzt, aber auch als Zugfahrzeug für Muldenkipper, Dosierwagen und den Pflug. Schliesslich erlebte der Grienhof im Jahre 1999 den Einzug des 150 PS starken MF «8220», der bis heute rund 8200 Stunden lief, indem er schweren Ackergeräten und gezogenen Häckslern zum Silieren sowie einem Schneidspalter vorgespannt wurde.

Dorftheater zweite Leidenschaft Den Jahrgang 1946 gibt man Hans Brodbeck nicht. Obwohl Sohn Marc den Be-

trieb 2008/2009 übernommen hat, ist der rüstige Senior und vierfache Grossvater immer noch für das Lohnunternehmen im Drescheinsatz und auf dem Hof praktisch täglich bei Fütterungsarbeiten und Ausmisten anzutreffen; das Melken (Rohrmelkanlage) besorgt der Junior zusammen mit dessen Ehefrau. Auch die anderen beiden Söhne sind «Maschineler»; der eine fährt nebenbei einen Selbstfahrhäcksler und der andere ist gelernter Grossmaschinen-Mechaniker, jedoch heute IT-Fachmann von Beruf. Trotz der Abgeschiedenheit des Grienhofs ist Hans Brodbeck öfters im Dorf anzutreffen. Denn seine zweite Leidenschaft, nebst den Landmaschinen, gilt dem Dorftheater. Ursprünglich in der Musikgesellschaft Magden bei deren Theateraufführungen beteiligt, steht er heute in der Wintersaison an den Aufführungen der Theatergruppe Wintersingen auf der Bühne.

Wurzeln von MF gehen ins Jahr 1847 zurück Die Wurzeln von Massey Ferguson gehen bis ins Jahr 1847 zurück. Damals gründete Daniel Massey in Newcastle, Ontario, die Massey Manufacturing Company. Diese fusionierte 1891 mit der Firma A. Harris and Son Implement zur Massey-Harris Company Limited. Diese wiederum fusionierte 1953 mit Harry Ferguson Limited – deren Gründer Harry Ferguson erfand die Dreipunktkupplung für Traktoren – und wurde schliesslich zur Massey Ferguson Company. Diese verleibte sich 1959 Landini ein. Anfang der 70er-Jahre beteiligte sich MF auch für kurze Zeit am deutschen Traktorenbauer Eicher. 1994 wurde Massey Ferguson von der

US-amerikanischen Agco-Corporation mit Sitz in Duluth, Georgia, gekauft. 1994 übernahm die italienische Argo S.p.A. das Mehrheitspaket von Landini. Argo und Agco teilen sich nach wie vor verschiedene Modelle. Der auf dieser Seite vorgestellte MF «365» gehörte zur zweiten Generation der «300»er-Baureihe. Er wurde als Heck- und Allradantrieb gefertigt. Der Motor ist ein Perkins, Typ «A 4.236», ein stehender wassergekühlter Viertakt-Vierzylinder-Reihen-Saugmotor mit Direkteinspritzung. Der spezifische Kraftstoffverbrauch wird mit 14,7 l/h oder 287 g/kWh bei 57,7 PS und Nenndrehzahl (2200/min) angegeben.

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SVLT | Agrama

Übergabe der «Swiss Innovation Award»-Urkunde an das Team von Sepp Knüsel: Theres Beutler-Knüsel, Edith Winter-Knüsel, Sepp und Marlis Knüsel (v. l. n. r.) vor dem vollelektrischen Rigitrac «SKE 50». Bilder E. Winter-Knüsel, R. Engeler

«Swiss Innovation Award» für den Rigitrac Knapp 4000 Leser der «Schweizer Landtechnik» sowie Besucher der Agrama haben entschieden: Der «Swiss Innovation Award 2018» geht an den Rigitrac «SKE 50» mit elektrischem Antrieb. Roman Engeler

Im Vorfeld der Agrama 2018 wurden sämtliche Aussteller eingeladen, ihre Neuheiten für den von der Schweizer Landtechnik ins Leben gerufene «Swiss Innovation Award» zu melden. Voraussetzung war, dass die gemeldeten Innovationen noch nie an einer Agrama gezeigt wurden und es sich um Schweizer Entwicklungen handelt, die auch zu grossen Teilen in der Schweiz selbst gefertigt werden. 52

Schweizer Landtechnik 1 2019

Aus den Anmeldungen hat die Redaktion dann sechs Innovationen nominiert, in der November-2018-Ausgabe der «Schweizer Landtechnik» detailliert vorgestellt und dann die Leserschaft sowie die Agrama-Besucher eingeladen, ihre persönlichen Favoriten zu bestimmen. Mit der Stimmabgabe nahm man gleichzeitig an einem Wettbewerb teil, bei dem es drei tolle Preise zu gewinnen gab.

Rege Beteiligung Die Ausmarchung um diese Auszeichnung stiess auf reges Interesse, sowohl am SVLT-Stand an der Agrama wie bei den Ständen der nominierten Firmen. Knapp 4000 Personen beteiligten sich an der Abstimmung, rund doppelt so viele wie vor zwei Jahren, und bescherten dem Auszählungsteam entsprechend Arbeit.


Agrama | SVLT

Während man bei den Talons, die per Post beim SVLT in Riniken eintrafen, kaum einen Trend feststellen konnte, war es bei jenen Karten, die während der Agrama in die Wettbewerbsurne geworfen wurden, schnell einmal klar, dass der Schweizer Traktorenbauer Sepp Knüsel mit dem vollelektrisch angetriebenen Rigitrac «SKE 50» die Nase vorn haben wird.

Rangfolge «Swiss Innovation Award 2018» 2018» Rangfolge «Swiss Innovation Award 00

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Rigitrac «SKE50» 50» Rigitrac «SKE

Fahrantrieb «PowerDrive+» Fahrantrieb «PowerDrive+» Kamera-gesteuerte Wiesenübersaat

Kamera-gesteuerte Wiesenübersaat

«FarmX» AppApp «FarmX»

36 % für den Rigitrac Der kurz vor Ausstellungsbeginn vollendete Prototyp entpuppte sich an der Agrama als viel diskutiertes und bewundertes Highlight. Der 50-kW-Traktor, für den Sepp Knüsel (Küssnacht SZ) vor allem den Kommunalmarkt im Fokus hat, ist mit einem Wärme-Management ausgestattet, bei dem die Energierückgewinnung mit Klimaanlage und Heizung abgestimmt wird. Ebenfalls wird Bremsenergie in die Batterie zurückgewonnen. Die Zapfwellendrehzahl ist von 0 bis 1000 U/min individuell auf das Arbeitsgerät einstellbar. Das Fronthubwerk ist an der Vorderachse aufgehängt. Auf dem zweiten Platz mit gut 20 % der Stimmen folgt Bächtold Landtechnik aus Menznau LU mit dem stufenlosen Elektro-Fahrantrieb «PowerDrive+» für Heu­ krananlagen. Dieser Fahrantrieb wird über einen Frequenzumrichter realisiert, angesteuert durch ein Poti am Joystick. Bei diesem System wird elektrische Energie direkt in die Fahrbewegung umgesetzt, was für einen 30 bis 40 % gesteigerten Wirkungsgrad zu vergleichbaren, hydraulischen Fahrantrieben sorgen soll. Platz drei geht mit etwas über 13 % der Stimmen an den Sätechnik-Spezialisten Pius Krummenacher aus Dietwil (AG) für sein Kamera-gesteuertes, teilflächenspezifisch arbeitendes Wiesenübersaat-System, das gezielt und nur dort, wo kein Gras vorhanden ist, Saatgut zur Wiesenverbesserung ausbringt. Die über die Elektronik angesteuerten Ventile leiten den Luftstrom so um, dass der Samen zur richtigen Düse und zur richtigen Zeit über den Streuteller auf die nackte Bodenstelle geleitet wird. Bei einer Arbeitsbreite von 3 m sind es 8 Streudüsen. So können so bis zu 70 % an Saatgut eingespart werden. Die drei weiteren Nominierten, die App «FarmX» (Maschinenausleihe per Smartphone, AgriJura und Maschinenring Schweiz), die Doppel-Pendelachse mit Spurverstellung «Superlarge» von Kurmann (Ruswil LU) und die Aufbaupresse «Swiss Profi Press» von Lüönd (Unteriberg SZ) vereinigten je um die 10 % der Stimmen (siehe Grafik).

Pendelachse «Superlarge» Pendelachse «Superlarge»

Aufbau-Presse «Swiss Profi Press»

Aufbau-Presse«Swiss Profi Press»

Drei Preise – drei Gewinner Mit der Stimmabgabe zum «Swiss Innovation Award» hatte man auch die Chance, unabhängig der Wahl des Favoriten, einen von drei Preisen zu gewinnen.

Kärcher «HD 13/18-4 SX Plus» Andreas Reichmuth aus Schwyz gewinnt den Kaltwasser-Hochdruckreiniger «HD 13/18-4 SX Plus» von Kärcher. Das Gerät mit Drehstromantrieb besticht durch hohen Bedienungskomfort und die Leistung von 180 bar bei einer Durchflussmenge von maximal 1300 l/h. Aufgrund der stehenden Bauweise benötigt das Gerät weniger Platz als konventionelle Geräte und ist besonders bei Hindernissen einfacher zu manövrieren. Das Gerät wurde für den täglichen Einsatz bei harter Beanspruchung konzipiert. Marcel Suter (Kärcher Schweiz) überreicht Gilg Reichmuth (Vater der Gewinners, der zum Zeitpunkt der Übergabe auf einer längeren Auslandsreise weilte) den Hochdruckreiniger «HD 13/18-4 SX Plus».

LANDI «Vengo Logik 125i» Die Karte von Helen Wiederkehr aus Grosswangen LU wurde gezogen, als es um den Gewinn des LANDI-Rollers «Vengo Logik 125i» ging. Durch seinen leisen und kraftvollen Motor mit Flüssigkeitskühlung ist man mit diesem Roller stets vorne mit dabei. Die 16 Zoll grossen Räder bringen Fahrstabilität auch auf unebenem Untergrund, ohne die Wendigkeit negativ zu beeinflussen. Als Motor kommt ein 1-Zylinder-Aggregat mit 125 ccm und elektronischer Zündung zum Einsatz, der den Emissionscode «Euro 4» erfüllt. Helen Wiederkehr hat für den Roller «Vengo Logik 125i» keine Verwendung, bekommt dafür von Anita Steiner, Ladenleiterin der LANDI Willisau, einen entsprechenden Einkaufsgutschein überreicht.

Stihl «MS 261 C-M» Ernst Zellweger aus Teufen AR heisst der Gewinner der Motorsäge Stihl «MS 261 C-M». Diese Säge eignet sich sehr gut für Arbeiten in schwachen und mittelstarken Beständen. Das Gerät ist serienmässig mit Motormanagementsystem «M-Tronic» ausgestattet, das stets eine optimale Motorleistung garantiert. Die Startposition und die Stopptaster-Funktion ermöglichen ein einfaches Starten, das Langzeit-Luftfiltersystem mit «HD2»-Filter bringt lange Reinigungsintervalle. Zusätzlich schützen verlustsichere Muttern den Kettenraddeckel. Ernst Zellweger darf von Erwin Schmid (Stihl Vertriebs AG, l.) und Hansueli Nef (Nef Motorgeräte, r.) die Motorsäge Stihl «MS 261 C-M» entgegennehmen.

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SVLT | Vorstand

Abschlussgitter an Viehtransportern SVLT-Präsident Werner Salzmann hat während der Dezember-Session im Nationalrat eine Anfrage eingereicht und darin die Notwendigkeit von Heckabschlussgittern bei absenkbaren Viehwagen hinterfragt. Roman Engeler Seit Inkrafttreten der geltenden Tierschutzgesetzgebung sind neue Typen von Viehwagen auf dem Markt erschienen. Es handelt sich um solche mit hydraulisch absenkbaren Ladeflächen ohne Rampen. Diese entsprechen unseren gesetzlichen Anforderungen, wenn die Oberkante der Ladefläche zum Ein- und Aussteigen der Tiere weniger als 25 cm über dem Boden liegt. Ein Heckabschlussgitter ist nun aber auch bei Viehwagen mit absenkbarer Ladefläche obligatorisch, denn in der Tierschutzverordnung (TSchV) bei Artikel 165 «Transportmittel» ist festgehalten, dass am Heck von für den Transport verwendeten Fahrzeugen und Anhängern für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen ein Abschlussgitter angebracht sein muss – egal um welche Art Viehwagen es sich handelt. Diese Vorschrift ist eine speziell schweizerische. Die internationalen Hersteller von absenkbaren Viehwagen bieten solche Heckgitter in den wenigsten Fällen ab Werk an. Die notwendigen Zusatzaufbauten oder Nachrüstungen verteuern diese Wagen nur unnötig.

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SVLT-Präsident interveniert Aufgrund von Rückmeldungen aus der Praxis, wo man den Sinn dieser Vorschrift kaum versteht, wurde SVLT-Präsident und Nationalrat Werner Salzmann im Parlament vorstellig und stellte dem dafür zuständigen Departement/Bundesamt die folgenden Fragen: 1. Wieso ist ein Heckabschlussgitter bei allen Viehwagen, unabhängig von deren Konstruktion, notwendig? 2. Wieso ist es nicht möglich, Viehwagen mit absenkbarer Ladefläche von diesem Obligatorium zu befreien? Der Vorstand des SVLT und wohl auch viele Viehhalter sind gespannt auf die Antwort, die voraussichtlich in der Frühjahrssession im März eintreffen wird.

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Heckabschlussgitter: Macht in diesem Fall Sinn, nicht aber unbedingt bei Viehwagen mit absenkbarer Ladefläche. Bild: zVg

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Schweizer Landtechnik 1 2019

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Sektionen | SVLT

BE

LU

Achtung vor Wasser im Öl

Im Zeichen der Fusion

Klaus Brenzikofer, Präsident der Berner SVLT-Sektion, wurde für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Der BVLT wird in diesem Jahr an der Agrimesse in Thun und an der BEA in Bern präsent sein.

Die Generalversammlung des Luzerner Verbandes für Landtechnik (LVLT) in Sursee stand ganz im Zeichen der Fusion mit Maschinenring Luzern, die im Sommer 2018 vollzogen worden ist.

Heinz Röthlisberger

Heinz Röthlisberger

Mit Wasser im Motoren- oder im Getriebeöl ist nicht zu spassen. «Schon nur zwei Deziliter Wasser können ein 200-Liter-Fass Öl vollständig unbrauchbar machen.» Das sagte Dominik Affolter von der Firma Blaser Swisslube AG aus Hasle-Rüegsau an der 91. GV des Bernischen Verbandes für Landtechnik BVLT von Anfang Dezember. Für den Motor oder das Getriebe ist das ein grosses Problem, da mit Wasser verunreinigtes Öl einen grossen Teil seiner Schmierfähigkeit verliert. Deshalb sei es wichtig, dass das Öl an einem Ort gelagert werde, wo es trocken, aber auch kühl ist. Er werde immer wieder gefragt, ob Hydraulik- und Ge­triebeöl miteinander vermischt werden könne, so Affolter weiter. Das sei möglich, aber nur bei Ölen mit der gleichen Norm. Wenn das nicht der Fall sei, gebe es keine Gewährleistung. Unter dem Traktandum Wahlen wurde BVLT-Präsident Klaus Brenzikofer für eine neue Amtszeit wiedergewählt. Brenzikofer ist seit 2006 Präsident der Berner SVLT-Sektion. SVLT-Präsident Werner Salzmann wies die zahlreich erschienenen Mitglieder darauf hin, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft vor grossen Herausforderungen stehe. Konkret sprach Salzmann die AP 22+, die Vorstösse beim Raumplanungsgesetz und beim Bodenrecht, aber auch die Flut von Initiativen an, die die Landwirtschaft im Visier haben.

Die fünf Luzerner Maschinenringe Seetal, Michelsamt, Napf, Malters und Entlebuch haben sich per 1. Juli 2018 zum Maschinenring Luzern zusammengeschlossen und sind neu auch Mitglied des Luzerner Verbandes für Landtechnik (LVLT). Der Zusammenschluss war denn auch Thema an der Generalversammlung des LVLT Anfang Dezember in Sursee. «Die Fusion ist ein klares Zeichen dieser beiden Organisationen, die Zukunft gemeinsam anzugehen», sagte Anton Moser, LVLT-Präsident, vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern. Landtechnik sei ein teures Pflaster und da könne ein solcher Zusammenschluss nur ein Vorteil sein, um Maschinenkosten senken zu können. Geschäftsführer Josef Erni betonte, dass Arbeitsgruppen nun Ziele ausarbeiten würden, schliesslich soll der grösstmögliche Nutzen aus dieser Fusion gezogen werden.

Anzahl Kursorte reduziert Geschäftsführer Peter Gerber informierte, dass der BVLT im nächsten Jahr erneut an der BEA in Bern und neu auch wieder an der Agrimesse in Thun präsent sein werde. Rückläufig waren erneut die Fahrkurse «G» und «M» mit 560 Teilnehmern (650 im 2017). Gründe dafür seien laut Gerber, dass die Jugendlichen mit dem Angebot von Lern-CDs und Apps zu Hause selber lernen würden. Aus diesem Grund hat der BVLT auch die Anzahl Kursorte von 17 auf noch 11 massiv reduziert. Dank dieser Massnahme konnte der BVLT im abgelaufenen Jahr den Ausgabenüberschuss in Grenzen halten und eine ausgeglichene Rechnung präsentieren.

Klaus Brenzikofer wurde an der GV des Bernischen Verbandes für Landtechnik für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Er ist seit 2006 BVLT-Präsident. Bild: H. Röthlisberger

Positives Geschäftsjahr Die Fusion hat auch Auswirkungen auf die Mitgliederzahl. Neu hat der LVLT rund 1700 Mitglieder (vorher rund 1400). Thematisiert wurden an der GV auch die neuen VTS-Bestimmungen Betreff Bremsen und vorderer Überhang. Anton Moser wies die Mitglieder zudem darauf hin, das Thema kontinuierliche Innenreinigung bei Feldspritzen im Auge zu behalten. Bei den Geschäften konnte Josef Erni sowohl bei der Rechnung wie auch beim Budget positive Zahlen präsentieren. Unverändert bleibt der Jahresbeitrag. Insgesamt hat der LVLT im abgelaufenen Geschäftsjahr 101 Feldspritzen und 25 Gebläsespritzen getestet. Im kommenden März stehen die nächsten Spritzentests auf dem Programm. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle entgegen. Rückläufig sind laut Josef Erni nach wie vor die Anzahl Teilnehmer an den Fahrkursen, vor allem bei der Rollerprüfung. Einen Wechsel gibt es im Vorstand. Sepp Iten, der 11 Jahre im Vorstand tätig war, trat aus Gesundheitsgründen zurück. Für ihn neu in den Vorstand gewählt wurde Sepp Felder aus Retschwil. Er kommt von Seiten der Maschinenringe neu in den Vorstand. Geehrt wurden an der GV zudem ehemalige Vorstandsmitglieder der aufgelösten regionalen Maschinenringe.

An der GV des LVLT wurden ehemalige Vorstandsmitglieder der aufgelösten regionalen Luzerner Maschinenringe für ihre Arbeit geehrt. Bild: H. Röthlisberger

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SVLT | Sektionen

SG, AR, AI, GL Solide unterwegs

Kameras, «PFLOPF» und Co.

Die Sektionsversammlung fand auf dem frisch eingeschneiten Golfplatz Gontenbad statt. Neben den statutarischen Geschäften stand die Marke «Appenzell» im Fokus.

Kurzreferate zu den Themen Digitalisierung, Strassenverkehr und Ressourcenprogramme standen im Zentrum der Hauptversammlung der Zürcher Sektion.

Roman Engeler

Roman Engeler

Mit den Einladungen zur Versammlung waren die Mitglieder aufgefordert, ihre Adressdaten – vor allem die E-Mail-Adressen – mitzuteilen, damit die Sektion die elektronische Informationsvermittlung forcieren kann. Diese Adressmeldung verband man mit einem Wettbewerb, dessen drei Gewinner vom anwesenden Land- und Forstwirtschaftsdirektor des Kantons, Regierungsrat Stefan Müller, per Los ermittelt wurden. Präsident Heiri Schmid begrüsste rund 100 Mitglieder und zahlreiche Gäste mit einigen kritischen Worten zum agrarpolitischen Umfeld. Weiter erwähnte er in seinem Jahresbericht die extreme Wettersituation im vergangenen Jahr und die angestiegenen tödlichen Unfälle. «80% dieser Unfälle sind verursacht durch menschliches Versagen, oft wegen unnötiger Hektik mit dem Ziel, einige wenige Minuten oder nur Sekunden herauszuholen», mahnte Schmid. Die Sektion weist einen stabilen Bestand von 2100 Mitgliedern auf. Die altersbedingten Abgänge versucht die Sektion mit viel Initiative wieder mit jungen Landwirten zu ersetzen. 279 Teilnehmende besuchten im vergangenen Jahr einen G-Kurs, weitere 100 Personen schrieben sich zu einem G40-Kurs ein.

Präsident Urs Wegmann durfte in der gefüllten Turnhalle am Strickhof Wülflingen – notabene zum 20. Mal – die Mitglieder zur Hauptversamm­ lung willkommen heissen, die wie in den Vorjahren mit der Wintertagung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Winterthur kombiniert wurde. Über aktuelle Trends und Möglichkeiten der Digitalisierung in der Landwirtschaft informierte Urs Galliker, Spezialist für Landwirtschaft 4.0 bei Robert Aebi Landtechnik. Gemäss Galliker wird sich die Thematik entlang der drei Trends Automatisierung, Vernetzung und Robotisierung weiterentwickeln. Vieles sei heute schon möglich, anderes stecke noch in den Kinderschuhen und einiges werde aus praktischen Gründen wohl eher für immer Utopie bleiben. Ein interkantonales, auf mehrere Jahre ausgelegtes Ressourcenprojekt, so Martin Holpp von Agrifutura, möchte einen Beitrag zur Reduktion von diffusen Einträgen von Pflanzenschutzmitteln in Gewässern leisten. Das mit dem Kürzel «PFLOPF» betitelte Vorhaben unterstützt den nationalen «Aktionsplan Pflanzenschutzmittel» und versucht, diese Reduktion vor allem mit Methoden des Precision Farming zu erreichen. Dazu präsentierte Holpp verschiedene Einzelmassnahmen. Zuvor müssten aber noch Hinderungsgründe für die geringe Verbreitung dieser Technologien beseitigt werden, so Holpp. Derzeit würden Pilotbetriebe in den beteiligten Kantonen Aargau, Thurgau und Zürich gesucht. Hans Stadelmann (BUL) stellte die Änderungen in der Handhabung des vorderen Überhangs vor und zeigte anhand detaillierter Skizzen auf, wie die praktische Umsetzung zu erfolgen hat. Im Fokus stehen dabei Kamerasysteme und die erforderlichen grösseren Spiegel, die im Markt bis dato allerdings noch gar nicht erhältlich sind.

Leichter Verlust in Jahresrechnung Die Jahresrechnung schloss im geplanten Rahmen mit einem Verlust von CHF 6000.– ab, dies vor allem wegen des Geschicklichkeitsfahrens. Der Verlust gab jedoch keinen Anlass, am Jahresbeitrag von CHF 77.- eine Änderung vorzunehmen. Das Tätigkeitsprogramm für das laufende Jahr umfasst zahlreiche Kreisversammlungen zu verschiedenen Themen, das gewohnte Kursprogramm, die Spritzentests sowie einen Frühlingsausflug ins Stammertal ZH und eine Verbandsreise nach Belgien. Ein mit viel Appenzeller Witz gespicktes Referat von Franz Fässler, Metzgermeister und Grossratspräsident des Kantons Appenzell Innerrhoden, zum Thema «Marke Appenzell aus der Sicht eines Unternehmers» schloss die Generalversammlung ab. Ausgangspunkt dieses Markenverständnis­ses sei der Appenzeller Käse und das vermarktete Geheimnis, ein «unschätzbarer Wert», wie der Referent erwähnte. Darauf aufbauend, seien weitere Produkte entstanden, alles auf Basis eines hohen Qualitätsverständnisses.

Regierungsrat Stefan Müller zieht die drei Gewinner, rechts Geschäftsführerin Eliane Müller. Bild: R. Engeler

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ZH

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Ergänzungswahl in den Vorstand In der Person von Stefan Höhn aus Wädenswil, Landwirt und Landmaschinenmechaniker, wählte die Versammlung eine junge, motivierte Person ergänzend in den Vorstand. Die Jahresrechnung mit einem Plus von CHF 7300.– passierte die Genehmigung problemlos wie das Budget, das bei gleich bleibendem Jahresbeitrag von CHF 85.– einen Vorschlag in ähnlichem Ausmass prognostiziert.

Kamerasysteme in Kombination mit einem Gefahrenlicht: So lässt sich der vordere Überhang bis 5 m ausdehnen. Bild: R. Engeler


Sektionen | SVLT

Generalversammlungen

GR Mittwoch, 20. Februar 2019, 20.00 Uhr Plantahof, Landquart

SH Donnerstag, 17. Januar 2019, 20 Uhr Restaurant Altes Schützenhaus, Schaffhausen

VD

NE Freitag, 22. Februar 2019, 13.15 Uhr

SZ

Mittwoch, 23. Januar 2019, 10.15 Uhr Centre de protection civile, Gollion

Donnerstag, 7. März 2019, 20 Uhr Rothenthurm

JU

GE Mittwoch, 30. Januar 2019, 10.30 Uhr Salle communale de Meinier

Samstag, 16. März 2019, 10 Uhr Café de la Poste, rue du Lomont 1, Glovelier

ZG Donnerstag, 31. Januar 2019, 19.45 Uhr Steinhausen

FR

AG Kurs Motorsägenunterhalt

Mittwoch, 13. Februar 2019, 9.30 Uhr Schwarzsee

TI Montag, 18. Februar 2019, 19.30 Uhr Cadenazzo

NW Mittwoch, 20. Februar 2019, 20.00 Uhr Rochushostatt 1, 6370 Oberdorf

Samstag, 26. Januar 2019, 8.30–12.00 Uhr Landw. Zentrum Liebegg, 5722 Gränichen, Werkstatt Eine leistungsfähige und sichere Arbeit im Wald hängt nicht zuletzt von einer gut gewarteten Motorsäge ab. Am Kursmorgen führen Sie einfache Wartungsarbeiten an Ihrer eigenen mitgebrachten Motorsäge durch und erhalten Informationen, wie Sie Ihre Motorsäge pflegen können. Die Kursthemen sind: Kettenunterhalt, Störungssuche und Wartungsarbeiten. Kursleiter ist Urs Wunderlin, Förster, Oberkulm. Die Kosten betragen für Mitglieder des AVLT Fr. 50.–, für Nichtmitglieder Fr. 70.–. Anmeldung sind bis 16. Januar 2019 zu richten an LZ Liebegg, 5722 Gränichen, Kurssekretariat, Ramo­ na Jutzeler, 062 855 86 15, E-Mail: kurse@liebegg.ch

NEU - RUBIN 10 JUBILÄUMSPREIS Ihre Gebietsverkaufsleiter: Andreas Rutsch, Mob. 079 6 06 00 05, Email: a.rutsch@lemken.com Karl Bühler, Mob. 079 8 24 32 80, Email: k.buehler@lemken.com

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SVLT | Sektionen

Aargauer Landtechnikabend: Vorderer Überhang, Achslasten, Adhäsionsgewicht Mittwoch, 20. März 2019, 19.30–22.00 Uhr Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, Gränichen, Aula Im Frühling 2019 treten verschiedene Änderungen bei verschiedenen Strassenverkehrsordnungen in Kraft. Am Landtechnikabend zeigen wir Ihnen anhand von Beispielen auf, von welchen Erleichterungen der Landwirt profitieren kann und welche neuen Anforderungen dazu erfüllt werden müssen. Insbesondere werden folgende Themen behandelt: Vorderer Überhang, Achslasten, Adhäsionsgewicht. Die Kursleitung hat Hansjörg Furter, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung steht allen interessierten Personen unentgeltlich offen.

Traktorfahrkurs für Frauen Donnerstag, 11. April, oder Freitag, 12. April 2019, 9–16.15 Uhr Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg, Gränichen Einmal einen Traktor erklärt bekommen, mit dem Traktor mit und ohne Anhänger manövrieren, Anbaugeräte wie Kreiselheuer, Kreiselschwader kennenlernen und an den Traktor anbauen. Dies ohne Stress und Zeitdruck, damit Sie das nächste Mal, wenn «Not an der Frau» ist, Bescheid wissen bezüglich Bedienung des Traktors, wichtige Kontrollen, sicheres Manövrieren mit Traktor, Anhänger und Anbaugerät sowie Gefahrensituationen auf Hof, Gelände und Strasse. Dieser Kurs richtet sich an Frauen, welche ihre praktischen Traktor-Kenntnisse verbessern wollen. Der PW- oder Traktorfahrausweis wird verlangt. Es sind keine weiteren Vorkenntnisse notwendig. Kursleiter ist Hansjörg Furter, Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg. Die Kosten betragen CHF 110.– inkl. Kursunterlagen und Mittagessen, wenn der Ehemann, Partner oder Freund Mitglied beim AVLT ist, ansonsten CHF 130.– Anmeldung bis 27. März 2019 an LZ Liebegg, 5722 Gränichen, Kurssekretariat, Ramona Jutzeler, 062 855 86 15, kurse@liebegg.ch.

BL Theoretische Führerprüfung Kat. F/G Der Verband für Landtechnik beider Basel und Umgebung organisiert für Jugendliche, welche im Jahre 2019 14 Jahre alt (Jahrgang 2005) oder älter werden, Vorkurse und Prüfungen für die theoretische Führerprüfung Kat. F/G. Vorkurs: Mittwoch, 30.1.2019, 13.30 Uhr. Prüfung: Samstag, 16. Februar 2019 Vorkurs: Mittwoch, 8.5.2019, 13.30 Uhr. Prüfung: Samstag, 25.5.2019 Vorkurs: Mittwoch, 30.10.2019, 13.30 Uhr. Prüfung: Samstag, 16.11.2019. Durchführung der Vorkurse: 13.30 Uhr Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain, Sissach, Kurslokal 1 Durchführung der Prüfungen: 9.00 Uhr Motorfahrzeugprüfstation (MFP), Münchenstein Kurskosten: Mitglieder Fr. 40.–, plus Lern-CD Fr. 40.–, Nichtmitglieder Fr. 80.–, plus Lern-CD Fr. 40.–. Anmeldung bis spätestens 30 Tage vor Kursbeginn an: Marcel Itin, Hof Leim 261, 4466 Ormalingen, 076 416 27 13, marcelitin@ gmx.ch; bitte unbedingt Kurs und Geburtsdatum angeben.

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Schweizer Landtechnik 1 2019

FR Bremsenkontrolle 2018 Der Freiburgische Verband für Landtechnik (FVLT) erhält die Bremstestkampagne aufrecht. Dieser Test ist gedacht für Karren und Anhänger aller Art, 30 oder 40 km/h, die während des ganzen Jahres im Einsatz stehen und deren Wartung leider oft vernachlässigt wird. Am Ende der Kontrolle werden die Eigentümer im Besitz einer genauen Diagnose ihrer Fahrzeuge sein, die von akkreditierten Fachbetrieben für Anhängerbremsen erstellt wird. Sie findet statt in der Nähe Ihres Wohnortes in dafür ausgerüsteten Ateliers. Die Liste der Werkstätten ist auf der Website unter www.­agrotecsuisse.ch zu finden. Wichtig: Für die Prüfung müssen die Anhängerzüge mit pneumatischen oder hydraulischen Betriebsbremsen ausgerüstet sein. Für seine Mitglieder bietet der FVLT einen Rabatt von 50 Franken pro Achse. Dazu genügt es, eine Kopie der Rechnung an folgende Adresse zu senden: AFETA/FVLT, Robert Zurkinden, Heitiwil 23, 3186 Düdingen. Dieses Angebot gilt nicht für den Kauf von neuen Geräten oder bei einem später folgenden Aufgebot zur Expertise.

LU Aktuelles Kursangebot Mofa- und Traktorenprüfung: Die Vorbereitungskurse für die Mofaund Traktorenprüfung finden jeweils an Mittwochnachmittagen statt. Kurskosten inkl. Lernplattform im Internet (Theorie-24-Kärtli): für Mitglieder des Verbands Fr. 70.–, für Nichtmitglieder Fr. 90.–. Nächste Termine: Mittwoch, 20. Februar 2019 in Hochdorf, 13.15–17.30 Uhr Mittwoch, 27. März 2019 in Sursee, 13.15–17.30 Uhr Roller- und Autoprüfung: Theorieprüfung online lernen für Fr. 29.– Grundkurse für Roller und Motorräder finden jeweils in Büron und Sursee statt. Die Kosten betragen für Mitglieder Fr. 300.–, für Nichtmitglieder Fr. 320.–. Nächste Termine: Kurs 602: jeweils Samstag, 30. März/06. April 2019, 12.00–16.00 Uhr Kurs 604: jeweils Samstag, 11./18. Mai 2019, 13.00–17.00 Uhr Verkehrskundeunterricht in Sursee, Schüpfheim und Hochdorf: für Mitglieder Fr. 220.–, für Nichtmitglieder Fr. 240.– Nächste Termine: Kurs Nr. 402: 4 Abende jeweils Mittwoch/Donnerstag: 13./14./20./21. März 2019, 19.00–21.00 Uhr, in Sursee Kurs Nr. 404: 4 Abende jeweils Dienstag/Mittwoch: 18./19./25./26. Juni 2019, 19.00–21.00 Uhr, in Sursee Die Kurse werden nur bei genügender Teilnehmerzahl durchgeführt. Kombipaket für Rollerfahrer nochmals günstiger als zum Einzelpreis. Theorie online lernen / Grundkurs 1 + 2 (8 Lektionen) / VKU (4 × 2 Lek­ tionen): für Mitglieder Fr. 539.–, für Nichtmitglieder Fr. 579.– Der Lastwagentheoriekurs dauert 32 Lektionen, während vier Wochen jeweils einen Tag pro Woche. Der Kurs ist modular aufgebaut und der Einstieg ist jederzeit möglich. Der nächste Kurs beginnt am 31. Januar 2019; Durch­führung jeweils in Luzern.

Infos und Anmeldung (Änderungen, z. B. Kursort, -inhalt, -preis, -zeit bleiben vorbehalten): LVLT-Fahrschule, Sennweidstrasse 35, 6276 Hohenrain, Tel. 041 467 39 02, Fax 041 460 49 01, info@lvlt.ch


Sektionen | SVLT

Voranzeige Spritzentest 2019 18. / 19. / 20. März 2019 Gebläsespritzentest 21. / 22. + 26.–28. März 2019 Feldspritzentest Alle Spritzenbesitzer, welche keine Einladung erhalten bzw. die neu ihre Spritze prüfen möchten, bitten wir uns zu kontaktieren (info@lvlt.ch oder 041 467 39 02).

SG

AR

AI

GL

Kreisversammlungen mit Referaten Es können auch Kreisversammlungen anderer Kreise besucht werden. Donnerstag, 17. Januar 2019, 20.00 Uhr, Restaurant Rössli, Henau: Bodenbeschaffenheit, Pflanzenkohle und Hofdüngermanagement (Schwarzenbach, Zuzwil, Zuckenriet) Freitag, 18. Januar 2019, 20.00 Uhr, Landgasthof Rössli, Tufertschwil: Wissenswertes rund um Haftpflichtversicherungen in der Landwirtschaft (Kirchberg, St. Peterzell, Lütisburg, Dietfurt) Montag, 21. Januar 2019, 20.00 Uhr, Eigenmannshof, Berg SG: Der Landwirt als Drehscheibe von zu viel oder zu wenig Wasser (Rorschach, Häggenschwil) Montag, 21. Januar 2019, 20.15 Uhr, Restaurant Engel, Herisau: Pflanzenkohle und Hofdüngermanagement (AR Vorderland, AR Hinterland, IR Appenzell) Freitag, 1. März 2019, 20.00 Uhr, Restaurant Schützenhof, Näfels: Pflanzenkohle und Hofdüngermanagement (GL Hinterland, GL Unterland)

Mosnang, Oberstufenzentrum Sa, 27. Apr 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

22. Mai 19

St. Peterzell, Schulhaus Sa, 11. Mai 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

5. Jun 19

Salez, Rheinhof Sa, 25. Mai 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

19. Jun 19

Wittenbach, Oberstufenzentrum Mi, 29. Mai 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

26. Jun 19

Widnau, Rest. Rosengarten Sa, 8. Jun 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

3. Jul 19

Niederbüren, Schulh. Probelokal Sa, 22. Jun 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

17. Jul 19

Wangs, Parkhotel Sa, 6. Jul 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

14. Aug 19

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 10. Jul 19 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

28. Aug 19

Trogen, Rest. Krone Mi, 21. Aug 19 Trogen, Rest. Krone/StVA Trogen

11. Sept 19

Mosnang, Oberstufenzentrum Sa, 31. Aug 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

18. Sept 19

Wittenbach, Oberstufenzentrum Mi, 4. Sept 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

25. Sept 19

Traktoren-Theoriekurs mit Prüfung 2019 Kursleiter ist Hans Popp, Karrersholz 963, 9323 Steinach Kursort 1. Kurstag 2. Kurstag + Prüfung Nachmittag Mittwoch nachmittag Wittenbach, Oberstufenzentrum Mi, 23. Jan 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

27. Febr 19

Neu St. Johann, Klostergebäude Mi, 6. Febr 19 Kaltbrunn Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

13. Mrz 19

Niederbüren, Schulh. Probelokal Mi, 20. Febr 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

20. Mrz 19

Salez, Rheinhof Sa, 2. Mrz 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

27. Mrz 19

Trogen, Rest. Krone Mi, 6. Mrz 19 Trogen, Rest. Krone/StVA Trogen

3. Apr 19

Widnau, Rest. Rosengarten Sa, 16. Mrz 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

24. Apr 19

Wangs, Parkhotel Sa, 6. Apr 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

8. Mai 19

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 10. Apr 19 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

St.Gallen/Schweiz 21.– 24. Februar 2019 19. Internationale Fachmesse für Nutztierhaltung, landwirtschaftliche Produktion, Spezialkulturen und Landtechnik

Öffnungszeiten: täglich 9 –17 Uhr tierundtechnik.ch

15. Mai 19

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SVLT | Sektionen

Salez, Rheinhof Sa, 14. Sept 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

9. Okt 19

St. Peterzell, Schulhaus Sa, 21. Sept 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

16. Okt 19

Neu St. Johann, Klostergebäude Sa, 28. Sept 19 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

23. Okt 19

Widnau, Rest. Rosengarten Mi, 30. Okt 19 Rorschach, Aula Schulh. Burghalde/StVA

27. Nov 19

Niederbüren, Schulh. Probelokal Sa, 9. Nov 19 SG-Winkeln, Kath. Pfarreiheim, Winkeln/StVA

4. Dez 19

Kaltbrunn, Rest. Löwen Mi, 20. Nov 19 Kaltbrunn, Rest. Löwen/StVA Kaltbrunn

11. Dez 19

Wangs, Parkhotel Sa, 23. Nov 19 Wangs, Parkhotel/StVA Mels

18. Dez 19

TG Russlandreise VTL/Landtechnik Vom 4. bis 13. Juni 2019 Die Reiseleitung hat Jakob Bänninger, Teilhaber Betrieb CH Milch. Das Programm: 1. Tag Abflug Zürich über Moskau, nach Woronesch. 2. Tag: Besuch des Betriebs Ekoniva und der GK «Saretschnoje». 3. Tag Besuch des Bauernmarktes in Woronesch und eines Familienbetriebs, der auf 800 Hektaren Getreide, Soja und Sonnenblumen anbaut. 4. Tag Besichtigung eines Zuchtbetriebs, dann des Bauernhofs Knjazev und der Brauerei «Baltika». Anschliessend Fahrt mit dem Nachtzug nach Moskau. 5. Tag Besuch des Bauernmarktes in Moskau. Stadtrundfahrt mit Bus und Schiff in Moskau. 6. Tag Besuch der Käserei «Russischer Parmesan» und einer Obst- und Beerenplantage. Anschliessend Fahrt nach Kaluga. 6. Tag Besuch des modernen Treibhausbetriebs Agrolnvest, ein Gemüsebaubetrieb mit 25 Gemüsearten. 7. Tag Besuch des Kosmonautik-Museums in Kaluga. Anschlies­send Fahrt zum Betrieb «Schweizer Milch». 8. Tag Besichtigung bei Ekoniva-Technik (Importeur von JD, JCB, Pöttinger etc.), anschliessend Rückflug nach Zürich. Preise und Leistungen: Person im Doppelzimmer: 2790 Franken, Einzel­ zimmerzuschlag 250 Franken. Inbegriffen sind Visum (wird durch uns organisiert), Flug, Eintritte, Besichtigungen, alle Mahlzeiten, Unterkunft in Mittelklassehotels mit Dusche/Bad und WC. Nicht inbegriffen An- und Abreise zum/vom Flughafen Zürich, Trinkgeld. Programmänderungen sind noch möglich. Anmeldeschluss ist der 1. März 2019. Bitte sofort anmelden, die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldung an: VTL\Landtechnik, Markus Koller, Weierhofstr. 9, 9542 Münchwilen, 071 966 22 43. Wichtig! Für das Visum werden folgende Unterlagen benötigt: Kopie des Passes (Gültigkeit mindestens bis 15. Dezember 2019). Zudem muss zwingend eine Doppelseite leer sein, Kopie einer Rückreiseversicherung (Rega, TCS oder, wenn in Krankenkasse enthalten, Kopie der Versicherungskarte). Bevorzugt wird die Kopie des Rega-Ausweises.

Frühjahrsexkursion VTL/Landtechnik Am Mittwoch, 13. Februar 2019, besuchen die Mitglieder des VTL/­ Landtechnik das Lohnunternehmen Estermann AG in Eschenbach LU und am Nachmittag die Kaltbach-Käsehöhlen in Kaltbach.

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Schweizer Landtechnik 1 2019

Nach der Carfahrt und dem Kaffeehalt wird am Vormittag das Lohn­ unternehmen Thomas Estermann AG in Eschenbach LU besucht. Der grosse Maschinenpark und die fortschrittliche Einstellung in allen Bereichen sind beeindruckend, besonders der Umgang beim Pflanzenschutz und Flüssigdünger mit der Befüllung auf dem Hof mit einer externen Einspülung und die Reinigung auf dem Waschplatz mit einer Spül­ wasseraufbereitung. Anschliessend gibt’s Mittagessen. Am Nachmittag steht der Besuch der Kaltbach-Käsehöhlen inmitten des Wauwilermoos auf dem Programm, wo man sich beim anschliessenden Apéro ver­ wöhnen lassen darf. Auf der Heimfahrt ist ein Desserthalt eingeplant. Mögliche Einsteigeorte: • 6.25 Uhr Amriswil Sportanlage Tellenfeld Egelmoosstrasse • 6.45 Uhr Sulgen Landgasthof Löwen • 6.55 Uhr Weinfelden Güttingersreuti • 7.15 Uhr Frauenfeld Hotel Domicil Kosten: 125.– (inkl. Carfahrt, Besichtigungen, Znüni, Mittagessen, Apéro und Dessert) Bitte umgehend anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldeschluss ist der Freitag, 1. Februar 2019. Anmeldung an: Geschäftsstelle VTL/Landtechnik, Markus Koller, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen, 071 966 22 43, info@tvlt.ch

ZH Grosse Verbandsreise nach Belgien Gruppe 1: Sonntag bis Sonntag, 19.–26. Mai 2019 Gruppe 2: Sonntag bis Sonntag, 9.–16. Juni 2019 Klein, aber fein – mit einem faszinierenden, facettenreichen Feuerwerk von traditionellen, kulturellen Schätzen, stimmungsvollen Landschaften, charmanten Dörfern, mondänen Küstenorten, märchenhaften Schlössern und Abteien brilliert Belgien auf kleinstem Raum. Reiseverlauf: 1. Tag: Sonntag, 19. Mai / 9. Juni 2019: Ostschweiz–Luxemburg–Arlon. 2. Tag: Montag, 20. Mai / 10. Juni 2019: Wallonien–Romantisches Maastal. Mit Besuch einer Farm und Übernachtung im Hotel Van der Valk in Nivelles-Süd. 3. Tag: Dienstag, 21. Mai / 11. Juni 2019: Provinz Hennegau–Oostkamp. Mit Besichtigung eines Milchwirtschafts- und eines Ackerbaubetriebs. 4. Tag: Mittwoch, 22. Mai / 12. Juni 2019: Westflandern–Nordseeküste. Nahe der französischen Grenze gibt’s einen Mischbetrieb und einen Hopfen-Hof zu besichtigen. 5. Tag: Donnerstag, 23. Mai / 13. Juni 2019: Nirgendwo anders findet sich so viel Geschichte pro Quadratmeter in einer völlig autofreien Innenstadt wie in Gent. 6. Tag: Freitag, 24. Mai / 14. Juni 2019: Am Vormittag kann Brügge, das Venedig des Nordens mit seinen Grachten, kennengelernt werden. In der Nähe der niederländischen Grenze wird ein Ackerbaubetrieb mit Rinder- und Truthahnzucht besucht. 7. Tag: Samstag, 25. Mai / 15. Juni 2019: Nach dem Frühstück geht’s nach Brüssel und am frühen Nachmittag ins nahe gelegene Kampenhout zu einem Betrieb, welcher Chicorée anbaut. Übernachtet wird in Lüttich. 8. Tag: Sonntag, 26. Mai / 16. Juni 2019: Heimreise über Koblenz–Mainz–Worms–Heidelberg –Stuttgart zurück in die Schweiz und an den Einsteigeort. Leistungen: Carfahrt in modernem Rattin-Reisecar, 7 × Übernachtung mit Frühstücks-


Sektionen | SVLT

büffet in den aufgeführten Hotels, 4 × Abendessen in den Hotels, 3 × Abendessen in Restaurants, 3 × Mittagsimbiss, Stadtführung in Luxem­ burg, Gent und Brüssel, Grachtenfahrt durch Brügge, Schifffahrt durchs Maastal, alle Besichtigungen inkl. Eintritte, Degustationen und Verkostungen gemäss Programm, deutschsprachige Reiseleitung vom 2. bis 7. Tag sowie durchgehende Rattin-Reiseleitung durch Esther Stamm. Preis: Arrangement im Doppelzimmer pro Person Fr. 1960.– Zuschlag Einzelzimmer pro Person Fr. 330.– Annullierungs- und SOS-Schutz pro Person Fr. 80.– Auf Anmeldungen bis 31. Januar 2019 freut sich: Rattin AG, Frau Leila Wanner, Zollstrasse 95, 8212 Neuhausen, Tel. 052 633 00 00, leila.wanner@rattin.ch

Veranstaltung zu den Neuerungen im Strassenverkehrsgesetz Samstag, 19. Januar 2019, 8.30 bis 12.00 Uhr Forum vom AgrovetStrickhof Nach den Plenumsreferaten zu den Neuerungen folgt die Postenarbeit mit praktischen Posten zu folgenden Themen: Bremsen, vorderer Überhang, Markierung und Beleuchtung, Gewichte, Verbindungseinrichtungen, Tiertransport. Der Anlass wird von folgenden Institutionen organisiert: Berner Fachhochschule, SVLT, BUL, Paul Forrer AG, Wabco, Strickhof. Interessierte können den Anlass als agriTOP-Weiterbildung an­ erkennen lassen. Weitere Infos auf der Webseite: www.svlt-zh.ch oder www.strickhof.ch

Theoriekurse Kategorie F/G Im Theoriekurs Kat. F / G werden die Grundlagen aufgezeigt und erklärt. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Lenken von landwirtschaftlichen Motorfahrzeugen bis 30 km/h. Siehe auch www.fahrkurse.ch

AG Kursorte und -daten: Do, 21./28.2.2019 Gränichen Liebegg, jeweils 18.30 Uhr; Do, 2./9.5.2019, Frick FIBL, jeweils 18.30 Uhr Kontakt: Yvonne Vögeli, Strohegg 9, 5103 Wildegg, 062 893 20 41, sektion.ag@agrartechnik.ch (auch kurzfristige Anmeldungen möglich) BL, BS Vorkurs Ebenrain, Sissach: Mi, 30.1.2019, 13.30 Uhr; Mi, 8.5.2019, 13.30 Uhr; Mi, 30.10.2019, 13.30 Uhr. Prüfung MFP Münchenstein: Sa, 16.2.2019; Sa, 25.5.2019; Sa, 16.11.2019 Kontakt: Marcel Itin, 076 416 27 13, marcelitin@gmx.ch BE Kontakt: Peter Gerber, 031 879 17 45, Hardhof 633, 3054 Schüpfen, www.bvlt.ch FR Kontakt: FVLT, Samuel Reinhard, route de Grangeneuve 31, 1725 Posieux, samuel.reinhard@fr.ch, 026 305 58 49

Vorbereitungskurse zur Traktorenprüfung 23. Febr. / 15. Juni / 21. Sept. / 16. Nov., je von 9.30 bis 15.30 Uhr Die Teilnahme ist 4–6 Monate vor dem 14. Geburtstag möglich (Not­ helfer- und Verkehrskundeausweis sind in dieser Kategorie noch nicht vorgeschrieben). Die Kosten betragen Fr. 110.–, für Mitglieder des SVLT Zürich Fr. 80.–. Im Preis inbegriffen sind eine Lern-CD oder Stick sowie eine Mittagsverpflegung mit Getränk. Onlineanmeldung: www.fahrkurse.ch, www.svlt-zh.ch, SVLT Zürich, Auskünfte unter 058 105 99 52

Bremsentests Donnerstag, 31. Januar, und Samstag, 2. Februar 2019 LARAG, Riedgrabenstrasse 26 in Rümlang; Mittwoch, 23. Januar bei MERBAG, Industriestrasse 11, Wetzikon Für unsere Mitglieder ist es wiederum möglich, an zwei Standorten zu Sonderkonditionen die Anhängerbremsen zu prüfen. Nutzt diese Gelegenheit insbesondere für nicht eingelöste Anhänger, Ladewagen, Güllefässer usw. Anmeldung direkt bei Stefan Pünter: 079 694 49 41, stefan. puenter@bluewin.ch

GR Kursorte: Landquart, Ilanz, Thusis, Scuol, Samedan Kontakt: Luzia Föhn, 081 322 26 43, 7302 Landquart, foehn@ilnet.ch, www.svlt-gr.ch NE Kontakt: M. Bernard Tschanz, chemin du Biolet, 2042 Valangin, bernardtschanz@net2000.ch GL Kontakt: Hans Popp, 071 845 12 40, Karrersholz 963, 9323 Steinach, hanspopp@bluewin.ch SH Kontakt: VLT-SH, Geschäftsstelle, Martin Müller, Haldenhof 286, 8213 Neunkirch, 079 656 74 58, www.vlt-sh.ch SO Kontakt: Beat Ochsenbein, 032 614 44 57, ochsebeis@bluewin.ch SZ, UR Kontakt: Florian Kälin, Geschäftsstelle VLT Schwyz und Uri, 055 412 68 63, 079 689 81 87, info@glarnernbeef.ch TG Kursorte und -daten: Alterswilen: Sa, 9.2. / 20.2.2019; Bürglen: Sa, 23.2. / Sa, 9.3.2019; Altnau: Sa, 16.3. / Mi, 27.3.2019; Neukirch-Egnach: Sa, 27.4. / Mi, 8.5.2019; Bürglen: Sa, 24.8. / Sa, 7.9.2019; Bürglen: Sa, 24.8. / Sa, 7.9.2019; Müllheim: Sa, 26.10. / Mi, 6.11.2019; Fritschen: Sa, 7.12. / Mi, 18.12.2019 Kontakt: VTL / Landtechnik, Markus Koller, 071 966 22 43, Weierhofstrasse 9, 9542 Münchwilen VD Kursort: Oulens-sous-Echallens; Kursdaten: März, Juni und Oktober 2019 Kontakt: ASETA-Section vaudoise, Virginie Bugnon, chemin de Bon-Boccard, 1162 Saint-Prex, v.bugnon@bluewin.ch ZG Kontakt: Beat Betschart, 041 755 11 10, beatbet@bluewin.ch ZH Kursorte: Strickhof, Lindau. Kontakt: SVLT ZH, Eschikon 21, 058 105 98 22, Postfach, 8315 Lindau, www.svlt-zh.ch

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SVLT | Porträt

Betriebsleiter mit 24 Für Michael Lussi mit Jahrgang 1994 in Oberdorf NW läuft’s rund: Erst im 25. Altersjahr stehend, ist er mit dem Jahresanfang 2019 Leiter des landwirtschaftlichen Betriebs Rochushostatt an der Landstrasse in Richtung Engelberg geworden. Stolz erzählt Michael auch, dass ihm Ehefrau Monika im letzten Juli einen strammen Buben, Robin, geschenkt hat. Der gelernte Landwirt, mit Weiterbildung zum Betriebsleiter, freut sich zusammen mit seiner Frau Monika, ebenfalls gelernte Landwirtin, auf die neue grosse Herausforderung. Sie sind froh, dass die Eltern nach wie vor tatkräftig auf dem Betrieb mithelfen: «Es ist eigentlich ganz einfach», erklärt er, «vorher war ich bei Vater Sepp angestellt, jetzt ist Vater bei mir angestellt.» Aber, und das betont er, sie arbeiten nach wie vor Hand in Hand. Die Entwicklung des Betriebs Rochushostatt war nicht ganz gewöhnlich. Angefangen hatte alles im Jahre 2010. Michael hatte soeben die landwirtschaftliche Schule begonnen. Da bot sich Lussis die Möglichkeit die nahe Alp Arni-Stalden für die Sömmerung pachten zu können; ein grosser Glücksfall, denn die Hüttenrechte bleiben über Generationen gewahrt, werden nicht etwa in regelmässigen Abständen verlost, wie anderswo. «Das war für mich eine zusätzliche Motivation, in den elterlichen Betrieb einzusteigen», sagt Michael Lussi. Mit der Sömmerung wurde es nämlich möglich, den Milchvieh-Bestand so weit zu erhöhen, dass das Auskommen für die Familie reicht. Die Initialzündung der Alp-Pacht weitete sich zum Flächenbrand aus: 2013/14, zurück von den landwirtschaftlichen Lehrjahren, startete die Familie Lussi mit dem Stallneubau, der unmittelbar an den alten «Gade» herangeschoben ist. Heute stehen dort knapp dreissig Milchkühe, doppelt so viele wie vorher, dazu neu das Jungvieh, weitere rund 15 Stück. Was blieb, sind die 86 Plätze mit Auslauf für die Schweinemast, nach IP-Suisse-Standard. Damit war die Voraussetzung bzw. der Fleischnachschub da, um auch den Berufswunsch von Bruder Christian nach einer eigenen Metzgerei zu erfüllen. «Lussi’s Hofmetzg» war geboren und startete im Sommer 2015. Sie hat sich inzwischen zum erfolgreichen Catering-Unternehmen gemausert. Und die Familie Lussi wagte sich im Winter 2015/16 noch an die Einrichtung eines gemütlichen Hofgastro-Lokals im Obergeschoss des neuen «Gade», wo die Landtechnik-Sektion Nidwalden regelmässig ihre GV abhält und auch sonst viele Events stattfinden. Michael Lussi ist seinem Vater dankbar, dass er seine Ideen bei der Umstrukturierung des Betriebs einbringen und ihm erst noch vor der Hofübergabe die Mühen der Bautätigkeit und Investitionen anlasten durfte. Diese waren nicht unbeträchtlich: Um bei der Bewirtschaftung der zwei Betriebe Arbeitsgänge einzusparen, haben sich Lussis mit Doppelschwader, Achter-Kreisler, 3-m-Mähwerk und einem «Lintrac 90» hervorragend mechanisiert. Aufgezeichnet von Dominik Senn

Junglandwirte Wie sehen junge Bauern ihre Zukunft, in welche Richtung wollen sie ihren Betrieb positionieren und welchen Stellenwert hat für sie die Landtechnik? Die letzte Seite der «Schweizer Landtechnik» stellt neu die Junglandwirte in den Fokus.

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Kurse | SVLT

Aus- und Weiterbildungskurse des SVLT Kursorte G40

Die G40-Fahrkurse 2019

1260 Nyon VD* 1315 La Sarraz VD* 1510 Moudon VD* 1562 Corcelles-près-Payerne VD* 1630 Bulle FR** 1786 Sugiez FR** 1860 Aigle VD* (neuer Kursort) 1920 Martigny VS* 1964 Conthey VS* 2208 Les Hauts-Geneveys NE* 2720 Tramelan BE* 2852 Courtételle JU* 3186 Düdingen FR 3250 Lyss BE 3270 Aarberg BE 3421 Lyssach BE 3510 Konolfingen BE 3550 Langnau i. E. BE 3792 Saanen BE 3800 Interlaken BE 3818 Grindelwald BE 3930 Visp VS 4222 Zwingen BL 4415 Lausen BL 4538 Oberbipp BE 4702 Oensingen SO 5040 Schöftland AG 5505 Brunegg AG 6056 Kägiswil OW 6130 Willisau LU

6170 Schüpfheim LU (neuer Kursort) 6210 Sursee LU 6276 Hohenrain LU 6430 Schwyz SZ 6472 Erstfeld UR 6702 Claro TI*** 7130 Ilanz GR 7302 Landquart GR 7430 Thusis GR 7524 Zuoz GR**** 7550 Scuol GR**** 8180 Bülach ZH 8200 Schaffhausen SH 8315 Lindau ZH 8460 Marthalen ZH 8500 Frauenfeld TG 8625 Gossau ZH 8836 Biberbrugg SZ 8856 Tuggen SZ 8867 Niederurnen GL 8932 Mettmenstetten ZH 9133 Sitterdorf TG 9436 Balgach SG 9465 Salez SG 9602 Bazenheid SG * Sprache Französisch ** Sprache Deutsch u. Französisch *** Sprache Italienisch **** Sprache Italienisch u. Deutsch

Direkt zu den «G40»-Fahrkursen Über diesen QR-Code gelangen Sie direkt zu den Terminen und Anmeldungen der diesjährigen «G40»-Fahrkurse des SVLT.

Mit dem Führerausweis Kat. G und erfolgreich absolviertem Fahrkurs G40 können landwirtschaftliche Ausnahmefahrzeuge und Landwirtschaftstraktoren sowie gewerblich immatrikulierte Traktoren mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 40 km/h auf landwirtschaftlichen Fahrten gelenkt werden. Der Traktorkurs G40 des Schweizerischen Verbandes für Landtechnik ist vom Bundesamt für Strassen, ASTRA, anerkannt und wird im Führerausweis eingetragen. Mehr Informationen auf unserer Homepage: www.fahrkurse.ch

CZV – Weiterbildungskurse

Kursort: Riniken AG

Kursart Kursdatum Erste Hilfe im Strassenverkehr, Deutsch

08.02.2019

ARV1 / Digitaler Fahrtenschreiber, Deutsch

auf Anfrage

Ladungssicherung, Deutsch

08.03.2019

Moderne Fahrzeugtechnik, Deutsch

auf Anfrage

Hebegerätekurse SUVA-anerkannt: Gegengewichts- und Teleskopstaplerkurs; Instruktion Hoflader

Kursort und Sprache

Kurstag 1

Kurstag 2

Goldach SG, Deutsch

auf Anfrage

auf Anfrage

Oberbipp BE, Deutsch

27.02.2019

28.02.2019

Oberbipp BE, Deutsch

01.03.2019

02.03.2019

Rümlang ZH, Deutsch

07.05.2019

08.05.2019

Rümlang ZH, Deutsch

10.05.2019

11.05.2019

Chavornay VD, Französisch

22.02.2019

23.02.2019

Schweisskurse

Kursort: Riniken AG

Kursart Kursdaten

Informationen und Auskünfte: www.agrartechnik.ch oder www.fahrkurse.ch 056 462 32 00 oder zs@agrartechnik.ch

Lichtbogen-Handschweissen (E-Hand), Deutsch

November 2019

Metall-Schutzgasschweissen (MAG/MIG), Deutsch

auf Anfrage

Wolfram-Schutzgasschweissen (TIG), Deutsch

auf Anfrage

Impressum 81. Jahrgang www.agrartechnik.ch Herausgeber Schweizerischer Verband für Landtechnik SVLT NR Werner Salzmann, Präsident Aldo Rui, Direktor Redaktion Tel. 056 462 32 00 Roman Engeler: roman.engeler@agrartechnik.ch Heinz Röthlisberger: heinz.roethlisberger@agrartechnik.ch Dominik Senn: dominik.senn@agrartechnik.ch Ruedi Hunger: hungerr@bluewin.ch Ruedi Burkhalter: r.burkhalter@agrartechnik.ch Mitglieder- und Abodienste, Mutationen Ausserdorfstrasse 31, 5223 Riniken Tel. 056 462 32 00, Fax 056 462 32 01 www.agrartechnik.ch

Verlagsleitung Dr. Roman Engeler, Postfach, 5223 Riniken Tel. 079 207 84 29 roman.engeler@agrartechnik.ch Inserate/Anzeigen Alex Reimann Anzeigen-Verkauf Tel. 062 877 18 50 / 079 607 46 59 inserate@agrartechnik.ch Anzeigentarif Es gilt der Tarif 2019. Kombinationsrabatt bei gleichzeitigem Erscheinen in «Technique Agricole» Herstellung und Spedition AVD GOLDACH AG, Sulzstrasse 10–12, 9403 Goldach Erscheinungsweise 11-mal jährlich

Abonnementspreise Inland: jährlich CHF 110.– (inkl. MwSt.) SVLT-Mitglieder gratis Ausland: CHF 135.– (exkl. MwSt.)

Nächste Ausgabe Schwerpunkt: Sauberkeit in Stall und Hof Markt: Second-Hand-Melkrobotor Management: Wegen Drehlicht vor Gericht Impression: Viehhüter unter der Lupe

Nr. 2/2019 erscheint am 14. Febr. 2019 Anzeigenschluss: 4. Februar 2019

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