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Die Natur macht dich stark!

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Erlebnisp채dagogische Zusatzqualifikation f체r den pr채ventiven und therapeutischen Einsatz

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Qualifikation zum WildLifeCamp-Trainer

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Der frühere Survival-Trainer Hajo Bach, der spät zur Erlebnispädagogik gefunden hat, schlägt nun mit der Weiterbildung „WildLifeCamp“ ungewohnte Wege ein. In wenigen Jahren hat sich Hajo Bach zum beseelten Experten der Erlebnispädagogik und leidenschaftlichen Pädagogen entwickelt, der die Szene in Deutschland, nein: im deutschsprachigen Raum, nachhaltig bereichert. Nach der Gründung der Naturcamps und dem Bestseller „Erlebnispädagogik im Wald“ (Ernst Reinhardt Verlag) eröffnet Hajo Bach neue Wege in der präventiven und therapeutischen Arbeit mit gefährdeten Kindern und Jugendlichen. Und würde ich beruflich in diesem Bereich arbeiten, würde ich mich sofort für diese Weiterbildung anmelden!

Prof. Dr. Werner Michl


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Warum WildLifeCamp? Die präventiven und therapeutischen Möglichkeiten von gezielten Naturerfahrungs-Trainings werden bislang nicht systematisch genutzt. Um diesem Mangel abzuhelfen, haben wir das Konzept des WildLifeCamp entwickelt und bilden in speziellen Lehrgängen Trainer für die Leitung von WildLifeCamps für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus.

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Während frühere Ansätze der Kinder- und Jugendhilfe eher auf die – psychologisch oder soziologisch erklärten – Defizite der Betroffenen abzielten, wird heute vielfach ein anderer Ansatz gewählt, der auf der Resilienzforschung aufbaut. Unter Resilienz bezeichnet man Faktoren, die Menschen widerstandsfähig gegen widrige Lebensumstände und Einflüsse machen. Das Konzept beruht auf der Beobachtung, dass manche Kinder und Jugendliche sich trotz Gewalterfahrungen, Armut, Arbeitslosigkeit (der Eltern), schwerer Erkrankungen etc. positiv entwickeln und unauffällig bleiben. Aus der Analyse dieser Erfahrungen lassen sich Bewältigungskompetenzen ableiten, die frühzeitig im Erziehungs- und Betreuungsprozess gefördert werden können. Der Resilienzansatz stützt deshalb auch eine stärkere Betonung der primären Prävention, durch die Kinder und Jugendliche so früh wie möglich auf die Bewältigung von Lebensproblemen, sozialem Stress und persönlichen Krisen vorbereitet werden sollen.

Wildnispädagogik im präventiven und therapeutischen Kontext ist auf jeden Fall mehr als „Beziehungsarbeit in den Kulissen der Natur“, als die die naturtherapeutischen Ansätze zuweilen abgetan werden. Die spezifischen Erfahrungsmöglichkeiten, die in der Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Leben in Wildniscamps verbunden sind, werden im WildLifeCamp-Konzept gezielt für das Training von Resilienzfaktoren genutzt. Der Lehrgang vermittelt das Know-how, um in wildnispädagogischen Settings mit Gruppen von Jugendlichen (sowie ggf. auch Eltern und Angehörigen) präventiv und therapeutisch tätig zu sein.


Warum WildLifeCamp? Dabei werden verschiedene Wirkungsebenen unterschieden: Situative Ebene „Wie wirkt das Ausgesetztsein in freier Natur auf den einzelnen?“

Existenzielle Ebene „Welche Techniken des ‚Überlebens‘ haben präventive/therapeutische Bedeutung?“

Die grundlegende Herausforderung für die Teilnehmer von wildnispädagogischen Camps liegt in der krassen Differenz zwischen der normalen alltäglichen Lebensführung in hochzivilisierten, technisch und kulturell abgesicherten Umwelten und dem Erlebnis der Unsicherheit und Hilflosigkeit mitten in freier Natur. Auch die soziale Identität wird dadurch verunsichert, egal, ob die Gruppe im Wildniscamp aus lauter Fremden oder aus Kindern und Jugendlichen besteht, die sich aus Schule, Freizeitorganisationen oder Jugendhilfeeinrichtungen bereits kennen: Innerhalb des Wildniscamps machen die Kinder und Jugendlichen die Erfahrung, dass sie dysfunktionale Rollenkonzepte, die sie mitbringen, ablegen und durch adäquateres Rollenverhalten ersetzen können. Denn häufig haben Kinder und Jugendliche aus sozial belasteten und suchtgefährdeten Familien Rollenmuster angenommen, die nicht altersangemessen sind und zu Über-

Soziale Ebene „Welche Dynamiken auf der Beziehungsebene der Gruppe lassen sich nutzen?“

forderung und Entwicklungsstörungen führen können. Die Situation im Wildniscamp verlangt auch von stabilen, nicht verhaltensauffälligen jungen Menschen die Überprüfung und in gewisser Weise den erneuten Aufbau ihres „Kohärenzgefühls“, also ihrer inneren Verhaltenssicherheit, die die wesentliche Ressource individueller Autonomie und Sozialkompetenz darstellt. Der Begriff des Kohärenzgefühls bedeutet hier „so viel wie einen inneren Halt und sinnvollen Lebenszusammenhang zu spüren, sich auch äußerlich gehalten, getragen fühlen und Halt verschaffen können. Ein starkes Kohärenzgefühl ermöglicht, dass ich mich in meiner Welt wohl fühle und mit mir in Selbstübereinstimmung bin.“ Dieses Kohärenzgefühl ist der Kern individueller Resilienz und stärkt Individuen auch gegenüber Suchtmit-

K O H Ä R E N Z G E F Ü H L

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Warum WildLifeCamp? telanfälligkeit (Eckhard Schiffer, „Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde“, Beltz Verlag, 2010). Das Konzept des Kohärenzgefühls bildet einen zentralen Begriff der salutogenetischen Gesundheitswissenschaft, die im Gegensatz zum pathogenetischen Modell die positiven, gesundmachenden und stärkenden Faktoren in den Mittelpunkt stellt und Gesundheit nicht als Abwesenheit von Krankheit, sondern als Ressource und Entwicklungsthema begreift (Vgl. Hans Wydler/Petra Kolip/Thomas Abel (Hrsg.), „Salutogenese und Kohärenzgefühl“, Juventa Verlag, 2010). Die Konfrontation mit dem Leben in freier und „wilder“ Natur ist deshalb geeignet, auch präventiv und therapeutisch eingesetzt zu werden, um das Kohärenzgefühl zu stärken und Resilienzfaktoren zu trainieren.

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Teilnahmevoraussetzungen Die Qualifizierung richtet sich an folgende Berufsgruppen Mitarbeiter(innen) im sozialpädagogischen Berufsfeld, die mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten Mitarbeiter(innen) in psychosozialen Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendberatung Pädagogen/Pädagoginnen im schulischen und außerschulischen Bereich Erlebnispädagog(inn)en, die ihre sozialpädagogische und psychologische Kompetenz erweitern wollen Leiter von gewaltpräventiven Programmen, Konflikttrainings etc. Mitarbeiter in der Suchtprävention und -therapie.

Als formale Voraussetzung müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen Pädagogische, psychologische oder sozialerzieherische Ausbildung bzw. Studium Mindestens 3 Jahre einschlägige Praxis in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen (Beruf, Praktika etc.) Erste Hilfe-Schein oder höherwertige Erste Hilfe-Qualifikation Teilnahme an einem Aufnahmegespräch (persönlich oder telefonisch). Psychische Gesundheit und körperliche Fitness

Es werden von Ihnen aber keine besonderen sportlichen Leistungen verlangt. Die Bedingungen eines WildLifeCamp sind auf untrainierte Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Als WildLifeCamp-Trainer benötigen Sie deshalb nur eine normale physische und psychische Belastbarkeit. Wie Sie sich in schwierigen Situationen outdoor am besten verhalten, lernen Sie im Lehrgang.

Aufbaukurs „WildLifeCamp-Leader“ Absolventen der WLC-Trainerausbildung haben die Möglichkeit, in einem zweiwöchigen Intensivkurs die Qualifikation für den selbstständigen Aufbau und Betrieb von WildLifeCamps zu erlangen. Sie sind damit in der Lage, eigene Camps zu gründen und zu managen. Lesen Sie mehr dazu auf S. 20!

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Qualitätsgrundlagen und Stellenwert in der Erlebnispädagogik Die Qualifizierung zum WildLifeCamp-Trainer ist kompatibel mit den „Qualitätsgrundlagen erlebnispädagogischer Aus- und Weiterbildungen“ des Bundesverbands Individual- und Erlebnispädagogik (BE). Sie basiert außerdem auf einem transparenten Kompetenzmodell, das den Lehrgang strukturiert, und folgt dem „Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)“.

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lagen Qualitätsgru und ndl r g ag ts ä t en li a Die u Qu Q Übereinstimmung al n e mit den Qualitätsrichtlinien der Erlebnispädagogik bezieht sich sowohl auf die ethischen Grundlagen als auch auf die inhaltlichen Anforderungen und methodischen Standards. Zur ethischen Basis gehören für uns der Bezug auf die Menschenrechte und die Menschenwürde, soziale und ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Fairness sowie eine besondere Sensibilität gegenüber physischer und psychischer Gewalt. Im inhaltlichen und methodischen Bereich folgen wir dem Konzept der Förderung von Selbst- und Sozialkompetenzen, wie es die genannten Qualitätsrichtlinien explizieren, und legen darauf sogar einen besonderen Schwerpunkt und gesteigerten Wert. Denn die hier u.a. angesprochene ressourcenorientierte Arbeit wird durch die Umsetzung des Resilienzkonzeptes in der erlebnis- und wildnispädagogischen Praxis ja geradezu gefordert und vertieft. sg

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Qualitätsgrundlagen und Stellenwert in der Erlebnispädagogik Es gibt verschiedene Kompetenzmodelle, die jedoch alle im Grunde auf die Unterscheidung von persönlicher, sozialer und instrumenteller oder fachlicher Kompetenz hinauslaufen. Für die Zwecke der Qualifizierung zum WildLifeCamp-Trainer erschien uns die systematische Unterscheidung der folgenden Kompetenzebenen am angemessensten: Persönlichkeitskompetenz Vorbildverhalten, Rollenkonsistenz etc.

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ua Der „Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)“ will Qualifizierungsniveaus vereinheitlichen, um die Weiterbildungsangebote innerhalb Europas vergleichbarer zu machen. Er beschreibt mit den Deskriptoren „Kenntnisse“, „Fertigkeiten“ und „Kompetenz“ insgesamt 8 Niveaus von Weiterbildungsanforderungen. Der Lehrgang zum WildLifeCamp-Trainer strebt dabei Niveau 6 an. Die Qualifikation zum Erlebnispädagogen nach den Richtlinien des BE basiert auf den Niveaus 4-5. Dies bedeutet, dass die WLC-Ausbildung den Anspruch erhebt, über eine erlebnispädagogische Grundqualifikation hinaus „fortgeschrittene Kenntnisse in einem Arbeits- oder Lernbereich unter Einsatz eines kritischen Verständnisses von Theorien und Grundsätzen“ (EQR) zu vermitteln.

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Lesen Sie mehr auf S. 14!

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Praktisch-instrumentelle Kompetenz Survival-Techniken, Führungsverhalten, Konfliktkompetenz etc.

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Sozialpsychologische Sachund Methodenkompetenz Resilienzparadigma, Systemik, Gruppendynamik etc.

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K O M P E T E N Z M O D E L L

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Die Lehrgangsdaten im Überblick Umfang 7 x 3 Tage ( jeweils Freitag bis Sonntag) zzgl. Praktikum Termine* Lehrgang 1 Abschnitt 1: 11.-13.05.2012 & 22.-24.06.2012 Abschnitt 2: 06.-08.07.2012 Abschnitt 3: 20.-22.07.2012 & 03.-05.08.2012 & 21.-23.09.2012 Abschnitt 4: 05.-07.10.2012 Lehrgang 2 Abschnitt 1: 03.-05.08.2012 & 21.-23.09.2012 Abschnitt 2: 05.-07.10.2012 Abschnitt 3: 26.-28.04.2013 & 10.-12.05.2013 & 24.-26.05.2013 Abschnitt 4: 07.-09.06.2013 * Die einzelnen Blöcke beginnen um 12:00 Uhr des ersten Tages und enden um 15:00 Uhr des letzten Tages. Praxis Integrierte Projektarbeit, mehrtägiges Praktikum. Die integrierte Projektarbeit findet in den Lehrgangsabschnitten 2-4 statt und gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, komplexe Situationen im Camp selbst vorzubereiten und (unter Aufsicht) zu leiten. Das mehrtägige Praktikum wird im zeitlichen und räumlichen Umfeld des Lehrgangs absolviert; der Einsatz erfolgt dabei als Assistenz in Naturcamps mit Schulklassen oder anderen (Eltern/Kind-)Gruppen. Die Terminangebote werden im Lehrgang bekannt gegeben.


Die Lehrgangsdaten im Überblick Prüfung ½-tägige Abschlussprüfung (Theorie und Praxis). Die Prüfung findet jeweils am letzten Lehrgangstag statt. Ein Wiederholungstermin wird bei Bedarf angeboten. Lehrgangsgebühr EUR 1.980,00 zzgl. MwSt. Individuelle HBDI-Profilanalyse EUR 69,00 zzgl. MwSt.

Inklusive: Der Bestseller der Erlebnispädagogik von Hajo Bach „Erlebnispädagogik im Wald“

Prüfungsgebühr EUR 249,00 zzgl. MwSt. Anmelde- und Teilnahmebedingungen Die Anmeldung zu dem Lehrgang muss schriftlich auf dem entsprechenden Formular erfolgen. Die Zusage erfolgt unmittelbar im Anschluss an das Aufnahmegespräch, das persönlich oder telefonisch stattfindet. Nach erfolgter Zusage sind 50% der Teilnahmegebühr zur Zahlung fällig; die restlichen 50% bei Lehrgangsbeginn. Die Veranstalter behalten sich die Absage des Lehrgangs aus wichtigem Grund oder Terminverschiebungen vor. Die Veranstalter haften nicht für Sachbeschädigung oder Personenschäden im Zusammenhang mit der Lehrgangsteilnahme. Die Zulassung zur Prüfung und die Erteilung des Zertifikats setzen voraus, dass nicht mehr als 2 Fehltage im Lehrgang zu verzeichnen sind.

Bildungsprämie Der Staat fördert Ihre Weiterbildungsbereitschaft. Holen Sie sich mit der „Bildungsprämie“ einen Zuschuss von 500 Euro für den Lehrgang! Die Beantragung ist einfach. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer zuständigen Beratungsstelle auf. Informationen dazu gibt es unter der kostenlosen Rufnummer 0800.2623000 oder unter www.bildungspraemie.info. Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

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Lehrgangsorte, Anfahrt und organisatorische Hinweise

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Schnitzmühle 1, 94234 Viechtach/ Bayerischer Wald ch e

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Anfahrtshinweise Naturcamp Schnitzmühle: www.schnitzmuehle.com/info/kontakt.html Naturcamp Mieslhäusl: www.natur-erfahren-lernen.de/10-anfahrt/anfahrt-header.html Naturcamp Schwarzholz: www.feriendorf-schwarzholz.de/index.php/anfahrt Naturcamps Hunsrück: www.naturcamps-hunsrueck.de/routetop.htm Organisatorische Hinweise Die Teilnehmer organisieren die An- und Abreise selbst. erhalten rechtzeitig vor Lehrgangsbeginn eine Teilnehmerliste zur Bildung von Fahrgemeinschaften sowie eine Ausrüstungsliste für den Lehrgang. bauen im ersten Lehrgangsblock Waldläuferbetten und -hütten auf, in denen sie dann während des gesamten Lehrgangs übernachten werden. Daneben stehen im Bedarfsfall (z.B. bei extrem schlechtem Wetter) Unterkünfte in Appartements zur Verfügung. haben auf dem Naturcamp-Gelände eingeschränkten Mobilfunkempfang. erhalten weitere Unterlagen zur Vorbereitung auf die Prüfung im Laufe des Lehrgangs.


Lehrgangsleitung, Trainer und Referenten

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Hajo Bach Berufsoffizier a.D., langjähriger Leiter der Einzelkämpferund Überlebensausbildung bei der Bundeswehr, seit 20 Jahren Entwickler und Leiter von Naturerfahrungstrainings und erlebnispädagogischen Seminaren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Gründer und Leiter von „Natur Erfahren + Lernen“ mit „Bach Naturcamps“ im Bayerischen Wald und im Hunsrück, Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Erlebnispädagogik (u.a. „Erlebnispädagogik im Wald“, Reinhardt Verlag) Er H Richard Häusler Dipl.-Soz., mehrjährige Erfahrung in der Sozialpsychileb k: nispädagogi atrie, umfangreiche Praxis in der Jugend- und Erwachsenenbildung und Lernförderung, seit 2004 selbstständiger Trainer, Moderator, Coach und Unternehmensberater, BDVT-geprüfter Trainer und Berater, Geschäftsführerender Gesellschafter der stratum® GmbH, Buchpublikationen in den Bereichen Moderation, Pädagogik und Organisationsentwicklung (zuletzt „Nachhaltigkeit ist Veränderung“, Erich Schmidt Verlag) Armin Hock Wirtschaftsinformatiker und Führungskräfte-Trainer, T Überlebensexperte weltweit, ausgebildeter Erlebnispädagoge und Outdoor-Trainer mit langjähriger Erfahrung, Sicherheitstrainer, Lei- R oz a h ial ter der Bach Naturcamps Bayerischer Wald A Ric präv ention: Florian Krauseneck Dipl.-Sozialpäd. & Ergotherapeut, Berufspraxis I in der Familienbildung, Kinder- und Jugendarbeit, seit 2005 freiberuflicher Mitarbeiter in der N Erlebnispädagogik, seit 2008 angestellter Mitarbeiter der Diakonie Münster für aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit, Lehrauftrag für Erlebnispädagogik an der FH Hüfferstift, Erlebnispä- E dagoge und Sicherheitstrainer ERCA R Silvia Luger-Linke Dipl.-Päd., ausgebildet in Montessoripädagogik, diplomierte OutdoorTrainerin und zertifizierte Waldpädagogin, Ausbildung in Legasthenie- und Dyskalkuliebehandlung, RAINBOWS-Gruppenleiterin für Scheidungskinder, Gründerin und Leiterin des Institutes für ganzheitliches Erziehen und Lernen (IGEL), Lehrbeauftragte, Autorin mehrerer Bücher und Fachartikel. We Spezi itere a Traine listen und r Bedar können be f hinz i gen w ugezoerden .

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Kompetenzmodell, Praxisbezug und Methodik

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Der Ausbildung zum WildLifeCamp-Trainer liegt ein spezifisches Kompetenzmodell zu Grunde. Mit der Verwendung dieses Kompetenzmodells trägt der Lehrgang einerseits der Tatsache Rechnung, dass die situativen Anforderungen im sozialpräventiven Naturcamp nicht nur von dem Sach- und Methodenwissen der Trainer und Camp-Leiter abhängen, sondern in einem sehr engen Zusammenhang zu deren personalen Voraussetzungen stehen. Zum anderen werden für eine erfolgreiche sozialpräventive Naturcamp-Arbeit neben dem sozialpsychologischen Wissens- und Verhaltensrepertoire auch nachgewiesene praktische Kenntnisse und Fähigkeiten in Überlebenstechniken benötigt, und zwar sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht. In allen Lehrgangsabschnitten werden die verschiedenen Kompetenzebenen angesprochen und in ihrem Zusammenwirken behandelt.

P R A X I S B E Z U G

1. Der gesamte Lehrgang findet unter Outdoor-Bedingungen statt, so dass die praktisch-instrumentellen Kompetenzen von Anfang an und tagtäglich entwickelt und trainiert werden können. 2. Die Lehrgangsgruppe bekommt Aufgaben gestellt, die ein Arbeiten an den persönlichen Reaktions- und Verhaltensweisen jedes Einzelnen ermöglicht und die Grundlage für die Reflektion personaler Handlungs- und Coping-Strategien bildet. 3. Parallel zum Lehrgang finden reale Naturcamps mit Kindern und Jugendlichen statt, in denen jeder einzelne Teilnehmer phasenweise bestimmte Funktionen übernimmt und Beobachtungsaufgaben bekommt. 4. Jeder Teilnehmer hat im Rahmen einer Projektarbeit eine komplexe Situation im WildLIfeCamp zu analysieren und praktische Vorschläge für ein methodisches Vorgehen zu machen. 5. In einem mehrtägigen Praktikum wirkt jeder Teilnehmer/jede Teilnehmerin schon während des Lehrgangs in einem realen Naturcamp für Kinder und Jugendliche mit (z.B. Begleitung von Camp-Exkursionen, Übernahme von Nachtwachen, Betreuung von Übungseinheiten) und bekommt dazu Feedback.


Kompetenzmodell, Praxisbezug und Methodik Um später selbst bei sich und anderen Resilienzfaktoren wirksam unterstützen zu können, eignen sich die Lehrgangsteilnehmer systematisch und methodisch Verhaltensmuster an, die folgenden Anforderungen entsprechen: Optimismus Eine Grundeinstellung, die Schwierigkeiten, Widerstände, Krisen und Niederlagen nicht als unüberwindlich oder definitiv betrachtet. Diese Einstellung hängt mit sozialen Erfahrungsmöglichkeiten und dem Vertrauen in soziale Beziehungen zusammen, die Menschen dabei unterstützen, depressive Phasen zu durchstehen. Akzeptanz Die Fähigkeit, die Folgen von negativen Ereignissen und Entwicklungen zu akzeptieren, anstatt deren Realität und die damit verbundenen Gefühle von Wut, Trauer, Ohnmacht etc. zu verleugnen und zu verdrängen. Lösungsorientierung Die Suche nach Auswegen und neuen Optionen, die über die Situation und das Erlebte hinaus führen, neue Ziele setzen und neuen Lebenssinn versprechen. Selbstwirksamkeit Die Überzeugung, nicht Opfer der Verhältnisse und Geschehnisse zu sein, sondern die eigene Zukunft beeinflussen und gestalten zu können. Wer in der Opferrolle verharrt, bleibt an Schuldund Ohnmachtsgefühlen hängen („Warum ich?“, „Nie mehr wird es so sein wie vorher“ etc.). Selbstaufmerksamkeit Die Fähigkeit, die eigene Selbstwahrnehmung mit Bezug zur sozialen Umwelt und der Perspektive, die andere auf mich haben, zu verbinden. Dadurch lernen Menschen, ihr Verhalten nicht nur aus ihrer eigenen subjektiven Sicht, sondern auch objektiv zu interpretieren (zu attribuieren). Netzwerkaffinität Wer Unterstützung anbietet und motiviert ist, selbst Unterstützung anzunehmen, nutzt soziale Beziehungen und Netzwerke, die ihm weiterhelfen. Solche Menschen ziehen sich nicht in sich zurück, sondern lassen andere an ihrem Schicksal teilhaben.

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Ablauf und Inhalt des Lehrgangs In Lehrgangsabschnitt 1 geht es um explizite soziale Aspekte des Lebens im Camp – die Camp-Organisation als solche mit ihrem reflexiven Zentrum, dem Lagerfeuer, sowie die Herstellung von Werkzeugen und Überlebenshilfsmitteln, die neben ihrer instrumentellen Funktion rasch auch Statusfunktionen bekommen und zum Tauschobjekt werden. Lehrgangsphasen

Ankommen im Camp

Bau von Unterkünften

Nahrungsbeschaffung

Praktisch-instrumentelle Kompetenzen Sichtung des Geländes Erkennen von Geländeeigenschaften Positionierung der Unterkünfte Erstellen von Waldläuferbetten und -hütten Naturräumlicher Camp-Aufbau: Spitzdächer und Tipis, Latrinen Wegesicherung im Camp Pflanzliche Nahrungsquellen Tierische Nahrungsquellen (Fische) Zubereitungsarten Konservierung

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Sozialpsychologische Fach- und Methodenkompetenzen Anfangsphasen der Gruppen- und Teambildung (Forming)

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Personale Kompetenzen

Gruppenrollen

Kooperation im Team und Führungsrollen

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Individuelle Verhaltensund Denkstilpräferenzen

Methodische Hinweise Gruppen- und Teambildung: Phasenmodell nach Tuckman Problemlöseverhalten/Diversität: Herrmann-Brain-Dominance-Instrument (HBDI)


Ablauf und Inhalt des Lehrgangs itt bschn a s g an Lehrg 2 de) enen ch (1 Wo

Lehrgangsphasen Orientierung im Gelände

Feuermachen

Praktisch-instrumentelle Kompetenzen Natürliche und künstliche Orientierungsmittel Aufbau von Orientierungsübungen Natürliche und künstliche Anzünder Vorbereitung und Sicherung der Feuerstelle

Der Lehrgangsabschnitt 2 thematisiert die grundlegende Motivstruktur der Teilnehmer.

Sozialpsychologische Fach- und Methodenkompetenzen

Personale Kompetenzen

Fortgeschrittene GruppenLimbische Motivund Teambildung (Storming) struktur Konflikte in Gruppen

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Methodische Hinweise Konflikte in Gruppen: Vierseitiges Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun Limbische Motivstruktur: Limbic Map nach Häusel

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Ablauf und Inhalt des Lehrgangs In Lehrgangsabschnitt 3 stehen sowohl die Einweisung ins Camp und der Aufbau der Unterkünfte als auch das erste Kennenlernen der Teilnehmer und die Einführung in die Trainingsmethode im Vordergrund.

Lehrgangsphasen

Praktisch-instrumentelle Kompetenzen

Einführung bzw. Bestätigung oder Anpassung der Camp-Organisation

Aufstellen von expliziten Camp-Regeln Verbindung von CampOrganisation und Rollen bzw. Rollenwechsel Soziogramm der Lagerfeuerrunde Formen der Ritualisierung

LagerfeuerRituale Herstellung von Werkzeugen und Umgang mit ÜberlebensHilfsmitteln (Axt, Lasso, Schleuder, Pfeil&Bogen etc.)

Werkstoffe Holz- und Steinbearbeitung Verbindungstechniken Werkzeugverwendung Sicherheit

Sozialpsychologische Fach- und Methodenkompetenzen

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Personale Kompetenzen

Fortgeschrittene GruppenTeam- und Gruppenund Teambildung (Norming) rollen

Gruppendynamische Prozes- Introversion und Extrase erkennen und nutzen version

Werkzeuge und ÜberlebensHilfsmittel als Ego-Booster

Methodische Hinweise Gruppen-und Teambildung: Teamrollen nach Belbin Gruppendynamische Prozesse: Feedback-Methoden


Ablauf und Inhalt des Lehrgangs itt bschn a s g an Lehrg 4 de) enen ch (1 Wo

Lehrgangsphasen

Überwinden von Hindernissen

Erste Hilfe unter Extrembedingungen

Praktisch-instrumentelle Kompetenzen Abseilen am Baum und im Fels Strickleiterklettern, Bouldern Knotentechniken Seil- und Dschungelstege Floß- und Kanu-Bau Überprüfen der Vitalfunktionen Sofortmaßnahmen Transport von Verletzten Notsignale

Der Lehrgangsabschnitt 4 legt den Fokus auf gegenseitige Hilfe und das Bestehen besonders schwieriger Situationen im Gelände.

Sozialpsychologische Fach- und Methodenkompetenzen

Personale Kompetenzen

Fortgeschrittene Gruppenund Teambildung (Performing)

Über- und Unterforderung

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Methodische Hinweise Selbstmotivation: Flow-Modell nach Csíkszentmihályi Glücksforschung: 16 Basic Needs nach Reiss

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Aufbaukurs „WildLifeCamp-Leader“ Absolventen der WLC-Trainerausbildung haben die Möglichkeit, in einem einwöchigen Intensivkurs die Qualifikation für den selbstständigen Aufbau und Betrieb von WildLifeCamps zu erlangen. Sie erhalten damit die Erlaubnis, eigene Camps nach dem WildLifeCamp-Modell zu gründen und zu managen. Umfang 1 x 7 Tage inkl. Prüfung Termine * Lehrgang 1: Montag, 24.09. bis Freitag, 28.09.2012 Lehrgang 2: Montag, 19.11. bis Freitag, 23.11.2012

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* Die einzelnen Blöcke beginnen um 12:00 Uhr des ersten Tages und enden um 12:00 Uhr des letzten Tages. Ort Naturcamp Schwarzholz: www.feriendorf-schwarzholz.de/index.php/anfahrt (Unterkunft im Feriendorf Schwarzholz) Themen Anforderungen an Naturcamps mit WLC-Standard | Standortsuche und -festlegung | Betriebskonzept und betriebswirtschaftliche Grundlagen | Personalführung im Naturcamp/WildLifeCamp | Haftungs- und steuerrechtliche Aspekte | Qualitätsmanagement und Zertifizierung | Werbung und Öffentlichkeitsarbeit | Fördermöglichkeiten in der Gründungsphase Prüfung ½-tägige Abschlussprüfung (Theorie). Die Prüfung findet jeweils am letzten Tag des Lehrgangs statt. Ein Wiederholungstermin wird bei Bedarf angeboten. Lehrgangsgebühren EUR 580,00 zzgl. MwSt. sowie zzgl. Unterkunft/Verpflegung Prüfungsgebühr EUR 189,00 zzgl. MwSt.


Anmeldung Vorname

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Name Firma/Organisation Straße PLZ Ort Telefon E-Mail Lehrgang 1

Lehrgang 2

Die Anmelde- und Teilnahmebedingungen sind mir bekannt. Ich kann diese Anmeldung innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Der Bekanntgabe meiner Adressdaten gegenüber den anderen Lehrgangsteilnehmern zum Zweck der Lehrgangsorganisation stimme ich zu. Die Aufnahme in den Lehrgang erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung des Veranstalters nach einem persönlichen oder telefonischen Aufnahmegespräch.

Ort | Datum | Unterschrift

per Fax an: 030.223 25 271

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Das WildLifeCamp liegt in der Verantwortung von:

stratum速 GmbH Alte Pianofabrik Boxhagener Str. 16 10245 Berlin

Bach Naturcamps Hajo Bach Postackerweg 2 94234 Viechtach

Tel: 030.223 25 270 Fax: 030.223 25 271 www.stratum-consult.de info@stratum-consult.de

Tel: 0174.928 78 02 www.natur-erfahren-lernen.de info@natur-erfahren-lernen.de

Qualifikation zum WildLifeCamp-Trainer  

stratum und Bach Naturcamps haben gemeinsam ein Weiterbildungsprogramm entwickelt, das dazu dient, ein flächendeckendes Angebot an sozialprä...

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