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BALLETT

: STEFAN KLEEBERGER

CHOREOGRAPHIE UND KAMERA – EINE KÜNSTLERISCHE PARTNERSCHAFT FILMEMACHER UND VIDEOJOURNALIST STEFAN KLEEBERGER IM PORTRÄT

Er fängt das Kunstwerk mit seinem Blick durch die Kamera ein; dann laufen die aufgenommenen Bilder bei ihm durch einen kreativen Transformator und geben am Ende in einem kurzen Trailer das künstlerische Potenzial einer Choreographie von Goyo Montero wieder: Stefan Kleeberger ist seit vielen Jahren für die mediale Präsentation der Ballett-Sparte ein zuverlässiger Wegbegleiter an Goyo Monteros Seite. Anlässlich der „Dekade“-Premiere hat Stefan Kleeberger nun in Zusammenarbeit mit Goyo Montero einen ganz besonderen Clip angefertigt, in dem alle künstlerischen Weggefährt*innen seit 2008 gewürdigt werden. Höchste Zeit, einen Künstler vorzustellen, der hinter den Kulissen einen entscheidenden Beitrag für die Nürnberger Compagnie leistet. STATIONEN UND SEITENWEGE Seit über zehn Jahren arbeitet Stefan Kleeberger als freier Videojournalist und Filmemacher. Er entwickelt, dreht und schneidet Imagefilme, Reportagen, Webcasts, Kurzfilme und Dokumentationen. Meistens alleine – nur manchmal im Team. Sein Anspruch ist es, Geschichten packend zu erzählen und dabei entsprechend eindrucksvolle Bilder zu liefern. Begonnen hatte er zunächst mit einem Studium zum Bauingenieur: „Aus der Zeit fand ich aber eigentlich nur die Praktika gut – weil mich immer schon mehr die Menschen interessiert haben, mit denen ich in Kontakt gekommen bin“, blickt Stefan Kleeberger zurück. Der „Umweg“ führte dann zunächst über eine Assistenz bei einem Fotografen. „Ich hatte damals im besten Sinne gar keine Ahnung, war aber für fast alles offen – eigentlich sollte es in Richtung Fotojournalismus gehen, aber dann landete ich stattdessen bei einem Still LifeFotografen – egal! Ich habe alles » ALLEINE MIT DER KAMERA LOSZIEHEN, gelernt, was ich für später brauchen konnte.“ DREHEN, SCHNEIDEN – Die ersten Schritte im FernUND GESCHICHTEN ERZÄHLEN. « sehgeschäft machte er Ende der 90er Jahre in den Niederlanden – als Kameramann und Cutter bei einem kleinen TV-Sender in Rotterdam. „Da hat auch schon das begonnen, was ich eigentlich jetzt immer noch mache: Alleine mit der Kamera losziehen und drehen, schneiden – und Geschichten erzählen. „Rotterdam war Kulturhauptstadt Europas und die Menschen haben diesen Titel mit Leben erfüllt. Überall entstanden kreative Inseln und ich war mit meiner Arbeit mitten drin. Ich habe zusammen mit zwei Musikern in einem besetzten Haus gelebt. Das wurde dann leider abgerissen und ich musste etwas Neues suchen. So bin zurück nach Deutschland ge-

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Impuls Mai / Juni 2018  

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